NEWS 23

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Ältere Beiträge

Merz “Pinocchio” genannt: “Zulässige Machtkritik” – Ermittlungen eingestellt

24. Februar 2026 um 15:30

Vorschau ansehen

Schlechte Publicity: Nachdem ein Rentner auf der Facebook-Seite der Polizei Heilbronn einen Beitrag über Friedrich Merz mit “Pinocchio kommt nach HN” kommentiert hatte, flatterte ihm ein Schreiben ins Haus. Wegen Verdachts auf “Majestätsbeleidigung” (der berüchtigte §188) werde demnach gegen ihn ermittelt. Angezeigt wurde er nicht etwa durch den Bundeskanzler, sondern durch die Polizei selbst – im Zuge ihres routinemäßigen Social-Media-Monitorings. Das Verständnis der Bürger hielt sich in engen Grenzen. Inzwischen publizierten Polizei und Staatsanwaltschaft eine Stellungnahme.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung von der Staatsanwaltschaft Heilbronn und dem Polizeipräsidium Heilbronn heißt es:

Anlässlich einer Mitteilung über eine Veranstaltung mit dem Bundeskanzler und dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten am 21.10.2025 auf der Facebook-Seite der Polizei Heilbronn wurden dort insgesamt 397 Kommentare abgegeben. Darunter konnten von der Polizei 38 Kommentare festgestellt werden, deren Inhalte von der Staatsanwaltschaft auf Strafbarkeit zu prüfen waren. Unter anderem wurde der Bundeskanzler als “H…sohn” bezeichnet.

Schön, dass die Polizei jeden Kommentar auf potenzielle Strafbarkeit prüfen kann, nicht? Das spricht gegen den viel beschworenen Personalmangel, könnte man meinen. Gegenüber der Heilbronner Stimme erörterte ein Polizeisprecher: „Wenn wir im Rahmen des Social-Media-Monitorings unserer Kanäle auf strafbewährtes Handeln im Einzelfall stoßen, wird dieses zur Anzeige gebracht beziehungsweise der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt.” Beim Verdacht einer Straftat seien Polizeibeamte verpflichtet, diesem nachzugehen – alles Weitere entscheide dann die Staatsanwaltschaft, so das Medium.

In der Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft heißt es nun, dass die von der Staatsanwaltschaft Heilbronn nach vorläufiger Prüfung der von der Polizei vorgelegten Sachverhalte eingeleiteten Ermittlungsverfahren nach und nach bearbeitet würden. Erste Ermittlungsverfahren seien nach abschließender Prüfung der Sach- und Rechtslage bereits eingestellt worden, “da kein strafbares Verhalten festgestellt werden konnte”.

Darunter tatsächlich auch der Pinocchio-Kommentar des Rentners, der bezüglich eines Besuchs von Friedrich Merz und Winfried Kretschmann „Pinocchio kommt nach HN“ geschrieben hatte:

Im Hinblick auf den medial diskutierten Beitrag eines Facebook-Nutzers mit dem Inhalt “Pinocchio kommt nach HN” wurde das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Heilbronn mit Verfügung vom heutigen Tag ebenfalls gemäß § 170 Abs. 2 StPO eingestellt, weil es sich hierbei um eine von der Meinungsfreiheit gedeckte und damit zulässige Machtkritik handelt. Aus diesen Erwägungen war bereits vor der medialen Berichterstattung ein anderes Verfahren wegen der Nutzung derselben Bezeichnung nach § 170 Abs. 2 StPO eingestellt worden.

Offen bleibt, warum ein Kommentar ohne Namensnennung, der schlicht Bezug auf Italiens berühmteste Märchenfigur nimmt, das Social-Media-Team der Polizei Heilbronn zur Anregung einer Prüfung durch die Staatsanwaltschaft verleitete. In der Vergangenheit nannte nicht nur AfD-Politiker Stephan Brandner Merz “Pinocchio Fritze”, sondern auch die Grüne Franziska Brantner sprach von einem “Pinocchio-Kanzler” – und zwar folgenlos.

Auf Facebook kommentierte ein Nutzer die aktuelle Stellungnahme kritisch: “Sorry, bei ‘Pinocchio’ hat sich die Heilbronner Polizei lächerlich gemacht und ist komplett über das Ziel hinausgeschossen. Da kann schon mal die Frage aufkommen, ob sie sonst eigentlich nix zu tun haben. Ist da vielleicht ein übereifriger Kanzlerfreund aktiv?” Ein anderer antwortete: “es kann vor allem die Frage aufkommen, ob hier das Ziel wirklich Strafverfolgung war oder ob es um Einschüchterung ging.”

(Auszug von RSS-Feed)

„Pinocchio“-Kommentar über Friedrich Merz: Verfahren eingestellt

24. Februar 2026 um 15:17

Vorschau ansehen
Eine Bezeichnung von Bundeskanzler Merz als „Pinocchio“ wurde für die Polizei Heilbronn zum Anlass für eine Anzeige gegen einen Rentner. Am Dienstag verkündete die Pressestelle, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hat.
(Auszug von RSS-Feed)

Ermittlungen gegen Rentner wegen „Pinocchio“-Kommentar zu Merz

23. Februar 2026 um 11:08

Vorschau ansehen
Ermittlungen gegen Rentner wegen „Pinocchio“-Kommentar zu Merz

In Heilbronn ermittelt die Kriminalpolizei gegen einen Rentner nach § 188 StGB (Beleidigung von Personen des politischen Lebens). Auslöser ist ein Facebook-Kommentar vom Oktober 2025 unter einem Polizeipost zu einem Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in der Stadt: „Pinocchio kommt nach HN“ mit langer-Nase-Emoji.

Drei Monate später erhielt der Mann eine Vorladung. Das Social-Media-Team der Polizei stieß beim Monitoring auf den Beitrag und erstattete Anzeige. Der Rentner nennt das Verfahren „völlig unverhältnismäßig“ und fordert Einstellung; es nenne keine Person namentlich und sei Satire.

Rechtsexperten zweifeln an der Strafbarkeit: Anwalt Moritz Ott betont, Merz als Pinocchio zu nennen, sei Meinungsäußerung nach Art. 5 GG. Michael Rath-Glawatz sieht ein geschütztes Werturteil. Politiker müssten Kritik aushalten.

Der Fall erinnert an die „Schwachkopf“-Affäre um Robert Habeck (2024, später eingestellt). Ob Anklage oder Einstellung folgt, ist offen; Experten erwarten allenfalls eine geringe Strafe.

+++

Bildquelle: EUS-Nachrichten / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Üble Kettenreaktion: E-Auto fängt Feuer – dann kommt es zu mehreren Explosionen

17. Februar 2026 um 11:00

Vorschau ansehen

In Schwaigern im Kreis Heilbronn verursachte ein in Brand geratenes E-Auto immensen Sachschaden: Das Fahrzeug fing beim Ladevorgang plötzlich Feuer. Verheerend: Die Flammen griffen auf ein Wohnmobil über, in dem Gasflaschen gelagert wurden.

Am Montagmorgen geriet in Schwaigern ein vor einem Wohnhaus geparktes E-Auto während des Ladens an einer Ladesäule in Brand. “Beim Eintreffen der Einsatzkräfte kam es zu Explosionen”, so die Feuerwehr: Die Flammen griffen nämlich auf ein nahe geparktes Wohnmobil über. In diesem waren mehrere Gasflaschen gelagert, die daraufhin explodierten.

Die Folge: Weitere umstehende Autos wurden durch herunterfallende Trümmerteile beschädigt. Der Brand weitete sich obendrein auf ein angrenzendes Wohnhaus aus und beschädigte auch noch ein gegenüberliegendes Gebäude.

Drei Menschen wurden verletzt, darunter eine Zeugin und zwei Bewohner des Hauses. Wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftungen wurden sie ins Krankenhaus gebracht. 

Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden von rund einer halben Million Euro. Während des Einsatzes soll eine hohe Rauchsäule über der Gemeinde zu sehen gewesen sein. Das brennende E-Auto hatte so massiv gequalmt, dass sogar der Verkehr auf der B293 beeinträchtigt war. Auf eine Sperrung verzichtete man jedoch. 

Als Ursache wird ein “technischer Defekt” vermutet. Angeblich sei das Löschen des E-Autos aber kein größeres Problem gewesen, so die Feuerwehr. Nicht auszudenken, wenn wegen derartiger Fälle noch jemand auf den Umstieg vom verpönten Verbrenner verzichtet!

(Auszug von RSS-Feed)
❌