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Social Media als Hort der Meinungsfreiheit – seid ihr behämmert?

26. März 2026 um 09:00

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Die „Sozialen Netzwerke“ haben schon vor langer Zeit das freie Internet gekapert und machen seitdem mit dem „Teilen“ von Beiträgen Kasse, ohne dass die Urheber dafür auch nur einen Cent sehen. Wenn Privatleute freiwillig ihre Urlaubsfotos einstellen, dann ist das deren Sache, geht es um das Nutzen von Fremdinhalten – und darauf beruhen Facebook und […]

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Schnieder statt Schweitzer

22. März 2026 um 18:45

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Rheinland-Pfalz hat gewählt. Dieses Mal hätte ich gedurft und es hätte keine Umstände gemacht, die paar Schritte um die Ecke zu gehen. Aber der Tag ging mit Sinnvollerem als Politik gefüllt so schnell vorbei, dass es plötzlich schon 18:00 Uhr war. Bevor ich mir nun das vorläufige Ergebnis anschauen und diese Zeilen schreiben konnte, erreichte […]

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Opposition24 wird eingestellt

20. Februar 2026 um 11:11

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Nach jahrelanger publizistischer Arbeit endet das Projekt Opposition24.

Ich danke allen Lesern, Mitautoren und Unterstützern für ihre Treue und ihr Engagement.

Wer die Plattform übernehmen und weiterführen möchte, kann ein Angebot an

[email protected]

richten.

Aus Gründen, die ich öffentlich nicht näher erörtern möchte, sehe ich mich gezwungen, diesen Schritt zu gehen.

Danke für alles.

Ihr Wolfgang van de Rydt

Anzeige für die Medienplattform opposition24.com mit Fokus auf Sichtbarkeit und Verantwortung.
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Schweinegrippe-Alarm

18. Februar 2026 um 06:30

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Die letzten Tage ging es hier etwas gemütlich zu, was seine Gründe hatte: Schweinegrippe, auch Influenza A. genannt. Ich muss gestehen, so übel hat es mich selten erwischt. Zeitweise dachte ich, mein letztes Stündchen hat geschlagen. Es fehlte nur noch der Lebensfilm vor meinem geistigen Auge, von dem ein Großvater immer sprach, als er im Krieg verwundet worden war. Jetzt sind die Lebensgeister wieder zurückgekehrt und mit ihnen auch ein kleines Quäntchen Humor, so dass es hier wieder wie gewohnt weiter gehen kann.

So ist es auch wieder Zeit, Danke zu sagen. Danke allen Lesern für die Treue und Unterstützung und überhaupt Danke für jeden neuen Tag!

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Zahlungsmoral auf dem Tiefpunkt – Betrugsversuche auf dem Vormarsch

13. Februar 2026 um 13:46

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Wirtschaftskrise ist, wenn Kunden einer bislang gesunden Branche die Zahlung von Rechnungen immer weiter hinauszögern und mit allerlei Tricks versuchen, die ein oder andere Leistung kostenlos abzuschöpfen. Schon im letzten Jahr hat die Zahlungsmoral in meinem IT-Kundenkreis rapide abgenommen. So etwas habe ich bisher noch nie erlebt, außer im Bereich der „Alternativen Medien“, wo nicht so viel Geld verdient wird, die Konkurrenz hoch ist und immer mal wieder einer in die Insolvenz rutscht. Damit kann man leben, wenn man noch andere Kunden hat und nicht ausschließlich auf das digitale Geschäft angewiesen ist.

Inzwischen sind auch von den ganz normalen Kunden und Geschäftspartnern immer mehr so klamm, dass sie um jeden Euro feilschen, was ich mir schon zeitlich nicht leisten kann. Je länger ein Gespräch dauert, desto geringer fällt nämlich mein Stundenlohn aus und wenn dann mit Reklamationen versucht wird, noch mehr rauszuschlagen, geht der Gewinn am Ende gegen Null oder gar in den Minusbereich. Nein, danke!

Gestern bin ich auf eine neue Masche gestoßen, die mich ehrlich gesagt, sprachlos macht. Ein Kollege, dessen Webseite ich eingerichtet habe, bekam über PayPal Geld abgebucht, angeblich für das Premium-Abo eines Seo-Plugins, das er über WordPress nutzt. Dieses Abo hat er aber gar nicht abgeschlossen und folglich auch kein Nutzerkonto bei dem Anbieter angelegt, einem der größten auf dem Markt. Wir haben alles überprüft, die Benachrichtigungsmails kamen nicht von Trittbrettfahrern, sondern dem Softwareanbieter, andernfalls hätte er auch nicht die Zahlung über PayPal abbuchen können. Mein Kollege hat das angeblich abgeschlossene Abo über den Support sofort storniert und damit wäre der Fall erledigt. Es bleiben aber Fragen offen.

Wer hat das Kundenkonto bei dem Anbieter angelegt und das Abo abgeschlossen? Wir haben ausschließen können, dass mein Kollege versehentlich auf einen „Upgrade-Button“ gedrückt haben könnte. Ein technisches Versehen halte ich für sehr unwahrscheinlich. Entweder laufen dort irgendwelche Bots, die Hintergrundprozesse auslösen oder es wird tatsächlich manuell die Webseite nach Kontaktdaten durchsucht, um damit ein Kundenkonto anzulegen, wofür man zwingend die Emailadresse benötigt, die das Opfer auch bei PayPal verwendet. Nur dann lässt sich auch die Abbuchung auslösen. Wenn ein solches Emailkonto existiert, ist es sehr leicht auszulesen.

Wer, außer dem Anbieter selbst, könnte dahinter stecken? Die Sache lässt sich leider nicht so einfach weiter verfolgen. Der Anbieter sitzt im Ausland, es müssten sich erst weitere Betroffene finden, die ähnliches berichten und dann wären die zuständigen Behörden gefragt. Ich fürchte, das wird im Sande verlaufen.

Eine weitere Masche, die möglicherweise auch die Leser von „Alternativen Nachrichtenseiten“ betreffen könnte, ist das Zusenden einer Rechnung aus einem Online-Shop, ohne dass der Kunde jemals eine Bestellung aufgegeben hat. In einem Fall gab es ein Gerichtsurteil gegen einen Betreiber, den ich hier jedoch nicht nennen kann, weil der komplette Sachverhalt in dem Urteil nicht enthalten ist.

Die Masche läuft so und ist ziemlich perfide: Man kann auf der Shopseite Waren bestellen und muss dafür nicht extra ein Kundenkonto anlegen. Beim Bezahlen gibt man seine Daten ein, in der Regel nutzen Kunden Paypal oder Kreditkarte und verifizieren dadurch auch ihre Adresse, so dass das Paket korrekt ausgeliefert werden kann. Und nun kommt der Trick. Man kann als Bezahlart auch „Kauf auf Rechnung“ auswählen, ohne Kundenkonto, ohne Verifizierung der Adresse, ja nicht mal ein Bestätigungslink ist notwendig. Kein seriöser Onlineshop würde das zulassen, denn es können auch Spaß-Bestellungen aufgegeben werden, um Nachbarn, Kollegen oder Ex-Partner zu schädigen – oder einfach nur so. Aber welcher Online-Shop, erst recht kein unseriöser Shop, der nur schnelles Geld machen möchte, würde an eine nicht verifizierte Adresse ein Paket auf Rechnung ausliefern? Keiner! Das hat man sich auch bei Gericht gedacht. Die merkwürdige Option beim Bestellvorgang muss einen anderen Grund haben – nämlich, dass der Betreiber behaupten kann, jemand habe eine Bestellung auf Rechnung aufgegeben, was man selbst im System simulieren kann, um jemand x-beliebigem eine Rechnung zu schicken. Das Paket wird freilich gar nicht erst abgeschickt. Da die Beträge zum Teil nicht allzu hoch sind, lohnt es sich für viele Betroffene nicht, einen Anwalt zu konsultieren, so die Kalkulation dahinter. Ein gewisser Prozentsatz der Betroffenen zahlt dann spätestens bei der dritten Mahnung. Letztlich hat dann doch jemand Klage eingelegt, dem Betreiber wurde untersagt, ungefragt Rechnungen zu versenden, aber ob damit die Abzocke wirklich beendet ist, bleibt fraglich. Was den Fall so besonders macht: Lange Jahre galt der Betreiber als seriös, wirtschaftlich gesund und begehrter Werbepartner. Die Zeiten sind vorbei, das Geschäft ist härter geworden.

So, die Monatsmitte naht und damit ist es wieder an der Zeit, die Zahlungseingänge zu prüfen…

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Dawei, dawei! Wie lächerlich ist das denn?

13. Februar 2026 um 10:47

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Anlässlich der Münchner Kriegstreiberkonferenz haut die SPRINGERPRESSE wieder mächtig auf die Kacke und behauptet, Putin könnte die Nato mit 15.000 Soldaten besiegen. Leider hält die BILD ihre Leser nicht so ganz unberechtigt für dumm, genauer gesagt für saudumm, an der Grenze zur geistigen Behinderung, die es gerade noch erlaubt, die dürftigen Artikel zu lesen, aber nicht sinnentnehmend, sondern nur im Zusammenspiel mit den reißerischen Überschriften und Sensationsbildern. Andernfalls wäre die BILD nicht immer noch die auflagenstärkste „Tageszeitung“ und Spitzenreiter bei den Online-Medien.

Dennoch wird es der ein oder vielleicht in Zweifel ziehen, wieso Russland es seit Jahren einfach nicht fertig bringt, die kleine Ukraine in die Knie zu zwingen, aber die gesamte NATO im Handstreich besiegen sollte. Die FAZ schreibt zeitgleich „Der Stellungskrieg zermürbt Russland.“ Besonders auf russischer Seite sollen die Verluste sehr hoch sein, man liest dauernd, dass Putin auf Söldnertruppen, Strafgefangene und Soldaten aus Nordkorea zurückgreifen muss. Aber alles halb so schlimm. Nach Ronzheimers Super-Experten-Podcast kann man sich im Kreml also beruhigt zurücklehnen, wenn es aus Europa heisst, die Russen hätten leichtes Spiel. Worauf wartet ihr noch? Dawei, dawei!

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Urlaub streichen fürs Wachstum? Bayerns Wirtschaftsverband dreht am Rad

07. Februar 2026 um 09:01

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In der neuen Mehrarbeit-Debatte kommt jetzt der nächste Vorschlag aus der Arbeitgeber-Ecke: weniger Urlaub, dafür mehr „Wirtschaftsbelebung“. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), bringt offen ins Spiel, einen Urlaubstag zu streichen – alternativ könne man auch an der Tages- und Wochenarbeitszeit „rangehen“, berichtet der SPIEGEL.

Damit knüpft Brossardt an die alte Nummer an: Schon im vergangenen Jahr wollten Vertreter aus dem Umfeld einen Feiertag kippen, um angeblich Wachstum zu erzeugen. Das lief ins Leere – also wird jetzt am Urlaub geschraubt. Als Begründung verweist Brossardt auch auf Markus Söder (CSU), der zuletzt eine zusätzliche Stunde Arbeit pro Woche ins Schaufenster stellte. Söders Botschaft: Eine Stunde mehr pro Woche würde „enorm viel Wirtschaftswachstum“ bringen und sei „nicht zu viel verlangt“.

Brossardt liefert gleich noch eine Wachstumsrechnung hinterher: Allein der Effekt, dass 2026 drei Feiertage auf ein Wochenende fallen, bringe 0,2 Prozentpunkte zusätzliches Wachstum. Klingt nach Kaffeesatz – und ist obendrein politisch kaum so simpel umzusetzen, wie die Arbeitgeber es gern hätten.

Denn anders als beim Streichen eines gesetzlichen Feiertags hängt ein Urlaubstag weniger oder eine zusätzliche Wochenstunde nicht einfach an einem Regierungsbeschluss. Urlaubsdauer und Arbeitszeit sind in vielen Branchen tariflich geregelt. Heißt: Wer das ändern will, muss es mit Gewerkschaften und Tarifparteien aushandeln. Dass die Arbeitnehmerseite da begeistert „ja“ sagt, darf bezweifelt werden.

Im Gegenteil: Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bayern forderte erst im Herbst, dass Feiertage, die aufs Wochenende fallen, nachgeholt werden sollen – also genau in die andere Richtung. Und auch aus der Forschung kommt Gegenwind: Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung hält die volkswirtschaftliche Wirkung einzelner zusätzlicher Arbeitstage für überbewertet. In einer Analyse wird darauf verwiesen, dass sich Bundesländer teils besser entwickelten, obwohl sie Feiertage beibehielten oder sogar neue einführten. Die simple Gleichung „weniger Feiertage = mehr Wachstum“ gehe demnach nicht auf. Auch die Abschaffung des Buß- und Bettags 1995 habe laut DGB „keinen nennenswerten Effekt“ auf die Wirtschaft gehabt.

Nebenbei zeigt der Blick auf die Landkarte, wie politisch aufgeladen das Thema ist: Bayern und Baden-Württemberg haben ohnehin die meisten Feiertage. Und Augsburg – ausgerechnet der Ort, in dem das Interview erschien – hat sogar noch einen zusätzlichen Feiertag im Vergleich zum restlichen Bayern.

Zur Teilzeit-Debatte äußerte sich Brossardt etwas vorsichtiger: Wer Kinder erzieht oder Angehörige pflegt, habe einen guten Grund für Teilzeit – das stelle er nicht infrage. Einen „Anspruch auf Teilzeit“ lehne er aber ab, das solle zwischen Unternehmen und Beschäftigten ausgehandelt werden.

Unterm Strich bleibt: Wenn die Konjunktur schwächelt, sollen die Leute offenbar wieder „einfach mehr geben“ – notfalls mit weniger Urlaub. Dass Arbeit nicht automatisch produktiver wird, nur weil man mehr Stunden oder Tage hineinpresst, wird bei solchen Vorstößen gern ausgeblendet.

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Missbrauch, Inzest überall – darum will es keiner wissen

06. Februar 2026 um 08:00

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Es gibt wohl kaum eine Familie ohne einen irgendwie gearteten Fall von Missbrauch, Inzest, Vergewaltigung. Man spricht nicht gerne über diese Familiengeheimnisse, erst wenn es Probleme macht. Ich weiß das nicht nur aus meinem beruflichen Kontext als Familienberater, der ich unter anderem bin, sondern auch aus meiner eigenen „Herkunftsfamilie“, wie man das so nennt. Und meist gibt es nicht nur einen Täter oder auch Täterin, was gar nicht so selten ist, wie manche vermuten würden, sondern etliche Wiederholungen über Generationen und in verschiedenen Beziehungskonstellationen, die aufgrund der Missbrauchserfahrungen irgendwie missbräuchlich sind – oder toxisch, was nichts anderes als eine verdeckende Modebezeichnung ist.

Bevor wir solche Fälle wie Epstein oder Dutroux in ihrer Komplexität verstehen und als Wirklichkeit anerkennen können, führt kein Weg daran vorbei, sich mit der eigenen Geschichte zu beschäftigen, die nicht wirklich verdeckt in uns schlummert, aber wie eine Sepsis wirkt, die langsam unseren gesamten Körper vergiftet, die Sinne vernebelt und uns taub und stumm macht, wenn wir nicht hinsehen.

Immer wenn ein großer Fall publik wird, fragen sich alle, wie ein ganzes Netzwerk solange unentdeckt bleiben konnte, warum niemand etwas gemerkt hat? Wie konnte Natascha Kampusch solange von ihrem Entführer festgehalten werden? Warum hat im Fall Fritzl keiner etwas gehört oder Verdacht geschöpft? „Ein Teil der Antworten könnte die Bevölkerung verunsichern…“

Ich verrate es gerne: Die Wurzeln sind bekannt, aber was nutzt dieses Wissen, wenn keine Taten folgen? Natürlich haben die Nachbarn, die Angehörigen, die Gemeindemitglieder, Vereinskollegen und wer auch immer etwas gewusst, geahnt, vermutet, aber was hätten sie nur machen können? Am Ende steht man doch immer alleine da und alle fallen um. Und dann kommt plötzlich dieses ungute Gefühl aus dem Innern, das sagt, dass es besser ist, den Mund zu halten und niemanden zu verraten…

Meine eigene Geschichte ist schnell erzählt. Scheidungskind, der Vater „schuldig geschieden“, per Gerichtsbeschluss entsorgt, die Mutter findet einen neuen Mann. Es kommt noch ein Geschwisterchen hinzu und nach ein paar Jahren stellt sich raus, der Stiefvater hat sich nicht nur an meiner älteren Schwester, seinem Stiefkind, „vergriffen“, sondern auch seine leibliche Tochter, unsere kleine Halbschwester, regelmäßig vergewaltigt. Ein schwacher Trost für mich, dass er nicht homosexuell war und kein sexuelles Interesse an Jungs hatte. Das Leben mit diesem cholerischen, berechenbar unberechenbaren Psychopathen war auch ohne Missbrauch und weitgehend ohne Prügel und Schläge reine Psychofolter.

Und der Fall war nicht so einfach beendet, es kam nicht alles an einem Tag X heraus, es war ein langsamer, schleichender Prozess, bis sich alle Puzzleteile zusammensetzten und wir als Familie schließlich handeln und den Täter zur Verantwortung ziehen konnten, was oft gar nicht geschieht. Es liegt in der Natur der Sache, dass man als Kind, welches ich war, gar nicht versteht, was eigentlich vor sich geht. Meine Schwester hatte Todesangst und schwieg über die Vorkommnisse – so gab es offiziell nur „Schwierigkeiten“ in der Familie, dass unser Vater schließlich das Sorgerecht bekam und wir zu unseren Großeltern ziehen durften. Jedem war natürlich klar, dass nicht wir Kinder das Problem waren, sondern der cholerische Stiefvater. Was noch dahinter war, wollte niemand sehen. Wir besuchten unsere Mutter und unsere Halbschwester regelmäßig und da das meist am Wochenende war, trafen wir dabei auch auf den Stiefvater, der sich dann heuchlerisch zusammenriss und uns mit kleinen Geschenken überhäufte. Für meine Schwester ging der Missbrauch letztlich solange weiter, bis sie sich endlich jemandem anvertraute. Mich „verschonte“ man vor dieser Wahrheit, sprach aus falscher Rücksicht nur in Andeutungen und weil sich meine Schwester in Grund und Boden schämte, verzichtete mein Vater auf eine Strafanzeige. Und so wuchs die Zahl der Mitwisser stetig an, die aus unterschiedlichen Gründen schwiegen und dafür sorgten, dass diesem Mann nicht sofort das Handwerk gelegt wurde. Niemand hat ihn mit seinen Taten konfrontiert. Niemand hat unserer Mutter die volle Wahrheit gesagt und sie gefragt, was um alles in der Welt sie bei diesem schrecklichen Mann hielt. Nein, aber wir wurden weiter gedrängt, von unseren Großeltern und unserem Vater, den Kontakt zu unserer Mutter nicht abzubrechen. Schizophren, aber Menschen mit Schuldgefühlen, ob berechtigt oder nicht, handeln so, widersprüchlich, brüchig und dann leider nie zum Vorteil der jüngsten Glieder in der Kette.

Und so waberte die Geschichte im Halbdunkel vor sich her und mit mir der Gedanke, dass meine kleine Schwester auch zum Opfer werden würde, wenn sie alt genug wäre. Wie dumm und naiv von mir. Sie war es schon längst geworden als Kleinkind. Meine Vorstellung ging nicht so weit damals. Meine Schwester brach irgendwann doch den Kontakt zu unserer Mutter ab und als ich erwachsen wurde, konfrontierte ich sie mit „der Wahrheit“. Sie glaubte allen Ernstes, der Verbrecher würde sich nicht an seinem eigenen Kind vergreifen und redete sich ein, bei ihm bleiben zu müssen, damit nicht auch noch das dritte Kind den Vater durch Scheidung verlieren würde. Und weiter ging der Missbrauch. Erst als die Kleine volljährig war, alleine mit dem Auto kommen konnte und wir erstmals Gelegenheit hatten, in Ruhe miteinander zu sprechen, löste sich die Starre. Wir erstatteten Anzeige, halfen gemeinsam unserer Mutter, sich von dem Vergewaltiger zu trennen und ein eigenständiges Leben zu beginnen. Kurz nach dem Gerichtsprozess, der wegen der Verjährungsfristen nur für eine Bewährungsstrafe reichte, starb er einsam und verlassen in der Missbrauchswohnung und wurde erst zwei Tage später gefunden. Sämtliche Kontakte hatten sich von ihm abgewandt, niemand wollte mehr mit ihm zu tun haben, bis auf eine schreckliche Nachbarin Marke Lindenstraße, die für Geld die Wohnung sauber machte. Er, der große Manipulator in seiner kleinen Arbeiterwelt, der es so meisterhaft verstand, von der Energie anderer zu leben, hatte die Macht verloren und die beste Strafe erhalten, die so ein Monster für solche Taten bekommen kann.

Nein, auch damit ist die Geschichte nicht beendet, doch dieser Ausschnitt reicht zunächst, um zu veranschaulichen, wie so ein Konstrukt aus Schweigen, Mitwisserschaft und Missbrauch entsteht und welcher langen Zeiträume es bedarf, sich aus diesen Verstrickungen zu befreien.

Epsteins prominentestes Opfer, Virginia Guiffre, die sich letztes Jahr umgebracht hat oder haben soll, ist nicht einfach so darein geraten und an Prinz Andrew vermittelt worden, sie war zuvor bereits Opfer in der eigenen Familie geworden und deshalb eine leichte Beute für den Mädchenhändler. In der Familie liegen die Wurzeln. Das ist das ganze Geheimnis wie es auf allen Ebenen quer durch alle Schichten funktioniert. Es ist ein offenes Geheimnis. Es gibt keinen Ödipus-Komplex wie ihn Freud erfunden hat, um den allgegenwärtigen Missbrauch zu verdecken, den er sehr wohl erkannt hatte. Es gibt keine frühreifen Lolitas, die einfach so erwachsene Männer verführen, es gibt auch keine kleinen Jungs, die davon träumen, auf einem alten Fahrrad fahren zu lernen. All das ist nur durch Manipulation denkbar.

In der Familie liegen aber auch die Wurzeln für das Gute. Wenn wir unsere Beziehungen heilen und unsere Kinder stärken, wird die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie in missbräuchliche Beziehungen geraten, dass sie selbst zu Tätern werden oder aus Hass auf die eigene Missbrauchsfamilie familienzerstörerische Politik unterstützen und Kentler-Pädagogik als gute Sache verkaufen. Und gerade in diesen Zeiten, in denen immer mehr an die Oberfläche kommt, ist es umso wichtiger, nicht nur im Dreck zu wühlen, auf die Auswüchse zu starren, sondern das Gute zu stärken und unsere wahren Chancen und Potentiale zu entwickeln. Om!

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Alles Epstein oder was und nichts dahinter?

04. Februar 2026 um 07:00

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Jeder arbeitet sich gerade an den Epstein files ab, aber werden wirklich alle Fragen gestellt? Der Mainstream verfolgt wie immer die Spuren nach Russland und strickt die Geschichte so, dass Epstein ein Doppelagent gewesen sein könnte, der vor allem mit Hilfe von Putin sein Netzwerk aufgespannt haben soll. Linksrotgrüne Politiker geben noch eine Prise AfD hinzu, wohlwissend, dass niemand aus der Partei jemals mit dem Lolita-Express zu Epstein-Island geflogen ist. Der Mossad wird gerade noch so erwähnt, doch zu viel davon wäre purer Antisemitismus, auch dass Epstein sich als Vertreter von Rothschild bezeichnet hat oder Nicht-Juden als Goyim titulierte, mit denen man alles machen dürfe. Das überlässt man dann lieber den rechten Verschwörungstheoretikern.

Donald Trump ist natürlich weiterhin vollkommen unschuldig, es gibt trotz etlichen neu aufgetauchten ekligen Videos und Fotos keine Anhaltspunkte für seine Verstrickung, so heißt es jedenfalls von Janich bis Alex Jones ziemlich unkritisch. Manche ziehen dazu sogar die Aussage von Ghislaine Maxwell aus Dezember 2025 heran, die lautete, Trump habe sich nie eines Übergriffes schuldig gemacht. Wenn es passt, dann glaubt man auch dieser Teufelin in Menschengestalt. Nach den Aussagen wurde sie auch vollkommen zufällig in ein Luxusgefängnis verlegt. Aber gut, Donald Trump ist ein ehrenwerter Mann.

Einig sind sich Mainstream wie Alternative, dass Epstein scheinbar überall seine Finger drin hatte und selbst wenn man vielen Promis, Politikern und Royals bis jetzt keine konkrete Straftaten nachweisen kann, müsste es eigentlich weltweit Rücktritte hageln. Tut es aber nicht, wenige Ausnahmen bestätigen die Regel. Und dabei sind noch mindestens drei Millionen Dateien unter Verschluss, was mag darin wohl aufgezeichnet sein?

Ich habe viele weitere Fragen. Lebt Epstein vielleicht doch noch? Sind die Akten nicht nur geschwärzt, sondern sorgfältig ausgewählt, um gewisse Spuren zu legen und andere zu verwischen? Technisch ist es mittlerweile kein Problem mehr, auch riesige Datensätze komplett zu fälschen oder nur die Meta-Daten zu verändern, dass niemand mehr nachvollziehen kann, was davon noch original ist. Papier ist schon geduldig, Digitales noch viel mehr. Die Öffentlichkeit könnte komplett getäuscht und viele fleißige Journalisten auf der Jagd nach Klicks beschäftigt werden.

Wie konnte Epstein über Jahre als einzelner pädophiler Superverbrecher mit seiner ultrabösen Assistentin dieses gigantische Netzwerk aufbauen? Ich habe da so meine Zweifel, wie in den Fällen Dutroux oder NSU. Die Spuren in Richtung Kinderhandel und Pornographie wurden seinerzeit nicht weiter verfolgt, die Akten sind bis zum Sanktnimmerleinstag gesperrt, was sicher gewisse Gründe hat.

Zurück zur Gegenwart. Wenn Epstein also wirklich der große Strippenzieher war, in wessen Auftrag hat er gehandelt? Wer und was hat die vermeintlich Mächtigen dazu gebracht, in seine Fallen zu tappen? Wer sind seine Hintermänner? Geheimdienste, Verbrechersyndikate, Geheimlogen oder das ultimative Böse? Merkwürdig auch: Sie haben sich alle bereitwillig filmen und fotografieren lassen und ganz offen SMS und Emails von ganz normalen Geräten unter ihren echten Namen verschickt. Es hat wohl niemand ernsthaft negative Folgen befürchtet. Ist so viel Unverfrorenheit wirklich vorstellbar?

Was die Akten bisher offenlegen sollen ist bereits harter Tobak: Es geht nicht einfach „nur“ um Sexorgien mit Minderjährigen, Vergewaltigung, Drogen, Erpressung, Korruption im großen Stil, Landes- und Geheimnisverrat, sondern selbst im Mainstream wird die Möglichkeit von Ritualmorden an Kindern in den Bereich des Denkbaren gerückt. Aber wo sind jetzt die handfesten Beweise? Welche Zeugenaussagen lassen sich belegen, wenn gar nicht erst ermittelt wird?

Ich fürchte, wir werden es vorerst nicht erfahren. Denkbar ist vieles, aber mit der Verdachtsberichterstattung ist das so eine Sache. Auch bei so fiesen Typen wie Epstein, Gates und Co.

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