Cap Allon
Vorbemerkung des Übersetzers: In diesem Doppel-Beitrag geht es zunächst darum, wie ein aktueller Vorgang in Australien Medien und Propaganda Lügen straft. Danach wird der Effekt dieses beispielhaften Ereignisses auf ebendiese Berichterstattung beleuchtet. – Ende Vorbemerkung.
Westaustralien hat gerade eine Rekord-Getreideernte von rund 27 Millionen Tonnen eingefahren und damit die 2022 aufgestellte Marke von 25,4 Millionen Tonnen übertroffen. Die landesweite Ernte nähert sich 62,8 Millionen Tonnen, wobei im Norden von New South Wales und in Queensland besonders hohe Erträge erzielt worden sind.
Anhaltende Feuchtigkeit und starke Sonneneinstrahlung führten dazu, dass die Böden Wasser speicherten und die Pflanzen gleichmäßig mit Licht versorgt wurden.
Landwirte im Norden von New South Wales melden Weizenerträge bis 7 Tonnen pro Hektar.
Doch nun werden genau jene Bedingungen, die zu den Rekorderträgen führten, als „Klimaschock“ bezeichnet, wobei Schwankungen zwischen Wärme und Starkregen als Beweis dafür angeführt werden, dass vom Menschen verursachte Störungen die traditionellen Wettermuster außer Kraft setzen.
Unterdessen wächst der Druck aus anderen Bereichen. Kraftstoffkosten, Düngemittelpreise und Energieengpässe schmälern die Gewinnspannen und werden die künftige Ernteerträge wahrscheinlich stärker beeinflussen als das Klima.
Solche realitätsfernen Schreckensszenarien kursieren schon seit Jahrzehnten.
Im Jahr 1972 warnten hochrangige UN-Vertreter, die Welt habe noch etwa zehn Jahre Zeit, um eine Katastrophe abzuwenden – einen Zusammenbruch, der durch Überbevölkerung, Ressourcenknappheit und Umweltzerstörung ausgelöst werden würde.
Mehr als fünfzig Jahre später ist das Gegenteil eingetreten.
Die Weltbevölkerung hat sich mehr als verdoppelt. Die Nahrungsmittelproduktion hat sich fast verdreifacht. Die extreme Armut ist von fast der Hälfte der Weltbevölkerung unter 10 % gesunken. Und die Menschen leben Jahrzehnte länger.
Die Erträge sind in den letzten Jahren weiter gestiegen, unterstützt durch genau den Faktor, der als existenzielle Bedrohung dargestellt wurde – nämlich einen höheren CO2-Gehalt in der Atmosphäre, der unter vielen Bedingungen das Pflanzenwachstum verbessert.
Die Institutionen und Medien, die diese Warnungen verbreitet haben, lagen völlig falsch.
Nun ändert sich die Botschaft…
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Die Berichterstattung über den „Klimawandel“ in US-Zeitungen hat ihren Höhepunkt überschritten und ist jetzt rückläufig.
Nach einem langen Anstieg in den 2010er Jahren stieg die Anzahl der Artikel bis in die frühen 2020er Jahre sprunghaft, bevor sich der Trend umkehrte. Der 12-Monats-Durchschnitt sinkt. In Zeitungen wie der New York Times, der Washington Post und der Los Angeles Times werden weniger Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.
Seit Jahren wird die Öffentlichkeit von einem „Kipppunkt“ zum nächsten und durch unzählige „Punkte ohne Wiederkehr“ gezerrt. Sie kommen. Sie vergehen. Nichts endet. Die Zeitachse verschiebt sich nach vorne, und immer wieder werden die gleichen Behauptungen mit neuen Daten recycelt.
Gleichzeitig steigen die Kosten. Energie wird teurer. Die Politik greift immer stärker ein. Der Lebensstandard hat einen schweren Schlag erlitten – alles gerechtfertigt durch einen Notstand, der niemals eintritt.
Diese Diskrepanz wächst.
Nun hat das Publikum genug davon.
Die „Klimakrise“ wurde bis zur Sättigung propagiert. Ständige Wiederholung. Ständige Präsenz. Nur so konnte man daran glauben. Niemand hätte eine Veränderung des Klimas bemerkt, geschweige denn eine katastrophale, wenn sie nicht endlos eingehämmert worden wäre.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Jetzt sind die einzigen, die noch die Trommel rühren, die eingefleischten Aktivisten. Deshalb sind die Lehren der CAGW in den Schulen nach wie vor vorherrschend – dem zuverlässigsten Echoraum für „aktuelle Themen“. Lehrer predigen das Wort der Lehrbücher und des Lehrplans, die beide hinterherhinken.
Ein typisches Beispiel: In britischen Prüfungen wird von den Schülern nach wie vor erwartet, dass sie CO₂ als Schadstoff bezeichnen, und sie erhalten Punktabzüge, wenn sie dies nicht tun.
Link: https://electroverse.substack.com/p/fairbanks-near-record-for-latest?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Klima – Realität und Medien-Berichtersattung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
In dem kürzlich erschienenen Artikel „CBS’ leadership in broadcast news climate coverage is chipping away under Bari Weiss” (Die Führungsrolle von CBS in der Berichterstattung über das Klima in den Fernsehnachrichten schwindet unter Bari Weiss) beklagen die Autoren einen ihrer Meinung nach dramatischen Rückgang der Klimaberichterstattung bei CBS News. Diese Veränderung ist längst überfällig. CBS News scheint sich von Klimapanikmache abzuwenden und zu einer ausgewogeneren redaktionellen Beurteilung hin zu entwickeln.
Jahrelang lobte Media Matters CBS News als führend in der Klimaberichterstattung im Rundfunk und wies darauf hin, dass der Sender mehr Beiträge und mehr Inhalte zu „Klimaproblemlösungen“ ausstrahlte als seine Konkurrenten. Im Jahr 2025 machte CBS News 48 Prozent der gesamten Sendezeit zum Thema Klima aus. Seit Bari Weiss im Oktober die Chefredaktion übernommen hat, ist das Volumen der Klimaberichterstattung jedoch stark zurückgegangen – bis zum Jahresende wurden nur noch 20 Minuten Klimaberichterstattung in sieben Beiträgen ausgestrahlt, wie aus der folgenden Abbildung hervorgeht:
Media Matters stellt die reduzierte Berichterstattung als gefährlichen Rückzug von der „wissenschaftlich fundierten“ Berichterstattung dar. Der Artikel dokumentiert jedoch etwas ganz anderes, nämlich eine Rückkehr zu einer ausgewogenen Berichterstattung und die widerwillige Erkenntnis, dass der Klimawandel nicht die von CBS in der Vergangenheit so oft behauptete akute Bedrohung darstellt und dass andere Themen für das Publikum des Medienunternehmens wichtiger sind.
Zu den Beschwerden von Media Matters gehörte die Berichterstattung von CBS über eine Geschichte im Januar, in der es darum ging, dass die Populationen der Eisbären zunehmen und die Bären trotz des Rückgangs des Meereises gesund zu sein scheinen. Media Matters behandelte dies als eine Ausnahme, die es nicht wert sei, gesendet zu werden, aber die Berichterstattung über positive ökologische Daten, wenn es sie gibt, ist ehrlicher Journalismus. Wenn Beweise eine Darstellung komplizieren, berichten verantwortungsbewusste Redaktionen darüber.
Der Meteorologe Ryan Maue, Ph.D., bemerkte auf X: „CBS News unter Bari Weiss hat den Klimaalarmismus im Sender komplett ‚ausgeblendet‘.“ Er fügte hinzu: „Die einzige Meldung seit Monaten betraf zu dicke Eisbären.“ Das ist kein Sender, der die Wissenschaft aufgibt. Das ist ein Sender, der sich von einer übermäßigen Berichterstattung zurückzieht, die oft die Grenze zwischen Berichterstattung und Interessenvertretung verwischt hat.
Noch aufschlussreicher ist die Besorgnis von Media Matters darüber, dass CBS News seine Partnerschaft mit dem Aktivistenkonsortium Covering Climate Now beendet hat. Wie Maue in einem zweiten X-Beitrag feststellte, „hat CBS News seine enge Partnerschaft mit der Klimaaktivistengruppe Covering Climate Now aufgegeben, die Inhalte kontrolliert und Narrative in der Medienlandschaft koordiniert“. Dieser Schritt deutet darauf hin, dass CBS sich von koordinierten Interessenvertretungen externer Interessengruppen distanziert und seine redaktionelle Unabhängigkeit wiederherstellt.
Der Artikel von Media Matters stellt Weiss‘ Führungsstil so dar, als würde er „Klimaskeptiker und Kontrahenten“ importieren und die „institutionelle Kapazität“ für die Klimaberichterstattung reduzieren. Was er jedoch tatsächlich dokumentiert, ist eine Verringerung des Umfangs – nicht eine nachweisliche Verringerung der Genauigkeit. Die Klimaberichterstattung wird nicht allein durch eine Verlängerung der Sendezeit genauer.
Quantität ist nicht gleich Qualität.
Jahrelang stellten Fernsehsender das Klima oft als eine Krise dar, die dringende politische Maßnahmen erfordert, berichteten unkritisch über unbestätigte alarmierende Klimabehauptungen als Wahrheit und integrierten häufig politische Lobbyarbeit in ihre Berichterstattung. Die eigene Lobeshymne von Media Matters auf die frühere Führung von CBS unterstreicht dies: Der Sender „widmete den Lösungen für das Klimaproblem größere Aufmerksamkeit“. Die Berichterstattung über „Lösungen“ bedeutete oft, Regulierungsvorschläge und Kampagnen zur Emissionsreduzierung zu verstärken.
Eine Abkehr von diesem Ansatz hinterlässt keine „Lücke im nationalen Klimainformations-Ökosystem“, wie Media Matters behauptet, sondern ist vielmehr eine Rückkehr zu ehrlichem Journalismus, indem die potenziellen Gefahren des Klimawandels in den richtigen Kontext zu anderen wichtigen, unmittelbareren und dringlicheren politischen Themen gestellt werden, die für die Öffentlichkeit von größerer Bedeutung sind.
Der Klimawandel bleibt ein legitimes Thema für die Berichterstattung, aber er ist nicht das einzige Problem, mit dem das Land konfrontiert ist. Obwohl eine Mehrheit der befragten Amerikaner (etwa 60 % bis 63 %) sich besorgt über den Klimawandel äußert, rangiert dieses Thema in der Rangliste der wichtigsten Wahlprioritäten durchweg weit unten und liegt in nationalen Umfragen oft auf oder nahe dem letzten Platz – manchmal auf Platz 12 oder noch weiter hinten. Redaktionelle Entscheidungen erfordern Prioritätensetzungen. Wenn die Führungskräfte von CBS zu dem Schluss gekommen sind, dass die bisherige Berichterstattung unverhältnismäßig oder zu einseitig war, ist eine Kurskorrektur kein Rückzug, sondern eine wohlüberlegte Neukalibrierung.
Nachrichten sollten informieren, nicht Wahlkampf betreiben.
Media Matters befürchtet, dass weniger Klimabeiträge die Wähler „weniger gut vorbereiten” würden. Das geht fälschlicherweise davon aus, dass eine ständige Berichterstattung über Klimathemen per se lehrreich ist. Eine Überflutung mit solchen Themen kann zu Ermüdung, Polarisierung und sinkendem Vertrauen führen – Trends, die von den Mainstream-Medien ausführlich dokumentiert werden.
Durch den Rückzug aus koordinierten Partnerschaften mit Aktivisten und die Reduzierung einer übertrieben alarmistischen Berichterstattung reagiert CBS möglicherweise auf die Skepsis des Publikums gegenüber engagiertem Journalismus.
Während Media Matters über den Rückgang der hyperbolischen Berichterstattung über den Klimawandel alarmiert ist, sehen versierte Zuschauer darin möglicherweise eine willkommene Rückkehr zur journalistischen Unabhängigkeit und unvoreingenommenen Berichterstattung. Angesichts der Umfragen, die zeigen, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Medien auf einem historischen Tiefstand ist, könnte diese Veränderung durch die Wiederherstellung der Integrität der Berichterstattung auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in Journalisten wiederherstellen.
Wenn CBS sich dafür entscheidet, Ausgewogenheit vor Überflutung, Fakten vor narrativer Koordination und redaktionelle Unabhängigkeit vor aktivistischer Ausrichtung zu priorisieren, ist das kein Grund zur Klage. Es ist etwas, das Beifall verdient.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Gute Nachrichten: CBS News schraubt den Klimawandel-Alarmismus zurück – Media Matters beschwert sich erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
veröffentlicht am 16.03.2026; Autor: Prof. Werner Müller In einem Verwaltungsrechtsstreit wegen der Verweigerung der Zahlung von Rundfunkgebühren wurde dem Kläger eine Frist von drei bis vier Monaten eingeräumt, um das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Oktober 2025 (BVerwG 6 C 5.24) in seiner Argumentation angemessen zu berücksichtigten. Dort wurde im Leitsatz 3 festgestellt: „Der durch […]
Der Beitrag Gutachten zur Einseitigkeit der Corona-Berichterstattung in ARD und ZDF erschien zuerst auf MWGFD.
H. Sterling Burnett
Ein Freund und ehemaliger Kollege von mir, der verstorbene Dr. Jay Lehr, langjähriger wissenschaftlicher Direktor am Heartland Institute, pflegte in Bezug auf Umweltklagen zu sagen: „Wenn das Gesetz auf deiner Seite ist, dann nutze das Gesetz; wenn die Fakten auf deiner Seite sind, dann nutze die Fakten; wenn beides nicht auf deiner Seite ist, dann schlag mit der Faust auf den Tisch.“
Die Mafia und einige finanzkräftige Angeklagte haben seit langem eine vierte Lösung, die weniger vom Zufall abhängt: Bestechung eines Geschworenen.
Klimapessimisten und Umweltlobbyisten haben noch ein weiteres Hintertürchen gefunden, um ein günstiges Urteil zu erzielen, ohne Rücksicht auf Fakten und Gesetze: Sie belügen, täuschen oder „erziehen und schulen“ die Justiz darin, wie sie über den Klimawandel denken soll.
Dutzende von Klagen wurden gegen multinationale Öl- und Gasunternehmen und die Lobbygruppen, die sie in den Vereinigten Staaten vertreten, von Bundesstaaten und vor allem lokalen Regierungen sowie einigen privaten Parteien eingereicht. In Wahrheit hätte keine dieser Klagen mit ihren neuartigen und in der Tat nicht beweisbaren Vorstellungen von rechtlicher Haftung jemals vor Gericht kommen dürfen. In der US-Verfassung wird dem Kongress und dem Präsidenten die alleinige Befugnis zur Regulierung des zwischenstaatlichen Handels übertragen, zu dem der Handel mit und die Nutzung von Öl, Gas und Kohle zweifellos gehören.
Die Gerichte sind einfach nicht das richtige rechtliche und verfassungsmäßige Forum, um die relativen Vorteile und Kosten der Entwicklung und Nutzung fossiler Brennstoffe zu erörtern. Folglich hätte jeder dieser Fälle vor der ersten Klageerhebung vor der Gerichtstür abgewiesen werden müssen. Das spielt jedoch keine Rolle, da sie zugelassen wurden und während einige abgewiesen wurden, andere noch immer vor Gericht verhandelt werden.
Climate Change Weekly und Environment & Climate News, als es noch veröffentlicht wurde, haben über den Verlauf dieser Fälle berichtet und die vielen Abweisungen und Niederlagen dokumentiert, welche die klagenden Aktivisten erlitten haben. Fast jede Abweisung basierte auf den oben erwähnten Fragen der Bundesvorrangigkeit und des zwischenstaatlichen Handels.
Da das Gesetz solche Klagen nicht begünstigt und die Fakten und Billigkeitsaspekte eine Angelegenheit des Kongresses sind (wie in den bisher endgültig entschiedenen Fällen anerkannt worden war), versuchen Klimarechtsgruppen, dies zu umgehen, indem sie die Justiz irreführen, wie in einem aktuellen Fall in Oregon, und versuchen, Richter zu „trainieren“, damit sie „richtig“ über den Klimawandel denken.
Der Versuch, Richter darin zu schulen, „richtig“ über den Klimawandel zu denken, ist nicht neu. Das Environmental Law Institute (ELI) veranstaltet seit mehr als einem Jahrzehnt Fortbildungen und Seminare zum Thema Klimawandel für Richter. Die Reise-, Unterbringungs-, Verpflegungs- und Materialkosten der Richter werden übernommen. Das ELI ist ausdrücklich eine Interessenvertretung, deren „Aufgabe es ist, innovative, gerechte und praktische rechtliche und politische Lösungen zu fördern, damit Führungskräfte über Grenzen und Sektoren hinweg ökologische, wirtschaftliche und soziale Fortschritte erzielen können“.
Das ELI gibt an, dies unter anderem durch die „Ausbildung von Richtern auf der ganzen Welt“ zu erreichen.
Richter haben jedoch nicht die Aufgabe, Neuerungen einzuführen: Sie sind dafür zuständig, bestehende Gesetze so durchzusetzen, wie sie von den ordnungsgemäß gewählten Vertretern des Volkes verfasst und verabschiedet wurden. Die Gerichte sind nicht der Ort, an dem neuartige Rechtstheorien entwickelt werden, um die Vorstellungen eines bestimmten Richters oder einer Clique von Richtern über soziale, wirtschaftliche oder ökologische Gerechtigkeit zu verwirklichen.
Obwohl das ELI nicht an den landesweit eingereichten Klimaklagen beteiligt ist, zitiert und unterstützt es in seinen Schulungsunterlagen die Forschungsergebnisse der gleichen „Experten” sowie die Rechtstheorien und Positionen, die die Kläger in diesen laufenden Verfahren vertreten. Die Position des ELI lautet, dass der Klimawandel ein „großes Umwelt- und Gesundheitsproblem” ist, das durch „Kohlenstoffverschmutzung, hauptsächlich durch fossile Brennstoffe” verursacht wird, die „das Klima dramatisch verändert und Menschen in Gefahr bringt”. Das ELI lehnt jede legitime Debatte über die Ursachen und Folgen des Klimawandels ab.
ELI sagt Richtern, was sie über Klimawissenschaft denken sollen, welche Beweise gut sind, welchen Wert Konsens hat und wer vertrauenswürdig ist. Wenn die gleichen Experten und Studien als Beweismittel vorgelegt werden, haben die Richter nun die Schulung von ELI im Hinterkopf, wenn es darum geht, wem und was sie glauben sollen. So viel zur Blindheit der Justiz.
Die Besorgnis über die Klimaseminarreihen von ELI und deren Potenzial, die Justiz zu beeinflussen und damit ihre Unabhängigkeit und Treue gegenüber der Verfassung und dem geschriebenen Recht zu gefährden, hat eine Untersuchung durch den Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses ausgelöst. Der Vorsitzende des Ausschusses, Jim Jordan (R-OH), und der Vorsitzende des Unterausschusses für Gerichte, Darrell Issa (R-CA), schickten vier Briefe an Justizgruppen und Anwälte, in denen sie um weitere Informationen über die Kommunikation mit dem Environmental Law Institute baten, berichtete Fox News am 14. Januar:
Der Justizausschuss untersucht Vorwürfe, wonach das Environmental Law Institute (ELI) und sein Climate Judiciary Project (CJP) in unzulässiger Weise versucht haben sollen, Bundesrichter zu beeinflussen. In öffentlichen Berichten wurden Bedenken hinsichtlich offensichtlicher Bemühungen des ELI und des CJP dokumentiert, Richter zu beeinflussen, die möglicherweise über Klagen im Zusammenhang mit angeblichen Klimawandelvorwürfen entscheiden könnten, heißt es in dem Schreiben an die Justizkonferenz der Vereinigten Staaten (JCUS).
Diese Bemühungen scheinen das grundlegende Ziel zu haben, Bundesrichter zugunsten von Klägern zu beeinflussen, die Schäden durch die Herstellung, Vermarktung, Verwendung oder den Verkauf von Produkten aus fossilen Brennstoffen geltend machen.
Mit der Veröffentlichung des vierten Referenzhandbuchs zu wissenschaftlichen Beweisen des Federal Judicial Center (FJC) wurden zusätzliche Bedenken hinsichtlich der Vereinnahmung der Justiz laut. Zum ersten Mal enthält das Handbuch einen ganzen Abschnitt, der sich ausschließlich mit dem Klimawandel befasst – und keine Abschnitte zu Biologie (obwohl wir einen Richter am Obersten Gerichtshof haben, der nicht einmal definieren kann, was eine Frau ist), Chemie oder Physik.
Das 1967 gegründete FJC ist die Forschungs- und Bildungseinrichtung der Justizbehörde der US-Regierung. Das Zentrum behauptet, „eine effiziente und effektive Rechtspflege und die Unabhängigkeit der Justiz zu unterstützen, indem es genaue, objektive Informationen und Bildungsangebote bereitstellt und eine gründliche und offene Analyse von Richtlinien, Praktiken und Verfahren fördert” (Hervorhebung von mir [Autor]).
Das Gesetz zur Gründung des FJC sieht vor, dass der Vorsitzende Richter des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten den Vorsitz seines Vorstands übernimmt.
Umstritten sind die Genauigkeit und Objektivität des Abschnitts zum Klimawandel. Das Wissenschaftshandbuch des FJC ist ein Nachschlagewerk, das von Richtern im ganzen Land zu wissenschaftlichen Themen verwendet wird, in denen sie keine besonderen Fachkenntnisse haben. (Und warum sollten sie solche Fachkenntnisse haben? Sie sollen doch auf der Grundlage der geltenden Gesetze urteilen und nicht auf der Grundlage wissenschaftlicher Erklärungen). Der Zusatz zum Thema Klimawissenschaft ist weder neutral noch unvoreingenommen: Er wurde von aktivistischen Anwälten und Wissenschaftlern verfasst, die sich aktiv an Klimaklagen in den gesamten Vereinigten Staaten beteiligt haben, sowie von Klägern, Beratern und Klimaexperten, die an diesen Verfahren beteiligt waren.
Zu den im Klimawissenschaftsleitfaden des FCJ zitierten Personen gehören der Klimatologe Michael Mann, der kürzlich von einem Bundesgericht wegen Falschaussagen in einer von ihm eingereichten Klimaklage sanktioniert wurde, und die Umweltaktivistin und Wissenschaftlerin Jessica Wentz, wie Fox News berichtet:
Wentz ist die führende Expertin des Climate Judiciary Project am Environmental Law Institute.
Wentz, die auch Senior Fellow am Sabin Center for Climate Law der Columbia University ist, wird zusammen mit ihrem Kollegen Radley Horton auf Seite 1561 als Hauptautorin des Abschnitts aufgeführt.
Sie trat als Zeugin für die Kläger in der Rechtssache Juliana v. U.S. auf, in der junge Aktivisten der US-Regierung vorwarfen, ihre verfassungsmäßigen Rechte verletzt zu haben, indem sie ihre bevorzugten Klimaschutzmaßnahmen nicht umgesetzt habe.
Außerdem unterzeichnete sie einen Amicus-Brief zur Unterstützung der Umweltvorschriften der Obama-Regierung, nachdem mehrere Bundesstaaten 2016 Klage gegen die EPA eingereicht hatten.
Der Bericht von Fox News zitiert Michael Fragoso von Torridon Law, der die Ethik hinter dem Leitfaden in Frage stellt:
„Der gesamte Abschnitt des Leitfadens ist schockierend unangemessen – und wenn man sich die Organisationssitzung der National Academies ansieht, dann sogar absichtlich“, sagte Fragoso.
„Aber wenn man sich näher damit befasst, wird es nur noch schlimmer. Der Abschnitt über die ‚Wissenschaft‘ der Zuschreibung beispielsweise wurde zum großen Teil aus einem früheren Artikel übernommen, der von den beiden Autoren und Michael Burger verfasst wurde, der selbst als Anwalt für Klimakläger tätig ist.
Angesichts der Tatsache, dass die Attribution im Mittelpunkt dieser Klagen steht, ist es schockierend, dass das Judicial Center einem Klägeranwalt erlaubt, sie den Richtern zu ‚erklären‘. Noch schlimmer ist, dass sie in einer zufälligen Fußnote versteckt ist“
Die Anerkennung von Attributionsstudien als legitime Wissenschaft im FJC-Wissenschaftshandbuch ist besonders ungeheuerlich, da, wie in Dutzenden von Beiträgen von Climate Realism erläutert, die Attributionswissenschaft die wissenschaftliche Methode ablehnt. Attributionsstudien werden innerhalb weniger Tage nach einem extremen Wetterereignis überstürzt veröffentlicht. Sie gehen von dem aus, was sie beweisen sollen: dass der Klimawandel ein bestimmtes Ereignis verursacht oder dazu beiträgt. Die einzige Frage ist, wie wahrscheinlich es wäre, dass das jüngste Extremereignis ohne den Klimawandel in gleichem Ausmaß aufgetreten wäre. Dann verwenden die Autoren Klimamodelle (mit seit langem bekannten Mängeln), um ein kontrafaktisches Szenario des Wetters ohne CO₂-Emissionen zu erstellen – unter der Annahme, dass CO₂ der Treiber des Wetters ist – und vergleichen es mit den Ergebnissen des Klimamodells mit CO₂.
Modelle sind keine Wissenschaft, keine Fakten und keine Daten; sie sind Werkzeuge, und sie sind nur so genau wie die ihnen zugrunde liegenden Annahmen. Klimamodellierer verstehen nicht alle Klimafaktoren gut, und die Ergebnisse der Modelle sind nur dann wertvoll, wenn sie die realen Daten genau wiedergeben und zuverlässige Vorhersagefähigkeiten aufweisen. Klimamodelle tun weder das eine noch das andere, doch im Klimateil des FJC-Handbuchs werden sie so behandelt, als wären sie Daten und würden zuverlässige Ergebnisse liefern.
Die Tatsache, dass das Dokument von einem öffentlichen Befürworter von Klimaklagen verfasst wurde, während es Materialien zitiert und ganze Abschnitte verwendet, die von einem Anwalt für Kläger in Klimaklagen verfasst wurden, hätte ausreichen müssen, um das klimawissenschaftliche Dokument von der Aufnahme in das FJC-Wissenschaftshandbuch auszuschließen. Es stellt einen direkten Interessenkonflikt dar: Richter verwenden die Sichtweise einer Seite zum Klimawandel als Leitfaden für die Entscheidung von Fällen, in denen es um wissenschaftliche Fragen geht.
Diese inhärente Voreingenommenheit ist nicht unbemerkt geblieben. Unter der Führung des Generalstaatsanwalts von West Virginia John B. McCusky haben die Generalstaatsanwälte von 27 Bundesstaaten einen Brief verfasst, in dem sie das FJC dafür kritisieren, dass es den eindeutig voreingenommenen Abschnitt zur Klimawissenschaft in sein Referenzhandbuch aufgenommen hat.
Die Generalstaatsanwälte sind empört darüber, dass interessierte Parteien verschiedener Klimaklagen an der Gestaltung, dem Verfassen und der Ausarbeitung des Materials im Referenzhandbuch mitgewirkt haben und dass die Attributionswissenschaft, ein sehr neues Forschungsgebiet, darin so behandelt wird, als handele es sich um gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse. In dem Brief der Generalstaatsanwälte heißt es:
Was auch immer man über frühere Ausgaben sagen mag, die kürzlich erschienene vierte Ausgabe kann sich einer solchen Zurückhaltung nicht rühmen. Sie befasst sich nicht nur mit unumstrittenen wissenschaftlichen Grundsätzen. Stattdessen positioniert sich die vierte Ausgabe in einigen der derzeit am heftigsten umstrittenen Fragen in Rechtsstreitigkeiten eindeutig auf einer Seite: klimabezogene Wissenschaft und „Attribution“. Eine solche Vorgehensweise untergräbt die Unparteilichkeit der Justiz und legt einen Daumen auf eine Seite der Waage. Und das, obwohl diese Fragen derzeit vor dem Obersten Gerichtshof und anderen Teilen der Bundesjustiz anhängig sind.
Die Probleme im Abschnitt über Klimareferenzen scheinen bereits bei der Auswahl der Autoren begonnen zu haben. Jessica Wentz und Radley Horton sind beide mit Klimastudienprogrammen an der Columbia University verbunden. Und die Columbia University und ihre Forschungspartner betrachten Klagen gegen Staaten, traditionelle Energieerzeuger und andere seit langem als „Chancen“, um das zu „lösen“, was sie als „die dringenden Gefahren durch den Klimawandel“ ansehen. Wentz und Horton selbst haben Rechtsstreitigkeiten als Mittel zur Förderung ihrer bevorzugten politischen Ziele begrüßt und beklagen, dass „die politische Sphäre in den Vereinigten Staaten weiterhin von falschen Debatten über die Gültigkeit des Klimawandels überschattet wird“. …
In einer Diskussion über mögliche Expertenaussagen in klima- und energiebezogenen Fällen beispielsweise verteidigen die Autoren oberflächlich „neuartige” Attributionsmethoden – und versichern den Richtern pauschal, dass diese Methoden „in vielen Fällen” überhaupt nicht „neuartig” seien. Später, bei der Untersuchung der sogenannten Attributionswissenschaft, erklären die Autoren, dass bestimmte Aspekte dieses sich entwickelnden Fachgebiets tatsächlich „eindeutig“ etabliert sind – wodurch ein Prozessbeteiligter, der es wagt, eine andere Ansicht zu vertreten, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.
Aufgrund dieser und anderer problematischer Aspekte, die von den Generalstaatsanwälten im Referenzhandbuch des FJC zur Klimawissenschaft festgestellt worden sind, fordern die Generalstaatsanwälte, dass das FJC dieses Handbuch „aus Treue gegenüber der Verfassung, der es dient, unverzüglich zurückzieht. Das Zentrum sollte außerdem Verfahren einführen, um ähnliche, auf Propagandisten basierende Kapitel in zukünftigen Ausgaben zu verhindern.“
Die Fakten könnten nicht klarer sein. Viele der Behauptungen, die im Referenzhandbuch des FJC zur Klimawissenschaft und bei den ELI-Klimaretreats als gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse dargestellt werden, sind nicht gesichert, sondern werden aktiv diskutiert. Das Dokument selbst war nicht objektiv, sondern wurde von aktiven Befürwortern und Teilnehmern an Klimaklagen verfasst und bezog sich auf deren Argumente – was sie als Autoren eines Dokuments disqualifizieren sollte, das dazu dient, Klimawissenschaft objektiv und unvoreingenommen Richtern zu präsentieren, die möglicherweise aktive Fälle mit Klimawissenschaft als Streitpunkt vor sich haben oder solche Fälle in Zukunft vor sich haben werden.
Das Handbuch untergräbt die Ehrlichkeit der Ergebnisse und den Anschein fairer Entscheidungen in anhängigen Rechtsstreitigkeiten, verdient Spott und sollte zurückgezogen werden. Wenn das FJC diese Tatsache nicht versteht und den Abschnitt zur Klimawissenschaft aus dem Handbuch nicht zurückzieht, sollte der Kongress vielleicht die Finanzierung des FJC und die Veröffentlichung des Wissenschaftsreferenzhandbuchs einstellen, bis es zur Vernunft kommt.
Quellen: Federal Judicial Center; Fox News; Energy in Depth; West Virginia Attorney General; House Judiciary Committee; Environmental Law Institute; AG Letter
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kongress und Bundesstaaten untersuchen Versuche, Richter in Bezug auf den Klimawandel irrezuführen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
veröffentlicht am 09.12.2025; Autorin: Elisabeth Maria Dr. Helmut Sterz, Tierarzt, MWGFD-Mitglied und früher in langjähriger leitender Funktion in der Pharmaindustrie tätig – zuletzt als Cheftoxikologe bei Pfizer –, hat viele Entwicklungen der vergangenen Jahre aus nächster Nähe erlebt. Seine berufliche Erfahrung und seine persönliche Einschätzung der Ereignisse rund um die Entwicklung und Zulassung der Corona-Impfstoffe […]
Der Beitrag Helmut Sterz: Die sollten sich vor Gericht verantworten erschien zuerst auf MWGFD.
