NEWS 23

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Ältere Beiträge

Bestätigt — Donald Trump glaubt, dass Iran die Bombe hat

04. Juni 2026 um 14:31

Vorschau ansehen

Larry C. Johnson

Nein, ich habe keinen Zugang zu NSA-Sigint erhalten, aber ich habe bestätigt, dass das Telefongespräch der vergangenen Woche zwischen dem iranischen Präsidenten Pezeshkian und dem pakistanischen Premierminister Sharif über eine ungesicherte Leitung geführt wurde. Mir wurde zuverlässig mitgeteilt, daß dies von den Iranern und Pakistanern bewußt so geplant war — d.h., die Iraner und Pakistaner rechneten damit, daß die Amerikaner und Israelis mithören würden. Der entscheidende Teil des Gesprächs zwischen Pezeshkian und Sharif war folgender:

Präsident Masoud Pezeshkian übermittelte ein formal strukturiertes, dreistufiges strategisches Ultimatum für den Fall, daß die US-Angriffe fortgesetzt würden:

  1. Sofortiger Rückzug aus den laufenden nuklearen Friedensverhandlungen.
  2. Vollständige Aufgabe des geplanten Kernvertragsrahmens.
  3. Die Zündung eines Nuklearsprengkörpers auf iranischem Boden — nicht als Kriegswaffe, sondern als unwiderlegbare Demonstration souveräner Fähigkeit und absoluter Kontrolle über die Eskalationsleiter.

Als Marco Rubio etwa eine Stunde später von Pakistans Außenminister Ishaq Dar angerufen wurde und dieselbe Botschaft erhielt, wußte das Weiße Haus, daß die Information glaubwürdig war. Während die US-Geheimdienstgemeinschaft wahrscheinlich nicht bestätigen kann, daß der Iran tatsächlich über einen einsatzfähigen Atomsprengkopf verfügt, glauben die Pakistaner, daß dem so ist. Das abgefangene Gespräch zwischen Pezeshkian und Sharif, gefolgt von Rubios Unterredung mit Ishaq Dar, überzeugte Trump und seine Berater davon, daß der Iran keine leere Drohung ausgesprochen hatte.

Jetzt wissen wir, warum es einen dramatischen Wandel in Trumps Rhetorik gegenüber dem Iran gegeben hat… Er hat den gestrigen Raketenzwischenfall im Persischen Golf heruntergespielt, bei dem der internationale Flughafen Kuwaits durch eine fehlgeleitete PAC-3-Patriot-Rakete in Brand geriet.

Pepe und ich haben uns einigen Widerspruch von Skeptikern eingehandelt, nachdem wir über die pakistanische Behauptung berichtet hatten, daß der Iran damit gedroht habe, einen Nuklearsprengkörper auf iranischem Boden zu zünden, sollten die USA ihre Angriffe fortsetzen und Israels Attacken auf Beirut nicht eindämmen. Aber nicht wir sind es, die jetzt kleinlaut zurückrudern müssen. Robert Barnes, ein früherer Trump-Anwalt, erklärte während eines Mittwoch-Podcasts mit Mario Nawfal, daß er unsere Information durch eine Quelle im Weißen Haus von Trump bestätigt habe.

Pakistan spielt weiterhin die zentrale Rolle bei den Verhandlungen zwischen Teheran und Washington und möchte Donald Trump nach Islamabad bringen, zu einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Pezeshkian, bei dem ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran unterzeichnet werden soll. Sollte das geschehen, könnte das Internet kollabieren. Pakistan handelt dabei nicht auf eigene Faust — es hat die volle Unterstützung Chinas und Russlands, wobei China die Führungsrolle übernimmt.

Es gibt jedoch noch einige Hindernisse, die Pakistan überwinden muß, wenn es Trump und Pezeshkian an den Verhandlungstisch bringen will… Das größte davon ist Israel. Wird Trump Israel zur Rückkehr aus dem Libanon zwingen? Obwohl das Weiße Haus heute mit großem Aufwand verkündete, daß der Libanon und Israel ein Friedensabkommen erzielt hätten, sind die veröffentlichten Details für die Hisbollah inakzeptabel. Die Hisbollah wird nicht aufhören, den Norden Israels zu beschießen, solange die IDF sich nicht aus dem Südlibanon zurückzieht. Das libanesisch-israelische Abkommen soll angeblich vorsehen, daß die Hisbollah keine Kräfte südlich des Litani-Flusses unterhalten darf… Wie ich oben schrieb, ist das für die Hisbollah ein nicht verhandelbarer Punkt und ein Abkommen ausschließender Faktor.

Wenn die libanesische Situation beigelegt wird, halte ich es für sehr wahrscheinlich, daß Trump eine Einigung mit dem Iran erzielen kann, die die Gefahr, daß der Iran jemals einen Atomsprengkörper einsetzt, beseitigen würde. Ein solches Abkommen müßte jedoch Substanz haben — etwa durch Ratifizierung durch den US-Kongress und Sicherheitsgarantien seitens Russlands und Chinas. In den kommenden Tagen werden wir weitere optimistische Aussagen von Trump über ein bevorstehendes Abkommen hören. Man sollte sich dabei jedoch vor Augen halten, daß noch einige sehr komplizierte technische Fragen zu lösen sind.

(Auszug von RSS-Feed)

Hat Iran eine Atombombe? Eine gut informierte Quelle sagt: „Ja“

02. Juni 2026 um 07:31

Vorschau ansehen

Larry C. Johnson

    Pepe Escobar und ich erhielten letzten Donnerstag folgenden Geheimdienstbericht, der von einer sachkundigen Quelle mit Zugang erstellt wurde. Ich gebe nicht den gesamten Bericht wieder, sondern möchte die Frage hervorheben, ob der Iran jetzt eine Atombombe hat oder bald haben wird. Lassen Sie mich betonen, dass ich die früheren Einschätzungen der US-Geheimdienstgemeinschaft, dass der Iran bislang kein Interesse an einer Atombombe hatte, entschieden unterstütze.

    Es scheint jedoch, dass der überraschende Angriff am 28. Februar, der auf die gescheiterte Farbrevolution Ende Dezember 2025 folgte, eine entscheidende Rolle dabei spielte, die Sichtweise des Iran in dieser Frage zu ändern. Hier ist ein Teil dessen, was Pepe und ich letzten Donnerstag erhielten:

    🛑Der erste Punkt ist bereits umgesetzt worden.

    🇮🇷🇮🇱🇺🇸⚠Eine nachrichtendienstliche Quelle behauptet, der Iran plane, aus den Verhandlungen auszutreten, das Nichtverbreitungsabkommen zu verlassen und eine von einem Drittland erhaltene Nuklearwaffe zu zünden.

    Ehemaliger… pic.twitter.com/fwSGYyDCyH

    — Don (@Donuncutschweiz) June 2, 2026

    Die öffentliche Darstellung der Ereignisse vom 25. Mai 2026 hat die operationelle Realität grundlegend falsch diagnostiziert. Wir erleben eine irreversible Verschiebung der regionalen Machtstruktur, angetrieben durch eine Abfolge hochgradig kalibrierter Eskalationen, die die Grenzen der amerikanischen Zwangsgewalt und die Zerbrechlichkeit des post-1991-Golf-Sicherheitsparadigmas offengelegt haben.

    Die strukturelle Realität ist klar: Die Vereinigten Staaten operieren von einer sich verschlechternden Stützpunktinfrastruktur aus, mit einer angeschlagenen Exekutive, gegen einen Gegner, der die asymmetrische Eskalation gemeistert hat. . . .

    Nach Trumps maximalistischer öffentlicher Reaktion setzte der Oberste Nationale Sicherheitsrat seine ultimative Abschreckung ein. Über den pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif – derzeit der einzige vertrauenswürdige Backchannel zwischen Washington und Teheran – übermittelte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian ein formal strukturiertes, dreistufiges strategisches Ultimatum für den Fall, dass die US-Angriffe fortgesetzt würden:

    1. Sofortiger Rückzug aus den laufenden nuklearen Friedensgesprächen.
    2. Vollständige Aufgabe des geplanten Atomvertragsrahmens.
    3. Die Detonation eines Nukleargeräts auf iranischem Boden – nicht als Kriegswaffe ausgeführt, sondern als unbestreitbare Demonstration souveräner Fähigkeit und ultimativer Kontrolle über die Eskalationsleiter.

    Übermittelt durch den pakistanischen Außenminister Ishaq Dar an US-Außenminister Marco Rubio, war dies keine Rhetorik; es war eine binäre geopolitische Schockwarnung. Rubio erkannte die Schwere der Lage und unterdrückte sofort die eskalatorische Haltung des Weißen Hauses.

    Hier ist meine Analyse dieser Informationen. Der iranische Nationale Sicherheitsrat trat letzte Woche nach den US-Angriffen auf die Insel Qeshm und Bandar Abbas zusammen. Der Rat wies Präsident Pezeshkian an, eine Botschaft an Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zu übermitteln. Pezeshkians Botschaft war einfach und direkt. Premierminister Sharif wies dann seinen Außenminister, Herrn Ishaq Dar, an, die Botschaft an US-Außenminister Marco Rubio zu übermitteln. Lassen Sie mich betonen, dass die Quelle dieser Informationen in den Entscheidungsprozess involviert war, der in der an Rubio übermittelten Warnung gipfelte.

    Der entscheidende Satz – „Wenn die US-Angriffe fortgesetzt würden“ – wurde Rubio am Donnerstag übermittelt. Basierend auf der heutigen (Montag) Ankündigung des Iran, dass er sich aus weiteren Gesprächen mit den USA zurückzieht, bis die israelischen Angriffe auf den Libanon und die Palästinenser enden, halte ich diesen Geheimdienstbericht für glaubwürdig.

    Der Ball liegt nun bei Donald Trump und Bibi Netanyahu … Wenn Israel weiterhin den Libanon bombardiert – insbesondere Beirut – dann sollten wir erwarten, dass der Iran seinen Austritt aus dem NPT ankündigt. Sobald er frei von den NPT-Verpflichtungen ist, wird der Iran frei sein, Punkt 3 auszuführen, d.h. die Detonation eines Nukleargeräts auf iranischem Boden. Dies wird eine Demonstration sein, die Israel und den USA warnen soll, dass weitere Angriffe auf den Iran katastrophale Folgen hätten.

    Pepe und ich erhielten eine Klarstellung darüber, wie der Iran zu einer funktionierenden Atombombe gekommen ist … Die Informationen über den Bau dieses Geräts (oder dieser Geräte) wurden von einem Drittland bereitgestellt, das nachweislich über Fähigkeiten in diesem Bereich verfügt. Das Ziel des Iran ist es, mit der Unterstützung Pakistans, Chinas und Russlands das Risiko für Israel zu erhöhen, künftige Angriffe auf den Iran zu verüben.

    Die Quelle lieferte auch die folgende Einschätzung der Folgen des US-amerikanischen und israelischen Handelns für die globale Sicherheits- und Finanzarchitektur:

    Die sekundären Auswirkungen dieser Pattsituation verdrahten die globale strategische und finanzielle Architektur in Echtzeit neu:

    • Der Zusammenbruch der Abraham-Abkommen: Die politische Infrastruktur, die die israelisch-arabische Normalisierung aufrechterhält, ist faktisch tot. Pakistan hat sie öffentlich abgelehnt, Saudi-Arabien hat alle Hintergrundgespräche eingefroren, und Katar und Oman bereiten aktiv einen Zeitplan von sechs bis neun Monaten für den Abzug der US-Streitkräfte von ihren Militäreinrichtungen vor.

    • Die entstehende Sicherheitsachse: Eine neue sicherheitspolitische Architektur aus Saudi-Arabien, Pakistan, der Türkei und Ägypten wird aufgebaut, völlig losgelöst von der Unterstützung der USA. Pakistan hat sich von einem peripheren Akteur zum unverzichtbaren operativen Dreh- und Angelpunkt erhoben und nutzt eine islamische kulturelle Nähe, die weder Washington noch Peking reproduzieren können.

    • Systemisches Risiko für die Weltordnung: Eine iranische nukleare Demonstration würde den globalen Nichtverbreitungsrahmen zerstören und Peking einen unverdienten, endgültigen Proof of Concept für die Grenzen der amerikanischen Hegemonie liefern.

    Donald Trump hat noch Zeit, die Situation zu deeskalieren und eine Katastrophe zu vermeiden, aber es wird einige unangenehme, schwierige Entscheidungen seinerseits erfordern. Erstens und am wichtigsten: Stoppt die Hilfe für Israel und zwingt Netanyahu, seinen Angriff auf den Libanon zu beenden und die israelischen Streitkräfte aus Gaza abzuziehen. Ich bezweifle, dass Trump den Mut dazu hat, aber es ist die Art von dramatischem Schritt, der erforderlich ist, um den Iraniern zu überzeugen, dass es Trump mit der Aushandlung einer echten Lösung ernst ist. Zweitens: Hebt die Sanktionen auf – zumindest auf iranisches Öl – und gibt die eingefrorenen iranischen Vermögenswerte zurück. Drittens: Akzeptiert, dass der Iran die Gerichtsbarkeit über jene Teile der Straße von Hormus hat, die sich gemäß internationalem Recht in iranischem Hoheitsgebiet befinden.

    Ich bezweifle, dass Trump bereit ist, diese Optionen in Betracht zu ziehen, was bedeutet, dass die Kämpfe mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder aufflammen werden. Wenn Israel weiterhin den Libanon angreift – insbesondere Beirut – hat der Iran klargestellt, dass er israelische Militäreinrichtungen und Soldaten in Nordisrael angreifen wird. Die Euphorie der letzten Woche an den Märkten über ein bevorstehendes Friedensabkommen ist verflogen. Nun muss sich die westliche Welt mit der Realität auseinandersetzen, dass der Iran, mit der festen Unterstützung Chinas und Russlands, bereit ist, dem Druck und den Drohungen der USA zu widerstehen, bis die iranischen Streitkräfte siegen.

    (Auszug von RSS-Feed)

    Trumps Öl-Fabeleien

    01. Juni 2026 um 05:34

    Vorschau ansehen

    Larry C. Johnson

    Donald Trump hat wiederholt behauptet, die Vereinigten Staaten würden mehr Öl fördern als Russland und Saudi-Arabien zusammen. Er hat diese Aussage im Jahr 2026 mehrfach getätigt und sie oft als Ergebnis seiner „Drill, Baby, Drill“-Politik betont. Nur ein kleines Problem… Sie ist nicht ganz richtig.

    Laut der US-Energy Information Administration (EIA) stieg die Rohölproduktion der USA im Jahr 2025 um 3 % oder 350.000 Barrel pro Tag und erreichte mit 13,6 Millionen Barrel pro Tag einen neuen Jahresproduktionsrekord. Die Rohölproduktion Saudi-Arabiens lag vor der Schließung der Straße von Hormus am 28. Februar bei etwa 10,086 Millionen Barrel pro Tag, ein leichter Anstieg gegenüber 10,073 Millionen bpd im Dezember 2025. Und Russland? Im Jahr 2025 produzierte Russland 9,1–9,3 Millionen Barrel pro Tag.

    Trumps Behauptung ist technisch gesehen nur dann korrekt, wenn wir die gesamten Erdölflüssigkeiten zählen – also Rohöl + Erdgasflüssigkeiten wie Ethan, Propan, Butan sowie Raffinerie-Gewinne und andere Flüssigkeiten. Mit dieser breiten Definition trifft es zu, dass die USA insgesamt 23–24 Millionen Barrel pro Tag fördern, verglichen mit der kombinierten Förderung Russlands und Saudi-Arabiens von 21–22 Millionen Barrel pro Tag.

    Aber hier liegt das Problem… Die USA sind NICHT energieunabhängig. Ich möchte Sie ermutigen, sich das Gespräch zwischen Danny Davis und Art Berman anzusehen (Klick hier). Wenn Trump damit prahlt, dass die USA der größte Ölproduzent der Welt seien, erzählt er eine irreführende Geschichte. Es stimmt, dass die USA enorme Mengen Öl fördern, aber die Art von Öl, die sie fördern, entspricht nicht vollständig dem, was ihre Raffinerieinfrastruktur und ihre Wirtschaft tatsächlich benötigen, was Importe nicht nur wirtschaftlich bequem, sondern strukturell notwendig macht.

    Art Berman, ein Erdölgeologe und Energieberater, argumentiert überzeugend, dass sich die aktuelle globale Ölversorgungskrise – die hauptsächlich durch Unterbrechungen in der Straße von Hormus aufgrund des anhaltenden US-Israel-Iran-Krieges ausgelöst wurde – nicht schnell lösen wird. Er präsentiert eine realistische, datengesteuerte Sichtweise, die in scharfem Kontrast zu den optimistischen Aussagen der Trump-Administration über die US-Ölförderung und -preise steht.

    Es freute mich zu hören, dass Berman dasselbe Argument vorbringt, das ich seit der Schließung der Straße von Hormus vertrete: nämlich dass die Schließung/Blockade (durch Minen, Angriffe und US-Aktionen) eine riesige Menge Öl vom Weltmarkt genommen hat (etwa 20 % des Seeverkehrs). Dies ist ein Schock ohne historisches Vorbild und ohne einfache oder schnelle Lösung. Die Lagerbestände werden schnell abgebaut, und die verzögerten Auswirkungen werden in den kommenden Monaten hart treffen.

    Der faszinierendste Teil von Bermans Analyse war seine Behauptung, dass die USA, entgegen Trumps Aussagen, bei Öl nicht energieunabhängig sind. Die US-Schieferölproduktion besteht überwiegend aus leichtem, süßem Rohöl (geringe Dichte, geringer Schwefelgehalt). Die amerikanische Raffinerieinfrastruktur – insbesondere der riesige Raffineriekomplex an der Golfküste – wurde jedoch vor Jahrzehnten gebaut und optimiert, um schweres, saures Rohöl zu verarbeiten. Aus diesem Grund müssen die USA schweres Rohöl aus Kanada, Mexiko, Venezuela, Saudi-Arabien und anderen Ländern importieren, um die bestehenden Raffinerien zu versorgen, während sie ihr leichtes Schieferöl nach Asien und Europa exportieren.

    Die USA sind aufgrund der zentralen Rolle von Diesel in der US-Wirtschaft auf schweres, saures Rohöl angewiesen. Die US-Wirtschaft läuft stark mit Diesel, der am besten aus schwerem Rohöl gewonnen wird… Lastwagen, Züge, landwirtschaftliche Geräte, Baumaschinen und Heizöl für Haushalte im Nordosten sind alle auf Destillatkraftstoffe angewiesen, die aus schwerem Rohöl hergestellt werden. Da US-Schieferöl nicht genügend schwere Fraktionen liefert, um die inländische Dieselnachfrage zu decken, ist unsere Wirtschaft strukturell anfällig für Unterbrechungen – Importe bleiben strukturell notwendig, unabhängig davon, wie viel leichtes Rohöl gefördert wird.

    Diese Tatsache wirft ein neues Licht auf Trumps Invasion in Venezuela im Januar. Im März 2025 belegte Saudi-Arabien mit 196.000 bpd nur den 4. Platz unter den US-Rohöllieferanten, hinter Kanada (3,8 Mio. bpd), Mexiko (397.000 bpd) und Venezuela (253.000 bpd). Seit der Gefangennahme von Maduro haben sich die US-Importe von venezolanischem Schweröl jedoch ungefähr verdreifacht – von etwa 99.000 bpd im Dezember 2025 auf fast 500.000+ bpd Anfang 2026 – was eine der dramatischsten Veränderungen der US-Rohölimportmuster seit Jahren darstellt und die zuvor identifizierte Versorgungslücke bei Schweröl direkt angeht.

    Vor diesem Hintergrund scheint es vernünftig zu fragen… Hatte die Trump-Administration die Schließung der Straße von Hormus vorhergesehen und die Gefangennahme von Maduro als Vorwand genutzt, um die Importe von schwerem Rohöl aus Venezuela zu steigern? Gibt einem zu denken, hmm.

    (Auszug von RSS-Feed)

    Trump sabotiert weiterhin jede Chance auf einen Deal mit Iran

    31. Mai 2026 um 08:07

    Vorschau ansehen

    Larry C. Johnson

    Trump und seine nationalen Sicherheits-Speichellecker leben weiterhin in einer Traumwelt, wenn es um die Verhandlungen mit Iran geht. Vor einigen Tagen pochten die Herzen in Washington vor Hoffnung, daß ein Deal unmittelbar bevorstehe – doch diese aufgeregten Herzen wurden nach Trumps Freitagsnachmittagstreffen mit seinem Nationalen Sicherheitsteam zum Stillstand gebracht. Sowohl die NY Times als auch Axios berichten am Samstag, daß – sollten diese Berichte zutreffen – keine diplomatische, verhandelte Einigung in Sicht ist.

    Sowohl die NY Times als auch Axios stimmen darin überein, daß Trump seine Position verhärtet und daß Irans Reaktionen für die USA unbefriedigend waren. Sie heben die zentralen Streitpunkte hervor: die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz, die Begrenzung von Irans nuklearen Kapazitäten und die Drohung erneuter Angriffe. Beide stellen fest, daß die Gespräche zwar noch aktiv, aber fragil sind. Jedoch sind sie nicht vollständig einer Meinung.

    Axios präsentiert die Geschichte in seinem charakteristisch prägnanten, auf Insider ausgerichteten Stil, wobei es sich stark auf Trumps eigene Worte und ranghohe US-Beamte stützt. Mitte Mai berichtete Axios, daß Trump dem Outlet direkt sagte, „die Uhr tickt“ für Iran. Er warnte, daß Teheran, sollte es kein wesentlich besseres Angebot vorlegen, „weitaus härter getroffen werden“ wird, und sie sollten „sich besser schnell bewegen, oder es wird ihnen nichts mehr übrigbleiben.“

    Die Berichterstattung von Axios betont Trumps Frustration über Irans jüngsten Gegenvorschlag, den US-Beamte als „unzureichend“ bezeichneten, insbesondere hinsichtlich des Nuklearprogramms. Axios hebt die von Trump präsentierte binäre Wahl hervor: entweder echte Zugeständnisse machen oder erneute Militäraktionen in Kauf nehmen („Verhandlungen durch Bomben“). Axios zeichnet Trump als ungeduldig, aber nach wie vor einen Deal zu seinen Bedingungen bevorzugend, und verweist darauf, daß innenpolitische Druckfaktoren wie Inflation und hohe Energiepreise die Dringlichkeit eines Abschlusses erhöhen.

    Die NY Times hingegen rahmt Trumps Vorgehen als Verwirrungsstiftung ein, die den internen Tauziehen zwischen Falken und jenen widerspiegelt, die einen schnellen Deal zur Linderung des wirtschaftlichen Schmerzes im Inland anstreben. Bei der Meldung, daß Trump die Bedingungen eines vorgeschlagenen Friedensrahmens verschärft und die überarbeitete Fassung – teils um Druck auf Obersten Führer Mojtaba Khamenei auszuüben – an Iran zurückgesandt habe, äußerten sich die Reporters der Times mit keinem Wort über Irans wahrscheinliche Reaktion. Stattdessen stellten sie lediglich fest, daß Trumps Kampagne bislang nur begrenzte Wirkung dabei gezeigt hat, Irans Kernpositionen zu verschieben, insbesondere hinsichtlich der Urananreicherung und seines Nuklearprogramms.

    In meiner Zeit bei der CIA nannten wir das eine „No-Shit-Analyse“. Weder die Times noch Axios berichteten, daß Irans Position in diesen Fragen fest und kompromißlos bleibt. Iran wird – in Ausübung seiner territorialen Rechte – den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz auf absehbare Zeit kontrollieren und unter keinen Umständen seinen Vorrat an angereichertem Uran an die Vereinigten Staaten übergeben. Ich bin nicht sicher, ob Trump und seine Berater das verstehen, aber es wäre durchaus hilfreich, wenn die Medien dazu beitragen würden, die Öffentlichkeit über diese Realität aufzuklären.

    Dieser Prozeß wird sich voraussichtlich bis Anfang nächster Woche hinziehen, wenn die pakistanischen Vermittler Irans Antwort auf Trumps neue Forderungen übermitteln werden. Ich denke, daß es eines massiven wirtschaftlichen Schocks in den USA bedarf, um Trump zu einem Deal zu bewegen, den Iran akzeptieren wird. Man sollte die Luft nicht anhalten.

    (Auszug von RSS-Feed)
    ❌