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Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5

28. Mai 2026 um 12:00

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Das Hochemissions-Szenario RCP 8.5, mit dem der Welt jahrelang die Hölle heiss gemacht wurde, gilt jetzt offiziell als «unplausibel».  Doch statt einzugestehen, dass sie mit ihren Warnungen vor dem Weltuntergang falsch lag, verklärt die Klimalobby die Situation auf abenteuerliche Weise.

Von Peter Panther

Auch Carsten Schneider (SPD) hat sich nun zum Ende des drastischen Klimaszenarios RCP 8.5 verlauten lassen. Der Bundesumweltminister deutet die Entwicklung als Erfolg bisheriger Klimapolitik. Dass das Szenario nicht eintrete, zeige, dass die bisherigen Massnahmen Wirkung entfaltet hätten. Für Schneider ist im Wesentlichen der weltweite Ausbau von Solar- und Windenergie der Grund, dass nun doch keine Klimakatastrophe ins Haus steht.

Schneiders Deutung ist eine Verklärung der Situation. Er will davon ablenken, dass die Klimawarner mit ihren Horrorprognosen versagt haben. Und er ist mit diesem Ablenkungsmanöver nicht allein. Viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten behaupten in diesen Tagen, Erfolge im Klimaschutz seien der Grund, dass die Weltuntergangs-Prophezeiungen nicht Wirklichkeit werden.

Vergegenwärtigen wir uns kurz, welche Bedeutung das Klimaszenario RCP 8.5 hatte: Es war nicht einfach ein Hochemissionsszenario, das der Weltklimarat nutzte, um neben optimistischeren Varianten auch einen schlechten Verlauf der Erderwärmung durchzurechnen. RCP 8.5 war vielmehr das Szenario, das Apokalyptiker in Rosinenpicker-Manier heraussuchten, um darauf basierend der Welt buchstäblich die Hölle heiss zu machen.

900 Milliarden Klimaschäden in Deutschland?

So sagte etwa eine Studie von 2023, welche das Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck in Auftrag gegeben hatte, für Deutschland Schäden von 900 Milliarden Euro wegen der Erderwärmung voraus. Diese Horrorzahl nutzte die damalige Ampelkoalition dazu, ihre Klimapolitik zu verschärfen. Die Studie hatte das Szenario RCP 8.5 als Grundlage.

Bereits 2021 hatte das Bundesverfassungsgericht sein Klimaurteil massgeblich auf Quellen mit RCP 8.5-Studien abgestützt. Aufgrund dieses Urteils verschärfte Deutschland damals seinen Klimaschutz und proklamierte, das Netto-Null-Ziel bereits 2045 statt 2050 erreichen zu wollen.

Auch international stützten zahlreiche Regierungen und Gremien ihre Prognosen und politischen Rezepte auf RCP 8.5 ab. So stellte das Beratungsunternehmen McKinsey Hunderte Millionen Todesopfer aufgrund dieses Szenarios in Aussicht. Der Rückversicherer Swiss Re warnte aufgrund von RCP 8.5 vor einem Rückgang der Weltwirtschaftsleistung um 18 Prozent. Und die Bank Barclay sprach von einem möglichen Kollaps der Währungen wegen der Erderwärmung – ebenfalls begründet mit diesem Szenario.

RCP 8.5 geht von einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter der Erdoberfläche aus, was bis 2100 zu einer Temperaturerhöhung von vier bis sechs Grad führen würde. Damit es so weit kommt, müsste die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre gegenüber heute um etwa das Dreifache steigen. Das wäre nur möglich, wenn sich der weltweite Konsum an Primärenergie ebenfalls verdreifachen und die Verwendung von Kohle sogar versechsfachen würde. Selbst wenn jeder sogenannte Klimaschutz ausbleibt, ist das nie und nimmer realistisch.

«Das erzeugt maximale Dramatik»

Warum dieses Klimaszenario in den vergangenen Jahren dennoch so oft herangezogen wurde, hat der deutsche Klimaforscher Hans von Storch – immer schon ein Querschläger in seiner Zunft –  bei «Cicero» treffend formuliert:  «In aktivistischen Kreisen wurde RCP 8.5 oft wie der normale Zukunftspfad behandelt. Das erzeugt maximale Dramatik.» Er glaube, dass sich hier über Jahre «eine Symbiose zwischen aktivistischen Wissenschaftlern und politischen Aktivisten entwickelt habe. «Dahinter stand die Überzeugung: Wenn man die Öffentlichkeit stärker erschreckt, entsteht am Ende eine effizientere Klimaschutzpolitik.»

Nun aber ist RCP 8.5 offiziell Geschichte. Das Weltklimaforschungsprogramm, das die Klimamodelle zuhanden des Weltklimarats IPCC ausarbeitet, hat das Szenario als «unplausibel» bezeichnet. Beim nächsten Sachstandsbericht des IPCC sollen neue Szenarien zur Anwendung kommen, die im Extremfall eine Temperaturerhöhung von nur noch 3,5 Grad in Aussicht stellen. Als «bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten», hat der amerikanische Umweltforscher Roger Pielke Jr. das Ende von RCP 8.5 bezeichnet.

Die Klimakatastrophe ist damit faktisch abgesagt. Die Welt wurde umsonst in Angst und Schrecken versetzt. Doch flugs tauchte die erwähnte Verklärung auf, es sei auf eine erfolgreiche Klimapolitik zurückzuführen, dass das schlimmste Szenario nicht eintrete.

«RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel»

Diese Deutung hat bereits der niederländische Wissenschaftler Detlef van Vuuren, der beim Weltklimaforschungsprogramm für die Emissionsszenarien zuständig ist, mitgeliefert: «RCP 8.5 ist aufgrund von Trends bei den Kosten erneuerbarer Energien, dem Aufkommen von Klimapolitik und jüngsten Emissionstrends unwahrscheinlich geworden», liess er verlauten. Das beteten die meisten Medienschaffenden brav nach. «Der exponentielle Zubau der Erneuerbaren sorgte dafür, dass die Emissions-Kurve abflachte», beahauptete der Klimajournalist Benjamin von Brackel in der «Süddeutschen Zeitung».

Die Rolle, die hier insbesondere dem weltweiten Ausbau der Wind- und Solarenergie zugeschrieben wird, ist nachweislich unzutreffend. Bereits 2014 war dem kanadischen Klimawissenschaftler Justin Ritchie aufgefallen, dass bei RCP 8.5 ein exorbitanter Kohleboom notwendig war, für den es keine Anzeichen gab. Das Szenario basiere auf ‘systematischen Fehlern’, schrieb er in einer Studie. Diese wurde jedoch weitgehend ignoriert. Roger Pielke Jr. bringt es nun so auf den Punkt: «RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel.»

Die Klimalobby versucht also zu Unrecht, den erneuerbaren Energien eine Bedeutung zuzuschreiben, die sie nicht haben. Denn Wind- und Solarstrom machen heute erst sechs bis acht Prozent des weltweiten Energiekonsums aus. Dagegen haben die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas noch immer einen Anteil von über 80 Prozent.

 

Der Beitrag Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5

25. Mai 2026 um 07:00

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Das Hochemissions-Szenario RCP 8.5, mit dem der Welt jahrelang die Hölle heiss gemacht wurde, gilt jetzt offiziell als «unplausibel».  Doch statt einzugestehen, dass sie mit ihren Warnungen vor dem Weltuntergang falsch lag, verklärt die Klimalobby die Situation auf abenteuerliche Weise.

Von Peter Panther

Auch Carsten Schneider (SPD) hat sich nun zum Ende des drastischen Klimaszenarios RCP 8.5 verlauten lassen. Der Bundesumweltminister deutet die Entwicklung als Erfolg bisheriger Klimapolitik. Dass das Szenario nicht eintrete, zeige, dass die bisherigen Massnahmen Wirkung entfaltet hätten. Für Schneider ist im Wesentlichen der weltweite Ausbau von Solar- und Windenergie der Grund, dass nun doch keine Klimakatastrophe ins Haus steht.

Schneiders Deutung ist eine Verklärung der Situation. Er will davon ablenken, dass die Klimawarner mit ihren Horrorprognosen versagt haben. Und er ist mit diesem Ablenkungsmanöver nicht allein. Viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten behaupten in diesen Tagen, Erfolge im Klimaschutz seien der Grund, dass die Weltuntergangs-Prophezeiungen nicht Wirklichkeit werden.

Vergegenwärtigen wir uns kurz, welche Bedeutung das Klimaszenario RCP 8.5 hatte: Es war nicht einfach ein Hochemissionsszenario, das der Weltklimarat nutzte, um neben optimistischeren Varianten auch einen schlechten Verlauf der Erderwärmung durchzurechnen. RCP 8.5 war vielmehr das Szenario, das Apokalyptiker in Rosinenpicker-Manier heraussuchten, um darauf basierend der Welt buchstäblich die Hölle heiss zu machen.

900 Milliarden Klimaschäden in Deutschland?

So sagte etwa eine Studie von 2023, welche das Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck in Auftrag gegeben hatte, für Deutschland Schäden von 900 Milliarden Euro wegen der Erderwärmung voraus. Diese Horrorzahl nutzte die damalige Ampelkoalition dazu, ihre Klimapolitik zu verschärfen. Die Studie hatte das Szenario RCP 8.5 als Grundlage.

Bereits 2021 hatte das Bundesverfassungsgericht sein Klimaurteil massgeblich auf Quellen mit RCP 8.5-Studien abgestützt. Aufgrund dieses Urteils verschärfte Deutschland damals seinen Klimaschutz und proklamierte, das Netto-Null-Ziel bereits 2045 statt 2050 erreichen zu wollen.

Auch international stützten zahlreiche Regierungen und Gremien ihre Prognosen und politischen Rezepte auf RCP 8.5 ab. So stellte das Beratungsunternehmen McKinsey Hunderte Millionen Todesopfer aufgrund dieses Szenarios in Aussicht. Der Rückversicherer Swiss Re warnte aufgrund von RCP 8.5 vor einem Rückgang der Weltwirtschaftsleistung um 18 Prozent. Und die Bank Barclay sprach von einem möglichen Kollaps der Währungen wegen der Erderwärmung – ebenfalls begründet mit diesem Szenario.

RCP 8.5 geht von einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter der Erdoberfläche aus, was bis 2100 zu einer Temperaturerhöhung von vier bis sechs Grad führen würde. Damit es so weit kommt, müsste die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre gegenüber heute um etwa das Dreifache steigen. Das wäre nur möglich, wenn sich der weltweite Konsum an Primärenergie ebenfalls verdreifachen und die Verwendung von Kohle sogar versechsfachen würde. Selbst wenn jeder sogenannte Klimaschutz ausbleibt, ist das nie und nimmer realistisch.

«Das erzeugt maximale Dramatik»

Warum dieses Klimaszenario in den vergangenen Jahren dennoch so oft herangezogen wurde, hat der deutsche Klimaforscher Hans von Storch – immer schon ein Querschläger in seiner Zunft –  bei «Cicero» treffend formuliert:  «In aktivistischen Kreisen wurde RCP 8.5 oft wie der normale Zukunftspfad behandelt. Das erzeugt maximale Dramatik.» Er glaube, dass sich hier über Jahre «eine Symbiose zwischen aktivistischen Wissenschaftlern und politischen Aktivisten entwickelt habe. «Dahinter stand die Überzeugung: Wenn man die Öffentlichkeit stärker erschreckt, entsteht am Ende eine effizientere Klimaschutzpolitik.»

Nun aber ist RCP 8.5 offiziell Geschichte. Das Weltklimaforschungsprogramm, das die Klimamodelle zuhanden des Weltklimarats IPCC ausarbeitet, hat das Szenario als «unplausibel» bezeichnet. Beim nächsten Sachstandsbericht des IPCC sollen neue Szenarien zur Anwendung kommen, die im Extremfall eine Temperaturerhöhung von nur noch 3,5 Grad in Aussicht stellen. Als «bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten», hat der amerikanische Umweltforscher Roger Pielke Jr. das Ende von RCP 8.5 bezeichnet.

Die Klimakatastrophe ist damit faktisch abgesagt. Die Welt wurde umsonst in Angst und Schrecken versetzt. Doch flugs tauchte die erwähnte Verklärung auf, es sei auf eine erfolgreiche Klimapolitik zurückzuführen, dass das schlimmste Szenario nicht eintrete.

«RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel»

Diese Deutung hat bereits der niederländische Wissenschaftler Detlef van Vuuren, der beim Weltklimaforschungsprogramm für die Emissionsszenarien zuständig ist, mitgeliefert: «RCP 8.5 ist aufgrund von Trends bei den Kosten erneuerbarer Energien, dem Aufkommen von Klimapolitik und jüngsten Emissionstrends unwahrscheinlich geworden», liess er verlauten. Das beteten die meisten Medienschaffenden brav nach. «Der exponentielle Zubau der Erneuerbaren sorgte dafür, dass die Emissions-Kurve abflachte», beahauptete der Klimajournalist Benjamin von Brackel in der «Süddeutschen Zeitung».

Die Rolle, die hier insbesondere dem weltweiten Ausbau der Wind- und Solarenergie zugeschrieben wird, ist nachweislich unzutreffend. Bereits 2014 war dem kanadischen Klimawissenschaftler Justin Ritchie aufgefallen, dass bei RCP 8.5 ein exorbitanter Kohleboom notwendig war, für den es keine Anzeichen gab. Das Szenario basiere auf ‘systematischen Fehlern’, schrieb er in einer Studie. Diese wurde jedoch weitgehend ignoriert. Roger Pielke Jr. bringt es nun so auf den Punkt: «RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel.»

Die Klimalobby versucht also zu Unrecht, den erneuerbaren Energien eine Bedeutung zuzuschreiben, die sie nicht haben. Denn Wind- und Solarstrom machen heute erst sechs bis acht Prozent des weltweiten Energiekonsums aus. Dagegen haben die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas noch immer einen Anteil von über 80 Prozent.

 

Der Beitrag Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Klima-Fanatiker kriechen aus den Trümmern der „unplausiblen“ RCP8.5-Erkenntnis hervor und verbreiten Behauptungen, es gäbe hier nichts zu sehen

19. Mai 2026 um 09:00

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Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Es hat ein paar Tage gedauert, bis die Klima-Chaoten die beste Auslegung gefunden hatten, um der jüngsten Feststellung des IPCC entgegenzuwirken, wonach der RCP8.5-Modellpfad „unplausibel“ sei. Eine notwendige Aufgabe natürlich, da die schockierende Entscheidung des wichtigsten klimawissenschaftlichen Gremiums der UN über eine Reihe unmöglicher Annahmen die Gültigkeit fast aller gängigen, die Netto-Null-Ziele unterstützenden Klimakatastrophen-Szenarien zunichte gemacht hat, die in den letzten 15 Jahren veröffentlicht worden waren. Als Erster meldete sich Adam Vaughan von der Times zu Wort und erklärte, das apokalyptischste Worst-Case-Szenario sei „dank des raschen Anstiegs der erneuerbaren Energien“ ausgeräumt worden.

Das ist die dürftige Erklärung, welche die „unplausiblen“ Autoren des IPCC selbst vorbringen, doch leider wird sie durch die Fakten nicht gestützt. Im Jahr 2011, zu Beginn des RCP8.5-Wahns, machten Wind- und Solarenergie 0,8 % der weltweiten Energieerzeugung aus. Nach den neuesten vollständigen Zahlen für 2023 von „The World in Data“ stieg dieser Anteil auf 4,5 %. Mit anderen Worten: Der Anteil der weltweiten Wind- und Solarenergieversorgung am Gesamtverbrauch stieg von vernachlässigbar auf fast vernachlässigbar – und das, obwohl Billionen Dollar für eine immer teurer werdende Energiequelle ausgegeben wurden, die unzuverlässig ist und ganze Industriezweige zerstört.

Die Befürworter griffen diese scheinbar beste Erklärung schnell auf:

„Vernachlässigbar“ ist ein Begriff, der einem ebenfalls in den Sinn kommt, wenn man bedenkt, dass Vince’s Onshore-Windpark „Ecotricity UK“ lediglich 0,06 % zur aktuellen Stromerzeugung in UK beiträgt. In den letzten 20 Jahren hat er jedoch die alles andere als vernachlässigbare Summe von 145 Millionen Pfund an Subventionen kassiert, die von den britischen Verbrauchern bezahlt worden sind. Strom macht nur 20 % des gesamten britischen Energieverbrauchs aus, sodass Vince’ Beitrag zum Gesamtwert mit 0,012 % nicht so sehr vernachlässigbar als vielmehr praktisch unsichtbar ist. Berechnungen darüber, wie viel globale Erwärmung durch all diese kostspieligen Anstrengungen verhindert wurde, sind leider unmöglich.

Nebenbei erwähnt Vince auch einen neuen Höchstwert von 3,5 °C, eine Senkung gegenüber den bisherigen 4,5 °C. Diese Zahl wird auch von Adam Vaughan genannt und ergibt sich aus leicht abweichenden Berechnungen. Der unter RCP8.5 ermittelte Temperaturanstieg wird allgemein auf 3,9 °C bis zum Jahr 2100 ausgehend von einer Basisperiode von 1850–1900 geschätzt. Der Wissenschaftsautor Roger Pielke Jr., der die Öffentlichkeit erstmals auf das unplausible Ergebnis aufmerksam machte, berechnet, dass ein neu vorgeschlagenes Hochszenario einen maximalen Temperaturanstieg von 3 °C vorsieht. Das ist natürlich immer noch lächerlich, da es sich hier um den IPCC handelt, eine politisch finanzierte Einrichtung, welche die Ansicht wissenschaftlich untermauert, dass fast die gesamte globale Erwärmung im Industriezeitalter durch einige wenige Spurengase in der Atmosphäre verursacht wird. Seit der vorindustriellen Zeit und dem Ende der Kleinen Eiszeit hat sich die Erde um etwa 1 °C erwärmt. Es scheint noch nicht alles verloren für die Clickbait-Wissenschaftler und ihren Erfüllungsgehilfen, die in den Mainstream-Medien bizarre Behauptungen aufbauschen. Nun deuten die in Computermodelle eingespeisten High-End-Annahmen einen möglichen Anstieg von etwa 2 °C in nur 74 Jahren an, verglichen mit 3 °C. Kommt zurück, Roger Hallam und Extinction Rebellion – alles ist vergeben.

Um kurz abzuschweifen: Es wird interessant sein zu sehen, ob Dale Vince angesichts des Scheiterns des RCP8.5-Szenarios seine Meinung bezüglich der Inhaftierung von Klimaleugnern geändert hat. Im Juli 2024 veröffentlichte er auf Twitter, heute X, folgenden Beitrag zur Unterstützung von fünf Klimavandalen, die die wichtige Londoner Ringstraße M25 lahmgelegt hatten. Einer der wahnsinnigen Störer, die die Rettungsdienste in große Gefahr brachten, war Roger Hallam, der anschließend zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war. Die Aktion wurde von Just Stop Oil organisiert, einer Gruppe, die von Vince 340.000 Pfund erhalten hatte.

Die Argumentation, man stünde „vor dem Weltuntergang“, hat mehr als nur einen Hauch der RCP8.5-Hysterie an sich. Befürwortet Vince immer noch, Menschen ins Gefängnis zu stecken, die einige der lächerlichen Geschichten in Frage gestellt haben, die aus diesen mittlerweile diskreditierten Annahmen hervorgegangen sind? Gibt es noch andere Bereiche des wissenschaftlichen Untersuchungsprozesses, in denen er Haftstrafen für diejenigen für angemessen hält, die die „feststehende“ Darstellung hinterfragen? Ich finde, das sollte uns mitgeteilt werden.

Leider deutet Vaughans Artikel darauf hin, dass die alte Garde die Warnungen à la Hallam vor der bevorstehenden Apokalypse noch nicht aufgegeben hat. Der leitende Autor der IPCC-Szenarien Detlef van Vuuren erklärte, dass „Unsicherheiten“ hinsichtlich der Empfindlichkeit des Erdklimas gegenüber weiteren Treibhausgasen „bedeuten, dass die Erwärmung selbst bei diesem leicht emissionsärmeren Pfad immer noch über 4 °C liegen könnte“. Solche Formulierungen geben natürlich grünes Licht für künftige Panikmache, die darauf abzielt, die verblassende Fantasie der radikalen Linken von „Netto-Null“ aufrechtzuerhalten. Die in Bezug auf Kohlendioxid festgestellten „Unsicherheiten“ beziehen sich wohl kaum auf das Fehlen eines schlüssigen Temperaturzusammenhangs über 600 Millionen Jahre hinweg oder auf die Überlegung, dass die Erde in der Vergangenheit bei Gaskonzentrationen gediehen ist, die um ein Vielfaches höher waren als die heutigen, stark reduzierten Werte. Keine Chance. Wenn man bewusst eine Massen-Klimapsychose für die Bevölkerung kontrollierende Ziele schürt, geht es bei der Panikmache um Unsicherheiten nur darum, hinterhältig Szenarien anzudeuten, die selbst König Charles, Sir David Attenborough und die schwedische Untergangs-Ikone für etwas übertrieben halten könnten.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor. Follow him on X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/17/climate-headbangers-crawl-from-the-wreckage-of-rcp8-5-implausible-finding-spinning-nothing-to-see-here-claims/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung: Auf X gibt es dazu einen sehr interessanten Kommentar mit Forderungen, denen man sich nur anschließen kann! Und bei achgut.com einen weiteren Kommentar dazu.

 

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„Die grüne Titanic prallt gegen den Eisberg der Realität“

16. Mai 2026 um 15:00

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Die Besessenheit von der „Dekarbonisierung“ im letzten Vierteljahrhundert hat sich nun als große Illusion und Ablenkung erwiesen.

Daily Sceptics, DR. GWYTHIAN PRINS

Climate Depot,  Auszug, übernommen von https://dailysceptic.org/2026/05/13/the-green-titanic-hits-the-iceberg-of-reality/

Auf Großbritanniens politischer Reise heute, zeigt sich der Reichtum der ersten Klasse – derjenigen, die nun die Macht ausüben – nicht mehr in Pelzen und Juwelen wie zu Zeiten ihrer Vorgänger, sondern in ihrem zur Schau gestellten Luxusglauben. Während die Nacht über die unaufhaltsam vorwärts marschierende Starmer-Regierung hereinbricht, scheint nur ein Minister unerschütterlich, mit glasigen Augen und unangreifbar, auf der Brücke zu stehen: Ed Miliband. Er allein scheint an etwas zu glauben, und dieses Etwas ist die „Dekarbonisierung“.

Das britische Staatsschiff pflügt schnell und blind durch die politischen Gewässer auf eine verhängnisvolle Kollision mit der Realität zu – mit den Gesetzen der Thermodynamik, der Ingenieurwissenschaften und, soweit die Wirtschaftswissenschaften konstante Prinzipien haben, auch mit den Gesetzen der Wirtschaftswissenschaften selbst – und mit den Folgen trotzig-ignoranter Leugnung ebendieser. Thomas Hardy bemerkte in seinen Zeilen über eine andere berühmte Kollision – die der Titanic mit dem Eisberg –, dass in dem Moment, als das Verhängnis für den Stolz, der sie ausmachte, unausweichlich wurde, „der Stundenzeiger sagte: ‚Jetzt!‘“ In jener schicksalhaften, eisigen Nacht des 15. April 1912 hatten andere Kapitäne auf dem Nordatlantik klugerweise Kurs geändert, die Geschwindigkeit reduziert oder angehalten – aber nicht Kapitän Smith; und auch jetzt verhält sich unser Energieminister nicht so, während er im Maschinenraum des öffentlichen Dienstes Vollgas zum Ziel „Netto-Null bis 2030“ gibt und seinem treuen langjährigen Verbündeten und Steuermann – seinem ebenso verblendeten „Missionskontrolleur“ Chris Stark – befiehlt, Kurs zu halten.

Trumps zweite Amtszeit begann mit der Zerstörung des sich selbst erhaltenden Kults der „grünen“ Energiesekte, die zwei Jahrzehnte lang eine bequeme Symbiose zwischen Fanatikern, die ihre innere Leere füllten, und Profiteuren, die sich bereicherten, aufrechterhielt – jenen Gruppen, die Rayner und mich angriffen. Diese Symbiose ist aus  der Zeit der Prohibition bekannt. Damals profitierten die Alkoholschmuggler von den Baptisten. Das ist keine Neuigkeit.

Am 21. Mai 2025  hielt der Haushaltsausschuss des Senats Anhörungen  mit dem neuen Energieminister Chris Wright zu einem der größten Finanzskandale aller Zeiten ab. Das neue Team im Energieministerium stellte fest, dass das von Biden geführte Ministerium in den 76 Tagen zwischen der verlorenen Wahl und seinem Ausscheiden aus dem Amt im Rahmen des Inflationsbekämpfungsgesetzes 93 Milliarden Dollar an Krediten und Zuschüssen für sogenannte „grüne“ Projekte – vom Generalinspektor als „hochriskant“ eingestuft – vergeben hatte, größtenteils an Empfänger ohne ausreichende Finanzlage und ohne jegliche Aufsicht.  https://www.climatedepot.com/2026/05/14/the-green-titanic-hits-the-iceberg-of-reality-the-obsession-with-decarbonization-over-the-past-quarter-century-has-now-been-shown-to-be-a-grand-illusion-distraction/

Der Beitrag „Die grüne Titanic prallt gegen den Eisberg der Realität“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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