Paul Homewood, NOT A LOT OF PEOPLE KNOW THAT
Großartiges Video von Peter Ridd:
Hier das mit KI formatierte Transskript:
Computermodelle zur Vorhersage von Wetter und Klima ähneln sich eigentlich ziemlich stark. Sie basieren auf grundlegenden physikalischen Prinzipien – den Bewegungsgesetzen, Newton’schen Bewegungsgesetzen, Thermodynamik, Strahlungstransport – und benötigen einen sehr leistungsstarken Computer.
Und der Wettermann bekommt oft viel Kritik für Vorhersagen, die nicht immer zutreffen. Das ist meiner Meinung nach sehr unfair, denn die Modelle sind eigentlich hervorragend, und es besteht kein Zweifel daran, dass sie sich in den letzten Jahrzehnten enorm verbessert haben.
[Siehe hierzu meine Anmerkung am Ende. A. d. Übers.]
Aber Klimamodelle? Nicht so sehr.
Nun lebe ich in einer Gegend, in der wir jedes Jahr ein paar Zyklone meistern müssen, und ich finde es unglaublich, wie gut zum Beispiel der Wetterdienst die zukünftigen Zugbahnen dieser Zyklone vorhersagt. Beim tropischen Zyklon Narelle haben sie zum Beispiel hervorragende Arbeit geleistet. Sie sagten voraus, er würde über die Kap-York-Halbinsel hinweg ins Northern Territory ziehen. Und genau das ist auch passiert. Ich erinnere mich an eine Zeit, als diese Vorhersagen so gut wie nutzlos waren – wenn es einen Zyklon im Korallenmeer gab, lauteten die Vorhersagen im Grunde genommen, dass er überall hinziehen könnte.
Schauen wir uns also einmal an, warum die Wettervorhersagen in den letzten Jahrzehnten so viel besser geworden sind. Es gibt vier Gründe, und wir werden uns nur auf einen konzentrieren.
Erstens haben wir die physikalischen Vorgänge in der Atmosphäre besser im Griff. Es ist nicht viel besser, und eigentlich ist es auch keine große Sache. Der zweite Punkt ist, dass wir viel leistungsfähigere Computer haben, und das macht einen Unterschied. Der dritte Grund, und der wird jetzt langsam wichtig ist, dass wir heute riesige Datenmengen aus der jüngeren Vergangenheit haben und fortschrittliche statistische Verfahren nutzen können – KI, wenn man so will –, um die Vorhersagen zu unterstützen. Genauso wie ChatGPT auf alles trainiert wird, was jemals im Internet geschrieben worden ist, um eine Antwort auf eine Frage zu geben, die einigermaßen plausibel klingt, lässt sich das Gleiche auch beim Wetter tun. Man nutzt die Daten aus der Vergangenheit, um herauszufinden, was passieren würde, wenn die Bedingungen damals mehr oder weniger denen von heute ähnelten.
Der vierte Grund ist jedoch sehr, sehr wichtig, und darauf werden wir uns heute konzentrieren. Und es ist etwas, das nicht allgemein bekannt ist: Wir können die Atmosphäre mittlerweile viel genauer messen, manchmal sogar auf überraschende Weise.
Es hat sich herausgestellt, dass es für eine Wettervorhersage für morgen sehr hilfreich ist, wenn man – überall – genau weiß, wie das Wetter heute ist.
Um das zu verstehen, müssen wir uns nun genauer ansehen, wie Wetter- und Klimamodelle funktionieren, inwiefern sie sich ähneln und worin sie sich unterscheiden.
Die großen physikalischen Berechnungen stützen sich also auf die Gesetze der Thermodynamik – darüber, wie sich Luft ausdehnt, erwärmt, abkühlt und wie sich Wasserdampf bildet – und dafür gibt es jede Menge wirklich schöne mathematische Gleichungen. Einige sind sehr genau. Andere, etwa die zu Wolken, sind eigentlich ziemlich kompliziert – im Grunde nur fundierte Vermutungen. Dann gibt es noch die Physik der gesamten Strahlung: die einfallende Sonnenstrahlung, die Infrarotstrahlung, die vom Boden, von den Wolken und sogar von der Luft selbst ausgeht.
Diese basieren auf einem großen Modell, das Newtons Bewegungsgesetze nutzt – der gute alte Newton –, um zu berechnen, wie sich die Luft bewegt: der Wind, die vertikalen Bewegungen und was diese Luft mit sich führt – die Luftfeuchtigkeit, ihren Impuls, ihre kinetische Energie. Mit Newtons zweitem Gesetz lässt sich berechnen, wie diese Luft beschleunigt. Das ist das A in F = MA – im Grunde genommen, wie sie ihre Geschwindigkeit oder Richtung ändert.
Aber wir müssen die Masse der Luft kennen, und das ist nicht allzu schwer. Wir teilen einfach die gesamte Atmosphäre in viele kleine Abschnitte auf, die jeweils einige Kilometer breit und etwa einen Kilometer hoch sind. Dann müssen wir F kennen, also die Kraft, die auf die Luft wirkt. Viele Faktoren tragen dazu bei: der Luftdruck, die Erdrotation, die Luftdichte. Anschließend berechnen wir die Beschleunigung, also die Änderung der Geschwindigkeit oder Richtung, über einen bestimmten Zeitraum.
Wir können das mit den Berechnungen für ein beschleunigendes Auto vergleichen. Man hat einen Motor, der die Kraft erzeugt, und nehmen wir an, das Auto beschleunigt um 20 km/h pro Sekunde – oder zumindest wird es jede Sekunde um 20 km/h schneller. So können wir berechnen, wie schnell es beispielsweise in fünf Sekunden fahren wird. Fünf mal 20 ist 100 – wir werden 100 km/h schneller fahren als zu Beginn.
Aber hier ist der entscheidende Punkt: Um zu wissen, wie schnell wir in fünf Sekunden fahren werden, muss man wissen, wie schnell man zu Beginn gefahren ist. Wenn wir an der Ampel stillstanden, fahren wir in fünf Sekunden 100 km/h. Wenn wir jedoch bereits 60 km/h fuhren, als wir das Gaspedal durchdrückten, fahren wir nun 60 plus 100 – also 160 km/h – in fünf Sekunden.
Man muss die Anfangsbedingungen kennen, um herauszufinden, wie schnell man am Ende sein wird. Die Anfangsbedingung ist der Fachbegriff aus der Differentialgleichung, auf der das alles basiert, und das gilt auch für das Wetter. Man kann die Windgeschwindigkeit oder -richtung von morgen nicht berechnen, wenn man nicht weiß, wie hoch die Windgeschwindigkeit und -richtung heute sind. Und es geht nicht nur um den Wind – es geht auch um den Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit.
Nun, beim Wetter ist es wie bei vielen anderen Systemen auch: Wenn man die Anfangsbedingungen falsch angibt, kann das Endergebnis völlig anders ausfallen, selbst wenn man sich bei der Anfangsbedingung nur um ein winziges bisschen irrt. Diese hier herumrollenden Kugeln beispielsweise starteten aus einer nur ganz leicht unterschiedlichen Position, und nach kurzer Zeit befinden sie sich an einer völlig anderen Stelle. Das ist ein klassisches Beispiel für ein zusammengesetztes Pendel – die beiden Pendel starteten an ganz leicht unterschiedlichen Positionen, aber wenn man die Zeit voranschreitet, sind sie schließlich nicht mehr annähernd an derselben Position. Und genau so ist es auch mit dem Wetter. Wenn man die Anfangsbedingungen falsch einschätzt, kann man in ein, zwei oder drei Wochen unmöglich eine genaue Wettervorhersage haben.
Wie hat sich also unsere Fähigkeit, das Wetter zu messen, so sehr verbessert?
Erstens können Satelliten zwar Wolken erkennen, aber das ist erst der Anfang. Sie können tatsächlich die von der Luft selbst ausgehende Mikrowellen- und Infrarotstrahlung überwachen und messen, um ein Profil der Lufttemperatur und der Luftfeuchtigkeit von der Obergrenze der Atmosphäre bis hinunter zur Erdoberfläche zu erstellen. Zwar wird nach wie vor das alte Verfahren angewendet, bei dem Ballons mit Feuchtigkeits- und Temperatursensoren aufsteigen gelassen werden, doch ist dies nur an wenigen Orten möglich. Wenn das Amt dies also tut, wie Sie auf dieser Karte sehen können, sind es nicht sehr viele Orte, und mitten auf dem Ozean ist dies nicht möglich.
Aber hier ist etwas, das ich sehr interessant fand – eine Messmethode, die wir tatsächlich nutzen können: das GPS-System – das gleiche, das ihr mit eurem Handy nutzt, um euren Standort zu bestimmen. Es stellt sich heraus, dass es zur Überwachung der Luftfeuchtigkeit eingesetzt werden kann. Beim GPS-System werden Signale vom Satelliten zu Bodenstationen gesendet, und anhand der Zeit, die diese Signale benötigen, wird euer Standort ermittelt. Die Laufzeit dieser Signale hängt jedoch von der Luftfeuchtigkeit ab. So lassen sich ziemlich raffinierte Berechnungen anstellen und die Atmosphäre tatsächlich mit dem GPS-Signal untersuchen.
Was Sie hier also gerade sehen, ist nichts Geringeres als eine Revolution in der Art und Weise, wie wir das Wetter messen können. Wenn man das Wetter von heute kennt, kann man viel genauer vorhersagen, wie das Wetter morgen sein wird.
Schauen wir uns nun die Klimamodelle an. In vielerlei Hinsicht ähneln sie sich, aber das Klima ist gewissermaßen ein Durchschnitt der Wetterbedingungen, und diesen Durchschnitt bilden wir oft über einen Zeitraum von beispielsweise 30 Jahren. In einem Wettermodell berechnen wir die Veränderungen des Wetters und addieren oder subtrahieren diese von den heutigen Bedingungen. Bei Klimamodellen versuchen wir, anstatt Veränderungen im Laufe der Zeit zu berechnen, die durchschnittlichen Bedingungen über einen langen Zeitraum zu ermitteln.
Und es ist tatsächlich ziemlich interessant, dass selbst hier die aktuellen Klimamodelle oft von den großen, berühmten Klimamodellen falsch vorhergesagt werden – sie weichen also um bis zu einige Grad voneinander ab. Ich habe dazu ein Video gedreht.
Nun, vielleicht spielt das keine allzu große Rolle, denn was wir wirklich wissen wollen ist, wie sich das Klima verändern wird, wenn man beispielsweise die Kohlendioxidmenge oder einen anderen Parameter verdoppelt. So führen Modellierer oft interessante Simulationen durch, bei denen sie die Sonneneinstrahlung reduzieren oder sogar die Position der Kontinente und Ozeane verändern, um vergangene Klimata zu simulieren.
Das ist also ein wichtiger Unterschied: Wettermodelle berechnen die Wetterveränderung ausgehend vom heutigen Wetter und simulieren so das Wetter für morgen. Klimamodelle gehen in der Regel von einem groben Klimazustand aus und berechnen die Klimaveränderungen, wenn wir einen wichtigen Parameter verändern, wie zum Beispiel die Kohlendioxidkonzentration.
Verdopplung der Klimamodelle – Klimamodelle benötigen keine hochgenauen Messungen des heutigen Klimas, um die Veränderungen zu berechnen, wenn man beispielsweise die Kohlendioxidkonzentration verdoppelt. Wettermodelle hingegen benötigen sehr genaue Messungen des heutigen Wetters, um das Wetter in einer Woche oder einem Tag in der Zukunft zu berechnen.
Das bedeutet also, dass die Wettermodelle massiv von all den zusätzlichen Messungen profitiert haben, die Klimamodelle jedoch nicht – die zusätzlichen Daten, die wir für das heutige Wetter haben, helfen uns nicht dabei, das Wetter in 100 Jahren zu berechnen. Klimamodelle profitieren also nicht von dieser Revolution.
Was ist also die Moral der Geschichte? Man sollte den Wettermann nicht ständig kritisieren. Er leistet tatsächlich unglaublich gute Arbeit. Und dasselbe gilt für all die Techniker, die die Satellitenüberwachungssysteme, die GPS-Systeme und die statistischen Verfahren entwickelt haben – sie haben eine Revolution ausgelöst.
Was nun die Klimamodelle angeht – nun, sind sie tatsächlich besser bei der Vorhersage als eine einfache Überschlagsrechnung? Man kann eine sehr einfache Berechnung durchführen und erhält am Ende eine Zahl, die den Ergebnissen dieser riesigen Supercomputer sehr ähnlich ist. Und sagen die Modelle wirklich eine Katastrophe voraus? Und weisen die Modelle Diskrepanzen untereinander auf – große Diskrepanzen? Und haben wir ein grundlegendes Problem, dass wir erst 2050 oder 2100 sagen können, ob sie richtig oder falsch liegen, wenn es dann vielleicht schon viel zu spät ist, weil wir den Bogen überspannt haben – oder vielleicht erkennen wir, dass sie alle falsch lagen?
Meine Güte, sehen Sie mal auf die Uhr. Das müssen wir an einem anderen Tag machen.
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Anmerkung des Übersetzers: Bei den WETTER-Vorhersagemodellen (72 bis max, 168 Std. im Voraus, danach zeigen sie mehr oder weniger nur noch statistisches Rauschen) muss man unterscheiden zwischen den Basisfeldern und der Modell-eigenen Interpretation. Basisfelder sind die Verteilung von Druck, Feuchtigkeit und Temperatur in allen Schichten der Atmosphäre, so wie von Ridd beschrieben. Die Modell-eigene Interpretation interpretiert dann das Wetter, welches aus der Anordnung dieser Basisfelder folgt, also z. B. Niederschlagsmenge und -zeit, Sonnenscheindauer, Höchst- und Tiefsttemperaturen usw. Nichts Anderes machen auch die sog. „Wetter-Apps“. Die Erfahrung des Prognostikers dazu: Die Simulation der Basisfelder ist für 72 Stunden im Voraus fast perfekt, wie auch der Vergleich verschiedener Modellläufe (GFS, EZMW usw.) zeigt. Die Modell-eigene Interpretation ist es jedoch nicht, und hier kann ein erfahrener Prognostiker durchaus noch Verbesserungen des Modells erreichen. Es kommt nämlich immer wieder vor, dass verschiedene Modelle bei fast identisch simulierten Basisfeldern nach 72 Std. z. B. völlig unterschiedliche Niederschlagsmengen simulieren.
Nichts dergleichen gilt für Klima-Modelle.
Der Beitrag Warum Wettervorhersage-Modelle richtig gut geworden sind – Klimavorhersage-Modelle aber nicht erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
H. Sterling Burnett
Das Team von „Climate Realism“ widerlegt bereits seit einigen Jahren die von „World Weather Attribution“ (WWA) in rascher Folge erstellten Studien zur Zuordnung von Extremwetter-Ereignissen. In gewisser Weise gleicht das einem „Whack-a-Mole“-Spiel: Fast jeden Tag, wenn nicht sogar täglich, kommt es irgendwo auf der Erde zu einem Extremwetterereignis, und da diese Studien weder auf Daten basieren noch einer Begutachtung unterzogen werden, lassen sich die Modelle im Handumdrehen erstellen, welche die Ergebnisse generieren. Man speist die fehlerhaften Annahmen und Zirkelschlüsse in die Computer ein, und – „Presto! Ta-da!“ – schon hat man es: den „Beweis“, dass der Klimawandel eine bestimmte Überschwemmung, einen Waldbrand, einen Hurrikan, eine Hitzewelle usw. verursacht hat oder diese zumindest „X-mal“ oder zu „X Prozent“ wahrscheinlicher gemacht hat.
Die WWA ist teilweise ehrlich in Bezug darauf, was sie ist und was sie tut. Sie wurde von einer Gruppe von Wissenschaftlern gegründet, ist jedoch keine wissenschaftliche Einrichtung: Sie ist eine aktivistische Denkfabrik. Ihr Ziel ist es, Klimaschutzmaßnahmen anzustoßen, was so ziemlich das Gegenteil davon ist, objektiv ein fundiertes Verständnis der Ursachen und potenziellen oder wahrscheinlichen Folgen des Klimawandels zu entwickeln. Tatsächlich arbeitet die WWA gezielt daran, Berichte zu erstellen, die bestimmte extreme Wetterereignisse mit dem Klimawandel in Verbindung bringen, solange die Nachrichten über das Ereignis noch frisch sind.
Diese schnellen Attributionsberichte sorgen für gute Schlagzeilen und spielen der unter Insidern akzeptierten Erzählung in die Hände, dass der anthropogene Klimawandel für alles Schlechte verantwortlich ist. Daher bringen die Mainstream-Medien, die Fachpresse und Umweltjournalisten Geschichten, in denen sie die alarmierenden Ergebnisse der Berichte als unumstößliche Wahrheit anpreisen, ohne sich die Mühe zu machen, die Fakten zu überprüfen oder nach gegenteiligen Belegen zu suchen.
Der Statistiker Dr. William Briggs hat eine hervorragende Zusammenfassung darüber verfasst, wie Attributionsmodelle funktionieren:
Ein Modell des Klimas, das zwar nicht existiert, aber angeblich darstellen soll, wie das Klima aussehen würde, hätte die Menschheit nicht in es „eingegriffen“, wird viele Male durchgespielt. Die Ergebnisse dieser Durchläufe werden auf „schlechte“ oder „extreme“ Ereignisse untersucht, wie beispielsweise höhere Temperaturen, eine erhöhte Anzahl von Hurrikanen, die auf Land treffen, oder Niederschlagsmengen, die einen bestimmten Wert überschreiten. Die Häufigkeit, mit der diese negativen Ereignisse im Modell auftreten, wird notiert. Als Nächstes wird ein Modell des Klimas, wie es angeblich heute existiert, viele Male durchgespielt. Dieses Modell repräsentiert die globale Erwärmung. Die Häufigkeiten der gleichen unerwünschten Ereignisse im Modell werden erneut notiert. Die Häufigkeiten zwischen den Modellen werden dann verglichen. Wenn das Modell des aktuellen Klimas eine höhere Häufigkeit des negativen Ereignisses aufweist als das imaginäre (als „kontrafaktisch“ bezeichnete) Klima, wird das Ereignis als ganz oder teilweise durch die globale Erwärmung verursacht angesehen.
Sowohl das „kontrafaktische“ als auch das „aktuelle“ Modell lassen sich so manipulieren und verändern, dass nahezu jedes gewünschte Ergebnis erzielt werden kann. Es hängt alles davon ab, welche Annahmen einprogrammiert sind. Es gibt keine Garantie dafür, dass das Modell der „realen Welt“ genau ist. Tatsächlich gibt es gute Gründe zu der Annahme, dass das Klima und die Wettersysteme der Erde aufgrund der Vernetzung und der chaotischen Natur der verschiedenen Systeme nicht in dem Maße genau modelliert werden können, wie es die Wissenschaftler behaupten. Tatsächlich entstand die Chaostheorie selbst aus den Erkenntnissen einer Person, die versuchte, Computermodelle für das Wetter zu erstellen.
Letztendlich weisen Attributionsstudien eine Reihe schwerwiegender Mängel auf und sollten nicht dazu dienen, die Berichterstattung in den Medien zu beeinflussen, im öffentlichen Bildungswesen unterrichtet oder in Lehrplänen behandelt zu werden und schon gar nicht als Grundlage für politische Entscheidungen herangezogen werden. Sie werden in aller Eile und ohne Begutachtung als Reaktion auf die aktuellen Katastrophenschlagzeilen erstellt. Ihr grundlegendster Mangel besteht darin, dass sie auf dem logischen Trugschluss des „Zirkelschlusses“ beruhen, setzen sie doch von vornherein das voraus, was sie angeblich beweisen wollen, nämlich dass der Klimawandel für ein bestimmtes extremes Wetterereignis verantwortlich ist – und keine Ereignisanalyse kann dies beweisen. Nur ein langfristiger Trend bestimmter Arten von sich verschlechterndem Wetter könnte den Klimawandel für eine Art von Ereignis verantwortlich machen, das häufiger auftritt oder schwerwiegender ist, aber Attributionsstudien betrachten oder beziehen sich nicht auf Trends.
Die Global Warming Policy Foundation (GWPF) hat nun einen Bericht vorgelegt, in dem die verschiedenen Probleme von Studien zur schnellen Ursachenzuordnung eingehend analysiert werden, wie sie beispielsweise von World Weather Attribution erstellt werden. Die GWPF bezeichnet solche Studien als „Schandfleck für die Wissenschaft“.
Der GWPF-Bericht untersucht insbesondere prominente Attributionsberichte der beiden größten Anbieter: WWA und das Grantham Institute. Dabei wird darauf hingewiesen, dass WWA allein im Jahr 2025 24 von 29 Extremereignissen dem Klimawandel zuschrieb und erklärte, der Klimawandel habe deren Eintreten wahrscheinlicher oder deren Ausmaß schwerwiegender gemacht.
Die Pressemitteilung der GWPF nennt mehrere wiederkehrende Schwächen von Attributionsstudien (von denen ich einige oben bereits angesprochen habe):
• Fehlerhafte Logik: Bei Zuschreibungsbehauptungen liegt ein Zirkelschluss vor, d. h., man geht einfach von der Schlussfolgerung aus, die man eigentlich untersuchen will.
• Statistische Verfahren, welche die Wahrscheinlichkeitsangaben in den Schlagzeilen überhöhen und gleichzeitig die Unsicherheit herunterspielen.
• Die Vernachlässigung historischer Aufzeichnungen, die vergleichbare Extremereignisse lange vor den heutigen Emissionswerten belegen.
Der Autor, der Physiker Dr. Ralph B. Alexander, „führt die zunehmende Tendenz zur Zuordnung von Extremereignissen auf die politische Frustration über die zurückhaltenden Schlussfolgerungen des IPCC zurück“. Kurz gesagt: Der grundlegende Grund für die Existenz der „Attributionswissenschaft“ besteht darin, dass die sich mit dem Klimawandel befassenden Wissenschaftler nicht annähernd schnell genug zu alarmierenden Schlussfolgerungen gelangten, um die politischen Ziele bestimmter Akademiker zu erreichen. „Studien zur Zuordnung extremer Ereignisse sind ein Schandfleck für die Wissenschaft, deren Kennzeichen empirische Beweise und Logik sind“, sagt Alexander. „Keines dieser Merkmale spielt bei Zuordnungsstudien eine zentrale Rolle, die aus rechtlichen und politischen, nicht aus wissenschaftlichen Gründen ins Leben gerufen worden waren.“
„Es ist beunruhigend, dass Studien zur Ereigniszuordnung in den internationalen Medien so viel Beachtung finden, obwohl sie grundlegende Mängel aufweisen“, sagte Harry Wilkinson, Leiter der Politikabteilung bei der GWPF. „Das ist ein großer wissenschaftlicher Skandal.“
Aber nicht nur das; es ist ein Verrat an der Wissenschaft. Es handelt sich nicht um Wissenschaft, sondern um Interessenvertretung, die als Wissenschaft ausgegeben wird. Wenn die wissenschaftliche Gemeinschaft nicht vorsichtig ist und diese Bestrebungen schnell anprangert, anstatt ihnen Positionen zu gewähren und Fachbereiche an Universitäten einzurichten, könnte dies zu einem weiteren Misstrauen gegenüber Wissenschaftlern und der Wissenschaft als Prozess führen, was eine kostspielige Tragödie für den Fortschritt des Wissens insgesamt wäre.
Quellen: Global Warming Policy Foundation; Climate Realism
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Zuordnungsstudien basieren auf fehlerhafter Logik und unzutreffenden Annahmen! erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Der Deutsche Wetterdienst DWD zeichnet die Temperatur- und Niederschlagsdaten seit Jahrzehnten auf. Zusammen genommen läßt sich damit kurzfristig auf das Wetter, langfristig auf die Klimaentwicklung schließen.
Der Winter 25/26 wird entgegen der alarmistischen Berichterstattung der ehemals seriösen Massenmedien als etwas zu kalt bewertet. Allerdings bezieht sich die Bewertung „zu kalt“ auf einen Mittelwert, der auf dem Gebiet der deutschsprachigen Länder kaum konkret erlebt werden kann. Grund dafür ist, daß der Norden der Bundesrepublik von einem Hoch über Skandinavien mit kalter Luft versorgt wird, während die westlichen Mittelgebirge zeitweise unter dem Einfluß warmer Atlantikluft stehen. Und die Alpenländer haben aufgrund ihrer Höhe wieder andere – meist tiefere – Temperaturen.
Der Beitrag Kaltes Winterwetter 2025/26 – nur Wahrnehmung, oder wie immer? Klimaschau 254 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
GWPF
London, 24. März. Laut einem neuen Informationspapier der Global Warming Policy Foundation (GWPF) beruhen Studien zur Zuordnung extremer Wetterereignisse auf einer fehlerhaften Logik und führen zu irreführenden Schlagzeilen.
In der Studie mit dem Titel „Contorted Science: The Flawed Logic of Extreme Event Attribution“ argumentiert Dr. Ralph B. Alexander, dass Studien, die versuchen, bestimmte Hitzewellen, Hurrikane und Überschwemmungen mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel in Verbindung zu bringen, grundlegend irreführend sind und eher aus rechtlichen und politischen als aus wissenschaftlichen Gründen erstellt worden sind.
Der Artikel unterzieht aktuelle, viel beachtete Studien von World Weather Attribution und dem Grantham Institute einer genauen Prüfung. Allein für das Jahr 2025 behauptete World Weather Attribution, dass 24 von 29 untersuchten Extremereignissen durch den Klimawandel verschärft oder wahrscheinlicher geworden seien.
Alexander zeigt, wie sehr solche Schlussfolgerungen von Klimamodellen abhängen, die Schwierigkeiten haben, schon historische Klimamuster nachzubilden, und davon ausgehen, dass Wissenschaftler ein „natürliches“ Klima ohne menschliche Emissionen genau simulieren können.
In Attributionsstudien lassen sich einige zentrale, immer wiederkehrende Schwachstellen feststellen:
• Fehlerhafte Logik: Bei Zuschreibungsbehauptungen liegt ein Zirkelschluss vor, d. h., man geht einfach von der Schlussfolgerung aus, die man eigentlich untersuchen will.
• Statistische Verfahren, die die Wahrscheinlichkeitsangaben in den Schlagzeilen überhöhen, während Unsicherheiten heruntergespielt werden.
• Die Vernachlässigung historischer Aufzeichnungen, die vergleichbare Extremereignisse lange vor den heutigen Emissionswerten belegen.
Der Bericht führt das zunehmende Aufkommen der schnellen Ereigniszuordnung auf die politische Unzufriedenheit mit den zurückhaltenden Schlussfolgerungen des IPCC zurück, der für die meisten Arten von Extremwetter nur ein geringes Maß an Zuversicht hinsichtlich langfristiger globaler Trends zum Ausdruck gebracht hat. Er erwähnt auch die Rolle einer von der „Union of Concerned Scientists“ im Jahr 2012 einberufenen Tagung. Ziel dieser Tagung war es, den wahrgenommenen Zusammenhang zwischen Extremwetter und Klimawandel zu untermauern, um Rechtsstreitigkeiten gegen Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie anzustrengen.
Der Autor des Berichts Ralph Alexander sagte:
„Studien zur Zuordnung von Extremereignissen sind ein Schandfleck für die Wissenschaft, deren Kennzeichen empirische Beweise und Logik sind. Keines dieser Merkmale spielt bei Zuordnungsstudien eine zentrale Rolle, die aus rechtlichen und politischen, nicht aber aus wissenschaftlichen Gründen ins Leben gerufen worden waren.“
Harry Wilkinson, Leiter der Abteilung für Politik bei der Global Warming Policy Foundation, sagte:
„Es ist beunruhigend, dass Studien zur Zuordnung von Ereignissen in den internationalen Medien so viel Beachtung finden, obwohl sie grundlegende Mängel aufweisen. Dies ist ein großer wissenschaftlicher Skandal.“
Der ganze Report steht hier: Contorted Science: The Flawed Logic of Extreme Event Attribution (pdf)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Zuordnungs-Studien sind ein Schandfleck für die Wissenschaft erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Gesundheitssicherstellung für einen großen Krieg in Europa. Aber „Gesundheitssicherstellung“ in heutigen großen Kriegen ist Augenwischerei: Neben den unüberschaubar vielen Toten wäre von einem Massenanfall von Schwerstverletzten auszugehen, den kein Gesundheitswesen bewältigen kann. Von Bernhard Trautvetter.
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Die aktuell massive Meinungsmache für „Kriegstüchtigkeit“ und die konkrete Kriegsvorbereitung übergehen die Tatsache, dass schon ein großer europäischer Krieg ohne Atomwaffen zur Unbewohnbarkeit weiter Teile Europas führen kann. Propagandisten und Betreiber der Kriegsvorbereitung werden eine immer größere Gefahr für das Überleben der Zivilisation Europas. Das beginnt im Kleinen, in der Nachbarschaft der Menschen vor Ort: Die Bundeswehr bereitet Landräte und Oberbürgermeister darauf vor, was im Kriegsfall zu tun sei. Die Nürnberger Nachrichten berichteten dazu im Mai letzten Jahres:
„Wichtig sei, die staatlichen Funktionen und die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs aufrechtzuerhalten. Selbstvorsorge sei entscheidend: ‚Im Krisenfall kann man … nicht damit rechnen, dass der Sani in 15 Minuten vor Ort ist.‘
Es gehe ‚um den Schutz kritischer Infrastruktur, um Daseinsvorsorge und deren Widerstandsfähigkeit‘, so der Landrat. Er mahnte dafür allerdings ‚zentrale Vorgaben aus Berlin und gegebenenfalls aus München sowie eindeutige rechtliche Rahmenbedingungen‘ an. Kroder: ‚Es muss klar sein, wer was macht und zahlt‘. …“
Die hier beschriebene ‚Kriegsertüchtigung‘ ist konkrete Vorbereitung des vielleicht letzten Krieges Europas, sie ist auch u.a. zum Nachteil der Daseinsvorsorge kostenintensiv, sie unterstellt, dass ein Krieg führbar sei. Sie flankiert die NATO-Hoch- und Atomrüstung, die schon im Frieden den Sozialstaat, die Umwelt und das Gesundheitswesen zerstört.
Die Beratung der Landräte und Oberbürgermeister findet ohne Information der Bevölkerung über deren Inhalt statt – die Rhein-Zeitung berichtete Ende August letzten Jahres:
„In geheimen Gesprächen stellt die Bundeswehr Städte und Kreise … auf Szenarien ein, die nach dem Kalten Krieg lange undenkbar schienen. Es geht um Schutzräume, Marschrouten für Soldaten und die Versorgung der Bevölkerung.“
Das Programm der Kriegsvorbereitung umfasst zusätzlich Schulen, Kindergärten, denn der Kampf um den militärischen Mindset ist nach Erkenntnissen der Propaganda-Theorie aussichtsreicher, wenn er Menschen so früh wie möglich in der Entfaltung ihrer Wahrnehmungs- und Verarbeitungsgewohnheiten prägt.
Es geht der Militärlobby darum, „dass Schulen Kinder und Jugendliche besser auf Krieg und Krisen vorbereiten sollen. Aus der Union kommt Zuspruch …“ Der CDU-Militärpolitiker Kiesewetter erklärt das so:
„Den politischen Willen, das Mindset, die strategische Kultur … ist das A und O. Das Bewusstsein, dass Frieden in Freiheit und Selbstbestimmung mehr braucht als eine einsatzfähige Bundeswehr. Es geht darum zu erkennen, wenn unsere Freiheit bedroht ist, und die Bereitschaft, etwas dagegen zu tun. … Wir können die Bundeswehr mit Geld fluten, aber wenn niemand bereit ist, die Systeme zu bedienen, bringt das nichts.“
Bei der Einübung der Bedienung von Bundeswehrsystemen geht es um die Ausführung von Kriegshandlungen, es geht um Krieg in Europa, genauer: in den Kommunen, Kreisen und Städten auch in Deutschland. Die Verantwortlichen tun so, als sei das ein beherrschbares Szenario, etwa Bundesgesundheitsministerin Nina Warken:
„WELT AM SONNTAG: Frau Warken, geopolitische Spannungen und hybride Bedrohungen stellen nicht nur die Verteidigungspolitik vor neue Fragen, sondern auch das Gesundheitswesen. Wie krisenfest ist unsere medizinische Infrastruktur?
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken: Aktuell unzureichend. Wir müssen uns nicht nur auf Unwetter, klassische Katastrophen oder Pandemien einstellen, sondern leider auch auf Kriegsszenarien. Darauf sind wir bislang zu wenig vorbereitet. Es geht darum, die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen – und zugleich Verletzte der Bundeswehr oder von unseren Nato-Partnern zu versorgen. Etwa im Bündnis- und Verteidigungsfall müssen wir Aufnahme, Weitertransport und Behandlung organisieren.
„Dafür brauchen wir klare Zuständigkeiten, funktionierende Kommunikationswege, ausreichende Behandlungskapazitäten, Personal und gegebenenfalls auch Bevorratung von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Das ist eine neue Dimension. Dazu legen wir im Sommer den Entwurf zu einem Gesundheitssicherstellungsgesetz vor, mit dessen Hilfe wir diese offene Flanke schließen werden”.
Gesundheitssicherstellung im Krieg ist Täuschung der Menschen im Vorfeld eines unbeherrschbaren Infernos. Schon ohne nukleare Angriffe ist ein Krieg in Europa eine Katastrophe mit massenvernichtenden Ereignissen: Mit der Atommacht Russland betreiben insgesamt 13 Staaten Europas Atomkraftwerke. Über einhundert europäische Atomreaktoren machen in etwa ein Viertel der weltweiten Atomreaktoren aus.
Hinzu kommen die fossilen und chemischen Großbetriebe in Europa, „darunter mindestens 107 von 425 der weltweit größten Projekte zur Gewinnung fossiler Brennstoffe von in der EU ansässigen Unternehmen (…) wie Total Energies, Shell, RWE und ENI (…)“
Die im Krieg immensen Vergiftungsgefahren für riesige, teils so dicht wie das Ruhrgebiet besiedelte Gebiete verbieten jegliche Kriegsvorbereitung.
Die Notwendigkeit des in der Drucksache 20/11052 des Bundestages angekündigte ‚Gesundheitssicherstellungsgesetzes‘ begründete 2024 die Bundesregierung wie üblich mit den durch den „russischen Angriffskrieg in der Ukraine geänderten internationalen Rahmenbedingungen“, auch wenn die damit ausgedrückte Bedrohungswarnung den Fakten widerspricht.
Die Bundesregierung erklärte in dieser Drucksache, die „Neustrukturierung des Sanitätsdienstes ist Teil einer umfassenden Refokussierung … auf die zeitgemäße Landes- und Bündnisverteidigung. Bei der künftigen Struktur ist vor allem handlungsleitend, dass sich in großangelegten Verteidigungssituationen im Bündnis die jeweiligen operationsbestimmenden Fähigkeiten, wozu die Sanität zweifelsfrei zählt, auf die Gewährleistung der Gesundheitsversorgung fokussieren können müssen.“
Der Begriff ‚großangelegte Verteidigungssituation‘ verschleiert, dass es um das Risiko des dritten großen Krieges in Europa geht. Die politische Führung, die dies formuliert und die die Politik der Kriegstüchtigkeit betreibt, geht sehenden Auges Risiken ein, die ihrem Amtseid entgegenstehen, nämlich Schaden von den Menschen abzuwenden.
Schlimmer noch: Sie riskieren das Ende der Zivilisation im Atomzeitalter.
Titelbild: Andy Gin / Shutterstock
Cap Allon
Vorbemerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag ist die Version von Cap Allon zu der Mega-Entwicklung in den USA, die ich selbst hier beschrieben habe. – Ende Vorbemerkung
Ein stark mäandrierender Jetstream hat beide Seiten des gleichen Phänomens hervorgebracht – extreme Frühlingshitze im Westen, unmittelbar gefolgt von einem starken arktischen Kälteeinbruch über den zentralen und östlichen Vereinigten Staaten.
In der Nähe von Yuma, Arizona, stiegen die Temperaturen am 20. März auf rund 43–44 °C und erreichten damit Rekordwerte für den Monat März. Auslöser war eine klassische Blockierung: ein starker Höhenrücken über dem Südwesten, der Teil eines ausgeprägten „Omega-Blocks“ war.
Unter diesem Hochdruckrücken sinkt die Luft ab und erwärmt sich adiabatisch. Die Wolkendecke löst sich auf. Die Sonneneinstrahlung erreicht ihr Maximum. Das Ergebnis ist eine Hitzewelle: anhaltend, trocken und lokal extrem. Das entspricht den grundlegenden Gesetzen der Atmosphärenphysik.
Wenn sich der Jetstream verstärkt, erzeugt er keine Wärme aus dem Nichts. Er verteilt die vorhandene Wärme neu und verstärkt sie lokal durch Absinken. Das gleiche Wellenmuster, das den Hochdruckrücken aufbaut, zwingt an dessen Ostflanke eine tiefe Tiefdruckrinne auf. Diese Rinne öffnet den Weg für arktische Luft.
Innerhalb weniger Stunden kehrte sich das Muster um. Die Temperaturen in den Plains und im Mittleren Westen brachen ein. In Teilen von Iowa wurden innerhalb weniger Stunden Temperatur-Rückgänge von mehr als 22°C verzeichnet – eine direkte Folge der Verschiebung des Jetstreams, die es dichter, kalter kanadischer Luft ermöglichte, nach Süden vorzudringen.
Auch die Differenzen werden in Grad Fahrenheit angegeben. Für Grad Celsius kann man die Fahrenheit-Werte grob halbieren. A. d. Übers.
Das ist kein neuer oder ungewöhnlicher Vorgang. Es handelt sich um Wellendynamik. Ein mehr mäandrierender Jetstream verstärkt den Kontrast. Warme Luft dringt weiter nach Norden, kalte Luft weiter nach Süden vor, als es ohne dieses Phänomen der Fall wäre.
Und das ist noch nicht alles. Für Ende März wird die Entstehung eines weiteren Kaltluft-Troges simuliert, der arktische Luft weiter nach Süden in den mittleren und östlichen Teil der USA advehieren wird.
Das gleiche atmosphärische Muster war sowohl für die Rekordhitze in Arizona als auch für den ungewöhnlichen Kälteeinbruch im Mittleren Westen verantwortlich. Das eine ist eine direkte Folge des anderen. So verhält sich ein stark mäandrierender Jetstream – eine Umverteilung von Energie, mit Extremen auf beiden Seiten der Strömung.
Solare Schwankungen verändern die Stratosphäre und den Polarwirbel, was sich wiederum auf Rossby-Wellen und das Verhalten des Jetstreams auswirkt. Studien bringen eine geringere Sonnenaktivität mit verstärkter Blockierung und einer stärker meridionalen Strömung in Verbindung. Da die Sonne kürzlich zum ersten Mal seit Jahren wieder fleckenlos war, ist der Zeitpunkt dieser erheblichen Verstärkung des Jetstreams bemerkenswert (auch wenn ein direkter Zusammenhang weiterhin spekulativ bleibt).
Link: https://electroverse.substack.com/p/vostok-plunges-to-734c-as-deep-cold?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Temperatur-Gegensätze in den USA: Hitze-Dom vs. Arktischer Einbruch erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Gleich nach dem Beginn der amerikanisch-israelischen Aggression gegen den Iran sprach Bundeskanzler Merz von einem „Dilemma“, vor dem die Bundesregierung beim völkerrechtlichen Aspekt dieses Ereignisses stehe. Nun wird aber ein neues Dilemma aktuell: US-Präsident Trump erwartet eine aktivere Beteiligung der NATO am Iran-Abenteuer, unter anderem in der Straße von Hormus, im Interesse einer Stabilisierung der Öl-Preise. Dabei ist Berlin zwar an einer Stabilisierung der Preise interessiert, es will aber eine militärische Einbeziehung in den Konflikt vermeiden. Um jeden (Benzin)-Preis. Das Thema „Doppelmoral“ drängt sich in diesem Zusammenhang – wie auch beim ersten „Dilemma“ – unvermeidlich auf. Eine neue Folge der O-Töne. Von Valeri Schiller.
Externer Inhalt
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US-Präsident Donald Trump am 17. März 2026
„Ich bin enttäuscht von der NATO. Wir geben Billionen Dollar für die NATO aus. Wenn sie uns nicht helfen, dann ist das sicherlich etwas, worüber (über einen Austritt aus der NATO – Anm. der Red.) wir nachdenken sollten. Für diese Entscheidung brauche ich den Kongress nicht. Ich kann diese Entscheidung alleine treffen.“
(Quelle: Maischberger, ab Minute 8:26)
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am 16. März 2026
„Was erwartet die Welt, was erwartet Donald Trump von einer Handvoll oder zwei Handvoll europäischen Fregatten, dort in der Straße von Hormus zu leisten, was die machtvolle amerikanische Navy dort alleine nicht hinbekommen kann? Diese Frage stellt sich mir, bevor wir eine Entscheidung treffen außerhalb des NATO-Gebiets. Übrigens wäre dazu sowohl ein internationales Dach notwendig als auch ein Bundestagsmandat. Das würde ich mir sehr gut überlegen, bevor wir diesen Schritt gehen. Und ich sehe dafür keinerlei Veranlassung, das zu tun. Es ist nicht unser Krieg. Wir haben ihn nicht begonnen. Wir wollen eine diplomatische Lösung und ein schnelles Ende.“
(Quelle: APT, ab Minute 0:15)
CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen am 17. März 2026
„Und darum können wir jetzt auch nicht, nur weil Trump jetzt mal eine Interviewäußerung macht, auf einmal sagen: Ja, wir stehen stramm und sind jetzt auf einmal Kriegsbeteiligte. Also diese Aufgabe: Krieg, inklusive des Wirtschaftskrieges, den Iran führt, der eigentlich nicht überraschend ist, aber auf diesen Teil scheint die USA nicht gut vorbereitet gewesen zu sein. Das ist nun auch die Verantwortung, die USA und Israel gewählt haben. Die können sie jetzt nicht einfach, wo Schwierigkeiten ihnen begegnen, abdrücken auf die Europäer.“
(Quelle: Phoenix, ab Minute 0:40)
Bundeskanzler Friedrich Merz am 16. März 2026
„Aber wir beteiligen uns nicht an diesem Krieg, das haben wir vom ersten Tag an gesagt. Das bleibt dabei für die Bundesregierung. Das heißt aber auch, solange der Krieg andauert, werden wir uns daran nicht beteiligen in der Straße von Hormus, mit militärischen Mitteln eine freie Schifffahrt zu gewährleisten.“
(Quelle: Handelsblatt, ab Minute 0:37)
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt am 18. März 2026
Dobrindt: „Das ist nicht unser Krieg, das ist objektiv so. Aber es sind Partner von uns, die in diesen Krieg involviert sind.“
Moderatorin: „Meinen Sie, Deutschland kann sich raushalten?“
Dobrindt: „Ja, Deutschland kann sich raushalten aus dieser Situation, aber auch der Bundeskanzler hat heute deutlich gemacht, dass es natürlich eine Entwicklung gibt, die uns auch fordern kann, beispielsweise nach diesem Krieg. Es kann sein, dass wir auch gefordert werden, dass wir in der Straße von Hormus tätig sind, beispielsweise wenn es darum geht, dass man Minen räumen müsste oder ähnliches.“
(Quelle: Maischberger, ab Minute 0:18)
AfD-Co-Vorsitzender Tino Chrupalla am 18. März 2026
„Wenn wir als Deutsche etwas gelernt haben, ist es, dass wir uns für keinen Krieg der Welt von anderen vor den Karren spannen lassen sollten. Von niemandem und auch nicht für die Interessen, die nicht unsere sind. (…)
Der Ukraine-Krieg ist ebenso wenig unser Krieg wie der im Nahen Osten. Und deshalb muss endlich Schluss sein mit Finanzpaketen und mit militärischer Unterstützungsleistung.“
(Quelle: Tagesschau, ab Minute 1:17 und ab Minute 2:01)
CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter am 17. März 2026
Kiesewetter: „Wir sagen ‘Das ist nicht unser Krieg‘, aber es ist natürlich mittelbar unser Krieg.“
Moderator: „Das ist nicht unser Krieg, aber das ist unser Benzinpreis …“
Kiesewetter: „Das wäre ja eine doppelte Moral.“
Moderator: „Entschuldigung, wir sind Spezialisten für Doppelmoral. Ich bitte Sie!“
Kiesewetter: „Sie vielleicht. Ich nicht. Ich mag keine Doppelmoral. (…)
Kiesewetter: Die Straße von Hormus als internationales Gewässer … Dass wir uns da raushalten und nicht unterstützen, ist schon ein heikler Punkt.“
Moderator: „Sie haben ja gerade gesagt, Sie sind kein Spezialist für Doppelmoral, sondern für klare Aussagen. Meine simple Frage: Müssen wir da runter – ja oder nein?“
Kiesewetter: „Nein. Unser Punkt ist: Die Amerikaner haben hier etwas angezettelt, helfen dem Putin – und wir sollen jetzt unsere knappen Ressourcen dorthin schicken? Nein!“
(Quelle: Markus Lanz, ab Minute 14:26 und ab Minute 15:07)
Titelbild: Screenshots ARD, APT, Phoenix, Handelsblatt, x.com/maischberger, tagesschau, ZDF
Dipl.-Met. Christian Freuer
Die im Kältereport Nr. 12 / 2026 angesprochene Entwicklung der Zyklone von Mitte März in Teilen der USA ist selbst für dortige Verhältnisse extrem. In Mitteleuropa ist eine solche Entwicklung aufgrund der Topographie kaum vorstellbar. In Europa verlaufen die Gebirgszüge, hauptsächlich die Alpen, in ost-westlicher Richtung. Sie blockieren sehr wirksam den direkten Austausch zwischen sehr warmer Mittelmeerluft und der kälteren Luft über Mittel- und Nordeuropa. Luftmassen aus der jeweiligen Richtung werden modifiziert, die Warmluft zum Kälteren, die Kaltluft zum Wärmeren.
In den USA verlaufen die Gebirge dagegen in nord-südlicher Richtung, so dass sehr warme und sehr kalte Luft direkt aufeinander treffen können. Verstärkend kommt hinzu, das der Golf von Mexiko im Süden ein massives Reservoir feuchtwarmer tropischer Luft bildet, während im Norden die Hudson-Bay als nachhaltiger Kühlschrank fungiert. Dem zufolge ist der Temperaturgegensatz auf relativ engem Raum im Frühjahr auch am stärksten ausgeprägt (u. A. mit der Folge, dass das Frühjahr auch die Jahreszeit mit den häufigsten Tornados ist). Während sich nämlich der Golf von Mexiko jahreszeitlich bedingt aufheizt und schon im April hochsommerliche Werte aufweist, ist die Hudson Bay noch im Mai weitgehend zugefroren mit der entsprechenden Kaltluftbildung. Kommt dann auch noch hinzu, wie in diesem und den vorigen Kältereports angesprochen, dass der kanadische Kältepol besonders ausgeprägt und die Strömungskonfiguration im 500 hPa-Niveau entsprechend ausgebildet ist, dann kann wirklich extrem warme Luft aus dem Süden ungehindert und ohne wesentliche Modifizierung auf die extrem kalte Luft von der Hudson Bay treffen.
Und genau das ist hier auch geschehen.
Noch ein Wort zu Reaktionen in der Bevölkerung. Derartig intensive Entwicklungen gibt es zwar nicht in jedem Jahr, aber doch immer wieder, manchmal auch mehrmals im Jahr. Der o. g. Blizzard im Jahr 1978 fiel in meine Zeit dort, und es war sehr aufschlussreich zu verfolgen, wie man in der Öffentlichkeit damit umging. Ich hatte das seinerzeit ausführlich in einer „Beilage zur Berliner Wetterkarte“ ausführlich beschrieben. Weil es damals noch keinerlei Digitalisierung gab, habe ich diese Ausführungen gescannt und zeige sie hier im Bildformat:
Nun gab es aber natürlich auch Opfer, und ich fragte meinen Vermieter danach, nachdem ich ihm von den üblicherweise chaotischen Verhältnissen bei uns nach deutlich schwächeren Ereignissen erzählt hatte. Seine Antwort auf die Frage, warum es trotz der Vorbereitung Opfer gegeben hatte war so treffend, dass ich sie hier im Original wiedergebe:
„Okay, strange. Not here – exept for that couple of idiots. You always have that!“
Nun aber wieder zurück zur Wetterlage, um die es hier geht. Im Folgenden ist die Entwicklung in sechs Graphiken zusammen gefasst. Die Graphiken sind folgendermaßen angeordnet:
Oben ist jeweils links das Bild im „Wetterradar“ abgebildet, rechts daneben die Verhältnisse im 500-hPa-Niveau.
Darunter findet sich links das 850-hPa-Niveau und rechts davon die aktuelle Temperatur.
Die Darstellungen des „Wetterradars“ sind um 21 Uhr MEZ ≅ 16 Uhr Ortszeit ebenso wie die aktuelle Temperatur, also etwa zur Zeit des Tagesmaximums. Alle Höhenkarten sind um 00 UTC ≅ 18 Uhr Ortszeit.
Datenquellen: „Wetterradar“ und aktuelle Temperatur jeweils von wetteronline.de; alle Höhenkarten von wetterzentrale.de.
Mit ein wenig Scrollen kann man alle Darstellungen von Tag zu Tag miteinander vergleichen. Insbesondere der Vergleich der Darstellungen der aktuellen Temperatur dürfte recht aufschlussreich sein. Durch Anklicken kann man sich die Bilder vergrößern.
Hier also die Graphiken wie oben beschrieben. Zunächst vom 15. März 2026:
16. März 2026:
Der Beitrag Anhang zum Kältereport Nr. 12 / 2026: Die Wetterentwicklung in den USA vom 15. bis zum 17. März 2026 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Von Jo Nova
Die Wetterpropheten haben sich einen neuen gruseligen Spendenbegriff ausgedacht – „Klima-Schock“. Er ist vielseitig: Er dient als praktische Ausrede für ihre Misserfolge und gleichzeitig als Bitte um mehr Geld
Im Grunde braucht das australische Wetteramt (Bureau of Meteorology BOM) mehr Geld von Ihnen, weil es sich mehr denn je irrt. Dieselben Experten, die Ihnen noch weismachen wollten, es sei einfach nur Physik , behaupten jetzt, das Klima habe sich auf unerwartete Weise verändert, was ihre Prognosen zusätzlich erschwert. Was für ein Pech…
Wo lagen vor dreißig Jahren ihre Prognosen bezüglich des „Klimawandels, der ihre Vorhersagen des Wetteramt beeinflussen würde“?
„Klima-Schleudertrauma“ macht australische Wettervorhersagen zunehmend unberechenbar und kostspielig
7 News in Australia
Die Australier stehen vor einer neuen Klimarealität, in der traditionelle Wettermuster nicht mehr gelten. Wissenschaftler warnen davor, dass ein „Klima-Peitscheneffekt“ saisonale Vorhersagen zunehmend unzuverlässig und kostspielig macht
Dieses Phänomen stellt Meteorologen vor die Herausforderung, vorherzusagen, was als Nächstes kommt, da es je nach Jahreszeit Überschwemmungen, Brände, Stürme, oder Rekordhitze, Dürre oder gar Schneefall mit wenig Vorwarnung mit sich bringen kann.
Das klingt nach einer endlosen Ausrede. Das australische Wetteramt (BOM) war ohnehin nie in der Lage, saisonale Vorhersagen zu treffen, und den Begriff „Klimawandel“ gab es erst, als man einen neuen, düsteren Marketingbegriff brauchte, um Panik zu verbreiten.
Jetzt haben sie einen neuen 77 Millionen Dollar teuren Supercomputer – anscheinend wird die Lage nicht besser.
Schauen wir uns doch mal an, wie genau ihre Vorhersagen für einen ungewöhnlich trockenen Mai drei Monate im Voraus waren : Das war wohl reiner Zufall. Der Regen fiel, wo er fiel, und das australische Wetteramt konnte es nicht vorhersagen.
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Vorhersagegenauigkeit am Standort Old BoM
Die Wahrheit ist, dass das Wetteramt nicht verlieren kann, was es nie besessen hat.
Sie konnten australische Saisonprognosen noch nie sechs Monate im Voraus erstellen, da diese vollständig von der Pazifischen Oszillation bestimmt werden und sie keine Ahnung haben, was dieses größte Wetterphänomen der Erde verursacht. Das australische Wetteramt (BoM) kann nur schätzen, ob eventuell El Niño den nächsten Sommer mit besonders heißen Temperaturen einläutet.
Stellen Sie sich vor, wie anders es wäre, wenn der Wetterdienst sagen könnte, dass 2027 ein mildes Jahr wird, 2028 aber ein extrem heißes Jahr? Denken Sie an die Landwirte…!
Wenn das australische Wetteramt sich die Mühe machen würde, die Genauigkeit seiner Vorhersagen grafisch darzustellen, würde es wahrscheinlich Zyklen in seiner Fähigkeit feststellen, die mit dem Pazifik kommen und gehen und nichts mit CO2 zu tun haben.
Der Klimawandel-Schock ist ein Marketingtrick, keine wissenschaftliche Variable.
Das Wetteramt mag sich zwar von der übertriebenen Darstellung des „Peitscheneffekts“ distanzieren und so tun, als handele es sich um journalistische Freiheit, aber sie beschweren sich nie, wenn die großen Medienkonzerne den ganzen unheimlichen Zauber einer neuen „Klimarealität“ verkaufen.
Je mehr Geld wir in das Wetteramt investieren, desto schlimmer wird es. Denken Sie nur an die 96 Millionen Dollar teure Überarbeitung ihrer Website eine Überarbeitung, die keiner leiden kann.
Vermutlich wollen sie nicht, dass ich erwähne, dass die alte Website unter reg.bom.gov.au immer noch erreichbar ist (und wir unsere 96 Millionen Dollar zurückhaben wollen).
PS:
YouTube zeigt hier auch den Regentanz eines Schamanen
Kommentar von Dipl.-Met. Christian Freuer: Dieser Beitrag aus Australien reflektiert eine Verhaltensweise, die man auch hierzulande finden kann – aber nicht von den Meteorologen vulgo „Wetterpropheten“ allgemein!! Ich zum Beispiel verwahre mich gegen den Vorwurf, nach über 40 Jahren (!) im Wettervorhersagedienst mir „einen neuen gruseligen Spendenbegriff ausgedacht“ zu haben! Kein wirklicher Prognostiker wird diesem Unsinn folgen, und ich weiß von vielen meiner Kollegen, dass sie genauso nach bestem Wissen und Gewissen Wettervorhersagen erstellen. Niemand von uns verwendet den Terminus „Klima-…“ mit irgendeinem Anhängsel wie „…Schock“ oder so! Anders sieht es natürlich in den Chef-Etagen der Wetterdienste aus, die leider auch das Sagen bzgl. Politik (von der sie ja abhängig sind) und Medien haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kollegen beim BoM – sofern sie nicht nur ihre Karriere fördern wollen – genauso ernsthaft bemüht sind, richtige Prognosen zu erstellen. Natürlich kommen sie nie zu Wort oder – wie beim DWD! – haben einen Maulkorb verpasst bekommen. Und außerdem: Alle diese Leute wissen ganz genau, dass Wettervorhersage NICHT Klimavorhersagen sind!
Ich danke Herrn Demmig für seine freundliche Erlaubnis, diesen Kommentar gleich unter seine Übersetzung zu schreiben.
Der Beitrag „Klimaschock“ bedeutet, dass das Wetteramt mehr von Ihrem Geld braucht, um sich mehr als je zuvor zu irren erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
Vorbemerkung des Übersetzers: Natürlich schreibt der Autor hier über die jüngsten Wetterereignisse in den USA. Die Art und Weise jedoch, wie dort damit umgegangen wird, lässt sich ohne Weiteres auf unser Land übertragen, weshalb das hier (in leicht gekürzter Form) übersetzt wird. – Ende Vorbemerkung
Dies ist das Gesicht, das ich als Beispiel für diesen Titel gewählt habe. Es gäbe noch so viele andere, aber Kathy Hochuls kleine Rede über den Schneesturm zeugt von einer solchen Ignoranz, dass man darüber nur lachen kann. Wenn sie nicht von so vielen Menschen geschluckt würde, die solche Leute in Ämter wählen.
In dem Clip sagt sie, dass die Leute das, was gerade passiert ist, mit dem Buffalo Blizzard von 1977 vergleichen. Wie ahnungslos kann sie sein? 1) New York ist bekannt für See-Effekte. Hat sie jemals von Oswego gehört und was dort 1966 passiert ist? Hier ist eine Lektion für sie. Sie ist die Gouverneurin.
Der Blizzard von 1966 war ein schwerer Schneesturm, der vom 29. Januar bis zum 1. Februar Oswego, New York, und die umliegenden Gebiete heimgesucht hat. Er brachte über 250 cm Schnee und verursachte erhebliche Beeinträchtigungen, darunter Straßensperrungen und Todesfälle.
Es ist unglaublich ignorant, dies mit Buffalo im Jahr 1977 zu vergleichen, da der größte Teil dieses Schnees nie vom Himmel gefallen ist! Ein gefrorener See kann keinen See-Effekt verursachen, daher hier die Erklärung, was passiert ist:
Ein Großteil der massiven Schneemengen während des Buffalo Blizzard von 1977 (28. Januar bis 1. Februar) stammte von starken Winden, die pulvrigen Schnee von der gefrorenen Oberfläche des Eriesees aufwirbelten und an Land trieben.
Sie hat also nicht nur keine Ahnung, mit welchen Stürmen sie diesen vergleichen könnte, sondern der Sturm, den sie heranzieht, hat auch nichts mit dem zu tun, was tatsächlich passiert ist. Mein Unternehmen hat sich eine Woche lang darauf gestürzt und für alle, die zugeschaut haben, eine analoge Methode mit sechs großen Februarstürmen angewendet und diese damit verglichen.
Außerdem gehört dieser Sturm nicht einmal zu den fünf stärksten Stürmen in NYC.
Auch in Boston nicht:Es gab sechs Analogien, die wir zur Erstellung dieses Sturms verwendet haben, vier davon sind in der obigen Grafik dargestellt. Ich habe die sechs stärksten Stürme im Februar an einem bestimmten Ort herangezogen und die entsprechende Strömung im 500-hPa-Niveau dargestellt:
Beachten Sie den negativen Wert nahe der mittleren Atlantikküste, den positiven Wert nördlich davon und die Tiefdruckrinne vor der Westküste.
Das Modell hat genau das getroffen:
WAS GLAUBEN SIE, WAS PASSIERT, WENN SIE EINE AUSWAHL VON STÜRMEN AUS DEM JAHR 1958, EINIGE AUS DEN 60ER UND 70ER JAHREN UND NUR EIN PAAR AUS DEN LETZTEN 15 JAHREN BETRACHTEN? Glauben Sie wirklich, dass die Gouverneurin von New York sich das am vergangenen Wochenende angesehen hat? Oder die anderen Propagandisten, die aus ihren Löchern gekrochen kommen? Sie haben keine Ahnung, was vor sich geht, bis es offensichtlich ist, und sie können es für ihre falsche Klimakriegs-Agenda nutzen. Erstaunlich ist, dass es ihnen egal ist, wenn ihre Unwissenheit durch Fallen wie diese aufgedeckt wird. Sie sind so zuversichtlich, dass die Menschen ihre Täuschung schlucken und sie nicht entlarven, dass sie es trotzdem tun. Das bedeutet, wenn eine andere Regierung an die Macht kommt, sind sie sofort wieder da. Nur dass sie diesmal den Rest des Landes ruinieren werden, so wie sie es mit ihren Bundesstaaten getan haben. ES IST IHNEN EGAL.
Glauben Sie, dass einer der Klimagenies, die hier eine Flut von Lügen und Täuschungen verbreiten (die beeindruckender ist als der Sturm selbst), 3–4 Tage zuvor beobachtet hat, ob es in Los Angeles regnen würde? Diese Regel wurde in den 1980er Jahren von Dave Weinbrenner im NWS Medium Range Forecast Office entwickelt. Wenn Schneefans wie ich sehen, dass kalte Luft kommt und es in Los Angeles (LAX) regnet, wissen wir, dass wir aufpassen müssen. Denn das Wetterphänomen muss sehr viel Energie haben, um in Los Angeles Regen zu verursachen, und wenn es innerhalb von drei Tagen das ganze Land überqueren kann, wird es in den meisten Fällen schneien. WeatherBELL war dem ersten großen Sturm im Januar weit voraus, und als ich sah, dass es in LAX zu regnen begann, war ich mir sicher, dass die von uns vorhergesagte Sonderwetterlage von DC bis Boston eintreten würde! (In DC war es nicht so besonders, aber überall sonst war es genau so, wie vorhergesagt, und sogar noch mehr.) Der Sturm in der Woche zuvor war also ein Reinfall. Drei Tage zuvor hatte es in Los Angeles nicht geregnet.
Sehen Sie sich hier das Niederschlagsmuster mit der oben gezeigten analogen Karte der sechs großen Stürme im Februar an:
Und was ist damit passiert:
Ist das also der Klimawandel? Und was ist mit dem Sturm in der Woche davor, der sich in Luft aufgelöst hat?
Beides sind einfach gute, altmodische, klassische Meteorologie.
Und dann gab es noch die warmen Wirbel vor der Ostküste. Wir haben sie ausdrücklich gezeigt und gesagt, dass der Sturm von einem zum anderen ziehen und sich dort erheblich verstärken würde:
Was er auch ganz sicher getan hat.
Es stimmt, Rhode Island hatte den schlimmsten Sturm aller Zeiten. Aber er reichte nicht an einen der analogen Stürme heran, die ich im Februar 2013 herangezogen habe!
Der Klimawandel, schreien sie, habe dies verursacht. Wirklich? Sehen Sie sich an, wie KALT DAS WASSER ÜBERALL IST, DENN DIESE LEUTE WISSEN NICHT, DASS ES IN DEN LETZTEN ZWEI JAHREN IM NORDWESTATLANTIK ZU EINER STARKEN ABKÜHLUNG GEKOMMEN IST! Die jüngste starke Entwicklung Ende Januar 2022 war von warmem Wasser umgeben.
Aber dieses Jahr ist das nicht der Fall.
Diese bedeutende Veränderung hat übrigens wahrscheinlich wie ein Magnet kalte Luft nach Neuengland gezogen und könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Atlantische Multidekadische Oszillation ihre Phase wechselt, wie es alle 30 bis 40 Jahre auf natürliche Weise geschieht.
Aber es handelt sich nicht um einen vom Menschen verursachten Klimawandel, und man kann argumentieren, dass die verstärkten Temperaturgradienten durch das kalte Wasser rund um die warmen Stellen dazu geführt haben, dass die Energie des Sturms stärker gebündelt wurde. Was für ein Witz, die Abkühlung hat zur Verstärkung des Sturms beigetragen.
Wenn ich also höre, dass dies genau das ist, was sie erwartet haben, dann sage ich: NEIN, DAS IST ES NICHT. Sie haben darüber geredet, wie warm das Wasser ist, was hier ganz offensichtlich nicht der Fall ist!
Außerdem gab es Dutzende von Stürmen, die sich nicht entwickelt haben. In den 1970er Jahren sangen wir im Wetterturm der PSU (in den Tagen der echten Wetterfreaks) ein Lied namens „Bomb-o-Genesis off the southeastern U.S.“ Ich erinnere mich sogar noch daran, als ich es zum ersten Mal hörte, während des Schnee- und Eissturms an der Ostküste im Dezember 1973. Ich war erstaunt, wie ähnlich dieser Sturm dem Sturm vom 2. bis 4. März 1960 war. Der hatte übrigens einen Druckfall auf 960 mb, also noch stärker als dieser.
Auch dies ist nur eines von vielen Beispielen, die ich anführen könnte.
Diese Leute behaupten, dass alles auf den Klimawandel zurückzuführen ist. The Divine Miss M vor 9 Jahren:
Sie hätte besser den Mund gehalten (aber das tun sie nie), denn am 6. März war es 13 Grad mild, bevor ein Schneesturm Mitte des Monats Schnee auf dem Boden für den St. Patrick’s Day fallen ließ.
Aber das tun sie nie, sie werden in ein paar Wochen über die Wärme schwadronieren, und wenn es dann im März und Anfang April kälter wird, werden sie auch darüber schwadronieren.
Und diese Art von wahnsinnigem Eifer bedeutet, dass sie nicht verschwinden werden. Dass sie Wetter und Klima in ihre agenda-getriebene Politik hineinziehen, ist für jemanden wie mich, der das Wetter seit seiner frühesten Kindheit liebt, eine besondere Art von Übel.
Ich wünschte, sie würden in dieser Angelegenheit verschwinden, aber das werden sie nicht. Sie werden noch mehr darauf setzen und noch mehr lügen. Eine Vorhersage, auf die man sich verlassen kann.
Link: https://www.cfact.org/2026/02/25/a-blizzard-of-climate-delusion-and-deceit/
Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE
Der Beitrag Ein Blizzard von Klimawandel-Wahn und -Täuschung erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.
