H. Sterling Burnett
In den Mainstream-Medien wurde über die vielleicht wichtigste klimabezogene Nachricht des vergangenen Jahres kaum berichtet: Es ist wahrscheinlich, dass im Jahr 2025 weniger Menschen als jemals zuvor in der Geschichte, für die es verlässliche Daten gibt, aufgrund extremer Wetterereignisse und Temperaturen ums Leben gekommen sind. Ich habe kein einziges Mainstream-Medium gesehen oder gehört, das über diese Tatsache berichtet und die gute Nachricht gefeiert hat, aber es ist wahr.
Roger Pielke Jr., Ph.D., schreibt in seinem aufschlussreichen Substack „The Honest Broker”:
Nach Angaben des Zentrums für Forschung zur Epidemiologie von Katastrophen (CRED) an der Université Catholique de Louvain in Belgien (via Our World in Data) gab es bis Oktober 2025 weltweit etwa 4.500 Todesfälle im Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen. Tragischerweise kam es in den letzten beiden Monaten des Jahres 2025 zu hohen Verlusten an Menschenleben im Zusammenhang mit Überschwemmungen in Süd- und Südostasien, die mit den Zyklonen Senyar und Ditwah in Verbindung standen.
Die endgültigen Opferzahlen liegen zwar noch nicht vor, aber Berichten zufolge kamen in den letzten beiden Monaten des Jahres möglicherweise 1.600 Menschen bei diesen und mehreren anderen Ereignissen ums Leben.
Sollten sich diese Schätzungen als zutreffend erweisen, wäre 2025 eines der Jahre mit den niedrigsten Gesamtzahlen an Todesfällen durch extreme Wetterereignisse. Aller Zeiten! Ich bin hier vorsichtig, da es in den letzten zehn Jahren viele Jahre mit ähnlich niedrigen Gesamtzahlen gab – insbesondere 2014, 2015, 2016, 2018 und 2021.
Ein Rückgang der Todesfälle in einem einzelnen Jahr kann auf Glück zurückzuführen sein, beispielsweise auf ein Jahr mit relativ wenigen extremen Wetterereignissen, aber das ist für 2025 nicht der Fall: Hurrikane waren etwa normal, ebenso wie Überschwemmungen, Waldbrände und Dürren. An einigen Orten war das Wetter schlechter als an anderen, wie in jedem anderen Jahr auch, aber insgesamt zeigen die Daten keine wesentlichen Zu- oder Abnahmen im Vergleich zum Durchschnitt. Aussagekräftiger als die niedrige Zahl der Todesfälle durch klimabedingte Ereignisse in einem einzigen Jahr ist der langfristige Trend für solche Ereignisse. Pielke merkt an, dass laut den verfügbaren Daten
Was wir mit größerer Sicherheit sagen können ist, dass die Sterblichkeitsrate aufgrund extremer Wetterereignisse mit weniger als 0,8 Todesfällen pro 1.000.000 Menschen (laut Bevölkerungsdaten der Vereinten Nationen) so niedrig ist wie nie zuvor. Nur die Jahre 2018 und 2015 kommen diesem Wert nahe.
Um die Sterblichkeitsrate ins rechte Licht zu rücken, bedenken Sie Folgendes:
• 1960 lag sie bei >320 pro 1.000.000;
• 1970 bei >80;
• 1980 bei ~3;
• 1990 bei ~1,3;
Seit 2000 gab es sechs Jahre mit <1,0 Todesfällen pro 1.000.000 Menschen, alle seit 2014. Von 1970 bis 2025 sank die Sterblichkeitsrate um zwei Größenordnungen. Dies ist eine unglaubliche Geschichte menschlicher Genialität und des Fortschritts.
Marc Morano, Betreiber der Website Climate Depot, kommentierte diesen Trend gegenüber dem Radiosender KTRH 740 AM News in Houston wie folgt: „Das Erstaunliche daran ist, dass sich ein Trend fortsetzt. … Wenn man bis in die 1920er Jahre zurückblickt, ist die Zahl der Todesfälle durch extreme Wetterereignisse um 97 Prozent zurückgegangen.“
Letztendlich halten Klimaalarmisten an der dogmatischen Überzeugung fest, dass der Mensch einen katastrophalen Klimawandel verursacht, der laut ihren Orakeln eine „existenzielle Bedrohung“ für die menschliche Zivilisation und letztlich für das Überleben darstellt. Die Beweise zeigen jedoch, dass der Mensch, unter anderem durch den verbesserten Zugang zu und die Nutzung von fossilen Brennstoffen, die Erde und ihre Wetterkapriolen nicht nur für die Menschheit überlebensfähiger macht, sondern auch den Wohlstand der Menschen erhöht und mehr Menschen zu Wohlstand verhilft. Mehr Menschen als je zuvor in der Geschichte der Menschheit leben ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen. Die Ressourcen schränken die Wahlmöglichkeiten nicht mehr so stark ein wie in der Vergangenheit.
Die diesjährigen Daten zu klimabedingten Todesfällen bestätigen, was Alex Epstein vor mehr als einem Jahrzehnt in seinem eindrucksvollen Buch „The Moral Case for Fossil Fuels“ geschrieben hat:
Das Klima ist nicht mehr eine der Haupttodesursachen, was zum großen Teil den fossilen Brennstoffen zu verdanken ist. … Wir ignorieren nicht nur das Gesamtbild, indem wir den Kampf gegen die Klimagefahr zum Fixpunkt unserer Kultur machen, sondern wir „bekämpfen“ den Klimawandel auch, indem wir uns gegen die Waffe stellen, die ihn um ein Vielfaches weniger gefährlich gemacht hat.
Die gängige Klimadiskussion stellt das Problem auf den Kopf. Sie betrachtet den Menschen als zerstörerische Kraft für die Lebensfähigkeit des Klimas, als jemanden, der das Klima gefährlich macht, weil wir fossile Brennstoffe verwenden.
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Wir machen kein sicheres Klima gefährlich, sondern ein gefährliches Klima sicher. Nicht das Klima, sondern die hochenergetische Zivilisation ist der Motor für die Lebensfähigkeit in jedwedem Klima.
Die Einschränkung oder Beendigung der Nutzung fossiler Brennstoffe, nicht der Klimawandel, sei das wahre Rezept für eine Katastrophe, argumentiert Epstein. Dies würde die menschliche Zivilisation um Jahrhunderte zurückwerfen und für heutige und zukünftige Generationen den Todesschlag bedeuten.
Sie glauben Epstein nicht? Folgen Sie der Wissenschaft und überprüfen Sie die Daten selbst!
Quellen: KTRH; Just the News; The Honest Broker; The Moral Case for Fossil Fuels
Link: https://heartland.org/opinion/climate-change-weekly-568-greenland-arctic-undermine-unusual-climate-conditions-narrative/, dritte Meldung
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Im Jahr 2025 war die Rate der Todesfälle aufgrund von Katastrophen die niedrigste jemals. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Jo Nova
Herzlichen Glückwunsch, Welt!
Roger Pielke Jr. feiert ein weiteres großartiges Jahr, in dem die Zahl der Todesfälle aufgrund von Klimakatastrophen einen fast historischen Tiefstand erreicht hat.
Er erinnert uns an einen Artikel aus dem Jahr 2014, der zeigt, dass je wohlhabender wir alle sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir an den Folgen von Überschwemmungen, Kälte, Dürre und Wind sterben.
Wenn wir eine Anpassung an das Pro-Kopf-BIP vornehmen, stellen wir fest, dass das BIP selbst der große Beschützer der Menschheit ist.
Das Beste, was wir tun können, um den Afrikanern bei der Bekämpfung von Wettergefahren* zu helfen ist nicht, ihnen Solarzellen zu schicken, sondern ihnen zu helfen, steinreich zu werden.
Und jeder, der sich um schutzbedürftige Menschen sorgt, wird gegen die rücksichtslose Zerstörung eines billigen, effizienten Stromnetzes protestieren. Wir werden sicherlich mehr Menschen töten, indem wir unser BIP mit unzuverlässigen Generatoren reduzieren, als wir jemals mit Solarzellen retten werden.
Berücksichtigt man das Einkommen, verschwindet der offensichtliche Zusammenhang zwischen Wettergefahren und Sterblichkeit weitgehend. Mit anderen Worten: Die wirtschaftliche Entwicklung – und nicht die erneuerbaren Energien – bestimmt maßgeblich das Überleben der Menschen.
Folgt der Wissenschaft, Mädchen und Jungen,
wenn die vom Menschen verursachten Emissionen überhaupt etwas bewirken, dann sinkt die Sterblichkeitsrate umso mehr, je mehr wir emittieren. Wir können sehen, dass mit dem Anstieg der vom Menschen verursachten Emissionen von 1980 bis 2010 die Todesfälle aufgrund extremer Wetterereignisse zurückgegangen sind:
Ich könnte jetzt eine bissige Bemerkung über „grüne Argumentation” einfügen, aber die Wahrheit ist, dass Länder, die mehr CO₂ ausstoßen, tendenziell ihr BIP steigern.
All diese mit fossilen Brennstoffen betriebenen Raketen, Krankenwagen, Satelliten, Mobiltelefone und Privatwagen retten Menschenleben.
• Wohlhabendere Gesellschaften sind weitaus weniger anfällig für Überschwemmungen, Dürren, Hitze, Kälte und Stürme.
• Der Rückgang der Todesfälle ist trotz Bevölkerungswachstum und Urbanisierung zu verzeichnen.
Die Daten deuten darauf hin, dass das BIP-Wachstum mehr zum Schutz der Menschheit vor wetterbedingten Todesfällen beigetragen hat als jede jemals umgesetzte Klimapolitik.
[Hervorhebungen im Original]
REFERENCE:
Giuseppe Formetta and Luc Feyen (2019)Empirical evidence of declining global vulnerability to climate-related hazards, Global Environmental Change, 57, 101920.
Link: https://joannenova.com.au/2026/01/tell-the-world-capitalism-and-carbon-emissions-saves-lives/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Kapitalismus und Kohlenstoff-Emissionen retten Leben! erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Langsam erreicht die Europäer die Erkenntnis, dass sie sich in Sachen Sicherheit, aber auch in Bezug auf die demokratischen Werte nicht mehr auf die USA verlassen können – jedenfalls so lange, wie US-Präsident Donald Trump in den Vereinigten Staaten das Regiment führt. Nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro erhebt Trump nun den Anspruch auf die dänische Insel Grönland, womit die gesamte Sicherheitsarchitektur Europas auf den Kopf gestellt wird. Das neue Schlagwort des politischen Vokabulars lautet „Epochenbruch“. Eine neue Ausgabe der O-Töne. Von Valeri Schiller.
Frankfurter Allgemeine Zeitung am 15. November 2026
„Nach dem lauter werdenden Säbelrasseln der USA in der Karibik wachsen die Sorgen um einen militärischen Konflikt in der Region. In den vergangenen Wochen hat Washington Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Tausende Soldaten entsandt sowie Angriffe auf 21 mutmaßliche Drogenschmugglerboote geflogen, bei denen mindestens 80 Menschen getötet wurden.“
(Quelle: FAZ)
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro am 4. Oktober 2025
„Wir haben acht Kriegsschiffe vor uns, Zerstörer, so etwas haben wir in der Karibik noch nicht gesehen. 1.200 Raketen zielen auf unsere Köpfe ab. Sie haben ein Atom-U-Boot. Und jetzt sagt er [Donald Trump. – Anm. der Red.], dass sie Puerto Rico haben, dass der Pentagon-Chef dort angekommen ist, und die Gouverneurin von Puerto Rico hat erklärt, dass Puerto Rico die Basis für eine militärische Operation gegen Venezuela wäre. Ihr erstes Ziel ist Öl. Es ist kein Drogenhandel, es ist Öl.“
(Quelle: Nexta)
Nicolás Maduro wird nach der Festnahme am 3. Januar in die USA gebracht
„Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro läuft über die Flure der [amerikanischen – Anm. d. Red.] Drogenbekämpfungsbehörde, wünscht den Mitarbeitern ein frohes Neues Jahr. Es sind seine letzten Schritte in Freiheit, bevor es in eine Haftanstalt in New York geht. Hier soll Maduro bis zum Prozess gegen ihn bleiben.“
(Quelle: WELT, ab Minute 0:54)
USA-Außenamtschef Marco Rubio am 3. Januar 2026
„Nicolás Maduro hatte mehrere Gelegenheiten, dies zu verhindern. Ihm wurden mehrere sehr, sehr, sehr großzügige Angebote gemacht. Und stattdessen benahm er sich wie ein Wilder. Er entschied sich stattdessen fürs Herumspielen. Und das Ergebnis haben wir heute Abend gesehen. Die andere Nachricht lautet wie folgt: Sie haben jemand, der wie viele Menschen auf der Welt gern Spiele spielt. Das ist ein Typ, der beschließt, den Iran in sein Land einzuladen. Er wird amerikanische Ölkonzerne enteignen. Er wird unser Land mit Bandenmitgliedern überschwemmen. Er wird Amerikaner gefangen nehmen und versuchen, sie als Geiseln zu halten und auszutauschen, so wie er es bereits mit der Biden-Administration gemacht hat. Er spielt die ganze Zeit gerne Spielchen und denkt, dass nichts passieren wird. Und ich hoffe, dass die Menschen jetzt verstehen, dass wir einen Präsidenten haben, den 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten, der keine Spielchen spielt. Wenn er Ihnen sagt, dass er etwas tun wird, dass er das Problem angehen wird, dann meint er es auch so. Er setzt das in die Tat um.“
Quelle: RSBN, ab Minute 35:07)
US-Präsident Donald Trump am 23. Dezember 2025
„Wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit. Nicht für Mineralien, wir haben welche. Wir haben mehr Öl als jedes andere Land der Welt. Wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit. Und wenn Sie sich Grönland ansehen, schauen Sie die Küste rauf und runter, Sie haben überall russische und chinesische Schiffe. Wir brauchen es für die nationale Sicherheit. Wir müssen es haben.”
(Quelle: 10 News, ab Minute 0:50)
Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen am 6. Januar 2026
„Erstens bin ich der Meinung, dass man den amerikanischen Präsidenten ernst nehmen sollte, wenn er sagt, dass er Grönland will. Ich möchte aber auch klarstellen, dass, wenn die Vereinigten Staaten beschließen, ein anderes NATO-Land militärisch anzugreifen, alles zum Erliegen kommt, einschließlich unserer NATO und damit der Sicherheit, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewährleistet wurde. Ich glaube an die Demokratie und ich glaube an die internationalen Regeln. Selbstverständlich glaube ich auch, dass man Grenzen nicht mit Gewalt verändern kann, weder in die eine noch in die andere Richtung. Dies ist nicht nur die Position des Königreichs Dänemark, glücklicherweise auch die Europas. Ich hoffe daher, dass die Menschen auch die erneut bedeutende Unterstützung zur Kenntnis nehmen werden, die wir erhalten.“
(Quelle: Reuters)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am 8. Januar 2026
„Dass die Amerikaner Sicherheitsinteressen haben, das ist klar. Und auch da muss uns jedem bewusst sein: Ohne die Amerikaner, wirklich ohne die Amerikaner, können wir weder unsere Sicherheit gewährleisten im Inneren, was die Geheimdienstinformationen betrifft, noch können wir uns wirklich, jedenfalls im Moment, effektiv verteidigen. Und deshalb bin ich nach wie vor pro Amerika, auch wenn ich zugebe, es ist schwerer als früher.“
(Quelle: phoenix, ab Minute 0:23)
CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter am 7. Januar 2026
„Wir sind in einem Epochenbruch. Die Amerikaner haben die Seiten gewechselt. Sie sind gemeinsam mit China und Russland im Team ‚Multipolarität‘. Es zählt das Recht des Stärkeren, und für uns Deutsche heißt das, zu begreifen, dass wir zu lange gewartet haben und jetzt politisch handeln müssen, also Europa zusammenbinden. Die klassische deutsche Aufgabe ist die Scharnierfunktion, und die Länder nördlich und östlich von uns haben das richtige Mindset. Die Nordics und die Baltics, die sind klar in ihrer Sache: Die Bedrohung geht von Russland aus. Wir müssen wehrfähig werden und wir können uns nicht mehr auf Amerikaner verlassen.“
(Quelle: @RKiesewetter)
Titelbild: Screenshots FAZ, WELT, RSBN, Reuters, phoenix, x.com/@RKiesewetter
Alle Jahre wieder sinken die Temperaturen unter null und es fallen weiße Flocken vom Himmel. In der deutschen Sprache hat sich für dieses wiederkehrende Phänomen eigentlich der Begriff „Winter“ etabliert. Zeitgenössischen Medienschaffenden und auch erstaunlich vielen meiner Mitmenschen scheint dieser Begriff jedoch nicht bekannt zu sein. Sie sprechen ab zehn Zentimeter Neuschnee lieber von einem „Schneechaos“, das – so was zeichnet halt so ein Schneechaos aus – das ganze Land lahmlegt. Nun möchte ich Sie ja nicht mit Alte-Weiße-Männer-Geschichten über „früher“ nerven … aber wenn die Deutschen unbedingt kriegstauglich werden und es dem ewig bösen Russen diesmal so richtig zeigen wollen, sollten sie wohl erst einmal an ihrer Einstellung zum Winter arbeiten. Sonst wird das mal wieder nichts. Eine winterliche Glosse von Jens Berger.
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Eigentlich könnte man ja glücklich sein und es als positive Fügung der Geschichte sehen. Steckten unsere Väter und Großväter noch mit ihren Panzern im Schnee vor Stalingrad fest, sind unsere Söhne und Töchter heute schon schwer traumatisiert, wenn sie bei zehn Zentimeter Neuschnee die Tiefgaragenausfahrt mit ihrem Audi nicht hochkommen. Es ist ja auch tragisch.
@einfachcelinat
Auf der anderen Seite muss ich bei solchen Bildern aber auch an unseren neuen nationalen Anspruch denken. „Kriegstauglich“ wollen wir werden. Nun ja *hüstel* – dann sollten wir uns aber wohl lieber nicht im Winter gegen den Russen vorwärtsverteidigen. Sonst geriete die Winteroffensive gen Osten womöglich schon in der heimischen Tiefgarage ins Stocken und es ist nur noch die Frage, wie hoch wir diesmal verlieren.
Um dies zu verhindern, wollen wir ja nun wieder die Wehrpflicht einführen. Da können wir wohl nur hoffen, dass die Rekruten nicht im Winter eingezogen werden. Lautete der Werbeslogan der Deutschen Bahn früher „Alle reden vom Wetter. Wir nicht. Wir fahren immer“, ist die moderne Deutsche Bahn AG bekanntlich bereits mit Neuschnee in homöopathischen Dosen überfordert. Und auf den Autobahnen geht ja auch nichts, sobald sich ein weißes Kleid über den Asphalt legt. Wäre ich Putin – ich würde Deutschland im Winter überfallen; auf dass die Bundeswehr in ihrer Tiefgaragenausfahrt oder auf den Bahnhöfen steckenbleibt. Wirklich verwundern kann dies freilich nicht. Hier im Landkreis fällt nun schon zum zweiten Mal die Schule wegen des „Schneechaos“ aus – wohlgemerkt, wir reden von zehn Zentimeter Neuschnee, also einem ganz normalen Winter.
Wie kommt es eigentlich, dass unsere Mitmenschen so „wettersensibel“ geworden sind und bei den kleinsten Abweichungen von der Wetternorm gleich in schiere Panik verfallen? Ich vermute mal, das liegt vor allem an den Medien. Die reden den Menschen ja pausenlos irgendwelche „Wetter-“ oder schlimmer noch „Klimakatastrophen“ ein. Regnet es mal zwei Wochen nicht, ist das gleich eine „Dürrekatastrophe“, und sobald im Sommer sommerliche Temperaturen vorherrschen, ist das gleich eine „Hitze-Apokalypse“. Im Winter kann man auch die Uhr danach stellen – sobald die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, schießen bei SPIEGEL, BILD und Co. die Live-Ticker aus dem tiefgefrorenen Boden und jeder festgefahrene LKW wird zum Medienereignis – auch wenn er nur vor einer roten Ampel steht.
Früher hieß es für die Medien: „Sex sells“. Heute sind wir prüde und das mediale Erfolgsrezept heißt „Wetter sells“. Das bringt Klicks und Geld und erstaunlicherweise macht das Publikum diese durchsichtige Scharade mit. Ich muss mir da nur meine lieben Rentner-Nachbarn anschauen. Erst erzählen sie mir mit panischem Blick vom bevorstehenden „Schneechaos“, nur um dann tags darauf, wenn es wirklich schneit, mit ihrem Auto in Schrittgeschwindigkeit in die Stadt zu fahren, um noch „ein paar Kleinigkeiten“ zu besorgen und dabei natürlich steckenzubleiben. Ist es die Lust an der „Apokalypse“? Ist es eine tiefersitzende kognitive Dissonanz – glauben sie also nicht, was ihnen in den Medien erzählt wird und wollen sich selbst davon überzeugen, dass es schneit? Oder sind sie – trotz ihres Alters – nicht in der Lage, für einen oder zwei Tage vorzusorgen und mit ihrem Hintern im warmen Haus zu bleiben? Ich weiß es nicht. Offenbar ist nicht nur mit der Jugend, sondern auch mit den Rentnern kein Krieg mehr zu gewinnen und das ist ja auch eigentlich auch gut so.
Wie bereits erwähnt – eigentlich müsste man ja glücklich sein. Ein Volk, das derart hypersensibel geworden und die kleinste Abweichung vom Normalzustand als „Katastrophe“ hochjazzt, muss ja im Kern ein friedfertiges Volk sein – ist Krieg doch die größtmögliche Abweichung vom Normalzustand. Doch paradoxerweise ist das Gegenteil der Fall. Wir kriegen einen Nervenzusammenbruch, wenn es mal zehn Zentimeter Neuschnee gibt, wollen aber gleichzeitig kriegstüchtig werden. Wir haben offenbar nicht nur vergessen, was Winter ist, sondern auch, was Krieg ist. Und nun wollen wir ja auch noch Europa gegen Trump verteidigen – ausgerechnet auf Grönland. Hoffentlich schaffen wir es zumindest unfallfrei aus der Tiefgarage.
Titelbild: cc-images/shutterstock.com![]()
Vijay Jayaraj
Europa versteht sich selbst als Vorreiter der „grünen“ Wende. Seit Jahrzehnten belehren Bürokraten in Brüssel und Politiker in Berlin die Welt über die moralische Notwendigkeit, auf Kohlenwasserstoffe zu verzichten. Sie haben ein Bild von der Europäischen Union als leuchtender Stadt entworfen, die mit Wind- und Sonnenenergie betrieben wird und eine Netto-Null-Utopie verkörpert.
Als jedoch in diesem Herbst die erste echte Kältewelle über den Kontinent hereinbrach, kollabierte diese Fassade unter dem Gewicht der physischen Realität.
Europa ist für etwa 70 % seines gesamten Energieverbrauchs von fossilen Brennstoffen abhängig. Diese Zahl ist über die Jahre hinweg unverändert geblieben, obwohl Milliarden Euro in die Solar- und Windenergieinfrastruktur investiert worden waren. Das viel gepriesene Wachstum dieser Technologien verschleiert eine grundlegende Wahrheit über Energiesysteme, die europäische Politiker in der Öffentlichkeit nicht wahrhaben wollen: Strom macht nur einen Bruchteil des gesamten Energiebedarfs aus.
Verkehr, Heizung, industrielle Prozesse und Fertigung werden nach wie vor überwiegend mit Öl, Erdgas und Kohle betrieben. Die Erfolge bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hervorzuheben und dabei das Gesamtbild der Energieversorgung zu ignorieren, ist so, als würde man sich über eine neue Haustür freuen, während der Rest des Hauses eine Ruine ist.
Ende November zeigte sich die Anfälligkeit eines wetterabhängigen Energiesystems, als die Temperaturen sanken und der Bedarf an Raumheizung stieg. Dies ist ein vorhersehbares Merkmal des Lebens in der nördlichen Hemisphäre, doch die europäische Energiepolitik scheint davon immer wieder überrascht zu sein.
Gerade als die Familien am meisten Wärme brauchten, weigerte sich der Wind zu wehen. Dies ist die „Dunkelflaute”, vor der Ingenieure seit Jahren warnen. Die Windenergieerzeugung brach um 20 % ein.
Die Betreiber des Stromnetzes, die zur Vermeidung von Stromausfällen eine Reservequelle benötigten, griffen nicht auf Batterien zurück, die für diese Aufgabe nach wie vor völlig unzureichend sind. Stattdessen nutzten sie ein Arbeitstier der heutigen Energiesysteme: Erdgas. Die Stromerzeugung aus Gas stieg um mehr als 40 %, um die Lücke zu füllen, die durch die stillgelegten Windkraftanlagen entstanden war.
In den Niederlanden lagen die Heizgradtage – ein Maß für den Wärmebedarf – um 35 % über dem Fünfjahresdurchschnitt. Daten von Mitte November zeichnen ein vernichtendes Bild vom Versagen der sogenannten erneuerbaren Energien. Zwischen dem 14. und 21. November, als die erste Kältewelle die Region erfasste, stieg der Gasbedarf in Europa um 45 % sprunghaft.
In absoluten Zahlen stieg der tägliche Gasbedarf um 0,6 Milliarden Kubikmeter pro Tag. Dies war kein allmählicher Anstieg, sondern ein durch Panik ausgelöster sprunghafter Anstieg des Heizbedarfs von Privathaushalten und Gewerbebetrieben um 75 %.
Gasspeicher waren die stillen Helden dieses Dramas, deckten diese doch in einer kritischen Woche etwa 90 % des Anstiegs des täglichen Bedarfs. Die Entnahme aus den Speichern stieg um fast 450 %.
Die Bedeutung dieser Intervention durch Erdgas kann kaum überschätzt werden. Um die 0,6 Milliarden Kubikmeter Gas in Relation zu setzen: Die Energieäquivalenz dieser Gasmenge entspricht der Tagesleistung von 220 Kernkraftwerken – eine Zahl, die fast fünfmal so hoch ist wie die gesamte Kernkraftwerksflotte Frankreichs.
Man stelle sich die Katastrophe vor, wenn Europa seine Netto-Null-Ziele erreicht und seine Gasinfrastruktur abgeschafft hätte. Es gibt kein Batteriesystem auf der Erde, weder bestehend noch in Planung, das die Leistung von 220 Kernreaktoren ersetzen könnte.
Trotz dieses rasanten Gasverbrauchs sind die Preise relativ stabil geblieben. Dies war nicht auf die Weitsicht Europas zurückzuführen. Es lag vielmehr an den „Friedensdividenden” einer möglichen Lösung des Ukraine-Konflikts und, was noch wichtiger ist, an einer Flut von Flüssigerdgas aus den Vereinigten Staaten.
Hierin liegt die größte Ironie der Geschichte: Eine gegen fossile Brennstoffe und gegen Bohrungen eingestellte Europäische Union hält ihre Bevölkerung nur dank einer fossilen Brennstoffe befürwortenden, menschenfreundlichen Regierung auf der anderen Seite des Atlantiks am Leben. Die Vereinigten Staaten haben durch die Förderung der Kohlenwasserstoffproduktion einen Überschuss geschaffen, der nun die europäischen Haushalte wärmt.
Fossile Brennstoffe sind das Lebenselixier des täglichen Lebens, insbesondere in fortgeschrittenen Gesellschaften, die nicht mit den Wunschvorstellungen von Wind- und Sonnenanbetern funktionieren können. Die Stabilität der heutigen europäischen Gesellschaft ruht auf den Schultern der amerikanischen Gasbohrer.
Die Europäische Union dient als Warnung dafür, was passiert, wenn Ideologie über Physik triumphiert. Klimavorgaben können den Wind nicht zum Wehen bringen. Der „grüne“ Kaiser hat keine Kleider – und draußen ist es kalt, Leute!
This commentary was first published by Real Clear Markets on December 16, 2025.
Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India.
Link: https://wattsupwiththat.com/2025/12/17/europes-green-emperor-is-naked-and-cold/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Europas „grüner“ Imperator ist nackt und friert erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
