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Neue Studie: Solarenergie und Windkraft decken in 62 % aller Fälle nicht den jährlichen Energiebedarf

10. Juni 2026 um 09:00

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Kenneth Richard

„Im Gegensatz zu regelbaren fossilen oder nuklearen Kraftwerken schwankt die Leistung von Solar- und Windkraft unvorhersehbar mit den Wetterbedingungen, was zu Ungleichgewichten zwischen Angebot und Nachfrage führt.“ – Sargentis et al., 2026

Eine neue Studie nutzt stochastische Analysen, um die Eignung erneuerbarer Energiequellen (EE) zur Deckung des Energiebedarfs in Griechenland zu bewerten.

Die Ergebnisse zeigen, dass Solarenergie (PV) und Windkraft den jährlichen Energiebedarf nur in 32 % bzw. 44 % der Zeit decken. Wenn Strom zum Heizen oder Kühlen eines Hauses benötigt wird, können Wind- und Solarenergie dies in den meisten Fällen nicht leisten.

Darüber hinaus ist bekannt, dass eine stärkere Durchdringung durch erneuerbare Energien „die Abhängigkeit von der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen erhöht oder das Risiko von Stromausfällen vergrößert“.

Eine stärkere Abhängigkeit von Wind- und Solarenergie ist zudem „mit höheren Strompreisen verbunden“. Anders ausgedrückt: wir zahlen mehr, um weniger zu erhalten.

„Obwohl die Stromerzeugung aus Photovoltaik (PV) theoretisch den jährlichen Pro-Kopf-Strombedarf decken kann, schränkt ihre stochastische Schwankungsbreite die Systemzuverlässigkeit ohne Speicherkapazitäten erheblich ein. In der untersuchten Fallstudie deckt eine reine PV-Konfiguration den Bedarf nur in etwa einem Drittel der untersuchten Zeitschritte, während gleichzeitig erhebliche Energieüberschüsse entstehen, die gedrosselt werden müssen.“

Wenn die zuverlässige Deckung des Strombedarfs das angestrebte Ziel einer höheren Durchdringung von Wind- und Solarenergie ist, zeigt eine dokumentierte kombinierte Ausfallrate von ~62 %, dass diese Technologien äußerst unzuverlässig und unzureichend sind.

Link: https://notrickszone.com/2026/06/04/new-study-solar-photovoltaic-wind-power-fail-to-meet-annual-energy-demands-62-of-the-time/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Neue Studie: Solarenergie und Windkraft decken in 62 % aller Fälle nicht den jährlichen Energiebedarf erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Das THE-Paradigma scheitert bereits an der Ortstemperatur

02. Juni 2026 um 09:00

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von Uli Weber

Anscheinend war in meinem letzten Artikel die Konsequenz aus der Gleichsetzung der Strahlungsflüsse (ΦSonne = ΦErde) durch die Klimakirche bei den Treibhausvertretern nicht so richtig angekommen, deshalb noch einmal mit mehr Details:

Das THE-Paradigma: Der auf der Erde einfallende solare HF-Strahlungsfluss (ΦS) wird mit dem abgestrahlten IR-Strahlungsfluss der Erde (ΦE) gleichgesetzt:

HF-Strahlungsfluss Φ(Sonne) = IR-Strahlungsfluss Φ(Erde)

Die weitere Treibhaus-Rechnung der Klimakirche geht dann so:

PI x RE^2 x So = 4 x PI x RE^2 x SE

mit PI=Kreiszahl, RE=Erdradius, So=Solarkonstante und SE=spez. Abstrahlung der Erde

SE = So / 4 = 1.367 W/m^2 / 4 = 341,75 W/m^2

Nach dieser eigenartigen Gleichsetzung der Strahlungsflüsse eines selbststrahlenden Zentralgestirns und eines einseitig bestrahlten und rotierenden Planeten beträgt die globalisierte spezifische Einstrahlung auf der gesamten Tag&Nacht-Erde also 342 W/m^2. Unter Abzug des Albedoanteils von 30 Prozent ergibt sich dann eine spezifische Abstrahlungsleistung der Erde von 239 W/m^2, und zwar ebenfalls global, also am Polartag, in der Polarnacht – und auch überall sonst. Eine rein mathematische Stefan-Boltzmann-Inversion dieses globalisierten Durchschnittswertes ergibt physikalisch allerdings keinerlei Sinn, weil diese Globalerleuchtung halt nicht zeitgleich erfolgt. Wer sich’s nicht vorstellen kann, sollte einfach mal den unlösbaren Schulz’schen-Fußballversuch (Werner – nicht der World Cup Willi) durchführen und mit einer einzigen Taschenlampe einen ganzen Fußball beleuchten. Und weil das nun mal zeitgleich nicht funktioniert, errechnet man dann für unsere halbseitig bestrahlte Erde rein mathematisch eine unphysikalische „natürliche Globaltemperatur“ von (-18°C) für deren gesamte Oberfläche, also auch wieder für den Polartag, die Polarnacht und auch überall sonst …

Da fragt man sich natürlich, wo denn in dieser physikalisch lückenhaften Betrachtung eigentlich die individuelle örtliche Temperaturgenese vorkommt. Denn ganz offensichtlich hat man bei der beschriebenen Gleichsetzung der Strahlungsflüsse „ganz zufällig“ den Wechsel von Tag und Nacht und damit den ausschließlichen Kontakt von Sonnenlicht und Materie auf der Tagseite unserer Erde „vergessen“:

Fragen wir also mal die KI der GOOGLE-Suchmaschine: „Wie wird in General Circulation Models die Ortstemperatur berechnet?

>>> Übersicht mit KI: In General Circulation Models (GCMs) wird die Ortstemperatur – meist als bodennahe Lufttemperatur in 2 Metern Höhe – durch die Lösung komplexer physikalischer Gleichungen auf einem dreidimensionalen Gitter berechnet, das die Erde überzieht.

Die Berechnung basiert auf fundamentalen Prinzipien:

  • Grundgleichungen: GCMs basieren auf den physikalischen Grundgesetzen der Thermodynamik, der Impulserhaltung, der Massenerhaltung und der Energieerhaltung.
  • Numerische Berechnung: Die Atmosphäre wird in Gitterzellen unterteilt (horizontal und vertikal). Für jede Zelle berechnet das Modell zeitlich fortschreitend die Temperaturänderungen basierend auf ein- und ausgehender Strahlung, Wärmetransport und Feuchtigkeit.
  • Wärmehaushalt: Die Temperatur wird maßgeblich durch die Strahlungsbilanz bestimmt. Hierbei werden die Absorption von Sonnenstrahlung und die Emission langwelliger Wärmestrahlung berechnet.
  • Kopplung der Komponenten: Moderne GCMs (Erdsystemmodelle) berechnen die Temperatur nicht nur in der Atmosphäre, sondern simulieren auch die Wechselwirkungen mit Ozeanen, Landoberflächen, Eisflächen und der Biosphäre, um die Temperaturverteilung präzise zu bestimmen.
  • Prozessparametrisierung: Kleinräumige Prozesse, die nicht direkt im Gitter aufgelöst werden können (z.B. Wolkenbildung, Niederschlag), werden durch physikalische Parametrisierungen angenähert, die ebenfalls in die Energiebilanz und somit in die Temperatur einfließen.

Die berechnete 2m-Temperatur ist dabei einer der wichtigsten Klimaparameter, der unmittelbar auf Änderungen im Strahlungsantrieb (z.B. durch Treibhausgase) reagiert. <<<

Also, die GOOGLE-KI behauptet, die Ortstemperatur würde maßgeblich durch die Strahlungsbilanz bestimmt werden und ändert sich unmittelbar auf Änderungen des Strahlungsantriebs. Vom FAR (1. Sachstandsbericht des IPCC) über SAR und TAR zum AR4 (4. Sachstandsbericht) hatte sich die horizontale Ausdehnung der Gitterzellen von GCMs von etwa 500 Kilometern auf etwa 110 Kilometer verringert:

Abbildung 1: Entwicklung der GCM-Gitterzellen vom 1. bis zum 4. IPCC Sachstandsbericht

Quelle Wikipedia (dortiger Lizenzhinweis: Verändert nach IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, Figure 1.4)

Diese Abbildung verdeutlicht, wie eindrucksvoll sich durch den Anstieg der digitalen Rechenleistung in den knapp zwei Jahrzehnten zwischen 1990 und 2007 die geografische Auflösung der Klimamodelle entwickelt hatte. Hier sei auf den freundlichen Herrn Nyquist verwiesen, dessen Abtasttheorem besagt, dass die Datendichte mindestens doppelt so hoch sein muss wie die Frequenz des höchsten daraus darstellbaren Signals. Also spiegelt die Entwicklung der GCMs zunächst einmal eine deutliche Detaillierung und Verbesserung der räumlichen Auflösung wider. Wenn wir Nyquist jetzt aber einmal umkehren, dann besteht durch eine solche verbesserte Auflösung gleichzeitig die Gefahr, dass dabei typische großräumige jahreszeitliche Klimamuster im hoch aufgelösten kleinräumigen Wettergeschehen untergehen – und die Lebensdauer von Wettervorhersagen ist ja allseits bekannt…

Die Minimierung der GCM-Gitterzellen ist also der falsche Weg für eine Glaskugelcomputerweis­sagung des Klimas für das Jahr 2100. Hier sollte man wohl eher auf die WMO-Definition von Klima zurückgehen und großräumige jahreszeitliche Klimamuster und deren Veränderung betrachten.

Die theoretische Basis für die solare Einstrahlung auf der Erde und damit der grundlegenden Parameter für die Berechnung der Ortstemperatur hatte mit dem gestiegenen Detaillierungsgrad der GCMs nicht mithalten können. In einer wissenschaftlichen Veröffentlichung hatte Wild (2005) die Strahlungsbilanzen von zwanzig allgemeinen Zirkulationsmodellen (GCMs) analysiert. Der Mittelwert dieser 20 GCMs ergibt 162 Watt pro Quadratmeter für den an der Erdoberfläche absorbierten Anteil der kurzwelligen Solarstrahlung und 74 Watt pro Quadratmeter für den in der Atmosphäre absorbierten Anteil. Insgesamt werden somit 236 Watt pro Quadratmeter der kurzwelligen Solarstrahlung zwischen der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) und der Erdoberfläche absorbiert. Dieser Mittelwert belegt, dass selbst in allgemeinen Zirkulationsmodellen die Vierteilung der Solarkonstante, wie sie im Rahmen des GHE-Paradigmas definiert wird, in die Berechnung von aktuellen Klimamodellen eingeht. Die GCMs bewegen sich also schon einmal primär im minus18°C-Universum des THE-Paradigmas. Das eigentliche Problem in der computergestützten Hexenküche ist halt nur, wie man aus diesem minus18°C-Universum dann die tatsächlich gemessene Ortstemperatur simulieren kann. Denn am Ende sollte aus der globalisierten terrestrischen Netto-Strahlungsbilanz ja durch eine Mittelung der Ortstemperaturen die allseits bekannten und berüchtigten 390 W/m^2 als durchschnittliche spezifische Abstrahlungsleistung der sogenannten „globalen Durchschnitts­temperatur“ von 15°C entstehen. Schließlich muss also bei der Durchschnittsbildung über alle GCMs am Ende auch irgendwie die um 33 Kelvin höhere sogenannte „globale Durchschnitts­temperatur“ von 15 °C herauskommen. Diese Differenz von etwa 150 W/m^2 muss sich in den Computer­simulationen also zwangsläufig aus Wechselwirkungen und dem Einfluss sogenannter „Klimagase“ ergeben; im Wesentlichen sind das Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Methan, unterstützt von weniger häufigen weiteren IR-aktiven Moleküle, aber:

Weder Wechselwirkungen noch „Klimagase“ können Energie erzeugen (1. HS der Thermo­dynamik), auch wenn das IPCC solche Angaben für seine Emissionsszenarien veröffentlicht:

Abbildung 2: Die drei verbliebenen RCPs – Quelle: EIKE-Artikel Ding Dong, RCP8.5 ist tot! (verändert)

Die einzelnen RCPs werden durch sogenannte Emissionspfade beschrieben, die bis zum Jahr 2100 in der jeweils angegebenen Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Globaltemperatur vom Ende der kleinen Eiszeit (1850) computersimuliert vermutet werden. Den Strahlungsantrieb für den jeweiligen Emissionspfad hat das IPCC vorgegeben – wie’s experimentell nachgewiesen wurde, steht da leider nicht. Weil aber Energie nun mal nicht erzeugt werden kann (1.HS), muss sie ja schließlich irgendwo hergenommen worden sein, möglicherweise aus unserem CO2-Steueraufkommen bis zum Jahr 2100, das wiederum auf der Unkenntnis des 2. HS der Thermodynamik aufgebaut ist.

Jedenfalls heizt der vermutete Strahlungsantrieb der anthrofossilen Emissionspfade als „Anthropogen Global Warming“ (AGW) dem vermuteten Treibhauseffekt mächtig ein und treibt ihn computersimuliert in selbstverbrennende Höhen. Dieser sogenannte THE ist nun also, zusammen mit seinem schnellwüchsigen kleinen Bruder AGW, über die Berechnungen von Wechselwirkungen und den Einfluss sogenannter „Klimagase“, insbesondere CO2, völlig unsichtbar in allen Klimamodellen enthalten. Denn irgendwo muss die fehlende Differenz von etwa 150 W/m^2 zwischen Theorie und Praxis ja schließlich herkommen.

Die mit einer physikalisch unsinnigen globalen Stefan-Boltzmann-Inversion erzeugte Lücke von etwa 150 W/m^2 zwischen Theorie und Praxis wird also durch ein unbewiesenes Phänomen namens „natürlicher atmosphärischer Treibhauseffekt“ geschlossen, das sich dem experimentellen Nachweis dauerhaft zu entziehen versteht, und mit dem wir deshalb auch nicht heizen können.

Diese computergestützten Zeugen des klimareligiösen Fegefeuers hängen aufgrund der mathematisch bedingten solaren Faktor4-Schwäche voll am Tropf von unbewiesenen CO2-Algorhythmen und können von Jedermann:In sofort verstanden werden, solange er*sie*es* sich bisher erfolgreich von der Physik ferngehalten hatte. Und als Indikator für das Fortschreiten der menschengemachten Klimakatastrophe spielt nun die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“ als Fieberkurve unserer Erde eine entscheidende Rolle in der apokalyptischen Erzählung der Klimakirche.

Bis zur Missionierung durch die Klimakirche war die global gemessene Durchschnittstemperatur eineinhalb Jahrhunderte lang nämlich lediglich eine neutrale wissenschaftliche Kenngröße für unseren Planeten Erde – und wird bis heute in der Astronomie für die Steckbriefe der Planeten genutzt. Innerhalb des betrachteten Zeitraums, also seit Beginn der Industrialisierung, hat sich unsere Erde eigentlich überhaupt nicht erwärmt:

1850: Professor Dr. Anders Levermann hatte am 28.11.2018 vor dem BT-Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die sogenannte vorindustrielle Durchschnitts­temperatur mit „15 Grad“ angegeben.

1906: Svante Arrhenius hat in seiner Veröffentlichung „Die vermutliche Ursache der Klimaschwankungen“ die gemessene Globaltemperatur mit 15°C angegeben.

1941: Milutin Milanković gibt in seinem Werk „Kanon der Erdbestrahlung und seine Anwendung auf das Eiszeitproblem“ die globale Durchschnittstemperatur mit 15°C an.

2016: Rahmstorf kritisiert 2018 auf SciLogs die von der NOAA (2016) veröffentlichte Globaltemperatur von 14,93 °C.

2025: GOOGLE-KI gibt die gemessene Globaltemperatur am 02.08.2025 mit 15 °C an.

Aber der Mensch ist ja erfindungsreich, insbesondere wenn es um Religion oder Krieg geht – oder gar um beides, also beispielsweise den religiösen Klimakrieg. Damit es nämlich in Zukunft wärmer werden kann, muss der Basiswert von 1850 lediglich immer kälter werden.

Also schaunmermal: Die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“ setzt sich aus global mehr oder viel weniger dicht verteilten Einzelmessungen zusammen. Die Google-Suchmaschine wirft dazu den folgenden (wegen Cookies) nicht genutzten Link aus:

Meteoblue (https://content.meteoblue.com › messungen › temperatur)

Laut Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) gibt es aktuell über 14’000 aktive Wetterstationen, welche täglich aktualisiert werden …“

Die übrigen Angaben im Internet schwanken von derzeit mehr als 2.800 Monatsmitteltemperaturen von weltweiten Wetterstationen bis hin zu aktuellen Wetterdaten von mehr als 29.000 Wetterstationen rund um den Globus.

Exkurs: So, und um jetzt schon mal dem Geschrei über die „verbotene Durchschnittsbildung“ vorzubeugen, stellen wir mal eine Betrachtung an. Aus einem Durchschnittswert kann lediglich eine Charakterisierung der jeweiligen Gesamtheit abgeleitet werden. Und das ist die gemessene globale Durchschnittstemperatur als planetare Kennzahl ja einstmals auch gewesen. Wenn wir beispielsweise den Durchschnitt aller Körpergrößen der gesamten Weltbevölkerung ermittelt hätten, dann können wir für jedes einzelne Individuum zwar die Aussagen „größer“, „kleiner“ oder „gleich“ treffen. Aber dieser Durchschnittswert selbst ermöglicht höchstens eine generelle Aussage über die Körpergröße der Spezies Mensch als „Mittelwert in den Grenzen von X bis Y“. Auf das Klima angewandt könnte man also in einer globalen Kartendarstellung immerhin Temperaturbereiche „größer“, „kleiner“ und „gleich“ oder gar +/- Grad Celsius gegenüber der sogenannten „gemessenen globalen Durchschnitts­temperatur“ kennzeichnen – aber nicht einmal zu einer solchen Darstellung ist die Klimawissenschaft willens oder in der Lage.

Stattdessen wurde aus einer simplen planetaren Kennzahl, der Durchschnittstemperatur des Planeten Erde, ein globales Wir-werden-alle-sterben-Horrorszenario zurechtgezimmert, inklusive einer CO2-Ablaßsteuer für die Nutzung der für uns lebensnotwendigen frei verfügbaren Energie.

Schaunmeralsomal und machen uns eine solche Karte einfach mal selber:

Abbildung 3: Karte der durchschnittlichen Jahrestemperatur 2002 als Differenz zur Globaltemperatur von 15 °C (schwarz) – Bearbeitung Uli Weber – Lizenz: CC BY-SA 3.0

Original: Annual Average Temperature Map by Robert A. Rohde for Global Warming Art

Quelle: Wikimedia Commons – Licence: CC BY-SA 3.0

Die 15°C-Linie (schwarz) musste durch Verbreiterung des Farbspektrums für den Wert von 15°C überhaupt erst einmal sichtbar gemacht werden. Im Ergebnis unduliert dieser dünne Streifen knapp vor dem Wechsel von rot auf gelb, geografisch etwa bei 40° Nord und Süd, rund um die Erde. Süd- und Mittelamerika, Afrika, Indien Südostasien, Ozeanien und Australien liegen im Jahresmittel über 15 °C, die Gebiete zwischen ca. 40° geografischer Breite und den Polen darunter. Dieser entwarnende Umstand macht auch deutlich, warum eine solche Grafik bisher nirgendwo aufgefunden werden konnte. Denn mit Ausnahme von Australien liegen die verzweifelten Protagonisten des Klimawahns alle unterhalb der globalen Mitteltemperatur. Und nur ein verschwindend geringer Anteil der Weltbevölkerung lebt in dem sichtbar gemachten Streifen mit einer jährlichen Durchschnitts­temperatur von 15°C – und auch der noch nicht mal wirklich, weil die tatsächlichen Temperaturen im Wechsel der Jahreszeiten lediglich um diesen jährlichen Durchschnitt herum schwanken. Die große Masse der Weltbevölkerung lebt seit Generationen entweder bei wesentlich höheren Durchschnitts­temperaturen bis zu etwa 30 °C und hat trotzdem überlebt und sich weiterentwickelt, oder sie lebt bei niedrigeren Temperaturen und hat deshalb beim fegefeuer­relevanten globalen Temperatur­anstieg von 1,5 Kelvin deutlich mehr Spielraum nach oben als das klimafanatisch behauptet wird.

Schaunmeralsoweiter: Die hemisphärische Temperaturgenese ist im THE-Paradigma völlig untergegangen und man hat die sogenannte „globale Durchschnittstemperatur“ der Altvorderen missbraucht, um damit den menschengemachten Klimawahn zu unterfüttern. Der Trick mit der sogenannten „globalen Durchschnittstemperatur“ bietet nämlich die elegante Möglichkeit, auf eine globale Betrachtung überzugehen, weil für den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von global 33 Kelvin keinerlei lokale Verteilung für unsere Erde existiert. Damit wird dann die ortsunabhängig gemachte Argumentation auf die fossilen Energieträger gelenkt, deren Nutzung ja eigentlich unseren Lebensstandard begründet und uns von den Erschwernissen der vorindustriellen Zeit trennt. Die scheinbare globale Fieberkurve unserer Erde koppelt somit das individuelle persönliche Gedächtnis über den örtlichen Temperaturverlauf von einem vorgeblich globalen Geschehen ab. Ausgehend von der vorstehenden Abbildung kann man auch sagen, die Klimareligion kehrt sowohl die Flächenverhältnisse als auch die Betroffenheit um. Denn die Mehrheit des Globalen Südens lebt schon längst unter Bedingungen, die uns in der Selbstverbrennungs-Klimabibel als CO2-beheiztes Fegefeuer beschrieben werden, während die Industrienationen in Klimahysterie verfallen, obwohl ihnen viel mehr Spielraum nach oben gegeben ist, als die Klimawahrsager behaupten. Gleichzeitig wird dann auch noch der individuelle Abgleich mit den gemessenen örtlichen Temperaturkurven erschwert, denn Durchschnittswerte werden meist nur noch als Differenzen zwischen dem aktuellen 30-Jahre Intervall und einem Referenzintervall angegeben, damit die vorstehend beschriebenen tatsächlichen örtlichen Bezüge rückblickend auch wirklich nicht mehr hergestellt werden können.

Und wenn nun die Durchschnittstemperatur im Referenzintervall gesenkt wird, vergrößert sich der aktuelle Temperaturanstieg. Klimamissionarisch vorteilhaft wäre es zudem, wenn man die Temperaturdifferenz am Ende des aktuellen Zeitintervalls zusätzlich auch noch erhöhen könnte.

Die Vorstellungen der missionarischen Klimawandler gehen seit Jahren bereits so weit, die aktuellen 30-jährigen Betrachtungsintervalle jeweils zur Hälfte mit Modelltemperaturen „befüllen“ zu wollen, um den digitalkugelgeweissagten Temperaturanstieg medial noch anschaulicher darstellen zu können. Inwieweit ein solches Vorgehen in den Klimawissenschaften vielleicht bereits gängige Praxis sein könnte, entzieht sich allerdings der Kenntnis des Autors.

 

Der Beitrag Das THE-Paradigma scheitert bereits an der Ortstemperatur erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Bodensenkungen führen zu hohen Messwerten beim Anstieg des Meeresspiegels

31. Mai 2026 um 06:00

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H. Sterling Burnett

Der Meeresspiegel steigt, wie dies seit dem Ende der letzten Eiszeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit der Fall ist. Tatsächlich ist er in den letzten 12.000 Jahren weltweit im Durchschnitt um mehr als 120 Meter gestiegen.

Obwohl es keinen einheitlichen Trend beim Meeresspiegel gibt – wobei die an Pegelmessstationen gemessenen Werte an einigen Orten relativ konstant bleiben, an anderen steigen und an wieder anderen sogar sinken –, zeigen die Daten im Allgemeinen, dass der Meeresspiegel um etwa 2bis 30 mm pro Jahrzehnt steigt, je nachdem, ob Satellitenmessungen (und welche Satellitendatensätze) oder Pegelmessdaten verwendet werden. Kürzlich hat eine neue Reihe von Satelliten eine geringe Beschleunigung des globalen durchschnittlichen Meeresspiegelanstiegs gemessen. Abgesehen von der Frage, ob dieser leichte Anstieg – sofern er tatsächlich vorliegt und kein Artefakt einer Änderung im Satellitenmesssystem ist – außerhalb der Norm des historischen Meeresspiegelanstiegs liegt (was nicht der Fall ist) oder unkontrollierbar ist (was ebenfalls nicht der Fall ist), bleibt die Frage: Worauf ist der jüngste Anstieg des Meeresspiegels zurückzuführen?

Eine Studie in „Nature“ kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um eine Kombination aus menschlichen und natürlichen Faktoren handelt und dass eine der anthropogenen Ursachen unterschätzt wird und möglicherweise eine größere Rolle spielt als die globale Erwärmung.

Ein internationales Team aus 11 Forschern von Universitäten und Forschungsinstituten in den Vereinigten Staaten, UK, Deutschland, Kanada und China stellt fest, dass die Rolle und die Ursachen von Landabsenkungen oder vertikalen Bodenbewegungen (VLM), die oft mit dem Anstieg des Meeresspiegels verwechselt werden, kaum untersucht wurden, aber einen großen Anteil am gemessenen Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels haben.

Das Team untersuchte Daten aus 65 Prozent der Küstenstädte, darunter auch Delta-Städte in Südostasien, die in der Forschung zum Anstieg des Meeresspiegels an den Küsten üblicherweise nicht berücksichtigt werden. Sie stellten fest, dass die Küstenbevölkerung von 1995 bis 2020 einen doppelt so starken Anstieg des Meeresspiegels erlebte als auf Faktoren wie die globale Erwärmung zurückgeführt werden könnte. Tatsächlich deuten ihre Daten darauf hin, dass 71 Prozent der Küstenbevölkerung in Gebieten mit gravierenden Problemen durch Bodensenkungen leben.

Dutzende Artikel auf ClimateRealism.com haben darauf hingewiesen, welche Rolle Landabsenkungen beim gemessenen Anstieg des Meeresspiegels spielen, was die Unterscheidung zwischen dem Beitrag natürlicher Faktoren – einschließlich des Klimawandels – und anderen vom Menschen verursachten Faktoren erschwert.

Intensive Bebauung auf weichen Küstenböden führt zu Verdichtung; die Kanalisierung von Flüssen für den Schiffsverkehr und zur Verringerung von zufälligen Überschwemmungen verhindert die historische Bodenablagerung; die Trockenlegung von Feuchtgebieten für Bebauungszwecke führt zu stärkeren Überschwemmungen und steigenden Gezeiten; und die Entnahme von Grundwasser zur Deckung des Wasserbedarfs der wachsenden Küstenbevölkerung verursacht direkte Bodensenkungen. All dies sind schwerwiegende menschliche Faktoren, die zu einer erheblichen VLM führen.

„Beobachtungen zeigen, dass VLM die aktuellen absoluten Veränderungen des Meeresspiegels […] in anfälligen Gebieten, wie globalen Flussdeltas und insbesondere in Küstenstädten, die in Flussdeltas liegen, um eine Größenordnung (oder mehr) übersteigen kann“, schreibt das Forschungsteam. „Durch Grundwasserentnahme bedingte Bodensenkungsraten von 10 mm/Jahr haben zu deutlich höheren [relativen Meeresspiegelanstiegs-]Veränderungen als im globalen Durchschnitt in Flussdeltas, wie beispielsweise im Mekong-Delta …, oder in Städten beigetragen, die auf tief liegenden Delta- und Küstenebenen errichtet wurden, wie Bangkok, Manila oder Jakarta.“

Obwohl die an dieser Studie beteiligten Forscher nicht andeuten, dass sie bezweifeln, dass der Klimawandel zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt, deuten ihre Forschungsergebnisse darauf hin, dass mit der zunehmenden Bebauung von Küstengebieten der VSL bei den relativen Veränderungen des Meeresspiegels eine größere Rolle spielt als der Klimawandel, als allgemein anerkannt wird, und an vielen Orten vielleicht sogar eine größere Rolle als der Klimawandel.

Quellen: Nature; Climate Realism

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-580-private-climate-cabal-under-investigation/, dritte Meldung

Anmerkung des Übersetzers: Während es den Klimawandel schon immer gab, ebenso wie tektonische vertikale Landbewegungen, ist nur das mit der Besiedlung und der Bewirtschaftung neu. Das heißt, dass „Änderungen der Veränderung“ des Meeresspiegels wohl tatsächlich anthropogenen Ursprungs sind!

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(Auszug von RSS-Feed)

Volkswagen droht Strafe von 1,7 Milliarden Dollar wegen Nichterreichens der Emissionsziele.

19. Mai 2026 um 17:00

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WUWT, Gastautor Paul Homewood

Die Automobilhersteller stehen unter politischem Druck, auf Elektromobilität umzusteigen, um massive finanzielle Strafen zu vermeiden. Regierungen, insbesondere in Europa, verschärfen die Emissionsvorschriften und zwingen etablierte Marken, ihre Produktions- und Vertriebsmethoden zu überdenken. Für Konzerne wie den Volkswagen-Konzern wird es immer teurer und schwieriger wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bericht auf AOL:

Trotz massiver Bemühungen um Elektromobilität kommt VW nicht schnell genug voran, um die regulatorischen Vorgaben zu erfüllen. Diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit könnte das Unternehmen nun Strafzahlungen in Höhe von bis zu 1,7 Milliarden US-Dollar kosten. Es ist eine deutliche Erinnerung daran, dass der Übergang zur Elektromobilität nicht so reibungslos und profitabel verläuft wie erwartet.

Im Kern des Problems liegt ein grundlegendes Ungleichgewicht. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sind nach wie vor profitabler, während Elektrofahrzeuge für die Reduzierung von Flottenemissionen unerlässlich sind. Beides in Einklang zu bringen, ohne dabei Verluste zu erleiden, ist zu einer der größten Herausforderungen der modernen Automobilindustrie geworden.

Die Volkswagen-Führung hat sich überraschend offen zu der Situation geäußert. Anstatt so zu tun, als sei alles unter Kontrolle, räumen die Manager ein, dass sie vor der Wahl stehen, entweder Verluste mit Elektrofahrzeugen in Kauf zu nehmen oder Strafzahlungen zu leisten. So oder so häufen sich die Kosten.

Warum VW mit hohen Geldstrafen konfrontiert ist

Das Problem liegt in den strengen Emissionsvorschriften der Europäischen Union. Autohersteller müssen flottenweite CO₂-Ziele erreichen, das heißt, jedes verkaufte benzinbetriebene Auto muss durch emissionsärmere Modelle wie Elektrofahrzeuge oder Hybridfahrzeuge kompensiert werden. Werden diese Ziele verfehlt, drohen finanzielle Strafen.

Für den Volkswagen-Konzern könnten zwischen 2025 und 2027 Strafzahlungen in Höhe von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro (etwa 1,7 Milliarden US-Dollar) anfallen. Dabei handelt es sich nicht um eine einmalige Belastung, sondern um eine Zahlung, die sich über mehrere Jahre erstreckt und potenziell jährliche Verluste in dreistelliger Millionenhöhe zur Folge hat. Selbst für ein Unternehmen von der Größe des VW-Konzerns bedeutet dies einen erheblichen Gewinnrückgang.

Das Rentabilitätsproblem der Elektrofahrzeuge

Theoretisch klingt die Lösung ganz einfach: Man muss einfach mehr Elektroautos verkaufen. In der Realität ist es jedoch weitaus komplizierter, da Elektrofahrzeuge – vor allem aufgrund der Batteriekosten und Entwicklungskosten – immer noch weniger rentabel sind als herkömmliche Verbrenner.

VW-Finanzchef Arno Antlitz brachte es auf den Punkt: Das Unternehmen steht im Grunde vor der Wahl zwischen zwei Verlustsituationen: sinkenden Gewinnmargen durch den Verkauf von Elektrofahrzeugen oder Strafen für die Überschreitung von Emissionsgrenzwerten. Solange Elektrofahrzeuge nicht preislich mit Verbrennern gleichziehen, wird dieser Balanceakt anhalten.

Die Kunden kümmern sich zu wenig um die Regulierungen der Politiker.
[Formulierung der Überschrift verdeutlicht – der Übersetzer]

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Verbrauchernachfrage nicht immer mit den regulatorischen Zielen übereinstimmt. Zwar nimmt die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu, aber nicht schnell genug, um die Emissionsziele auf natürliche Weise zu erreichen. Das zwingt die Autohersteller, Elektromodelle stärker zu forcieren, als der Markt es sonst vielleicht zulassen würde.

In Europa machten Elektrofahrzeuge Anfang 2026 etwa 20 % der Neuwagenverkäufe aus. Das ist beachtlich, reicht aber für Unternehmen wie VW noch nicht aus, um ihre Ziele problemlos zu erreichen. Daher verkaufen sie effektiv mehr Elektrofahrzeuge, als der Markt organisch nachfragt.

VWs Elektroauto-Offensive gewinnt weiter an Boden

Fairerweise muss man sagen, dass Volkswagen nicht untätig ist. Das Unternehmen verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum der Elektrofahrzeugverkäufe um über 11 Prozent und lieferte allein im ersten Quartal mehr als 176.000 Elektrofahrzeuge aus. Das ist ein beachtlicher Zuwachs, insbesondere in einem schwierigen Marktumfeld.

In Westeuropa ist mittlerweile etwa jedes fünfte verkaufte VW-Fahrzeug vollelektrisch. Das ist ein deutliches Zeichen für Fortschritt, gleicht aber die Emissionen der übrigen Modellpalette noch nicht vollständig aus, sodass die Rechnung für VW derzeit einfach nicht aufgeht.

Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen in der EU hinken den Verkäufen in Großbritannien hinterher – im vergangenen Jahr machten sie 17,4 % der Gesamtverkäufe aus.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/11/volkswagen-face-1-7-billion-fine-for-missing-emissions-targets/

Eigene Bemerkung des Übersetzers:

Mir ist unklar, wer das Strafgeld kassiert und was dadurch „am Wetter“ – ähh, Klima verbessert werden kann.

Insgesamt sind die neuen Autos (alleAntriebsarten) sehr teuer geworden, auch in der Wartung und Reparatur. Es geht der Spruch rum, von Mobile-Phones auf Rädern. Überwachung mit „Black-Box und automatische Meldung an Hersteller und Versicherung beinahe immer. Freie Werkstätten nutzen oder gar Selbsthilfe geht kaum noch, durch die Notwendigkeit, einen Hersteller-Zugang zu haben.  Bei vielen Autos müssen inzwischen sogar neue (12V) Batterie „angelernt“ werden.  Mal sehen, wie das in 10 Jahren mit den E-Autos ist. Ich bin froh, ältere Autos zu haben und werde die auch weiterfahren.

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Pressestimmen zu obigem Vorfall,  von E-Auto Befürwortern

Gelockerte CO2-Regeln ersparen vor allem VW Milliarden-Strafe

Insbesondere Volkswagen profitiert von der Lockerung der Emissionsvorgaben durch die EU, zeigen neue Berechnungen von Dataforce und ICCT. Je nach Berechnung hätten die Wolfsburger gemäß den ursprünglichen Regelungen zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro Strafe zahlen müssen – aber auch andere Hersteller wären mit hohen Summen betroffen.

…. Mock schätzt, dass die Hersteller bei der ursprünglichen Regelung bis zu 500.000 E-Autos mehr zugelassen hätten, um die Strafzahlungen zu vermeiden. Das wäre dann in Form von Eigenzulassungen oder mit Rabatten geschehen, hätte also tendenziell etwas Marge gekostet. So bleibt festzuhalten, dass die angepasste Regelung der EU sehr wohl Auswirkungen auf die Bemühungen der Branche hatte, mehr Elektroautos zu verkaufen.

spiegel.de (ICCT-Zahlen), automobilwoche.de (Dataforce-Berechnungen)

https://www.electrive.net/2026/01/26/gelockerte-co2-regeln-ersparen-vor-allem-vw-milliarden-strafe/

 

CO2: Abgeschwächte Grenzwerte ersparen VW eine Milliardenstrafe

BMW dagegen hielt seine CO2-Emissionsziele im Jahr 2025 ein, und das sogar ohne Pool.

 https://insideevs.de/news/785524/abgeschw%C3%A4chte-co2-grenzwerte-milliardenstrafen/

 

Der Beitrag Volkswagen droht Strafe von 1,7 Milliarden Dollar wegen Nichterreichens der Emissionsziele. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Einen Vertrag über den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ausbrüten

13. Mai 2026 um 06:00

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David Wojick

Etwa 60 Länder haben sich gerade versammelt, um zu versuchen, einen weltweiten Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe einzuleiten. Im Moment ist das eher eine Show als eine ernstzunehmende Drohung, daher sollte man das Ganze mit einem gewissen Humor betrachten. Pläne, das Unmögliche zu erreichen, müssen einfach komisch sein.

Derzeit gibt es lediglich eine Vielzahl von Vorschlägen. Der mit Abstand lustigste ist ein vorgeschlagener Ausstiegstermin für Kohle im Jahr 2030. Wissen sie denn nicht, dass China jährlich über 5 Milliarden Tonnen verbrennt? Dass Indien, Indonesien und andere Länder rasch ganze Flotten neuer Kohlekraftwerke errichten? Dieser Wahnsinn ist das Maß aller Dinge der Ausstiegsbewegung.

Der bedrohlichste Vorschlag ist die Ausarbeitung eines neuen Abkommens über fossile Brennstoffe (FFT), das den schrittweisen Ausstieg vorschreibt und von den Ländern ratifiziert werden kann. Als Abkommen wäre das FFT ein rechtsverbindliches Instrument, das vor Gericht durchsetzbar wäre. Das FFT hat hier eine eigene Förderorganisation.

Besonders interessant ist, dass ein solcher Vertrag das Potenzial hat, das UN-Klimaprogramm zu destabilisieren. Das UN-Programm basiert auf einem bestehenden Vertrag, der Klimarahmenkonvention von 1992 (FCCC).

Die FFT könnte mit der FCCC konkurrieren, etwa um finanzielle Mittel und sogar um Zuständigkeiten. Die FCC könnte die FCCC sogar überflüssig machen.

Das ist kein Zufall, ist doch die FFT aus der Frustration über die FCCC heraus entstanden. Die jährliche Entscheidungssitzung der FCCC ist die bekannte COP, was für „Conference of the Parties“ steht.

Es bedurfte 28 COPs, um endlich den Begriff „fossile Brennstoffe“ in einen Beschluss aufzunehmen, und dieser hatte keinerlei Durchschlagskraft. Der Grund dafür ist einfach. Die Regeln der FCCC-COP verlangen einstimmige Beschlüsse, so dass niemals etwas Kontroverses gesagt wird. Auf der COP 30 gab es eine Initiative für einen Beschluss, der nationale Fahrpläne für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen forderte. Diese scheiterte, doch die aktuelle Ausstiegskonferenz wurde als Zugeständnis genehmigt.

Da die FFT nicht Teil der Charta der Konferenz ist, ist keineswegs klar, welchen Bezug dieser Vertrag zur UNO hat – möglicherweise gar keinen. Es ist also durchaus möglich, dass die FFT-Bewegung mit dem UN-Programm um Aufmerksamkeit, Finanzmittel und andere Ressourcen konkurrieren könnte. Das UN-Programm könnte sogar zu ihrem Niedergang beigetragen haben.

Die Konferenz selbst hat einige Fortschritte auf dem Weg zur Unmöglichkeit gemacht, welche die FFT-Bewegung nutzen kann. Frankreich behauptet, einen Modellfahrplan für den Ausstieg erstellt zu haben. Ich habe ihn nicht gesehen, aber wahrscheinlich wird darin viel Kernenergie eingesetzt. Frankreich geht davon aus, dass seine Unternehmen einen Großteil der Arbeit erhalten werden, wenn die Welt auf Kernenergie setzt.

Außerdem wurde ein sogenanntes „Expertengremium“ eingerichtet, das den Ländern bei der Ausarbeitung nationaler Fahrpläne für den Ausstieg helfen soll. Es wird hier beschrieben.

Als Mitglieder werden Wissenschaftler und Ökonomen genannt, Ingenieure sind jedoch nicht dabei. Das ist also wieder einmal reine Fantasie.

Es ist leicht nachvollziehbar, wie die Ausarbeitung eines Fahrplans für den Ausstieg zur Verabschiedung eines Ausstiegsabkommens führen kann, um diesen durchzusetzen. Dazu braucht es lediglich eine starke grüne Regierung, wie sie die meisten Länder von Zeit zu Zeit bekommen, wenn das politische Pendel weit nach links ausschlägt.

Es ist auch leicht vorstellbar, dass diese FFT-Bewegung die FCCC ablöst. Warum ein Vermögen für riesige zehntägige globale Treffen ausgeben, bei denen nichts beschlossen wird? Besser ist es, auf nationaler Ebene zu agieren und ein Land nach dem anderen zu gewinnen.

Dass das Ziel unmöglich und schlecht durchdacht ist, hat wenig Einfluss auf die politische Realität. Die Bewegung für einen Vertrag über fossile Brennstoffe ist potenziell sogar noch gefährlicher als das UN-Klimaprogramm. Sie muss sorgfältig beobachtet werden.

Bleiben Sie bei CFACT auf dem Laufenden, während dieses junge Monster wächst.

Link: https://www.cfact.org/2026/05/05/hatching-a-fossil-fuel-phase-out-treaty/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Verlorene Vermögen? Norwegen öffnet 3 alte Gas- und Ölfelder und 70 neue Explorationsstandorte

12. Mai 2026 um 12:00

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Pressemitteilung Conoco Philips Großraum Esofisk, Norwegen – Video s.u.

Von Jo Nova

Seht nur, wie schnell sich Norwegen entwickelt!

Während Australien und Großbritannien sich selbst loben und sich einreden, niemand interessiere sich für fossile Brennstoffe, spricht der Markt eine andere Sprache. Norwegen hingegen treibt die Projektentwicklung mit Hochdruck voran.

Die EcoWorriers sind unzufrieden. Diese Gas- und Ölfelder wurden zwar 1998 stillgelegt, doch es schlummern noch immer Reserven für mindestens der nächsten zwanzig Jahre. Die Förderung soll 2028 beginnen.

Das Ende der fossilen Brennstoffe war immer nur ein Mythos, den uns der Blob glauben machen wollte.

Norwegische Regierung wegen Entscheidung zur Wiedereröffnung der Nordsee-Gasfelder kritisiert.

— Von Miranda Bryant und Jillian Ambrose, The Guardian

Die Genehmigung zur Exploration in 70 neuen Gebieten löst heftige Gegenreaktionen von Gegnern fossiler Brennstoffe aus.

Inmitten der starken Preissteigerungen bei Öl und Gas seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran im Februar hat Oslo auch die Genehmigung erteilt, dass Öl- und Gasunternehmen an 70 neuen Standorten in der Nordsee, der Barentssee und der Norwegischen See nach Öl und Gas suchen dürfen.

Die Entscheidung der von der Labour-Partei geführten Regierung widerspricht dem Rat der nationalen Umweltbehörde und hat linke Parteien erzürnt.

„Wir leben in unruhigen Zeiten“, sagte Premierminister Jonas Gahr Støre bei der Bekanntgabe der Entscheidung, die „einen großen Mehrwert für die Gemeinschaft schaffen, die Grundlage für gute Arbeitsplätze im ganzen Land legen, unser gemeinsames Wohlergehen sichern und zur Energiesicherheit Europas beitragen“ werde.

Es gibt mindestens fünf verschiedene Projekte und Bereiche, die plötzlich in Betrieb genommen wurden:

Der norwegische Staatskonzern Equinor hofft, das Ölfeld Rosebank zu erschließen, während Shell auf eine Regierungsentscheidung zu seinem Gasprojekt Jackdaw wartet.

Dies wird natürlich dazu beitragen, Europa aus seiner grünen Fantasie zu befreien:

Norwegen hat gerade eine weitere Gasversorgungsleitung für Europa in Betrieb genommen.

— Von Jan-Thore Bergsagel – 

Equinor hat das lange stillgelegte Gasfeld Eirin beschleunigt in Betrieb genommen und damit die europäische Versorgung über die bestehende Infrastruktur gestärkt – und das zu einer Zeit, in der die Energiesicherheit nach wie vor die Politik dominiert.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum Eirin, das über erwartete förderbare Ressourcen von rund 27,6 Millionen Barrel Öläquivalent, hauptsächlich Gas, verfügt, plötzlich strategische Bedeutung erlangt hat.

Vielen Dank an Ben Beattie, der @yestiseye retweetet hat – „Oh nein, das Australia Institute wird verärgert sein “.

https://joannenova.com.au/2026/05/what-stranded-asset-norway-opens-up-3-old-gas-and-oil-fields-and-70-new-exploration-sites/

 

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Die Demokraten machen deutlich, dass die Energiesicherheit der USA erneut gefährdet sein wird, sollten sie die Macht zurückgewinnen.

08. Mai 2026 um 06:00

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WUWT, Gary Abernathy

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei The Empowerment Alliance und wird hier mit freundlicher Genehmigung erneut veröffentlicht.

Seit Präsident Trump im Januar 2025 sein Amt antrat, arbeiten er und verschiedene Behörden, von der EPA bis zum Energieministerium, daran, die Schäden der Vorgängerregierung zu beheben. Diese Schäden entstanden durch die Verwendung von Milliarden Steuergeldern zur Förderung sogenannter „Alternativen“ wie Wind- und Solarenergie.

Wie kurzlebig diese Bemühungen sein könnten, zeigte sich jedoch in jüngsten Anhörungen des Kongresses, als die Demokraten Energieminister Chris Wright zu den Maßnahmen der Regierung befragten, die von der Biden-Regierung angerichteten Schäden an unseren günstigsten und zuverlässigsten Energiequellen rückgängig zu machen. Besonders beunruhigend für die Linke ist, dass das Energieministerium seit Mai letzten Jahres „eine Reihe von Notverordnungen erlassen hat, die den Weiterbetrieb mehrerer Kohlekraftwerke auf dem US-amerikanischen Festland und in Puerto Rico trotz geplanter Stilllegung vorschreiben“, wie  Inside Climate News es formulierte.

„Diese Maßnahmen der Bundesregierung haben weitreichende Folgen für die Energieversorger des Landes“, heißt es in dem Bericht. „Southern Company kündigte an, weiterhin Kohlekraftwerke in Mississippi und Georgia zu betreiben, und das Parlament von North Carolina verabschiedete den ‚Power Bill Reduction Act‘, der es Duke Energy ermöglicht, die gesetzlich vorgeschriebenen CO₂-Emissionsreduktionen zu lockern.“ Was für den einen ein „Rückschritt“ ist, ist für den anderen die „Wiederherstellung der Vernunft“ – so sehen es Befürworter einer zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung.

Doch die Äußerungen führender Demokraten verdeutlichen, wie schnell die Bemühungen um kostengünstige Energieversorgung durch einen einfachen Wechsel der Kongressführung oder der Präsidentschaft zunichtegemacht werden können.

Politico berichtete über Wrights Auftritt vor einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses und erklärte, die vorgeschlagenen Budgetkürzungen umfassten die Streichung der Mittel für Wind-, Solar- und Gebäudesanierungsprogramme – Bereiche, die die Demokraten ebenfalls in ihrer Kritik an Wright aufgriffen. Er verteidigte den Vorschlag als eine Neuausrichtung auf Zuverlässigkeit und zentrale Energieprioritäten.

Laut Politico sagte Wright: „Wir haben das Ministerium wieder auf seine Mission ausgerichtet: die amerikanische Bevölkerung mit bezahlbarer, zuverlässiger und sicherer Energie zu versorgen.“

Doch angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen – und der unmittelbar der darauf folgenden Präsidentschaftswahlen 2028 – ist die Zukunft einer bezahlbaren und zuverlässigen Energieversorgung eindeutig gefährdet. Egal wie aggressiv die Trump-Regierung die Bemühungen der Biden-Ära zum Ausbau alternativer Energiequellen zurückgefahren hat, Milliarden von Steuergeldern für diesen Zweck könnten im Handumdrehen wieder zur Verfügung stehen, sollten die Demokraten in Washington die Macht zurückgewinnen.

Die Demokraten machen keinen Hehl aus ihrem Wunsch, zu ihrer früheren Politik der Förderung von Wind- und Solarenergie zurückzukehren. Die New York Times berichtete letzten Monat, dass der demokratische Fraktionsvorsitzende im Senat dies zu einer Priorität erklärt hat.

„Wenn die Demokraten bei den Wahlen im Herbst die Mehrheit im Kongress erringen, werden sie versuchen, die Steuervergünstigungen für Wind-, Solar- und andere erneuerbare Energien, die Präsident Trump und die Republikaner letztes Jahr weitgehend abgeschafft haben, wiederherzustellen und auszuweiten“, sagte Senator Chuck Schumer, der Minderheitsführer, am Mittwoch laut der Times. „Wir müssen einfach mehr saubere Energie ausbauen“, sagte Schumer demnach. Die Demokraten glauben, dass die durch den Iran-Krieg bedingten höheren Benzinpreise ihnen den Weg ebnen, ihre Forderung nach „Alternativen“ für die Wähler attraktiver zu machen. „Wir können neue Wähler und Verbündete für den Kampf für eine sauberere Umwelt gewinnen, indem wir zeigen, dass saubere Energie bezahlbar ist“, sagte Schumer laut der Times in einer Rede.

Angesichts dieser Absichten ist es für die Republikaner im Kongress unerlässlich, bezahlbare, traditionelle Energiequellen gesetzlich zu verankern. Der im vergangenen Jahr von Abgeordnetem Troy Balderson (Republikaner aus Ohio) im Repräsentantenhaus eingebrachte Gesetzentwurf – der „Affordable, Reliable, Clean Energy Security Act“ (ARC-ES) – soll gewährleisten, dass unsere bezahlbarsten und zuverlässigsten Energieressourcen, darunter Erdgas und Kernenergie, politisch motivierten Bestrebungen, sie durch unzuverlässigere Energiequellen zu ersetzen, standhalten.

Wie aus einer Pressemitteilung zur Einbringung des Gesetzentwurfs hervorgeht, würde dieser die zuständigen Bundesbehörden – wie das Energieministerium, das Innenministerium und die Umweltschutzbehörde – verpflichten, alle Maßnahmen im Zusammenhang mit bezahlbarer, zuverlässiger oder sauberer Energie innerhalb von 90 Tagen zu überprüfen und dem Kongress einen Bericht vorzulegen. Der Gesetzentwurf garantiert, dass unsere günstigsten und zuverlässigsten Energiequellen, darunter Kernenergie und Erdgas, weiterhin Teil des Energiemixes bleiben – eine entscheidende Voraussetzung für die Versorgung amerikanischer Haushalte und Unternehmen mit bezahlbarer und zuverlässiger Energie.

Die Sicherstellung der fortgesetzten Nutzung von Erdgas und anderen traditionellen und zuverlässigen Energiequellen ist nicht nur eine Frage der Wirtschaftlichkeit, sondern auch der nationalen Sicherheit. Sogenannte Initiativen für „saubere Energie“ erhöhen unsere Abhängigkeit von anderen Ländern, insbesondere von China. Von Solaranlagen über Windkraftanlagen bis hin zu Batterien – die Welt ist bei wichtigen „alternativen“ Technologien auf China angewiesen.

„Aktuell befinden sich über 90 % der weltweiten Produktionskapazität für Solarzellen in China“, so ein kürzlich erschienener Bericht von  Canary Media. „Ebenso 83 % der weltweiten Batterieproduktionskapazität und fast drei Viertel der Produktionskapazität für Windkraftanlagen. Chinas Einfluss im Bereich der Elektrofahrzeuge wirkt im Vergleich dazu mit nur zwei Dritteln geradezu gering.“

Aus nationaler Sicherheitsperspektive können sich die USA eine Abhängigkeit von einem ausländischen Konkurrenten wie China in Bezug auf ihren Energiebedarf am wenigsten leisten. Die Demokraten sind im Begriff, uns von der Energieunabhängigkeit wegzuführen und in eine riskante Abhängigkeit von anderen Ländern zurückzuwerfen. Das größte Geschenk, das unsere Bürgerinnen und Bürger zum 250. Jahrestag unserer Nation im Juli erhalten könnten, wäre das Versprechen der Energieunabhängigkeit durch die Verankerung des ARC-ES-Abkommens im Gesetz.

Gary Abernathy ist ein langjähriger Zeitungsredakteur, Reporter und Kolumnist. Von 2017 bis 2023 war er freier Mitarbeiter der Washington Post und trat regelmäßig als Experte in verschiedenen Medien auf. Er schreibt außerdem Meinungsbeiträge für The Empowerment Alliance, die sich für realistische Ansätze im Umgang mit Energieverbrauch und Umweltschutz einsetzt

Dieser Artikel wurde ursprünglich von RealClearEnergy veröffentlicht und über RealClearWire zur Verfügung gestellt.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/01/democrats-make-it-clear-that-if-they-retake-power-u-s-energy-security-will-once-again-be-at-risk/

 

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Ideologie ist wichtiger: „Die wirtschaftliche Unkenntnis der britischen Energiepolitik“

07. Mai 2026 um 15:23

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WUWT, Tilak Doshi

Als Ed Miliband letzte Woche bei der nationalen Wachstumsdebatte der Good Growth Foundation in Westminster ans Rednerpult trat, enttäuschte er sein Publikum nicht. Flankiert von dem Ökonomen, den er seit Langem verehrt, hielt Miliband eine Rede, die als Paradebeispiel für das dienen könnte, was ich andernorts als die „ wirtschaftliche Unkenntnis der britischen Energiepolitik “ bezeichnet habe.

Es wäre jedoch ein Fehler, dies als bloße Dummheit abzutun. Milibands scheinbarer Wahnsinn hat Methode – eine Methode, die er über Jahre in den abgeschotteten Hallen des „woken“ Oxford und der von den Fabianern inspirierten London School of Economics verfeinert hat und die nun durch die missionsbesessenen Theorien von Professorin Mariana Mazzucato vom University College London noch verstärkt wird.

[Die Gründung der London School of Economics and Political Science (LSE) im Jahr 1895 ist eng mit der sozialistischen Fabian Society verbunden. Die Fabian Society ist eine intellektuelle Bewegung, die sich für einen schrittweisen, reformorientierten Sozialismus einsetzt, der durch Forschung, Bildung und politische Einflussnahme erreicht werden soll. – Google]

In dieser Rede – die vom New Statesman erneut veröffentlicht wurde – erklärte Miliband: „Das Zeitalter der Versorgungssicherheit mit fossilen Brennstoffen ist vorbei, und das Zeitalter der Versorgungssicherheit mit sauberer Energie muss nun anbrechen.“ Er würdigte „die Patin der Missionen, Marianna Mazzucato, die sich uns angeschlossen hat“, für das intellektuelle Fundament der Initiative der Labour-Partei für saubere Energie.

Die Mission, die er in der Opposition und nun in der Regierung ins Leben gerufen hatte, bestehe, so Miliband, aus zwei Teilen: dem Übergang zu einem sauberen Stromsystem und der Elektrifizierung so vieler Bereiche wie möglich, während gleichzeitig die gesamte Wirtschaft dekarbonisiert werde. Geprägt von den „Lehren“ aus Russlands Invasion in der Ukraine und der jüngsten Krise um die Schließung der Straße von Hormus, beharrt Miliband darauf, dass Großbritannien seine Bemühungen um Klimaneutralität verstärken, Investitionen in Öl und Gas in der Nordsee hoch besteuern und alles elektrifizieren müsse, während gleichzeitig jegliche neue Exploration und Erschließung heimischer fossiler Ressourcen abgelehnt werde.

Schädliche politische Elite

Dies ist keine Unwissenheit aus Unerfahrenheit. Miliband ist seit fast zwei Jahrzehnten eine zentrale Figur der britischen – und der weltweiten – Klimabewegung. Als Klimaminister unter Gordon Brown trug er maßgeblich zur Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes von 2008 bei, der gesetzlichen Grundlage für Großbritanniens selbsternannte Torheit der „ internationalen Klimaführerschaft “. Seitdem war er Schattenminister für Energie und Klimawandel und ist seit Juli 2024 Minister für Energiesicherheit und Klimaneutralität der Regierung.

Seine Handschrift ist bei jeder wichtigen Eskalation unverkennbar: beim rechtsverbindlichen Ziel der Klimaneutralität bis 2050, beim Drängen auf „saubere, heimische“ erneuerbare Energien und bei der gezielten Drosselung der Nordseeproduktion durch Sonderabgaben und regulatorische Hürden. Miliband ist alles andere als ein Neuling, sondern ein erfahrener Stratege , der die Klimaideologie stets über den wirtschaftlichen Realismus gestellt hat. Die Wurzeln dieses Ansatzes liegen in seiner Ausbildung. Miliband studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft (PPE) am Corpus Christi College in Oxford, bevor er einen Master in Wirtschaftswissenschaften an der LSE erwarb.

PPE, diese berüchtigte Oxford- und Cambridge-Absolventenschmiede für Generalisten und Politikexperten, steht seit Langem in der Kritik, weil sie zwar redegewandte Akteure hervorbringt, die zwar abstrakte Konzepte und Verfahren des öffentlichen Dienstes fließend debattieren können, aber oft wenig Verständnis für reale Abwägungen und Anreize haben. Der Abschluss gilt als „sicherer Weg an die Spitze“, da er regelmäßig zahlreiche britische Premierminister (darunter Cameron, Truss und Sunak), Kabinettsmitglieder und hohe Beamte hervorgebracht hat.

Fügt man noch das fabianisch-sozialistische Ethos der LSE hinzu – seit Langem eine Wiege der Zentralplanung und des staatlich gelenkten „Fortschritts“ –, hat man den perfekten Nährboden für gelehrte ökonomische Unwissenheit. Es handelt sich hierbei nicht um ein Versäumnis, Wirtschaftswissenschaften zu lernen; es ist vielmehr die aktive Aneignung einer eigentümlichen Strömung, in der die „Rettung des Planeten“ durch eine selbsternannte Expertenklasse vor der Apokalypse des „ globalen Überkochens “ jede banale Überlegung zu Verlässlichkeit oder Opportunitätskosten aussticht.

Hier kommt Mariana Mazzucato ins Spiel, die UCL-Professorin, deren 2021 erschienenes Buch „Mission Economy: A Moonshot Guide to Changing Capitalism“ zur Bibel von Starmers Fünf-Missionen-Programm der Labour-Partei geworden ist. Milibands Lobpreisung als „Mutter der Missionen“ war keine leere Floskel. Mazzucatos Rahmenwerk – ambitionierte staatliche „Missionen“ zur Gestaltung von Märkten, „Richtung“, „sektorübergreifende Zusammenarbeit“ und „öffentlicher Nutzen“ – wurde vollständig übernommen. Starmers Missionen zu Klimaneutralität, Gesundheit, Bildung und anderen Bereichen spiegeln ihren Aufruf an die Regierung wider, von der „Behebung von Marktversagen“ zur aktiven Schaffung von Märkten durch ambitionierte „Mondlandungs“-Projekte überzugehen.

Kritiker von Prof. Mazzucato, darunter Ökonomen wie Alberto Mingardi im City Journal und Michael D. Thomas in The Independent Review , bezeichnen ihre Arbeit als Beispiel für den „Nirvana-Trugschluss“: Sie vergleicht unvollkommene Märkte der realen Welt mit einem idealisierten, allwissenden Staat, der frei von Profit-Verbesserung, bürokratischer Vereinnahmung oder Koordinationsfehlern ist. Ihre Beweisführung ist selektiv – sie überbewertet die Rolle des Staates bei Innovationen wie dem Mobiltelefon, während sie staatliche Verschwendung, politisches Kurzfristdenken und das Wissensproblem, vor dem Friedrich Hayek in seiner Kritik an der „ fatalen Anmaßung “ der Zentralplanung warnte, herunterspielt .

Mazzucatos Jargon – „Missionen“, „Mondlandungen“, „kollektive Intelligenz“ – ist keine neutrale Rhetorik. Er bildet das sprachliche Gerüst einer Weltanschauung, in der Experten in Weißbüchern und Regierungsinstituten es besser wissen als Preissignale, Verbraucherentscheidungen oder unternehmerische Entdeckungen. Miliband und Starmer zitieren sie nicht als Ökonomin mit überprüfbaren Hypothesen, sondern als Meinungsbildnerin, deren Narrativ dem Zeitgeist der Klimadebatte entspricht.

Seit 2023 ist Prof. Mazzucato eine wichtige technische Beraterin der barbadischen Premierministerin Mia Mottley und hat gemeinsam mit ihr zwei bedeutende Berichte zur inklusiven und nachhaltigen Entwicklung von Barbados verfasst. Ein zentraler Bestandteil der Regierungsarbeit ist die Bridgetown-Initiative , die Mottley 2022 ins Leben rief und zu deren Gründungsmitglied Mazzucato eingeladen wurde. Die Initiative fordert die Vereinten Nationen auf, klimaanfälligen kleinen Inselentwicklungsländern (SIDS), die angeblich existenziell durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind, einen besseren Zugang zu Schadensfinanzierung und Klimafinanzierungsmechanismen zu gewähren.

Das Klimanarrativ steht über allem

Die Wirtschaftswissenschaft befasst sich mit der Bewertung von Alternativen unter Berücksichtigung von Knappheit, also Opportunitätskosten, und den Abwägungen zwischen verschiedenen politischen Entscheidungen der Regierung. Wird der Klimawandel zu einer existenziellen Notwendigkeit erhoben, verschwinden Abwägungen per Dekret. Es zählt nur noch eine Chance („Dekarbonisierung“) und nur noch ein Kostenfaktor („Dekarbonisierung“). Zulässig sind ausschließlich Maßnahmen, die die Dekarbonisierung beschleunigen, ungeachtet der Kosten für Haushalte, Arbeitsplätze oder Wirtschaftswachstum. Nirgendwo wird dies deutlicher als in der britischen Energiepolitik. Miliband beharrt darauf, dass erneuerbare Energien „einheimisch“, „sauber“ und obendrein „billiger“ seien und Großbritannien so vor den schwankenden globalen Preisen für fossile Brennstoffe schützten.

Doch keine dieser Behauptungen hält einer genauen Prüfung stand. Solar- und Windkraftkomponenten werden überwiegend in China gefertigt, dessen Kohlekraftwerke die gesamte globale Lieferkette – vom Abbau seltener Erden bis zur Polysiliziumraffination – stützen. Die Vision einer „Supermacht für saubere Energie“ basiert auf Pekings zuverlässiger Produktion unter Einsatz „schmutziger“ Energie. Großbritannien verfolgt verschiedene Initiativen zur Rückverlagerung der Produktion ins Inland, um eine „Renaissance der Fertigung“ im Bereich sauberer Energien herbeizuführen. Die meisten davon sind, gelinde gesagt, realitätsfern (erinnern wir uns an Boris Johnsons Prahlerei, Großbritannien zum „Saudi-Arabien der Windenergie“ zu machen?). Es gibt keine großen britischen Originalgerätehersteller (OEMs). Turbinen werden nach wie vor von ausländischen Unternehmen (Vestas, Siemens Gamesa, GE Vernova) entwickelt und größtenteils geliefert. Eine von Grund auf neu entwickelte „britische Windkraftanlage“ würde enorme Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen, Kapital und einen Umfang erfordern, der derzeit nicht vorhanden ist.

Bei jeder umfassenden Analyse der Herstellung erneuerbarer Energien zeigt sich, dass der Abbau und die Raffination von Mineralien und Seltenen Erden, die für die Produktion von Komponenten in Solar-, Wind- und Batterietechnologien benötigt werden, alles andere als sauber sind. Der Mythos der „billigen“ erneuerbaren Energien wurde unzählige Male widerlegt, obwohl endlose Debatten über Systemkosten und die Unzuverlässigkeit der Verfügbarkeit in der energiepolitischen Literatur immer wieder geführt werden. Die eigentliche Herausforderung für alle Länder, die sich der Klimaneutralität verschrieben haben, besteht jedoch darin, wie lange staatliche Subventionen für erneuerbare Energien einerseits und hohe Steuern auf fossile Brennstoffe andererseits durchgehalten werden können, bevor die Wähler gegen die hohen Energiekosten protestieren und bevor die Finanzexperten die Kreditwürdigkeit des Landes auf den internationalen Kreditmärkten unter Beweis stellen.

Unterdessen haben hohe Steuern auf Investitionen in der Nordsee den Niedergang eines Sektors beschleunigt, der Großbritannien nach wie vor Energiesicherheit und Steuereinnahmen sichert. IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol – der sich zuvor in öffentlichen Treffen mit US-Energieminister Chris Wright hinsichtlich seiner ablehnenden Haltung gegenüber fossilen Brennstoffen reumütig geäußert hatte – schließt sich erneut Milibands Meinung an. Da keine neuen Öl- und Gasinvestitionen nötig seien, weil die Nachfrage sinken und Investitionen ungenutzt bleiben würden, rät Birol Großbritannien, trotz des Drucks auf einen Großteil seiner potenziellen Nordsee-Expansion zu verzichten.

In Anbetracht der Energiekrise, die durch den russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 ausgelöst wurde, und nun angesichts der Hormuz-Krise, äußerte sich Fatih in einem Exklusivinterview mit dem Guardian wie folgt:

„Erneuerbare Energien und Kernenergie werden einen deutlichen Aufschwung erleben, und der Trend hin zu einer stärker elektrifizierten Zukunft wird sich fortsetzen… Und das wird die Hauptmärkte für Öl beeinträchtigen… Das Kind ist in den Brunnen gefallen, der Schaden ist angerichtet – es wird sehr schwierig sein, die Scherben wieder zusammenzusetzen. Dies wird die globalen Energiemärkte auf Jahre hinaus nachhaltig prägen.“

Was Netto-Null für Großbritannien bedeutet

Das kumulierte BIP-Wachstum Großbritanniens seit 2008 hinkt dem der USA und sogar einem Großteil der EU hinterher, wie Jon Moynihan in seinem zweibändigen Werk „ Return to Growth: How to Fix the Economy“ detailliert darlegt. Während die USA dank der Schiefergasrevolution und marktorientierter Innovationen einen Boom erlebten, litt Großbritannien unter Deindustrialisierung, Energiearmut und politisch bedingter Stagnation .

Massive staatliche Investitionen in Forschung und Entwicklung grüner Innovationen – ganz im Sinne von Prof. Mazzucatos Forderung nach „Mondlandungsmissionen“ – erweisen sich bei wirtschaftlicher Prüfung als unzureichend. Milibands Investition von 22 Milliarden Pfund in die CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) – eine unerprobte und extrem teure Technologie – verdeutlicht diese Selbstüberschätzung. Genau diese Industriepolitik propagiert Mazzucato: Der Staat wählt die „Gewinner“ aus, während er die Risiken sozialisiert und die Gewinne an Günstlinge privatisiert.

Private Unternehmen wie Google und SpaceX sind oft dort führend, wo der Staat hinterherhinkt. Staatliche Forschungs- und Entwicklungssubventionen begünstigen Vetternwirtschaft – Unternehmen können leichter Subventionen ergattern, als sich im Wettbewerb zu behaupten. Bürokratische Gremien können das breit gefächerte Wissen realer Märkte nicht abbilden. Die Kernfusion beispielsweise bleibt immer noch „ 50 Jahre entfernt “, und die Geschichte ist voll von gescheiterten Projekten staatlich gelenkter Innovationen. Milibands Ansatz spiegelt die Arroganz dieses Planers in Reinkultur wider.

Lenins nützliche Idioten

Das eigentliche Problem ist emotionaler, nicht intellektueller Natur. Wie ein treffender Beitrag auf X feststellt, leidet Ed Miliband unter einem „Retterkomplex“. Berater mit wirtschaftlichen Kenntnissen werden ignoriert, weil die Mission messianisch anmutet: Großbritannien muss weltweit eine Führungsrolle im Klimaschutz übernehmen, koste es, was es wolle. Diese anerzogene Ignoranz ist in den progressiven Regierungen der angelsächsischen Welt weit verbreitet – von Ottawa über Canberra bis Brüssel. Sie halten unbeirrt am Netto-Null-Dogma fest, während die Energiepreise explodieren, Industrien abwandern und die Wähler an der Wahlurne rebellieren.

Mazzucatos Ideen bieten die perfekte intellektuelle Tarnung. Ihre Visionen versprechen einen zielgerichteten Kapitalismus ohne die unschönen Realitäten von Fehlanreizen, bürokratischem Versagen oder unbeabsichtigten politischen Folgen. Sie stellen das „Gemeinwohl“ über Gewinn und Verlust und ermöglichen es Politikern, sich als Visionäre zu inszenieren, während sie gleichzeitig bürokratische Macht und Unternehmenssubventionen festigen. Damit dienen sie einer größeren Agenda: dem Klimaschutz als trojanisches Pferd für eine Ausweitung der staatlichen Kontrolle über die Wirtschaft.

Lenin bezeichnete die westlichen Intellektuellen, die mit den Bolschewiki sympathisierten, bekanntlich als „nützliche Idioten“ – naive Mitläufer, die der revolutionären Gewalt Glaubwürdigkeit verliehen. Die Grünen scheinen nun ihre eigenen Kader nach dem Vorbild Mazzucatos gefunden zu haben: hochqualifizierte, sprachlich versierte Ökonomen, deren gelehrte Unwissenheit einer Politik intellektuelle Legitimität verleiht, die die Arbeiterklasse verarmt, das Wachstum hemmt und Günstlinge bereichert.

Man könnte sie Mazzucatos Idioten nennen. Sie sind für die Netto-Null-Agenda unverzichtbar, gerade weil sie ideologischen Eifer in die Sprache wirtschaftlicher Raffinesse kleiden. Großbritannien verdient Besseres. Solange die politischen Entscheidungsträger nicht die Demut der klassischen politischen Ökonomie wiederentdecken – die Abwägungen, die Grenzen staatlichen Wissens und Handelns sowie die überlegene Informationsverarbeitungskapazität wettbewerbsorientierter Märkte anerkennen –, wird Milibands vermeintlicher Wahnsinn weiterhin zu höheren Rechnungen, geringerem Wachstum und Energieunsicherheit führen, die als Klimaschutz und moralischer Triumph verkleidet sind.

Die Mission besteht, wie sich herausstellt, nicht darin, den Planeten zu retten. Sie besteht darin, den Kapitalismus nach dem Vorbild des Verwaltungsstaates umzugestalten. Und die Rechnung wird, wie immer, von den einfachen Briten bezahlt werden.

Eine Version dieses Artikels wurde zuerst im Daily Sceptic veröffentlicht: https://dailysceptic.org/2026/04/29/milibands-favourite-economist-doesnt-understand-how-markets-work/

Dr. Tilak K. Doshi ist Energieredakteur des Daily Sceptic . Er ist Wirtschaftswissenschaftler, Mitglied der CO₂- Koalition und war (bisher abgesetzter) Autor für Forbes . Folgen Sie ihm auf Substack und X.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/01/from-tilaks-substack/

 

Der Beitrag Ideologie ist wichtiger: „Die wirtschaftliche Unkenntnis der britischen Energiepolitik“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Der Run auf die Energieerzeugung aus der Atomkernfusion

06. Mai 2026 um 16:00

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Aufmacherbild: Es sind drei Protonen und vier Neutronen erkennbar und drei Elektronen. Damit ist das hier das Element Lithium 7Li. (Ob hinten ein viertes Proton nicht sichtbar ist, sei dahingestellt).

Andreas Demmig

Viele Regierungen setzen nun auf intensivere Förderung der Entwicklungen zur Fusionstechnik. Man erhofft sich eine sehr große Energiequelle, ohne störende Rest-Abfälle => Atommüll.

Mit meiner Zusammenstellung möchte ich in möglichst einfacher Weise, unseren Lesern ohne ausgeprägte Physik-Kenntnisse, den Einstieg erleichtern. Mir ist bewusst, dass die heutigen Erkenntnisse, vor allem in der Quantenphysik bislang ungeahnte und sehr verwirrende Verhaltensweisen und Eigenschaften unserer Welt im kleinsten, auf denen doch alles aufbaut, eröffnet. Auch wenn das Bohrsche Atommodell inzwischen überholt ist, als Anschauung und Einstieg ist es jedoch noch immer hilfreich.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, nehmen Sie diesen Beitrag daher bitte als Anstoß, selbst weiter zu suchen.

Atom – Elemente

Die Welt besteht aus Atomen. Ein Atom besitzt einen Kern, der aus mindestens einem positiven geladenen Teilchen besteht, dem Proton und ein dazugehöriges negativ geladenes Elektron, das den Kern auf einer festgelegten Bahn umkreist. Damit ist das Atom elektrisch neutral (nach Außen). https://de.wikipedia.org/wiki/Atom

Im Kern kann / bzw. muss es noch Neutronen geben, das sind Teilchen wie die Protonen, sie haben jedoch ein Elektron „dabei“, damit sind sie im Kern elektrisch neutral. Diese Neutronen stabilisieren den Atomkern. Je mehr Protonen es gibt, um so mehr Neutronen müssen im Kern vorhanden sein, damit das Atom stabil bleiben kann, manchmal sind sogar mehr Neutronen notwendig, als Protonen vorhanden sind, damit der Kern stabil bleibt.

Elemente:

Um was für ein Element es sich handelt, ist durch die Anzahl der Potronen im Kern gekennzeichnet

  • Ein Element mit einem Proton (Kern) ist der Wasserstoff, mit ca. 75% das häufigste Element im Universum, das Formelzeichen ist H (hier genutzt, um nicht immer so lange Wörter schreiben und lesen zu müssen)
  • Ein Element mit zwei Protonen ist Helium, Formelzeichen He

Die Bausteine des Kerns, Protonen und Neutronen werden als Nukleonen bezeichnet.

Nun wissen Sie, dass es Atome mit mehreren Protonen gibt. Da überrascht es Sie nicht mehr, dass zum Zusammenhalten der ganzen Protonen im Kern – gleichnamige Ladung stößt sich ab, auch noch weitere neutralisierende Teilchen dabei sein müssen – Neutronen, fachlich korrekt als elektrisch neutrales Baryon oder als Nukleon bezeichnet, damit das nicht sofort auseinanderstrebt.

Fusion:

Werden zwei Wasserstoffatom-Kerne zusammengebracht -so dicht, dass sie Fusionieren, ergibt sich ein Heliumatom. Dafür wird weniger Bindungsenergie benötigt als für ein H-Atom plus noch ein H-Atom. Diese „überflüssige Bindungsenergie wird abgegeben – das ist die Energie, die unsere Sonne in Mengen abgibt.

In der nachfolgenden Grafik unten, erkennen Sie, dass zwischen ³He und 4He ein größerer Sprung in der Bindungsenergie vorhanden ist. Fusionieren / verschmelzen wir diese zu Helium, bleibt besonders viel Bindungsenergie übrig. Daher konzentrieren sich die Forscher besonders auf die Fusion dieser Isotope.

Hier die Beschreibung des US-Energieministeriums

Alle Wasserstoffisotope enthalten nur ein Proton im Atomkern, die Anzahl der Neutronen variiert jedoch.

Image courtesy of General Atomics

Alle Wasserstoffisotope enthalten nur ein Proton im Atomkern, die Anzahl der Neutronen variiert jedoch. – Sind es mehr Protonen, wäre es nicht mehr Wasserstoff

Wasserstoffatome gibt es in vier bekannten Varianten – Nukleonen, nur ein Proton 1H, mit einem Neutron 2H Deuterium, mit zwei Neutronen 3H Tritium. Grundsätzlich gibt es auch ein Wasserstoffatom mit drei Neutronen, einfach Wasserstoff-4 (Symbol: 4H).

Deuterium und Tritium sind vielversprechende Brennstoffe für die Energieerzeugung in zukünftigen Fusionskraftwerken. Fusionsenergie treibt die Sonne und andere Sterne durch Kernfusion an. Deuterium und Tritium sind  Isotope  des Wasserstoffs, dem häufigsten Element im Universum. Während alle Wasserstoffisotope ein Proton besitzen , hat Deuterium zusätzlich ein Neutron und Tritium zwei. Daher ist ihre Ionenmasse höher als die von Protium, dem neutronenlosen Wasserstoffisotop. Bei der Fusion von Deuterium und Tritium entsteht ein Heliumatom mit zwei  Protonen, zwei  Neutronen und einem energiereichen Neutron. Diese energiereichen Neutronen könnten die Grundlage für die Energieerzeugung in zukünftigen Fusionskraftwerken bilden.

… Die meisten Elemente fusionieren jedoch nur im Inneren eines Sterns. Um   in experimentellen Fusionskraftwerken wie  Tokamaks und Stellaratoren brennende Plasmen zu erzeugen, suchen Wissenschaftler nach einem Brennstoff, der verfügbar und relativ einfach herzustellen und zu lagern ist. Eine vielversprechende Option ist Deuterium-Tritium-Brennstoff. Dieser Brennstoff erreicht die Fusionsbedingungen bei niedrigeren Temperaturen als andere Elemente und setzt mehr Energie frei als andere Fusionsreaktionen. …

Deuterium ist weit verbreitet: Etwa eines von 6.500 Wasserstoffatomen im Meerwasser liegt als Deuterium vor. Das bedeutet, dass unsere Ozeane viele Tonnen dieses Wasserstoffisotops enthalten. Die Fusionsenergie, die bei nur einem Gramm Deuterium-Tritium-Brennstoff freigesetzt wird, entspricht der Energie von etwa 2.400 Gallonen Öl.

Tritium ist selten. Es ist ein radioaktives  Isotop, das mit einer Halbwertszeit von 12 Jahren relativ schnell zerfällt. In der Natur kommt es nur selten vor und steht für den Einsatz in potenziellen Kernkraftwerken nicht unmittelbar zur Verfügung. Es gibt jedoch ein Verfahren zur Tritiumerzeugung. Beispielsweise  kann Tritium durch Kernspaltung  mit niedriger Energie erzeugt werden, indem das häufigere Element Lithium energiereichen Neutronen ausgesetzt wird. Wissenschaftler forschen intensiv an der Tritiumerzeugung – einem Prozess namens Tritiumbrut – als Teil eines Subsystems von Fusionskraftwerken. Ziel ist es, die benötigte Menge zu produzieren, um zukünftige Kernkraftwerke tritiumunabhängig zu machen. Tritiumbrutsysteme benötigen angereichertes Lithium, insbesondere das Isotop Lithium-6 (mit drei Protonen und drei Neutronen). Da Lithium-6 deutlich seltener ist als andere Lithiumisotope, forschen Wissenschaftler intensiv an der Lithiumisotopentrennung mit Schwerpunkt auf skalierbaren und umweltfreundlichen Methoden.

https://www.energy.gov/science/doe-explainsdeuterium-tritium-fusion-fuel

Ein Beitrag einer deutschen Webseite

Das Problem des Tritiums – Gibt es genug Brennstoff für Fusionsreaktoren?

    1. Juli 2021

Schon seit Jahrzehnten wird die Kernfusion vollmundig als Energie der Zukunft beworben, als Lösung aller Energie- und Klimaprobleme. Doch der Weg dorthin ist aufwendig und zäh – und das Ganze ist nicht unumstritten – im Gegenteil. Auch in der Wissenschaft gibt es einige Stimmen, die die Stromerzeugung durch Fusionsreaktoren wie die geplanten ITER-Nachfolger für einen teuren Irrweg halten. Einer der Gründe: Obwohl die Kernfusion schon seit Jahrzehnten erforscht wird, sind einige Probleme auch bei ITER nicht vollends gelöst.

https://www.scinexx.de/dossierartikel/das-problem-des-tritiums/

Folgende Grafik ist wesentlich zum VerständnisDatei:Atomkernbindungsenergien pro Nukleon Hippler 2016.png

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Atomkernbindungsenergien_pro_Nukleon_Hippler_2016.png

Die kleine Grafik vergrößert den Anfangsbereich. Die Abstände zwischen den Nukleonen (Kernbausteinen) zeigt die bei einer Fusion „nicht benötigte, abgebbare“ Bindungsenergie. Diese abgegebene Strahlung wird als Wärme abgegeben.

Weiteres zur Bindungsenergie finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Bindungsenergie

Mögliche Fusionsenergie

Nun wissen Sie im Groben, wie Kernfusion funktionieren soll. Es müssen genügend Wasserstoffatome als „Brennstoff“ vorhanden sein, vorzugsweise als Wasserstoff-2, Deuterium, da hier mehr Bindungsenergie übrigbleibt. Davon gibt es auf der Erde aber nur wenig, bis sehr wenig und kann / muss unter hohem Energieeinsatz hergestellt werden.

Dann müssen diese Wasserstoffelemente sehr dicht „zusammengepresst“ werden, damit sich die Kerne berühren und fusionieren. Das wird sehr heiß, in diesem Fall ist Wärme und Hitze die Bezeichnung für Energie. Der Brennstoff muss gleichmäßig weiter zugeführt werden, damit der Prozess erhalten bleibt.

In unserer Sonne

gibt es unzählige Heliumkerne, welche durch die eigene Gravitation zusammengehalten, gar zusammengepresst werden. Da gibt es das Problem der Abschirmung nicht und der Brennstoff ist gleichmäßig drumherum vorhanden.

Aber: Der Wasserstoff in der Sonne wird nicht sofort auf einmal fusioniert, weil die Kernfusion ein äußerst langsamer Prozess ist, der von extrem niedrigen Wahrscheinlichkeiten und physikalischen Barrieren abhängt, trotz der hohen Temperaturen und Drücke im Kern. Die Sonne ist keine Bombe, sondern ein stabiler Reaktor.

Pro Sekunde fusionieren in ihrem Inneren rund 600 Millionen Tonnen Wasserstoff zu 596 Millionen Tonnen Helium. Das geht schon seit rund 4,6 Milliarden Jahren so. Dieser Massenunterschied von 4 Millionen Tonnen pro Sekunde sorgt dafür, dass unsere Sonne scheint, denn er wird als Energie freigesetzt. Die Kernfusion ist der Grund, warum alle Sterne scheinen. Somit ist die Kernfusion die ultimative Energiequelle in unserem Sonnensystem, die das Leben auf der Erde überhaupt erst ermöglicht. Keine Sorge: Obwohl die Sonne jeden Moment an Masse verliert, ist noch genügend „Brennstoff“ für ein paar Milliarden Jahre übrig.

https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/nachhaltigkeit/kernfusion-fusion-sonne-energie-kraftwerk-102.html

Kernspaltung – zur Abrundung

Fusionsenergie („abgebbare“ Bindungsenergie) gibt es bis zum Element Eisen, wenn auch mit abnehmbarer Energie. Elemente oberhalb von Eisen werden / wurden nur durch sehr starke Energieausbrüche, in der Natur durch explodierende Supernova gebildet (zusammengebacken). Uran-236 ist in der Grafik eingezeichnet. Diese und noch schwerere Kerne halten nicht mehr so gut zusammen, sie sind instabil und spalten sich – Kernspaltung. Diese Spaltung xxxx  (Korrektur H. Gregor) genannt, passiert je nach Element über kurz oder lang. Je kürzer die Halbwertszeit, umso aktiver – radioaktiver ist das Element und umgekehrt! Je nach Anzahl der „zusammenbleibenden Nukleonen“ bleiben nach einer Kernspaltung zwei unterschiedliche Atome -> Elemente übrig. Das spalten geht nun solange, bis ein stabiler Kern übriggeblieben ist (Das passiert in unseren Kernrektoren).

Die Halbwertszeit ist die Zeitspanne, in der sich die Menge radioaktiver Atomkerne (Isotope) durch Zerfall halbiert. Diese Zeit variiert stark, von Sekundenbruchteilen bis zu Milliarden Jahren, und bleibt für ein spezifisches Isotop stets konstant. Sie ermöglicht die Altersbestimmung (z.B. C-14) und beschreibt die Strahlungsdauer.

Beispiele für Halbwertszeiten von Elementen/Isotopen:

  • Uran-238: 4,468 Milliarden Jahre
  • Thorium-232: 14,05 Milliarden Jahre
  • Plutonium-239: 24.110 Jahre
  • Cäsium-137: 30 Jahre
  • Iod-131: 8 Tage

Nebenhinweis: Daraus leitet sich ab, unsere Erde und unser Sonnensystem ist die dritte Generation der Sternentstehung.

Die erste Generation schuf durch Fusionieren Elemente aus Wasserstoff bis zum Eisen, Dann verging die erste Sonne am Ende ihrer Lebensdauer in einer Supernova, dabei wurden schwere Elemente als Eisen – bis Plutonium gebildet.

Dann begann der Zyklus von neuem, Es gibt immer noch genügend Wasserstoff für die Bildung einer Sonne. Auf unserer Erde finden wir Elemente bis zum Plutonium, in unterschiedlicher Menge, das heißt, es gab bereits zwei Sonnen vor uns.

Das Periodensystem der Elemente (PSE)

ist eine Tabelle mit 118 chemischen Elementen, geordnet nach steigender Ordnungszahl (Anzahl der Protonen), die ihre chemischen Eigenschaften widerspiegelt und sie in Perioden (Zeilen) und Gruppen (Spalten) einteilt, um ähnliche Merkmale wie Valenzelektronen und Elektronenschalen zu zeigen, was Vorhersagen über ihr Verhalten ermöglicht, wie z. B. Wasserstoff (H) auf Platz 1, Sauerstoff (O) auf Platz 8, Eisen (Fe) mit dem Symbol Fe und dem lateinischen Namen ferrum https://de.wikipedia.org/wiki/Periodensystem

File:Periodensystem Einfach.svg

Von Antonsusi – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82871392

Aufbau und Organisation

  • Ordnungszahl (OZ): Bestimmt die Position, gibt Protonenanzahl an; steigt von links nach rechts.
  • Perioden (Zeilen): Zeigen die Anzahl der Elektronenschalen an (z. B. Periode 3 hat 3 Schalen).
  • Gruppen (Spalten): Elemente in derselben Hauptgruppe haben ähnliche Valenzelektronen (äußere Elektronen), was zu ähnlichen chemischen Eigenschaften führt (z. B. Hauptgruppe II: Magnesium, Calcium).

Beispiele für Elemente

  • Wasserstoff (H): OZ 1, erstes Element.
  • Helium (He): OZ 2, Edelgas.
  • Kohlenstoff (C): OZ 6, wichtig für das Leben.
  • Sauerstoff (O): OZ 8, wichtig für Leben.
  • Eisen (Fe): OZ 26, Symbol von ferrum.
  • Gold (Au): OZ 79, Symbol von aurum.

Entdeckung und Vorkommen

  • Insgesamt 118 Elemente bekannt.
  • Elemente 1–94 kommen natürlich vor (mit wenigen Ausnahmen).
  • Elemente 95–118 wurden künstlich erzeugt.

Literaturhinweis:

Ich habe das nachfolgende Buch und kann es privat sehr empfehlen (m.e. Grundlagensemester der Astrophysik)

Das Dunkle Universum: Der Wettstreit Dunkler Materie und Dunkler Energie: Ist das Universum zum Sterben geboren? Gebundene Ausgabe – 12. Mai 2017

von Adalbert W. A. Pauldrach (Autor)

https://www.amazon.de/Das-Dunkle-Universum-Wettstreit-Dunkler/dp/3662529157

 

Der Beitrag Der Run auf die Energieerzeugung aus der Atomkernfusion erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Der aktuelle Stand der Klimawissenschaft: Unsicherheit, Komplexität und die daraus resultierende Politik

05. Mai 2026 um 16:00

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Anthony Watts

Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, Abstand von der täglichen Flut unsinniger Untergangs-Schlagzeilen zu nehmen und Bilanz darüber zu ziehen, wie die Lage tatsächlich ist. Nicht so, wie es in Pressemitteilungen dargestellt wird, nicht so, wie es Interessenverbände gerne hätten – sondern so, wie es die zugrunde liegende Wissenschaft, die Daten und die Institutionen tatsächlich zeigen. Die Klimawissenschaft befindet sich heute in einer ungewöhnlichen Lage: Sie ist technisch hochentwickelt, wird großzügig finanziert und genießt ein politisches Ansehen, wie es nur wenige wissenschaftliche Bereiche je erfahren haben. Diese Kombination bringt sowohl Unsicherheit als auch – zwangsläufig – Komplikationen mit sich.

Beginnen wir mit der Wissenschaft selbst.

Es steht außer Frage, dass das Beobachtungsnetzwerk heute besser ist als noch vor Jahrzehnten. Satellitenmessungen, Ozeanbojen, Reanalyse-Datensätze – all dies hat eine Detailtiefe geschaffen, von der frühe Forscher nur träumen konnten. Doch die verbesserte Messtechnik hat die Unsicherheit nicht beseitigt; sie hat lediglich dazu geführt, dass sich der Ort verlagert hat, an dem diese Unsicherheit liegt. Temperaturaufzeichnungen unterliegen beispielsweise weiterhin Anpassungen, Homogenisierungs-Verfahren und laufenden Überarbeitungen. Jeder dieser Schritte mag für sich genommen gerechtfertigt sein, doch der kumulative Effekt führt zu einer Unklarheit, die eher einer genauen Prüfung als automatischem Vertrauen bedarf.

Klimamodelle bilden unterdessen weiterhin das Rückgrat langfristiger Prognosen. Sie sind komplexer geworden und berücksichtigen atmosphärische Chemie, Ozeandynamik und Veränderungen der Landnutzung mit zunehmender Detailgenauigkeit. Doch Komplexität ist nicht gleichbedeutend mit Genauigkeit. Modellensembles weisen nach wie vor eine große Streuung bei den Schätzungen der Klimasensitivität auf, und ihre bisherige Leistungsfähigkeit zeigt je nach gewählter Messgröße eine uneinheitliche Qualität. Einige Modellläufe stimmen recht gut mit den Beobachtungen überein; andere überschätzen die Erwärmungstrends, insbesondere in der tropischen Troposphäre – einer Region, von der einst erwartet worden war, dass sie einen eindeutigen „Fingerabdruck“ des Treibhauseffekts liefern würde.

Was in öffentlichen Diskussionen oft fehlt ist die Unterscheidung zwischen Rückblick und Vorhersage. Ein Modell, das auf vergangene Daten abgestimmt ist, weist nicht zwangsläufig Vorhersagekraft auf. Wie uns ein oft zitiertes Prinzip der Statistik in Erinnerung ruft, ist die Anpassung an bekannte Daten relativ einfach; die Vorhersage unbekannter Daten ist der eigentliche Test. Dennoch beruht ein Großteil des Vertrauens, das den politischen Entscheidungsträgern vermittelt wird, auf Szenarien, die Jahrzehnte in die Zukunft reichen und sich auf Annahmen über Emissionen, technologischen Wandel und sozioökonomische Entwicklungspfade stützen, die selbst höchst spekulativ sind.

Dann ist da noch die Frage der Ursachen-Zuordnung. Die Behauptung, dass die jüngste Erwärmung in erster Linie auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, wird vielfach wiederholt, doch der Grad der Gewissheit, der dieser Behauptung zugrunde liegt, variiert je nach ihrer Formulierung. Studien zur Erkennung und Ursachen-Zuordnung verwenden statistische Verfahren, um menschliche und natürliche Einflüsse voneinander zu trennen, doch diese Verfahren hängen stark von den Modellergebnissen ab. Wenn Modelle zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, übernimmt die Ursachen-Zuordnung diese Unsicherheit. Es handelt sich um einen Zirkelschluss, dem in vereinfachten Zusammenfassungen selten Rechnung getragen wird.

Damit soll keineswegs behauptet werden, dass Treibhausgase keinen Einfluss auf das Klima hätten. Die Grundlagen der Strahlungsphysik sind seit über einem Jahrhundert bekannt. Die Frage drehte sich stets um das Ausmaß, Rückkopplungen und die relative Bedeutung natürlicher Schwankungen. Sonneneinflüsse, Ozean-Oszillationen und die Dynamik der Wolken sind nach wie vor Bereiche, in denen das Verständnis lückenhaft ist. Insbesondere Wolken – diese allgegenwärtigen, sich ständig verändernden Merkmale der Atmosphäre – stellen weiterhin eine der größten Unsicherheitsquellen bei Schätzungen der Klimasensitivität dar.

Wenden wir uns nun dem politischen Klima zu, das all dies umgibt.

Die Klimawissenschaft ist in einer Weise eng mit der Politik verflochten, wie es bei kaum einer anderen Disziplin der Fall ist. Förderprioritäten, institutionelle Anreize und die Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit werden alle von der wahrgenommenen Dringlichkeit des Themas geprägt. Regierungen stellen Milliarden für Klimaschutzstrategien bereit, internationale Abkommen hängen von Modellprognosen ab, und ganze Industriezweige werden unter dem Motto der Dekarbonisierung umgestaltet.

Dies führt zu einer Rückkopplungsschleife. Wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in die Politik ein, aber politische Prioritäten beeinflussen auch, welche wissenschaftlichen Fragen Beachtung finden. Forscher sind Menschen; sie reagieren wie jeder andere auf Anreize. Wenn Förderorganisationen bestimmte Ergebnisse in den Vordergrund stellen – etwa Auswirkungen, Risiken und Worst-Case-Szenarien –, ist es nicht verwunderlich, dass in diesen Bereichen die meisten Aktivitäten stattfinden. Alltäglichere Fragen, wie die Verfeinerung von Basiswerten oder die Erforschung natürlicher Schwankungen, finden trotz ihrer Bedeutung tendenziell weniger Beachtung.

Die Berichterstattung in den Medien verstärkt diese Dynamik. Nuancen kommen in Schlagzeilen nicht gut zur Geltung. Eine Studie, die auf eine geringe Unsicherheit hindeutet, sorgt nicht für Klicks; eine Prognose dramatischer Veränderungen hingegen schon. Im Laufe der Zeit verzerrt dies die öffentliche Wahrnehmung und vermittelt den Eindruck eines größeren Konsens‘ und einer höheren Präzision als die zugrunde liegende Wissenschaft notwendigerweise stützt. Außerdem hemmt dies eine offene Debatte, weil abweichende Meinungen oft als Behinderung und nicht als Teil des normalen wissenschaftlichen Prozesses dargestellt werden.

Hinzu kommt die internationale Dimension. Die Klimapolitik ist zu einem zentralen Bestandteil der globalen Diplomatie geworden, wobei Abkommen wie das Pariser Abkommen Ziele festlegen, die ebenso politisch wie wissenschaftlich sind. Entwicklungsländer müssen wirtschaftliches Wachstum gegen Emissionsbeschränkungen abwägen, während Industrieländer mit den Kosten der Energiewende zu kämpfen haben. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich aus Verpflichtungen, von denen viele auf optimistischen Annahmen über zukünftige Technologien und die Einhaltung der Vorgaben beruhen.

Einer der merkwürdigsten Aspekte der aktuellen Lage ist das in politischen Diskussionen zum Ausdruck kommende Maß an Gewissheit im Vergleich zu der bedingten Sprache, die in Fachberichten zu finden ist. Wissenschaftliche Arbeiten sind voller Vorbehalte, Konfidenzintervalle und sorgfältig formulierter Schlussfolgerungen. Bis diese Erkenntnisse in politische Empfehlungen umgesetzt werden, ist ein Großteil dieser Vorsicht verloren gegangen. Was bleibt, ist eine vereinfachte Darstellung, die zwar leichter zu vermitteln ist, aber den zugrunde liegenden Erkenntnissen weniger gerecht wird.

Wo stehen wir also?

Die Klimawissenschaft ist weder in dem oft dargestellten simplen Sinne „gesichert“ noch völlig orientierungslos. Es ist ein Fachgebiet, das von echten Fortschritten neben anhaltenden Unsicherheiten geprägt ist. Die Herausforderung besteht darin, eine klare Grenze zwischen dem aufrechtzuerhalten, was bekannt ist, dem, was abgeleitet wird, und dem, was prognostiziert wird. Diese Unterscheidungen zu verwischen mag kurzfristigen politischen Zielen dienen, trägt aber kaum dazu bei, das langfristige Verständnis zu verbessern.

Ein produktiverer Ansatz würde den Schwerpunkt auf Transparenz legen – offene Daten, klare Methoden und die Bereitschaft, Annahmen zu hinterfragen. Er würde zudem ein breiteres Spektrum an Forschungsansätzen fördern, darunter auch Studien, die gängige Modelle anhand von Beobachtungen überprüfen, ohne deren Richtigkeit vorauszusetzen. Wissenschaftlicher Fortschritt beruhte schon immer darauf, etablierte Ideen in Frage zu stellen, und nicht darauf, sie durch Wiederholung zu bekräftigen.

Was die Politik angeht, so ist es unwahrscheinlich, dass sie in nächster Zeit an Intensität verliert. Zu viel steht auf dem Spiel – wirtschaftlich, ökologisch und ideologisch. Ein guter Anfang wäre jedoch, den Unterschied zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und politischer Propaganda anzuerkennen. Ohne diese Unterscheidung lässt sich nur schwer sagen, ob Entscheidungen auf Daten basieren oder auf dem Wunsch, den Anschein zu erwecken, im Einklang mit diesen zu stehen.

Letztendlich wird das Klimasystem seinen Lauf nehmen, unbeeindruckt von unseren Modellen und unserer Politik. Unsere Aufgabe ist es, es so genau wie möglich zu verstehen und dabei sowohl das anzuerkennen, was wir wissen, als auch das, was wir nicht wissen. Das erfordert ein Maß an intellektueller Ehrlichkeit, das manchmal Mangelware sein kann, wenn Wissenschaft und Politik so eng miteinander verflochten sind.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/27/the-state-of-climate-science-uncertainty-complexity-and-the-politics-that-follow/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Der aktuelle Stand der Klimawissenschaft: Unsicherheit, Komplexität und die daraus resultierende Politik erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
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