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Kältereport Nr. 22 /2026

31. Mai 2026 um 12:00

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Eine Meldung vom 25. Mai 2026:

Nord-Amerika: Rekord-Kälte in vielen Gebieten

Eine Kältewelle Ende Mai drückte die Tagestemperaturen in Pennsylvania, Maryland, Virginia, West Virginia und North Carolina und führte zu einer Reihe von Rekord-Tiefstwerten bei den Tageshöchsttemperaturen.

Zentral-Pennsylvania war besonders betroffen: Harrisburg erreichte nur 12,2 °C und stellte damit seinen Rekord für die niedrigste Höchsttemperatur aus dem Jahr 1982 ein. Auch Williamsport blieb bei 12,2 °C stehen und brach damit seinen bisherigen Rekord für den 23. Mai. Altoona schaffte gerade einmal 10 °C, während State College bei 10,6 °C blieb; beide Orte stellten damit neue Rekordtiefstwerte auf.

Die gleiche Luftmasse zog auch über die Region Baltimore-Washington hinweg.

In Hagerstown wurden nur 11,7 °C gemessen, in Martinsburg 11,1 °C, in Annapolis 13,9 °C, in Baltimore 12,8 °C nd in Washington Dulles 12,8 °C. Alle stellten neue Rekordtiefwerte für die Höchsttemperaturen am 23. Mai auf.

Virginia schloss sich an.

Charlottesville erreichte nur 12,8 °C, Roanoke 13,3 °C, Lynchburg 12,8 °C und Blacksburg 11,7 °C, wobei jede Stadt einen Rekordtiefstwert für die Höchsttemperatur an diesem Tag aufstellte. Die Aufzeichnungen für Roanoke reichen bis ins Jahr 1912 zurück, während die für Lynchburg und Blacksburg bis ins Jahr 1893 zurückreichen.

Im Norden weigert sich Alaska nach wie vor, endgültig in den Frühling überzugehen. Am Ted Stevens Anchorage Airport sank die Tiefsttemperatur am 24. Mai auf 0 °C und stellte damit einen neuen Tagesrekord auf, der die bisherigen Bestmarken von 1,1 °C aus den Jahren 1957 und 1952 übertraf.

Bemerkenswert ist vor allem, dass dies nun der späteste Frost ist, der jemals am Anchorage International Airport gemessen worden ist und damit den bisherigen Rekord vom 22. Mai 1964 übertrifft.

Link: https://electroverse.substack.com/p/weather-is-weather-until-its-politically?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 26. Mai 2026:

Nordindien: Ende Mai kehrt der Schnee zurück

Diese Woche hat es auf der Kaschmir-Ladakh-Autobahn im Norden Indiens erneut geschneit.

Am Montag bedeckte Schneefall Teile von Minamarg, Drass und dem Zoji-La-Abschnitt, wodurch die höher gelegenen Streckenabschnitte weiß wurden und die Temperaturen stark sanken.

Schneefall Ende Mai ist hier bemerkenswert, insbesondere entlang einer wichtigen Verkehrsachse.

Es wurden zunächst keine größeren Schäden oder Verkehrsbeeinträchtigungen gemeldet, doch die Behörden beobachten die Lage weiterhin.

Leider konnte ich die Höhenlage nicht ausmachen, aber egal wo, um diese Jahreszeit dürfte es schon ungewöhnlich sein. Hierzu gibt es ein Video:

https://youtu.be/V5H8HvyqqVY

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Nordhemisphäre: Seltene Spitze der Schneemasse

Die Schneemasse der nördlichen Hemisphäre ist laut den neuesten FMI/GlobSnow-Messwerten vom 24. Mai erneut gestiegen.

Dieser Anstieg erfolgt weit in der Schmelzsaison, in der die Schneemasse der Hemisphäre normalerweise rasch abnimmt.

Ausschlaggebend dafür scheinen die tiefer gelegenen Gebiete Eurasiens zu sein (die GlobSnow-Daten berücksichtigen keine Gebirgsregionen).

In Burjatien in der Nähe des Baikalsees im südlichen Zentral-Sibirien fiel Ende Mai starker Schnee, wobei aus Teilen der Region Neuschnee gemeldet wurde. Auch die Mongolei war betroffen, wobei der Aimag Uvs unter Schneestürmen litt. Weiter westlich gab es im Osten Kasachstans Ende Mai Schneefall, als kältere Luft über Zentralasien hinwegzog.

Dies sind die Arten von großflächigen Schneefällen in der Spätsaison, die in den FMI-Schneemassendaten für die nördliche Hemisphäre noch erfasst werden können.

Die Schmelzsaison ist bereits in vollem Gange, doch die Schneedecke der nördlichen Hemisphäre hat gerade (vorübergehend) um einige hundert Gigatonnen zugenommen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-snow-returns-to-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 27. Mai 2026:

USA: Der Winter lässt in Kalifornien weiterhin nicht locker

Die Tioga Road durch den Yosemite-Nationalpark wurde am Dienstag, dem 26. Mai, gesperrt, als ein für diese Jahreszeit ungewöhnlicher Schneesturm über die Sierra Nevada zog.

Die Straße war gerade erst für die Saison wieder geöffnet worden. Am 14. Mai durften erstmals Radfahrer die Strecke befahren, am 15. Mai folgten die Fahrzeuge. Weniger als zwei Wochen später gab es erneut Schneefall, und die Hochgebirgsroute wurde wieder gesperrt.

Für die zentrale und südliche Sierra wurde Schneefall vorhergesagt, wobei die Schneefallgrenze auf etwa 1.670 m sinken sollte. Auch andere hohe Pässe, darunter Sonora, Monitor und Ebbetts, mussten geschlossen werden, als die Kaltfront durchzog.

In den gesamten USA verlangsamt sich die Wetterentwicklung. Nach dem Regen am Mittwoch wird sich voraussichtlich ein Omega-Block bilden, der für milde Nachmittage, kühle Nächte und unterdurchschnittliche Temperaturen sorgt.

Ende Mai bringt keinen klaren Übergang in den Sommer, insbesondere im Westen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-keeps-nipping-california-nasas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 28. Mai 2026:

Global: Die Kälte Ende Mai auf beiden Hemisphären

In Indien wird es in den nächsten Tagen deutlich kühler.

Der Indische Wetterdienst rechnet damit, dass die Temperaturen in Nordindien vom 28. bis 30. Mai bis zu 8 °C sinken werden, wenn ein neues Wettersystem von EWesten her aufzieht. Für die Einheimischen ist dies eine willkommene Erleichterung. Auf der Karte ist ein starker Temperaturrückgang Ende Mai zu erkennen:

ECMWF-Temperaturabweichungen in 2 m Höhe (°F) für den 31. Mai.

Russland warnt vor Spätfrost.

Laut Warnmeldungen des Hydromet-Dienstes ist diese Woche in Karelien mit Frost zu rechnen.

Aus Krasnojarsk, Chakassien und Tuwa wurden lokal Temperaturen bis -2 °C gemeldet. Für Irkutsk gilt bis zum 29. Mai eine Frostwarnung, wobei die Nachttemperaturen auf -3 °C sinken.

Auch im Nordwesten Russlands bleibt es kalt. In Murmansk fiel nasser Schnee. Frostwarnungen gelten am 28. und 29. Mai auch für Leningrad, Pskow und Nowgorod, wo die Temperaturen erneut auf -2 °C sinken.

Kalifornien erlebt einen weiteren Wintereinbruch zum Saisonende.

Die Tioga Road durch den Yosemite-Nationalpark wurde wegen Schneefallsgefahr gesperrt. Auch die nahegelegenen Pässe in der Sierra, darunter Sonora, Monitor und Ebbetts, wurden vorübergehend gesperrt. In den höheren Lagen werden weiterhin frostige Nächte vorhergesagt.

Nun ein kurzer Blick auf die südliche Hemisphäre…

Auch in Chile wird auf Frost geachtet.

Offizielle chilenische Frostwarnungen gelten ab dem 28. Mai, einschließlich „Kahlfrost“.

Für das südliche Afrika ist erneut Schnee in den Vorhersagen angekündigt.

Und schließlich warnt „Snow Report South Africa“ vor möglichen Schneefällen vom 3. bis 5. Juni in den Eastern Cape Highlands, auf den Gipfeln der Drakensberge und in Lesotho, einschließlich der höher gelegenen Gebiete um Rhodes und Barkly East.

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Großbritanniens Klimanotstand dauerte drei Tage

Anmerkung: Dies ist eine Ergänzung zu der Schummelei des Met. Office, die Cap Allon in diesem Beitrag aufgedeckt hatte.

Am Montag wurden in Kew Gardens 34,8 °C gemessen, womit der alte britische Mai-Rekord von 32,8 °C aus den Jahren 1922 und 1944 gebrochen wurde. Am Dienstag wurden in Kew 35,1 °C gemessen, während Heathrow 35 °C erreichte. Kew Gardens und Heathrow. Schon wieder.

Der eine Ort liegt inmitten der riesigen städtischen Wärmeinsel Londons. Der andere ist ein Flughafen, umgeben von Asphalt, Verkehr, Gebäuden, Zufahrtsstraßen und Flugverkehr. Die Messwerte waren nicht gerade gefälscht, aber der Kontext wurde fast sofort ausgeblendet.

Ein kurzes Hochdruckgebiet Ende Mai brachte Hitze nach England. Klarer Himmel, absinkende Luft und heiße kontinentale Luftmassen taten ihr Übriges. Im Süden und Südosten stiegen die Temperaturen sprunghaft, die üblichen Messstationen lieferten die erwarteten Werte, und die Schlagzeilen stellten dieses Wetterphänomen als Beweis für eine Katastrophe dar, wobei sie in schändlicher Weise neun tragische Ertrinkungsfälle in die Berichterstattung über die Hitzewelle einfließen ließen.

Zum Vergleich: In UK gibt es in der Regel etwa 200 bis 250 Unfall-Ertrinkungsfälle pro Jahr – also etwa 17 bis 21 pro Monat, wobei die Zahl in den wärmeren Monaten höher liegt. Im Mai 2024 gab es 28 derartige Todesfälle im Zusammenhang mit Wasser. Vorbehaltlich der offiziellen Bestätigung durch WAID/NWSF liegt die Zahl für Mai 2026 bislang bei 12, einschließlich der neun Todesfälle, die während der Hitzewelle dieser Woche gemeldet worden waren. Dennoch nutzt die BBC diese jüngsten Tragödien als emotionalen Treibstoff für ihre Darstellung der Klimakrise, ohne den grundlegenden Kontext der Ertrinkungsfälle zu berücksichtigen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-cold-still-showing-up-britains?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 29. Mai 2026:

Europa: Die kalte Hälfte wird ignoriert

Die aktuelle 7-Tage-Karte des ECMWF zu den Temperaturabweichungen in 2 m Höhe zeigt, dass Europa in zwei Teile gespalten ist:

Vom 28. Mai bis zum 4. Juni ist es in Westeuropa warm.

Spanien, Frankreich, die Benelux-Länder, Teile Deutschlands und Großbritannien liegen über dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020.

In Osteuropa ist es deutlich kalt.

Das Kältegebiet erstreckt sich vom Baltikum über Weißrussland, die Ukraine, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, den Balkan, Westrussland, die Türkei und die Schwarzmeerregion. Die größten Abweichungen liegen bei etwa 15 °C unter dem Normalwert.

Damit liegt ein riesiger, dicht besiedelter Streifen Europas zumindest für die nächste Woche unter dem Normalwert. Grob geschätzt sind im Westen 250 bis 300 Millionen Menschen von der Wärme betroffen, während im Osten und Südosten etwa 350 bis 400 Millionen unter der für die Jahreszeit ungewöhnlichen Kälte leiden.

Das sind 100 Millionen Menschen mehr auf der kalten Seite als auf der warmen.

Die Medien werden nur den Teil davon berichten, der in ihr Bild passt.

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Antarktis: Concordia meldet -76.1°C

An der Concordia-Station in der Antarktis sank die Temperatur am 28. Mai auf -76,1 °C – das erste Mal in dieser Saison, dass die Temperatur unter -75 °C fiel.

Das ist selbst für Dome C extrem kalt.

Im tiefsten Winter können die Temperaturen bis auf -80 °C sinken, doch Ende Mai ist es noch früher Winter. Die typischen Tiefstwerte im Mai liegen bei etwa -65 °C.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-cold-half-is-ignored-concordia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 23 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 29. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kältereport Nr. 22 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Kältereport Nr. 21 /2026

24. Mai 2026 um 06:00

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Meldungen vom 18. Mai 2026:

Kanada: 108 Jahre alter Kälterekord in der Stadt Saskatoon

Das lange Victoria-Day-Wochenende in Kanada war kalt.

In Alberta bedeckte Neuschnee Canmore und das Bow Valley, wobei in den nahegelegenen Bergregionen bis zu 30 cm fielen.

In den Prärien lag die vorläufige Tageshöchsttemperatur in Saskatoon am 17. Mai bei etwa 3 °C. Sollte sich diese Messung bestätigen, hätte die Stadt ihren 108 Jahre alten Rekord für die niedrigste Tageshöchsttemperatur zumindest angegriffen oder möglicherweise sogar gebrochen.

Auch in Regina hatte es geschneit mit Höchsttemperaturen von gerade einmal 3 °C bis 4 °C rund 15 °C unter dem Normalwert.

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Xinjiang, China: Mitte-Mai-Blizzard in der Region Hami

Hami in Xinjiang gab am Wochenende eine Schneesturmwarnung der höchsten Stufe [rot] heraus.

Der Wetterdienst von Hami stufte seine gelbe Schneesturmwarnung am 16. Mai um 5:01 Uhr morgens auf orange hoch, hob sie jedoch kurz darauf erneut auf rot an – Chinas höchste Stufe –, nachdem für Baishitou und die umliegenden Berggebiete 45 cm Schnee vorhergesagt worden waren.

Konkret wurde in der Warnung mit bis zu 45 mm Schneewasser-Äquivalent gerechnet, was nach Chinas 24-Stunden-Schneefallskala als „特大暴雪“[= Gewaltiger Schneesturm] gilt, was üblicherweise mit „extremer Schneesturm“ oder „außergewöhnlicher Schneesturm“ übersetzt wird.

Bei einem groben Verhältnis von 10:1 würden 45 mm SWE etwa 45 cm Schnee ergeben (wobei unter kälteren, trockeneren Bedingungen in den Bergen höhere Gesamtmengen möglich sind).

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Europa: Mai-Kälte hielt Einzug, und auf den Gletschern fielen 60 cm Schnee

Die Kältewelle Mitte Mai in Europa schlug sich in Rekordwerten, Frostperioden und der Schneedecke nieder.

Schweden verzeichnete in Satenas in Västergötland einen neuen Tiefsttemperaturrekord für den Monat Mai: Mit -3,1 °C wurde der bisherige Mai-Rekord der Messstation von -2,7 °C unterboten.

Mehrere andere schwedische Messstationen verzeichneten ihre niedrigsten Mai-Temperaturen seit Jahrzehnten. In Sveg sank die Temperatur auf -10,1 °C, den niedrigsten Wert seit 1981. Auch Hallum und Sunne stellten mit -4,9 °C bzw. -6,4 °C neue Mai-Tiefstwerte auf.

Auch Zypern verzeichnete einen neuen Tiefsttemperaturrekord für den Monat Mai: In Prodromos wurden 0,2 °C gemessen.

Knapp daneben lag der Chromios-Berg, wo -1 °C gemessen wurden – nur 0,2 °C mehr als der 1990 aufgestellte nationale Mai-Tiefsttemperaturrekord Zyperns (in Aufzeichnungen, die bis ins Jahr 1959 zurückreichen).

Es wurde auch Schnee gemeldet, wobei der bisherige Schneefall im Mai auf der Insel Berichten zufolge am 6. Mai 1995 stattfand.

Frankreich erlebte gerade die kühlste Phase Mitte Mai seit mindestens 16 Jahren. Laut Météo Express muss man bis ins Jahr 2010 zurückgehen, um eine vergleichbare Kältewelle zu finden.

In den italienischen Alpen wurden auf der Capanna Regina Margherita am Monte Rosa -22,2 °C gemessen, womit sich eine dreitägige Kälteperiode mit Temperaturen unter -22 °C vollendete (nach -22,2 °C am 14. Mai und -22,1 °C am 15. Mai). Soweit bekannt ist, hat es eine solche Kälteperiode noch nie so spät in der Saison gegeben.

Die Kälte erreichte auch Nordspanien. In Navarra kam es am 17. Mai zu seltenen Spätfrösten, darunter -1,4 °C in Belagua Borda Marengo und -1,2 °C in Remendia, um nur zwei Beispiele zu nennen. Auch die Schneelage in Navarra beeindruckte: In La Contienda, in Larra-Belagua, fielen 28 cm – außergewöhnlich für diese späte Jahreszeit.

Ebenso meldete der Glencoe Mountain in Schottland am 18. Mai Neuschnee im Main Basin mit einer Schneehöhe von 90 cm im oberen Bereich. Zum Vergleich: In der dritten Maiwoche fallen in Glencoe durchschnittlich nur etwa 1 cm Schnee.

Die Alpen waren am stärksten betroffen.

J2Ski meldete in den vergangenen Tagen bis zu 61 cm Neuschnee am österreichischen Stubaier Gletscher, im Kaunertal waren es 40 cm. WeatherToSki berichtete am 17. Mai nach einer ungewöhnlich kalten und schneereichen Phase von hervorragenden Gletscherbedingungen, wobei für den 18. und 19. Mai weiterer Schneefall vorhergesagt wurde.

Link: https://electroverse.substack.com/p/saskatoon-challenges-108-year-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 19. Mai 2026:

Süd-Amerika: Früh-saisonaler Frosteinbruch

Eine Luftmasse antarktischen Ursprungs zieht nach Norden durch Argentinien und bringt Schnee in Teilen von Córdoba, San Luis und dem südlichen Mendoza, bevor sie sich in einer noch schädlicheren Form niederlässt: weit verbreiteter Frost.

Bis Montag, dem 18. Mai, hatte sich die Kälte über den zentralen Gürtel Argentiniens ausgebreitet. Meteored Argentina warnte vor starkem Frost in Córdoba, Santa Fe, Entre Ríos und Buenos Aires, wobei die ländlichen Gebiete im Norden von Buenos Aires und Teile der Pampa mehrere aufeinanderfolgende Nächte mit Temperaturen unter 0 °C zu erwarten hatten.

Ruralnet bezog sich auf den argentinischen Wetterdienst und gab an, dass die kälteste Phase zwischen Dienstag, dem 19. Mai, und Donnerstag, dem 21. Mai liegen werde. In mindestens 15 Provinzen wurde Frost erwartet.

Bereits jetzt hatten Salta, Jujuy, Santiago del Estero, Chaco, Formosa, Corrientes und Misiones ungewöhnlich kalte Morgen zu verzeichnen, wobei der Frost weit in den Norden vordrang. Zu den gemeldeten Tiefstwerten gehörten -8,5 °C in Chapelco, -8,4 °C in Maquinchao, -7,6 °C in Uspallata und -7 °C in Esquel.

Die gleiche Kaltluftmasse ist bis nach Uruguay, Paraguay, Bolivien und Südbrasilien vorgedrungen, wo MetSul vor weit verbreiteten Minuswerten in ganz Rio Grande do Sul warnte.

Auch Chile war betroffen. Die Dirección Meteorológica de Chile gab am 18. Mai eine Frühfrostwarnung für Maule und Ñuble heraus, wobei für Tal- und Küsten-Kordillerengebiete -3 °C vorhergesagt wurden.

Dies ist ein weitreichender Kälteeinbruch zu Beginn der Saison für Südamerika, der mindestens bis zum 24. Mai andauern wird.

Link: https://electroverse.substack.com/p/early-season-frosts-sweep-south-america?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 20. Mai 2026:

USA: Rekord-Kälte nach Frühlings-Wärme

Eine intensive Kaltfront zieht über die Vereinigten Staaten hinweg und lässt die zentralen, nördlichen und schließlich auch die östlichen Bundesstaaten von frühlingshafter Wärme in späten Frost umschlagen.

Das Wettervorhersagezentrum prognostiziert bis zum Ende der Woche starke Abkühlung, die sich von den südlichen Ebenen über den Mittleren Westen bis in den Nordosten ausbreitet, während eine sehr kalte Luftmasse einströmt und die Rocky Mountains, die Ebenen und in den oberen Mittleren Westen wieder in Schnee, Frost und eisige Temperaturen bringt.

Staaten wie Wyoming war es bereits soweit.

Am Dienstag sank die Temperatur in Rawlins auf -13,3 °C und brach damit den seit 1951 geführten Mai-Tiefsttemperaturrekord von -12,2 °C, der am 2. Mai 2013 aufgestellt worden war. Der NWS Cheyenne erwartet dort für Mittwoch, den 20. Mai, zudem einen weiteren Tages-Tiefstwert.

Frostwarnungen gelten für Teile des Südostens von Wyoming und des Westens von Nebraska. Der NWS Riverton warnte vor Temperaturen von -3,9 °C bis -1,1 °C in Teilen von Zentral-Wyoming, mit lokalen Werten nahe -6,7 °C dort, wo noch Schnee auf dem Boden liegt.

Die Kälte hat bereits nördlich der Grenze Einzug gehalten.

Der Flughafen Winnipeg beispielsweise erlebte gerade eines der kältesten Mai-Wochenenden seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1872. Die Höchsttemperatur am Wochenende erreichte nur 10,6 °C und war damit gemeinsam mit dem Jahr 1882 das kälteste seit Beginn der Aufzeichnungen. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur lag bei 9,3 °C und war damit die zweitkälteste. Der Dreitagesdurchschnitt lag bei 5,2 °C – das kälteste Mai-Wochenende seit 1997.

Es wurde auch Schneefall gemeldet, was zwar am Mai-Wochenende nicht ungewöhnlich ist, aber im Mittel nur etwa einmal pro Jahrzehnt vorkommt.

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Südamerika: Intensivierung der Kältewelle

Chile ist am stärksten von dem für diese Jahreszeit ungewöhnlichen Kälteeinbruch in Südamerika betroffen; Frost macht sich mittlerweile bis zum zentralen Agrargürtel des Landes bemerkbar.

In der Region Maule sank die Temperatur am Montag laut lokalen Berichten aus Talca bis -3,5 °C, was als „Rekordtief“ bezeichnet wurde. Eine polare Luftmasse war über den Kontinent nach Norden vorgedrungen; klarer Himmel und schwacher Wind ließen die Temperaturen über Nacht stark absinken, was in Zentralchile zu schädlichem Strahlungsfrost führte.

Chiles Katastrophenschutzbehörde hatte am Montag für mehrere Regionen eine Warnung vor niedrigen Temperaturen und Frost ausgegeben, und am Dienstag, dem 19. Mai, zeigten offizielle DMC-Daten, dass dies gerechtfertigt war. Die Kälte hatte sich weit über die zentralen und südlichen Regionen ausgebreitet: In Balmaceda sank die Temperatur auf -3,9 °C, in Chillán auf -1,8 °C, Coyhaique auf -1,6 °C, Temuco auf -0,9 °C und Valdivia auf -0,2 °C.

Weiter nördlich warnte Perus SENAMHI, dass ein zweiter „Friaje“ die Temperaturen im Dschungel bis zum 22. Mai senken würde. Südbrasilien meldete unterdessen Frostgefahr und eine Reihe kalter Morgenstunden.

Argentinien hat nach dem Beginn des Ereignisses am 17. Mai weiterhin mit Schnee und Frost zu kämpfen.

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Der kalte Mai in Europa

In Frankreich war es, wie in weiten Teilen Europas, in den ersten zwei Dritteln des Monats Mai kühl.

Die landesweite Temperaturabweichung lag in den ersten rund 20 Tagen bei -0,4 °C gegenüber dem Normalwert. Ein Großteil des Kontinents erlebte zu Monatsbeginn kühle, unbeständige Wetterbedingungen mit wiederholten späten Schneefällen in den Bergen und unterdurchschnittlichen Temperaturen in weiten Teilen des Landes:

[Météo Express]

Das wird sich nun ändern, zumindest für die Länder im Zentrum und Westen (im Osten bleibt es kalt).

Das letzte Drittel des Monats Mai dürfte warm genug sein, um Frankreichs Defizit vom Monatsanfang auszugleichen.

Also genießt es.

Nach Wochen voller Kälte, Wolken, Frostgefahr und Schnee in den Bergen steht Europa endlich vor verspäteter Frühlingswärme. Die Strände werden sich füllen. Die Grills werden hervorgeholt. Aber achtet auf die Darstellung in den Medien.

Die gleichen Mainstream-Medien, welche die kühlen ersten drei Maiwochen in Europa ignoriert haben, bereiten sich darauf vor, das warme Ende als Beweis für deren „Zusammenbruch“ hochzuspielen. Das ist das Standardrepertoire der Klima-Schadensvermarkter: die Kälte ignorieren, auf die Wärme warten, dann die Schlagzeilen hinaus posaunen und den Notstand ausrufen.

Eine warme letzte Maiwoche ist keine Katastrophe. Es ist vielmehr das, worauf die meisten Menschen gewartet haben.

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-cold-follows-us-front-south?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 21. Mai 2026:

Nordamerika: Kälte breitet sich aus – Ende Mai

Eine Kaltluftmasse zieht über die kontinentalen Vereinigten Staaten (CONUS) nach Süden, bringt Schnee in den höheren Lagen und lässt die Temperaturen von Wyoming bis Colorado auf Rekordtiefstwerte sinken.

Rawlins (WY) hatte bereits am 19. Mai mit -13,3 °C seinen historischen Mai-Tiefstwert gebrochen und damit den alten Monatsrekord von -12,2 °C aus dem Jahr 2013 unterboten. Die Kälte hielt dann an. Am 20. Mai fiel die Temperatur in Rawlins erneut auf -8,3 °C und brach damit den Tagesrekord von -6,7 °C aus dem Jahr 2001. Die Wetteraufzeichnungen dort reichen bis ins Jahr 1959 zurück.

Colorado reihte sich am 21. Mai in die Liste ein, als die Temperatur am Grand Junction Regional Airport auf 0 °C sank und damit den alten Tagesrekord von 0,6 °C aus dem Jahr 1974 (Aufzeichnungen reichen bis 1893 zurück) unterbot.

Weiter südlich stellte Oklahoma City seinen Rekord für die kälteste Höchsttemperatur am 20. Mai ein und erreichte nur 17,2 °C, was dem Wert von 1942 entspricht. Kein Rekordtief, aber dennoch eine unterdurchschnittliche Höchsttemperatur für den späten Frühling tief in den Ebenen.

Die winterlichen Bedingungen wirkten sich auch auf Kanada aus.

Im Norden von Quebec fielen am Flughafen La Grande-Rivière in der Nähe von Radisson vom 20. bis 21. Mai fast 13 cm Neuschnee, wodurch sich die monatliche Gesamtmenge auf 34 cm erhöhte. Der Meteorologe Patrick Duplessis sagte, dies sei ein neuer Mai-Schneefallrekord in den Aufzeichnungen seit 1977.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-cold-sweeps-north-america?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 22. Mai 2026:

Sibirien: Rückfall in den Winter

Große Gebiete Sibiriens sind wieder in den Winter zurückgefallen.

Am 22. Mai erstreckten sich Frostwarnungen über einen breiten Gürtel Russlands, von Omsk und Nowosibirsk bis nach Kemerowo, in die Region Altai und nach Orenburg. Es wurde erwartet, dass die Tiefsttemperaturen in der Nacht auf -5 °C sinken würden – kalt genug, um frühe Ernten, Gärten und die Frühjahrsvegetation zu gefährden.

Im Gebiet Kemerowo herrschte seit Tagen beißende Kälte. An lokalen Messstationen fielen die Temperaturen auf etwa -4 °C, während die Tagestemperaturen bei etwa 4 °C verharrten. In Kemerowo fiel Schnee. Die Straßen in Kusbass waren bedeckt. Die Sicht verschlechterte sich.

Die Kälte breitete sich auch in die Berge und die weiter östlich gelegenen Republiken aus.

Tuwa hatte mit nassem Schnee, Gewittern, Hagel und zerstörerischen Winden zu kämpfen. Burjatien wurde von nassem Schnee in den Bergen und einem Temperatursturz von mindestens 10 °C heimgesucht. Rund um Irkutsk und den Baikalsee lag in den höheren Lagen weiterhin Schnee, wobei bis mindestens zum 25. Mai mit weiteren Frostperioden gerechnet wird.

Laut lokalen Berichten wurden in sibirischen Gemeinden die Heizungen wieder eingeschaltet.

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USA: Kältewelle hält sich bis Ende Mai

Seit einer Woche hält sich eine ausgedehnte Kaltluftmasse über weiten Teilen der Vereinigten Staaten.

In der Nacht vom 21. auf den 22. Mai erstreckte sie sich von den Rocky Mountains über die Prärie, die Region der Großen Seen und die Appalachen bis in den Nordosten.

Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf die Berge oder den hohen Norden. In Topeka wurden am Donnerstag nur 18,9 °C gemessen, rund 6 °C unter dem Normalwert.

In Michigan machen Frost und Frostwarnungen Schlagzeilen, darunter auch in Teilen der nördlichen Lower Peninsula.

Der Westen von New York schloss sich der Frostzone an, mit Warnungen für die Landkreise Allegany, Jefferson und Lewis. In ganz Vermont und den Adirondacks wurden Frostwarnungen ausgegeben, mit Tiefsttemperaturen niedrig genug, um die frühen Ernten zu schädigen.

In Pennsylvania hielt die Kälte bis in den Tag hinein an. Der NWS-Standort State College beschrieb die Wetterlage als „geradezu trostlos und rau, für diese Jahreszeit ungewöhnlich kühl und ziemlich unangenehm“, wobei Regen, Bewölkung und Ostwind [vom kalten Atlantik landeinwärts, A. d. Übers.] die Kälte festhielten.

Die Kälte hat auch im Süden der Grenze erreicht, vor allem das Hochland Mexikos.

Am frühen Morgen des 22. Mai meldete SMN/Conagua -5 °C in den Bergen von Durango und Chihuahua sowie 0 °C in den Höhenlagen von Baja California, Sonora, Puebla und dem Estado de México – deutliche negative Abweichungen für diese Jahreszeit.

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Antarktis: Unter – 100°F

Das Antarktische Plateau wartet schon jetzt mit extremer Kälte auf.

Am 20. Mai sank die Temperatur am Südpol auf -68,9 °C und erreichte damit den bislang niedrigsten Wert der Saison. In Wostok fiel die Temperatur sogar noch tiefer und erreichte -72,7 °C. Einen Tag später sank die Temperatur in Concordia auf -74,3 °C.

Zum Vergleich: Der winterliche Mittelwert am Südpol liegt bei etwa -60 °C, der Mai-Durchschnitt in Vostok bei etwa -65,8 °C, womit der Wert vom 20. Mai fast 7 °C darunter liegt. Das typische Mai-Minimum in Concordia liegt bei etwa -68,7 °C.

Die Antarktis bleibt ein riesiger, unberechenbarer, extrem kalter Kontinent, der sich weigert, sich nahtlos in das Klischeebild der Alarmisten einzufügen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/siberia-slips-back-to-winter-us-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 22 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 22. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kältereport Nr. 21 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Windräder – mit der Energieerzeugung zurück ins Mittelalter (Teil 1)


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Gesendet am 17. Mai 2026 im Kontrafunk „Audimax“

Windräder in Deutschland

Seit undenklichen Zeiten nützen Menschen die Windenergie. So machten große Segelschiffe ab Ende des 15. Jahrhunderts die Entdeckung der neuen Welt möglich. Erst der überlegene Motorantrieb ließ sie verschwinden. Die Nutzung von Windmühlen ist ab dem 7. Jahrhundert in Persien historisch belegt. Im Gegensatz zu großen Segelschiffen erlebten Windmühlen eine Renaissance als riesige Windturbinen zur Stromerzeugung. Die Gründe dafür waren nicht technisch-wirtschaftlich, sondern irrational. Windräder konnten in Deutschland nur eingeführt werden mit künstlich erzeugter Furcht vor Klimaschädigung durch menschgemachtes CO2, mit der Ersetzung neutraler Energiefachleute durch fachfremde Aktivisten, mit hohen Subventionen für Windradinvestoren und schließlich mit Hilfe der Planwirtschaft.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die großen Medien wie FAZ, Süddeutsche, SPIEGEL und weitere halfen dabei kräftig mit. Anstatt kritisch zu berichten, machten sie sich in freiwilliger Selbstgleichschaltung zu Regierungsmedien und propagierten die Energiewende. Großstadt-Journalisten brauchten schließlich kein Riesenwindrad vor ihrer Haustür zu befürchten. Deswegen wird hier im Folgenden mit ÖRR die Gesamtheit aller voreingenommenen Medien bezeichnet. Erwartungsgemäß konnte die Energiewende ihre Versprechen nicht einhalten, und ein tiefer Graben klafft nun zwischen Windrad-Profiteuren, naiven Klimagläubigen, rot-grünen Revolutionären und dem ÖRR auf der einen Seite und neutralen Energiefachleuten, echten Naturschützern und geschädigten Windrad-Anrainern auf der anderen Seite.

In diesem Streit werden unzählige Argumente für und gegen Windräder und die Energiewende vorgebracht. Stellvertretende Beispiele für pro: Die Energiewende und insbesondere Windräder seien unabdingbar für „Klimaschutz“, weil sie CO2 einsparen; die Energiewende würde einen deutschen Haushalt monatlich nur eine Kugel Eis kosten; der Wind stelle keine Rechnung; die deutsche Energiewende würde weltweit Vorbild werden. Und nun Beispiele für kontra: Kein Land der Welt würde die deutsche Energiewende kopieren; Windräder erzeugten weltweit den teuersten Strom; Wetterabhängiger Windradstrom sei für unser Stromnetz ungeeignet; der Materialaufwand von Windrädern stünde in keinem akzeptablen Verhältnis zu ihrer erzeugten Energie; Windräder würden Landschaften entstellen,  viele Insekten, Fledermäuse und Vögel töten, und Anrainer durch Infraschall gesundheitlich schädigen.

Im Gegensatz zu den umstrittenen Windturbinen wurden die Einführung des Motorantriebs für Schiffe und die Nutzung von Kohle-, Gas und Mineralöl generell als Fortschritt begrüßt. Technische Verbesserungen wurden dem Markt überlassen, weil dessen Urteilskraft unerreichbar ist – nur Sozialisten wollen das nicht wahrhaben. Bei auftauchenden Fehlern erzwang der Markt schnelle Abhilfe wie im Ruhrgebiet vor 40 Jahren als Alarm wegen gesundheitsschädlichen Smogs aus Kohlekraftwerken ausgerufen wurde. Man baute unverzüglich moderne Filter in die Schornsteine von Kohlekraftwerken ein und erließ Vorschriften zur industriellen Rauchgasentschwefelung. Danach sank der Ausstoß von Staub und Schadstoffen dramatisch ab und ist heute kein ernsthaftes Thema mehr.

Jede technische Methode hat Vor- und Nachteile. Energiepolitische Entscheidungen, die diese nicht sorgfältig abwägen und nur eine einzige Sicht vertreten, sind auf Dauer nicht erfolgreich. Daher bevorzugt diese Vorlesung zur Bewertung von Windrädern die Vergleiche mit anderen Methoden der Stromerzeugung, wobei die Kriterien „technische Eignung“, „Wirtschaftlichkeit“ und „Umweltschutz“ sind. Vertreten wird dann die Bevorzugung derjenigen Methoden, die bei rationaler Abwägung ihrer Vor- und Nachteile positive Höchstwerte ergeben. So hatte es auch die deutsche Energiepolitik bis noch vor wenigen Jahrzehnten gehalten und deshalb Deutschland zu einem der erfolgreichsten Industrieländer weltweit gemacht.

Über lange Zeit fast unbemerkt änderte sich in den westlichen Ländern die Einstellung zur technisch-naturwissenschaftlichen Vernunft. Ab der Jahrtausendwende wurde der Paradigmenwechsel sichtbar. Ideologien, faktenbefreites Wunschdenken, Moralismus, und platter Unsinn wurden zur Regel. So wurde die Dekarbonisierung Deutschlands zum grundgesetzbewehrten Staatsziel. Sie ist wegen der nur 1,5 % weltweiten CO2-Emissionen Deutschlands zwar physikalisch unwirksam, wird uns bis 2045 aber sehr wirksame Zehntausend Milliarden oder 10 Billionen Euros kosten (hier). Ein entsprechendes Schicksal ereilte auch die deutsche Energieinfrastruktur. Sorgfältige Planung und Praxistests von neuen Verfahren wurden unterlassen, und faktenfreies Wunschdenken leitete eine bis jetzt anhaltende Zerstörungsphase ein. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz setzte 2000 die Energiewende in Gang. Alle deutschen Kernkraftwerke, unsere wertvollsten Grundlastkraftwerke, wurden mit entsprechenden Beschlüssen von 2002, 11 und 13 zu festgelegten Zeiten abgeschaltet und zur Verhinderung späterer Weiternutzung konsequent zerstört. Dabei gingen insgesamt mehr als ein Drittel der deutschen Stromleistung verloren. Wollte man sie in Form von Gas-und-Dampfkraftwerken wieder ersetzen, würde dies realistisch weit mehr als ein Jahrzehnt dauern.

Bei der Abschaffung der Kernkraftwerke wurde die Sicherheitsliste „Todesfälle pro Terawattstunde Strom“ von Methoden der Stromerzeugung ignoriert. Am sichersten sind „Solar, Kernenergie, Wind und Wasserkraft“ mit Kernenergie auf Platz zwei – zu finden in „our world in data“ der Oxford Universität (hier), beim Schweizer Paul Scherrer Institut (hier), der Fachpublikation von The lancet 370.9591 (2007): 979-990 und schließlich in Statista (hier). Die CO2-Freiheit von Kernkraftwerken wurde ebenfalls ignoriert. Mit unzähligen Falschbehauptungen über die Kernenergie spielte der ÖRR eine unwürdige Hauptrolle. Der Höhepunkt der ÖRR-Propaganda war eine assoziative Montage, welche die 18.500 Opfer des japanischen Tsunami von 2011 der Havarie des Kernkraftwerks von Fukushima in die Schuhe schob, obwohl es keinen einzigen Strahlentoten gab.

Im Sommer 2020 begann schließlich der Ausstieg aus der Kohlenutzung mit dem Ziel schrittweise die wirtschaftlichste Methode der Stromerzeugung Deutschlands zu zerstören. Das bereits an Größenwahn grenzende Endziel der Energiewende ist CO2-freier Strom im Wesentlichen nur aus Windrädern und Solarzellen, der über Sektorenkoppelung den gesamten deutschen Energieverbrauch stemmen soll. Dabei kann die Energiewende noch nicht einmal Strom bedarfsgerecht liefern. Ohne Nachbarländer die uns bei Strommangel mit Strom aus Kernkraftwerken versorgen und ihn uns bei Stromschwemme gegen Aufpreis abnehmen, wären in Deutschland längst die Lichter ausgegangen.

Unübersehbare Ergebnisse dieser absurden Entwicklung gibt es bereits: Wie von allen unabhängigen Fachleuten vorhergesagt, funktioniert die Energiewende nicht und ist zu einem bodenlosen Kostenloch von aktuell über 36 Milliarden Euro pro Jahr für das Energiewende-Gesamtsystem geworden. Diese Zahl nannte am 7. April 2026 die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche in einem FAZ-Gastbeitrag. Als Folge von Klimaschutz und Energiewende fiel Deutschland von den weltweit höchsten Plätzen der globalen Wettbewerbsskala erfolgreicher Industrienationen herunter ins Mittelmaß. Der Abstieg, verursacht durch CO2-Bepreisung, Energiewende und einer erstickenden Bürokratie wie jeder Planwirtschaft, geht stetig weiter. An der Chimäre „Klimaschutz durch Dekarbonisierung“ wird dennoch festgehalten.

Stellvertretendes Beispiel von Dysfunktionalität ist die Subventionierung von Windrädern. Sie betrug 2025 16,5 Milliarden Euro als Zuschuss aus dem Bundeshaushalt. 20 Jahre lang erhält jeder Windradinvestor für seinen Strom eine Einspeisevergütung zwischen 6 und 12 Cent/kWh. Verrückt wird es, wenn zuviel Windenergie eingespeist wird und der Strompreis auf Null oder negativ geht. Dann wird dem Windrad-Betreiber trotzdem die Differenz zur Einspeisevergütung aus dem Klima- und Transformationsfond des Bundes erstattet. Geschädigt ist der wehrlose Wohnungsmieter über den CO2-Preis beim Betrieb seiner Öl- oder Gasheizung und der Autofahrer beim tanken. Oft wertlosen, weil überschüssigen Windstrom zu subventionieren ist ein Musterbeispiel für die planwirtschaftliche Umverteilung von Verbrauchern mit knapper Kasse hin zu kapitalstarken Investoren und lässt an die berühmten Schildbürgerstreiche denken. Eine weitaus umfangreichere Zusammenstellung solcher Inkonsequenzen, Schäden und schlichten Irrsinns der Energiewende bietet der empfehlenswerte Youtube-Kanal des emeritierten Professors Dr. Andreas Schulte für Forstwirtschaft und Waldökologie der Uni Münster. Seine Vorträge finden sich im Internet beim googeln von „Cum tempore Andreas Schulte“.

Heute lehnen 85 % der Weltbevölkerung Klimaschutz und vor allem eine Energiewende nach deutschem Vorbild ab. Nur noch 15 % mit Deutschland als Vorreiter setzen auf Deindustrialisierung, genauer auf industriellen Selbstmord. Deutsche Bemühungen die Welt von Windrädern zu überzeugen hatten statt Resonanz nur nachsichtigen Humor. Sogar der ÖRR kann den Niedergang der deutschen Industrie, die hohe Zahl an Firmenpleiten, die massive Verlagerung von Unternehmen ins Ausland und die Arbeitsplatzverluste nicht mehr verschweigen.

Laut einer im Februar 2026 veröffentlichten Allensbach-Umfrage im Auftrag der FAZ ist der Rückhalt für die Energiewende in Deutschland deutlich gesunken. Befürworteten bis 2022 noch etwa die Hälfte der Bürger den schrittweisen Ersatz fossiler Energieträger, ist es Anfang 2026 nur noch rund ein Drittel. Gemäß einer Studie der Bertelsmann Stiftung, ebenfalls 2026, stieg der Anteil von Unternehmen, die „Klimaschutz“ eine immer geringere Priorität beimessen, in einem Jahr von 14 % auf aktuell 60 %.

Eine rationale Energiepolitik, die die erstickende CO2-Bepreisung, die Energiewende und 90 % unnützer Bürokratie unverzüglich beendet, wäre mit einem einfachen Federstrich sofort möglich, die deutsche Politik müsste es nur wollen. Damit wäre sogar die EU einverstanden, weil es sie ohne Deutschland nicht gäbe. Historisch setzt sich irgendwann immer die Vernunft durch. Ein „Zur-Vernunft-zurück“ ist daher nur eine Frage der Zeit. Ob aber dann die angerichteten Schäden in Deutschland noch zu beheben sind, ist keineswegs sicher.

Nach diesen Vorinformationen zur deutschen Energiewende im Allgemeinen und Windrädern im Besonderen geht es in der Vorlesung jetzt zu den physikalischen und technischen Fakten von Windrädern und ihren Auswirkungen auf Stromerzeugung, Wirtschaft und Umwelt. Es wird sich zeigen, dass Windräder an insgesamt drei Fundamentalmängeln leiden, von denen zwei naturgesetzlich und daher unbehebbar sind. Nur der verbleibende dritte Mangel könnte in Zukunft mit noch ungewisser Technologie etwas abgemildert, aber nicht völlig beseitigt werden.

Zum Windradprinzip

Es gibt zwei Typen von Windrädern, den Widerstandsläufer und den Auftriebsläufer. Beim Widerstandsläufer erzeugt meist die Öffnung einer Kugelhalbschale, dem Wind entgegengestellt, eine nutzbare Widerstandskraft. Solche Halbschalen, ausgerichtet und kreisförmig um eine Drehachse montiert, ergeben einen Halbschalenrotor, der Rotationsenergie aus Wind erzeugt. Die älteste bekannte Windenergieanlage in Persien verwendete dieses Prinzip.

Moderne Windräder nutzen dagegen die wirksamere Auftriebskraft eines Flugzeugflügels, dessen charakteristisches Profil mit breiter Abrundung an der Vorderseite, scharfer Rückkante und besonderen Kurven für die Ober- und Unterseite aus Abbildungen bekannt ist. Die Auftriebskraft basiert auf dem um 1902 erstellten Theorem des deutschen Mathematikers Martin W. Kutta und des russischen Physikers Nikolai J. Joukowski zusammen mit dem dritten Newtonschen Gesetz (Actio = Reactio) und ist gleichermaßen für Flugzeugflügel wie für Windradflügel gültig. Speziell beim Windrad kommt noch ein weiteres Gesetz hinzu, auf das später noch eingegangen wird. Das Windrad mit seinen drei Flügeln macht aus Wind Rotationsenergie. Daraus erzeugt der angeschlossene Generator Strom, drei Flügel, weil dies der beste Kompromiss von Windausbeute, Stabilität und Kosten ist.

Nun zum Strom aus Wind: Die 50 Hz Frequenz in unserem Wechselstromnetz muss in engsten Grenzen verbleiben, ansonsten droht Blackout. Weil Wind extrem fluktuiert, sorgt bei jedem Windrad eine aufwendige Elektrotechnik dafür, dass der erzeugte Flatterstrom, wenn schon nicht bedarfsgerecht, so doch zumindest technisch passend ins Netz eingespeist wird. Der vom Windrad-Generator erzeugte Wechselstrom wird dabei zuerst in Gleichstrom umgewandelt und anschließend in einem Zwischenkreis geglättet. Ein Inverter wandelt ihn wieder in Wechselstrom zurück, dessen Frequenz, Phase und Spannung exakt aufs Stromnetz abgestimmt sind. Dazu wird eine Phasenregelung verwendet, die kontinuierlich die Werte des angeschlossenen Netzes misst. Schließlich wird der phasensynchrone 50 Hz Strom hochtransformiert und ins Mittelspannungsnetz eingespeist. Diese Kette macht Windrädern jedoch Netzstabilisierung durch Rückspeisung der Rotationsenergie ihrer sich drehenden Flügel unmöglich. Bei den klassischen Dampfturbinen-Kraftwerken als Grundlastkraftwerken, zu denen auch Kernkraftwerke gehören, erfolgt dagegen die wichtige Netzstabilisierung physikalisch von selbst durch die extrem hohe Rotationsenergie ihrer Dampfturbinen. Mit jedem Windrad und jeder Photozelle mehr und jedem Grundlastkraftwerk weniger verliert daher das Stromnetz an überlebenswichtiger natürlicher Trägheit. Auf diese wichtige Problematik wird später noch einmal eingegangen.

Kenngrößen von Windrädern und von Windradstrom

Bevor es weitergeht zuerst die wichtigsten Daten zur Erzeugung und Verbrauch von Energie, speziell von elektrischer Energie und insbesondere der aus Windrädern: Weltweit kommen in allen Industrieländern wie auch in Deutschland etwa 80 % der verbrauchten Gesamtenergie aus Kohle, Erdöl und Erdgas. Das wird sich langfristig auch nicht ändern. Erst nach vielen Jahrzehnten wird der jetzt noch relativ kleine Urananteil immer größer geworden sein und die fossilen Energieträger zurückdrängen. Weltweit kommen aktuell nur 1 % der Gesamtenergie aus Wind und ebenfalls nur 1 % aus Photovoltaik. 2024 und 2025 in Deutschland war Windstrom mit 4,5 % an der Gesamtenergie nur wenig höher. Dieser kleine Wert könnte irritieren, weil der ÖRR viel größere 30 % nennt. Diese 30 % beziehen sich aber nur auf den elektrischen Strom und nicht auf die Gesamtenergie Deutschlands. Strom hat weltweit, so auch in Deutschland, nur etwa 15 % Anteil an der Gesamtenergie. Die 4,5 % Stromanteil an der Gesamtenergie werden daher zu 30 % Anteil am Strom. Leider überlesen die meisten bei den Zahlenangaben des ÖRR, was sie genau bedeuten, so dass heute fast jeder irrtümlich glaubt, dass etwa 30 % der deutschen Gesamtenergie aus Wind kämen. Vom ÖRR wird es zudem auffällig vermieden die maßgebenden Zahlen von 4,5 % Wind und 2 % Photovoltaik an der Gesamtenergie zu nennen.

Bis jetzt war hier von Energie die Rede. Verwendet man die Energiedichte als Energie pro Gewicht sind in der Vorlesung bevorzugte Vergleiche einfach wie zum Beispiel der eines E-Autos mit einem Diesel-Auto: Eine Ionen-Lithium Batterie hat die Energiedichte von 0,2 Kilowattstunden Energie pro Kilogramm, Dieseltreibstoff hat dagegen den Wert 5,3 unter Berücksichtigung des Carnot-Verlustes des Dieselmotors. Das ist das 26-fache der Batterie bei gleichem Tankgewicht und erklärt die geringe Reichweite von E-Autos. Die 5,3 Energiedichte von Diesel werden später noch einmal benötigt.

Bei strömender Flüssigkeit und Gasen sind Vergleiche etwas umständlicher, weil dort nicht die Energie, sondern die Leistung als Energie pro Zeit in Watt die maßgebende Größe ist. Weil leider oft Energie mit Leistung verwechselt wird, ist erst einmal dieser Irrtum zu beseitigen.

Die Bewegungsenergie eines festen Körpers ist proportional zu seiner Masse und zum Quadrat seiner Geschwindigkeit. Die Leistung von Fluiden in Rohrströmungen ist dagegen proportional zur Fluid-Dichte, zum Rohrquerschnitt und zur dritten Potenz der Strömungsgeschwindigkeit. Das gilt für alle Strömungsmaschinen, von Windrädern über Wasserturbinen bis hin zu Ventilatoren. Zur besseren Wahrnehmung wird die Leistung von Fluiden hier kurz als „v-hoch-3-Gesetz“ bezeichnet. Die von einer Strömungsmaschine gelieferte elektrische Energie ist schließlich das Produkt ihrer Leistung-mal-Zeit. Weil sich die Flügel von Windrädern nicht in einem Rohr sondern in freier Luft drehen, weisen nur Windräder noch die weitere Besonderheit auf, dass sich ihre Leistung aus dem v-hoch-3-Gesetz mindestens um den Faktor 0,59 verringert. Der deutsche Strömungsforscher Albert Betz veröffentlichte 1920 diesen oberen Grenzfaktor, der heute als Betzsches Gesetz bezeichnet wird.

Auch der Verwirrung stiftende Begriff „Nennleistung von Windrädern“ ist zu erläutern, denn Windradhersteller und auch der ÖRR sprechen immer nur von der Nennleistung. Bei Nennleistung würde man vielleicht an eine zeitgemittelte Windradleistung denken. Die Nennleistung ist aber etwas ganz Anderes, nämlich die Höchstleistung des Windrads bei maximaler Windgeschwindigkeit von stürmischen knapp 50 km/h, wobei diese Grenze vom Windrad-Generator gesetzt wird. Bereits ab etwa 30 km/h Windgeschwindigkeit fängt man damit an die Windrad-Leistung zu drosseln. Die Nennleistung kommt im wirklichen Betrieb kaum vor. Neben der Nennleistung ist man vermutlich auch von der einzig wirklich wichtigen Leistung eines Windrads überrascht, ihrer jahresgemittelten Leistung. Windräder liefern bei Flaute nämlich keinen Strom, sondern verbrauchen sogar ein wenig für die Aufrechterhaltung ihrer Hilfssysteme. Die jahresgemittelte Windradleistung Onshore und gemittelt über ganz Deutschland beträgt nur etwa 20 % der Nennleistung, Offshore kann sie bis zu 40 % erreichen.

Das v-hoch-3-Gesetz erklärt, warum die jahresgemittelte Windradleistung so klein ist. Beim halben Wert der Windgeschwindigkeit liefert das Windrad nicht, wie man irrtümlich vermuten könnte, die halbe Leistung, sondern nur ein Achtel oder 12,5 % von ihr, weil die dritte Potenz von 1/2 ein Achtel ist. Das v-hoch-drei-Gesetz belohnt große Windgeschwindigkeiten extrem und bestraft kleine Windgeschwindigkeiten ebenso extrem. Windräder in Schwachwindgebieten wie etwa dem Odenwald sind daher absolut widersinnig.

Bevor es mehr in die Details von Windrädern geht, einige anschauliche Vergleiche: So wird man kaum vermuten, dass bereits das Betanken eines Dieselautos im Vergleich mit der Leistung eines Windrads interessante Erkenntnisse liefert. Ein großes Standard Windrad wie die E 126 mit 7,6 Megawatt Nennleistung liefert Onshore nur 1,5 Megawatt reale gemittelte Leistung als die bereits erwähnten 20 % der Nennleistung. Die E 126 wiegt rund 3500 Tonnen, dazu kommt ihr Stahlbetonsockel etwa gleichen Gewichts. Sieben E 126 liefern 7 x 1,5 = 11 Megawatt bei insgesamt 50.000 Tonnen Aufwand an Stahl, Beton und weiterem Material. Auf der anderen Seite fördert der Zapfhahn einer Tankstelle etwa 0,7 Liter Diesel pro Sekunde oder 2000 Kilogramm pro Stunde. Multipliziert mit der bereits erwähnten Energiedichte des Dieseltreibstoffs von 5,3 Kilowattstunden-pro-Kilogramm (inklusive Carnot-Verlust des Dieselmotors), ergeben sich die gleichen 11 Megawatt Leistung wie von sieben E 126 Windrädern, bloß ohne 50.000 Tonnen Material in Landschaft und Waldböden.

Weitere anschaulichen Vergleiche: Um die 100 km Windräder im Mindestabstand hintereinander liefern die gleiche jahresgemittelte Leistung wie ein einziges großes Kohle- oder Kernkraftwerk, letztere aber wetterunabhängig. Die inzwischen mehr als 30.000 Windräder hierzulande enthalten so viel Stahl wie 20 Millionen PkW. Kraftwerke werden über 60 Jahre alt, Windräder nur 20 Jahre.

Für die nun vorgenommenen genaueren Vergleiche von Windrädern mit anderen Methoden der Stromerzeugung ist die Leistungsdichte als Leistung pro Fläche der passende Schlüssel. In den meisten Fachveröffentlichungen und auch hier wird als Fläche die von der jeweiligen Methode benötigte Bodenfläche genommen. Wie groß ist aber die Bodenfläche eines Windrads? Bei der Antwort ist zu beachten, dass Windräder fast nie alleine sondern immer zu mehreren in sogenannten Windparks aufgestellt werden, um den verfügbaren Platz optimal zu nutzen und die Unterbodenverlegung von Elektrokabeln zu optimieren. Die gegenseitigen Abstände von Windrädern dürfen dabei wegen Leistungsminderung durch gegenseitigen Windkannibalismus nicht zu klein werden. Der Platzbedarf jedes Einzelwindrads als optimaler Kompromiss ist dabei die achtfache Länge des Rotordurchmessers in Hauptwindrichtung mal der fünffachen Länge senkrecht dazu. Dies sind bei der schon erwähnten E 126 mit ihren 127 m Rotordurchmesser rund 600 Tausend Quadratmeter oder 60 Hektar als sogenannte „geschützte“ Bodenfläche des Windrads. Es sei vorab schon einmal der überraschend kleine Wert der Windradleistungsdichte von grob 3,6 Watt pro Quadratmeter Bodenfläche genannt, gültig für 2024, Onshore Deutschland, jahres- und ortsgemittelt. Er wird hier später noch belegt.

Noch eine Anmerkung zum Begriff Windpark: Diese vermutlich von Herstellern und dem ÖRR durchgesetzte Bezeichnung ist angesichts der von Windrädern zerstörten Landschaften und angesichts von Windrad-Anrainern, deren Häuserwerte in den Keller rauschen, nicht akzeptabel. Man sollte die sprachliche Vergewaltigung der Realität, Windräder mit einem Erholungspark zu assoziieren nicht akzeptieren, sondern zutreffend den Begriff Windindustrie-Fläche verwenden.

Weil zur korrekten sachlichen Beurteilung von Windrädern der ungewohnte Begriff Leistungsdichte kaum vermieden werden kann, ist die allgemeine Unkenntnis über Windradfakten nachvollziehbar und leider nur schwer zu beheben. Die letzte Instanz, die diese Beurteilung aber immer liefern wird, ist die Triade von extremen Stromkosten, Landschafts- und Naturzerstörung sowie Blackout-Gefahr. Leider macht es eine erhebliche technische Unkenntnis der Bevölkerung den Windradprofiteuren und dem ÖRR zu leicht, der Bevölkerung nicht vorhandene positive Eigenschaften von Windrädern vorzugaukeln und ihre Schäden herunterzuspielen.

Die Sonne macht den Wind  

Woher kommt eigentlich die Windenergie?  Sie ist umgewandelte Sonnenenergie, oder genauer, eine atmosphärische Wärmekraftmaschine erzeugt den Wind. Sie nutzt die unterschiedliche Aufheizung der Erdoberfläche durch die Sonne. Dabei entstehen zwei Wärmereservoire, die Tropen als warmes Reservoir und die beiden Erd-Pole als das kalte. Die Wärmekraftmaschine wird durch den Wärmetransport zwischen den Tropen und den beiden Erd-Polen angetrieben. Die zugehörigen physikalischen Details liefert die Thermodynamik und insbesondere der Carnot-Prozess.

Es ergeben sich nun drei Fragen: Welcher Anteil der auf die Erdoberfläche ankommenden Sonnenenergie ist Windenergie, welcher Anteil davon kann höchstens von Windrädern genutzt und wieviel davon wiederum kann höchstens zu elektrischer Energie umgewandelt werden? In einigen Fachveröffentlichungen wird dabei die gesamte Erdoberfläche betrachtet, ohne lokale und meteorologische Unterschiede zu berücksichtigen. Aus den Energiewerten, den 8760 Jahresstunden und der Gesamtoberfläche der Erde erhält man dann die jahres- und ortsgemittelten Leistungsdichten in Watt pro Quadratmeter Bodenfläche. Die Fachpublikation von Alex Kleidon, MPI für Biochemie in Jena, „Physical limits of wind energy within the atmosphere and its use as renewable energy: From the theoretical basis to practical implications.“ arXiv preprint arXiv:2010.00982 (2020), wählte diesen Weg und kam zu folgenden Ergebnissen: Die Sonne erzeugt 342 Watt Leistung pro Quadratmeter Boden, davon werden nur 0,006 % dieser 342 Watt zu Wind, und aus Windrädern bleiben schließlich nur noch 0,5 Watt pro Quadratmeter elektrische Leistung übrig. Die zweite Fachveröffentlichung  von Lee Miller und Mitautoren, Miller, Lee M., et al. „Two methods for estimating limits to large-scale wind power generation.“ Proceedings of the National Academy of Sciences 112.36 (2015): 11169-11174. kommt dagegen auf 1,1 Watt elektrische Leistung pro Quadratmeter Boden aus Windrädern, weil dort nur über eine große Region in den USA gemittelt wurde und auch etwas andere Voraussetzungen als die von Kleidon verwendet wurden. Die Ergebnisse beider Publikationen stützen sich auf theoretische Berechnungen, Simulationen mit Atmosphären-Modellen und auf Messungen. Speziell für Deutschland kann man es sich aber sehr einfach machen, weil alle erforderlichen Leistungsdaten aus den bereits vorhandenen Windrädern und ihren Stromlieferungen vom Umweltbundesamt und dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme frei herausgegeben werden. Man erhält dann für Deutschland-Onshore-2024 die schon erwähnte orts- und jahreszeitgemittelte Windrad-Leistungsdichte von grob 3,6 Watt pro Quadratmeter. Grob, weil die Gesamtgröße der deutschen Windenergie-Flächen nicht genau bekannt ist.

 

Der Beitrag Windräder – mit der Energieerzeugung zurück ins Mittelalter (Teil 1) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Kältereport Nr. 20 /2026

17. Mai 2026 um 17:00

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Vorbemerkung: Natürlich steht die Kältewelle in Europa an ziemlich zentraler Stelle in diesem Report, deren Dauer über den Zeitraum der „Eisheiligen“ inzwischen hinaus geht. Da kann es in der kommenden Woche eigentlich nur wärmer werden und wird es wohl auch, aber bemerkenswerterweise ist auch bei der Simulation eines Höhenhochkeiles im 500-hPa-Niveau zur Wochenmitte weit und breit im 850-hPa-Niveau nirgendwo in Mitteleuropa die 20°C-Isotherme zu sehen. Sommerliche Hitze ist bei uns also weiter Fehlanzeige.

Meldungen vom 11. Mai 2026:

Die „Eisheiligen“ in Europa

Europas alte „Eisheiligen“-Periode steht wie erwartet vor der Tür.

Zwischen dem 11. und 15. Mai warnt die Volksüberlieferung in ganz Mitteleuropa davor, dass der Frühling noch einmal mit kalten Nächten, Spätfrost und Schnee in den Bergen zurückkehren kann. MeteoSchweiz weist darauf hin, dass diese Tradition Jahrhunderte zurückreicht, wobei die Eisheiligen vom 11. bis zum 14. Mai fallen und die „Kalte Sophie“ die Reihe am 15. Mai abschließt.

In diesem Jahr zeichnet sich ein ähnliches Muster ab.

Kalte Luft breitet sich von Nordwesten her über Europa in Richtung Südosten aus und sorgt in weiten Teilen des Kontinents für unterdurchschnittliche Temperaturen. Die wichtigsten Auswirkungen sind Spätfröste am Boden, ein deutlicher Temperaturrückgang in West-, Mittel- und Osteuropa sowie Neuschnee in den Bergen.

Auch das Mittelmeer bleibt davon nicht verschont. Dies folgt auf eine bereits winterliche Wetterphase Anfang Mai in Ländern wie Griechenland und der Türkei, wo die Temperaturen stark sanken und in den Anti-Taurus-Bergen wieder Neuschnee fiel.

Weiter nördlich haben die Eisheiligen bereits ihre Spuren hinterlassen.

In Værnes in Norwegen, wo seit 1946 Messungen durchgeführt werden, wurde gerade ein 67 Jahre alter Kälterekord für den Mai eingestellt, nachdem in der dritten Nacht in Folge Tiefsttemperaturen unter dem Gefrierpunkt gemessen worden waren. Eine solche Kälteperiode von drei Nächten in Folge so spät im Frühling hat es an dieser Messstation bisher nur zweimal gegeben: vom 6. bis 8. Mai 1959 und vom 6. bis 8. Mai 1974.

Nun verlagert sich der Schwerpunkt der Kältewelle auf ganz Europa.

Es wird erwartet, dass Hunderte von Rekorden gebrochen werden.

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Nordwest-Sibirien, Russland: Mai-Schneesturm in Noyabrsk

Ein heftiger Mai-Schneesturm hat Noyabrsk im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen in Nordwestsibirien unter einer Schneedecke begraben.

Die offizielle Schneehöhe stieg innerhalb von 12 Stunden von 0 cm auf 31 cm und erreichte am frühen Morgen des 11. Mai schließlich 37 cm.

Die Straßen wurden unpassierbar, Schulen stellten auf Fernunterricht um, und am Flughafen Noyabrsk kam es zu Flugverspätungen, während die Besatzungen die Landebahn räumten.

Auch die umliegenden Gebiete waren betroffen.

Behörden meldeten Beeinträchtigungen in den Bezirken Murawlenko, Gubkinski und Purowski, wo mehrere Straßen gesperrt wurden. Gubkinski gab zudem Warnungen heraus, als im Mai Schneestürme auftraten und die Autobahn Surgut–Salekhard vorübergehend gesperrt wurde.

Die Katastrophenschutzbehörden hatten vor Schnee, Nieselregen, Schneesturm, Glatteis, schlechter Sicht und Windböen von bis zu 90 km/h in Teilen von Jamal-Nenzen gewarnt.

Es wird weiterer Kälteeinbruch und Schneefall erwartet, während sich das Zentrum des Tiefdruckgebietes von West nach Ost über Russland bewegt.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-ice-saints-may-snowstorm?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 12. Mai 2026:

Europa: Kältewelle verschärft sich

Die „Eisheiligen“-Periode hat mit Schnee, Hagel und Frost in einem breiten Gürtel quer durch Europa begonnen.

Prognosen zeigen, dass sich im Laufe dieser Woche ungewöhnlich niedrige 500-hPa-Werte über Deutschland, Dänemark, die Benelux-Länder, Nordfrankreich und Südostengland ausbreiten werden, wobei Teile der Region in das unterste 1 % des historischen Bereichs fallen werden:

Das bedeutet für diese Jahreszeit ungewöhnlich kalte Luft in der Höhe.

Im Osten Englands sinken die Temperaturen im 500-hPa-Niveau auf Werte nahe -32 °C. Da die Maisonne die Oberfläche erwärmt, nimmt der vertikale Temperaturgradient immer mehr zu. Das Ergebnis ist kein warmes Frühlingswetter, sondern heftige Schauer, Hagel, Gewitter und lokal winterliche Bedingungen.

In Frankreich wurde am Dienstag Frost beobachtet, wobei in Mourmelon-le-Grand -1,7 °C gemessen worden sind.

Modellprognosen zeigen, dass sich die Kältewelle von Frankreich aus nach Dänemark, in die Benelux-Länder, nach Deutschland und Polen ausbreitet, was für Landwirte die Sorge vor Spätfrost mit sich bringt. Außerdem wird mit starken orographisch bedingten Regenfällen und Schnee in den Bergen gerechnet.

Die Alpen sind bereits stark betroffen.

Am 12. Mai wurde in Teilen der Alpen, darunter in Deutschland und der Nordostschweiz, Schnee bis auf 500 bis 700 m hinab gemeldet, wobei sich auch das auf nur 781 m gelegene Wolfhalden weiß färbte.

Mit Blick auf die kommende Woche bleibt es in den Alpen die ganze Woche über kalt, wobei Schnee bis unterhalb von 1.000 m fällt. In den nördlichen Alpen könnte sich oberhalb von 2.200 m eine Schneehöhe von 30 cm ansammeln, lokal sogar bis zu 60 cm.

Kalte Luft in der Höhe, Spätfrost, Hagel, Gewitter und Schnee bis hinunter in die tiefer gelegenen Gebirgsregionen.

Und es kommt noch mehr. Rekorde sind in Reichweite.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-may-cold-snap-deepens-super?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 13. Mai 2026:

Die Kälte in Europa

Die Kältewelle Mitte Mai in Europa ist kein Modellphänomen. Sie schlägt sich nun in den Beobachtungsdaten nieder.

In Norwegen sank die Temperatur am Dienstagmorgen am Flughafen Røros auf -7,8 °C. Nur zwei Messwerte waren zu diesem späten Zeitpunkt im Frühling kälter. In Trondheim-Voll wurden am Dienstagmorgen -0,7 °C gemessen. In den Aufzeichnungen seit 1965 gab es nur ein Jahr, in dem zu diesem späten Zeitpunkt eine niedrigere Temperatur gemessen wurde: 2020, mit -1 °C sowohl am 13. als auch am 14. Mai.

Die winterlichen Bedingungen beschränken sich nicht nur auf Skandinavien.

In den Alpen fallen selbst in Lagen unterhalb von 700 m noch beträchtliche Schneemengen für diese Jahreszeit. Der europäische Überblick von J2Ski vom 13. Mai zeigt, dass die Sieben-Tage-Gesamtmenge in den Alpen in Arosa Lenzerheide 61 cm, in Mayrhofen 45 cm und in Kaltenbach 39 cm erreicht hat (um nur drei Orte zu nennen).

In Hintertux liegt die Schneehöhe immer noch bei 305 cm.

Mit Blick auf die Zukunft steht dem Gebirge weiterer Schneefall Mitte Mai bevor. Die Vorhersage von Ventusky vom 13. Mai simuliert starken Schneefall in der zweiten Wochenhälfte, wobei in höheren Lagen bis zu 100 cm möglich sind.

Die offizielle österreichische Vorhersage vom 13. Mai listete 54 Skigebiete auf, in denen in den nächsten zwei Tagen Schnee erwartet wird.

Weiter östlich erreichte die Kälte den Balkan.

In der kroatischen Skistation Puntijarka fielen am 13. Mai ungewöhnliche 7,6 cm Schnee. Das slowenische Kranjska Gora meldete am 12. Mai 13 cm Neuschnee, obwohl es dort Mitte Mai im Durchschnitt „keine Pulvertage“ gibt. In der serbischen Skistation Kopaonik sank die Temperatur am 13. Mai auf seltene -3 °C, und für die kommenden Tage ist sogar noch seltenerer Schneefall vorhergesagt.

Wie oben bereits angedeutet – es wird noch mehr kommen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-europe-britain-pays-twice-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 14. Mai 2026:

Die Kältewelle in Europa

Keraunos gibt für den 14. Mai eine Kaltluftmasse im 500 hPa-Niveau von -32 °C über West- und Mitteleuropa an.

Für den Monat Mai ist dies die viertkälteste Konstellation dieser Art seit Beginn der Aufzeichnungen vor 30 Jahren. Der Rekord liegt weiterhin bei Mai 2012, als die ERA5-Reanalyse einen Wert von -33 °C ergab.

Ein hoch reichender Trog liegt fest über dem Kontinent, wobei eine Blockade über dem Nordatlantik es polarer Luft ermöglicht, weit nach Süden vorzudringen. Diese kalte Luft in der Höhe verstärkt die Temperaturabnahme mit der Höhe, destabilisiert die Atmosphäre und verwandelt die milde Frühlingsluft am Boden in Schauer, Hagel, Gewitter, Schnee in den Bergen und Frostgefahr.

Die Kälte macht sich bereits bemerkbar.

In Kroatien hat Puntijarka auf der Medvednica bei Zagreb zum erst sechsten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1981 Schnee im Mai verzeichnet.

In den Alpen werden auf den Gipfeln Schneehöhen von 1 m vorhergesagt.

Auch in den Pyrenäen wird Neuschnee erwartet.

Länder wie Frankreich und Belgien haben die konvektive Seite dieses Wetterphänomens zu spüren bekommen; in Teilen Frankreichs wird erwartet, dass die Schneefallgrenze in den Vogesen, den Nordalpen und im Zentralmassiv auf etwa 1.000 m sinkt.

Als Nächstes ist der Mittelmeerraum an der Reihe.

Italien, die Adria und der westliche Balkan sehen sich mehreren Tagen mit instabilen Wetterbedingungen und ungewöhnlicher Kälte gegenüber.

Im Osten sind auch weite Teile Russlands betroffen.

Laut den Aufzeichnungen von „Pogoda i Klimat“ wurden in Tatarsk am 13. Mai -5 °C gemessen, womit der bisherige Tiefstwert von -4,3 °C aus dem Jahr 1951 unterboten wurde.

Auch im benachbarten Kasachstan warnte Kazhydromet vor „negativen Nachttemperaturen“ und Schneefall in den nördlichen, östlichen und zentralen Regionen bis hinunter auf -6 °C, wobei auch im Südosten Frost erwartet wurde.

Eine Blockierung im Westen, nach Süden drängende Polarluft, ein Kaltluftkörper in der Höhe und instabiles Wetter darunter.

Es fühlt sich derzeit in Europa nicht wirklich wie Mitte Mai an.

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Meldungen vom 15. Mai 2026:

Schottland: In Cairngorm fielen 40 cm Schnee – Mitte Mai!

Der Winter hat die schottischen Highlands noch nicht losgelassen.

Cairngorm oberhalb von Aviemore wurde am 14. Mai von einem Schneesturm heimgesucht, bei dem 40 cm Schnee fielen.

Arktische Luft drang mit einer kalten Nordströmung nach Süden vor, wodurch die Temperaturen in ganz Schottland gesunken sind und die Schneesaison in den Cairngorms weit länger als gewöhnlich dauerte, was die Aktivitäten der warmen Jahreszeit verzögerte.

In höheren Lagen kann der Schnee natürlich bis weit in den Frühling hinein liegen bleiben. Aber 40 cm Neuschnee Mitte Mai sind eine ganz andere Sache.

Überall in UK herrschte in letzter Zeit polare Kälte vor.

Die gleiche Kaltluft hat auch das europäische Festland erfasst…

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Alpen und Pyrenäen: Weitere Schneefälle

Mitte Mai sorgt in den Alpen und Pyrenäen weiterhin für winterliche Bedingungen.

Es hat bis in ungewöhnlich tiefe Lagen geschneit, es wurde von Schneestürmen berichtet, und starke Schneefälle in den Bergen haben die Skiorte zurück in den Winter versetzt.

In Les Saisies in den französischen Alpen beispielsweise lag am 14. Mai frischer Schnee im Ortszentrum, wobei die Sichtweite bei heftigen Schneeböen stark abnahm und sich 20 cm Schnee ansammelten. Die Aufzeichnungen für Les Saisies weisen für die zweite Maiwoche nur 3 cm Schnee und durchschnittlich 0,6 Schneetage aus.

Ähnliche Bedingungen herrschen in den Pyrenäen.

Am 15. Mai verzeichnete Ax 3 Domaines in Ariege am Morgen starken Schneefall. Mitte Mai ist Neuschnee auf der Höhe von Skigebieten kein alltägliches Wetter mehr. Er signalisiert, wie weit die kalte Luft nach Süden vordringt.

Dieselbe polare Tiefdruckrinne dringt nun in den Norden der Iberischen Halbinsel vor.

Die kantabrische Region erwartet ein rauer, winterlicher Freitag, wobei die Schneefallgrenze bis 1.000 m sinkt.

Die Temperaturen liegen deutlich unter dem Normalwert, nämlich um für diese Jahreszeit etwa 10 °C unter dem Durchschnitt.

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Marokko: Seltene Schneefall-Warnung

Für das marokkanische Atlasgebirge gilt eine Schneewarnung für die späte Saison; von Freitag auf Samstag werden in Teilen des Hohen und Mittleren Atlas bis zu 25 cm Schnee erwartet.

Die Warnung gilt für die Berggebiete in Ouarzazate, Azilal, Midelt, Tinghir, Taroudant und Al Haouz. Die Wetterdienste warnen vor starkem Schneefall, starken Winden, Schneeverwehungen und einem intensiven Kälteeinbruch.

Starker Schneefall im Atlasgebirge ist für Mitte Mai ungewöhnlich. Marokko befindet sich zu diesem Zeitpunkt bereits mitten im Frühling, doch in den höheren Lagen fallen derzeit beträchtliche Schneemengen, die selbst mitten im Winter bemerkenswert wären.

Auf der anderen Seite des Kontinents verzeichnete Südafrika kürzlich während eines plötzlichen Kälteeinbruchs eine Vielzahl von Rekorden für die niedrigsten Höchsttemperaturen im Mai.

Zu den neuen Monatsrekorden gehören: Aliwal North Plaatkop mit 7,5 °C, womit der Wert von 8,1 °C vom 28. Mai 1997 (Aufzeichnungen seit 1989) unterboten wurde; Orania mit 9,4 °C, womit die 9,5 °C vom 5. Mai 2001 (Aufzeichnungen seit 1994) unterboten wurden; und Lephalale mit 13,3 °C, womit die 14,3 °C vom 30. Mai 2004 (in Aufzeichnungen seit 1982) übertroffen wurden.

Das gleiche Tiefdruckgebiet brachte Schnee in Teilen Südafrikas und Lesothos.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 21 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 15. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kältereport Nr. 20 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Kältereport Nr. 19 /2026

10. Mai 2026 um 10:00

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Meldungen vom 4. Mai 2026:

Griechenland: Kältester Mai-Tag in Athen seit 1890

Der Mai hat mit einem Wintereinbruch im Südosten Europas begonnen.

Eine Kaltfront ist von Russland her nach Süden gezogen und hat ungewöhnlich niedrige Temperaturen nach Griechenland, in die Türkei und auf den gesamten Balkan gebracht. In den Bergen liegt wieder Schnee, in den höher gelegenen Becken im Landesinneren ist Frost aufgetreten, und die für Anfang Mai typische Wärme wurde von einem Wettergeschehen verdrängt, das eher für den Spätwinter als für den Frühling typisch ist.

Die griechische Hauptstadt verzeichnete den kältesten 1. Mai seit Beginn der Aufzeichnungen.

In Athen wurden am 1. Mai nur 14 °C gemessen, was kälter ist als die 16 °C aus dem Jahr 1944 und die 17 °C aus dem Jahr 1987. Laut den Aufzeichnungen berichtet Naftemporiki, dass es sich um den kältesten 1. Mai in Athen seit 1890 handelt.

Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf die Hauptstadt.

In weiten Teilen Griechenlands stiegen die Tageshöchsttemperaturen nur mühsam auf 12 °C bis 14 °C. Bis zum 2. Mai waren die Tiefsttemperaturen in einigen Gebieten unter den Gefrierpunkt gefallen. In Seli sank die Temperatur auf -3,2 °C, in Ochyro Neurokopiou auf -1,4 °C, in Vevi Florina auf -1,4 °C und in Perithori Neurokopiou auf -0,8 °C.

Dann kam der Schnee.

Auf dem Olymp fiel Neuschnee, ebenso wie in den meisten höher gelegenen Gebieten Zentralgriechenlands und auf dem Peloponnes.

Am 3. Mai erreichte der Winter sogar die Tore Athens.

In den Bergen oberhalb der Stadt wurde Schnee bis auf etwa 800 m Höhe gemeldet, der sich auf dem Parnitha und dem Penteli (beide am nördlichen Rand der Hauptstadt) niederschlug, woraufhin die Behörden vorsichtshalber den Verkehr auf der Parnithos-Allee sperrten.

Die Türkei und weite Teile Südosteuropas waren von der gleichen Kältewelle betroffen.

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China: an 31 Mersspunkten neue Kälterekorde

Chinas Frühlingskälte endete nicht mit dem April. Nachdem Shanghai sich mit einer Tageshöchsttemperatur von nur 11,7 °C begnügen musste – der niedrigsten Tageshöchsttemperatur Ende April seit 1939 –, begann der Mai mit einer weiteren Rekord-Kälteserie.

Offizielle Messstationen zeigen, dass am 1. Mai an 31 Standorten die Tiefsttemperaturrekorde für den Monat Mai gebrochen oder eingestellt worden sind, wobei die stärksten Abweichungen in den Provinzen Jiangxi, Zhejiang, Anhui, Hubei und Guangdong zu verzeichnen waren.

In Guangde in der Provinz Anhui sank die Temperatur auf 5,7 °C und unterbot damit einen seit 1966 bestehenden Mai-Rekord. In Zhenhai sank die Temperatur auf 6,5 °C und lag damit unter dem Wert von 2023. Pan’an brach einen Rekord aus dem Jahr 2013, Qingtian einen aus dem Jahr 1987, Xuancheng einen aus dem Jahr 1965, und in An’yi in Jiangxi fiel die Temperatur unter einen Rekord, der seit 1961 Bestand hatte.

Um noch einige weitere zu nennen: Jiujiang unterbot ein Mai-Tief aus dem Jahr 1960, Shicheng aus dem Jahr 1961 und Guangchang aus dem Jahr 1965, und Shangrao fiel unter 10 °C und unterbot damit einen Mai-Reckord, der zuletzt 1990 erreicht und erstmals 1981 aufgestellt worden war.

Es handelte sich um eine ausgedehnte, rekordverdächtige Luftmasse, die im Mai tief in den Süden Chinas vordrang – zu einer Jahreszeit, in der Hitze und Luftfeuchtigkeit normalerweise rasch zunehmen.

Neben der Kälte meldete CCTV Schneefall in Teilen von Zentral-Tibet, im Osten und Süden von Qinghai sowie im Nordwesten des Sichuan-Plateaus, wobei in einigen Gebieten große, möglicherweise rekordverdächtige Schneemengen fielen.

Mit Blick auf die kommende Woche geht das Nationale Meteorologische Zentrum Chinas davon aus, dass die Wetterlage auf dem Plateau auch in der neuen Woche aktiv bleibt, wobei für weite Gebiete mäßiger bis starker Schneefall prognostiziert wird und lokal Schneestürme möglich sind.

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Kanada: Winter lässt nicht locker

Der April 2026 war in weiten Teilen Kanadas erneut ein kalter Monat.

Yellowknife lag rund 3,7 °C unter dem monatlichen Durchschnitt für April. Churchill lag 3,3 °C unter dem Normalwert. Rankin Inlet lag 3,4 °C darunter, Iqaluit um 4,2 °C unter dem Normalwert. In Wabush lag die Temperatur 3,5 °C unter dem Durchschnitt. In Saskatoon waren es -3 °C, in Regina -2,6 °C, in Winnipeg -1,5 °C und in Kenora -2,2 °C.

Höhere Temperaturen waren selten und auf einzelne Regionen beschränkt.

Dieser Kälteeinbruch im April kam nicht aus heiterem Himmel. Bereits im Dezember war der Winter wieder richtig hart geworden.

In Braeburn, Yukon, fiel die Temperatur schnell auf -55,7 °C, den niedrigsten Dezemberwert seit 1975. In Mayo und Dawson lagen die Temperaturen mehr als zwei Wochen lang unter -40 °C. Whitehorse erlebte wiederholt Nächte mit Temperaturen unter -30 °C. Von Yukon bis Neufundland herrschten im Dezember unterdurchschnittlich kalte Bedingungen.

Januar und Februar brachten dann Kanadas zweiten und dritten ungewöhnlich kalten Monat in Folge.

Der März hielt den Norden im tiefen Winter gefangen. Im Yukon beispielsweise wurde der kälteste März seit 1950 verzeichnet. Die Nordwest-Territorien verzeichneten den zweitkältesten März seit Beginn der Aufzeichnungen. Nunavut erlebte den drittkältesten.

Das gleiche arktische Wetter erstreckte sich bis nach Alaska, wo der zweitkälteste März seit 1972 gemessen worden war.

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Meldungen vom 5. Mai 2026:

Südost-Europa: Intensivierung der Kälte

Nachdem Athen den kältesten 1. Mai seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet hatte, hielt die Kälte über Nacht bis zum 4. Mai an und führte in ganz Griechenland und auf dem gesamten Balkan zu historischen Tiefstwerten für den Monat Mai.

Mehrere Messstationen stellten Mai-Rekorde auf oder näherten sich diesen, darunter auch Werte um den Gefrierpunkt in relativ niedrigen Höhenlagen.

Der tiefste Wert wurde am Flughafen Tripolis im Zentrum des Peloponnes in Griechenland gemessen. Auf einer Höhe von rund 650 m sank die Temperatur an dieser Messstation auf -1,2 °C – die niedrigste jemals im Mai gemessene Temperatur. In der Umgebung von Tripolis fielen die Werte sogar auf -2 °C, was einen neuen Rekordwert für den Mai in Südgriechenland darstellt.

Zahlreiche griechische Messstationen brachen am 4. Mai Monatsrekorde: In Florina sank die Temperatur auf -1,5 °C, in Kastoria auf -1,4 °C, in Lamia auf 2,8 °C, in Serres auf 2,9 °C und auf Zakynthos auf 5,8 °C.

Die Kälte beschränkte sich nicht nur auf Griechenland.

In Nordmazedonien fiel die Temperatur am Flughafen Skopje auf -1,6 °C und erreichte damit den Mai-Rekordwert. In Bulgarien sank die Temperatur am Musala-Gipfel auf -15,5 °C – die niedrigste Mai-Temperatur des Landes seit den -15,6 °C im Jahre 1935.

Kaltluft aus Russland strömte über den Balkan nach Süden, brachte Frost in die Becken und Täler zurück und bedrohte Obstgärten, Weinberge und Frühkulturen.

Weiter östlich zog das gleiche Wetterphänomen die Türkei zurück in den Winter. Izmir verzeichnete eine Tageshöchsttemperatur von nur 10,8 °C und brach damit den bisherigen Mai-Kälterekord der Stadt von 14,8 °C, der am 2. Mai 1944 aufgestellt worden war.

Auch ab einer Höhe von etwa 800 m fiel wieder Schnee, wobei laut den türkischen Verkehrsbehörden „plötzliche starke Schneefälle“ wichtige Strecken für Lkw und Sattelzüge unpassierbar machten.

Das allgemeine Wettergeschehen ist in der gesamten Region gleich: Ein Tiefdruckgebiet zieht kältere, feuchte Luft vom Schwarzen Meer nach Süden, hält die Temperaturen weit unter dem Normalwert und bringt in höheren Lagen späten Schneefall.

Für den 4. und 5. Mai wird im Anti-Taurus-Gebirge eine Schneehöhe von 30 cm erwartet.

Für den Monat Mai ist dies ein außergewöhnlicher regionaler Kälteeinbruch.

Anmerkung des Übersetzers dazu: Kaltluftvorstöße kommen natürlich immer wieder mal vor, gerade auch im Frühjahr. Bemerkenswert ist hier also nicht der Vorgang als solcher, sondern die ungewöhnliche Intensität desselben.

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Fernost-Russland: Mai-Schnee in Kamtschatka

Ein Wintereinbruch ist auch im russischen Fernen Osten zu verzeichnen.

Petropawlowsk-Kamtschatski, die Hauptstadt von Kamtschatka, wurde am 5. Mai von starken Schneefällen heimgesucht.

Die Behörden warnten vor Schneeverwehungen in den Bergen und im Vorgebirge sowie vor vereisten Straßen. Die Wetterbedingungen in der Stadt waren so beeinträchtigend, dass die Behörden den Unterricht für Schüler der Klassen 1 bis 4 absagten.

Dieser späte Schneefall folgt auf eine besonders harte Saison für Kamtschatka. Bereits im Januar verzeichnete die Halbinsel laut dem russischen Wetterdienst den stärksten Schneefall seit Beginn der Aufzeichnungen.

Die offiziellen Schneefallaufzeichnungen für Kamtschatka reichen bis ins Jahr 1879 zurück.

An mehreren Orten hat sich innerhalb weniger Tage (9. bis 15. Januar) die Schneemenge mehrerer Monate angesammelt, was zu meterhohen Schneeverwehungen führte, Fahrzeuge und Gebäude unter sich begrub, Straßen und Flughäfen lahmlegte und Notfallmaßnahmen zur Dachräumung erforderlich machte, um Einstürze zu verhindern.

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Meldungen vom 6. Mai 2026:

Östliches Mittelmeer: Schnee auf Zypern und in Israel

Die gleiche Kaltluftmasse, die auf dem Balkan und in der Türkei für ungewöhnlichen Schneefall gesorgt hatte, ist nun in den östlichen Mittelmeerraum vorgedrungen, wobei aus den Bergen Zyperns und Israels von seltenem Schneefall im Mai berichtet wird.

Zypern erwachte am 4. und 5. Mai zu Schneefall im Troodos-Gebirge – ein Ereignis, das weit außerhalb der für die Insel üblichen Normwerte für Anfang Mai liegt.

Seit Montag wurde das Skigebiet Troodos von starken Schneefällen heimgesucht, wobei die Schneehöhe auf mindestens 10 cm stieg. Lokalen Berichten zufolge nähert sich die Schneehöhe in Chionistra 20 cm, wobei es weiterhin schneit, und solche Szenen werden im Mai als äußerst selten beschrieben.

Der gleiche Kälteeinbruch erreichte auch den Berg Hermon in Israel.

Auf den höheren Hängen des Berges fiel diese Woche in einer Höhe von etwa 2.000 m Schnee, was laut einem Bericht der Zeitung „The Times of Israel“ den ersten Schneefall im Mai dort seit mindestens 15 Jahren darstellt.

Die kalten Wetterbedingungen werden für den Rest der Woche auf dem Balkan, in der Türkei und weiter östlich anhalten.

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Indien: Weiter ungewöhnlich kühl im Norden

Noch weiter östlich hat eine westliche Strömung die Temperaturen in weiten Teilen Indiens deutlich unter den Normalwert gesenkt, wobei in den höheren Lagen von Jammu und Kaschmir erneut Spätschnee fiel.

In dieser Woche wurde die Mughal Road bei Pir Ki Gali, dem Hochpass, der Shopian mit den Distrikten Rajouri und Poonch verbindet, durch Neuschnee gesperrt, wodurch rund 180 Fahrzeuge festsaßen.

Die Kälte war nicht auf den Gebirgspass beschränkt.

Sowohl die Höchst- als auch die Tiefsttemperaturen lagen in weiten Teilen Indiens, insbesondere im Norden, deutlich unter dem Normalwert, und es gab keine wirklichen Anzeichen für die drückende Hitze, die sich in dieser Jahreszeit normalerweise im Land aufbaut.

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Japan: Kälte-Rekord auf Okinawa

Mehrere Wetterstationen in Okinawa im Süden Japans haben die niedrigsten Mai-Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen.

Besonders hervorzuheben ist Tokashiki, wo die Tiefsttemperatur auf 13,7 °C fiel und damit den bisherigen Mai-Tiefstwert von 14 °C aus dem Jahr 1991 unterbot. Zum Vergleich: Die JMA gab die durchschnittliche monatliche Tiefsttemperatur in Tokashiki im Mai mit 20,4 °C an.

Lokalen Berichten zufolge verzeichneten vier Messstationen in Okinawa Rekordtiefstwerte für den Mai: wie bereits erwähnt Tokashiki, der Flughafen Kumejima mit 14,9 °C, die Insel Miyagi in Uruma mit 14,9 °C und der Flughafen Naha mit 15,4 °C.

Die Okinawa Times beschrieb die Kälte als eher typisch für Mitte Februar als für Anfang Mai.

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Meldungen vom 7. Mai 2026:

Europa: Kälte auch hier

Von starkem Frost in den nordischen Ländern über Neuschnee in den Alpen bis hin zu einem weiteren Wintereinbruch im Südosten – ein Großteil Europas friert in diesem Mai.

In der Nähe von Tampere in Finnland sanken die Temperaturen in der Nacht zum Mittwoch auf -6,9 °C und stellten damit den lokalen Mai-Rekord ein (der zuvor im Jahr 2021 erreicht worden war).

Die Kälte herrscht auch in Norwegen.

In Trondheim-Voll fielen die Temperaturen die zweite Nacht in Folge unter 0 °C – zum ersten Mal seit 2021 verzeichnete die Station so spät im Jahr zwei oder mehr Frostnächte. Diese Entwicklung dürfte noch mindestens einige Tage anhalten. (Der Rekord liegt weiterhin bei den 10. bis 16. Mai 2020, als sieben aufeinanderfolgende Frostnächte verzeichnet worden waren.)

Weiter südlich kehrte am Mittwoch starker Schneefall in die Westalpen zurück.

In Tignes fiel im Zentrum des Skigebiets Schnee, während Les 2 Alpes auf seinem Gletscher beachtliche 50 cm meldete. Die Schneefallgrenze sank hier während der Kältewelle bis 1.600 m.

Der Schnee betraf auch Höhenrouten in der Schweiz, darunter den Simplonpass im Wallis.

Dies folgt auf mehrere Tage mit strengen winterlichen Bedingungen weiter südöstlich.

Griechenland begann den Mai mit historischer Kälte, wobei Athen den kältesten 1. Mai seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnete, während starker Schneefall die Höhenlagen in weiten Teilen des Balkans, der Türkei, Zyperns und auch des israelischen Hermon-Berges traf.

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Indien: Die übliche Sommer-Hitze lässt auf sich warten

Der Mai ist in Indien der Höhepunkt der Hitze vor der Monsunzeit, der „Sommerhöhepunkt“, bei dem die Temperaturen im Landesinneren meist über 40 °C steigen. In diesem Jahr hat sich die Hitze jedoch verzögert.

Eine Nachmittagsaufnahme zeigte, dass keine indische Wetterstation die 38 °C-Marke überschritt – ein für den Mai bemerkenswerter Vorgang:

Der indische Wetterdienst IMD bestätigt, dass am 6. Mai in weiten Teilen Zentral- und Nordindiens, darunter Uttar Pradesh, Uttarakhand, Haryana, Rajasthan, Madhya Pradesh, Jharkhand, Chhattisgarh, Bihar und das an den Ganges angrenzende Westbengalen, deutlich niedrigere Höchsttemperaturen herrschten.

„Der kälteste Sommer, den ich je erlebt habe“, schrieb ein Beobachter. „Es sind 24 Grad (C)!“

In Himachal Pradesh trug Neuschnee dazu bei, die Temperaturen zu senken. In Tabo beispielsweise fiel die Temperatur auf nur 0,8 °C, während sie in Shimla auf ungewöhnlich niedrige 9 °C sank.

Die allgemeine Vorhersage des IMD für Mai deutet auf anhaltend unterdurchschnittliche Temperaturen in weiten Teilen des Landes hin, bei überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen.

An einigen Orten wird es wieder heiß werden. Es ist Indien. Es ist Mai. Doch vorerst wurde die übliche Hitze vor dem Monsun unterbrochen. Die Hitze der Hochsaison wird durch wiederholte Einbrüche kühler Luft aus dem Norden gedämpft.

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USA: Ungewöhnliche Mai-Schneemassen

Der Winter hat über der Front Range wieder Einzug gehalten.

In Denver wurden am 6. Mai nur 3 °C gemessen, während der Normalwert bei 19 °C liegt. Nachts sank die Temperatur in der Stadt sogar auf -1 °C – eine für Anfang Mai ungewöhnlich starke Abkühlung, die möglicherweise Schäden verursachen könnte.

Der Schnee war das größere Ereignis.

Am Denver International Airport fielen rund 15 cm Schnee, was diesen Sturm zu einem der stärksten Mai-Schneestürme in der Geschichte Denvers und wahrscheinlich zum stärksten Mai-Ereignis seit 2003 macht. Im Durchschnitt fallen in der Stadt im gesamten Monat Mai nur etwa 2,8 bis 4,3 cm Schnee.

In Boulder fiel fast doppelt so viel Schnee wie in Denver.

Die Stadt verzeichnete rund 28 cm Schnee, was diesen Sturm zum drittgrößten Mai-Schneesturm in der Geschichte von Boulder macht. Nur der 5. und 6. Mai 1978 mit 58 cm und der 1. und 2. Mai 2013 mit 31 cm liegen noch darüber.

Daten des NWS zeigten am späten Nachmittag 48 cm in der Nähe des St. Mary’s Glacier, während AP von 76 cm rund um Estes Park berichtete, was deutlich über dem Monatsdurchschnitt von 10 cm liegt. Der Sender Denver7 berichtete unter Berufung auf NWS-Meldungen, dass in den Bergen im Norden Colorados bis Mittwochmittag fast 91 cm Schnee gefallen seien.

Der Schnee war nass, schwer und zerstörerisch.

Voll belaubte Bäume bogen sich unter der Last und rissen Stromleitungen quer über die Front Range mit sich. Xcel teilte mit, dass seit Mitternacht mehr als 75.000 Haushalte wieder mit Strom versorgt worden seien, wobei sich die Reparaturarbeiten bis in den Donnerstag hinein erstreckten.

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Meldungen vom 8. Mai 2026:

Australien: Frühe Kälte und Schnee im Südosten

Eine Luftmasse antarktischen Ursprungs sorgt in Victoria, New South Wales, dem Australian Capital Territory und Tasmanien für frühsaisonalen Schnee, Hagel, eisige Winde und Frost.

In den Skigebieten fielen einen Monat vor der geplanten Eröffnung der Lifte mehr als 15 cm Neuschnee.

In Victoria erreichte der Schnee Teile von Kinglake, Pheasant Creek, Marysville, den Yarra Ranges und dem Mount Dandenong; laut dem Bureau of Meteorology fiel der Schnee in einigen Gebieten bis auf eine Höhe von etwa 400 m.

Mt Buller meldete am Donnerstagmorgen einige Zentimeter Neuschnee.

Was die Temperaturen angeht, so sank die Temperatur am Mt Hotham auf etwa -6,5 °C, während am Flughafen Melbourne um 9 Uhr morgens nur 6,2 °C gemessen worden sind – allesamt deutlich unter dem Normalwert.

Auch in New South Wales herrschte eisige Kälte.

An der Thredbo Top Station sank die Temperatur auf -6,5 °C. Der Schnee erreichte Cooma auf rund 800 m Höhe und fiel bis auf Seehöhe in Jindabyne, wo Schnee selbst mitten im Winter selten ist.

Auch das ACT wurde davon erfasst: Am Mt Ginini wurden -4,2 °C gemessen. In Tasmanien wurden am Mt Wellington -3 °C und in Liawenee -0,9 °C gemessen.

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Kanada: Immer noch winterlich in den Prärien

Die kanadischen Prärien hatten gerade einen kalten Winter hinter sich, doch der Frühling brachte kaum Abwechslung. Nun sorgt der Mai erneut für starken Frost.

In Saskatchewan bestätigte Environment Canada eine Reihe von täglichen Tiefsttemperaturrekorden für den 6. und 7. Mai: In Rosetown sank die Temperatur auf -11,2 °C und brach damit den alten Rekord von -9,4 °C aus dem Jahr 1929. In Coronach sank die Temperatur auf -11 °C und übertraf damit die alte Bestmarke von -5 °C aus dem Jahr 1982. Weyburn erreichte -9,3 °C und übertraf damit die -8,7 °C aus dem Jahr 2019. Lucky Lake stellte mit -8,4 °C einen neuen Rekord auf, während Leader mit -8,3 °C seinen Rekord von 1929 einstellte.

Die umfassendere Liste der Messstationen zeigt, wie weitreichend der Kälteeinbruch war: -11,1 °C in Val Marie, -10,1 °C in Yellow Grass, -9,5 °C in Bratts Lake und Mankota, -8,1 °C in Regina und -7,9 °C in Saskatoon.

Zum Vergleich: Der durchschnittliche Tiefstwert für Saskatoon im Mai im Zeitraum 1981–2010 liegt bei 5,9 °C, während der niedrigste in diesem Datensatz aufgeführte Mai-Wert -9,5 °C beträgt, gemessen am 8. Mai 1996. Ein Wert von knapp -8 °C liegt somit etwa 14 °C unter dem nächtlichen Normalwert für den Mai und nahe der Untergrenze des historischen Mai-Spektrums der Stadt.

Auch in Manitoba sank die Temperatur: In Brandon auf -9,3 °C, Wasagaming auf -8,8 °C, Deerwood auf -8,4 °C, Gretna auf -8,3 °C , Carberry auf -8 °C und Winnipeg auf -6 °C.

Die typische Tiefsttemperatur im Mai in Brandon liegt bei etwa 3 °C, womit -9,3 °C etwa 12 °C unter dem Normalwert liegen. Die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen in Winnipeg Anfang Mai liegen bei etwa 4 °C bis 6 °C, was -6 °C zu einem heftigen Spätfrühlings-Kälteeinbruch macht, viel mehr als eine gewöhnliche Kältewelle.

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Grönland: Eisverlust verlangsamt sich

Satellitendaten zeigen eine deutliche Verlangsamung des jährlichen Netto-Eisverlusts in Grönland.

Die nachstehende Grafik zeigt die jährliche Massenbilanz Grönlands von 2006 bis 2025.

Höhere Balken stehen für größere Verluste. Niedrigere Balken stehen für geringere Verluste. Die gestrichelte Linie stellt den linearen Trend über diesen Zeitraum dar und verläuft nach oben, sind doch die Verluste im Laufe der Zeit immer weniger stark ausgefallen.

Wie auf Electroverse berichtet, hat die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) Grönlands in den letzten Jahren einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Die SMB entspricht jedoch nicht der Gesamtbilanz der Eiskappe. Sie umfasst Schneefall, Oberflächenschmelze, Sublimation und Abfluss. Die Gesamtbilanz umfasst auch den Eisabfluss in den Ozean. Offizielle GRACE-FO-Daten berücksichtigen all diese Faktoren und zeigen, dass die Verluste in Grönland seit Jahren rückläufig sind – das genaue Gegenteil des einseitigen Beschleunigungsszenarios, das vom Klima-Establishment nach wie vor propagiert wird.

Link: https://electroverse.substack.com/p/australias-southeast-hit-by-early?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 20 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 8. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Bemerkung: Der ständige Wechsel der Schrifttypen ist ein technischer Fehler und bislang nicht beeinflussbar.

Der Beitrag Kältereport Nr. 19 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Gesund durch Selbstbestimmung – Dr. Walter Weber im Gespräch

04. Mai 2026 um 18:18

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Gesund durch Selbstbestimmung – Dr. Walter Weber im Gespräch

Aus dem Klappentext:

Ganz besonders in den letzten vier Jahren wurde ersichtlich, dass Selbstbestimmung und die damit einhergehende Eigenverantwortung des Einzelnen nicht gewünscht sind. Vorwiegend im Bereich Gesundheit.

Doch: „Jede Heilung fängt mit Selbstliebe, Selbstwertschätzung und Selbstbestimmtheit an. 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche, 24h Stunden am Tag.“ Das sagt unser heutiger Gast, Dr. Walter Weber. Vielen ist er bereits durch die „Ärzte für Aufklärung“ bekannt. Als praktizierender Arzt in Hamburg sind Psychosomatik und Krebsbehandlung seine Schwerpunkte.

In einer Welt, wo wir alle konditioniert wurden unsere Verantwortung und häufig auch das Gehirn an der Rezeption abzugeben, zeigt seine Erfahrung ein anderes Bild: Das Wichtigste für einen gesunden Körper, Geist und Seele sind Selbstwertschätzung, Selbstliebe und Selbstbestimmung.

Als Autor von u.a. „Gesundheit aus eigener Kraft“ oder „Hoffnung bei Krebs – Der Geist hilft dem Körper“ ist seine Intention den Patienten auf ihrem Weg der Gesundheit und Heilung zu helfen.

Das Interview erschien erstmals im August 2024.

Weitere Informationen:

https://www.drwalterweber.de/

https://aerzte-fuer-aufklaerung.de/

https://www.wch-germany.de/


Dr. Heidi Wichmann
Web: https://dr-wichmann.shop/
Telegram: https://t.me/drheidiwichmann

Rüdiger Lenz
Telegram: https://t.me/NichtkampfPrinzip

Buch: "Das Nichtkampf-Prinzip" von Rüdiger Lenz
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Buch "Endlich Frieden" u. a. von Rüdiger Lenz
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Buchempfehlung: "Geimpft-Gestorben" von Dr. Ute Krüger
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Disclaimer:

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Dieser Beitrag wurde am 03.05.2026 auf dem YouTube-Kanal „Eigeninitiative Gesundheit“ veröffentlicht.

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Bildquelle: Eigeninitiative Gesundheit

(Auszug von RSS-Feed)

Kältereport Nr. 18 /2026

03. Mai 2026 um 10:00

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Meldungen vom 27. April 2026:

Frühjahrs-Frost in Osteuropa

Über der östlichen Hälfte Europas hat sich kalte Luft festgesetzt.

Die Vorhersagen simulieren für die kommende Woche Temperaturen deutlich unter dem Durchschnitt, wobei eine weitere Kaltfront die Abweichungen vom Normalwert noch verstärken wird.

Der Frost hält sich bis weit in den Frühling hinein, sogar in Frankreich, wo die Temperaturen in tief gelegenen Regionen wie Mourmelon-le-Grand am Sonntagmorgen auf -2,3 °C fielen – ein weiterer Schlag für die Frühsaison-Ernten.

Je weiter man nach Osten blickt, desto stärker wird die Kälte.

Am 26. April strömte arktische Luft nach Weißrussland und verwandelte Regen in weiten Teilen des Landes in Schnee. Städte wie Grodno, Nesvizh und Slutsk berichteten von Szenen, die eher für Januar als für Ende April typisch sind.

Der Wind nahm stark zu und führte zu Schneesturmbedingungen und schlechter Sicht.

Die Kältewelle erfasste auch den Osten der Türkei, wobei in Sarıkamış bei stark sinkenden Temperaturen Schneehöhen von fast 30 cm gemessen wurden. Der Straßenverkehr kam zum Erliegen und die Fahrbahnen wurden schnell rutschig. Die Einheimischen sind an strenge Winter gewöhnt, doch selbst hier ist Schneefall Ende April ungewöhnlich.

In den höheren Lagen der Region wird weiterer Schneefall erwartet, während für Teile Westrusslands sogar in tieferen Lagen Schneefall vorhergesagt wird, da sich die Kaltluft weiter ausbreitet.

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Schottland: 10 m Schneewehe in Cairn Gorm

Am Cairn Gorm in Schottland wurde in dieser Saison eine Schnee- und Eisverwehung beobachtet, deren Tiefe auf etwa 10 Meter geschätzt wird. Laut lokalen Berichten wurden Verwehungen dieser Größenordnung seit Jahren nicht mehr gesehen.

[Graeme Pringle]

Diese riesige Eisplatte, Ergebnis einer anhaltenden Akkumulation während der gesamten Saison, steht im Widerspruch zu den wiederholten Behauptungen, der Schnee in Schottland verschwinde.

Eine 10 Meter hohe Schneeverwehung passt nicht in dieses Bild.

Die Prozesse, die in Schottland für die Bildung und den Erhalt von Schnee sorgen, sind nach wie vor zugange.

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Extreme Kälte in der Antarktis

Während es in Teilen der Ostantarktis mild ist, herrscht fast überall sonst ungewöhnliche Kälte, insbesondere am Ross-Schelfeis.

Am 26. April verzeichnete Margaret AWS ein Tiefstwert von -58,9 °C – kälter als sogar am Südpol. Und in McMurdo sanken die Temperaturen auf -37 °C – der niedrigste Wert für April dort seit dem 26. April 2021.

Auch wenn sich Panikmacher auf Berichte über eine Warmluftblase im Osten stürzen werden, ist die vorherrschende Situation doch von bitterer Kälte geprägt. Und es gibt kein Zurück mehr: Der Ross-Sektor befindet sich fest im Wintermodus, wobei Strahlungskühlung und die Dynamik der Eisschicht die Temperaturen mit nachlassendem Sonnenlicht immer schneller sinken lassen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/spring-freeze-tightens-grip-on-eastern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 28. April 2026:

Grönland: Rekord-Zuwachs der Oberflächen-Massenbilanz

Die Oberflächen-Massenbilanz (SMB) Grönlands ist in den letzten Tagen stark gestiegen, wobei der 27. April den Spitzenwert erreichte – am Montag wurden rund 8 Gigatonnen akkumuliert, was deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010 für Ende April liegt.

Die tägliche Akkumulation hat seit Mitte des Monats wiederholt den oberen Bereich erreicht:

Die Saison 2025/26 verläuft derzeit leicht über dem langjährigen Durchschnitt:

Ende April beginnt in der Regel der Übergang zu einer Phase, in der die Schneeschmelze überwiegt. Starke Neuschneefälle in dieser Phase bilden einen Puffer – mehr Schneedecke, um die frühe Schneeschmelze aufzufangen und das Freilegen des darunterliegenden, dunkleren Eises zu verzögern.

Das derzeit immer noch vorhandene Defizit der Gesamt-Massenbilanz dürfte sich damit weiter verringern. A. d. Übers.

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Moskau: Rekord-Schneefälle für Ende April

Am Montag kehrte der Winter untypisch spät im Jahr nach Moskau zurück: In der Hauptstadt fielen rund 12 cm Schnee – der stärkste Schneefall, der jemals für diesen Tag verzeichnet worden ist.

Der russische Meteorologe Jewgeni Tischkowetz (Phobos-Wetterzentrum): „Noch nie in der gesamten Geschichte der meteorologischen Beobachtungen [~150 Jahre] gab es am 27. April so viel Schnee.“

Ventusky bezeichnet die Gesamtmengen als „für Ende April außergewöhnlich“ und verweist auf über 20 cm in den umliegenden Gebieten.

Das Unwetter war so heftig, dass eine Wetterwarnung der Stufe Orange ausgelöst wurde. Die Straßen wurden durch eine Schicht aus festgefahrenem Schnee und Eis rutschig, und über 200 Bäume wurden entwurzelt.

Am Montagmorgen wurden mehr als 50 Flüge verspätet oder gestrichen, und auch der Bahnverkehr kam zum Erliegen, da das Verkehrssystem der Hauptstadt Mühe hatte, mit den Wetterbedingungen fertig zu werden, die eher für den Winter als für Ende April typisch sind.

(Ausschnitt)

Ende April liegen die Durchschnittstemperaturen in der Regel deutlich über dem Gefrierpunkt, was eine anhaltende Schneebildung erschwert. Für dieses Ereignis waren eine zum richtigen Zeitpunkt eintreffende Kaltluftmasse, ausreichend Feuchtigkeit und günstige Bodenbedingungen erforderlich – eine Kombination, die so spät im Frühling nur selten vorkommt.

Hinzufügung des Übersetzers: Im Wetter-Radarbild sah die zugehörige Wolkenspirale des dafür ursächlichen Tiefdruckwirbels wirklich eindrucksvoll aus:

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenlands-record-smb-gains-late?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 29. April 2026:

Höhere Lagen: Schnee von Schottland bis nach Sizilien

Es ist Ende April, und der Winter hält sich immer noch hartnäckig.

In Schottland bietet das Cairngorm-Gebirge im Ptarmigan Bowl weiterhin Skifahren mit Liftunterstützung an, wobei im oberen Teil des Gebirges noch genügend Schnee für die letzten Abfahrten der Saison liegt.

In Glencoe ist die normale Pistenzeit zwar vorbei, doch der Zubringerlift bleibt für Skitourengeher geöffnet, die in höheren Lagen noch befahrbaren Schnee finden.

Skifahren Ende April ist nach wie vor bemerkenswert, insbesondere nach jahrelangen Behauptungen, der Schnee in Schottland sei verschwunden.

Weiter südlich ist der Kontrast noch deutlicher.

Auf dem Ätna haben starke Schneefälle in den ersten Monaten des Jahres 2026 zu gewaltigen Schneemassen in der Nähe des Gipfels geführt. Die Betreiber haben Zufahrtswege durch den Schnee gebahnt, damit Fahrzeuge höhere Lagen erreichen können.

Der Ätna ist mit einer Höhe von über 3.300 m hoch genug für lang anhaltenden Frühlingsschnee. Doch die Schneedecke ist in diesem Jahr weitaus umfangreicher als nur ein paar vereinzelte Reste in den Höhenlagen: Selbst in der Nähe von 2.000 m am Südhang des Ätna werden die geräumten Zufahrtswege von bis zu 6 m hohen Schneewänden flankiert.

Von Schottland bis Sizilien hält der bedeutende Spätschnee bis in den Mai hinein an.

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Osteuropa: Befürchtungen von Ernte-Einbußen wegen anhaltender Kälte

Ein Kälteeinbruch Ende April breitet sich über Osteuropa aus und bringt Nachtfrost, Schnee in den Bergen und die Befürchtung von Ernteausfällen zum ungünstigsten Zeitpunkt mit sich.

Die Ukraine ist bereits schwer getroffen worden.

Lokalen Berichten zufolge wurden Tiefsttemperaturen bis -8 °C gemessen und Schäden an den Ernten verzeichnet, wobei die genauen Verluste noch ermittelt werden. Aprikosen und Pfirsiche scheinen besonders gefährdet zu sein, nachdem wiederholte Kälteeinbrüche von Februar bis April die Blüten und Knospen geschädigt hatten. Erste Schätzungen deuten hier auf potenzielle Verluste von 40–60 % bei Aprikosen und 30–50 % bei Pfirsichen hin, wobei die zentralen und südlichen Regionen am stärksten betroffen sind.

Es wurden auch Rekordtiefstwerte verzeichnet.

Am 27. April sank die Temperatur am Berg Pip Ivan in den Karpaten auf -10 °C. In Lemberg fiel sie auf -5,3 °C und unterbot damit den bisherigen Tiefstwert für den 27. April von -2,2 °C aus dem Jahr 1954.* Uschhorod erreichte -2,2 °C und stellte damit ebenfalls einen neuen Tiefstwert auf.

*Hier muss man etwas relativieren. Der Tagesrekord wird zwar so stimmen, aber Cap Allon macht keine Angaben dazu, ob es nicht in anderen Jahren noch nach diesem Termin noch kälter war. Das ändert jedoch nichts an der extremen Ausprägung dieser Kältewelle. A. d. Übers.

Auch anderswo wurden diese Woche Frostwarnungen in Moldawien ausgegeben, wo die Temperaturen auf -3 °C sanken.

Auch in Rumänien werden anhaltender Frost, Schnee in den Bergen und Temperaturen bis -6 °C in den Senken der Ostkarpaten vorhergesagt, wobei sich der Frost sogar bis nach Osttranssilvanien ausbreiten soll.

Bulgarien hat ebenfalls weitreichende Frostwarnungen herausgegeben. Zwischen dem 29. April und dem 3. Mai sollen die Temperaturen 12 °C unter dem Normalwert liegen, wobei selbst in den Tieflagen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen werden. Bulgarische Meteorologen warnen vor Ertragseinbußen, gerade jetzt, wo das Wachstum im Frühling an Fahrt gewinnt.

Was die Türkei betrifft, so wird die nächste heftige Kältewelle für den 1. Mai erwartet, wobei die Temperaturen um 15 °C unter den Normalwert fallen werden. In den Bergen ist Schnee wahrscheinlich, während ländliche Gebiete von Frostschäden in der Landwirtschaft bedroht sind. Blühende Obstbäume sind erneut die offensichtliche Schwachstelle.

Das Gesamtbild zeigt ein „Omega-Block“-Muster, bei dem sich der Jetstream stark krümmt: Westeuropa genießt die aus dem Süden herangeführte Wärme, während der Osten mit eisiger arktischer Luft zu kämpfen hat, die aus dem Norden herabweht.

Dieser Kälteeinbruch ist heftig und kommt spät. In den letzten Apriltagen stehen die Obstbäume in Blüte, das Gemüse treibt aus und die Winterkulturen wachsen. Frost, der im Februar noch als normal gilt, verursacht Ende April erhebliche Schäden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-snow-holds-from-scotland-to?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 30. April 2026:

China: Extremer Kälteeinbruch im Osten

Ostchina wurde Ende April von einem heftigen Kälteeinbruch heimgesucht.

In Shanghai, wo es um diese Zeit normalerweise schon richtig frühlingshaft warm ist, wurden am 29. April nur 11,7 °C als Tageshöchsttemperatur gemessen – das war die niedrigste Tageshöchsttemperatur im April seit 1939.

Die ausgedehnte Kaltluftmasse erreichte auch den Südwesten Chinas.

In Yunnan warnten die Behörden die Provinz vor sinkenden Temperaturen, Regen, Gewittern, starken Winden, Hagel und lokalen Temperaturstürzen von mehr als 10 °C in dieser Woche.

In den frühen Morgenstunden des 29. April wurde in den nördlichen Bergregionen um Kunming und Qujing starker Schneefall verzeichnet – ein seltenes Phänomen so spät im Jahr.

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Kalter Mai in den USA steht bevor

Ein Großteil der zentralen und östlichen USA startet mit unterdurchschnittlichen Temperaturen in den Mai.

Das Climate Prediction Center der NOAA rechnet bis zum 13. Mai mit kühleren Bedingungen als üblich östlich der Rocky Mountains. Modellberechnungen zeigen tägliche Abweichungen von 8°C unter dem Normalwert in Teilen des Mittleren Westens und des Ohio-Tals.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-shot-hits-eastern-china-us-faces?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung aus der Antarktis vom 1. Mai 2026:

Antarktis: Monats-Rekorde an der Station Concordia

Die Antarktis ist dieses Jahr besonders früh in den Winter eingetreten.

An der Concordia-Station auf dem ostantarktischen Plateau sanken die Temperaturen am 30. April auf -75,2 °C und fielen am 1. Mai vorläufig weiter auf -75,9 °C.

Die Daten von ClimAntarctide deuten darauf hin, dass beide Messwerte die Monatsrekorde für Concordia bedrohen: einer für April, unmittelbar gefolgt von einem für Mai. Der Wert für den 1. Mai ist noch vorläufig, sodass die endgültige Zahl noch angepasst werden kann.

Concordia liegt am Dome C auf rund 3.233 m über dem Meeresspiegel und ist eine der kältesten dauerhaft besetzten Forschungsstationen der Erde. Das öffentliche ClimAntarctide-Archiv identifiziert Concordia als PNRA/IPEV-Station, an der seit 2005 automatische Wetterbeobachtungen durchgeführt werden.

Die Antarktis versinkt in extreme Kälte, während die Sonne verschwindet und das Plateau Wärme ins All abstrahlt. Von hier aus geht es nur noch weiter nach unten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/concordia-sets-back-to-back-monthly?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 19 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 1. Mai 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kältereport Nr. 18 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Merz sagt offen, dass die Deutschen ärmer werden – und dass er nichts dagegen tun will

30. April 2026 um 10:00

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Das Interview, dass Kanzler Merz dem Spiegel gegeben hat, hat auch international Schlagzeilen gemacht Ich wurde in Russland am Mittwoch von mehreren großen Kanälen angefragt, um darüber zu sprechen, denn für die Russen ist es unverständlich, wie ein Regierungschef seinem Volk ins Gesicht sagen kann, dass es ärmer wird und dass er nichts dagegen zu […]
(Auszug von RSS-Feed)

Kältereport Nr. 17 /2026

26. April 2026 um 10:00

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Meldungen vom 20. April 2026:

Australien: Rekord-Aprilkälte

Im Südosten Australiens herrschte am Wochenende weitverbreitete Kälte, wobei in mehreren Bundesstaaten Tiefsttemperaturen unter dem Gefrierpunkt gemessen wurden. Eine Reihe von Wetterstationen verzeichnete die niedrigsten April-Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen.

New South Wales führte den Temperaturrückgang an: In Perisher Valley sank die Temperatur auf -5,5 °C, in Goulburn auf -4,1 °C und in Orange auf -2,3 °C. In Canberra wurden -1,8 °C gemessen.

Auch in Victoria kühlte es sich stark ab, wobei die Temperatur in Melbourne am 19. April auf 5,3 °C sank.

Die Kälte breitete sich weit über den Südosten aus, wobei im Landesinneren von NSW, VIC, SA und Tasmanien Frost gemeldet wurde.

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Korea: Seltene Kälte-Warnungen für April

Südkorea hat innerhalb von weniger als 24 Stunden einen Wechsel von Rekordwärme zu einem plötzlichen Kälteeinbruch erlebt – was die saisonal spätesten Kältewellenwarnungen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005 ausgelöst hat.

Am Sonntag wurden in Seoul noch 29,4 °C gemessen. Am Montag gaben die Behörden Kältewellenwarnungen für die Provinzen Gangwon, Süd-Chungcheong und Nord-Jeolla heraus, als die Temperaturen zu sinken begannen.

Die Tiefstwerte am Morgen fielen in Teilen des Landesinneren und in höher gelegenen Gebieten auf Werte zwischen 2 und 11 °C. Dies entspricht den Kriterien des Landes für eine Kältewelle: ein Temperaturrückgang von mindestens 10 °C innerhalb eines Tages, kombiniert mit unterdurchschnittlichen Temperaturen.

Ein kurzer Anstieg warmer Südostströmungen unter Hochdruck hatte die Temperaturen auf Rekordwerte (für Mitte April) getrieben. Diese Wetterlage änderte sich abrupt, so dass kältere Nordluft nach Süden strömen und das Wetter im ganzen Land kippen konnte.

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Kanada, Teile der USA: Weiterhin Schnee und Kälte

Ende April fällt in ganz Kanada und in den Rocky Mountains weiterhin Schnee, wobei die Modelle eine weitere Erhöhung der Schneedecke bis Anfang Mai simulieren.

Ein blockierendes Hochdruckgebiet in hohen Breitengraden ist die Folge eines stark mäandrierenden Jetstreams. Eingelagerte Tiefdruckgebiete ziehen kalte Luft aus einem troposphärischen Polarwirbel nach Süden, der über dem arktischen Kanada weiterhin Temperaturen um die -40 °C hält.

In diesen Tagen (um den 25. April löst er sich auf, und zwar relativ schnell. A. d. Übers.

Über den Großen Seen und dem Nordosten schneit es, wobei es in höheren Lagen zu beträchtlichen Schneemengen kommt. In Kanada hält der weit verbreitete Schneefall im Zusammenhang mit einem Tiefdruckgebiet an.

Aktuelle Vorhersagen deuten auf anhaltenden Schneefall in ganz Kanada in den nächsten 10 bis 15 Tagen hin. Diese Verteilung ähnelt der in der Mitte des Winters, was auch die Temperaturen bestätigen.

Im Zentrum der USA hat es hinter einer Kaltfront stark abgekühlt, mit erheblichen Temperaturstürzen innerhalb von 24 Stunden. Etwa ein Drittel der 48 kontinentalen US-Bundesstaaten (rund 55 Millionen Menschen) lag am frühen Montag deutlich unter dem Gefrierpunkt, wobei für Dienstag ähnliche Bedingungen erwartet werden.

Natürlich alles in Grad Fahrenheit. 0°C = 32 Fahrenheit.

Das Muster verstärkt sich: kurzzeitige Erwärmung unter Hochdruckgebieten, gefolgt von einem Zusammenbruch, wenn sich wieder Tiefdruckgebiete ausbreiten. Jeder Zyklus zieht mehr kalte Luft nach Süden. Im Ursprungsgebiet liegt weiterhin Schnee. Für viele sieht es nach Schneefällen bis in den Mai hinein aus.

Dies gilt auch für den Westen, wo es ebenfalls zu späten Schneefällen kommen wird.

In einer seltenen Aktion hat das kalifornische Skigebiet Heavenly, das Anfang dieses Monats für diese Saison schon geschlossen hatte, am Wochenende nach starken Schneefällen Mitte April eine Reihe von Pisten wieder geöffnet.

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Nordhemisphäre: Schneemasse 400 GT höher als normal

Die Schneemasse auf der Nordhalbkugel steigt bis Ende April stark, Satellitendaten zeigen einen Überschuss von rund 400 Gigatonnen gegenüber dem Normalwert der Jahre 1982–2012.

Der FMI-Datensatz erfasst die gesamte Schneemasse (ohne Gebirgsregionen). Die aktuellen Werte liegen deutlich über dem langjährigen Mittelwert und deutlich außerhalb des Bereichs von +1 Standardabweichung.

Zu diesem Zeitpunkt im April verläuft die Kurve normalerweise stark abwärts. Nicht so in diesem Jahr:

Link: https://electroverse.substack.com/p/record-april-cold-australia-koreas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Am 21. April bringt Cap Allon lediglich zwei Kurzmeldungen, aber keine Meldung zu expliziten Kalt-Ereignissen. Weiter geht es also mit

Meldungen vom 22. April 2026:

Grönland: Seltener Schneezuwachs für Ende April

Grönland nimmt bis Ende April weiterhin an Masse zu.

Die tägliche Oberflächen-Massenbilanz lag in den letzten Tagen deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 1981–2010, wobei allein am 21. April rund 7 Gigatonnen verzeichnet worden waren:

Der Schneefall hat die Eisdecke weiter aufgefüllt und zu einem breiten, anhaltenden Zuwachs geführt. Die Verluste beschränken sich nach wie vor auf schmale Küstenstreifen, was zwar typisch ist – das Ausmaß und die Dauerhaftigkeit der Zunahme zu dieser späten Jahreszeit sind es jedoch nicht.

Diese Zuwächse liegen am Rande des Rekords:

Und sie haben eine bisher wechselhafte Saison wieder auf den Durchschnitt gebracht:

Anmerkung des Übersetzers: Das derzeit immer noch vorhandene Defizit der Gesamt-Massenbilanz des Grönlandeises (im Vergleich mit April 2002), die nicht identisch ist mit der hier beschriebenen Oberflächen-Massenbilanz, dürfte sich damit weiter verringern.

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USA: Spät-saisonaler Schnee von Kalifornien bis Vermont

Am 22. April schneit es an beiden Küsten immer noch.

In Kalifornien prognostiziert das UC Berkeley Central Sierra Snow Lab für den aktuellen Sturm 30 bis 60 cm Neuschnee, wobei mäßige bis starke Schneefälle und zunehmender Wind erwartet werden.

Gleichzeitig fällt im Nordosten immer mehr Schnee.

In Vermont verzeichnete das Jay Peak Resort in den 24 Stunden vor dem 22. April weitere 15 cm Neuschnee. Das Resort hat nun in der Saison 2025–26 die 10-m-Marke überschritten und liegt damit vor den meisten Skigebieten im Westen der USA.

Auch im größeren Maßstab bestätigt sich dieser Trend.

Die Schneemasse der nördlichen Hemisphäre liegt derzeit bei beeindruckenden 450 Gigatonnen über dem Durchschnitt der Jahre 1982–2012 (basierend auf den neuesten Daten vom 20. April):

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenlands-rare-late-april-ice-gains?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung vom 23. April 2026:

China: Schneefall Ende April

Am 21. April fiel im gesamten zentralen Shaanxi Schnee.

Im Kreis Yijun wurden in den letzten 24 Stunden starke Schneefälle verzeichnet.

Yijun liegt auf dem Lössplateau im nördlichen Zentralchina, wo die Höhenlage für kältere Bedingungen sorgt, doch Schneefälle dieses Ausmaßes sind Ende April untypisch.

Regionalen Berichten zufolge war der Schneefall im gesamten zentralen Shaanxi weit verbreitet.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-april-snow-in-china-why-land?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Eine Meldung volm 24. April 2026:

Osteuropa: „Comeback“-Winter

Nachdem letzte Woche in den Weinbergen Frankreichs die Frostkerzen angezündet worden waren, ist nun Osteuropa an der Reihe zu frieren.

Von Finnland bis hinunter zur Türkei (und darüber hinaus) ist die östliche Hälfte Europas in letzter Zeit blau eingefärbt, wobei Bosnien auf dem Balkan späten Schneefall verzeichnet.

Bis zum 23. April fielen auf dem Berg Jahorina rund 15 cm Neuschnee, und es schneit immer noch.

Auf fast 1.900 m Höhe ist Schnee für Jahorina nichts Ungewöhnliches. Doch Schneemengen dieser Größenordnung so spät, nachdem die Skisaison bereits zu Ende ist, sind nicht typisch. Das Olympische Zentrum erwägt nun, die Skisaison bis in den Mai hinein zu verlängern.

Es wird erwartet, dass der Schnee nicht nur in Bosnien, sondern auch in vielen anderen Ländern zurückkehrt, darunter Finnland an diesem Wochenende: „Takatalvi“ nennen sie es hier, oder „Comeback-Winter“.

Link: https://electroverse.substack.com/p/comeback-winter-for-eastern-europe?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 18 / 2026

Redaktionsschluss für diesen Report: 24. April 2026

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kältereport Nr. 17 /2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Deutschland zockt seine Bürger ab! | Von Janine Beicht

23. April 2026 um 09:01

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Deutschland zockt seine Bürger ab! | Von Janine Beicht
Tagesdosis 20260423 apolut
0:00
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Deutschland zockt seine Bürger ab! | Von Janine Beicht

Der Staat im Dauerrausch: Die Regierung frisst, der Bürger zahlt

Die Einnahmen des Fiskus steigen trotz schwacher Konjunktur weiter an und entlarven ein System, das sich selbst stabilisiert, während die finanzielle Basis der Bevölkerung schleichend erodiert und jede neue Belastung als alternativlos verkauft wird.

Ein Kommentar von Janine Beicht.

Während die deutsche Wirtschaft unter geopolitischen Schocks ächzt und die Frühjahrsprojektion der Regierung das erwartete Wachstum gerade auf mickrige 0,5 Prozent halbiert hat (1), feiert der Fiskus einen stillen Sieg. Im März kassierten Bund und Länder 89,27 Milliarden Euro an Steuern, ein Plus von 3,6 Prozent zum Vorjahr. Für das erste Quartal steht unterm Strich ein Zuwachs von 0,9 Prozent (2). Die Quellen dieses scheinbaren Aufschwungs sind bezeichnend: Die Grunderwerbsteuer hat ihren höchsten Stand seit 2022 erreicht, die Lohnsteuer legte um vier Prozent zu. Der Staat, dieser Krisenprofiteur par excellence, saugt weiter fleißig aus den Taschen der Steuerzahler, während draußen die Energiepreise durch den Iran-Krieg explodieren und die Industrie über eine neue Kostenwelle klagt.

Die Berliner Transformationskoalition atmet auf. Doch wer genau hinsieht, erkennt das perfide Spiel: Ein reicher Staat, ein armer Bürger. Private Vermögensbildung wird zur Illusion, während der Apparat an allen Ecken mehrfach zugreift und gleichzeitig neue Steuerdebatten über Erbschaftsteuer, Vermögensteuer, das Ehegattensplitting und die Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung lostritt. Besonders zynisch wirkt die geplante Aushöhlung des Ehegattensplittings, die vor allem die einheimische bürgerliche Familie trifft, während Gastarbeiterfamilien aus dem alten Vertragswerk von 1964 weiterhin profitieren. (3) Das ist kein Versehen, das ist spalterische Politik, die gezielt die Mitte der Gesellschaft ausblutet.

Der Staat verteilt jedes Jahr 321 Milliarden Euro an Subventionen. Das sind exakt sieben Prozent der gesamtwirtschaftlichen Leistung. Mit einer Neuverschuldung von rund 4,5 Prozent im laufenden Jahr, Sondervermögen eingerechnet, wird klar, dass der Fiskus künftig noch aggressiver über den Anleihenmarkt zugreifen wird. Am Ende zahlt wieder der Steuerzahler, sei es durch höhere Abgaben oder durch die schleichende Inflation, die den Familien die Kaufkraft zerfrisst. Der Ukraine-Krieg muss unter allen Umständen weiterlaufen, der NGO-Komplex braucht Nachschub, die links-grüne Umverteilungsmaschine läuft auf Hochtouren. Der Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg, Lars Feld, bringt es exakt auf den Punkt. Er kritisiert diese Entwicklung: 

„Problematisch sind nicht nur die Summen, sondern auch, wo diese Mittel konzentriert sind. Da handelt es sich häufig um ökonomisch fragwürdige Programme.“ (4)

Der Staat ist zum gewaltigen Selbstbedienungsladen geworden, in dessen Zentrum ein überfetteter Apparat sitzt, der die produktiven Kräfte der Gesellschaft systematisch aussaugt.

Kürzungen für die Schwächsten, während die Kassen der Profiteure klingeln

Genau in diesem Kontext sickert ein internes 108-seitiges Arbeitspapier (5) durch, das unter dem harmlosen Titel „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ radikale Einschnitte bei Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen vorsieht. Mehr als 70 Vorschläge mit einem bezifferten Sparvolumen von 8,6 Milliarden Euro, wobei zwei Drittel der Ideen nicht einmal beziffert sind. Das Papier stammt aus einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, an der das SPD-geführte Arbeitsministerium und das CDU-geführte Familienministerium maßgeblich beteiligt waren. Es wurde abseits der Öffentlichkeit erarbeitet und beim Arbeitstreffen von Bund, Ländern und Kommunen am 25. März diskutiert.

Individuelle Rechtsansprüche auf Schulbegleitung sollen gestrichen werden, das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen eingeschränkt, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe komplett abgeschafft. Junge Geflüchtete ab 16 Jahren sollen in Gemeinschaftsunterkünfte mit reduzierten Standards gesteckt werden, Alleinerziehende müssen mit deutlich geringerem Unterhaltsvorschuss auskommen. Manche dieser Vorschläge widersprechen offen der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention.

Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, erklärte dazu. 

„Was hier unter dem harmlosen Titel ‚Effizienter Ressourceneinsatz‘ verhandelt wird, ist ein Angriff auf Errungenschaften, die elementar für soziale Teilhabe sind und die über Jahrzehnte erkämpft wurden. Dass solche grundlegenden Leistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen so radikal gekürzt werden sollen und die Debatte an den Menschen vorbei im Verborgenen geführt wird, ist gleichermaßen skandalös. Hier droht ein Kahlschlag bei Alltagshilfen, mit einschneidenden Folgen für Betroffene und ihre Familien.“ (6)

Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch sprach von einem „Spiel mit dem sozialen Frieden“ und forderte das Bundeskabinett auf, die Pläne zurückzunehmen. Der Arbeiter-Samariter-Bund sieht einen klaren Verstoß gegen internationale Konventionen. Am Ende bleibt der Eindruck, dass hier nicht effizient gespart, sondern gezielt an den verletzlichsten Stellen der Gesellschaft gekürzt werden soll, leise, technokratisch und fern jeder öffentlichen Rechenschaft.

Sparen am Patienten, während die Kassenchefs kassieren

Parallel dazu legt Gesundheitsministerin Nina Warken ihre Pflegereform vor. Die Entlastungen im Heim sollen erst nach 18 statt nach zwölf Monaten greifen (7), die Kriterien für Pflegegrade werden verschärft. Der Chef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, warnt unmissverständlich: Die Pläne würden die Sozialhilfequote in der stationären Pflege bis 2029 über die 40-Prozent-Marke treiben. Er äußerte:

„Die jetzt bekannt gewordenen Vorschläge zur Pflegereform verschärfen das Problem der stark steigenden Heimentgelte drastisch. Dadurch wird das Pflegeheim für immer mehr Menschen endgültig zur Armutsfalle.“ (7)

Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, spricht von einer realen Mehrbelastung für die Betroffenen und wirft der Ministerin vor, nur fiskalisch anzupacken, ohne die strukturellen Probleme anzugehen.

Während die Beitragszahler bluten sollen, bleiben die Gehälter der Kassenchefs unangetastet (8). Jens Baas von der Techniker Krankenkasse kassiert 402.518 Euro im Jahr, Christoph Straub von der Barmer 360.600 Euro, Andreas Storm von der DAK immerhin noch 352.308 Euro. Die AOK Niedersachsen zahlt ihrem Chef Jürgen Peter 311.791 Euro plus 62.576 Euro Bonus. Das sind keine Ausreißer, das ist System. Die Krankenkassen stecken in der Finanznot, die Beitragszahler sollen höhere Zuzahlungen, weniger Krankengeld und Leistungskürzungen schlucken, aber an die Vorstandsgehälter rührt niemand.

In der großen Gesundheitsreform tobt der Koalitionsstreit (9). Vier zentrale Punkte lassen die schwarz-rote Eintracht bröckeln: Die Einschränkung der kostenlosen Mitversicherung von Ehe- oder Lebenspartnern, die Unterfinanzierung der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger durch den Bund in Höhe von zehn Milliarden Euro pro Jahr, die Zurückhaltung bei Einschnitten für die Pharmabranche und die geplanten Kürzungen beim Krankengeld. Warken will die Höhe auf 65 Prozent des Bruttogehalts senken, die Dauer auf maximal 78 Wochen in drei Jahren begrenzen und das Kinderkrankengeld um fünf Prozent kürzen. Neu kommt die Teilzeit-Krankschreibung: Wer mehr als vier Wochen krank ist, soll mit Zustimmung des Arbeitgebers und ärztlicher Feststellung zu 25, 50 oder 75 Prozent arbeitsfähig erklärt werden können. Arbeitgeber sparen Lohn, die Kassen zahlen nur noch anteilig Krankengeld. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) positioniert sich klar dagegen. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel sagte:

„Wer krank und arbeitsunfähig ist, soll sich vollständig auskurieren. Ansonsten steigt das Risiko, länger und ernsthafter zu erkranken.“ (10)

Unterm Strich entsteht so ein System, das Belastungen nach unten durchreicht und Verantwortung nach oben konsequent ausspart. 

Die geplante Steuerreform als Potemkinsches Dorf

Mitten in diesem Chaos legt die Unionsfraktion ein Steuerkonzept vor, das wie ein verzweifelter Versuch wirkt, bürgerliche Wähler bei Laune zu halten. Bis zu 30 Milliarden Euro Entlastung (11) sollen kommen: Grundfreibetrag um mindestens 1.000 Euro rauf, Spitzensteuersatz erst ab 85.000 statt 70.000 Euro, Solidaritätszuschlag komplett abschaffen, dafür die Reichensteuer auf 47,5 Prozent ab 210.000 Euro anheben. Subventionen sollen pauschal um 15 Prozent pro Jahr gekürzt werden, acht Milliarden in der Verwaltung eingespart. Finanzpolitiker Yannick Bury und Florian Dorn sprechen von einem Durchbruch. In dieser Gemengelage inszeniert die Union ihr Konzept als Gegenentwurf zur wachsenden fiskalischen Schieflage – als Beleg dafür, dass Entlastung und Konsolidierung zugleich möglich seien: CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann äußerte dazu:

„Die Reform wäre ein Durchbruch in der aktuellen Steuerdebatte. Sie wäre genau das richtige Signal, dass sich in Deutschland etwas zum Guten bewegt.“ (11)

Doch die Realität ist ernüchternd und sie trägt den Stempel einer klassischen Potemkinschen Kulisse. Eine detaillierte Durchrechnung zeigt, dass die monatliche Entlastung für die allermeisten Bürger kaum spürbar oder sogar illusorisch bleibt: Niedrige Einkommen dürfen sich auf 15 bis 30 Euro im Monat freuen, die Mittelschicht auf 25 bis 60 Euro, die obere Mittelschicht immerhin auf 80 bis 150 Euro. Bei sehr hohen Einkommen mischt sich die Reichensteuererhöhung ein und neutralisiert einen Teil der angeblichen Erleichterung. Der große Hebel ist weder der Freibetrag noch die große Geste, sondern lediglich die Soli-Abschaffung und die Verschiebung des Spitzensteuersatzes – alles andere verpufft im progressiven Tarifsystem. Das Konzept bleibt vage bei der Gegenfinanzierung. Der Staat hat sich längst auf höhere Verteidigungsausgaben und seine grüne Subventionsarchitektur festgelegt. SPD-Finanzminister Lars Klingbeil wird das Papier ohnehin in den Reißwolf werfen. Die Union, die selbst massiv am Ausbau des Staatsapparats mitgewirkt hat, allein im letzten Jahr netto mehr als 100.000 neue Stellen (12) im öffentlichen Dienst geschaffen hat, spielt nur Theater. Sie signalisiert Vernunft und zieht dann doch auf der linken Spur weiter. Mit dieser Union wird es keine echten Steuersenkungen geben. 

Merz und die Rente: Das große Eingeständnis des Scheiterns 

Und dann kommt der Kanzler selbst und spricht aus, was alle längst ahnen. Beim Jubiläumsempfang des Deutschen Bankenverbandes erklärte Friedrich Merz nüchtern: 

„Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter. Sie wird nicht mehr ausreichen, auf Dauer den Lebensstandard zu sichern.“ (13)

Darüber hinaus hielt der Kanzler einen erheblich größeren Ausbau kapitalgedeckter Komponenten in der betrieblichen und privaten Altersversorgung für erforderlich, statt wie bisher primär auf Freiwilligkeit zu setzen. Das ist das offene Eingeständnis, dass das gesamte Wohlfahrtsstaatsversprechen für die Beitragszahler gescheitert ist. Das Geld der Einzahler ist weg, verschwendet an Subventionen, an eine ausufernde Asylindustrie, an einen dysfunktionalen Sozialstaat, der immer mehr Leistungsbezieher finanziert, während die produktive Mitte immer stärker belastet wird. Manuela Schwesig ging den Kanzler frontal an. Auf Facebook schrieb sie: 

„Ich habe überhaupt kein Verständnis für die Vorgehensweise des Kanzlers. Es liegen noch überhaupt keine Vorschläge aus der Rentenkommission vor. Solche Aussagen machen den Menschen Angst. Und es ist besonders stillos, diese Ankündigungen beim Bundesverband der Banken zu machen, in deren Führungsetagen garantiert niemand auf die gesetzliche Rente angewiesen ist. […] Es muss Schluss damit sein, dass der Kanzler und seine Regierung den Menschen erzählen, dass sie zu wenig arbeiten und dass sie stärker belastet werden müssen.“ (14)

Besonders im Osten, wo die gesetzliche Rente für viele das einzige Alterseinkommen ist, löst das blankes Entsetzen aus. Unions-Vizefraktionschef Sepp Müller und Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Daniel Peters distanzieren sich ebenfalls. Die Umfragewerte der Union rauschen in den Keller (15). Merz hat den Beitragszahlern klargemacht: Ihr habt jahrzehntelang eingezahlt, jetzt bleibt euch die Basis, der Rest ist euer Problem. Private Vorsorge? Bei steigenden Energiepreisen, Abgaben und einer Politik, die Eigentumsbildung systematisch erschwert, ist diese Forderung eine blanke Verhöhnung.

Deutschland auf dem Weg in den ökosozialistischen Abgrund? 

Was sich hier abspielt, ist kein Unglück, sondern Programm. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD hat sich zur grün-etatistischen Allianz gewandelt. Sie baut den Staat aus, subventioniert ihre Günstlinge, kürzt bei den Schwächsten und bei den Familien, die das System eigentlich tragen. Die Industrie bekommt Milliarden für den Industriestrompreis, die Pflegeheime werden zur Armutsfalle, Kinder und Behinderte verlieren Teilhabe, die Rente wird zur Mindestsicherung. Gleichzeitig wächst der Verwaltungsapparat, die Subventionsmaschine läuft heiß, und der Steuerzahler soll gefälligst stillhalten. 

Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise neben dem ideologischen Klimawahn weiter in die Höhe, die Wachstumsprognose liegt bei lächerlichen 0,5 Prozent, und doch geht die Ausgabenparty ungebremst weiter. Der Staat schwimmt im Geld, weil er es sich aus den Taschen der Mitte holt. Die Privatwirtschaft verabschiedet sich entweder in die Insolvenz, in die Apathie oder ins Ausland. Was bleibt, ist der wiederholte Versuch, einen deutschen Sozialismus aufzubauen, diesmal unter schwarz-roter Flagge, mit ökosozialistischem Anstrich und militärischem Sockel. Die Bürger zahlen die Zeche. Und sie sollen auch noch dankbar sein.

Quellen und Anmerkungen



(1) https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/wachstumsprognose-bundesregierung-102.html

(2) https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/haushalt-steuereinnahmen-im-maerz-deutlich-gestiegen-aber-nicht-wegen-energiepreisen/100218568.html

(3) https://apolut.net/das-grosse-ausplundern-der-beitragszahler-von-janine-beicht/

(4) https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/staat-subventionen-bericht-energie-kritik-100.html 

(5) https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/enthuellung-kahlschlag

(6) https://www.fr.de/politik/mit-behinderungen-kinder-familien-merz-regierung-plant-massive-einschnitte-menschen-zr-94267771.html

(7) https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/warken-pflegereform-kritik-100.html

(8) https://archive.is/s3u6t#selection-2421.0-3446.1

(9) https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/krankengeld-krankschreibungen-gesundheitsreform-100.html

(10) https://www.aerzteblatt.de/archiv/arbeitsunfaehigkeit-teilzeitkrankschreibung-vorgeschlagen-563f4c56-8f38-45f5-bccb-581f8b4c3a20

(11) https://www.bild.de/politik/inland/cdu-und-csu-planen-steuer-hammer-fuer-topverdiener-ab-210-000-euro-jahreseinkommen-69e871ad4a467a672855fb0f

(12) https://www.tagesspiegel.de/politik/fast-100000-neue-stellen-etwa-jeder-achte-beschaftigte-in-deutschland-arbeitet-im-offentlichen-dienst-13866274.html

(13) https://www.welt.de/politik/deutschland/article69e70b662b77976b1d64fda3/friedrich-merz-sieht-gesetzliche-rente-kuenftig-nur-noch-als-basisabsicherung-erbitterter-widerstand-von-spd.html

(14) https://www.facebook.com/ManuelaSchwesig/posts/ich-habe-%C3%BCberhaupt-kein-verst%C3%A4ndnis-f%C3%BCr-die-vorgehensweise-des-kanzlers-es-liege/1498446741647406/

(15) https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-04/forsa-umfrage-friedrich-merz-zufriedenheit-afd-cdu

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Dank an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Münzen in der Hand eines alten Mannes. Euro-Münzen.

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Der provozierte Feind: Wie Amerika Russland in die Konfrontation trieb

27. Oktober 2025 um 12:58

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Seit dem Ende des Kalten Krieges hätte die Welt in eine Ära echter Kooperation eintreten können. Stattdessen verwandelte Washington den Frieden in ein geopolitisches Nullsummenspiel …

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