NEWS 23

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Gestern — 26. Februar 2026

Das fröhliche Kraftwerkesprengen geht weiter

26. Februar 2026 um 07:00

Vorschau ansehen

Das Gas wird knapp und LNG-Terminals müssen vom Eisbrecher freigeschoben werden, weil die Erderwärmung nicht so recht mitspielt. Ein merkwürdiger Zeitpunkt, um munter ein weiteres Kohlekraftwerk in die Luft zu sprengen. So geschehen am Sonntag in Ibbenbüren.

Von Manfred Haferburg 

Der Schornstein des Steinkohlekraftwerks Ibbenbüren wurde am 22.02.2026  gesprengt. Die Bildzeitung berichtete: „Mit der Sprengung wird ein prägendes Kapitel der Energiegeschichte beendet und macht Platz für erneuerbare Energie“. Die Tagesschau jubelte anlässlich der Sprengung des Kühlturms: „Wieder ein Kohlekraftwerk weniger!“ Im Bing-Video der Abrissfirma ist flotte Musik zur Begleitung der Sprengung des Kesselhauses und danach spontaner Beifall zu hören. „Though this be madness, yet there is method in’t.“ („Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.“) William Shakespeares Hamlet, Akt 2, Szene 2.

600 kg Sprengstoff, ein Knall, und wieder sind 840 Megawatt steuerbare Leistung im deutschen Stromnetz endgültig weg. Das ist nicht sehr teuer. Aber irgendwoher muss der Strom ja kommen, den Ibbenbüren nun nicht mehr erzeugen kann. Onshore werden für den Ersatz von Ibbenbüren 392 Windräder der 6-MW-Klasse benötigt , bei einer Verfügbarkeit von 18 Prozent. Die Investitionskosten dieser Windräder betragen ungefähr vier Milliarden Euro, und ihre jährlichen Betriebskosten inklusive EEG und Netzanbindung und Back-up betragen etwa 300 Millionen Euro.

Die Investition, Betriebskosten und Subventionen zum Ersatz des Kraftwerkes Ibbenbüren summieren sich in 20 Jahren auf etwa neun Milliarden Euro. Aber dafür kann das Kohlekraftwerk Ibbenbüren nun kein Kohlendioxid mehr ausstoßen. Bezahlen müssen es Mittelstand, Stromkunden und der Steuerzahler. Die Industrie zahlt für eine Kilowattstunde etwa 18 Cent.

Was machen China, Indien und die USA?

China hat auch 2025 den massiven Ausbau der Kohlekraft fortgesetzt, um die Netzstabilität zu gewährleisten. China brachte 2025 rund 85 Gigawatt (GW) an neuen Kohlekraftwerken ans Netz. Das entspricht etwa 100 bis 110 Kraftwerken der Ibbenbüren 840-MW-Klasse – in einem Jahr! Die chinesische Industrie zahlt pro Kilowattstunde 9 Cent

Auch Indien treibt seine Kohlepläne voran, um den steigenden Bedarf durch das große Wirtschaftswachstum zu decken. In den ersten zehn Monaten des Finanzjahres 2025/26 (bis Januar 2026) wurden in Indien etwa 8,8 GW thermische Kapazität, fast ausschließlich Kohle, neu in Betrieb genommen. Das entspricht etwa 10 Kraftwerken wie Ibbenbüren. Der Preis einer Kilowattstunde in Indien für die Industrie beträgt etwa 10 Cent.

Anstatt neue Kraftwerke zu bauen, hat die US-Regierung 2025/2026 massiv daran gearbeitet, geplante Stilllegungen von Kohlekraftwerken zu verhindern. Durch Exekutivverordnungen und Notfallanordnungen des Energieministeriums (DOE) wurde die Schließung von über 17 Gigawatt (17.000 Megawatt) an bestehender Kohlekapazität gestoppt oder verschoben. Das entspricht etwa 20 Kraftwerkseinheiten wie Ibbenbüren.

Statt der Stilllegung von Kohlekraftwerken wurden in den USA Programme im Umfang von rund 525 Millionen US-Dollar aufgelegt, um bestehende Kohlekraftwerke zu modernisieren und ihre Laufzeit zu verlängern. Ziel ist es, sie als „zuverlässige Grundlast“ im Netz zu halten, anstatt sie durch neue Einheiten zu ersetzen. Die Kilowattstunde in den USA kostet für die Industrie etwa 8 Cent.

Deutschlands energiepolitischer Suizid nützt niemandem

Die Energiewende muss angeblich deshalb vorangetrieben werden, um den CO2-Ausstoß zwecks Rettung des Weltklimas zu reduzieren. Aber wenn man auch nur ein bisschen über die Grenzen Deutschlands hinausdenkt, dann kann das einfach nicht stimmen. Es gibt weder ein Deutschland-Klima, noch macht CO2 an Landesgrenzen halt. Die deutschen Einsparungen verschwinden im Weltmaßstab hinter dem Komma.

Wenn Deutschland seine Kohlekraftwerke vollständig abschaltet, spart die Welt maximal rund 0,5  Prozent der globalen CO2‑Emissionen ein. Rechnet man die geplanten Back-up-Gaskraftwerke, die mit LNG betrieben werden, mit ein, dann kommen nur noch zwischen 0,2 und 0,4 Prozent der globalen CO2-Emissionen als Einsparung heraus. Es ist für den weltweiten Kohlendioxidanstieg völlig vernachlässigbar, dass Deutschland mit Zerstörung seines Kraftwerksparks energiewirtschaftlichen Suizid begeht.

Deutschland liegt beim Industriestrompreis zwei bis dreimal über den USA und deutlich über China, was energieintensive Branchen so stark belastet, dass sie in großem Umfang das Land verlassen. Mit ihnen geht unser Wohlstand. Er ist dann nicht weg, er ist nur woanders. Für diejenigen Deutschen, die noch die Grundregeln der Mathematik beherrschen, bedeutet das: „Rette sich, wer kann“. Und wer nicht kann, überlege sich wohl, wo er sein Kreuzchen bei den nächsten Wahlen hinmalt.

Kürzlich von Klaus-Dieter Humpich und Manfred Haferburg in der Achgut-Edition erschienen: „Atomenergie – jetzt aber richtig – Wie die ‚dümmste Energiepolitik der Welt‘ abgewendet werden kann“ Bestellbar hier im Achgut-Shop.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

Der Beitrag Das fröhliche Kraftwerkesprengen geht weiter erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
Ältere Beiträge

275 Meter hoher Schornstein von früherem Kraftwerk in Ibbenbüren gesprengt

22. Februar 2026 um 15:41

Vorschau ansehen
In Ibbenbüren ist der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Kohlekraftwerks gesprengt worden – ein Wahrzeichen der regionalen Industrie verschwindet.
(Auszug von RSS-Feed)

China zündet den Kohle-Turbo – und lacht über deutsche Klimaträume

21. Februar 2026 um 14:00

Vorschau ansehen

Während Deutschland seine Kraftwerke sprengt, die Wirtschaft mit Rekord-Strompreisen in die Knie zwingt und den Bürgern Wärmepumpen aufzwingt, macht der Rest der Welt genau das Gegenteil. Allen voran China. Das Reich der Mitte setzt voll auf die verpönte Kohle.

Die Zahlen, die Euronews unter Berufung auf das “Centre for Research on Energy and the Clean Air” und den “Global Energy Monitor” veröffentlicht hat, sind eine schallende Ohrfeige für die Klimafanatiker in Berlin. Weltweit wurden mehr als fünfzig große Kohlekraftwerksblöcke neu ans Netz angeschlossen, viele davon in China. Der globale Kohle-Ausstieg? Der existiert nicht. Ganz im Gegenteil hat sich der Bau neuer Kohlekraftwerke damit weltweit sogar verdoppelt.

China alleine hat im letzten Jahr 78 Gigawatt an neuer Kohle-Kapazität ans Netz gebracht. Um diese Zahl einzuordnen: Das entspricht ziemlich genau dem gesamten Strombedarf Deutschlands. Anders ausgedrückt könnte man sagen, dass selbst wenn man in der Bundesrepublik im letzten Jahr die komplette Stromversorgung auf Wind, Sonne und Wasserkraft umgestellt hätte, wären die CO2-Emissionen trotzdem gestiegen.

Der Grund für die chinesische Kohle-Renaissance ist dabei schlichtweg Realitätssinn. Nachdem das Land 2021 und 2022 massive Stromausfälle (Blackouts) erlebte, hatten die Planer in Peking genug von Experimenten. Sie erkannten, was in Deutschland noch immer geleugnet wird: Wind und Sonne sind nett fürs grüne Gewissen, aber sie halten keine Industrienation am Laufen. Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, gehen die Lichter aus.

China hat daraus gelernt und baut nun das Einzige, was wirklich verlässlich und zu günstigen Preisen Strom liefert: Kohlekraftwerke. Und das ist erst der Anfang. Der Bericht enthüllt weiter, dass im letzten Jahr bereits mit dem Bau von weiteren 83 Gigawatt Kohle-Kapazität begonnen wurde. Denn obwohl man im Reich der Mitte auch weiterhin Wind- und Solarkraftwerke als Teil eines breiteren Energiemixes baut, ist man sich dort bewusst, dass es ohne eine stabile Grundlastversorgung einfach nicht geht.

Während man sich in Europa im Alleingang deindustrialisiert und seine Energiesicherheit opfert, sichert sich China mit massiver Kohle-Power den wirtschaftlichen Vorsprung. Die Welt giert nach Energie – und sie holt sie sich dort, wo sie billig und verlässlich ist. Nur in Deutschland und dem restlichen Europa glaubt man weiterhin, man könne das Weltklima retten, indem man sich selbst abschafft.

(Auszug von RSS-Feed)

Spotlight: Stefan Spiegelsperger über Deutschlands instabiles Stromnetz

20. Februar 2026 um 06:10

Vorschau ansehen
Spotlight: Stefan Spiegelsperger über Deutschlands instabiles Stromnetz

Ausschnitt aus dem Interview mit Stefan Spiegelsperger | Land ohne Strom und Gas ‒ Hier in voller Länge zu sehen: https://apolut.net/im-gespraech-stefan-spiegelsperger/

Stabilität der deutschen Energienetze gehört der Vergangenheit an. Es gab Zeiten, da war das deutsche Stromnetz sehr stabil, wir haben Strom ins Ausland exportiert. Zudem gab es redundante Kraftwerke, die auch bei großflächigen Ausfällen von Stromerzeugern ohne Probleme einspringen konnten.

Heute schrammt das Stromnetz ein ums andere Mal an einem Blackout vorbei, Deutschland muss Strom importieren, um seinen Energiebedarf zu decken.

Und in diese Gemengelage kommt ein Sabotageanschlag auf das Stromnetz in Berlin. Was ist passiert? Wie kann man das verhindern?

Nein, sagt der Energieanlagenelektroniker Stefan Spiegelsperger, besser bekannt unter "Stefan Energie Chiemgau".

Er veröffentlicht zu diesen Themen in kurzen Abständen auf seinem YouTube-Kanal Neuigkeiten.

Offenbar hat uns eine letzte Amtshandlung unseres letzten Wirtschaftsministers Habeck in diese Krise geführt.

Die Anordnung, dass deutsche Gasspeicher nur noch bis 75 anstatt bis 95% gefüllt sein müssen, wird diesen Winter postwendend zum Problem.

Die Differenz von 20% ist genau das, was nunmehr im deutschen Gasnetz an Reserven fehlt. So sehen nun als aller erstes energieintensive Wirtschaftsunternehmen einer Gasabschaltung entgegen.

Das Interview führte Markus Fiedler.

(Auszug von RSS-Feed)

Im Gespräch: Stefan Spiegelsperger | Land ohne Strom und Gas

12. Februar 2026 um 17:06

Vorschau ansehen
Im Gespräch: Stefan Spiegelsperger | Land ohne Strom und Gas
Im gespraech stefan spiegelsperger apolut
0:00
/2697.996979
Im Gespräch: Stefan Spiegelsperger | Land ohne Strom und Gas

Stabilität der deutschen Energienetze gehört der Vergangenheit an. Es gab Zeiten, da war das deutsche Stromnetz sehr stabil, wir haben Strom ins Ausland exportiert. Zudem gab es redundante Kraftwerke, die auch bei großflächigen Ausfällen von Stromerzeugern ohne Probleme einspringen konnten.

Heute schrammt das Stromnetz ein ums andere Mal an einem Blackout vorbei, Deutschland muss Strom importieren, um seinen Energiebedarf zu decken.

Und in diese Gemengelage kommt ein Sabotageanschlag auf das Stromnetz in Berlin.

Was ist passiert? Wie kann man das verhindern?

Dann die bange Frage, ob die Gasversorgung in diesem Winter gesichert ist.

Nein, sagt der Energieanlagenelektroniker Stefan Spiegelsperger, besser bekannt unter "Stefan Energie Chiemgau".

Er veröffentlicht zu diesen Themen in kurzen Abständen auf seinem YouTube-Kanal Neuigkeiten.

Offenbar hat uns eine letzte Amtshandlung unseres letzten Wirtschaftsministers Habeck in diese Krise geführt.

Die Anordnung, dass deutsche Gasspeicher nur noch bis 75 anstatt bis 95% gefüllt sein müssen, wird diesen Winter postwendend zum Problem.

Die Differenz von 20% ist genau das, was nunmehr im deutschen Gasnetz an Reserven fehlt. So sehen nun als aller erstes energieintensive Wirtschaftsunternehmen einer Gasabschaltung entgegen.

Das Interview führte Markus Fiedler.

(Auszug von RSS-Feed)

Schließung eines Kohlekraftwerks verschoben, um die Preise in Australien zu senken und das Stromnetz zu stabilisieren

26. Januar 2026 um 19:00

Vorschau ansehen

WUWT, Eric Worrall, 20.01.2026

Ich weiß, Sie werden alle genauso überrascht sein wie ich, dass trotz Ausgaben in Milliardenhöhe für erneuerbare Energien kein praktikabler Ersatz für ein einziges Kohlekraftwerk gefunden wurde.

Das Kohlekraftwerk Eraring soll bis 2029 in Betrieb bleiben.

Kurz gesagt:

  • Das größte Kohlekraftwerk des Landes bleibt weitere zwei Jahre in Betrieb
  • Das Werk in Eraring, New South Wales, sollte im nächsten Jahr stillgelegt werden.

Was kommt als Nächstes?

Es wird nun im April 2029 geschlossen, um die Energieversorgung während des Übergangs zu erneuerbaren Energien zu unterstützen

Die geplante Stilllegung des größten Kohlekraftwerks Australiens wird um zwei Jahre auf das Jahr 2029 verschoben.

Das Kraftwerk Eraring von Origin Energy am Ufer des Lake Macquarie südlich von Newcastle sollte im August 2027 stillgelegt werden.

… Frank Calabria, Vorstandsvorsitzender von Origin Energy

„Bei der Bereitstellung neuer Energieinfrastruktur, einschließlich großer Übertragungsanlagen und Projekten wie unserer Großbatterie in Eraring, werden gute Fortschritte erzielt. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass das Kraftwerk Eraring länger laufen muss, um eine sichere und stabile Stromversorgung zu gewährleisten.“

Gordon Ramsay, Analyst bei RBC Capital Markets, sagte, es sei für den Markt „keine Überraschung“, dass Origin beschlossen habe, die Laufzeit des Werks zu verlängern.

Herr Ramsay sagte, die Entscheidung sei eine „Folge des langsameren Ausbaus der erneuerbaren Energien in Australien (mit Ausnahme von Solaranlagen auf Hausdächern)“, der länger dauere als von der Bundesregierung prognostiziert.

„Wir gehen außerdem davon aus, dass die Regierung zunehmend besorgt über die Zuverlässigkeit der alternden australischen Kohlekraftwerke und deren mögliche zukünftige Auswirkungen auf die Stromversorgung und die Preise ist, insbesondere nach der Stilllegung von Eraring “,

Herr Ramsay glaubte, dass eine Schließung von Eraring im nächsten Jahr auch „die möglicherweise höheren zukünftigen Großhandelspreise für Strom in NSW senken könnte“.

Mehr dazu: https://www.abc.net.au/news/2026-01-20/eraring-coal-fired-power-station-to-stay-open-until-2029/106247568

Ich bin verwirrt. Wenn erneuerbare Energien günstiger sind als Kohle, wie kann der Weiterbetrieb eines Kohlekraftwerks dann die Großhandelspreise senken? Und wenn Kohle, wie unser australischer Bundesenergieminister versichert hat, eine viel größere Bedrohung für die Netzstabilität darstellt als erneuerbare Energien, warum braucht unser zuverlässiges, auf erneuerbaren Energien basierendes Netz dann die Unterstützung eines unzuverlässigen, alten Kohlekraftwerks?

Die nächsten australischen Bundestagswahlen sind für Mitte bis Ende 2028 geplant, daher könnte der Plan darin bestehen, das Kohlekraftwerk frühzeitig im nächsten Wahlzyklus stillzulegen, nur für den Fall, dass es einige kleinere Anlaufschwierigkeiten mit Australiens Netto-Null-Stromnetz gibt.

https://wattsupwiththat.com/2026/01/20/aussie-coal-closure-delayed-to-lower-prices-and-stabilise-the-grid/

Ergänzung aus Deutschland

Der Beitrag Schließung eines Kohlekraftwerks verschoben, um die Preise in Australien zu senken und das Stromnetz zu stabilisieren erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)
❌