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Heute — 06. Juni 2026EIKE

Endlich! Das Klima-Kartenhaus zerfällt

06. Juni 2026 um 07:00

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Peter Murphy

Die vorherrschende Darstellung des Klimawandels hat in den letzten Tagen einen herben Rückschlag erlitten, haben doch Wissenschaftler des IPCC von ihren eher abwegigen Klimaprognosen für das 21. Jahrhundert Abstand genommen.

Extreme Prognosen von einem Temperaturanstieg um 4 bis 5 Grad, so schrieben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Geoscientific Model Development“, „sind mittlerweile unglaubwürdig geworden“. Das bedeutet, dass Vorhersagen über rapide steigende CO₂-Emissionen und höhere Temperaturen endlich verworfen werden, die angeblich zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen, Ernteausfällen und sogar zum Aussterben der Menschheit führen sollen.

Diese seit langem bestehende Erzählung vom Klimawandel, die schon immer ein Kartenhaus war, das darauf abzielte, Gesellschaften durch Angst zur Unterwerfung zu zwingen, bricht zusammen – zunächst allmählich, nun plötzlich, um einen Satz von Ernest Hemingway zu zitieren.

Es stellt sich heraus, dass selbst Klimawissenschaftler, die von der UNO bezahlt werden, ein Mindestmaß an Selbstachtung besitzen, so dass sie wahnwitzige Vorhersagen nicht länger verteidigen können, die von Anfang an nie plausibel waren.

„Für das 21. Jahrhundert wird die Bandbreite zukünftiger Klimaszenarien geringer ausfallen als bisher angenommen“, schrieben die Wissenschaftler. Um ihr Gesicht zu wahren, führen sie die Abmilderung der düsteren Klimawandelprognosen auf „[niedrigere] Kosten für erneuerbare Energien, die Entwicklung der Klimapolitik und die jüngsten Emissionstrends“ zurück. Tatsächlich müssen diese Genies nun ihre Worte in langatmigem Fachjargon zurücknehmen.

Glauben sie oder irgendjemand sonst wirklich, dass ein paar Windräder und Solarmodule, die wie eine Handvoll mikroskopisch kleiner Flecken über die Landmasse des Planeten verstreut sind – die selbst nur 30 % der Erde ausmacht –, irgendetwas bewirkt haben?

Diese seit langem angewandten Panik-Propaganda des IPCC und seiner Erfüllungsgehilfen aus Universitäten, NGOs und Regierungsbehörden haben zweifellos ihre Wirkung gezeigt, insbesondere bei jungen Menschen. Das erinnert mich an eine Begegnung vor 18 Monaten, als ich als Teil der Delegation des „Committee for a Constructive Tomorrow“ am UN-Klimagipfel COP29 in Baku in Aserbaidschan teilnahm.

CFACT-Präsident Craig Rucker und ich nahmen uns etwas Zeit, um die Altstadt zu besuchen. In dieser Touristenenklave von Baku trafen wir drei amerikanische College-Studenten aus North Carolina, die ebenfalls an der Konferenz teilnahmen. Wir kamen ins Gespräch über den Klimawandel.

Es gab weder Streit noch Bitterkeit, sondern lediglich einen angenehmen Gedankenaustausch. Craig erklärte ihnen in seiner gewohnten freundlichen, aber gründlichen Art, dass die Auswirkungen des Klimawandels keineswegs so gravierend seien, wie es die UNO oder die scheidende Biden-Regierung behaupteten. Es handele sich nicht um eine „existenzielle Bedrohung“; die seit fast 40 Jahren geäußerten Weltuntergangsprognosen zum Klima hätten sich nie bewahrheitet; es sei in Ordnung, Kinder zu bekommen; und so weiter.

Von den drei Studierenden glaubte einer das Ganze nicht, eines der Mädchen machte einen unsicheren, fragenden Eindruck, während das andere Mädchen sichtlich erleichtert wirkte, als wäre ihr eine Last von den Schultern genommen worden. Alle drei waren ihr ganzes Leben lang in Klimafragen getäuscht worden, angefangen vielleicht bei den Zeichentrickfilmen am Samstagmorgen über heuchlerische Hollywood-Schauspieler bis hin zu Unternehmensbetrügern, die nach Regierungsaufträgen gierten, und scharlatanischen Hochschulprofessoren, die alle den gleichen Propaganda-Cocktail tranken.

Angesichts dieser neuesten Erkenntnisse der IPCC-Wissenschaftler dürfte die vorherrschende Erzählung all dieser Institutionen ins Wanken geraten, da sie den vor uns liegenden wissenschaftlichen, planetarischen und menschlichen Realitäten nicht länger standhalten kann.

Am Nordpol und in der Antarktis gibt es im jeweiligen Wintern nach wie vor massive Eisansammlungen. Der Atlantik wird weder Miami noch Obamas Villa an der Küste von Martha’s Vineyard verschlingen. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz und militärische Hardware können weder jetzt noch jemals mit Wind- und Solarenergie betrieben werden. Flüssigerdgas ist reichlich vorhanden und verbreitet sich dank wachsender US-Exporte weltweit, und die CO₂-freie (vorausgesetzt, das spielt eine Rolle) Kernenergie erlebt langsam, aber unaufhaltsam ein Comeback.

Auch die höheren Benzinpreise infolge des Krieges der USA gegen den Iran sind ein deutliches Zeichen. Die Amerikaner verabscheuen Benzinpreise von 4,50 Dollar pro Gallone [ca. 4 l], die Kalifornier hassen sie bei über 6 Dollar noch mehr. Dieser Krieg hat ein Ende, hoffentlich eher früher als später, woraufhin sich die globalen Ölmärkte beruhigen und die Benzinpreise sinken werden. Doch Klimapolitik für sogenannte grüne Energie kann nur in einer Welt mit hohen Öl- und Gaspreisen überleben und expandieren – und genau dort will die Klimalobby, dass es auf unbestimmte Zeit so bleibt.

Mit Ausnahme der klimabegeistertsten und leichtgläubigsten Politiker werden die meisten der übrigen gewählten Amtsträger es nicht dulden – und nicht riskieren, dafür verantwortlich gemacht zu werden –, dass die Energiepreise durch die Durchsetzung klimapolitischer Maßnahmen dauerhaft in die Höhe schnellen, wissen sie doch genau, wie unbeliebt diese derzeit in der Öffentlichkeit sind.

Natürlich wird der vom IPCC angeführte „Klimawandel-Industriekomplex“ weder verschwinden noch zugeben, dass er unsinnige Hysterie verbreitet hat. Der Spektakel wird weitergehen, doch ihre Glaubwürdigkeit und ihre jahrzehntelange Panikmache unter dem falschen Deckmantel der Wissenschaft sollten nie wieder ernst genommen werden.

Was jene Studentin aus North Carolina angeht, die eine enorme Erleichterung empfand, dass der Klimawandel keine Bedrohung für ihre Zukunft darstellt, so hoffe ich, dass Millionen weitere Menschen ebenso empfinden werden, während diese kolossale Lüge vom Klima-Armageddon weiter unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbricht.

This article first appeared in the Washington Examiner (here).

Link: https://www.cfact.org/2026/06/01/the-climate-house-of-cards-is-finally-collapsing/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Zumindest hier für unser Land erscheint mir auch diese Darstellung zu optimistisch – die Medien ziehen nach wie vor nicht mit.

Der Beitrag Endlich! Das Klima-Kartenhaus zerfällt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Gestern — 05. Juni 2026EIKE

Keith Briffa gegen Michael E. Mann: Das Klima-Gate 2009/2010

05. Juni 2026 um 15:00

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2009/2010 wurden interne Emails der Universität von East Anglia geleakt, in denen Forscher wie Stefan Rahmstorf zugaben, daß ihre Computermodelle mit den Meßdaten nicht übereinstimmten. Wegen der guten politischen Verbindungen (Vitamin B) traten viele unwissende Forscher für die Klimaalarmisten ein – siehe „Offener Brief von 255 Mitgliedern der US National Academy of Sciences (2010), unter den Unterzeichnern waren elf Nobelpreisträger.“

Die Zeiten sind vorbei. So lange die gewaltigen Umverteilungskosten von unten nach oben nicht sichtbar waren, konnten viele Wohlhabende die Geschichten noch verteidigen.

Derzeit bericht Nuis.de von einem damals kaum bekannt gewordenen Konflikt zwischen „Mister Hockeyschläger“ und Kontrahent Keith Briffa, der Manns Fantasien unterlag. Zitat Nius.de

Letzterer war als Chef-Autor zuständig für die immens bedeutsamen Berichts-Zusammenfassungen an die Entscheidungsträger in der Politik. Keith Briffa steuerte seine Klimastudien bei – problematisierte aber intern immer wieder, daß Forschungsdaten durchaus widersprüchlich und zu unsicher seien, um daraus handfeste Fakten zu generieren. Dennoch wurden auch diese Unsicherheiten zu einer glasklaren „Botschaft“ glatt gebügelt. Und so wurde die „mittelalterliche Wärmeperiode“ aus der Klimageschichte getilgt. 

NIUS zeichnet diesen Zwist anhand geleakter E-Mails nach, die bislang noch nicht im Licht der Öffentlichkeit standen. 

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Aktuell (5.6.) ergänzt Felix Perrefort auf TwitterX: 

Die folgende Climategate-Mail demonstriert beispielhaft, wie IPCC-nahe Wissenschaftler vorgehen, wenn sie das historische Klima aus Proxy-Daten (hier Baumringen) rekonstruieren. Die Rekonstruktion ist selbst eine Form der Modellierung, da Daten nicht einfach ausgewertet und dargestellt, sondern in einem subjektiv-schöpferischen Prozeß in Form gebracht werden.

Der Forscher (hier Tim Osborn) konstruiert sich aus Rohdaten eine Vergangenheit, die seinen Wunschvorstellungen entspricht, wobei er reichlich Spielraum hat. Um das Mittelalter herum (1000 n. Chr.) lag zunächst ein „higher Peak“ vor, der der Hockeyschläger-Dogmatik hätte widersprechen können, wonach die heutige Erwärmung beispiellos sei und in entscheidender Weise anthropogen vorangetrieben werde. Eine ebenso warme Vergangenheit würde diese Erzählung schließlich infrage stellen.

„Sobald“ man den Peak jedoch „mit zwei anderen [Proxy-]Reihen mittelt“, wird die Gesamttendenz begradigt. Sie können immer so vorgehen. Die Climategate-Mails zeigen uns, dass Paläoklimatologen überhaupt nicht die Vergangenheit rekonstruieren, sondern ihre Vorstellungen in sie zurückprojizieren. Sie legen hinein, was sie anschließend zu finden glauben.

Das ist „die Wissenschaft“, die Al Gore und Greta Thunberg auf ihre jeweilige Art dazu veranlaßte, die Welt in die Klimaangst hinein zu hypnotisieren. Die Zeit ist reif, diesen falschen Propheten endlich aufrecht entgegenzutreten und die Klimaideologie insgesamt zu beerdigen.

Übersetzung: (mit deepl)

Hier ist die alte Version zum Vergleich. Der einzige auffällige Unterschied betrifft die Region Ural-YAMAL, die zuvor um das Jahr 1000 n. Chr. einen höheren Wert aufwies.
Obwohl dies eine recht große Veränderung war, zeigt die Gesamtdurchschnittsreihe nur sehr geringe Unterschiede, sobald man sie mit den beiden anderen Reihen mittelt.

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Beobachtungen widersprechen dem Drehbuch

05. Juni 2026 um 06:00

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Cap Allon

Die Ozeane erwärmen sich. Die Niederschläge werden heftiger. Das Meereis schmilzt. Der Schnee verschwindet. Die Stürme werden heftiger. CO₂ erklärt alles.

So lautet das gängige Narrativ.

Eine Studie des dänischen Physischen Geografen und Klimaforschers Ole Humlum aus dem Jahr 2026 widerspricht dem jedoch.

Ozeane

Argo-Daten aus den Jahren 2004 bis 2021 zeigen, dass sich die oberen 1.900 m der Weltmeere um etwa 0,037 °C erwärmt haben.

Das ist eine winzige Veränderung, und sie verläuft nicht gleichmäßig. Die tropischen Ozeane erwärmten sich hauptsächlich in der Nähe der Oberfläche. Die Ozeane rund um die Antarktis erwärmten sich bis in eine Tiefe von etwa 500 m. Die Ozeane rund um die Arktis kühlten sich sogar ab.

Meeresspiegel

Der Meeresspiegel wird in Metern angegeben. Viele Pegelmesser zeigen, wenn überhaupt, Zentimeter an.

Humlum nennt Korsør in Dänemark, wo Messungen seit 1897 einen linearen Anstieg von etwa 0,83 mm pro Jahr zeigen.

Setzt sich dieser Trend fort, beträgt der Anstieg bis 2150 etwa 10 cm.

Meereis

Zwar ist das arktische Meereis seit Beginn der Satellitenbeobachtung zurückgegangen, doch hat es nicht den drastischen Einbruch genommen, wie er in Krisenprognosen dargestellt wird.

Humlum stellt fest, dass die arktische Meereisfläche im September zwischen 2022 und 2025 deutlich über allen Modellprognosen des IPCC lag:

Die Schneebedeckung der nördlichen Hemisphäre wird seit den frühen 1970er Jahren per Satellit gemessen.

Humlum zeigt, dass die durchschnittliche Schneebedeckung weitgehend stabil geblieben ist.

Die Schneebedeckung im Winter ist sehr stabil. Im Frühling und Sommer ist sie leicht rückläufig. Im Herbst ist sie leicht gestiegen.

Stürme

Stürme retten die Geschichte nicht.

Humlum stellt seit 1980 keinen eindeutigen Aufwärtstrend bei der Zahl der tropischen Wirbelstürme weltweit fest.

Die kumulierte Zyklonenenergie im Atlantik zeigt Schwankungen, aber keine geradlinige Krisenkurve.

Regen

Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Diese Tatsache wird immer wieder herangezogen um zu behaupten, dass die globale Erwärmung zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Niederschlagslage führen müsse.

Humlum legt jedoch globale Niederschlagsdaten von 1979 bis 2026 vor und stellt einen Trend fest, der nahe bei Null liegt:

Wolken

Wolken spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Humlum verweist auf einen Rückgang der globalen Wolkendecke von etwa 64 % auf 61 % zwischen den frühen 1980er Jahren und 2019. Im ungefähr gleichen Zeitraum stieg die globale Temperatur Berichten zufolge um etwa 0,7 °C.

Weniger Wolken bedeuten, dass mehr Sonnenenergie die Erdoberfläche erreicht. Das ist grundlegende Strahlungsphysik.

Klimamodelle tun sich mit Wolken schwer.

Doch Wolken sind einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die kurzfristige Temperatur.

In Europa lässt sich dieser Zusammenhang deutlich erkennen.

Copernicus zufolge hat die Sonnenscheindauer über dem europäischen Festland in den letzten vier Jahrzehnten zugenommen. Und seit 2006 war jedes Jahr (mit Ausnahme von 2010) sonniger als der Durchschnitt der Jahre 1991–2020.

Im Jahr 2025 lag die Sonnenscheindauer in Europa etwa 5 % über dem Durchschnitt:

Die Bewölkung lag im Jahr 2025 unter dem Normalwert, mit einer landesweiten Abweichung von etwa -3 %:

Bei genauerer Betrachtung zeigen die DWD-Daten (unten) Gleiches für Deutschland.

Das obere Diagramm stellt die höchste in Deutschland seit 1951 gemessene Temperatur pro Jahr dar. Das untere Diagramm zeigt die jährliche Sonnenscheindauer im gleichen Zeitraum. Beide weisen einen Aufwärtstrend auf.

Das Rekord-Hitzejahr 2003 verzeichnete auch die höchste Sonnenscheindauer in der Reihe.

Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland 1.187 kWh/m², eine der höchsten Werte seit Beginn der zuverlässigen Aufzeichnungen im Jahr 1983:

Weniger Wolken. Mehr Sonnenschein. Mehr Sonneneinstrahlung erreicht die Erdoberfläche.

Ein klarerer Himmel lässt die Tageshöchsttemperaturen steigen. Durch die wärmestauende Lage der Messstationen steigen diese Werte noch weiter. Städtische Oberflächen und ungünstige Standorte lassen zudem die nächtlichen Tiefsttemperaturen steigen, da sie die Wärme speichern.

Weniger Wolken und die zunehmende Urbanisierung treiben die „globale Erwärmung“ voran.

Die Frage ist nur, in welchem Ausmaß.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sunshine-village-reopens-for-summer?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Sind Klimamodelle „einfach Physik”?

04. Juni 2026 um 12:00

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Häufig wird behauptet, man solle Klimamodellen Glauben schenken, weil sie lediglich auf physikalischen Gesetzen beruhen. In einem Artikel von mir von vor einigen Jahren habe ich dargelegt, dass Wissenschaft so nicht funktioniert. Selbst gültige wissenschaftliche Theorien liefern unter Umständen keine präzisen Vorhersagen, und zwar aus verschiedenen Gründen wie beispielsweise Heterogenität (z. B. bei Erdbeben). In diesem Beitrag fasse ich einige der wichtigsten Ergebnisse zusammen, etwa ein Drittel des gesamten Artikels. Dieser steht hier:

Loehle, C. 2018. Epistemological Status of General Circulation Models. Climate Dynamics 50:1719-1731. DOI 10.1007/s00382-017-3737-7.

Der erkenntnistheoretische Status allgemeiner Zirkulationsmodelle (General Circxulation Models; GCMs)

Craig Loehle, Ph.D., National Council for Air and Stream Improvement, Inc. (NCASI)

Abstract:  Prognosen sowohl zu den wahrscheinlichen anthropogenen Auswirkungen auf das Klima als auch zu den daraus resultierenden Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft basieren auf umfangreichen, komplexen Softwaretools, den sogenannten Globalen Zirkulationsmodellen (GCMs). Von GCMs erstellte Prognosen wurden bei der politischen Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit dem Klimawandel intensiv genutzt. Der Zusammenhang zwischen den zugrunde liegenden physikalischen Theorien und den von GCMs erzeugten Ergebnissen ist jedoch unklar. Im Falle von GCMs werden zahlreiche Diskretisierungen und Näherungen vorgenommen, und die Simulation von Prozessen des Erdsystems ist alles andere als einfach und führt derzeit zu einigen Ergebnissen mit unbekannten Auswirkungen auf die Energiebilanz. Statistische Tests der GCM-Prognosen hinsichtlich des Übereinstimmungsgrades mit den Daten würden die Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit erleichtern. Wenn Modellergebnisse aufgrund von Modellverzerrungen auf Anomaliebasis gestellt werden müssen, hängen sowohl visuelle als auch quantitative Maße für die Modellanpassung stark vom für die Normalisierung verwendeten Referenzzeitraum ab, was die Prüfung problematisch macht. Die Erkenntnistheorie wird hier auf Probleme der statistischen Inferenz während der Prüfung, die Beziehung zwischen der zugrunde liegenden Physik und den Modellen, die epistemische Bedeutung von Ensemble-Statistiken, Probleme der räumlichen und zeitlichen Skala, das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer ungezwungenen Nullhypothese für Klimaschwankungen, die Bedeutung bestehender Unsicherheitsschätzungen und andere Fragen angewendet. Eine strenge Argumentation erfordert eine sorgfältige Quantifizierung des Unsicherheitsgrades.

1 Introduction

Globale Zirkulationsmodelle (GCMs) versuchen, den aktuellen Wissensstand zur Klimadynamik mittels Prozessgleichungen abzubilden und diese Gleichungen numerisch zu lösen, um das Klima unter verschiedenen Szenarien menschlicher Einflüsse zu simulieren (Taylor et al. 2012). Diese Modelle sind komplex und werden seit den 1960er Jahren weiterentwickelt (Manabe und Wetherald 1967). Den Ergebnissen der GCMs kommt bei der Formulierung der öffentlichen Energiepolitik eine zentrale Rolle zu. Die Grundlage für diese zentrale politische Stellungnahme ist, dass die Modelle auf physikalischen Grundlagen beruhen (IPCC 2013), wobei vielen Attributions- und Prognoseergebnissen ein hohes Maß an Zuverlässigkeit (>95 %) beigemessen wird (IPCC 2013 SPM). Der IPCC berichtet zudem, dass GCMs historische Daten gut abbilden und dass die Übereinstimmung ohne Einbeziehung von Treibhausgasen nicht gut ist (IPCC 2013, Abb. SPM.6).

Es gibt eine umfangreiche Literatur, welche die Ergebnisse von GCMs mit verschiedenen Klimamerkmalen vergleicht (siehe folgende Abschnitte). Solche Vergleiche werden durch den stochastischen Charakter sowohl des Klimas als auch der Modelle erschwert. Vergleiche zwischen GCMs und Daten werden je nach Variable und Studie als mangelhaft, angemessen, gut oder ausgezeichnet bewertet (McWilliams 2007). Diese Unklarheit resultiert aus einer Vielzahl von Kriterien für die Modellgüte sowie aus unterschiedlichen Ergebnissen.

Die Bewertung von Wissensaussagen (von denen es mehrere gibt), die auf GCMs basieren, kann durch eine Betrachtung der Erkenntnistheorie (siehe Williams 2001 für einen Überblick) unterstützt werden, die den logischen Rahmen für die Bewertung dessen bildet, wie wir wissen und was man wissen kann. Mit einer epistemologischen Analyse können wir den Status einer Theorie/eines Modells hinsichtlich ihrer/seiner logischen Grundlage, Zuverlässigkeit und Stringenz bewerten. Mit diesem Rahmen können wir sowohl die Tests der Modellgüte als auch die Übereinstimmung der aus GCMs abgeleiteten Ergebnisse mit der bekannten Physik bewerten. Ich werde diese Fragen zunächst anhand verschiedener Bereiche der Wissenschaft veranschaulichen und dann auf die Frage nach dem epistemologischen Status von Klimamodellen zurückkommen.

2 Modelle und Epistemologie

Wissenschaft ist der Prozess der formalen Entdeckung von Gesetzmäßigkeiten in der Natur. Eine Erklärung oder ein formales Modell für eine solche Gesetzmäßigkeit wird als Theorie bezeichnet (oder als Gesetz, wenn sie gut belegt ist). Newtons Gravitationsgesetz ist ein klassisches und einfaches Beispiel. In diesem Fall gehorchen Objekte diesem Gesetz auf menschlicher Maßstabsebene offenbar exakt. Solche hochpräzisen Theorien werden gemeinhin als erklärend betrachtet.

Der Idealfall überprüfbarer Theorien findet sich in der klassischen Physik. Newtons und Maxwells Gesetze liefern sehr spezifische Vorhersagen und schließen zudem bestimmte Ereignisse aus. Diese Gesetze wurden durch Experimente überzeugend bestätigt, doch ist zu beachten, dass selbst hier Störfaktoren wie Reibung kontrolliert werden müssen, um sie zu überprüfen. In diesen Fällen ist der Maßstab für die Gültigkeit einer Theorie sehr hoch. Experimentelle Daten stimmen oft fast perfekt mit der Theorie überein, und Ereignisse wie die Rückkehr eines Kometen lassen sich Jahrzehnte im Voraus vorhersagen. Die scheinbare Perfektion dieser Gesetze hat vielleicht zu der Überzeugung geführt, dass sie im absoluten, logischen Sinne „wahr“ sind, doch wie bereits erwähnt, weist selbst die Schwerkraft einige ungeklärte Merkmale auf.

Gültige und nützliche Theorien entstehen jedoch nicht fertig ausgearbeitet und perfekt, und sie sind auch nicht immer so präzise wie die Maxwell’schen Gleichungen. Als Alfred Wegener 1912 die Theorie der Kontinentalverschiebung vorstellte, konnte man keineswegs behaupten, dass seine Theorie ausgereift war. Es fehlte ein Auslöser für die Kontinentalbewegung (und vielen erschien es unmöglich, dass sich Kontinente bewegen könnten), ebenso wie ausreichende Belege. Als Daten gesammelt wurden, insbesondere zur Meeresbodenspreizung und zum Prozess der Subduktion, entstand ein schlüssiges Bild von Plattenbewegungen, der Entstehung von Gebirgszügen, dem Ursprung von Vulkanen und dem Grund für die Lage von Erdbebenzonen. Doch auch nach einem Jahrhundert der Reifung dieser Theorie bleibt sie eine qualitative Theorie, denn obwohl sie die allgemeinen Lageorte von Erdbeben- und Vulkanzonen erklären kann, lässt sie sich aufgrund der Heterogenität der Erdkruste und der Unmöglichkeit, detaillierte Daten zu erheben, weder die Stärke noch der genaue Ort oder der Zeitpunkt von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen vorhersagen. Somit muss selbst eine mechanistische und gut erprobte Theorie nicht in der Lage sein, präzise Vorhersagen zu treffen – vielleicht niemals. Wenn eine Theorie reift, wird sie hoffentlich präziser, doch dies ist nicht garantiert (Loehle 1983).

In seinem berühmten Abgrenzungsprinzip weist Popper (1959, 1963) auf eine Asymmetrie hin: Es ist möglich, eine Theorie zuverlässig zu widerlegen, doch eine Theorie kann niemals bewiesen werden. Stattdessen stärken aufeinanderfolgende erfolgreiche Tests einer Theorie lediglich unser Vertrauen in sie. Das bedeutet nicht, dass wir nichts wissen, wie Wissensrelativisten behaupten mögen, sondern vielmehr, dass wissenschaftliches Wissen vorläufig, begrenzt (die Schwerkraft ist auf atomarer Ebene nicht eindeutig erklärbar) und eine Frage des Grades ist (Loehle 2011). In manchen Fällen kann dieses Wissen viele signifikante Stellen umfassen, in anderen Fällen ist es möglicherweise eher qualitativer Natur.

Entscheidend ist, dass die Überprüfung einer sich weiterentwickelnden Theorie nicht dem einfachen Modell der Hypothesenprüfung folgt, wie es in empirischen Experimenten verwendet wird, und dies auch nicht tun sollte. Bei der Prüfung eines Medikaments im Vergleich zu einem Placebo liefern statistische Tests oft eine einfache Antwort darauf, ob es besser oder schlechter ist oder in welchem Ausmaß. Bei der Überprüfung einer Theorie gibt es hingegen mehrere Aspekte der Theorie, die zu einem bestimmten Zeitpunkt jeweils teilweise bestätigt werden können, sowie alternative Erklärungen, die möglicherweise ausgeschlossen werden müssen (Reiss 2015). Ein Netzwerk aus Bestätigung, Mathematik und kausaler Erklärung stützt den Glauben an eine Theorie zu jedem Zeitpunkt, nicht ein einfaches Ja oder Nein. Je ausgereifter eine Theorie wird und je strenger sie getestet wird, desto höher steigen wir auf der Skala der epistemischen Gewissheit. Es besteht jedoch eine Asymmetrie zwischen dem Beweisen einer Theorie und ihrer Anwendung für eine Berechnung. Die Tests, die zur Akzeptanz einer Theorie als „wahr“ führen, werden oft unter sorgfältig kontrollierten und idealen Bedingungen durchgeführt, wie beispielsweise im Vakuum. Bei jeder auf einer Theorie basierenden Berechnung wenden wir sie hingegen unter nicht-idealen Bedingungen an. Beispielsweise verhält sich eine fallende Feder im Vakuum anders als in der Luft. Die Brücke von der idealisierten Physik zu Anwendungen in der realen Welt bildet die Gesamtheit aus Näherungen, Vereinfachungen, Diskretisierungen, empirischen Beziehungen, geschätzten Anfangsbedingungen und numerischen Methoden, die zur Erstellung eines Berechnungswerkzeugs (Loehle 1983) verwendet werden, mit dem sich ein Ergebnis berechnen lässt. Diese Brückenbeziehungen verhindern, dass ein Berechnungswerkzeug eine perfekte Darstellung der zugrunde liegenden physikalischen (oder anderen) Theorie ist. Sind diese Störfaktoren nur schwer zu quantifizieren und zu modellieren, können wir möglicherweise keine Vorhersagen treffen (z. B. über die Flugbahn einer fallenden Feder). Die Richtigkeit eines Berechnungswerkzeugs ist somit eine empirische Frage danach, wie genau oder nützlich es ist, und nicht eine Frage von wahr oder falsch, wie wir es bei Theorien/Gesetzen annehmen.

3 Physikalische Grundlagen von Klimamodellen

Welchen erkenntnistheoretischen Status haben GCMs hinsichtlich ihrer physikalischen Grundlage? GCMs sind eine Mischung aus simulierten Prozessen, die als gut verstandene Physik gelten (z. B. Strahlungstransport), und solchen, die nur unzureichend verstanden werden (z. B. Wolkenmikrophysik, IPCC 2013, S. 599). Inwieweit lassen sich die verwendeten Algorithmen direkt auf bekannte physikalische Erkenntnisse zurückführen? Inwieweit belegt die physikalische Grundlage ihren Wahrheitswert, ihre Erklärungskraft oder ihre Zuverlässigkeit? Wie wir oben gesehen haben, sind physikalische Theorien, die unseren gängigen Vorstellungen von „Wahrheit“ nahekommen, zumindest unter idealisierten Bedingungen (z. B. in reibungslosen Vakuums) in der Lage, sehr präzise Vorhersagen für die reale Welt zu treffen. Können GCMs solche sauberen physikalischen Theorien wie Newtons Bewegungsgesetze im Vakuum annähern? Wenn ja, dann ist ein hohes Maß an Vertrauen in ihre Ergebnisse gerechtfertigt. Doch selbst bei einem einfachen Problem wie dem Werfen eines Würfels oder einer Münze bedeutet die Sensitivität gegenüber den Anfangsbedingungen, dass das Ergebnis nicht vorhergesagt werden kann, obwohl es auf bekannter Physik basiert. Im Zusammenhang mit Klimamodellen stellen Rougier und Goldstein (2014) fest, dass die Gesetze des Klimasystems der Erde nicht vollständig bekannt sind und sich bei ausreichender Auflösung nicht explizit lösen lassen. Katzav et al. (2012) weisen darauf hin, dass die Vollständigkeit und strukturelle Stabilität der Modelle unbekannt sind. Dies gilt insbesondere für die Navier-Stokes-Gleichungen (N-S-Gleichungen) der Strömungsmechanik, für die keine analytischen Lösungen bekannt sind. Diese Unfähigkeit, die Gleichungen explizit zu lösen, ist der Grund dafür, dass numerische Simulationen verwendet werden. Die korrekte Simulation der Gleichungen der Strömungsdynamik ist jedoch alles andere als einfach (Thuburn 2008). Ein besonderes Problem besteht darin, dass die korrekte Lösung dieser Gleichungen zwar die kontinuierliche Erhaltung von Masse, Energie, Impuls und anderen Eigenschaften (auf unendlich vielen Skalen) erfordert, da es sich um partielle Differentialgleichungen handelt, die Modelle jedoch diskret sind. Prozesse wie die Dissipation von Energie und die Ausbreitung von Wirbeln finden unterhalb der Gitterstufe statt, und es gibt keine Theorie, die garantiert, dass das Gittermodell diese korrekt behandelt (McWilliams 2007; Marston et al. 2016). Simulierte Prozesse innerhalb eines Gitters breiten sich möglicherweise nicht reibungslos auf benachbarte Zellen aus, was zu Ringing, der Anhäufung numerischer Lösungsfehler im Laufe der Zeit, oder zu Fehlern bei Winden oder der korrekten Modellierung von Phänomenen wie der Quasi-Biennial Oscillation führen kann (Thuburn 2008). Diese Probleme wurden noch nicht angemessen gelöst (z. B. Katzav et al. 2012), und tatsächlich bleibt die Lösung der N-S-Gleichungen ein Millennium-Problem (siehe http://www.claymath.org/millennium-problems/navier-stokes-equation). Daher können die Modelle gegen Erhaltungssätze verstoßen und numerische Lösungsartefakte aufweisen. Stevens und Bony (2013) zeigten beispielsweise, dass selbst in einem idealisierten Modell eines Wasserplaneten mit vorgegebenen Oberflächentemperaturen die räumlichen Reaktionen von Wolken und Niederschlag auf die Erwärmung je nach Modell sehr unterschiedlich ausfallen. Dies verdeutlicht, dass noch keine Einigkeit darüber besteht, wie diese Prozesse auf einem Gitter dargestellt oder berechnet werden sollen. Zhou et al. (2015) dokumentieren Fehler bei der zonalen Mittelung der Sonneneinstrahlung in einigen Modellen. Staniforth und Thuburn (2012) dokumentieren, dass alle bestehenden numerischen Gitterlösungsschemata bekannte Probleme aufweisen, darunter Gitterabdrücke und die Anregung von Berechnungszuständen. Die Unzulänglichkeit aktueller Gitterverfahren zeigt sich daran, dass ein Modell mit höherer Auflösung oft viele Abweichungen im Vergleich zu aktuellen Modellen aufweist (Sakamoto et al. 2012). Es werden weiterhin verbesserte numerische Methoden eingeführt, um die bekannten Probleme bei der Lösung von N-S-PDEs zu beheben (z. B. Marston et al. 2016). Darüber hinaus gibt es in allen Modellen Subgitter-Parametrisierungen (McWilliams 2007; Katzav et al. 2012; Hourdin et al. 2016), welche die Unsicherheit erhöhen. McWilliams (2007) stellt fest, dass kleine strukturelle (gleichungsformale) Unterschiede in Subgitter-Parametrisierungen zu unterschiedlichen dynamischen Attraktoren in solchen Strömungsdynamik-Systemen führen können.

Betrachten wir die grundlegendsten physikalischen Aspekte von Klimamodellen: die Strahlungseigenschaften von CO₂ in der Atmosphäre. Zwar gibt es eine grundlegende Theorie für diesen Prozess, doch gibt es zahlreiche Software-Tools zur Strahlungstransportberechnung (Oreopoulos und Mlawer 2010), da die Berechnung des Strahlungstransports auf einem Globus mit heterogener Atmosphäre ein schwieriges numerisches Problem darstellt – im Gegensatz zur Beschleunigung eines fallenden Körpers im Vakuum. Das Spektrum wird in jedem dieser Programme mit unterschiedlichen Auflösungen unter Verwendung verschiedener geometrischer Annahmen und Verfahren bewertet. Noch gravierender ist, wie Oreopoulos und Mlawer (2010) dokumentieren, dass 1) sich die grundlegende Theorie selbst ständig weiterentwickelt; 2) die in GCMs verwendeten Algorithmen aus rechnerischen Gründen stark vereinfacht sind; und 3) verschiedene GCMs nicht die gleichen Strahlungstransfer-Algorithmen verwenden. Es ist somit klar, dass auch hier eine Lücke zwischen der grundlegenden Theorie und den Berechnungen besteht, mit unklaren Konsequenzen.

Ebenso trifft jedes GCM unterschiedliche Annahmen hinsichtlich des Antriebs, der Wolken, der Landoberflächen, der räumlichen Rasterung usw. und verwendet unterschiedliche numerische Verfahren zur Lösung. Die geschätzten Antriebe haben sich zwischen den IPCC-Berichten AR4 und AR5 erheblich verändert, und der Einfluss von Aerosolen wird derzeit noch überarbeitet (z. B. Stevens 2015), wobei es erhebliche Unterschiede in der Darstellung zwischen den Modellen gibt (Wilcox et al. 2013). Für Prozesse, die unterhalb der Gitterauflösung ablaufen, wie z. B. Wolkenverhalten und Niederschlag, werden Parametrisierungen (d. h. empirische Beziehungen) verwendet (McWilliams 2007). Diese empirischen Beziehungen enthalten freie Parameter, die abgestimmt werden müssen (Lahsen 2005; McWilliams 2007; Mauritsen et al. 2012; Schmidt und Sherwood 2015; Hargreaves 2010; Hourdin et al. 2016), und diese Anpassungen können willkürlich sein (z. B. Soon et al. 2001, deren Abb. 4). Fehler in diesen Näherungen sind schwer zu quantifizieren, entfernen die Modelle jedoch zweifellos weit vom Bereich der reinen Darstellung idealer physikalischer Gesetze, wie etwa der Schwarzkörperstrahlung von einer gleichmäßigen Oberfläche bekannter Temperatur, wie auch von Katzav et al. (2012) argumentiert. Es lässt sich auch argumentieren, dass wesentliche physikalische Prozesse in den Modellen unberücksichtigt bleiben, wie beispielsweise die Auswirkungen des elektrischen Feldes der Erde (Andersson et al. 2014).

Wenn globale Klimamodelle nicht als präzise Abbildungen der Theorie betrachtet werden können, die auf der Ableitung einiger Komponenten aus fundierten physikalischen Erkenntnissen beruhen (wie oben dargelegt), welchen epistemologischen Status haben sie dann? Ein Ansatz zur Beurteilung ihres Wahrheitswerts besteht darin, nicht ausgehend von der zugrunde liegenden Physik zu argumentieren, sondern rückwärts von der Qualität ihrer Ergebnisse. Es lässt sich erfolgreich argumentieren, dass sie Aspekte des aktuellen Verständnisses des Erdklimasystems verkörpern, da sie sonst überhaupt nicht funktionieren würden. Katzav (2014) sowie Schmidt und Sherwood (2015) argumentieren beispielsweise, dass diese Verkörperung von Wissen durch die Überlegenheit aktueller Modelle gegenüber einem naiven Modell oder gegenüber Klimamodellen der vorherigen Generation belegt wird. Smith (2002) und Oreskes et al. (1994) schlagen vor, dass die Modelle eine nützliche Analogie oder Heuristik darstellen. McWilliams (2007) argumentiert, dass aufgrund der irreduziblen Unsicherheit in den Modellausgaben, die auf chaotische Dynamiken zurückzuführen ist, GCMs eher anhand ihrer Plausibilität beurteilt werden sollten als danach, ob sie korrekt oder die besten sind. Er argumentiert, dass die Modelle „Raum-Zeit-Muster liefern, die an die Natur erinnern … und damit eine sinnvolle Art von Turing-Test zwischen dem Künstlichen und dem Tatsächlichen bestehen“. Der IPCC (2013, S. 145) stellt fest, dass diese Modelle als Werkzeuge zum Verständnis des Klimasystems betrachtet werden können. Viele Ergebnisse (insbesondere die Temperatur) zeigen eine gute Übereinstimmung zwischen den Modellen, was auf einen gewissen Wahrheitswert der Modelle hindeutet (Räisänen 2007). Die Übereinstimmung zwischen den Modellen kann jedoch auf gemeinsamen Annahmen, gemeinsamen Algorithmen und ähnlichen Daten beruhen, die zur Kalibrierung verwendet werden. Parker (2011) argumentiert, dass die Übereinstimmung der Vorhersagen zwischen den Modellen zwar gewisse Belege liefert, jedoch nicht ausreicht, um eine epistemische Gewissheit hinsichtlich ihres Wahrheitswerts zu begründen. Aus diesen Gründen verfehlen Bemühungen zur Bestätigung (Verifizierung) von Klimamodellen (z. B. Lloyd 2010, Diskussion in Katzav et al. 2012) ihr Ziel. Auch wenn diese Modelle plausibel sein können, eine Art Turing-Test bestehen und miteinander übereinstimmen, bedeuten die Probleme der irreduziblen Dynamik und der numerischen Unsicherheit (z. B. McWilliams 2007) sowie andere Aspekte, dass die theoretische Grundlage der Modelle nicht als Garant für die Gültigkeit nützlicher Vorhersagen angesehen werden kann. Dies wirft die Frage nach ihrer Nützlichkeit als Vorhersageinstrumente auf, die im Folgenden erörtert wird.

4 Klimamodelle als Berechnungs-Grundlagen

Da sich globale Klimamodelle ständig weiterentwickeln und es einigen Aspekten möglicherweise an einer strengen und engen Verbindung zur zugrunde liegenden Physik mangelt, sind sie nach Poppers Kriterien nicht widerlegbar (siehe Curry und Webster 2011) und müssen als Berechnungsinstrumente betrachtet werden. Daher ist es notwendig, die Modelle vor ihrer Anwendung in irgendeiner Form zu überprüfen.

Das Testen komplexer Simulationsmodelle ist schwierig. Die große Anzahl von (anhand von Daten geschätzten) Parametern in diesen Modellen (Murphy et al. 2004; Hargreaves 2010; Schmidt und Sherwood 2015; Hourdin et al. 2016) lässt vermuten, dass die parametrische Unsicherheit der Modelle hoch sein könnte, doch wurde dies bislang nur unzureichend untersucht (Guttorp 2014). Es gibt potenzielle Probleme hinsichtlich der Struktur (Gleichungsform), der Parameter und der Datenfehler (Loehle 1987, 1988; Hourdin et al. 2016), die bisher kaum untersucht worden sind. Es gibt viele spezifische Arten von Sensitivitäts- und Fehleranalysen, die durchgeführt werden können (z. B. Falloon et al. 2014; Guttorp 2014; Rougier und Goldstein 2014), um die Zuverlässigkeit von Modellausgaben zu bewerten, doch diese Methoden wurden aufgrund ihres hohen Rechenaufwands fast nie auf GCMs angewendet (Falloon et al. 2014). Allen und Ingram (2002) sowie McWilliams (2007) argumentieren, dass „Ensembles of Opportunity“ (eine Sammlung von Modellen) die Modellunsicherheit nicht angemessen erfassen, und empfehlen eine umfassende Unsicherheitsanalyse (Anfangsbedingungen, Parameter, Funktionsform der Gleichungen, numerische Methode usw.), um mögliche Prognosen einzugrenzen – eine Analyse, die für GCMs bislang noch nicht durchgeführt worden ist. Daher stehen Entscheidungsträgern für GCMs keine entscheidenden Informationen zur Modellunsicherheit zur Verfügung.

Modelle der turbulenten Dynamik zeigen eine Empfindlichkeit gegenüber den Anfangsbedingungen (Frigg et al. 2013). Bei einem strukturell perfekten Modell (d. h. alle Gleichungen und Parameter sind korrekt; numerische Methoden funktionieren korrekt) lässt sich der Einfluss der Unsicherheit der Anfangsbedingungen abschätzen, indem mehrere Durchläufe mit gestörten Anfangsbedingungen durchgeführt werden, was eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Ergebnisse liefert. Dies setzt voraus, dass die Fehler in den Anfangsbedingungen charakterisiert werden können und dass eine ausreichende Anzahl von Durchläufen durchgeführt werden kann, was bei Klimamodellen in der Regel nicht der Fall ist (McWilliams 2007). In einer einzigartigen Fallstudie störten Deser et al. (2016) einen Basislauf durch Rauschen auf Maschinenfehler-Niveau (d. h. Rundungsfehler), das auf das anfängliche Temperaturfeld angewendet wurde. Sie fanden bei 30 Durchläufen sehr große Unterschiede von mehreren °C in den 50-Jahres-Trends im Winter für Regionen Nordamerikas. Sie stellten fest, dass ein Ensemble-Ansatz die interne Variabilität vom erzwungenen Signal trennen könnte, um eine bessere Übereinstimmung mit historischen Daten zu erzielen. Dies basiert jedoch auf einer infinitesimalen Störung der Anfangsbedingungen. Die tatsächlichen Unsicherheiten der Anfangsbedingungen sind um viele Größenordnungen größer. Noch wichtiger ist, dass diese stochastische Störung der Anfangsbedingungen bei Vorliegen struktureller Fehler (falsche Gleichungsform zur Darstellung eines Prozesses) nicht nur uninformativ, sondern sogar irreführend sein kann. (Smith 2002; Frigg et al. 2014; Hourdin et al. 2016).

Es könnte aufschlussreicher sein, die Ergebnisse der globalen Klimamodelle (GCM) nicht als Ganzes, sondern genauer zu betrachten, um zu erkennen, was mit ausreichender Genauigkeit vorhergesagt werden kann. Der IPCC (2013) stellt die GCM-Ergebnisse der globalen Mitteltemperatur seit 1850 als Abweichungen vom Mittelwert dar; werden sie jedoch als absolute Temperaturen dargestellt, weichen die Zeitreihen bis zu 4 °C voneinander ab (SI Abb. 2). Ein ähnliches Ergebnis (Abweichungen 4 °C) wurde für die kontinentalen USA festgestellt (Anagnostopoulos et al. 2010). Dies ist kein trivialer Unterschied, da die Langwellenstrahlung eines Objekts gemäß der Stefan-Boltzmann-Relation proportional zur vierten Potenz der absoluten Temperatur ist (Anagnostopoulos et al. 2010). Wenn sich Modelle in der mittleren Temperatur so stark unterscheiden, behandeln sie dann die grundlegende Physik auf die gleiche Weise oder setzen sie die Physik mit korrekten Algorithmen um? Dies wirft epistemische Fragen hinsichtlich der von GCMs erstellten Vorhersagen auf. Hawkins und Sutton (2016) weisen darauf hin, dass bei einer linearen Reaktion auf einen erhöhten Antrieb die absolute Temperatur für die Abschätzung der Reaktion auf einen erhöhten Antrieb keine große Rolle spielt. Liegt jedoch eine starke positive Rückkopplung vor, ist die Reaktion auf einen erhöhten Antrieb bei höheren Temperaturen stärker (Bloch-Johnson et al. 2015, Gregory et al. 2015). Wenn hingegen eine negative Rückkopplung den CO2-Antrieb dämpft (z. B. Spencer und Braswell 2011), würde dies ebenfalls von der tatsächlichen Temperatur abhängen. In beiden Fällen wäre die absolute Temperatur von Bedeutung (d. h., die Reaktion ist nichtlinear) und die Verwendung von Anomalien lässt sich nicht rechtfertigen. Anomalien, manchmal auch als „Bias-Korrektur“ bezeichnet, werden auch zum Vergleich anderer Klimadaten verwendet. Allerdings reagieren Nutzpflanzen, Biodiversität, Meeresspiegel und Eisschilde alle auf tatsächliche Niederschläge und Temperaturen, und somit würden die verschiedenen Modelle sehr unterschiedliche Auswirkungen prognostizieren, selbst wenn ihre Anomalietrends übereinstimmen würden, wie von Hawkins und Sutton (2016) angemerkt. Der Nettoeffekt der Bias-Korrektur oder der Verwendung von Anomalien besteht darin, den epistemologischen Status der Modelle zu verschleiern, indem die Streuung der Modellausgaben zueinander verringert wird und Unstimmigkeiten mit den Daten schwer zu bestimmen sind.

Die Anwendung einer Bias-Korrektur kann zu weiteren Schwierigkeiten bei der Überprüfung führen. Betrachten wir den Fall, dass globale Temperaturverläufe mit Modellausgaben verglichen werden. Wenn die Daten in tatsächlichen °C vorliegen oder über einen bestimmten Zeitraum auf eine gemeinsame Basislinie verschoben werden, wird die Korrelationsstatistik nicht beeinflusst, da der konstante Term aus der Berechnung herausfällt. Bei anderen Messgrößen kann die Basislinie jedoch einen Einfluss haben. Beispielsweise unterscheidet sich die R²-Statistik für die Modellanpassung bei tatsächlichen Reihen von der bei Anomalie-Reihen und kann bei nicht verschobenen Reihen sogar negativ sein (d. h., die Anpassung an die Daten ist schlechter als an einen einfachen Mittelwert der Daten). Hawkins und Sutton (2016) weisen darauf hin, dass die Normalisierung (Basislinienverschiebung) einer Klimareihe auf einem Referenzzeitraum basiert, typischerweise 30 Jahre, aber auch den gesamten Aufzeichnungszeitraum umfassen kann. Sowohl die Daten als auch die Modellausgaben werden nach oben oder unten verschoben, sodass ihre jeweiligen Mittelwerte über den Referenzzeitraum Null betragen. Beim Vergleich mehrerer Durchläufe eines einzelnen Modells oder mehrerer Modelle mit den Daten stimmen diese während des Referenzzeitraums am ehesten überein. Das bedeutet, dass der visuelle Eindruck der Modellanpassung oder der Zeitpunkt, zu dem ein Modell gut oder schlecht abschneidet, vollständig vom gewählten Referenzzeitraum abhängen kann (Beispiele finden sich bei Hawkins und Sutton 2016). Dies wirkt sich beispielsweise auf die Frage aus, ob die Modelle derzeit höhere Werte vorhersagen als die Daten zeigen. Je näher der gewählte Referenzzeitraum an der Gegenwart liegt, desto größer erscheint die Übereinstimmung zwischen den Modellen und den Daten der letzten Jahre. Bei Anpassungsstatistiken wie R² kann die Wahl des Referenzzeitraums ebenfalls das Ergebnis und damit die implizierte Modellanpassung beeinflussen. In Abbildung 2 wird beispielsweise ein künstliches Beispiel gezeigt. In Abbildung 2a werden sowohl die Daten als auch das Modell auf den 100-jährigen Referenzzeitraum (Mittelwert 0) verschoben. Die Anpassung erscheint visuell recht gut, und R² = 0,79. In Abbildung 2b werden jedoch die letzten 30 Jahre als Referenzzeitraum verwendet. Nun scheint das Modell in der Vergangenheit schlechter und in den letzten Jahrzehnten besser (fast perfekt) zu passen, aber R² beträgt nun 0,54, was eine erhebliche Verschlechterung darstellt. Dies wirft ein epistemisches Dilemma auf. Wenn die Korrelation als Maß für gemeinsame Trends und Muster (z. B. Temperaturanstiege und -abfälle) verwendet wird, berücksichtigt dies nicht die Verzerrung (den Offset) in den Modellausgaben. Werden Modelle und Daten auf Anomaliebasis betrachtet, so setzt dies für Temperatur und Niederschlag voraus, dass die tatsächlichen Werte keine Rolle spielen, sondern nur der Trend, doch dies ist nach wie vor umstritten. Darüber hinaus beeinflusst der gewählte Referenzzeitraum sowohl den visuellen Eindruck der Modellanpassungsgüte (sowohl hinsichtlich der Ensemble-Streuung als auch des Anpassungsmusters über die Zeit) als auch alle Anpassungsstatistiken mit Ausnahme der einfachen Korrelation. Fragen wie diese haben Auswirkungen auf die epistemische Gewissheit.

5 Schlussfolgerungen

Wie verhält es sich nun mit der von den GCMs aufgeworfenen Wissensfrage? Als parametrisierte Simulatoren, die Klimaverläufe generieren, müssen diese Instrumente grundsätzlich statistisch und quantitativ bewertet werden. Qualitative Einschätzungen geben keine Antwort auf die entscheidenden politikrelevanten Fragen, wie stark, wann und wo die Erwärmung eintreten wird. Held (2005) argumentiert, dass die Erlangung eines besseren Klimaverständnisses die Entwicklung vereinfachter, idealisierter „Welten“ (siehe z. B. SI Abb. 1) erfordert, um die Prozesse großräumiger Turbulenzen, der Wärmeübertragung zu den Polen, der Ozeanzirkulation und insbesondere die Frage zu untersuchen, wie große Klimaphänomene wie ENSO bestehen bleiben können. Ohne diese Erforschung der Prozesse, so Held, sei es nicht möglich zu erklären, warum verschiedene GCMs unterschiedliche Ergebnisse liefern, warum sie von den Daten abweichen und wie sie verbessert werden können. Dies liege daran, dass die Komplexität der Modelle zu epistemischer Undurchsichtigkeit führe. Angemessene Erklärungen für das Verhalten komplexer hierarchischer Systeme wie des Klimas müssten in der Regel mehrstufig sein und Faktoren wie Meeresströmungen, Kontinente und Wolken berücksichtigen. Ein auf diese Weise gewonnenes besseres Verständnis könnte zu besseren Subgitter-Parametrisierungen führen. Ein Beispiel hierfür ist die aktuelle Arbeit von Moncrieff et al. (2017), die einen multiskaligen Ansatz zum Verständnis organisierter tropischer Konvektion ableitet, der zur Entwicklung von Subgitter-Parametrisierungen genutzt werden kann.

Wenn Klimamodelle dem realen Erdsystem lediglich „ähneln“ und eher als Analogie (Oreskes et al. 1994) oder als explorative Werkzeuge dienen, sind sie am nützlichsten als Grundlage für qualitative Vorhersagen, etwa dass eine gewisse Erwärmung wahrscheinlich ist. Wenn die Modelle bestimmte Vorhersagen (z. B. zur globalen Temperatur) mit akzeptabler Genauigkeit treffen können, ist es wichtig zu ermitteln, welche Variablen auf diese Weise vorhergesagt werden können. Wenn Modelle eine gemeinsame Verzerrung aufweisen, kann diese Verzerrung möglicherweise bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Erklärungen für Unterschiede in der Modellleistung sollten gesucht werden, insbesondere für die große Bandbreite zukünftiger Entwicklungspfade. Angesichts der Komplexität des Erdklimasystems verdient die Grundlage für die auf GCMs basierenden Wissensaussagen größere Aufmerksamkeit. Richtig angewandte Erkenntnistheorie kann helfen zu klären, was wir wissen, wie wir es wissen und wo die Grenzen einer strengen, gerechtfertigten Argumentation liegen.

Der Klimawandel stellt ein komplexes politisches Problem dar. Sowohl Handeln als auch Untätigkeit bergen ein hohes Risiko. Diese Abhandlung führt zu keiner bestimmten politischen Schlussfolgerung. Vielmehr konzentriert sie sich auf die Verfahren, die zu einer stringenten Argumentation führen. Politische Entscheidungen beinhalten zwangsläufig auch Risikowahrnehmung, Risikotoleranz, kulturelle Werte, wirtschaftliche Aspekte und andere Faktoren, die über den Rahmen dieser Analyse hinausgehen. Jede Politik kann jedoch nur davon profitieren, wenn besser verstanden wird, wie Klimamodelle aufgebaut sind, auf welchen physikalischen Grundlagen sie beruhen, wie sie getestet werden können und wie ihre Ergebnisse zu bewerten sind.

Referenzen

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Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/02/are-climate-models-just-physics/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers zu diesem Beitrag:

Antwort auf die Frage in der Überschrift: NEIN!

Ein Wettermodell erfasst die gegenwärtige Lage mittels aller verfügbaren Messungen. Weil die physikalischen Gesetze alle bekannt sind, nach welchen sich meteorologische Parameter entwickeln, können Wettermodelle auf einige Tage recht gut die großräumigen Wetterstrukturen abbilden (Planetarische Wellen der Höhenströmung z. B.). Schon bei der modelleigenen Interpretation der großräumigen Entwicklung versagen sie jedoch recht schnell (z. B. wenn man die Niederschlagsmenge für ein bestimmtes Gebiet simulieren will. Das hat sich in der Kältewelle Mitte Mai eindrucksvoll gezeigt).
Fazit: Wettermodelle basieren AUSSCHLIEßLICH auf Messungen, auf welche dann bekannte physikalische Gesetze angewendet werden. DAS ist Physik!
Aber welche Messwerte gehen in Klimamodelle ein?

 

Der Beitrag Sind Klimamodelle „einfach Physik”? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Valentina Zharkova und das Grand Solar Minimum

04. Juni 2026 um 09:00

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Cap Allon

Valentina Zharkova ist nicht von ihrer These abgerückt.

Ihre Arbeit aus dem Jahr 2026 mit dem Titel „Modern Grand Solar Minimum (2020–2053)“ ist eine überarbeitete Neuauflage der gleichen These, die sie bereits 2020 veröffentlicht hatte: Die Sonne sei in ein modernes Großes Sonnenminimum eingetreten, das sich ungefähr von 2020 bis 2053 erstreckt, wobei die schwächste Phase noch bevorstehe.

Die Kernaussage ist unverändert.

Zharkova argumentiert, dass das Hintergrundmagnetfeld der Sonne zwei Hauptmagnetwellen enthält, die in verschiedenen Schichten des solaren Dynamos erzeugt werden. Diese Wellen verlaufen leicht phasenverschoben. Wenn sie sich gegenseitig verstärken, verstärken sich die Sonnenzyklen. Wenn sie sich gegenphasig überlagern, nimmt die Sonnenaktivität ab. In ihrem Modell führt dies zu großen Sonnenzyklen mit einer Dauer von etwa 330 bis 380 Jahren, die durch große Sonnenminima getrennt sind, ähnlich den Maunder-, Wolf- und Oort-Minima.

Auch der Zeitrahmen bleibt unverändert.

Im Jahr 2020 identifizierte Zharkova das moderne Große Sonnenminimum als ein Ereignis des Zyklus 25–27, das sich über den Zeitraum 2020–2053 erstreckt. Für das Jahr 2026 wiederholt sie den gleichen Zeitraum.

Die wichtigste Änderung ist meiner Meinung nach der Tonfall.

Im Jahr 2020 schrieb Zharkova, dass die Sonne in das moderne Große Sonnenminimum eingetreten sei und dass sich die Abkühlung um die Sonnenminima zwischen den Zyklen 25 und 26 sowie 26 und 27 deutlicher zeigen dürfte. Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 ist direkter. Darin heißt es, das moderne Große Sonnenminimum sei „eingetreten“, es werde bis zur Mitte des Jahrhunderts andauern und die damit verbundene Kleine Eiszeit sei bereits da.

Zu Beginn war der Sonnenzyklus 25 stärker als in frühen offiziellen Prognosen erwartet. Er brachte starke Flares hervor und erreichte sein Sonnenmaximum um 2024. Für Kritiker sah das wie ein Problem für jedes Argument zugunsten eines großen Minimums aus. Doch Zharkovas Antwort ist einfach: Der Höhepunkt des Zyklus 25 war nie der entscheidende Test. Der Test ist der Rückgang von diesem Höhepunkt, das Minimum zwischen den Zyklen 25 und 26, der schwächere Zyklus 26, den sie als Folge erwartet, und dann das Minimum zwischen den Zyklen 26 und 27 – all das steht noch bevor.

Und wie am Mittwoch erörtert, verläuft der Rückgang vom Höchststand des SC25 bislang drastisch, was gut zu Zharkovas These passt.

In ihrer Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 heißt es, dass während der absteigenden Phase des Zyklus‘ 25 und insbesondere während der nächsten beiden Zyklusminima weitere Anzeichen einer Abkühlung auftreten dürften. Zharkova geht davon aus, dass die verringerte Sonnenaktivität während des „Grand Minimum“ die Sonneneinstrahlung gegenüber dem heutigen Niveau um etwa 3 W/m² senken wird. Sie argumentiert, dass dies die durchschnittliche Temperatur auf der Erde um etwa 1 °C senken würde, wobei Vergleiche mit dem Maunder-Minimum auf eine mögliche Abkühlung um 1,5 °C hindeuten. Die Abkühlung, so sagt sie, würde nicht gleichmäßig verteilt sein. Die Auswirkungen im Winter wären auf den Kontinenten der nördlichen Hemisphäre stärker, da eine veränderte Zirkulation dazu führen würde, dass vermehrt arktische Luft in niedrigere Breitengrade gelangt.

Ihr Argument lautet nicht einfach „weniger Sonne, kälterer Planet“ – es geht auch um die Zirkulation: schwächere Sonnenaktivität, Veränderungen in der Stratosphäre, Verschiebungen bei AO/NAO, wellenförmigere Jetstreams, kältere kontinentale Kälteeinbrüche und häufigere Einbrüche polarer Luft in die mittleren Breiten.

Zharkova sieht den entscheidenden Test für den Rückgang im Zyklus 26.

Und sie schließt mit einer Warnung: Wenn die Sonnenaktivität tatsächlich nachlässt, wenn die Zirkulation wechselhafter wird und Kälteeinbrüche häufiger auftreten, dann brauchen die Länder zuverlässige, kontinuierliche und regelbare Energie. Die moderne Energiedebatte basiert auf der Annahme, dass es „immer heißer“ wird. Zharkova warnt vor genau dem Gegenteil: einem kälteren, weniger stabilen Muster bis zur Mitte des Jahrhunderts, bei dem Ernährung, Heizung und die Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes im Mittelpunkt des nationalen Überlebens stehen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-cold-half-is-ignored-concordia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

—————————————

Dazu gibt es auch einen Beitrag von Kenneth Richard (Link siehe unten):

Das große Sonnenminimum ist da… Bis zu den 2030er und 2040er Jahren wird eine globale Abkühlung um mindestens 1 °C erwartet

Kenneth Richard

Die über Jahrhunderte hinweg beobachteten Muster der Sonnenaktivität deuten darauf hin, dass die nächste Abkühlungsphase der Kleinen Eiszeit begonnen hat.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie, die sich auf die Analyse historischer Phasen des solaren Magnetfelds stützt, belegt den Einfluss der Sonnenaktivität auf die Temperatur der Erde.

Kühle Phasen der „Kleinen Eiszeit“ lassen sich zuverlässig mit großen Sonnenminima (GSM) in Verbindung bringen.

So wird beispielsweise angenommen, dass während des Maunder-Minimums (Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts) die Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² abgenommen und sich die Nordhalbkugel infolgedessen um etwa 1 °C abgekühlt hat.

Anhand einer harmonischen Analyse lässt sich vermuten, dass der Beginn des nächsten GSM bereits eingetreten ist und es in den nächsten Jahrzehnten zu einer globalen Abkühlung kommen wird.

„Während eines GSM wird ein Rückgang der Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² gegenüber dem heutigen Niveau erwartet, was zu einem Rückgang der durchschnittlichen Erdtemperatur um etwa 1,0 °C führt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das vor 10 Jahren von Zharkova et al. (2015) vorhergesagte moderne große Sonnenminimum (2020–2053) eingetreten ist und sich wie erwartet bis zur Mitte des Jahrhunderts fortsetzen wird. Es bringt das kalte Wetter mit starken Frösten und Schneefällen, das im Januar und Februar 2026 auf der gesamten Nordhalbkugel von West nach Ost und vom Norden bis zum Äquator verzeichnet wurde. Die mit dem heutigen großen Sonnenminimum verbundene kleine Eiszeit ist da …“

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/30/a-grand-solar-minimum-has-arrivedglobal-cooling-of-at-least-1c-is-expected-by-the-2030s-2040s/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Valentina Zharkova und das <em>Grand Solar Minimum</em> erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Einsicht wäre der erste Weg zur Besserung – Der vermeintliche Klimakampf-Erfolg

04. Juni 2026 um 06:00

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Nach der vom IPCC offiziell abgesagten Klimakatastrophe gibt es in der Bundesregierung kein Eingestehen von Irrtümern oder Fehlentscheidungen. Im Gegenteil: Die Abwendung des Extremszenarios wird dreist als Erfolg der deutschen Klimapolitik verkauft.

Von Frank Hennig

Das Klimaszenario RCP 8.5 wurde durch das IPCC zurückgenommen, es sei unplausibel. Das sollte die (im treffenden Sinne des Wortes) aufgeheizte Klimapolitik und -propaganda eigentlich beruhigen – ganz so schlimm kann es also nicht kommen. Keineswegs denkt man in den Regierungsparteien nun über gelassene und sachliche Entscheidungen im Energieversorgungssystem nach. Es gilt das „weiter so“, koste es, was es wolle.

 

Mit dem Entfall des Szenarios RCP 8.5, durch 44 IPCC-Autoren bestätigt, entfällt das Horrorszenario, auf dessen Basis deutsche Politik und Medien sofortiges Handeln anmahnten. Insbesondere der schnelle und noch schnellere Ausbau der sogenannten „Erneuerbaren“, unabhängig vom nachhängenden Netzausbau, steigenden Strompreisen und fortschreitender nachhaltiger Deindustrialisierung, wurde gebetsmühlenartig gefordert. Nun wird es bis zum Jahr 2100 nicht 4,4 bis 5,7 Grad wärmer werden und man könnte vom Alarmismus ablassen. Selbst der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom März 2021, der die Grundrechte künftig von der Erfüllung der Minderungsziele abhängig macht, wäre zu korrigieren.

EINSICHT WÄRE DER ERSTE WEG ZUR BESSERUNG

Das IPCC geht von einer Erwärmung von etwa 2,5 Grad aus – gemessen ab 1870 oder einem anderen frei wählbaren Termin der sogenannten vorindustriellen Zeit, egal in welcher Genauigkeit gemessen oder errechnet. Etwa 1,5 Grad sind bisher schon „geschafft“, die restliche Erwärmung sollten wir durch nur noch moderat nötige Anpassungsmaßnahmen überleben. Wer erklärt das jetzt den zukunftsängstlichen, teils traumatisierten Kindern und Jugendlichen von Fridays for Future?

Da eine Zieländerung oder gar das Eingestehen eines Irrtums oder von Fehlentscheidungen unserer Regierung nicht zuzumuten ist, gilt es, eine Erfolgsgeschichte aus dem nun gestorbenen Szenario zu machen. Die Abkehr von einem Extremszenario sei ein Erfolg unserer Klimapolitik, heißt es nun. Das ist zweifelhaft angesichts des deutschen Anteils an den globalen anthropogenen CO2-Emissionen von nur noch 1,5 Prozent.

In einer aktuellen Stunde im Bundestag am 20. Mai 2026 wurde nach dem Monitoring der deutschen Klimapolitik bezüglich des Milliardenaufwandes gefragt. Finanzminister Klingbeil (SPD) antwortete: „Ich brauche keine Zahlen, um zu wissen, dass es richtig ist …“ (ab Minute 40). Da wundert man sich als Wahlvolk, weil man annimmt, dass insbesondere der Umgang mit Zahlen eine für einen Finanzminister vordringliche Aufgabe sein könnte. Nun ist Minister Klingbeil Politikwissenschaftler und Parteisoldat ohne jegliches Vorleben in Wirtschaft oder Finanzen, das kann man ihm nicht vorwerfen. Aber ist er im richtigen Job? Dafür müsste er permanent mit Zahlen arbeiten und vor allem jede Ausgabenposition penibel hinterfragen. Das Geld anderer ausgeben macht unter den Sozialisten jeder gern, aber allein der Versuch klugen Wirtschaftens ist bei der SPD nach Eichel und Steinbrück offenbar out.

Vom Sieg zur Weltrettung

Nun gilt es bei den Regierungsparteien sowie Links und Grün, die Rücknahme des Szenarios 8.5 in einen Sieg umzudeuten. Mark Helfrich (CDU) sieht den Regierungskurs bestätigt, man dürfe in den Klimaschutzbemühungen „nicht nachlassen“. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Klimaaunion. Wer diese in der eigenen Partei hat, braucht keine Grünen mehr als Gegner.

Doktor Nina Scheer, ausgebildete Violinistin und promovierte Politikwissenschaftlerin, energiepolitische Sprecherin ihrer Fraktion, aber tieferer Kenntnis eines Energieversorgungssystems unverdächtig, verweist auf eine angebliche Emissionssenkung Chinas trotz Wirtschaftswachstum. Das trifft für das erste Halbjahr 2025 wohl zu. Über längere Sicht steigerte das Land die Emissionen von 2000 bis 2024 von 3,648 auf 13,125 Gigatonnen (Gt). Im gleichen Zeitraum senkte Deutschland heldenhaft von 1,044 auf 0,656 Gt. Man könnte diese Trends hinsichtlich ihrer „Klimawirkung“ berechnen, auf Grundlage der CO2-Budgets, die für den Pariser Klimavertrag zugrunde gelegt wurden. Das macht in Deutschland aus gutem Grund niemand und den Finanzminister interessieren Zahlen ohnehin nicht. Aber genau hier liegen die Einsparoptionen hinsichtlich Aufwand und Nutzen.

Richtig ist, dass in China Wind- und PV-Anlagen stark zugebaut werden. Diese Halbwahrheit ruft nach Ergänzung. Im Jahr 2024 gingen 30 Gigawatt (GW) neue Kohlekraftwerksleistung ans Netz und es begann der Bau von 63 neuen Kohlekraftwerken.Im Jahr 2025 kam es zu einer Rekordsteigerung der Kapazität von 78 GW. Auch wenn in China diese Kraftwerke oft nicht mehr in der Grund-, sondern in der Regellast eingesetzt werden, wird es zu einer Steigerung der Emissionen kommen.

Quelle: https://www.cfact.org/2026/02/22/china-goes-gangbusters-building-52-big-coal-plants-in-2025/

Gegenwärtig steigt Chinas Kohleverbrauch weiter. China verbrennt mehr Kohle auch als Folge des Irankrieges, um LNG zu sparen. Gleichzeitig schwächelt die Windstromproduktion, ein Zeichen des auch in Europa zu beobachtenden „terrestrial stilling“? Zudem baut kein anderes Land der Welt so viele Kernkraftwerke in Serie, termingerecht und preiswert. Derzeit sind 125 Gigawatt (GW) Kernkraftwerksleistung in Betrieb oder genehmigt, noch vor 2030 wird China weltweit Spitzenreiter bei der Stromerzeugung aus Kernkraft sein.

Wie alle wachsenden Länder nutzt auch China alle Energiequellen. Man kann es sich nicht leisten, aus klima- oder atomideologischen Gründen auf einige zu verzichten und den Energiemix staatlich befohlen zu verengen. Das macht nur Deutschland mit seinem unausgesprochenen Ziel des Degrowth.

Michael Kellner von den Grünen, ehemaliger Staatssekretär unter Messias Habeck, auch er vom Stamm der realitätsfernen Politikwissenschaftler, führt den „Erfolg“ des Rückzugs von RCP 8.5 auf den Ausbau der „Erneuerbaren“ zurück. Zumindest für den deutschen Anteil daran gibt es keinerlei Anlass.

Hier der Rückgang der deutschen Emissionen (in blau), der nicht nur einem steigenden Anteil „erneuerbarer“ Energie zuzuschreiben ist, sondern auch der Stilllegung von Teilen der DDR-Industrie, dem Brennstoffwechsel von Kohle auf Gas und der Deindustrialisierung ab 2020. In roter Linie der Anstieg der globalen Temperatur, von den sinkenden deutschen Emissionen offensichtlich unbeeinflusst.

Daraus einen „Erfolg“ deutscher Klimapolitik abzuleiten, bleibt realitätsfernen Politikern der Berliner Blase vorbehalten.

Herr Kellner spricht übrigens nicht mehr über die Chance, die Raffinerie PCK in Schwedt nach Entfall des russischen Öls nun zügig in eine grüne Raffinerie umzubauen. Auch hier ist, wie beim grünen Wasserstoff, eine Erfolgsgeschichte nicht zu erwarten.

Die drei hier genannten Redner von CDU, SPD und Grünen ließen in ihren Ausführungen keine Zwischenfragen zu. Es hätte die Zuschauer verunsichern können.

Haltet den Dieb

Am Ende ihrer Ausführungen rief Frau Doktor Scheer in Richtung der AfD-Fraktion: „Sie leben von der Katastrophe!“ Das ist nun eine Tatsachenumkehr nach dem Motto „haltet den Dieb“, denn die Katastrophe mit alsbaldigem Sterben durch Hitze haben seit langem SPD und Grüne angekündigt. Das wird sich nun nicht erfüllen, die Enttäuschung ist offensichtlich. Übrigens sind „Klimakatastrophe“ wie auch „Klimakrise“ Begriffe, die nur in Deutschland von entsprechend interessierten Kreisen verwendet werden. Das IPCC und andere Länder sprechen von ‚Klimawandel“, was völlig korrekt ist.

Die „Klimaziele“ werden wohl erhalten bleiben, also global Netto-null bis 2100, in der EU bis 2050, Deutschland 2045, Hamburg und Baden-Württemberg bis 2040. Dabei haben sich die Deutschen ein verschärftes Ziel gesetzt: Absolut-null statt Netto-null. Das Vorreiten zweier Bundesländer ist zu begrüßen, können doch die anderen Bundesländer von den Erfahrungen profitieren und dem Weg folgen – oder auch nicht.

Leise Wahrheiten

Die harten Realitäten, ablesbar an Zahlen, Daten, Fakten, wirken störend auf die Tätigkeit unserer Regierung, in der zumindest der Finanzminister offensichtlich ein Problem mit Zahlen hat. Zum Trost kann man anführen, dass hin und wieder ein Licht von Weisheit in der SPD aufblitzt: „Globale Herausforderungen lassen sich nicht mit nationalen Alleingängen lösen“, so der ehemalige Außenminister Heiko Maas auf der Internationalen Energiewendekonferenz 2019 in Berlin. Seine Partei hörte nicht auf ihn, heute dürfte er vergessen sein.

Selbst die Grünen sind nicht vor Erkenntnissen gefeit. Die ehemalige Umweltministerin Steffi Lemke gesteht in einem Webinar (ab Stunde 1:05:30) ein, dass es ein Fehler gewesen sei, dass das überragende öffentliche Interesse des Ausbaus der „Erneuerbaren“ höher gestellt wurde als der Schutz der Gewässer. Auch seien Windkraftanlagen im Wald sowie Freiflächen-PV-Anlagen nicht präferierte Ziele. Das Investoreninteresse sei abzuwägen. Solche Art von Kritik blieb bisher Windkraftgegnern vorbehalten, die man daraufhin in die rechtsextreme Ecke schob.

Die Profitsicherung der „Erneuerbaren“-Branchen wird weiter das höchste Ziel rot-schwarz-grüner Politik bleiben, egal welche weiteren Szenarien fallen oder geändert werden. Die Energiewende als Methode der Umverteilung und Bereicherung liegt im Interesse der wirtschaftlichen, politischen und medialen Eliten, die daran verdienen.

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Die Eisheiligen: der DWD und die Realität

02. Juni 2026 um 06:00

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Joseph Kowatsch, Matthias Baritz

In diesem Kurz-Artikel vom 9. Mai wollen wir uns noch einmal die Aussagen/Behauptungen des DWD bzgl. der Eisheiligen genauer betrachten.

In dem DWD-Artikel von Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm gibt es mehrere Stellen, die diskussionswürdig bzw. nachweislich falsch sind. Die Hauptaussage darin ist: ….Tatsächlich scheinen die Eisheiligen als meteorologische Singularität also eher ein Mythos zu sein, der auf regionalen Sondererfahrungen aus dem Mittelalter fußt und keinesfalls Allgemeingültigkeit besitzt…. 

Und insgesamt soll textlich der Eindruck erweckt werden, dass es: 1) die Eisheiligen in der Monatsmitte Mai überhaupt nicht gibt, sondern kalte Tage streuen quer durch den Monat. Und 2) wegen der Klimaerwärmung sei es allgemein wärmer geworden.

Der DWD-Artikel bezieht sich dafür auf die Auswertung einer einzigen DWD Station, Frankfurt/Main. mit nur einem Kriterium von Tmin < 3 °C! Und das bei Fr/M. Diese Wetterstation befindet sich am Flughafen zwischen den vielen Landbahnen und der über 10-spurigen Autobahn in unmittelbarer Nähe. Eine ausgesprochene Wärmeinselwetterstation, die mit dem Flughafen- und Straßenausbau in den letzten Jahrzehnten eine starke anthropogene Zusatzwärme erhalten hat.

Unsere Auswertungen hingegen beziehen sich auf knapp 500 DWD Stationen Deutschlands mit digital verfügbaren Daten. Und diese zeigen seit 1988 ein ganz anders Bild:

Abb 1: Die Tiefsttemperaturen der Eisheiligen haben eine stark fallende Temperaturtrendgerade in den letzten knapp 40 Jahren

Abb. 2: Kaltlufteinbruch in der Mitte des Monats Mai mit Bodenfrösten. Dies entspricht genau der Definition der Eisheiligen.

Zu beachten ist auch, die Tmin des DWD werden in 2 m Höhe gemessen, am Boden in 5 cm Höhe kann es durchaus drei bis vier Grad kälter sein.

Die Bodenfröste kann man sich bei MT-Wetter veranschaulichen lassen:

Abb. 3: An genau 160 (von knapp 460) DWD-Stationen hatten wir am 15.05.2026 Bodenfrösten Tmin in 5 cm Höhe < 0 °C! Quelle: https://www.mtwetter.de/

Dieses Jahr hat die Bauernregel „Pflanze nie vor der Kalten Sophie“ ihre Gültigkeit und ist kein Mythos! Hätte sich ein landwirtschaftlicher Betrieb auf diesen Mythos des DWD verlassen und seine wärmeliebenden Pflanzen (Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen, Gurken, Zucchini, Kürbis, Melonen…) schon ausgesetzt, wäre diese Ernte wahrscheinlich verloren gewesen.

Wahrscheinlichkeiten hat der Dipl.-Met. Adrian Leyser Sturm natürlich auch in seinen Begründungen:

Ein grundlegendes Problem ergibt sich schon alleine aus der Tatsache, dass sich die Namenstage auf den julianischen Kalender beziehen. Im Zuge der gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 müsste man die Regel eigentlich eine gute Woche später anwenden…… Betrachtet man die letzten 50 Jahre und setzt als Kriterium für Eisheilige eine Tiefsttemperatur von höchstens 3 °C an, dann trafen sie im Schnitt nur in einem Drittel der Fälle zu, was sehr wenig ist für einen Witterungsregelfall. Das Weihnachtstauwetter zum Beispiel tritt in mehr als zwei Drittel der Fälle ein.

Das Weihnachtstauwetter müsste nach diesen Aussagen eigentlich (wegen der Kalenderreform) ebenfalls eine gute Woche später sein. Tut es aber nicht. Ganz im Gegenteil tritt es mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr al 2/3 (~ 0,7) als meteorologische Singularität gut eine Woche zu früh auf !

Richtigstellung der DWD-Argumentation mit dem Beispiel Frankfurt: Die Eisheiligen wurden kälter, auch bei der Wärmeinsel Frankfurter Flughafen.

Abb. 4. Man beachte die Minusvorzeichen bei allen drei Tagesläufen. Die fünf Eisheiligentage vom 11. bis 15. Mai wurden kälter, auch am Frankfurter Flughafen und nachts ist die Abkühlung etwas stärker

Warum der DWD ausgerechnet die DWD Station Frankfurt genommen hat, lässt sich nur erahnen. Vergleiche mit Frankfurt und Düsseldorf liefern erste Erklärungen:

Abb. 5a: Frankfurt nur leicht fallende Temperaturtrendlinie, Düsseldorf stark fallend

Abb. 5b: Auch ländliche Stationen, hier Deuselbach, haben viel stärker fallende Temperaturtrendgeraden als die von Frankfurt.

Man sollte solche Aussagen des DWD mit Vorsicht genießen. Der DWD ist eine Regierungsbehörde, seine Verlautbarungen müssen die menschengemachte CO2-Klimaerwärmung bestätigen. Verlässt man sich auf diese, ist man mit ‘hoher Wahrscheinlichkeit‘ selbst verlassen. Zwar hat der DWD in einem späteren Artikel den Kaltlufteinbruch mit Bodenfrösten bestätigt, für landwirtschaftliche Betriebe, die dem Mythos folgten, aber leider zu spät. Die Bauernregel der Eisheiligen …Alte Gärtnerregeln raten dazu, kälteempfindliche Gemüse und Sommerblumen erst nach diesen Tagen ins Freie zu pflanzen, um sie vor Frostschäden zu bewahren… sollte also weiterhin gelten.

Wir hoffen, dass sich der DWD endlich im nächsten Jahr getraut, die Wahrheit über die Eisheiligen zu schreiben, nämlich dass diese in Deutschland seit 40 Jahren kälter werden.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

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Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 1

31. Mai 2026 um 09:00

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Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

  • Nahtlose Maitemperaturen von der Vergangenheit bis heute
  • Die Maierwärmung begann bei uns erst 1987/88 mit einem Temperatursprung
  • Der Mai wird in Deutschland seit 1988 nicht mehr wärmer, CO₂ steigt jedoch gewaltig.

Den diesjährigen Mai 2026 im heutigen Deutschland geben wir nach vorläufiger Auswertung von mtwetter mit 13,9°C an. Die letzte Maiwoche war bereits sommerlich heiß. Der heurige Maischnitt liegt deutlich über dem Mittelwert seit 1881 (Schnitt 12,4°C). Der 2026er-Schnitt ist jedoch ermittelt mit den heutigen ca. 2000 Messstationen, die an ganz anderen, nämlich wärmeren Plätzen stehen wie vor über 100 Jahren und mit ganz anderen Messmethoden erfasst werden. Wir hatten damals ein ganz anderes Deutschland mit anderen Außengrenzen. Im Artikel übernehmen wir die Maitemperaturreihen wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) sie ins Internet stellt und führen keine Korrektur durch zur besseren (richtigen) Vergleichbarkeit heute und früher. Wir stellen lediglich fest, die Temperaturermittlung mit den heutigen Wetterstationen und den heutigen Messmethoden erfasst, ergibt einen höheren Maitemperaturschnitt.

Dieser Mai 2026 war wie im letzten Jahr regenarm mit etwa 65 l/m2, allerdings wie immer ungleich verteilt in Deutschland und bei den Sonnenstunden mit 254 h deutlich über dem Schnitt, siehe Grafiken weiter unten. Auffallend kalt war diesmal die Maimitte vom 11. bis 20. Mai, wobei die Eisheiligentage besonders kalt waren. Dafür entschädigte dann das letzte Maidrittel, vor allem im Süden mit sommerlich heißen Temperaturen. Hierzu vorweg eine kleine Grafik mit den deutschlandweiten Durchschnittstemperaturen, Mai 2026, wie sie der DWD veröffentlicht.

Abb. 0: Schön zu sehen sind die besonders kalten Eisheiligen 2026 und die sommerliche Hitzewelle ab dem 23. des Monats, vor allem tagsüber.

Der DWD beginnt seine Temperaturaufzeichnungen im Jahre 1881, mitten in einer Kälteperiode am Ende der „Kleinen Eiszeit“. Das zeigen uns Wetterstationen, die zeitlich noch weiter zurückreichen, z.B. der Hohenpeißenberg

Hohenpeißenberg (HPB): Messbeginn 100 Jahre früher als DWD-Deutschland

Der Standort der Wetterstation HPB war bis 1936 am direkten Anbau zur Klosterkirche, und zwar an der Nordwand, damals ganzjährig unbeheizt. Seit etwa 65 Jahren steht die DWD-Station in einem neuen DWD-Zentrum, frei stehend und somit den über 200 Mai-Sonnenstunden ausgesetzt, allerdings in einer international genormten Wetterkapsel mit entsprechenden Strahlungsabschirmungen, trotzdem ein wesentlich wärmerer Standort als eine kühle Hausnordwand. Messung: Damaliger erster Wert Mai 1781 genauso wie heute: knapp über 12 Grad. Man beachte den Anfang (Mai 1781) und das Ende, als den Mai 2026 der 246 Jahre langen HPB-Werte-Reihe

Grafik 1: Auffallend ist: 1) Der Mai wurde in den 246 Jahren nicht wärmer, das zeigt uns die ebene Trendlinie für diesen langen Zeitraum. Der ermittelte Maischnitt auf dem HPB liegt bei 10°C über die 246 Jahre. 2) Die Jahre um 1881, dem DWD-Messbeginn für ganz Deutschland befinden sich in einer leichten Kältedepression, die etwa 1 Grad unter dem Schnitt liegt. 3) Die wirklichen warmen Maimonate liegen lange zurück, die meisten sind vor 1881, dem Beginn der DWD-Deutschland-Messreihe.

Man sieht deutlich die Kältedelle in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die sich bis ins 20.te Jahrhundert hineinzieht.

Nochmals anzumerken wäre, dass die Station Hohenpeißenberg im Jahre 1936 verlegt wurde, nämlich von der kalten Nordwand der im Mai sowieso unbeheizten Klosterkirche etwa 20 m tiefer auf das heutige freie DWD-Plateau. Die Station steht ganztägig in der Sonne, falls die Sonne scheint und das war diesmal der Fall. Außerdem sind die Messeinrichtungen inzwischen digitalisiert und werden rundum erfasst. Die Mannheimer Stundenerfassung in der einstigen Wetterhütte ist abgeschafft.

Mit dieser DWD-Vorzeigestation HPB ist unsere Überschrift bereits bewiesen. Und laut Einstein genügt ein Beweis. Kohlendioxid, siehe nächste Grafik 2 hat keinen Einfluss auf den Mai-Temperaturverlauf auf dem Hohenpeißenberg.

Im Vergleich zum Temperaturverlauf auf dem HPB verläuft die bekannte Kohlendioxidkonzentrationsgrafik der Atmosphäre ganz anders.

Die Keeling Kurve, gemessen am Mouna Loa seit 1958 bei einem Vulkan, Zeitraum davor geschätzt von UC San Diego, siehe hier.

Grafik 2a: Steiler CO₂-Konzentrationsanstieg in der Atmosphäre seit 1958, dem Messbeginn. Am 25. Mai 2026 schon über 430 ppm. Im Jahre 1781, den Temperaturaufzeichnungen auf dem HPB sollen die CO₂- Konzentrationen laut Grafikquellenangabe noch bei sehr niedrigen 280 ppm gewesen sein.

Erg: Die CO₂-Konzentration sind seit Messbeginn auf dem Mouna LOA, also seit 1958 stark gestiegen, die Maitemperaturen überhaupt nicht. Damit ist die Behauptung der CO₂-Erwärmungsangstmacher, fast allein CO₂ bestimme die Temperaturen, eindeutig falsch. CO₂ ist kein Temperaturregelknopf!!! Die beiden Kennlinien verlaufen vollkommen unterschiedlich. Es gibt keinerlei Korrelationen und damit auch keinen Ursachenzusammenhang.

Abb. 2b: Laut dem linksgrünen Geschäftsmodell CO₂-Klimapanikmache sollen ausschließlich Treibhausgase, und aus dieser Gruppe hauptsächlich das „umweltschädliche“ CO₂ für die starke Temperaturzunahme der letzten Jahrzehnte verantwortlich sein. CO₂ sei der Haupttemperaturregler. Der DWD zeigt mit seinen Temperaturdaten, dieses Geschäftsmodell hat eine grottenfalsche Grundlage. Also weg mit dieser CO₂-Klimaerwärmungslüge der UN: Der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe.

Merke: Kohlendioxid hat keinen erkennbaren Einfluss auf die Maitemperaturen am HPB

Frage an den Leser: Wie würde der Maiverlauf aussehen, wenn die Station HPB 1936 nicht von der Nordwand der Klosterkirche an den heutigen sonnenscheinreichen wärmeren Standort im Südwesten des Berges versetzt worden wäre?

Antwort: Wir hätten sogar einen negativen Verlauf der Trendlinie, also eine Maiabkühlung seit 1781!!! auf dem Hohenpeißenberg. Das ist überraschend. Die wissenschaftliche Frage wäre, wie stark wäre die Maiabkühlung seit 1781 auf dem HPB bis heute? Doch auf diese Frage soll hier nicht weiter eingegangen werden. Uns interessiert nicht eine Wetterstation, sondern mehr die DWD-Deutschlandtemperaturreihen, die aber erst später beginnen.

Die DWD-Deutschlandtemperaturreihen des Maimonates

Wir haben erwähnt, dass der Beginn der DWD-Messreihen in einer Kältedelle liegt. Mit einem Beginn dieser Messreihen schon 3 Jahrzehnte später als vom DWD zeigt sich ein erstaunliches Bild.

Grafik 3: Jeder Ausschlag stellt einen Monat Mai in den aufeinanderfolgenden Jahren dar bis heute. Das Ergebnis ist überraschend.

Auswertung der DWD-Temperaturreihe Deutschlands

  1. Von 1915, also 72 Jahre bis 1987 zeigt der Mai trotz CO₂-Anstieges keine Erwärmung, sondern sogar eine Abkühlung
  2. Von 1987 auf 1988 erfolgt ein plötzlicher Temperatursprung von etwa 1,5 Grad
  3. Ab 1988 bis heute, also seit fast 40 Jahren zeigt der Monat Mai ebenfalls keine Erwärmung, sondern wieder eine leichte Tendenz zur Abkühlung, allerdings auf einem höheren Temperaturniveau.

Schlussfolgerungen der seriösen Naturwissenschaft:

1) Kohlendioxid kann nicht über 70 Jahre gar nicht oder gar leicht abkühlend wirken 2)Kohlendioxid kann nicht in im Jahre 1987 auf 1988 just zur Gründung des Weltklimarates wie mit einem Zeitzünder versehen plötzlich aufwachen und eine starke Erwärmungswirkung von über einem Grad herbei zaubern, um dann wieder in den Dornröschenschlaf zu verfallen. Solche physikalischen Gaseigenschaften gibt es nicht.

Merke: Die DWD-Grafiken kann man nicht mit einem imaginären, stetig zunehmendem Treibhausgas CO₂ erklären. Es gibt keinen CO₂-Temperaturregelknopf. Der Begriff „Treibhausgas“ ist somit ein Fantasiebegriff aus der Werbebranche, der uns weiter Angst einflößen soll, damit das Geschäftsmodell Klimarettung weiter gefahren werden kann.

Und: Die geschürte Klimapanik vor einer angeblichen Erderhitzung durch Treibhausgase ist frei erfunden. Das IPPC hat auch bereits reagiert und das hysterische Szenario zurückgenommen. Bei uns gilt jedoch immer noch das raffinierte Geschäftsmodell der Klimahysteriker, das über Angst- und Panikmache unser Geld will in Form einer CO₂-Steuer oder völlig überhöhten Energiepreisen. Ziel ist die Zerstörung unserer Demokratie und die Zerstörung Deutschlands. Dieser Planet braucht keine Klimarettungsmaßnahmen, weil die angeblich bevorstehende Klimakatastrophe eine Erfindung der Voodoo-Wissenschaft wie vom PIKI Potsdam ist.

Die DWD-Grafiken zeigen: Entweder wirkt CO₂ überhaupt nicht erwärmend oder nur in unbedeutendem Maße oder sogar unbedeutend abkühlend.

Bitte nicht vergessen: Es handelt sich um Original-DWD-Angaben, die nicht bzgl. der zunehmenden Wärmeinseleffekte der Messstationen von früher zu heute nicht trendbereinigt sind. Allerdings findet sich der Temperatursprung 87/88 auch bei WI-armen Stationen und in ganz Mittel-und Westeuropa!!! siehe hier. Bei WI-armen Stationen ist die leichte Abkühlungsphase auf dem letzten Temperaturplateau seit 1988 zudem stärker ausgeprägt, siehe Grafik 5a/b.

Richtig bleibt aber die Feststellung: Der Klimawandel, d.h. die Erwärmung im Mai begann in Mitteleuropa erst 1987 auf 1988 mit einem Temperatursprung und nicht seit der Industrialisierung!!!!

Damit haben wir aber ein Problem. Wenn nicht Kohlendioxid den Temperatursprung verursacht hat, wer oder was dann? Was sind die tatsächlichen Gründe des immer währenden Klimawandels?

Die richtige Erklärung, wir finden mindestens 5 Gründe des höheren Wärmeplateaus seit 1988

1) Natürliche Ursachen: Die Änderung der Großwetterlagen. Rein statistisch haben die Südwestwetterlagen im Mai wie in allen Monaten zugenommen und die kälteren nördlichen und östlichen Wetterlagen abgenommen. Das zeigt u.a. die Zunahme des Saharastaubes, der mit Süd- und Südwestwind zu uns getragen wird. Doch es gibt viele andere Gründe für natürliche Ursachen von Klimaänderungen. Hier sei auf die ausführlichen Artikel von Stefan Kämpfe verwiesen (auch hier)

2. Die plötzliche Zunahme der Sonnenscheindauer: Mit der plötzlichen Drehung der Windrichtung auf mehr südliche Wetterlagen haben die Maisonnenstunden von 1987 auf 1988

Zugenommen, was zugleich auch ein positives Ergebnis und eine positive Wirkung der gesetzlichen Luftreinhaltemaßnahmen ist. Deswegen hat die Strahlungswirkung auch zugenommen. Mehr Sonnenstunden ist tagsüber einerseits eine natürlich Erwärmung, andererseits wird dadurch auch die Höhe der Wärmeinseleffekte gesteigert. Der flächendeckende Wärmeinseleffekt ist deshalb seit 1988 stärker angewachsen, als im Zeitraum bis 1987

Leider erfasst der DWD die Sonnenstunden für Deutschland erst seit 1951. Trotzdem ergibt sich bereits ein eindeutiger und erstaunlicher Zusammenhang zwischen Sonnenstunden und Temperaturverlauf.

Grafik 4: Die Sonne schien keinesfalls gleichmäßig im Monat Mai der letzten 76 Jahre. Neben den jährlichen Differenzen sind die beiden Trendlinien bemerkenswert. Man beachte 87/88

Ergebnis: Die Sonnenstunden sind ab 1951 bis 1987 stark gefallen, das hat den Mai damals kälter gemacht. Aufgrund der Änderung der Großwetterlagen erfolgte ab 1987 auf 1988 plötzlich ein starker Anstieg der Sonnenstunden auf ein höheres Niveau. Das hat den Mai plötzlich wärmer gemacht. Auf diesem höheren Wärmeplateau mit mehr südlichen Wetterlagen befindet sich der Mai noch heute.

3. Der zunehmende Wärmeinseleffekt: Die Standorte der DWD-Stationen sind aufgrund der Bebauung wärmer und Asphaltierungen einst grüner Natur wärmer geworden, und sie werden weiter wärmer. Dazu nimmt die Flächenversiegelung in Deutschland laufend zu, was den Wärmeinseleffekt des letzten Frühlingsmonats ständig erhöht, (derzeit ist ein Siebtel der Gesamtfläche Deutschlands versiegelt) siehe Flächenversiegelungszähler. Aktueller Stand: 50 900 km²

Vergleich der Trendlinien einer wärmeinselarmen Station und einer Wärmeinselstation in Bayern, München und Hof.

Grafik 5a/b: Wetterstation München Stadtmitte und Hof im wachsenden Gewerbegebiet. München kühlt ab. (Minuszeichen vor der Formel). In der Wärmeinsel Hof steigen die Temperaturen.

Ergebnis: In München in der Stadtmitte wird der Mai kälter, im Gewerbegebiet Hof leicht wärmer. Das ist kein Widerspruch. In der Tat stimmen die Messungen des DWD. Dazu unsere Erklärungen: München ist eine städtische Wetterstation, mit einem hohen städtischen WI-effekt, (engl. UHI). Wegen der Stadtwärme viel wärmer als im Gewerbegebiet Hof, das außerhalb der Stadt liegt, siehe Trendlinienhöhe zwischen 14 und 15 Grad, in Hof bei 12 Grad.

Aber der UHI-Effekt von München ist längst ausgereizt, in der Innenstadt ist bereits alles bebaut, es kommt nichts mehr an bebauter Fläche hinzu, bzw. an grüner Fläche weg. Somit nimmt der Wärmeinseleffekt in der Stadtmitte Münchens seit 1988 kaum mehr zu. Der UHI ist hoch, wächst aber nicht mehr. Folge: München zählt seit 40 Jahren zu den eher WI-armen Wetterstationen, (allerdings mit einem hohen UHI-Effekt) so komisch das auch klingen mag.

Anders bei Hof: Die Wetterstation Hof stand einst außerhalb der Stadt, dort ist nach der Wende ein Gewerbegebiet entstanden, die neue vierspurige Bundesstraße, zugleich auch Autobahnzubringer, führt direkt an der DWD-Wetterstation vorbei. Der WI->Effekt hat stark zugenommen nach der Einheit.

4. Niederschläge im Monat Mai. Sie sind zunehmend seit 1988 und damit genau das Gegenteil der Medienmeldungen über ständig zunehmende Trockenphasen und Dürren. Die südlichen und SW-Strömungen seit 1988 brachten mehr Mai-Niederschläge und damit eine höhere Verdunstungskälte in Bodennähe, vor allem bei ländlichen Wetterstationen. In der Stadt mit dem Großteil an versiegelten Flächen fließt der Regen sofort in die Kanalisation, es verdunstet viel weniger Wasser. Insgesamt wird der zunehmende Mairegen auch ein Grund sein (aber nur einer von mehreren), dass der Mai im Gegensatz zu anderen Monaten, seit 1988 bis heute nicht wärmer wird, sondern sogar leicht abkühlt, vor allem nachts, siehe Grafik 7 und dann im Teil 2.

Grafik 6: Der Niederschlag im Monat Mai hat seit 1988 zugenommen. 2025 und 2026 lag jedoch deutlich unter der steigenden Trendlinie, jedoch immer noch im unteren Mittelfeld seit 1988. Der Mai machte auch diesmal die Natur grün und brachte keine Trockenheit übers Land.

5. Eine statistische Erwärmung. Die Erfassung der Tagestemperaturen durch Flüssigkeitsthermometer in der Wetterhütte wurde abgeschafft, ebenso die Abschaffung der Tagesmittelerrechnung mittels Mannheimer Stunden, ersetzt durch eine rundum digitale Tageserfassung. Zudem wurden auch Wetterstationen durch Tausch an wärmere Plätze verlegt. Also eine statistische Erwärmung vor allem in den letzten 3 Jahrzehnten.

Zu diesem Thema haben wir vor vier Jahren eine vierteilige Reihe aufgelegt, siehe hier:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Nebenbei: Die Windhäufigkeit hat allgemein seit 1988 abgenommen wie Stefan Kämpfe in seiner acht Artikeln lange Reihe beschrieben hat. Schlecht für die Windräder bzw. für die alternative Stromerzeugung.

Sicherlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Gründen, weshalb es in Mittel- und Westeuropa 1987/88 zu einem plötzlichen Temperatursprung auf ein höheres Niveau gab. Wir rufen die Leser auf, noch weitere mögliche Gründe zu nennen und zur Diskussion zu stellen. So funktioniert der Wissenserwerb in der Wissenschaft.

Halten wir fest: Die Änderung der Großwetterlagen brachten ab 1988 die zusätzliche Maiwärme für das höhere Wärmeplateau, auf dem wir uns heute noch befinden. Vor allem im letzten Maidrittel, nach den Eisheiligen nahmen Süd- und SW-Wetterlagen zu. Allerdings wird der Mai seit 1988 in Deutschland wieder kälter, vor allem nachts. Das zeigen wir in der nächsten Grafik. Die Maiennachttemperaturen im Vergleich zur steigenden CO₂-Konzentration

Grafik 7: Die Mainächte, erfasst als Tmin nehmen in Deutschland seit 1988 deutlich ab. Im Gegensatz dazu sind die CO₂-Konzentrationen der Atmosphäre im gleichen Zeitraum deutlich angestiegen, wobei der Anstieg in den letzten 20 Jahren immer schneller erfolgt.

Erg: Vor allem die Mainächte werden kälter, und das widerspricht der Threibhaushypothese. Nach dieser hätten vor allem die Nächte wärmer werden sollen. Der deutsche Physiker Hasselmann, Nobellpreisträger von 2021, will dies sogar aus Satellitendaten erkannt haben. Der DWD mit seinen nächtlichen Maitemperaturdaten beweist ihm das Gegenteil

Wir halten fest:

Die globalen CO₂-Konzentrationen steigen, der Mai wird nicht wärmer, er kühlt eher ab, vor allem nachts sehr deutlich. Zwischen den Temperaturverläufen des Monats Mai und dem CO₂-Anstieg besteht keinerlei erkennbarer Zusammenhang, also keinerlei Korrelationen. Und damit ist die Treibhauserwärmungslehre falsch, sie ist eine Irrlehre.

Die Verfasser leugnen jedoch nicht die physikalischen Eigenschaften des Moleküls CO₂, übrigens ein lineares Molekül und nicht gewinkelt, das im IR-Bereich absorbiert und sofort wieder emittiert. Aber die von einigen Physikern daraus abgeleitete Erwärmung der Atmosphäre konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Es gibt lediglich theoretische Berechnungen mit fiktiven Computerspielmodellen, aber genauso viele theoretischen Gegenrechnungen von namhaften Physikern. Es gibt auch keinerlei für uns positive technische Erfindungen, die auf einem CO₂-Erwärmungseffekt beruhen würden. Somit hat die vom IPCC behauptete hohe Klimasensitivität von 2 bis 5 Grad keinen Versuchsbeweis. Und CO₂ gar als Temperaturregelknopf, eine Vorstellung, welche von der linksgrünen politischen Glaubenssekte verbreitet und nun sogar Eingang ins Grundgesetz gefunden hat, existiert schon gar nicht. Man muss die Wahrheit so deutlich aussprechen. Eine Falschlehre hat Eingang ins Grundgesetz gefunden. Damit ist den nur auf Klima-Klagen ausgerichteten NGOs wie die Deutsche Umwelthilfe, Tür und Tor geöffnet, um sinnvolle Natur- und Umweltpolitik zu verhindern, um das Geschäftsmodell der Klimapanik am Laufen zu halten

Der Monat Mai zeigt: Die Erwärmungslehre mit CO₂ als Haupttemperaturtreiber ist eine bewusste Irrlehre.

Deren einziger Sinn ist, unter der Bevölkerung eine Klimaangst zu erzeugen, ähnlich der Sündenangst im Mittelalter. Leider ist diese Angstmache bei Kindern und Jugendlichen schon vielfach gelungen. Die angeblichen CO₂ Klimawandel-Beweise anhand Katastrophenmeldungen wie Hochwasser, Taifune sind eine Folge diverser Ursachen, meist ein Behördenversagen, oftmals jedoch einfach nach bekannter Medienart vollkommen übertrieben. Bei der CO₂-Treibhaustheorie handelt sich um einen wissenschaftlichen Irrtum. Allerdings ein gewollter Irrtum. Es ist ein Geschäftsmodell auf falschen naturwissenschaftlichen Denk- und Rechengrundlagen aufgebaut. Die daraus abgeleitete Klimapanik, siehe Terrororganisation „letzte Generation“ ist gewollt und will unser Geld. Die bezahlten NGOs sind die Infanterie dieses Geschäftsmodelles. Das uns geraubte Geld soll unser Gewissen beruhigen, das man uns zuvor erzeugt hat. Ein Loskauf von einer erfundenen CO₂-Schuld. Das CO₂-Geschäftsmodell ist dem Sündenablasshandelsmodell der Kirche im Mittelalter nachempfunden. Nur raffinierter. Panische Gewissensangst erzeugen, von der man sich freikaufen kann. Die CO₂-Steuer macht uns arm, ein nimmer versiegende Geldeinnahme der Interessengruppen, hilft jedoch überhaupt keinem Klima. Das beschreibt auch Prof. Ganteför in diesem Video. Man braucht die Panik für das Geld, das man uns weiter rauben will.

Mai- Klima in der Zukunft: Wie der Wonnemonat Mai sich weiterentwickelt wissen wir nicht. Auch wenn der Hohepeißenberg seit fast 250 Jahren keine Maierwärmung zeigt, muss das nicht immer so bleiben. Das Klima ändert sich stetig. Es gibt kein über Jahrhunderte konstantes Klima. Wir hoffen, dass die derzeitige Abnahme der Maitemperaturen, das Kälter- werden bald beendet ist. Eine Folge des kälter werdenden Wonnemonates ist: Mai und April gleichen sich an

Grafik 8: DWD-Maitemperaturverlauf oben (braunorange) und der Aprilverlauf unten, seit 25 Jahren holt der April auf und nähert sich dem Mai. Die Grafik zeigt aber auch: beide Monate haben ein Ende der Erwärmung erreicht.

Wie wird es weitergehen? Natur- und Umweltschutz bleiben weiterhin wichtig: Wir wissen auch nicht, ob die wärmende Landschaftszerstörung durch Bebauung und Trockenlegung und damit die Ausweitung der Wärmeregionen im selben Maße sich fortsetzen wird wie uns der Versiegelungszähler momentan anzeigt. (etwa 40 ha/täglich). Ein Umdenken in der Bevölkerung, vor allem der Landwirte bei der Trockenlegung von Naturflächen, Wiesen, Äcker und Wäldern deutet sich an, was hoffnungsfroh stimmt. Der Niederschlag muss wieder dort gehalten werden, wo er niedergeht. Früher bei weniger Niederschlag gab es sogar zusätzliche Weiherwiesen, Lachenwiesen, Auwiesen, Tümpel und Teiche in den Landschaftssenken.

Naturschutz ist das Gebot der Stunde gegen Hochwasser bei normalem Starkregen und Gewitter, das wollen wir in nächsten Bild zeigen.

Zum Bild: So müssen Bäche wieder aussehen, der Betrachter steht auf einer Brücke, die an der Sohle nur eine mittlere Wassermenge durchlässt. Bei Starkregen und Gewittern staut sich der Bach in den „Feuchtwiesen“ links und rechts des Bachverlaufes zurück. Aber auch die Pflanzen und Bäume nehmen Regenwasser auf und speichern es in ihren Zellen. Foto: Kowatsch

Zum WI-effekt: Die Aufnahme entstand Ende April und man beachte das fehlende Grün der Bäume. Draußen in der freien Fläche, vor allem in feuchter Umgebung mit dem natürlichen Bewuchs der Auwiesen ist es wesentlich kälter als in einer Wärmeinsel. Aber hier stehen keine DWD-Wetterstationen mehr.

Demgegenüber steht das Geschäftsmodell Klimaschutz, das überhaupt nichts mit Natur- und Umweltschutz zu tun hat. Im Gegenteil, die angeblichen Klimaschutzmaßnahmen wie Windräder und Frei-PV-Anlagen mit den zusätzlichen Hochtemperaturfreileitungen erwärmen zusätzlich die Luft und zerstören die Landschaft. Wirkliche Naturschützer bekämpfen deshalb das politisch indoktrinierte Klimaschutz-Geschäftsmodell.

Natur- und Umweltschutz ja, Klimaschutz ist ein Geschäftsmodell, das auf der CO₂-Klimalüge aufgebaut ist.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass CO₂ das Schöpfungsgas schlechthin ist und die momentane Konzentration mit 0,043% eine viel zu geringe Konzentration aufweist. Die doppelte Konzentration wäre für das Leben auf der Erde bestimmt besser. Und wir verlangen noch dazu: der optimale Kohlendioxid-Konzentrationsbereich für die Atmosphäre und für die ökologische Vielfalt auf dieser Erde muss endlich wissenschaftlich erforscht werden.

Matthias Baritz, Naturschützer und Naturwissenschaftler Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

 

Der Beitrag Der Mai wird nicht wärmer: Keine CO₂-Erwärmungswirkung erkennbar. Teil 1 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Europas Green Deal bröckelt

30. Mai 2026 um 07:00

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Mohamed Moutii

In den letzten zehn Jahren hat Europa eine führende Rolle bei der Gestaltung der globalen Klimapolitik gespielt, was durch die Einführung des Europäischen Grünen Deals im Jahr 2019 unterstrichen worden war – Ursula von der Leyen bezeichnete dies als einen „Moment wie die Mondlandung“. Die Initiative zielt darauf ab, Europa bis 2050 zum weltweit ersten klimaneutralen Kontinent zu machen und gleichzeitig Innovationen zu fördern sowie die industrielle Basis zu stärken.

Doch einige Jahre später sind die Ergebnisse zutiefst enttäuschend. Anstatt seine Ziele zu erreichen, wird der Green Deal zunehmend mit höheren Energiekosten, geschwächter Wettbewerbsfähigkeit und wachsendem politischem Widerstand in Verbindung gebracht. Er hat die Spaltungen innerhalb der EU vertieft, die globalen Beziehungen belastet und den Druck auf Haushalte und Unternehmen erhöht – was ernsthafte Zweifel an seiner Durchführbarkeit und seinen langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen aufkommen lässt.

Wie die grüne Ideologie die europäische Wirtschaft untergräbt

Die wirtschaftliche Stagnation in Europa deutet auf ein tiefer liegendes strukturelles Problem in der Energie- und Klimastrategie hin – eines, das eng mit der durch den Europäischen Green Deal vorgegebenen Richtung verbunden ist. Seit dessen Einführung hat die Wettbewerbsfähigkeit stark nachgelassen, wobei die explodierenden Energiekosten eine zentrale Rolle spielen. Die Strompreise in Europa sind mittlerweile zwei- bis dreimal so hoch wie in den Vereinigten Staaten und China, wobei Steuern fast ein Viertel der Gesamtkosten ausmachen.

Diese Entwicklungen sind größtenteils auf politische Entscheidungen zurückzuführen. Die verbindlichen Ziele der EU – Netto-Null bis 2050 und eine Emissionsreduktion um 55 Prozent bis 2030 – haben die Energieversorgung eingeschränkt, obwohl Europa nur sechs Prozent der weltweiten Emissionen verursacht. Gleichzeitig haben der Ausstieg aus der Kernenergie, die Einschränkung des Gasverbrauchs und die Abhängigkeit von intermittierenden erneuerbaren Energien die Energiesicherheit geschwächt und die Preisvolatilität erhöht. Für die Industrie – wo Energie bis zu 30 Prozent der gesamten Produktionskosten ausmachen kann – ist dies in Verbindung mit der CO₂-Bepreisung zu einer entscheidenden Belastung geworden, die Unternehmen dazu zwingt, ihre Produktion zu drosseln, Standorte zu verlagern oder ganz zu schließen, was die Deindustrialisierung auf dem gesamten Kontinent beschleunigt.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Automobilindustrie verdeutlicht diese Belastungen besonders anschaulich: Mit einem Anteil von über sieben Prozent am BIP der EU und fast 14 Millionen Arbeitsplätzen steht die Branche unter dem Druck des Verbots von Verbrennungsmotoren ab 2035, was eine rasche Umstellung auf Elektrofahrzeuge erzwingt – trotz ungelöster technologischer Herausforderungen und marktbedingter Einschränkungen. Wie Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius warnte, birgt diese Politik die Gefahr, die Branche „mit voller Geschwindigkeit gegen eine Wand zu fahren“. Die Folgen für die Branche sind bereits sichtbar: rückläufige Produktion, zunehmende Umstrukturierungen und erhebliche Arbeitsplatzverluste – 86.000 Arbeitsplätze seit 2020, wobei bis 2035 bis zu 350.000 weitere gefährdet sind –, während verschärfte Vorschriften die Gewinne bis 2030 um sieben bis acht Prozent schmälern dürften, was die Branche in die Verlustzone treibt und Europas Führungsrolle im Automobilbereich untergräbt.

Auch die Landwirtschaft ist zu einem der deutlichsten Opfer des Green Deal geworden. Strengere Vorschriften in Bezug auf Emissionen, Landnutzung, Pestizide und Düngemittel treiben die Kosten in die Höhe und erhöhen die Ertragsschwankungen, was Kleinbauern am härtesten trifft und die Konsolidierung unter den großen Agrarkonzernen beschleunigt. Ziele wie die Reduzierung des Pestizideinsatzes um 50 Prozent und der Ausbau des ökologischen Landbaus bergen das Risiko erheblicher Produktionsrückgänge, was sowohl die Existenzgrundlagen im ländlichen Raum als auch die Ernährungssicherheit gefährdet. Anstatt Landwirten Innovationen und Produktivitätssteigerungen zu ermöglichen, schränken diese Maßnahmen die Produktion ein – was zu weitreichenden Protesten führt und sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Nachhaltigkeit schwächt.

Zusammengenommen sind diese Belastungen kein Einzelfall – sie sind Ausdruck einer umfassenderen wirtschaftlichen Belastung. Die Europäische Kommission schätzt, dass der Übergang jährlich zusätzliche Investitionen in Höhe von mindestens 260 Milliarden Euro erfordern wird, wobei die Gesamtkosten bis zu 12 Prozent des EU-BIP erreichen könnten – eine Belastung, die für die europäische Wirtschaft immer schwerer zu tragen ist.

Das Problem der zentralen Planwirtschaft beim Green Deal

Die wirtschaftliche Belastung schlägt nun in politische Gegenreaktionen um. In den letzten Jahren hat der Widerstand gegen den Europäischen Green Deal auf dem gesamten Kontinent stark zugenommen – von Landwirten und Industrieverbänden bis hin zu Wählern und politischen Parteien. Die EU-Wahlen 2024 bestätigten, was bereits klar war: Der einst vorherrschende grüne Konsens bröckelt. Als Reaktion darauf hat Brüssel begonnen, wichtige Elemente der Politik stillschweigend zurückzunehmen – indem Vorschriften abgeschwächt, Schlupflöcher eingeführt und sogar der Begriff „Green Deal“ selbst vermieden werden. Was als historischer Wandel präsentiert wurde, löst sich nun in Wohlgefallen auf.

Diese Gegenreaktion zeugt von einem tiefer liegenden Versagen. Obwohl die EU für den Zeitraum 2021 bis 2027 680 Milliarden Dollar bereitgestellt hat – mehr als ein Drittel ihres Haushalts –, hat der Green Deal nur bescheidene ökologische Verbesserungen bewirkt, während er Haushalte und Unternehmen mit einer schweren wirtschaftlichen Belastung konfrontiert hat, die nun mit höheren Energiepreisen, Steuern und regulatorischem Druck zu kämpfen haben.

Das Problem liegt nicht nur in der Umsetzung – es ist struktureller Natur. Der Green Deal stützt sich auf eine zentralistische Planung, um die komplexe Energiewende zu steuern, obwohl den politischen Entscheidungsträgern die Informationen und Anreize fehlen, um dies effektiv zu tun. Ein wesentlicher Mangel ist die Ablehnung der Technologie-Neutralität. Führende Hersteller befürworten einen Mix aus Elektro-, Hybrid-, Wasserstoff- und E-Kraftstoffen, damit diese frei miteinander konkurrieren können und sich effiziente Lösungen durchsetzen können; Brüssel hingegen schreibt einen einzigen Weg vor – und bestimmt damit faktisch, welche Technologien überleben, während das Fachwissen der Industrie außer Acht gelassen wird.

In einem solchen System sind die Folgen vorhersehbar: Fehlinvestitionen, Wettbewerbsverzerrungen und kostspielige Misserfolge. Diese Verzerrungen werden durch das restriktive regulatorische Umfeld in Europa noch verstärkt, wo interne Barrieren innerhalb des EU-Binnenmarkts einem Zollsatz von 44 Prozent auf Waren und 110 Prozent auf Dienstleistungen entsprechen und Effizienz und Innovation zusätzlich einschränken.

Deutschland veranschaulicht diese Dynamik deutlich. Lange Zeit als Vorreiter der europäischen Energiewende angesehen, hat dessen Energiewende – der Ausbau erneuerbarer Energien bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie – seit 2002 rund 800 Milliarden Dollar gekostet, doch nur bescheidene Ergebnisse gebracht und dazu geführt, dass die deutsche Industrie bis zu fünfmal mehr für Strom zahlt als amerikanische Wettbewerber. Ein Großteil der Fortschritte bei den erneuerbaren Energien wurde durch die Stilllegung emissionsfreier Kernkraftwerke zunichte gemacht. Schätzungen zufolge hätte die Beibehaltung der Kernkraftkapazitäten eine Emissionsreduktion von 73 Prozent bei halbierten Kosten ermöglicht, was die Grenzen einer ideologisch motivierten Politik deutlich macht.

Der Vergleich mit den Vereinigten Staaten ist aufschlussreich. In den USA sind die Emissionen zurückgegangen, obwohl sich die Wirtschaft seit 1990 mehr als verdoppelt hat – was vor allem auf Marktkräfte zurückzuführen ist, insbesondere auf die Umstellung auf kostengünstigeres Erdgas und den Ausbau erneuerbarer Energien. Diese Kombination führte zu einer Verringerung der Emissionen, ohne dass vergleichbare Kosten entstanden wären. Europa hingegen hat einen strengeren, politikgesteuerten Ansatz verfolgt, der die Preise in die Höhe getrieben und das Wachstum geschwächt hat.

Die tiefere Lehre aus dem Green Deal ist, dass Klimapolitik nicht erfolgreich sein kann, wenn sie die Prinzipien aufgibt, die Europa überhaupt erst wohlhabend gemacht haben: freie Marktwirtschaft, offene Märkte, private Innovation und eine zurückhaltende Regierung. Die Energiewende lässt sich nicht durch Planwirtschaft, Subventionen und politische Vorgaben herbeiführen. Innovation entsteht aus Wettbewerb, Experimentierfreudigkeit und Marktsignalen – nicht dadurch, dass Regierungen technologische Ergebnisse vorschreiben.

This piece originally appeared at TheDailyEconomy.org and has been republished here with permission.

Link: https://cornwallalliance.org/europes-green-deal-is-unraveling/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Europas <em>Green Deal</em> bröckelt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Trump-Regierung beruft sich auf die nationale Sicherheit, um die Maßnahmen gegen Windparks auszuweiten.

29. Mai 2026 um 17:00

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Wind Watch, Gastautor Martha Muir · ft.com

Die Trump-Regierung hat den Ausbau der Windkraft an Land in den USA unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken gestoppt, was eine massive Eskalation im Kampf des Präsidenten gegen „erneuerbare Energien“ darstellt.

Die Genehmigungen für rund 165 Onshore-Windprojekte auf Privatgrundstücken werden vom Verteidigungsministerium verzögert. Betroffen sind unter anderem Windparks, die auf die endgültige Genehmigung warteten, andere, die sich mitten in Verhandlungen befanden, und einige, die normalerweise keiner Aufsicht durch das Ministerium bedürfen würden, wie die American Clean Power Association (ACP) und mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

Windparks benötigen regelmäßig die Genehmigung des Verteidigungsministeriums, um Störungen von Radarsystemen zu vermeiden. Dies beinhaltet in der Regel eine Risikobewertung und die Zahlung eines vereinbarten Betrags durch den Projektentwickler an die Armee zur Aktualisierung ihres Radarfiltersystems, damit diese die Windkraftanlage orten kann. Manche Projekte gelten aufgrund ihrer Entfernung zu militärischen Einrichtungen und Flugrouten als ungefährlich. Normalerweise sind diese Bewertungen innerhalb weniger Tage abgeschlossen.

Seit August 2025 sahen sich Entwickler mit einer Reihe von Rückschlägen konfrontiert, darunter das Ausbleiben erwarteter Mitteilungen vom Verteidigungsministerium, die Absage von Besprechungen zum Status ihrer Projekte ohne Möglichkeit zur Neuplanung sowie die Information, dass das Ministerium die Bearbeitung ihrer Anträge eingestellt hat, wie mit der Situation vertraute Personen berichten.

Zu den betroffenen Projekten gehören 35 Projekte, bei denen die Verhandlungen abgeschlossen waren und die nun auf die Genehmigung des Verteidigungsministeriums warten – darüber berichtete Axios erstmals im März.

Weitere Projekte stehen nun vor dem Aus – 30 davon hatten Verhandlungen durchlaufen, mündliche Zusagen erhalten und warteten auf die schriftliche Bestätigung, etwa 50 befinden sich noch in Verhandlungen und 50 wären zuvor wahrscheinlich als risikofrei eingestuft worden, so die Einschätzung von Entwicklern und Beratern.

Die Windparks haben eine Nennleistung von rd. 30 Gigawatt. Wenn der Wind immer wehen würde und in Nennstärke, dann könnte das genug sein, um 15 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen – Diese Geschichten kennen Sie von den üblichen Märchenerzählern der Windbranche. – freie Ergänzung

In Anfang April an die Projektentwickler versandten Schreiben hieß es, die Behörde überprüfe ihre Verfahren zur Bewertung der Auswirkungen von Energieprojekten auf die nationale Sicherheit.

Diese Maßnahmen stellen eine dramatische Eskalation der Bemühungen der Regierung dar, die Windenergie in den USA zum Erliegen zu bringen, wobei sowohl auf privates als auch auf öffentliches Land zugegriffen wird.

Präsident Donald Trump hegt eine besondere Abneigung gegen Windparks. Er bezeichnete sie als die „schlechteste Energieform“ und erklärte, sein „Ziel sei es, den Bau von Windrädern zu verhindern“.

Seit ihrer zweiten Amtszeit hat die Trump-Regierung wiederholt versucht, die Arbeiten an mehreren Offshore-Windparks in Gebieten unter der Verwaltung des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) zu stoppen und dabei auch Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit angeführt. Auch andere Projekte im Bereich erneuerbarer Energien auf Bundesland wurden betroffen. Einige dieser Versuche scheiterten vor Bundesgerichten.

„Das ist beispiellos“, sagte Jason Grumet, Geschäftsführer des ACP. „Die Tatsache, dass die Regierung privaten Landbesitzern verbietet, wirtschaftliche Aktivitäten auszuüben und Wert aus ihrem Eigentum zu schöpfen, ist schwer mit konservativen Werten vereinbar.“

Die Regierung hat kürzlich damit begonnen, Offshore-Windparkleasingverträge im Austausch für Investitionen in fossile Brennstoffe zurückzuerstatten, wie beispielsweise ein 1-Milliarde-Dollar-Deal mit TotalEnergies im März.

„Die Versuche der Trump-Regierung, Windkraftprojekte zu blockieren, scheitern immer wieder vor Gericht, weshalb sie zu immer extremeren und absurderen Methoden greift“, sagte Kit Kennedy, Geschäftsführerin für „Erneuerbare Energie“ beim NRDC.

Das Verteidigungsministerium reagierte nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Das Urheberrecht an diesem Artikel liegt beim angegebenen Autor bzw. Herausgeber. Im Rahmen seiner nichtkommerziellen Bildungsarbeit, die darauf abzielt, einem globalen Publikum die ökologischen, sozialen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte des großflächigen Windkraftausbaus zu vermitteln, beachtet National Wind Watch die Bestimmungen zur „ angemessenen Nutzung “ gemäß § 107 des US-amerikanischen Urheberrechtsgesetzes und ähnliche Regelungen zur „angemessenen Nutzung“ in den Urheberrechtsgesetzen anderer Länder. Anfragen zu Auszügen, allgemeine Anfragen und Kommentare richten Sie bitte per E-Mail an uns .

https://www.wind-watch.org/news/2026/05/04/trump-administration-cites-national-security-to-widen-clampdown-on-wind-farms/

 

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Tödliche „rote Himmel“ vor 800 Jahren deuten darauf hin, dass die Sonne während der mittelalterlichen Warmzeit extrem aktiv war

29. Mai 2026 um 12:00

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Jo Nova

Alle Hervorhebungen im Original. A. d. Übers.

Die großen Sonnenstürme von 1201 bis 1204 könnten die ältesten historischen Aufzeichnungen über extremes Weltraumwetter sein.

Es stellt sich heraus, dass die Sonne während des warmen Spätmittelalters weitaus aktiver war, als wir dachten – was für die Klimamodellierer ziemlich peinlich ist, müssen sie doch glauben, die Sonne sei nur ein irrelevanter Lichtball ohne Einfluss auf das Wetter auf der Erde. Wenn hohe Sonnenaktivität mit der Erwärmung auf der Erde korreliert (was der Fall zu sein scheint), können die Modellierer die Sonne nicht länger ignorieren.

Der springende Punkt ist: Wenn sie mehr solare Faktoren einbeziehen, könnten die Modelle versehentlich tatsächlich funktionieren, ohne dass CO₂ benötigt wird. Das wäre eine Katastrophe (für die Modellierer).

Am 21. und 23. Februar 1201 n. Chr. berichtete ein japanischer Dichter, er habe in der Nähe von Kyoto auffällige rote Polarlichter gesehen. Jemand in der Nähe beschrieb Gleiches am 22. Februar, was darauf hindeutet, dass es sich um einen intensiven dreitägigen Sonnensturm handelte. Also begannen Forscher, in vergrabenem Holz in Nordjapan nach Kohlenstoff-14 zu suchen, und siehe da, sie fanden einen enormen Anstieg des Kohlenstoff-14-Gehalts, der auf ein „sub-extremes solares Protonenereignis“ hindeutet. Sie schätzen, dass dies „etwa 20 % des Miyake-Ereignisses von 774/775, einem legendären Sonnensturm,“ entspricht.

Die Kohlenstoff-14-Daten waren so detailliert, dass sie drei Sonnenzyklen von 1190 bis 1220 rekonstruieren konnten. Das bedeutet, dass die Sonnenzyklen damals nur 7–8 Jahre lang und extrem aktiv waren. In der heutigen Zeit wissen wir, dass längere Zyklen langsamer und ruhiger verlaufen. Während der Kleinen Eiszeit dauerten die Zyklen bis 16 Jahre, und es gab lange Zeiträume, in denen es überhaupt keine Sonnenflecken gab.

Graphik: Verlauf des Sonnenmodulations-Parameters für das vergangene Jahrtausend, ermittelt anhand von Kohlenstoff-14-Daten (Brehm et al., 2021).1)

Das Team entdeckte einen völlig neuen Sonnenzyklus, der seinen Höhepunkt im Jahr 1204 erreichte und von dem wir bisher nichts wussten.

Aus dieser Schrift stammen Beschreibungen zahlreicher Sonnenbeobachtungen, die vor 800 Jahren aufgezeichnet worden waren:

So finden sich beispielsweise im „Meigetsuki“, dem Tagebuch von Fujiwara no Sadaie, einem für seine Dichtkunst bekannten japanischen Höfling, Beschreibungen, die auf das Auftreten von roten Polarlichtern in niedrigen Breitengraden in Kyoto am 21. und 23. Februar 1204 hinweisen.6) Die Sichtung einer roten Aurora ist auch für den 22. Februar in einem anderen historischen Dokument verzeichnet, nämlich dem Omuro Soshoki, das sich in Kyoto befindet. Dies deutet darauf hin, dass der intensive Magnetsturm drei Tage in Folge dauerte, was ihn zu einem der ältesten extremen Weltraumwetterereignisse macht, die in historischen Aufzeichnungen dokumentiert sind. Während dieser drei Tage wurden rote und weiße Streifen in Richtung Norden und Nordosten beobachtet. Dieses Ereignis könnte mit dem Auftreten eines großen Sonnenflecks von der Größe einer Dattelpalme in Verbindung stehen, wie es in einem chinesischen Dokument vom 21. Februar 1204 verzeichnet ist.³) Es gibt auch Aufzeichnungen über die Sichtung von Polarlichtern im folgenden Monat im „Meigetsuki“ sowie in einem chinesischen Dokument²⁾ und einem französischen Dokument.⁸⁾ In Meigetsuki findet sich eine Beschreibung, wonach drei Nächte lang Polarlichter zu sehen waren,7) obwohl es sich dabei um Hörensagen am kaiserlichen Hof handelte.

Dies deutet darauf hin, dass die Sonnenaktivität während der Mittelalterlichen Warmzeit (MWP) länger und stärker war, als wir bisher angenommen haben. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Sonnenaktivität mit den globalen Temperaturen korreliert.

Es ist bemerkenswert, wie viele Weltraumwetterereignisse dokumentiert sind:

‡Hörensagen am kaiserlichen Hof.

REFERENCE

Hiroko MIYAHARA, Ryuho KATAOKA, Kazuaki YAMAMOTO, Fuyuki TOKANAI, Toru MORIYA, Mirei TAKEYAMA, Hirohisa SAKURAI, Motonari OHYAMA, Kazuho HORIUCHI, Hideyuki HOTTA. Extremely active Sun from 1190 to 1220 in the Medieval Period: Intercomparison of historical records and tree-ring carbon-14. Proceedings of the Japan Academy, Series B, 2026; 102 (4): 156 DOI: 10.2183/pjab.102.011

Link: https://joannenova.com.au/2026/05/deadly-red-skies-800-years-ago-suggest-sun-was-extremely-active-in-the-medieval-warm-period/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Die „Durchschnittstemperatur“

28. Mai 2026 um 09:00

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Von Peter Clack

Seit vierzig Jahren wird uns gesagt, der Planet habe eine einzige „globale Durchschnittstemperatur“ – eine erfundene Zahl, die als glaubwürdiger gilt als das Wetter vor deinem eigenen Fenster. Der große Fehler daran ist, dass es wirklich kein einziges Temperaturszenario gibt, das auf irgendeinen geographischen Punkt irgendwo auf der Erde zutrifft. Nicht so, wie die Leute es sich vorstellen, nicht mehr als es eine einzige „globale Stimmung“ oder „ein Gefühl für Ironie“ gibt. Wenn du sagst: „Die Durchschnittstemperatur des Planeten beträgt 15 °C“, bedeutet das absolut nichts für eine Person, die durch das von Frost gezeichnete Sibirien stapft oder an einem schwülen Sommerabend in Brasilien einen Piña Colada schlürft. Es ist sinnlos für die menschliche Geographie und Politik. Statistisch kannst du die Temperatur einer Polkappe und der Sahara-Wüste mitteln, aber die resultierende Zahl beschreibt einen Ort, der nicht existiert.

Sie existiert nicht innerhalb der realen Welt.

Es ist ein Computermodell – keine Realität. Das Konzept einer einzigen globalen Temperaturmetrik ergibt nur Sinn aus kosmischer Entfernung. Es ist eine planetare Metrik, die für Satelliten gedacht ist, nicht für menschliches Leben oder Geographie. Wenn internationale Gremien sich ausschließlich darauf konzentrieren, einen einzigen globalen Durchschnitt um 0,1 °C zu verschieben, behandeln sie die Erde als ein thermodynamisches Legoland-System.

Bild

Klimazonen der Erde nach Köppen

Aber der Planet erlebt das Klima nicht auf diese Weise. Das Klima der Erde ist in mehrere unterschiedliche Klimazonen zerbrochen (grob 14 separate Szenarien), basierend auf gelebten Erfahrungen. Alle sind vollständig regional, bestimmt durch lokale Topographie, Ozeanströmungen, Vegetationsdecke und atmosphärische Drucksysteme.

Hawaii hat 10 Klimazonen

Tourismuswerbung vermarktet Hawaii als idyllisches, einheitliches tropisches Paradies. Aber jeder, der wirklich dort war, weiß, dass die Insel etwa 10 der 14 unterschiedlichen Klimazonen der Welt enthält, von ständig feuchten tropischen Regenwäldern bis zu ariden Wüsten und sogar alpiner Tundra auf dem Gipfel des Mauna Kea, wo es schneit. Internationale Institutionen ziehen sich leise von ihren extremsten „Kollaps“-Szenarien zurück. Der gesamte Apparat wurde auf einer fehlerhaften Prämisse aufgebaut – dem Versuch, die Welt basierend auf einem einzigen, aggregierten Temperaturmarker zu regieren, den kein Mensch je tatsächlich erlebt. Die Hawaii-Analogie zeigt, wie lokale Realität einheitliche Narrative zerstört. Die wahre Gefahr ist nicht eine geringfügige Verschiebung eines globalen statistischen Durchschnitts, sondern die zivilisatorische Lähmung, die entsteht, wenn zentrale Bürokratien die Realität durch Ideologie ersetzen. Wenn ein immenser institutioneller und bürokratischer Apparat um eine spezifische Reihe von Zahlen, Zielen und Narrativen herum aufgebaut wird, entwickelt er eine enorme strukturelle Trägheit. Er hält nicht einfach an oder dreht sich auf einen Knopfdruck um, nur weil sich die zugrunde liegenden Annahmen verschieben. Wir haben stark verarbeitete, kontinentengroße Schätzungen zu einer Heiligen Schrift erhoben und dann trillionenschwere Politikhebel in die Hände von Leuten gelegt, die jede Infragestellung der Schätzung als Ketzerei behandeln. Es stellt sich heraus, dass es keinen Thermometer gibt, der groß genug ist, um „die Erde“ zu messen.

Der Originalartikel erschien bei x auf dem Blog vom Peter Clack

 

For forty years we’ve been told the planet has a single ‚global average temperature’—a made-up figure treated as more credible than the weather outside your own window.

The great flaw in this is that there really is no one temperature scenario that applies to any geographical… pic.twitter.com/sWztACoiAs

— Peter Clack (@PeterDClack) May 24, 2026

 

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Sonnenzyklus 25 ist keine Rückkehr zur Sonne des 20. Jahrhunderts

28. Mai 2026 um 06:00

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Cap Allon

Im Vergleich zu den großen Zyklen des 20. Jahrhunderts erweist sich der 25. Sonnenzyklus als sehr schwach. Geomagnetische Stürme waren in der Mitte und gegen Ende des 20. Jahrhunderts weitaus häufiger und intensiver, sodass der aktuelle Zyklus im Vergleich dazu eher harmlos wirkt.

Die lange Kp-Aufzeichnung des GFZ Potsdam verdeutlicht diesen Unterschied:

Der Sonnenzyklus 25 hat bisher 17 Tage der Stufe G4 oder G5 hervorgebracht.

Bis zum Ende des Zyklus‘ wird die Gesamtzahl wahrscheinlich bei etwa 25 liegen, vielleicht auch etwas höher.

Der Sonnenzyklus 23 brachte 43 Tage hervor.

Der Sonnenzyklus 22 brachte 47 Tage hervor.

Der Sonnenzyklus 18 brachte 54 Tage hervor.

Der Sonnenzyklus 19 brachte 81 Tage hervor.

Die Sonnenaktivität des 20. Jahrhunderts war etwa zwei- bis dreimal so hoch wie heute. Lediglich im Jahr 2024 entstand kurzzeitig der Eindruck, dass der Sonnenzyklus 25 in diese Kategorie fallen könnte, doch selbst dieses Jahr blieb weit hinter den Spitzenwerten aktiverer Zyklen zurück.

Der Hauptgrund, warum manche den Sonnenzyklus 25 als aktiv bezeichnen, liegt darin, dass der Sonnenzyklus 24 so schwach war. Vor diesem eingebrochenen Maßstab sieht alles aktiv aus. Im Vergleich zur breiteren historischen Datenreihe liegt SC25 jedoch immer noch deutlich unter den großen modernen Zyklen (dem Grand Modern Maximum).

Die Sonnenfleckendaten erzählen eine ähnliche Geschichte. Im Mai gab es einen späten Anstieg, wobei der Monatsdurchschnitt nun bei etwa 100 liegt. Der Anstieg hängt teilweise mit der ehemaligen riesigen Region auf der Rückseite zusammen, die sich nun in separate aktive Regionen auf der der Erde zugewandten Scheibe aufgelöst hat:

Auf der der Erde zugewandten Seite befinden sich derzeit (27. Mai) neun Sonnenfleckengruppen, von denen die meisten schwache C-Flares erzeugen. [NASA/SDO]

Dieser Ausbruch ändert jedoch nichts am Gesamtbild.

Der Sonnenzyklus 25 erreichte seinen Höhepunkt um das Jahr 2024 und befindet sich seit mehr als einem Jahr im Abklingen. Auf dem Weg nach oben übertraf er die ursprüngliche Prognose von NOAA/NASA/ISES, doch auf dem Weg nach unten verläuft er nun deutlich unterhalb der durchschnittlichen Sonnenzykluskurve, die bis ins Jahr 1750 zurückreicht.

Er stimmt auch weiterhin mit einer nach vorne verschobenen Version der McIntosh-Leamon-Egeland-Prognose überein, was darauf hindeutet, dass der Zyklus möglicherweise einfach vorzeitig eingetreten ist, anstatt in eine neue Ära hoher Aktivität überzugehen.

Ein kurzlebiger Aufschwung im Mai kann die Zahlen dieses Monats anheben. Er kann den allgemeinen Abwärtstrend jedoch nicht auslöschen.

All dies schließt größere Ereignisse nicht aus. Auch in abklingenden Phasen kann es noch zu starken Sonneneruptionen, kräftigen koronalen Massenauswürfen und schweren geomagnetischen Stürmen kommen. Ein ruhigerer Zyklus ist kein harmloser Zyklus. Es bedeutet lediglich, dass das Hintergrundniveau niedriger ist und große Ereignisse seltener auftreten.

Die größere Frage ist, was als Nächstes kommt.

Wenn der Sonnenzyklus 26 wieder die Stärke von SC19, SC21 oder SC22 erreicht, wird er im Vergleich zu SC25 heftig erscheinen. Wenn SC26 jedoch, wie ich erwarte, erneut nachlässt, werden SC24 und SC25 weniger als Ausnahmen und eher als erste Schritte eines längeren Abschwungs angesehen werden.

Genau hier liegt die Frage nach dem Großen Solaren Minimum.

Link: https://electroverse.substack.com/p/winter-keeps-nipping-california-nasas?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Sonnenzyklus 25 ist keine Rückkehr zur Sonne des 20. Jahrhunderts erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Intellektueller weiterer Idiot: Ed Miliband und die Energiekrise in Großbritannien

27. Mai 2026 um 17:00

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Tilak Doshi

Vorbemerkung des Übersetzers: Offenbar ist man in UK noch etwas weiter als bei uns. Der hier beschriebene Wahnsinn ist aber ohne Weiteres auch auf unser Land übertragbar. – Ende Vorbemerkung.

„Es gibt Ideen, die so absurd sind, dass nur ein Intellektueller daran glauben kann“, sagte George Orwell. Dies scheint bei Ed Miliband der Fall zu sein, der nun gerade auf jene Klimapolitik setzt, die auf einer mittlerweile diskreditierten Grundlage errichtet worden ist.

Das internationale Gremium, das für die offiziellen Klimaszenarien des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel der Vereinten Nationen (IPCC) verantwortlich ist, hat im vergangenen Monat still und leise eine Bombe platzen lassen: Der berüchtigte RCP8.5-Pfad „Business-as-usual“ – das extreme Emissionsszenario, das praktisch jeder Klimapanik, jeder Forderung nach Netto-Null-Dringlichkeit und jeder Rechtfertigung für Großbritanniens ruinöse Energiepolitik der letzten fünfzehn Jahre zugrunde lag – wurde offiziell für „unplausibel“ erklärt und aus der nächsten Generation von Modellen gestrichen, die in den Siebten Sachstandsbericht des IPCC einfließen. Die Rede von UN-Generalsekretär António Guterres aus dem Jahr 2023 über das „Zeitalter der globalen Erhitzung“ klingt nun noch lächerlicher, als sie es damals schon tat.

Roger Pielke Jr. – dessen Forschungsergebnisse vom IPCC in allen drei Arbeitsgruppen intensiv zitiert wurden – analysierte dieses erstaunliche Eingeständnis des Gremiums am 29. April in seinem Substack „The Honest Broker“. Die Hochemissionsszenarien (RCP8.5, SSP5-8.5 und SSP3-7.0), die Forschungsarbeiten, Regierungsberichte und Schlagzeilen dominierten, gelten nun als Beschreibungen einer Zukunft, die nicht eintreten wird.

Doch während der IPCC selbst das unsinnige Weltuntergangsmodell endlich aufgegeben hat, das er einst als „Basis“ propagierte, treiben der britische Energieminister Ed Miliband, seine Mitstreiter unter den „Netto-Null“-Eiferern in Whitehall und seine globalistischen Kollegen an der Macht in der EU, Kanada und anderswo das „Netto-Null“-Ziel unbeirrt weiter voran. Tatsächlich setzen „Mad Ed“ und seine Bande noch stärker auf genau jene Politik, die auf diesem mittlerweile diskreditierten Fundament aufgebaut ist. Das ist intellektuelle, aber idiotische Regierungsführung.

Die IYI-Fraktion und Milibands Referenzen

In einem Beitrag aus dem Jahr 2016 prägte Nassim Nicholas Taleb den Begriff „Intellectual Yet Idiot“ (intelligent und doch dumm)*, um jene Gruppe von Akademikern – Politiker, Wissenschaftler, Journalisten und Think-Tank-Mitarbeiter – zu beschreiben, die der Gesellschaft große Narrative aufzwingen, ohne selbst irgendwelche Kosten zu tragen.

*Der gängige deutsche Terminus ist wohl „nützliche Idioten“. A. d. Übers.

Was wir weltweit beobachten, von Indien über Großbritannien bis hin zu den USA, ist die Rebellion gegen den inneren Kreis der „Beamten“ und Journalisten-Insider, die Politik machen, ohne selbst etwas zu riskieren – jene Klasse paternalistischer, halbintellektueller Experten mit einer Ausbildung an der Ivy League, in Oxford oder Cambridge oder ähnlichen, auf Labels ausgerichteten Einrichtungen, die uns anderen vorschreiben, 1) was wir tun sollen, 2) was wir essen sollen, 3) wie wir sprechen sollen, 4) wie wir denken sollen … und 5) wen wir wählen sollen.

Sie mögen Prüfungen mit Bravour bestehen, den Diskurs der Elite dominieren und aus der Sicherheit ihrer stattlichen Landhäuser oder der Aufenthaltsräume in Oxbridge Tugendhaftigkeit zur Schau stellen, doch es mangelt ihnen an praktischem Urteilsvermögen und eigenem Engagement. Wie der Essayist und Blogger Marcus Stone in seiner Analyse von Intelligenz ohne Urteilsvermögen feststellte, gibt es einen klaren Unterschied zwischen bloßer Unwissenheit (dem Fehlen von Wissen), regelrechter Dummheit (die die Glockenkurve in der IQ-Verteilung reflektiert, eine Tatsache des Lebens) und der unheilbaren, erlernten Idiotie derer, die an Narrativen statt an der Realität festhalten.

Lange vor Taleb brachte George Orwell diesen Gedanken auf pointierte Weise zum Ausdruck: „Es gibt Ideen, die so absurd sind, dass nur ein Intellektueller an sie glauben kann.“ Thomas Sowell war ein weiterer scharfsinniger Beobachter dieses Phänomens: „Dumme oder einfältige Menschen können in der Regel nur begrenzt Schaden anrichten. Um eine wahrhaft monumentale Katastrophe herbeizuführen, braucht man Menschen mit hohem IQ.“

Ed Miliband, Großbritanniens Energieminister und Absolvent des PPE-Studiengangs in Oxford – wobei PPE hier nicht für „Pernicious Political Elite“ steht –, verkörpert den IYI-Archetyp mit beunruhigender Genauigkeit. Er will sogar Wäschetrockner verbieten, um die Göttin Gaia zu besänftigen. Seine jüngsten Äußerungen über die „Trennung“ von Gaspreisen und Stromrechnungen, seine Ablehnung der Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee und sein unerbittliches Programm aus Auflagen und Subventionen für unzuverlässige, intermittierende erneuerbare Energien offenbaren nicht nur politische Fehler. Miliband offenbart eine tiefgreifende wirtschaftliche Unkenntnis, die Großbritanniens Wohlstand und Energiesicherheit bedroht. Die „Guardian“-lesenden Ideologen und wohlhabenden Oxbridge-Akademiker intonieren wiederholt Mantras zur Netto-Null-Bilanz und Beschwörungen von „billigen“ erneuerbaren Energien, während die einfachen Bürger die Rechnungen bezahlen.

Die Verbindung durchbrechen“: Missverständnisse bei der Grenzkosten-Preisbildung

Milibands Leitidee – die von seinen Experten im öffentlichen Dienst wiederholt, von befreundeten Ökonomen wie Professorin Mariana Mazzucato vom University College London befürwortet und vom Guardian und sogar vom zunehmend „woke“ gewordenen Economist pflichtbewusst aufgegriffen wird – lautet, dass Großbritannien „die Verbindung zwischen Gas- und Strompreisen aufheben“ müsse. Finanzministerin Rachel Reeves („Rachel aus der Buchhaltung“) unterstützt Miliband bei diesem Vorhaben.

Es wird argumentiert, es sei unfair, dass erneuerbare Energien zu den Grenzkosten bewertet werden, die durch die „teure“ Erdgaserzeugung vorgegeben sind. Dies, so wird uns gesagt, verteuere „günstige“ Wind- und Solarenergie künstlich. Diese Behauptung zeugt von einem derart grundlegenden Missverständnis der Märkte, dass sie in einer Abiturprüfung in Wirtschaftswissenschaften durchfallen würde.

Jede frei gehandelte Ware oder Dienstleistung – Strom, Gas, Öl, Kupfer, Weizen, Schweinebäuche, Haarschnitte – wird zu Grenzkosten bewertet. Der Anbieter mit den höchsten Kosten, der benötigt wird, um die Nachfrage zu decken, legt den Preis fest, den alle Anbieter im Gleichgewicht erhalten, wo sich die Angebots- und Nachfragekurven schneiden. Das gleiche Prinzip wird durch Adam Smiths Wasser-Diamanten-Paradoxon veranschaulicht: Wasser ist billig, weil es am Rande reichlich vorhanden ist; Diamanten sind teuer, weil die Grenzeinheit knapp ist.

Natürlich erwartet niemand, dass Miliband und seine PPE-Kollegen Adam Smiths „Der Wohlstand der Nationen“ in der Schule gelesen haben:

Die Dinge, die den größten Gebrauchswert haben, besitzen häufig nur einen geringen oder gar keinen Tauschwert; und umgekehrt haben jene, die den größten Tauschwert haben, häufig nur einen geringen oder gar keinen Gebrauchswert. Nichts ist nützlicher als Wasser; doch kann man dafür kaum etwas erwerben; kaum etwas lässt sich im Tausch dafür erhalten. Ein Diamant hingegen hat kaum einen Gebrauchswert; doch lässt sich dafür häufig eine sehr große Menge anderer Güter im Tausch erhalten.

Miliband und seine Mitstreiter von der IYI scheinen mit diesem Konzept noch nie in Berührung gekommen zu sein. Sie verwechseln das Grundprinzip der Grenzkostenpreisbildung in der Wirtschaftswissenschaft mit einem politischen Versagen, das sich per Gesetz beseitigen ließe. Wie die unabhängige Energieberaterin Katherine Porter kürzlich in ihrem ausgezeichneten Interview mit Spiked erklärte, ist dies jedem Marktteilnehmer klar; nur die IYI-Anhänger betrachten es als eine Besonderheit der britischen Strommärkte, die per Dekret abgeschafft werden könne.

Nordsee-Öl und -Gas: heimische Vorteile werden ignoriert

Die gleiche „gelehrte Dummheit“, die Marcus Stone so treffend beschrieben hat, durchzieht auch Milibands zweitliebstes Thema: dass die Förderung von Öl und Gas in der Nordsee sinnlos sei, weil „wir keinen Einfluss auf die Weltmarktpreise haben“. Auch hier triumphiert die Ideologie über die Realität. Erdgas hat keinen einheitlichen Weltmarktpreis; es wird auf regionalen Märkten gehandelt – Europas TTF, Asiens JKM, Amerikas Henry Hub –, weil Pipelines sowie die Verflüssigung und der Transport von LNG hohe Transaktionskosten für die Fungibilität verursachen.

Eine gesteigerte heimische Produktion würde das teuerste Grenzanbot (oft importierte LNG-Ladungen) verdrängen und so den Clearingpreis für britische Verbraucher senken. Frau Porter sagte, dass eine Steigerung der Nordsee-Gasproduktion LNG in den Sommermonaten, wenn die Importe gering sind, vollständig verdrängen und die Preise entsprechend senken könnte. Das Gas aus einer Nordsee-Bohrinsel gelangt nicht auf magische Weise in einen globalen Pool; es fließt durch Pipelines direkt in das britische Netz. Und ja, es wird zum Grenzkostenpreis gehandelt, an dem Punkt, an dem der teuerste Anbieter von Nordseegas auf den Versorgungsunternehmen-Kunden mit der höchsten Zahlungsbereitschaft trifft.

Öl ist weitaus austauschbarer, da es viel einfacher zu lagern und zu transportieren ist und es globale Referenzpreise wie West Texas Intermediate („WTI“) und Brent gibt. Die Preise anderer Rohölsorten orientieren sich an diesen Referenzpreisen, sobald Unterschiede in der Qualität des Rohöls und seinem Standort berücksichtigt sind. Doch das Prinzip bleibt bestehen: Eine gesteigerte Öl- oder Gasförderung in der Nordsee trägt zum BIP des Landes bei, unabhängig davon, ob die Fördermengen exportiert oder auf den heimischen Markt gebracht werden. Zudem schafft dies Arbeitsplätze, fördert die Qualifizierung, sorgt für Aktionärsrenditen und Steuererträge.

Auch hier scheint Milibands PPE-Ausbildung die einfache buchhalterische Konvention BIP = C + I + G + (X – M) nicht behandelt zu haben (oder er hat sie kurz nach Schulabschluss wieder verlernt), die die bekannteste Identität in der Makroökonomie darstellt. Das britische BIP ist der Gesamtwert aller Güter und Dienstleistungen, die im Laufe eines Jahres im Land endgültig produziert werden. Nach dieser buchhalterischen Identität ist es auch die Summe aus Konsumausgaben, Investitionen und Staatsausgaben zuzüglich der Exporte (Geld, das Ausländer für den Kauf britischer Güter und Dienstleistungen ausgeben) abzüglich der Importe (Geld, das Briten für den Kauf ausländischer Güter und Dienstleistungen ausgeben).

Politik-Experten

Was verstehen die Politikexperten in Whitehall nicht? Wie kann es angesichts dieser einfachen makroökonomischen Rechnung in Ordnung sein, dass Großbritannien weitere Investitionen aus seinen eigenen Gebieten in der Nordsee vertreibt und gleichzeitig Öl und Gas aus Norwegen kauft? Ist es Milibands Ziel, in einer Art Robin-Hood-Umkehrung die eigenen Bürger des Landes zu verarmen, während die ohnehin schon viel reicheren Norweger noch reicher werden? All dies geschieht im Namen der britischen Klimaführerschaft“, wie Rupert Darwall gründlich analysiert hat.

Unter Milibands repressivem System der Windfall-Steuer wurde letzte Woche berichtet, dass sogar BP erwägt, seine Nordsee-Anlagen zu verkaufen und sich vollständig zurückzuziehen, während Norwegen erneut investiert. Die norwegische Regierung, die von Stones gelehrter Dummheit unbeeindruckt ist, erteilte erst letzte Woche 70 neue Bohrgenehmigungen für Öl und Gas.

Ein weiteres verworrenes Argument, das von den britischen Befürwortern der Netto-Null-Emissionsziele in ihrem Bestreben vorgebracht wird, neue Investitionen in der Nordsee zu unterbinden, lautet wie folgt: „Öl und Gas sind weltweit gehandelte Rohstoffe. UK ist ein zu kleiner Produzent, um den Weltmarktpreis zu beeinflussen. Daher werden weitere Bohrungen in der Nordsee die Energiepreise in UK nicht wesentlich senken.“

Auf einer Ebene ist das natürlich wahr. Aber jeder, der auch nur ein wenig Ahnung von Wirtschaft hat, würde fragen: „Was hat das denn damit zu tun?“ Produzieren Länder nur dann etwas, wenn dadurch die Preise im Inland sinken? In welchem Universum? Länder produzieren, weil es für sie rentabel ist (im kollektiven Sinne, da es ja die Unternehmen sind, die tatsächlich die Produktion leisten). Eine gesteigerte Produktion trägt zum BIP des Landes bei. Die Aktionäre des Unternehmens profitieren davon ebenso wie diejenigen, die durch die verstärkte Wirtschaftstätigkeit Arbeitsplätze und Qualifikationen erhalten. Und dabei ist ein weiteres elementares wirtschaftliches Prinzip noch nicht einmal berücksichtigt: der „Multiplikatoreffekt“ – der Prozess, durch den ein anfänglicher Anstieg von Ausgaben, Investitionen, Produktion oder Einkommen weitere Runden wirtschaftlicher Aktivität in der gesamten Wirtschaft auslöst.

Es gibt noch eine weitere Variante dieser idiotischen Wirtschaftstheorie. Ein Argument, das unter Milibands Verbündeten, Klimaaktivisten, Kommentatoren zum Thema Netto-Null und Mainstream-Medienjournalisten kursiert, lautet in etwa wie folgt: „Nordseeöl wird ohnehin auf den internationalen Märkten verkauft, daher gehört es in keinem sinnvollen Sinne Großbritannien. Daher verbessert eine verstärkte Förderung weder die britische Energiesicherheit noch senkt sie die Rechnungen.“

Wieder einmal muss man viel geistige Standhaftigkeit aufbringen, um sich mit dieser völlig verwirrten Logik auseinanderzusetzen. Was passiert dabei mit der Zahlungsbilanz von UK? Verbessern britische Exporte nicht die Leistungsbilanz und stärken sie nicht das Pfund? Und wie kann eine gesteigerte Förderung von Öl und Gas aus der Nordsee die Energiesicherheit in UK nicht verbessern, fragt man ungläubig. Doch vergeblich, denn in der Welt des Netto-Null-Fanatismus riechen solche Ansichten nach rechtem Thatcherismus.

IYI-Wirtschaft vs. reale Welt

In der normalen Welt gelten Exporte, Produktion, profitable Branchen, Handelsüberschüsse und hochwertige Industriezweige in der Regel als positiv. Doch in der linksglobalistischen Welt der IYI-Regierungen und politischen Entscheidungsträger – in der die „Kirche des Klimas“ uneingeschränkt herrscht – werden die grundlegenden Gesetze der Wirtschaft per Gesetz außer Kraft gesetzt, und die Förderung von Kohlenwasserstoffen wird als moralisch fragwürdig und wirtschaftlich irrelevant dargestellt. Wenn es um die Rettung der Welt geht, sind diese von besonnenen Ökonomen aufgeworfenen Fragen bloße Nebensächlichkeiten.

Die Rentabilität an sich steht unter Verdacht und zieht den Vorwurf der Schuld auf sich. In einem inzwischen gelöschten Beitrag auf X warf Miliband BP vor, von der Iran-Krise zu profitieren, als er sich für die Beibehaltung der Sondersteuer auf Investitionen in der Nordsee aussprach. Er bezeichnete dies als „moralisch und wirtschaftlich falsch“. Natürlich versuchte er nicht zu verstehen, warum Rohstoffhandelsabteilungen mit gewieften Händlern – wie sie BP hat – in Zeiten extremer Preisschwankungen außergewöhnlich gut abschneiden. Das ist nicht einmal ansatzweise Kriegsgewinnlertum. Ohne den Stempel eines PPE-Abschlusses ist das von Herrn Miliband präsentierte doppelte Adjektiv ein kleines Rätsel. Zurück in der normalen Welt sind Gewinne gut – denn sie finanzieren Löhne, Mieten, Steuern und zufriedene Aktionäre.

Die britische Öffentlichkeit ist in Aufruhr. Die überraschenden Ergebnisse der Kommunalwahlen in Großbritannien bescherten sowohl der Labour-Partei als auch den Konservativen eine beispiellose Niederlage zugunsten der relativ rechtsgerichteten Partei „Reform UK“, die erst im letzten Jahr an politischer Bedeutung gewonnen hat. Es handelt sich um eine Revolte der einheimischen Wähler aus der Arbeiter- und Mittelschicht gegen das, was David Starkey als die seit langem bestehende „Einparteien“-Elite Großbritanniens bezeichnet hat. Dies könnte den Anfang vom Ende des Zweiparteiensystems in Westminster markieren, das die britische Politik seit dem späten 17. Jahrhundert geprägt hat, als die Konzepte des modernen Staates erstmals aufkamen.

Gewiss richtete sich der Aufstand nicht nur gegen Milibands strenge Netto-Null-Vorgaben, sondern gegen das gesamte Paket, das von der globalistischen Einparteien-Elite angeboten wurde – darunter offene Grenzen, eine immer engere Union mit der EU trotz Brexit und die Auswüchse eines politisch korrekten Wohlfahrtsstaates, der Einwanderer gegenüber Einheimischen bevorzugt. Die Wahlurne bleibt der einzige verlässliche Mechanismus, um jene abzusetzen, die für ihre luxuriösen Überzeugungen und ihre idiotische Wirtschaftspolitik keinerlei Konsequenzen tragen müssen.

Eine vernünftige Energiepolitik – jetzt, da sich der IPCC selbst von seinen unglaubwürdigen „Das Ende ist nah“-Szenarien distanziert hat – würde damit beginnen, die Grenzkostenpreisbildung anzuerkennen, anstatt vergeblich zu versuchen, sie abzuschaffen; sie würde eine Steigerung der Öl- und Gasförderung in der Nordsee zulassen, solange der Privatsektor bereit ist, im Rahmen wettbewerbsorientierter Auktionen zu investieren; die sinnlose CO₂-Bepreisung für Gas und tatsächlich für die gesamte energieintensive Industrie aufzugeben; die endlosen Subventionen für erneuerbare Energien einzustellen; die Vorschriften für Elektrofahrzeuge aufzuheben, die kaum jemand kaufen will, und die Überregulierung des Kernkraftsektors abzubauen, beispielsweise nach bewährten südkoreanischen Zeitplänen und Kosten statt unter den aufgeblähten britischen Regulierungsvorschriften.

Großbritannien kann sich kein weiteres Jahrzehnt der IYI-Regierung leisten. Dass die Lichter buchstäblich nicht ausgehen, hängt davon ab.

This article was published first on 18 May 2026 on Tilak Doshi’s Substack

Dr Tilak K. Doshi

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO2 Coalition and a former contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://clintel.org/intellectual-yet-idiot-ed-miliband-and-britains-energy-crisis/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Intellektueller weiterer Idiot: Ed Miliband und die Energiekrise in Großbritannien erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Großbritanniens Hitzerekord im Mai ist nicht so eindeutig, wie es den Anschein hat

27. Mai 2026 um 09:01

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Cap Allon

Diese Meldung habe ich heute schon als Aufmacher im Radio gehört. Es war zu erwarten, dass dieser „Rekord“ – bildich gesprochen – nicht so heiß gegessen wie er gekocht wurde. A. d. Übers.

Laut dem Met Office hat Großbritannien am Montag seinen Temperaturrekord für den Monat Mai gebrochen, wobei in Kew Gardens 34,8 °C gemessen wurden. Der bisherige Mai-Rekord lag bei 32,8 °C und wurde 1922 sowie erneut 1944 erreicht.

Kew Gardens ist nicht das ländliche Großbritannien. Es ist ein Londoner Bahnhof, der inmitten einer der größten städtischen Wärmeinseln Europas liegt. Es gibt dort zwar offene Grünflächen, aber genau das ist ein Grund dafür, dass die Temperaturen dort so stark steigen: Der Ort profitiert von der gespeicherten Hintergrundwärme des Großraums London, ohne in einer engen städtischen Schlucht begraben zu sein. Straßen, Gebäude, Bahnlinien, Mauern, Verkehr und harte Oberflächen erhöhen die lokale Grundtemperatur, während die offenen, geschützten Flächen bei klarem Himmel starke Sonneneinstrahlung ermöglichen.

Deshalb taucht Kew so oft ganz oben in den britischen Hitzetabellen auf. Es handelt sich zwar nicht um einen Flughafen, aber auch nicht um einen reinen ländlichen Referenzstandort. Es ist eine geschützte Londoner Messstation in einer stark veränderten Landschaft.

Der Meteorologe Ryan Maue schreibt: „Die heutige Stadtlandschaft um London hätte am 29. Mai 1944 leicht Temperaturen über 35 °C hervorgebracht. Man sollte unbedingt Äpfel mit Äpfeln vergleichen, insbesondere bei Wetterbeobachtungen im Abstand von 80 Jahren, bei denen sich die Landnutzung und die Urbanisierung verändert haben.“

Zudem resultierte der Rekordwert in Kew nicht aus einem gleichmäßigen, stetigen Anstieg. Er trat als Spitzenwert auf: 34,8 °C um 14:40 Uhr GMT, was 1,33 °C über dem Wert der vorherigen Stunde lag. An einem sauberen CIMO-Standort der Klasse 1 wird die Wahrscheinlichkeit eines so großen Sprungs auf weniger als 5 % geschätzt. Im Klartext: So verhält sich eine sauber und stabil gemessene Hintergrundtemperatur normalerweise nicht.

In Heathrow ist die Lage noch viel schlimmer. Um 14:23 Uhr GMT wurden dort 34,3 °C gemessen, nachdem die Temperatur innerhalb von nur drei Minuten um 1,3 °C gestiegen war. An einem ungestörten Standort der CIMO-Klasse 1 wird die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Anstieg auf weniger als 0,01 % geschätzt.

Diese Messwerte werden dennoch in die nationale Rekordliste aufgenommen.

Heathrow ist eine der meistzitierten Wetterstationen Großbritanniens, liegt jedoch inmitten einer der verkehrsreichsten Flughafenumgebungen der Welt. Start- und Landebahnen, Rollwege, Gebäude, Zufahrtsstraßen, Fahrzeuge, Triebwerke, kurzes Gras, harte Oberflächen und weitläufige, ungeschützte Flächen sind keine neutrale Umgebung.

Die von NetWeather erstellte Liste der 20 höchsten Tagestemperaturen verdeutlicht diese Flughafen-Verzerrung:

NetWeather berücksichtigt die Messwerte aus Kew Gardens nicht. Kew wird vom Met Office betrieben und ist nicht Teil eines Live-Feeds für fortlaufende Messungen.

Die gesamte Top-20-Tabelle der Live-Höchsttemperaturen von NetWeather bezieht sich auf den Luftverkehr: Flughäfen, RAF-Stützpunkte, Flugplätze, ehemalige Flugplätze oder Messstationen in Flughafennähe. Das ist keine repräsentative nationale Hitzemessung. Flughäfen sind künstliche Hitzesammelstellen. Das gilt auch für Kew.

In Wirklichkeit war die Hitze selbst, obwohl für Mai ungewöhnlich intensiv, nicht unerklärlich.

Ein großes Höhenhoch und ein Hochdruckgebiet an der Oberfläche über Großbritannien und Westeuropa sorgten für klaren Himmel, unterdrückten die Bewölkung, begrenzten die Vermischung und ermöglichten es der Sonneneinstrahlung Ende Mai, Wärme aufzubauen:

Die geopotenzielle Höhe auf 500 hPa über London erreichte etwa 594 dm*, was auf der Karte dem Wert für Dubai entspricht:

*Im Klartext: Erst in einer Höhe von 5940 m über UK betrug der Luftdruck genau 500 hPa. Normalerweise ist das im Sommer im Mittel bei etwa 5500 m, im Winter bei Kälte bei etwa 5280 m der Fall. A. d. Übers.]:

Es ist fast sicher, dass es in Großbritannien im Mai schon einmal so heiß war. Hätte es Heathrow im Jahr 1922 schon gegeben, hätte man dort wahrscheinlich 35 °C gemessen. Aber es gab es noch nicht. Das Gebiet bestand aus Ackerland und kleinen Dörfern. Das moderne West-London hatte die Landschaft noch nicht verschlungen. Auch Düsentriebwerke gab es noch nicht. Zu den britischen Flugzeugen jener Zeit gehörten Doppeldecker wie die Fairey IIID. Start- und Landebahnen, Terminals, Zufahrtsstraßen, Parkplätze, Jet-Verkehr, Asphalt und Beton kamen erst Jahrzehnte später. Noch einmal: Äpfel mit Äpfeln vergleichen.

Die Fairey IIID

Auch in den kommenden Tagen wird die Hitze nur von kurzer Dauer sein.

Bis zum Ende der Woche schwächt sich das Hochdruckgebiet ab, das Geopotential sinkt, die Instabilität nimmt zu und der Einfluss des Atlantiks kehrt allmählich zurück. Die Temperaturen gehen zurück, Schauer und Gewitter werden wahrscheinlicher, und das Wetter kehrt zu normaleren Verhältnissen zurück.

Großbritannien erlebte einen heißen Maitag*.

*Interessanes Wortspiel. „MayDay“ ist ein internationaler Notruf von Flugzeugen in Schwierigkeiten. A. d. Übers.

Es wurden zwar Rekorde gebrochen, aber wie immer sind die üblichen Verdächtigen daran beteiligt: Hitzefallen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/late-may-snow-returns-to-northern?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email ((Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Der Klima-Mythos, der unsere Lebensweise zu ändern trachtete

26. Mai 2026 um 17:00

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Samuel Furfari und Roland Duchatelet

Seit mehr als drei Jahrzehnten basiert die Klimapolitik auf einer zentralen Prämisse: dass eine wachsende Bevölkerung und expandierende Volkswirtschaften unweigerlich einen immer größeren Druck auf den Planeten ausüben würden.

Am 5. Mai 2026 gab der Weltklimarat (IPCC) ohne großes Aufsehen eine bedeutende Erklärung ab: Sein düsterstes Klimaszenario, RCP 8.5, wird nun als „unwahrscheinlich“ eingestuft. Fast 15 Jahre lang war dieses Szenario Stoff für Zehntausende von Artikeln, ganze TV-Talkshows und die Öko-Angst einer ganzen Generation. Es war der Ausgangspunkt für die +5°C-Prognosen, die herangezogen wurden, um immer mehr Einschränkungen, Steuern und Verbote zu rechtfertigen. Heute räumt der IPCC stillschweigend ein, dass es nicht dazu kommen wird. Einige Kommentatoren begrüßen dies. Andere erklären, etwas zurückhaltender, dass es nie mehr als eine „intellektuelle Übung“ gewesen sei. Eine merkwürdige Übung, deren Schlussfolgerungen 30 Jahre der öffentlichen Politik geprägt haben.

13 Milliarden Menschen

Die Medien feiern diese Abkehr, verschweigen jedoch geflissentlich, dass RCP 8.5 auf der Annahme einer Weltbevölkerung von 13 Milliarden Menschen beruhte. Das Szenario war nicht erst in den letzten Jahren weit hergeholt, sondern von Anfang an. Demografen wussten das. Aufeinanderfolgende Berichte der Vereinten Nationen deuteten bereits auf einen ganz anderen Verlauf hin. Doch sobald sich die Angst festgesetzt hatte, wollte niemand mehr die Zahlen überprüfen.

Seit mehr als drei Jahrzehnten basiert die Klimapolitik – und nicht nur das Modell RCP 8.5 – auf einer zentralen Prämisse: dass wachsende Bevölkerungszahlen und expandierende Volkswirtschaften unweigerlich einen immer größeren Druck auf den Planeten ausüben würden. Diese Annahme, die seit der Klimakonferenz von Rio 1992 in globalen Rahmenwerken verankert ist, prägt die Politik bis heute.

Doch die Welt, die diese Annahme hervorgebracht hat, existiert nicht mehr.

Einer von uns, ein international tätiger Industrieller und Investor im Elektroniksektor, entschied sich vor zwei Jahrzehnten aus Überzeugung, in Wind- und Solarenergie zu investieren, um zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beizutragen. Wie viele andere zu dieser Zeit glaubte er, dass eine tiefgreifende Transformation der Energiesysteme sowohl notwendig als auch dringend sei. Seitdem hat sich erneuerbare Energie einen Platz im europäischen Strommix gesichert.

Dieser Fortschritt ist real. Aber er ist nur ein Teil der Geschichte – und nicht der wichtigste.

Die entscheidende Veränderung unserer Zeit ist nicht technologischer Natur. Sie ist demographischer Natur.

Im Jahr 1990 gab es das Internet noch nicht. Heute hat der flächendeckende Zugang zu Informationen die Gesellschaften verändert und den Menschen – insbesondere Frauen – die Möglichkeit gegeben, fundierte Lebensentscheidungen zu treffen. Eine Folge davon wurde bislang weitgehend übersehen: ein rascher und weltweiter Rückgang der Geburtenrate pro Frau.

In den Industrieländern sind die Geburtenraten deutlich unter das Reproduktionsniveau gesunken. Der gleiche Trend ist nun auch in den Schwellenländern zu beobachten. Indien hat diese Schwelle bereits überschritten. Die Vereinigten Staaten folgen einem ähnlichen Weg. Selbst in Afrika, wo die Geburtenrate nach wie vor höher ist, hat der Abwärtstrend begonnen und dürfte sich mit fortschreitender wirtschaftlicher Entwicklung fortsetzen.

Die Auswirkungen sind tiefgreifend. Wenn sich die weltweite Geburtenrate bis Mitte des Jahrhunderts bei etwa 1,5 Kindern pro Frau stabilisiert, wird die Weltbevölkerung bei rund 8,5 Milliarden ihren Höchststand erreichen, bevor sie zurückgeht. Bei einer Rate von 1,3 könnte sie bis 2100 auf etwa vier Milliarden sinken – die Hälfte des einst erwarteten Niveaus. Dies steht in krassem Gegensatz zu früheren Prognosen, die von einem anhaltenden Wachstum auf 10 Milliarden oder 13 Milliarden (RCP 8.5-Modell) ausgingen.

Die Kaya-Gleichung

Um zu verstehen, warum dies für die Klimapolitik von Bedeutung ist, betrachten wir eine einfache Gleichung. Nach der sogenannten Kaya-Gleichung sind die CO₂-Emissionen das Produkt aus vier Faktoren: der Bevölkerungszahl, der Wirtschaftsleistung pro Kopf, der zur Erzeugung dieser Leistung benötigten Energiemenge und der CO₂-Intensität dieser Energie. Seit Jahrzehnten konzentriert sich die Politik auf die beiden letztgenannten Faktoren – die Verbesserung der Effizienz und die Verringerung der CO₂-Intensität.

Doch die Bevölkerungszahl ist der erste Term in dieser Gleichung – und der einzige, der derzeit einen strukturellen, globalen Umschwung durchläuft.

Wichtig ist, dass dieser Wandel nicht das Ergebnis einer Zwangspolitik ist, und das ist gut so. Er ist Ausdruck freiwilliger Entscheidungen, die durch Bildung, wirtschaftliche Chancen und den Zugang zu Informationen motiviert sind. Er verläuft friedlich und verstärkt sich selbst. Und er findet in einem Ausmaß statt, das groß genug ist, um die langfristigen Emissionsverläufe neu zu gestalten.

Um es klar zu sagen: Wir befürworten keinen Rückgang der Geburtenrate. Wir mögen diesen Rückgang der Fertilität persönlich bedauern – und der Rückgang der Geburtenrate stellt unsere Gesellschaften vor erhebliche Herausforderungen in Bezug auf Renten, die Weitergabe von Traditionen und die Vitalität unserer Zivilisation. Nichts davon bedeutet, dass Umweltprobleme ignoriert werden sollten. Technologischer Fortschritt und Regulierung haben die Luftqualität und die Lebensbedingungen in vielen Teilen der Welt bereits verbessert. Diese Fortschritte sollten fortgesetzt werden.

Verzerrt

Dies deutet jedoch darauf hin, dass die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen verzerrt sind. Die Annahme eines ständig wachsenden menschlichen Drucks auf den Planeten trifft nicht mehr zu. Die Welt tritt nicht in eine Phase ungebremsten Wachstums ein, sondern in eine Phase allmählichen Bevölkerungsrückgangs.

Dies verändert die Ausgangslage.

Die Vorstellung, dass die Wirtschaftstätigkeit drastisch eingeschränkt werden muss, um Klimarisiken zu bewältigen, beruht auf veralteten Prämissen. Eine zutreffendere Sichtweise erkennt an, dass Wohlstand an sich – insbesondere Bildung und die Stärkung des Einzelnen – ein starker Motor sowohl für demografische Stabilisierung als auch für Umweltverbesserungen ist.

Die Klimapolitik sollte sich entsprechend anpassen.

Die Welt hat sich verändert. Es ist an der Zeit, dass unser Denken damit Schritt hält.

This article was published first on American Thinker on 15 May 2026.

Roland Duchatelet ist ein belgischer Unternehmer und Industrieller. Er gründete Melexis, einen weltweit führenden Anbieter von Mikrochips für die Automobilindustrie, und trug dazu bei, dessen dauerhafte Position in der Halbleiterbranche zu festigen. Im Laufe der Zeit hat er ein breiteres industrielles Ökosystem aufgebaut, insbesondere durch Elex, und unterstützt damit eine Reihe von Unternehmen in den Bereichen Elektronik, Technologie und Investitionen. Zuvor war er als belgischer Senator tätig.

Dr. Samuel Furfari ist Professor für Energiegeopolitik in Brüssel und London, ehemaliger leitender Beamter in der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission und Mitglied der CO2 Coalition. Er ist Autor des Artikels „Energy Addition, Not Transition“ sowie von 18 Büchern, darunter „The Truth About the COPs: 30 years of illusions“.

Link: https://clintel.org/the-climate-myth-that-sought-to-change-our-way-of-life/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Der Klima-Mythos, der unsere Lebensweise zu ändern trachtete erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Net-Zero-Parteien von konservativen Kandidaten bei Wahlen in Großbritannien und Australien vernichtend geschlagen

26. Mai 2026 um 15:00

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WUWT, Essay von Eric Worrall

Offenbar hat die Bevölkerung höhere Prioritäten, als sicherzustellen, dass ihre Urenkel in 100 Jahren 0,01ºC niedrigere Temperaturen genießen. Hier die Zusammenfassung der Ergebnisse in Großbritannien und Australien

Aus Großbritannien;

Farage zufolge zeigen die Wahlerfolge der Reformpartei einen historischen Wandel in der britischen Politik.

Richard Wheeler, politischer Reporter

Nigel Farage sagte, er glaube, dass es nach dem Gewinn hunderter Sitze und der Übernahme der Kontrolle über mehr Gemeinderäte in England zu einem „wahrhaft historischen Wandel in der britischen Politik“ kommen wird.

Der Vorsitzende der Reformpartei sagte, seine Partei zeige,  dass sie sowohl in konservativen als auch in Labour-Hochburgen gewinnen könne , und fügte hinzu, er gehe davon aus, dass die Unterstützung der Wähler keine einmalige Angelegenheit sei.

Zu den Erfolgen der Partei zählen der Gewinn der Kontrolle über ihren ersten Londoner Bezirk in Havering, der überwältigende Sieg über die Tories in Essex und Suffolk sowie der Gewinn von Sitzen auf Kosten der Labour-Partei in den Midlands und im Norden Englands.

Reform  wurde bei den Wahlen zum walisischen Parlament  hinter Plaid Cymru Zweiter, während Parteivertreter erklärten, sie würden in Schottland „wettbewerbsfähig“ sein.

Mehr dazu: https://www.bbc.com/news/articles/c0r255xlr59o

Aus Australien;

Farrer stellt One Nation als eine echte Wahlbedrohung dar und nicht nur als eine Protestbewegung.

Von Clare Armstrong, der leitenden politischen Korrespondentin für digitale Medien

Verärgert über ein politisches System, das sie als kaputt und ungerecht empfinden, betraten die Wähler von Farrer die Wahlkabinen, bereit, dem Staat durch Wahlschmerz zuzusetzen.

Dass kein Labor-Kandidat auf dem Wahlzettel stand, um die Albanese-Regierung stellvertretend zu bestrafen, spielte kaum eine Rolle.

Dieser regionale Wahlkreis in New South Wales kennt seit seiner Gründung nichts anderes als die Vertretung durch die Koalition, einschließlich der letzten 25 Jahre, in denen er eine Hochburg der Liberalen war.

Und so waren es die Liberalen, die den Löwenanteil der Strafe tragen mussten.

Der Versuch von One Nation, Farrer zu kandidieren, sei „sozusagen ein Freistoß“ gewesen, bemerkte Matt Canavan, Vorsitzender der Nationals, kurz nach Schließung der Wahllokale am Samstagabend.

https://www.abc.net.au/news/2026-05-10/farrer-byelection-one-nation-david-farley-pauline-hanson-result/106657708

Ich denke, es ist angebracht, Präsident Trump im Zusammenhang mit diesen Siegen zu erwähnen, da in beiden Fällen die regierenden Parteien und die Mainstream-Medien versuchten, Präsident Trump als Schreckgespenst darzustellen, indem sie seine Verbindung zu One Nation und Reform hervorhoben – eine Strategie, die spektakulär nach hinten losging, da eine große Anzahl von Wählern in Australien und Großbritannien beschloss, dass sie das wollten, was die mit Trump verbündeten Politiker anboten.

Was können wir als Reaktion auf diese Siege erwarten?

Eines ist sicher: Von Klimafanatikern wie dem Briten Ed Miliband und dem Australier Chris Bowen ist nicht zu erwarten , dass sie einfach aufgeben und sich aus dem Staub machen.

Und das Ergebnis war nicht gänzlich schlecht für grüne Globalisten. Linksextreme Parteien wie die Liberaldemokraten und die Grünen konnten bei der britischen Wahl ebenfalls Sitze hinzugewinnen, wenn auch deutlich weniger als die Reformpartei. Die australische, den Grünen nahestehende unabhängige Kandidatin Michelle Milthorpe erhielt in Farrer deutlich mehr Stimmen, jedoch nicht genug, um den Kandidaten von One Nation, David Farley , zu schlagen .

Die nächsten Parlamentswahlen in Großbritannien finden 2029 statt , in Australien 2028. Australier und Briten müssen also noch einige Jahre warten, bis die Verantwortlichen für das Elend der Klimaneutralität sich bei nationalen Wahlen direkt den Wählern stellen müssen.

Die Radikalen, mit denen wir es zu tun haben, scheinen in manchen Fällen tatsächlich zu glauben, sie seien die Retter des Planeten. Sie halten die Klimaskeptiker und Populisten, die in den Umfragen rasant an Zustimmung gewinnen und ehemals sichere Mandate erobern, für Verderber, für Menschen, die das Überleben der Menschheit bedrohen. Die Geschichte lehrt uns, dass solch verzweifeltes messianisches Denken gefährliche Folgen haben kann. Ich erwarte zumindest eine Zunahme globalistischer Propaganda und verstärkte Versuche, populistische Online-Einflüsse in Australien und Großbritannien zu zensieren.

https://wattsupwiththat.com/2026/05/10/net-zero-candidates-anihilated-by-trump-supporting-populist-parties-in-british-and-australian-elections/

 

 

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Die Vereinigten Arabischen Emirate UAE spielen ihr eigenes Spiel

25. Mai 2026 um 13:00

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Dr. Samuel Furfari

Am 1. Mai haben die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) der OPEC die Tür vor der Nase zugeschlagen. Dies ist kein unbedeutendes Ereignis in der Öl-Saga, sondern ein geopolitisches Erdbeben. Die Emirate haben erkannt, dass das Zeitalter des Kartells vorbei ist. Angetrieben durch den Streit um die OPEC+-Quoten im Juli 2021 leitete Abu Dhabi eine stille Revolution ein und läutete damit eine neue Energie-Geopolitik ein, in der diejenigen, die Kohlenwasserstoffe produzieren, das Schicksal von Nationen bestimmen. Die UAE sind nicht mehr nur ein Ölexporteur. Sie sind ein globaler Akteur und der Architekt einer neuen regionalen Allianz, in der Energie, Technologie und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden sind.

Diese sich abzeichnende Energieallianz verdeutlicht eine Tatsache, die europäische Ideologen nicht wahrhaben wollen. Es gibt keine Energiewende; es gibt lediglich eine Energieergänzung. Wind- und Solarenergie machen zusammen nur 3 Prozent der weltweiten Primärenergie aus, während fossile Brennstoffe 87 Prozent des weltweiten Bedarfs decken. Die Emirate setzen darauf, dass die Nachfrage weitaus länger robust bleiben wird als Brüssel, Straßburg oder Paris annehmen. Der strategische Austritt der UAE aus der OPEC und ihre Entschlossenheit, die Ölförderung zu maximieren, bestätigen eine Welt, in der Dekarbonisierung keine Priorität mehr hat. Wohlstand, Sicherheit und geopolitischer Einfluss haben die Klimapolitik von der internationalen Agenda verdrängt. Nun erscheint der Green Deal der Europäischen Union veraltet und politisch irrelevant.

Die Emirate haben diesen Wandel lange vor anderen erkannt. Durch die Ausrichtung der COP28 in Dubai – und die Ausrichtung des Gipfels auf ein pragmatischeres Ergebnis – haben die UAE gezeigt, dass die Ära der ideologisch geprägten Klimapolitik vorbei ist. Ihre Fähigkeit, die Erwartungen der Aktivisten auf der COP28 zu dämpfen, war ein konsequenter Ausdruck der heutigen globalen Energieordnung. Ergänzung statt Ersatz, Realismus statt Idealismus. Die Welt hat sich weiterentwickelt, und die UAE haben sich entsprechend positioniert.

Der Austritt der Emirate aus der OPEC ist der bedeutendste Bruch in der 66-jährigen Geschichte der Organisation. Die UAE machten rund 14 Prozent der Gesamtkapazität der OPEC aus, was ihren Austritt besonders folgenreich macht.

Ein Rückgang der Rohölpreise ist für einen Produzenten mit hoher Förderkapazität nicht zwangsläufig nachteilig: Die Öleinnahmen hängen nicht nur vom Preis ab, sondern vom Produkt aus Preis und Menge. So können die Vereinigten Arabischen Emirate – durch eine Steigerung der Produktion auf 5 Millionen Barrel pro Tag (Mb/d), was einer Zunahme um 43 Prozent entspricht – einen erheblichen Preisrückgang auffangen und gleichzeitig die Gesamteinnahmen steigern. Die Maximierung der Gesamteinnahmen, nicht die Verteidigung des Grenzpreises, ist das Leitmotiv Abu Dhabis.

Die Emirate geben sich nicht damit zufrieden, die Öleinnahmen lediglich kurzfristig zu maximieren. Abu Dhabi unternahm einen bedeutenden Schritt, indem es sich an dem 18,4 Milliarden Dollar teuren Rio Grande LNG-Projekt in Brownsville in Texas beteiligte und damit als erste staatliche Ölgesellschaft am Persischen Golf eine bedeutende Position in einem US-Exportterminal erlangte. Die Emirate nehmen nun eine führende Position im großen globalen Gasgeschäft ein.

Auf dem Nahost-Schauplatz sind die Vereinigten Arabischen Emirate inzwischen zum bevorzugten Ziel des Iran geworden. Seit Anfang 2026 haben die UAE mehr als 2.800 Drohnen- und Raketenangriffe erdulden müssen – fast viermal so viele wie Saudi-Arabien. Der Angriff der Hutis auf Abu Dhabi im Januar 2022 markierte einen Wendepunkt, als die UAE zum ersten Mal öffentlich zivile Opfer auf ihrem Staatsgebiet bestätigten.

Warum diese iranische Fixierung auf die Emirate? Die Abraham-Abkommen machten die UAE zu einem „Frontstaat“ innerhalb der US-amerikanisch-israelischen Sicherheitsarchitektur. Auf dem Stützpunkt Al Dhafra sind US-amerikanische F-35 und Tausende westlicher Soldaten stationiert. Die UAE sind das Finanz- und Handelszentrum des Golfs, und ein Angriff auf Dubai oder Abu Dhabi wird als Destabilisierung des globalen Vertrauens angesehen.

Die Abraham-Abkommen sind nicht bloß ein Friedensvertrag; sie sind die diplomatische Verkörperung der neuen Geopolitik der Energie. Sie besiegeln ein Bündnis zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten, Israel, Bahrain, Marokko, dem Sudan – und nun auch Kasachstan –, das auf der Bedrohung durch den Iran, gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen der Vereinigten Arabischen Emirate und Israels sowie der Zusammenarbeit im Energiebereich im Rahmen des East Mediterranean Gas Forum basiert.

Der wichtigste Wandel ist jedoch ideologischer Natur. Die arabischen Unterzeichnerstaaten haben die palästinensische Sache in den Hintergrund gedrängt und der wirtschaftlichen Entwicklung Vorrang eingeräumt. Der Iran kann diese Realität nicht hinnehmen, da sie seinem Bestreben widerspricht, die palästinensische Sache als Instrument zur Einflussnahme in der muslimischen Welt zu nutzen. Dies ist der Triumph des Realismus‘ über die Ideologie.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nicht mehr nur ein Ölexporteur. Sie sind ein neuer globaler Akteur. Die Emirate setzen ihre nationalen Interessen durch, während die EU von einer Energiewende träumt, die es nicht gibt. Das ist die wahre Lehre aus der neuen Geopolitik der Energie. Durch den Austritt aus der OPEC, Investitionen in US-LNG, den Widerstand gegen iranische Angriffe und die Mitgestaltung der Abraham-Abkommen demonstrieren die UAE die Realität der Energie-Geopolitik des 21. Jahrhunderts und sind zum Architekten einer neuen regionalen Allianz geworden, in der Energie, Technologie und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden sind.

Die UAE lehnen die Illusionen einer „Energiewende“ ab und verfolgen stattdessen eine Politik der Ergänzung, Diversifizierung und Diplomatie, die auf der Realität basiert und auf langfristigen Wohlstand für alle ausgerichtet ist. Dies ist ein Modell, das die EU sehr in Betracht ziehen sollte.

Originally published at Town Hall, May 16, 2026.

Dr. Samuel Furfari is a professor of energy geopolitics in Brussels and London, a former senior official with the European Commission’s Directorate-General for Energy and a member of the CO2 Coalition. He is author of the paper, “Energy Addition, Not Transition,” and 18 books, including “The Truth About the COPs: 30 years of illusions.”

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/19/the-united-arab-emirates-is-playing-its-own-game/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Deutschlands Eingeständnis zur Kernenergie ist ein Riss in der Fassade der Netto-Null-Bilanz

23. Mai 2026 um 17:00

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Vijay Jayaraj
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Atomausstieg als „schwerwiegenden strategischen Fehler“ bezeichnet, der zu einem Mangel an Grundlaststrom in Deutschland geführt und die Energiewende zur teuersten Energiewende der Welt gemacht habe. Dies ist ein frühes Anzeichen für eine sich abzeichnende weltweite Abkehr von einer Politik, welche die Kernenergie an den Rand gedrängt sowie Kohle, Öl und Erdgas verteufelt hat.

Die Kernkraft-Problematik in Deutschland und Japan

Deutschland hat im April 2023 stur seine letzten drei noch in Betrieb befindlichen Kernreaktoren abgeschaltet – mitten in einer durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten lähmenden Energiekrise. Wie Pragmatiker vorausgesagt hatten, leiden die deutschen Bürger nun unter extrem hohen Strompreisen und sind weiterhin stark von Energieimporten abhängig.

Der grüne Traum wurde als Weg zu „günstigen“ erneuerbaren Energien verkauft, doch die Realität für deutsche Haushalte und Fabriken sieht so aus: rekordhohe Strompreise, komplexe Subventionen für begünstigte Unternehmen und Personen, die sich an den Klimadiskurs anpassen, und ein Stromnetz, das an windstillen Tagen oder bei bewölktem Himmel Probleme hat.

Japan hat einen bemerkenswert ähnlichen Fehler begangen, korrigiert nun aber endlich seinen Kurs. Nach der Katastrophe von Fukushima geriet die Regierung in Panik und schaltete alle 54 ihrer Kernreaktoren ab. Heute nimmt Japan diese stillgelegten Anlagen nach und nach wieder in Betrieb. Das Muster ist klar erkennbar. Länder geben unter politischem Druck verlässliche Energiequellen auf und verbringen dann Jahre damit, das wieder aufzubauen, was sie zuvor verteufelt und abgebaut hatten.

Bedauern über den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen

Aus diesem Grund rechne ich mit einer ganzen Reihe ähnlicher Kehrtwenden seitens nationaler Politiker, die sich an einer destruktiven Kampagne beteiligt haben, durch welche die Stromnetze ihrer zuverlässigen, erschwinglichen und reichlich vorhandenen Versorgung mit Kohle, Öl und Erdgas beraubt worden sind.

Politiker treten bereits still und leise auf die Bremse bei ihren aggressiven Plänen zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, sobald die Realität sie einholt. Das riesige Gasfeld in Groningen sollte aufgrund lokaler Erdbebenrisiken endgültig stillgelegt werden. Doch im Jahr 2024 verschob der niederländische Senat die endgültige Abstimmung über die Stilllegung, als die Abgeordneten Garantien verlangten, dass die Aufgabe der heimischen Ressource die Energiesicherheit nicht gefährden würde.

Innerhalb einer Woche, nachdem der deutsche Bundeskanzler das Fiasko der Kernenergie eingestanden hatte, beklagte die Energieministerin des Landes auf einer Öl- und Gas-Konferenz den Vorstoß der Netto-Null-Politik und spielte damit indirekt auf die Abkehr von fossilen Brennstoffen an.

In den Vereinigten Staaten ergriff Präsident Donald Trump Maßnahmen, um die Schließung einiger Kohlekraftwerke zu verhindern, darunter Anordnungen, die den Betrieb veralteter Anlagen wie des Kraftwerks J.H. Campbell in Michigan aufrechterhielten, um „Stromausfälle im Sommer zu vermeiden“.

Der südafrikanische Minister für Bodenschätze und Energie, Gwede Mantashe, wehrt sich konsequent gegen den internationalen Druck, schnell aus der Kohle auszusteigen. „Man zerstört nicht das, was man hat, nur weil man hofft, dass etwas Besseres kommt“, sagt er. Mantashe betont zu Recht, dass die Sicherung der Energieversorgung des Staates weiterhin Priorität haben muss.

Indien ist das eindrucksvollste Beispiel für diesen Energiepragmatismus. Das Land hat signalisiert, dass Kohle noch jahrzehntelang das Rückgrat der Wirtschaft bleiben wird, auch wenn seine Diplomaten leere Versprechungen machen, bis 2070 Netto-Null zu erreichen. Der stellvertretende Energieminister Shripad Naik gab kürzlich bekannt, dass Indien allein im Haushaltsjahr 2025–26 massive 7,2 Gigawatt an neuer Kohlekapazität hinzugefügt habe und bis 2035 insgesamt weitere 307 Gigawatt an Kohlekapazität hinzufügen werde.

Keine Weitsicht

In den meisten westlichen Ländern, insbesondere in Europa, fehlt es völlig an dieser grundlegenden Weitsicht in Bezug auf die Energiesicherheit. Viele Länder haben sich auf eine Politik festgelegt, die Kohle-, Öl-, Gas- und Kernkraftwerke stilllegt, bevor glaubwürdige Alternativen geschaffen wurden. Sie jagen Zielen zur Emissionsreduzierung hinterher. Dabei spielen sie die Kosten für ihre Bürger herunter.

Das Thema Energiesicherheit hat aufgrund der Unruhen im Nahen Osten in den Nachrichten an Bedeutung gewonnen. Doch es bedarf vielleicht gar keiner Kriegshandlung, um die nächste Generation von Energiekrisen auszulösen. Wenn die nächste anhaltende Kältewelle, Dürre oder Nachfragespitze eintritt, wird sich die Schwäche des Anti-Fossil-Brennstoff-Ansatzes in höheren Rechnungen, rollenden Stromausfällen und öffentlicher Wut zeigen.

Merz’ Bekenntnis zur Kernenergie deutet darauf hin, dass die politische Klasse sich nicht ewig vor der Realität drücken kann.

This commentary was first published at PJ Media on 11 May 2026.

Vijay Jayaraj ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der CO2 Coalition in Fairfax, Virginia. Er hat einen Master of Science in Umweltwissenschaften von der University of East Anglia und einen Postgraduiertenabschluss in Energiemanagement von der Robert Gordon University, beide in UK, sowie einen Bachelor-Abschluss in Ingenieurwissenschaften von der Anna University in Indien. Er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Forschungsgruppe „Changing Oceans“ an der University of British Columbia in Kanada tätig.

Link: https://clintel.org/germanys-nuclear-confession-is-a-crack-in-net-zero-pretense/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Windräder – mit der Energieerzeugung zurück ins Mittelalter (Teil 1)


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Gesendet am 17. Mai 2026 im Kontrafunk „Audimax“

Windräder in Deutschland

Seit undenklichen Zeiten nützen Menschen die Windenergie. So machten große Segelschiffe ab Ende des 15. Jahrhunderts die Entdeckung der neuen Welt möglich. Erst der überlegene Motorantrieb ließ sie verschwinden. Die Nutzung von Windmühlen ist ab dem 7. Jahrhundert in Persien historisch belegt. Im Gegensatz zu großen Segelschiffen erlebten Windmühlen eine Renaissance als riesige Windturbinen zur Stromerzeugung. Die Gründe dafür waren nicht technisch-wirtschaftlich, sondern irrational. Windräder konnten in Deutschland nur eingeführt werden mit künstlich erzeugter Furcht vor Klimaschädigung durch menschgemachtes CO2, mit der Ersetzung neutraler Energiefachleute durch fachfremde Aktivisten, mit hohen Subventionen für Windradinvestoren und schließlich mit Hilfe der Planwirtschaft.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die großen Medien wie FAZ, Süddeutsche, SPIEGEL und weitere halfen dabei kräftig mit. Anstatt kritisch zu berichten, machten sie sich in freiwilliger Selbstgleichschaltung zu Regierungsmedien und propagierten die Energiewende. Großstadt-Journalisten brauchten schließlich kein Riesenwindrad vor ihrer Haustür zu befürchten. Deswegen wird hier im Folgenden mit ÖRR die Gesamtheit aller voreingenommenen Medien bezeichnet. Erwartungsgemäß konnte die Energiewende ihre Versprechen nicht einhalten, und ein tiefer Graben klafft nun zwischen Windrad-Profiteuren, naiven Klimagläubigen, rot-grünen Revolutionären und dem ÖRR auf der einen Seite und neutralen Energiefachleuten, echten Naturschützern und geschädigten Windrad-Anrainern auf der anderen Seite.

In diesem Streit werden unzählige Argumente für und gegen Windräder und die Energiewende vorgebracht. Stellvertretende Beispiele für pro: Die Energiewende und insbesondere Windräder seien unabdingbar für „Klimaschutz“, weil sie CO2 einsparen; die Energiewende würde einen deutschen Haushalt monatlich nur eine Kugel Eis kosten; der Wind stelle keine Rechnung; die deutsche Energiewende würde weltweit Vorbild werden. Und nun Beispiele für kontra: Kein Land der Welt würde die deutsche Energiewende kopieren; Windräder erzeugten weltweit den teuersten Strom; Wetterabhängiger Windradstrom sei für unser Stromnetz ungeeignet; der Materialaufwand von Windrädern stünde in keinem akzeptablen Verhältnis zu ihrer erzeugten Energie; Windräder würden Landschaften entstellen,  viele Insekten, Fledermäuse und Vögel töten, und Anrainer durch Infraschall gesundheitlich schädigen.

Im Gegensatz zu den umstrittenen Windturbinen wurden die Einführung des Motorantriebs für Schiffe und die Nutzung von Kohle-, Gas und Mineralöl generell als Fortschritt begrüßt. Technische Verbesserungen wurden dem Markt überlassen, weil dessen Urteilskraft unerreichbar ist – nur Sozialisten wollen das nicht wahrhaben. Bei auftauchenden Fehlern erzwang der Markt schnelle Abhilfe wie im Ruhrgebiet vor 40 Jahren als Alarm wegen gesundheitsschädlichen Smogs aus Kohlekraftwerken ausgerufen wurde. Man baute unverzüglich moderne Filter in die Schornsteine von Kohlekraftwerken ein und erließ Vorschriften zur industriellen Rauchgasentschwefelung. Danach sank der Ausstoß von Staub und Schadstoffen dramatisch ab und ist heute kein ernsthaftes Thema mehr.

Jede technische Methode hat Vor- und Nachteile. Energiepolitische Entscheidungen, die diese nicht sorgfältig abwägen und nur eine einzige Sicht vertreten, sind auf Dauer nicht erfolgreich. Daher bevorzugt diese Vorlesung zur Bewertung von Windrädern die Vergleiche mit anderen Methoden der Stromerzeugung, wobei die Kriterien „technische Eignung“, „Wirtschaftlichkeit“ und „Umweltschutz“ sind. Vertreten wird dann die Bevorzugung derjenigen Methoden, die bei rationaler Abwägung ihrer Vor- und Nachteile positive Höchstwerte ergeben. So hatte es auch die deutsche Energiepolitik bis noch vor wenigen Jahrzehnten gehalten und deshalb Deutschland zu einem der erfolgreichsten Industrieländer weltweit gemacht.

Über lange Zeit fast unbemerkt änderte sich in den westlichen Ländern die Einstellung zur technisch-naturwissenschaftlichen Vernunft. Ab der Jahrtausendwende wurde der Paradigmenwechsel sichtbar. Ideologien, faktenbefreites Wunschdenken, Moralismus, und platter Unsinn wurden zur Regel. So wurde die Dekarbonisierung Deutschlands zum grundgesetzbewehrten Staatsziel. Sie ist wegen der nur 1,5 % weltweiten CO2-Emissionen Deutschlands zwar physikalisch unwirksam, wird uns bis 2045 aber sehr wirksame Zehntausend Milliarden oder 10 Billionen Euros kosten (hier). Ein entsprechendes Schicksal ereilte auch die deutsche Energieinfrastruktur. Sorgfältige Planung und Praxistests von neuen Verfahren wurden unterlassen, und faktenfreies Wunschdenken leitete eine bis jetzt anhaltende Zerstörungsphase ein. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz setzte 2000 die Energiewende in Gang. Alle deutschen Kernkraftwerke, unsere wertvollsten Grundlastkraftwerke, wurden mit entsprechenden Beschlüssen von 2002, 11 und 13 zu festgelegten Zeiten abgeschaltet und zur Verhinderung späterer Weiternutzung konsequent zerstört. Dabei gingen insgesamt mehr als ein Drittel der deutschen Stromleistung verloren. Wollte man sie in Form von Gas-und-Dampfkraftwerken wieder ersetzen, würde dies realistisch weit mehr als ein Jahrzehnt dauern.

Bei der Abschaffung der Kernkraftwerke wurde die Sicherheitsliste „Todesfälle pro Terawattstunde Strom“ von Methoden der Stromerzeugung ignoriert. Am sichersten sind „Solar, Kernenergie, Wind und Wasserkraft“ mit Kernenergie auf Platz zwei – zu finden in „our world in data“ der Oxford Universität (hier), beim Schweizer Paul Scherrer Institut (hier), der Fachpublikation von The lancet 370.9591 (2007): 979-990 und schließlich in Statista (hier). Die CO2-Freiheit von Kernkraftwerken wurde ebenfalls ignoriert. Mit unzähligen Falschbehauptungen über die Kernenergie spielte der ÖRR eine unwürdige Hauptrolle. Der Höhepunkt der ÖRR-Propaganda war eine assoziative Montage, welche die 18.500 Opfer des japanischen Tsunami von 2011 der Havarie des Kernkraftwerks von Fukushima in die Schuhe schob, obwohl es keinen einzigen Strahlentoten gab.

Im Sommer 2020 begann schließlich der Ausstieg aus der Kohlenutzung mit dem Ziel schrittweise die wirtschaftlichste Methode der Stromerzeugung Deutschlands zu zerstören. Das bereits an Größenwahn grenzende Endziel der Energiewende ist CO2-freier Strom im Wesentlichen nur aus Windrädern und Solarzellen, der über Sektorenkoppelung den gesamten deutschen Energieverbrauch stemmen soll. Dabei kann die Energiewende noch nicht einmal Strom bedarfsgerecht liefern. Ohne Nachbarländer die uns bei Strommangel mit Strom aus Kernkraftwerken versorgen und ihn uns bei Stromschwemme gegen Aufpreis abnehmen, wären in Deutschland längst die Lichter ausgegangen.

Unübersehbare Ergebnisse dieser absurden Entwicklung gibt es bereits: Wie von allen unabhängigen Fachleuten vorhergesagt, funktioniert die Energiewende nicht und ist zu einem bodenlosen Kostenloch von aktuell über 36 Milliarden Euro pro Jahr für das Energiewende-Gesamtsystem geworden. Diese Zahl nannte am 7. April 2026 die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche in einem FAZ-Gastbeitrag. Als Folge von Klimaschutz und Energiewende fiel Deutschland von den weltweit höchsten Plätzen der globalen Wettbewerbsskala erfolgreicher Industrienationen herunter ins Mittelmaß. Der Abstieg, verursacht durch CO2-Bepreisung, Energiewende und einer erstickenden Bürokratie wie jeder Planwirtschaft, geht stetig weiter. An der Chimäre „Klimaschutz durch Dekarbonisierung“ wird dennoch festgehalten.

Stellvertretendes Beispiel von Dysfunktionalität ist die Subventionierung von Windrädern. Sie betrug 2025 16,5 Milliarden Euro als Zuschuss aus dem Bundeshaushalt. 20 Jahre lang erhält jeder Windradinvestor für seinen Strom eine Einspeisevergütung zwischen 6 und 12 Cent/kWh. Verrückt wird es, wenn zuviel Windenergie eingespeist wird und der Strompreis auf Null oder negativ geht. Dann wird dem Windrad-Betreiber trotzdem die Differenz zur Einspeisevergütung aus dem Klima- und Transformationsfond des Bundes erstattet. Geschädigt ist der wehrlose Wohnungsmieter über den CO2-Preis beim Betrieb seiner Öl- oder Gasheizung und der Autofahrer beim tanken. Oft wertlosen, weil überschüssigen Windstrom zu subventionieren ist ein Musterbeispiel für die planwirtschaftliche Umverteilung von Verbrauchern mit knapper Kasse hin zu kapitalstarken Investoren und lässt an die berühmten Schildbürgerstreiche denken. Eine weitaus umfangreichere Zusammenstellung solcher Inkonsequenzen, Schäden und schlichten Irrsinns der Energiewende bietet der empfehlenswerte Youtube-Kanal des emeritierten Professors Dr. Andreas Schulte für Forstwirtschaft und Waldökologie der Uni Münster. Seine Vorträge finden sich im Internet beim googeln von „Cum tempore Andreas Schulte“.

Heute lehnen 85 % der Weltbevölkerung Klimaschutz und vor allem eine Energiewende nach deutschem Vorbild ab. Nur noch 15 % mit Deutschland als Vorreiter setzen auf Deindustrialisierung, genauer auf industriellen Selbstmord. Deutsche Bemühungen die Welt von Windrädern zu überzeugen hatten statt Resonanz nur nachsichtigen Humor. Sogar der ÖRR kann den Niedergang der deutschen Industrie, die hohe Zahl an Firmenpleiten, die massive Verlagerung von Unternehmen ins Ausland und die Arbeitsplatzverluste nicht mehr verschweigen.

Laut einer im Februar 2026 veröffentlichten Allensbach-Umfrage im Auftrag der FAZ ist der Rückhalt für die Energiewende in Deutschland deutlich gesunken. Befürworteten bis 2022 noch etwa die Hälfte der Bürger den schrittweisen Ersatz fossiler Energieträger, ist es Anfang 2026 nur noch rund ein Drittel. Gemäß einer Studie der Bertelsmann Stiftung, ebenfalls 2026, stieg der Anteil von Unternehmen, die „Klimaschutz“ eine immer geringere Priorität beimessen, in einem Jahr von 14 % auf aktuell 60 %.

Eine rationale Energiepolitik, die die erstickende CO2-Bepreisung, die Energiewende und 90 % unnützer Bürokratie unverzüglich beendet, wäre mit einem einfachen Federstrich sofort möglich, die deutsche Politik müsste es nur wollen. Damit wäre sogar die EU einverstanden, weil es sie ohne Deutschland nicht gäbe. Historisch setzt sich irgendwann immer die Vernunft durch. Ein „Zur-Vernunft-zurück“ ist daher nur eine Frage der Zeit. Ob aber dann die angerichteten Schäden in Deutschland noch zu beheben sind, ist keineswegs sicher.

Nach diesen Vorinformationen zur deutschen Energiewende im Allgemeinen und Windrädern im Besonderen geht es in der Vorlesung jetzt zu den physikalischen und technischen Fakten von Windrädern und ihren Auswirkungen auf Stromerzeugung, Wirtschaft und Umwelt. Es wird sich zeigen, dass Windräder an insgesamt drei Fundamentalmängeln leiden, von denen zwei naturgesetzlich und daher unbehebbar sind. Nur der verbleibende dritte Mangel könnte in Zukunft mit noch ungewisser Technologie etwas abgemildert, aber nicht völlig beseitigt werden.

Zum Windradprinzip

Es gibt zwei Typen von Windrädern, den Widerstandsläufer und den Auftriebsläufer. Beim Widerstandsläufer erzeugt meist die Öffnung einer Kugelhalbschale, dem Wind entgegengestellt, eine nutzbare Widerstandskraft. Solche Halbschalen, ausgerichtet und kreisförmig um eine Drehachse montiert, ergeben einen Halbschalenrotor, der Rotationsenergie aus Wind erzeugt. Die älteste bekannte Windenergieanlage in Persien verwendete dieses Prinzip.

Moderne Windräder nutzen dagegen die wirksamere Auftriebskraft eines Flugzeugflügels, dessen charakteristisches Profil mit breiter Abrundung an der Vorderseite, scharfer Rückkante und besonderen Kurven für die Ober- und Unterseite aus Abbildungen bekannt ist. Die Auftriebskraft basiert auf dem um 1902 erstellten Theorem des deutschen Mathematikers Martin W. Kutta und des russischen Physikers Nikolai J. Joukowski zusammen mit dem dritten Newtonschen Gesetz (Actio = Reactio) und ist gleichermaßen für Flugzeugflügel wie für Windradflügel gültig. Speziell beim Windrad kommt noch ein weiteres Gesetz hinzu, auf das später noch eingegangen wird. Das Windrad mit seinen drei Flügeln macht aus Wind Rotationsenergie. Daraus erzeugt der angeschlossene Generator Strom, drei Flügel, weil dies der beste Kompromiss von Windausbeute, Stabilität und Kosten ist.

Nun zum Strom aus Wind: Die 50 Hz Frequenz in unserem Wechselstromnetz muss in engsten Grenzen verbleiben, ansonsten droht Blackout. Weil Wind extrem fluktuiert, sorgt bei jedem Windrad eine aufwendige Elektrotechnik dafür, dass der erzeugte Flatterstrom, wenn schon nicht bedarfsgerecht, so doch zumindest technisch passend ins Netz eingespeist wird. Der vom Windrad-Generator erzeugte Wechselstrom wird dabei zuerst in Gleichstrom umgewandelt und anschließend in einem Zwischenkreis geglättet. Ein Inverter wandelt ihn wieder in Wechselstrom zurück, dessen Frequenz, Phase und Spannung exakt aufs Stromnetz abgestimmt sind. Dazu wird eine Phasenregelung verwendet, die kontinuierlich die Werte des angeschlossenen Netzes misst. Schließlich wird der phasensynchrone 50 Hz Strom hochtransformiert und ins Mittelspannungsnetz eingespeist. Diese Kette macht Windrädern jedoch Netzstabilisierung durch Rückspeisung der Rotationsenergie ihrer sich drehenden Flügel unmöglich. Bei den klassischen Dampfturbinen-Kraftwerken als Grundlastkraftwerken, zu denen auch Kernkraftwerke gehören, erfolgt dagegen die wichtige Netzstabilisierung physikalisch von selbst durch die extrem hohe Rotationsenergie ihrer Dampfturbinen. Mit jedem Windrad und jeder Photozelle mehr und jedem Grundlastkraftwerk weniger verliert daher das Stromnetz an überlebenswichtiger natürlicher Trägheit. Auf diese wichtige Problematik wird später noch einmal eingegangen.

Kenngrößen von Windrädern und von Windradstrom

Bevor es weitergeht zuerst die wichtigsten Daten zur Erzeugung und Verbrauch von Energie, speziell von elektrischer Energie und insbesondere der aus Windrädern: Weltweit kommen in allen Industrieländern wie auch in Deutschland etwa 80 % der verbrauchten Gesamtenergie aus Kohle, Erdöl und Erdgas. Das wird sich langfristig auch nicht ändern. Erst nach vielen Jahrzehnten wird der jetzt noch relativ kleine Urananteil immer größer geworden sein und die fossilen Energieträger zurückdrängen. Weltweit kommen aktuell nur 1 % der Gesamtenergie aus Wind und ebenfalls nur 1 % aus Photovoltaik. 2024 und 2025 in Deutschland war Windstrom mit 4,5 % an der Gesamtenergie nur wenig höher. Dieser kleine Wert könnte irritieren, weil der ÖRR viel größere 30 % nennt. Diese 30 % beziehen sich aber nur auf den elektrischen Strom und nicht auf die Gesamtenergie Deutschlands. Strom hat weltweit, so auch in Deutschland, nur etwa 15 % Anteil an der Gesamtenergie. Die 4,5 % Stromanteil an der Gesamtenergie werden daher zu 30 % Anteil am Strom. Leider überlesen die meisten bei den Zahlenangaben des ÖRR, was sie genau bedeuten, so dass heute fast jeder irrtümlich glaubt, dass etwa 30 % der deutschen Gesamtenergie aus Wind kämen. Vom ÖRR wird es zudem auffällig vermieden die maßgebenden Zahlen von 4,5 % Wind und 2 % Photovoltaik an der Gesamtenergie zu nennen.

Bis jetzt war hier von Energie die Rede. Verwendet man die Energiedichte als Energie pro Gewicht sind in der Vorlesung bevorzugte Vergleiche einfach wie zum Beispiel der eines E-Autos mit einem Diesel-Auto: Eine Ionen-Lithium Batterie hat die Energiedichte von 0,2 Kilowattstunden Energie pro Kilogramm, Dieseltreibstoff hat dagegen den Wert 5,3 unter Berücksichtigung des Carnot-Verlustes des Dieselmotors. Das ist das 26-fache der Batterie bei gleichem Tankgewicht und erklärt die geringe Reichweite von E-Autos. Die 5,3 Energiedichte von Diesel werden später noch einmal benötigt.

Bei strömender Flüssigkeit und Gasen sind Vergleiche etwas umständlicher, weil dort nicht die Energie, sondern die Leistung als Energie pro Zeit in Watt die maßgebende Größe ist. Weil leider oft Energie mit Leistung verwechselt wird, ist erst einmal dieser Irrtum zu beseitigen.

Die Bewegungsenergie eines festen Körpers ist proportional zu seiner Masse und zum Quadrat seiner Geschwindigkeit. Die Leistung von Fluiden in Rohrströmungen ist dagegen proportional zur Fluid-Dichte, zum Rohrquerschnitt und zur dritten Potenz der Strömungsgeschwindigkeit. Das gilt für alle Strömungsmaschinen, von Windrädern über Wasserturbinen bis hin zu Ventilatoren. Zur besseren Wahrnehmung wird die Leistung von Fluiden hier kurz als „v-hoch-3-Gesetz“ bezeichnet. Die von einer Strömungsmaschine gelieferte elektrische Energie ist schließlich das Produkt ihrer Leistung-mal-Zeit. Weil sich die Flügel von Windrädern nicht in einem Rohr sondern in freier Luft drehen, weisen nur Windräder noch die weitere Besonderheit auf, dass sich ihre Leistung aus dem v-hoch-3-Gesetz mindestens um den Faktor 0,59 verringert. Der deutsche Strömungsforscher Albert Betz veröffentlichte 1920 diesen oberen Grenzfaktor, der heute als Betzsches Gesetz bezeichnet wird.

Auch der Verwirrung stiftende Begriff „Nennleistung von Windrädern“ ist zu erläutern, denn Windradhersteller und auch der ÖRR sprechen immer nur von der Nennleistung. Bei Nennleistung würde man vielleicht an eine zeitgemittelte Windradleistung denken. Die Nennleistung ist aber etwas ganz Anderes, nämlich die Höchstleistung des Windrads bei maximaler Windgeschwindigkeit von stürmischen knapp 50 km/h, wobei diese Grenze vom Windrad-Generator gesetzt wird. Bereits ab etwa 30 km/h Windgeschwindigkeit fängt man damit an die Windrad-Leistung zu drosseln. Die Nennleistung kommt im wirklichen Betrieb kaum vor. Neben der Nennleistung ist man vermutlich auch von der einzig wirklich wichtigen Leistung eines Windrads überrascht, ihrer jahresgemittelten Leistung. Windräder liefern bei Flaute nämlich keinen Strom, sondern verbrauchen sogar ein wenig für die Aufrechterhaltung ihrer Hilfssysteme. Die jahresgemittelte Windradleistung Onshore und gemittelt über ganz Deutschland beträgt nur etwa 20 % der Nennleistung, Offshore kann sie bis zu 40 % erreichen.

Das v-hoch-3-Gesetz erklärt, warum die jahresgemittelte Windradleistung so klein ist. Beim halben Wert der Windgeschwindigkeit liefert das Windrad nicht, wie man irrtümlich vermuten könnte, die halbe Leistung, sondern nur ein Achtel oder 12,5 % von ihr, weil die dritte Potenz von 1/2 ein Achtel ist. Das v-hoch-drei-Gesetz belohnt große Windgeschwindigkeiten extrem und bestraft kleine Windgeschwindigkeiten ebenso extrem. Windräder in Schwachwindgebieten wie etwa dem Odenwald sind daher absolut widersinnig.

Bevor es mehr in die Details von Windrädern geht, einige anschauliche Vergleiche: So wird man kaum vermuten, dass bereits das Betanken eines Dieselautos im Vergleich mit der Leistung eines Windrads interessante Erkenntnisse liefert. Ein großes Standard Windrad wie die E 126 mit 7,6 Megawatt Nennleistung liefert Onshore nur 1,5 Megawatt reale gemittelte Leistung als die bereits erwähnten 20 % der Nennleistung. Die E 126 wiegt rund 3500 Tonnen, dazu kommt ihr Stahlbetonsockel etwa gleichen Gewichts. Sieben E 126 liefern 7 x 1,5 = 11 Megawatt bei insgesamt 50.000 Tonnen Aufwand an Stahl, Beton und weiterem Material. Auf der anderen Seite fördert der Zapfhahn einer Tankstelle etwa 0,7 Liter Diesel pro Sekunde oder 2000 Kilogramm pro Stunde. Multipliziert mit der bereits erwähnten Energiedichte des Dieseltreibstoffs von 5,3 Kilowattstunden-pro-Kilogramm (inklusive Carnot-Verlust des Dieselmotors), ergeben sich die gleichen 11 Megawatt Leistung wie von sieben E 126 Windrädern, bloß ohne 50.000 Tonnen Material in Landschaft und Waldböden.

Weitere anschaulichen Vergleiche: Um die 100 km Windräder im Mindestabstand hintereinander liefern die gleiche jahresgemittelte Leistung wie ein einziges großes Kohle- oder Kernkraftwerk, letztere aber wetterunabhängig. Die inzwischen mehr als 30.000 Windräder hierzulande enthalten so viel Stahl wie 20 Millionen PkW. Kraftwerke werden über 60 Jahre alt, Windräder nur 20 Jahre.

Für die nun vorgenommenen genaueren Vergleiche von Windrädern mit anderen Methoden der Stromerzeugung ist die Leistungsdichte als Leistung pro Fläche der passende Schlüssel. In den meisten Fachveröffentlichungen und auch hier wird als Fläche die von der jeweiligen Methode benötigte Bodenfläche genommen. Wie groß ist aber die Bodenfläche eines Windrads? Bei der Antwort ist zu beachten, dass Windräder fast nie alleine sondern immer zu mehreren in sogenannten Windparks aufgestellt werden, um den verfügbaren Platz optimal zu nutzen und die Unterbodenverlegung von Elektrokabeln zu optimieren. Die gegenseitigen Abstände von Windrädern dürfen dabei wegen Leistungsminderung durch gegenseitigen Windkannibalismus nicht zu klein werden. Der Platzbedarf jedes Einzelwindrads als optimaler Kompromiss ist dabei die achtfache Länge des Rotordurchmessers in Hauptwindrichtung mal der fünffachen Länge senkrecht dazu. Dies sind bei der schon erwähnten E 126 mit ihren 127 m Rotordurchmesser rund 600 Tausend Quadratmeter oder 60 Hektar als sogenannte „geschützte“ Bodenfläche des Windrads. Es sei vorab schon einmal der überraschend kleine Wert der Windradleistungsdichte von grob 3,6 Watt pro Quadratmeter Bodenfläche genannt, gültig für 2024, Onshore Deutschland, jahres- und ortsgemittelt. Er wird hier später noch belegt.

Noch eine Anmerkung zum Begriff Windpark: Diese vermutlich von Herstellern und dem ÖRR durchgesetzte Bezeichnung ist angesichts der von Windrädern zerstörten Landschaften und angesichts von Windrad-Anrainern, deren Häuserwerte in den Keller rauschen, nicht akzeptabel. Man sollte die sprachliche Vergewaltigung der Realität, Windräder mit einem Erholungspark zu assoziieren nicht akzeptieren, sondern zutreffend den Begriff Windindustrie-Fläche verwenden.

Weil zur korrekten sachlichen Beurteilung von Windrädern der ungewohnte Begriff Leistungsdichte kaum vermieden werden kann, ist die allgemeine Unkenntnis über Windradfakten nachvollziehbar und leider nur schwer zu beheben. Die letzte Instanz, die diese Beurteilung aber immer liefern wird, ist die Triade von extremen Stromkosten, Landschafts- und Naturzerstörung sowie Blackout-Gefahr. Leider macht es eine erhebliche technische Unkenntnis der Bevölkerung den Windradprofiteuren und dem ÖRR zu leicht, der Bevölkerung nicht vorhandene positive Eigenschaften von Windrädern vorzugaukeln und ihre Schäden herunterzuspielen.

Die Sonne macht den Wind  

Woher kommt eigentlich die Windenergie?  Sie ist umgewandelte Sonnenenergie, oder genauer, eine atmosphärische Wärmekraftmaschine erzeugt den Wind. Sie nutzt die unterschiedliche Aufheizung der Erdoberfläche durch die Sonne. Dabei entstehen zwei Wärmereservoire, die Tropen als warmes Reservoir und die beiden Erd-Pole als das kalte. Die Wärmekraftmaschine wird durch den Wärmetransport zwischen den Tropen und den beiden Erd-Polen angetrieben. Die zugehörigen physikalischen Details liefert die Thermodynamik und insbesondere der Carnot-Prozess.

Es ergeben sich nun drei Fragen: Welcher Anteil der auf die Erdoberfläche ankommenden Sonnenenergie ist Windenergie, welcher Anteil davon kann höchstens von Windrädern genutzt und wieviel davon wiederum kann höchstens zu elektrischer Energie umgewandelt werden? In einigen Fachveröffentlichungen wird dabei die gesamte Erdoberfläche betrachtet, ohne lokale und meteorologische Unterschiede zu berücksichtigen. Aus den Energiewerten, den 8760 Jahresstunden und der Gesamtoberfläche der Erde erhält man dann die jahres- und ortsgemittelten Leistungsdichten in Watt pro Quadratmeter Bodenfläche. Die Fachpublikation von Alex Kleidon, MPI für Biochemie in Jena, „Physical limits of wind energy within the atmosphere and its use as renewable energy: From the theoretical basis to practical implications.“ arXiv preprint arXiv:2010.00982 (2020), wählte diesen Weg und kam zu folgenden Ergebnissen: Die Sonne erzeugt 342 Watt Leistung pro Quadratmeter Boden, davon werden nur 0,006 % dieser 342 Watt zu Wind, und aus Windrädern bleiben schließlich nur noch 0,5 Watt pro Quadratmeter elektrische Leistung übrig. Die zweite Fachveröffentlichung  von Lee Miller und Mitautoren, Miller, Lee M., et al. „Two methods for estimating limits to large-scale wind power generation.“ Proceedings of the National Academy of Sciences 112.36 (2015): 11169-11174. kommt dagegen auf 1,1 Watt elektrische Leistung pro Quadratmeter Boden aus Windrädern, weil dort nur über eine große Region in den USA gemittelt wurde und auch etwas andere Voraussetzungen als die von Kleidon verwendet wurden. Die Ergebnisse beider Publikationen stützen sich auf theoretische Berechnungen, Simulationen mit Atmosphären-Modellen und auf Messungen. Speziell für Deutschland kann man es sich aber sehr einfach machen, weil alle erforderlichen Leistungsdaten aus den bereits vorhandenen Windrädern und ihren Stromlieferungen vom Umweltbundesamt und dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme frei herausgegeben werden. Man erhält dann für Deutschland-Onshore-2024 die schon erwähnte orts- und jahreszeitgemittelte Windrad-Leistungsdichte von grob 3,6 Watt pro Quadratmeter. Grob, weil die Gesamtgröße der deutschen Windenergie-Flächen nicht genau bekannt ist.

 

Der Beitrag Windräder – mit der Energieerzeugung zurück ins Mittelalter (Teil 1) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Super El Niño – Ist der „TERMINATOR“ verantwortlich?

22. Mai 2026 um 17:00

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Spaceweather.com

Die Schlagzeilen sind voll von Meldungen, dass sich derzeit im Pazifik ein Super-El-Niño bildet. Ein Solarphysiker hat genau das bereits vor drei Jahren vorhergesehen.

Abb. 1: Im Pazifik bildet sich derzeit ein Super-El-Niño, ähnlich wie 1997.

In einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2023 stellte Robert Leamon von der NASA und der University of Maryland (Baltimore County) eine bemerkenswerte Prognose auf: Der nächste El Niño werde 2026 eintreten. Er stützte sich dabei auf den „Terminator“, ein magnetisches Phänomen auf der Sonne, das einen Sonnenzyklus beendet und den nächsten einleitet.

Leamon hat die letzten fünf Sonnenzyklen zu einem „Standardzyklus“ gemittelt und diesen in die Zukunft projiziert. Dabei stellte er fest, dass El-Niño-Ereignisse etwa fünf Jahre nach einem Terminator auftreten. Das jüngste Terminator-Ereignis fand im Dezember 2021 statt, sodass der nächste El Niño genau auf das Jahr 2026 fällt. Sein Modell sagt zwar nichts über die Stärke dieses El Niño aus, doch der Zeitpunkt stimmt genau.

Leamon und sein Kollege Scott McIntosh hatten zuvor gezeigt, dass jeder Terminator seit den 1960er Jahren mit einem Wechsel von El Niño zu La Niña zusammenfiel. Ihre Arbeit sagte den Beginn eines dreifachen La Niña-Ereignisses im Jahr 2020 korrekt voraus und deckte einen unerwarteten Zusammenhang zwischen der Sonne und dem ENSO-Phänomen auf (El Niño-Southern Oscillation).

Abb. 2: AbbDiese Grafik, die auf Abb. 5 aus Leamon (2023) basiert, zeigt zwei offenbar erfolgreiche Vorhersagen, die auf dem Terminator-Modell beruhen.

Niemand weiß, wie die Sonne Einfluss auf das ENSO nimmt. Die meisten Forscher bevorzugen „Top-down“-Modelle: Die Sonnenaktivität verändert die obere Erdatmosphäre und bewirkt Veränderungen, die sich nach unten ausbreiten und das Wetter an der Erdoberfläche beeinflussen. Der genaue Prozess ist jedoch unbekannt.

Zunächst (2021) gingen Leamon und McIntosh davon aus, dass kosmische Strahlung dafür verantwortlich sei. Galaktische kosmische Strahlung schwankt im Einklang mit dem Sonnenzyklus und beeinflusst die Ionisierung der Erdatmosphäre. Später (2023) sprach sich Leamon jedoch selbst gegen die These der kosmischen Strahlung aus und wies darauf hin, dass der zeitliche Zusammenhang nicht stimme. Derzeit neigt er zu einer Korrelation mit der geomagnetischen Aktivität.

Die Suche nach einem Zusammenhang zwischen der Sonne und El Niño ist so alt wie El Niño selbst. Sir Gilbert Walker, der Anfang des 20. Jahrhunderts die „Southern Oscillation“ (das SO in ENSO) entdeckte, versuchte vergeblich, einen Zusammenhang mit Sonnenflecken herzustellen. Während des gesamten 20. Jahrhunderts bemühten sich auch andere Forscher vergeblich, diesen Zusammenhang herzustellen. Der Terminator hingegen ist ein neues Konzept, das McIntosh und Leamon in einer Reihe von Artikeln seit zehn Jahren darlegen. Es scheint sich gut zur Vorhersage von Sonnenzyklen zu eignen und könnte auch bei der ENSO erfolgreich sein.

Es wird mehr als nur ein oder zwei erfolgreiche Vorhersagen brauchen, um Vertrauen in dieses Modell aufzubauen, aber es ist ein guter Anfang. Möge El Niño beginnen.

Link: https://www.spaceweather.com/ vom 15. Mai 2026

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Super El Niño – Ist der „TERMINATOR“ verantwortlich? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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„Vergesst den Klimawandel“, sagt die New York Times zu den Demokraten.

19. Mai 2026 um 15:00

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Von Jo Nova

Der Klimawandel ist zu einem Wahlkampfgift geworden. Die Sozialisten haben zu spät, erkannt, dass sie die Arbeiterklasse verloren haben.

Nicht nur die britische Labour-Partei erlitt in den letzten Tagen eine vernichtende Niederlage, sondern auch die australischen Konservativen, die 16.000 Kilometer entfernt einen katastrophalen Stimmenverlust von 30 % zugunsten von One Nation hinnehmen mussten. Das Undenkbare geschieht: Klimaleugner, die als chancenlos gelten, feiern einen überwältigenden politischen Triumph, und die Arbeiter wählen die „extreme Rechte“.

Klimawandel und die zentralen Parolen der Linken erreichen die Wähler nicht nur nicht, sie schrecken sie sogar ab. Dasselbe gilt für die USA, wo die Wähler bereits dreimal den Antichristen des Klimaschutzes gewählt haben. Den Sozialisten dämmert langsam, dass es sich nicht um eine vorübergehende Erscheinung handelt.

Die Lage wird so schlimm, dass die New York Times die Demokraten warnte: „Vergesst den Klimawandel und redet über etwas anderes. “

Ein Dank an Climate Depot

Ursprungs Schlagzeile – Wg. copyright nur Ausschnitt der Grafik

 

Die Linke betrachtete die Arbeiterklasse als selbstverständlich für sich eingenommen:

Vergessen Sie den Klimawandel. Die Demokraten müssen über andere Themen sprechen.

Matthew T. Huber, New York Times

Seit einigen Monaten debattieren die Eliten der Demokraten darüber, wie viel über den Klimawandel gesprochen werden soll, wenn überhaupt – auch weil diese neuen Kandidaten ihren Fokus auf die Bezahlbarkeit von Energie verengt haben, um die Arbeiterklasse zurückzugewinnen .

Aber ihr Plan, die Arbeiterklasse zurückzugewinnen, wird nicht funktionieren – sie haben das falsche Thema gewählt, sich stur daran festgeklammert und haben es dann zu spät für eine Entschuldigung gelassen. Und selbst jetzt entschuldigen sie sich nicht . Sie geben nicht einmal zu, dass sie falsch lagen. „Um es klarzustellen: Das bedeutet nicht, dass wir die Klimaziele aufgeben“, sagen sie. Stattdessen suchen sie nach Ausreden und behaupten, gute Politiker würden ohnehin Maßnahmen ergreifen, die die Emissionen reduzieren, wie kostenlose Busse anbieten oder Bauvorschriften überarbeiten. Aber sie werden es nicht „Klimawandel“ nennen. Denn, psst, wir wollen nicht, dass die Wähler wissen, was wir tun oder woran wir glauben. Wir wollen einfach nur gewinnen, nicht wahr? Hurra, Demokratie!

In einer Umfrage gaben 59 % der Wähler an, dass sie es beunruhige , dass der Klimawandel politisiert worden sei. Das ist ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, der die Klimawissenschaft nicht mehr als wissenschaftlich, sondern als rein politisch ansieht – ganze 59 %!

Das Pew Research Center befragt regelmäßig Amerikaner nach ihren größten Sorgen, und der Klimawandel rangiert dabei stets weit unten . Das Searchlight Institute fand heraus , dass 59 Prozent der Wähler in den umkämpften Bundesstaaten es „beunruhigend finden, dass der Klimawandel zu einem so politisierten Thema geworden ist“, während nur 42 Prozent „motiviert sind, mehr zu tun und Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen“. Anstatt eine breite Koalition zu bilden, was für die Umsetzung eines Green New Deal notwendig wäre, ist der Klimawandel zu einem weiteren Thema geworden, das die Polarisierung weiter anheizt.

Das Kernproblem ist, dass Machterhalt ihr einziges Ziel ist, was sie im Falle eines Scheiterns (und auch im Falle eines Erfolgs) ratlos zurücklässt. Ihre Lösungsansätze drehen sich lediglich darum, „die Wähler zu täuschen und sie dazu zu bringen, für uns zu stimmen“ – nicht um etwas Konstruktives, wie etwa herauszufinden, was die Bevölkerung will, Probleme zu lösen oder unsinnige politische Maßnahmen von vornherein zu ändern.

Die Demokratische Partei ist weiterhin äußerst unbeliebt . Der Ausweg besteht darin, nicht länger eine lange Liste von Einzelthemen zu propagieren, die nur die bereits Überzeugten ansprechen. Was den Klimawandel betrifft, wäre es vorerst vielleicht besser, gar nichts zu sagen.

Ihr großer Plan scheiterte

Sie dachten, der Green New Deal würde die arbeitende Bevölkerung überzeugen. Sie wussten nicht (und wissen es immer noch nicht), dass für jeden neu geschaffenen grünen Arbeitsplatz teure Energie zwei bis fünf reale Arbeitsplätze vernichten würde. Die Arbeiter erleben diese Realität am eigenen Leib.

Später müssen sie wohl entschieden haben, dass die Aufforderung an die Demokraten, den Klimawandel zu ignorieren, der Wahrheit zu nahekam, und haben deshalb die Überschrift überarbeitet, um dies zu verschleiern. Man beachte, wie die eigentliche Bedeutung durch die Überarbeitung verfälscht wurde.

Aktualisierte Schlagzeile – wg. copyright nur Ausschnitt

Das ist eben ihre Art. Sie lügen über alles.

https://joannenova.com.au/2026/05/forget-climate-change-says-new-york-times-to-democrats/

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Dominique Görlitz: Klimawandel im Spiegel antiker Kulturen – 17. EIKE – Klimakonferenz in Halle

18. Mai 2026 um 09:00

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Dominique Görlitz, Mitglied im Verein für Experimentelle Archäologie, ist bekannt für seine Fahrten mit Schilfbooten über den Atlantik, auf den Spuren von Thor Heyerdahl. In der Pfännerhall bei Merseburg steht sogar das Original der „Abora IV“, einem Boot altägyptischer Bauart. Er betont, daß Warmzeiten gute Zeiten für die Entwicklung der Zivilisation waren, statt einer Katastrophe, wie heute behauptet wird.

Ende Juni wird er auf der 17. EIKE-Klimakonferenz zum Thema „Klimawandel im Spiegel antiker Kulturen“ sprechen.

Hier sein EIKE-Vortrag aus dem Jahr 2022 in der Pfännerhall Braunsbedra:

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Die Eisheiligen: Keine CO₂-Erwärmungswirkung seit 1988 erkennbar…

17. Mai 2026 um 15:01

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weil die 5 Tage nicht wärmer wurden. Besonders die Nächte wurden kälter.

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch.

  • Seit Jahrhunderten bekannter Kaltluftvorstoß in der Mitte des Monats Mai
  • Die kirchlich festgelegten Eisheiligentage gibt’s tatsächlich
  • Entgegen des allgemeinen Temperaturverlaufs werden die Eisheiligentage sogar kälter
  • Besonders nachts wurden die Eisheiligen kälter
  • Die Eisheiligen halten sich nicht an den wärmenden CO₂-Treibhauseffekt.

Eisheiligen sind die fünf Tage vom 11. bis zum 15. Mai

Der Mai ist gekommen, die Bäume haben inzwischen alle ausgeschlagen. Ein musikalischer Hörgenuss: https://www.youtube.com/watch?v=i-2_zOEZyIw.

Bekannt ist: Um die Monatsmitte kommt seit Jahrhunderten regelmäßig, aber nicht immer ein Kaltluftvorstoß. Manchmal kurz vor den Eisheiligen oder auch danach. Auf die letzten vier Jahrzehnte gesehen gleicht sich jedoch alles wieder aus, diesmal stimmten aber die kalten Tage. Wir fragen uns: wo werden sich diese fünf Tage diesmal in einer längeren Zeitgrafik einordnen? Siehe auch unser Vorschau-Artikel.

Was sagt die Wetterstation Augsburg für die Voralpenländler südlich der Donau?

Abb. 1: Die Eisheiligen Mitte Mai wirken im Süden Deutschlands noch und wie!! In einer Zeit der Temperaturzunahme werden diese fünf Tage bei dieser Wetterstation im Voralpenland sogar deutlich kälter. Und zwar alle drei Temperaturkennlinien: Tagsüber (oberer Grafikverlauf) und nächtens (unten).

Seltsam: Nicht nur die Gesamttage (orangebraune Kennlinie), sondern vor allem die Nächte wurden in diesem langen Betrachtungszeitraum kälter. Und dies waren 2026 die viertkältesten Eisheiligennächte bei der Augsburger Wetterstation. Dabei soll laut Treibhaustheorie CO₂ nächtens stärker wirken als am Tage. Der Treibhausexperte Chr. Häckl hat es uns doch so beschrieben:

Abb. 2: Häckls Heimatstation Düsseldorf

Auch der deutsche Physiknobelpreisträger von 2021, Klaus Hasselmann hat behauptet: Der Treibhauseffekt soll nachts stärker wirken als tagsüber, was ihm und seinem Team angeblich durch Satellitenmessungen bestätigt wurde. So seine Behauptungen. Und damit habe er die CO-Fußabdrücke in der Atmosphäre gefunden und als erster bestätigt. So wird Hasselmann im neuen Buch von Axel Bojanowski in einem ganzen Kapitel ab Seite 142 als Entdecker des nächtlichen CO-Signals gelobt: „Was Sie schon immer übers Klima wissen wollten“.

Ist vielleicht der Voralpenraum eine Ausnahme? Wir fragen die Vertreter der Treibhausglaubenskirche, wirkt CO₂ im Süden Deutschlands eventuell seit fast 40 Jahren umgekehrt, also abkühlend? Nicht nur tagsüber, sondern vor allem nachts? Wir anderen wissen: es wirkt gar nicht.

Deshalb betrachten wir nun den Deutschlandschnitt, also die Gesamtfläche unseres im Mai wunderschön blühenden Landes: Und? Leider bietet der DWD keinen Schnitt der 5 Tage für all seine quer über Deutschland verteilten Wetterstationen an, nach welchen man schnell eine Grafik zeichnen könnte.

Unser Autor Matthias Baritz hat alle derzeitigen über 2000 DWD-Stationen überprüft auf Tages/Nachttemperaturen. Es gibt 540 Stationen, die bereits 1988 schon alle drei Werte bis heute mitgemessen haben. Diese 540 Stationen haben allerdings oftmals ihren Standort verändert, ihre Messeinrichtung sowieso, aber sie sind namentlich wenigstens gleichgeblieben und der DWD bietet für jede eine Tagesdatenreihe an, die man als Originaldaten dieser Stationen bezeichnen kann. Unser Verfasser hat alle 540 Stationen aufsummiert zu einem Deutschlandschnitt, und das auch noch für die Tageshöchst- und die nächtlichen Tiefsttemperaturen.

Abb. 3. Oben in grau die in Tmax gemessenen Tagestemperaturen, unten die Tmin, in der Mitte der Gesamtschnitt dieser 5 Eisheiligentage

Ergebnis: In ganz Deutschland wurden die Eisheiligen im Schnitt kälter (brauner Graph), allerdings nicht so extrem wie im Voralpenland und südlich der Mainlinie. Tagsüber noch einigermaßen ausgeglichen, dafür nachts deutlich kälter. Bitte nachzählen: Das waren die drittkältesten Eisheiligennächte seit 1988 deutschlandweit!!!

Die fünf Kirchenheiligen widerlegen somit den CO₂-Treibhauserwärmungseffekt auf ihre eigene, heilige kirchlich und päpstlich abgesegnete Weise. Nach der Theorie der CO₂-Klimakirche hätte es eindeutig wärmer werden müssen seit 1988, und zudem vor allem nachts, was überhaupt nicht Fall ist.

Richtig ist: Besonders nachts wurden die fünf Eisheiligentage kälter und das widerspricht ganz entschieden der Theorie des CO₂-Treibhauseffektes.

Vorschlag von uns an die christliche CDU-Politik: In Deutschland sollte wenigstens für die fünf Tage, also von Sonntag bis Donnerstag (Kalte Sophie) die CO₂-Klimarettungssteuer ausgesetzt werden.

Doch die Eisheiligentage kühlen vor allem nachts ab, bei ländlichen Stationen ohne Wärmeinseleffekt sogar schon seit 1985 sogar sehr stark!

Als Beispiel die Nachtemperaturen der sehr ländlichen DWD-Station Dachwig in Thüringen im Vergleich zum CO₂-Anstieg, die Eisheiligennachttemperaturen fallen dort schon seit 1985, also seit 41 Jahren.

Abb. 4: Bei ländlichen Stationen kühlen die Eisheiligennächte besonders stark ab, obwohl die CO₂-Konzentrationen auch dort genauso zunehmen.

Erkenntnis: Die fallenden Nachttemperaturen der Eisheiligen widerlegen die Theorie des CO₂-Treibhauseffektes

Richtig ist unsere Überschrift: Kohlendioxid hat keinerlei erkennbare Erwärmung bei den Eisheiligen bewirkt. Oder umgekehrt: Die Eisheiligen widerlegen die CO₂-Treibhaushypothese. Und das weiß – außer den Artikellesern – ganz Deutschland nicht. Wir bitten die Leser, die Grafiken insbesondere den Kirchen weiter zu geben mit der Aufforderung, zukünftig wieder mehr den Kirchenheiligen zu vertrauen und nicht der CO₂-Treibhaus-Klimalüge. Diese CO₂-Klimalüge ist ein Geschäftsmodell, das unser Geld will

Aber bitte auch hier in den Kommentaren über die Reaktionen mit den Leuten berichten. Was sagt der Pfarrer dazu, der Landrat oder die Abgeordneten? Oder wie äußern sich Kirchengemeinderäte? Die Leute haben doch alle mailadressen. Man kann sie anschreiben und sie auf die Klimairrlehren ihrer oberen Kirchenbehörden hinweisen. Wer dazu eine Eisheiligengrafik für seine nächstgelegene Wetterstation braucht, bitte melden.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Natur- und Umweltschützer

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 

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„Die grüne Titanic prallt gegen den Eisberg der Realität“

16. Mai 2026 um 15:00

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Die Besessenheit von der „Dekarbonisierung“ im letzten Vierteljahrhundert hat sich nun als große Illusion und Ablenkung erwiesen.

Daily Sceptics, DR. GWYTHIAN PRINS

Climate Depot,  Auszug, übernommen von https://dailysceptic.org/2026/05/13/the-green-titanic-hits-the-iceberg-of-reality/

Auf Großbritanniens politischer Reise heute, zeigt sich der Reichtum der ersten Klasse – derjenigen, die nun die Macht ausüben – nicht mehr in Pelzen und Juwelen wie zu Zeiten ihrer Vorgänger, sondern in ihrem zur Schau gestellten Luxusglauben. Während die Nacht über die unaufhaltsam vorwärts marschierende Starmer-Regierung hereinbricht, scheint nur ein Minister unerschütterlich, mit glasigen Augen und unangreifbar, auf der Brücke zu stehen: Ed Miliband. Er allein scheint an etwas zu glauben, und dieses Etwas ist die „Dekarbonisierung“.

Das britische Staatsschiff pflügt schnell und blind durch die politischen Gewässer auf eine verhängnisvolle Kollision mit der Realität zu – mit den Gesetzen der Thermodynamik, der Ingenieurwissenschaften und, soweit die Wirtschaftswissenschaften konstante Prinzipien haben, auch mit den Gesetzen der Wirtschaftswissenschaften selbst – und mit den Folgen trotzig-ignoranter Leugnung ebendieser. Thomas Hardy bemerkte in seinen Zeilen über eine andere berühmte Kollision – die der Titanic mit dem Eisberg –, dass in dem Moment, als das Verhängnis für den Stolz, der sie ausmachte, unausweichlich wurde, „der Stundenzeiger sagte: ‚Jetzt!‘“ In jener schicksalhaften, eisigen Nacht des 15. April 1912 hatten andere Kapitäne auf dem Nordatlantik klugerweise Kurs geändert, die Geschwindigkeit reduziert oder angehalten – aber nicht Kapitän Smith; und auch jetzt verhält sich unser Energieminister nicht so, während er im Maschinenraum des öffentlichen Dienstes Vollgas zum Ziel „Netto-Null bis 2030“ gibt und seinem treuen langjährigen Verbündeten und Steuermann – seinem ebenso verblendeten „Missionskontrolleur“ Chris Stark – befiehlt, Kurs zu halten.

Trumps zweite Amtszeit begann mit der Zerstörung des sich selbst erhaltenden Kults der „grünen“ Energiesekte, die zwei Jahrzehnte lang eine bequeme Symbiose zwischen Fanatikern, die ihre innere Leere füllten, und Profiteuren, die sich bereicherten, aufrechterhielt – jenen Gruppen, die Rayner und mich angriffen. Diese Symbiose ist aus  der Zeit der Prohibition bekannt. Damals profitierten die Alkoholschmuggler von den Baptisten. Das ist keine Neuigkeit.

Am 21. Mai 2025  hielt der Haushaltsausschuss des Senats Anhörungen  mit dem neuen Energieminister Chris Wright zu einem der größten Finanzskandale aller Zeiten ab. Das neue Team im Energieministerium stellte fest, dass das von Biden geführte Ministerium in den 76 Tagen zwischen der verlorenen Wahl und seinem Ausscheiden aus dem Amt im Rahmen des Inflationsbekämpfungsgesetzes 93 Milliarden Dollar an Krediten und Zuschüssen für sogenannte „grüne“ Projekte – vom Generalinspektor als „hochriskant“ eingestuft – vergeben hatte, größtenteils an Empfänger ohne ausreichende Finanzlage und ohne jegliche Aufsicht.  https://www.climatedepot.com/2026/05/14/the-green-titanic-hits-the-iceberg-of-reality-the-obsession-with-decarbonization-over-the-past-quarter-century-has-now-been-shown-to-be-a-grand-illusion-distraction/

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Das Weltuntergangs-Szenario, das ein Jahrzehnt lang Klima-Angst schürte

15. Mai 2026 um 12:00

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Cap Allon

RCP8.5 war der Klimamodellpfad, der von einem extremen Wachstum des Verbrauchs fossiler Brennstoffe, insbesondere von Kohle, im Laufe des 21. Jahrhunderts ausging. Er lieferte einige der höchsten Erwärmungs-Projektionen in der etablierten Klimawissenschaft und wurde zum Rückgrat vieler der beängstigendsten Folgenstudien. Sein Nachfolger, SSP5-8.5, übertrug die gleiche High-End-Logik auf die neuere Modellgeneration.

RCP8.5/SSP5-8.5 wurden wiederholt, direkt oder implizit, als „Business as usual“ dargestellt – als der Weg, auf dem sich die Welt tatsächlich befand. Diese Darstellung speiste jahrelang Schlagzeilen über Ernteausfälle, Massenmigration, tödliche Hitze, überflutete Städte, den Zusammenbruch von Ökosystemen und wirtschaftlichen Ruin.

Nun wird dieser hochkarätige Referenzpfad stillschweigend ausgemustert.

Doch wir sollten ihn nicht einfach so verschwinden lassen, denn seine Reichweite und sein Schaden waren enorm.

Von 2010 bis 2020 stützten sich mindestens 16.800 wissenschaftliche Arbeiten auf RCP8.5, obwohl Kritiker seit Jahren davor gewarnt hatten, dass dieses Szenario von einer zunehmend unrealistischen Zukunft mit fossilen Brennstoffen ausgeht.

Das Ausmaß ist noch größer, wenn man die Erwähnungen in einem breiteren Kontext betrachtet. Google Scholar liefert mittlerweile mehr als 100.000 Artikel, in denen RCP8.5 erwähnt wird. Das bedeutet nicht, dass jeder einzelne davon auf diesem Szenario aufbaute, aber es zeigt, wie tief dieses High-End-Szenario in die Klimaforschung eingedrungen ist.

Und dies beschränkte sich nicht auf obskure Fachzeitschriften. Es zog sich quer durch die Wirkungsanalyse des IPCC. In den Berichten der Arbeitsgruppe II des IPCC, dem Abschnitt über Auswirkungen, Anpassung und Anfälligkeit, waren RCP8.5 und sein Nachfolger SSP5-8.5 die mit Abstand am häufigsten genannten Szenarien. Im AR5 WGII machten sie etwa 45 % der Szenario-Nennungen aus. Im AR6 WGII stieg dieser Anteil auf etwa 53 %.

Der extremste Pfad dominierte die Literatur zu den Schäden. Das lieferte den Medien eine vorgefertigte „Katastrophenformel“: tödliche Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen, Hurrikane, Ernteausfälle und Massenmigration, alles eingerahmt von der Warnung „Wissenschaftler sagen“ oder „laut IPCC“. Politiker, Aktivisten, NGOs und die „Netto-Null“-Bürokratie nutzten dann die daraus resultierende Angst, um mehr Geld, mehr Regulierung, mehr Kontrolle und mehr Opfer zu fordern.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Nun hat der IPCC die prognostizierte Erwärmung um etwa 3 °C nach unten korrigiert. Das ausgemusterte High-End-Szenario ging von einer Erwärmung um rund 5,7 °C bis 2100 aus. Das neue Szenario „bei Beibehaltung der derzeitigen Politik“ liegt näher bei 2,7 °C. Das ist immer noch hoch, immer noch mit unzähligen Unwägbarkeiten behaftet, aber bei weitem nicht die gleiche Welt. Diese drei Grad sind wahrscheinlich der Unterschied zwischen einem Szenario der totalen Katastrophe und einer bewältigbaren, wohl sogar prosperierenden Zukunft.

Ich werde nicht mit angehaltenem Atem auf Rückzieher warten.

Link: https://electroverse.substack.com/p/cold-europe-britain-pays-twice-the?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Der Beitrag Das Weltuntergangs-Szenario, das ein Jahrzehnt lang Klima-Angst schürte erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Kohlendioxid-Erwärmungstheorie ist falsch – Teil 3

14. Mai 2026 um 17:00

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Teil 3: Wie sieht die CO-Wirkung außerhalb Deutschlands aus? Vergleich europäischer Regionen mit denen Nordamerikas.

Von Matthias Baritz, Josef Kowatsch

Teil 1 hier, Teil 2 hier

Halten wir zunächst die bisherigen Erkenntnisse fest:

  • CO steigt laut Treibhauskirche seit 140 Jahren, Schuld: angeblich allein wir
  • Seit 1958 (317 ppm) ist der CO-Gehalt auf 429 ppm in diesem Jahr gestiegen, also um 112 ppm in 67 Jahren (Quelle)
  • Die Apriltemperaturen des DWD halten sich nicht an die CO-Anstiegskurve
  • Bis 1987 haben wir eine starke April-Abkühlung in Europa
  • Der Klimawandel fand in Mittel- und Westeuropa erst im Jahre 1987/88 statt
  • Die wachsende Sonnenscheindauer korreliert sehr stark mit der Erwärmung ab 1988
  • Viele Ursachen haben zur angenehmen Erwärmung seit 1988 geführt

Und ganz aktuell: Das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus teilt mit: der April 2026 war der drittwärmste April weltweit, mit einer durchschnittlichen Oberflächenlufttemperatur von 14,89 °C, 0,52 ° C über dem Durchschnitt von 1991-2020 für April, so der ERA5-Datensatz. Der wärmste April war 2024 und der zweitwärmste im Jahr 2025. Der April 2026 lag 1,43 °C über dem geschätzten Durchschnitt von 1850-1900, der zur Definition des vorindustriellen Niveaus verwendet wurde.“ Quelle

Aha, der Vergleich mit einem geschätzten Durchschnitt.

Wir wollen anhand des Monats April mit Original-DWD-Daten Unterschiede im Temperaturverhalten zeigen, die absolut nicht mit der CO-Erwärmungstheorie erklärt werden können. Dazu betrachten wir die Temperaturen des Vereinigten Königreichs, UK. Bisher hatten wir nur Grafiken für Zentralengland (CET), jetzt mit England, Wales, Schottland und Nordirland. Im Vergleich zum DWD veröffentlicht Met Office auch die durchschnittlichen Tagesminimum- und Tagesmaximum-Temperaturen für alle Monate und Jahreszeiten. Das erspart natürlich unendlich viel Arbeit.

Abb. 1: Aufgetragen sind 2 Zeiträume, 1943 bis 1987, dann der Temperatursprung und ab 1988 bis heute. Außerdem 3 Grafikverläufe: Die obere graue Grafik fasst die Tmax-Temperaturen des Monats April, die mittlere braune Grafik die Tagesschnitte (24-Stunden) und die blaue Grafik die tiefsten Nachttemperaturen Tmin.

Interessant wird es, wenn man sich die Entwicklung der Sonnenscheindauer und die Korrelation mit den durchschnittlichen Tagesmaxima ansieht:

Abb. 2: Sonnenscheindauer (rot) für die gleichen Zeitabschnitte wie die durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur in

Offensichtlich ist die Sonnenscheindauer ein deutlicher Treiber der Temperatur. Mit abnehmender Sonnenscheindauer vor 1988 fällt auch Temperaturtrendgerade, bei zunehmender Sonnenscheindauer steigt sie. Dieser nur visuelle Eindruck lässt sich durch Berechnung der Korrelationskoeffizienten verifizieren.

Diese Korrelation kann man durchaus als signifikant bezeichnen. An dieser Stelle möchten wir, dass die Leserinnen und Leser die beiden Grafiken von UK mit denen des DWD vergleichen (hier), vergleiche mit Abb. 2 und Abb. 3.

Alle Ergebnisse der DWD Reihen lassen sich nahezu 1:1 auf UK übertragen! (Nachfolgend das, was in Teil 2 bei den DWD Daten steht)

Tmax: bis 1987 stark fallend, Temperatursprung, seitdem stark steigend

Schnitt: bis 1987 deutlich fallend, Temperatursprung, danach deutlich steigend.

Tmin: ab 1947, 40 Jahre leicht fallend, Temperatursprung, danach ausgeglichen

Wichtige Erkenntnis, nach dem Temperatursprung 1987/88 wurden beim Monat April nur die Tage tagsüber wärmer. Damit scheidet CO₂ als Hauttemperaturregler aus.

Seit längerem beschäftigt uns die Frage, warum der DWD nicht genauso wie Met Office einen benutzerfreundlichen Zugriff auf die durchschnittlichen Tmin und Tmax bereitstellt. Wie man leicht sieht, sind die Tendenzen ähnlich, teilweise sogar fast identisch zu denen des Met Office.

Zum späteren Vergleich mit den nordamerikanischen Gebieten haben wir noch drei Gebiete in Europa, die das Temperatur-Verhalten von DWD und UK widerspiegeln

Abb.3: Westeuropa, deutlich fallende Temperaturtrendlinie bis 1987, danach steigend. Quelle: https://climatereanalyzer.org/

Abb. 4a: April-Temperaturen Österreich, Vergleich zu den Sonnenstunden, siehe nächste Grafik

Abb. 4b: Die Sonnenscheindauer Österreichs korreliert wie in UK deutlich mit den Temperaturen. R = 0,36 bis 1987, R = 0,61 ab 1988 Quelle https://www.zamg.ac.at

Abb. 5: Auch Skandinavien erwärmt sich erst nach 1987. Quelle: https://climatereanalyzer.org/

Kurze Zusammenfassung bisher:

1) Der Trendlinienverlauf tagsüber richtet sich hauptsächlich nach der Zunahme der Aprilsonnenstunden, die in Europa seit 1987/88 überall zunehmend sind.

2) Die Grafiken des Artikels zeigen alle, CO₂ hat keinen erkennbaren Einfluss auf das Temperaturverhalten.

Trotz dieser erdrückenden Beweislast, welche die Sonnenscheindauer als den Haupttemperaturtreiber zeigt, wird doch hier im Blog immer wieder die CO₂-Erwärmungslüge uns allen aufgetischt. Ohne irgendeinen wissenschaftlichen Beweis anführen zu können. Die Glaubenslogik besagt: der Ausstoß von anthropogenem CO steigt, die Temperatur steigt und für einen Glaubensjünger genügt das. Aus dieser Ideologie entspringen weitere Falsch-Behauptungen wie 1 Grad Erwärmung pro 100 ppm CO Zuwachs. Vielleicht sollten diese, oft man CO₂-Erwärmungsglauben mitverdienenden Voodoo Experten mal über den Tellerrand hinausschauen. Wenn das CO wirklich für die Erwärmung verantwortlich wäre, so sollte man dies auch anderswo auf dieser Welt sehen. Z.B in Nordamerika. Auch hier wird im Vergleich zum DWD einen benutzerfreundlichen Zugriff auf durchschnittliche Tmin und Tmax ermöglicht:

Abb. 6: Temperaturen USA seit 1895 Quelle: https://www.ncei.noaa.gov/

Wenn in 67 Jahren (1958-2026) das CO um 120 ppm gestiegen ist, müsste die Erwärmung für diesen Zeitraum mehr als 1 Grad betragen. Wir haben aber hier eine fast doppelt so lange Zeitspanne von 130 Jahren und die Temperatur ist nur um 0,8 Grad gestiegen. Und in den Nächten noch weniger. Frage: Soll die CO-Wirkung in Amerika eine andere sein?

Die nächste Grafik wird die angeblich so starke CO– Erwärmungswirkung noch mehr in Frage stellen.

Abb.7: Die sog. Nördlichen Rocky-Plains mit den angegebenen Bundesstaaten

Hier bleiben die Temperaturen über 130 Jahre konstant. Keine Erwärmung im April. Wo ist die CO-Wirkung im April? Nirgends! Schauen wir genauer hin und nehmen die Jahre ab 1988:

Abb 8: Fallende Trendgeraden

Merke: In diesen Bundesstaaten wird es sogar kälter seit 1988. Und das in einem Zeitraum als die CO₂-Zunahme in der Atmosphäre besonders stark war.!! Das ist ein weiterer klarer Beweis gegen die CO₂-Treibhauskirche mit ihrem Geschäftsmodell Klimahysterie.

Man vergleiche die entsprechenden Grafiken aus Europa. Dort haben wir ab 1988 überall stak steigende Trendgeraden, die von den Kritikern mit dem Anstieg des CO erklärt werden. Und hier in den USA genau das Gegenteil, fallende Trendgeraden. Wo ist hier das CO?

Bleiben wir im Nordwesten der USA:

Abb. 9a, b: Region Northwest in den Vereinigten Staaten mit den Bundesstaaten Oregon Washington und Idaho. Quelle Grafik 7,8,9: https://www.ncei.noaa.gov/

Wie schon in den nördlichen Rockies und Plains sind die Temperaturtrendgeraden ab 1988 fallend, obwohl auch hier in den USA der CO Gehalt der Atmosphäre genauso gestiegen ist wie in Europa bzw. der ganzen Welt. Scheinbar weigert sich das CO hier erwärmend zu wirken…..In Teil 1 haben wir übrigens auch gezeigt, dass auch in der Antarktis keine Aprilerwärmung in den letzten 45 Jahren feststellbar ist.

Mit diesen Grafiken haben wir deutlich gezeigt, dass die ganze Diskussion der CO Erwärmung Deutschland und Europa hinfällig sein sollte. Es sind ganz andere Gründe, die für die Erwärmung verantwortlich sind. Mögliche Ursachen wurden u.a. in Teil 1 aufgeführt.

Gesamtergebnis: CO macht kein Klima heiß, egal ob der derzeitige globale CO-Anstieg hauptsächlich vom Menschen verursacht ist oder natürlichen Ursprungs. Diese Definition ist somit absolut falsch: Der Begriff Klimawandel bezeichnet langfristige Temperatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe

Merke: CO ist überhaupt kein Temperaturregelknopf, wir werden belogen!!!

Zum Schluss noch zwei Grafiken aus Kanada und eine aus Alaska, deren Temperaturverhalten mit CO nicht erklärbar ist. Im Süd-Westen Kanadas nehmen wir die Station Kamloops, in der Mitte im Westen die Station Whitehorse und im Süden am Golf von Alaska, Juneau.

Beachte: Ab 1987/88 treten teilweise viel höhere Temperatursprünge auf wie in Deutschland. Von Mitteleuropa wissen wir als Grund, dass sich die Großwetterlagen schlagartig geändert haben. Für diese nun aufgeführten Teile der Welt könnten uns vielleicht andere Forscher durch ihr Wissen helfen.

Die von der Voodoo-Wissenschaft erfundene Kohlendioxid-Erwärmungslüge zeigen auch die nächsten drei Grafiken.

Abb. 10a,b,c Keine Erwärmung in den letzten 39 Jahren, dafür ein Sprung der Trendgeraden von bis zu 2 Grad ! Quelle: https://www.giss.nasa.gov/

Am Beispiel von Juneau, WMO ID 70381, soll außerdem gezeigt werden, wie GISS in unregelmäßigen Abständen die Temperaturen ‘verändert‘! Dazu nehmen wir den aktuellen Datensatz von 2026 und vergleichen ihn mit dem aus dem Jahr 2024:

Abb. 11: Zwei unterschiedliche Trendgeraden für ein und dieselbe Wetterstation.

Hier wird deutlich, wie mit den Temperaturen herum getrickst wird: Die Vergangenheit (braun/orange) wird kälter gemacht, damit die Abkühlung (blaue Linie) nicht so deutlich ausfällt. Die Trendlinie in Abb. 10c zeigt übrigens eine Trendgerade aus einem noch älteren Datensatz. Daher die unterschiedlichen Steigungen. Alle drei Datensätze sind bei uns archiviert!

Dieses Ergebnis aus 10a – 10c wird mit einer Grafik aus Alaska und Nordkanada bestätigt: Keine kontinuierliche Erwärmung, sondern es wurde wärmer durch Sprung der Temperaturtrendgeraden, hier um ca. 2,4 bzw 1,9 Grad!

Abb. 12 a, b: Temperaurentwicklung Alaska und Nordkanada Quelle; https://climatereanalyzer.org/

Schaut man sich die Arktis-Temperaturen für April 2026 von Copernicus an, erhält man folgende Aussage: Temperaturtrend: Die Arktis erwärmt sich weiterhin schneller als der Rest der Welt“. Dies steht natürlich im krassen Gegensatz zu dem, was in den Abb. 10 – 12 zu sehen ist. Die Daten von GISS (Abb. 10 und 11) sowie ERA 5 Daten (Abb. 12 a, b) zeigen eine mehr oder weniger stark fallende Temperaturtrendgerade und schon gar keine schnellere Erwärmung als der Rest der Welt! Werfen wir noch einen Blick auf die Daten der gesamten Arktis (nördlich des nördlichen Polarkreises):

Abb. 13: Der ERA 5 Datensatz zeigt eine seit ca. 20 Jahren fallende Temperaturtrendlinie. (alle Startjahre ab 2007 liefern fallende Trendlinien!) Selbst der gute Parabelfit (Polynom 4. Ordnung) ist seit 10 Jahren fallend.

Trotzdem wird für die Arktis (April-Temperatur) behauptet, sie erwärme sich weiterhin schneller als der Rest der Welt (Steigung, April ab 2007, ‘Rest der Welt‘: + 0,039)!

Einschub von Christian Freuer: Interessanterweise erwärmt sich den Medien zufolge jede einzelne Stelle der Welt schneller als der Rest der Welt:

Zusammenfassung:

1) Die Temperaturtrendlinien verlaufen in Europa und Nordamerika unterschiedlich, sie sind sogar ab 1988 gegenläufig.

2) Die Grafiken des Artikels zeigen allesamt: CO hat keinen erkennbaren Einfluss auf das Temperaturverhalten.

3) Alle teuren Maßnahmen zur CO-Reduzierung sind ein Geschäftsmodell und ändern am Temperaturverlauf überhaupt nichts. Sie müssen sofort eingestellt werden, weil diese unser Land ruinieren.

4) Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt einer allumfassenden Politik gestellt werden. Der Erhalt einer sauberen Luft, sauberes Wasser und intakte Naturlandschaften mit genügend Bodenfeuchte sollten das gemeinsame Ziel sein und nicht die planmäßige Angstmacherei, die Klimahysterie mit einem angeblichen und nur erfundenen angeblich gefährlichem Treibhausgas.

5) Das Leben auf der Erde ist auf dem Element Kohlenstoff aufgebaut. Kohlendioxid ist das Transportmittel für den Kohlenstoff. Die Erde braucht höhere CO-Konzentrationen in der Atmosphäre und nicht weniger. Der CO-Optimumsbereich für die Schöpfung Erde sollte endlich wissenschaftlich erforscht werden

6) Wer CO verdammt als Klimakiller oder Klimagift, versündigt sich an der Schöpfung. Das gilt insbesondere für die beiden christlichen Kirchen.

Bild: Bálint Jozséf. Kohlendioxid ist das irdische Schöpfungsgas, siehe unseren Artikel hier

7) Wir alle sind aufgerufen, diesem unheilvollen Geschäftsmodell Klimahysterie durch Kohlendioxid ein Ende zu bereiten. Jeder so wie er kann und wie er es für richtig hält. Eine Klimakatastrophe ist weit und breit nicht in Sicht. Die ist frei erfunden. Es geht um Macht und um unser Geld. Die in den Medien gebetsmühlenartig verkündeten Panikmeldungen sind entweder Übertreibungen oder Folgen einer bisher verfehlten Natur- und Umweltpolitik. Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit. Wie lange wollen wir uns das noch bieten lassen?

Josef Kowatsch, Naturbeobachter, aktiver Natur- und Umweltschützer

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 

Der Beitrag Die Kohlendioxid-Erwärmungstheorie ist falsch – Teil 3 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Der Weltklimarat (IPCC) wurde um die Antwort herum aufgebaut

14. Mai 2026 um 15:00

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Cap Allon

Der Weltklimarat (IPCC) wird als neutraler Richter der Klimawissenschaft dargestellt. Sein Mandat konzentriert sich jedoch ausschließlich auf den vom Menschen verursachten Klimawandel, nicht auf den Klimawandel in seiner Gesamtheit. Die Untersuchung ist von vornherein eingeengt. Natürliche Schwankungen, der Einfluss der Sonne und Ozeanzyklen werden innerhalb eines Rahmens bewertet, der bereits auf menschlichen Emissionen basiert.

So entsteht Konsens. Nicht immer durch das direkte Erfinden von Daten. Häufiger durch die Steuerung des Rahmens, die Steuerung der Zusammenfassung und die Nutzung des Anscheins einer breiten wissenschaftlichen Übereinstimmung, um kritische Hinterfragung zu unterbinden.

Dr. Willem de Lange, Küstenwissenschaftler an der Universität von Waikato erklärte, das IPCC habe ihn unter Tausenden von Wissenschaftlern aufgeführt, die dessen Konsens stützten, obwohl er lediglich einen engen Abschnitt zum Meeresspiegel begutachtet habe und der weitergehenden Behauptung nicht zustimme.

Das IPCC leiht sich oft Glaubwürdigkeit aus.

Es kehrt auch oft Meinungsverschiedenheiten unter den Teppich.

Dr. Andrew Lacis, ein Wissenschaftler am NASA GISS, prüfte den Vierten Sachstandsbericht des IPCC und sagte, die Zusammenfassung in Kapitel 9 habe keinen wissenschaftlichen Wert; er fügte hinzu, sie klinge wie etwas, das von Greenpeace-Aktivisten und Anwälten verfasst worden sei. Das IPCC wies die Kritik zurück.

Dr. Eigil Friis-Christensen, ein dänischer Sonnen-Erd-Physiker, wurde bei einer frühen IPCC-Sitzung daran gehindert, seine bedeutende Arbeit zum Thema Sonnen-Klima vorzustellen, da sich das Gremium ausschließlich auf vom Menschen verursachte Ursachen konzentrierte.

Bekannte Namen sind dann sinnvoll, wenn sie den Konsens stärken.

Einwände werden verworfen, wenn sie diesen Konsens gefährden.

Ein UN-Klimagremium, das sich auf vom Menschen verursachte Risiken konzentriert, kann nicht ernsthaft behaupten, alle Klimafaktoren unvoreingenommen zu beurteilen. Es geht von der bevorzugten Ursache aus, filtert die Beweise durch diese Ursache und liefert den Politikern eine vorgefertigte Rechtfertigung für Steuern, Beschränkungen, Emissionsziele und Energiewenden.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-may-cold-snap-deepens-super?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Ding Dong, RCP8.5 ist tot!

14. Mai 2026 um 12:00

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Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THIS

Seit Jahren werden wir mit einer endlosen Flut apokalyptischer Klimakatastrophen-Schreckensmeldungen gefüttert – tödliche Hitzewellen, biblische Überschwemmungen, verheerende Dürren, zerstörerische Hurrikane, um nur einige zu nennen.

Und ich spreche hier nicht nur von Sensationsgier seitens der Medien. Die Wortwahl mag zwar etwas weniger dramatisch gewesen sein, doch offizielle Stellen, angefangen bei der UNO, haben sich ebenso schuldig gemacht, darunter auch unser eigenes Wetteramt.

All diese Schreckensszenarien haben eines gemeinsam: Sie basieren auf Emissionsszenarien, die von unabhängigen Experten seit langem als unrealistisch hoch angesehen werden. Das betreffende Szenario ist als RCP8.5 bekannt.

RCPs sind eine Reihe von Entwicklungspfaden für Treibhausgas-Konzentrationen (keine Emissionsszenarien im eigentlichen Sinne), die vom IPCC für Klimamodellierungen und -prognosen verwendet werden. Sie beschreiben verschiedene mögliche zukünftige Verläufe der Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre und den daraus resultierenden Strahlungsantrieb (die Veränderung der Energiebilanz in der Erdatmosphäre, gemessen in W/m²) bis zum Jahr 2100.

RCP 8.5 ist der höchste Wert und basiert auf einem anhaltenden, starken Anstieg der Treibhausgas-Emissionen:

Er wurde 2021 von einem der Ko-Vorsitzenden des IPCC wie folgt beschrieben:

„Das emissionsintensive RCP8.5-Szenario wurde lange Zeit als ‚Business-as-usual‘-Pfad beschrieben, bei dem der Schwerpunkt weiterhin auf Energie aus fossilen Brennstoffen liegt und keine klimapolitischen Maßnahmen ergriffen werden. Dies trifft nach wie vor zu 100 % zu.“

Energieexperten haben jedoch erklärt, dass eine Fortsetzung des jüngsten Wachstums beim Verbrauch fossiler Brennstoffe schlichtweg nicht möglich ist, da die Reserven an Kohle, Gas und Öl nicht ausreichen, um einen solchen Bedarf zu decken.

Nun wurde offiziell bekannt gegeben, dass RCP8.5 und andere ähnlich hohe Szenarien, wie beispielsweise RCP6.0, in Zukunft gestrichen werden.

Plötzlich wurden die Weltuntergangsprognosen einer Erwärmung um 4 °C verworfen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass die Szenarien mit geringeren Emissionen glaubwürdiger wären. Doch wie Prof. Roger Pielke Jr. es formuliert:

Die mittlerweile unglaubwürdigen Szenarien am oberen Ende der Skala – RCP8.5, SSP5-8.5 und SSP3-7.0 – sind nicht nur akademische Konstrukte, die in esoterischer Forschung verwendet werden. Sie sind in den politischen Strategien und Vorschriften der meisten der weltweit größten Volkswirtschaften verankert, finden sich in den wichtigsten multilateralen Institutionen der Welt wieder und werden in den Klimastresstests verwendet, die über Bankkapital in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar entscheiden. – Quelle

In diesem Land wird die Regierungspolitik davon beeinflusst, und selbst die Stresstests der Bank of England für Banken und Versicherungen müssen diese Worst-Case-Szenarien berücksichtigen.

Nehmen wir zum Beispiel das Met Office.

Im Jahr 2022 veröffentlichte es einen Bericht mit dem Titel „UK Climate Projections“ (UKCP18). Ziemlich harmlos, könnte man meinen.

Doch gleich zu Beginn wird darauf hingewiesen, dass sich der Bericht auf RCP8.5 konzentriert:

https://www.metoffice.gov.uk/research/approach/collaboration/ukcp

Sicher, man kann auch „Ergebnisse“ für andere Szenarien ableiten, aber es ist RCP8.5, das Schlagzeilen macht, und es sind die Prognosen auf Basis von RCP8.5, welche die Grundlage für die politische Entscheidungsfindung der Regierungen bilden.

Dies sind einige der offensichtlich weit hergeholten Behauptungen aus UKCP18:

• Die Sommer werden bis 2070 um 5,1 °C heißer und die Winter um 3,8 °C milder

• Die Temperatur der heißesten Sommertage wird bis in die 2070er Jahre um 6,8 °C steigen.

• Bis 2070 könnten die Sommerniederschläge im Durchschnitt um 45 % zurückgehen und die Winterniederschläge um 39 % zunehmen.

• Die Intensität der Sommerniederschläge wird zunehmen

• Sommerstürme werden sich mit steigenden Temperaturen bis in den Herbst hinein ausdehnen.

• In Zukunft wird es zu einem deutlichen Anstieg der stündlichen Niederschlagsextreme kommen

• Dürren im Sommer werden viel schlimmer sein

• Schnee wird der Vergangenheit angehören, außer in Bergregionen

• Der Meeresspiegel in London wird bis 2070 um 1,15 m steigen.

Das Met Office betonte: „Die Regierung wird UKCP18 nutzen, um ihre Anpassungs- und Klimaschutzplanung sowie ihre Entscheidungsfindung zu untermauern.“

Wie viel Geld hat die Regierung dann für die Anpassung an Ereignisse verschwendet, die niemals eintreten werden?

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Alle oben genannten fiktiven Behauptungen sowie viele weitere, die das Met Office seitdem aufgestellt hat, wurden durch die eigenen Daten widerlegt, die durchweg gezeigt haben, dass nichts davon in der Praxis eintritt. Dennoch dienen diese Prognosen weiterhin als offizielle Grundlage für Klimaberatung gegenüber Regierungen:

Das Met Office erklärt:

„Als Teil des Klimaprogramms des Met Office Hadley Centre bietet das UK Climate Projections 2018 (UKCP18) eine Reihe von Instrumenten, die Entscheidungsträgern dabei helfen sollen, ihre Risikoexposition gegenüber dem Klimawandel einzuschätzen und sich daran anzupassen.

Das UKCP18-Projekt nutzt modernste Klimawissenschaft, um aktuelle Beobachtungsdaten und Klimaprognosen bis zum Jahr 2100 für Großbritannien und weltweit bereitzustellen. Das Projekt baut auf dem Erfolg der UK Climate Projections 2009 (UKCP09) auf und liefert die aktuellste Einschätzung darüber, wie sich das Klima in Großbritannien im Laufe des 21. Jahrhunderts verändern könnte.“ Quelle

Nun wissen wir, dass das Met Office der Regierung Empfehlungen auf der Grundlage fehlerhafter Annahmen vorgelegt hat. Es muss nun UKCP18 vollständig zurückziehen und erklären, warum es diese Prognosen überhaupt verwendet hat, insbesondere angesichts der seit langem bestehenden Kritik an RCP8.5.

Die Regierung muss ihrerseits nun reinen Tisch machen und unverzüglich alle Programme, Ausgaben und Ziele aussetzen, die auf der Grundlage der Klimaprognosen des Met Office gerechtfertigt worden sind.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/09/ding-dong-rcp8-5-is-dead/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Ich bleibe bei meiner Auffassung: Solange nichts davon in den MSM erscheint, ist hier gar nichts tot! Gerade in unserem Land scheint mir diese Medien-Diktatur besonders ausgeprägt! Und außerdem: Zu viele und zu mächtige Individuen werden bestimmt nicht kampflos diese Lüge aufgeben. Dennoch, es wird wohl spannend.

 

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(Auszug von RSS-Feed)
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