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Gestern — 13. Juni 2026Deutsch

Woher kommt der Strom? Viel Sonne und Windflaute

13. Juni 2026 um 12:00

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22. Analysewoche 2026 von Rüdiger Stobbe

Die 22. Analysewoche des Jahres 2026 war außer in der Nacht niemals dunkel. Die Sonne schien über Tag kräftig. Es herrschte aber weitgehend Windflaute. Tag und Nacht. Denn es war schönes Wetter. Es war warm. Es waren die Vorläufer des Sommers.

Für die regenerative Stromerzeugung sind das nicht gerade ideale Verhältnisse. Wenn die Sonne stark scheint, wenn die PV-Anlagen brummen, dann wird für einige Stunden (in aller Regel 10:00 bis 15:00 Uhr) über die Mittagsspitze viel zu viel Strom erzeugt, was sich wie immer auf den Strompreis auswirkt. Dieser liegt denn auch meistens in der Mittagszeit bei 0€/MWh. Nur selten wird der Strompreis negativ und wenn, dann rutscht er nur wenig in den negativen Bereich. Nur am Montag mussten den Stromabnehmern in der Spitze um 13:00 Uhr zum geschenkten Strom 29€/MWh mitgegeben werden. Ansonsten lag der Betrag bei „höchstens“ minus ein bis zwei €/MWh zusätzlich zum geschenkten Strom.

Immer dann, wenn Deutschland allein auf Windstrom angewiesen war, hatten die Stromimporteure ihre großen Stunden. Damit die Stromversorgung Deutschland nicht zusammenbricht, musste regelmäßig richtig viel Strom importiert werden. Dieses Schaubild belegt die Gesetzmäßigkeit des Angebots- und Nachfragemechanismus. Da wird viel Geld verdient. Man muss kein Hellseher sein, dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren im Windbereich bei – wie diese Woche – wenig Wind nicht viel bringen wird. Im Solarbereich hingegen wird die Stromüberproduktion weiter steigen. Die Strompreise werden tief in den Negativbereich rutschen.  Ein Extrembeispiel für die Residuallaststeigerung: Auf knapp 83 GW stieg diese am 28.5.2026 um 21:00 Uhr. Der Chart belegt, dass der „massive“ Ausbau der Erneuerbaren und damit eine faktisch nicht kalkulierbare Abhängigkeit der Stromversorgung eines Noch-Industrielandes von Wind und Wetter keinerlei Sinn macht. Ich nenne das ideotologisch getriebenen Unfug mit hohem Geldscheffelpotential. Der Bürger wird nach Strich und Faden vera …. t und wie eine Weihnachtsgans ausgenommen. 

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 22. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Es ist zu erkennen, dass trotz ausreichender regenerativer Stromerzeugung immer noch zusätzlich – Bedarf hin, Bedarf her – fossiler, in großen Generatoren erzeugter Strom hinzuerzeugt werden muss. Das wird auch so bleiben. Die Unsummen, die Abermilliarden, die es kosten wird, die Netzstabilität auf anderem, nichtmechanischem Weg zu gewährleisten, wird Deutschland nicht aufbringen. Die Zeit und die menschlichen Ressourcen hat es ohnehin nicht. Ein Land, das nicht in der Lage ist zu gewährleisten, dass die Eisenbahn zu 95 Prozent pünktlich fährt, wird eine nichtmechanische Netzstabilität nicht hinbekommen. Ab einem bestimmten Punkt gilt: Nur das Analoge ist das Wahre. Rein digital verkümmert nicht nur die menschliche Seele. Virtuelle Wirklichkeiten ersetzen nicht tatsächlich Erlebtes. Ein Smartphone ersetzt kein Buch. Ein noch so komplexes Eisenbahnspiel bringt niemanden von A nach B. Und Stromnetze sind ab einer bestimmten Größenordnung nur stabil und verlässlich, wenn riesige rotierende Massen die Grundparameter des Stromnetzes im grünen Bereich halten. Am einfachsten wäre es, wenn Kernkraftwerke die Grundlast, das ist die Strommenge, die ein Land IMMER benötigt, bereitstellen. Dann hat man auch gleichzeitig die notwendigen rotierenden Massen. Doch Deutschland sprengt seine Kernkraftwerke lieber symbolisch in die Luft, statt sich darüber ernsthaft Gedanken zu machen, wie zumindest einige der stillgelegten Anlagen wieder in Betrieb genommen werden könnten. Es fehlt dazu nicht nur der politische Wille. Es fehlen wohl auch die intellektuellen Fähigkeiten der verantwortlichen Politiker und Wirtschaftsführer. Hinzu kommt der positiv-wirtschaftliche Effekt für den klima-industriellen Komplex, mit dem die eben genannten Personenkreise verbandelt sind. Nur eine Partei ist uneingeschränkt für die Stromerzeugung mittels Kernenergie. Ein Antrag der AfD zum Wiedereinstieg wurde zwar am 19.3.2026 im Bundestag debattiert, letztendlich aber am 6.5.2026 abgelehnt. Die Argumente der Altparteien gegen den Wiedereinstieg sind im negativen Sinn beeindruckend.

Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?

Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.

Sonderfall Wind- und Solarkraft

Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.

Tageswerte

Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.

Kaum Windstrom, reichlich PV-Strom.  Die Strompreise.

Wenig Windstrom, PV-Strom fließt reichlich. Die Strompreise.

Mittwoch, 27.5.2026

Etwas mehr Windstrom, PV weiter reichlich.  Die Strompreise.

Starker Rückgang Windstrom. PV-Strom steigt. Die Strompreise.

Mehr  Windstrom zum Abend. Starke PV-Stromerzeugung.  Die Strompreise.

Über Tag lässt die Windstromerzeugung nach. Die Strompreise.

PV-Strom weniger stark.  Ab Nachmittag nimmt die Windstromerzeugung wieder etwas zu. Die Strompreise.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: [email protected]. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.deAgora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne.

Der Beitrag Woher kommt der Strom? Viel Sonne und Windflaute erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
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Wo sind all die grünen Jobs hin?

10. Juni 2026 um 15:00

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: Hier bin ich auf einen älteren Artikel gestoßen, der über die Situation in Schottland berichtet.  M.e. lesenswert, da er mit Sicherheit auch über Deutschland geschrieben worden sein könnte. – Der Übersetzer

Climate Scepticism, Mark Hodson

Weit, weit weg…

Eines der Probleme mit all den Versprechungen über neue „grüne“ Arbeitsplätze in der glänzenden neuen „Netto-Null“-Wirtschaft, die uns unsere Politiker versprechen (oder je nach Standpunkt drohen), ist, dass der massive Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere von Windparks, die nur wenige Arbeitsplätze geschaffen haben, während gleichzeitig unsere Natur massiv geschädigt wurde. Ein Nebeneffekt der hohen Energiepreise und der unzuverlässigen Energieversorgung ist, dass ein Großteil der britischen [und deutschen] Produktionskapazitäten in Länder mit niedrigeren Umweltstandards verlagert wurde. Die behauptete Reduzierung von Treibhausgasen durch diesen Weg ist daher, gelinde gesagt, fragwürdig, da die benötigten Güter oft in Ländern hergestellt werden, die auf Kohlekraftwerke zur Stromerzeugung angewiesen sind, und die Produkte dann über weite Strecken zurück nach Großbritannien transportiert werden müssen. Das ist mir schleierhaft. Und vielen anderen auch.

Gebrochene Versprechen und ins Ausland verlagerte Arbeitsplätze

Dieser Bericht [den Sie gerade lesen], habe ich 2019 im Auftrag des schottischen Gewerkschaftsbundes (STUC) zur Beschäftigung in der kohlenstoffarmen und erneuerbaren Energiewirtschaft (LCRE) erstellt. Nachdem der STUC zunächst die notwendige Anerkennung für die vermeintliche Notwendigkeit einer LCRE-Wirtschaft ausgesprochen hat („Der STUC setzt sich uneingeschränkt für den Aufbau einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und die Erreichung der Klimaziele ein“), legt er anschließend vernichtende Informationen über die Diskrepanz zwischen den wiederholten Versprechen der schottischen Regierung hinsichtlich der Beschäftigung in diesem Bereich und der Realität vor:

Wir kritisieren jedoch das Versagen der Industriepolitik, sicherzustellen, dass Arbeitnehmer, Unternehmen und die Regierung in Schottland von Schottlands natürlichen Ressourcen profitieren. Ohne eine heimische industrielle Basis für die LCRE-Wirtschaft werden nicht nur die Arbeitnehmer in Schottland benachteiligt, sondern es ergeben sich auch gravierende Folgen in Bezug auf Steuern, Transparenz, wirtschaftliche Teilhabe und die Erreichung der Klimaziele.

Der Bericht verweist auf zahlreiche Versprechen, die die schottische Regierung im Laufe der Jahre gegeben hat:

  • Nutzung des Meeresenergiepotenzials Schottlands (2004) – 7.000 direkte Arbeitsplätze in der maritimen Industrie bis 2020.
  • Analyse der Wertschöpfungskette im Bereich erneuerbare Energien (2004) – 17.000-35.000 Arbeitsplätze bis 2020.
  • Strategie für eine kohlenstoffarme Wirtschaft (2010) – jährliches Wachstum von 4 % auf 130.000 Arbeitsplätze bis 2020 (und 5 % der Gesamtbelegschaft). Von den 60.000 neuen Arbeitsplätzen, die zwischen 2010 und 2020 entstehen sollen, entfallen 26.000 auf erneuerbare Energien, 26.000 auf kohlenstoffarme Technologien und 8.000 auf Umweltmanagement.
  • Fahrplan für erneuerbare Energien in Schottland 2020 (2011) – 40.000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2020.
  • Schottlands Energiestrategie (2017) – 4.000 Arbeitsplätze pro Jahr in Energieeffizienzprogrammen.

Der Bericht untersucht die bis dahin vom Office for National Statistics (ONS) bereitgestellten Informationen. Die bemerkenswerte Tatsache war, dass die Beschäftigung in der LCRE-Wirtschaft im vom STUC-Bericht abgedeckten Zeitraum zurückging und die Zahlen weit von den in den verschiedenen Plänen, Berichten und Versprechen der vergangenen Jahre suggerierten Werten entfernt waren:

Obwohl die Qualität der Schätzungen problematisch ist, gehen die im Januar 2019 veröffentlichten Zahlen von 21.400 direkten Vollzeitstellen (Vollzeitäquivalenten, VZÄ) in der schottischen Wirtschaft im Jahr 2017 aus. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber 23.900 im Vorjahr. Das ONS schätzt zudem weitere 25.000 indirekte Arbeitsplätze für 2017, wodurch sich die Gesamtzahl der direkten und indirekten Arbeitsplätze in Schottland auf 46.400 erhöht. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber 50.500 im Jahr 2016, liegt aber leicht über dem Wert von 45.800 im Jahr 2015.

Die Gründe hierfür lagen auf der Hand. Das Fehlen einer inländischen Lieferkette und Produktionsbasis führt dazu, dass die Importe in diesen Bereichen die Exporte übersteigen. Benötigte Güter und Dienstleistungen werden daher im Ausland statt in Großbritannien produziert, was zu Lasten britischer Arbeitsplätze geht. Die Handelsbilanz verschlechterte sich in diesem Bereich. Der STUC-Bericht führte zahlreiche Beispiele an, darunter:

Windpark Moray East

Vor der Küste von Caithness errichtet ein Konsortium aus Portugals größtem Energiekonzern EDPR, dem französischen Energieversorger Engie und Diamond Generating Europe, einer Tochtergesellschaft des japanischen Mitsubishi-Konzerns, 100 Windkraftanlagen. Die Rotorblätter werden vom dänischen Unternehmen MHI Vestas Offshore Wind – einem Joint Venture von Vestas Wind Systems und Mitsubishi Heavy Industries – gefertigt. MHI Vestas betreibt ein Werk auf der Isle of Wight mit 300 Mitarbeitern. Unter der vorherigen Eigentümerschaft von Vestas wurde das Werk auf der Isle of Wight 2009 geschlossen, was zum Verlust von 425 Arbeitsplätzen und einer 18-tägigen Blockade durch Arbeiter und Aktivisten führte. Die Montage der Windkraftanlagenfundamente übernimmt das belgische Beschaffungsunternehmen Deme. Deme vergab den Auftrag für 45 Fundamente an Lamprell, ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Lamprell verbuchte bei seinem Vertrag über 60 Jackets für Scottish Power Renewables, den Entwickler des Windparks East Anglia One, einen Verlust von 98 Millionen Dollar, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen keine besonders gute Erfolgsbilanz im Bereich der Jackets für Windkraftanlagen vorweisen kann.

  • Kapazitätsfaktor: Da der Wind auf dem Meer nicht permanent mit voller Stärke bläst, läuft die Anlage im Jahresdurchschnitt mit einer effektiven Auslastung (Kapazitätsfaktor) von rund 43 bis 48 % ihrer theoretischen Maximalkapazität (950 MW). [Google 09.06.2026]
  • Webseite The Wind Power  https://www.thewindpower.net/windfarm_de_16772_moray-east.php

Es wurden zahlreiche weitere ähnliche Beispiele angeführt:

Kinkardineshire Offshore Wind Limited

– ein spanisches Joint Venture; Beatrice Offshore Windfarm Limited – ein Joint Venture zwischen Dänen und der europäischen Tochtergesellschaft eines chinesischen Unternehmens, bei dem angeblich Wanderarbeiter unter dem Mindestlohn bezahlt werden und das vom Innenministerium Sondergenehmigungen für die Beschäftigung russischer und indonesischer Arbeiter erteilt hat; Afton Windfarm, bei dem es laut STUC zu Problemen mit Gesundheit und Sicherheit kommt und das (zum Zeitpunkt des Berichts, nach mehreren Eigentümerwechseln) der europäischen Tochtergesellschaft eines chinesischen Unternehmens gehört, wobei die Turbinen in Spanien hergestellt wurden; Probleme bei der Stilllegung von Ölplattformen, die zu diesem Zweck mit chinesischen Schiffen nach Bangladesch transportiert werden.

Die Schlussfolgerung des STUC war eindeutig:

Die obigen Beispiele verdeutlichen die deutliche Überabhängigkeit der LCRE-Wirtschaft von ausländischen Finanzinteressen. Sie zeigen auch, dass die geschaffenen Arbeitsplätze im Bereich kohlenstoffarmer Technologien allzu oft von geringer Qualität und nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Dies deckt sich mit wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass grüne Arbeitsplätze besonders unsicher und anfällig für Marktschwankungen sind.

Der gesamte Bericht ist lesenswert, da er eine Zusammenfassung der vielen Missstände in diesem Bereich bietet. Die Schlussfolgerungen sind zitierwürdig:

Frühere Prognosen zur Beschäftigungslage in der schottischen Wirtschaft haben den versprochenen Jobboom nicht eingebracht. Diese Wirtschaft ist geprägt von ausländischen Finanzinteressen, einer schwachen industriellen Basis und prekären Arbeitsverhältnissen. Dies ist ein Versagen der Industriepolitik, das dazu führt, dass Arbeitnehmer, Unternehmen und die schottische Regierung nicht von Schottlands natürlichen Ressourcen profitieren. Dies hat schwerwiegende Folgen nicht nur für die Beschäftigung, sondern auch für Steuereinnahmen, Transparenz und wirtschaftliche Demokratie.

Am 17. April 2019 reagierte die Gewerkschaft GMB auf den STUC-Bericht. Die Stellungnahme ist weiterhin auf der Website der Gewerkschaft abrufbar .

Der Bericht untermauert unsere seit Langem vertretene Ansicht zur Realität der Beschäftigung im Bereich der erneuerbaren Energien und zu den Herausforderungen des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft. Letztendlich zeigt er, was passiert, wenn Politiker zwar predigen, aber nicht planen.

BiFab ist ein gutes Beispiel dafür. Trotz aller Reden von einer Revolution grüner Arbeitsplätze stehen die Fertigungshallen in Burntisland und Methil leer.

Die Herstellung von 100 Turbinenfundamenten und fünf schwimmenden Plattformen für die Projekte Moray East und Kincardine wird nicht in Fife, sondern in Belgien, im Nordosten Englands [hurra!], in Spanien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten erfolgen; dies ist das Ergebnis davon, dass unsere Branche von europäischen, staatlich subventionierten Energieunternehmen, fernöstlichen Finanzinstitutionen und nahöstlichen Staatsfonds sowie deren bevorzugten Lieferkettenpartnern kontrolliert wird.

So sieht langfristiges politisches Versagen aus, und der Preis dafür ist der Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen und Milliarden Pfund an Wohlstand für die schottische Wirtschaft, wodurch die Hoffnung der Arbeiterklasse in wirtschaftlich benachteiligten Regionen wie Fife zunichte gemacht wird.

Schottlands Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

Mehr als zwei Jahre später hätte man erwarten können, dass britische Politiker (und insbesondere jene in Schottland, die scheinbar die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland vorantreiben) aus all dem gelernt hätten. Sicherlich hätte die schottische Regierung bei der Mammutaufgabe des Aufbaus der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge den Auftrag an ein schottisches oder zumindest an ein in Großbritannien ansässiges Unternehmen vergeben? Weit gefehlt. Am 4. März 2021 verkündete die Website der schottischen Regierung stolz , dass SWARCO eVolt den Auftrag als „Backoffice-Betreiber, der den Zugang zu über 1600 öffentlich zugänglichen Ladepunkten in ganz Schottland ermöglicht “ übernehme. Im PR-Gerede wurde verschwiegen, dass es sich um ein österreichisches Unternehmen handelt. Und von PR war hier wirklich keine Rede.

Nach einem reibungslosen Übergang liegt der Fokus nun darauf, den Ruf von ChargePlace Scotland hinsichtlich Zuverlässigkeit und Zugänglichkeit für Fahrer von Elektrofahrzeugen im ganzen Land weiter zu verbessern. Der neue Vertrag wird neue Arbeitsplätze in Schottland schaffen, den Kundenservice verbessern und Nutzern, Besitzern und Betreibern bessere Leistungsdaten liefern.

Es ist also eine ziemliche Ironie, dass die neuen Regelungen offenbar Chaos verursacht haben, wie der Courier berichtet .

Massive Probleme in einem Servicezentrum in Dundee haben das 45 Millionen Pfund teure Ladenetz für Elektrofahrzeuge in Schottland lahmgelegt.

Nun ja, egal, der Bericht besagt auch, dass

Der österreichische multinationale Konzern hat bereits einen Großteil der Ladeinfrastruktur in Schottland geliefert und installiert. Dadurch entstanden [Trommelwirbel…] 18 hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Stadt.

Zwei Jahre später

Sicherlich hätte sich die Situation bis 2021 verbessert haben müssen? Keineswegs, wie Magnus Linklater in der Times v deutlich macht.

Wie sieht beispielsweise die Prognose für Arbeitsplätze aus? Die SNP hatte einst 130.000 grüne Arbeitsplätze bis 2020 versprochen. Tatsächlich gibt es, wie Sir Keir Starmer bei seinem jüngsten Besuch in Schottland etwas unbequem feststellte, heute weniger direkte Arbeitsplätze in der Branche als 2014; weniger als ein Fünftel der prognostizierten Gesamtzahl wurde geschaffen. Windparks sind nach ihrer Fertigstellung keine großen Arbeitgeber. Selbst die Bauphase bietet nur begrenztes Potenzial. Es gibt keinen großen britischen Hersteller von Windkraftanlagen, und ein Großteil der Arbeit wird an günstigere Werke in Südostasien vergeben. Die meisten großen Offshore-Projekte befinden sich in ausländischem Besitz, wie beispielsweise der riesige Windpark Neart na Gaoithe vor der Küste von Fife, der von EDF Renewables, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft eines Pariser Konzerns, betrieben wird.

Es ist sinnlos, so zu tun, als würden die in der Nordsee-Öl- und Gasindustrie verlorenen Arbeitsplätze bald durch Beschäftigung im Bereich der erneuerbaren Energien kompensiert werden.

Was genau sagte Sir Keir während seines Besuchs in Schottland zu diesem Thema? Es gibt zahlreiche Berichte, aber dieser von Daily Business vi ist genauso gut wie jeder andere:

Der Labour-Vorsitzende Keir Starmer sagt, Großbritannien versäume es, eine grüne Wirtschaft aufzubauen, da in den letzten fünf Jahren mehr als 75.000 Arbeitsplätze in diesem Sektor verloren gegangen seien.

Sir Keir wirft der britischen Regierung „gebrochene Versprechen“ und der schottischen Regierung „Rückschritte“ vor.

Bei einem Besuch in Schottland sagte er, die schottische Nationalpartei habe ihr Versprechen gebrochen, bis 2020 130.000 grüne Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Zahlen zeigen, dass die Fortschritte bei grünen Arbeitsplätzen in Schottland rückläufig sind. Es gibt heute weniger direkte Arbeitsplätze als im Jahr 2014; sie machen nur ein Fünftel der von der SNP versprochenen grünen Arbeitsplätze aus, sagte er.

Die Zahlen belegen einen Verlust von 33.800 direkten Arbeitsplätzen und weiteren 41.400 Arbeitsplätzen in der Lieferkette für kohlenstoffarme und erneuerbare Energiesektoren zwischen 2014 und 2019. Dies umfasst Tausende von verlorenen Arbeitsplätzen in den Bereichen Solarenergie, Onshore-Windkraft, erneuerbarer Strom und Bioenergie sowie einen massiven Rückgang der Arbeitsplätze im Bereich Energieeffizienz.

Langsam dämmert es ihm.

Am 4. September 2021 erschien in der Schwesterzeitung des Guardian, dem Observer, ein Artikel mit dem Titel „Vom Winde verweht: Warum britische Firmen den Offshore-Boom verpassen könnten“ vii

Mir war die Branchenzusage, die offenbar als Gegenleistung für Steuergelder abgegeben wurde, nicht bekannt. Sie hilft zumindest (sofern sie eingehalten wird), aber ganz offensichtlich reicht sie bei Weitem nicht aus:

„Eine entscheidende Branchenverpflichtung, die im Gegenzug für staatliche Subventionen eingegangen wurde, ist das Versprechen, für mindestens 60 % jedes Windparks in Großbritannien hergestellte Komponenten zu verwenden. Dies wäre zwar eine Verbesserung gegenüber dem aktuellen Trend, bei dem weniger als die Hälfte der Offshore-Windparks mit britischen Bauteilen gebaut wurden, doch einige meinen, dass mehr getan werden müsse, um eine heimische Lieferkette aufzubauen und im globalen Wettlauf um erneuerbare Energien nicht ins Hintertreffen zu geraten.“

Die GMB hat wieder einmal den Finger am Puls der Zeit und ist sich der Realitäten in diesem Bereich sehr wohl bewusst, die den Politikern, grünen Träumern und Umweltaktivisten scheinbar entgehen:

Die Branche wird von europäischen Energiegiganten dominiert. Zu diesen großen Projektentwicklern, die in den Bau von Windparks investieren und dafür Subventionen erhalten, gehören das dänische Unternehmen Ørsted, der norwegische Staatskonzern Equinor und Scottish Power, eine Tochtergesellschaft des spanischen Erneuerbare-Energien-Riesen Iberdrola. SSE ist eines der wenigen Unternehmen, deren Windkraftanlagen in britischen Gewässern laufen und das an der Londoner Börse notiert ist.

Die Unternehmen entlang der Lieferkette – Hersteller von Rotorblättern, Fundamenten und Hochspannungskabeln – sind häufig ausländisch. Neben dem dänischen Unternehmen Vestas zählen zu den britischen Rotorblattherstellern auch der deutsche Konzern Siemens und der US-amerikanische Mischkonzern GE.

Die Gewerkschaft GMB warnte davor, dass Großbritannien Gefahr läuft, einen großen wirtschaftlichen Vorteil zu verspielen, indem es zulässt, dass viele Komponenten seiner Offshore-Windparks in den Fabriken und Stahlwerken Asiens hergestellt werden.

Die für die Herstellung der 8.000 Windkraftanlagenfundamente benötigten Stahlkonstruktionen zur Erreichung der britischen Klimaziele könnten laut Gewerkschaft in den nächsten 30 Jahren 30.000 Arbeitsplätze schaffen. Dafür wären 20 Millionen Tonnen Stahl erforderlich, deren Produktion in Großbritannien wiederum weitere 8.000 Arbeitsplätze sichern könnte.

„So wie es aussieht, werden diese Stahlbau-Arbeitsplätze nach Asien verlagert, und die einzige Rolle für britische Arbeitnehmer besteht darin, sie zu bezahlen“, sagt Gary Smith, Generalsekretär der Gewerkschaft GMB. „Das ist sowohl unnötig als auch politisch inakzeptabel.“ Er fügt hinzu, dass sich die Unternehmen der Stahlzulieferkette „sehr bewusst sind, wie weit Großbritannien im Vergleich zu anderen Ländern bei der Entwicklung der für die Branche notwendigen Technologien und Investitionen hinterherhinkt“.

Und dennoch leisten Aktivisten weiterhin Widerstand gegen das geplante Kokskohlebergwerk in Cumbria. Bei der öffentlichen Anhörung dieser Woche unternehmen ebendiese Politiker, grünen Träumer und Umweltschützer einen konzertierten Versuch, sicherzustellen, dass nicht nur 500 Arbeitsplätze im Kohlebergbau in einer Region mit Armut und hoher Arbeitslosigkeit unter keinen Umständen genehmigt werden, wenn sie sich durchsetzen, sondern dass auch die damit verbundenen Arbeitsplätze in der Stahlindustrie in einer Situation, in der alle verlieren, exportiert werden.

Das jüngste Debakel

Und dennoch scheinen wir in Großbritannien nicht in der Lage zu sein, „grüne“ Arbeitsplätze zu schaffen oder auch nur die bestehenden zu erhalten, obwohl diese offenbar nur dank Steuergeldern subventioniert werden. Heute meldet die BBC:  Windkraftanlagenfabrik in Campbeltown schließt endgültig “.

Was steckt also dahinter? Die Turbinenfabrik in Cambeltown auf der Halbinsel Kintyre ist die älteste ihrer Art in Großbritannien, blickt aber auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Laut einem Bericht der BBC geriet sie 2011 in Insolvenz, wurde gerettet und 2016 an ein südkoreanisches Unternehmen (CS Wind) verkauft. 2019 wurde jedoch der Großteil der Belegschaft entlassen, und nun folgen die übrigen Mitarbeiter. Die Insolvenzverwalter begründen dies mit „sich verschlechternden Marktbedingungen“ . BBC-Journalist Douglas Fraser merkt jedoch an: „ Die Marktbedingungen für Windenergie waren noch nie so gut.“

Ich überlasse das letzte Wort zu diesem Debakel Pat Rafferty, dem schottischen Sekretär der Gewerkschaft Unite , der sagte:

Die schottische Regierung lehnte sich zurück und sah tatenlos zu, wie das Unternehmen Konkurs anmeldete.

„Es ist höchste Zeit, dass sie akzeptieren, dass unter ihrer Verantwortung, seit nunmehr über einem Jahrzehnt, nur sehr wenige Arbeitsplätze im Bereich der grünen und kohlenstoffarmen Produktion direkt in Schottland geschaffen wurden“, sagte er.

Stopp-Taste

Ich habe gerade einige grüne Jobs entdeckt. Sie sind in einem weiteren Online-Bericht der BBC versteckt .

Einem Unternehmen aus Glasgow wurde eine Geldstrafe von 150.000 Pfund auferlegt, weil es mehr als eine halbe Million unerwünschter Werbeanrufe getätigt hatte.

Das Information Commissioner’s Office (ICO) stellte fest, dass DialADeal Scotland Ltd (DDSL) zwischen August 2019 und März 2020 unerwünschte Anrufe getätigt hatte.

Es ging um nicht existierende Energiesparprogramme im Rahmen des Green Deals, darunter der Austausch von Heizkesseln und Fenstern, die Dämmung von Dachböden und Zuschüsse für Hausrenovierungen.

„Anrufe im Zusammenhang mit Green-Deal-Programmen können ein echtes Problem darstellen, da viele Menschen diese für legitim halten. Dank der Beschwerden aus der Bevölkerung konnten wir jedoch Maßnahmen ergreifen.“

Abschluss

Ich lasse noch einmal Pat Rafferty von der Unite Union in Schottland die Dinge so schildern, wie sie sind:

„Es gibt keine Jobrevolution – das ist ein Mythos.“

https://cliscep.com/2021/09/08/where-did-all-the-green-jobs-go/

 

 

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Die Windkraft wankt. Und mit ihr die Energiewende

08. Juni 2026 um 06:00

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Dipl. Physiker Dr. Werner Huber, [email protected]

 

Für den geplanten 300 Gigawatt-Mega-Windpark in der Nordsee schien den beteiligten Ländern kein Superlativ zu hoch: die Nordsee werde zum „Energie-Powerhouse“, zum „grünen Kraftwerk Europas“, zum „größten Energie-Hub der Welt“. So tönte es bombastisch zuletzt beim Nordsee-Gipfel Ende Januar dieses Jahres in Hamburg.

Dann aber, Ende Mai, fuhr die Realität dazwischen wie ein Sturm der Stärke 12: Die Energieriesen TotalEnergies und BP wollen aus dem Projekt aussteigen und sich wieder auf ihr fossiles Kerngeschäft konzentrieren. Die Konzerne nennen Gründe wie gestiegene Kosten, Exportbeschränkungen Chinas, verzögerten Netzausbau. Ein weiterer Grund dürfte eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts sein, laut der der Stromertrag bei der hohen Windparkdichte markant unter Plan ausfallen wird aufgrund von Abschattungseffekten.

Der Rückzug der beiden Energiemultis aus dem Prestigeprojekt schreckte die Berliner Politakteure auf. Denn ein gewaltiger Ausbau der Offshore-Windkraft ist für die deutsche Energiewende von zentraler Bedeutung: geplant ist eine Versiebenfachung von derzeit 10 GW-Nennleistung auf 70 GW mittels tausender Groß-Windtürme. Die Lage ist umso kritischer, als auch generell wichtige Player ihre Offshore-Windkraftprojekte zurückfahren, darunter der dänische Weltmarktführer Oersted oder der französische Energieriese EDF. Und auch die deutsche EnBW, die den Steuerzahlern dabei über eine Milliarde Verlust aufhalste.

Die Politik hätte schon längst aus den Öko-Träumen erwachen müssen, denn Warnzeichen gab es reichlich: Die internationalen Windkraft-Unternehmen kämpfen schon seit Jahren mit roten Zahlen, Offshore und Onshore. Verlust-Spitzenreiter Siemens Energy musste wegen 4,6 Milliarden Miesen in 2023 vom deutschen Steuerzahler mit einer 7,5 Milliarden Staatsbürgschaft gestützt werden. Und erste Hinweise auf die ertragsmindernden Abschattungseffekte liegen schon seit Jahren vor.

Laut dem EnBW-Vorstandschef sei in den letzten Jahren ein „perfekter Sturm“ aus verschlechterten Randbedingungen aufgezogen, der die extrem kapitalintensiven Offshore-Projekte „unrentabel“ mache. Die Ausbauziele und mit ihnen die weihevollen deutschen „Klimaziele“ entschwinden nun im ungewissen Grau der Zukunft. Und alles deutet darauf hin, dass Strom aus dem gelobten Nordsee-„Powerhouse“, wann je es in Betrieb gehen wird, teuer sein wird. Weit über Weltmarktniveau wie etwa in USA, China, Indien, teils auch Ostblockländern. Ein Klotz am Bein der deutschen Ökonomie, der sie noch weiter zurückfallen lassen wird. Und mir ihr das ganze Land.

Nicht zu reden von der Ökologie: Das großflächige Mammutprojekt verstößt kaltblütig gegen die Grundgesetzverpflichtung zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere. Der Bau und Betrieb von Tausenden von Windgiganten belastet das Ökosystem der Nordsee schwer. Von Seevögeln bis zu Schweinswalen werden Lebewesen und Populationen nachweislich dezimiert. Dies auch durch tonnenweisen Schadstoffeintrag, von Schwermetallen über zahllose Chemiestoffe bis zu hochtoxischen Ewigkeitschemikalien. Nordsee-Fisch künftig Sondermüll?

Und die Windkraft an Land? Sie soll die Offshore-Windkraft noch weit übertreffen und zur Hauptsäule der Energiewende werden. Geradezu gigantomanisch sind die Ausbaupläne: In den nächsten 19 Jahren, bis 2045, soll die Kapazität von derzeit 70 GW auf 160 GW gesteigert werden. Durch Zubau Tausender neuer Groß-Windräder und Aufrüstung der dreißigtausend bestehenden. Und dies ohne Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit: pauschal vorgegeben sind 2,0 Prozent der Landesfläche für den Windradbau. Auch für die süddeutschen Schwachwindgebiete, wofür der Staat besonders stark subventionierte Abnahmepreise bis zu 11,2 cent/kWh garantiert. – Ebenfalls international nicht konkurrenzfähig und eine Last für Ökonomie und Land wie bei Offshore.

Eine Last sind die Windräder auch für die Ökologie: Schädigung von Wäldern und Erholungsgebieten, Bodenverseuchung mit toxischem Rotorenabrieb, Massentötung fliegenden Lebens. Weniger bekannt: Bodenaustrocknung mit resultierender Erwärmung – das Gegenteil des erstrebten Ziels!

Und erst recht nicht bekannt, weil medial unter der Decke gehalten, die eskalierten Gesundheitsgefahren der neuen leistungsmaximierten Anlagen für die Anwohner. Und das in viel weiterem Umkreis als bisher. Ursache: die besonders hohen Infraschallemissionen der modernen Groß-Windräder. Schon vor Jahren zeigten Studien der Universitäts-Medizin Mainz: Durch den tieffrequenten, unhörbaren aber physiologisch wirksamen Infraschall haben Windräder Auswirkungen nicht nur auf die Psyche, sondern schädigen auch das Herz und andere Organe. Von bundesweit 200 000 Erkrankten wurde berichtet, mit Symptomen wie Bluthochdruck und Herzinfarkt. Das Deutsche Ärzteblatt schrieb: „Infraschall erreicht das Innenohr, raubt kardialen Myozyten (Herzmuskelzellen) ihre Kraft und schlägt sich im Gehirnscan nieder.“

Die Verkünder dieser Nachrichten wurden vielfach angefeindet. Inzwischen aber hat die internationale Medizinforschung die Erkenntnisse zur Gewissheit verdichtet. Und die Infraschall-Belastung stellt sich bei den neuen Groß-Windrädern noch gefährlicher dar. All dies auf Basis einer bahnbrechenden Entdeckung, die 2021 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde: hochsensible Mikro-Drucksensoren in der Zellmembran der Organe („Piezokanäle“), die über elektrische Nervenimpulse lebenswichtige Funktionen steuern wie Blutdruck, Stoffwechsel, Immunreaktionen, Heilungsprozesse, Stress-Regulierung, Embryonalentwicklung.

Die Piezokanäle registrieren auch die Infraschall-Druckimpulse der Windräder, was die Lebensfunktionen stört und ein breites Erkrankungsspektrum verursachen kann. Gerichte in Frankreich beurteilten Windräder bereits als Krankheitsverursacher. Das oft vorgebrachte Nocebo-Argument, die Beschwerden würden lediglich auf einer negativen Erwartung beruhen, wird widerlegt durch die Schädigung von Tieren durch Infraschall, wie die Verstörung von Rentieren in Skandinavien oder das Wal-Sterben nahe Offshore-Windparks an der US-Atlantikküste. Mainstream-Medien unterdrücken solche Meldungen, der grüne Windkraft-Glanz soll nicht getrübt werden. Mein Buch „Klima-Wahrheit“ aber schildert den aktuellen Wissensstand, beweiskräftige Abbildung eingeschlossen.

Die Gesundheitsbedrohung wird potenziert noch durch immer größere Infraschall-Reichweiten der neuen Groß-Windanlagen. Sie gehen über die jetzigen Mindestabstände weit hinaus: durch Messungen belegt sind Reichweiten von 10 und mehr Kilometern, bei großen Windparks sogar 90 Kilometer. Ursache ist die gegen Null gehende Dämpfung des äußerst langwelligen Infraschalls der neuen Windräder. Bei einem Groß-Windrad der 7 MW-Klasse beträgt die Wellenlänge bis zu 700 Meter! Wodurch im Bereich heutiger Siedlungsabstände die Dämpfung nahe Null ist.

Zudem führt bei Nacht eine abkühlungsbedingte atmosphärische Grenzschicht zur Wellenleitung und damit Bündelung des Infraschalls in Bodennähe. All das lässt die Zahl der gesundheitlich Betroffenen sprunghaft steigen. Und den Bürgerwiderstand eskalieren. Zu all dem kommt noch die Blackout-Gefahr bei Flauten, wogegen horrend teure Reserve-Gaskraftwerke geplant sind. Insgesamt dann ein doppeltes Energiesystem, wie es sich weltweit kein anderes Land leistet: „world`s dumbest energy policy“.

Der massenhafte Windkraftausbau wird zum Verhängnis, bis hin für die Gesundheit vieler Menschen. Und das alles wegen der von tausenden Wissenschaftlern weltweit bezweifelten CO2-Doktrin. Die kürzlich sogar vom Weltklimarat entscheidend abgeschwächt wurde: Die CO2-Katastrophe ist abgesagt. Politisch unabhängige Forscher wissen das schon lange, siehe etwa die internationalen Datenanalysen, teils KI-gestützt, laut derer die CO2-Doktrin den realen Klimadaten aus Vergangenheit und Gegenwart widerspricht.

Die Windkraft- und Energiewende-Illusionen verwehen. Höchste Zeit, bessere Optionen für die Energiesicherung anzugehen. Es gibt sie, wie mein Buch „Klima-Wahrheit“ ausführt. Dazu aber müssen Doktrinen und Dogmen fallen. Zugunsten des Landes und seiner Menschen.

 

Der Beitrag Die Windkraft wankt. Und mit ihr die Energiewende erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Puste geht aus: Gewaltige Herausforderungen für die Offshore-Windbranche*

07. Juni 2026 um 07:00

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Dagmar Jestrzemski (Red. PAZ)*
Zwei Branchenriesen wollen bereits aussteigen, weil immer deutlicher wird,
dass auch Windenergie seine Grenzen hat – und diese bereits erreicht sind.

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Ratlosigkeit und blankes Entsetzen dürfte bei der Bundesregierung die jüngst bekannt gewordene Nachricht ausgelöst haben, dass sowohl das französische Energieunternehmen TotalEnergies wie auch die britische BP mit ihrer Tochterfirma Jera Nex BP ihre erst kürzlich ersteigerten Offshore-Lizenzen für Windkraftprojekte in der Nordsee wieder loswerden wollen. Begründet wird dies mit drastisch veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dadurch entstandenen Renditerisiken. Gemeinsam hatten beide Energiekonzerne 2023 für insgesamt rund 12,6 Milliarden Euro Zuschläge zum Bau mehrerer Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee ersteigert.

TotalEnergies bot bei der Auktion fast sechs Milliarden Euro und legte 2024 in einer weiteren Auktionsrunde nochmals mit fast zwei Milliarden nach. Vom deutschen Staat verlangt der Konzern nun die Rückerstattung der bereits gezahlten 800 Millionen Euro, was etwa zehn Prozent der zugesagten Gesamtgebotssumme entspricht. Zusätzlich wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von 750 Millionen Euro hinterlegt, die Total ebenfalls vom deutschen Staat zurückfordert. Die unerwartete Kehrtwende steht in Zusammenhang mit einem Strategiewechsel beider Konzerne, die sich wieder auf ihr fossiles Kerngeschäft konzentrieren wollen. Der gleichzeitige überstürzte Ausstieg aus den sogenannten erneuerbaren Energien auf See gibt Anlass zu Spekulationen und wirft die Frage auf, welche Konsequenzen sich daraus für Deutschlands Energiewende langfristig ergeben könnten.

Den Ausstiegswunsch der Investoren rechtfertigt der Branchenverband Windenergie Offshore (BWO) mit einer Reihe von Faktoren, die sich seit der Flächenausschreibung vor drei Jahren zu Lasten der Projektentwickler verändert hätten. Von Verzögerungen beim Netzausbau, Schwierigkeiten bei den Lieferketten, Exportbeschränkungen Chinas, gestiegenen Baukosten, US-Zöllen und den Folgen des Ukraine- und Irankrieges ist die Rede. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die Erlöse für den Windstromverkauf künftige Verluste durch die Negativentwicklungen ausgleichen können. Laut einem Bericht des Deutschlandfunks hält die Bundesregierung an der Realisierung der Projekte fest. Eine Rückerstattung der bereits geleisteten Zahlungen wird mit Verweis auf das Windenergie-auf-See-Gesetz abgelehnt. Danach ist eine Rückgabe von Projekten ohne finanzielle Entschädigung rechtlich nicht vorgesehen. Andernfalls können Vertragsstrafen verhängt werden. Der BWO drängt dagegen auf eine Lösung für derartige Fälle, um Unternehmen vor hohen Verluste zu schützen.

Die bisher installierte Leistung von Offshore-Windparks in der Nordsee beträgt rund acht Gigawatt (GW). Über die Bundesnetzagentur wurden 2023 bis Frühjahr 2025 weitere Areale in der Nordsee mit einer Gesamtleistung von rund 10,8 Gigawatt versteigert. Davon entfielen auf Total und BP rund sieben GW, die nun nicht installiert werden. Bei einer zweiten Ausschreibung im August letzten Jahres gab es erstmals keine Gebote.

Ernüchternde Analyse

Ein weiterer Anlass für den Rückzug der beiden großen Player dürfte das Ergebnis einer im Januar vom Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES veröffentlichten Studie sein, die eine schlechte Prognose für die Rentabilität von neuen Offshore-Windkraftanlagen in der Deutschen Bucht beinhaltet. Das Ergebnis der Analyse dürfte auch den Betreibern der derzeit bestehenden Offshore-Windparks nicht gefallen. Wörtlich heißt es: „Gäbe es keine Abschattungseffekte, wäre die Stromproduktion höher. Der Plan (der Bundesregierung) sieht allerdings vor, dass wir sehr dicht beieinanderliegende Windparks haben werden – mit die dichtesten weltweit.“ Das beunruhigende Fazit lautet, dass die Entwicklung nicht vorhersehbar sei angesichts zu vieler variabler Faktoren. Das betrifft unter anderem die Kosten, „da die Windenergieanlagen immer größer werden, gleichzeitig die installierten Gigawatt pro Windpark ebenfalls steigen und Daten zu so großen Parks noch gar nicht vorliegen“.

Tatsächlich sind ähnlich drastische Warnhinweise aus der Wissenschaft sowohl der Bundesregierung als auch der EU-Kommission schon seit Jahren bekannt. So lautete die Überschrift eines im Juni 2021 veröffentlichten Artikels des Helmholtz-Instituts für Meeresforschung Geesthacht ursprünglich: „Auch Windenergie ist eine begrenzte Ressource.“ Diese allgemein bekannte Tatsache war offenbar allzu kühn, obwohl ehrlich formuliert, und wurde daher wenig später in die Frage umgeändert: „Bremsen sich Windparks gegenseitig aus?“ Der Warnung aus berufenem Munde zum Trotz verpflichtete sich das Bundeswirtschaftsministerium unter Minister Robert Habeck per Gesetz im Sommer 2022 in totaler Realitätsverweigerung zu einem nochmals erhöhten Ausbauziel mit insgesamt 70 GW Offshore-Windstromleistung in Nord- und Ostsee bis 2045.

Kürzlich einigten sich alle Nordsee-Anrainerstaaten auf eine gemeinsame Offshore-Windstromerzeugung von 300 GW bis 2050. Allein für die deutsche Nordsee ist dabei der Zubau von 70 GW Leistung vorgesehen.

Humanitäre Folgen des Irankriegs
Experten fürchten weltweite Hungersnot
Hormus-Blockade bedroht die globale Versorgung mit Kunstdünger – Doch vielfältige Initiativen steuern bereits massiv gegen

Die wegen des Irankriegs weitgehend blockierte Straße von Hormus bildet die Lebensader der globalen Energiemärkte und internationalen Chemieindustrie. Gleichzeitig ging bis Februar 2026 aber auch ein Drittel der weltweit benötigten Düngemittelmenge durch die Meerenge. Saudi-Arabien ist der drittgrößte Exporteur von Phosphat, und die Golfmonarchien decken darüber hinaus 40 Prozent des Harnstoffbedarfs der Düngemittelhersteller rund um den Globus.

Daher führte die Hormus-Sperre schlagartig zu enormen Preissteigerungen: Im globalen Durchschnitt verteuerte sich industriell produzierter Dünger um rund 50 Prozent, was wiederum besonders jene Staaten in Afrika trifft, die ohnehin schon Schwierigkeiten bei der Düngemittelbeschaffung haben. Angesichts dessen werden nun Stimmen laut, die davor warnen, dass eine durch den Irankrieg ausgelöste Krise der Landwirtschaft mehr Menschenleben fordern könnte als die Kampfhandlungen selbst.

Manche Schätzungen halten den Tod von bis zu 45 Millionen Menschen durch Nahrungsmittelmangel und Hunger infolge der Blockade für möglich. Dabei wird vor allem auf die Sahel-Zone südlich der Sahara verwiesen, wo eine Reduzierung des Düngereinsatzes um nur zehn Prozent erfahrungsgemäß zu Ernteverlusten von 25 Prozent führt und ohnehin bereits sehr prekäre Verhältnisse herrschen. Diese resultieren aus der desolaten finanziellen Lage der Landwirte sowie aus lokalen Konflikten, welche die Bestellung der Äcker erschweren oder gar verhindern.

Allerdings gibt es Grund zur Hoffnung, dass sich die Horrorprognosen einiger Experten wie auch der UN weder 2026 noch 2027 bewahrheiten werden. Immerhin sind afrikanische Bauern ausgesprochen geübt darin, Kunstdünger durch natürliche Alternativen zu ersetzen. Hierzu zählen gezielt angebaute stickstoffhaltige Pflanzen, der Mist von Rindern, Ziegen und Hühnern sowie Holzkohleasche und Kompost aus Haushaltsabfällen. Darum wurden auf dem Schwarzen Kontinent schon vor der Düngemittelkrise von 2026 nur gut 20 Kilogramm Kunstdünger pro Hektar verstreut, während der weltweite Durchschnitt beim Siebenfachen liegt. Des Weiteren hat Saudi-Arabien in Windeseile ein logistisches Wunder vollbracht, indem es Düngemittelexporte in Häfen am Roten Meer umgeleitet hat. Inzwischen rollen täglich gut 3.500 Lkw durch die Wüste der Arabischen Halbinsel nach Westen. Allerdings sorgen solche Landtransporte für eine erhebliche Verteuerung des Angebots.

Preisanstieg bleibt Hauptproblem

Auch erweisen sich die nordafrikanischen Staaten Marokko, Algerien und Ägypten nun quasi als Joker. Marokko sitzt immerhin auf 70 Prozent der globalen Phosphatreserven, und die anderen beiden Länder können parallel dazu erhebliche Mengen Stickstoffdünger liefern. Andererseits gibt es hier auch einige Probleme. So sind die Düngemittelexporteure in Nordafrika durch langfristige Verträge gebunden, weshalb eine plötzliche Umleitung der Lieferungen in die Sahelzone kompliziert ist. Daher braucht es nun internationale Abmachungen, um die Düngerströme dorthin zu lenken, wo am ehesten Hunger droht.

Darüber hinaus sind angesichts des kurz- und mittelfristig wohl kaum nennenswert sinkenden Preisniveaus auch finanzielle Hilfen für die Staaten südlich der Sahara nötig. Die Entwicklung der nächsten Monate wird zeigen, ob sich die angekündigte humanitäre Katastrophe so verhindern lässt.

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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 29.05.2026, S.7 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie der Autorin  Dagmar Jestrzemski  für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln: https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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Die Trump-Regierung beruft sich auf die nationale Sicherheit, um die Maßnahmen gegen Windparks auszuweiten.

29. Mai 2026 um 17:00

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Wind Watch, Gastautor Martha Muir · ft.com

Die Trump-Regierung hat den Ausbau der Windkraft an Land in den USA unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken gestoppt, was eine massive Eskalation im Kampf des Präsidenten gegen „erneuerbare Energien“ darstellt.

Die Genehmigungen für rund 165 Onshore-Windprojekte auf Privatgrundstücken werden vom Verteidigungsministerium verzögert. Betroffen sind unter anderem Windparks, die auf die endgültige Genehmigung warteten, andere, die sich mitten in Verhandlungen befanden, und einige, die normalerweise keiner Aufsicht durch das Ministerium bedürfen würden, wie die American Clean Power Association (ACP) und mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

Windparks benötigen regelmäßig die Genehmigung des Verteidigungsministeriums, um Störungen von Radarsystemen zu vermeiden. Dies beinhaltet in der Regel eine Risikobewertung und die Zahlung eines vereinbarten Betrags durch den Projektentwickler an die Armee zur Aktualisierung ihres Radarfiltersystems, damit diese die Windkraftanlage orten kann. Manche Projekte gelten aufgrund ihrer Entfernung zu militärischen Einrichtungen und Flugrouten als ungefährlich. Normalerweise sind diese Bewertungen innerhalb weniger Tage abgeschlossen.

Seit August 2025 sahen sich Entwickler mit einer Reihe von Rückschlägen konfrontiert, darunter das Ausbleiben erwarteter Mitteilungen vom Verteidigungsministerium, die Absage von Besprechungen zum Status ihrer Projekte ohne Möglichkeit zur Neuplanung sowie die Information, dass das Ministerium die Bearbeitung ihrer Anträge eingestellt hat, wie mit der Situation vertraute Personen berichten.

Zu den betroffenen Projekten gehören 35 Projekte, bei denen die Verhandlungen abgeschlossen waren und die nun auf die Genehmigung des Verteidigungsministeriums warten – darüber berichtete Axios erstmals im März.

Weitere Projekte stehen nun vor dem Aus – 30 davon hatten Verhandlungen durchlaufen, mündliche Zusagen erhalten und warteten auf die schriftliche Bestätigung, etwa 50 befinden sich noch in Verhandlungen und 50 wären zuvor wahrscheinlich als risikofrei eingestuft worden, so die Einschätzung von Entwicklern und Beratern.

Die Windparks haben eine Nennleistung von rd. 30 Gigawatt. Wenn der Wind immer wehen würde und in Nennstärke, dann könnte das genug sein, um 15 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen – Diese Geschichten kennen Sie von den üblichen Märchenerzählern der Windbranche. – freie Ergänzung

In Anfang April an die Projektentwickler versandten Schreiben hieß es, die Behörde überprüfe ihre Verfahren zur Bewertung der Auswirkungen von Energieprojekten auf die nationale Sicherheit.

Diese Maßnahmen stellen eine dramatische Eskalation der Bemühungen der Regierung dar, die Windenergie in den USA zum Erliegen zu bringen, wobei sowohl auf privates als auch auf öffentliches Land zugegriffen wird.

Präsident Donald Trump hegt eine besondere Abneigung gegen Windparks. Er bezeichnete sie als die „schlechteste Energieform“ und erklärte, sein „Ziel sei es, den Bau von Windrädern zu verhindern“.

Seit ihrer zweiten Amtszeit hat die Trump-Regierung wiederholt versucht, die Arbeiten an mehreren Offshore-Windparks in Gebieten unter der Verwaltung des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) zu stoppen und dabei auch Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit angeführt. Auch andere Projekte im Bereich erneuerbarer Energien auf Bundesland wurden betroffen. Einige dieser Versuche scheiterten vor Bundesgerichten.

„Das ist beispiellos“, sagte Jason Grumet, Geschäftsführer des ACP. „Die Tatsache, dass die Regierung privaten Landbesitzern verbietet, wirtschaftliche Aktivitäten auszuüben und Wert aus ihrem Eigentum zu schöpfen, ist schwer mit konservativen Werten vereinbar.“

Die Regierung hat kürzlich damit begonnen, Offshore-Windparkleasingverträge im Austausch für Investitionen in fossile Brennstoffe zurückzuerstatten, wie beispielsweise ein 1-Milliarde-Dollar-Deal mit TotalEnergies im März.

„Die Versuche der Trump-Regierung, Windkraftprojekte zu blockieren, scheitern immer wieder vor Gericht, weshalb sie zu immer extremeren und absurderen Methoden greift“, sagte Kit Kennedy, Geschäftsführerin für „Erneuerbare Energie“ beim NRDC.

Das Verteidigungsministerium reagierte nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Das Urheberrecht an diesem Artikel liegt beim angegebenen Autor bzw. Herausgeber. Im Rahmen seiner nichtkommerziellen Bildungsarbeit, die darauf abzielt, einem globalen Publikum die ökologischen, sozialen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Aspekte des großflächigen Windkraftausbaus zu vermitteln, beachtet National Wind Watch die Bestimmungen zur „ angemessenen Nutzung “ gemäß § 107 des US-amerikanischen Urheberrechtsgesetzes und ähnliche Regelungen zur „angemessenen Nutzung“ in den Urheberrechtsgesetzen anderer Länder. Anfragen zu Auszügen, allgemeine Anfragen und Kommentare richten Sie bitte per E-Mail an uns .

https://www.wind-watch.org/news/2026/05/04/trump-administration-cites-national-security-to-widen-clampdown-on-wind-farms/

 

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Windräder – mit der Energieerzeugung zurück ins Mittelalter (Teil 1)


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Gesendet am 17. Mai 2026 im Kontrafunk „Audimax“

Windräder in Deutschland

Seit undenklichen Zeiten nützen Menschen die Windenergie. So machten große Segelschiffe ab Ende des 15. Jahrhunderts die Entdeckung der neuen Welt möglich. Erst der überlegene Motorantrieb ließ sie verschwinden. Die Nutzung von Windmühlen ist ab dem 7. Jahrhundert in Persien historisch belegt. Im Gegensatz zu großen Segelschiffen erlebten Windmühlen eine Renaissance als riesige Windturbinen zur Stromerzeugung. Die Gründe dafür waren nicht technisch-wirtschaftlich, sondern irrational. Windräder konnten in Deutschland nur eingeführt werden mit künstlich erzeugter Furcht vor Klimaschädigung durch menschgemachtes CO2, mit der Ersetzung neutraler Energiefachleute durch fachfremde Aktivisten, mit hohen Subventionen für Windradinvestoren und schließlich mit Hilfe der Planwirtschaft.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die großen Medien wie FAZ, Süddeutsche, SPIEGEL und weitere halfen dabei kräftig mit. Anstatt kritisch zu berichten, machten sie sich in freiwilliger Selbstgleichschaltung zu Regierungsmedien und propagierten die Energiewende. Großstadt-Journalisten brauchten schließlich kein Riesenwindrad vor ihrer Haustür zu befürchten. Deswegen wird hier im Folgenden mit ÖRR die Gesamtheit aller voreingenommenen Medien bezeichnet. Erwartungsgemäß konnte die Energiewende ihre Versprechen nicht einhalten, und ein tiefer Graben klafft nun zwischen Windrad-Profiteuren, naiven Klimagläubigen, rot-grünen Revolutionären und dem ÖRR auf der einen Seite und neutralen Energiefachleuten, echten Naturschützern und geschädigten Windrad-Anrainern auf der anderen Seite.

In diesem Streit werden unzählige Argumente für und gegen Windräder und die Energiewende vorgebracht. Stellvertretende Beispiele für pro: Die Energiewende und insbesondere Windräder seien unabdingbar für „Klimaschutz“, weil sie CO2 einsparen; die Energiewende würde einen deutschen Haushalt monatlich nur eine Kugel Eis kosten; der Wind stelle keine Rechnung; die deutsche Energiewende würde weltweit Vorbild werden. Und nun Beispiele für kontra: Kein Land der Welt würde die deutsche Energiewende kopieren; Windräder erzeugten weltweit den teuersten Strom; Wetterabhängiger Windradstrom sei für unser Stromnetz ungeeignet; der Materialaufwand von Windrädern stünde in keinem akzeptablen Verhältnis zu ihrer erzeugten Energie; Windräder würden Landschaften entstellen,  viele Insekten, Fledermäuse und Vögel töten, und Anrainer durch Infraschall gesundheitlich schädigen.

Im Gegensatz zu den umstrittenen Windturbinen wurden die Einführung des Motorantriebs für Schiffe und die Nutzung von Kohle-, Gas und Mineralöl generell als Fortschritt begrüßt. Technische Verbesserungen wurden dem Markt überlassen, weil dessen Urteilskraft unerreichbar ist – nur Sozialisten wollen das nicht wahrhaben. Bei auftauchenden Fehlern erzwang der Markt schnelle Abhilfe wie im Ruhrgebiet vor 40 Jahren als Alarm wegen gesundheitsschädlichen Smogs aus Kohlekraftwerken ausgerufen wurde. Man baute unverzüglich moderne Filter in die Schornsteine von Kohlekraftwerken ein und erließ Vorschriften zur industriellen Rauchgasentschwefelung. Danach sank der Ausstoß von Staub und Schadstoffen dramatisch ab und ist heute kein ernsthaftes Thema mehr.

Jede technische Methode hat Vor- und Nachteile. Energiepolitische Entscheidungen, die diese nicht sorgfältig abwägen und nur eine einzige Sicht vertreten, sind auf Dauer nicht erfolgreich. Daher bevorzugt diese Vorlesung zur Bewertung von Windrädern die Vergleiche mit anderen Methoden der Stromerzeugung, wobei die Kriterien „technische Eignung“, „Wirtschaftlichkeit“ und „Umweltschutz“ sind. Vertreten wird dann die Bevorzugung derjenigen Methoden, die bei rationaler Abwägung ihrer Vor- und Nachteile positive Höchstwerte ergeben. So hatte es auch die deutsche Energiepolitik bis noch vor wenigen Jahrzehnten gehalten und deshalb Deutschland zu einem der erfolgreichsten Industrieländer weltweit gemacht.

Über lange Zeit fast unbemerkt änderte sich in den westlichen Ländern die Einstellung zur technisch-naturwissenschaftlichen Vernunft. Ab der Jahrtausendwende wurde der Paradigmenwechsel sichtbar. Ideologien, faktenbefreites Wunschdenken, Moralismus, und platter Unsinn wurden zur Regel. So wurde die Dekarbonisierung Deutschlands zum grundgesetzbewehrten Staatsziel. Sie ist wegen der nur 1,5 % weltweiten CO2-Emissionen Deutschlands zwar physikalisch unwirksam, wird uns bis 2045 aber sehr wirksame Zehntausend Milliarden oder 10 Billionen Euros kosten (hier). Ein entsprechendes Schicksal ereilte auch die deutsche Energieinfrastruktur. Sorgfältige Planung und Praxistests von neuen Verfahren wurden unterlassen, und faktenfreies Wunschdenken leitete eine bis jetzt anhaltende Zerstörungsphase ein. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz setzte 2000 die Energiewende in Gang. Alle deutschen Kernkraftwerke, unsere wertvollsten Grundlastkraftwerke, wurden mit entsprechenden Beschlüssen von 2002, 11 und 13 zu festgelegten Zeiten abgeschaltet und zur Verhinderung späterer Weiternutzung konsequent zerstört. Dabei gingen insgesamt mehr als ein Drittel der deutschen Stromleistung verloren. Wollte man sie in Form von Gas-und-Dampfkraftwerken wieder ersetzen, würde dies realistisch weit mehr als ein Jahrzehnt dauern.

Bei der Abschaffung der Kernkraftwerke wurde die Sicherheitsliste „Todesfälle pro Terawattstunde Strom“ von Methoden der Stromerzeugung ignoriert. Am sichersten sind „Solar, Kernenergie, Wind und Wasserkraft“ mit Kernenergie auf Platz zwei – zu finden in „our world in data“ der Oxford Universität (hier), beim Schweizer Paul Scherrer Institut (hier), der Fachpublikation von The lancet 370.9591 (2007): 979-990 und schließlich in Statista (hier). Die CO2-Freiheit von Kernkraftwerken wurde ebenfalls ignoriert. Mit unzähligen Falschbehauptungen über die Kernenergie spielte der ÖRR eine unwürdige Hauptrolle. Der Höhepunkt der ÖRR-Propaganda war eine assoziative Montage, welche die 18.500 Opfer des japanischen Tsunami von 2011 der Havarie des Kernkraftwerks von Fukushima in die Schuhe schob, obwohl es keinen einzigen Strahlentoten gab.

Im Sommer 2020 begann schließlich der Ausstieg aus der Kohlenutzung mit dem Ziel schrittweise die wirtschaftlichste Methode der Stromerzeugung Deutschlands zu zerstören. Das bereits an Größenwahn grenzende Endziel der Energiewende ist CO2-freier Strom im Wesentlichen nur aus Windrädern und Solarzellen, der über Sektorenkoppelung den gesamten deutschen Energieverbrauch stemmen soll. Dabei kann die Energiewende noch nicht einmal Strom bedarfsgerecht liefern. Ohne Nachbarländer die uns bei Strommangel mit Strom aus Kernkraftwerken versorgen und ihn uns bei Stromschwemme gegen Aufpreis abnehmen, wären in Deutschland längst die Lichter ausgegangen.

Unübersehbare Ergebnisse dieser absurden Entwicklung gibt es bereits: Wie von allen unabhängigen Fachleuten vorhergesagt, funktioniert die Energiewende nicht und ist zu einem bodenlosen Kostenloch von aktuell über 36 Milliarden Euro pro Jahr für das Energiewende-Gesamtsystem geworden. Diese Zahl nannte am 7. April 2026 die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche in einem FAZ-Gastbeitrag. Als Folge von Klimaschutz und Energiewende fiel Deutschland von den weltweit höchsten Plätzen der globalen Wettbewerbsskala erfolgreicher Industrienationen herunter ins Mittelmaß. Der Abstieg, verursacht durch CO2-Bepreisung, Energiewende und einer erstickenden Bürokratie wie jeder Planwirtschaft, geht stetig weiter. An der Chimäre „Klimaschutz durch Dekarbonisierung“ wird dennoch festgehalten.

Stellvertretendes Beispiel von Dysfunktionalität ist die Subventionierung von Windrädern. Sie betrug 2025 16,5 Milliarden Euro als Zuschuss aus dem Bundeshaushalt. 20 Jahre lang erhält jeder Windradinvestor für seinen Strom eine Einspeisevergütung zwischen 6 und 12 Cent/kWh. Verrückt wird es, wenn zuviel Windenergie eingespeist wird und der Strompreis auf Null oder negativ geht. Dann wird dem Windrad-Betreiber trotzdem die Differenz zur Einspeisevergütung aus dem Klima- und Transformationsfond des Bundes erstattet. Geschädigt ist der wehrlose Wohnungsmieter über den CO2-Preis beim Betrieb seiner Öl- oder Gasheizung und der Autofahrer beim tanken. Oft wertlosen, weil überschüssigen Windstrom zu subventionieren ist ein Musterbeispiel für die planwirtschaftliche Umverteilung von Verbrauchern mit knapper Kasse hin zu kapitalstarken Investoren und lässt an die berühmten Schildbürgerstreiche denken. Eine weitaus umfangreichere Zusammenstellung solcher Inkonsequenzen, Schäden und schlichten Irrsinns der Energiewende bietet der empfehlenswerte Youtube-Kanal des emeritierten Professors Dr. Andreas Schulte für Forstwirtschaft und Waldökologie der Uni Münster. Seine Vorträge finden sich im Internet beim googeln von „Cum tempore Andreas Schulte“.

Heute lehnen 85 % der Weltbevölkerung Klimaschutz und vor allem eine Energiewende nach deutschem Vorbild ab. Nur noch 15 % mit Deutschland als Vorreiter setzen auf Deindustrialisierung, genauer auf industriellen Selbstmord. Deutsche Bemühungen die Welt von Windrädern zu überzeugen hatten statt Resonanz nur nachsichtigen Humor. Sogar der ÖRR kann den Niedergang der deutschen Industrie, die hohe Zahl an Firmenpleiten, die massive Verlagerung von Unternehmen ins Ausland und die Arbeitsplatzverluste nicht mehr verschweigen.

Laut einer im Februar 2026 veröffentlichten Allensbach-Umfrage im Auftrag der FAZ ist der Rückhalt für die Energiewende in Deutschland deutlich gesunken. Befürworteten bis 2022 noch etwa die Hälfte der Bürger den schrittweisen Ersatz fossiler Energieträger, ist es Anfang 2026 nur noch rund ein Drittel. Gemäß einer Studie der Bertelsmann Stiftung, ebenfalls 2026, stieg der Anteil von Unternehmen, die „Klimaschutz“ eine immer geringere Priorität beimessen, in einem Jahr von 14 % auf aktuell 60 %.

Eine rationale Energiepolitik, die die erstickende CO2-Bepreisung, die Energiewende und 90 % unnützer Bürokratie unverzüglich beendet, wäre mit einem einfachen Federstrich sofort möglich, die deutsche Politik müsste es nur wollen. Damit wäre sogar die EU einverstanden, weil es sie ohne Deutschland nicht gäbe. Historisch setzt sich irgendwann immer die Vernunft durch. Ein „Zur-Vernunft-zurück“ ist daher nur eine Frage der Zeit. Ob aber dann die angerichteten Schäden in Deutschland noch zu beheben sind, ist keineswegs sicher.

Nach diesen Vorinformationen zur deutschen Energiewende im Allgemeinen und Windrädern im Besonderen geht es in der Vorlesung jetzt zu den physikalischen und technischen Fakten von Windrädern und ihren Auswirkungen auf Stromerzeugung, Wirtschaft und Umwelt. Es wird sich zeigen, dass Windräder an insgesamt drei Fundamentalmängeln leiden, von denen zwei naturgesetzlich und daher unbehebbar sind. Nur der verbleibende dritte Mangel könnte in Zukunft mit noch ungewisser Technologie etwas abgemildert, aber nicht völlig beseitigt werden.

Zum Windradprinzip

Es gibt zwei Typen von Windrädern, den Widerstandsläufer und den Auftriebsläufer. Beim Widerstandsläufer erzeugt meist die Öffnung einer Kugelhalbschale, dem Wind entgegengestellt, eine nutzbare Widerstandskraft. Solche Halbschalen, ausgerichtet und kreisförmig um eine Drehachse montiert, ergeben einen Halbschalenrotor, der Rotationsenergie aus Wind erzeugt. Die älteste bekannte Windenergieanlage in Persien verwendete dieses Prinzip.

Moderne Windräder nutzen dagegen die wirksamere Auftriebskraft eines Flugzeugflügels, dessen charakteristisches Profil mit breiter Abrundung an der Vorderseite, scharfer Rückkante und besonderen Kurven für die Ober- und Unterseite aus Abbildungen bekannt ist. Die Auftriebskraft basiert auf dem um 1902 erstellten Theorem des deutschen Mathematikers Martin W. Kutta und des russischen Physikers Nikolai J. Joukowski zusammen mit dem dritten Newtonschen Gesetz (Actio = Reactio) und ist gleichermaßen für Flugzeugflügel wie für Windradflügel gültig. Speziell beim Windrad kommt noch ein weiteres Gesetz hinzu, auf das später noch eingegangen wird. Das Windrad mit seinen drei Flügeln macht aus Wind Rotationsenergie. Daraus erzeugt der angeschlossene Generator Strom, drei Flügel, weil dies der beste Kompromiss von Windausbeute, Stabilität und Kosten ist.

Nun zum Strom aus Wind: Die 50 Hz Frequenz in unserem Wechselstromnetz muss in engsten Grenzen verbleiben, ansonsten droht Blackout. Weil Wind extrem fluktuiert, sorgt bei jedem Windrad eine aufwendige Elektrotechnik dafür, dass der erzeugte Flatterstrom, wenn schon nicht bedarfsgerecht, so doch zumindest technisch passend ins Netz eingespeist wird. Der vom Windrad-Generator erzeugte Wechselstrom wird dabei zuerst in Gleichstrom umgewandelt und anschließend in einem Zwischenkreis geglättet. Ein Inverter wandelt ihn wieder in Wechselstrom zurück, dessen Frequenz, Phase und Spannung exakt aufs Stromnetz abgestimmt sind. Dazu wird eine Phasenregelung verwendet, die kontinuierlich die Werte des angeschlossenen Netzes misst. Schließlich wird der phasensynchrone 50 Hz Strom hochtransformiert und ins Mittelspannungsnetz eingespeist. Diese Kette macht Windrädern jedoch Netzstabilisierung durch Rückspeisung der Rotationsenergie ihrer sich drehenden Flügel unmöglich. Bei den klassischen Dampfturbinen-Kraftwerken als Grundlastkraftwerken, zu denen auch Kernkraftwerke gehören, erfolgt dagegen die wichtige Netzstabilisierung physikalisch von selbst durch die extrem hohe Rotationsenergie ihrer Dampfturbinen. Mit jedem Windrad und jeder Photozelle mehr und jedem Grundlastkraftwerk weniger verliert daher das Stromnetz an überlebenswichtiger natürlicher Trägheit. Auf diese wichtige Problematik wird später noch einmal eingegangen.

Kenngrößen von Windrädern und von Windradstrom

Bevor es weitergeht zuerst die wichtigsten Daten zur Erzeugung und Verbrauch von Energie, speziell von elektrischer Energie und insbesondere der aus Windrädern: Weltweit kommen in allen Industrieländern wie auch in Deutschland etwa 80 % der verbrauchten Gesamtenergie aus Kohle, Erdöl und Erdgas. Das wird sich langfristig auch nicht ändern. Erst nach vielen Jahrzehnten wird der jetzt noch relativ kleine Urananteil immer größer geworden sein und die fossilen Energieträger zurückdrängen. Weltweit kommen aktuell nur 1 % der Gesamtenergie aus Wind und ebenfalls nur 1 % aus Photovoltaik. 2024 und 2025 in Deutschland war Windstrom mit 4,5 % an der Gesamtenergie nur wenig höher. Dieser kleine Wert könnte irritieren, weil der ÖRR viel größere 30 % nennt. Diese 30 % beziehen sich aber nur auf den elektrischen Strom und nicht auf die Gesamtenergie Deutschlands. Strom hat weltweit, so auch in Deutschland, nur etwa 15 % Anteil an der Gesamtenergie. Die 4,5 % Stromanteil an der Gesamtenergie werden daher zu 30 % Anteil am Strom. Leider überlesen die meisten bei den Zahlenangaben des ÖRR, was sie genau bedeuten, so dass heute fast jeder irrtümlich glaubt, dass etwa 30 % der deutschen Gesamtenergie aus Wind kämen. Vom ÖRR wird es zudem auffällig vermieden die maßgebenden Zahlen von 4,5 % Wind und 2 % Photovoltaik an der Gesamtenergie zu nennen.

Bis jetzt war hier von Energie die Rede. Verwendet man die Energiedichte als Energie pro Gewicht sind in der Vorlesung bevorzugte Vergleiche einfach wie zum Beispiel der eines E-Autos mit einem Diesel-Auto: Eine Ionen-Lithium Batterie hat die Energiedichte von 0,2 Kilowattstunden Energie pro Kilogramm, Dieseltreibstoff hat dagegen den Wert 5,3 unter Berücksichtigung des Carnot-Verlustes des Dieselmotors. Das ist das 26-fache der Batterie bei gleichem Tankgewicht und erklärt die geringe Reichweite von E-Autos. Die 5,3 Energiedichte von Diesel werden später noch einmal benötigt.

Bei strömender Flüssigkeit und Gasen sind Vergleiche etwas umständlicher, weil dort nicht die Energie, sondern die Leistung als Energie pro Zeit in Watt die maßgebende Größe ist. Weil leider oft Energie mit Leistung verwechselt wird, ist erst einmal dieser Irrtum zu beseitigen.

Die Bewegungsenergie eines festen Körpers ist proportional zu seiner Masse und zum Quadrat seiner Geschwindigkeit. Die Leistung von Fluiden in Rohrströmungen ist dagegen proportional zur Fluid-Dichte, zum Rohrquerschnitt und zur dritten Potenz der Strömungsgeschwindigkeit. Das gilt für alle Strömungsmaschinen, von Windrädern über Wasserturbinen bis hin zu Ventilatoren. Zur besseren Wahrnehmung wird die Leistung von Fluiden hier kurz als „v-hoch-3-Gesetz“ bezeichnet. Die von einer Strömungsmaschine gelieferte elektrische Energie ist schließlich das Produkt ihrer Leistung-mal-Zeit. Weil sich die Flügel von Windrädern nicht in einem Rohr sondern in freier Luft drehen, weisen nur Windräder noch die weitere Besonderheit auf, dass sich ihre Leistung aus dem v-hoch-3-Gesetz mindestens um den Faktor 0,59 verringert. Der deutsche Strömungsforscher Albert Betz veröffentlichte 1920 diesen oberen Grenzfaktor, der heute als Betzsches Gesetz bezeichnet wird.

Auch der Verwirrung stiftende Begriff „Nennleistung von Windrädern“ ist zu erläutern, denn Windradhersteller und auch der ÖRR sprechen immer nur von der Nennleistung. Bei Nennleistung würde man vielleicht an eine zeitgemittelte Windradleistung denken. Die Nennleistung ist aber etwas ganz Anderes, nämlich die Höchstleistung des Windrads bei maximaler Windgeschwindigkeit von stürmischen knapp 50 km/h, wobei diese Grenze vom Windrad-Generator gesetzt wird. Bereits ab etwa 30 km/h Windgeschwindigkeit fängt man damit an die Windrad-Leistung zu drosseln. Die Nennleistung kommt im wirklichen Betrieb kaum vor. Neben der Nennleistung ist man vermutlich auch von der einzig wirklich wichtigen Leistung eines Windrads überrascht, ihrer jahresgemittelten Leistung. Windräder liefern bei Flaute nämlich keinen Strom, sondern verbrauchen sogar ein wenig für die Aufrechterhaltung ihrer Hilfssysteme. Die jahresgemittelte Windradleistung Onshore und gemittelt über ganz Deutschland beträgt nur etwa 20 % der Nennleistung, Offshore kann sie bis zu 40 % erreichen.

Das v-hoch-3-Gesetz erklärt, warum die jahresgemittelte Windradleistung so klein ist. Beim halben Wert der Windgeschwindigkeit liefert das Windrad nicht, wie man irrtümlich vermuten könnte, die halbe Leistung, sondern nur ein Achtel oder 12,5 % von ihr, weil die dritte Potenz von 1/2 ein Achtel ist. Das v-hoch-drei-Gesetz belohnt große Windgeschwindigkeiten extrem und bestraft kleine Windgeschwindigkeiten ebenso extrem. Windräder in Schwachwindgebieten wie etwa dem Odenwald sind daher absolut widersinnig.

Bevor es mehr in die Details von Windrädern geht, einige anschauliche Vergleiche: So wird man kaum vermuten, dass bereits das Betanken eines Dieselautos im Vergleich mit der Leistung eines Windrads interessante Erkenntnisse liefert. Ein großes Standard Windrad wie die E 126 mit 7,6 Megawatt Nennleistung liefert Onshore nur 1,5 Megawatt reale gemittelte Leistung als die bereits erwähnten 20 % der Nennleistung. Die E 126 wiegt rund 3500 Tonnen, dazu kommt ihr Stahlbetonsockel etwa gleichen Gewichts. Sieben E 126 liefern 7 x 1,5 = 11 Megawatt bei insgesamt 50.000 Tonnen Aufwand an Stahl, Beton und weiterem Material. Auf der anderen Seite fördert der Zapfhahn einer Tankstelle etwa 0,7 Liter Diesel pro Sekunde oder 2000 Kilogramm pro Stunde. Multipliziert mit der bereits erwähnten Energiedichte des Dieseltreibstoffs von 5,3 Kilowattstunden-pro-Kilogramm (inklusive Carnot-Verlust des Dieselmotors), ergeben sich die gleichen 11 Megawatt Leistung wie von sieben E 126 Windrädern, bloß ohne 50.000 Tonnen Material in Landschaft und Waldböden.

Weitere anschaulichen Vergleiche: Um die 100 km Windräder im Mindestabstand hintereinander liefern die gleiche jahresgemittelte Leistung wie ein einziges großes Kohle- oder Kernkraftwerk, letztere aber wetterunabhängig. Die inzwischen mehr als 30.000 Windräder hierzulande enthalten so viel Stahl wie 20 Millionen PkW. Kraftwerke werden über 60 Jahre alt, Windräder nur 20 Jahre.

Für die nun vorgenommenen genaueren Vergleiche von Windrädern mit anderen Methoden der Stromerzeugung ist die Leistungsdichte als Leistung pro Fläche der passende Schlüssel. In den meisten Fachveröffentlichungen und auch hier wird als Fläche die von der jeweiligen Methode benötigte Bodenfläche genommen. Wie groß ist aber die Bodenfläche eines Windrads? Bei der Antwort ist zu beachten, dass Windräder fast nie alleine sondern immer zu mehreren in sogenannten Windparks aufgestellt werden, um den verfügbaren Platz optimal zu nutzen und die Unterbodenverlegung von Elektrokabeln zu optimieren. Die gegenseitigen Abstände von Windrädern dürfen dabei wegen Leistungsminderung durch gegenseitigen Windkannibalismus nicht zu klein werden. Der Platzbedarf jedes Einzelwindrads als optimaler Kompromiss ist dabei die achtfache Länge des Rotordurchmessers in Hauptwindrichtung mal der fünffachen Länge senkrecht dazu. Dies sind bei der schon erwähnten E 126 mit ihren 127 m Rotordurchmesser rund 600 Tausend Quadratmeter oder 60 Hektar als sogenannte „geschützte“ Bodenfläche des Windrads. Es sei vorab schon einmal der überraschend kleine Wert der Windradleistungsdichte von grob 3,6 Watt pro Quadratmeter Bodenfläche genannt, gültig für 2024, Onshore Deutschland, jahres- und ortsgemittelt. Er wird hier später noch belegt.

Noch eine Anmerkung zum Begriff Windpark: Diese vermutlich von Herstellern und dem ÖRR durchgesetzte Bezeichnung ist angesichts der von Windrädern zerstörten Landschaften und angesichts von Windrad-Anrainern, deren Häuserwerte in den Keller rauschen, nicht akzeptabel. Man sollte die sprachliche Vergewaltigung der Realität, Windräder mit einem Erholungspark zu assoziieren nicht akzeptieren, sondern zutreffend den Begriff Windindustrie-Fläche verwenden.

Weil zur korrekten sachlichen Beurteilung von Windrädern der ungewohnte Begriff Leistungsdichte kaum vermieden werden kann, ist die allgemeine Unkenntnis über Windradfakten nachvollziehbar und leider nur schwer zu beheben. Die letzte Instanz, die diese Beurteilung aber immer liefern wird, ist die Triade von extremen Stromkosten, Landschafts- und Naturzerstörung sowie Blackout-Gefahr. Leider macht es eine erhebliche technische Unkenntnis der Bevölkerung den Windradprofiteuren und dem ÖRR zu leicht, der Bevölkerung nicht vorhandene positive Eigenschaften von Windrädern vorzugaukeln und ihre Schäden herunterzuspielen.

Die Sonne macht den Wind  

Woher kommt eigentlich die Windenergie?  Sie ist umgewandelte Sonnenenergie, oder genauer, eine atmosphärische Wärmekraftmaschine erzeugt den Wind. Sie nutzt die unterschiedliche Aufheizung der Erdoberfläche durch die Sonne. Dabei entstehen zwei Wärmereservoire, die Tropen als warmes Reservoir und die beiden Erd-Pole als das kalte. Die Wärmekraftmaschine wird durch den Wärmetransport zwischen den Tropen und den beiden Erd-Polen angetrieben. Die zugehörigen physikalischen Details liefert die Thermodynamik und insbesondere der Carnot-Prozess.

Es ergeben sich nun drei Fragen: Welcher Anteil der auf die Erdoberfläche ankommenden Sonnenenergie ist Windenergie, welcher Anteil davon kann höchstens von Windrädern genutzt und wieviel davon wiederum kann höchstens zu elektrischer Energie umgewandelt werden? In einigen Fachveröffentlichungen wird dabei die gesamte Erdoberfläche betrachtet, ohne lokale und meteorologische Unterschiede zu berücksichtigen. Aus den Energiewerten, den 8760 Jahresstunden und der Gesamtoberfläche der Erde erhält man dann die jahres- und ortsgemittelten Leistungsdichten in Watt pro Quadratmeter Bodenfläche. Die Fachpublikation von Alex Kleidon, MPI für Biochemie in Jena, „Physical limits of wind energy within the atmosphere and its use as renewable energy: From the theoretical basis to practical implications.“ arXiv preprint arXiv:2010.00982 (2020), wählte diesen Weg und kam zu folgenden Ergebnissen: Die Sonne erzeugt 342 Watt Leistung pro Quadratmeter Boden, davon werden nur 0,006 % dieser 342 Watt zu Wind, und aus Windrädern bleiben schließlich nur noch 0,5 Watt pro Quadratmeter elektrische Leistung übrig. Die zweite Fachveröffentlichung  von Lee Miller und Mitautoren, Miller, Lee M., et al. „Two methods for estimating limits to large-scale wind power generation.“ Proceedings of the National Academy of Sciences 112.36 (2015): 11169-11174. kommt dagegen auf 1,1 Watt elektrische Leistung pro Quadratmeter Boden aus Windrädern, weil dort nur über eine große Region in den USA gemittelt wurde und auch etwas andere Voraussetzungen als die von Kleidon verwendet wurden. Die Ergebnisse beider Publikationen stützen sich auf theoretische Berechnungen, Simulationen mit Atmosphären-Modellen und auf Messungen. Speziell für Deutschland kann man es sich aber sehr einfach machen, weil alle erforderlichen Leistungsdaten aus den bereits vorhandenen Windrädern und ihren Stromlieferungen vom Umweltbundesamt und dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme frei herausgegeben werden. Man erhält dann für Deutschland-Onshore-2024 die schon erwähnte orts- und jahreszeitgemittelte Windrad-Leistungsdichte von grob 3,6 Watt pro Quadratmeter. Grob, weil die Gesamtgröße der deutschen Windenergie-Flächen nicht genau bekannt ist.

 

Der Beitrag Windräder – mit der Energieerzeugung zurück ins Mittelalter (Teil 1) erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Trump-Regierung verfolgt eine Strategie bzgl. Offshore-Windenergie

18. Mai 2026 um 17:00

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Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Unter all den verrückten Methoden, mit denen die Menschheit angeblich den „Planeten retten“ soll, indem sie die Kohlendioxidemissionen senkt, ist die Stromerzeugung durch Offshore-Windkraft wohl eine der verrücktesten. Angesichts der hohen Kosten für den Bau und die Netzanbindung der Anlagen sowie der Schwankungen in der Stromproduktion droht der Ausbau der Offshore-Windkraftinfrastruktur zu einem starken und weiter zunehmenden Anstieg der Stromrechnungen für die Verbraucher zu führen.

Obwohl es keinerlei Nachweis für die Machbarkeit oder die Kosten des Netzbetriebs mit Offshore-Windenergie gibt, hat die Biden-Regierung (mit Unterstützung des Kongresses) Dutzende und Hunderte von Milliarden an Steuergeldern in Form von unbefristeten Steuergutschriften für die gesamte Projektlaufzeit in die Branche gepumpt.

Die Trump-Regierung trat ihr Amt mit einer bekannten Abneigung gegen Offshore-Windkraft an. Ihre ersten Bemühungen, den Bau dieser Projekte zu stoppen, stießen jedoch auf massiven Widerstand seitens der Justiz. Doch anstatt aufzugeben oder sich auf jahrelange Berufungsverfahren mit ungewissem Ausgang einzulassen, hat die Regierung strategisch nachgedacht und einen Plan B entwickelt. Dieser scheint mir funktionieren zu können.

Doch zunächst gab es Plan A. Am 22. Dezember 2025 gab das Innenministerium bekannt, dass es einen Stopp aller in den USA im Bau befindlichen Offshore-Windkraftprojekte anordne. Als Begründung wurde die nationale Sicherheit angeführt:

Das Innenministerium gab heute bekannt, dass es die Pachtverträge für alle in den Vereinigten Staaten im Bau befindlichen groß angelegten Offshore-Windkraftprojekte mit sofortiger Wirkung aussetzt, da das Kriegsministerium in kürzlich fertiggestellten geheimen Berichten Risiken für die nationale Sicherheit festgestellt hat.

Die Anordnung des Innenministeriums löste sofort eine Flut von Klagen aus, die innerhalb weniger Wochen zu etwa fünf einstweiligen Verfügungen zugunsten von fünf verschiedenen Projekten führten. Ein Artikel der New York Times vom 2. Februar 2026 berichtete über die fünfte dieser einstweiligen Verfügungen:

Ein Bundesrichter hob am Montag die Anordnung des Innenministeriums auf, die Arbeiten an einem milliardenschweren Windpark vor der Küste des Bundesstaates New York einzustellen. . . . Es war das fünfte Mal in den vergangenen drei Wochen, dass ein Bundesrichter den Kreuzzug der Trump-Regierung gegen die fünf im Bau befindlichen Windparks in Bundesgewässern entlang der Ostküste zurückwies. Die vier vorangegangenen Urteile ermöglichten die Fortsetzung der Arbeiten an „Revolution Wind“ vor Rhode Island, „Empire Wind“ vor New York, „Coastal Virginia Offshore Wind“ vor Virginia und „Vineyard Wind“ vor Massachusetts.

Im Februar herrschte bei der Times noch uneingeschränkter Triumph. Doch nun ist aus diesem Triumph wieder die übliche Empörung geworden, da die Regierung einen Plan B ausgearbeitet und mit dessen Umsetzung begonnen hat. Der Artikel der Times vom 27. April trägt die Überschrift [übersetzt] „Trump-Regierung will mehr Energieunternehmen für die Stornierung von Windparks bezahlen“.

Plan B scheint darin zu bestehen, dass die Regierung gerichtliche Vergleiche mit den Windparkentwicklern schließt, wobei die Regierung den Entwicklern beträchtliche Summen zahlt, damit diese von den Projekten Abstand nehmen. Ach ja, und als Krönung sehen die Vereinbarungen vor, dass die Entwickler die Abfindungsgelder in Öl- und Gasprojekte in den USA reinvestieren müssen. Die erste derartige Vereinbarung wurde im März mit dem französischen Entwickler TotalEnergies geschlossen, und Ende April schloss die Regierung zwei weitere solcher Vereinbarungen mit anderen Entwicklern ab. Aus dem Bericht der Times über die Vereinbarungen vom April:

Die Trump-Regierung wird Energieunternehmen Hunderte Millionen Dollar zahlen, damit diese ihre Pläne zum Bau von zwei Windparks vor der US-Küste aufgeben, teilte das Innenministerium am Montag mit. Damit greift die Regierung eine Taktik wieder auf, mit der sie bereits im vergangenen Monat andere Offshore-Windpachtverträge gekündigt hatte. Die Unternehmen werden ihre Pachtverträge in Bundesgewässern für die beiden Windparks aufgeben, von denen einer vor der Küste von New York und New Jersey und der andere vor der Küste Kaliforniens hätte gebaut werden sollen. Die Regierung wird den Unternehmen insgesamt 885 Millionen Dollar erstatten – den Betrag, den sie unter der Biden-Regierung für die Pachtverträge gezahlt hatten. Im Gegenzug haben sich die Unternehmen verpflichtet, dieses Geld in Öl- und Gasprojekte zu investieren, darunter Flüssigerdgasanlagen entlang der Golfküste.

Die übliche Empörung ist deutlich zu spüren:

Bei den Vereinbarungen handelt es sich um außerordentliche Transferzahlungen von Steuergeldern an private Unternehmen, um die Offshore-Windenergie einzudämmen – eine Quelle sauberer Energie, die Trump seit Jahrzehnten herabwürdigt. Der Präsident hat fälschlicherweise behauptet, Offshore-Windkraftanlagen funktionierten nicht und würden Wale töten.

Nun, das ist ihre Sichtweise. Meiner Meinung nach sieht das nach ziemlich guten Geschäften aus. Laut der „Times“ selbst handelt es sich bei den 885 Millionen Dollar lediglich um eine Rückerstattung des Betrags, den die Unternehmen ursprünglich an die Regierung gezahlt hatten, um die Pachtverträge zu erwerben. Wie viel hätten diese Projekte die Steuerzahler über ihre gesamte Laufzeit hinweg an Steuergutschriften gekostet? Es hätte eine Investitionssteuergutschrift von 30 % auf den investierten Betrag gegeben. Bei einem gemeldeten Investitionsbetrag von etwa 3 Milliarden Dollar für Bluepoint Wind und bis zu 20 Milliarden Dollar für Golden State Wind hätten sich die Investitionssteuergutschriften auf etwa 7 Milliarden Dollar belaufen können. Produktionssteuergutschriften in Höhe von 2,6 Cent pro kWh hätten weitere Milliarden ausmachen können. Und das für intermittierenden Strom, der keine der bestehenden regelbaren Kapazitäten hätte ersetzen können.

Die vollständigen Bedingungen der Vereinbarungen mit den Entwicklern von Bluepoint Wind und Golden State Wind wurden nicht bekannt gegeben. Sollten diese Vereinbarungen jedoch als Vergleichsvereinbarungen ausgestaltet sein, dürften sie weitaus weniger anfällig für gerichtliche Eingriffe sein als bloße Verwaltungsanordnungen, wie sie im Rahmen von Plan A ergangen waren. Zudem erschwert diese Ausgestaltung es einer nachfolgenden Regierung erheblich, den Kurs umzukehren und diese Projekte wieder auf den Weg zu bringen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/11/trump-administration-gets-strategic-with-offshore-wind/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Die Trump-Regierung verfolgt eine Strategie bzgl. Offshore-Windenergie erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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WENN DER WIND SICH DREHT | Teaser #1 – König der Lüfte

17. Mai 2026 um 18:14

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WENN DER WIND SICH DREHT | Teaser #1 – König der Lüfte

Aus dem Klappentext:

http://wennderwindsichdreht.film

500+ Menschen haben diese Doku möglich gemacht. Jetzt siehst du eine erste Vorschau, was dich erwartet

Naturschützer warnen. Die Räder drehen sich weiter. Und irgendwo dazwischen verlieren Menschen ihre Heimat.
WENN DER WIND SICH DREHT – der Doku Film zur bundesweiten Mediendokumenation der deutschen Bürgerinitiativen.

Mehr zum Film:
http://wennderwindsichdreht.film

Mit Richard, dem weißen Wolf, von http://www.t.me/folgedempfad und Andreas von http://www.waldbürger-initiative.de

Unterstütze unsere Arbeit, damit erinnernde Bilder entstehen können.

IN DIE GENE Stream auf Cosmic Cine TV:
https://www.cosmic-cine.tv/indiegene

Produziert im Studio IN DIE GENE
http://www.indiegene.studio

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Dieser Beitrag wurde am 16.5.2026 auf dem YouTube-Kanal von "IN DIE GENE und Richard der weiße Wolf" veröffentlicht.

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Dieser Beitrag ist als Empfehlung der Redaktion verlinkt. Bitte beachten Sie, dass die Lautstärke des Beitrags ggf. von der Standard-Lautstärke von anderen Beiträgen auf apolut.net abweichen kann.

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Bildquelle: IN DIE GENE und Richard der weiße Wolf

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Öko-Desaster mit Ansage: Dürre durch „Klimaschutz“ )*

15. Mai 2026 um 06:00

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                                                           ===============
                   Dagmar Jestrzemski (Red. PAZ)*
                          Forschung belegt, wie Windkraftanlagen die Wolken „ausquetschen“
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Einer Meldung des ARD-Wetterkompetenzzentrums zufolge waren in den vergangenen zwei Jahrzehnten 13 Jahre von lang anhaltenden Dürren geprägt. Noch bis Ende des 20. Jahrhunderts war das atlantische Westwindsystem die Lebensader Nordwesteuropas. Doch diese Lebensader droht zu versiegen. Ausgerechnet während der Wachstumsperiode bleibt der Regen spendende Wind von der Nordsee her in manchen Jahren wochen- und sogar monatelang aus.

Dann werden in Nordwesteuropa überwiegend nördliche und südliche Windrichtungen verzeichnet. Auch in diesem Frühjahr ist das beunruhigende Phänomen wieder einmal aufgetreten. 2017 veröffentlichte der Deutsche Wetterdienst verschiedene Berichte, die auf dynamische Entwicklungen und langfristige Veränderungen der Windverhältnisse im Bereich der Nordsee und an der Nordseeküste hinweisen. Aktuellen Studien des Helmholtz-Zentrums Hereon in Geesthacht zufolge hat der fortgesetzte Ausbau der Offshore-Windenergie zunehmend Einfluss auf die Physik der Nordsee. Windkraftanlagen erzeugen Strom, indem sie dem Wind einen Teil seiner Kraft entziehen. Dadurch haben sich nicht nur die Meeresströmungen in der Nordsee messbar verändert. Gleichermaßen ist auch das hochkomplexe System von Luftdruck-, Luftströmungs- und Klimazonen betroffen, das die Windsysteme weltweit prägt.

Doch die Politik macht stur weiter

Seit einigen Jahren wird zudem eine gegenseitige Abschattung der Windparks in der Deutschen Bucht beobachtet. Das Phänomen ergibt sich aus der Abnahme der Windgeschwindigkeit vor und hinter jedem Windrad, was bereits zu rückläufigen Stromerträgen der Energiekonzerne wegen der zu nah beieinander aufgestellten Windparks geführt hat. Ursache hierfür sind die bis zu 80 Kilometer langen sogenannten „Wakes“, verlangsamte turbulente Windströmungen im Nachlauf der Windräder. Überdies wird der Wind bereits vor den Anlagen durch die rotierenden Flügel ausgebremst. Insgesamt führen diese Effekte zu einer Abnahme der Windgeschwindigkeit.

Ungeachtet der alarmierenden Auswirkungen des „Geo-Engeneerings“ durch den großräumigen Entzug von Windenergie an Land und auf See verfolgen alle Nordsee-Anrainerstaaten weiterhin sogenannte ehrgeizige Ausbauziele für ihre Offshore-Windindustrie. Während Dänemark und die Niederlande den Offshore-Ausbau in der Nordsee schon seit den 90er Jahren betreiben, baut Deutschland seine Offshore-Windenergie seit 2010 systematisch aus.

Kürzlich hat die Bundesregierung neue Zielmarken bekannt gegeben. Für die Deutsche Bucht ist eine Zunahme von jetzt 7,9 auf 30 Gigawatt Leistung bis 2030 vorgesehen. Geplant sind 40 GW bis 2035 und mindestens 70 GW bis 2045. Ausgerechnet die Windbranche zeigt sich äußerst besorgt. Infolge dieser Pläne sind nämlich starke Einbußen der Leistung und damit der Stromerträge vorbestimmt. Damit steht in Frage, ob sich diese Investitionen überhaupt noch lohnen.

Bestens im Bilde bezüglich der Abschattungseffekte sind die Wissenschaftler des „Fraunhofer Institute for Wind Energy Systems“, kurz IWES. In einem Gespräch mit dem „Handelsblatt“ äußerte sich kürzlich Bernhard Stoevesandt vom IWES zu möglichen Maßnahmen, um die wirtschaftlichen Einbußen der Energiekonzerne durch die Abschattungseffekte der Offshore-Windparks möglichst einzugrenzen. Die Auswirkungen der Windenergie-Ausbeutung in der Nordsee für das atlantische Wettersystem wurden allerdings nicht thematisiert. Führt uns die Betriebsblindheit der einzelnen wissenschaftlichen Sparten im Verbund mit der Sturheit des „politischen Willens“ in die Klimakatastrophe, vor der tagein, tagaus gewarnt wird? Jedoch auf andere Weise als in der kuratierten öffentlich-rechtlichen Berichterstattung zur Energiewende vermittelt wird, die den Einfluss des massiven Windenergie-Entzugs auf das Wettergeschehen ignoriert?

Die Studien sind eindeutig

Erinnert sei an eine hochkarätige Studie als eine von vielen Beiträgen renommierter internationaler Wissenschaftler, die in den sogenannten Qualitätsmedien nicht kommuniziert wurden. Die Geo-Ingenieurin Cristina L. Archer von der Delaware-Universität veröffentlichte schon 2018 eine Simulationsstudie mit dem Titel „Precipitation reduction during Hurricane Harvey with simulated offshore wind farms“ (Reduzierung der Niederschläge des Hurricans Harvey mit simulierten Offshore-Windparks).

Dazu äußerte sie sich im Portal „anthropocenemagazine.org“, veröffentlicht am 1. November 2018: „Offshore-Windturbinen wirken wie eine Mauer. Sie bremsen sogar den Hurrikan-Wind aus, indem sie die Luftmassen (vor jedem Windrad) zum Aufsteigen bringen. Dadurch entsteht eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und es kommt zu starken Niederschlägen (im Bereich der Windparks). Im Lee, also im Nachlauf der Turbinen, werden die Luftmassen demgegenüber verwirbelt und heruntergezogen. Die trockeneren Luftmassen erbringen dementsprechend keine Niederschläge. Insgesamt gleicht der Effekt der Offshore-Windturbinen einem Ausquetschen der Feuchtigkeit aus dem stürmischen Wind. Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie eine Anreihung von Offshore-Turbinen vor einem Areal haben, wo oftmals Hurrikane auf Land treffen, über dem Festland wahrscheinlich eine Reduzierung der Niederschläge bis zu 30 Prozent erzielen.“

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)* Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung, 08.05.2026, S.4 ; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie der Autorin  Dagmar Jestrzemski
für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln: 
https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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Der Beitrag Öko-Desaster mit Ansage: Dürre durch „Klimaschutz“ )* erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Zweimal auf Windenergie wetten: wer hat recht?

09. Mai 2026 um 09:00

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Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

Zwei Artikel der New York Times aus den letzten Tagen beschreiben die sich vergrößernde Kluft zwischen den Ansätzen der USA und Chinas in Bezug auf die Windenergie. Es tut mir leid, dass diese Artikel hinter der Paywall der Times liegen, aber denken Sie daran, dass ich dort ein Abonnement habe, damit Sie es nicht tun müssen.

Am Montag (4. Mai) ging es in dem Artikel um den Stand der Windenergieentwicklung in den USA mit der Überschrift [übersetzt] „Mehr als 150 Windprojekte stocken, da das Pentagon Prüfungen verzögert“. Der Beitrag vom Dienstag (5. Mai) behandelte das gleiche Thema in China, mit der Überschrift [übersetzt] „Chinas große Investition in Windenergie zahlt sich aus“.

Diese Artikel verdeutlichen einmal mehr, in welchem Maße die USA und ihre Bevölkerung weltweit in einzigartiger Weise gesegnet sind. Unser größter Segen besteht darin, dass uns unsere Vorfahren die freieste Wirtschaft der Welt hinterlassen haben – und zwar mit strukturellen Hindernissen, die es Politikern sehr schwer machen, dies rückgängig zu machen. Doch fast ebenso groß ist der Segen, den wir in der völligen Inkompetenz unserer geopolitischen Gegner haben.

Der Artikel vom 4. Mai über die USA berichtet über den jüngsten Schachzug der Trump-Regierung, den Ausbau der Windenergie zu stoppen. Als Begründung wird die nationale Sicherheit angeführt, insbesondere die angebliche Störung von Militärradaren und Flugwegen durch Windkraftanlagen. Auszug:

Laut einem führenden Branchenverband blockiert die Trump-Regierung mehr als 150 Onshore-Windparks in den Vereinigten Staaten, indem sie militärische Prüfungen verzögert, die einst als Routine galten. . . . Die Regierung hat eine große Anzahl von Onshore-Windprojekten, die derzeit auf privaten Grundstücken entwickelt werden, unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken auf Eis gelegt. Diese Windparks müssen in der Regel vor dem Bau einer Prüfung durch das Pentagon unterzogen werden um sicherzustellen, dass ihre Turbinen keine militärischen Radarsysteme oder Flugwege stören. In der Vergangenheit verliefen diese Prüfungen relativ unkompliziert, doch in den letzten Wochen sind sie zum Stillstand gekommen, und das Pentagon hat einige Treffen mit den Entwicklern abgesagt. „Das Kriegsministerium macht es derzeit fast unmöglich, ein neues Windkraftprojekt in den Vereinigten Staaten zu realisieren“, sagte Jason Grumet, Geschäftsführer der American Clean Power Association, die Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien vertritt.

Ich weiß nicht, inwieweit die angeführten Gründe für die Einschränkung des Ausbaus der Windenergie tatsächlich stichhaltig sind oder nur als Vorwand dienen. Andererseits würde es mich überhaupt nicht überraschen, wenn Windkraftanlagen zumindest gewisse negative Auswirkungen auf militärische Radarsysteme und Flugwege hätten. Und die Beurteilung des Ausmaßes einer tatsächlichen Gefahr für die nationale Sicherheit fällt ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich des Präsidenten, wobei die Gerichte kaum Befugnisse haben, diese Entscheidung nachträglich zu hinterfragen. Unterdessen könnten diese über 100 Windkraftanlagenprojekte, sofern sie rechtzeitig in Angriff genommen wurden, um für Steuergutschriften in Anspruch zu kommen, die nun für neuere Projekte gestrichen wurden, die Steuerzahler in den nächsten Jahrzehnten Hunderte Milliarden Dollar kosten – ohne dass sie dafür einen nennenswerten Gegenwert erhalten. Die Regierung hat uns allen einen großen Gefallen getan, indem sie die Fortsetzung dieser Projekte verhindert hat.

Es versteht sich von selbst, dass die Times und Herr Grumet von der ACPA das anders sehen:

Die ins Stocken geratenen Projekte hätten zusammen eine Stromerzeugungskapazität von etwa 30 Gigawatt, wenn sie gebaut würden, sagte Grumet. Ein Gigawatt kann mehr als 300.000 Haushalte mit Strom versorgen, auch wenn Windkraftanlagen nicht rund um die Uhr Strom produzieren können.

Irgendwie sehen die Times und Grumet es nicht als großes Problem an, dass Windkraftanlagen nur etwa 30–35 % der Zeit in Betrieb sind. Was Ihr eigenes Zuhause oder Ihr Unternehmen betrifft, sehen Sie das vielleicht anders.

Dann kommen wir zu dem gestrigen Artikel darüber, wie sich Chinas große Wette auf Windkraft angeblich „auszahlt“. Woher wissen wir das? Auszug:

Überall in China sind die Hügelkuppen mit Windkraftanlagen übersät, und in den Wüsten im Westen erstrecken sich kilometerlange Reihen davon. Ultrahochspannungsleitungen transportieren den Strom über Tausende Kilometer zu den energiehungrigen Fabriken an der chinesischen Küste. Im vergangenen Jahr hat China dreimal so viel Windkraftkapazität installiert wie der Rest der Welt zusammen, während gleichzeitig die Exporte von Windkraftanlagen sprunghaft gestiegen sind. Der Schwerpunkt der globalen Branche hat sich entscheidend verlagert: Alle sechs größten Windkraftanlagenhersteller der Welt sind chinesisch und haben die einst dominierenden europäischen Firmen und Unternehmen wie General Electric verdrängt. Der Krieg lässt Chinas Investitionen in die Windenergie als vorausschauend erscheinen. Seine asiatischen Nachbarn, die lange Zeit auf Öl und Gas aus dem Nahen Osten angewiesen waren, kämpfen um die Sicherung ihrer Brennstoffversorgung. China hingegen ist mit seinen riesigen Reserven und seinem modernen Stromnetz besser aufgestellt, um die Energiekrise zu überstehen.

OK, dort stehen überall Windkraftanlagen. Der Artikel enthält mehrere Bilder, die riesige und hässliche Windparks in China zeigen.

Aber woher weiß man, dass sich diese Windparks „lohnen“? Tut mir leid, aber so etwas wie „riesige Reserven“ an Windenergie gibt es nicht. Der Wind weht, wann er will.

Schaffen all diese Windkraftanlagen also Wohlstand oder vernichten sie ihn? In einer Marktwirtschaft wie der unseren ergibt sich die Antwort auf diese Frage aus der Rentabilität. Wenn ein Projekt nach Bezahlung der Produktionsfaktoren zu marktbestimmten Preisen einen Gewinn abwirft, dann ist das ein hervorragender Hinweis darauf, dass das Projekt Wohlstand schafft. Wenn das Projekt Geld verliert oder Subventionen benötigt, um gebaut zu werden oder weiter betrieben zu werden, dann weiß man, dass es Wohlstand vernichtet. Wie sieht es also mit den chinesischen Windkraftprojekten aus? Aus der Times:

Eine auf Subventionen und Einfuhrbeschränkungen setzende Industriepolitik legte den Grundstein dafür, dass China im Bereich Windkraftanlagen eine fast ebenso dominante Stellung einnimmt wie bei Solarmodulen. . . . Chinesische Hersteller, allen voran Envision Energy, gewinnen auch in Indien zunehmend an Boden. Beflügelt durch steuerliche Anreize und staatliche Unterstützung konkurriert das Land mit den Vereinigten Staaten um den Platz als zweitgrößter Windmarkt der Welt nach China. . . . Chinas staatliche Banken halten den Renminbi gegenüber dem Euro schwach, wodurch chinesische Windkraftanlagen im Ausland günstiger werden.

Die Branche ist also auf der Grundlage von „steuerlichen Anreizen“, „staatlicher Unterstützung“ [d. h. Subventionen], „Importbeschränkungen“ und Währungsmanipulationen massiv gewachsen. Mit anderen Worten: Es gibt keine Möglichkeit zu messen, ob sie Wohlstand schafft oder vernichtet. Da die „Anreize“ und Subventionen jedoch offenbar für das Überleben der Branche notwendig sind, ist die Wahrscheinlichkeit gleich null, dass die Branche Wohlstand schafft.

Dieser Artikel erwähnt weder Chinas parallelen und massiven Ausbau seines Kohlekraftwerkparks in den letzten zwei Jahrzehnten, noch geht er auf die Frage ein, warum all diese Kohlekraftwerke benötigt werden, obwohl bereits all diese Windkraftkapazitäten aufgebaut wurden. China baut zwei sich vollständig überschneidende und doppelte Stromerzeugungssysteme auf, von denen eines ständig in Betrieb ist und das andere nicht. Jemand muss für beide bezahlen. Man kann zwar verbergen, wer zahlt, indem man die Kosten in Subventionen und Steueranreizen versteckt, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass jemand dafür aufkommt. Wie lässt sich das also mit der Behauptung vereinbaren, dass sich die Windkraftanlagen „auszahlen“?

Der Artikel liefert die Antwort darauf, warum China Milliarden für dieses unwirtschaftliche Unterfangen ausgibt: Xi will es so!

„Energie ist ein strategisches Thema in der Entwicklung – unsere Pionierarbeit bei der Entwicklung von Windkraft und Solartechnologie hat sich als zukunftsweisend erwiesen“, sagte Chinas oberster Führer Xi Jinping Ende März. . . . In einer Rede im Juli forderte Xi China auf, „den geordneten und gut regulierten Ausbau der Offshore-Windenergie voranzutreiben“.

Es sieht so aus, als sei Xi in grundlegender Arithmetik oder Physik nicht besser als die Trottel, die hier in New York für die Klimapolitik zuständig sind. Und in China wagt es niemand, sich zu Wort zu melden und Xi zu widersprechen, egal wie offensichtlich er im Unrecht sein mag.

Wie ich bereits sagte, sind die USA durch die völlige Inkompetenz ihrer geopolitischen Gegner gesegnet.

Der Artikel weist darauf hin, dass sich in China niemand gegen den Ausbau der Windenergie wehrt, trotz offensichtlicher Nachteile:

„Das Vorhaben stößt aufgrund der starken Unterstützung durch die Regierung auf wenig Widerstand in der Bevölkerung. Auch wenn sich die Anwohner beschweren, haben sie kaum Möglichkeiten, die Projekte zu verhindern. ‚Der Lärm dieser Windräder ist ziemlich laut‘, sagte Wang Cuifen, die auf einem kleinen Bauernhof außerhalb von Yancheng lebt, in der Nähe der Sockel der hoch aufragenden Windräder in einer Gezeitenzone. ‚Sie laufen ununterbrochen von etwa 16 Uhr bis 4 Uhr morgens, und das beeinträchtigt unsere Nachtruhe.‘“

Es gibt nichts Besseres als eine Regierung, die nicht auf Beschwerden der Bevölkerung reagieren muss. Nach Ansicht der New York Times ist das eine gute Sache.

Also, liebe Leser, Sie können Ihre Wetten darauf abschließen, ob die USA oder China die richtige Wette auf die Zukunft der Windenergie eingehen. Ich wette darauf, dass China innerhalb von etwa einem Jahrzehnt Abschreibungen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Dollar, wenn nicht sogar Billionen Dollar, auf seine Investitionen in die Windenergie vornehmen wird. Oder, da es sich um China handelt und den Führern niemals ein Gesichtsverlust zugestanden wird, wird es die Branche mit immer höheren Subventionen stützen, während seine Wirtschaft von innen heraus zerfressen wird.

Link: https://wattsupwiththat.com/two-bets-on-the-future-of-wind-energy-who-is-right/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Zweimal auf Windenergie wetten: wer hat recht? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Am Set: Windkraft-Doku – Jetzt erst recht!

08. Mai 2026 um 15:47

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Am Set: Windkraft-Doku – Jetzt erst recht!
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Am Set: Windkraft-Doku – Jetzt erst recht!

Erneut treffen wir uns mit Richard Otto und Andreas Schuster, um über den Fortgang ihrer Windkraft-Doku zu berichten.

Die beiden sind mit ihrem Team in den vergangenen Monaten durch ganz Deutschland gereist, um Bürgerinitiativen zum Thema Windkraft zu befragen. Die kritische Mediendokumentation entsteht ehrenamtlich und durch Spendengelder.

Welche Hürden die Gruppe dabei zu nehmen hatte, wie sie auf kritische Fragen reagieren und was ihnen aufgrund unseres letzten gemeinsamen Interviews geschah, erfahrt ihr in dieser Folge von „Am Set“.

Da das Team ehrenamtlich arbeitet, benötigt es zur Fertigstellung der großen Windkraft-Doku Unterstützung aus der Bevölkerung. Helfen Sie gern mit Ihrer Spende: https://www.gofundme.com/f/deutschland-und-windkraft-eine-mediendokumentation-2uuzx

Hier der Link zum ersten Interview mit Richard Otto und Andreas Schuster. Am Set: Windkraft – Lösung oder zu viel des Guten? https://apolut.net/am-set-windkraft-loesung-oder-zu-viel-des-guten/

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Windenergie: Ein Realitäts-Check

04. Mai 2026 um 07:00

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Cap Allon

Großbritannien verfügt über eine installierte Windkraftleistung von rund 32 GW. Das ist die offizielle Angabe. Die nutzbare Leistung ist jedoch die Menge, die tatsächlich ins Netz eingespeist wird.

Am Wochenende sank diese Leistung auf etwa 0,6 GW, was weniger als 2 % der Kapazität entspricht. Dies geschah über Nacht, als die Solarstromerzeugung bereits bei Null lag. In diesem Zeitraum leisteten erneuerbare Energien praktisch gar keinen Beitrag zum britischen Stromnetz.

32 GW installierte Leistung (daher die Skalengröße auf der y-Achse), doch am Wochenende sank die Leistung auf 0,6 GW.

Stundenlang blieb die Windleistung unter 3,2 GW, was nur 10 % der Kapazität entspricht. Netzbatterien können das nicht einmal ansatzweise abdecken. Batterien können kurze Schwankungen ausgleichen. Sie können ein System jedoch nicht durch längere Engpässe tragen. Daher muss die Lücke durch regelbare Quellen geschlossen werden: Gas, Importe, gespeicherte Brennstoffe.

Im Winter spitzt sich diese Situation zu. Die Solarstromerzeugung bricht über lange Zeiträume ein, während der Bedarf auf seinen jährlichen Höchststand steigt. Wenn in diesen Zeiträumen auch der Wind abflaut, was häufig der Fall ist, wird das System an beiden Enden getroffen: gleichzeitig niedriges Angebot und hoher Bedarf.

Während dieser langen Zeiträume stützt sich das System vollständig auf regelbare Versorgung. InUK bedeutet das Gas. Ohne diese auf Hochtouren laufende Reserve wäre das Land nicht in der Lage, den Grundbedarf an Licht und Wärme zu decken.

Deutschland hat derzeit mit Problemen aus der entgegengesetzten Richtung zu kämpfen.

Wenn die Bedingungen für die Solarenergie günstig sind, also wenn es tatsächlich sonnig ist, steigt die Stromerzeugung sprunghaft und übersteigt die Nachfrage. Die Preise brechen ein und können sogar ins Minus rutschen. Das bedeutet, dass der Markt dafür bezahlt, Strom loszuwerden.

Aufgrund der Art und Weise, wie das dortige System aufgebaut ist, sind Solarstrombetreiber von diesen Preissignalen abgeschirmt. Anlagen erhalten weiterhin feste Zahlungen, selbst wenn die Preise negativ sind. Die Erzeuger werden dafür bezahlt, Strom zu erzeugen, den das Netz nicht benötigt, und dann erneut dafür, den Überschuss zu bewältigen. Netzbetreiber greifen oft durch Redispatching ein und bezahlen einige Erzeuger dafür, den Betrieb vollständig einzustellen, während andere ihre Leistung anpassen müssen, um die Stabilität aufrechtzuerhalten. Diese Kosten kommen zu den ohnehin schon exorbitanten Subventionen und Infrastrukturausgaben noch hinzu.

Deutscher Strommarkt, Woche 17, 2026: Durch den starken Anstieg der Solarstromerzeugung übersteigt das Angebot täglich die Nachfrage, wodurch die Preise unter null fallen – auf rund -48 Cent/kWh. Dennoch erhalten viele Erzeuger weiterhin feste Vergütungen, was bedeutet, dass das System für den Überschussstrom bezahlt und anschließend erneut dafür zahlt, diesen zu bewältigen.

Die Einzelheiten: Wenn Wind- und Solarstrom hinter den Erwartungen zurückbleiben, sucht das System verzweifelt nach Ersatz. Wenn sie zu viel liefern, zahlt das System dafür, die Produktion zu drosseln. Beides treibt die Kosten in die Höhe. Das Ergebnis ist kein Geheimnis: Großbritannien und Deutschland zahlen die höchsten Strompreise in der entwickelten Welt.

Die unabhängige Energieberaterin Kathryn Porter fasst es so zusammen: „Man gibt Milliarden für erneuerbare Energien aus. Dann gibt man Milliarden aus, um die durch erneuerbare Energien verursachten Probleme zu beheben. Und schließlich gibt man Milliarden aus, um Verbraucher zu unterstützen, die sich die vorherigen Milliarden nicht leisten können. Genial!“

Dann wendet euch doch endlich der Kernenergie zu!

Link: https://electroverse.substack.com/p/greenlands-record-smb-gains-late?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Balsabäume werden illegal für Windenergie abgeholzt

02. Mai 2026 um 16:00

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H. Sterling Burnett

In früheren Beiträgen von „Climate Change Weekly“ habe ich bereits ausführlich die verschiedenen schädlichen Umweltauswirkungen beschrieben, die der Bau großer industrieller Windkraftanlagen überall dort mit sich bringt, wo sie errichtet werden. Dazu gehören die Zerstörung von Wildnisgebieten und die Beeinträchtigung von Ausblicken, massive Verluste an Vögeln und Fledermäusen, der Verlust von Tonnen von Verbundwerkstoffen durch Erosion an den Rotorblattkanten, Störungen im Meeresökosystem, die Freisetzung von Giftstoffen beim Abbau von Seltenen Erden sowie die Entstehung von riesigen Abfallbergen. Ein aktueller Untersuchungsbericht von „The Daily Sceptic“ deckte eine weitere Umweltbelastung auf, zu der die Windindustrie beiträgt: die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes.

Balsaholz ist ein wichtiger Bestandteil von Windkraftanlagen und ein nahezu perfektes Material für diese. Das Holz wird vor allem als Kernmaterial in einer Sandwichkonstruktion verwendet, da es eine einzigartige Kombination aus extrem geringem Gewicht und bemerkenswerter Festigkeit und Steifigkeit aufweist. Seine zelluläre Struktur sorgt für hervorragende strukturelle Integrität, Steifigkeit und Ermüdungsbeständigkeit – Eigenschaften, die für massive, langlebige Rotorblätter unerlässlich sind, wenn diese sich bei starkem Wind biegen.

Das Problem ist, dass Teile des Amazonas-Regenwaldes abgeholzt werden, um die wachsende Nachfrage nach Balsaholz zu decken. Abgesehen von den Auswirkungen auf das Ökosystem des Amazonas‘ und die dortige Artenvielfalt könnte die Nettoauswirkung auf den Kohlendioxidgehalt (falls man sich darüber Sorgen macht) ein Wermutstropfen sein: Balsabäume, die als Kohlenstoffsenke dienen, werden abgeholzt, um die Kohlendioxid-Emissionen durch die Umstellung auf „umweltfreundliche“ Windenergie zu senken – eine These, die alles in allem bestenfalls umstritten ist.

Chris Morrison, Umweltredakteur beim The Daily Sceptic schreibt:

Jedes Jahr werden im Amazonas-Regenwald über eine halbe Million Balsa-Bäume illegal abgeholzt, um die massive Nachfrage nach Windkraftanlagen in vielen Teilen der Welt zu decken. Balsa ist ein leichtes, aber festes Holz, das häufig für den Kern riesiger Rotorblätter verwendet wird. Es kann etwa 7 % des Rotorblatts ausmachen, und für jeden Satz von drei Rotorblättern werden bis zu 40 Bäume benötigt.

Morrison stellte fest, dass der Großteil des Balsaholzes illegal und nicht nachhaltig abgeholzt wird, was bedeutet, dass die Bäume nicht konsequent neu gepflanzt werden. Die Abholzung erfolgt nach dem Prinzip „Abholzen, Abbrennen und Weiterziehen“.

„Der Großteil des kommerziellen Balsaholzes wird von Ecuador exportiert, das in den letzten Jahren jährlich etwa 500.000 Kubikmeter oder rund 80.000 Tonnen produziert hat“, berichtet Morrison. „Man geht davon aus, dass etwa 55 % der Produktion in Windkraftanlagen landen … aber seit Beginn dieses Jahrzehnts kann diese nachhaltige Ernte mit der Nachfrage nicht mehr Schritt halten.

„In einer vernichtenden Studie stellte die Environment Investigation Agency (EIA) fest, dass die Exporte nach illegalem Holzeinschlag in unberührtem Regenwald bis 50 % gestiegen sind“, schreibt Morrison. „Die betroffenen Gebiete gelten als einige der letzten intakten Waldlandschaften des Landes. Es handelt sich dabei um einzigartige Schutzgebiete und symbolträchtige indigene Territorien.“

Aufgrund der Kritik an den ökologischen Auswirkungen der Abholzung für Windkraftanlagen versuchen Rotorblatt-Hersteller, Ersatzstoffe für Balsaholz zu finden, wie beispielsweise synthetische Polymerschaum-Ersatzstoffe. Hybridkonstruktionen enthalten jedoch nach wie vor Tonnen von Balsaholz aufgrund seines nahezu unübertroffenen Verhältnisses von Festigkeit zu Gewicht, insbesondere in Gebieten mit hoher Scherungs-Beanspruchung und konstant hohen Windgeschwindigkeiten, wo Balsaholz einen Vorteil hinsichtlich Steifigkeit und Flexibilität bietet. Es biegt sich, bricht aber nicht.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/28/balsa-trees-illegally-logged-for-wind-power/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Hinweis: Das EIKE berichtete über diesen Mega-Skandal bereits hier und hier.

 

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Bundesverband Landschaftsschutz e.V. warnt vor PFAS-Belastung durch Windenergieanlagen

26. April 2026 um 09:19

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Bundesverband Landschaftsschutz e.V. warnt vor PFAS-Belastung durch Windenergieanlagen

Pressemitteilung des Bundesverband Landschaftsschutz e.V. vom 22. März 2026.

Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) e.V. schlägt Alarm: Aktuelle Untersuchungsergebnisse zeigen eine erhebliche Überschreitung der zulässigen Grenzwerte für PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) in der Leber eines Wildschweins aus einem Windindustriegebiet an der Grenze zwischen Mittelsachsen und dem Erzgebirgskreis.

Die gemessenen Werte lagen nahezu beim Dreifachen des zulässigen Höchstwertes. PFAS gelten als sogenannte „Ewigkeitschemikalien“, da sie in der Umwelt kaum abgebaut werden und sich in Böden, Gewässern sowie in der Nahrungskette anreichern.

Hinweis auf zunehmende Belastung der Nahrungskette

Nach Einschätzung des BLS bestätigen die Ergebnisse, dass PFAS längst in der menschlichen Nahrungskette angekommen sind. Wildschweine gelten hierbei als wichtige Indikatoren für Bodenbelastungen, da sie ihre Nahrung überwiegend aus dem Erdreich aufnehmen. Bereits in anderen Regionen Deutschlands wurden vergleichbare Belastungen festgestellt.

Auch wissenschaftliche Studien und behördliche Warnungen, etwa aus Rheinland-Pfalz, weisen auf stark erhöhte PFAS-Werte in Wildschweinlebern hin.

Kritik an Windenergieanlagen als mögliche Emissionsquelle

Der BLS sieht einen möglichen Zusammenhang zwischen der Belastung und dem Betrieb sowie Rückbau von Windenergieanlagen. Insbesondere der Abrieb von Rotorblättern sowie unsachgemäße Rückbaumaßnahmen könnten nach Auffassung des Verbandes zur Freisetzung von PFAS, Mikroplastik und weiteren Schadstoffen beitragen.

Fotodokumentationen und Beobachtungen aus Rückbauprojekten – unter anderem im Windpark Raßlitz – legen laut BLS nahe, dass geltende Umwelt- und Sicherheitsstandards nicht konsequent eingehalten wurden. Dabei bestehe die Gefahr, dass Schadstoffe unkontrolliert in Böden und Grundwasser gelangen.

Forderung nach umfassender Aufklärung und Maßnahmen

Vor diesem Hintergrund hat der BLS einen offenen Brief an Landräte, Oberbürgermeister sowie zuständige Behörden im Freistaat Sachsen gerichtet. Darin werden unter anderem folgende Punkte eingefordert:

  • Transparente Aufklärung der PFAS-Belastung in Böden, Grundwasser und Lebensmitteln
  • Konsequente Überwachung und Kontrolle von Windenergieanlagen und deren Rückbau
  • Berücksichtigung der Schadstoffemissionen in Genehmigungsverfahren
  • Schutzmaßnahmen für Bevölkerung, Landwirtschaft und Trinkwasser
  • Durchführung unabhängiger Studien und langfristiger Monitoringprogramme

Gesundheitliche Risiken und neue Grenzwerte

PFAS stehen im Verdacht, schwerwiegende gesundheitliche Schäden zu verursachen, darunter Krebs, Immunschwächen und Entwicklungsstörungen. Seit Januar 2026 gelten in Deutschland verschärfte Grenzwerte für PFAS im Trinkwasser, die in den kommenden Jahren weiter abgesenkt werden.

Nach Ansicht des BLS verschärft der geplante Ausbau der Windenergie die Problematik zusätzlich, da langfristig eine flächendeckende Belastung bislang wenig belasteter Regionen drohe.

Appell an Politik und Behörden

„Die vorliegenden Ergebnisse sind ein ernstzunehmendes Warnsignal“, erklärt der Verband. „Der Schutz von Gesundheit, Umwelt und Lebensgrundlagen muss oberste Priorität haben. Es darf keine Genehmigungspraxis geben, die potenzielle Risiken ausblendet.“

Der Bundesverband Landschaftsschutz fordert daher ein Umdenken in der Umwelt- und Genehmigungspolitik sowie eine umfassende Prüfung möglicher Zusammenhänge zwischen Windenergieanlagen und PFAS-Emissionen.

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Bildquelle: Frank Wagner /shutterstock

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Link: https://kurzlinks.de/3hnp

Kontakt:

Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) e.V.

Muldentalstraße 61

0 9623 Rechenberg-Bienenmühle

Telefon: 037327-83366

E-Mail: [email protected]

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