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Der misslungene Regime-Change im Iran | Von Jochen Mitschka

22. Januar 2026 um 14:38

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Der misslungene Regime-Change im Iran | Von Jochen Mitschka
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Der misslungene Regime-Change im Iran | Von Jochen Mitschka

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Die deutschsprachigen Massenmedien waren in den letzten Tagen voll von Berichten über die angeblichen Massaker der iranischen Sicherheitskräfte an "friedlichen Demonstranten". Der geneigte Leser könnte vielleicht interessiert sein, einmal die Zusammenfassung der Ereignisse aus Sicht des Globalen Südens zu lesen. 

Hier also eine Zusammenfassung, so wie sie außerhalb der Medien der den Iran dämonisierenden Kolonialmächte und ihren Vasallen wahrgenommen wird, wodurch natürlich auch eine Einseitigkeit gegeben ist. Die Angaben stammen zum großen Teil aus iranischen Meldungen. Der Leser mag sich selbst ein Urteil bilden.

Wie alles begann

Die friedlichen Proteste (1) gegen wirtschaftliche Missstände begannen letzten Monat im Großen Basar von Teheran. Sie eskalierten dann durch eine höchst komplex organisierte, von Außen orchestrierte und gesteuerte Kampagne zu blutigen Straßenschlachten zwischen bewaffneten Randalierer (2), die auf Sicherheitskräfte und normale Passanten losgingen. Ziel dieser Kampagne war es, die tatsächliche Unzufriedenheit in einen umfassenden gewaltsamen Aufstand umzuwandeln.

Zunächst ein Wort zu den Ursachen. Einerseits war der Verfall der iranischen Währung sicher zum Teil auf die Sanktionen, zum Teil auf Fehler in der Wirtschaftspolitik zurückzuführen, aber was kaum beleuchtet wurde: Auch Währungsspekulanten vom Typ eines Soros hatten die Währung an den Rand des Absturzes gebracht. Max Blumenthal berichtet (3):

"US-Finanzminister Scott Bessent rühmt sich damit, dass die sadistischen US-Sanktionen die iranische Währung absichtlich abgewertet hätten und 'deshalb [die Iraner] auf die Straße gegangen sind'. 'Das ist Wirtschaftspolitik, ganz ohne Schüsse', fügte Bessent hinzu."

Und Pepe Escobar hatte schon hinterfragt, warum China nicht mit den riesigen Währungsreserven eingesprungen war, um das zu verhindern. Angesichts der Tatsache, wie wichtig der Iran für die Entwicklung der neuen Seidenstraße sei. 

Dieser plötzliche Wertverfall des Rial hatte zu friedlichen Demonstrationen der Händler geführt, die auf ihre wirtschaftlichen Beschwerden über Währungsschwankungen und steigende Inflation aufmerksam machten, und auch von der Regierung zu Gesprächen eingeladen wurden. Sie waren mitnichten Feinde der Regierung, wie sie einst halfen, die Schah-Diktatur zu stürzen. Aber ihre Demonstrationen wurden schnell von ausländischen Akteuren instrumentalisiert, die Chaos stiften wollten. So als ob die Währungsmanipulationen die erwarteten Ergebnisse gegeben hätte.

Die Reaktion der Regierung

Die iranische politische Führung, darunter der Staatschef, bzw. in iranischen Worten "Oberste Führer der Islamischen Revolution", Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, Präsident Masoud Pezeshkian und Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf, grenzten ziemlich umgehend zwischen einer rechtmäßigen öffentlichen Versammlung und den Aktionen von ausländisch gesteuerten Randalierern ab.

CIADiese Einschätzung wurde durch die Verhaftung zahlreicher Mossad- und CIA-Agenten im ganzen Land, die gerichtliche Aufdeckung gefälschter Opferberichte und forensische Analysen bestätigt, die eine koordinierte digitale Desinformationskampagne aufdeckten, die durch KI-generierte Inhalte und manipulierte Audioaufnahmen angeheizt wurde. Das Muster ähnelt stark der ausländischen Einmischung, die während der Unruhen von 2022 akribisch dokumentiert wurde, als Geheimdienste die Beteiligung von mehr als 20 westlichen Geheimdiensten aufdeckten.

Inländische Ursachen: Wirtschaftliche Missstände als Realität

Die Proteste, die Ende Dezember 2025 ausbrachen, hatten also ihren Ursprung in realen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Ladenbesitzer und Basarhändler, die Ayatollah Khamenei als „zu den loyalsten Bevölkerungsgruppen gegenüber der Islamischen Revolution“ bezeichnete, begannen aufgrund eines drastischen und destabilisierenden Wertverfalls der Landeswährung mit der Schließung ihrer Geschäfte. Präsident Pezeshkian, Parlamentspräsident Qalibaf und der Oberste Führer selbst erkannten öffentlich die Berechtigung dieser wirtschaftlichen Missstände an und versprachen, sich der Anliegen der Händler anzunehmen. Verursacht worden war es durch Währungsmanipulationen der USA.

Ayatollah Khamenei bekräftigte, dass ein Händler, der unter solch instabilen Bedingungen sagt: „Ich kann keine Geschäfte machen“, die Wahrheit spricht (4), da er die Last der Marktunsicherheit trägt. Von Anfang an verfolgte die Regierung konsequent die Position, das Recht auf friedliche Versammlung zu wahren und gleichzeitig die Beamten anzuweisen, in einen Dialog zu treten, um diese wirtschaftlichen Herausforderungen zu lösen. Berichte aus einigen Städten schilderten Tausende friedliche Demonstranten, die unter Polizeibegleitung mit wirtschaftlichen Parolen demonstrierten. Zusammenstöße brachen erst aus, nachdem eine Splittergruppe Vandalismus begangen hatte (5).

Also noch mal: Die Proteste hatten ihren Ursprung zunächst im Inland und waren sozioökonomisch motiviert, bevor sie von externen Kräften instrumentalisiert (6) wurden, die die Gelegenheit nutzten, um ihr Projekt eines „Regimewechsels“ voranzutreiben.

Die Umsetzung eines alten Plans

Der iranische Sicherheitsapparat interpretiert aktuelle Ereignisse explizit durch Berücksichtigung der jüngeren Geschichte, insbesondere der weit verbreiteten Unruhen nach dem tragischen Tod von Mahsa Amini im Jahr 2022. Im Juni 2023 legte Brigadegeneral Mohammad Kazemi, Chef des Geheimdienstes der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), einen umfassenden öffentlichen Bericht über diese Zeit vor. Die Untersuchung ergab, dass ausländische Geheimdienste eine aktive Rolle bei den Unruhen im Jahr 2022 gespielt hatten. Zu den beteiligten Ländern gehörten die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, einige arabische Staaten und Israel.

Die aufgedeckten Aktivitäten zeigten eine detaillierte Planung: Europäische Diplomaten sammelten in Echtzeit Informationen über die Sicherheitsmaßnahmen, CIA und Mossad arbeiteten zusammen, um Cyberplattformen zur Verbreitung von Protestnachrichten zu entwickeln und zu betreiben und reaktivierten sogar gemeinsame Projekte zur Ermordung iranischer Wissenschaftler. Regelmäßige Treffen zwischen den Geheimdiensten Israels und der Vereinigten Arabischen Emirate koordinierten die Unterstützung der Unruhen. Dieses Szenario von 2022 schafft den Präzedenzfall für eine vielschichtige, staatlich geförderte hybride Kriegsführung mit dem Ziel der Destabilisierung Irans.

Die politische Einflussnahme der USA

Ein entscheidendes Element des Regime-Change-Musters, das sich zwischen 2022 und 2026 wiederholt, ist die unmittelbare und politisch aufgeladene Unterstützung durch hochrangige US-Regierungsbeamte und Politiker. Im jüngsten Fall erschienen Stellungnahmen der USA fast zeitgleich mit den ersten Protestvideos. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, erklärte (7) am 29. Dezember 2025:

Das iranische Volk will Freiheit … Wir stehen an der Seite der Iraner auf den Straßen.“

Diese Formulierung verlagerte den Fokus bewusst von wirtschaftlichen Missständen auf eine politische Revolution.

Der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo (8) machte die iranische Regierung für den wirtschaftlichen Zusammenbruch verantwortlich. Die schärfste Rhetorik kam von Präsident Donald Trump, der über seine Social-Media-Kanäle eine Reihe hetzerischer Äußerungen veröffentlichte, wonach die USA intervenieren würden, falls „Demonstranten“ getötet würden. Er gipfelte in der Aussage, das Land sei „bereit zum Eingreifen“. Am 6. Januar, rief er die Iraner auf, die Kontrolle über die staatlichen Institutionen zu übernehmen, und erklärte, Hilfe sei unterwegs. Dies rief heftige Reaktionen iranischer Offizieller hervor.

Als Reaktion (9) darauf wies der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats (SNSC) des Iran die Drohungen Trumps zurück und bezeichnete ihn als einen der Hauptmörder von Iranern.

Wir nennen die Namen der Hauptmörder des iranischen Volkes: 1. Trump, 2. Netanjahu“,

schrieb Larijani am Dienstag in einem Beitrag auf X. Verteidigungsminister Brigadegeneral Aziz Nasirzadeh warnte, die Islamische Republik werde auf jeden neuen Akt der Aggression seitens der USA oder des israelischen Regimes entschiedener reagieren.

Sollten diese Drohungen in die Tat umgesetzt werden, werden wir das Land mit aller Kraft und bis zum letzten Blutstropfen verteidigen, und unsere Verteidigung wird ihnen schmerzlich sein“, sagte er.

Ali Shamkhani, der ranghöchste politische Berater des Führers und ehemalige Sicherheitsbeamte, bezeichnete dies als „rote Linie“ und reichte formelle Beschwerden bei den Vereinten Nationen ein.

Die Geschwindigkeit und Art dieser Äußerungen der USA stellten ein vorab festgelegtes Druckmittel dar, das darauf abzielte, das Thema zu internationalisieren (10), gewalttätige Akteure vor Ort zu bestärken und der Subversion einen diplomatischen Anstrich zu geben – analog zur Resolution des US-Repräsentantenhauses von 2022, die die Randalierer jenes Jahres unterstützte.

Digitale Propagandafabrik

Das Internet diente als Hauptschlachtfeld im Kampf um die Deutungshoheit über den Iran, wobei die Taktiken seit den Unruhen von 2022 immer ausgefeilter geworden sind. Eine groß angelegte Desinformationskampagne betraf den Fall von Saghar Etemadi, die in den sozialen Medien fälschlicherweise als „Märtyrerin“ (11) dargestellt wurde, die während der Unruhen von staatlichen Kräften getötet worden sei. Die iranische Justiz dementierte dies offiziell und bestätigte, dass sie verletzt, im Krankenhaus und in stabilem Zustand sei. Ihre Mutter und ihr Bruder appellierten öffentlich an die Öffentlichkeit. Ihre Mutter sagte: „Meine Tochter lebt. Verschont uns mit euren Lügen.“ Forensische Analysen bestätigten, dass die Bilder von Etemadi mithilfe künstlicher Intelligenz generiert oder manipuliert wurden. Dies war Teil der Strategie, „falsche Märtyrer“ zu erschaffen, um die emotionale Wirkung ihrer Erzählung zu verstärken.

Diese Taktik wurde direkt mit ähnlichen Fälschungen während der Unruhen von 2022 verglichen. Darüber hinaus deckte die digitale Forensik die systematische Wiederverwendung alten Videomaterials auf. Ausschnitte der Proteste von 2022 und sogar von unabhängigen Ereignissen in Ländern wie Griechenland, Frankreich und den Vereinigten Staaten wurden als aktuelle Unruhen im Iran dargestellt.

Eine ausgefeiltere Technik bestand darin, gefälschte Tonspuren in die Protestszenen einzufügen, um Lobgesänge auf Reza Pahlavi, den Sohn des Diktators, der 1979 durch die Islamische Revolution gestürzt wurde, einzufügen. Die digitale Kampagne ließ sich auf Netzwerke (12) israelischer Bots und anti-iranischer Propagandisten zurückführen, die darauf abzielten, in der globalen digitalen Wahrnehmung künstlich eine monarchistisch geführte Revolution herbeizuführen.

Infiltration vor Ort und bezahlte Agitation

Iranische Sicherheitskräfte legten Beweise (13) für ausländische Einflussnahme auf die Proteste vor. Schon Anfang Januar 2026 gab die Polizei die Festnahme eines Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad (14) bekannt. In einem im Fernsehen übertragenen Geständnis schilderte der Festgenommene detailliert, wie die Rekrutierung und Führung über soziale Medien von in Deutschland ansässigen Kontaktpersonen gesteuert wurde. Die Anweisungen umfassten den Kauf von Ausrüstung, die Teilnahme an Versammlungen, das Skandieren bestimmter Parolen und das Versenden von Videomaterial ins Ausland.

Polizeichef Brigadegeneral Ahmadreza Radan bestätigte, dass die Sicherheitskräfte Rädelsführer ins Visier genommen hatten, die

Dollar-Zahlungen aus dem Ausland für die Provokation der Öffentlichkeit erhielten“.

Weitere Razzien in Verstecken in Teheran förderten Waffen, Munition und Material zum Bombenbau zutage, was auf einen Plan zur Eskalation der Unruhen in bewaffnete Gewalt hindeutete.

Das iranische Geheimdienstministerium gab am 14. Januar bekannt, dass es dank der effektiven Zusammenarbeit mit der Bevölkerung Terroristenführer in Teheran identifizieren und festnehmen konnte. Der Leiter der Märtyrerstiftung, Ahmad Mousavi, erklärte, die Getöteten, darunter Zivilisten und Angehörige der Sicherheitskräfte, seien mit verschiedenen Waffen wie Sturmgewehren, Jagdgewehren, Messern, Äxten usw. getötet worden. Diese Aktionen seien gezielte Schläge gegen Personen gewesen, die laut Parlamentspräsident Qalibaf

mit ausländischen Geheimdiensten in Verbindung stehen und versuchen, Proteste zu instrumentalisieren und in Ausschreitungen umzuwandeln“.

Geopolitisches Ziel: Schwächung der Widerstandsachse

Hochrangige iranische Persönlichkeiten stellen einen expliziten Zusammenhang (15) zwischen den Unruhen im Inland und den umfassenderen internationalen Auseinandersetzungen her und schlussfolgerten, dass das letztendliche Ziel der Einmischung geopolitischer und nicht humanitärer Natur ist. Parlamentspräsident Qalibaf (16) zog am Montag in einer öffentlichen Rede eine direkte Verbindung zwischen der Behandlung des Irans, dem israelischen Krieg gegen Gaza und der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA. Das demonstrierte, dass die USA, die ihren schwindenden Einfluss wahrnehmen, zu „harter Macht“ und „dem Verhalten eines Wahnsinnigen“ greifen und das Völkerrecht zugunsten eines „Rechts des Stärkeren“ aufgeben.

Aus dieser Perspektive seien die von ausländischen Mächten unterstützten, tödlichen Unruhen im Iran ein Druckpunkt in einer umfassenderen Kampagne zur Schwächung der Widerstandsachse. Das Ziel, wie es von iranischen Offiziellen wie Generalmajor Abdolrahim Mousavi, dem Chef der Streitkräfte, formuliert wurde, sei es, die Niederlage des Gegners in direkten militärischen Konfrontationen durch das Schüren von internem Chaos zu kompensieren und so einen Kurswechsel in Irans Regionalpolitik und dessen Unterstützung für den palästinensischen Widerstand zu erzwingen. Die sofortige Unterstützung der US-Operation in Venezuela durch die israelische Regierung belege eine kohärente Strategie, die auf unabhängige Staaten auf verschiedenen Kontinenten abzielt.

Analyse der Entwicklung von Auslösern für Interventionen

Die Unruhen von 2022 wurden durch ein soziales Ereignis ausgelöst, das ausländische Akteure im Rahmen einer orchestrierten Kampagne ausnutzten (17), um eine „emotionale Atmosphäre“ zu schaffen, Proteste durch Streikaufrufe und in Unruhen umzuwandeln und schließlich zu versuchen, diese in eine bewaffnete Bewegung zu transformieren. Im Gegensatz dazu entstanden die Proteste von 2025/26 aus einem rein wirtschaftlichen Auslöser: Währungsverfall und Inflation. Die Strategie der ausländischen Einmischung blieb im Wesentlichen dieselbe, nur der Ausgangspunkt verlagerte sich. Die sofortige politische Unterstützung durch die USA, die digitale Propagandaflut sowie die Rekrutierung und Bezahlung vor Ort folgten einer nahezu identischen Abfolge.

Diese Konstanz beweise, so die überwiegende Meinung außerhalb westlicher Kreise, dass das Ziel darin besteht, die Saat der Destabilisierung zu säen, wobei die konkreten öffentlichen Missstände austauschbar sind. Ob der Auslöser nun sozialer oder wirtschaftlicher Natur ist, die Reaktion feindlicher Staaten und ihrer verbundenen Netzwerke besteht aus einem standardisierten Set subversiver Instrumente, die jederzeit einsatzbereit sind.

Der Kampf um die öffentliche Wahrnehmung

Dieser Kampf erstreckt sich bis in die internationale Diplomatie und ein globales Mediennetzwerk, in dem westliche Medien eine ausgeprägte Asymmetrie praktizieren. Während Bilder von vereinzelten Unruhen verstärkt werden, erhalten massive regierungsfreundliche Kundgebungen, wie etwa jene zum Gedenken an den Tod des hochrangigen Anti-Terror-Kommandeurs Qasem Soleimani, an denen Hunderttausende teilnahmen, kaum Beachtung.

Die landesweiten Massendemonstrationen im Iran am 12. Januar, an denen Millionen Iraner teilnahmen, wurden von den westlichen Medien ignoriert, da sie nicht in deren Narrativ passten. Diese selektive Berichterstattung ist ein bewusst eingesetztes Narrativ, um den Iran als ständig am Rande einer „Revolution“ stehend darzustellen und so weiteren ausländischen Druck und Sanktionen zu legitimieren.

Als Reaktion darauf hat der Iran eigene diplomatische Maßnahmen ergriffen und formelle Proteste bei den Vereinten Nationen gegen die US-Drohungen als Verstöße gegen das Völkerrecht eingelegt. Iranische Medien begegneten Desinformationen zumindest innerhalb des Landes erfolgreich mit Fakten, indem sie die Festnahme ausländischer Agenten hervorhoben, Falschmeldungen widerlegten und den friedlichen Verlauf vieler Proteste aufzeigten.

Der Kampf dreht sich nicht nur um die Ereignisse vor Ort, sondern auch darum, welche Interpretation dieser Ereignisse den globalen Informationsraum dominiert – ein Kampf gegen gut finanzierte, politisch motivierte ausländische Medien und ihre Online-Verstärkungsnetzwerke.

KI und die neuen Grenzen der Informationskriegsführung

Eine bedeutende Entwicklung bei den Protesten 2025/26 ist die zunehmende Bedeutung von Technologie in der Einmischungskampagne. Forensische Untersuchungen weisen auf den Einsatz KI-generierter Bilder zur Erzeugung von „falschen Märtyrern“ (18), den Einsatz synchronisierter Audioaufnahmen zur Erfindung von Protestparolen und den ausgeklügelten Einsatz von Botnetzen zur Verstärkung hin. Dies stellt eine technologische Weiterentwicklung gegenüber 2022 dar, als wiederverwendete Videos häufiger vorkamen als prozedural generierte Inhalte.

Diese Eskalation steht im Kontext der für Mitte 2025 geplanten militärischen Aggression der israelischen Regierung, bei der ähnliche Instrumente digitaler Täuschung in großem Umfang eingesetzt wurden. Das Protestumfeld wurde somit zum Testfeld und zur Anwendungszone für diese neuen Instrumente der öffentlichen Wahrnehmungssteuerung.

Die gesunkene Hürde für die Erstellung überzeugender Falschmeldungen stellt eine neue Herausforderung dar, da sich verfälschte Narrative viral verbreiten, bevor herkömmliche Verifizierungsmechanismen eingreifen können. Dadurch prägen sie die öffentliche Wahrnehmung dauerhaft, selbst nachdem sie widerlegt wurden.

Tieferliegende Gründe

Von 1953 bis 1979 hatte die CIA mit Hilfe der iranischen Monarchie ein Marionettenregime mit einem Geheimdienst am Leben erhalten, dessen Foltermethoden aus den Nazi-Büchern stammte. Nach der sozialen Revolution von 1979, ist das Land unter ständigem Druck der USA. Durch Sanktionen, dann dem ersten Krieg mit Hilfe des Irak gegen das Land, Attentate, Cyber Warfare mit erheblichen Schäden in Ölinfrastruktur und der Uranindustrie, Abwerbung von Wissenschaftlern mit verlockenden Angeboten, Ermordung von Wissenschaftler, die einer Einladung nicht folgen, dann dem 12-Tage-Krieg und immer wie wieder versuchten Regime-Change Aufstandserzeugungen. 

Dies zwingt das Land, einen großen Teil seiner Aufwendung in Abschreckung und Verteidigung zu investieren, weshalb die zivile Infrastruktur langsam zerfällt. Wirtschaftssanktionen gegen Länder welche mit dem Iran kooperieren wollen verschärfen die wirtschaftlichen Probleme. Der 12-Tage-Angriffskrieg gegen den Iran hatte Israel an den Rand einer Katastrophe gebracht. Aber wie im Fall von Minsk2, dem Konflikt zwischen Russland und der NATO, hat man den Waffenstillstand nicht zum Anlass genommen, die Politik zu ändern, sondern nur, um sich neu zu formatieren und einen neuen Anlauf in dem über 40-jährigen Krieg gegen den Iran zu nehmen.

Daher ist zu befürchten, dass Israel nun die letzte Rote Linie in völkerrechtlicher Hinsicht auch noch überschreiten wird, nachdem das Land wegen des Völkermords in Gaza nicht zur Verantwortung gezogen wird, … und Kernwaffen gegen den Iran einsetzen wird, oder dass die USA ihr 1500 Milliarden Dollar teure Militär auf das Land loslassen.

Quellen und Anermkungen

(1) https://www.aljazeera.com/features/2026/1/16/why-is-irans-economy-failing-prompting-deadly-protests 

(2) https://www.aljazeera.com/news/2026/1/19/narrative-war-who-killed-thousands-during-irans-nationwide-protests 

(3) https://x.com/MaxBlumenthal/status/2013830010050593158 

(4) https://www.aa.com.tr/en/middle-east/irans-khamenei-says-protesters-concerns-valid-but-warns-of-enemy-hand-behind-unrest/3788564 

(5) nachdem eine Splittergruppe Vandalismus begangen hatte 

(6) https://www.facebook.com/reel/1210833703756181 

(7) https://www.iranintl.com/en/202512291495 

(8) https://www.foxnews.com/politics/pompeo-says-iranian-regime-arrived-natural-terminus-lets-not-waste-historic-opportunity 

(9) https://www.afintl.com/en/202601020293 

(10) https://www.securitycouncilreport.org/whatsinblue/2026/01/briefing-on-protests-in-iran.php 

(11) https://www.presstv.ir/Detail/2026/01/14/762313/how-mossad-cia-sabotaged-economic-protests-iran-stir-chaos-but-failed 

(12) https://abcnews.go.com/International/wireStory/activists-iran-aired-97-coerced-confessions-protesters-after-129180897 

(13) https://www.presstv.ir/Detail/2026/01/05/761910/Police-Agent-linked-to-Israeli-Mossad-spy-agency-captured-among-rioters-in-Tehran 

(14) https://www.islamicinvitationturkey.com/iranian-authorities-detain-mossad-operative-amidst-unrest/ 

(15) https://commonslibrary.parliament.uk/research-briefings/cbp-10456 

(16) https://www.npr.org/2026/01/11/nx-s1-5673845/iran-us-israel-targets-protests 

(17) Eine junge Frau, die an einem Hirnschaden litt, war wegen Verstoß gegen die immer seltener durchgesetzten Kleidervorschriften in kurzfristigen Polizeigewahrsam ohne Fremdeinwirkung durch ihre Vorschädigung verstorben. trotz sofortiger ärztlicher Rettungsversuche, wie Videoaufzeichnungen bewiesen.

(18) https://www.nytimes.com/2026/01/16/business/iran-internet-blackout-protests-disinformation.html 

+++

Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bild: Protest im Iran 2026. Proteste gegen die Regierung im Iran. Iranische Flagge. Kommunikation Internet Blackout. Proteste in Teheran

Bildquelle: tanitost / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Öl, Silber, Macht | Von Claudia Töpper

06. Januar 2026 um 11:25

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Folgt nun der Krieg USA vs. China?

Nachdem Trump am Wochenende den venezolanischen Präsidenten, Nicolás Maduro, nach New York entführte, um einen Regimewechsel herbeizuführen und um an die Ölreserven zu gelangen, die China bereits beansprucht, sollen nun offenbar auch Regimewechsel in Kuba, Mexiko, Kolumbien und Grönland folgen. (1) Beginnt nun der lang prophezeite Krieg gegen China? 

Ein Kommentar von Claudia Töpper.

Was geschah?

Der US-Präsident, Donald J. Trump ließ den Präsidenten von Venezuela am 03.01.2026 von Mitgliedern ‌der Delta Force, eine Spezialeinheit der US-Armee, entführen und nach New York bringen, um ihn dort vor Gericht wegen Drogen- und Waffenhandel anzuklagen. (2) Dies bestätigt die US-Justizministerin, Pam Bondi auf X. (3) Bis Montag befand sich Maduro im dem Hochsicherheitsgefängnis, Metropolitan Detention Center in Brooklyn. (4)

Es handelte sich bei der Entführung um eine verdeckte Operation. (5) Dies scheint ein Video mit spanischem Untertitel aus Venezuela zu bestätigen.

„Die Medien wurden bei jedem Schritt im Dunkeln gelassen und irregeführt. Unmittelbar zuvor kam es durch die Abschaltung des Stromnetzes zu massiven Stromausfällen. Die CIA unter Präsident Trump verfolgte und prognostizierte jede Bewegung Maduros. Verdeckte Agenten lenkten die Zivilbevölkerung ab. Die eingesetzte Technologie und Strategie waren keinem anderen Land bekannt.“

Die Anklageschrift

Am Montag, den 05.01.2026 wurde Maduro in New York dem Haftrichter vorgeführt. Um 12:00 Uhr Ortszeit wurde die Anklageschrift gegen ihn, seine Frau, Cilia Adela Flores De Maduro und seinen Sohn, Nicolas Ernesto Maduro Guerra, alias „Nicolasito“ und „The Prince“ verlesen. (6) Maduro plädierte hierbei auf „nicht schuldig“. (7) Neben Maduro und seiner Familie sind die folgenden drei Personen laut der Anklageschrift mit angeklagt: „Diosdado Cabello Rondón, Vorsitzender der Nationalen Verfassungsgebenden Versammlung Venezuelas, Ramon Rodriguez Chacin, ein venezolanischer Politiker und ehemaliges Mitglied der Streitkräfte, der zwischen […] 2002 und 2008 als Minister des Inneren und der Justiz tätig war sowie zwischen […] 2012 und […] 2017 Gouverneur des venezolanischen Bundesstaates Guárico und Hector Rusthenford Guerrero Flores,  alias „Niño Guerrero“, der […] über mehr als ein Jahrzehnt hinweg als Anführer oder Co-Anführer von TdA fungiert. In dieser Zeit haben Mitglieder und Verbündete von TdA eine breite Palette von Straftaten begangen. Darunter Erpressungen, Entführungen, Morde, Drogenhandel, Waffenhandel, Prostitution, Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung, Raubüberfälle, Bankeinbrüche sowie Geldwäsche in Venezuela, den Vereinigten Staaten und anderswo.“ (8)

Die TdA steht für „Tren de Aragua“. Hierbei handelt es sich um eine kriminelle Organisation aus Venezuela, die ursprünglich in einem Gefängnis in dem Bundesstaat Aragua entstanden ist und sich später zu einem transnationalen Verbrechersyndikat entwickelt hat. (9)

Die aktuelle und erweiterte 25-seitige Anklageschrift enthält für Maduro folgende vier Anklagepunkte:

  • 1. „Verschwörung zum Narco-Terrorismus [Betäubungsmittel-Terrorismus] (10) […], die eine zwingende Mindestfreiheitsstrafe von 20 Jahren und eine Höchststrafe von lebenslanger Haft nach sich zieht (11) […] Konkret ging es um die Verteilung von und den Besitz mit der Absicht der Verteilung von fünf Kilogramm oder mehr von Mischungen und Substanzen, die eine nachweisbare Menge Kokain enthalten, in dem Wissen und mit der Absicht, direkt oder indirekt einen finanziellen Vorteil einer Person oder Organisation zukommen zu lassen, die sich mit Terrorismus oder terroristischen Aktivitäten beschäftigt, darunter Organisationen, die vom US-Außenminister als ausländische terroristische Organisationen (FTOs) […] benannt wurden, wie z. B.: FARC, FARC-EP, Segunda Marquetalia, ELN, Tren de Aragua (TdA), das Sinaloa-Kartell, CDN (auch bekannt als die Zetas), sowie deren Mitglieder, Agenten und Verbündete. Die Angeklagten handelten in dem Wissen, dass diese Organisationen und Personen Terrorismus ausüben, in Verletzung von Title 21, United States Code, Section 960a […]. (12)
  • 2. Verschwörung zur Kokain-Einfuhr in die Vereinigten Staaten (13) […], die eine zwingende Mindestfreiheitsstrafe von 10 Jahren und eine Höchststrafe von lebenslanger Haft nach sich zieht (14)
  • 3. Besitz von Maschinengewehren und Sprengstoff (15) […]: Gebrauch und Mitführen von Maschinengewehren und Sprengvorrichtungen während und in Zusammenhang mit den Verschwörungen zum Narco-Terrorismus und zur Kokaineinfuhr sowie Besitz von Maschinengewehren und Sprengvorrichtungen zur Förderung dieser Verschwörungen, was eine zwingende Mindestfreiheitsstrafe von 30 Jahren und eine Höchststrafe von lebenslanger Haft nach sich zieht (16)

Sowie

  • 4. Verschwörung zum Besitz von Maschinengewehren und Sprengstoff (17) […], wofür eine Höchststrafe von lebenslanger Haft vorgesehen ist.“ (18)

Zudem ist der Anklageschrift noch eine Entschädigung beigefügt. Diese lautet wie folgt: „Vermögensabschöpfung / Einziehung: Aufgrund der in den Anklagepunkten 1–4 begangenen Straftaten sollen die Angeklagten jegliches Eigentum, das aus diesen Straftaten stammt oder für die Begehung dieser Straftaten genutzt wurde, an die Vereinigten Staaten abtreten, gemäß Title 21 U.S.C. §§ 853, 970 und Title 18 U.S.C. § 924(d). Falls diese Vermögenswerte nicht auffindbar, übertragen, außerhalb der Gerichtsbarkeit, erheblich entwertet oder mit anderem Eigentum vermischt wurden, beabsichtigt die US-Regierung, Ersatzvermögen in gleicher Höhe zu beanspruchen (Title 21 U.S.C. § 853(p); Title 28 U.S.C. § 2461(c)).“ (19)

„Die in diesem Fall möglichen zwingenden Mindest- und Höchststrafen sind vom Kongress festgelegt und werden hier ausschließlich zu Informationszwecken genannt, da das konkrete Strafmaß für die Angeklagten vom Richter bestimmt wird. Der Fall wird von der Terrorismus- und Internationalen Betäubungsmittelabteilung der US-Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk von New York bearbeitet.“ (20)

Bei der FARC handelt es sich um die „Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia“ (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens), die 1994 aus bäuerlichen Selbstverteidigungsgruppen und kommunistischen Parteikreisen gegründet wurde. Sie kämpft gegen soziale Ungleichheit und den kolumbianischen Staat mithilfe von Bombenanschlägen, Entführungen, Erpressungen und Gewaltakten. (21) Sie wurde offenbar vor allem durch den Drogenhandel mit Kokain finanziert. (22)

Maduros Frau wird in den Punkten 2-4 angeklagt. (23)

Die eigentliche Verhandlung könnte sich über Monate hinziehen, denn die Verteidiger von Nicolás Maduro werden vermutlich die Rechtmäßigkeit der Verhaftung und Überstellung in die USA infrage stellen und anfechten und sich auf die Immunität als Staatsoberhaupt beziehen. (24)

Reaktion aus Venezuela und der Welt

„Die Menschen im Land sind über den US-Putsch keineswegs einstimmig glücklich. Das Gegenteil sei der Fall. Die Regierung ist nicht abgesetzt, das Militär kündigt bewaffneten Widerstand gegen die USA an und das Volk würde hinter dem Militär stehen.“ (25)

Noch in der Tagesschau vom 04.01.2026 um 15:10 Uhr wird berichtet, dass der Bevölkerung untersagt wird, sich über die Entführung und den Regimewechsel, der in Venezuela erfolgte, zu freuen. Bereits am Abend des 04.01.2026 um 20:00 Uhr berichtet die Tagesschau jedoch das genaue Gegenteil. (26)

In den sozialen Netzwerken wird berichtet, dass nicht alle Menschen, die in Venezuela leben, über diesen amerikanischen Putsch erfreut sind. (27) Exil-Venezolaner freuen sich hingegen über den Sturz von Maduro. (28)

Außenminister von Venezuela, Iván Gil Pinto kritisiert den Angriff als „feige und kriminell“. (29)

In Mexiko und Brasilien gab es Proteste gegen die Entführung und Verhaftung Maduros, da sie völkerrechtswidrig ist. (30) Brasilien, Mexiko, Chile, Kolumbien und weitere Staaten veröffentlichten gemeinsame Erklärungen, in denen sie „tiefe Besorgnis und Ablehnung“ über das Vorgehen äußerten. (31)

Während von Politikwissenschaftlern, Frankreich, China, Mexiko, Brasilien, Russland, Kuba, Iran und Venezuela sowie EU- und UN-Vertretern klar von einem Völkerrechtsbruch gesprochen wird, ordnet der deutsche Rechtsanwalt, Joachim Steinhöfel die Festnahme von Nicolás Maduro juristisch ein und kommt zu einem klaren Befund: „kein Völkerrechtsbruch“. (32)

Der Bundeskanzler, Friedrich Merz hält sich lange mit einer Einschätzung zurück und benennt die US-Aktion lediglich als „komplex“. (33) Auch der deutsche Außenminister, Johann Wadephul möchte den US-Angriff nicht bewerten. (34)

Wolodymyr Selenskyj, der ukrainische Präsident ließ nach der völkerrechtswidrigen Entführung und Verhaftung Maduros verlauten:

„Washington weiß nun, was es als nächstes zu tun hat.“ (35)

Wer ist Maduros Nachfolgerin?

Delcy Rodríguez ist die Nachfolgerin und Interimspräsidentin von Venezuela. Sie ist die Tochter des linksgerichteten Guerillakämpfers Jorge Antonio Rodríguez, der in den 1970er Jahren die revolutionäre Partei Liga Socialista gründete. Rodríguez ist Juristin und gilt als unnachgiebige Sozialistin und Unterstützerin Maduros. (36) Ihr Bruder, Jorge Rodriguez ist Psychiater und ehemaliger Minister für Kommunikation und Information von Venezuela. Er wird als zentraler politischer Akteur und enger Verbündeter der Regierung beschrieben, der eher im Hintergrund agiert. (37)

Delcy Rodríguez und ihr Bruder Jorge werden als Schlüsselakteure im Machtgefüge Venezuelas beschrieben, insbesondere nachdem Maduro abgesetzt bzw. gefangen genommen wurde. Sie gelten als wichtige politische Figuren, die die verbleibende Macht ausüben könnten. (38)

In einer Pressekonferenz betonte die Interimspräsidentin,

„das Land sei von „Zionisten“ angegriffen worden, die die Nation versklaven wollten. Sie beharre darauf, dass Venezuela die Anweisungen der Trump-Regierung bezüglich der Wahl des nächsten Präsidenten ignorieren werde. Sie erklärte zudem, das ganze Land sei mobilisiert und Nicolás Maduro bleibe der legitime Präsident.“ (39)

In einem Telefoninterview mit The Atlantic soll Trump Rodriguez gedroht haben. Wörtlich soll er gesagt haben:

„Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als (Nicolás) Maduro.“ (40)

Einige Medien berichten, dass Maduro von Rodriguez verraten wurde und legen nahe, dass der Putsch gemeinsam vorbereitet wurde. Wie Bild.de berichtet, deutet dies der ehemalige kolumbianische Vizepräsident, Francisco Santos Calderón an. (41) Fest zu stehen scheint, dass die riesige Öl-Raffinerie des Staatskonzerns PDVSA in Maracaibo von der jetzigen Interimspräsidentin kontrolliert wird. Demnach hat nach dem Putsch nun genau die Person die Entscheidungsgewalt, die Trump für seine geplanten Ölgeschäfte braucht. (42)

Nachdem Rodriguez zunächst bekräftigte, dass sich Venezuela auch unter ihrer vorrübergehenden Leitung nicht von den USA übernehmen lassen werde, lassen aktuelle Nachrichten vermuten, dass sie zumindest eine Zusammenarbeit mit den USA anstrebe. (43) Die aktuelle Friedensnobelpreisträgerin hat sich ebenfalls als Präsidenten vorgeschlagen mit dem Zusatz, dass sie den USA zugetan wäre. (44) Trump lehnte dieses Angebot jedoch bereits ab, da „ihr der Respekt im Land fehle“. (45)

Trump hat erst begonnen

Er drohte in der Pressekonferenz am vergangenen Samstag in Mar-a-Lago indirekt auch Kuba und Kolumbien, dass sie aufpassen sollen. (46) Marco Rubio, US-Außenminister erklärte zusätzlich, dass Kuba Maduro unterstützen und seine Sicherheit kontrollieren würde. (47)

Zusätzlich erklärte er in Bezug auf Grönland, dass er dies ebenfalls unter US-Kontrolle bringen möchte und Dänemark Grönland sowieso keinen Schutz vor chinesischen Angriffen bieten könne. (48) Zudem hat Trump auch Mexiko bereits im Visier. (49)

Kommentar

Was in der ganzen Diskussion nicht erwähnt wird, ist, dass die meisten Menschen in den USA aufgrund der Ärzte und Krankenhäuser drogensüchtig sind. Dies hat den einfachen Grund, weil die Ärzte in Amerika schwere Schmerzmittel, wie Fentanyl und Opioide wie Oxycodon, Hydrocodon, Morphin verschreiben, die sehr leicht süchtig machen. Nach einer Operation oder um Schmerzen zu lindern. (50) Da dies nirgendwo erwähnt wird, kann davon ausgegangen werden, dass der vorgeworfene Drogenterrorismus nur vorgeschoben ist. 

Fakt ist, dass Venezuela nicht nur die größten Ölreserven der Welt (303 Milliarden Barrel Ölreserven) besitzt, sondern auch ungeförderte Milliarden an Silber und Gold sowie offizielle Goldreserven von 161 Tonnen mit einem aktuellen Wert von 22 Milliarden US-Dollar. (51) Maduro war dagegen, dass Venezuela von anderen Ländern und ausländischen Unternehmen ausgenommen wird. (52) Nur Stunden nach der Verhaftung Maduros soll die US-Regierung mit J.P. Morgan offenbar einen Deal im Wert von 6 Millliarden US-Dollar über eine Schmelzanlage für Silber in Venezuela abgeschlossen haben. Mit wem, ist unbekannt. (53) Zudem hatte Präsident Trump am Samstag, den 03.01.2026 während der Pressekonferenz in Mar-a-Lago gegenüber Reportern gesagt,

„dass die USA große Mengen venezolanisches Öl an andere Länder verkaufen würden, nachdem sie die Produktion hochgefahren hätten.“

Und er fügt hinzu:

„Venezuela hält die größten Ölreserven der Welt, aber Jahre der Unterinvestition und bröckelnden Infrastruktur haben einen Großteil dieses Reichtums verschlossen. US-Energieunternehmen könnten in das Land zurückkehren, um dieses Potenzial zu erschließen. Wir werden unsere sehr großen US-Ölunternehmen dazu bringen, Geld auszugeben, Milliarden von Dollar auszugeben, die schlecht kaputte Ölinfrastruktur zu reparieren und Geld für das Land zu verdienen“. (54)

Der Ex-Präsident von Venezuela, Hugo Chavez sagte bereits während seiner Amtszeit in einem Interview, dass den USA das Öl ausgeht. (55) Auch Maduro kennt das wahre Ziel von Trump: Öl, Gold und seltene Erden. Dies erklärte er in einem Interview mit Ignacio Ramonet im Pod-Car-Format. (56)

Es ist also offensichtlich, dass Trump vorrangig die Ölreserven und Bodenschätze von Venezuela im Blick hat und weniger den Drogenschmuggel. Was nicht für jeden offensichtlich sein könnte, ist, dass dies der Beginn des Krieges zwischen China und den USA sein könnte, der von Beobachtern schon lange prophezeit wird. China verkündet über X, dass es über den Angriff der USA zutiefst schockiert ist. (57) Der offizielle Sprecher Chinas schreibt auf X:

„China ist zutiefst schockiert über den eklatanten Einsatz von Gewalt durch die USA gegen einen souveränen Staat und das Vorgehen gegen dessen Präsidenten und verurteilt dies aufs Schärfste. Solche hegemonialen Handlungen der USA verstoßen schwerwiegend gegen das Völkerrecht und die Souveränität Venezuelas und bedrohen Frieden und Sicherheit in Lateinamerika und der Karibik. China lehnt dies entschieden ab. Wir fordern die USA auf, das Völkerrecht sowie die Ziele und Grundsätze der UN-Charta zu achten und die Verletzung der Souveränität und Sicherheit anderer Länder zu beenden.“ (58)

China kauft seit Jahrzehnten Venezuela das Öl ab. Nun sind diese Verträge gefährdet. (59) Auch das Bild des US-Präsidenten, der alle Kriege beenden will und den Friedensnobelpreis dafür haben wollte, ist Geschichte. Nun zeigt Trump, dass auch er, wie alle anderen US-Präsidenten vor ihm (siehe Obama und Bush) nur den eigenen Reichtum im Sinn hat und diesen durch Lügen und illegale Kriege erreichen will. 

Die Handlungen von Delcy Rodríguez werden in den nächsten Tagen und Wochen zeigen, ob sie wirklich den Putsch mit Trump vorbereitet hat, denn man soll sie an ihren Taten messen und nicht an ihren Worten. So werde sie sich verraten.

Ein Augenzeuge aus Venezuela berichtet zudem, dass Venezuela unter Maduro weder ein Mitglied in der WHO noch beim WEF ist und er auch kein Mitglied bei den Young Global Leaders war. Dies könnte ein weiteres Motiv für den erzwungenen Regimewechsel sein. (60)

Quellen und Anmerkungen

(1) https://www.nytimes.com/2026/01/05/business/venezuela-oil-china-deal.htmlhttps://www.gmx.net/magazine/politik/us-politik/wirbel-groenland-beitrag-trump-verspottet-daenemark-41750392

(2) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/us-praesident-donald-trump-bestaetigt-angriff-auf-venezuela-gxe

(3) https://x.com/AGPamBondi/status/2007428087143686611 Die Seite gibt es nicht mehr

(4) https://www.foxnews.com/live-news/maduro-captured-venezuela-attack-january-4-2026#post-8ab3b44

(5) https://t.me/LIONMediaNews/28500

(6) https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/maduro-manhattan-gericht-100.html; https://www.justice.gov/opa/media/1422326/dl?inline=

(7) https://telegra.ph/Maduro-pl%C3%A4diert-auf-nicht-schuldig--Internationale-Emp%C3%B6rung-nach-US-Invasion-gegen-Venezuela-01-05

(8) https://www.justice.gov/archives/opa/pr/nicol-s-maduro-moros-and-14-current-and-former-venezuelan-officials-charged-narco-terrorism

(9) https://home.treasury.gov/news/press-releases/jy2459

(10) https://www.justice.gov/opa/media/1422326/dl?inline=

(11) https://www.justice.gov/archives/opa/pr/nicol-s-maduro-moros-and-14-current-and-former-venezuelan-officials-charged-narco-terrorism

(12) https://www.justice.gov/opa/media/1422326/dl?inline=

(13) https://www.justice.gov/opa/media/1422326/dl?inline=

(14) https://www.justice.gov/archives/opa/pr/nicol-s-maduro-moros-and-14-current-and-former-venezuelan-officials-charged-narco-terrorism

(15) https://www.justice.gov/opa/media/1422326/dl?inline=

(16) https://www.justice.gov/archives/opa/pr/nicol-s-maduro-moros-and-14-current-and-former-venezuelan-officials-charged-narco-terrorism

(17) https://www.justice.gov/opa/media/1422326/dl?inline=

(18) https://www.justice.gov/archives/opa/pr/nicol-s-maduro-moros-and-14-current-and-former-venezuelan-officials-charged-narco-terrorism

(19) https://www.justice.gov/opa/media/1422326/dl?inline=

(20) https://www.justice.gov/archives/opa/pr/nicol-s-maduro-moros-and-14-current-and-former-venezuelan-officials-charged-narco-terrorism

(21) https://www.britannica.com/topic/FARC

(22) https://www.cambridge.org/core/journals/american-journal-of-international-law/article/united-states-revokes-terrorist-designation-imposed-on-the-revolutionary-armed-forces-of-colombia-farc-while-designating-splinter-groups/C431F12EE1EE09212481574857F834E7

(23) https://t.me/LIONMediaNews/28499

(24) https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/maduro-manhattan-gericht-100.html

(25) https://t.me/stefanmagnet/6656

(26) https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3RhZ2Vzc2NoYXUuZGUvMzY2NGUzMzUtMGM2My00MTBhLTgzN2YtZGI0NjA5ZWQzMWM0LVNFTkRVTkdTVklERU8

(27) https://t.me/stefanmagnet/6659

(28) https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3RhZ2Vzc2NoYXUuZGUvMzY2NGUzMzUtMGM2My00MTBhLTgzN2YtZGI0NjA5ZWQzMWM0LVNFTkRVTkdTVklERU8

(29) https://taz.de/Lateinamerikanisch-karibische-Staaten/!6142812/

(30) https://mexiconewsdaily.com/news/protests-erupt-mexico-us-op-venezuela/; https://www.breitbart.com/latin-america/2026/01/03/latin-american-presidents-rejoice-leftists-panic-over-maduro-arrest/

(31) https://en.mercopress.com/2026/01/05/leftwing-governments-object-to-washington-s-abduction-of-maduro

(32) https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/venezuela-us-angriff-reaktionen-102.html; https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/venezuela-us-angriff-reaktionen-100.html; https://www.achgut.com/artikel/maduros_festnahme_und_die_voelkerrechtliche_legitimation

(33) https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/venezuela-us-angriff-reaktionen-102.html

(34) https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-12/usa-venezuela-konflikt-donald-trump-live

(35) https://www.foxnews.com/live-news/maduro-captured-venezuela-attack-january-4-2026#post-8ab3b44

(36) https://www.deutschlandfunk.de/maduros-nachfolgerin-wer-ist-delcy-rodr-guez-102.html

(37) https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-01-03/delcy-rodriguez-maduro-leadership-team-assert-control-after-capture

(38) https://www.ft.com/content/4b87b114-1d16-46ea-ab75-cb511d441431

(39) https://uncutnews.ch/venezuelas-interimspraesidentin-in-landesweiter-ansprache-wir-werden-niemals-wieder-sklaven-sein/; https://x.com/ShadowofEzra/status/2007537259453788466

(40) https://www.firstpost.com/world/trump-warns-venezuelas-new-leader-delcy-rodriguez-of-very-big-price-bigger-than-maduro-if-she-defies-us-13965464.html?utm_source=chatgpt.com

(41) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/brisanter-bericht-gab-es-einen-putsch-komplott-gegen-maduro-695b8cc3fb77630dac277dcd

(42) riesige Öl-Raffinerie des Staatskonzerns PDVSA in Maracaibo wird von der Vize-Präsidentin kontrolliert

(43) https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/venezuela-usa-rodriguez-100.html; https://www.foxnews.com/live-news/maduro-captured-venezuela-attack-january-4-2026#post-8ab3b44

(44) https://t.me/LIONMediaNews/28498

(45) https://www.n-tv.de/politik/Trump-sieht-Friedensnobelpreistraegerin-Machado-nicht-als-Praesidentin-id30200332.html

(46) https://www.youtube.com/watch?v=SsdkClL2_bg; https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3RhZ2Vzc2NoYXUuZGUvMzY2NGUzMzUtMGM2My00MTBhLTgzN2YtZGI0NjA5ZWQzMWM0LVNFTkRVTkdTVklERU8

(47) https://www.foxnews.com/live-news/maduro-captured-venezuela-attack-january-4-2026#post-8ab3b44

(48) https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-12/usa-venezuela-konflikt-donald-trump-live; https://t.me/unabhaengig_neutral/24495

(49) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/brisanter-bericht-gab-es-einen-putsch-komplott-gegen-maduro-695b8cc3fb77630dac277dcd

(50) https://www.cdc.gov/overdose-prevention/about/prescription-opioids.html

(51) https://opposition24.com/politik/profitiert-j-p-morgan-vom-regime-change-in-venezuela/

(52) https://www.foxnews.com/live-news/maduro-captured-venezuela-attack-january-4-2026#post-8ab3b44; https://threadreaderapp.com/thread/2007823029846372858.html

(53) https://www.inkl.com/news/jpmorgan-funds-6-billion-smelter-plant-hours-after-us-seizes-venezuela-metal-wealth

(54) https://www.foxnews.com/live-news/maduro-captured-venezuela-attack-january-4-2026#post-8ab3b44

(55) https://t.me/unabhaengig_neutral/24453

(56) https://t.me/bitteltv/36864

(57) https://x.com/mfa_china/status/2007460580089868702?s=46

(58) https://x.com/mfa_china/status/2007460580089868702?s=46

(59) https://www.nytimes.com/2026/01/05/business/venezuela-oil-china-deal.html

(60) https://t.me/stefanmagnet/6659

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Dank an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Golden Pumpjack And Spilled Oil On Venezuelan Money. 3D Scene

Bildquelle: 3Dsculptor / shutterstock

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