Joe Kent, Direktor des US-National Counterterrorism Center unter Präsident Trump, einst Mitglied der Eliteeinheit „Green Berets“ und später bei der CIA tätig, hat am Dienstag (17. März 2026) seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Grund: Er lehnt den Krieg gegen den Iran ab, da dieses Land seiner Ansicht nach keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellte.
In einem auf X (ehemals Twitter) veröffentlichten Rücktrittsschreiben an Trump schrieb Kent: „Ich kann nicht in gutem Gewissen den laufenden Krieg im Iran unterstützen. [...] Es ist klar, dass wir diesen Krieg auf Druck Israels und seiner mächtigen US-Lobby begonnen haben.“ Er warnte vor dem Verlust amerikanischer Leben in einem Konflikt ohne Nutzen und berief sich auf persönliche Erfahrungen – seine Frau starb 2019 bei einem Anschlag in Syrien. Kent zieht Parallelen zu früheren Einsätzen, etwa im Irak 2003 und in Syrien, die seiner Darstellung zufolge ebenfalls unter vergleichbarem Einfluss zustande gekommen seien.
Das Weiße Haus wies Kents Vorwürfe zurück. Sprecherin Karoline Leavitt nannte sie „falsche Behauptungen“ und betonte, Trump habe auf starke Beweise für eine iranische Bedrohung reagiert. Trump selbst bezeichnete Kent als „schwach in Sicherheitsfragen“ und sagte: „Es ist gut, dass er weg ist“. Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard unterstützte Trump indirekt: Der Präsident entscheide über Bedrohungen.
Republikaner wie Sprecher Mike Johnson und Abgeordneter Don Bacon kritisierten Kent scharf und sprachen von Antisemitismus-Vorwürfen. Demokraten und einige Republikaner wie Marjorie Taylor Greene lobten ihn hingegen als „Helden“. Der Rücktritt fällt in die dritte Woche des Iran-Kriegs, der am 28. Februar begann.
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Bildquelle: Ben Von Klemperer / shutterstock
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