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Gestern — 23. April 2026

Von den Ursprüngen der Schrift bis zur Rolle mit Bedeutung

23. April 2026 um 16:15

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Bücher, Buchhandlungen und Bibliotheken gehören heute wie selbstverständlich zu unserem Leben. Doch wie sah es in der Antike aus und was wurde zum Schreiben benötigt? Anlässlich des Welttags des Buches am 23. April werfen wir einen Blick in das erste Kapitel dieser geschichtenschreibenden Erfindung.
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Wie wir uns zwischen Buchdeckeln selbst begegnen und die Welt neu entdecken

23. April 2026 um 15:11

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Am Welttag des Buches rückt der besondere Wert des Lesens in den Fokus: Geschichten entfalten innere Bilder, schaffen emotionale Tiefe und präsentieren Literatur als Raum für Erfahrung, Erinnerung und das Ausleben von Vorstellungskraft.
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Mit Kirchen-Segen in den Krieg | Von Klaus Hartmann

27. März 2026 um 09:01

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Mit Kirchen-Segen in den Krieg | Von Klaus Hartmann

Ein Meinungsbeitrag von Klaus Hartmann.

Nach einem guten Jahr Vorbereitungszeit mit Seelenmassage und Gehirnwäsche bei ihren Schäfchen haben es die Oberhirten geschafft – nach dem „Operationsplan Deutschland der Bundeswehr“ gibt es jetzt den „Geistlichen Operationsplan Deutschland“ mit der offenbar lustig gemeinten Abkürzung „GOD“. Man erinnert sich: „In God we trust“ – das Motto ziert alle Münzen und Geldscheine der USA; seit 1955 ist das gesetzlich vorgeschrieben. Von Gottvertrauen haben sich die beiden Kirchen beim Verfassen des Plans eher nicht leiten lassen, zumindest nicht von Jesu Wort nach dem Johannes-Evangelium „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“.

Für ihren göttlichen „GOD“-Plan haben sich evangelische und katholische Kirche zusammengetan und ein „ökumenisches Rahmenkonzept“, ein Arbeitspapier verfasst, mit dem sperrigen und fast harmlos klingenden Namen „Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“.

Schon 2024 und 2025 wurden entschlossene Schritte in Richtung der sogenannten „Kriegstüchtigkeit“ unternommen, die Verteidigungsminister Pistorius unter Verwendung der Losung von Joseph Goebbels proklamiert hat. Möglicherweise ist es auch als Besinnung auf die kirchliche Kernkompetenz zu deuten: die Frage eines Lebens nach dem Heldentod.

Wo es langgeht (zur Front), machte schon der Evangelische Kirchentag 2025 in Hannover deutlich. Dort diskutierten u.a. der russophobe Roderich Kiesewetter (CDU), Militärhistoriker Sönke Neitzel, Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Die Linke) und der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck über Waffen. Neitzel sieht „den Westen im Kampf der demokratischen Systeme gegen eine Autokratie, gegen eine Diktatur, gegen Russland“ (zdf heute, 07.06.2024). Kiesewetter beim Kirchentagspodium: „Waffen sind notwendig, aber nicht hinreichend, ein nachhaltiger Friede, ist einer der bewaffnet ist. Er muss stark genug abgesichert werden.“ Christliche Friedensaktivisten mussten sich auf einem „Alternativen Kirchentag“ treffen, mit der früheren EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann als Schirmherrin. Sie will sich weiterhin „der Aufrüstung entgegenstellen“ und bedauerte die Entfremdung zwischen Friedensbewegung und Kirchentag. (BR24, 02.05.2025)

Katholische Bischöfe: Militärische Antworten

Am 13. Oktober 2025 hat die Deutsche Bischofskonferenz eine „Erklärung zum Wehrdienst“ veröffentlicht, in der sie „angesichts der aktuellen sicherheits- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen“ den Regierungsentwurf zum Wehrdienst begrüßt, „der darauf abzielt, die personelle Aufwuchsfähigkeit der Bundeswehr zu stärken“. Ziel müsse sein, „zu einem breiten Konsens in der Bevölkerung zu gelangen“, um „die Resilienz der Gesellschaft (zu) stärken“. „Die Bischöfe fordern eine breite Debatte darüber, wie Deutschland militärisch ‚verteidigungsbereit‘ werden kann“, meldet domradio am 14.10.2025.

Die Bischöfe erklären, „dass die Gewährleistung einer angemessenen Verteidigungsfähigkeit notwendig ist und in der aktuellen Situation deshalb eine Stärkung der Verteidigungsbereitschaft gut begründet erscheint“. Als hätten sie am Gesetzentwurf mitgeschrieben befürworten die Bischöfe „ein gestuftes Modell: Zunächst freiwillige Wehrdienstleistende“ und „verpflichtende Maßnahmen, die nur als letztes Mittel ergriffen werden – wenn nämlich nicht anders die militärische Verteidigung sichergestellt werden könne“. Schließlich wollen sie „die Fragen der Geschlechtergerechtigkeit und der Generationengerechtigkeit bedacht“ sehen.

Dann kommen die Gottesmänner zur Sache und treten das Achte Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“ in die Tonne, wenn sie schreiben: „Bereits mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat sich seit 2014 die sicherheitspolitische Lage für Deutschland, die EU und die NATO grundlegend gewandelt.“ Das entspricht zwar der NATO-Propaganda, aber nicht den Tatsachen. Der einzige Angriffskrieg, der 2014 begann, war die „Anti-Terror-Operation“ der von den NATO-Ländern unterstützten Kiewer Putschisten gegen die verfassungstreue Bevölkerungsmehrheit im Osten und Süden der Ukraine. Gegen sie wurden Armee und Nazi-Bataillone in Marsch gesetzt, dieser Feldzug forderte nach den Zahlen der OSZE bis Ende 2021 über 14.000 Tote. Davon wollen die Bischöfe wohl ebenso wenig wissen, wie vom Aufmarsch von über 120.000 Soldaten zur Unterwerfung des Donbass Anfang 2022, mit Angriffstermin Anfang März. Wie auch von den Minsker Abkommen, die 2014 und 2015 die Lage befrieden sollten, die aber – obwohl vom UN-Sicherheitsrat als bindend beschlossen – von der NATO genutzt wurden, um Zeit für den Krieg gegen Russland zu gewinnen.

Weiter im katholischen Kriegstreibertext: „Mit der Vollinvasion 2022 hat sich diese Situation noch einmal dramatisch verschärft. Die realistischen Bedrohungsszenarien erfordern politische und militärische Antworten auf verschiedenen Ebenen. Dazu gehört die Gewährleistung einer angemessenen Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit.“ Die „Bedrohungsszenarien“ können sie „realistisch“ nur von den Propagandastäben der Kriegsministerien übernommen haben, die mit Bedrohungslügen die wahnsinnige Hochrüstung befeuern wollen. „Militärische Antworten“ sind ihr frommer Wunsch! Bischofsmund tut Lügen kund.

Dann mahnen die Bischöfe an, „Vertrauen in der Bevölkerung (zu) schaffen, das für das Mittragen weitgehender Einschnitte in die persönlichen Freiheitsrechte“ erforderlich sei, dies aber sehen sie durch „gefährliche gesellschaftliche Spaltungsprozessen bedroht“, und zwar durch „populistische Kräfte, die Ängste und Vorurteile schüren, die Grundwerte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung angreifen und zur Polarisierung in der Gesellschaft beitragen. Diese Entwicklungen werden auf Dauer nicht ohne Auswirkungen auf die Bereitschaft bleiben, sich in einen Dienst für die Gesellschaft zu stellen.“ Und dafür lasset uns beten …

Evangelische Kirche: Ohne Waffen geht es nicht

Auch bei der Konkurrenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ist es um den Frieden nicht besser bestellt. Bei ihrer Synode vom 9. bis 12. November 2025 in Dresden, wo sie eine neue „Friedensdenkschrift“ vorstellte, war Bundesaußenminister Johann Wadephul als Gastredner eingeladen, um die neue Denkschrift zu loben: „Sie erkennt an, dass die Anwendung von Gegengewalt durch einen angegriffenen Staat nicht nur völkerrechtlich, sondern auch ethisch gerechtfertigt ist“. Und sie akzeptiere, dass ein kategorischer Pazifismus als universale politische Ethik nicht zu legitimieren sei. Zur Frage der Waffenlieferung in die Ukraine – die Denkschrift fordert hier eine „Prüfung im Einzelfall“ – hätte sich der Außenminister einen „klareren Schritt“ gewünscht: „Denn zumindest für mich ist klar, dass hier, in der Ukraine, die Bedingungen für das Vorliegen der ‚rechtserhaltenden‘ Gewalt so eindeutig erfüllt sind wie in kaum einer anderen denkbaren Konstellation. Denn die Alternative zur Gegengewalt ist Butscha.“

Natürlich will der Märchenonkel nicht auf den Schauer verzichten, der dem westlichen Propagandakonsumenten beim Stichwort „Butscha“ über den Rücken läuft. Das ist jener Ort nahe Kiew, in dem alle Indizien darauf verweisen, dass nach Abzug der russischen Soldaten die Russland-loyalen Einwohner durch ukrainische Nazis niedergemetzelt wurden, um dann den Russen die Morde anzulasten. Da hilft auch der EKD nur ein starker Glaube.

Da gab es für Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, kein Halten mehr: „Erlauben Sie mir, Ihnen meinen aufrichtigen Respekt auszusprechen: Sie sind mit Aufrichtigkeit, Klarheit und Empathie ein Christenmensch in der Politik, der sich zutiefst den Grundwerten des christlichen Glaubens verbunden weiß, schleimte die Bischöfin. Und sie sekundierte: „ein Friede, der nur auf die Abwesenheit von Gewalt setzt, die anderen Dimensionen aber vernachlässigt, (bleibt) instabil“. Gelehrig zeigte sich Fehrs, als sie fast wörtlich den Text der Seite des Verteidigungsministerium zu „hybridem Krieg und Destabilisierung“ aufsagte:

„Angefangen von (stattfindenden) Cyberangriffen über gezielte Desinformation bis zur Unterwanderung öffentlicher Diskurse zielt hybride Kriegsführung auf alles, was plurale Gesellschaften und Demokratien im Kern ausmacht: Vertrauen, Debattenkultur und die Stärke des Rechtsstaats.“

„Unsere Demokratie“ hat es der Bischöfin ohnehin angetan, sie mahne „zum aktiven Eintreten für eine offene Gesellschaft“, nicht zu offen allerdings, denn sie sieht die AfD „außerhalb der Grundlagen des Grundgesetzes“, und ließ in ihrer Dresdner Rede „Sympathien für Forderungen nach einem Verbot der AfD erkennen“, so die ARD-Tagesschau am 09.11.2025. Bischöfin Fehrs predigt aber auch die Worte des Propheten Merz:

„Dieser Angriffskrieg bleibt ein himmelschreiendes Unrecht, das wir niemals akzeptieren dürfen. Der russische Diktator könnte das Morden von heute auf morgen beenden, wenn er das wollte.“

Von ihrer lernfähigen Seite zeigte sich auch Katrin Göring-Eckardt; der Rat der EKD hatte die grüne Bundestagsabgeordnete und gelernte Küchenhilfe als Mitglied der 13. EKD-Synode berufen. Dort gab sie zum Besten: „Man könnte auch sagen, die evangelische Kirche hat etwas gelernt: Um Frieden sicherzustellen, ist es nötig, sich selbst verteidigen zu können – bis hin zu einem gezielten Militäreinsatz, wenn etwa ein Diktator nach Massenvernichtungswaffen strebt.“ Leider ist nicht überliefert, ob sie dabei den Bundeskanzler Merz gemeint hat, der zwar keine „deutschen“ Atomwaffen will, aber einen „europäischen nuklearen Schutzschirm“, für den er gerne Bundeswehrflugzeuge bereitstellt. (Spiegel, 18.02.2026)

Wie viel Friede steckt in der EKD-„Friedensdenkschrift“?

Die bei der Synode in Dresden vorgestellte neue „Friedensdenkschrift“ trägt den Titel „Welt in Unordnung“; sie begründet gewissermaßen ihr Zustandekommen mit den Worten: „Die Welt ist in Unordnung: Der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht ins vierte Jahr. Seit dem Terrorakt der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verschärft sich die Situation im Nahen Osten immer weiter – mit grausamen humanitären Folgen.“ Die NATO-Propagandaformel vom russischen Angriffskrieg wird fromm nachgebetet, vom Völkermord in Palästina kein Sterbenswörtchen, und den Hinweis, dass bewaffneter Widerstand gegen ein Besatzerregime völkerrechtlich legitim ist, scheut man wie der Teufel (angeblich) das Weihwasser.

Entstanden sei das Werk wegen „sicherheitspolitischen Herausforderungen gerade nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine, aber auch nach dem überhasteten Ende des Einsatzes in Afghanistan“. Der Umfang von fast 150 Seiten lässt erahnen, wie viele davon mit Friedens-„Visionen“, „friedensethischen Erwägungen“, biblischen Friedensverheißungen und allerlei schmückendem Beiwerk vollgeschrieben sind. Über lange Strecken finden sich wohlklingende Formulierungen über gerechten Frieden, Entwicklungszusammenarbeit und zivile Konfliktbearbeitung. Wer sich durchkämpft, findet Passagen, wo die „Katze aus dem Sack gelassen“ wird, wie die Forderung nach „friedensethische(r) Güterabwägungen in Bezug auf konventionelle und nukleare Abschreckung, um Waffenlieferungen, um Wehr- und Dienstpflicht, um die Herausforderungen hybrider Kriegsführung und Terrorismus.“

Jedenfalls kann man nicht behaupten, dass die Autoren zur Legitimierung von Gewalt und Waffen nicht erfinderisch waren. Dazu haben sie eine „Figur“ erfunden, die „rechtserhaltende Gewalt“. Die geht so: Im staatlichen und zwischenstaatlichen Handeln kann zur Durchsetzung des Rechts „Gegengewalt nötig sein. Diese Gegengewalt wird in der Figur ‚rechtserhaltender Gewalt‘ gefasst. Sollten Waffenlieferungen erfolgen, sind die Kriterien rechtserhaltender Gewalt analog anzuwenden“, und auch völkerrechtswidrige „Wirtschaftssanktionen als Zwangsmaßnahmen stellen eine Möglichkeit im Sinne einer Ethik rechtserhaltender Gewalt dar.“ Die Synodalen „erkennen an, dass der Staat in bestimmten Fällen Gewalt mit Gegengewalt begrenzen oder eindämmen muss“ und kritisiert die EKD-Synode von 2019, weil damals „die Notwendigkeit einer Ethik der rechtserhaltenden Gewalt abgeblendet wurde“.

Es folgen Glaubensbekenntnisse, dabei hatte man keine Hemmungen, die berüchtigte imperialistische Floskel zu benutzen: „Die Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands, die insbesondere seit 1990 auf die Stärkung der internationalen regelbasierten Ordnung setzte, ist unter Druck geraten.“ Die NATO-Aggression gegen Jugoslawien haben die Pfaffen vergeben und vergessen. Denn „die liberale Demokratie ist und bleibt jene Staatsform, die die Menschenrechte in allen Dimensionen am umfassendsten gewährleisten kann“, aber „Demokratien sind besonders anfällig für hybride Kriegsführung.“ Woraus folgt: „Alle Bürgerinnen und Bürger sollten im Sinne einer umfassenden sicherheitspolitischen Widerstandsfähigkeit verteidigungsfähig sein.“ Da kann ein klares Feindbild behilflich sei, weswegen die Evangelen behaupten, es würden „vom Moskauer Patriarchat der Russisch-Orthodoxen Kirche Teile der Menschenrechte als ‚westliche Werte‘ diffamiert und mit der angeblichen Notwendigkeit ihrer Bekämpfung der völkerrechtswidrige Krieg gegen die Ukraine gerechtfertigt“.

Die Regierungsparole, dass „Deutschland wieder kriegstüchtig werden“ muss, erhält eine fromme Überzuckerung, denn wenn „Kriegstüchtigkeit auf die Bereitschaft zielt, die eigenen Werte auch unter Androhung und im äußersten Fall unter Einsatz ethisch verantworteter Gewalt zu verteidigen, nimmt dieser Terminus ein Anliegen auf, das mit der hier entwickelten Position vereinbar ist.“ So „muss Deutschland in enger Abstimmung mit den Staaten der Europäischen Union und der NATO in die sicherheitspolitische, aber auch in die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit investieren“.

Wie ein Kommentar zum US-israelischen Überfall auf den Iran liest sich: „Wenn der Erwerb von Massenvernichtungswaffen unmittelbar bevorsteht, ihr Einsatz konkret angedroht ist und alle diplomatischen Mittel erschöpft sind, kann eine militärische Reaktion bei Abwägung aller Umstände des Einzelfalls als Selbstverteidigung gegen einen unmittelbar bevorstehenden Angriff betrachtet werden.“

Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) kommentierte am 10.11.2025: „Für die Evangelische Kirche ist es eine Zeitenwende“, mit der „Friedensdenkschrift unternimmt die EKD eine deutliche Abkehr vom Pazifismus der 70er- und 80er-Jahre (…) unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs in der Ukraine (…) Sicherheitspolitik dürfe niemals ausschließlich auf militärische Stärke setzen – ganz ohne Waffen, ganz ohne Militär, ganz ohne Bündnispartner geht es aber eben auch nicht“. So würden auch die Evangelen anschlussfähig für die Bundeswehr. Die Friedensinitiative Dresden fragt:

„Wo bleibt in der Öffentlichkeit der hörbare Aufschrei? – Wer vertritt heute die Traditionslinie der Bekennenden Kirche und wer hält den Geist der Barmer Erklärung wach?“

Militärbischöfe leisten Beistand

Für eine „langsame Annäherung an Wehrpflicht“ hat sich bereits am 2. April 2025 der EKD-Militärbischof Bernhard Felmberg im Interview mit evangelisch.de ausgesprochen, wobei er in aller Offenheit die wieder geltende Maxime „Kanonen statt Butter“ erklärt: Da die Bundeswehr deutlich mehr Geld bekommt, „muss auch klar sein: Dafür muss woanders gespart werden. Das wird ein schmerzhafter Prozess werden in der Gesellschaft.“

Immerhin gibt es Hoffnung auf mehr Arbeitsplätze: „Ich glaube, dass mittelfristig die Anzahl der Militärpfarrerinnen und -pfarrer steigen wird. Im Moment haben wir 104 evangelische Militärgeistliche, 100 in Deutschland, 4 im Ausland. Wir müssen das Netz verdichten, weil wir momentan nicht in der Lage sind, all das nachzuhalten, was von uns gefordert wird. Konkret: Wir wollen in einem Katastrophenfall in der Lage sein, als Kirche den Menschen beizustehen, die uns brauchen.“ Und zwar so:

„Was meine ich? Ein ganz plastisches Beispiel: Wenn mich ein 19-jähriger Soldat fragt, ob ich an der Seite seiner Familie bin, wenn er im Einsatz stirbt, möchte ich antworten können: Ja, das sind wir. Das kann aber die Militärseelsorge allein nicht leisten. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Kirche.“

„Die Militärgeistlichen sind im Auslandseinsatz eng dabei“, man werde auch die Brigade in Litauen begleiten, dem Vorposten der gegen Russland vorrückenden NATO. Militärbischof Felmberg: „Dort werden etwa 6.000 Soldatinnen und Soldaten stationiert, teilweise fest mit Familien, mit Zivilbeamten der Bundeswehr. Das heißt, man rechnet mit rund 10.000 Menschen vor Ort. Wir planen deshalb mit einer festen Pfarrstelle, vielleicht sogar mit zweien.“ Am 21. Juli 2025 feierte Felmberg seinen 60. Geburtstag mit einer Festveranstaltung in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, u.a. eingerahmt von Bundeswehrgeneral Carsten Breuer und der EKD-Ratsvorsitzenden Fehrs.

Als Gastredner sprach der Potsdamer Militärhistoriker Sönke Neitzel zur „Zeitenwende“ und fragte, ob die Bundeswehr und die NATO die richtigen Schlüsse aus dem Ukrainekrieg zögen, weil: „Wir leben eben nicht mehr im Frieden.“ Felmbergs katholisches Pendant, Militärbischof Franz-Josef Overbeck, „sieht Europa durch einen ‚Systemkrieg‘ Russlands herausgefordert“. Er findet „Waffenlieferungen moralisch vertretbar“, schließlich müsse man die „Freiheit notfalls mit Waffen verteidigen“. „Ebenso müsse die Rüstungsproduktion über die Landes- und Bündnisverteidigung hinaus ein angemessenes Engagement im Rahmen internationaler Krisenbewältigung ermöglichen, sagte Overbeck.“ (Domradio, 25.05.2024). Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gibt er zu Protokoll: „Russland hat Grenzen und Gesetze gebrochen. Frieden um jeden Preis ist ethisch nicht verantwortbar.“ (19.04.2025)

Der geistliche Plan für den Krieg

Den eingangs erwähnten Plan namens „GOD“ wollten die Verfasser offenbar ebenso geheimhalten wie die Bundeswehr das weltliche Gegenstück „Operationsplan Deutschland“, aber die militärkritische „Ökumenische Initiative zur Abschaffung / Reform der Militärseelsorge“ hat das 26-Seiten-Papier auf ihrer Internetseite öffentlich gemacht.

Ein Kommentar von Klaus-W. Müller aus Frankfurt/M. auf der Seite fasst den Plan der Geistlichen zusammen:

„In diesem Papier steht, dass wir (Diakone, Pfarrer, Pastor*innen) im Kriegsfall die vielen Todesnachrichten überbringen sollen, den Kriegswitwen und -waisen beistehen sollen, dass wir im Kriegsfall eng mit ‚staatlichen Stellen‘ zusammenarbeiten sollen und vor allem dass wir für ‚Ruhe und Ordnung‘ im Land sorgen sollen.

Und er fragt weiter: Warum steht im oben genannten Plan NICHT, dass wir im Kriegsfall zur Kriegsdienstverweigerung aufrufen und Deserteure unterstützen sollen? Warum steht im oben genannten Plan nicht, dass wir uns im Kriegsfall für einen sofortigen Waffenstillstand, für Abrüstung, Verhandlungen und gewaltfreie Methoden einsetzen sollen?“

Einleitend schreiben die göttlichen Autoren, der Plan benenne „angesichts neuer sicherheitspolitischer Herausforderungen … die seelsorglichen Aufgaben in Szenarien militärischer Bedrohung und gewaltsamer Konflikte, die auch Deutschland unmittelbar betreffen können. Dabei werden mögliche Belastungen für Zivilbevölkerung, Soldatinnen und Soldaten, Einsatzkräfte, Verwundete, Gefallene, Kriegsgefangene und Geflüchtete in den Blick genommen. Das Konzept zeigt auf, wie kirchliche Strukturen vorbereitet, vernetzt und gestärkt werden können, um in Krisenfällen handlungsfähig zu bleiben und den Menschen beizustehen. Nicht zuletzt der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt, dass so ein Fall tatsächlich eintreten kann.“

Als „Ersatz-Katechismus“ gilt offenbar die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung, garniert mit neuen Lügen von der Bedrohung aus dem Osten: „Deutschland und seine europäischen Nachbarn sind jetzt schon Angriffsziel: Hybride Bedrohungen, Angriffe auf die kritische Infrastruktur, Cyberattacken sind nur einige Stichpunkte. Alle relevanten Akteure aus Militär, Nachrichtendiensten und Wissenschaft warnen davor, dass Russland bereits vor Ende dieses Jahrzehnts in der Lage sein könnte, NATO-Gebiet anzugreifen.“ Dabei stehen ihnen „drei Szenarien“ vor den geistlichen Augen:

  • „Im Spannungsfall steht eine militärische Auseinandersetzung bevor, auf die sich Deutschland und seine Bündnispartner vorbereiten.
  • Der Bündnisfall tritt ein, wenn ein Mitgliedsstaat oder mehrere Mitgliedsstaaten in Deutschlands Bündnissen (NATO oder EU) angegriffen werden. Damit tritt Deutschland ggf. in einen internationalen bewaffneten Konflikt ein. Deutschland ist aber selbst nicht Ort der militärischen Auseinandersetzung.
  • Im Verteidigungsfall wird Deutschland selbst durch militärische Kräfte angegriffen und wird somit selbst zum Gebiet militärischer Auseinandersetzungen.“

Allen Ernstes glauben die Verfasser, im „Operationsplan Deutschland“ der Bundeswehr seien „Verfahren, Abläufe und Zuständigkeiten festgelegt, um die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands zu schützen und den Einsatz der alliierten Streitkräfte im Grenzgebiet der NATO sicherzustellen“. Jetzt gehe es um die Erzeugung eines „gesamtgesellschaftlich resilienten Mindsets“, um Fragen nach „der Funktionsfähigkeit der Gesellschaft, wenn die Streitkräfte an der Ostflanke stehen und das Bündnis verteidigen“, und natürlich: „Welche Rolle und Aufgabe haben die Religionsgemeinschaften und ihre Seelsorgenden“? „Wenn eine erhöhte Anzahl von Soldatinnen und Soldaten im Inland betreut werden muss, erfordert das mehr Militärgeistliche und einen Ausbau der Struktur der Militärseelsorge.“

Der Ernstfall für die Gottesmänner (und -frauen)

Diese Lage erwarten die Propheten: „Im Bündnisfall wird die Hauptfunktion Deutschlands die einer logistischen Drehscheibe sein. Das heißt, durch Deutschland werden militärisches Material und Personal transportiert. Gleichzeitig werden Verwundete und Gefallene nach Deutschland zurückgebracht und von hier aus weitertransportiert werden. Aufgrund der Erfahrungen aus dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sollte von einer hohen Anzahl an Verwundeten und Gefallenen ausgegangen werden.“ „Sowohl im Bündnis- wie auch im Verteidigungsfall werden gefallene Soldatinnen und Soldaten nach Deutschland gebracht werden. Für die Religionsgemeinschaften stellen sich hier insbesondere Fragen nach den Formen einer würdigen Bestattung und multireligiöser Trauerfeiern. Ferner ist zu fragen, in welcher Weise die Überbringung von Todesnachrichten erfolgen wird und wie diese seelsorglich begleitet werden kann. Wer begleitet die Hinterbliebenen? Was geschieht mit Gefallenen anderer Streitkräfte?“

In Deutschland erwarten die geistlichen Planer: „Durch (die) Bewegungen im Land wird es für die Zivilbevölkerung Einschränkungen in bisher unbekanntem Ausmaß geben. Das wird zu großer Verunsicherung führen und auch hier Betreuungsbedarf generieren.“ „Es ist mit einer hohen Anzahl von Soldatinnen und Soldaten zu rechnen, die stark belastet bzw. mit Traumafolgestörungen nach Deutschland zurückkehren. Wer steht für die Kriegsrückkehrenden und die Familien seelsorglich zur Verfügung?“ Danach werden Fragen zur organisatorischen Bewältigung der „weitreichenden Schadenslagen“ behandelt, und ein bemerkenswertes Beispiel in Erinnerung gerufen: Es gäbe „kaum Bedarf an neuen Strukturen – wo das Rahmenkonzept sie ausnahmsweise nahelegt, zieht es Lehren aus der Zeit der Corona-Pandemie.“

Die Kirchen sollen sich auf diese Katastrophe vorbereiten. „Unabdingbar ist die Einrichtung von Krisenstäben jeweils auf landeskirchlicher und diözesaner Ebene. Nur so wird sich die seelsorgliche Praxis bei verheerenden Ereignissen anpassen können.“ „Es geht dabei konkret um die nötige Unterstützung der Menschen, deren Dienst für die Aufrechterhaltung der Ordnung in einem Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall mitentscheidend ist.“ „Der weitaus größte Bereich seelsorglicher Praxis wird es mit Menschen zu tun haben, die in einem Spannungs-, Bündnis- oder Verteidigungsfall zur Zivilbevölkerung zählen.“ „Es ist mit Massentraumatisierungen zu rechnen. Diese setzen individueller psychologischer oder seelsorglicher Begleitung Grenzen.“ „Aus den Vorbereitungen zu einer Seelsorge im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall heraus entsteht zudem eine erweiterte liturgische Sprachfähigkeit in allen gottesdienstlichen Zusammenhängen.“ Das ist scheinbar ein Gewinn.

Für die medizinische Versorgung wird nicht Gutes erwartet. „Bei einem bewaffneten Konflikt auf deutschem Staatsgebiet im Verteidigungsfall ist davon auszugehen, dass die Opferzahl in der Zivilbevölkerung sehr hoch sein wird. Das Gesundheitssystem wird im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall vor größte Herausforderungen gestellt. Kapazitäten für verletzte Soldaten, möglicherweise auch Zivilisten, und psychisch überlastete Personen greifen tief in den Regelbetrieb ein und können selbstverständlich gewordene Standards der bestmöglichen individualmedizinischen Versorgung außer Kraft setzen. Triagierungen und die damit verbundenen Herausforderungen sind hier nur eine mögliche Intervention. Unabhängig davon, wie gut die Aufgabe bewältigt werden kann, wird der Bündnis- oder Verteidigungsfall für das medizinische Personal zu einer extremen Belastung: vermehrte Arbeitszeiten, Konfrontation mit ungewohnten Arten von Verletzungen, Umgang mit eigenen Sorgen und Ängsten.“

Wenn schon die medizinische Betreuung nicht funktionieren wird, sollte es doch am religiösen Beistand nicht mangeln: „In einer solchen Situation kommt der Krankenhausseelsorge eine neue Bedeutung zu, die sich aus der aktuellen Praxis der Seelsorge in Gesundheitseinrichtungen ableitet, diese aber überschreiten wird. Eine möglicherweise erforderliche zivil-militärische Zusammenarbeit im Gesundheitssystem wird eine engere Vernetzung mit Militärseelsorgenden notwendig machen. Natürlich gilt es einerseits, den Regelbetrieb der Krankenhausseelsorge soweit wie möglich aufrechtzuerhalten. Ein verstärktes Angebot von Gottesdiensten, Ritualen und Gebeten wird ein kaum zu überschätzendes Element sein, um möglichst viele Menschen spirituell begleiten zu können.“

Fromme Worte und Gebete werden leider nur sehr begrenzt eine lebenserhaltende Wirkung entfalten, daher muss man dem Ende ins Auge sehen: Der „Seelsorge in Form der Trauerbegleitung und Gespräche zur Vorbereitung einer Trauerfeier.“ „In einem Bündnis- oder Verteidigungsfall mit Kampfeinsätzen und eventuell Anschlägen, Raketenbeschuss, Drohnenangriffen sowie Bombardierungen wird es zu Gefallenen und Verwundeten kommen. Den Gefallenen kommt eine besondere Fürsorge zu: Nach Möglichkeit werden die Gefallenen im Kreise der Familie bestattet. Wenn die Zahl der Gefallenen sehr hoch sein sollte und ein Transport in die Heimat nicht mehr möglich ist, werden andere Möglichkeiten des Gedenkens an die Gefallenen für die Zu- und Angehörigen außerhalb der Bundeswehr geschaffen werden müssen.“ Gedacht ist an die „Schaffung von temporären oder festen Gedenkorten und -zeiten (…). Neben dem Volkstrauertag, dem Ewigkeitssonntag und Allerseelen werden weitere Zeiten und Orte geschaffen …“

Das alles sollte am Geld – des Steuerzahlers – nicht scheitern. „Wenn rechtzeitig Vorbereitungen erfolgen, können im Ernstfall Ressourcen besser aktiviert und rascher ausgebaut werden. Aufgrund der finanziellen Situation der Kirchen werden zurzeit auch dort Stellen abgebaut, wo sie im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall gebraucht werden.“ Dabei dürfen wir nie vergessen, dass die segensreiche Tätigkeit von Militärbischöfen bis zur Militärseelsorge nicht aus Mitteln der Kirchensteuer, sondern aus dem „Verteidigungs“-Haushalt finanziert wird. Was zumindest den kleinen Trost spendet, dass diese paar Euro wenigstens nicht für scharfe Munition zur Verfügung stehen.

Sehenden Auges dem Ende entgegen

Die Pfaffen beschreiben in ihrem „Plan“ beängstigend realistisch die erwarteten Opfer unter der Zivilbevölkerung, die hohe Zahl an Toten und Verwundeten an der Front und ein kollabierendes Gesundheitswesen – und dazu fällt ihnen aber nur ein, wie sie das Kanonenfutter moralisch aufrüsten und nach dessen Ende dann mit christlichem Trost und Segen unter die Erde bringen. Und wie die Regierungslautsprecher haben sie keinen Zweifel, dass die Bedrohung aus dem Osten kommt, und der Krieg, auf den sie sich vorbereiten, gegen Russland geführt wird.

Kein Gedanke daran, sich dem Marsch in den Krieg zu widersetzen, stattdessen sehen sie ihren Platz als gut geschmierte Rädchen in der Kriegsmaschinerie. Dabei vergessen sie sogar ihre eigene Glaubensmaxime „Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften“ (Jakobus 3, 18) oder „Lass ab vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15) oder „Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5,9). Die innerkirchliche Opposition gegen den militaristischen Kurs der Kirchenoberen ist leider sehr leise und scheint auf verlorenem Posten zu stehen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist es eine gute Nachricht, wenn die beiden großen Kirchen weiter in schnellem Tempo Mitglieder verlieren. Die EKD registrierte 2025 rund 350.000 Austritte, der katholischen Kirche kehrten gut 307.000 Menschen den Rücken, zusammen 657.000 „verlorene Schafe“. Den evangelischen Landeskirchen gehörten am 31. Dezember 2025 rund 17,4 Millionen Menschen an, Ende 2024 waren es noch 17,9 Millionen gewesen, die katholische Kirche hatte im Dezember 2025 noch 19,2 Millionen Mitglieder, im Jahr zuvor waren es noch 19,7 Millionen. Etwa 1,2 Millionen seien 2025 aus den beiden Kirchen ausgetreten oder verstorben, meldete die ARD-tagesschau am 16.03.2026. Damit liegt ihr gemeinsamer Anteil nur noch bei etwa 44 Prozent der Bevölkerung, so die Stuttgarter Zeitung, ebenfalls am 16.03.2026.

Der neugewählte Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, kommentierte die Entwicklung mit den Worten, die Kirche müsse „nach Wegen suchen, wie Christsein heute in der Gesellschaft zu größerer Akzeptanz führen kann“, (Klerikalportal katholisch.de, 17.03.2026). Ob der Weg in den Militarismus dazu geeignet ist?

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Klaus Hartmann ist Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Bischöfe im Kölner Dom
Bildquelle: BalkansCat / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Die großen Lügen (Teil 8) – Corona VII: Supranationale Organisationen | Von Uwe Froschauer

20. März 2026 um 16:20

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Die großen Lügen (Teil 8) – Corona VII: Supranationale Organisationen | Von Uwe Froschauer

Ein Meinungsbeitrag von Uwe Froschauer.

Corona hat gezeigt, wie stark sich politische Entscheidungsprozesse in den letzten Jahren auf supranationale Ebenen verlagert haben. Nationale Maßnahmen wirkten oft wie das Ergebnis eines größeren Rahmens, der jenseits einzelner Staaten gesetzt wurde. Eine Schlüsselrolle spielte dabei die Weltgesundheitsorganisation – eine Institution, die offiziell berät, in der Praxis jedoch maßgeblich die globale Richtung vorgibt.

WHO

Die Rolle der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) während der Corona-Krise wirft bis heute grundlegende Fragen auf. War sie lediglich Koordinator globaler Gesundheitsmaßnahmen – oder Teil eines Netzwerks, das bereits im Vorfeld Szenarien entwickelte und politische Weichen stellte? Hinweise auf internationale Planspiele, enge Verflechtungen mit einflussreichen Akteuren und die frühe Ausrufung der Pandemie nähren Zweifel an der offiziellen Darstellung. Für mich verdichtet sich das Bild einer Krise, die nicht nur gemanagt, sondern bewusst vorbereitet und inszeniert wurde – mit einer WHO, die bei der Pandemie eine zentrale Rolle spielte.

Die Weltgesundheitsorganisation ist eine am 7. April 1948 gegründete Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Sie umfasst heute 193 Mitgliedstaaten und wird seit Juli 2017 von Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus – eine in meinen Augen zwielichtige Person – geleitet.

Auf der Seite der Bundesregierung war am 4. April 2024 über die WHO unter anderem zu lesen:

"Krankheitsausbrüche beherrschen

Die WHO setzt sich seit ihrem Bestehen dafür ein, die nationalen Gesundheitssysteme zu stärken. Wenn alle Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, hilft das, Krankheitsausbrüchen wie Ebola oder Cholera – oder zuletzt COVID-19 – wirksam entgegenzutreten.

In einer zunehmend vernetzten Welt müssen Staaten und internationale Organisationen gemeinsam auf Gesundheitsgefahren reagieren. Denn dass Viren keine Grenzen kennen, ist nicht erst seit der Corona-Pandemie bekannt.“

Dass die Corona-Pandemie eine Corona-Plandemie war, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Dass die Maßnahmen wirkungslos und meist schädlich waren, ebenfalls. Was wirklich „keine Grenzen“ kannte, war die erfolgreiche Manipulation der Bevölkerung durch die supranationalen, politischen, medialen und wissenschaftlichen „Funktionseliten“ des Finanzadels.

Die Bundesregierung hat seit Corona ihre Haltung der WHO gegenüber nicht ins Gegenteil verändert, sondern bleibt klar „pro WHO“ und setzt nach wie vor auf mehr internationale Kooperation.

Wenn ich heute an die WHO denke, kommen mir unweigerlich Begriffe wie Scheinheiligkeit, Heuchelei und Lüge in den Sinn. Das war nicht immer so – doch inzwischen drängt sich dieser Eindruck mit einer unübersehbaren Deutlichkeit auf. Die WHO versteht es, diese Scheinheiligkeit und Unwahrheiten geschickt hinter dem wohlklingenden Deckmantel von Gesundheit und Fürsorge zu verbergen. So wird ein Bild erzeugt, das den tatsächlichen Charakter dieser Organisation verschleiert – nämlich den Anspruch auf Kontrolle, nicht nur im gesundheitlichen Bereich, sondern weit darüber hinaus.

Auch aktuelle Vorhaben wie der globaler Pandemie-Vertrag und ausgeweitete Internationale Gesundheitsvorschriften (IGV) sehe ich als weiteren Schritt in diese Richtung – verbunden mit der Sorge, dass nationale Gesundheitsentscheidungen zunehmend ausgehebelt und weitreichende gesundheitliche Maßnahmen künftig auch über internationalen Druck durchgesetzt werden könnten. Eine Impfpflicht durch die Hintertür würde dadurch möglich werden, und den Macht- und Besitzeliten weitere Macht und Besitz bescheren.

Christine Anderson (AfD) äußerte zum Thema Pandemievertrag der WHO:

„Der Plan ist, der WHO im Falle einer Pandemie weitreichende Exekutivbefugnisse zu erteilen. Die Vertragsänderungen zielen darauf ab, der WHO de facto die Regierungsgewalt über die Mitgliedsstaaten zu übertragen, ohne Einbindung oder Rücksprache mit nationalen Regierungen oder nationalen Parlamenten.“ 

Ehemalige Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=DZ4ys0rcYLA, gefunden am 16.4.2022 – heute erscheint bei Aufrufen des Links folgender Text: „Video nicht verfügbar. Dieses Video ist privat.“ Warum das so ist, überlasse ich Ihrer Fantasie.

Die aktuelle Bundesregierung verfolgt nach wie vor eine Unterstützung der WHO, den Ausbau internationaler Zusammenarbeit, sowie eine Stärkung der Instrumente „Internationale Gesundheitsvorschriften (IGV)“ und „Pandemieabkommen“. Für die Bundesregierung gelten WHO-Regelwerke als „zentrales Instrument zur Bewältigung globaler Gesundheitskrisen“. Für mich sind diese Regelwerke der WHO ein weiterer Schritt zur Kontrolle der Menschheit in einem autokratischen System, in dem es keine nationalen Grenzen und Befugnisse mehr geben soll, und Menschenrechte massiv eingeschränkt werden.

Aus meiner Sicht gehört die WHO zu den federführenden Institutionen, die die Corona-Pandemie nicht nur begleitet, sondern maßgeblich vorangetrieben haben. Corona war kein rein zufälliges Ereignis, sondern ein Szenario, das vorbereitet und gezielt genutzt wurde.

Fünf Monate vor dem weltweiten Ausbruch von COVID-19 fanden unter Beteiligung internationaler Akteure verschiedene Treffen und Übungen zur Pandemievorbereitung statt. So beschäftigte sich etwa der gemeinsam von der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation initiierte „Global Vaccination Summit“ im September 2019 mit globalen Impfstrategien und dem Umgang mit Impfskepsis. Zeitgleich beziehungsweise kurz danach wurden im Rahmen internationaler Kooperationen Szenarien durchgespielt – wie beispielsweise „Event 201“ –, die eine weltweite Pandemie zum Gegenstand hatten. Für mich ergibt sich daraus das Bild, dass zentrale Akteure – darunter auch die WHO – bereits im Vorfeld Strukturen und Maßnahmen diskutierten, die später während der Corona-Krise eine entscheidende Rolle spielten.

Die Weltgesundheitsorganisation beauftragte im Mai 2020 die PR-Agentur Hill & Knowlton, um ihre öffentliche Wahrnehmung zu analysieren und Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Angebliches Ziel war es, Vertrauen in die Empfehlungen der Organisation zu stärken und deren Botschaften wirksamer zu verbreiten. Für mich ist diese Zusammenarbeit ein Hinweis darauf, dass die Pandemie nicht nur medizinisch, sondern auch kommunikativ gezielt gesteuert wurde.

Die Agentur sollte das „WHO messaging“ unterstützen. Dabei sollten „Makro-Influenzer“, „Mikro-Influenzer“ und „Versteckte Helden“ die Öffentlichkeit beeinflussen. Eben diese PR-Agentur Hill & Knowlton hatte mit gezielter Desinformation – mit der Brutkastenlüge – die Öffentlichkeit auf den Irak-Krieg 1990 eingestimmt. Dieser illegale Angriffskrieg der imperialistischen USA forderte Tausende Opfer.

World Economic Forum (WEF)

Corona war nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern der geplante Auslöser für einen längst vorbereiteten globalen Umbau. Das World Economic Forum steht im Zentrum eines Netzwerks, das die Pandemie nicht nur begleitete, sondern strategisch nutzte – im Zusammenspiel mit internationalen Institutionen wie der WHO.

Wenn ich heute auf das World Economic Forum blicke – dessen Bedeutung Gott sei Dank zu schwinden scheint –, sehe ich keine neutrale Plattform für Dialog, sondern ein Machtzentrum, in dem wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Leitlinien vorgezeichnet werden. Unter dem Deckmantel von Kooperation und Fortschritt entsteht hier ein Netzwerk, das tief in nationale Entscheidungsprozesse hineinwirkt – eng verzahnt mit globalen Institutionen, die im Krisenfall die operativen Maßnahmen liefern.

Ein zentrales Instrument dieses Einflusses ist das Programm der „Young Global Leaders“. Hier werden gezielt Nachwuchsführungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vernetzt und geprägt. Namen wie Emmanuel Macron, Justin Trudeau oder Annalena Baerbock werden in diesem Zusammenhang häufig genannt. Sie stehen exemplarisch für eine Generation politischer Entscheidungsträger, die international vernetzt ist und deren politische Linien sich auffällig ähneln – unabhängig von nationalen Besonderheiten. 

Im Kontext der Corona-Krise steht für mich außer Frage, dass dieser Gleichklang bewusst gesteuert wurde, um die Interessen und Ziele der Macht- und Besitzeliten global voranzutreiben. Das WEF war in der Coronazeit eine zentrale Schaltstelle.

Während die Welt in einen Ausnahmezustand versetzt wurde, trat parallel ein umfassendes Transformationskonzept in den Vordergrund: der „Great Reset“. Dieses Konzept wurde maßgeblich vom Gründer des World Economic Forum, Klaus Schwab, geprägt und kurz nach Beginn der globalen Lockdowns prominent veröffentlicht.

Im Buch The Great Reset heißt es dazu:

„Die Pandemie stellt eine seltene, aber enge Gelegenheit dar, unsere Welt zu reflektieren, neu zu denken und zurückzusetzen.“

Für mich hat diese Formulierung zentrale Bedeutung: Die globale, von den Eliten inszenierte „Coronakrise“ wird nicht nur als Problem beschrieben, sondern als Chance für grundlegende Veränderungen. Auch an folgender Stelle des Buches wird deutlich gemacht, dass tiefgreifende Umbrüche angestrebt werden:

„Viele der Dinge, die wir vor der Pandemie als normal betrachteten, werden nicht zurückkehren.“

Diese Aussage ist ein entscheidender Punkt. Sie beschreibt nicht nur eine Entwicklung – sie legt eine Richtung fest. Aus meiner Sicht deutet alles im Vorfeld der Pandemie Geschehene darauf hin, dass diese „neue Normalität“ nicht einfach das Ergebnis einer Krise ist, sondern das Ziel, auf das hingearbeitet wurde. Wenn zentrale Akteure in einflussreichen Netzwerken wie dem World Economic Forum oder vergleichbaren Foren bereits früh von einem grundlegenden Umbau sprechen, drängt sich die Frage auf, ob die Pandemie nicht vielmehr als geplanter Hebel diente, um genau diese Veränderungen durchzusetzen.

In dieser Perspektive erscheint das Geschehen in einem anderen Licht: Eine Krise wird nicht nur bewältigt, sondern genutzt, um tiefgreifende Umbrüche zu legitimieren. Diejenigen, die die Richtung vorgeben, treten zugleich als Lösungsanbieter auf und erklären, warum ein Zurück zur früheren Normalität weder möglich noch wünschenswert sei. Für mich ist das zweifelsfrei ein strategisches Spiel, bei dem Angst und Unsicherheit genutzt werden, um gesellschaftliche Veränderungen voranzutreiben, die unter normalen Umständen kaum durchsetzbar gewesen wären. 

Ich halte das nicht für eine bloße Theorie, sondern für eine Schlussfolgerung, die sich aus der Abfolge von Ereignissen, Aussagen und Maßnahmen vor und während der „Pandemie“ ergibt. Wer die Entwicklungen aufmerksam verfolgt und die Zusammenhänge betrachtet, kann zumindest nachvollziehen, warum immer mehr Menschen dieser Ansicht sind.

Sie können mich gerne als Verschwörungstheoretiker bezeichnen. Im Hinblick darauf, dass sich die meisten „Verschwörungstheorien“ bewahrheitet haben, sehe ich diese Bezeichnung als Kompliment für Menschen an, die über den Tellerrand hinaussehen können. Das konnten mittelalterliche Hexen und dergleichen auch. Viele dieser Frauen und Männer – Grenzgänger zwischen den Welten – wurden wegen ihrer Gabe in Zeiten der Inquisition gefoltert und getötet. Heute wird von den gleichen dunklen Kräften versucht, Andersdenkende durch Diffamierung, Diskreditierung und Etikettierung mundtot zu machen.

Die Corona-Pandemie war kein isoliertes Ereignis, sondern ein Katalysator für eine umfassende Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Dass ein solches Konzept in Buchform ein paar Wochen nach den ersten weltweiten Lockdowns veröffentlicht und verbreitet wurde, legt nahe, dass die angebliche Pandemie vorbereitet und strategisch ausgerichtet wurde. 

Aussagen aus dem WEF-Umfeld weisen auf eine Zukunft hin, in der Besitz und Konsum grundlegend neu organisiert werden sollen. Klaus Schwab, der Gründer des WEF soll gesagt haben, dass 99 Prozent der Menschen 2030 nichts mehr besitzen, aber glücklich sein werden. Ein alter, gottspielender, kranker Mann, dieser ehemalige Chef vom WEF! Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Reichtümer dieser Erde in den Händen von einem Prozent der Menschheit gehalten werden würden.

Die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich lässt kaum einen anderen Schluss zu, als dass wir uns mit wachsender Geschwindigkeit auf einen menschenverachtenden Zustand zubewegen. Was hier entsteht, ist in meinen Augen nichts anderes als eine moderne Form der Sklaverei – vorangetrieben von jenen, die von diesem System profitieren. 

Die Sichtweise von – in meinen Augen – ethisch minderbemittelten Personen wie Klaus Schwab ist weniger eine tragbare Vision als vielmehr Ausdruck eines technokratischen Denkens, in dem zentrale Akteure definieren, welche Lebensweise als erstrebenswert gelten soll. Was für eine Arroganz!

Die Corona-Pandemie war keine Gesundheitskrise, sondern ein Beschleuniger politisch und wirtschaftlich gewünschter Entwicklungen. Während die WHO die gesundheitspolitische Rahmung lieferte und entsprechende Maßnahmen global koordinierte, entwickelte das World Economic Forum parallel dazu Konzepte für eine weitreichende Umgestaltung des bestehenden Wirtschafts- und Gesellschaftssystems. Für mich greifen diese Ebenen ineinander: Hier die gesundheitspolitische Begründung, dort die strategische Neuausrichtung.

UNO 

Auch die Vereinten Nationen (UNO) als übergeordnete Struktur spielten in dieser Zeit eine zentrale Rolle. Als Dachorganisation, unter der auch die WHO angesiedelt ist, prägten sie den globalen Rahmen der „Krisen“bewältigung und unterstrichen die angebliche Notwendigkeit international abgestimmter Maßnahmen. Während der Corona-Zeit übernahmen die Vereinten Nationen die Koordination zentraler Bereiche – von humanitären Hilfsmaßnahmen bis hin zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Krise. Sie waren praktisch die Retter aus der Situation, die sie in meinen Augen selbst mitinszenierten. Parallel dazu agierte die WHO als operatives Instrument auf gesundheitspolitischer Ebene: Sie bewertete die Lage, rief die Pandemie aus und gab weltweit Empfehlungen für Maßnahmen vor, die in vielen Ländern nahezu deckungsgleich umgesetzt wurden.

Die Tragweite der Situation wurde auch auf höchster Ebene der Vereinten Nationen betont. So bezeichnete der UN-Generalsekretär die Corona-Krise als

„die größte globale Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg.“ 

In meinen Augen war die Coronainszenierung der größte weltweite Betrug der Menschheit seit dem Zweiten Weltkrieg. Für mich zeigt sich hier kein zufälliges Nebeneinander einzelner Institutionen, sondern ein eng verzahntes System, in dem politische Rahmensetzung, gesundheitspolitische Legitimation und praktische Umsetzung ineinandergreifen. Die UNO setzt den globalen Rahmen, die WHO liefert die Begründung und die Maßnahmen – und an dieser Schnittstelle öffnet sich der Raum für weitergehende strategische Konzepte, für eine Umgestaltung des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems.

Hier schließt sich der auch Kreis zum World Economic Forum. Während auf der einen Seite die Krise politisch und gesundheitlich definiert und gesteuert wird, werden auf der anderen Seite bereits die langfristigen Konsequenzen formuliert und die weichen entsprechend gestellt. Was zunächst als reine Gesundheitskrise inszeniert wurde – man wollte ja mit der Tür nicht gleich ins Haus fallen –, wird so zum Ausgangspunkt für umfassende wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse. 

Bill & Melinda Gates Foundation 

Ergänzt wird dieses Gefüge supranationaler Organisationen durch einflussreiche private Akteure wie die Bill & Melinda Gates Foundation, die zu den größten Geldgebern der World Health Organization zählt und seit Jahren eine zentrale Rolle in globalen Impfprogrammen spielt. Was offiziell als philanthropisches Engagement dargestellt wird, ist in der Gesamtschau eher ein weiterer Beschleuniger innerhalb eines eng verzahnten Systems, in dem private Interessen, internationale Organisationen und politische Entscheidungen ineinandergreifen.

In der Corona-Zeit trat Bill Gates selbst auffallend präsent in der Öffentlichkeit auf – auch im deutschen Fernsehen, etwa in der ARD. Dort machte er deutlich, in welche Richtung die Lösung der Krise aus seiner Sicht gehen sollte. So erklärte er etwa:

„Erst wenn ein Großteil der Weltbevölkerung geimpft ist, können wir zur Normalität zurückkehren.“ 

Die Impfmafia – wie Helmut Sterz die mafiöse Struktur hinter der Impfagenda in seinem gleichnamigen Spiegel-Bestseller bezeichnet – wird sich die Hände gerieben haben. Auch in internationalen Interviews äußerte Gates sich ähnlich deutlich. 

Herr Gates, Sie wissen ebenso gut wie ich, dass es das Ziel dieser Coronainszenierung war, eben nicht in die alte „Normalität“ zurückzukehren, sondern eine neue „Normalität“ zu schaffen mit weniger nationalen Rechten und noch weniger Menschenrechten. Die Plandemie war ein erster Baustein für einen länger angelegten Prozess mit dem Ziel einer starken Kontrolle der Menschheit. Weitere Bausteine der Kontrolle wie zum Beispiel die digitale Identität oder der WHO-Pandemieknebelvertrag sollen folgen. Einen Großteil der Weltbevölkerung zu impfen war ein Jahrhundertverbrechen, wie die massiven, teils tödlichen Nebenwirkungen belegen.

Diese klare Festlegung Gates‘ auf eine globale Impfstrategie deklariert nicht eine offene Suche nach Lösungen, sondern die frühzeitige Kommunikation eines bereits gesetzten Kurses.

Je stärker man diese Aussagen im Kontext betrachtet – die finanzielle Verflechtung der Gates-Stiftung mit der World Health Organization, die parallelen globalen Impfprogramme und die gleichgerichtete Kommunikation –, desto mehr wird klar, dass hier nicht nur auf eine Krise reagiert wurde, sondern dass bestimmte Lösungswege von Anfang an geplant und entsprechend vorangetrieben wurden.

Für mich ist die Bill & Melinda Gates Foundation kein wohltätiger Akteur im Hintergrund. Sie wirkt wie ein aktiver Motor innerhalb dieses Gefüges – eine Kraft, die Entwicklungen beschleunigt, Narrative prägt und dazu beiträgt, dass globale Strategien in konkrete politische Maßnahmen übersetzt werden. Was als Hilfe verkauft wird, ist aus meiner Sicht zugleich Mittel, um eine bestimmte Richtung weltweit durchzusetzen.

Ergänzt wird dieses Bild durch Aussagen und Positionen, die das Selbstverständnis von Bill Gates als Philanthrop in einem ambivalenten Licht erscheinen lassen. Gates äußerte in einem viel beachteten Vortrag, dass durch bessere Gesundheitsversorgung und Impfprogramme auch das Bevölkerungswachstum reduziert werden könne. Sinngemäß sagte er, dass sich durch gezielte Maßnahmen im Gesundheitsbereich ein signifikanter Effekt auf die Entwicklung der Weltbevölkerung erzielen lasse.

Für mich wirft diese Denkweise grundlegende Fragen auf. Wenn gesundheitspolitische Maßnahmen gleichzeitig mit Überlegungen zur globalen Bevölkerungsentwicklung verknüpft werden, entsteht ein Spannungsfeld zwischen humanitärem Anspruch und eugenischem Denken. Gates warnt – wie sein Vater zuvor – seit Jahren vor den Risiken einer Überbevölkerung – eine Sichtweise, die historisch auch in anderen Kontexten vertreten wurde. Man denke nur an die „Georgia Guidestones“, ein Monument im US-Bundesstaat Georgia, errichtet 1980 in Elbert County, auf dem unter anderem die Forderung formuliert wurde, die Menschheit in einem „dauerhaften Gleichgewicht mit der Natur“ auf 500 Millionen Menschen zu begrenzen, also auf ein Sechzehntel der aktuellen Bevölkerung. Den Zusammenhang dieser Forderung und der Corona-Plandemie überlasse ich wieder Ihrer Fantasie, werte Leserinnen und Leser.

Unabhängig davon, wie man diese Inschriften interpretiert oder wer sie tatsächlich verfasst hat, zeigen sie doch, dass Gedanken über eine gezielte Steuerung von Bevölkerungsentwicklung und gesellschaftlicher Ordnung keineswegs neu sind. Für mich fügen sich solche Leitbilder zumindest gedanklich in ein Gesamtbild ein, in dem globale Akteure, Institutionen und Programme zunehmend Einfluss auf grundlegende Fragen des Lebens nehmen.

Wie auch immer man die Position von Bill Gates bewertet, bleibt für mich die zentrale Frage bestehen: Kann jemand als reiner Philanthrop gelten, wenn seine Vorstellungen von globaler Gesundheitspolitik zugleich mit Überlegungen zur Steuerung von Bevölkerungsentwicklungen verbunden sind? In der Zusammenschau mit seinem Einfluss auf internationale Organisationen und Programme ergibt sich für mich ein Bild, das zumindest kritisch hinterfragt werden muss. 

Fazit 

Für mich ergibt sich aus den dargelegten Betrachtungen kein isoliertes Krisengeschehen, sondern ein Zusammenspiel von Akteuren und Strukturen, die in der Coronazeit in auffälliger Synchronität agierten. Für mich war das kein Zufall – die Existenz von Zufällen ist ohnedies fragwürdig –, sondern Ausdruck eines langfristig angelegten Projekts, bei dem Krisen nicht nur bewältigt, sondern gezielt geplant und genutzt wurden, um weitreichende Veränderungen durchzusetzen.

Die eigentliche Brisanz liegt dabei nicht in einzelnen Maßnahmen oder Programmen, sondern im Gesamtbild: der Gleichlauf politischer Entscheidungen, die Geschwindigkeit der Umsetzung und die Einbettung in umfassende Transformationskonzepte. In meinen Augen entsteht daraus ein Bild eines orchestrierten Prozesses – eines globalen Umbaus, bei dem die Pandemie weniger Ursache als vielmehr Instrument war. Sie können das gerne anders sehen.

Die beobachtbare Heuchelei der Protagonisten während der Corona-Plandemie ist dabei kein Randphänomen, sondern ein prägendes Merkmal unserer Zeit. Politische Akteure inszenieren moralische Überlegenheit, und globale Netzwerke und Vertreter eines finanzstarken Establishments – etwa Bill Gates – stellen ihr Handeln als Philanthropie dar. Gates gehört zugleich zu den größten Geldgebern der WHO, was Fragen nach Einfluss und Interessen unweigerlich aufwirft.

Für diese Form der „strategischen Heuchelei“, die letztlich der Durchsetzung der Ziele von Macht- und Besitzeliten dient, stehen erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Wahrheit hingegen erhält bestenfalls Almosen – oder wird gezielt diskreditiert und als Lüge dargestellt. Der größte Feind der Wahrheit ist nicht die offene Lüge, sondern die Heuchelei: eine Form der Täuschung, die sich hinter moralischen Ansprüchen verbirgt und deshalb schwerer zu durchschauen ist. Ihr Erfindungsreichtum scheint grenzenlos – doch für Menschen, die noch kritisch denken und Zusammenhänge erkennen, wird zunehmend sichtbar, dass vieles von dem, was während der Corona-Zeit als alternativlos dargestellt wurde, durch Heuchelei verdeckte Lüge war.

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Anmerkungen und Quellen

Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser!

Ende September 2024 erschien mein Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“. Ende März und Anfang April 2025 wurden die beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Zwei weitere Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Ursula von der Leyen (EU-Kommissionspräsidentin) und Bill Gates (Gründer von Microsoft und der Bill & Melinda Gates Foundation)

Bildquelle: Alexandros Michailidis / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Kaliforniens drohende Treibstoffkrise: Raffinerien versuchen, den Staat zu warnen

14. März 2026 um 17:00

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Charles Rotter

Kalifornien baut die Kraftstoffinfrastruktur stetig ab, die seine Wirtschaft am Laufen hält. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach diesem Kraftstoff enorm. Dieses Missverhältnis erreicht nun einen Punkt, an dem die Unternehmen, die den Kraftstoff tatsächlich produzieren, zunehmend deutliche Warnungen aussprechen.

Die Botschaft ist einfach: Wenn die derzeitige Politik fortgesetzt wird, werden weitere Raffinerien schließen. Wenn Raffinerien schließen, verschwindet das Benzin nicht. Es kommt einfach von woanders her – in der Regel aus größerer Entfernung, zu höheren Kosten und oft aus Anlagen, die unter weniger strengen Umweltstandards betrieben werden.

Die Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Kalifornien bereits Raffineriekapazitäten verliert.

Und die Verluste sind nicht gering.

Phillips 66 hat Ende 2025 seine Raffinerie in Los Angeles geschlossen. Die Anlage verarbeitete täglich rund 140.000 Barrel Rohöl. Eine weitere große Raffinerie bereitet sich darauf vor, diesem Beispiel zu folgen. Valero hat Pläne angekündigt, seine Raffinerie in Benicia bis April 2026 stillzulegen, wodurch weitere 145.000 Barrel pro Tag aus dem kalifornischen Kraftstoffsystem verschwinden würden.

Zusammen genommen führen diese beiden Schließungen zu einem Verlust von fast 300.000 Barrel Raffineriekapazität pro Tag. Praktisch gesehen bedeutet dies, dass innerhalb kurzer Zeit fast ein Fünftel der Gesamtkapazität des Bundesstaates verloren geht.

Dies ist keine unbedeutende Anpassung in einem Markt, der ohnehin schon ungewöhnlich fragil ist.

Das Kraftstoffsystem Kaliforniens funktioniert fast wie eine Insel. Der Bundesstaat benötigt eine spezielle Benzinmischung, die nur wenige Raffinerien außerhalb der Region herstellen. Außerdem fehlen wichtige Pipeline-Verbindungen zu den großen Raffineriezentren in Texas oder im Mittleren Westen. Wenn eine kalifornische Raffinerie stillgelegt wird, muss Ersatzkraftstoff oft per Schiff aus Übersee angeliefert werden.

Dieses System funktioniert, solange alles stabil ist. Es wird jedoch deutlich problematischer, wenn das Angebot zu schrumpfen beginnt.

Die Erdölraffinerien scheinen dieses Risiko zu verstehen. Mehrere Unternehmen warnen die kalifornischen Behörden derzeit davor, dass zusätzlicher regulatorischer Druck diesen Trend beschleunigen könnte.

In einem kürzlich an Gouverneur Gavin Newsom und die staatlichen Regulierungsbehörden gerichteten Schreiben hat Marathon Petroleum das Problem direkt angesprochen. Das Schreiben betrifft vorgeschlagene Änderungen am kalifornischen Cap-and-Invest-Programm, das vom California Air Resources Board verwaltet wird.

Dieser Brief steht im Wortlaut hier (PDF)

Laut Marathon würde der Vorschlag die Betriebskosten von Raffinerien innerhalb des Bundesstaates drastisch erhöhen.

„Kalifornische Raffinerien gehören bereits zu den teuersten Raffinerien der Welt“, schrieb das Unternehmen. „In seiner jetzigen Form würde der Vorschlag der CARB die Kostenunterschiede weiter vergrößern und Raffinerien dazu zwingen, zu überdenken, ob ein Betrieb in Kalifornien weiterhin rentabel ist.“

Dieser Satz sollte Beachtung finden, da Raffinerieschließungen bereits ohne zusätzliche politische Änderungen stattfinden.

Marathon betonte auch das Ausmaß der mit dem Raffineriebetrieb verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten.

„Erdölraffinerien sind für die kalifornische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung und sichern hochwertige gewerkschaftlich organisierte und nicht gewerkschaftlich organisierte Arbeitsplätze. Allein Marathon beschäftigt in Kalifornien über 2.000 Mitarbeiter und hat für die Jahre 2024 und 2025 rund 5.300 Vollzeitäquivalente an Auftragnehmer unter Vertrag genommen.“

Raffinerien sind nicht nur Kraftstoffproduzenten. Sie sind große Industriezentren, die Wartungsunternehmen, Ausrüstungslieferanten, Transportnetzwerke und umliegende Gemeinden unterstützen.

Das Unternehmen wies auch auf die Rolle hin, die Raffinerien für die Gesamtwirtschaft des Bundesstaates spielen.

„Raffinerien zahlen staatliche und lokale Steuern, die wichtige öffentliche Dienstleistungen finanzieren und eine zuverlässige Versorgung der Verbraucher und Unternehmen in Kalifornien mit Kraftstoffen für den Transport gewährleisten. Diese Kraftstoffe sorgen dafür, dass Waren über komplexe Lieferketten in den Bereichen Landwirtschaft, Fertigung, Logistik und Verbrauchermärkte transportiert werden können.“

Dieser letzte Punkt wird in klimapolitischen Diskussionen oft übersehen. Moderne Lieferketten sind stark von Kraftstoffen abhängig. Lkw, Schiffe, Züge, Flugzeuge, landwirtschaftliche Geräte und Baumaschinen sind alle auf Erdölprodukte angewiesen.

Die kalifornische Wirtschaft hat nicht plötzlich aufgehört, diese Kraftstoffe zu benötigen.

Tatsächlich bleibt die Nachfrage weiterhin hoch. Rund neunzig Prozent der im Bundesstaat zugelassenen Fahrzeuge werden nach wie vor mit Benzin betrieben.

Hier wird das politische Problem deutlich.

Falls Kalifornien seine Raffineriekapazitäten reduziert, während die Nachfrage hoch bleibt, wird der Bundesstaat stärker von importierten Kraftstoffen abhängig. Dies führt zu Preisschwankungen und Versorgungsrisiken.

Marathon hat die Folgen der vorgeschlagenen regulatorischen Änderungen in einer kurzen Liste zusammengefasst.

„Wenn CARB diese vorgeschlagenen Änderungen in der vorliegenden Form verabschiedet, werden sie den Raffinerien im Bundesstaat so hohe Kosten auferlegen, dass sie höhere Kraftstoffpreise für die Einwohner Kaliforniens, den Verlust hochwertiger Arbeitsplätze, Rückgänge bei den staatlichen und lokalen Steuereinnahmen, eine erhöhte Abhängigkeit von Importen, eine Verringerung der Versorgungssicherheit mit Benzin, Diesel und Düsentreibstoff sowie eine Beeinträchtigung der Verfügbarkeit von Militärtreibstoff und der nationalen Sicherheit riskieren.“

Der letzte Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit.

Kalifornische Raffinerien produzieren große Mengen an Flugkraftstoff und Diesel für das US-Militär. An der Westküste befinden sich zahlreiche Marine- und Luftwaffenstützpunkte, deren Betrieb eine zuverlässige Kraftstoffversorgung erfordert.

Marathon hat diese Bedenken klar zum Ausdruck gebracht.

„Kalifornische Raffinerien liefern erhebliche Mengen an Kraftstoff an das US-Militär, das Operationen entlang der Westküste und an wichtigen Verteidigungsanlagen unterstützt.“

Wenn die heimische Produktion weiter zurückgeht, wird das Militär zunehmend auf importierte Kraftstofflieferungen angewiesen sein.

„In einem solchen Szenario wird das Militär gezwungen sein, sich stärker auf importierten Jet- und Dieselkraftstoff zu verlassen, was zu unvorhersehbaren Versorgungsbedingungen in Notfällen oder bei erhöhtem geopolitischen Risiko führen würde.“

Die Energieversorgung war in Konfliktzeiten schon immer ein strategischer Faktor. Die heimische Raffineriekapazität diente in der Vergangenheit als Puffer gegen Störungen auf den internationalen Kraftstoffmärkten.

Eine Verringerung dieser Kapazität führt zu Unsicherheiten in Systemen, die traditionell Unsicherheiten nach Möglichkeit vermieden haben.

Der Brief von Marathon hebt auch eine Ironie hervor, die vielen Klimapolitikmaßnahmen innewohnt.

Die Raffinerien in Kalifornien unterliegen einigen der strengsten Umweltvorschriften weltweit. Wenn diese Anlagen geschlossen werden, verschwindet die Kraftstoffproduktion nicht. Sie verlagert sich lediglich auf andere Raffinerien, die unter anderen regulatorischen Rahmenbedingungen arbeiten.

„Dies wird lediglich dazu führen, dass Kraftstoff aus Raffinerien in anderen Bundesstaaten und Ländern importiert wird, in denen weniger strenge Vorschriften gelten und die Kosten aufgrund der Vorschriften niedriger sind“, schrieb das Unternehmen. „Der Nettoeffekt wird ein Anstieg der globalen Treibhausgasemissionen sein.“

Ökonomen bezeichnen diesen Prozess oft als Carbon Leakage. Die industrielle Tätigkeit verlagert sich in Länder mit geringeren Regulierungskosten, während die globalen Emissionen weitgehend unverändert bleiben.

Manchmal steigen sie sogar.

In der Zwischenzeit verliert die Gerichtsbarkeit, die die Verordnung umgesetzt hat, die Industrie.

Die Warnungen beschränken sich nicht nur auf Marathon.

Auch Führungskräfte von Chevron haben begonnen, Alarm hinsichtlich des regulatorischen Umfelds in Kalifornien zu schlagen. In einem kürzlich geführten Interview beschrieb Andy Walz, Vizepräsident von Chevron, die Situation in ungewöhnlich deutlichen Worten:

„Ich weiß, dass Chevron und meine Konkurrenten Schwierigkeiten haben, ihre Geschäfte im Bundesstaat Kalifornien zu betreiben“, sagte Walz. „Falls sie unseren Raffinerien diese Steuerlast auferlegen, ist es meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit. Es geht nicht darum, ob sie schließen werden, sondern wann.“

Aussagen wie diese lassen sich leicht als Lobbyismus der Industrie abtun. Aber wenn bereits Raffinerien geschlossen werden, erscheinen die Warnungen weniger theoretisch.

Kalifornien hatte einst rund vierzig Raffinerien. Heute sind es nur noch etwa ein Dutzend.

Jede Schließung führt zu einer Verknappung des verbleibenden Systems. Jede Verknappung erhöht die Wahrscheinlichkeit von Versorgungsengpässen.

Die Betreiber dieser Raffinerien scheinen zu versuchen, diese Realität zu vermitteln, bevor weitere Kapazitäten verloren gehen.

Ob die politischen Entscheidungsträger diese Warnungen als nützliche Informationen oder als unbequeme Störgeräusche betrachten, wird die Energiezukunft Kaliforniens prägen.

Das Kraftstoffsystem, auf das sich der Staat derzeit stützt, wurde über viele Jahrzehnte hinweg aufgebaut. Es kann nicht schnell ersetzt werden und ohne die Infrastruktur, die den Kraftstoff erzeugt, nicht funktionieren.

Das Ignorieren dieser Einschränkung wird sie nicht beseitigen. Es wird lediglich dazu führen, dass die Folgen früher eintreten.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/03/11/petroleum-refiners-are-trying-to-warn-california/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kaliforniens drohende Treibstoffkrise: Raffinerien versuchen, den Staat zu warnen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
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