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Die deutsche Regierung zerstört die größte Batterie des Landes

05. April 2026 um 14:00

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Mit der geplanten Flutung des Tagebaus Tagebau Hambach rückt ein Projekt in den Mittelpunkt, das weitreichende Folgen für die Energieversorgung haben könnte. Ab 2030 soll Rheinwasser in die Grube geleitet werden, bis ein riesiger See entsteht. Gleichzeitig verschwindet dort eine Milliarde Tonnen Braunkohle dauerhaft unter Wasser und mit ihnen gesicherte Energie für Deutschland. Während Unsicherheit und Preischaos auf den Energiemärkten herrschen, stellt sich die Frage, was in den Regierenden eigentlich vorgeht.

Während der Rest der Welt alles versucht, die Energieversorgung seiner Länder zu sichern, bereitet die deutsche Politik den nächsten irreversiblen Schritt der Zerstörung vor: die Flutung des Tagebaus Hambach. Ab 2030 soll Rheinwasser durch eine 45 Kilometer lange Pipeline in die riesige Grube gepumpt werden, bis ein See entsteht, der nach Volumen der zweitgrößte Deutschlands wäre. Das ist die gezielte Zerstörung einer strategischen Energiereserve. Nach dem Ausstieg aus Kohle und Atom sowie dem Sprengen stillgelegter Kraftwerke folgt nun der nächste Schritt. Die heimischen Vorräte werden unzugänglich gemacht. Für immer.

Im Tagebau Hambach lagern noch über eine Milliarde Tonnen gewinnbare Braunkohle, die durch die Flutung dauerhaft unter 300 Meter Wasser verschwinden sollen. Diese Menge entspricht dem, was RWE und die Landesregierung NRW selbst in früheren Planungen als verbleibenden Vorrat ausgewiesen haben, bevor der Kohleausstieg 2030 besiegelt wurde. Die Energie, die darin steckt, ist gewaltig. Bei einem typischen Heizwert rheinischer Braunkohle von rund 9,1 Gigajoule pro Tonne ergibt sich ein thermischer Energievorrat von etwa 2.780 Terawattstunden. Soll nicht Wärme, sondern Strom erzeugt werden, ließen sich bei einem konservativ gerechneten Wirkungsgrad moderner Braunkohlekraftwerke von 43 Prozent rund 1.200 Terawattstunden Strom gewinnen.

Der aktuelle jährliche Stromverbrauch Deutschlands liegt bei etwa 458 Terawattstunden. Die Hambacher Reserve könnte das Land also mehr als zwei Jahre lang komplett mit Strom versorgen, ohne Importe, ohne Wetterabhängigkeit. Oder sie könnte direkt thermisch verwertet werden, zum Heizen zum Beispiel (für Grüne: thermisch verwerten heißt verbrennen). Im Notfall, im Falle eines drohenden Blackouts durch Dunkelflaute oder geopolitische Lieferengpässe, wäre diese Kohle eine Lebensversicherung für Industrie, Haushalte und kritische Infrastruktur. Stattdessen wird sie buchstäblich ertränkt.

Die Politik hängt anderen Visionen an. Statt die vorhandene Energie zu sichern, propagiert sie den Ausbau von Flatterstrom durch Windräder und Solarfelder sowie dessen Speicherung in Batteriespeichern. Ein aktuelles Beispiel ist der größte Batteriespeicher Hamburgs, der im April 2026 unter großem Medienecho in Betrieb gegangen ist. Er speichert gerade einmal fünf Megawattstunden elektrischer Energie, was gerade einmal ausreicht, einen durchschnittlichen Fünf-Personen-Haushalt ein Jahr lang zu versorgen.

Um den thermischen Energiegehalt der Hambacher Kohle auch nur annähernd in solchen Lithium-Ionen-Speichern zu konservieren, wären rund 556 Millionen solcher Anlagen nötig. Diese würden 23,3 Milliarden Tonnen wiegen und 1.390 Billionen Euro kosten. Das entspricht dem deutschen Bruttoinlandsprodukt von 310 Jahren. Das ist keine ernstzunehmende Alternative, das ist Selbstmord mit Anlauf. Das ist Irrsinn. Übrigens dürfte die Produktion einer Batterie von 23,3 Milliarden Tonnen Gewicht weder umweltfreundlich noch klimaneutral sein. Das entspricht immerhin 2,31 Millionen Eiffeltürmen. Die „Energiewende“ ist physikalisch und finanziell nicht machbar, ebenso könnte man auf Energie aus Einhornfürzen setzen.

Die Entscheidung zur Flutung folgt also keinerlei Logik, sondern nur einer ideologischen Agenda. Die rot-schwarz-grünen Landesregierungen in NRW und die ebenfalls von der linksgrünen Einheitspartei gelenkte Bundespolitik haben den Kohleausstieg 2030 beschlossen, obwohl die technische und wirtschaftliche Lebensdauer der Anlagen und Vorräte deutlich länger gewesen wäre. Auch die Führung der EU verfolgt ja das Ziel der „Klimaneutralität“ und des „NetZero“. Nun wird das Restloch also nicht etwa verfüllt oder für eine mögliche spätere Nutzung offengehalten, es wird mit Milliarden Kubikmetern Rheinwasser geflutet, damit kein Bagger jemals mehr an die Kohle herankommt.

Dieser Schritt passt nahtlos in das irre Gesamtbild der deutschen Energiepolitik. Erst werden Kraftwerke gesprengt, dann die Vorräte unbrauchbar gemacht und damit die Abhängigkeit von importiertem Strom und volatilen „Erneuerbaren“ zementiert. Die Versorgungssicherheit wird geopfert für das verlogene Mantra der Klimaneutralität. Die Braunkohle aus Hambach war eine der dichtesten und zuverlässigsten Energiequellen, die Europa je hatte. Diese Zuverlässigkeit ersetzt die linkswoke Politik durch ein System, das bei jedem windstillen, dunklen Wintertag kollabieren kann, und hofft dann darauf, dass die Nachbarn Strom liefern.

Wenn es neben der Sprengung der Kraftwerke noch ein Symbol für den kompletten Irrsinn linksgrüner Energiepolitik gebraucht hätte, Hambach ist dieses Symbol. Die größte Batterie des Landes wird zerstört. Die Bürger werden die Rechnung dafür bezahlen, wenn die Lichter ausgehen. Übrigens, falls Österreich glaubt, es sei in einer anderen Situation als Deutschland, nur weil es in Österreich Speicherkraftwerke gibt. Der irrt. Nur knapp ein Viertel des Gesamtenergiebedarfes des Landes wird mit Strom bedient. Die restlichen drei Viertel auch auf Speicherkraftwerke umzustellen, wird angesichts fehlender Berge in Ostösterreich sportlich, um’s mal freundlich zu formulieren. Auch Österreich braucht zuverlässige alternative Energiequellen, die IMMER Strom liefern. Auch Österreich braucht Öl und Gas. Kohle. Oder es verabschiedet sich von seiner Abneigung gegen Atomkraft

(Auszug von RSS-Feed)

Explosionen in Batteriewerken in Kalifornien geben Anlass zu Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit

02. April 2026 um 18:00

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Bonner Cohen

Mehr als ein Jahr, nachdem eine gewaltige Explosion in der weltweit größten Lithium-Ionen-Batteriespeicheranlage im kalifornischen Monterey County ein tagelang wütendes Inferno ausgelöst hatte, planen die Behörden des Golden State den Bau weiterer solcher „Sauberenergie“-Anlagen und ignorieren dabei die Risiken, die Batteriewerke für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit darstellen.

Die Explosion schleuderte eine mit Tonnen von Schwermetallen, darunter Kobalt und Fluorwasserstoff, beladene schwarze Rauchwolke Hunderte Meter hoch in die Luft, was die Behörden dazu veranlasste, Anwohner zu evakuieren. Während die Ursache der Explosionen in der Batteriespeicheranlage von Vistra Energy in Moss Landing am 16. Januar 2025 noch untersucht wird, sind Wissenschaftler, welche die Luft und das Wasser in der Nähe des Standorts untersuchen, beunruhigt über das, was sie vorgefunden haben.

„Metalle aus dem Batteriebrand in Moss Landing sind nach wie vor in den Sedimenten und Nahrungsnetzen der Region vorhanden“, erklärt Ivano W. Aiello, Professor für Meeresgeologie an der San Jose State University. „Diese Metalle reichern sich biologisch an und sammeln sich entlang der Nahrungskette an: Die Metalle im Sumpfboden können von Würmern und kleinen Wirbellosen aufgenommen werden, die wiederum von Fischen, Krabben oder Küstenvögeln gefressen werden und schließlich von Spitzenprädatoren wie Seeottern oder Seehunden.“

Es war der vierte und mit Abstand größte Brand, der seit 2020 im Kraftwerk Moss Landing und der angrenzenden Batterie-Energiespeicheranlage von Pacific Gas & Electric ausgebrochen war. Moss Landing liegt 77 Meilen südlich von San Francisco an der Küste der Monterey Bay an der Mündung des Elkhorn Slough.

Batteriespeichersysteme sind ein wesentlicher Bestandteil der Bemühungen – die in Kalifornien nach wie vor mit großem Eifer vorangetrieben werden –, den Übergang von fossilen Brennstoffen zu intermittierender Wind- und Solarenergie zu vollziehen. Überschüssige Energie, die bei windigen oder sonnigen Bedingungen erzeugt wird, wird ins Netz eingespeist, wenn Wind- und Solarenergie keine ausreichenden Strommengen mehr liefern. Dies erfordert zahlreiche Backup-Speicheranlagen mit jeweils Tausenden von Batterien, und genau darin liegt die Brandgefahr.

Zwar mag das einzigartige Design der Anlage in Moss Landing sie anfällig für thermische Läuft-aus-Reaktionen gemacht haben, doch zeigen die acht Brände, die im vergangenen Jahr in kalifornischen Batteriespeicheranlagen ausgebrochen sind, dass das Potenzial für künftige Brände weit verbreitet ist, sagt der Physiker C. Michael Hogan, Ph.D., Gründer von Earth Metrics Inc., einem Umwelt-Thinktank.

Hogan erklärte kürzlich im Podcast „California Insider“, dass Sacramento, wo bereits der Bau von über 200 Batteriespeicheranlagen genehmigt worden ist, nun den Bau von mindestens 100 weiteren solchen Anlagen genehmigt. Der „Golden State“ tue dies jedoch „in großem Stil“, ohne „die Folgen“ seines Handelns „vollständig zu verstehen“. „Diese Anlagen sind ein Experiment“, merkte er an. Im Fall der Explosion in Moss Landing wurden giftige, scharfkantige Kobalt-Mikropartikel in die Luft geschleudert. Einmal eingeatmet, können diese Kobalt-Mikropartikel – „so breit wie ein menschliches Haar“ – die Lungenbläschen beeinträchtigen, wo Lunge und Blut während des Ein- und Ausatmens Sauerstoff und Kohlendioxid austauschen.

Neben der Gefahr für die menschliche Gesundheit durch die direkte Exposition gegenüber in der Luft schwebenden Schwermetallpartikeln sind die Kobaltwerte in den Böden der landwirtschaftlichen Region in der Nähe von Moss Landing 100- bis 1000-mal höher als normal, betont Hogan. „Und sie werden dort ein Jahrhundert oder länger verbleiben“, fügte er hinzu.

Die Anlage in Moss Landing, die bei der Explosion im letzten Jahr zerstört wurde, sei von den kalifornischen Steuerzahlern mit 500 Millionen Dollar subventioniert worden, so Hogan, um Notstrom für den geplanten Bau schwimmender Offshore-Windkraftanlagen des Bundesstaates bereitzustellen.

„Die Offshore-Windenergie spielt eine Schlüsselrolle bei dem Ziel des Bundesstaates, bis 2045 zu 100 % auf saubere Energie umzustellen“, heißt es in einem Informationsblatt zur Offshore-Windenergie in Kalifornien. Zu diesem Zweck arbeitet der Bundesstaat an einem „strategischen Plan zum Ausbau der Offshore-Windenergie um bis zu 25 Gigawatt in den Bundesgewässern vor der kalifornischen Küste“. Dafür „werden mehr als 1.600 schwimmende Offshore-Windkraftanlagen benötigt“, die „so hoch wie der Eiffelturm“ sein werden. Je mehr schwimmende Offshore-Windkraftanlagen installiert werden, desto mehr Batterie-Energiespeicheranlagen an Land werden benötigt, wodurch die umliegenden Gemeinden einem erhöhten Risiko künftiger Explosionen ausgesetzt werden.

Kalifornien ist einer von zwei Dutzend „blauen“ [= von den Demokraten regierten] US-Bundesstaaten, die gegen die Umweltschutzbehörde unter Trump klagen, die im vergangenen Monat die aus der Obama-Ära stammende „Gefährdungsfeststellung“ aufgehoben hat, wonach Treibhausgase aus fossilen Brennstoffen die öffentliche Gesundheit gefährden. Die Gefährdungsfeststellung diente unter anderem dazu, die Vorschriften der Biden-Regierung zu rechtfertigen, die den Ausstieg aus benzinbetriebenen Autos vorsehen und den Bau neuer Exportterminals für Flüssigerdgas (LNG) verbieten. Beide Maßnahmen wurden in Trumps zweiter Amtszeit rückgängig gemacht.

In seiner Ankündigung der Klage Kaliforniens am 20. März sagte Gouverneur Gavin Newsom (D) über die Politik Trumps: „Sie wollen die Umweltverschmutzung wieder groß machen.“ Er versäumte es, die durch seine eigene „saubere Energie“ verursachte Umweltverschmutzung zu erwähnen.

Link: https://www.cfact.org/2026/03/25/battery-plant-explosions-in-california-raise-public-health-concerns/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Explosionen in Batteriewerken in Kalifornien geben Anlass zu Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Hamburg feiert „gigantischen“ Batteriespeicher – der reicht aber nur für eine Stunde

02. April 2026 um 12:00

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Die grüne Transformation ist gerettet! Die Hansestadt hat einen neuen Meilenstein der sogenannten Energiewende erreicht. Ein Batteriespeicher von geradezu “gigantischem” Ausmaß ist in Betrieb gegangen. Die Jubelmeldungen der Politik überschlagen sich. Doch wer einen Blick auf die nackten Zahlen wirft, erkennt schnell: Die Bürger werden beim Öko-Märchen wieder einmal so richtig hinter die Fichte geführt.

Wenn Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) und Bezirksamtsleiterin Dr. Bettina Schomburg gemeinsam zur feierlichen Eröffnung schreiten, dann muss etwas Weltbewegendes passiert sein. Im Gewerbepark Hamburg-Nord wurde der “größte Batteriespeicher der Stadt” eingeweiht. Ein Projekt, das laut offizieller Pressemitteilung die “Dimension” der Hamburger Klimarettungspolitik verdeutlicht. Schauen wir uns diese geradezu galaktischen Dimensionen doch einmal genauer an. Die Eckdaten des grünen Wunders: Die Kapazität liegt demnach bei mickrigen 5 Megawattstunden (MWh), die Leistung bei 2 Megawatt (MW) und die Kosten werden nicht kolportiert. Betreiber des Speichers ist das private Hamburger Unternehmen RNP Battery. Finanziert wird diese Anlage privatwirtschaftlich durch Stromhändler und Übertragungsnetzbetreiber.

In der offiziellen Jubelmeldung der Stadt liest sich das dann so: “Die Kapazität von fünf Megawattstunden verdeutlicht die Dimension des Projekts: Rein rechnerisch könnte die gespeicherte Energie einen durchschnittlichen Fünf-Personen-Haushalt ein Jahr lang vollständig versorgen…” Wahnsinn! Ein ganzer Fünf-Personen-Haushalt! In einer Millionenmetropole wie Hamburg! Man muss sich diese intellektuelle Meisterleistung der PR-Abteilung auf der Zunge zergehen lassen. Rechnen wir das grüne Wunder doch einmal um, damit es etwas greifbarer wird: Diese “gigantische” Anlage könnte auch 8.760 Haushalte versorgen – allerdings nur für exakt eine einzige Stunde. Hamburg hat rund eine Million Privathaushalte. Wenn also der Strom ausfällt, rettet dieser “Gamechanger” nicht einmal ein Prozent der Hamburger für 60 Minuten. Danach gehen die Lichter aus.

Aber es wird noch besser. Der Speicher, so heißt es weiter, fungiere als Puffer, der “überschüssigen Grünstrom dann bereitstellt, wenn er im Quartier benötigt wird.” Da stellt sich dem denkenden Bürger unweigerlich die Frage: Welchen überschüssigen Grünstrom meinen die eigentlich? Besonders im Winterhalbjahr, wenn die Sonne sich hinter dicken Wolken versteckt und der Wind pausiert (die berüchtigte Dunkelflaute), gibt es schlichtweg keinen “überschüssigen Grünstrom”. Eine Batterie erzeugt keinen Strom, sie speichert ihn nur. Wenn nichts da ist, bleibt der teure Kasten leer, verursacht aber dennoch Kosten.

Besonders stolz ist man im rot-grünen Senat übrigens darauf, dass die Anlage auf einer Fläche von “lediglich drei ehemaligen Pkw-Stellplätzen” errichtet wurde. Da schlägt das Herz des Auto-Hassers gleich höher: drei Parkplätze weniger und dafür ein Symbol grüner Realitätsverweigerung mehr. Senatorin Fegebank schwadroniert derweil von “viel Rückenwind” und “klugen Köpfen”, die uns “unabhängiger von fossilen Importen” machen. Doch die Ressourcen für diesen Batterieklotz kommen auch nicht aus Deutschland – sondern über die Verarbeitung in China in die Hansestadt.

Im sich im Klimawahn befindlichen Hamburg hält man eben nicht viel von Realitätssinn und Tatsachen. Die Investitionskosten für solche Anlagen sind immens (weshalb man sie in der Pressemitteilung wohlweislich verschweigt), der Nutzen für die makroökonomische Versorgungssicherheit ist homöopathisch, und im Winter nützt der schönste Speicher nichts, wenn die Windräder stillstehen und die Sonne kaum scheint. Wenn das die „smarten Lösungen“ sind, auf denen unser Alltag elektrifiziert werden soll, dann sollten sich die Hamburger schon einmal einen guten Vorrat an Kerzen zulegen.

(Auszug von RSS-Feed)

Wie viel Batterieparks sind nötig, um Deutschland mit Strom zu versorgen?

13. März 2026 um 08:00

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Allein mit immer mehr Windkraft- und Solaranlagen ist eine durchgehende Stromversorgung nicht möglich. Die Lösung sollen Batterieparks sein. Mit gut 25 GWh ist ein Anfang gemacht. Das garantiert aber nur eine landesweite Versorgung von wenigen Minuten – wenn sie voll geladen sind. Was wäre also nötig, um Deutschland ausreichend zu versorgen?

Von Maurice Forgeng

Die deutsche Energiewende hat ein windiges Problem: Durch die starke Priorisierung von Windkraft- und Solaranlagen ist unsere Energieerzeugung zu einem nicht vernachlässigbaren Anteil wetterabhängig geworden.

Es gibt Zeiten, in denen die Wetterbedingungen gut sind, wo viel Wind weht und die Sonne scheint. Dann können diese erneuerbaren Energien viel Strom bereitstellen, teilweise mehr, als das Land gerade benötigt. In so einem Fall müssen die Netzbetreiber den überschüssigen Strom entweder günstig oder zu Minuspreisen an andere Länder abgeben.

Falls das nicht reicht, müssen sie Windräder oder Solaranlagen drosseln oder komplett abschalten. Diese Drosselungen haben im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert erreicht.

Im Gegensatz dazu gibt es Zeiten, in denen die Erneuerbaren zu wenig oder keinen Strom produzieren. Im Extremfall ist hier von einer sogenannten Dunkelflaute die Rede. Dann ist Deutschland auf Importstrom von Nachbarländern angewiesen.

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Stromerzeugung nach Kraftwerksarten (bunt) und -verbrauch (schwarze Linie) in Deutschland vom 11. bis 17. August 2025.

Foto: energy-charts.info/Fraunhofer ISE, Bearbeitung: mf/Epoch Times

Hoffen auf mehr Großspeicher

Pumpspeicherkraftwerke können die Differenz zwischen Überschuss- und Mangelzeiten in gewissem Umfang ausgleichen. Bei Stromüberschuss befördern Pumpen Wasser in einen höhergelegenen Speichersee, was Strom verbraucht. Bei Strommangel fließt das Wasser wieder hinab, wobei die Anlagen Strom abgeben.

Deren Gesamtkapazität ist deutschlandweit auf knapp 10 Gigawatt (GW) an Leistung begrenzt. Diese ist nicht ständig komplett verfügbar. Wenn ein Speichersee voll oder leer ist, kann er nicht weiter befüllt beziehungsweise entleert werden.

Hoffnung geben soll der seit wenigen Jahren anhaltende Boom der Batteriespeicher. Laut dem Portal „Battery-Charts“ ist hierzulande eine Gesamtkapazität von knapp 26 Gigawattstunden (GWh) in Betrieb. Diese bestehen überwiegend aus Heimspeichern in Privathaushalten (20,2 GWh), Gewerbespeichern (1,3 GWh) und Großspeichern (4,3 GWh).

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Der Anstieg der Speicherkapazität in Deutschland von Januar 2020 bis Februar 2026.Foto: Battery Charts, CC BY 4.0

Relevant bei Batterien ist neben der Kapazität auch ihre Leistung. Aktuell bringen es alle hierzulande in Betrieb befindlichen Batteriesysteme auf rund 17,1 GW. Das entspricht rund einem Drittel des sommerlichen Strombedarfs von Deutschland in Höhe von rund 50 GW. Alle vorhandenen Batterien könnten also ein Drittel Deutschlands für rund 1,5 Stunden mit Strom versorgen können.

Allerdings sind derzeit nur die Großspeicher wirklich netzdienlich. Sie können – ebenfalls für rund 1,5 Stunden – rund 2,8 GW der Netzlast abdecken. Das entspricht einem Anteil von etwas über 5 Prozent des deutschen Sommerstrombedarfs. Gewerbe- und Heimspeicher sind nur bedingt netzdienlich, da sie vielmehr auf das individuelle Verbrauchsverhalten ihrer Betreiber ausgerichtet sind.

Die aktuellen Kapazitäten reichen somit keinesfalls, um die Stromüberschüsse mit den Mangelphasen im deutschen Netz in vollem Umfang zu harmonisieren. Welche Kapazität und Leistung wären nötig, um das zu schaffen und um mit den Erneuerbaren autark zu werden? Autark bedeutet hier, dass die Bundesrepublik nicht mehr auf Strom aus dem Ausland oder von fossilen Kraftwerken angewiesen wäre – und ebenso keinen Überschussstrom abstoßen müsste.

60 Millionen Tonnen Batterie für zehn Tage Strom

Um der Antwort auf diese Frage näherzukommen, hat Staffan Reveman, Autor, Redner und Berater in energieintensiven Branchen, eine Rechnung aufgestellt. Im Sommer liegt der durchschnittliche Strombedarf hierzulande bei rund 50 GW, im Winter bei rund 60 GW, wobei die Spitzenwerte rund 80 GW betragen. Die ebenfalls angestrebte Elektrifizierung wird diese Werte sommers wie winters steigen lassen.

Reveman rechnete dennoch nur mit dem Sommerschnitt von 50 GW. Um diese Leistung über 12 Stunden abgeben zu können, sei eine Batteriekapazität von 600 GWh erforderlich, also rund dem 24-fachen der heutigen gesamten Batteriekapazität. „Eine solche ‚Deutschland-Batterie‘ wiegt bei 5 Kilogramm pro Kilowattstunde (kWh) mindestens 3 Millionen Tonnen“, so der Fachmann. Das verdeutlicht den hohen Materialbedarf, primär an Lithium.

Im Winter gewinnt der Strom aus Batterien noch mehr an Bedeutung. Bei Dunkelflauten liefern Windkraft- und Solaranlagen nur einen Bruchteil ihrer installierten Leistung. Reveman rechnet daher mit einer Überbrückungszeit von bis zu zehn Tagen. Sollen 50 GW über 240 Stunden lang bereitstehen, bedeutet das eine Speicherkapazität von 12.000 GWh. Das wäre rund das 470-fache der heutigen Batteriekapazität und rund das 2.800-fache der heutigen Großbatterien. „Eine solche Batterie wiegt mindestens 60 Millionen Tonnen“, ergänzte Reveman.

Viel zu lange Bauzeit?

Zugleich wies Reveman mehrfach darauf hin, dass eine solche „Deutschland-Batterie“ vor jeder Entladung erst neu aufgeladen werden muss. Da die deutsche Bundesregierung fossile Kraftwerke im Optimalfall künftig nicht mehr im Strommix haben möchte – die Kohleverstromung ist gesetzlich auf 2038 begrenzt – müssten die erneuerbaren Energiequellen den Strombedarf Deutschlands abdecken und entsprechend hohe Stromüberschüsse für das gleichzeitige Laden der Batterien bereitstellen. Doch es gibt ein weiteres Problem.

In den vergangenen drei Jahren gingen 6,0 bis 6,5 GWh pro Jahr an zusätzlicher Batteriekapazität in Deutschland ans Netz. Laut Reveman könnte eine große Batteriezellenfertigung, wie der chinesische Hersteller CATL in Thüringen, bis zu 14 GWh pro Jahr produzieren. „Für die Produktion der 12-Stunden-Batterie benötige die Fabrik 43 Jahre, für die Großbatterie 857 Jahre“, so Reveman.

Er fügte allerdings hinzu: „Das Traurige daran ist, dass sie nach 25 bis 30 Jahren immer wieder von vorn anfangen müssen, da die Gebrauchsdauererwartung der Batterie begrenzt ist.“ Im Laufe der Jahre verringern sich Leistung und Kapazität einer Batterie. Die meisten kennen das vom Handyakku, der nach wenigen Jahren nachlässt und ausgetauscht werden sollte. Laut Branchenkreisen könnten Batterieparks 10 bis 15 Jahre ihren Dienst leisten.

Um das Wettrennen gegen die Zeit gewinnen zu können, bräuchte es eine Vielzahl solcher Großfabriken. Angenommen, die Batterien könnten 15 Jahre im Einsatz sein, bräuchte es 57 solche Fabriken, um die 12.000 GWh zu errichten – und dauerhaft aufrechtzuerhalten. Speicherzeiten über zehn Tage hinaus, um etwas Solarstrom aus dem Sommer in den Winter mitzunehmen, sind dabei wiederum nicht Teil der Rechnung.

Reveman fügte hinzu, dass es sich bei seiner Berechnung um „eine einfache Plausibilitätsprüfung der Möglichkeiten, Batterien zum Ausgleich der schwankenden Stromerzeugung durch Photovoltaik und Wind einzusetzen“, handelt.

Simulierte Stromerzeugung für 2030

Wie würde sich nun eine große Speicherkapazität auswirken, falls genügend Batterieparks in den kommenden Jahren entstehen sollten? Hierzu bietet „Energy-Charts“ vom Fraunhofer-Institut eine Simulation der künftigen erneuerbaren Stromerzeugung an. Hier kann man das Verbrauchs- und Wettermuster einer bereits vergangenen Woche mit künftigen installierten Leistungen der Erneuerbaren kombinieren.

Im folgenden Beispiel ist das Muster vom 11. bis 17. August 2025 mit den Ausbauzielen für 2030 kombiniert. Bei angenommenen 360 GW installierter Leistung bei Windkraft und Solar fallen besonders die hohen Solarspitzen auf, die viel Strom für die Batterien bereitstellen, sofern die Netze ausreichend dimensioniert sind. Die Last ist auf 550 Terawattstunden pro Jahr gesetzt, rund 20 Prozent mehr als aktuell.

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Simulierte Stromerzeugung mit dem Verbrauchs- und Wettermuster von Woche 33 aus 2025 in Kombination mit den Ausbauzielen von Windkraft und Photovoltaik für 2030.

Foto: Bildschirmfoto /energy-charts.info/Fraunhofer ISE

Bei aktiviertem „Verbrauch“ und „Erzeugung“ – besser: Stromaufnahme und -abgabe – der Batteriekapazität in der Simulation kann der solare Stromüberschuss den Strommangel der Nacht ausgleichen. Wenn allerdings die Windkraft mangels Wind kaum Strom liefert, ist dennoch eine Zusatzstromerzeugung von teils mehr als 19 GW nötig. Diese müsste durch flexibel regelbare Kraftwerke, beispielsweise Gaskraftwerke, und/oder Stromimporte erfolgen. Andererseits sind auch weiterhin Stromexporte erforderlich, um das Netz zu stabilisieren.

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Simulierte Stromerzeugung von Woche 33 aus 2025 in Kombination mit den Ausbauzielen von Windkraft und Photovoltaik für 2030 sowie dem Betrieb von Batterieparks.

Foto: Bildschirmfoto /energy-charts.info/Fraunhofer ISE

Flexible Kraftwerksreserve doch unverzichtbar?

In Zeiten mit ausreichend Wind und Sonneneinstrahlung ist rechnerisch keine Zusatzstromerzeugung notwendig. Im vergangenen Jahr war dies jedoch nur selten für eine komplette Woche wie Mitte September der Fall. Zwischendurch müssten immer wieder Reservekraftwerke einspringen, um entstehende Lücken zu füllen, die über Stromimporte allein nicht zu kompensieren sind.

Andererseits wäre in fünf Jahren im Falle einer Dunkelflaute wie in der ersten Dezemberwoche 2025 eine Zusatzstromerzeugung von rund 63,5 GW nötig. Das entspräche 45 großen Kernreaktoren oder 218 durchschnittlichen Gaskraftwerken. In der Simulation ist nicht angegeben, wie hoch die Batteriekapazität ist.

Der Bedarf einer teils massiven Zusatzstromerzeugung in der Simulation lässt die Vermutung aufkommen, dass eine vollständige Versorgung nur durch Erneuerbare auch dann nicht möglich ist, wenn große Batterieparks zur Verfügung stehen. Es muss offenbar stets eine flexible Kraftwerksreserve vorhanden sein, die bei zu großer Lücke einspringt. Eine solche Lücke kann besonders im Winter entstehen, wenn der Strombedarf hoch und die Solarenergie niedrig ist.

60 GWh allein in einem Landkreis?

Eine Rechnung hierzu hat auch der Energieexperte Stefan Spiegelsperger aufgestellt – nicht für ganz Deutschland, aber für den Landkreis Traunstein im Südosten Bayerns. Diese Region soll 700 GWh pro Jahr verbrauchen.

Seiner Rechnung zufolge wären in dieser Gegend Batterien mit insgesamt rund 60 GWh Kapazität nötig, um Traunstein weitestgehend mit der Energie von Windkraft und Solar zu versorgen. Zur Erinnerung: Ganz Deutschland mit seinen rund 400 Landkreisen hat aktuell 25,5 GWh.

Die Kosten für die Kombination Solar, Windkraft und Batterie lägen für Traunstein im Großhandel bei 217 Cent pro kWh anstatt bei 6 Cent pro kWh ohne Speicher.

So viel Platz benötigen die Batterieparks

Generell benötigt ein Batteriepark mit einer Kapazität von 200 MWh rund 1 Hektar (ha) an Fläche. Die im Juni 2025 in Betrieb genommene Anlage im schleswig-holsteinischen Bollingstedt hat 238 MWh auf 1,2 ha.

Die „Deutschland-Batterie“ für 12 Stunden mit 600 GWh käme demnach auf eine Gesamtfläche von rund 3.000 ha. Für die Version, die Deutschland vollgeladen für 240 Stunden versorgen könnte, wären 60.000 ha, oder 600 Quadratkilometer, nötig. Das entspricht etwa zwei Drittel der Fläche Berlins.

Das ist eine große, aber überschaubare Fläche. Zudem ist es sinnvoll, die Speicherblöcke nicht geballt in einer Region zu errichten, sondern verteilt im ganzen Land, nahe an Verbrauchern und Kraftwerken, für möglichst kurze Leitungswege.

Mangelnde Netzstabilität vergessen?

Bei einem Strommix, der zu mindestens 80 Prozent aus Windkraft, Photovoltaik und Batterien besteht, wird jedoch häufig ein entscheidender Punkt vergessen: die Netzstabilität. Nach heutigem Stand der Infrastruktur in Deutschland wäre unser Stromnetz noch gar nicht bereit für diese Form der Energieversorgung.

Aktuell tragen große und tonnenschwere Schwungmassen in Kraftwerksturbinen zur Momentanreserve und einer ausreichenden Blindleistungssteuerung bei. Diese mechanischen Schwungmassen können Spannungs- und Frequenzschwankungen im Netz ausgleichen. Für ein ausreichend stabiles Stromnetz sollte mindestens 40 Prozent der einspeisenden Kraftwerksleistung von Anlagen mit diesen Schwungmassen stammen.

Wenn dieser Wert deutlich unterschritten wird, droht ein flächendeckender Stromausfall, wie im vergangenen Jahr in Spanien und Portugal geschehen. Die Momentanreserve lag kurz davor bei nur noch 24 Prozent.

Windkraft- und Solaranlagen haben diese Schwungmassen nicht. Sie speisen den Strom elektronisch über Wechselrichter ins Netz ein. Diese elektronisch gebildeten Sinuswellen können ungleichmäßig werden und Störungen im Netz verursachen.

Eine Lösung können sogenannte E-STATCOM-Anlagen sein. Ihr Name bedeutet Elektr(on)ischer STATischer BlindleistungsKOMpensator. Es handelt sich um einen Blindleistungskompensator mit Superkondensatoren, der Netzspannung und -frequenz automatisiert und durchgehend stabil halten soll. Derzeit ist in Deutschland nur eine solche Anlage in Betrieb. Für ein stabiles Windkraft-Solar-Batterie-Netz bräuchte es jedoch mehrere Dutzend solcher Anlagen.

 

Maurice Forgeng

Das Fachgebiet von Maurice Forgeng beinhaltet Themen rund um die Energiewende. Er hat sich im Bereich der erneuerbaren Energien und Klima spezialisiert und verfügt über einen Hintergrund im Bereich der Energie- und Gebäudetechnik.

Der Beitrag erschien zuerst bei EPOCHTIMES hier

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