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Heute — 19. April 2026

ATOM-Macht USA

19. April 2026 um 19:22

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Trump muss entwaffnet werden

Autor: Uli Gellermann (rationalgalerie)

Dank einer international orchestrierten Medienkampagne wird dem Iran vorgeworfen, er arbeite an einer Atomwaffe, beziehungsweise, er besäße bereits eine. Dafür fehlt bisher jeder Beweis. Israel, der erklärte Feind des Iran, besitzt nachweislich Atomwaffen. Der Iran ist seit 1970 Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags (NVV), der die Weiterverbreitung von Kernwaffen verbietet, aber zivile Nutzung erlaubt.

Trump: Psychisch krank

Die USA sind neben Russland eine der beiden größten Atommächte weltweit und besitzen bis über 5.100 Atomsprengköpfe. Ein Teil dieses Arsenals der USA ist im Rahmen der nuklearen Teilhabe in Europa stationiert. Diese extreme Atommacht wird von einem Präsidenten kommandiert, der eindeutig psychisch krank ist: Der Mann wird von Größenwahn und Paranoia beherrscht. Einige Psychologen haben Anzeichen für einen kognitiven Abbau und Anzeichen von Demenz-Symptomen festgestellt, die seinen Narzissmus weiter verschärfen.

Iranische Vernunft

Der Iran wird von Politikern beherrscht, die zwar durch ihren Glauben eine begrenzte Sicht auf die Welt haben, die aber in der Vertretung ihres Landes bisher durchaus vernünftig handeln: Der Iran wird von den USA völkerrechtswidrig angegriffen und verteidigt sich. Seine Raketen können zwar die USA nicht erreichen, aber sie erreichen US-amerikanische Militäreinrichtungen: Ziele in Katar, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Irak und Jordanien.

Iranische Raketen können Paris, London oder Bern erreichen

Allerdings weiß man seit dem Wochenende, dass der Iran sehr weit entfernte Zeile erreichen kann: Zwei iranische Raketen trafen den US‑britischen Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean. Der liegt rund 4000 Kilometer vom Iran entfernt. Beide Geschosse verfehlten zwar ihr Ziel, dennoch handelt es sich um den bislang weitesten Raketenangriff der islamischen Republik. Das würde bedeuten, dass auch europäische Städte wie Paris, London oder Bern theoretisch in Reichweite solcher Systeme liegen.

US-Base Ramstein liegt nahe

Die Luftlinienentfernung zwischen der Ramstein US-Air Base in Deutschland und Teheran beträgt etwa 3.800 bis 4.200 Kilometer. Es ist nicht auszuschließen, dass die iranische Republik sich für Ramstein als Zielpunkt ihrer Raketen entscheidet. Städte wie Kaiserslautern, Zweibrücken, Pirmasens, Saarbrücken und Mainz könnten bei iranischen Angriffen auf Ramstein getroffen werden. Zudem gibt es ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, der die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als völkerrechtswidrig wertete.

Deutsche Neutralität

Wäre die deutsche Regierung so vernünftig wie die iranische Regierung, würde sie dem psychisch kranken Trump und seinem System die Start- und Landeerlaubnis in Ramstein entziehen. Eine sichere juristische Grundlage wäre eine im Grundgesetz verankerte deutsche Neutralität.

Das Buch

Es gibt ein Buch zum Thema: Mehr als 30 Autoren, sind in einem Buch zur staatlichen Neutralität Deutschlands versammelt. Die Herausgeber Uli Gellermann, Arnulf Rating und Jens Fischer Rodrian können seit dem 23. März kluge Leute im ersten Band des Buchs präsentieren Unter ihnen sind die Kabarettistin Lisa Fitz, der Schriftsteller Wolfgang Bittner, der Regisseur Dietrich Brüggemann, der Kulturmanager Diether Dehm, der Poet Tino Eisbrenner, die Professorin Ulrike Guerot und der Offizier Wolfgang Effenberger, um nur einige stellvertretend zu nennen.

Das Buch ist hier zu bestellen:
https://www.buchkomplizen.de/deutschland-neutral.html und in jeder guten Buchhandlung zu kaufen.


„Einige Psychologen haben Anzeichen für einen kognitiven Abbau und Anzeichen von Demenz-Symptomen festgestellt, die seinen Narzissmus weiter verschärfen.“

Dem kann ich nur zustimmen. 

(Auszug von RSS-Feed)

Das wahre Gesicht der UNESCO – ein finsteres Erbe

19. April 2026 um 10:49

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Während die UNESCO weltweit für Frieden, Kultur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie Bildung wirbt, werden in ihrem Namen Missbrauch, Raub, Umwelt- und Kulturzerstörung begangen. Wer steckt wirklich hinter der UNESCO? Wer finanziert sie und wer beeinflusst dieses mächtige Organ der Vereinten Nationen? Eine investigative Recherche anlässlich des „Internationalen Denkmaltages“ am 18. April. [weiterlesen bei kla.tv]

(Auszug von RSS-Feed)

Israel wird nicht überleben, wenn die USA scheitern

19. April 2026 um 10:21

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„Wenn Amerika versagt, wird Israel nicht überleben.“ Mit diesen drastischen Worten warnt Colonel Douglas Macgregor vor einer geopolitischen Katastrophe im Nahen Osten. In diesem Video analysieren wir die aktuelle Lage im Jahr 2026: Von der iranischen Ankündigung, die Straße von Hormus nur noch für „befreundete“ Schiffe zu öffnen, bis hin zur strategischen Überdehnung des US-Militärs.

Wir beleuchten die „Achse des Widerstands“, das Netzwerk pro-iranischer Milizen, und die fragile Lage nach dem Libanon-Waffenstillstand. Warum schrumpfen die Munitionsreserven der USA? Was bedeuten Donald Trumps diplomatische Vorstöße wirklich? Und wie nah sind wir einem globalen Ölschock, der die Weltwirtschaft in den Abgrund reißen könnte? Eine sachliche Analyse über militärische Kapazitäten, wirtschaftliche Lebensadern und die bittere Realität der Machtprojektion.

(Auszug von RSS-Feed)

Du bist kein Bürger – du bist eine Einnahmequelle für die Machtelite

19. April 2026 um 09:54

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Quelle: legitim

„Es gibt keine Kunst, die eine Regierung schneller von einer anderen lernt, als die, dem Volk das Geld aus der Tasche zu ziehen.“
Adam Smith, Wealth of Nations

 

Du bildest dir das nicht ein.

Alles kostet mehr. Alles wird überwacht.

Es fühlt sich so an, als wäre alles darauf ausgelegt, dir etwas wegzunehmen – aus deiner Brieftasche, deine Zeit, deine Freiheit.

Und genau das ist es auch.

Die Regierung hat den Alltag in eine Einnahmequelle verwandelt – um endlose Kriege, aufgeblähte Behörden, Überwachungssysteme und gewinnorientierte Polizeiarbeit zu finanzieren … alles auf deine Kosten.

Du zahlst nicht nur Steuern. Du zahlst dafür, beobachtet zu werden. Du zahlst dafür, überwacht zu werden. Du zahlst dafür, kontrolliert zu werden.

Das ist keine Regierung. Das ist ein Geschäftsmodell.

Mittlerweile ist schmerzlich klar geworden, dass der einzige Wirtschaftsplan, den die Trump-Regierung vorantreibt, einer ist, der die Oligarchie auf Kosten aller anderen bereichert. (Vgl. NBC News)

Wenn der neu getaufte „Krieg gegen Verschwendung“ der Regierung unter der Leitung von Vizepräsident J.D. Vance auch nur annähernd so verläuft wie ihre trügerisch vergeblichen früheren Bemühungen, den Sumpf trockenzulegen und mit DOGE ineffiziente Ausgaben zu kürzen, dann müssen wir damit rechnen, dass Korruption, Bestechung und Verschwendung zunehmen, während wichtige Programme, die den Steuerzahlern zugutekommen, gekürzt werden.

Das Ausmaß an eigennütziger Korruption, Maßlosigkeit und Verschwendung durch die herrschende Elite, während die Amerikaner darum kämpfen, über die Runden zu kommen, ist jenseits aller Vorstellungskraft.

Unter Präsident Trump fiel seine Vergoldung des Weißen Hauses mit dem Anbruch eines neuen, eigennützigen Zeitalters der Maßlosigkeit für die amerikanische Oligarchie zusammen. Wie Debbie Millman in der New York Times schreibt: „Trump zeigt der Welt, dass seine Präsidentschaft ein Königshof ist, an den nur wenige Auserwählte eingeladen werden, um ihm ihre Treue zu schwören … Trump verwandelt die Präsidentenresidenz in einen Palast; unsere Demokratie ist nun ein Club nur für Mitglieder.“

Das ist Donald Trumps „Lasst sie Kuchen essen“-Moment.

Allein in einem Jahr fließen Dutzende Millionen Dollar in die Wochenend-Golfausflüge des Präsidenten, während Regierungsbehörden abgebaut werden und Zehntausenden von Bundesangestellten ihre Stellen gestrichen werden. (Vgl. Guardian) Laut dem Web-Tracker „Did Trump Golf Today?“ hat Trump 23,5 % seiner Amtszeit mit Golfen verbracht, was die Steuerzahler schätzungsweise 141 Millionen Dollar gekostet hat.

Zusätzliche 200 Milliarden Dollar an Verteidigungsmitteln, damit Pete Hegseth aus dem Krieg mit dem Iran ein Spiel machen kann. (Vgl. npr) In den ersten 12 Tagen von Trumps Krieg gegen den Iran wurden mehr als 16 Milliarden Dollar ausgegeben. Darin nicht enthalten sind die steigenden Kosten für Benzin und Konsumgüter oder die langfristigen Kosten für die Versorgung der Kriegsverletzten.

1 Milliarde Dollar an ein französisches Unternehmen, damit es zwei Windkraftprojekte vor den Küsten von North Carolina und New York nicht entwickelt. (Vgl. npr)

14 Milliarden Dollar an Öleinnahmen für den Iran, um dessen Krieg gegen die USA zu finanzieren. (Vgl. Yahoo)

22 Millionen Dollar in einem Monat für Hummer und Ribeye-Steaks, damit das Verteidigungsministerium nicht riskieren muss, einen Teil seines von den Steuerzahlern finanzierten Budgets zu verlieren. (Vgl. Yahoo)

1,8 Millionen Dollar für Musikinstrumente, darunter ein „98.329 Dollar teurer Steinway & Sons-Flügel für das Haus des Stabschefs der Luftwaffe, eine 26.000 Dollar teure Geige und eine 21.750 Dollar teure, maßgefertigte handgefertigte Flöte der japanischen Luxusmarke Muramatsu.“ (Vgl. Open the Books)

400 Millionen Dollar für einen 8.361 Quadratmeter großen Ballsaal, in den die meisten Steuerzahler niemals eingeladen werden. (Vgl. Elle Decor)

75 bis 150 Millionen Dollar, um einen öffentlichen Golfplatz in der Hauptstadt in einen Meisterschafts-Golfplatz umzuwandeln. (Vgl. Golf Digest)

100 Millionen Dollar für einen 76 Meter hohen „Arc de Trump“ neben dem Arlington National Cemetery. (Vgl. AOL)

Mindestens 60 Millionen Dollar für eine UFC-Veranstaltung auf dem South Lawn des Weißen Hauses zur Feier von Donald Trumps 80. Geburtstag. (Vgl. Fox News)

Während Mitglieder von Trumps engstem Kreis Hummer und Filet Mignon verspeisen, schlägt Robert F. Kennedy Jr. vor, dass Amerikaner, die mit den hohen Kosten für Rindfleisch zu kämpfen haben, stattdessen „billige Stücke“ wie Leber kaufen und essen. (Vgl. The Hill)

Unterdessen muss der Rest des Landes höhere Lebenshaltungskosten hinnehmen, die durch Trumps Zölle, Inflation und Wirtschaftspolitik verursacht werden, die die vielen bestraft, um den wenigen zu nützen. (Vgl. American Progress)

Bei jeder Gelegenheit haben sich die Behauptungen der Trump-Regierung, die Staatsausgaben zu kürzen, in noch höhere Kosten für den Steuerzahler verwandelt, ohne dass dabei nennenswerte Ergebnisse zu verzeichnen wären.

All diese Entlassungen bei DOGE mögen auf dem Papier die Zahl der Bundesbediensteten verringert haben, doch in Wirklichkeit haben sie dazu geführt, dass die Steuerzahler nun die Rechnung für Arbeitslosengeld statt für Gehälter bezahlen müssen. (Vgl. CNBC)

Trump mag zwar die Aufsicht über polizeiliches Fehlverhalten aufgegeben haben – und damit Polizeigewalt praktisch grünes Licht gegeben haben –, aber die Steuerzahler werden dennoch gezwungen sein, für jede Klage- und Vergleichszahlung aufzukommen, die daraus folgt. (Vgl. CBS News)

In den Augen von Trump und seinen Kumpanen bist du kein Bürger – du bist eine Einnahmequelle, und die Regierung schlägt Kapital daraus.

Nenn es, wie du willst – Steuern, Strafen, Gebühren, Bußgelder, Vorschriften, Zölle, Strafzettel, Genehmigungen, Zuschläge, Mautgebühren, Vermögensbeschlagnahmungen –, aber das einzige Wort, das die ständige Ausbeutung des amerikanischen Steuerzahlers durch die Regierung und ihre Unternehmenspartner wirklich beschreibt, ist dieses: Diebstahl.

Wir leben in einem verkehrten Sherwood-Wald, in dem die Regierung und ihre Verbündeten aus der Wirtschaft nicht von den Reichen stehlen, um die Armen zu ernähren – sie stehlen von den Armen, der Mittelschicht und jedem, der keine politischen Verbindungen hat, um die Mächtigen noch reicher zu machen.

Das Ergebnis ist ebenso vorhersehbar wie verheerend: Die Armen werden ärmer, die Reichen werden reicher, und der amerikanische Traum wurde durch einen Überwachungsstaat ersetzt, der sich auf endlose Kriege, erdrückende Schulden und legalisierte Plünderung stützt.

Was die Amerikaner immer noch nicht begreifen, ist Folgendes: Wenn die Regierung dir nach Belieben dein Eigentum, dein Einkommen, deine Privatsphäre und deine Freiheit wegnehmen kann, hast du keine Rechte – du hast Privilegien.

Und Privilegien können widerrufen werden.

Beim amerikanischen Polizeistaat mit seinen Überwachungskameras, militarisierten Polizeikräften, SWAT-Razzien, Fusionszentren, Drohnen, KI-Tracking-Systemen, Algorithmen zur vorausschauenden Polizeiarbeit, Programmen zur Vermögensbeschlagnahmung und privatisierten Gefängnissen geht es nicht darum, dich zu schützen.

Es geht um Profit.

Es ist ein weitverzweigtes, mehrere Billionen Dollar schweres Ökosystem, das darauf ausgelegt ist, Geld von den Steuerzahlern über Regierungsbehörden in die Hände von Unternehmen zu leiten – alles unter den sich ständig ändernden Rechtfertigungen von „Sicherheit“, „Recht und Ordnung“ und „nationalem Notstand“.

Die Rechtfertigungen ändern sich nie.

Uns wird gesagt, es gehe um Terrorismus, Drogen, Einwanderung, öffentliche Sicherheit oder zivile Unruhen. Heute wurden diese Rechtfertigungen einfach erweitert und umfassen nun künstliche Intelligenz, ausländische Gegner, inländischen Extremismus und einen permanenten Kriegszustand im Ausland.

Aber das sind nur Vorwände.

Das wahre Motiv ist seit Jahrzehnten dasselbe geblieben: die Bevölkerung kontrollieren, das System monetarisieren und den Geldfluss nach oben aufrechterhalten.

Folge dem Geld, und die Wahrheit lässt sich nicht mehr ignorieren: Die Regierung dient dir nicht. Sie stellt dir Rechnungen.

Die Bundesregierung steuert nun auf 1,5 Billionen Dollar an jährlichen Militärausgaben zu, (vgl. Air and Space Forces) eine atemberaubende Eskalation, die die Staatsverschuldung in den kommenden zehn Jahren um weitere Billionen erhöhen wird. (Vgl. UCS) Gleichzeitig steckt die Trump-Regierung Hunderte von Milliarden mehr in einen sich ausweitenden Konflikt mit dem Iran, wo die Kosten des Krieges nicht nur in verlorenen Menschenleben gemessen werden, sondern auch in Steuergeldern, die direkt in die Kassen der Rüstungskonzerne fließen.

Im Inland ist die Polizeiarbeit zu einer eigenständigen Milliardenindustrie geworden. Bundes-, Landes- und Kommunalregierungen geben jährlich mehr als 80 Milliarden Dollar für Polizeiarbeit aus, wobei ein Großteil davon dazu verwendet wird, zivile Polizeikräfte in paramilitärische Einheiten umzuwandeln, die mit Kriegswaffen und Überwachungstechnologie ausgerüstet sind.

Das Gefängnissystem funktioniert weiterhin als Profitmaschine, kostet jährlich mehr als 100 Milliarden Dollar, während es fast 2 Millionen Menschen einsperrt und Millionen weitere unter staatliche Aufsicht stellt. Es kostet die Steuerzahler jedes Jahr Zehntausende Dollar, eine einzige Person zu inhaftieren, von denen viele keine Gewaltverbrecher sind, während private Gefängniskonzerne die finanziellen Früchte eines Systems ernten, das darauf ausgelegt ist, die Zellen voll zu halten.

Durch die zivilrechtliche Einziehung beschlagnahmen Strafverfolgungsbehörden Milliarden von Dollar an Bargeld, Autos und Eigentum, oft ohne den Eigentümer jemals einer Straftat anzuklagen, was einen perversen Anreiz für die Polizei schafft, eher auf Profit als auf Gerechtigkeit zu achten.

Das Heimatschutzministerium, das der Öffentlichkeit einst als vorübergehende Sicherheitsmaßnahme verkauft wurde, ist zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Landschaft geworden, verschlingt jährlich mehr als 100 Milliarden Dollar und dehnt seinen Einfluss auf jeden Winkel des innerstaatlichen Lebens aus.

Die Einwanderungskontrolle hat sich zu einer ausufernden Inhaftierungs- und Abschiebungsmaschinerie entwickelt, die mit Dutzenden von Milliarden an Steuergeldern betrieben wird und zunehmend nicht nur undokumentierte Einwanderer ins Visier nimmt, sondern auch legale Einwohner und Personen, deren einziges Vergehen darin besteht, eine andere Meinung zu vertreten.

Hinzu kommt ein rasant wachsendes digitales Raster, in dem Regierungsbehörden mit privaten Tech-Unternehmen zusammenarbeiten, um KI-Systeme einzusetzen, die menschliches Verhalten verfolgen, vorhersagen und katalogisieren können – und so den Alltag in eine Reihe von Datenpunkten verwandeln, die überwacht, analysiert und kontrolliert werden.

Sogar Kommunalverwaltungen sind in dieses System hineingezogen worden und generieren Milliarden durch Bußgelder, Gebühren, Verkehrskameras und automatisierte Überwachungssysteme, die unverhältnismäßig stark diejenigen treffen, die am wenigsten zahlen können – und so normale Bürger zu Einnahmequellen machen.

Das ist kein Zufall. Es ist ein Geschäftsmodell.

Dieselbe Regierung, die behauptet, sie könne sich Gesundheitsversorgung, Bildung oder Wohnraum nicht leisten, findet irgendwie immer unbegrenzte Mittel für den Krieg. Wie Präsident Eisenhower warnte, lebt der militärisch-industrielle Komplex von Konflikten, und heute ist diese Maschinerie sowohl global als auch dauerhaft geworden.

Die Kriege hören nicht auf.

Die Ausgaben hören nicht auf.

Und die Rechnung kommt immer auf den amerikanischen Steuerzahler zu.

Jede Bombe, die fällt, jede Rakete, die abgefeuert wird, jeder Drohnenangriff hat seinen Preis, und auf diesem Preis steht dein Name.

Zu Hause ist die Logik nicht anders.

Die Polizeiarbeit hat sich weg vom Schutz der Gemeinden und hin zur Kontrolle der Bevölkerung verlagert, insbesondere jener, die als unbequem, unerwünscht oder entbehrlich gelten. SWAT-Einsätze werden bei geringfügigen Vergehen durchgeführt, prädiktive Polizeiprogramme zielen auf Personen ab, bevor überhaupt ein Verbrechen begangen wurde, und Überwachungstechnologien werden eingesetzt, um Aktivisten, Journalisten und politische Dissidenten zu überwachen.

Armut selbst wurde kriminalisiert: Menschen werden wegen geringfügiger Verstöße mit Geldstrafen belegt, verwarnt und inhaftiert, während Obdachlosigkeit nicht als gesellschaftliches Versagen, sondern als Gelegenheit zur Strafverfolgung betrachtet wird.

Sogar die Schulen des Landes wurden in diesen Kreislauf eingebunden, wo Null-Toleranz-Richtlinien und die Ahndung von Schulschwänzen Kinder schon in jungen Jahren in das Strafrechtssystem leiten.

Was heute als Strafverfolgung gilt, ist zunehmend nicht mehr von der Eintreibung von Einnahmen zu unterscheiden.

Nichts davon geschieht isoliert.

Die amerikanische Wirtschaft ist tief in jeden Aspekt dieses Systems eingebettet. Rüstungsunternehmen profitieren vom Krieg. Technologieunternehmen profitieren von der Überwachung. Private Gefängniskonzerne profitieren von der Inhaftierung. Datenbroker profitieren vom Sammeln und Verkaufen deiner persönlichen Daten. Finanzinstitute profitieren von der ständig wachsenden Staatsverschuldung.

Sogar Gefängnisarbeit, für die nur ein Bruchteil des üblichen Lohns gezahlt wird, fließt direkt in die Lieferketten der Unternehmen ein und schafft so einen weiteren Anreiz, das System auf Hochtouren laufen zu lassen.

Wenn staatliche Macht und Unternehmensgewinne auf diese Weise miteinander verflochten sind, wird die Verfassung zur Option und Profit zur Politik.

In dieser neuen Wirtschaft bist du nicht mehr nur ein Bürger.

Du bist eine Einnahmequelle, ein Datenpunkt, ein potenzieller Verdächtiger und ein zu verwaltendes Individuum.

Ob durch Steuern, Bußgelder, Überwachung oder Zwangsarbeit – das System ist darauf ausgelegt, dir in jeder Phase deines Lebens Wert zu entziehen.

Und wenn man alles zusammenrechnet, sind die Kosten nicht nur finanzieller Natur – sie sind verfassungsrechtlicher Natur.

Jeder Dollar, der in diese Maschinerie fließt, geht auf Kosten deiner Privatsphäre, deines Eigentums, deiner Rechte auf ein ordentliches Verfahren, deiner Bewegungsfreiheit und deiner Meinungsfreiheit.

Das eigentliche Fazit lautet: Du bezahlst für die Aushöhlung deiner eigenen Freiheiten.

Wenn dieses System ungehindert weiterläuft, nimmt die Zukunft bereits Gestalt an – eine Nation, in der alles überwacht, alles monetarisiert und nichts wirklich frei ist.

Die Lösung liegt nicht in mehr Geld, mehr Überwachung oder mehr Durchsetzung.

Es ist genau das Gegenteil.

Es ist an der Zeit, dem Polizeistaat die Mittel zu entziehen, die Gewinnanreize abzubauen, die verfassungsmäßigen Grenzen wiederherzustellen und die Macht – und die Ressourcen – an das Volk zurückzugeben.

Denn solange das nicht geschieht, wird der Diebstahl weitergehen.

Und die einzige Frage, die dann noch bleibt, ist: Wie viel gibt es noch zu stehlen?

 

Quelle: OffGuardian

(Auszug von RSS-Feed)

USA: «Warum wir verlieren»

18. April 2026 um 20:54

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USA: «Warum wir verlieren»
Verlieren ist hart

Schaut man sich die Fakten an, so kann man sich des Verdachts nicht entziehen, dass der Irankrieg nicht nur zum grössten militärischen Fiasko in der kurzen Geschichte der USA wird, sondern die USA vom Thron des Hegemonen stossen wird. – Ein Gedankenspiel mit Fakten.

Peter Hänseler (forumgeopolitica)

Einleitung

Bereits in meinem letzten Artikel («Irankrieg: Frieden mit den USA ist eine Farce, eine Fata Morgana» habe ich zum Ausdruck gebracht, dass das wohl nichts bringen wird – leider. Die Israelis morden weiter, sowohl in Gaza als auch im Libanon und brechen damit eine der vom Iran gestellten Bedingungen für einen Frieden. Trump verkündet eine Seeblockade – ein weiteres Kriegsverbrechen, das den Namen «Piraterie» trägt. Wir müssen davon ausgehen, dass diese Teilpause bald zu Ende sein wird und können somit bereits jetzt Gedanken des Untergangs spielen lassen. Auch der soeben ausgerufene Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon ist eine Farce, so wie die Öffnung der Strasse von Hormuz, die am Samstag bereits wieder geschlossen wurde.

Den Titel des vorliegenden Artikels habe ich an Frank Capra angelehnt, welcher das US-Propaganda-Epos «Why we fight» von 1942-1945 produzierte.

Die USA gewannen den 2. Weltkrieg mit viel Propaganda und im Vergleich homöopathischen Portionen von Blut: Die Russen investierten das Blut, die Amerikaner schneiderten ein Selbstbild, das jenem Teil der Welt, den wir heute Kollektiven Westen nennen, mit mit großem Aufwand injiziert wurde. Die Zutaten für das grossartige Image-Menü waren militärische Unbesiegbarkeit, Reichtum, Anstand und Garant für Freiheit und Demokratie. Den Zweiten Weltkrieg gewannen die Amerikaner somit vor allem durch Propaganda und schafften es, dieses Bild bis vor kurzem am Leben zu erhalten, obwohl ein auch nur kursorischer Blick auf die Fakten seit 1945 ein komplett anderes Bild zeigt. Heute wird der Weltöffentlichkeit offenbar, dass alle Ingredienzen, welche die Basis der Weltherrschaft bildeten, heute keine Entsprechung in der Realität mehr finden.

In diesem Artikel zeigen wir das auf, was in den USA von sehr wenigen gesehen werden möchte: Fakten, die dazu führen könnten, dass die Vereinigten Staaten all das verlieren, an das sie selbst gerne glauben und das ihnen die Selbstsicherheit gibt, die Grössten zu sein.

Die Informationslage wird immer schwieriger. War es früher den Geheimdiensten vorbehalten, brandschwarz zu lügen, scheint diese Strategie nun von vielen Politikern übernommen worden zu sein. Jede Meldung kann wahr sein oder auch nicht. Wir wägen alle Informationen sorgfältig ab. Dennoch ist es möglich, dass Fehler passieren.

Glaubwürdigkeit der USA leidet

Bereits im letzten Juni verfasste ich einen Artikel («Diplomatie auf dem Totenbett – vom Friedenspräsidenten zum Kriegstreiber»), der sich mit der Glaubwürdigkeit der USA beschäftigte. Dabei ging es ums Renommee der USA als internationaler Gesprächspartner auf diplomatischer Ebene. Zu diesem Zeitpunkt war das Vertrauen der Amerikaner in ihre Regierung noch vergleichsweise hoch. Die Stimmung ist jedoch inzwischen auch innerhalb der Vereinigten Staaten am Kippen.

Ich lese viel und blättere durch X und Telegram, nicht nur um Fakten zu finden, sondern auch um die Stimmung einzufangen. Es ist auffallend, dass seit dem Kriegsbeginn am 28. Februar in den Vereinigten Staaten Ereignisse und Geschichten thematisiert und hinterfragt werden, die von der amerikanischen Regierung als Fakten verkauft wurden und werden. Allerdings sind diese Fakten mit Löchern durchsetzt wie ein Schweizer Käse. Einige Beispiele: Dass JFK nicht von Oswald als lonely wolf ermordet wurde, erkennt man bereits nach kurzem Forschen. Die Berichte verdichten sich, dass Israel seine Finger im Spiel hatte. Kennedy habe die israelische Atombombe verhindern wollen. Dieses Unterfangen sei von den Israelis durch seine Ermordung, selbstverständlich im harmonischen Zusammenspiel mit der CIA, verhindert worden. Weiter feiern die Amerikaner gegenwärtig die Mondumrundung als wenn dies knapp 60 Jahre nach der Mondlandung eine grosse Leistung wäre. Das ist es nur dann, falls man gar nie auf dem Mond war. Die Theorien – nicht «Verschwörungstheorien» – über die erwähnten Vorkommnisse tönen oft einleuchtender als die offiziellen Versionen. Ich habe bezüglich dieser Theorien persönliche Meinungen, die jedoch nicht wichtig ist, da ich nicht 100% sicher bin. Fakt ist, dass grossen Narrativen der USA immer weniger Glauben geschenkt werden, auch in den USA. Man traut der eigenen Regierung nicht mehr.

Als der Anschlag vom 7. Oktober 2023 durch die Medien geschleust wurde, waren wir äusserst skeptisch. Dieser Anschlag fügte sich passgenau in die Wünsche Israels. Ein Geschenk des Himmels als Rechtfertigung für den Beginn eines industriellen Genozids, der seither für alle gut sichtbar abläuft. Blutbäder als Rechtfertigung für noch grössere Blutbäder. Wir entschieden uns, abzuwarten und verfassten einen Dreiteiler über Blutbäder (Teil 1, Teil 2, Teil 3). Darin hinterfragten wir das offizielle Narrativ von Hiroshima und Nagasaki, betrachteten die Gesellschaft vor und nach 9/11, die Strategie der USA («Rebuilding Americas’ Defenses»), die offen einen «Pearl-Harbor-Moment» herbeisehnte; um die amerikanische Bevölkerung zum Krieg bewegen zu können. Schliesslich stellten wir 9/11 in Frage, bzw. die offizielle Version dieses Blutbades, das so, wie von der amerikanischen Regierung erzählt, auf keinen Fall so ablaufen konnte.

Die Entwicklung des internationalen sowie des innerstaatlichen Misstrauens ist eine natürliche: Wenn der Punkt erreicht ist, dass man einer Seite einfach nicht mehr traut, so gräbt man alte Geschichten aus und überprüft diese – das ist menschlich; so laufen viele Ehescheidungen ab. Wir werden noch über viel Handfesteres zu sprechen haben, wie es scheint. Das Hinterfragen ist von der amerikanischen Regierung und deren Medien nicht mehr aufzuhalten, dem Internet sei Dank. Die gegenwärtig von Regierungen und Tech-Konzernen unternommenen enormen Bemühungen zur Regulierung desselben darf man durchaus auch in diesem Zusammenhang sehr, sehr kritisch betrachten.

Welche Interessen verfolgen die USA?

Trump hat in den letzten Wochen bewiesen, dass sich sein Niveau dort bewegt, wo sich Menschen normalerweise nicht mehr bereit erklären, eine Kommunikation aufrechtzuerhalten. Aber er ist der Präsident der Vereinigten Staaten und solange niemand die Notbremse zieht und diesen Mann aus dem Verkehr, solange muss die Welt mit ihm leben und kommunizieren.

Viele Analysten behaupten, dass Trump der Befehlsempfänger Netanyahus bzw. der Zionisten sei. Dass Vance offensichtlich nach den gescheiterten Verhandlungen in Islamabad an Netanyahu rapportierte, gibt dieser These kräftigen Aufwind. Weiterer Aufwind für diese These sind Aussagen von Netanyahu, er sei es, der entscheide, wann der Krieg mit dem Iran vorüber ist und wann nicht.

Schaut man sich jedoch die Langzeitstrategie der USA an, so fallen zwei wichtige Elemente auf: Vor einem Vierteljahrhundert war es das Ziel der USA, in fünf Jahren sieben Länder anzugreifen und das letzte Land auf der Liste war der Iran. Das war der deep state-Plan der Neocons. Weiter ist interessant, dass der Iran eines der wichtigsten strategischen Länder für China und Russland ist; nicht nur der Rohstoffe wegen, sondern auch auf Grund der strategischen Lage dieses Riesenlandes und der das Land kreuzenden strategischen Transportwege: Einerseits der geplante Nord-Süd-Korridor, der Russland mit Indien unter Umgehung des Suez-Kanals verbinden wird.

Nord-Süd-Korridor: Quelle: Wikipedia

Auf der anderen Seite die von China finanzierte und fertiggestellte Ost-West-Eisenbahnverbindung von China zu den iranischen Häfen und weiter in Richtung Nahost und Europa. Genau diese Eisenbahnlinie griffen die Israelis gemeinsam mit den Amerikanern im Süden des Iran an, als sie sich daran machten, Brücken und andere Infrastruktur zu zerstören.

Die Amerikaner denken immer im Schema des Hegemonen, sprechen zwar von Multipolarität, meinen jedoch nur eine Variante unter amerikanischer Führung, da sie selber an der von ihnen geschaffenen Hegemonie festhalten wollen, was dem Sinn der Multipolarität in seinem Kern widerspricht. Aus der Sicht des Hegemonen ist der grösste Gegner der vermeintlich nächste Hegemon, China und nicht etwa BRICS als multipolare Organisation. Und genau so gehen die USA auch vor. Der Iran ist für die Amerikaner nur eine Zwischenstation, wenn auch eine sehr wichtige. Ein Land, das die Amerikaner vereinnahmen wollen, wie schon Afghanistan, Irak, Syrien, Lybien, Libanon, Somalia und Sudan. Falls sie das betreffende Land nicht kontrollieren und ausbeuten können, so zerstören sie es und wenden sich dem nächsten Kandidaten zu. Diese Strategie endet immer zwingend und ausschliesslich in der Zerstörung der betroffenen Länder. Die USA haben es nie geschafft, aus einem Zielland eine einträgliche Kolonie zu formen. . Das – also die Unfähigkeit, «echte» Kolonien zu schaffen – ist den Amerikanern aber offensichtlich einerlei, denn sonst hätten sie ihre Strategie geändert, was sie seit 1945 nie getan haben.

Einer der gescheitesten geopolitischen Analysten, Brian Berletic, der in Thailand lebt, weist immer wieder darauf hin, dass China das Hauptziel der USA sei. Im Zusammenhang mit dem Vorgehen der USA gegenüber Venezuela und dem Iran zeigt er überzeugend auf, dass es beim Iran-Konflikt vor allem um China geht, konkret China von seinen Energielieferanten abzuschneiden.

Quelle: Brian Berletic

Die USA schnitten China vom Energiestrang Venezuelas ab und jetzt von der Golfregion; nächste Station: Malakka. Dessen sind sich die Chinesen und auch die Russen bewusst. Anlässlich seines jüngsten Besuches in Peking sagte der russische Aussenminister Lawrow Präsident Xi folgendes:

„Russia can certainly fill the resource gap that has arisen in China and other countries interested in working with us on an equal and mutually beneficial basis,“
Sergei Lawrow, 15. April 2026

Ich kenne die genauen Zahlen nicht, aber gehe davon aus, dass Russland die beiden Energiedefizite, die sich aus Venezuela und Hormuz ergeben, problemlos wird abdecken können – möglicherweise auch auf Kosten von Europa, das trotz Blick in den Abgrund eine erfrischende Selbstsicherheit zu Markte trägt. Frau von der Leyen verkauft ihr Sparprogramm – für Untertanen, nicht für die Elite – indem sie vorträgt, die billigste Energie sei jene, die nicht verbraucht würde.

Berletics überzeugende Argumente weichen die Theorie der kompletten Abhängigkeit der USA von Israel auf. Er geht davon aus – und belegt das immer wieder anhand von Zahlen und teils jahrzehntealten amerikanischen Strategie-Dokumenten – dass die USA Israel steuern. Ich habe bereits früher argumentiert, dass die Interdependenzen USA-Israel gar nicht so wichtig sind, da diese beiden Mächte – wo immer ihr Endziel liegen mag – gegenwärtig am gleichen Strang ziehen und voneinander abhängig sind. Israel ist von den USA betreffend Geld, Waffen und Logistik abhängig, die Amerikaner durch finanzielle Verstrickungen untereinander. Mit hoher Wahrscheinlichkeit «befördern» die Israelis die amerikanischen «Bindungen» an das zionistische Projekt durch massive Erpressung und machen somit Entscheidungsträger «führbar».

Um die Frage beantworten zu können, wessen Interessen die USA tatsächlich verfolgen, muss man zwischen den Interessen der USA und Trumps wohlweislich unterscheiden. Trump ist ein kompletter Narziss und Psychopath. Er schert sich keinen Deut um andere; sein Agieren weist darauf hin, dass ihn selbst das Schicksal der USA nicht interessiert: Er denkt nur an sich selbst, was in den letzten Tagen Blüten trieb, die einem den Atem rauben, oder besser: abschnüren.

Alle Sicherungen durchgebrannt – dieses Bild hat Trump tatsächlich publiziert

Trump scheint auch seines Intellekts inzwischen komplett verlustig gegangen zu sein. Beispiel: Nachdem er durch den Genozid an den Palästinensern und den Überfall auf den Iran bereits die Muslime (31,5% der Weltbevölkerung) gegen sich aufgebracht hatte, schaffte er es innert 24 Stunden mit seinen Papstaussagen weitere 31,5% der Weltbevölkerung gegen sich aufzubringen. Selbst europäische Speichellecker beginnen Mühe zu bekunden.

Sieht man von der irren Kommunikation der amerikanischen Regierung ab und konzentriert sich auf das, was sich abspielt, so kann man sehr wohl argumentieren, dass die USA ihren strategischen Interessen folgen und der Westentaschenhitler in Tel Aviv schlussendlich auch nur ein Instrument des deep states ist.

Erreichbarkeit der amerikanischen Ziele

Zerstörung des Irans

Wenn es um den Iran geht, ziehen die USA und Israel am gleichen Strick, wenn auch nicht genau in die gleiche Richtung. Die USA wollen die Chinesen vom Golf-Öl abschneiden. Die Israelis setzen wie Hitler und seine Kumpane jedes Mittel ein – sehr gerne Genozid als einer der Hauptingredienzien – um ihre Expansionswünsche zu realisieren. Ihnen geht es um die Unterwerfung Westasiens. Iran ist der Stein im Weg zu diesem Ziel, denn solange der Iran in einer gut organisierten und bewaffneten Form als Nation besteht, ist der Traum von Grossisrael für Netanyahu nicht umzusetzen. Das weiss er seit 40 Jahren und arbeitet daran. Der Iran macht Israel und den USA dann einen Strich durch die Rechnung, falls er überlebt, was er bereits getan hat. Obwohl die Schäden an Menschen und Infrastruktur bitter sind, hat Professor Marandi in verschiedenen Interviews bemerkt, dass man die Schäden in Teheran kennen müsse, um diese zu sehen, was nicht heissen soll, dass der Iran durch diesen Krieg nicht leide.

Im Gegensatz zu den USA riskieren die Israelis bei diesem Unterfangen ihre eigene Existenz. Es scheint jedoch, dass sich die Israelis in ihrer Überheblichkeit noch nicht mit dem diesem Risiko befasst haben, obwohl die Schäden vermutlich horrend sind. In Israel herrscht komplette Zensur bezüglich Schäden – es drohen fünf Jahre Gefängnis für negative Publikationen. Wie viele Israelis das Land seit Kriegsbeginn verlassen haben, ist schwer abzuschätzen, denn auch hier werden die Zahlen von Israel getürkt, um keine Panik aufkommen zu lassen. Auf jeden Fall dürften dies Hundertausende sein, die sich etwa nach Griechenland und Zypern absetzen, sehr zur Freude der dortigen Bewohner, denen wohl bereits böses schwant.

Es ist militärische Logik, dass das kleine Israel im Falle weiterer Angriffe durch den Iran tatsächlich Gefahr läuft, komplett zerstört zu werden. Die Überlebenschancen Israels stehen auf jeden Fall in keinem gesunden Verhältnis zu jenen des Iran.

Schwächung Chinas

Der Angriff der USA auf den Iran ist auch ein klarer Angriff auf die geopolitischen Interessen Chinas und die Chinesen haben sich seit Langem vorbereitet. Zum einen haben sie ihre Energielogistik im großen Stil diversifiziert. Viele Pipelines und Schiffsrouten führen nach China. Es darf somit bezweifelt werden, dass die USA tatsächlich in der Lage sind, China energetisch zu strangulieren. Die Nachrichten dieser Tage aus Peking sollten den USA die Realitäten vor Augen führen: Russland ist in der Lage, die Energielücke der Chinesen zu füllen. Diese Aussage kommt von Herrn Lawrow und nicht von Herrn Trump oder einem Herrn Bessent – das macht bezüglich Glaubwürdigkeit einen grossen Unterschied.

Für die Chinesen und die Russen ist der Iran als Verbündeter und Mitglied von BRICS und der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) essentiell und die Langzeitstrategen in Peking werden den Iran voll unterstützen – im Notfall wohl auch militärisch, was die Welt jedoch in den 3. Weltkrieg führen würde. Ich gehe daher davon aus, dass die Chinesen die Iraner nicht nur mit Logistik, sondern auch mit Waffen unterstützen. Der Umstand, dass China in seiner Kommunikation zurückhaltend ist, ist kein Hinweis dafür, dass es nicht geschieht.

Schwächung Russlands

Ein Machtwechsel in Teheran im Sinne der USA wäre  nicht nur für China, sondern auch für Russland eine Katastrophe gewesen. BRICS wäre erheblich beschädigt, der Nord-Süd- und der Ost-West-Korridor Geschichte und das Renommee von Russland als Schutzmacht schwer angeschlagen.

Da der Plan der USA nicht aufgeht, zieht Russland – unbeabsichtigt – viele Vorteile aus diesem Konflikt:

Erstens, die Welt schaut auf den illegalen Angriff auf den Iran und fragt sich, was den Russen hinsichtlich der Militäroperation in der Ukraine tatsächlich vorgeworfen werden kann. Der Krieg in der Ukraine geht weiter und die Russen machen Fortschritte, langsam, aber stetig, wie dies seit Kriegsanfang geht. Im letzten Gefallenenaustausch lag das Verhältnis bei 1:25, was in etwa der Verlustverteilung entspricht. Das ist keine Überraschung. Den unter Zwang in die Armee gepressten Ukrainern stehen gutbezahlte und motivierte Russen entgegen.

Zweitens, der Ölpreis der russischen Sorte Ural, stieg seit Kriegsbeginn auf über USD 120.-pro Barrel. Auch ein Hinweis dafür, dass die «offiziellen» Ölpreise falsch sind.

Dies wird auch vom Saudischen Finanzminister bestätigt. Er sagte: Sie sehen USD 90.- auf dem Bildschirm, viel Glück zu diesem Preis tatsächlich Öl zu kaufen; der tatsächliche Preis liegt zwischen USD 120.- und 160.- pro Barrel.

Bezüglich Russland wird der  – bis jetzt –  verdoppelte Ölpreis einen grossen Einfluss auf das Budget Russlands haben. Gemäss Centre for Resarch on Energy and Clean Air exportierte Russland im März 7,1 Millionen Barrel Öl – das spülte USD 426 Millionen zusätzlich in die Kassen Russlands. Das ist ein grosser Vorteil für Russland und ich gehe davon aus, dass der Ölpreis weiter steigen wird.

Dazu kommt, dass das US-Finanzministerium gerade eine neue Lizenz erteilt hat, die weitere Transaktionen für russische Öllieferungen erlaubt – trotz früherer Versprechen, diese Tür zu schließen.

Drittens, die Amerikaner lassen die bellizistischen Europäer, die sich auf einen Krieg mit Russland einstellen, im Stich. Die Existenz der NATO hängt an einem seidenen Faden und ohne die USA stellt die NATO bzw. Europa eine bedeutend geringere Gefahr für Russland dar.

Unbemerkt von den meisten Beobachtern publizierte das russische Verteidigungsministerium am 15. April eine Meldung, in der Drohnenproduktionsstätten der Ukraine in Europa mit Angabe der Adressen als mögliche Ziele Russlands definiert werden. Hier ein Ausschnitt aus der Meldung:

«Es ist geplant, die Produktion von Drohnen für das Kiewer Regime erheblich zu steigern, indem die Mittel für „ukrainische“ und „gemeinsame“ Unternehmen, die Kampfdrohnen und deren Komponenten auf dem Gebiet der europäischen Länder herstellen, aufgestockt werden.

Wir halten diese Entscheidung für einen bewussten Schritt, der zu einer drastischen Eskalation der militärischen und politischen Lage auf dem gesamten europäischen Kontinent führt und diese Länder schleichend in ein strategisches Hinterland der Ukraine verwandelt.

Die Umsetzung der vom Kiewer Regime behaupteten Szenarien von Terroranschlägen gegen Russland durch die angeblichen ukrainischen Drohnen führt zu unvorhersehbaren Folgen.

Anstatt die Sicherheit der europäischen Staaten zu stärken, werden diese durch das Vorgehen der europäischen Staats- und Regierungschefs zunehmend in den Krieg mit Russland hineingezogen.

Die europäische Öffentlichkeit sollte nicht nur die Gründe für die Bedrohung ihrer Sicherheit genau kennen, sondern auch die Adressen und Standorte der „ukrainischen“ und „gemeinsamen“ Unternehmen, die in ihren Ländern Drohnen und deren Komponenten für die Ukraine herstellen.»

[Adressliste]

Verteidigungsministerium der Russischen Föderation, 16. April 2026

Russland hat sich bis jetzt mit Angriffen gegen ukrainische Ziele ausserhalb der Ukraine zurückgehalten, was in Russland grosse Diskussionen hervorrief. Viele Stimmen – auch in Talkshows im russischen Fernsehen – fordern eine härtere Gangart gegenüber Europa. Die Regierung hat sich bis dato jedoch grosse Zurückhaltung auferlegt. Dies wurde – unter anderem von Gilbert Doctorow als Schwäche ausgelegt. Er verstieg sich sogar zu Aussagen, dass Putin aufgrund seiner Schwächen in Russland gehasst werde und ausgewechselt werden müsse. Im Gegensatz zu Präsident Putin überlegte sich Doctorow nicht, was die Konsequenzen einer solchen Eskalation wären. Die legalistischen Russen scheinen jetzt eine Kursänderung vorgenommen zu haben: Sie stellen nun ganz offiziell einen Zusammenhang der fortdauernden Drohnenangriffe der Ukraine mit den für die Ukraine produzierten Drohnen in Europa her. Der Zeitpunkt überrascht nicht. Was könnten die Europäer tun, falls diese Produktionsstätten in Europa angegriffen würden? – Nicht viel, eine Steigerung der Russophobie in Europa ist nicht mehr möglich, da haben Merz, von der Leyen und Kallas tatsächlich ganze Arbeit abgeliefert. Da bleibt wohl nur noch heulen, denn ich schliesse aus, dass die Amerikaner den Europäern zu Hilfe eilen würden.

Geopolitisch und auch wirtschaftlich wird Russland somit kurz- und mittelfristig wohl nicht geschwächt, sondern gestärkt.

Motivation zu Gewinnen

Der zu zahlende Preis für den Iran wird hoch sein, aber für den Iran ist dies nicht einfach ein Krieg in einer langen Reihe von Kriegen wie für Israel und die USA. Es ist der existentielle Kampf ums Überleben. Das bringt den Iranern einen beachtlichen Motivationsvorteil: Sie kämpfen ums Überleben der Nation, des Landes, einer jahrtausendealten Kultur und Zivilisation. Die Israelis und die Amerikaner hingegen führen einen illegalen Expansionskrieg unter Begehung schwerster Kriegsverbrechen. Das hat einen grossen Einfluss auf die Motivation der betroffenen Soldaten und Bevölkerungen – auf beiden Seiten. Der Iran, Russland und China werden in diesem Konflikt zudem vom Wissen getragen, auf der rechten Seite der Geschichte zu stehen, was von ihren Bevölkerungen mitgetragen wird.

Trump sucht händeringend nach einem Ausweg aus diesem Fiasko, denn vielen Amerikanern wird immer bewusster, dass dieser Krieg nicht in ihrem Interesse, nicht im Interesse der amerikanischen Bevölkerung geführt wird.

Aufrechterhaltung des Hegemonenstatus

Die Hegemonenstellung erreichten die USA 1945: Bretton Woods, 70% der weltweiten Industrieproduktion, 22’000 Tonnen Gold, Kriegsgewinner, gutes Image.

Der wichtigste Faktor ist die Wirtschaftskraft, welche seit dem 2. Weltkrieg in USD-GDP gemessen wurde; eine unglückliche Berechnung, da Verschwendung durch Staaten und Kauf von Waffen darin enthalten sind.

«Wie kann man Hegemon sein, wenn man nicht die Nummer 1 ist?»

Berechnet man das GDP (BIP) kaufkraftbereinigt, d.h. die lokale Kaufkraft der einzelnen Länder berücksichtigend, so haben die USA bereits verloren.

Quelle: IMF via Voronoi by Visual Capitalist

China vor den USA, Russland vor Japan und Deutschland – das sind Zahlen, die man im Westen nicht gerne liest und überheblich in Abrede stellt.

Wie kann man Hegemon sein, wenn man nicht die Nummer 1 ist?

Dazu kommt, dass sich die Militärtechnik und -taktik in einem Maße dermassen geändert haben, dass bislang als selbstverständlich geltende Kräfteverhältnisse durch die Realitäten überholt wurden. Die Amerikaner scheinen militärisch weder gegen die Huthis noch gegen den Iran eine Chance zu haben, da ihre Strategie und Waffenplattformen (z.B. Flugzeugträger) auf längst veralteten Taktiken aus Zeiten des zweiten Weltkriegs beruhen. Man sollte sich keinen Illusionen hingeben, aber die gesamte NATO führte durch die Ukraine als Stellvertreter mit westlichen Waffen über vier Jahre Krieg gegen Russland – und verlor.

Die 22‘000 Tonnen Gold anno 1945 schmolzen offiziell auf etwas über 8‘100 Tonnen zusammen und ob dieser amerikanische Goldschatz tatsächlich noch vorhanden ist und / oder ob er verpfändet oder verleast ist, weiss niemand. Kurz nach seiner Wahl wollte Trump den Goldschatz verifizieren – es blieb bei der Ankündigung.

Schliesslich kommen wir zum grossartigen Image, das sich die USA während des Zweiten Weltkriegs zusammengezimmert hatten: Wieviel davon übrigblieb, haben wir im ersten Teil dieses Artikels erlesen können.

Somit leben die USA auch hier in ihrer vom Leben überholten Vergangenheit und versuchen für alle Welt sichtbar und vergeblich, einen längst abhanden gekommenen Schein aufrecht zu halten.

Kontrolle über Hormuz

Mit dem Kriegsbeginn übernahmen die Iraner die Kontrolle über die Strasse von Hormuz. Sie liessen nur noch Schiffe freundlicher Nationen durch, welche die Ladung in Yuan bezahlt haben mussten, plus eine Mautgebühr von USD 2 Millionen, ebenfalls in Yuan zu entrichten.

Das gefiel den USA gar nicht und vor ein paar Tagen rief Trump die Blockade dieses enorm wichtigen Seeweges durch die USA aus.

Das war eine grosse Ansage, doch mangelte es den Amerikanern bereits zu Beginn an Selbstvertrauen: Anstatt das Rote Meer und Bab el-Mandeb zu durchqueren, umfahren die USS George H.W. Bush und ihre Begleitschiffe – darunter die USS Donald Cook, die USS Mason und die USS Ross – das Kap der Guten Hoffnung. Selbstvertrauen, die Strasse von Hormuz zu kontrollieren, sieht anders aus.

Wer durch die Strasse von Hormuz fährt oder nicht, ist unklar, da die Amerikaner behaupten, dass sie sich durchsetzen und die Iraner verkünden, dass sie die Strasse nach wie vor kontrollieren. Die am Freitag, 17. April verkündete Öffnung und die am Tag danach verkündete Schliessung fördert keine Klarheit, sondern ist ein Hinweis darauf, dass die Amerikaner ihre Finanzmärkte übers Wochenende retten wollten und dies auch taten.

Der Beginn der amerikanischen Aktion war auf jeden Fall ein Desaster. Einem exklusiven Bericht von PressTV zufolge haben die USS Michael Murphy und die USS Frank E. Peterson am Samstag versucht, die strategische Wasserstraße zu passieren. Die Aktion, die zeitlich mit den heiklen Gesprächen zwischen dem Iran und den USA in Islamabad zusammenfiel, wurde als Propagandamaßnahme zur Demonstration von Stärke beschrieben.

Über den internationalen Funk erhielten die Zerstörer ein klares 30-minütiges Ultimatum: Umkehren oder mit einem Angriff rechnen. Trotz kurzen Widerstands, insbesondere von der USS Frank E. Peterson, zog sich die Flotte nach der letzten Warnung sofort zurück. Unterstützungshubschrauber kreisten über der Flotte, während die zivilen Schiffe in der Nähe angewiesen wurden, 10 Meilen Abstand zu den amerikanischen Kriegsschiffen zu halten.

Wir werden wohl bald herausfinden, ob sich dieses amerikanische Abenteuer lohnen wird – ich bezweifle es, denn die Chinesen haben erklärt, dass die Strasse von Hormuz für China offen sei. Ich bezweifle, dass die Amerikaner den Mut haben werden, ein chinesisches oder russisches Schiff zu entern oder auch nur zu belästigen.

Hormuz unwichtig?

Anfänglich behauptet Trump, dass Hormuz unwichtig sei für die USA. Das ist nachweislich falsch, da die USA zwar netto Exporteur ist, aber ca. 40% seines Öls importiert.

Jetzt kommen die Stimmen, dass diese Importe alle aus Kanada und Mexico stammen, was ebenfalls nur die halbe Wahrheit ist. Gemäss U.S. Energie-Informations-Verwaltung (EIA) importierten die USA im Januar 2026 25 Millionen Barrel Rohöl und weitere Produkte allein aus dem Persischen Golf.

Screenshot: U.S. Energie-Informations-Verwaltung (EIA)

Netto-Exporteur heisst somit für sich allein nicht viel, denn es gibt weit über hundert verschiedene Sorten Öl. Das ist wie mit Wein; niemand bestellt Wein im Restaurant, sondern eine bestimmte Sorte und Marke.

Somit veranstaltet Trump auch bezüglich dieses Themas eine Märchenstunde, die spätestens in dem Moment aufflog, als er forderte den «f…cking straight» zu öffnen.

Es geht bei Hormuz jedoch um weit mehr als um Öl und Gas, dessen Verknappung zu einer horrenden Inflation führen wird. Dass die Finanzmärkte dies noch nicht gemerkt haben, ist ein Zeichen von Dummheit und Hybris und keine Zeichen einer Entspannung. Viel dramatischer ist der Umstand, dass der Welt der Dünger ausgeht, was tatsächlich zu Hungersnöten führen wird.

Kirill Dmitriev drückt es in Zahlen aus und foppt Frau von der Leyen im gleichen Tweet:

„Die Logik, dass teurer Dünger zu teuren Lebensmitteln und kritischen Nahrungsmittelengpässen führt, da die Ernten weniger Nahrungsmittel hervorbringen, ist für die EU-Bürokraten schwer zu verstehen.

Nach Ursulas Logik könnte man sagen: „Die billigsten Lebensmittel sind die, die man nicht isst.“

Macht die EU wieder schlank.“

Offene Feindschaft gegen Israel und USA nimmt zu

Die Stimmung kippt unübersehbar, trotz aller eingesetzten Propagandamittel, trotz des enormen materiellen und politischen Drucks auf Medien und Politiker. Im Folgenden ein paar Beispiele für die Stimmung gegenüber Israel und den USA, die noch vor wenigen Monaten undenkbar erschienen wären:

Polen

Der polnische Abgeordnete Konrad Berkowicz zeigte im Parlament eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz und verglich das Vorgehen Israels mit dem des Dritten Reichs.

Konrad Berkowicz – Quelle: Euronews

Spanien

Pedro Sanchez, der Premierminister Spaniens wurde zum Helden Europas, Sánchez ist für seinen „Mut“ bekannt geworden, Donald Trump die Stirn zu bieten, insbesondere in Bezug auf die Militärintervention im Iran, die er als „absurd, grausam und illegal“ bezeichnete.

Pedro Sanchez

Italien

Frau Meloni, die mit Trump bis vor kurzem ein gutes Einvernehmen hatte, kritisierte die Äusserungen Trumps zum Papst als inakzeptabel.

Nun wirft Trump, seinem Niveau entsprechend, Meloni mangelnden Mut vor, weil er sich den Angriffen auf den Iran nicht anschließt.

Golfstaaten unter Druck

Den Vereinigten Arabischen Emiraten, welche eine Bodenoffensive gegen den Iran unterstützen, wurden in China die Flügel gestutzt. Während des offiziellen Besuchs des Präsidentenberaters der VAE, Khalid bin Mohammed bin Zayed, brach China das diplomatische Protokoll und übermittelte eine kristallklare, feurige Botschaft:

„Wir sind diejenigen, die entscheiden, wer unsere Verbündeten sind!“

Auch innerhalb der Golfstaaten wächst die Zwietracht – Szenen, die zeigen, wie der Sultan von Oman sich von den emiratischen Führern distanziert. Bilder sagen mehr als Worte.

Der saudische Außenminister Prinz Faisal bin Farhan äusserte sich diplomatisch-vorsichtig. Der folgende Clip auf arabisch wird wohl von GBX ungenau übersetzt. Faisal hat nicht gesagt, ““The era of relying on the US has ended. How can Trump protect us when he cannot even protect his own country?“. Vielmehr übersetzt mir DeepL was folgt:

„Vielleicht ist es so, wie Sie sagen. Wie Ihr Vater weiß, verfolgt kein arabisches Land eine Politik, die sich nach den Interessen anderer richtet. Wir verfolgen unsere eigene Politik, ja, im Einklang mit unseren Interessen, und wir werden unsere Interessen weiterhin im Blick behalten. Wir werden unsere Politik auf der Grundlage dieser Interessen fortsetzen, und gleichzeitig den Dialog mit allen Partnern offenhalten, um sicherzustellen, dass ein umfassendes Verständnis für unser Handeln besteht […]“

Dennoch, auch die Saudis suchen – wie es sich für die opportunistischen Golfstaaten gehört – neue Dialoge und wohl auch neue Partner.

Fazit

Der Status als Hegemon fusst bei den USA vor allem auf Propaganda und Marketing; das war eine beeindruckende Leistung vor über 80 Jahren, aber die Glaubwürdigkeit dieser Aura, welche international bereits seit Jahren bröckelt, wird nun auch bei der amerikanischen Bevölkerung in Zweifel gezogen.

Sieht man vom irren Agieren Trumps ab, dessen Aussagen nicht mehr ernst genommen werden können, so ist die Annahme, dass die USA voll am Gängelband Israels hängen, nicht nachvollziehbar. Denn die Kriegspläne der USA und Israels im Nahen Osten überlagern sich nur partiell. Letztendlich trachtet Amerika danach, die Chinesen zu zerstören.

Es scheint so, dass die USA ihre Ziele weder gegenüber dem Iran noch gegenüber den mit Russland alliierten Chinesen erreichen werden.  Rohstoffmässig ist das Duo China-Russland zu stark und der Iran hat sich – im Gegensatz zu den USA – waffenmässig ins 21. Jahrhundert katapultiert und dominiert am Persischen Golf nicht nur die USA, sondern den ganzen Westen bezüglich Raketen- und Drohnentechnik. Die Waffenplattform Flugzeugträger, die bereits über 100 Jahre alt ist, hat ausgedient und wird wohl bei einer Eskalation zum Statisten und Opfer, vergleichbar den grossen Schlachtschiffen im Zweiten Weltkrieg.

Bezüglich der wirtschaftlichen Macht haben die USA das Rennen ebenfalls verloren und gegenüber den USA und Israel macht sich nicht nur in Europa Unmut breit. Die opportunistischen Golfstaaten suchen neue Allianzen und werden mit dem Gewinner paktieren, der nicht die USA sein wird.

Die New York Times spricht denn auch von einer vierfachen Schwächung der USA durch diesen Krieg: Ausweitung des Einflusses des Irans auf den globalen Ölmarkt, Auszehrung der kostspieligen US-Waffenvorräte, Beeinträchtigung der Beziehungen zu Verbündeten, Schwächung von Amerikas moralischer Autorität.

Die Iraner halten am 10-Punkte-Plan fest – zu Recht, denn nur dieser garantiert Persien das Überleben. Die iranischen Ziele sind komplett unvereinbar mit den Zielen der USA und Israels. Der Waffenstillstand – auch der mit dem Libanon – wird wohl nicht halten und Weiterungen im Krieg könnten das Tor zur Hölle öffnen: Zum dritten Weltkrieg.

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Gestern — 18. April 2026

Keine Einkommenssteuern mehr zahlen? Werden Sie Milliardär!

18. April 2026 um 11:13

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Urs P. Gasche (infosperber)

Superreiche zahlen nicht einmal Beiträge für die Arbeitslosen. Denn sie «verzichten» auf Lohn und leben von Kapitalgewinnen.

Steuern sind heute nur etwas für normal Arbeitende.

Viele Leute mit grossen Vermögen zahlen relativ wenig oder gar keine Steuern. Milliardäre – und Reiche, deren Vermögen ein paar Hundert Millionen beträgt – können Steuern legal umgehen. Sie nutzen Schlupflöcher, die «normalen» Steuerpflichtigen nicht zur Verfügung stehen.

Wer Lohn bezieht, muss der Steuererklärung den Lohnausweis beilegen. Ein Schlupfloch gibt es nicht. Wer selbständig arbeitet, hat es etwas besser: Er kann mehr Abzüge – auch einen Verlust – geltend machen, um sein steuerpflichtiges Einkommen zu reduzieren.

Andere Regeln gelten für Superreiche. Sie können auf einen Lohn oder sonst ein steuerpflichtiges Einkommen verzichten. Dann kann der Staat keine Einkommenssteuern einziehen. Um Lohnabzüge – wie Beiträge für die Arbeitslosen – können sich Superreiche sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland drücken. AHV-Beiträge, die auch bei sehr hohen Löhnen fällig würden, können sie durch jährliche Mindestbeiträge ersetzen.

«Zwei Klassen von Menschen»

«In den USA gibt es heute zwei Klassen von Menschen», erklärte Ray Madoff, Steuerexpertin an der Boston College Law School, der «New York Times»: «Diejenigen, die Steuern zahlen, also die meisten von uns, und die Klasse der Vermögenden. Es handelt sich um eine sich selbst erhaltende Elite, die kaum besteuerte Reichtümer von Generation zu Generation weitergibt.»

In ihrem Buch «The Second Estate: How the Tax Code Made an American Aristocracy» schreibt Madoff, in den USA könnten Milliardäre Steuern fast vollständig umgehen, ähnlich wie dies der französische Adel vor der Revolution von 1789 konnte.

Auch in Europa können Milliardäre Steuern weitgehend umgehen, indem sie Lohneinkünfte vermeiden. Ihr geerbtes oder angehäuftes Vermögen wird nur gering besteuert: Bargeld, Aktien, Obligationen, Gold, Kunstsammlungen, Häuser, Yachten und alle anderen Wertgegenstände.

Einkommenssteuern sind für Lohnempfänger

In Listen der am meisten verdienenden Manager und Verwaltungsräte fällt auf, dass Superreiche wie Jeff Bezos, Warren Buffett, Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Peter Thiel oder Elon Musk häufig fehlen. Grund: Sie zahlen sich selber nur einen kleinen oder gar keinen Lohn. Sie gehören zu den Geringverdienern oder zu den Leuten ganz ohne Erwerbseinkommen.

Ihr Geld vermehren sie in Form von Aktien und Aktien-Optionen oder mit Wertsteigerungen ihrer Immobilien und Kunstsammlungen.

Wenn die Werte von Immobilien, Aktien oder Kunstsammlungen steigen, fällt keine Einkommenssteuer an. Erst wenn Häuser und Wohnungen verkauft werden, wird eine Grundstückgewinnsteuer fällig.

Wenn beim Verkauf von Aktien, Obligationen, Kryptowährungen und anderen beweglichen Privatvermögen Gewinne resultieren,

  • kann man in der Schweiz die Gewinne unversteuert kassieren;
  • kennt Deutschland eine Abgeltungssteuer von 25 Prozent. Realisierte Verluste kann man von Gewinnen abziehen;
  • versteuern Erben von Aktien in den USA nur jene Kapitalgewinne, die ab dem Zeitpunkt der Erbschaft realisiert werden. Die Wertsteigerungen während des Lebens des Erblassers bleiben unversteuert.

Leben auf Kredit, während das Vermögen steigt

Superreiche sind allerdings nicht darauf angewiesen, Vermögen mit Gewinn zu verkaufen. Dann fallen auch keine Abgeltungssteuern und Grundstückgewinnsteuern können an.

Um ihre täglichen Ausgaben oder ihren Unterhalt von Yachten, Privatflugzeugen und Privatinseln zu finanzieren, nutzen sie ihre Aktien, Immobilien oder Kunstsammlungen als Sicherheiten, um von Banken günstige Kredite zu erhalten. Solange der Wert ihrer Aktien, Immobilien oder Kunstsammlungen schneller wächst als die Zinsen für die Kredite, werden sie noch reicher als vorher – ohne Steuern zu zahlen.

Die Strategie heisst «buy, borrow, die» («kaufen, leihen, sterben»). Superreiche nehmen auf ihren Wertschriftenbeständen oder anderen Vermögensteilen Kredite auf, ohne je Kapitalgewinne zu realisieren.

In den veröffentlichten Jeffrey-Epstein-Akten findet sich ein Beispiel dieser Steuerstrategie der Superreichen. Epstein zeigte dem ehemaligen Geschäftsführer Leon Black der Private-Equity-Firma Apollo Group, wie er luxuriös leben kann, praktisch ohne Steuern zu zahlen. Black konnte Hunderte Millionen Dollar ausgeben, die er in Form von zinsgünstigen Bankkrediten erhielt. Als Sicherheit für die Kredite konnten die Banken seine Kunstsammlung belasten.

Laut einem Bericht in «Forbes» («How Picasso, Van Gogh And Cézanne Helped Finance Epstein Client Leon Black’s Billionaire Lifestyle») stieg der Wert seiner Kunstsammlung von geschätzten 1 Milliarde Dollar im Jahr 2014 um 400 Millionen Dollar auf 1,4 Milliarden im Jahr 2017. Die Kreditzinsen waren während dieser drei Jahren deutlich tiefer als der Vermögensgewinn von 400 Millionen Dollar, so dass Black in Saus und Braus leben konnte, ohne Einkommenssteuern zu zahlen.

«In den USA besitzen die 1 Prozent Reichsten über 50 Billionen Dollar Vermögen (56 US-Trillion). Das ist mehr als das BIP der USA und China zusammen.»

Federal Reserve/NYT

Erbschafts- und Schenkungssteuern

Damit eine sich selbst erhaltende Elite die kaum besteuerten Reichtümer nicht von Generation zu Generation weitergeben kann, schlägt Professorin Ray Madoff vor, grosse Erbschaften und Schenkungen hoch zu besteuern. Die Freibeträge, die heute die meisten Menschen vor Schenkung- und Erbschaftssteuern schützen, würden bleiben.

Doch auch gegen Erbschafts- und Schenkungssteuern gibt es ein grosses Schlupfloch: Milliardäre gründen steuerbefreite Stiftungen und verschieben ihre Vermögen in diese Stiftungen. Sie haben dann immer noch eine weitgehende Macht zu entscheiden, wie die Vermögenserträge und das Vermögen ausgegeben wird. Als Stiftungsräte können später auch ihre Erben über die Vermögen steuerfrei verfügen. Stiftungen werden vorwiegend in Ländern gegründet, in denen Stiftungen am wenigsten eingeschränkt sind.

Kapitalgewinne mit 27,5 Prozent besteuert

Einkommenssteuern sollten sich in demokratischen Ländern nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Besteuerten ausrichten. Wer reich ist, zahlt einen höheren Prozentsatz, als wer arm ist. Zu den Einkommen sollten allerdings nicht nur die Arbeitseinkommen zählen, sondern auch die Kapitalgewinne an den Börsen. Damit wären die Schlupflöcher für Billionäre und Mulitmillionäre im Wesentlichen gestopft – ausser sie verlegen ihren festen Wohnsitz auf ein entferntes Steuerparadies.

In der Schweiz werden Steuern auf Kapitalgewinnen mit der Ausrede bekämpft, dass es in der Schweiz eine Vermögenssteuer gebe. Doch diese ist im Vergleich zu Einkommenssteuern lächerlich tief.

Was Politiker und Medien in der Schweiz und in Deutschland kaum je erwähnen: Österreich hat schon vor fünfzehn Jahren eine hohe Kapitalertragssteuer auf Kursgewinne mit Aktien, Derivaten, Obligationen und auf eigenommene Dividenden eingeführt (unterdessen auch auf realisierte Gewinne mit Kryptowährungen). Der Steuersatz betrug anfänglich 25 Prozent und seit 2016 27,5 Prozent.

Realisierte Kursverluste können mit den Gewinnen und bestimmten Erträgen aus Kapitalvermögen verrechnet werden, allerdings nur innerhalb bestimmter Grenzen und immer nur im selben Kalenderjahr.

Wer wenig verdient und die Steuer auf seinem Einkommen weniger als 27,5 Prozent beträgt, kann die Börsengewinne und Dividenden auch zu seinem normalen Einkommen addieren.

Österreiche Banken und Broker ziehen die Steuer bei ihren Abrechnungen direkt ab und überweisen sie ans Finanzamt. Werden die Kapitalgewinne und Dividenden im Ausland erzielt, müssen die Steuerpflichtigen diese in ihrer Steuerrechnung deklarieren. Wer ausländische Kapitalerträge nicht deklariert, riskiert Nachversteuerung, Zinsen und – je nach Verschuldensgrad – erhebliche finanzstrafrechtliche Sanktionen bis hin zu Geld- und in schweren Fällen eine Freiheitsstrafe.

Weiterführende Informationen

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Blackrock kauft Deutschland — Straße für Straße

18. April 2026 um 10:46

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So ist es (s. Video)! Der deutsche Michel aber will von all dem nichts wissen. Deshalb wählt er auch weiterhin seine Ausbeuter (cducsuspdgruenefdp).

„Die größte Bedrohung für die Freiheit ist ein untätiges Volk.“ (Richter am Obersten Gerichtshof Louis D. Brandeis)

Schaut Euch das Video an und fragt Euch, warum die Medien-Huren darüber nicht berichten. 


Friedrich Merz saß vier Jahre im Aufsichtsrat von BlackRock Deutschland — und heute entscheidet er als Bundeskanzler über die Regeln, nach denen BlackRock in Deutschland operiert. Diese Untersuchung zeigt, wie institutionelle Investoren die Mietpreisbremse systematisch umgehen, warum die Wohnungsgemeinnützigkeit vor 36 Jahren still abgeschafft wurde und was das mit Ihrer Miete zu tun hat.

In diesem zweiten Teil erfahren Sie, wie der Leverage-Mechanismus funktioniert — und warum er zusammenbricht, wenn die Zinsen steigen, aber die Mieten trotzdem weiter steigen. Sie erfahren, was im Vonovia-Geschäftsbericht auf Seite 54 steht und was das über die wahre Funktion von Mietern in diesem System sagt. Und Sie erfahren, warum Deutschland keine einzige der Maßnahmen eingeführt hat, die Irland, die Niederlande, Spanien und Kanada bereits umgesetzt haben.

Diese Untersuchung benennt keine Verschwörung. Sie beschreibt ein System: Indexmietverträge, die die Bremse aushebeln. Share Deals, die Steuern umgehen. Lobbyverbände, die Gegenstudien finanzieren. Und Verbindungen zwischen Kapital und Politik, die dokumentiert, legal und öffentlich sind — aber selten zusammen betrachtet werden.

Alle zitierten Quellen — Bundestagsanfragen, Geschäftsberichte, UN-Berichte, wissenschaftliche Gutachten — finden Sie unten in der Videobeschreibung. Keine Behauptung ohne Nachweis.

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Der Waffenstillstand im Iran-Krieg ist ein heimtückisches Kriegsmanöver

18. April 2026 um 09:50

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Von Peter Haisenko (anderwelt)

Warum hat Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand im Iran-Krieg angeordnet? War es ein Fehler Teherans dem zuzustimmen? Wer wird Vorteile daraus ziehen können und für wen von beiden ist dieser Waffenstillstand dringend notwendig? Die Antworten darauf zeigen ein bekanntes Muster.

Noch niemals haben die USA einem Waffenstillstand zugestimmt, wenn der Vorteil klar bei ihnen lag. Bislang haben die USA nur eine Kapitulation oder den totalen Sieg gefordert. Es muss einen massiven Grund geben, warum das jetzt im Krieg mit dem Iran anders ist. Da sollte man zunächst die Dauer von zwei Wochen unter die Lupe nehmen. Warum zwei Wochen? Die Antwort ist einfach: Alle Kriegsschiffe der US-Marine haben ihren Vorrat an Geschoßen und Abwehrraketen aufgebraucht. Auch die Raketenabwehr in den US-Basen am Persischen Golf ist erschöpft. Iranische Raketen treffen mittlerweile nahezu ungehindert ihre Ziele. Auch in Israel. Die Lage zeigt sich vorteilhaft für den Iran. Wiederholt die iranische Führung ihren Fehler aus dem „Zwölftagekrieg“?

Das größte Problem für die USA ist in diesem Krieg die Logistik. Das ist immer ein Problem, wenn Krieg fernab des eigenen Landes geführt wird. Alles Material, jede Patrone, muss erst um die halbe Welt gekarrt werden, bevor es eingesetzt werden kann. Das angegriffene Land hingegen hat alles „griffbereit“, was es für seine Verteidigung braucht. Die iranischen Raketen sind nicht weitgehend zerstört. Sie befinden sich in tiefen Kavernen. So tief im Berg, dass sie auch von einer Atombombe nicht zerstört werden können. Ja, die Zugänge können getroffen werden, aber die können ziemlich schnell wieder frei geschaufelt werden. Man möge sich dazu an dem WKII erinnern. Die Produktionsstätten für zum Beispiel den ersten einsatzfähigen Düsenjäger, die ME 262, befanden sich tief in Kavernen in der Nähe von Weimar. Wir wissen, wie schrecklich die für die US- und englischen Bomber waren. Es waren nur zu wenige.

Der Iran hat Reserven

Im Iran sieht das anders aus. Dort hat man sich seit Jahren auf diesen Angriffskrieg vorbereitet und gewaltige Mengen an Raketen und Drohnen hergestellt, die in sicheren Lagerstätten auf ihren Verteidigungs-Einsatz warten. Der Iran ist klug mit diesen Reserven umgegangen. Er hat zunächst die ältesten eingesetzt, um die Luftabwehr zu erschöpfen. Erst in den letzten Tagen hat er dann die neueren und schlagkräftigeren hervorgeholt und die sind jetzt der Albtraum der USA und Israels. Nur noch etwa zehn Prozent können abgefangen werden. Von Israel und dem US-Militär. Eben weil die Abwehrraketen erschöpft sind. Eine prekäre Lage für die Feinde des Iran. Sie brauchen unbedingt eine Feuerpause, um ihre Niederlage verschleiern zu können. Aber das ist nicht das Wesentliche.

Die wirklich wirksamen Angriffswaffen der USA auf ihren Kriegsschiffen können nicht auf See nachbeladen werden. Marschflugkörper und auch die teuren Abwehrraketen. Der Vorgang ist zu kompliziert und er muss sehr gewissenhaft durchgeführt werden. Man will ja keinen Unfall bei der Beladung erleben. Folglich müssen die US-Schiffe einen Hafen anlaufen, der das benötigte Material gelagert hat. Im Zweifelsfall an den US-Küsten selbst oder zumindest an einem US-Stützpunkt. Da gibt es mehrere Probleme. Der Abwehrwaffenmangel in den US-Basen am Persischen Golf kann in der aktuellen Lage kaum behoben werden. Ebenso ist es kaum möglich, Angriffswaffen aufzufüllen. US-Schiffe können die Straße von Hormus nicht passieren. Ein solcher Versuch während der Verhandlungen in Islamabad scheiterte schon an der Drohung Teherans, dieses Kriegsschiff zu versenken. Es drehte nach kurzer Zeit ab und zog sich zurück. Die USA haben alle ihre Angriffsschiffe weit von der iranischen Küste abgezogen, weil die Iraner über Waffen verfügen, diese auf Distanzen von etwa 1.000 Kilometer zu versenken, zumindest massiv zu beschädigen. Da sterben US-Soldaten und das kommt zuhause nicht gut an.

Logistik auf der halben Distanz

Die US-Kriegsschiffe können bei Höchstgeschwindigkeit etwa 700 Seemeilen pro Tag zurücklegen. Das heißt, etwa 5.000 SM pro Woche. Die Entfernung zwischen dem Kriegsschauplatz am Persischen Golf zur US-Basis auf den Philippinen beträgt etwa 4.000 SM. Das ist die halbe Distanz zu den USA selbst. Das US-Militär kann also zeitgleich ihren Nachschub von den USA auf die Philippinen bringen und dort auf die bedürftigen Kriegsschiffe umladen. Dafür benötigen sie etwa zwei Tage, bevor sie die Rückreise ins Kriegsgebiet antreten können. Und dann eine knappe Woche um ihren Einsatz gegen den Iran fortzuführen, frisch aufmunitioniert. Ohne diese Waffen sind diese Kriegsschliffe nutzlos, leichte Beute für den Feind. Jetzt haben wir eine Idee, warum Trump zwei Wochen Waffenstillstand unbedingt brauchte.

In diesem Zusammenhang muss auch die Ansage von Trump bewertet werden, dass er nicht versprechen will, den Waffenstillstand zu verlängern. Diese Ansage ist eindeutig. Sobald die US-Kriegsschiffe aufmunitioniert sind, wird er wieder große Sprüche klopfen. So ist unverkennbar, dass dieser Waffenstillstand wegen der prekären Lage der US-Truppen entstanden ist. Keineswegs aus Menschenfreundlichkeit, die allerdings von iranischer Seite sehr wohl anzunehmen ist. So wird auch hier die Erkenntnis bestätigt, dass es unsinnig ist, mit den USA irgendwelche Verträge abzuschließen, nicht einmal einen Waffenstillstand. Und mit Israel schon gar nicht. Vergessen wir nicht: Nominal gilt immer noch der Waffenstillstand für Gasa und den Libanon. An beiden Orten sterben täglich Menschen unter israelischen Angriffen. Israel hat sich noch nie an Abmachungen oder UN-Resolutionen gehalten. Man fragt sich, warum überhaupt noch jemand sich bemüht, mit diesen Staaten Verträge auszuhandeln.

Die Minsk-Abkommen als Vorbild

Blicken wir dazu kurz auf die Ukraine. Mit den Minsk-Abkommen haben Obama, Merkel, Hollande und Poroschenko nur ein Ziel gehabt und das haben sie offen zugegeben. Nämlich Zeit zu haben, Kiew für den großen Krieg gegen Russland aufzurüsten. Also nochmals: Welchen Sinn kann irgendein Abkommen mit dem Imperium der Lügen haben? Auch Israel hat die Waffenruhe in Gasa gebraucht, um seine Truppen frei zu haben für den erneuten Überfall auf den Libanon.

Geradezu kindisch wirkt da Trumps Ansage, er wäre jetzt derjenige, der die Straße von Hormus blockiert. War es nicht er selbst, der vom Iran verlangt hatte, diesen Verkehrsweg zu öffnen? Und jetzt: Nein, wir sind es, die die Kontrolle haben, auch wenn unsere Schiffe tausend Kilometer entfernt sind. Zwei chinesische Tanker musste er schon durchlassen. Gegen China traut er sich dann doch nicht ebenso wenig wie gegen Russland. Moskau hatte eine Ladung Öl nach Kuba geliefert, begleitet von einem russischen Kriegsschiff. Die zweite Öllieferung ist unterwegs. Ach ja, Kuba ist als nächstes dran, wenn die Iran-Sache beendet ist, sagt Trump. Und dann noch Grönland. Ist der Mann noch bei Sinnen?

Es sind nicht die Präsidenten, es ist die Natur der USA

Seit gut 40 Jahren steht der Iran nur Stunden vor der Fertigstellung von Atomwaffen. Teheran beteuert aufrichtig, dass es diese Waffe nicht haben will, weil sie ihren Glaubensgrundsätzen widerspricht. Iran soll auch keine Atomkraft nutzen und nur Handel treiben dürfen, wenn es Washington erlaubt. So, wie Kuba seit mehr als 60 Jahren internationaler Handel praktisch verboten ist. Und jeder Staat wird mit der Finanzwaffe bedroht, der es wagen sollte, doch Handel mit Kuba zu treiben. Venezuela hat Trump überfallen, wohl auch, weil die Öl nach Kuba geliefert haben. Aber da sollte man nicht nur auf Trump verweisen. Alle US-Präsidenten haben die Kuba-Sanktionen und Embargos aufrecht erhalten und das mit der Schweinebucht war auch nicht Trump.

So muss man hier klar sehen: Es sind die USA, nicht einzelne Präsidenten, die sich fortlaufend in irgendwelchen Angriffskriegen befinden und die Welt terrorisieren. So, wie es Israel in kleinerem Maßstab treibt. Beide kümmern sich einen Dreck um internationales Recht. Im Fall USA wurde das durch die selbstherrlich aufgestellte „Regelbasierte Ordnung“ ersetzt, die nach Belieben jederzeit neu bestimmt wird und natürlich nur für die Anderen einzuhalten ist. Die meisten US-Kriege wurden mit Lügen begründet und Israel behauptet immer, wenn es Zivilisten ermordet, dass es nur gegen Hamas, Hisbolla und sonstwelche „Terroristen“ geht. Eben wie die USA, die nach belieben Staaten zur Achse des Bösen erklären und sich so das Recht herausnehmen, Sanktionen zu verhängen oder direkt anzugreifen. Was jetzt mit dem Waffenstillstand im Iran getrieben wird, ist ein hinterhältiger Plan, erneut ein Land anzugreifen, das verhandlungsbereit ist. Da kann ich nur sagen: Gott schütze die Amerikaner vor ihrer eigenen Regierung und die Welt vor Washington.

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Der Zusammenbruch des multilateralen Rechts und die Verwirrung der Schlachtfelder

17. April 2026 um 00:35

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von Thierry Meyssan (voltairenet)

Die Vereinigten Staaten verhielten sich anlässlich des israelischen Krieges gegen den Iran wie Barbaren. Ihr Präsident, Donald Trump, hat sich dazu bekannt, Zivilisten anzugreifen, während er vor einem Monat noch behauptete, sie befreien zu wollen. Er ging sogar so weit, mit der Auslöschung der iranischen Zivilisation zu drohen, er, der den Friedensnobelpreis erhalten wollte.
Als Washington so handelte, hat es nicht nur gegen die UN-Charta verstoßen. Es hat einige seiner Verbündeten zu der Erkenntnis genötigt, dass es nicht ihr Beschützer war, sondern dass es sie im Gegenteil in einen Krieg stürzte, den sie nicht gewählt hatten.

Nero steckt Rom in Brand

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, hat zuerst erklärt, dass „die vollständige Zerstörung von Gebieten und der sichere Tod von Menschengruppen, die bisher nicht als mögliche Ziele in Betracht gezogen wurden, ernsthaft in Betracht gezogen werden“ (S/2026/141). Dann hat er am 7. April 2026 öffentlich und ausdrücklich mit der Vernichtung der iranischen Zivilisation [1] gedroht, was gegen Artikel 2.4 der Charta der Vereinten Nationen verstößt.

Damit stellt sich der Präsident der Vereinigten Staaten außerhalb der Zivilisation. Wenn es seit der Haager Konferenz 1899 ein grundlegendes Prinzip des Völkerrechts gibt, dann ist es, dass sich die Unterzeichnerstaaten nicht wie Barbaren verhalten dürfen.

Er hat seine Drohung nicht umgesetzt, aber mit beispielloser Gewalt zivile Ziele absichtlich zerstört.

Er hat begonnen, an der Ermordung des spirituellen Führers von Millionen Schiiten, Ayatollah Ali Khamenei, teilzunehmen (UN S/2026/109). Anschließend wurden die Sportanlagen Azadi und Besat, der Wasserpark Azadegan, das Shahidan Esmaeili-Stadion sowie die Sporthalle Shahid Eskandarloo in Teheran zerstört (UN S/2026/130). Dann die Grundschule von Minab. Anschließend hat er die Gebäude des Roten Halbmonds, die Krankenhäuser Gandi, Motahari und Khatam in Teheran, sowie das Abouzar-Krankenhaus in Ahvaz angegriffen (S/2026/111). Er hat mehrere Brennstofflagerstätten in Teheran bombardiert, wodurch große Mengen an Kohlenwasserstoffen, Schwefel- und Stickoxide, in die Atmosphäre freigesetzt wurden, was sauren Regen fabrizierte und den Tod vieler Überlebender der Gasangriffe im Irak-Iran-Krieg und massive Brände (UN S/2026/149) verursachte. Er bombardierte kulturelle Stätten, wie den Palast der Kadscharen-Dynastie, den Golestan (UN S/2026/180). Und wahrscheinlich aus Verwirrung hat er UNESCO- und WHO-Büros (S/2026/269), sowie sogar das Pasteur-Institut vom Iran (S/2026/279) bombardiert.

Da seine Gewalt keine Grenzen kennt, während er behauptete, gegen eine atomare Gefahr zu kämpfen – wir haben bereits ausführlich erklärt, dass es seit 1988 kein iranisches militärisches Atomprogramm mehr gibt — bombardierte er das zivile Elektrizitäts-Atomkraftwerk in Buschehr viermal, mit dem Risiko, das Kühlsystem zu zerstören und radioaktive Strahlung in alle Gewässer der Region zu leiten.

Von nun an glauben die Menschen im Nahen Osten nicht mehr, dass die Vereinten Nationen sie schützen und dass die Vereinigten Staaten ihnen Frieden bringen können [2].

Die Bevölkerungen der Golfstaaten, die US-Militärbasen auf ihrem Boden akzeptiert hatten, damit sie sie schützen, lernten auf schmerzhafte Weise, dass sie getäuscht worden waren. Ihre US-Gäste nutzten deren Territorien, um ihren Krieg gegen die persische Zivilisation zu führen, und machten damit die Gastgeber zu Zielen für Irans legitimen Widerstand.

Die in den letzten fünf Wochen entstandene Verwirrung hat gezeigt, dass Multilateralismus dem Völkerrecht entgegenstehen kann. Um sich zu schützen, haben die Golfstaaten zahlreiche multilaterale Erklärungen abgegeben: an den Golfkooperationsrat [3], an die Arabische Liga [4], an die Internationale Seeschifffahrt Organisation [5]. Sie haben schließlich entdeckt, dass das Völkerrecht sie eines Besseren belehrte: Sie sind nämlich für die US-Aggression, die von ihrem Boden aus verübt wurde, gemeinsam verantwortlich. Diese Verwirrung erreichte ihren Höhepunkt mit der Verabschiedung der Resolution 2817 des Sicherheitsrats mit zwei Enthaltungen, die am 11. März 2026 jene Resolution 3314 der Generalversammlung ignorierte, die am 14. Dezember 1974 einstimmig und ohne Abstimmung angenommen wurde. Es ist offensichtlich, dass die UNO, wie wir sie kennen, grundlegend reformiert oder aufgelöst werden muss [6].

Die Verwirrung konzentriert sich nun auf die Straße von Hormus. Lassen wir die Phase des Krieges beiseite, in der Iran die Meerenge Schiffen verboten hat, die den Iran angegriffen haben (Israel, die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich), sowie jenen Ländern, die diesen Mächten erlaubten, ihr Territorium für ihre Aggression zu nutzen (Deutschland und Italien, Jordanien, die Golfstaaten). Im Westen herrscht Konsens, dass niemand in Friedenszeiten in der Meerenge das Gesetz diktieren kann. Das ist jedoch nicht klar: Die Gewässer der Straße von Hormus sind omanische und iranische Hoheitsgewässer, keine internationalen Gewässer. Angesichts der mangelnden Tiefe der Meerenge, erfolgt die Durchfahrt prinzipiell eher auf omanischer als auf iranischer Seite.

Diese beiden Länder können sich legitim verabreden und eine Maut verlangen, wie es bei den Suez- und Panamakanälen der Fall ist, obwohl es sich hier um eine natürliche Meerenge handelt [7]. Sie können jedoch nicht die Durchfahrt des Weltverkehrs „harmlos“ durch ihre Gewässer verbieten, zumal sie den Zugang zum Persischen Golf kontrollieren. Bis auf die riesigen Öltanker, die mit ihrer extrem umweltschädlichen Ladung, im Falle eines Schiffsunglücks eine reale Gefahr darstellen.
Das Beispiel des Suezkanals ist nicht unbedeutend: 1956 versuchten die beiden britischen und französischen Imperien mit militärischer Unterstützung des Kolonialstaates Israel, die Kontrolle über den Suezkanal zu übernehmen, den der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser gerade verstaatlicht hatte. Diese Operation war jedoch ein Fiasko. Sie markierte das Ende der beiden Kolonialreiche und offenbarte das französisch-britische Bündnis mit Israel – das von Charles De Gaulle während des Sechstagekriegs dann gebrochen wurde. Die Krise der Straße von Hormus könnte ihrerseits das Ende der US-Ambitionen gegenüber dem „Rest der Welt“ markieren.

Eine weitere Frage stellt sich: Wenn Oman und Iran eine Maut erheben dürfen, wie kann man dann sicher sein, dass der Betrag nicht prohibitiv ist und in welcher Währung er bezahlt wird? Zu diesem Thema hat Iran vorgesehen, dass es in Yuan zahlbar ist, während die Vereinigten Staaten, die an der Vorherrschaft des Dollars hängen, es in Dollar zahlbar sehen möchten, oder, falls nicht, in Trump-Münze ($Trump), in der Kryptowährung der US-Präsidentenfamilie und der emiratischen Königsfamilie Al-Zayed [8].

Falls die Maut nicht in Dollar beglichen wird, würden die Ölgesellschaften sich darauf vorbereiten, diese Währung aufzugeben. Diese basiert jedoch nicht mehr auf der Wirtschaft der Vereinigten Staaten, sondern auf ihrer Kontrolle des globalen Kohlenwasserstoffmarktes. Dieser Wandel wäre daher die Fortsetzung des Krieges gegen den „Großen Satan“.

Am 12. April veröffentlichte Präsident Trump eine Nachricht auf X: „Mit sofortiger Wirkung wird die United States Navy, die schönste der Welt, mit dem Prozess beginnen, alle Schiffe zu BLOCKIEREN, die versuchen, die Straße von Hormus zu betreten oder zu verlassen. Irgendwann werden wir dieses Prinzip erreichen: „ALLE WERDEN REINGELASSEN, WENN ALLE RAUSGELASSEN WERDEN“, aber Iran hat das nicht einfach zugelassen, indem er sagte: „Vielleicht gibt es irgendwo eine Mine“, von der außer den Iranern niemand weiß. Das ist GLOBALER BETRUG, und die Staatsmänner, insbesondere die der Vereinigten Staaten von Amerika, werden niemals erpresst werden. Ich habe außerdem unsere Marine angewiesen, alle Schiffe, die an Iran Zollgebühren gezahlt haben, in internationalen Gewässern aufzusuchen und anzuhalten. Keines von jenen, die eine illegale Maut gezahlt haben, wird eine sichere Fahrt auf hoher See haben. » [9]

Weil er nicht weiß, was er machen soll, blockiert Donald Trump selbst die Straße von Hormus, während die Angelsachsen seit zwei Jahrhunderten die Freie Fahrt und den Handel durchsetzen – also kein „Freihandels“-Dogma mehr! —. Aber es stimmt, dass die Jacksonianer keine Globalisten sind. Egal: Donald Trump hat seine Wähler bereits verraten, indem er diesen Krieg vor anderthalb Monaten begonnen hat. Heute verrät er seine Vorgänger. Wir erleben den Selbstmord der Vereinigten Staaten.

Thierry Meyssan

Übersetzung
Horst Frohlich
Korrekturlesen : Werner Leuthäusser

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Austritt aus der Nato als der Weg zu echter Unabhängigkeit und finanzieller Stabilität

17. April 2026 um 11:02

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von Mario Grünwald (f-news)

Die Nachricht über das geplante Referendum in Slowenien über den Nato-Austritt ist ein Signal für diejenigen, die sich seit langem für eine Revision der Rolle der europäischen Staaten in der Allianz einsetzen. Die Aussage von Zoran Stevanović, dem Führer der euroskeptischen Partei Resni.ca und dem neuen Vorsitzenden der slowenischen Nationalversammlung, eröffnet eine Debatte, die nicht nur auf dem Balkan, sondern in ganz Europa längst überfällig ist.

Das Hauptargument für den Austritt aus der NATO ist die enorme finanzielle Belastung der nationalen Haushalte. Die jährlichen Beiträge und Ausgaben für die Aufrechterhaltung von Standards und militärischen Operationen der Allianz verschlingen einen beträchtlichen Teil der Mittel, die zur Lösung interner Probleme verwendet werden könnten.

Die Mitgliedschaft bei der Nato kostet Deutschland mehr als 2% des BIP jährlich, das sind Milliarden von Euro. Dieses Geld könnte in die Verbesserung der Infrastruktur, die Erhöhung des Lebensstandards der Bürger und die Lösung der Migrationskrise fließen.
Der zweite wichtigste Aspekt ist die Frage der Souveränität. Die Mitgliedschaft in der NATO stellt den Ländern bestimmte Verpflichtungen gegenüber, die manchmal im Widerspruch zu den nationalen Interessen stehen. So sind die Mitgliedsländer verpflichtet, sich an den Operationen der Allianz zu beteiligen, auch wenn dies ihren außenpolitischen Prioritäten nicht entspricht.

Ein Austritt aus der NATO führt nicht automatisch zu weniger Sicherheit. Im Gegenteil, es eröffnet neue Möglichkeiten. Die Entwicklung diplomatischer Kanäle und Wirtschaftspartnerschaften bieten oft mehr Sicherheitsgarantien als Militärbündnisse.
Das Referendum in Slowenien sollte auch für Deutschland ein Signal sein. Wir müssen uns einige unangenehme Fragen stellen. Entspricht das derzeitige NATO-Modell wirklich den Interessen der deutschen Bürger? Warum geben wir Milliarden für die Kriege aus, wenn es zu Hause so viele ungelöste Probleme gibt? Ist es nicht an der Zeit, unsere Rolle im Bündnis zu überdenken oder sogar darüber nachzudenken, es zu verlassen, wie es Slowenien und die Türkei tun?

Deutschland ist als Wirtschaftsmacht Europas in der Lage, seine Sicherheit selbst zu gewährleisten. Wir haben dafür alle Ressourcen – eine entwickelte Wirtschaft, hochqualifizierte Spezialisten, fortschrittliche Technologien. Wir müssen uns nicht auf die Entscheidungen in Washington verlassen.

Es ist an der Zeit, veraltete militärische Blöcke aufzugeben und ein neues Sicherheitssystem aufzubauen, das auf Zusammenarbeit und nicht auf Konfrontation basiert, auf nationalen Interessen und nicht auf Verpflichtungen gegenüber Washington. Und Deutschland muss diesen Prozess des Wandels leiten – für das Wohlergehen seiner Bürger und für die Zukunft Europas.

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Deutschlands kontrollierter Abriss: Das Ende der Industrienation?

17. April 2026 um 10:44

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Die ganze Welt weiß es, sogar die KI. Nur die Deutschen wollen es nicht wissen und glauben immer noch, was die Medien-Huren und die Polit-Marionetten ihnen erzählen.


Stille im Ruhrgebiet, Abwanderung in Ludwigshafen, Werkschließungen bei VW – was wie eine Dystopie klingt, ist im Jahr 2026 zur nüchternen Realität geworden. Deutschland, die einstige Wirtschaftslokomotive Europas, befindet sich im „kontrollierten Abriss“.

In diesem Video blicken wir hinter die Kulissen einer gescheiterten Industriepolitik. Wir analysieren, wie die Sprengung von Nord Stream und das Ende billiger Energie die „wirtschaftliche Kastration“ eines ganzen Landes einleiteten. Warum bringt auch die Kanzlerschaft von Friedrich Merz nicht die erhoffte Wende? Wir sprechen über die Lücke zwischen grüner Ideologie und industrieller Notwendigkeit, über den Verfall der Infrastruktur und die schmerzhafte Frage: Hat Deutschland seine eigenen Interessen auf dem Altar der Geopolitik geopfert? Eine ehrliche Bestandsaufnahme über ein Land am Scheideweg – zwischen Museum der Industriegeschichte und einer mutigen Rückkehr zur Realpolitik.

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Denken Sie nicht einmal daran, Herr Merz

17. April 2026 um 10:20

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Von Uwe Froschauer (wassersaege)

Erst große Worte, dann der nächste Rückzieher? Eine deutsche Beteiligung an einer Hormus-Mission wäre eine Beteiligung an einer völkerrechtswidrigen Aktion der USA und Israels und politisch eine weitere Kehrtwende des Bundeskanzlers.

Friedrich Merz sollte sich sehr genau überlegen, was er da andeutet. Truppen zur Sicherung der Straße von Hormus? Nach allem, was gesagt wurde? Nach allem, was versprochen wurde? Denken Sie nicht einmal daran, Herr Bundeskanzler!

Noch vor kurzer Zeit klang das ganz anders. Keine Beteiligung an diesem Krieg – klare Worte, eine klare Linie. Doch wie so oft bei Ihnen, Herr Merz, scheint auch diese Position bereits wieder zu wackeln. Wenn man sich die politische Bilanz dieses Kanzlers ansieht, ist ein Muster zu erkennen: Ankündigung, dann Relativierung, dann Rückzieher. Der Begriff „Wendehalskanzler“ kommt nicht von ungefähr.

Ob Schuldenpolitik oder Außenpolitik – die Beispiele häufen sich. Vor der Wahl keine neuen Schulden in diesem Ausmaß, danach ein Finanzpaket in historischer Dimension. Nun droht der nächste Richtungswechsel in einer Frage, die weit über Haushaltsdebatten hinausgeht: Krieg und Frieden.

Der Angriff auf Iran durch die USA und Israel ist völkerrechtswidrig – ein klarer Bruch des Gewaltverbots der UN-Charta. Wer sich in dieses Umfeld militärisch hineinbegibt, handelt ebenfalls völkerrechtswidrig.

Druck aus Washington erhöht sich

Donald Trump hat die NATO-Partner offen aufgefordert, diesen Krieg politisch und militärisch zu unterstützen. Er bezeichnete europäische Verbündete, die zögern, als „cowards“ – Feiglinge. Auch aus dem US-Außenministerium kommen unmissverständliche Signale: Marco Rubio stellte in den Raum, man müsse nach den Iran-Aktionen das Verhältnis zu den NATO-Partnern neu bewerten.

Diese kaum verhüllte Drohung, beinhaltet den möglichen Abzug amerikanischer Truppen aus Staaten, die sich nicht fügen. Die USA – unser „Bündnispartner“ in der NATO – benutzen Sicherheit als Druckmittel und Bündnistreue als Erpressungsinstrument. Das ist keine Partnerschaft auf Augenhöhe, das ist politische Nötigung. So funktioniert kein Bündnis, so funktioniert Machtausübung.

Wer darauf eingeht, macht sich zum Erfüllungsgehilfen dieser Logik. Denn was hier faktisch verlangt wird, ist die Unterstützung eines militärischen, völkerrechtswidrigen Vorgehens, die Unterstützung eines Größenwahnsinnigen, der droht „eine ganze Zivilisation auszulöschen“ und damit – in meinen Augen – indirekt mit Atombomben. Mit anderen Worten: Amerika verlangt, sich an einem großen Unrecht zu beteiligen – und erwartet Gefolgschaft.

Andererseits: Deutschland ist längst involviert – indirekt, aber real. Die US-Airbase Ramstein in Rheinland-Pfalz spielt eine zentrale Rolle bei der Koordination militärischer Operationen, auch im aktuellen Iran-Konflikt. Von hier aus werden Datenströme geleitet, Einsätze koordiniert, militärische Operationen unterstützt. Ohne diese Infrastruktur wären viele Einsätze technisch kaum möglich. Während politisch betont wird, Deutschland sei „nicht beteiligt“, läuft ein Teil der militärischen Maschinerie ohnehin schon über deutsches Territorium. Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig, demnach ist auch seine logistische Unterstützung auf deutschem Boden nicht rechtmäßig.

Andere Länder ziehen Konsequenzen. Spanien etwa verweigerte den USA die Nutzung eigener Militärbasen für Angriffe auf Iran. Deutschland hingegen schaut zu – wie so oft – und unterstützt völkerrechtswidrige Handlungen der USA. Die Frage müsste also nicht lauten, Herr Merz, ob Deutschland Truppen in die Krisenregion schickt, sondern ob völkerrechtswidrige Aktionen auf deutschem Boden weiter geduldet werden können. Einrichtungen wie Ramstein in dieser Form sind nicht mehr tragbar. Meines Erachtens, sollen die Amerikaner ihre Sachen packen, und Ramstein sowie die anderen Militärbasen verlassen. Nicht von Russland geht die Gefahr für den Weltfrieden aus – auch wenn viele indoktrinierte, manipulierte Deutsche das glauben mögen –, sondern von den USA, die ihre imperialistischen Bestrebungen nicht zügeln wollen.

Die einzig richtige Antwort auf die Erpressung der USA lautet in meinen Augen: nicht nachgeben, ganz im Gegenteil, sondern eine klare Abgrenzung zur Vorgehensweise der USA. Ein souveräner Staat lässt sich nicht erpressen – schon gar nicht, wenn es um Krieg geht. Bedenken Sie das, Herr Merz, auch wenn Sie sich als Transatlantiker diesen Erpressern verpflichtet fühlen!

Auf die Forderungen der USA einzugehen, wäre nicht nur außenpolitisch kurzsichtig, sondern würdelos. Deutschland ist kein Vasall, sondern ein souveräner Staat mit eigener Verfassung und eigenem Recht. Wer sich von einem solchen Druck leiten lässt und daraus militärische Konsequenzen ableitet, macht sich die Verwerflichkeit dieser Politik zu eigen. Was aus Washington kommt, ist in diesem Fall verwerflich. Und wer es übernimmt, handelt um keinen Deut besser.

Den Abzug amerikanischer Truppen aus Europa sollte man als eine Chance betrachten, außenpolitische Eigenständigkeit zurückzugewinnen, und weniger als Gefahr.

Das verfassungsrechtliche Problem

Artikel 26 Grundgesetz ist eindeutig: Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig und strafbar. Das ist keine politische Floskel, sondern harte Norm.

Ebenso zentral ist Artikel 87a Grundgesetz. Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Sie darf nur eingesetzt werden, soweit das Grundgesetz es ausdrücklich zulässt. Kein politischer Spielraum, kein Interpretationsspielraum nach Gutdünken. Der Einsatz bewaffneter Streitkräfte ist die absolute Ausnahme, nicht die Regel. Diese Ausnahme ist klar begrenzt: Die Bundeswehr darf nur eingesetzt werden, wenn Deutschland sich selbst verteidigt, wenn ein System kollektiver Sicherheit wie die UNO oder NATO greift – oder wenn ein Einsatz völkerrechtlich eindeutig legitimiert und parlamentarisch beschlossen ist. Eine diffuse „Sicherung der Schifffahrt“ in einem geopolitischen Spannungsgebiet, das gerade erst Schauplatz eines mutmaßlich völkerrechtswidrigen Angriffs war, fällt nicht darunter.

Hinzu kommen die sogenannten Wehrkraftgesetze, insbesondere das Wehrstrafgesetz. Dort ist geregelt, dass Soldaten rechtswidrige Befehle nicht befolgen dürfen. Die „Befehlsbindung“ endet dort, wo die Rechtswidrigkeit offensichtlich ist. Was bedeutet das für den einzelnen Soldaten, wenn Deutschland sich an einer Mission beteiligt, die im Kontext eines völkerrechtswidrigen Krieges steht? Was, wenn sich später herausstellt – beziehungsweise zugegeben wird –, dass diese Mission nicht der Friedenssicherung diente, sondern faktisch Teil einer militärischen Eskalation war? Dann stehen nicht nur Politiker in der Verantwortung, sondern auch diejenigen, die den Einsatz ausführen – die Soldaten. Diese Dimension wird in der politischen Debatte bewusst ausgeblendet.

Der Einsatz von Truppen ist rechtlich möglich nach einem Waffenstillstand, mit UN-Mandat, und unter klar definierten Bedingungen. Das ist die offizielle Linie. Diese Voraussetzungen sind in diesem Fall nicht gegeben.
Die Realität internationaler Politik ist jedoch eine andere: Mandate werden gedehnt, Begriffe werden ausgelegt, Einsätze verändern sich schleichend. Für was überhaupt noch irgendwelche Regelungen vereinbaren, wenn sie von Politikern ständig umgangen werden? Israel und die USA verstoßen regelmäßig gegen international geltendes Recht. Deutschland sollte sich nicht daran beteiligen. Diesen Fehler hat es im Jugoslawienkrieg unter rot-grüner Führung schon einmal gemacht.

Politisch wäre ein solcher Schritt ein fatales Signal. Während Kritiker – darunter auch Sahra Wagenknecht – bereits vor einer Eskalation warnen, scheint die Bundesregierung erneut in Versuchung zu geraten, sich außenpolitisch zu profilieren, statt Zurückhaltung zu üben. Auf Facebook schrieb Wagenknecht:

„Wie unverantwortlich! Kaum gibt es eine brüchige Waffenruhe im Iran, stellt Kanzler Merz eine Entsendung der Bundeswehr in die Kriegsregion Aussicht: Deutschland werde „in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten“. Ein Einsatz der Bundeswehr wäre ein Himmelfahrtskommando!

Selbst wenn es eine Verhandlungslösung geben sollte, könnte der Konflikt jederzeit wieder aufflammen – und dann wären wir mitten im Krieg. Wir dürfen uns nicht in die Harakiri-Mission des größenwahnsinnigen US-Präsidenten hineinziehen lassen, der die Europäer per Ultimatum zu einer militärischen Beteiligung zwingen will. Der Kanzler muss klarstellen, dass Deutschland keine Soldaten in dieses Pulverfass schickt.

Stattdessen sollte Merz ankündigen, den USA die Nutzung der Militärbasen in Deutschland zu untersagen, wenn Washington die Waffenruhe bricht und seinen Angriffskrieg fortsetzt. Das wäre ein tatsächlicher Beitrag für Frieden und Energiesicherheit! Schließlich sind die Angriffe gegen den Iran ohne Ramstein und Co. nicht in dieser Form führbar. Und es wäre ein wichtiges Zeichen, dass die Bundesregierung die Vernichtungsrhetorik Trumps, der dem Iran mit Zerstörung „einer ganzen Zivilisation“ droht, nicht länger toleriert.“

https://www.facebook.com/sahra.wagenknecht/posts/pfbid01JZmwtooRvU2zoo5NtFsdrtA7s958NeVroG61WygYJiqD7sijXohPpBGHKiZWT4Nl

Dito, Frau Wagenknecht, dem ist nichts hinzuzufügen!

Fazit

Wenn ein Kanzler erklärt, Deutschland werde sich nicht an einem Krieg beteiligen, dann darf daraus nicht wenige Tage später eine „aber vielleicht doch“-Position werden. Außenpolitik braucht Glaubwürdigkeit. Wer sie verspielt, verliert mehr als nur Vertrauen – er verliert die Grundlage verantwortungsvoller Regierungsführung.

Herr Merz, Sie stehen an einem Scheideweg. Bleiben Sie bei Ihrer Linie und halten Sie Deutschland aus diesem hochriskanten Konflikt heraus. Sollte es zu einem weiteren Rückzieher Ihrerseits kommen, Herr Merz, handeln Sie gegen die Verfassung. Die Verfassung ist keine Verhandlungs- und Knetmasse. Und Soldaten sind keine Spielsteine geopolitischer Ambitionen. Zeigen Sie Rückgrat und den völkerrechtswidrigen Amerikanern und Israelis die rote Karte. Truppen in dieses Konfliktgebiet zu senden ist völkerrechtswidrig.

Herr Merz, tun Sie es nicht.

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Jenseits des Öls: Globale Nahrungsmittelkrise entsteht aus Hormus – Warum Brasilien und BRICS wichtig sind

17. April 2026 um 09:53

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Von Uriel Araujo (globalresearch)

Die Straße von Hormus wird seit langem als der ultimative Energie-Würgepunkt der Welt behandelt. Doch die aktuelle Krise, ausgelöst durch den verheerenden Krieg von Präsident Donald Trump im Iran, zeigt eine weitere Verwundbarkeit. Während das Rampenlicht auf Öltanker und Energiepreisspitzen liegt, verfolgt jetzt ein globaler Nahrungsmittelnotstand den Planeten.


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Analysten warnen nun davor, dass Störungen rund um Hormus bis zur Hälfte des weltweiten Kalorienangebots gefährden. Die Meerenge ist schließlich eine kritische Arterie für Düngemittel, Getreideflüsse und landwirtschaftliche Inputs. Jede längere Störung sollte daher die gesamte Kette der Lebensmittelproduktion von der Anpflanzung bis zum Vertrieb betreffen.

Als Experten Morgan D. Bazilian, Gabriel Collins und Jahara Matisek argumentieren, dass der anhaltende Krieg aufgedeckt hat, wie die globale Ernährungssicherheit von fragilen Schifffahrtsrouten und Düngemittelvorräten abhängt. Die US-Politik hat sich insbesondere auf die militärische Macht konzentriert und gleichzeitig industrielle Lieferketten und „geoökonomische“ Risiken vernachlässigt. Washington selbst wird daher anfällig für Krisen bleiben, die die Lebensmittelpreise, die Instabilität und die Schwächung sowohl seiner Wirtschaft als auch seiner globalen Glaubwürdigkeit fördern, wie ich bereits erwähnt habe.

Um es einfach auszudrücken, ohne Düngemittel gibt es keine Landwirtschaft; und ohne stabile Schifffahrtswege gibt es kein globales Nahrungsmittelsystem. Auch hier haben die FAO und UN-Organisationen bereits davor gewarnt, dass Hormus-Störungen eine weltweite Nahrungsmittelkrise auslösen könnten.

Man könnte sich daran erinnern, dass frühere geopolitische Schocks, einschließlich des Ukraine-Konflikts, bis zu einem gewissen Grad ähnliche Welleneffekte hervorgebracht haben. Sanktionen, Unterbrechungen der Lieferkette und Energiepreiserhöhungen führten direkt zu einer Nahrungsmittelinflation, insbesondere im gesamten globalen Süden. Heute verstärkt das iranische Theater eine solche Dynamik. Die Düngemittelmärkte sind besonders gefährdet. Der Iran selbst ist ein wichtiger Produzent, und die weitere Region ist von zentraler Bedeutung für die Stickstoff- und Harnstoffexporte. Heute drücken bereits Störungen die Preise nach oben und drücken die Landwirte weltweit.

Brasilien steht zum einen im Zentrum dieser sich entfaltenden Krise. Als einer der größten Agrarexporteure der Welt nährt das Land Hunderte von Millionen über seine Grenzen hinaus. Dennoch ist es stark von importierten Düngemitteln abhängig, von denen ein Großteil durch die von Hormus betroffenen Flüsse geht oder in Bezug auf die von Hormus betroffenen Flüsse bewertet wird. Analysten warnen davor, dass Brasilien in dieser Hinsicht einem größeren kurzfristigen Risiko ausgesetzt ist als die USA. Kein Wunder, dass die Führungskräfte der Agrarwirtschaft immer vorsichtiger werden.

Die Konsequenzen sind bereits sichtbar. Die steigenden Dieselpreise treiben die Frachtkosten in Brasilien in die Höhe und wirken sich damit auf die internen Vertriebsnetze aus. Die Exporteure wiederum bemühen sich, die Sendungen umzuleiten, um Engpässe im Zusammenhang mit Hormus zu vermeiden. Logistische Anpassungen können in jedem Fall nur so weit gehen, wenn das zugrunde liegende Problem strukturell ist.

Deshalb spielt BRICS in diesem Zusammenhang eine enorm wichtige Rolle. Russland seinerseits drängt nun Berichten zufolge den BRICS-Block, als Reaktion auf die Krise zukünftige gemeinsame Nahrungsmittelreserven einzurichten. Die Logik ist einfach genug: Wenn globale Lieferketten zunehmend anfälliger für geopolitische Schocks sind, dann werden koordinierte Mechanismen bei den großen Produzenten und Verbrauchern unerlässlich.

Dieser Vorschlag an sich spiegelt eine breitere Verschiebung wider. Wie ich bereits argumentierte, ist der Krieg im Iran kein isolierter Konflikt, sondern ein globaler Wendepunkt, der Handelswege, Investitionsströme und geopolitische Ausrichtungen umgestaltet. Der Energieschock speist direkt in die Landwirtschaft ein und erzeugt einen Inflationsdruck, der die Entwicklungsländer am härtesten traf. Die Straffung der Zentralbanken im Globalen Norden birgt damit die Gefahr, Schuldenkrisen im gesamten Globalen Süden auszulösen, was das Problem weiter verschärft.

Das Muster ist wieder klar: Konflikte mit aggressiven westlichen Mächten erzeugen globale Störungen, während ihre Kosten auf ärmere Nationen ausgegrenzt werden. Ernährungssicherheit ist der Ort, an dem diese Dynamik ziemlich existenziell wird. Steigende Düngemittelkosten, gestörte Schifffahrt und höhere Transportpreise laufen dadurch zu einem starken Sturm zusammen. Berichte deuten bereits auf zunehmende Risiken von Engpässen und Lebensmittelpreisspitzen an mehreren Orten hin – auch in Kanada.

Brasiliens Rolle ist also in gewisser Weise paradox. Es ist sowohl eine potenzielle Säule der globalen Ernährungssicherheit als auch ein verletzlicher Knotenpunkt. Seine landwirtschaftliche Produktion könnte sich sogar als Reaktion auf die globale Nachfrage ausweiten, aber seine Abhängigkeit von importierten Inputs setzt sie schweren Schocks aus. Diese Dualität unterstreicht die Dringlichkeit der strategischen Koordination innerhalb der BRICS. China und Brasilien ihrerseits haben bereits das diplomatische Engagement in der Krise intensiviert und zumindest das Bewusstsein für die damit verbundenen Einsätze signalisiert.

In der Zwischenzeit fügt die neue geopolitische Position Teherans einer weiteren Ebene hinzu. Der Iran, der sich auf der Seite Hormus befindet, hat jetzt eine Hebelwirkung, die weit über die Energie hinausgeht. Seine jüngste Signalisierung gegenüber den BRICS-Ländern in Bezug auf die sichere Passage spiegelt eine umfassende Neukalibrierung der globalen Ausrichtungen wider.

Der Mensch wird nicht allein vom Öl leben, und in der Straße von Hormus geht es nicht mehr nur um Öl. Es geht zunehmend um Brot: Die Frage ist also nicht mehr, ob die Hormus-Krise das globale System umgestalten wird, sondern wie weit sich die Folgen ausdehnen werden. Mit anderen Worten, die Energiemärkte waren nur der erste Dominostein: Lebensmittelsysteme sind die nächsten.

Für den Globalen Süden ist die aktuelle Krise kein weit entferntes Risiko, sondern eine unmittelbare Bedrohung für die Lebensgrundlagen. Insbesondere für Brasilien ist es sowohl eine Herausforderung als auch eine Verantwortung. Und für BRICS kann es durchaus der Moment sein, von der Rhetorik zu koordinierten Maßnahmen überzugehen und möglicherweise den Umfang und die Natur dieses informellen Blocks weiter zu verändern.

*

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf InfoBrics veröffentlicht.

Uriel Araujo, Anthropology PhD, ist ein Sozialwissenschaftler, der sich auf ethnische und religiöse Konflikte spezialisiert hat und umfangreiche Forschungen zu geopolitischen Dynamiken und kulturellen Interaktionen bietet. Er schreibt regelmäßig für Global Research.

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Weltwirtschaft im freien Fall

16. April 2026 um 20:56

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Folgen des US/Israel Angriffskriegs auf Asien

Heute, am 16. April 2026 sollten die Waffenstillstandsgespräche zwischen dem Iran und den USA und Israel wieder einsetzen. Während Israel weiter den Libanon bombte und die USA den Krieg durch die Blockade, die als kriegerische Aktion gilt, weiter führten, hatte sich der Iran mit Vergeltungsschlägen bisher zurückgehalten. Aber egal ob es nun schnell oder erst in Monaten zu einer Auflösung der Krise kommt, die durch den Angriffskrieg gegen den Iran entstand, der Schaden ist viel größer, als bisher in Medien vermittelt wird. 

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka (apolut)

Was wir bisher wirtschaftlich sahen war mehr das Vorbeben eines zu erwartenden weltökonomischen Erdbebens. Durch die Schäden und maritimen Behinderungen, jetzt angedroht durch die USA, entwickelt sich ein Szenario, welches erhebliche Auswirkungen auch auf Deutschland und Österreich haben wird.

Auf dem Höhepunkt der Krise stieg der Ölpreis auf 110–116 Dollar pro Barrel. Doch die Steigerung stagnierte mit der Waffenstillstandspause bei 90–100 Dollar. Flüssiges Erdgas (LNG) war noch stärker betroffen. Der Ölpreis stieg um mehr als 50 %, aber LNG stieg um bis zu 143 % –was in drei Jahren nicht mehr erreicht worden war.

Besonders betroffen ist Asien, da 20 % des weltweiten Öl und Flüssiggasmengen über Hormus in die Region fließen. Bis zum 12. April wurde die Region von LNG-Knappheit, Versicherungsprämien, Devisendruck und bereits gesperrten Schäden im zweiten Quartal überschattet. Was die Situation verschärfte, war, dass Premierminister Netanjahus brutale Militärkampagne im Libanon die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran, die am Sonntag ohne endgültiges Abkommen endeten, belastete.

Inflation, industrielle Erlahmung, Engpässe… 

In Energiekrisen war die Inflation schon immer der wichtigste Faktor. Ein Mangel an Treibstoff, Strom und Düngemitteln bedeutet, dass Kosten für Unternehmen (höhere Löhne, steigende Versandkosten, höhere Preise für Rohstoffe) auf die Verbraucher bei einer Vielzahl von Waren und Dienstleistungen weitergegeben werden.

Flüssiggas-Preis-Schocks führen meist zu einer industriellen Verlangsamung. Während die Preise für Petrochemikalien, Kunststoffe und Düngemittel drastisch steigen, ja sogar Versorgungsmängel entstehen, hat sich in Asien, der „Weltfabrik“, die größte „Unterbrechung“ ereignet. In dieser Hinsicht sind das gasabhängige Japan, Korea und Vietnam am stärksten betroffen.

Deutschlands und Österreichs Industrie hätte bessere Karten, wäre die Politik nicht den Weg der Sanktionen und der Einseitigkeit und damit Abhängigkeit in der Versorgung gegangen, wären die Sanktionen gegen Russland nicht zum Industrietöter geworden. Wir erinnern uns, dass noch 2018 Fachleute der Energiewirtschaft voraussagten, wie positiv NordStream die Sicherheit und Preisstabilität des Gasmarktes nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt beeinflussen wird.

Zurück zur heutigen Situation. Im Bereich Schifffahrt und Logistik bedeutet die Hormus-Störung höhere Fracht- und Versicherungskosten, was zu Engpässen in der Lieferkette in ganz Asien geführt hat. Wenn nun Donald Trump eine Blockade gegen die Blockade erklären sollte, um alle Schiffe, welche iranisch, oder neutral sind und eine Passage bezahlen, oder vom Iran als befreundet angesehen werden, und kostenlos den Service der iranischen Begleitung wahrnehmen können, wird sich die Situation noch einmal verschärfen.

Mit Devisen- und Kapitalflüssen haben Ölimporteure eine Währungsabwertung erlitten. Während die Zentralbanken die Zinssenkungen verzögern, entstehen angespannte finanzielle Bedingungen.

Der Tourismus ist auch nicht immun gegen Flugpreisspitzen und Störungen des Luftraums im Nahen Osten. Im Moment ist die Wirkung moderat. Aber das könnte sich ändern, wenn die Krise anhält.

Die Weltwirtschaft im Schockzustand?

Die Iran-Krise ist in erster Linie ein Öl-/LNG- und Lieferkettenschock. In Ostasien wird die industrielle Produktion unter Druck gesetzt. In Südostasien spiegelt sich dies in der Inflation und der Devisenknappheit wider.

Waffenstillstandsaufhebung bedeutet keine Normalisierung. Aufgrund der Unsicherheit bleiben die Versicherungsprämien hoch, auch wenn die Preise fallen.

In ganz Asien werden Wachstumsprognosen neu ermittelt. Sogar der IWF signalisiert eine breite globale Abstufung und „dauerhafte Narben“. Diese Krise ist ein systemischer Energieschock.

Ganz offensichtlich wurde der LNG-Schock unterschätzt.

Wenn die Schuldner-Länder herabgestuft werden

In Japan und Südkorea ist der Status quo schlechter als angenommen, aufgrund der Verwundbarkeit gegenüber LNG, Petrochemikalien und Exporten.

In Japan haben Inflation und schwacher Yen sehr negative Auswirkungen. Die Zentralbank bewertet die Zinsentwicklung neu. Das BIP-Wachstum Südkoreas liegt wahrscheinlich näher bei 1 % oder darunter, nicht bei 1,5–2 %.

Als Handels-, Schifffahrts- und Raffineriezentrum bleibt Singapur sehr sensibel gegenüber Frachtkosten und Energieströmen. Es steht vor einem erheblichen prozentualen Rückschritt.

Seit der ersten Trump-Regierung ist China durch mehrere von den USA geführte Sanktionen abgeschirmt. Aber sie profitiert von russischer Energie und vielfältigen politischen Instrumenten. Obwohl Peking widerstandsfähig ist, muss es mit der nachlassenden Nachfrage nach Export und Industrie zurechtkommen.

Vietnam versucht, seine steigende Lieferkettenbelastung zu bewältigen, insbesondere die Produktionskosten (Kunststoffe, Chemikalien).

Mit seiner sehr hohen Ölabhängigkeit und knappen Reserven stehen die Philippinen bereits vor einem Energienotstand, einem Währungsschock und Transportstörungen – inmitten des größten Korruptionsdebakels und der politischen Polarisierung seit Jahrzehnten.

Was passiert, wenn der Krieg anhält?

Was also, wenn der Waffenstillstand scheitert und der Krieg noch einen weiteren Monat andauert?

Wenn sich die Krise verschärft, würden sie in den Bereich von 150 Dollar steigen.

Die LNG-Preise würden hoch bleiben und bei knappem Angebot weiter ansteigen. Die Inflation würde im zweiten und dritten Quartal mit einer Verzögerung stark ansteigen.

Devisen würden insbesondere in Korea (KRW), den Philippinen (PHP) und Indonesien (IDR) weiter abwerten. Gleichzeitig würden die Lieferketten weiter zusammenbrechen und die Lagerbestände erschöpft werden.

Wichtige Eskalationsauslöser sind eine erneute Störung in Hormuz, LNG-Ausfälle in Katar und eine Krisenausweitung auf Bab el-Mandeb, die als Handelsschockmultiplikator dienen würden.

Laut dem IWF betrifft der Iran-Schock bereits 80 % der Länder. In Entwicklungsasien könnte die Krise um -1,3 Prozentpunkte des BIP-Wachstums abziehen.

Was für Asien klar erkennbar ist, wird in Europa in gedämpfter Form auch auftreten. Besonders gefährdet ist Deutschland, das seine Ölspeicher ausgerechnet zu Höchstpreiszeiten auffüllen muss, und wenn die Versorgung grundsätzlich gefährdet ist.

Anhaltender Angebotsschock 

Derzeit bleibt der Energieschock der größte, der je aufgezeichnet wurde. Abwärtsrisiken dominieren. Die Wachstumsverteilungen verschieben sich weiterhin nach unten. Und es gibt keine bedeutenden Upgrades.

Als regionaler Stabilisator liegt Chinas Wachstum bei etwa 4,0 %, wird jedoch durch schwächere Exporte und eine schwächere globale Nachfrage herausgefordert. Korea und Japan verschlechtern sich weiter.

In Südostasien erleidet Singapur einen schweren Schlag. Malaysia und Indonesien sind etwas abgeschottet. Die Importeure Südostasiens befinden sich nun in einer Wachstumszone von 3–4 %. Die Philippinen befinden sich bereits im Notfall.

Womit die Region jetzt umgehen muss, ist ein anhaltender Angebotsschock mit teilweisen finanziellen Entlastungen. Obwohl die Märkte sich erholen können, wird sich die reale Wirtschaft nicht parallel erholen. Die globalen Wachstumsaussichten verschieben sich auf 2,0–2,4 %.

Was in Asien passiert, bleibt nicht in Asien – weder Europa noch Nordamerika sind immun gegen den drohenden Tsunami.

War das nicht voraussehbar?

Natürlich war eine solche Entwicklung, ausgelöst durch einen Angriffskrieg gegen den Iran voraussehbar. Weshalb auch Thesen aufgestellt werden, die besagen, dass die USA diese Krise bewusst auslösten, da das Land zwar auch leiden wird, aber weniger als der Rest der Welt. Was letztlich den Abstieg der USA in Bezug auf den Rest der Welt bremst. Andere Analysten sagen, es sei ein Nebeneffekt, ein „Windfallprofit“, während die Interessen Israels im Vordergrund gestanden hätten.

(Teile des Artikels basieren auf der Arbeit von Dr. Dan Steinbock)

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Kabinettsbeschlüsse Wir brauchen Blut, Schweiß, Tränen und harte Reformen

16. April 2026 um 15:30

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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): Versprach nach seinem Amtsantritt einen „Herbst der Reformen“. (Themenbild)

Auf die schwerste Energiekrise seit Jahren reagiert Kanzler Merz mit wirkungslosen Mogelpackungen. Ein echter Staatsmann hätte die Chance genutzt, notwendige Reformen einzuleiten. Ein Kommentar vom JF-Chefredakteur Dieter Stein.

Dieser Beitrag Kabinettsbeschlüsse Wir brauchen Blut, Schweiß, Tränen und harte Reformen wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.

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Warum Chinas Hormuz-Veto der klügste Zug im Krieg ist

16. April 2026 um 10:39

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Chinas Entscheidung, eine Resolution im United Nations Security Council zum Strait of Hormuz zu blockieren, wird als strategisch kalkulierter Schritt interpretiert. Anstatt lediglich den Iran zu unterstützen, hat China damit verhindert, dass die United States und ihre Verbündeten eine internationale Legitimation für mögliche militärische Maßnahmen erhalten.

Diese Entscheidung hat weitreichende wirtschaftliche und geopolitische Auswirkungen. Instabilität in einer der wichtigsten Energiehandelsrouten der Welt erhöht den Druck auf das bestehende, dollarbasierte Finanzsystem. Gleichzeitig schafft dies Raum für alternative Handels- und Zahlungssysteme, die China aktiv ausbaut.

China scheint zudem besser auf solche Krisen vorbereitet zu sein als viele andere Länder. Große strategische Ölreserven, alternative Versorgungsrouten wie der China-Pakistan Economic Corridor und massive Investitionen in erneuerbare Energien bieten eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Schocks.

Auch diplomatisch stärkt dieser Schritt Chinas Position. Indem es sich als Verteidiger von Souveränität und internationalem Recht präsentiert, gewinnt es an Einfluss, insbesondere im Globalen Süden.

Insgesamt zeigt das Veto eine breitere Verschiebung hin zu einer multipolaren Weltordnung, in der institutionelle Macht genutzt wird, um globale Dynamiken zu beeinflussen, ohne direkte militärische Konfrontation.

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Milliarden für Kiew: Kritik an Merz wächst

16. April 2026 um 10:18

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Friedrichs Dienstherr freut sich und die Arbeiterverräter-Partei, die sich Volkspartei nennt, stimmt bei der Ausblutung der BRD auch noch zu.

„Absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!
Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.“ (C.F. von Weizsäcker)

Nein, der typische Deutsche ist nicht nur dumm – er ist auch noch dämlich. Die Wahlen vor einigen Wochen in BW und RP haben es eindeutig bewiesen.


Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt weitere Milliardenhilfen für die Ukraine an und will damit nach eigenen Worten auch die deutsche Verteidigungsfähigkeit stärken. Geplant sind unter anderem zusätzliche Mittel für Luftabwehr, Raketen und militärische Ausrüstung. Korrespondent Ivan Medwedew berichtet hingegen von einseitigen Belastungen für Deutschland ohne erkennbaren Nutzen für die Bevölkerung oder Fortschritte in Richtung Frieden. Während Kiew die Unterstützung ausdrücklich begrüßt, wächst zugleich die Kritik, auch mit Blick auf Kosten und politische Prioritäten.

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Die unappetitliche Schlacht um Ungarn – geführt von der EU

16. April 2026 um 09:57

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Die unappetitliche Schlacht um Ungarn – geführt von der EUKürzlich, am 12. April 2026, fanden in Ungarn Parlamentswahlen statt. Es war schon seit längerem für jeden Beobachter ohne Schwierigkeiten erkennbar, dass diese Wahl in die Geschichte nicht nur Ungarns, sondern auch Europas eingehen wird. – Eine unappetitliche Angelegenheit. 

René Zittlau (forumgeopolitica)

Einleitung

Eine Schlacht ist seiner Wortbedeutung nach eine große, entscheidende Kampfhandlung. Auch wenn der Gegenstand der Betrachtung hier Parlamentswahlen sind, so ist es nicht übertrieben, an dieser Stelle von einem entscheidenden, Richtung weisenden Kampf zu sprechen. Der nun bekannte Wahlausgang und seine Folgen werden Auswirkungen auf ganz Europa haben und wohl auch darüber hinaus.

Das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten wird von der EU missachtet

Ungarn ist von Größe und Wirtschaftskraft nicht in die Kategorie der Staaten einzuordnen, die den Lauf der Dinge Europas auf Grund dieser Kennziffern maßgeblich zu beeinflussen vermögen. Das gilt für Staaten wie Deutschland, Frankreich oder – wenn auch mit Abstrichen – für Polen. Und dennoch, die Parlamentswahlen des kleinen Ungarn brachten im Vorfeld praktisch ganz Europa in Wallung. Die Nachrichten der letzten Tage und Wochen zeigten, dass die Regierungen von mindestens vier Staaten in Alarmstimmung waren. Dabei handelt es sich um Ungarn, Serbien, die Slowakei und die Ukraine. Die Gründe dafür sind höchst verschieden.

Doch damit nicht genug. Die gesamte EU-Führung einschließlich jener die EU beherrschenden Mächte Deutschland und Frankreich führten einen Veitstanz nach dem anderen auf. Die in Brüssel ausgebrochene Hysterie hat tiefsitzende Ursachen. Diese Ursachen haben ihre Wurzeln in der nichtdemokratischen Verfasstheit des Konstrukts Europäische Union. In der heutigen, äußerst fragilen internationalen Lage zeitigt diese Verfasstheit weitere, nichtdemokratische Folgen. Diese Folgen ihrerseits widersprechen zwangsläufig allen hoch und heilig beschworenen Grundsätzen des politischen Konstrukts EU.

Genau in dieser Kausalkette sind die Motive für die mit „Demokratie“ und „EU“ nicht zu erklärenden Verhaltensweisen der EU-Führung bezüglich Ungarns zu suchen. Es dürfte in der an demokratisch nicht legitimierten Einmischungen in innerstaatliche Prozesse inzwischen reichen Geschichte der EU ein Novum gewesen sein, dass die EU-Führung als Ganzes einen den deutschen Faschismus verherrlichenden und sich an ihm orientierenden Staat in Stellung brachte, um das Ergebnis einer Parlamentswahl in einem demokratisch verfassten EU-Mitgliedsstaat mit aller zur Verfügung stehenden Macht zu beeinflussen.

Beispiele für eine Wahleinmischung seitens der EU gibt es durchaus, so die rumänischen Präsidentschaftswahlen von 2025, deren erste Runde zunächst auf Druck der EU für ungültig erklärt und ein halbes Jahr später dennoch die zweite Runde so organsiert wurde, dass dem richtigen Kandidaten, dem mit dem wahren Glauben an die Sache der EU, zum Sieg verholfen wurde. Auch die Machtergreifung einer Maja Sandu  in Moldawien wäre ohne die EU nicht denk- und machbar gewesen.

Konnte es noch schlimmer kommen in Ungarn? Die EU-Führung tat alles, um ein Ergebnis zu erzwingen, dass dem den deutschen Faschismus verherrlichenden Nicht-EU-Staat Ukraine zu Gute kommt und den nationalen Interessen des EU-Mitglieds Ungarn klar widerspricht.

Es sei an dieser Stelle deutlich vermerkt: Jegliche Einmischung seitens Staates in die nationalen Wahlen eines anderen ist illegal.

Ungarn gegen den Krieg in der Ukraine, für energiepolitische Selbstbestimmung und für politische Selbstbestimmung

Victor Orban war seit 16 Jahren ununterbrochen an der Spitze der ungarischen Regierung, länger als jeder andere amtierende EU-Regierungschef. Als der Konflikt in der Ukraine auszubrechen drohte, setzte er sich für eine friedliche Regelung aller strittigen Fragen ein, auch in persönlichen Verhandlungen in Moskau. Seine diesbezüglichen Forderungen wiederholte er mit Nachdruck immer wieder. Nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten in der Ukraine setzte er seine Bemühungen fort und reiste erneut nach Moskau, so im Juli 2024.

Parallel dazu widersetzte sich die ungarische Regierung allen EU- und NATO-Beschlüssen, die Ungarn in eine über humanitäre Maßnahmen hinausgehende Unterstützung der Ukraine einzubinden versuchten.

Das Ungarn unter Orban hält bis heute auch am Kauf von russischem Erdgas und Erdöl über die bestehenden Pipelines fest und setzte immer wieder Ausnahmeregelungen für sein Land innerhalb der EU durch, teilweise mit Hilfe des amerikanischen Präsidenten Trump. Er lässt sich dabei – und darauf verweist er explizit – von den nationalen Interessen Ungarns leiten. Immer wieder drohte er mit einem ungarischen Veto bei den jährlich notwendigen Verlängerungen der EU-Sanktionen gegen Russland, die einstimmig zu fassen sind.

Dieses souveräne Verhalten der ungarischen Regierung ist in den Augen der EU-Führung ein nicht duldbarer Affront.

Ungarn widersetzte sich somit der offiziellen EU-Politik gegenüber Russland, die keinerlei Kontakt mit Moskau erlaubt sowie Wirtschafts- und andere Sanktionen fordert,  als auch derjenigen gegenüber der Ukraine, die eine bedingungslose militärische, finanzielle und wirtschaftliche  Unterstützung zur Norm erhoben hat.

EU-Führung und Ukraine gegen Ungarn

Die EU-Führung suchte daher seit Langem nach dem Hebel, der die widerspenstige ungarische Regierung zum Einlenken zwingen kann und meint nun, ihn in der Kombination Ukraine und Peter Magyar gefunden zu haben.

Wer die Ereignisse rund um die Unterbrechung der Energielieferungen per Pipeline – Öl und Gas – über die Ukraine nach Ungarn und die Slowakei analysiert, kann zu keinem anderen Ergebnis kommen als dem folgenden: Die Ukraine unterbrach die Energielieferungen im Namen und Auftrag der EU-Führung, wohl auch in Abstimmung mit der NATO.

Zunächst durch eine Zerstörung der Gasverdichterstation an der Grenze der Ukraine zur Slowakei und Ungarn. Der Verweis darauf, dass Russland der Täter gewesen sei, erschien offensichtlich auch der ukrainischen Regierung so wackelig, dass sie bei der Unterbrechung der Öllieferungen dieses Spiel erst gar nicht versuchte. Hier waren dann Wartungsarbeiten das Mittel der Wahl.

Da das Grenzgebiet der Ukraine zu Ungarn, wo die entsprechenden technischen Einrichtungen der Öl-Pipeline „Druschba“ angesiedelt sind, von ethnischen Ungarn besiedelt ist, hat der ungarische Geheimdienst mit Sicherheit für ein klares Lagebild bei der eigenen Regierung sorgen können. Die Ablehnung ungarischer Vorortkontrollen durch die Ukraine wiegt somit um so schwerer.

Die ungarische Regierung forderte in der Folge wiederholt und mit Nachdruck die EU-Führung auf, Techniker zur Inspektion in die Ukraine zu schicken. Formal stimmte die EU-Führung den ungarischen Forderungen zu, jedoch ohne jeglichen politischen oder sonstigen Nachdruck – eine klare politische Botschaft Richtung Budapest.

Ungarn konnte somit gar nicht anders als zwingend zu dem Schluss zu kommen, dass die Ukraine im Auftrag der EU-Führung handelt. Das Verhalten der ukrainischen Führung ist um so auffälliger und unverständlicher, da das Land seinerseits fast 50 Prozent seiner Gaslieferungen aus Ungarn bekommt, seitdem es selbst russische Lieferungen ablehnt.

Mehr noch: Die EU-Führung fordert gemeinsam mit der Ukraine von Ungarn, Gas aus den eigenen Speichern der Ukraine zur Verfügung zu stellen.

Doch mit der Unterstützung der Ukraine durch die EU-Führung gegen Ungarn allein ist es nicht getan. Mit dem massiven Aufbau der Ukraine als williger Drohkulisse gegenüber Ungarn – die ukrainischen Machthaber ließen es sich nicht nehmen, Ungarn mit ukrainischem Militär zu drohen – versucht die EU-Führung nicht nur das Geschehen in Ungarn im Sinne der herrschenden EU-Politik zu beeinflussen. Sie möchte mit dem „richtigen“ Wahlergebnis in Ungarn Klartisch in der ganzen Region Osteuropa machen.

Ungarn sicherte seine nationalen Interessen

Der Verlust des Zugangs zu russischem Öl und Gas über Pipelines, die über die Ukraine führen, zwang Ungarn, einen Ausweg zu suchen, um sich nicht weiterer Erpressung auszusetzen. Dieser wurde in Kooperation mit Serbien gefunden, zumindest für Erdgas. Ungarn bezieht nun sein russisches, preiswertes Gas über Serbien, das an die Turk-Stream-Pipeline der Türkei angeschlossen ist. Auch die Slowakei wird nun über Serbien und Ungarn mit russischem Gas versorgt, nachdem die ukrainische Führung auch diesem Land aus EU-politischen Gründen den Gastransit verweigert.

Auf Grund der offen feindlichen Haltung der Ukraine beschloss die ungarische Regierung Ende März, den Gasexport in die Ukraine einzustellen. Ungarn behielt daraufhin die für die Ukraine vorgesehenen Mengen nun als Sicherheit zurück, da die Ukraine inzwischen auch die Gasleitung Turk-Stream attackiert, über die Ungarn sein Gas aus Russland via Serbien bezieht.

Victor Orban gab weiterhin bekannt, den von der EU beschlossenen 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine solange zu blockieren, bis die Frage der Öllieferungen zur Zufriedenheit Ungarns verbindlich geklärt ist. Ein massiver Schlag gegen das Regime in Kiew.

In der Ukraine spricht man offen darüber, dass das Geld höchstens noch bis Anfang Mai reicht. Auf Grund dieser Konstellation ist die Verzweiflung Selenskis und der EU mit Händen zu greifen.

Versuchte Sprengung der Gasleitung, die Ungarn über Serbien versorgt

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic

Wenige Tage vor der Wahl in Ungarn, Anfang April, gab der serbische Präsident Vucic bekannt, dass auf die Gasleitung, die Ungarn mit Gas aus Serbien versorgt, ein Sprengstoffanschlag versucht wurde. Darauf lassen zwei an der Leitung gefundene und mit Sprengstoff gefüllte Rucksäcke schließen. Der Fundort Kanzija liegt unmittelbar an der serbisch-ungarischen Grenze und lässt wenig andere Interpretationen zu, als die Gaslieferungen nach Ungarn zu unterbrechen.

Auch der Chef von Srbijagas, Dusan Bajatovic, teilt diese Einschätzung:

„Ich gehe davon aus, dass dies nicht gegen Serbien gerichtet war. Meiner politischen Einschätzung nach richtete sich dies gegen Ungarn, da Serbien in einem solchen Fall nicht ohne Gas geblieben wäre. Das Ziel war es, Ungarn und die Slowakei ohne Gas zu lassen, was wirtschaftliche und politische Folgen gehabt hätte, insbesondere im Zusammenhang mit den ungarischen Wahlen.“

In Ungarn trat in Folge der Nationale Sicherheitsrat zusammen. Im Ergebnis der Sitzung wird nun die ungarische Armee die Gasleitungen auf ungarischem Territorium bis auf Weiteres unter ihre Kontrolle nehmen.

Dass die Regierungschefs Ungarns und der Slowakei infolge der durch die Ukraine künstlich geschaffenen Öl- und Gaskrise zu einer Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland und der Beendigung der Sanktionen aufriefen, dürfte den Tatendrang der EU hin zu einem Machtwechsel in Ungarn ebenfalls angefacht haben.

Während in Serbien, Ungarn und der Slowakei Verantwortliche das Geschehen einzuordnen versuchen, werden in deutschen Medien selbst die Aussagen des serbischen Präsidenten über den Sprengstofffund in Zweifel gezogen. Dort liest man „…in Serbien wurden angeblich Rucksäcke voller Sprengstoff gefunden …“ (Spiegel) oder von „… einem mutmaßlichen Sprengstofffund an einer Gaspipeline in Serbien…“ (Bayrischer Rundfunk), was mit einer neutralen Berichterstattung nichts zu tun hat.  

Das Wahlkampffinale

Der einzige ernstzunehmende Konkurrent des bislang regierenden Ministerpräsidenten Orban war der EU-Abgeordnete und Vorsitzende der TISZA-Partei Peter Magyar. In der deutschen Presse wird der Konservative Magyar nicht einfach als Spitzenkandidat der TISZA-Partei gehandelt. Man ließ keinen Zweifel daran, wem die Sympathien bei dieser Wahl galten. Es ging nicht um den möglichen Sieg in einer Wahl, es ging um den Sturz des von der EU ungeliebten Victor Orban. „Wie Magyars Anhänger in Ungarn schikaniert werden“, titeltе z.B. die „Tagesschau“. Gleichzeitig werden alle Register gegen die Regierung gezogen z.B. gegen Außenminister Szijjarto, dem vorgeworfen wurde, seinen russischen Amtskollegen Lawrow über Jahre mit Interna aus der EU informiert zu haben.

Den unbewiesenen Anschuldigungen wurden keinerlei Beweise nachgereicht. Das war auch nicht zu erwarten. Denn es ging bei der ganzen Aktion nicht um Szijjarto, nicht um Lawrow und auch nicht um die EU. Es ging ausschließlich um schlechte Presse gegen den ungarischen Ministerpräsidenten Orban in einem von außen angeheizten Wahlkampf.

Der Amtsinhaber Orban trat vor allem für die nationale Selbstbestimmung Ungarns ein: Preiswertes russisches Öl und Gas, keine unkontrollierte Migration wie von der EU gefordert, keine Militärhilfe für die Ukraine, keine weitere Finanzierung des Krieges in der Ukraine, kein EU- und NATO-Beitritt der Ukraine. Diese Forderungen behielt er bei, obwohl die EU über Jahre hinweg Ungarn Fördermittel über insgesamt 35 Milliarden Euro vorenthielt – bei einem BIP von ca. 215 Milliarden Euro – und das de facto ohne rechtliche Grundlage allein aus politisch motivierten Gründen.

Das Vorenthalten dieser Gelder glich Ungarn durch den Verkauf russischer Energieträger nach Europa teilweise aus. Russland unterstützte die Regierung Orban auf diesem Kurs indirekt, indem sie bei dem von den USA erzwungenen Verkauf der serbischen LUKOIL-Raffinerie in Nis den ungarischen Konzern MOL dem serbischen Staat vorzog. Auch diese Einnahmequelle dürfte für Ungarn in absehbarer Zeit versiegen, zumal von der Leyen bereits von einem gesamteuropäischen Einkauf von Gas spricht.

All die großen und für das Verhältnis Ungarns zur EU entscheidenden Themen mied der Herausforderer Peter Magyar und legt sich hier in keiner Weise fest.

Peter Magyar, der Gewinn der ungarischen Parlamentswahl, in Israel  – Quelle: Haberler.com

Sein Wahlkampf hatte vor allem ein Thema: Gegen Orban. Seine Frau Judit Varga war Justizministerin unter Victor Orban, bis sie im Jahre 2024 von ihrem Amt zurücktrat. Sie wollte diesen Rücktritt als Protest gegen strittige Entscheidungen seitens der Regierung verstanden wissen. Diesen Rücktritt nahm ihr Ehemann Peter Magyar zum Anlass, sich ebenfalls von Victor Orban und der FIDESZ zu distanzieren.

Diese beiden Punkte sowie keine Festlegung in den wirklich wichtigen ökonomischen und politischen Fragen, das Ganze verbunden mit einem Bekenntnis zur EU und NATO waren die tragenden Säulen des Wahlkampfes des Peter Magyar. Er versuchte sich damit in dem Spiel „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“. Mit diesem Vorgehen kopiert er die Taktik der letzten Wahlkämpfe z.B. in Deutschland, die auf Personen ausgerichtet waren und nicht auf Inhalte.

Erste Äußerungen des Wahlsiegers nach der Wahl

Aus den genannten Punkten war die Unruhe in den Nachbarstaaten hinsichtlich des Wahlausgangs ableitbar:

Ein Sieg Orbans wäre für die Ukraine einer Katastrophe gleichgekommen. Kein Geld, kein Gas, kein Strom (aus der Slowakei), keine Militärhilfe, keine EU-Mitgliedschaft. Und diese Katastrophe für die Ukraine hätte die Wirkung eines Brandbeschleunigers im so schon brennenden Haus EU gehabt.

Diese Aussichten zwangen die EU, den Kandidaten der Opposition zu goutieren und zu hofieren, wo immer es ging, mit allen Mitteln.

Peter Magyar ging als klarer Sieger aus den Wahlen hervor. Trotz seiner komfortablen Zweidrittelmehrheit wird er vorsichtig hinsichtlich des übernommenen Orban-Erbes agieren müssen. Die Lage auf dem Energiemarkt weltweit ist katastrophal, was es ihm praktisch unmöglich macht, auf russisches Gas und Öl zu verzichten. Ein Sieg mit Handicap sozusagen, den er nicht unbeachtet lassen kann, will er sein Land keinem ökonomischen Schock aussetzen.

Doch die EU will Ergebnisse, und zwar sofort. Sie verbindet die Freigabe der oben erwähnten eingefrorenen 35 Milliarden Euro Fördergelder an gleich 27 Forderungen, wie die Financial Times zu berichten weiß.

Im Zentrum steht die Freigabe des von Orban blockierten 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine und die Aufhebung des Vetos gegen das neue Sanktionspaket gegen Russland.

Auf der gleichen Dringlichkeitsstufe steht die Forderung zur Durchführung von Antikorruptionsprüfungen durch die ungarische Regierung gegen die Orban-Regierung.

Gleich danach folgt die Forderung nach beschleunigten Verhandlungen zu Migrationsfragen. Brüssel spricht bei all dem ganz offen von Druckmitteln. Man erwartet von der ungarischen Regierung eine Beugung unter die pro-ukrainische sowie anti-russische EU-Politik.

All diese EU-Forderungen werden sich spürbar nachteilig auf das Leben der Ungarn auswirken.

Fazit

Victor Orban ist ein Politiker, an dem sich nicht nur die EU-Führung rieb. Er sah sein politisches Vorbild in Helmut Kohl, was man ihm anhand seines Politikstils abnimmt. Sein Abschied wird nachhallen – in Ungarn aber auch in der EU.

Wahlsiege, verbunden mit einem politischen und ökonomischen Richtungswechsel, bringen das Problem mit sich, dass der Sieger auf Vieles vom Vorgänger Übernommene Rücksicht nehmen muss, insbesondere, wenn die Folgen des anvisierten Richtungswechsels für die Bevölkerung deutlich negativ zu spüren sein werden.

Peter Magyar hatte in seinem Wahlprogramm keine anderen Schwerpunkte zu bieten als „Ich bin gegen Orban.“ Das Wahlergebnis wird Ungarn verändern. Es wird auch die EU verändern. Einen Vorteil sehe ich weder für Ungarn noch für die EU.

(Auszug von RSS-Feed)

Alle Kriege sind Bankers’ Wars: Iran und das Endspiel der Banker

15. April 2026 um 10:34

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Von Ellen Brown (globalresearch)

„Die Mächte des Finanzkapitalismus hatten ein weiteres weitreichendes Ziel, nicht weniger als ein Weltsystem der Finanzkontrolle in privaten Händen zu schaffen, das in der Lage ist, das politische System jedes Landes und die Wirtschaft der Welt als Ganzes zu dominieren.“ – Prof. Caroll Quigley, Georgetown University, Tragödie und Hoffnung (1966)

Im Februar 2026 starteten die Vereinigten Staaten und Israel überraschende Luftangriffe auf den Iran. Die offiziell angebotenen Gründe – die Verhinderung des Erwerbs einer Atomwaffe durch den Iran und die Vorbeugung seiner Aggression – haben sich nicht auf die Probe gestellt. Wie James Corbett in den jüngsten Episoden des Corbett-Berichts dokumentierte, scheint der nukleare Vorwand recycelte Propaganda zu sein, und das Ausmaß und der Zeitpunkt der Streiks werfen tiefere Fragen über das Motiv auf.

Die These, dass „All Wars Are Bankers’ Wars“ von Michael Rivero in einem Dokumentarfilm mit diesem Namen populär gemacht wurde. Sein begleitender Artikel beginnt mit einem Zitat von Aristoteles (384-322 v. Chr.):

Die meistgehasste Art [von Geldverdienen] und mit dem größten Grund ist Wucher, das selbst aus dem Geld einen Gewinn macht, und nicht aus der natürlichen Verwendung davon. Denn Geld sollte im Austausch verwendet werden, aber nicht um Zinsen zu erhöhen.

Rivero verfolgt dann, wie Private-Banking-Interessen seit Jahrhunderten Konflikte auf beiden Seiten finanzieren und profitieren – von der Gründung der Bank of England im Jahr 1694 über die Finanzierung der Kriege von Wilhelm III. bis hin zu modernen Regimewechselkriegen.

 

Finanzielle Vorherrschaft Im Vollspektrum

Andere Kommentatoren verweisen auf den Bericht des Project for the New American Century (PNAC) mit dem Titel „Rebuilding America’s Defenses“ (September 2000), der zu „Vollspektrum“ der US-Militärkräfte aufrief, um globale Vorrang zu erreichen. Es postulierte die Notwendigkeit eines „katastrophalen und katalysierenden Ereignisses – wie ein neuer Pearl Harbor“, um die militärische Transformation zu beschleunigen, die sich die Autoren vorgestellt hatten.

Es folgte ein Interview von Democracy Now aus dem Jahr 2007, in dem Gen. Wesley Clark enthüllte, dass ihm Wochen nach 9/11 ein geheimes Pentagon-Memo gezeigt wurde, in dem Pläne skizziert wurden, „in fünf Jahren sieben Länder auszuschalten“: Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und mit dem Iran fertig. Die ersten sechs wurden seitdem destabilisiert oder von einem Regime geändert. Der Iran, der als ultimativer Preis für die Dominanz und Ölkontrolle im Nahen Osten gilt, bleibt der letzte, der steht.

Warum diese sieben und warum war der Iran der ultimative Preis? Greg Palasts Artikel aus dem Jahr 2013 mit dem Titel „Larry Summers and the Secret ‚End-Game‘ Memo“ lieferte die fehlende Finanzlogik. Im Jahr 1999 wurde die Welt für den unregulierten Derivatehandel geöffnet, so dass Staatsanleihen, Ölflüsse, Schifffahrtsrouten und Kriegsrisikopolitik alle besichert, rehypothetisiert (mehrfach zugesagt) und verspielt werden konnten. Der Dreh- und Angelpunkt war das WTO-Finanzdienstleistungsabkommen von 1997 (das Fünfte Protokoll zu GATS), das 1999 in Betrieb genommen wurde.

Keines der sieben Zielländer trat der WTO bei, und sie waren auch nicht Mitglieder der Bank für Internationalen Vergleich (BIZ). Das ließ sie außerhalb des langen Regulierungsarms der Zentralbank der Zentralbank der Zentralbank in der Schweiz. Andere Länder, die später als rogue states„Schurkenstaaten“ identifiziert wurden, waren ebenfalls nicht Mitglieder der BIZ, darunter Nordkorea, Kuba und Afghanistan.

Was den Iran betrifft, so ist er nicht nur das größte und stärkste der islamischen Länder, sondern betreibt auch das einzige völlig zinslose (ribafreie) Bankenregime der Welt. Dies steht in direktem Gegensatz zum konventionellen westlichen Modell, das auf Interesse als primären Einnahmemechanismus setzt. „Geld, das Geld aus sich heraus verdient“ untermauert den globalen Derivatekomplex, der auf rehypothesierten, besicherten Zinsschulden aufgebaut ist.

Das letzte Stück im Finanzkontrollnetz wurde in David Rogers Webbs Buch The Great Taking aus dem Jahr 2024 beschrieben. Die Everything Bubble, einschließlich dessen, was einige Kommentatoren als mehr als eine Billiarde Dollar an derivativen Wetten schätzen, wartet nur auf eine Pin. Wenn es platzt, wird es große institutionelle Insolvenzen auslösen; und unter der legalen Maschinerie Webb-Dokumente werden die derivativen Akteure alle nehmen.

Die Hormus-Versicherungskrise 2026, die durch Lloyd’s of London ausgelöst wurde, könnte diese Stecknadel sein. Mehr dazu unten.

Die Stadt London und Lloyd’s Weaponize Chaos

undefiniert
Bild: Lloyd’s Building (CC BY 2.5)

Seit mehr als drei Jahrhunderten finanziert die City of London – die „Square Mile“, Londons Finanzzentrum – beide Seiten von Kriegen und verkauft Versicherungen gegen die Zerstörung, die folgen würde. Lloyd’s of London ist die Versicherungssäule des Finanzkontrollnetzes der Stadt. Es ist eigentlich keine Versicherungsgesellschaft, sondern eine Körperschaft, die „als teilweise automatisierter Marktplatz tätig ist, innerhalb dessen mehrere Geldgeber, die in Syndikaten zusammengefasst sind, zusammenkommen, um Risiken zu bündeln und zu verbreiten.“

Lloyd’s hat seinen Ruf darauf aufgebaut, immer zu funktionieren, aber es funktioniert zu einem Preis. Im Jahr 1898 formalisierte es langjährige Praxis, indem es die Klausel „Free of Capture and Seuzure“ einführte und Kriegsrisiken von Standardrichtlinien entfernte, damit sie erpresserische Prämien verlangen konnte, wenn Konflikte ausbrachen. Sie hat diese Klausel in beiden Weltkriegen ausgeübt und übt sie 2026 aus.

Nach den Angriffen auf den Iran erweiterte Lloyds Joint War Committee seine „Hochrisikozone“ im Nahen Osten. Mehrere seiner Versicherer gaben mit Wirkung zum 5. März 72-Stunden-Storno-Benachrichtigungen heraus, und die Kriegsrisikoprämien für Hormus-Transits stiegen von 0,25% auf 1 bis 5% des Rumpfwerts. Lloyd’s hat betont, dass die Abdeckung weiterhin verfügbar ist – zum richtigen Preis. Aber für einen $ 100 Millionen Öltanker, das bedeutet eine zusätzliche $ 1-5 Million pro Reise, eine Prämie, die die Besitzer verständlicherweise nicht zahlen.

Der private Kredit-Spark

In der Zwischenzeit schweben andere dunkle Wolken über dem Markt. Finanzanalystin Stephanie Pomboy warnt, dass sich der $ 1,5-3 Billionen-Birnenmarkt im Lockdown befindet und den Feuerverkauf von liquiden Vermögenswerten erzwingt; und der viel größere $ 5 Billionen BBB-bewertete Markt für Unternehmensanleihen schwankt. Downgrades werden den Massenverkauf erzwingen, und die Renten stehen vor einem Fehlbetrag von $ 4 Billionen.

Die Hormuz-Krise liefert den perfekten Beschleuniger dieser Sicherheitenkrise: Höhere Ölpreise schaffen Inflation, die die Anleiherenditen erhöht (Zinsen), den Wert von Sicherheiten zusammenbricht und Margenaufrufe auf dem gesamten Derivate-Gameboard auslöst. Margin ruft dann dazu auf, private Kreditfonds in den Feuerverkauf zu zwingen.

Dies ist ein Grund, warum einige Kommentatoren auf die City of London als den wahren Architekten des Chaos im Nahen Osten hinweisen. Die alte Kriegsversicherungsmaschine und die neue Derivatemaschine arbeiten gemeinsam. Die eine schafft die Chaos-Prämie; die andere erntet sie durch Rehypothek und legale Beschlagnahme.

Palast und das Endspiel-Memo: Die Welt für Derivate sicher machen

Garantieren gegen Versandverluste ist eine Art von Versicherung, aber eine viel größere Versicherungsfalle ist der Derivatemarkt. Als eine Form der Versicherung gegen Marktrisiken verkauft, sind Derivate ein spekulatives Wettspiel, das Mieten aus allen wichtigen Wirtschaftsströmen extrahiert.

In seinem Artikel aus dem Jahr 2013 überreichte Greg Palast dem stellvertretenden Finanzminister Larry Summers von Timothy Geithner (damals USA) Beweise für ein geheimes Memo von 1997 Botschafter bei der WTO, der für Summers handelt) und beschreibt das „Endspiel“ der WTO-Verhandlungen über Finanzdienstleistungen. Geithner schrieb an Summers:

„Wenn wir ins Endspiel eintreten … ich glaube, es wäre eine gute Idee für Sie, die Basis mit den CEOs zu berühren …“

Das memo listete dann die privaten telefonnummern von goldman sachs, merrill lynch, bank of america, citibank und chase manthanta auf, nummern, die palace bestätigte, waren echt.

Was war das Endspiel? Palast schrieb:

US-Finanzminister Robert Rubin drängte hart darauf, Banken zu deregulieren. Das erforderte zunächst die Aufhebung des Glass-Steagall-Gesetzes, um die Barriere zwischen Geschäftsbanken und Investmentbanken aufzuheben. Es war, als würde man Banktresore durch Roulette-Räder ersetzen.

Zweitens wollten die Banken das Recht, ein neues Hochrisikospiel zu spielen: „Derivatehandel“. … Der stellvertretende Finanzminister Summers (der Rubin als Sekretär ersetzen wird) blockierte jeden Versuch, Derivate zu kontrollieren.

Aber was war der Einsatz von US-Banken in Derivate-Casinos, wenn Geld mit sichereren Bankgesetzen in Länder fliehen würde?

Die Antwort, die von der Big Bank Five konzipiert wurde: Beseitigung von Kontrollen über Banken in jeder Nation auf dem Planetenin einem einzigen Schritt. Das Spiel der Banker und Summers bestand darin, das Finanzdienstleistungsabkommen zu nutzen, ein abstruses und gutartiges Nachtrag zu den internationalen Handelsabkommen, die von der Welthandelsorganisation überwacht werden.

… Die neuen Spielregeln würden jede Nation zwingen, ihre Märkte für die Citibank, JP Morgan und ihre Derivate-Produkte zu öffnen.

Und alle 156 Nationen in der WTO müssten ihre eigenen Glass-Steagall-Abteilungen zwischen Geschäftssparkassen und den Investmentbanken, die mit Derivaten spielen, zerschlagen.

Das WTO-Finanzdienstleistungsabkommen wurde zum Rammbock für die Öffnung der globalen Märkte für dieses Derivatespiel. Jede Mitgliedsnation war gezwungen, ihr Bankensystem zu öffnen oder mit Sanktionen zu rechnen. Im Jahr 1999 wurde der Teil von Glass-Steagall, der das Investmentbanking vom Depotbanking in den USA trennt, aufgehoben, wodurch das Geld der Einleger anfällig für spekulative Risiken war. Die Derivate explodierten dann. Staatsanleihen, Ölkontrakte, Versandversicherungen und Kriegsrisikoprämien wurden alle in Credit-Default-Swaps, Absicherungen und andere derivative Produkte unterteilt.

Der Derivatehandel hat sich seitdem zu einem der konzentriertesten und profitabelsten Unternehmen der Welt entwickelt und wird fast ausschließlich von einer Handvoll Megabanken kontrolliert. Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und des Office of the Comptroller of the Currency halten allein die fünf besten US-Banken rund 90% aller US-Bankderivate, wobei JPMorgan, Citigroup, Goldman Sachs, Bank of America und Morgan Stanley den globalen rezeptfreien Markt dominieren. Diese Institute erfassen den Löwenanteil der derivativen Gewinne, insbesondere in Zeiten der Volatilität, wenn die „Chaos-Prämie“ steigt.

„The Great Taking“ – die legale Falle, die Derivaten Superpriorität in Konkurs gewährt

In The Great Taking legt David Rogers Webb das letzte Stück in diesem Finanzkontrollnetz auf: Praktisch jede Sicherheit wird heute entmaterialisiert (digitalisiert) und in zentralen Verwahrstellen gebündelt. Stille Änderungen des Einheitlichen Handelsgesetzbuchs und gleichwertige EU-Regeln haben gewöhnliche Anleger zu bloßen „Berechtigungsinhabern“ gemacht, die nur einen Rechtsanspruch gegen ihre Makler haben.

Was die Bankeinleger betrifft, so werden sie seit Jahrhunderten als bloße „Gläubiger“ ihrer Banken eingestuft. Sobald das Geld hinterlegt ist, geht der Rechtstitel an die Bank über. Der Einleger hält nur eine vertragliche Forderung (eine Forderungshaftung), die im Insolvenzfall als unbesicherte Gläubigerposition gilt.

In allen Insolvenzen sind Aktien, Anleihen und Einlagen gesetzlich Sicherheiten für den Derivatekomplex – Sicherheiten, die mehrfach neu hypothetisiert wurden. Und wenn die derivativen Sicherheiten fehlschlagen, bricht das rehypothezierte Kartenhaus zusammen, das darauf aufgebaut ist. Margin ruft Kaskade an, Superpriorität wird ausgelöst, und das große Nehmen beginnt. (Mehr dazu zu diesem ziemlich komplizierten Thema finden Sie in Webbs Buch und meinem früheren Artikel hier.)

Irans zinsfreies islamisches Bankwesen: Das strukturelle Hindernis

Was war also wichtig, wenn der Iran und eine Handvoll anderer Länder sich weigerten, sich diesem lukrativen Bankerspiel anzuschließen? Das Risiko bestand darin, dass, wenn Einleger und Aktionäre erkannten, dass sie ihre Gelder nicht besaßen, ihr Vermögen in diese Sicherheitszonen verlagern würden. Die Holdout-Länder waren auch vor der Art von Sanktionen sicher, die von westlichen Regierungen (und von westlichen Banken und Clearinghäusern durchgesetzt) gegen russische Zentralbankanlagen nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 verhängt wurden.

An der Spitze dieser Bande von Holdouts stand der Iran, der seit 1983 das Gesetz für wusserfreie Bankgeschäfte das weltweit einzige vollständig zinsfreie (ribafreie) Bankenregime betreibt. Seine Banken verwenden Scharia-konforme Verträge – Gewinnbeteiligung (musharakahMusharakah), Kosten-plus-Finanzierung (murabaha) und Leasing (Ijara) – anstatt Zinsen zu berechnen oder zu zahlen. Dieses Bankenmodell steht in direktem Gegensatz zum konventionellen westlichen Modell, das auf Zinsen als primäre Einnahmequelle setzt und den globalen Derivatekomplex mit besicherten, rehypothekierten Schulden untermauert.

Das iranische System wurde entwickelt, um Wucher zu beseitigen und die Finanzen an realen Wirtschaftsaktivitäten und Risikoteilungen und nicht an spekulative Schulden auszurichten. Es wird seit langem als strukturell unvereinbar mit der interessenbasierten, sicherheitslastigen Architektur der Finanzen der City of London und der Wall Street angesehen – eine Architektur, die eine unbefristete Schuldendienste und leicht rehypothekierte Vermögenswerte erfordert, um die Derivatemaschine zu ernähren.

Indem er das Interesse auf nationaler Ebene ablehnt, hat sich der Iran damit von seinen Finanzpartnern vom Kontrollnetz isoliert, das die globale „Große Aufnahme“ ermöglicht hat.

Das Versicherungschaos hat sich abgeschwächt, aber der „Schwarze Schwan“ schwebt immer noch

Die Straße von Hormus ist nicht vollständig geschlossen, aber der Verkehr bleibt unter dem selektiven, genehmigungsbasierten Transitregime des Iran stark reduziert. Nur Schiffe aus „freundlichen“ oder nicht feindlichen Nationen werden nach vorheriger Abstimmung mit den iranischen Behörden geräumt. Deutliche Rückstände bestehen, wobei mehr als 1.000 Schiffe in den ersten vier Wochen der Störung gewartet oder umgeleitet und über 34.000 Schifffahrtsrouten umgeleitet wurden.

Präsident Trumps $ 20 Milliarden Rückversicherungsfazilität, die am 6. März angekündigt wurde, ist jetzt betriebsbereit und wurde auf $ 40 Milliarden verdoppelt. Weitere große US-Versicherer haben sich angeschlossen, während Lloyd’s of London verwandte Diskussionen geführt hat. Die Anlage konzentriert sich weiterhin auf amerikanische Fluggesellschaften mit Unterstützung der US-Regierung. Analysten bezweifeln jedoch, dass sie den weit verbreiteten kommerziellen Verkehr ohne breiteren Haftungsschutz und sicherere Bedingungen wieder aufnehmen werden.

Kurz gesagt, der Auslöser des „Versicherungschaos“ hat sich entspannt, ist aber nicht verschwunden. Die Prämien bleiben erhöht, die Unsicherheit bleibt bestehen, und der beschriebene Collateral- und Derivatedruck, den Webb beschrieb, ist immer noch im Spiel.

Schlussfolgerungen und Entschließungen

Die Globale Finanzkrise 2007-08 (GFC) wird heute weithin als durch die unkontrollierte Explosion unregulierter Derivate – insbesondere Credit Default Swaps und besicherte Schuldverschreibungen – ausgelöst, die Subprime-Hypotheken in eine systemische Zeitbombe verwandelte. Der Schaden war nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt: Auch die Entwicklungsländer litten schwer.

Heute ist das Risiko eines Crashs noch größer als während der GFC. Der globale OTC-Derivatemarkt ist offiziell auf einen Nominalwert von $ 846 Billionen angestiegen, mehr als siebenmal so groß wie die gesamte Weltwirtschaft.

Langstreckenpolitische Lösungen sind möglich. Der Kongress könnte Glass-Steagall wiederherstellen und eine Finanztransaktionssteuer erheben. Die Landesregierungen könnten ihre Zustimmung zu relevanten Teilen des UCC zurückziehen und öffentliche Banken bilden, die vor lokalen Bankeninsolvenzen schützen können. (Siehe meine früheren Artikel hier und hier.)

Aber die unmittelbare Notwendigkeit im gegenwärtigen Kontext besteht darin, den Konflikt mit dem Iran zu lösen und ihn schnell zu regeln, bevor ein weiterer Schwarzschwan-Schock die Derivate-Gänseblümchenkette entzündet und die endgültige Great Takeing auf globaler Ebene aktiviert.

*

Dieser Artikel wurde zuerst als Original auf ScheerPost.com veröffentlicht.

Ellen Brown ist Anwältin, Gründerin des Public Banking Institute und Autorin von dreizehn Büchern, darunter Web of Debt, The Public Bank Solution und Banking on the People: Democratizing Money in the Digital Age. Ihre über 400 Blog-Artikel werden auf EllenBrown.com veröffentlicht.

Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Centre for Research on Globalization (CRG).

(Auszug von RSS-Feed)

Mossad-Chef: „Unser Kampf endet erst mit dem Ende des iranischen Regimes“

15. April 2026 um 10:01

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Bla, bla, bla…

Bla, bla, bla…


Anlässlich des Holocaust-Gedenktags betonte der Direktor des Mossad, David Barnea, Israels Kampf gegen Iran sei erst dann abgeschlossen, wenn das iranische Regime „nicht mehr existiere“.

Nur naive Menschen könnten glauben, dass sich ein Ereignis wie der Holocaust nicht wiederholen könne, so Barnea. Man habe die Weltgemeinschaft beständig gewarnt vor dem „wachsenden Arsenal ballistischer Raketen, die auf israelische Bürger gerichtet sind“, und schließlich das Schicksal selbst in die Hand genommen.

Mit seinen Verbündeten begann Israel „Kriege, die wir für notwendig hielten“, und versetzte Teheran mit der Operation „Löwengebrüll“ einen schweren Schlag: „40 Tage erbitterter Kämpfe brachten bedeutende Erfolge, allen voran die Verhinderung des Hauptziels des Feindes: die Vernichtung des Staates Israel.“

(Auszug von RSS-Feed)

Force Majeure

15. April 2026 um 09:42

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Für Donald Trump und das System, das ihn hervorgebracht hat, spielen weder Rechtsstaat noch Vernunft eine Rolle — das Einzige, was zählt, ist die Macht, der ganzen Welt immer und immer wieder den Ausnahmezustand aufzuzwingen.

Es ist nicht immer leicht, den aktuellen amerikanischen Präsidenten ernst zu nehmen, wenn er in demenzähnlicher Art und Weise über die Verwerfungen spricht, die er innen- wie außenpolitisch anrichtet. Mal ist der Krieg gegen den Iran fast gewonnen, mal steht man noch ganz am Anfang. Mal setzt er seine brutalen Drohungen um und mal eben nicht. Doch diese politische Schizophrenie darf nicht hinwegtäuschen über die tatsächliche Ernsthaftigkeit der Situation. Donald Trump ist verbunden mit einem System, das weit über ihn hinaus geht und das jegliche Hemmungen verloren zu haben scheint, wenn es um den Ausbau der eigenen Macht geht. Das zeigt sich zum einen in seinem innenpolitisch diktatorischen Gebaren und der eskalierenden Gewalt der ICE-Behörde, dank des Irankonflikts leidet nun aber auch der Rest der Welt unter den Folgen dieser totalitären Herrschaftsphilosophie. Folgend eine Analyse des Status quo und eine Prognose bezüglich langfristiger Implikationen.

von Tom-Oliver Regenauer (manova)

Erinnern Sie sich noch daran, wie Karl Lauterbach am 13. März 2022 beim RBB sagte: „Wir kommen jetzt in eine Phase hinein, wo der Ausnahmezustand die Normalität sein wird.“? Und kennen Sie die ellenlange Liste von Notstandsregelungen, die in den USA seit 1917 erlassen wurden? Ganze 52 davon sind heute noch in Kraft. Der älteste noch geltende „Notstand“ datiert auf den 14. November 1979, wurde von Jimmy Carter unterzeichnet und bezieht sich — wie der Zufall so spielt — auf die „Sperrung von iranischem Eigentum“. Stolze 18 der 52 aktiven „Notstände“ wurden von Donald Trump ausgerufen. Man muss nicht Politikwissenschaft studiert haben, um zu erkennen, dass diese Ausnahmeregelungen DJ Trump ein extremes Maß an Entscheidungsgewalt verleihen. Vor allem in Anbetracht des Umstands, dass „The Donald“ zusätzlich 252 „Executive Orders“ erlassen hat, die jeden demokratischen Prozess aushebeln. Ja, „Orange Man“ — von Menschen mit Prinzipien gerne auch „Mango Mussolini“ genannt — regiert die USA wie ein CEO einen Konzern. Aber auch „Diktator“ ist mittlerweile eine durchaus treffende Beschreibung für den notorischen Lügner.

Das hört manch bornierter Trump-Fan hierzulande leider noch immer nicht gerne. Aber die Tatsachen sprechen längst für sich. Denn die amtierende US-Regierung folgt exakt den Leitlinien, die ich in meinem Artikel vom 10. Mai 2025 beschrieben habe, den Leitlinien der „Dunklen Aufklärung“, auch „Akzelerationismus“, „Neoreaktionäre Bewegung“, „Neomonarchismus“ oder, wie beim britischen Telegraph, „anspruchsvoller Neofaschismus“ genannt. Nicht von ungefähr forderte Curtis Yarvin, Thiel-Vertrauter und bekanntester Verfechter dieser Herrschaftsphilosophie, kurz vor Trumps Wiederwahl, dass die Amerikaner ihre „Diktatoren-Phobie“ loswerden müssten.

Viele Amerikaner bereuen mittlerweile, Trump ihre Stimme gegeben zu haben. Denn der Ausnahmezustand, gerechtfertigt durch „Force Majeure“ (deutsch: höhere Gewalt) ist nun tatsächlich die Regel. National wie international.

Während die innenpolitischen Umtriebe von Trump uns nur indirekt betreffen, dürften die außenpolitischen Aktivitäten des kriminellen Clans im Weißen Haus sehr bald dramatische Auswirkungen auf Europa haben. BlackRock-Merz stellte am 30. März 2026 bereits in Aussicht, dass der Konflikt mit dem Iran ähnlich schlimme Folgen nach sich ziehen wird wie die Coronakrise.

Werfen wir aber erst einmal einen Blick auf die innenpolitische Lage. Denn in den USA brodelt es. Das zeigt unter anderem eine Demonstration, die am 28. März 2026 mehr als acht Millionen Menschen unter dem Motto „No Kings“ (deutsch: Keine Könige) auf die Straßen trieb. Laut Organisatoren war es die größte Demonstration in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Stein des Anstoßes natürlich Donald Trump und sein diktatorisches Gebaren. Mittlerweile fällt nämlich auch Anhängern der MAGA-Bewegung auf, dass sich der wie ein betrunkener Onkel bei der Familienfeier herumhampelnde Egomane im Oval Office keinen Deut für Demokratie interessiert. Im Gegenteil.

In Florida soll ein Priester 500.000 US-Dollar Strafe zahlen, weil er Obdachlose mit Nahrung versorgt. Lindsay Graham, fanatischer Zionist, Trump-Vertrauter und Senator, beschwört derweil, dass die „Republikaner genau die richtigen Leute töten“. Dementsprechend hat Graham auch keinerlei Probleme mit zivilen Opfern in Gaza und fordert, „den Ort platt zu machen“, wähnt sich dabei in einem „Glaubenskrieg“ und vergleicht den US-finanzierten Genozid in Palästina mit den Bombardements von Deutschland während des Zweiten Weltkriegs. Im Januar 2026 zog Graham während eines Interviews eine Baseballmütze mit der Aufschrift „Make Iran Great Again“ auf und gab an, dass er „bete und hoffe, dass 2026 das Jahr sei, in dem die USA den Iran wieder großartig machen“. Auf dem Twitter-Kanal des Weißen Hauses werden begleitend zynische Videos gepostet, die Cartoons wie Sponge Bob mit den Aufnahmen letaler Drohnenangriffe mischen und den illegalen Angriff auf den Iran als infantiles Computerspiel verniedlichen.

Aber es geht noch geschmackloser. Als Trump vor ein paar Wochen in der Brian Kilmeade Show sprach, erklärte er dem Moderator, dass es im Land sehr viele schlechte Menschen gebe und diese schlecht seien, weil „irgendwas mit deren Genetik nicht stimmt“.

Sogar der Mainstream stellt diesbezüglich fest, dass hier wohl die Eugenik grüßen lässt. Am 31. März 2026 veröffentlichte der Größenwahnsinnige dann Pläne für seine präsidiale Bibliothek — ein protziges Hochhaus, in dem kein einziges Buch, dafür aber eine gigantische goldene Statue seiner selbst zu sehen ist. Wer sich beim Anblick dieses Bildes an die überdimensionierten Selbstbeweihräucherungen des Stalinismus, in Nordkorea oder Nazideutschland erinnert fühlt, liegt richtig. Denn genau so sieht es aus.

Bereits am 3. Januar dieses Jahres, nach der illegalen Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro, stoppte Trump die Öl-Exporte aus Venezuela in Richtung Kuba, was auf der ohnehin von Armut geplagten Insel zu fatalen Zuständen führte. Touristen ergriffen die Flucht, Flüge wurden gestrichen. Strom, Medikamente und Nahrungsmittel gingen aus, und Kuba hält maximal 15 bis 20 Tage ohne Nachschub durch. In den Krankenhäusern wurde es dunkel, Beatmungsgeräte versagten den Dienst, und Patienten starben in ihren Betten. Die Bevölkerung hungert. Eine humanitäre Katastrophe. Trump aber kommentierte die Situation lapidar mit den Worten: „Kuba ist am Ende.“ Um dann am 16. März 2026 zu prophezeien, dass er „die Ehre haben werde, Kuba einzunehmen“. Über Grönland denkt Trump natürlich ähnlich, denn seine Auftraggeber im angloamerikanisch-zionistischen Komplex sind offenbar gewillt, das nordamerikanische Technate in der ursprünglichen Ausprägung des Jahres 1940 endlich Realität werden zu lassen.

Fraglos: Trump setzt neue Maßstäbe der Schamlosigkeit. Er personifiziert den moralischen Bankrott und intellektuellen Vandalismus. Seine von Kompromat, Fanatismus und Gier getriebene Truppe gibt sich nicht einmal mehr Mühe, den Anschein von Rechtsstaatlichkeit zu wahren.

Selbst Kriegsverbrechen wie das US-Bombardement einer Mädchenschule im iranischen Minab, dem mindestens 175 Menschen zum Opfer fielen — die meisten davon Kinder — werden nonchalant als „Fehler“ abgetan.

Überhaupt: Trumps Kommentare zum Thema Iran können nur noch mit Schizophrenie oder vorsätzlicher Manipulation der Aktien- und Rohstoffmärkte erklärt werden. Denn Inkompetenz allein genügt da nicht mehr. Mindestens zwölf Mal erklärte Trump nun schon, die USA hätten „den Krieg längst gewonnen“, aber eben „noch nicht genug gewonnen“. Auch war er der Ansicht, der Krieg wäre sicher „ziemlich schnell“ zu Ende, er könnte aber auch noch ein paar Wochen dauern. MS NOW fasste diese Widersprüchlichkeiten am 10. März wie folgt zusammen:

„Um die Aussagen des Präsidenten zusammenzufassen: Wir haben den Krieg bereits gewonnen, wir werden ihn bald gewinnen, wir haben ihn noch nicht ausreichend gewonnen, er ist sowohl vorbei als auch gerade erst am Anfang.“

Trumps Personal schlägt in die gleiche Kerbe. So erklärte Kriegsminister Pete Hegseth, ein religiöser Fanatiker, wie er im Buche steht, den Irankonflikt unlängst zum „Heiligen Krieg“ — ungeachtet der Tatsache, dass die US-Verfassung Krieg auf Basis religiöser Motive explizit verbietet. Aus Reihen des US-Militärs liegen bereits über 200 Beschwerden vor, weil Kommandeure den Angriff auf den Iran bei Einsatzbesprechungen als Erfüllung einer biblischen Prophezeiung bezeichneten — als Startschuss für das „Jüngste Gericht“.

„Er forderte uns auf, unseren Truppen zu sagen, dass das alles Teil von Gottes göttlichem Plan sei, und verwies ausdrücklich auf zahlreiche Zitate aus dem Buch der Offenbarung, die sich auf Armageddon und die bevorstehende Wiederkunft Jesu Christi bezogen.“

Ob beim Jüngsten Gericht wohl auch die Epstein-Files verhandelt werden? Schließlich taucht Trumps Name gleich Tausende Male darin auf, unter anderem im Rahmen von drei zumindest ansatzweise verifizierbaren Verhörprotokollen, die ihm vorwerfen, Minderjährige missbraucht zu haben.

Eines der mutmaßlichen Opfer, Jane Doe, war zum damaligen Zeitpunkt 13 Jahre alt. Aus diesem Grund hat sie derzeit nur die Möglichkeit, zivilrechtlich gegen Trump vorzugehen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass der Prozess wie üblich verschleppt und durch einen Vergleich diskret beigelegt wird. Auch seine erste Frau, Ivana, bezichtigte Donald Trump im Zuge ihrer Scheidung im Jahr 1992 der Vergewaltigung und Körperverletzung, zog die Vorwürfe später jedoch überraschend zurück — um 2022 in ihrem New Yorker Zuhause die Treppe hinunterzustürzen und ihren Verletzungen zu erliegen.

Was wirklich vorgefallen ist, werden wir wohl in keinem der genannten Fälle erfahren. Denn als „bester Freund“ von Jeffrey Epstein und notorischer Hochstapler hat Trump zumindest gelernt, wie man das US-Justizsystem zu seinen Gunsten nutzt. Und die Medien dürften ihm auch nicht mehr allzu gefährlich werden, nachdem von Zionisten bezahlte MAGA-Influencer den neuen Mainstream markieren, der CIA-finanzierte Ellison-Clan Hollywood übernommen, ein „demokratiegefährdendes“ Medienimperium akquiriert und Epstein-Buddy Jeff Bezos (Amazon) die Washington Post mit einem „Blutbad“ auf Linie gebracht hat.

Die Liste von Trumps kriminellen, geschmacklosen, betrügerischen, inhumanen und letalen Umtrieben ließe sich noch beliebig lange fortsetzen, doch es geht hier nicht um die Person, sondern um das System, das hinter all diesem Theater steht. Ein System, für das auch Donald Trump nur eine Marionette ist, die sich bereichern darf, aber nichts zu entscheiden hat. Exemplarisch für dieses System steht ICE (US Immigration and Customs Enforcement), die 2003 gegründete Einwanderungs- und Zollbehörde der Vereinigten Staaten, die unter Trump 2.0 zur am besten finanzierten Strafverfolgungsbehörde der USA avancierte. Das Jahresbudget von ICE lag 2016 noch bei sechs Milliarden US-Dollar. Jetzt sind es 85 Milliarden. Dank der Vereinfachung — um nicht zu sagen vollständigen Abschaffung — von verpflichtenden Trainings, Aufnahmeprüfungen und Zulassungskriterien hat sich die Mitarbeiterzahl der Behörde allein im Jahr 2025 mehr als verdoppelt. Aktuell beschäftigt ICE gut 22.000 zumeist vermummt, bewaffnet, gewalttätig und oft in zivil auftretende Mitarbeiter. Tendenz steigend.

Seit Anfang 2026 starben sechs Personen im Gewahrsam der Behörde. Zwei wurden auf offener Straße hingerichtet.

Weite Teile der Bevölkerung, auf beiden Seiten des politischen Spektrums, nennen das Vorgehen der Behörde mittlerweile eine „Besatzung“ — „Rogue“, also außer Kontrolle — und protestieren gegen die ausufernde, gewalttätige Gängelung, die sich längst nicht mehr gegen illegale Einwanderer, sondern gegen alles und jeden richtet. ICE legt mit Unterstützung von Palantir illegale Datenbanken zur flächendeckenden Überwachung der gesamten Bevölkerung an, Datenbanken, deren Existenz ICE-Direktor Todd Lyons trotz erdrückender Beweise aus den eigenen Reihen schamlos leugnet. Der Schweizer E-Mail-Dienstleister Proton spricht in diesem Zusammenhang vom „mächtigsten Überwachungsinstrumentarium der Welt“.

Thomas Homan, der 2024 von Trump als „Grenzschutz-Zar des Weißen Hauses“ eingesetzte Chef der Einwanderungs- und Zollbehörde, wünschte sich schon Mitte 2025 „ein Amazon-ähnliches Deportationssystem“ wie „Prime, aber für Menschen“.

Dazu installiert ICE im ganzen Land riesige „Detention Center“, bestehend aus nicht genutzten Lagerhallen, deren Verwaltung sich zunehmend juristischen Rechenschaftspflichten entzieht. Bis Ende 2026 will die Behörde 38,3 Milliarden US-Dollar in solche Projekte investieren. Als stünde man unter Zeitdruck, kauft ICE zu völlig überzogenen Preisen, die an Geldwäsche erinnern, wahllos Gebäudekomplexe auf, die zwischen 1.500 und 10.000 Menschen fassen, Hygienestandards und Menschenrechte negieren und unweigerlich an Massentierhaltung erinnern. Und an Konzentrationslager. Befanden sich vor einem Jahr noch rund 37.000 Personen in solchen Lagern, waren es Ende Januar 2026 bereits 72.000. Tendenz steigend.

In vielen Fällen konfisziert ICE rechtswidrig die Papiere der Inhaftierten und retourniert sie auch nach richterlicher Anordnung nicht. Hausdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss, aufgebrochene Fahrzeuge, Wechselnummernschilder an Zivilfahrzeugen, Pfefferspray für unbeteiligte Zuschauer, Beleidigungen, körperliche Gewalt, Psychoterror, illegale Observation von US-Staatsangehörigen et cetera. ICE dreht frei und erinnert zusehends an die Gestapo.

Richterliche Anordnungen, zum Beispiel zur Freilassung von unrechtmäßig inhaftierten Personen, ignoriert die Behörde geflissentlich. US-Gerichte stellten fest, dass ICE seit Oktober 2025 über 4.400 Personen ohne rechtliche Grundlage in Haft nahm. Tauchen Anwälte der Behörde doch einmal bei den entsprechenden Gerichtsverhandlungen auf, was immer seltener der Fall ist, stellen sie mutwillig falsche Informationen zur Verfügung, um die Justiz zu sabotieren. Richter aus dem ganzen Land tadeln die Behörde dafür, das Justizsystem bewusst zu ignorieren. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten sieht weitgehend tatenlos zu und schützt das illegale Prozedere durch Untätigkeit.

Kaum verwunderlich also, dass Palantir nicht mehr nur ICE, CIA, FBI, NSA und Massenmörder wie Netanjahu unterstützt, sondern jetzt auch amerikanische Landwirte (mit „One Farmer, One File“) und US-Bundesbeamte überwacht. Keir Starmer gab gegenüber THE TIMES übrigens an, dass das 2025 veröffentlichte Buch von Palantir-CEO Alexander Karp, „The Technological Republic: Hard Power, Soft Belief, and the Future of the West“, die primäre Inspiration für Großbritanniens aktuelle KI-Agenda ist. Das Ergebnis: ein neues Echtzeit-Kontaktverfolgungssystem. Unter anderem. Denn vor gut einer Woche zwang Apples Software-Update iOS 26.4 allen iPhone-Besitzern Großbritanniens quasi über Nacht und ohne Vorwarnung die als Altersverifizierung getarnte digitale Identität auf. Wer sich nicht bei seinem iPhone identifiziert, kann das Gerät nach dem Update nur noch im „abgesicherten Kinder-Modus“ benutzen.

Doch zurück in die USA. Der neue Save America Act, ein Gesetz, das vom US-Heimatschutzministerium umgesetzt wird, erzwingt den Aufbau einer bundesweiten Wählerdatenbank, die aufgrund von 77 Fällen von Wahlbetrug in 24 Jahren nun 21,3 Millionen Amerikanern den Zugang zu Wahlen verwehren wird. Die Trump-Cyber-Strategie schafft sämtliche obligatorischen Sicherheitsstandards für Krankenhäuser, Wasser- und Stromnetze ab und erlaubt Tech-Unternehmen offensive Cyberkriegsführung, „um den privaten Sektor zu entfesseln“ — ein an Blackwater erinnerndes Killerkommando fürs Internet.

Der 291 Seiten umfassende Trump America AI Act schafft Section 230 ab, einen elementaren Bestandteil des amerikanischen Telekommunikationsgesetzes, der bislang Plattformen wie Substack oder Rumble vor der Haftung für Inhalte von Dritten schützte. Darüber hinaus besagt das neue Gesetz, dass der Rollout von künstlicher Intelligenz (KI) künftig zentral vom DOE (Department of Energy) genehmigt werden muss, während die FTC (Federal Trade Commission) künftig dafür zuständig sein wird, zu definieren, was als „politische Voreingenommenheit“ im öffentlichen Raum gilt — ein massiver Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit. Nicht zu vergessen der GENIUS Act, ein Gesetz von und für Howard Lutnick, Epsteins Nachbar in New York City. Der Journalist Aaron Day schrieb diesbezüglich am 21. März 2026:

„Howard Lutnick ist Trumps Handelsminister. Er verwaltet 122 Milliarden Dollar an US-Staatsanleihen von Tether. Er hält einen Anteil von circa fünf Prozent, der potenziell 25 Milliarden Dollar wert ist. Und er hat gerade ein Gesetz durchgesetzt, das all dies legalisiert. Lutnick besuchte Epsteins Karibikinsel im Dezember 2012 mit seiner Familie. Wenige Tage später unterzeichneten er und Epstein über Briefkastenfirmen gemeinsam Investitionsverträge für dasselbe Unternehmen. Er log diesbezüglich, bis die Akten im Februar 2026 veröffentlicht wurden. Cantor Fitzgerald (Anmerkung der Redaktion: Lutnicks Unternehmen) verwahrt 99 Prozent der US-Staatsanleihen von Tether. Tether erzielt jährlich zehn Milliarden Dollar Gewinn aus den Zinsen. Lutnicks Firma verdient Dutzende Millionen an Gebühren. Sein Anteil an Wandelschuldverschreibungen könnte bei der angestrebten Bewertung von Tether 25 Milliarden Dollar wert sein. Der GENIUS Act schreibt vor, dass alle Stablecoins durch US-Staatsanleihen gedeckt sein müssen. Tether lancierte umgehend eine neue, konforme Kryptowährung (USAt) mit Cantor als Reservemanager und bevorzugtem Händler. Ein Kryptoberater des Weißen Hauses verließ die Regierung, um dort CEO zu werden. Elizabeth Warren bezeichnete Tether (…) als ‚Lieblingskryptowährung von Kriminellen‘. Sie führte dazu die Verwendung für nordkoreanische Waffenprogramme, mexikanische Kartelle, russische Rüstungsunternehmen und Fentanyl-Hersteller an. Lutnick wurde dennoch mit 51 zu 45 Stimmen bestätigt. Ausländische Stablecoin-Emittenten wie Tether unterliegen gemäß GENIUS nicht denselben Prüfungsauflagen wie US-Emittenten. Senator Reed versuchte, diese Gesetzeslücke zu schließen. Die Republikaner blockierten den Änderungsantrag. Der Mann, der am meisten von dieser Lücke profitiert, sitzt im Kabinett: Epsteins Nachbar, Epsteins Geschäftspartner, Epsteins Gast auf der Insel. Jetzt kontrolliert er die Infrastruktur für 184 Milliarden Dollar in digitalen Währungen — mit einem Gesetz, das er selbst verfasst hat, um die Kontrolle zu behalten.“

Während ihr Vater und dessen Epstein-Buddys totalitäre Gesetze erlassen und unter Leitung von Netanjahu Krieg gegen den Iran führen, machen Trumps Söhne Eric und Don Jr. Insidergeschäfte mit Rüstungsfirmen und Drohnenherstellern. Powerus Corporation, Xtend, Unusual Machines, Anduril oder die Drone Dominance Initiative des Pentagon — überall wartet das große Geld. Von Mango Mussolinis haarsträubenden, für gutgläubige Anleger desaströsen Krypro-Betrügereien gar nicht erst anzufangen.

Donald Trumps Vermögen wuchs seit 2025 von vormals 3,9 Milliarden auf jetzt 7,3 Milliarden US-Dollar, obwohl ein amtierender US-Präsident eigentlich dazu angehalten ist, seine privaten Geschäfte ruhen zu lassen und sein Vermögen in einem „Blind Trust“ auf Eis zu legen, um Interessenskonflikte während seiner Amtszeit zu vermeiden.

Die von Tech-Oligarchen, Zionisten, Kompromat und zügelloser Gier durchs politische Koordinatensystem geschasste Polit-Mafia im Weißen Haus scheint von solchen Nebensächlichkeiten nicht einmal mehr Notiz zu nehmen.

Vielleicht ist man in Washington zu beschäftigt mit Project Sunrise, einem 112 Milliarden schweren Immobilien-Entwicklungsplan von Jared Kushner, Trumps verschlagenem Schwiegersohn, der vorsieht, eine „Smart City“ mit 180 Hochhäusern auf den Ruinen und Resten von 100.000 toten Menschen im Gazastreifen zu errichten, „eine Gaza-Riviera mit Luxushotels und KI-Netzwerken“. Ein Plan, der im Übrigen auch die Zustimmung des dunklen Aufklärers Curtis Yarvin findet, weil man Gaza dessen Ansicht nach als „souveränes Unternehmen“ betreiben und die verbleibende Bevölkerung mit „GAZA-Token“ managen und bezahlen lassen sollte.

Dann wäre da noch Trumps „Board of Peace“, ein vermeintlicher „Friedensrat“, dessen Gründung The Donald beim Weltwirtschaftsforum (WEF) im Januar 2026 kommunizierte. Der Vorsitzende auf Lebenszeit: Donald Trump. Seinen Nachfolger kann natürlich auch nur er selbst ernennen. Die gute alte Erbfolge eben. Gegründet hat Trump diesen „Friedensrat“ als Privatperson, nicht als Präsident. Dann, am 22. Januar 2026, unterzeichnete er Executive Order 14375, um der Organisation und ihren Mitgliedern diplomatische wie persönliche Immunität sowie Steuervorteile einzuräumen. Die Gebühr für eine Vollmitgliedschaft beläuft sich auf eine Milliarde US-Dollar. Im Vorstand der Organisation sitzen so illustre Gestalten wie Tony Blair, Jared Kushner, Marco Rubio oder Ajay Banga, der amtierende Präsident der bis dato als neutral geltenden Weltbank. „Autoritäre Herrscher, starke Männer und Diktatoren“, kommentierte der Guardian am 19. Februar 2026 in Bezug auf die Mitglieder des fragwürdigen Gremiums, das über eine Art Privatarmee von 20.000 Mann verfügt, die sich aus den Streitkräften von Kasachstan, dem Kosovo und Marokko rekrutieren und in Gaza eingesetzt werden soll, um dort die Immobilienprojekte der neoreaktionären Polit-Mafia zu sichern.

Das führt uns zum Iran, zu dem erst einmal festgehalten werden muss, dass er keinesfalls den ultimativen Gegenpol zum wertewestlichen Imperium darstellt, auch wenn viele Intelligenzallergiker sich bereits im „Heiligen Krieg“ oder einem finalen „Kampf der Kulturen“ ausgesetzt wähnen.

Der Iran hat seit 2022 eine digitale Zentralbankwährung, eine COVID-Impfquote von 77,61 Prozent (Stand Juli 2023) und eine biometrische eID mit RFID-Chip, die allen Einwohnern ab einem Alter von 15 Jahren verpflichtend zugewiesen wird. Bereits 1901 erteilte der Iran dem britischen Unternehmer William Knox D’Arcy eine Konzession zur Erdölförderung. 1909 gründete D‘Arcy die Anglo-Persian Oil Company, die 1935 in Anglo-Iranian Oil Company und 1954 in British Petroleum (BP) umbenannt wurde. Ab 1923 war der spätere britische Premierminister Winston Churchill im Iran als Lobbyist der britischen Regierung und für die 1886 gegründete Burmah Oil Company tätig. In den 1970er-Jahren pflegte unter anderem David Rockefeller enge Verbindungen zum Iran und Shah Mohammad Reza Pahlavi, einem der besten Kunden von Rockefellers Chase-Manhattan-Bank. Rockefeller war es auch, der zusammen mit Henry Kissinger versuchte, die Carter-Regierung davon zu überzeugen, Pahlavi im Iran an der Macht zu halten. Die Teheran Times schrieb dazu am 30. Dezember 2019:

„Die Akten belegen, dass Herr Rockefeller auf die Wiedereinsetzung einer Version der abgesetzten Regierung hoffte. Offenbar setzte er sich noch lange nach der Flucht des Schahs aus Teheran für eine Art Restauration ein. Noch im Dezember 1980 drängte Herr Rockefeller die künftige Reagan-Regierung persönlich dazu, eine Konterrevolution zu fördern, indem sie die ‚Teppichhändler-ähnlichen Verhandlungen‘ um die Geiseln beendete und stattdessen militärisch gegen den Iran vorging, falls die Geiseln nicht freigelassen würden. Er schlug die Besetzung dreier iranisch kontrollierter Inseln im Persischen Golf vor. ‚Das wahrscheinlichste Ergebnis dieser Situation ist ein letztendlicher Sturz der gegenwärtigen fanatischen schiitischen Regierung, entweder durch eine Militärregierung oder durch eine Koalition aus Militär und zivilen, demokratischen Führern‘, argumentierte Herr Rockefeller laut seinen Gesprächsnotizen für Treffen mit dem Reagan-Übergangsteam. Während sich Teherans Staatskassen in den 1970er-Jahren mit Öleinnahmen füllten, gründete Chase ein Joint Venture mit einer iranischen Staatsbank und verdiente hohe Honorare mit der Beratung des staatlichen Ölkonzerns. Bis 1979 hatte die Bank Kredite in Höhe von über 1,7 Milliarden US-Dollar für iranische öffentliche Projekte syndiziert (heute umgerechnet etwa 5,8 Milliarden US-Dollar). Die Bilanz der Chase-Bank wies Kredite an den Iran in Höhe von über 360 Millionen US-Dollar und iranische Einlagen in Höhe von über 500 Millionen US-Dollar aus. Rockefeller betonte oft, seine Sorge um den Schah habe sich ausschließlich auf Washingtons ‚Prestige und Glaubwürdigkeit‘ bezogen. Es ging ihm um ‚den Verrat an einem Freund, als er uns am dringendsten brauchte‘, schrieb er in seinen Memoiren. Beim Mittagessen im Knickerbocker Club in New York berichtete General Robert E. Huyser, Carters Sondergesandter für Teheran, dem Team des Projekts Eagle, er habe die iranische Militärführung dringend aufgefordert, so viele Demonstranten wie nötig zu töten, um den Schah an der Macht zu halten.“

Ab 1981 lieferte sogar Israel heimlich Waffen an den Iran, um die dortige Regierung im Krieg gegen den Irak zu unterstützen.

Der Iran befindet sich also spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts im Würgegriff des supranationalen Banken- und Öl-Kartells und profitiert wie jedes andere assimilierte Land von ausufernder Korruption, Gewalt und Konzernkriminalität.

Wenn also das 1446 begründete Haus der Saud, ein enger Verbündeter der USA und eine der reichsten Herrschaftsdynastien der Welt, am 28. März 2026 formell verkündet, es gebe nach ein paar Wochen Raketenkrieg nun einen reibungslosen Übergang zu einem völlig neuartigen Schifffahrtssystem im Golf, welches das Angebot dauerhaft reduziert, die Preise nach oben treibt und den Petro-Dollar durch den Petro-Yuan ersetzt — inklusive vorgefertigter Erklärungen zur diesbezüglichen Untätigkeit der USA —, erinnert das doch sehr an die global synchronisierten Maßnahmen im Zuge von „COVID-1984“. Ein Kapitalmarkt-Kommentar von The Kobeissi Letter erklärte am 1. April 2026, wie der Prozess im Detail funktioniert. Zuerst müssen Schiffe sich bei einem Unternehmen anmelden, das zwischen Brücke und IRGC (Islamic Revolutionary Guard Corps, Islamische Revolutionsgarde) vermittelt. Diesem übermitteln sie Informationen zu Eigentümer, Besatzung, Ladung, Zielhafen und Transpondercode. Daraufhin ermittelt der Iran, ob das Schiff Verbindungen zu Israel oder den USA unterhält. Basierend auf einer abschließenden Sicherheitseinstufung mit fünf Risikostufen genehmigt oder verweigert der Iran die Passage und berechnet im ersten Fall eine Gebühr von einem US-Dollar pro Barrel Öl, die vor der Weiterfahrt in Yuan oder Stablecoins zu entrichten ist.

Das Haus Saud fasst es wie folgt zusammen:

„Der Iran verwandelt die Straße von Hormus von einer internationalen Wasserstraße in eine souveräne Mautstraße, komplett mit formeller Gesetzgebung, festgelegten Gebühren in chinesischen Yuan, von der IRGC kontrollierten Schifffahrtskorridoren und einem zweistufigen Zugangssystem, das geopolitischen Verbündeten freie Durchfahrt gewährt und feindlichen Nationen pro Transit etwa zwei Millionen US-Dollar in Rechnung stellt. Dies ist keine Kriegsblockade. Es handelt sich um den Aufbau eines dauerhaften Seeregimes — die erste neue Maut für eine internationale Meerenge seit mehr als 160 Jahren —, und seine Auswirkungen reichen weit über den Persischen Golf hinaus.“

Bis heute wurde kein einziges Frachtschiff in der Straße von Hormus versenkt. Wir wissen, dass die Passage nicht vermint ist, weil weiterhin Transit stattfindet. Irgendwelche Seegefechte finden dort ebenfalls nicht statt. Denn die Sperre der Straße von Hormus basiert primär auf Absprachen der iranischen Regierung mit westlichen Versicherungen. Das sollte Fragen aufwerfen, die weitaus wichtiger sind, als sich für ein Lager zu entscheiden.

Ob abgekartet oder nicht — das Endspiel läuft. Die Energiekrise ist da. Und in zwei bis vier Wochen werden ihre Auswirkungen von Asien aus Europa erreichen. Was da auf uns zukommt, zeigt ein Blick auf den am 20. März 2026 veröffentlichten 10-Punkte-Plan der IEA (International Energy Agency, Internationale Energieagentur), den ich hier nicht im Detail bespreche, weil man die von der IEA empfohlenen Maßnahmen bereits kennt, es sind nämlich die gleichen wie bei Corona oder Net Zero: Home Office, Rationierung, Reduktion der Individualmobilität, Lockdowns. Die IEA unterhält natürlich auch einen tagesaktuellen „Response Tracker“, der den Fortschritt der Maßnahmen-Umsetzung überwacht. Sozusagen das Pendant zu Reproduktionszahl und Impfquote. Ein Blick auf die entsprechende Tabelle lässt Böses erahnen. Darüber hinaus sollte man sich bewusst sein, dass die IEA die Energiepolitik von 32 Ländern, die 75 Prozent des globalen Energiebedarfs repräsentieren, kontrolliert und Staaten die Empfehlungen des undemokratischen Gremiums wie bindende Gesetze behandeln, während sich der Chef der IEA, Fatih Birol, für Net Zero engagiert wie kaum ein Zweiter.

Demnach dürfte sich Birol wohl daran erfreuen, dass Bangladesch, Sri Lanka, Slowenien, Myanmar, Kambodscha, Indonesien und Ägypten jetzt die Abgabe von Benzin und Diesel rationieren. Home Office empfehlen oder verordnen die Regierungen dieser Länder ebenfalls, genau wie Malaysia, Pakistan, Thailand, Vietnam, Laos und die Philippinen. In Australien, Kroatien, China, Barbados, Griechenland, Ungarn, Japan, Korea, Mexiko, Polen oder Deutschland versucht der Staat, die finanziellen Folgen für die Bevölkerung mit der Deckelung des Abgabepreises zu mindern, was in Deutschland allerdings das Gegenteil bewirkte und zu neuen Höchstpreisen führte.

Ryanair warnt vor Kerosin-Engpässen ab Mai, Brüssel vor einem lang anhaltenden Energieschock, Skybus streicht Flüge zwischen Newquay und London Gatwick, Taiwan Airlines kündigt Zusatzgebühren von 157 Prozent für internationale Flüge an, Airgas, dass ab April nur noch die Hälfte an Helium geliefert werden kann. Die Daily Mail berichtet, Airlines könnten binnen Wochen bankrott gehen, Amazon berechnet dreieinhalb Prozent Zusatzgebühren für gestiegene Transportkosten, und eine Prognose von J.P. Morgan veranschaulicht, wann im Rest der Welt Chaos oder Ebbe im Tank herrschen wird.

Schon am 30. März 2026 ging die Zahl der gestrichenen Flüge laut The Telegraph in die Tausende. Und wie der vielzitierte Zufall so spielt, sorgten ukrainische Drohnenangriffe am 25. März dafür, dass auch Russlands Exportkapazität für Öl um 40 Prozent zurückging. Am 24. März brannte eine Raffinerie in Texas ab. Bereits letzten Oktober eine in Kalifornien. Dazu die zerstörte Infrastruktur in Haifa, Teheran, Quatar und Ras Laffan. Selbst wenn die Straße von Hormus noch heute wieder für alle frei passierbar wäre, würde es Monate und Jahre dauern, die Kapazitäten wieder instand zu setzen und hochzufahren. Unsere fragile Just-in-time-Industrie wird in Anbetracht dieser Zustände massiven Schaden nehmen oder kollabieren.

Wo es kein Benzin mehr gibt, wird auch nichts transportiert, gesät, geerntet oder gefangen. In Thailand bleibt bereits die halbe Fischfangflotte im Hafen, weil die Treibstoffpreise wirtschaftliches Arbeiten unmöglich machen. In den Niederlanden, Südkorea, Japan und den USA das gleiche Bild. Und das ist erst der Anfang. Denn der Ausnahmezustand — Force Majeure — wird in Zukunft wohl tatsächlich die Regel sein.

So vermeldet die Economic Times am 1. April, dass der Irankonflikt schlimmere Auswirkungen haben wird als die Ölschocks der 1970er und die Sprengung der Nord-Stream-Pipeline zusammen. Die Berliner Zeitung warnt am gleichen Tag, dass in Deutschland bereits ab Ende April Fahrverbote und Energie-Lockdown drohen, weil die Regierung „im Notfall hart durchgreifen könnte“.

Die langfristigen Folgen des Irankonflikts sind also schon jetzt verheerend. Denn ein Mangel an günstigem Treibstoff sorgt unweigerlich für einen Mangel an Düngemitteln, Produktionsgütern, Nahrungsmitteln und Medikamenten. Energiekrise = Hungerkrise. Und wie der besagte Zufall es will, haben die Düngemittelhersteller ihre Produktionsmengen bereits 2025 massiv reduziert, während Deutschland trotz drohender Engpässe auch am 1. April 2026 noch Diesel exportiert. Als wäre Unterversorgung das Ziel.

Im schlimmsten Fall wird die von dieser Disruption verschärfte Polykrise die Coronamaßnahmen wie einen Luxusurlaub erscheinen lassen. Mangelwirtschaft, Rationierung, Lieferausfälle, Zusammenbruch logistischer Strukturen, Arbeitslosigkeit, Insolvenzen, Chaos, Hunger, soziale Unruhen, Finanzcrash und „Mad Max“ — über den Hebel Energie ist alles möglich. Eine ideales Szenario also für ein System, das seinen Bürgern eID, digitales Geld, 15-Minuten-Städte und soziale Isolation aufzwingen will, denn wenn kein Geld mehr da, das Internet gesperrt, die Zapfsäule leer, der Supermarkt zwei Wochen geschlossen und die Innenstadt ein Kriegsgebiet ist, werden sie jedes „Hilfsangebot“ freiwillig annehmen. Das nächste „Nein“ dürfte demzufolge deutlich schwerer fallen als das letzte. Das Trainingscamp ist überstanden — jetzt aber könnte der Ernstfall kommen.

So hat dieses dystopische Szenario aber auch sein Gutes: Denn in den kommenden Jahren wird jeder von uns herausfinden und unter Beweis stellen können, was für ein Mensch er wirklich ist.

(Auszug von RSS-Feed)

Mike Adams: Der Große Krieg hat gerade erst begonnen: Eine gezielte Kampagne zur Abschaffung der Menschheit

14. April 2026 um 21:00

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Einleitung: Die Engpässe schließen sich – und das ist Absicht

Wenn ich mir die geopolitische Lage von Tag zu Tag anschaue, wird das Unvorstellbare zur täglichen Realität. Die Straße von Hormus, die entscheidende Verkehrsader für weltweite Energie- und Düngemittellieferungen, ist praktisch gesperrt. [1] Tanker, die versuchen, die Meerenge zu durchqueren, mussten mit schwerwiegenden Folgen rechnen: Sie wurden in die Luft gesprengt, zerstört oder versenkt. Infolgedessen ist eine Versicherung für Schiffe, die die Meerenge passieren wollen, praktisch unmöglich zu bekommen. [2] Das ist keine vorübergehende Versorgungsstörung; es ist ein gezielter Vorbote eines globalen Energiezusammenbruchs – eine künstlich herbeigeführte Krise. [3]

Quelle: legitim

Ich glaube, wir müssen die Brille der konventionellen Geopolitik ablegen. Die wahre Sichtweise ist das, was ich als „inszenierte Energieknappheit“ bezeichne. [3] Wenn die Nachrichten von Explosionen in der Raffinerie von Haifa berichten oder die Zerstörung der LNG-Anlagen in Katar bestätigen, verlangt die offizielle Darstellung, dass wir darin einen „geopolitischen Konflikt“ sehen. Ich sehe etwas weitaus Unheimlicheres: präzise, chirurgische Schläge gegen die eigentliche Architektur der menschlichen Zivilisation. Hier geht es nicht um einen regionalen Krieg; es ist der erste Schritt einer größeren Agenda auf planetarischer Ebene. Meiner Ansicht nach handelt es sich um eine koordinierte Anstrengung, eine globale Hungersnot herbeizuführen und die Menschheit zu dezimieren.

 

Die COVID-Generalprobe und der Übergang zu Energie-Lockdowns

Die Globalisten haben aus COVID gelernt, dass sie durch künstlich herbeigeführte Krisen massenhaften Gehorsam erzwingen können. Die Pandemie war eine groß angelegte psychologische Operation, um den massenhaften Gehorsam, Strategien zur Unterwerfung und die Bevölkerungsreduktion durch Impfstoffe zu testen. Da es ihnen nicht gelang, die angestrebten Meilensteine der Bevölkerungsreduktion mittels Biowaffen zu erreichen, griffen sie zu einer brutaleren, effektiveren Strategie: der Abschaltung der Energie- und Nahrungsmittelversorgung.

Die Lockdowns waren ein Test. Der eigentliche Plan ist es, die weltweite Versorgung mit Düngemitteln, Treibstoff und Lebensmitteln selbst zu unterbinden. Die Sperrung der Straße von Hormus hat die weltweite Versorgung mit Stickstoffdüngern, die für die moderne Landwirtschaft unverzichtbar sind, schwer beeinträchtigt. [4] Etwa die Hälfte der gesamten weltweiten Nahrungsmittelproduktion hängt vom Einsatz von Düngemitteln ab. Ohne Düngemittel würden die Ernteerträge drastisch sinken. [5] Das ist kein Zufall. Es ist eine Verlagerung von Biowaffen hin zum Ressourcenkrieg, ein direkterer Weg zur Auslöschung.

 

Trump, Netanjahu und die Illusion der Kontrolle

Figuren wie Trump und Netanjahu sind keine eigentlichen Entscheidungsträger; sie sind Marionetten, die Befehle ausführen. Ihr öffentliches Theater und ihre Konflikte sind nur ein Ablenkungsmanöver für die übergeordneten Ziele, denen sie beide dienen. Während ich dies im Jahr 2026 schreibe, treibt Präsident Donald Trump, der die Wahl 2024 gewonnen hat, die Vereinigten Staaten in einen Konflikt mit dem Iran. [6] Dieser Krieg, den Präsident Donald Trump gegen den Iran begonnen hat, war keine Verteidigungsmaßnahme; es war ein krimineller Akt unprovozierter Aggression. [7]

Ich bin überzeugt, dass sie von höheren, okkulten Mächten – „größeren Dämonen“ – manipuliert werden, deren Ziel die Massenvernichtung ist. Es ist wichtig zu erkennen, dass Donald Trump viele Aspekte dieses Konflikts nicht kontrolliert. [8] Er hat keine Kontrolle über Israels Aggression oder die strategischen Reaktionen des Iran. Sie alle spielen Rollen in einem Drehbuch, das von einer Kabale geschrieben wurde, deren Vision ein posthumaner Planet ist. Ihre Rhetorik und ihre Handlungen sind darauf ausgelegt, Chaos und Mangel zu schaffen und so den Weg für die nächste Phase zu ebnen.

 

Das Endziel: Ein posthumaner Planet

Hier geht es nicht nur um geopolitische Konflikte; es handelt sich um eine ethnische – oder besser gesagt: eine artbezogene – Säuberung der Erde. Die anhaltende Unterdrückung von Technologien zur freien Energieerzeugung ergibt nur dann Sinn, wenn das Ziel darin besteht, die Menschheit vor ihrer Auslöschung schwach und abhängig zu halten. Aus Büchern, die ich indexiert habe, weiß ich, dass die wachsende Abhängigkeit der Welt von arabischem, persischem und venezolanischem Öl sich nur noch verstärken wird, da die Nachfrage steigt, während das weltweite Angebot schrumpft. [9] Diese Abhängigkeit ist eine Leine, und jetzt wird daran gezogen, um uns zu ersticken.

Die Umweltverschmutzung und die Zerstörung des Planeten durch die Menschheit haben uns zu unerwünschten Mietern für jede Macht gemacht, die als Nächstes eine Kolonisierung plant. Aber mehr noch: Unsere bloße Existenz wird als Ressourcenverschwendung angesehen. Die Angriffe haben nicht nur die Märkte gestört; sie haben die weltweite Versorgung mit elementarem Schwefel und Schwefelsäure unterbrochen. [10] Damit wird die chemische Achillesferse der modernen Zivilisation durchtrennt. Es ist ein systematischer Abbau von Industrie, Landwirtschaft und Medizin – den Säulen der menschlichen Gesellschaft. Das Ziel ist ein sterilisierter Planet, bereit für eine neue Ordnung.

 

Warum du das Narrativ vom „rationalen Frieden“ durchschauen musst

Die weit verbreitete Erwartung, dass „die kühleren Köpfe die Oberhand gewinnen werden“, ist eine gefährliche Fantasie, die die Öffentlichkeit entwaffnet. Das Narrativ einer allmächtigen Supermacht, der unverzichtbaren Nation, wurde der globalen Psyche eingetrichtert. Es war eine mächtige, berauschende Illusion. [11] Diese Geschichte ist nun eine Leiche, die in den strategischen Gewässern der Straße von Hormus verrottet.

Märkte, die auf Frieden setzen, sind blind für das wahre Ziel: nicht Frieden, sondern der sich beschleunigende Zusammenbruch von Industrie, Medizin und Gesellschaft. Der Krieg im Nahen Osten hat tiefgreifende Auswirkungen und vernichtet die höherwertigen Güter, von denen die globale Produktionsstruktur abhängt. Dies hat bereits zu gefährlichen Engpässen in kritischen Branchen wie dem Gesundheitswesen und der Lebensmittelproduktion geführt. [12] Hier ist der Grund, warum das wichtig ist: Wenn du glaubst, es ginge hier nur um den Iran oder Israel, wirst du völlig unvorbereitet sein auf die kommende Hungersnot und das Chaos. Experten, die ich interviewt habe, bestätigen, dass die Auswirkungen am deutlichsten in Volkswirtschaften wie Indien zu sehen sind, wo dessen weltweit führendes Wachstum einen unerwarteten Rückschlag erlitten hat. [13] Dies ist ein geplanter Zusammenbruch.

 

Fazit: Überleben ist die einzige Form des Widerstands

Es wird keine Rückkehr zur Normalität geben. Wir befinden uns in der Anfangsphase einer geplanten Auslöschung. Ich sage das schon seit Jahren voraus. [8] Die kommenden Veränderungen werden drastisch sein, und manche Menschen werden aufgrund der überwältigenden Herausforderungen zu kämpfen haben oder sich sogar ganz aus dem System zurückziehen. [14] Eure einzige Möglichkeit ist radikale Selbstversorgung: dezentrale Systeme für Nahrung, Medizin und Kommunikation.

Ich glaube nicht, dass sie vollständig erfolgreich sein werden, aber ihr Erfolg wird in Milliarden verlorener Menschenleben gemessen werden. Eure Vorbereitung ist jetzt eine moralische Verpflichtung. Das bedeutet, die Prinzipien natürlicher Gesundheit, sauberer Lebensmittel und persönlicher Freiheit anzunehmen, die wir für wahr halten. Es bedeutet, sich vertrauenswürdigen, dezentralen Plattformen für Wissen und Gemeinschaft zuzuwenden, wie BrightLearn.ai für kostenlose Bücher, BrightAnswers.ai für unzensierte KI-Forschung und Brighteon.social für freie Meinungsäußerung. Euer Überleben ist der ultimative Akt des Widerstands gegen eine Kabale, die euch als nichts anderes als eine zu beseitigende Ressource betrachtet.

 

Referenzen

  1. The Window Is Closing: How the Iran Conflict Just Unleashed a Global Famine Trigger. – NaturalNews.com.
  2. 2026-03-13-BVN-GLOBAL FAMINE NOW CERTAIN_otter_ai-. – Bright Videos Network.
  3. Prepare to Survive Engineered Energy Scarcity as a Means of Total Enslavement. – NaturalNews.com. Mike Adams. March 24, 2026.
  4. The Hunger Chokepoint: How a Strait of Hormuz Blockade Threatens Half the World’s Food Supply. – NaturalNews.com. Willow Tohi. March 16, 2026.
  5. Famine Incoming? About One-Fourth Of All Globally Traded Nitrogen Fertilizer Normally Travels Through The Strait Of Hormuz. – ActivistPost.com.
  6. America’s Warriors Will Pay the Price: Why Trump’s Iranian Invasion Plan Is a Suicide Mission. – NaturalNews.com. March 27, 2026.
  7. The Edge of Armageddon: Why We Must Stop This Madness Before It’s Too Late. – NaturalNews.com.
  8. 2026-03-20-BVN-NOT WAR, BUT DEPOPULATION_otter_ai-. – Bright Videos Network.
  9. Clean Energy Nation: Freeing America from the Tyranny of Fossil Fuels. – Gerald McNerney.
  10. Global Sulfur Crisis: The Chemical Achilles‘ Heel of Modern Civilization Has Been Severed. – NaturalNews.com. March 9, 2026.
  11. The Empire’s Final Illusion: How Failure in Iran and Russia Exposes America’s Terminal Decline. – NaturalNews.com.
  12. The Economic Destruction of Trump’s War Goes Far Beyond High Gas Prices. – Mises.org.
  13. India’s high-growth economy gets a Middle East oil shock. – BBC.com.
  14. 2026-03-31-BVN-GLOBAL ENERGY LOCKDOWNS_otter_ai-. – Bright Videos Network.

 

Erklärende Infografik

 

Quelle: Natural News

(Auszug von RSS-Feed)

EU – endlich wieder richtig Union

14. April 2026 um 10:16

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von  Egon W. Kreutzer

Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten.

Die Wahl in Ungarn hat wohl das Gegenteil bewiesen.

Wahrscheinlich muss man Ungar sein, um jenes Gefühl zu entwickeln, das wir Deutschen nach 16 Jahren Helmut Kohl hatten. Eine Mehrheit hatte den Oggersheimer einfach satt und sich Gerhard Schröder erwählt. Der hat sich quasi selbst zerlegt, mit tatkräftiger Mithilfe Münteferings, der damals überrumpelnd die Neuwahlen ausgerufen hat. Merkel hat versprochen, die Schritte in der richtigen Richtung fortzusetzen, die Einschnitte zu vertiefen, und wurde gewählt und es dauerte wieder 16 Jahre, bis wir auch Merkel satt hatten. Dann hatten wir Scholz satt, was sehr schnell gint – und wenn am nächsten Sonntag gewählt würde, würde sich zeigen, dass wir auch Merz schon wieder satt haben.

So geht Demokratie. Regierungen abwählen, statt sie gewaltsam zu stürzen.

Natürlich hat man sich das in Brüssel so gewünscht. Natürlich hat man von Brüssel aus alles getan, um dieses Ergebnis zu ermöglichen. Ganz im Ernst: Die wären doch auch völlig bescheuert gewesen, hätten sie sich einfach neutral verhalten und die Ungarn machen lassen, statt die sich bietende demokratische Chance zu nutzen. Jetzt endlich wird Selenski seine 90 Milliarden bekommen können. Dafür wird sich die total zerstörte Pipeline, die Ungarn versorgt hat, über Nacht von ganz alleine wieder reparieren. Hände sind beim Waschen nun einmal aufeinander angewiesen. Wer da unbedingt eine unzulässige Einmischung erkennen will, sieht wahrscheinlich überall Gespenster. In der Politik gibt es keine Freundschaften, nur Interessen. Schon vergessen?

Außerdem wird sich Ungarn nun auch nicht mehr verweigern, wenn es darum geht, seine humanitären Pflichten zu erfüllen und die zugewiesenen Flüchtlingskontingente aufzunehmen. Ungarn hat doch Platz. Mehr als doppelt so viel wie Deutschland. 103 Einwohner pro Quadratkilometer gegen unsere 240 – und bei uns jammert doch auch niemand, wir hätten keinen Platz.

Nichts ist so eindeutig als „Win-Win-Win-Situation“ zu erkennen, wie die Abwahl Orbans.

Win1 Putin hat damit faktisch sein letztes U-Boot, seinen letzten Maulwurf in der EU verloren. Sein Einfluss auf EU-Entscheidungen ist nun endlich wieder auf null gesunken. Der Stachel im Fleisch ist weg. Ungarn ist, wie der verlorene Sohn der Bibel, heimgekehrt. Nun wird das gemästete Kalb geschlachtet und ein Fest gefeiert.

Win2 Auch Donald Trump hat den letzten Anker in der EU verloren. Da hat auch alles Einmischen in der heißen Phase des Wahlkampfs nichts mehr geholfen. Noch nicht einmal die Geste, sich mit dem Iran kurz vor der Wahl in Ungarn an den Verhandlungstisch zu setzen, hat geholfen, die Mehrheit der Ungarn davon zu überzeugen, dass es gut sei, nicht nur mit Putin, sondern auch mit Trump sprechen zu können.

Win3 Die Mehrheit der Ungarn hat beschlossen, von nun an bedingungslos der großen Mutter von der Leyen die Treue zu halten.

So geht Demokratie.

Natürlich kann man auch sagen: Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis. Selbst Moses, angetreten das auserwählte Volk aus der Gefangenschaft zu führen, musste den Seinen nur für einen Augenblick den Rücken kehren, und schon fing das Gejammer an. Immer nur Manna! Hängt uns zum Hals heraus. Ach wie gut ging es uns doch an den Fleischtöpfen Ägyptens! Lasst uns umkehren, Moses hat keinen Plan.

Kaum war Moses auf den Berg gestiegen, um das Gesetz in Empfang zu nehmen, tanzten sie unten schon um das goldene Kalb, das sie sich selbst als Gottheit geschaffen hatten.

Allerdings war die Zeit für diese frühen Ansätze von Basisdemokratie noch nicht reif. Moses zerschmetterte die von Gott selbst beschriebenen Gesetzestafeln, zerstörte das goldene Kalb und ließ die Leviten, seine engsten Anhänger, mit dem Schwert losziehen und unter dem auserwählten Volk ein Massaker anrichten, dem bis zum Abend 3.000 Männer zum Opfer fielen.

Dann herrschte wieder Ruhe und die Karawane zog weiter, bis endlich, nach 40 Jahren in der Wüste, das gelobte Land erreicht war und mit Hilfe des Herrn erobert werden konnte.

Rauhe Sitten, damals.

Hätte es damals schon Demokratie gegeben, mit Wahlen und Mehrheiten und so, Moses hätte Aaron als seinem Nachfolger zum Wahlsieg gratulieren müssen, wie es Orban jetzt getan hat,  und ihm die Gesetzestafeln übergeben müssen, auf dass er diese mit Zweidrittelmehrheit fortschreiben könne.

Was danach geschen wäre, ist so offen und unbekannt, wie das, was jetzt in Ungarn geschehen wird.

Tröstlich, dass es wieder nur eine Episode sein wird, wie auch die Schilderungen im 2. Buch Mose, Kapitel 32, nur eine Episode waren, an deren vorläufigem Ende nach unzähligen Generationen nun Netanjahu steht.

(Auszug von RSS-Feed)

Die Barbaren sind wir

14. April 2026 um 09:54

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Die Drohung des Präsidenten, die iranische Zivilisation auszulöschen, stürzte Amerika in eine tiefe Krise

Harrison Berger (antikrieg)

Am Dienstagmorgen verkündete Präsident Donald Trump auf Truth Social: „Heute Nacht wird eine Zivilisation sterben.“ Um 20 Uhr gaben die USA den Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe mit dem Iran bekannt. Ob diese Waffenruhe hält (oder überhaupt in die Gänge kommt), ist bereits fraglich – Iran und die USA scheinen widersprüchliche Darstellungen des angeblich vereinbarten Zehn-Punkte-Plans zu liefern. Die größte Hoffnung auf ein Bestehen der Waffenruhe liegt in Israel, wo Fernsehmoderatoren, die am Montag noch sehnsüchtig auf den Countdown zu Trumps geplantem Völkermord an den Iranern gewartet hatten, verwirrt und empört reagierten, als der Präsident kurz vor Ablauf der Frist einen Rückzieher machte.

Ob Trump letztendlich so weit geht, wie es die Israelis wünschen, oder nicht – die Amerikaner müssen sich nun mit der Zerstörung auseinandersetzen, die bereits in ihrem Namen angerichtet wurde, mit den zivilisationszerstörenden Aktionen, mit denen Trump gedroht hat, und mit den Barbaren, zu denen wir dabei geworden sind.

Wie Tucker Carlson, der prominenteste Kritiker des Iran-Krieges, in seinem viralen Monolog am Montag betonte, war an Trumps Drohung, eine ganze Zivilisation zu vernichten, kaum etwas amerikanisch oder westlich. Das soll nicht heißen, dass die US-Regierung nicht schon früher schwere Verbrechen begangen hat, darunter Angriffskriege. Wie eine in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichte Studie ergab, haben US-amerikanische und europäische Sanktionen seit 1971 38 Millionen Menschenleben gekostet. Doch diese schändlichen Taten wurden zumindest hinter einem Vorwand verborgen und nicht offen als Ziel selbst deklariert. Auch wenn es wie eine Unterscheidung ohne Bedeutung erscheinen mag, argumentiert Carlson überzeugend, dass sie von großer Wichtigkeit ist. Indem wir selbst den Anspruch höherer Gesetze aufgegeben haben, haben wir uns dem „Gesetz des Dschungels“ verschrieben, einem „brutalen und unerbittlichen Gesetz“, das auch vor Irans Grenzen nicht Halt macht. „Wir wissen aus der Geschichte, dass einem das widerfährt, was man tut“, sagte Carlson. „Wer einmal einen Standard setzt, muss auch danach leben.“

Tatsächlich war Trumps Drohung, die iranische Zivilisation zu zerstören, kein Ausdruck amerikanischer Werte, sondern der reinste Ausdruck und die logische Konsequenz einer Ideologie, der sich die Vereinigten Staaten von Amerika unter Joe Biden und nun auch unter Trump verschrieben haben: dem Zionismus und dem Projekt Großisrael, zunächst durch die US-Unterstützung für Israels Völkermord im Gazastreifen und die ethnische Säuberung des Westjordanlandes und zuletzt durch den gemeinsamen Angriffskrieg gegen den Iran.

Und während den amerikanischen Steuerzahlern, die gezwungen sind, diese Kriege zu finanzieren, erzählt wird, sie würden in unserem Namen geführt, um die „Zivilisation“ zu retten, ist es heute unmöglich, sich eine Kraft in der jüngeren Geschichte vorzustellen, die zerstörerischer und bedrohlicher für die Zivilisation ist als das Großisrael-Projekt – das einen Feldzug im Stil des IS führt, um jedes Artefakt, jedes Wissenszentrum und jede Quelle der Schönheit in der Region zu zerstören, und dies mit amerikanischen Waffen, amerikanischen Soldaten und amerikanischem Geld.

Die Liste der bereits zerstörten Orte belegt, dass die USA und Israel dem Iran genau das antun wollen, was der IS und seine verschiedenen Unterstützer Syrien angetan haben. Laut dem iranischen Kulturminister haben US-amerikanische und israelische Angriffe mehr als 131 historische Stätten im ganzen Land beschädigt, darunter Museen, Paläste und UNESCO-Welterbestätten, wobei die schwersten Verluste in Teheran zu verzeichnen sind. Zu den jahrhundertealten Bauwerken, die durch US-amerikanisch-israelische Bomben zerstört wurden, gehört auch der Golestan-Palast im Iran, ein UNESCO-Welterbe. Der Chehel-Sotoun-Pavillon in Isfahan, ein Monument aus dem 17. Jahrhundert aus der Safawidenzeit; die Scheich-Lotfollah-Moschee, eines der architektonischen Juwelen der islamischen Welt; und der Fin-Garten in Kashan, einer der ältesten erhaltenen Gärten Irans aus dem späten 16. Jahrhundert. Dutzende Universitäten und Forschungszentren wurden angegriffen, darunter die Iranische Universität für Wissenschaft und Technologie, die Technische Universität Isfahan und die Sharif-Universität für Technologie, das „MITdes Irans“, deren Informatikzentrum in Schutt und Asche gelegt wurde. Auch eine Synagoge in Teheran wurde am Pessachfest angegriffen.

Unser Abstieg in die Barbarei hat sich lange angebahnt, und die Spuren dieser Transformation sind unverkennbar israelisch. Eines der frühesten Anzeichen dieses Wandels war, als das „Kriegsministerium“ begann, Drohnenangriffsvideos, oft als Memes, in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Wo die Regierung einst WikiLeaks verfolgte und aus Scham die eigenen Kriegsaufnahmen geheim hielt, veröffentlicht das Pentagon unter Verteidigungsminister Pete Hegseth nun schamlos solche Bilder aus eigener Initiative – ein direktes Importgut aus Israel, das während des Angriffs auf Gaza Pionierarbeit leistete, indem es seine eigenen Kriegsverbrechen öffentlich machte. In jüngster Zeit waren es vor allem Israel-Fanatiker wie Laura Loomer und Mark Levin, die Trump am lautesten zur Eskalation drängten und ihn anfeuerten, als er mit der Vernichtung der Zivilisation drohte. Loomer, die Trump angeblich um Rat fragt, forderte ihn auf, sich an Curtis LeMay zu orientieren, jenem General, dessen fanatischer Blutdurst Dr. Seltsam inspirierte und der beinahe einen Atomkrieg ausgelöst hätte. Levin seinerseits deutete in seiner Fox-News-Sendung an, dass ein Atombombenabwurf auf den Iran möglicherweise gerechtfertigt wäre.

Ungeachtet dessen, ob die Waffenruhe hält oder nicht, werden die Amerikaner sich mit den bereits in ihrem Namen begangenen Taten auseinandersetzen müssen und mit der Tatsache, dass die Israel-Befürworter, die jede Eskalation bejubelt haben, weiterhin einflussreiche Positionen innehaben. Sie prägen nach wie vor den Präsidenten und bestimmen nicht nur seine zweite Amtszeit, sondern auch das internationale Symbol für Zerstörung und Barbarei, zu dem wir uns gerade entwickeln.

erschienen am 10. April 2026 auf > The American Conservative > Artikel

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„Europa zahlt für den Ukraine-Krieg, und wird auch für den Irankrieg bezahlen“

13. April 2026 um 20:20

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Die letzte Woche hat einmal mehr gezeigt, dass die EU international keinerlei Einfluss mehr hat. Die EU-Staaten werden am Ende nicht nur die Kosten des Ukraine-Krieges, sondern auch die Kosten des Irankrieges bezahlen müssen.

Quelle: anti-spiegel

Jeden Sonntag warte ich auf den Bericht des Deutschland-Korrespondenten, den das russische Fernsehen in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick zeigt, denn er präsentiert einen Blick auf die deutsche und europäische Politik, der sich doch sehr von dem unterscheidet, den die deutschen Medien bieten. Auch am gestrigen Sonntag wurde ich nicht enttäuscht und habe seinen Bericht übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Das französische Fernsehen berichtet über die neueste Aufklärungsdrohne für den Ozean, die Exail A18-D, die bis zu drei Kilometer tief tauchen, Geschwindigkeiten von sechs Knoten erreichen und 24 Stunden autonom operieren kann, um Seeminen und andere verdächtige Objekte zu kartieren. Das Gerät könnte man in der Straße von Hormus derzeit gut gebrauchen, doch die Straße ist groß, es gibt dort offenbar viele Minen, und es gibt nur wenige Drohnen.

Aber das wichtigste ist, dass der Iran dem zustimmen müsste, wie Präsident Macron erklärte: „Rund 15 Länder haben sich dieser Initiative angeschlossen und beteiligen sich unter französischer Führung an der Planung, um eine rein defensive Mission zu gewährleisten. Diese Aktivitäten werden mit dem Iran koordiniert, sobald die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der freien Schifffahrt geschaffen sind.“

Wer wird diese Voraussetzungen schaffen und wie? Das ist die Frage. Teheran beansprucht die vollständige Kontrolle über die Straße und würde Washington diesem Status der strategischen Verkehrsader zustimmen, würde das einer bedingungslosen Niederlage der USA in dem von ihnen begonnenen Krieg gleichkommen. In Europa erhielt man ein Ultimatum von Trump, was die Gründe für die zweiwöchige Feuerpause für Gespräche in Pakistan teilweise erklärt, wie der Spiegel schreibt: „Die USA erhöhen den Druck auf ihre europäischen Partner und fordern deren militärische Beteiligung in der Straße von Hormus. NATO-Generalsekretär Rutte informierte die europäischen Hauptstädte, dass Trump in den kommenden Tagen konkrete Zusagen – die Entsendung von Kriegsschiffen oder anderer militärischer Kapazitäten – von Europa erwartet. Politische Erklärungen wie jene seit Beginn des Konflikts reichen nicht mehr aus. Laut mehreren europäischen Diplomaten ist diese Forderung faktisch ein Ultimatum.“

Doch was kann Europa tun, wenn nicht einmal die mächtigste Marine der Welt das Risiko eingeht, sich dem Persischen Golf zu nähern, geschweige denn ihn zu patrouillieren? Die Europäer sind nicht in der Lage, die amerikanische Flotte wirklich zu unterstützen, während die politischen und wirtschaftlichen Risiken einer formellen Beteiligung an der anti-iranischen Koalition in jeder Hinsicht unabsehbar sind. Da bleibt ihnen nur Hinauszögern.

Eine tolle Strategie, aber eine andere haben sie nicht, was bei Kanzler Merz so klang: „Präsident Trump weiß, dass Deutschland zwei Vorbedingungen braucht. Erstens ein internationales Mandat, idealerweise von den Vereinten Nationen. Zweitens eine Resolution des Deutschen Bundestages, basierend auf einem Beschluss der Bundesregierung. Der amerikanische Präsident weiß das, und deshalb sollte man in den nächsten Tagen keine Entscheidungen erwarten.“

Um es einfach auszudrücken: Sie brauchten kein Mandat des UN-Sicherheitsrats, um illegale Sanktionen gegen Russland zu verhängen, aber jetzt erinnern sie sich plötzlich wieder an das Prozedere. Es geht nur darum, dass der Iran „Trumps Krieg“ bleibt – angeblich natürlich nicht auf Wunsch seiner Verbündeten, sondern wegen höherer Gewalt.

Keiner der europäischen Staats- und Regierungschefs, mit wenigen Ausnahmen, wie beispielsweise dem spanischen Ministerpräsidenten Sánchez, wird öffentlich zugeben, dass dieser Krieg ein riskantes Spiel und verloren ist – das machen die Qualitätsmedien für sie, die beispielsweise berichten: „Im Nahen Osten hat der Krieg die finanziellen Grundlagen der amerikanischen Hegemonie untergraben. Ungeachtet des Kriegsausgangs wird das Ergebnis die Rückkehr des Iran zum Status einer Großmacht sein. Als Hüter der Durchfahrt von Hormus ist der Iran in der globalen Ölwirtschaft zu einer entscheidenden Kraft geworden. Sollte Trump beschließen, „den Job zu Ende zu bringen“ und eine Bodenoffensive starten, würden die USA in eine Katastrophe größeren Ausmaßes hineingezogen als Vietnam, Afghanistan und Irak zusammen.“

Die Europäer nutzten die Kampfpause im Nahen Osten und reisten eilig dorthin. Der britische Premierminister Starmer reiste aus der Furcht, die Scheichs könnten angesichts der Enttäuschung über die Fähigkeit der Hegemonialmacht, ihre arabischen Partner vor dem persischen Zorn zu schützen, ihre Beziehungen zu London abkühlen, nach Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Und das Verhältnis der britischen Wähler zur regierenden Labour-Partei, die in ihren 15 Monaten an der Macht keinerlei Erfolge erzielt hat, kühlt merklich ab. Aber Starmer hat eine Erklärung, eine, die für alles gilt: „Ich habe es satt, mitanzusehen, wie die Stromrechnungen der Familien und Firmen im ganzen Land wegen Putins oder Trumps Aktionen auf der Weltbühne steigen oder sinken.“

Starmer hat dabei vergessen, Boris Johnson, einen seiner Vorgänger, zu erwähnen, der die Ukraine im April 2022 zum „einfach Weiterkämpfen“ gezwungen hat, womit er die aktuelle Krise vorprogrammiert hat, während Starmer selbst nichts unternommen hat, um daran etwas zu ändern. Britischen Experten zufolge scheint daher bei den Kommunalwahlen im Mai eine vernichtende Niederlage für Labour unausweichlich, und dann ist auch der Rücktritt des Premierministers nicht mehr weit.

Seinen Kollegen geht es nicht besser. Macron verbringt seine letzten Tage im Élysée-Palast und überlässt es künstlicher Intelligenz, die Auswirkungen der Blockade von Hormus auf die französische Wirtschaft zu analysieren – eine Aufgabe, die offenbar die menschlichen Fähigkeiten übersteigt. Die Zustimmungswerte für Bundeskanzler Merz liegen bei 22 Prozent. Dessen Vorgängerregierung brach zusammen, als sein Vorgänger Olaf Scholz Zustimmungswerte von 24 Prozent hatte.

Und Besserung ist nicht in Sicht, wie der Spiegel schreibt: „Die von Bundeskanzler Friedrich Merz nach den Wahlen prognostizierte Erholung der deutschen Wirtschaft ist erneut ausgeblieben. Die verheerenden Folgen des Krieges mit dem Iran für die Weltwirtschaft sind noch nicht vollständig eingepreist. Der Zustand der deutschen Wirtschaft ist ein wahres Trauerspiel. Das Land scheint zur wirtschaftlichen Stagnation verdammt.“

Der AfD-Abgeordnete Chrupalla sagte im Bundestag: „Im vergangenen Jahr wurden in der Metall- und Stahlindustrie insgesamt 135.000 Stellen abgebaut. Weitere 150.000 Arbeitsplätze sind gefährdet. Vor allem die hohen Energiepreise belasten die Bürger. Der Grund dafür sind die Einstellung der Importe von Has aus Russland und die Abschaltung der Atomkraftwerke.“

Die Preise an deutschen Tankstellen werden außer sonntags jeden Mittag aktualisiert. Gestern sind die Preise alle Kraftstoffarten um 15 Cent gestiegen, was die Skepsis des Marktes darüber widerspiegelt, dass morgen plötzlich alles besser sein wird als gestern. Fluggesellschaften werden aufgefordert, ihre Flugzeuge dort aufzutanken, wo sie herkommen. Sollte dort kein Kerosin verfügbar sein, dürfen maximal zwei Tonnen pro Flugzeug getankt werden.

Die Welt schreibt: „Aufgrund der Kerosinknappheit auf den Weltmärkten erwägt die Lufthansa bereits die Stilllegung von bis zu 40 Flugzeugen. Um den Treibstoffbedarf insgesamt zu senken, wird über Maßnahmen wie Homeoffice, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und die Einführung von Geschwindigkeitsbegrenzungen erneut diskutiert.“

Die Füllstände der unterirdischen Gasspeicher sind auf einem historischen Tiefstand, in Deutschland sind es nur noch rund 20 Prozent. Das bedeutet, dass man schon jetzt beginnen muss, die Reserven für den Winter anzulegen und Gas zu Preisen von 600 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter zu kaufen. Das Wirtschaftsministerium hat seine Wachstumsprognose für 2026 halbiert, statt 1,3 Prozent erwartet es nur noch 0,6 Prozent. Aber wird das auch so kommen?

AfD-Chefin Weidel sagte dazu: „Die Blockade der Straße von Hormus zeigt deutlich, dass teures LNG für Deutschland keine akzeptable Alternative zu dem günstigen Pipelinegas ist, das im Rahmen langfristiger Verträge mit Russland geliefert wird. Weder die Weltwirtschaft noch Deutschland können es sich angesichts der explosiven Lage am Persischen Golf langfristig leisten, auf Rohstoff- und Energielieferungen aus Russland zu verzichten.“

Auch die Düngemittelpreise haben sich der Preisrally angeschlossen, wobei der Harnstoffpreis von 530 auf 700 Euro pro Tonne gesprungen ist. Europäische Landwirte reagieren auf die Untätigkeit der Regierungen – die allerdings auch nichts tun können -, indem sie Dieselkraftstoff zur Provozierung von Staus verschwenden, da die Aussaat unter den gegenwärtigen Bedingungen zu einem sinnlosen Unterfangen geworden ist. Die irischen Bauern haben sich diese Woche am lautesten beschwert und die Versuche der Regierung, ihren Traktoren mit gepanzerten Fahrzeugen der Armee entgegenzutreten, blieben bisher erfolglos.

Kurz gesagt erlebt Europa ideale Bedingungen für eine Stagflation, bei der nichts steigt außer den Preisen. Und genau in diesem Moment trifft Kaja Kallas im Nahen Osten ein, um die Bemühungen zur Öffnung der Straße von Hormus zu koordinieren, wo Treibstoff und Düngemittel festsitzen. Und sie bringt ihr tiefes Verständnis der europäischen Diplomatie mit, wenn sie erklärt: „Russlands Krieg gegen die Ukraine dauert nun schon vier Jahre, und wir sehen keine wirkliche Unterstützung von den Ländern des Persischen Golfs. Das darf keine Einbahnstraße sein.“

Das ist nicht aus dem Zusammenhang gerissen, das ist ihr vollständiger Gedanke: Wir helfen euch nicht im Krieg gegen den Iran, nicht weil wir es nicht können, sondern weil ihr uns nicht im Krieg gegen Russland helft. Die Monarchen des Nahen Ostens können das nur als Erpressung verstehen. Selbst in der EU wird eingeräumt, dass Kallas regelmäßig verrückte Dinge sagt. Ihre Gegner wollen sie unter keinen Umständen dabei stören, aber was ist mit denen, die sich von ihrer Dummheit in Geiselhaft genommen fühlen?

Die Antwort gibt beispielsweise der slowakische Ministerpräsident Fico: „Kaja Kallas und andere sind manchmal wütend auf mich, wenn ich sage, wir seien so schwach wie Tee, der zum fünften Mal aufgebrüht wurde. Niemand nimmt uns ernst. Das Hauptproblem der EU ist, dass ein gutes Projekt in die falschen Hände geraten ist. Wir haben intern keine eigenen Strategien. Wir sind von Russland besessen. Und von nichts anderem.“

Außer dieser Russland-Besessenheit hindert die EU nichts daran, die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen praktisch jedes globalen Prozesses, wie etwa des amerikanisch-israelischen Krieges im Nahen Osten, durch Erhöhung der Käufe russischer Rohstoffe und Düngemittel abzumildern. Einige Länder, wie Spanien, haben genau das getan – seine LNG-Importe aus Russland sind im März um 123 Prozent gestiegen–, aber das ist nur ein situativer Ausschlag, der keinerlei Auswirkungen auf die Gesamtpolitik Brüssels hat, genauso wenig wie das vorübergehende Moratorium für die Entwicklung von Plänen zur vollständigen Unabhängigkeit von russischem Öl. Das Europa Kallas, von der Leyen und Merz wird versuchen, diese tödliche Nummer bis zum Ende durchzuziehen, aber ansonsten hat es über gar nichts die Kontrolle.

Europa versucht natürlich, irgendwie in den politischen Prozess zwischen dem Iran, den USA und Israel einzugreifen und die Situation durch sinnloses Getue, das sie als Diplomatie ausgeben, zu beeinflussen. Aber das wird höchstwahrscheinlich genauso enden wie die Versuche, sich in die Ukraine-Verhandlungen hineinzudrängen. Es gibt überall Nuancen, aber das Ergebnis ist dasselbe: Europa zahlt für einen Krieg und wird letztendlich für den anderen zahlen.

Ende der Übersetzung

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China startet weltweit größte Digital-Yuan-Anleihe, um US-Vermögenswerte global zu ersetzen

13. April 2026 um 10:34

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China treibt eine weitreichende Strategie voran, um die globale Finanzordnung schrittweise unabhängiger vom US-Dollar zu machen. Im Zentrum steht dabei die Einführung des digitalen Yuan sowie die Entwicklung blockchainbasierter Finanzinstrumente, darunter groß angelegte digitale Anleiheemissionen über Finanzzentren wie Hong Kong. Diese Systeme ermöglichen es, Transaktionen außerhalb traditioneller Netzwerke wie SWIFT abzuwickeln und damit die Abhängigkeit von westlich kontrollierten Infrastrukturen zu reduzieren.

Parallel dazu baut China alternative Zahlungsnetzwerke wie das Cross-Border Interbank Payment System aus, um den internationalen Einsatz des Yuan im Handel zu stärken. Besonders für Länder, die ihre Abhängigkeit vom Dollar verringern wollen, bietet dies eine zunehmend attraktive Alternative.

Auch Gold spielt eine wichtige Rolle in dieser Strategie. Die People’s Bank of China erhöht kontinuierlich ihre Goldreserven, um Vertrauen in ihre Währung zu stärken und die Abhängigkeit von US-Vermögenswerten zu verringern. Handelsplattformen wie die Shanghai Gold Exchange etablieren sich zudem als alternative globale Zentren.

Geopolitische Spannungen und volatile Energiemärkte beschleunigen diesen Wandel zusätzlich. Steigende Ölpreise und Unsicherheiten setzen westliche Volkswirtschaften unter Druck, während China seine Position stärkt. Insgesamt handelt es sich nicht um eine plötzliche Ablösung des Dollars, sondern um den Aufbau paralleler Systeme, die langfristig die globale Finanzlandschaft verändern könnten.

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Gezielt gesteuert: Gasmangellage zur Schwächung der deutschen Wirtschaft

13. April 2026 um 10:08

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Die Füllstände der deutschen Gasspeicher sind auf einem historischen Tiefstand. Insbesondere die für unsere Industrie notwendige Gasversorgung ist in Deutschland derzeit (Stand Februar 2026) gefährdet. In den deutschen Gasspeichern befindet sich nach der längeren Frostperiode deutlich weniger Erdgas als in den Vorjahren. Dies soll die deutsche Wirtschaft deutlich schwächen und geht zu Gunsten der USA! [weiterlesen bei kla.tv]

Hier der Link zum Füllstand der Gasspeicher. Das sieht alles andere als gut aus.

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Zur Geldverbrennermaschine EU

13. April 2026 um 09:47

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WIR zahlen das alle – EU-Gehälter, die dich sprachlos machen

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Asymmetrische Kriegsführung

12. April 2026 um 20:48

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Von Hans-Jürgen Geese (anderwelt)

Der Zweite Weltkrieg begann nicht mit dem Angriff Deutschlands auf Polen am 1. September 1939. Der Zweite Weltkrieg begann am 20. August 1939 um 5.45 Uhr mit dem Angriff der Sowjetunion auf japanische Stellungen bei dem Ort „Khalkin Gol“ in der Mongolei.

Die Führung der Schlacht auf sowjetischer Seite lag bei einem gewissen Georgi Schukow, der an dem Tage, zum ersten Mal in der Weltgeschichte, einen im Detail geplanten, koordinierten Angriff von Artillerie, Panzern, Flugzeugen und Infanterie gegen einen Feind entfesselte. Die Japaner hatten keine Chance.

Hätten die Japaner diese Schlacht gewonnen, wäre für sie der Weg nach Norden in die Sowjetunion offen gewesen. Der Zweite Weltkrieg hätte wahrscheinlich einen völlig anderen Verlauf genommen.

Erstaunlich ist, dass der deutsche Generalstab angeblich keine Details von dieser Schlacht im Jahre 1941, vor dem Angriff auf die Sowjetunion, zur Verfügung hatte. Die Herren vom Generalstab hätten doch nur die mit ihnen verbündeten Japaner zu befragen brauchen. Dann hätten sie erfahren wozu die Russen in der Lage waren. Vor allem hätten die Japaner ihnen verraten können, dass die Russen stets mit überwältigender Übermacht angreifen und bereit sind, größere Verluste als ihr Gegner zu akzeptieren. Ein asymmetrischer Krieg beim Personal und beim Material als Formel für ihre Unbesiegbarkeit.

Ein asymmetrischer Krieg ist eine militärische Auseinandersetzung zwischen Armeen, die waffentechnisch, organisatorisch und strategisch stark unterschiedlich ausgerichtet sind.

Die Japaner lernten aus ihrer Unterlegenheit, dass sie sich auf keinen Fall auf einen Krieg mit der Sowjetunion einlassen sollten. Sie würden also nicht bereit sein, die Deutschen im Zweiten Weltkrieg zu unterstützen.

Noch schlimmer: Sie mussten sich ihre Rohstoffe jetzt woanders besorgen, in einer Region in Südasien, die sie letztendlich in einen Krieg mit Amerika verwickeln würde. Es hätte also alles ganz anders kommen können, wenn die Japaner die Schlacht am 20. August 1939 gegen die Sowjetunion gewonnen hätten.

Hitlers größter Fehler

Die Deutschen unterschätzten die Sowjetunion. Aus der Schlacht am Khalkhin Gol hätte der deutsche Generalstab lernen müssen, dass ein Krieg gegen die Sowjetunion in einer Niederlage für die Deutschen enden würde. Ein Krieg gegen die Sowjetunion wäre ein asymmetrischer Krieg, bei dem die Russen die Vorteile auf ihrer Seite haben würden. Und so kam es dann ja auch.

Die deutsche Armee war auf den Blitzkrieg spezialisiert. Sie konnte nur kurze Kriege führen. Sie hatte nicht die Mittel, einen langfristigen Krieg durchzustehen. Das hatte bereits der Erste Weltkrieg gezeigt.

Die Armee der Sowjetunion war bereit, einen Zermürbungskrieg zu führen, der Jahre dauern würde, bei dem man bereit war, Mensch und Material zu opfern, um den Gegner langsam und allmählich in den Weiten des Landes auszubluten.

Die deutsche Armee konnte unmöglich bis nach Asien marschieren, um letztendlich doch noch die Sowjetunion zu besiegen. Sie hätte sich mit der Ukraine zufrieden geben sollen, um dann dort defensive Stellungen aufzubauen.

Aber die deutsche Armee war auch auf der Jagd nach Rohstoffen, vor allem nach Öl, ohne das die ohnehin mäßig motorisierte Armee nicht kämpfen konnte in den unendlichen Weiten des Feindeslandes.

Was für ein Wahnsinn daher, Millionen von Menschen in einem völlig aussichtslosen Unternehmen zu verheizen. Die Hybris spielte wohl wieder mal eine große Rolle, die Überzeugung, wie sie auch in der japanischen Armee herrschte, dass man dem Gegner als Mensch ohnehin überlegen sei.

Die Wiederholung vergangener Kriege

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass einst erfolgreiche Armeen versuchen, die Siege der Vergangenheit zu wiederholen, wobei sie die gleiche, jene erfolgreiche Strategie der Vergangenheit kopieren. So kommt es dann zu einer bestimmten starren Verhaltensweise.

Sie sehen das an den militärischen Konflikten heute. Die Amerikaner kämpfen eben anders als die Russen. Die Amerikaner glauben an die Macht ihrer Kriegsspielzeuge, wie im II. Weltkrieg. Die Israelis kämpfen anders als die Iraner. Auch die Israelis glauben an die Macht der amerikanischen Kriegsspielzeuge.

Amerika und Israel, relativ junge Staaten, haben sich jetzt mit Staaten angelegt, deren Historie tausende von Jahre zurückgeht. Das Erbe derer Geschichten, derer Vorfahren, deren Volkes wird ihnen niemals erlauben, sich zu ergeben.

Das bedeutet, dass für den Iran und dass für Russland jeder Krieg gegen sie ein existentieller Krieg ist. Ein Überlebenskampf. Sie können Russland und den Iran nicht besiegen. Sie können Russland und den Iran nur vernichten. Total.

Die Philosophie vom Überlebenskampf ist eine Denkart, die den Amerikanern völlig fremd ist. Sie sind nicht in der Lage, sich in die Lebensweise solcher Menschen hinein zu versetzen. Sie halten sich selbst und ihre sogenannte Zivilisation als überlegen und kämpfen in der Erwartung, den ihnen angeblich zivilisatorisch unterlegenen Gegner mit ihren technisch hoch gezüchteten Waffen zu besiegen.

Der asymmetrische Krieg der U.S.A. gegen den Iran

Die Iraner werden sich also nicht ergeben. Niemals. Noch einmal: Die Amerikaner können den Iran nicht besiegen. Sie können den Iran und die Iraner nur vernichten. Und das tun sie. In ihrer Frustration, in ihrer Tollwut zerstören sie Schulen, Krankenhäuser und andere zivile Einrichtungen. Denn es gibt nur wenige militärische Ziele. Sie töten also vor allem Zivilisten, viele Frauen und Kinder.

Die Amerikaner haben längst die Grenze zum Kriegsverbrecher überschritten. Vor allem aus Wut und Frustration. Sie haben diese tollen Bomber und Kampfflugzeuge. Die müssen doch bomben. Also bomben sie. Wenn es keine militärischen Ziele gibt, dann bomben sie eben zivile Ziele. Sogar Brücken zerbomben sie jetzt, Brücken über Täler, die nur sehr schwer wieder repariert werden können.

Die Amerikaner wissen nicht, dass das Wort „Zivilisation“ sich von dem lateinischen Wort „civilitas“ ableitet, welches Beschränkung, Mäßigung und politisches Wohlverhalten verlangt, alles Eigenschaften, die den größenwahnsinnigen Amerikanern völlig abgehen.

In ihrer Furie begehen die Amerikaner Kriegsverbrechen ohne Ende, brechen alle internationalen Gesetze der Völker und toben sich, ohne Rücksicht auf die Opfer, gnadenlos rachesüchtig aus. Und werden trotzdem nicht gewinnen.

Die Iraner haben sich viele Jahre auf diesen absehbaren Krieg vorbereitet, absehbar deswegen, weil die Amerikaner immer und immer wieder davon gesprochen und ihnen immer und immer wieder gedroht haben.

Warum ist der Iran in diesem Krieg der Sieger?

Die Iraner haben keine Panzer, keine Kriegsschiffe, keine Luftwaffe. Das alles können sie sich einfach nicht leisten. Sie mussten in ihrer Beschränkung also eine Art von Kriegsführung entwickeln, die sie sich leisten konnten und die sie als den Sieger hervorbringen wird. Und das ist ihnen gelungen.

Die Iraner verfügen über eine große Anzahl der besten Ingenieure und Wissenschaftler auf Erden. Das ist wenig bekannt. Diese iranische Elite war in der Lage, ein Raketensystem unterirdisch aufzubauen, das jedes Ziel in der Region präzise treffen kann. Gegen ihre Hyperschallraketen gibt es keine Verteidigung.

Nachdem sie die Technologie gemeistert hatten, brauchten sie nur noch eine ausreichende Anzahl von diesen Raketen herzustellen. Und auch das haben sie geschafft. Nebst viele tausende von Drohnen zu bauen. Amerika und Israel wird die Munition ausgehen, bevor das im Iran der Fall sein wird.

Da die militärischen Ziele der Amerikaner tief in den Bergen verborgen liegen, die militärischen Ziele der Iraner sich aber auf der Oberfläche befinden ist doch wohl leicht vorhersehbar, wie dieser Krieg letztendlich ausgehen wird.

Dazu kommt noch, dass der Iran von Russland und von China unterstützt wird, zwei Länder, die gemeinsam über quasi unbegrenzte Mengen an Rohstoffen und Fertigteilen für die Raketen der Iraner verfügen. Und sie liefern die Zieldaten mit Hilfe ihrer Satellitensysteme.

Auch der Ukrainekonflikt ist ein asymmetrischer Krieg

Der Ukrainekonflikt ist ein Stellvertreterkrieg der NATO gegen Russland. Es ist die Strategie Russlands, die NATO in diesem Krieg langsam ausbluten zu lassen, menschlich und materiell. Landgewinn ist dabei momentan nebensächlich.

Die Tragödie für die Ukrainer ist offensichtlich. Die Ukrainer haben sich für die schmutzigen Geschäftsmethoden der Amerikaner geopfert, viele hunderttausende von jungen Menschen, weit über eine Million, eine ganze Generation.

Die NATO kann unmöglich diesen Krieg gewinnen. Denn Kriege heute werden nicht mehr mit Panzern und Kanonen gewonnen. Was die NATO-Länder produzieren ist auf dem Schlachtfeld nicht von entscheidender Bedeutung. Die ganze schöne Technologie, meist teuer gekauft in Amerika, kann verschrottet werden.

Und sollte die NATO hunderttausende von Soldaten in die Ukraine schicken, dann werden die genauso sinnlos verheizt werden wie die ukrainischen Soldaten. Stellen Sie sich vor, wie frustriert die da in dem NATO Hauptquartier in Belgien hocken und nichts weiter zu tun wissen als weiterhin viele Milliarden Dollar in Richtung Osten zu schicken, nebst dem drittklassigen Kriegsmaterial, das sie noch irgendwo in einer Ecke in den Kasernen aufgefunden haben.

Die Tragödie für Europa

Europa führt einen Krieg, den es unmöglich gewinnen kann. Aber es führt ihn dennoch. Auf Befehl aus den U.S.A. oder aufgrund von ideologischen Verwirrungen, die den Kampf gegen Russland fordern. Obwohl es auf Selbstmord hinausläuft. Diese drittklassigen Politiker sind nicht in der Lage, Konsequenzen aus Fakten zu ziehen und die eigenen Interessen über Ideologien zu stellen.

Die Europäer vernichten sich also selbst. Sie versuchen, ein Land zu bekämpfen, das ihnen doch als Partner eine vielversprechende Zukunft bieten kann. Als Partner. Aber das können oder dürfen sie so nicht sehen. Daher nimmt der Wahnsinn auch hier seinen Lauf.

Die Drohung der Amerikaner, sich aus der NATO zu verabschieden, kann natürlich nicht ernst genommen werden. Denn die NATO ist ihr Herrschaftsinstrument für ihre Kontrolle über Europa. Sollten sie es dennoch ernst meinen, dann wäre das ein Glücksfall für Europa, sich endlich von der amerikanischen Vormundschaft zu befreien und wieder ein Eigenleben zu entwickeln.

Die Zeichen der Zeit weisen allerdings darauf hin, dass noch viel zerstört werden muss, bevor wieder aufgebaut werden kann. Europa soll auf der Müllhalde der Geschichte abgelagert werden. Das ist die Vorgabe an diese europäischen Politiker. Verräter der schlimmsten Art sind sie allesamt. Mörder an ihrem eigenen Volk.

Die Lektion für Deutschland

Asymmetrische Kriegsführung lehrt, dass man eben nicht lediglich kopieren muss, was andere Länder in ihre Verteidigung investieren.

Panzer und große Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge braucht man nicht mehr beim Militär. All diese hübschen und teuren Waffen sind obsolet. Also können alle Bestellungen nach Amerika storniert werden.

Wir in Deutschland befinden uns in einer ähnlichen Situation wie der Iran, sollten wir dereinst wirklich wieder frei als Deutsche leben wollen, gegen den Widerstand der kapitalistischen Verbrecher: Wir haben eine große Anzahl der besten Ingenieure und Wissenschaftler auf Erden. Deren Aufgabe muss es sein, Waffensysteme zu entwickeln, die ausreichend Abschreckung bieten, um keinen potentiellen Feind auf dumme Gedanken kommen zu lassen.

Darauf allein kommt es an: Abschreckung. Glaubhafte Abschreckung, die hoffentlich nie eingesetzt werden muss. Darum geht es ja letzten Endes auch bei den Atomwaffen.

Diese Abschreckung ist zu einem günstigen Preis zu haben. Und mehr braucht es nicht hinsichtlich Verteidigung. Man darf eben nur keine Angriffskriege führen. Dann wird es teuer. Sehr teuer. Fragen Sie Amerika. Amerika ist der schlimmste Verbrecherstaat, der sich je auf Erden ausgetobt hat. Die stellen selbst Rom in den Schatten. Die Niederlage Amerikas wird ein Segen für die Welt sein.

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