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Heute — 14. April 2026

Netanyahu: U.S.-Israel Strike on Iran Turned ‘Never Again’ into Reality, Dealt ‘Regime of Terror’ Hardest Blow

14. April 2026 um 05:25

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Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu declared Monday that the joint U.S.-Israel campaign against Iran has turned the longstanding pledge of “Never Again” into reality, saying the strikes dealt the regime “the hardest blow in its history” and prevented a second Holocaust.

The post Netanyahu: U.S.-Israel Strike on Iran Turned ‘Never Again’ into Reality, Dealt ‘Regime of Terror’ Hardest Blow appeared first on Breitbart.

(Auszug von RSS-Feed)

Kim Jong Un oversees cruise missile launches from prized new North Korean warship

14. April 2026 um 13:03

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North Korea’s Kim Jong Un observed launches of two cruise missiles and three anti-ship missiles from his prized new warship, the 5,000-ton-class destroyer Choe Hyon, state media claimed Tuesday. 

The cruise missiles flew for more than two hours and the anti-ship missiles for more than 30 minutes along pre-set trajectories over the country’s western seas before accurately striking their targets on Sunday, according to North Korea’s official newspaper Rodong Sinmun. 

One image released by the Korean Central News Agency showed Kim standing next to North Korean officials while watching a projectile fly away from the ship.  

Kim has hailed the development of the Choe Hyon, which was first unveiled in April 2025, as a major step toward expanding the operational reach and preemptive strike capabilities of his military.

NORTH KOREA FIRES MISSILES TOWARD SEA AFTER RIDICULING SOUTH'S HOPES FOR BETTER TIES

State media claim the warship is designed to carry a range of systems, including anti-air and anti-ship weapons as well as nuclear-capable ballistic and cruise missiles. South Korean officials and experts say the vessel was likely built with Russian assistance amid deepening military ties, but some experts question whether it’s ready for active service, The Associated Press reported. 

After Sunday’s tests, Kim said his government remained focused on the "limitless expansion" of its nuclear forces and issued unspecified new tasks to sharpen the country’s nuclear attack and rapid-response capabilities. He also reviewed plans for the weapons systems for his third and fourth destroyers currently being built, Rodong Sinmun claimed. 

NORTH KOREA RELAUNCHES WARSHIP THAT SUFFERED EMBARRASSING FAILURE DURING INITIAL LAUNCH

North Korea unveiled a second destroyer of the same class in May last year – the Kang Kon -- but it was damaged during a botched launch at the northern port of Chongjin. It later was relaunched in June following repairs. 

State media says a third destroyer under construction at the Nampo shipyard on the country’s western coast is expected to be completed by the ruling Workers’ Party’s founding anniversary in October, according to the AP.

North Korea also conducted a series of tests last week that state media said involved various new weapons systems, including ballistic missiles armed with cluster-bomb warheads, while its senior officials issued statements ridiculing South Korean hopes for warmer relations. 

The Associated Press contributed to this report. 

(Auszug von RSS-Feed)

Zwischen Krieg und industriellem Zusammenbruch: Die US-israelische Abnutzungskrise

14. April 2026 um 12:01

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Die US-Kriegsmaschinerie verbraucht ihre eigenen Grundlagen und legt eine strukturelle Krise offen, die sich nicht allein mit Geld lösen lässt.

Der US-israelische Krieg gegen den Iran hat eine strukturelle Krise im Zentrum der Kriegsmaschinerie Washingtons offengelegt – eine Krise, die die Fähigkeit in Frage stellt, einen langwierigen Konflikt aufrechtzuerhalten, geschweige denn verbrauchte Ressourcen zu ersetzen.

Bereits in den ersten Wochen wurden enorme Bestände an Raketen, Flugzeugen und präzisionsgelenkter Munition – von Tomahawk und ATACMS bis hin zu Patriot-, THAAD- und Arrow-Abfangraketen – in einem atemberaubenden Tempo aufgebraucht.

Die Gefechtsabnutzung schlägt rasch in eine industrielle Abrechnung um und offenbart die Grenzen der US-amerikanischen und israelischen Fähigkeit, hochwertige Waffensysteme im Tempo moderner Kriegsführung nachzuproduzieren.

Feuerkraft ohne Durchhaltevermögen

Laut einem Bericht des Royal United Services Institute (RUSI) vom 24. März wurden in den ersten 16 Kriegstagen 11.294 Munitionsstücke eingesetzt – mit direkten Kosten von 26 Milliarden US-Dollar. Reparationen könnten diese Summe auf über 50 Milliarden erhöhen. Doch die finanziellen Kosten erzählen nur einen Teil der Geschichte.

Allein in den ersten 96 Stunden wurden 5.197 Munitionsstücke in 35 Kategorien abgefeuert – eine der intensivsten Luftkampagnen der modernen Kriegsführung. Das Ausmaß des Verbrauchs überforderte schnell die Logik industrieller Nachproduktion.

Die Luftabwehrsysteme trugen die Hauptlast. US- und Golfstaaten-Batterien feuerten innerhalb von nur vier Tagen 943 Patriot-Abfangraketen ab – ungefähr so viel wie die Produktion von 18 Monaten. THAAD-Systeme folgten einem ähnlichen Muster: 145 Raketen wurden eingesetzt und verbrauchten mehr als ein Drittel der geschätzten Bestände.

Auf israelischer Seite war der Druck noch größer. Die Bestände an Arrow-Abfangraketen sanken im gleichen Zeitraum um mehr als die Hälfte. Der Wiederaufbau dieser Vorräte könnte fast 32 Monate dauern. Was zunächst wie hoher Verbrauch aussah, entpuppte sich schnell als strukturelles Ungleichgewicht.

Die Kosten dieser ersten vier Tage allein lagen zwischen 10 und 16 Milliarden Dollar und stiegen auf 20 Milliarden, wenn man Flugzeug- und Systemverluste einrechnet. Noch schlimmer: Die Beeinträchtigung von Radar- und Satelliteninfrastruktur verringerte die Abfangquote, sodass mehrere Raketen auf ein einzelnes Ziel abgefeuert werden mussten – in einigen Fällen bis zu 11 Abfangraketen für eine Bedrohung.

Strategische Waffen, leere Lager

Offensive Systeme folgten dem gleichen Muster. In der Anfangsphase wurden 225 ATACMS- und PrSM-Raketen abgefeuert – zentrale Mittel für präzise Tiefenschläge. Zusätzlich wurden innerhalb von 16 Tagen mehr als 500 Tomahawk-Marschflugkörper gestartet.

Allein die Wiederbeschaffung dieser Tomahawks könnte bis zu 53 Monate dauern – mehr als vier Jahre ununterbrochener Produktion. Praktisch bedeutet das, dass die USA ein vergleichbares Bombardement kurzfristig nicht wiederholen können.

JASSM-ER-Raketen (präzisionsgelenkte Luft-Boden-Raketen), die jeweils über eine Million Dollar kosten, wurden in großer Zahl gegen iranische Radar- und Kommunikationsziele eingesetzt. Ihre Produktion hängt von fortschrittlichen elektronischen Komponenten ab, die bereits durch globale Lieferengpässe belastet sind. Auch HARM-Antiradar-Raketen wurden stark genutzt, wodurch Bestände schrumpften, die ursprünglich für den europäischen Einsatz vorgesehen waren.

Präzision hatte ihren strategischen Preis. Jeder erfolgreiche Schlag verringerte Ressourcen, die nicht schnell ersetzt werden können.

Der Einsatz von acht GBU-57-Bunkerbrechern in den ersten 96 Stunden – fast ein Viertel des verfügbaren Bestands – unterstrich die Intensität der Angriffe auf gehärtete iranische Anlagen. Tausende JDAM-Kits folgten und erschöpften die Vorräte an Lenksystemen, die konventionelle Bomben in Präzisionswaffen verwandeln.

Kleine Präzisionsbomben wurden laut Bericht in nahezu „selbstmörderischen“ Mengen eingesetzt, insbesondere gegen mobile Abschussrampen. Gleichzeitig wurden bunkerbrechende BLU-109-Bomben kontinuierlich verwendet, wodurch die weltweiten Bestände innerhalb von zwei Wochen fast erschöpft waren.

Wenn die Lufthoheit bricht

Der Abschuss eines F-15E Strike Eagle über iranischem Gebiet am 3. April markierte einen Wendepunkt. Er zerstörte die Annahme unangefochtener Lufthoheit und offenbarte die Folgekosten selbst eines einzelnen taktischen Verlustes.

Der Vorfall löste eine komplexe Rettungsoperation aus, die schnell eskalierte. Neben dem zerstörten Kampfjet gingen auch ein A-10 Thunderbolt II verloren, Hubschrauber wurden getroffen und weitere Systeme beschädigt oder aufgegeben.

Auf dem Höhepunkt der Operation zerstörten US-Streitkräfte zwei MC-130-Transportflugzeuge und vier Spezialkräfte-Hubschrauber, um ihre Gefangennahme zu verhindern. Auch MQ-9-Drohnen wurden abgeschossen.

Die direkten Verluste dieses einzelnen Vorfalls überstiegen 500 Millionen Dollar. Doch die eigentlichen Kosten liegen woanders.

Die Rettungsmission umfasste 155 Flugzeuge, Hunderte Soldaten und dauerte zwei Tage im feindlichen Gebiet. Um eine einzige Besatzung zu retten, wurden enorme Ressourcen eingesetzt – ein Hinweis auf eine tiefere Schwäche: Hochwertige Systeme können bei komplexer Verteidigung unverhältnismäßige Verluste auslösen.

Iranische Luftabwehr traf Berichten zufolge auch eine F-35 und schoss mehrere Drohnen ab, während Eigenbeschuss die Situation zusätzlich verschärfte. Überlegenheit ist nicht mehr selbstverständlich.

Lieferketten als neues Schlachtfeld

Die US-Kriegsausgaben überschritten laut Pentagon-Daten innerhalb von etwas mehr als einem Monat 45 Milliarden Dollar. Die täglichen Kosten erreichten schließlich eine Milliarde Dollar.

Doch die eigentliche Krise liegt nicht im Geld, sondern in der Produktion.

Allein der Ersatz der in den ersten vier Tagen eingesetzten Munition erfordert:

  • 92 Tonnen Kupfer
  • 137 Kilogramm Neodym
  • 18 Kilogramm Gallium
  • 37 Kilogramm Tantal
  • 7 Kilogramm Dysprosium
  • 600 Tonnen Ammoniumperchlorat

Die USA sind bei Ammoniumperchlorat auf eine einzige inländische Quelle angewiesen. Gleichzeitig kontrolliert China:

  • 98 % der Galliumproduktion
  • 90 % der Neodymverarbeitung
  • 99 % des Dysprosiums

Militärische Macht ist damit an geoökonomische Realitäten gebunden, die außerhalb der Kontrolle Washingtons liegen.

Selbst unbegrenzte Finanzierung kann die Produktion ohne Zugang zu diesen Materialien nicht beschleunigen.

Die Kostenfalle

Neben dem Verbrauch zeigt der Krieg ein weiteres Problem: das Kostenverhältnis.

Teure Abfangraketen werden gegen billige Drohnen und Raketen eingesetzt. Iranische Systeme, oft zu einem Bruchteil der Kosten produziert, zwingen die USA in ein nicht nachhaltiges Verhältnis.

Während Nahbereichssysteme wie C-RAM über 509.500 Schüsse für nur 25 Millionen Dollar abgaben, verschlangen Abfangraketen mindestens 19 Milliarden Dollar.

Eine Industrie ohne Skalierbarkeit

Die Struktur der US-Rüstungsindustrie verschärft das Problem. Trotz steigender Nachfrage wurde die Produktion kaum erhöht.

Rüstungsunternehmen zögern, Kapazitäten ohne langfristige Verträge auszubauen. Politische Unsicherheiten haben das Vertrauen geschwächt.

Schlüsselanlagen wie das Holston Army Ammunition Plant arbeiten mit fixer Kapazität – ein kritischer Engpass.

Die Folgen reichen weit über den Iran hinaus: Jeder abgefeuerte Flugkörper reduziert die globale Abschreckungsfähigkeit der USA.

Ein zerfallender Mythos

Der Krieg gegen den Iran zerstört die Illusion unbegrenzter westlicher Militärüberlegenheit.

Technologische Vorteile bestehen weiterhin – doch sie garantieren keine Ausdauer.

Raketen treffen ihre Ziele. Flugzeuge durchdringen Verteidigungen.
Doch ohne industrielle Kapazität zur Aufrechterhaltung des Einsatzes reduziert jeder Schlag zukünftige Möglichkeiten.

Dieser Krieg zeigt: In einem langen Konflikt ist industrielle Widerstandsfähigkeit wichtiger als Feuerkraft.

Und in dieser Gleichung sind die USA nicht mehr dominant.

(Auszug von RSS-Feed)

USA und Indonesien bauen Militärpartnerschaft aus

14. April 2026 um 06:16

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Washington und Jakarta rücken enger zusammen - und schließen eine neue Verteidigungspartnerschaft. Zudem sollen Kooperationen etwa bei maritimer Sicherheit und autonomen Systemen geprüft werden.
(Auszug von RSS-Feed)
Gestern — 13. April 2026

Could Somaliland base emerge as US foothold against Iran, Houthis in key sea lanes?

13. April 2026 um 15:49

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JOHANNESBURG: A strategically important air base and port have been offered to the U.S. as a blockade of the Strait of Hormuz begins and Iran-backed threats target the key Red Sea choke point of the Bab el-Mandeb Strait.

Top U.S. military officials, including the commander of U.S. Africa Command (AFRICOM), Gen. Dagvin Anderson, recently visited facilities being offered in Somaliland. Somaliland is a pro-U.S. outpost, having broken away from war-torn Somalia in 1991.

Bab-el-Mandeb, which is Arabic for "gate of tears," has become the main route for oil to ship out of the Middle East to Asia since the Strait of Hormuz was effectively closed. Bloomberg News reported that Saudi Arabia has switched to shipping potentially up to 7 million barrels of oil a day from its port at Yanbu on the Red Sea through the strait. It’s reported that up to 14% of the world’s shipping passes through the 16-mile-wide strait.

IS TRUMP CONSIDERING BOLD AFRICA PLAY TO PUSH BACK ON CHINA, RUSSIA AND ISLAMIC TERRORISTS?

Enter the controversial offer to the U.S. of an air and naval base at Berbera in Somaliland. The official Republic of Somaliland site on X extolled Berbera’s virtues last month, boasting that it has "a deep water port along the artery connecting the Red Sea to the Indian Ocean", and "one of Africa’s longest runways, originally developed as a NASA emergency landing site."

"Berbera obviously has huge strategic potential," for sea and air operations, Edmund Fitton-Brown, a former U.K. ambassador to Yemen and a senior fellow at the Foundation for Defense of Democracies (FDD), told Fox News Digital.

The U.S. does have another Red Sea base in Djibouti, but Fitton-Brown told Fox News Digital the government there is increasingly uncomfortable with some administration’s policies: "Djibouti becomes an increasingly reluctant, unwilling ally to the U.S. in helping enforce sanctions on the Houthis. Somaliland, which is almost equally well-placed to address issues on the western and southwestern coasts of Yemen, can help the U.S., Israel and the UAE combat the Houthis."

The controversy comes over the question of U.S. recognition of Somaliland.

President Donald Trump, in the Oval Office last August, told reporters, "We’re looking into that right now," when asked about the recognition of Somaliland and the possible resettlement of Gazans there, adding, "We’re working on that right now, Somaliland."

But this past week, a State Department spokesperson told Fox News Digital, "The United States continues to recognize the sovereignty and territorial integrity of the Federal Republic of Somalia, which includes the territory of Somaliland."

Last year Israel became the first country to recognize Somaliland.

TRUMP SEEKS WARSHIPS FROM OTHER COUNTRIES TO HELP SECURE STRAIT OF HORMUZ

Iran is pushing the Houthis to take action in the Red Sea. "Insecurity in other straits, including the Bab al-Mandab Strait and the Red Sea, is one of the options of the Resistance Front, and the situation will become much more complicated than it is today for the Americans," the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC)-linked Tasmin news agency warned on March 21.

Baraa Shaiban, an expert on the Houthis at the Royal United Services Institute (RUSI), says the recognition of Somaliland is problematic, as it "will upset the U.S. relationship with the Arab countries like Saudi Arabia and Egypt, many of which are U.S. allies. It would be unwise for the United States to upset its allies in the region just to gain access to Somaliland ports."

A spokesperson for AFRICOM told Fox News Digital, "The U.S. is not seeking to establish new basing, as such actions do not align with the America First security framework articulated by the President and Secretary of War."

While publicly both the use of bases and recognition of Somaliland are no-go areas, analysts say that with Somaliland offering the use of its bases without immediate recognition by the administration, the issue is perhaps privately not off the table.

And that could be why a recent video shared with Fox News Digital shows AFRICOM's Gen. Anderson and a large group of senior military officials in Somaliland. Anderson met with Somaliland's president, and appeared to inspect the port in Berbera in November, just five months ago.

That’s not the only reported visit. Somaliland’s top diplomatic representative in Washington, Bashir Goth, said at a recent Foreign Policy Research Institute debate, "The war in the Middle East has elevated Somaliland’s strategic importance. U.S. military interest has been very strong. Every month, there has been a delegation from AFRICOM to Hargeisa," the capital of Somaliland.

Fox News Digital reached out to the Republic of Somaliland, but they declined to comment.

(Auszug von RSS-Feed)

Spielen oder gespielt werden | Von Peter Frey

13. April 2026 um 14:29

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Spielen oder gespielt werden | Von Peter Frey
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Spielen oder gespielt werden | Von Peter Frey

Kriegsspiele der neuesten Generation

Westliche Spionagenetzwerke in Videospielen

Ein Standpunkt von Peter Frey.

Seit Jahrzehnten werden Videospiele als reine Unterhaltung abgetan — als Zeitvertreib für Jugendliche, der auf Realitätsflucht beruht, aber auf einer milliardenschweren Industrie basiert. Hinter farbenfrohen Grafiken und fesselndem Gameplay verbirgt sich eine weitaus komplexere Realität. Dieselben Spiele, die heute Millionen westlicher Haushalte beschäftigen, sind zum integralen Bestandteil eines ausgeklügelten Nachrichtendienstapparats geworden.

Was als Investition der Central Intelligence Agency (CIA), (des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes), zur Jahrtausendwende begann, hat sich zu einem weitverzweigten System entwickelt, das gewöhnliche Spieler in unwissende Datensammler verwandelt, militärische Ressourcen über Spiele-Gemeinschaften rekrutiert und die Art und Weise, wie Soldaten den Kampf wahrnehmen, grundlegend verändert (a1).

Die langfristige Strategie der CIA

Die Geschichte beginnt im Jahr 1999, als die Central Intelligence Agency (CIA) In-Q-Tel gründete, (ein Investmentunternehmen mit) Risikokapitalfonds, die einem bestimmten Zweck dienten: zivile Technologien zu identifizieren und in solche zu investieren, die für nachrichtendienstliche Operationen umfunktioniert werden könnten. Dies war keine geheime Initiative. In-Q-Tel wurde mit dem ausdrücklichen Auftrag gegründet, die Lücke zwischen den Innovationen des Silicon Valley und den operativen Anforderungen in Langley zu schließen.

Im Jahre 2001 investierte In-Q-Tel Startkapital in Keyhole, einem kleinem Unternehmen, das von dem an der Stanford University ausgebildeten Ingenieur John Hanke gegründet worden war. Keyhole entwickelte eine Technologie, die im Nachhinein betrachtet selbstverständlich erscheint: einen interaktiven Globus aus Satellitenbildern, der es den Nutzern ermöglichte, das Gelände aus jedem beliebigen Blickwinkel zu betrachten.

Für die CIA, die sich 2003 auf die Invasion des Irak vorbereitete, war diese Technologie damals jedoch revolutionär. Während Satellitenbilder nur Aufnahmen aus der Vogelperspektive lieferten, bot Keyhole etwas weitaus Wertvolleres: die Möglichkeit, Gebäude aus der Bodenperspektive zu analysieren, Zugangspunkte und Fluchtwege zu erkennen und städtisches Gelände dreidimensional abzubilden. Die Technologie wurde umgehend für die Einsatzplanung in Bagdad eingesetzt.

Als Google im Jahr 2004 Keyhole übernahm, wurde dessen Technologie zu Google Earth. Hanke blieb bei Google und wurde mit einem noch ehrgeizigeren Projekt betraut: Google Street View. Ab 2007 durchquerte eine Flotte von Fahrzeugen, die mit 360-Grad-Kameras ausgestattet waren, 60 Länder und fotografierte Straßen, Stadtviertel und ganze Städte.

Was die Öffentlichkeit bis 2010 nicht wusste, war, dass diese Fahrzeuge weit mehr taten, als nur Fotos zu machen. Sie sammelten heimlich WLAN-Datenpakete – darunter Passwörter, E-Mails, Krankenakten und den Inhalt von Webseiten – aus ungesicherten Netzwerken in Millionen von Haushalten und Unternehmen in Europa, Nordamerika und darüber hinaus.

Google bezeichnete diese Aktivität als „technischen Fehler“, der von einem abtrünnigen Ingenieur begangen worden sei. Natürlich gäbe es keinerlei Verbindungen zu westlichen Geheimdiensten. Obwohl Aufsichtsbehörden in mehreren Ländern Geldstrafen verhängten, war das grundlegende Modell etabliert: zivile Infrastruktur, die unter Vorspiegelung der Schaffung verbesserter Benutzerfreundlichkeit eingesetzt und für die massenhafte Datenerfassung umfunktioniert wurde.

Hanke verließ Google im Jahr 2015 um Niantic zu gründen, und 2016 brachte das Unternehmen „Pokémon Go“ auf den Markt. Innerhalb von 60 Tagen wurde das Spiel 500 Millionen Mal heruntergeladen. Allein in den USA übertraf die Zahl der täglich aktiven Nutzer die von Google Maps. Die Spielmechanik war verblüffend einfach: Die Spieler bewegten sich durch Orte der realen Welt, um virtuelle Kreaturen zu fangen, wobei sie mithilfe von Augmented-Reality-Kameras Pokémon in ihre Umgebung einblendeten.

Was ist Augmented Reality?

Im Grunde gibt es Augmented Reality bereits lange. Wenn wir mit einer digitalen Kamera fotografieren, haben wir bereits seit Jahrzehnten die Möglichkeit, im aufzunehmenden Bild technische Parameter wie Belichtungszeiten, Vergrößerung, Fokussierung, Weißabgleich und Bildschärfe auf dem Display einzublenden. Wir reichern also die Anzeige des Bildes aus der realen Welt mit digitalen Informationen an. Und das geschieht in Echtzeit und interaktiv.

Das, was heutzutage mit Augmented Reality (AR) (zu deutsch erweiterte Realität) gemeint ist, geht weit über die Anreicherung eines (bewegten) Bildes durch technische Parameter hinaus. Inzwischen reichen die eingefügten Daten von simplen Bildern, hin zu komplexen dreidimensionalen Modellen bis zu immer präziseren, von der Realität zunehmend schwer zu unterscheidenden Animationen. Es bedarf keiner futuristischen AR-Brille, um die Technologie anzuwenden, auch wenn dort die psychische Entkopplung von der wirklichen, der nicht virtuell „angereicherten“ Realität stärker wirkt. Wenn auch noch über Kopfhörer Tonsignale eingespeist werden, die der Entkopplung Vorschub leisten, könnte das in dem einen oder anderen Skeptiker möglicherweise weniger Begeisterung als vielmehr Bedenken auslösen (1).

Es ist leicht einzusehen, dass diese Technologie nicht auf die Welt der Spiele eingeschränkt ist. Es ergeben sich reichhaltige Anwendungsmöglichkeiten in Bildung, Industrie und Handel. Leider ist es jedoch so, dass viele technologische Innovationen in der Vergangenheit primär militärischen Zwecken dienten. Und es gibt gute Gründe anzunehmen, dass gerade die AR-Technologie als militär-geheimdienstliches Projekt zur Marktreife gebracht wurde (a2).

Aber nun zurück zu John Hanke und seiner neuen Firma Niantic und dem Spiel „Pokémon Go“ — gespielt in der realen Welt:

Niantic

Jeder Fingertipp auf den Bildschirm übermittelte Daten an die Server von Niantic. Jedes im AR-Modus aufgenommene Foto, jede GPS-Koordinate sowie jede Neigung und jeder Ausrichtungswinkel des Smartphones flossen in eine riesige georäumliche Datenbank ein. Niantic nannte diese Infrastruktur die „Real World Platform“ — einen dreidimensionalen Atlas des Planeten, der nicht etwa von Satelliten oder staatlichen Vermessungsteams, sondern von Millionen von Freiwilligen zusammengestellt wurde, die für dieses Privileg mit ihrer Zeit und ihren persönlichen Daten bezahlten.

Bis 2025 war der Zweck dieser Bemühungen klar geworden. Niantic begann, die gesammelten Geodaten zum Trainieren von Algorithmen für künstliche Intelligenz zu nutzen, darunter auch solche, die für militärische Anwendungen bestimmt waren. Autonome Drohnen und Bodenroboter, die für das US-Verteidigungsministerium entwickelt wurden, navigieren nun durch städtische Umgebungen mithilfe von Modellen, die auf Informationen basieren, die von Menschen gesammelt wurden, die glaubten, sie würden nur ein Spiel spielen.

Das soziale Netzwerk hinter dem Spiel

Da traditionelle Plattformen der (sogenannten) sozialen Medien zunehmend überwacht und reguliert werden, haben sich die Schwerpunkte der Internet-Gemeinschaften (im Englischen online communities) verlagert. Discord, Twitch und die internen Chat-Systeme von Plattformen wie Steam beherbergen mittlerweile täglich Millionen von Unterhaltungen, die persönlicher, vertrauensvoller und für die Aufsicht unzugänglicher sind als alles auf Facebook oder X (ehemals Twitter).

Innerhalb dieser Spiele-Gemeinschaften ist nun eine neue Klasse von Meinungsführern entstanden. Top-Spieler, beliebte Streamer und prominente Mod-Entwickler (a3) haben ein Publikum, das mit dem traditioneller Medien mithalten kann – und sie haben einen entscheidenden Vorteil: Die Besucher, die regelmäßig die Aktivitäten der Plattform verfolgen und sich beteiligen (Follower), sehen sie als authentische Gleichgesinnte, nicht als Journalisten oder Regierungssprecher. Wenn ein vertrauenswürdiger Anbieter von Video-Inhalten (Streamer) eine politische Meinung äußert, Informationen teilt oder einen Seitenwechsel signalisiert, hat dies unmittelbare und tiefgreifende Auswirkungen auf sein Publikum.

Westliche Geheimdienste haben diese Entwicklung nicht übersehen. Spiele-Gemeinschaften (gaming communities) rund um „Milsim“-Spiele (Militärsimulationen) wie „Arma 3“ sind dabei besonders in den Fokus gerückt. Diese Spiele ziehen Personen an, die bereits ein Interesse an militärischen Angelegenheiten haben, darunter aktive Soldaten, Veteranen und Zivilisten mit taktischer Ausbildung. Sie organisieren sich auf privaten, in der Regel virtuellen Servern im Internet (discord server), kommunizieren dort über verschlüsselte Kanäle und bauen durch Hunderte von Stunden gemeinsamer Spielzeit Vertrauensbeziehungen auf. Das Ausmaß des Schlachtfelds ist möglicherweise so groß und die politischen Auseinandersetzungen so intensiv, dass sie den aktuellen Konflikt in der Ukraine in den Schatten stellen könnten. (b2)

Die Vorgehensweise, Personen mit militärischem Interesse zu identifizieren, durch gemeinsame virtuelle Erfahrungen Vertrauen aufzubauen und den Übergang zu realen Aktivitäten zu vollziehen, ist ein Muster, das von zahlreichen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren genutzt wird. In ihren eigenen Bedrohungsanalysen haben westliche Geheimdienste anerkannt, dass „Milsim“-Spiele-Gemeinschaften eine Schwachstelle darstellen, da sie Personen mit wertvollen Fähigkeiten und Zugangsmöglichkeiten zusammenbringen und dabei in Umgebungen agieren, die bekanntermaßen schwer zu überwachen sind. Spielt es eine Rolle, ob sie dieselben Taktiken anwenden?

Informationslecks

Die Verschmelzung von Spiele- und Militärkultur hat ein Phänomen hervorgebracht, das westliche Geheimdienste nur schwer eindämmen können, obwohl sie es in verschiedenen Ländern selbst nutzen: die routinemäßige Offenlegung geheimer Informationen über Spiele-Plattformen. „War Thunder“, ein von einem europäischen Studio entwickelter Kampfsimulator für Militärfahrzeuge, in dem Spieler zu Piloten werden können (keine Werbung), ist für seine Foren berüchtigt geworden. Spieler veröffentlichen regelmäßig echte technische Dokumente in diesen Foren, um die Entwickler davon zu überzeugen, die Genauigkeit des Spiels anzupassen. Zu diesen
Dokumenten gehörten geheime Baupläne westlicher und russischer Militärausrüstung.

Aktive Soldaten und Mitarbeiter der Rüstungsindustrie reichten diese Dokumente ein und betrachteten die Foren als Erweiterung des Spiels selbst. Ihre Beweggründe sind klar: Die Spieler sehen sich nicht als Whistleblower oder Spione, sondern als Enthusiasten, die nach Authentizität in ihrer virtuellen Erfahrung streben. Es wäre schade, eine solche Gelegenheit zu verschwenden. Die unaufhaltsamste Kraft im Universum ist der Wunsch des durchschnittlichen Forum-Nutzers, einem zufälligen Menschen im Internet seinen Standpunkt zu beweisen. Selbst wenn sein Beweis verdammt geheim ist.

Das Problem ist so gravierend, dass die Entwickler die Spieler inständig bitten, ihnen keine geheimen Informationen zu senden.

Man denke an den Fall von Jack Teixeira, einem 21-jährigen Angehörigen der Air National Guard, der im Jahr 2023 Hunderte von geheimen Pentagon-Dokumenten über einen Discord-Server veröffentlichte, der einer kleinen Spiele-Gemeinschaft zugeordnet war. Teixeira war weder ein Ideologe noch ein ausländischer Agent. Er war ein junger Soldat, der sich daran gewöhnt hatte, sein tägliches Leben, einschließlich seines Zugangs zu geheimen Informationen, innerhalb der geschlossenen Welt seines Spiele-Chats zu besprechen. Die Servermitglieder waren seine Freunde, und der Server fühlte sich wie ein sicherer Ort an. Die Grenzen zwischen Gaming-Gesprächen und der Weitergabe von Geheimdienstinformationen verschwammen.

Dieser Fall wurde öffentlich, aber wie viele weitere bleiben unentdeckt, weil die CIA nicht bereit ist, die von ihr genutzten Exploits offenzulegen, wenn sie keine amerikanischen Geheimnisse betreffen? Diese Vorfälle offenbaren eine grundlegende Schwäche in den Protokollen zur Informationssicherheit. Militärangehörige leben ihr soziales Leben mittlerweile in Spiele-Räumen, auf die ihre Kommandanten keinen Zugriff haben, die sie nicht überwachen können und die sie oft nicht vollständig verstehen. Dieselben Plattformen, die gegnerischen Geheimdiensten Rekrutierungsmöglichkeiten bieten, dienen auch als Kanäle, über die regelmäßig sensible Informationen aus sicheren Umgebungen nach außen gelangen.

Gamification — Spiel als Teil der Kriegsführung

Die bedeutendste Entwicklung in der Beziehung zwischen Spielen und militärischer Macht ist nicht der Einsatz bestehender Spiele, sondern vielmehr die gezielte Einbindung von Spielmechanismen in die militärische Ausbildung und in militärische Operationen.

Im September 2023 führte die US-Luftwaffe auf der Shaw Air Force Base in South Carolina eine Übung namens „GameX“ durch. GameX wurde in Zusammenarbeit mit der MITRE Corporation, einer staatlich finanzierten Forschungsorganisation, entwickelt und als E-Sport-Turnier präsentiert, bei dem Soldaten in einem Spiel gegeneinander antraten, in dem sie eine Basis gegen Angriffe aus verschiedenen Bereichen verteidigen und gleichzeitig Flugzeugstarts koordinieren mussten.

Wie jedoch ein Teilnehmer, Major Cameron Hickey, später einräumte, war die Übung mehr als das.

„Obwohl wir dachten, wir würden nur ein Spiel spielen, steckte dahinter eine riesige Menge an Daten, die der Luftwaffe dabei helfen sollten, zu entscheiden, wie der vielseitig einsetzbare Soldat der Zukunft aussehen wird.“

Es handelte sich um ein „Human-in-the-Loop“-Experiment — eine systematische Datenerhebung darüber, wie Militärangehörige unter Stress Entscheidungen treffen, Ressourcen zuweisen und in simulierten Kampfsituationen kommunizieren.

Die Auswirkungen von „GameX“ reichen weit über die Datenerhebung hinaus. Westliche Streitkräfte nutzen Gamification (2) als Trainingsinstrument und als Mittel, um die Einstellung der Soldaten zu ihren Aufgaben neu zu gestalten. In der militärischen Ausbildung und bei Einsätzen werden Punkte, Level, Abzeichen und Ranglisten integriert, wodurch Kampfeinsätze moralisch gesehen dem Absolvieren einer (Spiele-)Mission gleichkommen.

In westlichen Militär- und Fachzeitschriften veröffentlichte Forschungsergebnisse bestätigen die Wirksamkeit dieser Methoden. Gamifiziertes Training steigert die Motivation und verbessert die Leistungskennzahlen. Es bewirkt jedoch auch etwas Subtileres und Tiefgreifenderes: Es ersetzt die traditionelle Militärethik — Ehre, Pflicht und die Schwere des Tötens von Menschen — durch ein digitales moralisches Rahmenwerk, in dem Handlungen anhand ihres Beitrags zu einer Punktzahl bewertet werden und Gegner zu Zielen statt zu Menschen werden.

Ein Soldat, der mithilfe gamifizierter Systeme ausgebildet wurde, hinterfragt nicht die Rechtmäßigkeit eines Befehls. Er fragt sich, wie er das nächste Level erreichen kann.

Wenn Spieler zu Sensoren werden

Die Integration von Spielen in die westliche Militärinfrastruktur zeigt sich am deutlichsten in der Nutzung kommerzieller Spiele-Plattformen zur Informationsgewinnung. Die „Real World Platform“, entwickelt von „Niantic“, dem Unternehmen hinter „Pokémon Go“, stellt ein neues Paradigma in der georäumlichen Nachrichtendienstarbeit dar.

Während die traditionelle Satellitenüberwachung hochauflösende Bilder liefert, kann sie nicht die dynamischen Details auf Bodenniveau erfassen, die für die moderne städtische Kriegsführung erforderlich sind. Was eine Drohne von oben sieht, unterscheidet sich von dem, was ein Soldat auf Straßenebene sieht. Um autonome Systeme darauf zu trainieren, sich in Städten zurechtzufinden, Ein- und Ausstiegswinkel zu verstehen und vorherzusagen, wie sich Menschen durch öffentliche Räume bewegen, müssen Algorithmen auf Basis (sogenannter) künstlicher Intelligenz (KI) Millionen von Beispielen verarbeiten. Genau diese Art von Daten sammelt Niantic seit fast einem Jahrzehnt von seinen Spielern (indem sie Pikachu fangen, siehe oben).

Jedes von einem „Pokémon Go“-Spieler aufgenommene Foto, jeder wiederholt besuchte, mit Geotags versehene Ort und jeder mit einem Smartphone erfasste Blickwinkel und jede Ausrichtung werden zu Trainingsdaten für militärische Algorithmen. Das US-Militär verfügt nun über dreidimensionale Modelle von Städten auf der ganzen Welt, die es mit seinen eigenen Aufklärungsmitteln niemals hätte erstellen können — Modelle, die von Zivilisten erstellt wurden, die nie ahnten, dass sie dazu beitrugen.

Diese Methode der Datenerhebung erfolgt außerhalb der rechtlichen Rahmenbedingungen, die für traditionelle Nachrichtendienstaktivitäten gelten.

Menschen in Europa, Asien, Afrika und Südamerika klicken auf „Zustimmen“ bei Nutzungsbedingungen, die sie nicht gelesen haben, und übermitteln damit ihre Daten an US-amerikanische Unternehmen, die dann mit US-amerikanischen Verteidigungsbehörden zusammenarbeiten. Keine ausländische Regierung stimmt zu, dass ihre Bürger ihre Nachbarschaften zum Nutzen des US-Verteidigungsministeriums kartografieren.

Es gibt keinen internationalen Vertrag, der die Nutzung kommerzieller Spieledaten für das Training militärischer künstlicher Intelligenz regelt.

Fazit

Die Zusammenarbeit zwischen westlichen Geheimdiensten und der Spiele-Branche ist eine der bedeutendsten und zugleich am wenigsten verstandenen Entwicklungen in der modernen Informationskriegsführung. Was als Risikokapitalfonds der CIA begann, der in Satellitenbilder investierte, hat sich zu einem umfassenden System entwickelt, das georäumliche Daten umfasst, die über Augmented-Reality-Spiele gesammelt werden. Rekrutierungs- und Einflussoperationen, die über Spiele-Gemeinschaften (Gaming-Communities) durchgeführt werden. Geheime Informationen, die über Spiele-Chat-Plattformen zirkulieren sowie Militärangehörige, die durch spielerisch gestaltete Systeme ausgebildet werden, welche ihre moralische Einstellung zum Kampf verändern.

Diese Realität bleibt dem westlichen Videospielkonsumenten verborgen — den Eltern, deren Kind „Pokémon Go“ spielt, dem jungen Erwachsenen, der seine Abende auf Discord verbringt, und dem Militärfan, der in „War Thunder“-Foren über technische Spezifikationen diskutiert. Das Spiel erscheint als Spiel — und nur als das. Der Chat erscheint als Unterhaltung. Das Hochladen von Daten (auf intransparente Server im Internet) erscheint als notwendiger Teil des Erlebnisses.

Die Infrastruktur, die durch diese Aktivitäten aufgebaut wird, ist jedoch nicht neutral. Sie dient spezifischen strategischen Zwecken bestimmter staatlicher Akteure. Während sich die Grenzen zwischen virtuellen Erlebnissen und physischer Realität weiter auflösen, werden die Millionen von Menschen, die an Spiele-Gemeinschaften im Internet teilnehmen, sich in Rollen wiederfinden, die sie nie gewählt haben, in Konflikten, die sie vielleicht nicht verstehen, auf einem Schlachtfeld, das sich von ihren Smartphones bis in die Straßen ferner Städte erstreckt.

Anmerkungen und Quellen

Dieser Artikel ist eine ins Deutsche übersetzte Übernahme aus der Online-Plattform Southfront. Er erschien dort am 28. März 2026 unter dem Titel "Play Or Be Played: Western Spy Networks Inside Video Games" (zu deutsch: "Spielen oder gespielt werden: Westliche Spionagenetzwerke in Videospielen"); https://southfront.press/play-or-be-played-western-spy-networks-inside-video-games/. Es wurden einige wenige, marginale redaktionelle Anpassungen zur Verständlichkeit vorgenommen und in diesem Sinne das Kapitel „Augmented Reality“ hinzugefügt.

(a1) Die Übersetzung erfolgte unter Zuhilfenahme von DeepL.com.

(a2) Der Absatz Augmented Reality wurde vom Blogautor zum Zwecke der besseren Verständlichkeit des Artikels in diesen eingefügt.

(a3) Mod-Entwickler entwickeln Modifikationen und Erweiterungen (Plug-Ins, Addons) für Internet-Spiele. Sie kommen in der Regel selbst aus der Spieleszene und arbeiten oft auf nicht- oder halbkommerzieller Basis.

(1) Impulsphase; Augmented Reality Deutsch; https://www.impulsphase.de/wiki/augmented-reality-deutsch; abgerufen: 30.03.2026

(2) 04.11.2020; Landesmedienzentrum Baden-Württemberg; Gamification und Game-Based Learning: Eine Begriffsdefinition; https://www.lmz-bw.de/medienbildung/themen-von-f-bis-z/game-based-learning/gamification-und-game-based-learning-eine-begriffsdefinition

(b1) Spiel, Internet, Arma 3; Bildschirmschnappschuss; 2026; Quelle: https://southfront.press/play-or-be-played-western-spy-networks-inside-video-games/ (Southfront)

Spielen oder gespielt werden | Von Peter Frey
Moderator eines abgesicherten Chats warnt vor Offenlegung geheimer militärischer Informationen (b2)

(b2) Militär, Spiele, Online, discord server; 2026; Quelle: https://southfront.press/play-or-be-played-western-spy-networks-inside-video-games/ (Southfront)

Spielen oder gespielt werden | Von Peter Frey
Moderator eines abgesicherten Chats warnt vor Offenlegung geheimer militärischer Informationen (b2)

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 7. April 2026 auf dem Blog von Peter Frey: peds-ansichten

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Bild: Das Konzept des virtuellen Hologramms, der Simulation, des Spielens, des Internets der Dinge und des zukünftigen Lebens.

Bildquelle: TimeStopper69 / shutterstock

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US & Israel bombardieren über 307 medizinische Einrichtungen im Iran – Fortsetzung einer langen Tradition der gezielten Angriffe auf medizinisches Personal

13. April 2026 um 12:01

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Alan Macleod

Die Vereinigten Staaten und Israel zielen systematisch auf Krankenhäuser im Iran.

In einem Monat Bombardierungen haben beide Länder laut Berichten des Iranischen Roten Halbmonds mindestens 307 Gesundheitseinrichtungen im ganzen Land getroffen.

Die gezielte Zerstörung der medizinischen Infrastruktur der Islamischen Republik passt in eine lange Geschichte bewusster US-Angriffe auf Krankenhäuser.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat Washington medizinische Einrichtungen in mindestens 16 Ländern angegriffen, und die 307 getroffenen Standorte im Iran kommen nicht annähernd an den Rekord für die Anzahl zerstörter Krankenhäuser durch amerikanische Bomben und Raketen heran.

Es gab keine Warnung.

US-amerikanische und israelische Luftangriffe trafen am 1. März und erneut am 2. März das Gandhi Hotel Hospital im Norden Teherans.

Während die Bevölkerung im Ramadan fastete, schlugen Raketen in das Gebäude ein, zerstörten Fenster und verwüsteten die Neugeborenenstation sowie die Intensivstation.

Das 2009 fertiggestellte, 17-stöckige Gebäude galt als eines der fortschrittlichsten medizinischen Zentren in Westasien und als „Leuchtturm“ der iranischen Medizin.

Bilder zeigen ein Gebäude in Trümmern, mit zerstörten Etagen über mehrere Stockwerke hinweg.

Das Gandhi Hospital ist nur eines von über 300 medizinischen Zentren, die angegriffen wurden.

Am 11. März wurde zudem das Persian Gulf Martyrs Educational and Medical Center in Buschehr schwer beschädigt.

Raketen zerstörten große Teile der medizinischen Ausrüstung.

Patienten wurden trotz der Gefahr weiterer Angriffe in andere Krankenhäuser verlegt.

Am 21. März wurde das Imam-Ali-Krankenhaus in Andimeshk angegriffen.

Aufnahmen zeigen vollständig zerstörte Stationen, Wartebereiche und Korridore.

Es handelt sich um das einzige Krankenhaus der Stadt. Patienten mussten in andere Städte gebracht werden.

Hossein Kermanpour vom iranischen Gesundheitsministerium bezeichnete dies als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Auch andere medizinische Einrichtungen wurden getroffen, darunter ein Ersthelferzentrum, ein Büro des Roten Halbmonds und das Pasteur-Institut.

Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian forderte internationale Organisationen wie WHO, Rotes Kreuz und Ärzte ohne Grenzen zum Handeln auf.

Westliche Medien berichteten kaum darüber.

Die lange Geschichte amerikanischer Angriffe auf Krankenhäuser

Präsident Trump hat eine Vorgeschichte bei Angriffen auf medizinische Einrichtungen.

Im vergangenen Jahr führten US-Streitkräfte 14 Luftangriffe auf ein Krebszentrum im Jemen durch.

2017 bombardierten die USA ein Krankenhaus in Raqqa mit Phosphormunition, wobei mindestens 30 Zivilisten starben.

Auch unter Barack Obama wurden medizinische Einrichtungen angegriffen.

2015 wurde ein Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen in Kundus bombardiert – 42 Menschen starben.

US-Piloten hatten sich gegen den Angriff ausgesprochen, wurden aber überstimmt.

Obama ließ zudem sieben Länder bombardieren, darunter Libyen, wo ein Krankenhaus vollständig zerstört wurde.

Auch im Irak wurden medizinische Einrichtungen angegriffen, etwa 2003 ein Entbindungskrankenhaus in Bagdad.

In den 1990er Jahren griff Präsident Clinton medizinische Infrastruktur in mehreren Ländern an.

In Jugoslawien wurden Krankenhäuser bombardiert, darunter mit Streumunition in Niš.

In Somalia wurde 1993 ein Krankenhaus in Mogadischu angegriffen.

Im Sudan zerstörten US-Raketen eine pharmazeutische Fabrik, was laut Schätzungen zehntausende Todesfälle nach sich zog.

In den 1980er Jahren wurden Krankenhäuser in Grenada, El Salvador und Nicaragua angegriffen oder geschlossen.

Im Vietnamkrieg war das Bombardieren von Krankenhäusern faktisch Teil der Strategie.

1972 wurden über 100 Bomben auf das Bach-Mai-Krankenhaus in Hanoi abgeworfen.

Auch in Laos und Kambodscha waren Angriffe auf medizinische Einrichtungen Routine.

Nordkorea erlitt massive Zerstörung, mit rund 1.000 zerstörten Krankenhäusern.

Israelische Angriffe und geopolitischer Kontext

Auch Israel greift regelmäßig Krankenhäuser an.

Im Gazastreifen wurden nahezu alle medizinischen Einrichtungen beschädigt oder zerstört.

Gesundheitspersonal wurde gezielt angegriffen, entführt und gefoltert.

Ein Beispiel ist der Arzt Adnan Al-Bursh, der nach seiner Festnahme vermutlich zu Tode misshandelt wurde.

Israel greift nun auch systematisch die medizinische Infrastruktur im Libanon an.

Mindestens 57 Gesundheitsarbeiter wurden dort getötet.

Die Angriffe auf iranische Infrastruktur sind Teil einer umfassenderen Strategie des Regimewechsels.

Die USA haben wirtschaftlichen Druck ausgeübt, Proteste unterstützt und politische Destabilisierung betrieben.

Trump bestätigte zudem Waffenlieferungen an Gruppen innerhalb Irans.

Fazit

Die Angriffe auf medizinische Einrichtungen im Iran sind kein Einzelfall, sondern Teil eines Musters, das sich über Jahrzehnte erstreckt.

Seit dem Zweiten Weltkrieg haben die USA in mindestens 16 Ländern medizinische Infrastruktur bombardiert.

Angriffe auf Krankenhäuser gelten als Kriegsverbrechen – sind aber laut dieser Darstellung ein wiederkehrendes Element amerikanischer Militärpolitik.

*

lan MacLeod ist leitender Redakteur bei MintPress News. Er schloss 2017 seine Promotion ab und hat seitdem zwei vielbeachtete Bücher veröffentlicht: Bad News From Venezuela: Twenty Years of Fake News and Misreporting und Propaganda in the Information Age: Still Manufacturing Consent, ebenso wie eine Reihe wissenschaftlicher Artikel. Er hat außerdem zu FAIR.org, The Guardian, Salon, The Grayzone, Jacobin Magazine und Common Dreams beigetragen. Folgen Sie Alan auf Twitter für weitere seiner Arbeiten und Kommentare: @AlanRMacLeod.

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Wird Trumps Anordnung, iranische Häfen zu blockieren, tatsächlich funktionieren?

13. April 2026 um 05:30

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Larry C. Johnson

    Die kurze Antwort auf meine Frage ist: Nein! Die USA werden, ungeachtet von Trumps Drohungen, ihre Marineschiffe nicht nahe an die iranische Küste entsenden… Die USS Abraham Lincoln (CVN-72) Carrier Strike Group (CSG 3) hat das im März auf die harte Tour gelernt. Die Lincoln CSG näherte sich im März bis auf 210 Meilen der südlichen Küste Irans, wurde jedoch gezwungen, sich auf eine Position etwa 700 Meilen von der iranischen Küste zurückzuziehen, nachdem sie von einem Schwarm iranischer Raketen und Drohnen angegriffen wurde. Daher werden alle Versuche, einen Tanker abzufangen, Hunderte Meilen vor der Küste Irans stattfinden.

    Ein Abfangen eines Tankers erfolgt normalerweise durch einen luftgestützten Hubschrauberangriff. Das bedeutet, dass die USA auf Schiffe angewiesen sind, die Hubschrauber tragen und starten können. Derzeit gibt es nur drei Gruppen von Schiffen der US-Marine, die diese Kriterien erfüllen… die USS Abraham Lincoln (CVN-72) Carrier Strike Group (CSG 3) sowie zwei MEUs (Marine Expeditionary Units) des US Marine Corps — die 11. und die 31.

    Die 31. MEU besteht aus der USS Tripoli (LHA-7) — einem amphibischen Angriffsschiff der America-Klasse. Es dient als primäre Plattform für Marinefliegerei (einschließlich F-35B Lightning II, MV-22 Osprey und Hubschrauber) sowie für Führungsfunktionen. Unterstützt wird es von der USS New Orleans (LPD-18) — einem amphibischen Transportdock der San-Antonio-Klasse. Es traf gemeinsam mit der Tripoli ein und transportiert zusätzliche Marines, Fahrzeuge und Ausrüstung, sowie von der USS Rushmore (LSD-47) — einem Docklandungsschiff der Whidbey-Island-Klasse. Dieses befand sich Anfang April auf dem Weg durch die Straße von Malakka und ist unterwegs, um sich der Gruppe im Arabischen Meer anzuschließen und zusätzliche schwere Ausrüstung sowie Landungsboote bereitzustellen.

    Das Flaggschiff der 11. MEU ist die USS Boxer (LHD-4) — ein amphibisches Angriffsschiff der Wasp-Klasse. Es unterstützt die Marinefliegerei mit F-35B, AV-8B Harrier (in einigen Konfigurationen), Ospreys und Hubschraubern. Unterstützt wird es von der USS Portland (LPD-27) — einem amphibischen Transportdock der San-Antonio-Klasse — sowie der USS Comstock (LSD-45) — einem Docklandungsschiff der Whidbey-Island-Klasse. Die Boxer ARG/11th MEU bringt weitere etwa 4.000–4.500 Personen (Marines und Seeleute) ein und ist darauf ausgelegt, sich zeitweise mit der 31. MEU zu überschneiden.

    Das bedeutet, dass es insgesamt sieben Schiffe gibt, die einen oder mehrere Hubschrauber für eine Übernahmeoperation starten können. Was wie eine einfache Mission erscheint, wird zum Problem, wenn sich die Tanker 700 Meilen oder mehr von der iranischen Küste entfernt befinden… Ein Schiff zu orten und zu verfolgen, selbst einen großen Tanker, ist schwierig. Je weiter sich der Tanker von der iranischen Küste entfernt, desto größer wird das Suchgebiet proportional, was es schwieriger macht, ein Ziel zu finden und zu lokalisieren. Das hier ist nicht die Karibik und ganz sicher nicht Venezuela.

    Trump hat mit dieser Ankündigung den Eigentümern jener Tanker, die den Persischen Golf verlassen dürfen, ausreichend Zeit gegeben, Sicherheitsteams an Bord zu bringen, die mit schultergestützten MANPADS (also tragbaren Luftabwehrsystemen) ausgerüstet sind. Falls einer dieser Tanker unter chinesischer oder japanischer Flagge fährt, könnte jeder Versuch, diese Schiffe zu entern, von diesen Ländern als Kriegshandlung angesehen werden. Ich glaube nicht, dass CENTCOM die Probleme und Gefahren wirklich durchdacht hat, die entstehen werden, wenn dieses Kommando diese Mission tatsächlich durchführt.

    Falls Sie über den Unterschied zwischen LHA, LHD, LPD und LSD (nein, nicht die Droge) verwirrt sind, hier einige Erläuterungen zu den drei wichtigsten Typen amphibischer Schiffe der US-Marine, die oben erwähnt wurden. [HINWEIS: LHA und LHD sind derselbe Typ amphibischer Schiffe.]

    LPD – Amphibisches Transportdock (San-Antonio-Klasse)
    Diese Schiffe transportieren Marines, Fahrzeuge und Landungsboote und verfügen über ein großes Welldeck zum Aussetzen amphibischer Fahrzeuge oder kleiner Boote. Außerdem besitzen sie ein kleines Flugdeck für Hubschrauber und MV-22 Ospreys.

    LSD – Docklandungsschiff (Whidbey-Island-Klasse)
    Diese sind darauf spezialisiert, schwere Landungsboote, Fahrzeuge und Ausrüstung von einem großen Welldeck aus zu transportieren und zu starten. Sie verfügen über ein kleineres Flugdeck, hauptsächlich für Hubschrauber.

    LHD – Amphibisches Angriffsschiff (Wasp-Klasse)
    Dies sind die größten amphibischen Schiffe und funktionieren wie „Mini-Flugzeugträger“. Sie verfügen über ein durchgehendes Flugdeck für Hubschrauber, MV-22 Ospreys und (in einigen Fällen) F-35B-Kampfflugzeuge sowie über ein Welldeck.

    Bonus: LHA – America-Klasse (z. B. USS Tripoli (LHA-7))
    Zur Einordnung im Zusammenhang mit der 31. MEU: Die USS Tripoli ist ein modernes amphibisches Angriffsschiff der America-Klasse, ähnlich einem LHD, jedoch stärker auf Luftoperationen optimiert, mit größerem Flugdeck und in einigen Varianten reduzierter Kapazität im Welldeck.

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    After talks fail, IDF planning for return to war, Trump mulls strikes on Iran — reports

    12. April 2026 um 23:13

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    Apparent coordinated leak to TV networks indicates military preparing for collapse of ceasefire; US: Ending nuke program, support for proxies were 'red lines' at talks

    The post After talks fail, IDF planning for return to war, Trump mulls strikes on Iran — reports appeared first on The Times of Israel.

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    Trump kündigt Seeblockade der Straße von Hormus an - CENTCOM: Blockade ab Montag

    12. April 2026 um 13:55

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    Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad brachten keine Einigung - nun stehen die Zeichen wieder auf Eskalation. Trump kontert das iranische Vorgehen in der Straße von Hormus.
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    Halbrichtige Narrative und Misstrauen: zwei Schritte in den Abgrund

    12. April 2026 um 18:53

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    Nach den beiden Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und am 9. August 1945 kapitulierte Japan bedingungslos, womit der Zweite Weltkrieg auch in Ostasien zu Ende ging. Das ist das gängige Narrativ im Westen. Und mancher Kommentator ergänzt dann gerne noch, dass Stalin mit seiner Offensive in der Mandschurei im August 1945 vom Schwächemoment Japans profitiert […]

    Der Beitrag Halbrichtige Narrative und Misstrauen: zwei Schritte in den Abgrund erschien zuerst auf GlobalBridge.

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    Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit XXIX – Heute: „Trump & Friends – The Best of the last Weeks“

    12. April 2026 um 11:00

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    Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. Ich veröffentliche, nicht zuletzt aus hygienischen Gründen, in unregelmäßigen Abständen eine Sammlung teils verharmlosender, teils lügenhafter Wörter oder Formulierungen, deren Sinn und Funktion es ist, unsere Gesellschaft – uns alle – an das Undenkbare zu gewöhnen und möglichst geräuschlos in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ umzukrempeln. – Heute geht es schwerpunktmäßig um die jüngste militärische Spezialoperation unseres Großen Bruders und deren Echo diesseits des Atlantiks. Von Leo Ensel.

    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    biblisches Recht
    Hat seit Jahrtausenden, laut US-Botschafter Mike Huckabee in Israel, (Groß-)Israel auf die Gebiete vom Fluss zum Fluss – will sagen: vom Nil in Ägypten bis zum Euphrat im Irak. Weshalb es jetzt zusammen mit den USA einen völkerrechtswidrigen – vielleicht ja auch heiligen – Angriffskrieg gegen den Iran führen darf. (Und en passant auch noch für die rasche Wiederkehr Jesu auf Erden sorgt.) (vgl. „deus vult“, „ursprüngliche Urkunde“, „von Jesus gesalbt“)

    Blutbad
    „Es ist ein Blutbad da drüben. Das sind Seelen, das sind junge Menschen. Wie Sie. Wie einige von Ihnen in der ersten Reihe. Sie ziehen in den Krieg. Die Eltern sind stolz. Da geht er. Er wird zurückkommen. Zwei Wochen später ein Anruf: Ihrem Sohn wurde der Kopf weggeschossen. Der schlimmste Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Zahlen sind erschütternd, wie viele Menschen sie verloren haben. Die Ukraine und Russland haben horrende Verluste.“ – Das alles stimmt sogar dann, wenn Donald Trump es sagt! (Solange es sich auf den Ukrainekrieg bezieht.)

    Chance
    Es gibt ja bekanntlich kein Übel, das nicht auch sein Gutes hätte! „Experten sehen in dem Krieg gegen den Iran eine Chance für das transatlantische Verhältnis“, verkündeten die „Tagesthemen“ am 3. März 2026, um dann einer Expertin das Wort zu überlassen: „Es gibt viele Einrichtungen in Europa, auf die sich die Vereinigten Staaten im Verlauf dieses Konflikts verlassen müssen. Dies könnte also auch ein Moment sein, in dem Bundeskanzler Merz zeigen kann, dass Europa als Partner eine wichtige Rolle spielt.“ So zuversichtlich Sudha David-Wilp vom German Marshall Fund, das beliebte esoterische Motto „Schicksal als Chance“ auf das aktuelle Kriegsgeschehen anwendend.

    Deus vult
    Frommes Tattoo auf dem rechten Bizeps von Pete Hegseth. Der umfassend gebildete US-Kriegsminister zitiert hier keinen Geringeren als Papst Urban II., der im Jahr 1095 mit dem Schlachtruf „Deus vult!“ („Gott will es!“) die Christenheit zum ersten Kreuzzug ins Heilige Land aufrief, um dieses von den ungläubigen Moslems zu befreien. Hegseth hat in letzter Zeit damit begonnen, im Pentagon Gebetsstunden abzuhalten, deren Themen eindeutig aus dem Alten Testament stammen und von gnadenloser Rache handeln. Konsequenz des christlichen Taliban für die Gegenwart: „Dies sollte nie ein fairer Kampf sein, und es ist auch kein fairer Kampf. Wir schlagen auf sie ein, während sie am Boden liegen, und genau so sollte es auch sein.“ – Und genau so sakralisiert man den Massenmord! Oder, wie mal jemand sang: „For you don’t count the deads/ When God’s on your side“. (vgl. „von Jesus gesalbt“)

    dieser Kontinent
    Gemeint ist: Europa. „Auf diesem Kontinent“ ist laut Marco Rubio „Mozart zu Hause, Beethoven, Dante, Shakespeare zu Hause. Michelangelo, da Vinci sind auf diesem Kontinent zu Hause. Die Beatles und die Rolling Stones haben hier ihre Wurzeln, meine Damen und Herren!“ (Zumindest Letzteres kann man mit Fug und Recht bestreiten.) „Und das ist der Ort, an dem die Sixtinische Kapelle ihre Türen öffnet.“ (Bisweilen sind die auch hermetisch abgeriegelt.) – Kurz: Ein imposantes Gebirge von Bildungsornamenten, das man einem Trump‘schen Außenminister niemals zugetraut hätte. Congrats, Mr. Rubio, die Standing Ovations in Munich haben Sie sich redlich verdient! (vgl. „spirituell)

    dumme Einsatzregeln (stupid rules of engagement)
    Sollten zugunsten „maximaler Tödlichkeit“ („maximum lethality“) aufgegeben werden. Rief US-Kriegsminister Hegseth 2025 die Militärführung in einer Rede vor rund 800 US-Generälen und -Admirälen auf. (Und forderte diejenigen, die mit seiner Anweisung nicht einverstanden waren, zum Rücktritt auf.)

    einfach nehmen
    Die Berliner Zeitung vom 2. April 2026: „Stunden vor der Rede [der Ansprache an die Nation] hatte Trump bei einem Osteressen im Weißen Haus gesagt, die USA könnten Irans Öl ‚einfach nehmen‘. Das Weiße Haus stellte ein Video dieser Äußerungen online, nahm es dann aber wieder herunter. Auf AP-Anfragen dazu reagierte das Weiße Haus nicht.“ – Vermutlich ist, wie im Falle Kuba, der US-Präsident auch hier der Überzeugung, „dass ich alles damit machen kann, was ich will“!

    einfach nur zum Spaß
    „Spaß“ bereitet es Donald Trump nicht nur, seine Kabinettsmitglieder ab und zu mit Schuhen seiner Lieblingsmarke Florsheim zu beschenken oder mit lebendigen Besatzungsmitgliedern im Persischen Golf oder Indischen Ozean Schiffchen versenken zu spielen. Vielleicht bombardiert er demnächst auch nochmal die iranische Insel Kharg. „Die USA würden dort vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, einfach nur zum Spaß“, so Trump. (Demnächst tritt Trump als posthumer Überraschungsgast zusammen mit Nena und Markus im NDW-Kult-Film „Gib Gas, ich will Spaß“ auf.) (vgl. „mehr Spaß“)

    Enthauptungsschlag
    Aktuell höchst beliebtes Schlag-Wort. Meint: systematische Ermordung unliebsamer Staatsmänner sowie Zerstörung zentraler Einrichtungen der Infrastruktur eines zum absoluten Feind erklärten Landes. – Ohne Rücksicht auf die Folgen. (Auch für den kopf-losen Schläger!)

    entscheidend, vernichtend und gnadenlos
    Gewinnt, laut Kriegsminister Pete Hegseth, Amerika den Krieg gegen den Iran. Schließlich hat das US-Militär, so sein Chef Donald Trump, ausreichend Munition, um praktisch endlos Krieg zu führen. (Und das ist „erfüllend, sinnstiftend und fordernd“.)

    Fehler, entsetzlicher
    „Ein entsetzlicher Fehler, dem weiter auf den Grund zu gehen ist. Aber kein Verbrechen. Das darf eigentlich nicht passieren, passiert aber.“ Konstatierte bestürzt die Frankfurter Allgemeine am 13. März 2026. (Die Rede war von der amerikanischen Tomahawk-Marschflugkörper-Attacke einer Mädchenschule am 28. Februar in Minab, Südiran. Mehr als 160 Tote.) – Wie klagte schon dereinst der berühmte Bischof und höchstflexible Diplomat Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord? „Das war schlimmer als ein Verbrechen, das war ein Fehler!“ («C’est plus qu’un crime, c’est une faute!») (vgl. „Lügen, noch dazu dumme“)

    fünfzehn
    „Wir schlagen uns sehr gut … Jemand fragte mich: auf einer Skala von eins bis zehn? Ich sagte: etwa fünfzehn.“ („We’re doing very well on the war front… Somebody said on a scale of one to ten, where would you rate it? I said about a 15.“) Äußerte sich bescheiden und realistisch am 4. März 2026 Donald Trump über seine bisherigen Erfolge im Krieg gegen den Iran. – Oder war das am Ende nur ein „auf Fakten basierendes Gefühl?“

    gestolpert
    „Mehr dazu, wie die USA in den Krieg gegen Iran gestolpert sind, erfahren Sie hier.“ Schrieb SpiegelOnline am 25. März 2026.

    Krieg im Iran
    Titelte der Deutschlandfunk Mitte März 2026. Lieber DLF, es gibt derzeit keinen (Bürger-)Krieg im, dafür aber einen völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran!

    leuchtende Stadt auf dem Hügel („shining city on the hill“)
    Die frohe Botschaft: Matthew G. Whitaker, Ständiger Vertreter der USA bei der NATO, hat die Bibel gelesen. Oder wenigstens das Neue Testament. Oder zumindest das Matthäus-Evangelium. Oder dort die Bergpredigt. Oder da wenigstens Matthäus 5,14: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.“ Vielleicht hat er aber auch nur mal in der Sonntagsschule kurz aufgepasst oder in Reden früherer US-Präsidenten herumgestöbert. Jedenfalls ist er nicht nur zu Transferleistungen in der Lage – „This ‚shining city on the hill‘ are only we, the USA!“ –, er ist auch fähig, das in seinem bipolaren Weltbild nun zwingend benötigte Antonym zu konstruieren: „The axis of deplorables“ – die Achse der Verachtenswerten. Chapeau, Mr. Whitaker! – Die logische Konsequenz laut der Publizistin Nel Bonilla: „Die Botschaft an die Europäer ist unmissverständlich: Ihr seid nicht Teil des Lichts, ihr müsst euch ihm anschließen. Und wer den Gegner als ‚erbärmlich‘ oder böse definiert, entzieht ihm die Legitimität als Verhandlungspartner. Man kann ihn nur noch vernichten.“

    Lügen, noch dazu dumme
    „Eines Landes wie der USA völlig unwürdig waren hingegen wieder einmal die Lügen ihres Präsidenten über die Urheber. Noch dazu dumme Lügen!“ Monierte die Frankfurter Allgemeine die primitiven Verschleierungsstrategien Donald Trumps bezüglich der amerikanischen Tomahawk-Marschflugkörper-Attacke auf die Mädchenschule in Minab. – Merke: Wenn schon Lügen, dann bitte intelligente! (Die FAZ – „dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ – legt schließlich Wert auf Niveau.) (vgl. „Fehler, ein entsetzlicher“)

    Macht-erotisches Verhältnis
    Zwischen Donald Trump und Wladimir Putin. Hat „Oma Courage“, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, neulich bei Maischberger ausgemacht: Eine Mehrheit für die Unterstützung der Ukraine gebe es zwar in den USA generell. Doch „das Problem sitzt im Weißen Haus“, so die beliebte „Eurofighterin“. „Weil letztlich Trump, eine, fast, wie soll ich sagen?“, und da stockte der beherzten EP-Abgeordneten für einen Moment der Atem, „ein Macht-erotisches Verhältnis zu Herrn Putin hat.“ – Wow, jetzt kommt alles raus! Fragt sich nur noch, wer als Erster sein Coming-Out wagt: Wladimir oder Donald? (vgl. „Pestbeule dieser Erde“)

    maximale Tödlichkeit (maximum lethality)
    Gegenteil „dummer Einsatzregeln“. Deklariert Pete – „deus vult“ – Hegseth, US-Kriegsminister. (Und frommer Fundamentalchrist.)

    Nein, nein, mache ich nicht!
    Nein, nein, hier ist nicht die Rede vom Suppenkaspar aus dem „Struwwelpeter“! Donald Trump war gefragt worden, ob er sich Sorgen mache, mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur im Iran internationales Recht zu brechen.

    Papiertiger
    Nein, zur Abwechselung mal nicht die Atombombe laut Mao! Sondern die NATO für Trump.

    Steinzeit
    Logische Konsequenz und finale Steigerung des „Enthauptungsschlages“. Trifft es bei Ersterem nur prominente Politiker, so wird beim zweiten das gesamte Land „in die Steinzeit zurückgebombt“. (Und „eine ganze Zivilisation sterben“.)

    Tiere
    „Kurz vor der Pressekonferenz hatte sich der US-Präsident selbst für seine Verhältnisse besonders respektlos über Iran geäußert“, berichtete SpiegelOnline am 6. April 2026. „Auf die Frage, warum ein Angriff auf die Infrastruktur des Landes kein Kriegsverbrechen sein soll, sagte Trump: weil sie ‚Tiere‘ seien. Bei der Pressekonferenz bezeichnete er die iranische Regierung als ‚gestörte Menschen‘.“ – Ja, was denn nun: Tiere oder gestörte Menschen? (Oder Tiere, die immerhin von gestörten Menschen regiert werden?)

    Vermächtnis
    „Diese Soldaten wollen diesen Kampf für ihre Kinder und Enkelkinder zu Ende bringen. Hier geht es um Geschichte. Hier geht es um das Vermächtnis.“ So Pete Hegseth über die Stimmung seiner Truppen in der Golfregion. Die bereits mit den Hufen scharren.

    Zionismus und Amerikanismus
    Sind laut US-Kriegsminister Pete Hegseth „die Frontlinien der westlichen Zivilisation und Freiheit in unserer heutigen Welt“. (Er vergaß hinzuzufügen: „Wie wir gerade im Iran demonstrieren.“)

    (wird fortgesetzt)

    Alle bisher erschienenen Folgen der Serie „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“ von Leo Ensel können Sie in dieser Übersicht finden und diese auch einzeln darüber aufrufen.

    Dieses Frühjahr erscheint vom Autor der Band „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit – Krieg heißt Töten“ im Promedia Verlag, Wien; ISBN 978-3-85371-563-5.

    Titelbild/Bilder: © Tina Ovalle

    (Auszug von RSS-Feed)

    Trump kündigt Seeblockade der Straße von Hormus an

    12. April 2026 um 13:55

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    Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad brachten keine Einigung - nun stehen die Zeichen wieder auf Eskalation. Trump kontert das iranische Vorgehen in der Straße von Hormus.
    (Auszug von RSS-Feed)

    Zerfallsprodukte: „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ in Zeiten forcierter Kriegstüchtigkeit

    11. April 2026 um 13:00

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    „Öffentlichkeit wandelt sich offenbar nicht nur, sondern sie zerfällt“, heißt es in einem Gastbeitrag, den die NachDenkSeiten an dieser Stelle veröffentlichen. Das Schlaglicht richtet sich auf die an Ostern bekannt gewordene Regelung im Wehrdienstgesetz, nach der sich Männer im Alter zwischen 17 bis 45 vor einer längeren Abwesenheit aus dem Land eine Genehmigung erteilen lassen müssen. „Wenn derartig öffentlich-relevante Rechts-Änderungen (…) kaum bekannt sind und erst recht nicht diskutiert werden, dann funktioniert diese Öffentlichkeit nicht (mehr) im Sinne einer informierten, idealerweise ‚aufgeklärten‘ Gesellschaft“, schreibt Christiane Voges.

    „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das … sofort, unverzüglich.“ Manche Antworten bleiben aktuell. Das Original stammt von SED-Politbüromitglied Günter Schabowski, gesagt um 18.53 Uhr am 9. November 1989. Und zwar auf journalistische Nachfrage, wann genau denn die neue DDR-Reiseregelung nun in Kraft trete. Es wurde der Abend von Grenzöffnung und Mauerfall.

    Ganz ähnlich wie „sofort, unverzüglich“ hätte auch aktuell die Antwort lauten müssen, und zwar in einer öffentlich gerade äußerst relevanten Angelegenheit.

    Wenn denn Regierungssprecher Stefan Kornelius (zuvor Ressortleiter Politik der Süddeutschen Zeitung) oder der Sprecher des Verteidigungsministeriums Michael Stempfle (zuvor Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio) zu Jahresbeginn journalistisch gefragt worden wären, wann eigentlich jene neue gesetzliche Regelung in Kraft trete, der zufolge deutsche Männer zwischen 17 und 45 Jahren grundsätzlich eine Genehmigung der Bundeswehr „einzuholen haben“, wenn sie „länger als drei Monate“ diesen Staat verlassen wollen.

    Das Ganze ist eine bereits jetzt – und erst recht absehbar, im sogenannten „Bereitschafts-, Spannungs- oder Verteidigungsfall“ – gravierende Beschränkung bisher grundlegender bürgerlicher Freiheiten, hier der Reise- und Aufenthaltsfreiheit.

    Gravierend aber auch, dass über diese tiefgreifende Verschärfung erst mehr als ein Vierteljahr später größere Medien zu berichten begannen, seit die Frankfurter Rundschau Anfang April diese neue Lage erstmals überhaupt mit einiger Reichweite thematisiert hatte. Die allermeisten Menschen hierzulande dürften diese deutliche Regel-Zuspitzung bis dato gar nicht „auf dem Radar“ (gehabt) haben.

    Wenn Niklas Luhmann 1995 in „Die Realität der Massenmedien“ recht hatte, dann wissen wir praktisch alles, was wir über die Gesellschaft und über die Welt, in der wir leben, wissen, vor allem „durch die Massenmedien“. Warum aber berichten Leitmedien hierzulande über derart einschneidende Neuigkeiten nicht sehr viel früher, zum Beispiel im Prozess der Gesetzgebung oder aber spätestens mit dem Inkrafttreten solcher Regelung? Zumal das Gesetz auch im Bundestag nicht unumstritten war (Abstimmung am 5. Dezember 2025 mit 323 zu 272 Stimmen) und es in der Gesellschaft wahrscheinlich kaum stärker akzeptiert ist.

    Liegt es an immer weiter gekürzten redaktionellen Ressourcen, liegt es an zu viel politisch angesagter Gesinnung und zu wenig journalistisch-professioneller Haltung? Der neuralgische Passus im Gesetz steht ja nicht in irgendeiner Fußnote weit hinten auf zum Beispiel Seite 189, sondern unübersehbar vornedran schon mitten auf Seite 4 von 23, als § 3 Absatz 2.

    Wenn Jürgen Habermas 1962 über „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ räsonierte und dabei kritisierte, dass eine (von ihm idealisierte) diskursive bürgerliche Öffentlichkeit des 18./19. Jahrhunderts zu einer „refeudalisierten“ Massenmedien-Öffentlichkeit im 20. Jahrhundert geworden sei, also vom normativen Raum rationaler Debatten zum Schaufenster für PR, Werbung etc., was demokratische Teilhabe schwäche, lässt sich heute festhalten: Öffentlichkeit wandelt sich offenbar nicht nur, sondern sie zerfällt. Wenn derartig öffentlich-relevante Rechts-Änderungen – die nicht nur die von der neuen Musterung betroffenen Geburtsjahrgänge ab 2008 erfassen, sondern auch alle Männer sogar schon ab Jahrgang 2009 bis hinunter zur Geburt ab Anfang der 1980er-Jahre – kaum bekannt sind und erst recht nicht diskutiert werden, dann funktioniert diese Öffentlichkeit nicht (mehr) im Sinne einer informierten, idealerweise „aufgeklärten“ Gesellschaft.

    (Massen)-Medien bestimmen die öffentliche Tagesordnung. Was in diesem Agenda-Setting weder thematisiert noch ernsthaft kontrovers diskutiert wird, findet nicht bloß in der Medienrealität nicht statt, sondern auch darüber hinaus in der gesamten Gesellschaft kaum bis gar nicht.

    Selbst Der Spiegel, dessen Leserschaft an der Stelle bis vor Kurzem auch nicht „mehr wissen“ konnte, hält sich ungewollt selbstkritisch den Spiegel vor: Diese Änderung des Wehrpflichtgesetzes (WpflG) sei „am 1. Januar relativ unbemerkt in Kraft getreten und wurde öffentlich kaum diskutiert“. Finde den Fehler. Und damit ist nicht nur gemeint, dass dies lediglich „mehrere Millionen Männer“ beträfe, sondern tatsächlich viele Millionen Männer.

    „Die Pflicht endet laut Gesetz im Alter von 45 (Jahren)“, schreibt Der Spiegel, und auch das verharmlost den verschärften staatlichen Zugriff, insofern im Gesetz nämlich steht: „Im Spannungs- oder Verteidigungsfall endet die Wehrpflicht mit Ablauf des Jahres, in dem der Wehrpflichtige das 60. Lebensjahr vollendet.“ Dann beträfe also das Ganze nochmal viele Millionen Männer mehr.

    Und der Spannungsfall in Deutschland ist gar nicht so weit weg: Er kann mit einer Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen vom Bundestag ausgerufen werden, basierend auf Artikel 80a des Grundgesetzes. Alternativ kann sogar ein internationales Organ wie die NATO im Rahmen dieses Bündnisvertrages den Spannungsfall ausrufen, wenn auch hierfür die Zustimmung der Bundesregierung erforderlich ist. Aber da sollte sich niemand hierzulande angesichts von Leuten wie Trump, Rutte oder Merz in Ruhe wiegen.

    Ironie der Geschichte (und natürlich keine „Gleichsetzung“, weil die DDR völlig anders organisiert war, als es die BRD war und ist): Beim „sofort, unverzüglich“ von Schabowski 1989 ging es um grundlegende Erweiterungen der Reisefreiheit.

    And now for something completely different [Anm. d. Red.: Und jetzt zu etwas ganz anderem]: Ist es vielleicht wichtiger denn je, dass journalistisch Medienschaffende kritisch recherchieren, Wichtiges auf die Tagesordnung bringen und dabei den Mächtigen auch unangenehme Fragen stellen? Fragen und Nachfragen wie einst im November 1989. In Krisenzeiten wie jenen und diesen. Dafür sollte es höchste Zeit sein. Sofort, unverzüglich.

    Titelbild: Seita / Shutterstock

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    Man climbs onto US military aircraft in Ireland, attacks it with hatchet: report

    11. April 2026 um 19:12

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    A man was detained Saturday at Shannon Airport in Ireland after allegedly climbing onto the wing of a U.S. military aircraft and attacking it with a hatchet, according to local reports.

    Irish police, or Gardaí, said a man in his 40s entered an unauthorized area of the airport in County Clare and was arrested shortly before 11 a.m. on suspicion of criminal damage. Investigations are ongoing, Gardaí said.

    The aircraft involved was a U.S. Air Force C-130 Hercules transport plane that had been parked on a remote taxiway, Irish news outlet The Journal reported.

    Video circulating online appeared to show a man in dark clothing walking along the wing of the aircraft during the incident. He moved across the wing near the engines and fuselage.

    JORDANIAN NATIONAL ARRESTED AFTER BOARDING FLIGHT IN ARIZONA WITH INVALID TICKET, PROMPTING EVACUATION

    The breach raises renewed concerns about security at Shannon Airport, which has experienced multiple recent incidents involving unauthorized access to restricted areas.

    A spokesperson for Shannon Airport said the airport temporarily shut down operations after the breach.

    "The airport suspended operations at approximately 9:50 a.m., and operations resumed at 10:15 a.m.," the spokesperson said.

    JORDANIAN NATIONAL ARRESTED AFTER BOARDING FLIGHT IN ARIZONA WITH INVALID TICKET, PROMPTING EVACUATION

    The brief closure caused minor disruption, with two departing flights delayed and one incoming aircraft placed in a holding pattern before landing shortly after 10:20 a.m., The Journal reported.

    Authorities, including airport police, Gardaí and Irish Defence Forces personnel responded, The Journal reported. Armed officers and specialist units were also deployed.

    Officials carried out a search of the airport perimeter to determine how the suspect gained access to the restricted area.

    BULLET DISCOVERED ON COMMERCIAL JET AT MAJOR AIRPORT SPARKS SECURITY SCARE

    According to The Journal, the incident is the latest in a string of recent security breaches at Shannon Airport.

    In November, three people were arrested after a van breached airport security and entered a restricted area. In May, another vehicle crashed through a perimeter fence, forcing a temporary shutdown. Weeks later, three women were arrested after allegedly accessing the airfield and damaging an aircraft.

    Authorities have not said whether Saturday’s incident is linked to those prior breaches.

    Shannon Airport has been the site of frequent anti-war protests for years over its use by the U.S. military, dating back to the Iraq War era.

    Fox News Digital reached out to the U.S. Air Forces in Europe for comment.

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    Trump ‘Optimistic’ on Iran Talks — Warns U.S. Warships Reloading with 'Best Weapons' if Diplomacy Fails

    11. April 2026 um 00:37

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    President Donald Trump said Friday he is “optimistic” a deal with Iran is “within reach” ahead of high-stakes negotiations in Pakistan, while warning the United States is “loading up” its warships in the region and is prepared to resume military action if diplomacy collapses.

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    Fahnenflucht: Die Dämme brechen


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    Deutschland bereitet sich darauf vor, ein Land im Krieg zu werden. Militärisch und wirtschaftlich soll die Republik Kriegstüchtigkeit beweisen. An Ostern berichtete die Frankfurter Rundschau, dass im neuen Wehrgesetz eine Regel vorgesehen ist, nach der Männer im Alter zwischen 17 und 45 Jahren bei längeren Auslandsaufenthalten eine Genehmigung benötigen. Gerade forderte der CDU-Politiker Thomas Röwekamp eine Wehrübungspflicht für Reservisten. Die Meldungen reihen sich an eine lange Kette aus Nachrichten, die verdeutlichen: Das politische Großprojekt Kriegstüchtigkeit ist voll am Laufen. Von der Wiedereinführung der Wehrpflicht ist längst die Rede. Sollte es soweit kommen, dann wird es auch um Zwang gehen. Ein Begriff taucht auf, der wie aus einer längst vergangenen Zeit klingt: Fahnenflucht. Bereits kurz vor Weihnachten 2023 lautete die Überschrift eines FAZ-Kommentars in Bezug auf wehrpflichtige Ukrainer: „Kein Recht auf Fahnenflucht“. In seinem Buch „Kriegstüchtig – Deutschlands Mobilmachung an der Heimatfront, hat sich Marcus Klöckner über den Begriff Fahnenflucht Gedanken gemacht. Wir veröffentlichen das Kapitel.

    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Wie wird Deutschland mit seinen Soldaten, mit seinen Söhnen und Töchtern und Müttern und Vätern umgehen, die sich dem Töten und Abschlachten auf den Schlachtfeldern entziehen wollen? Wie wird es sein, wenn die Kriegstüchtigkeit nicht mehr nur auf Trainingsebene verstanden wird, sondern wenn tatsächlich Krieg ausbrechen sollte und Marschbefehle auf die Küchentische der Familien flattern? Wie wird es mit dem Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung aussehen? Das sind sehr unangenehme Fragen. Leider ist es dringend geboten, über einen Begriff zu sprechen, der verstaubt, alt, aber auch irgendwie seltsam klingt: Fahnenflucht. Fahnenflucht? Es gibt vieles, was wir Menschen und Bürger unter den Teppich kehren können. Aber diesen Dreck, den die »Zeitenwende« aufwirbelt, der sollte nicht ignoriert werden. Das ist ohnehin bereits so viel, der Dreck der Zeitenwende würde nicht unter den größten Teppich in Deutschland passen.

    *

    Manche Begriffe erzählen uns Geschichten, wie es ein Roman auf hunderten von Seiten nicht besser könnte. Ganze Dramen lassen sich in ihnen entdecken. Fahnenflucht, das ist so ein Begriff – der vor allem von Dramen einer längst vergangenen Zeit erzählt. Und so entsteht leicht der Eindruck, als sei der Begriff in der Vergangenheit verwurzelt; als würde er uns nicht mehr tangieren. Doch das täuscht. Er könnte bald für viele in Deutschland wieder sehr aktuell werden. »Kein Recht auf Fahnenflucht« – unter dieser Überschrift veröffentlichte die FAZ ein paar Tage vor Weihnachten 2023 einen Kommentar. Der Redakteur Reinhard Müller fokussierte auf die Ukrainer, die vor dem Wehrdienst nach Deutschland geflüchtet sind. Zunächst ein paar grundsätzliche Gedanken.

    *

    In den Begriff Fahnenflucht ist ein monströses Denken eingeschrieben, das uns tief in jene Bereiche führt, wo Unmenschlichkeit und Grausamkeit auf der Lauer liegen. Eine einfache Betrachtung des Begriffs gibt darüber noch keinen Aufschluss. Im Gegenteil: Dieser so deutsche Begriff, der die Hauptwörter Fahne und Flucht zusammenbringt, hat, naiv betrachtet, etwas Komisches an sich. Fast ließe sich der Begriff mit einer Klamotte in Verbindung bringen, wo menschliche Verhaltensweisen bis ins Groteske überzeichnet werden. Fahnenflucht – wie kann ein Mensch vor einer Fahne flüchten? Also vor einem Stück Stoff? Vor einem Lappen? Flucht ist ein Verhalten, das mit Angst, ja: mit großer Angst einhergeht. Naiv betrachtet ließe sich leicht annehmen, dass doch nur ein Narr vor einem Stück Stoff vor Angst getrieben flüchten würde. Die Realität ist leider eine andere. Von diesem Stück Stoff, das als Fahne bezeichnet wird, ist in der Vergangenheit immer wieder große Gefahr ausgegangen. Menschen sind vor der Fahne, oder genauer: vor dem, was hinter ihr steht, geflüchtet, weil tatsächlich ihr Leben in großer Gefahr war. Wer sich den Begriff Fahnenflucht genauer anschaut, sieht einen Abgrund an Monstrosität. Leid, Todesangst, Tod, Mord – das steckt in ihm.

    *

    Die Soldaten flüchten nämlich vor einer tief in die Fahne eingeschriebenen Gewalt. Es ist die Gewalt der Staatsmacht über die Bürger. Die Fahne war und ist schon immer mehr gewesen als nur ein Lappen. Die Fahne ist ein Symbol. Ein Symbol, das für ein jeweiliges Land, aber auch seinen Staat steht. In diesem Symbol verdichtet sich ein ganzer Komplex an Zuschreibungen, Gedanken und Wahrnehmung, staatlichen Strukturen, Denkweisen, Handlungen und konnotativen Einlagerungen. Die Fahne ist wahrzunehmen als Symbol für das Heimatland. Für die »Mutter Erde«, wo man geboren wurde, wo man hingehört, zu der man sich zugehörig fühlt. Die Fahne wird auf der eher patriotischen Ebene positiv und mit viel heimatverbundener Liebe betrachtet. Die Fahne – sie symbolisiert unser Land, unsere Werte, unsere Identität. Und wenn so eine Fahne, so ein Symbol, so positiv aufgeladen ist, so verstanden wird, dann lässt sich leicht ausrechnen, wie »man« zu so einem Symbol »zu stehen hat«. Sie verdient Anerkennung. Sie verdient Achtung. Sie verdient Respekt. Die Fahne hisst man, also hängt sie hoch, damit sie schon aus der Weite zu erkennen ist. Ein Soldat schwört seinen Fahneneid. Ein Soldat salutiert vor der Fahne – und damit natürlich auch vor seinem Land, vor all dem Guten, wofür sein Land steht. Die Fahne beschmutzt man folglich nicht, weder im physischen, direkten noch im übertragenen Sinne – etwa mit Worten oder Gedanken. Die Fahne sollte kein Mensch mit Achtung gegenüber seinem Land »entehren«. Und, selbstredend, kein anständiger Mensch würde gar vor seiner Fahne flüchten. Schließlich, gerade doch in den dunkelsten Stunden eines Landes, wo Krieg herrscht, wo es darum geht zu kämpfen, das Land zu schützen, hat doch ein jeder aufrichtige Bürger die Pflicht, zu dieser Fahne, zu diesem Land zu stehen.

    All das sind Ansichten, Vorstellungen und Zuschreibungen, die mitunter sehr tief bei einem Teil der Bürger verankert sind.

    *

    Doch dann ist da auch der Staat. Dieses Gebilde, das sich mit seinen Strukturen, mit seinen Regeln, mit seinen Gesetzen, mit seinen Forderungen und Ansprüchen in die Fahne legt. Ohne an dieser Stelle in die Geschichte des Staatswesens einzutauchen und darüber zu sprechen, was eigentlich ein Staat im Detail ist, wie er sich konstituiert, wie er ausgeformt wird und sich weiter entwickelt: Das Land bzw. der Staat sowie die Vorstellungen, die wir von beiden haben oder haben sollen, spiegeln sich in den Landesfahnen dieser Welt wider. Das Elend ist vorprogrammiert. Positive Attributionen und negative Herrschaft verbinden sich. Sie werden zu einem sehr machtvollen, manipulativen Instrument, das sich gegen den Menschen richtet, der sich nicht einer Fahne, sondern seinem freien Willen in Verpflichtung sieht.

    Auch wenn der Begriff Fahnenflucht alt und verstaubt anmutet: Er existiert. Er wurde nicht etwa mit den Schrecken des Zweiten Weltkrieges abgeschafft.

    »Fahnenflucht ist in Deutschland nach § 16 Wehrstrafgesetz (WStG) strafbar. Schutzgut des Straftatbestandes ist die Schlagkraft der Truppe. Danach wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft, wer eigenmächtig seine Truppe oder Dienststelle verlässt oder ihr fernbleibt, um sich der Verpflichtung zum Wehrdienst dauernd oder für die Zeit eines bewaffneten Einsatzes zu entziehen oder die Beendigung des Wehrdienstverhältnisses zu erreichen. Bereits der Versuch der Fahnenflucht ist strafbar.«

    Um zu verstehen, was hier steht, gilt es, sich zunächst das Warum vor Augen zu führen. Warum betrachtet es der Staat in Form des Wehrstrafgesetzes als strafbar, Fahnenflucht zu begehen?

    Die Antwort liegt auf der Hand: Wenn ein Soldat seine Truppe verlässt, wird deren Schlagkraft gemindert. Je schwieriger die Lage ist, etwa bei einem Krieg, bei einer direkten Konfrontation mit feindlichen Truppen an der Front, umso weitreichender kann Fahnenflucht sein. Ein Fahnenflüchtiger mag in vielen Situationen zwar nicht wirklich die Effektivität seines Regiments vor Ort schwächen, andererseits: Wenn hier nicht sofort hart bestraft wird, dann kommen vielleicht noch mehr Soldaten auf die Idee, Fahnenflucht zu begehen. Und, je nach Situation, je nach Kampfstärke, wird die Truppe tatsächlich geschwächt, vielleicht bis zu einem Punkt, wo der Feind sie schlagen kann. Anders gesagt: Der Fahnenflüchtige kann also, entsprechend der Situation, seine Kameraden durch seine Flucht gefährden. Deshalb wird Fahnenflucht in wohl jeder Armee auf dieser Welt mehr oder weniger hart bestraft.

    Die Bestrafung der Fahnenflucht richtet ihren Fokus zwar stark auf die konkret-abstrakte verminderte Schlagkräftigkeit einer Armee, aber sie baut ihre gesellschaftliche Akzeptanz oder den fehlenden gesellschaftlichen Widerspruch vor allem auf eine verlogene, böstäuschende Moral und verquere Vorstellungen von Richtig und Falsch. Viele Staaten auf dieser Welt maßen sich an, über einen Soldaten, das heißt eben auch: einen Menschen!, eine solche Gewalt auszuüben, die ihn, wenn es hart auf hart kommt, dazu zwingt, gegen seinen ausdrücklichen Willen zu kämpfen und gegebenenfalls auch zu töten.

    Die rechtliche Legitimation, um Fahnenflucht zu bestrafen, zieht der Staat in Deutschland formal aus dem Wehrstrafgesetz, aber die moralische Legitimation erfolgt über die Vorstellung, dass in seiner Grundsätzlichkeit, aber erst recht in einer Krisensituation, der Soldat kämpfen muss. Weiter vorne im Buch ist thematisiert, was der »Dienst am Vaterland« auch bedeuten kann oder faktisch bedeutet, wenn die schönen Sonntagsreden der Realität weichen, nämlich: die Aufgabe des eigenen Willens und die Unterwerfung unter die Autorität der Armee.

    Im Umgang des Staates mit Fahnenflüchtigen zeigt sich, was die formale Unterwerfung des eigenen Willens bedeuten kann. Sie heißt, auch wenn sich plötzlich der Wille bemerkbar macht, nicht in einen Krieg einzutreten, nicht an die Front zu fahren, nicht gegen den als Feind bestimmten Gegner zu kämpfen, es trotzdem zu machen. Machen zu müssen! Denn das sieht die Unterwerfung, das sieht die Pflicht, das sieht das Gesetz vor. Der Soldat muss eben kämpfen. Er muss töten (wenn nicht morden, auch wenn es natürlich nicht so genannt werden soll). Und er muss bereit sein, sich töten zu lassen. Davon kann ausgegangen werden. All der schönen Sonntagsreden und den eigentlich im Recht festgehaltenen Ausnahmen zum Trotz: Wenn es knallt, wird Befehl Befehl sein.

    In Deutschland gilt zwar: »Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz« (Artikel Art. 4, Abs. 3 Grundgesetz). Und:

    »Auch ein Soldat auf Zeit hat noch die Möglichkeit, einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung zu stellen.«

    Doch wie wird das im Kriegsfalle sein? Wie tragfähig und widerstandsfähig wird das Papier sein, auf dem die Kriegsdienstverweigerung steht? Gesetze können geändert werden. Auch das Grundgesetz.

    *

    Soldat sein zu müssen, widerspricht elementar jenen hehren Grundsätzen, die wir als Menschen und Bürger in einer Demokratie verinnerlicht haben sollten. So wie kein Mensch einen anderen Menschen zwingen kann, ihn zu lieben, so kann auch keiner einen anderen zwingen, für ihn zu kämpfen. Staaten maßen sich diese Macht an. In Deutschland ist das Strafmaß von heute für Fahnenflucht von bis zu fünf Jahren Gefängnis noch als »milde« zu betrachten, wenn man sich vor Augen hält, wie während des Zweiten Weltkrieges Fahnenflucht in der Praxis zum Teil bestraft wurde. Auf Fahnenflucht stand die Todesstrafe. Das war also der maximale Druck. Entweder bleibt der Soldat auf Gedeih und Verderb bei seiner Einheit oder er wird exekutiert. Das Monströse wird sichtbar.

    *

    Das Folgende erzähle ich aus meiner Erinnerung. Es geht um einen alten Soldaten der Wehrmacht, der zu einem Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie von einem Radiosender interviewt wurde. Wenn ich mich richtig erinnere, war es zum 75. Jahrestag.

    Als der Beitrag mit dem ehemaligen Soldaten gesendet wurde, wollte ich zuerst einen anderen Sender aufrufen, weil mich das Thema nicht sonderlich interessierte. Aus irgendeinem Grund habe ich dennoch weitergehört und dann etwas sehr Bewegendes miterlebt. Manches ist klar in meiner Erinnerung sichtbar, manches verschwommen, manches vergessen. Aber die Geschichte kann trotz der Unschärfen auch so kurz nacherzählt werden. Dieser alte Mann, er war, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, in seinen 90er Jahren, erzählte vom Krieg, von der Schlussphase und auch etwas von seinem Leben. Seine Worte ließen den Zuhörer erkennen, dass er trotz des hohen Alters über einen klaren Blick und Verstand verfügte. An irgendeiner Stelle erzählte er hörbar emotional, dass es da etwas gibt, was er sich nicht verzeihen könne. Er tat etwas, wovon er spürte, dass es falsch war. Aber was damals getan werden musste. Es ging um Deserteure. Ich weiß nicht mehr, ob er von einem oder von mehreren sprach. Aber mindestens einer seiner Kameraden war geflüchtet. Nach der Ergreifung und Festnahme des oder der Deserteure wurde kurzer Prozess gemacht. Der Befehl zur Exekution wurde erteilt. Der alte Mann war einer der Auserwählten, die das Todesurteil vollstrecken sollten. Anlegen, zielen, abdrücken. Er tat, was ihm befohlen wurde. Mir sind die Stimme und die Art, wie der alte Mann schluchzend von dieser Begebenheit erzählte, noch gut im Ohr. Er sagte zum Ende seiner Ausführungen, dass das damals so war. Das sagte er aber nicht auf eine Weise, als wollte er sein Handeln rechtfertigen. Vielmehr lag eine tiefe Verzweiflung in seiner Stimme und seinen Worten.

    *

    In Deutschland ist es leider seit langem so: Wer denkt, noch tiefer könnten Politik und Journalismus nicht sinken, den belehrt das gut harmonisierende Zweigespann kurze Zeit darauf eines Besseren.

    Einerseits spielen sich Journalismus und Politik als die »Helfer« der Ukraine auf, denen einzig und allein das Wohl der Ukrainer am Herzen liege. Andererseits sind von Medien und Journalisten Aussagen zu hören, die fassungslos machen. Da wollen Ukrainer nicht die Waffe in die Hand nehmen, sie wollen nicht töten oder den Kriegstod sterben und flüchten nach Deutschland. Anstatt diese Menschen hier in Ruhe leben zu lassen, versetzen Medien und Politik sie in Angst und Schrecken. Versetzen wir uns in die Lage von Menschen, die vor dem Krieg flüchten. Wir sehen uns einer Situation ausgesetzt, in der wir das Leben unserer Familie und unser eigenes Leben existenziell bedroht sehen. Wir sehen uns zur Flucht genötigt. Aus Gewissensgründen lehnen wir es ab, mit der Waffe auf den Feind zu schießen. Wir flüchten. Wir lassen unsere Heimat und nahezu alle unsere Habseligkeiten zurück. Wir flüchten also in ein Land, in das wir die Hoffnung setzen, dass es uns Schutz gewährt. Wir wollen in Ruhe und Frieden leben. Doch benötigt unser Heimatland immer mehr Soldaten. Die Politik lässt verkünden, dass sie die Geflüchteten zurückhaben möchte, damit sie als Soldaten in den Krieg geschickt werden können. Wir hören das mit Entsetzen. Aber haben die Hoffnung, dass der Schutz hier in diesem Land, wo wir Geflüchteten unterkommen, hält. Doch dann bröckelt die Schutzmauer. Schließlich ist da: die FAZ.

    »Kein Recht auf Fahnenflucht« lautet, wie eingangs schon angesprochen, die Überschrift eines FAZ-Kommentars. Der Tenor: Wehrfähige Ukrainer müssen ihrem Land »helfen«. Kurzum: Ab mit ihnen in ihre »Heimat« oder genauer: An die Front!

    An die intellektuelle Schlichtheit in den Kommentaren unserer »Leitmedien« hat man sich ja längst gewöhnt. Wie groß allerdings das Maß an Empathielosigkeit ist, kam erst so richtig in der Coronazeit zum Vorschein. Und wird nun weiter unter Beweis gestellt. In der Sinnwelt des Kommentars verkommt der Wert des einzelnen Menschen zur Bedeutungslosigkeit.

    FAZ-Redakteur Müller schreibt:

    »Am Anfang des Krieges war es Männern im wehrfähigen Alter untersagt, das Land zu verlassen. Gleichwohl befinden sich mittlerweile offenbar Hunderttausende außer Landes, viele davon in Deutschland. Sosehr man das im Einzelfall nachvollziehen kann: Das ist weder im Interesse der Ukraine noch Deutschlands. Wenn man den Kampf gegen Putins Russland, der die Auslöschung der Ukraine zum erklärten Ziel hat, für gerechtfertigt und gerecht hält – und ist das nicht der klassische Fall des gerechten Krieges? –, dann muss Deutschland ein sicherer Hafen für Schutzbedürftige sein – aber nicht für wehrpflichtige Männer, die sich ihrer Pflicht entziehen.«

    Der Wert und die Würde des einzelnen ukrainischen Mannes, der, wie jeder Mensch, ein ureigenes Recht auf Willens- und Gewissensfreiheit haben muss und darf – weggestrichen mit ein paar Zeilen, die in ihrer Eindimensionalität nur noch von ihrer emotionalen Kälte übertroffen werden. So stellt man sich den eiskalten technokratischen Blick vor. Der Mensch wird zum »Ding«, zum »Objekt« degradiert, das gefälligst zu tun hat, was seine »Pflicht« ist, nämlich zu funktionieren, und jenen Dienst, den sein Besitzer von ihm erwartet, erfüllt. Und wenn »das Ding« Mensch eben für den Zweck des größeren Ganzen an der Front eingesetzt und dort sein Körper auseinandergesprengt wird: Dann ist dem eben so. Haben nicht wir alle Opfer zu bringen? Der Zynismus springt dem Leser schon förmlich aus der Überschrift ins Gesicht.

    Zwar heißt es einschränkend in dem zitierten Passus, dass sich die Flucht vor dem Wehrdienst »im Einzelfall« ja nachvollziehen lasse: Aber die Gesamtausrichtung des Kommentars lässt erahnen, dass es sich bei der Aussage eher um eine Art taktisches Zugeständnis handelt, um etwas Empathie zu simulieren. Die Aussage kann als »falscher Fuffziger« verstanden werden. Ich kann nicht als Autor einem Menschen ins Gesicht sagen, dass ich Verständnis für seine Flucht habe, um dann der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass es »kein Recht auf Fahnenflucht« gibt. Einerseits die Hand auf die Schulter des Geflüchteten legen und andererseits die Geflüchteten mit Worten in Richtung Front treiben? Oh ja! Tief sind die Tiefpunkte in der deutschen Presse.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein in den Kriegsdienst geschickter Ukrainer schwer verletzt oder getötet wird, ist real. Umso bizarrer wirkt ein Kommentar, in dem ein Redakteur aus sicherer Umgebung die Auffassung vertritt, »Kiew kämpft einen Kampf ums Überleben gegen den russischen Aggressor – dazu braucht es jeden. Auch hier muss Deutschland helfen.«

    Nach Ansicht Müllers sei es nur »konsequent, dass alle, die der Wehrpflicht unterliegen, nun herangezogen werden sollen, um ihrem Land im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu dienen«.

    Wo sind hier der Wert und die Würde des einzelnen Ukrainers? Unter die Räder der Schreibtischstrategien sind sie geraten.

    Erinnern wir uns an Immanuel Kant. In Bezug auf den Wert und die Würde des singulären menschlichen Lebens heißt es bei der Bundeszentrale für politische Bildung:

    »Dinge sind wertvoll, wenn wir sie brauchen können. Schuhe sind zum Beispiel wertvoll, wenn sie passen und man gut in ihnen laufen kann. Wenn die Schuhe kaputt sind und niemand mehr in ihnen laufen kann, haben sie keinen Wert mehr. Bei Menschen ist das anders. Der Mensch hat immer einen Wert. Auch wenn er krank ist. Auch wenn er nicht arbeiten kann. Wenn etwas immer einen Wert hat, sagt man: Es hat eine Würde. Jeder Mensch ist deshalb wertvoll, weil er ein Mensch ist.«

    Mit gutem Grund beginnt dieser Beitrag zur Würde des Menschen mit Artikel 1, Grundgesetz:

    »Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.«

    Kant schilderte in seiner Arbeit eindrucksvoll, dass der Mensch nie nur »Mittel zum Zweck« sein darf. In seinem Werk »Grundlegung zur Metaphysik der Sitten« legt Kant die Grundprinzipien der Menschenwürde dar. Diese Prinzipien umfassen die »Achtung vor dem Anderen«, die Anerkenntnis, dass Menschen ein Recht zu existieren haben, und die »prinzipielle Gleichwertigkeit aller Menschen, die anerkannt werden müsse«. Kant, so heißt es erläuternd zu seinen Darstellungen, »geht davon aus, dass der Mensch ein Zweck an sich sei und demnach nicht einem ihm fremden Zweck unterworfen werden darf. Das heißt: Die Menschenwürde wird verletzt, wenn ein Mensch einen anderen bloß als Mittel für seine eigenen Zwecke benutzt – etwa durch Sklaverei, Unterdrückung oder Betrug (…).« Denken wir an die Angabe, dass 50–70 Prozent der an die Front kommenden Soldaten in den ersten Tagen den Tod finden. Wie gesagt, es ist egal, ob diese Zahlen stimmen. Selbst wenn es »nur« 10 Prozent wären: Wenn Soldaten gegen ihren Willen in den Krieg geschickt werden: Wo ist hier die Anerkennung, dass Menschen ein Recht zu leben haben? Und: Wie sehr wird ein Bürger, der kein Soldat ist, aber im Zuge einer Mobilisierung und der Wehrpflicht gegen seinen Willen zum Kriegseinsatz gezwungen wird, einem ihm fremden Zweck unterworfen? Ist die Menschenwürde hier nicht unantastbar? Doch, denn anders als bei anderen Grundrechten darf sie nicht abgewogen werden.

    *

    Neben den publizistischen Spitzmarken zur Fahnenfluchtdebatte haben sich auch Politiker zu der vorhersagbaren Stoßrichtung entschieden.

    »Das Mindeste«, so der bayerische Innenminister Herrmann, »ist, dass wir kein solches Bürgergeld zahlen und insbesondere nicht an Männer, die eigentlich zum Wehrdienst in ihrer ukrainischen Heimat verpflichtet sind. (…) Wir wollen die Ukraine bestmöglich unterstützen, aber es kann nicht gleichzeitig sozusagen auch noch Prämien geben für diejenigen, die fahnenflüchtig sind.«

    Mit anderen Worten: Auch in der Politik ist der Begriff Fahnenflucht angekommen. Eine furchtbare Denkweise breitet sich in Medien und Politik aus, die auch schon bei Corona sichtbar wurde, nämlich, dass der Mensch zum Verfügungsobjekt wird.

    *

    Mein Eindruck ist, dass sich bei allem, was sich hier im öffentlichen Diskurs offenbart, ein sehr rauer Wind bemerkbar machen wird, sollte Deutschland direkt in einen Krieg verwickelt werden. Wenn jetzt schon Medien und Politik gegen Fahnenflüchtige eines anderen Landes wettern, kann sich jeder vorstellen, was im Ernstfall in Deutschland los wäre. Die Reihen der Fraktion »Kampf« würden sich schließen. Würden junge Menschen, Teenies, 18, 19, die eben noch mit der Playstation gespielt haben und sich nun dem Dienst an der Waffe widersetzten, öffentlich zum »Abschaum des Landes« erklärt?

    *

    Werfen wir noch einen Blick in die »Berichterstattung«.

    Der Spiegel schreibt:

    »Ukrainischer Grenzschutz erschießt Deserteur.

    Die ukrainische Armee hat auch mit Fahnenflucht zu kämpfen. Der Grenzschutz hat nach eigenen Angaben nun das Entkommen einer Gruppe von Deserteuren verhindert – und dabei einen Mann erschossen.«

    Und der Tagesspiegel schreibt zu dem Vorfall:

    »Von Truppenübungsplatz geflohen: Ukrainischer Grenzschutz erschießt Deserteur an Grenze zu Moldau. Die ukrainische Armee kämpft im Krieg mit Russland auch mit Fahnenflucht. Der Grenzschutz hat nun die Flucht einer Gruppe von Deserteuren nach Moldau verhindert – mit tödlichen Folgen.«

    Beide Artikel gehen auf Nachrichtenagenturen zurück.

    Erschreckend nüchtern beschreiben die Agenturen bzw. die Medien den Vorfall. Keine kritische Einordnung. Kein kollektiver Aufschrei, dass in Europa unsere »Brüder«, unsere Mitmenschen erschossen werden, weil sie desertieren. Welch eine moralische Bankrotterklärung.

    Das sollen »unsere« Werte sein?

    Lesetipp: Marcus Klöckner – Kriegstüchtig! Deutschlands Mobilmachung an der Heimatfront. Verlag Fifty Fifty, 6. Januar 2025, 160 Seiten, broschiert, ISBN 978-3946778431, 16 Euro.

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    Die Welt in Flammen – Wenn die Ordnungsmächte versagen

    10. April 2026 um 19:06

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    (Red.) Was geschieht, wenn alle Supermächte gleichzeitig beschäftigt sind? Hier die neunte und letzte Ausgabe der neunteiligen Serie zum Weltgeschehen von Michael Hollister. Niemand hofft, dass es so kommt, aber wer ist bereit, es zu verhindern? Und wie kann man es verhindern? An zu vielen Orten wird gegenwärtig Krieg geführt. (cm) I. Die Frage, die […]

    Der Beitrag Die Welt in Flammen – Wenn die Ordnungsmächte versagen erschien zuerst auf GlobalBridge.

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    Russischer Ex-General wegen Korruption zu 19 Jahren Haft verurteilt

    10. April 2026 um 17:50

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    Moskau: Der frühere stellvertretende Verteidigungsminister Pawel Popow wurde von einem Militärgericht wegen Unterschlagung öffentlicher Gelder zu 19 Jahren Haft verurteilt.
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    War in numbers: US hit tens of thousands of targets in Iran, but capabilities remain

    10. April 2026 um 17:25

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    Pentagon says it struck over 13,000 targets during 'Epic Fury', including missiles, launchers, navy ships and factories; Iran's fire remained steady despite heavy strikes

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    ‘Anti-Israel obsession’: Israel boots Spanish representatives from Gaza ceasefire HQ

    10. April 2026 um 15:26

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    FM Sa'ar: Spain has 'lost any ability to serve as a useful actor' at CMCC; Netanyahu says he won't allow countries to 'wage a diplomatic war' without paying a price

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    Iran’s ‘Godfather of propaganda’ tactics resurface in war with US and Israel

    10. April 2026 um 15:03

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    Just hours before the ceasefire deal went into effect on Tuesday between the U.S. and Iran’s clerical regime to pause fighting for two weeks, the regime urged young children and adults to surround Iranian energy facilities as human shields in reaction to President Trump's threat to wipe out its energy infrastructure.

    The thinking behind Iran’s regime's willingness to use children and civilians as cannon fodder, according to observers, is that an American airstrike that kills children or civilians will dramatically sway U.S. public opinion against the war and create a rally-round-the-regime effect in Tehran.

    And now with high-level peace talks due to start between the U.S. and Iran in Pakistan, Tehran can be seen as the godfather of propaganda when it comes to manipulating much of the world's media — even more skilled than its terror apprentice forces in Gaza and Lebanon. Yemen and beyond.

    INSIDE TEHRAN AFTER STRIKES: IRANIAN WOMAN DESCRIBES FEAR, CHECKPOINTS AND PEOPLE USED AS ‘HUMAN SHIELDS’

    Lisa Daftari, an Iran expert, told Fox News Digital that the theocratic state’s exploitation of civilians for their war aim is part and parcel of their nearly half-century playbook against the West. "The Islamic Republic is the Godfather of propaganda. It has spent 47 years perfecting the art of saying one thing at the negotiating table and doing another in the field. The Trump administration should walk into these talks with maximum skepticism. This regime has never kept its word on its weapons, and there's no reason to believe this time is different."

    She pointed to Tehran's "record of positioning civilian infrastructure — hospitals, mosques, schools and now power plants — as military shields. They did it in Lebanon through Hezbollah. They did it in Gaza through Hamas. And they are doing it now on their own soil, with their own people, under coercion. Iranians who refuse to participate face consequences."

    Daftari, who is the Editor-in-Chief of the Foreign Desk, added that, "Iran's regime has never hesitated to use its own people as a shield. The difference now is they're doing it in front of cameras, in real time, knowing exactly which images will make prime-time news around the world. This is propaganda. And the two-week ceasefire just gave them more time to manipulate the West and continue on in their narrative warfare."

    Right at the beginning of "Operation Epic Fury", the world's media was full of accounts from Iran of an air strike that reportedly hit an Iranian school for girls in the town of Minab Feb. 28. The air strike reportedly killed 175 people, most of whom were children, at the Shajarah Tayyebeh elementary school, according to the regime. The school was located on the same street as buildings used by the IRGC. A Pentagon investigation was launched in March to look into the allegations that a U.S. missile struck the school.

    Speaking to Fox News Digital last month, Iranian-American journalist Banafsheh Zand, who has been following the reporting, pointed to the fact that the school that has been there for more than a decade and its reported affiliation with Iran’s military. She said that while the regime claims between 168 fatalities and 180 fatalities, mostly girls between the ages of 7 and 12, along with teachers and parents from the school, there has been no independent confirmation of the reported casualty figures. 

    TRUMP’S IRAN CEASEFIRE ROCKED WITHIN HOURS AMID REPORTED MISSILE, DRONE ATTACKS

    "There is no confirmation on the number of people, from anyone other than regime sources," she said. "Some people in the area said it was 65 boys. Sixty-five boys? What are 65 boys doing in a girls’ school at 10:30 on a Saturday morning?"

    Both Democratic and Republican U.S. administrations have classified Iran’s regime as a leading state-sponsor of terrorism.

    Speaking on ‘Jesse Watters Primetime,' on Thursday, Sen. John Fetterman, D-Pa., said the American media was "essentially… carrying water for Iran."

    Jonathan Ruhe, a fellow at JINSA, told Fox News Digital, "The regime wants to show the Iranian people that it is not weakened despite all the deaths in its leadership and losses in its arsenals, and to claim legitimacy by showing it is winning against the eternal American and Israeli enemies."

    He said, "Like Hezbollah and Hamas, Iran uses civilians as human shields for propaganda purposes. It cares nothing for the safety and fate of its own people. It wants to portray the country as undaunted and willing to sacrifice for victory. And if civilians are killed, all the better for the regime's political goals… Iran wants to undermine U.S. domestic support for the war by framing it as America doing Israel's bidding, and by using AI-generated disinformation to depict massive destruction and casualties at U.S. bases in the Middle East."

    The regime suffered a crisis of legitimacy after millions of Iranians poured into the streets in January and demanded the dissolution of the Islamic Republic.

    Both the IRGC and Basij — the regime’s street fighting paramilitary troops — played a key role in the mass murder of 45,000 Iranian civilians in January, who protested the regime. President Trump said in his address to the nation that the regime killed 45,000 people. The previous death toll was estimated to be over 35,000 people.

    Ruhe said, "As it did before the war, it also wants to delegitimize protesters and other internal opposition by depicting them as American and Israeli agents. It can be expected to ramp up all of these propaganda efforts during the ceasefire. The United States and our partners will be part of this intended audience, too."

    Adding to its deadly propaganda mix, the regime freely uses child soldiers to achieve its goals. According to Amnesty International, "Eyewitness accounts and verified audiovisual evidence show child soldiers having been deployed at IRGC checkpoints and patrols, armed with weapons, including AK47pattern rifles."

    Erika Guevara-Rosas, senior director for Research, Advocacy, Policy and Campaigns, for Amnesty stated in the report that, "The Iranian authorities are shamelessly encouraging children as young as 12 to join an IRGC run military campaign, putting them in grave danger and violating international law, which prohibits the recruitment and use of children in the military. Recruiting children under 15 into the armed forces constitutes a war crime."

    Jennifer Dyer, a retired commander of U.S. Naval Intelligence, told Fox News "I’d say the remnant of the regime can’t muster enough human shields to be doing it all over the place.  The people are too resistant.  Protests continued in the country the last couple of days, and some reporting on social media indicated a crackdown by the Basij on protesters after the so-called ceasefire was announced."

    In late March, a deputy of Iran’s Islamic Revolutionary Guard Corps, Mohammad Rasoul Allah Corps of Greater Tehran, Rahim Nadali, declared that the state launched a  recruitment campaign called the "Homeland-Defending Combatants for Iran" that is "open to volunteers" aged 12 and older. The drive to recruit child soldiers took place in mosques and bases of the paramilitary organization Basij. The recruitment campaign sought adolescents to join "combatants defending the homeland."

    Fox News Digital reached out to Iran’s U.N. Mission in New York for a comment.

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    TICKER | Trump: „Wenn wir keinen Deal erreichen, werden wir sie einsetzen“

    10. April 2026 um 17:29

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    Die Lage im Iran ist weiter angespannt: Trotz Waffenruhe mit USA und Israel bleibt die Straße von Hormus umkämpft, es kommt zu Vorwürfen und vereinzelten Angriffen. Die Energieversorgung ist gestört, eine stabile Lösung ist nicht in Sicht.
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    CENTCOM Chief: ‘Iran Has Suffered a Generational Military Defeat’ — 40-Year Military Build-Up ‘Crushed in Under 40 Days’

    09. April 2026 um 23:31

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    U.S. Central Command Commander Adm. Brad Cooper said Thursday the United States has achieved its core military objectives under Operation Epic Fury, declaring Iran “has suffered a generational military defeat” after its more than four-decade military buildup was systematically destroyed in under 40 days.

    The post CENTCOM Chief: ‘Iran Has Suffered a Generational Military Defeat’ — 40-Year Military Build-Up ‘Crushed in Under 40 Days’ appeared first on Breitbart.

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    Inside Tehran after strikes: Iranian woman describes fear, checkpoints and people used as ‘human shields’

    09. April 2026 um 23:48

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    An anonymous Iranian woman has bravely stepped forward on the international stage to describe what's really happening on the ground in Tehran as President Donald Trump's two-week ceasefire with Iran tentatively began Tuesday.

    In an essay published in The Australian, the anonymous author details nightly explosions, sweeping checkpoints and communications blackouts as a part of Iranian daily life since the beginning of operations launched by the United States and Israel in February.

    "In effect, ordinary people have been turned into human shields within a vast militarized landscape," she wrote. "A pervasive sense of anger, paranoia and exhaustion has taken hold."

    Flagrant public executions of protesters by the thousands by the Iranian regime in January moved residents to cheer on the initial days of attacks by U.S. and Israeli forces as Operation Epic Fury began on Feb. 28.

    WHY TRUMP, IRAN SEEM LIGHT-YEARS APART ON ANY POSSIBLE DEAL TO END THE WAR

    "They say they’ve hit the leader’s residence," the author's daughter was quoted saying. "All the children were screaming and cheering. … Even our teacher was quietly snapping their fingers and dancing."

    The author described everyday Iranians celebrating the death of Supreme Leader Ayatollah Khamenei that same Saturday, and the streets of Tehran filling with cheers of "death to the dictator."

    "Perhaps for the first time," the anonymous author recalled, "we allowed ourselves to believe our long-held dream was beginning to take shape."

    RED CROSS SHARES AUDIO OF IRANIAN CIVILIAN EXPLAINING SITUATION ON THE GROUND IN TEHRAN: 'NO RESPITE'

    But soon enough, the reality of day-to-day life under a threatened, crumbling regime and ongoing attacks took a toll. One of the harshest realities those on the ground in Iran face is the internet blackout, effectively ending communications with the outside world and leading to great uncertainty at the hands of the regime.

    "So far, none of those close to us have suffered physical harm, but no night is calm," the Iranian woman wrote. "What weighs most heavily is not only the war itself, but the possibility that it may end leaving behind a regime even more authoritarian, more repressive and more violent."

    According to the author, a stubborn faction of regime supporters remain, blasting propaganda on loudspeakers nightly through the streets of Tehran and reinforcing its authority to those who support the revolution.

    TRUMP’S IRAN CEASEFIRE ROCKED WITHIN HOURS AMID REPORTED MISSILE, DRONE ATTACKS

    "The streets are now covered with checkpoints," she wrote. "Under bridges and along main roads, movement is restricted. Long traffic lines form. Young people are stopped, their phones inspected under the pretext of routine checks."

    After the announcement of the ceasefire between U.S. forces and the Iranian regime Tuesday, the author said, most of her country went to sleep that night in a "state of deep anxiety."

    "What weighs most heavily is not only the war itself, but the possibility that it may end up leaving behind a regime even more authoritarian, more repressive, and more violent," the author notes.

    She urged a ceasefire that is not "abandonment," but peace, destabilizing the Iranian regime.

    "A ceasefire that stabilizes the current order, without addressing the demands that have brought Iranians into the streets for years, risks being experienced not as peace, but as abandonment," the author wrote.

    Negotiations between Iran and the U.S. are scheduled to begin Friday in Pakistan.

    "We wait, and we continue, in whatever ways possible, to insist that light will eventually overcome this darkness," she concluded.

    The Australian notes the author remains anonymous for "fear of retribution."

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    Russische Politik-Experten zum Iran-Krieg: Beide Seiten wurden geschwächt

    09. April 2026 um 13:00

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    Das russische Fernsehen berichtete am 8. April ausgiebig, wie sehr der Angriff der USA und Israels auf den Iran Europa gespalten hat. Im Kanal Rossija 1 machte man sich lustig über den Besuch von Keir Starmer in Saudi-Arabien. Der britische Ministerpräsident, der im eigenen Land eine geringe Popularität hat, versuche, sich als Friedensstifter im Nahen Osten zu inszenieren. Mit deutlicher Sympathie wurden in dem russischen Kanal dagegen die Kritiker des US-Angriffs auf den Iran zitiert: die Ministerpräsidenten von Spanien, Pedro Sanchez, und der Slowakei, Robert Fico. Ein Bericht von Ulrich Heyden (Moskau).

    Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

    Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa begrüßte den Waffenstillstand. Der ehemalige russische Präsident und jetzige stellvertretende Chef des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, äußerte seine Skepsis, dass der Waffenstillstand hält.

    Medwedew riet den USA in seinem Telegram-Kanal, den brüchigen Frieden im Iran zu erhalten. Andernfalls könne jeder Schritt „zum Zugzwang führen“. Der Politiker erklärte, er sei sich sicher, dass die USA dem 10-Punkte-Friedensplan des Iran nicht zustimmen:

    „Schließlich ist dort eine Entschädigung für den Iran, die Fortsetzung des Atomprogramms und die Kontrolle Teherans über die Straße von Hormus vorgesehen.“

    Eine Zustimmung zu diesem Friedensplan wäre „demütigend für Washington und würde einen echten Sieg für die Islamische Republik Iran bedeuten. Was dann? Wieder Kriegshandlungen?“

    Medwedew erklärte, es sei ein Erfolg des Iran, dass der Präsident der USA eingewilligt habe, über einen Friedensplan zu verhandeln. Nachdem die Straße von Hormus nach kurzer Öffnung durch den Iran wieder gesperrt worden war, schrieb Medwedew auf X, „die Straße von Hormus ist gesperrt. Die Waffen sprechen“.

    Botschafter von Belgien bedroht

    Ob der Waffenstillstand hält, ist tatsächlich unsicher. Der russische Fernsehsender Rossija 1 berichtete am Mittwoch von Angriffen auf ölverarbeitende Anlagen auf zwei iranischen Inseln, in Kuwait und den Vereinigten Emiraten. Außerdem wurde berichtet, dass Israel weiter den Südlibanon bombardiert. Dabei kam es zu einem außergewöhnlichen Ereignis. Der Außenminister von Belgien, Maxime Prevot, der sich in der Botschaft seines Landes in Beirut aufhielt, war in akuter Gefahr. Prevot schrieb auf X:

    Ich hatte kaum Zeit, den Vorschlag des libanesischen Präsidenten zur Aufnahme von Waffenstillstandsverhandlungen mit Israel zu begrüßen, als die israelischen Streitkräfte ohne Vorwarnung einen der heftigsten Angriffe seit Beginn des Konflikts starteten. Nach vorliegenden Informationen wurden Hunderte Zivilisten verletzt.“

    Auch in der Straße von Hormus spannte sich die Lage wieder an. Nachdem der Iran am Mittwoch einigen Schiffen erlaubt hatte, den Persischen Golf zu verlassen, kam gegen Abend die Meldung, dass der Iran die Straße von Hormus wieder geschlossen hat. Teheran begründete seinen Schritt mit den schweren israelischen Angriffen auf den Süd-Libanon

    Zurzeit befinden sich 800 Schiffe im Persischen Golf, darunter 480 Tanker mit Energieträgern. Die Schiffe warten darauf, dass sie die Straße von Hormus passieren können.

    Russischer Nahost-Experte: Beide Seiten hatten auf ihre Weise Erfolg

    Wie der russische Nahost-Experte Grigori Lukjanow in einer Sendung des Radios „Hier spricht Moskau“ erklärte, hat der Iran seit dem Beginn des US-israelischen Angriffs einen Erfolg erreicht. Es habe den Gegner „auf Abstand gehalten“. Aber auch die USA könnten einen Erfolg verbuchen. Sie hätten die Wirtschaft und die Infrastruktur des Iran „geschwächt“.

    Trotz seines Erfolges müsse der Iran jetzt darauf achten, dass er auf internationaler Ebene „nicht in die Ecke des Bösewichts gestellt wird“. Deshalb seien die Verhandlungen, die am Freitag in Islamabad beginnen sollen, für den Iran wichtig. Es gehe darum, die moralische Autorität zu verteidigen und zu zeigen, dass man zu Verhandlungen bereit ist. Mittelfristig gehe es für den Iran darum, die Rolle der USA in der Region zu reduzieren und zu erreichen, dass die Region ihre Probleme selbst, ohne die dominierende Rolle der USA, regelt.

    Die aggressive Propaganda der USA gegen den Iran gehe trotz Waffenstillstand unvermindert weiter, erklärte Grigori Lukjanow. Trump, so der Nahost-Experte, suche keinen Kompromiss, sondern „einen Deal“. Dieser Deal soll nach den Vorstellungen des US-Präsidenten darauf hinauslaufen, dass der Iran „kein Recht auf Nuklearwaffen, kein Recht auf Raketen und keine Hoheitsrechte in der Straße von Hormus“ hat.

    Resolution im Sicherheitsrat gescheitert

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, nahm am 8. April Stellung zu der im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 7. April gescheiterten Resolution über die Sicherheit im Persischen Golf. Die Resolution war von Bahrain eingebracht worden. Elf Mitglieder des Sicherheitsrates stimmten mit Ja, zwei Mitglieder, Kolumbien und Pakistan, enthielten sich. Russland und China stimmten mit Nein. Damit scheiterte die Resolution.

    Sacharowa erklärte, die Resolution „enthielt einseitige anti-iranische Formulierungen“. Außerdem werde der Hauptgrund für das, was im Persischen Golf passiere, „nicht genannt“, nämlich „die Aggression der USA und Israels gegen den Iran“.

    Die russische Außenamtssprecherin betonte, Russland begrüße den Waffenstillstand und die Verhandlungen, die am Freitag beginnen sollen. Das Resultat der Verhandlungen müsse sein, dass sich der Angriff auf den Iran „nicht wiederholt“.

    Prof. Nikolaij Suchow: „Israel wird alles dafür tun, den Waffenstillstand zu stören“

    Nikolaj Suchow, Ökonomie-Professor und Mitarbeiter des Forschungszentrums Nahost der Russischen Akademie der Wissenschaften, erklärte gegenüber dem russischen Fernsehkanal Rossija 1, während des Krieges im Iran hätten „alle verloren“: die Weltwirtschaft und die Präsidialverwaltung der USA. Auch „die Wirtschaft des Iran ist in einem Maße zerstört, dass unklar ist, ob sie wiederhergestellt werden kann“. Politisch habe der Iran aber über die USA gesiegt.

    Am Mittwoch wurde bekannt, dass die iranischen Inseln Lawan und Sirri, auf denen sich ölverarbeitende Anlagen befinden, trotz Waffenstillstand beschossen wurden. „Wer hat die Luftschläge ausgeführt? Ist das eine Provokation?“, wollte der Moderator wissen. Nikolaj Suchow antwortete, „das war Israel. Es hat seine Vorstellung noch nicht beendet. Das heißt, man hat den Iran noch nicht so getroffen, dass er keine Gefahr mehr für Israel darstellt.“ Israel werde „alles dafür tun, den Waffenstillstand zu stören“.

    Von dem Verhandlungsführer des Iran bei den Waffenstillstandsverhandlungen in Islamabad könnten die USA „kein großes Entgegenkommen erwarten“, so der Nahost-Experte. Mohammad Bagher Ghalibaf sei Bürgermeister von Teheran gewesen, habe Funktionen bei den Revolutionsgarden gehabt und stehe ideologisch hinter der These, „dass die USA der Satan ist“.

    Aber der Iran brauche „eine Atempause, um das Land wieder aufzubauen“. Aber auch Trump brauche Frieden, „weil der Kongress ihm kein weiteres Geld bewilligen wird“. Die USA könnten den Krieg nicht „mit gleicher Intensität fortführen“.

    Sollte der US-Vizepräsident J.D. Vance die Verhandlungen in Islamabad führen, werde er eine gemäßigte Position vertreten. Vance sei von Anfang an gegen den Krieg gewesen, weil dieser den USA schade. Der Gastgeber der Verhandlungen, Pakistan, sei „militärisch und ökonomisch mit China verbunden“. Das heiße, dass China „auf die eine oder andere Weise“ auf die Verhandlungen Einfluss nehmen werde.

    Inzwischen ist bekannt, dass Vance bei den Verhandlungen in Islamabad von den US-Sondergesandten Steve Wittkof und Jared Kuschner begleitet wird.

    Über Trump wird in Russland seit dem Iran-Krieg sehr negativ berichtet. Aber in den Berichten schwingt trotzdem immer noch etwas Hoffnung mit. Denn es wird gesagt, Trump sei „vier Stunden lang“ von Vertretern Israels zu einem Feldzug gegen den Iran überredet worden. Trump habe gedacht, man könne im Iran so schnell siegen wie in Venezuela. Dafür, dass sich Trump aus der angeblichen israelischen Umklammerung löst, gibt es keine Anzeichen.

    Titelbild: Screenshot/Rossija 1

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    Wird die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran halten?


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    Nachdem die Vereinigten Staaten und der Iran am Mittwoch die zweiwöchige Aussetzung sämtlicher Angriffe verkündet haben und Teheran zugesichert hat, Schiffen eine sichere Passage durch die Straße von Hormus zu gewähren, erklärte sich Iran zum Sieger und betonte, dass die für Freitag in Islamabad angesetzten Gespräche keineswegs ein Ende des Krieges garantieren. Aber wie stabil ist dieser Waffenstillstand und was für eine Rolle spielt Israel dabei? Ein Artikel von Maike Gosch.

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    Der Premierminister Pakistans, Shehbaz Sharif, erklärte, Iran und die Vereinigten Staaten sowie ihre jeweiligen Verbündeten hätten einer Waffenruhe zugestimmt, die „überall gilt, auch im Libanon und darüber hinaus – mit sofortiger Wirkung“. „Beide Seiten haben bemerkenswerte Umsicht und Einsicht bewiesen und sich weiterhin konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt“, wie er auf X schrieb. Die US-amerikanische Seite erklärte sich ebenfalls zum Sieger und erklärte den Iran für „schwer geschlagen“.

    Kriegsminister Pete Hegseth bezeichnete Irans Raketenprogramm als „faktisch zerstört“. „Wir haben die vollständige Zerstörung der iranischen Verteidigungsindustrie abgeschlossen, ein zentrales Element unseres Auftrags“, sagte Hegseth. „Sie können keine Raketen mehr bauen.“ Auch andere hochentwickelte Waffen könne das Land nicht mehr herstellen. Diese Äußerungen kann man nur als pure Fiktion bezeichnen.

    Vorgestern analysierte bereits Jens Berger die Taktik Trumps im Zusammenhang mit dem Waffenstillstand. Interessant wird nun die Rolle, die Israel im weiteren Verlauf spielen wird. Obwohl es ein gemeinsamer israelisch-US-amerikanischer Krieg ist, waren Vertreter der israelischen Regierung nach Aussagen des israelischen Oppositionsführers Yair Lapid nicht einmal am Verhandlungstisch. Es ist zwar sehr wahrscheinlich, dass zumindest Premierminister Netanjahu in die Ereignisse eingeweiht war, das scheint aber nicht für sein Parlament zu gelten.

    Kurz nach Abschluss des Waffenstillstands griff Israel bereits wieder den Libanon an und Israels Premierminister Netanjahu erklärte, dass Angriffe auf den Libanon nicht Teil der Waffenstillstandsvereinbarung seien – in klarem Widerspruch zu den Äußerungen von Sharif und auch von Irans 10-Punkte-Plan, auf den sich Trump in seinem Tweet bezogen hatte. Auch Trump erklärte später in einem Interview, dass es sich bei Israels Angriffen auf den Libanon um einen „separate skirmish“ (ein getrenntes Gefecht) handeln würde. An diesem Punkt könnte also der gesamte Prozess scheitern. Eine entscheidende Rolle spielt hier Israel. Wenn Israel sich in letzter Zeit neben Völkermord (s. Gaza) in etwas besonders hervorgetan hat, dann im Ignorieren und Brechen von Waffenstillständen (s. ebenfalls Gaza) und im Sabotieren von Friedensverhandlungen (wieder s. Gaza).

    Die libanesische Miliz Hisbollah hat nach Angaben von Al Jazeera English zwar zunächst erklärt, den Waffenstillstand trotz anhaltender israelischer Angriffe einhalten zu wollen, der oberste israelische Militär, Lt Gen. Eyal Zamir, erklärte jedoch laut der Nachrichtenagentur AP (Associated Press) am Mittwoch, Israel werde weiterhin jede operative Gelegenheit nutzen, um die Hisbollah anzugreifen. Zuvor hatte das israelische Militär innerhalb von zehn Minuten mehr als 100 Ziele im gesamten Libanon getroffen – die bislang größte Angriffswelle seit dem 1. März, bei der mehr als 180 Menschen getötet wurden. Daraufhin schloss der Iran nach staatlichen Berichten die Straße von Hormus wieder, die nach der Erklärung des Waffenstillstands kurzzeitig geöffnet worden war.

    Der kürzlich zurückgetretene Direktor des US-amerikanischen Nationalen Zentrums für die Terrorabwehr, Joe Kent, hatte bereits am Mittwoch die Sorge geäußert, dass Israel den Waffenstillstand sabotieren würde und auch an einem vollständigen Frieden mit dem Iran kein Interesse hätte. Er appellierte an die US-amerikanische Regierung, Israel endlich „an die Leine“ zu nehmen, um dies zu verhindern.

    Der US-amerikanische geopolitische Experte Brian Berletic (The New Atlas) hält diese Trennung der USA und Israels und die Rollenverteilung in einen „good Cop“ und einen „bad Cop“ aber für eine reine Inszenierung (z.B. in seiner Analyse hier). Da die beiden Länder so stark politisch, finanziell und auch militärisch verflochten sind, sei kein Alleingang Israels ohne Zustimmung der USA möglich, egal wie oft über Meinungsverschiedenheiten oder Konflikte zwischen Trump und Netanjahu (oder früher Biden und Netanjahu) berichtet würde. Sollte Israel den Waffenstillstand brechen oder sabotieren, dann wäre das aus seiner Sicht nur Teil einer gemeinsamen israelischen und US-amerikanischen Strategie.

    Laut Berletic gibt es daher auch keine Aussicht auf Frieden mit dem Iran. Die Waffenruhe sei nur eine Verzögerungstaktik der USA und Israels (er vergleicht sie mit den Abkommen Minsk 1 und 2), in denen diese sich in Ruhe auf weitere Angriffe vorbereiten könnten. Er glaubt, dass die USA und Israel, die er als Einheit sieht, nicht aufhören werden, den Iran anzugreifen, das Land zu schwächen und die Regierung zu stürzen. Nicht, weil der Iran Atomwaffen entwickle oder regionale militante Widerstandsgruppen unterstütze, sondern weil der Iran eine zentrale Rolle auf dem geopolitischen Schachbrett spiele und es letztlich nur um den Erhalt der geopolitischen Vorherrschaft der USA, insbesondere gegenüber China, ginge und Iran in diesem Übergang der Vorherrschaft von den USA auf China bzw. eine multipolare Weltordnung durch seine geographische Lage sowie energiewirtschaftlich eine Schlüsselrolle spiele (ähnlich argumentiert auch der iranische Analyst Prof. Mohammad Marandi).

    Es ist schwer zu sagen, welche dieser Lesarten die richtige ist. Klar ist aber, dass die Interessen zumindest von Donald Trump und seiner Regierungsmannschaft in diesem Fall von denen Benjamin Netanjahus und seiner Regierung abweichen. Trump verliert aufgrund des Völkermords in Gaza und der wirtschaftlichen Folgen des Irankriegs immer mehr die Unterstützung seiner MAGA-Basis und steht jetzt unter starkem Druck, vor den Wahlen zum Repräsentantenhaus (midterm elections) im September mit einem außenpolitischen Erfolg aufzuwarten und seiner (illusorischen) Selbstdarstellung als „Friedenspräsident“ in irgendeiner Form gerecht zu werden. Der Großteil der Wähler Trumps wünschen sich einen Rückzug aus den internationalen Kriegen, die nicht direkt die Sicherheit der USA betreffen. Das heißt, für ihn ist es innenpolitisch sehr wichtig, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, bevor insbesondere auch die wirtschaftlichen Folgen seine Wählerschaft zu hart treffen.

    Für Netanjahu sieht die Situation völlig anders aus. Seine Unterstützer wollen einen Sieg gegen die Hisbollah im Libanon und einen vernichtenden Schlag gegen den Iran sehen. Aus seiner Sicht stellen daher der Waffenstillstand und ein möglicher Frieden mit dem Iran eine katastrophale strategische Niederlage dar.

    Am Freitag sollen die Verhandlungen auf Basis des 10-Punkte-Plans des Iran in Islamabad, Pakistan, beginnen. Viele Analysten hatten darauf hingewiesen, dass fast alle Punkte dieses Plans für die USA bisher rote Linien darstellten (wie etwa die komplette Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran), und halten es daher für sehr unwahrscheinlich, dass es auf dieser Basis zu einer Einigung kommen wird. Im Hintergrund soll aber auch China, das wirtschaftlich von den Auswirkungen des Krieges stark negativ betroffen ist, Druck auf den Iran und die USA ausüben, Frieden zu schließen. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, was stärker ist: die israelisch-amerikanische Koalition oder das Eigeninteresse Trumps an einer Wiederwahl sowie die geopolitischen Kräfte, die die Stabilität der Weltwirtschaft wiederherstellen wollen. Eines ist auf jeden Fall klar: Die EU spielt geopolitisch hierbei keine Rolle mehr.

    Titelbild: StreetOnCamara_Comeback / Shutterstock

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    Miner rescued alive after spending nearly 2 weeks trapped underground in flooded area

    09. April 2026 um 16:25

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    A miner in Mexico was saved in an "astonishing rescue" after spending nearly two weeks trapped underground, officials said. 

    A dam breach caused by a structural failure flooded the El Rosario mine in the northern Mexican state of Sinaloa on March 25, trapping Francisco Zapata Nájera and three co-workers. Zapata Nájera was located on Tuesday by divers, but the rescue teams were unable to reach him through heavily flooded areas until 21 hours later. 

    "The exceptional members of the Mexican Army's Emergency Response Battalion, along with the faith and resilience of a miner, made this astonishing rescue possible after 13 days," Mexican President Claudia Sheinbaum wrote on X. "I'm certain that all Mexicans, every one of us, hold you in our hearts." 

    Of the 25 miners present during the accident, 21 escaped immediately. Five days later, rescuers pulled one survivor from a depth of 985 feet.

    AMERICAN SKIERS RESCUED AFTER GETTING LOST NEAR OLYMPIC VENUE IN THE ITALIAN ALPS

    Sheinbaum confirmed that another miner has been found dead and one more is still missing. 

    In a video released Wednesday, clapping could be heard from a crowd that gathered as Zapata Nájera was removed from the mine, seeing daylight for the first time this month. 

    CREWS RESCUE TEEN FROM 50-FOOT DEEP CALIFORNIA MINESHAFT

    His condition was stabilized and he was sent in a Mexican Air Force helicopter to a hospital in Mazatlán, where he will be treated by specialists, officials said. 

    Mexico's deadliest mining accident took place in February 2006 at the Pasta de Conchos mine in Coahuila, where an explosion killed 65 workers.

    In August 2022, 10 miners died when the El Pinabete coal mine in Coahuila flooded. 

    The Associated Press contributed to this report. 

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