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Gestern — 05. Juni 2026EIKE

Vox mit einem BRISANTEN Eingeständnis nach dem Scheitern von RCP8.5.

05. Juni 2026 um 17:00

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RCP 8.5 Science-Fiction

Der ehemalige Klimareporter des Time Magazine, Brian Walsh, räumt nun ein: „Das Szenario hinter den apokalyptischsten und aufsehenerregendsten Ergebnissen war größtenteils der Versuch, sich vorzustellen, wie schlimm es werden könnte, keine echte Prognose.“ – „Das Worst-Case-Szenario des Klimawandels ist offiziell vom Tisch.“

 VOX, Bryan Walsh

Möglicherweise haben Sie haben noch nie von dem Begriff „RCP 8.5“ gehört – dem Szenario mit den höchsten Emissionen, das Klimaforscher Klimaaktivisten zur Prognose der zukünftigen Entwicklung unseres Planeten verwenden. Wenn Sie sich aber mit dem Klimawandel auseinandergesetzt haben, kennen Sie die Zahlen und die damit verbundenen alptraumhaften Folgen: 4 °C Erwärmung bis 2100, mitunter sogar 5 °C, ein Anstieg des Meeresspiegels um mehrere Meter und Teile der Erde, die für Menschen zu heiß werden.

Diese Zahlen prägten anderthalb Jahrzehnte Klimajournalismus, darunter auch  meine eigene  Berichterstattung über den Klimawandel beim Time Magazine. Mir war nicht immer bewusst – und ich habe es auch nicht immer kommuniziert –, dass das Szenario hinter den apokalyptischsten und aufsehenerregendsten Ergebnissen größtenteils der Versuch war, sich vorzustellen, wie schlimm es werden könnte, und keine realistische Prognose. Aber ich war nicht allein. Das RCP-8.5-Szenario war im Klimajournalismus allgegenwärtig.

Im vergangenen Monat haben die Wissenschaftler, die dieses Szenario entwickelt hatten, es jedoch offiziell verworfen. In einer in der  Fachzeitschrift „Geoscientific Model Development“ veröffentlichten Studie strichen Detlef van Vuuren und über 40 Koautoren RCP 8.5 aus den Szenarien, die in den  Siebten Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) einfließen werden , der 2029 erwartet wird. Angesichts sinkender Kosten für saubere Energie, der Klimapolitik und der jüngsten Emissionsentwicklungen sei der Pfad mit den höchsten Emissionen, so die Wissenschaftler, „unplausibel“ geworden.

Original Beitrag auf [Bezahlsperre] https://www.vox.com/future-perfect/489488/climate-change-scenario-rcp-8-5-warming-emissions

Gepostet auf CLIMATE DEPOT

 

Der Beitrag Vox mit einem BRISANTEN Eingeständnis nach dem Scheitern von RCP8.5. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Keith Briffa gegen Michael E. Mann: Das Klima-Gate 2009/2010

05. Juni 2026 um 15:00

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2009/2010 wurden interne Emails der Universität von East Anglia geleakt, in denen Forscher wie Stefan Rahmstorf zugaben, daß ihre Computermodelle mit den Meßdaten nicht übereinstimmten. Wegen der guten politischen Verbindungen (Vitamin B) traten viele unwissende Forscher für die Klimaalarmisten ein – siehe „Offener Brief von 255 Mitgliedern der US National Academy of Sciences (2010), unter den Unterzeichnern waren elf Nobelpreisträger.“

Die Zeiten sind vorbei. So lange die gewaltigen Umverteilungskosten von unten nach oben nicht sichtbar waren, konnten viele Wohlhabende die Geschichten noch verteidigen.

Derzeit bericht Nuis.de von einem damals kaum bekannt gewordenen Konflikt zwischen „Mister Hockeyschläger“ und Kontrahent Keith Briffa, der Manns Fantasien unterlag. Zitat Nius.de

Letzterer war als Chef-Autor zuständig für die immens bedeutsamen Berichts-Zusammenfassungen an die Entscheidungsträger in der Politik. Keith Briffa steuerte seine Klimastudien bei – problematisierte aber intern immer wieder, daß Forschungsdaten durchaus widersprüchlich und zu unsicher seien, um daraus handfeste Fakten zu generieren. Dennoch wurden auch diese Unsicherheiten zu einer glasklaren „Botschaft“ glatt gebügelt. Und so wurde die „mittelalterliche Wärmeperiode“ aus der Klimageschichte getilgt. 

NIUS zeichnet diesen Zwist anhand geleakter E-Mails nach, die bislang noch nicht im Licht der Öffentlichkeit standen. 

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Aktuell (5.6.) ergänzt Felix Perrefort auf TwitterX: 

Die folgende Climategate-Mail demonstriert beispielhaft, wie IPCC-nahe Wissenschaftler vorgehen, wenn sie das historische Klima aus Proxy-Daten (hier Baumringen) rekonstruieren. Die Rekonstruktion ist selbst eine Form der Modellierung, da Daten nicht einfach ausgewertet und dargestellt, sondern in einem subjektiv-schöpferischen Prozeß in Form gebracht werden.

Der Forscher (hier Tim Osborn) konstruiert sich aus Rohdaten eine Vergangenheit, die seinen Wunschvorstellungen entspricht, wobei er reichlich Spielraum hat. Um das Mittelalter herum (1000 n. Chr.) lag zunächst ein „higher Peak“ vor, der der Hockeyschläger-Dogmatik hätte widersprechen können, wonach die heutige Erwärmung beispiellos sei und in entscheidender Weise anthropogen vorangetrieben werde. Eine ebenso warme Vergangenheit würde diese Erzählung schließlich infrage stellen.

„Sobald“ man den Peak jedoch „mit zwei anderen [Proxy-]Reihen mittelt“, wird die Gesamttendenz begradigt. Sie können immer so vorgehen. Die Climategate-Mails zeigen uns, dass Paläoklimatologen überhaupt nicht die Vergangenheit rekonstruieren, sondern ihre Vorstellungen in sie zurückprojizieren. Sie legen hinein, was sie anschließend zu finden glauben.

Das ist „die Wissenschaft“, die Al Gore und Greta Thunberg auf ihre jeweilige Art dazu veranlaßte, die Welt in die Klimaangst hinein zu hypnotisieren. Die Zeit ist reif, diesen falschen Propheten endlich aufrecht entgegenzutreten und die Klimaideologie insgesamt zu beerdigen.

Übersetzung: (mit deepl)

Hier ist die alte Version zum Vergleich. Der einzige auffällige Unterschied betrifft die Region Ural-YAMAL, die zuvor um das Jahr 1000 n. Chr. einen höheren Wert aufwies.
Obwohl dies eine recht große Veränderung war, zeigt die Gesamtdurchschnittsreihe nur sehr geringe Unterschiede, sobald man sie mit den beiden anderen Reihen mittelt.

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Lage ist „total verfahren!“

05. Juni 2026 um 12:00

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Wenn Richter Energiepolitik machen: Der Rechtsstaat als Hebel der Deindustrialisierung

 

Von Holger Douglas

Für die Lockerung der Schuldenbremse und 500-Milliarden-Euro-Sonderschulden brauchte Merz die Stimmen der Grünen. Als Preis kam ein Klimaschutzartikel ins Grundgesetz: das Ziel, Deutschland bis 2045 klimaneutral . Staatsrechtler Vosgerau nennt das ugespitzt Deindustrialisierungsgebot.

Der sogenannte „Weltklimarat“ IPCC hat seine frenetischsten Katastrophenszenarien zurückgerufen. Das extreme Szenario RCP8.5 und sein Nachfolger SSP5-8.5 gelten nicht mehr als realistischer Leitpfad. Hinter diesen Kürzeln verbergen sich dramatische Warnungen von vier oder fünf Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts. Dies war jahrelang der große Schrecken der Klimapolitik: immer mehr Kohle, immer mehr Emissionen, immer mehr Erwärmung, immer drastischere Folgen für die geplagte Menschheit.

Nun wird zurückgerudert. Die Annahmen für jene Modellrechnungen waren zu hoch gegriffen. Das müsste eigentlich auch Folgen für jenen skandalösen Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts haben. Denn genau diese Katastrophenszenarien bildeten die Grundlage des Beschlusses.

Die ist nun entfallen. Auf die Frage, ob damit auch dem Klimabeschluss die Geschäftsgrundlage entzogen sein müsste, sagt Staatsrechtler Prof Ulrich Vosgerau im Gespräch dem TE Wecker: „Nein, also unmittelbar nicht. Man hört das jetzt viel in den sozialen Medien. Ein rechtskräftiges Urteil hat keine Geschäftsgrundlage in diesem Sinne. Es ist auch noch nicht mal so, dass das Bundesverfassungsgericht seinen skandalösen Klimaschutzbeschluss seinerzeit einseitig auf dieses Extremszenario gestützt hätte. Das jetzt zurückgezogene Extremszenario ist freilich in anderen Konstellationen wichtig gewesen, zum Beispiel bei der Aufstellung von Klimaschutzplänen der Bundesregierung. Da könnte man nun ein Stück weit sagen, dem ist die Geschäftsgrundlage entzogen. Aber der Klimaschutzbeschluss des Bundesverfassungsgerichts steht ja zunächst einmal, und ihn wieder aus der Welt zu schaffen, was eben für die Interessen Deutschlands wirklich enorm wichtig wäre, ist sogar noch schwerer geworden, als es ursprünglich war.“

Nach Vosgeraus Darstellung gibt es im Kern zwei Wege, den Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts wieder einzufangen. Der erste Weg läge beim Gericht selbst: Da erneut eine Klimaschutzklage anhängig ist, unter anderem aus dem Umfeld von Klimaaktivisten und Umweltverbänden, könnte Karlsruhe diese Gelegenheit nutzen, seine frühere Rechtsprechung zu korrigieren oder abzuschwächen.

Der zweite Weg wäre ein politischer: Bundestag und Bundesrat könnten Artikel 20a des Grundgesetzes ändern und ausdrücklich klarstellen, dass aus dieser Staatszielbestimmung kein umfassender Klimavorbehalt für alle Grundrechte abgeleitet werden darf. Dafür wäre allerdings jeweils eine Zweidrittelmehrheit nötig.

Doch genau dieser Weg ist nach Vosgeraus Einschätzung inzwischen noch schwieriger geworden. Denn im Frühjahr 2025 wurde der alte, längst abgewählte Bundestag hastig noch einmal zusammengerufen, um eine weitreichende Grundgesetzänderung zu beschließen: die Lockerung der Schuldenbremse und jene 500-Milliarden-Euro-Sonderschulden. Vosgerau kritisiert, dass der alte Bundestag dafür nicht mehr über politische Legitimation verfügt habe; die zugrundeliegende Regelung sei für echte Notlagen gedacht, etwa einen Verteidigungsfall.

Für diese Verfassungsänderung wurden die Stimmen der Grünen gebraucht. Als Preis für ihre Zustimmung sei ein zusätzlicher Klimaschutzartikel ins Grundgesetz aufgenommen worden: das Ziel, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Vosgerau nennt diese Regelung zugespitzt ein „Deindustrialisierungsgebot“.

Selbst wenn das Bundesverfassungsgericht heute bereit wäre, den alten Klimabeschluss zu korrigieren, stünde ihm nun dieser neue Verfassungsartikel im Weg. Klimaneutralität bis 2045 ist damit nicht mehr nur politisches Programm, sondern im Grundgesetz verankert. Deshalb sei die Lage aus Vosgeraus Sicht „total verfahren“.

Dabei ist der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichtes selbst schon deshalb skandalös, weil er de facto eine Verfassungsänderung herbeigeführt hat. Das aber fällt nicht in den Aufgabenbereich dieses Gerichtes. Die Grünen hatten ihn überdies genau so bereits 2018 im Bundestag beantragt, seinerzeit aber keine Mehrheit dafür gefunden. Dann war es ihnen gelungen, ihn durch die Hintertür einzuführen. Dafür konnte Friedrich Merz Bundeskanzler werden.

Der Preis für die Zustimmung der Grünen ist ein CO2-freies Deutschland, also ein deindustrialisiertes Land. Die „Klimakatastrophe“ wird zurückgepfiffen, aber die Klimapolitik fährt mit Vollgas weiter. Denn um die Rettung des Klimas ging es nie.

Hören Sie das ausführliche Gespräche mit Ulrich Vosgerau hier

Der Beitrag erschein zuerst bei TE hier

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Ford verabschiedet sich noch deutlicher von Elektrofahrzeugen

05. Juni 2026 um 09:00

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WUWT, Von Master Resource

Von Robert Bradley Jr.

„Die Amerikaner haben sich klar geäußert: Sie wollen keine Elektrofahrzeuge aufgezwungen bekommen. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, die EPA-Vorschriften wieder realistischer zu gestalten, die Wahlfreiheit der Verbraucher wiederherzustellen, gut bezahlte Arbeitsplätze in Amerika zu schützen und die globale Wettbewerbsfähigkeit der USA zu stärken, während die Behörde die Tier-4-Standards überarbeitet.“ – EPA-Administrator Lee Zeldin. Zitiert in  E&E News , 15. Mai 2026.

Bereits vor mehr als einem Jahrhundert haben Henry Ford und die Ford Motor Company Elektrofahrzeuge (EVs) im Vergleich zum Verbrennungsmotor (ICE) erwogen, ausprobiert und sind damit gescheitert. Tatsächlich  riet Thomas Edison selbst  Henry Ford im Jahr 1896, auf Verbrennungsmotoren und Benzin/Diesel zu setzen.

125 Jahre später: Ford kündigt einen massiven Rückzug aus dem Elektroauto-Geschäft an, der das Unternehmen  35 Milliarden Dollar  (Tendenz steigend) an Verlusten und Abschreibungen bereits gekostet hat. Natürlich muss Ford sich neu orientieren und die Elektroauto-Option aus PR-Gründen weiterhin im Gespräch halten („Greenwashing“?). Sharon Terlep berichtet in ihrem Artikel „Fords Elektroauto-Guru tritt zurück“ im Wall Street Journal (16. April 2026) (Zitate folgen):

„Doug Field, der vor fünf Jahren von Apple zu Ford Motor abgeworben wurde, um den 120 Jahre alten Automobilhersteller ins digitale und elektrische Zeitalter zu führen, verlässt das Unternehmen im Zuge einer umfassenderen Umstrukturierung. Field leitete ein geheimes Projekt zur Entwicklung einer Reihe erschwinglicher, hochtechnologischer Elektrofahrzeuge und ist der jüngste prominente Silicon-Valley-Absolvent, der einen Detroiter Automobilhersteller verlässt.

„Fields Stellvertreter und ehemaliger Tesla-Mitarbeiter Alan Clarke wird weiterhin die Entwicklung einer neuen Elektrofahrzeugplattform beaufsichtigen, die von einem eigens dafür eingerichteten Team in Kalifornien entwickelt wird. Ford gab bekannt, dass die Fahrzeuge auf dieser Plattform, beginnend mit einem für nächstes Jahr geplanten Elektro-Pickup für 30.000 US-Dollar, mit chinesischen Elektrofahrzeugen konkurrieren werden, die zwar noch nicht in den USA erhältlich sind, aber weltweit Marktanteile erobern.“

„Wie viele Konkurrenten hatte auch Ford Schwierigkeiten, sich zu einem elektrifizierten, softwaregesteuerten Automobilhersteller zu wandeln, um mit Unternehmen wie Tesla und chinesischen Herstellern konkurrieren zu können. Fords anfängliche Elektrofahrzeuge erwiesen sich als chronisch unrentabel. Der Automobilhersteller verbuchte im vergangenen Jahr Abschreibungen in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar, um wieder auf die profitableren Benzinfahrzeuge umzuschwenken.“

„Der Automobilhersteller hat in den letzten Jahren auch mehrere andere Produkte und Pläne der nächsten Generation gestrichen, darunter einen elektrischen SUV mit drei Sitzreihen.“

„Darüber hinaus hat Ford, während das Unternehmen bestrebt ist, Technologien zu beschleunigen, die als Schlüssel für die Zukunft der Automobilindustrie gelten, darunter Elektrofahrzeuge, Hybridfahrzeuge und Software-Updates, mit Qualitätsproblemen und kostspieligen Rückrufaktionen zu kämpfen. Im Jahr 2025 führte Ford in den USA mehr Rückrufe durch als jeder andere Automobilhersteller; davon waren fast 13 Millionen Fahrzeuge betroffen.“

Fords 35,1 Milliarden Dollar teures Elektroauto-Fiasko

Schwere Dummheit in Dearborn

… Elektrofahrzeuge sind der nächste große Trend und werden es auch immer bleiben.

Ein weiterer Beweis dafür kommt heute ans Licht: Ford Motor Company kündigte an, aufgrund des überstürzten Vorgehens beim Bau von Elektrofahrzeugen eine Abschreibung in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar vornehmen zu müssen. Wie das Wall Street Journal anmerkte : „Diese Summe zählt zu den höchsten Wertberichtigungen, die je ein Unternehmen vorgenommen hat, und markiert die bisher größte Erkenntnis der US-Autoindustrie, dass sie ihre Ambitionen im Bereich der Elektrofahrzeuge nicht so bald verwirklichen kann.“

https://robertbryce.substack.com/p/fords-351-billion-ev-fiasco

Ein weiterer Blick zurück

Ein Artikel der New York Times:  „Elektroautos waren um die Jahrhundertwende ein großes Thema. Im vorletzten Jahrhundert“  (1. Mai 2026) bemerkte, dass das, was bei Elektrofahrzeugen neu erscheint, eigentlich schon längst nichts Neues mehr ist.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Elektrofahrzeuge die Stars auf amerikanischen Straßen. Dann verschwanden sie. Dann kamen sie zurück. Dann verschwanden sie wieder.

Vielleicht ist an einer Technologie, die von Verbrauchern immer wieder abgelehnt wird, tatsächlich etwas minderwertig. Vielleicht wählt der Markt die Gewinner aus und lässt den Staat mit den Verlierern zurück. Elektrofahrzeuge sind nur ein Beispiel dafür.

https://wattsupwiththat.com/2026/06/02/ford-ditches-evs-again/

 

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Beobachtungen widersprechen dem Drehbuch

05. Juni 2026 um 06:00

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Cap Allon

Die Ozeane erwärmen sich. Die Niederschläge werden heftiger. Das Meereis schmilzt. Der Schnee verschwindet. Die Stürme werden heftiger. CO₂ erklärt alles.

So lautet das gängige Narrativ.

Eine Studie des dänischen Physischen Geografen und Klimaforschers Ole Humlum aus dem Jahr 2026 widerspricht dem jedoch.

Ozeane

Argo-Daten aus den Jahren 2004 bis 2021 zeigen, dass sich die oberen 1.900 m der Weltmeere um etwa 0,037 °C erwärmt haben.

Das ist eine winzige Veränderung, und sie verläuft nicht gleichmäßig. Die tropischen Ozeane erwärmten sich hauptsächlich in der Nähe der Oberfläche. Die Ozeane rund um die Antarktis erwärmten sich bis in eine Tiefe von etwa 500 m. Die Ozeane rund um die Arktis kühlten sich sogar ab.

Meeresspiegel

Der Meeresspiegel wird in Metern angegeben. Viele Pegelmesser zeigen, wenn überhaupt, Zentimeter an.

Humlum nennt Korsør in Dänemark, wo Messungen seit 1897 einen linearen Anstieg von etwa 0,83 mm pro Jahr zeigen.

Setzt sich dieser Trend fort, beträgt der Anstieg bis 2150 etwa 10 cm.

Meereis

Zwar ist das arktische Meereis seit Beginn der Satellitenbeobachtung zurückgegangen, doch hat es nicht den drastischen Einbruch genommen, wie er in Krisenprognosen dargestellt wird.

Humlum stellt fest, dass die arktische Meereisfläche im September zwischen 2022 und 2025 deutlich über allen Modellprognosen des IPCC lag:

Die Schneebedeckung der nördlichen Hemisphäre wird seit den frühen 1970er Jahren per Satellit gemessen.

Humlum zeigt, dass die durchschnittliche Schneebedeckung weitgehend stabil geblieben ist.

Die Schneebedeckung im Winter ist sehr stabil. Im Frühling und Sommer ist sie leicht rückläufig. Im Herbst ist sie leicht gestiegen.

Stürme

Stürme retten die Geschichte nicht.

Humlum stellt seit 1980 keinen eindeutigen Aufwärtstrend bei der Zahl der tropischen Wirbelstürme weltweit fest.

Die kumulierte Zyklonenenergie im Atlantik zeigt Schwankungen, aber keine geradlinige Krisenkurve.

Regen

Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Diese Tatsache wird immer wieder herangezogen um zu behaupten, dass die globale Erwärmung zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Niederschlagslage führen müsse.

Humlum legt jedoch globale Niederschlagsdaten von 1979 bis 2026 vor und stellt einen Trend fest, der nahe bei Null liegt:

Wolken

Wolken spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Humlum verweist auf einen Rückgang der globalen Wolkendecke von etwa 64 % auf 61 % zwischen den frühen 1980er Jahren und 2019. Im ungefähr gleichen Zeitraum stieg die globale Temperatur Berichten zufolge um etwa 0,7 °C.

Weniger Wolken bedeuten, dass mehr Sonnenenergie die Erdoberfläche erreicht. Das ist grundlegende Strahlungsphysik.

Klimamodelle tun sich mit Wolken schwer.

Doch Wolken sind einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die kurzfristige Temperatur.

In Europa lässt sich dieser Zusammenhang deutlich erkennen.

Copernicus zufolge hat die Sonnenscheindauer über dem europäischen Festland in den letzten vier Jahrzehnten zugenommen. Und seit 2006 war jedes Jahr (mit Ausnahme von 2010) sonniger als der Durchschnitt der Jahre 1991–2020.

Im Jahr 2025 lag die Sonnenscheindauer in Europa etwa 5 % über dem Durchschnitt:

Die Bewölkung lag im Jahr 2025 unter dem Normalwert, mit einer landesweiten Abweichung von etwa -3 %:

Bei genauerer Betrachtung zeigen die DWD-Daten (unten) Gleiches für Deutschland.

Das obere Diagramm stellt die höchste in Deutschland seit 1951 gemessene Temperatur pro Jahr dar. Das untere Diagramm zeigt die jährliche Sonnenscheindauer im gleichen Zeitraum. Beide weisen einen Aufwärtstrend auf.

Das Rekord-Hitzejahr 2003 verzeichnete auch die höchste Sonnenscheindauer in der Reihe.

Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland 1.187 kWh/m², eine der höchsten Werte seit Beginn der zuverlässigen Aufzeichnungen im Jahr 1983:

Weniger Wolken. Mehr Sonnenschein. Mehr Sonneneinstrahlung erreicht die Erdoberfläche.

Ein klarerer Himmel lässt die Tageshöchsttemperaturen steigen. Durch die wärmestauende Lage der Messstationen steigen diese Werte noch weiter. Städtische Oberflächen und ungünstige Standorte lassen zudem die nächtlichen Tiefsttemperaturen steigen, da sie die Wärme speichern.

Weniger Wolken und die zunehmende Urbanisierung treiben die „globale Erwärmung“ voran.

Die Frage ist nur, in welchem Ausmaß.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sunshine-village-reopens-for-summer?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Die Natur lässt die Sonne stärker scheinen

04. Juni 2026 um 15:00

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Willis Eschenbach

Mehrere Personen haben angemerkt, dass die verringerte Gesamtalbedo im CERES-Datensatz nicht nur die zusätzliche Energie liefert, die erforderlich ist, um ein Vierteljahrhundert der Erwärmung zu erklären. Sie liefert auch Veränderungen in der gesamten absorbierten Sonnenstrahlung (ASR, einfallende Sonnenstrahlung minus reflektierte Sonnenstrahlung), die sehr gut mit der Erwärmung übereinstimmen:

Abbildung 1. Normalisierte ASR und langwellige Strahlung, die von der Erdoberfläche nach oben abgestrahlt wird. „Normalisiert“ bedeutet, dass der Mittelwert auf Null und die Standardabweichung auf Eins festgelegt wurden.

Ein Problem der CERES-Daten besteht jedoch darin, dass sie nur die letzten 25 Jahre abdecken. Anstelle der Albedo wollte ich daher lieber die „Sonnenscheinstunden“ betrachten. Dies ist der prozentuale Anteil der Tageslichtstunden eines Tages, einer Woche, eines Monats oder eines Jahres, in denen die Sonne scheint. Es handelt sich nicht um Albedo, aber es hängt damit zusammen. Einige Untersuchungen ergaben, dass der längste Datensatz, über den wir verfügen, aus Oxford in UK stammt. Hier ist dieser Datensatz:

Abbildung 2. Jährlicher prozentualer Anteil der Tageslichtstunden, in denen die Sonne in Oxford in UK scheint. Die gelbe Linie ist eine CEEMD-Glättung der Daten.

Höchst interessant. Auch wenn dies nicht dasselbe ist wie ASR, nimmt es ganz eindeutig zu.

Als Nächstes habe ich mir Europa angesehen. Copernicus verfügt über einen Datensatz, der die Sonnenstunden dort zeigt. Er ist kürzer und beginnt erst im Jahr 1983. Abbildung 3 zeigt die Copernicus-Daten:

Abbildung 3. Durchschnittlicher jährlicher prozentualer Anteil der Tageslichtstunden, in denen die Sonne in Europa scheint. Die gelbe Linie stellt eine CEEMD-Glättung der Daten dar.

Also habe ich weiter gesucht. Mein nächster Datensatz stammte aus den USA. Vor etwa 1900 ist die Erfassung lückenhaft, aber nach 1900 gibt es über 100 Stationen, die Sonnenstunden erfassen. Daher habe ich nicht versucht, sie flächengewichtet zu berechnen, sondern einfach einen direkten Durchschnitt gebildet:

Abbildung 4. Durchschnittlicher jährlicher Prozentsatz der Tageslichtstunden, in denen in den USA die Sonne scheint. Die gelbe Linie stellt eine CEEMD-Glättung der Daten dar.

Nachdem ich festgestellt hatte, dass der Prozentsatz der Sonnenstunden in allen Datensätzen zunahm, die ich finden konnte, und nachdem ich gesehen hatte, dass die von CERES gemessene absorbierte Sonnenstrahlung zunahm, wandte ich mich wieder dem CERES-Datensatz zu. Zur Erinnerung: „ASR“, die absorbierte Sonnenstrahlung, ist die Sonnenstrahlung an der Obergrenze der Atmosphäre abzüglich der Sonnenreflexionen durch Wolken, Aerosole und die Erdoberfläche. Hier sehen Sie, was mit der ASR geschieht, dargestellt zusammen mit dem theoretischen Anstieg des Antriebs durch CO₂:

Abbildung 5. Weltweite monatliche absorbierte Sonnenstrahlung (ASR, Sonnenstrahlung abzüglich reflektierter Sonnenstrahlung) und der theoretische Anstieg des „Forcings“ (abwärts gerichtete Strahlung aufgrund von CO₂) im gleichen Zeitraum.

Man beachte nun, dass eines der Kernargumente der Befürworter der These, wonach allein CO₂ die jüngste globale Erwärmung verursacht, darin besteht, dass es keine natürliche Erklärung für die Erwärmung gibt. Hier bringt das IPCC dieses Argument vor: Wenn den Modellen nur natürliche Antriebe zugeführt werden, können sie den Temperaturanstieg nicht nachbilden:

Abbildung 6. Modelle mit natürlichen Antrieben (blau) und mit natürlichen plus anthropogenen Antrieben (rot)

Wie die oben dargestellten ASR-Daten jedoch zeigen, liefert die Veränderung der Albedo genügend Sonnenenergie, um den Temperaturanstieg auch ohne Treibhausgase zu erklären.

Beachten Sie jedoch, dass dies NICHT bedeutet, dass Treibhausgase keine Rolle bei der Temperaturbildung spielen. Es bedeutet lediglich, dass sie nur einen Teil des Gesamtbildes ausmachen. Wie ich in meiner kürzlich veröffentlichten, von Fachkollegen begutachteten Studie mit dem Titel „Computational implementation and empirical validation of a Constructal climate model“ [etwa: Computergestützte Umsetzung und empirische Validierung eines konstruierten Klimamodells] gezeigt habe, braucht man sowohl die Albedo als auch die Treibhausgase, um die Veränderungen der Erdtemperatur zu erklären.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/31/nature-turns-up-the-sunshine/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Die Natur lässt die Sonne stärker scheinen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Sind Klimamodelle „einfach Physik”?

04. Juni 2026 um 12:00

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Häufig wird behauptet, man solle Klimamodellen Glauben schenken, weil sie lediglich auf physikalischen Gesetzen beruhen. In einem Artikel von mir von vor einigen Jahren habe ich dargelegt, dass Wissenschaft so nicht funktioniert. Selbst gültige wissenschaftliche Theorien liefern unter Umständen keine präzisen Vorhersagen, und zwar aus verschiedenen Gründen wie beispielsweise Heterogenität (z. B. bei Erdbeben). In diesem Beitrag fasse ich einige der wichtigsten Ergebnisse zusammen, etwa ein Drittel des gesamten Artikels. Dieser steht hier:

Loehle, C. 2018. Epistemological Status of General Circulation Models. Climate Dynamics 50:1719-1731. DOI 10.1007/s00382-017-3737-7.

Der erkenntnistheoretische Status allgemeiner Zirkulationsmodelle (General Circxulation Models; GCMs)

Craig Loehle, Ph.D., National Council for Air and Stream Improvement, Inc. (NCASI)

Abstract:  Prognosen sowohl zu den wahrscheinlichen anthropogenen Auswirkungen auf das Klima als auch zu den daraus resultierenden Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft basieren auf umfangreichen, komplexen Softwaretools, den sogenannten Globalen Zirkulationsmodellen (GCMs). Von GCMs erstellte Prognosen wurden bei der politischen Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit dem Klimawandel intensiv genutzt. Der Zusammenhang zwischen den zugrunde liegenden physikalischen Theorien und den von GCMs erzeugten Ergebnissen ist jedoch unklar. Im Falle von GCMs werden zahlreiche Diskretisierungen und Näherungen vorgenommen, und die Simulation von Prozessen des Erdsystems ist alles andere als einfach und führt derzeit zu einigen Ergebnissen mit unbekannten Auswirkungen auf die Energiebilanz. Statistische Tests der GCM-Prognosen hinsichtlich des Übereinstimmungsgrades mit den Daten würden die Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit erleichtern. Wenn Modellergebnisse aufgrund von Modellverzerrungen auf Anomaliebasis gestellt werden müssen, hängen sowohl visuelle als auch quantitative Maße für die Modellanpassung stark vom für die Normalisierung verwendeten Referenzzeitraum ab, was die Prüfung problematisch macht. Die Erkenntnistheorie wird hier auf Probleme der statistischen Inferenz während der Prüfung, die Beziehung zwischen der zugrunde liegenden Physik und den Modellen, die epistemische Bedeutung von Ensemble-Statistiken, Probleme der räumlichen und zeitlichen Skala, das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer ungezwungenen Nullhypothese für Klimaschwankungen, die Bedeutung bestehender Unsicherheitsschätzungen und andere Fragen angewendet. Eine strenge Argumentation erfordert eine sorgfältige Quantifizierung des Unsicherheitsgrades.

1 Introduction

Globale Zirkulationsmodelle (GCMs) versuchen, den aktuellen Wissensstand zur Klimadynamik mittels Prozessgleichungen abzubilden und diese Gleichungen numerisch zu lösen, um das Klima unter verschiedenen Szenarien menschlicher Einflüsse zu simulieren (Taylor et al. 2012). Diese Modelle sind komplex und werden seit den 1960er Jahren weiterentwickelt (Manabe und Wetherald 1967). Den Ergebnissen der GCMs kommt bei der Formulierung der öffentlichen Energiepolitik eine zentrale Rolle zu. Die Grundlage für diese zentrale politische Stellungnahme ist, dass die Modelle auf physikalischen Grundlagen beruhen (IPCC 2013), wobei vielen Attributions- und Prognoseergebnissen ein hohes Maß an Zuverlässigkeit (>95 %) beigemessen wird (IPCC 2013 SPM). Der IPCC berichtet zudem, dass GCMs historische Daten gut abbilden und dass die Übereinstimmung ohne Einbeziehung von Treibhausgasen nicht gut ist (IPCC 2013, Abb. SPM.6).

Es gibt eine umfangreiche Literatur, welche die Ergebnisse von GCMs mit verschiedenen Klimamerkmalen vergleicht (siehe folgende Abschnitte). Solche Vergleiche werden durch den stochastischen Charakter sowohl des Klimas als auch der Modelle erschwert. Vergleiche zwischen GCMs und Daten werden je nach Variable und Studie als mangelhaft, angemessen, gut oder ausgezeichnet bewertet (McWilliams 2007). Diese Unklarheit resultiert aus einer Vielzahl von Kriterien für die Modellgüte sowie aus unterschiedlichen Ergebnissen.

Die Bewertung von Wissensaussagen (von denen es mehrere gibt), die auf GCMs basieren, kann durch eine Betrachtung der Erkenntnistheorie (siehe Williams 2001 für einen Überblick) unterstützt werden, die den logischen Rahmen für die Bewertung dessen bildet, wie wir wissen und was man wissen kann. Mit einer epistemologischen Analyse können wir den Status einer Theorie/eines Modells hinsichtlich ihrer/seiner logischen Grundlage, Zuverlässigkeit und Stringenz bewerten. Mit diesem Rahmen können wir sowohl die Tests der Modellgüte als auch die Übereinstimmung der aus GCMs abgeleiteten Ergebnisse mit der bekannten Physik bewerten. Ich werde diese Fragen zunächst anhand verschiedener Bereiche der Wissenschaft veranschaulichen und dann auf die Frage nach dem epistemologischen Status von Klimamodellen zurückkommen.

2 Modelle und Epistemologie

Wissenschaft ist der Prozess der formalen Entdeckung von Gesetzmäßigkeiten in der Natur. Eine Erklärung oder ein formales Modell für eine solche Gesetzmäßigkeit wird als Theorie bezeichnet (oder als Gesetz, wenn sie gut belegt ist). Newtons Gravitationsgesetz ist ein klassisches und einfaches Beispiel. In diesem Fall gehorchen Objekte diesem Gesetz auf menschlicher Maßstabsebene offenbar exakt. Solche hochpräzisen Theorien werden gemeinhin als erklärend betrachtet.

Der Idealfall überprüfbarer Theorien findet sich in der klassischen Physik. Newtons und Maxwells Gesetze liefern sehr spezifische Vorhersagen und schließen zudem bestimmte Ereignisse aus. Diese Gesetze wurden durch Experimente überzeugend bestätigt, doch ist zu beachten, dass selbst hier Störfaktoren wie Reibung kontrolliert werden müssen, um sie zu überprüfen. In diesen Fällen ist der Maßstab für die Gültigkeit einer Theorie sehr hoch. Experimentelle Daten stimmen oft fast perfekt mit der Theorie überein, und Ereignisse wie die Rückkehr eines Kometen lassen sich Jahrzehnte im Voraus vorhersagen. Die scheinbare Perfektion dieser Gesetze hat vielleicht zu der Überzeugung geführt, dass sie im absoluten, logischen Sinne „wahr“ sind, doch wie bereits erwähnt, weist selbst die Schwerkraft einige ungeklärte Merkmale auf.

Gültige und nützliche Theorien entstehen jedoch nicht fertig ausgearbeitet und perfekt, und sie sind auch nicht immer so präzise wie die Maxwell’schen Gleichungen. Als Alfred Wegener 1912 die Theorie der Kontinentalverschiebung vorstellte, konnte man keineswegs behaupten, dass seine Theorie ausgereift war. Es fehlte ein Auslöser für die Kontinentalbewegung (und vielen erschien es unmöglich, dass sich Kontinente bewegen könnten), ebenso wie ausreichende Belege. Als Daten gesammelt wurden, insbesondere zur Meeresbodenspreizung und zum Prozess der Subduktion, entstand ein schlüssiges Bild von Plattenbewegungen, der Entstehung von Gebirgszügen, dem Ursprung von Vulkanen und dem Grund für die Lage von Erdbebenzonen. Doch auch nach einem Jahrhundert der Reifung dieser Theorie bleibt sie eine qualitative Theorie, denn obwohl sie die allgemeinen Lageorte von Erdbeben- und Vulkanzonen erklären kann, lässt sie sich aufgrund der Heterogenität der Erdkruste und der Unmöglichkeit, detaillierte Daten zu erheben, weder die Stärke noch der genaue Ort oder der Zeitpunkt von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen vorhersagen. Somit muss selbst eine mechanistische und gut erprobte Theorie nicht in der Lage sein, präzise Vorhersagen zu treffen – vielleicht niemals. Wenn eine Theorie reift, wird sie hoffentlich präziser, doch dies ist nicht garantiert (Loehle 1983).

In seinem berühmten Abgrenzungsprinzip weist Popper (1959, 1963) auf eine Asymmetrie hin: Es ist möglich, eine Theorie zuverlässig zu widerlegen, doch eine Theorie kann niemals bewiesen werden. Stattdessen stärken aufeinanderfolgende erfolgreiche Tests einer Theorie lediglich unser Vertrauen in sie. Das bedeutet nicht, dass wir nichts wissen, wie Wissensrelativisten behaupten mögen, sondern vielmehr, dass wissenschaftliches Wissen vorläufig, begrenzt (die Schwerkraft ist auf atomarer Ebene nicht eindeutig erklärbar) und eine Frage des Grades ist (Loehle 2011). In manchen Fällen kann dieses Wissen viele signifikante Stellen umfassen, in anderen Fällen ist es möglicherweise eher qualitativer Natur.

Entscheidend ist, dass die Überprüfung einer sich weiterentwickelnden Theorie nicht dem einfachen Modell der Hypothesenprüfung folgt, wie es in empirischen Experimenten verwendet wird, und dies auch nicht tun sollte. Bei der Prüfung eines Medikaments im Vergleich zu einem Placebo liefern statistische Tests oft eine einfache Antwort darauf, ob es besser oder schlechter ist oder in welchem Ausmaß. Bei der Überprüfung einer Theorie gibt es hingegen mehrere Aspekte der Theorie, die zu einem bestimmten Zeitpunkt jeweils teilweise bestätigt werden können, sowie alternative Erklärungen, die möglicherweise ausgeschlossen werden müssen (Reiss 2015). Ein Netzwerk aus Bestätigung, Mathematik und kausaler Erklärung stützt den Glauben an eine Theorie zu jedem Zeitpunkt, nicht ein einfaches Ja oder Nein. Je ausgereifter eine Theorie wird und je strenger sie getestet wird, desto höher steigen wir auf der Skala der epistemischen Gewissheit. Es besteht jedoch eine Asymmetrie zwischen dem Beweisen einer Theorie und ihrer Anwendung für eine Berechnung. Die Tests, die zur Akzeptanz einer Theorie als „wahr“ führen, werden oft unter sorgfältig kontrollierten und idealen Bedingungen durchgeführt, wie beispielsweise im Vakuum. Bei jeder auf einer Theorie basierenden Berechnung wenden wir sie hingegen unter nicht-idealen Bedingungen an. Beispielsweise verhält sich eine fallende Feder im Vakuum anders als in der Luft. Die Brücke von der idealisierten Physik zu Anwendungen in der realen Welt bildet die Gesamtheit aus Näherungen, Vereinfachungen, Diskretisierungen, empirischen Beziehungen, geschätzten Anfangsbedingungen und numerischen Methoden, die zur Erstellung eines Berechnungswerkzeugs (Loehle 1983) verwendet werden, mit dem sich ein Ergebnis berechnen lässt. Diese Brückenbeziehungen verhindern, dass ein Berechnungswerkzeug eine perfekte Darstellung der zugrunde liegenden physikalischen (oder anderen) Theorie ist. Sind diese Störfaktoren nur schwer zu quantifizieren und zu modellieren, können wir möglicherweise keine Vorhersagen treffen (z. B. über die Flugbahn einer fallenden Feder). Die Richtigkeit eines Berechnungswerkzeugs ist somit eine empirische Frage danach, wie genau oder nützlich es ist, und nicht eine Frage von wahr oder falsch, wie wir es bei Theorien/Gesetzen annehmen.

3 Physikalische Grundlagen von Klimamodellen

Welchen erkenntnistheoretischen Status haben GCMs hinsichtlich ihrer physikalischen Grundlage? GCMs sind eine Mischung aus simulierten Prozessen, die als gut verstandene Physik gelten (z. B. Strahlungstransport), und solchen, die nur unzureichend verstanden werden (z. B. Wolkenmikrophysik, IPCC 2013, S. 599). Inwieweit lassen sich die verwendeten Algorithmen direkt auf bekannte physikalische Erkenntnisse zurückführen? Inwieweit belegt die physikalische Grundlage ihren Wahrheitswert, ihre Erklärungskraft oder ihre Zuverlässigkeit? Wie wir oben gesehen haben, sind physikalische Theorien, die unseren gängigen Vorstellungen von „Wahrheit“ nahekommen, zumindest unter idealisierten Bedingungen (z. B. in reibungslosen Vakuums) in der Lage, sehr präzise Vorhersagen für die reale Welt zu treffen. Können GCMs solche sauberen physikalischen Theorien wie Newtons Bewegungsgesetze im Vakuum annähern? Wenn ja, dann ist ein hohes Maß an Vertrauen in ihre Ergebnisse gerechtfertigt. Doch selbst bei einem einfachen Problem wie dem Werfen eines Würfels oder einer Münze bedeutet die Sensitivität gegenüber den Anfangsbedingungen, dass das Ergebnis nicht vorhergesagt werden kann, obwohl es auf bekannter Physik basiert. Im Zusammenhang mit Klimamodellen stellen Rougier und Goldstein (2014) fest, dass die Gesetze des Klimasystems der Erde nicht vollständig bekannt sind und sich bei ausreichender Auflösung nicht explizit lösen lassen. Katzav et al. (2012) weisen darauf hin, dass die Vollständigkeit und strukturelle Stabilität der Modelle unbekannt sind. Dies gilt insbesondere für die Navier-Stokes-Gleichungen (N-S-Gleichungen) der Strömungsmechanik, für die keine analytischen Lösungen bekannt sind. Diese Unfähigkeit, die Gleichungen explizit zu lösen, ist der Grund dafür, dass numerische Simulationen verwendet werden. Die korrekte Simulation der Gleichungen der Strömungsdynamik ist jedoch alles andere als einfach (Thuburn 2008). Ein besonderes Problem besteht darin, dass die korrekte Lösung dieser Gleichungen zwar die kontinuierliche Erhaltung von Masse, Energie, Impuls und anderen Eigenschaften (auf unendlich vielen Skalen) erfordert, da es sich um partielle Differentialgleichungen handelt, die Modelle jedoch diskret sind. Prozesse wie die Dissipation von Energie und die Ausbreitung von Wirbeln finden unterhalb der Gitterstufe statt, und es gibt keine Theorie, die garantiert, dass das Gittermodell diese korrekt behandelt (McWilliams 2007; Marston et al. 2016). Simulierte Prozesse innerhalb eines Gitters breiten sich möglicherweise nicht reibungslos auf benachbarte Zellen aus, was zu Ringing, der Anhäufung numerischer Lösungsfehler im Laufe der Zeit, oder zu Fehlern bei Winden oder der korrekten Modellierung von Phänomenen wie der Quasi-Biennial Oscillation führen kann (Thuburn 2008). Diese Probleme wurden noch nicht angemessen gelöst (z. B. Katzav et al. 2012), und tatsächlich bleibt die Lösung der N-S-Gleichungen ein Millennium-Problem (siehe http://www.claymath.org/millennium-problems/navier-stokes-equation). Daher können die Modelle gegen Erhaltungssätze verstoßen und numerische Lösungsartefakte aufweisen. Stevens und Bony (2013) zeigten beispielsweise, dass selbst in einem idealisierten Modell eines Wasserplaneten mit vorgegebenen Oberflächentemperaturen die räumlichen Reaktionen von Wolken und Niederschlag auf die Erwärmung je nach Modell sehr unterschiedlich ausfallen. Dies verdeutlicht, dass noch keine Einigkeit darüber besteht, wie diese Prozesse auf einem Gitter dargestellt oder berechnet werden sollen. Zhou et al. (2015) dokumentieren Fehler bei der zonalen Mittelung der Sonneneinstrahlung in einigen Modellen. Staniforth und Thuburn (2012) dokumentieren, dass alle bestehenden numerischen Gitterlösungsschemata bekannte Probleme aufweisen, darunter Gitterabdrücke und die Anregung von Berechnungszuständen. Die Unzulänglichkeit aktueller Gitterverfahren zeigt sich daran, dass ein Modell mit höherer Auflösung oft viele Abweichungen im Vergleich zu aktuellen Modellen aufweist (Sakamoto et al. 2012). Es werden weiterhin verbesserte numerische Methoden eingeführt, um die bekannten Probleme bei der Lösung von N-S-PDEs zu beheben (z. B. Marston et al. 2016). Darüber hinaus gibt es in allen Modellen Subgitter-Parametrisierungen (McWilliams 2007; Katzav et al. 2012; Hourdin et al. 2016), welche die Unsicherheit erhöhen. McWilliams (2007) stellt fest, dass kleine strukturelle (gleichungsformale) Unterschiede in Subgitter-Parametrisierungen zu unterschiedlichen dynamischen Attraktoren in solchen Strömungsdynamik-Systemen führen können.

Betrachten wir die grundlegendsten physikalischen Aspekte von Klimamodellen: die Strahlungseigenschaften von CO₂ in der Atmosphäre. Zwar gibt es eine grundlegende Theorie für diesen Prozess, doch gibt es zahlreiche Software-Tools zur Strahlungstransportberechnung (Oreopoulos und Mlawer 2010), da die Berechnung des Strahlungstransports auf einem Globus mit heterogener Atmosphäre ein schwieriges numerisches Problem darstellt – im Gegensatz zur Beschleunigung eines fallenden Körpers im Vakuum. Das Spektrum wird in jedem dieser Programme mit unterschiedlichen Auflösungen unter Verwendung verschiedener geometrischer Annahmen und Verfahren bewertet. Noch gravierender ist, wie Oreopoulos und Mlawer (2010) dokumentieren, dass 1) sich die grundlegende Theorie selbst ständig weiterentwickelt; 2) die in GCMs verwendeten Algorithmen aus rechnerischen Gründen stark vereinfacht sind; und 3) verschiedene GCMs nicht die gleichen Strahlungstransfer-Algorithmen verwenden. Es ist somit klar, dass auch hier eine Lücke zwischen der grundlegenden Theorie und den Berechnungen besteht, mit unklaren Konsequenzen.

Ebenso trifft jedes GCM unterschiedliche Annahmen hinsichtlich des Antriebs, der Wolken, der Landoberflächen, der räumlichen Rasterung usw. und verwendet unterschiedliche numerische Verfahren zur Lösung. Die geschätzten Antriebe haben sich zwischen den IPCC-Berichten AR4 und AR5 erheblich verändert, und der Einfluss von Aerosolen wird derzeit noch überarbeitet (z. B. Stevens 2015), wobei es erhebliche Unterschiede in der Darstellung zwischen den Modellen gibt (Wilcox et al. 2013). Für Prozesse, die unterhalb der Gitterauflösung ablaufen, wie z. B. Wolkenverhalten und Niederschlag, werden Parametrisierungen (d. h. empirische Beziehungen) verwendet (McWilliams 2007). Diese empirischen Beziehungen enthalten freie Parameter, die abgestimmt werden müssen (Lahsen 2005; McWilliams 2007; Mauritsen et al. 2012; Schmidt und Sherwood 2015; Hargreaves 2010; Hourdin et al. 2016), und diese Anpassungen können willkürlich sein (z. B. Soon et al. 2001, deren Abb. 4). Fehler in diesen Näherungen sind schwer zu quantifizieren, entfernen die Modelle jedoch zweifellos weit vom Bereich der reinen Darstellung idealer physikalischer Gesetze, wie etwa der Schwarzkörperstrahlung von einer gleichmäßigen Oberfläche bekannter Temperatur, wie auch von Katzav et al. (2012) argumentiert. Es lässt sich auch argumentieren, dass wesentliche physikalische Prozesse in den Modellen unberücksichtigt bleiben, wie beispielsweise die Auswirkungen des elektrischen Feldes der Erde (Andersson et al. 2014).

Wenn globale Klimamodelle nicht als präzise Abbildungen der Theorie betrachtet werden können, die auf der Ableitung einiger Komponenten aus fundierten physikalischen Erkenntnissen beruhen (wie oben dargelegt), welchen epistemologischen Status haben sie dann? Ein Ansatz zur Beurteilung ihres Wahrheitswerts besteht darin, nicht ausgehend von der zugrunde liegenden Physik zu argumentieren, sondern rückwärts von der Qualität ihrer Ergebnisse. Es lässt sich erfolgreich argumentieren, dass sie Aspekte des aktuellen Verständnisses des Erdklimasystems verkörpern, da sie sonst überhaupt nicht funktionieren würden. Katzav (2014) sowie Schmidt und Sherwood (2015) argumentieren beispielsweise, dass diese Verkörperung von Wissen durch die Überlegenheit aktueller Modelle gegenüber einem naiven Modell oder gegenüber Klimamodellen der vorherigen Generation belegt wird. Smith (2002) und Oreskes et al. (1994) schlagen vor, dass die Modelle eine nützliche Analogie oder Heuristik darstellen. McWilliams (2007) argumentiert, dass aufgrund der irreduziblen Unsicherheit in den Modellausgaben, die auf chaotische Dynamiken zurückzuführen ist, GCMs eher anhand ihrer Plausibilität beurteilt werden sollten als danach, ob sie korrekt oder die besten sind. Er argumentiert, dass die Modelle „Raum-Zeit-Muster liefern, die an die Natur erinnern … und damit eine sinnvolle Art von Turing-Test zwischen dem Künstlichen und dem Tatsächlichen bestehen“. Der IPCC (2013, S. 145) stellt fest, dass diese Modelle als Werkzeuge zum Verständnis des Klimasystems betrachtet werden können. Viele Ergebnisse (insbesondere die Temperatur) zeigen eine gute Übereinstimmung zwischen den Modellen, was auf einen gewissen Wahrheitswert der Modelle hindeutet (Räisänen 2007). Die Übereinstimmung zwischen den Modellen kann jedoch auf gemeinsamen Annahmen, gemeinsamen Algorithmen und ähnlichen Daten beruhen, die zur Kalibrierung verwendet werden. Parker (2011) argumentiert, dass die Übereinstimmung der Vorhersagen zwischen den Modellen zwar gewisse Belege liefert, jedoch nicht ausreicht, um eine epistemische Gewissheit hinsichtlich ihres Wahrheitswerts zu begründen. Aus diesen Gründen verfehlen Bemühungen zur Bestätigung (Verifizierung) von Klimamodellen (z. B. Lloyd 2010, Diskussion in Katzav et al. 2012) ihr Ziel. Auch wenn diese Modelle plausibel sein können, eine Art Turing-Test bestehen und miteinander übereinstimmen, bedeuten die Probleme der irreduziblen Dynamik und der numerischen Unsicherheit (z. B. McWilliams 2007) sowie andere Aspekte, dass die theoretische Grundlage der Modelle nicht als Garant für die Gültigkeit nützlicher Vorhersagen angesehen werden kann. Dies wirft die Frage nach ihrer Nützlichkeit als Vorhersageinstrumente auf, die im Folgenden erörtert wird.

4 Klimamodelle als Berechnungs-Grundlagen

Da sich globale Klimamodelle ständig weiterentwickeln und es einigen Aspekten möglicherweise an einer strengen und engen Verbindung zur zugrunde liegenden Physik mangelt, sind sie nach Poppers Kriterien nicht widerlegbar (siehe Curry und Webster 2011) und müssen als Berechnungsinstrumente betrachtet werden. Daher ist es notwendig, die Modelle vor ihrer Anwendung in irgendeiner Form zu überprüfen.

Das Testen komplexer Simulationsmodelle ist schwierig. Die große Anzahl von (anhand von Daten geschätzten) Parametern in diesen Modellen (Murphy et al. 2004; Hargreaves 2010; Schmidt und Sherwood 2015; Hourdin et al. 2016) lässt vermuten, dass die parametrische Unsicherheit der Modelle hoch sein könnte, doch wurde dies bislang nur unzureichend untersucht (Guttorp 2014). Es gibt potenzielle Probleme hinsichtlich der Struktur (Gleichungsform), der Parameter und der Datenfehler (Loehle 1987, 1988; Hourdin et al. 2016), die bisher kaum untersucht worden sind. Es gibt viele spezifische Arten von Sensitivitäts- und Fehleranalysen, die durchgeführt werden können (z. B. Falloon et al. 2014; Guttorp 2014; Rougier und Goldstein 2014), um die Zuverlässigkeit von Modellausgaben zu bewerten, doch diese Methoden wurden aufgrund ihres hohen Rechenaufwands fast nie auf GCMs angewendet (Falloon et al. 2014). Allen und Ingram (2002) sowie McWilliams (2007) argumentieren, dass „Ensembles of Opportunity“ (eine Sammlung von Modellen) die Modellunsicherheit nicht angemessen erfassen, und empfehlen eine umfassende Unsicherheitsanalyse (Anfangsbedingungen, Parameter, Funktionsform der Gleichungen, numerische Methode usw.), um mögliche Prognosen einzugrenzen – eine Analyse, die für GCMs bislang noch nicht durchgeführt worden ist. Daher stehen Entscheidungsträgern für GCMs keine entscheidenden Informationen zur Modellunsicherheit zur Verfügung.

Modelle der turbulenten Dynamik zeigen eine Empfindlichkeit gegenüber den Anfangsbedingungen (Frigg et al. 2013). Bei einem strukturell perfekten Modell (d. h. alle Gleichungen und Parameter sind korrekt; numerische Methoden funktionieren korrekt) lässt sich der Einfluss der Unsicherheit der Anfangsbedingungen abschätzen, indem mehrere Durchläufe mit gestörten Anfangsbedingungen durchgeführt werden, was eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Ergebnisse liefert. Dies setzt voraus, dass die Fehler in den Anfangsbedingungen charakterisiert werden können und dass eine ausreichende Anzahl von Durchläufen durchgeführt werden kann, was bei Klimamodellen in der Regel nicht der Fall ist (McWilliams 2007). In einer einzigartigen Fallstudie störten Deser et al. (2016) einen Basislauf durch Rauschen auf Maschinenfehler-Niveau (d. h. Rundungsfehler), das auf das anfängliche Temperaturfeld angewendet wurde. Sie fanden bei 30 Durchläufen sehr große Unterschiede von mehreren °C in den 50-Jahres-Trends im Winter für Regionen Nordamerikas. Sie stellten fest, dass ein Ensemble-Ansatz die interne Variabilität vom erzwungenen Signal trennen könnte, um eine bessere Übereinstimmung mit historischen Daten zu erzielen. Dies basiert jedoch auf einer infinitesimalen Störung der Anfangsbedingungen. Die tatsächlichen Unsicherheiten der Anfangsbedingungen sind um viele Größenordnungen größer. Noch wichtiger ist, dass diese stochastische Störung der Anfangsbedingungen bei Vorliegen struktureller Fehler (falsche Gleichungsform zur Darstellung eines Prozesses) nicht nur uninformativ, sondern sogar irreführend sein kann. (Smith 2002; Frigg et al. 2014; Hourdin et al. 2016).

Es könnte aufschlussreicher sein, die Ergebnisse der globalen Klimamodelle (GCM) nicht als Ganzes, sondern genauer zu betrachten, um zu erkennen, was mit ausreichender Genauigkeit vorhergesagt werden kann. Der IPCC (2013) stellt die GCM-Ergebnisse der globalen Mitteltemperatur seit 1850 als Abweichungen vom Mittelwert dar; werden sie jedoch als absolute Temperaturen dargestellt, weichen die Zeitreihen bis zu 4 °C voneinander ab (SI Abb. 2). Ein ähnliches Ergebnis (Abweichungen 4 °C) wurde für die kontinentalen USA festgestellt (Anagnostopoulos et al. 2010). Dies ist kein trivialer Unterschied, da die Langwellenstrahlung eines Objekts gemäß der Stefan-Boltzmann-Relation proportional zur vierten Potenz der absoluten Temperatur ist (Anagnostopoulos et al. 2010). Wenn sich Modelle in der mittleren Temperatur so stark unterscheiden, behandeln sie dann die grundlegende Physik auf die gleiche Weise oder setzen sie die Physik mit korrekten Algorithmen um? Dies wirft epistemische Fragen hinsichtlich der von GCMs erstellten Vorhersagen auf. Hawkins und Sutton (2016) weisen darauf hin, dass bei einer linearen Reaktion auf einen erhöhten Antrieb die absolute Temperatur für die Abschätzung der Reaktion auf einen erhöhten Antrieb keine große Rolle spielt. Liegt jedoch eine starke positive Rückkopplung vor, ist die Reaktion auf einen erhöhten Antrieb bei höheren Temperaturen stärker (Bloch-Johnson et al. 2015, Gregory et al. 2015). Wenn hingegen eine negative Rückkopplung den CO2-Antrieb dämpft (z. B. Spencer und Braswell 2011), würde dies ebenfalls von der tatsächlichen Temperatur abhängen. In beiden Fällen wäre die absolute Temperatur von Bedeutung (d. h., die Reaktion ist nichtlinear) und die Verwendung von Anomalien lässt sich nicht rechtfertigen. Anomalien, manchmal auch als „Bias-Korrektur“ bezeichnet, werden auch zum Vergleich anderer Klimadaten verwendet. Allerdings reagieren Nutzpflanzen, Biodiversität, Meeresspiegel und Eisschilde alle auf tatsächliche Niederschläge und Temperaturen, und somit würden die verschiedenen Modelle sehr unterschiedliche Auswirkungen prognostizieren, selbst wenn ihre Anomalietrends übereinstimmen würden, wie von Hawkins und Sutton (2016) angemerkt. Der Nettoeffekt der Bias-Korrektur oder der Verwendung von Anomalien besteht darin, den epistemologischen Status der Modelle zu verschleiern, indem die Streuung der Modellausgaben zueinander verringert wird und Unstimmigkeiten mit den Daten schwer zu bestimmen sind.

Die Anwendung einer Bias-Korrektur kann zu weiteren Schwierigkeiten bei der Überprüfung führen. Betrachten wir den Fall, dass globale Temperaturverläufe mit Modellausgaben verglichen werden. Wenn die Daten in tatsächlichen °C vorliegen oder über einen bestimmten Zeitraum auf eine gemeinsame Basislinie verschoben werden, wird die Korrelationsstatistik nicht beeinflusst, da der konstante Term aus der Berechnung herausfällt. Bei anderen Messgrößen kann die Basislinie jedoch einen Einfluss haben. Beispielsweise unterscheidet sich die R²-Statistik für die Modellanpassung bei tatsächlichen Reihen von der bei Anomalie-Reihen und kann bei nicht verschobenen Reihen sogar negativ sein (d. h., die Anpassung an die Daten ist schlechter als an einen einfachen Mittelwert der Daten). Hawkins und Sutton (2016) weisen darauf hin, dass die Normalisierung (Basislinienverschiebung) einer Klimareihe auf einem Referenzzeitraum basiert, typischerweise 30 Jahre, aber auch den gesamten Aufzeichnungszeitraum umfassen kann. Sowohl die Daten als auch die Modellausgaben werden nach oben oder unten verschoben, sodass ihre jeweiligen Mittelwerte über den Referenzzeitraum Null betragen. Beim Vergleich mehrerer Durchläufe eines einzelnen Modells oder mehrerer Modelle mit den Daten stimmen diese während des Referenzzeitraums am ehesten überein. Das bedeutet, dass der visuelle Eindruck der Modellanpassung oder der Zeitpunkt, zu dem ein Modell gut oder schlecht abschneidet, vollständig vom gewählten Referenzzeitraum abhängen kann (Beispiele finden sich bei Hawkins und Sutton 2016). Dies wirkt sich beispielsweise auf die Frage aus, ob die Modelle derzeit höhere Werte vorhersagen als die Daten zeigen. Je näher der gewählte Referenzzeitraum an der Gegenwart liegt, desto größer erscheint die Übereinstimmung zwischen den Modellen und den Daten der letzten Jahre. Bei Anpassungsstatistiken wie R² kann die Wahl des Referenzzeitraums ebenfalls das Ergebnis und damit die implizierte Modellanpassung beeinflussen. In Abbildung 2 wird beispielsweise ein künstliches Beispiel gezeigt. In Abbildung 2a werden sowohl die Daten als auch das Modell auf den 100-jährigen Referenzzeitraum (Mittelwert 0) verschoben. Die Anpassung erscheint visuell recht gut, und R² = 0,79. In Abbildung 2b werden jedoch die letzten 30 Jahre als Referenzzeitraum verwendet. Nun scheint das Modell in der Vergangenheit schlechter und in den letzten Jahrzehnten besser (fast perfekt) zu passen, aber R² beträgt nun 0,54, was eine erhebliche Verschlechterung darstellt. Dies wirft ein epistemisches Dilemma auf. Wenn die Korrelation als Maß für gemeinsame Trends und Muster (z. B. Temperaturanstiege und -abfälle) verwendet wird, berücksichtigt dies nicht die Verzerrung (den Offset) in den Modellausgaben. Werden Modelle und Daten auf Anomaliebasis betrachtet, so setzt dies für Temperatur und Niederschlag voraus, dass die tatsächlichen Werte keine Rolle spielen, sondern nur der Trend, doch dies ist nach wie vor umstritten. Darüber hinaus beeinflusst der gewählte Referenzzeitraum sowohl den visuellen Eindruck der Modellanpassungsgüte (sowohl hinsichtlich der Ensemble-Streuung als auch des Anpassungsmusters über die Zeit) als auch alle Anpassungsstatistiken mit Ausnahme der einfachen Korrelation. Fragen wie diese haben Auswirkungen auf die epistemische Gewissheit.

5 Schlussfolgerungen

Wie verhält es sich nun mit der von den GCMs aufgeworfenen Wissensfrage? Als parametrisierte Simulatoren, die Klimaverläufe generieren, müssen diese Instrumente grundsätzlich statistisch und quantitativ bewertet werden. Qualitative Einschätzungen geben keine Antwort auf die entscheidenden politikrelevanten Fragen, wie stark, wann und wo die Erwärmung eintreten wird. Held (2005) argumentiert, dass die Erlangung eines besseren Klimaverständnisses die Entwicklung vereinfachter, idealisierter „Welten“ (siehe z. B. SI Abb. 1) erfordert, um die Prozesse großräumiger Turbulenzen, der Wärmeübertragung zu den Polen, der Ozeanzirkulation und insbesondere die Frage zu untersuchen, wie große Klimaphänomene wie ENSO bestehen bleiben können. Ohne diese Erforschung der Prozesse, so Held, sei es nicht möglich zu erklären, warum verschiedene GCMs unterschiedliche Ergebnisse liefern, warum sie von den Daten abweichen und wie sie verbessert werden können. Dies liege daran, dass die Komplexität der Modelle zu epistemischer Undurchsichtigkeit führe. Angemessene Erklärungen für das Verhalten komplexer hierarchischer Systeme wie des Klimas müssten in der Regel mehrstufig sein und Faktoren wie Meeresströmungen, Kontinente und Wolken berücksichtigen. Ein auf diese Weise gewonnenes besseres Verständnis könnte zu besseren Subgitter-Parametrisierungen führen. Ein Beispiel hierfür ist die aktuelle Arbeit von Moncrieff et al. (2017), die einen multiskaligen Ansatz zum Verständnis organisierter tropischer Konvektion ableitet, der zur Entwicklung von Subgitter-Parametrisierungen genutzt werden kann.

Wenn Klimamodelle dem realen Erdsystem lediglich „ähneln“ und eher als Analogie (Oreskes et al. 1994) oder als explorative Werkzeuge dienen, sind sie am nützlichsten als Grundlage für qualitative Vorhersagen, etwa dass eine gewisse Erwärmung wahrscheinlich ist. Wenn die Modelle bestimmte Vorhersagen (z. B. zur globalen Temperatur) mit akzeptabler Genauigkeit treffen können, ist es wichtig zu ermitteln, welche Variablen auf diese Weise vorhergesagt werden können. Wenn Modelle eine gemeinsame Verzerrung aufweisen, kann diese Verzerrung möglicherweise bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Erklärungen für Unterschiede in der Modellleistung sollten gesucht werden, insbesondere für die große Bandbreite zukünftiger Entwicklungspfade. Angesichts der Komplexität des Erdklimasystems verdient die Grundlage für die auf GCMs basierenden Wissensaussagen größere Aufmerksamkeit. Richtig angewandte Erkenntnistheorie kann helfen zu klären, was wir wissen, wie wir es wissen und wo die Grenzen einer strengen, gerechtfertigten Argumentation liegen.

Der Klimawandel stellt ein komplexes politisches Problem dar. Sowohl Handeln als auch Untätigkeit bergen ein hohes Risiko. Diese Abhandlung führt zu keiner bestimmten politischen Schlussfolgerung. Vielmehr konzentriert sie sich auf die Verfahren, die zu einer stringenten Argumentation führen. Politische Entscheidungen beinhalten zwangsläufig auch Risikowahrnehmung, Risikotoleranz, kulturelle Werte, wirtschaftliche Aspekte und andere Faktoren, die über den Rahmen dieser Analyse hinausgehen. Jede Politik kann jedoch nur davon profitieren, wenn besser verstanden wird, wie Klimamodelle aufgebaut sind, auf welchen physikalischen Grundlagen sie beruhen, wie sie getestet werden können und wie ihre Ergebnisse zu bewerten sind.

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Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/02/are-climate-models-just-physics/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers zu diesem Beitrag:

Antwort auf die Frage in der Überschrift: NEIN!

Ein Wettermodell erfasst die gegenwärtige Lage mittels aller verfügbaren Messungen. Weil die physikalischen Gesetze alle bekannt sind, nach welchen sich meteorologische Parameter entwickeln, können Wettermodelle auf einige Tage recht gut die großräumigen Wetterstrukturen abbilden (Planetarische Wellen der Höhenströmung z. B.). Schon bei der modelleigenen Interpretation der großräumigen Entwicklung versagen sie jedoch recht schnell (z. B. wenn man die Niederschlagsmenge für ein bestimmtes Gebiet simulieren will. Das hat sich in der Kältewelle Mitte Mai eindrucksvoll gezeigt).
Fazit: Wettermodelle basieren AUSSCHLIEßLICH auf Messungen, auf welche dann bekannte physikalische Gesetze angewendet werden. DAS ist Physik!
Aber welche Messwerte gehen in Klimamodelle ein?

 

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Sonneneruptionen auf der Rückseite der Sonne bestätigen neue Vorhersagemethode – Klimaschau 261

04. Juni 2026 um 09:00

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Die Erd-Sonne ist wie jeder Stern ein komplexes magnetisches System, dessen Aktivität stark schwanken kann. Bereits in den 1940er Jahren fand der US-amerikanische Forscher Scott Forbush heraus, dass ein abruptes Ansteigen der solaren Aktivität, ein sogenannter solarer Ausbruch (oder Super-Flare), die kosmische Strahlung, die die obere Atmosphäre laufend trifft, abschirmt. Henrik Svensmark und Nir Shaviv wiesen in den 2.000er Jahren nach, daß die kosmische Strahlung essentiell für die Wolkenbildung und damit für das irdische Klima ist. Über diesen mittelbaren Mechanismus kann die solare Aktivität also Einfluß auf Temperatur und Niederschläge auf dem Planeten nehmen.

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Valentina Zharkova und das Grand Solar Minimum

04. Juni 2026 um 09:00

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Cap Allon

Valentina Zharkova ist nicht von ihrer These abgerückt.

Ihre Arbeit aus dem Jahr 2026 mit dem Titel „Modern Grand Solar Minimum (2020–2053)“ ist eine überarbeitete Neuauflage der gleichen These, die sie bereits 2020 veröffentlicht hatte: Die Sonne sei in ein modernes Großes Sonnenminimum eingetreten, das sich ungefähr von 2020 bis 2053 erstreckt, wobei die schwächste Phase noch bevorstehe.

Die Kernaussage ist unverändert.

Zharkova argumentiert, dass das Hintergrundmagnetfeld der Sonne zwei Hauptmagnetwellen enthält, die in verschiedenen Schichten des solaren Dynamos erzeugt werden. Diese Wellen verlaufen leicht phasenverschoben. Wenn sie sich gegenseitig verstärken, verstärken sich die Sonnenzyklen. Wenn sie sich gegenphasig überlagern, nimmt die Sonnenaktivität ab. In ihrem Modell führt dies zu großen Sonnenzyklen mit einer Dauer von etwa 330 bis 380 Jahren, die durch große Sonnenminima getrennt sind, ähnlich den Maunder-, Wolf- und Oort-Minima.

Auch der Zeitrahmen bleibt unverändert.

Im Jahr 2020 identifizierte Zharkova das moderne Große Sonnenminimum als ein Ereignis des Zyklus 25–27, das sich über den Zeitraum 2020–2053 erstreckt. Für das Jahr 2026 wiederholt sie den gleichen Zeitraum.

Die wichtigste Änderung ist meiner Meinung nach der Tonfall.

Im Jahr 2020 schrieb Zharkova, dass die Sonne in das moderne Große Sonnenminimum eingetreten sei und dass sich die Abkühlung um die Sonnenminima zwischen den Zyklen 25 und 26 sowie 26 und 27 deutlicher zeigen dürfte. Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 ist direkter. Darin heißt es, das moderne Große Sonnenminimum sei „eingetreten“, es werde bis zur Mitte des Jahrhunderts andauern und die damit verbundene Kleine Eiszeit sei bereits da.

Zu Beginn war der Sonnenzyklus 25 stärker als in frühen offiziellen Prognosen erwartet. Er brachte starke Flares hervor und erreichte sein Sonnenmaximum um 2024. Für Kritiker sah das wie ein Problem für jedes Argument zugunsten eines großen Minimums aus. Doch Zharkovas Antwort ist einfach: Der Höhepunkt des Zyklus 25 war nie der entscheidende Test. Der Test ist der Rückgang von diesem Höhepunkt, das Minimum zwischen den Zyklen 25 und 26, der schwächere Zyklus 26, den sie als Folge erwartet, und dann das Minimum zwischen den Zyklen 26 und 27 – all das steht noch bevor.

Und wie am Mittwoch erörtert, verläuft der Rückgang vom Höchststand des SC25 bislang drastisch, was gut zu Zharkovas These passt.

In ihrer Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 heißt es, dass während der absteigenden Phase des Zyklus‘ 25 und insbesondere während der nächsten beiden Zyklusminima weitere Anzeichen einer Abkühlung auftreten dürften. Zharkova geht davon aus, dass die verringerte Sonnenaktivität während des „Grand Minimum“ die Sonneneinstrahlung gegenüber dem heutigen Niveau um etwa 3 W/m² senken wird. Sie argumentiert, dass dies die durchschnittliche Temperatur auf der Erde um etwa 1 °C senken würde, wobei Vergleiche mit dem Maunder-Minimum auf eine mögliche Abkühlung um 1,5 °C hindeuten. Die Abkühlung, so sagt sie, würde nicht gleichmäßig verteilt sein. Die Auswirkungen im Winter wären auf den Kontinenten der nördlichen Hemisphäre stärker, da eine veränderte Zirkulation dazu führen würde, dass vermehrt arktische Luft in niedrigere Breitengrade gelangt.

Ihr Argument lautet nicht einfach „weniger Sonne, kälterer Planet“ – es geht auch um die Zirkulation: schwächere Sonnenaktivität, Veränderungen in der Stratosphäre, Verschiebungen bei AO/NAO, wellenförmigere Jetstreams, kältere kontinentale Kälteeinbrüche und häufigere Einbrüche polarer Luft in die mittleren Breiten.

Zharkova sieht den entscheidenden Test für den Rückgang im Zyklus 26.

Und sie schließt mit einer Warnung: Wenn die Sonnenaktivität tatsächlich nachlässt, wenn die Zirkulation wechselhafter wird und Kälteeinbrüche häufiger auftreten, dann brauchen die Länder zuverlässige, kontinuierliche und regelbare Energie. Die moderne Energiedebatte basiert auf der Annahme, dass es „immer heißer“ wird. Zharkova warnt vor genau dem Gegenteil: einem kälteren, weniger stabilen Muster bis zur Mitte des Jahrhunderts, bei dem Ernährung, Heizung und die Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes im Mittelpunkt des nationalen Überlebens stehen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-cold-half-is-ignored-concordia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

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Dazu gibt es auch einen Beitrag von Kenneth Richard (Link siehe unten):

Das große Sonnenminimum ist da… Bis zu den 2030er und 2040er Jahren wird eine globale Abkühlung um mindestens 1 °C erwartet

Kenneth Richard

Die über Jahrhunderte hinweg beobachteten Muster der Sonnenaktivität deuten darauf hin, dass die nächste Abkühlungsphase der Kleinen Eiszeit begonnen hat.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie, die sich auf die Analyse historischer Phasen des solaren Magnetfelds stützt, belegt den Einfluss der Sonnenaktivität auf die Temperatur der Erde.

Kühle Phasen der „Kleinen Eiszeit“ lassen sich zuverlässig mit großen Sonnenminima (GSM) in Verbindung bringen.

So wird beispielsweise angenommen, dass während des Maunder-Minimums (Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts) die Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² abgenommen und sich die Nordhalbkugel infolgedessen um etwa 1 °C abgekühlt hat.

Anhand einer harmonischen Analyse lässt sich vermuten, dass der Beginn des nächsten GSM bereits eingetreten ist und es in den nächsten Jahrzehnten zu einer globalen Abkühlung kommen wird.

„Während eines GSM wird ein Rückgang der Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² gegenüber dem heutigen Niveau erwartet, was zu einem Rückgang der durchschnittlichen Erdtemperatur um etwa 1,0 °C führt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das vor 10 Jahren von Zharkova et al. (2015) vorhergesagte moderne große Sonnenminimum (2020–2053) eingetreten ist und sich wie erwartet bis zur Mitte des Jahrhunderts fortsetzen wird. Es bringt das kalte Wetter mit starken Frösten und Schneefällen, das im Januar und Februar 2026 auf der gesamten Nordhalbkugel von West nach Ost und vom Norden bis zum Äquator verzeichnet wurde. Die mit dem heutigen großen Sonnenminimum verbundene kleine Eiszeit ist da …“

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/30/a-grand-solar-minimum-has-arrivedglobal-cooling-of-at-least-1c-is-expected-by-the-2030s-2040s/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Einsicht wäre der erste Weg zur Besserung – Der vermeintliche Klimakampf-Erfolg

04. Juni 2026 um 06:00

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Nach der vom IPCC offiziell abgesagten Klimakatastrophe gibt es in der Bundesregierung kein Eingestehen von Irrtümern oder Fehlentscheidungen. Im Gegenteil: Die Abwendung des Extremszenarios wird dreist als Erfolg der deutschen Klimapolitik verkauft.

Von Frank Hennig

Das Klimaszenario RCP 8.5 wurde durch das IPCC zurückgenommen, es sei unplausibel. Das sollte die (im treffenden Sinne des Wortes) aufgeheizte Klimapolitik und -propaganda eigentlich beruhigen – ganz so schlimm kann es also nicht kommen. Keineswegs denkt man in den Regierungsparteien nun über gelassene und sachliche Entscheidungen im Energieversorgungssystem nach. Es gilt das „weiter so“, koste es, was es wolle.

 

Mit dem Entfall des Szenarios RCP 8.5, durch 44 IPCC-Autoren bestätigt, entfällt das Horrorszenario, auf dessen Basis deutsche Politik und Medien sofortiges Handeln anmahnten. Insbesondere der schnelle und noch schnellere Ausbau der sogenannten „Erneuerbaren“, unabhängig vom nachhängenden Netzausbau, steigenden Strompreisen und fortschreitender nachhaltiger Deindustrialisierung, wurde gebetsmühlenartig gefordert. Nun wird es bis zum Jahr 2100 nicht 4,4 bis 5,7 Grad wärmer werden und man könnte vom Alarmismus ablassen. Selbst der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom März 2021, der die Grundrechte künftig von der Erfüllung der Minderungsziele abhängig macht, wäre zu korrigieren.

EINSICHT WÄRE DER ERSTE WEG ZUR BESSERUNG

Das IPCC geht von einer Erwärmung von etwa 2,5 Grad aus – gemessen ab 1870 oder einem anderen frei wählbaren Termin der sogenannten vorindustriellen Zeit, egal in welcher Genauigkeit gemessen oder errechnet. Etwa 1,5 Grad sind bisher schon „geschafft“, die restliche Erwärmung sollten wir durch nur noch moderat nötige Anpassungsmaßnahmen überleben. Wer erklärt das jetzt den zukunftsängstlichen, teils traumatisierten Kindern und Jugendlichen von Fridays for Future?

Da eine Zieländerung oder gar das Eingestehen eines Irrtums oder von Fehlentscheidungen unserer Regierung nicht zuzumuten ist, gilt es, eine Erfolgsgeschichte aus dem nun gestorbenen Szenario zu machen. Die Abkehr von einem Extremszenario sei ein Erfolg unserer Klimapolitik, heißt es nun. Das ist zweifelhaft angesichts des deutschen Anteils an den globalen anthropogenen CO2-Emissionen von nur noch 1,5 Prozent.

In einer aktuellen Stunde im Bundestag am 20. Mai 2026 wurde nach dem Monitoring der deutschen Klimapolitik bezüglich des Milliardenaufwandes gefragt. Finanzminister Klingbeil (SPD) antwortete: „Ich brauche keine Zahlen, um zu wissen, dass es richtig ist …“ (ab Minute 40). Da wundert man sich als Wahlvolk, weil man annimmt, dass insbesondere der Umgang mit Zahlen eine für einen Finanzminister vordringliche Aufgabe sein könnte. Nun ist Minister Klingbeil Politikwissenschaftler und Parteisoldat ohne jegliches Vorleben in Wirtschaft oder Finanzen, das kann man ihm nicht vorwerfen. Aber ist er im richtigen Job? Dafür müsste er permanent mit Zahlen arbeiten und vor allem jede Ausgabenposition penibel hinterfragen. Das Geld anderer ausgeben macht unter den Sozialisten jeder gern, aber allein der Versuch klugen Wirtschaftens ist bei der SPD nach Eichel und Steinbrück offenbar out.

Vom Sieg zur Weltrettung

Nun gilt es bei den Regierungsparteien sowie Links und Grün, die Rücknahme des Szenarios 8.5 in einen Sieg umzudeuten. Mark Helfrich (CDU) sieht den Regierungskurs bestätigt, man dürfe in den Klimaschutzbemühungen „nicht nachlassen“. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Klimaaunion. Wer diese in der eigenen Partei hat, braucht keine Grünen mehr als Gegner.

Doktor Nina Scheer, ausgebildete Violinistin und promovierte Politikwissenschaftlerin, energiepolitische Sprecherin ihrer Fraktion, aber tieferer Kenntnis eines Energieversorgungssystems unverdächtig, verweist auf eine angebliche Emissionssenkung Chinas trotz Wirtschaftswachstum. Das trifft für das erste Halbjahr 2025 wohl zu. Über längere Sicht steigerte das Land die Emissionen von 2000 bis 2024 von 3,648 auf 13,125 Gigatonnen (Gt). Im gleichen Zeitraum senkte Deutschland heldenhaft von 1,044 auf 0,656 Gt. Man könnte diese Trends hinsichtlich ihrer „Klimawirkung“ berechnen, auf Grundlage der CO2-Budgets, die für den Pariser Klimavertrag zugrunde gelegt wurden. Das macht in Deutschland aus gutem Grund niemand und den Finanzminister interessieren Zahlen ohnehin nicht. Aber genau hier liegen die Einsparoptionen hinsichtlich Aufwand und Nutzen.

Richtig ist, dass in China Wind- und PV-Anlagen stark zugebaut werden. Diese Halbwahrheit ruft nach Ergänzung. Im Jahr 2024 gingen 30 Gigawatt (GW) neue Kohlekraftwerksleistung ans Netz und es begann der Bau von 63 neuen Kohlekraftwerken.Im Jahr 2025 kam es zu einer Rekordsteigerung der Kapazität von 78 GW. Auch wenn in China diese Kraftwerke oft nicht mehr in der Grund-, sondern in der Regellast eingesetzt werden, wird es zu einer Steigerung der Emissionen kommen.

Quelle: https://www.cfact.org/2026/02/22/china-goes-gangbusters-building-52-big-coal-plants-in-2025/

Gegenwärtig steigt Chinas Kohleverbrauch weiter. China verbrennt mehr Kohle auch als Folge des Irankrieges, um LNG zu sparen. Gleichzeitig schwächelt die Windstromproduktion, ein Zeichen des auch in Europa zu beobachtenden „terrestrial stilling“? Zudem baut kein anderes Land der Welt so viele Kernkraftwerke in Serie, termingerecht und preiswert. Derzeit sind 125 Gigawatt (GW) Kernkraftwerksleistung in Betrieb oder genehmigt, noch vor 2030 wird China weltweit Spitzenreiter bei der Stromerzeugung aus Kernkraft sein.

Wie alle wachsenden Länder nutzt auch China alle Energiequellen. Man kann es sich nicht leisten, aus klima- oder atomideologischen Gründen auf einige zu verzichten und den Energiemix staatlich befohlen zu verengen. Das macht nur Deutschland mit seinem unausgesprochenen Ziel des Degrowth.

Michael Kellner von den Grünen, ehemaliger Staatssekretär unter Messias Habeck, auch er vom Stamm der realitätsfernen Politikwissenschaftler, führt den „Erfolg“ des Rückzugs von RCP 8.5 auf den Ausbau der „Erneuerbaren“ zurück. Zumindest für den deutschen Anteil daran gibt es keinerlei Anlass.

Hier der Rückgang der deutschen Emissionen (in blau), der nicht nur einem steigenden Anteil „erneuerbarer“ Energie zuzuschreiben ist, sondern auch der Stilllegung von Teilen der DDR-Industrie, dem Brennstoffwechsel von Kohle auf Gas und der Deindustrialisierung ab 2020. In roter Linie der Anstieg der globalen Temperatur, von den sinkenden deutschen Emissionen offensichtlich unbeeinflusst.

Daraus einen „Erfolg“ deutscher Klimapolitik abzuleiten, bleibt realitätsfernen Politikern der Berliner Blase vorbehalten.

Herr Kellner spricht übrigens nicht mehr über die Chance, die Raffinerie PCK in Schwedt nach Entfall des russischen Öls nun zügig in eine grüne Raffinerie umzubauen. Auch hier ist, wie beim grünen Wasserstoff, eine Erfolgsgeschichte nicht zu erwarten.

Die drei hier genannten Redner von CDU, SPD und Grünen ließen in ihren Ausführungen keine Zwischenfragen zu. Es hätte die Zuschauer verunsichern können.

Haltet den Dieb

Am Ende ihrer Ausführungen rief Frau Doktor Scheer in Richtung der AfD-Fraktion: „Sie leben von der Katastrophe!“ Das ist nun eine Tatsachenumkehr nach dem Motto „haltet den Dieb“, denn die Katastrophe mit alsbaldigem Sterben durch Hitze haben seit langem SPD und Grüne angekündigt. Das wird sich nun nicht erfüllen, die Enttäuschung ist offensichtlich. Übrigens sind „Klimakatastrophe“ wie auch „Klimakrise“ Begriffe, die nur in Deutschland von entsprechend interessierten Kreisen verwendet werden. Das IPCC und andere Länder sprechen von ‚Klimawandel“, was völlig korrekt ist.

Die „Klimaziele“ werden wohl erhalten bleiben, also global Netto-null bis 2100, in der EU bis 2050, Deutschland 2045, Hamburg und Baden-Württemberg bis 2040. Dabei haben sich die Deutschen ein verschärftes Ziel gesetzt: Absolut-null statt Netto-null. Das Vorreiten zweier Bundesländer ist zu begrüßen, können doch die anderen Bundesländer von den Erfahrungen profitieren und dem Weg folgen – oder auch nicht.

Leise Wahrheiten

Die harten Realitäten, ablesbar an Zahlen, Daten, Fakten, wirken störend auf die Tätigkeit unserer Regierung, in der zumindest der Finanzminister offensichtlich ein Problem mit Zahlen hat. Zum Trost kann man anführen, dass hin und wieder ein Licht von Weisheit in der SPD aufblitzt: „Globale Herausforderungen lassen sich nicht mit nationalen Alleingängen lösen“, so der ehemalige Außenminister Heiko Maas auf der Internationalen Energiewendekonferenz 2019 in Berlin. Seine Partei hörte nicht auf ihn, heute dürfte er vergessen sein.

Selbst die Grünen sind nicht vor Erkenntnissen gefeit. Die ehemalige Umweltministerin Steffi Lemke gesteht in einem Webinar (ab Stunde 1:05:30) ein, dass es ein Fehler gewesen sei, dass das überragende öffentliche Interesse des Ausbaus der „Erneuerbaren“ höher gestellt wurde als der Schutz der Gewässer. Auch seien Windkraftanlagen im Wald sowie Freiflächen-PV-Anlagen nicht präferierte Ziele. Das Investoreninteresse sei abzuwägen. Solche Art von Kritik blieb bisher Windkraftgegnern vorbehalten, die man daraufhin in die rechtsextreme Ecke schob.

Die Profitsicherung der „Erneuerbaren“-Branchen wird weiter das höchste Ziel rot-schwarz-grüner Politik bleiben, egal welche weiteren Szenarien fallen oder geändert werden. Die Energiewende als Methode der Umverteilung und Bereicherung liegt im Interesse der wirtschaftlichen, politischen und medialen Eliten, die daran verdienen.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 

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Ozean-„Versauerung” — Eine weitere falsche Panikmache, die einfach nicht verschwinden will

02. Juni 2026 um 17:00

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Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Die „Versauerung“ der Ozeane ist ein in gewisser Weise einzigartiger Teilbereich der übergreifenden Klimapanik. Sie unterscheidet sich von anderen Teilbereichen dieser großen Panik dadurch, dass sie nicht von der Erwärmung der Atmosphäre als treibende Kraft für die vermeintlich beängstigenden Folgen abhängt. Stattdessen geht man bei der „Versauerung“ der Ozeane davon aus, dass ein erhöhter CO₂-Gehalt in der Atmosphäre (durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe) zu einem Anstieg des in den Ozeanen gelösten CO₂ führt, was wiederum einen niedrigeren pH-Wert des Meerwassers zur Folge hat, der dann zum Auslöser der angeblichen beängstigenden Folgen wird. Somit kann die „Versauerung“ der Ozeane theoretisch als Schreckensszenario dienen, selbst wenn sich die Atmosphäre bei steigendem CO₂-Gehalt nicht in dem Maße erwärmt, wie es die Klimamodelle der Befürworter simulieren.

Doch die Behauptung der „Versauerung“ der Ozeane hat ihre eigenen Schwachstellen. Für die Verfechter der Weltuntergangsstimmung ist es ein Problem, dass der Ozean (eher) alkalisch als sauer ist und dass die Veränderung des pH-Werts im Ozean selbst bei einem starken Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre gering ist. Manche würden die Veränderung des pH-Werts im Ozean vielleicht sogar als „geringfügig“ bezeichnen. Und die pH-Veränderung reicht selbst im schlimmsten Fall bei weitem nicht aus, um den pH-Wert auf ein neutrales Niveau zu senken, geschweige denn auf einen sauren Wert. Der letzte Punkt ist der Grund, warum ich den Begriff „Versauerung“ in Anführungszeichen gesetzt habe.

Wie also können Befürworter die „Versauerung“ der Ozeane zu etwas machen, das beängstigend genug ist, um viele Menschen dazu zu bewegen, fossile Brennstoffe zu hassen oder zu fürchten? Nun, vielleicht könnten sie die Behauptung aufstellen, dass ein etwas niedrigerer pH-Wert alle tropischen Fische töten würde. OK, aber die Behauptung könnte nicht lauten, dass ein leicht niedrigerer pH-Wert die Fische direkt tötet – das würde niemand glauben. Es müsste einen anderen Zusammenhang geben.

Vor einigen Jahren (im Mai 2021) veröffentlichte ich einen Beitrag über die Arbeit zweier Forscher aus Australien, die eine These aufgestellt hatten, auf die diese Beschreibung genau zutraf. Bei den betreffenden Forschern handelte es sich um Philip Munday und Danielle Dixson von der James Cook University in Queensland. Im Laufe mehrerer Jahre und in rund 22 begutachteten Fachartikeln hatten die beiden (zusammen mit Mitautoren) die Behauptung aufgestellt, dass ein niedrigerer pH-Wert im Ozean tropische Fische in den Wahnsinn treiben oder zumindest dazu führen würde, dass die Fische „erhebliche Verhaltens- und Sinnesbeeinträchtigungen“ erleiden, die ihr Überleben gefährden würden. Wie offensichtlich sein dürfte, lieferte diese Behauptung eine außerordentliche Stütze für die Anti-Fossilbrennstoff-Erzählung, unabhängig von jeglicher Behauptung zur globalen Erwärmung, und verschaffte den Artikeln infolgedessen große Aufmerksamkeit und den Autoren großen Beifall.

Aber es war zu schön, um wahr zu sein. Anlass für meinen Beitrag vom Mai 2021 war ein Artikel, der 2020 in „Nature“ erschienen war und von Timothy Clark et al. verfasst wurde; darin wurde über die Ergebnisse der Versuche berichtet, die Ergebnisse von Munday und Dixson zu reproduzieren. Auszug aus der Zusammenfassung:

Hier zeigen wir umfassend und transparent, dass – im Gegensatz zu früheren Studien – die bis zum Ende des Jahrhunderts zu erwartenden Werte der Ozeanversauerung nur vernachlässigbare Auswirkungen auf wichtige Verhaltensweisen von Korallenrifffischen haben, wie etwa die Vermeidung chemischer Signale von Raubtieren, das Aktivitätsniveau der Fische und die Verhaltenslateralisation (Präferenz für Links- oder Rechtskurven). Anhand von Datensimulationen zeigen wir zudem, dass die großen Effektstärken und geringen Varianzen innerhalb der Gruppen höchst unwahrscheinlich sind, über die in mehreren früheren Studien berichtet worden war. Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass die berichteten Auswirkungen der Ozeanversauerung auf das Verhalten von Korallenrifffischen nicht reproduzierbar sind, was nahelegt, dass Verhaltensstörungen keine wesentliche Folge für Korallenrifffische in Ozeanen mit hohem CO₂-Gehalt sein werden.

Die Zusammenfassung enthält zwar nicht das Wort „Betrug“, doch der Artikel lässt stark auf Datenmanipulation schließen. Es war sehr ungewöhnlich, dass „Nature“ einen solchen Artikel veröffentlichte, fügte er doch einer wichtigen Grundlage der Argumentation gegen fossile Brennstoffe erheblichen Schaden zu.

Nun sind fünf Jahre vergangen. Ist von der Argumentation der „Meeresversauerung“ als Grund, fossile Brennstoffe abzulehnen, noch etwas übrig geblieben?

In den letzten Monaten sind Artikel erschienen, die sowohl Argumente dafür als auch dagegen auflisten, ob die „Meeresversauerung“ ein bedeutendes Umweltproblem darstellt. Auf der Seite derjenigen, die der Meinung sind, dass „Meeresversauerung wirklich schlimm und beängstigend ist“, möchte ich einen Artikel von Dana Nuccitelli hervorheben, der im März in einer Publikation namens „The Invading Sea“ unter dem Titel „Die Auswirkungen der Verschmutzung durch fossile Brennstoffe auf die Ozeane sind mit enormen Kosten verbunden“ erschienen ist. Auf der Seite derjenigen, die der Meinung sind, dass „die Versauerung der Ozeane stark übertrieben ist“, möchte ich einen Artikel von van Wijngaarden, Ridd, Cornell und Happer vom 13. Mai 2026 mit dem Titel „Acidification of Water by CO₂“ hervorheben.

Nuccitelli schreibt regelmäßig Beiträge für Yale Climate Connections (ein weiteres Schandmal für Yale). In seinem Artikel scheint Nuccitelli den Versuch aufgegeben zu haben zu behaupten, dass der sich verändernde pH-Wert die tropischen Fische tötet. Stattdessen betont sie hier die Auswirkungen auf die Korallen. Sie behauptet, dass die „Versauerung“ die Korallen tötet, kann das Absterben der Korallen jedoch nicht allein auf den pH-Wert zurückführen, weshalb sie auch die Erwärmung mit ins Spiel bringt:

Floridas Barriereriff ist in Gefahr – und das kommt uns teuer zu stehen. Seit einem Jahrzehnt ist das Riff von einem schweren Ausbruch der Gewebeverlustkrankheit bei Steinkorallen betroffen. Die wahrscheinliche Ursache: Stress durch die Erwärmung des Klimas und die Versauerung der Gewässer, beides Folgen der Verbrennung fossiler Brennstoffe. . . . Die Verbrennung fossiler Brennstoffe durch den Menschen wirkt sich auf die Ozeane der Erde durch einen doppelten Schlag aus: Erwärmung und Versauerung der Gewässer, die dadurch entstehen, dass Kohlendioxid vom Ozean aufgenommen wird.

Es werden keine quantitativen Angaben zum Ausmaß der möglichen Korallenverluste gemacht. Als „wahrscheinliche Ursache“ der Krankheit wird eine Kombination aus „Erwärmung“ und „Versauerung der Gewässer“ genannt. Woher weiß sie das? Wie hoch ist der jeweilige Anteil? Gibt es dafür konkrete Beweise? Falls ja, verzichtet Nuccitelli darauf, diese anzuführen. Ich nehme an, für ihre Leserschaft ist das einfach offensichtlich.

Nachdem sie die „wahrscheinliche Ursache“ dargelegt hat, wendet sich Nuccitelli der Berechnung der Kosten zu – nicht für den Teil der Korallen, der möglicherweise verloren geht, sondern für die gesamte Tourismusbranche, die mit allen Korallen in Verbindung steht:

Die finanziellen Folgen eines Verlusts der Riffe sind enorm. Floridas Korallenriffe bringen Schätzungen zufolge jährlich über 1 Milliarde US-Dollar an Tourismuseinnahmen, leisten einen Beitrag zum Hochwasserschutz im Wert von 650 Millionen US-Dollar und sichern über 70.000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus schützen Korallenriffe Menschen und Sachwerte, indem sie bis zu 97 % der Wellenenergie abführen und so Sturmfluten abschwächen.

Und dann stützt sich Nuccitelli auf einen aktuellen Artikel aus „Nature Climate Change“ (vom Januar 2026), der vorgibt, einen neuen Maßstab für die „gesellschaftlichen Kosten von Kohlenstoff“ zu berechnen, und zwar unter der Annahme, dass die globale Erwärmung die Produktivität der Ozeane erheblich verringern wird – nicht nur für Korallen, sondern für alle anderen Lebewesen ebenso. Der NCC-Artikel scheint sich überhaupt nicht mit dem Thema Versauerung zu befassen.

Hier ist meine Lieblingsgrafik aus Nuccitellis Artikel zum Thema „Versauerung“:

Es sieht so aus, als würde der pH-Wert des Ozeans steil abfallen! Fällt Ihnen etwas Seltsames auf? Die gesamte vertikale Skala des Diagramms reicht von einem pH-Wert von 8,03 bis 8,11 – weniger als 0,1 pH-Einheiten. Die gesamte pH-Skala reicht von 0 bis 14. Würde man diese Linie mit einer vertikalen Skala von 0 bis 14 darstellen, wäre sie kaum von einer horizontalen Linie zu unterscheiden.

Wenn Sie sich für die Frage interessieren, ob die Zahl der Meereskorallen weltweit zu- oder abnimmt, kann ich Ihnen mehrere Artikel von Peter Ridd empfehlen. Ridd ist jemand, der tatsächlich hinausgeht und die Korallen untersucht (er war früher an der James-Cook-Universität tätig, genau wie Munday und Dixson, bis er wegen Ketzerei entlassen worden ist) Er ist auch der gleiche Ridd, der Mitautor der weiter unten näher besprochenen Arbeit von van Wijngaarden et al. ist. Hier ist ein Artikel, den Ridd 2023 für die Global Warming Policy Foundation unter dem Titel „Coral in a Warming World, Causes for Optimism“ verfasste [in deutscher Übersetzung hier]; und hier ist einer vom August 2025 vom Institute of Public Affairs mit dem Titel „Science group think flounders on state of Great Barrier Reef“. Unter dem Strich gibt es zahlreiche Belege dafür, dass Korallenriffe weltweit gedeihen (nicht jedes einzelne und nicht jedes Jahr, aber insgesamt), und keinerlei Anzeichen für einen allgemeinen Rückgang. Angesichts dieser Belege: Welchen Beweis gibt es dafür, dass die „Versauerung“ den Korallen schadet? Die Antwort lautet: überhaupt keinen.

Im Gegensatz zu Nuccitellis evidenzlosem Plädoyer ist die Arbeit von van Wijngaarden et al. eine seriöse wissenschaftliche Abhandlung. Ich stelle fest, dass sie auf der Website der CO₂-Koalition erscheint und nicht in einer der „renommierten“ wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Daraus schließe ich, dass diese Autoren, die eigentlich die besten Wissenschaftler für dieses Thema sind, dem erzwungenen Gruppendenken dieser „renommierten“ Zeitschriften den Rücken gekehrt haben.

Die Arbeit ist lang (55 Seiten) und größtenteils technisch. Aber unterm Strich ist es absurd zu glauben, dass der leichte Rückgang des pH-Werts der Ozeane durch den Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre ein nennenswertes Problem für das Leben im Meer darstellen könnte. In diesem Blogbeitrag werde ich lediglich ein zusammenfassendes Zitat wiedergeben. Aus der Zusammenfassung:

Die Grundlagen der anorganischen Chemie zeigen, dass steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre keine schädlichen Auswirkungen auf Organismen haben, die in den natürlichen Gewässern der Erde leben [1], und ihnen sogar zugute kommen können. Die Alkalität und das gelöste CO₂ verleihen den meisten natürlichen Gewässern eine hohe Pufferkapazität und minimieren die Veränderung des pH-Werts durch äußere Einflüsse. So würde beispielsweise eine Verdopplung der atmosphärischen CO₂-Konzentration von 430 ppm auf 860 ppm den pH-Wert von repräsentativem Meerwasser bei einer Temperatur von 25 °C von pH = 8,18 auf pH = 7,93 senken. Diese Veränderung ist vergleichbar mit den täglichen pH-Schwankungen in biologisch produktiven Oberflächengewässern, die auf die photosynthetische Fixierung von gelöstem anorganischem Kohlenstoff am Tag und die Atmung in der Nacht zurückzuführen sind. Die Veränderung ist zudem geringer als die Schwankungen des pH-Werts in Abhängigkeit von Breitengrad, Längengrad und Tiefe in den Ozeanen.

Ein wichtiger Punkt ist, dass der pH-Wert des Ozeans zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht weltweit ein fester Wert ist. Vielmehr schwankt der pH-Wert je nach Breitengrad, Längengrad, Tiefe und sogar Tageszeit innerhalb kleiner Bereiche. Das hat zur Folge, dass das Leben im Ozean bereits mit diesen Schwankungen zurecht kommen muss.

Ein großer Teil der Arbeit befasst sich mit der chemischen Frage, inwieweit der pH-Wert des Ozeans durch einen Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre von derzeit 430 ppm auf bis zu das Doppelte, also 860 ppm, beeinflusst werden könnte. Es sind zwar einige mathematische Berechnungen erforderlich, aber ich halte dies für grundlegende und allgemein bekannte Chemie. Die Schlussfolgerung, wie in der Zusammenfassung dargelegt lautet, dass der durchschnittliche pH-Wert bis auf 7,93 sinken könnte – was immer noch deutlich im alkalischen Bereich liegt (neutral ist 7, alkalisch über 7 und sauer unter 7).

Falls jemand von Forschungsergebnissen weiß, die belegen, dass pH-Schwankungen in den angegebenen Bereichen eine ernsthafte Bedrohung für das Leben im Ozean darstellen, würde ich gerne davon erfahren. Solange ich das nicht sehe, lautet meine Schlussfolgerung, dass das ganze Thema „Ozeanversauerung“ nichts weiter ist als der Versuch, mit der Vorstellung zu spielen, dass Menschen das Wort „Säure“ beängstigend finden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/28/ocean-acidification-another-fake-scare-that-wont-go-away/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Das Sabotage-Protokoll: Wer die Energie-Autarkie verhinderte

02. Juni 2026 um 15:01

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Interview des libertären Dating-Coach Max Pütz mit Holger Thuß. Original hier: https://www.youtube.com/watch?v=dVFyj6bHKuI

„Also, hier mein knallhartes Fazit aus dem Video mit Holger Thuß, Präsident vom Eike Institut, einem der wenigen Institute, die den Klimawandel wirklich kritisch und fundiert hinterfragen:
Klimaangst ist ein riesiges Geschäft – Politik und Medien schüren Panik, um Macht und Geld zu sichern.
CO2 wird total falsch dargestellt: 99% kommen natürlich, menschlicher Anteil liegt bei max. 3%. Und das Gas selbst ist weder giftig noch sichtbar – aber sie tun so, als wäre es Teufelszeug.“ …..

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New York folgt Kubas Strategie zur Stromversorgung

02. Juni 2026 um 12:00

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WUWT, von THE MANHATTAN CONTRARIAN, Francis Menton

Angenommen, Sie sind ein großer US-Bundesstaat mit einer dynamischen, modernen Wirtschaft. Hier ein Vorschlag für eine Strategie zur Stromversorgung Ihres Netzes: Investieren Sie bewusst nicht mehr in Ihre noch funktionierenden fossilen Kraftwerke, vernachlässigen Sie deren Wartung und lassen Sie sie veralten. Fördern und subventionieren Sie gleichzeitig den Ausbau von Solaranlagen als Ersatz. Schließlich ist Solarenergie so günstig!

Wer die Politik des Staates New York in Bezug auf unser Stromnetz verfolgt, wird in dieser Beschreibung die wesentlichen Elemente unserer Strategie wiedererkennen. In unserem Fall wurde die Strategie hauptsächlich 2019 durch den Climate Leadership and Community Protection Act (CLCPA) in geltendes Recht umgesetzt.

Haben wir uns im Zuge dessen, dass wir diesen Weg einschlagen, auch einmal umgesehen, welche anderen Staaten oder Länder diese Strategie bereits verfolgt haben und wie sie sich bewährt hat? Nur mal so gefragt.

Beginnen wir mit einem kurzen Überblick über die derzeitige Strategie New Yorks für sein Stromnetz.

Heute bezieht der Staat etwas mehr als die Hälfte seines Stroms aus fossilen Brennstoffen, fast ausschließlich aus Erdgas, der Rest größtenteils aus Wasserkraft (vor allem von den Niagara Wasserfällen) und Kernenergie. Der CLCPA (California Local Carbon Power Act) sieht vor, dass sich dies rasch ändern muss. Abschnitt 4 des CLCPA (kodifiziert als Public Service Law § 66-p(2) ) schreibt vor, dass der Staat bis 2030 „70 Prozent der landesweiten Stromerzeugung“ aus „erneuerbaren Energiesystemen“ gewinnen und bis 2040 „das landesweite Stromnetz emissionsfrei sein“ soll.

Diese Vorgaben werden von staatlichen Behörden, insbesondere dem Umweltministerium (Department of Environmental Conservation, DEC), umgesetzt. Wer in New York ein neues Kraftwerk bauen oder ein größeres Investitionsprojekt an einem bestehenden Kraftwerk durchführen möchte (z. B. die Modernisierung eines Gaskraftwerks mit modernster Kombikraftwerkstechnologie), benötigt eine Genehmigung des DEC. Abschnitt 7 des CLCPA (Consumer Low-Cost Protection Act ) gibt dem DEC (und anderen Behörden) folgende Richtlinien für die Genehmigungserteilung vor:

Alle staatlichen Behörden müssen prüfen, ob solche Entscheidungen mit der Erreichung der landesweiten Treibhausgasemissionsgrenzwerte unvereinbar sind oder diese beeinträchtigen.

Im Jahr 2021 beantragten die Besitzer der zwei in die Jahre gekommene Gaskraftwerke – das Kraftwerk Astoria in Queens und das Kraftwerk Danskammer am Hudson River in Orange County – beim Umweltministerium (DEC) die Genehmigung zur Umrüstung auf die neueste Erdgastechnologie. Das DEC lehnte die Anträge unter Berufung auf den Clean Light Consumer Protection Act (CLCPA) ab. ( Politico, 27. Oktober 2021 )

Die Regierung von Gouverneurin Kathy Hochul hat einen wegweisenden Schritt unternommen und die Genehmigungen für zwei Erdgaskraftwerke, die modernisiert werden wollten, unter Berufung auf das Klimaschutzgesetz des Bundesstaates abgelehnt. Das Umweltministerium (Department of Environmental Conservation, DEC) verweigerte die Genehmigungen für das NRG-Kraftwerk in Astoria und das Kraftwerk in Danskammer (Orange County). Beide Kraftwerke wollten auf effizientere Erdgasaggregate umsteigen. Umweltschützer, die sich seit Jahren gegen Projekte im Bereich fossiler Brennstoffe einsetzen, begrüßten die Entscheidungen. „Beide Kraftwerke wären mit New Yorks wegweisendem Klimaschutzgesetz unvereinbar und sind weder gerechtfertigt noch notwendig für die Netzstabilität. Wir müssen auf erneuerbare Energien umsteigen“, schrieb DEC-Kommissar Basil Seggos auf Twitter.

Seitdem hat meines Wissens niemand mehr versucht, das DEC (Department of Environmental Conservation) für ein Projekt zum Bau oder zur Modernisierung eines fossilen Kraftwerks zu gewinnen. Infolgedessen ist der bestehende Kraftwerkspark nur noch älter geworden. In seinem Ende 2025 veröffentlichten Bericht „Power Trends“ beschrieb der New York ISO (New York Integrated Power System) den Zustand des alternden Kraftwerksparks New Yorks:

Immer mehr fossil befeuerte Kraftwerke in New York erreichen ein Alter, in dem vergleichbare Anlagen landesweit stillgelegt wurden. New Yorks Kraftwerkspark für fossile Brennstoffe umfasst über 10.000 MW, was etwa 25 % der gesamten Erzeugungskapazität des Bundesstaates entspricht und seit mehr als 50 Jahren in Betrieb ist. Mit zunehmendem Alter dieser Kraftwerke kommt es häufiger und länger zu Stromausfällen. Der steigende Aufwand für die Instandhaltung älterer Anlagen in Verbindung mit den Auswirkungen von Maßnahmen zur Emissionsbegrenzung oder -eliminierung könnte zur Stilllegung alternder Kraftwerke führen, was die sinkende Versorgungssicherheit weiter verschärfen würde.

„Sinkende Zuverlässigkeitsmargen“ ist eine höfliche Umschreibung für „zunehmende Häufigkeit und Dauer von Stromausfällen“.

Da die Wasserkraft bereits ausgebaut ist und neue Kernkraftwerke noch Jahrzehnte bis zur Inbetriebnahme benötigen, bleiben Wind- und Solarenergie die Hauptoptionen für die zukünftige Stromversorgung New Yorks. Im Falle der Windkraft sah New Yorks Großprojekt ein weitläufiges Netz von rund 9 GW Leistung aus riesigen Windkraftanlagen vor der Küste von Long Island vor. Dieses Vorhaben wurde jedoch von der Trump-Regierung fast vollständig zunichtegemacht. Somit bleibt uns nur noch die Solarenergie. Die wenig zielführende, aber letztlich wirkungslose Behörde NYSERDA (New York State Energy Research & Development Agency) äußert sich wie folgt zur Solarenergie in New York für Anfang 2026 :

In New York State wurden bereits Solaranlagen mit einer Leistung von über sechs Gigawatt (GW) installiert – genug, um eine Million Haushalte und Unternehmen mit Strom zu versorgen. Diese leistungsstarke Solarenergieinfrastruktur ermöglicht ein stabiles Stromnetz, das lokale Arbeitsplätze, gesündere Gemeinden und den Zugang zu erneuerbarer Energie für mehr New Yorker sichert. Bis 2030 werden in New York voraussichtlich mehr als 10 GW dezentrale Solarenergie installiert sein.

Wenn wir Glück haben, werden wir im Jahr 2030 also über dieselbe Flotte von Gaskraftwerken verfügen, die allerdings vier Jahre älter sein werden als heute und, wie NYISO sagt, „häufigere und längere Ausfälle erleben werden“; dazu kommen etwa 10 GW Solarkapazität, um etwa 20 GW durchschnittlichen Bedarf und etwa 35 GW Spitzenbedarf zu decken, der typischerweise abends nach Sonnenuntergang auftritt.

Hat schon ein anderer Staat oder ein anderes Land versucht, dieselbe Strategie zu verfolgen? Einige große Länder wie Deutschland und Großbritannien haben diesen Weg bereits eingeschlagen. Wenn es aber darum geht, die thermischen Kraftwerke veralten zu lassen und gleichzeitig Solarenergie als Alternative zu nutzen, ist Kuba die treffendste Analogie, die mir einfällt.

Kuba verfügt über eine thermische (fossile) Stromerzeugungskapazität von rund 4000 MW, wobei fast alle Kraftwerke mit Öl und nicht mit Erdgas betrieben werden. Die Kraftwerke wurden fast alle zwischen den 1960er und 1980er Jahren – also in der Sowjetzeit – errichtet und sind daher zwischen knapp 40 und über 60 Jahre alt. Die Spitzenlast liegt bei etwa 3250 MW, sodass man meinen könnte, dass die Kapazität von 4000 MW ausreichend wäre. Doch die Kraftwerke sind alt und unzuverlässig und fallen häufig wegen längerer Wartungs- und Reparaturarbeiten aus.

Hier ein Bericht von Ciber Cuba über die aktuelle Lage des kubanischen Stromnetzes.

Die Überschrift lautet: „Die Energiekrise in Kuba verschärft sich: Fast 2.000 MW Defizit in Spitzenzeiten.“ Auszug:

Kuba steht am Dienstag vor einem der kritischsten Tage seiner ohnehin schon verheerenden Stromkrise. Laut dem offiziellen Bericht des Elektrizitätsverbandes (UNE) wird in den nächtlichen Spitzenzeiten ein Defizit von 1.960 MW erwartet . Dem Bericht zufolge standen heute Morgen um 6:00 Uhr im nationalen Stromnetz (SEN) lediglich 1.250 MW zur Verfügung, während der Bedarf bei 2.884 MW lag. Bereits seit den frühen Morgenstunden waren 1.649 MW betroffen. Die Lage dürfte sich mit Einbruch der Dunkelheit weiter verschärfen. Die UNE schätzt das Angebot auf 1.290 MW bei einem Spitzenbedarf von 3.250 MW. Dies führt zu einem Defizit von 1.960 MW und prognostizierten Auswirkungen von 1.990 MW in den Spitzenzeiten, was bedeutet, dass fast zwei Drittel des Landes ohne Strom sein werden.

Im Grunde genommen befinden sich also jederzeit zwei Drittel des Landes in einem erzwungenen Stromausfall. Die jüngsten Treibstoffengpässe infolge des im Januar begonnenen US-Embargos tragen zweifellos zur Krise bei. Ciber Cuba weist jedoch darauf hin, dass ein ebenso großes Problem darin besteht, dass viele der veralteten Kraftwerke außer Betrieb sind.

Die kumulierten Ausfälle erklären teilweise den Zusammenbruch. Die Blöcke zwei und drei des Wärmekraftwerks Ernesto Guevara de la Serna, Block zwei des Wärmekraftwerks Lidio Ramón Pérez und Block fünf des Wärmekraftwerks Antonio Maceo sind außer Betrieb, während vier weitere Blöcke in den Kraftwerken Mariel, Renté und Nuevitas gewartet werden.

Mehr Öl hätte diese Stromausfälle nicht beheben können. Und die Stromversorgungslage in Kuba war letztes Jahr fast genauso schlimm, bevor die Treibstofflieferungen aus Venezuela unterbrochen wurden. Hier ein Bericht von Al-Jazeera vom September 2025:

Erneut ist es in Kuba zu einem vollständigen Stromausfall gekommen – der jüngste in einer Reihe von Netzausfällen, die die Zehn-Millionen-Insel im vergangenen Jahr erschüttert haben. Der inselweite Ausfall, der am Mittwoch kurz nach 9 Uhr Ortszeit auftrat, steht vermutlich im Zusammenhang mit einer Störung in einem der größten Wärmekraftwerke Kubas, teilte das Ministerium für Energie und Bergbau mit.

Aber verfügt Kuba nicht über zahlreiche Solarparks? Ich dachte, NYSERDA formuliert es so: „ Eine robuste Solarenergieinfrastruktur ermöglicht ein widerstandsfähiges Stromnetz, das lokale Arbeitsplätze, gesündere Gemeinden und den Zugang zu erneuerbarer Energie fördert.“ Warum also nicht einfach die Solaranlagen ausbauen, um die Versorgungslücken zu schließen, wenn die fossilen Kraftwerke ausfallen? (Aus dem Artikel von Ciber Cuba)

Die 54 installierten Photovoltaik-Solarparks erzeugten am ganzen Montag 3.822 MWh, mit einer maximalen Leistung von 490 MW während der Tagesstunden; diese Solarparks decken jedoch nicht das Defizit in der Nacht ab, wenn die Nachfrage ihren Höhepunkt erreicht.

Sie meinen, dass die gesamte Solarenergieerzeugung, die Kuba aufgebaut hat, nachts kein Licht liefert? Wer hätte das gedacht?

Wenn wir unsere derzeitige Energiepolitik lange genug fortsetzen, können wir auch an den Punkt gelangen, an dem unsere thermischen Kraftwerke (mit fossilen Brennstoffen betrieben) zu alt sind, um zuverlässig gewartet zu werden. Und dann können wir, wenn wir Glück haben, hoffen, das Energieparadies zu erreichen, das in Kuba bereits Realität geworden ist.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/14/new-york-following-cubas-strategy-for-powering-the-electrical-grid/

 

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Das THE-Paradigma scheitert bereits an der Ortstemperatur

02. Juni 2026 um 09:00

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von Uli Weber

Anscheinend war in meinem letzten Artikel die Konsequenz aus der Gleichsetzung der Strahlungsflüsse (ΦSonne = ΦErde) durch die Klimakirche bei den Treibhausvertretern nicht so richtig angekommen, deshalb noch einmal mit mehr Details:

Das THE-Paradigma: Der auf der Erde einfallende solare HF-Strahlungsfluss (ΦS) wird mit dem abgestrahlten IR-Strahlungsfluss der Erde (ΦE) gleichgesetzt:

HF-Strahlungsfluss Φ(Sonne) = IR-Strahlungsfluss Φ(Erde)

Die weitere Treibhaus-Rechnung der Klimakirche geht dann so:

PI x RE^2 x So = 4 x PI x RE^2 x SE

mit PI=Kreiszahl, RE=Erdradius, So=Solarkonstante und SE=spez. Abstrahlung der Erde

SE = So / 4 = 1.367 W/m^2 / 4 = 341,75 W/m^2

Nach dieser eigenartigen Gleichsetzung der Strahlungsflüsse eines selbststrahlenden Zentralgestirns und eines einseitig bestrahlten und rotierenden Planeten beträgt die globalisierte spezifische Einstrahlung auf der gesamten Tag&Nacht-Erde also 342 W/m^2. Unter Abzug des Albedoanteils von 30 Prozent ergibt sich dann eine spezifische Abstrahlungsleistung der Erde von 239 W/m^2, und zwar ebenfalls global, also am Polartag, in der Polarnacht – und auch überall sonst. Eine rein mathematische Stefan-Boltzmann-Inversion dieses globalisierten Durchschnittswertes ergibt physikalisch allerdings keinerlei Sinn, weil diese Globalerleuchtung halt nicht zeitgleich erfolgt. Wer sich’s nicht vorstellen kann, sollte einfach mal den unlösbaren Schulz’schen-Fußballversuch (Werner – nicht der World Cup Willi) durchführen und mit einer einzigen Taschenlampe einen ganzen Fußball beleuchten. Und weil das nun mal zeitgleich nicht funktioniert, errechnet man dann für unsere halbseitig bestrahlte Erde rein mathematisch eine unphysikalische „natürliche Globaltemperatur“ von (-18°C) für deren gesamte Oberfläche, also auch wieder für den Polartag, die Polarnacht und auch überall sonst …

Da fragt man sich natürlich, wo denn in dieser physikalisch lückenhaften Betrachtung eigentlich die individuelle örtliche Temperaturgenese vorkommt. Denn ganz offensichtlich hat man bei der beschriebenen Gleichsetzung der Strahlungsflüsse „ganz zufällig“ den Wechsel von Tag und Nacht und damit den ausschließlichen Kontakt von Sonnenlicht und Materie auf der Tagseite unserer Erde „vergessen“:

Fragen wir also mal die KI der GOOGLE-Suchmaschine: „Wie wird in General Circulation Models die Ortstemperatur berechnet?

>>> Übersicht mit KI: In General Circulation Models (GCMs) wird die Ortstemperatur – meist als bodennahe Lufttemperatur in 2 Metern Höhe – durch die Lösung komplexer physikalischer Gleichungen auf einem dreidimensionalen Gitter berechnet, das die Erde überzieht.

Die Berechnung basiert auf fundamentalen Prinzipien:

  • Grundgleichungen: GCMs basieren auf den physikalischen Grundgesetzen der Thermodynamik, der Impulserhaltung, der Massenerhaltung und der Energieerhaltung.
  • Numerische Berechnung: Die Atmosphäre wird in Gitterzellen unterteilt (horizontal und vertikal). Für jede Zelle berechnet das Modell zeitlich fortschreitend die Temperaturänderungen basierend auf ein- und ausgehender Strahlung, Wärmetransport und Feuchtigkeit.
  • Wärmehaushalt: Die Temperatur wird maßgeblich durch die Strahlungsbilanz bestimmt. Hierbei werden die Absorption von Sonnenstrahlung und die Emission langwelliger Wärmestrahlung berechnet.
  • Kopplung der Komponenten: Moderne GCMs (Erdsystemmodelle) berechnen die Temperatur nicht nur in der Atmosphäre, sondern simulieren auch die Wechselwirkungen mit Ozeanen, Landoberflächen, Eisflächen und der Biosphäre, um die Temperaturverteilung präzise zu bestimmen.
  • Prozessparametrisierung: Kleinräumige Prozesse, die nicht direkt im Gitter aufgelöst werden können (z.B. Wolkenbildung, Niederschlag), werden durch physikalische Parametrisierungen angenähert, die ebenfalls in die Energiebilanz und somit in die Temperatur einfließen.

Die berechnete 2m-Temperatur ist dabei einer der wichtigsten Klimaparameter, der unmittelbar auf Änderungen im Strahlungsantrieb (z.B. durch Treibhausgase) reagiert. <<<

Also, die GOOGLE-KI behauptet, die Ortstemperatur würde maßgeblich durch die Strahlungsbilanz bestimmt werden und ändert sich unmittelbar auf Änderungen des Strahlungsantriebs. Vom FAR (1. Sachstandsbericht des IPCC) über SAR und TAR zum AR4 (4. Sachstandsbericht) hatte sich die horizontale Ausdehnung der Gitterzellen von GCMs von etwa 500 Kilometern auf etwa 110 Kilometer verringert:

Abbildung 1: Entwicklung der GCM-Gitterzellen vom 1. bis zum 4. IPCC Sachstandsbericht

Quelle Wikipedia (dortiger Lizenzhinweis: Verändert nach IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, Figure 1.4)

Diese Abbildung verdeutlicht, wie eindrucksvoll sich durch den Anstieg der digitalen Rechenleistung in den knapp zwei Jahrzehnten zwischen 1990 und 2007 die geografische Auflösung der Klimamodelle entwickelt hatte. Hier sei auf den freundlichen Herrn Nyquist verwiesen, dessen Abtasttheorem besagt, dass die Datendichte mindestens doppelt so hoch sein muss wie die Frequenz des höchsten daraus darstellbaren Signals. Also spiegelt die Entwicklung der GCMs zunächst einmal eine deutliche Detaillierung und Verbesserung der räumlichen Auflösung wider. Wenn wir Nyquist jetzt aber einmal umkehren, dann besteht durch eine solche verbesserte Auflösung gleichzeitig die Gefahr, dass dabei typische großräumige jahreszeitliche Klimamuster im hoch aufgelösten kleinräumigen Wettergeschehen untergehen – und die Lebensdauer von Wettervorhersagen ist ja allseits bekannt…

Die Minimierung der GCM-Gitterzellen ist also der falsche Weg für eine Glaskugelcomputerweis­sagung des Klimas für das Jahr 2100. Hier sollte man wohl eher auf die WMO-Definition von Klima zurückgehen und großräumige jahreszeitliche Klimamuster und deren Veränderung betrachten.

Die theoretische Basis für die solare Einstrahlung auf der Erde und damit der grundlegenden Parameter für die Berechnung der Ortstemperatur hatte mit dem gestiegenen Detaillierungsgrad der GCMs nicht mithalten können. In einer wissenschaftlichen Veröffentlichung hatte Wild (2005) die Strahlungsbilanzen von zwanzig allgemeinen Zirkulationsmodellen (GCMs) analysiert. Der Mittelwert dieser 20 GCMs ergibt 162 Watt pro Quadratmeter für den an der Erdoberfläche absorbierten Anteil der kurzwelligen Solarstrahlung und 74 Watt pro Quadratmeter für den in der Atmosphäre absorbierten Anteil. Insgesamt werden somit 236 Watt pro Quadratmeter der kurzwelligen Solarstrahlung zwischen der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) und der Erdoberfläche absorbiert. Dieser Mittelwert belegt, dass selbst in allgemeinen Zirkulationsmodellen die Vierteilung der Solarkonstante, wie sie im Rahmen des GHE-Paradigmas definiert wird, in die Berechnung von aktuellen Klimamodellen eingeht. Die GCMs bewegen sich also schon einmal primär im minus18°C-Universum des THE-Paradigmas. Das eigentliche Problem in der computergestützten Hexenküche ist halt nur, wie man aus diesem minus18°C-Universum dann die tatsächlich gemessene Ortstemperatur simulieren kann. Denn am Ende sollte aus der globalisierten terrestrischen Netto-Strahlungsbilanz ja durch eine Mittelung der Ortstemperaturen die allseits bekannten und berüchtigten 390 W/m^2 als durchschnittliche spezifische Abstrahlungsleistung der sogenannten „globalen Durchschnitts­temperatur“ von 15°C entstehen. Schließlich muss also bei der Durchschnittsbildung über alle GCMs am Ende auch irgendwie die um 33 Kelvin höhere sogenannte „globale Durchschnitts­temperatur“ von 15 °C herauskommen. Diese Differenz von etwa 150 W/m^2 muss sich in den Computer­simulationen also zwangsläufig aus Wechselwirkungen und dem Einfluss sogenannter „Klimagase“ ergeben; im Wesentlichen sind das Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Methan, unterstützt von weniger häufigen weiteren IR-aktiven Moleküle, aber:

Weder Wechselwirkungen noch „Klimagase“ können Energie erzeugen (1. HS der Thermo­dynamik), auch wenn das IPCC solche Angaben für seine Emissionsszenarien veröffentlicht:

Abbildung 2: Die drei verbliebenen RCPs – Quelle: EIKE-Artikel Ding Dong, RCP8.5 ist tot! (verändert)

Die einzelnen RCPs werden durch sogenannte Emissionspfade beschrieben, die bis zum Jahr 2100 in der jeweils angegebenen Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Globaltemperatur vom Ende der kleinen Eiszeit (1850) computersimuliert vermutet werden. Den Strahlungsantrieb für den jeweiligen Emissionspfad hat das IPCC vorgegeben – wie’s experimentell nachgewiesen wurde, steht da leider nicht. Weil aber Energie nun mal nicht erzeugt werden kann (1.HS), muss sie ja schließlich irgendwo hergenommen worden sein, möglicherweise aus unserem CO2-Steueraufkommen bis zum Jahr 2100, das wiederum auf der Unkenntnis des 2. HS der Thermodynamik aufgebaut ist.

Jedenfalls heizt der vermutete Strahlungsantrieb der anthrofossilen Emissionspfade als „Anthropogen Global Warming“ (AGW) dem vermuteten Treibhauseffekt mächtig ein und treibt ihn computersimuliert in selbstverbrennende Höhen. Dieser sogenannte THE ist nun also, zusammen mit seinem schnellwüchsigen kleinen Bruder AGW, über die Berechnungen von Wechselwirkungen und den Einfluss sogenannter „Klimagase“, insbesondere CO2, völlig unsichtbar in allen Klimamodellen enthalten. Denn irgendwo muss die fehlende Differenz von etwa 150 W/m^2 zwischen Theorie und Praxis ja schließlich herkommen.

Die mit einer physikalisch unsinnigen globalen Stefan-Boltzmann-Inversion erzeugte Lücke von etwa 150 W/m^2 zwischen Theorie und Praxis wird also durch ein unbewiesenes Phänomen namens „natürlicher atmosphärischer Treibhauseffekt“ geschlossen, das sich dem experimentellen Nachweis dauerhaft zu entziehen versteht, und mit dem wir deshalb auch nicht heizen können.

Diese computergestützten Zeugen des klimareligiösen Fegefeuers hängen aufgrund der mathematisch bedingten solaren Faktor4-Schwäche voll am Tropf von unbewiesenen CO2-Algorhythmen und können von Jedermann:In sofort verstanden werden, solange er*sie*es* sich bisher erfolgreich von der Physik ferngehalten hatte. Und als Indikator für das Fortschreiten der menschengemachten Klimakatastrophe spielt nun die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“ als Fieberkurve unserer Erde eine entscheidende Rolle in der apokalyptischen Erzählung der Klimakirche.

Bis zur Missionierung durch die Klimakirche war die global gemessene Durchschnittstemperatur eineinhalb Jahrhunderte lang nämlich lediglich eine neutrale wissenschaftliche Kenngröße für unseren Planeten Erde – und wird bis heute in der Astronomie für die Steckbriefe der Planeten genutzt. Innerhalb des betrachteten Zeitraums, also seit Beginn der Industrialisierung, hat sich unsere Erde eigentlich überhaupt nicht erwärmt:

1850: Professor Dr. Anders Levermann hatte am 28.11.2018 vor dem BT-Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die sogenannte vorindustrielle Durchschnitts­temperatur mit „15 Grad“ angegeben.

1906: Svante Arrhenius hat in seiner Veröffentlichung „Die vermutliche Ursache der Klimaschwankungen“ die gemessene Globaltemperatur mit 15°C angegeben.

1941: Milutin Milanković gibt in seinem Werk „Kanon der Erdbestrahlung und seine Anwendung auf das Eiszeitproblem“ die globale Durchschnittstemperatur mit 15°C an.

2016: Rahmstorf kritisiert 2018 auf SciLogs die von der NOAA (2016) veröffentlichte Globaltemperatur von 14,93 °C.

2025: GOOGLE-KI gibt die gemessene Globaltemperatur am 02.08.2025 mit 15 °C an.

Aber der Mensch ist ja erfindungsreich, insbesondere wenn es um Religion oder Krieg geht – oder gar um beides, also beispielsweise den religiösen Klimakrieg. Damit es nämlich in Zukunft wärmer werden kann, muss der Basiswert von 1850 lediglich immer kälter werden.

Also schaunmermal: Die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“ setzt sich aus global mehr oder viel weniger dicht verteilten Einzelmessungen zusammen. Die Google-Suchmaschine wirft dazu den folgenden (wegen Cookies) nicht genutzten Link aus:

Meteoblue (https://content.meteoblue.com › messungen › temperatur)

Laut Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) gibt es aktuell über 14’000 aktive Wetterstationen, welche täglich aktualisiert werden …“

Die übrigen Angaben im Internet schwanken von derzeit mehr als 2.800 Monatsmitteltemperaturen von weltweiten Wetterstationen bis hin zu aktuellen Wetterdaten von mehr als 29.000 Wetterstationen rund um den Globus.

Exkurs: So, und um jetzt schon mal dem Geschrei über die „verbotene Durchschnittsbildung“ vorzubeugen, stellen wir mal eine Betrachtung an. Aus einem Durchschnittswert kann lediglich eine Charakterisierung der jeweiligen Gesamtheit abgeleitet werden. Und das ist die gemessene globale Durchschnittstemperatur als planetare Kennzahl ja einstmals auch gewesen. Wenn wir beispielsweise den Durchschnitt aller Körpergrößen der gesamten Weltbevölkerung ermittelt hätten, dann können wir für jedes einzelne Individuum zwar die Aussagen „größer“, „kleiner“ oder „gleich“ treffen. Aber dieser Durchschnittswert selbst ermöglicht höchstens eine generelle Aussage über die Körpergröße der Spezies Mensch als „Mittelwert in den Grenzen von X bis Y“. Auf das Klima angewandt könnte man also in einer globalen Kartendarstellung immerhin Temperaturbereiche „größer“, „kleiner“ und „gleich“ oder gar +/- Grad Celsius gegenüber der sogenannten „gemessenen globalen Durchschnitts­temperatur“ kennzeichnen – aber nicht einmal zu einer solchen Darstellung ist die Klimawissenschaft willens oder in der Lage.

Stattdessen wurde aus einer simplen planetaren Kennzahl, der Durchschnittstemperatur des Planeten Erde, ein globales Wir-werden-alle-sterben-Horrorszenario zurechtgezimmert, inklusive einer CO2-Ablaßsteuer für die Nutzung der für uns lebensnotwendigen frei verfügbaren Energie.

Schaunmeralsomal und machen uns eine solche Karte einfach mal selber:

Abbildung 3: Karte der durchschnittlichen Jahrestemperatur 2002 als Differenz zur Globaltemperatur von 15 °C (schwarz) – Bearbeitung Uli Weber – Lizenz: CC BY-SA 3.0

Original: Annual Average Temperature Map by Robert A. Rohde for Global Warming Art

Quelle: Wikimedia Commons – Licence: CC BY-SA 3.0

Die 15°C-Linie (schwarz) musste durch Verbreiterung des Farbspektrums für den Wert von 15°C überhaupt erst einmal sichtbar gemacht werden. Im Ergebnis unduliert dieser dünne Streifen knapp vor dem Wechsel von rot auf gelb, geografisch etwa bei 40° Nord und Süd, rund um die Erde. Süd- und Mittelamerika, Afrika, Indien Südostasien, Ozeanien und Australien liegen im Jahresmittel über 15 °C, die Gebiete zwischen ca. 40° geografischer Breite und den Polen darunter. Dieser entwarnende Umstand macht auch deutlich, warum eine solche Grafik bisher nirgendwo aufgefunden werden konnte. Denn mit Ausnahme von Australien liegen die verzweifelten Protagonisten des Klimawahns alle unterhalb der globalen Mitteltemperatur. Und nur ein verschwindend geringer Anteil der Weltbevölkerung lebt in dem sichtbar gemachten Streifen mit einer jährlichen Durchschnitts­temperatur von 15°C – und auch der noch nicht mal wirklich, weil die tatsächlichen Temperaturen im Wechsel der Jahreszeiten lediglich um diesen jährlichen Durchschnitt herum schwanken. Die große Masse der Weltbevölkerung lebt seit Generationen entweder bei wesentlich höheren Durchschnitts­temperaturen bis zu etwa 30 °C und hat trotzdem überlebt und sich weiterentwickelt, oder sie lebt bei niedrigeren Temperaturen und hat deshalb beim fegefeuer­relevanten globalen Temperatur­anstieg von 1,5 Kelvin deutlich mehr Spielraum nach oben als das klimafanatisch behauptet wird.

Schaunmeralsoweiter: Die hemisphärische Temperaturgenese ist im THE-Paradigma völlig untergegangen und man hat die sogenannte „globale Durchschnittstemperatur“ der Altvorderen missbraucht, um damit den menschengemachten Klimawahn zu unterfüttern. Der Trick mit der sogenannten „globalen Durchschnittstemperatur“ bietet nämlich die elegante Möglichkeit, auf eine globale Betrachtung überzugehen, weil für den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von global 33 Kelvin keinerlei lokale Verteilung für unsere Erde existiert. Damit wird dann die ortsunabhängig gemachte Argumentation auf die fossilen Energieträger gelenkt, deren Nutzung ja eigentlich unseren Lebensstandard begründet und uns von den Erschwernissen der vorindustriellen Zeit trennt. Die scheinbare globale Fieberkurve unserer Erde koppelt somit das individuelle persönliche Gedächtnis über den örtlichen Temperaturverlauf von einem vorgeblich globalen Geschehen ab. Ausgehend von der vorstehenden Abbildung kann man auch sagen, die Klimareligion kehrt sowohl die Flächenverhältnisse als auch die Betroffenheit um. Denn die Mehrheit des Globalen Südens lebt schon längst unter Bedingungen, die uns in der Selbstverbrennungs-Klimabibel als CO2-beheiztes Fegefeuer beschrieben werden, während die Industrienationen in Klimahysterie verfallen, obwohl ihnen viel mehr Spielraum nach oben gegeben ist, als die Klimawahrsager behaupten. Gleichzeitig wird dann auch noch der individuelle Abgleich mit den gemessenen örtlichen Temperaturkurven erschwert, denn Durchschnittswerte werden meist nur noch als Differenzen zwischen dem aktuellen 30-Jahre Intervall und einem Referenzintervall angegeben, damit die vorstehend beschriebenen tatsächlichen örtlichen Bezüge rückblickend auch wirklich nicht mehr hergestellt werden können.

Und wenn nun die Durchschnittstemperatur im Referenzintervall gesenkt wird, vergrößert sich der aktuelle Temperaturanstieg. Klimamissionarisch vorteilhaft wäre es zudem, wenn man die Temperaturdifferenz am Ende des aktuellen Zeitintervalls zusätzlich auch noch erhöhen könnte.

Die Vorstellungen der missionarischen Klimawandler gehen seit Jahren bereits so weit, die aktuellen 30-jährigen Betrachtungsintervalle jeweils zur Hälfte mit Modelltemperaturen „befüllen“ zu wollen, um den digitalkugelgeweissagten Temperaturanstieg medial noch anschaulicher darstellen zu können. Inwieweit ein solches Vorgehen in den Klimawissenschaften vielleicht bereits gängige Praxis sein könnte, entzieht sich allerdings der Kenntnis des Autors.

 

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Die Eisheiligen: der DWD und die Realität

02. Juni 2026 um 06:00

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Joseph Kowatsch, Matthias Baritz

In diesem Kurz-Artikel vom 9. Mai wollen wir uns noch einmal die Aussagen/Behauptungen des DWD bzgl. der Eisheiligen genauer betrachten.

In dem DWD-Artikel von Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm gibt es mehrere Stellen, die diskussionswürdig bzw. nachweislich falsch sind. Die Hauptaussage darin ist: ….Tatsächlich scheinen die Eisheiligen als meteorologische Singularität also eher ein Mythos zu sein, der auf regionalen Sondererfahrungen aus dem Mittelalter fußt und keinesfalls Allgemeingültigkeit besitzt…. 

Und insgesamt soll textlich der Eindruck erweckt werden, dass es: 1) die Eisheiligen in der Monatsmitte Mai überhaupt nicht gibt, sondern kalte Tage streuen quer durch den Monat. Und 2) wegen der Klimaerwärmung sei es allgemein wärmer geworden.

Der DWD-Artikel bezieht sich dafür auf die Auswertung einer einzigen DWD Station, Frankfurt/Main. mit nur einem Kriterium von Tmin < 3 °C! Und das bei Fr/M. Diese Wetterstation befindet sich am Flughafen zwischen den vielen Landbahnen und der über 10-spurigen Autobahn in unmittelbarer Nähe. Eine ausgesprochene Wärmeinselwetterstation, die mit dem Flughafen- und Straßenausbau in den letzten Jahrzehnten eine starke anthropogene Zusatzwärme erhalten hat.

Unsere Auswertungen hingegen beziehen sich auf knapp 500 DWD Stationen Deutschlands mit digital verfügbaren Daten. Und diese zeigen seit 1988 ein ganz anders Bild:

Abb 1: Die Tiefsttemperaturen der Eisheiligen haben eine stark fallende Temperaturtrendgerade in den letzten knapp 40 Jahren

Abb. 2: Kaltlufteinbruch in der Mitte des Monats Mai mit Bodenfrösten. Dies entspricht genau der Definition der Eisheiligen.

Zu beachten ist auch, die Tmin des DWD werden in 2 m Höhe gemessen, am Boden in 5 cm Höhe kann es durchaus drei bis vier Grad kälter sein.

Die Bodenfröste kann man sich bei MT-Wetter veranschaulichen lassen:

Abb. 3: An genau 160 (von knapp 460) DWD-Stationen hatten wir am 15.05.2026 Bodenfrösten Tmin in 5 cm Höhe < 0 °C! Quelle: https://www.mtwetter.de/

Dieses Jahr hat die Bauernregel „Pflanze nie vor der Kalten Sophie“ ihre Gültigkeit und ist kein Mythos! Hätte sich ein landwirtschaftlicher Betrieb auf diesen Mythos des DWD verlassen und seine wärmeliebenden Pflanzen (Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen, Gurken, Zucchini, Kürbis, Melonen…) schon ausgesetzt, wäre diese Ernte wahrscheinlich verloren gewesen.

Wahrscheinlichkeiten hat der Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm natürlich auch in seinen Begründungen:

Ein grundlegendes Problem ergibt sich schon alleine aus der Tatsache, dass sich die Namenstage auf den julianischen Kalender beziehen. Im Zuge der gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 müsste man die Regel eigentlich eine gute Woche später anwenden…… Betrachtet man die letzten 50 Jahre und setzt als Kriterium für Eisheilige eine Tiefsttemperatur von höchstens 3 °C an, dann trafen sie im Schnitt nur in einem Drittel der Fälle zu, was sehr wenig ist für einen Witterungsregelfall. Das Weihnachtstauwetter zum Beispiel tritt in mehr als zwei Drittel der Fälle ein.

Das Weihnachtstauwetter müsste nach diesen Aussagen eigentlich (wegen der Kalenderreform) ebenfalls eine gute Woche später sein. Tut es aber nicht. Ganz im Gegenteil tritt es mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr al 2/3 (~ 0,7) als meteorologische Singularität gut eine Woche zu früh auf !

Richtigstellung der DWD-Argumentation mit dem Beispiel Frankfurt: Die Eisheiligen wurden kälter, auch bei der Wärmeinsel Frankfurter Flughafen.

Abb. 4. Man beachte die Minusvorzeichen bei allen drei Tagesläufen. Die fünf Eisheiligentage vom 11. bis 15. Mai wurden kälter, auch am Frankfurter Flughafen und nachts ist die Abkühlung etwas stärker

Warum der DWD ausgerechnet die DWD Station Frankfurt genommen hat, lässt sich nur erahnen. Vergleiche mit Frankfurt und Düsseldorf liefern erste Erklärungen:

Abb. 5a: Frankfurt nur leicht fallende Temperaturtrendlinie, Düsseldorf stark fallend

Abb. 5b: Auch ländliche Stationen, hier Deuselbach, haben viel stärker fallende Temperaturtrendgeraden als die von Frankfurt.

Man sollte solche Aussagen des DWD mit Vorsicht genießen. Der DWD ist eine Regierungsbehörde, seine Verlautbarungen müssen die menschengemachte CO2-Klimaerwärmung bestätigen. Verlässt man sich auf diese, ist man mit ‘hoher Wahrscheinlichkeit‘ selbst verlassen. Zwar hat der DWD in einem späteren Artikel den Kaltlufteinbruch mit Bodenfrösten bestätigt, für landwirtschaftliche Betriebe, die dem Mythos folgten, aber leider zu spät. Die Bauernregel der Eisheiligen …Alte Gärtnerregeln raten dazu, kälteempfindliche Gemüse und Sommerblumen erst nach diesen Tagen ins Freie zu pflanzen, um sie vor Frostschäden zu bewahren… sollte also weiterhin gelten.

Wir hoffen, dass sich der DWD endlich im nächsten Jahr getraut, die Wahrheit über die Eisheiligen zu schreiben, nämlich dass diese in Deutschland seit 40 Jahren kälter werden.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

Der Beitrag Die Eisheiligen: der DWD und die Realität erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Physiologie der Grundlagen des Lebens, Photosynthese und Atmungskette

01. Juni 2026 um 16:00

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von Dr. Holger Stienen

Vor ca. 20 Jahren versuchte der Weltklimarat (IPCC) die These durchzusetzen, dass Kohlendioxid ein Maßgebliches „Klimagas“ sei und zum „Treibhauseffekt“ entscheidend beitrage und somit das Leben auf der Erde bedrohe, weil es zur Erwärmung und folgenden Überhitzung unseres Planeten beitrüge. Dieser Narrativ hat besonders im EU- Europa und namentlich in Deutschland verfangen und zu grotesken Protestformen und politisch absurden Entscheidungen beigetragen, so etwa der Zerstörung von Natur und Landschaft durch Industriewindanlagen, Solargroßflächenkraftwerke, Flächen fressende Umspannwerke und Stromtrassen neuer Dimensionen in der deutschen Kulturlandschaft, nur um den CO²- Ausstoß zu verringern. Lag die Konzentration vor ca. 150 Jahren in der Atmosphäre bei knapp 300 ppm (Millionstel Teil der Gesamtgase in der Luft), so liegt er heut bei ca. 400 ppm. In der Erdgeschichte unterlag die Konzentration von CO² starken Schwankungen. Die höchste zum Ende der Kreidezeit mit ca. 8000 ppm. Zu dieser Zeit war die Erde in weiten Teilen klimatisch subtropisch, jedoch weder extrem überhitzt, noch in weiten Teilen Wüste.

Die Evolution hat zwei biochemische Mechanismen hervorgebracht, die als Grundlage allen Lebens auf der Erde gelten müssen: Die Photosynthese und die Physiologie der Atmung. Beide Prozesse spielen sich auf Zellebene und in entsprechenden Organellen ab, die durch Membranen vom Plasma und anderen Zellstrukturen abgegrenzt sind. Durch diese beiden Prozesse sind auch die wichtigen Atmosphärengase Sauerstoff und Kohlendioxid gebildet worden. Ohne Sauerstoff gäbe es kein Leben auf unserem Planeten, ohne Kohlendioxid kein Pflanzenwachstum, und je mehr Kohlendioxid, desto mehr Wachstum von einzelligen Algen, Gräsern, Blumen und Bäumen. Nur ganz wenige Organismen wie z.B. Schwefelbakterien gewinnen Energie aus anderen Quellen und nicht unmittelbar aus der Sonnenstrahlung. Oder es sind Symbionten bzw. parasitär und zapfen ihre Wirtspflanzen an. Übrigens sind CO2 – Quellen nicht nur die Atmung von Menschen und Tieren oder die Verbrennung fossiler Energieträger sondern auch die Brandkatastrophen in unterirdischen Kohlelagern in früheren Erdzeitaltern und besonders die Ausgasung durch Vulkanismus, womit bereits angedeutet ist, woher Kohlendioxid auf der Erde ursprünglich stammt.

Die Photosynthese

Die Photosynthese findet in allen grünen Pflanzen und Mikroorganismen statt. Bei diesem komplexen Vorgang handelt es sich um die Umwandlung on Lichtenergie (Photonen) in chemische Energie. Die grüne Farbe rührt vom Chlorophyll her, einem Makromolekül, das in verschiedenen Formen vorkommt und Licht im grünen Spektralbereich reflektiert. Innerhalb der Zellen ist Chlorophyll, ein symmetrisches Molekül mit vier Kohlenstoffringen und einem zentralen Magnesiumatom über vier Stickstoffbrücken an die Ringe gekoppelt, in die inneren Membranstapel (Thylakoid- Membransystem) der Chloroplasten eingebunden. Evolutiv waren Chloroplasten ursprünglich Einzeller, erste Lebensformen, die vor über 3 Milliarden Jahren auf der Erde entstanden. Diese vermehrten sich durch Zweiteilung, wie auch heute noch Chlorplasten in der Pflanzenzelle entstehen.

In den höheren Pflanzen finden sich zwei Chlorophylltypen, a und b. Form a absorbiert Sonnenlicht zwischen 430 und 662 Nanometern (nm), Form b zwischen 456 und 642 nm. Beide decken damit die Bereiche violett- blau und orange- rot des Spektralfarbenspektrums ab, welche die höchsten Energieraten aufweisen. Andere Pigmente wie etwa Carotine können nur engere Spektralbereiche erfassen, in diesem Fall nur den Blaubereich. Alle Pigmente sind in der Membran zu „Lichtfallen“ angeordnet. In diesen sind die Moleküle (Antennenpigmente) so angeordnet, dass sie ein Maximum an Licht (Photonen) einsammeln und per induktiver Resonanzübertragung einem zentralen Reaktionszentrum zuleiten, in dem die maximal absorbierte Energiedichte entsteht, die dort in Elektronen umgewandelt wird. Hiervon gibt es zwei Typen P 680 (PSII) und P 700 (PS I). Die Zahlen stehen für ihre Absorptionsmaxima. In den Reaktionszentren findet die Energieübertragung statt. Dort ist das elektronentransportierende Cytochrom (C bd-f- Komplex) ) eingelagert. Sein Eisen- Schwefel- Zentrum (2Fe-2S) bewirkt zusammen mit drei weiteren elektrosensiblen Proteinen die elektroenergetische Übertragung. Diese bewirkt die Spaltung von Wasser aus dem Zelllumen, indem aus zwei Wassermolekülen jeweils vier der eingefangenen Photonen des Sonnenlichts ein 02– Molekül freigesetzt werden und dabei vier positiv geladene Wasserstoffatome (Protonen) erzeugt sowie vier freie Elektronen, die jetzt dem energetische Folgeprozess zur Verfügung stehen (Abbildung 1). An dieser Ladungstrennung beteiligt ist ein Mangan- Calcium- Sauerstoff- Komplexmolekül, also eine weitere metallische Verbindung.

Der Sauerstoff als kleines Molekül entweicht durch die Membranen und schließlich durch die Spaltöffnungen in die Außenluft. Die Protonen aus der Wasserspaltung werden zur energetischen Reduktion von NADP+ (Nikotinsäureamid-adenin-dinukleotid- Phosphat) genutzt. Pro Einzelreaktion werden dabei jeweils auch zwei freie Elektronen verbraucht. NADPH spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau von hochenergetischen Zuckern und Stärke in den Pflanzen (Calvin—Zyklus, in dem C3- Moleküle zu C6- Zuckervorläufermolekülen aufgebaut werden, Abbildung 2) aus denen dann viele weitere organischen Moleküle im Organismus entstehen. Auf dieselbe Art entsteht das Energiespeichermolekül Adenosintriphosphat (ATP) aus Adenosindiphosphat (ADP), das auch bei der Zellatmung entsteht und in fast allen Organismen als Energiespeichermolekül fungiert. Dieses wird ebenfalls im Folgeprozess der Photosynthese als Energietreiber bei der sogenannten Carboxylierung genutzt. Dabei werden drei Moleküle CO2 durch Carboxylase- Enzyme (Rubisco) auf ein Molekül aus fünf Kohlenstoffatomen (Ribulose-1-5- bis- Phosphat) übertragen und in zwei weiteren Folgeschritten das Vorprodukt für C6- Zucker (im sogenannten Calvin- Zyklus – Abbildung 2) erzeugt. Dieser Prozess läuft umso schneller ab, je höher der Partialdruck von CO2 in der Atmosphäre ist, also je mehr Kohlendioxidmoleküle sich in der Außenluft befinden. Das rührt daher, dass Carboxylasen sogenannte induzierbare Enzyme sind, die vermehrt werden, sobald der CO2 -Anteil in der Luft steigt. Die Formel der sogenannten Lichtreaktion (gebunden an die Thylakoidmembranen im Chloroplasten und nur bei Tageslicht ablaufend)) lautet:

12 H2O + 12 NADP+ +18 ATP + 18 P > 6CO2 + 12 NADPH +12 H + + 18 ATP

Die nachgeschaltete sogenannte Dunkelreaktion erfolgt im Stroma (halbflüssige Grundsubstanz) der Mitochondrien:

6 CO2 + 12 NADPH + 12 H+ + 18 ATP > C6 H12O6 + 12 NADPH+ +18 ADP + 18 P + 6 H2O

Pflanzen, so auch Feldfrüchte, Wälder, Weiden usw. wachsen schneller bei steigendem CO2– Anteil in der Luft. Es gibt auch einige wenige Tiere, in denen Photosynthese auftritt, z.B. einige Schnecken, Seescheiden oder Korallen. In diese sind irgendwann Grün- oder Blaualgen eingedrungen und diese nutzen die Tiere symbiotisch als Wirtsorganismen.

Physiologie der Atmung

Eine Art Umkehrung der Photosynthese ist die Atmung, die Sauerstoff verbraucht und Kohlendioxid und chemische Energie erzeugt. Dieses geschieht in Tieren und Pflanzen. Dabei gewinnt der Körper Energie zum Verbrauch seiner Tätigkeiten aus der Zerlegung von Zuckermolekülen. Bei Tieren müssen energiereiche Bestandteile über die Nahrung aufgenommen werden um dann physiologisch- energetisch genutzt werden zu können. Sehen wir uns die dem zugrunde legende Biochemie in den wichtigsten Schritten an.

Die Zellatmung ist ein komplexer Prozess dem verschiedene Prozesse des Abbaus organischer Moleküle wie Fette, Eiweiße, komplexe Kohlehydrate usw. vorangehen. Entscheidend zur Energiegewinnung und der Dekarboxilierung (Freisetzung von CO2 ) ist jener finale der sogenannten Atmungskette in den Mitochondrien, einer zentralen Zellorganelle mit Außen- und Innenmembranen in denen die Energieüberträger wie die aus der Fotosynthese bekannten Moleküle NADH und FADH2 (Carrier) und Enzyme etwa zur Dekarboxilierung eingebunden sind. Über diese läuft ähnlich wie bei der Photosynthese die sogenannte Elektronentransportkette. Dort ist auch das Kanalprotein ATP- Synthetase eingebunden. Die gewonnenen Protonen werden in diesen Kanal getrieben. In einem Rotationsprozess wird die Energie genutzt, um beständig aus ADP (Adenosindiphosphat) ATP (Adenosintriphosphat) herzustellen, das eine höhere Energiemenge speichert. ATP ist das zentrale Energiemolekül, das allen Körperprozessen zugrunde liegt. Menschen synthetisieren ca. 10²5 ATP- Moleküle pro Tag. Auf diese Weise werden pro Tag ca. 40 kg (!) Phosphat pro Körper umgesetzt. Dabei wird der wenige Phosphor mittels der Kette AMP- ADP- ATP im Körper beständig mit ungeheurer Geschwindigkeit recycliert. Aus einem Glucosezuckermolekül entstehen 32 ATP- Moleküle. Die Gesamtbilanz der Atmungskette lautet:

10 NADH + 2FADH2 + 28 ADP + 28 P + 6 O2 = 12 H2O + 10 NAD+ + 2 FAD + 28 ATP

In der weiteren Folge der Atmungskette folgen weitere biochemisch- energetische Schritte ( vier Komplexe), in die besonders Enzyme wie Oxidasen und Reduktasen eingebunden sind. Letztlich ist es die Trennung von Sauerstoff vom Wasserstoff durch Kompartimentierung mittels der Mitochondrienmembranen, die eine Knallgasexplosion verhindert und diese Reaktion kontrolliert ablaufen lässt. Parallel zum chemischen Prozess verläuft die sogenannte Elektronentransportkette, indem die membrangebundenen Redoxsysteme Elektronen (e– )aufnehmen und wieder abgeben. Bei jedem dieser Schritte wird eine winzige Energiemenge frei, die Elektronen fließen von einem höheren auf das jeweils nächst niedrigere Energieniveau ab. Im letzten Schritt werden die Protonen (H-) auf Sauerstoffmoleküle übertragen und als Wasser freigesetzt.

Dieser in ca. drei Milliarden Jahren evolutiv entstandene Ablauf ist hocheffektiv und auch erst seit einigen Jahrzehnten erforscht und damit aufgedeckt worden. Er stellt ein Wunder an komplexen Vorgängen dar, die für uns unbewusst und vielen unbekannt, dennoch beständig ablaufen.

Die Photosynthese hat somit den Sauerstoff in die Atmosphäre gebracht, ohne den kein höheres Leben auf der Erde möglich wäre. Ausgangsprodukt ist dabei das Kohlendioxid.

Dass bedeutet schlussendlich: Jeder, der die Minderung von CO2 in der Atmosphäre fordert und durchsetzt, votiert gegen die Natur und das Leben auf diesem Planeten.

 

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Wetter ist Wetter – es sei denn, es ist politisch nützlich

01. Juni 2026 um 13:00

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Cap Allon

Über dem Westen des Kontinents hat sich eine Hitzeglocke gebildet, wobei Hochdruck, klarer Himmel und absinkende Luft die Temperaturen deutlich über den Durchschnitt treiben. Spanien, Portugal, Frankreich und Großbritannien sind am stärksten von der Hitze betroffen, wobei in Teilen der Iberischen Halbinsel Temperaturen von 35 bis 40 °C erreicht werden und für Großbritannien Werte von bis zu 30 °C vorhergesagt werden.

Unter einem starken Höhenrücken sinkt die Luft ab, erwärmt sich und trocknet aus. Die Wolkenbildung wird unterdrückt. Es regnet nicht mehr. Sonnenschein dominiert. Da das Wettergeschehen blockiert ist, verweilt die gleiche Luftmasse mehrere Tage lang über der gleichen Region, anstatt von der üblichen Atlantikströmung verweht zu werden.

Mit anderen Worten: Wetter.

Ein Großteil des Monats Mai verlief europaweit unterdurchschnittlich, einschließlich Großbritannien, wo der Monat (bis zum 20.) mit den Mai-Monaten der Jahre 1696, 1681, 1680, 1676 und 1675 gleichauf lag, bevor sich das Wetterbild umkehrte. Dann verschob sich der Jetstream, es bildete sich ein Hochdruckgebiet, und die erste ernsthafte Warmwetterperiode der Saison setzte ein.

Für normale Menschen bedeutet das Sonne, Grillpartys, Schwimmbäder, Strände und Biergärten.

Für die Klimaindustrie bedeutet es Panik per Copy-Paste.

Die gleichen Medien, welche die Kälte in der ersten Monatshälfte nicht bemerkt hatten, stellen nun ein blockierendes Hoch als Beweis für den Zusammenbruch des Planeten dar. Kälte ist Wetter. Hitze ist Krise. Eine blaue Anomalie auf der Karte ist Hintergrundrauschen. Eine rote ist die Zivilisation am Abgrund.

2-m-Temperaturanomalien für Montag, den 25. Mai [ECMWF]

Westeuropäer: Trinkt genug und habt Spaß. Bis zum Wochenende ist alles vorbei.

Osteuropäer hingegen: Wir schweigen lieber über die ebenso ungewöhnliche blau-lila Fläche, mit der ihr es zu tun bekommen werdet:

GFS 2-m-Temperaturanomalien für den 28. Mai [tropicaltidbits.com]

Link: https://electroverse.substack.com/p/weather-is-weather-until-its-politically?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Warum verschwenden wir immer weiter Geld für „Erneuerbare“-Technologien?

01. Juni 2026 um 10:00

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Gary Abernathy

Letzte Woche habe ich darüber berichtet, dass sich die Einwohner von Richland County in Ohio hinter ihre Kreisräte gestellt haben, um neue groß angelegte Solar- und Windkraftprojekte in weiten Teilen des Landkreises zu verbieten. Wie sinnvoll es ist, bei neuen Solarprojekten auf die Bremse zu treten, wird immer deutlicher, wenn man bedenkt, wie rasant sich die Technologie der „erneuerbaren Energie“ derzeit entwickelt.

In ihrem Eifer, „erneuerbare Energien“ in jeden Winkel der Gesellschaft zu treiben, haben sich die Befürworter immer wieder schuldig gemacht, den solarbetriebenen Karren vor das windbetriebene Pferd zu spannen. Mit anderen Worten: Immer wieder stellen wir fest – meist zu spät –, dass alle der Entwicklung vorauslaufen.

Groß angelegte Solarenergie ist nach wie vor eine junge Technologie. Dennoch haben die Regierungen unter Obama und Biden Milliarden an Steuergeldern an Bundesstaaten und Kommunen verteilt und diese dazu gedrängt – in manchen Fällen sogar dazu verpflichtet –, sich von zuverlässigen Energiequellen „abzuwenden“. Infolgedessen sind je nach Schätzung zwischen 2600 und fast 4000 km² ehemals landwirtschaftlich genutzter Fläche nun mit Solarmodulen bedeckt.

Der American Farmland Trust prognostiziert, dass mit dem Ausbau der Solaranlagen „die zwölf führenden Bundesstaaten zwischen 1200 und über 8000 km² Ackerland verlieren, zerstückeln oder beeinträchtigen werden“. Was für eine Verschwendung! Und warum? Denn selbst für diejenigen, die fest an die Notwendigkeit eines Übergangs zu „erneuerbaren Energien“ glauben, würde sich Geduld durch technologische Fortschritte auszahlen, die es Solaranlagen ermöglichen würden, die gleiche Energiemenge auf einer viel kleineren Fläche zu erzeugen.

Im Jahr 2022 stellte ein Artikel der Yale School of the Environment unter Berufung auf eine Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory des US-Energieministeriums fest, dass „die meisten Schätzungen zum Flächenbedarf der Solarenergie veraltet sind und sich immer noch auf Zahlen aus den Anfängen des großtechnischen Betriebs stützen, als der Wirkungsgrad noch deutlich geringer war, sagt der Mitautor der Studie, Mark Bolinger.“

In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass „Solaranlagen, die den ganzen Tag über der Sonne nachgeführt werden – die derzeit vorherrschende Technologie – pro Megawatt Leistung etwa 1,6 ha an Solarmodulen benötigen – weniger als die Hälfte der Fläche, die vor zehn Jahren noch erforderlich war. Dieser Trend, so Bolinger, ‚dürfte sich auf absehbare Zeit fortsetzen‘.“

Wir können sicher sein, dass „die derzeit vorherrschende Technologie“ selbst bald von fortschrittlicherer Technologie überholt werden wird. Und dennoch haben Solarunternehmen immer mehr Land aufgekauft – gestützt durch Steuergelder in Form von staatlichen Subventionen und geleitet von veralteten Schätzungen eines künftigen Bedarfs von 40.000 km² –, obwohl die Technologie künftig weniger Fläche benötigen wird.

Wie teuer es ist, Unmengen an Geld in eine „Lösung“ zu stecken, während sich die Technologie noch weiterentwickelt, wurde durch den Fall des Ivanpah-Solarkraftwerks deutlich. Ich schrieb letztes Jahr über das Kraftwerk, das, wie ich anmerkte, „von 2010 bis 2014 für 2,2 Milliarden Dollar gebaut worden war – darunter 1,6 Milliarden Dollar aus drei staatlichen Kreditgarantien des Obama-Energieministeriums – (aber) nun laut einem aktuellen Bericht der New York Post ‚2026 geschlossen werden soll, nachdem es nicht gelungen ist, effizient Solarenergie zu erzeugen‘.“

Die Anlage galt bereits als veraltet, da sie angesichts der rasanten technologischen Entwicklung „nicht mit neueren und kostengünstigeren Formen der Solarstromerzeugung konkurrieren konnte“, berichtete die Post. Ich wies darauf hin, dass „die rücksichtsloses Bestreben, ‚grün‘ zu werden, erneut zu einem Projekt führte, das tief in den roten Zahlen steckt“.

Doch hier ist eine beunruhigende Neuigkeit: Anstatt den Verlust hinzunehmen und die Anlage wie im letzten Jahr geplant zu schließen, befindet sich die Anlage in einer kostspieligen Sackgasse.

„Sowohl die Trump- als auch die Biden-Regierung – ebenso wie der Energieversorger, der dort Strom bezieht – haben versucht, (Ivanpah) stillzulegen, mit der Begründung, die Anlage erbringe zu geringe Leistungen, produziere teuren Strom und sei von günstigeren Energiequellen überholt worden“, berichtete Fox News kürzlich. „Die kalifornischen Regulierungsbehörden haben sich jedoch geweigert, die Stilllegung zu genehmigen, und davor gewarnt, dass eine Schließung der Anlage das Stromnetz überlasten könnte.“

Das ist richtig. Das Kraftwerk Ivanpah stellt die Steuerzahler vor eine Zwickmühle: Eine Schließung „könnte dazu führen, dass die Steuerzahler für Hunderte Millionen Dollar aufkommen müssen, die mit einem Bundeskredit in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar verbunden sind, während ein Weiterbetrieb höhere Stromkosten für die Verbraucher bedeutet“, wie es in dem Bericht heißt. Warum?

Weil die kalifornischen Regulierungsbehörden warnen, dass „die Stilllegung von Ivanpah mehr als 300 Millionen Dollar an von den Stromkunden finanzierten Übertragungs- und Infrastrukturkosten im Zusammenhang mit dem Projekt ungenutzt lassen könnte, während gleichzeitig potenzielle Risiken für die Netzzuverlässigkeit entstehen – insbesondere angesichts der wachsenden Unsicherheit darüber, wie schnell neue Energieprojekte gebaut werden können.“

All dies weist erneut auf die Notwendigkeit hin, dass die USA Gesetze erlassen, die verhindern, dass Milliarden an Steuergeldern den Bach runtergehen, weil die Regierung darauf bestand, Technologien einzuführen, die noch Jahre von ihrer Marktreife entfernt sind. Der „Affordable, Reliable, Clean Energy Security Act“ (ARC-ES) würde dazu beitragen, dass künftige Entscheidungen über den Energiebedarf Amerikas auf der Sicherheit der USA, den Bedürfnissen der Verbraucher und der tatsächlichen Wirksamkeit basieren – und nicht auf wechselnden politischen Strömungen.

Der im vergangenen Jahr vom US-Abgeordneten Troy Balderson im Kongress eingebrachte Gesetzentwurf ARC-ES „würde laut Baldersons Büro die zuständigen Bundesbehörden dazu verpflichten, … alle Maßnahmen im Zusammenhang mit erschwinglicher, zuverlässiger oder sauberer Energie innerhalb von 90 Tagen zu prüfen und dem Kongress einen Bericht vorzulegen. „Der Gesetzentwurf stellt sicher, dass unsere erschwinglichsten und zuverlässigsten Energiequellen, darunter Kernkraft und Erdgas, Teil des Energiemix bleiben – eine entscheidende Voraussetzung, um erschwingliche und zuverlässige Energie für amerikanische Haushalte und Unternehmen zu gewährleisten.“

Sollte der Kongress ARC-ES nicht verabschieden, sollte Präsident Trump es per Durchführungsverordnung in Kraft setzen. Die Amerikaner haben ein Recht darauf zu wissen, dass ihre Steuergelder nicht für Technologien zur Erzeugung von Sonnenenergie verschwendet werden, die praktisch schon vor Sonnenaufgang veraltet sind.

This article originally appeared at Real Clear Energy via Empower Alliance

Link: https://www.cfact.org/2026/05/27/why-do-we-keep-wasting-money-on-renewable-technologies/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Die Rückkehr des Energierealismus

01. Juni 2026 um 07:00

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Powerlines.au, Chris Uhlmann

Kohle, Gas, Kernenergie, Wind- und Solarenergie haben alle ihre Vor- und Nachteile. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, ein Energiesystem aufzubauen, das die Stromversorgung und die Wirtschaft am Laufen hält.

Nachfolgend ein launiger Meinungsbeitrag aus Australien – der m.e. sowohl bei Befürwortern als auch bei den Ablehnern „erneuerbarer“ und E-Autos Akzeptanz finden dürfte. Einflechtung von Erinnerungen an die Jugendzeit mit den damaligen Autos (Bei mir waren es ein Opel Kapitän und ein VW Käfer – und bei Ihnen? Lesen Sie weiter – Der Übersetzer 

PS: Die Links zu The Australian sind alle hinter Bezahlsperre, Tut mir leid.

Als meine Kumpel und ich Ende der 1970er Jahre endlich unsere Führerscheine bekamen, schien es eine ungeschriebene Regel für alle Teenager zu geben: Man durfte Mamas Auto fahren, aber nicht Papas.

Im Schatten der Ölkrise von 1973 hatten die Autos der Mütter eines gemeinsam: Sie waren winzig. Da der Führerscheinerwerb ein so prägender Moment im Leben eines jeden Teenagers ist, haben sich die Marken tief in mein Gedächtnis eingebrannt: der Datsun 120Y, der Toyota Corolla und das Auto meiner Mutter, der Holden Gemini.

Doch die Autos der Väter waren immer groß, und damals gehörten die meisten zu einer der beiden Marken: Holden oder Ford. Diese Vorliebe war genetisch bedingt, und jedes Jahr rüsteten sich Söhne und Väter für den alljährlichen Titelkampf zwischen den rivalisierenden Lagern, der auf der Rennstrecke von Bathurst ausgetragen wurde [- wohl eher mit 10er Karte und auf eigenes Risiko]

[Die Rennstrecke von Bathurst ist der berühmte Mount Panorama Circuit in New South Wales, Australien. Der 6,213 km lange Straßenkurs ist weltberühmt für seine dramatischen Steigungen (bis zu 174 m Höhenunterschied) und die anspruchsvollen Passagen auf dem Berg.]

Mein Vater war ein Holden-Fan, und ich durfte den Statesman nur ein einziges Mal fahren. Als ich stolz grinsend meinen Kumpel Damien abholte, schüttelte dessen Vater den Kopf und meinte, mein Vater müsse wohl einen an der Waffel haben. Ich glaube, das lag daran, dass Damiens Vater ein Ford-Fan war.

Märkte und Menschen veränderten ihr Verhalten nach dem ersten großen Ölpreisschock, sicherten sich aber auch ab. Kleinwagen wurden modern, große Autos verschwanden jedoch nicht . Die Menschen passten sie ihren Bedürfnissen an.

In dieser Zeit erreichte der Anteil des Öls am weltweiten Primärenergiesystem seinen Höhepunkt. Seitdem ist er zwar gesunken, doch dieser oberflächliche Eindruck täuscht, da der Gesamtverbrauch an Öl mit dem wachsenden Wohlstand und der fortschreitenden Industrialisierung der Welt stetig zunahm.

Im Jahr 2024 verbrannte die Menschheit mehr Kohle, Öl und Gas als je zuvor in einem einzigen Jahr – trotz aller Reden über Rekordwachstum bei erneuerbaren Energien. Beide Aussagen sind richtig und verweisen gemeinsam auf eine tieferliegende Realität. Es gibt keinen einfachen Übergang von einem Energiesystem zum anderen. Es findet vielmehr eine Energieergänzung statt. Neue Energiequellen ersetzen nicht zwangsläufig alte. Häufiger ergänzen sie diese, da der Energieverbrauch der Gesellschaften stetig steigt.

Dieses Muster wurde im 19. Jahrhundert von dem englischen Ökonomen William Stanley Jevons erkannt und als Jevons-Paradoxon bekannt. Er beobachtete, dass Großbritannien trotz der zunehmenden Effizienz von Dampfmaschinen nicht weniger, sondern deutlich mehr Kohle verbrauchte. Die Effizienz senkte die Kosten, erweiterte die Produktionskapazität und führte zu einem höheren Konsum. Dieses Muster wiederholt sich seither immer wieder.

Sparsamere Kleinwagen verdrängten die großen nicht. Leistungsfähigere Computer erhöhten den Stromverbrauch. LED-Beleuchtung senkte die Beleuchtungskosten, und wir reagierten darauf, indem wir die Welt mit Lichterketten schmückten.

Der Mensch nutzt Effizienz selten, um weniger Energie zu verbrauchen. Viel häufiger nutzen wir sie, um mehr zu erreichen.

Dieser Energieschock wird zu einer Abkehr von der Ölabhängigkeit führen und dafür sorgen, dass jede Regierung versucht, mehr Öl innerhalb ihrer eigenen Grenzen zu sichern.

Die Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen sind hier sprunghaft angestiegen, was viele positiv sehen und sich wahrscheinlich fortsetzen wird. Doch wie viele dieser Verkäufe entfallen auf Zweitwagen?

Die Geografie unseres Inselkontinents, die Art und Weise, wie unsere Systeme aufgebaut sind, und die geringe Erneuerung unseres Fahrzeugbestands bedeuten, dass es noch sehr lange dauern wird, bis Elektrofahrzeuge den privaten Pkw-Markt dominieren. Der nächste Schritt, die Elektrifizierung des gesamten Straßenverkehrs, des Bergbaus und der Landwirtschaft, bleibt ein ferner, vielleicht unereichbarer Traum.

Ein weiteres Merkmal dieser Krise ist die Verdeutlichung dessen, was man die Galgentheorie der Politik nennen könnte: Die unmittelbare Gefahr der Hinrichtung klärt den Verstand und führt zu Wandlungen auf dem Sterbebett. Unsere Führungskräfte haben endlich erkannt, dass dieses Land auf flüssige Brennstoffe angewiesen ist, dass Energiesicherheit nationale Sicherheit bedeutet und dass ihre Arbeitsplatzsicherheit von der Sicherung der Kohlenwasserstoffversorgung abhängt .

Es ist noch zu früh, um zu verkünden, dass die Ära der fossilen Brennstoffhysterie in unseren Führungsetagen vorbei ist, aber ihr Höhepunkt könnte erreicht sein. Der Mann, der einst erklärte, fossile Brennstoffe hätten in unserer Zukunft keinen Platz, ist nun auf der Dieseldiplomatie unterwegs und atmet erleichtert auf, sobald ein mit Treibstoff beladener Supertanker auftaucht. Die Anführer des Marsches in die Armut ziehen sich stillschweigend zurück.

Ich habe Klima- und Energieminister Chris Bowen oder die Regierung Albanese nie allein für Australiens massive Anfälligkeit für die Ölkrise verantwortlich gemacht. Dieses Versagen hat sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt. Mehrere Generationen von Politikern aller Couleur haben unsere Widerstandsfähigkeit geschwächt, und die Verteufelung von Kohlenwasserstoffen durch die amtierenden Machthaber hat den Sargnagel nur noch tiefer eingeschlagen.

Die von der Regierung angekündigten Maßnahmen zur Sicherung und Speicherung von mehr Treibstoff sowie der zurückhaltende Vorschlag zur Prüfung einer Erweiterung der Raffineriekapazitäten sind begrüßenswerte erste Schritte. Ziel sollte es sein, so energieautark wie möglich zu werden, und Australien verfügt über die nötigen Ressourcen. Das wird zwar kostspielig und zeitaufwendig sein, aber man sollte dies gegen mögliche zukünftige Krisen abwägen.

Erdgas ist auf dem Vormarsch von Küste zu Küste, und selbst Victoria, deren Regierung ihren Kreuzzug gegen alle fossilen Brennstoffe in ein langes Moraldrama verwandelt hat, ist von der Realität eingeholt worden.

Die Energieministerin des Bundesstaates Victoria, Lily D’Ambrosio, bezeichnet den für das Überleben ihres Bundesstaates essenziellen Brennstoff gerne als „fossiles Gas“. Während ihrer Amtszeit machte Victoria die Nutzung dieser Ressource nahezu unmöglich, obwohl die Reserven schwanden und der Bundesstaat in Richtung Energiebankrott abdriftete. Victoria verankerte ein dauerhaftes Verbot von Fracking und der Gewinnung von Kohleflözgas in seiner Verfassung und verhängte ein Moratorium für die konventionelle Onshore-Gasexploration.

Als die Gaspreise nach Russlands Invasion in der Ukraine in die Höhe schnellten, jammerte Victoria in einem Akt geradezu grotesker Heuchelei, ihr stünde das Kohleflözgas aus Queensland zu. Dann verlangte der Bundesstaat von allen australischen Steuerzahlern, die Absurdität des Baus eines Flüssigerdgas-Importterminals in einem Bundesstaat zu finanzieren, der über unerschlossenen Gasreserven liegt. Nun steckt Victoria mitten in einer peinlichen Situation, in der die Strategie komplett umgeschrieben werden muss.

Diese Woche genehmigte die Regierung von Allan das Annie-Projekt von Amplitude Energy im Offshore-Otway-Becken, das voraussichtlich ab 2028 Gas liefern wird. Der Haushalt von Victoria nahm außerdem weitere Kredite auf, um 10 Millionen Liter Diesel zu sichern.

Die Winde des Wandels wehen, und sie werden wahrscheinlich in alle Richtungen gleichzeitig wehen. Wir befinden uns gerade mitten im Auge des Sturms. Wenn die Straße von Hormus nicht bald wieder annähernd normal funktioniert, ist diese Krise noch lange nicht vorbei. Australien war durch seinen Reichtum geschützt, aber Geld kann die physischen Versorgungsengpässe nicht ewig ausbügeln. Wir haben ärmere Länder beim Treibstoffkauf überboten. Wir sehen ihr Leid nicht und kümmern uns nicht darum. Aber mit der Zeit wird sich der Schmerz auch auf die gesamte Gesellschaft auswirken.

Und inmitten all dessen kam eines der deutlichsten Signale für die zukünftige Entwicklung der Formel 1 aus unerwarteter Richtung: Formel-1-Präsident Mohammed Ben Sulayem strebt die Rückkehr der V8-Motoren bis 2031 an . Der ehemalige Rallyefahrer drängt schon seit Längerem auf dieses Ziel, und nach zunehmenden Beschwerden über die jüngsten Hybridregeln der Formel 1 könnte sich diese Tür nun öffnen.

Die Formel 1 ist der technologisch fortschrittlichste Motorsport der Welt , ein rollendes Labor, in dem Spitzeningenieure die Grenzen der Maschinenleistung ausloten. Seit 15 Jahren verfolgt sie die Entwicklung immer ausgefeilterer Hybridtechnologie und verwandelt ihre Fahrzeuge in erstaunlich effiziente, aber zunehmend schwerere, teurere und komplexere Energiemanagementsysteme.

Viele Fahrer und Fans verabscheuen die neuesten Hybrid Autos. Die rohe, mechanische Kraft der alten V10- und V8-Motoren, deren kreischende Motoren instinktiv und aus Nervenstärke auf Höchstgeschwindigkeit liefen, ist verschwunden. Die neuen Hybride beziehen etwa die Hälfte ihrer Energie aus Batterien, was sie zwar schnell, aber kraftlos und schwer zu beherrschen macht.

Wie bei allem im Energiebereich gibt es auch hier Kompromisse.

Das Kernproblem der neuen Regeln von 2026 besteht darin, dass die Fahrer gezwungen sind, beim Bremsen ständig Energie zurückzugewinnen und den Einsatz der Fahrzeugleistung sorgfältig zu steuern. Drive berichtet, dass die Fahrer auf Strecken mit weniger starken Bremszonen „ das sogenannte „Superclipping“ anwenden müssen, was bedeutet, dass sie den Motor nicht zum Antreiben der Räder nutzen, sondern zum Laden der Batterie, quasi als Generator.“

Anstatt dass die Maschine dem Fahrer dient, dient der Fahrer zunehmend der Maschine. Das Auto wird nicht mehr einfach nur auf maximale Geschwindigkeit ausgelegt. Es muss ständig seinen eigenen Energieverbrauch im Griff haben und Energie von der Leistung abziehen, um das System selbst aufrechtzuerhalten.

Und dann sind da noch die Kosten. Vor dem Hybridzeitalter kosteten Motorenverträge die Teams Berichten zufolge zwischen 4 und 7 Millionen Dollar pro Saison. Heutige Turbohybrid-Antriebe kosten über 20 Millionen Dollar, und die Hersteller haben schätzungsweise mehr als 1,4 Milliarden Dollar in die Entwicklung wettbewerbsfähiger Hybridmotoren investiert.

Die Formel 1 ist in dasselbe Dilemma geraten, mit dem ein Großteil der Energiewende konfrontiert ist. Mit zunehmender Komplexität der Systeme fließen immer mehr Kapital, Ingenieursleistungen und Anstrengungen in die Verwaltung, Speicherung, den Transport und die Stabilisierung von Energie, anstatt einfach nur reichlich und zuverlässig Strom zu erzeugen.

Die Erzeugung bezahlbarer und zuverlässiger Energie unter Nutzung all unserer natürlichen Ressourcen sollte das Ziel jeder vernünftigen Regierung sein. Andernfalls werden wir bankrottgehen. Wir sollten die Emissionen dort reduzieren, wo es möglich ist, so schnell wie vernünftig möglich, innerhalb der Grenzen von Physik, Technik und Wirtschaft, und uns nicht von Parolen wie „Netto-Null“ leiten lassen.

Wie wir feststellen, lassen sich physikalische Systeme nicht von Ideologien beeinflussen.

Dieser Artikel wurde zuerst in The Australian veröffentlicht.
Gefunden über 
https://stopthesethings.com/2026/05/24/stop-these-things-weekly-round-up-24-may-2026/

https://www.powerlines.au/p/the-return-of-energy-realism

 

Der Beitrag Die Rückkehr des Energierealismus erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Druck verursacht Temperatur? Es ist Zeit, vom „Berg der Dummheit“ herunterzuklettern

31. Mai 2026 um 17:00

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Dr. Roy Spencer, Ph. D., from his Global Warming Blog

In den letzten Wochen gab es einen wochenlangen E-Mail-Austausch zwischen vielen Klimaexperten – sowohl Fachleuten als auch Laien – über die These, dass der Luftdruck (in Verbindung mit der absorbierten Sonnenenergie) für die Temperatur verantwortlich ist. Es wurden Beleidigungen gegen diejenigen ausgestoßen, die sich weigerten zu glauben, was eine bestimmte, in Physik ausgebildete Person als Revolution in unserem Verständnis der planetarischen Temperaturen bezeichnet. Dieser Person gelang es sogar, einen Artikel in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen, die (meiner Meinung nach) Gutachter einsetzte, die mit dem Thema überfordert waren.

Die ganze Tortur erinnert mich an den Dunning-Kruger-Effekt, also die Tendenz von Menschen, die beginnen, ein komplexes Thema zu verstehen, ihr eigenes Verständnisniveau zu überschätzen. Dies führt dann zu einem Höhepunkt der Selbstüberschätzung (dem „Besteigen des Mount Stupid“), der sich allmählich wieder legt, je mehr man lernt und je mehr man erkennt, dass das Thema komplizierter und nuancierter ist, als man ursprünglich dachte.

Ich behaupte, dass die betreffende Person, die glaubt, [Druck + absorbierte Sonnenenergie = Temperatur], immer noch auf dem Berg der Dummheit festsitzt.

Der Grund, warum ich das Thema erneut anspreche (ich habe schon früher darüber gepredigt), ist, dass viele dazu verleitet wurden, an diese „Theorie“ zu glauben. Infolgedessen habe ich viele Jahre damit verbracht, Fragen aus der Öffentlichkeit (einschließlich wissenschaftlich versierter Bürger) zu diesem Thema zu beantworten. Viele sind von der „Theorie“ überzeugt worden und haben sich den Befürwortern der Theorie auf dem Berg der Dummheit angeschlossen.

Nachdem ich die wochenlange E-Mail-Diskussion verfolgt hatte, antwortete ich schließlich mit der folgenden Zusammenfassung des Themas. Ich habe den Namen der Person entfernt, um den nicht ganz so Unschuldigen zu schützen.

BETRIFFT: Wo <NAME UNTERDRÜCKT> Recht hat … und wo <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> Unrecht hat

Alle:

Nachdem ich im Laufe meiner über 40-jährigen Karriere zunächst in der Meteorologie und später im Bereich Klima tätig gewesen war glaube ich, dass ich einige Einblicke in die Themen geben kann, die in diesen E-Mails diskutiert werden. Wie <NAME UNTERDRÜCKT> war auch ich stets skeptisch gegenüber dem, was mir gesagt worden war, bis ich ein Thema selbst vollständig verstanden hatte.

Ich bin sicher, dass die folgenden Erklärungen vielen von Ihnen helfen werden. (Ich vermute, dass <NAME UNTERDRÜCKT> zu sehr in Theorien verstrickt ist, um <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> umzustimmen.) Viele der Konzepte sind nicht trivial, und ich gebe zu, dass ich einige davon erst viele Jahre nach Abschluss meiner Ausbildung (Doktor der Meteorologie) endlich verstanden habe, wurden sie doch in der Schule nicht gelehrt. Dick Lindzen hat mir dabei in den frühen Jahren meiner Klimaforschung geholfen.

Das meiste, was nun folgt, ist grundlegende atmosphärische Thermodynamik, und ich bezweifle, dass <NAME UNTERDRÜCKT> wirklich einen Universitätskurs in atmosphärischer Thermodynamik belegt hat. Falls doch, würde ich gerne wissen, wo.

Und wenn <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> mir <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> Noten zeigt, zeige ich <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> meine.

Ein Gedankenexperiment

Stellen Sie sich vor, Sie könnten plötzlich eine zusätzliche Atmosphäre Luft auf die bestehende Atmosphäre aufschichten – was würde dann mit der Lufttemperatur in der darunter liegenden Atmosphäre geschehen? Genau wie <NAME REDACTED> es vorhersagen würde, würde die Temperatur der ursprünglichen Atmosphäre darunter durch adiabatische Kompression stark steigen.

Aber was würde als NÄCHSTES passieren?….

Die hohen Temperaturen in der unteren Atmosphäre würden dann im Vergleich zu den vorherigen Verhältnissen weit aus dem Energiegleichgewicht geraten. Die Folge wäre eine Abkühlung der gesamten Luft, die durch adiabatische (oder nahezu adiabatische) Kompression (Arbeit an der unteren Atmosphäre) erwärmt wurde, bis ein neuer Zustand des Energiegleichgewichts erreicht wäre. Der Energieverlust würde durch Infrarotstrahlung der heißeren Luft erfolgen.

Tatsächlich ist es immer der Energiegleichgewichts-Zustand, der gemäß dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik die Temperatur bestimmt. Eine Temperaturänderung ist proportional zur Differenz zwischen der zugeführten und der abgegebenen Energie (wobei die dabei verrichtete Arbeit mit einbezogen wird).

Im Gegensatz dazu kann dasGasgesetz für ideale Gase (PV=nRT) keine Aussage darüber treffen, wie hoch die Temperatur „sein sollte“. Es besagt lediglich, wie die Variablen P, V und T während des Prozesses der Wiederherstellung des Gleichgewichts und im endgültigen Gleichgewichtszustand miteinander in Beziehung stehen. Was <NAME UNTERDRÜCKT> in der <PRONOMEN UNTERDRÜCKT>-Theorie übersieht, ist der „n“-Teil der Gleichung (die Molzahl oder Masse … die in der Dichteform der Gleichung P = ρRT enthalten ist). In meinem hypothetischen Gedankenexperiment mit 2 Atmosphären führt die abkühlende untere Atmosphäre, während sie einen neuen Zustand des Energiegleichgewichts mit der Sonneneinstrahlung erreicht, durch die sinkende Temperatur zu einer Zunahme der Luftdichte („Schrumpfung“), und der Druck bleibt gleich … selbst während sich die Temperatur ändert.

Konkret bedeutet dies gemäß dem 1. Hauptsatz, dass die Innentemperatur eines Atmosphärenvolumens, das einer Energiezufuhr ausgesetzt ist, so lange steigt, bis die temperaturabhängigen Energieabgabeprozesse der Energiezufuhrrate entsprechen. Dies gilt für jedes physikalische System … die Atmosphäre, einen Topf Wasser auf dem Herd, einen Automotor, den menschlichen Körper, das Innere der Sonne usw. Dieses Energiegleichgewicht bestimmt die Endtemperatur. (In der realen Atmosphäre gibt es ständige Energieungleichgewichte und damit Temperaturänderungen; Trenberths Diagramm zur globalen durchschnittlichen Energiebilanz ist nur nützlich, um ein konzeptionelles Verständnis der relativen Rolle der wichtigsten Energieflüsse im globalen durchschnittlichen Klimasystem zu erlangen.)

Die Zustandsgleichung für ideale Gase

Auch hier gilt: Die Gasgleichung (PV=nRT) kann Ihnen nicht sagen, wie hoch die Temperatur eines Gases sein sollte – das können nur die ein- und ausströmenden Energieflüsse. Das Gasgesetz gibt lediglich an, wie P, n und T bei einem gegebenen Luftvolumen (V) miteinander zusammenhängen. Ja, <NAME UNTERDRÜCKT>, auf kurzen Zeitskalen kühlt aufsteigende Luft ab und absinkende Luft erwärmt sich, aber wenn all diese Bewegung zum Stillstand käme, würden Energieflussprozesse bestimmen, wie hoch die Endtemperatur wäre … nicht der Luftdruck.

Bei einem gegebenen Luftdruck an der Oberfläche ist ein riesiger Temperaturbereich möglich, und dieser riesige Bereich ist ausschließlich auf Energieflussprozesse zurückzuführen. Noch einmal: Wenn die Lufttemperatur in Bodennähe über dem gesamten Planeten viel höher ist, als es die lokalen Energieflussprozesse zulassen, sinkt die Temperatur und das Luftvolumen schrumpft (oder die Dichte, rho, steigt gemäß der entsprechenden Gleichung für ideale Gase P=rhoRT). Der Luftdruck an der Oberfläche bleibt gleich, da die Gesamtmasse der Atmosphäre unverändert bleibt.

WARUM KÖNNTE ES EINEN ENGEN ZUSAMMENHANG ZWISCHEN DER TEMPERATUR UND DEM DRUCK IN DER UNTEREN ATMOSPHÄRE VERSCHIEDENER PLANETEN GEBEN?

Ich habe mich nicht mit den Atmosphären anderer Planeten befasst, weil es mir egal ist. Selbst wenn diese anderen Planeten nicht existieren würden, sind sie für das Verständnis unserer eigenen Atmosphäre nicht notwendig. Sollte <NAME UNTERDRÜCKT> jedoch tatsächlich Recht haben mit seiner These, dass zwischen dem Luftdruck und der Temperatur an der Oberfläche verschiedener Planeten ein enger statistischer Zusammenhang besteht – nach Bereinigung um die Sonneneinstrahlung –, dann vermute ich, dass dies daran liegt: Je mehr Atmosphäre vorhanden ist, desto mehr Treibhausgase gibt es.

Was die Treibhausgase angeht, habe ich etwas vergessen … glaubt <NAME UNTERDRÜCKT>, dass Luft Infrarotenergie absorbiert und emittiert? Denn der Treibhauseffekt ist eine notwendige Folge dieser Absorption/Emission. Energetisch gesehen ist der Treibhauseffekt ein Strahlungsisolator. Es ist vergleichbar mit der Isolierung der Wände eines beheizten Gebäudes im Winter. Bei einer gegebenen Energiezufuhr in das Gebäude steigt die Lufttemperatur im Inneren, während die Außenseite der Wände eine Abkühlung erfährt. Genau das bewirkt der Treibhauseffekt für das Temperaturprofil der Atmosphäre (im energetischen Sinne … wobei es sich eindeutig um Strahlung und nicht um Wärmeleitung als Wärmeübertragungs-Prozess handelt).

Wenn <NAME UNTERDRÜCKT> nicht glaubt, dass Luft Infrarotenergie absorbiert, wie erklärt <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> dann all die Tausenden von spektroskopischen Messungen von CO₂, Wasserdampf und Methan in Abhängigkeit von Temperatur und Druck? Und wenn <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> glaubt, dass die Atmosphäre IR-Energie absorbiert und emittiert, dann muss <PRONOMEN UNTERDRÜCKT> auch an einen Treibhauseffekt glauben, denn dies ist eine notwendige Folge … der Treibhauseffekt in planetarischen Atmosphären führt immer zu einer Erwärmung der unteren Atmosphäre und einer Abkühlung der oberen Atmosphäre.

(Übrigens ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass Luft, die IR-Energie absorbiert, diese Energie sofort durch die Abgabe von IR wieder abgibt. Das stimmt nicht. Schlagen Sie die „kinetische Gastheorie“ und verwandte Konzepte nach. Wenn CO₂- oder H₂O-Dampfmoleküle IR-Photonen absorbieren, geben sie ihre überschüssige Energie durch Kollisionen extrem schnell an andere Luftmoleküle ab. Dies geschieht viel schneller [um den Faktor ~50.000] als die Zeit, die benötigt wird, um die Energie durch IR-Photonen wieder abzugeben. Auf diese Weise führt die IR-Absorption sofort zur „Thermalisierung“ [ein Begriff, den ich hasse].

Darüber hinaus ist es entscheidend zu verstehen, dass, da die IR-Absorption weitgehend temperaturunabhängig ist, der IR-Verlust jedoch SEHR stark von der Temperatur abhängt, sich fast die gesamte Luft in der Atmosphäre in einem ständigen Zustand des IR-Energieungleichgewichts befindet. Ein Großteil dieses Ungleichgewichts wird durch konvektive Umwälzung ausgeglichen.

WELCHE ROLLE SPIELT DIE ADIABATISCHE VERTIKALE TEMPERATURABNAHME?

Die adiabatische Temperaturabnahme in der Troposphäre (9,8 °C pro km in trockener Luft) ist das ERGEBNIS der konvektiven Umwälzung. Wenn bei Aufwinden Feuchtigkeitskondensation stattfindet, ist die Temperaturabnahme geringer. Wie das ideale Gasgesetz sagt sie nichts darüber aus, wie die Temperatur „sein sollte“. Es gibt lediglich an, wie sich die Temperatur eines Luftpakets beim Auf- oder Absteigen verändert, wenn kein Energiegewinn oder -verlust stattfindet („adiabatisch“). [Es finden jedoch überall und ständig Energiegewinne und -verluste statt, und diese bestimmen die absolute Temperatur – nicht der Druck.]

INWIEFERN WIRKT SICH DER TREIBHAUSEFFEKT AUF DEN VERTIKALEN GRADIENTEN AUS?

Dies ist ein sehr interessantes Thema. Es ist etwas, das selbst viele Atmosphärenwissenschaftler und Klimaforscher nicht wirklich verstehen. Allein die Kombination aus Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche sowie der Absorption und Emission von Infrarotstrahlung durch die Oberfläche und die Atmosphäre – OHNE JEGLICHE KONVEKTIVE UMWÄLZUNG – würde zu einem extrem steilen Temperaturgradienten in der Troposphäre führen, mit sehr hohen Temperaturen an der Oberfläche und extrem niedrigen Temperaturen in der oberen Troposphäre. Dies wurde erstmals von Manabe & Strickler (1964) nachgewiesen und wird als Fall des „reinen Strahlungsgleichgewichts“ bezeichnet. Es ist gewissermaßen das, was den Begriff „Treibhauseffekt“ technisch korrekt macht; ähnlich wie ein echtes Gewächshaus, das konvektiven Wärmeverlust verhindert [da es ein Dach hat], ist der Treibhauseffekt per Definition das, was OHNE die daraus resultierende konvektive Umwälzung geschieht.

In der Realität ist die konvektive Umwälzung jedoch die REAKTION auf diese Destabilisierung durch den Treibhauseffekt! Also diese 33 °C Erwärmung durch den Treibhauseffekt, von der alle sprechen? Das ist nicht der Treibhauseffekt allein. Es ist der Treibhauseffekt + KONVEKTION. Ohne Konvektion würde dieser Wert von 33 °C eher bei 65 oder 75 °C liegen. Was wiederum zu einer weiteren faszinierenden Frage führt…

WAS WÜRDE PASSIEREN, WENN DIE ATMOSPHÄRE KEINE INFRAROTENERGIE ABSORBIEREN UND EMITTIEREN WÜRDE?

Stellen Sie sich eine kalte Planetenatmosphäre ohne Energiezufuhr vor. Schalten Sie dann die Sonne ein. Die Sonneneinstrahlung auf die Oberfläche würde die Atmosphäre durch konvektive Umwälzung erwärmen. Doch die [hohe] Atmosphäre hätte angesichts dieser enormen Energiezufuhr keine Möglichkeit, diese Energie abzugeben und sich abzukühlen. Die Temperatur der [hohen] Atmosphäre würde dann über ihre gesamte Höhe hinweg weiter steigen, bis sie die gleiche Temperatur wie die Oberfläche erreicht hätte. Lange bevor dieser Prozess abgeschlossen wäre, hätte die konvektive Umwälzung aufgehört, da die Atmosphäre zu stabil wäre, um Konvektion zu ermöglichen. Die Atmosphäre würde schließlich isotherm werden (oder fast isotherm, da es aufgrund der unterschiedlichen Sonneneinstrahlung zwischen den Tropen und den Polen möglicherweise eine Umwälzung im planetarischen Maßstab gäbe), mit der gleichen Temperatur wie die Oberfläche. Interessanterweise würden infolgedessen alle Wetteraktivitäten zum Erliegen kommen. Alle Wolken würden wahrscheinlich verschwinden, was zu höheren Temperaturen führen würde. Alle [verbleibenden] Zirkulationssysteme hätten planetarischen Maßstab, da der horizontale Maßstab dieser Systeme mit der Temperaturabnahme (über den „Rossby-Deformationsradius“) zusammenhängt, was auch der Grund dafür ist, dass die Stratosphäre nur Zirkulationen im planetarischen Maßstab aufweist.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/29/pressure-causes-temperature-its-time-to-climb-down-from-mount-stupid/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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31. Mai 2026 um 15:00

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Clintel Foundation

Der folgende Beitrag deckt die kriminellen Methoden der Klimaille kristallklar auf! A. d. Übers.

In einem kürzlich geführten Interview mit John Stossel schildert der Klimapolitikforscher Roger Pielke Jr., wie er vom Weißen Haus, vom Kongress und von seiner eigenen Universität beruflich sanktioniert wurde. Er weigerte sich, seine Ansichten aufzugeben: „Man kann nicht einfach ‚gestrichen‘ werden.“

Der Klimapolitikforscher Roger Pielke Jr. hat kürzlich seinen größten Erfolg erzielt. Nach einem langen und einsamen Kampf räumte der IPCC ein, dass die am häufigsten verwendeten Klimaszenarien unrealistisch sind (siehe zum Beispiel hier: Roger Pielke Jr.: Die Korrektur an RCP 8.5 kam viel zu spät). Pielke hatte diesen wichtigen Punkt ein Jahrzehnt lang immer wieder betont, wurde aber aufgrund seiner Ansichten zum Klimawandel praktisch geächtet.

In einem aktuellen Interview mit John Stossel beschreibt Roger Pielke Jr., wie er beruflich bestraft wurde, obwohl er Ansichten vertritt, die seiner Meinung nach durchaus im Mainstream der Klimawissenschaft liegen. Das Video argumentiert, dass Pielke nicht deshalb zur Zielscheibe wurde, weil er den Klimawandel leugnete, sondern weil er übertriebene Behauptungen in Frage stellte, die den Klimawandel mit extremen Wetterkatastrophen in Verbindung bringen (neben Klimaszenarien ein weiteres Thema, mit dem sich Pielke intensiv beschäftigt).

Video:

Pielke betont wiederholt, dass er den wissenschaftlichen Konsens akzeptiert, wonach Treibhausgase zur Erwärmung des Planeten führen und der Klimawandel real ist. Seine Arbeit genoss seit Jahrzehnten hohes Ansehen, wurde vom IPCC zitiert und international gelobt. Er widersprach jedoch Aktivisten und Medienvertretern, die jeden Hurrikan, jede Überschwemmung oder jeden Waldbrand als Beweis für eine sich abzeichnende Klimaapokalypse darstellten. Laut Pielke stützten die Daten nicht die Behauptung, dass Hurrikane und andere Katastrophen über die natürliche Schwankungsbreite hinaus deutlich häufiger oder intensiver geworden seien.

Schäden

Im Mittelpunkt seiner Forschung standen die durch Stürme verursachten wirtschaftlichen Schäden. Er argumentierte, dass die steigenden Kosten von Naturkatastrophen größtenteils durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und den zunehmenden Wohlstand in gefährdeten Gebieten zu erklären seien. So würde beispielsweise ein Hurrikan, der das heutige Miami trifft, naturgemäß weitaus größere Schäden anrichten als ein ähnlicher Sturm vor einem Jahrhundert, da sich in seinem Weg heute weitaus teurere Gebäude und Infrastruktur befinden. Zwar können wärmere Ozeane zu stärkeren Stürmen beitragen, doch laut Pielke ist die Atmosphäre zu komplex, um jeden Katastrophentrend direkt auf den Klimawandel zurückzuführen.

Die Kontroverse spitzte sich zu, nachdem Umweltaktivisten und progressive Organisationen beschlossen hatten, extreme Wetterereignisse als zentrales öffentliches Gesicht des Klimawandels in den Vordergrund zu rücken. Pielke sagt, dies habe ihn „auf die falsche Seite“ gestellt, weil bseine Forschungsergebnisse dieses Narrativ nicht stützten. Er erinnert sich, Warnungen von Kollegen erhalten zu haben, die ihm sagten, dass selbst korrekte Forschungsergebnisse als Verharmlosung des Klimawandels „falsch interpretiert“ werden könnten. Pielke sagt, er habe sich geweigert, seine Schlussfolgerungen zu ändern, um politischen Erwartungen gerecht zu werden.

Das Interview beschreibt, wie Organisationen aus dem Umfeld der Umweltbewegung ihn daraufhin aggressiv ins Visier nahmen. Insbesondere der linksgerichtete Think Tank Center for American Progress und dessen Medienarm ThinkProgress veröffentlichten angeblich wiederholt Angriffe, in denen sie ihm vorwarfen, Fehlinformationen zu verbreiten und die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. Pielke sagt, durchgesickerte E-Mails hätten später Diskussionen offenbart, in denen Bemühungen gefeiert wurden, ihn „zu entplattformen“. Er wurde in Aktivistenkreisen zum Staatsfeind, obwohl er sich auf Erkenntnisse stützte, die auch in IPCC-Berichten enthalten waren.

Obama-Regierung

Die Situation spitzte sich zu, nachdem Pielke vor dem Kongress ausgesagt hatte, dass langfristige Katastrophendaten keinen auf den Klimawandel zurückzuführenden Anstieg zeigten. Nach seiner Aussage griffen ihn Vertreter der Obama-Regierung öffentlich an. Stossel hebt hervor, dass Barack Obamas wissenschaftlicher Berater ein umfangreiches Memo veröffentlichte, in dem er Pielke persönlich kritisierte und dessen Aussagen als irreführend und außerhalb des wissenschaftlichen Mainstreams bezeichnete. Pielke empfand dies als außergewöhnlich, da seine Arbeit direkt durch etablierte wissenschaftliche Literatur gestützt wurde.

Bald darauf forderten Kongressabgeordnete Untersuchungen, ob Pielke und andere Forscher heimlich Gelder von Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie erhalten hätten. Obwohl die Untersuchung keine Hinweise auf unzulässige Finanzierung oder wissenschaftliches Fehlverhalten ergab, sagt Pielke, dass allein die Anschuldigung seinem Ruf schwer geschadet habe. Einladungen zu Vorträgen blieben aus, die Medienberichterstattung konzentrierte sich auf die Vorwürfe statt auf die spätere Entlastung, und der Verdacht hielt trotz seiner Rehabilitierung an.

Die schmerzhaftesten Folgen, so Pielke, gingen von seiner eigenen Universität aus. Nach Jahren erfolgreicher Forschung und Fördermitteln in Millionenhöhe habe die University of Colorado Boulder ihn nach und nach an den Rand gedrängt. Sein Forschungszentrum wurde geschlossen, seine Lehraufgaben wurden unregelmäßig, die administrative Unterstützung versiegte, und schließlich wurde er in ein winziges Büro verbannt, das mit leeren Aktenschränken vollgestopft war. Berichten zufolge hatten Kollegen Angst, ihn öffentlich zu verteidigen, weil sie befürchteten, selbst zur Zielscheibe zu werden.

Pielke beschreibt diese Erfahrung eher als eine schleichende Kampagne der beruflichen Isolierung denn als eine direkte Entlassung. Er sagt, die Universitätsleitung habe wiederholte Beschwerden ignoriert und keine stichhaltige Erklärung für ihre Behandlung ihm gegenüber geliefert. Als er nach 24 Jahren in den Ruhestand ging, habe sich niemand aus der Universitätsleitung bei ihm gemeldet.

Schließlich verließ Pielke die akademische Welt und wechselte zum American Enterprise Institute, wo er nach eigenen Angaben nun mehr akademische Freiheit genießt als in seinen letzten Jahren an der Universität. Trotz dieser Tortur betont er, dass er nicht wirklich „gecancelt“ wurde, da er weiterhin öffentlich sprach und sich weigerte, seine Ansichten aufzugeben. Das Interview präsentiert seine Geschichte letztlich als Warnung vor ideologischer Konformität, politischem Druck und den Gefahren, Wissenschaftler zu bestrafen, die vorherrschende Narrative hinterfragen, auch wenn sie die zugrunde liegende Wissenschaft akzeptieren.

Link: https://clintel.org/you-cant-be-cancelled/

Übersetzt von Christian Freuer

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Kältereport Nr. 22 /2026

31. Mai 2026 um 12:00

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Eine Meldung vom 25. Mai 2026:

Nord-Amerika: Rekord-Kälte in vielen Gebieten

Eine Kältewelle Ende Mai drückte die Tagestemperaturen in Pennsylvania, Maryland, Virginia, West Virginia und North Carolina und führte zu einer Reihe von Rekord-Tiefstwerten bei den Tageshöchsttemperaturen.

Zentral-Pennsylvania war besonders betroffen: Harrisburg erreichte nur 12,2 °C und stellte damit seinen Rekord für die niedrigste Höchsttemperatur aus dem Jahr 1982 ein. Auch Williamsport blieb bei 12,2 °C stehen und brach damit seinen bisherigen Rekord für den 23. Mai. Altoona schaffte gerade einmal 10 °C, während State College bei 10,6 °C blieb; beide Orte stellten damit neue Rekordtiefstwerte auf.

Die gleiche Luftmasse zog auch über die Region Baltimore-Washington hinweg.

In Hagerstown wurden nur 11,7 °C gemessen, in Martinsburg 11,1 °C, in Annapolis 13,9 °C, in Baltimore 12,8 °C nd in Washington Dulles 12,8 °C. Alle stellten neue Rekordtiefwerte für die Höchsttemperaturen am 23. Mai auf.

Virginia schloss sich an.

Charlottesville erreichte nur 12,8 °C, Roanoke 13,3 °C, Lynchburg 12,8 °C und Blacksburg 11,7 °C, wobei jede Stadt einen Rekordtiefstwert für die Höchsttemperatur an diesem Tag aufstellte. Die Aufzeichnungen für Roanoke reichen bis ins Jahr 1912 zurück, während die für Lynchburg und Blacksburg bis ins Jahr 1893 zurückreichen.

Im Norden weigert sich Alaska nach wie vor, endgültig in den Frühling überzugehen. Am Ted Stevens Anchorage Airport sank die Tiefsttemperatur am 24. Mai auf 0 °C und stellte damit einen neuen Tagesrekord auf, der die bisherigen Bestmarken von 1,1 °C aus den Jahren 1957 und 1952 übertraf.

Bemerkenswert ist vor allem, dass dies nun der späteste Frost ist, der jemals am Anchorage International Airport gemessen worden ist und damit den bisherigen Rekord vom 22. Mai 1964 übertrifft.

Link: https://electroverse.substack.com/p/weather-is-weather-until-its-politically?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 26. Mai 2026:

Nordindien: Ende Mai kehrt der Schnee zurück

Diese Woche hat es auf der Kaschmir-Ladakh-Autobahn im Norden Indiens erneut geschneit.

Am Montag bedeckte Schneefall Teile von Minamarg, Drass und dem Zoji-La-Abschnitt, wodurch die höher gelegenen Streckenabschnitte weiß wurden und die Temperaturen stark sanken.

Schneefall Ende Mai ist hier bemerkenswert, insbesondere entlang einer wichtigen Verkehrsachse.

Es wurden zunächst keine größeren Schäden oder Verkehrsbeeinträchtigungen gemeldet, doch die Behörden beobachten die Lage weiterhin.

Leider konnte ich die Höhenlage nicht ausmachen, aber egal wo, um diese Jahreszeit dürfte es schon ungewöhnlich sein. Hierzu gibt es ein Video:

https://youtu.be/V5H8HvyqqVY

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Nordhemisphäre: Seltene Spitze der Schneemasse

Die Schneemasse der nördlichen Hemisphäre ist laut den neuesten FMI/GlobSnow-Messwerten vom 24. Mai erneut gestiegen.

Dieser Anstieg erfolgt weit in der Schmelzsaison, in der die Schneemasse der Hemisphäre normalerweise rasch abnimmt.

Ausschlaggebend dafür scheinen die tiefer gelegenen Gebiete Eurasiens zu sein (die GlobSnow-Daten berücksichtigen keine Gebirgsregionen).

In Burjatien in der Nähe des Baikalsees im südlichen Zentral-Sibirien fiel Ende Mai starker Schnee, wobei aus Teilen der Region Neuschnee gemeldet wurde. Auch die Mongolei war betroffen, wobei der Aimag Uvs unter Schneestürmen litt. Weiter westlich gab es im Osten Kasachstans Ende Mai Schneefall, als kältere Luft über Zentralasien hinwegzog.

Dies sind die Arten von großflächigen Schneefällen in der Spätsaison, die in den FMI-Schneemassendaten für die nördliche Hemisphäre noch erfasst werden können.

Die Schmelzsaison ist bereits in vollem Gange, doch die Schneedecke der nördlichen Hemisphäre hat gerade (vorübergehend) um einige hundert Gigatonnen zugenommen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-snow-returns-to-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 27. Mai 2026:

USA: Der Winter lässt in Kalifornien weiterhin nicht locker

Die Tioga Road durch den Yosemite-Nationalpark wurde am Dienstag, dem 26. Mai, gesperrt, als ein für diese Jahreszeit ungewöhnlicher Schneesturm über die Sierra Nevada zog.

Die Straße war gerade erst für die Saison wieder geöffnet worden. Am 14. Mai durften erstmals Radfahrer die Strecke befahren, am 15. Mai folgten die Fahrzeuge. Weniger als zwei Wochen später gab es erneut Schneefall, und die Hochgebirgsroute wurde wieder gesperrt.

Für die zentrale und südliche Sierra wurde Schneefall vorhergesagt, wobei die Schneefallgrenze auf etwa 1.670 m sinken sollte. Auch andere hohe Pässe, darunter Sonora, Monitor und Ebbetts, mussten geschlossen werden, als die Kaltfront durchzog.

In den gesamten USA verlangsamt sich die Wetterentwicklung. Nach dem Regen am Mittwoch wird sich voraussichtlich ein Omega-Block bilden, der für milde Nachmittage, kühle Nächte und unterdurchschnittliche Temperaturen sorgt.

Ende Mai bringt keinen klaren Übergang in den Sommer, insbesondere im Westen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-keeps-nipping-california-nasas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 28. Mai 2026:

Global: Die Kälte Ende Mai auf beiden Hemisphären

In Indien wird es in den nächsten Tagen deutlich kühler.

Der Indische Wetterdienst rechnet damit, dass die Temperaturen in Nordindien vom 28. bis 30. Mai bis zu 8 °C sinken werden, wenn ein neues Wettersystem von EWesten her aufzieht. Für die Einheimischen ist dies eine willkommene Erleichterung. Auf der Karte ist ein starker Temperaturrückgang Ende Mai zu erkennen:

ECMWF-Temperaturabweichungen in 2 m Höhe (°F) für den 31. Mai.

Russland warnt vor Spätfrost.

Laut Warnmeldungen des Hydromet-Dienstes ist diese Woche in Karelien mit Frost zu rechnen.

Aus Krasnojarsk, Chakassien und Tuwa wurden lokal Temperaturen bis -2 °C gemeldet. Für Irkutsk gilt bis zum 29. Mai eine Frostwarnung, wobei die Nachttemperaturen auf -3 °C sinken.

Auch im Nordwesten Russlands bleibt es kalt. In Murmansk fiel nasser Schnee. Frostwarnungen gelten am 28. und 29. Mai auch für Leningrad, Pskow und Nowgorod, wo die Temperaturen erneut auf -2 °C sinken.

Kalifornien erlebt einen weiteren Wintereinbruch zum Saisonende.

Die Tioga Road durch den Yosemite-Nationalpark wurde wegen Schneefallsgefahr gesperrt. Auch die nahegelegenen Pässe in der Sierra, darunter Sonora, Monitor und Ebbetts, wurden vorübergehend gesperrt. In den höheren Lagen werden weiterhin frostige Nächte vorhergesagt.

Nun ein kurzer Blick auf die südliche Hemisphäre…

Auch in Chile wird auf Frost geachtet.

Offizielle chilenische Frostwarnungen gelten ab dem 28. Mai, einschließlich „Kahlfrost“.

Für das südliche Afrika ist erneut Schnee in den Vorhersagen angekündigt.

Und schließlich warnt „Snow Report South Africa“ vor möglichen Schneefällen vom 3. bis 5. Juni in den Eastern Cape Highlands, auf den Gipfeln der Drakensberge und in Lesotho, einschließlich der höher gelegenen Gebiete um Rhodes und Barkly East.

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Großbritanniens Klimanotstand dauerte drei Tage

Anmerkung: Dies ist eine Ergänzung zu der Schummelei des Met. Office, die Cap Allon in diesem Beitrag aufgedeckt hatte.

Am Montag wurden in Kew Gardens 34,8 °C gemessen, womit der alte britische Mai-Rekord von 32,8 °C aus den Jahren 1922 und 1944 gebrochen wurde. Am Dienstag wurden in Kew 35,1 °C gemessen, während Heathrow 35 °C erreichte. Kew Gardens und Heathrow. Schon wieder.

Der eine Ort liegt inmitten der riesigen städtischen Wärmeinsel Londons. Der andere ist ein Flughafen, umgeben von Asphalt, Verkehr, Gebäuden, Zufahrtsstraßen und Flugverkehr. Die Messwerte waren nicht gerade gefälscht, aber der Kontext wurde fast sofort ausgeblendet.

Ein kurzes Hochdruckgebiet Ende Mai brachte Hitze nach England. Klarer Himmel, absinkende Luft und heiße kontinentale Luftmassen taten ihr Übriges. Im Süden und Südosten stiegen die Temperaturen sprunghaft, die üblichen Messstationen lieferten die erwarteten Werte, und die Schlagzeilen stellten dieses Wetterphänomen als Beweis für eine Katastrophe dar, wobei sie in schändlicher Weise neun tragische Ertrinkungsfälle in die Berichterstattung über die Hitzewelle einfließen ließen.

Zum Vergleich: In UK gibt es in der Regel etwa 200 bis 250 Unfall-Ertrinkungsfälle pro Jahr – also etwa 17 bis 21 pro Monat, wobei die Zahl in den wärmeren Monaten höher liegt. Im Mai 2024 gab es 28 derartige Todesfälle im Zusammenhang mit Wasser. Vorbehaltlich der offiziellen Bestätigung durch WAID/NWSF liegt die Zahl für Mai 2026 bislang bei 12, einschließlich der neun Todesfälle, die während der Hitzewelle dieser Woche gemeldet worden waren. Dennoch nutzt die BBC diese jüngsten Tragödien als emotionalen Treibstoff für ihre Darstellung der Klimakrise, ohne den grundlegenden Kontext der Ertrinkungsfälle zu berücksichtigen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-cold-still-showing-up-britains?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 29. Mai 2026:

Europa: Die kalte Hälfte wird ignoriert

Die aktuelle 7-Tage-Karte des ECMWF zu den Temperaturabweichungen in 2 m Höhe zeigt, dass Europa in zwei Teile gespalten ist:

Vom 28. Mai bis zum 4. Juni ist es in Westeuropa warm.

Spanien, Frankreich, die Benelux-Länder, Teile Deutschlands und Großbritannien liegen über dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020.

In Osteuropa ist es deutlich kalt.

Das Kältegebiet erstreckt sich vom Baltikum über Weißrussland, die Ukraine, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, den Balkan, Westrussland, die Türkei und die Schwarzmeerregion. Die größten Abweichungen liegen bei etwa 15 °C unter dem Normalwert.

Damit liegt ein riesiger, dicht besiedelter Streifen Europas zumindest für die nächste Woche unter dem Normalwert. Grob geschätzt sind im Westen 250 bis 300 Millionen Menschen von der Wärme betroffen, während im Osten und Südosten etwa 350 bis 400 Millionen unter der für die Jahreszeit ungewöhnlichen Kälte leiden.

Das sind 100 Millionen Menschen mehr auf der kalten Seite als auf der warmen.

Die Medien werden nur den Teil davon berichten, der in ihr Bild passt.

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Antarktis: Concordia meldet -76.1°C

An der Concordia-Station in der Antarktis sank die Temperatur am 28. Mai auf -76,1 °C – das erste Mal in dieser Saison, dass die Temperatur unter -75 °C fiel.

Das ist selbst für Dome C extrem kalt.

Im tiefsten Winter können die Temperaturen bis auf -80 °C sinken, doch Ende Mai ist es noch früher Winter. Die typischen Tiefstwerte im Mai liegen bei etwa -65 °C.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-cold-half-is-ignored-concordia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 23 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 29. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kältereport Nr. 22 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 1

31. Mai 2026 um 09:00

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Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • Nahtlose Maitemperaturen von der Vergangenheit bis heute
  • Die Maierwärmung begann bei uns erst 1987/88 mit einem Temperatursprung
  • Der Mai wird in Deutschland seit 1988 nicht mehr wärmer, CO₂ steigt jedoch gewaltig.

Den diesjährigen Mai 2026 im heutigen Deutschland geben wir nach vorläufiger Auswertung von mtwetter mit 13,9°C an. Die letzte Maiwoche war bereits sommerlich heiß. Der heurige Maischnitt liegt deutlich über dem Mittelwert seit 1881 (Schnitt 12,4°C). Der 2026er-Schnitt ist jedoch ermittelt mit den heutigen ca. 2000 Messstationen, die an ganz anderen, nämlich wärmeren Plätzen stehen wie vor über 100 Jahren und mit ganz anderen Messmethoden erfasst werden. Wir hatten damals ein ganz anderes Deutschland mit anderen Außengrenzen. Im Artikel übernehmen wir die Maitemperaturreihen wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) sie ins Internet stellt und führen keine Korrektur durch zur besseren (richtigen) Vergleichbarkeit heute und früher. Wir stellen lediglich fest, die Temperaturermittlung mit den heutigen Wetterstationen und den heutigen Messmethoden erfasst, ergibt einen höheren Maitemperaturschnitt.

Dieser Mai 2026 war wie im letzten Jahr regenarm mit etwa 65 l/m2, allerdings wie immer ungleich verteilt in Deutschland und bei den Sonnenstunden mit 254 h deutlich über dem Schnitt, siehe Grafiken weiter unten. Auffallend kalt war diesmal die Maimitte vom 11. bis 20. Mai, wobei die Eisheiligentage besonders kalt waren. Dafür entschädigte dann das letzte Maidrittel, vor allem im Süden mit sommerlich heißen Temperaturen. Hierzu vorweg eine kleine Grafik mit den deutschlandweiten Durchschnittstemperaturen, Mai 2026, wie sie der DWD veröffentlicht.

Abb. 0: Schön zu sehen sind die besonders kalten Eisheiligen 2026 und die sommerliche Hitzewelle ab dem 23. des Monats, vor allem tagsüber.

Der DWD beginnt seine Temperaturaufzeichnungen im Jahre 1881, mitten in einer Kälteperiode am Ende der „Kleinen Eiszeit“. Das zeigen uns Wetterstationen, die zeitlich noch weiter zurückreichen, z.B. der Hohenpeißenberg

Hohenpeißenberg (HPB): Messbeginn 100 Jahre früher als DWD-Deutschland

Der Standort der Wetterstation HPB war bis 1936 am direkten Anbau zur Klosterkirche, und zwar an der Nordwand, damals ganzjährig unbeheizt. Seit etwa 65 Jahren steht die DWD-Station in einem neuen DWD-Zentrum, frei stehend und somit den über 200 Mai-Sonnenstunden ausgesetzt, allerdings in einer international genormten Wetterkapsel mit entsprechenden Strahlungsabschirmungen, trotzdem ein wesentlich wärmerer Standort als eine kühle Hausnordwand. Messung: Damaliger erster Wert Mai 1781 genauso wie heute: knapp über 12 Grad. Man beachte den Anfang (Mai 1781) und das Ende, als den Mai 2026 der 246 Jahre langen HPB-Werte-Reihe

Grafik 1: Auffallend ist: 1) Der Mai wurde in den 246 Jahren nicht wärmer, das zeigt uns die ebene Trendlinie für diesen langen Zeitraum. Der ermittelte Maischnitt auf dem HPB liegt bei 10°C über die 246 Jahre. 2) Die Jahre um 1881, dem DWD-Messbeginn für ganz Deutschland befinden sich in einer leichten Kältedepression, die etwa 1 Grad unter dem Schnitt liegt. 3) Die wirklichen warmen Maimonate liegen lange zurück, die meisten sind vor 1881, dem Beginn der DWD-Deutschland-Messreihe.

Man sieht deutlich die Kältedelle in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich bis ins 20.te Jahrhundert hineinzieht.

Nochmals anzumerken wäre, dass die Station Hohenpeißenberg im Jahre 1936 verlegt wurde, nämlich von der kalten Nordwand der im Mai sowieso unbeheizten Klosterkirche etwa 20 m tiefer auf das heutige freie DWD-Plateau. Die Station steht ganztägig in der Sonne, falls die Sonne scheint und das war diesmal der Fall. Außerdem sind die Messeinrichtungen inzwischen digitalisiert und werden rundum erfasst. Die Mannheimer Stundenerfassung in der einstigen Wetterhütte ist abgeschafft.

Mit dieser DWD-Vorzeigestation HPB ist unsere Überschrift bereits bewiesen. Und laut Einstein genügt ein Beweis. Kohlendioxid, siehe nächste Grafik 2 hat keinen Einfluss auf den Mai-Temperaturverlauf auf dem Hohenpeißenberg.

Im Vergleich zum Temperaturverlauf auf dem HPB verläuft die bekannte Kohlendioxidkonzentrationsgrafik der Atmosphäre ganz anders.

Die Keeling Kurve, gemessen am Mouna Loa seit 1958 bei einem Vulkan, Zeitraum davor geschätzt von UC San Diego, siehe hier.

Grafik 2a: Steiler CO₂-Konzentrationsanstieg in der Atmosphäre seit 1958, dem Messbeginn. Am 25. Mai 2026 schon über 430 ppm. Im Jahre 1781, den Temperaturaufzeichnungen auf dem HPB sollen die CO₂- Konzentrationen laut Grafikquellenangabe noch bei sehr niedrigen 280 ppm gewesen sein.

Erg: Die CO₂-Konzentration sind seit Messbeginn auf dem Mouna LOA, also seit 1958 stark gestiegen, die Maitemperaturen überhaupt nicht. Damit ist die Behauptung der CO₂-Erwärmungsangstmacher, fast allein CO₂ bestimme die Temperaturen, eindeutig falsch. CO₂ ist kein Temperaturregelknopf!!! Die beiden Kennlinien verlaufen vollkommen unterschiedlich. Es gibt keinerlei Korrelationen und damit auch keinen Ursachenzusammenhang.

Abb. 2b: Laut dem linksgrünen Geschäftsmodell CO₂-Klimapanikmache sollen ausschließlich Treibhausgase, und aus dieser Gruppe hauptsächlich das „umweltschädliche“ CO₂ für die starke Temperaturzunahme der letzten Jahrzehnte verantwortlich sein. CO₂ sei der Haupttemperaturregler. Der DWD zeigt mit seinen Temperaturdaten, dieses Geschäftsmodell hat eine grottenfalsche Grundlage. Also weg mit dieser CO₂-Klimaerwärmungslüge der UN: Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Merke: Kohlendioxid hat keinen erkennbaren Einfluss auf die Maitemperaturen am HPB

Frage an den Leser: Wie würde der Maiverlauf aussehen, wenn die Station HPB 1936 nicht von der Nordwand der Klosterkirche an den heutigen sonnenscheinreichen wärmeren Standort im Südwesten des Berges versetzt worden wäre?

Antwort: Wir hätten sogar einen negativen Verlauf der Trendlinie, also eine Maiabkühlung seit 1781!!! auf dem Hohenpeißenberg. Das ist überraschend. Die wissenschaftliche Frage wäre, wie stark wäre die Maiabkühlung seit 1781 auf dem HPB bis heute? Doch auf diese Frage soll hier nicht weiter eingegangen werden. Uns interessiert nicht eine Wetterstation, sondern mehr die DWD-Deutschlandtemperaturreihen, die aber erst später beginnen.

Die DWD-Deutschlandtemperaturreihen des Maimonates

Wir haben erwähnt, dass der Beginn der DWD-Messreihen in einer Kältedelle liegt. Mit einem Beginn dieser Messreihen schon 3 Jahrzehnte später als vom DWD zeigt sich ein erstaunliches Bild.

Grafik 3: Jeder Ausschlag stellt einen Monat Mai in den aufeinanderfolgenden Jahren dar bis heute. Das Ergebnis ist überraschend.

Auswertung der DWD-Temperaturreihe Deutschlands

  1. Von 1915, also 72 Jahre bis 1987 zeigt der Mai trotz CO₂-Anstieges keine Erwärmung, sondern sogar eine Abkühlung
  2. Von 1987 auf 1988 erfolgt ein plötzlicher Temperatursprung von etwa 1,5 Grad
  3. Ab 1988 bis heute, also seit fast 40 Jahren zeigt der Monat Mai ebenfalls keine Erwärmung, sondern wieder eine leichte Tendenz zur Abkühlung, allerdings auf einem höheren Temperaturniveau.

Schlussfolgerungen der seriösen Naturwissenschaft:

1) Kohlendioxid kann nicht über 70 Jahre gar nicht oder gar leicht abkühlend wirken 2)Kohlendioxid kann nicht in im Jahre 1987 auf 1988 just zur Gründung des Weltklimarates wie mit einem Zeitzünder versehen plötzlich aufwachen und eine starke Erwärmungswirkung von über einem Grad herbei zaubern, um dann wieder in den Dornröschenschlaf zu verfallen. Solche physikalischen Gaseigenschaften gibt es nicht.

Merke: Die DWD-Grafiken kann man nicht mit einem imaginären, stetig zunehmendem Treibhausgas CO₂ erklären. Es gibt keinen CO₂-Temperaturregelknopf. Der Begriff „Treibhausgas“ ist somit ein Fantasiebegriff aus der Werbebranche, der uns weiter Angst einflößen soll, damit das Geschäftsmodell Klimarettung weiter gefahren werden kann.

Und: Die geschürte Klimapanik vor einer angeblichen Erderhitzung durch Treibhausgase ist frei erfunden. Das IPPC hat auch bereits reagiert und das hysterische Szenario zurückgenommen. Bei uns gilt jedoch immer noch das raffinierte Geschäftsmodell der Klimahysteriker, das über Angst- und Panikmache unser Geld will in Form einer CO₂-Steuer oder völlig überhöhten Energiepreisen. Ziel ist die Zerstörung unserer Demokratie und die Zerstörung Deutschlands. Dieser Planet braucht keine Klimarettungsmaßnahmen, weil die angeblich bevorstehende Klimakatastrophe eine Erfindung der Voodoo-Wissenschaft wie vom PIKI Potsdam ist.

Die DWD-Grafiken zeigen: Entweder wirkt CO₂ überhaupt nicht erwärmend oder nur in unbedeutendem Maße oder sogar unbedeutend abkühlend.

Bitte nicht vergessen: Es handelt sich um Original-DWD-Angaben, die nicht bzgl. der zunehmenden Wärmeinseleffekte der Messstationen von früher zu heute nicht trendbereinigt sind. Allerdings findet sich der Temperatursprung 87/88 auch bei WI-armen Stationen und in ganz Mittel-und Westeuropa!!! siehe hier. Bei WI-armen Stationen ist die leichte Abkühlungsphase auf dem letzten Temperaturplateau seit 1988 zudem stärker ausgeprägt, siehe Grafik 5a/b.

Richtig bleibt aber die Feststellung: Der Klimawandel, d.h. die Erwärmung im Mai begann in Mitteleuropa erst 1987 auf 1988 mit einem Temperatursprung und nicht seit der Industrialisierung!!!!

Damit haben wir aber ein Problem. Wenn nicht Kohlendioxid den Temperatursprung verursacht hat, wer oder was dann? Was sind die tatsächlichen Gründe des immer währenden Klimawandels?

Die richtige Erklärung, wir finden mindestens 5 Gründe des höheren Wärmeplateaus seit 1988

1) Natürliche Ursachen: Die Änderung der Großwetterlagen. Rein statistisch haben die Südwestwetterlagen im Mai wie in allen Monaten zugenommen und die kälteren nördlichen und östlichen Wetterlagen abgenommen. Das zeigt u.a. die Zunahme des Saharastaubes, der mit Süd- und Südwestwind zu uns getragen wird. Doch es gibt viele andere Gründe für natürliche Ursachen von Klimaänderungen. Hier sei auf die ausführlichen Artikel von Stefan Kämpfe verwiesen (auch hier)

2. Die plötzliche Zunahme der Sonnenscheindauer: Mit der plötzlichen Drehung der Windrichtung auf mehr südliche Wetterlagen haben die Maisonnenstunden von 1987 auf 1988

Zugenommen, was zugleich auch ein positives Ergebnis und eine positive Wirkung der gesetzlichen Luftreinhaltemaßnahmen ist. Deswegen hat die Strahlungswirkung auch zugenommen. Mehr Sonnenstunden ist tagsüber einerseits eine natürlich Erwärmung, andererseits wird dadurch auch die Höhe der Wärmeinseleffekte gesteigert. Der flächendeckende Wärmeinseleffekt ist deshalb seit 1988 stärker angewachsen, als im Zeitraum bis 1987

Leider erfasst der DWD die Sonnenstunden für Deutschland erst seit 1951. Trotzdem ergibt sich bereits ein eindeutiger und erstaunlicher Zusammenhang zwischen Sonnenstunden und Temperaturverlauf.

Grafik 4: Die Sonne schien keinesfalls gleichmäßig im Monat Mai der letzten 76 Jahre. Neben den jährlichen Differenzen sind die beiden Trendlinien bemerkenswert. Man beachte 87/88

Ergebnis: Die Sonnenstunden sind ab 1951 bis 1987 stark gefallen, das hat den Mai damals kälter gemacht. Aufgrund der Änderung der Großwetterlagen erfolgte ab 1987 auf 1988 plötzlich ein starker Anstieg der Sonnenstunden auf ein höheres Niveau. Das hat den Mai plötzlich wärmer gemacht. Auf diesem höheren Wärmeplateau mit mehr südlichen Wetterlagen befindet sich der Mai noch heute.

3. Der zunehmende Wärmeinseleffekt: Die Standorte der DWD-Stationen sind aufgrund der Bebauung wärmer und Asphaltierungen einst grüner Natur wärmer geworden, und sie werden weiter wärmer. Dazu nimmt die Flächenversiegelung in Deutschland laufend zu, was den Wärmeinseleffekt des letzten Frühlingsmonats ständig erhöht, (derzeit ist ein Siebtel der Gesamtfläche Deutschlands versiegelt) siehe Flächenversiegelungszähler. Aktueller Stand: 50 900 km²

Vergleich der Trendlinien einer wärmeinselarmen Station und einer Wärmeinselstation in Bayern, München und Hof.

Grafik 5a/b: Wetterstation München Stadtmitte und Hof im wachsenden Gewerbegebiet. München kühlt ab. (Minuszeichen vor der Formel). In der Wärmeinsel Hof steigen die Temperaturen.

Ergebnis: In München in der Stadtmitte wird der Mai kälter, im Gewerbegebiet Hof leicht wärmer. Das ist kein Widerspruch. In der Tat stimmen die Messungen des DWD. Dazu unsere Erklärungen: München ist eine städtische Wetterstation, mit einem hohen städtischen WI-effekt, (engl. UHI). Wegen der Stadtwärme viel wärmer als im Gewerbegebiet Hof, das außerhalb der Stadt liegt, siehe Trendlinienhöhe zwischen 14 und 15 Grad, in Hof bei 12 Grad.

Aber der UHI-Effekt von München ist längst ausgereizt, in der Innenstadt ist bereits alles bebaut, es kommt nichts mehr an bebauter Fläche hinzu, bzw. an grüner Fläche weg. Somit nimmt der Wärmeinseleffekt in der Stadtmitte Münchens seit 1988 kaum mehr zu. Der UHI ist hoch, wächst aber nicht mehr. Folge: München zählt seit 40 Jahren zu den eher WI-armen Wetterstationen, (allerdings mit einem hohen UHI-Effekt) so komisch das auch klingen mag.

Anders bei Hof: Die Wetterstation Hof stand einst außerhalb der Stadt, dort ist nach der Wende ein Gewerbegebiet entstanden, die neue vierspurige Bundesstraße, zugleich auch Autobahnzubringer, führt direkt an der DWD-Wetterstation vorbei. Der WI->Effekt hat stark zugenommen nach der Einheit.

4. Niederschläge im Monat Mai. Sie sind zunehmend seit 1988 und damit genau das Gegenteil der Medienmeldungen über ständig zunehmende Trockenphasen und Dürren. Die südlichen und SW-Strömungen seit 1988 brachten mehr Mai-Niederschläge und damit eine höhere Verdunstungskälte in Bodennähe, vor allem bei ländlichen Wetterstationen. In der Stadt mit dem Großteil an versiegelten Flächen fließt der Regen sofort in die Kanalisation, es verdunstet viel weniger Wasser. Insgesamt wird der zunehmende Mairegen auch ein Grund sein (aber nur einer von mehreren), dass der Mai im Gegensatz zu anderen Monaten, seit 1988 bis heute nicht wärmer wird, sondern sogar leicht abkühlt, vor allem nachts, siehe Grafik 7 und dann im Teil 2.

Grafik 6: Der Niederschlag im Monat Mai hat seit 1988 zugenommen. 2025 und 2026 lag jedoch deutlich unter der steigenden Trendlinie, jedoch immer noch im unteren Mittelfeld seit 1988. Der Mai machte auch diesmal die Natur grün und brachte keine Trockenheit übers Land.

5. Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung der Tagestemperaturen durch Flüssigkeitsthermometer in der Wetterhütte wurde abgeschafft, ebenso die Abschaffung der Tagesmittelerrechnung mittels Mannheimer Stunden, ersetzt durch eine rundum digitale Tageserfassung. Zudem wurden auch Wetterstationen durch Tausch an wärmere Plätze verlegt. Also eine statistische Erwärmung vor allem in den letzten 3 Jahrzehnten.

Zu diesem Thema haben wir vor vier Jahren eine vierteilige Reihe aufgelegt, siehe hier:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Nebenbei: Die Windhäufigkeit hat allgemein seit 1988 abgenommen wie Stefan Kämpfe in seiner acht Artikeln lange Reihe beschrieben hat. Schlecht für die Windräder bzw. für die alternative Stromerzeugung.

Sicherlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Gründen, weshalb es in Mittel- und Westeuropa 1987/88 zu einem plötzlichen Temperatursprung auf ein höheres Niveau gab. Wir rufen die Leser auf, noch weitere mögliche Gründe zu nennen und zur Diskussion zu stellen. So funktioniert der Wissenserwerb in der Wissenschaft.

Halten wir fest: Die Änderung der Großwetterlagen brachten ab 1988 die zusätzliche Maiwärme für das höhere Wärmeplateau, auf dem wir uns heute noch befinden. Vor allem im letzten Maidrittel, nach den Eisheiligen nahmen Süd- und SW-Wetterlagen zu. Allerdings wird der Mai seit 1988 in Deutschland wieder kälter, vor allem nachts. Das zeigen wir in der nächsten Grafik. Die Maiennachttemperaturen im Vergleich zur steigenden CO₂-Konzentration

Grafik 7: Die Mainächte, erfasst als Tmin nehmen in Deutschland seit 1988 deutlich ab. Im Gegensatz dazu sind die CO₂-Konzentrationen der Atmosphäre im gleichen Zeitraum deutlich angestiegen, wobei der Anstieg in den letzten 20 Jahren immer schneller erfolgt.

Erg: Vor allem die Mainächte werden kälter, und das widerspricht der Threibhaushypothese. Nach dieser hätten vor allem die Nächte wärmer werden sollen. Der deutsche Physiker Hasselmann, Nobellpreisträger von 2021, will dies sogar aus Satellitendaten erkannt haben. Der DWD mit seinen nächtlichen Maitemperaturdaten beweist ihm das Gegenteil

Wir halten fest:

Die globalen CO₂-Konzentrationen steigen, der Mai wird nicht wärmer, er kühlt eher ab, vor allem nachts sehr deutlich. Zwischen den Temperaturverläufen des Monats Mai und dem CO₂-Anstieg besteht keinerlei erkennbarer Zusammenhang, also keinerlei Korrelationen. Und damit ist die Treibhauserwärmungslehre falsch, sie ist eine Irrlehre.

Die Verfasser leugnen jedoch nicht die physikalischen Eigenschaften des Moleküls CO₂, übrigens ein lineares Molekül und nicht gewinkelt, das im IR-Bereich absorbiert und sofort wieder emittiert. Aber die von einigen Physikern daraus abgeleitete Erwärmung der Atmosphäre konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Es gibt lediglich theoretische Berechnungen mit fiktiven Computerspielmodellen, aber genauso viele theoretischen Gegenrechnungen von namhaften Physikern. Es gibt auch keinerlei für uns positive technische Erfindungen, die auf einem CO₂-Erwärmungseffekt beruhen würden. Somit hat die vom IPCC behauptete hohe Klimasensitivität von 2 bis 5 Grad keinen Versuchsbeweis. Und CO₂ gar als Temperaturregelknopf, eine Vorstellung, welche von der linksgrünen politischen Glaubenssekte verbreitet und nun sogar Eingang ins Grundgesetz gefunden hat, existiert schon gar nicht. Man muss die Wahrheit so deutlich aussprechen. Eine Falschlehre hat Eingang ins Grundgesetz gefunden. Damit ist den nur auf Klima-Klagen ausgerichteten NGOs wie die Deutsche Umwelthilfe, Tür und Tor geöffnet, um sinnvolle Natur- und Umweltpolitik zu verhindern, um das Geschäftsmodell der Klimapanik am Laufen zu halten

Der Monat Mai zeigt: Die Erwärmungslehre mit CO₂ als Haupttemperaturtreiber ist eine bewusste Irrlehre.

Deren einziger Sinn ist, unter der Bevölkerung eine Klimaangst zu erzeugen, ähnlich der Sündenangst im Mittelalter. Leider ist diese Angstmache bei Kindern und Jugendlichen schon vielfach gelungen. Die angeblichen CO₂ Klimawandel-Beweise anhand Katastrophenmeldungen wie Hochwasser, Taifune sind eine Folge diverser Ursachen, meist ein Behördenversagen, oftmals jedoch einfach nach bekannter Medienart vollkommen übertrieben. Bei der CO₂-Treibhaustheorie handelt sich um einen wissenschaftlichen Irrtum. Allerdings ein gewollter Irrtum. Es ist ein Geschäftsmodell auf falschen naturwissenschaftlichen Denk- und Rechengrundlagen aufgebaut. Die daraus abgeleitete Klimapanik, siehe Terrororganisation „letzte Generation“ ist gewollt und will unser Geld. Die bezahlten NGOs sind die Infanterie dieses Geschäftsmodelles. Das uns geraubte Geld soll unser Gewissen beruhigen, das man uns zuvor erzeugt hat. Ein Loskauf von einer erfundenen CO₂-Schuld. Das CO₂-Geschäftsmodell ist dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden. Nur raffinierter. Panische Gewissensangst erzeugen, von der man sich freikaufen kann. Die CO₂-Steuer macht uns arm, ein nimmer versiegende Geldeinnahme der Interessengruppen, hilft jedoch überhaupt keinem Klima. Das beschreibt auch Prof. Ganteför in diesem Video. Man braucht die Panik für das Geld, das man uns weiter rauben will.

Mai- Klima in der Zukunft: Wie der Wonnemonat Mai sich weiterentwickelt wissen wir nicht. Auch wenn der Hohepeißenberg seit fast 250 Jahren keine Maierwärmung zeigt, muss das nicht immer so bleiben. Das Klima ändert sich stetig. Es gibt kein über Jahrhunderte konstantes Klima. Wir hoffen, dass die derzeitige Abnahme der Maitemperaturen, das Kälter- werden bald beendet ist. Eine Folge des kälter werdenden Wonnemonates ist: Mai und April gleichen sich an

Grafik 8: DWD-Maitemperaturverlauf oben (braunorange) und der Aprilverlauf unten, seit 25 Jahren holt der April auf und nähert sich dem Mai. Die Grafik zeigt aber auch: beide Monate haben ein Ende der Erwärmung erreicht.

Wie wird es weitergehen? Natur- und Umweltschutz bleiben weiterhin wichtig: Wir wissen auch nicht, ob die wärmende Landschaftszerstörung durch Bebauung und Trockenlegung und damit die Ausweitung der Wärmeregionen im selben Maße sich fortsetzen wird wie uns der Versiegelungszähler momentan anzeigt. (etwa 40 ha/täglich). Ein Umdenken in der Bevölkerung, vor allem der Landwirte bei der Trockenlegung von Naturflächen, Wiesen, Äcker und Wäldern deutet sich an, was hoffnungsfroh stimmt. Der Niederschlag muss wieder dort gehalten werden, wo er niedergeht. Früher bei weniger Niederschlag gab es sogar zusätzliche Weiherwiesen, Lachenwiesen, Auwiesen, Tümpel und Teiche in den Landschaftssenken.

Naturschutz ist das Gebot der Stunde gegen Hochwasser bei normalem Starkregen und Gewitter, das wollen wir in nächsten Bild zeigen.

Zum Bild: So müssen Bäche wieder aussehen, der Betrachter steht auf einer Brücke, die an der Sohle nur eine mittlere Wassermenge durchlässt. Bei Starkregen und Gewittern staut sich der Bach in den „Feuchtwiesen“ links und rechts des Bachverlaufes zurück. Aber auch die Pflanzen und Bäume nehmen Regenwasser auf und speichern es in ihren Zellen. Foto: Kowatsch

Zum WI-effekt: Die Aufnahme entstand Ende April und man beachte das fehlende Grün der Bäume. Draußen in der freien Fläche, vor allem in feuchter Umgebung mit dem natürlichen Bewuchs der Auwiesen ist es wesentlich kälter als in einer Wärmeinsel. Aber hier stehen keine DWD-Wetterstationen mehr.

Demgegenüber steht das Geschäftsmodell Klimaschutz, das überhaupt nichts mit Natur- und Umweltschutz zu tun hat. Im Gegenteil, die angeblichen Klimaschutzmaßnahmen wie Windräder und Frei-PV-Anlagen mit den zusätzlichen Hochtemperaturfreileitungen erwärmen zusätzlich die Luft und zerstören die Landschaft. Wirkliche Naturschützer bekämpfen deshalb das politisch indoktrinierte Klimaschutz-Geschäftsmodell.

Natur- und Umweltschutz ja, Klimaschutz ist ein Geschäftsmodell, das auf der CO₂-Klimalüge aufgebaut ist.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass CO₂ das Schöpfungsgas schlechthin ist und die momentane Konzentration mit 0,043% eine viel zu geringe Konzentration aufweist. Die doppelte Konzentration wäre für das Leben auf der Erde bestimmt besser. Und wir verlangen noch dazu: der optimale Kohlendioxid-Konzentrationsbereich für die Atmosphäre und für die ökologische Vielfalt auf dieser Erde muss endlich wissenschaftlich erforscht werden.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

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Bodensenkungen führen zu hohen Messwerten beim Anstieg des Meeresspiegels

31. Mai 2026 um 06:00

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H. Sterling Burnett

Der Meeresspiegel steigt, wie dies seit dem Ende der letzten Eiszeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit der Fall ist. Tatsächlich ist er in den letzten 12.000 Jahren weltweit im Durchschnitt um mehr als 120 Meter gestiegen.

Obwohl es keinen einheitlichen Trend beim Meeresspiegel gibt – wobei die an Pegelmessstationen gemessenen Werte an einigen Orten relativ konstant bleiben, an anderen steigen und an wieder anderen sogar sinken –, zeigen die Daten im Allgemeinen, dass der Meeresspiegel um etwa 2bis 30 mm pro Jahrzehnt steigt, je nachdem, ob Satellitenmessungen (und welche Satellitendatensätze) oder Pegelmessdaten verwendet werden. Kürzlich hat eine neue Reihe von Satelliten eine geringe Beschleunigung des globalen durchschnittlichen Meeresspiegelanstiegs gemessen. Abgesehen von der Frage, ob dieser leichte Anstieg – sofern er tatsächlich vorliegt und kein Artefakt einer Änderung im Satellitenmesssystem ist – außerhalb der Norm des historischen Meeresspiegelanstiegs liegt (was nicht der Fall ist) oder unkontrollierbar ist (was ebenfalls nicht der Fall ist), bleibt die Frage: Worauf ist der jüngste Anstieg des Meeresspiegels zurückzuführen?

Eine Studie in „Nature“ kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um eine Kombination aus menschlichen und natürlichen Faktoren handelt und dass eine der anthropogenen Ursachen unterschätzt wird und möglicherweise eine größere Rolle spielt als die globale Erwärmung.

Ein internationales Team aus 11 Forschern von Universitäten und Forschungsinstituten in den Vereinigten Staaten, UK, Deutschland, Kanada und China stellt fest, dass die Rolle und die Ursachen von Landabsenkungen oder vertikalen Bodenbewegungen (VLM), die oft mit dem Anstieg des Meeresspiegels verwechselt werden, kaum untersucht wurden, aber einen großen Anteil am gemessenen Anstieg des durchschnittlichen Meeresspiegels haben.

Das Team untersuchte Daten aus 65 Prozent der Küstenstädte, darunter auch Delta-Städte in Südostasien, die in der Forschung zum Anstieg des Meeresspiegels an den Küsten üblicherweise nicht berücksichtigt werden. Sie stellten fest, dass die Küstenbevölkerung von 1995 bis 2020 einen doppelt so starken Anstieg des Meeresspiegels erlebte als auf Faktoren wie die globale Erwärmung zurückgeführt werden könnte. Tatsächlich deuten ihre Daten darauf hin, dass 71 Prozent der Küstenbevölkerung in Gebieten mit gravierenden Problemen durch Bodensenkungen leben.

Dutzende Artikel auf ClimateRealism.com haben darauf hingewiesen, welche Rolle Landabsenkungen beim gemessenen Anstieg des Meeresspiegels spielen, was die Unterscheidung zwischen dem Beitrag natürlicher Faktoren – einschließlich des Klimawandels – und anderen vom Menschen verursachten Faktoren erschwert.

Intensive Bebauung auf weichen Küstenböden führt zu Verdichtung; die Kanalisierung von Flüssen für den Schiffsverkehr und zur Verringerung von zufälligen Überschwemmungen verhindert die historische Bodenablagerung; die Trockenlegung von Feuchtgebieten für Bebauungszwecke führt zu stärkeren Überschwemmungen und steigenden Gezeiten; und die Entnahme von Grundwasser zur Deckung des Wasserbedarfs der wachsenden Küstenbevölkerung verursacht direkte Bodensenkungen. All dies sind schwerwiegende menschliche Faktoren, die zu einer erheblichen VLM führen.

„Beobachtungen zeigen, dass VLM die aktuellen absoluten Veränderungen des Meeresspiegels […] in anfälligen Gebieten, wie globalen Flussdeltas und insbesondere in Küstenstädten, die in Flussdeltas liegen, um eine Größenordnung (oder mehr) übersteigen kann“, schreibt das Forschungsteam. „Durch Grundwasserentnahme bedingte Bodensenkungsraten von 10 mm/Jahr haben zu deutlich höheren [relativen Meeresspiegelanstiegs-]Veränderungen als im globalen Durchschnitt in Flussdeltas, wie beispielsweise im Mekong-Delta …, oder in Städten beigetragen, die auf tief liegenden Delta- und Küstenebenen errichtet wurden, wie Bangkok, Manila oder Jakarta.“

Obwohl die an dieser Studie beteiligten Forscher nicht andeuten, dass sie bezweifeln, dass der Klimawandel zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt, deuten ihre Forschungsergebnisse darauf hin, dass mit der zunehmenden Bebauung von Küstengebieten der VSL bei den relativen Veränderungen des Meeresspiegels eine größere Rolle spielt als der Klimawandel, als allgemein anerkannt wird, und an vielen Orten vielleicht sogar eine größere Rolle als der Klimawandel.

Quellen: Nature; Climate Realism

Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-580-private-climate-cabal-under-investigation/, dritte Meldung

Anmerkung des Übersetzers: Während es den Klimawandel schon immer gab, ebenso wie tektonische vertikale Landbewegungen, ist nur das mit der Besiedlung und der Bewirtschaftung neu. Das heißt, dass „Änderungen der Veränderung“ des Meeresspiegels wohl tatsächlich anthropogenen Ursprungs sind!

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Weltklimarat kassiert eigenes apokalyptisches Klimaszenario – Sonderausgabe Klimaschau

30. Mai 2026 um 16:00

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Das Intergovernmental Panel on Climate Change der Vereinten Nationen, IPCC, auf deutsch ‚der Weltklimarat‘, gab vor kurzem bekannt, daß einige Schlüsselannahmen seines pessimistischsten Klimaszenarios RCP 8.5 unplausibel seien.
Der Wissenschaftsjournalist Michael Klein erklärt dazu auf Sciencefiles:

„RCP8.5 steht für Representative Concentration Pathway 8.5, ein Szenario, das auf eine Erwärmung von 4 -5 Grad Celsius bis 2100 kalibriert ist und durch einen Strahlungsantrieb von 8.5 Watt pro Quadratmeter getrieben wird. Die 8.5 W/m2 beziehen sich auf die Steigerung des Energieflusses in der Troposphäre, der durch sich ändernde Konzentrationen von Treibhausgasen ausgelöst werden soll, also im Wesentlichen durch CO2.
RCP8.5 ist das Szenario, das vom IPCC als „business-as-usual“ Szenario beschrieben wird. RCP8.5 ist ein grundlegendes und das am häufigsten verwendete Szenario, mit dem der Einfluß eines ohne einschneidende Maßnahmen erfolgenden Klimawandels dramaturgisch aufbereitet wird.“

LINKS:

IPCC räumt ein: Apokalyptische Klimaszenarien sind „unplausibel“ – was bedeutet, dass die meisten Panikmache-Berichte der Medien der letzten 15 Jahre offiziell als Unsinn gelten

IPCC: Wirtschaft kaputt? Sorry, wir haben uns geirrt! Klimawandel ist gar nicht so schlimm, wie wir behauptet haben.


https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3581777&__cf_chl_rt_tk=4PsmAvSogadits9RkE2hEd_t1GcpSxCEqZ3zikWnIfE-1778674148-1.0.1.1-st3PdZH8awMKqeP.JdjWIAXmW_Gjj5k1Dr8TxWARzIs
https://gmd.copernicus.org/articles/19/2627/2026/
https://apnews.com/article/trump-climate-change-fact-check-93087e5b751dc15852a33c734576f375
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/03/rs20210324_1bvr265618.html

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Woher kommt der Strom? negative Preise…..

30. Mai 2026 um 13:00

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20. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die 20. Analysewoche des Jahres 2026 wies, obwohl die PV-Stromerzeugung ordentlich und die Windstromerzeugung wesentlich stärker als in der Vorwoche, kommt es bis auf den Samstagmittag nicht zu negativen Preisen. Und die sind diesmal sehr gering. Dennoch sind die Preisdifferenzen an sechs Tagen hoch. Die Geschäfte laufen gut. Fünf Mal wird der deutsche Strombedarf über die Mittagszeit regenerativ gedeckt. An gesagten fünf Tagen plus Mittwoch wird über die Mittagszeit deutscher Strom aus dem Ausland günstig eingekauft, zum Abend wird der Strom wieder nach Deutschland zurückverkauft. Das funktioniert, weil unsere Nachbarstaaten genügend steuerbare Stromerzeugung haben. Die reduzieren sie über die „Strom-Einkaufszeit“. Oder sie nutzen den gekauften Strom, um Pumpspeicherkraftwerke aufzuladen. Zum Abend erzeugen sie den Stro, der nach Deutschland gehen soll. Oder sie erzeugen per Wasserkraft (z.B. Norwegen), per Kernkraft (z.B. Frankreich) zusätzlich den Strom, der nach Deutschland gehen soll. Auf jeden Fall sind sie in der Lage die Preisdifferenzen zu nutzen und gutes Geld zu verdienen. Am Samstag und Sonntag sind die Geschäftsbedingungen besonders lukrativ. Da schlagen die üblichen „Verdächtigen“ wieder gnadenlos zu und greifen richtig viel Profit ab. Doch was ist mit den Niederlande los? Sie kaufen praktisch die komplette Woche Strom aus Deutschland, egal ob der Preis hoch oder niedrig ist. Offensichtlich benötigen die Niederlande rund um die Uhr Importstrom aus Deutschland, um den Bedarf zu decken.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 20. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den Ausbaugrad 86 Prozent und müssen feststellen, dass mit dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren jeden Tag über die Mittagsspitze den Bedarf weit überschreitet und praktisch jeden Tag zu zu negativen Preisen führen wird. Wenn diese Stromübererzeugung dann noch von der Technik „gebändigt“ werden kann und ein Blackout vermieden wird, wäre bereits viel gewonnen. Viel Solarkraft führt bei viel PV-Anlagen-Zubau zu starker Stromübererzeugung mit Preisverfall. Deutschland muss den Strom unbedingt loswerden!

Es wird Zeit über eine sinnvolle Zubau Strategie nachzudenken. Total Energies und BP haben dies im Windkraft-Offshore Bereich getan und blasen ihre geplanten Großinvestitionen in Nord- und Ostsee trotz drohender Milliardenverluste wahrscheinlich ab. Warum? Es rechnet sich nicht. Das Management der Großkonzerne mit ihren Millionenverdiensten war ganz tapfer und wollte keine Förderung. Bis man dann merkte, dass sich auch grundlegende Faktoren einer Investition ändern können. Daran hat man nicht gedacht.

Beachten Sie bitte nach den Tagesanalysen die aktuelle Detailanalyse „Solarstrom – Produktion und Kosten„, welche von Peter Hager erstellt wurden.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Steigender Windstrom, nicht viel PV-Strom.  Die Strompreise.

Reichlich Windstrom, PV-Strom ist in Ordnung. Die Strompreise.

Mittwoch, 13.5.2026

Windstrom lässt etwas nach.   Die Strompreise.

Starker Rückgang Windstrom. Starker Zuwachs PV-Strom. Die Strompreise.

Leichter Zuwachs Windstrom. Starke PV-Stromerzeugung.  Die Strompreise.

Heute übersteigen die Erneuerbaren den Bedarf kräftig. Leichte Negativpreise. Die Strompreise.

 PV-Strom sehr stark. Zum Abend nimmt die Windstromerzeugung ab. Die Strompreise.

Marktwert Solarstrom erreicht im April einen neuen Tiefstand

Von Peter Hager

Der starke Zubau installierter PV-Leistung in den letzten drei Jahren (2023: rund 15 GW, 2024: rund 17,5 GW, 2025: rund 17 GW) auf insgesamt 118 GW (Ende 2025) zeigt immer mehr die Schattenseite der kräftigen PV-Stromerzeugung in den sonnenreichen Monaten. Die besonders hohe PV-Produktion in den Mittagsstunden – unabhängig vom aktuellen Strombedarf – führt immer häufiger zu fallenden oder sogar zu negativen Preisen an der Strombörse.

Dabei entspricht der Marktwert Solar dem durchschnittlichen Börsenstrompreis (Spotmarkt), welcher bei der Direktvermarktung durch die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW erzielt wird. Dieser Marktwert Solar wird – ebenso für die weiteren „Erneuerbaren Energien“ – von den ÜNB monatlich und jährlich ermittelt sowie veröffentlicht. 

Der minimale Marktwert Solar sank in den letzten drei Jahren kontinuierlich in Anlehnung und als Folge des ungesteuerten Zubaus:

2023: 5,356 Ct/kWh (Mai)
2024: 3,161 Ct/kWh (Mai)
2025: 1,843 Ct/kWh (Juni)

Im April 2026 lag der Marktwert Solar nur noch bei 1,317 Ct/kWh (zum Vergleich: im April 2025 betrug er noch bei 3,041 Ct/kWh).

Die sonnenreichen Sommermonate Juni bis August stehen noch an. Das wird sicher „lustig“.

Quelle

Für Steuerzahler wird es teuer

Für PV-Anlagen gilt je nach Jahr der Inbetriebnahme eine feste Einspeisevergütung nach EEG für 20 Jahre (für ältere Anlagen höher, für jüngere Anlagen niedriger). Von Februar bis Juli 2026 beträgt die Einspeisevergütung z.B. für neue PV-Anlagen bis 10 kW installierter Leistung 7,78 Cent/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,34 Cent/kWh (Volleinspeisung).

Je niedriger der Marktwert Solar ist, desto geringer fallen die Einnahmen der Stromerzeuger durch die Direktvermarktung der Übertragungsnetzbetreiber aus.

Die Differenz zu festen Einspeisevergütungen wird durch den Bundeshaushalt (d.h. durch die Steuerzahler) ausgeglichen.

Allein im April 2026 stehen den Erlösen der „Erneuerbaren Energien“ von rund 119 Millionen Euro eine Ausgleichszahlung des Bundes von mehr als 1,25 Milliarden Euro gegenüber.

Quelle

Von wegen „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“. (Ölquellen schicken auch keine Rechnung!)

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des  Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne.

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Die Argumente gegen Solarenergie im industriellen Maßstab in Großbritannien

30. Mai 2026 um 10:00

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WUWT, Sam Lowry

Großbritannien installiert rasant mehr Solaranlagen. Im ganzen Land sind Felder, auf denen einst Weizen, Gerste und Gemüse wuchsen, nun mit Glas- und Siliziumpaneelen bedeckt, die sich bis zu den Hecken erstrecken. Die Regierung bezeichnet dies als einen zentralen Bestandteil ihres Energieplans.

Entwickler behaupten, Solarenergie sei erschwinglich und werde sich unweigerlich durchsetzen. Planungsbehörden, die zunehmend unter Druck stehen, Projekte für erneuerbare Energien zu genehmigen, tun sich oft schwer, diese abzulehnen. Doch die zentrale Frage – ob großflächige Solaranlagen tatsächlich zu den geografischen, klimatischen und energietechnischen Gegebenheiten Großbritanniens passen – wird selten eingehend untersucht. Wenn dies geschieht, sind die Ergebnisse besorgniserregend.

Dieses Argument richtet sich nicht gegen Solarenergie an sich. Vielmehr fordert es eine klare Betrachtung der Möglichkeiten und Grenzen der Solarenergie in einem nördlichen, dem Atlantik zugewandten Land. Politische Maßnahmen, die auf unvollständigen Informationen beruhen, können nachhaltige Auswirkungen haben, selbst nachdem die Solaranlagen abgebaut wurden.

Das falsche Werkzeug für die Aufgabe

Jede Energietechnologie hat ihre optimalen Einsatzgebiete. Geothermie eignet sich für Island, Wasserkraft für Norwegen. Großflächige Solaranlagen sind am effektivsten in Regionen mit starker Sonneneinstrahlung, nicht so langen Wintertagen und beständigen Jahreszeiten, wie beispielsweise in der Mojave-Wüste, am Rande der Sahara oder in Südspanien. Im Vereinigten Königreich herrschen diese Bedingungen nicht.

Großbritannien liegt zwischen dem 50. und 61. nördlichen Breitengrad. Im Dezember und Januar erhält Südengland etwa sieben Stunden Tageslicht, Schottland hingegen weniger als sechs. Doch nicht jedes Tageslicht ist für Solaranlagen von Vorteil. Das atlantische Wetter in Großbritannien bringt viele Wolken, schwaches Licht und eine tiefstehende Wintersonne, die die Paneele in ungünstigen Winkeln trifft, sodass sie deutlich weniger Strom produzieren. An den dunkelsten Wintertagen  erzeugt ein Solarpark möglicherweise nur 3 bis 5 % seiner Nennleistung .

Dieses Problem wäre leichter zu lösen, wenn der Strombedarf das ganze Jahr über konstant bliebe, doch das ist nicht der Fall. Der Energieverbrauch Großbritanniens schwankt mit den Jahreszeiten, und dieses Muster verläuft genau entgegengesetzt zu dem Zeitraum, in dem Solaranlagen am effektivsten arbeiten. Von November bis Februar verbrauchen Privatpersonen und Unternehmen deutlich mehr Strom für Heizung, Beleuchtung, Kochen und Industrie. Die kältesten Monate, die insbesondere für ältere und gefährdete Menschen riskant sind, fallen in die Zeit, in der die Solarenergie am geringsten ist. Steigt der Bedarf im Januar während eines Kälteeinbruchs sprunghaft an, wird er nicht durch Solaranlagen, sondern durch Gasturbinen, Batteriespeicher und Stromimporte aus Europa gedeckt.

Dies ist ein grundlegendes strukturelles Problem, nicht nur eine lösbare technische Herausforderung. Es ist auf die Lage und das Wetter Großbritanniens zurückzuführen. Kein Solarpanel, weder jetzt noch in Zukunft, kann die britischen Winter sonniger machen. Die Diskrepanz zwischen der Stromerzeugung durch Solarenergie und dem Strombedarf Großbritanniens wird bestehen bleiben.

Strom erzeugen, wenn er am wenigsten benötigt wird

Fairerweise muss man sagen, dass Solarenergie in Großbritannien im Sommer einen erheblichen Beitrag leisten kann. An sonnigen Tagen im Mai, Juni und Juli  können Solaranlagen einen Großteil des Bedarfs des nationalen Stromnetzes decken und erreichen zu Spitzenzeiten mitunter 20 bis 30 Prozent. Die Branche verweist häufig auf diese Zahlen, und sie stimmen auch.

Diese Zahlen erklären jedoch nicht, dass der Energiebedarf im Sommer am niedrigsten ist. Mildes Wetter, längere Tage und geringere Industrieaktivität entlasten das Stromnetz. Überschüssiger Solarstrom kann in diesen Monaten Probleme verursachen. Die Strompreise können negativ werden, Stromerzeuger erhalten möglicherweise eine Vergütung für die Drosselung ihrer Produktion, und das Netz muss überschüssige Energie aufnehmen, die es nicht speichern kann. Billiger Strom zum falschen Zeitpunkt ist weniger nützlich als Strom, wenn er benötigt wird.

Datenquellen: Die Nachfragezahlen stammen aus  den monatlichen Tabellen von DESNZ Energy Trends  und
dem NESO-Bericht „Britain’s Electricity Explained: 2023 Review“ . Die Daten zur Solarstromerzeugung
stammen von DESNZ Energy Trends und  dem Datensatz Sheffield Solar/PV Live GB .Alle Angaben
sind ungefähre Monatssummen für das Kalenderjahr 2023.

Die Speichersysteme, die die saisonale Lücke schließen könnten, wie Batterien oder andere Technologien zur Speicherung von Sommerüberschüssen für den Winter, existieren nicht im erforderlichen Umfang. Ein realistischer und bezahlbarer Zeitplan für deren Aufbau ist nicht absehbar. Fakt ist: Solarenergie in Großbritannien erzeugt überschüssige Energie, die nicht immer genutzt werden kann, und nicht ausreichend, wenn sie am dringendsten benötigt wird – ein Muster, das sich jedes Jahr wiederholt.

Das Land, das nicht brachliegen kann

Lassen wir die Energieberechnungen für einen Moment beiseite und überlegen wir, was wirklich verloren geht.

Die landwirtschaftlichen Nutzflächen Großbritanniens umfassen etwa 16,8 Millionen Hektar, was rund 70 % der Landesfläche entspricht. Davon sind etwa 6,2 Millionen Hektar Ackerland, auf dem Getreide, Gemüse, Ölsaaten und andere Nahrungspflanzen angebaut werden. Innerhalb dieser begrenzten Fläche machen  die Böden der Güteklassen 1 und 2  – die fruchtbarsten, auf denen viele Nutzpflanzen zuverlässig und mit hohen Erträgen gedeihen – nur einen kleinen, aber unersetzlichen Teil aus. Sind diese Böden einmal durch Bebauung verloren gegangen, kehren sie nicht zurück.

Dieses Land ist nicht nur ein wirtschaftliches Gut, sondern auch von entscheidender Bedeutung für die Ernährungssicherheit. Da  Großbritannien mittlerweile etwa die Hälfte seiner Lebensmittel importiert , verschärft ein weiterer Rückgang der heimischen Produktion diese Abhängigkeit, die ohnehin schon ein strategisches Risiko darstellt, noch zusätzlich.

Solarentwickler bevorzugen eindeutig diese Art von Land. Es ist in der Regel flach, offen, gut entwässert und bereits an Straßen und das Stromnetz angeschlossen – Eigenschaften, die es ideal für die Landwirtschaft und, wie sich herausstellt, auch für Solaranlagen machen. Dank staatlicher Verträge und Planungsrichtlinien, die erneuerbare Energien subventionieren, kann dieses Land als Solarpark deutlich mehr einbringen als als landwirtschaftliche Nutzfläche. Landbesitzer treffen angesichts dieser Anreize nachvollziehbare Entscheidungen, doch die Richtlinien selbst sind nicht nachvollziehbar.

Wenn ein Feld in einen Solarpark umgewandelt wird, ist der Verlust nicht vorübergehend. Verdichteter Boden, veränderte Entwässerung, reduzierte mikrobielle Aktivität und 25 Jahre ohne Landwirtschaft verschlechtern den Zustand des Bodens erheblich. Seine Fähigkeit, Nahrungsmittel anzubauen, wiederherzustellen, ist kein Prozess, der schnell gelingen kann. Großbritannien geht einen dauerhaften Tausch ein und gibt die langfristige Ernährungssicherheit für eine Energietechnologie auf, die nicht geeignet ist, Strom genau dann zu liefern, wenn er am dringendsten benötigt wird.

Schwimmende Solaranlagen – von Feldern zu Seen

Wenn der Verlust von Ackerland durch die Nutzung von Solaranlagen ein schleichendes und offensichtliches Problem darstellt, so könnte der neue Vorstoß, Solarpaneele auf britischen Seen und Stauseen zu installieren, ein schnelleres und weniger sichtbares Problem sein.

Schwimmende Photovoltaikanlagen , in der Branche als „Floatovoltaik“ bekannt, werden als nächster Schritt propagiert. Sie umgehen die Debatte um landwirtschaftliche Nutzflächen und können auf bestehenden Stauseen oder Baggerseen installiert werden. Befürworter aus der Industrie und einige Forscher verweisen auf mögliche Vorteile wie geringere Wasserverdunstung und weniger Algenblüten. Die Regierung hat die Idee begrüßt. Das mag plausibel klingen, ist es aber nicht.

Wissenschaftliche Studien zu den ökologischen Auswirkungen schwimmender Solaranlagen  zeichnen ein deutlich besorgniserregenderes Bild, als die Branche zugibt. Untersuchungen haben gezeigt, dass schwimmende Paneele Wind und Sonnenlicht daran hindern, das Wasser zu erreichen. Dies stört die Wasserschichten, die für die Zirkulation, den Sauerstoffgehalt und die biologische Aktivität eines Sees verantwortlich sind. Dieser Effekt ist nicht zu vernachlässigen. Studien belegen, dass hypoxische Bedingungen, also gefährlich niedriger Sauerstoffgehalt, unter schwimmenden Solaranlagen etwa 80 % häufiger auftreten.

Wissenschaftler haben Veränderungen der Wasserchemie, wie Nitrifikation und Sauerstoffverlust, als die größten Risiken dieser Technologie identifiziert . Eine weltweite Studie ergab , dass schwimmende Solaranlagen durchschnittlich 34 % der Seeoberfläche bedecken – ein Ausmaß, ab dem Auswirkungen auf aquatische Nahrungsketten, Primärproduktion und Artenzusammensetzung schwer vorherzusagen oder umzukehren sind.

Die offenste Kritik kommt von Forschern, die der Technologie grundsätzlich positiv gegenüberstehen. Der Hauptautor einer vielzitierten Studie der Universitäten Bangor und Lancaster  stellte unmissverständlich fest: „Wir wissen noch immer nicht genau, wie sich schwimmende Paneele unter verschiedenen Bedingungen und an unterschiedlichen Standorten auf das Ökosystem eines natürlichen Sees auswirken.“

Diese Aussage der Unsicherheit erfolgte im Zusammenhang mit der Forderung nach einem verstärkten Einsatz schwimmender Solaranlagen. Besonders besorgniserregend ist die mangelnde Überwachung, da der Einsatz bereits im Gange ist. Umfragen unter Betreibern schwimmender Solaranlagen ergaben, dass nur 15 % jemals die Wasserqualität überprüft hatten. Die Branche weitet eine Technologie aus, ohne deren ökologische Auswirkungen in Ökosystemen zu messen, die Jahrtausende brauchten, um ihr heutiges Gleichgewicht zu erreichen.

Großbritanniens Seen, Stauseen und Süßwasserkörper sind keine ungenutzten Flächen. Sie sind komplexe, produktive Ökosysteme, die Fische, Zugvögel, Wirbellose und die größeren Nahrungsketten, die von ihnen abhängen, beherbergen. Viele dienen auch als Trinkwasserquellen. Ihre Wasserqualität oder ihren Temperaturhaushalt zu beeinträchtigen,  um eine geringe Menge zusätzlichen Solarstroms zu gewinnen – aus all den bereits genannten saisonalen und geografischen Gründen – würde eine andere Art von Umweltschaden verursachen als die Installation von Solaranlagen auf einem Feld. Felder können sich, zumindest theoretisch, erholen. Aquatische Ökosysteme, die durch Sauerstoffmangel und gestörte Wasserschichten geschädigt werden, hingegen möglicherweise nicht.

Die unvollständige Bilanz

Befürworter von Solargroßanlagen verwenden oft eine einfache Berechnung: Sie teilen die Installationskosten durch die erwartete Lebensdauerleistung und erhalten so einen Preis pro Kilowattstunde, der im Vergleich zu fast allen anderen Optionen günstiger erscheint. Dieser Wert ist im letzten Jahrzehnt dank der großflächigen chinesischen Produktion deutlich gesunken und wird häufig als Hauptargument für den Ausbau der Solarenergie angeführt. Diese Berechnung lässt jedoch viele Aspekte außer Acht.

Zunächst tritt Degradation auf. Solarmodule verlieren vom ersten Tag ihrer Installation an an Effizienz. Temperaturschwankungen verursachen Mikrorisse. Schmutz und Partikel, insbesondere in der Landwirtschaft, reiben die Oberfläche ab und streuen das einfallende Licht. Die Klebstoffe und Verkapselungsmaterialien, die die Modulschichten zusammenhalten, zersetzen sich mit der Zeit und ermöglichen so das Eindringen von Feuchtigkeit.

Branchenübliche Zahlen deuten auf eine jährliche Leistungsverschlechterung von etwa einem halben Prozent hin, wodurch nach 25 Jahren rund 80 % der ursprünglichen Leistung erreicht werden. In einem Umfeld, in dem die Leistung ohnehin über weite Teile des Jahres gering ist, stellt diese kumulative Verschlechterung keinen vernachlässigbaren Fehler dar – sie mindert den Wert der Anlage über ihre gesamte Lebensdauer erheblich.

Noch wichtiger ist jedoch, dass Solarmodule Wartung benötigen. Anlagen, die sich über Zehntausende Hektar erstrecken, erfordern den Aufbau einer Infrastruktur in Gegenden, die normalerweise ohne jegliche technische Installation auskommen. Ausserdem regelmäßige Inspektion, Reinigung, elektrische Prüfungen und den Austausch von Komponenten. Wechselrichter – die Geräte, die den Gleichstrom in netzkompatiblen Wechselstrom umwandeln – haben eine kürzere Lebensdauer als die Module selbst und müssen mindestens einmal während der üblichen Nutzungsdauer einer Anlage ausgetauscht werden. Keine dieser Tätigkeiten ist kostenlos und verursacht Energie- oder Ressourcenkosten. Arbeitsaufwand, Ausrüstung, Transport und Herstellung haben alle einen erheblichen finanziellen und materiellen Aufwand, der in allgemeinen Kostenvergleichen selten berücksichtigt wird.

Dann stellt sich die Frage, was mit ausgedienten Solarmodulen geschieht. Großbritannien steht erst am Anfang des Ausbaus der Solarenergie, der in den 2040er und 2050er Jahren eine große und vorhersehbare Menge an alten Modulen erzeugen wird. Diese Module enthalten Cadmium, Blei, Selen und andere Schadstoffe, die nicht gefahrlos auf Deponien entsorgt werden können.

Es gibt kaum eine Recyclinginfrastruktur für Solarmodule, da die gewonnenen Restmaterialien weniger wert sind, als die Kosten zur Trennung [wie auch bei Windrädern – der Übersetzer] Die Kapazitäten zur Bewältigung der zukünftig anfallenden großen Mengen an Modulen sind nicht vorhanden, und es werden keine nennenswerten öffentlichen Investitionen in deren Aufbau getätigt. Dies ist ein gravierendes Problem, das in den aktuellen politischen Kostenberechnungen fast nie berücksichtigt wird.

Schließlich stellt sich die Frage der Produktionsabhängigkeit. Die überwiegende Mehrheit der in Großbritannien installierten Solarmodule wird in China unter Einsatz energieintensiver industrieller Prozesse hergestellt. Der Ressourcenaufwand für die Siliziumraffination, die Zellfertigung, die Modulmontage und den Transport nach Großbritannien ist beträchtlich und verursacht reale Kosten für Energie und Rohstoffe – Kosten, die in der britischen Energiestatistik nicht erfasst werden, da sie gemäß den Rechnungslegungsgrundsätzen dem Produktionsort und nicht dem Verbrauchsort zugeordnet werden.

Britische Solaranlagen erscheinen auf den ersten Blick günstig und ressourcenschonend, wenn man die nationale Bilanz betrachtet. Das Gesamtbild der Herstellung und Lieferung dieser Anlagen ist jedoch wesentlich komplexer.

Was wird verdrängt?

Es geht hier nicht darum, dass Solarenergie im britischen Energiemix keinen Platz hat. Auf nach Süden ausgerichteten Dächern, über Parkplätzen, entlang von Autobahnen, auf wirklich marginalen oder brachliegenden Flächen können Solaranlagen einen sinnvollen Beitrag zur sommerlichen Spitzenlast leisten, ohne produktives Ackerland zu verbrauchen oder die Landnutzung zu verändern. Geeignet platzierte Solaranlagen sind etwas ganz anderes als industrielle Anlagen, die sich über landwirtschaftliche Nutzflächen der Güteklassen 1 und 2 erstrecken.

Die schwierigere Frage ist, welche politischen und finanziellen Ressourcen für großflächige Solaranlagen aufgewendet werden und was dadurch vernachlässigt wird. Das Stromnetz, die zentrale Infrastruktur, die alle Arten der Stromerzeugung mit den Verbrauchern verbindet, benötigt erhebliche Investitionen, um mit einem modernen, diversifizierten Energiesystem Schritt halten zu können.

Die Modernisierung des Stromnetzes und der Bau wirklich effektiver Großspeicher, die Energie – unabhängig von ihrer Erzeugung – tagelang oder wochenlang und nicht nur stundenlang speichern können, würden der nationalen Energiesicherheit mehr helfen als die Bedeckung von Hektar Land mit Solarmodulen, die an einem Julinachmittag zusätzlichen Strom erzeugen.

Diese Investitionen sind oft unterfinanziert, zum Teil, weil Aufmerksamkeit und Geld in prestigeträchtige Energieerzeugungsprojekte geflossen sind, die zwar auf dem Papier gut aussehen, aber nicht dann liefern, wenn das Land sie am dringendsten braucht.

Jeder Pfund [~Euro], der für einen Solarpark auf gutem Ackerland ausgegeben wird, ist ein Pfund, das nicht für Infrastruktur ausgegeben wird, die Großbritanniens Energiebedarf in den schwierigsten Zeiten – den dunklen, kalten Wintermonaten – wirklich decken könnte.

Abschluss

Der Ausbau großflächiger Solaranlagen in Großbritannien ist eine Politik, die auf selektiver Datenanalyse und der Vernachlässigung saisonaler Schwankungen beruht. Sie berücksichtigt die im Sommer erzeugten Megawatt, ohne die Stillstandszeiten im Winter einzubeziehen. Sie präsentiert Installationskosten, ohne Wartung, Verschleiß, Austausch und Entsorgung zu berücksichtigen. Sie behandelt den Verlust von produktivem Ackerland als akzeptable Nebenwirkung anstatt als irreversible Kosten.

Und nun, da der Widerstand gegen bodenmontierte Solaranlagen zunimmt, wenden sich die Befürworter den Seen und Stauseen Großbritanniens zu – und schlagen vor, eine wenig verstandene Technologie auf Gewässer auszudehnen, deren ökologische Integrität weit wichtigeren Zwecken dient als der Energieerzeugung.

Großbritannien braucht eine ehrliche nationale Debatte darüber, was seine Energiezukunft tatsächlich erfordert – eine Debatte, die nicht auf dem basiert, was modisch oder finanziell bequem ist, sondern auf den harten Realitäten der nördlichen Breitengrade, der atlantischen Wolken, den unabdingbaren Anforderungen eines britischen Winters und dem unersetzlichen Wert des Landes und des Wassers, die wir opfern sollen.

Sam Lowry ist ein leitender Manager in der Softwareentwicklungsbranche mit Interesse an politischen und sozialen Themen. Sein Name ist ein Pseudonym.

https://dailysceptic.org/2026/05/09/the-case-against-industrial-scale-solar-in-the-uk/

 

Der Beitrag Die Argumente gegen Solarenergie im industriellen Maßstab in Großbritannien erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Europas Green Deal bröckelt

30. Mai 2026 um 07:00

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Mohamed Moutii

In den letzten zehn Jahren hat Europa eine führende Rolle bei der Gestaltung der globalen Klimapolitik gespielt, was durch die Einführung des Europäischen Grünen Deals im Jahr 2019 unterstrichen worden war – Ursula von der Leyen bezeichnete dies als einen „Moment wie die Mondlandung“. Die Initiative zielt darauf ab, Europa bis 2050 zum weltweit ersten klimaneutralen Kontinent zu machen und gleichzeitig Innovationen zu fördern sowie die industrielle Basis zu stärken.

Doch einige Jahre später sind die Ergebnisse zutiefst enttäuschend. Anstatt seine Ziele zu erreichen, wird der Green Deal zunehmend mit höheren Energiekosten, geschwächter Wettbewerbsfähigkeit und wachsendem politischem Widerstand in Verbindung gebracht. Er hat die Spaltungen innerhalb der EU vertieft, die globalen Beziehungen belastet und den Druck auf Haushalte und Unternehmen erhöht – was ernsthafte Zweifel an seiner Durchführbarkeit und seinen langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen aufkommen lässt.

Wie die grüne Ideologie die europäische Wirtschaft untergräbt

Die wirtschaftliche Stagnation in Europa deutet auf ein tiefer liegendes strukturelles Problem in der Energie- und Klimastrategie hin – eines, das eng mit der durch den Europäischen Green Deal vorgegebenen Richtung verbunden ist. Seit dessen Einführung hat die Wettbewerbsfähigkeit stark nachgelassen, wobei die explodierenden Energiekosten eine zentrale Rolle spielen. Die Strompreise in Europa sind mittlerweile zwei- bis dreimal so hoch wie in den Vereinigten Staaten und China, wobei Steuern fast ein Viertel der Gesamtkosten ausmachen.

Diese Entwicklungen sind größtenteils auf politische Entscheidungen zurückzuführen. Die verbindlichen Ziele der EU – Netto-Null bis 2050 und eine Emissionsreduktion um 55 Prozent bis 2030 – haben die Energieversorgung eingeschränkt, obwohl Europa nur sechs Prozent der weltweiten Emissionen verursacht. Gleichzeitig haben der Ausstieg aus der Kernenergie, die Einschränkung des Gasverbrauchs und die Abhängigkeit von intermittierenden erneuerbaren Energien die Energiesicherheit geschwächt und die Preisvolatilität erhöht. Für die Industrie – wo Energie bis zu 30 Prozent der gesamten Produktionskosten ausmachen kann – ist dies in Verbindung mit der CO₂-Bepreisung zu einer entscheidenden Belastung geworden, die Unternehmen dazu zwingt, ihre Produktion zu drosseln, Standorte zu verlagern oder ganz zu schließen, was die Deindustrialisierung auf dem gesamten Kontinent beschleunigt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Automobilindustrie verdeutlicht diese Belastungen besonders anschaulich: Mit einem Anteil von über sieben Prozent am BIP der EU und fast 14 Millionen Arbeitsplätzen steht die Branche unter dem Druck des Verbots von Verbrennungsmotoren ab 2035, was eine rasche Umstellung auf Elektrofahrzeuge erzwingt – trotz ungelöster technologischer Herausforderungen und marktbedingter Einschränkungen. Wie Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius warnte, birgt diese Politik die Gefahr, die Branche „mit voller Geschwindigkeit gegen eine Wand zu fahren“. Die Folgen für die Branche sind bereits sichtbar: rückläufige Produktion, zunehmende Umstrukturierungen und erhebliche Arbeitsplatzverluste – 86.000 Arbeitsplätze seit 2020, wobei bis 2035 bis zu 350.000 weitere gefährdet sind –, während verschärfte Vorschriften die Gewinne bis 2030 um sieben bis acht Prozent schmälern dürften, was die Branche in die Verlustzone treibt und Europas Führungsrolle im Automobilbereich untergräbt.

Auch die Landwirtschaft ist zu einem der deutlichsten Opfer des Green Deal geworden. Strengere Vorschriften in Bezug auf Emissionen, Landnutzung, Pestizide und Düngemittel treiben die Kosten in die Höhe und erhöhen die Ertragsschwankungen, was Kleinbauern am härtesten trifft und die Konsolidierung unter den großen Agrarkonzernen beschleunigt. Ziele wie die Reduzierung des Pestizideinsatzes um 50 Prozent und der Ausbau des ökologischen Landbaus bergen das Risiko erheblicher Produktionsrückgänge, was sowohl die Existenzgrundlagen im ländlichen Raum als auch die Ernährungssicherheit gefährdet. Anstatt Landwirten Innovationen und Produktivitätssteigerungen zu ermöglichen, schränken diese Maßnahmen die Produktion ein – was zu weitreichenden Protesten führt und sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Nachhaltigkeit schwächt.

Zusammengenommen sind diese Belastungen kein Einzelfall – sie sind Ausdruck einer umfassenderen wirtschaftlichen Belastung. Die Europäische Kommission schätzt, dass der Übergang jährlich zusätzliche Investitionen in Höhe von mindestens 260 Milliarden Euro erfordern wird, wobei die Gesamtkosten bis zu 12 Prozent des EU-BIP erreichen könnten – eine Belastung, die für die europäische Wirtschaft immer schwerer zu tragen ist.

Das Problem der zentralen Planwirtschaft beim Green Deal

Die wirtschaftliche Belastung schlägt nun in politische Gegenreaktionen um. In den letzten Jahren hat der Widerstand gegen den Europäischen Green Deal auf dem gesamten Kontinent stark zugenommen – von Landwirten und Industrieverbänden bis hin zu Wählern und politischen Parteien. Die EU-Wahlen 2024 bestätigten, was bereits klar war: Der einst vorherrschende grüne Konsens bröckelt. Als Reaktion darauf hat Brüssel begonnen, wichtige Elemente der Politik stillschweigend zurückzunehmen – indem Vorschriften abgeschwächt, Schlupflöcher eingeführt und sogar der Begriff „Green Deal“ selbst vermieden werden. Was als historischer Wandel präsentiert wurde, löst sich nun in Wohlgefallen auf.

Diese Gegenreaktion zeugt von einem tiefer liegenden Versagen. Obwohl die EU für den Zeitraum 2021 bis 2027 680 Milliarden Dollar bereitgestellt hat – mehr als ein Drittel ihres Haushalts –, hat der Green Deal nur bescheidene ökologische Verbesserungen bewirkt, während er Haushalte und Unternehmen mit einer schweren wirtschaftlichen Belastung konfrontiert hat, die nun mit höheren Energiepreisen, Steuern und regulatorischem Druck zu kämpfen haben.

Das Problem liegt nicht nur in der Umsetzung – es ist struktureller Natur. Der Green Deal stützt sich auf eine zentralistische Planung, um die komplexe Energiewende zu steuern, obwohl den politischen Entscheidungsträgern die Informationen und Anreize fehlen, um dies effektiv zu tun. Ein wesentlicher Mangel ist die Ablehnung der Technologie-Neutralität. Führende Hersteller befürworten einen Mix aus Elektro-, Hybrid-, Wasserstoff- und E-Kraftstoffen, damit diese frei miteinander konkurrieren können und sich effiziente Lösungen durchsetzen können; Brüssel hingegen schreibt einen einzigen Weg vor – und bestimmt damit faktisch, welche Technologien überleben, während das Fachwissen der Industrie außer Acht gelassen wird.

In einem solchen System sind die Folgen vorhersehbar: Fehlinvestitionen, Wettbewerbsverzerrungen und kostspielige Misserfolge. Diese Verzerrungen werden durch das restriktive regulatorische Umfeld in Europa noch verstärkt, wo interne Barrieren innerhalb des EU-Binnenmarkts einem Zollsatz von 44 Prozent auf Waren und 110 Prozent auf Dienstleistungen entsprechen und Effizienz und Innovation zusätzlich einschränken.

Deutschland veranschaulicht diese Dynamik deutlich. Lange Zeit als Vorreiter der europäischen Energiewende angesehen, hat dessen Energiewende – der Ausbau erneuerbarer Energien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie – seit 2002 rund 800 Milliarden Dollar gekostet, doch nur bescheidene Ergebnisse gebracht und dazu geführt, dass die deutsche Industrie bis zu fünfmal mehr für Strom zahlt als amerikanische Wettbewerber. Ein Großteil der Fortschritte bei den erneuerbaren Energien wurde durch die Stilllegung emissionsfreier Kernkraftwerke zunichte gemacht. Schätzungen zufolge hätte die Beibehaltung der Kernkraftkapazitäten eine Emissionsreduktion von 73 Prozent bei halbierten Kosten ermöglicht, was die Grenzen einer ideologisch motivierten Politik deutlich macht.

Der Vergleich mit den Vereinigten Staaten ist aufschlussreich. In den USA sind die Emissionen zurückgegangen, obwohl sich die Wirtschaft seit 1990 mehr als verdoppelt hat – was vor allem auf Marktkräfte zurückzuführen ist, insbesondere auf die Umstellung auf kostengünstigeres Erdgas und den Ausbau erneuerbarer Energien. Diese Kombination führte zu einer Verringerung der Emissionen, ohne dass vergleichbare Kosten entstanden wären. Europa hingegen hat einen strengeren, politikgesteuerten Ansatz verfolgt, der die Preise in die Höhe getrieben und das Wachstum geschwächt hat.

Die tiefere Lehre aus dem Green Deal ist, dass Klimapolitik nicht erfolgreich sein kann, wenn sie die Prinzipien aufgibt, die Europa überhaupt erst wohlhabend gemacht haben: freie Marktwirtschaft, offene Märkte, private Innovation und eine zurückhaltende Regierung. Die Energiewende lässt sich nicht durch Planwirtschaft, Subventionen und politische Vorgaben herbeiführen. Innovation entsteht aus Wettbewerb, Experimentierfreudigkeit und Marktsignalen – nicht dadurch, dass Regierungen technologische Ergebnisse vorschreiben.

This piece originally appeared at TheDailyEconomy.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/europes-green-deal-is-unraveling/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Europas <em>Green Deal</em> bröckelt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Trump-Regierung beruft sich auf die nationale Sicherheit, um die Maßnahmen gegen Windparks auszuweiten.

29. Mai 2026 um 17:00

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Wind Watch, Gastautor Martha Muir · ft.com

Die Trump-Regierung hat den Ausbau der Windkraft an Land in den USA unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken gestoppt, was eine massive Eskalation im Kampf des Präsidenten gegen „erneuerbare Energien“ darstellt.

Die Genehmigungen für rund 165 Onshore-Windprojekte auf Privatgrundstücken werden vom Verteidigungsministerium verzögert. Betroffen sind unter anderem Windparks, die auf die endgültige Genehmigung warteten, andere, die sich mitten in Verhandlungen befanden, und einige, die normalerweise keiner Aufsicht durch das Ministerium bedürfen würden, wie die American Clean Power Association (ACP) und mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

Windparks benötigen regelmäßig die Genehmigung des Verteidigungsministeriums, um Störungen von Radarsystemen zu vermeiden. Dies beinhaltet in der Regel eine Risikobewertung und die Zahlung eines vereinbarten Betrags durch den Projektentwickler an die Armee zur Aktualisierung ihres Radarfiltersystems, damit diese die Windkraftanlage orten kann. Manche Projekte gelten aufgrund ihrer Entfernung zu militärischen Einrichtungen und Flugrouten als ungefährlich. Normalerweise sind diese Bewertungen innerhalb weniger Tage abgeschlossen.

Seit August 2025 sahen sich Entwickler mit einer Reihe von Rückschlägen konfrontiert, darunter das Ausbleiben erwarteter Mitteilungen vom Verteidigungsministerium, die Absage von Besprechungen zum Status ihrer Projekte ohne Möglichkeit zur Neuplanung sowie die Information, dass das Ministerium die Bearbeitung ihrer Anträge eingestellt hat, wie mit der Situation vertraute Personen berichten.

Zu den betroffenen Projekten gehören 35 Projekte, bei denen die Verhandlungen abgeschlossen waren und die nun auf die Genehmigung des Verteidigungsministeriums warten – darüber berichtete Axios erstmals im März.

Weitere Projekte stehen nun vor dem Aus – 30 davon hatten Verhandlungen durchlaufen, mündliche Zusagen erhalten und warteten auf die schriftliche Bestätigung, etwa 50 befinden sich noch in Verhandlungen und 50 wären zuvor wahrscheinlich als risikofrei eingestuft worden, so die Einschätzung von Entwicklern und Beratern.

Die Windparks haben eine Nennleistung von rd. 30 Gigawatt. Wenn der Wind immer wehen würde und in Nennstärke, dann könnte das genug sein, um 15 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen – Diese Geschichten kennen Sie von den üblichen Märchenerzählern der Windbranche. – freie Ergänzung

In Anfang April an die Projektentwickler versandten Schreiben hieß es, die Behörde überprüfe ihre Verfahren zur Bewertung der Auswirkungen von Energieprojekten auf die nationale Sicherheit.

Diese Maßnahmen stellen eine dramatische Eskalation der Bemühungen der Regierung dar, die Windenergie in den USA zum Erliegen zu bringen, wobei sowohl auf privates als auch auf öffentliches Land zugegriffen wird.

Präsident Donald Trump hegt eine besondere Abneigung gegen Windparks. Er bezeichnete sie als die „schlechteste Energieform“ und erklärte, sein „Ziel sei es, den Bau von Windrädern zu verhindern“.

Seit ihrer zweiten Amtszeit hat die Trump-Regierung wiederholt versucht, die Arbeiten an mehreren Offshore-Windparks in Gebieten unter der Verwaltung des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) zu stoppen und dabei auch Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit angeführt. Auch andere Projekte im Bereich erneuerbarer Energien auf Bundesland wurden betroffen. Einige dieser Versuche scheiterten vor Bundesgerichten.

„Das ist beispiellos“, sagte Jason Grumet, Geschäftsführer des ACP. „Die Tatsache, dass die Regierung privaten Landbesitzern verbietet, wirtschaftliche Aktivitäten auszuüben und Wert aus ihrem Eigentum zu schöpfen, ist schwer mit konservativen Werten vereinbar.“

Die Regierung hat kürzlich damit begonnen, Offshore-Windparkleasingverträge im Austausch für Investitionen in fossile Brennstoffe zurückzuerstatten, wie beispielsweise ein 1-Milliarde-Dollar-Deal mit TotalEnergies im März.

„Die Versuche der Trump-Regierung, Windkraftprojekte zu blockieren, scheitern immer wieder vor Gericht, weshalb sie zu immer extremeren und absurderen Methoden greift“, sagte Kit Kennedy, Geschäftsführerin für „Erneuerbare Energie“ beim NRDC.

Das Verteidigungsministerium reagierte nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Das Urheberrecht an diesem Artikel liegt beim angegebenen Autor bzw. Herausgeber. Im Rahmen seiner nichtkommerziellen Bildungsarbeit, die darauf abzielt, einem globalen Publikum die ökologischen, sozialen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte des großflächigen Windkraftausbaus zu vermitteln, beachtet National Wind Watch die Bestimmungen zur „ angemessenen Nutzung “ gemäß § 107 des US-amerikanischen Urheberrechtsgesetzes und ähnliche Regelungen zur „angemessenen Nutzung“ in den Urheberrechtsgesetzen anderer Länder. Anfragen zu Auszügen, allgemeine Anfragen und Kommentare richten Sie bitte per E-Mail an uns .

https://www.wind-watch.org/news/2026/05/04/trump-administration-cites-national-security-to-widen-clampdown-on-wind-farms/

 

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