NEWS 23

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Heute — 14. April 2026

Abrupter Klimawandel – menschgemacht oder natürlich? Klimaschau 256

14. April 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

Die Behauptung einer nie dagewesenen Geschwindigkeit des Klimawandels gehört zu den erst in den letzten Jahren aufgekommenen Argumenten der Alarmisten in Wissenschaft & Journalismus.
Demnach habe sich durch den Ausstoß von Kohlendioxid der europäischen Industrie die mittlere Erdtemperatur seit 1850 so rasch verändert wie nie zuvor. Aber stimmt das?

Nein – seit geraumer Zeit untersuchen Forscher schnelle Temperaturwechsel im Erdklima. Ein prominentes Beispiel dafür ist die Studie mit dem Titel „Globale atmosphärische Fernwirkungen während Dansgaard-Oeschger-Ereignissen“ einer Arbeitsgruppe um Bradley Markle von der Seattle University im Bundesstaat Washington. Sie erschien 2017 im Fachblatt „Nature Geoscience“.
Bereits vor Jahrzehnten sind vor allem durch die Arbeit des dänischen Forschers Willi Dansgaard und seines Schweizer Kollegen Hans Oeschger abrupte Klimaschwankungen bekannt geworden.

Der Beitrag Abrupter Klimawandel – menschgemacht oder natürlich? Klimaschau 256 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
Ältere Beiträge

Wird man aus dem Blackout in Spanien lernen?

12. April 2026 um 11:30

Vorschau ansehen

Sozialisten wollen die heilige Kuh „Erneuerbare“ aus dem Schußfeld nehmen

von Edgar L. Gärtner

Bald begehen wir in Europa einen unrühmlichen Jahrestag. Am 28. April vor einem Jahr ging auf der iberischen Halbinsel um die Mittagszeit fast gar nichts mehr. Aufzüge und Beleuchtungen in Hochhäusern, Klimaanlagen, Operationssäle in Krankenhäusern und andere lebenswichtige Anlagen warn plötzlich ohne Strom. Der Blackout hielt fast zwölf Stunden an und forderte nach seriösen Schätzungen an die 150 Menschenleben, was die sozialistische Regierung Spaniens unter Pedro Sánchez in dieser Höhe nicht bestätigen will. Die Fachleute sprechen vom folgenreichsten Stromausfall in Europa seit 20 Jahren. (Ich habe im vergangenen Jahr hier bei EIKE darüber berichtet.)

Was war passiert? An diesem sonnenreichen Frühlingstag war die Leistung der inzwischen in Spanien Landschaften prägenden großflächigen Fotovoltaik-Anlagen, die größtenteils nicht regelbar sind, gegen Mittag auf fast 18.000 Megawatt hochgeschnellt. Das waren über 60 Prozent des damaligen gesamten spanischen Strombedarfs. Gleichzeitig trugen dort Windkraftanlagen zu über 12 Prozent zur Elektrizitätsproduktion bei – mehr als die wenigen im Betrieb verbliebenen Kernkraftwerke, deren Anteil nur noch 11,6 Prozent erreichte. Hinzu kamen noch über 5 Prozent thermische Solarenergie und einige Wasser- und Gaskraftwerke. Doch um 12h23 brach das Netz zusammen.

Entscheidend für den Zusammenbruch des Elektrizitätsnetzes war nach Ansicht André Merlins, des Gründungs-Direktors des französischen Netzbetreibers RTE, der übermäßige Anteil ungeregelter Photovoltaik. Denn um im Netz Platz zu schaffen für den kurz vor Mittag exponentiell ansteigenden Solarstrom, regelten die Ingenieure die verbliebenen Gas- und Wasserkraftwerke und möglicherweise auch die Kernkraftwerke maximal herunter. Doch dann kam es im Netz zu heftigen Fluktuationen von Frequenz und Spannung und in deren Folge zu einem plötzlichen Leistungsabfall. Die verbliebenen rotierenden trägen Massen der Generatoren der Kern-, Wasser- und Gaskraftwerke konnten diesen Leistungsausfall der großflächigen Solarkraftwerke nicht abfangen. Das von der Vereinigung der europäischen Elektrizitäts-Transportnetz-Betreiber ENTSO-E erst im März 2026 in einem dicken Bericht mit großer Verspätung publizierte Diagramm zeigt, was am 28. April 2025 passiert ist.

von ENTSO-E

Diese von ENTSO-E gelieferte Grafik zeigt, dass der überproportional hohe Anteil ungeregelter Photovoltaik im spanischen Strommix bei schnellen Leistungsschwankungen nur begrenzt durch regelbare Kraftwerke und rotierende Massen stabilisiert werden kann.

Dieses Diagramm lässt zwei unterschiedliche Interpretationen zu, die aber beide zeigen, dass der übergroße Solaranteil am spanischen Strom-Mix für den Zusammenbruch des Netzes verantwortlich war. Um die „Erneuerbaren“ aus dem Schussfeld zu nehmen, wiesen Pedro Sanchéz und seine Getreuen auf das plötzliche Aufkommen von Wolken und die damit verbundene Frequenz- und Spannungsfluktuation hin. Manche gingen dabei gar so weit, den Klimawandel dafür verantwortlich zu machen. Als Abhilfe hat die sozialistische Regierung folglich Investitionen in Stromspeicher von fast einer Milliarde Euro angekündigt.

Eine Enquête des spanischen Senats bestätigte dagegen zwar den raschen Wechsel von Frequenz und Spannung um die Mittagszeit, wies aber anhand des ENTSO-E-Reports darauf hin, dass das zu geringe Gewichtl der Trägheit rotierender Massen für den Zusammenbruch des spanischen Elektrizitätsversorgungsystems verantwortlich war. Dem könnten nur Investitionen in nukleare und fossile Kraftwerke abhelfen. Das mühsame Wiederhochfahren des spanischen Netzes erfolgte in der Tat mithilfe der Einspeisung französischen Nuklearstroms über die Kopplungsstelle im Baskenland und eine zweite Kopplungsstelle in Katalonien. Auf sich gestellt hätten die Spanier dafür viel länger gebraucht.

Den unbezweifelbaren Beleg für die zweite Erklärung lieferte schließlich die Aufzeichnung der Dialoge zwischen den Dispatchern des spanischen Netzbetreibers Red Electrica de España (REE), die gegen den Widerstand der Sozialisten vom spanischen Parlaments-Magazin Demócrata veröffentlicht und vom spanischen Senat übernommen wurden. Spanien müsste danach wieder zurückkehren zu einem System der Elektrizitätsversorgung, dessen Rückgrat herkömmliche Kraftwerke mit Generatoren bilden.

Am 28. Januar dieses Jahres geriet das spanische Stromnetz schon wieder an den Rand des Zusammenbruchs, als der herannahende Orkan „Kristin“ die rasche Abschaltung aller Windräder notwendig machte. Durch den Vorfall Ende April 2025 vorgewarnt, fuhren die Dispatcher rechtzeitig Gasturbinen und koppelten industrielle Großverbraucher ab. Im Vergleich zur herkömmlichen Elektrizitätsversorgung mithilfe von Großkraftwerken bleibt das System der „Erneuerbaren“ also höchst störanfällig.

Dennoch setzen die Regierungen von Spanien, Frankreich und Deutschland weiterhin auf den massiven Ausbau der „Erneuerbaren“. Angesichts der durch den Krieg gegen den Iran heraufbeschworenen Energiekrise verbreiten sie mit Nachdruck die Illusion, damit die Abhängigkeit von Öl und Gas aus dem Nahen Osten oder aus Rußland verringern zu können. Zwar hat Ursula von der Leyen als Präsidentin der EU-Kommission vor wenigen Wochen öffentlich den Ausstieg aus der verläßlichen und sauberen Kernenergie bedauert. Aber die EU-Kommission fährt fort, dem französischen Staatskonzern EDF auf Druck der schwarzroten deutschen Bundesregierung bei der Finanzierung des Baus neuer Kernreaktoren Steine in den Weg zu legen. Und sie hat noch immer nicht entschieden, das Fracking der eigenen bedeutenden Schiefergasvorräte zuzulassen. Stattdessen versucht man, den Europäern Gasheizungen zu verbieten. So bleibt es bis auf Weiteres offen, ob Westeuropa aus dem tödlichen Blackout vom 28. April 2025 wirklich etwas lernen wird.

Der Beitrag Wird man aus dem Blackout in Spanien lernen? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? erhebliche Windflaute

11. April 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

13. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Am Montag der aktuellen Analysewoche kommt es zu einer erheblichen Windflaute. Dieser Tag ist beispielhaft für die Probleme, die eine Energiewende mit sich bringt, in der praktisch keine Energie für die Deckung der Grundlast Deutschlands zur Verfügung stünde. Wenn nach Abschaltung der letzten grundlastfähigen Kohlekraftwerke die angekündigten, aber noch nicht mal ausgeschriebenen Gaskraftwerke fehlen. Halt, halt rufen unsere Freunde der Energiewende dazwischen. Bis dahin haben wir die Erneuerbaren doch bereits massiv weiter ausgebaut. So plant die Bundesregierung aktuell 2.000 zusätzliche Windkraftanlagen bis zum Jahr 2030. Aber nicht nur das. Auch die Stromerzeugung mit PV-Anlagen, auch Biomasse- und Wasserkraftstromerzeugung wird im Prognosemodell von Agora-Energiewende dargestellt. Für den Montag sähe die Stromerzeugung bei einem Ausbau der Erneuerbaren auf rechnerische 86 Prozent so aus.  Zum Vergleich noch mal der echte, der aktuelle Chart von Agora Energiewende vom 23.3.2026. Die PV-Stromerzeugung übertrifft in der Prognose zur Mittagszeit den Bedarf bei weitem, so dass mit negativen Preisen zu rechnen wäre. Ansonsten – und das ist das Entscheidende – wird die Windstromerzeugung nur ein ganz klein wenig stärker. Kurz gesagt: Es können so viele Windkraftwerke vorhanden sein, wenn der Wind kaum weht, gibt es kaum Strom. Und sofort sei dabei gesagt, dass es keine Speichermöglichkeiten gibt, noch jemals geben wird, um den fehlenden Strom auch nur annähernd zu ersetzen. Diese Aufgabe müssen fossile Backup-Kraftwerke übernehmen. Sonst gehen die Lichter aus. Alles andere ist dummes Gerede.

Ab Dienstag baut sich ein Windbuckel auf, der sich dann langsam wieder abbaut und Freitagmorgen in einem Windloch endet. Zum Wochenende herrscht unregelmäßige Windstromerzeugung auf niedrigem Niveau. Sonntag zieht die Windstromerzeugung ab Mittag wieder an, um einen – Achtung Spoileralarm – wind- und PV-stromstarken Montag der Folgewoche einzuleiten.

Die Strompreise sinken über die Mittagsspitze jeden Tag ab. Sie erreichen an vier Tagen die Null-Linie. Selbstverständlich wird zu diesen Zeiten viel Strom vom Ausland eingekauft. Dann, wenn von Deutschland Strom benötigt wird, exportieren Deutschlands Nachbarn den Strom zurück und verdienen an der Preisdifferenz gutes Stromkundengeld. Die Strompreise werden wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten, der Ukraine und im Iran tendenziell steigen. Die preistechnischen Hintergründe (Merit-Order-Prinzip) erklärt Marie Droste bei WELT-TV. Der konkrete Strompreis schwankt an der Strombörse wegen des Prinzips Angebot und Nachfrage. Deshalb ist es für viele Verbraucher sinnvoll, den konkreten Strompreis konkreter Stromhändler mittels eines Vergleichsprogramms herauszufinden und das für ihn passende Angebot zu zeichnen. So hat der Stromkunde für eine gewisse Zeit keine Preissorgen. Gleiches gilt für den Gaspreis.  Tendenziell werden Gas und Strom teurer werden und den Verbraucher belasten. Verträge laufen aus; dann muss man nehmen, was aktuell angeboten wird. Denn ohne Gas und Strom läuft in Deutschland, läuft in der zivilisiert-entwickelten Welt nichts! Und sei es Gas aus Flaschen und Strom aus Generatoren. Energie ist für die Menschen (über)lebensnotwendig.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 13. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen wie bereits oben für den Montag den Ausbaugrad 86 Prozent und müssen feststellen, dass der weitere Ausbau nur zu einer massiven Stromüberzeugung über die Mittagsspitze mit oft negativen Preisen führen wird.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Fast keine Windstromerzeugung. PV-Stromerzeugung frühlingshaft stark. Die Strompreise.

Windbuckel wird aufgebaut. Weniger PV-Strom. Die Strompreise.

Der Windbuckel wird abgebaut. PV-Stromerzeugung weiter schwach. Die Strompreise.

Donnerstag, 26.3.2026

Windstrom nimmt weiter ab.  Starke PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Windstrom Tiefpunkt der Woche ab Dienstag. Viel PV-Strom. Die Strompreise.

Wenig Bedarf. Windstrom leicht abnehmend. PV-Strom heute nicht ausreichend. Die Strompreise.

Windstrom und PV-Strom erreichen mit den übrigen Erneuerbaren die Bedarfslinie diese Woche so gerade. Deshalb leichte Negativpreise. Sie sind auch die Folge des fossilen Netzstabilisierungsstroms, der als Systemdienstleistung vergütet wird. Die Strom aus Kraftwerken mit großen Schwungmassen kommt immer noch hinzu, auch wenn die Erneuerbaren bereits „reichen“, um den Bedarf zu decken! Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus. 

Der Beitrag Woher kommt der Strom? erhebliche Windflaute erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Beweise gegen den „Hockeyschläger“: Antarktis im Mittelalter eisärmer – Klimaschau 255

07. April 2026 um 13:00

Vorschau ansehen

Eine im Jahr 2025 erschienene Studie in „Nature Communications“ des Teams um Jamie Wood aus Australien untersuchte den historischen sedimentären DNA-Gehalt von See-Elefanten der antarktischen Küstengebiete und kam zu dem Schluß, daß die Eisgrenze um das Jahr 1.000 erheblich weiter im Inland lag als heute. Dieses Ergebnis ist ein Hinweis auf hohe mittlere Temperaturen im Hochmittelalter und widerspricht damit der sogenannten „Hockeyschläger“-Theorie der offiziösen Klimaforschung.

Der Beitrag Beweise gegen den „Hockeyschläger“: Antarktis im Mittelalter eisärmer – Klimaschau 255 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Die Bundesregierung verpulvert weiter Milliarden für die grüne Energiewende – von Fritz Vahrenholt

07. April 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

Die globale Temperatur ist im März 2026 gegenüber Februar etwa gleichgeblieben – siehe die Satellitenkurve von Roy Spencer im Titel. Sie liegt nun um 0,38 Grad Celsius höher als das langjährige Mittel. Der Abkühlungstrend neigt sich dem Ende und es deutet sich ab Herbst ein El-Nino an, der die globalen Temperaturen im nächsten Jahr erhöhen wird. El Niño ist eine natürliche zyklische Erwärmung des tropischen Pazifiks, die sich alle 3-5 Jahre ereignet. Das hat zwar nichts mit CO2 zu tun, aber wir werden erleben, wie Politik und Medien die steigenden Temperaturen zum Anlass nehmen werden, ihren fatalen Weg der Energiewende damit weiter zu begründen.
Dieses weiter so dokumentiert das von der Bundesregierung beschlossene Klimaschutzprogramm, das Ende März von Umweltminister Schneider vorgestellt worden ist.

„Diese Energiewende bringt uns um“
Vier Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz fand Bundeskanzler Friedrich Merz in Trier folgende Worte: „Diese Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um. Sie ist zu teuer geworden. Es ist der falsche Weg, man kann nicht nur alles mit Sonne und Wind machen“. Du meine Güte ! Das schreibe ich seit fünfzehn Jahren. Aber warum lässt der Kanzler dann alles so weiterlaufen?
Zwei Wochen später beschloss die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm 2026. Umweltminister Schneider konnte stolz verkünden, dass 8 Milliarden € ausgegeben werden, um 25 Millionen t weniger CO2 in 2030 auszustoßen. Das Geld wird zum Fenster hinausgeworfen als hätten wir keine Haushaltsprobleme: Denn dividiert man die Zahlen, kommt man auf die horrende Zahl von 320 € pro t reduzierten CO2. Der CO2– Zertifikate-Preis liegt im Augenblick bei 72,60 €. Das Klimaschutzprogramm veranlasst also Maßnahmen, die viermal teurer sind als der heutige CO2-Preis.
Und in Wirklichkeit liegen die Kosten für das Programm noch dramatisch höher, da die Folgekosten der weiteren Wind- und Solarsubvention nicht berücksichtigt worden sind. Die Diskrepanz zwischen Worten des Kanzlers und den Taten der Bundesregierung wird auch an folgender Bemerkung des Umweltministers deutlich:
„Es ist uns als Bundesregierung gelungen, dieses Programm ohne größeren Streit zu erarbeiten“.
Also kein Streit mit dem Kanzleramt oder mit dem Wirtschaftsministerium, das sagt uns: Im Geld ausgeben zu Lasten der Bürger ist man sich einig.
Ich zeige Ihnen jetzt, um wieviel Geld es wirklich geht, in dem ich einen Punkt aus dem Klimaschutzprogramm herausgreife: die zusätzliche Ausschreibung von 12.000 MW Windkraft ab 2027, was 2.000 Windkraftanlagen entspricht.
Mehr Windkraftausschreibungen erhöhen den Zuschlagswert
Noch im Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) der grünen Ampel war das Ziel festgelegt worden, bis 2030 115 000 MW Windkraft zu erreichen. Dazu sollten jedes Jahr
10.000 MW Windkraft ausgeschrieben werden, die maximal 7,25 €ct/kWh an Einspeisevergütung bekommen sollen. Am 31.3.2026 hatten wir einen Stand von 69.000 MW Windkraft in Deutschland. Um ja nicht das Ziel von rot-grün-gelb zu verfehlen, hat die Bundesregierung nun die Ausschreibungsmenge um 12000 MW insgesamt erhöht. Das führt aber zu mehr Anlagen mit höherer Vergütung. Denn bislang gab es mehr Anträge als 10.000 MW im Jahr, so dass die höchsten Zuschlagswerte wegfielen. Dadurch waren die Zuschlagswerte deutlich niedriger als 7,25 €ct/kWh. Mit der Mengenausweitung wird es Projektierern wieder eher möglich, ihre Gebote so nahe wie möglich am Höchstwert zu platzieren, weil ja nahezu alles was beantragt wird, bedient wird.
Mehr Windkraftausschreibungen erhöhen die Zuzahlungen aus dem Bundeshaushalt

Es gibt aber noch einen zweiten kostentreibenden Effekt der Mehrausschreibung von 12.000 MW Windkraft. Mehr Windkraftanlagen im Bestand senken zusätzlich den Börsenstrompreis dann, wenn es Wind gibt. Dann bekommt der Betreiber die Differenz zwischen Börsenpreis, der dann öfter nahe Null sein wird, und seinem Gebotspreis von bis zu 7,25 €ct/kWh aus dem Bundeshaushalt ersetzt.

Höherer Zuschlagswert und häufigere Zuzahlung wegen niedrigem Börsenpreis führen zu höherer Subvention aus dem Bundeshaushalt. Dr. Christoph Canne von Vernunftkraft hat das ausgerechnet: es führt zu einer Zusatzsubvention von 8 Milliarden € über die nächsten 20 Jahre. Darüber verliert Minister Schneider kein Wort.

So machen es die Schildbürger: Windkraftanlagen dorthin, wo kein Wind weht

Er verbirgt sich im Klimaschutzprogramm zur Windenergie noch ein weiterer Anschlag auf den Bundeshaushalt. Bundesminister Schneider möchte, dass mehr Windenergie im Süden Deutschlands platziert wird:

Das Referenzertragsmodell wird zu einer regional ausgewogenen Verteilung insbesondere auch für Windenergie im Süden beitragen“

(Klimaschutzprogramm 2026, S.24). Was so harmlos klingt, kostet weitere zusätzliche Milliarden und ist ein Verstoß gegen die Koalitionsvereinbarung, in der es noch hieß, dass das man das Erneuerbare Energie Gesetz überprüfen will „auf Kosteneffizienz unter anderem hinsichtlich unwirtschaftlicher Schwachwindstandorte“.

Worum geht es? Im Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) hatte Robert Habeck den § 36h hinzugefügt. Weil mit der normalen EEG-Vergütung niemand auf die Idee käme, im windschwachen Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und südlichen Rheinland-Pfalz ein Windkraftwerk zu errichten, weil es sich nicht rechnet, wurde ein Korrekturfaktor ins Gesetz eingebracht, der die EEG-Vergütung für den Süden auf das 1,55-fache erhöht, wenn der Wind nur 50 % des bundesdeutschen Referenzstandortes ausmacht. Wenn es nur 60 % sind, erhöht sich der Zuschlag um „nur“  das 1,42-fache, bei 70 % das 1,29-fache. Es ist wie bei den Schildbürgern: dort, wo wenig Wind ist, ist Windenergie besonders unwirtschaftlich und deswegen bezahlt der Steuerzahler mehr.
Der Referenzstandort für große Anlagen in Deutschland liegt bei etwas über 3000 Volllaststunden im Jahr. In Bayern und Baden-Württemberg beträgt er im Durchschnitt etwa 50 -70 %, der Durchschnitt dürfte bei 60 %, also etwa 2000 Vollaststunden liegen. Für diese eigentlich unwirtschaftlichen Standorte wird dann bis zu 1,42 mal 7,25 €ct/kWh, das sind 10,3 €ct/kWh gezahlt. Der durchschnittliche Marktwert für Windenergie an Land war im letzten Jahr 7,44 €ct/kWh. Die Differenz in zwischen 10,3 und 7,44 €ct/kWh ist 2,86 €ct/kWh. Eine 6MW-Anlage macht bei 2.000 Volllaststunden 12 Mio. kWh. Das ergibt im Jahr ein Subventionsbedarf von 343 200 € pro Anlage. Bei 2000 Anlagen sprechen wir von 686,4 Millionen € im Jahr mit einer 20Jahres-Garantie. Das macht dann über 20 Jahre 14 Milliarden € aus.
Dies Geld kommt aus dem Klimaschutzfonds, der mit dem Geld der Bürger und der Betriebe aus den CO2-Abgaben auf Gas, Öl, Benzin und Strom gespeist wird.
Diese Tricks zu Lasten der Bürger war man von der Ampel gewohnt, die Bundesregierung macht da munter weiter. Nur der Freistaat Bayern macht das Loch noch größer. Auf Antrag der Landesregierung Bayern, eingebracht vom Bundesvorsitzenden der Freien Wähler, dem Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, hat der Bundesrat am 27.März beschlossen, schon in diesem Jahr die Ausschreibungsmenge um weitere 5000 MW Windkraft zu erhöhen, so dass alle, die bislang bei der Ausschreibung wegen zu hohen Preisen zu kurz gekommen sind, noch in diesem Jahr in den Genuss der EEG-Subvention kommen sollen. Das ist Wind-Lobbyismus auf Kosten der Steuerzahler pur. Aber zugestimmt haben alle Bundesländer außer Sachsen. Letztere haben sich wenigstens enthalten.
Die Märchenerzähler von Berlin
Um die verfehlte Energiewende weiter fortsetzen zu können, scheut sich die Bundesregierung auch nicht davor, die Unwahrheit zu verbreiten. In der Einleitung des Klimaprogramms 2026 (S.12) begründet sie die Maßnahmen des Programms mit dem Pariser Klimaabkommen:
Bis Mitte des Jahrhunderts soll die globale Bilanz der Treibhausgasquellen – und senken ausgeglichen sein“.
Im Pariser Klimaabkommen heißt es aber in Artikel 4, dass „in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen aus Quellen und dem Abbau solcher Gase durch Senken … herzustellen“ ist.
Die zweite Hälfte des Jahrhunderts heißt zwischen 2051 und 2099. Das war damals so formuliert worden, weil Indien erklärt hatte, nicht vor 2070, und China nicht vor 2060, ein solches Ziel erreichen zu wollen. Die EU will 2050 treibhausgasneutral sein. Die USA und Argentinien wollen überhaupt kein Ziel in diesem Jahrhundert festlegen.
Warum in aller Welt fälscht die Bundesregierung den Text des Pariser Abkommens in ihren offiziellen Dokumenten, um in Abweichung von Paris bereits 2045 treibhausneutral zu werden?
Da wird man als Antwort hören: Das Bundesverfassungsgericht hat uns aufgegeben, 2050 klimaneutral zu werden. Das war zwar falsch und naturwissenschaftlich höchst fragwürdig, aber kein Bundesverfassungsgericht würde die Bundesregierung daran hindern, anstatt 2045 die Zahl 2050 ins Klimaschutzgesetz zu schreiben. Und schon hätten wir heute eine Gnadenfrist von 5 Jahren gewonnen, um der höchstbedrängten Industrie und den durch CO2-Steuern abkassierten Bürgern Luft zu verschaffen. Ein fünfjähriges Moratorium für die europäischen und deutschen Klima-Sonderlasten würde unmittelbar ein neues Wirtschaftswunder entfachen!
Doch Kanzler Merz hatte es im März 2025 für nötig befunden, mit Hilfe von Grünen und Linken(!) die Jahreszahl 2045 in das Grundgesetz, Artikel 143 h, zu schreiben. Und diese Zahl wieder zu ändern, ist schwierig, weil SPD, Grüne, Linke auf absehbare Zeit eine Sperrminorität von 25 % zustande bringen werden.
Das Klimaschutzgesetz auf die Zahl 2050, und damit wieder auf EU – Norm hoch zusetzen, ist durch diese Operation nicht einfacher geworden.Unabhängig hiervon könnte und müsste sich die Bundesregierung den Nationen Italien, Tschechien, Polen, Belgien, Ungarn und Griechenland anschließen, die die CO2-Bepreisung für die nächste Zeit aussetzen wollen.Die Bundesregierung könnte ohne weiteres bis 2028 die Verteuerung von Gas, Öl, Benzin und Diesel durch die CO2-Steuer aussetzen und damit ein beispielloses Konjunkturprogramm entfachen. Wenn überhaupt soll es hierfür erst 2028 einen europäischen CO2– Emissionshandel geben.Die Bundesregierung könnte sofort das Fracking-Verbot für Deutschland aufheben, was zu einer Reindustrialisierung Deutschlands führen würde.Die Bundesregierung könnte das Kernkraftverbot aufheben.Die Bundesregierung könnte sofort den Kohleausstieg bei noch 27 großen Kohlekraftwerken beenden oder aufschieben.Zwar liebäugelt Bundeskanzler Merz mit einer Verschiebung des Kohleausstiegs, aber sein Parteikollege Ministerpräsident Wüst hat sich in NRW feiern lassen, dass er die rheinischen Braunkohlereviere, die noch hunderte Jahre Energie liefern könnten (und zwar für Strom und für Kraftstoffe aus Kohle, wie es Helmut Schmidt in den siebziger Jahren untersuchen liess) mit Rheinwasser volllaufen lassen will, um somit den nächsten Generationen diesen Kohlenstoffschatz unwiederbringlich zu zerstören.Wir haben zu viele grüne Zerstörer an den Schalthebeln der Politik, die das Parteibuch von CDU und SPD haben. Es liegt an uns, den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes, auch in den Wahlkabinen zum Ausdruck zu bringen, dass wir mit dieser Politik nicht einverstanden sind.

Der Beitrag Die Bundesregierung verpulvert weiter Milliarden für die grüne Energiewende – von Fritz Vahrenholt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Wie wird mit CO2-Emissionshandel Kasse gemacht?

04. April 2026 um 15:01

Vorschau ansehen

Das Geld ist nicht weg – es haben jetzt nur andere.

Die Phase 4 des europäischen Emissionshandelssystems wurde gestartet – was bedeutet das für deutsche und andere EU-Bürger?

Kontrafunk interviewt EIKE zum Thema Emissionshandel: 

Der Emissionshandel wird von Aktivisten und Politikern als eine kapitalistische und „elegante“ Methode der Lenkung und letztlich Reduktion der Freisetzung von Kohlenstoffdioxidgas aus Fabriken, Heizungen und Fahrzeugen beworben.

Das Grundprinzip ist schon lange vom Hochhausbau in New York oder Chikago bekannt: Die Verwaltung begrenzte die maximale Höhe der Wolkenkratzer, damit die Straßen nicht zu dunklen zugigen Meilen werden. Bleibt ein Bauherr unter der erlaubten maximalen Traufhöhe, kann er die Differenz an einen Nachbarn verkaufen, der diesen Differenzwert dann über die erlaubte Traufhöhe bauen darf. USA-typisch können diese Differenzwerte in Form von „Aktien“ an einer Börse gehandelt werden – Spekulation und Preisschwankungen inbegriffen.

Ein Potsdamer Klimaforscher, Ottmar Edenhofer, sagte 2010 zur NZZ in dem Zusammenhang recht ehrlich:

Zunächst mal haben wir Industrieländer die Atmosphäre der Weltgemeinschaft quasi enteignet. Aber man muß klar sagen: Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun.

14. November 2010, NZZ am Sonntag

CAP-and-Trade (CaT) – „Begrenze und verkaufe“

Das Wolkenkratzer-Prinzip wurde in Form von Verschmutzungsrechten auf die Klimaschutzpolitik übertragen: Es wird vom Staat eine begrenzte Menge von sogenannten „CO2-Zertifikaten“ festgelegt. Diese entsprechen einer politisch festgelegten Gesamtobergrenze der Emissionen („CAP“ – also englisch „Kappe“), die llmählich sinkt. Fabriken oder Kraftwerke, die Kohlendioxid ausstoßen, müssen Verschmutzungsrechte kaufen. Fabriken oder Kraftwerke, die wenig bis kein CO2 ausstoßen, können Rechte verkaufen. In Deutschland geschieht der Handel an der European Energy Exchange EEX in Leipzig. „An der EEX werden Strom, Erdgas, CO2-Emissionsrechte, Frachtprodukte, Metalle und Agrarprodukte gehandelt…Die EEX befindet sich im City-Hochhaus am Augustusplatz in Leipzig.“ (Wiki)

Um die nicht geringen Kosten der Zertifikate zu verringern oder völlig einzusparen, sind die Firmen oder Konzerne gezwungen, ihre Produktionsmethoden zu verändern, damit weniger CO2 freigesetzt wird. Man könnte zum Beispiel „erneuerbare Energiequellen“ EE wie eine Photovoltaikanlage aufs Fabrikdach bauen, um weniger „schmutzigen“ Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken beziehen zu müssen. Im Ergebnis erhält das Gas einen Marktpreis, mit dem das Management kalkulieren kann (und muß).

Die Aktivisten und Politiker versprechen sich von dieser  CO2-Bepreisung

  • (1) eine marktwirtschaftliche Fexibilität, um planwirtschaftlich-sozialistische Effekte („Ökosozialismus“) zu verhindern: Die Firmen können selbst entscheiden, ob und wieviele Klimazertifikate sie kaufen. Es entsteht also ein klassischer Markt (dessen Gesamtvolumen allerdings politisch-zentral festgelegt wird).
  • (2) erhöhte Effizienz, weil zunächst dort Emissionen eingespart werden, wo es finanziell am günstigsten ist.

Problem, dargestellt an unserem Beispiel der Fabrik mit PV-Anlage: Scheint die Sonne nicht ausreichend, muß die Firma doch wieder ans öffentliche Netz, und erhält dort Strom von gasbetriebenen Ersatzkraftwerken, die bei Dunkelheit als zweite Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden muß – ohne EE wäre nur eine einzige Infrastruktur nötig. Die Kosten der zweiten Infrastruktur werden über verschiedene Wege an die Steuerzahler und Verbraucher weitergereicht. Damit wird Vorteil (1) deutlich verringert oder gleich ad absurdum geführt, da die Manager wegen künstlich verknappter Energie aus volatilen Quellen (Wind, Sonne, auch Bioöl) weniger Handlungsspielraum haben.

Lösung für große und mittelständische Unternehmen: raus aus Deutschland, in Länder mit billigem Strom, und vor allem mit niedrigeren Klimastandards, zum Beispiel Ungarn. Diese Lösung wählen immer mehr deutsche Firmen – mit dem Ergewbnis, daß der Gesamt-CO2-Ausstoß deutscher Produzenten im In- und Ausland STEIGT statt zu sinken. Genau das läßt sich auch schon beobachten – die unterschiedlichen CO2-Monitore wie EDGAR zeigen Deutschland seit Jahren im Spitzenbereich „schmutziger“ Produktion – Schweden oder Frankreich hingegen, je nach Datenbank, dank Kernkraft im sauberen Bereich.

Wird international frei gehandelt – oder gibt es nationale und regionale Märkte?

Wären die CO2-Zertifikate eine „elegante marktwirtschaftliche“ Lösung, müßten die Zertifikate möglichst international und frei handelbar sein. Sind sie aber nicht – so hat die Europäische Union seit 2005 das zentrale EU-Emissionshandelssystem (ETS, engl. Emission Trading System), das Kraftwerke, Industrie und teilweise den Luftverkehr abdeckt.

Deutschland als Klima-Musterländle hat zusätzlich ein nationales System für Wärme und Verkehr, das „Brennstoffemissionshandelsgesetz“. Das ist allerdings eine CO2-Steuer mit festgelegten Preisen, die erst in Zukunft handelbar werden sollen.

In den USA, unter Barack Obama und Joe Biden ebenfalls summarisch zwölf Jahre ein Klima-Musterstaat, gibt es kein nationales, sondern nur ein regionales System, das mehrere Bundesstaaten umfaßt, so die Regional Greenhouse Gas Initiative der nordödstlichen Staaten, die nur den Stromsektor betrifft. Im grün-verrückten Kalifornien, vor allem seit der Zeit Arnold Schwarzeneggers als Gouverneur, gibt es ein eigenes System, das „California-CAP-and Trade Program“.

Großbritannien hat nach dem Brexit ein nationales „UK Emissions Trading System“.

Auch China, das sich sonst gern von Klimaschutz-Verpflichtungen fernhält, hat mittlerweile das nach abgedeckten Emissionen weltgrößte Programm „Chinese National Emissions Trading System“ und begann mit dem Energiesektor, wird aber schrittweise erweitert.

Was geschieht in der 4.Phase des EU-Emissionshandelssystems? 

In der 4. Handelsperiode zwischen 2021 und 2030 werden die Vorgaben noch weiter verschärft. Das Ziel besteht darin, die CO2-Emissionen noch schneller zu senken und den Preis für CO2 stabil hoch zu halten. Da wir 2026 bereits die Halbzeit geschafft haben, können wir den Erfolg der 4.Phase beurteilen. Was ändert sich gegenüber 2021?

Die Gesamtmenge an Zertifikaten wird jedes Jahr stärker verringert, und der lineare Reduktionsfaktor LRF* wurde erhöht (aktuell etwa 4% per anno). Um die EU-Industrie international wettbewerbsfähig zu halten, gibt die EU teils kostenlose Zertifikate aus – in Zukunft aber weniger.

Zwei Geldtöpfe („Fonds“) für Innovation und Modernisierung wurden noch praller gefüllt – damit werden Klimaprojekte in ärmeren EU-Staaten finanziert und angebliche „Wunderwaffen“ der Klimarettung wie CO2-Abscheidung (Carbon capture) und Wasserstoff-Technologie. Im Klartext: Bekanntermaßen selbst aus Sicht der Alarmisten unnütze Technik, die zu teuer und zu iuneffizient ist, wird mit Steuergeldern bezahlt.
Die allgemein unbekannte „Marktstabilitätsreserve“ MSR reduziert automatisch Zertifikate, wenn zu viele auf den Markt geworfen werden, damit Preisabstürze verhindert werden.

Zusätzlich zu den traditionellen Energiesektoren Kraftwerke (Strom), Industrie und EU-Luftverkehr werden nun auch die Schiffahrt und Gebäude+Verkehr einbezogen – für letztere soll ein eigenes System, ETS2, aufgebaut werden. Außerdem wurde ein neues Instrument eingeführt: Der Carbon Border Adjustment Mechanism, deutsch Kohlenstoff-Grenz-Ausgleichsmechanismus für Importe aus dem Nicht-EU-Ausland, da fremde Produzenten ohne die EU-Kosten billiger anbieten können.

Der härteste Punkt der 4. Phase ist die Verschärfung der Klimaziele, die sogar „Fit for 55“ übertreffen: Bis 2030 (in vier Jahren ! also) sollen die CO2-Emissionen statt um 55% um 62% gegenüber 2005 sinken.

Das EU-Emissionshandelssystem 2 (ETS2) ab 2027

Das ETS 2 erfaßt die beim ETS 1 noch nicht beachteten Sektoren Verkehr & Gebäude – hier werden die Bürger und Steuerzahler also direkt betroffen. Der Mechanismus ist derselbe wie beim ETS 1 – Cap and trade, begrenze und handele. Es wirt also politisch-planwirtschaftlich festgelegt, wieviel CO2 ausgestoßen werden darf – und diese Menge sinkt. Zahlen muß den Spaß am Ende der Verbraucher, aber nicht direkt – die Eintreibung erfolgt via Energieversorger und Kraftstoffanbieter. Die Mieter dürfen sich dann über noch höhere Heizkosten, und die Auto- und Brummifahrer über höhere Spritpreise freuen.
Welchen Vorteil hat angeblich das ETS2? Fahren und heizen mit „Fossilen“ wird teurer . „Alternativen“ wie E-Autos, Wärmepumpen und Dämmung der Hauswände wird attraktiver. Der Nutzen für die Umwelt ist längst bekannt: Negativ, da der Strom für Wärmepumpen zum Gutteil aus Kohle- und Gaskraftwerken kommt, und Häuserdämmung teils derart viele Emissionen zur Folge hat, daß es Jahzehnte braucht, um das wieder einzusparen.


*LRF:

Er gibt an, wie stark die Gesamtmenge an verfügbaren Emissionszertifikaten jedes Jahr reduziert wird.

  • Der LRF ist ein jährlicher Prozentsatz.
  • Er sorgt dafür, daß die erlaubten CO-Emissionen kontinuierlich sinken.
  • Dadurch wird CO knapper und teurer, was Anreize zur Emissionsreduktion schafft.

Konkrete Werte:

  • Bis 2020: ca. 1,74 % pro Jahr
  • 2021–2023: 2,2 % pro Jahr
  • Ab 2024 (verschärft durch Klimaziele): etwa 4,3 % pro Jahr
  • Ab 2028 geplant: etwa 4,4 % pro Jahr

Der Emissionshandel – ein System ohne jede Wirkung, nur um Geld zu schröpfen

 

Der Beitrag Wie wird mit CO<sub>2</sub>-Emissionshandel Kasse gemacht? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? Windflaute bei starker PV-Stromerzeugung

04. April 2026 um 09:00

Vorschau ansehen

Woher kommt der Strom? von Rüdiger Stobbe

Die aktuelle Analysewoche nimmt beeindruckend vorweg, was im Sommerhalbjahr immer öfter vorkommen wird. Windflaute bei starker PV-Stromerzeugung. Teure Stromimporte.  Hört sich zwar alles nicht schlimm an, ist es aus versorgungstechnischer Sicht in Sachen Strom aber durchaus. Zum einen ist die Residuallast in der Zeit, wo keine Sonne scheint, besonders, hoch. Wenn dann aber über Tag die Sonne scheint, ist dank des subventionierten PV-Zubaus ohne Sinn und Verstand (meine Meinung) über die Mittagsspitze häufig mit sehr niedrigen, wenn nicht sogar negativen Strompreisen zu rechnen. Hinzu kommt die gewollte Notwendigkeit (guter Verdienst für alle außer den Stromkunden) große Mengen Strom importieren zu müssen. All` diese Sachverhalte werden in der aktuellen Analysewoche von Mutter Natur präsentiert.

  • Am Mittwoch und Donnerstag erreichen die Erneuerbaren dank der massiven PV-Stromerzeugung fast den Bedarf. Am Dienstag wird bereits zu minus 3€/MWh exportiert, am Mittwoch werden wenigstens noch 3€/MWh eingenommen. Von diesen Preisen wollen selbstverständlich auch alle die profitieren, die momentan Batteriespeicher planen/bauen. Bis zu 214€/MWh werden am Abend für die Stromeinspeisung aufgerufen. Eine feine Preisdifferenz (226€), ein gutes Geschäft.
  • Am Sonntag übersteigt die regenerative Stromerzeugung den Bedarf erheblich. Der Strom wird nicht nur verschenkt. Bis zu 12€/MWh werden den Abnehmern mitgegeben.  Der Strompreis am Abend liegt bei bis zu 174€/MWh. Auch hier lohnt die Speicherung und Wiedereinspeisung zu Abend.
  • An der schwarzen Im- und Exportlinie ist die Nutzung dieser Preisdifferenzen gut zu erkennen. Der Mittwoch ist das Beispiel der Woche.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 12. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten.  Wie nehmen den Ausbaugrad von 86 Prozent und müssen feststellen, dass der weitere Ausbau nur zu einer massiven Stromüberzeugung mit oft negativen Preisen führen wird. Zu den PV-Strom armen Zeiten ist die zusätzliche Stromerzeugung weiter gering, so dass die Residuallasten im Vergleich zu heute teilweise steigen. Ab und zu übertreffen sie den gesamten heutigen Strombedarf.

Am Freitag, den 27. März 2026 fand auf Veranlassung der Fraktion Bündnis90/die Grünen im Deutschen Bundestag eine Debatte über zwei Anträge ( Antrag 1 / Antrag 2) zur Verbesserung des Klimaschutzes  statt. Bemerkenswert ist der erste Forderungs-Punkt aus Antrag 2: Klimagerechtigkeit – CO2 bepreisen und das Leben für alle Menschen bezahlbar machen. Das ist die faktische Verhöhnung der Bevölkerung, denn die CO2-Bepreisung soll doch genau dazu führen, was aktuell den Ölkonzernen vorgeworfen wird. Die Erhöhung der Spritpreise in einem Umfang, der den Menschen die Individual-Mobilität verleidet. Dass unsere Energiewendefreunde die hohen Preise nicht begrüßen, liegt allein an der Tatsache, dass angeblich die Falschen, die Ölkonzerne, diese in Deutschland verursachen und Geld damit verdienen.  Dabei ist der Sprit in Belgien um die 0,3 € pro Liter günstiger. Ob das wohl an der dort nicht vorhandenen CO2-Bepreisung plus hoher Steuerabgreife (Mehrwertsteuer auf Steuern und Abgaben), wie in Deutschland üblich, liegt?

Mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern – dann wird auch der Sprit billiger – und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Ein guter, weil wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die geplante Änderung des alten Habeck-Heizungsgesetzes in das Gebäudemodernisierungsgesetz. Ein weiterer guter Ansatz ist das sogenannte Netzpaket. Weiter so: Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Der Windstrom lässt nach.  Die PV-Stromerzeugung erreicht den Bedarf nicht.  Die Strompreise.

Wind-Stromerzeugung bis zum Sonnenuntergang schwach, frühlingshafte PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Mittwoch, 18.3.2026

Wind-Stromerzeugung mit Winddelle etwas stärker.  Die Strompreise.

Kaum Windstrom. Starke PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Weiter Wind-Flaute. Viel PV-Strom. Die Strompreise.

Wenig Bedarf. Windstrom leicht steigend. PV-Strom heute nicht ausreichend. Die Strompreise.

Windstrom und PV-Strom erreichen mit den übrigen Erneuerbaren die Bedarfslinie. Negativpreise sind die Folge, denn der fossile Netzstabilisierungsstrom – wird als Systemdienstleistung vergütet – kommt immer noch hinzu! Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Windflaute bei starker PV-Stromerzeugung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Kaltes Winterwetter 2025/26 – nur Wahrnehmung, oder wie immer? Klimaschau 254

01. April 2026 um 09:00

Vorschau ansehen

Der Deutsche Wetterdienst DWD zeichnet die Temperatur- und Niederschlagsdaten seit Jahrzehnten auf. Zusammen genommen läßt sich damit kurzfristig auf das Wetter, langfristig auf die Klimaentwicklung schließen.
Der Winter 25/26 wird entgegen der alarmistischen Berichterstattung der ehemals seriösen Massenmedien als etwas zu kalt bewertet. Allerdings bezieht sich die Bewertung „zu kalt“ auf einen Mittelwert, der auf dem Gebiet der deutschsprachigen Länder kaum konkret erlebt werden kann. Grund dafür ist, daß der Norden der Bundesrepublik von einem Hoch über Skandinavien mit kalter Luft versorgt wird, während die westlichen Mittelgebirge zeitweise unter dem Einfluß warmer Atlantikluft stehen. Und die Alpenländer haben aufgrund ihrer Höhe wieder andere – meist tiefere – Temperaturen.

Der Beitrag Kaltes Winterwetter 2025/26 – nur Wahrnehmung, oder wie immer? Klimaschau 254 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

„Die wahren Ursachen der Klimaerwärmung“ – eine Buchbesprechung

30. März 2026 um 18:00

Vorschau ansehen

 

„Dieses Buch leugnet den Klimawandel nicht. Es leugnet auch nicht, daß CO2 die Temperatur beeinflußt. Aber es belegt, daß Kohlendioxid weder der wichtigste noch der einzige Treiber der Erdtemperatur ist.“

So schreibt der Autor, Chemietechniker Günther Vogl, im Schlußwort seines neuesten Buches über den Inhalt. Es ist aber trotzdem alles ganz anders, als Medien, Klimaprofs und Aktivisten es uns weismachen wollen.

Auf Seite 7 seines Buchs nennt der Autor ganz trocken die tatsächlichen Gründe für eine gestiegene Temperatur: Ende der Kleinen Eiszeit, Luftreinheit, Albedo, Wolken, Sonne & geomagnetisches Feld und – Kohlendioxid.

Was Institute wie das PIK also als (fast) alleinigen Grund für eine behauptete „Erderhitzung“ benennen, taucht in Vogls Liste nur als EIN Faktor auf.

Ohne größere Kapitel-Einteilung geht das kompakte Buch auf die Details der genannten Gründe für Klimawandel ein und verweist dabei häufig auf offizielle beziehungsweise offiziöse Forschungsquellen. Vogl bezieht in seine Betrachtungen auch populäre Behauptungen wie „alle Gletscher weltweit schmelzen“ – und widerlegt sie anhand von öffentlich zugänglichen Quellen.

Günther Vogl, Chemietechniker, befaßt sich seit 40 Jahren mit dem Thema Klima. Über Jahrzehnte erworbene tiefgreifende Kenntnisse hierzu und profundes Wissen auf naturwissenschaftlicher Basis. Stadtrat und Kreisrat, Veranstalter des großen Halbmarathons Altötting, zudem Sportmanager.

Günther Vogl: Die wahren Ursachen der Klimaerwärmung. Klimawandel: Es ist alles ganz anders

Shaker-Verlag Düren, im November 2025

19,80 €

ISBN 978-3-8191-0352-0

Paperback, 116 Seiten, 56 Abbildungen. 21 x 14,8 cm

Auch als eBook erhältlich

 

Weitere Bücher zum Thema Klima & Corona von Vogl:

Die erfundene Katastrophe: Ohne CO2 in die Öko-Diktatur

Covid-1984: Mit dem Virus in den Orwell-Staat?
Die große Transformation: Corona und Klima – der Weg in die globale Neuordnung

Klimadiktatur: Fakten – Prognosen – Meinungen

Der Beitrag „Die wahren Ursachen der Klimaerwärmung“ – eine Buchbesprechung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? zwei Tage Windflaute

30. März 2026 um 12:00

Vorschau ansehen

11. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die aktuelle Analysewoche beginnt an den ersten beiden Tagen mit einer Windflaute. Mit einer zweitägigen Windflaute wird die Woche auch beendet. An den drei Tagen dazwischen baut sich ein Windbuckel auf- und ab. Zusammen mit dem PV-Strom und den restlichen Erneuerbaren plus der aus Gründen der Netzstabilisierung immer notwendigen fossilen Stromerzeugung wird der Bedarf erheblich übertroffen. Das führt zum Strom-Preisverfall teilweise mit Negativpreisen. Am Mittwoch kommt es trotz des ausgewiesen fehlenden Stroms zum Vorabend bemerkenswerterweise NICHT zu Stromimporten. Der Strompreis steigt allerdings wie fast immer zu dieser nachfragestarken Zeit. Am Donnerstag ist dagegen wieder alles „normal“. Der fehlende Strom am Vormittag und Vorabend wird aus dem Ausland importiert. Der Strompreis steigt. Am Freitag fehlt am Morgen kein Strom. Am Vorabend aber sind Stromimporte notwendig, was denn auch zu Wochenhöchstpreisen führt.

Montag und Dienstag sind sehr windschwach. Die PV-Stromerzeugung ist dagegen stark. Der Frühling lässt grüßen. Abgesehen von den Mittagsspitzen muss Strom importiert werden, um die Strom-Versorgung Deutschlands sicherzustellen. Samstag und Sonntag herrscht wieder Windflaute. Diesmal aber ist die PV-Stromerzeugung bei weitem nicht so stark wie zum Wochenbeginn. Praktisch die gesamte Zeit sind Stromimporte notwendig. Das Strompreisniveau bleibt hoch. Die 0€/MWh-Linie wird – wie an den ersten beiden Tagen der Woche – nicht erreicht.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 11. Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. 

Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. leider lagen die Daten noch nicht vor, als dieser Bericht erstellt wurde.

Nachdem Bundeskanzler Merz und auch EU-Kommissionspräsidentin den Ausstieg aus der Stromerzeugung mittels Kernenergie als strategischen Fehler bezeichnet hatten, kam es im Bundestag am 19.3.2026 zu einer Debatte über den Kernkraftausstieg und Aktuellen Stunde über den EU-Kernenergiegipfel in Paris. Beides sind Dokumentationen der Zeitgeschichte im Ringen um Mittel und Wege hin zu einer sicheren Energieversorgung. 

Mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Ein guter, weil wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die geplante Änderung des alten Habeck-Heizungsgesetzes in das Gebäudemodernisierungsgesetz. Ein weiterer guter Ansatz ist das sogenannte Netzpaket. Weiter so: Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Kaum Windstrom .  Die PV-Stromerzeugung ist stark. Die Strompreise.

Wind-Stromerzeugung schwach plus frühlingshafter PV-Stromerzeugung. Die Strompreise. 

Wind-Stromerzeugung zieht an. Aufbau eines Windbuckels. Strompreise.

Windbuckel  Höhepunkt. Die Strompreise.

Windbuckel wird abgebaut. Die Strompreise.

Jetzt wieder fast komplette Windflaute. Und weniger starke PV-Stromerzeugung als zu Wochenbeginn. Die Strompreise 

Windstrom weiter gering. Aber: Zum Abend starker Anstieg! PV-Strom nicht sonderlich stark. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus. 

Der Beitrag Woher kommt der Strom? zwei Tage Windflaute erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Verdrehte Realität: Im ZDF-Thriller werden deutsche Klimaforscher verfolgt und denunziert

29. März 2026 um 09:00

Vorschau ansehen

„ZDF floppt mit schockierendem deutschem Thriller trotz positiver Kritiken“ – so schreibt Watson über den am 23. März gesendeten Klima-Polit-Thriller Eine bessere Welt.

Handlung des aufwändig gedrehten TV-Films: Junge Klimaforscherin aus Köln zieht gerade in ein idyllisches Landhaus, als sie in eine renommierte ARDZDF-Talkshow eingeladen wird. Dort wird sie von einer prominenten Moderatorin, dargestellt von ZDF-Frontfrau Dunja Hayali, zu ihren Plänen der Klimarettung befragt. Die junge Wissenschaftlerin namens Elena Stanat berichtet von ihrem aberwitzigen Plan, jedem Deutschen (Menschen auf der Welt?) nur ein bestimmtes CO2-Budget zuzugestehen, um die Ziele des Pariser Klimabkommens zu erreichen, oder so. Ein präpotenter Millionär und Privatjet-Nutzer stellt ihren Plan mit ätzendem Humor in Frage, wird aber von der intelligenten Forscherin souverän abgebügelt.

Der Publizist Daniel Matissek kommentiert wohlformuliert auf Facebook dazu:

Das Thema der Talkshow, zu der Elena eingeladen ist, ist natürlich die Klimakatastrophe, die, so Hayali, „mittlerweile ja eingetreten“ sei. Elena stellt in der Sendung ihr Buch vor, in dem sie behauptet, die Klimakrise könne nur durch ein festes CO2-Budget eingehegt werden. Jeder müsse sich ab sofort einschränken – egal ob beim Autofahren, Fliegen oder im Alltag bis hin zum Haare föhnen. Eine totalitäre Klima-Stalinistin also, die nicht ohne Grund in dem Film positiv und sympathisch gezeichnet wird – kein Wunder, träumen beim ZDF auch in der Realität doch nicht wenige Akteure von solchen gründiktatorischen Zuständen.

Doch anders als in den meisten realen Talkshows beim ZDF wird der Grün-Aktivistin Elena ein Widerpart gegenübergestellt, der in der fiktiven Hayali-Show für individuelle Freiheit eintreten darf. Natürlich wird dieser Gegenspieler stereotyp gezeichnet als ewiggestriger, weißer, kartoffeldeutscher Mann und zudem ausgesprochener Unsympath erster Güte, der gegen Elenas rhetorisches Geschick jedoch keine Chance hat (auch dies also das genaue Gegenteil realer Klima-Debatten, sofern diese in Wirklichkeit überhaupt stattfinden).

Danach ist das Klima-Thema im Thriller inhaltlich allerdings abgehakt, und es geht nur noch um den Leidensweg der Elena Stanat, die von Gegnern ihrer Weltrettungstheorie terrorisiert wird. Das geht so weit, daß ihre Kollegen im Uni-Institut wegen der mit Haßmails verstopften Server und der ganzen negativen Presse nach der Hayali-Sendung genervt sind und daher Stanat sogar Lehrveranstaltungen und Teile des Gehalts streichen.

Im Anschluß an den Film sendete das ZDF noch eine Dokumentation, in der die (anscheinend?) reale Elena Stanat, die bekannte Klima-Ökonomin Claudia „Energiespeicher noch und nöcher“ Kemfert, vom Haß und der Hetze gegen sie berichtet. Außer der vorübergehenden Löschung ihres Wikipedia-Artikels und eines Hacks ihres Servers nennt sie aber keine konkreten Straftaten oder sonstigen Haßangriffe. Wer ihren heute wieder existierenden Wikipedia-Artikel durchliest, erfährt hingegen hauptsächlich von ihrer beeindruckenden akademischen Karriere, die mit ihren Leistungen nicht so richtig korrelieren mag. Von beruflichen Konsequenzen einer „falschen Meinung“, wie Elena Stanat sie im Thriller erdulden muß, erfährt man in der Biografie Kemferts hingegen nichts – es scheint eher das (krasse) Gegenteil der Fall zu sein.

Dem aufmerksamen Zuschauer von Eine bessere Welt mögen zwei pikante Details aufgefallen sein:

1. Die Heldin Elena zieht zu Beginn des Thrillers mit Mann und Kindern in ein abgelegenes prächtiges wilhelminisches Landhaus – keine Windräder weit und breit. Und ist der CO2-Fußabdruck einer in die Großstadt pendelnden Akademikerfamilie nicht größer als vorher? Das Konzept einer klimafreundlichen „15Minuten-Stadt“ jedenfalls wird hier nicht gerade beworben. Aber wir wollen fair sein: Elena ist mehr als nur einmal im Bus zu sehen – im ländlichen Raum um Köln scheint es noch gut funktionierenden Öffentlichen Personennahverkehr zu geben.

2. Die aus der im ZDF häufig zu sehenden Schauspielerfamilie Baumeister stammende Hauptdarstellerin Peri Baumeister war laut Wikipedia Teil der Anti-Corona-Politik-Bewegung #allesdichtmachen. Weil die widerständigen Schauspieler und Regisseure um Jan Josef Liefers, Dietrich Brüggemann und Ulrich Tukur so zahl- und einflußreich sind, wurde ihre Karriere abweichend von der Darstellung im aktuellen Thriller offenbar nicht beendet.

Der Beitrag Verdrehte Realität: Im ZDF-Thriller werden deutsche Klimaforscher verfolgt und denunziert erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Sind Netto-Null-Klimapolitikmaßnahmen wissenschaftlich gerechtfertigt? Klimaschau 253

28. März 2026 um 10:00

Vorschau ansehen

Aktuelle globale Computer-Klimamodelle, stützen die Auffassung, daß steigende Treibhausgase und andere anthropogene Einflüsse für fast die gesamte beobachtete globale Erwärmung der Erdoberfläche über etwa 1°C zwischen 1850–1900 verantwortlich seien. Zu diesem Schluß kommt der Sechste Sachstandsbericht (AR6) des Weltklimarates, der 2021 veröffentlicht wurde.
Darüber hinaus untermauern die Modell-Prognosen für das 21. Jahrhundert, die unter verschiedenen sozioökonomischen Pfaden erstellt wurden, die Schätzungen der zukünftigen Klimafolgen und dienen als Leitfaden für Netto-Null-CO2-Emissionen weltweit.

Der Beitrag Sind Netto-Null-Klimapolitikmaßnahmen wissenschaftlich gerechtfertigt? Klimaschau 253 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Michael Limburg bei der Hayek-Gesellschaft in Dresden: „Klima, CO₂ und Wasserdampf“

27. März 2026 um 13:00

Vorschau ansehen
EIKE-Vizepräsident Michael Limburg hielt einen Vortrag bei der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft e.V. in Dresden. 
„Michael Limburg (Dipl. Ing. E-Technik) gehört zu den bekanntesten Aufklärern zu den Themen Klima und Energie. Er lehnt die ideologiegetriebene „Klimareligion“ ab, der Klimakult, wie es Außenminister der USA Marco Rubio nannte, denn – so hat er es u.a. auch in einer wissenschaftlichen Arbeit nachgewiesen – u.a. bei korrekter Behandlung der Fehlertheorie enthalten die Datensätze der sog. „Weltmitteltemperatur“ kein nachvollziehbares CO-Signal. Auch kein anthropogenes.

Der Beitrag Michael Limburg bei der Hayek-Gesellschaft in Dresden: „Klima, CO₂ und Wasserdampf“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

„Aber will jemand ein AKW vor der Tür?“

25. März 2026 um 13:00

Vorschau ansehen

In den Kommentaren zu einem Youtube-Video von EIKE fragte ein Zuseher (Windkraft im Faktencheck):

Den Beitrag kann ich nicht nachvollziehen. Es geht gegen eine Energie, die Windenergie, die kostenlos und damit unabhängig von „Brennstoffen“ betrieben werden kann. Nachvollziehbar ist, dass die ganzen Windparks nicht schön sind. Aber will jemand ein AKW vor der Tür? Will jemand ein neues Kohlekraftwerk vor der Tür, oder ein Gaskraftwerk? Warum wird hier nicht mal das Einsparen von Energie oder das Entwickeln ausgeklügelter Stromnetze diskutiert? Was müsste besser laufen, als wenn man nicht natürliche unschädlichen Ressourcen nutzt? Warum steht, wenn ich die Aussagen des Video richtig verstanden habe, die Windkraft dem „Klima“ entgegen?? Die Punkte zum Recycling verstehe ich. Aber wie ist es mit dem Recycling von herkömmlichen Kraftwerken?

Das ist eine schöne Zusammenfassung der üblichen unhinterfragten Narrative der Massenmedien und Aktivisten, die Kernkraft pauschal verteufeln und nicht wahrhaben wollen, daß der Energiewende-Unfug krachend an die Wand fährt.

Unsere Antwort dazu:

‚Aber will jemand ein AKW vor der Tür? Will jemand ein neues Kohlekraftwerk vor der Tür, oder ein Gaskraftwerk?‘ Leute aus Gundremmingen sagten uns: ja! Sogar die Mehrheit. Sichere Arbeitsplätze, sichere Technik etc. Da zogen früher sogar noch Fachleute hin, was die Hauspreise stabil hielt. Die über 30.000 Windräder in Deutschland heute machen hingegen 10.000e Wohnhäuser wertlos – ohne daß die Anwohner davon etwas hätten. Gewinner sind Windparkbesitzer, die weit weg wohnen, und ein paar lokale Politiker und Großgrundsbesitzer.

Das Einsparen von Energie (und Wasser) und das „Ausklügeln“ von Stromnetzen wird seit Jahrzehnten betrieben – erfolgreich. Daß es bei PV und Wind nicht besser geht, liegt an den physikalischen Gegebenheiten, mal zu viel, mal zu wenig Energie – Planbarkeit adé.

Die Nutzung „natürliche(r) unschädliche(r) Ressourcen“ ist ein typisches 90er Argument à la „Die Sonne schickt keine Rechnung.“ Daß Wind und Sonne „unschädlich“ sind, liegt an ihrer geringen Energiedichte. Steigt diese vorübergehend einmal ordentlich an, werden zum Beispiel Wind und Wasser sogar tödlich. Siehe Reaktorunfall Fukuschima im Jahr 2011 – 30.000 Tote durch den Tsunami, unter 10 (?) durch die Reaktor-Überhitzung.

Darüber hinaus muß man sich natürlich fragen, ob die Methoden der Energie-Sammlung auch so „unschädlich“ sind – Photovoltaikpaneele und Windräder sind genau wie Großkraftwerke Industrieanlagen, die allerdings wesentlich zahlreicher in die Natur gebaut werden. Ein modernes Kernkraftwerk benötigt nur wenig Fläche, versorgt dafür aber einen ganzen Regierungsbezirk. Ein einzelner Windpark hingegen ist nahezu bedeutungslos, belastet aber mit Ewigkeitschemikalien und den Rotoren etliche Hektar Natur.

Der Beitrag „Aber will jemand ein AKW vor der Tür?“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? dauerhaft schwache Windstromerzeugung

21. März 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

10. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die aktuelle Analysewoche beginnt einen Tag nach dem meteorologischen Frühlingsanfang. Sie zeichnet sich durch dauerhaft schwache Windstromerzeugung und viel PV-Strom aus. Kurz: Es ist schönes Wetter, wobei sich ab und zu typisches März Schaukelwetter (Sonne, Regen plus kühleres Wetter) einstellt, welches im April noch viel stärker in Erscheinung treten wird. Es ist jedenfalls zunächst warm. Der Winter scheint vorbei zu sein, wobei langfristigere Prognosen ab Mitte März eine Rückkehr des Winters mit kälteren Luftmassen und Schnee andeuten. Wegen der deutschlandweiten Erwärmung hat die beängstigende Leerung der Gasspeicher aufgehört. Gut 20 Prozent betragen die Füllstände insgesamt, so dass Deutschland, wenn der Kälteeinbruch ab Monatsmitte nicht durchschlagend sein wird, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein scheint. Es muss erwähnt werden, dass nach Fridrich Merz nun auch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Deutschlands Ausstieg aus der Stromerzeugung mittels Kernkraft als strategischen Fehler bezeichnet hat. Wobei der Bundeskanzler die Chuzpe hat den Atomkraftausstieg als „irreversibel“ zu bezeichnen. Das ist selbstverständlich Unfug und lässt tief in die charakterlich-fachliche Irrwelt des Kanzlers blicken.

Die regenerative Stromerzeugung in der ersten Märzwoche spiegelt das angenehme Frühlingswetter. Abgesehen vom Sonntag liegt die PV-Stromerzeugung immer über 40 GW. Die Bedarfslinie wird zusammen mit der übrigen regenerativen Stromproduktion an keinem Tag erreicht, so dass der Preis auch über die Mittagsspitze im niedrig-positiven Bereichen verbleibt. Der Stromexport ist in dieser Woche geringer als der Stromimport. Die Kosten hierfür sind wegen der verstärkten Nachfrage am Vorabend hoch. Sie gehen von knapp 200€/MWh auf über 300€/MWh am Mittwoch. 311€/MWh ist denn auch der Wochenhöchstpreis. Knapp 10 GW Strom importiert Deutschland an diesem Mittwoch von 18:00 bis 19:00 Uhr. Der bundesdeutsche Stromkunde wird hierfür mit etwas weniger als drei Millionen € belastet. Für eine Stunde Importstrom. Der Strompreis wäre geringer, wenn die deutschen Stromerzeuger den notwendigen Strom selbst erzeugen würden. Das jedoch ist nicht gewollt. Schließlich will man von den hohen Preisen selbst profitieren und Ressourcen (Kohle/Gas) sparen.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 10. Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Heute habe ich zum Vergleich die Vorwoche mit aufgerufen. Man erkennt den Wetterumschwung und die sich daraus ergebende regenerative Minderstromerzeugung mit viel stärkeren Preissprüngen, weil Deutschland tagsüber den zu viel erzeugten Strom billig abgeben muss und zum Abend dringend benötigten Strom hochpreisig zukauft.

Agora NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Auch diesmal wird die Vorwoche mit aufgerufen, um den Wetterwechsel auch mit der regenerativen Mehr-Stromerzeugung zu verdeutlichen. Besonders auffällig ist, dass der Ausbau der Erneuerbaren sich in erster Linie im PV-Bereich bemerkbar macht. Bei wenig Wind nutzen auch mehr Windkraftanlagen nur wenig. Wenn der PV-Strom fehlt, gibt es auch in dieser Woche zu Flautenzeiten Residuallasten von 60 bis über 80 GW.

Bitte beachten Sie Peter Hagers Zusammenstellung der Februar-Zulassungszahlen nach den Tagesanalysen.

Mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Ein guter, weil wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die geplante Änderung des alten Habeck-Heizungsgesetzes in das Gebäudemodernisierungsgesetz. Ein weiterer guter Ansatz ist das sogenannte Netzpaket. Weiter so: Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Abnehmender Windstrom mit eine Delle über die Mittagszeit.  Die PV-Stromerzeugung hat stark zugenommen. Die Strompreise

Wind-Stromerzeugung schwach plus frühlingshafter PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.

Wind-Stromerzeugung schwach plus frühlingshafter PV-Stromerzeugung. Strompreise.

Ein kleiner Windbuckel zum Abend. Die Strompreise.

Wind-Stromerzeugung weiterhin schwach. Die Strompreise.

Jetzt wieder fast komplette Windflaute. Aber: Satte PV-Stromerzeugung. Die Strompreise 

Windstrom weiter gering. PV-Strom weiter stark. Die Strompreise.

Peter Hager

PKW-Neuzulassungen Februar 2026: Plug-in Hybride und reine E-Autos unverändert bei einem Drittel

Mit 211.262 neu zugelassenen PKW im Februar 2026 betrug das Plus gegenüber dem Vorjahresmonat 3,8 %. Im Vergleich zum Januar 2026 mit 193.981 Neuzulassungen beträgt der Zuwachs 8,9 %.

Antriebsarten

Benzin: 48.404 (- 14,9 % ggü. 02/2025 / Zulassungsanteil: 22,9 %)

Diesel: 31.338 (- 2,4 % ggü. 02/2025 / Zulassungsanteil: 14,8 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 60.510 (+ 4,1 % ggü. 02/2025 / Zulassungsanteil: 28,6 % / mit Benzinmotor: 49.725 /mit Dieselmotor: 10.658)

Plug-in-Hybrid: 24.328 (+ 24,5 % ggü. 02/2025 / Zulassungsanteil: 11,5 % / mit Benzinmotor: 20.273 /mit Dieselmotor: 1.517)

Elektro (BEV): 46.275 (+ 28,7 % ggü. 02/2025 / Zulassungsanteil: 21,9 %)

Die beliebtesten zehn E-Modelle 02/2026

Skoda Elroq (SUV): 3.406
VW ID 3 (Kompaktklasse): 2.455
Skoda Enyaq (SUV): 2.308
VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 2.246
VW ID 4/5 (SUV): 1.623
Mercedes CLA (Mittelklasse): 1.401
Tesla Model Y (SUV): 1.340
Audi A6 (Obere Mittelklasse): 1.337
Mini (Kleinwagen): 1.237
BYD Dolphin Surf (Kleinwagen): 1.220

Quelle1, Quelle2 

„Kaufprämie“ für E-Autos, die Zweite

Nach Habecks abruptem „Förderaus“ in 12/2023 subventioniert die Bundesregierung seit dem 01.01.2026 den Kauf bzw. das Leasing eines E-Autos (BEV) oder Plug-in-Hybriden bis maximal 6.000 Euro. Einmalig berechtigt sind Haushalte mit bis zu 80.000 EUR (max. 90.000 EUR bei zwei Kindern) zu versteuerndem Jahreseinkommen. Es stehen für vier Jahre insgesamt 3 Milliarden Euro – für etwa 800.000 Neufahrzeuge – zur Verfügung.

Ausgestaltung

+ „Grundförderung“: 3.000 EUR für ein BEV-Fahrzeug bzw. 1.500 EUR für einen Plug-In-Hybriden (min. 80 km elektrische Reichweite)

+ Kinderbonus: zusätzlich 500 EUR pro Kind, maximal 1.000 EUR

+ „Zusatzförderung“: 1.000 EUR bzw. 2.000 EUR für ein zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen bis 60.000 EUR bzw. 45.000 EUR

Die „Kaufprämie“ gilt rückwirkend für PKW-Neuzulassungen ab 01.01.2026 (Haltedauer: mindestens 36 Monate ab Neuzulassung). Ein neues Antrags-Tool soll ab Mai zur Verfügung stehen. Der bürokratische Aufwand wird umfangreich. Es müssen Einkommensnachweise und gfs. Kindernachweise eingereicht werden.

Vergleicht man die BEV-Neuzulassungen der ersten beiden Monate 2026 mit dem 4. Quartal 2025 …

02/2026: 46.275 (Zulassungsanteil: 21,9 %)
01/2026: 42.692 (22,0 %)
12/2025: 54.774 (22,2%)
11/2025: 55.741 (22,2 %)
10/2025: 52.425 (21,0%)

… macht sich die neue Förderung bisher noch nicht bemerkbar.

BEV-Bestand zum 01.01.2026 bei 2 Millionen – das 15 Millionenziel bis 2030 bleibt Illusion

Laut Kraftfahrtbundesamt betrug am 01.01.2026 der Bestand an reinen BEV-PKW in Deutschland 2.034.260. Das entspricht einer Zunahme im Jahr 2025 von 382.617 PKW netto (BEV-Neuzulassungen im Jahr 2025: 545.142 PKW). Bei einem Gesamtbestand von 49.486.487 PKW beträgt der BEV-Bestand nunmehr 4,1 %.

Damit bleibt – trotz der neuen Förderung – das Ziel von 15 Millionen BEV-PKW bis 2030 – d.h. 13 Millionen in 5 Jahren – eine Illusion.

Die BEV-Bestandsentwicklung für zurückliegende Kalenderjahre im Vergleich zu den Neuzulassungen:

01.01.2025: 1.651.643 (+ 242.962 ggü. VJ, 3,3 % am Gesamtbestand) – Neuzulassungen in 2024: 380.609

01.01.2024: 1.408.681 (+ 395.672 ggü. VJ, 2,9 % am Gesamtbestand) – Neuzulassungen in 2023: 524.219

01.01.2023: 1.013.009 (+ 394.549 ggü. VJ, 2,1 % am Gesamtbestand) -Neuzulassungen in 2022: 470.559

01.01.2022: 618.460 (+ 309.377 ggü. VJ, 1,3 % am Gesamtbestand) – Neuzulassungen in 2021: 355.961

01.01.2021: 309.083 (+ 172.466 ggü. VJ, 0,6 % am Gesamtbestand) – Neuzulassungen in 2020: 194.163

01.01.2020: 136.617

Quelle

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? dauerhaft schwache Windstromerzeugung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Klassische Klima-Fakenüsse: Antarktische Hitze in der Süddeutschen Zeitung

20. März 2026 um 13:00

Vorschau ansehen

Neben der verbreiten Konjunktivitis à la „Gletscher könnten weltweit im Jahr 2100 alle verschwunden sein“ arbeiten alarmistische Medien und NGOs auch mit klar falschen und/oder irreführenden Meldungen. Die Klimaschau von EIKE brachte kürzlich einige erstaunlich dreiste Beispiele von PIK & Co. (siehe unten).

OvalMedia geht gerade auf TwitterX mit einem Video viral, das klassische Klima-Fake-News der grünen Süddeutschen Zeitung thematisiert. Im Jahr 2020 meldete die SZ „Temperaturrekord in der Antarktis„. Zitat des Textes:

  • Auf einer Insel vor der Spitze der Antarktischen Halbinsel haben Forscher eine Rekordtemperatur von 20,75 Grad Celsius gemessen.

  • Wenige Tage zuvor war auch auf dem antarktischen Festland ein neuer Temperaturrekord aufgestellt worden.

  • Die Werte deuten auf tiefgreifende Veränderungen in der Region hin.

Der Ingenieur Bernd Fleischmann analysiert die Hintergründe der hohen Temperatur. Die meldende Meßstation liegt auf Seymour Island ganz am Rand des antarktischen Kontinentes und gehört zu Argentinien. Der Abstand zum Südpol ist recht groß, weswegen die Insel durchgehend relativ warm ist und sogar einen Flugplatz besitzt. Sagt der einmalig gemessene Rekordwert von über 20°C etwas aus? Nein, es ist der berühmte Einzelfall, der im Sinne der alarmistischen Rosinenpickerei gern genutzt wird, um mit einem Lokalereignis den Gesamtzustand der Welt zu simulieren. Die Seite Gilbertbrands analysiert en détail. 

Der Beitrag Klassische Klima-Fakenüsse: Antarktische Hitze in der Süddeutschen Zeitung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Klimaleugner – oder Sonnenleugner? Solare Zyklen und die Stabilität des Küsteneises. Klimaschau 252

18. März 2026 um 17:00

Vorschau ansehen

Eine neue Antarktis-Studie unter Beteiligung der Universität Bonn zeigt den Einfluß von Sonnenzyklen auf die Stabilität des Küsteneises. Dabei zeigen die Eigenschaften von Sedimenten und solarer Einstrahlung erstaunliche Synchronizität.
In offiziösen Veröffentlichungen von staatlich geförderten Klimainstituten und der entsprechenden Berichterstattung der Massenmedien wird die Wirkung der Erdsonne oder der astronomischen Eigenzyklen der Erde auf das Klima meist hintan gestellt oder ganz verschwiegen. Dabei zeigt die praktische Feldforschung abseits von theoretischen Computermodellen erstaunliche Übereinstimmungen von solar-astronomischen und klimatischen Phänomenen. Prominent zu nennen sind hier der Svensmark-Schawiw-Effekt und die Bond-Zyklen.

Der Beitrag Klimaleugner – oder Sonnenleugner? Solare Zyklen und die Stabilität des Küsteneises. Klimaschau 252 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Die Lehren aus der Sperrung der Straße von Hormuz – von Fritz Vahrenholt

17. März 2026 um 11:00

Vorschau ansehen

Bild oben von Roy Spencer, UAH: Die globale Temperatur hat sich im Februar 2026 leicht erhöht. Sie liegt nun um 0,39 Grad Celsius höher als das langjährige Mittel. Der Abkühlungstrend seit 2024 ist noch ungebrochen.


Die Lehren aus der Sperrung der Straße von Hormuz

Die dramatische Veränderung der energiepolitischen Rahmenbedingungen auf Grund der Sperrung der Straße von Hormuz böte der Bundesregierung einen begründeten Anlass, von der zerstörerischen Energiepolitik Abstand zu nehmen. Sie hält aber unbeirrt weiter fest am Kernenergieverbot, dem Verbot der heimischen Förderung von Schiefergas, dem Ausstieg aus der Stromproduktion durch heimische Braunkohle und setzt allein auf unzuverlässige und kostentreibende Wind- und Solarenergie.

Wind und Sonne stellen fette Rechnungen

Die Jahresabrechnung der Stromnetzbetreiber über die Subvention von Windkraft- und Solaranlagen für 2025 liegt vor. Danach haben Windkraft- und Solarbetreiber im Jahr 2025 16,5 Milliarden € Zuschuss aus dem Bundeshaushalt erhalten. Betreiber dieser Anlagen bekommen 20 Jahre lang eine Einspeisevergütung von 6-12 €ct/kWh (je nach Anlage). Immer dann, wenn die Einspeisevergütung unterschritten wird, wird die Differenz aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes erstattet. Das passiert, wenn zu viel Windenergie und Solarenergie (zumeist mittags) eingespeist werden. Dann sinkt der Strompreis gegen Null und der Betreiber erhält trotzdem die Festvergütung. Diese Milliarden werden bezahlt von den Mietern und den Autofahrern, die über den CO2-Preis bei der Gas- und Ölheizung sowie an der Tankstelle abkassiert werden.

Das ist eine unsoziale Milliarden-Umverteilung von Mietern und Autofahrern an kapitalkräftige Investoren in Wind- und Solarparks. Es wird also Strom subventioniert, der zu diesem Zeitpunkt nichts wert ist und nicht gebraucht wird. Um das Netz nicht instabil werden zu lassen, wird der Strom dann häufig ins Ausland verschenkt. Oder Anlagen werden durch den Netzbetreiber abgestellt und der Betreiber bekommt 95 % der EEG -Vergütung für nicht produzierten Strom zu einem Zeitpunkt, an dem er nichts wert ist.  

In den letzten 14 Tagen schwankte der Strompreis erheblich. Das wird sich in Zukunft verstärkt fortsetzen. Wie man in der nächsten Grafik sieht, schwankte der Strompreis von 0 bis 40 €ct/kWh (Grün: Erneuerbare, Grau: Gas und Kohle, rot: Strompreis). Man sieht sehr schön in der roten Kurve die Nullstellen (blaue Pfeile), bei denen die Solar- und Windbetreiber subventioniert werden und die Extremzeiten (rote Pfeile), in denen Solar- und Windkraftbetreiber, die am Spotmarkt teilnehmen, Extraprofite einfuhren. Bezahlen müssen es Mieter, Autofahrer und Industrie über den CO2-Preis und den Strompreis.

Abbildung: Stromerzeugung und Strompreis im März 2026. Die linke y-Achse gilt für die Leistung: Erneuerbar (grün), Kohle und Gas (grau). Die rechte y-Achse gilt für die rote Strompreiskurve. Rote Pfeile : hohe Strompreise, blaue Pfeile: Strompreis nahe Null.


Die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche trägt sich daher mit dem Gedanken, diese abenteuerliche Politik zu reformieren. Sofort gab es fundamentalen Widerspruch von SPD und Grünen. Nina Scheer (SPD) kritisierte, dass diese Reform „den Ausbau der Photovoltaik massiv ausbremsen würde„. Und Katrin Uhlig (Grüne) geißelte den Versuch als „Angriff auf das Erfolgsmodell der Energiewende„.  Diese verlogene Kritik, die offen und unverfroren die Abzocke für wertlosen Strom weiter rechtfertigen will, erfuhr eine breite verständnisvolle Wiedergabe in den Medien von ARD, bis zu Zeit und Spiegel..

Jetzt wäre die Zeit, alte ideologische Zöpfe abzuschneiden

Jetzt wäre die Zeit, über den Weiterbetrieb der Kohlekraftwerke, die Aufhebung des deutschen Verbots der Schiefergasförderung aus dem Jahre 2017 und die Abschaffung des Kernenergieverbots in Deutschland zu diskutieren. Es war Bundeskanzler Helmut Schmidt, der als Antwort auf die erste und zweite Ölkrise ein massives Ausbauprogramm der Kernenergie umsetzte. Aber wir haben keinen Helmut Schmidt, sondern Friedrich Merz. 

Als die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in diesen Tagen die Abkehr von der Atomkraft als einen strategischen Fehler bezeichnete, eierte Kanzler Merz rum:

„Ich bedaure das, aber es ist so, und wir konzentrieren uns jetzt auf die Energiepolitik, die wir haben.“ 


Beim Neujahrsempfang der Wirtschaft in Halle im Januar 2026 sagte er dagegen, dass der Ausstieg aus der Kernenergie „ein schwerer strategischer Fehler“ war und die Energiewende „die teuerste und ineffizienteste der Welt“. sei. Er wurstelt weiter, weil er Rücksicht nimmt auf die völlig vergrünte SPD, die die Interessen der Industriearbeitsplätze aus den Augen verloren hat. Umweltminister Schneider meint, Strom aus Solar und Windenergie seien günstiger. Er zeigt, daß er keine Ahnung hat: 16,5 Milliarden € aus dem Bundeshaushalt für das Jahr 2026 an Subvention für Solar und Wind (s.o.). Dafür könnten wir jedes Jahr zwei Kernkraftwerke bauen und hätten für 60-80 Jahre zuverlässigen, günstigen Strom. Lieber Genosse Schneider: dann störe wenigstens unsere Nachbarn nicht, wenn sie die Kernkraftwerke der nächsten Generation bauen. Wir werden noch einmal um diesen Strom betteln.
Übrigens: Ursula von der Leyen war 2011 in Merkels berüchtigtem Ausstiegsjahr Arbeitsministerin (!) und unterstützte Merkels Kernenergieausstieg damals fulminant. Das hat uns seitdem 500 Milliarden € gekostet und zu den höchsten Strompreisen und einer massiven Deindustrialisierung geführt.

Der Beitrag Die Lehren aus der Sperrung der Straße von Hormuz – von Fritz Vahrenholt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? Woche beginnt mit starker Windstromerzeugung

15. März 2026 um 08:00

Vorschau ansehen

9. Analysewoche 2026

Die aktuelle Analysewoche beginnt mit starker Windstromerzeugung. Dann folgte eine 1 ½- tägige Dunkelflautenphase. Am Dienstag kam es denn auch zu den Wochenhöchstpreisen: Vormittag (147€/MWh) und zum Vorabend (184€/MWh). Mit der PV-Stromerzeugung erreichen die Regenerativen zum Wochenende inkl. Freitag die Bedarfslinie. Die Strompreise fallen jeweils über Mittag auf die 0€/MWh-Linie. Am Montag wurde die Bedarfslinie über die Mittagsspitze ebenfalls erreicht. Da aber fiel der Preis „lediglich“ auf 3€/MWh. Während der Dunkelflautenphase kam es durchgehend zu Stromimporten. Im Rest der Woche wurde praktisch nur am Vorabend Strom importiert. Das ist gewollt, das hebt das Preisniveau.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 9. Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten liegen am Dienstag wieder über 70 GW. Ansonsten kommt es außer an besagtem Dienstag zu starker Strom-Übererzeugung.

Der Iran-Krieg

Selbstverständlich wird der Krieg Auswirkungen auf die Strompreise haben. Weil die Bürger in aller Regel Festpreisverträge haben, wird sich dies erst später (Vertragsverlängerung/Neuvertrag) konkret auf die Haushalte auswirken.  Die Tatsache aber, dass die Kraftstoffpreise in Deutschland so massiv angezogen sind, hat in erster Linie mit den diversen „Energiewendezuschlägen plus Mehrwertsteuer auf Alles“ zu tun. Im Nachbarland Belgien habe ich aktuell 35 Cent weniger als in Deutschland für E10-Super bezahlt. Die Rohöl- und Gaspreise ab Quelle sind das eine. Die unsäglichen Abgaben in Deutschland sind das andere.

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Ein guter, weil wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die geplante Änderung des alten Habeck-Heizungsgesetzes in das Gebäudemodernisierungsgesetz. Ein weiterer guter Ansatz ist das sogenannte Netzpaket. Weiter so: Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Bitte beachten Sie Peter Hagers Ausführungen zum „Strom aus Island“ nach den Tagesanalysen.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Windstrom ist konstant stark. PV-Strom ist winterlich schwach. Die Strompreise wurden nicht ausgeworfen.

Wind-Stromerzeugung zieht zum Abend an. Die Strompreise.

Windflaute. Die Strompreise.

Ein Windloch über Mittag. Die Strompreise.

Wind-Stromerzeugung fällt über Tag leicht ab. Die Strompreise.

Jetzt wieder steigende regenerative Stromerzeugung auf hohem Niveau bei niedrigerem (Wochenend-)Bedarf. Die PV-Stromerzeugung dem Frühjahr entsprechend vorhanden. Die Strompreise.

Windstrom fällt wieder ab. PV-Strom ist stark. Die Strompreise.

Grüner Strom aus Island

Zum Beginn eines Jahres erhalten die Haushalte von den Stromlieferanten die Jahresabrechnung. Darin enthalten ist auch die gesetzlich vorgeschriebene Stromkennzeichnung des gelieferten Stroms an die Kunden gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz.

Es werden neben den fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas auch die Erneuerbaren Energien und deren Herkunftsländer unterschieden. Bei den Erneuerbaren gibt es weitere Differenzierungen:  Gefördert nach dem EEG, aus der Region (gefördert nach dem EEG) oder mit Herkunftsnachweis (nicht gefördert nach dem EEG).

Ein Herkunftsnachweis ist ein elektronisches Dokument, welches die Erzeugung einer MWh Strom aus erneuerbaren Energien bestätigt. Diese können unabhängig vom physikalisch erzeugten Strom gehandelt werden und sowohl aus Deutschland, der EU oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (zum Beispiel Norwegen oder Island) stammen. Für die Richtigkeit der Herkunftsnachweise ist das Umweltbundesamt zuständig.

Ein großer Teil der Herkunftsnachweise in Deutschland stammt aus nordeuropäischen Ländern. Das ist sehr lukrativ, da Herkunftsnachweise aus Nordeuropa bis zu zehnmal günstiger sind als Herkunftsnachweise aus Deutschland. Jedoch sind die Herkunftsnachweise aus anderen Ländern kein Garant für eine reale Stromlieferung. Denn zwischen Island und Europa gibt es keine Stromverbindung. Der in Island regenerativ erzeugte Strom gelangt nicht ins deutsche Stromnetz.

Wenn in der Jahresabrechnung bei den Herkunftsnachweisen „Island“ angegeben ist, weiß man, dass dieser EE-Strom eine Mogelpackung ist.

Da fühlt man sich als Stromkunde – noch dazu, wenn man einen Grünstromvertrag hat – doch irgendwie verschaukelt. Aber so ist es halt. Merkwürdig ist auch, dass Deutschland viel Strom aus den Nordländern importiert aber (noch) nicht genügend Übertragungsleitungen für den selbst erzeugten Strom in Nord- und Ostsee und/oder Norddeutschland in den Süden Deutschlands hat. Da wird dann abgeregelt und „Geisterstrom“ vergütet. Dass Hamburg zu knapp 70 Prozent mit fossil erzeugtem Strom versorgt wird, ist ebenfalls bemerkenswert. Warum werden Teile des abgeregelten Stroms nicht nach Hamburg geleitet?

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Strom IMMER den kürzesten Weg zum Nutzer (Stromsenke) nimmt. Das ist im Raum Aachen zum Beispiel in der Hauptsache Strom, welcher im Braunkohlekraftwerk „Weisweiler“ erzeugt wird.  Egal, ob der Stromvertrag „grün“ oder „schwarz“ ist. Übrigens wird in Weisweiler auch die Fernwärme für Aachen und Umgebung erzeugt. Was nach Abschaltung des Kraftwerks kommt, weiß man nicht. Von Geothermie in großem Umfang ist die Rede. Ob das dann ausreicht? Die Fernwärmekunden werden es erleben.

Quelle

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Woche beginnt mit starker Windstromerzeugung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Kälte durch Hitze: der Jetstream und der Klimawandel – Klimaschau 251

09. März 2026 um 08:00

Vorschau ansehen

Kälte durch Hitze: der Jetstream und der Klimawandel
…und:
Auch Grönlands Eisschild hält sich nicht an Klimamodelle: Er wächst!

Seit einigen Jahren, besonders deutlich aber im kalten und schneereichen Winter 2020/21, wurde in deutschsprachigen Massenmedien darauf hingewiesen, daß es durch die klimabedingte Erwärmung der Arktis zu einer Abschwächung des polaren Jetstreams kommen soll. Die Erwärmung soll zur Folge haben, daß die zirkumpolaren Schnellwinde an Kraft verlieren und sozusagen stärker ausfransen – also verstärkt kalte Ausläufer nach Europa oder Nordamerika schicken. So wird erklärt, dass der CO2-bedingte Klimakollaps neben Hitze und Dürre auch sehr tiefe Temperaturen und Eisstürme bewirken kann.

Der Beitrag Kälte durch Hitze: der Jetstream und der Klimawandel – Klimaschau 251 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Tödliches Kohlendioxid oder nützlicher Naturstoff? Mofetten in Deutschland

07. März 2026 um 14:00

Vorschau ansehen

(ARG)

Im nordrhein-westfälischen Horn-Bad Meinberg trat natürliches Kohlendioxid aus, das mehrere Menschen verletzte. Der Vorfall ereignete sich in einem Kurpark, der für seine natürlich sprudelnde Minelalquelle bekannt war – beziehungsweise, wegen dieser Quelle errichtet wurde.

Mofetten sind natürliche Kohlendioxid-Quellen im Boden, die vor allem aus der Gegend und das böhmische Karlsbad bekannt sind – aber auch in der Eifel, deren Maare erloschene Vulkane sind. Im lippischen Bad Meinberg wurde um 1770 vom Landesherrn ein Kurpark um eine vermeintliche Wasserquelle herum angelegt, die sich später als Gasquelle (Mofette) herausstellte. Wobei Mofetten meist „blubbern“ – also sowohl Wasser wie auch CO2 enthalten. Erhöht-moderate CO2-Konzentrationen in der Luft (> 1%, ansonsten im Mittel o,o42%) wirken auf Patienten beruhigend und schmerzlindernd, weswegen man Mofetten in vielen Kurorten findet.

Zu viel Kohlendioxid in der Atemluft wirkt allerdings betäubend oder einschläfernd, weswegen Schweine vor der Schlachtung heutzutage mit CO2 betäubt werden. Anfang März kam es im Kurpark Bad Meinberg zu einem verstärkten Austritt des Gases, der mehrere Personen in Mitleidenschaft zog (Ohmacht?). Besonders schwer hatte es eine Reinigungskraft im Keller des Kurgebäudes getroffen, da sich im Gebäude vermutlich Gas ansammelte und aufkonzentrierte.

Das CO2-Vorkommen unter der Stadt ist lange bekannt und wird als „Meinberger Dom“ bezeichnet – die Mofette, bzw. deren unterirdische Quelle, soll weltweit eine der größten unterirdischen CO2-Quellen sein. Oder stammt das Kohlendioxid aus viel tieferen Schichten und kann in einer Bruchzone, auf der Meinberg wohl liegt, ausgasen?

Die „Deep hot Biosphere“-Theorie von Thomas Gold, dem 2004 verstorbenen Physiker und Multigenie, weist darauf hin. In seinem Buch, deutsch „Die Biosphäre der heißen Tiefe“, erklärt Gold, daß sich Kohlenwasserstoffe und -Oxide wie Methan (Erdgas), Kohlendioxid, Kohle und Mineralöl gleichzeitig mit der Entstehung des Planeten gebildet hätten und nicht (nur) von prähistorischen Plankton-Sedimenten oder Farn-/Nadelwäldern abstammten, also nicht „fossil“ sind. Der Physiker vermutete zudem, daß tief im Erdmantel (unter 30-50km Tiefe) sich bakterienähnliche Lebewesen von den dort reichlich vorkommenden energiereichen Kohlenwasserstoff-Lagerstätten ernähren. Das energiearme CO2 könnte ein Stoffwechsel-Endprodukt dieser Organismen sein und langsam nach oben strömen.

Nun ist Bad Meinberg nicht Neapel und hat auch keinen Vesuv nebenan, der alle paar Jahrhunderte verheerend ausbricht. Aber die Existenz einer Mofette mitten im Ort, und das Wissen um einen „Gasdom“ sollte die Behörden schon zur Vorsicht gemahnen – ähnlich der Situation in Kohleminen, die meist auch gefährliches Gas enthalten.

Erweitern Sie Ihr Wissen um die natürlichen Kohlenstoffvorkommen auf der Erde – und bestellen Sie Thomas Gold: Die Biosphäre der heißen Tiefe und der Mythos der fossilen Energieträger

 

Der Beitrag Tödliches Kohlendioxid oder nützlicher Naturstoff? Mofetten in Deutschland erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Die Gasspeicher leeren sich: Uns trennt noch eine Kälteperiode von der Notstandssituation, von Fritz Vahrenholt

01. März 2026 um 13:00

Vorschau ansehen

von Fritz Vahrenholt

Zunächst die aktuelle atmosphärische Temperaturentwicklung des Planeten Erde nach Satellitenmessung, Daten von der Universität von Alabama am Standort Huntsville UAH – Dr. Roy Spencer.

Die Gasspeicher leeren sich: Uns trennt noch eine Kälteperiode von der Notstandssituation

Der durchschnittliche Gasverbrauch im Winter beträgt in Deutschland 4 TWh Erdgas pro Tag, an kalten Tagen unter -5 °C ca. 5 TWh, an milderen Tagen sinkt er auf 3 TWh.
Der Verbrauch wird gedeckt durch

1. Pipelinegas
2. LNG-Gas
3. Entnahme aus den im letzten Jahr gefüllten Gasspeichern

1.Die Pipeline-Importe belaufen sich zurzeit bei 2,7 TWh. 44% davon kommen aus Norwegen, 24% aus den Niederlanden und 21% aus Belgien/Frankreich. Die letzteren beiden Importe sind LNG-Gas, da sowohl die Niederlande, Belgien als auch Frankreich keine eigenen Erdgasquellen für den Export zur Verfügung haben. Das macht diese Quellen verletzlich, wenn in diesen Ländern eine eigene Knappheit vorliegt. Der Speicherstand in den Niederlanden (5.Februar) liegt bei 22,4%, in Frankreich bei 28,5%.

2. Die aktuellen LNG-Importe in Deutschland belaufen sich auf etwa 0,4- 0,6 TWh pro Tag über die Terminals in Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Lubmin und Mukran. Sie können zwar auf bis zu 1 TWh hochgefahren werden. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass eine zusätzliche Menge an LNG-Gas in Deutschland mit erheblicher Verzögerung ankommt. Die Belade- und Transportzeit eines LNG-Tankers vom Golf von Amerika nach Brunsbüttel dauert 18 Tage.

3. Die Entnahme von Erdgas aus den deutschen Speichern betrug im Januar etwa 0,4  bis 1 TWh je nach Kältesituation. Diese Batterie für den Winter läuft langsam aber sicher leer. Der aktuelle Füllgrad der Speicher liegt bei 29%. Diese Menge ist im Prinzip auch entnehmbar. Das entscheidende Problem ist aber, daß mit sinkendem Füllstandsgrad auch der Druck sinkt und somit die Entnahmeleistung des Speichers abnimmt, wie der sehr gute Übersichtsartikel zur Versorgungssicherheit von Markus Schall beschreibt.

Schon unterhalb eines Füllstandsgrades von 50% geht die Entnahmerate (Gas pro Stunde) auf Grund des geringeren Druckes zurück. Bei 35% Füllstandsgrad ist die Entnahmerate bereits um 22% gesunken. Darunter sinkt sie dann stärker als linear ab. Unterhalb von 20% ist die Entnahmerate so stark gesunken, daß die Speicher keine Nachfragespitzen mehr abdecken können, was zu einem Risiko von Versorgungsengpässen in einer Kaltwetterlage führen kann.

Die meteorologische Situation in den nächsten 14 Tagen wird zunächst von leicht ansteigenden Temperaturen bis zum 12.2. gekennzeichnet, um danach möglicherweise erneut in eine deutliche, bundesweite Frostperiode zurückzufallen. Kommt es zu dieser Entwicklung wird Ende Februar die 20% Marke des Füllstands deutscher Gasspeicher unterschritten.

Nach der Gasnotfallverordnung von Minister Habeck sind folgende Kriterien für die Beurteilung einer Gasnotfalllage heranzuziehen:

„- Als kritisch wird die Lage eingestuft, wenn die prognostizierte Durchschnittstemperatur der kommenden sieben Tage min. zwei Grad Celsius unter dem Durchschnitt der vorherigen vier Jahre liegt“
„- Als kritisch wird die Lage eingestuft, wenn der Füllstand unter den Speicherpfad fällt, der auf das 40%-Niveau am 01. Februar des jeweiligen Jahres führt.“

Beide Kriterien sind seit dem 1. Februar erfüllt. Es ist schon erstaunlich, dass die Bundesnetzagentur bei einem Speicherstand von unterhalb 30% immer noch abwiegelt und erklärt : „Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet. Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein.“

Aber man versucht sich durchzumogeln und hofft auf eine Erwärmung in den nächsten vier bis sechs Wochen. Und wieder einmal stehen Landtagswahlen in Baden-Württemberg vor der Tür.

Nach Ausrufung einer Notfallstufe muss die Bundesnetzagentur Maßnahmen ergreifen, um die Versorgung von Haushalten und öffentlichen Einrichtungen zu gewährleisten. Das kann dann nur noch durch Abschalten von Industrie-und Gewerbebetrieben erfolgen.  Sollte es dazu kommen, wäre das ein Alptraum für die deutsche Energiepolitik:ein Resultat des Versagens. Der schon angeschlagene Investitionsstandort Deutschland würde nachhaltig beschädigt.

Warum sind wir in eine solche Situation geraten ? Zum einen haben Gaseinkäufer und die Politik wohl die vier letzten milden Winter in die Zukunft fortgeschrieben. In einer allgemeinen Wahrnehmung einer Klimakatastrophe kommen sehr kalte Winter offenbar nicht mehr vor.

Zusätzlich ist aber seit dem 1. 1. 25 die Versorgung Osteuropas mit russischem Erdgas reduziert worden, da die Ukraine den Transit des Gases zu diesem Datum gestoppt hat. Die Versorgung über die einzig noch verbliebene, über die Türkei verlaufende Turkstream-Pipeline reicht aber nicht aus, so dass das deutsche Gasnetz auch die Nachbarn Österreich, Tschechien und indirekt die Slowakei versorgt. Über die Slowakei und Polen erhält die Ukraine Gas in Umkehrung der bisherigen Fließrichtung (reverse Flow). Die gesamte Exportmenge ist mit 1TWh täglich erheblich und liegt in der Höhe der täglichen Entnahme aus den deutschen Gasspeichern. Die Grafik zeigt den Anstieg der Exporte aus Deutschland seit der Schließung der Transgas-Pipeline aus der Ukraine.

Quelle: Bundesnetzagentur

Quelle: Bundesnetzagentur

Quelle: Bundesnetzagentur

Quelle: Bundesnetzagentur

Wie immer sich die Erdgasversorgung in den nächsten 3 Wochen entwickelt, es gäbe einen guten Anlaß, die politische Debatte über die eigene Erdgasversorgung durch Schiefergas aus der norddeutschen Tiefebene zu eröffnen. Dort lagert ausreichend preiswertes Erdgas für die nächsten 30 Jahre. Die Förderung von Erdgas aus 1000 m tiefen Gesteinsschichten ist seit 2017 durch Bundesgesetz verboten (Fracking-Verbot).

Der Beitrag Die Gasspeicher leeren sich: Uns trennt noch eine Kälteperiode von der Notstandssituation, von Fritz Vahrenholt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Woher kommt der Strom? Windstrom-Erzeugungstiefpunkt

01. März 2026 um 10:00

Vorschau ansehen

von Rüdiger Stobbe

Die aktuelle Analysewoche hatte am Mittwoch einen Windstrom-Erzeugungstiefpunkt. Dieser korrelierte mit dem Stromhöchstpreis (186€/MWh; 0,186€/kWh) der Woche. Anschließend stieg die Windstromerzeugung an und erreichte schließlich am Samstag zusammen mit den anderen „Erneuerbaren“ (Wasserkraft, Biomasse und den sonstigen Erneuerbaren) vor Beginn der PV-Stromerzeugung den Strombedarf Deutschlands. Das ist selbstverständlich auch dem geringen Wochenendbedarf in Verbindung mit dem Karneval geschuldet. Zu Negativpreisen kam es nicht; der Wochentiefstpreis lag bei 35€/MWh, 0,35€/kWh). Es wechselten sich im Lauf der Woche Im- und Exporte ab. Zunächst überwogen Stromimporte, ab Mittwochabend wurde fast durchgehend Strom exportiert. Netto wurden 194 GWh mehr Strom ex- als importiert.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 8. Analysewoche 2026 gibt Agora-Energiewende. Diese NGO erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den möglichen Prognose-Höchstwert von 86 Prozent Ausbaurate. Die Residuallasten liegen am Mittwoch über 70 GW. Zu Wochenende kommt es zu starker Strom-Übererzeugung.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Sunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

In diesem Zusammenhang mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Windstrom fällt. PV-Strom winterlich schwach.  Die Strompreise wurden nicht ausgeworfen

Wind-Stromerzeugung zieht etwas an. Die Strompreise.

Ein Windloch über Mittag. Die Strompreise.

Die regenerative Stromerzeugung zieht an und bleibt konstant. Die Strompreise.

Regenerative Stromerzeugung steigt weiter. Die Strompreise.

Jetzt wieder fallende regenerative Stromerzeugung auf hohem Niveau bei niedrigerem (Wochenend-)Bedarf. Die PV-Stromerzeugung kaum vorhanden.  Die Strompreise.

Windstrom stark. Die Strompreise .

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Windstrom-Erzeugungstiefpunkt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
❌