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Gestern — 13. April 2026

Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp

13. April 2026 um 10:11

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Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp
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Netanyahu zieht die Fäden! | Von Rainer Rupp

Zwei US-Medienschwergewichte mobilisieren gegen Kriegstreiber Netanjahu und Trump

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Erstaunlicherweise hat ausgerechnet die sonst so Israel-freundliche New York Times (NYT) Ende letzter Woche in einem ausführlichen Artikel dokumentiert, wie der rechtsradikale israelische Ministerpräsident Netanyahu Trump vor seinen Karren gespannt und in den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran getrieben hat. 

Netanjahu habe ein sofortiges, notfalls unilaterales israelisches Handeln gegen Iran als unausweichlich dargestellt. Trump und ein großer Teil seiner Administration seien ideologisch verblendet und hätten die ernst zu nehmenden Warnungen von militärischen Stimmen, aber auch die von JD Vance und Außenminister Marco Rubio einfach ignoriert.

Dieser landesweit vielbeachtete Artikel der NYT unter dem Titel „How Trump Took the U.S. to War With Iran“ („Wie Trump die USA in den Krieg gegen Iran geführt hat“), macht vor allem Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Geheimdienstchef dafür verantwortlich, Trump in den Krieg hineinmanipuliert zu haben. Über Monate hinweg habe der israelische Kriegstreiber intensiv für einen gemeinsamen Großangriff auf Iran geworben. Ein entscheidendes Treffen am 11. Februar 2026 im Weißen Haus – inklusive einer hochgeheimen Präsentation im Lage-Zentrum – habe Trump schließlich von einer zögerlichen Haltung zur Beteiligung an den groß angelegten Militärschlägen an der Seite Israels bewegt. Dagegen vermuten bösen Stimmen im Internet, dass der eigentliche Grund für Trumps Einknicken darin lag, dass Netanjahu ihm einige alte Mossad-Fotos von Trump bei einer Epstein „Pizza-Party“ gezeigt hat.

Aber machen wir weiter im Narrativ der NYT.: In den Monaten vor dem 11. Februar habe Netanjahu die US-Regierung wiederholt zu militärischem Handeln gedrängt und dies mit der Notwendigkeit begründet, Irans Atomprogramm, dessen Raketenarsenale und regionalen Einfluss einzudämmen. Israelische Vertreter signalisierten zudem, notfalls allein zu handeln – was in Washington den Eindruck von Dringlichkeit und Unvermeidbarkeit verstärkt habe. Bei dem fast dreistündigen Treffen am 11. Februar wurden dann konkrete Angriffspläne, Zeitfenster erörtert, ebenso wie die Risiken, dass ein Erfolg der laufenden diplomatischen Gespräche den zionistischen Kriegstreibern einen Strich durch ihre Pläne machen könnte, was Netanjahu auf jeden Fall verhindern wollte.

Interessant ist, wie ex-CIA-Analyst Larry Johnson die Veröffentlichung der New York Times politisch einordnet. Sie sei als klassischer Versuch Washingtons zu sehen, die Verantwortung für eine aus dem Ruder gelaufene US-Politik abzuwälzen. Vizepräsident JD Vance und – in geringerem Maße – Marco Rubio erscheinen dabei als Stimmen der Vernunft, während General Dan Caine, der ranghöchste US-Offizier als zu schwach gelte, um Trump entgegenzutreten. Die Hauptverantwortung für das US-Desaster im Iran sieht Johnson jedoch bei Kriegsminister Pete Hegseth. 

Johnson prognostiziert, dass die USA in Kürze ihre Angriffe wieder aufnehmen werden – mit der Folge iranischer Gegenschläge gegen Israel und gegen US-Basen in der Region, sowie die Zerstörung weiterer arabisch-amerikanischer Industrieanlagen und Infrastruktur. Und am Ende werde Trump gezwungen sein, seine Niederlage einzugestehen: Die USA könnten Iran nicht besiegen – so Johnson - und die wirtschaftlichen sowie politischen Kosten würden die Republikaner schwer belasten, vor allem mit Blick auf die Kongresswahlen im Herbst.

Den innenpolitischen Folgen von Trumps Iran-Desaster widmet sich die bekannte Washington Post in einer detaillierten Berichterstattung vom 8. April. Im Zentrum des Artikels unter dem Titel: „Trump‘s Iran brinkmanship reaches truce, escalates backlash at home“ („Trumps riskante Iran-Politik führt zum Waffenstillstand und im eigenen Land zu heftiger Kritik) steht im Sturm der öffentlichen Kritik an Trumps Politik, die als verantwortungslos und unhaltbar bewertet wird. Seine auf Eskalation angelegte Strategie, seine Drohung, die Gegner nicht nur vollständig zu vernichten, sondern auch deren ganze „Zivilisation“, stelle einen neuen Höhepunkt der Barbarei dar, die innerhalb der USA „parteiübergreifende Empörung“ ausgelöst habe. Während Trump-Unterstützer die zweiwöchige Waffenruhe und die teilweise Wiederöffnung der Straße von Hormus als Erfolg feierten, zeichnet das Washingtoner Blatt das Bild eines moralischen und strategischen Scheiterns.

Die Trump-Administration habe sich mit ihrem rücksichtslosen Einstieg in den Krieg gegen den Iran einen der verheerendsten außenpolitischen Fehlschläge der modernen US-Geschichte geleistet, verführt durch das unerbittliche Lobbying Benjamin Netanyahus. Mit seiner Beteiligung am israelischen Angriffskrieg am 28. habe Trump seine Wahlversprechen von Frieden gebrochen. Statt „bedingungsloser Kapitulation“ oder der Neutralisierung des iranischen Atomprogramms habe die Operation „Epische Wut“ Teheran die Kontrolle über die Straße von Hormus gesichert, das Regime in Iran innenpolitisch und außenpolitisch gestärkt und eine globale Energiekrise ausgelöst. Die Akzeptanz – und die anschließende hektische Leugnung – des umfassenden 10-Punkte-Waffenstillstand-Plans des Irans lege zudem eine atemberaubende Inkompetenz und Verlogenheit offen.

In den USA habe Trumps niederträchtige Rhetorik die Glaubwürdigkeit und moralische Autorität des Präsidenten zerstört. Sein Oster-Ultimatum – „eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben“ – ging selbst für Hardliner zu weit. Senatorin Lisa Murkowski verurteilte es als „Affront gegen die Ideale, die unsere Nation fast 250 Jahre lang hochgehalten hat“. Die bekannte ex-Kongress-Abgeordnete Marjorie Taylor Greene benannte sein Handeln als „böse und wahnsinnig“

Der wohl bekannteste und beliebteste konservative US-online-Moderator und ehemalige Trump-Unterstützer Tucker Carlson, warf Trump vor, mit einem „gotteslästerlichen Social-Media-Beitrag“ sogar Ostern entweiht zu haben und, „moralische Verbrechen“ zu begehen. Auch Papst Leo XIV. äußerte sich deutlich gegen Trumps Ansinnen, die iranische Zivilisation zu vernichten und erklärte: „Das ist völlig inakzeptabel.“ Der Princeton-Professor Robert George forderte Militärangehörige auf, rechtswidrige Befehle zu Angriffen auf Zivilisten zu verweigern.

All das seien keine marginalen Meinungen, so die Washington Post, sondern sie spiegelten die Empörung einer Nation wider, die vor einem Präsidenten zurückschreckt, der nukleares Säbelrasseln und zivile Ziele als Verhandlungstaktik betrachte.

Eine weitere scharfe Kritik gegen Trump aus seinem eigenen Lager kam von seinem früheren Chef der „Anti-Terror-Behörde“, Joe Kent, der kürzlich aus Protest gegen Trumps Kriegspolitik zurückgetretenen war. Er erklärte:

„Es gibt derzeit keine militärische Lösung für diesen Konflikt. Jeder militärische Schritt hat das Regime in Iran nur gestärkt.“ 

Zum Abschluss verweist die Washington Post auf die bereits gefallenen und verwundeten US-Soldaten und die Tausenden von iranischen Zivilisten, die bereits getötet wurden. Zugleich habe der Krieg die Vorräte wichtiger US-Luftabwehrwaffen erschöpft, die Energiepreise auf Rekordhöhe getrieben, Verbündete entfremdet und Trumps Zustimmungswerte im eigenen Land einbrechen lassen. Die wechselnden Forderungen Trumps, von bedingungsloser Kapitulation des Iran bis hin zu vagen diplomatischen Lösungen beschreibt die Washington Post als Ausdruck eines gescheiterten, selbstverschuldeten Desasters. 

Fazit: 

Dieses Desaster ist kein bloßer Fehltritt, sondern das vorhersehbare Ergebnis einer US-Regierung, die von ausländischen Interessen gekapert ist, einer US-Regierung, die der Diplomatie verächtlich gegenübersteht und süchtig nach theatralischer Eskalation ist. Klar ist auch, dass man mittlerweile auch in den USA zu verstehen beginnt, dass Trump von Israel an der Nase geführt wurde. Er hat amerikanische Interessen verraten und statt „America First“ Israels Interessen Priorität gegeben, auf Kosten der USA.

Nun hat Trump seinen eigenen Krieg am Hals, den er jedoch nicht gewinnen kann. Zugleich wächst der politische Aufstand in den eigenen Reihen, den er nicht mehr eindämmen kann. Die Kosten – Menschenleben, Vermögenswerte und weltweites Ansehen – werden die Amerikaner noch lange nach dem Ende dieses rücksichtslosen Kapitels der US-Geschichte tragen müssen. 

+++

Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

+++

Bild: WASHINGTON D.C., USA - 29. SEPTEMBER 2025: US-Präsident Donald Trump begrüßt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu bei seiner Ankunft im Weißen Haus.

Bildquelle: noamgalai / Shutterstock.com

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USA entziehen Iranern Greencard - Rubio: Amerika keine Heimat für antiamerikanische Terroristen

13. April 2026 um 06:31

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Marco Rubio ließ Iraner mit Verbindung zu den Islamischen Revolutionsgarden verhaften. „Ihrer Familie hätte es niemals gestattet werden dürfen, von dem außerordentlichen Privileg zu profitieren, in unserem Land zu leben“, so der US-Außenminister.
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Iranian Nationals Connected to Brutal Regime No Longer Welcome in the U.S.

12. April 2026 um 18:08

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The good life in the United States is over for seven Iranian nationals linked to the brutal regime in Tehran after they were targeted for removal this month by a State Department and Homeland Security crackdown.

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Trumps imaginäre Waffenruhe | Von Rainer Rupp

10. April 2026 um 10:09

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Trumps imaginäre Waffenruhe | Von Rainer Rupp
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Trumps imaginäre Waffenruhe | Von Rainer Rupp

Eine typisch trump’sche Mischung aus brachialer Inkompetenz, theatralischer Siegesrhetorik und pragmatischer Rückwärtsbewegung

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran basiert auf dem 10-Punkte-Plan des Iran und wurde von Trump persönlich als Verhandlungsgrundlage anerkannt. Aber bereits wenige Stunden nach ihrer triumphalen Ankündigung durch Trump in Siegerpose ist sie faktisch bereits wieder zusammengebrochen, auch wenn dies offiziell noch von keiner Seite bestätigt ist. Denn in den wenigen Stunden, die dazwischen lagen war Trump unter dem hysterischen Druck seiner zionistischen Berater in Israel und anderer Washingtoner Kriegstreiber eingeknickt. In einem Akt fast kindlicher Verzweiflung begann er einfach die Realität zu leugnen. Er behauptete plötzlich, dass er nicht dem iranischen Plan zugestimmt habe, sondern einem ganz anderen, einem geheimnisvollen, streng geheimen 10-Punkteplan mit Forderungen der USA. 

Allerdings hat der pakistanische Ministerpräsident, der das Abkommen zwischen Iran und den USA vermittelt hat, vor internationalen Medien quasi als Augenzeuge bestätigt, dass die US-amerikanische Seite sehr wohl den original iranischen 10-Punkte Plan als Verhandlungsbasis akzeptiert hatte. Dieser Iranische Plan hat sich seit Beginn des US-Angriffskrieges nicht geändert und er muss daher auch der US-amerikanischen Seite von Text und Bedeutung bekannt gewesen sein.

In einer Analyse vom 9. April 2026 verweist der ehemalige Top-Analyst der CIA, Larry C. Johnson, darauf, dass in Washington und im Umfeld der Trump-Regierung eine Mischung aus Realitätsverweigerung und Zweckoptimismus herrsche. Die proklamierten militärischen US-Erfolge entbehrten jeder strategischen Grundlage. Stattdessen habe Iran die effektive Kontrolle über die Straße von Hormus übernommen und halte damit die Weltwirtschaft und die damit verbundenen US-Interessen in einem Würgegriff. Auch unterstreicht er, dass sowohl Teheran als auch der Vermittler Pakistan betonen, die US-Regierung habe einem iranischen Zehn-Punkte-Plan als Grundlage für Verhandlungen zugestimmt. Hier folgen die von Johnson bereitgestellten 10 Punkte des iranischen Plans: 

  • 1. US-Verpflichtung zur Nicht-Aggression – eine formelle Garantie, dass die Vereinigten Staaten (und Israel) keine weiteren Angriffe auf Iran, Libanon, Jemen und Irak starten werden.
  • 2. Fortgesetzte iranische Kontrolle über die Straße von Hormus – Iran behält die Souveränität und die primäre Koordination des Schiffsverkehrs durch die Meerenge mit einem „regulierten“ oder „sicheren Transitprotokoll“.  
  • 3. Anerkennung des iranischen Anreicherungsrechts – ausdrückliche US- und internationale Anerkennung des Rechts Irans, Uran für sein ziviles Atomprogramm anzureichern.  
  • 4. Aufhebung aller primären US-Sanktionen gegen Iran – Beseitigung der direkten bilateralen Wirtschaftssanktionen der USA.
  • 5. Aufhebung aller sekundären Sanktionen – Abschaffung der Sanktionen gegen Drittländer und Unternehmen, die mit Iran Geschäfte machen.
  • 6. Aufhebung aller Resolutionen des UN-Sicherheitsrats gegen Iran – Streichung bestehender UNSC-Sanktionen und Resolutionen.
  • 7. Aufhebung aller Resolutionen des IAEA-Gouverneursrats gegen Iran – Beendigung der Resolutionen und Überwachungsmaßnahmen der Internationalen Atomenergiebehörde.
  • 8. Zahlung von Entschädigungen bzw. Kriegsreparationen an Iran – finanzielle Entschädigung oder Wiederaufbauhilfe für Schäden durch die US-israelische Militärkampagne.  
  • 9. Freigabe aller eingefrorenen iranischen Vermögenswerte – Entsperrung iranischer Gelder und Vermögen im Ausland (einschließlich US- oder europäischer Banken).  
  • 10. US-militärischer Abzug aus dem Nahen Osten (und Ende der Angriffe auf Irans Verbündete) – Abzug der US-Kampftruppen aus regionalen Stützpunkten sowie ein Waffenstillstand, der sich auf Irans „Achse des Widerstands“ erstreckt (einschließlich Einstellung israelischer Operationen im Libanon gegen Hisbollah und Beendigung der Feindseligkeiten an anderen regionalen Fronten).

Genau diesen Plan hat Trump auf seinem persönlichen Social-Media-Kanal „TruthSocial“ am 7. April 2026 gegen 18:32 Uhr ET (Ortszeit USA) als Grundlage für die angekündigte zweiwöchige Waffenruhe mit Iran anerkannt. Hier folgt die Übersetzung der respektiven Text-Passage:

Deutsche Übersetzung (natürlich und präzise):

„Auf der Grundlage von Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir aus Pakistan, in denen sie mich baten, die heute Nacht gegen Iran gerichtete zerstörerische Gewalt zurückzuhalten, und unter der Bedingung, dass die Islamische Republik Iran der vollständigen, sofortigen und sicheren Öffnung der Straße von Hormus zustimmt, erkläre ich mich bereit, die Bombardierung und den Angriff auf Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen."
„Dies wird ein zweiseitiger Waffenstillstand sein! Der Grund dafür ist, dass wir bereits alle militärischen Ziele erreicht und übertroffen haben und uns in fortgeschrittenen Verhandlungen über ein definitives Abkommen bezüglich eines langfristigen Friedens mit Iran und Friedens im Nahen Osten befinden."
„Wir haben von Iran einen 10-Punkte-Vorschlag erhalten und sind der Ansicht, dass er eine brauchbare Grundlage für Verhandlungen darstellt. Fast alle strittigen Punkte der Vergangenheit wurden zwischen den Vereinigten Staaten und Iran bereits einvernehmlich geregelt, doch die zweiwöchige Frist wird es ermöglichen, das Abkommen endgültig auszuhandeln und abzuschließen."
"Im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika, als Präsident, und auch im Namen der Länder des Nahen Ostens ist es mir eine Ehre, dass dieses langjährige Problem einer Lösung nahekommt. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit! Präsident Donald J. Tump“ 

Die erste Reaktion unter Trumps zionistischen Unterstützern und der Netanjahu-Regierung war eine Mischung aus Schock und Wut. Der Widerstand begann sofort am Dienstagabend, und bis Mittwochmorgen behauptete die Trump-Administration, sie habe einem anderen – noch undefinierten – Papier mit 10 Punkten zugestimmt. Die zionistischen Verbrecher in Israel taten flugs das Ihre, um weitere Verhandlungen zwischen USA und Iran im Keim zu ersticken und unternahmen einen brutalen, mörderischen Angriff mit über 100 Raketen auf zivile Ziele in Zentral- und im Süd Libanon.

Dieses Muster israelischer Manipulation und amerikanischer Kapitulation bestätigt, was erstaunlicherweise ausgerechnet die New York Times jüngst dokumentierte:

Netanyahu trieb den Krieg voran und stellte unilaterales Handeln als unausweichlich dar, falls Washington nicht mitmache.

Die Administration, ideologisch verblendet, ignorierte Warnungen von militärischen Stimmen, aber auch von JD Vance und Außenminister Marco Rubio.

Der vielbeachtete Artikel der New York Times unter dem Titel „How Trump Took the U.S. to War With Iran“, macht vor allem Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Geheimdienstchef dafür verantwortlich, Trump in den Krieg hineinmanipuliert zu haben. Die außerhalb der Mainstream Medien viel diskutierte Variante, ob Trump womöglich von Netanjahu mit kompromittierenden Fotos erpresst wird, die der verurteilte Kinderschänder und Mossad-Agent Epstein heimlich von seinem Freund Trump gemacht hat, wird auch von der NYT nicht erwähnt?

Wie auch immer, in dem NYT-Artikel wird Netanjahu als treibende Kraft hinter dem US-Angriffskrieg gegen Iran dargestellt. Über Monate hinweg habe er intensiv für einen gemeinsamen Großangriff auf Iran geworben. Ein entscheidendes Treffen am 11. Februar 2026 im Weißen Haus – inklusive einer hochgeheimen Präsentation im Lage-Zentrum – habe Trump schließlich von einer zögerlichen Haltung zu groß angelegten Militärschlägen an der Seite Israels bewegt; womöglich nachdem Netanjahu ihm einige alte Pizza-Party-Fotos gezeigt hat?

Aber machen wir weiter im Narrativ der NYT: In den Monaten vor dem 11. Februar hatte Netanjahu die US-Regierung wiederholt zu militärischem Handeln gedrängt und dies mit der Notwendigkeit begründet, Irans Atomprogramm, dessen Raketenarsenale und regionalen Einfluss einzudämmen. Israelische Vertreter signalisierten zudem, notfalls allein zu handeln – was in Washington den Eindruck von Dringlichkeit und Unvermeidbarkeit verstärkt habe. Bei dem fast dreistündigen Treffen am 11. Februar wurden dann konkrete Angriffspläne, Zeitfenster erörtert, ebenso wie die Risiken, dass ein Erfolg der laufenden diplomatischen Gespräche den Kriegsplanern einen Strich durch die Rechnung machen könnten, was Netanjahu auf jeden Fall verhindern wollte.

Interessant ist, wie ex-CIA-Analyst Larry Johnson die Veröffentlichung der New York Times politisch einordnet. Sie sei als klassischer Versuch Washingtons zu sehen, die Verantwortung für eine aus dem Ruder gelaufene Politik abzuwälzen. Vizepräsident JD Vance und – in geringerem Maße – Marco Rubio erscheinen dabei als Stimmen der Vernunft, während General Dan Caine, der ranghöchste US-Offizier als zu schwach gelte, um Trump entgegenzutreten. Die Hauptverantwortung für das US-Desaster im Iran sieht Johnson jedoch bei Kriegsminister Pete Hegseth. 

Johnson prognostiziert, dass die USA in Kürze ihre Angriffe wieder aufnehmen werden – mit der Folge iranischer Gegenschläge gegen Israel und gegen US-Basen in der Region, sowie arabisch-amerikanische Industrieanlagen und Infrastruktur. Und am Ende werde Trump gezwungen sein, seine Niederlage einzugestehen: Die USA könnten Iran nicht besiegen, und die wirtschaftlichen sowie politischen Kosten würden die Republikaner schwer belasten, vor allem auch mit Blick auf die Kongresswahlen im Herbst.

Die innenpolitischen Folgen beschreibt die Washington Post in ihrer Berichterstattung vom 8. April detailliert. Im Zentrum steht ein Sturm der Kritik an Trumps Politik, die als verantwortungslos und unhaltbar bewertet wird. Seine auf Eskalation angelegte Strategie, die Drohung, nicht nur Gegner vollständig zu vernichten, sondern deren ganze „Zivilisation“, stellten einen neuen Höhepunkt dar. Laut der Post löste diese aufgeladene Rhetorik, kombiniert mit früheren Drohungen gegen zivile Infrastruktur, innerhalb der USA „parteiübergreifende Empörung“ aus. Während Unterstützer die zweiwöchige Waffenruhe und die teilweise Wiederöffnung der Straße von Hormus als Erfolg Trumps feierten, zeichnet die Zeitung das Bild eines moralischen und strategischen Scheiterns.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: PARIS, FRANKREICH – 13. JULI 2017: Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, im Élysée-Palast zu einem ausführlichen Interview mit dem französischen Präsidenten.

Bildquelle: Frederic Legrand - COMEO / Shutterstock.com

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Krieg im Iran USA wollen unkooperative Nato-Partner mit Truppenabzug bestrafen

09. April 2026 um 06:15

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Nato-Generalsekretär Mark Rutte (l.) mit US-Außenminister Marco Rubio am 8. April 2026 im Außenministerium in Washington. Foto: picture alliance / newscom | NATO

Die US-Regierung prüft, Truppen aus unkooperativen Nato-Staaten abzuziehen und in loyalere Länder zu verlegen. Hintergrund ist der Streit über die Unterstützung im Iran-Krieg.

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Top Trump aides told him PM’s prewar regime change forecast was ‘farcical’ — report

08. April 2026 um 05:41

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NYT reveals PM's high stakes Situation Room pitch to Trump included series of predictions — such as Tehran being too weak to close Hormuz or attack neighbors — that haven't panned out

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Hollisters Geopolitik-Radar vom 30. März – 5. April 2026

05. April 2026 um 07:28

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Hollisters Geopolitik-Radar vom 30. März – 5. April 2026

Zwei abgeschossene US-Kampfjets binnen 24 Stunden, ein zerstörtes AWACS im Wert von 700 Millionen Dollar und ein Iran, der gezielt die Architektur moderner Kriegsführung angreift: Dieser Krieg wird nicht mehr an der Front entschieden, sondern im Nervensystem militärischer Macht. Während Washington von „totaler Luftüberlegenheit“ spricht, zerfallen parallel Bündnisstrukturen, Europa blockiert Operationen und Teheran etabliert ein eigenes Kontrollregime in der Straße von Hormuz. Was sich hier entfaltet, ist kein klassischer Krieg - es ist die systematische Demontage westlicher Dominanz.

Der Geopolitik-Radar vom 30. März – 5. April 2026

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

F-15E, A-10, WSO - Zwei Abschüsse, eine Bergung (03.- 05. April 2026)

Am 03. April schoss Iran eine US-amerikanische F-15E Strike Eagle über der Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad ab. Der Pilot wurde gerettet, der Waffensystemoffizier (WSO) zunächst vermisst - Iran setzte ein Kopfgeld von 60.000 Dollar auf ihn aus. Während der Bergungsmission wurde ein A-10 Thunderbolt II in der Nähe der Straße von Hormuz abgeschossen, der Pilot gerettet. Am 05. April wurde der vermisste WSO nach schweren Kämpfen von US-Kräften geborgen. Zwei US-Kampfjets in 24 Stunden - zu einem Zeitpunkt, an dem das US-Militär "totale Luftüberlegenheit" behauptet hatte.

AWACS zerstört - 700 Millionen Dollar strategischer Verlust (27. März 2026)

Iran hat ein E-3 Sentry AWACS-Aufklärungsflugzeug der US Air Force auf dem Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien zerstört. Satellitenbild-Auswertungen von CNN/Airbus bestätigen das ausgebrannte Wrack auf dem Rollfeld. Wert: rund 700 Millionen Dollar. Ein E-3 Sentry überwacht bis zu 300.000 Quadratkilometer Luftraum gleichzeitig und koordiniert Kampfverbände in Echtzeit. Iran hat nicht ein Flugzeug abgeschossen - Iran hat das Nervensystem der US-Luftkriegsführung getroffen.

Trump-Ansprache an die Nation - "Nearing Completion" ohne Exit-Plan (01. April 2026)

In seiner ersten Ansprache zur Nation seit Kriegsbeginn erklärte Trump, der Krieg sei "nearing completion" und werde in weiteren zwei bis drei Wochen enden. Konkrete Angaben zu einer Exit-Strategie: keine. Stattdessen drohte er, Iran "back to the stone ages" zu bomben und kündigte an, die USA würden "extremely hard" für weitere zwei bis drei Wochen zuschlagen. Ölpreis: +8% auf 109 Dollar pro Barrel allein nach dieser Rede. Märkte und Verbündete suchen weiter vergeblich nach einer klaren Linie.

Trump: "Take it" - Faustrecht als Außenpolitik (01. April 2026)

An alle Verbündeten, die wegen der Hormuz-Blockade unter Treibstoffmangel leiden und sich nicht am Krieg beteiligt haben, schrieb Trump auf Truth Social: "Build up some delayed courage, go to the Strait, and just TAKE IT. The United States won't be there to help you anymore, just like you weren't there for the US." Und: "Buy from the US. We have plenty." Die NATO-Logik kehrt sich damit offen um: Wer nicht kämpft, bekommt kein Öl. Am 05. April folgte ein 48-Stunden-Ultimatum an Iran: Deal oder Hormuz öffnen - sonst droht Trump mit "all Hell will reign down on them."

Erdogan droht Kriegseintritt auf Irans Seite (29. März 2026)

Der zweitgrößte NATO-Militär hat sich direkt gegen Israel und die USA gestellt. Hintergrund: Der Mossad hatte versucht, die kurdische PKK-Schwesterorganisation PJAK als Proxy-Bodentruppen gegen Iran zu aktivieren. Erdogan stellte Trump persönlich am Telefon: Sollten kurdische Milizen gegen Iran eingesetzt werden, marschiert die Türkei auf Irans Seite ein. Der PKK/PJAK-Plan wurde daraufhin offenbar fallen gelassen. Die Drohung steht. Gleichzeitig: Vier iranische Raketen schlugen in der Türkei ein - Ankara glaubt dem Narrativ, dass es Iran war, nicht.

UAE unter Dauerbeschuss - 23 Raketen, 56 Drohnen an einem Tag (04. April 2026)

Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am 04. April die Abwehr von 23 Raketen und 56 Drohnen innerhalb von 24 Stunden - der schwerste Einzeltag seit Kriegsbeginn. Über Nacht traf eine iranische Drohne das Oracle-Bürogebäude in Dubai. Iran begründete den Angriff mit dem versuchten Mordanschlag auf Ex-Außenminister Kamal Kharazi, der schwer verletzt wurde, seine Frau getötet. Die IRGC setzte 18 US-Tech-Konzerne auf ihre Zielliste für weitere Anschläge - darunter Palantir, Meta, Google und Microsoft.

Ben Gvir feiert Todesstrafe für Palästinenser mit Champagner (30. März 2026)

Die Knesset hat die Todesstrafe für Palästinenser eingeführt, die wegen Terror verurteilt werden - vollstreckt durch Erhängen, ohne Begnadigungsmöglichkeit. Nationaler Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir beging die Abstimmung unmittelbar danach mit Champagner vor dem Parlamentsgebäude. Sein Kommentar: "Soon we will count them one by one." Videoaufnahmen kursieren auf mehreren Plattformen. Spanien, die EU und der Golfkooperationsrat verurteilten die Entscheidung. In westlichen Leitmedien blieb das Thema weitgehend unbeachtet.

China warnt Israel vor Nukleareinsatz - Peking meldet sich klar (01. April 2026)

Victor Zhikai Gao - Vizepräsident des Center for China and Globalization, ehemaliger Dolmetscher Deng Xiaopings und informelles außenpolitisches Sprachrohr Pekings - sagte direkt: "If Israel uses a nuclear warhead against any other country, including Iran, it will be the demise of Israel as a country." Gleichzeitig forderte Pekings Außenministerium den sofortigen Abzug Israels aus dem Libanon: "Lebanon must not become another Gaza." Wenn Lavrov die diplomatische Sprache ist, ist Gao Chinas Medwedew.

Russland erklärt Luhansk vollständig eingenommen (01. April 2026)

Russlands Verteidigungsministerium erklärte am 01. April die vollständige Kontrolle über die Oblast Luhansk - inklusive der letzten 0,2% ukrainisch gehaltenen Territoriums. Kreml-Sprecher Peskov forderte den ukrainischen Rückzug aus dem Donbas. Selenskyj schlug zu Ostern einen Waffenstillstand vor - Russland antwortete mit 339 Shaheds in einer Nacht. Die Verhandlungen mit Witkoff und Kushner stagnieren, überlagert vom Iran-Krieg. Ukraine traf derweil fünfmal in zehn Tagen den russischen Ölexporthafen Ust-Luga - nach Reuters-Berechnungen liegen mindestens 40% der russischen Ölexportkapazität lahm.

Liberation Day - ein Jahr Zölle, kein Produktionsboom (02. April 2026)

Vor einem Jahr erklärte Trump den 02. April zum "Liberation Day" und verhängte die höchsten US-Zölle seit 1909. Bilanz nach zwölf Monaten: 89.000 Fertigungsarbeitsplätze weniger als bei Einführung der Zölle, Handelsdefizit gestiegen, Teile der Zölle vom Supreme Court gekippt, rund 166 Milliarden Dollar müssen erstattet werden. Gleichzeitig treibt der Iran-Krieg den Ölpreis auf über 109 Dollar - was jeden Inflationsgewinn durch Zölle konterkariert. Ökonomen warnen vor dem Einsetzen des vollen Preisdrucks zwischen April und Oktober 2026.

Rotem Chemicals getroffen - Weißphosphor-Lieferant der US-Armee (25. März 2026)

Iran traf die Rotem Chemicals-Anlage (ICL Rotem) im israelischen Negev. Geolocalisierte Videoanalysen von Al-Araby TV bestätigen den Treffer. ICL Rotem ist laut US-Beschaffungsdaten der einzige Lieferant von Weißphosphor für die US-Armee - eingesetzt in 155mm-Artilleriegranaten. Derselbe Stoff wurde von der israelischen Armee zuletzt im März 2026 im Südlibanon eingesetzt, was Human Rights Watch dokumentierte. Iran hat damit nicht eine Fabrik getroffen - Iran hat die Versorgungskette eines umstrittenen Kampfmittels unterbrochen.

Hormuz-Mautsystem formal beschlossen (31. März 2026)

Das iranische Parlament hat das Mautsystem für die Straße von Hormuz formal beschlossen. Die IRGC kassiert bereits - in chinesischen Yuan. Tanker werden durch einen engen Korridor in iranischen Hoheitsgewässern zwischen Qeshm und Larak gelotst, direkt vor dem Marinestützpunkt Bandar Abbas. Preis pro Tanker: bis zu 2 Millionen Dollar. Lloyd's List bestätigt mindestens 25 Schiffe auf dieser Route. Vor Kriegsbeginn passierten täglich 110 Schiffe die Straße. Heute: weniger als 10.

Großes UK-Treffen: 40 Länder für Hormuz-Öffnung - USA nicht dabei (02.–03. April 2026)

Das Vereinigte Königreich leitete virtuelle Gespräche mit rund 40 Ländern über die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz. Die USA nahmen nicht teil. Frankreichs Präsident Macron nannte den von Trump vorgeschlagenen Einsatz militärischer Gewalt zur Hormuz-Öffnung "unrealistisch". Der GCC-Generalsekretär forderte den UN-Sicherheitsrat auf, "alle notwendigen Maßnahmen" zum Schutz der Meerenge zu autorisieren. Spanien, Frankreich und Italien haben US-Militäroperationen eingeschränkt: Luftraumschließungen, verweigerter Basenzugang, limitierte Logistik.

Im Fokus

1. Iran greift die Architektur an - nicht die Ziele

In Woche sechs des Krieges hat sich ein Muster herausgeschält, das in der westlichen Berichterstattung kaum Raum bekommt: Iran zielt nicht mehr primär auf Städte, Truppenlager oder symbolische Ziele. Iran zielt auf die Infrastruktur der Kriegsführung selbst.

Der Abschuss der F-15E am 03. April - bestätigt durch US-Militär und Satellitendaten - wäre allein schon eine Meldung. Zusammen mit dem ebenfalls am selben Tag abgeschossenen A-10 Thunderbolt II ergibt sich ein anderes Bild: Zwei US-Kampfjets in 24 Stunden, zu einem Zeitpunkt, an dem die USA "totale Luftüberlegenheit" beanspruchen. Der vermisste WSO wurde am 05. April nach schweren Kämpfen geborgen - ein Bergungseinsatz, der selbst zu einem Gefecht wurde.

Den analytisch wichtigsten Treffer gab es jedoch bereits am 27. März: Ein E-3 Sentry AWACS wurde auf dem Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien zerstört. Satellitendarstellungen, ausgewertet von CNN und Airbus, zeigen das ausgebrannte Wrack. Das AWACS-System überwacht bis zu 300.000 Quadratkilometer Luftraum simultan, koordiniert Kampfverbände und ist das Führungs- und Aufklärungszentrum moderner US-Luftkriegsführung. Kein taktischer Schaden. Ein strategischer Treffer auf die Kommandoarchitektur.

Dazu kommt Rotem Chemicals: Iran traf die ICL Rotem-Anlage im Negev, wie geolocalisierte Videoanalyse belegt. Rotem ist - laut US-Beschaffungsdaten - der einzige Lieferant von Weißphosphor für die US-Armee. Bereits zuvor hatte Iran die Elta-Radarfabrik getroffen, die Israels Aufklärungssysteme beliefert.

Das Muster: Radar. Aufklärung. Kommando. Munitionsproduktion. Iran hat in fünf Wochen mit einem Bruchteil seiner ursprünglichen Raketenkapazität - laut US-Angaben 86% weniger Raketenstarts als zu Kriegsbeginn - die Architektur der US-amerikanisch-israelischen Kriegsführung systematisch bearbeitet. Das ist kein Erschöpfungskrieg. Das ist Präzision.

Welche Konsequenzen dieser Ansatz für die verbleibenden Wochen des Krieges hat - und was er über Irans tatsächliche Restkapazitäten aussagt - analysiere ich in meinem aktuellen Iran-Update:

Update: USA und Israel greifen Iran an - 05. April 2026
Update: USA und Israel greifen Iran an - 01. April 2026

Fragen:

  • Wenn Iran mit 10% seiner ursprünglichen Schlagkraft AWACS-Flugzeuge und Munitionsfabriken trifft - was könnte es mit den verbleibenden 90% tun?
  • Warum wird der Abschuss zweier US-Kampfjets in 24 Stunden nicht als Widerlegung der behaupteten Luftüberlegenheit diskutiert?
  • Welches Signal sendet die Bergungsoperation, die selbst zum Gefecht wurde, über die tatsächliche Kontrolle des Luftraums über Iran?

2. Erdogan, PKK und die NATO-interne Konfrontation

Am 29. März 2026 hat Erdogan eine rote Linie gezogen. Nicht diplomatisch verklausuliert. Direkt. Sollten kurdische Milizen - konkret die PJAK, Schwesterorganisation der PKK - als US-gesteuerte Proxy-Bodentruppen gegen Iran eingesetzt werden, marschiert die Türkei auf Irans Seite ein. Trump wurde persönlich am Telefon konfrontiert. Der PKK/PJAK-Plan wurde daraufhin offenbar fallen gelassen.

Das ist ohne Präzedenz im laufenden Krieg. Der zweitgrößte Militär der NATO stellt sich offen gegen eine US-Militäroperation - und zieht damit eine Grenze, die Washington nicht ignorieren kann.

Der Hintergrund ist vielschichtig: Ankara befindet sich im empfindlichsten Moment eines Jahrzehnte alten Friedensprozesses mit der PKK. PKK-Gründer Öcalan hat seine Organisation zur Auflösung aufgerufen - ein historischer Moment. Ein von Washington gesteuerter PJAK-Aufstand im Iran würde diesen Prozess mit einem Schlag zunichte machen, Iran-nahe Kurdenmilizen entlang der türkischen Grenze stärken und Ankara in eine unmögliche Lage bringen. Das ist für Erdogan eine existenzielle rote Linie.

Gleichzeitig häufen sich Raketeneinschläge in türkischem Gebiet - vier bestätigte Treffer seit Kriegsbeginn. Ankara hat öffentlich Zweifel am offiziellen Narrativ geäußert, dass Iran dafür verantwortlich sei. Die Türkei beobachtet. Sie positioniert sich. Und sie hat klargemacht, dass sie sich die Option eines eigenständigen Kurses offenhält.

Was das für die NATO-Architektur bedeutet und wer die Türkei wirklich ist - strategisch, militärisch, geopolitisch - habe ich im März analysiert, als eine abgefangene Rakete über türkischem Territorium noch als Randnotiz behandelt wurde:

Türkei 2026 - Die Macht, die niemand benennen will

Fragen:

  • Welche NATO ist noch handlungsfähig, wenn ihr zweitgrößter Militär mit Kriegseintritt auf der Gegenseite droht?
  • Warum hat Washington den PKK/PJAK-Plan fallen gelassen - und was sagt das über die tatsächliche Entscheidungsfreiheit der USA in dieser Region?
  • Ist Erdogans Drohung Verhandlungsmasse - oder eine echte strategische Linie?

3. 1,5 Billionen Dollar und das Rubio-Problem

Am 01. April sagte US-Außenminister Marco Rubio in einem Interview: "Imagine an Iranian regime who, instead of spending billions of dollars supporting terrorist groups and building up all these weapons, had invested that money into Iran, for the people of Iran, so they wouldn't have water shortages, so their economies would provide opportunities for an incredible people."

Zwei Tage später, am 03. April, veröffentlichte das Weiße Haus Trumps Haushaltsantrag für das Fiskaljahr 2027: 1,5 Billionen Dollar für Verteidigung - ein Plus von 44% gegenüber dem Vorjahr, der größte Rüstungshaushalt in der Geschichte der USA. Gleichzeitig: 10% Kürzung bei allen zivilen Ausgaben, Streichungen bei Gesundheitsforschung, Bildung, Wohnungsbau und Sozialprogrammen. Trump selbst erklärte auf einer privaten Veranstaltung: "We're fighting wars. We can't take care of day care."

Der Widerspruch ist direkt. Rubio kritisiert Iran für genau das, was Trump am selben Wochenende als US-Haushaltspolitik ankündigt: Militär vor Menschen. Nur dass das Budget, das Trump beantragt, größer ist als das Militärbudget der nächsten zehn Länder zusammen - und parallel dazu läuft eine Rentenkürzungsdebatte, eine Gesundheitsversorgungskrise und ein Krieg, dessen Kosten das Pentagon mit zusätzlichen 200 Milliarden Dollar extra veranschlagt hat.

Hinzu kommt die NATO-Dimension: Trump nennt das Bündnis einen "paper tiger" und erwägt öffentlich den Austritt - weil Verbündete sich nicht am Iran-Krieg beteiligen. Gleichzeitig verlangt er von diesen Verbündeten, militärisch in die Straße von Hormuz einzugreifen, und droht, die Ukraine-Waffenlieferungen zu stoppen, wenn Europa nicht mitmacht. Zehn europäische Staats- und Regierungschefs trafen sich dieser Tage im Mannerheim-Haus in Helsinki zu einem nicht öffentlichen Krisentreffen. Spanien, Frankreich und Italien haben US-Militäroperationen eingeschränkt - Luftraumschließungen, verweigerter Basenzugang.

Das Narrativ, das sich hier abzeichnet, ist kein Bündnis mehr. Es ist ein amerikanischer Unilateralismus mit NATO-Etikett - finanziert durch die größte Militärausgabe der US-Geschichte, während Rubio Iran erklärt, wie man ein Land richtig regiert.

Was Narrative mit Kriegen zu tun haben - und wie sie vorbereitet werden, bevor der erste Schuss fällt - hat Patrik Baab im Gespräch mit mir analysiert:

Nichts ist so gut vorbereitet wie ein plötzlich ausbrechender Krieg

Fragen:

  • Wer kontrolliert eine Militärmacht, die größer ist als alle anderen zusammen und keine Bündnisverpflichtungen mehr anerkennt?
  • Ist Trumps NATO-Kritik eine Verhandlungsstrategie - oder der erste Schritt zu einer neuen globalen Sicherheitsarchitektur ohne europäische Stimme?
  • Welche Antwort hat Europa, wenn Washington gleichzeitig Schutz verweigert und militärische Gefolgschaft fordert?

4. Europa rüstet auf - und kann es nicht

Während der Iran-Krieg die Weltmärkte erschüttert, läuft im Hintergrund ein Prozess, der in der Berichterstattung kaum Raum bekommt: Die Europäische Union treibt Programme zur Rüstungskoordination, gemeinsamen Beschaffung und Munitionsproduktion mit bisher nicht dagewesener Intensität voran. Die Worte Kriegswirtschaft und Zeitenwende sind längst keine Ausnahmevokabular mehr. Sie sind Planungsgrundlage.

Gleichzeitig zeigt ein nüchterner Blick auf die militärische Realität eine erhebliche Lücke zwischen politischer Rhetorik und operativer Fähigkeit. Deutschland ist nach Militärausgaben mittlerweile auf Platz 4 weltweit - und hat Munition für etwa zweieinhalb Tage intensiver Kampfführung. Die Einsatzquote bei Panzern und Luftabwehrsystemen liegt je nach System bei 50 bis 60%. Die Eurofighter-Flotte lässt sich rund vier bis viereinhalb Mal vollständig aufmunitionieren - dann ist das Magazin leer. Milliarden sind geflossen. Die Durchhaltefähigkeit ist nicht entstanden.

Zeitgleich verändert sich die strategische Lage in Ostasien still und ohne Schlagzeilen. Seit dem 28. Februar 2026 - dem Tag der ersten US-israelischen Angriffe auf Iran - hat China kein einziges Militärflugzeug mehr in Taiwans Luftverteidigungszone geschickt. Sechs Wochen Stille dort, wo zuvor täglich etwas los war. Das ist keine Entspannung. Das ist Kalkül. Während die USA im Persischen Golf Munition verbrauchen, Waffenlieferungen an Taiwan verzögern und militärische Aufmerksamkeit binden, baut China seine Optionen aus - ohne einen Schuss abzufeuern.

Wie Europa und Deutschland in diese Lage geraten sind, und was die Zahlen hinter den Schlagzeilen wirklich bedeuten, habe ich in drei Analysen untersucht:

Spannungsfall 2026 - Wie die deutsche Industrie auf Kriegswirtschaft vorbereitet wird Kriegstüchtig auf dem Papier, Siegfähig in der Planung

„Siegfähig"

China - Das stille Manöver

Fragen:

  • Wie glaubwürdig ist europäische Abschreckung, wenn die Munitionslager für Tage reichen?
  • Warum hält China seine Militärübungen gegen Taiwan zurück - genau dann, wenn die USA am stärksten gebunden sind?
  • Was bedeutet es, wenn Europa gleichzeitig aufrüstet und auf US-Schutz angewiesen bleibt - in einem Moment, in dem Washington diesen Schutz als Verhandlungsmasse einsetzt?

+++

Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com ,bei Substack unter https://michaelhollister.substack.comsowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Quellenliste

Iran-Krieg - Militärische Entwicklungen

Iran-Krieg - Diplomatie und Eskalation

Iran-Krieg - Humanitäre Lage und Völkerrecht

NATO und Europa

US-Haushalt und Wirtschaft

Ukraine/Russland

Eigene Analysen

(Auszug von RSS-Feed)

NATO vor dem Aus! | Von Janine Beicht

02. April 2026 um 09:55

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NATO vor dem Aus! | Von Janine Beicht
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NATO vor dem Aus! | Von Janine Beicht

Trump erklärt die NATO zur Illusion und legt Europas gefährlichste Schwäche offen.

Die öffentliche Delegitimierung des Bündnisses wirkt wie ein Katalysator, der strukturelle Defizite freilegt und deutlich macht, dass Europas militärische Handlungsfähigkeit ohne amerikanische Unterstützung nur begrenzt tragfähig ist.

Ein Kommentar von Janine Beicht.

Gestern hat sich etwas verschoben, das über Jahrzehnte als stabil galt. Ohne formellen Beschluss, ohne Austrittserklärung und ohne sichtbaren Bruch ist eine Gewissheit zerfallen, auf der die Sicherheitsarchitektur Europas beruhte. Die Vorstellung, dass das transatlantische Bündnis eine verlässliche Konstante ist, unabhängig von politischen Stimmungen, persönlichen Machtkonstellationen oder konkreten Konflikten, hat ihren Halt verloren. Was bislang als festes Fundament erschien, zeigt sich plötzlich als verhandelbare Größe.

Ausgelöst wurde dieser Bruch nicht durch militärische Entwicklungen, sondern durch eine politische Botschaft, die an Deutlichkeit kaum zu überbieten ist. Donald Trump stellt die NATO nicht mehr nur infrage, er entzieht ihr öffentlich die strategische Legitimation. Damit wird aus einem Bündnis, das jahrzehntelang als Rückgrat westlicher Sicherheit galt, ein Konstrukt, dessen Fortbestand nicht mehr selbstverständlich ist. Genau darin liegt die eigentliche Zäsur, weil sie nicht in einem Ereignis besteht, sondern in einem Verlust an Verlässlichkeit, der sich nicht kurzfristig reparieren lässt.

Der Iran-Krieg als Katalysator einer langen Entwicklung

In einem Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph (1) hat US-Präsident Donald Trump gestern die transatlantische Allianz endgültig als das entlarvt, was sie aus seiner Sicht immer war: Eine leere Drohgebärde, die nur funktioniert, solange Washington die Rechnung bezahlt und die Muskeln spielen lässt. Der Auslöser ist kein theoretisches Szenario mehr, sondern die bittere Realität des laufenden Iran-Kriegs, den die USA und Israel begonnen haben.

Europas Regierungen haben sich kollektiv geweigert, die Straße von Hormus zu sichern, Stützpunkte freizugeben oder auch nur symbolisch Schiffe zu schicken. Stattdessen sperrte Spanien seinen Luftraum (2) für alle damit verbundenen Flugzeuge, Italien verweigerte US-Bombern die Landung auf Sizilien (3), Großbritannien zögerte mit der Freigabe seiner Basen und beschränkte sie auf Verteidigungszwecke (4), und Deutschland erklärte klipp und klar, sich nicht beteiligen zu wollen. (5) Verteidigungsminister Boris Pistorius machte deutlich (6)

„Das ist nicht unser Krieg.“

Trump sieht darin nicht nur Undankbarkeit, sondern den Beweis, dass die NATO nie mehr als eine Einbahnstraße war, in der Amerika zahlt, kämpft und beschützt, während die anderen nur konsumieren. Auf die Frage, ob Washington seine Rolle innerhalb der NATO im Anschluss an den Konflikt grundsätzlich überdenken werde, antwortete Donald Trump unmissverständlich:

„Oh ja, ich würde sagen [es] ist jenseits der Überlegung. Ich wurde nie von der NATO beeinflusst. Ich wusste immer, dass sie ein Papiertiger sind, und Putin weiß das übrigens auch.“ (1)

Die Straße von Hormus, durch die zwanzig Prozent des weltweiten Ölhandels fließen, liegt seit Wochen faktisch lahm (7), Energiepreise explodieren, eine globale Rezession droht, und die Europäer stehen abseits, als ginge sie das alles nichts an. Trump hat diese Haltung nicht vergessen und wird sie auch nicht vergessen, wie er unmissverständlich klarmachte. Die Allianz, die auf amerikanischer nuklearer Abschreckung, globaler Aufklärung und logistischer Übermacht ruht, entpuppt sich nun als das, was sie in Wahrheit immer war: Ein Wachhund ohne eigenes Gebiss. In dieser Situation hat Trump die europäischen Partner frontal angegriffen und klargemacht, dass die Zeit der automatischen amerikanischen Unterstützung vorbei ist. Er erinnerte daran, dass die USA im Ukraine-Krieg geholfen habe: 

„Wir waren automatisch dort, auch in der Ukraine. Die Ukraine war nicht unser Problem. Es war ein Test, und wir waren für sie da, und wir wären immer für sie da gewesen. Sie waren nicht für uns da.“ (1)

Aus seiner Sicht hätten die Verbündeten im entscheidenden Moment nicht nur versagt; ihr Verhalten gehe über bloße Abwesenheit hinaus und erscheine kaum noch nachvollziehbar. Gleichzeitig kritisierte er Premierminister Keir Starmer persönlich und warf der Royal Navy vor, in einem desolaten Zustand zu sein, mit Flugzeugträgern, die nicht funktionierten, und einer Flotte, die kaum noch als Marine zu bezeichnen sei. (1) Starmer selbst reagierte darauf, indem er die NATO als das effektivste Militärbündnis bezeichnete, das die Welt je gesehen habe, und betonte, dass er stets im Interesse des Vereinigten Königreichs handle. (8) Auch er machte unmissverständlich klar, dass dies nicht der Krieg Großbritanniens sei und dass man sich nicht hineinziehen lasse, während gleichzeitig eine engere Beziehung zu Europa in Fragen der Verteidigung, Sicherheit und wirtschaftlichen Zukunft notwendig werde. (9)

Die Neubewertung, die Washington ankündigt, ist keine leere Drohung

Diese Argumentation wird durch US-Außenminister Marco Rubio ergänzt, der bereits am Dienstag in einem Interview mit Fox News (10) die NATO offen als strukturell unausgewogen beschreibt. Seine Kritik zielte weniger auf einzelne Entscheidungen als auf das Grundprinzip der Allianz. Für Washington bestehe der Nutzen der NATO nicht nur in kollektiver Verteidigung, sondern vor allem in der Möglichkeit, globale militärische Präsenz über europäische Infrastruktur zu organisieren. Wird dieser Zugang eingeschränkt, verliert das Bündnis aus amerikanischer Perspektive seinen operativen Wert. Rubio erklärte: 

„Ich war einer der stärksten Verteidiger der NATO, weil ich darin großen Wert gefunden habe. Und es ging nicht nur darum, Europa zu verteidigen. Ich sagte, es erlaubte uns auch, Militärbasen in Europa zu haben, die es uns ermöglichten, die Macht in verschiedene Teile der Welt zu projizieren, wenn unsere nationale Sicherheit bedroht war. Wenn wir jetzt einen Punkt erreicht haben, an dem das NATO-Bündnis bedeutet, dass wir diese Stützpunkte nicht mehr nutzen können, um Amerikas Interessen zu verteidigen, dann ist die NATO eine Einbahnstraße. […] Ich denke, es besteht kein Zweifel, leider, nachdem dieser Konflikt abgeschlossen ist, werden wir diese Beziehung erneut untersuchen müssen.“ (10) 

Die Wortwahl ist vorsichtig, die Konsequenz jedoch eindeutig. Es geht nicht um Anpassung, sondern um Neubewertung, und damit um die Möglichkeit eines strukturellen Bruchs. Wenn die NATO aus Sicht der USA zu einem Verhältnis ohne Gegenseitigkeit wird, dann stellt sich für Washington nicht mehr die Frage, wie das Bündnis reformiert werden kann, sondern ob es überhaupt noch sinnvoll ist. Letztlich läge diese Entscheidung jedoch beim Präsidenten. Trump äußerte sich anschließend erfreut über diese Aussagen und unterstrich, dass er froh sei, dass Rubio sie gemacht habe. Die US-Regierung kritisiert seit Wochen die ablehnende Haltung der Bündnispartner, die sich besonders in der Krise um die Straße von Hormus zeige.

Europa ohne amerikanischen Rückhalt: Der Verlust des nuklearen und logistischen Schutzschilds 

Ein Austritt der Vereinigten Staaten aus der NATO wäre ein geopolitischer Einschnitt von historischer Tragweite, vergleichbar mit dem Ende des Kalten Krieges, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Für die europäischen Mitgliedstaaten hätte ein solcher Schritt tiefgreifende militärische, politische und ökonomische Konsequenzen.

Seit ihrer Gründung im April 1949 (11) basiert die NATO faktisch auf der militärischen Dominanz der USA. Artikel 5, der kollektive Verteidigungsfall, entfaltet seine abschreckende Wirkung vor allem durch Washingtons nukleare Abschreckung, globale Aufklärung, Luftüberlegenheit und logistische Reichweite. Ein US-Austritt würde bedeuten, dass der nukleare Schutzschirm wegfiele, mit Ausnahme der begrenzten französischen Kapazitäten, und dass Aufklärung, Satellitenüberwachung sowie Cyberfähigkeiten massiv reduziert würden.

Europa stünde erstmals seit Jahrzehnten sicherheitspolitisch weitgehend auf eigenen Füßen, ohne die bisherige strategische Rückversicherung. Die europäischen NATO-Staaten verfügen zwar zusammen über erhebliche militärische Ressourcen, doch diese sind nicht einheitlich organisiert, technologisch heterogen und politisch schwer koordinierbar. Ein Wegfall der USA würde bestehende Schwächen offenlegen: Mangel an strategischer Lufttransportkapazität, Defizite bei Raketenabwehrsystemen und Abhängigkeit von US-geführten Kommando- und Kontrollstrukturen.

Die Folge könnte eine Renationalisierung der Verteidigungspolitik sein, also mehr nationale Alleingänge statt integrierter Bündnisstrukturen. Nach einem US-Austritt bliebe innerhalb Europas nur Frankreich als Nuklearmacht, da Großbritannien zwar ebenfalls nuklear bewaffnet, aber politisch nicht mehr Teil der EU ist. Das würde Szenarien eröffnen wie den Ausbau einer europäischen nuklearen Abschreckung unter französischer Führung, politische Spannungen darüber, wer Kontrolle und Mitsprache erhält, und Debatten über eigene nukleare Programme in Staaten wie Deutschland oder Polen. Ein bisher tabuisiertes Thema würde damit wieder zentral auf die politische Agenda rücken. 

Ohne die USA würde sich das Machtgefüge innerhalb Europas dramatisch verändern. Deutschland müsste seine sicherheitspolitische Zurückhaltung aufgeben, osteuropäische Staaten würden verstärkt auf nationale Aufrüstung setzen, und die Rolle der EU als sicherheitspolitischer Akteur käme unter Druck. Gleichzeitig könnten bestehende Spannungen zwischen Mitgliedstaaten zunehmen, etwa in der Frage, wie viel Geld und Souveränität für gemeinsame Verteidigung abgegeben werden sollen.

Auch ökonomisch würde ein US-Austritt erhebliche finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen: Deutlich steigende Verteidigungsausgaben weit über die bisherigen zwei Prozent (12) des Bruttoinlandsprodukts hinaus, Ausbau eigener Rüstungsindustrien und Umverteilung staatlicher Haushalte zulasten sozialer oder infrastruktureller Projekte. Gleichzeitig könnte eine stärkere europäische Rüstungskooperation langfristig auch wirtschaftliche Impulse setzen. Geopolitisch könnten sich neue Allianzen ergeben, etwa eine Annäherung einzelner europäischer Staaten an andere Großmächte wie China, mehr Einfluss Pekings auf europäische Sicherheitsfragen und zunehmende Instabilität in Randregionen Europas. Die NATO selbst könnte in reduzierter Form als europäische NATO weiterbestehen oder faktisch zerfallen. 

Im Kern würde ein US-Austritt Europa zu etwas zwingen, das lange vermieden wurde: Strategische Autonomie. Das klingt zunächst nach Souveränität, bedeutet aber konkret mehr militärische Eigenverantwortung, höhere Kosten und größere Unsicherheit in einer Übergangsphase. Europa müsste innerhalb weniger Jahre Strukturen aufbauen, für die die USA Jahrzehnte benötigt haben.

Ramstein als Symbol des Bruches: Deutschlands sicherheitspolitischer Albtraum wird Realität

Besonders für Deutschland, das die Ramstein Air Base (13) als operatives Herz der amerikanischen Militärpräsenz in Europa beherbergt, würde ein solcher Schritt katastrophale Folgen haben. Ramstein ist Drehkreuz (14) für Truppen- und Materialtransporte, Kommando- und Koordinationszentrum für NATO-Luftoperationen und technische Schaltstelle für globale Drohneneinsätze. Ohne diese Basis wäre die militärische Handlungsfähigkeit der USA in Europa massiv eingeschränkt und damit auch die der NATO.

Die aktuelle Debatte über einen möglichen Abzug ist keine bloße Theorie mehr, sondern eskaliert im Kontext der Differenzen um Verteidigungsausgaben und strategische Ausrichtung. In Deutschland selbst fordern Politiker wie Tino Chrupalla den vollständigen Abzug von US-Truppen (15). Er fordert, Deutschland solle sich aus fremden Konflikten heraushalten und stattdessen eigenständig agieren. Er sagte weiter:

„Fangen wir an, das umzusetzen – mit dem Abzug der US-Truppen aus Deutschland.“ (15)

Parallel dazu verdichten sich selbst innerhalb der Regierung strategische Erwägungen, den Standort Ramstein mittelfristig aufzugeben oder einer grundlegenden Umwidmung zuzuführen. Zum jetzigen Zeitpunkt heißt es offiziell aus Reihen der SPD (16)

„Im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran ist die völkerrechtliche Prüfung der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen. Sollte auch die Bundesregierung zu dieser Einschätzung gelangen, könnten gegebenenfalls Gerichte darüber entscheiden, ob die Nutzung von Ramstein im Zusammenhang mit diesem Krieg untersagt werden muss.“ (16)

Juristisch liegt die Basis auf deutschem Boden, unterliegt aber weitgehend nicht deutscher Kontrolle, und deutsche Behörden haben nur eingeschränkten Zugang. Ein Gutachten des Bundestages deutet sogar an, dass Deutschland im Extremfall völkerrechtlich mitverantwortlich sein könnte, wenn von Ramstein aus militärische Operationen unterstützt werden. Wirtschaftlich hängt im Raum Kaiserslautern ein erheblicher Teil der Regionalwirtschaft (17) an der US-Präsenz: Zehntausende Arbeitsplätze, Infrastruktur auf amerikanische Militärangehörige ausgerichtet und regionale Wertschöpfung stark abhängig. Ein plötzlicher Abzug würde diese Region in eine strukturelle Krise stürzen, mit dem Verlust Tausender direkter und indirekter Jobs, dem Einbruch lokaler Mietmärkte und dem Zusammenbruch des Dienstleistungssektors.

Die zeitliche Abfolge eines solchen Szenarios wäre verheerend. In den ersten Monaten nach einem Abzug käme es zur Schockphase mit operativen Lücken: US-Transportkapazitäten brächen weg, Luftbetankung, strategischer Lufttransport und medizinische Evakuierung fielen teilweise aus. Die Bundeswehr, nicht auf eigenständige Großlogistik ausgelegt, verlöre einen Teil ihrer militärischen Reaktionsfähigkeit.

Osteuropa geriete in Nervosität. In den folgenden Monaten folgte politische Hektik mit Notfallprogrammen für Verteidigungsausgaben, beschleunigter Beschaffung und Diskussionen über eine stärkere Rolle Frankreichs, während Konfliktlinien zwischen Deutschland und osteuropäischen Staaten aufbrächen. Wirtschaftlich träfe der Einschlag dann voll durch: Subventionsprogramme und Konversionsprojekte könnten die Lücken nur langsam schließen. Nach einem Jahr stünde Deutschland vor einer Richtungsentscheidung: Europäische Integration mit Ausbau gemeinsamer EU-Streitkräfte, nationaler Ausbau mit massiver Aufrüstung der Bundeswehr oder, im schlimmsten Fall, Fragmentierung mit dauerhafter Sicherheitslücke.

Das Worst-Case-Szenario: Wenn ein sicherheitspolitisches Vakuum entsteht

In einer Phase, in der das bisherige Bündnissystem faktisch nicht mehr existiert, könnte eine geopolitische Krise dort eskalieren, wo staatliche und nichtstaatliche Akteure die entstehende Lücke gezielt austesten. Auslöser wären hybride Angriffe, Sabotage des kritischen Grundversorgungssystems oder begrenzte militärische Operationen mit bewusst unklarer Urheberschaft. In den ersten 72 Stunden entstünde ein gravierendes Lagebilddefizit: Fragmentierte Aufklärung, widersprüchliche Informationslagen und verzögerte politische Entscheidungsprozesse würden die Reaktionsfähigkeit erheblich einschränken. 

Deutschland geriete in dieser Konstellation in eine Schlüsselrolle und zugleich in eine strukturelle Überforderung. Als logistisches Zentrum Europas würden sich militärische Verlegungen auf überlasteten Verkehrsachsen stauen, während administrative Verfahren, fehlende Standardisierung und unzureichende Infrastruktur zum Engpass würden. Gleichzeitig fehlte eine integrierte Luftverteidigung sowie eine kohärente Führungsstruktur, um schnelle und koordinierte Antworten zu ermöglichen.

Innenpolitisch würde sich der Druck massiv erhöhen: Verteilungskonflikte über Verteidigungsausgaben, die Wiedereinführung verpflichtender Dienste und die grundsätzliche strategische Ausrichtung des Landes würden offen eskalieren. Institutionelle Trägheit träfe auf akuten Handlungszwang. Der eigentliche Kipppunkt entstünde nicht durch eine einzelne militärische Niederlage, sondern durch die Gleichzeitigkeit mehrerer Defizite, langsame Reaktion, unklare Zuständigkeiten und fehlende glaubwürdige Abschreckung. Der eigentliche Kipppunkt läge nicht zwingend in einem einzelnen militärischen Ereignis, sondern in der Überlagerung multipler Defizite. In einem solchen Umfeld steigt die Wahrscheinlichkeit von Fehlkalkulationen erheblich, weil Signale nicht eindeutig interpretiert werden können. Dynamiken der Eskalation speisen sich dann weniger aus Stärke als aus Unsicherheit.

Nach zwölf Monaten befände sich Deutschland in einer widersprüchlichen Lage: Militärisch geschwächt, möglicherweise in einem beschleunigten Transformationsprozess; politisch unter Dauerstress; wirtschaftlich und regional weiter belastet. Ehemalige Knotenpunkte internationaler Militärpräsenz verlören ihre ursprüngliche Funktion und würden zu Symbolen eines Systembruchs, eines Moments, der Deutschland dazu zwingen würde, sicherheitspolitische Verantwortung eigenständig zu definieren und durchzusetzen, unter Bedingungen einer permanenten und eskalierenden Krise. 

Die bittere Wahrheit: Europa muss endlich erwachsen werden oder untergehen

Für Trump ist die NATO kein wertebasiertes Bündnis, sondern ein instrumentelles Tauschverhältnis. Schon während seiner ersten Präsidentschaft drohte er mit einem Rückzug, sollte die finanzielle Lastenverteilung nicht seinen Erwartungen entsprechen. Die aktuelle Krise hat diese Debatte wieder voll entfacht. (18)

In der US-Wählerschaft, besonders unter Republikanern, stößt die Kritik auf fruchtbaren Boden: Nur die Hälfte der republikanischen Wähler sieht Nutzen in der NATO-Mitgliedschaft. (19) Die Drohung bleibt real: Ein Austritt erfordert Kongresszustimmung, doch Trump kann Truppen abziehen und die Kommandostruktur verlassen. Europa steht vor der harten Wahl: Vom sicherheitspolitischen Juniorpartner zum eigenständigen Machtpol zu werden, unter Bedingungen erhöhter Verwundbarkeit, politischer Neuordnung und tektonischer Brüche. Die Illusion der ewigen amerikanischen Garantie ist gestern zerbrochen. Was bleibt, ist die nackte Realität: Mehr Eigenverantwortung.

Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Kontinente lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, oder ob die Abhängigkeit im Chaos endet. Trump hat den Spiegel vorgehalten. Europa muss jetzt hineinschauen, ob es den Anblick erträgt.

Quellen und Anmerkungen

(1) https://archive.ph/20260401130951/https://www.telegraph.co.uk/world-news/2026/04/01/donald-trump-strongly-considering-pulling-us-out-of-nato/#selection-4691.0-4735.171 

(2) https://www.tagesschau.de/ausland/europa/spanien-uberflugverbot-irankrieg-100.html

(3) https://www.focus.de/politik/ausland/italien-blockiert-us-militaerjets-stuetzpunkt-auf-sizilien-bleibt-fuer-iran-einsatz-tabu_8853aa87-ddb4-4c53-8fd3-9735c8cbb278.html 

(4) https://orf.at/stories/3421905/

(5) https://www.sueddeutsche.de/politik/deutschland-usa-merz-trump-nato-konflikt-iran-strasse-von-hormus-li.3460424

(6) https://www.n-tv.de/politik/Merz-und-Trump-entfremden-sich-ueber-den-Iran-Krieg-id30524703.html

(7) https://www.fr.de/politik/dutzende-schiffe-attackiert-iran-legt-strasse-von-hormus-lahm-zr-94214256.html

(8) https://www.telegraph.co.uk/business/2026/04/01/iran-war-oil-price-trump-ftse-100-markets-inflation-rates/?recomm_id=4b119928-0452-43b7-bf1c-940d98a63e68

(9) https://timesofindia.indiatimes.com/world/uk/not-our-war-uk-pm-to-host-multi-nation-meeting-on-hormuz-crisis-backs-nato-after-trumps-paper-tiger-jibe/articleshow/129947629.cms

(10) https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/03/secretary-of-state-marco-rubio-with-sean-hannity-of-fox-news-3/

(11) https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/nato-faq-206618 

(12) https://www.consilium.europa.eu/de/policies/defence-numbers/

(13) https://www.ramstein.af.mil/

(14) https://www.dw.com/de/ramstein-air-base-iran-krieg-militaerisches-drehkreuz-der-usa-in-europa-nato-stuetzpunkt/a-76275616

(15) https://www.bild.de/politik/inland/chrupalla-chef-der-afd-will-us-truppen-aus-deutschland-rauswerfen-69c7b4d804eeb30f4b107d8c

(16) https://www.n-tv.de/politik/21-28-Zweifel-in-der-SPD-an-uneingeschraenkter-Ramstein-Nutzung-fuer-US-Krieg-gegen-Iran-id30473851.html

(17) https://www.bundestag.de/resource/blob/494446/7d70c8d5b8a1672082b38bc822c4e962/wd-5-005-17-pdf-data.pdf 

(18) https://archive.ph/20260401074816/https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/irankrieg-trumps-gefaehrlicher-streit-mit-den-nato-verbuendeten-accg-200691566.html

(19) https://table.media/security/news/us-umfrage-republikaner-sehen-nato-immer-skeptischer

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Dank an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

+++

Bild: WASHINGTON - 30. Januar 2025: Präsident Donald Trump spricht bei einem Pressebriefing im Weißen Haus, nachdem ein Black Hawk-Hubschrauber mit dem Flug 5342 der American Airlines auf dem Flughafen DCA kollidiert war
Bildquelle: Joshua Sukoff / shutterstock

NATO vor dem Aus! | Von Janine Beicht
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US-Außenminister Rubio: Botschaften sollen „feindselige Propaganda“ bekämpfen

01. April 2026 um 14:00

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Eine geleakte Depesche weist amerikanische Botschaften weltweit an, sich an einer Kampagne zur Bekämpfung ausländischer Propaganda zu beteiligen, die unter anderem darauf abzielt, „die Schuld auf die Vereinigten Staaten abzuwälzen“.

Der Beitrag US-Außenminister Rubio: Botschaften sollen „feindselige Propaganda“ bekämpfen erschien zuerst auf .

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Iran moderates pushing Trump deal risk being ‘eliminated’ as regime fractures deepen

31. März 2026 um 19:47

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Iranian officials pushing for negotiations with the United States risk being labeled traitors and "most likely eliminated," according to a policy expert, as internal fractures emerge inside Iran’s new regime.

Hooshang Amirahmadi, president of the American Iranian Council, said moderates advocating engagement with Washington are increasingly vulnerable at a moment when the Trump administration says it is in contact with elements of a "new" leadership.

"If the moderates were to push toward negotiation and a ceasefire, they will be considered traitors and will most likely be eliminated," Amirahmadi told Fox News Digital.

MEET IRAN'S HARDLINE SPEAKER WHO THREATENED TO BURN US FORCES — REPORTEDLY TEHRAN'S POINT MAN FOR TALKS

Amirahmadi’s warning came as Washington also appears to be navigating internal "fractures" amid the ongoing conflict.

President Donald Trump on Monday said the U.S. is engaged in serious talks with a "new" and "more reasonable" regime in Iran as the war enters its fifth week, while Secretary of State Marco Rubio declined to say who exactly the U.S. is negotiating with but cited "fractures."

"Well, I'm not going to disclose to you who those people are, because it probably would get them in trouble with some other groups of people inside of Iran. Look, there are some fractures going on there internally," Rubio said on "Good Morning America."

"Anyone in Iran who speaks of negotiation is suspected of paving the way for more war and destruction," Amirahmadi said before stating that the moderate reformers are thought of as "infiltrators and deemed traitors."

Amirahmadi also confirmed Rubio’s comments and highlighted an internal struggle within Tehran’s power structure, where remnants of what he called the "old regime," or the Khamenei-era system, still exist.

"Many of them support negotiation or a ceasefire. But the emerging new regime is made up of more hard-line elements and views the others as traitors," he said.

"For a long time, there has been a serious gap — what we call a cleavage — between the hardliners or radicals and the moderates or reformists."

PAKISTAN'S AMBASSADOR WARNS IRAN TOO 'WAR-TORN' TO RESPOND QUICKLY AS TRUMP EXTENDS STRIKE DEADLINE

Amirahmadi also described how "assassination in the Islamic Republic is not a new phenomenon. It has been there for a long time."

Amirahmadi spoke ahead of Secretary of Defense Pete Hegseth saying Tuesday that Washington remains firm on reaching an agreement to end the monthlong conflict involving the U.S., Israel and the Islamic Republic.

Speaking at a news conference, Hegseth reiterated that Trump is willing to make a deal to end the war, adding the new regime is now in place.

"If Iran is smart, it will make a deal. The new Iranian regime should already know that. This new regime, having undergone a regime change, should be smarter than the previous one. President Trump does not bluff and will not back down. He will make a deal, he is willing and the terms of the deal are known to them," Hegseth said.

"The field and the war are in the control of the radical colonels, and that is what matters at this point," Amirahmadi added.

"The established bureaucracy is still run by the same old moderate regime, but then that is not a new regime. The new regime is certainly more radical."

WHO ACTUALLY RUNS IRAN RIGHT NOW? THE KEY POWER PLAYERS AS TRUMP CLAIMS TALKS TO 'TOP' OFFICIAL

Since the death of Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei and the succession of his son, Mojtaba Khamenei, the regime appears more reliant on the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC).

Iran’s power structure is increasingly dominated by IRGC figures like Ahmad Vahidi and Qods Force chief Esmail Qaani, alongside judicial figures such as Mohammad Bagher Ghalibaf and Ayatollah Gholam-Hossein Mohseni-Ejei.

While President Masoud Pezeshkian’s influence could have waned, figures like Saeed Jalili, Guardian Council insider Ayatollah Alireza Arafi and Foreign Minister Abbas Araghchi continue shaping Iran’s security posture.

"There are basically the colonels; there are the Revolutionary Guards, people that are in the military. A few non-military hardliners are in universities, in government and places," Amirahmadi added.

"They have changed the regime into a very radical regime," Amirahmadi warned, "I don’t even think Khamenei’s son would favor negotiation, at least initially.

"His position and condition are not entirely clear. His leadership appears symbolic — a reaction, even a gesture against figures like Trump.

"Trump and Netanyahu wanted regime change, and they have already achieved it, but the regime has just become more radical," Amirahmadi concluded.

(Auszug von RSS-Feed)

Rubio meets G7 ministers in France as US leads on Iran — allies under fire for tepid response

27. März 2026 um 05:00

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Secretary of State Marco Rubio arrived in France on Friday to attend the G7 foreign ministers' meeting where he will deliver a clear message on U.S. priorities for the ongoing war with Iran.

In the days leading up to the meeting, other members have taken markedly different approaches to the war. Nearly all of Washington’s partners — Britain, Canada, France, Germany, Italy and Japan — have reacted cautiously to the U.S.-Israeli military campaign and declined to participate in offensive operations, even as they condemn Iranian actions.

Before departing on Thursday, Rubio signaled a defiant approach to the talks: "I don’t work for France or Germany or Japan … the people I’m interested in making happy are the people of the United States. I work for them," he said in a video posted on X.

The divergence has drawn frustration from President Donald Trump, who has pressed allies to contribute more, particularly in securing key maritime routes such as the Strait of Hormuz. While some countries have signaled a willingness to support defensive or maritime security efforts, they have stopped short of joining direct military strikes.

TRUMP PRESSES NATO PARTNERS ON SUPPORT AS HEGSETH BLASTS HESITATION

"The U.S. is constantly asked to help in wars, and we have. But when we had a need, it didn’t get positive responses from NATO. A couple leaders said that Iran was not Europe’s war. Well, Ukraine isn’t our war, yet we’ve contributed more to that fight than anyone," Rubio added.

"The Strait of Hormuz could be open tomorrow if Iran stops threatening global shipping, which is an outrage and a violation of international law. For all these countries that care about international law, they should be doing something about it," he said before boarding his plane to France.

The remarks set the tone for a summit already marked by growing friction between Washington and some of its closest allies over how to handle the Iran conflict. Rubio has framed the stakes in stark terms. "Iran has been at war with the United States for 47 years . . . Iran has been killing Americans and attacking Americans across this planet," he said during a White House cabinet meeting, adding that allowing Tehran to obtain nuclear weapons would be "an unacceptable risk for the world."

But even before Rubio arrived at the meeting, European officials were signaling a markedly different approach.

"We need to exit from the war, not escalate this further, because the consequences for everybody around the world are quite severe," Vice President of the European Commission Kaja Kallas said during a briefing on the sidelines of the G7 on Thursday.

JACK KEANE CALLS OUT NATO'S WEAKNESS AS SHIPPING CRISIS GRIPS STRAIT OF HORMUZ

"It can only be a diplomatic solution … sit down and negotiate to have a way out," she added.

The contrast between Rubio’s framing and Kallas’s message captures the core tension shaping the meeting.

U.S. officials say Rubio is heading into the talks with a broader agenda that goes beyond Iran.

According to a State Department spokesperson, who spoke to Fox News Digital on background, Rubio will use the meeting to "advance key U.S. interests" and push discussions on the wars in Ukraine and the Middle East, as well as "international burden sharing" and the overall effectiveness of the G7.

The U.S. is also expected to emphasize maritime security, including freedom of navigation in the Strait of Hormuz and the Red Sea, while urging allies to take on a greater share of responsibilities in conflict zones and international organizations, the spokesperson said.

RUBIO, RATCLIFFE TO DELIVER CLASSIFIED IRAN BRIEFING TO 'GANG OF EIGHT' AHEAD OF TRUMP'S STATE OF THE UNION

European officials have instead emphasized the broader risks of the conflict.

France’s foreign minister, Jean-Noël Barrot, said discussions at the G7 would build on a recent joint statement condemning Iran’s actions while also addressing maritime security concerns.

He said the "discussions will provide an opportunity to revisit positions already agreed at the G7 level… including the unjustifiable attacks carried out by Iran against Gulf countries … which we condemned in the strongest possible terms."

Barrot added that ministers would also focus on securing global shipping routes.

"We will also have the opportunity to address maritime security and freedom of navigation … including an international mission … to ensure the smooth flow of maritime traffic in a strictly defensive posture, thereby helping to ease pressure on energy prices," he said.

Kallas echoed that global framing. "All the countries in the world are one way or another affected by this war … it is in the interest of everybody that this war stops," she said.

IRAN SIGNALS NUCLEAR PROGRESS IN GENEVA AS TRUMP CALLS FOR FULL DISMANTLEMENT

Her remarks also pointed to the interconnected nature of the crisis. "Russia is helping Iran with intelligence … and also supporting Iran now with drones," she said, linking the Iran conflict to the war in Ukraine.

That uncertainty is already affecting the structure of the summit, with officials dropping plans for a unified final communiqué to avoid exposing divisions, Reuters reported.

Analysts say those differences reflect deeper structural tensions in the alliance. "Europe has criticized Donald Trump’s ‘maximum pressure’ strategy towards Iran while pursuing a failed diplomatic approach that has enabled the regime to expand its terrorist networks and edge closer to nuclear threshold status," Barak Seener, senior research fellow at the Henry Jackson Society, told Fox News Digital.

"This reflects a lack of European capability to project power in the region, particularly in safeguarding the Strait of Hormuz."

Seener added that years of reliance on Washington have left Europe increasingly exposed as the U.S. shifts its strategic priorities. "Years of underinvestment in defense and reliance on the United States have created a dependency that Washington increasingly views as a betrayal of the peace it has guaranteed Europe since the Second World War," he said.

"With the U.S. placing greater value on its relationship with Israel than NATO, the result may be further erosion of the alliance, reduced support for Ukraine and rising economic pressure on Europe."

He warned that the immediate test will come at the G7 itself. "Divisions over how to respond to Iran and to any U.S. request for support are likely to expose a deeper transatlantic split," Seener said.

"Operation Epic Fury has showcased President Trump’s ability to assemble a coalition of allies to eliminate a common threat — in this case the Iranian regime — and stabilize international trade," Jacob Olidort, chief research officer and director of American security at the America First Policy Institute, told Fox News Digital.

"The failure of Western Europe to participate in securing the Strait of Hormuz is particularly egregious because those countries depend on it more than we do," he added.

"At the same time, the historic successes of Operation Epic Fury have awakened a new confidence in our Middle East partners to eradicate the threats from the Iranian regime and to work together to shape a more peaceful and prosperous region."

(Auszug von RSS-Feed)

Carlos Fernández de Cossío: Cuba 'preparing' for 'possibility of military aggression'

22. März 2026 um 20:37

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Cuba is preparing for possible U.S. aggression even as Trump administration officials have recently signaled they are not planning an invasion, Cuban Deputy Foreign Minister Carlos Fernández de Cossío said Sunday.

"Our military is always prepared, and in fact it is preparing these days for the possibility of military aggression," Fernández de Cossío told NBC News’ "Meet the Press" in an interview that aired Sunday.

"We would be naive if, looking at what’s happening around the world, we would not do that."

"But we truly hope that it doesn’t occur. We don’t see why it would have to occur, and we find no justification whatsoever — why would the government of the United States force its country to take military action against a neighboring country like Cuba?"

CUBAN ACTIVIST TO TRUMP: ‘MAKE CUBA GREAT AGAIN’ BY ENDING COMMUNIST RULE

The Cuban official’s remarks come just days after President Donald Trump said it would be "a big honor" to be the president that has the "honor of taking Cuba."

"Taking Cuba in some form, yeah, taking Cuba – I mean, whether I free it, take it: I think I can do anything I want with it, you want to know the truth," Trump said, despite the fact Secretary of State Marco Rubio stressed diplomacy with the failing regime over any talk of an invasion as Trump's statement might suggest.

"They’re in a lot of trouble, and the people in charge, they don’t know how to fix it," Rubio said this week. "So they have to get new people in charge."

TRUMP TOUTS US HAS 'TREMENDOUS' AMOUNT OF VENEZUELAN OIL, VOWS TO 'TAKE CARE' OF CUBA AFTER IRAN FOCUS

But Fernández de Cossío said Cuba is "absolutely" opposed to regime change, signaling defiance of Trump and Rubio's public statements and setting the stage for potential military action down the road.

"Our country has historically been ready to mobilize, as a nation as a whole, for military aggression," he told NBC's Kristen Welker. "We truly always see it as something far from us. We don’t believe it is something that is probable. But we would be naive if we do not prepare. That’s what I can tell you."

Asked whether Cuba was bracing for the United States "to take it in some form," Fernández de Cossío answered: "Truly, we don’t know what they’re talking about."

RUBIO HOLDING SECRET TALKS WITH RAUL CASTRO’S GRANDSON OVER CUBA’S FUTURE: REPORT

"But I can tell you this: Cuba is a sovereign country and has the right to be a sovereign country and has the right to self-determination," he added. "Cuba would not accept to become a vassal state or a dependent state from any other country or any other superpower."

Fernández de Cossío said Cuba was prepared to negotiate with Rubio despite the secretary of state’s long-standing criticism of the Cuban government.

"We are ready to negotiate with the person that the U.S. government, as a sovereign nation, designates as their spokesperson, as their lead negotiator, and we’re ready to negotiate with whoever is designated by the U.S. government," he said. "They’re a sovereign nation. We don’t interfere with that."

PROTESTERS TORCH COMMUNIST PARTY HQ IN CUBA AS VIDEO APPEARS TO CAPTURE GUNFIRE

Throughout the interview, the Cuban diplomat cast Havana’s position as defensive, saying Cuba "has no quarrel with the United States" and wants "a respectful relationship," while blaming the island’s worsening energy and economic crisis on U.S. pressure, including efforts to choke off fuel supplies. Recent reporting has documented Cuba’s deepening blackout crisis and the Trump administration’s increased efforts to isolate the government economically.

"What does ‘on its own’ mean when it’s being forced by the United States?" Fernández de Cossío said when asked about Trump’s claim that Cuba could collapse on its own. "It’s a very bizarre statement."

His closing message to Trump was conciliatory, even as he warned that Cuba was preparing for the worst.

"Cuba has no quarrel with the United States," Fernández de Cossío said. "We do have the need and the right to protect ourself. 

"But we are willing to sit down, we’re open for business, and we’re all being open to having a respectful relationship that I’m sure the majority of Americans would support, and I’m sure the president of the United States would support, if we could sit down and talk meaningfully about it."

(Auszug von RSS-Feed)

Putins Plan für Kuba

22. März 2026 um 11:00

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Russische und US-Medien berichten über geheime Gespräche der Regierung Trump mit dem Enkel Raúl Castros. Präsident Wladimir Putin wird sich nicht auf das Wagnis einlassen, das Präsident Donald Trump rund um Kuba eingegangen ist, und die russische Marine damit beauftragen, unter russischer Flagge fahrende Tanker zu eskortieren, die Rohöl und Erdölprodukte nach Havanna liefern. Von John Helmer. Übersetzung: Rico Espinoza.

Als Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla im Kreml zu Gesprächen zusammentraf, bat er um „eine nachdrücklich demonstrierte Solidarität Ihrerseits, der russischen Regierung und des Außenministers angesichts der immer enger werdenden Blockade gegen Kuba und der jüngsten energiepolitischen Belagerung“. Putin entgegnete: „Genug ist genug.“

Er machte damit deutlich, dass Solidarität mit Kuba das eine sei, nicht jedoch um den Preis einer militärischen Auseinandersetzung mit der Regierung Trump und ihren Seestreitkräften in der Karibik.

Das sei eher der Ton Michail Gorbatschows als der Nikita Chruschtschows, hieß es beim kremlnahen sicherheitspolitischen Analyseportal Vzglyad.

„Bitte richten Sie dem Präsidenten von Kuba und dem Armeegeneral [Raúl] Castro meine besten Wünsche aus“, erklärte Putin gegenüber dem Außenminister. „In diesem Jahr gedenken wir gemeinsam des hundertjährigen Jubiläums der Geburt Fidel Castros.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Putin sagte, es gebe nichts als historische Erinnerung, die Kuba und Russland teilen, und dass er Russlands Militärstützpunkte auf Kuba gegen wirtschaftliche Interessen mit den USA eintauschen würde. In einem Treffen mit Präsident George W. Bush am 21. Oktober 2001 erklärte sich Putin bereit, die russische Militärgeheimdienstbasis in Kuba aufzulösen. „Ich will hier nicht feilschen oder um jeden Cent streiten oder darüber diskutieren, wer was bekommt“, sagte Putin zu Bush in einem kürzlich freigegebenen Gesprächsvermerk. Genau das tat Putin am Ende – doch der Handel scheiterte, weil Bush nicht entgegenkam.

Bei seinem Treffen mit Rodríguez sprach Außenminister Sergej Lawrow öffentlich klarer über das, was die russische Linie bedeutet. „Wir rufen die USA auf, Vernunft zu zeigen und verantwortungsvoll zu handeln“, sagte er. „Und ihre Pläne für eine Seeblockade der Insel der Freiheit nicht umzusetzen. Wir weisen die weit hergeholten Behauptungen über Russland und Kuba sowie deren Zusammenarbeit entschieden zurück, wonach diese angeblich die Interessen der USA oder anderer Länder bedrohe. Alle Streitfragen sollten ausschließlich durch Dialog auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und einer ausgewogenen Abwägung der jeweiligen Interessen beigelegt werden. Wir wissen, dass unsere kubanischen Freunde stets zu ehrlichen Verhandlungen bereit sind. Wir werden von unserer Seite aus Kuba und das kubanische Volk weiterhin konsequent beim Schutz ihrer Souveränität und der Sicherheit des Landes unterstützen.“

„Ich möchte unsere uneingeschränkte Solidarität mit unseren kubanischen Freunden bekräftigen. Ich teile voll und ganz die Einschätzungen zu unseren Beziehungen und unserer strategischen Partnerschaft, die Sie [Rodríguez] geäußert haben. Zugleich möchte ich erneut betonen, dass die Maßnahmen der USA, die, wie Sie soeben in Erinnerung gerufen haben, Kuba per Dekret als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA eingestuft haben, völlig inakzeptabel sind. In diesem Dokument heißt es außerdem, diese angebliche Bedrohung werde durch Kubas Zusammenarbeit mit Russland verschärft, das dort als ‘feindlicher’ und ‘bösartiger’ Akteur bezeichnet wird. Wir sind überzeugt, dass alle Staaten ihre nationalen Interessen so definieren sollten, dass sie auch die nationalen Interessen anderer Länder anerkennen und respektieren.“

Zwischen den Zeilen, die sowohl Lawrow als auch Rodríguez als ironisch und falsch erkennen, lautet die russische Botschaft an die Castro-Familie, dass sie mit der Trump-Regierung die bestmöglichen Bedingungen aushandeln soll. Und an die Trump-Familie sowie an die Familie des Außenministers Marco Rubio lautet die Botschaft, dass sie die Blockade der Insel ohne russische militärische Gegenmaßnahmen fortsetzen können, bis Kuba den US-Bedingungen zustimmt.

In Putins Verweisen auf Fidel und Raúl Castro deutete er auf eine russische Unterstützung für Raúl Guillermo Rodríguez Castro hin, den Enkel von Raúl, auch „Raulito“ genannt, und auf seine halbgeheimen Gespräche mit Rubio. Details dieser Gespräche „für die nächste Delcy in Kuba“ wurden von Axios zeitgleich mit den Treffen des Außenministers in Moskau veröffentlicht. Der Miami Herald bestätigte die Angaben unter Berufung auf eine „mit der Angelegenheit vertraute Quelle, die anonym bleiben wollte, um über dieses sensible Thema zu sprechen“.

In der Wiederholung dieser Details, um zu bestätigen, dass der russische Geheimdienst den Axios-Bericht für zutreffend hält, kommentierte Vzglyad in einem Leitartikel, dass Russland der kubanischen Regierung nahelege, die „Delcy-Lösung“ zu akzeptieren, solange es keine US-Invasion auf Kuba gebe. „Die mögliche Unterstützung, die befreundete Länder, vor allem Russland und China, Kuba bieten können, ist äußerst wichtig“, schrieb Jewgeni Krutikow. „Selbst wenn wir davon ausgehen, dass ein Regimewechsel unvermeidlich ist, muss in jedem Fall sichergestellt werden, dass er schmerzlos und sicher vonstattengeht.“

Es folgt die Übersetzung des genannten Artikels von Vzglyad, der ursprünglich auf Russisch von Evgeny Krutikov verfasst wurde. Krutikov ist ein ehemaliger Agent des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Enkel eines sowjetischen Handelskommissars. Die englische Version erschien als Teil des hier übersetzten Beitrags von MR-Online:

Die US-amerikanischen Medien behaupten, dass die USA heimlich mit einem der Enkelkinder von Raúl Castro über die „Zukunft Kubas diskutieren“. Wer ist dieser Mann, welche Ziele verfolgt Washington bei solchen geheimen Verhandlungen, und warum ist es wahrscheinlich, dass der Versuch des Weißen Hauses, einen „kubanischen Gorbatschow“ zu finden, scheitert?

US-Außenminister Marco Rubio führt laut US-amerikanischen Medien geheime Gespräche mit Guillermo Rodríguez Castro, dem Enkel und Leibwächter des ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Gespräche unter Umgehung der offiziellen Kanäle der kubanischen Regierung stattfinden und zeigen, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump den betagten Raúl Castro für denjenigen hält, der tatsächlich die Entscheidungen auf der Insel trifft.

Gerüchte über diese Gespräche tauchten kurz nach dem US-Angriff auf Venezuela und der Entführung von Nicolás Maduro auf. Viele Experten sehen Kuba als nächstes Ziel Washingtons. Das „Kuba-Problem“ in den USA fällt in den Zuständigkeitsbereich des Außenministers Marco Rubio. Er stammt aus einer Familie kubanischer Einwanderer der „alten“ Welle, die vor der Revolution nach Florida kamen.

Auch Mario Díaz-Balart, ein Abgeordneter aus Florida und Neffe der ersten Ehefrau Fidel Castros, verfügt ebenfalls über beträchtlichen Einfluss. Sein älterer Bruder, Lincoln Diaz-Ballart, war langjähriger Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses aus Florida.

Quellen des Portals Axios glauben, es gehe weniger um „Verhandlungen“ als um eine „Diskussion über die Zukunft“. Die USA bestehen darauf, dass sich das politische System in Kuba ändern müsse. Unklar ist jedoch, wie das geschehen soll und was auf einen solchen Regimewechsel folgen würde, falls er in irgendeiner Form stattfinden sollte. Es wird angenommen, dass Donald Trump zwar noch keine Entscheidung getroffen hat. Er selbst jedoch versichert, dass eine Militäraktion gegen Kuba nicht notwendig sei. Außerdem gebe es in Havanna keine bestimmte Person, die bei Trump die gleiche Abneigung wie Maduro hervorrufen würde und durch deren Entführung oder Beseitigung der US-amerikanische Präsident das „Problem“ für sich lösen könnte.

Bisher setzt Washington auf eine wirtschaftliche, finanzielle und energiepolitische Strangulierung Kubas, während es gleichzeitig komplexe Verhandlungsspiele hinter den Kulissen zur berüchtigten „Diskussion über die Zukunft“ beginnt. Es gibt Grund zu der Annahme, dass sich diese Strategie mittelfristig als vorteilhaft erweisen könnte und der „Countdown“ für Kuba somit bereits begonnen hat.

Gleichzeitig kann Castro junior, wenn auch Lieblingsenkel Raúls, kaum als politische Figur des Übergangs betrachtet werden. In Kuba ist er kaum bekannt und verfügt über keine politische oder Führungserfahrung. Er gehört weder dem Zentralkomitee der Partei noch dem Parlament an und und bekleidet nicht einmal ein hochrangiges Amt.

Allerdings steht er dem militärisch-industriellen Konglomerat Gaesa [Grupo de Administración Empresarial S.A.] nahe. Und in Kuba ist dies weit mehr als nur ein militärisch-industrieller Komplex. Als Teil der Revolutionären Streitkräfte Kubas kontrolliert Gaesa bis zu 37 Prozent des kubanischen Bruttoinlandsprodukts, unter anderem über die Gaviota-Gruppe, den staatlichen Tourismussektor – den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes – sowie über den Außenhandel, das Bankwesen und den Einzelhandel. Möglicherweise glaubt Washington deshalb, dass Castro Junior dem Unternehmertum zugeneigt ist, was in den USA als Tugend gilt und als Grundlage für den Beginn einer großen Freundschaft angesehen wird.

In naher Zukunft dürfte es um die Suche nach einer Übergangsfigur innerhalb der Führung der Kommunistischen Partei gehen, die bekannter ist als Castro junior und geeignet erscheint, die Rolle eines „kubanischen Gorbatschow“ zu übernehmen. Castro junior könnte dabei im Hintergrund stehen, als Garantie dafür, dass die Vereinigten Staaten nicht physisch in die Ereignisse in Kuba eingreifen.

Hier lässt sich nicht einmal die „Option Venezuela“ erkennen, sondern vielmehr die Strategie Washingtons gegenüber der Sowjetunion in den achtziger Jahren.

Insgesamt erinnert die Lage in Kuba an die letzten Jahre der Sowjetunion – sowohl in Bezug auf die Wirtschaft als auch auf die Ideologie und die sozialen Verhältnisse. Abgesehen von der Desintegration des Landes in nationale „Einheiten“, die Kuba so nicht hat, ist die Entwicklungsvorhersage leider mehr oder weniger dieselbe.

Die Wirtschafts- und Konsumkrise ist eine sich anbahnende Katastrophe. Die Generation, die mit revolutionären Ideen aufgewachsen ist, ist mittlerweile auf natürliche Weise verschwunden und es gibt keine Anhaltspunkte zu der Annahme, dass die kubanische Armee einem US-Angriff in wirksamer Weise widerstehen könnte.

Trotzdem kann die Option einer militärischen Invasion fast vollständig ausgeschlossen werden. Tatsächlich lässt sich hier auch eine weitere direkte Analogie zur Krise der Sowjetunion ziehen. Die kubanische Bevölkerung scheint moralisch bereit für Veränderungen, aber nur unter Wahrung der eigenen Würde. Vom Standpunkt der kubanischen Eliten sind Verhandlungen mit den USA, auch weitreichende Zugeständnisse, möglich, solange sie mit Washington auf Augenhöhe geführt werden und nicht aus der Position der Gedemütigten und Besiegten heraus.

Politische Veränderungen, wirtschaftliche Reformen und eine Normalisierung der Beziehungen zu den USA können nicht auf Kosten der nationalen Erniedrigung erreicht werden. Die Kubaner mögen bereit sein, Ideologie, Regierung und Regime abzulegen, aber sie sind keineswegs darauf erpicht, ihr eigenes Land vollständig zu zerstören, wie es unter den Sowjetbürgern in den achtziger Jahren weit verbreitet war.

Möglicherweise werden Reformen von Vertretern der Armee, des Gaesa-Konzerns und der Sicherheitsdienste angeführt, die sich vielleicht besser als viele andere darüber im Klaren sind, was gerade geschieht und wohin dies führen kann. Teile dieser militärischen und geheimdienstlichen Eliten sind bereits im Wirtschaftssektor tätig, was die Grundlage für den Wandel des Landes bilden könnte, ohne grundlegende soziale Errungenschaften wie kostenlose Bildung und Gesundheitsversorgung aufzugeben.

In diesem Zusammenhang ist die mögliche Unterstützung, die befreundete Länder, vor allem Russland und China, Kuba bieten können, äußerst wichtig. „Selbst wenn wir davon ausgehen, dass ein Regimewechsel unvermeidlich ist, muss in jedem Fall sichergestellt werden, dass er schmerzlos und sicher vonstattengeht.“

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist der jüngste Besuch des russischen Innenministers Wladimir Kolokoltsev in Havanna. Er besprach dort „aktuelle Fragen der Kriminalitätsbekämpfung“ mit zuständigen Vertretern der Insel. Beide Seiten bewerteten zudem den Stand und die Perspektiven der Zusammenarbeit im Bereich der Strafverfolgung. Dabei sollte man berücksichtigen, dass in Kuba das Innenministerium fast alle Sonderdienste außer dem Auslandsgeheimdienst in sich vereint – es handelt sich also um eine Superbehörde, die für alle Sicherheitsbereiche zuständig ist, nicht nur für die Kriminalpolizei. Und die russische Erfahrung ist hier sicherlich nicht von Nachteil.

Die Kubaner müssen aus dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine weitere Lehre ziehen. Würde eines der Instrumente eines Wandels des politischen Systems in Kuba die vollständige Aufgabe der staatlichen Wirtschaft und die Diskreditierung der Sicherheitskräfte sein, würde das Land schnell in denselben Zustand zurückfallen, in dem Russland in den neunziger Jahren war. Ein erheblicher Teil der Wirtschaft würde in die Hände von Untergrundhändlern und Kriminellen fallen. Auf den Straßen würde es viele Bewaffnete geben, Banden würden entstehen. Kuba könnte in das typische kriminelle Chaos Lateinamerikas abrutschen, das weder das Vertrauen der kubanischen Bevölkerung in die USA noch in diejenigen, die diese Reformen durchführen, erheblich stärken würde.

Jede Intervention würde die kubanische Gesellschaft nur zusammenschweißen. Deshalb betont Präsident Trump, dass es keine Pläne für einen militärischen Sturz des herrschenden Systems in Havanna gibt. Der Hass auf Interventionisten und „Gringos“ würde für die Kubaner wichtiger sein als leere Ladenregale. Das Weiße Haus versucht vielmehr, eine Spaltung innerhalb der kubanischen Eliten herbeizuführen, insbesondere unter jenen, die einer Annäherung an die USA offen gegenüberstehen, möglicherweise auch aus persönlichem Gewinnstreben. Dabei geht es nicht unbedingt um Geld, sondern um Karriere, einen Namen und den Ruhm als „neuer Gorbatschow“. Der Preis für diese Karriere wäre die neue Errichtung eines US-amerikanischen Protektorats über Kuba.

Wir wagen es jedoch, anzunehmen, dass es unmöglich sein wird, einen „kubanischen Gorbatschow“ in vergleichbarer Form zu finden. Für die Kubaner ist ihr Selbstverständnis eng mit der revolutionären Ideologie verbunden. Das sowjetische Volk trennte sich vom Sozialismus, aber der kubanische Sozialismus ist Teil der nationalen Identität.

Die Revolution, die Fidel Castro an die Macht brachte, war nicht in erster Linie eine kommunistische oder sowjetische Revolution, sondern das Ergebnis des Kampfes der Kubaner um nationale Unabhängigkeit von amerikanischer Unterdrückung. Selbst der Zusammenbruch der kommunistischen Ideologie kann daran nichts ändern. Wer auch immer an der Macht ist, wird zwangsläufig die Unabhängigkeit der Insel in der einen oder anderen Form verteidigen und damit Kubas Status als Insel der Freiheit bewahren.

John Helmer, geboren 1946 in Australien, lebt seit 1989 in Moskau und arbeitet seitdem als westlicher Auslandskorrespondent über Russland. Er führt ein eigenes, unabhängiges Büro.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Amerika21.

Titelbild: em_concepts / Shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Rubio says Cuba needs ‘new people in charge’ as blackouts, unrest grip island

17. März 2026 um 21:00

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Secretary of State Marco Rubio said Tuesday that U.S. sanctions on Cuba are tied to political change on the island, as the country faces widespread blackouts, unrest and a worsening economic crisis.

"Suffice it to say that the embargo is tied to political change on the island," Rubio told reporters at the White House. "The law, it's been codified. And, but the bottom line is their economy doesn't work. It's a nonfunctional economy. It's an economy that has survived.… That thing they have, has survived on subsidies from the Soviet Union and now from Venezuela. They don't get subsidies anymore. So they're in a lot of trouble. And the people in charge of them don't know how to fix it. So they have to get new people in charge."

Rubio’s comments come as Cuba faces a deepening energy crisis that has fueled protests and instability. 

A nationwide power grid collapse left roughly 10 million people without electricity, according to U.S. Embassy statements and Cuban authorities.

PROTESTERS TORCH COMMUNIST PARTY HQ IN CUBA AS VIDEO APPEARS TO CAPTURE GUNFIRE

President Donald Trump indicated his administration is actively engaged. 

"Cuba right now is in very bad shape. They're talking to Marco," Trump told the reporters, "We’ll be doing something with Cuba very soon.… We’re dealing with Cuba."

Trump escalated his rhetoric against Cuba Monday, saying ‌he expected to have the "honor" of "taking Cuba in some form" and that "I can do anything I want" with the neighboring country.

A senior State Department official rejected claims that U.S. sanctions are responsible for the humanitarian situation, saying, "Widespread blackouts have sadly become common for many years in Cuba — a symptom of the failing regime’s incompetence and inability to provide even the most basic goods and service for its people."  

"This is the tragic result of over 60 years of Communist rule," the official added. "An island that was once the crown jewel of the Caribbean has plunged into extreme poverty and darkness. 

"As President Trump has said, what is left of the regime should make a deal and finally let the Cuban people be free and prosperous, with the help of the United States," the official told Fox News Digital.

TRUMP DECLARES NATIONAL EMERGENCY OVER CUBA, THREATENS TARIFFS ON NATIONS THAT SUPPLY OIL TO COMMUNIST REGIME

Cuban human rights activist Rosa María Payá argued that the current crisis reflects systemic collapse inside the regime, not external pressure. 

"The blackout is the regime's collapse made visible: 65 years of totalitarianism finally consuming itself," Payá told Fox News Digital. "The protests are Cubans refusing to disappear into that darkness." 

She rejected claims that U.S. sanctions are driving the humanitarian situation. 

"Cubans are not suffering because of American policy," she said. "They are suffering because of a dictatorship. Pressure on the regime works. What hurts the Cuban people is legitimizing it." 

"The only way to end the humanitarian catastrophe is to end the regime," Payá added. "That’s the demand of the Cuban people." 

Recent blackouts and shortages have been linked to failures at key infrastructure, including the Antonio Guiteras thermoelectric power plant, as well as fuel shortages following U.S. actions to curtail oil shipments from Venezuela, one of Cuba’s primary energy suppliers.

At the same time, Pentagon officials told lawmakers there are no plans to invade Cuba, even as they described it as a long-standing security concern.

Joseph Humire, performing the duties of assistant secretary of defense for homeland defense and Americas security affairs, said he was "not familiar with any plans on Cuba" when asked during a House Armed Services Committee hearing Tuesday.

He described Cuba as "one of the strongest intelligence adversaries that we've had in the United States," adding that Cuban officials have operated across the region and were "defending Nicolás Maduro… in Caracas" during past operations. 

Cuba’s government has blamed U.S. sanctions for worsening the crisis, while U.S. officials argue it stems from decades of economic mismanagement and reliance on foreign subsidies.

(Auszug von RSS-Feed)

Iran-Krieg spaltet die USA | Von Thomas Röper

16. März 2026 um 14:11

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Iran-Krieg spaltet die USA | Von Thomas Röper
Apolut 20260316 SP Montag
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Iran-Krieg spaltet die USA | Von Thomas Röper

Die politische Woche in den USA

Der wachsende Widerstand gegen den Iran-Krieg beherrscht die US-Innenpolitik

Der Iran-Krieg beherrscht die Innenpolitik der USA, da seine Folgen in den USA immer spürbarer werden, sei es durch steigende Benzinpreise, oder durch neue islamistische Terroranschläge. Und im Herbst sind in den USA Wahlen.

Ein Standpunkt von Thomas Röper.

In den USA beherrscht der Iran-Krieg das politische Geschehen, weil er Trumps Wahlversprechen, die Preise in den USA zu senken und die Kriege im fernen Ausland zu beenden, ad absurdum führt. Die Demokraten wittern für die Wahlen im Herbst Morgenluft, während im Lager der Republikaner der Streit zwischen den Falken und denen, die an Trumps Wahlversprechungen geglaubt haben, wächst.

Wie jede Woche übersetze ich hier den Bericht des USA-Korrespondenten, den das russische Fernsehen am Sonntagabend in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick gezeigt hat, um zu zeigen, wie in Russland über die politische Woche in den USA berichtet wird.

Beginn der Übersetzung:

Amerika hat einen neuen „Kreuzzug“ nach Osten ausgerufen

Beim Iran-Krieg gibt es in den USA ein wichtiges Detail. In den Korridoren der Macht in Washington gibt es viele, die den Krieg als Religionskrieg sehen. Religionskrieg? Das ist doch was aus dem frühen Mittelalter? Das kann doch nicht sein! Das sind doch Kreuzzüge? Ja, genau.

Der wohl wichtigste „Kreuzfahrer“ in den USA ist Kriegsminister Pete Hegseth. Wissen Sie, welche Tattoos er trägt? Auf seinem Arm prangt ein Tattoo mit dem Schlachtruf der Kreuzfahrer „Deus vult!“, „Gott will es!“.

Doch was tiefer liegt, was ihn bewegt, hat Pete Hegseth in seinem Buch „American Crusade“, also „Amerikanischer Kreuzzug“ dargelegt, das 2020 erschien, als er noch als Fernsehmoderator arbeitete. Darin bewundert Pete Hegseth die Kreuzzüge und zieht Parallelen zu unserer Zeit:

„Im 11. Jahrhundert sah sich das Christentum im Mittelmeerraum, einschließlich der heiligen Stätten in Jerusalem, einer so starken Belagerung durch den Islam ausgesetzt, dass die Christen vor einer entscheidenden Wahl standen: einen Verteidigungskrieg zu führen oder die Ausbreitung des Islams und eine existenzielle Bedrohung in Europa, bei ihnen zu Hause, zuzulassen … Der Papst, die katholische Kirche und die europäischen Christen entschieden sich für den Kampf – und so entstanden die Kreuzzüge.“

Hegseth vergleicht anschließend die Unterstützung für Israel mit den Kreuzzügen:

„Wir wollen nicht kämpfen, aber wie unsere christlichen Glaubensgenossen vor tausend Jahren müssen wir es. Wir brauchen einen amerikanischen Kreuzzug.“

Hegseth macht keinen Hehl daraus, dass Amerikas moderner Kreuzzug nichts anderes als ein Kampf gegen den Islam ist, den er als von Natur aus schädlich und feindlich betrachtet, wie er in seinem Buch schreibt:

„Wollt ihr die westliche Zivilisation genießen? Die Freiheit? Die Gleichheit vor dem Gesetz? Dann dankt dem Kreuzritter.“

Und auch der Sprecher des US-Repräsentantenhauses Mike Johnson führt einen Religionskrieg, wie er sagte:

„Die Iraner folgen einer fehlgeleiteten Religion, die sie Amerika hassen lässt. Sie sehen uns als den Großen Satan, und es gibt keinen anderen Weg, sie vom Gegenteil zu überzeugen.“

Im Kongress steht er mit dieser Ansicht nicht allein. Der Abgeordnete Andy Ogles aus Tennessee, der sich für die „Ausrottung des palästinensischen Volkes“ aussprach, geht im Religionskrieg jetzt nun weiter:

„Für Muslime gibt es in der amerikanischen Gesellschaft keinen Platz.“

Kommen wir zurück zur US-Regierung. Auch Außenminister Marco Rubio ist ein Kreuzritter, wie er erklärte:

„Kurz gesagt, erkläre ich es in einfachem Englisch: Der Iran wird von Wahnsinnigen regiert, von religiösen Fanatikern. Sie haben Ambitionen, Atomwaffen zu erwerben.“

Und nochmal Kriegsminister Pete Hegseth. Der Islam lässt ihm keine Ruhe:

„Verrückte Regime wie der Iran, besessen von prophetischen islamischen Wahnvorstellungen, können keine Atomwaffen besitzen. Ihr Krieg gegen die Amerikaner wurde zu unserer Rache gegen den Ayatollah und seinen Todeskult.“

Ein gefährliches Unterfangen. Warum muss man auch noch religiöse Zwietracht säen? Es gibt Menschen in den USA, die das verstehen. Vali Naser, Politikwissenschaftler an der Johns Hopkins University, sagte:

„Vielleicht ist dies der verzweifelte Versuch, den Amerikanern den gescheiterten militärischen Plan zu erklären, aber je mehr die USA ihn als neuen Kreuzzug darstellen, desto mehr schüren sie den Zorn der Muslime weit über die Region hinaus.“

Unser Korrespondent Valentin Bogdanow berichtet aus den USA.

Zu Beginn der dritten Woche des Krieges gegen den Iran befindet sich Donald Trump auf der Andrews Air Force Base zwischen Himmel und Erde. Oder vielleicht sogar zwischen Hammer und Amboss, wenn man ihn anhand der erzielten und nicht erzielten Ergebnisse misst. Journalisten fragten ihn dort: „Wie lange wird der Krieg Ihrer Meinung nach noch dauern?“

„Das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich meine, ich habe da so meine Idee, aber was spielt das schon für eine Rolle? Er wird so lange dauern, wie nötig. Sie sind zerstört. Das Land ist in einem schrecklichen Zustand. Alles zerfällt“, war Trumps Antwort.

Es zerfällt, das wird den Amerikanern eingeredet, und zwar genau so, wie in Hollywood-Filmen. 35 Jahre später hat sich der CNN-Krieg – so wurde „Desert Storm“ genannt, weil er live übertragen wurde – dank der Bemühungen des Social-Media-Teams des Weißen Hauses zu einem Blockbuster-Krieg mit einem nostalgischen Soundtrack von jemandem wie John Lee Hooker entwickelt. Zu dem Video sagt die Stimme von Hegseth aus dem Off:

„Wir haben diesen Krieg nicht angefangen. Aber unter Präsident Trump beenden wir ihn. Ihr Krieg gegen Amerika ist zu unserer Rache geworden.“

Oder vielleicht ein Shooter-Krieg, in dem Entmenschlichung die wichtigste Aufgabe ist und bei dem alle Teilnehmer angeblich unendlich viele Leben haben? Von Call of Duty und GTA bis hin zu Retro-Arcades der frühen Nintendo-Ära. Da ist es zu den Atari-Konsolen der späten 1970er-Jahre nur ein Katzensprung.

Aber das ist praktisch verbotenes Terrain, denn damals gab es nicht nur die iranische Revolution, sondern auch die zweite Ölkrise in der Geschichte der USA. Und 47 Jahre danach folgt unter dem 47. US-Präsidenten die dritte Ölkrise.

In einer amerikanischen Late Night Show spottete der Moderator:

„Die Ölpreise steigen inmitten von Ereignissen, die Experten als die schlimmste Energiekrise seit den 1970er-Jahren bezeichnen. Dankt Donald Trump und seinem irrsinnigen und illegalen Krieg im Iran.“

Die Preise an den Tankstellen ändern sich täglich. Benzinpreise von 5 Dollar im Jahr 2022 führten dazu, dass Bidens Zustimmungswerte auf kritisch niedrige 38 Prozent fielen. Trumps aktueller Tiefstwert liegt bei 39 Prozent.

So sind die Zeiten heute: Nicht alle für einen, sondern jeder für sich. Die Verbraucher haben leere Tanks, die Länder der Welt haben die blockierte Straße von Hormus. Und so sind selbst die Verbündeten, die Trump vor kurzem noch angeblafft hat, nun außer Hörweite. Trump schrieb in seinem sozialen Netzwerk: „Ich hoffe, China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere von dieser künstlichen Blockade betroffene Länder entsenden Schiffe in die Region, damit die Straße von Hormus nicht mehr von einem Land bedroht wird, das völlig enthauptet wurde.“

Allerdings fand sich auch nach einem zweiten Post niemand, der die von den USA auf den Grund des Persischen Golfs geschickten Öllieferungen schützen wollte. Das Ausweichmanöver war, 172 Millionen Barrel aus der US-amerikanischen strategischen Reserve auf den Markt zu werfen.

US-Senator Chris Murphy warnte:

„Wenn die Straße von Hormus noch einige Wochen oder Monate geschlossen bleibt, wird das eine globale wirtschaftliche Katastrophe. Meine Wähler zahlen bereits jetzt einen hohen Preis für diesen Krieg. Alles wird sich endlos verschlimmern, wenn die Straße nicht geöffnet wird, aber die Regierung hat keinen Plan dafür.“

Das Pentagon beharrt unter seinem Kapitän auf seinem Kurs und verdreht die Vorgänge:

„Derzeit behindert nur der iranische Beschuss von Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Würde der Iran das nicht tun, wäre die Straße für den Transit geöffnet.“

Den totalen Tiefpunkt haben aber diejenigen im Weißen Haus erreicht, die über den Tod von Kindern an einer iranischen Mädchenschule sprechen. In Minab wurden bereits Überreste einer Tomahawk-Rakete gefunden und es wurde ein Video des Angriffs veröffentlicht, das eindeutig eine anfliegende Tomahawk zeigt, doch Trump bleibt stur, wenn er gefragt wird, ob die USA irgendeine Verantwortung für den Angriff übernehmen: „Nun, das habe ich nicht gesehen. Und ich sage Ihnen, dass die Tomahawk-Marschflugkörper, eine der mächtigsten Waffen überhaupt, auch von anderen Ländern gekauft und eingesetzt werden.“

Tatsächlich hat selbst Israel, der wichtigste Verbündete der USA, keine Tomahawks.

Hegseth erklärte unterdessen: „Die iranische Führung ist nicht in der besten Verfassung. Sie verstecken sich verzweifelt und zitternd vor Angst. So machen es Ratten. Wir wissen, dass der neue, sogenannte ‚nicht ganz so oberste Führer‘ verletzt wurde.“

Pete Hegseth, ein Veteran des Irakkrieges und ehemaliger Moderator von Fox News, der von Trump zum Verteidigungsminister und dann automatisch auch zum Kriegsminister befördert wurde, dominiert seit Beginn der Militäroperation mit seinen Pentagon-Briefings die Nachrichten und überlässt niemandem das Feld. Vielleicht zu seinem eigenen Unglück.

Die US-Senatoren Hollen und Warren fordern in einem Video Hegseths Rücktritt. In dem Video findet zwischen beiden dieser Dialog statt.

Hollen: „Er muss sofort entlassen werden. Und zwar deshalb.“

Warren: „Die vorläufigen Ermittlungsergebnisse wurden veröffentlicht. Sie deuten darauf hin, dass das US-Militär wahrscheinlich eine Mädchenschule bombardiert und dabei 175 Menschen, hauptsächlich Mädchen im Alter von 7 bis 14 Jahren, getötet hat.“

Hollen: „Es gab bereits Signalgate, bei dem er unsere Truppen gefährdet hat. Dann gab es die Angriffe auf Boote in der Karibik. Und es gab Fälle, in denen wehrlose Schwimmer beschossen wurden.“

Warren: „Ja, genau, ohne jegliche Folgen.“

Hollen: „Er hat keine Ahnung, was er in diesem Krieg mit dem Iran tut.“

Dafür sind die Kosten dieses Krieges klar. Das Pentagon bereitet schon einen Antrag auf zusätzliche 50 Milliarden Dollar vor. Im aktuellen Tempo würde das für etwa drei Wochen reichen.

Jen Psaki sagte in ihrer Fernsehsendung:

„Vorläufigen Schätzungen zufolge hat Trumps Krieg die amerikanischen Steuerzahler allein in den ersten zwei Tagen 5,6 Milliarden Dollar gekostet. Pete Hegseths Pentagon war schon vor Kriegsbeginn in einem wahren Ausgabenrausch und hat allein im September 15 Millionen Dollar für – falls Sie diese Geschichte noch nicht kennen, recherchieren Sie sie – Steaks und weitere 6,9 ​​Millionen Dollar für Hummerschwänze ausgegeben.“

Die Öffentlichkeit fragt sich verwundert, wozu der Pentagon-Chef, der, wie wir uns erinnern, so vehement auf „dicke Generäle“ geschimpft hat, neben diesem protzigen Luxus auch noch PAW-Patrol-Aufkleber im Wert von 3.000 Dollar, eine Muramatsu-Flöte für 22.000 Dollar und einen Steinway-Flügel für 98.000 Dollar braucht.

Doch das ist Vergangenheit. Er sollte lieber auf dringendere Fragen antworten, die alle US-Fernsehsender stellen: Schicken die USA Bodentruppen oder nicht?

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses Karoline Leavitt blieb die Antwort jedenfalls schuldig:

„Was die Truppenpräsenz betrifft, hat sich der Präsident klug und wiederholt dazu geäußert. Er schließt keine Option aus.“

Senator John Kennedy sagte dazu in einer Talkshow:

„Ich glaube nicht, dass der Präsident Truppen schicken oder Bodentruppen einsetzen wird. Das ist eine ganz andere Geschichte. Ich denke, ich irre mich da nicht. Aber wenn er es doch tut, werde ich mir als Erster an die Stirn schlagen; ich werde ohnmächtig.“

Vielleicht sollte Senator Kennedy seine Stirn angesichts der Berichte über die Verlegung amerikanischer Marinesoldaten von Okinawa schützen. Im Rahmen der weiteren Ausweitung des Krieges hat das Pentagon 5.000 Marines und Matrosen an Bord von drei amphibischen Angriffsschiffen der Marine in den Nahen Osten verlegt. Offizielle Stellen betonen, dass diese Verlegung nicht bedeutet, dass diese Marinesoldaten als Bodentruppen im Iran eingesetzt werden, obwohl sie dazu in der Lage wären.

Selbst eine begrenzte Bodenoperation kann die Opferzahlen drastisch erhöhen. Der Nebel des Krieges verbirgt die unangenehmsten Überraschungen. Wer im Pentagon hätte ahnen können, dass zwei Boeing KC-135 Stratotanker-Tankflugzeuge ohne fremde Hilfe über dem Irak in der Luft kollidieren würden?

In den Augen von Trumps Kritikern ähnelt sein „Epic Fury“ immer mehr der eklatanten Inkompetenz des gesamten militärpolitischen Apparats, der zu versagen begann, als Washington auf’s Gas drückte. Senator Mark Kelly, ein Demokrat aus Arizona, sagte es so:

„Dieser Präsident ist ohne strategisches Ziel, ohne Plan, ohne Zeitplan in diesen Krieg gezogen.“

Die Spaltung über den Krieg mit dem Iran ist bereits öffentlich sichtbar. Führende Regierungsmitglieder, allen voran Vizepräsident J.D. Vance und Stabschefin Susie Wiles, drängen Trump, den Krieg einzuschränken und sich so schnell wie möglich zurückzuziehen. Sie warnen, dass die Krise im Nahen Osten die Benzinpreise drastisch erhöhen und ihre innenpolitischen Botschaften zur Wirtschaft untergraben könnte. Gleichzeitig drängen die Falken in der Republikanischen Partei auf ein härteres Vorgehen gegen die Islamische Republik und rücken Trump damit von seinen Wahlversprechen ab, Kriege im Ausland zu vermeiden.

Einerseits ist das eine klassische Trump-Taktik. Er versucht, alle Wählergruppen gleichzeitig anzusprechen. Für die Falken bedeutet es die Hoffnung auf Fortsetzung, während er allen anderen das Gefühl vermittelt, dass bald alles vorbei sein werde. Das Problem liegt im Manöver selbst. Es ist Wahljahr, im November wird der Kongress neu gewählt, und Trumps sinkende Zustimmungswerte – laut einigen Umfragen liegt er bereits, wie Biden, bei 38 Prozent – werden unweigerlich die Umfragewerte der Republikaner nach unten ziehen.

Marjorie Taylor Greene sagte dazu:

„Dieser Krieg ist nicht das, wofür die Amerikaner 2024 gestimmt haben. Wir haben für genau das Gegenteil gestimmt, für ein Ende der Kriege im Ausland und der Regimewechsel. Und viele Mitglieder der Regierung, darunter J.D. Vance, Tulsi Gabbard und andere, haben uns während des Wahlkampfs gesagt, dass sie einen Krieg mit dem Iran für eine schreckliche Idee halten. Das hat auch Charlie Kirk immer wieder betont.“

J.D. Vance ist von den Genannten wohl in der schwierigsten Lage, schließlich gilt er als potenzieller Nachfolger, doch der Iran hat ihn und Trump eindeutig in unterschiedliche Richtungen getrieben, obwohl der US-Präsident noch immer versucht, die Wogen zu glätten. Auf eine entsprechende Frage sagte Trump:

„Wir kommen in dieser Frage gut miteinander klar. Ich würde sagen, dass er philosophisch gesehen etwas anders drauf war als ich. Ich glaube, er war bei den Aussichten weniger euphorisch als ich. Aber wir mussten es tun. Ich denke, wir hatten keine Wahl.“

Die amerikanische Bevölkerung auf amerikanischem Boden zu schützen, insbesondere vor unerwarteten Bedrohungen, wird zunehmend zu einer sehr praktischen Aufgabe. US-Geheimdienste befürchten, dass iranische Schläfer erwachen.

Der letzte Angriff auf das US-Festland erfolgte im Februar 1942 durch Japan, als das U-Boot I-17 das Ölfeld von Ellwood in Kalifornien beschoss. Und der verheerende Anschlag der Terroranschläge vom 11. September.

Nun brannte eine Synagoge in West Bloomfield, einem Vorort von Detroit. In das Gebäude, in dem sich auch eine Grundschule mit über 100 Kindern befand, fuhr ein mit Sprengstoff und Granaten beladener Pickup. Danach stieg der Angreifer Ayman Mohamad Ghazali mit einem Gewehr aus dem Fahrzeug und eröffnete das Feuer.

ABC News berichtete: „Heute Abend tauchte ein grausames neues Video auf, das laut Polizei einen Mann zeigt, der mit einem mit Sprengstoff beladenen Lkw in eine der größten Synagogen des Landes fährt. Nur zwei Tage vor dem Anschlag hatte er Feuerwerkskörper im Wert von 2.000 Dollar gekauft. Phantom Fireworks, eine Firma, die 30 Minuten vom Tempel Israel entfernt liegt, teilte uns mit, dass Ayman Ghazali seinen Wagen belud und behauptete, das Feuerwerk sei für eine Feier zum Ende des Ramadan bestimmt.“

Ayman Mohamad Ghazali, ein Restaurantangestellter aus dem Libanon, wanderte 2011 in die USA ein. Fünf Jahre später erhielt er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und verlor bei einem israelischen Bombenangriff auf seine Heimatstadt kürzlich seine Familie, darunter seine Nichte, seine Neffen und seine Brüder. Laut NBC gehörten die Ghazali-Brüder einer Raketeneinheit der Hisbollah an.

Gretchen Whitmer, die Gouverneurin von Michigan, erklärte:

„Dieser Angriff war Ausdruck von Antisemitismus. Es war Hass, nichts weiter. Wir werden dieses uralte und weit verbreitete Übel bekämpfen. Wir werden zusammenstehen und es verurteilen.“

Der Angriff auf die Synagoge war der zweite in den USA an einem einzigen Tag. Bei einer Schießerei während eines Lehrgangs für Reserveoffiziere an der Old Dominion University in Norfolk, Virginia, wurde ein Oberstleutnant der US-Armee, ein Ausbilder, getötet. Der Angreifer, der 36-jährige ehemalige Nationalgardist Mohamed Baylor Jalloh, der wegen Unterstützung des IS verurteilt, aber vor zwei Jahren auf Bewährung freigelassen worden war, wurde von den Reservisten getötet.

Das Fernsehen berichtete: „Bei diesem Angriff auf dem Campus wurde eine Person getötet und zwei weitere verletzt. Der Täter schoss auf einen Klassenraum, in dem zukünftige Offiziere ausgebildet werden, und hatte es gezielt auf diese Schüler abgesehen. Er fragte sogar jemanden: ‚Ist das das Reservisten-Klassenzimmer?‘, bevor er den Raum betrat und das Feuer eröffnete. Er rief außerdem ‚Allahu Akbar‘, als er erneut schoss.“

Weder Ghazali noch Jalloh waren, laut aktuellen Informationen der US-Geheimdienste, iranische Schläfer. Sie waren mit ziemlicher Sicherheit Einzeltäter, die durch die amerikanische Offensive „Epic Fury“ mobilisiert wurden.

Ende der Übersetzung

Quellen und Anmerkungen

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.


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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 16. März 2026 auf anti-spiegel.ru.

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Bild: Davos, Schweiz, 22. Januar 2026. Porträt von Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Bildquelle: UkrPictures / Shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Rubio designates Afghanistan as 'state sponsor of wrongful detention': 'Despicable tactics'

11. März 2026 um 04:55

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U.S. Secretary of State Marco Rubio designated Afghanistan as a "state sponsor of wrongful detention," accusing the Taliban of "unjustly" detaining Americans and other foreign nationals.

In his announcement on Monday, Rubio said the Taliban continues to use "terrorist tactics" that he insisted "need to end."

"I am designating Afghanistan as a State Sponsor of Wrongful Detention," Rubio said in a statement. "The Taliban continues to use terrorist tactics, kidnapping individuals for ransom or to seek policy concessions. These despicable tactics need to end."

The secretary also called on the terror group to free a pair of Americans who are "unjustly detained" in Afghanistan.

IRAN REGIME CITED AS TRUMP ADMIN SET TO DESIGNATE SUDAN'S MUSLIM BROTHERHOOD A TERROR GROUP

"It is not safe for Americans to travel to Afghanistan because the Taliban continues to unjustly detain our fellow Americans and other foreign nationals," he said. "The Taliban needs to release Dennis Coyle, Mahmoud Habibi, and all Americans unjustly detained in Afghanistan now and commit to cease the practice of hostage diplomacy forever."

Coyle, 64, was detained more than a year ago without charges by the Taliban General Directorate of Intelligence, according to his family, noting that he still has not been charged. His family said he was legally working to support Afghan language communities as an academic researcher.

Habibi, a 38-year-old American citizen who was born in Afghanistan, was taken along with his driver from their vehicle in the capital of Kabul in August 2022 by the Taliban General Directorate of Intelligence, according to the State Department.

The FBI said Habibi was previously Afghanistan’s director of civil aviation and worked for the Kabul-based telecommunications company Asia Consultancy Group. The FBI said the Taliban detained 29 other employees of the company but has released most of them.

Habibi has not been heard from since his arrest, and the Taliban has not disclosed his whereabouts or condition, according to the State Department and FBI. The Taliban has previously denied it detained Habibi.

The U.S. is also calling for the return of the remains of Paul Overby, an author who was last seen close to Afghanistan's border with Pakistan in 2014, according to Reuters, citing two sources familiar with the situation.

The State Department could restrict the use of U.S. passports for travel to Afghanistan if the Taliban does not meet the U.S. government's demands, the sources told the outlet.

A passport restriction of this kind is currently only in place for North Korea.

The Taliban called the decision by Rubio to designate Afghanistan a "state sponsor of wrongful detention" regrettable, adding that it wanted to resolve the matter through dialogue.

STATE DEPARTMENT DEFENDS 'PROACTIVE' EVACUATION EFFORTS AGAINST DEMS' CLAIMS OF DIPLOMATIC CHAOS

The Taliban took control of Afghanistan in 2021 during the U.S. military’s chaotic withdrawal from the country that ended the 20-year war in the region.

Rubio gave the "state sponsor of wrongful detention" designation to Iran late last month, just one day before the U.S.-Israeli strikes on the country. He warned that the U.S. could restrict travel to Iran over its detention of U.S. citizens, but there have not been any restrictions yet.

"The Iranian regime must stop taking hostages and release all Americans unjustly detained in Iran, steps that could end this designation and associated actions," Rubio said at the time.

Reuters contributed to this report.

(Auszug von RSS-Feed)

Cuban activist to Trump: ‘Make Cuba great again’ by ending communist rule

10. März 2026 um 18:16

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As Cuba faces rolling blackouts, food shortages and renewed protests, Cuban human rights activist Rosa María Payá is warning in an interview to Fox News Digital that the island’s deepening crisis cannot be solved with economic reforms alone and is urging the United States to maintain pressure on the communist government in Havana.

The recent outages and shortages are tied to Cuba’s worsening energy and economic crisis. 

A recent nationwide blackout was triggered by a failure at the Antonio Guiteras thermoelectric plant, the island’s largest power station, cutting electricity across much of the country, according to Reuters. The crisis has been compounded by fuel shortages after the Trump administration moved to curtail oil shipments to the island, particularly from Venezuela — one of Cuba’s main suppliers. 

Cuban officials say U.S. sanctions have worsened the country’s economic difficulties, while repeated power plant failures and an aging electrical grid have left millions facing prolonged blackouts that have fueled growing public frustration and protests.

RUSSIA WARNS AGAINST 'PROVOCATIVE ACTIONS' AROUND CUBA AFTER 4 KILLED ONBOARD US-REGISTERED SPEEDBOAT

The state-run company blamed U.S. sanctions in an official statement, saying, "Without ending the financial blockade, there can be no permanent energy stability," according to CubaHeadlines.

The Trump administration has increased pressure on Cuba in recent months, tightening sanctions and targeting oil shipments that help power the island’s energy system. The measures are part of a broader effort to weaken the Cuban government and support democratic change on the island. 

"To President Trump, it's important for you to know that the Cuban people are grateful for what this administration is doing and that we are ready, and we want to make Cuba great again," Payá said, addressing him directly. "And that means an end to the communist dictatorship, not just a new economy, but a new republic." 

Her appeal comes as Cuba has re-emerged in Washington’s foreign policy discussions. Secretary of State Marco Rubio, the son of Cuban immigrants and one of the most prominent Cuban–American voices in U.S. politics, long has advocated a tougher stance toward Havana and stronger support for pro-democracy movements on the island. 

The Trump administration has recently increased pressure on the Cuban government, including measures targeting oil shipments that help sustain the island’s struggling energy sector. 

Trump praised Rubio during a press conference Tuesday and suggested he could play a central role in any potential negotiations with Havana.

"Marco Rubio is doing a great job," Trump said. "I think he's going to go down as the greatest secretary of state in history. They trust Marco."

A White House official told Fox News Digital Tuesday that, "The United States supports the Cuban people’s pursuit of democracy, prosperity, and fundamental freedoms. The United States calls on the Cuban regime to end its repression, release all unjustly detained political prisoners, and respect the rights and freedoms of all Cuban people."

"We want to work with President Trump and with Secretary Rubio, the opposition is united," Payá said. "We have a plan. It's called the Freedom Accord," she added, referring to a democratic transition framework promoted by opposition groups in Cuba. "We are ready to lead this process. The moment is now, Mr. President."

Opposition groups have developed the Freedom Accord, a political roadmap for democratic change, which she says would guide a transition away from the current system in Cuba. 

Payá, 37, who escaped the country 13 years ago, has spent the past decade advocating internationally for democratic change in Cuba. 

She is the daughter of prominent dissident Oswaldo Payá, founder of the Christian Liberation Movement and architect of the Varela Project, a petition campaign in the early 2000s that gathered more than 25,000 signatures demanding free elections and civil liberties in Cuba.

Her father died in 2012 alongside fellow activist Harold Cepero in what Payá describes as an assassination by the Cuban regime. Cuban authorities said the men were killed in a car crash in eastern Cuba, but the Inter-American Commission on Human Rights later concluded there were "serious indications" that Cuban state agents were involved in the deaths.

"After the Cuban regime assassinated my father … I have been trying to follow his legacy together with many, many other Cubans on the island and in exile that today believe that we have a real chance and freedom," she said, describing a movement that today includes activists both on the island and in exile.

FLORIDA LAUNCHES PROBE AFTER CUBA KILLS 4 ABOARD US-FLAGGED SPEEDBOAT NEAR KEYS

The crisis inside Cuba has reached a level where basic survival has become a daily struggle for many families, according to Payá.  

"The situation today is that mothers don't know if they are going to be able to feed their child tonight," she said. "Most of the island has been suffering blackouts that last for days on many occasions."The island has experienced waves of unrest in recent years driven by economic collapse and political repression. 

The largest demonstrations against the regime erupted on July 11, 2021, when thousands of Cubans took to the streets across the island chanting "freedom" in the biggest protests since the 1959 revolution.

Authorities responded with mass arrests and prison sentences for many demonstrators. 

For Payá, those protests reflected something deeper than economic frustration.

"The Cuban people have been fighting for freedom for the last 67 years," she said. "We are demanding political freedom, not just a new economy."

Despite comparisons between Cuba’s crisis and the political turmoil in Venezuela, Payá argues the situation in Cuba is fundamentally different. 

"Cuba's situation is quite different," she said. "This is the longest running communist dictatorship in the Western hemisphere." 

MARCO RUBIO EMERGES AS KEY TRUMP POWER PLAYER AFTER VENEZUELA OPERATION

While she emphasized that Cubans themselves must ultimately drive political change, Payá said international pressure remains essential because of the regime’s ability to repress dissent.

Her appeal comes as Cuba has re-emerged in Washington’s foreign policy discussions.

Payá said the Cuban opposition hopes the United States will continue supporting democratic change on the island.

"I believe that President Trump knows very well, better than anyone, the difference between a real deal and a better one," she said. "He understands that this dictatorship must end."

"To end the crisis," she added, "we need to end the regime."

Fox News Digital reached out to the White House and Rubio for comment and has not yet received a reply. 

(Auszug von RSS-Feed)

Rubios Rede war eine Kriegserklärung an das Völkerrecht und den Rest der Welt

15. Februar 2026 um 17:50

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US-Außenminister Rubio hat bei der Münchener Sicherheitskonferenz eine Rede gehalten, die man eigentlich nur als Kriegserklärung an das Völkerrecht und den Rest der Welt bezeichnen kann. Deutsche Medien sind jedoch voll und ganz damit beschäftigt, in der Rede irgendwelche Hoffnungsschimmer für die transatlantischen Beziehungen und die Unterstützung der USA im Krieg gegen Russland zu suchen. […]
(Auszug von RSS-Feed)
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