NEWS 23

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Heute — 14. April 2026

Leserbriefe zu „Debatte um Mehrwertsteuererhöhung – ökonomischer Dilettantismus in Reinkultur“

14. April 2026 um 09:15

Vorschau ansehen


Jens Berger vergleicht in diesem Beitrag die Debatte über die Mehrwertsteuererhöhung mit einem auf eine Mauer zufahrenden Auto: „Unsere Bundesregierung prüft derzeit allen Ernstes, ob es nicht vielleicht eine gute Idee sei, mit Vollgas in die Mauer zu krachen“. Die ohnehin bereits auf der Kostenseite angeschlagene Wirtschaft müsse dann zusätzlich mit deutlichen Nachfrageproblemen kämpfen. Es sei auch vollkommen unverständlich, dass diese Debatte zu dieser Zeit überhaupt geführt werden muss. Die Regierungsparteien würden einmal mehr belegen, dass es ihnen nicht um das Land, sondern nur um sich selbst und ihre Außendarstellung gehe: „Hauptsache ‚Reform‘, Hauptsache den Anschein erwecken, man tue irgendwas“. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten E-Mails, die wir hierzu erhalten haben. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Guten Tag,

trotz Rekordverschuldung, wird von den für die Staatsfinanzen Verantwortlichen im Regierungsapperat, über Steuererhöhungen und speziell, der Mehrwertsteuer nachgedacht. Da braucht man kein Wirtschaftsökonom zu sein, Jens Berger hat es ja simpel mit einem Beispiel aufgezeigt. Auch weiter braucht man sich darauf nicht einzulassen.

Neben dem Versagen in der Aussen und Gesellschaftspolitik, soll nun die Geisterfahrt auf dem finanzpolitischen Sektor weiter gehen. Und beochbachtet man die aktuelle, von den USA und Israel verursachte Energiekrise, werden die richtigen Herausforderungen erst noch auf uns zukommen. Politischer Dilenttismus, wie offensichtlich von der verantwortlichen Regierung betrieben, wird die Lage in unserem Land noch zusätzlich verschärfen. Honoriert wird diese katrastrophale Leistung, weiterhin durch das Wahlvolk, dem offensichtlich der Mut oder auch der Verstand fehlt, andere Wege zu wählen. Mit diesem Bewußtsein, können die bekannten Akteure beruhigt in allen Belangen weiter murcksen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Sie schreiben:

“Es ist vollkommen unverständlich, dass diese Debatte zu dieser Zeit überhaupt geführt werden muss. Was sich hier offenbart, ist ökonomischer Dilettantismus in Reinkultur.”

Ich glaube, Sie irren sich. Ich bin jeden Tag mehr davon überzeugt, dass es sich nicht um Dummheit, sondern um Absicht handelt, denn das Handeln der sogenannten deutschen Regierung, die angeblich aus Wahlen hervorgegangen ist, ergibt seit ca 10 Jahren nur dann einen wirklichen Sinn, wenn man sie als Agenten einer fremden Macht betrachtet, die installiert wurden, um Deutschland zu ruinieren und abzuwickeln. Statt des Begriffs “Agenten” könnte man vielleicht auch den Begriff “nützliche Idioten” verwenden, denn es handelt sich bei den meisten von ihnen um ungebildete, aber dafür umso fanatischer agierende Ideologen, die in ihrer eigenen Denkblase gefangen sind, für ihre Ideen und Pläne Feuer und Flamme sind und für deren Umsetzung — bisher nur bildlich gesprochen — über Leichen gehen. Also genau die richtige Art von skrupellosen Personen, die man braucht, möchte man einem nicht genehmen Staat möglichst viel Schaden zufügen oder zielgerecht zugrunde richten.

Die Frage, wer der Nutznießer des deutschen Niedergangs sein könnte, erübrigt sich für jeden klar denkenden Menschen.

Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Klein


3. Leserbrief

Natürlich ist die Mehrwertsteuererhöhung die unsozialste und dümmste Idee.

Warum sie dennoch diskutiert wird? Weil die CxU jegliche “Steuererhöhungen”, die die Top 3% treffen ablehnt.
Selbst wenn diese Top3% deutlich von den Senkungen unten und in der Mitte profitieren, darf man keinen Ausgleich im Tarif herbeiführen. Sonst ist die eigene Klientel unzufrieden.
Die 4.-klassige deutsche Mainstream-Ökonomie mit ihren tumben Dogmen sekundikert natürlich

Die Kernfrage ist, warum sich die SPD auf diese dumme Debatte überhaupt einlässt.
Manchmal ist ein klares Nein nützlich.

Das Schreckgespenst einer durch die AfD tolerierten CxU ist eh albern.
Die CxU hat kein Interesse, sich selbst umzubringen.

J.N.


4. Leserbrief

Die Feststellung von Jens Berger : ” Aber klar, wer würde solch ehrliche Parteien noch wählen?” macht klar, dass der Fehler im Partei-System liegt.

Parteien behaupten natürlich immer sich für  Belange und Bedürfnisse der BürgerInnen einzusetzen. Das ist von keiner Partei zu leisten. Siehe Simone Weil in:

“Anmerkung zur generellen Abschaffung politischer Parteien”.

L.G.
Ute Plass


5. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

was erwarten wir denn von einem Finanzminister wie Lars Klingbeil? – Nach dem Abitur Wehrdienstverweigerer (noch in Zeiten ohne ‘Feindbildpropaganda’), Studium der Politik, Bückling und Zögling im Geiste Gerhard Schröders und immer schön ‘auf Linie’ die ‘Buckel’piste der Parteikarriere hinauf. Heute kritikloser Spezl von ‘Bum-Bum Boris’ (nein – nicht der mit dem Tennisball) und ‘mit Schmakes’ am Totentanz der SPD arbeitend. Volkswirtschaftlich sinnvolle Erwerbsarbeit und Erfahrungen aus dem ‘richtigen’ Leben? Fehlanzeige bei dem Herrn.

Mit wenig Aufwand und viel Blabla in den Bundestag und sich dort dann vom Steuerzahler auf unabsehbare Zeit alimentieren zu lassen. Volkswirtschaftlich ist dieser Dünnbrettbohrer mit dem Charisma einer Petroleumlampe ein absolulter ‘Rohrkrepierer’ (um im Duktus seines soldatischen Elternhauses zu bleiben).

Dieses politische Leichgewicht ist ein Musterbeispiel für die ‘Qualität’ unseres Regierungspersonals. Auf der einen Seite ein Kanzler, der es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt und daneben ein Vollerfüller der Merz’schen BlackRock-Ideologie, der es auch in 100 kalten Wintern nicht begreifen wird, warum diese Partei mit Lichtgeschwindigkeit auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit ist.

Solche Typen sind eine Beleidigung und Verhöhnung der Sozialdemokratie der vergangenen Generationen. Warum ist es dieser SPD immer noch gestattet, den Namen von Willi Brandt für ihre Werkzeugkammer der sozialen Zumutungen und Idiotien zu nutzen? Hat die Familie Brandt keine Möglichkeit (oder nicht den Willen), diesen Verrätern am politischen Erbe Willi Brandts die Nutzung seines Namens zu untersagen?

AfD und die Konservativen klatschen sich tagtäglich auf die Schenkel über soviel Blödheit und Selbstzerstörungswillen – und die neoliberalen und bellizistischen Grünen, deren ökonomische Fachkompetenz in den Kinderbüchern eines Robert Habeck endet – von der diplomatischen Qualität einen Annalena Bockbier ganz zu schweigen, schauen dem Selbstmord der SPD genüsslich zu. Aber dahinter steckt sicherlich ein ‘großer Plan’, den wir undankbares, zunehmend lästiges Wählrergesox in unserer Engstirnigkeit nur noch nicht begreifen … .

Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich ko… möchte über den anscheinend gewollten Niedergang dieser ältesten Partei Deutschlands.

Ulrich Herbst


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

immer wenn solche politischen Scheindebatten geführt werden, frage ich mich:

Warum ist es rechtlich fragwürdig die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen?
Sind die Unternehmen nicht in der Lage den Gürtel enger schnallen zu können?
Warum müssen sich Bürger überlegen, wie sie mit immer höheren Belastungen wirtschaften und investieren, während Unternehmen das nicht müssen?
Warum müssen Bürger moralisch erzogen werden, aber Unternehmen nicht?

Das gesamte Kabinett ist fehlbesetzt und arbeitet in jedem Ministerium gegen die Bevölkerung.

Das Finanzministerium ist absolut dilettantisch geführt.
Das Wirtschaftsministerium hat bereits vor Jahren die Seiten gewechselt.
Bildungs- und Familienministerium arbeiten an der Zerstörung von Bildung und Familie.
Das Verteidigungsministerium würde am liebsten alle Männer von 12 bis 70 zum Wehrdienst zwingen, damit sie direkt im Anschluss irgendwo irgendwelche Werte verteidigen können.
Das Außenministerium arbeitet schon mal fleißig am Frontaufbau.
Restliche Ministerien, wie das Landwirtschaftsministerium, zeichnen sich durchs Nichtstun aus.

Politiker wurden unter anderem gewählt, um die Interessen von mehr als 80 Millionen Bundesbürgern auch gegenüber der Wirtschaft zu verteidigen. Wie kann ein ganzes Kabinett den Menschen so in dem Rücken fallen? Worüber hier debattiert wird ist lediglich die Frage, wie wirtschaftsverträglich die Kosten auf jeden einzelnen abgewälzt werden können, nur damit Konzerne nicht wieder mit „Entlassungen“ und „fehlenden Mittelen für Inventionen“ drohen.

Sorry. Zieht nicht. Dann entlasst halt und investiert nicht. Politik sollte solchen Pseudo-Argumenten einen Riegel vorschieben, statt sich erpressen zu lassen. Die rechtlichen Mittel und den Auftrag hierzu hat sie. Wer in Kreisenzeiten keinen wirklichen Ausgleich zwischen Bürger- und Wirtschaftsinteressen erzwingen kann, sondern immer nur “den Weg des geringsten Widerstandes” zulasten der Bevölkerung geht, der hat es nicht verdient für mehr als 80 Millionen Menschen Entscheidungen zu treffen.

Gruß
Eugen Baitinger


7. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

wir fahren seit etlichen Jahren in eine Sackgasse und merken es. Wann die Wand kommt wissen wir nicht, nur die Straße ist oft ziemlich holprig.

Diejenigen die in einer Luxuskarossen sitzen, die stören sich weniger an den holprigen Straßen.

Die in den billigen Autos sitzen, die haben immer größere Probleme.

Geld ist genügend da

Aber wenn 1.000 Leute ein Brötchen pro Tag weniger essen, weil sie aufgrund Reallohneinbußen, sparen müssen, dann müssten die 10 reichen Leute, die mehr bekommen, diese 10 Reichen 1.000 Brötchen mehr essen.

Und wenn die Produktivität steigt, sogar noch mehr.

Das gleiche gilt für die anderen Produkte die im Warenkorb landen.

Das heißt, das System funktioniert nur, wenn bei allen die Einkommen in Höhe Inflation + Produktivität steigen.

Die USA hat das anders gelöst ( siehe Professor Wolff ). Die Industrie hat Druck gemacht, das die Banken einfach Kredite vergeben.

Wenn jemand die Raten für das Haus nicht zahlen kann, wirft er einen Zettel in den Briefkasten der Bank, kann die Raten nicht zahlen, anbei der Schlüssel.

Die Bank verkauft das Haus an den nächsten.

Das ganze schaukelt sich auf, bis immer mehr kommen und das ganze entlädt sich in heftigen Systemkrisen wie 2008.

Aus der Systemkrise sind die USA, EU, Japan u.a. nicht mehr herausgenommen.

Mehr

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

und

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

Richtig hohe Profite werden fast nur in der Rüstungsindustrie und Zulieferern erreicht.

Daher hatten wir letztes Jahr das Rekordjahr mit 57 Kriegsschauplätzen, seit 1945.

Wenn das Leben der Bevölkerung unerträglich wird und gleichzeitig die Industrie die Profite nicht mehr realisiert werden können, dann sprechen wir von einer “revolutionären Situation”.

Das ist die Wand, auf die wir in der Sackgasse zufahren !

Da diejenige in der Luxuskarossen bequem, warm sitzen und die Wand noch nicht sehen, warten sie weiter auf die Dinge, die da kommen.

Grüße
Dieter Gabriel


8. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger, Sie schreiben zutreffend: “Es ist vollkommen unverständlich, dass diese Debatte zu dieser Zeit überhaupt geführt werden muss. Was sich hier offenbart, ist ökonomischer Dilettantismus in Reinkultur.”

Die Wirtschaftswissenschaften sind keine Naturwissenschaft, obwohl viele sogenannte “Wirtschaftswissenschaftler” so tun, als ob die Wirtschaft ‒ und damit ist die Volkswirtschaftslehre (Makroökonomie aka “Nationalökonomie”) gemeint ‒ naturwissenschaftlichen Gesetzen folgen würde. Ökonomie ist vor allem auch Psychologie und Religion, denn nicht wenige Ökonomen glauben an die neoliberalen Heilsbotschaften, die sie täglich verkünden.

Der Artikel “Der Rekord-Reichtum, Rekord-Ungleichheit: Das gefährliche Schweigen” (Telepolis vom 09. April 2026, siehe auch: “Hinweise des Tages” vom 10. April 2026) bringt dafür wesentliche psychologische und soziologische Erklärungsansätze.

Wenn es einen Effekt an der national und international zunehmenden Vermögenskonzentration gibt, den man in diesem Zusammenhang als “naturwissenschaftlich” bezeichnen könnte, dann ist es das, was die Erfinderin des weltbekannten Brettspiels “Monopoly”, Elizabeth Magie Phillips, den Bürgerinnen und Bürgern schon vor inzwischen mehr als 100 Jahren zu erklären versuchte:

“In a short time, I hope a very short time, men and women will discover that they are poor because Carnegie and Rockefeller, maybe, have more than they know what to do with.” (zitiert nach Mary Pilon, the guardian.com vom 10. April 2015)

(„Ich hoffe, dass Männer und Frauen in Kürze – hoffentlich sehr bald – erkennen werden, dass ihre Armut daher kommt, weil Carnegie und Rockefeller vielleicht mehr besitzen, als sie überhaupt ausgeben bzw. verbrauchen können.”)

Die Hoffnung von Frau Phillips hat sich offenkundig nicht erfüllt. Seit der Erfindung des genialen Brettspiels (im Original: The Landlord’s Game), gab es zahlreiche (Welt-)Wirtschafts- und Finanzkrisen mit all ihren negativen ökonomischen und katastrophalen sozialen Folgen, zwei ganz große Weltkriege und viele “kleine” Kriege. Wie man sehen kann, wird derzeit wieder auf Kosten der Mehrheit der hart arbeitenden Bürgerinnen/Bürger und zu Lasten des Sozialstaates und der Allgemeinheit für den kapitalistischen “Endsieg” aufgerüstet.

Die Umverteilung von unten nach oben via Mehrwertsteuererhöhung, von der zwar prinzipiell alle Bürgerinnen/Bürger betroffen sind, aber diejenigen mit geringen Einkommen in relativer Hinsicht eben mehr trifft, und die Senkung der Einkommensteuern, von der vor allem die sog. “Besserverdiener” bzw. die “gehobene Mittelschicht” (Friedrich Merz) mit den zwei Privatflugzeugen profitieren, ist nur ein kleiner Teil davon.

Falls jemand nicht wissen sollte, wer Carnegie und Rockefeller sind bzw. waren. Das waren die “Superreichen” vor 100 Jahren, obwohl es diesen beschönigenden Begriff damals noch gar nicht gab. John Davison Rockefeller (1839 bis 1937) war vor über 100 Jahren der reichste Mensch der Welt und gilt als erster Milliardär der Neuzeit.

Derzeit verfügt der reichste Deutsche allein (Dieter Schwarz, Eigentümer von Lidl, Kaufland usw.) laut “Forbes” über ein Vermögen von rund 58 Milliarden Euro und auf eine Milliarde = 1.000 Millionen mehr oder weniger kommt es dabei nicht an. 2022/23 lag das Vermögen noch bei “lausigen” 40 Milliarden Euro. Das Vermögen von Herrn Schwarz ist demzufolge in ein paar Jahren um rund 18 Milliarden Euro gestiegen. Davon können sogar diejenigen, die sich selbst zu den sog. “Besserverdienern” zählen, weil sie in einer geräumigen Villa mit Doppelgarage am Stadtrand wohnen und sich jedes Jahr einen neuen Porsche für 100.000 oder 200.000 Euro leisten können, nur träumen.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Schmiedel


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)
Ältere Beiträge

Leserbriefe zu „Neues Wehrdienstgesetz: Männer dürfen an Ausreise gehindert werden – diese Regelung muss sofort gestrichen werden“

11. April 2026 um 11:00

Vorschau ansehen


Marcus Klöckner kommentiert hier den Umstand, dass sich Männer in Deutschland im Alter von 17 bis 45 Jahren bei längeren Reisen eine Genehmigung erteilen lassen sollen. So steht es im neuen Wehrdienstgesetz. Jedoch erst drei Monate später erfahre die deutsche Öffentlichkeit von einer „schier unfassbaren Regelung, die in dem Gesetz enthalten ist“. So, wie diese Regelung ein Skandal sei, sei die Nichtberichterstattung eine Katastrophe. Die Wächter der Demokratie seien „im Tiefschlaf“ gewesen. Diese Regelung müsse die Politik, so schnell es nur geht, ersatzlos streichen. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante Leserbriefe erhalten und danken dafür. Es folgt nun eine Auswahl. Für Sie zusammengestellt von Christian Reimann.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Marcus Klöckner,

das geänderte Wehrdienstgesetz zeigt, dass die Leute, die dieses Gesetz durchgedrückt und durchgewunken haben, in Salamitaktik das Land in den geplanten Krieg gegen Russland und die Bevölkerung als Kanonenfutter in die Schützengräben zu treiben beabsichtigen. Das mutmaßlich illegitime Merz-Regime (Neuauszählung der Bundestagswahlzettel wird immer noch verhindert) bekommt, wie die Ampel, nichts Vernünftiges auf die Reihe, fährt das Land gegen die Wand, gängelt und bedroht die eigene Bevölkerung (auch über den Umweg extralegaler EU-Sanktionen). Aber Vorbereitung für den schon lange geplanten Krieg gegen Russland ist oberstes Ziel von Regierung und EU-Kommission.

Wir sollten im Auge behalten, ob in Kürze Ausschreibungen des Kriegsministeriums für Kleinbusse und -transporter erfolgen.

Dann können wir sicher sein, dass sie auch nach ukrainischem Vorbild die “Bussifizierung” (Zwangsrekrutierung von der Straße weg) beabsichtigen. (…)

Mit freundlichen Grüßen,
Joachim Himmeröder


2. Leserbrief

Moin,

mein erster Gedanke war: Wird Deutschland jetzt zur Ukraine?

Wenn der Verteidigungsfall oder Ernstfall eintritt, wird dann auch wehrfähigen Männern die Ausreise komplett verweigert?

Oder werden, wenn der Kriegsfall eintritt, dann auch mit Mannschaftsbussen die jungen Kerle mit Gewalt von der Straße gezerrt, damit sie als Kanonenfutter an der Ostfront enden? Stalingrad, Massengrab…alle 7 Sekunden stirbt ein deutscher Soldat…

Was bin ich froh, daß ich nicht mehr in das Alter falle…die würden sowas von Widerstand von mir erfahren, wäre es jemals dazu gekommen…ich bin doch kein Menschenmaterial!

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Gut dass Sie auf diese Nachricht nochmal hinweisen!

Wehrdienst ist kein Zuckerlecken!!! Da sollen die jungen Männer zwangsrekrutiert und zugerichtet werden, um fürs Vaterland zu töten und zu verrecken, mit der Begründung, sie müssten die Freiheit verteidigen. Wer Wehrdienst geleistet hat, weiss, dass es im militaristischen System, wo nur Befehl und Gehorsam zählt, keine Freiheit zu verteidigen gibt. Die Eintreiber wissen sehr wohl, dass nicht alle so blöd sind, bzw. wären, und sich ohne Widerstand oder ohne abzuhauen zur Schlachtbank führen lassen würden. Also muss man für den Fall Vorsorge treffen.

Die Freiheit kann man nur dort verteidigen, wo es sie gibt!!!

Fritz Gerhard


4. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

Sie haben eine Partei vergessen zu fragen, wo sie waren. Das BSW ist in der Opposition, also hätten sie nach dem Durchwinken des neuen Gesetzes dieses Gesetz sofort auseinandernehmen müssen und genau diese Stelle sehen müssen und diese Sache direkt an die Öffentlichkeit bringen müssen. Als Partei des Friedens!

Wenn jetzt Frau Wagenknecht empört ist, dann ist das unehrlich. Dann kann ich Frau Wagenknecht diese Empörung nicht abnehmen. Und der Welpenschutz für das BSW müsste endlich zurückgefahren werden. Sonst wird das BSW nie erwachsen. Ich habe lange an diese Partei geglaubt, aber nach dieser Sache verlässt mich so langsam der Glaube an diese Partei.

Mit freundlichen Grüßen
Barbara Schnellen


5. Leserbrief

Marcus Klöckner trifft den Kern: Diese Regelung ist ein Skandal – und das Schweigen davor eine Katastrophe. Doch ich möchte einen Aspekt ergänzen, der in der Debatte bislang zu kurz kommt.

Die Beschwichtigung des Verteidigungsministeriums, die Genehmigung gelte als erteilt, „solange der Wehrdienst freiwillig ist”, ist keine Beruhigung – sie ist eine Warnung. Denn damit räumt die Exekutive sich selbst das Recht ein, diese Freizügigkeit jederzeit auszusetzen, sobald sie es für opportun hält. Ein Grundrecht, das unter Vorbehalt steht, ist kein Grundrecht mehr.

Was mich als Bürger besonders beunruhigt: Dieses Gesetz wurde am 5. Dezember 2025 vom Bundestag beschlossen, am 19. Dezember vom Bundesrat gebilligt und trat am 1. Januar 2026 in Kraft – und erst drei Monate später erfährt die Öffentlichkeit davon. Das ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis einer Medienlandschaft, die bei sicherheitspolitischen Gesetzen reflexartig den Blick senkt, statt ihn zu schärfen.

Klöckner fragt zu Recht: Wo war der öffentlich-rechtliche Rundfunk? Ich ergänze: Wo bleibt die parlamentarische Opposition, die dieses Gesetz mitbeschlossen oder zumindest nicht verhindert hat? Sahra Wagenknecht fordert jetzt den Rücktritt von Boris Pistorius – das ist richtig. Aber die Forderung muss weiter gehen: Diese Regelung muss nicht verwaltet, sie muss zeitnah ersatzlos gestrichen werden.

In einer Zeit, in der „Kriegstüchtigkeit” zur offiziellen Staatsdoktrin erhoben wird, ist Wachsamkeit keine Paranoia – sie ist Bürgerpflicht.

R.G.


6. Leserbrief

Guten Tag liebe Nachdenkseiten,

ich nehme diesen Artikel “[…]Männer dürfen an Ausreise gehindert werden[…]” zum Anlass, etwas allgemeines vorzuschlagen. Wenn Sie mögen, ist es aber auch gleichzeitig ein Leserbrief.

Ich kann mich an folgende Massnahmen und Aufrufe erinnern:

  • RT wird gesperrt, Compact wird verboten, …
  • “bis 2029 für einen Krieg bereit sein”
  • Krankenversorgung vorrangig für Soldaten
  • Haushalte sollen feur 2-3 Tage Vorräe anlegen
  • Musterung in Briefform
  • Militä an Schulen
  • Umstellung auf Kriegswirtschaft (erfolgreiche Drohnen-Startups, VW, …)
  • Blankoscheck fuer Rüstungsausgaben, mind. 5% vom BIP, …
  • Journalisten werden sanktioniert
  • jetzt Einschränkung der Reisefreiheit für Maenner

Mein Vorschlag: Anstatt zu fordern dass Massnahmen zurückgenommen, Diplomatie aufgenommen, und Krieg verhindert wird machen Sie bitte folgendes: Ausformulieren Sie einfach die Roadmap der nächsten 2-3 Jahre:

  • weitere Sanktionierung von Kritikern auf dem Expressweg EU
  • Bürger sollen Pazifisten/Verweigerer denunzieren
  • Entfernung von Kritikern aus dem Dienst/dem Beruf
  • Privateigentum/Betriebe werden vermehrt vom Staat genutzt
  • weitere Einschränkung der Reisefreiheit, Bargeldnutzung, Geldtransfers, …
  • Energie und Lebensmittel verteuern sich weiter im Privaten
  • Zwangsrekrutierungen
  • indirekte Folge: gigantische Vermögensumverteilung
  • Ausnahmeregelungen für Politiker/Diplomaten und deren Familien

Dafür reicht ein Blick in die Geschichtsbücher. Wenn man Krieg zum Ziel hat, ist das alles selbstverständlich.

So eine Roadmap abzuspulen ist für die Politik viel einfacher als reale Probleme zu lösen. Es gibt ein schönes Buch “Baustellen der Nation” von Banse und Bürmeyer aus dem Jahr 2023. Keine der darin aufgezeigten Negativtrends der letzten 10-20 Jahre wurden seitdem zum Besseren gewendet. Corona hat gezeigt: Der Ausnahmezustand macht Politiker frei von lästigen, alten Regeln, und gibt ihnen die Macht immer noch eine Schippe draufzulegen begleitet von der begeisterten Staatspresse.

Deswegen mein Aufruf: Statt Hoffnung zu verbreiten, veröffentlichen Sie lieber naheliegende, düstere Prognosen. Evtl. bewegen diese Szenarien Menschen dazu, in Antizipation zu reagieren. Entweder die Politik beschleunigt dann den Zeitplan/Eskalation, oder aber eine innenpolitische Instabilität führt uns vom Kriegspfad ab.

Viele Grüsse
J.H.


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu Teil 1 und Teil 2 von „#FreeDogru und #FreeBaud? – Rufe nach einer Kampagne nach dem Vorbild der #FreeAssange-Bewegung werden lauter“

08. April 2026 um 13:00

Vorschau ansehen


Maike Gosch diskutiert hier und hier die Reaktionen auf die EU-Sanktionen gegen den Berliner Journalisten Hüseyin Doğru und gegen den Schweizer Sicherheitsexperten und geopolitischen Analysten Jacques Baud und andere. Bei vielen Stimmen, die sich gegen das Vorgehen durch Sanktionen äußern, scheine „langsam wirklich die rote Linie erreicht zu sein“. Die Spannung zwischen dem EU-Sanktionsregime und seiner gnadenlosen Anwendung in Deutschland und dem, was von der Bevölkerung als richtig und rechtens empfunden werde, scheine für viele das Maß des Ertragbaren zu übersteigen. Im Zentrum stehen die Fragen, welcher Widerstand möglich und welcher wirksam sein könnte. Öfter seien in letzter Zeit auch Hinweise auf die letzten Endes sehr erfolgreiche globale #FreeAssange-Bewegung und der Wunsch gekommen, etwas Ähnliches für die sanktionierten Journalisten, Autoren und Aktivisten auf die Beine zu stellen.

Wir danken für die zahlreichen und interessanten E-Mails, die wir hierzu von unseren Leserinnen und Lesern erhalten haben.

Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten.

Die folgende Leserbrief-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Eigentlich bin ich ja sehr für die Europäische Union, aber wenn die dazu missbraucht wird, bestehende Rechtsnormen und damit unsere Demokratie auszuhöhlen, dann gehen bei mir alle Alarmsignale hoch. Die für die Sanktionierung der betroffenen Personen angegebenen Gründe sind derart “elastisch”, dass sie beinahe für Jeden passen würden. So etwas gab es zuletzt bei der “heiligen Inquisition”.

Selbst wenn ich davon ausginge, dass alle erhobenen Vorwürfe tatsächlich stimmen, darf ein Beschuldigter deshalb nicht rechtlos und vogelfrei gestellt werden und etwaige Unterstützer auch nicht.

Danke für eure Aufklärungsarbeit. Da fühlt man sich als denkender Mensch nicht so allein!

Heidemarie Wegener


2. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,

vielen Dank für diesen Artikel mit Ideen für zivilen Ungehorsam, um auf diese unfassbaren Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen.

Bis vor etwa 6 Jahren war ich ein ziemliches ‘Politik-Schaf’, mittlerweile bin ich allerdings soweit, dass ich gerne eine Aktion für Herrn Dogru und Herrn Baud öffentlich unterstützen würde – auch wenn Strafe droht und auch wenn dieser Gedanke mich einschüchtert (fühlte mich bisher als sehr brave Bürgerin). So soll dieses Sanktionsregime ja auch wirken… Aber jetzt reicht es!

Grüße
Friederike Gries


3. Leserbrief

So kompliziert bräuchte ein Widerstand nicht werden. Wenn die potentielle Strafbarkeit im Mittelpunkt steht, ist das eben der Ankerpunkt. Was wäre, wenn täglich öffentlich wirksam symbolische Brotspenden den Kindern des Sanktionierten überreicht werden? Die sind ja nicht sanktioniert oder machen sie sich strafmündig, wenn sie als kleine Kinder Essen an ihre Eltern weiterreichen? Oder noch anders: was ist, wenn Essen nicht weitergereicht, sondern dargeboten wird, theoretisch für alle Bedürftigen, und die Familie des Sanktionierten nimmt sich “zufällig”, im Sinne des “Fairteilens”, einen Teil davon?

Wie ist das eigentlich mit “Erster Hilfe”? Bisher hieß es, die Unterlassung von Hilfemaßnahmen ist untersagt. Macht sich jemand, die oder der Sanktionierte rettet, strafbar? Ich denke, es ist letztlich unmenschlich, ein Sanktionsregime gegen Personen anzuwenden. Eine Sippenhaft wird zur Stadtviertelhaft – oder glauben die Verantwortlichen ernsthaft, dass Nachbarn tatenlos zusehen werden, wie Kinder am verhungern sind – und sich damit anscheinend auch noch strafbar machen?

PS: Um den Irrsinn zu toppen: Was wäre eigentlich, wenn ich einen Papagei (oder ein anderes sprechenlernendes Tier) hätte, der laut dem offiziellen Narrativ “das Falsche” sagt? Kann der auch sanktioniert werden?

MfG
Norbert Nielsen


4. Leserbrief

Liebe Freunde von den Nachdenkseiten,

die vielen Beiträge, die Sie bisher über Hüseyin Doğru schrieben, sind notwendig. Notwendiger ist eine Kampagne für diesen Mann und seiner Familie. Jedoch noch notwendiger ist eine sofortige finanzielle Hilfe. Freilich muß man diese Hilfe der Doğru-Familie derart zukommen lassen, damit diese undemokratische Regierung davon nichts mitbekommt, denn man muß jetzt vermeiden, selbst ins Fadenkreuz dieser Antidemokraten zu geraten.

Hätten Sie allesamt eine Idee, wie man also der Doğru-Familie sofort finanziell helfen kann?

Seit ich von diesem extrem unmenschlichen Tatbestand weiß, wie eine Familie sukzessiv dem Hungertod ausgesetzt wird, habe ich keine ruhige Minute mehr. Selbst in meine Träume hinein verfolgt mich das Schicksal dieser Familie.

Mit freundlichen Grüßen
K. W. F.


5. Leserbrief

Hallo,

ich wollte Sie als Redaktion bzw. Maike Gosch darauf hinweisen, dass von Samstag bis Montag die Ostermärsche stattfinden. Das ist eine Traditions-Friedens-Veranstaltung. Ich erlebe, dass die persönliche Betroffenheit der Menschen, die mitgehen, sich geändert hat. 2010 war es eine Traditionsveranstaltung der übrig gebliebenen Friedensbewegten aus unterschiedlichen Motivationskreisen. Von Friedenssingegruppen bis zur Katholischen Kirche, von Naturfreunden bis…..

Während Corona fand ein Jahr kein Ostermarsch statt und beim folgenden mussten wir im Abstand von 1,5 m voneinander entfernt laufen. Mit dem Ergebnis, dass die Rheinbrücke, Hauptschlagader der Stadt: 1,5 Stunden blockiert war.

Und seit dem Ukraine-Krieg ist der “Marsch” länger geworden. M.E weiter offen für unterschiedliche Ansichten. Ich denke, in den 2 Tagen, die noch bleiben darauf hinzuweisen oder Stimmen einzufangen, die das untermauern könnten, wäre eine Möglichkeit?! Die DFG-VK sind m.W. jedes Jahr mit in der Trägerschaft oder auch die Naturfreunde.

Es sollte ein Anstoß sein. Ich wünsche mir einen Stein im Getriebe in diesem verschlafenen Land.

Im Sinne von “Tradition ist die Weitergabe des Feuers – nicht die Anbetung der Asche” – vielleicht wäre es wenigstens ein Funke.

Christine Eschen

Anm. d. Red.: Diesen Hinweis unserer Leserin haben wir in unserem Artikel zu den Ostermärschen aufgegriffen. Vielen Dank.


6. Leserbrief

Liebe Frau Gosch, liebe Redaktion,

danke für diesen Artikel. Es tut fast körperlich weh, sich mit diesem schreienden Unrecht zu beschäftigen und die Machtlosigkeit gegenüber dem totalitären Agieren dieses unseres Staats zu fühlen. Diese Menschen sind wehrlos. Und ich frage mich dabei, was das für Menschen sind, die das ersonnen haben (keine unwissenden Trottel, sondern hochqualifizierte Juristen) und die Bürokraten die das umsetzen. Würden sie zuschauen, wie Familie Dogru verhungert? Was hat sich der Bundestag gedacht, bei seiner Bestätigung der EU-Maßnahme? Wussten die, was sie abgestimmt hatten? Das wäre sehr schlimm, falls nein bedeutete dies, dass man dieser Herde alles zur Abstimmung vorlegen kann.

Wir haben doch so tolle Talkshows, wo sich prominente Talkmaster im Rampenlicht ebenso toll fühlen (man kann ihnen ansehen, wie grandios und überlegen sie sich fühlen) und das Gewissen der Nation darstellen. Wenn sie denn so grandios wären und ein Gewissen hätten, könnten sie einen oder mehrere der Sanktionierten in ihre Show einladen und sprechen lassen. Alternativ fällt mir zu den von Ihnen beschriebenen Beispielen ein, was Herr Wallraff 1974 in Athen gemacht hatte: Aus Protest gegen das Militärregime hatte er sich in Athen an einen Lichtmast gekettet. Wie wäre es, wenn Familie Dogru das vorm Kanzleramt veranstaltete? Ist das strafbar? Die Presse könnte das kaum ignorieren. Die Schicksale hätten mehr Öffentlichkeit, wenn auch nicht so viel wie der aktuell gestrandete Wal an unserer Küste. Vielleicht könnte ein hungernder Hund im Besitz der Familie die Herzen unserer Mitbürger erwärmen, wenn schon Säuglinge kein Mitgefühl wecken.

Oder dem Bannstrahl Widerstand leisten und öffentlich eine verbotene Aktivität ausüben und auf die Staatsgewalt warten. Dann wäre ein Rechtsverfahren möglich, eine Festnahme muss ja irgendwie justiziabel sein, oder? Was geschieht, wenn 50 oder mehr Sympathisanten öffentlich jeweils einen Euro spenden. Kommt dann der Staatsanwalt und welche Strafe droht?

Ich bin auf den zweiten Teil Ihres Artikels gespannt.

Herzliche Grüße, Joachim Seffrin


7. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch,

Ihre Vorschläge in allen Ehren, aber das dauert zu lange.

Die nächsten Schritte:

  • Strom, Gas, Wasser, Telefon abstellen, da wirtschaftliche Ressourcen.
  • Aus der Wohnung rausschmeißen, da wirtschaftliche Ressourcen.
  • Inobhutnahme der Kinder durch das Jugendamt, da die Eltern nicht mehr für ihre Kinder sorgen können.

Willkommen im besten Deutschland aller Zeiten!

Mit freundlichem Gruß
Thomas Paulsen


8. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch,

Das Wichtigste an den Fällen Doĝru und Baud ist nicht diese beiden Fälle zu einem guten Ende zu bringen, sondern:

Ein für alle Mal dafür zu sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholen kann.

Dafür zu sorgen, dass die Personen die verantwortlich für diesen Zustand sind zur Verantwortung gezogen werden, bedeutet eigentlich sie einem gerechten und unabhängigen juristischen Prozess zuzuführen. Bedeutet ihnen zu gewähren, was sie anderen versagt haben, einen ordentlichen Prozess.

Das Fundament der Problematik liegt allerdings in der Grundstruktur der Politik.

Die Politik als Berufssparte übt eine starke Anziehungskraft auf Menschen aus mit einer Neigung zu dominanten Verhalten und Machthunger.

Wenn wir uns diese politische Berufssparte anschauen, lässt sie sich darstellen als Pyramide.

Wer bringt es nun von der Basis zur Spitze der Pyramide, zum Kanzleramt als Beispiel, oder zum Präsidenten?

Das sind die, die am lautesten rufen können, rücksichtslos Mitstreiter zur Spitze hinter sich lassen können. Die manipulative Sprache am besten beherrschen. Es sind Menschen mit einer höheren Gefühlskälte, weniger Empathie und Solidaritätsgefühle als der Bevölkerungsdurchschnitt.

Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass die wirklich Fähigen, die tatsächlich das Wohlergehen der Bevölkerung im Sinn haben es nie zur Spitze bringen. Sie werden aussortiert, Abstellgleis.

Damit hat das Drama aber kein Ende.

Die Bevölkerung hat die für sie selbst schädliche Neigung, die lautesten Rufer, die rücksichtslosen Kämpferfiguren ihre Sympathie und Wahlstimme zu geben.

Die Lösung einer guten Politik besteht also daraus, die Dominanz- und Machthungrigen im Frühstadium zu erkennen und ihnen ein weiteres Vordringen zur Machtspitze unmöglich zu machen.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


9. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch

Ihre Überlegungen in allen Ehren, aber gegen illegale staatliche Maßnahmen helfen nur „illegale“ Widerstandshandlungen.

Hätten während der Coronazeit nur 20% der Menschen sich geweigert, diese Unterwerfungssymbole, vulgo Masken, zu tragen, hätte der Staat so brutal agieren müssen, um die Maskenpflicht durchzusetzen, dass er seine Legitimität verloren hätte und hätte sicherlich vorgezogen urplötzlich festzustellen, dass Masken doch nicht helfen und die Tragepflicht aufgehoben.

Wir müssen die Absurdität der staatlichen Maßnahmen entlarven, und das geht nicht mit Stuhlkreisen und Diskussionsrunden.

Vielen Dank für ihre Arbeit
Harald Greib


10. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten,

ich habe jetzt an Amnesty geschrieben und hoffe, dass es dort zu einer Aktion kommen wird.

Was hier einige Leser anregen, eine Spendenaktion zu organisieren, ist, soweit ich Herrn Dogru (im Gespräch mit Pascal Lottaz) verstanden habe, gar nicht möglich. Meine Frage wäre noch, ob es gesetzliche Wege gibt für eine kirchliche Organisation, helfend einzugreifen. In dem Falle könnte eine Hilfsaktion auf diesem Wege organisiert werden. Da kenne ich mich zu wenig aus; ich finde nur, dass die Kirchen sich in den 30-er Jahren relativ brav verhalten haben und jetzt Gelegenheit hätten, es besser zu machen. Wenn Hilfe nicht möglich ist, bleibt meines Erachtens nur noch der Ausweg, aus der EU zu fliehen, bevor die Kinder vom Jugendamt geholt werden, so ähnlich wie Olga Petersen voriges Jahr. Sollten Sie die Möglichkeit einer Namensliste zum Protest sehen, ohne selber gleich sanktioniert zu werden, so würde ich mich gern anschließen.

Also, ich wiederhole hier nicht all die Empörung der anderen Leserbriefe, die ich natürlich teile, sondern fokussiere auf ein paar praktische Lösungsansätze.

Jülia Pressel


11. Leserbrief

Hallo Frau Gosch, liebes Nachdenkseiten-Team,

danke für diesen sachlichen Beitrag und den Überblick.

Nach ihrem Interview bei Jasmin Kosubek beeindruckt mich ihr Werdegang. Ich fragte mich schon kurz vorher: “Wer ist diese Maike Gosch?” Das Interview kam wie gerufen, und hat viele meiner Fragen beantwortet. Inside NGO könnte man verkürzt sagen. Für mich ist ihre persönliche Entwicklung auch eine Bestätigung, dass ich nicht so falsch liegen kann. Manchmal glaubt man ja schon selbst, man sei jetzt ein “Schwurbeler” oder “Verschwörungstheoretiker”. Aber ihre “Innensichten” sind für mich eine besonders glaubwürdige Bestätigung meiner (veränderten) Weltsicht der letzten fünf Jahre.

Das, was sie beschreiben, um eine wirksame Kampagne auf die Beine zu stellen, beherrscht die “Gegenseite” ja par Excellence, wie der Fall Fernandes zeigt. Ich würde mir sehr wünschen, dass hier für Baud/Dogru aber auch Röper/Lipp etc. sich Kräfte zusammentun und organisieren.

Sie nannten ja schon Patrick Baab, der unermüdlich für Jaques Baud die “Werbetrommel” rührt, Aya Velasquez, die deutlich zum zivilen Ungehorsam aufruft und bereit ist, in erster Reihe vor laufenden Kameras Hilfsgüter zu übergeben. Ich denke Kräfte wie Dieter Nuhr oder Hallervorden lassen sich auch in einem solchen Kontext gewinnen. Es käme auf einen Versuch an. Und dann Kräfte bündeln.

Ich finde die Maßnahmen beschämend. Und ich würde mich freuen, wenn es nicht wie bei Julian Assange 14 Jahre dauert, bis diese Proteste zum Erfolg führen. Ich wünsche den Betroffenen ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen und hoffe bald von einer großen Kampagne zu lesen, an die wir uns wirksam ankoppeln können und wahrgenommen werden.

Liebe Grüße
Willi Jung


12. Leserbrief

Sehr geehrte Nachdenkseiten,

in diesem lobenswerten Artikel von Maike Gosch hätte ich mir dennoch mehr konkrete Unterstützung für die große Nachdenkseiten-Lesergemeinschaft gewünscht.

Es würde dem Leser z.B. sehr helfen, wenn bereits die e-mail Adressen von DJU und DJV und ein Beispiel-Text vorhanden wären, den man an jede dieser Organisationen senden könnte, um diese aus ihrer Trägheit und ihrem Nichtstun zu erwecken!

Als Vorbild sehe ich da z.B. die Webseiten von “codepink”, der Friedensbewegung der USA, die es ihren Unterstützern sehr einfach machen, e-mails mit vorformulierten Muster-Texten an Organisationen zu senden, um auf diese Weise Druck auszuüben, damit sie von ihrem Kriegs-propagandistischen Tun ablassen.

Hier lege ich einen Weblink auf die jüngste codepink Webseite bei, auf der man vorformulierte e-mails an den “The Free Press” Editor-in-Chief Bari Weiss senden kann, weil dieser es dem per ICC (International Criminal Court) Haftbefehl gesuchten israelischen Minister Yoav Gallant erlaubte einen Artikel mit der Überschrift “How to Finish the Job in Iran” zu publizieren!!

codepink.org/paramountiran?utm_campaign=iran_ground_invasion_alert_2…

Ganz so technisch perfekt wie bei codepink müsste es gar nicht sein!

Für Ihre Bereitschaft, meine Anregung in Erwägung zu ziehen, bedanke ich mich!

freundliche Grüße
Dr. Thomas Odenweller,

Anm. d. Red.: Wir bedanken uns für diese konstruktiven Hinweise! Wir bitten aber zu beachten, dass wir als NachDenkSeiten keine Kampagnen-Organisation, sondern ein journalistisches Medium sind. Wir sehen unsere Rolle daher primär darin, unsere Leser über Kampagnen-Ideen und -Aktivitäten zu informieren, ohne diese selbst durchzuführen oder zu leiten. Wir werden voraussichtlich in der nächsten Woche mehr Informationen zur geplanten Kampagne haben, an die sich unsere Leser dann bei Interesse wenden können.


13. Leserbrief

Liebe Nachdenkenseiten-Redaktion,

liebe Maike Gosch,

danke für den ausführlichen Artikel zu diesen einer Demokratie unwürdigen Vorgängen.

Auch mich beschäftigt die Frage, wie man den Betroffenen helfen kann. In jedem Fall muss das Wissen darum in der Öffentlichkeit ankommen, denn da die Massenmedien schweigen, wissen die meisten Menschen nichts davon.

Vielleicht kann auch ein solcher Text, der sich satirisch auseinandersetzt, helfen. Ich stelle ihn hier gern zur freien Verfügung. Wenn Sie Kontakt zu den Betroffenen haben, dürfen Sie ihn auch gern weiterleiten.

Herzlich
Conny Weituschat

vogelfrei [PDF]


14. Leserbrief

Liebe Redakteure der Nachdenkseiten,

Auch ich habe, wie so viele, darüber nachgedacht, wie eine Reaktion auf dieses unsägliche Sanktionsgesetz aussehen könnte.

Neben einer Klage (Sammelklage?) gegen dieses mit Rechtsstaatlichkeit nicht zu vereinbarende Gesetz, und das zutiefst unchristliche unter-Strafe-Stellen von Hilfe für die von den Sanktionen betroffenen Privatpersonen (- unterlassene Hilfeleistung!), habe ich über Folgendes nachgedacht:

Im Grunde genommen handeln ja nicht nur die Medien, sondern auch unsere Geldinstitute nicht mehr frei, sondern lassen sich von der Politik lenken.

Bereits die zahlreichen Kontokündigungen haben das gezeigt und ich frage mich, ob die Banken als Verwalter unseres Geldes einer Anweisung zur Kontosperrung folgen müssen, wenn diese ohne rechtsstaatliche Grundlage verlangt wird.

Zumindest sollte sich jeder, der ggf. noch eine eigene Meinung offen vertreten möchte, fragen wie sicher sein Geld auf unseren Banken noch ist.

Das mag jetzt etwas überzogen wirken, aber mir fallen durchaus mögliche Formen der Eskalation ein, bei denen es vielleicht nicht mehr möglich ist, unter dem Radar zu bleiben, und bei welchen ich mir, nach dem in den letzten Jahren Erlebten, durchaus vorstellen kann, dass auch ganz “normale Bürger” wieder mit harten Restriktionen rechnen müssen.

Die seit 2021 auf den Weg gebrachten Gesetze ermöglichen jetzt weit härtere Maßnahmen, als jene, die wir in der Coronazeit erleben mussten.

Dazu kommt, dass ich mich frage, ob ich, unabhängig von verordneten Sanktionen, noch an mein Geld komme, wenn wir eben doch den Krieg in unser Land holen. Und so etwas kann ja ganz schnell gehen. Und wenn dies für uns absehbar ist, ist es das auch für sehr viele andere Menschen. Die Konsequenz wird auch in diesem Falle sein, dass wir nur noch bedingt Zugriff auf unsere Konten haben.

Ich überlege aus diesem Grunde schon länger, ob der gute alte Sparstrumpf, – oder eine Alternative dazu, nicht sicherer ist, als den Banken weiter meine Ersparnisse anzuvertrauen.

Vor diesem Hintergrund nun meine Idee zu einem öffentlichkeitswirksamen Protest:

Was würde wohl passieren, wenn all die Menschen, die aus ggf. auch unterschiedlichen Gründen kein Vertrauen mehr in dieses Bankensystem haben, möglichst zeitgleich, ihre Konten leeren würden und die Gründe dafür offen kommunizieren (z.B. das Sanktionsgesetz)?

Ich denke, es würde schon reichen, wenn man die Rücklagen abhebt, denn ggf. wird es für viele Menschen zu umständlich auf die Abbuchungen der laufenden Verbindlichkeiten zu verzichten. Wobei ich es durchaus amüsant finde mir vorzustellen, wie Banken es bewältigen würden, wenn wir “Unbequemen”, jede Verbindlichkeit mit Bargeldeinzahlung am Schalter begleichen würden.

Ich habe vor einiger Zeit eine etwas größere Summe von meinem Girokonto!! abheben wollen und damit das Personal in der Bank vor ein fast unlösbares Problem gestellt.

Ich denke also schon, dass wenn viele Menschen zum gleichen Zeitpunkt ihre Konten leeren, die Banken durchaus ein Problem haben und ich gehe auch davon aus, dass so etwas mediales

Interesse findet. Es sind nicht nur die Politiker, die Macht über die Banken haben, wir Kunden können dort auch einiges bewegen. Und eine solche Aktion müsste man auch nicht auf Deutschland beschränken. Das Sanktionsgesetz betrifft ja die ganze EU.

Das ist jetzt vermutlich etwas unausgereift, aber wir haben doch kluge Wirtschaftler in unseren Reihen. Vielleicht könnten diese den Gedanken aufgreifen und weiter ausfeilen?!

Und vielleicht fällt denen ja auch eine bessere Aufbewahrungsmöglichkeit, als ein

Sparstrumpf ein, -wobei ich schon glaube, dass wir die Banken am meisten ärgern, wenn wir alle unser Guthaben in Bargeld einfordern.

Es wäre so schön, wenn wir gemeinsam etwas bewegen könnten.

Viele liebe Grüße
von unserer Leserin S.K.


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Infrastruktur und Dienstleistungen Zahl der Beschwerden bei der Post erreicht Allzeitrekord

08. April 2026 um 09:30

Vorschau ansehen

29.03.2026, Wirtschaft v.l. Beispiel, Beispielfoto, Symbolbild, Briefkasten, Deutsche Post, Briefe, Briefversand, Briefsammlungen, Postsendung

Noch nie gab es so viele Beschwerden über die Deutsche Post wie 2025. Mehr als 55.000 Fälle gingen vergangenes Jahr bei dem Unternehmen ein. Wie der Konzern das Ganze erklärt.

Dieser Beitrag Infrastruktur und Dienstleistungen Zahl der Beschwerden bei der Post erreicht Allzeitrekord wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „‚Sippenhaft’ für Familie des deutschen Journalisten Doğru: EU-Sanktions-Regime immer skandalöser“

06. April 2026 um 12:00

Vorschau ansehen


Tobias Riegel kommentiert in diesem Artikel das Sanktionsverfahren gegen den deutschen Journalisten Hüseyin Doğru. Das werde immer skandalöser. Inzwischen sei daraus eine humanitäre Krise für ihn und seine Familie geworden. Skandalös seien nicht nur die EU-Sanktionen selbst, deren unrechtmäßiger Charakter sich etwa bezüglich Baud und Doğru gar nicht angemessen in Worte fassen lasse. Bitter sei auch die überwiegend ausbleibende Solidarität etwa von Journalisten der Mainstream-Medien und vonseiten der Politik. Immerhin aus dem BSW komme „scharfer Protest“. Dass jedoch „ein großer Teil der sonst auf Knopfdruck empörten ‚Zivilgesellschaft‘ hierzulande“ zu den unglaublichen Vorgängen schweige, sei „einfach nur erbärmlich“. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die zahlreichen und interessanten Leserbriefe hierzu. Es folgt nun eine Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Lieber Herr Riegel,
vielen Dank für Ihren Bericht! Für mich ist es kaum noch zu ertragen, was da an EU-Sanktionen geschieht. Es ist eine Verhöhnung der betroffenen Menschen, unter denen nun sogar Kinder sind. Da gruselt es mich. Was müssen das für eiskalte und machtbesessene Menschen sein, die so etwas anordnen.

Sie schreiben vom Versagen der Zivilgesellschaft. Auch ich tue bisher nur wenig, außer mich umfassend zu informieren. Den Soli-Aufruf zu J. Baud habe ich natürlich längst unterstützt. Aber über solche Dinge hinaus schaffe ich es in meinem Alltag kaum, mich zu stärker engagieren oder zum Beispiel irgendeine Aktion ins Leben zu rufen.

Dafür braucht man auch erstmal eine Gruppe von Menschen als Unterstützer und am besten mit gewissen Erfahrungen.

Wenn Sie also von bestehende Aktionen, Petitionen, Aufrufen, Demos und dergleichen mehr erfahren, wäre ich froh, hier bei den NDS davon zu lesen, um mich anschließen zu können.

Herzliche Grüße
Susanne Fuchs


2. Leserbrief

Niemand darf Hüseyin Doğru etwas geben.
Warum schreibt niemand, dass das ein Todesurteil ist?

Sollte er auf Mundraub setzen, so wird er im Knast verhungern, da man ihm ja nichts geben darf.

Die älteren unter uns erinnern sich noch:
Bei den RAF Terroristen war das noch anders, zwangsbeamtete Ärzte mussten zwangsernähren.

Pawel Nabe


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrte Damen und Herren Macher der Nachdenkseiten

Man schämt sich nur noch für die EU und die deutsche Regierung. Solche massiven Eingriffe in die Rechte eines Bürgers und seiner Familie werden an jeglichen rechtsstaatlichen Prinzipien vorbei beschlossen und skrupellos umgesetzt. Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zu Pflicht.

Könnten nicht die Nachdenkseiten ein Spendenkonto einrichten, auf das jeder an Freiheit und Rechtsstaat interessierte Mensch unter Nennung seines Namens eine noch so kleine Summe einzahlen könnte? Dieses Geld könnte dann Herrn Dogru mit entsprechender medialer Begleitung überbracht werden, am besten von einer prominenten Person wie Frau Wagenknecht oder Frau Dagdelen, die man dafür sicherlich gewinnen könnte. Dann müssten die Staatsanwaltschaften gegen alle, die auf der Liste stehen, wegen Umgehung des Sanktionsregimes ermitteln. Die Justiz würde zusammenbrechen und die Absurdität des Sanktionsregimes und sein totalitärer Charakter offensichtlich werden.

Man muss die Lächerlichkeit dieser Gestalten, die unser politisches System gekapert haben, klar benennen.

Ich bin sicher, Tausende, wenn nicht Abertausende wären zu diesem Protest bereit. Das Gefühl der Ohnmacht gegenüber diesem Unrechtsregime wird täglich unerträglicher. Es muss etwas geschehen.

Ich könnte es kaum erwarten, unter Nennung meines vollen Namens und Adresse auf dieser Liste zu stehen.

Mit freundlichen Grüßen
Harald Greib


4. Leserbrief

Wo sind jetzt die tausenden von – Demonstrantinnen -, die vor einer Woche (22.03.2026) vor dem Brandenburger Tor für die Rechte der Frauen „virtuelle Vergewaltigungen“ demonstriert haben?

Da fehlt wohl der Knopfdruck!

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Korcz


5. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

zu den Sanktionen bis zur Sippenhaft gegen die Familie Doğru und andere (wie zB Jacques Baud, Alina Lipp, Thomas Röper) einschliesslich der Strafbewehrung von humanitärer Hilfe bis zur von der BaFin veranlassten Kontensperrung Ihres Mitarbeiters Ulrich Heyden von mir nur soviel:

Ich ekle mich regelrecht, in Gemeinwesen – damit meine ich Deutschland und die EU – zu leben, die solche unmenschlichen Restriktionen, die auf die Aberkennung des Rechts auf Leben und der Menschenwürde nur 80 Jahre nach den Erfahrungen mit dem dem Nationalsozialismus hinauslaufen, wieder zulassen. PFUI!

Das hätte ich noch vor wenigen Jahren nicht für möglich gehalten und jeden, der mir das prophezeit hätte, für einen Spinner erklärt… aber Menschenrechte, Demokratie und Rechtstaatlichkeit sowie ein kritischer Journalismus als “vierte Gewalt” sind nur noch hohle Phrasen angesichts solcher Zustände in der real existierenden EU!

Nachdenkliche Grüsse,
KK


6. Leserbrief

Hallo,

so kann es doch nicht weitergehen! Wir können doch nicht mitansehen, dass eine Familie in größte Not gebracht wird und Hilfe “verboten” ist? Wo bleibt im übrigen die Stimme des zuständigen Jugendamtes? Die Familie kann ihre Kinder nicht mehr angemessen versorgen!

Nur wie geht es weiter? – Wir brauchen eine Soli-Bewegung wie für Assange. – Wahrscheinlich werden wir solch eine Struktur noch häufiger brauchen. Hüseyin Dogru wird vermutlich nicht der letzte dieser Art “Bestrafte” sein.

Wir leben in einem Rechtsstaat? Und wenn man absehen kann, dass der Rechtsstaat solche Untaten nicht zulassen würde, weicht man auf die EU aus? Gegen deren Handeln gibt es dann keine rechtsstaatlichen Mittel? – Mir fällt da eine Äußerung von v.d. Schulenburg ein: “Was für ein Monster haben wir da erschaffen?”

Grüße, ratlose bislang, Cornelia Wimmer


7. Leserbrief

Lieber Tobias Riegel, liebe NDS-mitkämpfer,

ich verstehe nicht, wie ein Sanktions-Gesetz der EU ein rechtlich höher stehendes GG in Deutschland überschreiben kann. Die Sanktionen sind nur politische Gesetze. Das GG soll aber die einzelne Person in seiner Überlebensfähigkeit vor übergriffiger Politik schützen. Was haben wir in Deutschland scheinbar für völlig inkompetente Idioten in der Judikative, die so etwas überhaupt zulassen? Haben diese Juristen dafür studiert, um als “staatliche Gehaltsempfänger” weisungsbefugt durch das Bundesjustizministerium zu enden? Ein echter Jurist könnte so etwas niemals akzeptieren.

(…)

Grüße
von unserem Leser R.O.


8. Leserbrief

Mir sind die rechtlichen Seiten dieser Enteignungsskandale noch nicht klar. Diese Willkürmächtigen begehen doch eindeutige Straftaten oder nicht?

Nach meinem Dafürhalten kann es doch in keinem zivilisierten Land oder Staatenbund eine solche Existenzielle Zerstörung geben, die in ihrer Auswirkung nicht einmal eine theoretische Kausalität zur angeblichen Straftat aufweist.

Wieso kann man die eigentlichen Verbrecher nicht sofort stoppen und bestrafen? Die Grundgesetze demokratischer Republiken sind hinsichtlich der Menschenrechte doch weitgehend gleich oder verstehe ich sie nicht richtig?

Von unserem Leser Jürgen Pflug


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

vielen Dank für Ihren Artikel.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie läßt uns wissen:

“Sanktionen sind ein wichtiges Instrument der internationalen Gemeinschaft, um auf Verstöße gegen das Völkerrecht, Menschenrechtsverletzungen oder Bedrohungen des Friedens zu reagieren.

Sie dienen nicht zur Bestrafung, sondern sollen mit gezielten wirtschaftlichen und politischen Maßnahmen zur Wahrung des Friedens und der internationalen Sicherheit beitragen.

Als Teil des Außenwirtschaftsrechts beschränken sie den internationalen Wirtschafts- und Finanzverkehr und sind damit für Unternehmen und Wirtschaftsbeteiligte von besonderer Bedeutung.

Diese Seite informiert über die rechtlichen Grundlagen, die Ziele und die zuständigen Institutionen im Bereich der Sanktionen sowie über die Pflichten für Unternehmen bei der praktischen Umsetzung.”

Es wird kein Wort darüber verloren, daß, im Gegensatz zu den blumigen Worten (oben) der Betroffene sehr wohl bestraft wird, und zwar durch die “Internationale Gemeinschaft”.

Es gibt kein Gericht, keine Verteidigung und keinen Einspruch, außer in jahrelangen Verfahren, zu denen der Betroffene nicht in der Lage ist, weil ihm alle Hilfen verwehrt sind.

Sie, Herr Riegel, wären wohl fähig zu klären, ob das angeblich im Einklang mit unseren sog. westlichen Werten ist (die Justizministerin müßte diese Frage beantworten können).

Ich bitte Sie darum, eine solche Stellungnahme einzuholen.

Mit freundlichen Grüßen
Gernot Hoffmann


10. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

das Problem ist offensichtlich unser Verständnis von “Meinungsfreiheit”.

Wer denkt, dass jeder seine Meinung in Deutschland frei äußern darf, liegt falsch.

Durch Zufall habe ich erst gelernt, wie diese vom deutschen Staat definiert wird.

Der Youtube-Kanal “Type Ashton”, ein amerikanisches Paar, das nach Deutschland ausgewandert ist und darüber Videos macht, hat ein Video über deutsche Einbürgerungstest Fragen gemacht.

Diese Fragen waren multiple choice mit 4 Antworten.

Die Antwort für “Was Meinungsfreiheit bedeutet” war “Man darf Leserbriefe schreiben”.

Das lustige ist, wenn wir die Meinungsfreiheit außerhalb Deutschlands verteidigen, dann gilt natürlich die Definition, wie wir sie verstehen ;)

Man erinnere sich nur an den Fall des Journalisten Deniz Yücel, der in der Türkei in Haft saß, da stand die ganze Medienlandschaft auf, um die Meinungsfreiheit zu verteidigen.

Ist halt wie mit dem Völkerrecht, da sollen sich gefälligst auch nur unsere Feinde dran halten.

Es ist schon ironisch, dass wir unsere Werte, die wir angeblich leben wollen, nur dort verteidigen, wo es nicht weh tut oder nützlich erscheint.

mfg
Ronny Dietzsch


11. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

bitte verwechseln Sie nicht, wie so viele andere, Haft und Haftung.

Die Familie von Herrn Dogru ist in Sippenhaftung genommen worden. Sie wurde nicht inhaftiert, also nicht in Sippenhaft genommen. Das ist ein feiner Unterschied, wobei die Frage offen bleibt, was schlimmer ist.

Mit freundlichen Grüßen
S. Schmidtke


12. Leserbrief

Guten Tag

ich nehme Bezug auf folgenden Artikel: „Sippenhaft” für Familie des deutschen Journalisten Doğru: EU-Sanktions-Regime immer skandalöser

Diese und andere Faelle/Massnahmen (Verbot von RT, etc.) bedeuten, dass bereits eine Vorstufe vom “Kriegsrecht” gilt. Das wird halt graduell eingefueht (Salamischeibentaktik), so wie bei den Coronamassnahmen.

Jeder Versuch diese Methoden noch mit einem Versagen des Rechtsstaats, oder Unfaehigkeit zu erklaeren ist absurd. Jeder Buerger kann daraus individuell seine Konsequenzen ziehen.

Im Behoerdenapparat gilt ja salopp gesagt: “Wer befiehlt, der kuemmert sich”. Deswegen muessen ja die Insassen in Gefaegnisssen nicht verhungern. Ich frage mich welche staatliche Einrichtung eigentlich aktiv die Existenz der sanktionierten Personen sicherstellt, und die Rechtsbelehrung macht, welche Wege den Sanktionierten noch offen stehen.

Weitere Frage: kann ich einem Bettler auf der Strasse eigentlich noch Muenzen geben? Der Bettler koennte ja auf der Sanktionsliste stehen.

Viele Gruesse
J.H.


13. Leserbrief

Hallo Herr Riegel,

die Anführungszeichen sind nicht angebracht. Die Beamten, die diese EU-Vorgaben so umsetzen, machen sich strafbar. Da die fdGO solche Rechtsauslegungen, schlicht und ergreifend Willkür, nicht erlaubt. Keine andere Rechtsauffassung bricht diesen Kern des GG!

Jeder Staatsdiener ist verpflichtet die fdGO zu verteidigen. Schade nur, dass es keinen Rechtsstaat gibt, den man zwecks Klage bemühen könnte.

Als Soldat ist man zum Beispiel verpflichtet die fdGO zu verteidigen, wenn zivile Behörden diese missachten und aushebeln. Aber auch von dieser Seite wird es wohl niemanden geben, der gegen die ZfS vorgeht.

Die EU ist kein zweckgebundenes Regime zur Vernichtung Russlands. Ich empfehle zur Lektüre Publizisten wie Ralph Giordano oder Hannah Arendt, die sich mit der Frage beschäftigt haben, wie sich das 3.Reich oder jedes ähnliche System, nach der erfolgreichen Gewinnung des Lebensraums und der Lösung der Judenfrage weiterentwickelt hätte. Man weiß schließlich schon alles.

Ich verstehe die Anführungszeichen als rechtliches Schlupfloch durchaus. Aber es fühlt sich schon seltsam an, wenn man Sanktionen gegenüber der Frau eines Sanktionierten bereits nicht mehr als das bezeichnen kann, was sie glasklar bedeuten, nicht wahr?

So wird es vorangetrieben. Die grundsätzliche Meinung ist noch vorhanden, man artikuliert sie aber besser nicht mehr deutlich.

Mit freundlichen Grüßen
Kai P.


14. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel.

Ich kann mich angesichts der angewandten Doppelmoral in diesem Lande nur noch angewidert abwenden.
Dies ist nicht mehr die Bundesrepublik des vergangenen Jahrhunderts.
Vor Allem der Jahre zwischen 1970 – 1998.
Die geschichtlichen Erkenntnisse, die Einsichten, die Resümees all dessen, Wo sind sie geblieben?

Nun versteckt sich unsere Regierung, unter dem Deckmantel des EU- Desinformationssanktionsregime, um unliebsame Menschen aus dem Verkehr zu ziehen.
Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Im Gaza- Streifen und im Libanon werden Journalisten reihenweise, unverblümt liquidiert.
Menschheitsverbrechen, gewürdigt durch deutsche Staatsräson!
Hier setzt man sie der neuen “Reichsacht” aus und lässt sie langsam verhungern.
Still und Leise absaufen, wie der Gringo- Kriegsminister neulich süffisant der Welt erklären durfte.
Denn als nichts anderes ist solches Handeln zu definieren.
Nun auch, wie Sie es richtig interpretieren, in Sippenhaft!
Menschenunwürdiger geht es kaum noch und darüber hinaus auch noch feige dazu!

Ich kann gar nicht so viel saufen, um das alles noch ertragen zu können.

Mit hochachtungsvoller Anteilnahme an Familie Doğru.

gez. J.-M. Juckel


15. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren der NDS,

skandalös was sich hier für Abgründe auftun? Da muß man ja auch als Medium, wie ihres, Angst bekommen nicht schlagartig, ohne Angabe von Gründen, sanktioniert zu werden?

Das ist ein dermaßen Skandal, der umgehend vor den UNHCR gehört, wo der hoffentlich schon anhängig ist? Nicht nur die klandestine EU Kommission, sondern auch deren skrupellosen Handlanger wie die doppelmoralische deutsche Bundesregierung gehört umgehend auf die Anklagebank und verurteilt. Die EU Kommission gehört sowieso abgeschafft. Den Sanktionierten muß umgehend wieder ein Mindestmaß an Versorgung zuteil werden. Ich verstehe sowieso nicht, wie die sich versorgen können, wenn die nicht nur nicht an ihr eigenes Geld rankommen, sondern sich auch noch jeder strafbar macht, der denen hilft? Gibt es da eigentlich ein Spendenkonto für die Betroffenen?

Bitte verfolgen Sie die Sache weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Claus Hansen


16. Leserbrief

Wie wahr! Sie schreiben zum Ende „Und: Dass ein großer Teil der sonst auf Knopfdruck empörten „Zivilgesellschaft“ hierzulande zu den unglaublichen Vorgängen schweigt, ist einfach nur erbärmlich.“ Erbärmlich? Na ja!

Aber wie denn bloß – Herr Riegel – soll sich denn eine über ‚unglaubliche Vorgänge‘ der anderen Art empörte und bestimmt auch hie und da entsetzte „Zivilgesellschaft“ hierzulande von hinter dem Ofen oder besser hinter die Fichte verbannt wehren geschweige denn aufbegehren wenn es auch bei den ach so ‚engagierten’ Nachdenkseiten in der R(i)egel selbst Leserbriefe – dem wahrlich letzten gebotenen Weg FDGO-gestützter Meinungsäußerung – kaum schaffen coram publico erscheinen zu dürfen. Von den zwei, drei handverlesenen, fürsorglich handzahm formulierten in ganz wenigen Fällen mal abgesehen. Und da wo die staatliche wie auch die überstaatliche (EU/NATO) Empörungsindustrie – frei nach dem wohlfeilen Motto ‚Lug, Trug und Niedertracht‘ – glaubt, über das Ziel hinausschießen zu müssen, was darf es da – wenn überhaupt – bei den NDS gerade noch geben? Wenn’s hochkommt – dankbar nimmt man der Leser allzu gerne eine satirische Kolumne von Jens Berger schon mal hin. Aber sonst? Wie oft habe ich diesbezüglich den ‚Ghoede‘ zitieren müssen: „Über allem Wipfeln ist Ruh, warte …“. Wann je hätte sein Zitat mit dem Ende „…balde ruhest auch du“ besser gepasst.

Aber sicher doch, die von Ihnen monierten ‚Vorgänge‘, unter denen die Bauds und Kollegen zu leiden haben, sind nicht nur *unglaublich’. Sie sind unfasslich, unerträglich u.v.a.m. Noch aber trauen sich die aktuellen Schergen – die üblichen Mutmaßlichen – noch nicht, so wie beim vorigen Male wie einst bei den Scholl’s und deren anderen, schlappen sechstausend Nasen‚ dem gleichen blutigen Finale‘ Unterzogenen zur Tat zu schreiten. Was war denn da mit den Scholl’s? Die mit dem Hühneraugenpflaster – dürften jetzt bestimmt wohl 95% unserer von ARD&ZDF, von RTL, NTV et al eingependelten klugen Landsleute daherfragen.

Gott sei’s gedankt, aus dem Alter bin ich raus. Was gerade auf der (derzeit noch hauptächlich westlichen) Scheibe so abzulaufen hat, die ganzen Selbstverteidigungsorgien, die dazu erforderlichen Drecksarbeiten auch noch – wie es heißt – zu unseren Gunsten, nicht zu vergessen die ganzen ‚pro Völker- und Menschenrecht wie auch UN-Charta (hehe)‘ angestrengten völkerrechtswidrigen ‚Aktivitäten‘ – auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Gleichen, aus jahrtausendealten Fieberträumen erinnerlich (da scheint es wohl keine Impfe dagegen zu geben), will ja keiner was von wissen. Und – so sorry, mit den ganzen – kaum noch zu verhindernden – Konsequenzen müssen jetzt eben jene Generationen ran, die sowieso dafür – kriegtüchtig auch noch – von wem auch immer eigeplant sind. Meiner Generation allerdings – nicht einmal mehr volkssturmverdächtig, allenfalls in der Sandsack-Funktion – könnten die bald anstehenden, doch eigentlich spannenden Ereignisse durchaus als adäquate palliative Sterbehilfe erscheinen, immerhin.

(…)

Dass jedoch die Eidgenossen vermeinen, den Schwanz einziehen zu können, wo doch der Baud … Das hätte sich unser Schiller wahrlich nicht denken können, als er seinen Wilhelm Tell mit spitzer Feder zu Papier brachte. Wenigstens den Nationalfeiertag – zu Ehren von Wilhelm dem Gessler-Hut-Verweigerer am 1. August – sollten sie dann aber doch streichen.

Michael Kohle


17. Leserbrief

Liebes Team der Nachdenkseiten!

Mit Entsetzen verfolge ich die Eskalation der ohnehin schon extremen Sanktionen gegen Hüseyin Dogru und seine Famile. Und frage deshalb Sie: Wie kann man diesen Menschen von der Ferne helfen? Ich vermute zwar, dass die Familie eine gewisse Unterstützung von Mitmenschen erhält; denn anders kann ich mir ein Leben gar nicht vorstellen. Gleichwohl wäre es gut zu wissen, was man von der Ferne (oder von Berlin) aus tun kann.

Viele Grüße und herzlichen Dank für Ihre so wertvolle Arbeit!
P. L.


18. Leserbrief

Hallo Herr Riegel, geschätztes NDS-Team,

das ist in der Tat ungeheuerlich und eigentlich unvorstellbar und im Grunde tiefstes Mittelalter, ansatzweise vergleichbar mit Inquisition, Reichsacht und Kirchenbann – sprich: Vogelfreiheit! In letzter Konsequenz, bedeutet dies doch de facto eine gewissermaßen Zeiten gewendete Form von Todesurteil auf Raten; denn diese Leute und ihre Familien müßten ja Hungers sterben, wenn sich wirklich niemand finden sollte, der ihnen hilft. Im Beitrag von Hannes Hofbauer ist zu lesen, dass die Europäische Union seit März 2014 mehr als 2.700 Menschen und Organisationen auf sogenannte Sanktionslisten gesetzt hat. Das hat man gar nicht nicht gewußt und bekommt eine Gänsehaut; denn das alles ist doch außerhalb aller Grund- und Menschenrechte – ganz zu schweigen von Anstand, Ethik und Gewissen. Praktiziert wird das offensichtlich von der Kommission der EU, deren Kommissare bekanntlich auf nicht demokratische Weise, also nicht vom Volk bzw. den Völkern gewählt, in die Ämter gehievt werden. Darüber hinaus ist zu lesen, dass von den MdBs, die mit der irreführenden Bezeichnung „Volksvertreter“ benannt werden – etwa in Analogie zum Zitronenfalter, der ja auch keine Zitronen faltet – ein Gesetz verabschiedet wurde, das Leute mit bis zu 10 Jahren Haft bedroht, welche solchen so Sanktionierten Hilfe leisten. Noch schlimmer geht doch überhaupt nicht mehr! Und einem bereits sehr altem Mann, der sich schon als 10jähiger geweigert hatte der Hitlerjugend beizutreten, und sich in den nahe gelegenen Wald verkrümelte als die Polizei ihn holen wollte, muß die Frage nach dem Gewissen gestattet sein, demgegenüber laut GG die da allein verantwortlich sein sollen. Aprospros Hitlerjugend: gewisse Assoziationen stellen sich da bei einem noch mit eigener WKII-Erfahrung und dem Elend und dem Hunger danach auch ein, wenn nun wieder in den Schulen durch die Bundeswehr „Kriegstüchtigkeit“ gelehrt wird, und Schüler bestraft werden, die sich dem verweigern wollen, bzw. Gegenrede erheben oder protestieren.

Offenbar wissen aber die meisten der desinformierten und indoktrinierten tumben Mitbürger, welche ausschließlich ÖRR und MSM konsumieren, wenig oder gar nichts davon. Jedenfalls ist es unbegreiflich, daß hier kein Aufschrei und keine Gegenwehr und Widerstand seitens der „Gesellschaft“ erfolgt! Zum Schluß schreiben Sie dann auch zutreffend: Dass ein großer Teil der sonst auf Knopfdruck empörten „Zivilgesellschaft“ hierzulande zu den unglaublichen Vorgängen schweigt, ist einfach nur erbärmlich. Wobei diese hierzulande real existierende „Gesellschaft“ mit so etwas wie „zivilisiert“ als eher nicht konform wahrgenommenen wird. Das wurde doch in Zusammenhang mit Corona im Hinblick auf den Umgang und den teils faschistoiden Ausgrenzungen und Anpöbeleien der sog. „Ungeimpften“ nachhaltig unter Beweis gestellt. Auch da besitzt man hochgradig unerquickliche eigene Erfahrungen in Hülle und Fülle.

Man selbst ist da eher im Einklang mit Arthur Schopenhauer, der da einst, wie man findet zutreffend, sagte: man ist nicht nur für sein eigenes Tun verantwortlich, sondern auch für das, was man widerstandslos hinnimmt. Lt. GG steht dem Bürger ja sogar das Recht auf Widerstand zu. Es fehlt da aber eine Gebrauchsanleitung wie genau dieser geleistet werden soll, wenn z. B. Meinungsfreiheit mittels einschlägiger Gesetzgebung abgeschafft wird; denn lt. GG wird das ja auch durch Gesetze geregelt.

Aber erst mal Schluß jetzt, sonst leidet man nicht nur an Mangel an Vertrauen in diese zu verteidigende „Unseredemokratie“, die ja, wie sie da selber sagen, ihre aber schon lange nicht mehr meine Demokratie ist, sondern auch an Schlafmangel.

Bester Gruß
H. Wohler


19. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion,

danke für den Artikel von Tobias Riegel, er spricht mir aus dem Herzen. Seit Tagen überlege ich mit meinem Mann, was man selbst tun kann. Die im Artikel zitierte Bgründung des ZfS muß man sich auf der Zunge zergehen lassen:

„Vorliegend kontrolliert Hüseyin DOGRU die Konten der (geschwärzt) bei der Commerzbank AG. Zum einen besteht eine enge familiäre Nähebeziehung zwischen den Eheleuten (geschwärzt) und dem gelisteten Hüseyin DOGRI. Als Ehepartner ist grundsätzlich davon auszugehen, dass eine enge Nähebeziehung besteht. Das diese auch tatsächlich besteht, ist insbesondere daran erkennbar, dass die beiden gemeinsam wohnen und drei gemeinsame Kinder haben.“ (Schreibfehler im Original)

Es ist unglaublich! Was heißt das: Schutz von Ehe und Familie gilt für Sanktionierte nicht. Der nicht sanktionierte Ehepartner hat die gemeinsame Wohnung sofort zu verlassen oder den Sanktionierten vor die Tür zu setzen. Dem Ehepartner wird eine „enge Nähebeziehung“ zum Vorwurf gemacht. Hatten wir das nicht schon einmal. Das nannte sich Verstoß gegen die Rassengesetze. Der arische Ehepartner machte sich der Rassenschande schuldig, wenn er sich nicht vom jüdischen Partner scheiden lies. Wer Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern oder Häftlingen Brot zusteckte, machte sich strafbar und mußte damit rechnen, selbst im KZ zu landen.

Wo sind die zehntausenden Demonstranten des „Nie wieder ist jetzt!“. Wo bleibt die Kampagne bei Campact oder Correctiv? Was ist mit den Kirchen? Christliche Nächstenliebe – für Dogru und seine Familie gilt sie offensichtlich nicht. Gibt es Kirchenasyl, sollte die Familie ihre Wohnung verlieren? Wo ist die Stellungnahme der VVN, was sagt Die Linke – ich habe diesbezüglich nichts gefunden.

Zu Recht fragen Sie, wo sind die Journalistenverbände, gibt es Berichte in Magazinsendungen der Öffentlich-Rechtlichen? Alle ducken sich weg. Aber wie sagte es Josef Hinterseher, Sprecher des Auswärtigen Amtes, kürzlich in der Bundespressekonferenz:

“Ich bin übrigens auch Ihnen, Herr Warweg, dankbar dafür, dass Sie immer wieder bekannt machen, dass es diese Sanktionen gibt und dass es dieses Sanktionsregime gibt. Denn klar ist: Denjenigen, die das unterlaufen, muss bekannt sein, dass das Ganze mit Kosten verbunden ist und womit dann zu rechnen ist.”

Es wird offen gedroht! Spätestens seit dem Bericht in der Berliner Zeitung vom Samstag, dass nun auch Dogrus Ehefrau die Konten gesperrt wurden, sollten wir unserer Empörung gemeinsam Ausdruck verleihen. Worauf warten Sarah Wagenknecht und Sevim Dagdelen, ein offener Brief, den jeder unterschreiben sollte, wäre das Mindeste. Damit könnte jeder in seinem Umkreis mit anderen ins Gespräch kommen, die Menschen auffordern, Haltung zu zeigen. Mal sehen, wieviel Prominente, Künstler, Wissenschaftler, Journalisten, Politiker, und, und, und, kurz die immer wieder genannte Zivilgesellschaft, bereit sind, öffentlich Position zu beziehen gegen die soziale Ächtung und Aushungerung einer Familie mitten unter uns. Ich stelle mir vor, was passieren würde, wenn dieses Sanktionsregime massenhaft ignoriert würde. Ich bin keine Nachbarin der Familie Dogru, aber natürlich würde ich alles tun, ihnen in der Not beizustehen. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, ich bin überzeugt, dass die Mehrheit in diesem Land, ihrem Nächsten helfen würden.

Herzliche Grüße
Helga Mies


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Die Dreistigkeit des ZDF-Chefs: ‚Der Feind steht woanders‘“

03. April 2026 um 10:00

Vorschau ansehen


Tobias Riegel kommentiert in diesem Beitrag die Wiederwahl von Norbert Himmler zum Intendanten des ZDF. Ohne Gegenkandidaten sei er vom ZDF-Fernsehrat für weitere fünf Jahre bestimmt worden. Seine Bewerbungsrede vor der Wiederwahl habe es in sich gehabt. Sie sei skandalös und teile die Gesellschaft ein. Wer so agiere, sei für den Job als Intendant eines von allen finanzierten Rundfunks völlig ungeeignet. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten E-Mails hierzu. Christian Reimann hat für Sie die nun folgende Auswahl der Leserbriefe zusammengestellt.


1. Leserbrief

Herr Riegel, sie haben genau die Bedeutung dieser Rede erkannt. Jetzt beginnt ein Paradigmenwechsel im Öffentlichen! Dieser Mann ist ohne Gegenstimme gewählt, alle sind auf Linie, andere Ansichten zu haben bedeutet Jobverlust.

Dann der Satz in dieser “historischen Rede”: wir werden den Kreis unserer Partner um Qualitätsmedien erweitern, die unsere Werte auch gemeinsam teilen. Ich möchte hier mit den Printmedien gemeinsam, die unsere journalistischen Werte teilen, enger und effizienter zusammenarbeiten

Das heißt totaler Schulterschluss mit den privaten Medienkonzernen der Milliardärs-Familien und dann natürlich nur als Juniorpartner. Was bisher als Verschwörungstheorie galt, wird jetzt öffentlich verkündet.

Gemeint mit Feind sind alle kritische Medien im Netz und wo auch immer. Da soll mir noch einer sagen. dass es keinen tiefen Staat gibt, er zeigt sich doch jetzt!

Die Zwangsabgaben Rundfunkbeitrag, sind frühzeitig schon zu diesem Zwecke installiert worden um keine Verluste zu erleiden durch dieses undemokratische Verhalten.

Nachdem alles gerichtet ist, wird jetzt zum letzten Gefecht geblasen. Ich sende ihnen diesen Leserbrief, bevor die KI ihn nicht mehr durch lässt.

Suchen sie sich gute Medienanwälte, ich zahle einen Rechtshilfe-Aufschlag zu meinen mtl. Spenden.

Trotzdem, Venceremos
N. Arbeiter


2. Leserbrief

Hallo,

„Ich persönlich möchte mich in den kommenden Jahren dafür einsetzen, dass das ZDF ein relevanter Faktor für unsere Demokratie und für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist.“

Absolut klar ist, das er bei “unsere Demokratie“ und „unserer Gesellschaft“ nur diejenigen meint,

die schön und ordentlich mitschwimmen im Strom von Einheitsmeinung, Bellizismus, Feindbildaufbau und Ausgrenzung von Andersdenkenden…!!

Dann…., und nur dann, stimmt sein Satz!

Himmlers Auftrag ist Spaltung … das bezeichnendste Symptom faschistischer Politik …

Grüße
T. Rath


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

ich bekenne mich schuldig. Ich bin erklärter Feind des ÖRR. Kann ich jetzt aufhören, den zu finanzieren? Als “ÖRR-Feind” bin ich natürlich auch Anhänger von Verschwörungstheorien (seit Corona zumindest). Wenn ich seinen Satz:”Ich möchte hier mit den Printmedien gemeinsam, die unsere journalistischen Werte teilen, enger und effizienter zusammenarbeiten” richtig interpretiere, dann ist zu befürchten, dass unsere erpresste Propagandasteuer demnächst auch zur Finanzierung der Staatspresse herangezogen wird (denen laufen nicht ohne Grund die Leser in Scharen weg). Momentan noch eine Verschwörungstheorie. Mal sehen, ob daraus bittere Realität wird. (…).

Mit freundlichen Grüßen
R. Binde


4. Leserbrief

Sehr geehrte NDS Team,

vielen Dank für den Artikel. Wahrscheinlich erreichen Sie massenhaft Artikel der gleichen Art zu diesem leidigen Thema?

Tja, was soll man davon halten? Was soll man von einem Fernsehrat halten,der eine „Wahl“ ohne Gegenkandidaten abhält und dann den vorigen umstrittenen Belehrungs – und Staatspropagandaonkel wieder auf seinen Platz setzt,den der schon lange hätte räumen müssen? Es sind ja genug Skandale, die unter dessen „Regentschaft von Staatsgnaden“ schon aufgelaufen sind, bis zum kulminierten Höhepunkt der gesendeten KI Fake-Videos in einer Nachrichtensendung eines Staatssenders. Wenn jetzt noch fast die Hälfte des zuschauenden Volkes von dem als Feind betrachtet wird, dann kann man sich ja dort auch getrost nicht mehr vertreten fühlen und theoretisch sollte alleine eine solche Äußerung vor jedem Gericht als Beleg dafür dienen, wenigstens den ZDF Anteil der Rundfunkgebühren nicht mehr bezahlen zu müssen.

Ich kann mich nicht dagegen wehren, aber das ZDF nimmt zunehmend die Rolle des deutschen Reichssenders ein, der noch, trotz Rückzug an allen Fronten, mit markigem linken und grünen Ton von Sieg redet und die Russland-Fanfare spielt. Diesen sogenannten „Qualitätsjournalismus“ kann man überhaupt nicht mehr ernst nehmen. Gut, daß das Wort Qualität heute nichts mehr bedeutet, daran haben wir uns ja im täglichen Leben gewöhnt. So meint der Typ das wahrscheinlich auch. “Nehmt das, was wir Euch als Qualitätsjournalismus liefern“ und bezahlt dafür.

Na ja, Milka und andere Shrinkflationsanbieter haben ihre Lektion durch Konsumverweigerung der Kunden schon teilweise gelernt. Das ZDF wird wohl in ein paar Jahren abgewickelt sein und es ist nicht schade darum. Bei der ARD wird es ähnlich laufen

Mit freundlichen Grüßen
Claus Hansen


5. Leserbrief

Hallo Herr Riegel,

wie sieht „professioneller Journalismus“ heute eigentlich aus? Ein Peter Scholl-Latour war persönlich dort, wo Dinge geschahen, und hat mit den Akteuren gesprochen. Das war die gute alte Zeit. Heutzutage sitzen die Auslandskorrespondenten in Istanbul oder Kairo und berichten „über“ den Iran. Beziehungsweise was sie im Internet oder aus ominösen Quellen, aufgeschnappt haben. Am besten sind diese Quellen auch noch „Menschenrechtsaktivisten“ mit exklusivem Internetzugang im Iran, also mit viel Glück NICHT der Mossad. Wer kann es schon sagen?

So ist es kein Problem „Distanz“ zu wahren. Ein Armin Coerper „körperlich“ anwesend in Mariupol und wahrheitsgemäß berichtend, kam bekanntlich überhaupt nicht gut an. Also besser möglichst weit wegsetzen und alles schön vorportionieren wie es in die Ideologie passt. Was Meldungsselektion und -offenheit kanalisiert.

Ich schaue Heute und Tagesschau trotzdem regelmäßig, einfach weil ich wissen möchte, was tagesaktuell für das deutsche Publikum verdreht oder weggelassen wurde. Und das ist eine ganze Menge. Für alles, was etwas mit Politik zu tun hat oder Freund/Feind-Fragen sind Inhalte des ÖR nicht zu gebrauchen. Denn man hat sich dort schon längst einen mit der Realität nicht mehr kompatiblen „Common Ground“ gebastelt.

Darum wird der „Feind“ in deutschen Medien auch nicht angehört. Wer soll einen iranischen Außenminister oder gar Putin denn auch interviewen? Erstmal bekommt man da inhaltlich Probleme, muss also eine ganze Menge rausschneiden, damit es ins Bild passt. Diese Kontaktschuld bekommt der Interviewer im Zweifel auch nie wieder abgewaschen. Also bleiben sie lieber weit weg, die „professionellen Journalisten“.

Ähnlich, nur andersherum, gilt dies auch für alle, die ernsthaft eine abweichende Meinung vertreten. Dort weiß man, dass man sich von „professionellen Journalisten“ besser fernhält oder lernt es auf die harte Tour.

Wie Alina Lipp zum Beispiel. Wenn man sich die ZDF-Doku „The Princess of Disinformation – Alina Lipp und Putins Krieg“ und die originalen Interviews ansieht, wird offensichtlich, wie so etwas im ÖR läuft. Es war eine Hinrichtung erster Klasse. Welche Frau Lipp, vielleicht sogar maßgeblich, die „Ehre“ von EU-Sanktionen eingebracht hat.

Somit bleibt tatsächlich nur noch der „Common Ground“ übrig. Dieser drückt sich unter anderem durch die immer gleichen ideologisch gefestigten „Experten“ aus. Welche in einer Endlosschleife die immer gleichen Thesen vortragen.

Mit freundlichen Grüßen
Kai P.


6. Leserbrief

Guten Tag,

in dem durch den Gebührenzahler finanzierten fetten Speck sitzend, scheint der Mann von einer Art Realitätsverlust (…) befallen worden zu sein.

Und überhaupt, gibt es in dem ganzen System ZDF, nur eine befähigte Person für den ,,Posten” des Intendanten? Schon alleine das spricht für sich. Ansonsten ist es auch nicht seine Aufgabe, sich als Wächter der Demokratie aufzuspielen. Der Sprachgebrauch, wohl gemeint, kritische, alternative Medien als Feind oder Feinde zu bezeichnen, spricht abermals für sich. Kritik, wenn berechtigt, muß immer gewährleistet und auch geschützt sein, aber in angemessener Form.

Im übrigen hat der Mann nur eine Aufgabe und das ist dem Gebührenzahler gegenüber seinen gesetzlichen Auftrag nach objektiver, breitgefächerter, neutraler und nicht einseitiger Information, in allen Belangen zu gewährleisten.

Es gilt wieder einmal genau hinzuschauen, ob die, die am lautesten Demokratie einfordern, diese auch selbst praktizieren und beherzigen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu unserem Aprilscherz „Strategiewechsel – Bundesregierung fordert US-Truppenauszug aus Deutschland“

02. April 2026 um 12:59

Vorschau ansehen


Jens Berger thematisiert hier die neue Strategie von Union und SPD zur Bekämpfung der AfD. Statt AfD-Forderungen reflexhaft abzulehnen, wolle man sie nun proaktiv übernehmen und der AfD im Vorfeld der nächsten Bundestagswahlen so ihre Themen wegnehmen. Dazu gehöre das Schließen des US-Militärstützpunktes Ramstein bis Ende 2027. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Von unseren Leserinnen und Lesern haben wir dazu zahlreiche und interessante Leserbriefe erhalten und bedanken uns dafür. Fast alle haben den Aprilscherz erkannt, würden allerdings auch seine politische Realisierung begrüßen. Die nun folgende Auswahl der Leserbriefe hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Liebe “nachdenkseiten”, ich wünschte, es wäre kein Aprilscherz!!! Es wäre zu schön, um wahr zu sein. Aber das traut Merz ja wohl keiner zu!

Gelungen!!!!

Viele Grüße 
Ingrid Morgenstern 


2. Leserbrief

Hallo,

wieviele verärgerte Briefe werden Sie diesmal bekommen, weil man mit solchen Themen nicht spaßen darf?

Wer immer zuerst Hoffnungen gehabt haben sollte, wird spätestens bei “Auf seinem Netzwerk Truth Social kündigte Trump ferner an, nun Pläne für eine „pfälzische Riviera“ mit Luxushotels und Golfplätzen verfolgen zu wollen. „We will make Ramstein great again!“, so der US-Präsident.“ begriffen haben, dass es sich um einen Aprilscherz handelt.

Herzliche Grüße
Ilse Bleier


3. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

bei allem Ernst der Lage  haben Sie mir und gewiß etlichen anderen Lesern mit diesem Artikel ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Vielen Dank für den gelungenen Aprilscherz – einfach köstlich!

Beste Grüße 
Herbert Weß 


4. Leserbrief

Hallo NDS,

Vermutlich Aprilscherz, das Thema ist leider zu ernst, um darüber Aprilscherze zu machen.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


5. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

April, April!!!

Wäre zu schön.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Kleinecke


6. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

Sie haben vergessen über den geheimen Kabinettsbeschluss zu berichten, wonach ab sofort die Starts der Flugzeuge und die gesamte Kommunikation  im Krieg gegen Iran von Ramstein den US-Amerikanern untersagt ist. Gemeinsam mit den “Neuen Drei” (Italien, Spanien, BRD) wurde bei einem Treffen vor den Toren Ramsteins eine neue Strategie entwickelt, die in 12 Punkten einen Friedensplan für den Nahen Osten beschließt.

April, April, der macht was er will

Joachim Groß


7. Leserbrief

Hallo liebes Team der Nachdenkseiten,

des Truppenabzug aus Ramstein wäre zu schön um wahr zu sein.

Ein toller Artikel zum 1. April. Ich habe selten so gelacht.

Ich wünsche allen ein schönes Osterfest

Frank Burghardt


8. Leserbrief

Boah Ey ! Herr Berger!

Jetzt haben Sie mich aber mindestens 30 Sekunden lang reingelegt!

Das Wunschdenken hat dabei geholfen: Mit guten Nachrichten kann man mich leicht in den April schicken!

Schade eigentlich.

Herzlichen Gruß
Bernhard Meyer


9. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

herzlichen Dank für diesen köstlichen Aprilscherz – ich habe mich an diesem 1. April wirklich amüsiert, wie Sie das Parteiengezänk in Deutschland auf die Schippe genommen haben!

Genau so würde es vermutlich laufen, wenn denn jemals so eine Forderung wirklich aufkommen würde – aber eher schneit es wohl in der Hölle…

Frdl. Gruß
Heinz Kreuzhuber


10. Leserbrief

Mann, Herr Berger!

Die Überschrift habe ich noch mit Erstaunen und Interesse gelesen. Aber dann fiel mir sofort ein, dass ja gestern der 31. März war. Und was das für heute bedeutet.

Jetzt werde ich mir den Spaß und mich über den ganzen Artikel freuen. Auch wenn er hundert Prozent Satire ist.

Viele Grüße,
Rolf Henze


11. Leserbrief

Hallo,

besonders Interessant an der Argumentation der Parteien ist das Demokratieverständnis, welches offensichtlich parteiübergreifend in der politischen “Elite” vorherrscht.

Offensichtlich sehen sich die Parteien nicht (mehr) als ausführendes Organ des lt. Grundgesetz eigentlichen Souveräns (des Volkes) sondern als ideologische Krieger gegen andere Parteien. Ergo scheint deren Demokratieverständnis sich auf den ideologische Krieg zwischen Parteien zu begrenzen in welchem man, wenn der Souverän dann nicht mitspielt, seine innere Strategie auch gegen die eigene Überzeugung umstellen muß.

Auf die Idee die Meinung des Souveräns als solche zu vertreten und die verschiedenen Meinungsbilder in einen parlamentarischen Diskurs zu überführen kommt scheinbar niemand mehr…

Vllt. war das aber schon immer eine Chimäre die mit der gelebten Demokratie nach westlicher Prägung nie viel zu tun hatte.

Wie traurig… und da wundert man sich das Depressionen und andere psychische Reaktionen um sich greifen.

Mit freundlichem Gruß
Georg Hopp

Hallo nochmal,

bin ich doch auf den Aprilscherz reingefallen… :D

Ist aber auch wirklich hart an der Realität.

lieben Gruß
Georg Hopp


12. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

ein paar Sekunden glaubte ich meinen Augen nicht mehr trauen zu können.

Dann habe ich aufs Datum geschaut.

Sehr, sehr gut, wirklich prima gemacht! Danke, made my day!
Besten Gruß U. Kuhlmann


13. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Vielleicht spielt bei diesem Thema auch eine Anfrage des iranischen Botschafters mit. Die könnte nämlich für Unruhe sorgen bei jenen Politikern, die sich um die Sicherheit Deutschlands Sorgen machen.

R. Winkler


14. Leserbrief

Bitte nicht solche Aprilscherze!

Das ist so, als wenn der Arzt einem sagte: „Sie haben keinen Krebs mehr…“ um anderntags nachzuschieben: „April, April!“

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Sonnenburg


15. Leserbrief

Liebe Redaktion,

ihr macht es euch zu einfach: Deutsche Politik und außenpolitische Vernunft, noch dazu mit Berücksichtigung der Sorgen der Bevölkerung – das kann nur ein Aprilscherz sein!

Dennoch danke für den Versuch!

Aloha
Rudolf Aichner


16. Leserbrief

Schade, schade, schade – man braucht ja leider nur die Überschrift, um zu wissen, dass heute der 1. April ist.

Lese Euch immer gerne

Grüße aus der Schweiz
Kirsten


17. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

kurz, ganz kurz, glaubte ich doch tatsächlich, der Artikel sei ernstgemeint und ich konnte es gar nicht fassen – obgleich sich mir die Argumentation von vornherein nicht erschloss. Leider verschärfte sich mit jedem weiteren Satz der Eindruck, dass es sich um Satire handeln muss. Und mir fiel ein, dass heute der 1. April ist. Dann kamen auch noch Trumps angebliche Träume von einer pfälzischen Riviera, hahaha! Schade eigentlich, es wäre doch zu schön gewesen!

Beste Grüße
Ute Wolter


18. Leserbrief

Der kurze Leserbrief!

Himmel, ………………. und Zwirn! Muss mich der sonst so präzise Denker Berger ausgerechnet heute so ver………………………n!! 

Dieter Münch


19. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

haaaaaaahahahahahahahaaaahhhhh… ich hab höchst erstaunt gelesen, aber richtig gemerkt hab ich’s erst bei „pfälzische Riviera“, haaaaaaaaaaahahahahahaaaaaaaahhhhh – wunderbar!

Sehr amüsierte Grüße
A. Gußmann


20. Leserbrief

Hallo liebes Nachdenkseiten Team und einen schönen ” 1. April “,

ich sehne mich nach solch einer Meldung, leider ist es h e u t e  aber wohl noch nicht so weit.

Lasst uns gemeinsam hoffen, dass diese Nachricht eines Tages Wirklichkeit wird.

Weiter so und viele liebe Grüße aus dem sonnigen Zypern

Manfred Hartmann


21. Leserbrief

Hallo sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team!

Es wär’ so schön, wenn’s wahr wäre….! April, April und schön weiterso mit friedenspolitischen Visionen! 

Gruß
Jürgen Hagenguth


22. Leserbrief

Moin,

was einst toll klang — der Abzug von US-Truppen aus Deutschland –, muß nun leider der Erkenntnis weichen, daß es sich um einen April-Scherz handelt. Woran ich das erkannt habe?

“Während die Bundesregierung aus Ramstein gerne eine transatlantische Begegnungsstätte machen würde, schwebt US-Präsident Trump auf dem 1.400 Hektar großen Gelände die Exploration pfälzischer Schiefergasvorkommen durch US-Ölkonzerne vor. Auf seinem Netzwerk Truth Social kündigte Trump ferner an, nun Pläne für eine „pfälzische Riviera“ mit Luxushotels und Golfplätzen verfolgen zu wollen.”

Die Riviera im Gaza-Streifen…

Da darf auch eine 360°-Wende nicht fehlen — was per se ein Oxymoron ist, denn eine Wende ist keine komplette Drehung um sich selbst. Aber solche elementaren Details sind natürlich im politischen Diskurs irrelevant.

Touché!

Mit kichernden Aprilscherz-Grüßen,
Michael Schauberger


23. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger.

Selten einen so offensichtlichen Aprilscherz gelesen!

Als ob die Bundesregierung jemals etwas vernünftiges tun würde – wenn auch aus den falschen Gründen. 

Das enzig glaubwürdige an Ihrem Artikel ust der Absatz über Franziska Brantner, denn solte auch nur ein Körnchen Wahrheit in Ihrem Artikel vorkommen, dann ist es die Tatsache, daß die Grünen jeglichen Kontakt zur Realität verloren haben.

Mfg.
Frank Krall.


24. Leserbrief

April, April!  – Schade. Es war zu schön, um wahr zu sein!

Wolfgang Kammerer


25. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

ich bin ja immer ein bisschen auf der Hut bei Ihren Artikeln, aber diesmal haben Sie mich erwischt – erst bei der pfälzischen Riviera ist mir eingefallen, dass heute der 1. April ist.

Wahrscheinlich wollte ich auch einfach so gerne, dass es wahr ist. Aber das wird wohl Wunschdenken bleiben…

Vielen Dank für Ihre Arbeit, ich lese regelmäßig die Nachdenkseiten, und Ihre Artikel ganz besonders gerne.

Herzliche Grüße,
Vanadis Buhr


26. Leserbrief

Schön wäre es, Herr Berger, hätten die Regierungsparteien mal den Mut, die Nachkriegsverhältnisse zu normalisieren. Amigo, amigo, Ami go home, mit allem, vollständig.

Mit freundlichen Grüßen,
Rolf Schönenberg


27. Leserbrief

Lieber Jens Berger, liebe NDS,

April, April! 

Vielen Dank für Ihren Satirebeitrag, vor allem aber für diesen ‘Hoffnungsschimmer’:

“Aus Regierungskreisen heißt es, man „respektiere die Sorgen der Bevölkerung“ und wolle, dem spanischen Beispiel folgend, ein Zeichen gegen die Vereinnahmung Europas in die kriegerische Außenpolitik der USA setzen.”

Herzlichst
Leonie Haas


28. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger

Danke für 3 schöne Sekunden.

Liebe Grüße
Michael Besteck


29. Leserbrief

Einen Guten Tag wünsche ich,

vielen Dank für diesen schönen Beitrag. Auch wenn ich leider weiß, dass es sich hierbei um einen Aprilscherz handelt. So viel Verstand ist unserer aktuellen Politikerkaste leider nicht zu zutrauen.

Bitte weiter so.

Herzliche Grüße
N.Nissen


30. Leserbrief

Zum Aprilscherz von Jens Berger.

Sehr verehrter Jens Berger, liebe nds,

schon beim Lesen der Überschrift war mir klar, dass es sich um einen Aprilscherz handelt.
Die hier dargestellte Einsicht einer Regierung, die Besatzer nach 80 Jahren aus dem Land weist, kann man dem Merz-Regime nicht unterstellen.

Wenn diese Figuren nicht damit beschäftigt sind, ihr Privatvermögen zu fördern und ihrem neofeudalen, parisitären Lebensstil auf Kosten der Steuerzahler zu fröhnen, dann veruntreuen sie mutmaßlich Steuergelder, indem diese an das ukrainische, oberkorrupte Bandera-Naziregime verschenkt werden. Auch werden hunderte Millionen, wenn nicht Milliarden Euro jedes Jahr in offene und versteckte Kosten für Unterhalt und Infrastruktur der US-Besatzer ausgegeben (Straßen, Brücken, Militärkrankenhaus und und und..).

Darüber hinaus genehmigen offensichtlich kriminelle Bundesregierungen, dass grundgesetz- und völkerrechtswidrig von deutschem Boden (v.a. Ramstein) aus die US-Besatzer Drohnenmordsignale weiterleiten, Angriffskriege fliegen und Kriegsverbrechen begehen.

Unsere Parteipolitiker (vielleicht außer das BSW?) sind so eingebettet in transatlantische Netzwerke, dass sie eher Deutschland und Europa in einem Krieg gegen Russland (den sie seit 2014 aktiv vorbereiten und provozieren) zerstören, als dass sie die Besatzer endlich heim schicken.

Mit freundlichen Grüßen,
Joachim Himmeröder


31. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion, 

Jens B. ist ein Meister der genauen Beobachtung. Bis heute finden sich weltweit begeisterte Leser und sorgen für ein riesiges Interesse an diesem großen europäischen Erzähler.

Vielen, vielen Dank  – welcher Tag ist heute nochmal?

Liebe Grüße 

😉 Michael Wrazidlo 


32. Leserbrief

Schade, nur ein Aprilscherz.

Kein Aprilscherz ist, dass eine Losdemokratiepartei eine Verfassungsreform und das Überflüssigmachen politischer Parteien zum Ziel hat.

Damit erübrigen sich jegliche Parteiränkespiele, weil die BürgerInnen dann  selbst Politik machen 🙂

L.G.
Ute Plass


33. Leserbrief

Eine gelungene Karikatur unseres realen Kasperletheaters.

Wolfgang Schneider-Schikorr


34. Leserbrief

Hach – das wäre zu schön, um wahr zu sein!

Aber wer weiß, vielleicht sind Aprilscherze auch mal dafür gut, Frieden Schaffendes zu beschleunigen?

Frohe und friedvolle Ostern!
Peter Möldner


35. Leserbrief

Darüber sollte man keine Witze machen! Das ist überfällig! US-Basen raus aus Deutschland und Deutschland raus aus der NATO. Österreich ist auch neutral und nicht eingenommen worden.

Hat denn keiner aus all den Kriegen etwas gelernt? Und wir Deutschen unterstützen und bezahlen diesen Irrsinn!?

Mit verzweifelten Grüßen Lutz Müller


36. Leserbrief

Lieber Jens Berger, liebes NDS-Team,

gestern denke ich noch – morgen kommt wieder der Aprilscherz auf den NDS. Und heute? Ich fang an zu lesen und denke – das gibts doch nicht!

Erst einige Zeit später im Tag wurde mir bewußt das ich wieder einmal reingefallen bin! Aber chapeau – jedesmal gut gemacht 🙂

Gleichzeitig fragte ich mich, weshalb ich immer wieder so leichtgläubig bin und ich vermute, das bei mir hier der Wunsch Vater des Gedankens/der Leichtgläubigkeit ist!

Nächstes Jahr werde ich aufmerksamer sein!

Herzliche Grüße

Andreas Rommel


37. Leserbrief

Liebes Nachdenkseitenteam,

der Artikel “Strategiewechsel – Bundesregierung fordert US-Truppenauszug aus Deutschland” ist ein herrlicher Aprilscherz.

Obwohl das in dem Artikel beschriebene blödsinnige taktieren der CDU-SPD-Grüne-Linke entspricht ja der Realität, “rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln” oder “wohin der Wind uns wohl heute weht”. Das steht ja für  die vollkomme Orientierungslosigkeit und Verkommenheit dieser poltischen Kaste.

Auch die Ambitionen mit der zukünftigen Verwendung der Basis von Trump könnten der Realität entsprechen.

Vielen Dank für Ihre wertvolle Arbeit.

Viele Grüße
Bernd Horst


38. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,
sehr geehrter Jens Berger,

“April, April”, war ein netter Versuch.

Ich würde den GI’s direkt beim Packen helfen, wenn’s denn tatsächlich so wäre……….

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Meiser


39. Leserbrief

Verehrter Herr Berger, verehrte Damen und Herren der Redaktion!

Als ich den Artikel ” Bundesregierung fordert US-Truppenauszug aus Deutschland ” las, dachte ich ernsthaft, dass die NDS mich veräppeln wollen! Und ich kann es immer noch nicht glauben, dass dies ernsthaft diskutiert wird.

Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie sich zu den Quellen dieser Nachricht äußert würden.

Mit freundlichen Grüßen, 
Volkmar Zschiesche

Anmerkung Jens Berger: Lieber Herr Zschiedsche,

Sie haben Recht – wir haben gestern unsere Leser „veräppelt“. Gestern war der 1. April und die NachDenkSeiten pflegen ja die Tradition des Aprilscherzes. 

Ich hoffe, Sie nehmen uns das nicht krumm und können im Nachhinein zumindest ein wenig schmunzeln.

Beste Grüße
Jens Berger


40. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

“der April macht, was er will”. Vielleicht macht er auch wahr, was Trump heute angedroht hat, dass der US-Kongress bestätigt, die USA treten aus der NATO aus. Dann braucht man sie ja nicht mehr aus Deutschland rauszuwerfen. Aber das ist –  wie Franz-Josef Degenhardt in grauer Vorzeit mal in einem Lied gesungen hat – “viel zu schön,  um wahr zu sein”.

Danke und viele Grüße
Dr. Ulrich Zumdick


41. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Die Aprilscherze der Nachdenkseiten finde ich immer hervorragend,  auch dieses Jahr. Allerdings ist der Bezug so schrecklich wie es eben die deutsche Politik ist. In die Anerkennung des Gelungenen mischt sich bei mir das Entsetzen, dass die Zustände sind wie sie sind, und dass sich  so wenig öffentlicher Protest erhebt, gerade auch gegen alle NATO-Stützpunkte und Waffen in Deutschland. Jedenfalls nehme ich mit einem festen Stamm von Aktiven an einer wöchentlichen Demonstration in Duisburg teil.(s. Artikel Frank Blenz). Wir sind wenige, aber präsent. 

Auf jeden Fall herzlichen Dank für den Aprilscherz 2026

Ingrid Wenzler 


42. Leserbrief

Geehrter Herr Berger, geehrtes Team der Nacdenkseiten,

vielen Dank für Ihre wichtige Arbeit.
Oben genannter Artikel ist wieder phantastisch.
Wäre nicht der erste April, müsste ich Reinhard Mey mit den Worten

“Vernunft breitet sich aus, über die Bundesrepublick Deutschland”

zitieren.

Freundliche Grüße
Michael Schürmann


43. Leserbrief

sehr gut, herr berger,

habe selten so gelacht in letzter zeit, besonders nicht am 1. april………………..

aber vorstellbar ist leider all das bei unseren demokratischen parteien…nur :  man sollte vielleicht zuerst einmal die amerikaner fragen, denn die bestehen sicher auf der einhaltung von verträgen, die es dazu gibt….

mit lachendem gesicht

wolfgang torwalt erler


44. Leserbrief

Zu schön um wahr zu sein!

April, April! 

Grüße Susanne Huber


45. Leserbrief

Schade, dass das nur ein Aprilscherz ist!

Beste Grüße in die Nachbarschaft – und frohe Osterfeiertage.

Weiter so!!

Hans-Jörg Oesterle


46. Leserbrief

So schön es sich auch anhört, Herr Berger, 

aber – trotz 1. April – spaßt man nich mit der Meldung

Bundesregierung fordert US-Truppenauszug aus Deutschland

So gern und intensiv ich die NDS auch lese, aber da hört der Spaß für mich auf.

Machen Sie bitte seriös weiter.

MfG
Uwe Hüsgen


47. Leserbrief

Guter Aprilscherz,Chapeau ! Schade, dass es nur ein Scherz ist.

Ralf Zimmer 


48. Leserbrief

Liebe Redaktion:

die Darstellung vom 01.04.2026 zum Problem Ramstein ist wohl ein Aprilscherz: Solche angemessenen neuartigen Ideen kann sich in der Bundesregierung zur Zeit niemand vorstellen – geschweige denn entwickeln!

L G Helmut Bothe


49. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten, hoffentlich handelt es sich bei der Nachricht, Ramstein betreffend, nicht um einen Aprilscherz. Ich bin da mehr als skeptisch. Oder sollte man doch die Hoffnung nicht aufgeben?

Danke, dass es euch gibt und viele Grüße

Sabine Schwedhelm


50. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren der NDS,

ich fordere schon lange den Abzug der US Truppen aus Deutschland.Aber nicht aus den Gründen der CDU, um der AfD die Themen wegzunehmen,die das ja offenbar gar nicht will, sondern aus dem Grund,daß von hier völkerrechtswidrige Aktionen gefahren und unterstützt werden. Außerdem wird durch einen Abzug der US Truppen ja wohl auch die Stationierung von US Atomrakten obsolet. Oder geht der Truppenabzug explizit nur um Rammstein und andere Standorte werden weiter geführt? Auch ist der Trump ja wohl nicht bei Trost, wenn er die Ausbeutung deutscher Schieferölvorkommen durch US Konzerne fordert. Ich dachte bisher immer,die US Armee säße auf gepachtetem Grund und zahlte jährlich eine Nutzungspauschale? Die haben zwar Deutschland 1945 mit erobert,aber ja wohl nicht in Besitz genommen? Der Trump mit seinen Rivieravorhaben.Das scheint auch so eine Manie von dem zu sein,alles zu “Rivieren” umzuwandeln,was der jemals in seinen klebrigen Fingern hält.

Also ein ziemlich durchsichtiges Manöver der CDU und deren Pinocchios. Wen der Abzug der USA bedeutet,daß die CDU die Ukraine bis in alle Ewigkeit finanzieren will,dann sollen die Amis lieber bleiben. Einen richtigen Nutzen für Deutschland haben die Besatzungstruppen sowieso nicht. Im Gegenteil! Die Soldaten , für die in Deutschland anscheinend weder deutsches Recht und Gesetz noch sonstige Beschränkungen gelten, gebärden sich heugte teilweise schlimmer als die ersten Besatzer 1945 und bewegen sich im deutschen rechtsfreien Raum der exterritorialen Kasernenzonen. Warum die AfD die unbedingt im Land behalten will, ist mir ein Rätsel und besgtätigt meine These,daß eine AfD nur eine CDU im konservativen Gewand ist.

Mit freundlichen Grüßen
Claus Hansen


51. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

wieder einmal ist Ihnen und den Nachdenkseiten eine 1.-April-Satire von nahezu gespenstischer Realitätsnähe gelungen. In diesem Land der Regierungsidiotie würde mich selbst diese 180°-Volte unserer, um das Volkswohl stets innigst bemühten Politakteure nicht großartig verwundern – so wünschenswert sie in der Realität wäre (selbstverständlich völlig ohne Eigennutz im Kampf um die Deutungshoheit und die eigenen Pöstchen der Damen und Herren Regierungsschranzen).

Ok, bei den Überlegungen zur weiteren Verwendung von Ramstein haben Sie vielleicht etwas dick aufgetragen, aber selbst das ist in Zeiten der überbordenden Fürsorge der Politik für ihre Bürger nicht ausserhalb jeglicher Vorstellung. Der GröPräZ Donald Trump hat es der Welt ja bereits gezeigt, wie er den Gaza-Streifen in ein Idyll des Fiedens und der Freude verwandelt – oder verwechsel ich da gerade etwas. Kann eigentlich nicht sein, denn sein 2. Versuch im Iran, mit tatkräftiger Unterstützung des allseits gelobten Friedensstifters Netanjahu läuft ja gerade noch. Das kriegen die Beiden schon hin – und wenn’s nicht reicht, ist ja unser aller, grundehrlicher Kanzler, der für seine geschmeidigen und zuverlässigen Wendemanöver berühmt und hochgelobt ist und seine sozialdemokratisch durchtränkten Knappen Lars, der Klingbeilige und Kanonius Pistolius, sicherlich bereit dazu, einmal mehr die Fahne in den wechselnden und dann vorherrschenden Wind zu drehen.

Das Prinzip sozialdemokratischer Politik ist ja, seit dem verhartzten Schröder Gerhard, sich den Applaus für gelungene Wählerverdummung vom politischen Gegner zu holen, wenn die schnöde, undankbare Restklientel schon nicht klatscht (nicht zu verwechseln mit der Klatsche, die die SPD dem tumben Wahlvolk regelmäßig verpasst – aber das erledigt sich ja gerade bis zur nächsten Bundestagswahl-Farce zuverlässig und gündlich). Lieber massive Feindbilder konstruieren und pflegen, um den dummen Michel in die drohende russischen Gefahr einzulullen und jede Menge Geld in die absurde Aufrüstung und das korrupte ukrainische Regime zu pumpen, als drängende soziale Probleme bürgerfreundlich anzupacken. Das ist ja derzeit das Kernelement und Markenzeichen der herrschenden Politik. Gut, unsere Energie wird ein wenig teurer, unsere Wirtschaft fährt mit reichlich Sand im Getriebe Richtung Wand und das ganze Sozial-Gedöns (grüß’ Dich, Gerhard Sch.) ist sowieso nur unnötiger Ballast – alles kein Problem.

Wozu braucht die Politik denn noch eine halbwegs zufriedene Bürgerschaft? – Lästiges Wählerkroppzeug ohne Sinn und Verstand. Den Rechtsstaat schafft man, mit Hilfe der EU-Erzengel vdLeyen und Kallas und ihrer willigen Vasallen in den europäischen Parlamenten handsteichmäßig ab. Demokratische Legitimation dazu? Dummes Zeug – alles überbewertet. Wählerwille? – ab in die Tonne. Und wenn man dann die lästigen Grundsicherungs- und Sozialhilfeempfänger samt der überversorgten GKV-Versicherten und Niedrig-Rentner dank überteuerter Wohnungen und verrotteter Infrastruktur noch hat sozialverträglich ableben lassen, dann ist wieder richtig Platz in diesem schönen Lande. Da können sich dann die Politiclowns und ihre elitäre Gefolgschaft bestens ausbreiten und sich so richtig entfalten. Zwar wird’s dann mit Investitionen, Produktion, Handel und Konsum – und damit mit Gewinnen etwas dünne, aber das ist dann ja vermutlich strategisch durchdacht und so gewollt – oder vielleicht doch nicht? Ersatzweise kann man ja noch ein paar Panzer, Kanonen und Raketen mehr produzieren und die restliche Welt damit beglücken … . Und über allem thront derweil ein amerikanischer Dealmaker und lacht sich in seinem zunehmend beschränkten Hirn über dieses kreuzblöde Europa kaputt.

Ulrich Herbst


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „„Russische Drohnen dringen in Nato-Luftraum ein“ – wenn Fake News zur „Wahrheit“ in deutschen Medien werden“

31. März 2026 um 13:00

Vorschau ansehen


In dieser Kurzanalyse macht Marcus Klöckner großen Teilen der Medien den Vorwurf, „den Anforderungen, die der journalistische Beruf an sie stellt, nicht gewachsen“ zu sein. Anlass dafür sind Schlagzeilen in sogenannten Qualitätsmedien, in denen Fake News schnell zur „Wahrheit“ geworden seien. Journalisten, die mit dem Begriff „Krieg“ zu tun haben, sollten jedoch „vor ihrem geistigen Auge sofort die Begriffe ‚Propaganda’ und ‚Manipulation’ auftauchen“. Denn Krieg, Propaganda, Manipulation seien eng miteinander verbunden. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante E-Mails von unseren Leserinnen und Lesern erhalten und danken dafür. Die hier nun folgende Leserbrief-Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Hallo Marcus Klöckner, vielen Dank für den Artikel.

Regierungen lügen.

Skepsis ist deshalb angesagt.

Das ist eine der Grunderkenntnisse von I.F.Stone (US amerikanischer Journalist im 20. Jahrhundert), die er nicht nur Journalisten, sondern uns allen ans Herz legt.

Liebe Grüße Udo und Ulrike Böttcher


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

in diesem Zusammenhang fällt mir ein Aphorismus von Karl Kraus, (1874 – 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker, ein, den dieser 1915, also während des ersten Weltkriegs, verfasst hat:

“Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie’s lesen.”

Seitdem scheint sich nicht viel geändert zuhaben. Als Zeugin des zweiten Weltkriegs muss ich zu meinem Leidwesen tagtäglich feststellen, dass die Menschheit in mehr als hundert Jahren ganz offensichtlich nichts dazu gelernt hat.

Mit besten Grüßen
G. Fernekes


3. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

Ihr Appell an soliden Journalismus in allen Ehren. Aber was derzeit im überwiegenden Teil der Presse stattfindet, ist lupenreine Propaganda. Das kann jeder sehen, der mehr als zwei Falten im Gehirn hat. Eine Konsequenz daraus ist, wenn ich so etwas lese, dann ist meine erste Schlussfolgerung: Das Gegenteil stimmt.

“Russische Drohnen in Estland”. Wenn man sich die Landkarte anschaut wird klar, was das für ein Schwachsinn ist. Das passt weder strategisch, noch aus Versehen. Das große Land, das im Norden an Russland und die Ukraine grenzt, heißt Belarus, nicht Estland.

Immerhin gibt es noch eine Sache, die immer korrekt ist in diesen Zeitungen: Das Datum!

Viele Grüße,
Rolf Henze


4. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

sicher kennen Sie diese “Lügengeschichte”: Es war einmal ein Schäfer mit seiner Schafherde. Weil ihm langweilig war, lief er zu seinen Nachbarn und rief um Hilfe, weil ein Wolf seine Schafe gerissen hätte. Die Nachbarn fanden aber alle Schafe wohlauf, kein Wolf in Sicht. Der Schäfer lachte, er habe die Nachbarn veräppelt. Das lief so noch ein zweites Mal ab, beim dritten Mal kam tatsächlich der Wolf und hat seine Schafe gerissen. Niemand hat ihm mehr geholfen, man glaubte ihm seine Lügen nicht mehr. Nun setzen Sie anstatt des Schäfers die Mainstream-Journaille und anstatt des Wolfes (besser: Bären) die Russen. Und siehe da: Die Russen haben leichtes Spiel in NATO-Land, denn alle (Nachbar-) Schafe liegen schlafend in ihren Betten. Und spätestens wenn um 20:00 Uhr in der ARD Tagesschau der russische Präsident seine Rede an die Nation hält, reiben sich alle verwundert die Augen: Nanu, der Herr Bundeskanzler sieht heute so anders aus. Ich selbst frage den russischen Präsidenten anschließend, ob er Appetit auf eine Stulle mit Leberwurst hat, nach der langen Reise ist er bestimmt hungrig.

Beste Grüße
Claudia Limlahi


5. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

Sie sind so ein netter Mann! Oder sich Ihrer Reichweite bewusst, könnte auch sein.

Aber es ist doch klar, die Mainstreammedien, die „Experten“ und die Politiker wollen Deutschland in den Krieg hineinziehen. Sie nennen es Verteidigung oder Abschreckung, weil man einen Angriffskrieg nicht vorbereiten darf und auch ein „Verteidigungskrieg“ wunderbar als Angriffskrieg funktioniert. Sogar ein heimtückischer Überfall während laufenden Verhandlungen zählt in deren Kaste zu den Verteidigungskriegen.

Wobei das mit der reinen Abschreckung/Verteidigung ohnehin nicht hinkommen kann. Manche Spiegel-Artikel (nur als Beispiel, keine Werbung) hätten früher so auch im Stürmer stehen können. Da spritzt stellenweise der blanke Hass aus den Zeilen.

Nebenbei: Da frage ich mich ernsthaft, ob ich mich nicht mit schuldig mache, wenn ich den Spiegel deswegen nur nicht mehr lese. Darf man um Volksverhetzung offensiv einen Bogen machen und sie weiterlaufen lassen? Das wäre mal ein spannendes Thema. Aber anklagen kann man es halt auch nicht, weil der Rechtsstaat nichts taugt.

Und politisch kommt es auch nicht hin. Man kann militärisch „abschrecken“, wenn man es für notwendig hält. Dann stellten Gesprächskanäle zum „Feind“ aber schon immer eine prinzipiell notwenige Ergänzung dar. Gerade heutzutage, wo man nicht mehr mit Reiterei und Schwertern über die Grenze kommt, sondern mit Hyperschallraketen. Es ist vielsagend, wenn man dieses Sicherheitsnetz mit voller Absicht NICHT aufspannen will.

Deutschland wird also mal wieder von Kriegstreibern regiert, beraten und medial bestrahlt. Was nicht einmal getarnt wird. Denen müssen sie, egal wie nett gemeint, mit Standards oder sauberer Arbeit nicht ankommen. Wollen die nicht, brauchen die nicht. Die wissen, was sie wollen, nämlich Krieg.

Was nicht bedeutet das sie auch wissen, was der mit sich bringt. Viele wollen wahrscheinlich nur dazu gehören.

Mit freundlichen Grüßen
Kai P.


6. Leserbrief

Moin,

Sie sagen das so, als ob es eine Nebensache wäre:

“Was wenn – wie so oft in der Geschichte – an irgendeiner Stelle in diesem Konflikt zwischen NATO und Russland eine Operation unter falscher Flagge durchgeführt werden sollte mit dem Ziel der Eskalation?”

“Ziel der Eskalation”?

Diese euphemistisch als “Eskalation” bezeichnete Folge einer PsyOp, einer Täuschung, eines gezielten militärischen Schlages, zumeist unter falscher Flagge, ist nichts Geringeres als der Anfang des 3. Weltkrieges!

Das deutsche Reich “schoß” um 5 Uhr 45 “zurrrück”, obwohl es de facto angefangen hat! Welche Uhrzeit und welches Datum hat man dieses Mal auserkoren? Und welche Aktion? Gleiwitz ist ja nun verbraucht.

Dennoch: Wenn die russische Luftwaffe, egal, ob echt oder vorgetäuscht, tatsächlich Menschenopfer oder Schäden in einem NATO-Land verursachte, so kann das als Kriegsgrund und damit der Eintritt in den nächsten Weltkrieg gewertet werden!

Und, ganz ehrlich: Wie fatal dumm muß man sein, um als sogenannter Journalist ganz offen eine 3. Weltkriegs-Begründung herbei zu phantasieren? Oder steckt da auch eine PsyOp dahinter, getreu dem Motto: “Die Bevölkerung muß noch mehr abstumpfen?”

Ich meine, daß diese Leitwölfe, die alles Seriöse wegbeißen, weil sie politisch & wirtschaftlich privilegiert sind, unter Realitätsverlust leiden, ist mir schon seit Jahren klar, aber daß selbst Charles Darwin vor Neid erblaßte, wie selbst Alphatiere ihren eigenen Untergang regelrecht herbei schreiben, hätte ich nie für möglich gehalten. Sind sie wirklich der Meinung, daß sie einen atomar verseuchten Planeten in Luxus überleben könnten? Von denen war wahrscheinlich noch nie einer in einem Kriegsgebiet und hat sprichwörtlich Dreck gefressen, und eine zusammengebrochene Infrastruktur wie nicht mehr fließendes Wasser und Stromlosigkeit haben sie vermutlich auch noch nie am eigenen Leib erlebt.

Jetzt haben wir neben gemeingefährlichen Politikern mit ihren Seilschaften ein genauso gefährliches System aus Hofberichterstattern. Dieses System ist krank. Es metastasiert. Und eines Tages wird so ein Geschwür platzen. Dann wird es drei Viertel der Menschheit mit in den Abgrund reißen, dessen bin ich mir sicher, wenn dem kein Einhalt geboten wird.

Mein Tipp:
Alle Konten auf Null setzen. Alle, ausnahmslos und weltweit. Also alles, was in irgend einer Weise mit Geld zu tun hat, um die uferlose Gier endlich zu stoppen. Der Rest ergibt sich. Die, die eh nix haben, wird’s nicht größer stören, und die einst mächtigen Männer (und Frauen) werden anschließend keinen Grund mehr haben, Raketen irgendwo hin zu schicken — und schon gar keine Atombomben. Wofür denn? Die Börsen gäbe es nicht mehr, ebensowenig Offshore-Konten und irgendwelche, in virtuellen Umgebungen existierenden “Vermögen”. Alleine der Autoschlüssel zum Ferrari paßt noch.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Dobrindt: „Zivile Verteidigung gehört in die Schulen“ – aber nicht, während das Land kriegstüchtig werden soll!“

29. März 2026 um 10:00

Vorschau ansehen


Marcus Klöckner kommentiert hier diese Äußerung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) gegenüber der Bild-Zeitung: „Zivile Verteidigung“ gehört in die Schulen.“ In den Medien scheine an diesem Vorhaben niemand Anstoß zu nehmen. Unter normalen Umständen sei es leicht, über „Zivilschutz“ an Schulen zu reden. Die „Umstände“ seien jedoch nicht normal. Gefragt wird, was Schüler in Anbetracht des Geredes von einem Krieg mit Russland lernen sollen. Abschließend wird festgestellt, dass diese Politik nichts gelernt habe sowie rückwärtsgewandt, uneinsichtig und unfähig sei. Sie belästige die Schüler mit Propaganda. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu zahlreiche und interessante Leserbriefe erhalten. Danke dafür. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

Es stimmt, zivile Verteidigung gehört in die Schulen, aber ganz anders als Herr Dobrindt und Gesinnungsgenossen das verstehen.

Das erlernen von ziviler Verteidigung an den Schulen sollte aus folgenden Punkten bestehen:

Den Schülern beizubringen, dass die Wahrheit das erste Opfer in Kriegskrise ist.

Dass Schüler lernen die irreführende und manipulative Sprache in Medien und Politik zu verstehen als das was sie in Realität bedeutet.

Das Kenntnis der Vergangenheit ein Schlüssel zum Verständnis der Gegenwart ist.

Das nationale Belange und nationale Sicherheit meistens nicht gleich der Belange und dem Wohlergehen der einfachen Bürger zu verstehen sind.

Das Verteidigungsfähigkeit und Kriegstüchtigkeit grundverschiedene Dinge sind.

Das die Prediger von Krieg im Bett sterben und nicht an der Front.

Mit freundlichem Gruß
Patrick Janssens


2. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,
sehr geehrter Marcus Klöckner,

mit Sicherheit war dieses “duck and cover” aus den Fünfzigern Inspiration für diesen Dobrindt.

Blöd nur, daß es heutzutage Internet gibt und das Lehrpersonal durchaus mit der Frage von kritischen Schülern konfrontiert werden könnte, ob nicht vielleicht die Stationierung der hiesigen Besatzer in Ramstein usw. ein zusätzliches Gefahrenrisiko für uns Deutschen darstellt.

So manche Staaten im Nahen Osten haben eben erst einschlägige Erfahrungen damit gemacht, wie schnell man als Außenstehender zur Zielscheibe wird, wenn man US-Truppen im eigenen

Land hat.

Ob diese Sache für den Dobrindt mal nicht nach hinten losgeht?

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Meiser


3. Leserbrief

Werte NDS – LESERBRIEFE, werter Herr Marcus Klöckner.

Für mich sind Sie ALLE Helden, da Sie stets den “Finger in die Wunde” legen.

Siehe die Landtagswahlen in RLP.

Warum hat die unchristliche cdu die Wahlen “gewonnen” und die unsoziale spd Stimmen “verloren”?

Aus meiner Sicht hat das auch etwas mit Arbeitsplätzen zu tun, gerade in der Region Kaiserslautern, Ramstein, den ganzen Hunsrück, bis in die Eifel und weit darüber hinaus, auch auf anderen Stützpunkten.

Aufrüstung, neu entstehende militärische Arbeitsplätze, nicht nur in deutschland, in ganz europa !!!
Nach der alten deutschen Weisheit:

WESS’ BROT ICH ESS’, DES LIED ICH SING’.

Das böse Erwachen kommt noch, wenn es aber zu spät ist! Dann soll Keiner sagen: das habe ich nicht gewusst, ich haben den Politikern vertraut, und ängstlich fragend, was sollen wir jetzt tun ?

Genau DIE sind unser ALLER Untergang, weil sie nicht an die Front oder in den Kampf müssen, leider auch nicht deren Familien, die jetzt schon mit “vollgestopften Taschen” unsere Steuergelder verprassen ( siehe u. a. Diätenerhöhungen ) und ein sattes Leben führen können.

Die RECHNUNGEN werden wieder wir, der deutsche Michel und Micheline zahlen müssen.

Mit traurigen, trotzigen Grüssen,

J. Juhre


4. Leserbrief

In einem Punkt muss der Verfasser Marcus Klöckner widersprechen: „Der Zivilschutz“ unter dem Blickwinkel des neudeutschen Militarismus muss oberstes Ziel für die Bürger in einem demokratischen Rechtsstaat sein. Das Volk muss vor den derzeitigen Machthabern in dem System eines „gewählten Absolutismus“ und zugleich Ausführenden einer Politik der oligarchischen Oberschicht, Rheinmetall inbegriffen, umfassend geschützt werden. Die Bundesregierung versteht jedoch unter „Zivilschutz“ das Gegenteil, nämlich den Schutz der Kriegstreiber vor dem renitenten Volk, von dem sie gewählt wurde, als sie sich noch als Biederfrauen und -männer ausgaben.

Abgesehen von der Tatsache, dass es typisch für diesen Herrn Dobrindt ist, sich über Ländergesetze und -aufgaben hinwegzusetzen, erinnere ich mich noch an das hysterische Geschrei als die DDR im Jahr 1978 ein solches Fach im Rahmen der Wehrerziehung einführte. „Doch das waren ja Kommunisten, da weiß man ja, was am Ende daraus wird“, sagt der CDU/CSU-Spießer in seiner eigenartigen Wahrheitsfindung. Bei ihm ist “gleich” nämlich nur dann “gleich”, wenn es in den politischen Kram passt. Ein Beispiel: Aktuell besteht ein unüberbrückbarer Unterschied zwischen dem „brutalen Angriffskrieg“ der Russen und dem friedfertigen und allein von dem hehren und von einer moralischem Freiheitsmission getragenem präventiven Angriffskrieg der USA und dem „staatsräsonierendem“ Israel gegen den Iran.

Herr Dobrindts Wunsch, dies bei der nächsten Konferenz der Länder vorzuschlagen, ist verständlich. Es bleibt aber offen, wen er nun wirklich meint. Weiß er nicht, dass Eingriffe in die Lehrplangestaltung allein dem Kultus- bzw. Bildungsministerium vorbehalten sind? Es wären also die Fachminister anzusprechen. Stichwort Kultusministerkonferenz. Nun, dürfte er da leichtes Spiel haben, denn Bildungs- oder Kultusminister sind geistig unbedarft, da man in dieses Ressort nur altgediente Parteikämpfer, die niemals wegen ihrer Unzulänglichkeiten in ein wichtiges Ministeramt gehievt werden dürfen, dorthin abschiebt.

Es wäre ihm zu empfehlen, sich an seinen persönlichen Lobbyisten von der „Bertelsmann-Stiftung“ zu wenden. Diese Stiftung entwirft ja nicht nur für die Bundesregierung abstimmungsfertige Gesetze zum Absegnen durch das Parlament, sondern schreibt auch die hochtrabend genannten „Curricula“ (auf deutsch: Lehrpläne) für die Kultusministerkonferenz oder für die Fachminister der Länder. Das Entsetzen über das katastrophale deutsche Unbildungssystem hat einen Namen, der bereits eben erwähnt wurde.

Den Letzten beißen die Hunde, das wären die Schulleiter, welche den Biss an den untergeordneten Lehrkörper weitergeben. Außer den Referendarinnen und Referendaren wird keiner von den Betroffenen dies hymnisch bejubeln, was im Interesse der eigenen Laufbahn gefordert ist. Woher sollen denn auch die Stunden genommen werden? Der gebundene Ganztag endet heute an vielen Schulen nach 17 Uhr. Wenn man das Gefeilsche auf den Konferenzen verfolgt, wie krampfhaft versucht wird Naturwissenschaften ab Klasse 5 gegenüber den anderen Fächern ins Gleichgewicht zu bringen, der muss ehrlicherweise die „Bertelsmann-Stiftungs-Lehrpläne“ als „Verwaltung des Mangels“ in den Papierkorb werfen.

Naturwissenschaften sind aber die besten Grundlagenfächer für den Zivilschutz. Man lernt Gefahren und den Umgang mit ihnen kennen, man kann sich selbst ein Urteil über das Wesen des Krieges bilden, besonders wenn in Klasse 9 oder in der Oberstufe bei der Kernspaltung auch die Wirkungen der Detonation einer Atombombe auf den Schulort wirklichkeitsgetreu nachempfunden werden. Spätestens an diesem Punkt dürften die Schüler die „Kriegstüchtigkeit“ endgültig begraben.

Ein Fünftel der BRD-Bürger, die heute zur älteren Generation zählen, haben im Schulunterricht das Buch von Dieter Noll: “Die Abenteuer des Werner Holt“, gelesen. Darin hält der NSF-Leutnant Wehnert im politischen Unterricht eine Rede und zitiert aus Hitlers „mein Kampf”: „Wenn unserer Jugend etwas weniger Wissen eingetrichtert worden wäre, so hätte sich das für Deutschland vielfach gelohnt. Der Weg zum Endsieg heißt nicht Denken-Wissen-Kritik, sondern Schicksal-Mythos-Glaube!“

So weit darf es nie wieder im Unterricht kommen. Es heißt nicht mehr: „Wehret den Anfängen!“, sondern die Parole muss lauten: „Sorgt dafür, dass heutige Politiker mit ähnlichen Vorstellungen aus dem Amt entfernt werden!“ Die Verantwortung für die junge Generation gebietet das.

Stephan Ebers


5. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner

Sie thematisieren ein Phänomen, das man aber nicht angemesen beurteilen kann, ohne die reale Situation zu berücksichtigen. Der Frieden in Europa ist, aus welchen Gründen auch immer, tatsächlich nicht mehr sicher. Und in einer solchen Situation macht es durchaus Sinn, über Maßnahmen nachzudenken, wie man darauf sinnvoll reagieren sollte. Viel besser wäre natürlich eine wirkliche Friedenspolitik. Aber daran ist man in den Führungsetagen in Europa und Deutschland derzeit offenbar nicht wirklich interessiert, höchstens an einem Siegfrieden.

Wenn wir mal davon ausgehen, dass unsere Politiker am besten wissen müssen (Fassadendemokratie), ob sie einen Krieg gegen Russland für wahrscheinlich halten, sei es, dass sie Rusland ruinieren wollen und damit derart in die Enge treiben wollen, dass ihm nichts anderes mehr übrig bleibt als Krieg, oder sei es, dass sie sicher sind, dass die Europäer sich irgendwann aktiv in den Ukraine-Krieg einschalten werden, um ihre Kriegsziele, als da sind Integration der Ukraine mit territorialer Integrität und “Souveränität” in NATO und EU, zu erreichen, was ja beides moralisch sicherlich höchst verwerflich und in der Bevölkerung wenig zustimmungsfähig wäre aber dennoch ein realistisches Szenario sein könnte.

Vor diesem Hintergrund wäre es doch sehr sinnvoll über Zivilschutz und eine kriegstüchtige Infrastruktur nachzudenken und das Land insbesondere auch die Jugend entsprechend vorzubereiten. Aber in dieser Hinsicht geschieht ja fast nichts wirklich hilfreiches in Deutschland und Europa, auch wenn z.B. in Finnland der Zivilschutz offenbar auch so schon viele Jahre gut ausgebaut ist.

Man faselt von neuen Atomkraftwerken, von zentraler anfälliger Energieinfrastruktur (Gaskraftwerke), alles Lösungen die der Energiewirtschaft ihre bisherigen Pfründe weiterhin sichern sollen, während gleichzeitig dezentrale eher kriegstaugliche Lösungen z.B. viele kleine PV-Anlagen auf vielen Hausdächern unattraktiv gemacht werden, weil für dort prodizierten Strom nichts mehr bezahlt werden soll, mit der Begründung die Anlagen wären für die Betreiber auch so schon wirtschaftlich. Man setzt weiter auf teure Energieimporte und Gaskraftwerke sowie Windparks und komplizierte globale Lieferketten. Das ist alles nicht kriegstauglich. Man baut kritische Infrastruktur nicht unterirdisch, man hat kaum Zivilschutzanlagen. Niemand wird sich ausmalen können, was ein Krieg in Europa für die hiesige Bevölkerung bedeuten würde, selbst wenn man einen Atomkrieg ausschließt und davon ausgeht, dass die vielen aktiven Atomkraftwerke und die Lagerstätten für Atommüll in Europa nicht angegriffen werden sollten.

Mir scheint, dass alle Politiker eigentlich wissen, dass ein Krieg in Europa eine unvorstellbare, unzumutbare Katastrophe für Wirtschaft und Zivilbevölkerung wäre, auf die man sich nicht wirklich sinnvoll vorbereiten kann, in dem Sinne dass man ernsthaft umfassende Maßnahmen gegen die zu erwartenden Zerstörungen der kritischen Infrastruktur und für den Schutz der Zivilbevölkerung ergreifen würde. Eine solche Sicherheitsstrategie würde noch viel mehr kosten als die geplante Aufrüstungsorgie. Deshalb planen sie auch keine ernsthaften Anstrengungen in diese Richtung. Mit der Aufrüstungsorgie will man Russland in einen Rüstungswettlauf hinein zwingen, um das Land auf diese Weise wirtschaftlich zu ruinieren und so einen Systemzusammenbruch wie beim Zusammenbruch der Sowjetunion herbeizuführen, um sich anschließend wieder, unter anderen Vorzeichen, an Russland bereichern zu können. Der Versuch mit Softpower-Techniken einen System change in Russland herbei zu führen ist ja offensichtlich erst Mal gescheitert, weil die westlichen Maßnahmen dazu inzwischen erfolgreich unterbunden wurden (Nawalny lässt grüssen).

Dass dieser Abnutzungskrieg kurz- und langfristig erhebliche Wohlstandsverluste in Europa und Deutschland zur Folge haben wird ist offensichtlich und der Versuch dies über den Abbau des Sozialstaates zu finanzieren, statt die Superreichen zur Kasse zu bitten, scheint bei der hiesigen Bevölkerung zustimmungsfähig zu sein, wenn man sich die Wahlergebnisse der letzten Tage anschaut. Die Frage ist dabei natürlich auch, ob die Mehrheit wirklich weiss, was sie tut. Die reichweitenstärksten Informationsportale tragen ja auch kaum etwas dazu bei, dies zu ermöglichen.

Ansonsten trotz der schweren Krisen in der Welt zur Beruhigung überall in Europa business as usual, nur wie lange noch?

Fritz Gerhard


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Genial! Bundesregierung stoppt Preissteigerung!“

28. März 2026 um 13:00

Vorschau ansehen


In dieser Glosse diskutiert Jens Berger über das Gesetz, das die Bundesregierung einbringen will, das es Tankstellen nur noch einmal am Tag erlaube, die Spritpreise zu erhöhen: „Um 12:00 Uhr mittags. Genial!“ Und was für den Staat gelte, gelte auch für seine Untertanen. Hinterfragt wird scherzhaft, ob am Ende des Monats das Geld auf Ihrem Konto nicht mehr für die nötigen Ausgaben reiche. Die Lösung: „Heben Sie Ihr Geld doch künftig nur einmal im Monat ab. Ihr Arbeitgeber ist da schlauer, er überweist Ihr Gehalt auch nur einmal.“ Abschließend wird festgestellt: „Also seien wir froh, dass wir von so genialen und weitblickenden Menschen regiert werden.“ Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken für die interessanten Leserbriefe, die wir hierzu bekommen haben. Die nun folgende Auswahl hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Na klar, Spritabgabe nur einmal am Tag um 12:00 Uhr (High Noon)

Die Drei von der Tanke

Liebe Grüße
Michael Wrazidlo


2. Leserbrief

Hallo,

ein Hoch auf die Loriot-Parteien !

Obwohl….bei Loriot war es Ironie….

Gruß
T. Rath


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

als „frustrierter Schreiberling“ sind Sie ganz hervorragend! Die Neuverordnung der dt. Bundesregierung ist aber eine überholte Kopie der seit Jahren geltenden Bestimmungen in Österreich. Überholt deswegen, weil inzwischen die Preiserhöhungen nur mehr Montag, Mittwoch und Freitag in Ö. erlaubt sind. Wir haben hier eines der seltenen Beispiele, wo „Errungenschaften“ in Österreich verspätet von Deutschland übernommen werden. Ansonsten ist der ganz normale Wahnsinn in Ö. gemildert durch die in diesem Staat vorherrschende Schlamperei.

Mit besten Grüßen
R. Winkler


4. Leserbrief

Ihre Glossen sind immer ein willkommener Anlass zum Schmunzeln, Herr Berger !
Natürlich ist keiner Ihrer Vorschläge zielführend – dafür ist es ja eine Glosse.

Wenn man die Probleme dieses Landes lösen möchte, muß man größer denken und auf die naheliegenste Lösung kommt dabei -außer mir natürlich!- niemand:
Die Einkommenssteuer rauf auf 100% !
…und am Ende des Jahres erstattet das Finanzamt zurück, was der Staat nicht gebraucht hat.

Geht es unbürokratischer ?
Steuererklärung auf einem Bierdeckel ? Das ist was für Anfänger !

Ich gehe jetzt in den Garten und grüße mit der Harke !
Michael Kettlitz-Lubisch


5. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

naja, muss wohl sein, die Regierung kaschiert ihre Inkompetenz mit Aktionismus und Verboten. Geht nicht anders, Deutschland ist nun mal so gestrickt. “In Deutschland ist alles entweder Pflicht oder verboten” (Teddy Moskow).

In der Grundschule habe ich den Dreisatz gelernt. Wenn ich zwei mal am Tag um je 10 Cent erhöhen will, ist das genau so wie einmal am Tag um 20 Cent. Könnte man mal der Wirtschaftsministerin (die Namen dieser Politikdarsteller merke ich mir schon lange nicht mehr) schreiben.

Immerhin gibt es Fortschritt. Als vor 40 Jahren Kanzler Kohl das Waldsterben bekämpfte, wurden dafür Schilder im Wald aufgestellt: “Waldsterben verboten!”. Das war damals  noch Satire. Heute ist der Wahnsinn eine offizielle ministerielle Verfügung.

Ach ja, die Bremer Stadtmusikanten …

Viele Grüße,
Rolf Henze


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Der Verfall des Journalismus wird besonders deutlich, wenn man in die Vergangenheit schaut“

28. März 2026 um 12:00

Vorschau ansehen


Jens Berger diskutiert in diesem Beitrag über die Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen. Die seien früher besser gewesen. Anlass für diese These sei eine alte Fernsehreportage der ARD zu den Geschehnissen rund um die Botschaftsbesetzung in Teheran im Jahre 1979. Man habe sich Zeit gelassen. Die Journalisten hätten Fragen gestellt und den Gefragten den nötigen Raum gegeben, ihre Sicht der Dinge zu transportieren. Die Hintergründe seien dabei möglichst neutral und objektiv erklärt worden. Das Publikum habe sich „wirklich eine eigene Meinung bilden“ können. Heute wirke diese Reportage von 1979 eigenwillig anachronistisch. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Von unseren Leserinnen und Lesern haben wir dazu interessante E-Mails bekommen. Dafür bedanken wir uns. Die nun folgende Auswahl der Leserbriefe hat Christian Reimann für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Sehr geehrte Nachdenkseiten,

sehr guter Artikel von Jens Berger!

Wer das Glück hatte, die Siebziger- und Achtzigerjahre bewußt zu erleben, wird mir zustimmen, daß es keine romantische Nostalgie ist, diese Jahre als wesentlich „menschlicher” zu bezeichnen (wenn auch damals schon nicht alles Gold war, was glänzte).

Freundliche Grüße, und weiter so, Wolfgang Blendinger


2. Leserbrief

Lieber Jens Berger,

Ich danke Ihnen für diesen wunderbaren Artikel.

Genau das beobachte ich seit Jahren, und es ist gut, dass Sie als der wesentlich Jüngere das feststellen, meiner Generation wird ja häufig vorgeworfen, das ‚Gestern‘ zu verherrlichen.

Ich bin da ganz Ihrer Meinung – selbstverständlich war nicht alles besser – der Journalismus und mit ihm Frauen und Männer , die diesem Beruf nachgingen, waren allerdings ein anderes Kaliber!

Hach , Wolfgang Korruhn, der es seinen Interviewpartnern alles andere als einfach machte, Joachim Friedrichs, Gerd Ruge, Klaus Bednarz, wie gut, dass es Gabriele Krone-Schmalz noch gibt, die sich weiter unermüdlich einmischt.

Ja, den alten Scholl-Latour hab ich auch wieder aus dem Regal gefischt. Wenn man umfassendes Hintergrundwissen benötigt, bleibt einem auch nichts anderes übrig als auf diese Experten zurückzugreifen.

Ich muss gestehen, ich ertrage diesen „Betroffenheitsjournalismus“ vor allem der Tagesschau/Tagesthemen etc.etc. nicht mehr. Er verursacht Übelkeit und Wut und wie Sie fühl ich mich beleidigt durch dies ‚betreute Denken‘.

Danke, Herr Berger, für Ihr Engagement und ihre offenen Worte, ich wünsche Ihnen alles Gute und dass Sie so weiter arbeiten können!

Herzliche Grüße
Gaby Engel

PS ich bin übrigens neulich im jetzt auf ein altes Interview gestoßen, das Günter Gaus mit Golo Mann führte. Ein Genuss allein durch die gesamte Art der Interviewführung und durch die sprachliche Brillanz. Vermutlich werden das heute nur noch wenige überhaupt verstehen geschweige denn die Geduld aufbringen, sich auf derartige Komplexität einzulassen.


3. Leserbrief

Guten Tag, Herr Berger,

ich bewundere – wundere mich über – Ihren Masochismus, der Ihnen den Konsum des Staatsfunks ermöglicht. Mir reicht es seit Jahrzehnten, die aufgepeppten Püppchen und männlichen Bedeutungsschwangeren reden zu hören. Schon der Tonfall geht einem auf die Nerven – dieser pseudo-suggestive oder gebremst-alarmistische Habitus der Nachrichtenleute und das Unterbrecher-gesteuerte Geschwätz der Talkshows mit ihrem kenntnisarmen und meinungsstarken Kemfertismus und Buyxismus sind Katalysatoren der angestrebten Generalvolksverblödung. Als Journalist müssen Sie sich das antun, als Bürger hat man – noch – die Möglichkeit der Internetauswahl, ohne die die Informationssituation katastrophal wäre.

Freundliche Grüße
Alexander G. Roklum


4. Leserbrief

in der tat, lieber jens, lässt sich de liste der journalisten vom schlage des peter scholl-latour erweitern, wer die jahre nach dem 2. weltkrieg passieren lässt: peter von zahn, peter merseburger, gerd von paczensky, rudolf augstein – die namen laufen alle noch geschmeidig über die zunge. selbst gerhard löwenthal war lange jahre mit seinem zdf-magazin für die altbackene cdu ein gewichtiger und würdiger vertreter beim schwarzfunk. aber ich will journalisten von heute nicht vergessen, die sich um ein differenziertes nachrichtenbild bemühen – etwa: karin leukefeld, charlotte wiedemann und sunsanne kaul für den nahen osten. auch michael lüders, soweit er seinen eigenen podcast bedient.  die riege des “freitag” gibt mir wöchentlich, die “junge welt” tagtäglich eine fülle von informationen, die ich anderswo nicht lese. auch die taz hatte früher mal mit ulrike hermann und georg baltissen gestandene journalisten, die dann von den haltungsjournalisten dominik johnson und klaus-helge donath abgelöst wurden. das alte problem “wess’ brot ich ess, dess’ lied ich sind”. nur mut ! albert


5. Leserbrief

Guten Tag,

für wahr, leider ist es so. Breitgefächerter, objektiver und kritischer Journalismus, um nur die wesentlichen Merkmale zu nennen, finden sich mit wenigen Ausnahmen nur noch in der Vergangenheit. Vortrefflich und zutreffend von Jens Berger beschrieben. Auch hier muß Ross und Reiter klar benannt werden. Einer der Hauptversager ist der ÖRR, obwohl durch die Bürger gebührenfinanziert, mit dem Auftrag unabhängig von Regierung und gesellschaftlichen Strömungen objektiv, breitgefächert, kritisch und neutral zu berichten, erfüllen ARD und ZDF diesen Auftrag nicht. Stattdessen, Einseitigkeit, Parteinahme und Indoktrination den Zuschauern gegenüber. Die schreibende Zunft, mit der Boulevardpresse, war wohl gefühlt schon immer so. Medien mit höherem Anspruch, Spiegel und Konsorten, werden diesem Anspruch nicht mehr gerecht. Entlarvend hier auch, die kriklose Übernahme des Narrativs, nebst Einseigkeit.

Schade, dass sich die Mehrheit der Medienkonsumierer immer noch von diesen belämmern läßt.

Die alternativen Medien, bleiben wohl flächendeckend bei den Ü 50 aussen vor. Es dominieren weiterhin, Tagesschau, heute Journal und Co.

Nur gut, dass es You Tube gibt, wo man auch noch ,, Echte ” Reportagen finden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


6. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

klassische Filme mit Satelliten-Empfänger aufnehmen und dann bei Gelegenheit in Ruhe anschauen. Heute z.B. ein alter Film mit Jean Gabin und Lino Ventura auf Arte. Das mache ich schon seit vielen Jahren so. Tagesschau, dass es die gibt, kenne ich nur noch von Hörensagen. Außerdem bleibe ich von dem ganzen Werbescheiss verschont, den Talkshows, und anderem Theater. Und, oh Gott, oh Gott, zu Weihnachten und Silvester von diesen Gesichtern aus der Regierung, die dann Unerträgliches absondern.

Meine Schwester macht es sich leicht. Gibt es Kritik, dass sagt eben “die Zeiten ändern sich, heute ist eben alles anders”. So hält der Deutsche sich aus allem raus, mindestens seit 1848.

Aber es hat System, was sich in den letzten 40 Jahren geändert hat. Beginnend mit der Ratlosigkeit nach dem freiheitlichen Rülpser zwischen etwas 1968 und 1978, wurde schleichend die Neoliberale Agenda eingeführt. Kohl hat damit angefangen und alle Nachfolger haben brav weiter gemacht. Und die Presse wiederholt im Wesentlichen Merkels Mantra: “Es geht mir gut, es geht mir gut – Keine Ahnung, keine Meinung, kein Konzept und keine Lust um aufzustehn”.

Aber es gibt ja noch die NachDenkSeiten, u.a..

Viele Grüße,
Rolf Henze


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Wie sagt man „NEIN“ zum Kriegsdienst?“

26. März 2026 um 13:00

Vorschau ansehen


Maike Gosch thematisiert in diesem Artikel das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung vor dem Hintergrund der neuen deutschen „Kriegstüchtigkeit”. Es sei sicher kein Zufall, dass dieses Grundrecht in der gegenwärtigen Debatte so selten erwähnt werde. Wer über Verweigerung spreche und gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht demonstriere, werde als „Drückeberger“ dargestellt. Die Diffamierung derjenigen, die ihr Grundrecht wahrnehmen werden, werde damit schon vorbereitet. Vorgestellt wird eine nicht abschließende Auflistung von Angeboten für die Unterstützung bei der Kriegsdienstverweigerung. Wir danken für die interessanten Zuschriften hierzu.

Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten.

Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl. Christian Reimann hat sie für Sie zusammengestellt.


1. Leserbrief

Hallo,

ein weiteres Angebot zur KDV gibt es hier:

freiheitskanzlei.de > kriegsdienstblocker.de

Hier gibt es auch vorgefertigte und angeblich juristisch abgesicherte Schreibvorlagen. Allerdings wird die “Spannungsfall-Falle” ignoriert.

Frdl. Gruß
Heinz Kreuzhuber


2. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch,

der einfachste Weg (und gesetzlich garantiert ohne Gewissensprüfung) scheint mir zu sein, einfach den Geschlechtseintrag beim Standesamt auf “Divers” oder “Ohne” zu ändern. Aber auch hier sind Fristen zu beachten, da Änderungen im (schon geplanten?) Spannungsfall nicht mehr wirken.

Mit freundlichem Gruß
Thomas Paulsen


3. Leserbrief

Liebe Maike Gosch,

besten Dank für Ihren wichtigen Artikel.

Ich habe vor 40 Jahren verweigert und war auf einer Inneren Station (Isolier- und Geriatrie) in einem Krankenhaus als Zivildienstleistender tätig. 20 Monate Blut, Leichen, Exkremente. Ich würde es wieder machen.

Für den Wehrdienst bis 70 wäre ich, wenn alle Politiker und deren Angehörige davon nicht ausgenommen werden. Solange das nicht der Fall ist, gilt für mich: Ihr macht Krieg, ich mach Musik.

hearthis.at/franz-woyzeck/ich-nicht-18-indie-rock/

Völlig weggetreten,
Stephan Storp


4. Leserbrief

Liebe Frau Gosch,

früher, als wir noch jung waren, war das mit der Kriegsdienstverweigerung wesentlich unbürokratischer (wenigstens im Westen).  Bernhard Brendel ging damals mutig und beispielgebend voran. Die Älteren werden sich noch erinnern

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

Zunächst könnte man ja erst einmal versuchen, Herrn Brendels Idee aufzugreifen.

Falls das nicht reicht, kann man die nächste Stufe zünden

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

Mit freundlichen Grüßen
Björn Ehrlich

Anmerkung der Redaktion: Das im Leserbrief verlinkte zweite Video zeigt eine Protestaktion von Schülern, in der ein politischer Slogan verwendet wird, der als persönlich herabsetzend verstanden werden kann. Wir dokumentieren den Verweis im Rahmen der Leserbriefsammlung, machen uns die darin geäußerten Inhalte jedoch nicht zu eigen.


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „„Natürlich wollen wir nicht in diesen Krieg“, dann schiebt Gabriel ein „Aber“ hinterher – Rheinmetall freut‘s, den Frieden nicht“

25. März 2026 um 14:06

Vorschau ansehen


In diesem Beitrag kommentiert Marcus Klöckner die Aussage „Natürlich wollen wir nicht in diesen Krieg“ vom früheren Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD), der er ein „Aber“ hinterhergeschoben habe. Es habe bereits einige historische „Aber“ gegeben – irgendwas „ist“ immer. So auch dieses Mal. Das würden wir von Sigmar Gabriel lernen. Gabriel begründe sein „Aber“ mit „unseren Handelsschiffen“. Ein altes Bibelwort aus dem Matthäus-Evangelium Kapitel 5 Vers 37 dränge sich laut Klöckner auf: „Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein! Alles, was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen.“ Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben hierzu interessante Zuschriften erhalten und danken dafür. Christian Reimann hat für Sie die nun folgende Leserbrief-Auswahl zusammengestellt.


1. Leserbrief

„Zieht nun in neue Kriege nicht, ihr Armen, als ob die alten nicht gelanget hätten.“ (Brecht)

Marcus Boshkow


2. Leserbrief

Sehr geehrter Markus Klöckner

als Leser der Nachdenkseiten von Anfang an freue ich mich sehr, dass Sie seit einiger Zeit regelmäßig in den NDS schreiben.

Ihr heutiger Kommentar zum Vorsitzenden der Atlantikbrücke hat mich zu einer Art Haiku angeregt, nachdem das Wort Verantwortung ja durch alle Politiker- und sonstigen “Verantwortungsträger*innen” geistert.

Bleiben Sie weiterhin so kritisch und leider manchmal zu zynisch.

Freundliche Grüße
Dr. Siegfried Ecker

Verantwortung [PDF]


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

was erwarten Sie denn von einem Transatlantiker wie Gabriel. Natürlich ist er, nicht nur als Mitglied des Aufsichtsrates von Rheinmetall, ein Verfechter der Kriegstüchtigkeit und hält von Frieden nichts, weil der das Geschäft versaut.

Es ist doch nicht nur Herr Gabriel der Kriegsgelüste hat. Dazu passt doch auch der Joschka Fischer, ein Kiesewetter, ein Hofreiter und andere. Sie schreiben: “Wo echte Diplomatie und Friedenspolitik gefragt sind, soll die Aufrüstung sprechen und „es“ richten.”

Diese Leute wissen doch gar nicht, was Diplomatie ist. Sie wollen auch keine Diplomatie.

Gabriel könnte von mir aus sagen was er wollte, wenn er nicht doch Einfluss auf die Politik haben

würde. Diese Leute verkriechen sich allerdings als erste, wenn es knallt.

Ulrich Kleinecke


4. Leserbrief

“Zitate

“Meine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat von Rheinmetall soll als Beitrag dazu verstanden werden, offensiv mit der Notwendigkeit einer starken und leistungsfähigen Verteidigungsindustrie in Deutschland und Europa umzugehen” Die Bundeswehr müsse wieder verteidigungs- und damit kriegstauglich gemacht werden. [66]”
lobbypedia.de/wiki/Sigmar_Gabriel

Liebe Redaktion,

der Obergefreiter Siggi ist ziemlich flexibel, wenn es um die dicke Kohle geht.

Bei Lobbypedia steht

“…

2015-2017: Treffen mit Gazprom und der Nord Stream AG

Recherchen von Correctiv zufolge hat Gabriel eine zentrale Rolle dabei gespielt, die deutsche Abhängigkeit von russischem Gas zu zementieren. So war dieser ein prominenter Gast beim Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum und pflegte Beziehungen zum Seitenwechsler Heino Wiese, dessen Karriere von der Landespolitik für die SPD zum russischen Honorarkonsul reichte

…”

Aber

“Notfalls mit deutschen Soldaten

Gabriel: “Müssen Russland niederringen”

n-tv.de/politik/Gabriel-Muessen-Russland-niederringen-article25007806.html

Anmerkung

Das wollte ein Gefreiter schon einmal, es endete in einer Katastrophe.

Br

Dieter Gabriel


5. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

“Sigmar Gabriel war deutscher Außenminister.”

(…) Bleibt nur die Frage, warum so einer, Gabriel, ausgerechnet Rüstungslobbyist wird. Vielleicht weil er als Pop-Minister so harmlos daher kam? Da denkt man erst einmal nichts Böses. Bis er den Mund aufmacht.

Außerdem ist er ein schöner Kontrast zu der Baba Jaga von der FDP. Wäre ja alles sehr lustig, wenn es die Rüstungsindustrie nicht gäbe. Die jetzt ausgerechnet die Deutsche Wirtschaft retten soll.

Wie im Märchen, die Bremer Stadtmusikanten.

Viele Grüße,
Rolf Henze


6. Leserbrief

So ist das Herr Klöckner!

Sie arbeiten sich an diesen Figuren ab. Harte Arbeit und karger Lohn! Gemeint ist nicht das Geld, das sich ein Autor mit seiner Arbeit verdient. Schon viele Jahre lese ich die NDS. Das ganze Team mit und um den Autor Klöckner arbeitet sich ab. Tag für Tag und Jahr für Jahr. Ein schwäbischer Journalist und Redakteur eines Qualitätsmediums hat mir die NDS empfohlen. Er sagte: Da findest du Journalismus. Er ist nicht mehr unter uns.

Auch er war einmal in der SPD – wie ich. Willy wählen war einmal. Der letzte große Sozialdemokrat war Schmidtschnauze. Eine Gabrielschnauze hat es nie gegeben, aber einen wortgewandten und stets nichtssagenden prinzipienlosen Vizekanzler – immerhin das. Die Prinzipien der großen sozialdemokratischen Partei sind von -es sei noch einmal so gesagt- von Figuren wie Gabriel verraten worden. Politiker ist er nicht mehr, sagt Klöckner – ABER im Aufsichtsrat von Rheinmetall sitzt er. Seine Umtriebe als Politiker haben ihn dafür qualifiziert. Er muss sich in diesem Umfeld nicht einsam fühlen. Auch SPD-Lobbyist Klingbeil zieht dort seine Kreise. Das war mal meine Partei – die Partei eines Otto Wels. Im Ländle hat sie sich gerade noch über die 5%-Grenze gemogelt. Meine SPD ist zur Pünktchen-Partei geworden! Und da erinnere ich mich an das Jahr 2023: Dreikönigstreffen der Jungliberalen. Auf “meinem” Schlossplatz in Stuttgart saß eine Gruppe Jungliberaler und hielt grölend ein Schild hoch: Krieg beenden – Panzer senden! Die FDP ist RAUS! Danke.

Rheinmetall! Klöckner lässt die große Glocke läuten: Das Geschäft mit Bomben und Raketen und Waffen ist böse. Krieg ist böse! Klingt das einem Klingbeil nicht in den Ohren?

Er ist doch jetzt der VIZE und thront neben dem Black-Rock-Merz. Noch ist er Politiker. Noch! Autor Klöckner ist eine feine Feder, er könnte auch anders! Er muss sich aber weiter abarbeiten. Wie die anderen im NDS-Team. Auch an ganz BÖSEM wie den 175 Mädchen …..

ABER es reicht!

Mit Dank
Dieter Münch


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

Mit untertänigstem Verlaub, aber bitte verschonen Sie uns doch vor den Verlautbarungen des ‚Vorsitzenden der Atlantikbrücke‘. Auch wenn die aktuelle Lage noch so hoffnungslos sein mag, ernst zu nehmen ist sie wahrlich nicht mehr. War sie das überhaupt jemals? Egal, es gäbe gewiß anderes zu tun, wo doch eigentlich sogar der Wunsch wenn nicht die freche Forderung – „Raus aus der NATO“ – nicht nur von Frau Dagdelen wider Erwarten noch nie so nahe zur Realisierung gerückt ist. Wie das, fragen Sie womöglich? Nun, der ‚Commander in chief‘ äußerte es ja mit mehr als aufgeblasenen Backen „WE DO NOT NEED THE HELP OF ANYONE“! Hier der volle Text:
Donald J. Trump
@realDonald Trump The United States has been informed by most of our NATO “Allies” that they don’t want to get involved with our Military Operation against the Terrorist Regime of Iran, in the Middle East, this, despite the fact that almost every Country strongly agreed with what we are doing, and that Iran cannot, in any way, shape, or form, be allowed to have a Nuclear Weapon. I am not surprised by their action, however, because I always considered NATO, where we spend Hundreds of Billions of Dollars per year protecting these same Countries, to be a one way street
— We will protect them, but they will do nothing for us, in particular, in a time of need. Fortunately, we have decimated Iran’s Military – Their Navy is gone, their Air Force is gone, their Anti-Aircraft and Radar is gone and perhaps, most importantly, their Leaders, at virtually every level, are gone, never to threaten us, our Middle Eastern Allies, or the World, again! Because of the fact that we have had such Military Success, we no longer “need,” or desire, the NATO Countries’ assistance – WE NEVER DID! Likewise, Japan, Australia, or South Korea. In fact, speaking as President of the United States of America, by far the Most Powerful Country Anywhere in the World, WE DO NOT NEED THE HELP OF ANYONE! Thank you for your attention to this matter.
President DONALD J. TRUMP
Mar 17, 2026, 10:18

Solche Menschen sollte man doch – bitterscheen – endlich mal ernst nehmen (dürfen). Und was machen Sie? Genau, Sie machen sich stattdessen – wenn es hoch kommt – über die Verlautbarungen von einem Siegmar G. lustig. Nein, das ist ‚wahrlich’ nicht lustig. Das ist einfach nur überflüssig. Und – m.u.M.n. – dumm darüberhinaus. In Zeiten und bzgl. bekannter Begebenheiten, wo selbst unser ‚Commander-in-chief‘ zu Schland glaubt, sich für allerlei ‚Drecksarbeiten‘ bei vorgenanntem ‚Kollegen‘ gar ‚bedanken’ zu müssen. Die Premiere dazu vor nicht langer Zeit (9 Monate) in änlicher Angelegenheit, andere ‚Verrichtungen‘ – gerade mal vor einem Vierteljahr – da ‚zu komplex‘ für ein Kanzler-Stellungnahmer verworfen und jetzt mit – erst einmal – vorerst eingezogenem Schwanz und tunlichster Zurückhaltung … nein, pfui aber auch!

Und zu allem Überfluss dann doch, darf der per Haftbefehl vom ‚Internationalen Strafgerichtshof‘ wegen mutmaßlichen, aber doch ‚wohl‘ effektiv durchgeführten Völkermordes dennoch im souveränsten Staat ever – dem bisherigen Reichsprotektorat, im Lande der Staatsräsonggg- im Volksrundspruch (ARD&ZDF) wiederholt seine Hasbara-Kopfab-Strategie ‚verlautbaren, in etwa zur gleichen Zeit wie er auf eigenen Wunsch und Befehl reihenweise ‚Dreck verklappen‘ lässt. Nicht einen, nicht zwei, nicht drei vom selbsternannten ‚Satansbraten‘ – die ‚Sieben auf einen Streich‘ wie bei Grimm’s Märchen in Reichweite? Bei Kölnern – wenn sie gefragt werden ‚Darfderdatt?‘ – heißt es umgehend „Der darf datt“ und – selbst im nahen Sauerland nicht stattdessen „Dattdatderdarf!“. Man fasst es einfach nicht, und dabei ist der alternativlose ‚Enthauptungsschlag‘ mit den fast zweihundert kleinen Mädchen in der ungetünchten Mädchenschule noch gar nicht erwähnt.

Wenn man sich dann noch dessen erinnert, an jenes Beweis-Foto eines veritablen Regierungsfliegers mit blauweißen-Stern – auf dem Vorfeld eines bundesdeutschen Flugplatzes – just zur falschen oder vielleicht gar richtigen Zeit, dann ist mal wieder Goethe gefragt. Dieses Mal mit seinem Torquato Tasso: „„Man merkt die Absicht und ist verstimmt“! Hieß es nicht doch – zumindest im Regierungsrundspruch – man sei nicht informiert gewesen, habe schon gar nichts eine Ahnung gehabt? Nun denn, was ein Ex-Außenminister und Ex-Vorsitzender einer darniederliegenden Partei kurz vor dem Exitus ist natürlich wichtiger. Fast so wichtig jedenfalls als wenn der nachdenkliche Herausgeber mal wieder von seinem Frühstücksblättchen glaubt berichten zu müssen.„Man merkt die Absicht und ist verstimmt“

Mit freundlicher Empfehlung
Michael Kohle


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Der NDR/WDR und die Masern-Impfpflicht

24. März 2026 um 17:00

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 24.03.2026; Gastautor: Peter Bickel Der NDR und die Masern-Impfpflicht: Ein Lehrstück in selektivem Journalismus Am 26. Februar 2026 strahlte die ARD-Sendung Panorama den Beitrag „Masern: Wie Impfgegner die Impfpflicht sabotieren“ aus. Der Beitrag des Journalisten Timo Robben porträtiert Ärzte, die Impfbefreiungsatteste ausstellen oder Masernimpfungen nicht durchführen, als Teil eines Systems zur Umgehung der gesetzlichen Impfpflicht. Die Süddeutsche Zeitung griff […]

Der Beitrag Der NDR/WDR und die Masern-Impfpflicht erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Mord nennen sie „Tötung“ – die neue Lachnummer der Tagesschau“

24. März 2026 um 14:22

Vorschau ansehen


Albrecht Müller thematisiert hier insbesondere den Beitrag der Tagesschau-Redaktion mit dem Titel „Angriffe auf Führung in Teheran – Israel meldet Tötung von Irans Geheimdienstminister“. Wenn die Ermordung der iranischen Führungspersonen gemeint sei, werde das Wort Tötung gebraucht. Das sei eine „mithilfe der Sprache bewirkte Verharmlosung der Vorgänge“. Offensichtlich habe sich die „Tagesschau-Redaktion Angela Merkels Feststellung von 2008 zu Herzen genommen, die Sicherheit Israels – in weitem Sinne interpretiert: das Interesse Israels – gehöre zur deutschen Staatsräson“. Von unseren Lesern haben wir hierzu zahlreiche und interessante E-Mails erhalten, wofür wir uns herzlich bedanken. – Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Lieber Herr Müller, liebe Redaktion,

herzlichen Dank, dass Sie das thematisieren. So wie seit dem ersten Tag des Ukrainekriegs sämtliche Medien wie gleichgeschaltet vom “völkerrechtswidrigen Angriffskrieg” reden, hören wir jetzt nur von “Tötungen” iranischer Führer. Dass gezielte, geplant ausgeführte Tötungen Mord sind, ist in den Redaktionszentralen niemandem aufgefallen. Oder doch? In der Antwort auf meine Mail an den Deutschlandfunk, warum nur vom “Angriff” der USA und Israels und nicht von einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gesprochen wird, bekam ich Antwort, dass die völkerrechtliche Beurteilung ausführlich behandelt würde etc. (Verweis auf ein Interview mit Herrn Jürgen Hardt (ausgerechnet)), dabei u.a. einen Hinweis auf ein Interview mit dem Leiter der Nachrichten des DLF, Herrn Marco Bertolaso. In diesem kommt zum Ausdruck, dass die Zuhörer sich über die Berichterstattung beschweren und die Redaktion sich viele Gedanken mache und viel diskutiere. Blabla, Fazit: Man spricht weiter gelegentlich vom Angriff, wenn überhaupt und, wie Sie kritisieren, von Tötungen. Es ändert sich nichts. Erbärmlich.

Herzliche Grüße, Joachim Seffrin


2. Leserbrief

Lieber Herr Müller,

was sind die Folgen solcher Terrorakte gegen Politiker ?

Festigt es das aktuelle System in Iran ?

Äußere Feinde schweißen ein System zusammen !

Wie reagieren die mit dem Iran befreundeten Huthis darauf ?

Stichwort Baby el Manded, die Meerenge in das Rote Meer und letztendlich zum Suezkanal ?

Das bestätigt sich umso mehr, wenn ich die Jemenitischen Nachrichten lese !

“Das iranische Geheimdienstministerium verkündet den Märtyrertod seines Ministers Ismail Khatibzadeh

[Donnerstag, 19 März 2026 00:01:35 +0300]

Sein Märtyrertod wurde als „ großer Verlust, aber gleichzeitig als Quelle des Stolzes und der Inspiration für seine Kollegen “ betrachtet.

Sie betonte, dass sein Märtyrertod den Arbeitsablauf nicht beeinträchtigen, sondern die Entschlossenheit der Sicherheitsdienste stärken werde und dass der von ihm eingeschlagene Weg mit größerer Kraft fortgesetzt werde.

saba.ye/de/news3668633.htm

Br
Dieter Gabriel


3. Leserbrief

Guten Tag,

die Tagesschau, mit ihren fatalen Einordnungen, wie in dem Bericht genannt, verharmlost mit dem benutzten Vokabular, schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das geschiet natürlich nur für die als schlecht oder minderwertig erklärten Regierungen und Menschen. Unser höchstes menschliches Grundrecht, das Recht auf Leben, darf dann von den selbsternannten ,, Guten ” mit allen perfiden Mitteln ausser Kraft gesetzt werden. Richtig würde es heißen, die gezielte Ermordung von Menschen, ohne irgendeine menschliche Rechtsgrundlage, eine ethische gibt es dafür nicht. Auch hier gilt es Ross und Reiter klar zu benennen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


4. Leserbrief

Guten Abend Herr Müller,

in der ARD nennen die es Tötung. Im „Sonntagsstammtisch“ der BR am 8. März nannte es dieser Möchtegernjournalist Kilz „Liquidation“. Meine Anfragen an die Senderaufsicht und die Redaktion wurden mit „bla bla bla“ beantwortet. Bösartigkeit und Respektlosigkeit wurde mir unterstellt, als ich die Frage stellte, was wohl passieren würde, wenn dieser Kilz einem fürchterlichen Anschlag zum Opfer fiele und ein bitterböser Mensch von „Liquidation“ reden würde. Ich glaube die Zwangsgebührenschma… machen es sich ganz schön einfach.

Viele Grüße
Friedrich Handwerker


5. Leserbrief

Guten Morgen, Herr Riegel, guten Morgen Herr Berger,

ich habe einige Texte für die nachdenkseiten geschrieben und verfolge sie natürlich weiterhin aufmerksam.

Zur Ergänzung des Albrecht-Müller-Textes “Mord nennen sie Tötung” vom 19.3.2026, der sich auf die Wortwahl der Tagesschau bezieht, will ich die Wortwahl des Heute-Journals vom 17.3.2026 anführen.

Die Moderatorin Dunja Hayali formuliert die Ermordung von Ali Laridschani so:

„Unterdessen haben die USA und Israel aber eine weitere wichtige Figur im Iran ausgeschaltet.“

“Figur” und “ausgeschaltet? Gab es da nicht mal das Wörterbuch des Unmenschen?

Der Satz ist ab Minute 9:45 Uhr zu hören. Hier der link auf das Video.

Beste Grüße
Rupert Koppold


6. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

Ihrem Kommentar Stimme ich zu!

Bereits die Gründung des Staates Israel war – auch mit späterem Eingeständnissen der Ministerpräsidenten Ben Gurion, Golda Meir und Menachim Begin – mit Terror gegen die palästinensische Bevölkerung erfolgt. Dieser Terror wird bis heute immer noch ausgeübt! Landraub, Vertreibung und Morden gehört offensichtlicht zur DNA der Zionisten, die sich auf den 6 Millionen von den NAZIs ermordeten europäischen Menschen jüdischer Religion offenbar sehr wohl fühlen. Mit der ständig forcierten Zuwanderung von “Juden” – zuletzt mehr als eine Million aus der sich auflösenden Sowjetunion – wird der bis heute andauernde Terror mit Landraub sowie die Zerstörung von Wohnhäusern bis hin zu Moscheen der palästinensischen Bevölkerung seit der Nagba vor fast 80 Jahren fortgesetzt. Wenn sich aber palästinensische Menschen zur Wehr setzen – gleichgültig, ob einzelne oder zu Organisationen zusammengeschlossene – werden die pauschal als Terroristen bezeichnet. Die Mütter aller Terroristen sind im Nahen Osten jedoch die Zionisten Israels!

Vor Gründung des Staates Israel waren in vielen der arabischen Staaten Menschen jüdischer Religion nicht nur geduldete, sondern in der Regel angesehene Mitbürger. Erst mit der gewaltsamen Gründung Israels war das umgeschlagen und diese Menschen wurden verfolgt, oft getötet oder zur Ausreise nach Israel gedrängt, waren aber dort nicht unbedingt willkommen.

Wenn Deutschlands Regierungen nun mit der “Staatsräson” Waffen- und Munitionslieferungen nach Israel begründen, so machen sie sich der Beihilfe zum Genozid schuldig. Es besteht wohl kein Zweifel, dass sich mit dieser Beihilfe des Genozids an Palästinensern keines der Opfer des Holocausts “gerächt” werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Günter Steinke


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

dieser unverschämte Versuch, das natürliche Rechtsempfinden durch die penetrante Bezeichnung von Morden als “Tötungen” zu untergraben, ist ja nicht neu. Zum ersten Mal aufgestoßen ist mir diese Manipulationspraxis im Fall der Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani Anfang 2020 durch die USA. Seitdem scheint die Hauptqualifikation der Mainstream Journaille darin zu bestehen, genau zu “wissen”, in welchen Fällen der Begriff “Tötung” und in welchen Fällen der Begriff “Ermordung” Verwendung zu finden hat. Wenn die israelische Armee palästinensische Zivilisten ermordet, weiß diese Journaille, dass der Begriff “Tötung” verwendet werden soll. Wenn die russische Armee ukrainische Zivilisten ermordet, weiß diese Journaille, dass der Begriff “Ermordung” zu verwenden ist. Der Sinn dieser “Unterscheidung” ist klar. “Tötung” ist ein neutraler Begriff vollkommen frei von juristischen und psychologischen Implikationen. “Mord” hingegen ist eine juristische Kategorie per se. Gegenüber den Opfern von “Tötungen” soll der Medienkonsument keine Empathie entwickeln und es hinnehmen, dass keine Konsequenzen daraus folgen. Gegenüber den Opfern von “Ermordungen” hingegen soll der Medienkonsument jede militärische Aktion gegen die Täter begrüßen. Um die Medienkonsumenten auf diese Weise zu manipulieren, schreckt die Journaille selbst vor dem widerlichsten Rassismus, der sogar vor Toten nicht Halt macht nicht zurück. Eine Journaille, welche die Opfer von “Tötungen” mit Vorsatz entmenschlicht, weil ihnen jede Empathie vorenthalten werden soll, aber gleichzeitig die Regenbogenfahnen schwenkt und die “one love Binde” trägt ist an Verkommenheit nicht mehr zu überbieten. In letzter Konsequenz macht sich diese Journaille zum Komplizen von Kriegsverbrechern, indem sie durch die Bezeichnung der systematischen Ermordung palästinensischer Zivilisten durch die israelische Armee als bloße “Tötungen”, die Kriegsverbrecher einer Jurisdiktion entziehen will.

An dieser Stelle möchte ich aber noch darauf hinweisen, dass selbst in einigen Artikeln auf den NDS der Begriff “Tötung” statt “Mord” verwendet wird. Vielleicht sorgt Ihr Artikel dafür, dass dieses Ärgernis künftig unterbleibt.

Mit freundlichen Grüßen
D.Insinger


8. Leserbrief

Moin,

aber, aber, Herr Müller: Wie können Sie nur? “Wir”, das sind doch “die Guten”, sind moralisch über jegliche Handlung hinweg erhaben! Wenn “wir”* Handlungen durchführen, dann nur “zum Besten der Welt”™! “Wir” haben sie vor einem bööööhsen™ Diktator bewahrt, der die Menschheit nicht nur unterjocht, sondern regelrecht versklavt und gar Fürchterbares mit ihr anstellt! (kurzer Wink nach Guantanamo und israelische Gefängnisse an dieser Stelle)

Es gibt Stimmen, die besagen, daß die Tötung von Irans Führungspersonal nichts Gutes bringt, weil deren Hierarchie so aufgestellt ist, daß sie wie ein Mosaik funktioniert und die nächsten Führungspersonen radikaler als die bisherigen sein könnten. Gerade Israel müßte es wissen, produziert doch deren Gewalt gegen die Palästinenser fortlaufend Gegengewalt, die auch nicht abebbt, wenn die Führungspersönlichkeiten weggebombt wurden — gerade so, als ginge Gewalt nur von ein paar durchgeknallten Leuten aus. Nein: diese Gewalt hat weltweit Methode, und Irans Führungsriege ist gewiß nicht die Ursache, sondern nur das Ergebnis, denn der Iran hat nicht zuerst angegriffen.

Wenn die tagesschau von “Mord” spräche, dann müßte sie auch gleichzeitig Anklage gegen die Mörder erheben. Hust. Hust. Hust…was ist die Luft hier so trocken? Man kann gar nicht so viel trinken wie man…

Mit sarkastischen, aber dennoch freundlichen Grüßen, weil dieser Wahnsinn sonst nicht anders zu ertragen ist,

Michael Schauberger

*”wir” = die “westliche Wertegemeinschaft” unter “Führrrung” der USA


9. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller sehr geehrtes Nachdenkseitenteam

Sie weisen zurecht auf die fragwürdige Verwendung der Sprache (bewusst oder unbewusst? wohl eher bewusst!) hin, wodurch implizit fragwürdige moralische Wertungen hinsichtlich der Tötung von Menschen transportiert werden und wodurch medial spezifische Haltungen bei den Rezipienten zu entsprechenden Vorgängen in der Welt erzeugt werden (sollen).

Aber die Frage ob dies Morde oder Tötungen sind bezieht sich ja nicht nur auf Führungspersönlichkeiten sondern auch auf jeden namentlich in der Weltöffentlichkeit unbekannten Iraner, der in diesem Krieg ums Leben kommt. Warum sollte man diesbezüglich einen Unterschied machen zwischen Führungspersönlichkeiten und normalen Menschen, die gezielt getötet werden. Fraglich ist wie man Opfer von Kollateralschäden diesbezüglich einordnen soll. Hier muss man wohl davon ausgehen, dass deren Tod billigend in Kauf genommen wurde, was im deutschen Strafrecht, wenn ich richtig informiert bin, auch als Mord interpretiert werden kann.

Andererseits erscheint mir diese Art der Kriegsführung, bei der vorrangig Führungspersönlichkeiten ins Visir genommen werden, ein großer Fortschritt zu sein, weil dadurch vorrangig die eigentlichen Verantwortlichen der Kriege “ausgeschaltet” werden und dadurch in Zukunft vielleicht mehr Frieden in die Welt kommen könnte und weniger Unschulduge leiden und sterben müssten.

Fritz Gerhard


10. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Müller,

Hier meldet sich mal wieder der Uraltpauker. Er weiß, dass dem Begriff Sprachverhunzung Aspekte der Polemik innewohnen. Der Begriff ist durchaus negativ konnotiert und Sie haben sich Mühe gegeben, dies in Ihrem Text zu vermeiden. Die Wortwurzel ist griechischer Herkunft: polemikos = kriegerisch. Es herrscht Krieg rund um Iran. Es sind Menschen, die dort töten. Nach “unseren” Gesetzen gibt es einen Unterschied zwischen Totschlag und Mord. In Deutschland steht für Mord der § 212 STGB und der verjährt nicht. Es gibt diverse Merkmale für Mord. Hier steht zuallererst die ethische Verwerflichkeit im Mittelpunkt. Die Merkmale sind: Heimtücke, Grausamkeit oder auch die Verwendung von gemeingefährlichen Mitteln. Zu letzterem gehört der Wille, neben dem eigentlichen Ziel des Mordes auch weitere Leben zu gefährden.

Sowohl der Ukrainekrieg als auch der erneute Angriff auf den Iran wird in den NDS in zwar wertender Sprache aber doch ausgewogen diskutiert – wenn es auch vorkommen kann, dass mal eine Glosse darunter ist. Schon weit früher als diese beiden Kriege hat sich die “vorgeschriebene” Sprache in Funk, Fernsehen, aber auch in den geschriebenen wertewestlichen Medien in Richtung Kriegstreiberei verändert. Sogar von Frau Wagenknecht wurde 2023 “der furchtbare russische Angriffskrieg” publiziert. NDS-Leser wissen nun, wie die Vorgeschichte zur Kriegsgeschichte wirklich war. Es sind dieselben Entitäten, die auch den Iran aus der Geschichte bomben wollen. Sie wissen auch, dass diese uralte Zivilisation ein Hindernis auf dem Weg zum Endziel China ist.

Dafür steht dem tiefen Staat in Washington und dem mörderischen Regime in Israel stets die Heimtücke als das Mittel der Wahl zur Verfügung. “Verhandlungen” werden immer wieder genutzt um den Gegner zu täuschen und dann den Präsidenten samt Familie zu killen – die 170 Mädchen sind ein schreckliches Mahnmal am Himmel des Armageddon.

Ich habe Herrn Müllers Zeilen gelesen und möchte ihn wissen lassen, dass mir das nicht so gelungen wäre. Mir wäre der Zorn in die Tastatur getrieft.

Und also muss ich immer wieder mal die Kiste anmachen und mich der schrecklichen wertewestlichen Sprache aussetzen und die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Mörder vor Gericht kommen. Sie haben Namen! Einen nenne ich: Netanjahu.

Mit Dank
Dieter Münch


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Irankrieg: Hilfe! Überall Propaganda!“

22. März 2026 um 16:00

Vorschau ansehen


Anhand unterschiedlichster Beispiele weist Tobias Riegel in seinem Kommentar auf die unerträgliche Verrohung der aktuellen Propagandavideos vor allem der USA und des Iran hin. In offiziellen Videos des Weißen Hauses werden echte Kriegsaufnahmen mit fiktiven Filmszenen vermischt, die die reale Gewalt wie ein Videospiel erscheinen lassen und diese so verharmlost. Der Iran reagierte darauf mit einem Propagandavideo im Stil einer Lego-Animation. Unser Autor empfindet „diese poppige und „kindliche“ Art der Propaganda als die totale Verrohung“. Die Behauptung des Iran, Netanjahu sei getötet worden, versuchte die israelische Regierung mit einem angeblichen Originalvideo desselben zu widerlegen. Doch Internetnutzer vermuteten, dass die angeblichen „Beweisvideos“ mit Künstlicher Intelligenz erstellt worden seien. Der Schaden durch die Manipulation mit KI ist immens: Bilder und Videos haben keine Beweiskraft mehr. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken unseren Leserinnen und Lesern für die interessanten Zuschriften, die Ala Goldbrunner für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Ich sehe einen großen Unterschied zwischen den amerikanischen Propaganda-Videos, quasi kriegsverherrlichende Werbevideos nach dem Motto: “Komm zu uns, dann kannst du auch in echt töten!”, und dem iranischen Video, welches auf mich wie ein Antikriegsvideo wirkt, was Betroffenheit auslöst und den toten Kindern der von, meines Wissens, den USA bombardierten Mädchenschule gewidmet ist. Dessen Aussage ist für mich: “Wir wollten den Krieg nicht, aber jetzt müssen wir uns wehren!”.

@1.NormanBates
[Quelle: Youtube]


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team!

Ja so ist das mit der Propaganda in den Leitmedien, fast überall und oft perfide ausgefuchste und hinterhältige Propaganda!

Bildbearbeitung und Verwendung von Bildern auch aus anderen Kontexten (sowohl von Fotos als auch von Videos und Audios) gab es auch schon vor der KI. Was mir in dieser neuen Entwicklung besonders ins Auge fällt ist die Vermischung von Unterhaltung und Politikberichterstattung und das scheint mir auch schon ein länger existierendes Phänomen zu sein, das durch die KI sicherlich neuerlich gepuscht wird. Das perfide daran ist, dass Menschen gerne an das glauben, was sie mit eigenen Augen gesehen haben und bei Videos und Fotos überträgt man gerne das unmittelbare Wahrnehmen in der normalen Welt auf das Wahrnehmen von Bildern und Filmen in den Medien, wenn sie als wahr und nicht als fiktional ausgegeben werden. Dabei vergisst man gerne, dass man diesen Bildern nur glauben kann, wenn sie in wahrhaftiger Weise gehandhabt werden. Was man dabei aber eigentlich immer berücksichtigen muss ist, dass sie immer, auch wenn sie echt sind, aus einer speziellen Perspektive aufgenommen wurden und anschließend in einen Kontext eingeordnet werden, für den sie speziell ausgewählt wurden.

Ferner werden viele Dinge auch spezifisch inszeniert, damit über sie in der spezifischen Weise berichtet werden kann.

Das Politiktheater dient den Medien ja auch schon lange als Unterhaltungsphänomen und tatsächlich lassen sich damit ja auch hohe Reichweiten erzielen (Einschaltquoten von Tagesschau und Heute-Journal etc. sind ziemlich hoch). Die Präsentation berücksichtigt neben den propagandistischen dabei natürlich besonders auch jene Aspekte, die beim Publikum gut ankommen und die die Glaubwürdigkeit, meist durch seriöses Gehabe und Getue stützen.

Es gab und es gibt ja auch nicht wenige Krieg und Gewalt verherrlichende, fiktionale Filme mit hohem Unterhaltungswert für bestimmte Zuschauergruppen. Diese begründen möglicherweise auch Gewalttaten, können aber auch als Ausagieren von Gewaltimpulsen in der Phantasie wirken. Zumindest zeigt das, dass vom Krieg, wenn er in spezifischer Weise inszeniert und präsentiert wird, eine Faszination ausgeht, die sich die Propaganda zu Nutze macht. Es wären auch andere Bilder möglich, die eher eine abschreckende Wirkung hätten.

Was wir jetzt hier sehen, ist diese Gewaltverherrlichung in der echten oder zumindest als echt unterstellten Kriegsberichterstattung durch zusätzliche technisch hinzugefügte anregende Aspekte. Waren die positiv konnotierten Gewaltszenen in fiktionalen Filmen dem Zuschauer immer noch als fiktional bewusst, so kann er jetzt sein Bedürfnis nach solchen Bildern an realen, leicht manipulierten, aber als real ausgegebenen Bildern befriedigen und das führt in diesem Personenkreis implizit zu einer höheren Zustimmung zu diesen realen Kriegshandlungen.

Das ist eine perfide Ausweitung und Veränderung der Kriegspropaganda. Eine ähnliche aber anders geartete perfide weil heimtückische Kriegspropaganda, zunächst vor allem auf die positive Darstellung der Wehrpflicht ausgerichtet, lieferte kürzlich eine Sendung des DLF in der Sendereihe “Gesichter Europas” im Audiobereich.

.deutschlandfunk.de/norwegen-gleichberechtigung-in-der-kaserne-100.html

Darin wird der Wehrdienst in Norwegen als tolles Abenteuer für eine tolle Sache mit herausfordernden aber machbaren körperlichen Herausforderungen und schönen Naturerlebnissen idealisiert, ohne auf die damit verbundene totale Fremdbestimmung und den Drill einzugehen, die die Disposition zu absolutem Gehorsam in die Köpfe der Rekruten implementieren muss, damit die Bereitschaft auf Befehl zu töten und sich dem Tod auszusetzen erreicht werden kann.

Durch solche Sendungen soll offenbar ein gewünschter Mindset zur Kriegsbereitschaft in der Bevölkerung etabliert werden.

Ich erinnere mich an Sendungen, in denen ähnlich geartete Praktiken in Russland durch hiesige Medien verurteilt wurden. Wieder mal auch hier widersprüchliche Standards.

Im besten Fall führt das ganze Treiben hoffentlich zumindest langfristig beim Zuschauer zur Einsicht in die prinzipielle Fragwürdigkeit aller medialen Bilder und Produkte.

Fritz Gerhard


3. Leserbrief

Diese Videospiele, so grausam und unmenschlich sie auch sind, sind leider nur ein weiteres Feld zur Manipulation der Jugend, nicht anders als die Kriegsfilme made from Hollywood, mit denen uns das Pentagon seit Jahrzehnten zuschei?t. Deren Zahl dürfte in die Tausende gehen.

Furchtbar ist das !!! 🙈 Was aufgrund des Krieges der USA und Israels gegen den Iran leider aus dem Focus der öffentlichen Wahrnehmung gerät, ist das Leiden des kubanischen Volkes. Die ganze Insel hat jetzt, auf Grund der US-Blockade, keine Stromversorgung mehr und weder China noch Russland können scheinbar dagegen etwas ausrichten.

Das ist schrecklich.

@janoschekheldderberge3446
[Quelle: Youtube]


4. Leserbrief

Damit wird endlich mal angesprochen wie Nato/USA verseucht zahlreiche Medien (Filme, Serien, Spiele) seit vielen Jahrenzehnten “Normalität” in deren Interesse und dabei vor allem für Gewalt triggern. Danke für die Thematisierung, die wenigsten sind sich der Manipulation bewußt

@matthiasscheible3694
[Quelle: Youtube]


5. Leserbrief

“Man könnte das vielleicht auch positiv sehen: Auch manipulative Kampagnen, die auf einzelnen Fotos aufgebaut sind, werden in Zukunft nicht mehr so reibungslos funktionieren wie etwa die Ausschlachtung der „Bilder von Bergamo“. Weil die eine Seite einfach nicht mehr an die Echtheit glaubt.”
Stimmt.

Über diese positiven Aspekte bitte weiter nachdenken.😎

L.G.
Ute Plass


6. Leserbrief

Lieber Herr Riegel,

ich halte Ihre Analyse der Propagandavideos für ziemlich oberflächlich.

1) Die amerikanischen Videos reduzieren tödliche Angriffe auf harmlose Spielsequenzen. Im iranischen Video wird der Krieg aus iranischer Sicht dargestellt. Eine Verharmlosung sehe ich an keiner Stelle.
2) Für wen sind die Videos bestimmt?

Meine Vermutung:

Die amerikanischen ersetzen die Begründung, warum der Krieg überhaupt geführt wird.

Für wen die iranischen Videos gemacht sind, ist mir unklar. Ich glaube nicht, dass die iranische Bevölkerung so etwas braucht, um zu tun, was nötig ist, das Land gegen die Aggression zu verteidigen. Und das bring mich zu

3) Wenn die iranische Regierung, die Revolutionsgarden oder wer auch immer dieses Video brauchen, um das Volk zur Unterstützung zu beeinflussen, sollte es doch verbreitet werden, oder?

Eine kurze Recherche nach dem Lego-Video ergab folgende Fundstellen:

APT (USA)

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

The Independent (UK)

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

Firstpost (Indien)

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

GBNews (UK)

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an TikTok übertragen.

@gbnews Iran State TV has published a Lego animated propaganda video depicting the Middle East war with America and Israel. In the full video, Donald Trump can be seen flanked by Benjamin Netanyahu and the devil looking at pictures from the Epstein files before the President pushes a big red button, launching a missile at Iran. It also features Iran striking on RAF Akrotiri in Cyprus. The full warped two-minute video, shared by IRGC-controlled Tasnim News Agency, also shows further strikes across the Middle East. #Iran #MiddleEast #DonaldTrump #Lego #GBNews ♬ original sound – GB News

T-Online
t-online.de/video/nachrichten/politik/id_101166108/iran-propaganda-lego-figuren-verdrehen-kriegsrealitaet.html

(“Ein iranisches Propagandavideo zeigt den Nahostkrieg – inszeniert mit Lego-Figuren. Dabei werden Angriffe stark verfälscht.” ??? kein “brutaler Angriffskrieg”! Und dann auch noch verfälscht.)

France 24 (Frankreich)

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

Alles westliche Quellen. In keiner wird ein Ursprung/ Quelle angegeben. France24 zeigt sogar noch weitere US-Videos ähnlicher Machart

Nichts ist dagegen dort zu finden: presstv.ir/

Ich finde das schon etwas seltsam. Andererseits, was ist heute nicht seltsam?
Viele Grüße
Andreas Holländer


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Der Oscar-Preisträger Sean Penn und seine Propaganda für Selenskyj“

22. März 2026 um 14:00

Vorschau ansehen


Tobias Riegel würdigt in seinem Kommentar zwar Sean Penns schauspielerische Leistung, kritisiert jedoch scharf dessen politisches Engagement im Ukraine-Krieg. Er hat sich schon in vorangegangenen Projekten „für emotionale und unseriöse Kriegs-Propaganda einspannen lassen“, ist einer der „lautesten Lautsprecher für die ukrainische Propaganda in Hollywood und träumt auch schon mal davon, selber gegen die Russen zur Waffe zu greifen“. Unser Autor findet die Vehemenz, mit der Sean Penn seine politische Haltung präsentiert, „ernüchternd“, „schwer irritierend“ und „sehr befremdlich“. Vielen Dank für Ihre Leserbriefe, die Ala Goldbrunner für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Lieber Tobias Riegel!

Ich will bei diesem Thema eigentlich nicht verallgemeinern, doch am Ende läuft es wohl doch darauf hinaus.

Denn “Hollywood” ist, wenn man es klar betrachtet, die grandioseste und wirkungsvollste Propagandamaschine auf diesem Planeten. Es gibt kaum ein Land, wo man deren Inhalte nicht vorgesetzt bekommt. Dabei werden sämtliche Wertmaßstäbe und Haltungen der westlichen Welt, global, unter die Leute gebracht.

Nun muss man sich darüber klar sein, wessen Geist das alles entspringt. Die Basis, oder das Fundament, bildet die Einnahme, Unterwerfung, Ausbeutung und Ausrottung der Ureinwohner des gesamten amerikanischen Kontinents – später kamen noch die Afrikaner hinzu. In diesem Sinne hat die westliche Welt, seit Jahrhunderten, agiert, profitiert und sich darüber selbstsüchtig erhoben. Gleichzeitig hat sich aber auch ein Schuldgefühl manifestiert. Um dieses zu kompensieren ist man dazu verdammt, der Rechtfertigung wegen, durch weitere – immer weitere – Aktionen, zu handeln.

Penn und Selenskyi sind, in meinen Augen, Kinder dieses Wahns.

Herzliche Grüße
Frank Kanera


2. Leserbrief

Lieber Tobias Riegel,

unerwähnt in ihrem Artikel über Sean Penn bleibt sein hirnverbrannter Aufmarsch mit ukrainischer Soldateska beim Cannes Filmfestival 2025 – unterstützt von einem millionenschweren, ansonsten immer schwer moralinsauren Bono inkl. Band (U2). Dieser Auftritt löste beim Festival so gut wie keine Gegenreaktion aus, obwohl es mit Sicherheit Statuten gibt, die einen solchen Missbrauch der Zurschaustellung der eigenen perfiden Meinungsmache und damit verbundenen Instrumentalisierung einer solchen Veranstaltung verhindern sollen (siehe das genaue Gegenteil bzgl. des unglaublichen Theaters um die Vorgänge bei der Berlinale 2025/2026 bzgl. Gaza/Palästina und des immer wieder ewig gleichen, abgedroschenen Vorwurfs von angeblichen Antisemitismus):

Und wie ich jetzt erst feststelle, findet man extrem wenige Verweise auf diesen Auftritt, obwohl ich mit Startpage suche, also entschuldigen sie bitte die teilweise grenzwertige Verlinkung :-)))

Mit freundlichen Grüßen / Best regards
Bernd Lutzer


3. Leserbrief

Ich kann den Menschen von seiner Kunst nicht trennen : „ Sean Penns politische Irrwege etwa bezüglich des Ukrainekriegs sollen seine Leistungen als Schauspieler nicht schmälern.“ Denn mit seinem Bekanntheitsgrad befördert er auch seine politischen Ansichten in die Köpfe seiner Fans. Seit bekannt wurde, dass Tom Cruise Förderer und Mitglied der Scientologen ist, habe ich mir verkniffen seine Filme anzuschauen, auch wenn so einige recht spektakulär daherkommen. ;-)

Von daher aber Dank für die Aufklärung.

T.E.


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

in Ihrem Beitrag zum Selenskyj-Fan und Ukraine-Propagandisten Sean Penn lese ich. “Penn zählt laut dem Magazin Indiwire zu den lautesten Lautsprechern für die ukrainische Propaganda in Hollywood und träumt auch schon mal davon, selber gegen die Russen zur Waffe zu greifen.” Und frage mich ernsthaft, was Sean Penn denn am von ihm so gewünschten Fronteinsatz in der Ukraine wohl hindert. Die Kosten für ein One-Way-Flugticket nach Kiew werden es wohl kaum sein.

Auch nur ein widerlicher Heuchler, das kann all sein schauspielerisches Talent nicht überdecken!

Nachdenkliche Grüsse,
KK


5. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

ich mag Sean Penn als Schauspieler auch, aber er hat sich leider während der Maßnahmen gegen Corona auch daneben benommen und nicht gespritzte Menschen beleidigt.

Früher war er meines Wissens kritischer gegenüber seiner Regierung.

Mit freundlichen Grüßen
A.H.


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Merz im Flecktarn: „Wir sind bereit zur Abschreckung und zur Verteidigung“ – Politik im Fiebertraum“

21. März 2026 um 15:00

Vorschau ansehen


Lautstark wird „Kriegstüchtigkeit“ von Politik und Medien auf allen Kanälen gefordert, für Marcus Klöckner setzt Bundeskanzler Friedrich Merz mit einem Tweet auf X einen weiteren Höhepunkt: Er ließ sich stolz gemeinsam mit Boris Pistorius in Bundeswehruniform bei einer NATO-Übung ablichten und untertitelte das Ganze mit „Gemeinsam setzen wir ein Zeichen: Die @NATO ist wach und präsent. Wir sind bereit zur Abschreckung und zur Verteidigung.“ Unser Autor sieht in seinem Kommentar darin eine gefährliche politische Entwicklung: diese Inszenierung im Flecktarn ist ein Symbol für Militarisierung, irrationaler, angstgetriebener Politik ohne nachvollziehbare Strategie und dient einem „massiven Feindbildaufbau“, vor allem gegen Russland. Für Klöckner liegt „die deutsche Friedenspolitik […] in Trümmern“. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken unseren Leserinnen und Lesern für die interessanten Zuschriften, die Ala Goldbrunner für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner, liebe Redaktion,

die Abschreckung ist schon gelungen. Vor denjenigen, die Deutschland nach allen Regeln der Kunst und in allen Bereichen, die einen friedlichen und prosperierenden Staat ausmachen, mit aller Kraft und aus voller Überzeugung gegen die Wand fahren. An seiner Spitze ein Reisekanzler Gernegroß zweiter Wahl.

Und in der Tat muss etwas verteidigt werden, nämlich die Werte einer Demokratie, die ihren Namen verdient hätte und der unbedingte Wille Frieden zu halten, für Frieden zu sorgen, Frieden zu sichern.

Entgegen den Politikern gibt es in Deutschland noch eine Menge erwachsener Menschen, die bei Verstand geblieben sind, und die auf spätpubertäre Schwanzvergleiche nicht mehr angewiesen sind. Wenn der Unsinn nicht so gefährlich wäre, könnte man sich über die Sandkastenspiele, die als hohe Politik verkauft werden, nur noch totlachen.

Leider kann man nirgendwo Tendenzen sehen, die nicht dazu führen, dass Deutschland in einer Katastrophe endet, wenn das so weiter geht. Übrigens auch nicht bei der AfD oder dem BSW, weil auch sie von dem vergifteten System aufgesaugt werden, weil das überwiegend aus gehirngewaschenen Realitätsverweigerern, Langzeitahnungslosen, Bewusstseinslegasthenikern,  Weltbildbestätigungs-Guckern und privilegierten Idioten besteht.

Welche Geisteskinder in Deutschland unterwegs sind, hat man an den Wahlen in Baden-Württemberg gesehen und wird man wohl auch an den Ergebnissen der Wahl in Rheinland-Pfalz erkennen können, und jetzt “halte ich schon die Fresse!”

Mit entsetzten Grüßen,
Gerd Lingner


2. Leserbrief

… und keiner hat ihm gesagt, dass es in einer verschneiten Landschaft witzlos ist, mit so einem Farbenkostüm extra aufzufallen?

Er selbst hat es auch nicht gemerkt …

Mit solchen „Führungspersonal“ ist DE wirklich am Boden. Oder tiefer.

Ist nur ein winziges Detail … aber es sagt eigentlich schon alles, oder?

LG
Bernd Kulawik


3. Leserbrief

Werter Herr Klöckner,

Sie schreiben “Politik im Fiebertraum”. Da stellt sich nüchtern und bei Lichte betrachtet die Frage, wo bleibt der Notarzt mit dem Fieber-Thermometer bzw. der Psychiater, der diese offenkundig von allen guten Geistern verlassenen “Herrschaften” wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt?*)

Ich gehöre zu denen, die nicht grundsätzlich gegen eine Armee sind, die der Verteidigung unseres Landes und auch Europas dient. Die aktuelle gigantische militärische Aufrüstung hat aber aus der Sicht eines objektiven Dritten nichts mehr mit Verteidigung zu tun, wenn Deutschland allein, was die konventionelle Bewaffnung angeht, auf das Niveau Russlands hochgerüstet werden soll. Dass von Deutschland im Falle eines nuklearen Krieges weniger übrig bleiben wird als 1945 (= Ende des Zweiten Weltkrieges), sollte jedem, der noch einigermaßen bei Verstand ist, klar sein.

Entweder leben Leute wie Herr Merz, Herr Pistorius usw. in einem abgehobenen elitären Elfenbeinturm und sie wissen tatsächlich nicht, was sie da tun, oder sie machen es ganz bewusst und gezielt. 

Wer bestreitet, dass Herr Putin bzw. Russland 2022 einen Krieg gegen die Ukraine begonnen hat? Dieser Krieg ist aber nicht vom Himmel gefallen und dauert inzwischen vier Jahre an. In diesen vier Jahren hat es die russische Armee nicht geschafft, die Ukraine flächendeckend zu besiegen bzw. zur Kapitulation zu zwingen. Und dann soll Russland in vier oder fünf Jahren Deutschland bzw. ganz Europa angreifen. Wer glaubt das, es sei denn, man hat tatsächlich hohes Fieber und leidet an Halluzinationen?

Man darf aber auch nicht vergessen, dass diese politischen Entscheidungsträger “demokratisch” gewählt wurden, wenn auch nicht direkt, so doch indirekt. Der amtierende Bundeskanzler Friedrich Merz ist Mitglied einer Partei mit der Chuspe, sich immer noch als “christlich” zu bezeichnen oder wofür steht dieses “C” in “CDU”? Herr Pistorius ist bei einer Partei, in deren Namen das Wort “sozial” enthalten ist (SPD) und deren Funktionäre allen Ernstes immer noch behaupten, in Deutschland die Interessen der arbeitenden Bevölkerung (also von 42,6 Mio. Erwerbstätigen, Stand Oktober 2025) und rund drei Mio. offiziell registrierten Arbeitslosen zu vertreten. Für Rentnerinnen/Rentner, die sich bei den Tafeln anstellen, und die Obdachlosen interessiert sich in diesem “demokratischen und sozialen Bundesstaat” (Artikel 20, Abs. 1 des Grundgesetzes von 1949) ohnehin fast niemand mehr.

Haben die oben genannten Herrschaften, die “Qualitäts-“Journalisten der sogenannten Mainstream-Medien und die Wählerinnen/Wähler in diesem unserem “demokratischen” Lande schon wieder vergessen, wer 1941 Russland überfallen hat? Das war Deutschland bzw. das (“Groß-“)Deutsche Reich nachdem bei den vorletzten Reichstagswahlen am 5. März 1933 rund 17,3 Millionen deutsche Wählerinnen/Wähler bzw. 43,9 Prozent ihren eigenen Diktator und “größten Feldherrn aller Zeiten” gewählt hatten.

Was haben die Deutschen aus den letzten beiden Weltkriegen (1914 bis 1918 und 1939 bis 1945), den vielen Toten, Verwundeten, Kriegsversehrten, Witwen, Witwern, Waisen und den riesigen Trümmerhaufen**) am Ende des Zweiten Weltkrieges gelernt? Wie man den dritten Weltkrieg vorbereitet?

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Schmiedel

*) Damen sehe ich im Vordergrund des Fotos keine, was aber, wenn man den Namen Strack-Zimmermann kennt, bekanntlich nicht ausschließt, dass es in Deutschland auch “kriegsbereite” Frauen und “kriegsbereite” Diverse gibt.

**) Jährlich werden in ganz Deutschland immer noch rund 5.000 Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Erst vor wenigen Tagen am 11. März 2026 (= 80 Jahre nach dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkrieges) wurde in Dresden eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe entschärft, die damals nicht explodiert ist.


4. Leserbrief

Guten Tag,

wäre es nicht so bitter Ernst, würde sich die Abbildung vortrefflich als Comicvorlage eignen.

Die Darsteller geben ihr bestes dazu. Nein, einfach zu Ernst, nennen wir sie einfach friedenspolitische Platzpatronen. Ihnen fehlen nur noch die Hauptdarsteller in ihren irrsinnigen Kriegsvorbereitungen und Kriegsspielen.

Die Bevölkerung soll diese Rolle, dann spätestens in der Endphase übernehmen. Wissen oder realistisch wahrnehmen möchte es bisher der überwiegende Teil der Menschen nicht. Die Konsequenzen dieser verheerenden, aggressiven Politik ohne ersthafte Diplomatie sind nicht spürbar. Alles gedeckelt durch Unsummen von Schulden. Den Rest übernehmen dann die pupliken Medien durch eine verdrehte, manipulative, auslassende, propandistische Berichterstattung und Dauergehirnwäsche.

An die vorgesehenen Hauptdarsteller gerichtet heißt es, höchste Zeit aufzuwachen und klare Zeichen für den Frieden zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


5. Leserbrief

Grüsse Sie, werte NDS’ler und guter Marcus Klöckner.

Wie gut dass es Sie alle gibt.

In meinem Umfeld interessiert sich keiner für das Problem, ich bin fassungslos und hoffe, dass ich nicht resignieren werde.(…)

Ich hoffe auf die nächsten  Landtagswahlen bei denen die schlechten Politiker  abgewählt werden und somit ein Ende der Regierungskoalitionen auf Landes- und Bundesebene entstehen wird. dadurch können dann endlich Neuwahlen auf Bundesebene stattfinden, falls bis dahin die Demokratie nicht abgeschafft wurde.

Denen traue ich  alles zu, das ist ja an den bevorstehenden  Spannungsfallidee abzulesen. Hoffentlich werden “wir” immer mehr werden, um die bevorstehende Katastrophe noch abwehren zu können …!

J. Juhre


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Ein gigantisches Flugzeug aus Russland, das ganz Europa bedroht – journalistische Verantwortungslosigkeit in der NZZ“

21. März 2026 um 14:00

Vorschau ansehen


In seinem Kommentar untersucht Marcus Klöckner einen als „Analyse“ dargebotenen Artikel der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) mit dem Titel „Im Schatten des Iran-Kriegs: Wie groß ist die Gefahr eines russischen Angriffs auf Europa?“. Das Titelbild stellt ein gigantisches Flugzeug dar, das aus Russland über Europa fliegt und über Teile Europas bedrohliche Schatten wirft. Und „so alarmistisch die Illustration ist, so massiv ist die Schlagseite des Textes selbst“. Es werden weder Einschätzungen von Nachrichtendiensten noch westliche Interessen und deren Ideologien – auch die der NATO – kritisch hinterfragt und eingeordnet. „Beim Leser entsteht der Glauben, wenn es einen handelnden Akteur gibt, von dem Gefahr ausgeht, dann kann das nur Russland sein. Russland agiert, der Westen – völlig unschuldig – reagiert nur auf die Aggression.“ Das ist in den Augen unseres Autors kein Journalismus, sondern Propaganda und „ist aus journalistischer Sicht unverantwortlich“, da in dem untersuchten Artikel „das „Feindbild Russland“ in der Öffentlichkeit gefestigt wird“.
Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Herzlichen Dank für Ihre Zuschriften, zusammengestellt von Ala Goldbrunner.


Leserbrief

Hallo Marcus,

das Schreiende an dem „Gigantisches Flugzeug“-Artikel ist das Foto des Flugzeugs selbst. Es handelt sich um eine 3D-Spielmodellgrafik aus Amerika (Firma Free3D). Es kostet 99 Dollar.

Grüße
Raul


2. Leserbrief

Danke für diesen Artikel zu dem ich folgendes ergänzen möchte und den im Artikel beschriebenen Verdacht erhärte:

Der Artikelaufmacher ist ein bekanntes Propagandamotiv aus WW II und dient ausnahmslos der Kriegsangstbefeuerung.

Die beiden WWII-Karikaturen “Wings over Europe” von 1933, University of Michigan Archive, und von 1940 aus dem Archiv des Evening Standards London, aber auch im Historienstandardwerk von Janusz Piekalkiewicz, Der Zweite Weltkrieg Band 1: 1939-1940, Seite 241.

Letztgenannter polnische Historiker machte die Karikatur dem deutschen Publikum bekannt, da seine Bücher viele hunderttausend Mal verkauft wurden. Dadurch hielt die Karikatur auch Einzug in viele Schulbücher.

Ich hänge beide Graphiken im Anhang an: Graphik 1 aus University of Michigan und Graphik 2 eine Fotographie von mir erstellt.

Die Zielgruppe dieses Propagandastückes der NZZ ist im deutschsprachigen Raum also klar adressiert!

Man sollte daher diese Zeitung weiter unter die Lupe nehmen, da die nächste Stufe die direkte Verteufelung Russlands graphisch ansteht, wie meine mitgesendeten Bilder zeigen.

Interessant ist, dass die NZZ tatsächlich keinen Hehl daraus macht, sich an die britisch-amerikanische Kriegspropaganda des WWII zu orientieren. Bildgebung, Schattenführung, Flugzeugmotiv sind eindeutig aus meinen Karikaturen abzuleiten, somit ist die Absicht der NZZ hier eindeutig belegt, da es kaum möglich ist, mit einem großen Medienarchiv im Rücken diese Karikaturen nicht zu kennen oder sie während der Bildcoupierung im Fotoabgleich sie nicht kennenzulernen!

Mit freundlichen Grüßen, Martin Hoffmann, Augsburg

Bild und Text steht der freien Veröffentlichung zur Verfügung.


3. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

vielen Dank für ihren Hinweis auf die wirklich primitive und jämmerliche Propaganda der NZZ.

Als ich die Collage mit dem vermeintlich russischen Flugzeug gesehen habe musste ich spontan etwas bitter lachen.

Mir ging dabei durch den Kopf, dass die israelischen und US Aggressionen aktuell in der breiten Bevölkerung in Europa eher auf Ablehnung als auf Zustimmung stoßen. Sogar in den Mainstream-Medien hört und liest man immer öfter kritische Töne. Das muss im Ansatz gestoppt werden! Der vermeintliche “Werte-Westen” will die Stimmung des gemeinen Volkes kontrollieren und weiter in die bisher “richtige Denkweise” lenken.

Damit wir Bürger vor lauter Kritik und Unwohl fühlen mit den USA und Israel nicht auf “falsche” Gedanken kommen, wird hier durch die NZZ drastisch und ziemlich plump daran erinnert, wer unser angeblicher “Feind” in Europa ist. Die NZZ war immer schon rechts-konservativ und eine geübte Hetzerin gegen den Osten.

Solange Israel und die USA völkerrechtswidrig andere Länder überfallen und dort die Menschen weiter töten, rechne ich generell mit weiterer antirussischer Propaganda dieser Art durch die Medien.

Nur nicht darüber nachdenken, dass Israel im Gazastreifen anscheinend deutlich mehr Palästinenser getötet hat, als die Russen ukrainische Zivilisten. (siehe statista.com)

Mit den besten Wünschen und Grüßen
Claus Hübner


4. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner

Ich pflichte Ihnen zu Ihrem Artikel zu 100% bei.

Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, was Sie erwarten?

Die NZZ ist nunmehr seit etwa 25 Jahren komplett konservativ und 100% NATO-treu.

Während die Zeitung noch zu meinen Lehr- und Studienzeiten in den 90ern als eher links und neutral berichtend auftrat und vor allem von Akademikern gelesen wurde, hat sich Anfangs des dritten Jahrtausends etwas verändert. Ich denke die Ereignisse um den 11. September könnten damit zusammenhängen wenn es auch ein Trugschluss wäre, dies auf ein einzelnes Event zurückzuführen.

Auf jeden Fall ist das Blatt seit etwa dieser Zeit kaum mehr lesbar und komplett auf NATO-Linie.

Viele meiner langjährigen Freunde haben auch nach und nach aufgehört, sich dies anzutun.

Die Frage bleibt, was tun? Es gibt nach wie vor Hunderttausende die derartige Artikel lesen und die Schlussfolgerungen für bare Münze nehmen. Weil sie in ihr eigenes Weltbild passen, weil Veränderung zu anstrengend wäre, weil sie sich Sorgen machen „was der Nachbar denken könnte“ oder schlicht, weil sie die Zusammenhänge zu wenig verstehen und ein „gehobenes Akademiker-Blatt“ wie die NZZ sicher keine „Falschanalysen“ bringen würde. Dieses Gedankengut transportieren sie dann auch in ihre soziale bubble.

Für Ihre Ausdauer, auf Solchiges aufmerksam zu machen, danke ich Ihnen aber trotzdem.

Mit herzlichen Grüssen
Ein interessierter Leser aus der Schweiz
Marc M., Vitznau


5. Leserbrief

Bei dieser Gelegenheit möchte ich hervorheben, welche großartigen Artikel die Redakteure der NDS, und das meist mehrmals in der Woche, für ihre Leser schreiben. Dazu zähle ich auch die sehr gekonnte und wieder einmal in’s Schwarze getroffene Analyse von Marcus Klöckner dieses Pamphlets der NZZ. Die belegt, auf welches journalistische Niveau eine der renommiertesten deutschsprachigen Zeitungen gesunken ist. Der Ukrainekrieg offenbart in der Neuen Züricher wie auch insbesondere bei der Frankfurter Allgemeinen eine nahezu beispiellose politische Blindheit und Russophobie. Keine Gelegenheit bleibt ungenutzt, um einen Angriff Putins auf Deutschland herbei zu schreiben. Jetzt soll dieser also unmittelbar bevorstehen, weil die USA mit zwei Flugzeugträgern und Luftstreitkräften einen weiteren völkerrechtswidrigen Krieg, diesmal gegen den Iran, führen.

Wer so wenig von den Ursachen des Krieges in der Ukraine verstanden hat und seinen Frontverlauf seit 2022 völlig unberücksichtigt lässt, der ist für mich entweder Scharlatan oder Propagandist. Beider Art trägt er zu unserer grotesken Aufrüstung und Kriegstreiberei bei und setzt die westliche Politik der Ausgrenzung Russlands fort. In diesen Tagen erscheint der neue Bericht “Annual Threat Assessment of the U.S. Intelligence Community“ [Anm. A.G.: Bericht der Jährliche Anhörung des US-Senatsausschusse über die weltweite Bedrohungsbewertung der US-Geheimdienst-Community.] Es ist nicht zu erwarten, dass er sich von den beiden Vorjahren unterscheidet, in dem die für die Sicherheitspolitik der USA maßgeblichen Berichte jeweils zum Ergebnis gekommen waren, dass ein Angriff Russlands auf die NATO in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sei.

Besten Gruß
L. Salomons


6. Leserbrief

Guten Tag,

nennen wir es einfach, eine weitere schwachmatige Leistung des genannten Mediums.

Schon der Aufmacher, mit dem gigantischen Fantasieflugzeug, dass sich in Teilen bereits über Osteuropa befindet und sich in Richtung der Hochburg, der selbsternannten ,,Guten” bewegt, ist Nonsens und stellt die Qualitäten der verantwortlichen Redaktion, sowie des schreibenden Journalisten doch sehr, sehr in Frage. Gebetsmühlenartig wird wieder die Angst vor Russland vorangetrieben, dass den ,,Werte-Westen“ auf vielfältige Art bedroht.

Welche Werte sind denn hier eigentlich gemeint, die Aufrechterhaltung und das weitere Schüren des Ukrainekrieges, durch indirekte und direkte militärische Unterstützung, auf dem Rücken von hunderttausenden Toten, verstümmelten, unsäglichem, menschlichen Leid und Zerstörung? Die Doppelmoral in den Angriffs und Vernichtungskriegen in Gaza, Venezuela und jetzt im Irankonflikt? Nein, mit den Richtlinien eines guten Journalismus, hat dieser Artikel rein gar nichts gemein. Auch dieses Schriftstück kann man getrost, noch wohlmeinend, als journalistische Fehlleistung in der blauen Tonne versenken.

Und die Moral von der Geschicht:‘ ärgere dich einfach über diesen Unsinn nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Inkonsequente Geheimdienstkritik

20. März 2026 um 15:05

Vorschau ansehen

Der Film „Gelbe Briefe“ ist nicht nur eine Geschichte staatlicher Repression.  Er ist auch eine Kritik am widersprüchlichen Verhalten vieler Linksliberaler. Rechte sind für den starken Staat, aber auch manche Linke und Linksliberale haben sich eigentlich schon längst mit dem Verfassungsschutz zumindest arrangiert, der zum Garanten der Demokratie wurde.

Der Beitrag Inkonsequente Geheimdienstkritik erschien zuerst auf .

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Wenn die Argumente fehlen, bleibt nur der Rückzug – Süddeutsche Zeitung streicht auf der Plattform „X“ die Segel“

19. März 2026 um 15:50

Vorschau ansehen


Als einst seriöses Vorzeigeblatt der Nation wendet sich die Süddeutsche Zeitung (SZ) seit Jahren einem „Journalismus [zu], der zumindest im politischen Bereich oftmals kaum noch zu ertragen ist“. Stichwort: Die SZ fordert während der Coronazeit eine härtere Gangart gegen Maßnahmenkritiker; sie leistet mangelnde Berichterstattung über folgenschwere Bilderberg-Konferenzen; sie ist Speerspitze der „Kriegsertüchtigung“ usw. In Folge hagelt es Kritik auf Tweets der SZ auf X. Und wie reagiert der „publizistische Leuchtturm der Demokratie“ darauf? Der SZ fehlen offenbar Argumente, Rückgrat oder Sachverstand: Wie eine „beleidigte Leberwurst“ zieht sie sich vom Portal X bis auf weiteres zurück, öffentlicher Dialog sieht anders aus. Marcus Klöckner meint, „die SZ scheitert nicht am „bösen“ Außen – sie scheitert an sich selbst und ihrem eigenen Diskussionsverständnis. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Herzlichen Dank für Ihre Zuschriften, zusammengestellt von Ala Goldbrunner.


1. Leserbrief

Liebes Team, Lieber Herr Klöckner,

die Süddeutsche sucht schon seit langem keinen Dialog mehr.

Ich wurde vor Jahren wegen angeblicher Verstöße gegen die „Netiquette“ gesperrt. Für mich kein Verlust, da die SZ nicht dialogfähig ist.

Und zu Ihrem Artikel hat M.L. Grok befragt.

Korrekterweise weist Grok darauf hin, dass zu einem Dialog mindestens eine Replik des Gegenüber gehört.

Bei der SZ: Fehlanzeige.

x.com/heisenbergs696/status/2031341850204782760

Hier der Screenshot:

Schönen Gruß und weiter so!
Ingo Hofmann


2. Leserbrief

Erst wurden bei vielen Zeitungen die Kommentarspalten der Online-Ausgaben geschlossen, weil sich angeblich die Leser nicht mehr zu benehmen wissen, nun zieht man sich aus den sozialen Medien zurück. Die Zeitungs- oder besser gesagt Meinungsproduzenten im Staatsauftrag sind nicht nur beleidigt, sie werden nicht mehr ernst genommen und das ist für Journalisten viel schlimmer als Drohbriefe an die Redaktion. Der Familie Schaub ist und war es egal, was die Leser ihrer Gazetten über sie denken. Wichtig ist nur, dass die Zahl der Abonnenten nicht weiter abnimmt und die Anzeigenkunden nicht davon laufen.

Die Aufgabe einer Zeitung sollte sich auf die Bekanntgabe von Ereignissen, deren objektive Schilderung und dem Leitartikel beschränken, der einen Kommentar einer kompetenten Person enthält. Dieser Kommentar darf die persönliche Meinung des Autors wiedergeben. Im Feuilleton darf dem Leser auch eine persönliche Theater- oder Konzertkritik und die Rezension eines Buches zugemutet werden. Der dazugehörende Anzeigenteil vervollständigt eine gute Zeitung. Das ist alles. In den Reaktionen wird die falsche Frage seit etlichen Jahren gestellt. Man fragt sich, was muss der Leser wissen, damit das erwünschte Weltbild kein Risse bekommt, sondern ungehindert mit seinem Glanz das Volk begeistert? Die Frage muss in Wirklichkeit lauten: Wie erfüllen wir unsere Verpflichtung den Lesern umfassende Informationen aus verschiedenen Blickwinkeln zukommen zu lassen, damit sie sich eine eigene Meinung bilden können, um entsprechend zu handeln?

Meine Kolleginnen und Kollegen haben sich selbst erhoben über das gemeine Volk, in dem sie die „Spiegel – Arroganz“ nachahmten und in wichtigtuerischer Art dem Leser die „Welt erklären“ wollen. Das ist nicht nur peinlich, wenn durch unpassende lateinische Zitate oder falsche Fremdwörter die Unbildung des Schreibers enttarnt wird, sondern zeugt im ständigen Wiederholen von ausgelatschten Redensarten, abgegriffenen Vergleichen und schlechtem Deutsch körperliches Unwohlsein beim Leser. Mir ist es fäkaläquivalent, was mir ein Kommentator, der zuvor bei einem Gossenblatt arbeitete, nun gewichtiges vom Hofe des Bundeskanzlers berichtet. Schon die Schlagzeilen sind hinreißend: „Warum wir die Steuerreform gerade jetzt brauchen“, Wie kam es zum Schenkelklopfer von Trump bei unserem Kanzler?“ Die Krönung sind dann die Rundfunkjournalisten. Herr M., Moderator im Deutschlandfunk, zischt, als ob er den Bösewicht im Radiokrimi gibt und dem Opfer die Pistole an den Kopf setzt, wenn er einen unwichtigen Vertreter der Linken interviewt. Die Abscheu gegenüber diesem „Gesindel“ muss hörbar sein. Die Moderatorin vom WDR 3 bedankt sich bei dem Korrespondenten in Warschau, der von dort aus über die Ereignisse in Kiew aus nächster Nähe spricht: „Vielen Dank, dass Sie das einmal für uns richtig eingeordnet haben.“ Bei diesen Dampfplauderern fehlt die Ehrlichkeit zu sagen: „Danke für den Bericht, der mir am Gesäß vorbei geht, weil mir Politik egal und mir sowieso das alles viel zu hoch ist.“ Die deutsche Ständegesellschaft hat die Schicht der Medienfuzzis hervorgebracht. Sie werden von den Mächtigen bezahlt, dass sie sich zu den Oberlehrern der Nation aufschwingen und papageienhaft die ihnen vorgegebenen Meinungen nachplappern. Sie sind Treibriemen in der „schönen Maschine“, die den Kapitalismus am Laufen erhält und das Volk mittels der unsichtbaren Hand der Medien in die gewünschte Richtung zwingt.

Diese Papageien wollen wie alle Kreaturen eine Belohnung, wenn sie ihre Sache gut machen. Die finden sie in sozialen Medien natürlich nicht. Sollten diese Vögel so naiv sein und glauben, dass viele „likes“ die echten Körner ersetzen könnten? Bei manchen dieser Zeitgenossen möchte man dagegen gern glauben, dass sie etwas zu viele Körner genossen haben.

Stephan Ebers


3. Leserbrief

Sehr geehrte Leserbriefredaktion, sehr geehrter Herr Klöckner,

der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Jürgen Roth nannte die SZ einmal sehr treffend “die Tageszeitung aus München für betreutes Als-ob-Denken und Bevormundung”. Das stand vor Jahren in der ‘jungen Welt’, schöner kann man es kaum sagen. Allein Ihre jetzt aufgeführten Zitate aus der SZ zeigen, dass die SZ-Redaktion alles tat und tut, um dieser Charakterisierung gerecht zu werden. Ich lese die SZ schon seit über zehn Jahren nicht mehr. Gut, dass es die NachDenkSeiten gibt, bitte weiter so!

Freundliche Grüße
Emmo Frey


4. Leserbrief

Fakten, statt Geschimpfe !

Statt über die süddt. Zeitung zu meckern, listen Sie doch Positionen (Meinungen) auf, die dort vertreten werden.

Noch besser; listen Sie Falschmeldungen, falsche Berichte auf und enttarnen Sie diese.

Schreiben Sie über die Leute dort und ihre Verhaberung

und die Leute im Hintergrund, die Eigentümer.

GCL


5. Leserbrief

Marcus Klöckner konstatiert:

“Bei einer Auseinandersetzung mit der SZ darf beachtet werden: Der „Ressortleiter Politik“, Stefan Kornelius, wechselte von der Zeitung zur Politik und übernahm 2025 als Chef das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.”

Nun denn, das ist letztlich nichts anderes als “eine Hand wäscht die andere”. SZ & Co  sind in den Niederungen angekommen in denen sie dann leichten Sinnes propagieren:  “Mehr Diktatur wagen”. Da sich diesem Diktat viele Menschen verweigern,  zerschellt die SZ an ihrem diktatorischen Anspruch, verdreht das ins Gegenteil und  versteckt ihn im Vorwurf vom fehlenden „konstruktiven öffentlichen Dialog“.

Doch wer weiß, vielleicht geht nun die  SZ-Redaktion in Klausur und befragt sich nach dem eigenen Zutun fehlender konstruktiver Debattenkultur?!

Darüber hinaus  “könnten wir auch ganz pauschal in Frage stellen, ob öffentliche Debatten überhaupt irgendeinen positiven Wert für uns haben? Ob sie überhaupt etwas Nützliches für uns leisten? (…)

L.G.
Ute Plass


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Nicht auf dem neuesten Stand“

16. März 2026 um 14:30

Vorschau ansehen


Obwohl in Amerika bereits in der öffentlichen Debatte über die wahren Gründe für den völkerrechtswidrigen Angriff seitens Israel und USA auf den Iran diskutiert wird und ursprüngliche Kriegsbegründungen inzwischen relativiert werden, werden deutsche Regierungsvertreter nicht müde, unkritisch US-amerikanische Narrative zu übernehmen und diese „Halbwahrheiten (wenn nicht gar Lügen) und sich selbst widersprechende Aussagen mit dem Brustton der Überzeugung gegenüber Journalisten und der eigenen Bevölkerung zu wiederholen“. Maike Gosch führt dafür in ihrem Kommentar zahlreiche Beispiele an. Unsere Autorin vermutet, dass deutsche Politiker wie Friedrich Merz oder Anton Hofreiter ihre „Analysen auf die eigene Propaganda“ stützen, was eine „realistische Einschätzung der Situation“ unmöglich macht. Obendrein werden überprüfbare Fakten – auch aus dem Ausland – nicht herangezogen, es fehlt jegliche Skepsis gegenüber den US-Verbündeten. Dadurch entsteht ein „Informationsgefälle“, das ihr nur noch „peinlich“ ist. Sie empfiehlt daher deutschen Politikern, erst „ihre Hausaufgaben [zu] machen“, sich zu informieren „und dann an der Debatte“ teilzunehmen. Wir danken für die interessanten Leserbriefe, die Ala Goldbrunner für Sie zusammengestellt hat.

Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten.

1. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch,

an Ihrem Artikel ist nur eine einzige Sache zu kritisieren: „intellektuell nicht satisfaktionsfähig“ hätte die Überschrift sein sollen.

Mit herzlichen Grüßen

D.S.


2. Leserbrief

Wenn man Friedrich Merz oder Anton Hofreiter zuhört, entsteht manchmal ein merkwürdiger Eindruck: als hätte man versehentlich eine politische Sendung aus einer anderen Medienzeit eingeschaltet. Die Welt wird erklärt, Bedrohungen werden benannt, Gewissheiten vorgetragen – nur passt das alles erstaunlich schlecht zu dem, was außerhalb der politischen Kommunikationsblasen längst diskutiert wird.

Der Kommentar von Maike Gosch beschreibt genau diesen Moment. Politiker sprechen mit großer Gewissheit über den Iran, über angebliche Atomprogramme oder über die Stimmung der iranischen Bevölkerung – und gleichzeitig kursieren längst andere Informationen, andere Analysen, andere Einschätzungen. Nicht irgendwo im dunklen Netz, sondern öffentlich, international und für jeden nachlesbar.

Das ist nicht unbedingt Propaganda. Und es ist auch nicht einfach schlechte Recherche. Es ist eher ein Zusammenstoß zweier Wirklichkeiten. Auf der einen Seite das politische System mit seinen vertrauten Ritualen: Briefings, Lageberichte, abgestimmte Sprachregelungen. Informationen wandern durch Ministerien, Ausschüsse und Kommunikationsstäbe, werden gefiltert, sortiert und am Ende in eine Form gebracht, die politisch brauchbar ist. Auf der anderen Seite eine Öffentlichkeit, die längst in einer anderen Informationswelt lebt. Satellitenbilder, internationale Medien, offene Daten, unabhängige Analysen – alles zirkuliert global und in Echtzeit. Wer will, kann vergleichen. Wer will, kann prüfen. Wer will, kann feststellen, wenn etwas nicht zusammenpasst.
Früher hatten politische Eliten ein ziemlich komfortables Privileg: Sie konnten erklären, wie Ereignisse zu verstehen sind. Regierungen sagten, was passiert war – und die Öffentlichkeit diskutierte darüber. Heute ist dieses Privileg verschwunden.

Das Internet hat das Deutungsmonopol der Politik schlicht abgeschafft. Natürlich gefällt das Regierungen, Ministerien und ihren Kommunikationsabteilungen nicht besonders. Also versucht man, die alte Ordnung irgendwie zu retten. Man erfindet neue Begriffe, spricht über „Narrative“, warnt vor „Desinformation“ und erklärt vorsichtshalber gleich mit, welche Informationen als seriös gelten dürfen und welche nicht.
Das Problem ist nur: Die Öffentlichkeit spielt dieses Spiel immer seltener mit. Denn Demokratien leben von einem Versprechen – Transparenz. Wenn politische Systeme dieses Versprechen nicht überzeugend einlösen, entsteht Transparenz eben anderswo. In digitalen Netzwerken, in investigativen Communities, in einer Öffentlichkeit, die nicht mehr bereit ist, politische Wirklichkeit einfach zu übernehmen. Das führt zu einer ziemlich unbequemen Situation für die Politik. Früher konnte sie erklären, was Realität ist.
Heute kann jeder nachsehen. Und manchmal stellt sich dabei heraus, dass der Regierungssprecher nicht der bestinformierte Mensch im Raum ist.
Sondern der Letzte, der merkt, dass seine Version der Wirklichkeit längst überholt ist

Volker Neu


3. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Maike Gosch,

Ihr Eindruck (s. Betreff bzw. Thema) ist schon lange auch meiner. Sie sprechen oder schreiben von einem „Informationsgefälle“. Ich würde es eher als Informationsnotstand bezeichnen. Dass manche (Ex-)Politiker keine Ahnung von der aktuellen Wirklichkeit haben, bemerke ich schon seit langem. Und inzwischen glaube ich, dass sie wirklich nichts wissen. Das soll keine Entschuldigung für sie sein, eher das Gegenteil. Dass Michael von der Schulenburg mit Harald Kujat einen offenen Brief an Frau Kallas geschrieben haben, macht vorerst die Existenzprobleme für Herrn Jaques Baud nicht geringer. Den kennen aber laut Herrn Hannes Hofbauer auch sog. Publizisten kaum.
Deshalb ist Ihre Arbeit und jene der NDS sehr wichtig.

Mit besten Grüßen
R. Winkler


4. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch

Es kann vielleicht schon sein, wie Sie schreiben, dass unsere Politiker einschließlich unserer Regierung nicht immer den vollen Überblick und Durchblick haben und dass Otto-Normalverbraucher gelegentlich Dinge “weiß”, die diesen Damen und Herren (noch) nicht bekannt sind. Aber dass Sie vorrangig allzu oft der eigenen westlichen Propaganda auf den Leim gehen sollen, muss man wohl so verstehen, dass sie diese nicht nur in die Welt setzen und ihr hinterherlaufen, sondern dass sie intrinsisch, wie auch immer motiviert, von ihr durchdrungen sind. Inwiefern sie dabei die Realität angelehnt an ihre Interessen und Weltbilder bewusst oder unbewusst ausblenden bzw. verdrehen bzw. inwieweit sie einfach in ihrem sozialen Kontext auch nicht anders können, wenn sie noch länger dazu gehören wollen, kann man wohl nur im Einzelfall beurteilen und das ist dann auch nicht mal ganz einfach, auch wenn es zumindest ansatzweise verallgemeinerungsfähige Perspektiven geben mag.

Fritz Gerhard


5. Leserbrief

Sehr geehrte Frau Gosch,
wie könnte den unsere Regierung auf dem “neuesten Stand” sein, ist sie doch nicht einmal auf dem Stand von 1953, als mit dem gemeinsamen Putsch der USA und GB der demokratisch gewählte Ministerpräsident Mosadegh Persiens aus dem Amt entfernt und durch den Shah Reza Palevi ersetzt worden war.

Dass dieser nicht unbedingt ein Verfechter der Menschenrechte für seine Untertanen gewesen war, hatten bei seinem Berlinbesuch die Truppe der “Jubelperser” den gegen den Besuch demonstrierenden deutschen Bürgern mit Dachlatten deutlich gemacht. So gesehen wurde die Tyrannei des Shah durch die Tyrannei des Klerus fortgeführt. Und soll wohl durch seinen Sohn mit Netanjahus und Trumps “Hilfe” einen Neuanfang erfahren!?

Mit freundlichen Grüßen
Günter Steinke


6. Leserbrief

Frau Gosch,

Sie legen den Finger in eine klaffende Wunde der meisten westlichen Gesellschaften, in besonderem Maße allerdings leider der deutschen, die seit vielen Jahren immer prekärer wird: beträchtliche Kreise von einflußreichen Personen (Politiker, “Experten”, Journalisten) zeigen mehr und mehr ein Verhalten, das man als Verweigerung der Realität bezeichnen muß. Und das Problematische daran ist, daß sie sehr wahrscheinlich auch danach handeln. Eine Realität, in der Schulden zum Sondervermögen werden usw. Daher all die Abstrusität, die Hysterie, die zunehmende Hinwendung zum Autoritären und insbesondere auch der offenkundige Gegensatz zu den selbst definierten Werten und Prinzipien.

Exkurs: jenes Ungewohnte und Erschütternde an der Rede des kanadischen Premiers Carney auf dem WEF war ja vor allem ihr Realitätssinn. Er hat eigentlich nichts Neues gesagt oder Überraschendes, für niemanden, er hat einfach erkennbar aus der Realität gesprochen, d.h. so, wie es “normalerweise” niemand tut, der noch bei Trost ist, so weit ist es gekommen.

Es wäre nun eine wichtige und verdienstvolle Aufgabe der Presse, diese Diskrepanz mit der Realität aufzuzeigen und letztendlich in Interviews u.ä. auch Personen und Gruppierungen damit zu konfrontieren, das wäre ausdrücklich ihre Kontrollfunktion. Das ist aber eben leider nur noch selten der Fall, u.a. weil bereits die erste Antwort eine Diffamierung sein wird, ein Rechts-Vorwurf und ein Verfahren wegen Beleidigung o.ä.

Ich behaupte, diese Sache ist mit dem bundespolitisch aktiven Pool von vielleicht 1000 Personen, die ihre Karrieren allesamt im Bewusstsein des Sieges im Kalten Krieg und deshalb auch in völlig selbstverständlicher moralischer Überlegenheit aufgebaut haben, nicht mehr zu lösen. Und in Brüssel geht’s weiter, man denke an diese merkwürdige Frau Kallas …
Diese Leute sind in ihrer Vorstellungswelt gefangen, sie stützen sich darin gegenseitig, und dieses System ist am Ende unentrinnbar, jedenfalls solange man Gesicht und Pfründe behalten will. Es wird mindestens eine Dekade dauern, wahrscheinlich zwei oder noch länger, bis von unten ein neues Bewußtsein nachwachsen kann. Und ob dieses tatsächlich nachwächst, ist noch eine andere Frage, u.a. nämlich eine Bildungsfrage.

T.M.


7. Leserbrief

Hallo Frau Gosch,

bereits wenige Tage nach der Bombardierung der Schule im iranischen Minab, wobei ca. 160 Kinder starben, veröffentlichte AL JAZEERA einen Bericht, dass dieser Angriff bewusst von Israel oder den USA herbeigeführt wurde. Die Schule wurde bereits 2013 aus dem ehemaligen Militärgelände ausgelöst, klar erkennbar auf den Satelliten-Bildern vor und nach 2013, da die Schule keine umgebende Mauer mehr hatte und außerdem auch 2 freie Zufahrten zu 2 Straßen. In der Mitte des Geländes, auf dem sich auch die Schule befindet, liegt ein Krankenhaus, was wesentlich später (ca. 2016) erbaut wurde. Das wurde aber nicht bombardiert. Also müssen doch die Angriffsplaner Pläne (Satellitenbilder) von 2016 oder später gehabt haben, wenn sie wußten, daß dort ein Krankenhaus ist. Das weiter links vom Krankenhaus liegende Militärgebäude, auf demselben Grundstück, wurde bombardiert.

In dem Zusammenhang vielleicht wichtig, daß in der Schule viele Kinder von Militärangehörigen unterrichtet wurden. Ein Schelm der Böses dabei denkt!?
Ebenfalls keiner Meldung in unseren Medien wert: die Torpedierung eines iranischen Kriegsschiffs durch ein US U-Boot, obwohl das iranische Kriegsschiff komplett unbewaffnet war.
Das iranische Kriegsschiff war zu einem Besuch mit Flottenparade in Indien und war auf der Heimfahrt. Bei Militärparaden oder Flottenparaden ist es generell üblich unbewaffnet an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Genau dies wird auch von Indien und Sri Lanka bestätigt: sowohl das
iranischen Kriegsschiff, als auch dessen Versorger waren unbewaffnet.
Auch wenn der US Verteidigungsminister Hegseth das Video der Torpedierung geil findet, ca. 100 tote Iraner auf einem unbewaffneten Schiff im internationalen Gewässer, erinnert mich ehr an die deutsche Kriegsmarine unter Dönitz. Aber Prisenordnung [Anm. A. G.: siehe hierzu https://de.wikipedia.org/wiki/Prisenordnung] und Völkerrecht kümmern ja Trump und seine Schergen schon lange nicht mehr. Die versenkten Boote vor Venezuela passen da ins Schema.
Man kann nur hoffen, daß es in Zukunft ein Kriegsgericht – ähnlich Nürnberg 1946 – gibt, wo alle diese Typen wie Trump, Netanjahu, Hegseth zur Verantwortung gezogen werden.
In Deutschland erfährt man von all diesen Hintergründen nichts. (…) die deutsche Bevölkerung (soll) nur so viel wissen, wie zur Kriegstüchtigkeit und Fortführung des Krieges notwendig sind.
Das nannte und nennt sich Gleichschaltung aller Medien.

Mit freundlichem Gruß
M. Vogel


8. Leserbrief

Guten Tag,
wenn man es selbst nicht kann, wie freundlich ausgedrückt, auf dem neusten Stand sein, sollte man als Bundeskanzler in Fragen von Krieg und Frieden, wenigstens richtige Experten in seinem Stab haben. Realistisch gesehen und an ihrem Tun gemessen, ist wirklich allen Ernstes anzunehmen, dass die Verantwortlichen auf allen Ebenen es einfach nicht mehr können. Nein, sie können es nicht, leisten nur Vasallentreue, verlassen sich auf wen auch immer und vertreten dabei nicht die Interessen unseres Landes.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


9. Leserbrief

Realistische Feststellung von Maike Gosch:

“Ich glaube Herrn Hofreiter sogar, dass er diese Informationen wirklich glaubt und, ebenso wie im Fall der Ukraine, aus echter Empathie mit den Menschen vor Ort handelt und entscheidet, aber wie kann man als gestandener und erfahrener Politiker so unkritisch gegenüber dem massiven Propaganda-Apparat des Westens sein?”

Das gilt sicher nicht nur für Herrn Hofreiter.

Allerdings sind auch wir BürgerInnen nicht auf dem neuesten Stand in Bezug auf das, was Politik ausmacht.

Wenn wir also mit der Politik unserer Berufspolitiker unzufrieden sind, sollten wir nicht auf die Berufspolitiker schimpfen, sondern uns an die Verbesserung der Verfahren machen, mit denen wir den Bürgerwillen klären.

https://wyriwif.wordpress.com/2018/07/27/berufspolitiker-als-dienstleister-an-den-buergern/

Friedenstüchtige Grüße

Ute Plass


10. Leserbrief

Moin,

“Bündnis-(Vasallen-)Treue in allen Ehren, aber das ist langsam nur noch peinlich.”

“Vasallentreue” trifft es ganz gut. Im Alltag würde man so jemanden einen “Schleimer” oder “A…kriecher” nennen. Faktisch könnte man es “Nibelungentreue” nennen: ausgerechnet ein deutscher Reichskanzler, Bernhard von Bülow (1849-1929), schwor in seiner Reichstagsrede 1909 während der Bosnienkrise eine “unbedingte Bündnistreue” mit Österreich-Ungarn, und gebrauchte dafür das Wort “Nibelungentreue”.

Was den Iran-Krieg angeht: Quellen besagen, daß der Iran einen Tag vor der Bombardierung unbedingte Zustimmung für die Inspizierung seines Atomprogramms erlaubte, um der Welt zu zeigen: “Wir bauen keine Atombombe, sondern wollen nur Kernreaktoren haben.” Dies hätte jedoch die geopolitischen Pläne der USA & Israels komplett zerstört. Man fing sogar schon etwas früher an zu bombardieren, damit man Ayatollah Chomenei noch mit ausschalten kann (wenn ich in Deutschland als normaler Bürger solche Gedanken auch nur hege, komme ich dafür ins Gefängnis).

Man könnte meinen, den USA geht ihr Allerwertester auf Grundeis. Sie sind maßgeblich an einem Krieg beteiligt, der die gesamte (oder doch “nur” den von ihnen dominierten Teil?) Weltwirtschaft in eine tiefe Krise stürzt. Selbstverständlich wird auch hier wieder fleißig Asche in den Börsen-Wettbüros gemacht, die weder besteuert werden noch einer Glücksspiellizenz unterliegen; wozu auch? Ein bißchen Insiderhandel, und man kann richtig fetten Reibach machen. Daß irgendwo anders ein paar tausend Körper in Stücke gefetzt werden, liegt ja weit weg. Wenn man sich die Weltpolitik der letzten paar hundert Jahre anschaut, dann sind menschliche Opfer bei gleichzeitig satten Gewinnen schon immer eine Strategie der Mächtigen gewesen, sei es durch Kriege oder “medizinische Maßnahmen”. Während “Corona” haben wir es live miterleben können: Geld für leere Betten, richtig geile Entlohnung für “Impf”-Ärzte, Milliarden für “Masken-Deals”, und vergessen wir nicht die exorbitanten Gewinne von Pfizer & BioNtech, wovon letztere sogar eine städtische Kommune durch ihre Unternehmenssteuer schuldenfrei machen konnten.

Als man während “Corona” Unwissenheit als mögliche Begründung anführte, um selbst als das unschuldige Opfer dazustehen, daß ja “leider, leider” totalitäre Maßnahmen “zum Schutze aller” politisch auskippen mußte: nein, mit Sicherheit ist das keine Unwissenheit, sondern nur eine geheuchelte, und zwar so gut, daß mir heute noch davon schlecht wird.

Die Professoren Bhakdi & Wodarg haben SEHR früh öffentlich zu warnen versucht; dafür hat man sie diskreditiert und in die antisemitische Ecke gestellt. Das ist Vorsatz.

Wie viel Steuergeld verschwendet die Bundesregierung doch gleich für teure Berater? Und haben sie nicht etliche Geheimdienste, die täglich mit Informationsbeschaffung beschäftigt sind?

Nein, das Argument zieht nicht.

Mein Wohlwollen gegenüber einer Bundesregierung, die Impfzwänge erläßt (…), ist vorbei. (…). Und gerade Spitzenpolitiker wie der Bundeskanzler MÜSSEN über alles informiert sein: wie sollen sie sonst “Schaden vom deutschen Volke” abwenden können? Sie wissen genau, was sie tun, und sie tun es leidenschaftlich, weil sie keine Konsequenzen zu befürchten haben. (…) Sie waren doch alle, weltweit, involviert. Und der “Wertewesten” hält zusammen wie die “Ocean’s”: eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Daß sie das eigene Volk dabei für dumm verkaufen, ist nicht nur ein Kollateralschaden, sondern sie wissen, daß es naive Geister gibt, die ihnen den Unsinn tatsächlich abkaufen. Und schon spaltet sich die Gesellschaft munter weiter, während man ohne nennenswerte Widerstände weiter gegen das Volk regieren kann…

Quod erat demonstrandum.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Schauberger

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Demos gegen Wehrpflicht: 20 Euro Verwarngeld gegen Schüler in Stuttgart – Wo ist das Rückgrat der Schulen?“

16. März 2026 um 13:15

Vorschau ansehen


Die Politik richtet Deutschland auf Kriegstüchtigkeit aus – im Zuge dessen greift die „Hand des Staates“ auch nach jungen Staatsbürgern in Form des neuen Wehrdienstes. Und die lehnen sich dagegen auf, dass über ihre Köpfe hinweg über ihre Zukunft entschieden wird: Am 5. März 2026 fand bundesweit der 2. Schulstreik gegen die Wehrpflicht statt. 14 Schüler eines Stuttgarter Gymnasiums wurden mit einem Verwarngeld von 20 Euro belegt, weil sie an den Demonstrationen teilnahmen und somit unerlaubt beim Schulunterricht abwesend waren. Marcus Klöckner kritisiert das Vorgehen der Schulleitung in seinem Kommentar scharf. Lehrer und Rektorat verstoßen hier gegen das eigene Leitbild der Schule, „Schülerinnen und Schüler bei ihrer fachlichen, persönlichen und sozialen Entwicklung auch im Hinblick auf ihre Zukunft“ zu unterstützen, sie fallen ihnen sogar mit der Androhung „scharfer Konsequenzen“ in den Rücken. Aus Sicht unseres Autors sollten sie die Sorgen ihrer Schüler ernst nehmen und sie in ihrem berechtigten Protest gegen die Wehrpflicht unterstützen. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Herzlichen Dank für Ihre Zuschriften, zusammengestellt von Ala Goldbrunner.

1. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

auch wenn ich mit vielem im Artikel konform gehe – einiges ruft doch meinen Widerspruch hervor.
Dass die Schulleiter im Lande kein Rückgrat haben, das ist hinlänglich bekannt. Warum das so ist, hingegen weniger. Viel mehr als früher stehen Schulleiter heute als Vorgesetzte und Verantwortliche in der Pflicht, der primus inter pares unter den Lehrern ist nicht mehr gewünscht. Gleichzeitig sorgen die Ausschreibungen für Beförderungsstellen im Allgemeinen und das System der Schulleiterauswahl im Besonderen zumindest in meinem Bundesland dafür, dass nicht der Beste, sondern der Angepassteste die größten Chancen hat. Anschließend verwalten die frisch gekürten Oberstudiendirektoren den staatlich gewünschten Mangel und geben dafür ihr Gesicht her – wer da kein extrem dickes Fell und besonderes Selbstbewusstsein hat, steht auf verlorenem Posten, denn Schulen sind immer unterausgestattet und stehen jetzt ja auch im „Wettbewerb“ um die „besten“ (heißt: unproblematischsten) Schüler, von denen es gefühlt jedes Jahr weniger gibt. Die Rückendeckung (finanziell und administrativ) des Schulträgers und der Bezirksregierung kann man sich da nicht verscherzen, sonst ballen sich bald an der eigenen Schule die Probleme.

Das darüber hinaus viele (oder gar die meisten) von uns Lehrern nicht ins Beamtenverhältnis eingetreten sind, weil Freiheit uns wichtiger erschien als Sicherheit, kommt da noch hinzu. Das war nie anders – man denke nur an die drei Berufsgruppen mit der größten NSDAP Durchseuchung: Juristen, Ärzte, Lehrer … – und wird auch vermutlich nie anders sein. Rückgrat ist, wie jede Lehrerkonferenz es aufs neue zeigt, nicht unsere Stärke. Im schwarzgrünen (oder jetzt grünschwarzen) Ländle ist dazu mit Sicherheit der Durchschnitt der Lehrer, die von tiefschwarzem Russenhass erfüllt sind, noch größer als woanders, mithin wohl auch der Wunsch nach deutscher Wiederermannung im militärischen Sinne, ich würde also davon ausgehen, dass Rückgrat hier gar nicht das Problem ist, sondern, wie schon bei Corona, weite Teile der Kollegien und Schulleiterschaft die polit-medial verbreitete Meinung vollumfänglich teilen. Soweit die Kritik daher gegen das schulleiterliche und politische Brustgetrommel und die „Haltung“ geht, gehe ich d’accord.

Womit ich grundsätzlich nicht einverstanden bin, ist die Empörung über die angedrohte Strafe von 20 Euro.

Wer nicht grundsätzlich gegen die Schulpflicht ist, kann gegen die zitierte Aussage des Herrn Brust nicht viel sagen, denn ansonsten müsste ja demnächst auch für alle anderen Proteste schulfrei gegeben werden. Rein praktisch: Wer würde da nicht auf eine „Demo für mehr Rheinmetall“ gehen, wenn die Alternative Mathematikunterricht oder Vokabeltest hieße? Es muss möglich sein, die Teilnahme (strafbewehrt) während der Unterrichtszeit zu verbieten. Wie soll sonst die Beurlaubung für eine Demo für die Einführung der Scharia abgelehnt werden? Oder für Klimakleber? Oder für mehr kostenfreie Tampons auf Herrenklosetts? Entweder alle erlauben, oder keine – sonst sind wir genau bei der wohlfeilen und häufig verlogenen „Haltung“, die Sie ja auch bemängeln. Und da bin ich eindeutig, als Anhänger der Schulpflicht, gegen jedwede Erlaubnis – und 20 Euro Strafe (und unentschuldigte Fehlstunden) sind jetzt auch nicht besonders drakonisch.

Wir Lehrer tun in meinen Augen den Schülern den größeren Gefallen, wenn wir deutlich machen, dass zwar die Gesetze durchaus auch ihre Berechtigung haben – und als Beamte sind wir zur Einhaltung verpflichtet – wir als Bürger aber ihr Anliegen unterstützen. Demokratie ist nun mal kein Kinderspiel, und wenn wir den Schülern nicht beibringen, das Regelbruch Konsequenzen hat, helfen wir Ihnen nur zu einem übermäßigen Anspruchsdenken. Und das, seien wir ehrlich, ist bei den jungen Leute ohnehin schon ausreichend vorhanden. Gleichzeitig zeigen wir aber auch, was Solidarität heißt.

Daher mein Vorschlag für alle nachdenkseitenlesende Bürger (nicht nur die mit A13-A16): Lasst uns das wohlfeile Gegendere auf der unter Ihrem Artikel verlinkten Seite übersehen, ebenso wie den kindischen Verwendungszweck, und spenden wir 20 Euro an die kleinen Protestanten. Viele von den Nachdenkseitenlesern werden das Geld verschmerzen können, und für die protestierenden Jugendlichen ist es eine Möglichkeit zu reifen. Vielleicht placieren sie den Spendenaufruf noch einmal etwas prominenter?!

Und noch eins: Schlagen wir den politisch-administrativen Komplex mit seinen eigenen Waffen: Wenn jeder Bescheid über ein Ordnungsgeld mit einem Widerspruch angefochten wird, wenn außerdem für jeden Antrag auf Erstattung des Ordnungsgeldes von der erstattenden Organisation nach dem Informationsfreiheitsgesetz eine Anfrage gestellt wird, ob der Bescheid wirklich so ergangen ist und bezahlt wurde, dann wird die Verwaltung so mit überflüssigem Papierkram zugemüllt, dass die Schüler das länger durchhalten als die Verwaltung. Administrative Blockade einmal andersherum!

Keine (Schreib-)Blockade sondern weiterhin frohes Schaffen wünscht

N.J.


2. Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion, Schulen und vor allem Lehrer verstehen sehr wohl, was in der Gesellschaft vorgeht. Bitte ziehen Sie aus dem Verhalten dieser einen Schulleitung keine verallgemeinernden Rückschlüsse auf andere Schulen, Schulleitungen und Lehrer.

Es gibt viele Klassenlehrer an vielen Schulen, die das Anliegen der Schüler unterstützen und bei einem entsprechenden Schreiben der Eltern das Fehlen der Schüler entschuldigen. Dieses Vorgehen entspricht dem der Mehrheit der Schulen, Schulleitungen und Lehrer.

Mit freundlichen Grüßen Ilka Müller


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner, sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team,

Wehrpflicht und Schulpflicht sind nun mal Pflichten, die der Staat mit Nachdruck einfordert. An dem Beispiel sieht man, dass die Schulpflicht ein zweischneidiges Schwert ist. Einserseits soll sie die jungen Menschen befähigen, arbeitsfähig zu werden und ihnen ein gewisses Maß an Allgemeinbildung und vielleicht auch noch etwas mehr an Bildung mitzugeben fürs Leben und gegebenenfalls fürs Studium, andererseits ist es aber auch gleichzeitig ein Manipulatonsinstrument und ein Zwangsinstrument, um Kinder und Jugendliche in der gewünschten Form zu sozialisieren. Dies ist nicht zuletzt der Grund dafür, dass die Schule immer schon, aber heute mehr denn je, ein “Kriegschauplatz” war und ist, auf dem Kinder und vor allem Jugendliche um ihre Freiheit kämpfen.

Fritz Gerhard


4. Leserbrief

Werter Herr Klöckner,

ich frage mich immer öfter, ob Dummheit auch Grenzen kennt. Noch vor nicht allzu langer Zeit hat man die Schüler fast genötigt die Schule zu schwänzen, ganztags (Freitag), um die Klimahysterie zu bedienen. So manche „Honoratioren“ können ihre Kinder freistellen, um die Ferien an den Termin der Eltern anzupassen, ohne Sanktionen natürlich. Wenn es aber um Leib und Leben, Grund- und Menschenrechte geht wird man komisch und scheint sich im Recht. Nein! Wer, wenn nicht die Kinder und Jugendlichen, sollen denn gegen ein neues Verheizen demonstrieren, ok die Siebzigjährigen noch, wenn man den Schwachsinn derer Kanonenfutter-Rekrutierung ernst nehmen würde. „Könnten Lehrer bitte mal ihren Rücken gerade machen und nicht vor der Politik kuschen“? Nein, diese Generation kann das vermutlich nicht, von Ausnahmen abgesehen. Die fahren zwar mit den Schülern an unterschiedliche Gedenkstätten, in denen man genau die Auswirkungen eines Krieges anschaulich ersehen kann, aber vermutlich halt ein Ausflug mit Abwechslungscharakter. Filme wie „Die Brücke“, „Die Welle“, „Im Westen nichts Neues“ etc. hat man vermutlich aus den Archiven verbannt, um die Nachfolgegenerationen nicht auf die pazifistische Bahn zu lenken. Besten Dank an die mutigen Gymnasiasten und deren Eltern. Ich hoffe, dass man vor Gericht zieht, sollte tatsächlich das Verwarnungsgeld drohen. Das Leitbild scheint Makulatur zu sein und gleicht einem Leitbild. Lehrkörper, welche hier nicht hinter den Schülern stehen müsste man entlassen, insbesondere im Hinblick auf unsere Geschichte und dem damaligen „nie wieder“!! Sind ca. neunzig Jahre zu lang für ein intellektuelles Gedächtnis? Gibt es keine Lehrer, bei denen ein Verwandter den Tod fand für einen unfassbaren Krieg mit ca. sechzig Millionen (!!) Toten? Meine Oma und Tante durfte ich nie kennenlernen, weil sie Kriegsopfer (Bombenterror) wurden – in Stuttgart! Wären meine Enkel betroffen, würde ich auf die Straße gehen und aktiv werden. Interessant wäre der oberste Rädelsführer dieser Verwarnungsaktion, der Schulleiter dürfte nur Erfüllungsgehilfe sein und mit welchen Rechtsgrundlagen, insbesondere im Vergleich zu fridays for future. Was sagt eigentlich der grün/schwarze Landtag und/oder das Kultusministerium zu solchen Aktionen? Wir müssen wieder Namen und Gesichter in den Fokus rücken, damit die kommende „Geschichte“ transparenter wird und man nachher nicht so lange recherchieren muss, um die Unbelehrbaren/Täter ausfindig zu machen. Wehret den Anfängen! WIR brauchen keinen Krieg mehr und wer das will soll gefälligst alleine hingehen! Hoffentlich entsteht eine neue Widerstandsbewegung gegen einen angedachten Krieg, was mit einer Musterung beginnt, muss aber aus der Gesellschaft heraus entstehen, welche die Leidtragenden sind bei Kriegen. Das Feindbild des Kalten Krieges hat man mühsam neutralisiert, schon kommen Ewiggestrige um die Ecke und wollen sich an einem neuen Krieg bereichern – ohne uns. Widerlich/unmenschlich ist gelinde ausgedrückt.

Mit freundlichen Grüßen

E. Bauer


5. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

danke für diesen Artikel.
Das wird der kürzeste Leserbrief den die NDS je bekommen haben:

Die Brücke von Bernhard Wicki (1959)

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Melchior


6. Leserbrief

Recht hat er der Klöckner!

Und er hat sich große Mühe gegeben, nicht mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Hier schreibt ein Uraltpauker (Zeitzeuge des Herausgebers der NDS), ein Mensch, der in Stuttgart-Heumaden ausgebombt wurde und von Mama mit seinem einjährigen Schwesterchen unter Lebensgefahr aus den Trümmern gehievt wurde. Heute besucht ihn eine Gruppe ehemaliger Stuttgarter Schüler im “Hohen Norden”! Es sind nun gestandene Herren. Einer ist schon OPA. Sie haben Geschichte bei MIR gehabt. Heut Abend ist dieser Artikel Thema nach dem Abendessen.

Was ist das für ein Ordnungsamt? “20 Euro sollen die Buben zahlen – möglicherweise waren auch Mädchen dabei! Wie es Mädchen gehen kann, die dort leben, wo unsere amerikanischen Freunde beschlossen haben, alles niederzubomben, haben 170 in Teheran erleiden müssen! Zeitgeschichte oder auch Unterricht in Ethik ist angesagt. Ersatzweise habe der Schulleiter massive Konsequenzen angedroht! Was sagt das Schulamt/Oberschulamt dazu? (…) Die Ertüchtiger finden offenbar nicht genug Sterbenswillige. Zu was das führen kann, zeigt Klöckner jedem, der das wissen will. Drücken Sie den LINK. Der Fachbegriff dazu lautet: Bussifizierung! Der Uraltpauker verzeiht dem Autor, dass er nicht andere, viel brutalere Beispiele gewählt hat.

Ich schließe -Ekel hab ich im Gaumen- mit dem Leitbild des Gymnasiums: Wir unterstützen ……… AUCH im Hinblick auf ihre ZUKUNFT. Auch! Ein Bauchschuss in Ehren!

Danke Herr Klöckner

Dieter Münch – ist nicht böse, wenn dieser Brief nicht veröffentlicht wird.


7. Leserbrief

Guten Tag,

natürlich gilt es einen geregelten, ungestörten Schulablauf zu gewährleisten, dann aber bitte in allen Belangen.

In speziellem Fall, wo es um den Eingriff in die Freiheitsrechte des Bürgers, hier der jungen, heranwachsenden Generation geht.

Durch die in der breiten Öffentlichkeit nicht in Konsens gestellte Wiedereinführung der Wehrpflicht, in Verbindung mit einer unbewiesenen und eher selbst provozierten, einseitigen Bedrohungslage durch Russland. Hier sollte den Betroffen, der jungen Generation schon die Möglichkeit gegeben werden, ihr Unbehangen und ihren Unmut zur Wehrpflicht, unter den genannten Umständen zu äussern. Auch die Lehrerschaft wäre gut beraten, zu diesem Thema, zu Frieden, einem guten Miteinander der Völker und Kulturen, mit den ihnen anvertrauten Schülern in einen offenen Diskurs zu gehen. Unterstützend und erster Ansprechpartner sind und bleiben die Eltern. Für eine Nichtteilnahme am Unterricht an besagten Tagen, kann mit ruhigem Gewissen die Unpässlichkeit als Entschuldigungsgrund genannt werden.

Auch die Lehrerschaft wäre gut beraten, sich generell wieder einmal mit dem Grundgesetz zu befassen und sich nicht blindlings zum Erfüllungsgehilfen einer aus dem Ruder gelaufenen Politik machen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


8. Leserbrief

[Anm.A.G.: unsere Leserin gab den NachDenkSeiten ihr Schreiben an die Schule zu Kenntnis weiter]

Guten Tag,

dieser Beitrag veranlasst mich zu meinem Schreiben an Ihre Schule.

Seit vielen Jahren in sozialen und friedensbewegten Zusammenhängen unterwegs, freue ich mich über das Engagement Ihrer SchülerInnen, die gegen Wehrpflicht und Kriegsdienst demonstrieren. Das verdient Lob und nicht Strafe. Sie können stolz auf die jungen Menschen sein und hoffe sehr, dass Sie diesen zur Seite stehen. Damit erweisen Sie auch der Entwicklung hin zu “wirklicher Demokratie” einen großen Dienst:

Empfehlung für den Politik/Sozialkunde-Unterricht:

“Frieden ist teuer” – Wie wirksamer Pazifismus aussieht und vorgeht (im Anschluss an Jörn Leonhard)

https://www.youtube.com/watch?v=1YggtK74m2w
(Hinweise unter d. Video beachten)

In Erwartung Ihrer Rückmeldung

sende ich

friedensbewegte Grüße

Ute Plass


9. Leserbrief

mich beeindrucken die Schülerproteste gegen die Wehrpflicht überhaupt nicht. Im Gegenteil, es drängt sich mir der Eindruck auf, dass die deutschen Schüler gar nicht wirklich gegen den Krieg sind, sondern nur dagegen, dass sie selbst in den Krieg ziehen sollen. Solange andere in den Krieg ziehen müssen, scheint es ihnen herzlich egal zu sein. Ich finde das äußerst unsympathisch und auch nicht überzeugend.

Ich bin gegen den Krieg, ganz massiv, und damit natürlich auch gegen die Wehrpflicht. Aber für mich ist die Wehrpflicht sekundär, nicht primär, wie ich es bei den deutschen Schülern empfinde.

Mit freundlichen Grüßen

Anne Reeßing


10. Leserbrief

Die letzten Beiträge von Marcus Klöckner sind an Naivität kaum zu überbieten.
Schon mal was von der “Schule der Nation” gehört ?
So wurde die Bundeswehr im Rückgriff auf die preußische Armee und der Nazi-Wehrmacht bezeichnet.
Selbstverständlich sind die Schulen und sonstigen Bildungsstätten der Nation erst recht “Schule der Nation”, auch ohne die explizite Zuweisung durch Bundeskanzler Brandt:
>>Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger meinte 1968, die Bundeswehr sei “die Schule der Nation”. Als Kanzler erwiderte Willy Brandt 1969: “Die Schule der Nation ist die Schule.”<< Zitat aus https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2022-06/wehrkunde-schule-unterricht-armee/seite-2
Es geht also nicht um “Rückgrat der Schulen” (?), sondern um deren “Bildungsauftrag”.
Die Berufsverbote nach dem “Radikalenerlaß” waren die zeitgemäße Ergänzung zum Bildungsauftrag der Schulen, “den kritischen, urteilsfähigen Bürger” zu erziehen (siehe Google-KI zur Schule der Nation im Anhang), damit die Kritik und das Urteil der Schüler in den Genzen von “Eine Zensur findet nicht statt”
(Artikel 5 Absatz 1 Satz 3 des deutschen Grundgesetzes) verbleiben.

Rückgrat können bestenfalls Lehrer oder Schulleiter haben, die den Bildungsauftrag “Kriegstüchtigkeit” ablehnen und damit riskieren, als “Verfassungsfeinde” ihren Bildungsauftrag zu verlieren, so wie viele kritische Ärzte mit Rückgrat in der Plandemie dafür mit Berufsverbot und Existenzbedrohung bestraft wurden.

B. Weber
Bankfurt

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Benzinpreis-Wut in Deutschland – Warum die Kritik an Steuern und Abgaben am Problem vorbeigeht“

15. März 2026 um 15:00

Vorschau ansehen


Sobald der Rohölpreis an den Börsen steigt, weil der weltweite Ölhandel durch Krisen oder Kriege „ins Stocken gerät“, explodieren die deutschen Benzinpreise. Darunter leiden vor allem einkommensschwache Haushalte, in Folge wächst der Unmut in Bevölkerung und Wirtschaft und „die politische Debatte dreht sich“ – unterstützt von deutschen Leitmedien – „sofort um Steuern und Abgaben“. Doch das erklärt aktuelle Preissprünge kaum, da diese sich zuletzt kaum verändert haben. Jens Berger geht in seinem Kommentar den eigentlichen Ursachen auf den Grund, der Struktur des Ölmarktes und „klassischen Marktversagen“. Wenige große Konzerne kontrollieren Förderung, Handel, Raffinerien und Tankstellennetze. „Das Ergebnis ist ein Oligopol“, das enorme Zusatzgewinne besonders in Krisenzeiten am Anfang der Wertschöpfungskette, also bei bei Raffinerie und Handel, generiert. Darauf haben Tankstellenbetreiber jedoch keinen Einfluss. Nach Ansicht unseres Autors können Benzinpreisexplosionen nur verhindert werden „durch die Auflösung der oligopolistischen Strukturen“, die auch nicht „in privater Hand gewinnorientierter Konzerne liegen“ sollten. Debatten über Steuersenkungen lenken laut Jens Berger vom eigentlichen Problem ab. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante Leserbriefe erhalten, zusammengestellt von Ala Goldbrunner.


1. Leserbrief

Vielen Dank Herr Berger für den aufklärenden Artikel. Als Ökonom kann ich diese Zusammenhänge nur bestätigen, aber den Staat kann ich nicht außen vor lassen. Sie schreiben, daß es sich Ihnen persönlich nicht erschließt, warum der Staat auf Einnahmen verzichten sollte, während Konzerne gleichzeitig Rekordgewinne einfahren. Hier kann ich Ihnen bei der Erschließung möglicherweise helfen: Wer mitverdient, wird wohl nichts dagegen unternehmen. Und wer, wenn nicht der Staat, hat überhaupt eine Möglichkeit etwas gegen die von Ihnen zurecht kritisierten Konzernstrukturen zu unternehmen ?

Mit den besten Grüßen
B.D.


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

dass mag alles so stimmen.

Ich bin gerade in den USA und hier kostet der Liter Sprit umgerechnet 0,80 €!

Da fühlt man sich in D schon ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

Viele Grüße
Dirk Burba


3. Leserbrief
Sehr geehrter Herr Berger,

nach Ihrer vielschichtigen ANALYSE „Iran-Krieg – Auf dem Weg in die Weltwirtschaftskrise?“ erscheint der ARTIKEL „Benzinpreis-Wut in Deutschland – Warum die Kritik an Steuern und Abgaben am Problem vorbeigeht“ eher unterkomplex, und ich will das auch gerne anhand von 3 Kernaussagen begründen:

[1] Zitat:

Ökonomisch betrachtet deutet vieles darauf hin, dass wir es hier schlicht mit einem klassischen Marktversagen zu tun haben. Wer verdient also entlang der Wertschöpfungskette?

In Ihrer ANALYSE hatten Sie erwähnt, dass ein Viertel der weltweiten Öltransporte durch die Straße von Hormus verläuft. Es handelt sich hier also keinesfalls um ein „klassisches Marktversagen“ (ARTIKEL), sondern um einen Verteilungskampf durch das Wegbrechen von einem Viertel der Weltproduktion.

[2] Zitat:

Viele der großen Raffinerien in Europa gehören denselben Konzernen, die auch die Tankstellennetze betreiben. Für Unternehmen wie BP, Shell, Total oder ExxonMobil spielt es daher keine Rolle, wo genau der Gewinn entsteht – bei der Förderung, im Handel, in der Raffinerie oder an der Zapfsäule.“

Wenn viele der großen Raffinerien in Europa Unternehmen wie BP, Shell, Total oder ExxonMobil gehören, die auch die Tankstellennetze betreiben (ARTIKEL), dann drängt sich doch unmittelbar die unbeantwortet gebliebene Frage auf, warum es innerhalb der EU überhaupt „Tanktourismus“ gibt.

[3] Zitat:

Diese Konzerne sind vertikal integriert – sie kontrollieren den Markt auf nahezu allen Ebenen. Das Ergebnis ist ein Oligopol.“

Nach marktliberaler Argumentation führt ein Aufbrechen von vertikal integrierten Konzernen zu mehr Konkurrenz und niedrigeren Verbraucherpreisen. Vergessen wird meist, dass außerhalb von planwirtschaftlichen Systemen alle Marktteilnehmer kostendeckend und gewinnorientiert arbeiten müssen. Mit den internen Quersubventionen von integrierten Wertschöpfungsketten entfallen dann aber meist auch die prognostizierten Vorteile für den Endverbraucher…

Mit den besten Grüßen an Sie und die Redaktion der NachDenkSeiten  –  U. Weber

Anmerkung Jens Berger:

Lieber Herr Weber,

Das ist richtig, die Nachfrage ist aber auch flexibel. Zum Einen gibt es Substitute (z.B. bei der Stromerzeugung) und zum anderen ist die Nachfrage auch knallhart abhängig vom Preis. Das haben wir bei vergangenen Ölpreisschocks ja gesehen. Angebot und Nachfrage pendeln sich ein. Sollte das Öl – wovon ich nicht ausgehe – wirklich über einen langen Zeitraum knapp werden, wird das nicht dazu führen, dass es an den Tankstellen physisch kein Benzin mehr gibt, sondern dazu, dass das Benzin so teuer wird, dass die Leute weniger oder gar nicht mehr tanken. Der globale Markt für Öl ist zu einem großen Teil geographisch flexibel … letztlich wird das weniger über feste Lieferrouten, sondern mehr über den Preis ausgetragen. Ölpipelines bilden hier natürlich eine Ausnahme, das ist klar.

[2] Zitat: „Viele der großen Raffinerien in Europa gehören denselben Konzernen, die auch die Tankstellennetze betreiben. Für Unternehmen wie BP, Shell, Total oder ExxonMobil spielt es daher keine Rolle, wo genau der Gewinn entsteht – bei der Förderung, im Handel, in der Raffinerie oder an der Zapfsäule.“

Wenn viele der großen Raffinerien in Europa Unternehmen wie BP, Shell, Total oder ExxonMobil gehören, die auch die Tankstellennetze betreiben (ARTIKEL), dann drängt sich doch unmittelbar die unbeantwortet gebliebene Frage auf, warum es innerhalb der EU überhaupt „Tanktourismus“ gibt.

Weil andere Länder von anderen Raffinieren versorgt werden, weil dort der Steuersatz unterschiedlich ist und (besonders wichtig) weil diese Märkte eine größere Preiselastizität der Nachfrage haben. Was nutzt es z.B. tschechischen Ölkonzerne, die Preise so weit in die Höhe zu treiben, dass die Nachfrage einbricht und sie im Endeffekt weniger verdienen als zuvor?

[3] Zitat: „Diese Konzerne sind vertikal integriert – sie kontrollieren den Markt auf nahezu allen Ebenen. Das Ergebnis ist ein Oligopol.“

Nach marktliberaler Argumentation führt ein Aufbrechen von vertikal integrierten Konzernen zu mehr Konkurrenz und niedrigeren Verbraucherpreisen. Vergessen wird meist, dass außerhalb von planwirtschaftlichen Systemen alle Marktteilnehmer kostendeckend und gewinnorientiert arbeiten müssen. Mit den internen Quersubventionen von integrierten Wertschöpfungsketten entfallen dann aber meist auch die prognostizierten Vorteile für den Endverbraucher…

Das ist im Kern ja richtig. Aber wenn die vier Multis am deutschen Markt in Krisenjahren 200 Mrd. USD Gewinn(!) erzielen, erscheint wir die „Fehlallokation“ dieser Finanzmittel doch gewaltig ;-) So ineffizient kann auch kein „planwirtschaftliches“ System sein.

Beste Grüße
Jens Berger


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

der o.g. Artikel ist brillant und zeugt von hohem Sachverstand in ökonomischen Fragen. Verstehe ich Sie richtig? Man müsste die Oligopol-Struktur der Mineralölkonzerne zerschlagen, um diese Abzockerei der Konzerne zumindest eingrenzen zu können. Dies kann m.E. nur auf europäischer Ebene passieren und da sehe ich eher schwarz. Dort ist der Lobbyismus noch eklatanter als im deutschen Parlament.

Es ist das altbekannte Phänomen. Würden man die Monopole und Oligopole auf der Angebotsseite beschränken oder zerschlagen, käme diese dem Verbraucher zugute. Er kann ja nicht weniger nachfragen, wenn er auf PKW beruflich angewiesen ist.

Beste Grüße
WB


5. Leserbrief

Da treffen Sie, Herr Berger, einen Punkt, der an den von neoliberalen Ökonomen dominierten Universitäten/Hochschulen in den sogenannten “Wirtschaftswissenschaften” in der Regel unter den volkswirtschaftlichen Teppich gekehrt wird.

Sieht man sich z. B. auf wikipedia.de die Literaturquellen zum Thema Unternehmenskonzentration an, dann stammt die “aktuellste” Quelle aus dem Jahr 2010. Auf der englischsprachigen wikipedia sieht es in dieser Hinsicht nur geringfügig besser aus.

Auch private (Angebots-)Oligopole stellen eine Form der Unternehmenskonzentration dar und die gibt es nicht nur beim Handel mit Benzin und Öl. Im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels beherrschen deutschlandweit m. W. vier große Anbieter bzw. Konzerne (Aldi, REWE, Edeka-Verbund, Lidl/Kaufland) zusammen rund 80 Prozent des Angebots. Da braucht es keine kartellrelevanten konspirativen Absprachen. Dieses Oligopol handelt insgesamt wie ein privater Monopolist. Was die Preise angeht, konkurrieren diese vier großen Anbieter allenfalls über die wöchentlichen “Sonderangebote” bzw. “Aktionen”, die “Rabatte” bei der Bezahlung via App und darin, wie man die Einkaufspreise bei den Landwirten und Erzeugern drückt. Wenn man die “Sonderangebote” etwas näher betrachtet, dann fällt auf, dass es ein bestimmtes Markenprodukt in der einen Woche bei dem einen der vier Oligopolisten im “Sonderangebot” gibt und ein oder zwei Wochen später bei einem anderen. 

Die verbleibenden 20 Prozent verteilen sich auf regional begrenzte Anbieter und kleine Nischenanbieter bzw. Spezialisten (Wochenmärkte, Direktvermarkter, Anbieter von Luxusprodukten wie Wagyu-Rindfleisch andere).

Mit freundlichen Grüßen,
Detlef Schmiedel


6. Leserbrief

Irgendwo greift auch dieser Artikel etwas kurz. Er erklärt nämlich nicht, warum wir ausgerechnet in Deutschland so sehr viel mehr zahlen müssen, als in den meisten anderen europäischen Ländern. Oder habe ich da etwas übersehen?

J.P.


7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Sie haben völlig Recht, wenn Sie die Ölkonzerne als Hauptverantwortliche für den Benzinpreis benennen. Es ist aber auch richtig, dass (bis auf Diesel) Steuern und Abgaben den größten Anteil am Benzinpreis haben. Unsere Nachbarländer unterliegen der gleichen Konzernstruktur, haben aber einen wesentlich geringen Benzinpreis. Wenn

die AfD im Bundestag den aktuellen Benzinpreis zur Sprache bringt und eine Senkung der Steuern und Abgaben als temporäre, kurzfristige Lösung vorschlägt (darauf könnte die Regierung sofort reagieren) und von der SPD als Antwort kommt: „Wem der Benzinpreis zu hoch ist, der soll auf E-Autos umsteigen“, dann ist das an Menschenverachtung kaum zu überbieten. Gut, dass die SPD dafür die Klatsche bei der Wahl in BW

bekommen hat. Schlecht, dass sie trotzdem dort die 5% Hürde nehmen konnte.

Wir haben nun mal eine (das „soziale“ geht leider immer mehr in den Hintergrund) Marktwirtschaft. Konzerne müssen Gewinne erwirtschaften. Wenn Marktdominanz (wie hier) ausgenutzt wird, gibt es das Kartellamt.

Eine „Vergesellschaftung der Raffinerien“ ist definitiv der falsche Weg. Das würde Sozialismus bedeuten. Wie der wirtschaftet, habe ich in der DDR erlebt und wir alle erleben es aktuell beim Wohnungsbau (wo immer der Staat sich in die Wirtschaft direkt einmischt, geht es in die Hose). Nein, danke.

Mit freundlichen Grüßen
R. Binde


8. Leserbrief

“Oder anders gesagt: Solange man über Steuern streitet, können die Ölkonzerne in aller Ruhe weiterkassieren.

Liebe Redaktion,

nicht irgendwelche Konzerne kassieren für sich, sondern für ihre Großaktionäre.

Siehe u.a. finance.yahoo.com:

“Is Shell owned by BlackRock? Institutional investors own over 50% of the company, so together than can probably strongly influence board decisions. Hedge funds don’t have many shares in Shell. The company’s largest shareholder is BlackRock, Inc., with ownership of 8.2%.“

Und:

“BlackRock ist als weltweit größter Vermögensverwalter massiv in die fossile Energiebranche (Öl, Gas, Kohle) investiert und verwaltet über iShares-ETFs erhebliche Anteile an Ölkonzernen. Trotz ESG-Bemühungen investieren auch als “nachhaltig” vermarktete Fonds weiter in fossile Brennstoffe, was Kritik und Vorwürfe von Greenwashing hervorruft.“

Hier sind die wichtigsten Punkte zu BlackRock und Mineralöl:

Große Investitionen: BlackRock hält Milliardeninvestitionen in fossile Brennstoffunternehmen, einschließlich Teersande, und unterstützt damit eine Branche, die den Klimawandel beschleunigt.

iShares ETFs: BlackRock bietet spezialisierte ETFs wie den iShares Oil & Gas Exploration & Production UCITS ETF an, der auf die Wertentwicklung von Öl- und Gasunternehmen ausgerichtet ist. Auch der iShares U.S. Oil & Gas Exploration & Production ETF ist Teil des Portfolios.

Kritik & Greenwashing: Es gibt Vorwürfe, dass BlackRock trotz Klimaverpflichtungen in “nachhaltigen” Fonds weiterhin stark in Unternehmen investiert, die fossile Energien ausbauen (z. B. TotalEnergies, Shell, BP, Chevron).“

(Quelle KI)

Auf der einen Seite nennt man das wohl Oligopol.

Aber noch viel schlimmer ist Multiple Deep Ownership via BlackRock.

Grüße
Dieter Gabriel


9. Leserbrief

Liebe NDS-Redaktion,

Man muss nicht erst den kompletten Marktmechanismus verstehen, damit einem die Galle überläuft. Meine Ersparnisse wandern nun in die Taschen von Ölmultis und sonstigen Wegelagerern aller Art und während Kroatien und Ungarn handeln, will unsere Regierung das Geschehen erst noch intensiv beobachten. Was will man machen – so ist halt die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland. Seit gut einem Vierteljahrhundert konsequent gegen Lieschen Müller und Max Mustermann.

Jeder weiß, dass der Zugang zu billiger Energie die Grundlage volkswirtschaftlichen Wohlstands ist, nur unsere Politiker und Wirtschaftsexperten nicht.

Viele Grüße
Michael Wrazidlo


10. Leserbrief

Moin,

ja, leidiges Thema, betrifft uns im Endeffekt alle. So ist es wie mit allem, was man dem Gezocke auf “dem Markt” überläßt: stark schwankende Preise, viele Abgezockte, und wenige Superreiche, die sich die Taschen voll machen, weil sie wissen, wie der Markt mit den Glückszahlen funktioniert. In vielen Ländern ist Glücksspiel verboten – hierzulande darf man auf steigende oder sinkende Ölpreise wetten. Man finde den Fehler.

“Aber warum die „Wut“ regelmäßig erst dann eskaliert, wenn der Benzinpreis eine psychologische Marke […] überschreitet, und warum dann stets nur über Steuern und Abgaben gesprochen wird, niemals aber über die Struktur des Marktes selbst, will mir beim besten Willen nicht einleuchten.”

Da kann ich mit meiner Küchenpsychologie vielleicht weiter helfen. Die Erklärung ist so einfach wie banal: in der BLÖD-Zeitung wird schlicht nicht über das Wesen des “Marktes” gesprochen. Er bleibt eine “Black Box”, etwas, in das der durch 40-Stunden-Wochen Gebeutelte nicht die Kraft hat, von sich aus hinein zu blicken. Und “die Medien” erklären die Welt eben nicht, wie sie tatsächlich ist, sondern nur so, wie wir sie sehen sollen –damit wir nicht anfangen nachzudenken, nicht anfangen zu meckern und erst recht nicht anfangen zu fordern; oder Konsequenzen zu fordern, wie etwa Abschaffung der Börsen-Glücksspiele, massive Besteuerung von leistungslosen Einkommen etc.. Genau das soll vermieden werden. Deswegen staunt der Laie und der Fachmann (Herr Berger) wundert sich. Wer liest schon die Beiträge von renommierten Ökonomen wie einem Heiner Flassbeck in seiner raren Freizeit, die oft mit dem Versuch der Regeneration verbracht werden muß?

CO2-Abgaben sind übrigens nichts anderes als etwas Überflüssiges, das man sofort ersatzlos streichen kann. Nicht nur, daß CO2 ein enorm wichtiges Gas für die Pflanzen und damit für unsere Landwirtschaft ist, nein, es ist wie im Mittelalter ein Ablasshandel: man erklärt etwas für böse oder gefährlich, und wer trotzdem damit in Berührung kommt (kommen muß, beim CO2, denn das ist nun einmal gewichtiger Teil unserer Atemluft), hat gefälligst zu zahlen. Daß sich davon der Wert in irgend einer Weise ändern würde, kann man getrost ins Land der Ammenmärchen verorten: das tut es nicht, wie zahlreiche Studien zeigen. Das irdische Ökosystem reguliert sich (zum Glück!) selbst, sodaß extrem umweltschädliche Aktionen des Homo Sapiens bei dem zum Scheitern verurteilten Versuch, CO2 irgendwie aus der Luft zu kriegen, nicht weiter ins Gewicht fallen. Die Umwelt ist sogar so gutmütig, uns Menschen derart grobe Irrungen zu verzeihen…

“Mir persönlich erschließt sich allerdings nicht, warum der Staat auf Einnahmen verzichten sollte, während Konzerne gleichzeitig Rekordgewinne einfahren.”

Hust…wie war das mit der permanenten Steuersenkung für Großkonzerne und Schwerreiche? Natürlich protegieren Politiker ihre Lobbyisten, weil sie von ihnen profitieren. Und wenn der Staat schon nicht auf Gewinne verzichten will, dann sollte er dort ansetzen, wo es am wenigsten weh tut: bei eben jenen Konzernen, die 200 Milliarden und mehr pro Jahr an Gewinn machen, und eben nicht an der Zapfsäule, die den ohnehin schon kleinen Lohn, den man eher als Schmerzensgeld bezeichnen sollte, eines Arbeiters schmälert. Wo ist da bitte das Solidaritätsprinzip, von den stärksten Schultern die größten Abgaben zu nehmen? Im selben Atemzug sollte man eine komplette Abschaffung der Märchensteuer, pardon, Mehrwertsteuer fordern, denn Reiche lachen darüber, während die Ärmsten schwer darunter ächzen.

“Dass ein und dieselben Konzerne von der Förderung über Handel und Transport bis hin zur Raffinerie und zur Zapfsäule den Markt dominieren, hat mit funktionierendem Wettbewerb wenig zu tun. Es ist vielmehr ein Lehrbuchbeispiel für Marktversagen.”

Das ist nicht ganz richtig, denn Monpolbildung ist dem Kapitalismus inhärent. Der Markt funktioniert genau so, wie er soll. Die Großen fressen im Laufe der Zeit die Kleinen, bis sie so groß werden, daß neben ihnen niemand mehr existieren kann. Eine solcherart marktbeherrschende Stellung wird aufgrund der immerfort existierenden menschlichen Gier dafür sorgen, daß die Konsumenten regelrecht ausgebeutet werden. Solange die Politik mit der Wirtschaft ins selbe Bett steigt, gibt es niemanden, der das verhindern kann. Und wer versucht, dem Menschen die Gier auszutreiben, der kann auch versuchen, eine Reichensteuer einzuführen, die dem Namen auch gerecht wird. Ich wünsche viel Erfolg.

“Wenn Raffinerien aufgrund ihrer Größe ohnehin ein strukturelles Oligopol darstellen, stellt sich daher eine grundsätzliche Frage: Sollten sie überhaupt in privater Hand gewinnorientierter Konzerne liegen?”

Gute Frage, korrekte Antwort: Nein, denn alles was zur Daseinsvorsorge oder kritischer Infrastruktur zählt, muß in staatliche Hand. Deswegen müßten wir auch die Bahn, die Post & die Telekom rückverstaatlichen. Doch auch hiervon sind wir Lichtjahre entfernt; das wird nur passieren, wenn die privatisierten Konzerne kein Geld mehr aus den heruntergewirtschafteten Unternehmen pressen können. Das wäre aber, in der Tat, die einfachste Lösung; aber genau diese ist sozialistischen Staaten wie Venezuela oder Kuba bereits auf die Füße gefallen, denn wir wissen, wer den Ölpreis dominiert: die USA. Deswegen brennt gerade der Iran. Staaten müssen den Ölpreis an Dollars koppeln. Deswegen ist er gerade in der EU so immens teuer. Apropos, sagt Ihnen diese Graphik etwas?

Wie erklärt es sich, daß die Preise ausgerechnet in Deutschland die höchsten sind?

“Wer hingegen weiterhin so tut, als liege die Lösung allein in der Senkung von Steuern und Abgaben, verkennt die […] Ursache – oder vertritt, bewusst oder unbewusst, die Interessen der Ölkonzerne.”

Wenn von einem Liter E10 bei einem Preis von 1,94€ satte 1,12€ an Steuern & Abgaben anfallen, der Literpreis also ohne Steuern bei nur 0,81€ liegt, dann, ja, ist es durchaus nachvollziehbar, den größten Posten auf den Prüfstand zu stellen. Das ist, neben der Zerschlagung monopolartiger Strukturen (was aufgrund des massiven Lobbyismus nicht passieren wird), auch die leichteste Möglichkeit für den Staat.

“Oder anders gesagt: Solange man über Steuern streitet, können die Ölkonzerne in aller Ruhe weiterkassieren.”

Das klingt ja schon fast nach Fatalismus, der in Ohnmacht endet. Dabei wäre es eine obligatorische Aufgabe des Staates, die Steuern so zu lenken, daß der größte Teil bei denen anfällt, die die größten Profite daraus ziehen können. Oder anders gesagt: die Steuern an den Zapfsäulen müssen deutlich gesenkt werden, während man die Steuern bei der Erzeugung, Verarbeitung, beim Transport und vor allem beim Zocken an der Börse deutlich erhöht. Doch bei alledem: der kleine Mann hat keine Lobby, und die BLÖD-Zeitung wird ihm ganz sicher keine geben, denn die hat nur Eines im Sinn: Spaltung der Gesellschaft. Solange also die Ton-angebenden Medien nur Stürme in Wassergläsern erzeugen, wird sich tatsächlich kaum etwas ändern.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Völkerrecht in Gefahr: Ein Appell an Europa“

14. März 2026 um 15:00

Vorschau ansehen


Der iranische Botschafter Majid Nili wandte sich an die NachDenkSeiten mit der Bitte, seine Stellungnahme zu veröffentlichen. „Zur guten journalistischen Praxis gehört es, alle Seiten eines Konflikts abzubilden, die unterschiedlichen Stimmen anzuhören“, zumal der Beitrag unserer Meinung nach inhaltlich durchaus lesenswert ist. Nach Artikel 2(4) der UN-Charta sind laut Majid Nili die Angriffe von Israel und den Vereinigten Staaten auf Iran am 28. Februar 2026 ein schwerer Verstoß gegen das Völkerrecht. Zahlreiche zivile Opfer, darunter auch Kinder bei der Bombardierung der Grundschule in Minab, die Zerstörung der Infrastruktur des Landes wie die der Nuklearanlage Natanz oder einer Ölraffinerie in Teheran haben gravierende humanitäre und ökologische Folgen für die Bevölkerung, weshalb der Iran sich auf das Selbstverteidigungsrecht beruft. Er kritisiert europäische Politiker für deren mangelnde Verurteilung und warnt, dass das „Schweigen gegenüber Aggression und Kriegsverbrechen letztlich zur Normalisierung der Gesetzlosigkeit im internationalen System führt“. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir haben dazu interessante, auch kritische Leserbriefe erhalten. Danke dafür. Für Sie zusammengestellt von Ala Goldbrunner.


1. Leserbrief

Die Worte des iranischen Botschafters in Deutschland (Majid Nili) kann man nur dick unterstreichen. Gleichzeitig kann man sich hinsichtlich der Verlautbarungen mancher westeuropäischer Politiker zu den amerikanisch-israelischen Aggressionen gegen dieses Land nur angewidert abwenden. Ich denke da natürlich besonders an die Einlassungen unseres Kanzlers (Israel [und die USA] mache die Drecksarbeit auch für uns usw.).

Was in unseren Mainstream-Medien zum Iran immer wieder verbreitet wird, von Politikern, Journalisten und sogenannten Experten, ist, der Iran bzw. das “Mullah-Regime”, wäre eine Terrordiktatur, welche seine internen Gegner brutalst unterdrücke, “friedliche” Demonstranten in Massen erschieße bzw. hinrichte oder zumindest für lange Zeit ins Gefängnis werfe, das Internet stark einschränke und zu vielen anderen “Gräueltaten” bereit sei. In 2 Polit-Talks der jüngeren Vergangenheit hat sich bspw. der deutsch-israelisch-palästinensische Psychologe Ahmad Mansour mit dieser Argumentationslinie hervorgetan und er (aber bei weitem nicht nur er allein) geht dann tatsächlich so weit, dass er mit Vehemenz die These vertritt, diese (behauptete) islamische Diktatur verwirke durch die “Brutalität” ihrer Herrschaft jeden Schutz durch das Völkerrecht, weil sie selber völkerrechtswidrig sei. Außerdem verbreite sie durch ihre Proxis und andere Zellen in vielen anderen Ländern, u.a. auch in Deutschland, besonders natürlich in Israel, extremsten Terror, von der vielfach widerlegten Behauptung, der Iran sei kurz davor eine Atombombe zu besitzen, ganz zu schweigen. So rechtfertigen sie den aktuellen Bomben- und Raketenkrieg.

Ich halte dies weitgehend für geopolitisch motivierte Propaganda nach dem Motto: Den Feind diffamieren, ihn entmenschlichen und zum Monster in den Augen der westlichen Menschen machen, damit diese gegen einen Krieg mit regimechange-Absicht nicht protestieren, sondern im günstigsten Fall sogar zustimmen. Außerdem ist, wenn man ein wenig recherchiert, bekannt, dass der Westen (USA, EU, Israel) mit subversiven Maßnahmen massiv das Seine dazu beiträgt, dass Unzufriedenheit, zuletzt sogar massive Not im Lande ausbrechen mit dem Kalkül, darüber das “Regime” zu Fall bringen zu können, das dadurch natürlich um so regressiver reagiert, bei Strafe seines Untergangs. So hat US-Finanzminister Scott Bessent in Davos damit geprahlt, dass sie über Finanz- und Währungsmanipulationen für eine massive Abwertung des iranischen Rial gesorgt haben mit der Folge von Hyperinflation und akuter Armut für breite Bevölkerungsschichten im Iran. Das alleine belegt doch schon, dass das in den USA herrschende Regime moralisch vollkommen abgewirtschaftet hat, denn es ist zur Durchsetzung seiner Interessen bereit buchstäblich über Leichen zu gehen.

Wenn man mit Kriegsbefürwortern diskutiert, ist es immer schwer mit seinen Argumenten durchzudringen. Man will nicht hören, dass der Westen mit seiner Politik erst für einen (vermutlich hohen) Anteil der Regressivität und Intoleranz der islamischen Regierung sorgt, mit denen er dann wiederum seine Aggression gegen das Land rechtfertigt. Hier wäre ich den NachDenkSeiten sehr dankbar, wenn Sie eine Analyse zustande brächten, die zumindest eine ungefähre Einschätzung liefert wie hoch sozusagen der Eigenanteil der iranischen Regierung an Unterdrückung und Intoleranz im Lande ist und wie hoch auf der anderen Seite der Anteil ist, welcher erst durch Druck von außen auf das System, also quasi sekundär und mit dem Kalkül es zu Fall zu bringen, provoziert wird. Das könnte in Diskussionen eine wertvolle Argumentationshilfe sein.

Peter Werner


2. Leserbrief

Iran-Krieg ist die Möglichkeit für Aserbaidschan, Türkei zu verdrängen

Die Ausweiterung des Iran-Krieges wird von einigen Ländern als eine Möglichkeit für die geopolitische Auswirkungen angesehen. Die Türkei und Iran gelten traditionell als Regionalmächte. Aber nach der Rückeroberung Bergkarabachs 2023 begann Präsident Aserbaidschan Aliyev diese Rolle zu beanspruchen.

Iran-Krieg ist ein Krieg, den Recep Tayyip ErdoÄan nie wollte. Die angespannten Beziehungen zwischen dem Westen und Iran verleihen der Türkei strategische Bedeutung. Regimewechsel in Iran würde das geopolitische Gewicht Ankaras in der Region drastisch verringern.

Millionen Kurden, die in Iran leben, bereiten ErdoÄan besondere Sorgen. Regimewechsel in Iran könnte dort neue Bestrebungen hervorrufen, einen eigenen Staat zu gründen. Was eine direkte Bedrohung für die Türkei darstellt.

Dies wird von Aliyev als Schwäche der Türkei, die er offenbar als Führer der muslimischen Welt ersetzen möchte, wahrgenommen. Nach dem Drohnen Angriff auf aserbaidschanische Exklave Nachitschewan hat Ilham Aliyev die Streitkräfte auf volle Mobilisierungsbereitschaft Stufe eins gebracht. Aserbaidschans Präsident scheint bereit zu sein in den Iran-Krieg einzugreifen um seine Rolle als regionale Macht zu festigen.

Es ist jedoch bereits jetzt klar, dass eine solche Entscheidung nur innenpolitische (Unzufriedenheit der aserbaidschanischen Gesellschaft), wirtschaftliche (Zerstörung der Energie Infrastruktur) und strategische Verluste (Beendigung der Partnerschaft mit der Türkei) mit sich bringen wird.

Mit besten Grüßen,
Thomas Ludwig
Hamburg


3. Leserbrief

Dieser Beitrag ist nicht nur lesenswert sondern auch inhaltlich mehr als vertretbar. Die Anmerkung der Redaktion verstehe ich nicht, in diesem Beitrag wird sich auf das anerkannte Völkerrecht berufen das (hoffentlich) nicht zur Disposition steht.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Kloth, Elmshorn


4. Leserbrief

Liebe Redaktion NachDenkSeiten – vielen Dank auch für diesen Beitrag des iranischen Botschafters.

Dass Moral und Gesetz im “Wertewesten” komplett mit Füßen getreten werden, ist doch nicht erst jetzt oder seit 2014 in der Ukraine eineindeutig bekannt (von der Historie Afghanistan-, Irak-, Syrien-, Vietnamkrieg etc. mal ganz zu schweigen). “Fuck the EU” – war da nicht mal was? !!

Schmunzeln muss ich jedesmal wenn ich an den “süßen”, naiven Beitrag der US-Bürgerin (!?) Sidita Kushi (Professorin für Politik am Mount Holyoke College (in Massachusetts) und Mitautorin des Buches „Dying by the Sword: The Militarization of U.S. Foreign Policy“) denken muss.

Nach all den Daten, welche von ihr erhoben wurden, glaubt diese Dame immer noch, dass die meisten Kriege NICHT von den USA aus den niedersten und primitivsten Gründen angezettelt und verursacht / durchgeführt wurden (in der Regel völlig erfolglos – nur Chaos hinterlassend)? Zitat aus “Interview mit Sidita Kushi: Ein Imperium im Dauerkrieg – 393 US-Militärinterventionen bis heute”:

Die Dichotomie, ob die USA gut oder schlecht sind, ist meiner Meinung nach in den meisten Fällen nicht einfach zu beantworten. Eine bessere Diskussion, die wir geführt haben, ist die Frage: Verfolgt man damit engstirnige Interessen? Wie definiert man diese Interessen? Und wenn die USA diese Interessen verfolgen, welche Kosten entstehen dadurch für den Rest der Welt und möglicherweise für die eigene Bevölkerung? Wollen wir, dass dies so weitergeht, oder wollen wir, dass sich etwas ändert, und warum?

Nun ja, jeder mag denken, was er will. Ich kenne die Antworten. Und die sind eineindeutig.

Sehr beachtenswert war auch diese Veröffentlichung auf “Wenn der Westen plötzlich von „Trump-Regime“ spricht: Die neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA” (11. Dezember 2025) vom sehr guten Autor Alexander Neu. Da war doch bereits die lauthalse Ankündigungen der USA & Co. zum Bruch des gesamten Völkerrechts gegeben. Und was tat die EU oder Deutschland? NICHTS, so wie aktuell. Es müssten doch JETZT auch massive Sanktionen vs. USA und Israel seitens der EU erfolgen (wie gegen das böse Russland), oder etwa nicht? Ach ja, beim Völkerrecht müssen wir ja jetzt wieder umlernen, meinte ihr Chefredakteur Jens Berger (zurecht) sarkastisch.

Traurig auch, dass die NachDenkSeiten sich im letzten Satz zum Artikel des Botschafters der Islamischen Republik Iran gezwungen sehen, sich quasi dafür zu entschuldigen. Nun ja, unsere Meinungsfreiheit, wie unsere Demokratie, hatten wir ja eh schon seit Jahrzehnten abgeschafft (nicht erst seit Corona !). Auch traurig, aber wahr (wenn man u.a. Joseph Heinrich Beuys kennt, der bekanntlich nicht nur “Künstler” war.

Mit freundlichen Grüßen
Robert Ruthenberg


5. Leserbrief

Guten Tag,

natürlich gehört es zu einem guten Journalismus, alle Seiten und Gruppen anzuhören und dieses auch zu publizieren. Der iranische Botschafter richtet seinen Appel speziell an Deutschland und Europa. Mit einem sehr feinen Gespür, für die geschichtliche Verantwortung, die unser Land für den Erhalt des Friedens, der Menschenwürde und einem guten Miteinander der Völker hat. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Deutschland im Herzen Europas soll und muß dem Frieden auf diesem Kontinent und auf der Welt verpflichtet sein.

Noch gehen viele Länder davon aus, dass Deutschland die Kraft, den Anstand und die Moral dazu hat.

Die noch Mit- und Nachdenkenden wissen, dass dem nicht mehr so ist. Unter jahrelanger mehr oder weniger schlechter politischer Leitung, mit Unterstützung der publiken Medien, entledigte das Land im Herzen von Europa, sich nach und nach seiner wahren kulturellen und menschlichen ,, Werte “, bis dorthin, wo wir jetzt stehen. Weitere Erläuterungen hierzu erübrigen sich.

Schmerzlich, aber wohl war, die großartige Chance nach der Wiedervereinigung, Glasnost und Perestroika vertan, ein friedensstiftendes und Völker verbindes Land auf dem Kontinent und der Welt zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


6. Leserbrief

Zum Vergleich folgende journalistische Kostbarkeit aus der Edelfeder des Schöngeistes vom Dienst bei “Telepolis”:

„Die dümmsten Menschen“: Exiliraner über Khamenei-Demos in Berlin

11. März 2026 Rüdiger Suchsland

Stimmen von Exiliranern in Deutschland:

… „Mit dem Krieg bin ich zufrieden. Es ist zwar sehr gefährlich, aber besser als ein islamisches Regime, das Menschen erschießt usw!“ … Man sollte sich nicht so viele Gedanken über das Völkerrecht und die innenpolitischen Beweggründe des US-Präsidenten machen … „Der Feind unseres Feindes ist unser Freund! … Die Israelis sind unsere Freunde. Es sind die einzigen, auf die wir uns verlassen können.“

… Usw. usf. …

telepolis.de/article/Die-duemmsten-Menschen-Exiliraner-ueber-Khamenei-Demos-in-Berlin-11206607.html?view=print

No comment …

Wenzel Ruckstein


7. Leserbrief

Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses sehr sachlichen Artikels.

Nicht nachvollziehen kann ich jedoch die abschließende Anmerkung der NDS-Redaktion. Diese klingt nach Rückversicherung, wenn nicht gar Anbiederung bei denen, die eine völkerrechtswidrige Auffassung zu dieser Thematik vertreten und lässt leider Rückgrat vermissen. Schade … .

Mit freundlichen Grüßen,
Heiko Haase
-Bad Harzburg-


8. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Vater hat mir immer wieder bei Diskussionen gesagt.

“Nur wer vergibt findet Frieden”.

Gruß JD


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Plötzlich finden Journalisten und Politiker den Begriff ‚Stellvertreterkrieg‘“

12. März 2026 um 15:50

Vorschau ansehen


Marcus Klöckner bemerkt seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels auf den Iran, dass in diesem Zusammenhang vermehrt der Begriff „Stellvertreterkrieg“ in Politik und Medien auftritt. Hier werden doppelte Standards angewendet, stellt unser Autor in seinem Kommentar fest, denn beim Ukrainekrieg wird nicht von einem Stellvertreterkrieg der USA / NATO gegen Russland gesprochen. Um den geopolitischen Feind des Westens, Russland, als den Bösen anzuprangern, benennen „sowohl Politik als auch – besonders verwerflich – Medien […] die Realität nicht so, wie sie ist, sondern so, wie sie zur Propaganda passt.“ Da jedoch der Ukrainekrieg nur mit Hilfe massiver westlicher, vor allem europäischer Unterstützung geführt wird, dies katastrophale wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Auswirkungen auf Europa hat, ist es seiner Meinung nach schon aus europäischem Eigeninteresse heraus dringend geboten, auch den Ukrainekrieg als Stellvertreterkrieg zu benennen. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Herzlichen Dank für Ihre Zuschriften, zusammengestellt von Ala Goldbrunner.


1. Leserbrief

Guten Tag Herr Klöckner,

Obacht! Die Iraner haben auch eigene Satelliten.

Vielleicht will man im günstigsten Falle nur nicht zugeben, dass der Iran, oder eher das „mittelalterliche Mullah-Regime“ – ich muss mich da zur Verdeutlichung ans Niveau anpassen – tatsächlich auch etwas kann. Denn man baut nicht zigtausend Raketen, wenn man sie nicht sinnvoll einsetzen kann, irgendwie logisch, oder?

Der Kanzler legt ohnehin aktuell eine Aussagen-Serie hin… Wenn man alles ernst nehmen würde, müsste man ihn absetzen. So ähnlich wie bei Trump, der im Westen offenbar inzwischen den Kommunikationsstandard setzt. Siehe z.B. auch Macron, sinngemäß: „Wir müssen gefürchtet werden, daher sage ich ab jetzt nichts mehr dazu…“.

Und gegen Trumpdeutung ist das Lesen von Taubeninnereien wahrlich eine exakte Wissenschaft.

Just heute hat er allein angeblich die Ölpreise gesenkt, denn der Krieg wird seiner Aussage zufolge nicht mehr lange andauern. Ich als Realist hätte eher gesagt, die Diskussion über das Anzapfen der strategischen Ölreserven hätte den Preis gesenkt. Aber wenn die Trumpdeuter daran glauben wollen…

Was soll man dazu sagen? Zum Beispiel: „Wenn alle Kriege kurz geblieben wären, in denen der Verantwortliche nach den ersten zehn Tagen sagte…“?

Es wäre also schön, wenn alles nur Propaganda wäre. Es kann leider auch viel groben Unfug enthalten. Wie zum Beispiel der letzte Strohhalm der „Völkerrechtsverteidiger“: „Trump möchte die Menschen im Iran befreien. Denn dann müsste dieser Überfall doch völkerrechtskonform sein.“

Nein, dann immer noch nicht!

Sowas wird stellenweise richtig gruselig. Dann sitzen Leute zusammen, die darüber diskutieren. Über das Wie, Wann und Warum. Sie spielen sich dabei Bälle gegenseitig zu, die nur durch ihre Köpfe rollen.

Im Iran will aber niemand befreit werden. O.K. sagen wir mal ein paar Menschen schon. Ob die auch wollen, dass dafür das Land in Schutt und Asche gelegt wird, dabei Landsleute zu tausenden ums Leben kommen und sie ihr Eigenes gezielt dafür riskieren sollen, steht auf einem anderen Blatt.

Sowas wird beim beschriebenen „Ballspiel“ im Westen praktisch nie angeschnitten. Wäre auch so, als würde jemand den imaginären Ball aus dem Station treten.

Nein, es geht selbstverständlich um Öl und Geldwerte, wie immer. Solche fantastischen Geschichten sind also reine Desinformation.

Um noch einmal kurz zum Thema zurückzukommen. Die Ukraine ist ein lupenreiner Stellvertreter, in Anbahnung, Vorbereitung und Durchführung. Dies ist sicher. Ebenso sicher ist, dass die Ukraine wie ein Stellvertreter enden wird.

Der Iran ist eher ein langjährig selbsterklärter/selbstgebastelter Feind. Ein der Opportunität geschuldeter Stellvertreterstatus ist möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich. Mehr aber auch nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Kai P.


2. Leserbrief

Hallo geehrtes Team, geehrter Herr Klöckner!

Ja, ist den schon Ostern?

Da haben sich unsere „Systemkonformschreiberlinge“ aber beim Suchen mächtig angestrengt, bis man Begriffe wie: „Stellvertreterkrieg“ gefunden hat. Mit KI?

Stellvertreterkriege sind so selten, dass es fast an ein Wunder grenzt, den Begriff ausgerechnet jetzt „pünktlich“ zu finden (…),

Fasst  besser, sie hätten ihn nicht gefunden. Dann bräuchten die „Hofberichterstatter“ wenigstens in Sachen „Stellvertreterkrieg“ nicht so rumheucheln.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan Grützmacher


3. Leserbrief

Sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten,
sehr geehrter Marcus Klöckner,

es ist ja längst eine Binse, daß die Politiker die Bevölkerung für dumm verkaufen. Und in gleichem Fahrwasser bewegen sich die Mainstream-Medien hierzulande.
Wer sich nur über ARD/ZDF, WeLT, SPIEGEL, FOCUS usw. informiert, für den kann man nur noch Mitleid empfinden.

Der ein oder andere wird sich noch an das Rumgeeiere erinnern, als es in den 2000er Jahren darum ging, den BW-Einsatz in Afghanistan einzuordnen – von einem “robusten Auslandseinsatz” bis zu “kriegsähnlichen Zuständen” wurde alles geboten.

Die Bevölkerung ist dermaßen eingelullt und massenmedial verblödet, da ist es kein Wunder, daß nicht haufenweise Antikriegs-Demos zu verzeichnen sind.

Da fragt man sich, wo bleiben die Omas gegen rechts, um für das Leben ihrer Enkel zu demonstrieren ?

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Meiser


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner, sehr geehrtes NachDenkSeiten-Team!

Genauso, wie Sie es beschreiben, ist das!!!

In der Ukraine tobt ein vom Westen provozierter Stellvertreterkrieg gegen Russland, wobei der Westen die Ukraine als Rammbock verwendet, um Russland zu ruinieren und sich dabei soweit zurück hält, dass Russland seine Atomwaffen nicht einsetzt. (ohne die westliche Unterstützung der Ukraine wäre der Krieg schon lange zu Ende).

Das wird ja von westlichen Politikern auch so ähnlich offen formuliert, allerdings in der Form, dass die Ukraine Europa verteidigen würde, aber faktisch geht es um die Integration der Ukraine in die NATO, also um einen grossen weiteren Schritt im Rahmen der NATO-Osterweiterung und darum Russland in einem Abnutzungskrieg zu ruinieren.

Um den Rückhalt in der eigenen Bevölkerung nicht zu verlieren, kann man diesen Krieg in Politik und Leitmedien natürlich nicht so einordnen. Dass das so einheitlich geschieht zeigt, dass da auch eine enge Gleichschaltung innerhalb der Politik und zwischen Politik und Leitmedien wirksam ist.

Dass der Westen ständig doppelte Standards verwendet ist auch nichts Neues und dass Politik und Medien hier an der gleichen Propaganda arbeiten auch nicht, aber man kann nicht oft genug darauf hinweisen, wenn man der Demokratie und der Wahrheit in diesem Land noch dienlich sein will. Es braucht aber inzwischen schon viel Zivilcourage, um dieser Demagogie etwas entgegen zu setzen.

Dass diese Falschinformationen strafrechtlich verfolgt werden müssten, steht auch außer Zweifel. Dafür wurden sogar eigens Gesetze geschafften, die Hassrede und Falschinformation unter Strafe stellen. Aber wo kein Kläger, da auch kein Richter, bzw. hier werden auch doppelte Standards angewendet. Was ins eigene Propagandakalkül passt, ist keine Falschrede und alles was dem widerspricht schon.

Fritz Gerhard


5. Leserbrief

Moin,

“Quod licet jovi, non licet bovi.” – Was dem Jupiter erlaubt ist, das ist dem Ochsen nicht erlaubt.

Der Jupiter ist in diesem Fall der Westen oder dessen selbsternannter Anführer, die USA. Die Ochsen, das sind vor allem Russland, aber auch der globale Süden sowie alle anderen weltweit, die sich der US-Außenpolitik nicht unterwerfen wollen.

Da Journalisten mit Politikern bestens vernetzt sind und sie von ihnen persönlich profitieren (zusammen kann man viel besser gegen die Interessen der Bevölkerung durchregieren und so viel mehr erreichen, nicht wahr?), beißen sie logischerweise die Hand nicht, die sie füttert. Deswegen üben sie sich in Vasallentreue und bedienen die Narrative, die es braucht, um “gute” und “böse” Staaten zu definieren. Wie weit der politische Krebs im ÖRR bereits gestreut hat, das kann man daran ablesen, wie die Gremien besetzt sind, die die Inhalte bestimmen: überall haben Politiker die absolute Mehrheit.

Man kann den Journalisten also gerade nicht unterstellen, unwissend oder einfach nur doof zu sein, ganz im Gegenteil ist das eine perfide Strategie, ganz im Sinne der Mächtigen.

Allerorten Doppelmoral: Die USA und mit ihr im Verbund Deutschland liefern der Ukraine militärische Aufklärungsdaten, um russische Ziele angreifen zu können, was nicht als verwerflich gilt, denn “wir” sind ja “die Guten”, und “die Demokratie” wird sowieso im Hindukusch, pardon: in der Ukraine verteidigt (dass dort, so nebenbei, ein Polizei- & Überwachungsstaat ganz nach feuchten WEF-Träumen aufgebaut wird, interessiert an dieser Stelle natürlich nicht). Hilft jedoch Russland (und übrigens auch China, vor allem mit seinen den USA mindestens ebenbürtigen, wenn nicht sogar überlegenen Satelliten) mit militärischen Aufklärungsdaten, dann ist das “böse”.

Um es salopp zu sagen: Jemand haut einem Anderen unprovoziert ins Gesicht, und wenn sich dieser zu wehren anfängt, dann stellt man ihn als den Schuldigen hin. Normalerweise würde man so etwas durchtriebenen Kindern zutrauen, aber leider ist es auch in der heutigen Außenpolitik gängige Praxis — solange sich die eigenen, niederen Motive damit verwirklichen lassen. Jedoch: es ist weit & breit kein Kindergärtner oder Elternteil in Sicht, um dem gefährlichen Treiben ein Ende zu setzen. Jetzt wird sogar darüber spekuliert, daß Israel oder die USA Atombomben gegen den Iran einsetzten, sollten sie die konventionelle Schlacht verlieren (auch die USA und Israel haben, wie Russland, ihre Atomwaffen-Doktrin entsprechend angepaßt). Das macht mir am meisten Sorgen.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Schauberger


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Gotteskrieger in der US-Armee: ‚Trump ist von Jesus gesalbt worden, um in Iran das Signalfeuer zu entzünden‘“

12. März 2026 um 15:00

Vorschau ansehen


Zahlreiche Akteure im Oval Office, der US-Armee und der amerikanischen Medienlandschaft führen immer wieder einen angeblich religiösen Charakter des US-amerikanischen Angriffs gegen den Iran ins Feld. In seinem Kommentar vermutet Tobias Riegel, dass der geäußerte religiöse Extremismus der US-Regierung auch dazu dienen könnte, den eigentlichen Gründen „Geld, Macht, Geopolitik usw.“ für den Angriff auf den Iran „Spiritualität anzudichten“. Es gebe extremistische Christen in hohen Positionen wie US-Kriegsminister Hegseth, aber beispielsweise US-Präsident Donald Trump nutze die „mobilisierende, ablenkende und einlullende Kraft“ der Religion, obwohl er selber mutmaßlich „weitgehend ‚ungläubig‘“ sei. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken unseren Leserinnen und Lesern für die interessanten Zuschriften, die Ala Goldbrunner für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

vielen Dank für Ihre zutreffende Analyse. Ich erlaube mir, einige Gedanken hinzuzufügen.

Für jeden Menschen, der zumindest versucht, in der Nachfolge Jesu sein Leben zu gestalten, ist das, was in den fundamentalistisch-evangelikalen Kreisen der USA zum Thema zutage kommt, ein Greuel, um einen biblischen Ausdruck zu benutzen. Mit der Friedensbotschaft des Jesus von Nazareth hat das nichts zu tun.

Aber ich frage mich, ob diese “Gotteskrieger” nicht im Grunde genommen wissen, dass sie Unrechtes tun, sonst müssten Sie sich nicht auf diese Weise vergewissern.

Wie auch immer. Eigentlich müssten sie nur mal einen Blick in die Bibel werfen, dann könnten Sie sich die Gebetsshow sparen.

Z.B. hier: Proverbien, also Sprüche Salomos, Kapitel 6, um mal das Erste Testament zu zitieren:

16 Sechs ´Dinge` sind dem HERRN verhasst, und das siebte verabscheut er ganz besonders:
17 Augen voller Hochmut, eine falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen,
18 ein Herz, das heimtückische Pläne schmiedet, Füße, die eilig dem Bösen nachlaufen,
19 einen falschen Zeugen, der Lügen verbreitet, und einen Menschen, der Brüder gegeneinander aufhetzt.
(Zitiert nach der Neuen Zürcher Bibel)

Aber wahrscheinlich fühlen sich die Damen und Herren im Oval Office als Adressaten nicht gemeint.

Mit dankbaren Grüßen
J. Dierks, Pfarrer i.Unruhe


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

im Jahr 2012 wurde der Kabarettist Georg Schramm mit dem Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet. In seiner Dankesrede sprach Georg Schramm auch über das Armageddon.

Auszug aus der Dankesrede:

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

Komplette Dankesrede:

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.

Im Hinblick auf die Ereignisse im Nahen Osten findet die Vision des Armageddon offensichtlich für nicht religiös interessierte Menschen (und Medien?) keine Berücksichtigung, da sie sich wohl nicht vorstellen können, dass es Menschen gibt die genau dieses Armageddon anstreben.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Glahn

P.S.: Ich glaube in der ersten Reihe der Zuschauer Herrn Albrecht Müller erkannt zu haben.


3. Leserbrief

Liebe NDS,

ihr helft mir, die Welt gerade noch zu ertragen und haltet meine Hoffnung am Leben, dass die Unvernunft nicht mächtig genug ist, die Weltherrschaft von Black Rock für die Ewigkeit zu zementieren oder gar alles in die Ewigkeit zu schicken.

Mir helft nicht nur ihr, sondern auch heftiger Sarkasmus, die Welt zu ertragen.

Tobias Riegels Artikel über Gotteskrieger veranlasste mich zu diesem Leserbrief:

Liebe NDS-Redakteure,

als Atheist mühe ich mich intensiv, die unergründlichen Wege des Herrn zu erfassen. Mir scheint, eure von einer tiefen Friedenssehnsucht geprägte geistige Enge setzt eurem Erkenntnisgewinn die schon von den Klassikern des Marxismus erwähnten ideologischen Erkenntnisschranken.

Auch Gott ist in die Jahre gekommen und dürfte es nicht mehr schaffen, alles selbst zu machen. Und seine Unfehlbarkeit ist gewiss ein vatikanisches Narrativ. Aber Gott müht sich wenigstens um die Korrektur eigener Fehler. Sein päpstlicher Stellvertreter ist vermutlich nicht sein einziger irdischer Abgesandter zur Verwirklichung des göttlichen Planes zur Gestaltung einer optimalen Welt. Ich halte es deshalb für sehr wahrscheinlich, dass Donald T, Friedrich M, Flinten-Uschi und andere tatsächlich von ihm Auserwählte sind, die eine irdische Überbevölkerung verhindern oder gar die Eliminierung einer fehlkonstruierten Spezies bewerkstelligen sollen.

Gott könnte ja einfach auch mehr Hirn zu uns hinab werfen.

Aber auch dafür hat er Begnadete ausgewählt. Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen weiß ich, dass die NachDenkSeiten an vorderster Stelle seiner Auserwählten stehen!

Das meint ein vor mehreren Jahren von Gott als euer Leser ausgewählter und über eure Aktivitäten begeisterter

Günter Mlinarsky


4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

es ist erschütternd, was Sie da in Ihrem Artikel geschrieben haben.

Die größte Militärmacht der Welt wird von einem Psychopathen unter starkem Einfluss von von pseudoreligiösen Fanatikern regiert. Dazu muss man nicht viel sagen.

Im letzten Absatz schreiben Sie: “In Deutschland ist eine Vermischung aus Politik und Religion zumindest in dieser extremen Form noch nicht vorstellbar. Aber wenn die politische Irrationalität weiter so fortschreitet: Wie lange noch?” In Deutschland ist es leider schon so, dass die Religion, nein die Kirchenführung, der Politik folgt und den gutgläubigen Christen die Kriegstüchtigkeit schmackhaft machen will. Ich erinnere nur an das Gespräch zwischen Marcus Klöckner und dem Publizisten Peter Bürger (NDS vom 05.03.2026) über die Positionierung der EKG zum Thema Krieg. Hier ist die “offizielle” Kirche Steigbügelhalter der Politik.

Ulrich Kleinecke


5. Leserbrief

Sehr geehrte NachDenkSeiten,

schon zu Zeiten der Inquisition, ging es Kirchenoberhäuptern nur um die Rechtfertigungen, ihres Verhaltens und ihrer Taten gegenüber Andersdenkenden. Auch sie betrachteten sich “nur” als auserwählte Gottes, denen es auf Grund dieser Annahme grundsätzlich gestattet war, sich gegenüber Menschen selbst mit der Anwendung grausamster inquisitorischer Maßnahmen entsprechend zu rechtfertigen. Einzig die Idee, auserwählte Gottes zu sein, gab ihnen also quasi schon damals das Recht, nur der eigenen Selbstgerechtigkeit, als auserwählte Gottes wegen, Menschen zu quälen, zu foltern, zu verbrennen, zu ermorden. Auch das römische Imperium basierte schon auf einem solchen, gegenüber andersdenkenden Menschen stets und ständig nur Rechtfertigungen für ihre Bestrafung oder Beseitigung finden könnenden, Rechtsverständnis.

Nun ist es aus naturwissenschaftlicher Sicht allerdings so, dass der Mensch ein Produkt der Evolution ist. Ohne die Entstehung des Universums nebst aller weiteren in dessen Folge entstandenen Kettenreaktionen, würde bis heute kein einziger Mensch existieren. Wie kann es also überhaupt sein, dass die Menschheit, einzig und allein nur deshalb existiert, weil irgendwann auf der Erde einmal ein Rechtssystem geschaffen wurde, welches ziemlich offensichtlich, immer noch lediglich ein Rechtfertigungssystem, um Menschen die grausamsten Dinge antun zu dürfen, ist? Und das nun schon seit mehr als 2026 Jahren.

Mit freundlichen Grüßen
Irina Trappe-Hanel


6. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren, Herr Riegel,

sie tragen mit ihrem Text

  1. weder dem religiösen Aspekt der US-Kultur, noch
  2. der Tatsache, dass Trump Politiker ist,

genug Rechnung.

Die dominierende christiliche Denomination in USA sind die Evangelikalen.

Das, was bei uns die katholische + evangelische Kirche sind, sind in USA die Evangelikalen.

In USA gibt es die katholische Kirche auch, aber sie spielt in der Öffentlichkeit nicht so die Rolle, so wie es in Deutschland Evangelikale gibt, die hier keine Rolle spielen.

In USA gehört das Evangelikale dazu, und Politiker tun gut daran, immer wieder das Wort „Gott“ zu gebrauchen, wenn sie gut ankommen wollen.

Die Evangelikalen der USA sind eine konservative Macht, und ein US-Präsident sollte sich deren Unterstützung sichern, egal ob er selbst glaubt, was diese glauben.

Sie sind über das ganze Land verstreut, dominieren jedoch einige Bundesstaaten, „Bibelgürtel“ genannt.

Und gerade in USA sind viele Evangelikale sehr radikal: sie sehen sich in einem christlichen – jedoch meist gewaltfreien – Abwehr- und Siegeskampf gegen alles Böse auf der Welt, wozu auch alle anderen Religionen gehören, ausser der jüdischen (aus der ihre eigene hervorgegangen ist).

Wobei es auch extreme – gewaltbereite – Strömungen unter den Evangelikalen gibt.

Für einen solchen Christen kann es keine Toleranz geben, da ja nur die Erlösung durch Christus diejenige ist, die Erlösung bringt. Alle anderen Religionen – bzw. deren Angehörige – sind auf dem „Irrweg“ und müssen darum „bekehrt“ werden.

Zudem sind diese Evangelikalen konsequente Israel-Unterstützer, da sie die Juden als „Gottes Volk“ sehen (→ Bibel).

Insofern glauben diese Evangelikalen, was sie sagen, was für uns in D schwer nachvollziehbar ist: für viele US-Amerikaner ist das normal.

Und so tut Herr Trump gut daran, diese Evangelikalen „mit ins Boot“ zu holen, ob er selbst daran glaubt oder nicht.

Z.B. hatte auch G. W. Bush damals beim Irakkrieg von einem „Kreuzzug“ gesprochen.

Gruß
D.H.


7. Leserbrief

Hallo,

Christliche Religion, amerikanisch- evangelikal interpretiert und antidemokratische Machtpolitik, Big Tech assoziiert oder auch mittlerweile dahin faktisch übergegangen, konvergieren in den USA schon lange. – Vance hat sich taufen lassen, Thiel empfiehlt den Kirchgang. Und amerikanischer Christ zu sein bedeutet zunehmend, an einem Kulturkampf beteiligt zu sein. – Dazu ist die Kirche jetzt da, nicht für Nächstenliebe und Gerechtigkeit und so’n Kitsch…. Hat nicht Steve Bannon auch schon geäußert, dass Trump ein Werkzeug Gottes oder von selbigem gesandt sei? Und dass amerikanische Evangelikale das Ende der Welt durch Armageddon herbeisehnen, weil das die Wiederkehr des Messias beschleunigt, wissen wir auch schon länger…

Auch Rubio kam in München nicht ganz ohne Gott aus. – Der nämlich fehlte den anderen. Gottlose Kommunisten hätten dem Westen seine Stellung streitbar gemacht.

Auch deutsche Rechte mit guten connections zur amerikanischen Elite versuchen hierzulande, den ideologischen Funken eines kämpferischen Christentums zu entzünden. – Beispielhaft hier Leonard Jäger, Influencer und – angeblich – Christ. youtube.com/channel/UCjvVn-oLzoY0aZhVvdQPSTQ

Dass solches hierzulande funktioniert, glaube ich weniger. Das Herrenmenschenchristentum mit seinen calvinistischen Anteilen wirkt in Europa eher befremdend. Möge es so bleiben.

„Der Westen“ ist halt nicht ein Kulturraum, wie mancher, dank endloser Wiederholungen, mittlerweile eher nacherzählt als überzeugt empfindet. – Man darf auf Hauke Ritz` unglaublich aufschlussreiches Buch verweisen: Vom Niedergang des Westens zur Neuerfindung Europas: Er erläutert die unterschiedlichen ideologischen Grundlagen Europas und der Vereinigten Staaten seit den ersten Siedlern und ihrem religiös fundierten Sendungsbewusstsein.

Grüße, Cornelia Wimmer


8. Leserbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie liegen mit ihrem Beitrag zur religiösen Motivation des Krieges richtig.

Aber der Kreuzzug ist seit längerem geplant und Trump steckt mitten drin.

Als Erlöserfigur, als der er sich selbst auch sieht.

Zu tun hat dies auch mit dem missglückten Attentat auf ihn, dessen Ergebnis er als „Gottes Werk“ betrachtet, wie im Spiegel zitiert wurde. Seitdem sieht er sich wohl selber als von Gott ausgesandt.

Seitdem hat er sich immer weiter entfernt von Recht und Gesetz (er braucht das auch nicht) und seine Anhänge und Jünger folgen ihm ohnehin schon länger als eine Art Messias.

Er schart um sich schon eine treu ergebene „Gemeinde“, die heilige Familie (Kushner etc.), die er für allerlei diplomatische Aktionen einsetzt, sowie eben sein ihm treu ergebenen Gefolgsleute.

Er gründet seinen eigenen Friedensrat und ignoriert UN-Institutionen.

Dazu der Aufruf von Pete Hegseth an seine Krieger, in die Schlacht zu ziehen, zitiert nach Bild, keine Gefangenen, keine Demokratieexperimente, keine Gnade, Vernichtung, Armageddon und weiter:

„Möge der allmächtige Gott über euch wachen und seine schützenden Arme über euch erstrecken. Gottes Segen und viel Erfolg, Krieger – macht weiter“, an die US-Soldaten gerichtet.

Passend dazu die eingesetzten Hellfire-Raketen.

Mich erinnert die Rhetorik an Sportpalast und auch an : „Und wir werden in den Krieg ziehen wie in einen Gottesdienst“. Netanjahu wird es nur recht sein.

Sie selbst haben mich auch auf die Rede von Rubio auf der Münchener Sicherheitskonferenz aufmerksam gemacht, wo er die künftige Entwicklung schon einmal beschreibt:

„Fünf Jahrhunderte lang, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, expandierte der Westen – Missionare, Pilger, Soldaten und Entdecker strömten von seinen Küsten aus, um Ozeane zu überqueren, neue Kontinente zu besiedeln und gewaltige Reiche zu errichten, die sich über den Globus erstreckten.

Doch 1945, zum ersten Mal seit dem Zeitalter von Kolumbus, schrumpfte er. …

Die großen westlichen Imperien waren in ihren endgültigen Niedergang eingetreten, beschleunigt durch gottlose kommunistische Revolutionen und antikoloniale Aufstände ….

Alle Institutionen müssen erneuert werden …“ usw.

Da können wir mitmachen oder es bleiben lassen: Amerika wird es tun und hat gerade angefangen.

Und es muss schnell gehen …

Mit freundlichem Gruß,
Ailt Ladwig


9. Leserbrief

Guten Tag,

zurück ins Mittelalter, von gefährlichen Wahnsinnigen soll ein Teil der Welt, wie der Iran, in die Steinzeit zurück gebombt werden. Jedes Mittel der Vernichtung, fern ab von jeder Ethik, Moral, Menschenrechten und dem scheinbar ausser Kraft gesetzten Völkerrecht, wird hier gegen Menschen und Kulturen barbarisch gewütet.

Die Dimensionen an Tod, Leid, Zerstörung ziviler Infrastruktur, ökologischer Umweltverschmutzung und weltwirtschftlichen Verwerfungen ist einfach nach normalem, menschlichem Ermessen nicht mehr zu begreifen.

Demaskierend und rein gar nichts Gutes ist nun übrig geblieben, von dem Image der beiden ,, Guten “. Die stattfinden Taten, mit unermesslichem Leid und Zerstörung sind unleugbar. Besonders verwerflich und zum nachdenken anregend, auch der Sprachgebrauch, von dem absolut enttäuschenden Präsidenten der USA und seinem Verteidigungsmister. Tod, töten, vernichten und auslöschen. Braucht es denn noch mehr ? Wann verstehen hier denn die letzten Tatsachenverdreher, Manipulierer und Täuscher endlich, dass es Zeit wird, wenigstens ein Hauch von Ehrlichkeit und Selbstreflexion den Menschen entgegen zu bringen.

Fasst euch endlich an die Nasen, ihr Politiker, Medienschaffende, publike Persönlichkeiten, Kirchen, weitere und Gesellschaft.

Es wird allerhöchste Zeit, dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten und Zeichen zu setzen, für Frieden und Menschlichkeit über alle

Grenzen und Kulturen hinaus.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


10. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrte Redaktion,

danke für diesen wichtigen Artikel und die zahlreichen darin enthaltenden Links. Tobias Riegel scheint noch einige Zweifel zu haben, ob die das wirklich ernst meinen oder es sich nur um spirituelles Theater handelt. Ich befürchte, dass es vielen einflussreichen US-Amerikanern damit tatsächlich todernst ist und möchte im Folgenden einige ergänzende Hinweise dafür geben.

US-Präsident George W. Bush berief sich im Jahr 2003 ausdrücklich auf Gott, als er erklärte:

“Ich habe einen Auftrag von Gott. Gott sagte zu mir: >George, geh und bekämpfe diese Terroristen in Afghanistan.< Und das tat ich. Und dann sagte Gott zu mir: >George, geh und beende die Tyrannei im Irak.< Und das tat ich.”

(Guardian vom 07.10.2005; online unter: theguardian.com/world/2005/oct/07/iraq.usa; zitiert nach Rainer Mausfeld, Hybris und Nemesis, S. 160)

Nach einem Bericht des US-Magazins “GQ” habe der damalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld seine streng geheimen Lageberichte für den Präsidenten zum Verlauf des Militäreinsatzes im Irak auf den Titelseiten mit Bibelzitaten versehen. Durch die Gestaltung der Berichte, die Bibelverse mit kriegerischen Bildern kombinierte, habe sich Rumsfeld offenbar besondere Überzeugungskraft für den streng religiösen Bush erhofft.

n-tv.de/politik/Bibel-Verse-fuer-Bush-article290040.html

Jürgen Todenhöfer schrieb auf Facebook: “Auch George W. Bush führte seinen kriminellen Irakkrieg im Namen der Bibel. In Telefonaten brachte er den französischen Präsidenten Chirac mit seinen Prophezeiungen aus der Bibel völlig durcheinander. Der evangelische Fundamentalist Bush sah sich als Werkzeug Gottes, um den Mittleren Osten und Israel vor den biblischen Schreckensgestalten ‘Gog und Magog’ zu retten. Chirac war verzweifelt. Weil er die zwei apokalyptischen Ungeheuer gar nicht kannte.”

facebook.com/JuergenTodenhoefer/photos/a.10150173554135838.304529.12084075837/10153911852990838/?type=3&theater

Wussten Sie, dass ein US-Waffenhersteller mit einem Bibelvers auf seinem Sturmgewehr Typ Crusader (zu deutsch: Kreuzritter) muslimische Terroristen vom Gebrauch der Waffe abhalten will, falls diese in ihre Hände fallen sollte? Als Bibelvers wurde Psalm 144,1 gewählt: “Gepriesen sei der Herr, mein Fels, der meine Hände unterweist zum Kampf, meine Finger zum Krieg.”

welt.de/politik/ausland/article146066717/Eine-Waffen-Inschrift-soll-Islamisten-fernhalten.html

Während unsere Medien seit 9/11 den Menschen vor religiösen Fundamentalisten mit islamischem Hintergrund Angst machten, saßen die gefährlichsten religiösen Fundamentalisten im Weißen Haus und gaben vor, “christlich” zu sein.

Man sollte Werner Rügemer ernst nehmen, auch wenn er unglaubliches berichtet. Über Pete Hegseth schrieb er am 31. August 2025:

“Pete Hegseth, „Verteidigungs“minister, bezeichnet sich selbst, wahrheitsgemäß, als Kriegsminister. Er versteht sich als „Agent des Wechsels“: Das US-Militär muss „tödlicher werden“ und eine „Krieger-Kultur“ entwickeln. In seinem Buch „American Crusade [Amerikanischer Kreuzzug]“ (2020) verkündet er: Heiliger Krieg gegen China, die Linke, den Islam! Den Iran bombardieren! Hegseth will die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem zerstören und dort auf dem Tempelberg den Dritten Tempel Zion errichten. Er zeigt auf seiner Brust ein großes Tattoo: Neben der US-Flagge das Große Jerusalem-Kreuz, das Wappen des im Jahre 1099 von Kreuzfahrern gegen den Islam errichteten christlichen Königreichs Israel. Ein weiteres Tattoo zeigt das Schwert im christlichen Kreuz mit „Jesus“ im hebräischen Schriftzug: „Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert“.

Donald Trump: Der Völkermord-Organisator als Friedensfreund?

Anmerkungen:

Die Geschichte der Kreuzzüge ist wohl eines der grausamsten Beispiele dafür, wie die katholische Kirche die Lehre Jesu aus machtpolitischen Gründen in ihr Gegenteil verkehrt hat und diese falsche Lehre dann als Gottes Willen ausgegeben hat. Die im Glauben an diese Lüge von den Kreuzrittern verübten Gräueltaten und Massaker haben das Verhältnis zwischen der “christlichen” und der “muslimischen” Welt auf lange Zeit vergiftet. Wer heute die Kreuzzüge glorifiziert oder sogar von einer Neuauflage träumt, ist ein Fall für die forensische Psychiatrie. Wenn solch ein Mensch zum Verteidigungs- bzw. sogar Kriegsminister des Landes mit dem weltweit größten Militärbudget ernannt wird, ist die Katastrophe vorprogrammiert.

Warum tätowieren sich religiöse Fanatiker wie Pete Hegseth nicht Aussagen von Jesus aus der Bergpredigt auf ihren Körper, oder das Gebot “Du sollst nicht töten”?

Zu dem Begriff “Fundamentalismus” findet man auf Wikipedia (de.wikipedia.org/wiki/Fundamentalismus) folgende Aussage: “In einem ursprünglichen Sinne bezeichnet Fundamentalismus Richtungen bzw. Bewegungen des amerikanischen Protestantismus, die davon ausgehen, dass die Bibel als unmittelbares Wort Gottes irrtums- und fehlerfrei sei.” Den Fundamentalisten geht es offensichtlich darum, dass auch die vielen düsteren Stellen in der Bibel als zweifelsfrei göttlich gelten, in denen angeblich Gott zu Krieg und Völkermord aufruft. Denn dann können sie sich bei ihren eigenen Kriegen und Völkermorden auf die Bibel bzw. einen göttlichen Auftrag berufen.

Zum Fundamentalismus gehört für mich auch der Glaube an eine ewige Verdammnis. Fundamentalisten haben kein Problem damit, die unendliche Liebe Gottes zu preisen und im nächsten Satz anzumerken, dass genau derselbe Gott mit gewissen Menschen unendlich grausam verfährt, indem er sie in der ewigen Hölle schmoren lässt. Warum sollte ein Glaubender, der diese Höllen-Lehre ernst nimmt, einem Fremden anderen Glaubens wohlwollend begegnen, wenn nach dieser Lehre selbst der unendlich gütige und barmherzige Gott diesen angeblich als minderwertig und ewig verdammenswert ansieht? Und die Geschichte belegt es tatsächlich vielfach, dass Kirchen und Kirchenmitglieder aus dieser Lehre die Legitimation abgeleitet haben, ihren andersgläubigen Mitmenschen schon im Diesseits das Leben zur Hölle zu machen. (Die Lehre von der ewigen Verdammnis für Andersgläubige findet man bis heute auch in der katholischen und der evangelischen Kirche.)

Die Lehre Jesu in ihr Gegenteil zu verkehren und als Gottes Willen auszugeben, ist kein Alleinstellungsmerkmal der katholischen Kirche. Seit der Entstehung der USA haben auch die sogenannten Pilgerväter und deren Nachkommen reichlich davon Gebrauch gemacht. Die Ureinwohner Amerikas und später auch die importierten Sklaven können ein trauriges Lied davon singen.

Anstatt diese gigantische Schuld historisch aufzuarbeiten, wollen wohl die meisten US-Amerikaner bis heute glauben, dass alles nach Gottes Willen geschehen wäre. Die Schuld wird nicht nur verdrängt, sondern anscheinend sogar zu einer gloriosen Heldentat im Auftrag Gottes umgedeutet, was sich offenbar zusammen mit weiteren Faktoren in einer Art und Weise auf das Selbstverständnis der US-Amerikaner ausgewirkt hat, dass sie bis heute glauben, die USA seien das von Gott auserwählte Land, das dem Rest der Welt den Weg zum Heil zeigen müsse.

Werner Rügemer schreibt in seinem Buch “Verhängnisvolle Freundschaft”:

“Dazu gehört die seit Staatsgründung bei wichtigen Anlässen eingesetzte Formel: Wir sind »God´s own Country« – Gottes eigenes Land. Eine andere Formel dafür aus der Bibel, mit Bezug auf die Bergpredigt des Jesus Christus: Die USA sind »Die Stadt auf dem Hügel« (city upon the hill). Das ist das modernisierte Gottes Gnadentum des feudal-»christlichen« Mittelalters.

Der besonders aufgeklärt auftretende Präsident Barack Obama zum Beispiel rief den zukünftigen Offizieren der Militärakademie West Point am 28.5.2014 während der US-geführten Kriege im Irak und in Afghanistan zu: »Gott möge Sie segnen. Gott segne unsere Männer und Frauen, die die Uniform tragen. Und Gott segne die Vereinigten Staaten von Amerika.«

Dabei bezeichnete Obama wie andere Präsidenten die USA als »die außergewöhnliche Nation«. Sie steht über allen anderen Nationen (exceptionalism). Wie der Papst der katholischen Kirche als Vertreter Gottes auf Erden und deshalb als unfehlbar gilt, so verstehen sich auch die US-Führungen als Stellvertreter Gottes und als unfehlbar, wenn sie ihrer Aufgabe nachgehen, als einzige Supermacht die Welt führen und ordnen zu müssen – auch wenn dazu Raub, Militäreinsätze, Kriege, Massaker und Versklavung nötig sind oder sich als Kollateralschäden »ereignen«. Das ist alles erlaubt, denn: Wir handeln im Auftrag Gottes.“

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Böhm

Unbedingt anschauen:

Armageddon – Evangelikale und die letzte Schlacht

Externer Inhalt

Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube übertragen.


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „„Könnte Kriegsverbrechen sein“ – Angriff auf Grundschule im Iran, „Wertegemeinschaft“ schweigt“ und „Angriff auf eine Grundschule im Iran – deutsche Medien blenden aus“

11. März 2026 um 14:55

Vorschau ansehen

Marcus Klöckner

beschäftigt sich in seinem Kommentar mit dem Angriff auf eine Grundschule in Minab im Süden des Iran am 28. Januar 2026, bei dem ca. 165 bis 170 Kinder starben und etwa 100 bis 150 verletzt wurden. Laut UN-Aussagen liegt hier „ein mögliches Kriegsverbrechen“ vor, die UNESCO spricht von „schwerer Verletzung des humanitären Völkerrechts“. Unser Autor kritisiert , dass westliche Regierungen nicht angemessen darauf reagieren, Leitmedien nicht ausreichend darüber berichten. „Eine gewichtige Rolle spielen ermordete Zivilisten in der westlichen Wertegemeinschaft häufig nur dann, wenn sie dazu dienen, die Grausamkeit des „Feindes“ vor Augen zu führen“, das sei ein „Offenbarungseid“. In Folge fordert er diesem Kommentar von Medien und Journalisten, sich auf ihre Kernaufgaben zu besinnen: saubere journalistische Berichterstattung bedeutet, Ereignisse umfassend darzustellen, Betroffenen eine Stimme zu geben und politische Hintergründe kritisch einzuordnen. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Wir danken unseren Leserinnen und Lesern für die interessanten Zuschriften, die Ala Goldbrunner für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Liebe Mannschaft der NachDenkSeiten,

Die Grünen schüren eine „Sexismus“-Kampagne im Wahlkampf – mit aus dem Zusammenhang gerissenen und obendrein völlig harmlosen Zitaten aus acht Jahre alten Berichten.

Was sind dagegen über 160 iranische Mädchen zwischen 7 und 12 Jahren (bei Jungen wäre das genauso schlimm), die erst vor wenigen Tagen in ihrer Schule durch US- oder israelische Raketen gewaltsam getötet wurden? Man könnte auch sagen: ermordet wurden, und zwar durch einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.

Das stört die Grünen nicht, aber wenn bei uns im „weltoffenen“ Deutschland ein Mann vor acht Jahren in einem Interview gesagt hat, daß eine 16-jährige braune Augen hat, drehen die Grünen durch. Und die Medien machen mit, und die Grünen werden für so etwas sogar gewählt; ausgerechnet von jungen Leuten im universitären Umfeld, wo man doch höhere Intelligenz vermuten würde. Oder ist es doch eher Standesdünkel und dieser Drang nach Selbstinszenierung, um straflos Feindbilder zu schüren, um Leute abzuschießen?

Zeigt das nicht auch die ganze Verlogenheit und Heuchelei dieser „Sexismus“-Kampagnen? Und sind das nicht auch Symptome eines sehr beschränkten Horizonts im Wahrnehmen, Denken und Empfinden gegenüber wirklichen Opfern? Nicht nur bei den Grünen, sondern bei unseren Medien und in der Gesellschaft insgesamt?

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Fauser
Stadtroda


2. Leserbrief

Guten Tag,

nein, sie tun es einfach nicht, objektiv und ehrlich berichten, die gut bezahlten Auftragsschreiber.

Spiegel und Konsorten sind mittlerweile fast ausschließlich für die Papiertonne geeignet.

Von dem durch Gebühren finanzierten ÖRR, der einen ganz klaren Informationsauftrag hat, darf und muß man mehr erwarten, nämlich gute Recherche und breitgefächerte, sachorientierte Information ohne ideologisierten Hintergrund. Auch hier kann davon ausgegangen werden, es ist nicht nur das „Nicht-Wollen“, die können das einfach nicht mehr. Redaktions-, Schreibtisch- und großmäulige Experten, die natürlich keine sind, braucht es hierzu nicht. Da gehören Journalisten vor Ort, die Einfühlungsvermögen, landesspezifische Kenntnisse und vor allem Mumm haben. Dabei denke ich an den großartigen Peter Scholl-Latour.

Fazit, die durch Gebühren aufgeblähte, milliardenschwere Murkskiste ÖRR braucht in dieser Form niemand mehr.

Auf einem Auge blind und mit dem Zweiten einäugig unterwegs, so auch im Fall der iranischen Grundschule und des unprovozierten Angriffskrieges der beiden ,, Guten ” gegen den Iran.

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Stöbe


3. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Klöckner,

was Sie mit Ihrem Beitrag sagen wollten, ist mir nicht so ganz klar geworden.

Sie schreiben: “Unabhängig von der Urheberschaft und den Gründen für den Angriff drängen sich Fragen auf: Wer waren die Kinder? Was haben sie getan, als die Raketen einschlugen? Wer waren ihre Lehrer? Wer ihre Eltern? Wurden die Kinder schon beerdigt? Wann war die Beerdigung? …”. Was soll das bringen? Es war ein schweres Kriegsverbrechen.

Sie hätten in dem Artikel bemängeln können, dass in den Medien mal wieder Begriffe und Redewendungen, wie “angeblich”, „vermeintlich”, oder “mangelnde Pressefreiheit in Iran” verwendet wurden.

Auch schreiben Sie: ” Was sagen die Opfer und die Hinterbliebenen etwa im Hinblick darauf, dass die Angriffe auf ihr Land doch im Zeichen der „Befreiung“ verstanden werden sollen? Nehmen die Iraner vor Ort die Angriffe hin? Akzeptieren sie die toten Kinder und Lehrer, weil das „nun mal“ der „Preis“ ist, der für die „Freiheit“ des Landes zu zahlen ist?” Die Antwort können Sie sich doch selbst gegeben.

Die Hinterbliebenen der getöteten Kinder und Lehrer werden großen Schmerz und Trauer empfinden. Sie sollten da nicht spekulieren. Spekulationen sollten Sie den “Qualitätsmedien” überlassen, und diesen dann wahre Fakten entgegen halten.

Ulrich Kleinecke


4. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

nehmen Sie es doch nicht immer alles so genau.

Das ist doch bestenfalls eine 1,5 auf der Gaza und eine 0,001 auf der Hiroshima-Skala.

Es gab und gibt auch keine Wertegemeinschaft. Es sei denn, Sie meinen Geldwerte. Man sollte sich auch nicht mit doppelten Standards beschäftigen. Man hat entweder einen Standard oder halt keinen. Gleiches gilt für Moral, wie man hier auch wieder ganz gut sehen kann. Sind alles nur Komponenten der ewig gleichen BS-Bestrahlung.

Und zu Danny Danon [Anm.d.Red.: israelischer Politiker der Likud-Partei; Ständiger Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen] kann man in diesem Sinne nur folgendes sagen: Wenn Israel gerne die Vormachtstellung im Nahen Osten auf dieser Basis einnehmen will, sollte es sich nicht wundern, wenn es statt Groß-Israel Groß-Palästina bekommt.

Mit freundlichen Grüßen
Kai P.


5. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner, vielen Dank für Ihren Artikel.

Was sagt die EKD-Spitze (Bischöfin Fehrs, Auslandsbischof Kopania) in den „aktuellen Nachrichten der evangelischen Kirche“(Stand 9.3.2026 15 Uhr)?

Kein Wort zum Angriff auf die Grundschule.
Kein Wort zum Völkerrechtsaspekt.
Kein Wort zu geopolitischen und ökonomischen Zusammenhängen und Hintergründen.
Kein Wort zu Kriegs-PR.
Kein Wort zu Äußerungen der Bundesregierung.
Kein Wort zu Untergrabung von Diplomatie und Bellizisierung von Politik.

Udo und Ulrike Böttcher, Meißenheim


6. Leserbrief

Hallo,

und genau daran sehen wir in welche Richtung der „Qualitätsjournalismus“ und die „Wertegemeinschaft“ seit vielen Jahren marschiert..:

Menschen aus Iran, Irak… usw. sind schlicht nicht wichtig.

Das ist ganz im Sinne der bösartigen Madelaine Albright, die auf die Frage bezüglich der US-Sanktionen gegen Irak in den 1990iger, bei denen rund 500.000 Kinder starben, sagte, dass es das wert war…

Das ist alles Bestandteil einer faschistischen Ideologie…

Grüße
T. Rath


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Forderung: Wehrdienst bis 70 – ist das „Wehrkraftzersetzung“ aus dem Innern?“

10. März 2026 um 14:00

Vorschau ansehen

In seiner Glosse beschäftigt sich Marcus Klöckner mit der in seinen Augen absurden Debatte über eine mögliche Erhöhung des Wehrdienstalters auf bis zu 70 Jahre. Unser Autor bezweifelt und verzweifelt auch daran, dass Deutschlands aktuelle Politik, die sich diplomatischen, friedensstiftenden Maßnahmen verweigert, die angestrebte „Kriegstüchtigkeit“ und militärische Stärke nun auch noch mit nicht mehr kriegstauglichem Personal erreichen will. Abgedruckte Leserbriefe geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Kürzungen aus redaktionellen Gründen bleiben vorbehalten. Herzlichen Dank für Ihre Zuschriften, zusammengestellt von Ala Goldbrunner.


1. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

da bin ich dafür und dabei !

Ich werde bald 70 und natürlich noch topfit um als Generalfeldmarschall mitzumachen.

Unter diesem Rang mache ich es nicht. Freue mich schon auf den Sold und die anschließende Pension.

Tagesablauf: 7 Uhr, Dienstautomobil bringt mich zur Kaserne, unterschreibe die Tageslosung und andere unwichtige Papiere.

8 Uhr Frühstück in der Offizierskantine mit geheimer Lagebesprechung ( Im Westen nichts neues )

11 Heimfahrt im Dienstautomobil

Der Rest des Tages vergeht mit putzen der Uniform und Orden. (Macht bestimmt meine Frau, die ich dafür zum Major, befördere.

Hoffe viele andere, neue Generalfeldmarschälle kennenzulernen.

Mit freundlichen Grüßen
Generalfeldmarschall in spe
Rudolf Jahn


2. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

der Wahnsinn kennt keine Grenzen.

Während Offiziere der Bundeswehr nach $ 45 Soldatengesetz (ja nach Dienstgrad) bereits mit 56 Jahren in der Rente gehen können, sollen Menschen noch mit 70 Jahren einberufen werden können.

Soll hier der ukrainische Brauch übernommen werden, wonach beim Einsatz an der Front eine Überlebenszeit von ca. drei Stunden anzunehmen ist??

Übrigens: deutlicher kann die Situation, die Klöckner beschrieben hat, nicht dargestellt werden: „Wer noch mit dem Löffel den Milch im Kaffee umrühren kann, kann auch noch sein Gebiss nach dem Feind werfen.“ Das ist treffend.

Weiter so.

Joachim Groß


3. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner!

Liebe Redaktion!

Vorab: herzlichen Dank für Ihre kritischen Beiträge, die den Standard-Medien-Alltag bereichern – und dass Sie Ihren Humor noch nicht ganz verloren haben!

Apropos Humor/Satire:

Ja, klar – warum nicht Wehrdienst für 70+

Damit schlüge Deutschland zwei Fliegen mit einer Klappe:

Denn wenn eine ausreichende Anzahl von RentnerInnen von der Front nicht mehr heimkehrt, spart das immense Summen im sozialen und Gesundheitsbereich:

weniger Pensionsleistungen, geringere Kranken- und Pflegekosten – und mit ein bisschen Glück spart man sich auch noch die Beerdigungskosten …

Mit herzlichen Grüßen aus Wien
Angela U.


4. Leserbrief

Guten Tag,

im günstigsten Fall ist es nur Schwätzerei und kann als diese gehändelt werden, nämlich ab in die Tonne.

Andererseits könnte es sich aber auch, um eine mittlerweile unter dem überwiegenden Teil in Politik und Medien um sich greifende Paranoia und Verdrehung von Realitäten handeln. Dann wäre das Ganze behandlungsbedürftig. Die Zeitgenossen, die solch einem Unsinn auf den Leim gehen, dürfte auf Grund der Dauerberieselung, der Kriegstreiberei und Propaganda nicht gering sein. Ansonsten ist diese Forderung, in Anbetracht der gesellschaftlichen Strukturen, in Bezug auf Leistungsfähigkeit und oft gesundheitlicher Einschränkungen der genannten Gruppe völliger Unsinn.

Gut beraten wären die fordernden Herrschaften, sich schnellstens wieder um Diplomatie und Völkerverständigung, nach allen Seiten zu bemühen. Gebt der Jugend die Chance auf eine friedvolle Zukunft und laßt die älteren Menschen in Ruhe, die ihnen noch verbleibende Zeit verbringen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stöbe


5. Leserbrief

Ein Hinweis fehlt im Artikel: Ein toter (gefallener) 70jähriger Soldat braucht keine Rente mehr. Zu scharf formuliert? Wenn ich die Denkweise und Äußerungen so manches Politikers hierzulande zugrunde lege, eher nicht.

Ludwig Däubler


6. Leserbrief

Guten Tag NDS!

Vor 20 Jahren fragte mich mein damals 17 jähriger Neffe:

Onkel, was hältst du davon wenn ich zur Bundeswehr gehe. Ich will mich als Berufssoldat 4 Jahre verpflichten. Was meinst du, muss ich dann auch nach Afghanistan?

Ich antworte:

Welche Antwort erwartest du von einem Kriegsdienstverweigerer? Klar muss du damit rechnen das du als Berufssoldat auch nach Afghanistan kommst.

Mache es nicht.

Er ging trotzdem und war auch in Afghanistan. Dort wurde er verletzt (war Fallschirmspringer), kam nach Deutschland zurück und wurde in der Bundeswehr entlassen. wegen seiner Verletzungen.

Wie naiv sind junge Menschen. Und das wurde schon immer von Militär ausgenutzt.

Im Dritten Reich hieß es: sie starben fürs Vaterland. NEIN

Sie starben für einen Terrorstaat.

Und heute sterben sie wieder für die Rüstungsindustrie und für völlig durchgeknallte Politiker (…).

Es hat sich nichts geändert in den letzten 5.000 Jahren.

Mit meinem Neffen habe ich keinen Kontakt mehr, weil ich ihn für doof erklärt habe.

Ja, doof sind alle Menschen, die zum Militär gehen.

Jetzt, wo es in Deutschland wieder um eine neue Wehrpflicht geht, warne ich alle Menschen, die theoretisch zur Bundeswehr gehen können, davor und fordere sie auf „NEIN“ zu sagen und immer wieder erzähle ich das Gespräch mit meinem Neffen.

MfG Dieter Klaucke


7. Leserbrief

Hallo Herr Klöckner,

einen ganz wesentlichen – und im Sinne der herrschenden Politik – maßgeblichen Aspekt haben Sie gar nicht erwähnt. Das leidige Rentenproblem der unnützen, nichtsnutzigen Rentner, die den Jungen gierig, maßlos und permanent ‘die Butter vom Brot’ wegessen (Politiker natürlich ausgenommen), würde sich so, im Dienste für’s fürsorgliche Vaterland, elegant und sinnvoll lösen lassen. Wahlweise als ‘Kanonenfutter’ – alternativ als ‘Kolateralschäden’ durch Herzinfarkt im Bombenhagel. Die Bestattungskosten hielten sich, dank Beisetzung in Massengräbern, auch in überschaubaren Grenzen. Bliebe nur noch die Frage der lästigen Witwenrenten. Aber für die wüssten unsere edlen politischen ‘Kreuzritter’ sicherlich auch eine sozial verträgliche Lösung auf Bürgergeldniveau. Man muss den Krieg – analog Russland-Ukraine – nur lange genug aufrecht erhalten und nicht mit ‘diplomatischem Gesülze’ vorzeitig und, für die Waffenschmieden und deren Aktien-Parasiten, ineffektiv beenden.

Starker Tobak? – Fragen Sie in ein paar Jahren einmal die KI danach, wo die Reise hingeht … .

Satire? – ich hoffe, die Realität verschont uns noch eine Weile.

Ulrich Herbst (auch ‘saufauler’ und ‘lumpenpazifistischer’ Rentner)


8. Leserbrief

Vielleicht hat der Herr Otte einfach nur das Datum verwechselt und gedacht, es ist 1.April. Immer wenn man denkt im Niveaulimbo der Politiker ist der Tiefpunkt erreicht, kommt einer daher und unterbietet es noch.

Aber vielleicht ist ja die Absicht dahinter, das der “Feind” wegen ständigen Hosenwechsel, die ja dann vor lauter Lachen immer voll sind, nicht zum Angreifen kommt. Das ist natürlich auch eine Strategie, wenn man sonst nicht viel zu bieten hat.

Ansonsten, herrliche Glosse, ich habe köstlich gelacht.

Vielen Dank und weiter so!


9. Leserbrief

Hallo,

reden wir offen :

Das ist formvollendete Komplettverblödung !

…weil es ja tatsächlich ernst gemeint ist…

…aber das überrascht nicht, es ist politisches Tagesgeschäft.

Grüße
T. Rath


10. Leserbrief

Lieber Herr Klöckner,

danke für diese kernige Glosse. Anders als mit beißendem Spott ist dieser tägliche Wahnsinn nicht zu ertragen.

“Könnte man nicht …, also könnte Deutschland nicht …, also könnte die Politik nicht …”

Da fällt mir Wolfgang Neuss ein, vor ca. 60 Jahren:

“Könnte man nicht die Todesstrafe einführen, für Leute, die sie vorschlagen?”

Gruß,
Rolf Henze


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:

Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer „Gebrauchsanleitung“.

(Auszug von RSS-Feed)
❌