Wie POLITICO berichtet, sprechen europäische Diplomaten und Regierungsvertreter hinter verschlossenen Türen offen darüber, wie man die Präsenz amerikanischer Truppen in Europa beenden könnte – als Reaktion auf die aggressiven Drohungen von US-Präsident Donald Trump, auch militärisch gegen Greenland vorzugehen.
Was lange Unaussprechliches war, steht plötzlich im Raum: Europa erwägt den stillen Abzug der US-Truppen, um sich gegen einen amerikanischen Präsidenten zu wehren, der souveräne Verbündete vorführt und zugleich die eigene Allianz brüskiert.
In geheimen Gesprächen heißt es, die umfangreichen Militärstützpunkte der Vereinigten Staaten auf europäischem Boden – von Ramstein über Lakenheath bis zu weiteren strategischen Basen – könnten als Druckmittel eingesetzt werden, sollte Washington seine territorialen Ambitionen nicht aufgeben.
Offiziell spricht niemand laut darüber: Europa braucht die USA solange die Ukraine-Frage nicht gelöst ist. Doch hinter den Kulissen läuft die Debatte darüber, wie man den US-Militärstützpunkt-Status quo aufkündigen könnte – von der Beendigung logistischer Unterstützung bis zur kontrollierten Reduzierung amerikanischer Streitkräfte in Europa.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bereits angedeutet, dass ein Angriff auf einen NATO-Verbündeten „unbeispiellose Folgen“ hätte – ein seltener, aber eindeutiger Wink in Richtung Washington, dass Europas Geduld am Ende ist. Soweit Politico!
Donald Trumps Reaktionen haben jedoch gezeigt, dass er die EU-Politiker allesamt nicht ernst nimmt – einzige Ausnahme Italiens Premier Meloni. Der Rückzug der USA aus NATO und Europa wäre ein Segen, aber es ist kaum vorstellbar, dass aus der EU auch nur ein einziges Mal im Sinne europäischer Interessen gehandelt wird.