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Nach Verlust des Doktortitels Warum Medien und Parteien Mario Voigt schützen

30. Januar 2026 um 08:26

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Auch der Verlust des Doktortitels kann ihm nichts anhaben: Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU).

Obwohl seine CDU abgeschlagen hinter den AfD landete, schaffte es Mario Voigt, ein skurrile Minderheitskoalition zu schmieden, die ihn mit Hilfe der Linken zu Thüringens Ministerpräsidenten wählte. Darf so einer zurücktreten, auch wenn er den Doktortitel verliert?

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Wenn die Wirklichkeit verloren geht


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Über Doppelstandards, die Rolle von Gutachtern und Universitäten bei der Wahrheitsfindung und das „Wahrreden“, das zunehmend die Wirklichkeit ersetzt.

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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt und die Wahrheit: Er verlor seinen Doktor schon vor Monaten

29. Januar 2026 um 09:09

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Kein Doktor, kein Rücktritt: Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) bei seiner Pressekonferenz am Mittwoch.

Tritt Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt zurück, nachdem ihm seine Uni den Doktortitel einstimmig aberkannte? Der Fall wird durch eine Unwahrheit des CDU-Politikers jetzt noch brisanter. Ein Hintergrundbericht.

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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt wird Doktortitel aberkannt – Klage angekündigt

28. Januar 2026 um 14:55

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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt wird Doktortitel aberkannt – Klage angekündigt

Die Technische Universität Chemnitz hat Thüringens CDU-Ministerpräsident Mario Voigt den Doktortitel aberkannt. Voigt, der 2008 mit einer Arbeit zum US-Wahlkampf 2004 promovierte, kündigt Klage vor dem Verwaltungsgericht an.

Die Philosophische Fakultät beanstandet 2,58 Prozent der Wörter in der Dissertation, hauptsächlich weil Voigt Quellen nicht original, sondern aus Sekundärliteratur übernommen haben soll – keine Plagiate. Voigt betont, der wissenschaftliche Kern sei unbetroffen, und ein unabhängiger Sachverständiger habe im Februar 2025 die Arbeit für regelkonform befunden. Kritik übt er an neuen Bewertungsmaßstäben vom Mai 2025, die nachträglich angewandt wurden.

Doktorvater ist der Chemnitzer Politikwissenschaftler Eckhard Jesse. Vorwürfe tauchten 2024 im Wahlkampf auf.

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Bildquelle: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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„So wurde aus der Lüge Wahrheit“ – Maaßen rechnete mit Systemmedien ab

27. Januar 2026 um 13:00

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In einem ausführlichen Interview spricht der frühere Präsident des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, über die Flüchtlingspolitik seit 2015 – noch während seiner Amtszeit – die verheerenden sicherheitspolitischen Folgen inklusive islamistischer Anschläge und die desinformierende Rolle der Medien. Besonders die Ereignisse von Chemnitz 2018 bewertet er als Wendepunkt, an dem aus seiner Sicht journalistische Standards endgültig aufgegeben wurden.

Das vollständige Interview erschien bereits am 21. Juni 2025 im YouTube-Podcast Ungeskriptet von Ben Berndt – dieser veröffentlichte gestern einen wichtigen Ausschnitt, um an die für Deutschland zentral wichtigen Fragestellungen nochmals zu erinnern. Zu Gast war der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen, der rückblickend zentrale politische Entscheidungen und deren mediale Begleitung einordnet.

Maaßen beschreibt die Grenzöffnung des Jahres 2015 als politisch motivierte Maßnahme ohne rechtliche Grundlage oder Verpflichtung. Weder das Grundgesetz noch das Aufenthaltsrecht hätten eine Aufnahme von Millionen Menschen erzwungen. Eine akute humanitäre Notlage, die diesen Schritt gerechtfertigt hätte, habe für den Großteil der Ankommenden nicht bestanden. Viele Migranten seien aus sicheren Drittstaaten oder aus bereits bestehenden Flüchtlingslagern nach Deutschland gelangt, nicht unmittelbar aus Kriegsgebieten. Angela Merkel habe aus ideologischen Gründen gehandelt – das wäre spätestens dann klar geworden, als sie zum Flüchtlingsthema einen Bruch mit ihrer Partei in Aussicht gestellt hat, um ihren Kurs unbeirrt fortzuführen.

Anschläge logische Folge der unkontrollierten Massenmigration

Aus seiner damaligen Verantwortung heraus schildert Maaßen die massiven Folgen für die Sicherheitsarchitektur. Ein erheblicher Teil der Migranten sei ohne Ausweisdokumente eingereist, oft nach gezielter Anleitung von Schleusern. Die Registrierung habe vielfach auf reinen Selbstauskünften beruht. Für den Verfassungsschutz habe dies bedeutet, dass nicht mehr nachvollziehbar gewesen sei, wer sich tatsächlich im Land aufhielt.

Bereits vor 2015 habe der Verfassungsschutz mit einer begrenzten Zahl bekannter Gefährder gearbeitet. Der unkontrollierte Zuzug habe dieses System faktisch außer Kraft gesetzt. Interne Warnungen über Überlastung und Sicherheitsrisiken seien innerhalb der Verwaltung wiederholt vorgetragen worden, politisch jedoch ohne Konsequenzen geblieben. Die Folge sei eine fragile Sicherheitslage gewesen, die sich in mehreren schweren Anschlägen manifestiert habe, auch wenn zahlreiche weitere Taten verhindert worden seien.

Chemnitz 2018 als mediale Zäsur

Einen zentralen Punkt des Interviews bildet die Berichterstattung über Chemnitz 2018. Maaßen schildert, dass er zunächst davon ausgegangen sei, Medien würden bei widersprüchlichen Fakten nachrecherchieren und gegebenenfalls korrigieren. Genau das sei jedoch ausgeblieben. Stattdessen habe sich eine unbelegte Darstellung durch ständige Wiederholung verfestigt und sei zur allgemein akzeptierten Wahrheit geworden.

Für Maaßen markiert Chemnitz eine Zäsur im medialen Selbstverständnis. Während sich deutsche Massenmedien früher bei Fehlern noch selbst korrigiert hatten, sei hier vorsätzlich an einer einmal gesetzten Erzählung festgehalten worden, selbst als klar war, dass sie völlig falsch ist. Medien hätten ihre Kontrollfunktion gegenüber der Politik aufgegeben und seien selbst zu politischen Akteuren geworden. Abweichende Einschätzungen seien nicht widerlegt, sondern delegitimiert worden.

Politik, Medien und persönliche Konsequenzen

Seinen eigenen Verlust des Amtes ordnet Maaßen in diesen Zusammenhang ein. Er sieht darin keine fachliche oder rechtliche Folge seines Handelns, sondern eine politische Reaktion auf Aussagen, die dem Regierungsnarrativ widersprachen. Kritik innerhalb des Systems sei nicht widerlegt, sondern sanktioniert worden. Das sehens- und hörenswerte Interview liefert damit eine seltene Innenansicht auf das Zusammenspiel von Politik, Sicherheitsapparat und medialer Macht – man könnte auch sagen, auf den Tiefen Staat in Deutschland.

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