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Gestern — 05. Juni 2026Deutsch

Lage ist „total verfahren!“

05. Juni 2026 um 12:00

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Wenn Richter Energiepolitik machen: Der Rechtsstaat als Hebel der Deindustrialisierung

 

Von Holger Douglas

Für die Lockerung der Schuldenbremse und 500-Milliarden-Euro-Sonderschulden brauchte Merz die Stimmen der Grünen. Als Preis kam ein Klimaschutzartikel ins Grundgesetz: das Ziel, Deutschland bis 2045 klimaneutral . Staatsrechtler Vosgerau nennt das ugespitzt Deindustrialisierungsgebot.

Der sogenannte „Weltklimarat“ IPCC hat seine frenetischsten Katastrophenszenarien zurückgerufen. Das extreme Szenario RCP8.5 und sein Nachfolger SSP5-8.5 gelten nicht mehr als realistischer Leitpfad. Hinter diesen Kürzeln verbergen sich dramatische Warnungen von vier oder fünf Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts. Dies war jahrelang der große Schrecken der Klimapolitik: immer mehr Kohle, immer mehr Emissionen, immer mehr Erwärmung, immer drastischere Folgen für die geplagte Menschheit.

Nun wird zurückgerudert. Die Annahmen für jene Modellrechnungen waren zu hoch gegriffen. Das müsste eigentlich auch Folgen für jenen skandalösen Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts haben. Denn genau diese Katastrophenszenarien bildeten die Grundlage des Beschlusses.

Die ist nun entfallen. Auf die Frage, ob damit auch dem Klimabeschluss die Geschäftsgrundlage entzogen sein müsste, sagt Staatsrechtler Prof Ulrich Vosgerau im Gespräch dem TE Wecker: „Nein, also unmittelbar nicht. Man hört das jetzt viel in den sozialen Medien. Ein rechtskräftiges Urteil hat keine Geschäftsgrundlage in diesem Sinne. Es ist auch noch nicht mal so, dass das Bundesverfassungsgericht seinen skandalösen Klimaschutzbeschluss seinerzeit einseitig auf dieses Extremszenario gestützt hätte. Das jetzt zurückgezogene Extremszenario ist freilich in anderen Konstellationen wichtig gewesen, zum Beispiel bei der Aufstellung von Klimaschutzplänen der Bundesregierung. Da könnte man nun ein Stück weit sagen, dem ist die Geschäftsgrundlage entzogen. Aber der Klimaschutzbeschluss des Bundesverfassungsgerichts steht ja zunächst einmal, und ihn wieder aus der Welt zu schaffen, was eben für die Interessen Deutschlands wirklich enorm wichtig wäre, ist sogar noch schwerer geworden, als es ursprünglich war.“

Nach Vosgeraus Darstellung gibt es im Kern zwei Wege, den Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts wieder einzufangen. Der erste Weg läge beim Gericht selbst: Da erneut eine Klimaschutzklage anhängig ist, unter anderem aus dem Umfeld von Klimaaktivisten und Umweltverbänden, könnte Karlsruhe diese Gelegenheit nutzen, seine frühere Rechtsprechung zu korrigieren oder abzuschwächen.

Der zweite Weg wäre ein politischer: Bundestag und Bundesrat könnten Artikel 20a des Grundgesetzes ändern und ausdrücklich klarstellen, dass aus dieser Staatszielbestimmung kein umfassender Klimavorbehalt für alle Grundrechte abgeleitet werden darf. Dafür wäre allerdings jeweils eine Zweidrittelmehrheit nötig.

Doch genau dieser Weg ist nach Vosgeraus Einschätzung inzwischen noch schwieriger geworden. Denn im Frühjahr 2025 wurde der alte, längst abgewählte Bundestag hastig noch einmal zusammengerufen, um eine weitreichende Grundgesetzänderung zu beschließen: die Lockerung der Schuldenbremse und jene 500-Milliarden-Euro-Sonderschulden. Vosgerau kritisiert, dass der alte Bundestag dafür nicht mehr über politische Legitimation verfügt habe; die zugrundeliegende Regelung sei für echte Notlagen gedacht, etwa einen Verteidigungsfall.

Für diese Verfassungsänderung wurden die Stimmen der Grünen gebraucht. Als Preis für ihre Zustimmung sei ein zusätzlicher Klimaschutzartikel ins Grundgesetz aufgenommen worden: das Ziel, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Vosgerau nennt diese Regelung zugespitzt ein „Deindustrialisierungsgebot“.

Selbst wenn das Bundesverfassungsgericht heute bereit wäre, den alten Klimabeschluss zu korrigieren, stünde ihm nun dieser neue Verfassungsartikel im Weg. Klimaneutralität bis 2045 ist damit nicht mehr nur politisches Programm, sondern im Grundgesetz verankert. Deshalb sei die Lage aus Vosgeraus Sicht „total verfahren“.

Dabei ist der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichtes selbst schon deshalb skandalös, weil er de facto eine Verfassungsänderung herbeigeführt hat. Das aber fällt nicht in den Aufgabenbereich dieses Gerichtes. Die Grünen hatten ihn überdies genau so bereits 2018 im Bundestag beantragt, seinerzeit aber keine Mehrheit dafür gefunden. Dann war es ihnen gelungen, ihn durch die Hintertür einzuführen. Dafür konnte Friedrich Merz Bundeskanzler werden.

Der Preis für die Zustimmung der Grünen ist ein CO2-freies Deutschland, also ein deindustrialisiertes Land. Die „Klimakatastrophe“ wird zurückgepfiffen, aber die Klimapolitik fährt mit Vollgas weiter. Denn um die Rettung des Klimas ging es nie.

Hören Sie das ausführliche Gespräche mit Ulrich Vosgerau hier

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Einsicht wäre der erste Weg zur Besserung – Der vermeintliche Klimakampf-Erfolg

04. Juni 2026 um 06:00

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Nach der vom IPCC offiziell abgesagten Klimakatastrophe gibt es in der Bundesregierung kein Eingestehen von Irrtümern oder Fehlentscheidungen. Im Gegenteil: Die Abwendung des Extremszenarios wird dreist als Erfolg der deutschen Klimapolitik verkauft.

Von Frank Hennig

Das Klimaszenario RCP 8.5 wurde durch das IPCC zurückgenommen, es sei unplausibel. Das sollte die (im treffenden Sinne des Wortes) aufgeheizte Klimapolitik und -propaganda eigentlich beruhigen – ganz so schlimm kann es also nicht kommen. Keineswegs denkt man in den Regierungsparteien nun über gelassene und sachliche Entscheidungen im Energieversorgungssystem nach. Es gilt das „weiter so“, koste es, was es wolle.

 

Mit dem Entfall des Szenarios RCP 8.5, durch 44 IPCC-Autoren bestätigt, entfällt das Horrorszenario, auf dessen Basis deutsche Politik und Medien sofortiges Handeln anmahnten. Insbesondere der schnelle und noch schnellere Ausbau der sogenannten „Erneuerbaren“, unabhängig vom nachhängenden Netzausbau, steigenden Strompreisen und fortschreitender nachhaltiger Deindustrialisierung, wurde gebetsmühlenartig gefordert. Nun wird es bis zum Jahr 2100 nicht 4,4 bis 5,7 Grad wärmer werden und man könnte vom Alarmismus ablassen. Selbst der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom März 2021, der die Grundrechte künftig von der Erfüllung der Minderungsziele abhängig macht, wäre zu korrigieren.

EINSICHT WÄRE DER ERSTE WEG ZUR BESSERUNG

Das IPCC geht von einer Erwärmung von etwa 2,5 Grad aus – gemessen ab 1870 oder einem anderen frei wählbaren Termin der sogenannten vorindustriellen Zeit, egal in welcher Genauigkeit gemessen oder errechnet. Etwa 1,5 Grad sind bisher schon „geschafft“, die restliche Erwärmung sollten wir durch nur noch moderat nötige Anpassungsmaßnahmen überleben. Wer erklärt das jetzt den zukunftsängstlichen, teils traumatisierten Kindern und Jugendlichen von Fridays for Future?

Da eine Zieländerung oder gar das Eingestehen eines Irrtums oder von Fehlentscheidungen unserer Regierung nicht zuzumuten ist, gilt es, eine Erfolgsgeschichte aus dem nun gestorbenen Szenario zu machen. Die Abkehr von einem Extremszenario sei ein Erfolg unserer Klimapolitik, heißt es nun. Das ist zweifelhaft angesichts des deutschen Anteils an den globalen anthropogenen CO2-Emissionen von nur noch 1,5 Prozent.

In einer aktuellen Stunde im Bundestag am 20. Mai 2026 wurde nach dem Monitoring der deutschen Klimapolitik bezüglich des Milliardenaufwandes gefragt. Finanzminister Klingbeil (SPD) antwortete: „Ich brauche keine Zahlen, um zu wissen, dass es richtig ist …“ (ab Minute 40). Da wundert man sich als Wahlvolk, weil man annimmt, dass insbesondere der Umgang mit Zahlen eine für einen Finanzminister vordringliche Aufgabe sein könnte. Nun ist Minister Klingbeil Politikwissenschaftler und Parteisoldat ohne jegliches Vorleben in Wirtschaft oder Finanzen, das kann man ihm nicht vorwerfen. Aber ist er im richtigen Job? Dafür müsste er permanent mit Zahlen arbeiten und vor allem jede Ausgabenposition penibel hinterfragen. Das Geld anderer ausgeben macht unter den Sozialisten jeder gern, aber allein der Versuch klugen Wirtschaftens ist bei der SPD nach Eichel und Steinbrück offenbar out.

Vom Sieg zur Weltrettung

Nun gilt es bei den Regierungsparteien sowie Links und Grün, die Rücknahme des Szenarios 8.5 in einen Sieg umzudeuten. Mark Helfrich (CDU) sieht den Regierungskurs bestätigt, man dürfe in den Klimaschutzbemühungen „nicht nachlassen“. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Klimaaunion. Wer diese in der eigenen Partei hat, braucht keine Grünen mehr als Gegner.

Doktor Nina Scheer, ausgebildete Violinistin und promovierte Politikwissenschaftlerin, energiepolitische Sprecherin ihrer Fraktion, aber tieferer Kenntnis eines Energieversorgungssystems unverdächtig, verweist auf eine angebliche Emissionssenkung Chinas trotz Wirtschaftswachstum. Das trifft für das erste Halbjahr 2025 wohl zu. Über längere Sicht steigerte das Land die Emissionen von 2000 bis 2024 von 3,648 auf 13,125 Gigatonnen (Gt). Im gleichen Zeitraum senkte Deutschland heldenhaft von 1,044 auf 0,656 Gt. Man könnte diese Trends hinsichtlich ihrer „Klimawirkung“ berechnen, auf Grundlage der CO2-Budgets, die für den Pariser Klimavertrag zugrunde gelegt wurden. Das macht in Deutschland aus gutem Grund niemand und den Finanzminister interessieren Zahlen ohnehin nicht. Aber genau hier liegen die Einsparoptionen hinsichtlich Aufwand und Nutzen.

Richtig ist, dass in China Wind- und PV-Anlagen stark zugebaut werden. Diese Halbwahrheit ruft nach Ergänzung. Im Jahr 2024 gingen 30 Gigawatt (GW) neue Kohlekraftwerksleistung ans Netz und es begann der Bau von 63 neuen Kohlekraftwerken.Im Jahr 2025 kam es zu einer Rekordsteigerung der Kapazität von 78 GW. Auch wenn in China diese Kraftwerke oft nicht mehr in der Grund-, sondern in der Regellast eingesetzt werden, wird es zu einer Steigerung der Emissionen kommen.

Quelle: https://www.cfact.org/2026/02/22/china-goes-gangbusters-building-52-big-coal-plants-in-2025/

Gegenwärtig steigt Chinas Kohleverbrauch weiter. China verbrennt mehr Kohle auch als Folge des Irankrieges, um LNG zu sparen. Gleichzeitig schwächelt die Windstromproduktion, ein Zeichen des auch in Europa zu beobachtenden „terrestrial stilling“? Zudem baut kein anderes Land der Welt so viele Kernkraftwerke in Serie, termingerecht und preiswert. Derzeit sind 125 Gigawatt (GW) Kernkraftwerksleistung in Betrieb oder genehmigt, noch vor 2030 wird China weltweit Spitzenreiter bei der Stromerzeugung aus Kernkraft sein.

Wie alle wachsenden Länder nutzt auch China alle Energiequellen. Man kann es sich nicht leisten, aus klima- oder atomideologischen Gründen auf einige zu verzichten und den Energiemix staatlich befohlen zu verengen. Das macht nur Deutschland mit seinem unausgesprochenen Ziel des Degrowth.

Michael Kellner von den Grünen, ehemaliger Staatssekretär unter Messias Habeck, auch er vom Stamm der realitätsfernen Politikwissenschaftler, führt den „Erfolg“ des Rückzugs von RCP 8.5 auf den Ausbau der „Erneuerbaren“ zurück. Zumindest für den deutschen Anteil daran gibt es keinerlei Anlass.

Hier der Rückgang der deutschen Emissionen (in blau), der nicht nur einem steigenden Anteil „erneuerbarer“ Energie zuzuschreiben ist, sondern auch der Stilllegung von Teilen der DDR-Industrie, dem Brennstoffwechsel von Kohle auf Gas und der Deindustrialisierung ab 2020. In roter Linie der Anstieg der globalen Temperatur, von den sinkenden deutschen Emissionen offensichtlich unbeeinflusst.

Daraus einen „Erfolg“ deutscher Klimapolitik abzuleiten, bleibt realitätsfernen Politikern der Berliner Blase vorbehalten.

Herr Kellner spricht übrigens nicht mehr über die Chance, die Raffinerie PCK in Schwedt nach Entfall des russischen Öls nun zügig in eine grüne Raffinerie umzubauen. Auch hier ist, wie beim grünen Wasserstoff, eine Erfolgsgeschichte nicht zu erwarten.

Die drei hier genannten Redner von CDU, SPD und Grünen ließen in ihren Ausführungen keine Zwischenfragen zu. Es hätte die Zuschauer verunsichern können.

Haltet den Dieb

Am Ende ihrer Ausführungen rief Frau Doktor Scheer in Richtung der AfD-Fraktion: „Sie leben von der Katastrophe!“ Das ist nun eine Tatsachenumkehr nach dem Motto „haltet den Dieb“, denn die Katastrophe mit alsbaldigem Sterben durch Hitze haben seit langem SPD und Grüne angekündigt. Das wird sich nun nicht erfüllen, die Enttäuschung ist offensichtlich. Übrigens sind „Klimakatastrophe“ wie auch „Klimakrise“ Begriffe, die nur in Deutschland von entsprechend interessierten Kreisen verwendet werden. Das IPCC und andere Länder sprechen von ‚Klimawandel“, was völlig korrekt ist.

Die „Klimaziele“ werden wohl erhalten bleiben, also global Netto-null bis 2100, in der EU bis 2050, Deutschland 2045, Hamburg und Baden-Württemberg bis 2040. Dabei haben sich die Deutschen ein verschärftes Ziel gesetzt: Absolut-null statt Netto-null. Das Vorreiten zweier Bundesländer ist zu begrüßen, können doch die anderen Bundesländer von den Erfahrungen profitieren und dem Weg folgen – oder auch nicht.

Leise Wahrheiten

Die harten Realitäten, ablesbar an Zahlen, Daten, Fakten, wirken störend auf die Tätigkeit unserer Regierung, in der zumindest der Finanzminister offensichtlich ein Problem mit Zahlen hat. Zum Trost kann man anführen, dass hin und wieder ein Licht von Weisheit in der SPD aufblitzt: „Globale Herausforderungen lassen sich nicht mit nationalen Alleingängen lösen“, so der ehemalige Außenminister Heiko Maas auf der Internationalen Energiewendekonferenz 2019 in Berlin. Seine Partei hörte nicht auf ihn, heute dürfte er vergessen sein.

Selbst die Grünen sind nicht vor Erkenntnissen gefeit. Die ehemalige Umweltministerin Steffi Lemke gesteht in einem Webinar (ab Stunde 1:05:30) ein, dass es ein Fehler gewesen sei, dass das überragende öffentliche Interesse des Ausbaus der „Erneuerbaren“ höher gestellt wurde als der Schutz der Gewässer. Auch seien Windkraftanlagen im Wald sowie Freiflächen-PV-Anlagen nicht präferierte Ziele. Das Investoreninteresse sei abzuwägen. Solche Art von Kritik blieb bisher Windkraftgegnern vorbehalten, die man daraufhin in die rechtsextreme Ecke schob.

Die Profitsicherung der „Erneuerbaren“-Branchen wird weiter das höchste Ziel rot-schwarz-grüner Politik bleiben, egal welche weiteren Szenarien fallen oder geändert werden. Die Energiewende als Methode der Umverteilung und Bereicherung liegt im Interesse der wirtschaftlichen, politischen und medialen Eliten, die daran verdienen.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 

Der Beitrag Einsicht wäre der erste Weg zur Besserung – Der vermeintliche Klimakampf-Erfolg erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Das THE-Paradigma scheitert bereits an der Ortstemperatur

02. Juni 2026 um 09:00

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von Uli Weber

Anscheinend war in meinem letzten Artikel die Konsequenz aus der Gleichsetzung der Strahlungsflüsse (ΦSonne = ΦErde) durch die Klimakirche bei den Treibhausvertretern nicht so richtig angekommen, deshalb noch einmal mit mehr Details:

Das THE-Paradigma: Der auf der Erde einfallende solare HF-Strahlungsfluss (ΦS) wird mit dem abgestrahlten IR-Strahlungsfluss der Erde (ΦE) gleichgesetzt:

HF-Strahlungsfluss Φ(Sonne) = IR-Strahlungsfluss Φ(Erde)

Die weitere Treibhaus-Rechnung der Klimakirche geht dann so:

PI x RE^2 x So = 4 x PI x RE^2 x SE

mit PI=Kreiszahl, RE=Erdradius, So=Solarkonstante und SE=spez. Abstrahlung der Erde

SE = So / 4 = 1.367 W/m^2 / 4 = 341,75 W/m^2

Nach dieser eigenartigen Gleichsetzung der Strahlungsflüsse eines selbststrahlenden Zentralgestirns und eines einseitig bestrahlten und rotierenden Planeten beträgt die globalisierte spezifische Einstrahlung auf der gesamten Tag&Nacht-Erde also 342 W/m^2. Unter Abzug des Albedoanteils von 30 Prozent ergibt sich dann eine spezifische Abstrahlungsleistung der Erde von 239 W/m^2, und zwar ebenfalls global, also am Polartag, in der Polarnacht – und auch überall sonst. Eine rein mathematische Stefan-Boltzmann-Inversion dieses globalisierten Durchschnittswertes ergibt physikalisch allerdings keinerlei Sinn, weil diese Globalerleuchtung halt nicht zeitgleich erfolgt. Wer sich’s nicht vorstellen kann, sollte einfach mal den unlösbaren Schulz’schen-Fußballversuch (Werner – nicht der World Cup Willi) durchführen und mit einer einzigen Taschenlampe einen ganzen Fußball beleuchten. Und weil das nun mal zeitgleich nicht funktioniert, errechnet man dann für unsere halbseitig bestrahlte Erde rein mathematisch eine unphysikalische „natürliche Globaltemperatur“ von (-18°C) für deren gesamte Oberfläche, also auch wieder für den Polartag, die Polarnacht und auch überall sonst …

Da fragt man sich natürlich, wo denn in dieser physikalisch lückenhaften Betrachtung eigentlich die individuelle örtliche Temperaturgenese vorkommt. Denn ganz offensichtlich hat man bei der beschriebenen Gleichsetzung der Strahlungsflüsse „ganz zufällig“ den Wechsel von Tag und Nacht und damit den ausschließlichen Kontakt von Sonnenlicht und Materie auf der Tagseite unserer Erde „vergessen“:

Fragen wir also mal die KI der GOOGLE-Suchmaschine: „Wie wird in General Circulation Models die Ortstemperatur berechnet?

>>> Übersicht mit KI: In General Circulation Models (GCMs) wird die Ortstemperatur – meist als bodennahe Lufttemperatur in 2 Metern Höhe – durch die Lösung komplexer physikalischer Gleichungen auf einem dreidimensionalen Gitter berechnet, das die Erde überzieht.

Die Berechnung basiert auf fundamentalen Prinzipien:

  • Grundgleichungen: GCMs basieren auf den physikalischen Grundgesetzen der Thermodynamik, der Impulserhaltung, der Massenerhaltung und der Energieerhaltung.
  • Numerische Berechnung: Die Atmosphäre wird in Gitterzellen unterteilt (horizontal und vertikal). Für jede Zelle berechnet das Modell zeitlich fortschreitend die Temperaturänderungen basierend auf ein- und ausgehender Strahlung, Wärmetransport und Feuchtigkeit.
  • Wärmehaushalt: Die Temperatur wird maßgeblich durch die Strahlungsbilanz bestimmt. Hierbei werden die Absorption von Sonnenstrahlung und die Emission langwelliger Wärmestrahlung berechnet.
  • Kopplung der Komponenten: Moderne GCMs (Erdsystemmodelle) berechnen die Temperatur nicht nur in der Atmosphäre, sondern simulieren auch die Wechselwirkungen mit Ozeanen, Landoberflächen, Eisflächen und der Biosphäre, um die Temperaturverteilung präzise zu bestimmen.
  • Prozessparametrisierung: Kleinräumige Prozesse, die nicht direkt im Gitter aufgelöst werden können (z.B. Wolkenbildung, Niederschlag), werden durch physikalische Parametrisierungen angenähert, die ebenfalls in die Energiebilanz und somit in die Temperatur einfließen.

Die berechnete 2m-Temperatur ist dabei einer der wichtigsten Klimaparameter, der unmittelbar auf Änderungen im Strahlungsantrieb (z.B. durch Treibhausgase) reagiert. <<<

Also, die GOOGLE-KI behauptet, die Ortstemperatur würde maßgeblich durch die Strahlungsbilanz bestimmt werden und ändert sich unmittelbar auf Änderungen des Strahlungsantriebs. Vom FAR (1. Sachstandsbericht des IPCC) über SAR und TAR zum AR4 (4. Sachstandsbericht) hatte sich die horizontale Ausdehnung der Gitterzellen von GCMs von etwa 500 Kilometern auf etwa 110 Kilometer verringert:

Abbildung 1: Entwicklung der GCM-Gitterzellen vom 1. bis zum 4. IPCC Sachstandsbericht

Quelle Wikipedia (dortiger Lizenzhinweis: Verändert nach IPCC (2007): Climate Change 2007, Working Group I: The Science of Climate Change, Figure 1.4)

Diese Abbildung verdeutlicht, wie eindrucksvoll sich durch den Anstieg der digitalen Rechenleistung in den knapp zwei Jahrzehnten zwischen 1990 und 2007 die geografische Auflösung der Klimamodelle entwickelt hatte. Hier sei auf den freundlichen Herrn Nyquist verwiesen, dessen Abtasttheorem besagt, dass die Datendichte mindestens doppelt so hoch sein muss wie die Frequenz des höchsten daraus darstellbaren Signals. Also spiegelt die Entwicklung der GCMs zunächst einmal eine deutliche Detaillierung und Verbesserung der räumlichen Auflösung wider. Wenn wir Nyquist jetzt aber einmal umkehren, dann besteht durch eine solche verbesserte Auflösung gleichzeitig die Gefahr, dass dabei typische großräumige jahreszeitliche Klimamuster im hoch aufgelösten kleinräumigen Wettergeschehen untergehen – und die Lebensdauer von Wettervorhersagen ist ja allseits bekannt…

Die Minimierung der GCM-Gitterzellen ist also der falsche Weg für eine Glaskugelcomputerweis­sagung des Klimas für das Jahr 2100. Hier sollte man wohl eher auf die WMO-Definition von Klima zurückgehen und großräumige jahreszeitliche Klimamuster und deren Veränderung betrachten.

Die theoretische Basis für die solare Einstrahlung auf der Erde und damit der grundlegenden Parameter für die Berechnung der Ortstemperatur hatte mit dem gestiegenen Detaillierungsgrad der GCMs nicht mithalten können. In einer wissenschaftlichen Veröffentlichung hatte Wild (2005) die Strahlungsbilanzen von zwanzig allgemeinen Zirkulationsmodellen (GCMs) analysiert. Der Mittelwert dieser 20 GCMs ergibt 162 Watt pro Quadratmeter für den an der Erdoberfläche absorbierten Anteil der kurzwelligen Solarstrahlung und 74 Watt pro Quadratmeter für den in der Atmosphäre absorbierten Anteil. Insgesamt werden somit 236 Watt pro Quadratmeter der kurzwelligen Solarstrahlung zwischen der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) und der Erdoberfläche absorbiert. Dieser Mittelwert belegt, dass selbst in allgemeinen Zirkulationsmodellen die Vierteilung der Solarkonstante, wie sie im Rahmen des GHE-Paradigmas definiert wird, in die Berechnung von aktuellen Klimamodellen eingeht. Die GCMs bewegen sich also schon einmal primär im minus18°C-Universum des THE-Paradigmas. Das eigentliche Problem in der computergestützten Hexenküche ist halt nur, wie man aus diesem minus18°C-Universum dann die tatsächlich gemessene Ortstemperatur simulieren kann. Denn am Ende sollte aus der globalisierten terrestrischen Netto-Strahlungsbilanz ja durch eine Mittelung der Ortstemperaturen die allseits bekannten und berüchtigten 390 W/m^2 als durchschnittliche spezifische Abstrahlungsleistung der sogenannten „globalen Durchschnitts­temperatur“ von 15°C entstehen. Schließlich muss also bei der Durchschnittsbildung über alle GCMs am Ende auch irgendwie die um 33 Kelvin höhere sogenannte „globale Durchschnitts­temperatur“ von 15 °C herauskommen. Diese Differenz von etwa 150 W/m^2 muss sich in den Computer­simulationen also zwangsläufig aus Wechselwirkungen und dem Einfluss sogenannter „Klimagase“ ergeben; im Wesentlichen sind das Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Methan, unterstützt von weniger häufigen weiteren IR-aktiven Moleküle, aber:

Weder Wechselwirkungen noch „Klimagase“ können Energie erzeugen (1. HS der Thermo­dynamik), auch wenn das IPCC solche Angaben für seine Emissionsszenarien veröffentlicht:

Abbildung 2: Die drei verbliebenen RCPs – Quelle: EIKE-Artikel Ding Dong, RCP8.5 ist tot! (verändert)

Die einzelnen RCPs werden durch sogenannte Emissionspfade beschrieben, die bis zum Jahr 2100 in der jeweils angegebenen Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Globaltemperatur vom Ende der kleinen Eiszeit (1850) computersimuliert vermutet werden. Den Strahlungsantrieb für den jeweiligen Emissionspfad hat das IPCC vorgegeben – wie’s experimentell nachgewiesen wurde, steht da leider nicht. Weil aber Energie nun mal nicht erzeugt werden kann (1.HS), muss sie ja schließlich irgendwo hergenommen worden sein, möglicherweise aus unserem CO2-Steueraufkommen bis zum Jahr 2100, das wiederum auf der Unkenntnis des 2. HS der Thermodynamik aufgebaut ist.

Jedenfalls heizt der vermutete Strahlungsantrieb der anthrofossilen Emissionspfade als „Anthropogen Global Warming“ (AGW) dem vermuteten Treibhauseffekt mächtig ein und treibt ihn computersimuliert in selbstverbrennende Höhen. Dieser sogenannte THE ist nun also, zusammen mit seinem schnellwüchsigen kleinen Bruder AGW, über die Berechnungen von Wechselwirkungen und den Einfluss sogenannter „Klimagase“, insbesondere CO2, völlig unsichtbar in allen Klimamodellen enthalten. Denn irgendwo muss die fehlende Differenz von etwa 150 W/m^2 zwischen Theorie und Praxis ja schließlich herkommen.

Die mit einer physikalisch unsinnigen globalen Stefan-Boltzmann-Inversion erzeugte Lücke von etwa 150 W/m^2 zwischen Theorie und Praxis wird also durch ein unbewiesenes Phänomen namens „natürlicher atmosphärischer Treibhauseffekt“ geschlossen, das sich dem experimentellen Nachweis dauerhaft zu entziehen versteht, und mit dem wir deshalb auch nicht heizen können.

Diese computergestützten Zeugen des klimareligiösen Fegefeuers hängen aufgrund der mathematisch bedingten solaren Faktor4-Schwäche voll am Tropf von unbewiesenen CO2-Algorhythmen und können von Jedermann:In sofort verstanden werden, solange er*sie*es* sich bisher erfolgreich von der Physik ferngehalten hatte. Und als Indikator für das Fortschreiten der menschengemachten Klimakatastrophe spielt nun die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“ als Fieberkurve unserer Erde eine entscheidende Rolle in der apokalyptischen Erzählung der Klimakirche.

Bis zur Missionierung durch die Klimakirche war die global gemessene Durchschnittstemperatur eineinhalb Jahrhunderte lang nämlich lediglich eine neutrale wissenschaftliche Kenngröße für unseren Planeten Erde – und wird bis heute in der Astronomie für die Steckbriefe der Planeten genutzt. Innerhalb des betrachteten Zeitraums, also seit Beginn der Industrialisierung, hat sich unsere Erde eigentlich überhaupt nicht erwärmt:

1850: Professor Dr. Anders Levermann hatte am 28.11.2018 vor dem BT-Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die sogenannte vorindustrielle Durchschnitts­temperatur mit „15 Grad“ angegeben.

1906: Svante Arrhenius hat in seiner Veröffentlichung „Die vermutliche Ursache der Klimaschwankungen“ die gemessene Globaltemperatur mit 15°C angegeben.

1941: Milutin Milanković gibt in seinem Werk „Kanon der Erdbestrahlung und seine Anwendung auf das Eiszeitproblem“ die globale Durchschnittstemperatur mit 15°C an.

2016: Rahmstorf kritisiert 2018 auf SciLogs die von der NOAA (2016) veröffentlichte Globaltemperatur von 14,93 °C.

2025: GOOGLE-KI gibt die gemessene Globaltemperatur am 02.08.2025 mit 15 °C an.

Aber der Mensch ist ja erfindungsreich, insbesondere wenn es um Religion oder Krieg geht – oder gar um beides, also beispielsweise den religiösen Klimakrieg. Damit es nämlich in Zukunft wärmer werden kann, muss der Basiswert von 1850 lediglich immer kälter werden.

Also schaunmermal: Die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“ setzt sich aus global mehr oder viel weniger dicht verteilten Einzelmessungen zusammen. Die Google-Suchmaschine wirft dazu den folgenden (wegen Cookies) nicht genutzten Link aus:

Meteoblue (https://content.meteoblue.com › messungen › temperatur)

Laut Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) gibt es aktuell über 14’000 aktive Wetterstationen, welche täglich aktualisiert werden …“

Die übrigen Angaben im Internet schwanken von derzeit mehr als 2.800 Monatsmitteltemperaturen von weltweiten Wetterstationen bis hin zu aktuellen Wetterdaten von mehr als 29.000 Wetterstationen rund um den Globus.

Exkurs: So, und um jetzt schon mal dem Geschrei über die „verbotene Durchschnittsbildung“ vorzubeugen, stellen wir mal eine Betrachtung an. Aus einem Durchschnittswert kann lediglich eine Charakterisierung der jeweiligen Gesamtheit abgeleitet werden. Und das ist die gemessene globale Durchschnittstemperatur als planetare Kennzahl ja einstmals auch gewesen. Wenn wir beispielsweise den Durchschnitt aller Körpergrößen der gesamten Weltbevölkerung ermittelt hätten, dann können wir für jedes einzelne Individuum zwar die Aussagen „größer“, „kleiner“ oder „gleich“ treffen. Aber dieser Durchschnittswert selbst ermöglicht höchstens eine generelle Aussage über die Körpergröße der Spezies Mensch als „Mittelwert in den Grenzen von X bis Y“. Auf das Klima angewandt könnte man also in einer globalen Kartendarstellung immerhin Temperaturbereiche „größer“, „kleiner“ und „gleich“ oder gar +/- Grad Celsius gegenüber der sogenannten „gemessenen globalen Durchschnitts­temperatur“ kennzeichnen – aber nicht einmal zu einer solchen Darstellung ist die Klimawissenschaft willens oder in der Lage.

Stattdessen wurde aus einer simplen planetaren Kennzahl, der Durchschnittstemperatur des Planeten Erde, ein globales Wir-werden-alle-sterben-Horrorszenario zurechtgezimmert, inklusive einer CO2-Ablaßsteuer für die Nutzung der für uns lebensnotwendigen frei verfügbaren Energie.

Schaunmeralsomal und machen uns eine solche Karte einfach mal selber:

Abbildung 3: Karte der durchschnittlichen Jahrestemperatur 2002 als Differenz zur Globaltemperatur von 15 °C (schwarz) – Bearbeitung Uli Weber – Lizenz: CC BY-SA 3.0

Original: Annual Average Temperature Map by Robert A. Rohde for Global Warming Art

Quelle: Wikimedia Commons – Licence: CC BY-SA 3.0

Die 15°C-Linie (schwarz) musste durch Verbreiterung des Farbspektrums für den Wert von 15°C überhaupt erst einmal sichtbar gemacht werden. Im Ergebnis unduliert dieser dünne Streifen knapp vor dem Wechsel von rot auf gelb, geografisch etwa bei 40° Nord und Süd, rund um die Erde. Süd- und Mittelamerika, Afrika, Indien Südostasien, Ozeanien und Australien liegen im Jahresmittel über 15 °C, die Gebiete zwischen ca. 40° geografischer Breite und den Polen darunter. Dieser entwarnende Umstand macht auch deutlich, warum eine solche Grafik bisher nirgendwo aufgefunden werden konnte. Denn mit Ausnahme von Australien liegen die verzweifelten Protagonisten des Klimawahns alle unterhalb der globalen Mitteltemperatur. Und nur ein verschwindend geringer Anteil der Weltbevölkerung lebt in dem sichtbar gemachten Streifen mit einer jährlichen Durchschnitts­temperatur von 15°C – und auch der noch nicht mal wirklich, weil die tatsächlichen Temperaturen im Wechsel der Jahreszeiten lediglich um diesen jährlichen Durchschnitt herum schwanken. Die große Masse der Weltbevölkerung lebt seit Generationen entweder bei wesentlich höheren Durchschnitts­temperaturen bis zu etwa 30 °C und hat trotzdem überlebt und sich weiterentwickelt, oder sie lebt bei niedrigeren Temperaturen und hat deshalb beim fegefeuer­relevanten globalen Temperatur­anstieg von 1,5 Kelvin deutlich mehr Spielraum nach oben als das klimafanatisch behauptet wird.

Schaunmeralsoweiter: Die hemisphärische Temperaturgenese ist im THE-Paradigma völlig untergegangen und man hat die sogenannte „globale Durchschnittstemperatur“ der Altvorderen missbraucht, um damit den menschengemachten Klimawahn zu unterfüttern. Der Trick mit der sogenannten „globalen Durchschnittstemperatur“ bietet nämlich die elegante Möglichkeit, auf eine globale Betrachtung überzugehen, weil für den sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von global 33 Kelvin keinerlei lokale Verteilung für unsere Erde existiert. Damit wird dann die ortsunabhängig gemachte Argumentation auf die fossilen Energieträger gelenkt, deren Nutzung ja eigentlich unseren Lebensstandard begründet und uns von den Erschwernissen der vorindustriellen Zeit trennt. Die scheinbare globale Fieberkurve unserer Erde koppelt somit das individuelle persönliche Gedächtnis über den örtlichen Temperaturverlauf von einem vorgeblich globalen Geschehen ab. Ausgehend von der vorstehenden Abbildung kann man auch sagen, die Klimareligion kehrt sowohl die Flächenverhältnisse als auch die Betroffenheit um. Denn die Mehrheit des Globalen Südens lebt schon längst unter Bedingungen, die uns in der Selbstverbrennungs-Klimabibel als CO2-beheiztes Fegefeuer beschrieben werden, während die Industrienationen in Klimahysterie verfallen, obwohl ihnen viel mehr Spielraum nach oben gegeben ist, als die Klimawahrsager behaupten. Gleichzeitig wird dann auch noch der individuelle Abgleich mit den gemessenen örtlichen Temperaturkurven erschwert, denn Durchschnittswerte werden meist nur noch als Differenzen zwischen dem aktuellen 30-Jahre Intervall und einem Referenzintervall angegeben, damit die vorstehend beschriebenen tatsächlichen örtlichen Bezüge rückblickend auch wirklich nicht mehr hergestellt werden können.

Und wenn nun die Durchschnittstemperatur im Referenzintervall gesenkt wird, vergrößert sich der aktuelle Temperaturanstieg. Klimamissionarisch vorteilhaft wäre es zudem, wenn man die Temperaturdifferenz am Ende des aktuellen Zeitintervalls zusätzlich auch noch erhöhen könnte.

Die Vorstellungen der missionarischen Klimawandler gehen seit Jahren bereits so weit, die aktuellen 30-jährigen Betrachtungsintervalle jeweils zur Hälfte mit Modelltemperaturen „befüllen“ zu wollen, um den digitalkugelgeweissagten Temperaturanstieg medial noch anschaulicher darstellen zu können. Inwieweit ein solches Vorgehen in den Klimawissenschaften vielleicht bereits gängige Praxis sein könnte, entzieht sich allerdings der Kenntnis des Autors.

 

Der Beitrag Das THE-Paradigma scheitert bereits an der Ortstemperatur erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Die Physiologie der Grundlagen des Lebens, Photosynthese und Atmungskette

01. Juni 2026 um 16:00

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von Dr. Holger Stienen

Vor ca. 20 Jahren versuchte der Weltklimarat (IPCC) die These durchzusetzen, dass Kohlendioxid ein Maßgebliches „Klimagas“ sei und zum „Treibhauseffekt“ entscheidend beitrage und somit das Leben auf der Erde bedrohe, weil es zur Erwärmung und folgenden Überhitzung unseres Planeten beitrüge. Dieser Narrativ hat besonders im EU- Europa und namentlich in Deutschland verfangen und zu grotesken Protestformen und politisch absurden Entscheidungen beigetragen, so etwa der Zerstörung von Natur und Landschaft durch Industriewindanlagen, Solargroßflächenkraftwerke, Flächen fressende Umspannwerke und Stromtrassen neuer Dimensionen in der deutschen Kulturlandschaft, nur um den CO²- Ausstoß zu verringern. Lag die Konzentration vor ca. 150 Jahren in der Atmosphäre bei knapp 300 ppm (Millionstel Teil der Gesamtgase in der Luft), so liegt er heut bei ca. 400 ppm. In der Erdgeschichte unterlag die Konzentration von CO² starken Schwankungen. Die höchste zum Ende der Kreidezeit mit ca. 8000 ppm. Zu dieser Zeit war die Erde in weiten Teilen klimatisch subtropisch, jedoch weder extrem überhitzt, noch in weiten Teilen Wüste.

Die Evolution hat zwei biochemische Mechanismen hervorgebracht, die als Grundlage allen Lebens auf der Erde gelten müssen: Die Photosynthese und die Physiologie der Atmung. Beide Prozesse spielen sich auf Zellebene und in entsprechenden Organellen ab, die durch Membranen vom Plasma und anderen Zellstrukturen abgegrenzt sind. Durch diese beiden Prozesse sind auch die wichtigen Atmosphärengase Sauerstoff und Kohlendioxid gebildet worden. Ohne Sauerstoff gäbe es kein Leben auf unserem Planeten, ohne Kohlendioxid kein Pflanzenwachstum, und je mehr Kohlendioxid, desto mehr Wachstum von einzelligen Algen, Gräsern, Blumen und Bäumen. Nur ganz wenige Organismen wie z.B. Schwefelbakterien gewinnen Energie aus anderen Quellen und nicht unmittelbar aus der Sonnenstrahlung. Oder es sind Symbionten bzw. parasitär und zapfen ihre Wirtspflanzen an. Übrigens sind CO2 – Quellen nicht nur die Atmung von Menschen und Tieren oder die Verbrennung fossiler Energieträger sondern auch die Brandkatastrophen in unterirdischen Kohlelagern in früheren Erdzeitaltern und besonders die Ausgasung durch Vulkanismus, womit bereits angedeutet ist, woher Kohlendioxid auf der Erde ursprünglich stammt.

Die Photosynthese

Die Photosynthese findet in allen grünen Pflanzen und Mikroorganismen statt. Bei diesem komplexen Vorgang handelt es sich um die Umwandlung on Lichtenergie (Photonen) in chemische Energie. Die grüne Farbe rührt vom Chlorophyll her, einem Makromolekül, das in verschiedenen Formen vorkommt und Licht im grünen Spektralbereich reflektiert. Innerhalb der Zellen ist Chlorophyll, ein symmetrisches Molekül mit vier Kohlenstoffringen und einem zentralen Magnesiumatom über vier Stickstoffbrücken an die Ringe gekoppelt, in die inneren Membranstapel (Thylakoid- Membransystem) der Chloroplasten eingebunden. Evolutiv waren Chloroplasten ursprünglich Einzeller, erste Lebensformen, die vor über 3 Milliarden Jahren auf der Erde entstanden. Diese vermehrten sich durch Zweiteilung, wie auch heute noch Chlorplasten in der Pflanzenzelle entstehen.

In den höheren Pflanzen finden sich zwei Chlorophylltypen, a und b. Form a absorbiert Sonnenlicht zwischen 430 und 662 Nanometern (nm), Form b zwischen 456 und 642 nm. Beide decken damit die Bereiche violett- blau und orange- rot des Spektralfarbenspektrums ab, welche die höchsten Energieraten aufweisen. Andere Pigmente wie etwa Carotine können nur engere Spektralbereiche erfassen, in diesem Fall nur den Blaubereich. Alle Pigmente sind in der Membran zu „Lichtfallen“ angeordnet. In diesen sind die Moleküle (Antennenpigmente) so angeordnet, dass sie ein Maximum an Licht (Photonen) einsammeln und per induktiver Resonanzübertragung einem zentralen Reaktionszentrum zuleiten, in dem die maximal absorbierte Energiedichte entsteht, die dort in Elektronen umgewandelt wird. Hiervon gibt es zwei Typen P 680 (PSII) und P 700 (PS I). Die Zahlen stehen für ihre Absorptionsmaxima. In den Reaktionszentren findet die Energieübertragung statt. Dort ist das elektronentransportierende Cytochrom (C bd-f- Komplex) ) eingelagert. Sein Eisen- Schwefel- Zentrum (2Fe-2S) bewirkt zusammen mit drei weiteren elektrosensiblen Proteinen die elektroenergetische Übertragung. Diese bewirkt die Spaltung von Wasser aus dem Zelllumen, indem aus zwei Wassermolekülen jeweils vier der eingefangenen Photonen des Sonnenlichts ein 02– Molekül freigesetzt werden und dabei vier positiv geladene Wasserstoffatome (Protonen) erzeugt sowie vier freie Elektronen, die jetzt dem energetische Folgeprozess zur Verfügung stehen (Abbildung 1). An dieser Ladungstrennung beteiligt ist ein Mangan- Calcium- Sauerstoff- Komplexmolekül, also eine weitere metallische Verbindung.

Der Sauerstoff als kleines Molekül entweicht durch die Membranen und schließlich durch die Spaltöffnungen in die Außenluft. Die Protonen aus der Wasserspaltung werden zur energetischen Reduktion von NADP+ (Nikotinsäureamid-adenin-dinukleotid- Phosphat) genutzt. Pro Einzelreaktion werden dabei jeweils auch zwei freie Elektronen verbraucht. NADPH spielt eine entscheidende Rolle beim Aufbau von hochenergetischen Zuckern und Stärke in den Pflanzen (Calvin—Zyklus, in dem C3- Moleküle zu C6- Zuckervorläufermolekülen aufgebaut werden, Abbildung 2) aus denen dann viele weitere organischen Moleküle im Organismus entstehen. Auf dieselbe Art entsteht das Energiespeichermolekül Adenosintriphosphat (ATP) aus Adenosindiphosphat (ADP), das auch bei der Zellatmung entsteht und in fast allen Organismen als Energiespeichermolekül fungiert. Dieses wird ebenfalls im Folgeprozess der Photosynthese als Energietreiber bei der sogenannten Carboxylierung genutzt. Dabei werden drei Moleküle CO2 durch Carboxylase- Enzyme (Rubisco) auf ein Molekül aus fünf Kohlenstoffatomen (Ribulose-1-5- bis- Phosphat) übertragen und in zwei weiteren Folgeschritten das Vorprodukt für C6- Zucker (im sogenannten Calvin- Zyklus – Abbildung 2) erzeugt. Dieser Prozess läuft umso schneller ab, je höher der Partialdruck von CO2 in der Atmosphäre ist, also je mehr Kohlendioxidmoleküle sich in der Außenluft befinden. Das rührt daher, dass Carboxylasen sogenannte induzierbare Enzyme sind, die vermehrt werden, sobald der CO2 -Anteil in der Luft steigt. Die Formel der sogenannten Lichtreaktion (gebunden an die Thylakoidmembranen im Chloroplasten und nur bei Tageslicht ablaufend)) lautet:

12 H2O + 12 NADP+ +18 ATP + 18 P > 6CO2 + 12 NADPH +12 H + + 18 ATP

Die nachgeschaltete sogenannte Dunkelreaktion erfolgt im Stroma (halbflüssige Grundsubstanz) der Mitochondrien:

6 CO2 + 12 NADPH + 12 H+ + 18 ATP > C6 H12O6 + 12 NADPH+ +18 ADP + 18 P + 6 H2O

Pflanzen, so auch Feldfrüchte, Wälder, Weiden usw. wachsen schneller bei steigendem CO2– Anteil in der Luft. Es gibt auch einige wenige Tiere, in denen Photosynthese auftritt, z.B. einige Schnecken, Seescheiden oder Korallen. In diese sind irgendwann Grün- oder Blaualgen eingedrungen und diese nutzen die Tiere symbiotisch als Wirtsorganismen.

Physiologie der Atmung

Eine Art Umkehrung der Photosynthese ist die Atmung, die Sauerstoff verbraucht und Kohlendioxid und chemische Energie erzeugt. Dieses geschieht in Tieren und Pflanzen. Dabei gewinnt der Körper Energie zum Verbrauch seiner Tätigkeiten aus der Zerlegung von Zuckermolekülen. Bei Tieren müssen energiereiche Bestandteile über die Nahrung aufgenommen werden um dann physiologisch- energetisch genutzt werden zu können. Sehen wir uns die dem zugrunde legende Biochemie in den wichtigsten Schritten an.

Die Zellatmung ist ein komplexer Prozess dem verschiedene Prozesse des Abbaus organischer Moleküle wie Fette, Eiweiße, komplexe Kohlehydrate usw. vorangehen. Entscheidend zur Energiegewinnung und der Dekarboxilierung (Freisetzung von CO2 ) ist jener finale der sogenannten Atmungskette in den Mitochondrien, einer zentralen Zellorganelle mit Außen- und Innenmembranen in denen die Energieüberträger wie die aus der Fotosynthese bekannten Moleküle NADH und FADH2 (Carrier) und Enzyme etwa zur Dekarboxilierung eingebunden sind. Über diese läuft ähnlich wie bei der Photosynthese die sogenannte Elektronentransportkette. Dort ist auch das Kanalprotein ATP- Synthetase eingebunden. Die gewonnenen Protonen werden in diesen Kanal getrieben. In einem Rotationsprozess wird die Energie genutzt, um beständig aus ADP (Adenosindiphosphat) ATP (Adenosintriphosphat) herzustellen, das eine höhere Energiemenge speichert. ATP ist das zentrale Energiemolekül, das allen Körperprozessen zugrunde liegt. Menschen synthetisieren ca. 10²5 ATP- Moleküle pro Tag. Auf diese Weise werden pro Tag ca. 40 kg (!) Phosphat pro Körper umgesetzt. Dabei wird der wenige Phosphor mittels der Kette AMP- ADP- ATP im Körper beständig mit ungeheurer Geschwindigkeit recycliert. Aus einem Glucosezuckermolekül entstehen 32 ATP- Moleküle. Die Gesamtbilanz der Atmungskette lautet:

10 NADH + 2FADH2 + 28 ADP + 28 P + 6 O2 = 12 H2O + 10 NAD+ + 2 FAD + 28 ATP

In der weiteren Folge der Atmungskette folgen weitere biochemisch- energetische Schritte ( vier Komplexe), in die besonders Enzyme wie Oxidasen und Reduktasen eingebunden sind. Letztlich ist es die Trennung von Sauerstoff vom Wasserstoff durch Kompartimentierung mittels der Mitochondrienmembranen, die eine Knallgasexplosion verhindert und diese Reaktion kontrolliert ablaufen lässt. Parallel zum chemischen Prozess verläuft die sogenannte Elektronentransportkette, indem die membrangebundenen Redoxsysteme Elektronen (e– )aufnehmen und wieder abgeben. Bei jedem dieser Schritte wird eine winzige Energiemenge frei, die Elektronen fließen von einem höheren auf das jeweils nächst niedrigere Energieniveau ab. Im letzten Schritt werden die Protonen (H-) auf Sauerstoffmoleküle übertragen und als Wasser freigesetzt.

Dieser in ca. drei Milliarden Jahren evolutiv entstandene Ablauf ist hocheffektiv und auch erst seit einigen Jahrzehnten erforscht und damit aufgedeckt worden. Er stellt ein Wunder an komplexen Vorgängen dar, die für uns unbewusst und vielen unbekannt, dennoch beständig ablaufen.

Die Photosynthese hat somit den Sauerstoff in die Atmosphäre gebracht, ohne den kein höheres Leben auf der Erde möglich wäre. Ausgangsprodukt ist dabei das Kohlendioxid.

Dass bedeutet schlussendlich: Jeder, der die Minderung von CO2 in der Atmosphäre fordert und durchsetzt, votiert gegen die Natur und das Leben auf diesem Planeten.

 

Der Beitrag Die Physiologie der Grundlagen des Lebens, Photosynthese und Atmungskette erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

„Treibhauseffekt“ ja, oder nein. Diskussion zwischen Roy Spencer und Ned Nikolov

29. Mai 2026 um 15:00

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https://x.com/NikolovScience/status/2058217447652798654?s=20

Ned Nikolov, Ph.D.

@NikolovScience

🚨Die Verwirrung über grundlegende atmosphärische Thermodynamik unter Wissenschaftlern reicht tiefer, als die meisten Menschen sich vorstellen können. Hier ist eine kürzlich geführte Kommunikation mit Dr. Roy Spencer, einem Klimaskeptiker, die diesen Umstand eindrucksvoll illustriert: https://tallbloke.wordpress.com/2026/05/23/discussion-between-roy-spencer-and-ned-nikolov-about-the-n-z-climate-concept/ Diese weit verbreitete Verwirrung scheint aus einer frühen Bildungsverzerrung gegenüber Strahlung und Strahlungstransfer bei der Beschreibung von Klimaprocessen resultiert zu sein, die fundamentale Druck-Temperatur-Aspekte der klassischen Gasthermodynamik ignoriert. Als Folge mangelt es der aktuellen Klimatheorie an dem Verständnis, dass die Oberflächentemperaturen von Planeten sowohl durch diabatische als auch adiabatische Prozesse gleichzeitig bestimmt werden. Die Absorption von Sonnenenergie durch Planeten und die Emission von Langwellenstrahlung ins Weltall sind Beispiele für diabatische Prozesse, während der Atmosphärische Thermische Effekt (ATE) auf einem adiabatischen Prozess beruht, der eine durch Druck bedingte Verstärkung der absorbierten Sonnenenergie darstellt.

Hier ist die vollständige deutsche Übersetzung des Blog-Artikels:Diskussion zwischen Roy Spencer und Ned Nikolov über das N-Z-KlimakonzeptVeröffentlicht: 23. Mai 2026 von Ned Nikolov, Ph.D. in Klima Tags: Klimawandel, Gasgesetz, Treibhauseffekt

Nach sorgfältiger Überlegung habe ich mich entschieden, einen E-Mail-Wechsel öffentlich zu machen, den ich im April 2026 mit Dr. Roy Spencer über die neue Nikolov-Zeller (N-Z)-Klimatheorie geführt habe. Dieser Austausch fand vor einer großen Gruppe von Mitgliedern der CLINTEL Foundation statt. Meine Entscheidung wurde vom Wunsch geleitet, Licht auf tief verwurzelte Fehlvorstellungen von promovierten Klimawissenschaftlern über grundlegende atmosphärische Prozesse zu werfen. Die Argumentation von Dr. Roy Spencer beruht auf „Gedankenexperimenten“, die er einsetzte, um datenbasierte Entdeckungen und Schlussfolgerungen zu kritisieren, die in begutachteten Veröffentlichungen beschrieben wurden. Abgesehen davon, dass „Gedankenexperimente“ die am wenigsten geeignete Methode sind, um gegen Beobachtungen und empirische Zusammenhänge zu argumentieren, offenbart Dr. Spencers Denkweise auch ein überraschendes Maß an Unverständnis der atmosphärischen Thermodynamik – ein Phänomen, das unter professionellen Klimawissenschaftlern mit enger Expertise in der atmosphärischen Strahlungstransfertheorie nicht ungewöhnlich ist. Zuerst präsentiere ich eine strukturierte E-Mail-Nachricht, die Dr. Spencer an die CLINTEL-Gruppe geschickt hat und in der er das neue N-Z-Klimawissenschafts-Paradigma kritisiert. Darauf folgt meine Antwort auf die wichtigsten Punkte/Behauptungen von Dr. Spencer. Abschließend gehe ich als Follow-up auf eine zentrale Frage von Dr. Spencer ein: Was würde mit der globalen Oberflächentemperatur der Erde und dem Temperaturgradienten (Lapse Rate) geschehen, wenn die Atmosphäre keine Infrarotstrahlung absorbieren und emittieren könnte?

Am 24. Apr. 2026 um 5:25 Uhr schrieb Roy Spencer &lt;[email protected]> (mailto:[email protected]):

An alle:Nach über 40 Jahren Karriere in Meteorologie und dann im Klimabereich denke ich, dass ich einige Einblicke in die in diesen E-Mails diskutierten Themen bieten kann. Wie Ned war ich immer skeptisch gegenüber dem, was mir erzählt wurde, bis ich eine Sache selbst vollständig verstanden hatte. Ich bin sicher, dass die folgenden Erklärungen vielen von euch helfen werden. (Ich vermute, Ned ist in seine Theorien zu sehr investiert, um seine Meinung zu ändern.) Viele der Konzepte sind nicht trivial, und ich gebe zu, dass ich einige davon erst viele Jahre nach meiner Ausbildung (PhD Meteorologie) wirklich verstanden habe, weil sie in der Schule nicht gelehrt wurden. Dick Lindzen hat mir in den frühen Jahren der Klimaforschung dabei geholfen.

Das meiste Folgende ist fundamentale atmosphärische Thermodynamik, und ich frage mich, ob Ned wirklich einen universitären Kurs in Atmosphärischer Thermodynamik belegt hat. Falls ja, würde ich gerne wissen, wo. Und wenn er mir seine Noten zeigt, zeige ich ihm meine.

EIN GEDANKENEXPERIMENT

Stellt euch vor, ihr könntet plötzlich eine zusätzliche Atmosphäre Luft auf die bestehende Atmosphäre „kippen“ – was würde mit der Lufttemperatur in der unteren 1 ATM passieren? Genau wie Ned es vorhersagen würde, würde die Temperatur der ursprünglichen Atmosphäre darunter durch adiabatische Kompression stark ansteigen.

Aber was würde DANACH passieren?….

Die hohen atmosphärischen Temperaturen in der unteren Atmosphäre wären dann weit außerhalb des Energiegleichgewichts im Vergleich zum Vorherigen. Das Ergebnis wäre eine Abkühlung der gesamten durch adiabatische (oder nahezu adiabatische) Kompression erwärmten Luft (Arbeit, die an der unteren Atmosphäre geleistet wurde), bis ein neuer Zustand des Energiegleichgewichts erreicht wäre. Der Energieverlust würde durch Infrarotstrahlung der heißeren Luft erfolgen.

Tatsächlich bestimmt immer das ENERGIEGLEICHGEWICHT die Temperatur über das 1. Gesetz der Thermodynamik. Eine Temperaturänderung ist proportional zur Rate der Energieaufnahme minus der Energieabgabe (einschließlich jeglicher im Prozess geleisteter Arbeit). Im Gegensatz dazu kann das Ideale Gasgesetz (PV = nRT) nicht sagen, wie die Temperatur „sein sollte“. Es sagt nur, wie die Variablen P, V und T während des Re-Äquilibrierungsprozesses und im endgültigen Gleichgewichtszustand zusammenhängen. Was Ned in seiner Theorie übersieht, ist der „n“-Teil der Gleichung (die Anzahl der Mole oder die Masse … was in der Dichteform der Gleichung P = rho RT steht). Im hypothetischen Gedankenexperiment mit 2 Atmosphären führt die Abkühlung der unteren Atmosphäre, um ein neues Energiegleichgewicht mit der solaren Einstrahlung zu erreichen, zu einer Zunahme der Luftdichte („Schrumpfung“), während der Druck gleich bleibt … auch während sich die Temperatur ändert. Genauer gesagt steigt die innere Temperatur eines Luftvolumens, das einer EnergieZUFUHR ausgesetzt ist, gemäß dem 1. Gesetz, bis die temperaturabhängigen EnergieABGABE-Prozesse der Rate der Energieaufnahme entsprechen. Das gilt für jedes physikalische System … die Atmosphäre, einen Topf Wasser auf dem Herd, den Motor eines Autos, den menschlichen Körper, das Innere der Sonne usw. Dieses Energiegleichgewicht bestimmt die endgültige Temperatur. (In der realen Atmosphäre gibt es ständig Energieungleichgewichte und damit Temperaturänderungen; Trenberths Energiebilanzdiagramm ist nur nützlich, um ein konzeptionelles Verständnis der relativen Rolle der großen Energieströme im globalen Durchschnittsklimasystem zu gewinnen.)

DAS IDEALE GASGESETZ

Noch einmal: Die Gleichung des Idealen Gasgesetzes (PV = nRT) kann nicht sagen, wie die Temperatur eines Gases sein sollte – das können nur Energieflüsse hinein und hinaus. Das Gasgesetz sagt nur, wie P, n und T für ein gegebenes Volumen (V) Luft zusammenhängen. Ja, Ned, auf kurzen Zeitskalen kühlt aufsteigende Luft ab und erwärmt sich absteigende Luft, aber wenn all diese Bewegung stoppen würde, würden Energieflussprozesse bestimmen, wie die endgültige Temperatur wäre … nicht der Luftdruck. Bei einem gegebenen Oberflächenluftdruck ist ein riesiger Temperaturbereich möglich, und dieser riesige Bereich geht vollständig auf Energieflussprozesse zurück. Wenn die bodennahen Lufttemperatur über dem gesamten Planeten viel höher ist, als lokale Energieflussprozesse unterstützen können, fällt die Temperatur, und das Volumen der Luft schrumpft (oder die Dichte rho steigt gemäß der äquivalenten Idealen Gasgleichung P = rho R T). Der Oberflächenluftdruck bleibt gleich, weil die Gesamtmasse der Atmosphäre unverändert ist.

WARUM KÖNNTE ES EINE ENGE BEZIEHUNG ZWISCHEN DER UNTEREN ATMOSPHÄRENTEMPERATUR UND DEM DRUCK VERSCHIEDENER PLANETEN GEBEN?

Ich habe die Atmosphären anderer Planeten nicht studiert, weil es mich nicht interessiert. Selbst wenn diese anderen Planeten nicht existierten, wären sie für das Verständnis unserer eigenen Atmosphäre nicht notwendig. Aber wenn Ned tatsächlich mit einer engen statistischen Beziehung zwischen Oberflächenluftdruck und Temperatur verschiedener Planeten nach Anpassung an die solare Einstrahlung recht hat, dann vermute ich, dass es daran liegt, dass mehr Atmosphäre auch mehr Treibhausgase bedeutet.

Zum Thema Treibhausgase:

Habe ich vergessen … glaubt Ned, dass Luft IR-Energie absorbiert und emittiert? Denn der Treibhauseffekt ist eine notwendige Folge dieser Absorption/Emission. Energetisch ist der GHE (Green House Effekt) ein strahlender Isolator. Er ist analog zum Hinzufügen von Isolierung an die Wände eines beheizten Gebäudes im Winter. Bei einer gegebenen Energieeinspeisung in das Gebäude steigt die Lufttemperatur innen, und die Außenseite der Wände erfährt einen Temperaturabfall. Genau das tut der GHE mit dem atmosphärischen Temperaturprofil. Falls Ned nicht glaubt, dass Luft IR-Energie absorbiert, wie erklärt er dann all die Tausenden spektroskopischen Messungen von CO₂, Wasserdampf und Methan als Funktion von Temperatur und Druck? Und wenn er doch glaubt, dass die Atmosphäre IR-Energie absorbiert und emittiert, dann muss er auch an einen Treibhauseffekt glauben, weil er eine notwendige Folge ist … der Treibhauseffekt in planetarischen Atmosphären verursacht immer eine Erwärmung der unteren und eine Abkühlung der oberen Atmosphäre. (Übrigens ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass Luft, die IR-Energie absorbiert, diese sofort durch Emission von IR wieder verliert. Nicht wahr. Schaut in die kinetische Gastheorie und verwandte Konzepte. CO₂- oder H₂O-Dampfmoleküle, die IR-Photonen absorbieren, verlieren ihre Extraenergie extrem schnell durch Stöße an andere Luftmoleküle. Das geschieht viel schneller [um den Faktor ~50.000] als die Zeit, die benötigt wird, um Energie durch IR-Photonen wieder abzugeben. So führt IR-Absorption sofort zur „Thermalisierung“ [ein Begriff, den ich hasse]. Außerdem ist es entscheidend zu verstehen, dass IR-Absorption weitgehend temperaturunabhängig ist, IR-Verlust aber SEHR temperaturabhängig – fast alle Luft in der Atmosphäre befindet sich in einem kontinuierlichen Zustand des IR-Energieungleichgewichts. Ein Großteil dieses Ungleichgewichts verursacht konvektive Umwälzung.)

WELCHE ROLLE SPIELT DER ADIABATISCHE TEMPERATURGRADIENT (LAPSE RATE)?

Der Temperaturgradient in der Troposphäre (9,8 °C pro km ohne Feuchtekondensation) ist das ERGEBNIS konvektiver Umwälzung. Bei Kondensation von Feuchtigkeit in Aufwinden ist der Gradient niedriger. Wie das Ideale Gasgesetz sagt er nicht, wie die Temperatur „sein sollte“. Er sagt nur, wie sich die Temperatur eines Luftpakets bei Auf- oder Abstieg ändert, wenn keine Energie zu- oder abgeführt wird (a-diabatisch).

WIE SPIELT DER TREIBHAUSEFFEKT IN DEN TEMPERATURGRADIENTEN HINEIN?

Das ist ein sehr interessantes Thema. Es ist etwas, das selbst viele Atmosphärenwissenschaftler und Klimaforscher nicht verstehen. Die Kombination aus solarer Erwärmung der Oberfläche und IR-Absorption und -Emission durch Oberfläche und Atmosphäre ALLEIN, OHNE JEGLICHE KONVEKTIVE UMWÄLZUNG würde zu einem extrem steilen troposphärischen Temperaturgradienten führen, mit sehr hohen Oberflächentemperaturen und extrem kalten oberen troposphärischen Temperaturen. Das wurde erstmals von Manabe & Strickler (1964) gezeigt und heißt „reiner Strahlungsgleichgewichtsfall“. Es ist gewissermaßen das, was den „Treibhauseffekt“ technisch korrekt macht … wie ein echtes Gewächshaus, das konvektiven Wärmeverlust verhindert, ist der Treibhauseffekt per Definition das, was OHNE die resultierende konvektive Umwälzung passiert. In der realen Welt ist die konvektive Umwälzung jedoch die ANTWORT auf diese GHE-Destabilisierung! Also die 33 Grad Erwärmung, von der die Leute sprechen? Das ist nicht der GHE. Das ist GHE + KONVEKTION. Ohne Konvektion wäre diese 33-°C-Zahl eher bei 65 oder 75 °C. Was zu einer weiteren faszinierenden Frage führt …

WAS WÜRDE PASSIEREN, WENN DIE ATMOSPHÄRE KEINE IR-ENERGIE ABSORBIEREN UND EMITTIEREN KÖNNTE?

Stellt euch eine kalte Atmosphäre (sogar nahe dem absoluten Nullpunkt) ohne Energieeinspeisung vor. Dann schaltet die Sonne ein. Solare Erwärmung der Oberfläche würde die Atmosphäre durch konvektive Umwälzung erwärmen. Aber die Atmosphäre hätte keine Möglichkeit, diese Energie abzugeben, um sich in Gegenwart all dieser Energieeinspeisung abzukühlen. Die Temperatur der Atmosphäre würde dann weiter steigen, bis sie überall die gleiche Temperatur wie die Oberfläche hätte. Lange bevor dieser Prozess abgeschlossen wäre, hätte die konvektive Umwälzung aufgehört, weil die Atmosphäre zu stabil wäre, um Konvektion zu unterstützen. Die Atmosphäre würde schließlich isotherm (oder nahezu isotherm) werden, mit derselben Temperatur wie die Oberfläche. Interessanterweise würde jede Wetteraktivität aufhören. Alle Wolken würden wahrscheinlich verschwinden, was zu höheren Temperaturen führen würde. Jegliche Zirkulationssysteme hätten planetarischen Maßstab, weil der horizontale Maßstab dieser Systeme mit dem Temperaturgradienten zusammenhängt (über den „Rossby-Radius der Deformation“) – das ist auch der Grund, warum die Stratosphäre nur planetarische Zirkulationen hat.-Roy

Am 26.4.2026 um 18:24 Uhr schrieb Ned Nikolov:

An alle,

Da Roy Spencer mich in seiner untenstehenden E-Mail direkt angesprochen hat, fühle ich mich verpflichtet zu antworten und einige Punkte zu klären, die er missverstanden hat. Gedankenexperimente sind nur so lange nützlich, wie die zugrunde liegenden Annahmen korrekt sind. Roy hat in seinem „Gedankenexperiment“ eine Reihe von Annahmen verwendet, die nicht durch die physikalische Realität gestützt werden. Ich gehe sie unten durch:

  1. Die Behauptung, dass das Ideale Gasgesetz (PV = nRT) uns nicht sagt, wie die Temperatur eines Gases „sein sollte“, ist schlecht formuliert. Das Gasgesetz stellt eine eindeutige Beziehung zwischen Gastemperatur T, Gasdruck P, Gasvolumen V und der Gasmenge in Mol her. Wenn P, V und n bekannt sind, ist die absolute Temperatur des Gases T eindeutig definiert. Roy hat versäumt zu erwähnen, dass das Produkt PV = Joule (Energie) ist. Deshalb ist die korrekte Schreibweise des Gasgesetzes aus physikalischer Sicht (PV)/n = RT. Mit anderen Worten: Die absolute Temperatur eines Gases ist proportional zur durchschnittlichen kinetischen Energie, die in einem Mol Gas enthalten ist. In diesem Sinne sagt uns das Gasgesetz genau, wie die Temperatur eines Gases sein sollte.
  2. Bezüglich der Atmosphäre wird der durchschnittliche Oberflächendruck durch die atmosphärische Masse über einer Flächeneinheit (Ma/A) und die Gravitationsbeschleunigung (g) bestimmt und ist unabhängig von der Temperatur, d. h. P = (Ma/A) * g. Das atmosphärische Volumen hängt jedoch von der Menge der vom System absorbierten Sonnenstrahlung ab und damit von der Oberflächentemperatur. Es ist die von der Sonnenenergie, die die Atmosphäre gegen die Schwerkraft ausdehnt und ihr Volumen verleiht.
  3. Das Gasgesetz liefert eine wichtige Erkenntnis, die Roy völlig übersehen hat. Die kinetische Energie und die Temperatur eines thermodynamischen Systems können nicht ohne Druck existieren. Das liegt daran, dass Druck eine Kraft pro Flächeneinheit ist und Energie nicht ohne eine Kraft existieren kann. Selbst elektromagnetische Strahlung hat Druck. So wird der in W m⁻² gemessene Energiefluss, dimensional zerlegt und auf elektromagnetische Strahlung angewendet, zu W m⁻² = Photonendruck × Lichtgeschwindigkeit. Druck ist also ein grundlegender steuernder Faktor des Energiegehalts und der Temperatur in jedem thermodynamischen System … Hat Roy das in der Schule gelernt?
  4. Roy scheint unser Modell, das Druck mit Temperatur in Beziehung setzt, missverstanden zu haben. Wie in unserem 2017er Paper erklärt, hat Druck nur einen relativen Effekt auf die Temperatur, keinen absoluten. Druck als Kraft in einem kompressiblen Fluid liefert nur eine relative Verstärkung der vom Sonnen gelieferten Energie. Ein gegebener atmosphärischer Druck kann daher mit einem breiten Bereich absoluter globaler Oberflächentemperaturen einhergehen. Das wird mathematisch durch unser universelles planetarisches Temperaturmodell berücksichtigt.
  5. Es gibt keine sinnvolle Beziehung zwischen globaler Temperatur, Abstand zur Sonne und der Menge atmosphärischer Treibhausgase über planetarische Körper im Sonnensystem. Das haben wir in unserem 2017er Paper gezeigt. Roys Erklärung für die von uns entdeckte Beziehung zwischen P und Ts/Tna über Planeten und Monde ist daher falsch. Die echte Erklärung ist, dass atmosphärischer Druck die Relative Atmosphärische Thermische Verstärkung (RATE) durch seinen adiabatischen Effekt auf Oberflächentemperaturen bestimmt.
  6. Roy scheint die Ursache des adiabatischen Temperaturgradienten in der Troposphäre völlig misszuverstehen. Dieser Gradient ergibt sich aus der Temperaturabhängigkeit vom Druck und dem Druckabfall mit der Höhe, d. h. dT/dz = (dT/dP) * (dP/dz). Er hat nichts mit „konvektiver Umwälzung“ zu tun, wie Roy annimmt. Die Ableitung dT/dP erhält man aus der adiabatischen Form des 1. Gesetzes der Thermodynamik und dem Idealen Gasgesetz, während dP/dz durch die hydrostatische Gleichgewichtsbedingung definiert ist. Diese Wiki-Seite liefert die mathematischen Details zur Berechnung des adiabatischen Gradienten … Im Allgemeinen ist der troposphärische Gradient eine Folge eines polytropen thermodynamischen Prozesses, der vertikal wirkt und als PVⁿ = konstant definiert ist. Ich habe das in einem speziellen Podcast früher in diesem Jahr erklärt, wo ich eine etwas andere Ableitung des adiabatischen Gradienten als auf Wikipedia präsentiert habe, die aber auf denselben Prinzipien basiert. Der trockene adiabatische Gradient (-9,8 K/km) wird durch Wasserdampf auf den Umgebungsgradienten von etwa -6 K/km reduziert, der latente Wärme von niedrigeren Höhen transportiert und in höheren Höhen freisetzt … Konvektive Umwälzung bestimmt also nicht den Gradienten. Stattdessen ermöglichen Gradient und Schwerkraft die konvektive Umwälzung. Es kann keine Konvektion oder einen Gradienten ohne Schwerkraft geben!

Das Nichtverstehen der Ursache des troposphärischen Gradienten offenbart einen fundamentalen Mangel an Lehrbuchwissen über atmosphärische Thermodynamik!

  1. Die mathematische Natur des adiabatischen Gradienten in der Troposphäre zeigt klar, dass der Temperaturabfall mit der Höhe nicht durch „Treibhausgase“ (GHGs) verursacht wird, weil GHGs nicht Teil der Gradientenformel sind, und dass eine Atmosphäre ohne GHGs nicht vertikal isotherm sein wird, wie Roy, Happer und Lindzen annehmen. Das ist ebenfalls Lehrbuch-Thermodynamik.
  2. Die obige Erklärung des Gradienten zeigt, dass in einem großen System wie einer planetarischen Atmosphäre ein statischer vertikaler Druckgradient (verursacht durch Schwerkraft und hydrostatisches Gleichgewicht) einen permanenten Temperaturgradienten erzeugt. Roys Annahme, dass eine Verdopplung der atmosphärischen Masse nur zu einem vorübergehenden Anstieg der Oberflächentemperatur führt, gefolgt von einer schnellen Dissipation der Kompressionswärme durch ausgehende Strahlung, hat daher keine Grundlage in der Realität. Es ist also ein gescheitertes „Gedankenexperiment“.

Die aktuelle Klimatheorie fehlt das Verständnis, dass planetarische Oberflächentemperaturen durch diabatische und adiabatische Prozesse bestimmt werden, die gleichzeitig wirken. Die Absorption solarer Energie durch Planeten und die Emission von Langwellenstrahlung ins All sind Beispiele für diabatische Prozesse, während der Atmosphärische Thermische Effekt auf einem adiabatischen Prozess beruht, nämlich einer druckinduzierten Verstärkung der absorbierten Solarenergie. Dies zu begreifen ist entscheidend!

  1. Die Absorption und Re-Emission ausgehender LW-Strahlung durch bestimmte Gase in der Atmosphäre ist real, hat aber keinen Einfluss auf die globale Temperatur, weil atmosphärische LW-Strahlung ein Nebenprodukt atmosphärischer Temperaturen ist (die durch solare Erwärmung und Druck festgelegt sind) und somit keine zusätzliche Wärmequelle für das System darstellt. Auch zeigen CERES-Satellitendaten, dass es keine „Wärmespeicherung“ durch die sogenannten „Treibhausgase“ in der Atmosphäre gibt. Das ist offensichtlich, weil Veränderungen des ausgehenden Langwellenflusses an der TOA völlig phasengleich mit Veränderungen der globalen Oberflächentemperatur auf Jahresbasis sind.

Ich hoffe, das klärt einige wichtige Punkte für die Gruppe …Beste Grüße,
-Ned Nikolov

Am 29.4.2026 um 10:41 Uhr schrieb Ned Nikolov:

Nun, Roy Spencer hat auf meine Kommentare bisher nicht geantwortet. Ich frage mich warum …Ich möchte nur hinzufügen, dass das, was Roy Spencer in seiner Nachricht im Abschnitt „WIE SPIELT DER TREIBHAUSEFFEKT IN DEN TEMPERATURGRADIENTEN HINEIN?“ beschrieben hat, physikalisch völlig falsch ist, weil Manabe & Strickler (1964) und alle anderen Wissenschaftler danach, die die Atmosphäre streng durch eine „Strahlungslinse“ betrachtet haben, den polytropen Prozess in der Troposphäre übersehen haben, der als PVⁿ = konstant oder alternativ als P^(1-n) T^n = konstant definiert ist, wobei 1 < n ≤ 1,4 der polytrope Index ist. Siehe diesen Podcast für Details: [Link im Original]

Follow-up zu Roy Spencers Bemerkungen

In meiner Antwort an Roy Spencer und die CLINTEL-Gruppe habe ich Spencers Behauptung im letzten Abschnitt seiner Nachricht mit dem Titel „WAS WÜRDE PASSIEREN, WENN DIE ATMOSPHÄRE KEINE IR-ENERGIE ABSORBIEREN UND EMITTIEREN KÖNNTE?“ nicht speziell behandelt. Darin argumentiert Spencer – wie viele „Klimaexperten“ vor ihm –, dass eine Atmosphäre, die keine Langwellenstrahlung emittieren könnte, vertikal isotherm werden würde. Abgesehen davon, dass es physikalisch unmöglich ist, dass ein offenes System keine Infrarotenergie ins All emittiert, leidet Spencers Argumentation unter einem tiefgreifenden Missverständnis der atmosphärischen Thermodynamik. Nehmen wir der theoretischen Argumentation halber an, eine planetarische Atmosphäre könne keine IR-Energie ins All abstrahlen. Was würde in diesem Fall passieren? Nun, die vom Sonnen absorbierte Energie würde sich im System anhäufen, was zu einem kontinuierlichen Anstieg der globalen Oberflächentemperatur führen würde, ohne je ein Gleichgewicht zu erreichen. Das wiederum würde zu einer kontinuierlichen Ausdehnung des atmosphärischen Volumens (V) führen, weil ein Teil der inneren Energie für die thermische Ausdehnung des Gases gegen die Schwerkraft verwendet würde. Das ist die Arbeitsfluss-Energie im Gasgesetz, definiert durch das Produkt PV = Joule. Das atmosphärische Volumen würde also durch steigende Oberflächentemperaturen weiter expandieren. Dadurch bliebe der Temperaturgradient (d. h. der Temperaturabfall mit der Höhe) erhalten, weil der Luftdruck mit der Höhe in dieser sich ständig ausdehnenden Atmosphäre weiter abnehmen würde, genau wie in unserer gegenwärtigen „stationären“ Troposphäre. Infolgedessen würde die vertikale konvektive Umwälzung durch steigende Oberflächentemperaturen und ein expandierendes atmosphärisches Volumen weiter zunehmen. Daher wäre es in einem durch Schwerkraft beeinflussten Gassystem wie der Atmosphäre, dessen Volumen nicht begrenzt ist, thermodynamisch unmöglich, vertikal isotherm zu werden. Eine nicht strahlende Atmosphäre könnte nur dann vertikal isotherm werden, wenn ihr Volumen fest wäre, d. h. wenn die Gasausdehnung durch eine starre Barriere behindert würde! Die Atmosphäre ist jedoch kein isochores (festvolumiges) System! Zusätzlich zur obigen theoretischen Erklärung könnte man auch argumentieren, dass eine nicht strahlende Atmosphäre thermodynamisch unmöglich ist, weil jedes materielle Objekt mit einer Temperatur über dem absoluten Nullpunkt Strahlung emittieren muss (und tut). Selbst Stickstoff und Sauerstoff haben bei hohen Drücken nicht-null IR-Emissivitäten.

Wichtiger jedoch: In Abwesenheit sogenannter „Treibhausgase“ wie CO₂, CH₄ und Wasserdampf würde eine reale Atmosphäre weiterhin ungehindert IR-Strahlung ins All emittieren, dank Staubpartikeln. Ein trockener Planet ohne Wasser oder anderes Lösungsmittel auf der Oberfläche wie der Mars würde Winde beherbergen, die riesige Mengen Staub in die Atmosphäre transportieren. Staubpartikel haben höhere IR-Emissivitäten/Absorptivitäten als die meisten Gase – typischerweise zwischen 0,70 und 0,95 – und können als wirksames Kühlmittel dienen. Ein natürliches, offenes System findet also immer einen Weg zu kühlen und könnte niemals Wärme speichern, da dies das 2. Gesetz der Thermodynamik verletzen würde!

Zusammenfassend sind die von Roy Spencer vorgeschlagenen „Gedankenexperimente“ zur Widerlegung des N-Z-Klimakonzepts irreführend, da sie auf Fehlvorstellungen über die atmosphärische Thermodynamik beruhen.

Von tallbloke.wordpress.com

6:04 nachm. · 23. Mai 

 

Der Beitrag „Treibhauseffekt“ ja, oder nein. Diskussion zwischen Roy Spencer und Ned Nikolov erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5

28. Mai 2026 um 12:00

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Das Hochemissions-Szenario RCP 8.5, mit dem der Welt jahrelang die Hölle heiss gemacht wurde, gilt jetzt offiziell als «unplausibel».  Doch statt einzugestehen, dass sie mit ihren Warnungen vor dem Weltuntergang falsch lag, verklärt die Klimalobby die Situation auf abenteuerliche Weise.

Von Peter Panther

Auch Carsten Schneider (SPD) hat sich nun zum Ende des drastischen Klimaszenarios RCP 8.5 verlauten lassen. Der Bundesumweltminister deutet die Entwicklung als Erfolg bisheriger Klimapolitik. Dass das Szenario nicht eintrete, zeige, dass die bisherigen Massnahmen Wirkung entfaltet hätten. Für Schneider ist im Wesentlichen der weltweite Ausbau von Solar- und Windenergie der Grund, dass nun doch keine Klimakatastrophe ins Haus steht.

Schneiders Deutung ist eine Verklärung der Situation. Er will davon ablenken, dass die Klimawarner mit ihren Horrorprognosen versagt haben. Und er ist mit diesem Ablenkungsmanöver nicht allein. Viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten behaupten in diesen Tagen, Erfolge im Klimaschutz seien der Grund, dass die Weltuntergangs-Prophezeiungen nicht Wirklichkeit werden.

Vergegenwärtigen wir uns kurz, welche Bedeutung das Klimaszenario RCP 8.5 hatte: Es war nicht einfach ein Hochemissionsszenario, das der Weltklimarat nutzte, um neben optimistischeren Varianten auch einen schlechten Verlauf der Erderwärmung durchzurechnen. RCP 8.5 war vielmehr das Szenario, das Apokalyptiker in Rosinenpicker-Manier heraussuchten, um darauf basierend der Welt buchstäblich die Hölle heiss zu machen.

900 Milliarden Klimaschäden in Deutschland?

So sagte etwa eine Studie von 2023, welche das Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck in Auftrag gegeben hatte, für Deutschland Schäden von 900 Milliarden Euro wegen der Erderwärmung voraus. Diese Horrorzahl nutzte die damalige Ampelkoalition dazu, ihre Klimapolitik zu verschärfen. Die Studie hatte das Szenario RCP 8.5 als Grundlage.

Bereits 2021 hatte das Bundesverfassungsgericht sein Klimaurteil massgeblich auf Quellen mit RCP 8.5-Studien abgestützt. Aufgrund dieses Urteils verschärfte Deutschland damals seinen Klimaschutz und proklamierte, das Netto-Null-Ziel bereits 2045 statt 2050 erreichen zu wollen.

Auch international stützten zahlreiche Regierungen und Gremien ihre Prognosen und politischen Rezepte auf RCP 8.5 ab. So stellte das Beratungsunternehmen McKinsey Hunderte Millionen Todesopfer aufgrund dieses Szenarios in Aussicht. Der Rückversicherer Swiss Re warnte aufgrund von RCP 8.5 vor einem Rückgang der Weltwirtschaftsleistung um 18 Prozent. Und die Bank Barclay sprach von einem möglichen Kollaps der Währungen wegen der Erderwärmung – ebenfalls begründet mit diesem Szenario.

RCP 8.5 geht von einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter der Erdoberfläche aus, was bis 2100 zu einer Temperaturerhöhung von vier bis sechs Grad führen würde. Damit es so weit kommt, müsste die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre gegenüber heute um etwa das Dreifache steigen. Das wäre nur möglich, wenn sich der weltweite Konsum an Primärenergie ebenfalls verdreifachen und die Verwendung von Kohle sogar versechsfachen würde. Selbst wenn jeder sogenannte Klimaschutz ausbleibt, ist das nie und nimmer realistisch.

«Das erzeugt maximale Dramatik»

Warum dieses Klimaszenario in den vergangenen Jahren dennoch so oft herangezogen wurde, hat der deutsche Klimaforscher Hans von Storch – immer schon ein Querschläger in seiner Zunft –  bei «Cicero» treffend formuliert:  «In aktivistischen Kreisen wurde RCP 8.5 oft wie der normale Zukunftspfad behandelt. Das erzeugt maximale Dramatik.» Er glaube, dass sich hier über Jahre «eine Symbiose zwischen aktivistischen Wissenschaftlern und politischen Aktivisten entwickelt habe. «Dahinter stand die Überzeugung: Wenn man die Öffentlichkeit stärker erschreckt, entsteht am Ende eine effizientere Klimaschutzpolitik.»

Nun aber ist RCP 8.5 offiziell Geschichte. Das Weltklimaforschungsprogramm, das die Klimamodelle zuhanden des Weltklimarats IPCC ausarbeitet, hat das Szenario als «unplausibel» bezeichnet. Beim nächsten Sachstandsbericht des IPCC sollen neue Szenarien zur Anwendung kommen, die im Extremfall eine Temperaturerhöhung von nur noch 3,5 Grad in Aussicht stellen. Als «bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten», hat der amerikanische Umweltforscher Roger Pielke Jr. das Ende von RCP 8.5 bezeichnet.

Die Klimakatastrophe ist damit faktisch abgesagt. Die Welt wurde umsonst in Angst und Schrecken versetzt. Doch flugs tauchte die erwähnte Verklärung auf, es sei auf eine erfolgreiche Klimapolitik zurückzuführen, dass das schlimmste Szenario nicht eintrete.

«RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel»

Diese Deutung hat bereits der niederländische Wissenschaftler Detlef van Vuuren, der beim Weltklimaforschungsprogramm für die Emissionsszenarien zuständig ist, mitgeliefert: «RCP 8.5 ist aufgrund von Trends bei den Kosten erneuerbarer Energien, dem Aufkommen von Klimapolitik und jüngsten Emissionstrends unwahrscheinlich geworden», liess er verlauten. Das beteten die meisten Medienschaffenden brav nach. «Der exponentielle Zubau der Erneuerbaren sorgte dafür, dass die Emissions-Kurve abflachte», beahauptete der Klimajournalist Benjamin von Brackel in der «Süddeutschen Zeitung».

Die Rolle, die hier insbesondere dem weltweiten Ausbau der Wind- und Solarenergie zugeschrieben wird, ist nachweislich unzutreffend. Bereits 2014 war dem kanadischen Klimawissenschaftler Justin Ritchie aufgefallen, dass bei RCP 8.5 ein exorbitanter Kohleboom notwendig war, für den es keine Anzeichen gab. Das Szenario basiere auf ‘systematischen Fehlern’, schrieb er in einer Studie. Diese wurde jedoch weitgehend ignoriert. Roger Pielke Jr. bringt es nun so auf den Punkt: «RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel.»

Die Klimalobby versucht also zu Unrecht, den erneuerbaren Energien eine Bedeutung zuzuschreiben, die sie nicht haben. Denn Wind- und Solarstrom machen heute erst sechs bis acht Prozent des weltweiten Energiekonsums aus. Dagegen haben die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas noch immer einen Anteil von über 80 Prozent.

 

Der Beitrag Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die „Durchschnittstemperatur“

28. Mai 2026 um 09:00

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Von Peter Clack

Seit vierzig Jahren wird uns gesagt, der Planet habe eine einzige „globale Durchschnittstemperatur“ – eine erfundene Zahl, die als glaubwürdiger gilt als das Wetter vor deinem eigenen Fenster. Der große Fehler daran ist, dass es wirklich kein einziges Temperaturszenario gibt, das auf irgendeinen geographischen Punkt irgendwo auf der Erde zutrifft. Nicht so, wie die Leute es sich vorstellen, nicht mehr als es eine einzige „globale Stimmung“ oder „ein Gefühl für Ironie“ gibt. Wenn du sagst: „Die Durchschnittstemperatur des Planeten beträgt 15 °C“, bedeutet das absolut nichts für eine Person, die durch das von Frost gezeichnete Sibirien stapft oder an einem schwülen Sommerabend in Brasilien einen Piña Colada schlürft. Es ist sinnlos für die menschliche Geographie und Politik. Statistisch kannst du die Temperatur einer Polkappe und der Sahara-Wüste mitteln, aber die resultierende Zahl beschreibt einen Ort, der nicht existiert.

Sie existiert nicht innerhalb der realen Welt.

Es ist ein Computermodell – keine Realität. Das Konzept einer einzigen globalen Temperaturmetrik ergibt nur Sinn aus kosmischer Entfernung. Es ist eine planetare Metrik, die für Satelliten gedacht ist, nicht für menschliches Leben oder Geographie. Wenn internationale Gremien sich ausschließlich darauf konzentrieren, einen einzigen globalen Durchschnitt um 0,1 °C zu verschieben, behandeln sie die Erde als ein thermodynamisches Legoland-System.

Bild

Klimazonen der Erde nach Köppen

Aber der Planet erlebt das Klima nicht auf diese Weise. Das Klima der Erde ist in mehrere unterschiedliche Klimazonen zerbrochen (grob 14 separate Szenarien), basierend auf gelebten Erfahrungen. Alle sind vollständig regional, bestimmt durch lokale Topographie, Ozeanströmungen, Vegetationsdecke und atmosphärische Drucksysteme.

Hawaii hat 10 Klimazonen

Tourismuswerbung vermarktet Hawaii als idyllisches, einheitliches tropisches Paradies. Aber jeder, der wirklich dort war, weiß, dass die Insel etwa 10 der 14 unterschiedlichen Klimazonen der Welt enthält, von ständig feuchten tropischen Regenwäldern bis zu ariden Wüsten und sogar alpiner Tundra auf dem Gipfel des Mauna Kea, wo es schneit. Internationale Institutionen ziehen sich leise von ihren extremsten „Kollaps“-Szenarien zurück. Der gesamte Apparat wurde auf einer fehlerhaften Prämisse aufgebaut – dem Versuch, die Welt basierend auf einem einzigen, aggregierten Temperaturmarker zu regieren, den kein Mensch je tatsächlich erlebt. Die Hawaii-Analogie zeigt, wie lokale Realität einheitliche Narrative zerstört. Die wahre Gefahr ist nicht eine geringfügige Verschiebung eines globalen statistischen Durchschnitts, sondern die zivilisatorische Lähmung, die entsteht, wenn zentrale Bürokratien die Realität durch Ideologie ersetzen. Wenn ein immenser institutioneller und bürokratischer Apparat um eine spezifische Reihe von Zahlen, Zielen und Narrativen herum aufgebaut wird, entwickelt er eine enorme strukturelle Trägheit. Er hält nicht einfach an oder dreht sich auf einen Knopfdruck um, nur weil sich die zugrunde liegenden Annahmen verschieben. Wir haben stark verarbeitete, kontinentengroße Schätzungen zu einer Heiligen Schrift erhoben und dann trillionenschwere Politikhebel in die Hände von Leuten gelegt, die jede Infragestellung der Schätzung als Ketzerei behandeln. Es stellt sich heraus, dass es keinen Thermometer gibt, der groß genug ist, um „die Erde“ zu messen.

Der Originalartikel erschien bei x auf dem Blog vom Peter Clack

 

For forty years we’ve been told the planet has a single ‚global average temperature’—a made-up figure treated as more credible than the weather outside your own window.

The great flaw in this is that there really is no one temperature scenario that applies to any geographical… pic.twitter.com/sWztACoiAs

— Peter Clack (@PeterDClack) May 24, 2026

 

Der Beitrag Die „Durchschnittstemperatur“ erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Nicht nur eines, alle Klimamodelle sind nachweislich falsch

26. Mai 2026 um 06:00

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von  Michael Klein   Science Files

Modelle sind in den Wissenschaften nicht dazu gedacht, die Zukunft vorherzusagen.

Nur, Entschuldigung: Idioten sind der Ansicht, eine solche Vorhersage sei auch nur ansatzweise im Bereich des Möglichen. Wenn es möglich wäre, Unsicherheit auf Basis von Annahmen und Variablen, von denen man ANNIMMT, dass sie die Unsicherheit beeinflussen, zu modellieren und die Zukunft vorherzusagen, die meisten Modellierer wären nicht auf Regierungsjobs und Aktivismus z.B. im Bereich von Klima angewiesen, sie hätten vielmehr mit ihren Modellen Spielbanken geknackt, den Jackpot abgeräumt, die Lottozahlen so oft richtig vorhergesagt, dass Bill Gates neben ihnen wie ein armer Schlucker erscheint.

Aber all das haben sie nicht getan.

Manchmal ist sogar der IPCC ehrlich.

Das wird dann aber von den Medien schön unter dem Deckel gehalten. https://t.co/f2A2hjRNeN

— Tribute2Hemiunu (@Hemiunu2021) May 24, 2026

Sie krebsen weiter mit ihren mickrigen Klima- oder sonstigen Modellen herum und betätigen sich als kleiner Dienstbote für die großen Auguren einer dystopischen Zukunft, die wie der keltische Gestaltwandler Púca als Ziege oder Pferd mit rot-leuchtenden Augen vor die Menschheit treten um vom nahenden Unheil und Untergang zu künden:

Modelle waren und sind ein Mittel, um THEORIEN ZU PRÜFEN, und zwar auf Übereinstimmung mit,  – in den Wissenschaften bedeutet das in aller Regel das Ausmaß der Abweichung von – der Realität. Man formuliert Annahmen und packt sie in ein Modell, um mit dem, was das Modell dann über die Realität vorhersagt, in eben diese zu gehen, Beobachtungsdaten zu sammeln, um auf Basis dieser Beobachtungsdaten zu bestimmen, wie weit man mit seinem Modell daneben gelegen hat und anschließend zu überlegen, welche Konsequenzen diese Abweichung von der Realität für die Annahmen und damit die theoretische Vorstellung über einen generellen Zusammenhang hat.

Wissenschaftler sind an generellen Zusammenhängen interessiert. Sie wollen wissen, wie „das Wetter“, „das Klima“ funktioniert, mit welchen Variablen ein chaotisches System ansatzweise beschrieben werden kann. Sie sind nicht an der Vorhersage der Zukunft interessiert. Ein solches Interesse haben Scharlatane, Politiker, sofern zwischen beiden ein Unterschied besteht und Leute, die sich einen pekuniären Vorteil davon versprechen, andere mit ihren Einsichten in die Zukunft zur Kasse bitten zu können.

Verwendet man die Klimamodelle, deren angebliche Vorhersagen und Konsequenzen täglich über den Äther dröhnen, in der Weise, in der man in den Wissenschaften Modelle verwendet und prüft sie AN DER REALITÄT, an BEOBACHTUNGEN, dann entpuppen sich ausnahmlos ALLE Klimamodelle als epischer Fehlschlag.

Dr. Roy Spencer hat genau das getan und zwar für die Temperatur in der Troposphäre über den Tropen und den Zeitraum von 1979 bis 2025. In den Tropen soll die Temperatur besonders heftig ansteigen, behaupten Klimamodelle. Sie alle machen Annahmen von bis zu 0.5 Grad Celsius Temperaturanstieg pro Dekade in der tropischen Troposphäre, und zwar als Ergebnis eines Rückkoppelungseffekts, der – als Folge von Erwärmung – mehr Feuchtigkeit, Wasserdampf, Wolken, in den Tropen entstehen lässt, was wiederum in Form eines Rückkoppelungseffekts in Klimamodelle eingeht, in denen Wasserdampf (in den Tropen) primär als starke positive Rückkopplung verstanden wird, die den „Treibhauseffekt“ um den Faktor zwei bis drei verstärkt: Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen, eine Temperaturerhöhung hat somit mehr Verdunstung und einen höheren Wasserdampfgehalt zu Folge, was den Treibhauseffekt weiter antreibt.

Die Tropen gelten in Klimamodellen als Hotspot, als Ort, an dem sich die stärkste globale Erwärmung einstellt und der von Menschen zu verantwortende Treibhauseffekt am meisten gefüttert wird, durch verdunstendes Wasser, Wasserdampf und Wolken, also zwei Variablen, die in Klimamodellen geschätzt werden müssen, weil ihre tatsächliche Ausprägung nahezu unmöglich zu bestimmen ist, was die beiden Variablen zum Knackpunkt der Klimamodlele tatsächlich zu dem Punkt, an dem sie scheitern macht.

Denn vergleicht man die Temperatur, die 39 Klimamodelle für die Troposphäre der Tropen vorhersagen, mit TATSÄCHLICH beobachteten Temperaturdaten, wie sie von Wetterballons, Satelliten und unter Verwendung all der verfügbaren meteorologischen Daten stammen, dann ergibt sich das folgende für Klimamodelle vernichtende Bild:

Quelle. Dr Roy Spencer

Rote Balken geben die Temperaturvorhersage, die SCHÄTZUNG der Temperaturerhöhung in der Troposphäre über den Tropen des jeweiligen Klimamodells an. Der grüne Balken repräsentiert Messdaten von Wetterballons, der schwarze Balken die Re-Analyse auf Basis einer ganzen Reihe meteorologischer, beobachteter Daten, der blaue Balken die wohl verlässlichste Messung: Satellitendaten.

39 Klima-Modelle.
Sie alle weichen in dieselbe Richtung ab.
Nach oben.
Sagen – schon weil es politisch gewünscht ist – mehr Temperaturerhöhung vorher, als sich messen lässt.
Liegen mehr oder minder weit daneben, so weit, dass man davon ausgehen kann, dass keines dieser Modelle auch nur ansatzweise in der Lage ist, die Realität korrekt abzubilden.

Sie sind alle Schrott.
Epische Versager, wie Roy Spencer sagt.

Und etwas anderes als epische Versager können Klimamodelle aufgrund ihrer Unfähigkeit, den oben beschriebenen Rückkopplungseffekt zwischen Erwärmung des Meeres in den Tropen, Wasserdampf und Wolken (und damit verbunden dem Treibhauseffekt (den es übrigens nicht gibt) zu beschreiben, auch gar nicht sein.

 

Der Beitrag Nicht nur eines, alle Klimamodelle sind nachweislich falsch erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Ausreden der Klimawarner nach dem Ende von RCP 8.5

25. Mai 2026 um 07:00

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Das Hochemissions-Szenario RCP 8.5, mit dem der Welt jahrelang die Hölle heiss gemacht wurde, gilt jetzt offiziell als «unplausibel».  Doch statt einzugestehen, dass sie mit ihren Warnungen vor dem Weltuntergang falsch lag, verklärt die Klimalobby die Situation auf abenteuerliche Weise.

Von Peter Panther

Auch Carsten Schneider (SPD) hat sich nun zum Ende des drastischen Klimaszenarios RCP 8.5 verlauten lassen. Der Bundesumweltminister deutet die Entwicklung als Erfolg bisheriger Klimapolitik. Dass das Szenario nicht eintrete, zeige, dass die bisherigen Massnahmen Wirkung entfaltet hätten. Für Schneider ist im Wesentlichen der weltweite Ausbau von Solar- und Windenergie der Grund, dass nun doch keine Klimakatastrophe ins Haus steht.

Schneiders Deutung ist eine Verklärung der Situation. Er will davon ablenken, dass die Klimawarner mit ihren Horrorprognosen versagt haben. Und er ist mit diesem Ablenkungsmanöver nicht allein. Viele Wissenschaftler, Politiker und Journalisten behaupten in diesen Tagen, Erfolge im Klimaschutz seien der Grund, dass die Weltuntergangs-Prophezeiungen nicht Wirklichkeit werden.

Vergegenwärtigen wir uns kurz, welche Bedeutung das Klimaszenario RCP 8.5 hatte: Es war nicht einfach ein Hochemissionsszenario, das der Weltklimarat nutzte, um neben optimistischeren Varianten auch einen schlechten Verlauf der Erderwärmung durchzurechnen. RCP 8.5 war vielmehr das Szenario, das Apokalyptiker in Rosinenpicker-Manier heraussuchten, um darauf basierend der Welt buchstäblich die Hölle heiss zu machen.

900 Milliarden Klimaschäden in Deutschland?

So sagte etwa eine Studie von 2023, welche das Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck in Auftrag gegeben hatte, für Deutschland Schäden von 900 Milliarden Euro wegen der Erderwärmung voraus. Diese Horrorzahl nutzte die damalige Ampelkoalition dazu, ihre Klimapolitik zu verschärfen. Die Studie hatte das Szenario RCP 8.5 als Grundlage.

Bereits 2021 hatte das Bundesverfassungsgericht sein Klimaurteil massgeblich auf Quellen mit RCP 8.5-Studien abgestützt. Aufgrund dieses Urteils verschärfte Deutschland damals seinen Klimaschutz und proklamierte, das Netto-Null-Ziel bereits 2045 statt 2050 erreichen zu wollen.

Auch international stützten zahlreiche Regierungen und Gremien ihre Prognosen und politischen Rezepte auf RCP 8.5 ab. So stellte das Beratungsunternehmen McKinsey Hunderte Millionen Todesopfer aufgrund dieses Szenarios in Aussicht. Der Rückversicherer Swiss Re warnte aufgrund von RCP 8.5 vor einem Rückgang der Weltwirtschaftsleistung um 18 Prozent. Und die Bank Barclay sprach von einem möglichen Kollaps der Währungen wegen der Erderwärmung – ebenfalls begründet mit diesem Szenario.

RCP 8.5 geht von einem zusätzlichen Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter der Erdoberfläche aus, was bis 2100 zu einer Temperaturerhöhung von vier bis sechs Grad führen würde. Damit es so weit kommt, müsste die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre gegenüber heute um etwa das Dreifache steigen. Das wäre nur möglich, wenn sich der weltweite Konsum an Primärenergie ebenfalls verdreifachen und die Verwendung von Kohle sogar versechsfachen würde. Selbst wenn jeder sogenannte Klimaschutz ausbleibt, ist das nie und nimmer realistisch.

«Das erzeugt maximale Dramatik»

Warum dieses Klimaszenario in den vergangenen Jahren dennoch so oft herangezogen wurde, hat der deutsche Klimaforscher Hans von Storch – immer schon ein Querschläger in seiner Zunft –  bei «Cicero» treffend formuliert:  «In aktivistischen Kreisen wurde RCP 8.5 oft wie der normale Zukunftspfad behandelt. Das erzeugt maximale Dramatik.» Er glaube, dass sich hier über Jahre «eine Symbiose zwischen aktivistischen Wissenschaftlern und politischen Aktivisten entwickelt habe. «Dahinter stand die Überzeugung: Wenn man die Öffentlichkeit stärker erschreckt, entsteht am Ende eine effizientere Klimaschutzpolitik.»

Nun aber ist RCP 8.5 offiziell Geschichte. Das Weltklimaforschungsprogramm, das die Klimamodelle zuhanden des Weltklimarats IPCC ausarbeitet, hat das Szenario als «unplausibel» bezeichnet. Beim nächsten Sachstandsbericht des IPCC sollen neue Szenarien zur Anwendung kommen, die im Extremfall eine Temperaturerhöhung von nur noch 3,5 Grad in Aussicht stellen. Als «bedeutendste Entwicklung in der Klimaforschung seit Jahrzehnten», hat der amerikanische Umweltforscher Roger Pielke Jr. das Ende von RCP 8.5 bezeichnet.

Die Klimakatastrophe ist damit faktisch abgesagt. Die Welt wurde umsonst in Angst und Schrecken versetzt. Doch flugs tauchte die erwähnte Verklärung auf, es sei auf eine erfolgreiche Klimapolitik zurückzuführen, dass das schlimmste Szenario nicht eintrete.

«RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel»

Diese Deutung hat bereits der niederländische Wissenschaftler Detlef van Vuuren, der beim Weltklimaforschungsprogramm für die Emissionsszenarien zuständig ist, mitgeliefert: «RCP 8.5 ist aufgrund von Trends bei den Kosten erneuerbarer Energien, dem Aufkommen von Klimapolitik und jüngsten Emissionstrends unwahrscheinlich geworden», liess er verlauten. Das beteten die meisten Medienschaffenden brav nach. «Der exponentielle Zubau der Erneuerbaren sorgte dafür, dass die Emissions-Kurve abflachte», beahauptete der Klimajournalist Benjamin von Brackel in der «Süddeutschen Zeitung».

Die Rolle, die hier insbesondere dem weltweiten Ausbau der Wind- und Solarenergie zugeschrieben wird, ist nachweislich unzutreffend. Bereits 2014 war dem kanadischen Klimawissenschaftler Justin Ritchie aufgefallen, dass bei RCP 8.5 ein exorbitanter Kohleboom notwendig war, für den es keine Anzeichen gab. Das Szenario basiere auf ‘systematischen Fehlern’, schrieb er in einer Studie. Diese wurde jedoch weitgehend ignoriert. Roger Pielke Jr. bringt es nun so auf den Punkt: «RCP 8.5 und andere extreme Szenarien waren nie plausibel.»

Die Klimalobby versucht also zu Unrecht, den erneuerbaren Energien eine Bedeutung zuzuschreiben, die sie nicht haben. Denn Wind- und Solarstrom machen heute erst sechs bis acht Prozent des weltweiten Energiekonsums aus. Dagegen haben die fossilen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas noch immer einen Anteil von über 80 Prozent.

 

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Es gibt weder einen Treibhauseffekt noch kann das Klimasystem der Erde kippen (Studie)

23. Mai 2026 um 13:00

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von Michael Klein

Viele führen ihn im Munde, den Treibhauseffekt, der darin bestehen soll, dass sich Gase, Treibhausgase wie CO2 oder CH4 (Methan) in der Atmosphäre der Erde einfinden, dort klumpen und gemeinsam die von der Erde reflektierte, nach außen gerichtete Sonnenstrahlung, die langwellige Infrarotstrahlung quasi einfangen und zurück-reflektieren, um auf diese Weise den Treibhauseffekt, der zu einer Erwärmung der Erde führen soll, zu produzieren.

Indes: Es gibt überhaupt keinen entsprechenden Treibhauseffekt in der Atmosphäre der Erde. 1824 hat Joseph Fourier erstmals von einer „heißen Kiste“ mit Bezug auf die Erdatmosphäre gesprochen, der es zu verdanken sei, dass die Erde eine Temperatur hält, die Leben ermöglicht. In der Folge hat sich der von ihm entdeckte Effekt etwas verselbständig und wurde von Nils Gustaf Ekholm Anfang des 20. Jahrhunderts in den Treibhauseffekt überführt, der im Zuge der Menschen machen Klimawandel-Erzählung auf die Treibhausgase, die den Effekt angeblich hervorrufen sollen, erweitert wurde. Indes: Die Analogie ist Unfug, denn in einem Treibhaus wird die erhöhte Wärme durch die unterbundene Konvektion, den unterbundenen Luftaustausch hergestellt, nicht durch eine Absorption von Infrarotstrahlung (Rückstrahlung), wie sie dem, was als Treibhauseffekt beschrieben wird und von Treibhausgasen verursacht sein soll, zugeschrieben wird.

Und niemand hat je geprüft, ob eine Erwärmung der Erde durch die Absorption von Rückstrahlung durch atmosphärische Treibhausgase überhaupt belegt werden kann. Bis Ned Nikolov und Karl Zeller im Jahre 2017 auf eine gute Idee gekommen sind.

Nikolov, Ned, and Karl Zeller (2017). New insights on the physical nature of the atmospheric greenhouse effect deduced from an empirical planetary temperature model. Environment Pollution and Climate Change 1(2): 112.

Wenn, so haben Nikolov und Zeller angenommen, wenn es in der Erdatmosphäre zu einer Speicherung von Strahlungswärme kommt, dann muss man davon ausgehen, dass derselbe Mechanismus auch in den Atmosphären anderer Himmelskörper wirkt. Ergo sollte es mit dem Treibhauskonzept möglich sein, die beobachteten Schwankungen der durchschnittlichen Oberflächen-Temperaturen im gesamten Sonnensystem als stetige Funktion der optischen Infrarotdicke der Atmosphäre und der Sonneneinstrahlung mathematisch zu beschreiben.

Nikolov und Zeller haben geprüft, was sie vermutet haben und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es NICHT möglich ist, die Schwankungen in den durchschnittlichen Oberflächentemperaturen anderer Himmelskörper mit Atmosphäre über deren optische Infrarotdichte und Sonneneinstrahlung zu beschreiben.

Ein Ergebnis mit erheblichen Konsequenzen:

  • Der „Treibhauseffekt“ ist kein Strahlungsphänomen, sondern eine druckbedingte thermische Verstärkung,
  • Aus diesem Grund kann die nach unten gerichtete Langwellenstrahlung kein globaler Treiber der Erwärmung der Erdoberfläche sein,
  • muss vielmehr ein Ergebnis der Lufttemperatur in Bodennähe, die durch Sonneneinstrahlung und atmosphärischen Druck gesteuert wird sein;
  • Die Gleichgewichtstemperatur an der Oberfläche eines Planeten bleibt zwangsläufig stabil und deshalb kann das Klimasystem der Erde keine Kipppunkte haben.
  • Der in Klimamodellen enthaltene Rückkopplungseffekt der Oberrflächentemperatur ist ein Modellartefakt, keine physikalische Realität

Kurz: Alles Humbug.

Der Beitrag erschien zuerst bei Science Files hier

 

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Die Klimakatastrophe ist abgesagt – der Raubzug geht weiter. Politik und Medien machen mit.

23. Mai 2026 um 12:00

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Am 20.5.26 hatte die AfD eine Aktuelle Stunde im Bundestag beantragt, die zeigen sollte, wie der Bundestag auf die Rücknahme des „Katastrophenszenarios RCP 8.5“ reagiert.

von Michael Limburg

Die mediale Berichterstattung nach der AfD-Aktuellen Stunde am 20. Mai 2026 war sehr verhalten und folgte weitgehend dem üblichen Polarisierungsmuster. Sie war damit sehr überschaubar. Die AfD hatte dies Stunde gewünscht, weil das IPCC/CMIP7-Rahmenwerk das extreme Emissionsszenario RCP 8.5 (bzw. SSP5-8.5) künftig nicht mehr als plausibles Worst-Case-Szenario verwendet. Wissenschaftler (u. a. Detlef van Vuuren et al. Wie auch Stefan Rahmstorf vom PIK) stuften es als unrealistisch ein – vor allem wegen des Erfolgs erneuerbarer Energien (was grottenfalsch ist, siehe Bild Emissionen und Kasten unten) und veränderter Emissionsverläufe. (Die Industrie geht pleite oder wandert ab)

Das Thema wurde daher nicht zu einem großen Leitartikel-Thema, sondern wurde eher wenig in Wissenschafts- und Politikrubriken behandelt. Es erreichte auch keine riesige Leitartikel-Welle oder tagelange Dominanz in den Nachrichten.

Doch der vermeintliche Erfolg der „Erneuerbaren“ ist – wie immer bei den Altparteien – total an der Wirklichkeit vorbei:

Denn nur etwa 2,8 % (Solar ca. 1,3 %, Wind ca. 1,5 %) der weltweiten Primärenergie im Jahr 2024 aus Wind und Solarengie zu Strom gewandelt. Laut dem Energy Institute Statistical Review of World Energy 2025 (neue Physical-Energy-Content-Methode, die den tatsächlichen Energieinhalt misst):

  • Wind: 1,5 % (9,04 EJ)

  • Solar: 1,3 % (7,72 EJ)

  • Zusammen: ca. 2,8 %

Was genau passiert ist?

Der Kern der Debatte: Die AfD (vor allem Karsten Hilse) nutzte die Stunde, um RCP 8.5 als „Horrorszenario“ und „größten Betrug der Menschheit“ zu bezeichnen, das jahrelang zur Panikmache und Rechtfertigung teurer Maßnahmen gedient habe. Sie forderten Konsequenzen für Politik, Gerichte (z. B. BVerfG-Urteil) und Medien. Die anderen Fraktionen (Union, SPD, Grüne und Linke) sahen darin vor allem einen Beleg für die Wirksamkeit von Klimaschutz: Weil Erneuerbare so erfolgreich seien, sei das Worst-Case-Szenario unrealistisch geworden – also kein Grund, die Politik zu ändern. (Siehe Beispiel Mark Helferich Klimasprecher der CDU bei EpocchTimes und Apollo und Kasten oben)

Hier das Beispiel von Apollo.

Andere Szenarien mit deutlicher Erwärmung (bis ca. 3–3,5 °C) würden jedoch bestehen bleiben. Beim fast leeren Bundestag – in der hitzigen Debatte (Siehe Bild oben) sagte Karsten Hilse (AfD), RCP 8.5 sei ein „Horrorszenario, das nie plausibel war“, das jahrelang zur Panikmache, zur Rechtfertigung teurer Maßnahmen und sogar im BVerfG-Urteil 2021 gedient habe. Er sprach vom „Ende des größten Betrugs der Menschheit“ und forderte Konsequenzen für Politik, Medien und Gerichte. Die Union solle sich von „Sozialisten und Kommunisten“ lösen.

Screenshot Nius

Der Welt-Untergang ist abgesagt. Bitte weiterverbreiten: Die bisherigen Horrorszenarien des Weltklimarates wurden von seinen eigenen Wissenschaftler kassiert (sie werden im Artikel in European Geosciences Union (van Vuuren und 43 andere) als inplausibel…

— Vahrenholt (@FritzVahrenholt) May 13, 2026

Wichtige Medienberichte

  • Süddeutsche Zeitung (SZ): Ausführlicher Bericht, der das wissenschaftliche Update erklärt (RCP 8.5 wird als nicht mehr plausibel eingestuft). Sie betont, dass das neue Szenario „trotzdem düster“ aussehe und stellt die AfD-Debatte in den Kontext von Trump und „Welle schlagen“. Typisch SZ: Wissenschaftlich fundiert, aber mit klarer Einordnung gegen rechte Instrumentalisierung.
  • Bundestag-eigene Dokumentation: Neutrale Zusammenfassung der Positionen, die zeigt, wie kontrovers es zuging.
  • taz / linke Medien: Betonen, dass die Streichung des Extremszenarios gerade ein Erfolg der Klimapolitik sei (siehe oben). Die AfD wird als „Hetzer“ gegen Klimaschutz dargestellt. Keine Entwarnung, sondern „Lichtblick durch Erneuerbare“.
  • AfD-nahe / rechte Medien (z. B. über AfD-Kanäle, Telegram etc.): Große Feier als „Ende des Betrugs“, Forderung nach Abschaffung von CO₂-Abgabe etc.
  • Öffentlich-rechtlich (phoenix, ARD Mediathek): Es gab Livestreams und Zusammenfassungen der Debatte, aber keine riesige Nachberichterstattung.
  • Nur die Alternativen Medien wie Achgut, Apollo, Tichys Einblick oder Nius gaben dem Thema breiten Raum.

Gesamteindruck

Die etablierten Medien haben das Thema nicht ignoriert, aber auch nicht groß aufgebauscht. Was bei diesem Thema ab zwingend gewesen wäre. Es wurde eher klein gehalten. Man nannte es einen taktischen AfD-Vorstoß und behandelte es als wissenschaftliche Feinjustierung, nicht als game changer für die deutsche Klimapolitik.

Viele Berichte betonen: „Kein Grund zur Entwarnung, andere Szenarien bleiben ernst. “Typisch für hochpolitisierte Themen in Deutschland: Linke/ Mainstream-Medien rahmen es als „AfD versucht, Klimaschutz zu diskreditieren“, während die AfD es als Beweis für jahrelange Übertreibung sieht. Große Aufregung blieb aus – zwei Tage später war das Thema schon wieder etwas abgeflaut.

 

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Klimapleite und Energieende

23. Mai 2026 um 09:00

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Die Klimakatastrophen-Szenarien fallen gerade zusammen wie ein Soufflé, aus dem der Dampf entweicht. Doch in Deutschland halten die Gläubigen der Klimasekte an der darauf aufbauenden ruinösen Politik bis zum bitteren Ende fest. Wie sagte der alte Richard Wagner so schön: Deutsch sein heißt, Dinge um ihrer selbst willen zu tun.

Von Manfred Haferburg

Der Greta-Thunberg- und Letzte-Generations-Weltuntergang fällt aus. Die Erderwärmung wird nicht 3,5 Grad sein, sondern 1,5 Grad. Vielleicht nicht einmal das. Die prophezeiten 3,5 Grad „Erderhitzung“ mit Millionen Toten beruhen auf einem „unplausiblem Szenario“. Der Hohe Klimarat IPCC hat zugegeben: Unser Klimaalarmszenario ist grober Unfug.

Man schaue hier, was die EPOCH Times zu den Äußerungen der Abgeordneten im Deutschen Bundestag anlässlich der Aktuelle Stunde auf Veranlassung der AfD zur Rückname des Katastrophenszenarios RCP 8.5 zusammen getragen hat.

Ergänzung der Redaktion:

Etwa 2,8 % (Solar ca. 1,3 %, Wind ca. 1,5 %) der weltweiten Primärenergie im Jahr 2024 werden von Wind und Sonne gewandelt. Laut dem Energy Institute Statistical Review of World Energy 2025 (neue Physical-Energy-Content-Methode, die den tatsächlichen Energieinhalt misst):

  • Wind: 1,5 % (9,04 EJ)

  • Solar: 1,3 % (7,72 EJ)

  • Zusammen: ca. 2,8 %

„Sorry, Leute, die Klimaerhitzung mit Sintflut, Höllenfeuersturm und Postapokalypse war halt nur so ’ne Idee“. Eine fragwürdige Zukunfts-Simulation mit unplausiblen Eingangsparametern ergab ein Schreckens-Szenario, das aber physikalisch so gar nicht möglich ist. Nein, es war schlicht falsch. Jeder, der sich mal mit Simulationen beschäftigt hat, kennt den ersten Lehrsatz der Simulationslehre: „Shit in – shit out“. Leider diente dieses Szenario der Politik als Begründung für jede Menge ruinöser „Klima-Maßnahmen“. Gigantische Summen wurden von unten nach oben in die Taschen der Klimasekte umverteilt oder vergeudet. Das falsche IPCC-Szenario hat es sogar bis ins deutsche Grundgesetz geschafft.

Vor allem die Gehirne der Kinder wurden damit verkleistert. Mehrere Generationen wurden in Angst und Schrecken erzogen. Sie nennen sich heute „Letzte Generation“ und verweigern folgerichtig das normale Leben und die menschliche Reproduktion. Die schamlose Ausnutzung menschlicher Angst zur eigenen Bereicherung und Machtfülle resultiert in ungeheuerlichen Vorwürfen gegen die Protagonisten der Klimaangstpolitik. Es ist egal, ob sie es besser wussten oder nur auf das IPCC-Panikorchester reingefallen sind. Sie sind dafür verantwortlich.

Ein beispielloses Verarmungsprogramm

Insbesondere in Deutschland sind die Klimapolitiker verantwortlich für ein beispielloses Verarmungsprogramm, genannt Energiewende. Energiewende, das ist die Zerstörung einer ehemals gut funktionierenden Energiewirtschaft mit voller Absicht und ohne Rücksicht auf Verluste. Eine Klimasekte hat Deutschland in eine Wirtschaftskrise geführt. Schon der Name „Energiewende“ ist eine Lüge – Energie lässt sich nicht wenden. Das hineingebastelte Wort „Wende“ sollte positive Assoziationen wecken, indem es auf das Trittbrett der Friedlichen Revolution der DDR aufstieg.

Die Energiewende wurde im Jahre 1990 gezeugt. Der Zeugungsakt war das Stromeinspeisegesetz. Von nun an musste wider jede Vernunft Strom aus Sonne und Wind vorrangig zu überhöhten Preisen gekauft und verteilt werden. Es war der Beginn des Klimasozialismus. Die Klimasekte tönte: „Sonne und Wind schicken keine Rechnung“. Und niemand bemerkte den Betrug, weil es nur wenige Windmühlen und Solarpaneele gab. Und niemandem fiel auf, dass auch Kohle und Uran noch nie Rechnungen geschickt hatten.

Die Energiewende kam am 1. April des Jahres 2000 mit dem Erneuerbaren Energie Gesetz EEG auf diese Welt. Sie war eine furchtbare Missgeburt. Und wieder enthielt schon der Name des Gesetzes eine Lüge. Energie lässt sich nicht erneuern, genauso wenig, wie sie sich wenden lässt. Der Name des Vaters der neuen Energiewende war also Lüge. Ihre Mutter hieß Angst. Man hatte über Jahre Mietwissenschaftler gekauft, die den Leuten mit der Autorität des weißen Kittels einredeten, dass sie in der Klimahölle verbrennen würden, wenn sie der Klimasekte nicht ihr Portemonnaie öffneten. Auch an gekauften oder fachlich herausgeforderten Journalisten mangelte es nicht, die diese Apokalypse verbreiteten.

Russische Gasoligarchen finanzierten die nützlichen Idioten

Vor allem mangelte es der Klimasekte nicht an heimlichem Geld für die unheimliche Klimapropaganda. Russische Gasoligarchen finanzierten die nützlichen Idioten der deutschen Anti-Atom-Bewegung. Saudische Ölscheichs und amerikanische Gas-Fracker pumpten Geld in den deutschen Kohleausstieg und das deutsche Fracking-Verbot. Und China spendierte hintenrum ein paar Mittel für die Förderung von Solarpaneelen und Windrädern.

Es war so einfach – man musste den Deutschen nur etwas German-Angst machen, und die Tore zum deutschen Energie-Eldorado standen weit offen. Und weil der Energieabsturz nicht nachhaltig genug erschien – man kann ja nicht vorsichtig genug sein –, sprengten unsere engsten Freunde mal eben vorsorglich eine Hauptschlagader der deutschen Gasversorgung unter Wasser weg. Na wenn schon, war ja für einen guten Zweck. Die deutsche Regierung und ihre angeschlossenen Medien haben nachgerade Nackenschmerzen vom intensiven  Wegsehen.

Die hässliche Energiewende hatte auch in Deutschland viele linke Onkel und noch linkere Tanten, die große Erwartungen in sie setzten. Sie erhofften sich von ihr, dass mit ihrer Hilfe endlich mal der richtig gute Sozialismus aufgebaut werden könnte. Das muss man ja nicht gleich in die Welt hinausposaunen, sondern man kann es „Große Transformation“ nennen. Irgendwo steht sicher ein Transformator, der brummend endlich die Welt in eine bessere transformiert, was bisher trotz vieler Versuche immer gescheitert war.

Mangelnde Energiedichte, Wetterabhängigkeit und Unbezahlbarkeit

Vater, Mutter, Onkel und Tanten, ja sogar das Volk – alle waren so voller Hoffnung, dass sie nicht sahen, wie missgestaltet die Energiewende unter der Schminke der Mietwissenschaftler war. Sie hofften einfach, dass sich das Krumme schon auswachsen würde, wenn sie erst einmal erwachsen wäre.

Ihr waren drei unheilbare Geburtsfehler in die Wiege gelegt worden. Es waren mangelnde Energiedichte, Wetterabhängigkeit und Unbezahlbarkeit. Da halfen auch nicht die gigantischen Geldsummen, die ihre Eltern dem verängstigten Volk abpressten und für sie ausgaben. Sie war von Anfang an unheilbar krank. Ihre Onkel und Tanten behaupteten zwar, dass sie kerngesund und wunderschön sei. Doch wurde sie in Wirklichkeit immer kränker und hässlicher, je mehr sie aufwuchs.

Das Schlimmste an ihr war, dass ihre Gebrechen alles um sie herum ansteckte. Wie eine Seuche breiteten sich ihre Krankheiten übers ganze Land aus. Ganze Geschwader von Heilern versuchten sich daran, ihre Geburtsfehler zu kurieren. Es gelang ihnen aber höchstens, das Siechtum zu verlängern. Es wurde eine ganze Heiler-Industrie aufgebaut, die davon profitierte, dass eine durch und durch verkrüppelte Energiewende zu einer begehrenswerten Schönheitskönigin ausgerufen worden war. So siechte sie von Anfang an vor sich hin, am elenden Leben erhalten durch immer neue Geldtransfusionen. Als das Geld der Anderen dann alle war, nahm die Klimasekte ganze Gebirge von Schulden auf. Doch auch dieses Geld war schon alle, bevor es überhaupt überwiesen werden konnte.

Die „Energiewende“ ist ein Zombie geworden

In Wahrheit ist die Energiewende schon seit einiger Zeit mausetot, an ihren Geburtsfehlern elendiglich zugrunde gegangen. Aber das darf niemand wissen. Wehe, das sagt einer! Der ist dann nämlich ein Klimaleugner, Energiewende-Hasser und womöglich ein putinverstehender AfDler – pfui. Die Verblichene wird mit immer neuem Lügen und Wundermedizinen an einem scheinbaren Leben gehalten. Sie ist ein Zombie geworden, der nun selbst Angst und Schrecken verbreitet. Doch dies wird von der Klimasekte beinhart geleugnet. Damit die Heiler-Industrie weiterhin das große Geld abgreifen kann. Damit Vater und Mutter nicht auffliegen. Damit Onkel und Tanten weiter vom Erfolg der Großen Transformation und dem Endsieg des Sozialismus träumen können.

Und nicht zuletzt, damit die Leute ihr Geld auch weiterhin ohne größeres Murren der Verwesenden hinterher werfen. Bisher war es ja nur knapp eine Billion, die Hälfte davon Schulden auf dem Rücken unserer Kinder und Enkel. Die Energiewender faseln davon, dass sie mit diesen Schulden, die sie Sondervermögennennen, die Zukunft der künftigen Generationen retten wollen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Sie wollen nur ihre eigene Haut und Pfründe retten, indem sie die Zukunft dieser Kinder und Enkel an den Klimagötzen verhökern.

Wird die Energiewende ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende sein? Ich fürchte beides. Die Klimapolitiker werden nicht freiwillig aufhören und sich eines Besseren belehren lassen. Noch nicht einmal, wenn ihnen die Physik mit einem Blackout die Tür eintritt. Gerade will ein Regierungsclown wieder mal den Klimanotstand ausrufen. Wen interessiert es in Deutschland, dass die Hohepriester der Klimareligion ihre tiefste Hölle geschlossen haben. „Der Kernkraftausstieg war ein strategischer Fehler aber er ist irreversibel“. „Die Energiewende in ihrer jetzigen Form bringt uns um. Die Regierungskoalition hält an den Klimazielen fest“.  Deutschsein heißt durchhalten und kämpfen bis zuletzt. Egal für wen oder was. Diesmal sind es eben der „Wal Timmy“ und die „einskommafünf Grad“. Und notabene – bis 2040 ist Deutschland „klimaneutral“, was auch immer das sein soll. Haben die Deutschen erst das „Klima gerettet“, dann kriegen sie auch wieder ein paar Punkte beim European Song-Contest.

Leider fürchte ich, dass der deutsche Michel den Klimarettern auch nach dem Zusammenbruch noch abkauft, dass Putin, Trump und die AfD an der Misere schuld sind. Schon Napoleon Bonaparte hatte angeblich eine feste Meinung über die Deutschen

„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein… Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie… Die Deutschen verharren in ihrer Konsequenz, selbst wenn sie erkennen, dass sie einen Fehler machen“. 

Lieber Leser, bitte entscheiden Sie selbst, ob Napoleon damit ein bisschen recht hatte.

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Im Deutschen Bundestag: IPCC und die Alt-Parteien fürchten die Öffentlichkeit wie der Teufel das Weihwasser

17. Mai 2026 um 09:00

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Aus der Sicht eines Insiders

von Dieter Glatting

Die parlamentarische Ausschussarbeit ist nicht vergnügungssteuerpflichtig. Es handelt sich um eine formalisierte und mittlerweile ritualisierte Arbeit, bei der sich, in Zeiten unserer “liberalen Demokratie“ die Alt-Parteien und Opposition (AfD) nur über Dissens einig sind. Daher ist Berichterstattung über Vorgänge dieser Institutionen selten.

🚨 JUST IN: President Trump takes huge VICTORY LAP after the climate change „experts“ at the United Nations announce they were WRONG

„GOOD RIDDANCE! After 15 years of Dumocrats promising that “Climate Change” is going to destroy the Planet, the United Nations TOP Climate… pic.twitter.com/CPqZQ7JhWA

— Eric Daugherty (@EricLDaugh) May 16, 2026

Um Außenstehenden zu verdeutlichen, wozu diese Ausschüsse existieren und was sie machen, kommt nun ein kurzer Abriss.

Gesetze und Anträge werden von der Regierung und den Fraktionen zur Debatte gestellt und in erster Lesung im Plenum behandelt. Dort erfolgt die Überweisung in die Ausschüsse. Im Federführenden Ausschuss findet zu dem jeweiligen Gesetz oder Antrag eine Debatte im Ausschuss statt. Im Anschluss an die Debatte wird über eine Beschlussempfehlung für das Plenum abgestimmt. Nach der zweiten und dritten Lesung im Plenum, wird über diese Beschlussempfehlung abgestimmt.

Für die Beobachter der aktuellen politischen Situation kann hier angemerkt werden, dass die Regierung nur noch Gesetze, die durch EU-Vorgaben zwingend erforderlich sind, zur Abarbeitung einbringt.

Fraktionen und Regierung können darüber hinaus zu aktuellen Fragen und Ereignissen um Selbstbefassungen bitten. Diesen Bitten wird in der Regel nachgekommen, selbst wenn sie von der AfD stammen.

Egal, ob es sich um Überweisungen oder Selbstbefassungen handelt, sind die Beiträge der Altparteien meist zwischen Verleugnung der angeblichen eigenen Werte und Ideologie fernab jeder Realität. Als Referent kann/darf man gehen oder wie bei den Debatten im Plenum, den Ton der Übertragung ausschalten. Bei den MdBs (Mitgliedern des Bundestages) ist das anders. Sie müssen anwesend sein. Doch aufgrund der Diäten hält sich mein Mitleid für die MdBs, auch der AfD in überschaubarem Grenzen. Die Diäten muss man in diesem Fall als Schmerzensgeld betrachten.

In der ersten Obleute-Runde *) des Umwelt-Ausschusses in dieser Legislatur (3. Juni 2025) haben die Fraktionen von AfD, Grünen und Linken dafür plädiert, dass aus Transparenzgründen der Ausschuss grundsätzlich öffentlich tagt. Die Koalition hat dies abgelehnt. Gleichwohl wurde eingeräumt, dass einzelne Tagesordnungspunkte nach Beschluss öffentlich debattiert werden können. Es wurden daher immer wieder Anträge auf Herstellung der Öffentlichkeit gestellt, die von AfD, Grünen und Linken unterstützt wurden. Die kleine GroKo hat dies aber immer abgebügelt.

Darüber hinaus wurde in der Obleute-Runde*) vereinbart, dass im Rahmen der Ausschuss-Sitzungen regelmäßig Vertretern nachgeordneter Behörden und sonstiger Institutionen zum Gespräch eingeladen werden. Daraufhin kam es zu folgenden Gesprächen:

  • BMUKN Minister Carsten Schneider am 25. Juni 2025
  • Nationalen Begleitgremium NBG am 10. September
  • Expertenrats für Klimafragen am 9. Oktober 2026
  • Klima-Allianz Deutschland am 5. November 2025 (Keine Ausschusssitzung)
  • Bundesamtes für Strahlenschutz am 25.02.2026
  • Bundesamtes für Naturschutz (BfN) am 12. März 2026
  • Bundesminister Carsten Schneider zum Klimaschutzprogramm 2026 am 26. März 2026
  • Bundesamtes für die Sicherheit der nationalen Entsorgung (BASE) am 15.04.2026
  • Umweltbundesamtes (UBA) am 22. April 2026
  • Deutschen Wetterdienst am 6. Mai 2026

Für den kommenden Mittwoch, den 20. Mai 2026 ist ein Gespräch mit;

  • Intergovernmental Panel on Climate Change, (IPCC) mit
  • Dr. Christiane Textor (Leiterin der Deutschen IPCC-Koordinierungsstelle)
  • und
  • Dr. Oliver Geden (Stiftung Wissenschaft und Politik,
  • deutscher Vertreter des Vorstands im IPCC)

angesetzt. Zum Zeitpunkt der Planung dieses Gesprächs, Mitte März, war es noch ruhig um den IPCC. Aufgrund der anhaltenden Diskussionen über die Ausmusterung des Katastrophen- Referenzpfades RCP8.5, der die Basis vieler zehntausender beängstigendster Folgenstudien, und die auch Basis für das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom April 2012 war, erschien die Beerdigung der Klima-Apokalypse als ein Thema, das auch für die interessierte Öffentlichkeit von Belang gewesen wäre. Zum anderen hätte der IPCC öffentlich Stellung zu diesem Vorgang nehmen können.

Die AfD-Fraktion hat daher den Antrag auf die Herstellung der Öffentlichkeit fristgerecht gestellt, um den IPCC und die Alt-Parteien bei diesem Thema richtig vorzuführen. So war es nicht verwunderlich, dass die kleine GroKo gegen die Öffentlichkeit gestimmt hat. Grüne und Linke hatten auch kein Interesse an der Öffentlichkeit bei diesem Tagesordnungspunkt, da deren ganzes Dogma und die Basis ihres Geschäftsmodells auf der Klima-Lüge aufgebaut ist. Da ist es ganz schnell vorbei mit der Transparenz.

Die Klimasprecher der AfD im Deutschen Bundestag Karsten Hilse und Prof. Dr. Ingo Hahn stehen dafür nun in den Startlöchern. Bild und Tonaufnahmen sind bei nicht öffentlichen Sitzungen leider verboten. Die Kollegen und ich werden aber mitschreiben, bis die Finger glühen, um einen Bericht von dieser Sitzung geben zu können.

*) Obleute der Fraktionen koordinieren im Vorfeld den Verfahrensablauf der Sitzung. Die Obleute-Runde ist die Sitzung der Obleute vor der Ausschusssitzung in der, die organisatorischen Dinge besprochen werden.

Referenzen:

https://nius.de/politik/klimaforschung-horrorszenario-unplausibel-ipcc

https://www.wattenrat.de/2026/05/12/ipcc-klimakatastrophe-war-gestern-sie-faellt-aus/

https://x.com/io_anche1604/status/2052080520821940437

https://legitim.ch/dies-sind-die-worte-der-ersten-16-von-insgesamt-46-wissenschaftlern-die-den-weltklimarat-ipcc-aufgrund-der-korrupten-klima-wissenschaft-verlassen-haben/

https://klimanachrichten.de/2026/05/13/fritz-vahrenholt-der-weltklimarat-sagt-die-klimakatastrophe-findet-nicht-statt/

 

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Sprechen wir mal über wissenschaftliche Paradigmen und deren Wechsel

06. Mai 2026 um 07:00

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von Uli Weber

Zunächst einmal müssen wir den Begriff „Paradigma“ klären, und dabei hilft uns die GOOGLE-KI des Browsers, Zitat:

Ein Paradigma ist ein allgemein anerkanntes Muster, Denkweise oder Modell, das als Grundlage zur Orientierung und Problemlösung in Wissenschaft, Gesellschaft oder Technik dient. Es prägt Überzeugungen, Methoden und Sichtweisen. Synonyme sind Modell, Vorbild, Denkmuster oder Leitbild. Bei einem grundlegenden Wandel dieser Sichtweise spricht man von einem Paradigmenwechsel.“

Ein Paradigma ist also ein allgemein anerkanntes Modell für irgendein Phänomen, und von dem kann es nach dem Highlander-Prinzip jeweils nur ein einziges geben. Ein Modell beschreibt üblicherweise ein solches Phänomen auf der Grundlage von gesicherten Lehrsätzen und stellt damit ein mehr oder minder zutreffendes Abbild der Realität dar:

Phänomen => Gesicherte Lehrsätze => Modell => Übereinstimmung mit der Realität

Festhalten können wir hier also schon einmal, dass ein Modell nicht die Realität ersetzt, sondern sich an dieser Realität beweisen muss. Und in die Zukunft gerichtete Modelle müssen dann zumindest die Vergangenheit durch ein historisches Backtesting korrekt darstellen können. Denn es kommt ausschließlich auf die Widerspruchsfreiheit eines Modells gegenüber den zugrunde liegenden gesicherten Lehrsätzen und der Realität an. Jedenfalls kann kein Modell ein konkurrierendes Modell aus sich selbst heraus wider­legen. Vielmehr ist eine solche Widerlegung nur durch die beiden Modellen zugrunde liegenden gesicherten Lehrsätze möglich.

Im besten Fall entsteht aus einem solchen Modell also ein allgemein anerkanntes Paradigma für das beschriebene Phänomen. Wenn wir nun ein gültiges Paradigma mit konkurrierenden wissenschaft­lichen Ansätzen für dasselbe zugrunde liegende Phänomen vergleichen wollen, dann müssen wir uns auf die Ebene der Modelle und deren Einzelschritte begeben. Und wenn es über irgendein Phänomen noch gar kein herrschendes Paradigma gibt, dann wehrt sich der wissenschaftliche Mainstream üblicherweise trotzdem. Denn schließlich existiert auch dann irgendeine Mehrheits­meinung, mit deren Hilfe bessere Erkenntnisse eingehegt werden können, um eine Veränderung des sicher geglaubten Weltbildes zu vermeiden. Dazu drei Beispiele aus unserem Kulturkreis:

Johann Carl Fuhlrott (1803 – 1877) https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Carl_Fuhlrott, Zitat:

Fuhlrott hatte die besonderen Merkmale der ihm von einem Steinbruchbesitzer übergebenen Knochen (Überaugenwülste, ungewöhnlich dicke Grate und Leisten als Ansatzpunkte überaus kräftiger Muskeln) auf Anhieb einem Individuum „aus der vorhistorischen Zeit“ zugeschrieben, zwei Jahre vor Darwins bedeutender Schrift Über die Entstehung der Arten. Als er seine Deutung 1857 auf einer Versammlung von Naturforschern zur Diskussion stellte, wurde er von den Gelehrten jedoch nicht ernstgenommen; mehr noch, deren Reaktion empfand Fuhlrott als extrem entmutigend. Seinen ersten schriftlichen Bericht versah er mit dem resignierten Schluss, dass er ‚auf jeden Versuch einer Propaganda für meine Überzeugung gern verzichte‘.“

Ignaz Philipp Semmelweis (1818- 1865) https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Semmelweis , Zitat:

Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er ‚Retter der Mütter‘ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse, von ihm 1861 publiziert, nicht anerkannt und von Kollegen als ‚spekulativer Unfug‘ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde.“

Alfred Lothar Wegener (1880 – 1930) https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Wegener, Zitat:

Wegeners Theorie von der Verschiebung der Kontinente blieb zu seinen Lebzeiten immer umstritten und geriet nach seinem Tod rasch in Vergessenheit. Nur wenige Wissenschaftler, wie der Paläogeograph Edgar Dacqué oder der Belgrader Astronom Milutin Milanković, unterstützten Wegener von Anfang an. Andere Kollegen sprachen eher von ‚Gedankenspielerei‘, ‚Phantasiegebilden‘ oder gar von ‚Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen‘. Max Semper schrieb eine Kritik an der Theorie, die in folgende Verspottung der Person Wegeners mündet: ‚[…] so kann man nur um Innehaltung der nötigen Distanz ersuchen und die Bitte daran anschließen, doch künftig die Geologie nicht weiter zu beehren, sondern Fachgebiete aufzusuchen, die bisher noch vergaßen, über ihr Tor zu schreiben: ‚O heiliger Sankt Florian, verschon’ dies Haus, zünd’ andere an!‘ – Max Semper: (1917)

Alle drei genannten Wissenschaftler haben den Triumph ihrer Erkenntnis nicht mehr erlebt. Es ist nämlich völlig gleichgültig, ob lediglich Lücken in Grundlagenwissen oder Phantasie des tonangebenden Mainstreams vorherrschen, oder ob die herrschende Lehrmeinung gar aus religiösen Glaubenssätzen besteht. Es kann jedenfalls Jahrzehnte dauern, bis ein alternatives Modell schließlich doch noch zum wissenschaftlichen Paradigma wird – und manchmal sogar noch viel länger, bis auch der verursachende Querdenker eine persönliche Rehabilitierung durch das inquisitorische Religionsgericht erfährt:

Galileo Galilei (1564 – 1641/1642) https://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_Galilei

Galileo Galilei hatte einen bedeutenden Beitrag zur Kopernikanischen Wende vom Mittelalter zur Neuzeit – und damit zur Abendländischen Aufklärung – geleistet. Am 22. Juni 1633 fand sein Inquisitionsprozess statt, und am 2. November 1992 wurde Galilei von der Heiligen Römischen Kirche formal rehabilitiert – also: Liebet Eure Feinde!

Ein Endlosbeispiel für die Auseinandersetzung über Modelle ist der Dissens zwischen meinem hemisphärischen Konvektionsmodell und der selbst von Klimarealisten verteidigten IPCC- Sage vom sogenannten „natürlichen atmosphärischen THE“. Beide konkurrierenden physikalischen Modelle nehmen in Anspruch, die terrestrische Temperaturgenese abzubilden, also schaunmermal:

Phänomen: Die Sonne als Zentralgestirn des Sonnensystems beleuchtet die ihr zugekehrte Seite der um ihre eigene Achse rotierenden Erde und bestimmt deren Temperatur.

Gesicherte Lehrsätze: Für dieses Phänomen gibt es keinen einzeln umfassenden Lehrsatz. Vielmehr muss man den beschriebenen Prozess in physikalische Einzelschritte aufdröseln, die dann konkreten Lehrsätzen zugeordnet werden können.

Modell: Die lückenlose und widerspruchsfreie Abfolge der beweisbaren physikalischen Einzelschritte vom Phänomen zur Realität ergibt dann ein Modell.

Übereinstimmung mit der Realität: Das jeweilige Modell muss zwingend und nachvollziehbar die konkreten Einzelschritte vom Anfangszustand bis zum Endzustand in der Realität abbilden.

Schauen wir uns also beide konkurrierenden Modelle daraufhin noch einmal genauer an:

Das THE-Paradigma: Der auf der Erde einfallende solare HF-Strahlungsfluss (ΦS) wird mit dem abgestrahlten IR-Strahlungsfluss der Erde (ΦE) gleichgesetzt, also:

Φ(Sonne) = Φ(Erde)

Grundlage für das THE-Paradigma ist ein Flächenverhältnis von 1:4 zwischen den einfallenden Sonnenstrahlen auf einer Kreisfläche mit dem Erdradius und der Kugeloberfläche der Erde. Man benutzt nun dieses Flächenverhältnis tatsächlich, um mittels einer Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes aus einem Viertel der Solarkonstanten – abzüglich des Albedoanteils von 30% – eine „natürliche Temperatur“ von minus 18 Grad Celsius für unsere Erde zu berechnen.

WIDERSPRUCH: Die Gleichsetzung der Strahlungsflüsse eines aktiven Sterns und eines hemisphärisch beleuchteten passiven Planeten überspringt als physikalischer Apfel&Birnen-Vergleich die terrestri­sche Temperaturgenese [solare HF-Strahlung => Materie => terrestrische IR-Strahlung].

Dieses Ergebnis ist aber auch deshalb völlig falsch, weil das zur Berechnung missbrauchte physika­lische S-B-Gesetz, und somit auch seine Inversion, auf einer strengen Gleichzeitigkeit von Temperatur und Strahlung basieren. Eine global einheitliche solare Einstrahlungsleistung ist daher eine rein mathematische Chimäre und kann in der physikalischen Realität unserer immer hälftig bestrahlten Erde niemals beobachtet werden. Dabei können Sie anhand des S-B-Gesetzes selbst leicht feststellen, dass bei einer T^4-Funktion allein schon die Mittelwertbildung physikalischer Unfug ist:

Die „globale Durchschnittstemperatur“ von 288 Kelvin entspricht einer Abstrahlung von 390W/m².

Im absoluten Nullpunkt von 0 Kelvin beträgt die Abstrahlung 0 W/m².

Der Durchschnitt zwischen beiden Wertepaaren beträgt 144 Kelvin und 195 W/m².

WIDERSPRUCH: 144 K entspricht 25 W/m² Abstrahlung und 195 W/m² entsprechen 242 K Temperatur. Bei Gerlich und Tscheuschner (2009) heißt es dazu auf Seite 63, Zitat:

Such a calculation, though standard in global climatology, is plainly wrong. Namely, if one

wants to calculate the average temperature, one has to draw the fourth root first and then

determine the average, …“

Die aus dem THE-Paradigma hergeleitete „natürliche Temperatur“ unserer Erde von minus 18 °C ist 33 Kelvin niedriger als die sogenannte „gemessene globale Durchschnittstemperatur“, für die es allerdings kein physikalisch zwingendes Kochrezept gibt. Jedenfalls wird diese Differenz von 33 Kelvin einem „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ zugeschrieben, der auf der Gleichsetzung der Strahlungsflüsse von Sonne (ΦS ) und Erde (ΦE) beruht, und auf dessen experimentellen Nachweis der allwissende Vatikan der Klimareligion seit mehr als 3 Jahrzehnten verzichtet.

WIDERSPRUCH: Wenn die zum sogenannten „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ führende S-B-Inversion tatsächlich physikalisch korrekt und dieser THE exakt berechenbar wäre, dann könnte man damit die sogenannte „gemessene globale Durch­schnittstemperatur“ verifizieren. Bis heute existiert aber lediglich die ominöse global einheitliche Temperaturdifferenz von 33 Kelvin.

Das Treibhaus-Paradigma klammert also ausgerechnet den Einzelschritt der natürlichen Temperaturgenese auf unserer Erde als zentralen Prozess der solaren Einstrahlung aus. Stattdessen verspringt sie sofort zur terrestrischen Abstrahlung, die es ohne die solar induzierte Temperaturgenese gar nicht geben würde. Die Lücke von 33 Kelvin zwischen Model und Realität wird dann durch ein experimentell unbewiesenes Phänomen geschlossen, das auf der mathematischen Verschlimmbesserung eines physikalischen Gesetzes beruht.

Das hemisphärische: Konvektionsmodell: Die hemisphärische Temperaturberechnung für die Tagseite unserer Erde beruht auf dem S-B-Temperatur­äquivalent aus einer ortsgetreuen S-B-Inversion der hemisphärisch eingestrahlten spezifischen Strahlungsleistung der Sonne für konzentrische Kreissegmente um den Subsolarpunkt im Äquinoktium.

https://eike-klima-energie.eu/wp-content/uploads/2025/02/word-image-122361-2.jpeg

Abbildung: Das hemisphärische: Konvektionsmodell

Links: Geometrie der solaren Einstrahlung im Äquinoktium

Mitte: Berechnungsschema für das S-B-Temperaturäquivalent in 1° Segmenten

Rechts: Das S-B-Temperaturäquivalent in Abhängigkeit vom Zenitwinkel der Sonne.

Das flächennormierte Temperaturmittel aus dieser 1-Grad-Approximation beträgt 14,03°C und wird durch eine Verdoppelung der G&T-Integrallösung mit 288 Kelvin (15 °C) bestätigt. Dieses berechnete S-B-Temperaturäquivalent wird jedoch nirgendwo auf der Erde erreicht. Vielmehr finden mit der morgendlichen Erwärmung der Oberfläche sofort auch Verdunstung und Konvektion statt, durch die wesentliche Mengen der örtlich eingestrahlten Energie in die globalen Zirkulationen übergehen und global verfrachtet werden. Und die Nachttemperatur auf unserem Wasserplaneten wird durch die in den Meeren gespeicherte Energie gestützt, deren oberflächennahe Durchschnittstemperatur dauer­haft bei etwa 20 °Celsius liegt. Entgegen dem obigen Rechenschema, das auf 0 Kelvin für die Ausgangstemperatur aufsetzt, unterscheiden sich die Ortstemperaturen im Tagesverlauf üblicherweise nur um einige 10er-Grad.

Im hemisphärischen Konvektionsmodell wird die gesamte tagseitige Sonneneinstrahlung eben nicht zur Aufrechterhaltung der Tagestemperatur benötigt. Vielmehr kann die solare Einstrahlung deshalb auch noch die terrestrische Abstrahlung auf der Nachtseite kompensieren, die vom Wärmeinhalt der Ozeane getragen wird. Damit ist die Konstanz der sogenannten „globalen Durchschnittstemperatur“, die in der Klimakirche ja das Maß aller Dinge ist, im hemisphärischen Konvektionsmodell dauerhaft gewährleistet.

Modellvergleich zwischen dem hemisphärischen Konvektionsmodell und der THE Erzählung:

Postskriptum: Der „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ ist sozusagen der Heilige Geist der Klimakirche. Denn die globaldämmerungsbeflissene Klimakirche scheitert nicht nur an der Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes und meinem hemisphärischen Konvektionsmodell. Es liegt vielmehr eine tiefe Ironie in der Tatsache, dass die CO2-Panik verbreitende Klimakirche mit ihrem globalen Faktor4-Tag=Nacht-Dämmerungsmodell weit hinter die vorschulischen Alltagskenntnisse ihrer antiken Vorgängerorganisation zurückfällt. Denn schon die frühen Autoren der Bibel stützten sich bei ihrer Erzählung ganz konkret auf den Unterschied zwischen Tag und Nacht, Zitat aus dem Buch Genesis 1,3 bis 1,5:

1,3: Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.

1,4: Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis.

1,5: Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.

 

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Kernfusion zwischen Narrativ und physikalischer Realität

03. Mai 2026 um 13:00

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Eine kritische Analyse der kontrollierten Fusionsenergie und des chinesischen Hybridreaktorkonzepts

Dirk Freyling*

* Die vorliegende Analyse entstand im Kontext einer interdisziplinären Diskussion über die physikalische Begründbarkeit von Energiewende-Narrativen.

Abstract

Seit Jahrzehnten wird die kontrollierte Kernfusion als saubere, quasi unerschöpfliche Energiequelle propagiert. Internationale Großprojekte wie ITER binden zweistellige Milliardenbeträge und nähren die Erwartung eines baldigen Durchbruchs. Diese Arbeit untersucht die physikalischen Grundlagen des Tokamak-Konzepts und legt dar, dass es sich bei den immer wieder diagnostizierten Hürden nicht um lösbare Ingenieurprobleme, sondern um unauflösliche Prinzipwidersprüche handelt. Im Anschluss an die fundamentale Kritik des Fusionsphysikers Daniel Jassby werden drei zentrale physikalische Showstopper herausgearbeitet: die Zerstörung der Magnetfeldhomogenität durch Neutronen-induzierte thermische Störungen, die irreversible Materialschädigung durch hochenergetische Fusionsneutronen sowie der prinzipielle Widerspruch zwischen kontinuierlicher Energieauskopplung und Plasmaeinschluss. Alle drei Phänomene zusammen machen einen dauerhaft betreibbaren, stromliefernden Fusionsreaktor physikalisch unmöglich. Vor diesem Hintergrund erscheint die chinesische Entscheidung, auf einen hybriden Fusions-Spaltungs-Reaktor zu setzen, als rationaler Paradigmenwechsel: Gepulste, lokal unkontrollierte Fusionsprozesse dienen dort lediglich als Neutronentreiber für eine unterkritische Spaltungszone. Der Westen hingegen hält an der Illusion der „reinen“ Fusion fest, was als Symptom eines tieferliegenden Problems gedeutet wird – eines wissenschaftspolitischen Narrativs, das physikalische Rationalität durch Wunschdenken ersetzt.

1. Einleitung

Seit den 1960er Jahren wiederholt sich ein Mantra: „Kommerziell nutzbare Kernfusion ist dreißig Jahre entfernt.“ Mit jeder technischen Generation wurden vermeintliche Fortschritte erzielt, und mit jeder neuen Anlage traten fundamentale Probleme hervor, die zuvor nicht antizipiert worden waren. Das gegenwärtige Flaggschiff, der internationale Tokamak ITER, wird mit über 20 Milliarden Euro öffentlicher Mittel finanziert. Die offizielle Rhetorik spricht von Verzögerungen und technischen Herausforderungen, nicht von prinzipiellen Unmöglichkeiten. Genau diesen Sprung – von temporären Schwierigkeiten zu unüberwindbaren physikalischen Widersprüchen – vollzieht die Kritik des US-amerikanischen Plasmaphysikers Daniel Jassby, der 25 Jahre am Princeton Plasma Physics Laboratory forschte und zu den profiliertesten internen Kritikern des Tokamak-Konzepts zählt [1].

Die vorliegende Arbeit nimmt Jassbys Argumentation zum Ausgangspunkt und verdichtet sie zu drei physikalischen Showstoppern, die jeden Versuch eines kontinuierlich arbeitenden, magnetisch eingeschlossenen Fusionsreaktors ad absurdum führen. Im zweiten Teil wird die chinesische Hybridreaktor-Strategie als rationaler Gegenentwurf skizziert. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, warum der Westen – trotz klarer physikalischer Evidenz – an der Fusionsutopie festhält und welche Rolle wissenschaftspolitische Narrative dabei spielen.

2. Physikalische Prinzipwidersprüche des Tokamak-Konzepts

Die folgenden drei Problemkreise sind nicht durch bessere Materialien, höhere Magnetfelder oder optimierte Plasmageometrien lösbar; sie sind der Topologie eines Neutronen produzierenden Fusionsreaktors immanent.

Tabelle 1: Physikalische Showstopper des Tokamak-Fusionsreaktors nach Jassby

Problem Physikalische Konsequenz (nach Jassby u. a.) Rationaler Schluss
Magnetfeld-Anisotropie Die unvermeidliche lokale Erhitzung der ersten Wand und des Kühlmantels durch Neutronenbeschuss verursacht thermische Gradienten und Materialverformungen. Diese Störungen brechen die für den Plasmaeinschluss zwingend erforderliche Homogenität des Magnetfeldes auf. Ein kontinuierlich steuerbarer Prozess wird unmöglich. Es kommt zur lokalen Zerstörung des Einschlusses und zum abrupten Abbruch der Entladung – im schlimmsten Fall zur unkontrollierten Fusion mit Zerstörung der Apparatur.
Materialzerstörung Die 14,1-MeV-Neutronen der Deuterium-Tritium-Reaktion versetzen Atome im Kristallgitter der Strukturmaterialien und erzeugen Leerstellen und Versetzungskaskaden. Die spröde werdenden Komponenten, insbesondere die extrem teuren supraleitenden Magnetspulen, verlieren irreversibel ihre mechanischen und elektrischen Eigenschaften. Der Reaktor ist kein „wartbares Kraftwerk“, sondern ein Einweg-Forschungsgerät. Ein wirtschaftlicher Dauerbetrieb, bei dem Komponenten turnusmäßig getauscht werden können, scheitert an den physikalisch bedingten Zerstörungsraten und den immensen Kosten.
Energieabfuhr vs. Plasmaeinschluss Zur Stromerzeugung muss thermische Energie kontinuierlich aus dem Reaktorcore abgeführt werden. Jeder Wärmeaustausch zwischen dem heißen Plasma und der gekühlten Reaktorwand stört jedoch die fragile magnetische Konfiguration, die das Plasma isoliert. Der Reaktor kann nicht gleichzeitig Energie in nutzbare Wärme umwandeln und das dafür nötige Magnetfeld aufrechterhalten. Die eine Kernfunktion (Energieproduktion) zerstört die andere (Plasmaeinschluss).

Diese drei Kategorien beschreiben kein temporäres Optimierungsproblem, sondern eine prinzipielle Unverträglichkeit zwischen dem gewünschten Betriebszustand eines Kraftwerks und den inhärenten Eigenschaften des magnetischen Plasmaeinschlusses. Jassby selbst kommt zu dem Schluss, dass ITER vor allem „ein Schaufenster für die Nachteile der Fusionsenergie“ sei und dass die Hoffnung auf eine „saubere, unerschöpfliche Energiequelle“ auf einer grundlegenden Fehleinschätzung der Neutronenphysik beruhe [1].

3. Der chinesische Hybridreaktor: Ein rationaler Paradigmenwechsel

Während im Westen die politische und wissenschaftliche Elite an der Vision der „reinen“ Fusion festhält, zeichnet sich in China ein grundlegend anderer, physikalisch konsistenter Entwicklungspfad ab. Chinesische Wissenschaftler haben die von Jassby benannten Widersprüche nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern in eine neue Reaktorphilosophie übersetzt [2]. Der hybride Fusions-Spaltungs-Reaktor, dessen Prototyp bis etwa 2035 in Betrieb gehen soll, setzt auf folgende Prinzipien:

  1. Gepulste, lokale Mikrofusion als Neutronentreiber. Anders als der Tokamak versucht der Hybridreaktor nicht, ein dauerhaft aktives Fusionsplasma einzuschließen. Stattdessen wird durch Trägheitseinschluss oder kurzzeitige Magneteinschlüsse eine kleine Menge Deuterium-Tritium gezündet – eine kurzzeitig unkontrollierte Fusion, deren Energiepuls einen Schauer hochenergetischer Neutronen freisetzt.
  2. Unterkritische Spaltungszone als Hauptenergiequelle. Diese Neutronen treffen auf eine umgebende Spaltzone aus Uran (auch abgereichertem Uran oder Atommüll), die in einem unterkritischen Zustand gehalten wird. Die durch die Fusionsneutronen getriggerte Kernspaltung setzt die eigentliche Nutzenergie frei, und zwar um das 10- bis 20-Fache der eingesetzten Fusionspulsenergie.
  3. Keine kontinuierliche Neutronenbelastung eines sensitiven Einschlusssystems. Da der Fusionsteil nur impulsweise arbeitet, entfallen die für den Tokamak tödliche Dauerbestrahlung und die thermischen Dauerstörungen. Die Spaltungszone ist technologisch beherrschbar, und die Fusionskomponente kann als austauschbarer „Zündkopf“ konstruiert werden.

Dieses Konzept umgeht elegant alle drei Showstopper aus Tabelle 1: Es gibt keinen fragilen magnetischen Dauereinschluss, der durch Dauerneutronen zerstört würde; der Fusionsanteil ist ein Opferbauteil ohne Anspruch auf Dauerbetrieb; und die Energieauskopplung geschieht in der konventionellen, gut verstandenen Spaltzone. Hinzu kommt die Möglichkeit, langlebigen Atommüll zu transmutieren. Physikalisch ist der Hybridreaktor daher kein gradueller Fortschritt, sondern eine radikale Abkehr vom Fusionskraftwerks-Mythos und eine Rückkehr zur physikalisch realistischen Nutzung von Fusionsprozessen als intensiver Neutronenquelle.

4. Fusionsnarrativ als Wissenschaftspathologie

Die Frage, warum sich der Westen so schwer tut, die geschilderten physikalischen Realitäten anzuerkennen, führt von der Physik zur Soziologie der Wissenschaft und zur politischen Ökonomie von Großforschungsprojekten. Der ITER-Verbund ist zu einem selbstreferenziellen System geworden, in dem jahrzehntelang Karrieren, politische Allianzen und industrielle Zuliefernetzwerke auf der Prämisse der Machbarkeit aufgebaut wurden. Ein öffentliches Eingeständnis der physikalischen Unmöglichkeit hätte nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch einen massiven Legitimationsverlust der beteiligten wissenschaftlichen Institutionen zur Folge.

Parallel dazu dient das Narrativ der „sauberen Kernfusion“ als argumentativer Platzhalter in der Energiewendedebatte: Es erlaubt, die systemischen Lücken wetterabhängiger Erzeuger mit der Aussicht auf eine künftige, unbegrenzt verfügbare Grundlastquelle zu überdecken, ohne dass diese jemals realisiert werden muss. Genau diese Funktion teilt das Fusionsnarrativ mit vielen anderen Versprechungen der Energiewende, wie die Diskussion um Speichertechnologien und Rohstoffverfügbarkeiten zeigt. Dass insbesondere das weit verbreitete Sprachmodell: ChatGPT derlei Narrative bereitwillig reproduziert (ChatGPT ist eines der am weitesten verbreiteten Sprachmodelle in der westlichen Welt und weltweit überhaupt), ist – wie an anderer Stelle herausgearbeitet – kein Zufall, sondern Produkt eines auf Stabilität und Optimismus trainierten Sprachmodells, das fundamentale Widersprüche nicht auflösen kann und deshalb in das Muster ausweicht: „Die Herausforderungen sind groß, aber sie werden zu lösen sein.“

China hingegen, das weniger von historisch gewachsenen ideologischen Festlegungen und wissenschaftlichen Pfadabhängigkeiten belastet ist, kann sich einen nüchternen Blick auf die physikalische Realität leisten. Die Entscheidung für den Hybridreaktor ist nicht das Eingeständnis einer Niederlage, sondern die rationale Anwendung des wissenschaftlichen Darwinismus: Was physikalisch nicht funktionieren kann, wird nicht verfolgt.

5. Das Täuschungsparadoxon: Warum betreibt China dennoch alternativ reine Fusionsforschung?

Wenn – wie hier argumentiert – chinesische Wissenschaftler die von Jassby beschriebenen physikalischen Prinzipwidersprüche erkannt und in die Entwicklung des Hybridreaktors übersetzt haben, stellt sich unweigerlich die Frage: Warum forscht China dann parallel weiterhin an reinen Tokamak-Fusionsanlagen wie dem EAST und dem geplanten CFETR?

Die Antwort auf diesen scheinbaren Widerspruch lässt sich in zwei – einander ergänzenden – Deutungsrahmen geben: einer bewussten Täuschungsstrategie und einer strategischen Diversifikation.

5.1 Die Täuschungsthese: Historische Vorbilder

Die von US-Präsident Ronald Reagan 1983 angekündigte Strategic Defense Initiative (SDI, „Krieg der Sterne“). Aus heutiger Sicht gilt als gesichert, dass viele der darin versprochenen Technologien – etwa weltraumgestützte Laser zur Raketenabwehr – physikalisch und ingenieurstechnisch nie realisierbar waren. Dennoch trieben die USA das Programm öffentlichkeitswirksam voran. Der strategische Effekt: Die Sowjetunion investierte enorme Ressourcen in eigene, vermeintliche Gegenmaßnahmen und überforderte damit ihre ohnehin angespannte Ökonomie. Beispiel: „Missile Gap“ (1950er/60er) In den USA entstand die Angst, die Sowjetunion habe viel mehr Interkontinentalraketen. Tatsächlich war das stark übertrieben – führte aber zu massiven US-Aufrüstungsprogrammen. Die China-These folgt demselben Muster:

  • Ressourcenbindung des Westens: Solange sich die EU, die USA und private Investoren an der Chimäre der „reinen“ Fusionsenergie abarbeiten und Milliarden in Projekte wie ITER oder Helion stecken, hat China einen strategischen Wettbewerbsvorteil. Der Westen wird durch ein wissenschaftlich aussichtsloses Projekt finanziell und intellektuell beschäftigt.
  • Zeitgewinn für die eigene reale Entwicklung: Während der Westen im Narrativ gefangen bleibt, entwickelt China unbeirrt den tatsächlich funktionierenden Hybridreaktor. Jede neue Meldung über einen chinesischen „Fusionsrekord“ (längste Plasmadauer, höchste Temperatur) füttert das westliche Wunschdenken und rechtfertigt weitere westliche Investitionen in denselben Irrweg – während der chinesische Hybridreaktor kurz vor der Prototypreife steht.
  • Legitimation und Prestige: Die Teilnahme am internationalen Fusionswettlauf sichert China einen Platz in der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft und verschafft Zugang zu Forschungsergebnissen anderer. Es wäre irrational, diesen Zugang durch einen offenen Ausstieg aus der Tokamak-Forschung aufzugeben.

Die Vermutung, China täusche eine mögliche Anwendung vor, um andere in die Irre zu führen, findet in diesem realpolitischen Kalkül eine vollkommen rationale Grundlage. China hätte damit – ähnlich wie einst die USA mit SDI – die physikalische Erkenntnis (Fusionskraftwerk ist unmöglich) in einen strategischen Hebel übersetzt.

5.2 Alternative Deutung: Institutionelle Parallelität und strategische Diversifikation

Neben der bewussten Täuschung existiert eine weniger spektakuläre, aber ebenso rationale Erklärung, die ohne die Unterstellung eines einheitlichen Masterplans auskommt:

  • Keine monolithische Wissenschaftsgemeinschaft: Chinas Fusionsforschung ist nicht zentral durch eine einzige Denkschule gesteuert. Verschiedene Institute verfolgen parallel unterschiedliche Ansätze – das Institute of Plasma Physics (ASIPP) mit Tokamaks (EAST) und andere Gruppen mit dem Hybridkonzept. Dass manche Wissenschaftler die reine Fusion für aussichtslos halten, bedeutet nicht, dass sich diese Einschätzung sofort in allen Forschungslinien durchsetzt.
  • Risikostreuung: China könnte schlicht auf mehrere Pferde setzen. Der Hybridreaktor ist physikalisch vielversprechender, aber technologisch ebenfalls anspruchsvoll. Sollte er scheitern, stünde China ohne jede Fusionsperspektive da. Die parallele Forschung an Tokamaks hält eine Rückfalloption offen.
  • Prestige und Signalwirkung: Der Wettbewerb um die längste Fusionsdauer ist ein Symbol nationaler Technologieführerschaft. Diese Symbolik ist für die innenpolitische Legitimation und das internationale Standing so wertvoll, dass die reine Fusionsforschung auch dann fortgeführt wird, wenn die Kraftwerksperspektive zweifelhaft ist.

Beide Deutungen schließen einander nicht aus. Vielmehr dürfte eine Mischung vorliegen: Die institutionelle Diversifikation wird bewusst aufrechterhalten, und die nach außen getragene Fokussierung auf reine Fusionsrekorde wird billigend als Nebeneffekt genutzt, um die wahren Absichten zu verschleiern. In jedem Fall bleibt die grundlegende Erkenntnis bestehen, dass die reine Fusionsforschung als Kraftwerkskonzept physikalisch obsolet ist und dass China dies offenbar besser verstanden hat als der Westen – und diesen Wissensvorsprung nun strategisch nutzt.

6. Fazit

Die kontrollierte „reine“ Kernfusion auf Basis des Tokamak-Prinzips scheitert nicht an mangelnder Finanzierung oder unzureichender Ingenieurskunst, sondern an unauflösbaren physikalischen Prinzipwidersprüchen. Die Argumente Daniel Jassbys – zusammenfassbar als Zerstörung der Magnetfeldhomogenität, irreversible Materialschädigung durch Fusionsneutronen und der Widerspruch zwischen Energieabfuhr und Plasmaeinschluss – belegen, dass ein kontinuierlich arbeitendes Fusionskraftwerk eine physikalische Chimäre ist. Die chinesische Hinwendung zum Hybridreaktor ist die logische Konsequenz dieser Erkenntnis und stellt einen strategischen Vorteil dar, der innerhalb der nächsten Dekade zu einem massiven wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Rückstand des Westens führen könnte.

Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Reaktordesign, sondern in der Fähigkeit des wissenschaftspolitischen Systems, liebgewonnene Narrative aufzugeben und physikalische Rationalität an die erste Stelle zu setzen. Solange dies nicht geschieht, werden weitere Milliarden in ein Projekt fließen, dessen einziges sicheres Produkt der Beweis seiner eigenen Undurchführbarkeit ist – und eine chinesische Vormachtstellung im Bereich der nuklearen Energieerzeugung.

Literaturverzeichnis

  1. Daniel Jassby. ITER is a showcase … for the drawbacks of fusion energy. Bulletin of the Atomic Scientists, 14. Februar 2018. Link (abgerufen am 25. April 2026).
  2. China National Nuclear Corporation (CNNC). China aims to have Xinghuo, world’s first fusion-fission power plant, running by 2030. NucNet, 28. März 2025. Link (abgerufen am 25. April 2026).
  3. Daniel Jassby. Fusion reactors: Not what they’re cracked up to be. Bulletin of the Atomic Scientists, 19. April 2017. Link (abgerufen am 25. April 2026).
  4. Institute of Plasma Physics, Chinese Academy of Sciences (ASIPP). Chinese „Artificial Sun“ Achieves New Record in a Significant Milestone Toward Fusion Power Generation. Pressemitteilung, Hefei, 21. Januar 2025. Link (abgerufen am 25. April 2026).

Methodologische Anmerkung

Die vorliegenden Betrachtungen haben zwar primär nichts mit dem anstehenden Paradigmenwechsel, gemäß dem Prinzip der Parsimonie, im Bereich der Theoretischen Denkmodellphysik zu tun, sind jedoch argumentativ-kombinatorisch aus einer methodischen Mustererkennung und Logik basierenden Minimalanalyse entstanden, so wie diese, im Rahmen der Masse-Raum-Kopplung (Elementarkörpertheorie von Dirk Freyling), übergeordnet, allgemein instrumenteller Standard ist. Siehe: https://www.dualismus.net/elementarybodytheory/website/.

 

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IRRSINN ENERGIEWENDE: Strommarkt am 1. Mai 2026 – viel Photovoltaik, Feiertagslast, extreme Preisausschläge

03. Mai 2026 um 07:00

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Strommarkt am 1. Mai 2026 – viel Photovoltaik, Feiertagslast, extreme Preisausschläge

von Holger Douglas

Deutschland erzeugt mal zu wenig, mal zu viel Strom. Eine Folge des hemmungslosen Ausbaus der PV-Anlagen und Windräder. Die Energiewende ist nicht an der Menge der installierten Solarmodule zu bewerten, sondern daran, ob sie ein Industrieland sicher und bezahlbar versorgen kann. Nein, sie kann es nicht. Die Energiewende ist gescheitert.  PVA Anlagen von Horizont zu Horizont. Bild KI Bing

„Energiewende“ pervers: Der gestrige Feiertag zeigte Strom im Überfluss – und ein System am Anschlag. Am 1. Mai laufen Fabriken nur eingeschränkt, viele Büros sind geschlossen, die industrielle Last ist niedrig. Gleichzeitig scheint die Sonne kräftig auf ein Land, das in den vergangenen Jahren Photovoltaik wie von Sinnen ausgebaut hat, als könne man damit Physik, Speicher und Netze ersetzen.

Das Ergebnis ist ein Lehrstück über die deutsche Energiewende: Am Mittag gibt es Strom im Überfluss – so viel, dass diese Mengen keiner gebrauchen kann. Und am Abend drehen sich die Verhältnisse um, weil die Sonne verschwindet und das System dann plötzlich wieder auf steuerbare Leistung angewiesen ist.

Der Tag demonstrierte trotz vieler anderslautender Beiträge in sozialen Medien nicht den Triumph einer gelungenen Energieversorgung, sondern genau das Gegenteil: In Deutschland wurde zu bestimmten Stunden mehr Strom erzeugt, als das Land sinnvoll verbrauchen, speichern oder exportieren kann. Im regulierten Day-Ahead-Handel lag der Preis nach aktuellen Marktberichten von 12.45 Uhr bis 14.30 Uhr am unteren Limit von rund minus 500 Euro je Megawattstunde; im Intraday-Markt wurde um 14 Uhr sogar ein Wert von minus 855 Euro je Megawattstunde genannt. Ein Alarmsignal: Der Markt zahlt dafür, dass irgendjemand diesen Strom abnimmt.

Man muss sich diesen Irrsinn klarmachen. Ein Land schaltet funktionierende Kernkraftwerke ab, verteuert Kohle und Gas politisch, jagt die Industrie mit hohen Energiepreisen aus dem Land und produziert dann an einem sonnigen Feiertagsmittag Strom, der nicht etwa wertvoll ist, sondern zum Entsorgungsproblem wird. Nicht, weil Strom an sich wertlos wäre. Sondern, weil er im falschen Moment kommt. Strom ist eben keine Ware wie Zement, Getreide oder Kartoffeln, die man einfach auf Halde legt. Strom ist ein ganz besonderer Saft. In jeder Sekunde muss genau so viel Strom produziert werden, wie verbraucht wird. Nicht mehr und nicht weniger. Genau daran scheitert die deutsche Energiewende immer sichtbarer.

Die Nachfrage war wegen des Feiertages niedrig. Die Sonne liefert zur Mittagszeit viel Photovoltaik. Der Wind muss gar nicht besonders stark sein, um das System zusätzlich zu drücken. Die Folge: negative Preise. Netztransparenz, die Plattform der Übertragungsnetzbetreiber, beschreibt den Mechanismus nüchtern: Bei einem Überangebot an Strom kann der Spotmarktpreis stark sinken und sogar negativ werden; in solchen Zeiten kann nach EEG-Regeln auch der Vergütungsanspruch entfallen.

Politisch verkauft wurde jahrelang die einfache Gleichung: mehr Windräder, mehr Solaranlagen, mehr Klimaschutz, mehr Zukunft. Die Realität lautet heute: mehr Zufallsstrom ohne ausreichende Speicher, ohne ausreichende Steuerung, ohne ausreichende Nachfrageflexibilität und ohne ausreichend gesicherte Leistung für die Stunden danach. Mittags wird Strom zur Last. Abends, wenn Millionen Menschen kochen, Licht brauchen, Wärmepumpen laufen oder E-Autos geladen werden, ist die Sonne weg. Dann beginnt das andere Gesicht der Energiewende: hohe Preise, Importbedarf, Gas- und Kohlekraftwerke, Redispatch, Netzengpässe.

Besonders absurd ist die Preisspreizung innerhalb eines einzigen Tages. Cleanthinking verweist für den 1. Mai darauf, dass dynamische Stromkunden bei Octopus Energy zwischen 13 Uhr und 14.30 Uhr mehr als 42 Cent je Kilowattstunde gutgeschrieben bekommen konnten, während der Arbeitspreis um 19.45 Uhr bei plus 44 Cent lag. Das ergibt eine Spreizung von 87 Cent je Kilowattstunde an einem Tag. Ein Stromsystem, das mittags Geld verschenkt und abends wieder teuer einkauft, ist kein stabiles Industriestromsystem. Es ist ein Wettercasino mit Netzanschluss.

Die offiziellen Marktregeln machen diese Ausschläge inzwischen noch sichtbarer. Seit dem 1. Oktober 2025 wird der europäische Börsenstrompreis im 15-Minuten-Takt abgerechnet. Vattenfall beschreibt, dass der Strompreis an der EPEX Spot in 15-Minuten-Intervallen gehandelt wird und sich nach Angebot und Nachfrage richtet. Was früher im Stundenmittel geglättet wurde, erscheint nun schärfer: Viertelstunde für Viertelstunde zeigt der Markt, wann das System Überschuss und wann es Mangel hat.

Damit fällt auch eine beliebte Beschwichtigung weg. Früher hieß es: Negative Preise seien seltene Ausreißer. Das stimmt längst nicht mehr. Die Bundesnetzagentur-Plattform SMARD weist für 2025 bereits 573 Stunden mit negativen Großhandelspreisen aus; 2024 waren es 457 Stunden. SMARD nennt als Ursache ausdrücklich ein hohes und unflexibles Angebot bei niedriger Nachfrage, etwa an Wochenenden im Sommer oder an Feiertagen.

Gleichzeitig wächst die Photovoltaik weiter. Etwa fünf Millionen PV-Anlagen gibt es im Land, 2025 lag die PV-Einspeisung laut SMARD bei 74,1 Terawattstunden, ein Plus von 17,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr; ausschlaggebend war unter anderem ein deutlicher Zubau von fast 10 Gigawatt Leistung. Das klingt zunächst nach Erfolg. Doch ohne Speicher, steuerbare Lasten und stabile Netze wird daraus ein Bumerang. Je mehr PV-Leistung installiert wird, desto stärker wird der Mittagsberg. Und je stärker der Mittagsberg wird, desto häufiger kippt der Preis ins Negative.

Speicher gibt es nicht in benötigten Kapazitäten. Und es sieht nicht danach aus, dass sie in nächster Zeit kommen. Energie speichert man – weiß der Physiker – am besten chemisch, nicht elektrisch in Form von Strom. Die Kohlehalden neben den Kraftwerken waren die effektiven Energiespeicher: lagerfähig, sehr preiswert und weltweit verfügbar.

Doch in Deutschland wird eine Stromerzeugung aufgebaut, die auch dann besonders viel liefert, wenn die industrielle Nachfrage an Feiertagen oder Wochenenden niedrig ist. Gleichzeitig zerstört dieselbe Energiepolitik jene energieintensive industrielle Basis, die Strom im großen Maßstab produktiv nutzen könnte. Erst vertreibt man Aluminium, Chemie, Glas, Stahl und Automobilzulieferer aus dem Hochpreisland – dann wundert man sich, dass mittags niemand den Solarstrom braucht.

Eine Volkswirtschaft kann nicht auf Zuruf der Meteorologen funktionieren. Der Bäcker, die Gießerei, das Krankenhaus, die Bahn, der Rechenzentrumsbetreiber und die Chemieanlage brauchen Strom nicht nur dann, wenn mittags die Sonne scheint. Sie brauchen ihn zuverlässig, planbar, bezahlbar – rund um die Uhr.

Der heutige Strommarkt ist deshalb ein politisches Dokument. Er zeigt, was geschieht, wenn Energiepolitik nicht vom System her gedacht wird, sondern von installierten Windrädern und PV-Anlagen. Netze, Speicher, Momentanreserve, Frequenzhaltung, Regelenergie und gesicherte Leistung lassen sich nicht durch Wunschdenken ersetzen.

Der 1. Mai 2026 zeigt: Deutschland hat nicht einfach zu wenig Strom. Es hat zur falschen Zeit zu viel und zur falschen Zeit zu wenig. Eine Folge des hemmungslosen Ausbaues der PV-Anlagen und Windräder. Die Energiewende ist nicht an der Menge der installierten Solarmodule zu messen, sondern daran, ob sie ein Industrieland sicher und bezahlbar versorgen kann. Nein, sie kann es nicht. Die sogenannte Energiewende ist gescheitert.+

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Tschernobyl und die irre Strahlenangst in Deutschland

27. April 2026 um 12:01

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Vor 40 Jahren ereignete sich in der Ukraine das grösste Atomunglück in der Geschichte der Kernenergie. In Deutschland wurden danach erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen. Die Panik, die das Land deswegen erfasste, hatte mit den realen Gefahren jedoch nichts zu tun.

Von Peter Panther

 

Im Mai 1986, einige Wochen nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl, sah sich die damalige Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth gezwungen, die Notbremse zu ziehen. Es war bekannt geworden, dass einige deutsche Ärzte schwangeren Frauen geraten hatten, vorsorglich abzutreiben. Ein solches Verhalten sei «weder mit der ärztlichen Ethik vereinbar, noch unter irgendeinem Gesichtspunkt zu rechtfertigen», stellte Süssmuth klar.

Der Vorgang zeigt, welche unsäglichen Folgen die Strahlenangst im Nachgang zu «Tschernobyl» in Deutschland hatte. Die Abtreibungsempfehlung erfolgte aus Angst vor möglichen Missbildungen, weil nach dem Atomunglück in der 1300 Kilometer weit entfernten Ukraine hierzulande eine leicht erhöhte Radioaktivität gemessen wurde.

Die Furcht vor Missbildungen war völlig überzogen. Nicht einmal in der Umgebung von Tschernobyl selbst, die ungleich stärker kontaminiert worden war, wurden in den Jahren danach vermehrt missgebildete Neugeborene registriert. Aber die Strahlenangst in Deutschland war eben irrational. Und sie wurde durch die Berichterstattung in den Medien und allerlei Anordnungen der Behörden nach Kräften geschürt.

Anti-AKW-Demo nur bei trockenem Wetter

Es gibt eine ganze Handvoll von Anekdoten, welche die damalige deutsche Atom-Hysterie untermalen: In München wurden drei Gemüsehändler von Konsumenten wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt, weil sie angeblich zu stark strahlenden Salat angeboten hatten. Bei einem Fussballspiel der Marienfelder Mannschaft Blau Weiss wurden die angeblich verstrahlten Trikots der Spieler nach dem Abpfiff gesondert in Plastiksäcke verstaut und einer speziellen Reinigung unterzogen. Und vor einer Anti-AKW-Demonstration in Berlin wurde verkündet, dass diese nur bei trockenem Wetter stattfinde, da man die Teilnehmer nicht der erhöhten Strahlungsgefahr wegen Regen aussetzen wolle.

Was war aber wirklich passiert? Die Explosion des Reaktorblocks 4 in Tschernobyl am 26. April 1986 führte nicht nur zu einer erheblichen Kontamination der umliegenden Gebiete, sondern auch dazu, dass weite Teile Europas in den darauf folgenden Wochen erhöhte Radioaktivitätswerte registrierten.

EIKE Autor Dipl. Physiker Peter Würdig in Tschernobyl im „gesperrten“ Gebiet. Er schreibt dazu: „Hier ein Foto von mir auf dem Spielplatz. Einige von uns kletterten auch auf das Riesenrad, das war mir zu gefährlich, da konnte man ja runterfallen. Ich hatte einen Geiger-Zähler mitgenommen und Messungen gemacht, besondere Radioaktivität war fast nirgends mehr zu finden, das war richtig enttäuschend. Einige Menschen haben damals die Evakuierung nicht mitgemacht. „Ich konnte doch meine Tiere nicht allein lassen !“. Die haben das gut überlebt, wenn man einige einfache Regeln beachtet hat, und haben die Touristen begrüßt.

So war es auch in Deutschland. Am stärksten stiegen die Werte hierzulande im Voralpengebiet. Schon damals musste Fachleuten allerdings klar sein, dass die höheren Werte kaum ein gesundheitliches Risiko waren. Denn im Vergleich zur natürlich vorhandenen radioaktiven Hintergrundstrahlung fiel die Mehrbelastung bescheiden aus. Wie die deutsche Strahlenschutzkommission 1996 – zehn Jahr später – schätzte, mussten die Bewohner der Voralpengebiete mit einer totalen Mehrbelastung von gerade einmal 2,2 Millisievert klarkommen. Das war nur etwa ein Fünfzigstel der Dosis, die wegen der natürlichen Strahlung aus dem Weltall und dem Boden sowieso auf sie einwirkte.

Babys sollten nicht bei offenem Fenster schlafen

Dennoch waren die Reaktionen in Deutschland masslos. Die Medien schrieben von «radioaktiven Wolken», die über das Land hinwegziehen würden, und von «Fallouts», den sie verursachten. Die Behörden versicherten zwar einerseits, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, verfügten aber so viele Vorsichtsmassnahmen und gaben so viele Empfehlungen, dass die Menschen zum Schluss kommen mussten, dass das Gegenteil wahr ist.

So setzte die Strahlenschutzkommission Grenzwerte für Radioaktivität fest, etwa für Blattgemüse, Frischmilch und Gewürzkräuter. Daraus resultierten unzählige Verkaufsverbote. Auch die Bundesländer gaben eifrig eigene Grenzwerte heraus, die zum Teil absurd streng waren. Weiter schlossen die Behörden Kinderspielplätze und riegelten diese mit Sperrband ab, so dass jeder Passant die Botschaft «Achtung, Gefahr!» verstehen musste. Das deutsche Wetteramt warnte sogar davor, Babys nachts bei offenem Fenster schlafen zu lassen.

Überhaupt rieten die Behörden der Bevölkerung, bei Regenschauern nicht ins Freie zu gehen, sodass diese zum Schluss kommen mussten, dass der Begriff «Fallout» wohl zutreffend war. Bauern in Süddeutschland wurde gar verboten, ihren Kühen frisches Gras zu verfüttern. Die Behörden beschlagnahmten zudem zahlreiche Milchlieferungen aus der damaligen DDR und aus osteuropäischen Staaten.

Angst vor dem Strahlentod

All diese Massnahmen führten dazu, dass die Bevölkerung stark verunsichert war. Kaum jemand war sich darüber im Klaren, welche Risiken wirklich bestanden. In der Folge ging in den Supermärkten die haltbare Milch aus und Konserven waren beliebter als Frischware. Bauern forderten Entschädigungen für Ernteausfälle wegen der Strahlung. Flüge nach Australien oder den Kanarischen Inseln waren in dieser Zeit ausgebucht. Und besorgte Väter trugen den Sand aus den Buddelkisten ihrer Kinder und verfrachteten ihn in luftdichte Abfallsäcke.

2016 – 30 Jahre später – beschrieb die «Zeit» die damalige Panik vor der Radioaktivität mit treffenden Worten: «Die Vorfreude auf ein Picknick im Grünen am 1. Mai schlägt um in Angst vor Wiesen. Angst vor Regen. Angst vor dem Strahlentod.»

Die Wochen und Monate gingen vorbei und allmählich sank die gemessene Strahlung wieder auf normale, natürliche Werte. So weit bekannt, kam in Deutschland niemand wegen «Tschernobyl» zu Schaden. Dennoch hatte das Ereignis Folgen, die bis heute andauern: Die Meldungen über mögliche Zehntausende, ja sogar Hunderttausende Todesopfer wegen der Reaktorkatastrophe schreckte die Bevölkerung nachhaltig auf. Heute ist zwar klar, dass wegen der Kontamination im Umland des Havarie-Werks allenfalls einige Tausend Menschen zusätzlich ums Leben kamen. Doch bis heute werden haltlos hohe Opferzahlen bis zu einer Million herumgereicht.

Tschernobyl hatte politische Spätfolgen

Da viele Menschen überzeugt waren, dass auch in Deutschland erhebliche Strahlenrisiken drohten, erhielten die Organisationen der Atomgegner regen Zulauf. Das Land hatte der Kernenergie schon zuvor kritisch gegenübergestanden. Nach «Tschernobyl» gab es kein Halten mehr: Neue KKW zu bauen, war nun erst recht unmöglich. Jahre später wurde sogar der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen.

Deutschland ächzt heute unter hohen Strompreisen und leidet unter Deindustrialisierung. Massgeblich dafür verantwortlich ist der unselige und unnötige Ausstieg aus der Kernenergie, der vor drei Jahren abgeschlossen wurde. Man sieht, dass «Tschernobyl» doch Spätfolgen hatte – allerdings andere, als man 1986 dachte.

 

Der Beitrag Tschernobyl und die irre Strahlenangst in Deutschland erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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