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Kältereport Nr. 5 / 2026

01. Februar 2026 um 13:00

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Vorbemerkung: Dieser Kältereport ist wohl einer der längsten seit ich mit dessen Zusammenstellung begonnen habe. Ein Kriterium für den Grad einer eventuellen globalen Abkühlung ist die Länge aber wohl nicht. Auffällig ist, dass nicht so sehr die Kälte, sondern häufiger als sonst (mein persönlicher Eindruck) ungeheure Schneemassen im Spiel sind. Schwerpunkte sind Asien, Südostasien und die USA. Bei der hier offenbar herrschenden Gas-Mangellage sollten auch Kältefreaks vielleicht nicht so unglücklich sein, dass die Kälte (außer nordöstlich der Elbe) uns bisher verschont und vorerst auch weiter verschonen wird.

Meldungen vom 26. Januar 2026:

USA: Arktische Kälterekorde akkumulieren

Eine massive Störung des Polarwirbels hat einen Großteil der nördlichen Hemisphäre in einen tiefen Winter gestürzt, wobei die USA einen der kältesten und schneereichsten Januar-Monate seit Jahrzehnten erleben.

In den gesamten Vereinigten Staaten hat sich nach einem heftigen Wintersturm Rekordkälte eingestellt, die einen Großteil der zentralen und östlichen Bundesstaaten erfasst hat.

Die Kälte ist im Zuge des jüngsten Wintersturms ungewöhnlich weit in den Süden vorgedrungen.

Die Tiefsttemperaturen in Texas, Oklahoma, Arkansas und Louisiana fallen auf Werte um die 10er Grad Fahrenheit [-7 bis -12°C]. Dutzende von Tiefsttemperaturrekorden wurden gebrochen, an einigen Orten sogar an mehreren Tagen in Folge. Die Tageshöchsttemperaturen steigen seit mehreren Tagen in Folge nicht über den Gefrierpunkt, was so weit im Süden außergewöhnlich selten ist.

Die arktische Luft breitet sich nun nach Osten aus.

Ein Großteil des Nordostens liegt 8 bis 14 Grad Celsius unter dem Durchschnitt, wobei sich Minustemperaturen vom Bundesstaat New York bis in den Norden Neuenglands ausbreiten.

Auch die Schneemassen sind beeindruckend. In Teilen von Ohio sind bereits fast 60 cm gefallen. Derzeit ist jedoch Neuengland das Hauptziel, wo für Boston und Albany 40 bis 60 cm und für Hartford und Portland 30 bis 45 cm vorhergesagt werden.

Die Eisbedeckung auf den Großen Seen hat bereits ihr durchschnittliches saisonales Maximum erreicht – und das mehr als einen Monat vor Ende des Winters:

Texas und Oklahoma stechen als einige der Regionen mit den ungewöhnlichsten Kälteeinbrüchen hervor, mit Temperaturen, die 15 bis 20 Grad Celsius unter den Normwerten für Ende Januar liegen:

Die US-Amerikaner können sich leider immer noch nicht von ihren mittelalterlichen physikalischen Einheiten trennen. Die Angaben in der Graphik teile man durch 2, genauer durch 1,8 – dann bekommt man in etwa die Abweichung in Grad Celsius. A. d. Übers.

Der Meteorologe Ryan Maue unterstrich anhand der historischen Temperaturaufzeichnungen der NOAA von 1951 bis 2026 (siehe unten) die Seltenheit dieses Ereignisses. Er wies außerdem darauf hin, dass dies der zweite Januar in Folge ist, in dem in den Vereinigten Staaten extreme Kälte herrscht.

[10°F ≈ -12°C]

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Kanada: Ebenfalls Rekordkälte und Schnee

Auch nördlich der Grenze wurde es extrem, wobei Toronto seine Schneefall-Annalen neu geschrieben hat.

Am Sonntag um 20 Uhr erreichte die Schneehöhe im Queen’s Park einen Höchstwert von 69 cm – eine für die Stadt außergewöhnliche Schneemenge.

Unten ein Foto von Autos, die am Sonntag im High Park unter einer Schneedecke begraben waren, nachdem die höchste jemals gemessene Tages-Schneemenge gefallen war:

Am Toronto Pearson International Airport erreichte die Schneehöhe gestern 41 cm und stellte damit einen neuen Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1937 auf. Der Flughafen übertraf damit deutlich den bisherigen Rekord von 39,9 cm vom Februar 1965.

Dies war nicht nur starker Schneefall – es war historischer Schneefall.

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Spanien: Schneemassen in höheren Lagen

In den Höhenlagen der spanischen Sierra Nevada schneit es weiterhin heftig, wobei die Schneehöhe bereits 1 m erreicht hat.

Die Hauptzufahrtsstraße A-395 wurde in beide Richtungen gesperrt, da starker Schneefall und Eis Fahrzeuge stranden ließ und die Räumungskräfte überforderten. Auch Nebenstraßen wurden für unpassierbar erklärt.

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Wintereinbruch sogar bis nach Südasien

Sehr kalte Luft erfasst Südasien und bringt seltene Frostperioden, zunehmende Schneefälle und tödliche Winterauswirkungen von Indien bis nach Pakistan und Afghanistan.

In Indien hat die Kälte weit über den hohen Himalaya hinaus Einzug gehalten.

In Dharamshala sank die Temperatur am Montag auf -0,2 °C, nachdem sie am Sonntag bereits -0,6 °C betragen hatte. Minusgrade sind hier selten, zuletzt wurden sie im Winter 2011-2012 gemessen. Die kalte Luft ist auch tief in die Ebenen vorgedrungen, in Fatehpur wurden am Sonntag -2,4 °C gemessen.

Auch im benachbarten Pakistan herrscht Frost. Nathiagali wird derzeit von Schneestürmen heimgesucht. In Parachinar, nahe der afghanischen Grenze, fallen seltene starke Schneefälle.

Jenseits der Grenze in Afghanistan selbst hat der Winter tödliche Folgen.

Laut Angaben der Katastrophenschutzbehörde des Landes haben die starken, rekordverdächtigen Schneefälle der letzten drei Tage mindestens 61 Menschenleben gefordert und viele weitere verletzt. Hunderte von Häusern wurden beschädigt oder zerstört, die Verluste an Viehbeständen nehmen zu, und in 15 der 34 Provinzen Afghanistans sind Dörfer weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten.

Beamte warnen, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. Allerdings haben diese Bedingungen auch einen Vorteil: Von den Bergen bis zu den Ebenen bringt der Rekordschnee nach einer langen Dürreperiode Hoffnung für die Wasserressourcen und die Landwirtschaft.

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Japan: Rekord-Schneefälle in Sapporo

Am 25. Januar wurden in Sapporo innerhalb von 24 Stunden 54 cm Schnee gemessen – der stärkste jemals an einem Tag im Januar gemessene Schneefall.

Laut der japanischen Wetterbehörde reichen die offiziellen Schneefallaufzeichnungen von Sapporo bis ins Jahr 1876 zurück, als dort mit systematischen Beobachtungen begonnen worden war. In diesem fast 150 Jahre umfassenden Archiv hat es noch nie einen Tag im Januar gegeben, an dem mehr Schnee gefallen ist.

Das gleiche Ereignis brachte 38 cm in nur 12 Stunden, ebenfalls ein Januar-Rekord. Die Schneehöhe in der Stadt hat nun 1 m überschritten, was die Straßenräumung, den Bahnverkehr und den Flughafenbetrieb in ganz Hokkaido lahmlegt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/arctic-records-pile-up-across-united?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 27. Januar 2026:

USA: Frostverschärfung

Arktische Luft hält weiterhin die USA im Griff und sorgt für weit verbreitete Kälte, starken Schneefall und zunehmende Auswirkungen.

Am Montagabend lag die Durchschnittstemperatur in den 48 kontinentalen Bundesstaaten bei -2,3°C, was 5,8°C unter dem Normalwert liegt.

Diese Kälte wird sich am Wochenende noch einmal verstärken.

Am Dienstag sinkt die nationale Durchschnittstemperatur auf -10,2°C:

Tiefstwerte am 27. Januar 2026 in Grad Fahrenheit. Zur „Übersetzung“ in Grad Celsius bitte googeln.

Vom 23. bis 26. Januar gingen bei den NWS-Büros von New Mexico bis New England fast 1.000 Meldungen über Eisansammlungen und/oder Schäden durch Eisstürme ein:

Auch die Schneemengen nehmen weiter zu.

Vorläufige Berichte sprechen bereits von mehr als 50 cm in Teilen von New England, New York und Pennsylvania, wobei in Boston die saisonalen Gesamtmengen erneut zunahmen. Mehrere Stationen nähern sich den Tages- und Mehrtages-Schneefallrekorden, wobei die endgültigen Zahlen noch zusammengestellt werden.

Der Seeeffekt-Schnee bleibt in Lee der Großen Seen aktiv und wird bis zum Gefrieren derselben anhalten.

Die anhaltende Kälte und das winterliche Wetter haben bereits Todesopfer gefordert. Die Zahl der Todesopfer liegt derzeit bei 50, wird aber voraussichtlich noch steigen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/us-freeze-set-to-deepen-texas-renewables?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 28. Januar 2026:

Alaska: Schneereichster Januar jemals in Anchorage

Anchorage in Alaska wurde am 27. Januar von einem weiteren schweren Schneesturm heimgesucht, wodurch die Stadt den schneereichsten Januar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952 verzeichnete.

In weniger als 24 Stunden fielen mehr als 18 cm Schnee, wodurch die Gesamtmenge im Januar auf 100 cm stieg und der bisherige Monatsrekord von 87 cm aus dem Jahr 2000 gebrochen wurde. Der Schneefall am Dienstag brach auch den Tagesrekord für Januar und übertraf die alte Marke von 10 cm aus dem Jahr 1992.

Spanne reicht von 20,8 inch (53 cm) bis 39,7 inch (über 100 cm)

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Japan: Weitere Rekord-Schneefälle

Unaufhörliche Schneefälle haben den Norden Japans lahmgelegt. Rekordmengen an Schnee haben das Verkehrsnetz zum Erliegen gebracht und Tausende Menschen stranden lassen.

In Hokkaido mussten mehr als 7.000 Menschen die Nacht am Flughafen New Chitose verbringen, nachdem starker Schneefall und heftige Winde zu zahlreichen Flugausfällen geführt hatten.

Die Schneefälle waren selbst für japanische Verhältnisse außergewöhnlich stark.

Laut der japanischen Wetterbehörde wurden in Sapporo Anfang der Woche innerhalb von nur 48 Stunden 65 cm gemessen, die höchste Zwei-Tages-Summe seit Beginn der automatisierten Aufzeichnungen (die bis in die 1990er Jahre zurückreichen).

Die Stadt stellte mit 54 cm auch einen neuen 24-Stunden-Rekord für Januar auf, wodurch die Gesamtschneehöhe deutlich über einen Meter stieg.

Die Behörden warnen, dass die Gefahr noch lange nicht vorbei ist. Ein weiteres Tiefdruckgebiet verstärkt sich derzeit über dem Japanischen Meer, und für Ende dieser Woche werden erneut starke Schneefälle und heftige Winde von Hokkaido bis zur Region Hokuriku vorhergesagt.

An vielen Orten hat der saisonale Schneefall bereits den Jahresdurchschnitt überschritten, und es wird wohl noch viel mehr kommen.

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Nordindien: Hohe Akkumulationen

Eine starke westliche Strömung brachte diese Woche verbreitet Schneefall über Himachal Pradesh, wodurch höher gelegene Gebiete unter einer Schneedecke begraben wurden und der Verkehr im gesamten Bundesstaat zum Erliegen kam.

In Kothi wurden 95 cm aus dem letzten System gemessen, sodass allein in den letzten beiden Stürmen insgesamt 215 cm gefallen sind. In Koksar kamen 51 cm hinzu, in Khadrala 40,6 cm und in Gondhla 36 cm. Weiter südlich meldete sogar Shimla Neuschnee.

Die Temperaturen lagen weit unter dem Gefrierpunkt und drangen tief in die Täler vor, wodurch die Schneedecke verstärkt und die Schneeschmelze verlangsamt wurde. Laut lokalen Berichten wird für die kommenden Tage ein weiterer Temperaturrückgang prognostiziert, und für Ende des Monats wird weiterer Schneefall erwartet.

Die Schneedecke in den Höhenlagen liegt derzeit über dem Durchschnitt und nimmt weiter zu.

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USA: Über 2000 Kälterekorde gebrochen, Tendenz weiter steigend

Im Zuge des Wintersturms in den USA im Januar 2026 wurden bereits weit über 2000 Kälterekorde gebrochen (NOAA), wobei die Zahl der Todesopfer mittlerweile 79 übersteigt – und das Ereignis ist noch nicht vorbei.

In Washington, D.C. beispielsweise sank die Temperatur am Dienstagmorgen auf -11 °C, in den umliegenden Gebieten sogar unter -18 Grad. Die Kälte wird hier bis zum 2. Februar anhalten, wobei einige Prognosen sogar noch längere Minustemperaturen vorhersagen. Nach mehreren Maßstäben, darunter die Anzahl aufeinanderfolgender Tage mit Höchsttemperaturen unter -6 °C, könnte dieses Ereignis nach seinem Ende zu den strengsten Kälteperioden in der Region seit Ende des 19. Jahrhunderts zählen.

In den letzten acht Tagen hat sich die Schneedecke der nördlichen Hemisphäre um 4,34 Millionen km² ausgedehnt – der größte kurzfristige Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen, der vor allem auf den erheblichen Schneezuwachs in den USA zurückzuführen ist:

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Antarktis: Abschied vom Sommer

Wenden wir uns nun dem südlichen Ende der Welt zu: In der Antarktis ist der Höhepunkt des Südsommers vorbei, und es beginnt die saisonale Abkühlungsphase. Mit abnehmender Sonneneinstrahlung sinken die Temperaturen im Landesinneren schon jetzt.

Am 27. Januar lagen die Tiefsttemperaturen auf dem ostantarktischen Plateau bei:

Südpol: -35.2°C
Concordia Station: -41.5°C
Vostok Station: -42.7°C

Die Rückkehr der strengen Kälte im Landesinneren hat bereits begonnen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snowiest-january-on-record-in-anchorage?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 29. Januar 2026:

Japan: Schneemengen erreichen historische Dimensionen

Der Schneefall im Norden Japans hat nicht nachgelassen.

In Sukayu Onsen in der Präfektur Aomori stieg die Schneehöhe Ende Januar auf 487 cm und übertraf damit den bisherigen Januar-Rekord von 438 cm aus dem letzten Jahr (in Wetteraufzeichnungen, die bis ins Jahr 1911 zurückreichen).

Auch anderswo bleibt die Schneedecke extrem hoch. In weiten Teilen der Präfekturen Niigata und Yamagata liegen 250 bis 300 cm Schnee – hoch, störend und weit über den saisonalen Normwerten, wenn auch (vorerst) noch unter den Allzeitrekorden.

Es handelt sich eher um ein großflächiges Winterwetter als um kurze oder lokale Schneefälle.

Da ein weiterer Wintersturm über das Japanische Meer zieht, wird erneut Schneefall vorhergesagt.

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China – Nepal: Schwerer Schneesturm

Am 28. Januar wurde die Grenzregion zwischen China und Nepal von einem schweren Schneesturm heimgesucht, der Tibet die stärksten Schneefälle der Saison bescherte.

Im Bezirk Nyalam maßen Beobachter innerhalb von nur 12 Stunden 15 cm Schnee.

Die lokalen Behörden bestätigten, dass es sich um den stärksten Schneefall in Tibet in diesem Winter handelte, wobei Whiteout-Bedingungen und eine rasche Ansammlung von Schnee den Verkehr über die Hochgebirgspässe lahmlegten.

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Antarktis: Kreuzfahrtschiff im Eis gefangen

Ein Luxus-Kreuzfahrtschiff mit rund 200 Passagieren an Bord geriet diesen Monat – mitten im Sommer – im dichten Packeis der Antarktis in Schwierigkeiten und musste von dem einzigen schweren Eisbrecher gerettet werden, den die Vereinigten Staaten noch im aktiven Dienst haben.

Die unter bahamaischer Flagge fahrende Scenic Eclipse 2, ein modernes Expeditions-Kreuzfahrtschiff aus dem Jahr 2023, setzte einen Notruf ab, nachdem sie in der Nähe von McMurdo Sound im Eis feststeckte. Es saß unbeweglich im wachsenden Packeis fest.

Die Antwort kam von der Polar Star der US-Küstenwache, die im Januar 1976 in Dienst gestellt wurde. Bei zwei nahen Vorbeifahrten durchbrach der 170 m lange Eisbrecher die dichten Eisschollen und befreite das Schiff, um es dann etwa vier Seemeilen bis zum offenen Wasser zu eskortieren.

Ein ein halbes Jahrhundert alter Eisbrecher, der durch Teile seines ausgemusterten Schwesterschiffs am Leben erhalten wurde, ist das Rückgrat der polaren Fähigkeiten der USA. Das passiert, wenn Politik auf den Prophezeiungen von Al Gore statt auf der Realität basiert.

Die Ausdehnung des Meereises in der Antarktis entspricht derzeit dem langfristigen Durchschnitt seit 1979:

Tatsächlich gibt es heute mehr Meereis in der Antarktis als vor 45 Jahren:

In der Arktis hingegen ist seit über 18 Jahren kein Trend zu beobachten:

Insgesamt ist die globale Meereisausdehnung heute größer als 2006 – dem Jahr, in dem der Film „Eine unbequeme Wahrheit“ den Zusammenbruch des polaren Eises prophezeite.

Wir schreiben das Jahr 2026, und Kreuzfahrtschiffe frieren mitten im Sommer im antarktischen Eis ein.

Die Prophezeiung war falsch.

Link: https://electroverse.substack.com/p/snow-in-japan-turns-historic-blizzard?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 30. Januar 2026:

Russland: Schneereichster Januar in Moskau seit 203 Jahren

In der Nacht zum 29. Januar wurde Moskau von einem der stärksten Schneefälle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen heimgesucht.

Laut der Wetterstation der Moskauer Staatlichen Universität fielen in der Hauptstadt bis zu 62,5 cm Schnee, was diesen Januar zum schneereichsten seit 203 Jahren macht.

Die Straßen sind größtenteils unpassierbar, und die Rettungsdienste haben große Schwierigkeiten. Im Januar fiel so viel Schnee, dass die Behörden ihn am Stadtrand aufschichten mussten.

Im Osten ist die Lage in Kamtschatka noch extremer. Die Schneefälle hier waren so stark, dass sie alle bisherigen Rekorde in Kamtschatka seit 1879 gebrochen haben. Die Region befindet sich ebenso wie weite Teile Russlands seit dem 30. Januar noch immer im Ausnahmezustand.

Und auch in Zukunft wird dieser Winter einfach nicht nachlassen.

Bis Anfang Februar werden weitere starke Schneefälle und extreme, rekordverdächtige Kälte vorhergesagt – vom Fernen Osten Russlands bis hin nach Osteuropa:

GFS 2m Temperaturanomalien für Osteuropa am 2. Februar 2026.

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USA: Weiterer Vorstoß arktischer Luft

Eine weitere arktische Luftmasse dringt tief in die Vereinigten Staaten ein und bringt starken Schneefall, Schneestürme und gefährliche Kälte mit sich, was die ohnehin schon sehr kalte zweite Januarhälfte, insbesondere im Osten, noch verschärfen dürfte.

Laut SERCC wird der Zeitraum vom 19. Januar bis zum 1. Februar zu den fünf kältesten zweiwöchigen Zeiträumen seit Beginn der Aufzeichnungen im Osten im Jahr 1895 zählen:

Und seit dem 9. Januar ist die Temperatur an fast allen hochwertigen Messstationen in den USA (USCRN) mindestens einmal unter 0 °C gesunken – an vielen Orten sogar weit darunter –, was zu einem „blauen“ Bild von Küste zu Küste geführt hat:

Immerhin: Angaben in Grad Celsius!

Was die „offiziellen“ NOAA-Eckpunkte angeht, so wurden allein in den letzten sieben Tagen in den USA mehr als 2.000 neue Tages-Tiefsttemperaturrekorde (gegenüber nur 39 für Höchsttemperaturen) sowie mehr als 50 Monats- und mindestens 10 Allzeit-Tiefstwerte gemessen.

Für das kommende Wochenende wird eine erneute Verschärfung der Kälte vorhergesagt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/moscow-logs-snowiest-january-in-203?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 6 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 30. Januar 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 5 / 2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Russenhass ist deutsche Staatstradition

26. Januar 2026 um 09:00

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Wahlweise gelten Juden oder Russen als Verursacher allen Übels auf der Welt. Kaiser Wilhelm II. erklärte einst: „Der Rassenkrieg, der Krieg des Slawentums gegen das Deutschtum […] wenn diese Frage nicht diplomatisch gelöst werden kann, dann muss sie mit Waffengewalt entschieden werden.“ Nach dem Attentat von Sarajevo und der russischen Mobilmachung, in der Berlin eine Kriegsvorbereitung sah, erklärte Deutschland am 1. August 1914 Russland den Krieg. 2,7 Millionen Deutsche und 3,6 Millionen Russen verloren im Ersten Weltkrieg ihr Leben. Zwei Jahrzehnte später bezeichnete Adolf Hitler die Slawen als rassisch minderwertig, um seinen Vernichtungskrieg im Osten vorzubereiten: „Der Slawe ist zur Sklaverei geboren“, war ein bekanntes Verdikt des „Führers“. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Deutschland sieben Millionen Tote und die Sowjetunion 25 Millionen Tote zu beklagen. Von Oskar Lafontaine.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Merz, Wadephul, Kiesewetter

So wurde die Frage, warum es immer wieder wenigen verantwortungslosen und skrupellosen Verbrechern gelingt, Millionen Menschen in den Tod zu treiben, zum großen Thema der Nachkriegsgeneration.

Den Antislawismus der Nazis griffen die USA in der darauffolgenden Zeit auf, um ihren Kampf gegen den Kommunismus und die Sowjetunion zu führen. So bezeichnete General George S. Patton schon 1945 als Oberbefehlshaber der US-Truppen in Deutschland die Russen als Asiaten, die nur Gewalt verstünden. Sie seien kulturell und politisch unvereinbar mit dem Westen. Man hätte besser gegen die Sowjetunion weiterkämpfen sollen.

Und in der Tat kämpften die USA nach dem Zweiten Weltkrieg gegen die Sowjetunion und später gegen Russland durch Propaganda und Wirtschaftskriege und unterstützen mit Waffenlieferungen und einem gemeinsamen Kommando und Planungszentrum in Wiesbaden bis zum heutigen Tag den durch Aufrüstung und „Regime Change“ herbeigeführten Stellvertreterkrieg der ukrainischen Armee gegen Russland.

Dass ein mit der europäischen Kultur und Geschichte nicht vertrauter US-General wie Patton die Russen als kulturell unvereinbar mit dem Westen bezeichnete, mag man noch nachsehen. Aber dass die westdeutsche Nachkriegspolitik von Feindseligkeit und Hass gegen Russland geprägt war, zementierte die deutsche Teilung und befeuerte den Kalten Krieg. Der heute noch von CDU-Politikern wie Friedrich Merz, Johann Wadephul oder Roderich Kiesewetter gepflegte Russenhass geht nicht zuletzt auf Konrad Adenauer zurück, der 1946 wie Patton „Asien an der Elbe“ sah und ständig vor der sowjetischen Gefahr warnte.

Das war geschichtsvergessen und der Beginn einer verwerflichen Doppelmoral, denn die Nazis hatten nicht nur sechs Millionen Juden grausam ermordet. Auch 25 Millionen Bürger der Sowjetunion verloren in Hitlers Vernichtungskrieg ihr Leben. Sie starben auf dem Schlachtfeld, verhungerten, wurden verbrannt oder gezwungen, sich ihr eigenes Grab zu schaufeln.

Tolstoi und der deutsche Idealismus

In dieser Zeit wusste zumindest das deutsche Bildungsbürgertum, dass russische und deutsche Kultur tief miteinander verbunden sind. Der Schriftsteller Iwan Turgenew nannte Deutschland sein zweites Vaterland und vertrat eine westliche, liberale Modernisierung Russlands. Fjodor Dostojewski, der von Albert Einstein hochgeschätzt wurde („Er gibt mir mehr als jeder Wissenschaftler“), kannte die Philosophie Kants, Hegels und Schopenhauers und bewunderte Goethe und Schiller. Er entfernte sich allerdings im Laufe der Zeit zunehmend vom Westen und kritisierte ihn als materialistisch und geistig leer. Für ihn war das orthodoxe Christentum das moralische Zentrum Russlands.

Auch Lew Tolstoi, der einen deutschen Hauslehrer hatte, war vom deutschen Idealismus und der Weimarer Klassik geprägt. Er wandte sich aber gegen den deutschen Militarismus und warb für eine universelle Moral der Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit.

Sankt Petersburg, lange Zeit das kulturelle Zentrum des Russischen Reiches, ist ebenso eine europäische Stadt wie Berlin, Paris oder Rom. Es ist die Geburtsstadt Putins. Die Kultur dieser Stadt hat ihn geprägt, und in diesem Geiste hielt er seine historische Rede am 25. September 2001 im Deutschen Bundestag. Er sagte: „Kultur hat nie Grenzen gekannt. Kultur war immer unser gemeinsames Gut und hat die Völker verbunden. Heute erlaube ich mir, einen großen Teil meiner Ansprache in der Sprache von Goethe, Schiller und Kant zu halten.“ Er warb für gute Nachbarschaft und Freundschaft und beschwor das „starke und lebendige Herz Russlands, welches für eine vollwertige Zusammenarbeit und Partnerschaft geöffnet ist“.

Seine ausgestreckte Hand wurde nicht ergriffen. Stattdessen wurden Zug um Zug auf Betreiben der amerikanischen Rüstungsindustrie und der Neokonservativen in Washington die ehemaligen Mitgliedstaaten des Warschauer Paktes in die NATO aufgenommen. Als auch die Ukraine und Georgien Mitglieder des westlichen Bündnisses und an der russischen Grenze US-Soldaten und Raketen stationiert werden sollten, wurde aus russischer Sicht die rote Linie überschritten. Es folgten der von den USA finanzierte Putsch auf dem Maidan, die Besetzung der Krim durch Russland, der Krieg Kiews gegen die russischsprachige Ostukraine mit 14.000 Toten und der gleichwohl völkerrechtswidrige Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine. Vier Jahre tobt jetzt dieser sinnlose Krieg, viele Menschen sind gestorben. Die Zerstörung der Ukraine geht weiter, und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht.

Putin redet heute wie einst die Slawophilen, die die Orientierung Russlands an Westeuropa, an der Aufklärung, dem Individualismus und dem Liberalismus ablehnten. Die westliche Gesellschaft, so sagt er jetzt, nähere sich dem Nihilismus, lehne moralische Normen ab und zerstöre Religion und Familie.

Warum gelang und gelingt es der deutschen Regierung nicht, als Vermittler in diesem Stellvertreterkrieg aufzutreten? Sie müsste die Lehre aus der eigenen Geschichte ziehen und erkennen: Judenhass und Russenhass haben dieselben Wurzeln. An erster Stelle steht die Projektion, eigene unerwünschte Gefühle werden auf Juden oder Russen übertragen. Wahlweise wurden oder werden Juden oder Russen als Verursacher allen Übels auf der Welt angesehen. Und selbstverständlich streben sie nach Weltherrschaft. Der verschwörungsideologische Kern dieser Dämonisierung ist unübersehbar. Der so entstandene Hass ist stabil und rationalen Argumenten nicht mehr zugänglich.

Brandts Entspannungspolitik

Anfang der Siebzigerjahre erlebten wir, wie der kulturelle Austausch den Eisernen Vorhang durchlöcherte und die Entspannungspolitik Willy Brandts Vorurteile und Feindbilder überwand. Jean Monnet, der mit anderen die Versöhnung der miteinander verfeindeten europäischen Nationen und ihre Zusammenarbeit auf den Weg brachte, soll einmal gesagt haben: „Wenn ich es noch einmal zu tun hätte, würde ich mit der Kultur beginnen.“

Kultur überwindet Grenzen und führt die Menschen zusammen. Warum versuchen wir es nicht noch einmal? Wir werden es nicht überleben, wenn wir, wie einst Wilhelm II., den „Frieden“ mit der Atommacht Russland mit Waffengewalt herbeiführen wollten.

Dieser Artikel erschien zuerst am 16. Januar 2026 in der Weltwoche Deutschland Nr. 03.26.

Titelbild: tunasalmon/shutterstock.com

(Auszug von RSS-Feed)

Kältereport Nr. 4 / 2026

25. Januar 2026 um 07:00

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Meldungen vom 19. Januar 2025:

USA: Gewaltiger arktischer Einbruch erwartet

Alaska erlebt einen der kältesten Winter seit über einem Jahrhundert, gefolgt von den USA südlich von Kanada.

Wie letzte Woche erwähnt, lagen die Temperaturen in Fairbanks vom 13. Dezember bis zum 16. Januar unter -19 °C – eine anhaltende Kälteperiode, wie sie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor über 100 Jahren (seit 1918) nicht mehr beobachtet worden ist.

Dieses arktische Reservoir destabilisiert sich, und seine Kälte wird nun nach Süden in die CONUS übergreifen, was sich zu dem schwersten Wintereinbruch seit Jahrzehnten entwickeln dürfte.

Die Modelle stimmen darin überein, dass es sich um ein großes, lang anhaltendes Ereignis handelt, das an diesem Wochenende beginnt und sich bis zur letzten Januarwoche verstärkt.

Im Mittleren Westen und in der Region der Großen Seen werden Tiefsttemperaturen zwischen -34 °C und -37 °C vorhergesagt, wobei es in Teilen von Minnesota und Wisconsin bis Samstag, dem 24. Januar, stellenweise bis zu -40 °C kalt werden soll.

Mehrere hochauflösende Modelle simulieren sogar noch niedrigere Temperaturen.

In Grand Rapids sinken die Temperaturen laut einigen Prognosen auf fast -35 °C, was den bisherigen Kälterekord der Stadt um etwa 4 °C unterbieten würde.

Diese Erwartung wird noch ausführlich behandelt. Ich beschränke mich hier aber im Wesentlichen auf die tatsächlich eingetretenen Ereignisse. Sollten diese so eintreffen wie hier angedeutet, wird Cap Allon sicher dazu noch etwas schreiben. A. d. Übers.

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Östliches Russland: Schneehöhen bis zur vierten Etage

Der stärkste Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen vor 147 Jahren setzt sich im Osten Russlands fort.

Die Einwohner von Kamtschatka bezeichnen ihn als „Schnee-Apokalypse“, sind doch ganze Städte unter riesigen Schneeverwehungen verschwunden:

Cap Allon postet in seinen Bulletins viele Videos wie dieses hier. Anders als bei YouTube gibt es dazu keinen Link, so dass hier nur die Abbildung gezeigt werden kann. A. d. Übers.

Da der Schnee bis zur Höhe des vierten Stockwerks gestiegen ist, Fahrzeuge verschüttet und die Infrastruktur lahmgelegt hat, wurde der Notstand ausgerufen.

Das Ereignis komprimiert die Schneemengen von mehreren Monaten auf wenige Tage und ist damit der extremste Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1879. Die Aufräumarbeiten werden immens sein, aber zumindest haben die Kinder ihren Spaß.

Der tiefe Schnee auf dem Boden verstärkt die Abkühlung der Oberfläche, während die Luft nach Süden drängt – bis in die Mongolei und darüber hinaus…

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Selbst in den hiesigen MSM hat dieser Vorgang Eingang gefunden – ebenso wie auswärts. Im „Daily Caller“ beispielsweise findet sich das hier:

Schwerster Schneesturm auf der Halbinsel Kamtschatka (Russland) seit 60 Jahren

Andrew Powell Sport- und Wetter-Blogger

Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka sind nach dem stärksten Schneesturm seit 60 Jahren Gebäudeeingänge blockiert und Autos verschüttet.

Der stärkste Schneefall seit sechs Jahrzehnten hat die russische Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten unter einer Schneedecke begraben. Dies führte zu riesigen, mehrere Meter hohen Schneeverwehungen, die Gebäudeeingänge versperrten und Fahrzeuge unter sich begruben, wie Bilder von Reuters und Wetterstationen dokumentieren.

An bestimmten Orten fielen allein in der ersten Januarhälfte mehr als 2 Meter Schnee, nachdem im Dezember bereits unglaubliche 3,6 Meter gefallen waren, wie Daten der Messstationen zeigen.

„Ich habe vor, morgen einen Spaziergang durch die Stadt zu machen, obwohl mein Auto leider seit einem Monat in einer Schneewehe feststeckt“, sagte die Fotografin Lydmila Moskvicheva laut Reuters, die in Petropawlowsk-Kamtschatski lebt, einer Hafenstadt, die 6800 km von Moskau entfernt liegt.

Aufnahmen in russischen Medien zeigten Menschen, die auf hoch aufragenden Schneeverwehungen spazieren gingen, die bis zur Höhe der Ampeln reichten, während riesige Schneehaufen die Straßen säumten.

Einige Einwohner sprangen sogar aus Spaß von den hohen Verwehungen herunter, um sich inmitten der hohen Schneedecke zu vergnügen.

Link: https://dailycaller.com/2026/01/19/russia-kamchatka-peninsula-blocked-entrances-buried-cars-snowstorm-60-years/

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Asien gefriert

Eine massive Kältewelle hält Ostasien fest im Griff, sorgt in der Mongolei für Rekordtiefstwerte und breitet sich westlich bis nach Kasachstan und nach Osten über Nordchina und Japan aus.

In Bayan-Uul in der mongolischen Provinz Zavkhan sank die Temperatur am Wochenende auf -49,9 °C, in Gandan Huryee auf -49,6 °C und in Tsetsen Uul auf -48 °C.

In Gandan Huryee wurde es später -51,1 °C kalt und lag damit nur 0,7 °C unter seinem Monatsrekord und weniger als 1,7 °C unter dem 1969 aufgestellten nationalen Rekord der Mongolei.

Im Westen breitete sich die Kälte bis nach Kasachstan aus, wo in Zyryanovsk mit -47,9 °C eine außergewöhnlich niedrige Temperatur gemessen wurde.

Noch weiter westlich, im Norden des Irak, fielen in der Nähe von Erbil mindestens 150 cm Schnee – für den Irak eine außergewöhnliche Menge.

Auch diese Angabe wird mit einem kurzen Video wie oben untermauert. A. d. Übers.

Die gleiche arktische Luft drang auch nach Osten bis in den Norden Chinas vor.

Am Wochenende fielen im Westen Pekings selbst in städtischen Gebieten, darunter im Bezirk Shijingshan, rund 20 cm Schnee – die stärksten Schneefälle im Stadtzentrum Pekings seit Januar 2010.

In Japan sank die Temperatur in Rikubetsu auf Hokkaido auf -30,4 °C, was selbst für nordjapanische Verhältnisse ein extremer Wert ist.

Für die neue Woche wird eine weitere Abkühlung vorhergesagt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/us-forecast-full-blown-arctic-outbreak?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 20. Januar 2026:

China: Starke Schneefälle in den zentralen Gebieten

Zentralchina erlebt derzeit den stärksten Schneefall des Winters, wodurch sich die Lage auf den Energiemärkten sofort verschärft hat.

Die Schneehöhe in Henan nähert sich am Dienstagmorgen 30 cm – starker Schneefall in einer der am dichtesten besiedelten Provinzen Chinas, der die Kälte an der Oberfläche festhält und den Heizbedarf stark steigen lässt.

Infolgedessen sind die inländischen LNG-Preise stark gestiegen.

Die Behörden haben Frostwarnungen herausgegeben, weil die Kälte weiter zunimmt und voraussichtlich bis in den Februar hinein anhalten wird.

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Meldungen vom 21. Januar 2026:

Kanada, USA: Arktische Kälte im Norden, massiver Eisregen im Süden

Eine arktische Festloands-Luftmasse strömt derzeit aus Kanada nach Süden und wird bis zum Ende der Woche einen Großteil der Vereinigten Staaten erfassen, wodurch weite Teile des Landes von einer der schwersten Kältewellen der letzten Jahrzehnte heimgesucht werden.

Die arktische Luft konzentriert sich derzeit über dem Mittleren Westen und den Großen Seen, bevor sie nach Texas und in den Südosten vordringt.

Die Temperaturen in weiten Teilen des Landes werden 20 bis 30 °C (K) unter den Normwerten für Ende Januar liegen.

In den nördlichen Ebenen und im oberen Mittleren Westen sind Temperaturen von fast -30 °C wahrscheinlich, wobei Luft mit einer Temperatur von -40 °C aus Kanada nach Süden vordringt.

Aufgrund dieser Vorhersage sind die Preise für Erdgas in den USA (seit Montag) um erhebliche 49 % gestiegen.

Der Kälteeinbruch in den USA hat zwar eingesetzt, aber Cap Allon beschreibt hier nur, dass es laut Vorhersage noch schlimmer kommen wird. Da er nur über die USA schreibt, werden diese Ausführungen hier nicht übernommen. Wenn es wirklich so kommt, dann bringt Allon darüber sicher noch mehr. A. d. Übers.

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China: Auch dort Rekord-Kälte

Am 20. Januar fegte eine Rekord-Kältewelle über China hinweg, wobei sich Schnee in Städten wie Nanjing und Wuhan sammelte.

Leider sieht das auch im Original etwas unübersichtlich aus. Die Temperaturangaben kann man aber erkennen. A. d. Übers.

Drei seit langem bestehende Messstationen verzeichneten neue Tiefstwerte für Januar, während zwei weitere ihre bisherigen tiefsten Höchstwerte für Januar brachen.

Der herausragende Wert wurde in Linxi in der Inneren Mongolei gemessen, wo die Temperaturen auf -33,1 °C fielen und damit den seit 1952 bestehenden Tiefstwert der Messstation brachen.

Landwirte setzen Drohnen ein, um Eis und Schnee von den Dächern ihrer Gewächshäuser zu entfernen.

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Japan: Starke Schneefälle

Im Norden Japans fallen derzeit große Schneemengen.

Laut der JMA erreichte die Schneemenge innerhalb von 24 Stunden bis Mittwochmorgen in Uonuma, Niigata, 44 cm und in Sukayu, Aomori, 60 cm. Die Schneehöhe in Sukayu Onsen, ebenfalls in Aomori, ist mittlerweile auf 420 cm gestiegen:

Die Verkehrsbeeinträchtigungen nehmen zu, da anhaltende Schneefälle die bereits schneebedeckten Regionen überfordern.

Die Kälte war ebenso bemerkenswert. In Morioka sank die Temperatur auf -20,2 °C, einer der niedrigsten Werte seit Jahren, während sogar Tokio die Kälte zu spüren bekam und die Temperatur in Hachioji auf 0,5 °C fiel.

Am Donnerstag wird weitere kalte Luft erwartet, weil ein klassisches Winterdruckmuster weiterhin bestehen bleibt. Wettervorhersagen gehen davon aus, dass dieses Wetter mindestens bis zum 25. Januar anhält, sodass es im ganzen Land weiterhin zu Schneefall kommt und die Temperaturen niedrig bleiben.

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Meldungen vom 22. Januar 2026:

USA: Zwei arktische Kältewellen nacheinander

Das ECMWF prognostiziert weiterhin ein anhaltendes arktisches Wetterphänomen für die Vereinigten Staaten, mit Temperaturen unter null Grad [Fahrenheit ≅ -18°C!] für etwa 102 Millionen Menschen, etwas mehr als 30 % der US-Bevölkerung, bis Anfang nächster Woche.

Das Modell zeigt nun eine Reihe schwerer Winterereignisse: einen ersten Schlag an diesem Wochenende, dann einen zweiten arktischen Kälteeinbruch mit Höhepunkt vom 29. bis 31. Januar, gefolgt von einer noch stärkeren dritten Welle um den 2. bis 4. Februar. Dies ist kein kurzer Kälteeinbruch, sondern ein anhaltender arktischer Zustrom.

Die neuesten Prognosen des ECMWF deuten darauf hin, dass etwa 250 Millionen Amerikaner von einem massiven Wintersturm betroffen sein werden, der mit einem ausgedehnten kanadischen Kältepool zusammenhängt. Das Ereignis tritt am späten Freitag (23. Januar) mit Eisregen über Texas ein, gefolgt von einem raschen Kälteeinbruch, wenn arktische Luft nach Süden strömt.

Die Eisbildung erstreckt sich über Little Rock und entlang der Interstate 40 bis nach Carolina, während die Schneefälle im Norden über das Ohio River Valley, den mittleren Atlantik einschließlich Washington D.C. und weiter über New York City bis nach New England stark zunehmen.

Die Energiemärkte reagieren bereits heftig.

Die US-Erdgas-Futures sind auf den höchsten Stand seit 2022 gestiegen, weil die niedrigen Temperaturen die Produktion bedrohen und gleichzeitig die Nachfrage nach Heizenergie sprunghaft steigt:

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Mittelmeer bis zum Kaukasus: Ungewöhnliche Schneefälle

Schnee zieht über das Mittelmeer und den Kaukasus hinweg – bis in ungewöhnlich niedrige Breitengrade…

Griechenland

Ausgehend von Nordgriechenland breitete sich der Schnee über Mazedonien und Epirus aus, wobei Schneefälle in der Umgebung von Grevena, Florina, Kozani, Veria und Vovousa gemeldet wurden. Seltener Schnee fiel auch in den Höhenlagen um Thessaloniki, darunter auf dem Berg Chortiatis.

Die Kälte drang dann bis nach Thessalien vor, wo sich nicht nur in den umliegenden Hügeln, sondern auch in der Stadt Trikala selbst Schnee ansammelte.

Höhere Schneemengen wurden in der Nähe von Karditsa und Kalabaka gemeldet.

Die stärksten Schneefälle wurden in Zentralgriechenland registriert, wo in den höher gelegenen Gebieten in der Nähe von Mouzaki mehr als 30 cm Schnee fielen.

Auch Teile von Phokis und Phthiotis, Gebiete, in denen es während der winterlichen Kälteperioden normalerweise regnet, wurden von Schnee heimgesucht.

Weiter südlich erreichte der Schnee den Peloponnes, einschließlich der höher gelegenen Gebiete von Achaia. Sogar Attika war betroffen – was angesichts seines mediterranen Küstenklimas selten vorkommt.

Sizilien

Starker Schneefall hat die oberen Hänge des Ätna unter einer bis zu 3 Meter hohen Schneedecke begraben. Infolgedessen sind die Zugangswege unterbrochen und die höher gelegenen Routen gesperrt.

Türkei

Weiter östlich haben sich die Straßen in Istanbul in Eisbahnen verwandelt. In Çatak in Van machen die Dörfer Kamtschatka Konkurrenz: Die Häuser sind verschüttet, und die Bewohner müssen Tunnel graben, um ihre Nachbarn zu erreichen.

Aserbaidschan

Weiter östlich hat starker Schneefall Aserbaidschan unter einer Schneedecke begraben, wobei im Dorf Digoli extreme Schneemengen gemeldet wurden.

Die Schneehöhen haben einen Meter überschritten und die kleine Siedlung in den Talysch-Bergen völlig eingeschlossen.

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Südkorea: Außerordentliche Kälte

Südkorea erlebt den dritten Tag in Folge Temperaturen unter dem Gefierpunkt. Im Landkreis Cheorwon in der Provinz Gangwon wurde laut Daten der koreanischen Wetterbehörde in Imnam-myeon mit -24,4 °C die niedrigste Lufttemperatur des Landes gemessen.

An anderen Orten erreichten die Tiefsttemperaturen am Morgen -18,8 °C in Daegwallyeong, -17,3 °C in Chuncheon, -17,9 °C in Paju und -13,2 °C in Seoul. In Incheon sank die Temperatur auf -12,5 °C und in Daejeon auf -12,2 °C – allesamt 5 bis 7 °C unter dem Normalwert.

Diese Kaltluft zog auf ihrem Weg natürlich auch über Nordkorea hinweg, aber von dort hört man ja nichts. Man kann nur spekulieren, wie sehr die dortige Bevölkerung unter der Kälte leidet. A. d. Übers.

Hantangang (Hantan-Fluss) gefrorener Flussweg in Cheorwon.

Die Tagestemperaturen werden mindestens bis zum Wochenende im größten Teil des Landes unter dem Gefrierpunkt verharren.

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Meldungen vom 23. Januar 2026:

Nordindien: Schneemassen in den Bergen

Starker Schneefall hat das Leben in ganz Kaschmir lahmgelegt, wobei in einigen Gebieten 152 cm Schnee gemeldet wurden.

Im Karnah-Tal im Bezirk Kupwara ist die Schneegrenze unter 1.000 m gesunken – ein seltenes Ereignis für den Seemari-Teetwal-Gürtel, der normalerweise schneefrei bleibt. Die Schneemenge betrug mehr als 5 cm – das erste Mal seit 2005.

Muzaffarabad, auf etwa 740 m ü. NN, verzeichnete heute den ersten Schneefall seit zehn Jahren.

Die Schneefälle in Kaschmir waren außergewöhnlich stark, so dass die höher gelegenen Gebiete unter einer dicken Schneedecke begraben wurden.

Heerpora und die umliegenden Gebiete in Shopian sind ebenfalls tief verschneit, die Zufahrtswege sind stark beeinträchtigt und das normale Leben ist zum Erliegen gekommen.

Der Schnee hat auch den Betrieb am Flughafen Srinagar mit zahlreichen Flugausfällen beeinträchtigt.

Die Höhe und die Persistenz der Schneedecke sowie die ungewöhnlich niedrige Schneefallgrenze deuten auf eine anhaltende Kälteperiode hin, die tief in den westlichen Himalaya hineinreicht. Und es wird noch mehr kommen.

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Osteuropa: Tiefkühlung

Vom 11. bis 20. Januar kam es in Osteuropa zu einer ausgeprägten Kälteanomalie.

In weiten Teilen von Belarus lagen die Durchschnittstemperaturen bis 10 °C unter dem Normalwert für den Zeitraum 1991–2020, wobei die Hauptstadt Minsk sieben Tage in Folge Temperaturen unter -20 °C und damit den kältesten Januar seit 2010 verzeichnete:

Im benachbarten Lettland lag die Temperatur 8,1 °C unter dem Normalwert:

In der Slowakei lag die Temperatur durchschnittlich 5 bis 6 °C unter dem Normalwert:

Es muss natürlich „der Dekade“ heißen.

Über Osteuropa herrscht anhaltend arktisches Wetter, und auch für Februar ist kaum eine Entspannung in Sicht.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 5 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 23. Januar 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 4 / 2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Kältereport Nr. 3 / 2026

18. Januar 2026 um 10:00

Vorschau ansehen

Vorbemerkung: Zunächst spielt die Kältewelle in Europa noch eine Rolle, aber der Winter hat sich zumindest aus Mittel- und Westeuropa erst einmal verabschiedet. Jedoch verharrt die Grenze zu winterlicher Frostluft nur wenig nördlich unseres Landes, und die Bildung eine gewaltigen Hochdruckblocks über Russland (1050 bis 1060 hPa!) ist fast ein Garant dafür, dass es hierzulande nicht dauerhaft mild bleiben wird.

Und tatsächlich zeigen die Mittelfrist-Modelle das Vordringen kontinentaler Kaltluft von Osten her, ohne dass jedoch Extremwerte zu erwarten sind.

Meldungen vom 12. Januar 2026:

Europa tiefgekühlt

Eine arktische Luftmasse hat Europa am Wochenende fest im Griff gehabt und im Norden und Osten für extreme, teilweise rekordverdächtige Kälte gesorgt, während im Süden heftige Schneefälle die Bergregionen unter einer dicken Schneedecke begraben haben.

Skandinavien war am stärksten betroffen.

In Karasjok, Norwegen, sank die Temperatur auf -41,5 °C und markierte damit die vierte Nacht in Folge unter -40 °C und die dritte Nacht in Folge unter -41 °C – beides neue Rekorde für jeden Monat seit Beginn der Beobachtungen dort im Jahr 2005.

Der Flughafen Røros, ebenfalls in Norwegen, verzeichnete mit -37,3 °C den drittniedrigsten Januarwert seit Beginn der Aufzeichnungen. Im nahe gelegenen Karesuando in Schweden sank die Temperatur auf -40,1 °C. In Finnland wurde es noch kälter, und mit -42,8 °C wurde die neue kälteste Temperatur des Winters gemessen.

Die Kälte breitete sich weit über den Polarkreis hinaus aus.

Dänemark verzeichnete mit -19,4 °C die niedrigste Januar-Temperatur seit 2003.

In Ungarn wurden -20,8 °C gemessen, wobei sich in Budapest seltene Eisringe bildeten:

Auch Deutschland fror ein, mit gemessenen -18,9 °C in Niedersachsen.

In Osteuropa wurden noch tiefere Temperaturen gemessen, darunter -23,9 °C in Tschernihiw (Ukraine) und -22 °C in Weißrussland.

Schneefälle verschärften die Auswirkungen auf dem gesamten Kontinent.

In den Pyrenäen fiel sehr viel Schnee mit einer Gesamtmenge von mehr als 90 cm und hoher Lawinengefahr in den Höhenlagen.

Mehrere hoch gelegene Skigebiete in den Alpen meldeten Schneemengen über 1,5 Meter, viele andere erhielten 50 bis 100 cm. Selbst im Zentralplateau sind mehr als 20 cm gefallen.

In den französischen Alpen meldete Saint Sorlin d’Arves 165 cm in 72 Stunden die größte beobachtete Gesamtmenge. Saas-Fee verzeichnete 1,4 m, und mehrere Skigebiete, darunter Chamonix, Les Deux Alpes, St. Gervais, Les Arcs und La Thuile in Italien, meldeten 1 m oder mehr.

In Deutschland sorgten bittere Ostwinde in Kombination mit Schnee für fast arktische Bedingungen in höheren Lagen. Sogar die Niederlande waren mit einer Schneedecke und Temperaturen unter -10 °C dabei.

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Alaska: Kälte in Juneau

Mit 208,3 cm erlebte Juneau den schneereichsten Dezember seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1936. Weniger Beachtung fand jedoch die Kälte.

Die Durchschnittstemperatur der Stadt lag im Dezember bei nur -7,8 °C und damit 6,9 °C unter dem Durchschnitt. Damit ist dies laut dem National Weather Service Juneau der zweitkälteste Dezember seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die anhaltende Kälte nebst den starken Schneefällen verstärkte die Beeinträchtigungen.

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Nördliches Asien: Viel Schnee und Eis

Der Winter verschärft sich in ganz Asien, mit Schnee, Sturm und gefährlicher Kälte, die von Sibirien bis zur Küste Chinas herrscht.

Im Fernen Osten Russlands wird die Halbinsel Kamtschatka unter meterhohem Schnee begraben, wobei die Bedingungen vor Ort selbst für dortige Verhältnisse als extrem beschrieben werden. Es wird von Verkehrsbeeinträchtigungen und fast vollständiger Sichtbehinderung berichtet.

Weiter westlich fegte ein Sturm über den Baikalsee hinweg. Die Böen waren so stark, dass sich Touristen nicht halten konnten und Luftkissenfahrzeuge unkontrolliert über das Eis gleiten ließen.

Die gleiche Kältewelle breitete sich bis in den Norden Chinas aus.

Im Skigebiet Zhangjiakou führte ein heftiger Sturm mit starkem Schneetreiben und Windböen von 110 km/h [Stärke 11 Bft] zu einer Schließung der Anlage.

Entlang der Küste löste kalte Luft, die über das Gelbe Meer fegte, in Weihai starke Schneefälle aus.

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Vietnam: Seltene Kälte im ganzen Land

In Ho-Chi-Minh-City ist es ungewöhnlich kalt geworden mit 17 °C – die tiefste Temperatur in der Stadt seit zehn Jahren.

Ungewöhnlich für eine tropische Megacity haben Straßenverkäufer vor Sonnenaufgang kleine Feuer entzündet, Pendler haben zu Schals, Handschuhen und Winterjacken gegriffen, und die Temperaturen am frühen Morgen sind nun schon seit mehreren Tagen wiederholt auf diesen Wert gefallen.

Das Southern Regional Hydro-Meteorological Center führt die Kälte auf Kaltluft zurück, die aus Nordasien nach Süden drängt und durch Nordostwinde und einen klaren Nachthimmel verstärkt wird, ermöglicht dieser doch einen schnellen Wärmeverlust.

Es wird erwartet, dass dieses kühle Wetter in den kommenden Tagen anhält.

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Meldungen vom 13. Januar 2026:

Russland zu 100% mit Schnee bedeckt

Während es in Amerika an Schnee mangelt (zumindest im Zentrum und im Osten), macht Russland dies wieder wett.

Das gesamte 17,1 Millionen km² große transkontinentale Land ist derzeit vollständig mit Schnee bedeckt (Stand: 12. Januar 2026).

Aber auch Europa kann beeindruckende Werte vorweisen.

[Der Schnee in Europa ist jedoch inzwischen bis etwa zur polnischen Ostgrenze und Nordeuropa verschwunden. A. d. Übers.]

Der Ferne Osten wird von Schneestürmen heimgesucht, darunter auch die Halbinsel Kamtschatka, die seit Tagen im Schnee versinkt.

Weiter westlich…

Russland: Stärkster Schneefall seit 56 Jahren

…Moskau wurde laut Daten des Phobos Weather Center vom stärksten Schneefall seit 1970 heimgesucht.

Die Schneehöhe stieg in Teilen der Hauptstadt über 65 cm.

Das Ereignis zählt auch zu den fünf stärksten Schneefällen in der 146-jährigen Beobachtungsgeschichte Moskaus.

Straßen, Bahnstrecken und Flughäfen waren stark beeinträchtigt. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 1 Million Kubikmeter Schnee von den Straßen und Flughäfen der Stadt geräumt. Allein im Moskauer Schienennetz wurden 70.000 Kubikmeter Schnee entfernt.

Der Verkehr auf wichtigen Autobahnen und der Moskauer Ringstraße kam zum Erliegen, da die Einsatzkräfte kaum hinterherkamen. Auch der Flugverkehr war stark betroffen, Flüge an den vier großen Flughäfen der Region wurden verspätet oder gestrichen.

Behauptungen, Moskau verliere seinen Winter, sind nach wie vor realitätsfern.

Die neuesten Prognosen zeigen mehr vom Gleichen, d. h. beißende Kälte auf dem gesamten Kontinent und außergewöhnliche Schneefälle – und das nicht nur in Russland, sondern auch in der Mongolei, Kasachstan, China und sogar weiter südlich (und westlich) in Ländern wie Afghanistan und Pakistan.

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Japan: Schneestürme an der Küste

Laut der japanischen Wetterbehörde treibt die extreme Kälte Schneestürme über den Norden und Westen Japans.

Es weht bereits starker Wind, und an der Westküste zum Japanischen Meer erhöht sich die Schneedecke rasant.

Die Stadt Uonuma in Niigata hat durch die jüngsten Stürme 1,29 m Neuschnee erhalten. In Tadami, Fukushima, sind es 95 cm und in Otaru auf Hokkaido 56 cm. In vielen Gebieten sind allein in den letzten Stunden 10 bis 20 cm hinzugekommen.

Die zusätzlichen Schneefälle innerhalb von 24 Stunden werden voraussichtlich 80 cm in Tohoku, 70 cm in Niigata und Gifu sowie 50 bis 60 cm in Hokuriku, Nord-Kanto und Nagano erreichen.

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Dänemark: Erhebliche Kälte

Dänemark hat gerade den kältesten Januartag seit 16 Jahren erlebt.

Am Sonntag fiel die nationale Tagesdurchschnittstemperatur auf -7,3 °C – der niedrigste Tagesdurchschnitt seit 2010.

Die lokalen Bedingungen waren sogar noch extremer. In Isenvad sank die Tagesdurchschnittstemperatur auf -12,5 °C – die niedrigste Tagesdurchschnittstemperatur, die seit 2013 an einem einzelnen Standort in Dänemark gemessen wurde.

Anhaltende Tagesdurchschnittswerte auf diesem Niveau unterstreichen, wie stark sich die Winterbedingungen verschärft haben.

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Meldungen vom 14. Januar 2026:

Russland: Weitere historische Schneestürme

Russland wird weiterhin von einem der schwersten Schneefälle seit einem Jahrhundert heimgesucht, wobei der Ferne Osten unter einer Schneedecke begraben ist.

Am 13. Januar wurde die Halbinsel Kamtschatka von einem weiteren Schneesturm heimgesucht, der in weiten Teilen der Halbinsel 2 Meter Schnee hinterließ, wobei die Schneeverwehungen in einigen Stadtvierteln bis zu den Fenstern im zweiten Stock reichten.

Die schlimmsten Bedingungen herrschten in Petropawlowsk-Kamtschatski und Wilutschinsk, wo Windböen von 180 km/h in Verbindung mit dem Schneefall zu Straßensperrungen und kleinen Lawinen sogar in Wohngebieten führten.

Dieser jüngste Sturm verschärft die ohnehin schon extremen Winterbedingungen. Seit Mitte November haben mindestens fünf große Sturmsysteme Kamtschatka heimgesucht, wobei im Süden der Halbinsel bis heute mehr als 300 % der durchschnittlichen Schneemenge gefallen sind.

Weiter südlich ist Wladiwostok seit Tagen durch unaufhörlichen Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Behörden bezeichneten es als den stärksten Schneefall seit Jahren. Die Schneeräumdienste arbeiten ununterbrochen, und die Behörden warnen, dass es bis zu fünf Tage dauern könnte, bis die Straßen wieder befahrbar sind, vorausgesetzt, der Schneefall lässt nach.

Die Schulen bleiben bis zum Ende der Woche geschlossen, wodurch sich die Neujahrsferien verlängern.

Der Winter 2025/26 entwickelt sich zu einem der turbulentesten und schneereichsten in Russland seit Generationen.

Für die Zukunft wird prognostiziert, dass sich die Kälte Sibiriens nach Westen über Osteuropa ausbreiten wird.

Einschub des Übersetzers hierzu: Hier folgt die derzeitige Verteilung der Schneedecke auf der Nordhemisphäre (Quelle):

Die Schneemassen in Russland, aber auch in Nordamerika zeichnen sich gut ab. Das kann aber auch Konsequenzen für das Wetter im Frühjahr bei uns haben: Die jahreszeitlich bedingte Erwärmung kann erst greifen, wenn die Schneedecke abgetaut ist. Wie es aussieht, dürfte das in diesem Jahr viel länger dauern als sonst mit der Folge einer deutlich verzögerten Frühjahrs-Erwärmung.

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Nordindien: Kältestes Wetter seit Jahren

Eine Rekord-Kältewelle hat sich über Nordindien gelegt und die Januar-Temperaturen in den Ebenen auf den niedrigsten Stand seit Jahren sinken lassen.

In Neu-Delhi sank die Temperatur am Safdarjung-Observatorium auf 3 °C und lag damit deutlich unter dem Durchschnitt. Im nahe gelegenen Palam wurden ebenfalls 3 °C gemessen, der niedrigste Wert im Januar seit 13 Jahren. In Ayanagar sank die Temperatur auf 2,9 °C. Diese Werte entsprechen den offiziellen Schwellenwerten für eine Kältewelle.

Südlich davon sank die Temperatur in Gurugram auf 0,6 °C – ein 50-Jahres-Tief. In der Region sowie in Faridabad, Rewari und anderen nahe gelegenen Bezirken wurde von Bodenfrost berichtet, wobei sich auf Fahrzeugen und offenen Feldern eine Reifschicht bildete.

An anderen Orten wurden die kältesten Nächte der Saison in Haryana, Hisar, Narnaul und Bhiwani gemessen. Auch in Punjab froren Bathinda und Faridkot bei 3,2 °C, während Chandigarh mit 2,8 °C die kälteste Nacht seit Jahren verzeichnete.

Was die Tageshöchsttemperaturen angeht, so kämpfte Amritsar am 13. Januar mit 8,1 °C (9,5 °C unter dem Normalwert) und erreichte damit den fünftniedrigsten jemals seit 1870 gemessenen Tageshöchstwert. Zum Vergleich: Der niedrigste jemals gemessene Tageshöchstwert liegt weiterhin bei 7,4 °C und wurde am 8. Januar 2013 gemessen.

Die Kältewelle breitete sich bis nach Rajasthan aus, wo Fatehpur mit -1,9 °C die niedrigste Temperatur in den Ebenen verzeichnete. Im Norden fiel die Temperatur in Pulwama auf -6,5 °C, den tiefsten Wert in diesem Winter im Kaschmir-Tal.

Dies ist die härteste Kältewelle im Januar in Nordindien seit Jahren.

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Israel: Kälte und Schnee auf dem Berg Hermon

Kaltluft, starke Winde und Schneefälle in den Bergen haben Israel diese Woche heimgesucht.

Am 13. Januar fiel Schnee auf dem Berg Hermon, wobei die Schneehöhe über Nacht etwa 15 cm erreichte. Die Temperaturen sanken in den Höhenlagen stark, sodass das Skigebiet Hermon aufgrund der eisigen Bedingungen und der anhaltenden Schneefallgefahr geschlossen werden musste.

Die Kälte breitete sich weit über die Gipfel hinaus aus. Im Landesinneren, darunter auch in Jerusalem, wurde von eisigen Bedingungen und vereinzelten Fällen von Unterkühlung berichtet, darunter ein älterer Mann, der im Norden Israels auf tragische Weise erfroren ist.

Die kalten Bedingungen werden voraussichtlich anhalten, sodass in den Höhenlagen weiterhin Schneefall möglich ist und die Temperaturen fast überall unter dem Durchschnitt bleiben werden.

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Türkei versinkt teilweise im Schnee

In der nahe gelegenen Türkei hält der Schneesturm weiter an, insbesondere im Osten und in der Mitte des Landes.

In Karlıova, im Hochland von Bingöl gelegen, hat am 13. Januar starker Schneefall die Dörfer lahmgelegt.

Weiter westlich, in Altınyayla, hat die Schneehöhe stellenweise 3 Meter erreicht. Der Bezirk, der zum hochgelegenen Landesinneren von Sivas gehört, ist an strenge Winter gewöhnt, aber Schneemengen dieser Größenordnung legen den Verkehr lahm und schneiden ländliche Gebiete von der Außenwelt ab.

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Meldungen vom 15. Januar 2026:

Russland, Kamtschatka: 146 Jahre alter Schnee-Rekord gebrochen

Laut dem russischen Wetterdienst hat die Halbinsel Kamtschatka den stärksten Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Die offiziellen Schneefallaufzeichnungen für Kamtschatka reichen bis ins Jahr 1879 zurück. Auf Grundlage dieser Archive bestätigen die Behörden, dass es sich bei dem aktuellen Ereignis um den stärksten Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen handelt, und zwar nicht nur für einen einzelnen Sturm, sondern für die Gesamtmenge innerhalb eines kurzen Zeitraums.

An mehreren Orten hat sich innerhalb weniger Tage (9. bis 15. Januar) die Schneemenge eines ganzen Monats angesammelt, was zu meterhohen Schneemassen führte, Fahrzeuge und Gebäude unter sich begrub, Straßen und Flughäfen lahmlegte und Notfall-Dachräumungen erforderlich machte, um Einstürze zu verhindern.

Einwohner von Irkutsk – etwa 3.000 km westlich gelegen – beschreiben riesige weiße Mauern, die ihre Straßen säumen: „Wir haben wirklich keinen Platz mehr, um den Schnee zu lagern.“

Anmerkung des Übersetzers: Das sind normalerweise mit die kältesten Winter-Gebiete der Nordhemisphäre. Wenn dort derartige Rekorde auftreten, ist das schon bedeutsam.

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Europa: Kälte mit einem potentiellen Kaltlufteinbruch von Osten her

Eine tiefe und weit verbreitete Kältewelle hat Teile Europas erfasst und sorgt für extreme Tiefsttemperaturen, starken Schneefall, gefrorene Wasserwege und eine zunehmende Belastung der Energiesysteme.

In Nordeuropa sank die Temperatur in Savukoski Tulppio, Finnland, auf -42,8 °C. Ähnlich verhielt es sich in Norwegen, wo es in Karasjok -41,4 °C kalt wurde.

In Mitteleuropa sank die Temperatur in der Slowakei in Viglas-Pstrusa auf -25,6 °C, während in Ungarn in Szécsény -25 °C gemessen wurden.

Der Strombedarf in Ungarn stieg aufgrund des Heizbedarfs während der Kältewelle auf einen neuen Rekordwert von 7,9 GW. Gleichzeitig führten Schneefall und Bewölkung zu einem starken Rückgang der Solarstromerzeugung, wodurch die Abhängigkeit von Kohle, Gas und Importen zunahm.

In Österreich sind große Teile der Donau in Wien zum ersten Mal seit 2017 zugefroren.

Der Eisbrecher MS Eisvogel wurde zurückgerufen und räumt täglich das Eis aus den Häfen von Freudenau, Albern und Lobau.

Eisbrecher MS Eisvogel auf der Donau in Wien.

Mit Blick auf die Zukunft deuten Prognosemodelle auf noch größere Störungen hin.

Ensemble-Prognosen zeigen zunehmend eine Blockade über Osteuropa, die sich bis nach Skandinavien ausdehnt. Dies wird durch die MJO bestätigt, die sich in Phasen bewegt, die typischerweise mit einer Blockade in hohen Breitengraden einhergehen – eine Konstellation, die es kalter Luft ermöglicht, nach Westen vorzudringen.

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Meldungen vom 16. Januar 2026:

Alaska: Anhaltende Extremkälte

In Teilen Alaskas hat die Winterkälte ein historisches Niveau erreicht.

Am Donnerstag um 19:30 Uhr stieg die Temperatur in Fairbanks zum ersten Mal seit 32 Tagen offiziell auf -17,8 °C. Damit ist dies nun die längste ununterbrochene Periode mit Temperaturen unter null Grad [Fahrenheit!] in Fairbanks seit 108 Jahren, nämlich seit der 40-tägigen Kälteperiode, die am 3. Januar 1918 endete:

[0°F ≈ –18°C]

Auch in Alaska gab es in diesem Winter außergewöhnlich viel Schnee.

Juneau brach im Dezember langjährige Schneefallrekorde, wobei die Gesamtmenge so extrem war, dass fast die gesamte Schneemenge eines ganzen Winters in einem einzigen Monat fiel. Fairbanks verzeichnete neben seiner historischen Kälte ebenfalls ungewöhnlich starke Schneefälle.

Auch in weiten Teilen Kanadas hat sich arktische Kaltluft festgesetzt, wobei wiederholt Kältewellen über die Prärien, die zentralen Provinzen und die östlichen Regionen hinwegzogen. Diese Kältevorräte sind noch nicht vollständig nach Süden abgezogen, aber die Wetterlage in der oberen Atmosphäre scheint sich nun zu verändern. Die „Erwärmung” in Fairbanks (auf 0 °F!) könnte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass sich die Kälte nach Süden ausbreitet.

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USA: Einbruch arktischer Kaltluft steht bevor

Die zweite Januarhälfte wird im Osten der Vereinigten Staaten voraussichtlich sehr kalt werden.

Ein starker westlicher Höhenrücken wirkt wie eine Brücke, über die der Jetstream arktische und sibirische Luft aus Kanada nach Süden in den Mittleren Westen, zu den Großen Seen und weiter in den Osten leitet.

Bis nächste Woche wird sich das Muster in der oberen Atmosphäre fest etabliert haben, wobei sich der „Kältepol” über der Hudson Bay festsetzen wird.

Mehr dazu nächste Woche nach dem Eintreffen der Kälte.

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Europa: Achtung auf ein „Beast from the East“

Auch in Europa deuten die Prognosen auf eine klassische Ostwind-Kältewelle hin, die Ende nächster Woche über den gesamten Kontinent ziehen wird.

Das ECMWF prognostiziert einen starken arktischen Kälteeinbruch, der sich von Sibirien aus nach Westen ausbreitet – ein klassisches Signal für das „Beast from the East“.

Wie weit die Kälte nach Westen vordringen wird, bleibt ungewiss, aber die Konstellation begünstigt gegen Ende des Monats starke Fröste in Osteuropa. Selbst in städtischen Gebieten könnten die Tiefsttemperaturen morgens bis -30 °C fallen, was selbst für den Winter extrem ist.

Die Zuverlässigkeit der Vorhersagen wird in den kommenden Tagen zunehmen, aber die Anzeichen deuten stark auf einen echten Polarlufteinbruch aus dem Osten hin, mit möglicherweise historischer Kälte in den am stärksten betroffenen Regionen.

Auch hierzu mehr in der nächsten Woche

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Asien: Kälterekorde in Gefahr

Eine arktische Luftmasse, die sich über dem schneebedeckten Russland gebildet hat, drängt nun nach Osten und Süden und advehiert die Kälte aus dem russischen Fernen Osten, wo Rekordschneefälle zu verzeichnen sind, nach Ostasien.

Russland hat gerade die extremsten Schneefälle seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt, insbesondere in Kamtschatka, wo wiederholte Schneefälle meterhohe Schneemassen angehäuft und alle bisherigen Schneefallrekorde seit 1879 gebrochen haben.

Prognosen zeigen, dass die Temperaturen in weiten Teilen Nord- und Ostchinas nächste Woche um 20 °C sinken werden, was die während der großen Kältewelle von 2021 aufgestellten Rekorde bedroht. Auch in Japan, das sich stromabwärts des gleichen Kaltluftgebietes befindet, hat die JMA eine landesweite Warnung vor „sehr niedrigen“ Temperaturen ab dem 21. Januar herausgegeben:

Bloomberg berichtet: „Kältewelle stellt asiatische Wetterrekorde auf die Probe, während die Temperaturen sinken“.

Bloomberg konzentriert sich auf die Energiemärkte, wo insbesondere die LNG-Preise weiter steigen, da eine Kältewelle auf der gesamten Hemisphäre die Nachfrage nach Heizenergie in die Höhe treibt und das Angebot von Ostasien über Europa bis nach Nordamerika verknappt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/prolonged-freeze-for-alaska-arctic?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 4 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 16. Januar 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 3 / 2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Kaltes Winterwetter mit Eis und Schnee – keine Täuschung über den Klimawandel

14. Januar 2026 um 05:25

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Einem kalten Jahr 2025 folgt ein noch kälterer Winter 2026. Zuerst blockierte ein Schneechaos in Deutschland den Zugverkehr, dann verhinderten dicke Eisschilder auf den Flughäfen Starts und Landungen und ließen große Flieger ausrutschen. Ist das nun ein Folge der Klimaerwärmung? Oder wird es einfach kälter, wie es die bekannten Zyklen der Sonne und der großen [...]

Der Beitrag Kaltes Winterwetter mit Eis und Schnee – keine Täuschung über den Klimawandel erschien zuerst unter tkp.at.

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Kältereport Nr. 2 / 2026

11. Januar 2026 um 10:00

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Vorbemerkung: Im Mittelpunkt steht diesmal die Kältewelle in Europa. In der komenden Woche dürfte sie allerdings vorerst zu Ende gehen außer ganz im Norden.

Meldungen vom 5. Januar 2026:

Kanada, Alaska: Arktische Luft im Nordwesten

Am Wochenende hat sich in Yukon und Alaska erneut extreme Kälte durchgesetzt mit weit verbreiteten Temperaturen unter -45 °C.

In Yukon sind die Temperaturen im Landesinneren auf brutale Werte gefallen.

Pelly Ranch erreichte -49,7 °C. Der Flughafen Mayo folgte mit -48,9 °C. Der Flughafen Carmacks sank auf -48,4 °C und der Flughafen Beaver Creek erreichte -47,7 °C. Dempster und auch Klondike FC verzeichneten -47,2 °C.

In Alaska war es sogar noch kälter.

North Pole 1N sank auf -52,8 °C. Chicken folgte mit -52,2 °C. Der Flughafen Northway verzeichnete -48,3 °C. Tok, Eagle und Fort Yukon fielen alle auf -47,8 °C.

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Kältewelle in Europa

Ein nachhaltiger arktischer Kälteeinbruch hat in weiten Teilen Europas, von Skandinavien und Schottland bis zum Balkan und zur Türkei, zu weitreichenden Beeinträchtigungen durch Schnee und Kälte geführt.

In UK hat starker Schneefall den Straßen-, Schienen- und Flugverkehr lahmgelegt, insbesondere in Schottland, wo es zu starken Schneeverwehungen und Schneestürmen kam.

Im Osten spielten sich ähnliche Szenen in den Niederlanden ab, wo sich in Limburg und um Mook herum hohe Schneemassen angesammelt hatten.

Die Niederlande waren insgesamt von einigen der schwerwiegendsten Auswirkungen betroffen, da Schnee und Eis den Bodenbetrieb lahmlegten und zu massiven Flugausfällen führten. Hunderte von Abflügen wurden gestrichen, da die reduzierte Start- und Landebahnkapazität und Einschränkungen beim Enteisen sich auf das gesamte europäische Streckennetz auswirkten und zu Verspätungen weit über den niederländischen Luftraum hinaus führten.

Im Baltikum verzeichnete Litauen die höchste Schneedecke seit 15 Jahren, was den Betrieb am Flughafen Vilnius einschränkte.

In ganz Polen gab es in Orten wie Słupsk anhaltende Schneefälle statt kurzlebiger Schauer.

Weiter südöstlich verschärfte sich der Winter in der Türkei dramatisch.

Schneefälle legten Bergregionen wie Hakkari und Kastamonu lahm, wo sich 1,5 m Schnee ansammelten.

Anatolien wurde von extremer Kälte heimgesucht. In der Provinz Ardahan verzeichnete der Bezirk Gole mit −39,7 °C die niedrigste Temperatur des Landes in dieser Saison, wobei mehrere Orte in Sivas, Kars, Erzurum und Agri unter −30 °C fielen. Flüsse froren zu, die Infrastruktur vereiste und das tägliche Leben wurde stark beeinträchtigt.

Eine weitere Kaltluftmasse breitete sich am Wochenende über Europa nach Westen und Süden aus und führte zu starken Schneefällen in feuchten Gebieten und zu beißender Kälte in Gebieten mit klarem Himmel. Und diese Woche geht es weiter, denn noch stärkere Kälte umhüllt den Kontinent, insbesondere den Osten, und außergewöhnliche Schneemengen bedecken die Alpen über den Balkan bis nach Russland.

Link: https://electroverse.substack.com/p/arctic-air-reclaims-northwest-snowy?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 6. Januar 2026:

Globale Temperaturen im Dezember weiter gesunken

UAH-Satellitendaten zeigen, dass die globale Anomalie in der unteren Troposphäre im Dezember 2025 auf 0,30 °C gefallen ist, nach 0,43 °C im November, was die seit dem durch Hunga Tonga/El Niño verursachten Anstieg im Jahr 2024 anhaltende Umkehrung verstärkt.

Satelliten messen die Atmosphäre direkt und vermeiden so Verzerrungen durch Bodenstationen, städtische Wärme-Kontaminanio und „Anpassungen” zur Homogenisierung durch Behörden.

Sie zeigen nun eine deutliche (und erwartete) Abkühlung nach dem Ausbruch des Hunga Tonga im Jahr 2022 – einer gewaltigen Unterwasserexplosion, die eine beispiellose Menge Wasserdampf in die Atmosphäre schleuderte, der noch heute (wenn auch abnehmend) nachwirkt.

Der Wert für Dezember bringt uns zurück in den langfristigen Bereich. Ähnliche Anomalien traten in den 2010er, 2000er und sogar 1990er Jahren auf – trotz stetig steigender CO₂-Konzentrationen. Wir liegen sogar in etwa auf dem Niveau von Dezember 1987.

Die globalen Temperaturen sind auf das Niveau vor dem Vulkanausbruch zurückgekehrt, gerade als der Sonnenzyklus 25 seinem Minimum entgegengeht. Alle Augen sind auf das gerichtet, was als Nächstes kommt.

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Eis und Schnee in Europa

Europa ist in einen strengen Wintereinbruch gestürzt worden, mit weit verbreiteter Kälte und heftigen Schneefällen, die sich von Skandinavien über Frankreich, Deutschland, den Balkan bis in die Türkei erstrecken.

Die Temperaturen fielen diese Woche in Gielas im Norden Schwedens auf -40,8 °C, den niedrigsten Wert der Saison in ganz Fennoskandien. In Savukoski in Finnland sank die Temperatur auf -39,9 °C, während in La Brévine in der Schweiz -30,3 °C gemessen wurden.

Die tiefe kontinentale Kälte breitete sich bis weit nach Westeuropa aus, mit -27,7 °C in Les Pontets in Frankreich, -25,7 °C in Liebenau-Gugu in Österreich und -16 °C und darunter in Roskilde in Dänemark.

Auch in weiten Teilen der französischen Tiefebene wurden beachtlicheTiefstwerte gemessen:

Schneefall begleitete die Kälte und verschlimmerte die Verkehrsbeeinträchtigungen.

In Paris schneite es am Nachmittag des 5. Januar und bedeckte Sehenswürdigkeiten wie Notre-Dame.

Die Verkehrsstaus rund um die Hauptstadt brachen alle Rekorde und überschritten zunächst 750 km kumulierte Staulänge und stiegen später auf rund 910 km, womit sie den bisherigen Rekord vom Februar 2018 in den Schatten stellten.

Die Behörden nannten Schneefall und weit verbreitetes Glatteis als Hauptursachen, wodurch das regionale Straßennetz während der Stoßzeiten praktisch lahmgelegt war.

Diese Graphik in deutscher Übersetzung (Google translate):

In Frankreich war man echtes Witerwetter nach Jahren milder Winter genauso wenig gewohnt wie hierzulande. Vielleicht war es aber nur ein Vorgeschmack dessen, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt… A. d. Übers.

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USA: Wende in der Sierra

In den letzten zwei Wochen sind in mehreren Skigebieten in der Sierra Nevada, darunter auch Palisades Tahoe, mehr als 250 cm Schnee gefallen.

Vor weniger als drei Wochen lag in weiten Teilen des Gebirges oberhalb von (2.440 m) praktisch kein Schnee. Die Schneedecke in Tahoe stieg innerhalb von nur 18 Tagen von 16 % des Normalwertes auf 112 %.

Spät, abrupt und explosiv – und jetzt überdurchschnittlich.

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Erholung des arktischen Eises

Laut dem National Snow and Ice Data Center (NSIDC) betrug die minimale Ausdehnung des arktischen Meereises im Sommer 2025 im September 4,60 Millionen Quadratkilometer – ein Anstieg von etwa 35 % gegenüber dem Rekordtief von 3,41 Millionen Quadratkilometern im September 2012.

Es handelt sich hierbei um direkte Satellitenmessungen, die weder modelliert noch adjustiert worden waren.

[Diagrammvergleich von Tony Heller unter Verwendung von Daten von visitech.ai und NSIDC]

Seit 2012 hat sich die sommerliche Eisschmelze abgeschwächt, die Erhaltung des Eises in der Spätsaison hat sich drastisch verbessert, und der vorhergesagte Zusammenbruch ist nicht eingetreten. Tatsächlich zeigen die Daten eine 18-jährige „Pause” in der Schmelze des arktischen Meereises:

Link: https://electroverse.substack.com/p/global-temperatures-down-in-december?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 7. Januar 2026:

Europa gefroren

Seit Beginn des neuen Jahres hat Deutschland mit anhaltender Kälte und Schneefall zu kämpfen sowie mit Tiefsttemperaturen von -13 °C.

Dies gilt für weite Teile Europas. Tiefsttemperaturen von fast -40 °C wurden von Skandinavien bis zur Türkei gemessen. Und zuletzt, in den frühen Morgenstunden des 7. Januar, lagen die Temperaturen im Alpenraum bei -31,1 °C auf dem Monte Rosa und bei -33,4 °C auf dem Mont Blanc.

Da die Kältewelle mit Stand von heute auch Eingang in unsere MSM gefunden hat, werden die ausführlichen Schilderungen von Blogger Cap Allon hierzu nicht weiter übernommen. A. d. Übers.

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Alaska: Schnee-Notstand in Juneau

Juneau versinkt in einer außergewöhnlichen Schneedecke.

In nur zwei Wochen sind mehr als 200 cm Schnee gefallen, und die Vorhersagen simulieren für diese Woche weitere 60 cm.

Die Schäden nehmen zu. Mehrere Boote sind im Hafen unter der schweren Schnee- und Eislast gesunken.

Währenddessen beeilen sich die Einwohner der Stadt, ihre Dächer vor dem nächsten starken Schneefall zu räumen, da Dächer und Vordächer unter der anhaltenden Last zusammenbrechen. Auch die Rettungskräfte sind überlastet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europe-is-frozen-juneau-snow-emergency?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 8. Januar 2026:

Indien: Weit nach Süden reichender Kaltluftvorstoß

Bhubaneswar, eine niedrig gelegene Küstenstadt im Osten Indiens, verzeichnete mit 9,4 °C den kältesten 8. Januar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952 und die viertkälteste Januar-Tiefsttemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen.

Nur drei kältere Januarmorgen sind in den Archiven verzeichnet: 8,6 °C im Jahr 1992, 9,0 °C im Jahr 2003 und 9,3 °C im Jahr 2012.

Weiter nördlich, beispielsweise in Himachal Pradesh, herrscht weiterhin Winter.

Neun Stationen meldeten heute Morgen Tiefsttemperaturen unter dem Gefrierpunkt, angeführt von Tabo mit -9,4 °C und Kukumseri mit -9,2 °C, während in den tiefer gelegenen Bezirken dichter Nebel herrscht.

Vom Himalaya bis zur Ostküste Indiens herrscht eine ausgedehnte, rekordverdächtige Kältewelle.

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Europa: Weiter Kälte und Schnee

Eine großflächige arktische Luftmasse hat sich über Europa festgesetzt und sorgt für weit verbreiteten starken Schneefall und zunehmende Beeinträchtigungen von Skandinavien über die Iberische Halbinsel, Frankreich und Deutschland bis hin nach Russland.

Es handelt sich hierbei nicht um einen kurzlebigen Kälteeinbruch, sondern um ein anhaltendes kontinentales Wetterphänomen, das durch die zunehmende Schneedecke noch verstärkt wird.

Viele Länder, darunter auch das typisch maritime UK, haben seit Jahresbeginn bereits erhebliche Schneefälle verzeichnet. Am 5. Januar – also noch vor den jüngsten Schneefällen – lag die Schneedecke in Europa auf dem höchsten Stand seit 2019:

In Schottland berichten Einheimische von den stärksten Schneefällen seit Jahrzehnten. Mit Tiesttemperaturen von fast -15 °C sind Aberdeen und die umliegenden Gebiete bereits vor dem nächsten Atlantiksystem ausgekühlt, das am 8. Januar erwartet wird.

Der Aberdeenshire Council erklärte den Notstand, nachdem die offizielle Schneehöhe in Oyne 52 cm und in Tomintoul 46 cm erreicht hatte, was zur Schließung von Hunderten von Schulen, zur Einstellung des Bahnverkehrs und zur Isolierung ländlicher Gemeinden führte.

Auf dem Festland hat auch die Niederlande mit anhaltenden Schneefällen zu kämpfen. Tausende von Verkehrsmitteln und Flügen wurden eingestellt.

Spanien hat eine rote Warnung wegen polarer Kälte herausgegeben, da die weit verbreiteten Minustemperaturen das Straßennetz, die Wasserversorgung und die Energieversorgung in den Binnenregionen belasten.

In Parameras de Molina, Guadalajara und Molina de Aragon fielen die Temperaturen auf etwa -17 °C. In den Pyrenäen wurden in Cap de Vaqueira -17,4 °C gemessen. Katalonien verzeichnete einen der kältesten Morgen seit Jahren. In Barcelona sank die Temperatur auf -2,5 °C, den niedrigsten Wert seit Februar 2018. Im Landesinneren fiel die Temperatur deutlich unter den Gefrierpunkt, während selbst in den Küstenvororten Werte nahe dem Gefrierpunkt erreicht wurden.

Im Osten, im Alpenbogen, fiel die Temperatur auf dem Mont Blanc auf -34 °C, den tiefsten Wert seit Februar 2018.

Von den Hochebenen im Landesinneren Spaniens über die Alpen, die Nordsee-Tiefebene und Frankreich bis hin zur Ukraine und der Türkei ist Europa fest im Winter verankert. Das Ausmaß, die Dauer und die geografische Ausdehnung dieser Kälte machen sie zu einem bedeutenden Ereignis Anfang Januar.

Nach einem langsamen (aber kalten) Start scheint die gesamte Schneemasse der nördlichen Hemisphäre nun in Gang zu kommen:

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Alaska: Immer neue Schnee-Rekorde

Der Schneefall in Juneau hat Aufmerksamkeit erregt, aber ein Großteil von Alaska ist unter Schnee begraben, wobei auch Anchorage und Fairbanks bemerkenswerte Kälte- und Schneerekorde verzeichnen.

Anchorage verzeichnete diese Woche innerhalb von 48 Stunden fast 50 cm Schnee, den schneereichsten Zweitage-Zeitraum, der jemals im Januar beobachtet wurde, und den fünftgrößten zweitägigen Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen.

In Fairbanks endete gerade eine beeindruckende 33-tägige Serie mit Tiefsttemperaturen von -25 °C oder darunter am internationalen Flughafen. Diese Serie ist die viertlängste seit Beginn der Aufzeichnungen und die längste seit 1966. Innerhalb dieses Zeitraums wurden an 17 Tagen Temperaturen von -40 °C oder weniger gemessen, was diese Serie zu einer der strengsten Kälteperioden des frühen Winters in der modernen Geschichte macht.

Die Graphik in deutscher Übersetzung (Google translate):

[–15°F ≈ –26°C]

Dies ist ein landesweites Muster. Der Südosten Alaskas ist unter Schnee begraben, Süd-Zentralalaska bricht Schneefallrekorde, und das Landesinnere Alaskas hat eine anhaltende Kälteperiode erlebt, wie sie nach der Mitte des 20. Jahrhunderts nur noch selten vorgekommen ist.

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Kanada: Starke Schneefälle in den Rocky Mountains

Während Alaska weiterhin im Schnee gefangen ist, akkumuliert nun auch im Westen Nordamerikas, von den kanadischen Rocky Mountains bis zu den Cascades in den USA, immer mehr Schnee.

In den kanadischen Rocky Mountains melden die Skigebiete in Alberta Schneemengen zu Beginn der Saison, wie sie in den letzten Jahrzehnten selten zu beobachten waren.

Das Skigebiet Lake Louise erreichte Ende Dezember 503 cm – die größte Gesamtmenge zu Beginn der Saison seit Beginn der Aufzeichnungen (vergleichbare Jahre sind 1998–99 und 1954–55).

Das Skigebiet Banff Sunshine Village verzeichnete im Dezember 257 cm und damit den viert-schneereichsten Monat seit fast 100 Jahren.

Im Skigebiet Kicking Horse Mountain Resort fiel im Dezember 340 cm Schnee, wodurch die Gesamtmenge für 2025 auf 540 cm stieg und damit den bisherigen Rekord des Skigebiets brach.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-pushes-deep-into-india-heavy?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 9. Januar 2026:

Skandinavien: Kältester Januar seit Jahren

Skandinavien erlebt den kältesten Januar seit Jahren.

In Trøndelag, Norwegen, wurden in den letzten Tagen die niedrigsten Januar-Temperaturen seit 16 Jahren gemessen, genauer seit dem historischen Winter 2010.

Mehrere Stationen haben Werte nahe -30 °C gemessen, darunter Gartland mit -29,9 °C, Snasa-Kjevlia mit -29,7 °C, Namsskogan mit -28,6 °C und Meraker-Vardetun mit -27 °C – allesamt extreme Werte für Mittelnorwegen.

Im Osten hat sich die Kälte bis nach Finnland ausgebreitet.

Am 8. Januar sank die Temperatur in Savukoski Tulppio auf -41,5 °C, die niedrigste Temperatur, die in dieser Saison bisher in Fennoskandien (einer geografischen Region, die Norwegen, Schweden, Finnland und die Halbinsel Kola im Nordwesten Russlands umfasst) gemessen wurde.

Dies ist zwar kein Allzeitrekord für die Region, aber dennoch ein bemerkenswerter Wert. Beeindruckend ist auch die räumliche Ausdehnung der Kälte, da praktisch ganz Nordfinnland und nicht nur ein einzelnes Tal oder eine Kältemulde zwischen -35 °C und -40 °C friert:

Dies ist kein isolierter, vorübergehender Temperatursturz, sondern Teil einer ausgedehnten, anhaltenden arktischen Luftmasse, die sich über weite Teile Europas ausgebreitet hat.

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Marokko: Seltener Schnee im Osten des Landes

Diese Woche hat es in Oujda geschneit, was für den Osten Marokkos ein seltenes Ereignis ist und der erste Schneefall in der Stadt seit 2012. Der Ort liegt in einer halbtrockenen Region, in der es im Winter fast nie schneit.

Der strenge europäische Winter greift tief nach Nordafrika hinein.

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Indien: Seltener kalter Regen in Delhi, während Nordindien friert

Am Freitag kam es in Delhi NCR zu ungewöhnlichen winterlichen Wetterbedingungen: Es fiel leichter Regen bei Temperaturen um 5 °C.

Diese 5 °C wurden am 9. Januar um 5:30 Uhr morgens im Safdarjung-Observatorium gemessen, wobei leichter Regen sowohl am Boden als auch per Satellit bestätigt wurde.

Das Ungewöhnliche daran ist nicht nur die Kälte, sondern auch der gleichzeitige Regen – mitten im trockenen Winter-Monsun.

Regenfälle in den nördlichen Ebenen treten fast immer bei Temperaturen über 10 °C auf; Niederschläge unter 10 °C sind in der Regel auf Bergregionen beschränkt. Für Delhi NCR war dies ein wirklich außergewöhnliches Ereignis.

Je weiter man nach Norden kommt, desto kälter wird es. In Punjab verzeichnete die Stadt Bathinda am Donnerstag, dem 8. Januar, eine ungewöhnlich niedrige Höchsttemperatur von 9,8 °C.

Die benachbarten Städte folgten dicht dahinter: Amritsar erreichte eine Höchsttemperatur von nur 10,4 °C, Faridkot 11 °C und Mansa 11,6 °C. Ambala und Karnal in Haryana blieben ebenfalls bei Temperaturen um 11-12 °C.

Am frühen Abend lagen viele Stationen bereits unter 10 °C, wobei es über Nacht zu stärkerer Abkühlung kam.

Auch in weiten Teilen von Madhya Pradesh und Uttar Pradesh liegen die Temperaturen um 6 bis 10 °C unter dem Normalwert, wobei in der gesamten Region Rekorde gebrochen wurden.

Gwalior meldete mit 10,4 °C eine Rekord-Tiefsttemperatur für Januar. Auch in Bareilly sind die Tageshöchsttemperaturen auf Rekord- oder nahezu Rekordwerte gefallen: 11,2 °C, Shahjahanpur: 11,2 °C, Prayagraj: 11,4 °C, Varanasi: 11,6 °C und Jhansi: 12,7 °C.

Prognosen zufolge wird die Kälte in Indien mindestens bis zum 15. Januar anhalten.

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Guatemala: Ungewöhnlicher Frost

Ungewöhnliche Kälte herrschte die ganze Woche über im Hochland von Guatemala, wo die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fielen.

In den Morgenstunden bildeten sich Reif und Oberflächen-Eis, ein seltener Anblick für diese Gegend.

In Los Altos wurden Tiefsttemperaturen von -5 °C gemessen, wobei lokale Berichte darauf hindeuten, dass die Temperaturen in vereinzelten Gebieten noch weit darunter lagen – in der Nähe von Quetzaltenango sogar bei fast -10 °C. Zum Vergleich: Der nationale Rekord in Guatemala liegt bei -11,6 °C.

Link: https://electroverse.substack.com/p/scandinavia-breaches-40c-rare-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 3 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 9. Januar 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 2 / 2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Dem „Kalten Krieg“ nachtrauern?

09. Januar 2026 um 12:36

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Angesichts der Reaktion des deutschen Bundeskanzlers auf die blutige Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro kommen wehmütige Erinnerungen an den Kalten Krieg hoch.

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Kältereport Nr. 1 / 2026

04. Januar 2026 um 07:00

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Vorbemerkung: Dieser Kältereport ist kurz und umfasst nur die ersten beiden Tage des neuen Jahres. Damit soll erreicht werden, dass sich die einzelnen Reports immer auf die jeweils vergangene Woche beziehen.

Die Fülle der Meldungen in diesem kurzen Zeitraum spricht für sich.

Meldungen vom 1. Januar 2026:

Kanada: Rekord-Schneefall am Lake Louise

Das Skigebiet Lake Louise im Herzen der kanadischen Rocky Mountains im Westen von Alberta ist unter einer Schneedecke begraben.

Bis Ende Dezember fiel in den höheren Lagen 503 cm Schnee – das erste Mal, dass das Skigebiet so früh in der Saison die 500-cm-Marke überschritten hat.

Fast das gesamte Gelände ist nun geöffnet, alle 13 Lifte sind in Betrieb und 200 Acres am Richardson’s Ridge wurden etwa drei Monate früher als geplant eröffnet.

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USA: Rekord-Schnee auch im Gebiet der Großen Seen

Eine einwöchige Einwirkung des See-Effektes hat weite Teile der Großen Seen unter einer dicken Schneedecke begraben, und auch im neuen Jahr schneit es weiter.

In Syracuse im US-STaat New York sind in dieser Saison bereits 190 cm Schnee gefallen, fast doppelt so viel wie im Jahresdurchschnitt.

Ein einziger Schneefall brachte mehr als 60 cm an einem Tag, was den zweitstärksten Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen und den schneereichsten Dezembertag aller Zeiten darstellt. Der Westen und der Norden des Bundesstaates New York befinden sich weiterhin im Ausnahmezustand, haben doch die Winterdienste Mühe, mit den Schneemengen Schritt zu halten.

[24,2 inch ≈ 60 cm; 18,6 inch ≈ 47 cm]

Arktische Luft strömt weiterhin über die vergleichsweise warmen Gewässer des Eriesees und Ontariosees und sorgt für schmale, aber intensive Schneeschauer. In Redfield fiel pro Stunde bis zu 12 cm Schnee.

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USA: Kälte in Miami

Miami verabschiedete das Jahr 2025 mit dem kältesten Silvestertag seit 25 Jahren.

Die Tiefsttemperaturen fielen am Miami International Airport auf etwa 8,3 °C, im Landesinneren von Miami-Dade auf 4 bis 7 °C und in Fort Lauderdale auf fast 4,4 °C.

Laut dem NWS war dies der kälteste Silvesterabend in weiten Teilen Südfloridas seit dem Jahr 2000, als Miami 6 °C erreichte.

Zum Vergleich: Der kälteste 31. Dezember in Miami war nach wie vor der Tag im Jahr 1917 mit 1,1 °C, und die niedrigste jemals in der Stadt gemessene Temperatur liegt bei -2,8 °C.

Anmerkung des Übersetzers: In den USA ist an der Station Key West an der Südspitze der Florida Keys als einzigem Ort in den USA noch nie Frost aufgetreten. Das absolute Temperatur-Minimum dort betrug +2,3°C – in einer Umgebung mit einer Wassertemperatur über 25°C schon bemerkenswert. – Ende Anmerkung

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Iran: Kältewelle in Teheran

Die Behörden in Teheran ordneten am Mittwoch die Schließung von Schulen, Universitäten und den meisten öffentlichen Ämtern an, da die Temperaturen weit unter die saisonalen Normwerte fielen.

Die Tiefsttemperaturen in der Nacht sinken auf -6 °C, während die Höchsttemperaturen tagsüber kaum 2 °C erreichen.

Die Schließungen wurden angeordnet, um den steigenden Heizbedarf in der iranischen Hauptstadt einzudämmen. Wesentliche Dienste, darunter Krankenhäuser und Rettungsdienste, bleiben weiterhin in Betrieb, während Bankfilialen nur begrenzt geöffnet sind.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-snow-buries-lake-louise-great?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 2. Januar 2026:

Türkei, Syrien: Verstärkt Kälte und Schnee

Nachdem sich der starke Schneefall im Nordwesten der Türkei gelegt hatte, sorgten arktische Luft und klarer Himmel für einen Temperatursturz in der gesamten Provinz Bolu.

Der türkische Wetterdienst meldete im Abant-See-Nationalpark mit -21,3 °C die niedrigste Temperatur des Landes. In Samat in Gerede sank das Thermometer auf -19,4 °C, während es in Dortdivan -18,3 °C kalt wurde – allesamt Werte, die 12 bis 15 °C unter den saisonalen Normwerten liegen.

Die frische Schneedecke in Verbindung mit raschem Aufklaren über Nacht führte zu einer starken Strahlungskühlung.

Unterdessen verstärkte sich der Schneefall im Osten, beispielsweise in Erzurum, wo von erheblichen Schneemengen berichtet wurde.

Im Südosten hat der gleiche Wintersturm auch Syrien heimgesucht und neben Schnee auch heftige Regenfälle und Sturzfluten gebracht. Die Behörden haben den Unterricht in Aleppo, Idlib, Latakia, Tartus und Hama aufgrund der gefährlichen winterlichen Bedingungen ausgesetzt.

Mehr als 100 Zivilschutzteams wurden eingesetzt, um auf über 110 Vorfälle zu reagieren, darunter durch Schnee blockierte Straßen, Überschwemmungen und Unfälle aufgrund von Glatteis. Frost und Schneeverwehungen haben insbesondere in Bergregionen zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt.

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Kälte in Europa

Der vorhergesagte Kälteeinbruch hat Europa erreicht.

Arktische Luft hat sich nun über Nordnorwegen festgesetzt, wobei Karasjok (Markannjarga) und Kautokeino am frühen Freitagmorgen auf -39,5 °C gefallen sind – die bisher niedrigste Temperatur in Norwegen in diesem Winter.

Die Messungen wurden bei klarem Himmel und hoher Schneedecke durchgeführt – ideale Bedingungen für extreme Strahlungskühlung im Landesinneren von Finnmark.

Diese Kälte wird sich über das Wochenende weiter nach Süden ausbreiten und von Schottland bis zum Balkan für Störungen durch Schnee und Eis sorgen.

Weitere Aktualisierungen folgen.

In der Tat dürfte es auch bei uns in der gesamten kommenden Woche richtig kalt sein! A. d. Übers.

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Alaska: Jahresende mit historischem Schnee

Der Südosten Alaskas beendete das Jahr 2025 unter einem außergewöhnlichen, lang anhaltenden Schneesturm.

Vom 27. bis 31. Dezember blieb in Bodennähe eine arktische Luftmasse bestimmend, auf die anhaltende Südwestströmungen in höheren Schichten Feuchtigkeit aufglitt. Da bodennah kalte Luft kontinuierlich nachströmte, fiel der Niederschlag auf Meereshöhe fast ausschließlich als Schnee.

Die Gesamtmenge erreichte von Juneau nach Norden hin 91 bis 213 cm.

Allein in den letzten fünf Tagen des Dezembers wurden an der Meile 26 auf dem Glacier Highway 132,1 cm gemessen. Lena Point verzeichnete 125 cm. Der Flughafen Juneau meldete 124,5 cm, die höchste jemals gemessene Schneemenge innerhalb von fünf Tagen. Insgesamt fiel im Dezember hier 208,3 cm Schnee, was diesen Monat zum zweit-schnereichsten in der Beobachtungsgeschichte von Juneau machte.

Zu den Auswirkungen gehörten gesunkene Boote im Hafen von Juneau und vereinzelte Stromausfälle.

Auch nördlich von Juneau nahm der Schneefall zu. In der Nähe von Haines wurden Werte zwischen 155 und 201 cm gemeldet.

Ein starkes Hochdruckgebiet über dem Yukon und dem Nordwesten von British Columbia hielt die arktische Luft in den unteren Schichten fest, während ein Tiefdruckgebiet über dem Golf von Alaska für anhaltenden Nachschub von Feuchtigkeit sorgte. Wärmere Luft drückte sich über die dichte Kältekuppel hinweg und führte zu fast ununterbrochenem Schneefall. Es handelte sich nicht um einen klassischen atmosphärischen Fluss, sondern um ein Kälteblockademuster, das zu einem der bedeutendsten Schneefälle in Alaska seit Beginn der Aufzeichnungen führte.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-and-snow-intensify-in-turkey?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 2 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 2. Januar 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 1 / 2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Kältereport Nr. 51 / 2025

01. Januar 2026 um 08:00

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Vorbemerkung: Dies ist der letzte Kältereport dieses Jahres. Man kann aber davon ausgehen, dass es im kommenden Jahr gleich weitergeht – zumal sich auch in weiten Teilen Europas eine längere winterliche Phase andeutet.

Meldungen vom 22. Dezember 2025:

Russland: Schneestürme und Eis im Fernen Osten

Ein heftiger Schneesturm hat den Fernen Osten Russlands heimgesucht und die nördlichen und östlichen Bezirke der Region Chabarowsk mit starkem Schneefall, Eis und Sturm getroffen.

Die schlimmsten Auswirkungen wurden im Bezirk Nikolaevsk gemeldet, wo sieben Wohngebäude ihre Dächer verloren. Die lokalen Behörden riefen den Notstand aus, als die Schäden an der Infrastruktur zunahmen und die Aufräumarbeiten begannen.

Weiter südlich wurde die Region Primorsk von extremer Vereisung heimgesucht. Aufnahmen aus Wladiwostok zeigen Straßen, Fahrzeuge und Gebäude, die vollständig vereist sind.

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Kanada: Unter –50°C in Yukon

Dies entwickelt sich zu einem der kältesten Dezembermonate seit Beginn der Aufzeichnungen im Gebiet Yukon.

Intensive arktische Luftmassen sorgen weiterhin für Temperaturen weit unter dem Normalwert, sodass an mehreren Messstationen Werte unter -50 °C gemessen wurden.

Am 21. Dezember sank die Temperatur in Braeburn auf -52,8 °C, dicht gefolgt von Faro mit -51,5 °C. Mayo erreichte -48,9 °C, während Twin Creeks North -47,9 °C verzeichnete, Carmacks -47,7 °C, Champagne -47,6 °C und Willow Creek -47,2 °C.

Dies ist eine anhaltende Kälteperiode, die mit einer starken arktischen Blockierung und einer geschwächten zonalen Strömung einhergeht.

In den letzten Tagen gab es in der gesamten Region und in weiten Teilen Kanadas auch erhebliche Schneefälle, welche die Abkühlung noch verstärkten.

Starker Schneefall hat den Stoke-O-Meter am Mount Seymour in British Columbia vollständig bedeckt, was auf mehr als 50 cm Schnee hindeutet.

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Indien: Schnee am Gulmarg

Kongdori, in der Nähe von Gulmarg in Jammu und Kashmir, wurde am Sonntag unter Neuschnee begraben.

Starke Schneefälle fegten über die höheren Lagen hinweg und verstärkten den sich verschärfenden Wintereinbruch im westlichen Himalaya.

Dies folgt einem allgemeineren Muster früher und anhaltender Kälte in Nordindien und Zentralasien.

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenland-gains-blizzards-and-ice?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Hiernach hat Cap Allon mit seinen Meldungen eine Weihnachtspause eingelegt, was er nach seiner aufwändigen Recherche-Arbeit sicher verdient hat. Weiter geht es am Montag, dem 29. 12.
Meldungen vom 29. Dezember 2025:

Australien friert

Im Südosten Australiens gab es kürzlich einige ungewöhnliche Sommer-Kälteeinbrüche.

Am 26. Dezember sank die Temperatur auf Flinders Island auf 1,8 °C – ein neuer Monatsrekord für Dezember und etwa 5 °C unter dem typischen Winterdurchschnitt. Das nahe gelegene Low Head stellte mit einer Temperatur von 5,6 °C ebenfalls einen Dezemberrekord auf.

Und es kommt noch mehr:

GFS 2m Temperatur-Anomalien (°C) am 30. Dezember [tropicaltidbits.com].

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Kanada: verbreitet außerordentlich starker Schneefall

Die Schneeverhältnisse über den kanadischen Küstengebirgen hat sich umgekehrt. Nachdem es Mitte Dezember praktisch keinen Schnee gab, stieg die Schneedecke in weniger als einer Woche wieder auf ein nahezu normales Niveau an.

Die gemessenen Schneehöhen liegen nun bei 190 cm am Disappointment Lake, 175 cm am Orchid Lake, 150 cm am Loch Lomond und 125 cm am Palisade Lake.

Gleichzeitig hat sich die Kälte in ganz Kanada festgesetzt. In Braeburn sank die Temperatur am 23. Dezember auf -55,7 °C und erreichte damit den niedrigsten Wert, der seit 1975 (-56,7 °C) jemals im Dezember in Kanada gemessen worden war, sowie einen neuen Rekordwert für diese Messstation.

Die extreme Kälte breitete sich bis nach Faro mit -52,5 °C, nach Nursery und Rabbit Kettle in den Nordwest-Territorien mit -52,2 °C, nach Carmacks mit -51,8 °C und nach Pelly Ranch mit -50,5 °C und Beaver Creek mit -50,2 °C.

Das Winterwetter hat nun endgültig Einzug gehalten.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es nach Süden in die derzeit sehr milden USA vordringt.

Zum letzten Satz: In den „Kältereports“ zuvor war von einer prognostizierten großen Kältewelle in den USA ausgegangen worden. Davon ist jedoch außer in den nördlichsten US-Staaten nichts übrig geblieben. A. d. Übers.

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Russland: Extreme Kälte

Während die USA weiterhin im Herbst feststecken, hat Russland auf die extremen Tiefsttemperaturen unter -50 °C in Kanada reagiert.

In Delyankir im Nordosten Sibiriens sank die Temperatur kürzlich auf -58,8 °C – die niedrigste Temperatur der Saison auf der Nordhalbkugel. Das nahe gelegene Oymyakon folgte dicht dahinter mit einer Temperatur von -55,8 °C.

Selbst für sibirische Verhältnisse sind dies beeindruckende Tiefstwerte.

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China: Extreme Kälte im Nordosten

Ende letzter Woche kam es zu einer extremen Kältewelle im Nordosten Chinas und brachte die bisher niedrigsten Temperaturen des Winters mit sich.

In Tulihe wurde es -42,3 °C kalt, wobei eine automatische Wetterstation sogar -46,6 °C registrierte und damit einen neuen Winter-Tiefstwert für das Land aufstellte. Am nächsten Morgen verschärfte sich die Kälte noch weiter. Am 26. Dezember wurden in Genhe -42,1 °C gemessen, während die AWS auf -46,9 °C fiel.

Mehr als 40 % der Regionen Chinas verzeichneten während des Kälteeinbruchs neue Dezember-Tiefstwerte.

Die kalte Luft wurde von seltenem und erheblichem Schneefall begleitet.

Am 28. Dezember gab es starken Schneefall sogar in der Wüste Takla-Makan und begrub die Sanddünen in einer der trockensten Regionen der Erde unter einer Schneedecke.

Weiter südlich erreichte die gleiche arktische Kältewelle subtropische Breiten. Ein Schneesturm fegte über den Hehuan-Berg hinweg und bedeckte die höchsten Erhebungen Taiwans mit Schnee.

Link: https://electroverse.substack.com/p/australia-shivers-snow-builds-across?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 30. Dezember 2025:

Europa: Kälte zum Jahreswechsel

Derzeit beginnt eine großflächige Kälte- und Schneephase, die in weiten Teilen Europas zu Beeinträchtigungen führen wird.

Eine Blockierung in hohen Breitengraden drängt arktische Luft nach Süden und untergräbt die mildere Atlantikströmung. Mit zunehmender Kälte werden die Niederschläge entlang der Grenze zunehmend eher als Schnee statt als Regen fallen. Die Folge sind sinkende Temperaturen, sich ausbreitender Frost und eine stark absinkende Schneegrenze.

Für Großbritannien bedeutet dies einen raschen Übergang zu richtig kalten Bedingungen.

Die Nachttemperaturen werden in weiten Teilen des Landes unter den Gefrierpunkt fallen, während die Tageswerte nur schwer wieder steigen werden. Die Schneewahrscheinlichkeit steigt mit dem Einzug der kälteren Luft, insbesondere dort, wo Frontensysteme stagnieren oder sich drehen. Selbst niedrig gelegene Gebiete im Süden sind davon betroffen.

In der Tat. Davon wird man wohl aus allen möglichen Quellen einige Zeit etwas hören. A. d. Übers.

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Kalifornien, USA: Erholung der Schneedecke in der Sierra Nevada

Die kalifornische Sierra Nevada hat sich innerhalb weniger Tage von „erheblichem Schneemangel“ zu einer hohen Schneedecke gewandelt.

Am 19. Dezember betrug die Schneedecke im gesamten Bundesstaat nur 12 % des Normalwertes. Dann kamen die Stürme. Bis zum 27. Dezember war die Schneedecke auf 77 % des Normalwertes gestiegen, wobei die südliche Sierra 100 % des Durchschnittswertes erreichte.

Das Klima gleicht sich aus durch Extreme, nicht durch Durchschnittswerte.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europe-to-freeze-this-weekend-sierra?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 31. Dezember 2025:

Kurdistan: Paralysiert durch Kälte und Schnee

Ein schwerer Wintereinbruch hat die kurdischen Regionen im Westen des Iran nahe der irakischen Grenze heimgesucht. Extreme Kälte und starke Schneefälle haben Hunderte von Dörfern von der Außenwelt abgeschnitten und die Infrastruktur lahmgelegt.

In der iranischen Provinz Urmia sank die Temperatur in Takab auf -17 °C, dicht gefolgt von Chaldiran mit -15 °C.

Selbst in Naqadeh, der „wärmsten“ Stadt in Urmia, lag die Temperatur mit -2,2 °C unter dem Gefrierpunkt.

Die Kälte wurde von starken Schneefällen begleitet, die viele Straßen unpassierbar machten.

In der benachbarten Provinz Sanandaj eskalierte die Situation zu einem regelrechten Notfall. Schneestürme blockierten den Zugang zu 400 Dörfern, wobei in den meisten auch der Strom ausfiel. In 100 Dörfern brach die Kommunikation zusammen, nachdem Telefon- und Internetleitungen ausgefallen waren.

Seltene Flocken fielen sogar bis nach Qamischli in Syrien.

Die Vorhersagen lassen keine sofortige Entspannung erkennen, werden doch bis Mitte der Woche weiterhin extreme Tiefsttemperaturen und starker Schneefall erwartet.

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Kälte in Indien

Der Kälteeinbruch hat sich nach Osten bis nach Indien ausgebreitet, wobei Odisha ungewöhnlich niedrige Temperaturen verzeichnet.

In Jharsuguda fiel die Temperatur am 30. Dezember auf 6,2 °C und markierte damit die kälteste Dezembernacht seit 15 Jahren für diesen Bezirk. Der Wert lag 5,1 °C unter dem Normalwert und ist die drittniedrigste jemals gemessene Temperatur im Dezember.

Die Kälte war weit verbreitet. In den letzten 24 Stunden fielen die Temperaturen an 14 Orten in Odisha unter 10 °C.

Das regionale Wetterzentrum Indiens in Bhubaneswar berichtet, dass die kalten Nächte noch bis Anfang Januar anhalten werden.

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Sibirien: Extreme Kälte

Im Norden ist Sibirien von einer extremen Kältewelle erfasst, mit Temperaturen, die in Jakutien auf bis zu -56 °C gefallen sind.

Schulen und Kindergärten wurden geschlossen, die Einwohner wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben, und die Behörden warnen davor, dass die Kälte noch weiter zunehmen wird, mit Prognosen, die Tiefstwerte bis -60 °C andeuten.

Ein mehrtägiger Schneesturm entlang der Küste von Tiksi hat Häuser verschüttet, Türen mit Schnee verschlossen und Straßen blockiert. Die Sicht ist auf null gesunken, die Versorgung ist unterbrochen, und die Rettungsdienste haben Schwierigkeiten, ihre Arbeit zu verrichten, da es weiterhin stark schneit und windet.

Die Einwohner sind praktisch in ihren Häusern gefangen, während die Behörden sich bemühen, die Zufahrtswege freizuräumen und die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern aufrechtzuerhalten.

Meteorologen zufolge ist eine Besserung der Lage in nächster Zeit unwahrscheinlich.

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Alaska: Neue Schnee-Rekorde

Der Südosten Alaskas ist unter einer historischen Schneedecke begraben, wobei Juneau einen seit 61 Jahren bestehenden Dezemberrekord gebrochen hat.

Die offiziellen Gesamtwerte liegen nun bei 161 cm und damit bereits fast 23 cm über dem Rekord von 1964, wobei es weiterhin schneit.

Während der Südosten sich aus dem Schnee gräbt, herrscht in weiten Teilen des restlichen Alaska bittere Kälte.

Das Landesinnere befindet sich in einer der kältesten Phasen seit Jahrzehnten, mit Nachttemperaturen, die konstant zwischen -20 °C und -50 °C liegen – und noch darunter. Für viele Orte ist dies die kälteste Periode seit den 1980er Jahren.

Alaska wird mit tiefem Schnee und tiefer Kälte ins Jahr 2026 starten, und es wird voraussichtlich mit Tiefsttemperaturen von -55 °C weitergehen.

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USA: Wintereinbruch – Januar beginnt mit arktischem Einbruch

Im Osten der USA ist die Dezemberwärme mit dem Eintreffen einer scharfen arktischen Front zusammengebrochen. Innerhalb weniger Stunden sanken die Temperaturen in Städten wie St. Louis um etwa 15°C, als sich der Winter im Mittleren Westen und im Osten wieder durchsetzte.

Kalte arktische Luft drängt nun in den Nordosten vor und löst Wintersturmwarnungen und tagelange Schneefälle rund um die Großen Seen aus. Fast 240 Millionen Amerikaner erleben zu Beginn des neuen Jahres unterdurchschnittliche Temperaturen.

Atlanta schwankte zwischen Höchsttemperaturen von fast 21 °C und Tiefsttemperaturen von fast -2 °C. Minneapolis und Chicago stürzten auf einstellige Werte ab, wobei Minneapolis-St. Paul innerhalb von 24 Stunden 15 cm Schnee erhielt. Buffalo und der Westen New Yorks erlebten Whiteout-Bedingungen, als böige Winde die Schneefälle verstärkten.

Diese Woche wird kalt werden, aber die Modelle sagen etwas noch Schärferes voraus…

und darauf warten wir, wenn es eingetreten ist. A. d. Übers.

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Südpol: Kalter Hochsommermonat Dezember

Die Amundsen-Scott-Südpolstation ist auf dem besten Weg, einen extrem kalten Dezember zu verzeichnen.

Zum 30. Dezember liegt der vorläufige Monatsdurchschnitt bei -29 °C – das sind deutlich -1,7 °C weniger als der Mehrjahresdurchschnitt.

Die Temperaturen sind zum Monatsende wieder unter -30 °C gesunken, wodurch die negative Anomalie bestätigt wurde.

Link: https://electroverse.substack.com/p/kurdistan-paralyzed-by-cold-and-snow?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 1 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 31. Dezember 2025

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Kältereport Nr. 51 / 2025 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Der provozierte Feind: Wie Amerika Russland in die Konfrontation trieb

27. Oktober 2025 um 12:58

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Seit dem Ende des Kalten Krieges hätte die Welt in eine Ära echter Kooperation eintreten können. Stattdessen verwandelte Washington den Frieden in ein geopolitisches Nullsummenspiel …

Der Beitrag Der provozierte Feind: Wie Amerika Russland in die Konfrontation trieb erschien zuerst auf Contra24.

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