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Einsicht wäre der erste Weg zur Besserung – Der vermeintliche Klimakampf-Erfolg

04. Juni 2026 um 06:00

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Nach der vom IPCC offiziell abgesagten Klimakatastrophe gibt es in der Bundesregierung kein Eingestehen von Irrtümern oder Fehlentscheidungen. Im Gegenteil: Die Abwendung des Extremszenarios wird dreist als Erfolg der deutschen Klimapolitik verkauft.

Von Frank Hennig

Das Klimaszenario RCP 8.5 wurde durch das IPCC zurückgenommen, es sei unplausibel. Das sollte die (im treffenden Sinne des Wortes) aufgeheizte Klimapolitik und -propaganda eigentlich beruhigen – ganz so schlimm kann es also nicht kommen. Keineswegs denkt man in den Regierungsparteien nun über gelassene und sachliche Entscheidungen im Energieversorgungssystem nach. Es gilt das „weiter so“, koste es, was es wolle.

 

Mit dem Entfall des Szenarios RCP 8.5, durch 44 IPCC-Autoren bestätigt, entfällt das Horrorszenario, auf dessen Basis deutsche Politik und Medien sofortiges Handeln anmahnten. Insbesondere der schnelle und noch schnellere Ausbau der sogenannten „Erneuerbaren“, unabhängig vom nachhängenden Netzausbau, steigenden Strompreisen und fortschreitender nachhaltiger Deindustrialisierung, wurde gebetsmühlenartig gefordert. Nun wird es bis zum Jahr 2100 nicht 4,4 bis 5,7 Grad wärmer werden und man könnte vom Alarmismus ablassen. Selbst der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom März 2021, der die Grundrechte künftig von der Erfüllung der Minderungsziele abhängig macht, wäre zu korrigieren.

EINSICHT WÄRE DER ERSTE WEG ZUR BESSERUNG

Das IPCC geht von einer Erwärmung von etwa 2,5 Grad aus – gemessen ab 1870 oder einem anderen frei wählbaren Termin der sogenannten vorindustriellen Zeit, egal in welcher Genauigkeit gemessen oder errechnet. Etwa 1,5 Grad sind bisher schon „geschafft“, die restliche Erwärmung sollten wir durch nur noch moderat nötige Anpassungsmaßnahmen überleben. Wer erklärt das jetzt den zukunftsängstlichen, teils traumatisierten Kindern und Jugendlichen von Fridays for Future?

Da eine Zieländerung oder gar das Eingestehen eines Irrtums oder von Fehlentscheidungen unserer Regierung nicht zuzumuten ist, gilt es, eine Erfolgsgeschichte aus dem nun gestorbenen Szenario zu machen. Die Abkehr von einem Extremszenario sei ein Erfolg unserer Klimapolitik, heißt es nun. Das ist zweifelhaft angesichts des deutschen Anteils an den globalen anthropogenen CO2-Emissionen von nur noch 1,5 Prozent.

In einer aktuellen Stunde im Bundestag am 20. Mai 2026 wurde nach dem Monitoring der deutschen Klimapolitik bezüglich des Milliardenaufwandes gefragt. Finanzminister Klingbeil (SPD) antwortete: „Ich brauche keine Zahlen, um zu wissen, dass es richtig ist …“ (ab Minute 40). Da wundert man sich als Wahlvolk, weil man annimmt, dass insbesondere der Umgang mit Zahlen eine für einen Finanzminister vordringliche Aufgabe sein könnte. Nun ist Minister Klingbeil Politikwissenschaftler und Parteisoldat ohne jegliches Vorleben in Wirtschaft oder Finanzen, das kann man ihm nicht vorwerfen. Aber ist er im richtigen Job? Dafür müsste er permanent mit Zahlen arbeiten und vor allem jede Ausgabenposition penibel hinterfragen. Das Geld anderer ausgeben macht unter den Sozialisten jeder gern, aber allein der Versuch klugen Wirtschaftens ist bei der SPD nach Eichel und Steinbrück offenbar out.

Vom Sieg zur Weltrettung

Nun gilt es bei den Regierungsparteien sowie Links und Grün, die Rücknahme des Szenarios 8.5 in einen Sieg umzudeuten. Mark Helfrich (CDU) sieht den Regierungskurs bestätigt, man dürfe in den Klimaschutzbemühungen „nicht nachlassen“. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Klimaaunion. Wer diese in der eigenen Partei hat, braucht keine Grünen mehr als Gegner.

Doktor Nina Scheer, ausgebildete Violinistin und promovierte Politikwissenschaftlerin, energiepolitische Sprecherin ihrer Fraktion, aber tieferer Kenntnis eines Energieversorgungssystems unverdächtig, verweist auf eine angebliche Emissionssenkung Chinas trotz Wirtschaftswachstum. Das trifft für das erste Halbjahr 2025 wohl zu. Über längere Sicht steigerte das Land die Emissionen von 2000 bis 2024 von 3,648 auf 13,125 Gigatonnen (Gt). Im gleichen Zeitraum senkte Deutschland heldenhaft von 1,044 auf 0,656 Gt. Man könnte diese Trends hinsichtlich ihrer „Klimawirkung“ berechnen, auf Grundlage der CO2-Budgets, die für den Pariser Klimavertrag zugrunde gelegt wurden. Das macht in Deutschland aus gutem Grund niemand und den Finanzminister interessieren Zahlen ohnehin nicht. Aber genau hier liegen die Einsparoptionen hinsichtlich Aufwand und Nutzen.

Richtig ist, dass in China Wind- und PV-Anlagen stark zugebaut werden. Diese Halbwahrheit ruft nach Ergänzung. Im Jahr 2024 gingen 30 Gigawatt (GW) neue Kohlekraftwerksleistung ans Netz und es begann der Bau von 63 neuen Kohlekraftwerken.Im Jahr 2025 kam es zu einer Rekordsteigerung der Kapazität von 78 GW. Auch wenn in China diese Kraftwerke oft nicht mehr in der Grund-, sondern in der Regellast eingesetzt werden, wird es zu einer Steigerung der Emissionen kommen.

Quelle: https://www.cfact.org/2026/02/22/china-goes-gangbusters-building-52-big-coal-plants-in-2025/

Gegenwärtig steigt Chinas Kohleverbrauch weiter. China verbrennt mehr Kohle auch als Folge des Irankrieges, um LNG zu sparen. Gleichzeitig schwächelt die Windstromproduktion, ein Zeichen des auch in Europa zu beobachtenden „terrestrial stilling“? Zudem baut kein anderes Land der Welt so viele Kernkraftwerke in Serie, termingerecht und preiswert. Derzeit sind 125 Gigawatt (GW) Kernkraftwerksleistung in Betrieb oder genehmigt, noch vor 2030 wird China weltweit Spitzenreiter bei der Stromerzeugung aus Kernkraft sein.

Wie alle wachsenden Länder nutzt auch China alle Energiequellen. Man kann es sich nicht leisten, aus klima- oder atomideologischen Gründen auf einige zu verzichten und den Energiemix staatlich befohlen zu verengen. Das macht nur Deutschland mit seinem unausgesprochenen Ziel des Degrowth.

Michael Kellner von den Grünen, ehemaliger Staatssekretär unter Messias Habeck, auch er vom Stamm der realitätsfernen Politikwissenschaftler, führt den „Erfolg“ des Rückzugs von RCP 8.5 auf den Ausbau der „Erneuerbaren“ zurück. Zumindest für den deutschen Anteil daran gibt es keinerlei Anlass.

Hier der Rückgang der deutschen Emissionen (in blau), der nicht nur einem steigenden Anteil „erneuerbarer“ Energie zuzuschreiben ist, sondern auch der Stilllegung von Teilen der DDR-Industrie, dem Brennstoffwechsel von Kohle auf Gas und der Deindustrialisierung ab 2020. In roter Linie der Anstieg der globalen Temperatur, von den sinkenden deutschen Emissionen offensichtlich unbeeinflusst.

Daraus einen „Erfolg“ deutscher Klimapolitik abzuleiten, bleibt realitätsfernen Politikern der Berliner Blase vorbehalten.

Herr Kellner spricht übrigens nicht mehr über die Chance, die Raffinerie PCK in Schwedt nach Entfall des russischen Öls nun zügig in eine grüne Raffinerie umzubauen. Auch hier ist, wie beim grünen Wasserstoff, eine Erfolgsgeschichte nicht zu erwarten.

Die drei hier genannten Redner von CDU, SPD und Grünen ließen in ihren Ausführungen keine Zwischenfragen zu. Es hätte die Zuschauer verunsichern können.

Haltet den Dieb

Am Ende ihrer Ausführungen rief Frau Doktor Scheer in Richtung der AfD-Fraktion: „Sie leben von der Katastrophe!“ Das ist nun eine Tatsachenumkehr nach dem Motto „haltet den Dieb“, denn die Katastrophe mit alsbaldigem Sterben durch Hitze haben seit langem SPD und Grüne angekündigt. Das wird sich nun nicht erfüllen, die Enttäuschung ist offensichtlich. Übrigens sind „Klimakatastrophe“ wie auch „Klimakrise“ Begriffe, die nur in Deutschland von entsprechend interessierten Kreisen verwendet werden. Das IPCC und andere Länder sprechen von ‚Klimawandel“, was völlig korrekt ist.

Die „Klimaziele“ werden wohl erhalten bleiben, also global Netto-null bis 2100, in der EU bis 2050, Deutschland 2045, Hamburg und Baden-Württemberg bis 2040. Dabei haben sich die Deutschen ein verschärftes Ziel gesetzt: Absolut-null statt Netto-null. Das Vorreiten zweier Bundesländer ist zu begrüßen, können doch die anderen Bundesländer von den Erfahrungen profitieren und dem Weg folgen – oder auch nicht.

Leise Wahrheiten

Die harten Realitäten, ablesbar an Zahlen, Daten, Fakten, wirken störend auf die Tätigkeit unserer Regierung, in der zumindest der Finanzminister offensichtlich ein Problem mit Zahlen hat. Zum Trost kann man anführen, dass hin und wieder ein Licht von Weisheit in der SPD aufblitzt: „Globale Herausforderungen lassen sich nicht mit nationalen Alleingängen lösen“, so der ehemalige Außenminister Heiko Maas auf der Internationalen Energiewendekonferenz 2019 in Berlin. Seine Partei hörte nicht auf ihn, heute dürfte er vergessen sein.

Selbst die Grünen sind nicht vor Erkenntnissen gefeit. Die ehemalige Umweltministerin Steffi Lemke gesteht in einem Webinar (ab Stunde 1:05:30) ein, dass es ein Fehler gewesen sei, dass das überragende öffentliche Interesse des Ausbaus der „Erneuerbaren“ höher gestellt wurde als der Schutz der Gewässer. Auch seien Windkraftanlagen im Wald sowie Freiflächen-PV-Anlagen nicht präferierte Ziele. Das Investoreninteresse sei abzuwägen. Solche Art von Kritik blieb bisher Windkraftgegnern vorbehalten, die man daraufhin in die rechtsextreme Ecke schob.

Die Profitsicherung der „Erneuerbaren“-Branchen wird weiter das höchste Ziel rot-schwarz-grüner Politik bleiben, egal welche weiteren Szenarien fallen oder geändert werden. Die Energiewende als Methode der Umverteilung und Bereicherung liegt im Interesse der wirtschaftlichen, politischen und medialen Eliten, die daran verdienen.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 

Der Beitrag Einsicht wäre der erste Weg zur Besserung – Der vermeintliche Klimakampf-Erfolg erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Physiologie der Grundlagen des Lebens, Photosynthese und Atmungskette

01. Juni 2026 um 16:00

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von Dr. Holger Stienen

Vor ca. 20 Jahren versuchte der Weltklimarat (IPCC) die These durchzusetzen, dass Kohlendioxid ein Maßgebliches „Klimagas“ sei und zum „Treibhauseffekt“ entscheidend beitrage und somit das Leben auf der Erde bedrohe, weil es zur Erwärmung und folgenden Überhitzung unseres Planeten beitrüge. Dieser Narrativ hat besonders im EU- Europa und namentlich in Deutschland verfangen und zu grotesken Protestformen und politisch absurden Entscheidungen beigetragen, so etwa der Zerstörung von Natur und Landschaft durch Industriewindanlagen, Solargroßflächenkraftwerke, Flächen fressende Umspannwerke und Stromtrassen neuer Dimensionen in der deutschen Kulturlandschaft, nur um den CO²- Ausstoß zu verringern. Lag die Konzentration vor ca. 150 Jahren in der Atmosphäre bei knapp 300 ppm (Millionstel Teil der Gesamtgase in der Luft), so liegt er heut bei ca. 400 ppm. In der Erdgeschichte unterlag die Konzentration von CO² starken Schwankungen. Die höchste zum Ende der Kreidezeit mit ca. 8000 ppm. Zu dieser Zeit war die Erde in weiten Teilen klimatisch subtropisch, jedoch weder extrem überhitzt, noch in weiten Teilen Wüste.

Die Evolution hat zwei biochemische Mechanismen hervorgebracht, die als Grundlage allen Lebens auf der Erde gelten müssen: Die Photosynthese und die Physiologie der Atmung. Beide Prozesse spielen sich auf Zellebene und in entsprechenden Organellen ab, die durch Membranen vom Plasma und anderen Zellstrukturen abgegrenzt sind. Durch diese beiden Prozesse sind auch die wichtigen Atmosphärengase Sauerstoff und Kohlendioxid gebildet worden. Ohne Sauerstoff gäbe es kein Leben auf unserem Planeten, ohne Kohlendioxid kein Pflanzenwachstum, und je mehr Kohlendioxid, desto mehr Wachstum von einzelligen Algen, Gräsern, Blumen und Bäumen. Nur ganz wenige Organismen wie z.B. Schwefelbakterien gewinnen Energie aus anderen Quellen und nicht unmittelbar aus der Sonnenstrahlung. Oder es sind Symbionten bzw. parasitär und zapfen ihre Wirtspflanzen an. Übrigens sind CO2 – Quellen nicht nur die Atmung von Menschen und Tieren oder die Verbrennung fossiler Energieträger sondern auch die Brandkatastrophen in unterirdischen Kohlelagern in früheren Erdzeitaltern und besonders die Ausgasung durch Vulkanismus, womit bereits angedeutet ist, woher Kohlendioxid auf der Erde ursprünglich stammt.

Die Photosynthese

Die Photosynthese findet in allen grünen Pflanzen und Mikroorganismen statt. Bei diesem komplexen Vorgang handelt es sich um die Umwandlung on Lichtenergie (Photonen) in chemische Energie. Die grüne Farbe rührt vom Chlorophyll her, einem Makromolekül, das in verschiedenen Formen vorkommt und Licht im grünen Spektralbereich reflektiert. Innerhalb der Zellen ist Chlorophyll, ein symmetrisches Molekül mit vier Kohlenstoffringen und einem zentralen Magnesiumatom über vier Stickstoffbrücken an die Ringe gekoppelt, in die inneren Membranstapel (Thylakoid- Membransystem) der Chloroplasten eingebunden. Evolutiv waren Chloroplasten ursprünglich Einzeller, erste Lebensformen, die vor über 3 Milliarden Jahren auf der Erde entstanden. Diese vermehrten sich durch Zweiteilung, wie auch heute noch Chlorplasten in der Pflanzenzelle entstehen.

In den höheren Pflanzen finden sich zwei Chlorophylltypen, a und b. Form a absorbiert Sonnenlicht zwischen 430 und 662 Nanometern (nm), Form b zwischen 456 und 642 nm. Beide decken damit die Bereiche violett- blau und orange- rot des Spektralfarbenspektrums ab, welche die höchsten Energieraten aufweisen. Andere Pigmente wie etwa Carotine können nur engere Spektralbereiche erfassen, in diesem Fall nur den Blaubereich. Alle Pigmente sind in der Membran zu „Lichtfallen“ angeordnet. In diesen sind die Moleküle (Antennenpigmente) so angeordnet, dass sie ein Maximum an Licht (Photonen) einsammeln und per induktiver Resonanzübertragung einem zentralen Reaktionszentrum zuleiten, in dem die maximal absorbierte Energiedichte entsteht, die dort in Elektronen umgewandelt wird. Hiervon gibt es zwei Typen P 680 (PSII) und P 700 (PS I). Die Zahlen stehen für ihre Absorptionsmaxima. In den Reaktionszentren findet die Energieübertragung statt. Dort ist das elektronentransportierende Cytochrom (C bd-f- Komplex) ) eingelagert. Sein Eisen- Schwefel- Zentrum (2Fe-2S) bewirkt zusammen mit drei weiteren elektrosensiblen Proteinen die elektroenergetische Übertragung. Diese bewirkt die Spaltung von Wasser aus dem Zelllumen, indem aus zwei Wassermolekülen jeweils vier der eingefangenen Photonen des Sonnenlichts ein 02– Molekül freigesetzt werden und dabei vier positiv geladene Wasserstoffatome (Protonen) erzeugt sowie vier freie Elektronen, die jetzt dem energetische Folgeprozess zur Verfügung stehen (Abbildung 1). An dieser Ladungstrennung beteiligt ist ein Mangan- Calcium- Sauerstoff- Komplexmolekül, also eine weitere metallische Verbindung.

Der Sauerstoff als kleines Molekül entweicht durch die Membranen und schließlich durch die Spaltöffnungen in die Außenluft. Die Protonen aus der Wasserspaltung werden zur energetischen Reduktion von NADP+ (Nikotinsäureamid-adenin-dinukleotid- Phosphat) genutzt. Pro Einzelreaktion werden dabei jeweils auch zwei freie Elektronen verbraucht. NADPH spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau von hochenergetischen Zuckern und Stärke in den Pflanzen (Calvin—Zyklus, in dem C3- Moleküle zu C6- Zuckervorläufermolekülen aufgebaut werden, Abbildung 2) aus denen dann viele weitere organischen Moleküle im Organismus entstehen. Auf dieselbe Art entsteht das Energiespeichermolekül Adenosintriphosphat (ATP) aus Adenosindiphosphat (ADP), das auch bei der Zellatmung entsteht und in fast allen Organismen als Energiespeichermolekül fungiert. Dieses wird ebenfalls im Folgeprozess der Photosynthese als Energietreiber bei der sogenannten Carboxylierung genutzt. Dabei werden drei Moleküle CO2 durch Carboxylase- Enzyme (Rubisco) auf ein Molekül aus fünf Kohlenstoffatomen (Ribulose-1-5- bis- Phosphat) übertragen und in zwei weiteren Folgeschritten das Vorprodukt für C6- Zucker (im sogenannten Calvin- Zyklus – Abbildung 2) erzeugt. Dieser Prozess läuft umso schneller ab, je höher der Partialdruck von CO2 in der Atmosphäre ist, also je mehr Kohlendioxidmoleküle sich in der Außenluft befinden. Das rührt daher, dass Carboxylasen sogenannte induzierbare Enzyme sind, die vermehrt werden, sobald der CO2 -Anteil in der Luft steigt. Die Formel der sogenannten Lichtreaktion (gebunden an die Thylakoidmembranen im Chloroplasten und nur bei Tageslicht ablaufend)) lautet:

12 H2O + 12 NADP+ +18 ATP + 18 P > 6CO2 + 12 NADPH +12 H + + 18 ATP

Die nachgeschaltete sogenannte Dunkelreaktion erfolgt im Stroma (halbflüssige Grundsubstanz) der Mitochondrien:

6 CO2 + 12 NADPH + 12 H+ + 18 ATP > C6 H12O6 + 12 NADPH+ +18 ADP + 18 P + 6 H2O

Pflanzen, so auch Feldfrüchte, Wälder, Weiden usw. wachsen schneller bei steigendem CO2– Anteil in der Luft. Es gibt auch einige wenige Tiere, in denen Photosynthese auftritt, z.B. einige Schnecken, Seescheiden oder Korallen. In diese sind irgendwann Grün- oder Blaualgen eingedrungen und diese nutzen die Tiere symbiotisch als Wirtsorganismen.

Physiologie der Atmung

Eine Art Umkehrung der Photosynthese ist die Atmung, die Sauerstoff verbraucht und Kohlendioxid und chemische Energie erzeugt. Dieses geschieht in Tieren und Pflanzen. Dabei gewinnt der Körper Energie zum Verbrauch seiner Tätigkeiten aus der Zerlegung von Zuckermolekülen. Bei Tieren müssen energiereiche Bestandteile über die Nahrung aufgenommen werden um dann physiologisch- energetisch genutzt werden zu können. Sehen wir uns die dem zugrunde legende Biochemie in den wichtigsten Schritten an.

Die Zellatmung ist ein komplexer Prozess dem verschiedene Prozesse des Abbaus organischer Moleküle wie Fette, Eiweiße, komplexe Kohlehydrate usw. vorangehen. Entscheidend zur Energiegewinnung und der Dekarboxilierung (Freisetzung von CO2 ) ist jener finale der sogenannten Atmungskette in den Mitochondrien, einer zentralen Zellorganelle mit Außen- und Innenmembranen in denen die Energieüberträger wie die aus der Fotosynthese bekannten Moleküle NADH und FADH2 (Carrier) und Enzyme etwa zur Dekarboxilierung eingebunden sind. Über diese läuft ähnlich wie bei der Photosynthese die sogenannte Elektronentransportkette. Dort ist auch das Kanalprotein ATP- Synthetase eingebunden. Die gewonnenen Protonen werden in diesen Kanal getrieben. In einem Rotationsprozess wird die Energie genutzt, um beständig aus ADP (Adenosindiphosphat) ATP (Adenosintriphosphat) herzustellen, das eine höhere Energiemenge speichert. ATP ist das zentrale Energiemolekül, das allen Körperprozessen zugrunde liegt. Menschen synthetisieren ca. 10²5 ATP- Moleküle pro Tag. Auf diese Weise werden pro Tag ca. 40 kg (!) Phosphat pro Körper umgesetzt. Dabei wird der wenige Phosphor mittels der Kette AMP- ADP- ATP im Körper beständig mit ungeheurer Geschwindigkeit recycliert. Aus einem Glucosezuckermolekül entstehen 32 ATP- Moleküle. Die Gesamtbilanz der Atmungskette lautet:

10 NADH + 2FADH2 + 28 ADP + 28 P + 6 O2 = 12 H2O + 10 NAD+ + 2 FAD + 28 ATP

In der weiteren Folge der Atmungskette folgen weitere biochemisch- energetische Schritte ( vier Komplexe), in die besonders Enzyme wie Oxidasen und Reduktasen eingebunden sind. Letztlich ist es die Trennung von Sauerstoff vom Wasserstoff durch Kompartimentierung mittels der Mitochondrienmembranen, die eine Knallgasexplosion verhindert und diese Reaktion kontrolliert ablaufen lässt. Parallel zum chemischen Prozess verläuft die sogenannte Elektronentransportkette, indem die membrangebundenen Redoxsysteme Elektronen (e– )aufnehmen und wieder abgeben. Bei jedem dieser Schritte wird eine winzige Energiemenge frei, die Elektronen fließen von einem höheren auf das jeweils nächst niedrigere Energieniveau ab. Im letzten Schritt werden die Protonen (H-) auf Sauerstoffmoleküle übertragen und als Wasser freigesetzt.

Dieser in ca. drei Milliarden Jahren evolutiv entstandene Ablauf ist hocheffektiv und auch erst seit einigen Jahrzehnten erforscht und damit aufgedeckt worden. Er stellt ein Wunder an komplexen Vorgängen dar, die für uns unbewusst und vielen unbekannt, dennoch beständig ablaufen.

Die Photosynthese hat somit den Sauerstoff in die Atmosphäre gebracht, ohne den kein höheres Leben auf der Erde möglich wäre. Ausgangsprodukt ist dabei das Kohlendioxid.

Dass bedeutet schlussendlich: Jeder, der die Minderung von CO2 in der Atmosphäre fordert und durchsetzt, votiert gegen die Natur und das Leben auf diesem Planeten.

 

Der Beitrag Die Physiologie der Grundlagen des Lebens, Photosynthese und Atmungskette erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Warum verschwenden wir immer weiter Geld für „Erneuerbare“-Technologien?

01. Juni 2026 um 10:00

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Gary Abernathy

Letzte Woche habe ich darüber berichtet, dass sich die Einwohner von Richland County in Ohio hinter ihre Kreisräte gestellt haben, um neue groß angelegte Solar- und Windkraftprojekte in weiten Teilen des Landkreises zu verbieten. Wie sinnvoll es ist, bei neuen Solarprojekten auf die Bremse zu treten, wird immer deutlicher, wenn man bedenkt, wie rasant sich die Technologie der „erneuerbaren Energie“ derzeit entwickelt.

In ihrem Eifer, „erneuerbare Energien“ in jeden Winkel der Gesellschaft zu treiben, haben sich die Befürworter immer wieder schuldig gemacht, den solarbetriebenen Karren vor das windbetriebene Pferd zu spannen. Mit anderen Worten: Immer wieder stellen wir fest – meist zu spät –, dass alle der Entwicklung vorauslaufen.

Groß angelegte Solarenergie ist nach wie vor eine junge Technologie. Dennoch haben die Regierungen unter Obama und Biden Milliarden an Steuergeldern an Bundesstaaten und Kommunen verteilt und diese dazu gedrängt – in manchen Fällen sogar dazu verpflichtet –, sich von zuverlässigen Energiequellen „abzuwenden“. Infolgedessen sind je nach Schätzung zwischen 2600 und fast 4000 km² ehemals landwirtschaftlich genutzter Fläche nun mit Solarmodulen bedeckt.

Der American Farmland Trust prognostiziert, dass mit dem Ausbau der Solaranlagen „die zwölf führenden Bundesstaaten zwischen 1200 und über 8000 km² Ackerland verlieren, zerstückeln oder beeinträchtigen werden“. Was für eine Verschwendung! Und warum? Denn selbst für diejenigen, die fest an die Notwendigkeit eines Übergangs zu „erneuerbaren Energien“ glauben, würde sich Geduld durch technologische Fortschritte auszahlen, die es Solaranlagen ermöglichen würden, die gleiche Energiemenge auf einer viel kleineren Fläche zu erzeugen.

Im Jahr 2022 stellte ein Artikel der Yale School of the Environment unter Berufung auf eine Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory des US-Energieministeriums fest, dass „die meisten Schätzungen zum Flächenbedarf der Solarenergie veraltet sind und sich immer noch auf Zahlen aus den Anfängen des großtechnischen Betriebs stützen, als der Wirkungsgrad noch deutlich geringer war, sagt der Mitautor der Studie, Mark Bolinger.“

In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass „Solaranlagen, die den ganzen Tag über der Sonne nachgeführt werden – die derzeit vorherrschende Technologie – pro Megawatt Leistung etwa 1,6 ha an Solarmodulen benötigen – weniger als die Hälfte der Fläche, die vor zehn Jahren noch erforderlich war. Dieser Trend, so Bolinger, ‚dürfte sich auf absehbare Zeit fortsetzen‘.“

Wir können sicher sein, dass „die derzeit vorherrschende Technologie“ selbst bald von fortschrittlicherer Technologie überholt werden wird. Und dennoch haben Solarunternehmen immer mehr Land aufgekauft – gestützt durch Steuergelder in Form von staatlichen Subventionen und geleitet von veralteten Schätzungen eines künftigen Bedarfs von 40.000 km² –, obwohl die Technologie künftig weniger Fläche benötigen wird.

Wie teuer es ist, Unmengen an Geld in eine „Lösung“ zu stecken, während sich die Technologie noch weiterentwickelt, wurde durch den Fall des Ivanpah-Solarkraftwerks deutlich. Ich schrieb letztes Jahr über das Kraftwerk, das, wie ich anmerkte, „von 2010 bis 2014 für 2,2 Milliarden Dollar gebaut worden war – darunter 1,6 Milliarden Dollar aus drei staatlichen Kreditgarantien des Obama-Energieministeriums – (aber) nun laut einem aktuellen Bericht der New York Post ‚2026 geschlossen werden soll, nachdem es nicht gelungen ist, effizient Solarenergie zu erzeugen‘.“

Die Anlage galt bereits als veraltet, da sie angesichts der rasanten technologischen Entwicklung „nicht mit neueren und kostengünstigeren Formen der Solarstromerzeugung konkurrieren konnte“, berichtete die Post. Ich wies darauf hin, dass „die rücksichtsloses Bestreben, ‚grün‘ zu werden, erneut zu einem Projekt führte, das tief in den roten Zahlen steckt“.

Doch hier ist eine beunruhigende Neuigkeit: Anstatt den Verlust hinzunehmen und die Anlage wie im letzten Jahr geplant zu schließen, befindet sich die Anlage in einer kostspieligen Sackgasse.

„Sowohl die Trump- als auch die Biden-Regierung – ebenso wie der Energieversorger, der dort Strom bezieht – haben versucht, (Ivanpah) stillzulegen, mit der Begründung, die Anlage erbringe zu geringe Leistungen, produziere teuren Strom und sei von günstigeren Energiequellen überholt worden“, berichtete Fox News kürzlich. „Die kalifornischen Regulierungsbehörden haben sich jedoch geweigert, die Stilllegung zu genehmigen, und davor gewarnt, dass eine Schließung der Anlage das Stromnetz überlasten könnte.“

Das ist richtig. Das Kraftwerk Ivanpah stellt die Steuerzahler vor eine Zwickmühle: Eine Schließung „könnte dazu führen, dass die Steuerzahler für Hunderte Millionen Dollar aufkommen müssen, die mit einem Bundeskredit in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar verbunden sind, während ein Weiterbetrieb höhere Stromkosten für die Verbraucher bedeutet“, wie es in dem Bericht heißt. Warum?

Weil die kalifornischen Regulierungsbehörden warnen, dass „die Stilllegung von Ivanpah mehr als 300 Millionen Dollar an von den Stromkunden finanzierten Übertragungs- und Infrastrukturkosten im Zusammenhang mit dem Projekt ungenutzt lassen könnte, während gleichzeitig potenzielle Risiken für die Netzzuverlässigkeit entstehen – insbesondere angesichts der wachsenden Unsicherheit darüber, wie schnell neue Energieprojekte gebaut werden können.“

All dies weist erneut auf die Notwendigkeit hin, dass die USA Gesetze erlassen, die verhindern, dass Milliarden an Steuergeldern den Bach runtergehen, weil die Regierung darauf bestand, Technologien einzuführen, die noch Jahre von ihrer Marktreife entfernt sind. Der „Affordable, Reliable, Clean Energy Security Act“ (ARC-ES) würde dazu beitragen, dass künftige Entscheidungen über den Energiebedarf Amerikas auf der Sicherheit der USA, den Bedürfnissen der Verbraucher und der tatsächlichen Wirksamkeit basieren – und nicht auf wechselnden politischen Strömungen.

Der im vergangenen Jahr vom US-Abgeordneten Troy Balderson im Kongress eingebrachte Gesetzentwurf ARC-ES „würde laut Baldersons Büro die zuständigen Bundesbehörden dazu verpflichten, … alle Maßnahmen im Zusammenhang mit erschwinglicher, zuverlässiger oder sauberer Energie innerhalb von 90 Tagen zu prüfen und dem Kongress einen Bericht vorzulegen. „Der Gesetzentwurf stellt sicher, dass unsere erschwinglichsten und zuverlässigsten Energiequellen, darunter Kernkraft und Erdgas, Teil des Energiemix bleiben – eine entscheidende Voraussetzung, um erschwingliche und zuverlässige Energie für amerikanische Haushalte und Unternehmen zu gewährleisten.“

Sollte der Kongress ARC-ES nicht verabschieden, sollte Präsident Trump es per Durchführungsverordnung in Kraft setzen. Die Amerikaner haben ein Recht darauf zu wissen, dass ihre Steuergelder nicht für Technologien zur Erzeugung von Sonnenenergie verschwendet werden, die praktisch schon vor Sonnenaufgang veraltet sind.

This article originally appeared at Real Clear Energy via Empower Alliance

Link: https://www.cfact.org/2026/05/27/why-do-we-keep-wasting-money-on-renewable-technologies/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Warum verschwenden wir immer weiter Geld für „Erneuerbare“-Technologien? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Argumente gegen Solarenergie im industriellen Maßstab in Großbritannien

30. Mai 2026 um 10:00

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WUWT, Sam Lowry

Großbritannien installiert rasant mehr Solaranlagen. Im ganzen Land sind Felder, auf denen einst Weizen, Gerste und Gemüse wuchsen, nun mit Glas- und Siliziumpaneelen bedeckt, die sich bis zu den Hecken erstrecken. Die Regierung bezeichnet dies als einen zentralen Bestandteil ihres Energieplans.

Entwickler behaupten, Solarenergie sei erschwinglich und werde sich unweigerlich durchsetzen. Planungsbehörden, die zunehmend unter Druck stehen, Projekte für erneuerbare Energien zu genehmigen, tun sich oft schwer, diese abzulehnen. Doch die zentrale Frage – ob großflächige Solaranlagen tatsächlich zu den geografischen, klimatischen und energietechnischen Gegebenheiten Großbritanniens passen – wird selten eingehend untersucht. Wenn dies geschieht, sind die Ergebnisse besorgniserregend.

Dieses Argument richtet sich nicht gegen Solarenergie an sich. Vielmehr fordert es eine klare Betrachtung der Möglichkeiten und Grenzen der Solarenergie in einem nördlichen, dem Atlantik zugewandten Land. Politische Maßnahmen, die auf unvollständigen Informationen beruhen, können nachhaltige Auswirkungen haben, selbst nachdem die Solaranlagen abgebaut wurden.

Das falsche Werkzeug für die Aufgabe

Jede Energietechnologie hat ihre optimalen Einsatzgebiete. Geothermie eignet sich für Island, Wasserkraft für Norwegen. Großflächige Solaranlagen sind am effektivsten in Regionen mit starker Sonneneinstrahlung, nicht so langen Wintertagen und beständigen Jahreszeiten, wie beispielsweise in der Mojave-Wüste, am Rande der Sahara oder in Südspanien. Im Vereinigten Königreich herrschen diese Bedingungen nicht.

Großbritannien liegt zwischen dem 50. und 61. nördlichen Breitengrad. Im Dezember und Januar erhält Südengland etwa sieben Stunden Tageslicht, Schottland hingegen weniger als sechs. Doch nicht jedes Tageslicht ist für Solaranlagen von Vorteil. Das atlantische Wetter in Großbritannien bringt viele Wolken, schwaches Licht und eine tiefstehende Wintersonne, die die Paneele in ungünstigen Winkeln trifft, sodass sie deutlich weniger Strom produzieren. An den dunkelsten Wintertagen  erzeugt ein Solarpark möglicherweise nur 3 bis 5 % seiner Nennleistung .

Dieses Problem wäre leichter zu lösen, wenn der Strombedarf das ganze Jahr über konstant bliebe, doch das ist nicht der Fall. Der Energieverbrauch Großbritanniens schwankt mit den Jahreszeiten, und dieses Muster verläuft genau entgegengesetzt zu dem Zeitraum, in dem Solaranlagen am effektivsten arbeiten. Von November bis Februar verbrauchen Privatpersonen und Unternehmen deutlich mehr Strom für Heizung, Beleuchtung, Kochen und Industrie. Die kältesten Monate, die insbesondere für ältere und gefährdete Menschen riskant sind, fallen in die Zeit, in der die Solarenergie am geringsten ist. Steigt der Bedarf im Januar während eines Kälteeinbruchs sprunghaft an, wird er nicht durch Solaranlagen, sondern durch Gasturbinen, Batteriespeicher und Stromimporte aus Europa gedeckt.

Dies ist ein grundlegendes strukturelles Problem, nicht nur eine lösbare technische Herausforderung. Es ist auf die Lage und das Wetter Großbritanniens zurückzuführen. Kein Solarpanel, weder jetzt noch in Zukunft, kann die britischen Winter sonniger machen. Die Diskrepanz zwischen der Stromerzeugung durch Solarenergie und dem Strombedarf Großbritanniens wird bestehen bleiben.

Strom erzeugen, wenn er am wenigsten benötigt wird

Fairerweise muss man sagen, dass Solarenergie in Großbritannien im Sommer einen erheblichen Beitrag leisten kann. An sonnigen Tagen im Mai, Juni und Juli  können Solaranlagen einen Großteil des Bedarfs des nationalen Stromnetzes decken und erreichen zu Spitzenzeiten mitunter 20 bis 30 Prozent. Die Branche verweist häufig auf diese Zahlen, und sie stimmen auch.

Diese Zahlen erklären jedoch nicht, dass der Energiebedarf im Sommer am niedrigsten ist. Mildes Wetter, längere Tage und geringere Industrieaktivität entlasten das Stromnetz. Überschüssiger Solarstrom kann in diesen Monaten Probleme verursachen. Die Strompreise können negativ werden, Stromerzeuger erhalten möglicherweise eine Vergütung für die Drosselung ihrer Produktion, und das Netz muss überschüssige Energie aufnehmen, die es nicht speichern kann. Billiger Strom zum falschen Zeitpunkt ist weniger nützlich als Strom, wenn er benötigt wird.

Datenquellen: Die Nachfragezahlen stammen aus  den monatlichen Tabellen von DESNZ Energy Trends  und
dem NESO-Bericht „Britain’s Electricity Explained: 2023 Review“ . Die Daten zur Solarstromerzeugung
stammen von DESNZ Energy Trends und  dem Datensatz Sheffield Solar/PV Live GB .Alle Angaben
sind ungefähre Monatssummen für das Kalenderjahr 2023.

Die Speichersysteme, die die saisonale Lücke schließen könnten, wie Batterien oder andere Technologien zur Speicherung von Sommerüberschüssen für den Winter, existieren nicht im erforderlichen Umfang. Ein realistischer und bezahlbarer Zeitplan für deren Aufbau ist nicht absehbar. Fakt ist: Solarenergie in Großbritannien erzeugt überschüssige Energie, die nicht immer genutzt werden kann, und nicht ausreichend, wenn sie am dringendsten benötigt wird – ein Muster, das sich jedes Jahr wiederholt.

Das Land, das nicht brachliegen kann

Lassen wir die Energieberechnungen für einen Moment beiseite und überlegen wir, was wirklich verloren geht.

Die landwirtschaftlichen Nutzflächen Großbritanniens umfassen etwa 16,8 Millionen Hektar, was rund 70 % der Landesfläche entspricht. Davon sind etwa 6,2 Millionen Hektar Ackerland, auf dem Getreide, Gemüse, Ölsaaten und andere Nahrungspflanzen angebaut werden. Innerhalb dieser begrenzten Fläche machen  die Böden der Güteklassen 1 und 2  – die fruchtbarsten, auf denen viele Nutzpflanzen zuverlässig und mit hohen Erträgen gedeihen – nur einen kleinen, aber unersetzlichen Teil aus. Sind diese Böden einmal durch Bebauung verloren gegangen, kehren sie nicht zurück.

Dieses Land ist nicht nur ein wirtschaftliches Gut, sondern auch von entscheidender Bedeutung für die Ernährungssicherheit. Da  Großbritannien mittlerweile etwa die Hälfte seiner Lebensmittel importiert , verschärft ein weiterer Rückgang der heimischen Produktion diese Abhängigkeit, die ohnehin schon ein strategisches Risiko darstellt, noch zusätzlich.

Solarentwickler bevorzugen eindeutig diese Art von Land. Es ist in der Regel flach, offen, gut entwässert und bereits an Straßen und das Stromnetz angeschlossen – Eigenschaften, die es ideal für die Landwirtschaft und, wie sich herausstellt, auch für Solaranlagen machen. Dank staatlicher Verträge und Planungsrichtlinien, die erneuerbare Energien subventionieren, kann dieses Land als Solarpark deutlich mehr einbringen als als landwirtschaftliche Nutzfläche. Landbesitzer treffen angesichts dieser Anreize nachvollziehbare Entscheidungen, doch die Richtlinien selbst sind nicht nachvollziehbar.

Wenn ein Feld in einen Solarpark umgewandelt wird, ist der Verlust nicht vorübergehend. Verdichteter Boden, veränderte Entwässerung, reduzierte mikrobielle Aktivität und 25 Jahre ohne Landwirtschaft verschlechtern den Zustand des Bodens erheblich. Seine Fähigkeit, Nahrungsmittel anzubauen, wiederherzustellen, ist kein Prozess, der schnell gelingen kann. Großbritannien geht einen dauerhaften Tausch ein und gibt die langfristige Ernährungssicherheit für eine Energietechnologie auf, die nicht geeignet ist, Strom genau dann zu liefern, wenn er am dringendsten benötigt wird.

Schwimmende Solaranlagen – von Feldern zu Seen

Wenn der Verlust von Ackerland durch die Nutzung von Solaranlagen ein schleichendes und offensichtliches Problem darstellt, so könnte der neue Vorstoß, Solarpaneele auf britischen Seen und Stauseen zu installieren, ein schnelleres und weniger sichtbares Problem sein.

Schwimmende Photovoltaikanlagen , in der Branche als „Floatovoltaik“ bekannt, werden als nächster Schritt propagiert. Sie umgehen die Debatte um landwirtschaftliche Nutzflächen und können auf bestehenden Stauseen oder Baggerseen installiert werden. Befürworter aus der Industrie und einige Forscher verweisen auf mögliche Vorteile wie geringere Wasserverdunstung und weniger Algenblüten. Die Regierung hat die Idee begrüßt. Das mag plausibel klingen, ist es aber nicht.

Wissenschaftliche Studien zu den ökologischen Auswirkungen schwimmender Solaranlagen  zeichnen ein deutlich besorgniserregenderes Bild, als die Branche zugibt. Untersuchungen haben gezeigt, dass schwimmende Paneele Wind und Sonnenlicht daran hindern, das Wasser zu erreichen. Dies stört die Wasserschichten, die für die Zirkulation, den Sauerstoffgehalt und die biologische Aktivität eines Sees verantwortlich sind. Dieser Effekt ist nicht zu vernachlässigen. Studien belegen, dass hypoxische Bedingungen, also gefährlich niedriger Sauerstoffgehalt, unter schwimmenden Solaranlagen etwa 80 % häufiger auftreten.

Wissenschaftler haben Veränderungen der Wasserchemie, wie Nitrifikation und Sauerstoffverlust, als die größten Risiken dieser Technologie identifiziert . Eine weltweite Studie ergab , dass schwimmende Solaranlagen durchschnittlich 34 % der Seeoberfläche bedecken – ein Ausmaß, ab dem Auswirkungen auf aquatische Nahrungsketten, Primärproduktion und Artenzusammensetzung schwer vorherzusagen oder umzukehren sind.

Die offenste Kritik kommt von Forschern, die der Technologie grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Der Hauptautor einer vielzitierten Studie der Universitäten Bangor und Lancaster  stellte unmissverständlich fest: „Wir wissen noch immer nicht genau, wie sich schwimmende Paneele unter verschiedenen Bedingungen und an unterschiedlichen Standorten auf das Ökosystem eines natürlichen Sees auswirken.“

Diese Aussage der Unsicherheit erfolgte im Zusammenhang mit der Forderung nach einem verstärkten Einsatz schwimmender Solaranlagen. Besonders besorgniserregend ist die mangelnde Überwachung, da der Einsatz bereits im Gange ist. Umfragen unter Betreibern schwimmender Solaranlagen ergaben, dass nur 15 % jemals die Wasserqualität überprüft hatten. Die Branche weitet eine Technologie aus, ohne deren ökologische Auswirkungen in Ökosystemen zu messen, die Jahrtausende brauchten, um ihr heutiges Gleichgewicht zu erreichen.

Großbritanniens Seen, Stauseen und Süßwasserkörper sind keine ungenutzten Flächen. Sie sind komplexe, produktive Ökosysteme, die Fische, Zugvögel, Wirbellose und die größeren Nahrungsketten, die von ihnen abhängen, beherbergen. Viele dienen auch als Trinkwasserquellen. Ihre Wasserqualität oder ihren Temperaturhaushalt zu beeinträchtigen,  um eine geringe Menge zusätzlichen Solarstroms zu gewinnen – aus all den bereits genannten saisonalen und geografischen Gründen – würde eine andere Art von Umweltschaden verursachen als die Installation von Solaranlagen auf einem Feld. Felder können sich, zumindest theoretisch, erholen. Aquatische Ökosysteme, die durch Sauerstoffmangel und gestörte Wasserschichten geschädigt werden, hingegen möglicherweise nicht.

Die unvollständige Bilanz

Befürworter von Solargroßanlagen verwenden oft eine einfache Berechnung: Sie teilen die Installationskosten durch die erwartete Lebensdauerleistung und erhalten so einen Preis pro Kilowattstunde, der im Vergleich zu fast allen anderen Optionen günstiger erscheint. Dieser Wert ist im letzten Jahrzehnt dank der großflächigen chinesischen Produktion deutlich gesunken und wird häufig als Hauptargument für den Ausbau der Solarenergie angeführt. Diese Berechnung lässt jedoch viele Aspekte außer Acht.

Zunächst tritt Degradation auf. Solarmodule verlieren vom ersten Tag ihrer Installation an an Effizienz. Temperaturschwankungen verursachen Mikrorisse. Schmutz und Partikel, insbesondere in der Landwirtschaft, reiben die Oberfläche ab und streuen das einfallende Licht. Die Klebstoffe und Verkapselungsmaterialien, die die Modulschichten zusammenhalten, zersetzen sich mit der Zeit und ermöglichen so das Eindringen von Feuchtigkeit.

Branchenübliche Zahlen deuten auf eine jährliche Leistungsverschlechterung von etwa einem halben Prozent hin, wodurch nach 25 Jahren rund 80 % der ursprünglichen Leistung erreicht werden. In einem Umfeld, in dem die Leistung ohnehin über weite Teile des Jahres gering ist, stellt diese kumulative Verschlechterung keinen vernachlässigbaren Fehler dar – sie mindert den Wert der Anlage über ihre gesamte Lebensdauer erheblich.

Noch wichtiger ist jedoch, dass Solarmodule Wartung benötigen. Anlagen, die sich über Zehntausende Hektar erstrecken, erfordern den Aufbau einer Infrastruktur in Gegenden, die normalerweise ohne jegliche technische Installation auskommen. Ausserdem regelmäßige Inspektion, Reinigung, elektrische Prüfungen und den Austausch von Komponenten. Wechselrichter – die Geräte, die den Gleichstrom in netzkompatiblen Wechselstrom umwandeln – haben eine kürzere Lebensdauer als die Module selbst und müssen mindestens einmal während der üblichen Nutzungsdauer einer Anlage ausgetauscht werden. Keine dieser Tätigkeiten ist kostenlos und verursacht Energie- oder Ressourcenkosten. Arbeitsaufwand, Ausrüstung, Transport und Herstellung haben alle einen erheblichen finanziellen und materiellen Aufwand, der in allgemeinen Kostenvergleichen selten berücksichtigt wird.

Dann stellt sich die Frage, was mit ausgedienten Solarmodulen geschieht. Großbritannien steht erst am Anfang des Ausbaus der Solarenergie, der in den 2040er und 2050er Jahren eine große und vorhersehbare Menge an alten Modulen erzeugen wird. Diese Module enthalten Cadmium, Blei, Selen und andere Schadstoffe, die nicht gefahrlos auf Deponien entsorgt werden können.

Es gibt kaum eine Recyclinginfrastruktur für Solarmodule, da die gewonnenen Restmaterialien weniger wert sind, als die Kosten zur Trennung [wie auch bei Windrädern – der Übersetzer] Die Kapazitäten zur Bewältigung der zukünftig anfallenden großen Mengen an Modulen sind nicht vorhanden, und es werden keine nennenswerten öffentlichen Investitionen in deren Aufbau getätigt. Dies ist ein gravierendes Problem, das in den aktuellen politischen Kostenberechnungen fast nie berücksichtigt wird.

Schließlich stellt sich die Frage der Produktionsabhängigkeit. Die überwiegende Mehrheit der in Großbritannien installierten Solarmodule wird in China unter Einsatz energieintensiver industrieller Prozesse hergestellt. Der Ressourcenaufwand für die Siliziumraffination, die Zellfertigung, die Modulmontage und den Transport nach Großbritannien ist beträchtlich und verursacht reale Kosten für Energie und Rohstoffe – Kosten, die in der britischen Energiestatistik nicht erfasst werden, da sie gemäß den Rechnungslegungsgrundsätzen dem Produktionsort und nicht dem Verbrauchsort zugeordnet werden.

Britische Solaranlagen erscheinen auf den ersten Blick günstig und ressourcenschonend, wenn man die nationale Bilanz betrachtet. Das Gesamtbild der Herstellung und Lieferung dieser Anlagen ist jedoch wesentlich komplexer.

Was wird verdrängt?

Es geht hier nicht darum, dass Solarenergie im britischen Energiemix keinen Platz hat. Auf nach Süden ausgerichteten Dächern, über Parkplätzen, entlang von Autobahnen, auf wirklich marginalen oder brachliegenden Flächen können Solaranlagen einen sinnvollen Beitrag zur sommerlichen Spitzenlast leisten, ohne produktives Ackerland zu verbrauchen oder die Landnutzung zu verändern. Geeignet platzierte Solaranlagen sind etwas ganz anderes als industrielle Anlagen, die sich über landwirtschaftliche Nutzflächen der Güteklassen 1 und 2 erstrecken.

Die schwierigere Frage ist, welche politischen und finanziellen Ressourcen für großflächige Solaranlagen aufgewendet werden und was dadurch vernachlässigt wird. Das Stromnetz, die zentrale Infrastruktur, die alle Arten der Stromerzeugung mit den Verbrauchern verbindet, benötigt erhebliche Investitionen, um mit einem modernen, diversifizierten Energiesystem Schritt halten zu können.

Die Modernisierung des Stromnetzes und der Bau wirklich effektiver Großspeicher, die Energie – unabhängig von ihrer Erzeugung – tagelang oder wochenlang und nicht nur stundenlang speichern können, würden der nationalen Energiesicherheit mehr helfen als die Bedeckung von Hektar Land mit Solarmodulen, die an einem Julinachmittag zusätzlichen Strom erzeugen.

Diese Investitionen sind oft unterfinanziert, zum Teil, weil Aufmerksamkeit und Geld in prestigeträchtige Energieerzeugungsprojekte geflossen sind, die zwar auf dem Papier gut aussehen, aber nicht dann liefern, wenn das Land sie am dringendsten braucht.

Jeder Pfund [~Euro], der für einen Solarpark auf gutem Ackerland ausgegeben wird, ist ein Pfund, das nicht für Infrastruktur ausgegeben wird, die Großbritanniens Energiebedarf in den schwierigsten Zeiten – den dunklen, kalten Wintermonaten – wirklich decken könnte.

Abschluss

Der Ausbau großflächiger Solaranlagen in Großbritannien ist eine Politik, die auf selektiver Datenanalyse und der Vernachlässigung saisonaler Schwankungen beruht. Sie berücksichtigt die im Sommer erzeugten Megawatt, ohne die Stillstandszeiten im Winter einzubeziehen. Sie präsentiert Installationskosten, ohne Wartung, Verschleiß, Austausch und Entsorgung zu berücksichtigen. Sie behandelt den Verlust von produktivem Ackerland als akzeptable Nebenwirkung anstatt als irreversible Kosten.

Und nun, da der Widerstand gegen bodenmontierte Solaranlagen zunimmt, wenden sich die Befürworter den Seen und Stauseen Großbritanniens zu – und schlagen vor, eine wenig verstandene Technologie auf Gewässer auszudehnen, deren ökologische Integrität weit wichtigeren Zwecken dient als der Energieerzeugung.

Großbritannien braucht eine ehrliche nationale Debatte darüber, was seine Energiezukunft tatsächlich erfordert – eine Debatte, die nicht auf dem basiert, was modisch oder finanziell bequem ist, sondern auf den harten Realitäten der nördlichen Breitengrade, der atlantischen Wolken, den unabdingbaren Anforderungen eines britischen Winters und dem unersetzlichen Wert des Landes und des Wassers, die wir opfern sollen.

Sam Lowry ist ein leitender Manager in der Softwareentwicklungsbranche mit Interesse an politischen und sozialen Themen. Sein Name ist ein Pseudonym.

https://dailysceptic.org/2026/05/09/the-case-against-industrial-scale-solar-in-the-uk/

 

Der Beitrag Die Argumente gegen Solarenergie im industriellen Maßstab in Großbritannien erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Europas Green Deal bröckelt

30. Mai 2026 um 07:00

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Mohamed Moutii

In den letzten zehn Jahren hat Europa eine führende Rolle bei der Gestaltung der globalen Klimapolitik gespielt, was durch die Einführung des Europäischen Grünen Deals im Jahr 2019 unterstrichen worden war – Ursula von der Leyen bezeichnete dies als einen „Moment wie die Mondlandung“. Die Initiative zielt darauf ab, Europa bis 2050 zum weltweit ersten klimaneutralen Kontinent zu machen und gleichzeitig Innovationen zu fördern sowie die industrielle Basis zu stärken.

Doch einige Jahre später sind die Ergebnisse zutiefst enttäuschend. Anstatt seine Ziele zu erreichen, wird der Green Deal zunehmend mit höheren Energiekosten, geschwächter Wettbewerbsfähigkeit und wachsendem politischem Widerstand in Verbindung gebracht. Er hat die Spaltungen innerhalb der EU vertieft, die globalen Beziehungen belastet und den Druck auf Haushalte und Unternehmen erhöht – was ernsthafte Zweifel an seiner Durchführbarkeit und seinen langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen aufkommen lässt.

Wie die grüne Ideologie die europäische Wirtschaft untergräbt

Die wirtschaftliche Stagnation in Europa deutet auf ein tiefer liegendes strukturelles Problem in der Energie- und Klimastrategie hin – eines, das eng mit der durch den Europäischen Green Deal vorgegebenen Richtung verbunden ist. Seit dessen Einführung hat die Wettbewerbsfähigkeit stark nachgelassen, wobei die explodierenden Energiekosten eine zentrale Rolle spielen. Die Strompreise in Europa sind mittlerweile zwei- bis dreimal so hoch wie in den Vereinigten Staaten und China, wobei Steuern fast ein Viertel der Gesamtkosten ausmachen.

Diese Entwicklungen sind größtenteils auf politische Entscheidungen zurückzuführen. Die verbindlichen Ziele der EU – Netto-Null bis 2050 und eine Emissionsreduktion um 55 Prozent bis 2030 – haben die Energieversorgung eingeschränkt, obwohl Europa nur sechs Prozent der weltweiten Emissionen verursacht. Gleichzeitig haben der Ausstieg aus der Kernenergie, die Einschränkung des Gasverbrauchs und die Abhängigkeit von intermittierenden erneuerbaren Energien die Energiesicherheit geschwächt und die Preisvolatilität erhöht. Für die Industrie – wo Energie bis zu 30 Prozent der gesamten Produktionskosten ausmachen kann – ist dies in Verbindung mit der CO₂-Bepreisung zu einer entscheidenden Belastung geworden, die Unternehmen dazu zwingt, ihre Produktion zu drosseln, Standorte zu verlagern oder ganz zu schließen, was die Deindustrialisierung auf dem gesamten Kontinent beschleunigt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Automobilindustrie verdeutlicht diese Belastungen besonders anschaulich: Mit einem Anteil von über sieben Prozent am BIP der EU und fast 14 Millionen Arbeitsplätzen steht die Branche unter dem Druck des Verbots von Verbrennungsmotoren ab 2035, was eine rasche Umstellung auf Elektrofahrzeuge erzwingt – trotz ungelöster technologischer Herausforderungen und marktbedingter Einschränkungen. Wie Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius warnte, birgt diese Politik die Gefahr, die Branche „mit voller Geschwindigkeit gegen eine Wand zu fahren“. Die Folgen für die Branche sind bereits sichtbar: rückläufige Produktion, zunehmende Umstrukturierungen und erhebliche Arbeitsplatzverluste – 86.000 Arbeitsplätze seit 2020, wobei bis 2035 bis zu 350.000 weitere gefährdet sind –, während verschärfte Vorschriften die Gewinne bis 2030 um sieben bis acht Prozent schmälern dürften, was die Branche in die Verlustzone treibt und Europas Führungsrolle im Automobilbereich untergräbt.

Auch die Landwirtschaft ist zu einem der deutlichsten Opfer des Green Deal geworden. Strengere Vorschriften in Bezug auf Emissionen, Landnutzung, Pestizide und Düngemittel treiben die Kosten in die Höhe und erhöhen die Ertragsschwankungen, was Kleinbauern am härtesten trifft und die Konsolidierung unter den großen Agrarkonzernen beschleunigt. Ziele wie die Reduzierung des Pestizideinsatzes um 50 Prozent und der Ausbau des ökologischen Landbaus bergen das Risiko erheblicher Produktionsrückgänge, was sowohl die Existenzgrundlagen im ländlichen Raum als auch die Ernährungssicherheit gefährdet. Anstatt Landwirten Innovationen und Produktivitätssteigerungen zu ermöglichen, schränken diese Maßnahmen die Produktion ein – was zu weitreichenden Protesten führt und sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Nachhaltigkeit schwächt.

Zusammengenommen sind diese Belastungen kein Einzelfall – sie sind Ausdruck einer umfassenderen wirtschaftlichen Belastung. Die Europäische Kommission schätzt, dass der Übergang jährlich zusätzliche Investitionen in Höhe von mindestens 260 Milliarden Euro erfordern wird, wobei die Gesamtkosten bis zu 12 Prozent des EU-BIP erreichen könnten – eine Belastung, die für die europäische Wirtschaft immer schwerer zu tragen ist.

Das Problem der zentralen Planwirtschaft beim Green Deal

Die wirtschaftliche Belastung schlägt nun in politische Gegenreaktionen um. In den letzten Jahren hat der Widerstand gegen den Europäischen Green Deal auf dem gesamten Kontinent stark zugenommen – von Landwirten und Industrieverbänden bis hin zu Wählern und politischen Parteien. Die EU-Wahlen 2024 bestätigten, was bereits klar war: Der einst vorherrschende grüne Konsens bröckelt. Als Reaktion darauf hat Brüssel begonnen, wichtige Elemente der Politik stillschweigend zurückzunehmen – indem Vorschriften abgeschwächt, Schlupflöcher eingeführt und sogar der Begriff „Green Deal“ selbst vermieden werden. Was als historischer Wandel präsentiert wurde, löst sich nun in Wohlgefallen auf.

Diese Gegenreaktion zeugt von einem tiefer liegenden Versagen. Obwohl die EU für den Zeitraum 2021 bis 2027 680 Milliarden Dollar bereitgestellt hat – mehr als ein Drittel ihres Haushalts –, hat der Green Deal nur bescheidene ökologische Verbesserungen bewirkt, während er Haushalte und Unternehmen mit einer schweren wirtschaftlichen Belastung konfrontiert hat, die nun mit höheren Energiepreisen, Steuern und regulatorischem Druck zu kämpfen haben.

Das Problem liegt nicht nur in der Umsetzung – es ist struktureller Natur. Der Green Deal stützt sich auf eine zentralistische Planung, um die komplexe Energiewende zu steuern, obwohl den politischen Entscheidungsträgern die Informationen und Anreize fehlen, um dies effektiv zu tun. Ein wesentlicher Mangel ist die Ablehnung der Technologie-Neutralität. Führende Hersteller befürworten einen Mix aus Elektro-, Hybrid-, Wasserstoff- und E-Kraftstoffen, damit diese frei miteinander konkurrieren können und sich effiziente Lösungen durchsetzen können; Brüssel hingegen schreibt einen einzigen Weg vor – und bestimmt damit faktisch, welche Technologien überleben, während das Fachwissen der Industrie außer Acht gelassen wird.

In einem solchen System sind die Folgen vorhersehbar: Fehlinvestitionen, Wettbewerbsverzerrungen und kostspielige Misserfolge. Diese Verzerrungen werden durch das restriktive regulatorische Umfeld in Europa noch verstärkt, wo interne Barrieren innerhalb des EU-Binnenmarkts einem Zollsatz von 44 Prozent auf Waren und 110 Prozent auf Dienstleistungen entsprechen und Effizienz und Innovation zusätzlich einschränken.

Deutschland veranschaulicht diese Dynamik deutlich. Lange Zeit als Vorreiter der europäischen Energiewende angesehen, hat dessen Energiewende – der Ausbau erneuerbarer Energien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie – seit 2002 rund 800 Milliarden Dollar gekostet, doch nur bescheidene Ergebnisse gebracht und dazu geführt, dass die deutsche Industrie bis zu fünfmal mehr für Strom zahlt als amerikanische Wettbewerber. Ein Großteil der Fortschritte bei den erneuerbaren Energien wurde durch die Stilllegung emissionsfreier Kernkraftwerke zunichte gemacht. Schätzungen zufolge hätte die Beibehaltung der Kernkraftkapazitäten eine Emissionsreduktion von 73 Prozent bei halbierten Kosten ermöglicht, was die Grenzen einer ideologisch motivierten Politik deutlich macht.

Der Vergleich mit den Vereinigten Staaten ist aufschlussreich. In den USA sind die Emissionen zurückgegangen, obwohl sich die Wirtschaft seit 1990 mehr als verdoppelt hat – was vor allem auf Marktkräfte zurückzuführen ist, insbesondere auf die Umstellung auf kostengünstigeres Erdgas und den Ausbau erneuerbarer Energien. Diese Kombination führte zu einer Verringerung der Emissionen, ohne dass vergleichbare Kosten entstanden wären. Europa hingegen hat einen strengeren, politikgesteuerten Ansatz verfolgt, der die Preise in die Höhe getrieben und das Wachstum geschwächt hat.

Die tiefere Lehre aus dem Green Deal ist, dass Klimapolitik nicht erfolgreich sein kann, wenn sie die Prinzipien aufgibt, die Europa überhaupt erst wohlhabend gemacht haben: freie Marktwirtschaft, offene Märkte, private Innovation und eine zurückhaltende Regierung. Die Energiewende lässt sich nicht durch Planwirtschaft, Subventionen und politische Vorgaben herbeiführen. Innovation entsteht aus Wettbewerb, Experimentierfreudigkeit und Marktsignalen – nicht dadurch, dass Regierungen technologische Ergebnisse vorschreiben.

This piece originally appeared at TheDailyEconomy.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/europes-green-deal-is-unraveling/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Europas <em>Green Deal</em> bröckelt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Intellektueller weiterer Idiot: Ed Miliband und die Energiekrise in Großbritannien

27. Mai 2026 um 17:00

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Tilak Doshi

Vorbemerkung des Übersetzers: Offenbar ist man in UK noch etwas weiter als bei uns. Der hier beschriebene Wahnsinn ist aber ohne Weiteres auch auf unser Land übertragbar. – Ende Vorbemerkung.

„Es gibt Ideen, die so absurd sind, dass nur ein Intellektueller daran glauben kann“, sagte George Orwell. Dies scheint bei Ed Miliband der Fall zu sein, der nun gerade auf jene Klimapolitik setzt, die auf einer mittlerweile diskreditierten Grundlage errichtet worden ist.

Das internationale Gremium, das für die offiziellen Klimaszenarien des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel der Vereinten Nationen (IPCC) verantwortlich ist, hat im vergangenen Monat still und leise eine Bombe platzen lassen: Der berüchtigte RCP8.5-Pfad „Business-as-usual“ – das extreme Emissionsszenario, das praktisch jeder Klimapanik, jeder Forderung nach Netto-Null-Dringlichkeit und jeder Rechtfertigung für Großbritanniens ruinöse Energiepolitik der letzten fünfzehn Jahre zugrunde lag – wurde offiziell für „unplausibel“ erklärt und aus der nächsten Generation von Modellen gestrichen, die in den Siebten Sachstandsbericht des IPCC einfließen. Die Rede von UN-Generalsekretär António Guterres aus dem Jahr 2023 über das „Zeitalter der globalen Erhitzung“ klingt nun noch lächerlicher, als sie es damals schon tat.

Roger Pielke Jr. – dessen Forschungsergebnisse vom IPCC in allen drei Arbeitsgruppen intensiv zitiert wurden – analysierte dieses erstaunliche Eingeständnis des Gremiums am 29. April in seinem Substack „The Honest Broker“. Die Hochemissionsszenarien (RCP8.5, SSP5-8.5 und SSP3-7.0), die Forschungsarbeiten, Regierungsberichte und Schlagzeilen dominierten, gelten nun als Beschreibungen einer Zukunft, die nicht eintreten wird.

Doch während der IPCC selbst das unsinnige Weltuntergangsmodell endlich aufgegeben hat, das er einst als „Basis“ propagierte, treiben der britische Energieminister Ed Miliband, seine Mitstreiter unter den „Netto-Null“-Eiferern in Whitehall und seine globalistischen Kollegen an der Macht in der EU, Kanada und anderswo das „Netto-Null“-Ziel unbeirrt weiter voran. Tatsächlich setzen „Mad Ed“ und seine Bande noch stärker auf genau jene Politik, die auf diesem mittlerweile diskreditierten Fundament aufgebaut ist. Das ist intellektuelle, aber idiotische Regierungsführung.

Die IYI-Fraktion und Milibands Referenzen

In einem Beitrag aus dem Jahr 2016 prägte Nassim Nicholas Taleb den Begriff „Intellectual Yet Idiot“ (intelligent und doch dumm)*, um jene Gruppe von Akademikern – Politiker, Wissenschaftler, Journalisten und Think-Tank-Mitarbeiter – zu beschreiben, die der Gesellschaft große Narrative aufzwingen, ohne selbst irgendwelche Kosten zu tragen.

*Der gängige deutsche Terminus ist wohl „nützliche Idioten“. A. d. Übers.

Was wir weltweit beobachten, von Indien über Großbritannien bis hin zu den USA, ist die Rebellion gegen den inneren Kreis der „Beamten“ und Journalisten-Insider, die Politik machen, ohne selbst etwas zu riskieren – jene Klasse paternalistischer, halbintellektueller Experten mit einer Ausbildung an der Ivy League, in Oxford oder Cambridge oder ähnlichen, auf Labels ausgerichteten Einrichtungen, die uns anderen vorschreiben, 1) was wir tun sollen, 2) was wir essen sollen, 3) wie wir sprechen sollen, 4) wie wir denken sollen … und 5) wen wir wählen sollen.

Sie mögen Prüfungen mit Bravour bestehen, den Diskurs der Elite dominieren und aus der Sicherheit ihrer stattlichen Landhäuser oder der Aufenthaltsräume in Oxbridge Tugendhaftigkeit zur Schau stellen, doch es mangelt ihnen an praktischem Urteilsvermögen und eigenem Engagement. Wie der Essayist und Blogger Marcus Stone in seiner Analyse von Intelligenz ohne Urteilsvermögen feststellte, gibt es einen klaren Unterschied zwischen bloßer Unwissenheit (dem Fehlen von Wissen), regelrechter Dummheit (die die Glockenkurve in der IQ-Verteilung reflektiert, eine Tatsache des Lebens) und der unheilbaren, erlernten Idiotie derer, die an Narrativen statt an der Realität festhalten.

Lange vor Taleb brachte George Orwell diesen Gedanken auf pointierte Weise zum Ausdruck: „Es gibt Ideen, die so absurd sind, dass nur ein Intellektueller an sie glauben kann.“ Thomas Sowell war ein weiterer scharfsinniger Beobachter dieses Phänomens: „Dumme oder einfältige Menschen können in der Regel nur begrenzt Schaden anrichten. Um eine wahrhaft monumentale Katastrophe herbeizuführen, braucht man Menschen mit hohem IQ.“

Ed Miliband, Großbritanniens Energieminister und Absolvent des PPE-Studiengangs in Oxford – wobei PPE hier nicht für „Pernicious Political Elite“ steht –, verkörpert den IYI-Archetyp mit beunruhigender Genauigkeit. Er will sogar Wäschetrockner verbieten, um die Göttin Gaia zu besänftigen. Seine jüngsten Äußerungen über die „Trennung“ von Gaspreisen und Stromrechnungen, seine Ablehnung der Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee und sein unerbittliches Programm aus Auflagen und Subventionen für unzuverlässige, intermittierende erneuerbare Energien offenbaren nicht nur politische Fehler. Miliband offenbart eine tiefgreifende wirtschaftliche Unkenntnis, die Großbritanniens Wohlstand und Energiesicherheit bedroht. Die „Guardian“-lesenden Ideologen und wohlhabenden Oxbridge-Akademiker intonieren wiederholt Mantras zur Netto-Null-Bilanz und Beschwörungen von „billigen“ erneuerbaren Energien, während die einfachen Bürger die Rechnungen bezahlen.

Die Verbindung durchbrechen“: Missverständnisse bei der Grenzkosten-Preisbildung

Milibands Leitidee – die von seinen Experten im öffentlichen Dienst wiederholt, von befreundeten Ökonomen wie Professorin Mariana Mazzucato vom University College London befürwortet und vom Guardian und sogar vom zunehmend „woke“ gewordenen Economist pflichtbewusst aufgegriffen wird – lautet, dass Großbritannien „die Verbindung zwischen Gas- und Strompreisen aufheben“ müsse. Finanzministerin Rachel Reeves („Rachel aus der Buchhaltung“) unterstützt Miliband bei diesem Vorhaben.

Es wird argumentiert, es sei unfair, dass erneuerbare Energien zu den Grenzkosten bewertet werden, die durch die „teure“ Erdgaserzeugung vorgegeben sind. Dies, so wird uns gesagt, verteuere „günstige“ Wind- und Solarenergie künstlich. Diese Behauptung zeugt von einem derart grundlegenden Missverständnis der Märkte, dass sie in einer Abiturprüfung in Wirtschaftswissenschaften durchfallen würde.

Jede frei gehandelte Ware oder Dienstleistung – Strom, Gas, Öl, Kupfer, Weizen, Schweinebäuche, Haarschnitte – wird zu Grenzkosten bewertet. Der Anbieter mit den höchsten Kosten, der benötigt wird, um die Nachfrage zu decken, legt den Preis fest, den alle Anbieter im Gleichgewicht erhalten, wo sich die Angebots- und Nachfragekurven schneiden. Das gleiche Prinzip wird durch Adam Smiths Wasser-Diamanten-Paradoxon veranschaulicht: Wasser ist billig, weil es am Rande reichlich vorhanden ist; Diamanten sind teuer, weil die Grenzeinheit knapp ist.

Natürlich erwartet niemand, dass Miliband und seine PPE-Kollegen Adam Smiths „Der Wohlstand der Nationen“ in der Schule gelesen haben:

Die Dinge, die den größten Gebrauchswert haben, besitzen häufig nur einen geringen oder gar keinen Tauschwert; und umgekehrt haben jene, die den größten Tauschwert haben, häufig nur einen geringen oder gar keinen Gebrauchswert. Nichts ist nützlicher als Wasser; doch kann man dafür kaum etwas erwerben; kaum etwas lässt sich im Tausch dafür erhalten. Ein Diamant hingegen hat kaum einen Gebrauchswert; doch lässt sich dafür häufig eine sehr große Menge anderer Güter im Tausch erhalten.

Miliband und seine Mitstreiter von der IYI scheinen mit diesem Konzept noch nie in Berührung gekommen zu sein. Sie verwechseln das Grundprinzip der Grenzkostenpreisbildung in der Wirtschaftswissenschaft mit einem politischen Versagen, das sich per Gesetz beseitigen ließe. Wie die unabhängige Energieberaterin Katherine Porter kürzlich in ihrem ausgezeichneten Interview mit Spiked erklärte, ist dies jedem Marktteilnehmer klar; nur die IYI-Anhänger betrachten es als eine Besonderheit der britischen Strommärkte, die per Dekret abgeschafft werden könne.

Nordsee-Öl und -Gas: heimische Vorteile werden ignoriert

Die gleiche „gelehrte Dummheit“, die Marcus Stone so treffend beschrieben hat, durchzieht auch Milibands zweitliebstes Thema: dass die Förderung von Öl und Gas in der Nordsee sinnlos sei, weil „wir keinen Einfluss auf die Weltmarktpreise haben“. Auch hier triumphiert die Ideologie über die Realität. Erdgas hat keinen einheitlichen Weltmarktpreis; es wird auf regionalen Märkten gehandelt – Europas TTF, Asiens JKM, Amerikas Henry Hub –, weil Pipelines sowie die Verflüssigung und der Transport von LNG hohe Transaktionskosten für die Fungibilität verursachen.

Eine gesteigerte heimische Produktion würde das teuerste Grenzanbot (oft importierte LNG-Ladungen) verdrängen und so den Clearingpreis für britische Verbraucher senken. Frau Porter sagte, dass eine Steigerung der Nordsee-Gasproduktion LNG in den Sommermonaten, wenn die Importe gering sind, vollständig verdrängen und die Preise entsprechend senken könnte. Das Gas aus einer Nordsee-Bohrinsel gelangt nicht auf magische Weise in einen globalen Pool; es fließt durch Pipelines direkt in das britische Netz. Und ja, es wird zum Grenzkostenpreis gehandelt, an dem Punkt, an dem der teuerste Anbieter von Nordseegas auf den Versorgungsunternehmen-Kunden mit der höchsten Zahlungsbereitschaft trifft.

Öl ist weitaus austauschbarer, da es viel einfacher zu lagern und zu transportieren ist und es globale Referenzpreise wie West Texas Intermediate („WTI“) und Brent gibt. Die Preise anderer Rohölsorten orientieren sich an diesen Referenzpreisen, sobald Unterschiede in der Qualität des Rohöls und seinem Standort berücksichtigt sind. Doch das Prinzip bleibt bestehen: Eine gesteigerte Öl- oder Gasförderung in der Nordsee trägt zum BIP des Landes bei, unabhängig davon, ob die Fördermengen exportiert oder auf den heimischen Markt gebracht werden. Zudem schafft dies Arbeitsplätze, fördert die Qualifizierung, sorgt für Aktionärsrenditen und Steuererträge.

Auch hier scheint Milibands PPE-Ausbildung die einfache buchhalterische Konvention BIP = C + I + G + (X – M) nicht behandelt zu haben (oder er hat sie kurz nach Schulabschluss wieder verlernt), die die bekannteste Identität in der Makroökonomie darstellt. Das britische BIP ist der Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen, die im Laufe eines Jahres im Land endgültig produziert werden. Nach dieser buchhalterischen Identität ist es auch die Summe aus Konsumausgaben, Investitionen und Staatsausgaben zuzüglich der Exporte (Geld, das Ausländer für den Kauf britischer Güter und Dienstleistungen ausgeben) abzüglich der Importe (Geld, das Briten für den Kauf ausländischer Güter und Dienstleistungen ausgeben).

Politik-Experten

Was verstehen die Politikexperten in Whitehall nicht? Wie kann es angesichts dieser einfachen makroökonomischen Rechnung in Ordnung sein, dass Großbritannien weitere Investitionen aus seinen eigenen Gebieten in der Nordsee vertreibt und gleichzeitig Öl und Gas aus Norwegen kauft? Ist es Milibands Ziel, in einer Art Robin-Hood-Umkehrung die eigenen Bürger des Landes zu verarmen, während die ohnehin schon viel reicheren Norweger noch reicher werden? All dies geschieht im Namen der britischen Klimaführerschaft“, wie Rupert Darwall gründlich analysiert hat.

Unter Milibands repressivem System der Windfall-Steuer wurde letzte Woche berichtet, dass sogar BP erwägt, seine Nordsee-Anlagen zu verkaufen und sich vollständig zurückzuziehen, während Norwegen erneut investiert. Die norwegische Regierung, die von Stones gelehrter Dummheit unbeeindruckt ist, erteilte erst letzte Woche 70 neue Bohrgenehmigungen für Öl und Gas.

Ein weiteres verworrenes Argument, das von den britischen Befürwortern der Netto-Null-Emissionsziele in ihrem Bestreben vorgebracht wird, neue Investitionen in der Nordsee zu unterbinden, lautet wie folgt: „Öl und Gas sind weltweit gehandelte Rohstoffe. UK ist ein zu kleiner Produzent, um den Weltmarktpreis zu beeinflussen. Daher werden weitere Bohrungen in der Nordsee die Energiepreise in UK nicht wesentlich senken.“

Auf einer Ebene ist das natürlich wahr. Aber jeder, der auch nur ein wenig Ahnung von Wirtschaft hat, würde fragen: „Was hat das denn damit zu tun?“ Produzieren Länder nur dann etwas, wenn dadurch die Preise im Inland sinken? In welchem Universum? Länder produzieren, weil es für sie rentabel ist (im kollektiven Sinne, da es ja die Unternehmen sind, die tatsächlich die Produktion leisten). Eine gesteigerte Produktion trägt zum BIP des Landes bei. Die Aktionäre des Unternehmens profitieren davon ebenso wie diejenigen, die durch die verstärkte Wirtschaftstätigkeit Arbeitsplätze und Qualifikationen erhalten. Und dabei ist ein weiteres elementares wirtschaftliches Prinzip noch nicht einmal berücksichtigt: der „Multiplikatoreffekt“ – der Prozess, durch den ein anfänglicher Anstieg von Ausgaben, Investitionen, Produktion oder Einkommen weitere Runden wirtschaftlicher Aktivität in der gesamten Wirtschaft auslöst.

Es gibt noch eine weitere Variante dieser idiotischen Wirtschaftstheorie. Ein Argument, das unter Milibands Verbündeten, Klimaaktivisten, Kommentatoren zum Thema Netto-Null und Mainstream-Medienjournalisten kursiert, lautet in etwa wie folgt: „Nordseeöl wird ohnehin auf den internationalen Märkten verkauft, daher gehört es in keinem sinnvollen Sinne Großbritannien. Daher verbessert eine verstärkte Förderung weder die britische Energiesicherheit noch senkt sie die Rechnungen.“

Wieder einmal muss man viel geistige Standhaftigkeit aufbringen, um sich mit dieser völlig verwirrten Logik auseinanderzusetzen. Was passiert dabei mit der Zahlungsbilanz von UK? Verbessern britische Exporte nicht die Leistungsbilanz und stärken sie nicht das Pfund? Und wie kann eine gesteigerte Förderung von Öl und Gas aus der Nordsee die Energiesicherheit in UK nicht verbessern, fragt man ungläubig. Doch vergeblich, denn in der Welt des Netto-Null-Fanatismus riechen solche Ansichten nach rechtem Thatcherismus.

IYI-Wirtschaft vs. reale Welt

In der normalen Welt gelten Exporte, Produktion, profitable Branchen, Handelsüberschüsse und hochwertige Industriezweige in der Regel als positiv. Doch in der linksglobalistischen Welt der IYI-Regierungen und politischen Entscheidungsträger – in der die „Kirche des Klimas“ uneingeschränkt herrscht – werden die grundlegenden Gesetze der Wirtschaft per Gesetz außer Kraft gesetzt, und die Förderung von Kohlenwasserstoffen wird als moralisch fragwürdig und wirtschaftlich irrelevant dargestellt. Wenn es um die Rettung der Welt geht, sind diese von besonnenen Ökonomen aufgeworfenen Fragen bloße Nebensächlichkeiten.

Die Rentabilität an sich steht unter Verdacht und zieht den Vorwurf der Schuld auf sich. In einem inzwischen gelöschten Beitrag auf X warf Miliband BP vor, von der Iran-Krise zu profitieren, als er sich für die Beibehaltung der Sondersteuer auf Investitionen in der Nordsee aussprach. Er bezeichnete dies als „moralisch und wirtschaftlich falsch“. Natürlich versuchte er nicht zu verstehen, warum Rohstoffhandelsabteilungen mit gewieften Händlern – wie sie BP hat – in Zeiten extremer Preisschwankungen außergewöhnlich gut abschneiden. Das ist nicht einmal ansatzweise Kriegsgewinnlertum. Ohne den Stempel eines PPE-Abschlusses ist das von Herrn Miliband präsentierte doppelte Adjektiv ein kleines Rätsel. Zurück in der normalen Welt sind Gewinne gut – denn sie finanzieren Löhne, Mieten, Steuern und zufriedene Aktionäre.

Die britische Öffentlichkeit ist in Aufruhr. Die überraschenden Ergebnisse der Kommunalwahlen in Großbritannien bescherten sowohl der Labour-Partei als auch den Konservativen eine beispiellose Niederlage zugunsten der relativ rechtsgerichteten Partei „Reform UK“, die erst im letzten Jahr an politischer Bedeutung gewonnen hat. Es handelt sich um eine Revolte der einheimischen Wähler aus der Arbeiter- und Mittelschicht gegen das, was David Starkey als die seit langem bestehende „Einparteien“-Elite Großbritanniens bezeichnet hat. Dies könnte den Anfang vom Ende des Zweiparteiensystems in Westminster markieren, das die britische Politik seit dem späten 17. Jahrhundert geprägt hat, als die Konzepte des modernen Staates erstmals aufkamen.

Gewiss richtete sich der Aufstand nicht nur gegen Milibands strenge Netto-Null-Vorgaben, sondern gegen das gesamte Paket, das von der globalistischen Einparteien-Elite angeboten wurde – darunter offene Grenzen, eine immer engere Union mit der EU trotz Brexit und die Auswüchse eines politisch korrekten Wohlfahrtsstaates, der Einwanderer gegenüber Einheimischen bevorzugt. Die Wahlurne bleibt der einzige verlässliche Mechanismus, um jene abzusetzen, die für ihre luxuriösen Überzeugungen und ihre idiotische Wirtschaftspolitik keinerlei Konsequenzen tragen müssen.

Eine vernünftige Energiepolitik – jetzt, da sich der IPCC selbst von seinen unglaubwürdigen „Das Ende ist nah“-Szenarien distanziert hat – würde damit beginnen, die Grenzkostenpreisbildung anzuerkennen, anstatt vergeblich zu versuchen, sie abzuschaffen; sie würde eine Steigerung der Öl- und Gasförderung in der Nordsee zulassen, solange der Privatsektor bereit ist, im Rahmen wettbewerbsorientierter Auktionen zu investieren; die sinnlose CO₂-Bepreisung für Gas und tatsächlich für die gesamte energieintensive Industrie aufzugeben; die endlosen Subventionen für erneuerbare Energien einzustellen; die Vorschriften für Elektrofahrzeuge aufzuheben, die kaum jemand kaufen will, und die Überregulierung des Kernkraftsektors abzubauen, beispielsweise nach bewährten südkoreanischen Zeitplänen und Kosten statt unter den aufgeblähten britischen Regulierungsvorschriften.

Großbritannien kann sich kein weiteres Jahrzehnt der IYI-Regierung leisten. Dass die Lichter buchstäblich nicht ausgehen, hängt davon ab.

This article was published first on 18 May 2026 on Tilak Doshi’s Substack

Dr Tilak K. Doshi

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO2 Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://clintel.org/intellectual-yet-idiot-ed-miliband-and-britains-energy-crisis/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Intellektueller weiterer Idiot: Ed Miliband und die Energiekrise in Großbritannien erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Net-Zero-Parteien von konservativen Kandidaten bei Wahlen in Großbritannien und Australien vernichtend geschlagen

26. Mai 2026 um 15:00

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WUWT, Essay von Eric Worrall

Offenbar hat die Bevölkerung höhere Prioritäten, als sicherzustellen, dass ihre Urenkel in 100 Jahren 0,01ºC niedrigere Temperaturen genießen. Hier die Zusammenfassung der Ergebnisse in Großbritannien und Australien

Aus Großbritannien;

Farage zufolge zeigen die Wahlerfolge der Reformpartei einen historischen Wandel in der britischen Politik.

Richard Wheeler, politischer Reporter

Nigel Farage sagte, er glaube, dass es nach dem Gewinn hunderter Sitze und der Übernahme der Kontrolle über mehr Gemeinderäte in England zu einem „wahrhaft historischen Wandel in der britischen Politik“ kommen wird.

Der Vorsitzende der Reformpartei sagte, seine Partei zeige,  dass sie sowohl in konservativen als auch in Labour-Hochburgen gewinnen könne , und fügte hinzu, er gehe davon aus, dass die Unterstützung der Wähler keine einmalige Angelegenheit sei.

Zu den Erfolgen der Partei zählen der Gewinn der Kontrolle über ihren ersten Londoner Bezirk in Havering, der überwältigende Sieg über die Tories in Essex und Suffolk sowie der Gewinn von Sitzen auf Kosten der Labour-Partei in den Midlands und im Norden Englands.

Reform  wurde bei den Wahlen zum walisischen Parlament  hinter Plaid Cymru Zweiter, während Parteivertreter erklärten, sie würden in Schottland „wettbewerbsfähig“ sein.

Mehr dazu: https://www.bbc.com/news/articles/c0r255xlr59o

Aus Australien;

Farrer stellt One Nation als eine echte Wahlbedrohung dar und nicht nur als eine Protestbewegung.

Von Clare Armstrong, der leitenden politischen Korrespondentin für digitale Medien

Verärgert über ein politisches System, das sie als kaputt und ungerecht empfinden, betraten die Wähler von Farrer die Wahlkabinen, bereit, dem Staat durch Wahlschmerz zuzusetzen.

Dass kein Labor-Kandidat auf dem Wahlzettel stand, um die Albanese-Regierung stellvertretend zu bestrafen, spielte kaum eine Rolle.

Dieser regionale Wahlkreis in New South Wales kennt seit seiner Gründung nichts anderes als die Vertretung durch die Koalition, einschließlich der letzten 25 Jahre, in denen er eine Hochburg der Liberalen war.

Und so waren es die Liberalen, die den Löwenanteil der Strafe tragen mussten.

Der Versuch von One Nation, Farrer zu kandidieren, sei „sozusagen ein Freistoß“ gewesen, bemerkte Matt Canavan, Vorsitzender der Nationals, kurz nach Schließung der Wahllokale am Samstagabend.

https://www.abc.net.au/news/2026-05-10/farrer-byelection-one-nation-david-farley-pauline-hanson-result/106657708

Ich denke, es ist angebracht, Präsident Trump im Zusammenhang mit diesen Siegen zu erwähnen, da in beiden Fällen die regierenden Parteien und die Mainstream-Medien versuchten, Präsident Trump als Schreckgespenst darzustellen, indem sie seine Verbindung zu One Nation und Reform hervorhoben – eine Strategie, die spektakulär nach hinten losging, da eine große Anzahl von Wählern in Australien und Großbritannien beschloss, dass sie das wollten, was die mit Trump verbündeten Politiker anboten.

Was können wir als Reaktion auf diese Siege erwarten?

Eines ist sicher: Von Klimafanatikern wie dem Briten Ed Miliband und dem Australier Chris Bowen ist nicht zu erwarten , dass sie einfach aufgeben und sich aus dem Staub machen.

Und das Ergebnis war nicht gänzlich schlecht für grüne Globalisten. Linksextreme Parteien wie die Liberaldemokraten und die Grünen konnten bei der britischen Wahl ebenfalls Sitze hinzugewinnen, wenn auch deutlich weniger als die Reformpartei. Die australische, den Grünen nahestehende unabhängige Kandidatin Michelle Milthorpe erhielt in Farrer deutlich mehr Stimmen, jedoch nicht genug, um den Kandidaten von One Nation, David Farley , zu schlagen .

Die nächsten Parlamentswahlen in Großbritannien finden 2029 statt , in Australien 2028. Australier und Briten müssen also noch einige Jahre warten, bis die Verantwortlichen für das Elend der Klimaneutralität sich bei nationalen Wahlen direkt den Wählern stellen müssen.

Die Radikalen, mit denen wir es zu tun haben, scheinen in manchen Fällen tatsächlich zu glauben, sie seien die Retter des Planeten. Sie halten die Klimaskeptiker und Populisten, die in den Umfragen rasant an Zustimmung gewinnen und ehemals sichere Mandate erobern, für Verderber, für Menschen, die das Überleben der Menschheit bedrohen. Die Geschichte lehrt uns, dass solch verzweifeltes messianisches Denken gefährliche Folgen haben kann. Ich erwarte zumindest eine Zunahme globalistischer Propaganda und verstärkte Versuche, populistische Online-Einflüsse in Australien und Großbritannien zu zensieren.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/10/net-zero-candidates-anihilated-by-trump-supporting-populist-parties-in-british-and-australian-elections/

 

 

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Die Vereinigten Arabischen Emirate UAE spielen ihr eigenes Spiel

25. Mai 2026 um 13:00

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Dr. Samuel Furfari

Am 1. Mai haben die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) der OPEC die Tür vor der Nase zugeschlagen. Dies ist kein unbedeutendes Ereignis in der Öl-Saga, sondern ein geopolitisches Erdbeben. Die Emirate haben erkannt, dass das Zeitalter des Kartells vorbei ist. Angetrieben durch den Streit um die OPEC+-Quoten im Juli 2021 leitete Abu Dhabi eine stille Revolution ein und läutete damit eine neue Energie-Geopolitik ein, in der diejenigen, die Kohlenwasserstoffe produzieren, das Schicksal von Nationen bestimmen. Die UAE sind nicht mehr nur ein Ölexporteur. Sie sind ein globaler Akteur und der Architekt einer neuen regionalen Allianz, in der Energie, Technologie und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden sind.

Diese sich abzeichnende Energieallianz verdeutlicht eine Tatsache, die europäische Ideologen nicht wahrhaben wollen. Es gibt keine Energiewende; es gibt lediglich eine Energieergänzung. Wind- und Solarenergie machen zusammen nur 3 Prozent der weltweiten Primärenergie aus, während fossile Brennstoffe 87 Prozent des weltweiten Bedarfs decken. Die Emirate setzen darauf, dass die Nachfrage weitaus länger robust bleiben wird als Brüssel, Straßburg oder Paris annehmen. Der strategische Austritt der UAE aus der OPEC und ihre Entschlossenheit, die Ölförderung zu maximieren, bestätigen eine Welt, in der Dekarbonisierung keine Priorität mehr hat. Wohlstand, Sicherheit und geopolitischer Einfluss haben die Klimapolitik von der internationalen Agenda verdrängt. Nun erscheint der Green Deal der Europäischen Union veraltet und politisch irrelevant.

Die Emirate haben diesen Wandel lange vor anderen erkannt. Durch die Ausrichtung der COP28 in Dubai – und die Ausrichtung des Gipfels auf ein pragmatischeres Ergebnis – haben die UAE gezeigt, dass die Ära der ideologisch geprägten Klimapolitik vorbei ist. Ihre Fähigkeit, die Erwartungen der Aktivisten auf der COP28 zu dämpfen, war ein konsequenter Ausdruck der heutigen globalen Energieordnung. Ergänzung statt Ersatz, Realismus statt Idealismus. Die Welt hat sich weiterentwickelt, und die UAE haben sich entsprechend positioniert.

Der Austritt der Emirate aus der OPEC ist der bedeutendste Bruch in der 66-jährigen Geschichte der Organisation. Die UAE machten rund 14 Prozent der Gesamtkapazität der OPEC aus, was ihren Austritt besonders folgenreich macht.

Ein Rückgang der Rohölpreise ist für einen Produzenten mit hoher Förderkapazität nicht zwangsläufig nachteilig: Die Öleinnahmen hängen nicht nur vom Preis ab, sondern vom Produkt aus Preis und Menge. So können die Vereinigten Arabischen Emirate – durch eine Steigerung der Produktion auf 5 Millionen Barrel pro Tag (Mb/d), was einer Zunahme um 43 Prozent entspricht – einen erheblichen Preisrückgang auffangen und gleichzeitig die Gesamteinnahmen steigern. Die Maximierung der Gesamteinnahmen, nicht die Verteidigung des Grenzpreises, ist das Leitmotiv Abu Dhabis.

Die Emirate geben sich nicht damit zufrieden, die Öleinnahmen lediglich kurzfristig zu maximieren. Abu Dhabi unternahm einen bedeutenden Schritt, indem es sich an dem 18,4 Milliarden Dollar teuren Rio Grande LNG-Projekt in Brownsville in Texas beteiligte und damit als erste staatliche Ölgesellschaft am Persischen Golf eine bedeutende Position in einem US-Exportterminal erlangte. Die Emirate nehmen nun eine führende Position im großen globalen Gasgeschäft ein.

Auf dem Nahost-Schauplatz sind die Vereinigten Arabischen Emirate inzwischen zum bevorzugten Ziel des Iran geworden. Seit Anfang 2026 haben die UAE mehr als 2.800 Drohnen- und Raketenangriffe erdulden müssen – fast viermal so viele wie Saudi-Arabien. Der Angriff der Hutis auf Abu Dhabi im Januar 2022 markierte einen Wendepunkt, als die UAE zum ersten Mal öffentlich zivile Opfer auf ihrem Staatsgebiet bestätigten.

Warum diese iranische Fixierung auf die Emirate? Die Abraham-Abkommen machten die UAE zu einem „Frontstaat“ innerhalb der US-amerikanisch-israelischen Sicherheitsarchitektur. Auf dem Stützpunkt Al Dhafra sind US-amerikanische F-35 und Tausende westlicher Soldaten stationiert. Die UAE sind das Finanz- und Handelszentrum des Golfs, und ein Angriff auf Dubai oder Abu Dhabi wird als Destabilisierung des globalen Vertrauens angesehen.

Die Abraham-Abkommen sind nicht bloß ein Friedensvertrag; sie sind die diplomatische Verkörperung der neuen Geopolitik der Energie. Sie besiegeln ein Bündnis zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten, Israel, Bahrain, Marokko, dem Sudan – und nun auch Kasachstan –, das auf der Bedrohung durch den Iran, gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen der Vereinigten Arabischen Emirate und Israels sowie der Zusammenarbeit im Energiebereich im Rahmen des East Mediterranean Gas Forum basiert.

Der wichtigste Wandel ist jedoch ideologischer Natur. Die arabischen Unterzeichnerstaaten haben die palästinensische Sache in den Hintergrund gedrängt und der wirtschaftlichen Entwicklung Vorrang eingeräumt. Der Iran kann diese Realität nicht hinnehmen, da sie seinem Bestreben widerspricht, die palästinensische Sache als Instrument zur Einflussnahme in der muslimischen Welt zu nutzen. Dies ist der Triumph des Realismus‘ über die Ideologie.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nicht mehr nur ein Ölexporteur. Sie sind ein neuer globaler Akteur. Die Emirate setzen ihre nationalen Interessen durch, während die EU von einer Energiewende träumt, die es nicht gibt. Das ist die wahre Lehre aus der neuen Geopolitik der Energie. Durch den Austritt aus der OPEC, Investitionen in US-LNG, den Widerstand gegen iranische Angriffe und die Mitgestaltung der Abraham-Abkommen demonstrieren die UAE die Realität der Energie-Geopolitik des 21. Jahrhunderts und sind zum Architekten einer neuen regionalen Allianz geworden, in der Energie, Technologie und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden sind.

Die UAE lehnen die Illusionen einer „Energiewende“ ab und verfolgen stattdessen eine Politik der Ergänzung, Diversifizierung und Diplomatie, die auf der Realität basiert und auf langfristigen Wohlstand für alle ausgerichtet ist. Dies ist ein Modell, das die EU sehr in Betracht ziehen sollte.

Originally published at Town Hall, May 16, 2026.

Dr. Samuel Furfari is a professor of energy geopolitics in Brussels and London, a former senior official with the European Commission’s Directorate-General for Energy and a member of the CO2 Coalition. He is author of the paper, “Energy Addition, Not Transition,” and 18 books, including “The Truth About the COPs: 30 years of illusions.”

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/19/the-united-arab-emirates-is-playing-its-own-game/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Deutschlands Eingeständnis zur Kernenergie ist ein Riss in der Fassade der Netto-Null-Bilanz

23. Mai 2026 um 17:00

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Vijay Jayaraj
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Atomausstieg als „schwerwiegenden strategischen Fehler“ bezeichnet, der zu einem Mangel an Grundlaststrom in Deutschland geführt und die Energiewende zur teuersten Energiewende der Welt gemacht habe. Dies ist ein frühes Anzeichen für eine sich abzeichnende weltweite Abkehr von einer Politik, welche die Kernenergie an den Rand gedrängt sowie Kohle, Öl und Erdgas verteufelt hat.

Die Kernkraft-Problematik in Deutschland und Japan

Deutschland hat im April 2023 stur seine letzten drei noch in Betrieb befindlichen Kernreaktoren abgeschaltet – mitten in einer durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten lähmenden Energiekrise. Wie Pragmatiker vorausgesagt hatten, leiden die deutschen Bürger nun unter extrem hohen Strompreisen und sind weiterhin stark von Energieimporten abhängig.

Der grüne Traum wurde als Weg zu „günstigen“ erneuerbaren Energien verkauft, doch die Realität für deutsche Haushalte und Fabriken sieht so aus: rekordhohe Strompreise, komplexe Subventionen für begünstigte Unternehmen und Personen, die sich an den Klimadiskurs anpassen, und ein Stromnetz, das an windstillen Tagen oder bei bewölktem Himmel Probleme hat.

Japan hat einen bemerkenswert ähnlichen Fehler begangen, korrigiert nun aber endlich seinen Kurs. Nach der Katastrophe von Fukushima geriet die Regierung in Panik und schaltete alle 54 ihrer Kernreaktoren ab. Heute nimmt Japan diese stillgelegten Anlagen nach und nach wieder in Betrieb. Das Muster ist klar erkennbar. Länder geben unter politischem Druck verlässliche Energiequellen auf und verbringen dann Jahre damit, das wieder aufzubauen, was sie zuvor verteufelt und abgebaut hatten.

Bedauern über den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

Aus diesem Grund rechne ich mit einer ganzen Reihe ähnlicher Kehrtwenden seitens nationaler Politiker, die sich an einer destruktiven Kampagne beteiligt haben, durch welche die Stromnetze ihrer zuverlässigen, erschwinglichen und reichlich vorhandenen Versorgung mit Kohle, Öl und Erdgas beraubt worden sind.

Politiker treten bereits still und leise auf die Bremse bei ihren aggressiven Plänen zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, sobald die Realität sie einholt. Das riesige Gasfeld in Groningen sollte aufgrund lokaler Erdbebenrisiken endgültig stillgelegt werden. Doch im Jahr 2024 verschob der niederländische Senat die endgültige Abstimmung über die Stilllegung, als die Abgeordneten Garantien verlangten, dass die Aufgabe der heimischen Ressource die Energiesicherheit nicht gefährden würde.

Innerhalb einer Woche, nachdem der deutsche Bundeskanzler das Fiasko der Kernenergie eingestanden hatte, beklagte die Energieministerin des Landes auf einer Öl- und Gas-Konferenz den Vorstoß der Netto-Null-Politik und spielte damit indirekt auf die Abkehr von fossilen Brennstoffen an.

In den Vereinigten Staaten ergriff Präsident Donald Trump Maßnahmen, um die Schließung einiger Kohlekraftwerke zu verhindern, darunter Anordnungen, die den Betrieb veralteter Anlagen wie des Kraftwerks J.H. Campbell in Michigan aufrechterhielten, um „Stromausfälle im Sommer zu vermeiden“.

Der südafrikanische Minister für Bodenschätze und Energie, Gwede Mantashe, wehrt sich konsequent gegen den internationalen Druck, schnell aus der Kohle auszusteigen. „Man zerstört nicht das, was man hat, nur weil man hofft, dass etwas Besseres kommt“, sagt er. Mantashe betont zu Recht, dass die Sicherung der Energieversorgung des Staates weiterhin Priorität haben muss.

Indien ist das eindrucksvollste Beispiel für diesen Energiepragmatismus. Das Land hat signalisiert, dass Kohle noch jahrzehntelang das Rückgrat der Wirtschaft bleiben wird, auch wenn seine Diplomaten leere Versprechungen machen, bis 2070 Netto-Null zu erreichen. Der stellvertretende Energieminister Shripad Naik gab kürzlich bekannt, dass Indien allein im Haushaltsjahr 2025–26 massive 7,2 Gigawatt an neuer Kohlekapazität hinzugefügt habe und bis 2035 insgesamt weitere 307 Gigawatt an Kohlekapazität hinzufügen werde.

Keine Weitsicht

In den meisten westlichen Ländern, insbesondere in Europa, fehlt es völlig an dieser grundlegenden Weitsicht in Bezug auf die Energiesicherheit. Viele Länder haben sich auf eine Politik festgelegt, die Kohle-, Öl-, Gas- und Kernkraftwerke stilllegt, bevor glaubwürdige Alternativen geschaffen wurden. Sie jagen Zielen zur Emissionsreduzierung hinterher. Dabei spielen sie die Kosten für ihre Bürger herunter.

Das Thema Energiesicherheit hat aufgrund der Unruhen im Nahen Osten in den Nachrichten an Bedeutung gewonnen. Doch es bedarf vielleicht gar keiner Kriegshandlung, um die nächste Generation von Energiekrisen auszulösen. Wenn die nächste anhaltende Kältewelle, Dürre oder Nachfragespitze eintritt, wird sich die Schwäche des Anti-Fossil-Brennstoff-Ansatzes in höheren Rechnungen, rollenden Stromausfällen und öffentlicher Wut zeigen.

Merz’ Bekenntnis zur Kernenergie deutet darauf hin, dass die politische Klasse sich nicht ewig vor der Realität drücken kann.

This commentary was first published at PJ Media on 11 May 2026.

Vijay Jayaraj ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der CO2 Coalition in Fairfax, Virginia. Er hat einen Master of Science in Umweltwissenschaften von der University of East Anglia und einen Postgraduiertenabschluss in Energiemanagement von der Robert Gordon University, beide in UK, sowie einen Bachelor-Abschluss in Ingenieurwissenschaften von der Anna University in Indien. Er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Forschungsgruppe „Changing Oceans“ an der University of British Columbia in Kanada tätig.

Link: https://clintel.org/germanys-nuclear-confession-is-a-crack-in-net-zero-pretense/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Stoppt die Mais- und Öllobbyisten – noch mehr Ethanol ins Benzin zu mischen!

21. Mai 2026 um 06:00

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Climate Depot, Alex Epstein

Die Maislobby, unterstützt von zahlreichen Öllobbyisten, drängt auf ein Gesetz zur Ausweitung der Ethanolbeimischungspflicht. Dies soll durch 1) eine Lockerung der Luftreinhaltebestimmungen und 2) die Ausweitung der Beimischungspflicht auf kleine Raffinerien erreicht werden. Dadurch werden die Kraftstoffkosten steigen.

Morgen stimmt der Kongress über den absurd benannten „Nationwide Consumer and Fuel Retailer Choice Act“ ab, der die unmoralische und kostspielige Vorgabe der Regierung erweitert, dass wir Milliarden Gallonen mehr Maisethanol konsumieren müssen, als wir freiwillig wählen würden.

Der neue Gesetzentwurf erweitert die Ethanolquote dauerhaft um

  1. Die Lockerung der Luftreinhaltebestimmungen durch den Kongress, die derzeit die Menge an Ethanol regulieren, die zwangsweise in unsere Autos eingespritzt werden darf.
  2. Dies zwingt mehr kleine Raffinerien zur Einhaltung der Vorgabe, indem ihre „Ausnahmeregelungen für kleine Raffinerien“ deutlich eingeschränkt werden.

Die Befürworter einer Ausweitung der Ethanolbeimischungspflicht haben nicht nur die Frechheit, so zu tun, als würden sie die Freiheit vergrößern, während sie sie in Wirklichkeit einschränken, sondern sie geben auch vor, die Kraftstoffpreise senken zu können, obwohl eine Ausweitung der Ethanolbeimischungspflicht die Preise tatsächlich nur erhöhen kann.

Hier erfahren Sie, warum die Ethanolbeimischungspflicht die Kraftstoffkosten erhöht, ohne Vorteile zu bringen (außer für Maisbauern und Lobbyisten), und warum eine Ausweitung der Beimischungspflicht die Kraftstoffkosten nur noch verschlimmern wird.

Die Ethanolbeimischungspflicht verteuert Kraftstoffe direkt, da sie uns zwingt, Ethanol zu kaufen, auch wenn es teurer ist.
Jährlich werden dem Benzin rund 7,5 Milliarden Gallonen Ethanol beigemischt, die auf einem freien Markt wahrscheinlich nicht verwendet würden (vorausgesetzt, der Großteil des Benzins wäre auf einem freien Markt E5). Wenn Ethanol also teurer ist als Benzin, erhöht die Beimischungspflicht die Kosten um das 7,5-Milliardenfache der Preisdifferenz zwischen Ethanol und Benzin.

Im Jahr 2025, als Ethanol etwa 40 bis 50 Cent pro Gallone teurer war als Benzin im Großhandel (nach Berücksichtigung der geringeren Energiedichte von Ethanol), könnten die zusätzlichen Ersatzkosten durch die Ethanol-Subvention auf über 3 Milliarden Dollar bzw. über 2 Cent pro Gallone geschätzt werden.

Die Befürworter der Ethanolbeimischungspflicht weisen gerne darauf hin, dass Ethanol billiger sein kann als Benzin, wenn die Ölpreise hoch sind – wie es derzeit der Fall ist.

Ein geringfügiger Vorteil durch günstigeres Ethanol würde sich jedoch in einem freien Kraftstoffmarkt ohne Vorgaben ergeben – da Händler und Verbraucher frei zwischen höheren Ethanolbeimischungen wählen könnten, wenn diese günstiger wären. Dennoch hat die Maislobby Vorschläge zur Kraftstofffreiheit wiederholt abgelehnt.

Ein neues E15-Gesetz würde in diesem Jahr keinen Unterschied bei den Preisen machen, da das geltende Recht es der Bundesregierung bereits erlaubt, E15 ganzjährig im Einzelfall zuzulassen – und dies hat sie in diesem Jahr auch schon getan.

Die Ethanol-Lobbyisten wollen die ganzjährige Zulassung von E15 durch den Kongress nur deshalb, um die Ethanolquote dauerhaft auszuweiten, damit wir immer viel Ethanol kaufen müssen – egal wie teuer es ist.

Die Ethanolbeimischungspflicht verteuert Benzin um bis zu 0,30 US-Dollar pro Gallone, da Raffinerien gezwungen sind, teure Biokraftstoffzertifikate zu erwerben, deren Kosten an uns weitergegeben werden.
Die Beimischungspflicht hat Raffinerien zu erheblichen Investitionen in Ethanoltransportsysteme und Ethanolmischanlagen veranlasst, die sich bisher auf mehrere Milliarden Dollar belaufen. Um E15 anbieten zu können, müssten einige Tankstellen Modernisierungen vornehmen, deren Kosten sich auf 13.000 bis 71.000 US-Dollar belaufen.

Kleinere Raffinerien, die sich die teure Infrastruktur zur Ethanolbeimischung oft nicht leisten können, sind gezwungen, sogenannte RINs (Renewable Fuel Notations) von Raffinerien zu kaufen, die zusätzlich Ethanol beigemischt haben. Diese Biokraftstoffzertifikate stellen eine Kostenbelastung dar, die größtenteils über höhere Kraftstoffpreise an die Verbraucher weitergegeben wird.

Eine kleine Raffinerie mit einer Produktion von 60.000 Barrel pro Tag (920 Millionen Gallonen pro Jahr) müsste möglicherweise rund 140 Millionen Biokraftstoffzertifikate stilllegen. Bei einem aktuellen Preis von 2 US-Dollar pro Biokraftstoffzertifikat entspräche dies Kosten von 280 Millionen US-Dollar. Die Raffinerie würde voraussichtlich nur einen Nettogewinn von 200 bis 400 Millionen US-Dollar erzielen und wäre daher gezwungen, einen erheblichen Teil der Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.

Eine aktuelle Studie ergab, dass die Beimischung von Biokraftstoffzertifikaten zu einem Preisanstieg von nahezu der Höhe der Zertifikatskosten selbst resultierte. Bei den heutigen Preisen für Biokraftstoffzertifikate bedeutet dies, dass die Ethanolbeihilfe den Benzinpreis um bis zu 30 Cent pro Gallone erhöhen könnte.

https://www.climatedepot.com/2026/05/13/alex-esptein-stop-corn-oil-lobbyists-from-permanently-expanding-the-ethanol-mandate/

 

Nachsatz  – Der Übersetzer

In Deutschland wird an Markentankstellen E5 um 6ct/L teurer verkauft als E10, an meiner freien Tankstelle beträgt der Unterschied nur 2ct/L – Und das, obwohl der Sprit mit E10 eigentlich teurer ist, als E5.

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Gesetz sorgt für Überraschung: Kraftstoff E10 plötzlich genau so teuer wie Super

Viele Autofahrer haben beim Tanken in den ersten Tagen 2020 eine Überraschung erlebt: E10 ist teurer geworden und kostet inzwischen meist so viel wie Super. Schuld daran ist ein neues Gesetz: Wer gewerbsmäßig Kraftstoff vertreibt, muss künftig eine höhere Biokraftstoffquote erfüllen. …

https://www.focus.de/finanzen/news/benzinpreis-e10-auf-einmal-genauso-teuer-wie-super-e5-das-steckt-dahinter_id_11542105.html

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Der VCD Verkehrsclub Deutschland berichtete

VCD-Faktencheck E10-Benzin
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Weshalb ist E10 günstiger als E5?

Der Preis für Ethanol hat Mitte 2010 unter dem heutigen Preis für Benzin ab Raffinerie gelegen. Der Ethanolpreis folgt aber in einer beinahe parallel verlaufenden Kurve dem für Kraftstoff aus Mineralöl. Steigt der Ölpreis, dann nutzen die Agrosprit-Unternehmen die Gelegenheit, den Ethanolpreis und damit ihren Gewinn zu erhöhen. Im Januar 2011 lag der Preis für Ethanol 10 Cent pro Liter höher als der für Benzin. Also müsste E10 eigentlich teurer sein als E5. Aber weit gefehlt.

E10 wird an deutschen Zapfsäulen günstiger angeboten als das in der Produktion etwas billigere E5. Das hat folgenden Grund: Bezogen auf den Heizwert müssen im Laufe des Jahres 2011 6,25 Prozent des in Deutschland verkauften Sprits Agrokraft sein – ansonsten drohen den Unternehmen Strafzahlungen. Die Tankstellenkonzerne haben also ein Interesse daran, möglichst viel E10 zu verkaufen. Das funktioniert nur, wenn es entweder billiger ist oder deshalb getankt wird, weil die Autofahrer von einer positiven Umweltwirkung des E10-Kraftstoffes überzeugt sind.

Was kostet E5 und E10 die Autofahrer?

Wirklich nachhaltig erzeugtes Ethanol ist etwas teurer als Agrosprit aus großen Monokulturen.

… Heutiges Bioethanol hat eine zweifelhafte Ökobilanz. Bei dem Marktpreis für beimischungsfähiges Ethanol im Januar 2010 müsste der Preis für E10 rechnerisch um einen Cent teuer sein als für Benzin ohne Ethanol und 0,5 Cent teuer als für das bisher getankte E5. Dazu kommt der höhere Kraftstoffverbrauch von E10, der bei einem bisherigen Verbrauch von 6 Litern Mehrkosten in Höhe von ca. 15 Cent pro 100 Kilometer bedeutet. In der Summe entstehen also nachvollziehbare Mehrkosten von nicht einmal 20 Cent pro 100 km. Die Mineralölkonzerne werden aber voraussichtlich vor allem von Autofahrern, die weiter E5 tanken, deutlich mehr kassieren.

Ist E10 wirklich klimafreundlich?

Hinter der Pflicht zur Markteinführung von E10 steckt das Ziel der EU, Europas Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und gleichzeitig das Klima zu schonen. Die Grundidee klingt plausibel: Da Ethanol VCD Service • Faktencheck E10-Benzin 3 04/ 2 0 1 1 aus nachwachsenden Rohstoffen wie Getreide, Mais oder Zuckerrüben gewonnen wird, geben Pflanzen bei ihrer Verbrennung nur das zuvor aufgenommene CO2 wieder ab – ein für sich genommen CO2 -neutraler Vorgang. Und doch ist E10 nicht per se umweltfreundlich, die Bezeichnung »Biosprit« ist sehr fragwürdig. So geht diese Rechnung nur dann auf, wenn für den Anbau der Energiepflanzen keine sensiblen Bereiche wie Wälder und andere natürlichen Ökosystem

Auszug Seite 2  / 3

https://www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Themen/Auto_Umwelt/Alternative_Antriebe/20100406_Faktencheck_E10_06_04_11.pdf

 

 

 

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Solarenergie auf dem absteigenden Ast, Kohle weiterhin stark

20. Mai 2026 um 15:00

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Von den Energy Bad Boys and Mitch Rolling

Am Dienstag, dem 10. März, zerstörte ein Tornado der Stärke EF-1 die Solaranlagen „Dunns Bridge Solar I“ und „Dunns Bridge Solar II“, die der Northern Indiana Public Service Company (NIPSCO) gehören. Die Anlagen außerhalb von Wheatfield in Indiana verfügten über 2,4 Millionen Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 700 Megawatt (MW) und sollen Berichten zufolge 1 Milliarde US-Dollar gekostet haben – etwas mehr als 1.400 US-Dollar pro Kilowatt (kW).

NIPSCO gab im Anschluss daran folgende Erklärung ab:

Am Abend des 10. März, während NIPSCO das Unwetter aktiv überwachte und auf sturmbedingte Stromausfälle in unserem Versorgungsgebiet reagierte, wurden Schäden an den Solaranlagen „Dunns Bridge I“ und „Dunns Bridge II“ in den Landkreisen Starke und Jasper festgestellt. Unser Team verfolgte den Sturm in Echtzeit und begab sich vor Ort, um die Lage zu beurteilen und zu reagieren, sobald dies sicher möglich war. Trümmerteile aus dem Schaden könnten sich verschoben haben, und wir arbeiten daran, das Gebiet sicher abzusperren, den Schaden zu begutachten und proaktiv mit der Bevölkerung zu kommunizieren.

Wir sind uns bewusst, dass Fragen und Bedenken hinsichtlich möglicher Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit den Schäden am Solarpark bestehen können. Bedenken hinsichtlich der Auswaschung von Solarmodulen wurden in branchenführenden Forschungsarbeiten gründlich untersucht. Sie zeigen, dass das Risiko äußerst gering ist. Insgesamt belegen die verfügbaren Erkenntnisse, dass sowohl kristalline Silizium- als auch Dünnschicht-PV-Module (d. h. Photovoltaikmodule) kein nennenswertes Risiko für die Umwelt oder den Menschen durch Auswaschung darstellen, selbst wenn sie beschädigt sind.

Der stellvertretende Leiter der Sheriff-Behörde von Jasper County Brandon Napier erklärte: „Was die Zugbahn des Tornados angeht, der hier durchgefegt ist: Östlich der Stadt befinden sich mehrere große Solarparks. Der Tornado ist direkt durch einen dieser Solarparks gezogen und hat dort zahlreiche Solaranlagen aus dem Boden gerissen.“

Zwar wurden die Solarmodule durch den Tornado beschädigt, doch liegen uns keine Berichte über Schäden am nahegelegenen Kraftwerk R.M. Schahfer vor, einem 950-MW-Kohlekraftwerk, dessen Stilllegung NIPSCO für Ende 2025 geplant hatte. Es ist jedoch weiterhin in Betrieb dank einer vom US-Energieministerium erlassenen Anordnung gemäß § 202(C), die den Weiterbetrieb des Kraftwerks vorschreibt. Klicken Sie auf die Karte unten, um die von uns diese Woche erstellte benutzerdefinierte Google-Karte der Anlagen zu erkunden.

Diese Woche wollten wir die Gelegenheit nutzen, mehr über NIPSCO zu erfahren und einige Daten mit unseren Lesern zu teilen, insbesondere angesichts unserer jüngsten Recherchen in diesem Bundesstaat.

In diesem Artikel werden wir die Kosten der zerstörten Solaranlage im Vergleich zum nahegelegenen Kraftwerk R.M. Schahfer untersuchen und anhand einiger interessanter Daten von S&P Global beleuchten, wie sich die Energiekosten im Versorgungsgebiet von NIPSCO als Reaktion auf Veränderungen im Kraftwerkspark des Unternehmens entwickelt haben.

Implikationen der Zerstörung

Laut S&P Global wurden die Solarkraftwerke in Dunns Bridge errichtet, um „das Ziel von Northern Indiana Public Service zu unterstützen, bis 2028 vollständig aus der Kohle auszusteigen und die CO₂-Emissionen bis 2030 um mehr als 90 Prozent gegenüber dem Referenzwert von 2005 zu senken, wie der Energieversorger mitteilte.“

Diese Situation wirft mehrere Fragen auf:

• Wenn der Klimawandel zu extremeren Wetterbedingungen führt, wie kann es dann sinnvoll sein, Kohlekraftwerke stillzulegen und Energieerzeugungsanlagen wie Solaranlagen zu bauen, die durch extremes Wetter zerstört werden?

• Erhöhen die Ziele des Unternehmens zur Abkehr von der Kohle und zur Emissionsreduzierung das Risiko des Unternehmens, Kosten im Zusammenhang mit Wetterereignissen zu tragen, und warum sollten die Stromkunden mit diesen zusätzlichen Kosten belastet werden?

• Gab es Schäden am Kohlekraftwerk R.M. Schahfer oder an der Batteriespeicheranlage vor Ort in Dunns Bridge?

• Welche Art von Versicherungspolice besteht für die Solaranlage, und welchen Selbstbehalt müsste das Unternehmen gegebenenfalls zahlen?

• Welche Haftung, wenn überhaupt, hat das Unternehmen für die Sanierung des Standorts und der umliegenden Gebiete?

• Inwiefern liegt all dies im besten Interesse der Stromkunden?

Wir haben NIPSCO über deren 24-Stunden“-Medienhotline kontaktiert und um diese Informationen gebeten, doch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten sie unsere Anfrage noch nicht beantwortet, und wir bezweifeln ernsthaft, dass sie dies noch tun werden.

Dies sind jedoch Fragen, die das Unternehmen am 24. März vor der Indiana Utility Regulatory Commission bei der geplanten Anhörung zum Thema bezahlbare Energie beantworten muss. Sie können unseren Fragen ausweichen, aber gegenüber den Regulierungsbehörden sollten sie besser reinen Tisch machen.

Die Kosten der durch einen Tornado beschädigten Solaranlage

Seien wir einmal äußerst unnachsichtig und betrachten wir die erwarteten Stromgestehungskosten (LCOE) der Solaranlage über ihre prognostizierte Nutzungsdauer von 25 Jahren sowie über ihre tatsächliche, durch einen Tornado verkürzte Lebensdauer.

Dunns Bridge I nahm im Juni 2023 den Strombetrieb auf und erzeugte bis Dezember 2025, dem letzten Monat, für den Daten vorliegen, insgesamt 1,3 Millionen Megawattstunden (MWh). Dunns Bridge II nahm im Januar 2025 den Betrieb auf und erzeugte bis Dezember 812.439 MWh Strom, was einem Kapazitätsfaktor von 21,3 Prozent entspricht.

Wir haben die LCOE für zwei Zeiträume berechnet: einen Lebenszyklus von 25 Jahren, eine branchenübliche Annahme, und einen Lebenszyklus von 2 Jahren, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Anlage sehr früh in ihrem Lebenszyklus zerstört wurde. Die Ergebnisse entsprechen in etwa unseren Erwartungen. Unsere geschätzten subventionierten Kosten über 25 Jahre entsprechen in etwa den von S&P Global gemeldeten PPA-Kosten für die Anlagen, einschließlich Subventionen.

Da die LCOE der Berechnung der Kosten für das Fahren Ihres Autos über die Anzahl der gefahrenen Meilen ähnelt: Wenn Ihr Auto nach zwei Jahren den Geist aufgibt, obwohl Sie erwartet hatten, es 10 Jahre lang zu fahren, steigen die Kosten pro Meile offensichtlich. Aus diesem Grund steigen die Stromkosten der Anlagen Dunns Bridge I & II in dieser Analyse sprunghaft und erreichen subventionierte Kosten von 289,61 $ pro MWh sowie nicht subventionierte Kosten von 405,09 $ pro MWh.

Ist das ein fairer Vergleich? Wahrscheinlich nicht, denn die Solaranlage war mit ziemlicher Sicherheit versichert und wird nach der Sanierung des Geländes wahrscheinlich wieder aufgebaut. Die Frage ist: Wie hoch sind die Kosten für die Sanierung und den Wiederaufbau, wie hoch ist die Selbstbeteiligung der Versicherung für die beschädigte Anlage und wer muss dafür aufkommen?

Es ist eine Sache, wenn das alte Dach Ihres Hauses durch einen Hagelsturm zerstört wird (Glück gehabt), denn dann bekommen Sie ein neues Dach für einen Bruchteil der tatsächlichen Wiederbeschaffungskosten. Aber es ist etwas ganz anderes, wenn ein brandneues Dach zerstört wird, denn dann haben Sie das „Privileg“, den Selbstbehalt zu zahlen, nur um Ihr neues Dach zurückzubekommen.

Genau in dieser Situation könnten sich die Stromkunden von NIPSCO am Ende wiederfinden.

Die Kosten des nahegelegenen Kohlekraftwerks

In unserer bevorstehenden LCOE-Studie für Reliable Energy Inc. in Indiana haben wir festgestellt, dass das Kraftwerk R.M. Schahfer das teuerste Kohlekraftwerk des Bundesstaates war, was in erster Linie auf die sehr hohen Brennstoffkosten am Kraftwerk (50 $ pro MWh) zurückzuführen war.

Die aktuellsten verfügbaren Daten von S&P Global vom Dezember 2025 zeigen jedoch, dass die Brennstoffkosten bei etwa 27 $ pro MWh lagen, was die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks erheblich verbessert, obwohl dies möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass das Unternehmen davon ausgegangen ist, dass das Kraftwerk zum Jahresende stillgelegt wird anstatt weiterbetrieben werden zu müssen.

Bei 70 $ pro MWh ist das Schahfer-Kraftwerk über eine Lebensdauer von 25 Jahren wettbewerbsfähig gegenüber subventionierter Solarenergie, günstiger als die nicht subventionierten Kosten über 25 Jahre und ein Schnäppchen im Vergleich zu unserem zugegebenermaßen ungünstigen Vergleich mit der tatsächlichen Lebensdauer der Anlage von 2 Jahren.

Natürlich berücksichtigt diese Analyse nicht einmal die Notstromversorgung oder andere versteckte Kosten, die mit der Unterbringung der Solaranlagen verbunden sind. Würden wir dies tun, wäre das Schahfer-Kraftwerk der klare Sieger, selbst im Vergleich zu den subventionierten Kosten von Solarmodulen.

Das sich wandelnde Erzeugungsprofil von NIPSCO

Die Solaranlagen von NIPSCO in Dunns Bridge sind Teil eines größeren Trends weg von der Stromerzeugung aus Kohle hin zu Erdgas, Stromkäufen auf dem MISO-Markt und in zunehmendem Maße zu eigenen Wind- und Solaranlagen oder Stromabnahmeverträgen (PPAs).

Dieser Trend fiel mit einem massiven Anstieg der geschätzten Tarifbasis der Versorgungsunternehmen zusammen. Daten von S&P Global zeigen, dass sich die Tarifbasis von NIPSCO seit 2016 mehr als verdoppelt hat. Sie werden feststellen, dass die Tarifbasis von 2000 bis 2010 inflationsbereinigt im Wesentlichen unverändert blieb. Dies liegt daran, dass sich die Tarifbasis von Stromversorgungsunternehmen eigentlich stabilisieren sollte, da sich ihre Vermögenswerte im Laufe der Zeit abschreiben.

Der Aufwärtstrend beim Wachstum der Tarifbasis führte zu höheren Tarifen. Leider sind wir noch dabei, unsere Datenbank mit historischen Versorgungstarifen aufzubauen, sodass wir nur über Daten ab 2012 verfügen. In diesem Zeitraum stiegen die Stromtarife von NIPSCO für alle Sektoren um 38 Prozent.

Es ist auch interessant zu untersuchen, worauf das Wachstum der Tarifbasis zurückzuführen ist. Mitte der 2000er und 2010er Jahre wurde das Ausgabenwachstum bei NIPSCO von den Ausgaben für die Stromerzeugung getragen. Ab etwa 2018 begannen jedoch die Ausgaben für Übertragung und Verteilung zu steigen, während die Ausgaben für die Stromerzeugung 2021 zurückgingen, sich 2024 jedoch wieder leicht erholten.

Diese Grafik stützt einige der Aussagen der Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL), wonach seit 2020 nicht die Erzeugungskosten, sondern die Kosten für Übertragung und Verteilung zu einem Anstieg der Strompreise geführt haben. Es ist jedoch auch anzumerken, dass die obige Grafik darauf hindeutet, dass die LBNL-Studie möglicherweise erhebliche Steigerungen der Erzeugungskosten vor 2020 außer Acht lässt.

Eine Anmerkung zu Fragen der Sanierung und Kontamination – unsere Meinung dazu

Fotos der zerbrochenen Module haben in den sozialen Medien Befürchtungen hinsichtlich möglicher Umweltschäden geschürt, weil giftige Chemikalien aus den zerbrochenen Modulen in den Boden und das örtliche Grundwasser sickern könnten.

Wir möchten die Anwohner daher dazu ermutigen, sich keine allzu großen Sorgen darüber zu machen, dass Chemikalien aus den Modulen in den Boden oder das Wasser gelangen könnten. Photovoltaikmodule bestehen größtenteils aus Glas, und die geringen Mengen an giftigen Stoffen, wie beispielsweise das beim Löten verwendete Blei stellen kein nennenswertes Risiko dar, weil sie nur in geringen Mengen vorhanden sind und es wahrscheinlich keinen realistischen Expositionsweg für den Menschen gibt.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Dosis das Gift macht. Eine zu hohe Dosis Paracetamol kann tödlich sein; eine geringe Dosis hingegen nicht.

Zwar machen wir uns keine allzu großen Sorgen darüber, dass Chemikalien aus den Modulen auslaufen könnten, doch das Glas bereitet uns Kopfzerbrechen. Glas gilt zwar allgemein nicht als giftig, doch Glasscherben, die über benachbarte Grundstücke verstreut sind, stellen dennoch ein Problem dar. Der Sturm hat Trümmer wahrscheinlich weit über das Solargelände hinaus geweht, was für Landwirte in der Umgebung zu Problemen führen könnte, insbesondere wenn sie Wurzelgemüse anbauen.

Anekdotischen Berichten zufolge kaufen große Kartoffelabnehmer aus genau diesem Grund keine Kartoffeln von Erzeugern, die sich im Umkreis von einer Meile um eine Glasrecyclinganlage befinden. Mit anderen Worten: Die eigentliche Sorge gilt hier nicht der chemischen Kontamination, sondern den Trümmern.

NIPSCO sollte auf jeden Fall für die Kosten der Beseitigung des durch ihre Solarmodule verursachten Schutts aufkommen, aber wir möchten den Anwohnern auch die Gewissheit geben, dass dieser Vorfall wahrscheinlich kein Gesundheitsrisiko darstellt.

Schlussfolgerung

Es gibt viele Dinge, die bei einem Tornado beschädigt werden, aber unsere Kraftwerke sollten nicht dazu gehören.

Der Ausfall der Solaranlagen Dunns Bridge I & II durch einen Tornado der schwächsten Kategorie sollte den politischen Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden in Indiana zu denken geben: Die Stilllegung von regelbaren thermischen Kraftwerken zugunsten weniger robuster Wind- und Solaranlagen ist kein kluger Schachzug.

Ehrlich gesagt sollte die Trump-Regierung Unternehmen wie NIPSCO scharf kritisieren, weil sie ihre freiwilligen Dekarbonisierungsversprechen weiter verfolgen, während die Stromrechnungen steigen und die Nachfrage aufgrund von Rechenzentren in die Höhe schießt. Ein paar bissige Tweets könnten viel dazu beitragen, dass Führungskräfte der Energieversorger und ihre Wall-Street-Investoren verstehen, dass sie das Stromnetz nicht länger auf Kosten der normalen Amerikaner „grünwaschen“ können.

Link: https://climaterealism.com/2026/05/solar-scattered-coal-still-standing/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers hierzu: Zwar gibt es bei uns nicht in diesem Ausmaß Tornados, wohl aber Unwetter aller Art, die zu Schäden führen. Weil davon auszugehen ist, dass die Problematik hierzulande den obigen Ausführungen gleicht, wurde dieser Beitrag hier übersetzt.

 

Der Beitrag Solarenergie auf dem absteigenden Ast, Kohle weiterhin stark erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

„Vergesst den Klimawandel“, sagt die New York Times zu den Demokraten.

19. Mai 2026 um 15:00

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Von Jo Nova

Der Klimawandel ist zu einem Wahlkampfgift geworden. Die Sozialisten haben zu spät, erkannt, dass sie die Arbeiterklasse verloren haben.

Nicht nur die britische Labour-Partei erlitt in den letzten Tagen eine vernichtende Niederlage, sondern auch die australischen Konservativen, die 16.000 Kilometer entfernt einen katastrophalen Stimmenverlust von 30 % zugunsten von One Nation hinnehmen mussten. Das Undenkbare geschieht: Klimaleugner, die als chancenlos gelten, feiern einen überwältigenden politischen Triumph, und die Arbeiter wählen die „extreme Rechte“.

Klimawandel und die zentralen Parolen der Linken erreichen die Wähler nicht nur nicht, sie schrecken sie sogar ab. Dasselbe gilt für die USA, wo die Wähler bereits dreimal den Antichristen des Klimaschutzes gewählt haben. Den Sozialisten dämmert langsam, dass es sich nicht um eine vorübergehende Erscheinung handelt.

Die Lage wird so schlimm, dass die New York Times die Demokraten warnte: „Vergesst den Klimawandel und redet über etwas anderes. “

Ein Dank an Climate Depot

Ursprungs Schlagzeile – Wg. copyright nur Ausschnitt der Grafik

 

Die Linke betrachtete die Arbeiterklasse als selbstverständlich für sich eingenommen:

Vergessen Sie den Klimawandel. Die Demokraten müssen über andere Themen sprechen.

Matthew T. Huber, New York Times

Seit einigen Monaten debattieren die Eliten der Demokraten darüber, wie viel über den Klimawandel gesprochen werden soll, wenn überhaupt – auch weil diese neuen Kandidaten ihren Fokus auf die Bezahlbarkeit von Energie verengt haben, um die Arbeiterklasse zurückzugewinnen .

Aber ihr Plan, die Arbeiterklasse zurückzugewinnen, wird nicht funktionieren – sie haben das falsche Thema gewählt, sich stur daran festgeklammert und haben es dann zu spät für eine Entschuldigung gelassen. Und selbst jetzt entschuldigen sie sich nicht . Sie geben nicht einmal zu, dass sie falsch lagen. „Um es klarzustellen: Das bedeutet nicht, dass wir die Klimaziele aufgeben“, sagen sie. Stattdessen suchen sie nach Ausreden und behaupten, gute Politiker würden ohnehin Maßnahmen ergreifen, die die Emissionen reduzieren, wie kostenlose Busse anbieten oder Bauvorschriften überarbeiten. Aber sie werden es nicht „Klimawandel“ nennen. Denn, psst, wir wollen nicht, dass die Wähler wissen, was wir tun oder woran wir glauben. Wir wollen einfach nur gewinnen, nicht wahr? Hurra, Demokratie!

In einer Umfrage gaben 59 % der Wähler an, dass sie es beunruhige , dass der Klimawandel politisiert worden sei. Das ist ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, der die Klimawissenschaft nicht mehr als wissenschaftlich, sondern als rein politisch ansieht – ganze 59 %!

Das Pew Research Center befragt regelmäßig Amerikaner nach ihren größten Sorgen, und der Klimawandel rangiert dabei stets weit unten . Das Searchlight Institute fand heraus , dass 59 Prozent der Wähler in den umkämpften Bundesstaaten es „beunruhigend finden, dass der Klimawandel zu einem so politisierten Thema geworden ist“, während nur 42 Prozent „motiviert sind, mehr zu tun und Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen“. Anstatt eine breite Koalition zu bilden, was für die Umsetzung eines Green New Deal notwendig wäre, ist der Klimawandel zu einem weiteren Thema geworden, das die Polarisierung weiter anheizt.

Das Kernproblem ist, dass Machterhalt ihr einziges Ziel ist, was sie im Falle eines Scheiterns (und auch im Falle eines Erfolgs) ratlos zurücklässt. Ihre Lösungsansätze drehen sich lediglich darum, „die Wähler zu täuschen und sie dazu zu bringen, für uns zu stimmen“ – nicht um etwas Konstruktives, wie etwa herauszufinden, was die Bevölkerung will, Probleme zu lösen oder unsinnige politische Maßnahmen von vornherein zu ändern.

Die Demokratische Partei ist weiterhin äußerst unbeliebt . Der Ausweg besteht darin, nicht länger eine lange Liste von Einzelthemen zu propagieren, die nur die bereits Überzeugten ansprechen. Was den Klimawandel betrifft, wäre es vorerst vielleicht besser, gar nichts zu sagen.

Ihr großer Plan scheiterte

Sie dachten, der Green New Deal würde die arbeitende Bevölkerung überzeugen. Sie wussten nicht (und wissen es immer noch nicht), dass für jeden neu geschaffenen grünen Arbeitsplatz teure Energie zwei bis fünf reale Arbeitsplätze vernichten würde. Die Arbeiter erleben diese Realität am eigenen Leib.

Später müssen sie wohl entschieden haben, dass die Aufforderung an die Demokraten, den Klimawandel zu ignorieren, der Wahrheit zu nahekam, und haben deshalb die Überschrift überarbeitet, um dies zu verschleiern. Man beachte, wie die eigentliche Bedeutung durch die Überarbeitung verfälscht wurde.

Aktualisierte Schlagzeile – wg. copyright nur Ausschnitt

Das ist eben ihre Art. Sie lügen über alles.

https://joannenova.com.au/2026/05/forget-climate-change-says-new-york-times-to-democrats/

Der Beitrag „Vergesst den Klimawandel“, sagt die New York Times zu den Demokraten. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Klima-Fanatiker kriechen aus den Trümmern der „unplausiblen“ RCP8.5-Erkenntnis hervor und verbreiten Behauptungen, es gäbe hier nichts zu sehen

19. Mai 2026 um 09:00

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Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Es hat ein paar Tage gedauert, bis die Klima-Chaoten die beste Auslegung gefunden hatten, um der jüngsten Feststellung des IPCC entgegenzuwirken, wonach der RCP8.5-Modellpfad „unplausibel“ sei. Eine notwendige Aufgabe natürlich, da die schockierende Entscheidung des wichtigsten klimawissenschaftlichen Gremiums der UN über eine Reihe unmöglicher Annahmen die Gültigkeit fast aller gängigen, die Netto-Null-Ziele unterstützenden Klimakatastrophen-Szenarien zunichte gemacht hat, die in den letzten 15 Jahren veröffentlicht worden waren. Als Erster meldete sich Adam Vaughan von der Times zu Wort und erklärte, das apokalyptischste Worst-Case-Szenario sei „dank des raschen Anstiegs der erneuerbaren Energien“ ausgeräumt worden.

Das ist die dürftige Erklärung, welche die „unplausiblen“ Autoren des IPCC selbst vorbringen, doch leider wird sie durch die Fakten nicht gestützt. Im Jahr 2011, zu Beginn des RCP8.5-Wahns, machten Wind- und Solarenergie 0,8 % der weltweiten Energieerzeugung aus. Nach den neuesten vollständigen Zahlen für 2023 von „The World in Data“ stieg dieser Anteil auf 4,5 %. Mit anderen Worten: Der Anteil der weltweiten Wind- und Solarenergieversorgung am Gesamtverbrauch stieg von vernachlässigbar auf fast vernachlässigbar – und das, obwohl Billionen Dollar für eine immer teurer werdende Energiequelle ausgegeben wurden, die unzuverlässig ist und ganze Industriezweige zerstört.

Die Befürworter griffen diese scheinbar beste Erklärung schnell auf:

„Vernachlässigbar“ ist ein Begriff, der einem ebenfalls in den Sinn kommt, wenn man bedenkt, dass Vince’s Onshore-Windpark „Ecotricity UK“ lediglich 0,06 % zur aktuellen Stromerzeugung in UK beiträgt. In den letzten 20 Jahren hat er jedoch die alles andere als vernachlässigbare Summe von 145 Millionen Pfund an Subventionen kassiert, die von den britischen Verbrauchern bezahlt worden sind. Strom macht nur 20 % des gesamten britischen Energieverbrauchs aus, sodass Vince’ Beitrag zum Gesamtwert mit 0,012 % nicht so sehr vernachlässigbar als vielmehr praktisch unsichtbar ist. Berechnungen darüber, wie viel globale Erwärmung durch all diese kostspieligen Anstrengungen verhindert wurde, sind leider unmöglich.

Nebenbei erwähnt Vince auch einen neuen Höchstwert von 3,5 °C, eine Senkung gegenüber den bisherigen 4,5 °C. Diese Zahl wird auch von Adam Vaughan genannt und ergibt sich aus leicht abweichenden Berechnungen. Der unter RCP8.5 ermittelte Temperaturanstieg wird allgemein auf 3,9 °C bis zum Jahr 2100 ausgehend von einer Basisperiode von 1850–1900 geschätzt. Der Wissenschaftsautor Roger Pielke Jr., der die Öffentlichkeit erstmals auf das unplausible Ergebnis aufmerksam machte, berechnet, dass ein neu vorgeschlagenes Hochszenario einen maximalen Temperaturanstieg von 3 °C vorsieht. Das ist natürlich immer noch lächerlich, da es sich hier um den IPCC handelt, eine politisch finanzierte Einrichtung, welche die Ansicht wissenschaftlich untermauert, dass fast die gesamte globale Erwärmung im Industriezeitalter durch einige wenige Spurengase in der Atmosphäre verursacht wird. Seit der vorindustriellen Zeit und dem Ende der Kleinen Eiszeit hat sich die Erde um etwa 1 °C erwärmt. Es scheint noch nicht alles verloren für die Clickbait-Wissenschaftler und ihren Erfüllungsgehilfen, die in den Mainstream-Medien bizarre Behauptungen aufbauschen. Nun deuten die in Computermodelle eingespeisten High-End-Annahmen einen möglichen Anstieg von etwa 2 °C in nur 74 Jahren an, verglichen mit 3 °C. Kommt zurück, Roger Hallam und Extinction Rebellion – alles ist vergeben.

Um kurz abzuschweifen: Es wird interessant sein zu sehen, ob Dale Vince angesichts des Scheiterns des RCP8.5-Szenarios seine Meinung bezüglich der Inhaftierung von Klimaleugnern geändert hat. Im Juli 2024 veröffentlichte er auf Twitter, heute X, folgenden Beitrag zur Unterstützung von fünf Klimavandalen, die die wichtige Londoner Ringstraße M25 lahmgelegt hatten. Einer der wahnsinnigen Störer, die die Rettungsdienste in große Gefahr brachten, war Roger Hallam, der anschließend zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war. Die Aktion wurde von Just Stop Oil organisiert, einer Gruppe, die von Vince 340.000 Pfund erhalten hatte.

Die Argumentation, man stünde „vor dem Weltuntergang“, hat mehr als nur einen Hauch der RCP8.5-Hysterie an sich. Befürwortet Vince immer noch, Menschen ins Gefängnis zu stecken, die einige der lächerlichen Geschichten in Frage gestellt haben, die aus diesen mittlerweile diskreditierten Annahmen hervorgegangen sind? Gibt es noch andere Bereiche des wissenschaftlichen Untersuchungsprozesses, in denen er Haftstrafen für diejenigen für angemessen hält, die die „feststehende“ Darstellung hinterfragen? Ich finde, das sollte uns mitgeteilt werden.

Leider deutet Vaughans Artikel darauf hin, dass die alte Garde die Warnungen à la Hallam vor der bevorstehenden Apokalypse noch nicht aufgegeben hat. Der leitende Autor der IPCC-Szenarien Detlef van Vuuren erklärte, dass „Unsicherheiten“ hinsichtlich der Empfindlichkeit des Erdklimas gegenüber weiteren Treibhausgasen „bedeuten, dass die Erwärmung selbst bei diesem leicht emissionsärmeren Pfad immer noch über 4 °C liegen könnte“. Solche Formulierungen geben natürlich grünes Licht für künftige Panikmache, die darauf abzielt, die verblassende Fantasie der radikalen Linken von „Netto-Null“ aufrechtzuerhalten. Die in Bezug auf Kohlendioxid festgestellten „Unsicherheiten“ beziehen sich wohl kaum auf das Fehlen eines schlüssigen Temperaturzusammenhangs über 600 Millionen Jahre hinweg oder auf die Überlegung, dass die Erde in der Vergangenheit bei Gaskonzentrationen gediehen ist, die um ein Vielfaches höher waren als die heutigen, stark reduzierten Werte. Keine Chance. Wenn man bewusst eine Massen-Klimapsychose für die Bevölkerung kontrollierende Ziele schürt, geht es bei der Panikmache um Unsicherheiten nur darum, hinterhältig Szenarien anzudeuten, die selbst König Charles, Sir David Attenborough und die schwedische Untergangs-Ikone für etwas übertrieben halten könnten.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/17/climate-headbangers-crawl-from-the-wreckage-of-rcp8-5-implausible-finding-spinning-nothing-to-see-here-claims/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung: Auf X gibt es dazu einen sehr interessanten Kommentar mit Forderungen, denen man sich nur anschließen kann! Und bei achgut.com einen weiteren Kommentar dazu.

 

Der Beitrag Klima-Fanatiker kriechen aus den Trümmern der „unplausiblen“ RCP8.5-Erkenntnis hervor und verbreiten Behauptungen, es gäbe hier nichts zu sehen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Eine Generation von Kindern, die glauben, keine Zukunft zu haben. Die Wissenschaft hat gerade erklärt, warum

17. Mai 2026 um 12:00

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Anthony Watts
RCP 8.5 hat nun offiziell das Aus erhalten. Die Generation der Kinder, die in seinem Schatten aufgewachsen ist und der gesagt worden ist, die Welt würde untergehen, bevor sie dreißig werden, hat ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Botschaft sie erreicht.

Fast zwei Jahrzehnte lang tauchte ein einziges Klimamodellszenario in praktisch jeder apokalyptischen Schlagzeile über die Zukunft unseres Planeten auf. Verschwindende Küsten, katastrophale Dürren, Massensterben, unter Wasser stehende Städte – fast alles basierte auf einem Szenario namens RCP 8.5. Und nun, in einer Entwicklung, die der Klimawissenschaftler Roger Pielke Jr. als die „bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten“ bezeichnet, hat das für die Erstellung der offiziellen Szenarien verantwortliche internationale Komitee das in die IPCC-Klimabewertungen eingehende RCP 8.5 – und dessen Nachfolger SSP5-8.5 – offiziell aus dem neuen Rahmenwerk gestrichen und als unplausibel eingestuft.

Lassen Sie das einen Moment auf sich wirken. Unwahrscheinlich. Das ist ein Euphemismus für „unmöglich“. Das ist das Wort, das die Wissenschaftler selbst nun verwenden, um das Szenario zu beschreiben, das zwei ganze IPCC-Bewertungszyklen beherrschte, Zehntausende von Forschungsarbeiten hervorbrachte und das Ausgangsmaterial für schätzungsweise Hunderttausende Medienberichte lieferte, die der Öffentlichkeit – und ihren Kindern – erzählten, dass die Welt, wie wir sie kennen, ihrem Ende entgegengehe.

Es ist ein guter Tag für die Wissenschaft. Es ist eine schreckliche Anklage gegen das, was im Namen der Wissenschaft getan worden ist.

Was war RCP 8.5 überhaupt?

RCP steht für „Representative Concentration Pathway“ (repräsentativer Konzentrationspfad). Es handelte sich um einen aus einer Reihe von Szenarien – entwickelt, um Klimamodellierern eine Bandbreite möglicher Zukunftsszenarien an die Hand zu geben – von einer aggressiven Dekarbonisierung am unteren Ende bis hin zu einem Worst-Case-Szenario am oberen Ende, bei dem „alles verbrannt“ wird. Dieses obere Ende war RCP 8.5 – ein Szenario, das bis 2100 atmosphärische CO₂-Konzentrationen über 1.000 ppm vorsah, was etwa dem Zweieinhalbfachen des heutigen Niveaus entspricht. Einen hilfreichen technischen Überblick darüber, wie das Szenario konstruiert worden war, findet man bei Carbon Brief, wo man diese Prognose übrigens voll und ganz geschluckt hatte.

Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, ging das RCP 8.5-Szenario von einer Welt aus, in welcher der Kohleverbrauch für den Rest des Jahrhunderts massiv und kontinuierlich steigen würde, wobei die Kohleverwendung schließlich die geschätzten förderbaren Reserven des Planeten übersteigen würde. Es ging von einem Bevölkerungswachstum aus, das weit über jeder glaubwürdigen demografischen Prognose lag, von minimalem technologischen Fortschritt und im Grunde genommen von keinerlei Energiewende. Es beschrieb eine Welt, die schon bei ihrer Entstehung eher im Bereich der dystopischen Fiktion als in dem einer seriösen Energieanalyse angesiedelt war.

Forscher wussten dies schon früh. Bereits 2017 wurden in seriösen wissenschaftlichen Arbeiten die Grundlagen dieses Szenarios in Frage gestellt. Im Jahr 2020 veröffentlichten die Klimaforscher Zeke Hausfather und Glen Peters einen viel beachteten Kommentar, in dem sie warnten, dass RCP 8.5 als Business-as-usual-Szenario „irreführend“ sei und dass es „mit jedem Jahr immer unwahrscheinlicher werde“. Dieser Artikel wurde über 1.300 Mal zitiert. Doch die Maschinerie lief trotzdem weiter.

Die Größenordnung des Schadens nach Zahlen

Das ist es, was diesen Moment so außergewöhnlich – und so vernichtend – macht. Laut Daten, die Roger Pielke Jr. mithilfe von Google Scholar zusammengestellt hatte, wurden allein zwischen 2018 und 2021 etwa 17.000 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die sich auf RCP 8.5 stützten. In den folgenden drei Jahren kamen weitere 16.900 hinzu – was bedeutet, dass die Verwendung des Szenarios kaum nachließ, obwohl seine Mängel in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weithin bekannt waren.

Diese wissenschaftlichen Arbeiten blieben nicht auf die Fachzeitschriften beschränkt. Der „Wissenschaftsjournalismus“ trug zu ihrer Verbreitung bei. Jede alarmierende Studie führte zu Nachrichtenartikeln, Fernsehbeiträgen, Radioberichten, Beiträgen in den sozialen Medien und Unterrichtsmaterialien. Vorsichtigen Schätzungen zufolge beläuft sich die Gesamtzahl der Medienartikel weltweit, die sich auf die RCP-8.5-Prognosen beziehen – sei es direkt oder über die Studien, die diese herangezogen hatten –, auf mehrere Hunderttausend, möglicherweise sogar auf fast eine Million Beiträge über die zwanzigjährige Laufzeit des Szenarios. Jeder einzelne von ihnen vermittelte eine Variante der gleichen Botschaft: Das ist der Weg, auf den wir zusteuern.

Pielke Jr. brachte es auf den Punkt: „Zehntausende von Forschungsarbeiten wurden – und werden weiterhin – unter Verwendung dieser Szenarien veröffentlicht, eine ähnliche Anzahl von Schlagzeilen in den Medien hat deren Ergebnisse verstärkt, und Regierungen sowie internationale Organisationen haben diese unplausiblen Szenarien in ihre Politik und ihre Vorschriften einfließen lassen. Wir wissen heute, dass all dies auf Sand gebaut ist.“

Ein Fundament aus Sand. Das sagt kein Skeptiker. Das sagt einer der weltweit meistzitierten Klimaforscher – in einem Beitrag für das American Enterprise Institute –, der beschreibt, was unter den Augen der wissenschaftlichen Gemeinschaft geschehen ist.

Die politischen Konsequenzen dieses Sandbaus können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. RCP 8.5 lieferte die wissenschaftliche Rechtfertigung für politische Maßnahmen, die bei ehrlicher Betrachtung auf eine staatliche Übernahme der Energiewirtschaft hinauslaufen – jene Art von Top-down-Kontrolle über Produktion, Verbrauch und individuelle Entscheidungen, die frühere Generationen als Sozialismus unter anderem Namen erkannt hätten. Vorgeschriebene Fahrzeugstilllegungen, erzwungene Stilllegungen von Kraftwerken, Verbote von Gasgeräten, „Transitions“-Ausgabenprogramme in Billionenhöhe, die deutsche „Energiewende“ [hinzugefügt vom Übersetzer] – all das wurde letztlich durch Wirkungsstudien gerechtfertigt, die ein Szenario durchspielten, das die wissenschaftliche Gemeinschaft inzwischen für unmöglich erklärt hat.

Eine Generation, der die Hoffnung geraubt worden ist

Die Zahlen zu Forschungsarbeiten und Medienartikeln sind beachtlich. Doch der Schaden, den ich am beunruhigendsten finde – der Schaden, der weder in einem politischen Dokument noch in einer zurückgezogenen Studie zum Ausdruck kommt –, ist das, was dieses Szenario den Kindern angetan hat.

In den letzten fünfzehn bis zwanzig Jahren wurden Millionen von Schulkindern weltweit in Klassenzimmern unterrichtet, in denen RCP 8.5 nicht als Worst-Case-Szenario oder Modellierungsübung dargestellt wurde. Es wurde als die Zukunft präsentiert. Lehrer zeigten die Prognosen. Lehrbücher zitierten die Ergebnisse. Dokumentarfilme dramatisierten die Folgen. Und die Kinder, die zuhörten, nahmen eine Botschaft auf, die keinem Kind als feststehende Tatsache vermittelt werden sollte: Die Welt geht unter, und vielleicht kann niemand etwas dagegen tun.

[Hervorhebung im Original]

Die psychologischen Belege für die daraus resultierenden Schäden sind mittlerweile umfangreich. Eine wegweisende weltweite Umfrage, die 2021 in der Fachzeitschrift „Lancet Planetary Health“ veröffentlicht worden war und an der 10.000 junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren aus zehn Ländern teilgenommen hatten ergab, dass 59 % sehr oder extrem besorgt über den Klimawandel waren und mehr als 45 % angaben, dass ihre Gefühle bezüglich des Klimawandels ihr tägliches Leben und ihre Leistungsfähigkeit negativ beeinträchtigten. Drei Viertel gaben an, dass sie die Zukunft als beängstigend empfinden. Mehr als die Hälfte berichtete, regelmäßig traurig, ängstlich, wütend, machtlos, hilflos oder schuldig in Bezug auf den Klimawandel zu sein.

Eine separate australische Umfrage unter Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren ergab, dass 44 % sich Sorgen über die zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels machten und dass jedes vierte Kind befürchtete, die Welt würde untergehen, bevor es älter wird. Jedes vierte Kind. Das sind Grundschulkinder, die eine existenzielle Angst in ihren Rucksäcken mit sich tragen.

Eine Studie in East London ergab, dass etwa die Hälfte der Kinder im Grundschulalter sich Sorgen um die globale Erwärmung machte. Ein Bericht von CBS News aus dem Jahr 2024 zitierte einen Psychologieprofessor der Suffolk University, der beschrieb, wie Kinder, die mit Klimangst zu kämpfen haben, oft das Gefühl haben, keine Zukunft zu haben oder dass die Menschheit einfach dem Untergang geweiht sei. Junge Menschen sagen Forschern zunehmend, dass sie glauben, ihr Leben werde schlechter sein als das ihrer Eltern; nicht wegen der wirtschaftlichen Bedingungen, sondern wegen des Planeten, den sie ihrer Meinung nach geerbt haben.

Das ist Ökoangst. Sie ist real, sie ist messbar, und sie hat sich bei unseren Kindern seit Jahren still und leise aufgebaut, während die Erwachsenen über Klimapolitik stritten. Und ein sehr großer Teil davon wurde nicht durch die beobachteten Klimadaten ausgelöst, sondern durch Prognosen, die auf einem Szenario basierten, das die wissenschaftliche Fachwelt inzwischen offiziell für unplausibel erklärt hat.

Das sollte man sich vor Augen führen. Kinder wurden durch Prognosen, von denen die Wissenschaftler, die das Rahmenwerk entwickelt hatten, heute sagen, dass sie eine unmögliche Zukunft beschrieben, wirklich und messbar verängstigt und psychisch geschädigt. Der Lehrplan unterschied nicht zwischen einer Worst-Case-Modellierung und einer Vorhersage. Die Medien taten dies ebenfalls nicht. Und so wuchs eine Generation junger Menschen in dem Glauben auf, man habe ihnen eine sterbende Welt hinterlassen.

Die breitere Öffentlichkeit: Ein ständiger Strom von „Klimaporno“

Der Schaden für Kinder ist akut, doch der Schaden für die breite Öffentlichkeit war umfassender und subtiler. Pielke Jr. prägte den Begriff „Klimaporno“, um jene Art alarmierender Inhalte zu beschreiben, die das RCP 8.5-Szenario zuverlässig hervorbrachte – Schlagzeilen über Regionen, die unbewohnbar werden, Millionen von Arten, die aussterben, zusammenbrechende Agrarsysteme, Städte, die vom Meer verschlungen werden. Diese Geschichten waren keine Erfindungen. Sie basierten auf tatsächlich veröffentlichten Forschungsergebnissen. Es handelte sich jedoch um Forschungsarbeiten, bei denen ein extremes, unwahrscheinliches Szenario in ein Modell eingegeben und das Ergebnis so dargestellt wurde, als beschreibe es etwas Wahrscheinliches.

Das Ergebnis war, dass sich das Bild systematisch verzerrte, das sich die Öffentlichkeit von der Zukunft machte. Eine Umfrage nach der anderen zeigte, dass die Bürger das Tempo und das Ausmaß der prognostizierten Klimaauswirkungen durchweg überschätzten. Man hatte ihnen wiederholt und mit Nachdruck vermittelt, dass das Worst-Case-Szenario dem zu erwartenden Verlauf entspräche. Viele passten ihre Lebenserwartungen entsprechend an – Entscheidungen darüber, wo sie leben, ob sie Kinder bekommen, wie sie investieren und was sie ihren eigenen Kindern beibringen – all dies wurde zum Teil von Prognosen geprägt, die auf tönernen Füßen standen.

Unterdessen haben sich, wie Pielke Jr. ebenfalls dokumentiert hat, die tatsächlichen Trends bei wetterbedingten wirtschaftlichen Verlusten – bereinigt um Wohlstandswachstum und Risikoexposition – nicht so spiralförmig nach oben entwickelt, wie es die auf RCP 8.5 basierenden Prognosen nahelegten. Menschen, die davon erfuhren, waren oft schockiert, denn die Erzählung, die ihnen zwanzig Jahre lang eingetrichtert worden war, wies genau in die entgegengesetzte Richtung.

Würdige, wo Würdigung angebracht ist – und stelle dann die kritischen Fragen

Wissenschaftler, die sich gegen das RCP 8.5-Szenario gewehrt haben, verdienen echte Anerkennung. Hausfather, Peters, Pielke Jr., Justin Ritchie und andere haben das vorherrschende Szenario auf eigene berufliche Gefahr hin in Frage gestellt. Das Worst-Case-Szenario anzuzweifeln, war in Klimawissenschaftskreisen keine beliebte Haltung, und einige dieser Forscher sahen sich erheblichen Widerständen ausgesetzt, weil sie aussprachen, was gesagt werden musste. Sie hatten Recht, und sie haben durchgehalten.

Die Wissenschaft korrigiert sich selbst. In diesem Fall ist die Korrektur nach neun Jahren institutionellen Widerstands eingetreten. Das Coupled Model Intercomparison Project (CMIP), das im Rahmen des Weltklimaforschungsprogramms arbeitet, hat eine neue Generation von Szenarien für den IPCC-Bericht AR7 veröffentlicht. RCP 8.5 und SSP5-8.5 sind verschwunden. Das neue High-End-Szenario liegt bis 2100 um etwa 0,9 °C unter dem seines Vorgängers. Das neue mittlere Szenario, das den tatsächlichen Verlauf der Welt unter den derzeitigen politischen Rahmenbedingungen am ehesten repräsentiert, deckt sich mit der Basisprognose der Internationalen Energieagentur und impliziert eine Erwärmung von etwa 2,5 °C bis zum Ende des Jahrhunderts – eine bedeutende Zahl, die ernsthafte Beachtung verdient, aber meilenweit entfernt ist von den mehr als fünf Grad, die in den letzten zwei Jahrzehnten für die meisten apokalyptischen Schlagzeilen gesorgt haben.

Doch eine Selbstkorrektur, die so langsam, so zögerlich und mit so weitreichenden Folgen verläuft, erfordert mehr als nur eine stille Aktualisierung eines Szenario-Rahmens. Sie erfordert eine Abrechnung.

Die Institutionen, die RCP 8.5 in den Mittelpunkt zweier IPCC-Bewertungszyklen gerückt haben, müssen ernsthaft untersuchen, wie es dazu kam und warum es so lange bestehen blieb, obwohl seine Mängel dokumentiert worden waren. Die Fachzeitschriften, die Tausende Studien veröffentlichten, die dieses Szenario verwendeten, ohne zu verlangen, dass offengelegt wurde, dass sie ein unwahrscheinliches Extrem modellierten, müssen ihre Standards überprüfen. Die Medien, die diese Studien in reißerische Schlagzeilen verwandelten, ohne die Grundlage des Szenarios zu erklären, müssen sich mit ihrer Rolle auseinandersetzen. Und die Pädagogen, die aus RCP 8.5 abgeleitete Prognosen in die Lehrpläne aufnahmen, als handele es sich um Vorhersagen und nicht um Worst-Case-Modellierungen, sind den Kindern in diesen Klassenzimmern etwas schuldig – zumindest eine Korrektur.

Was als Nächstes kommt

Das bedeutet keineswegs, dass die Klimadebatte beendet ist oder dass die Erderwärmung kein berechtigtes Thema für Besorgnis und politische Aufmerksamkeit ist. Das neue mittlere CMIP7-Szenario prognostiziert nach wie vor eine deutliche Erwärmung bei einem „Business-as-usual“-Szenario. Das rechtfertigt ernsthafte wissenschaftliche Arbeit und eine ehrliche öffentliche Diskussion.

Was vorbei ist – oder zumindest sein sollte –, ist die Praxis, Forschungsergebnisse und Schlagzeilen auf der Grundlage des extremsten und am wenigsten plausiblen verfügbaren Szenarios zu generieren und diese der Öffentlichkeit sowie Schulkindern als die zu erwartende Zukunft zu präsentieren. Diese Praxis war schon zu Beginn irreführend. Spätestens seit 2017 war bekannt, dass sie irreführend ist. Sie wurde danach noch jahrelang fortgesetzt. Und nun hat genau das Gremium, das für die Erstellung dieser Szenarien verantwortlich ist, offiziell bestätigt, was Kritiker, darunter auch ich, schon die ganze Zeit gesagt haben.

RCP 8.5 hat nun offiziell die Todesurkunde erhalten. Die Generation der Kinder, die in seinem Schatten aufgewachsen ist, der gesagt wurde, die Welt würde untergehen, bevor sie dreißig werden, und die diese Last jeden Tag mit sich trägt – sie verdient es, die Wahrheit zu erfahren. Das Szenario, das sie heimgesucht hat, war immer nur eine Worst-Case-Fiktion. Die Zukunft, die ihnen beschert wurde, ist nicht so düster, wie man sie glauben gemacht hat.

Diese Botschaft ist längst überfällig. Lasst uns dafür sorgen, dass sie sie erreicht.

This article was published first on wattsupwiththat.com on 9 May 2026

Anthony Watts

Anthony Watts ist Senior Fellow für Umwelt und Klima am Heartland Institute. Watts ist seit 1978 als Fernseh-Wettermoderator sowohl vor als auch hinter der Kamera tätig und liefert derzeit täglich Wettervorhersagen im Radio. Er hat Wettergrafik-Präsentationssysteme für das Fernsehen sowie spezielle Wettermessgeräte entwickelt und ist Mitautor von begutachteten Fachartikeln zu Klimathemen. Er betreibt die weltweit meistbesuchte Website zum Thema Klima, die preisgekrönte Website wattsupwiththat.com.

Link: https://clintel.org/a-generation-of-kids-thinks-they-have-no-future-science-just-admitted-why/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Ich wage mal die Prognose, dass unsere werten MSM bi9is auf Weiteres nichts dergleichen bringen werden – und dass auch die Forentrolle hier alles in Abrede stellen.

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Der Weltklimarat (IPCC) wurde um die Antwort herum aufgebaut

14. Mai 2026 um 15:00

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Cap Allon

Der Weltklimarat (IPCC) wird als neutraler Richter der Klimawissenschaft dargestellt. Sein Mandat konzentriert sich jedoch ausschließlich auf den vom Menschen verursachten Klimawandel, nicht auf den Klimawandel in seiner Gesamtheit. Die Untersuchung ist von vornherein eingeengt. Natürliche Schwankungen, der Einfluss der Sonne und Ozeanzyklen werden innerhalb eines Rahmens bewertet, der bereits auf menschlichen Emissionen basiert.

So entsteht Konsens. Nicht immer durch das direkte Erfinden von Daten. Häufiger durch die Steuerung des Rahmens, die Steuerung der Zusammenfassung und die Nutzung des Anscheins einer breiten wissenschaftlichen Übereinstimmung, um kritische Hinterfragung zu unterbinden.

Dr. Willem de Lange, Küstenwissenschaftler an der Universität von Waikato erklärte, das IPCC habe ihn unter Tausenden von Wissenschaftlern aufgeführt, die dessen Konsens stützten, obwohl er lediglich einen engen Abschnitt zum Meeresspiegel begutachtet habe und der weitergehenden Behauptung nicht zustimme.

Das IPCC leiht sich oft Glaubwürdigkeit aus.

Es kehrt auch oft Meinungsverschiedenheiten unter den Teppich.

Dr. Andrew Lacis, ein Wissenschaftler am NASA GISS, prüfte den Vierten Sachstandsbericht des IPCC und sagte, die Zusammenfassung in Kapitel 9 habe keinen wissenschaftlichen Wert; er fügte hinzu, sie klinge wie etwas, das von Greenpeace-Aktivisten und Anwälten verfasst worden sei. Das IPCC wies die Kritik zurück.

Dr. Eigil Friis-Christensen, ein dänischer Sonnen-Erd-Physiker, wurde bei einer frühen IPCC-Sitzung daran gehindert, seine bedeutende Arbeit zum Thema Sonnen-Klima vorzustellen, da sich das Gremium ausschließlich auf vom Menschen verursachte Ursachen konzentrierte.

Bekannte Namen sind dann sinnvoll, wenn sie den Konsens stärken.

Einwände werden verworfen, wenn sie diesen Konsens gefährden.

Ein UN-Klimagremium, das sich auf vom Menschen verursachte Risiken konzentriert, kann nicht ernsthaft behaupten, alle Klimafaktoren unvoreingenommen zu beurteilen. Es geht von der bevorzugten Ursache aus, filtert die Beweise durch diese Ursache und liefert den Politikern eine vorgefertigte Rechtfertigung für Steuern, Beschränkungen, Emissionsziele und Energiewenden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-may-cold-snap-deepens-super?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Australiens Besessenheit von „erneuerbaren Energien“ dezimiert die Industrie

14. Mai 2026 um 09:00

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California Globe,Von Vijay Jayaraj

Große Industrieunternehmen erwägen Ausstiegsstrategien.

Australiens „grünes Energie“-Experiment hat eines der energiereichsten Länder in einen teuren Sonderfall verwandelt, der die einstigen Stützen seines Wohlstands, die Wirtschaft, ruiniert. Die Behauptung, „erneuerbare Energien seien billiger“, ist nichts weiter als Propaganda von Politikern und Marketingtricks skrupelloser Öko-Anbieter, die Familien und Arbeitgeber, die unter den hohen Kosten leiden, im Stich lassen.

Zerfall des wirtschaftlichen Ruhms

Australien besaß einst einen Wettbewerbsvorteil, um den es die ganze Welt beneidete: Die Strompreise lagen  konstant unter dem Durchschnitt der  OECD-Länder, die 38 überwiegend erfolgreiche Volkswirtschaften umfassen. Dieser Vorteil beflügelte Minen, Fabriken und den Lebensstandard des Landes. Doch er ist nun dahin.

Doch seit Mitte der 2000er-Jahre, während andere Länder ihre Stromnetze mit unterschiedlicher Kompetenz verwalteten, stiegen die Strompreise in Australien um  rund 30 % über den OECD-Durchschnitt . Dies ist ein massiver Umschwung in der Wettbewerbsfähigkeit, den keine Regierungspropaganda verbergen kann.

Australiens aktuelle Entwicklung basiert auf dem Mythos, dass sogenannte erneuerbare Energien – hauptsächlich Wind- und Solarenergie – von Natur aus billig seien und dass kurzfristige Einbußen einem dauerhaften Preisrückgang weichen würden.

Langfristige Daten aus dem In- und Ausland widersprechen dieser Annahme jedoch. Die direkten Kosten für Wind- und Solaranlagen sind zwar gesunken, die Gesamtsystemkosten – inklusive Notstromversorgung, Übertragung und finanziellen Garantien – sind aber mit steigendem Anteil dieser Anlagen am Energiemix gestiegen. Politiker erwähnen diesen Unterschied selten, wenn sie versprechen, dass „Sonne und Wind kostenlos sind“. Obwohl Sonnenstrahlen und Wind an sich nichts kosten, ist ihre Umwandlung in Strom schwierig, flächenintensiv und die Einbindung in ein landesweites Stromnetz teuer.

Bis 2020 verzeichnete Australien den größten Anstieg der Wohnimmobilienpreise unter den untersuchten Ländern: 32 % zwischen 2010 und 2020 gegenüber einem Anstieg von 8 % im OECD-Durchschnitt. Im gleichen Zeitraum verlagerte sich der Energiemix weg von Kohle hin zu wetterabhängiger Wind- und Solarenergie.

Verheerende Auswirkungen hoher Strompreise

Die Folge für die Wirtschaft war ein allmählicher Niedergang des australischen verarbeitenden Gewerbes. Energiekosten – sowohl für Strom als auch für Erdgas – stellen oft den größten variablen Kostenfaktor für die Schwerindustrie dar. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der australischen Wirtschaft sank bis 2025 auf einen  Tiefststand von 5 %  des Bruttoinlandsprodukts.

Schmelzhütten haben Schließungen angekündigt, da  steigende Stromkosten die Schwerindustrie unrentabel machenBlueScope Steel  warnt, dass die Energiekosten in Australien mittlerweile drei- bis viermal höher sind als in den USA, was die Vision des Landes von einer „Zukunft Made in Australia“ untergräbt.

Große Industrieunternehmen erwägen Ausstiegsstrategien. Orica, der weltweit größte Hersteller von Sprengstoffen für den Bergbau und landwirtschaftlichen Düngemitteln, sowie BlueScope Steel haben signalisiert, dass das derzeitige Umfeld untragbar ist. Sie haben gedroht, ihre  australischen Produktionsstätten in die USA zu verlagern .

Lokale Cafés, Metallverarbeitungsbetriebe und familiengeführte Lebensmittelgeschäfte leiden unter unerschwinglichen Kosten. Im Northern Territory  gaben 43 % der befragten Unternehmen die Energiepreise als große Herausforderung an . Dieses Problem betrifft das ganze Land: In New South Wales, dem Australian Capital Territory und Victoria sehen ein Drittel der Unternehmen die Energiekosten als kritische Hürde, in Queensland sogar mehr als ein Viertel.

Dieses Zerstörungsmuster

ist nicht auf Australien beschränkt. In Deutschland – dem Vorzeigeland der Energiewende –  werden 55 % des Stroms  aus Wind- und Solarenergie erzeugt, was zu den  höchsten Strompreisen weltweit und, laut einigen Beobachtern, zur „schlimmsten Industriekrise seit dem Zweiten Weltkrieg“ führt.

Dänemark, dessen   Strommix  zu rund 70 % aus Wind- und Solarenergie besteht, schaffte es 2023 unter die Top Fünf  der günstigsten Strompreise. Befürworter der grünen Agenda verweisen auf Länder wie Norwegen oder Paraguay als Beweis dafür, dass 100 % erneuerbare Energien möglich sind. Diese Behauptungen basieren jedoch stark auf  großzügigen Wasserkraftressourcen , über die nur wenige Regionen verfügen.

Fakt ist:  Keine moderne Volkswirtschaft hat ohne erhebliche Preiserhöhungen einen Anteil von über 40 % Wind- und Solarenergie erreicht . Dennoch strebt die australische Regierung bis 2030 einen Anteil von 82 % an. Das ist wirtschaftlicher Selbstmord, eine Garantie für Stromausfälle und ein Todesstoß für die verbliebene Industrie.

Australien hat den richtigen Weg verloren, gefangen in einer falschen Erzählung, die Kohlendioxid als planetare Bedrohung darstellt und die Bezahlbarkeit als Nebensache abtut. Ohne einen Kurswechsel wird das Land weiterhin unnötig hohe Strompreise zahlen müssen, während sich die wirtschaftlichen Schäden immer weiter anhäufen – Fabrik für Fabrik, Kleinbetrieb für Kleinbetrieb, Haushalt für Haushalt.

Autor Vijay Jayaraj

Vijay Jayaraj ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der CO2 Coalition in Arlington, Virginia. Er besitzt einen Master-Abschluss in Energiemanagement von der Robert Gordon University und einen Master of Science in Umweltwissenschaften von der University of East Anglia, beide in Großbritannien, sowie einen Bachelor of Science in Ingenieurwesen von der Anna University in Indien.

https://californiaglobe.com/fr/australias-renewable-obsession-decimates-industry/

 

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Verlorene Vermögen? Norwegen öffnet 3 alte Gas- und Ölfelder und 70 neue Explorationsstandorte

12. Mai 2026 um 12:00

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Pressemitteilung Conoco Philips Großraum Esofisk, Norwegen – Video s.u.

Von Jo Nova

Seht nur, wie schnell sich Norwegen entwickelt!

Während Australien und Großbritannien sich selbst loben und sich einreden, niemand interessiere sich für fossile Brennstoffe, spricht der Markt eine andere Sprache. Norwegen hingegen treibt die Projektentwicklung mit Hochdruck voran.

Die EcoWorriers sind unzufrieden. Diese Gas- und Ölfelder wurden zwar 1998 stillgelegt, doch es schlummern noch immer Reserven für mindestens der nächsten zwanzig Jahre. Die Förderung soll 2028 beginnen.

Das Ende der fossilen Brennstoffe war immer nur ein Mythos, den uns der Blob glauben machen wollte.

Norwegische Regierung wegen Entscheidung zur Wiedereröffnung der Nordsee-Gasfelder kritisiert.

— Von Miranda Bryant und Jillian Ambrose, The Guardian

Die Genehmigung zur Exploration in 70 neuen Gebieten löst heftige Gegenreaktionen von Gegnern fossiler Brennstoffe aus.

Inmitten der starken Preissteigerungen bei Öl und Gas seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran im Februar hat Oslo auch die Genehmigung erteilt, dass Öl- und Gasunternehmen an 70 neuen Standorten in der Nordsee, der Barentssee und der Norwegischen See nach Öl und Gas suchen dürfen.

Die Entscheidung der von der Labour-Partei geführten Regierung widerspricht dem Rat der nationalen Umweltbehörde und hat linke Parteien erzürnt.

„Wir leben in unruhigen Zeiten“, sagte Premierminister Jonas Gahr Støre bei der Bekanntgabe der Entscheidung, die „einen großen Mehrwert für die Gemeinschaft schaffen, die Grundlage für gute Arbeitsplätze im ganzen Land legen, unser gemeinsames Wohlergehen sichern und zur Energiesicherheit Europas beitragen“ werde.

Es gibt mindestens fünf verschiedene Projekte und Bereiche, die plötzlich in Betrieb genommen wurden:

Der norwegische Staatskonzern Equinor hofft, das Ölfeld Rosebank zu erschließen, während Shell auf eine Regierungsentscheidung zu seinem Gasprojekt Jackdaw wartet.

Dies wird natürlich dazu beitragen, Europa aus seiner grünen Fantasie zu befreien:

Norwegen hat gerade eine weitere Gasversorgungsleitung für Europa in Betrieb genommen.

— Von Jan-Thore Bergsagel – 

Equinor hat das lange stillgelegte Gasfeld Eirin beschleunigt in Betrieb genommen und damit die europäische Versorgung über die bestehende Infrastruktur gestärkt – und das zu einer Zeit, in der die Energiesicherheit nach wie vor die Politik dominiert.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum Eirin, das über erwartete förderbare Ressourcen von rund 27,6 Millionen Barrel Öläquivalent, hauptsächlich Gas, verfügt, plötzlich strategische Bedeutung erlangt hat.

Vielen Dank an Ben Beattie, der @yestiseye retweetet hat – „Oh nein, das Australia Institute wird verärgert sein “.

https://joannenova.com.au/2026/05/what-stranded-asset-norway-opens-up-3-old-gas-and-oil-fields-and-70-new-exploration-sites/

 

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Was ist mit den bedrohten und gefährdeten MENSCHEN dieses Planeten?

09. Mai 2026 um 12:00

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Paul Driessen

Wir haben gerade unseren 57. Tag der Erde hinter uns gebracht, und die ärmsten Menschen unseres Planeten wurden wieder einmal ignoriert

Ein weiterer Tag der Erde ist gekommen und gegangen – Nummer 57. Wieder einmal haben uns die Medien, Aktivisten und internationalen Organisationen mit Plattitüden, Übertreibungen und Panikmache abgespeist.

Unsere öffentlichen Flächen, das Gesetz zum Schutz gefährdeter Arten, die Artenvielfalt und die Umweltgerechtigkeit seien bedroht, wetterten sie. Die Ozeane füllen sich mit Plastikmüll. Große umweltverschmutzende Konzerne kommen mit „Klimamord“ und „planetarischem Ökozid“ davon. Die Arktis schmilzt, und Eisbärenjunge ertrinken.

Die Vereinten Nationen legten eine kurze Pause ein, in der sie Israel wegen des Völkermords an den Palästinensern“ und die westlichen Nationen wegen des „schwersten Verbrechens“, das jemals gegen die Menschheit begangen wurde (die transatlantische Sklaverei), zu kritisieren, um den 22. April zum „Internationalen Tag der Mutter Erde“ zu erklären und ein Ende der „Verbrechen“ zu fordern, welche die Artenvielfalt zerstören.

Aktivisten veranstalteten die „erste multilaterale Konferenz“ zum Thema „Weg von fossilen Brennstoffen“. Ihr Motto „Unsere Kraft, unser Planet“ besagt, dass weitere Fortschritte erfordern, dass Gemeinschaften und Einzelpersonen Druck auf Regierungen ausüben, um die Energiewende von „schmutzigen“ fossilen Brennstoffen hin zu „sauberer“ Energie zu beschleunigen.

Verzeihen Sie mir meine Skepsis. Aber ich war als Student einer der Organisatoren des allerersten Earth Day (1970), damals, als wir echte, deutlich sichtbare Umweltprobleme hatten: Luftverschmutzung und giftiger Smog über den Städten, industrielle Wasserverschmutzung, die das Schwimmen unsicher machte, verbleites Benzin und vieles mehr. Diese Probleme haben wir weitgehend gelöst.

Seitdem haben die Grünen an finanzieller und politischer Macht sowie an Einfluss im In und Ausland gewonnen und sind in der Lage, ideologische Kampagnen und Rechtsstreitigkeiten zu Themen zu führen, die für die große Mehrheit der Amerikaner irrelevant sind, ganz zu schweigen von den Familien in den energieärmsten, ärmsten, krankheitsgeplagtesten und unterernährtesten Ländern unseres Planeten.

Und doch haben die UNO, die WHO, Umweltaktivisten, Medienkommentatoren oder Politiker, die sich so sehr um die Umwelt sorgen, in den Tagen sowohl vor dem Tag der Erde als auch danach so gut wie nichts über diese Menschen gesagt … oder gar über die Menschen in ihren eigenen Industrieländern, welche die Hauptlast der klimazentrierten, wachstumsfeindlichen, Netto-Null-, Deindustrialisierungs und Lebensstandard-senkenden Politik zu tragen haben.

Es ist, als ob diese Menschen auf unserem Planeten nicht existieren und nicht hingehören. Die menschliche Herde muss ausgedünnt werden.

In den Industrieländern haben die meisten klimabewussten Länder und Staaten die meisten Vorschriften und Subventionen für sogenannte „saubere“ Energie … die höchsten Strompreise … die höchsten Preise für Waren und Dienstleistungen. Sie zerstören ganze Industriezweige und lassen Tausende arbeitslos zurück. Sie verfügen über die Technologien, um ihre reichlich vorhandenen Kohlenstoff- und Kernenergiequellen zu nutzen, aber die herrschenden Eliten wollen nicht, dass die Bürger Arbeitsplätze und einen Lebensstandard genießen, die auf dieser Energie basieren. Jedes Jahr sterben Tausende unnötigerweise während eisiger Winter und sommerlicher Hitzewellen, weil sich Familien keine angemessene Heizung und Klimaanlage leisten oder beschaffen können.

Die „Klimakrise“ ist ein Katastrophenfilm mit Hollywood-Spezialeffekten. Die Grundlage für jede „saubere“ Energiewende ist reine Fantasie. Utopische Energie ist schlichtweg weder sauber, noch grün, erneuerbar oder nachhaltig.

Bezieht man Windkraftanlagen, Solarmodule, Transformatoren, Übertragungsleitungen und Pufferbatterien oder Kraftwerke mit ein, erfordern Wind- und Solarenergie ein Vielfaches an Rohstoffen (und damit Bergbau und Umweltverschmutzung) sowie ein Vielfaches an Landfläche, als wenn man einfach ein paar Kernkraftwerke oder Gas-Kombikraftwerke in der Nähe der Stromverbrauchsorte bauen würde – ganz zu schweigen von pseudo-erneuerbaren Systemen.

Für Familien in armen Ländern ist der Preis noch unendlich viel höher.

Weltweit haben immer noch 730 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. Milliarden weitere verfügen nur über einen minimalen, sporadischen Zugang. In Subsahara-Afrika haben 600 Millionen Menschen keinen Strom; Hunderte Millionen weitere verfügen über eine minimale, unzuverlässige Stromversorgung durch hier und da aufgestellte kleine Windkraftanlagen und Solarmodule. In weiten Teilen des ländlichen Asiens und Lateinamerikas ist die Lage kaum besser. Gleiches gilt für Fahrzeuge und Benzin.

Das Ergebnis ist völlig vorhersehbar. Es gibt fast keine bezahlten Arbeitsplätze oder mechanisierte Landwirtschaft, dafür aber jede Menge kräftezehrende Arbeit für Eltern und Kinder auf den Feldern – und jede Menge Unterernährung, Krankheit und Tod.

Über die Hälfte der Weltbevölkerung (mehr als vier Milliarden Menschen) lebt immer noch von 10 Dollar pro Tag.

Mehr als 260 Millionen Menschen leiden unter akuter Ernährungsunsicherheit und Unterernährung, und 35 Millionen Kinder sind ebenfalls akut unterernährt, darunter 10 Millionen, die an einer kindlichen Auszehrungskrankheit leiden – was zu einem geschwächten Immunsystem führt und sie anfällig für Entwicklungsverzögerungen, Krankheiten und den Tod macht.

Malaria infiziert nach wie vor jährlich 280.000.000 Menschen und fordert 610.000 Todesopfer. Die Luftverschmutzung in Innenräumen durch das Kochen und Heizen mit Holz, Dung, Kohle und Kerosin fordert weltweit jedes Jahr fast 3.000.000 Todesopfer. Bis zu 3,5 Millionen Menschen – vor allem Kinder – sterben jährlich aufgrund unzureichender Versorgung mit sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygiene. Krankheiten, von denen moderne westliche Gesellschaften noch nie gehört haben, machen weitere Millionen Menschen krank, behindern oder töten sie.

Glauben Sie etwa, dass es den trauernden Familien auch nur im Geringsten etwas ausmacht, dass die Temperatur bei Ihnen vor Ort seit dem Ende der Kleinen Eiszeit um ein Grad gestiegen ist oder dass am anderen Ende der Welt ein Eisbärenjunges ertrunken ist?

Ein Hauptgrund ist die grassierende Korruption. Die Weltbank stellte fest, dass mindestens 7,5 % (und 15 % oder mehr) der gesamten Hilfe für die am stärksten auf Hilfe angewiesenen Länder auf den Auslandskonten der herrschenden Eliten landen. Und dennoch erhielt die Internationale Entwicklungsorganisation der Weltbank für den Zeitraum 2022–2025 94 Milliarden Dollar. Die Finanzmittel multilateraler Entwicklungsbanken für die größten Empfänger humanitärer Hilfe beliefen sich 2020 auf 12 Milliarden Dollar. Die weltweite öffentliche Entwicklungshilfe erreichte 2020 einen Rekordwert von 161,2 Milliarden Dollar. Rechnen Sie selbst nach.

Schlimmer noch: Diese Banken, US-amerikanische und europäische Stiftungen sowie Klima-, Landwirtschafts- und andere Aktivistengruppen setzen sich unermüdlich dafür ein, diese Länder daran zu hindern, die Strom- und Energieversorgung aufzubauen oder zu entwickeln, die sie benötigen, um Elend, Hunger und Krankheiten zu überwinden. Seit Jahrzehnten vergeben diese auf Selbstdarstellung bedachten Banken Kredite ausschließlich für Wind- und Solarprojekte – so gut wie nie für Kohle- oder Gaskraftwerke.

Das Ergebnis? Teurer, begrenzter, unzuverlässiger Strom. Keine modernen Krankenhäuser, Schulen, Wasseraufbereitungsanlagen, Fabriken oder Geschäfte. Anhaltende Umweltverschmutzung durch Holz und Dung als Brennstoffe. Keine Arbeitsplätze, kein verbesserter Lebensstandard und keine Verringerung tödlicher Krankheiten.

Die gleichen Institutionen – zusammen mit der UNO und anderen Regierungsbehörden – lehnen den Einsatz von Pestiziden zur Bekämpfung von Heuschrecken und Malariamücken ab. Sie führen Kampagnen gegen gentechnisch veränderten Mais, Sojabohnen, Raps und sogar gegen Hybridsaatgut und den lebensrettenden Goldenen Reis. Sie üben Druck auf afrikanische Regierungen aus, nicht-biologische Düngemittel und die Ernte schützende Pestizide zu verbieten, die in wohlhabenden Ländern als sicher zugelassen sind. Viele lehnen sogar Traktoren und andere mechanisierte Geräte ab.

Für sie ist die einzig akzeptable Anbaumethode die „Agrarökologie“ – la Via Campesina: der Weg der Bauern – auch bekannt als „traditionelle“, „biologische“, kräftezehrende Subsistenzwirtschaft.

Dies alles sowie Korruption, Kriege und Nahrungsmittelentzug als Kriegswaffe sind der Grund, warum wir in afrikanischen und anderen verarmten Ländern immer noch mit Unterernährung, Hunger, Krankheiten und astronomischen Todeszahlen konfrontiert sind.

Entwicklungsländer sollten vermeiden, das zu tun, was die reichen Nationen jetzt tun, da sie reich sind. Stattdessen sollten sie das tun, was die reichen Nationen getan haben, um reich zu werden. Sie sollten bedenken, dass die wohlhabenden Industrieländer keine multilateralen Entwicklungsbanken hatten, die ihnen halfen; sie schufen Institutionen, um die Stromerzeugung und Fabriken zu finanzieren, die Arbeitsplätze, eine Mittelschicht, Gesundheit, Wohlstand, neue Industrien … und Steuern schufen, um noch mehr zu finanzieren.

Sie müssen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen – und ihren rechtmäßigen Platz unter den gesunden und wohlhabenden Völkern der Erde einnehmen. Anständige, moralisch handelnde Westler müssen ihnen helfen, die Korruption zu beenden und dies zu verwirklichen.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books, reports and articles on energy, environmental, climate and human rights issues.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/04/what-about-earths-threatened-and-endangered-people/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Was ist mit den bedrohten und gefährdeten MENSCHEN dieses Planeten? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Demokraten machen deutlich, dass die Energiesicherheit der USA erneut gefährdet sein wird, sollten sie die Macht zurückgewinnen.

08. Mai 2026 um 06:00

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WUWT, Gary Abernathy

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei The Empowerment Alliance und wird hier mit freundlicher Genehmigung erneut veröffentlicht.

Seit Präsident Trump im Januar 2025 sein Amt antrat, arbeiten er und verschiedene Behörden, von der EPA bis zum Energieministerium, daran, die Schäden der Vorgängerregierung zu beheben. Diese Schäden entstanden durch die Verwendung von Milliarden Steuergeldern zur Förderung sogenannter „Alternativen“ wie Wind- und Solarenergie.

Wie kurzlebig diese Bemühungen sein könnten, zeigte sich jedoch in jüngsten Anhörungen des Kongresses, als die Demokraten Energieminister Chris Wright zu den Maßnahmen der Regierung befragten, die von der Biden-Regierung angerichteten Schäden an unseren günstigsten und zuverlässigsten Energiequellen rückgängig zu machen. Besonders beunruhigend für die Linke ist, dass das Energieministerium seit Mai letzten Jahres „eine Reihe von Notverordnungen erlassen hat, die den Weiterbetrieb mehrerer Kohlekraftwerke auf dem US-amerikanischen Festland und in Puerto Rico trotz geplanter Stilllegung vorschreiben“, wie  Inside Climate News es formulierte.

„Diese Maßnahmen der Bundesregierung haben weitreichende Folgen für die Energieversorger des Landes“, heißt es in dem Bericht. „Southern Company kündigte an, weiterhin Kohlekraftwerke in Mississippi und Georgia zu betreiben, und das Parlament von North Carolina verabschiedete den ‚Power Bill Reduction Act‘, der es Duke Energy ermöglicht, die gesetzlich vorgeschriebenen CO₂-Emissionsreduktionen zu lockern.“ Was für den einen ein „Rückschritt“ ist, ist für den anderen die „Wiederherstellung der Vernunft“ – so sehen es Befürworter einer zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung.

Doch die Äußerungen führender Demokraten verdeutlichen, wie schnell die Bemühungen um kostengünstige Energieversorgung durch einen einfachen Wechsel der Kongressführung oder der Präsidentschaft zunichtegemacht werden können.

Politico berichtete über Wrights Auftritt vor einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses und erklärte, die vorgeschlagenen Budgetkürzungen umfassten die Streichung der Mittel für Wind-, Solar- und Gebäudesanierungsprogramme – Bereiche, die die Demokraten ebenfalls in ihrer Kritik an Wright aufgriffen. Er verteidigte den Vorschlag als eine Neuausrichtung auf Zuverlässigkeit und zentrale Energieprioritäten.

Laut Politico sagte Wright: „Wir haben das Ministerium wieder auf seine Mission ausgerichtet: die amerikanische Bevölkerung mit bezahlbarer, zuverlässiger und sicherer Energie zu versorgen.“

Doch angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen – und der unmittelbar der darauf folgenden Präsidentschaftswahlen 2028 – ist die Zukunft einer bezahlbaren und zuverlässigen Energieversorgung eindeutig gefährdet. Egal wie aggressiv die Trump-Regierung die Bemühungen der Biden-Ära zum Ausbau alternativer Energiequellen zurückgefahren hat, Milliarden von Steuergeldern für diesen Zweck könnten im Handumdrehen wieder zur Verfügung stehen, sollten die Demokraten in Washington die Macht zurückgewinnen.

Die Demokraten machen keinen Hehl aus ihrem Wunsch, zu ihrer früheren Politik der Förderung von Wind- und Solarenergie zurückzukehren. Die New York Times berichtete letzten Monat, dass der demokratische Fraktionsvorsitzende im Senat dies zu einer Priorität erklärt hat.

„Wenn die Demokraten bei den Wahlen im Herbst die Mehrheit im Kongress erringen, werden sie versuchen, die Steuervergünstigungen für Wind-, Solar- und andere erneuerbare Energien, die Präsident Trump und die Republikaner letztes Jahr weitgehend abgeschafft haben, wiederherzustellen und auszuweiten“, sagte Senator Chuck Schumer, der Minderheitsführer, am Mittwoch laut der Times. „Wir müssen einfach mehr saubere Energie ausbauen“, sagte Schumer demnach. Die Demokraten glauben, dass die durch den Iran-Krieg bedingten höheren Benzinpreise ihnen den Weg ebnen, ihre Forderung nach „Alternativen“ für die Wähler attraktiver zu machen. „Wir können neue Wähler und Verbündete für den Kampf für eine sauberere Umwelt gewinnen, indem wir zeigen, dass saubere Energie bezahlbar ist“, sagte Schumer laut der Times in einer Rede.

Angesichts dieser Absichten ist es für die Republikaner im Kongress unerlässlich, bezahlbare, traditionelle Energiequellen gesetzlich zu verankern. Der im vergangenen Jahr von Abgeordnetem Troy Balderson (Republikaner aus Ohio) im Repräsentantenhaus eingebrachte Gesetzentwurf – der „Affordable, Reliable, Clean Energy Security Act“ (ARC-ES) – soll gewährleisten, dass unsere bezahlbarsten und zuverlässigsten Energieressourcen, darunter Erdgas und Kernenergie, politisch motivierten Bestrebungen, sie durch unzuverlässigere Energiequellen zu ersetzen, standhalten.

Wie aus einer Pressemitteilung zur Einbringung des Gesetzentwurfs hervorgeht, würde dieser die zuständigen Bundesbehörden – wie das Energieministerium, das Innenministerium und die Umweltschutzbehörde – verpflichten, alle Maßnahmen im Zusammenhang mit bezahlbarer, zuverlässiger oder sauberer Energie innerhalb von 90 Tagen zu überprüfen und dem Kongress einen Bericht vorzulegen. Der Gesetzentwurf garantiert, dass unsere günstigsten und zuverlässigsten Energiequellen, darunter Kernenergie und Erdgas, weiterhin Teil des Energiemixes bleiben – eine entscheidende Voraussetzung für die Versorgung amerikanischer Haushalte und Unternehmen mit bezahlbarer und zuverlässiger Energie.

Die Sicherstellung der fortgesetzten Nutzung von Erdgas und anderen traditionellen und zuverlässigen Energiequellen ist nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern auch der nationalen Sicherheit. Sogenannte Initiativen für „saubere Energie“ erhöhen unsere Abhängigkeit von anderen Ländern, insbesondere von China. Von Solaranlagen über Windkraftanlagen bis hin zu Batterien – die Welt ist bei wichtigen „alternativen“ Technologien auf China angewiesen.

„Aktuell befinden sich über 90 % der weltweiten Produktionskapazität für Solarzellen in China“, so ein kürzlich erschienener Bericht von  Canary Media. „Ebenso 83 % der weltweiten Batterieproduktionskapazität und fast drei Viertel der Produktionskapazität für Windkraftanlagen. Chinas Einfluss im Bereich der Elektrofahrzeuge wirkt im Vergleich dazu mit nur zwei Dritteln geradezu gering.“

Aus nationaler Sicherheitsperspektive können sich die USA eine Abhängigkeit von einem ausländischen Konkurrenten wie China in Bezug auf ihren Energiebedarf am wenigsten leisten. Die Demokraten sind im Begriff, uns von der Energieunabhängigkeit wegzuführen und in eine riskante Abhängigkeit von anderen Ländern zurückzuwerfen. Das größte Geschenk, das unsere Bürgerinnen und Bürger zum 250. Jahrestag unserer Nation im Juli erhalten könnten, wäre das Versprechen der Energieunabhängigkeit durch die Verankerung des ARC-ES-Abkommens im Gesetz.

Gary Abernathy ist ein langjähriger Zeitungsredakteur, Reporter und Kolumnist. Von 2017 bis 2023 war er freier Mitarbeiter der Washington Post und trat regelmäßig als Experte in verschiedenen Medien auf. Er schreibt außerdem Meinungsbeiträge für The Empowerment Alliance, die sich für realistische Ansätze im Umgang mit Energieverbrauch und Umweltschutz einsetzt

Dieser Artikel wurde ursprünglich von RealClearEnergy veröffentlicht und über RealClearWire zur Verfügung gestellt.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/01/democrats-make-it-clear-that-if-they-retake-power-u-s-energy-security-will-once-again-be-at-risk/

 

Der Beitrag Die Demokraten machen deutlich, dass die Energiesicherheit der USA erneut gefährdet sein wird, sollten sie die Macht zurückgewinnen. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Der aktuelle Stand der Klimawissenschaft: Unsicherheit, Komplexität und die daraus resultierende Politik

05. Mai 2026 um 16:00

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Anthony Watts

Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, Abstand von der täglichen Flut unsinniger Untergangs-Schlagzeilen zu nehmen und Bilanz darüber zu ziehen, wie die Lage tatsächlich ist. Nicht so, wie es in Pressemitteilungen dargestellt wird, nicht so, wie es Interessenverbände gerne hätten – sondern so, wie es die zugrunde liegende Wissenschaft, die Daten und die Institutionen tatsächlich zeigen. Die Klimawissenschaft befindet sich heute in einer ungewöhnlichen Lage: Sie ist technisch hochentwickelt, wird großzügig finanziert und genießt ein politisches Ansehen, wie es nur wenige wissenschaftliche Bereiche je erfahren haben. Diese Kombination bringt sowohl Unsicherheit als auch – zwangsläufig – Komplikationen mit sich.

Beginnen wir mit der Wissenschaft selbst.

Es steht außer Frage, dass das Beobachtungsnetzwerk heute besser ist als noch vor Jahrzehnten. Satellitenmessungen, Ozeanbojen, Reanalyse-Datensätze – all dies hat eine Detailtiefe geschaffen, von der frühe Forscher nur träumen konnten. Doch die verbesserte Messtechnik hat die Unsicherheit nicht beseitigt; sie hat lediglich dazu geführt, dass sich der Ort verlagert hat, an dem diese Unsicherheit liegt. Temperaturaufzeichnungen unterliegen beispielsweise weiterhin Anpassungen, Homogenisierungs-Verfahren und laufenden Überarbeitungen. Jeder dieser Schritte mag für sich genommen gerechtfertigt sein, doch der kumulative Effekt führt zu einer Unklarheit, die eher einer genauen Prüfung als automatischem Vertrauen bedarf.

Klimamodelle bilden unterdessen weiterhin das Rückgrat langfristiger Prognosen. Sie sind komplexer geworden und berücksichtigen atmosphärische Chemie, Ozeandynamik und Veränderungen der Landnutzung mit zunehmender Detailgenauigkeit. Doch Komplexität ist nicht gleichbedeutend mit Genauigkeit. Modellensembles weisen nach wie vor eine große Streuung bei den Schätzungen der Klimasensitivität auf, und ihre bisherige Leistungsfähigkeit zeigt je nach gewählter Messgröße eine uneinheitliche Qualität. Einige Modellläufe stimmen recht gut mit den Beobachtungen überein; andere überschätzen die Erwärmungstrends, insbesondere in der tropischen Troposphäre – einer Region, von der einst erwartet worden war, dass sie einen eindeutigen „Fingerabdruck“ des Treibhauseffekts liefern würde.

Was in öffentlichen Diskussionen oft fehlt ist die Unterscheidung zwischen Rückblick und Vorhersage. Ein Modell, das auf vergangene Daten abgestimmt ist, weist nicht zwangsläufig Vorhersagekraft auf. Wie uns ein oft zitiertes Prinzip der Statistik in Erinnerung ruft, ist die Anpassung an bekannte Daten relativ einfach; die Vorhersage unbekannter Daten ist der eigentliche Test. Dennoch beruht ein Großteil des Vertrauens, das den politischen Entscheidungsträgern vermittelt wird, auf Szenarien, die Jahrzehnte in die Zukunft reichen und sich auf Annahmen über Emissionen, technologischen Wandel und sozioökonomische Entwicklungspfade stützen, die selbst höchst spekulativ sind.

Dann ist da noch die Frage der Ursachen-Zuordnung. Die Behauptung, dass die jüngste Erwärmung in erster Linie auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, wird vielfach wiederholt, doch der Grad der Gewissheit, der dieser Behauptung zugrunde liegt, variiert je nach ihrer Formulierung. Studien zur Erkennung und Ursachen-Zuordnung verwenden statistische Verfahren, um menschliche und natürliche Einflüsse voneinander zu trennen, doch diese Verfahren hängen stark von den Modellergebnissen ab. Wenn Modelle zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, übernimmt die Ursachen-Zuordnung diese Unsicherheit. Es handelt sich um einen Zirkelschluss, dem in vereinfachten Zusammenfassungen selten Rechnung getragen wird.

Damit soll keineswegs behauptet werden, dass Treibhausgase keinen Einfluss auf das Klima hätten. Die Grundlagen der Strahlungsphysik sind seit über einem Jahrhundert bekannt. Die Frage drehte sich stets um das Ausmaß, Rückkopplungen und die relative Bedeutung natürlicher Schwankungen. Sonneneinflüsse, Ozean-Oszillationen und die Dynamik der Wolken sind nach wie vor Bereiche, in denen das Verständnis lückenhaft ist. Insbesondere Wolken – diese allgegenwärtigen, sich ständig verändernden Merkmale der Atmosphäre – stellen weiterhin eine der größten Unsicherheitsquellen bei Schätzungen der Klimasensitivität dar.

Wenden wir uns nun dem politischen Klima zu, das all dies umgibt.

Die Klimawissenschaft ist in einer Weise eng mit der Politik verflochten, wie es bei kaum einer anderen Disziplin der Fall ist. Förderprioritäten, institutionelle Anreize und die Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit werden alle von der wahrgenommenen Dringlichkeit des Themas geprägt. Regierungen stellen Milliarden für Klimaschutzstrategien bereit, internationale Abkommen hängen von Modellprognosen ab, und ganze Industriezweige werden unter dem Motto der Dekarbonisierung umgestaltet.

Dies führt zu einer Rückkopplungsschleife. Wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in die Politik ein, aber politische Prioritäten beeinflussen auch, welche wissenschaftlichen Fragen Beachtung finden. Forscher sind Menschen; sie reagieren wie jeder andere auf Anreize. Wenn Förderorganisationen bestimmte Ergebnisse in den Vordergrund stellen – etwa Auswirkungen, Risiken und Worst-Case-Szenarien –, ist es nicht verwunderlich, dass in diesen Bereichen die meisten Aktivitäten stattfinden. Alltäglichere Fragen, wie die Verfeinerung von Basiswerten oder die Erforschung natürlicher Schwankungen, finden trotz ihrer Bedeutung tendenziell weniger Beachtung.

Die Berichterstattung in den Medien verstärkt diese Dynamik. Nuancen kommen in Schlagzeilen nicht gut zur Geltung. Eine Studie, die auf eine geringe Unsicherheit hindeutet, sorgt nicht für Klicks; eine Prognose dramatischer Veränderungen hingegen schon. Im Laufe der Zeit verzerrt dies die öffentliche Wahrnehmung und vermittelt den Eindruck eines größeren Konsens‘ und einer höheren Präzision als die zugrunde liegende Wissenschaft notwendigerweise stützt. Außerdem hemmt dies eine offene Debatte, weil abweichende Meinungen oft als Behinderung und nicht als Teil des normalen wissenschaftlichen Prozesses dargestellt werden.

Hinzu kommt die internationale Dimension. Die Klimapolitik ist zu einem zentralen Bestandteil der globalen Diplomatie geworden, wobei Abkommen wie das Pariser Abkommen Ziele festlegen, die ebenso politisch wie wissenschaftlich sind. Entwicklungsländer müssen wirtschaftliches Wachstum gegen Emissionsbeschränkungen abwägen, während Industrieländer mit den Kosten der Energiewende zu kämpfen haben. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich aus Verpflichtungen, von denen viele auf optimistischen Annahmen über zukünftige Technologien und die Einhaltung der Vorgaben beruhen.

Einer der merkwürdigsten Aspekte der aktuellen Lage ist das in politischen Diskussionen zum Ausdruck kommende Maß an Gewissheit im Vergleich zu der bedingten Sprache, die in Fachberichten zu finden ist. Wissenschaftliche Arbeiten sind voller Vorbehalte, Konfidenzintervalle und sorgfältig formulierter Schlussfolgerungen. Bis diese Erkenntnisse in politische Empfehlungen umgesetzt werden, ist ein Großteil dieser Vorsicht verloren gegangen. Was bleibt, ist eine vereinfachte Darstellung, die zwar leichter zu vermitteln ist, aber den zugrunde liegenden Erkenntnissen weniger gerecht wird.

Wo stehen wir also?

Die Klimawissenschaft ist weder in dem oft dargestellten simplen Sinne „gesichert“ noch völlig orientierungslos. Es ist ein Fachgebiet, das von echten Fortschritten neben anhaltenden Unsicherheiten geprägt ist. Die Herausforderung besteht darin, eine klare Grenze zwischen dem aufrechtzuerhalten, was bekannt ist, dem, was abgeleitet wird, und dem, was prognostiziert wird. Diese Unterscheidungen zu verwischen mag kurzfristigen politischen Zielen dienen, trägt aber kaum dazu bei, das langfristige Verständnis zu verbessern.

Ein produktiverer Ansatz würde den Schwerpunkt auf Transparenz legen – offene Daten, klare Methoden und die Bereitschaft, Annahmen zu hinterfragen. Er würde zudem ein breiteres Spektrum an Forschungsansätzen fördern, darunter auch Studien, die gängige Modelle anhand von Beobachtungen überprüfen, ohne deren Richtigkeit vorauszusetzen. Wissenschaftlicher Fortschritt beruhte schon immer darauf, etablierte Ideen in Frage zu stellen, und nicht darauf, sie durch Wiederholung zu bekräftigen.

Was die Politik angeht, so ist es unwahrscheinlich, dass sie in nächster Zeit an Intensität verliert. Zu viel steht auf dem Spiel – wirtschaftlich, ökologisch und ideologisch. Ein guter Anfang wäre jedoch, den Unterschied zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und politischer Propaganda anzuerkennen. Ohne diese Unterscheidung lässt sich nur schwer sagen, ob Entscheidungen auf Daten basieren oder auf dem Wunsch, den Anschein zu erwecken, im Einklang mit diesen zu stehen.

Letztendlich wird das Klimasystem seinen Lauf nehmen, unbeeindruckt von unseren Modellen und unserer Politik. Unsere Aufgabe ist es, es so genau wie möglich zu verstehen und dabei sowohl das anzuerkennen, was wir wissen, als auch das, was wir nicht wissen. Das erfordert ein Maß an intellektueller Ehrlichkeit, das manchmal Mangelware sein kann, wenn Wissenschaft und Politik so eng miteinander verflochten sind.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/27/the-state-of-climate-science-uncertainty-complexity-and-the-politics-that-follow/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Sich änderndes Sonnenlicht, Wetter & Klima

05. Mai 2026 um 07:00

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Richard Willoughby

Summary

Dieser Artikel untersucht, wie die Geometrie von Erde und Sonne sowie die Sonnenvariabilität das Sonnenlicht an der Obergrenze der Atmosphäre (ToA) je nach Breitengrad und Jahreszeit verändern und wie sich diese Veränderungen durch Konvektion, Wolken und den Wärmetransport in Richtung der Pole ausbreiten und regionale Klimatrends prägen können. Die über einen Zeitraum von 1200 Jahren berechnete tägliche Sonneneinstrahlung über verschiedene Breitengrade hinweg wird mit Beobachtungen aus der Satellitenära verglichen, um zu beurteilen, ob das geografische Muster der beobachteten Veränderungen mit den durch die Sonne verursachten Veränderungen im Klimasystem übereinstimmt.

Der Wärmetransport von den Tropen in Richtung der Pole wird beschrieben und mit der Frage in Verbindung gebracht, warum sich Veränderungen des Ozeanwärmeinhalts (OHC) tendenziell auf die Hauptkondensations- und Sturmzonen der jeweiligen Hemisphäre konzentrieren. Ziel ist es, die Breitengradunterschiede im solaren Antrieb mit Unterschieden in der Advektion und der Wärmespeicherung in Verbindung zu bringen.

Eine einfache Matrix aus Klimazonen und Jahreszeiten dient dann als organisatorischer Rahmen, um Veränderungen der saisonalen Sonneneinstrahlung auf Jahres- und Jahrhundert-Skala zu vergleichen und diese Veränderungen mit beobachteten Verschiebungen bei Temperatur, Bewölkung und Wärmeaufnahme in Beziehung zu setzen.

Introduction

In diesem Artikel wird die elektromagnetische Sonnenstrahlung pro Flächeneinheit (Sonnenfluss) in W/m² angegeben und bezieht sich auf die tägliche durchschnittliche Sonneneinstrahlung an der Obergrenze der Atmosphäre (ToA). Über Zeiträume von mehr als einem Tag wird die ToA-Sonneneinstrahlung an einem bestimmten Breitengrad und zu einer bestimmten Jahreszeit bestimmt durch (i) den Abstand zwischen Erde und Sonne, (ii) die Sonnendeklination (die Winkelposition der Sonne relativ zur Äquatorialebene der Erde) und (iii) die Sonnenleistung. Diese Eingangsgrößen reichen aus, um die tägliche durchschnittliche ToA-Sonneneinstrahlung an jedem Breitengrad für jeden Tag des Jahres zu berechnen. In den folgenden Abschnitten wird zunächst quantifiziert, wie sich die Sonneneinstrahlung je nach Breitengrad und Zeitpunkt verändert, und anschließend werden diese Muster mit der Reflexion in den Tropen, dem Wärmetransport zu den Polen, dem OHC und der Temperaturreaktion in den mittleren Breiten in Verbindung gebracht.

Das HORIZONS-System der NASA/JPL liefert präzise Ephemeriden, mit denen sich die Entfernung zwischen Sonne und Erde sowie die Sonnendeklination für jedes beliebige Datum berechnen lassen. Dies sind die wichtigsten astronomischen Eingangsgrößen, die hier zur Berechnung der täglichen mittleren ToA-Sonneneinstrahlung nach Breitengrad verwendet werden. Die zyklische Veränderung der Solarkonstante basiert auf der beobachteten Korrelation zwischen der Abweichung der Sonnen-Rotation vom Mittelwert und der Sonnenaktivität.

Täglicher durchschnittlicher Sonnenfluss über Breitengrade und Zeit

Die Grafiken in diesem Abschnitt zeigen, wie sich der maximale tägliche Durchschnittsfluss für ausgewählte Breitengrade im Laufe der Zeit verändert hat. Grafik 1 zeigt die Trends für die nördliche Hemisphäre (NH), während Grafik 2 die Trends für die südliche Hemisphäre (SH) darstellt:

Für die ausgewählten Breitengrade auf der Nordhalbkugel weist 45° N den höchsten maximalen Tagesdurchschnitt von fast 474 W/m² auf, der sich über den dargestellten Zeitraum von 1200 Jahren kaum verändert hat. Im Gegensatz dazu weist 10° N den niedrigsten maximalen Tagesdurchschnitt auf und zeigt um 1200 n. Chr. eine deutliche Wendung.

Für die gleichen ausgewählten Breitengrade auf der südlichen Hemisphäre (SH) weist 75°S den höchsten maximalen täglichen Durchschnitts-Sonnenfluss auf, der über den gesamten Zeitraum von 538 W/m² im Jahr 1000 n. Chr. zurückgegangen ist. 10°S zeigt einen kaum sichtbaren minimalen Wendepunkt um 1200 n. Chr. 15°S verzeichnet einen nahezu flachen Trend, während 30°S und 45°S leichte Abwärtstrends aufweisen.

Es ist zu beachten, dass keine Symmetrie zwischen der nördlichen und der südlichen Hemisphäre besteht. Die signifikanten Unterschiede lassen sich besser erkennen, wenn man den Maßstab für ausgewählte nördliche und südliche Breitengrade vergrößert. Abbildung 3 vergleicht 45° N und 45° S:

Im Laufe der 1200 Jahre sinkt der Wert bei 45° S von 502 W/m² um fast 4 W/m², während 45° N im Jahr 1640 ein flaches Minimum von 473,8 W/m² aufweist und sich über den gesamten Zeitraum von 1200 Jahren um weniger als 1 W/m² verändert. Man beachte auch, dass die Skalen den gleichen Bereich haben, jedoch um 25 W/m² versetzt sind. In der heutigen Zeit ist der maximale tägliche durchschnittliche Sonnenfluss in der südlichen Hemisphäre (SH) deutlich intensiver als der Sonnenfluss in der nördlichen Hemisphäre (NH).

Der nächste Schritt besteht darin, zu untersuchen, wie viel dieser ToA-Sonneneinstrahlung tatsächlich vom Ozean-Atmosphäre-System absorbiert und wie viel zurück ins All abgestrahlt wird, insbesondere in den Tropen, wo Konvektion und damit verbundene Wolken die Temperatur stark regulieren.

Abgestrahlter ToA-Solarfluss

Ein erheblicher Teil des einfallenden ToA-Sonnenflusses wird nicht thermalisiert, sondern von Wolken und Oberflächen mit hoher Albedo (Eis und Schnee) reflektiert. Dies ist besonders in den Tropen von Bedeutung, wo hoch reichende Konvektion und die damit verbundenen Wolkenfelder als starker Regulator der Meerestemperatur (SST) wirken, die selbst in den wärmsten Regionen selten Werte deutlich über ~30 °C erreicht. Abbildung 4 untersucht diese Regulierung, indem sie die mittlere Meerestemperatur gegen den verfügbaren ToA-Sonnenfluss auf einem globalen 1°×1°-Raster aufträgt:

Es ist offensichtlich, dass die Temperatur bei einem steigenden ToA-Sonnenfluss über 425 W/m² sinkt. Abbildung 5 zeigt eine Nahaufnahme des tropischen Ozeans, wo der Sonnenfluss über 425 W/m² liegt, und stellt alle Gitterpunkte sowie eine Regressionsgerade dar.

Die Temperatur nimmt mit steigendem Sonnenfluss ab.

Diagramm 6 stellt den reflektierten kurzwelligen Flux des gesamten Himmels dem verfügbaren ToA-Sonnenfluss für einen repräsentativen Tag (in Woche 5, 2026) gegenüber, abgestimmt auf die oben verwendete SST-Momentaufnahme.

Der reflektierte Sonnenfluss bleibt nahezu konstant, bis er einen Wert von über 375 W/m² erreicht; danach steigt die Reflexion rasch auf einen Spitzenwert von fast 50 % der verfügbaren Sonneneinstrahlung, bevor sie wieder etwas abnimmt.

Abbildung 7 kombiniert den berechneten durchschnittlichen täglichen Sonnenfluss über alle Breitengrade hinweg mit dem thermoregulierenden Prozess der Atmosphäre, um eine Schätzung der potenziellen Wärme zu erhalten, die jedes Jahr in den Tropen der nördlichen Hemisphäre durch kurzwellige Reflexion abgeführt wird.

Diese jährliche Schätzung ist ein Flächendurchschnitt, der auf einem Schwellenwertansatz basiert: Für jede Hemisphäre wird die „Abweisung“ kurzwelliger Strahlung nur an Tagen und in Breitengraden gezählt, an denen der tägliche mittlere ToA-Fluss einen angenommenen Schwellenwert für Konvektion/Reflexion von 425 W/m² überschreitet. Hier orientieren sich die Schwellenwerte an (i) Beobachtungen von Bojen in Warmwassergebieten (SST nahe 28–30 °C, wo anhaltende Konvektion häufig ist) und (ii) typischen tropischen Werten für reflektierte kurzwellige Strahlung (die unter konvektiven Wolkenbedingungen oft ~80 W/m² überschreiten). Breitengrade nördlich von 30° werden ausgeschlossen, da diese Regionen selten SSTs aufweisen, die hoch genug für anhaltende zyklische Konvektion sind.

Basierend auf dieser Schätzung wies die nördliche Hemisphäre (NH) um 1600 n. Chr. ihre geringste Wärmeabgabe auf und zeigt nun einen leicht steigenden Trend. Im Gegensatz dazu ist der in Abbildung 8 dargestellte Trend für die südliche Hemisphäre (SH) seit vor 1000 n. Chr. stetig rückläufig, ohne dass in der nördlichen Hemisphäre eine Trendwende zu beobachten ist:

Da tropische Wirbelstürme für ihre Entstehung eine Umgebung benötigen, die aufgrund feuchter Konvektion potenziell instabil ist (d. h. in der Lage ist, hoch reichende Konvektion zu unterstützen) (Gray, 1968; NOAA, o. J.), ist es wahrscheinlich, dass die Zyklon-Aktivität in beiden Hemisphären im Jahr 1000 n. Chr. höher war als heute (z. B. Mann, Woodruff, Donnelly & Zhang, 2009). Beobachtungsdaten für den australischen Raum deuten auf einen Rückgang der Gesamtzahl tropischer Wirbelstürme seit Beginn zuverlässiger Beobachtungen im Satellitenzeitalter hin, wobei große Schwankungen durch ENSO zu verzeichnen sind (Nicholls, Landsea & Gill, 1998; Dowdy, 2014).

Wärme-Transport aus den Tropen zu den Polen

Konvektive Gewitterwolken, die sich über tropischen Warmwassergebieten bilden, sind die Hauptantriebskräfte der globalen Zirkulation. Sie erzeugen in jeder Hemisphäre den atmosphärischen Druckgradienten in Breitenrichtung, der Wärme aus den Tropen zu den Polen transportiert. Dieser Wärmetransport weist aufgrund der stärkeren jährlichen Schwankungen des Sonnenstrahlungsflusses in höheren Breiten sowohl eine räumliche als auch eine zeitliche Komponente auf. Abbildung 9 kombiniert die Breiten- und Zeitaspekte, indem sie die Differenz zwischen dem maximalen Tagesdurchschnitt bei 15 Grad und dem Minimum bei 45 Grad für beide Hemisphären berücksichtigt:

Es ist offensichtlich, dass sich die nördliche Hemisphäre (NH) nach einem Tiefpunkt um 1300 n. Chr. in einem starken Aufwärtstrend befindet, während die südliche Hemisphäre (SH) nach einem Höchststand um 1000 n. Chr. einen Rückgang verzeichnet, wenngleich die Schwankungen in der SH größer sind als in der NH.

Die Projekte CERES und ARGO liefern seit Beginn des 21. Jahrhunderts hoch auflösende Daten zur ToA-Strahlung und zur Ozeanwärme (OHC). Abbildung 10 basiert auf den CERES-Nettostrahlungsdaten und zeigt das kumulative Bild der über die Breitengrade hinweg in den letzten 21 Jahren gespeicherten oder verlorenen Wärme.

Der für die südliche Hemisphäre (SH) berechnete Wärmetransport von den Tropen zu den Polen (4044 ZJ) ist höher als der der nördlichen Hemisphäre (NH) (3856 ZJ), und die SH hat mehr Wärme zurückgehalten (320 ZJ) als die NH (117 ZJ). Diese Asymmetrie steht im Einklang damit, dass die SH in der heutigen Zeit eine höhere tropische Sonneneinstrahlung erhält.

Die ARGO-Daten zur Meereswärme sind in Abbildung 11 ebenfalls über die Breitengrade hinweg dargestellt:

Die beiden Hemisphären unterscheiden sich deutlich voneinander, wobei die nördliche Hemisphäre (NH) ausgeprägte Spitzenwerte in den Tropen und in der Advektionszone nördlich von 30° N aufweist. Die südliche Hemisphäre (SH) weist einen hohen, deutlichen Spitzenwert bei 45° S auf, mitten in der starken Advektionszone. Zudem hat die südliche Hemisphäre mehr Meereswärme gespeichert als die nördliche Hemisphäre.

Abbildung 12 vergleicht (i) die akkumulierte monatliche Nettostrahlung (CERES) und (ii) die OHC im Dezember (Argo/abgeleitetes OHC-Produkt) für jede Hemisphäre über den gesamten Argo-Zeitraum. Da die Beobachtungssysteme und die Erfassung konsistent sind, sollten mehrjährige Veränderungen der Nettostrahlung im Großen und Ganzen den mehrjährigen Veränderungen der Ozean-Wärmeaufnahme folgen (wobei zu berücksichtigen ist, dass Wärme auch in der Atmosphäre, im Land und in der Kryosphäre gespeichert werden kann und dass zeitliche Verzögerungen zu erwarten sind).

Die Werte der NH-Reihe verlaufen weitgehend parallel, während die Werte der SH-Reihe ab 2015 voneinander abweichen. Diese Abweichung wird in Abbildung 12A deutlicher, in der die Jahresendwerte (Dezember) sowohl für die Nettostrahlung als auch für die OHC verglichen werden.

Die Abweichung betrug Ende 2025 140 ZJ.

Die jährliche Veränderung des OHC für beide Hemisphären zeigt laut Abbildung 13 entgegengesetzte Trends.

Die jährliche Veränderung in der südlichen Hemisphäre nähert sich Null. Während sich die Veränderung in der nördlichen Hemisphäre weiter beschleunigt. Unter Berücksichtigung erheblicher Zeitverzögerungen stehen beide Trends im Einklang mit den Veränderungen der solaren Antriebskraft der Advektion.

Temperaturreaktion in den mittleren Breiten auf solare Antriebskräfte

Es ist offensichtlich, dass sich der Sonnenfluss nicht symmetrisch über die beiden Hemisphären hinweg verändert. Es ist zudem ersichtlich, dass die thermische Reaktion der beiden Hemisphären recht unterschiedlich ausfällt. Die Abbildungen 14 und 15 zeigen die monatlichen Temperaturen für die mittleren Breiten der beiden Hemisphären im Zeitraum von 2000 bis 2025. Die Daten stammen aus der globalen Gitterdatenbank für 2-Meter-Lufttemperaturen von Berkeley.

Beide mittlere Breitengrade weisen im Zeitraum 2000–2025 einen Aufwärtstrend auf, doch die nördliche Hemisphäre erwärmt sich in diesem Zeitraum schneller als die südliche Hemisphäre. Wenn sich die jüngsten Trends fortsetzen, werden die mittleren Breitengrade der nördlichen Hemisphäre ab 2026 im Durchschnitt durchgehend wärmer sein als die der südlichen Hemisphäre.

Beide Temperaturaufzeichnungen korrelieren stark mit dem Sonnenfluss, doch die Reaktion der südlichen Hemisphäre ist langsamer und beträgt nur ein Fünftel der Reaktion der nördlichen Hemisphäre. Abbildung 16 zeigt X-Y-Diagramme der monatlichen Temperatur im Vergleich zum 30-Tage-Durchschnitt des täglichen Sonnenflusses, wobei die nördliche Hemisphäre um 36 Tage und die südliche Hemisphäre um 61 Tage verzögert ist:

Änderungen des solaren Antriebs von Jahr zu Jahr

Die saisonale Sonneneinstrahlung unterliegt von Jahr zu Jahr erheblichen Schwankungen. Die Veränderungen in den Tropen treiben die Konvektion an und stehen in Zusammenhang mit dem Konvektionspotenzial und der Zyklon-Aktivität. Die Wärmeregulierung in den Tropen begrenzt den Einfluss der Sonneneinstrahlung auf die Temperatur. Sobald sich an den Polen Eis auf der Oberfläche bildet, verläuft die thermische Reaktion auf die Sonneneinstrahlung stark nichtlinear. Im Gegensatz dazu zeigen die mittleren Breiten gemäß Abbildung 16 oben eine fast lineare Reaktion auf die solare Strahlung. Dementsprechend geben die Schwankungen der täglichen solaren Strahlung in den mittleren Breiten von Jahr zu Jahr Aufschluss über die zu erwartenden Temperaturänderungen von Jahr zu Jahr.

Die folgende Reihe von Diagrammen zeigt anhand ausgewählter Beispiele, wie die tägliche Sonneneinstrahlung in einem Jahr im Vergleich zu einem gewählten Basisjahr für 45° N und 45° S variiert. Die Tage sind vom September-Äquinoktium des Jahres vor dem betrachteten Jahr bis nahe zum März-Äquinoktium des folgenden Jahres nummeriert. Die vertikale grüne Linie markiert die Wintersonnenwende im Dezember, die etwa eine Woche vor Beginn des betrachteten Jahres stattfindet.

Das Jahr 2023 verzeichnete in beiden Hemisphären den höchsten Sonnenfluss vom Frühling bis zum Sommer in der jüngeren Geschichte. Der Unterschied gegenüber 1944 beträgt an den Tagen mit der größten Abweichung bis zu 3 W/m².

Vergleicht man das Jahr 2026 mit 2023, so ist die Sonneneinstrahlung vom Frühling bis zum Sommer in beiden Hemisphären um 2 W/m² zurückgegangen. Tatsächlich unterscheidet sich die Sonneneinstrahlung in den mittleren Breiten beider Hemisphären im Jahr 2027 nicht wesentlich von der im Jahr 2023.

Das nächste Jahr, in dem die Sonneneinstrahlung in den mittleren Breiten fast identisch mit der von 2023 sein wird, ist 2052. Es liegt geringfügig näher an 2023 als 2027.

Diskussion

Diese Erörterung fasst die Erkenntnisse aus den Diagrammen zusammen und bewertet anschließend, ob das Gesamtmuster – Veränderungen der Sonneneinstrahlung, das Reflexionsverhalten in den Tropen sowie hemisphärische Unterschiede bei Advektion und Wärmeaufnahme – eine schlüssige Erklärung für die oben hervorgehobenen beobachteten Trends liefert.

Schwankungen der Sonneneinstrahlung – Die Analyse reicht weit genug zurück, um Wendepunkte in der durch die Präzession bedingten Entwicklung der saisonalen und latitudinalen Sonneneinstrahlung zu identifizieren. Die Diagramme zeigen deutliche hemisphärische und latitudinale Asymmetrien: Maxima und Minima treten in der nördlichen und südlichen Hemisphäre nicht zur gleichen Zeit auf, und verschiedene Breitengrade weisen unterschiedliche langfristige Tendenzen auf. So erreicht beispielsweise der maximale tägliche Sonnenfluss bei 45° N um 1640 n. Chr. ein flaches Minimum und steigt dann langsam, während er bei 45° S um ~1000 n. Chr. seinen Höchststand erreicht und danach abnimmt. Niedrige Breitengrade (z. B. ~10° N) zeigen um ~1200 n. Chr. eine Wendung und steigen in den folgenden Jahrhunderten um mehrere W/m² an. Zusätzlich zu diesen über mehrere Jahrhunderte reichenden Trends sind die in den nachfolgenden Diagrammen dargestellten jährlichen Schwankungen der saisonalen Sonneneinstrahlung groß genug (in der Größenordnung von 1–3 W/m² zu bestimmten Jahreszeiten), um die interannuelle Variabilität der Zirkulation und der Temperatur dort zu beeinflussen, wo die Systemreaktion nahezu linear ist.

Abgegebene Wärme (kurzwellige Reflexion) – Die Abbildungen 4–6 zeigen einen Regimewechsel im tropischen Ozean, sobald der tägliche mittlere ToA-Fluss hoch genug ist, dass sich die Meerestemperatur (SST) der Obergrenze des Warmpools nähert: Die Konvektion wird beständig, und die kurzwellige Reflexion über den gesamten Himmel nimmt mit weiterem Anstieg des ToA-Flusses rasch zu. In diesem Rahmen trägt eine zusätzliche ToA-Anregung oberhalb eines Schwellenwerts stärker zu Reflexions- und Zirkulationsänderungen bei als zu einem weiteren Anstieg der SST. Die Anwendung der Schwellenwertmethode in den Abbildungen 7–8 ergibt für die heutige Zeit eine höhere geschätzte „Abweisung“ kurzwelliger Strahlung in den Tropen der Nordhalbkugel als in denen der Südhalbkugel, trotz eines höheren ToA-Flusses in Teilen der Südhalbkugel. Sind die Schwellenwerte angemessen, wäre zu erwarten, dass Veränderungen in diesem Term der abgewiesenen Energie mit Veränderungen des konvektiven Potenzials korrelieren und somit für die Zyklon-Enenergie relevant sind.

Diskrepanz zwischen Nettostrahlung und OHC – Das Energie-Ungleichgewicht der Erde lässt sich nicht direkt messen; es wird vielmehr aus Satelliten-Strahlungsdaten abgeleitet und anhand der Veränderungen der Wärmeaufnahme des Ozeans auf Konsistenz überprüft. In den Abbildungen 12–13 verlaufen die kumulierte Nettostrahlung der nördlichen Hemisphäre (NH) und der OHC der NH weitgehend parallel, während die Reihen der südlichen Hemisphäre (SH) ab etwa 2015 auseinanderlaufen und bis Ende 2025 eine kumulative Differenz von ~140 ZJ erreichen. Die Interpretation einer solchen Diskrepanz erfordert die Berücksichtigung einer Reihe von Möglichkeiten: Sie kann auf Unsicherheiten des Beobachtungssystems, auf zeitliche/verzögerungsbedingte Unterschiede zwischen den Hemisphären und/oder auf Wärme zurückzuführen sein, die außerhalb der für den OHC verwendeten 0–2000 m tiefen Ozeanschicht gespeichert wird (z. B. in tieferen Ozeanschichten, der Kryosphäre, an Land und in der Atmosphäre). Im weiteren Verlauf dieser Erörterung werden daher mögliche Faktoren betrachtet und geprüft, ob deren Größenordnung plausibel groß genug ist, um die beobachtete Abweichung – beginnend mit Abbildung 17 – sowie die Akkumulation von Energie in der Atmosphäre zu erklären.

Der berechnete Beitrag der atmosphärischen Feuchtigkeit von ~4,8 ZJ über das Jahrzehnt hinweg macht nur einen kleinen Bruchteil der Divergenz von ~140 ZJ aus, so dass er die Diskrepanz allein nicht erklären kann. Dennoch ist es bemerkenswert, dass der Feuchtigkeitsanstieg in der Nähe von ~10° N seinen Höhepunkt erreicht, wo der langfristige maximale tägliche Sonnenfluss am stärksten angestiegen ist.

Die Feuchtigkeitsmaxima in den mittleren Breiten stehen auch qualitativ im Einklang mit einem verstärkten Transport in Richtung der Pole in beiden Hemisphären.

Weitere Möglichkeiten dafür, dass die Nettostrahlung in der südlichen Hemisphäre schneller steigt als der OHC sind:

• Latente Schmelzwärme der Südhalbkugel, die jedoch für das vergangene Jahrzehnt auf weniger als 1 ZJ geschätzt wird.

• Es gibt einige Gletscher in der Südhalbkugel, die sich ausdehnen, doch die damit verbundene Wärme beträgt weniger als 1 ZJ.

• Weltweit hat die Biomasse zugenommen, doch während die Nordhalbkugel einen deutlichen Anstieg verzeichnet, sprechen die Daten nicht für einen wesentlichen Anstieg der Biomasse auf der Südhalbkugel, einschließlich der Ozeane.

• Es hat einen Wärmeaustausch von der südlichen Hemisphäre zur nördlichen Hemisphäre gegeben, doch die Ozean-Wärmespeicherung (OHC) und die Nettostrahlung in der nördlichen Hemisphäre zeigen derzeit eher ein Gleichgewicht als ein Defizit, das einen verstärkten Wärmeaustausch aus der südlichen Hemisphäre erfordern würde.

• Eine mögliche Fehlerquelle besteht darin, dass die Grundlage für die Angleichung der Jahre 2005 bis 2015 aufgrund der hohen thermischen Trägheiten im Klimasystem fehlerhaft war. Im Wesentlichen ist das System niemals statisch, sondern verändert sich zwangsläufig aufgrund der sich ändernden solaren Antriebskräfte.

Thermische Reaktion – In diesem Rahmen reagiert die tropische Meerestemperatur (SST) nur schwach auf zusätzliche Strahlungsantriebe an der ToA, sobald sich hoch reichende Konvektion etabliert hat, weil die reflektierte kurzwellige Strahlung und der Abfluss latenter Wärme stark steigen. Im Gegensatz dazu zeigen die mittleren Breiten in den Abbildungen 14–16 eine annähernd lineare Beziehung zwischen der monatlichen Temperatur und der jüngsten (30-Tage-)Durchschnittsstrahlung, mit verzögerten Reaktionen von ~36 Tagen (NH) und ~61 Tagen (SH) in den dargestellten illustrativen Anpassungen. Die geringere Amplitude in der südlichen Hemisphäre (SH) und die längere Verzögerung stehen im Einklang mit einem höheren Meeresanteil und einer größeren effektiven Wärmekapazität in den mittleren Breiten der südlichen Hemisphäre.

Schlussfolgerungen

Die Zeitreihen der täglichen maximalen Sonneneinstrahlung am Boden zeigen im letzten Jahrtausend eine hemisphärische Asymmetrie. In der heutigen Zeit ist die maximale tägliche Sonneneinstrahlung auf der Südhalbkugel höher als in den entsprechenden Breitengraden der Nordhalbkugel, doch die langfristigen Trends unterscheiden sich: In mehreren Breitengraden der Südhalbkugel (z. B. 45° S) ist sie seit etwa 1000 n. Chr. rückläufig, während sie in mehreren mittleren Breitengraden der Nordhalbkugel (z. B. 45° N) seit Erreichen eines Minimums um 1640 n. Chr. langsam zunimmt. In den niedrigen Breitengraden folgt auf eine Wendung um ~1200 n. Chr. ein allmählicher Anstieg der maximalen täglichen Sonneneinstrahlung.

Unter Verwendung der im Abschnitt „Abgeworfener ToA-Solarfluss“ vorgestellten Schwellenwertmethode legt die Analyse nahe, dass langfristige Veränderungen die Häufigkeit und Intensität tropischer konvektiver Wolkenregime beeinflussen und wie viel zusätzlicher ToA-Antrieb reflektiert statt absorbiert wird. In diesem Rahmen führt ein Rückgang der maximalen täglichen Sonneneinstrahlung in der südlichen Hemisphäre südlich von ~10° S zu einer Verringerung der konvektiven „Abweisung“ in diesem Gebiet, während die nördliche Hemisphäre eine geringere Veränderung aufweist, nun aber von ihrem Tiefststand aus wieder steigt. Da konvektives Potenzial eine Voraussetzung für Zyklone ist, steht dies im Einklang mit der beobachteten Abnahme der Zyklone in der südlichen Hemisphäre im Vergleich zu früheren Zeiträumen. Dass die Intensität der Zyklone in der nördlichen Hemisphäre im Jahr 1000 n. Chr. höher war als heute, steht im Einklang damit, dass in diesem Zeitraum mehr Wärme abgestrahlt wurde.

Im Zeitalter der Satellitenbeobachtung zeigen die hier verwendeten Temperaturreihen für die mittleren Breiten bei Anwendung einer angemessenen Verzögerung einen starken, nahezu linearen Zusammenhang mit der jüngsten Sonneneinstrahlung, was mit einer relativ direkten Reaktion des Strahlungsantriebs in diesen Bändern übereinstimmt. Die gleichen Temperaturen in den mittleren Breiten werden auch von Veränderungen der Advektion beeinflusst, die den zeitlichen Verlauf der Jahreszeiten und die geografische Verteilung der Erwärmung verschieben können. In diesem Rahmen wirken sich Veränderungen der tropischen Sonneneinstrahlung und Konvektion auf den Feuchtigkeits- und Wärmetransport in Richtung der Pole aus, was je nach Jahreszeit und Hemisphäre die lokalen Strahlungsantriebsreaktionen verstärken oder dämpfen kann.

Viele Klimamodelle weisen anhaltende Verzerrungen bei der tropischen Konvektion, der Bewölkung und der Darstellung von Prozessen im Warmwasserbecken auf, und diese Verzerrungen beeinflussen die simulierten Trends in Regionen, in denen die Meerestemperatur (SST) stark durch Konvektion bestimmt wird (einschließlich Teilen des tropischen Westpazifiks). Abbildung 18 dient hier als Beispiel für ein Szenario, in dem die beobachtete Meerestemperatur nahe der Obergrenze des Warmwasserbeckens begrenzt ist, und verdeutlicht, warum die korrekte Darstellung konvektiver Wolkenrückkopplungen für die Ursachenanalyse und die Prognosen von Bedeutung ist.

Diese Einschränkung bedeutet, dass Prognosen für tropische Warmwassergebiete (und für die mit diesen Gebieten verbundenen Zirkulationsreaktionen) mit Vorsicht interpretiert werden sollten und dass bei der Modellbewertung der Schwerpunkt auf beobachteten Einschränkungen hinsichtlich Konvektion, Wolkenreflexion und Wärmeabfluss liegen sollte.

Der langfristige Rückgang der maximalen täglichen Sonneneinstrahlung in hohen südlichen Breiten steht im Einklang mit den Abkühlungstrends in Regionen südlich von ~55° S während der Satellitenära (Kang et al., 2023) sowie mit der dokumentierten multidekadischen Abkühlung in Teilen der Antarktis, wie beispielsweise auf der Antarktischen Halbinsel, seit Ende der 1990er Jahre (Turner et al., 2016).

Insgesamt bietet das sich verändernde saisonale und breitengradabhängige Muster der Sonneneinstrahlung an der Erdoberfläche einen schlüssigen, physikalisch begründeten Rahmen, der mit vielen der in diesem Artikel hervorgehobenen hemisphärischen und regionalen Asymmetrien übereinstimmt (einschließlich der Unterschiede im Reflexionsverhalten in den Tropen, beim Transport in Richtung der Pole und bei der Temperaturreaktion in den mittleren Breiten). Auf dieser Grundlage wird hier argumentiert, dass Veränderungen der Sonnenintensität über Breitengrade und Jahreszeiten hinweg ein Haupttreiber der beobachteten Muster und ein nützlicher Anhaltspunkt für die Vorhersage künftiger regionaler Trends sind. Allgemein gesehen weist die Nordhalbkugel starke Temperaturanstiege auf, während sich die Südhalbkugel in den hohen Breitengraden abkühlt, was sich schließlich auf die mittleren Breiten ausweiten wird, da sowohl die maximale tägliche Sonneneinstrahlung als auch die polwärts gerichtete Advektion abnehmen.

Autor

Richard Willoughby ist ein pensionierter Elektroingenieur, der 30 Jahre lang in der australischen Bergbau- und Mineralverarbeitungsindustrie tätig war, wo er Aufgaben in Großbetrieben, in der betrieblichen Forschung und Entwicklung sowie in der Minenerschließung wahrnahm. Weitere zehn Jahre verbrachte er in der globalen Versicherungsbranche als technischer Risikoberater, wo er ein anhaltendes Interesse an Naturkatastrophen und dem Klimawandel entwickelte.

Referenzen und Datenquellen

Datensätze und Verfahren

  • NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) Solar System Dynamics. HORIZONS System (online ephemeris and solar system data service). Documentation: HORIZONS System Manual, version 4.98d (21 Nov 2025). NASA/JPL-Caltech.
  • NASA Langley Research Center. Clouds and the Earth’s Radiant Energy System (CERES) Energy Balanced and Filled (EBAF) Edition 4.x, monthly mean TOA flux products (Level 3b). Product description and data quality summaries available via CERES data portal.
  • Loeb, N. G., Doelling, D. R., Kato, S., Su, W., Mlynczak, P. E., & Wilkins, J. C. (2024). Continuity in top-of-atmosphere Earth radiation budget observations. Journal of Climate, 37(23), 6093–6108.
  • International Argo Program and national partners. Argo (global profiling float observations of temperature/salinity, upper 2000 m). General program documentation available via Argo data portals.
  • NOAA National Centers for Environmental Information (NCEI). Global Ocean Heat Content Climate Data Record (CDR), 1955–present. Configuration Item ID: 01B-41. Dataset DOI: 10.7289/V53F4MVP.
  • Riser, S. C., Freeland, H. J., Roemmich, D., et al. (2016). Fifteen years of ocean observations with the global Argo array. Nature Climate Change, 6, 145–153.
  • Rohde, R. A., & Hausfather, Z. (2020). The Berkeley Earth land/ocean temperature record. Earth System Science Data, 12, 3469–3479.
  • Berkeley Earth. Berkeley Earth temperature data: gridded and time-series products (land and land–ocean; includes gridded near-surface air temperature over land and sea surface temperature over oceans; see Berkeley Earth data portal for product notes and licensing).

Supporting scientific literature (selected)

  • Ramanathan, V., & Collins, W. (1991). Thermodynamic regulation of ocean warming by cirrus clouds deduced from observations of the 1987 El Niño. Nature, 351, 27–32.
  • Fu, R., Del Genio, A. D., Rossow, W. B., & Liu, W. T. (1992). Cirrus-cloud thermostat for tropical sea surface temperatures tested using satellite data. Nature, 358, 394–397.
  • Lau, K.-M., Sui, C.-H., Chou, M.-D., & Tao, W.-K. (1994). An inquiry into the cirrus-cloud thermostat effect for tropical sea surface temperature. Geophysical Research Letters, 21(12), 1157–1160.
  • Tompkins, A. M. (2001). On the relationship between tropical convection and sea surface temperature. Journal of Climate, 14(5), 633–637.
  • Sud, Y. C., Walker, G. K., & Lau, K.-M. (1999). Mechanisms regulating sea-surface temperatures and deep convection in the tropics. Geophysical Research Letters, 26(8), 1019–1022.
  • Stephens, G. L., Shiro, K. A., Hakuba, M. Z., Takahashi, H., Pilewskie, J. A., Andrews, T., Stubenrauch, C. J., & Wu, L. (2024). Tropical deep convection, cloud feedbacks and climate sensitivity. Surveys in Geophysics, 45, 1903–1931.
  • Johnson, G. C., Lyman, J. M., & Loeb, N. G. (2016). Improving estimates of Earth’s energy imbalance. Nature Climate Change, 6, 639–640.
  • Loeb, N. G., Ham, S.-H., Allan, R. P., Thorsen, T. J., Meyssignac, B., Kato, S., Johnson, G. C., & Lyman, J. M. (2024). Observational assessment of changes in Earth’s energy imbalance since 2000. Surveys in Geophysics, 45, 1757–1783.
  • Villalba-Pradas, A., & Tapiador, F. J. (2022). Empirical values and assumptions in the convection schemes of numerical models. Geoscientific Model Development, 15, 3447–3518.
  • Martin, E. R., & Schumacher, C. (2012). The relationship between tropical warm pool precipitation, sea surface temperature, and large-scale vertical motion in IPCC AR4 models. Journal of the Atmospheric Sciences, 69(1), 185–194.
  • Kim, H., Kang, S. M., Takahashi, K., Donohoe, A., & Pendergrass, A. G. (2021). Mechanisms of tropical precipitation biases in climate models. Climate Dynamics, 56, 17–27.
  • Gray, W. M. (1968). Global view of the origin of tropical disturbances and storms. Monthly Weather Review, 96(10), 669–700.
  • National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). (n.d.). Tropical Cyclone Introduction (JetStream—Online School for Weather). NOAA.
  • Nicholls, N., Landsea, C., & Gill, J. (1998). Recent trends in Australian region tropical cyclone activity. Meteorology and Atmospheric Physics, 65, 197–205.
  • Dowdy, A. J. (2014). Long-term changes in Australian tropical cyclone numbers. Atmospheric Science Letters, 15, 292–298.
  • Mann, M. E., Woodruff, J. D., Donnelly, J. P., & Zhang, Z. (2009). Atlantic hurricanes and climate over the past 1,500 years. Nature, 460, 880–883.
  • Turner, J., Lu, H., White, I., King, J. C., Phillips, T., Hosking, J. S., Bracegirdle, T. J., Marshall, G. J., Mulvaney, R., & Deb, P. (2016). Absence of 21st century warming on Antarctic Peninsula consistent with natural variability. Nature, 535, 411–415.
  • Kang, S. M., Yu, Y., Deser, C., Zhang, X., Kang, I.-S., Lee, S.-S., Rodgers, K. B., & Ceppi, P. (2023). Global impacts of recent Southern Ocean cooling. Proceedings of the National Academy of Sciences, 120(30), e2300881120.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/29/changing-sunlight-weather-climate-2/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Rekordnegativpreise an der Strombörse dank Photovoltaik

02. Mai 2026 um 13:00

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Dr. Ing. Ernst-Jürgen Niemann

mit freundlicher Genehmigung von https://klimanachrichten.de/,

Am Sonntag 26.04.2026 wurde ein neuer Niedrig-Großhandelspreis-Rekord an der Börse erzielt. Dank Photovoltaik (PV) wurde in der Stunde von 14:00 bis 15:00 zu -41,3 ct/kWh (Minus!) gehandelt. Die PV Produktion betrug 39203 MWh bei einer Netzlast von 42555 MWh. Über die Dauer von 10:00 bis 17:00 waren die Preise negativ. Auch an den Vortagen gab es negative Preise. In der nachfolgenden Grafik ist der Zusammenhang zwischen PV  und negativen oder nahe Null Börsenpreisen eindeutig erkennbar.

Dass durch den Einfluss von PV der ganze Kraftwerkspark Strom erzeugt, der an der Börse wertlos ist oder sogar gegen hohe Kosten entsorgt werden muss, ist nicht gesund. Irgendwie müssen ja die Kosten reingeholt werden, soweit sie nicht durch Subventionen abgedeckt sind. Vermutlich ergeben sich dadurch die relativ hohen Grosshandelspreise nachts. Und dabei hatten wir am 26.04. noch lange nicht Sonnenhöchststand und die längste Tageslichdauer. Am geographischen Mittelpunkt Deutschlands wird die Sonne noch bis zur Sommerwende um 10 ° steigen und die Tageslichtdauer um 2 Stunden länger werden. Das kann also noch viel schlimmer werden.

Dass der Einfluss von PV auf den Strommarkt bereits kritisch ist, ist offensichlich. Umso verwunderlicher ist, dass die Regierung weiterhin den ungeregelten Zubau von netzgekoppelten PV subventioniert.

Quelle: SMARD, Bundesnetzagentur

Rekordnegativpreise an der Strombörse dank Photovoltaik

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Energiepolitik in Europa: Mit Vollgas an die Wand!

29. April 2026 um 13:00

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Evert Doornhof

Was macht man, wenn man merkt, dass man in die falsche Richtung fährt? Man tritt auf die Bremse, oder? In Europa ist das nicht der Fall. Stattdessen reagieren die europäischen Staats- und Regierungschefs mit noch mehr Gas und setzen auf eine Energiewende, die noch schneller, ehrgeiziger und radikaler ist. Unterdessen häufen sich die Probleme. Ein Überblick über die wichtigsten Fakten lässt einen verzweifelt fragen: Warum tritt niemand auf die Bremse?

Die Signale in Europa sind glasklar. Die Energiepreise sind strukturell höher als in den Vereinigten Staaten; das Stromnetz kommt zum Erliegen; die Industrie verlässt Europa; und die Abhängigkeit von Importen wächst. Das sind keine Einzelfälle. So funktioniert das System. Und dennoch hallt es aus Brüssel und Den Haag unverdrossen: Lasst uns den Prozess beschleunigen!

Die Energiepreise in Europa liegen strukturell deutlich höher als in den USA, was eine direkte Folge politischer Entscheidungen ist. Quelle: Europäische Kommission (Draghi-Bericht, 2024), basierend auf Daten von Eurostat, EIA und CEIC (angepasst).

Das ist nicht Pech, sondern Politik

In den letzten Jahren hat sich Europa bewusst dafür entschieden:

• Kernkraftwerke stillzulegen

• die heimische Gasförderung auslaufen zu lassen

• zuverlässige Energiequellen durch wetterabhängige Alternativen zu ersetzen

Dies ist keine technische Entwicklung, sondern eine politische Entscheidung. Diese Entscheidung basiert auf der Annahme, dass es eine Klimakrise gibt, die schnelle und drastische Maßnahmen erfordert. Diese Annahme ist jedoch keineswegs sicher – und wird selten ernsthaft hinterfragt. Unsere Weltklima-Deklaration (WCD) – die mittlerweile von 2.062 Experten unterzeichnet worden ist – stellt ausdrücklich fest, dass es keine Klimakrise gibt, die diese Politik rechtfertigt. Damit entfällt auch die Notwendigkeit einer überstürzten Energiewende.

Frankreich vs. Deutschland: Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis

Innerhalb Europas ist die Lage eindeutig. Frankreich hat sich für die Kernenergie entschieden mit folgenden Konsequenzen: Rund 70 % des Stroms werden in Kernkraftwerken erzeugt; das System ist stabil und berechenbar, und die CO₂-Emissionen pro kWh sind gering.

Deutschland hingegen entschied sich für die Energiewende, in deren Rahmen Kernkraftwerke stillgelegt sowie Hunderte Milliarden in Wind- und Solarenergie investiert worden sind. Die Energiepreise sind höher als in Frankreich und – ironischerweise – ebenso die CO₂-Emissionen.

Selbst innerhalb der Logik der Klimapolitik ist die Schlussfolgerung unbequem: Deutschland schneidet schlechter ab als Frankreich, und das bei deutlich höheren Kosten. Das ist kein subtiler Unterschied. Es ist ein grundlegendes Versagen der Politik.

CO₂-Intensität der Stromerzeugung in Frankreich und Deutschland (2017). Frankreich erzeugt strukturell saubereren und stabileren Strom als Deutschland – Quelle: Environmental Progress, basierend auf Daten des Fraunhofer ISE und von RTE.

Aktuelle Zahlen bestätigen, dass dieser Unterschied nach wie vor besteht: Frankreich emittiert etwa 20–30 g CO₂/kWh, während Deutschland etwa 300 g CO₂/kWh emittiert (Quelle: RTE France, Ember, Fraunhofer ISE).

Die Strompreise entsprechen der Energiepolitik: Deutsche Haushalte zahlen etwa doppelt so viel wie französische Haushalte. Quelle: Eurostat (2024).

Der Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland zeigt, dass die Energiepolitik tatsächlich eine Rolle spielt. Frankreich hat sich für die Kernenergie entschieden und verfügt über ein stabiles System mit geringen Emissionen und relativ moderaten Preisen. Deutschland hat seine Kernkraftwerke stillgelegt und Hunderte von Milliarden in Wind- und Solarenergie investiert und sieht sich nun mit höheren Preisen, einer größeren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und sogar höheren CO₂-Emissionen pro kWh konfrontiert. Zwei Länder, zwei Entscheidungen, zwei Ergebnisse.

Was die Leute lieber nicht erwähnen

Die Schattenseiten der Energiewende werden in Europa nach wie vor bemerkenswert wenig thematisiert. Beispiele hierfür sind:

• Wochenlange Phasen ohne Sonne und Wind

• Die Reserveversorgung mit fossilen Brennstoffen bleibt notwendig

• Daher ist eine doppelte Infrastruktur erforderlich

• Das Stromnetz steht unter enormem Druck

• Wir bleiben von Rohstoffen und Bergbau abhängig

• Die Beeinträchtigung von Landschaft und Natur

Das sind keine Randthemen. So funktioniert das System. Doch wer darauf hinweist, wird schnell als „auf der falschen Seite der Debatte“ stehend abgestempelt.

Der Trugschluss

Europa versucht, ein stabiles Energiesystem durch ein instabiles zu ersetzen. Und es glaubt, dieses Problem lösen zu können, indem es den Ausbau noch schneller vorantreibt. Das ist keine Strategie. Das ist Sturheit. Unser Direktor Marcel Crok stellt dazu fest: „Nachhaltig“ ist nicht automatisch eine Lösung.

Die Alternative

Im Jahr 2019 legte Clintel den europäischen Staats- und Regierungschefs die Weltklimadeklaration vor. Die Botschaft war klar:

• Es gibt keine Klimakrise

• und daher keinen Grund für Panikmaßnahmen

• Der Schwerpunkt sollte auf zuverlässiger und bezahlbarer Energie liegen

Hätte Europa diesen Rat befolgt, hätte es heute wahrscheinlich ein stabileres Energiesystem mit niedrigeren Energiepreisen, weniger Problemen im Stromnetz und nicht zuletzt einer stärkeren Industrie.

Zudem hätte die Kernenergie als Rückgrat dienen können, während heimisches Gas als strategischer Puffer und erneuerbare Energien als Ergänzung statt als Grundlage hätten dienen können.

Die wahren Kosten werden langsam immer offensichtlicher

Der Abstand zu den Vereinigten Staaten vergrößert sich. Schließlich profitieren die USA von günstigen Energiepreisen, einer starken Industrie und damit von einem höheren Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig hat Europa mit hohen Energiepreisen zu kämpfen, verliert seine Industrie und hinkt wirtschaftlich hinterher.

Dies zeigt sich in der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in den USA im Vergleich zur EU. Der Energiepreis spielt dabei eine entscheidende Rolle. Das ist kein Zufall. Das ist Politik. Und Politik hat Konsequenzen.

Günstige Energie und die Politik machen den Unterschied – die USA wachsen weiter, Europa hinkt hinterher. Quelle: IWF WEO (Bearbeitung).

Die Krise Europas besteht nicht darin, dass die Energiewende nicht schnell genug voranschreitet. Die Krise besteht vielmehr darin, dass die gesamte Politik losgelöst von der physischen und wirtschaftlichen Realität ist. Dennoch treten die Politiker in Brüssel und in den europäischen Hauptstädten weiterhin das Gaspedal durch und rasen mit voller Geschwindigkeit auf die Wand zu.

Eine Version dieses Artikels wurde zuvor auf theliberum.com veröffentlicht.

Evert Doornhof ist seit langem in der Finanzwelt in kaufmännischen und leitenden Funktionen tätig. Nach der COVID-Pandemie änderte er seinen Kurs, als er beobachtete, wie schnell persönliche Freiheiten eingeschränkt werden können. Er setzt sich nun dafür ein, Licht in Krisen zu bringen, die künstlich herbeigeführt oder übertrieben erscheinen. Unter anderem ist er bei der Clintel Foundation aktiv, wo er die Social-Media-Kanäle betreut und mehrere Artikel verfasst hat.

Link: https://clintel.org/european-energy-policy-full-speed-towards-the-wall/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Die EU und UK ähneln immer mehr der ehemaligen Sowjetunion

28. April 2026 um 07:00

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Tilak Doshi
Das „Ancien Régime“ Westeuropas wird nicht mehr lange Bestand haben. Populistisch-konservative Parteien haben in den letzten Jahren auf dem gesamten Kontinent an Boden gewonnen, gerade weil die gelebte Realität der Mehrheit im Widerspruch zur Doktrin der Eliten steht. Doch solange die Wähler nicht auf eine Rückkehr zu wirtschaftlichem Sachverstand, einer rationalen Energiepolitik und nationaler Souveränität drängen, werden Westeuropa und Großbritannien ihren Kurs im Stil der Sowjetunion fortsetzen.

Nach einer Woche massiver Proteste kam Irland zum Stillstand. Landwirte, Lkw-Fahrer und Spediteure blockierten Autobahnen, Häfen und die einzige Ölraffinerie des Landes, wodurch ein Drittel der Tankstellen ohne Benzin dastand. Unmittelbarer Auslöser war ein starker Anstieg der weltweiten Kraftstoffpreise, verursacht durch die militärischen Operationen der USA und Israels gegen den Iran und die daraus resultierenden Störungen in der Straße von Hormus. Doch die tiefer liegenden Missstände waren offensichtlich. Die Demonstranten forderten nicht nur eine Obergrenze für die Kraftstoffpreise, sondern auch die Aussetzung der geplanten Erhöhungen der CO₂-Steuer – Maßnahmen, die Energie für viele Haushalte bereits zu einem Luxus gemacht hatten.

Hinter der Wut stand, wie Kommentatoren bei MCC Brüssel und anderswo feststellten, die kumulierte Belastung durch eine aggressive grüne Dekarbonisierung in Verbindung mit rascher Masseneinwanderung, die beide den arbeitenden Menschen unerträgliche Kosten auferlegt haben ohne greifbare Vorteile zu bringen. Die letztendliche Reaktion der Regierung – Steuersenkungen in Höhe von 505 Millionen Euro und eine Verschiebung der CO₂-Steuererhöhung – war ein Eingeständnis, dass die Klimapolitik und die Migrationspolitik der Elite schließlich zu einer sozialen Explosion auf den Straßen geführt hatten. Doch wie ihre Amtskollegen in der EU und in UK stützt sich die irische Regierung seit langem auf eine von der Elite gesteuerte Integration, die bewusst von demokratischer Politik und echter Unterstützung durch die Bevölkerung abgeschottet ist.

Sowjetunion

Die Europäische Union und UK ähneln sowohl in ihrer institutionellen Architektur als auch in ihrer ideologischen Rigidität zunehmend der späten Sowjetunion. Eine nicht gewählte zentrale Bürokratie bestimmt die politische Agenda, während die nationalen Parlamente und das Europäische Parlament kaum mehr als demokratisches Theater bieten. Die 32.000 Beamten der Kommission, die sich rechtlicher Immunität und großzügiger Privilegien erfreuen, fungieren als moderne Nomenklatura, die von jeglicher Rechenschaftspflicht abgeschirmt ist. Wie Finn Andreen in seiner Analyse vom Februar 2026 für das Mises Institute dokumentierte, agiert Brüssel nach dem Prinzip des „demokratischen Zentralismus“ und verlagert in aufeinanderfolgenden Krisen – Globalisierung, Covid, Ukraine, Migration – stetig Souveränität von den Mitgliedstaaten nach oben.

Eine ähnliche Einschätzung findet sich in russischen wissenschaftlichen Kommentaren, in denen die EU als geopolitische Einheit beschrieben wird, die eher auf Ideologie als auf organischen nationalen Interessen beruht. Das Ergebnis ist ein Staat, der bei den klassischen liberalen Aufgaben versagt – wie etwa der Instandhaltung der Infrastruktur, der Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung, der Preisstabilität, der Landesverteidigung und der Erleichterung des freiwilligen Handels, während er sich im Narrativmanagement und in der Unterdrückung abweichender Meinungen auszeichnet. Dies ist keine rhetorische Übertreibung. Es ist das beobachtbare Ergebnis einer zentralistischen Planung, die sich in ein progressives Gewand hüllt.

Während die UdSSR den „neuen sowjetischen Menschen“ versprach, der sich dem kollektiven Wohl verschrieben hatte, verlangt das heutige EU-Modell die Einhaltung von DEI, ESG, Critical Race Theory, „Umweltgerechtigkeit“ und eine sich ständig ausweitenden Hierarchie der Opferrollen. Der Staatsapparat ist nicht darauf ausgerichtet, messbare Ergebnisse in Bezug auf Lebensstandard oder Sicherheit zu erzielen, sondern darauf, die Unzufriedenheit der Bevölkerung einzudämmen, die einer Politik unterworfen ist, die ihr von Großstadteliten mit luxuriösen Überzeugungen und Gruppendenken aufgezwungen wird. In einer letzte Woche ausgestrahlten wütenden Tirade warf eine Anruferin namens „Georgina“ in der britischen Sendung „Talk TV“ Sir Keir Starmer vor, „die nationale Identität zugunsten einer globalistischen Agenda auszulöschen“. Für viele Zuhörer gelten ihre pointierten Kritikpunkte am britischen Premierminister gleichermaßen für Personen wie die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen sowie für die Führer der irischen Koalitionsregierung aus Fianna Fáil und Fine Gael.

Institutionelle Anklänge an die sowjetische Vergangenheit

Die strukturellen Parallelen sind eindeutig. In der UdSSR trafen das handverlesene Politbüro und das Zentralkomitee die tatsächlichen Entscheidungen; der Oberste Sowjet gab ihnen lediglich den Segen. In der EU diktiert die nicht gewählte Kommission die Handels-, Energie-, Industrie- und Umweltpolitik, während die Mitgliedstaaten nur noch die Illusion von Souveränität bewahren. Selbst das Großbritannien nach dem Brexit weist diese Symptome auf. Der Sieg der Labour-Partei im Jahr 2024, der mit 33,7 % der Stimmen (und nur 20 % der Wählerschaft) errungen wurde, reflektierte nicht allgemeine Begeisterung, sondern Abscheu gegenüber 14 Jahren konservativer Annäherung an den gleichen kosmopolitischen, progressiven Konsens. Die Leistung des Staates bei seinen Kernaufgaben verschlechtert sich weiter.

Klassische Liberale seit Adam Smith nannten als legitime Aufgaben des Staates die Gewährleistung der äußeren Verteidigung, die Sicherung von Eigentumsrechten, die Durchsetzung von Verträgen, die Bereitstellung öffentlicher Güter wie Straßen und Brücken, die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung sowie eine stabile Währung. In ganz Westeuropa werden diese Grundlagen vernachlässigt, während Ressourcen in die Durchsetzung von Narrativen und regulatorische Übergriffe fließen.

Großbritannien liefert ein eindrucksvolles Beispiel für eine Lohnkompression, die sogar das Niveau der Sowjetzeit übertrifft. Der Mindestlohn liegt derzeit bei etwa 66 % des Durchschnittsverdienstes – höher als der sowjetische Höchststand von rund 60 %. Nach Abzug von Steuern, Sozialabgaben und öffentlichen Dienstleistungen schrumpft das Verhältnis des Nettoeinkommens zwischen einem Verdiener von 100.000 £ (oberste 5 %) und einem Vollzeitbeschäftigten zum Mindestlohn auf etwa 3:1. Während der Sowjetzeit fiel das entsprechende Verhältnis nie unter 5:1 und schwankte in der Regel zwischen 3,2 und 4,4. Das ist kein Erfolg der Gleichheit; es ist die Stagnation, die durch hohe Grenzsteuersätze, Sozialleistungsfallen und regulatorische Mobilitätsbarrieren verursacht wird.

Ideologische Reinkarnation: Von Rot zu Regenbogen

Die Ideologie hat zwar ihr Äußeres verändert, nicht aber ihren Charakter. Der sowjetische Kommunismus erzwang Konformität durch Klassenkampf; das heutige progressive Credo erzwingt sie durch Identität, Gleichberechtigung und Klimakatastrophen-Eschatologie. Oppositionsparteien, die als „rechtsextrem“ gebrandmarkt werden – Deutschlands AfD, Frankreichs Rassemblement National, Großbritanniens Restore Britain – sehen sich unerbittlicher Feindseligkeit seitens der Medien, behördlicher Schikane und richterlichem Aktivismus ausgesetzt.

In Großbritannien ist eine zweigleisige Politik zur Routine geworden: Online-Kommentare zur Masseneinwanderung ziehen oft schneller die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich als Ladendiebstahl, Grooming-Banden oder islamistische Radikalisierung in örtlichen Moscheen. In einem mittlerweile viral gegangenen Interviewausschnitt stellte Konstantin Kisin, der in Russland geborene Co-Moderator des Podcasts „Triggernometry“, seinem Gastgeber eine Frage, die nach wie vor nachhallt: „In Russland wurden im letzten Jahr 400 Menschen wegen Äußerungen in den sozialen Medien verhaftet. Wie viele wurden Ihrer Meinung nach in Großbritannien verhaftet?“ Die Antwort – 3.300 – sorgte für Aufschreie. Jahre später hat sich die Kluft nur noch vergrößert. Allein im Jahr 2023 verzeichnete die britische Polizei 12.183 Festnahmen wegen „anstößiger“ Online-Äußerungen. Ein Land, das einst der Welt Lektionen in Sachen Freiheit erteilte, überwacht nun die Meinungsäußerung mit einem Eifer, der die alten sowjetischen Zensoren beeindruckt hätte.

In der EU drohen Andersdenkenden außergerichtliche finanzielle Sanktionen, ohne dass vor Gericht Anklage erhoben wird. Jacques Baud, ein ehemaliger Schweizer Oberst und Geheimdienstanalyst mit Spezialisierung auf Militär- und Terrorismusfragen, sah sich im Dezember 2025 mit einer Einfrierung seiner Vermögenswerte in der EU konfrontiert, weil er strategische Analysen veröffentlicht hatte, die der westlichen Politik gegenüber der Ukraine kritisch gegenüberstanden; eine Ausnahmegenehmigung aus humanitären Gründen wurde erst nach einem öffentlichen Aufschrei gewährt.

Gruppendenken

Das Gruppendenken zeigt sich besonders deutlich in der fanatischen antirussischen Haltung, die mittlerweile ein Kernelement der Selbstidentität Westeuropas und der NATO bildet – mit der bedeutenden Ausnahme von Präsident Trumps Amerika. Russland wird als von Natur aus revisionistische Macht dargestellt, die darauf aus ist, auf Paris und Berlin zu marschieren, was jede Form von Verhandlungen für moralisierende europäische Diplomaten ethisch unzulässig macht. Während China als langfristiger systemischer Rivale identifiziert wird, bleibt die unmittelbare Obsession die Notwendigkeit, Russland in kleinere Kleinstaaten zu zersplittern – ein Thema, das von hochrangigen EU-Vertretern wie Kaja Kallas wiederholt angemahnt worden ist.

Diese unaufhörliche Kriegstreiberei hat sich nahtlos in die allgemeine progressive Ideologie eingefügt. Christliche Tugenden – Familie, Nation, traditionelle Moral – werden routinemäßig als frauenfeindlich oder ethno-nationalistisch abgetan. Bezeichnend dafür ist die langjährige Kampagne der EU gegen das Ungarn von Viktor Orbán, das sich gegen offene Grenzen und die LGBTQ-Agenda in Schulen gewehrt hat. Nach dem anfänglichen Jubel in Brüssel über die jüngste Wahlniederlage von Ministerpräsident Orbán setzte bei den EU-Bürokraten eine nüchternere Erkenntnis ein, als der siegreiche Kandidat Péter Magyar (Tisza-Partei) nur wenige Tage später klarstellte: „Ungarn wird keinen [Einwanderungs-]Pakt akzeptieren. Tatsächlich werde ich den Grenzzaun noch weiter verstärken.“

Eine globalistische Regierungsführung, die nationale Grenzen außer Kraft setzt, das jüdisch-christliche Erbe des Westens herabwürdigt, fossile Brennstoffe verteufelt und erneuerbare Energien als moralische Imperative hochhält, ist zur neuen Orthodoxie geworden. Europas herrschende Eliten verkörpern einen Regierungsstil, der emotionale Signale mit kompetenter Staatskunst verwechselt.

Der Sicherheitsstaat und die Unterdrückung abweichender Meinungen

Die Durchsetzung erfordert institutionelle Macht. Die NATO-Mitgliedstaaten unterliegen geheimen „Verpflichtungen“ oder Resilienz-Zielen, die innenpolitische Entscheidungen außer Kraft setzen können. Ein niederländischer Gesundheitsminister führte diese Verpflichtungen öffentlich als Grund dafür an, dass bestimmte Maßnahmen zur Pandemievorsorge nicht umgesetzt werden konnten. Strategische Kommunikationsinitiativen im Europäischen Parlament werden nicht von der Kommunikationsdirektion, sondern vom Sicherheitskommissar geleitet – ein Beleg dafür, dass Verteidigungs- und Geheimdienstapparate mittlerweile über der Politik stehen. Migration, Energiepolitik, öffentliche Gesundheit und die Haltung gegenüber Russland werden alle in erster Linie als Sicherheitsbedrohungen dargestellt. Andersdenken wird als kognitive Kriegsführung umgedeutet; der Zugang zu alternativen Medien gilt als Anscheinsbeweis für ausländische Einflussnahme. Der Westen, der einst ohne Furcht sowjetische Zeitungen importierte, behandelt russische Medien heute als Vehikel der Gedankenkontrolle und verbietet beispielsweise RT [der russische Auslands-Fernsehsender in englischer Sprache „Russia Today“. A. d. Übers.]

Energie-Rationierung: der grüne Weg in den Niedergang nach sowjetischem Vorbild

Während die politischen Eliten in der EU, Kanada und Australien die Sperrung der Straße von Hormus als Ursache der Energiekrise anprangern, ist dies lediglich der Funke. Der Treibstoff für die Feuersbrunst im Westen (mit der bedeutenden Ausnahme der USA unter Präsident Trump) hat sich seit mindestens zwei Jahrzehnten angehäuft, wenn nicht sogar schon länger.

Auf IPCC-Klimamodellen basierende Netto-Null-Ziele, die auf vorab festgelegte Ergebnisse „abgestimmt“ sind, fungieren de facto als Rationierungsprozess. Haushalte und Industrie werden durch Steuern, Vorschriften und Preissignale zu einem reduzierten Verbrauch gedrängt. Die Sanktionen gegen Russland im Jahr 2022 führten zu klassischen Bumerang-Effekten: Die EU und Großbritannien, die bewusst die Förderung in der Nordsee, Fracking, die Stromerzeugung aus Kohle und die Kernkraftkapazitäten eingeschränkt hatten, fanden sich als Preisnehmer auf den globalen LNG-Märkten wieder, während die Vereinigten Staaten Rekordmengen exportierten. Die heimische Energiefülle wurde auf dem Altar der Emissionsbilanzen geopfert; das Ergebnis waren höhere Preise, die Verlagerung von Industrie ins Ausland und geopolitische Bedeutungslosigkeit.

Ein britischer Ökonom hat kürzlich ausgesprochen, was sonst nur hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird: Hohe Energiepreise seien „gut für das Klima“, dämpfen sie doch die Nachfrage. Unter Berufung auf Untersuchungen, wonach ein Anstieg der Benzinpreise in Großbritannien um 10 % den Verbrauch um bis zu 5 % senken kann, befürwortet die Analyse faktisch die Rationierung durch Preise als Instrument der Umweltpolitik. Die Energiekosten bestehen bereits zu 40–50 % aus Steuern, doch eine Senkung dieser Steuern zur Entlastung von Haushalten und Unternehmen wird als undurchführbar abgetan.

Die verspäteten Eingeständnisse sowohl von Bundeskanzler Friedrich Merz als auch von Ursula von der Leyen, dass der vorzeitige Atomausstieg ein „strategischer Fehler“ gewesen sei, haben zu keiner Kehrtwende in der Energiepolitik geführt. Die grüne Ideologie mit der Kommission als ihrer Priesterschaft bleibt weiterhin vorherrschend. Das wirtschaftliche Urteil ist eindeutig. Vom vierten Quartal 2019 bis zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025 stieg das BIP der USA um 14,6 %, während das Deutschlands nur um 0,5 % zunahm – die schwächste Leistung innerhalb der G7. Das BIP von UK wuchs im gleichen Zeitraum um 5,3 %; die Eurozone erreichte 6,7 %. Die Prognosen des IWF und der OECD für 2026 gehen von einem Wachstum in den USA von fast 2 % aus, während die EU und UK bei unter 1,5 % bzw. 1 % stagnieren.

Moralisierung

Europa hat sich auf den globalen Energiemärkten in eine unterwürfige Rolle gedrängt und ist nun von Lieferanten abhängig, die es einst moralisch unter Druck setzen wollte. Russland seinerseits hat sich angepasst. Die Sanktionen haben die russische Wirtschaft eher gestärkt als geschwächt; nationaler Stolz hat die frühere Begeisterung für westliche Vorbilder abgelöst. Nach der Einstellung des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus wurden die Sanktionen gegen russische Ölexporte aufgehoben, und die Ölpreise sind hoch – beides kommt der russischen Wirtschaft zugute.

Die Russen betrachten eine anhaltende Abgrenzung vom im Niedergang begriffenen Westen mittlerweile allgemein als sinnvolle Absicherung. Putins Russland bleibt im Grunde eine Status-quo-Macht – die sich nach den wiederholten Misserfolgen des Minsk-Prozesses und der Osterweiterung der NATO um den Schutz der ethnischen Russen im nahen Ausland sorgt –, doch Europas ideologischer Kreuzzug hat die Brücken für eine ganze Generation abgebrochen.

Das Ancien Régime Westeuropas wird nicht mehr lange Bestand haben. Populistisch-konservative Parteien haben in den letzten Jahren auf dem gesamten Kontinent an Boden gewonnen, gerade weil die gelebte Realität der Mehrheit der Doktrin der Elite widerspricht. Doch solange die Wähler keine Rückkehr zu wirtschaftlichem Sachverstand, einer rationalen Energiepolitik und nationaler Souveränität erzwingen, werden Westeuropa und Großbritannien ihren Kurs im sowjetischen Stil fortsetzen: zentrale Planung ohne Gulag, Energie-Rationierung ohne Brotschlangen und Kontrolle der öffentlichen Meinung, ohne dass „neun Gramm Blei im Hinterkopf“ in den Kellern von Stalins Lubjanka nötig sind.

This article was first published in the Daily Sceptic on 21 April 2026

Dr Tilak K. Doshi

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO2 Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://clintel.org/the-european-union-and-the-uk-increasingly-resemble-the-late-soviet-union/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Die EU und UK ähneln immer mehr der ehemaligen Sowjetunion erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Ganz einfach: Die meisten Australier wollen „drill, Baby, drill“ und scheren sich nicht um „Netto-Null“.

27. April 2026 um 17:00

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Von Jo Nova

Ein paar Wochen hoher Treibstoffpreise haben 20 Jahre Klimapropaganda zunichtegemacht, pfft!

In den letzten zwanzig Jahren wurde das Thema Ölförderung in Australien kaum diskutiert. Es war undenkbar. Doch zwei neue Umfragen zeigen ein dramatisches Umdenken. Plötzlich wünschen sich die australischen Wähler mehr Öl und Gas. In der ersten Umfrage sprachen sich 65 % für eine Ausweitung der Öl- und Gasförderung aus, in der zweiten waren es 57 %. Das sind überwältigende Mehrheiten. Und die Diskussion darüber hat gerade erst begonnen.

Nur eine kleine Minderheit (lediglich 16 %) schwenkte noch die grüne Fahne und lehnte Ölbohrungen ab. Selten sieht man in einer Demokratie so viele Menschen, die sich gegen die Regierungspolitik stellen.

Die Skepsis gegenüber erneuerbaren Energien nimmt zu. Ich sehe nicht, wie die erzwungene Klimaneutralitätsrevolution die hohen Brennstoff- und Strompreise überstehen soll.

Stark steigende Unterstützung für neue Raffinerien, Öl- und Gasbohrungen sowie Biokraftstoffe

Von Geoff Chambers, The Australian, 17. April

Mehr als 70 Prozent der Australier befürworten den Bau neuer Treibstoffraffinerien und 65 Prozent der Wähler unterstützen nach dem Krieg im Nahen Osten verstärkte Öl- und Gasbohrungen, während der Widerstand gegen Anthony Albaneses Revolution der erneuerbaren Energien wächst .

Angesichts wachsender Besorgnis über Australiens Treibstoffsicherheit nach einem Brand in einer der beiden verbliebenen Ölraffinerien des Landes zeigte die Umfrage eine stark steigende Zustimmung zu neuen Raffinerien (73 Prozent) und zur Erschließung weiterer Öl- und Gasvorkommen für die Treibstoffproduktion (65 Prozent)…

Lediglich 10 Prozent der Australier lehnen den Bau weiterer Raffinerien ab, und 16 Prozent sind gegen die Zulassung weiterer Öl- und Gasbohrungen.

Die Umfrage „Stimmung der Nation“ (7.–13. April) ergab eine „ rekordverdächtig negative Haltung gegenüber der Energiewende“. An der SECNewgate- Umfrage „Stimmung der Nation“ nahmen 1237 Wählerinnen und Wähler aus allen Bundesstaaten und Territorien teil.

Eine neue Umfrage von Sky News unter 1.500 Australiern ergab außerdem, dass eine überwältigende Mehrheit mehr Öl- und Gasbohrungen wünscht, selbst wenn dies die Netto-Null-Emissionen untergräbt.

Die Zahlen sind so eindeutig, dass sogar 47 % der Labour-Wähler die Öl- und Gasexploration befürworten. Sollte die Opposition dies zum Wahlkampfthema machen, wird Labour Wähler verlieren. Aber auch die Liberalen sind gefährdet. Wenn sie sich nicht für die Öl- und Gasexploration einsetzen, werden sie Stimmen an die Nationals und One Nation verlieren.

SkyNews.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Australier so bereitwillig das Netto-Null-Ziel aufgeben. Kaum jemand hat sich je wirklich für diese abstrakte UN-Richtlinie interessiert. Letztes Jahr wollte die Hälfte der Bevölkerung keinen einzigen Cent mehr für die Erreichung der Netto-Null-Ziele ausgeben, und 83 % waren gegen eine Anhebung des Ziels (was die Labour-Regierung dann trotzdem tat).

Politische Maßnahmen, die dem Willen von 80 % der Wähler widersprechen, sollten in einer Demokratie nicht vorkommen, doch die Labour-Partei hat es trotzdem getan…

https://joannenova.com.au/2026/04/just-like-that-most-australians-want-to-drill-baby-drill-for-oil-and-gas-and-dont-care-about-net-zero/

 

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(Auszug von RSS-Feed)
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