NEWS 23

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Heute — 13. Juni 2026

Brandmauer in Sachsen-Anhalt Jetzt äußern sich Siegmund und Heuer zu ihrem „Kumpel-Foto“

13. Juni 2026 um 10:40

Vorschau ansehen

Das Bild zeigt Ulrich Siegmund von der AfD und Guido Heuer von der CDU.

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Siegmund und CDU-Fraktionschef Heuer liegen sich lachend in den Armen, das Foto geht viral. Wackelt etwa die Brandmauer? Jetzt äußert sich Siegmund gegenüber der JUNGEN FREIHEIT.

Dieser Beitrag Brandmauer in Sachsen-Anhalt Jetzt äußern sich Siegmund und Heuer zu ihrem „Kumpel-Foto“ wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.

(Auszug von RSS-Feed)
Gestern — 12. Juni 2026

Sachsen-Anhalt CDU-Fraktionschef kritisiert Umgang mit der AfD

12. Juni 2026 um 12:30

Vorschau ansehen

Guido Heuer (CDU) spricht im Landtag zu den Abgeordneten und steht dabei mit verschränkten Armen hinter dem Rednerpult. Am Morgen gab der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt eine Regierungserklärung ab. Er ist gegen die Brandmauer zur AfD.

Bei einer Veranstaltung in Sachsen-Anhalt distanziert sich CDU-Landtagsfraktionschef Guido Heuer von der Brandmauer zur AfD. Auch AfD-Kandidat Siegmund war vor Ort – in freundlicher Atmosphäre mit seiner politischen Konkurrenz.

Dieser Beitrag Sachsen-Anhalt CDU-Fraktionschef kritisiert Umgang mit der AfD wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.

(Auszug von RSS-Feed)

TICKER Fußball-WM | Mexiko und Südkorea gewinnen erste Spiele

12. Juni 2026 um 04:24

Vorschau ansehen
Erstes Spiel, zwei Tore, drei Rote Karten: Den Auftakt zur WM machten die Fußballer aus Mexiko und Südafrika - mit einem 2:0 Sieg für die Gastgeber. Hier fortlaufend die neuen Entwicklungen.
(Auszug von RSS-Feed)
Ältere Beiträge

Keine Koalition BSW will in Sachsen-Anhalt statt einer AfD- eine „Bürgerregierung“

08. Juni 2026 um 05:21

Vorschau ansehen

Koalition ausgeschlossen: Die BSW- und AfD-Spitzenkandidaten Claudia Wittig und Ulrich Siegmund.

Während die AfD in Sachsen-Anhalt kurz vor der absoluten Mehrheit steht, stellt das BSW Koalitionsüberlegungen an. Weder mit dem „Altparteienkartell“ noch mit der AfD will man kooperieren. Aber es gibt einen entscheidenden Haken.

Dieser Beitrag Keine Koalition BSW will in Sachsen-Anhalt statt einer AfD- eine „Bürgerregierung“ wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.

(Auszug von RSS-Feed)

Die Entweihung des 9. Mai

08. Mai 2026 um 11:28

Vorschau ansehen

Was bleibt von der Erinnerung an den Krieg, wenn neue Kriege jede Sprache des Humanismus zerstören? Eine persönliche Reflexion über Familiengedächtnis, den 9. Mai, den Donbass — und darüber, wie aus dem Gedenken an Opfer ein Kult neuer Opfer werden konnte.

Der Beitrag Die Entweihung des 9. Mai erschien zuerst auf .

(Auszug von RSS-Feed)

Das Leid der Moorsoldaten und die Vergnügungssucht ihrer prügelnden Peiniger | Von Dirk C. Fleck

27. April 2026 um 07:40

Vorschau ansehen
Das Leid der Moorsoldaten und die Vergnügungssucht ihrer prügelnden Peiniger | Von Dirk C. Fleck

Ein Meinungsbeitrag von Dirk C. Fleck.

Vor kurzem war ich zu Besuch in Ostfriesland und nahm die Gelegenheit wahr, die Gedenkstätte Esterwegen zu besuchen. Das KZ Esterwegen diente ab 1933 als Strafgefangenenlager. Bis zum Kriegsende mussten die Häftlinge schwere Zwangsarbeit in der Moorkultivierung, in der Torf- und Rüstungsindustrie und auch in Bomben-Räumungskommandos leisten. Hier waren über die Jahre über 70.000 Menschen interniert. Mehr als 20 000 von ihnen verhungerten oder starben an Erschöpfung. Einer der politischen Häftlinge von Esterwegen war der Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky.

Ossietzky war neben Kurt Tucholsky und Siegfried Jacobsohn Herausgeber der Zeitschrift DIE WELTBÜHNE. Zwischen 1905 und 1933 schrieben über 200 Autoren für sie, darunter so prominente Schriftsteller wie Lion Feuchtwanger, Erich Mühsam, Else Lasker-Schüler, Erich Kästner, Alfred Polgar, Robert Walser, Carl Zuckmayer und Arnold Zweig. Ossietzky musste sich für die in seinem Blatt veröffentlichten Artikel mehrmals vor Gericht verantworten. Im international viel beachteten Weltbühne-Prozess wurde er 1931 wegen Spionage verurteilt, weil seine Zeitschrift auf die verbotene Aufrüstung der Reichswehr aufmerksam gemacht hatte. Kurz nach seiner Entlassung kamen die Nazis an die Macht. Ossietzky wurde am 28. Februar 1933 in die sogenannte Schutzhaft genommen. Als einer der prominentesten politischen Häftlinge wurde er unter anderem im KZ Esterwegen besonderes Opfer nationalsozialistischer Willkür. Er wurde misshandelt und gefoltert. 1936 erhielt Ossietzky in einer internationalen Hilfskampagne den Friedensnobelpreis. Im gleichen Jahr wurde er, durch die Torturen schwer erkrankt, unter Polizeiüberwachung in ein Berliner Krankenhaus verlegt. Dort starb er unter Bewachung zwei Jahre später.

Im Herbst 1935 besuchte der Schweizer Diplomat Carl Jacob Burckhardt als Mitglied des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz das KZ Esterwegen. Dabei gelang es ihm, Ossietzky zu treffen, den er anschließend als ein „zitterndes, totenblasses Etwas, ein Wesen, das gefühllos zu sein schien, ein Auge stark geschwollen, die Zähne anscheinend eingeschlagen“ beschrieb. Ossietzky bat Burckhardt um folgendes: „Sagen Sie den Freunden, ich sei am Ende, es ist bald vorüber, bald aus, das ist gut.“

Als ein Freund von meinem Besuch erfuhr, schrieb er mir diese Zeilen: „Das war bestimmt sehr bedrückend, lieber Dirk, oder? Mit 15 Jahren haben wir uns in der Schule den Film “BEI NACHT UND NEBEL” anschauen müssen. Mich hat dieser Film so sehr verstört, dass ich danach wochenlang Albträume hatte, die mich selbst heute noch gelegentlich heimsuchen. Deswegen habe ich persönlich noch nie ein KZ besucht, weil ich es wahrscheinlich nicht ertragen könnte…“
Ich verstehe ihn sehr gut, habe ihm aber folgendes geantwortet: „Bedrückend? Ja und nein. Es fühlte sich gut an, diesen Seelen nahe zu kommen und mit ihnen zu weinen.“

Die Gedenkstätte Esterwegen ist kein KZ-Museum wie Dachau oder Auschwitz. Die Greueltaten, die dort stattfanden, sind in einer Halle neben dem ehemaligen Lager umfassend dokumentiert. Das Gelände selbst ist auf fantastische Weise „bereinigt“ worden. So befinden sich dort, wo einst die Baracken der „Moorsoldaten“ standen, junge Buchenhaine in exakt der Größe der kargen Häftlingsunterkünfte. Stelltafeln erzählen auf Schritt und Tritt die Leidensgeschichte der Gefangenen. Und zu dem Gelände, wo einst die Wachmannschaften untergebracht waren, führt nur noch eine dreistufige Treppe ins Nirgendwo. Wo heute nur Wiese ist, mussten die Häftlinge für die SS-Mörder ein Schwimmbad mit Sprungturm anlegen. Dennoch hatten sich die Peiniger mehrmals über ihr Leben „abseits der Zivilisation“ beschwert, sie forderten ein Unterhaltungsprogramm zu ihrer Belustigung, Variete-Vorführungen zum Beispiel oder Kabarett-Vorstellungen – sozusagen als Ausglich für die harte Prügelarbeit, die sie jeden Tag zu verrichten hatten.

Bei dem Gedanken, dass die meisten von ihnen nach dem Krieg ungestraft unter uns weiterleben durften, befällt mich eine ungeheure Wut, die sich nach dem Besuch in der Gedenkstätte Esterwegen allerdings in eine tiefsitzende Traurigkeit gewickelt hat. Damit bleibe ich in unserer vom Wahn befallenen Republik, in der die Diffamierung Andersdenkender inzwischen wieder an der Tagesordnung ist, ziemlich allein.

+++

Bildquelle: Maurizio Fabbroni / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)
❌