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Heute — 14. April 2026
Gestern — 13. April 2026

Netanyahu rebukes Europe as Israel commemorates Holocaust in shadow of Iran war

13. April 2026 um 20:28

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PM says continent 'afflicted by deep moral weakness,' Israel now defending it; Herzog urges national unity, eulogizing fallen soldier whose grandmother survived Bergen-Belsen

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Hungary’s PM-elect vows return to ICC, but stresses ‘special relationship’ with Israel

13. April 2026 um 15:29

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After defeating Orban, a close Netanyahu ally, incoming leader Peter Magyar says he'll return Budapest to International Criminal Court, vows to continue 'zero tolerance' for antisemitism

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US-Iran talks on long-term deal doomed as long as both sides insist they won the war

13. April 2026 um 13:42

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Iran thinks it can wring massive concessions on the nuclear and Hormuz issues, while Trump won't cave to a country he bombed for weeks, leaving them in a stalemate and possibly bound for escalation

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Netanyahu: Iran ceasefire could end at any moment, we back Trump’s blockade

13. April 2026 um 13:26

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PM says US walked away from talks over red lines on Hormuz, enriched uranium; ahead of US operation in strait, IDF says it remains on 'heightened alert' for any development

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Daily Briefing Apr. 13 – Trump plays chicken with Iran over Strait of Hormuz

13. April 2026 um 10:27

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Diplomatic correspondent Lazar Berman on the failed US-Iran talks in Islamabad, tomorrow's planned Israel-Lebanon talks in DC and ripple effects from the defeat of Hungary's longtime leader

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Lapid lashes out at opposition rivals for ‘fleeing’ Knesset, fight against Netanyahu

13. April 2026 um 09:16

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'They are actually angry at those who stayed and fought instead of being angry at those who fled and disappeared,' Lapid tells party after accusations of leading a weak opposition

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Netanyahu’s military secretary Roman Gofman approved to serve as next Mossad chief

12. April 2026 um 20:42

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Considered close to the PM, Gofman was controversially involved in use of a minor for an online influence campaign while a commander in IDF; 5-year term to start in June

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Post-Orban Hungary would not expose Israel to more EU pain, though support may ebb

12. April 2026 um 13:59

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Longtime premier's backing has helped blunt Europe's ire, sparking concerns should center-right rival win governing majority, but his replacement is unlikely to significantly curtail ties with Jerusalem

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PM calls petitions for Ben Gvir’s ouster ‘unconstitutional,’ as minister prays on Temple Mt.

12. April 2026 um 12:37

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Ahead of High Court hearing, Netanyahu defends Ben Gvir's influence over police decision-making, demands court reject calls to fire far-right minister, who again breaches Temple Mt. status quo

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Netanyahu effigy blown up in Spanish town festival; Israel summons envoy

12. April 2026 um 09:08

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Israel accuses Spain's prime minister of incitement for the 'antisemitic hatred on display' during Easter event often referred to as the 'Burning of Judas'

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Hollisters Geopolitik-Radar vom 6. – 12. April 2026

12. April 2026 um 08:21

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Hollisters Geopolitik-Radar vom 6. – 12. April 2026

Islamabad, höchststufige US-Iran-Gespräche seit 1979 – und sie scheitern. Noch während Vance in der Luft war, erklärte Netanyahu: Israel sei "noch nicht fertig." Der Waffenstillstand vom 08. April hielt keine 12 Stunden – Israel bombardierte den Libanon in derselben Nacht weiter. 357 Tote in den ersten Tagen. Gleichzeitig: Europas Energieachsen brechen von Ost und Süd weg, die Golfstaaten stellen ihr Sicherheitsmodell in Frage, Iran hackt sich durch US-Rüstungsnetzwerke – und eine "Rettungsmission" wirft Fragen auf, die Washington nicht beantworten will.

Geopolitik-Radar vom 6. – 12. April 2026

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

Islamabad: Höchststufige US-Iran-Gespräche seit 1979 - und ihr abruptes Ende (11.–12. April 2026)

Vance, Witkoff und Kushner flogen nach Islamabad. Irans Delegation unter Parlamentssprecher Ghalibaf und Außenminister Araghchi ebenfalls vor Ort. Die Gespräche wurden geführt - und endeten ohne Ergebnis. Netanyahu erklärte unmittelbar danach, Israel sei "imIran noch nicht fertig." Vance: "Unser bestes Angebot liegt auf dem Tisch." Iran: Die USA hätten einen Vorwand gesucht, um die Gespräche zu beenden. Was in Islamabad wirklich auf dem Tisch lag - und warum es scheiterte - wird die entscheidende Frage der nächsten Wochen sein.

Waffenstillstand vereinbart - Israel greift Libanon in der Nacht an (07.–08. April 2026)

Trump verkündete auf Truth Social einen zweiwöchigen Waffenstillstand, ausgehandelt durch Pakistan. Noch in derselben Nacht setzten israelische Streitkräfte massive Angriffe auf den Libanon fort. Iran listete drei Verletzungen auf: Libanon-Angriffe, eine Drohne im iranischen Luftraum, fehlendes Urananreicherungsrecht. USA und Israel bestritten, dass der Libanon Teil der Vereinbarung war. Eine Sprecherin des Weißen Hauses zu Irans 10-Punkte-Plan: "Wir haben sie uns angeschaut und sie direkt in den Mülleimer geworfen." Iran machte Bedingung: Keine Gespräche solange Libanon-Angriffe andauern. Die Gespräche verzögerten sich um einen Tag.

Libanon: Die tödlichsten Tage seit September 2024 (08.–10. April 2026)

In den ersten Tagen nach dem offiziellen Waffenstillstand wurden im Libanon mindestens 357 Menschen getötet und über 1.200 verletzt - die höchsten Zahlen seit dem Höhepunkt der Kämpfe im September 2024. Israel sprengt ganze Dörfer weg - systematisch und dokumentiert. Israel besteht darauf, dass die Waffenstillstandsvereinbarung den Libanon nicht einschließt. Kein nennenswerter Widerspruch aus Washington.

Südpars und Petrochemie: Israels wirtschaftlicher Angriff auf Iran (05.–07. April 2026)

Israel traf den größten iranischen Petrochemiekomplex Südpars sowie die Jam- und Damavand-Anlagen. Nach israelischen Angaben sind damit rund 85% von Irans Petrochemieexporten inoperativ. Israel bezeichnet es als "schweren wirtschaftlichen Schlag." Südpars ist nicht nur der größte Gaslieferant Irans - er versorgt auch wesentliche Teile der zivilen Infrastruktur. Die Frage, ob gezielte Angriffe auf Energie- und Wasserinfrastruktur Kriegsverbrechen darstellen, wird international weiterhin selektiv diskutiert.

Ölpreis: 128 Dollar am Peak, 101 Dollar nach Waffenstillstand (05.–09. April 2026)

Der Brent-Rohölpreis erreichte am 02. April 2026 laut EIA-Daten seinen Höhepunkt bei fast 128 Dollar pro Barrel - der größte Ölpreisschock seit Jahrzehnten. Am 07. April lag er noch bei 113 Dollar. Nach Bekanntgabe des Waffenstillstands am 08. April fiel er kurz unter 100 Dollar. Bis zum 09. April war er bereits wieder auf 101 Dollar gestiegen - die Märkte glauben der Vereinbarung nur bedingt. US-Inflation März 2026: +3,3%, ein ganzer Prozentpunkt mehr als im Februar, direkt durch den Energiepreisschock verursacht.

Russland-Ukraine: Oster-Waffenstillstand 32 Stunden - Sanktionen laufen aus (11.–12. April 2026)

Russland und die Ukraine vereinbarten einen 32-stündigen Oster-Waffenstillstand. Selenskyj hatte das seit Wochen gefordert. Gleichzeitig lief am 11. April die US-Sanktionsbefreiung für russisches Öl aus - eine Erleichterung, die Washington eingeführt hatte, um den Ölmarkt-Schock des Iran-Kriegs zu dämpfen. Selenskyj fordert nun die Reimposierung der Sanktionen. Russland hat damit in den vergangenen Wochen Milliarden an Mehreinnahmen erzielt. Die Ukraine-Verhandlungen stagnieren, überlagert von Islamabad.

Netanyahu: "Noch nicht fertig" - während Vance in der Luft war (12. April 2026)

Während die US-Delegation noch auf dem Rückflug aus Islamabad war, erklärte Premierminister Netanyahu öffentlich, Israel sei in Iran "noch nicht fertig." Die Koordination zwischen Washington und Jerusalem über das Ende der Islamabad-Gespräche wirft Fragen auf. War Israels Erklärung abgestimmt - oder hat Netanyahu Vance überholt? Beides hat Konsequenzen für das, was als nächstes kommt.

Iran: Cyberangriff auf US-Rüstungsinfrastruktur - "Kamel hackt zurück" (April 2026)

Während die kinetischen Angriffe die Schlagzeilen dominieren, läuft parallel eine zweite Front: Iran hat systematisch US-Infrastruktur im Cyberraum angegriffen - Lockheed Martin, FBI-Netzwerke, Rüstungslieferketten. Kein Hightech-Wunder, sondern das gezielte Ausnutzen gestohlener Passwörter und ignorierter Warnungen. Der FBI-Direktor spricht von "historischen Daten." Was das über den Zustand westlicher Cybersicherheit aussagt, ist analytisch mindestens so relevant wie der nächste Raketenabschuss.

Iran Insight: War die "Rettungsmission" eine verdeckte Nuklearoperation? (April 2026)

Die offizielle Washingtoner Erzählung: heldenhafter Einsatz zur Bergung eines abgeschossenen WSO. Die Indizien: spezialisierte Flugzeuge bei Isfahan, Bewegungsmuster, die nicht zu einer reinen Bergungsmission passen, und 200 Kilogramm hochangereicherten Urans, deren Verbleib ungeklärt ist. Eine Alternative Lesart liegt auf dem Tisch - und sie stellt die gesamte Heldenerzählung in Frage.

Gaza Made in the USA: Kontrolle versagt, Rechenschaft abgeschafft (April 2026)

Das Investigativportal Bellingcat dokumentierte, welche Waffen in Gaza eingesetzt wurden und woher sie kamen. Teil 2 der Analyse verschiebt den Blick: Nicht welche Waffen geliefert wurden, sondern warum die Kontrollmechanismen versagten. National Security Memorandum 20, Lee A. Hui Law, Arms Export Control Act - Regeln existieren. Sie wurden im entscheidenden Moment nicht angewendet. Das Ende der Berichtspflicht, die Umgehung parlamentarischer Kontrolle, institutionelles Schweigen: kein administratives Versagen, sondern das Ermöglichen einer neuen Phase.

Hormuz: Faktisch weiter geschlossen - Trump wirft Iran "very poor job" vor (08.–11. April 2026)

Trotz Waffenstillstand und trotz der Islamabad-Gespräche bleibt Hormuz de facto blockiert. Weniger als 10 Schiffe täglich gegenüber 110 vor Kriegsbeginn. Trump kommentierte auf Truth Social, Iran mache einen "very poor job" bei der Öffnung der Meerenge. Das Hormuz-Mautsystem der IRGC läuft weiter. Lloyd's List bestätigt anhaltende Umfahrungsrouten über den Oman-Golf. Die Straße of Hormuz ist kein Verhandlungspfand mehr - sie ist ein Hebel, der nicht losgelassen wird.

Fokusthemen

1. Islamabad: Was dieser Waffenstillstand wirklich bedeutet - und warum er scheiterte

Am 07. April verkündete Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand. Am 08. April, noch in der Nacht der Bekanntgabe, griff Israel den Libanon mit der schwersten Angriffswelle seit Monaten an. 357 Tote in den ersten Tagen - die höchsten Zahlen seit September 2024. Iran listete drei Verletzungspunkte auf. Washington und Jerusalem bestritten, dass der Libanon Teil der Vereinbarung gewesen sei.

Was folgte, war keine Diplomatie. Es war die Choreographie eines Scheiterns.

Iran stellte eine Vorbedingung: keine Gespräche, solange Libanon-Angriffe andauern. Die Gespräche verschoben sich um einen Tag. Am 11. April trafen Vance, Witkoff und Kushner in Islamabad ein. Auf der anderen Seite des Tisches: Ghalibaf und Araghchi. Die höchststufigen direkten US-Iran-Gespräche seit 1979.

Die Knackpunkte sind bekannt und unverändert: Washington besteht auf vollständigem Ende der Urananreicherung, offener Straße von Hormuz und keinem Support für bewaffnete Gruppen. Teheran besteht auf dem Recht zur Urananreicherung, einem Waffenstillstand auch in Libanon und Reparationen. Diese Positionen sind nicht annähernd verhandlungsreif - es sei denn, eine Seite bewegt sich strukturell.

Dann, noch während Vance in der Luft zurück nach Washington war: Netanyahu erklärt, Israel sei "noch nicht fertig." Vance: "Unser bestes Angebot liegt auf dem Tisch." Iran: Die USA hätten einen Vorwand gesucht. Das ist keine Verhandlungsmasse mehr. Das ist das Ende einer Runde.

Was die nächste Runde bringen kann - und welche Muster sich in dieser Woche wiederholen - analysiere ich in meinen aktuellen Iran-Updates:

Update: USA und Israel greifen Iran an - 12. April 2026
Update: USA und Israel greifen Iran an - 08. April 2026

Fragen:

  • War Netanyahus Erklärung "noch nicht fertig" mit Washington abgestimmt - oder hat Israel Vance öffentlich überholt?
  • Welche Vereinbarung kann Iran akzeptieren, ohne das eigene Narrativ vom erfolgreichen Widerstand aufzugeben?
  • Wer trägt die Konsequenzen, wenn diese Gespräche endgültig scheitern - Washington, Jerusalem oder Islamabad?

2. Folgt dem Öl: Europa ohne Energie, Golfstaaten ohne Schutz

Die drei Teile der "Follow the Oil"-Serie erzählen zusammen eine Geschichte, die größer ist als der Iran-Krieg.

Teil 1 zeigt, wie Washington Chinas Energieversorgung systematisch demontiert: Venezuela, Iran, Panama als aufeinanderfolgende Schritte einer kohärenten Logik. Wer Hormuz kontrolliert, kontrolliert nicht nur Irans Öl - er kontrolliert 45% der chinesischen Rohölimporte. Das ist kein Zufall. Das ist Kalkül.

Teil 2 wendet den Blick nach Europa. Am 01. April schrieb Trump auf Truth Social: "Build up some delayed courage, go to the Strait, and just TAKE IT." Das ist kein Affront. Es ist eine Zustandsbeschreibung. Europa kann es nicht. Nicht kaufen, was es braucht. Nicht holen, was es benötigt. Mit der Sprengung von Nord Stream, der Abkopplung von russischem Gas und der Hormuz-Blockade sind zwei zentrale Energieachsen gleichzeitig weggefallen - Ost und Süd. Was bleibt, ist strukturelle Abhängigkeit von US-Flüssiggas, das teurer ist als alles, was vorher kam. Und ein Partner, der gerade öffentlich erklärt hat: "We won't be there to help you anymore."

Ab dem 11. April ist auch die US-Sanktionsbefreiung für russisches Öl ausgelaufen. Bis heute wäre russisches Öl noch eine Option gewesen - politisch unerwünscht, aber physisch verfügbar. Ab jetzt ist die Tür zu.

Teil 3 zeigt, was die Golfstaaten gerade lernen: US-Militärpräsenz ist keine Garantie mehr, sie ist ein Risikofaktor. Die UAE haben 23 Raketen und 56 Drohnen an einem einzigen Tag abgewehrt. Bahrain hat Force-Majeure-Klauseln aktiviert. Die Frage, die sich Riad, Abu Dhabi und Doha jetzt stellen, lautet nicht mehr "wie eng bleibt die Bindung an Washington?" - sondern: "Was bleibt von dieser Sicherheitsarchitektur, wenn Washington seine Ziele erreicht hat und geht?"

Die vollständige Analyse - alle drei Teile:

Folgt dem Öl - Teil 1: Wie Washington Chinas Energieversorgung demontiert
Folgt dem Öl - Teil 2: Europa ohne Öl
Folgt dem Öl - Teil 3: Die Golfstaaten zwischen den Fronten

Fragen:

  • Wenn Europa weder russisches noch Golf-Öl zu vertretbaren Preisen beziehen kann - wer setzt dann die Bedingungen für die europäische Energieversorgung der nächsten Jahrzehnte?
  • Saudi-Arabien ist Chinas größter einzelner Öllieferant. Was passiert mit der gesamten US-Kalkulation, wenn Riad den Kurs ändert?
  • Wie lange können die Golfstaaten eine Sicherheitsarchitektur aufrechterhalten, die Iran als Feind definiert - ohne den Schutz, der diese Definition bisher kostengünstig machte?

3. Das Kamel hackt zurück - und die Rettungsmission, die keine war

Zwei Artikel dieser Woche erzählen dieselbe Geschichte aus zwei Richtungen: Iran kämpft nicht nur kinetisch. Iran kämpft systemisch.

Der Cyberangriff ist die unbemerkte Front. Kein Hightech-Wunder - sondern das präzise Ausnutzen gestohlener Zugangsdaten, ignorierter Sicherheitswarnungen und offener Systeme. Lockheed Martin, FBI-Netzwerke, Rüstungslieferketten. Der FBI-Direktor spricht von "historischen Daten." Was das wirklich bedeutet: Der gefährlichste Angriff ist nicht der, den niemand stoppen kann - sondern der, den niemand ernst genommen hat. Dass ein Land, das im westlichen Narrativ gelegentlich mit Kameltreibern assoziiert wird, systematisch in die Kommandoinfrastruktur der stärksten Militärmacht der Welt eindringt, sagt mehr über westliche Selbstwahrnehmung aus als über iranische Fähigkeiten.

Die zweite Geschichte ist die der "Rettungsmission." Die offizielle Version: heroische Bergung eines abgeschossenen Waffensystemoffiziers unter Feindbeschuss. Was die Indizien zeigen: spezialisierte Flugzeuge bei Isfahan, Bewegungsmuster, die nicht zu einer reinen Personenrettung passen - und 200 Kilogramm hochangereichertes Uran, deren Verbleib offiziell ungeklärt ist. War das wahre Ziel der Colonel - oder etwas, das Iran während des Krieges möglicherweise in Bewegung gesetzt hat?

Beide Fragen bleiben vorerst offen. Aber sie stellen die offizielle Erzählung des Krieges an zwei entscheidenden Punkten in Frage.

Iran: Das Kamel hackt zurück - Teil 1
Iran Insight: „Rettungsmission"

Fragen:

  • Wenn Iran US-Rüstungsnetzwerke über gestohlene Zugangsdaten kompromittiert - welche Daten wurden eingesehen, bevor der Einbruch bemerkt wurde?
  • Was würde es bedeuten, wenn die Bergungsmission primär dem Zweck diente, iranisches Nuklearmaterial zu sichern oder zu vernichten?
  • Wie verändert sich die Kriegsführung, wenn der Angreifer weiß, dass der Verteidiger seine eigenen Systeme nicht vollständig kontrolliert?

4. Gaza Made in the USA: Wenn Kontrollmechanismen nicht mehr greifen

Bellingcat hat dokumentiert. Teil 1 dieser Serie hat gezeigt, welche Waffen in Gaza zum Einsatz kamen und aus welchen Lieferketten sie stammten. Teil 2 verschiebt den Blick - und die Frage.

Nicht: Welche Waffen wurden geliefert? Sondern: Warum haben die Mechanismen versagt, die genau das verhindern sollten?

National Security Memorandum 20 verpflichtet die US-Regierung, Sicherheiten von Waffenempfängern einzuholen. Der Lee A. Hui Law verlangt Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Der Arms Export Control Act regelt, unter welchen Bedingungen US-Waffen exportiert werden dürfen. Diese Gesetze existieren. Sie wurden im entscheidenden Moment nicht angewendet - Berichtspflichten abgeschafft, parlamentarische Kontrolle umgangen, Behörden schweigen institutionell.

Das ist kein administratives Versagen. Es ist das Bild eines Systems, das vorhandene Regeln im Ernstfall außer Kraft setzt. Die Frage, die sich daraus ergibt: Wenn diese Mechanismen bei Israel nicht greifen - bei welchem anderen Empfänger würden sie greifen?

Gaza Made in the USA - Teil 1
Gaza Made in the USA - Teil 2

Fragen:

  • Wer trägt die politische Verantwortung, wenn Kontrollgesetze existieren, aber systematisch nicht angewendet werden?
  • Welchen Präzedenzfall setzt das für künftige Waffenlieferungen in andere Konflikte?
  • Warum wird die Abschaffung von Berichtspflichten im Waffenhandel in westlichen Leitmedien kaum thematisiert?

+++

Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com, bei Substack sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Quellenliste

Iran-Krieg - Islamabad und Diplomatie

Iran-Krieg - Netanyahu und Israel

Iran-Krieg - Militärische Lage

Wirtschaft

Ukraine/Russland

Eigene Analysen

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Netanyahu says campaign against Iran ‘not over,’ touts ‘historic achievements’

12. April 2026 um 01:13

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In 2nd recent statement, PM argues Iran would've had nukes if Israel and US didn’t attack; opposition heads say war goals unfulfilled: ‘When you win, you don’t need to declare it every few days’

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Direct Israel-Lebanon talks set for Tuesday in DC; US said pressing Israel for ceasefire

10. April 2026 um 20:08

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PM, Trump reportedly held 'tense' call on Lebanon, with Netanyahu fearing US would declare unilateral truce with Hezbollah if he didn't accede to talks with Beirut; terror group urges government to hold firm

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Israeli Man Charged with Aiding Iranian Plot to Kill Former Prime Minister Naftali Bennett

10. April 2026 um 18:46

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Israeli national Ami Gaydarov, 22, has been charged with participating in an Iran-backed bomb plot to murder a high-ranking Israeli official - most likely former prime minister Naftali Bennett.

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Vance Heads to Pakistan for Iran Negotiations at Pivotal Juncture in Ceasefire

10. April 2026 um 18:35

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Vice President JD Vance heads to Islamabad, Pakistan, for negotiations with Iran amid the two-week ceasefire, marking a major moment for the 41-year-old vice president and the administration as a whole.

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Netanyahu requests delay in his corruption trial testimony, citing security developments

10. April 2026 um 15:41

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With sessions set to resume Sunday after suspension during Iran war, PM seeks 2-week postponement, submits sealed envelope to court detailing the classified reasons

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‘Anti-Israel obsession’: Israel boots Spanish representatives from Gaza ceasefire HQ

10. April 2026 um 15:26

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FM Sa'ar: Spain has 'lost any ability to serve as a useful actor' at CMCC; Netanyahu says he won't allow countries to 'wage a diplomatic war' without paying a price

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With all quiet, for now, on the Iran front, Israel turns its sights on Hezbollah

10. April 2026 um 09:47

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IDF expands operations in Lebanon despite ceasefire with Tehran, while US seeks to contain fallout, leaving trajectory of northern fighting increasingly unclear

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As ceasefire halts fighting, Iran war becomes a battlefield for votes

10. April 2026 um 05:18

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Another military campaign halts with questionable success, as Netanyahu may find his standing less improved than he'd hoped. With elections looming, his rivals won't wait to take advantage

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Netanyahu’s Likud takes hit in polls, which show most Israelis oppose Iran ceasefire

10. April 2026 um 00:18

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With dip in support for ruling party, TV surveys show Zionist factions opposed to PM closer to, but still short of, Knesset majority; 79% of respondents back continued fighting in Lebanon

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Netanyahu: Israel to Begin Direct Talks with Lebanon to Disarm Hezbollah — Eyes ‘Historic’ Peace Deal

09. April 2026 um 22:51

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Prime Minister Benjamin Netanyahu said Thursday that Israel will begin direct negotiations with Lebanon “as soon as possible” aimed at disarming Hezbollah and advancing what he described as a “historic, sustainable peace agreement,” as tensions persist over the scope of the fragile U.S.-Iran ceasefire.

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Israeli man built bomb lab for Iranian plot targeting ex-PM Bennett, authorities say

09. April 2026 um 20:48

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Israeli authorities arrested a 22-year-old Haifa resident for his involvement in an Iranian-backed plot to assassinate a high-ranking Israeli official, with the intended target believed to be former Prime Minister Naftali Bennett, reports say.

Ami Gaydarov, 22, was arrested last month on suspicion that he was working with an Iranian agent to gather intelligence and build a bomb for use in a terror plot against a high-ranking Israeli official. Gaydarov was unaware of the target's identity. A gag order on his arrest was recently lifted, allowing Israeli media outlets to report on the case.

Authorities said Gaydarov first made contact with his Iranian handler in August 2025 and was paid roughly $23,000 — most of it in cryptocurrency — to carry out tasks in preparation for the assassination plot.

Gaydarov allegedly rented an apartment in the city's downtown area to serve as a laboratory for the bombs.

TOP IRANIAN OFFICIAL, COMMANDER KILLED IN STRIKE, ISRAEL DEFENSE MINISTER SAYS

"To facilitate the contacts with his handlers, Gaidarov purchased dedicated phones and rented an apartment in Haifa where he produced the explosive substance, while documenting his activities in videos and photos that were sent to his handler as proof of compliance," the Israeli police force said.

In connection with the plot, Israeli authorities have also arrested three other suspects, including Sergey Leibman and Edward Shovtiuk. The fourth suspect has not been named. Authorities said indictments for the four suspects should occur in the "coming days."

The terror plot was uncovered as part of Israel's "Operation Roaring Lion," a major military campaign launched against Iran on February 28, coinciding with the start of the war with Iran.

The arrest of the four men comes as Israeli authorities have won more than 40 indictments against more than 60 defendants working on behalf of the Iranian government. Just two months ago, Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu ordered that the citizenship of Israelis convicted of espionage for Iran be stripped of their citizenship.

Since the outbreak of the war with Iran, pro-Iranian attacks linked to radical groups have been on the rise. Just last week, French officials reported that a pro-Iran group was behind a failed bomb plot on a Bank of America office in Paris.

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Poll finds 60% of Americans have unfavorable view of Israel, up sharply since 2022

09. April 2026 um 19:46

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Pew survey adds to recent findings that sympathies for Palestinians are eclipsing support for Jewish state; shows 56% of US Jews have little or no confidence in Netanyahu

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Israel says peace talks with Lebanon to begin ASAP, rejects calls for truce first

09. April 2026 um 19:03

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Under international pressure to engage in diplomacy after deadly strikes, Netanyahu says disarming Hezbollah will be focus of talks, said set to kick off next week in DC

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Waffenstillstand im Nahen Osten – Völkermord geht weiter | Von Hermann Ploppa

09. April 2026 um 13:00

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Waffenstillstand im Nahen Osten – Völkermord geht weiter | Von Hermann Ploppa
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Waffenstillstand im Nahen Osten – Völkermord geht weiter | Von Hermann Ploppa

Nachdem US-Präsident Donald Trump zunächst die iranische Zivilisation in einer einzigen Nacht für alle Zeiten vernichten wollte, hat er dann doch lieber den geordneten Rückzug angetreten. Für wie lange?

Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.

Das war ein Drama.

Was wir in den letzten Tagen erlebt haben, ist nichts weniger als eine Neuauflage der Kuba-Krise von 1962. Damals hatten die Antipoden USA und Sowjetunion sehr hoch gepokert wegen sowjetischer Marschflugkörper auf Kuba, nur wenige Kilometer entfernt von Florida. Doch damals regierte auf beiden Seiten des Kalten Kriegs eine Generation, die den Horror des Zweiten Weltkriegs noch hautnah miterlebt hat. Dieser Horror war Chruschtschow und Kennedy in Mark und Bein geschrieben. Beide wollten so etwas nie wieder erleben. Die atomare Konfrontation konnte vermieden werden. Die Welt zitterte und atmete sodann erleichtert auf.

Doch ganz anders die aktuelle Zuspitzung im Krieg der USA gegen den Iran. US-Präsident Donald Trump hatte sich in seiner kriegerischen Rhetorik selber immer noch einmal überboten. Wenn die iranischen Revolutionsgarden, diese „irren Bastarde“ wie er sich ausdrückte, nicht sofort die Meerenge von Hormuz öffneten, dann gäbe es mächtig Schläge. Im nächsten Tweet war dann schon die Rede davon, „eine ganze Zivilisation werde heute Nacht sterben und nie wieder auferstehen.“ Das wolle Trump zwar nicht, das werde aber stattfinden, wenn die Iraner nicht bis 2 Uhr nachts Mitteleuropäischer Sommerzeit die Straße von Hormuz wieder freigeben würden. Dann wurde noch eine kryptische Aussage von Vizepräsident JD Vance kolportiert. Man werde, so hieß es, „eine ganz neue Waffe“ gegen den Iran einsetzen. Die Community spekulierte, ob der junge Vizepräsident vielleicht sogar die Atombombe meinen könnte.

Jetzt waren wir also wieder bei Kuba-Krise 2.0 angelangt. Das Erschreckende daran: die Generation, die jetzt am Drücker sitzt, hat selber noch nie einen Krieg miterlebt und ist zudem ideologisch auf Apokalypse eingestellt (1). Und, was der absolute Schocker ist, was kaum jemand weiß: der Präsident der USA ist laut Verfassung dazu berechtigt, ganz alleine, ohne jede Abstimmung mit irgendwelchen anderen Instanzen wie zum Beispiel dem Parlament oder dem Obersten Gericht, die Atombombe zu zünden (2).

Dafür trägt ein Helferlein einen Koffer immer mit, auf den der Präsident jederzeit zugreifen kann. Der Präsident schnappt sich diesen Koffer, den so genannten „nuclear football“, öffnet ihn und authentifiziert sich mit einem Geheimcode. Der Befehl zum Starten der Atombomben geht an das National Military Command Center im Pentagon. Von dort geht der Startbefehl an die ausführenden Waffengattungen. Zwei Militärangehörige müssen nun exakt zur gleichen Zeit an zwei Schlössern mit zwei identischen Schlüsseln die gleiche Drehung ausführen. Und nun kann der atomare Knall losgehen. Bei der geistig-moralischen Ausstattung des derzeit amtierenden Präsidenten kann man sich leider durchaus vorstellen, dass Trump die atomare Kettenreaktion auslöst (3).

Und bereits viele Stunden vor Ablauf des Ultimatums begannen israelische Streitkräfte, systematisch Brücken und Kraftwerke sowie Basen der iranischen Revolutionsgarden zu bombardieren. Es schien alles auf den großen Knall zuzustreben. Iranische Bürger stellten sich als menschliche Schutzschilder auf die gefährdeten Brücken und vor die Kraftwerke (4). Männer, Frauen, Kinder. Sie alle mussten damit rechnen, von den skrupellosen Angreifern zusammen mit den Brücken und Kraftwerken pulverisiert zu werden. Die Lage war aus iranischer Sicht verzweifelt. Irans Präsident Massud Peseschkian gab bekannt, dass sich vierzehn Millionen Iraner bereit erklärten, ihr Leben für die Sache Irans zu opfern, sprich: Selbstmordaktionen zu starten, um die Angreifer aufzuhalten.

Auch Peseschkian selber hatte sich in die Liste eingetragen (5). Zur gleichen Zeit flüchteten viele Teheraner Bürger mit ihren Autos aus der Stadt, irgendwo hin in Richtung Kaspisches Meer, um der zu erwartenden Vernichtung durch Phosphorbomben oder gar durch die Atombombe zu entkommen. Andere Teheraner Bürger harrten demonstrativ in der Stadt aus und schwenkten iranische Flaggen. Die westliche Mainstream-Presse erzählte ihren Lesern, all diese opferbereiten Iraner seien von den „Mullahs“ zu diesen Manifestationen gezwungen worden. Was natürlich kompletter Bullshit ist. So viele Menschen kann man nicht zwingen. Schon gar nicht im Chaos eines Krieges. Die westlichen Hofpoeten können sich einfach nicht vorstellen, dass es noch Menschen gibt, die gewisse Dinge aus tiefer Überzeugung tun – ohne dafür Geld zu verlangen.

Die Kunden der westlichen Mainstream-Hofpoeten, die breite Masse zum Beispiel in Deutschland, verfolgte in diesen entscheidenden Stunden ein Pokalspiel zwischen dem spanischen Verein Real Madrid und „unseren“ Champions von Bayern München. Die Tatsache, dass „wir“ in Madrid das Hinspiel gewonnen haben, kombiniert mit der sedierenden Wirkung eines oder zweier guter deutscher Biere, sorgte für die nötige Bettschwere, um das Drama im Nahen Osten zu überschlafen.

Unentschieden zwischen der Epstein-Mannschaft und dem Iran

Als die Deutschen wieder erwachten, hatte der Schiedsrichter Pakistan das Spiel zwischen der israelisch-amerikanischen Mannschaft und dem Iran unterbrochen. US-Präsident Trump erklärte in den freundlichsten Worten, dass man sich nun mit dem Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt habe. Das bestätigte dann auch der iranische Außenminister Abbas Aragtschi in ebenfalls recht höflichen Worten. Nun will man sich ab morgen im pakistanischen Islamabad treffen, Iraner und US-Amerikaner, um zu schauen, ob sich auch langfristig ein Frieden aushandeln lässt. Der erste Ertrag für die USA: die Straße von Hormuz ist für die nächsten zwei Wochen auch für die Amerikaner wieder frei befahrbar. Das ist wichtig für Trump. Die amerikanischen Farmer, bislang eifrige Trump-Wähler, bekommen nun ihren sehnsüchtig erwarteten Kunstdünger. Die Autofahrer tanken vielleicht schon bald wieder billiges Benzin. Der erste Ertrag für Iran kann sich auch schon sehen lassen. Denn der Iran ist ab jetzt für alle Zukunft berechtigt, zusammen mit Nachbarland Oman von den durch die Meerenge fahrenden Schiffen saftige Zölle abzukassieren. Das bringt gutes Geld, um die ramponierte Staatskasse des Iran und von Oman zu aufzufüllen.

Trump hat wohlwollende Prüfung der iranischen Forderungen für einen dauerhaften Frieden zugesagt. Das Wohlwollen wird vermutlich nicht lange vorhalten, wenn Trump sich die iranische Position erst einmal von seinem Schwiegersohn Jared Kushner und seinem Immobilien-Spezi Steve Wittkoff erklären lässt. Zwischen den amerikanischen Forderungen für einen Frieden und den entsprechenden Forderungen der Iraner liegen Welten. Es geht eigentlich nur entweder das eine oder das andere. Die Position der Amerikaner: der Iran soll seine Nukleartechnologie zurückfahren und sich von den Amerikanern mit Nukleargeschirr versorgen lassen. Der Iran soll in Zukunft nur noch Raketen geringer Reichweite in seiner Waffenkammer haben. Mit anderen Worten: der Iran soll sich ausgerechnet gegenüber den USA nuklear vollständig entkleiden und auf glaubhafte Abschreckung durch Raketen verzichten. Nach bisherigen leidvollen Erfahrungen der Iraner mit den Amerikanern geht das nun gar nicht.

Und wenn Trump erst einmal zu begreifen beginnt, was die Iraner in ihren zehn Punkten von ihm verlangen, wird ein erneuter Zornesausbruch schwer zu vermeiden sein. Denn die Iraner verlangen:

  • Eine bindende Verpflichtung der USA, auf weitere Aggressionen gegen den Iran zu verzichten.
  • Die USA erkennen dauerhaft an, dass in Zukunft der Iran das Vorrecht genießt, die Meerenge von Hormuz zu kontrollieren.
  • Die USA erkennen das Recht des Iran an, ihre Nuklearbestände anzureichern.
  • Die USA heben alle primären Sanktionen auf. Heißt: die US-Regierung verbietet amerikanischen Unternehmen nicht länger, Geschäfte mit dem Iran zu machen.
  • Die USA heben alle sekundären Sanktionen auf. Soll heißen: die USA hören auf, alle Firmen weltweit zu bestrafen, die mit dem Iran Geschäfte machen.
  • Aufhebung bisheriger Sanktionen der Vereinten Nationen gegen den Iran.
  • Aufhebung von Resolutionen des Vorstandes der internationalen Energiebehörde IAEA gegen Iran.
  • Die Freigabe aller eingefrorenen iranischen Vermögenswerte und Besitztümer im Ausland.
  • Den endgültigen Abzug aller US-Streitkräfte aus der Region um den Persischen Golf.
  • Ende des Krieges der USA an allen Fronten, einschließlich des Krieges gegen die mit Iran verbündeten Achse des Widerstands – also auch gegen Hisbollah und gegen Ansar Allah im Jemen.

Diese Forderungen sind natürlich für die USA ein absolutes No-Go. Diesen Forderungen nachzukommen wäre ja eine schlimmere Demütigung von Uncle Sam als Vietnamkrieg und Rausschmiss durch die afghanischen Taliban zusammen genommen.

Es ist nach allen bislang gemachten Erfahrungen eher unwahrscheinlich, dass die USA an einer dauerhaften Friedensordnung in Nahost wirklich interessiert sind. Im letzten Sommer hatte die US-Verhandlungsdelegation der iranischen Seite vorgegaukelt, eine Einigung sei fast in trockenen Tüchern. Entspannt und zufrieden flogen die iranischen Delegierten nach Hause ins Wochenende. Doch diese Erholungspause überlebte kein einziger iranischer Delegierter. Denn die USA ermordete sie alle mit Präzisionsschlägen. Das war der Auftakt des israelisch-amerikanischen Zwölftage-Krieges gegen Iran. Und im jetzigen Krieg dieselbe Nummer. Wieder attackierten die Amerikaner den Iran, mitten in noch laufenden Verhandlungen. Es ist so gut wie ausgeschlossen, dass die momentane Waffenruhe lange hält. Israel hat sofort angekündigt, sich nicht an irgendwelche Vereinbarungen zu halten. Das Netanyahu-Regime setzt seine völkermörderische Praxis im Gaza-Streifen, in der Westbank und im Süd-Libanon ungehindert fort.

Gegen Netanyahu liegen Strafbefehle vor. Nur die Immunität als Regierungsmitglied schützt ihn vor juristischer Verfolgung. Netanyahu muss den Krieg ad infinitum fortsetzen. Israel untergräbt jede Waffenruhe. Denn wenn die USA sich tatsächlich aus dem Nahostkrieg zurückziehen sollten, wäre die weitere Kriegsführung für ein Groß-Israel nicht mehr ganz so leicht und straflos durchzuführen. Israel selber hat mehr als genug Probleme. Der Mythos vom flächendeckenden Schutz aller Israelis durch den so genannten Eisernen Dom ist angeschlagen. Die Staatsfinanzen sind zerrüttet. Und die Bevölkerung gespalten wie noch nie (6).

Dieser Waffenstillstand ist nichts weiter als eine Spielpause. Die Waffenlager werden wieder aufgefüllt. Treibstoff zugekauft. Neue Munition angelegt. Und die Trainer können ihren Spielern in Ruhe neue taktische Regeln erklären.

Und wir haben ein bisschen Zeit, um unseren Widerstand gegen jede Form von Aufrüstung und Krieg weiter auszuarbeiten. Ich jedenfalls möchte den Dritten Weltkrieg nicht. Ich habe in meiner Kindheit noch die schrecklichen Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges miterlebt. Das brauche ich nicht. 

Quellen und Anmerkungen 

(1) https://apolut.net/kreuzzug-von-armageddon-gegen-den-iran-von-hermann-ploppa/

(2) https://www.congress.gov/crs-product/IF10521?utm_source=chatgpt.com

(3) https://www.lemonde.fr/en/international/article/2026/04/08/the-president-of-the-united-states-is-clearly-insane-donald-trump-s-escalatory-rhetoric-raises-questions-over-his-mental-health_6752200_4.html

(4) https://www.youtube.com/watch?v=QSOr57IA7Ao

(5) https://www.youtube.com/shorts/x3ikSdpxITU

(6) https://apolut.net/netanyahu-der-zerstoerer-von-hermann-ploppa/

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: NATIONAL HARBOUR, MD, USA- 24. Februar 2024: Donald Trump spricht im CPAC über seinen Plan, den aktuellen Präsidenten Joe Biden im November zu besiegen.

Bildquelle: Jonah Elkowitz / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)
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