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Den USA droht im Krieg mit dem Iran eine kritische Waffenknappheit | Von Thomas Röper

01. April 2026 um 08:36

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Den USA droht im Krieg mit dem Iran eine kritische Waffenknappheit | Von Thomas Röper
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Den USA droht im Krieg mit dem Iran eine kritische Waffenknappheit | Von Thomas Röper

Die USA scheinen sich im Iran-Krieg massiv verrechnet zu haben. Ihr Verbrauch nicht nur an knapp werdenden Luftabwehrraketen, sondern auch an Tomahawks hat zu einer kritischen Knappheit an wichtigen Waffen geführt.

Ein Kommentar von Thomas Röper.

Ich habe bereits berichtet, dass den USA demnächst eine massive Knappheit an Luftabwehrraketen droht und dass die USA nicht in der Lage sind, die Produktion kurzfristig hochzufahren. Das Gleiche gilt auch für die Tomahawk-Marschflugkörper, von denen die USA bisher 850 auf den Iran abgefeuert haben, wobei die Gesamtbestände der USA vor dem Krieg bei 4.000 Tomahawks lagen, die vor allem weltweit auf die Schiffe der US-Marine verteilt sind. Und auch bei den Tomahawks gilt, dass die USA derzeit nur etwa hundert Stück davon pro Jahr produzieren können.

Das erklärt die Verärgerung und die fast schon hysterischen Reaktionen von US-Präsident Trump, der die NATO und ihre Mitgliedsstaaten inzwischen wüst beschimpft, weil die USA tatsächlich deren Hilfe brauchen, wenn sie den Krieg gegen den Iran nicht in Kürze verlieren wollen.

Ein Analyst der TASS hat über den den USA drohenden Mangel an Raketen einen informativen Artikel geschrieben, den ich übersetzt habe.

BEGINN DER ÜBERSETZUNG:

Tomahawks kommen wie ein Bumerang zurück: Die USA am Rande einer kritischen Waffenknappheit

Nikolaj Gaponenko, promovierter Wirtschaftswissenschaftler und außerordentlicher Professor am Institut für Recht und Nationale Sicherheit, darüber, warum der minimale Bestand an Raketen die Handlungsfreiheit der USA einschränken wird und warum das Pentagon seinen Verbündeten keine sofortige Feuerunterstützung wie in den Vorjahren garantieren kann.

Die Washington Post berichtete unter Berufung auf Quellen, dass die USA innerhalb von vier Wochen mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper auf den Iran abgefeuert haben, die meisten davon in den ersten Tagen der Operation.

Der Tomahawk-Marschflugkörper ist die wichtigste präzisionsgelenkte Langstreckenwaffe der US-Marine. Er wird von Zerstörern, Kreuzern und U-Booten aus gestartet und dient zu Erstschlägen gegen Luftverteidigungssysteme, Hauptquartiere, Lager und kritische Infrastruktur.

850 Marschflugkörper sind eine gewaltige Zahl für einen modernen Konflikt mittlerer Intensität. Der Verbrauch einer so großen Menge Munition in relativ kurzer Zeit deutet darauf hin, dass die USA intensive nicht-nukleare Kampagnen durchgeführt haben, um die Verteidigung pro-iranischer Kräfte oder des Irans selbst zu schwächen. Das lässt darauf schließen, dass der Konflikt ein Niveau erreicht hat, das mit großen regionalen Kriegen der Vergangenheit vergleichbar ist, und nicht mehr nur aus gezielten Operationen besteht.

Zum Vergleich: Während der Operation Desert Storm 1991 gegen den Irak verbrauchten die USA über mehrere Monate hinweg etwa 288 Tomahawk-Marschflugkörper, 2011 während der Intervention in Libyen etwa 200 und in den ersten 24 Stunden der Angriffe auf Syrien 2018 wurden 66 Raketen eingesetzt.

Leere Lager

Durch das Zusammenwirken zweier Faktoren entsteht ein kritischer Mangel: die Produktionsrate und der erforderliche Reservebestand.

Die Produktion von Tomahawk-Marschflugkörpern liegt in Friedenszeiten zwischen einigen Dutzend und etwas über hundert Raketen pro Jahr. US-Militärfabriken werden nicht auf Kriegsbetrieb umgestellt und die Produktionskette erfordert einen langen Fertigungszyklus. Das ist einfache Mathematik. Wenn beispielsweise in ein bis zwei Monaten eines Konflikts 850 Raketen verbraucht werden und die Fabriken beispielsweise 100 bis 120 pro Jahr produzieren, dauert die Wiederauffüllung dieses Vorrats 7 bis 8,5 Jahre, vorausgesetzt, neue Munition wird nicht in anderen Konflikten verschwendet.

Bezüglich der Mindestreserve gelten im Pentagon strenge Standards. So muss beispielsweise für den Fall eines unvorhergesehenen größeren Konflikts stets ein bestimmter Prozentsatz an Raketen in Reserve bleiben. Wenn der Verbrauch 850 Raketen übersteigt, fallen die Marine und das US Central Command unter diesen Wert. Das bedeutet erstens, dass die Kommandeure ihre Handlungsfreiheit verlieren. Admiräle auf Flugzeugträgern und im Pentagon können den Abschuss von Tomahawk-Raketen auf Ziele nicht mehr anordnen, da jeder einzelne Abschuss die strategische Reserve untergräbt. Zweitens bedeutet das die Unmöglichkeit der Rotation. Das heißt, wenn eine Flugzeugträgerkampfgruppe, in unserem Fall die USS Gerald R. Ford, ihre Munition verbraucht hat, stehen ihr auf See keine Ersatzraketen zur Verfügung. Die Ankunft eines „neuen“ Flugzeugträgers ohne volle Raketenmagazine mindert seinen Kampfwert.

Neue Gewohnheiten

Die USA sind es gewohnt, nach dem Prinzip der Feuerüberlegenheit zu kämpfen, also den Feind mit präzisionsgelenkter Munition zu beschießen, um das Risiko für die Piloten zu minimieren. Der Verbrauch von 850 Tomahawk-Raketen zeigt, dass dieser Ansatz in dem Konflikt mit einem technologisch gerüsteten Gegner zur Erschöpfung des Arsenals geführt hat. In den kommenden Monaten werden die USA, sofern der Kongress keine Notfallmittel für eine beschleunigte Beschaffung bereitstellt, gezwungen sein, Raketen für wirklich wichtige Ziele aufzubewahren, Flugzeuge häufiger aus größerer Entfernung einzusetzen – was aufgrund der Luftverteidigung riskanter ist – und Verbündete zur Kompensation der Feuerkraft zu mobilisieren.

Die USA haben ihr Militär auf der Idee aufgebaut, dass teure und „intelligente“ Munition durch schiere Masse den Sieg bringt. Die Situation mit den Tomahawks zeigt, dass die US-amerikanische Industriebasis nicht auf einen langwierigen Konflikt mit einem ebenbürtigen Gegner vorbereitet ist. Sollte der Konflikt länger dauern oder noch höhere Ausgaben erfordern, würden den USA schlichtweg die primären Langstreckenraketen ausgehen, bevor dem Gegner die billigen Drohnen und die im Inland produzierten ballistischen Raketen ausgehen.

Die Hände gebunden

Der Antrag des Pentagons auf 200 Milliarden Dollar ist nicht einfach nur ein Ersatz für 850 Raketen, sondern ein Versuch, die Lieferketten wieder in Gang zu bringen.

Der Verbrauch von 850 Raketen ist ein Signal. Normalerweise sind solche Bestände für zwei bis drei Wochen intensiver Kriegsführung ausgelegt. Wenn der Kongress die Mittel nicht schnell bewilligt, wird das Militär gezwungen sein, entweder eine kampfbereite Flotte im Nahen Osten zu unterhalten oder für einen möglichen Konflikt im Pazifik bereit zu bleiben. Die USA können nicht mehr beides gleichzeitig leisten.

Die USA haben ihren operativen Bestand an ihrer wichtigsten Langstreckenwaffe in der Region erschöpft.

Daher die Konsequenzen:

  1. Taktisch: Die Kampfgruppen der US-Marine im Konfliktgebiet verfügen entweder nur noch über leere Startrampen oder lediglich über Munition, die hauptsächlich aus Flugabwehrraketen zur Selbstverteidigung besteht.
  2. Operativ: Jede neue Eskalation erfordert von den USA entweder den Einsatz von Luftstreitkräften von Stützpunkten in der Region, was aufgrund iranischer Drohnen und ballistischer Raketen riskant ist, oder eine mehrmonatige Pause, um Reserven aus Depots in den USA und Europa zu transferieren.
  3. Strategisch: Das Pentagon kann seinen Verbündeten wie Israel oder Saudi-Arabien nicht mehr die einst verfügbare sofortige Feuerunterstützung garantieren. Das schwächt die US-Abschreckung in der Region, bis die Fabriken ihre Reserven wieder aufgefüllt haben, was Jahre dauern wird.

Der Konflikt hat die Unfähigkeit der USA gezeigt, einen groß angelegten Krieg in einer fernen Region zu führen, ohne zuvor eine lange Phase der Wiederbewaffnung einzuplanen.

ENDE DER ÜBERSETZUNG

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 01.04.2026 auf anti-spiegel.ru.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Tomahawk-Marschflugkörper vor US-Flagge
Bildquelle: e-crow / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Satellitenbilder enthüllen Chinas perfiden Kamikazedrohnen-Plan gegen Taiwan!

29. März 2026 um 09:00

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Peking rüstet Hunderte ausgemusterte Kampfjets zu tödlichen Drohnen um. Das Ziel ist es, Taiwans Luftabwehr in einer gigantischen Materialschlacht in die Knie zu zwingen. Es ist ein Plan, der den Westen Milliarden kosten könnte.

Die kommunistische Führung in Peking zieht derzeit ihre Lehren aus den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten, um sich auf eine Invasion Taiwans vorzubereiten, so eine aktuelle Analyse. Mit den sich rapide verändernden Gegebenheiten auf den modernen Schlachtfeldern sind die Strategien des letzten Jahrtausends größtenteils hinfällig. Dies führt nun dazu, dass sich auch die chinesische Volksbefreiungsarmee (PLA) entsprechend anpasst.

Satellitenaufnahmen zeigen nämlich, dass das kommunistische Regime in Peking eine gigantische Armada von Schrott-Fliegern zusammenzieht. Ihr einziger Zweck sind Tod und Zerstörung in Taiwan. Mehr als 200 ausgemusterte Kampfjets vom Typ J-6 stehen demnach auf sechs Luftwaffenstützpunkten (fünf davon in Fujian, direkt gegenüber von Taiwan) bereit. Das enthüllt eine neue Analyse des Mitchell Institute for Aerospace Studies. Die perfide Taktik der Volksbefreiungsarmee: Die alten Jets werden zu ferngesteuerten Kamikaze-Drohnen umgebaut! Diese Flugzeuge sind Mach 1,3 schnell, haben bis zu 700 Kilometer Reichweite und können mit 250 Kilogramm Sprengstoff vollgepackt werden. Doch der wahre Plan Pekings ist noch viel teuflischer. Es geht nämlich vor allem um eine gigantische Kosten-Falle!

Taiwan soll gezwungen werden, seine sündhaft teuren Abwehrraketen auf billige, unbemannte Alt-Flieger abzufeuern. Eine Patriot-Rakete (PAC-3) kostet unfassbare 3,7 Millionen US-Dollar und selbst eine heimische Tien Kung-3-Rakete schlägt mit 620.000 Dollar zu Buche. Chinas alte J-6-Jets hingegen kosten einen Spottpreis. Zwischen 1958 und 1986 baute Peking über 4.500 dieser Maschinen. Ein schier endloses Reservoir an fliegenden Bomben, das Taiwans Verteidigung einfach überwältigen soll.

Militär-Experte Jerome Brahy rechnet vor: Wenn China in einem Erstschlag 700 bis 1.000 dieser Drohnen auf Taiwan abfeuert, bräuchte die Inselrepublik bis zu 2.000 Raketen, um sie abzufangen. Das Problem ist jedoch, dass Taiwan nur 1.200 bis 1.800 solcher Abfangraketen besitzt. Die Folge wäre ein Desaster. Das Radar kann nicht zwischen einer alten J-6-Drohne und einem modernen J-16-Kampfjet unterscheiden. Hunderte Kamikaze-Jets würden durch den Abwehrschirm brechen und ihre tödliche Fracht über Taiwan abwerfen. Taiwans Verteidigung wäre innerhalb eines einzigen Tages pulverisiert.

Doch auch Chinas Wahnsinns-Plan hat einen Haken – das zeigt ein Blick auf die russische Offensive in der Ukraine. Dort blutet die russische Armee militärisch aus. Weil moderne Panzer fehlen, muss Moskau längst auf uralte T-54 und T-62 aus Sowjetzeiten zurückgreifen. Die Bestände schmelzen dahin, das Material ist oft in katastrophalem Zustand. Von einst fast 1.900 eingelagerten T-62-Panzern ist nur noch die Hälfte übrig – und die rostet vor sich hin. Genau dieses Schicksal könnte auch Xi Jinping drohen. Irgendwann ist auch der größte Schrottplatz leergefegt.

Die Antwort darauf, wie Taiwan überleben könnte, liegt in der Dezentralisierung. Wenn Taiwan – ähnlich wie der Iran – auf kleine, unabhängig operierende Einheiten setzt, könnte der chinesische Erstschlag ins Leere laufen. Befehle müssen an untere Ränge delegiert werden, damit die Truppen auch dann weiterkämpfen, wenn die Führungsebene ausgeschaltet ist. Zudem hat Chinas Kriegsmaschinerie eine gewaltige Schwachstelle, wie die Heritage Foundation warnt: Die Rüstungsindustrie ist extrem zentralisiert, abhängig von festen Eisenbahnstrecken und importierten Rohstoffen. Ein gezielter Schlag gegen diese Lieferketten, und Pekings Drohnen-Nachschub bricht zusammen.

Sollte das kommunistische Regime in Peking im Windschatten der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten tatsächlich versuchen, Taiwan einzunehmen, müsste das taiwanesische Militär ähnlich reagieren wie die Ukrainer und die Iraner. Nur gezielte Schläge gegen die chinesische Transport- und Militärinfrastruktur könnten die Ziele Pekings vereiteln. Doch hat die kleine Insel dafür überhaupt genügend Schlagkraft?

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Israelische Quellen: Irans Trefferquote 80 Prozent und Luftabwehr versagt

28. März 2026 um 14:26

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Zu Wirksamkeit der Luftverteidigung gibt es bisher komplett widersprüchliche Berichte. Die offiziellen US-Quellen beteuern hohe Wirksamkeit. Videos zeigen aber Versagen der US-Israel-Luftabwehr und auch die weitgehend zerstörten Militärstützpunkte sprechen nicht für wirkungsvolle Abwehr. Die israelische Zeitung Haaretz hat bestätigt, dass 8 von 10 gegen israelische Ziele abgefeuerten iranischen Raketen ihr Ziel erreichen, nachdem immer mehr [...]

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Iran hat mit einem angeblich vorbereiteten Luftabwehrsystem einen F-35 Stealth Bomber angeschossen

21. März 2026 um 17:19

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Das israelische und amerikanische Militär, dass Lufthoheit erreicht haben will,  sei mit Attrappen getäuscht und in eine Falle gelockt worden. Überdies wurde vom Iran mit Marschflugkörpern der Stützpunkt Diego Garcia in einer Entfernung von 4000 km angegriffen. Europa liegt damit in Reichweite.

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Israel und USA verirrt in iranischer Sackgasse | Von Rainer Rupp

13. März 2026 um 10:07

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Israel und USA verirrt in iranischer Sackgasse | Von Rainer Rupp
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Israel und USA verirrt in iranischer Sackgasse | Von Rainer Rupp

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Am sechsten Tag nach Beginn des zweiten brutalen, unprovozierten und völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen Iran wurden die US/zionistischen Kriegsverbrecher bereits von westlichen Medien bejubelt. Für sie war die komplette, baldige Niederlage Teherans eine beschlossene Sache. Als handfesten Beweis dafür verwiesen sie auf die Tatsache, dass die Intensität der iranischen Drohnen- und Raketenangriffe in den letzten Tagen dramatisch nachgelassen habe. 

Pro-westliche Kommentatoren interpretieren diesen Rückgang als Zeichen dafür, dass der Iran bereits militärisch erschöpft war. Gegen die überlegenen amerikanisch-israelischen Streitkräfte, die mächtigsten der Welt, hätte ein unterentwickeltes Land keine Chance und Teheran würde schon in den nächsten Tagen aufgeben müssen. Dieser fantastische Krieg sei ohne allzu großen materiellen Schaden für den Westen bald zu Ende, war die einhellige Meinung der TV-Show-Strategen in den selbsternannten „Qualitätsmedien“. 

Diese oberflächliche Interpretation westlicher Ignoranten war jedoch von Anfang an falsch, weil sie in den beeindruckenden, anfänglichen iranischen „Eröffnungssalven“ nicht deren symbolische Warnung erkannten. Denn Iran feuerte fast die gesamte Bandbreite seiner Drohnen- und Raketentypen mit durchschlagendem Erfolg auf Israel und auf die 27 US-Basen in der Region ab und zeigt damit seine Fähigkeiten. Die Tatsache, dass Teheran nach dieser Eröffnungsdemonstration auf einen „normalen“, dauerhaften Operationsrhythmus umstellte, bedeutete jedoch nicht, dass die „Eröffnungssalven“ eine Eintagsfliege war. Denn seither wurde der „normale“ Rhythmus punktuell immer wieder mal von Spitzen unterbrochen, wie jüngst in dieser Woche von Mittwoch auf Donnerstag.

Laut Teherans eigenen Angaben und denen von Kennern der Materie wie z.B. der in Libanon lebende Alastaire Crooke hat der Iran in seinen unendlich langen unterirdischen Galerien genügend fertige Raketen-Vorräte, um das „normale“ Tempo des Beschusses von Israel und den regionalen US-Basen ohne Unterbrechung mindestens ein halbes Jahr durchzuhalten. Dagegen neigen sich inzwischen die Vorräte der israelischen und amerikanischen Raketenabwehrwaffen dem Ende zu. Zudem hat sich die dreifach gestaffelte israelische Raketenabwehr, vom „Iron Dome“ (Eisernen Dom) bis zu „David‘s Sling“ (David‘s Schleuder), wegen der iranischen Übersättigung mit Drohnenangriffen und wegen Teherans neuer, weiter verbesserter Hyperschallraketen weitgehend als ineffizient erwiesen.

Vor allem eine neu eingesetzte ballistische Hyperschallrakete macht Israel zu schaffen. Sie kann Nutzlast bis zu 1800 Kg tragen und beim Wiedereintritt in die Atmosphäre z.B. 80 Streubomben mit jeweils 2 Kilogramm hochexplosivem Sprengstoff ausstoßen, wobei jede einzelne Raketenladung flächendeckend Industrieanlagen, Flugplätze oder Industriehallen zerstören kann.

Vor diesem Hintergrund ist das iranische Kalkül so einfach wie genial. Ihm liegt die realistische und durch jüngste Ereignisse bestätigte Annahme zugrunde (nämlich die überhastete Verlegung von Patriot Batterien aus Süd-Korea nach Israel): dass die Tage gezählt sind, bis die US/israelischen Vorräte an Luftabwehr-Raketen aufgebraucht sind. Um die super-teuren und komplexen US-Raketen wie Thaad (Stückpreis 11 Mio.$) und Patriot (2 bis 3 Mio.) in Volumen von einigen Hundert Stück zu ersetzen, werden Jahre vergehen. Aber auch dann können sie nur geliefert werden, wenn die Amerikaner auch die für die Produktion notwendigen „Seltenen Erden“ von China oder Russland bekommen. 

Ganz anders sieht das in Iran aus. Selbst seine fortschrittlichen Hyperschall-Raketenwaffen, eine Waffenart, bei der die USA um mindestens zwei technologische Generationen zurückliegen, werden vom Iran in seinen weitläufigen unterirdischen Rüstungsfabriken selbst produziert und die dazu notwendigen wichtigen Kleinteile - wie z.B. „seltene Erden“ – werden problemlos von China und Russland geliefert. Das heißt, Irans Raketenreserven werden kontinuierlich aufgefüllt und Teheran kann seinen „normalen Rhythmus“ der Angriffe viel länger als ein halbes Jahr aufrechterhalten. 

Wenn erstmal die US/israelische Raketenabwehr darniederliegt, dann werden sogar weniger komplexe, somit billigere Drohnen und ältere Modelle iranischer Raketen weitaus unbehinderte ihre Ziele in Israel und auf US-Basen in der Region finden. Ihre einzigen Gegner werden die US-produzierten israelischen und amerikanischen Kampfjets des Typs F-35 sein, die versuchen werden, die Drohnen rechtzeitig abzufangen. Das aber wird nicht mehr so einfach sein wie im Juni letzten Jahres, während des ersten brutalen, unprovozierten, völkerrechtswidrigen Angriffskriegs gegen Iran. Denn diesmal hat der Iran als ersten Vergeltungsschritt alle amerikanischen Frühwarn-Radarsysteme auf den US-Basen in der Region in die Luft gejagt. Das wird die Aufgabe der Drohen-Jagd für die F-35 nicht einfacher machen. Nebenbei angemerkt: Jede F-35, die mit iranischen Drohnen beschäftigt ist, wird weder den Nordwesten des Irans noch Irak und Libanon bombardieren können.

Wenn die Reserven der US-amerikanischen und israelischen Luftabwehr-Raketen erschöpft sind, braucht Iran nur zwischen 20 bis 30 Raketen und 50 Drohnen gegen Israel abzufeuern, um Israel langsam, aber stetig in die Knie zu zwingen. Ins Visier genommen würden dabei u.a.:

Militärisch: die systematische Zerstörung militärischer Objekte; Militärbasen, Flug- und Seehäfen, militärische Hauptquartiere, Objekte der Rüstungsindustrie, Anlagen der Geheimdienste, Anlagen der militärischen Telekommunikation, Daten-Zentren und militärwissenschaftliche Institute und Designbüros. 

Wirtschaftlich: Raffinerien, Verteilerstationen der Gas-Leitungen, Dual-Use Industrieanlagen, Kraftwerke und elektrische Umspannungsanlagen, Knotenpunkte von Transportwegen, Busbahnhöfe, zivile Flughäfen, Banken, zivile wissenschaftliche Institute und Universitäten, Krankenhäuser, etc. 

Im Grunde genommen ist für Teheran all das ein legitimes Ziel, was Israel zuvor an zivilen Objekten in Teheran und anderen iranischen Städten zerstört hat. Bisher haben die Iraner gezeigt, dass sie es dem Gegner eins zu eins heimzahlen und ihn seine eigene Medizin schmecken lassen. Und je mehr Iran die Oberhand bekommt, desto schlimmer wird es für Israel und seine jüdische Bevölkerung werden. 

Etwa 85 Prozent der jüdischen Bevölkerung Israels lebt in drei Städten, die zudem eng beieinander liegen und die großen Versorgungsanlagen, Wasser, Energie, Telekommunikation, etc. miteinander verbunden sind. Umfragen einige Tage nach Beginn des brutalen, unprovozierten, völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen Iran haben ergeben, dass über 80 Prozent der jüdischen Bevölkerung den Überfall auf Iran unterstützten. Damals glaubten die Befragten noch an die Kriegspropaganda eines schnellen Sieges. Meines Wissens gibt es keine neueren Umfragen. Aber wir wissen, wie schon im Juni letzten Jahres Hundert Tausende von Israelis fluchtartig das Land verlassen haben, um den ständigen iranischen Vergeltungsschlägen und dem Leben in Schutzbunkern zu entkommen. Und damals war es bei weitem nicht so schlimm wie jetzt. Und es kann noch schlimmer kommen.

Man bedenke nur, was nach einem Monat iranischer Zermürbung alles passieren könnte. Bei täglich einigen Duzend iranischen Raketen- und Drohen-Angriffen, verteilt über 24 Stunden, müssten die Bewohner der 3 großen israelischen Städte Tag und Nacht in den Schutzbunkern verbringen. Denn die Frühwarnzeit bis zum iranischen Raketeneinschlag ist in diesem Krieg von 20 und mehr Minuten auf maximal 5 Minuten zusammengeschrumpft. Diese Zeit reicht nicht, um vom eigenen Apartment selbst einen nah gelegenen Luftschutzbunker zu erreichen. Und dann könnte das passieren, wovor sich die „Erez-Israel“, die Groß-Israel-Kriegsverbrecher am meisten fürchten, nämlich vor einer Massenflucht der einheimischen jüdischen Familien zu Verwandten in die USA und nach Europa. 

Wenn es tatsächlich so weit kommen sollte, dann stünde die Existenz des zionistischen Apartheit-Regimes und seiner Führungselite auf dem Spiel, die von der UNO des Genozids in Gaza beschuldigt wird. Dann aber würde es für die Region und die ganze Welt wirklich gefährlich werden, denn in dieser Situation trauen nicht wenige Analysten den zionistischen Verbrechern gegen die Menschlichkeit auch den Einsatz von Atomwaffen gegen Iran zu.

Quellen und Anmerkungen

(1) https://www.youtube.com/watch?v=pJRmkd3H4DY

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Raketenabwehrrakete des "Iron Dome" startet.

Bildquelle: Hamara/ Shutterstock.com

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