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Gestern — 05. Juni 2026

„Wir wollen Euch“: EU-Staaten betonen Bedeutung von Erweiterung um Westbalkanstaaten

05. Juni 2026 um 17:35

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Deutschland und Frankreich wollen den EU-Beitrittsprozess für die Westbalkanstaaten beschleunigen. Beim Gipfel in Montenegro warben Friedrich Merz und Emmanuel Macron für eine schrittweise Annäherung an die Europäische Union.
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France bars Israel from leading defense expo, sparking outcry from Jerusalem

01. Juni 2026 um 16:00

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Defense Ministry pans 'disgraceful' move by Paris to prohibit Israeli firms from showing offensive systems and ban government participation, amid growing strain between two nations

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Deutschland führt Europa in den Dritten Weltkrieg | Brief von Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz

01. Juni 2026 um 12:33

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Deutschland führt Europa in den Dritten Weltkrieg | Brief von Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Merz

Der Ökonom und Diplomat Jeffrey Sachs fordert Bundeskanzler Merz auf, unmittelbare Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Frieden in Europa aufzunehmen.

Brief von Jeffrey Sachs an Bundeskanzler Friedrich Merz:

Kanzler Merz,

als ich vor einem halben Jahr einen offenen Brief an Sie schrieb, forderte ich Deutschland auf, Diplomatie mit Russland zu betreiben, anstatt die Normalisierung des Krieges. Sechs Monate später ist die Lage in Europa dramatisch schlechter. Europa und Russland rutschen in einen offenen Krieg. Und in diesem Drift, Kanzler, liegt Ihre einzigartige Verantwortung. Kein europäischer Führer – nicht in Paris, nicht in Warschau, nicht in Rom – vertritt die Position, die Deutschland innehat, oder hat die Macht, die Sie persönlich innehaben, um diese Katastrophe zu unterbrechen. Werden Sie sich für den Frieden einsetzen?

Sie selbst, mit Ministerpräsident Meloni und Präsident Macron, haben im Januar 2026 gefordert, dass Europa die Beziehungen zu Russland wieder aufnehmen soll und Russland als „ein europäisches Land“ bezeichnet haben. Dennoch haben Sie keine Diplomatie betrieben. Angesichts der Tatsache, dass die Zukunft Europas auf dem Spiel steht, ist dies ein außergewöhnlicher Verzicht auf Führungsstärke. Haben Sie in Ihren Monaten als Kanzler einen inhaltlichen Dialog mit Präsident Putin versucht? Hat Ihr Außenminister einen inhaltlichen Dialog mit Außenminister Lawrow versucht? Echte Gespräche, die den Kalten Krieg beendet haben. Die Antwort, soweit die öffentlichen Aufzeichnungen zeigen, ist nein. Nicht ein einziges Mal. Und nicht aus Mangel an der Erkenntnis der Dringlichkeit.

Die vergangenen Tage haben eine gefährliche Beschleunigung gebracht, die jeden europäischen Geist fokussieren sollte. Beide Hauptstädte sind nun unter anhaltendem Angriff: Ukrainische Langstreckendrohnen sind tief in Moskau eingeschlagen, einschließlich ziviler Standorte; russische Raketen- und Drohnenangriffe gegen Kiew haben sich stark intensiviert. Ukrainische Drohnen sind in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen, was die unmittelbare Aussicht auf einen Vorfall erhöht, der Europa direkt in den Krieg ziehen könnte. Ein schrecklicher ukrainischer Angriff auf eine Jungenschule in Lugansk hat die nur noch geringfügig vorhandene Zurückhaltung weiter erodieren lassen. Und am 25. Mai informierte Außenminister Sergej Lawrow auf Anweisung von Präsident Putin offiziell den Außenminister der Vereinigten Staaten, dass die russischen Streitkräfte nun „systematische und anhaltende Angriffe“ auf Einrichtungen und Entscheidungszentren in Kiew starten, und das russische Außenministerium hat darauf hingewiesen, dass die Vereinigten Staaten und andere Länder „die Evakuierung ihres diplomatischen Personals und anderer Bürger aus der Hauptstadt der Ukraine sicherstellen sollen“. Diese Botschaft ist der Prolog zu einer großen Eskalation. Diplomatie ist dringender denn je.

Der Weg, die Ukraine zu verteidigen, ist nicht fortgesetztes Abschlachten, sondern Frieden zu Bedingungen, die für alle Parteien annehmbar sind. Stattdessen sehen wir uns einer Eskalation gegenüber, mit mehr Toten, mehr Zerstörung und der wirklichen Aussicht auf einen Krieg, der sich über die Ukraine hinaus ausdehnt. Indem man immer mehr Waffen, immer größere Kriegsführungskapazitäten und immer lautere Demonstrationen der „Entschlossenheit“ fordert und signalisiert, dass Deutschland sich auf den Krieg vorbereitet, anstatt daran zu arbeiten, ihn zu beenden, hat man Berlin erlaubt, ein Beschleuniger zu werden, anstatt eine Bremse für einen europaweiten Krieg.

Deutschlands Verantwortung: Sechs Einzelheiten

Deutschland trägt eine tiefe Verantwortung für die Situation, mit der es jetzt konfrontiert ist. Bevor die deutsche Politik in Richtung Frieden zurückgesetzt werden kann, muss sich Deutschland mit der Bilanz ehrlich auseinandersetzen. Ich habe seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 sechs schwerwiegende Versäumnisse der deutschen Außenpolitik gegenüber Russland dargelegt.

Erstens - der 2+4 Vertrag und die NATO-Osterweiterung. Am 12. September 1990 unterzeichnete Deutschland in Moskau den Vertrag über die endgültige Einigung über Deutschland – den „2+4-Vertrag“ –, der die deutsche Wiedervereinigung vollendete. Dieser Vertrag wurde gesichert, weil Michail Gorbatschow von Hans-Dietrich Genscher, von Helmut Kohl, von James Baker und von anderen westlichen Führern feierlich versichert wurde, dass sich die NATO nicht nach Osten bewegen würde. Die freigegebene Aufzeichnung - einschließlich der jetzt öffentlichen Memoranden, die vom National Security Archive der George Washington University zusammengestellt wurden - ist eindeutig: Diese Zusicherungen wurden gegeben und waren zu der Zeit eindeutig dazu bestimmt, über das Gebiet der ehemaligen DDR hinaus nach Osteuropa zu gelten. Diese Zusicherungen wurden bis 1990 und 1991 bekräftigt.

Der 2+4-Vertrag schränkt die Platzierung der NATO-Truppen in der ehemaligen DDR ein und erinnert an die Grundsätze der Schlussakte von Helsinki, die betont, dass die Sicherheit keiner Nation auf Kosten einer anderen gehen sollte. Glaubt irgendjemand ernsthaft, dass die Sowjetunion sich um westliche Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR sorgte, den NATO-Truppen in Warschau, Vilnius oder Kiew aber gleichgültig gegenüberstand? Natürlich nicht.

Die Frage der NATO-Erweiterung wurde ausführlich diskutiert und ausdrückliche Zusicherungen der Nichtvergrößerung im Osten wurden von Deutschland an die sowjetischen Führer gegeben – und wurden dann gebrochen. Deutschland war der Hauptbegünstigte dieser Zusicherungen, die das quid pro quo für die Wiedervereinigung Deutschlands waren. Doch schon 1993 begannen die deutschen Staats- und Regierungschefs, die Verletzung dieser Zusicherungen zu fördern.

Zweitens: Das eigene Zeugnis von Bundeskanzlerin Merkel. In ihren Memoiren schreibt Angela Merkel mit auffälliger Offenheit, dass sie zum Zeitpunkt des Bukarester Gipfels 2008 verstanden habe, dass die Einladung der Ukraine und Georgiens in die NATO einer Kriegserklärung an Russland gleichkommen würde. Sie kannte die rote Linie Russlands. Und doch gab sie dem amerikanischen Druck nach und akzeptierte das Kompromisskommuniqué, dass die Ukraine und Georgien NATO-Mitglieder werden. Dieser einzige Satz setzte die Katastrophen von 2014 und 2022 in Gang. Merkels spätere Offenheit ist ein Geschenk an ihre Nachfolger: Sie hat Ihnen klar und in ihren eigenen Worten gesagt, was damals verstanden wurde. Deutschland sollte jetzt nicht so tun, als wäre es anders.

Drittens - Der Verrat des Abkommens vom 21. Februar 2014. Am 21. Februar 2014 vermittelte der damalige deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Kiew zusammen mit seinen polnischen und französischen Amtskollegen eine Vereinbarung zwischen Präsident Janukowitsch und der Opposition. Das Abkommen sah eine Rückkehr zur Verfassung von 2004, die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit und vorgezogene Präsidentschaftswahlen vor. Präsident Putin wurde konsultiert; das Abkommen wurde bestätigt. Es war eine ernsthafte diplomatische Leistung unter den Bedingungen intensiver Gewalt. Doch innerhalb von vierundzwanzig Stunden wurde Janukowitsch durch einen gewaltsamen Putsch gestürzt. Deutschland bestand nicht auf dem Abkommen, das es gerade garantiert hatte. Stattdessen unterstützte Deutschland nach dem Vorstoß der USA die neue Regierung, als hätte es keine Einigung gegeben. Diese Entscheidung überzeugte Moskau, dass man den westlichen Unterschriften nicht trauen könne.

Vierter — Minsk II. Im Februar 2015 verhandelte Bundeskanzlerin Merkel persönlich Minsk II im Normandie-Format und versprach die politische Unterstützung Deutschlands durch die am 12. Februar 2015 in Minsk verabschiedete Unterstützungserklärung. Sieben Jahre lang wurde die wichtigste politische Bestimmung – Autonomie für die Donbass-Regionen innerhalb einer souveränen Ukraine – von Kiew nie umgesetzt. Deutschland drängte Kiew nicht, die Autonomieregelung umzusetzen, für die es sich eingesetzt hatte - und Merkel räumte später ein, dass das Abkommen als Durchführungsmaßnahme genutzt worden war, um der Ukraine die Aufrüstung zu ermöglichen. Das sagte auch Präsident Hollande. Die Garantie war mit anderen Worten überhaupt keine Garantie. Es war ein Stratem – wieder einmal auf Geheiß Washingtons. Wieder einmal war die Botschaft an Moskau, dass westlichen Unterschriften nicht vertraut werden kann.

Fünftens: Nord Stream. Am 7. Februar 2022, im East Room des Weißen Hauses, kündigte Präsident Biden an - mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz, der neben ihm steht -: „Wenn Russland einmarschiert... dann wird es keinen Nord Stream 2 mehr geben. Wir werden es beenden.“ Auf die Frage, wie er antwortete: „Ich verspreche Ihnen, wir werden das schaffen.“ Die Pipelines wurden sieben Monate später in einem Sabotageakt in der Ostsee zerstört. Die verfügbaren Beweise – die investigative Berichterstattung in den Vereinigten Staaten und Deutschland, die Spur, verfolgt von der deutschen Bundesanwaltschaft, und die öffentlichen Erklärungen ehemaliger Beamter – weisen überwiegend auf eine gemeinsame ukrainisch-amerikanische Operation hin. Das weiß die Bundesregierung seit langem. Und doch hat Deutschland der Öffentlichkeit erlaubt, den Verdacht auf Russland zu lenken, gegen die direkten Beweise, während ein Akt der Industriesabotage gegen die deutsche Wirtschaft unangeklagt und unbeantwortet geblieben ist.

Sechstens – Die Istanbul-Vereinbarung vom April 2022, die in Reichweite war. Nur wenige Wochen nach der Invasion Russlands im Februar 2022 trafen sich russische und ukrainische Unterhändler in Istanbul zu den Bedingungen eines Friedensabkommens: Ukrainische Neutralität außerhalb der NATO, multilaterale Sicherheitsgarantien, vereinbarte Truppengrenzen und die politische Lösung der Fragen des Donbass und der Krim im Laufe der Zeit. Die Vereinbarung erfolgte innerhalb weniger Tage nach der Unterzeichnung. Der ehemalige israelische Premierminister Naftali Bennett, einer der Vermittler, hat öffentlich bestätigt, dass der Deal nahe war und dass der Westen - insbesondere die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich - dazu übergegangen sind, ihn zu blockieren. Die Reise von Premierminister Boris Johnson nach Kiew im April 2022, bei der er die Ukraine anwies, das Abkommen nicht zu unterzeichnen, ist allgemein bekannt. Hunderttausende ukrainische und russische Leben und die breitere europäische Ordnung haben den Preis für diese Intervention zwischen den USA und Großbritannien bezahlt. Deutschland hat hierzu seine Stimme nicht erhoben obwohl Deutschland mehr als jeder andere europäische Staat die wirtschaftlichen Folgen getragen hat.

Die zweite Katastrophe: Deutschlands wirtschaftliche Selbstzerstörung

Deine erste Sorge muss der Frieden sein. Die gestrige Nachricht aus Moskau zeigt uns, was die Stunde geschlagen hat. Doch parallel zur ersten entfaltet sich eine zweite Katastrophe: die vorsätzliche Zerstörung der deutschen Wirtschaft, bei der Berlin sowohl Autor als auch Opfer ist. Deutschlands Industriewirtschaft basierte auf dem Handel mit Russland. Die Zerstörung von Nord Stream und die anschließende Abtrennung der Handelsbeziehungen Deutschlands zu Russland haben dazu geführt, dass Deutschland Erdgas von den Vereinigten Staaten zu Preisen kauft, die um ein Vielfaches höher sind als das russische Pipeline-Gas, das es ersetzt hat. Das ist industrieller Selbstmord. Deutschlands chemischer Sektor, sein Stahlsektor, seine Glasindustrie, seine energieintensiven Hersteller – die eigentlichen Grundlagen des Mittelstands – verlieren Tag für Tag an internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Qualifizierte Arbeitsplätze wandern aus der deutschen Wirtschaft ab. Und der deutsche Steuerzahler und der deutsche Verbraucher übertragen nationalen Reichtum von Deutschland auf amerikanische Gasproduzenten in einem Ausmaß, das im Nachkriegseuropa in Europa beispiellos ist.

Darüber hinaus verspricht die deutsche Regierung nun einen enormen Verteidigungsaufbau – Hunderte von Milliarden Euro im kommenden Jahrzehnt –, um für einen Krieg zu sorgen, den die Diplomatie leicht verhindern kann. Dies ist eine tiefgreifende Fehlallokation der nationalen Ressourcen. Die grundlegende Herausforderung für Deutschland in diesem Jahrzehnt ist die Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Zeitalter. Jeder Euro, der für Panzer, Raketen und Artilleriegeschosse ausgegeben wird, ist ein Euro, der nicht für die KI-Kapazität Deutschlands, seine Chip-Design- und Chip-Fabrikationsfähigkeit, seine Energieinfrastruktur und die Hochgeschwindigkeits-Digitalnetze ausgegeben wird, die Deutschland braucht, um eine Top-Weltwirtschaft zu bleiben.

Die harte Realität, Herr Kanzler, ist, dass keine Sicherheit mit diesen Waffen erkauft werden kann, sondern dass die Diplomatie die Sicherheit zu einem winzigen Bruchteil der Kosten kaufen kann, und es gibt keinen Wohlstand ohne die Digital- und Energieinvestitionen, die dieser Rüstungsaufbau verdrängen wird.

Mein Appell

Bundeskanzler Merz, mehr als jeder andere europäische Staatschef, liegt es bei Ihnen, ob Europa in den allgemeinen Krieg verfällt oder zu Verhandlungen und zur wirtschaftlichen Vernunft zurückkehrt. Es ist höchste Zeit. Die formelle Botschaft von Moskau an Washington sagt dies ausdrücklich. Bitte eröffnen Sie einen Dialog mit Präsident Putin. Bitte schicken Sie Ihren Außenminister nach Moskau oder laden Sie den russischen Außenminister nach Berlin ein. Bitte öffnen Sie die OSZE-Kanäle, die Deutschland zu verkümmern erlaubt hat. Bitte sagen Sie Kiew, dass es seine Angriffe auf zivile Ziele einstellen soll.

Am wichtigsten ist, dass bitte der deutschen Öffentlichkeit die Wahrheit gesagt wird: Dass ein ausgehandelter Frieden auf der Grundlage der ukrainischen Neutralität der realistische Weg aus der Katastrophe ist und dass die Wiederherstellung einer normalen Wirtschaftsbeziehung mit Russland der realistische Weg aus dem industriellen Niedergang Deutschlands ist.

Die Bedingungen einer akzeptablen Vereinbarung, die Deutschland vorschlagen könnte, sind klar. Die Kämpfe würden auf einer Waffenstillstandslinie stehen bleiben. Alle Seiten würden auf jeden zukünftigen Rückgriff auf Gewalt in der Frage der Grenzen verzichten. Die Ukraine würde ihre Neutralität wiederherstellen, und die NATO würde dauerhaft auf eine weitere Osterweiterung verzichten.

Europa und Russland würden die Wirtschaftsbeziehungen wiederherstellen und die Kriegstreiberei stoppen. Die OSZE würde wieder das zentrale Forum für europäische Sicherheit werden, mit dem grundlegenden Vorzeichen, dass die europäische Sicherheit unteilbar ist, nicht auf der Grundlage militärischer Blöcke, die Europa spalten. Neben diesem Frieden würde Deutschland seine nationalen Ressourcen auf die digitalen, KI-, Halbleiter- und Energieinvestitionen umleiten, die Deutschlands wirtschaftliche Zukunft erfordert.

Die Geschichte wird aufzeichnen, was Sie in den kommenden Wochen tun und was Sie nicht tun. So auch die deutsche Öffentlichkeit. So auch die Völker Russlands, der Ukraine und Europas im Allgemeinen. Es ist Zeit für Diplomatie, Herr Kanzler. Die Wahl liegt bei Ihnen.

Respektvoll,

Jeffrey D. Sachs

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Bildquelle: Focus Pix / shutterstock

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Der Brief erschien zuerst am 27.05.2026 in der Berliner Zeitung.

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Warum Frankreichs Atomschirm für Europa viel gefährlicher ist, als der amerikanische

28. Mai 2026 um 05:00

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Nachdem die USA Europa in der Sicherheitspolitik den Rücken kehren, hat in der EU die Diskussion darüber begonnen, wie die EU atomar geschützt werden kann. Frankreich ist das einzige Land in der EU, das über Atomwaffen verfügt, weshalb Präsident Macron eine Chance sah, Frankreichs Einfluss innerhalb der EU zu erhöhen, indem es sich als atomare […]
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Der Missbrauch der Justiz bei Präsidentschaftswahlen in Frankreich

22. Mai 2026 um 19:24

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Frankreich ist das, was man eine „gelenkte Demokratie“ nennt, denn dort hat es seit Jahrzehnten Tradition, dass kurz vor den Wahlen strafrechtliche Vorwürfe gegen missliebige Kandidaten erhoben wurden, die dann später fast immer ergebnislos geendet, aber die Wahlchancen der Betroffen zunichte gemacht haben. Das wiederholt sich nun bei den 2027 anstehenden Präsidentschaftswahlen, denn „rein zufällig“ […]
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Hollisters Geopolitik-Radar vom 11. – 17. Mai 2026

17. Mai 2026 um 12:41

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Hollisters Geopolitik-Radar vom 11. – 17. Mai 2026

Der Waffenstillstand mit Iran ist auf „life support" - während die New York Times berichtet, dass neue Angriffe auf Kharg Island bereits vorbereitet werden. BRICS scheitert in Neu-Delhi an sich selbst. Trump erklärt Taiwan zum Verhandlungschip. Israel tötet den Hamas-Militärchef trotz Waffenstillstand. Und Alex Saab landet in Miami - Maduros Kassenmann, bereit zum Reden.

Geopolitik-Radar vom 11. – 17. Mai 2026

Ein Meinungsbeitrag von Michael Hollister.

Ticker

IRAN/HORMUZ: WAFFENSTILLSTAND AUF „LIFE SUPPORT" - TRUMP NENNT IRANS ANTWORT „GARBAGE"

Der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran besteht formal seit dem 08. April. Er ist es nur dem Namen nach. Das Congressional Research Service bezeichnete ihn am 13. Mai als auf „life support". Trump nannte Irans jüngste Antwort auf den US-Verhandlungsvorschlag „garbage" und drohte erneut mit militärischer Eskalation. Iran seinerseits drohte mit vollständiger Schließung der Straße von Hormuz und Angriffen auf Entsalzungsanlagen - infrastrukturelle Ziele, die Millionen Menschen das Trinkwasser sichern. Araghchi forderte beim BRICS-Treffen in Neu-Delhi die Mitgliedsstaaten auf, die US-israelische Aggression „unequivocally" zu verurteilen. Der operative Lagebericht mit Quellenverzeichnis: UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 17.05.2026

NYT-BERICHT: USA UND ISRAEL PLANEN NEUE ANGRIFFE AUF IRAN - KHARG ISLAND IM VISIER

Die New York Times berichtete am 15. Mai: Israel und die USA intensivieren die Vorbereitungen für mögliche neue Angriffe auf Iran, möglicherweise bereits in der kommenden Woche. Erwogen werden der Einsatz von Kommandotrupps zum Abtransport iranischen Nuklearmaterials sowie Angriffe auf Kharg Island - Irans wichtigstes Ölexport-Terminal, über das rund 90 Prozent der iranischen Ölausfuhren laufen. Zusätzliche Bombenkampagnen auf Militär- und Infrastrukturziele werden ebenfalls in Betracht gezogen. Wer Kharg kontrolliert, kontrolliert Irans Öl, Chinas Versorgung und die Straße von Hormuz gleichzeitig. Was derzeit im Persischen Golf aufgebaut wird - Marines, Osprey, amphibische Kampfschiffe - ist keine Kulisse: Iran Insight: Bodentruppen und das Doppelschloss

BRICS SCHEITERT IN NEU-DELHI: KEIN GEMEINSAMES STATEMENT - DER „GEGENBLOCK" ZEIGT RISSE

Das zweitägige Außenministertreffen der BRICS-Staaten in Neu-Delhi endete am 15. Mai ohne gemeinsame Abschlusserklärung. Gastgeber Indien veröffentlichte nur ein Chair's Statement. Hauptstreitpunkt: die Forderung Irans, die USA und Israel für den Krieg ausdrücklich zu verurteilen. Die VAE - BRICS-Mitglied und gleichzeitig US-Verbündeter - blockierten eine solche Formulierung. Lavrov, Araghchi und Wang Yi saßen am selben Tisch, ohne eine gemeinsame Linie zu finden. BRICS wird im Westen oft als geschlossener Gegenblock zum G7 dargestellt. Was in Neu-Delhi passierte, zeigt: Bei einem realen Krieg mit Energie- und Bündnisdimension enden die Gemeinsamkeiten dort, wo die eigenen Interessen beginnen.

TRUMP-XI-GIPFEL: TAIWAN ALS „VERY GOOD NEGOTIATING CHIP" - PEKING REGISTRIERT JEDEN SATZ

Beim Gipfel in Peking am 14./15. Mai war Taiwan das dominierende Thema. Xi nannte es die „wichtigste Frage" in den bilateralen Beziehungen: Handle it badly, riskierten beide Länder „collision or conflict." Trump antwortete in einem Fox-Interview, Waffenverkäufe an Taiwan seien „a very good negotiating chip for us, frankly." Taiwan solle sich „ein bisschen abkühlen." Wangs Nachricht danach an Peking: „Wir spüren, dass die US-Seite Chinas Position versteht." Rubio beschwichtigte Taiwan sofort: Die Politik sei „unchanged." Das greifbare Ergebnis des Gipfels: ein Boeing-Auftrag über 200 Flugzeuge. Xi wird Trump im Herbst in den USA besuchen. Strukturell hat sich nichts verändert - außer dass Taiwan nun weiß, dass es Verhandlungsmasse sein kann.

GAZA: ISRAEL TÖTET HAMAS-MILITÄRCHEF HADDAD - RANGHÖCHSTER TOD SEIT OKTOBER-WAFFENSTILLSTAND

Am 15. Mai tötete Israel in einem Luftangriff auf Gaza-Stadt Izz al-Din al-Haddad, Kommandeur der Kassam-Brigaden und ranghöchsten verbliebenen Architekten des 07. Oktober 2023. Er starb zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter. Hamas bestätigte den Tod. Seit dem Oktober-Waffenstillstand wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 850 Palästinenser durch israelische Angriffe getötet, vier israelische Soldaten kamen ums Leben. Phase 2 des Waffenstillstandsabkommens bleibt blockiert: Der Board-of-Peace-Envoy erklärte, die Einigung hänge an der ungeklärten Frage der Hamas-Entwaffnung. Was Trumps Gaza-Plan von Anfang an war - und was er bis heute ist - haben wir hier dokumentiert: Board of Peace - Teil 1 und Teil 2

LIBANON: 45-TAGE-VERLÄNGERUNG UNTERZEICHNET - GLEICHZEITIG SECHS TOTE BEI ISRAELISCHEN ANGRIFFEN

Das US-Außenministerium gab während Trumps Peking-Reise bekannt, Israel und Libanon hätten den Waffenstillstand um 45 Tage verlängert. Wenige Stunden später töteten israelische Luftangriffe im Südlibanon sechs Menschen, darunter drei Sanitäter einer Hisbollah-nahen Einrichtung. Israel erklärte, es habe Hisbollah-Infrastruktur getroffen. Der Waffenstillstand gilt auf dem Papier. Was darunter passiert, ist eine andere Geschichte.

VENEZUELA: ALEX SAAB IN MIAMI - MADURO-KASSENMANN LIEFERT SCHLÜSSELZEUGE

Am 16. Mai deportierte die venezolanische Übergangsregierung unter Delcy Rodríguez Alex Saab in die USA. FBI und CIA waren an der Operation beteiligt. Saab galt jahrelang als wichtigster Finanzoperateur des Chavismus, wurde 2023 von Biden begnadigt und kehrte als gefeierter Held nach Venezuela zurück. Nach Maduros Festnahme im Januar verschwand er aus dem öffentlichen Leben. Nun sitzt er in Miami und könnte zum entscheidenden Zeugen im Maduro-Verfahren werden. Venezuela nennt den Vorgang „Deportation" - nicht Auslieferung. Der Unterschied ist juristisch relevant: kein Auslieferungsvertrag, keine langen Verfahren, maximale Flexibilität für die Ankläger. Wer die Architektur hinter der US-Neuordnung Venezuelas verstehen will - Ölverträge, Hedgefonds, Insiderwissen - findet sie hier: Insiderhandel vor Caracas - die Geldspur hinter dem Maduro-Sturz

UKRAINE/RUSSLAND: GEFANGENENAUSTAUSCH 205 GEGEN 205 - WAFFENRUHE BRÜCHIG

Russland und die Ukraine tauschten je 205 Kriegsgefangene aus - nach Selenskyjs Angaben die erste Phase eines geplanten Austauschs von je 1.000 Gefangenen. Gleichzeitig werfen sich beide Seiten gegenseitig Verletzungen der US-gestützten Waffenruhe vor. Ukrainische Stellen meldeten Tote und Angriffe auch während der Ruhephase. Der Austausch ist humanitär bedeutsam. Er ist kein Zeichen strategischer Deeskalation.

NATO-OSTFLANKE: LETTLANDS REGIERUNG KOLLABIERT, PROJEKTIL IN RUMÄNIEN

Lettlands Premierministerin Evika Siliņa trat zurück, nachdem ihre Koalition über den Umgang mit einem russischen Drohnenvorfall zerbrochen war. Das Projektil landet nicht nur in Pardina nahe der rumänisch-ukrainischen Grenze - es landet politisch in einer NATO-Regierung. Die Ukraine-Kriegsfolgen destabilisieren nicht nur militärisch, sondern auch innenpolitisch die Ostflanke des Bündnisses.

MALI BRENNT WEITER - RUSSISCHES MODELL UNTER DRUCK, ARTICLE ALS ANALYSE

Die Offensive von FLA und JNIM hält an. Africa Corps hat Kidal verloren, die Bamako-Sikasso-Straße bleibt blockiert. Was hier geschieht, ist mehr als eine malische Sicherheitskrise: Es ist der bislang schwerste Schlag gegen die russische Sicherheitsarchitektur in Afrika - und ein Test, ob das Söldnermodell halten kann, was es verspricht. Wer ukrainische Drohnenkompetenz, algerische Rückzugsräume, französische Interessen und das erodierende russische Versprechen in einem Bild sehen will: Mali brennt, Russland blutet

SUDAN: DROHNEN WERDEN ZUM HAUPTKILLERWERKZEUG - 880 TOTE SEIT JANUAR

Die Associated Press berichtet: Drohnen sind im Sudan-Konflikt inzwischen zur zentralen Ursache ziviler Todesopfer geworden. Zwischen Januar und April 2026 wurden nach UN-Angaben mehr als 880 Zivilisten durch Drohnenangriffe getötet. Beide Seiten - SAF und RSF - setzen zunehmend externe Drohnentechnologie ein. Sudan ist längst kein innerafrikanischer Bürgerkrieg mehr, sondern ein internationales Stellvertreter- und Rüstungsfeld. Wer die Waffen liefert, wer das Gold kauft und wer als „Friedensvermittler" am Tisch sitzt, während seine Frachtflüge Munition liefern: Sudan - Das vergessene Massaker

FRANKREICH: MACRON IN KENIA - NEUES AFRIKA-NARRATIV NACH SAHEL-RÜCKZUG

Emmanuel Macron besuchte diese Woche Kenia im Rahmen des Africa Forward Summit. Frankreich versucht sichtbar, sein Afrika-Verhältnis nach dem erzwungenen Rückzug aus Mali, Niger und Burkina Faso neu zu rahmen: weniger Françafrique, mehr Partnerschaft auf Augenhöhe. Ob das Publikum in Nairobi oder in Bamako glaubt, ist eine andere Frage.

EU-STAHL: IMPORTBESCHRÄNKUNGEN TREFFEN UKRAINE - VERBÜNDETER UNTER DRUCK

Die EU plant laut Financial Times, Stahlimporte ab Juli 2026 stark zu begrenzen und zusätzliche Mengen mit 50 Prozent Zoll zu belegen. Ukrainische Stellen warnen: Ukrainische Stahlproduzenten sind stark vom EU-Markt abhängig. Brüssel schützt seine Industrie - und setzt dabei einen Kriegsverbündeten unter Druck, dem es gleichzeitig 90 Milliarden Euro Kredit bewilligt hat. Das ist keine Inkonsistenz. Das ist die Logik von Handelsinteressen, die nie ausgesetzt werden.

Fokusthemen

Kharg Island, Werkzeugkasten, Zeitfenster - die nächste Eskalationsstufe

Am 15. Mai berichtete die New York Times: Die USA und Israel intensivieren die Vorbereitungen für mögliche neue Angriffe auf Iran. Als möglichstes Ziel wird Kharg Island genannt - das Terminal, über das rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte laufen. Gleichzeitig wird ein Kommandoeinsatz zum Abtransport iranischen Nuklearmaterials erwogen. Trump nennt den bisherigen Krieg eine „6-Wochen-Exkursion". Das klingt nach Verharmlosung. Es könnte auch die Beschreibung eines abgeschlossenen ersten Akts sein.

Wer versteht, was im Persischen Golf gerade aufgebaut wird, liest den NYT-Bericht anders. 8.000 bis 10.000 US-Soldaten, Marines, Fallschirmjäger, amphibische Kampfschiffe, MV-22 Ospreys - das kostet Hunderte Millionen Dollar und ist keine Drohgebärde. Eine Marine Expeditionary Unit ist nicht für Präsenz konzipiert, sondern für schnelle, präzise Eingriffe tief im gegnerischen Raum. Wer wissen will, welche Fähigkeiten gerade im Golf positioniert werden und was das operativ bedeutet: Wenn Osprey und Marines kommen, geht es nicht um Brücken

Das Doppelschloss-Szenario - Hormuz zu, Bab al-Mandab zu - ist in dieser Konstellation keine Theorie mehr. Wenn Iran auf einen Kharg-Angriff mit der vollständigen Schließung der Meerenge antwortet und gleichzeitig seine Verbündeten im Jemen Bab al-Mandab sperren, bricht die gesamte Handelsroute zwischen Asien und Europa zusammen. Die EU hätte dann beide Wege verloren, über die ihr Öl und Gas kommt. Kein Parlament hat das beschlossen. Eine Rakete auf Kharg würde es entscheiden. Was dieses Szenario bedeutet und warum Trump dabei auch die EU ins Visier nehmen kann: Iran Insight: Bodentruppen und das Doppelschloss

Was als Improvisation eines unberechenbaren Präsidenten wirkt, ist bei näherer Betrachtung die systematische Abarbeitung einer Empfehlungsliste. Zwölf amerikanische Denkfabriken haben zwischen 2014 und 2026 in mehr als 30 Studien niedergeschrieben, was die Trump-Administration seit Januar 2025 exekutiert - Venezuela, Iran, Hormuz, Indo-Pazifik. Das Zeitfenster 2026 schließt sich. Die Analyse dazu: 12 Denkfabriken, 30 Studien - ein Auftrag Und was als nächstes gegriffen wird - Kuba, Kharg, Taiwan - und warum die eigentliche Triebfeder nicht Geopolitik ist, sondern eine Währung, die noch nicht existiert: Was Trump und Hegseth als nächstes greifen

Fragen:

  • Wenn Kharg Island angegriffen wird - wie antwortet Iran, und welche Eskalationsstufe ist dann noch übrig?
  • Kann Trump einen neuen Angriff starten, ohne den Kongress zu befassen - und was passiert, wenn er es tut?
  • Wer in Europa hat einen Plan für den Fall, dass Hormuz und Bab al-Mandab gleichzeitig geschlossen werden?
  • Ist das Zeitfenster 2026 ein strategisches Kalkül - oder der letzte Moment, in dem es noch geht?

BRICS ohne Stimme - was der Riss in Neu-Delhi wirklich bedeutet

BRICS hat 22 Mitglieder, repräsentiert mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung und wird im westlichen Diskurs oft als organisierter Gegenblock zum G7 beschrieben. Was in Neu-Delhi am 15. Mai passierte, ist die Widerlegung dieser These in Echtzeit.

Iran forderte eine gemeinsame Verurteilung der USA und Israels. Russland und China hätten mitgezogen. Die VAE - Golfstaat, BRICS-Mitglied, Gastgeber von US-Militärbasen und gleichzeitig Gesprächspartner Teherans - blockierten. Indien als Gastgeber wollte keine Krise und veröffentlichte ein Chair's Statement, das niemanden zu irgendetwas verpflichtet. Brasilien und Südafrika hielten sich raus. Am Ende: kein gemeinsames Dokument, keine gemeinsame Linie, kein Signal nach außen.

Das ist analytisch interessant, weil BRICS nicht an westlichem Druck gescheitert ist. Es ist an sich selbst gescheitert - an den widersprüchlichen Interessen seiner eigenen Mitglieder. Die VAE brauchen die US-Basen auf ihrem Territorium. Saudi-Arabien hat Iran in dieser Woche verdeckt angegriffen und danach dem US-Militär Basisrechte entzogen - das sind nicht die Handlungen eines geschlossenen Blocks, das sind die Handlungen von Akteuren, die ihre eigenen Optionen offenhalten. China hat Irans Öl gekauft und gleichzeitig mit Trump über Taiwan verhandelt. Russland hat Lavrov nach Neu-Delhi geschickt und gleichzeitig Drohnen auf die Ukraine geworfen.

BRICS ist kein Block. Es ist ein Gesprächsformat für Länder, die gegenüber dem Westen eigene Interessen haben - aber untereinander genauso viele Widersprüche. Das ist keine Schwäche, die man beheben könnte. Es ist die Struktur. Und jeder ernsthafte Krieg legt diese Struktur offen, weil er Länder zwingt, Farbe zu bekennen. Neu-Delhi hat gezeigt: Im Ernstfall gibt es keine BRICS-Position zu Iran. Es gibt nur nationale Positionen - und die gehen auseinander.

Fragen:

  • Kann BRICS als diplomatisches Format überleben, wenn es bei einem der größten Konflikte seit Jahren schweigt?
  • Was bedeutet das Scheitern von Neu-Delhi für Indiens Rolle als Gastgeber des BRICS-Gipfels im September?
  • Wenn die VAE und Saudi-Arabien innerhalb von BRICS US-Interessen schützen - ist BRICS dann noch ein Gegengewicht?
  • Was passiert mit dem Format, wenn China und Russland einerseits und die Golfstaaten andererseits dauerhaft verschiedene Linien fahren?

Trump, Xi und Taiwan - was nach Peking anders ist

Der Gipfel in Peking am 14./15. Mai hat kein Abkommen gebracht, keine Durchbrüche, keine strukturellen Veränderungen. Was er gebracht hat, ist eine Aussage, die Taiwan sorgfältig gelesen hat - und die nicht versehentlich gefallen ist.

Trump sagte in einem Fox-Interview, aufgezeichnet in Peking: Waffenverkäufe an Taiwan seien „a very good negotiating chip for us, frankly. It's a lot of weapons." Auf die Frage, ob er Taiwan verteidigen würde: „You know, when you look at the odds, China is a very, very powerful, big country. That's a very small island. Think of it, it's 59 miles away. We're 9,500 miles away. That's a little bit of a difficult problem." Taiwan solle sich „cool it a little bit."

Rubio beeilte sich, Schadensbegrenzung zu betreiben: Die US-Politik zu Taiwan sei „unchanged." Wang Yi ließ danach über Staatsmedien verbreiten, Peking spüre, dass Washington Chinas Position „versteht" und Chinas Anliegen „ernst nimmt." Das sind keine Zufallsformulierungen. Sie zeigen, was aus dem Gipfel mitgenommen wurde - auf jeder Seite.

Das greifbare Ergebnis: Boeing erhält einen Auftrag über 200 Flugzeuge. Xi wird Trump im Herbst in den USA besuchen. Zu Iran einigten sich beide darauf, dass Teheran keine Atomwaffe bekommen darf - eine Aussage, die beide schon vor dem Gipfel gemacht hatten. Zu Hormuz sagte Trump, Xi habe zugestimmt, dass Iran die Meerenge öffnen müsse. China hat das nicht bestätigt und sich nicht erkennbar festgelegt, aktiven Druck auf Teheran auszuüben.

Seit dem 28. Februar 2026 - dem Tag der ersten US-israelischen Angriffe auf Iran - hat China kein einziges Militärflugzeug mehr in Taiwans Luftverteidigungszone geschickt. Sechs Wochen Stille in einer Meerenge, in der Eskalation zur Normalität geworden war. Das ist keine Entspannung. Das ist Kalkül: Während die USA im Persischen Golf Munition und politisches Kapital verbrauchen, baut Peking seine Optionen für 2027 aus. Wer die Linie versteht, die durch Pekings Aktionen und Pausen hindurch sichtbar wird: China - Das stille Manöver Und wer die strukturelle Eskalationsdynamik zwischen Washington und Peking - drei Hebel, vier Konter - verstehen will: Drei Hebel, vier Konter

Fragen:

  • Hat Trump Taiwan als Verhandlungsmasse angeboten - oder nur laut gedacht?
  • Was versteht Peking unter „die USA verstehen Chinas Position" - und was folgt daraus operativ?
  • Wie lange kann Taiwan auf US-Sicherheitsgarantien vertrauen, wenn der Präsident sie öffentlich relativiert?
  • Wann genau schließt sich das Zeitfenster, in dem Peking handeln kann, ohne den vollen Widerstand Washingtons zu riskieren?

Venezuela, Saab, Maduro - die Neuordnung einer Hemisphäre

Am 16. Mai wurde Alex Saab aus Caracas nach Miami geflogen. Die venezolanische Regierung nannte es „Deportation". FBI und CIA waren beteiligt. Der Mann, den Biden 2023 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs begnadigt hatte und der danach von Maduro als Held empfangen worden war, sitzt jetzt in US-Gewahrsam - und könnte der entscheidende Zeuge in einem der komplexesten Wirtschaftskriminalfälle werden, die je gegen eine lateinamerikanische Regierung geführt wurden.

Saab war nicht irgendein Minister. Er war nach Einschätzung von US-Bundesanklägern Maduros wichtigster Finanzoperateur: Staatsverträge, CLAP-Lebensmittelprogramm, Sanktionsumgehung, Geldwäsche in dreistelliger Millionenhöhe. Wer weiß, wie das Geld floss, weiß alles. Und jetzt redet er - oder wird bald reden müssen.

Das ist der jüngste Schritt in einer Neuordnung, die Washington seit Maduros Festnahme im Januar systematisch betreibt. Direktflüge wiederaufgenommen. Öllizenzen neu vergeben. IWF-Gespräche initiiert. Goldhandel lizenziert. Und jetzt Saab. Was als humanitärer Austausch oder diplomatische Geste verpackt wird, folgt einer Logik, die mit Demokratieförderung wenig zu tun hat: Die USA vermessen Venezuelas Ressourcen neu - wer produziert, wer liefert, wer kassiert.

Das Muster ist nicht neu. Es wiederholt sich. Trump hat vor laufenden Kameras eingeräumt, Ölkonzerne vorab über bevorstehende Militäroperationen informiert zu haben. Ein Hedgefonds-Milliardär kaufte sechs Wochen vor dem Maduro-Sturz eine venezolanische Raffineriegruppe für die Hälfte des Schätzwerts. Ein Special-Forces-Soldat wettete mit Insiderwissen auf den Ausgang der Operation - und wurde verhaftet. Drei Spuren, ein Muster: Insiderhandel vor Caracas - die Geldspur hinter dem Maduro-Sturz

Fragen:

  • Was weiß Alex Saab - und was wird er aussagen, wenn er Strafminderung angeboten bekommt?
  • Wer in Caracas ist als nächstes an der Reihe, wenn Saab zu reden beginnt?
  • Ist die venezolanische „Deportation" ein Zeichen echter Kooperation mit Washington - oder ein letzter Versuch der Rodríguez-Regierung, sich unentbehrlich zu machen?
  • Was passiert mit Venezuelas Ölverträgen, sobald die juristische Aufarbeitung des Chavismus abgeschlossen ist?

+++

Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com, bei Substack sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Quellenverzeichnis

Iran - Waffenstillstand, Verhandlungen, neue Angriffspläne

Congressional Research Service: U.S.-Iran Ceasefire and Negotiations: Assessment and Issues for Congress, 13. Mai 2026: https://www.congress.gov/crs-product/IN12678

New York Times: Israel and U.S. intensify preparations for Iran strikes, 15. Mai 2026

The National: Iran war overshadows BRICS meeting, 14. Mai 2026: https://www.thenationalnews.com/news/2026/05/14/iran-war-overshadows-brics-meeting-as-foreign-ministers-gather-in-india/

BRICS - Neu-Delhi

Reuters/US News: BRICS talks end without joint statement, 15. Mai 2026: https://www.usnews.com/news/world/articles/2026-05-15/india-issues-chair-statement-after-brics-meeting-amid-differences-over-gulf-crisis

Washington Post: BRICS ministers fail to issue joint statement over differences on Middle East, 15. Mai 2026: https://www.washingtonpost.com/business/2026/05/15/india-brics-iran-war/ad387c10-5045-11f1-97e7-22c6c29ff0d8_story.html

Bloomberg: India fails to bridge divide over Iran war at BRICS summit, 15. Mai 2026: https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-05-15/india-fails-to-bridge-divide-over-iran-war-at-brics-summit

Al Jazeera: Why the BRICS foreign ministers meeting in India matters, 14. Mai 2026: https://www.aljazeera.com/news/2026/5/14/iran-war-why-the-brics-foreign-ministers-meeting-in-india-matters

Trump-Xi-Gipfel / Taiwan

CNN Politics: Trump's China state visit and meetings with Xi Jinping - Live coverage, 14./15. Mai 2026: https://www.cnn.com/politics/live-news/trump-china-visit-xi-meeting-hnk

CNBC: Five takeaways from the Trump-Xi summit in Beijing, 14. Mai 2026: https://www.cnbc.com/2026/05/14/trump-xi-summit-beijing-takeaway-taiwan-trade-iran-war-strategic-relations-.html

Euronews: Underwhelming summit outcome in China brings Trump back to reality, 15. Mai 2026: https://www.euronews.com/2026/05/15/underwhelming-summit-outcome-in-china-brings-trump-back-to-reality

Gaza / Libanon

CBC News: Israel kills Hamas military wing leader, 16. Mai 2026: https://www.cbc.ca/news/world/hamas-chief-gaza-israel-9.7202240

PBS News: Israel says it killed a top Hamas leader, 16. Mai 2026: https://www.pbs.org/newshour/world/israel-says-it-killed-a-top-hamas-leader

CNN: Israel kills most senior Hamas military leader in Gaza strike, 15. Mai 2026: https://edition.cnn.com/2026/05/15/middleeast/israel-gaza-hamas-strike-latam-intl

Venezuela / Alex Saab

Colombia One: Venezuela extradites Alex Saab to the US, 16. Mai 2026: https://colombiaone.com/2026/05/16/venezuela-extradites-alex-saab-to-the-us/

Bloomberg: Venezuela says Alex Saab deported, citing US crimes probe, 16. Mai 2026: https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-05-16/venezuela-says-alex-saab-deported-citing-us-crimes-probe

Latin Times: Biden pardoned Maduro's alleged money man - now Venezuela is sending him back, 16. Mai 2026: https://www.latintimes.com/biden-pardoned-maduros-alleged-money-man-now-venezuela-sending-alex-saab-back-us-597441

Sudan

Associated Press: Drones become main driver of civilian deaths in Sudan, Mai 2026

Mali / Sahel

Al Jazeera: What role has Russia played in Mali's security, 29. April 2026: https://www.aljazeera.com/news/2026/4/29/what-role-has-russia-played-in-malis-security-and-the-sahel-region

Ukraine / NATO-Ostflanke

Reuters: Russia-Ukraine prisoner exchange 205 against 205, Mai 2026

Reuters: Ceasefire violations reported by both sides, Mai 2026

EU / Stahl / Ukraine

Financial Times: EU plans steel import restrictions affecting Ukraine, Mai 2026

Eigene Analysen

UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 17.05.2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/17/update-usa-und-israel-greifen-iran-an-17-05-2026/

12 Denkfabriken, 30 Studien - ein Auftrag, 17. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/17/12-denkfabriken-30-studien-ein-auftrag/

Was Trump und Hegseth als nächstes greifen, 17. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/17/was-trump-und-hegseth-als-naechstes-greifen/

Iran Insight: Bodentruppen und das Doppelschloss, 29. März 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/03/29/iran-insight-bodentruppen-und-das-doppelschloss/

Wenn Osprey und Marines kommen, geht es nicht um Brücken, 22. März 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/03/22/wenn-osprey-und-marines-kommen-geht-es-nicht-um-bruecken/

China - Das stille Manöver, 08. März 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/03/08/china-das-stille-manoever/

Drei Hebel, vier Konter, 10. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/10/drei-hebel-vier-konter/

Insiderhandel vor Caracas, 10. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/10/insiderhandel-vor-caracas/

Mali brennt, Russland blutet, 12. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/12/mali-brennt-russland-blutet/

Sudan - Das vergessene Massaker, 19. April 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/04/19/sudan-das-vergessene-massaker/

Board of Peace - Teil 1, 01. Februar 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/02/01/board-of-peace-teil-1/

Board of Peace - Teil 2, 08. Februar 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/02/08/board-of-peace-teil-2/

UPDATE - USA und Israel greifen Iran an - 13.05.2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/13/update-usa-und-israel-greifen-iran-an-13-05-2026/

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Macron takes the stage uninvited at Africa summit to scold crowd for 'total lack of respect'

11. Mai 2026 um 21:58

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French President Emmanuel Macron sparked a firestorm of criticism after he interrupted a youth-focused session at the Africa Forward Summit in Nairobi on Monday, publicly scolding attendees for talking over speakers and calling the disruption "a total lack of respect."

Video from the event showed Macron rising from his seat and walking onto the stage during the "Africa Forward: Creation in Motion" session, which featured artists and young entrepreneurs speaking about culture and innovation.

"Excuse me, everybody. Hey, hey, hey," Macron told the audience. "I’m sorry, guys. But it’s impossible to speak about culture, to have people like that super inspired, coming here, making a speech with such a noise."

"So this is a total lack of respect," he continued. "I suggest if you want to have bilateral or speak about somebody else, I mean something else, you have bilateral rooms, or you go outside. If you want to stay here, we listen to the people, and we’re playing the same game."

MACRON TO APPOINT FOURTH PRIME MINISTER IN A YEAR AS DEBT BATTLE TOPPLES CENTRIST LEADER

Macron was immediately criticized for his uninvited remarks on social media. A former member of Parliament from Zimbabwe, Fadzayi Mahere, called the French leader out on X. "Respectfully @EmmanuelMacron I don’t believe that it’s courteous or appropriate for you to come onto our Continent and talk down at people like this. They are not your kids. Don’t be condescending. Imagine if a guest of the state did the same in your country? Would it fly? I don’t think so."

Another post from a Kenyan-Canadian lawyer with 3.1 million followers announced, "Africans don’t need @EmmanuelMacron’s permission to speak in Africa," said Dr. Miguna Miguna, who in January announced he was running for the Kenyan presidency in 2027, according to local reports

A report published Monday by Modern Ghana, the interruption carried a symbolic irony, as Macron had traveled to Kenya to promote what Paris describes as a more equal and respectful partnership with African nations, moving away from what critics have long viewed as a paternalistic post-colonial model.

The incident took place during the Africa Forward Summit in Nairobi, where more than 30 African leaders, business executives and young entrepreneurs gathered for discussions focused on economic development, innovation and cooperation between Africa and Europe.

Kenya’s Standard Media reported that the exchange "cast an unusual shadow" over the summit, noting that some civil society groups characterized the two-day summit as a "reengineering of imperialism."

The moment underscored the balancing act facing Macron as France attempts to redefine its relationship with Africa following years of political tensions and military withdrawals from several West African countries.

Earlier Monday, Macron told students at the University of Nairobi that "Africa is succeeding" and argued the continent needs investment to strengthen its sovereignty rather than dependence on development aid, according to Modern Ghana’s report by Mustapha Bature Sallama. The report also noted Macron acknowledged France’s own financial constraints during the remarks.

Macron has increasingly emphasized partnerships with African youth, entrepreneurs and cultural leaders as Paris recalibrates its Africa strategy amid growing competition from Russia, China and Turkey for influence across the continent.

Reuters contributed to this report.

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Warum Macron ein Bündnis mit Polen schmiedet

29. April 2026 um 05:00

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Ich habe bereits über die gemeinsame Manöver Frankreichs und Polens zu atomaren und konventionellen Angriffen auf Russland berichtet. In der TASS ist ein Artikel ihres Frankreichkorrespondenten erschienen, der erklärt, was die Hintergründe der militärischen Zusammenarbeit sind, und ich habe den Artikel übersetzt. Beginn der Übersetzung: Polenreise: Warum Macron ein Bündnis mit Warschau schmiedet Dmitri Gorochow, […]
(Auszug von RSS-Feed)

World leaders condemn ‘unacceptable’ violence after armed attack disrupts WH Correspondents’ Dinner

26. April 2026 um 14:04

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World leaders across the globe swiftly condemned political violence and expressed relief that President Donald Trump was unharmed after a chaotic armed attack Saturday night disrupted the White House Correspondents’ Association Dinner in Washington, D.C.

Their responses poured in on X after a man armed with guns and knives stormed the lobby of the Washington Hilton and charged toward the ballroom, where Trump, lawmakers, journalists and foreign dignitaries were gathered, prompting Secret Service agents to open fire and guests to dive under tables.

The suspect — later identified as 31-year-old Cole Allen of Torrance, California — was taken into custody, and Trump was rushed offstage unharmed. Officials said the suspect was a guest at the Washington Hilton, where the dinner was being held, and was taken into custody at the scene. He is expected to appear in court on Monday.

In their reactions, world leaders emphasized both solidarity with the United States and concern over rising political violence.

SECRET SERVICE AWARE AFTER IRANIAN STATE TV AIRS TRUMP THREAT FEATURING PHOTO OF BUTLER ASSASSINATION ATTEMPT

French President Emmanuel Macron called the incident "unacceptable," writing that "violence has no place in a democracy" while expressing "full support" for Trump.

Italian Prime Minister Giorgia Meloni echoed that sentiment, warning against political extremism.

"No political hatred can find space in our democracies," she said, adding that democratic nations must not allow "fanaticism to poison the places of free debate and information."

TRUMP ADMINISTRATION PROMISES JUSTICE FOR SLAIN ISRAELI COUPLE IN DC SHOOTING

Indian Prime Minister Narendra Modi said he was "relieved" Trump, the first lady and Vice President JD Vance were safe, stressing that violence "must be unequivocally condemned."

Leaders across Europe struck a similar tone. British Prime Minister Keir Starmer said he was "shocked by the scenes," calling the attack one that must be "condemned in the strongest possible terms," particularly given it targeted a high-profile democratic event.

UK Foreign Secretary Yvette Cooper said she was "appalled," adding that democracies must "stand together against political violence."

US JUDGE ORDERS SUSPECT DETAINED FOR THREATENING TO KILL RICHARD GRENELL

NATO Secretary General Mark Rutte framed the incident as a broader threat to democratic systems, calling it "an attack on our free and open societies" and reaffirming solidarity with the United States.

Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu described the incident as an "attempted assassination," though U.S. authorities have not publicly characterized it as such, saying he and his wife were "shocked" while praising U.S. security forces for their "swift and decisive action." He also wished a speedy recovery to a police officer who was shot in a bullet-resistant vest during the confrontation.

From the Western Hemisphere, Canadian Prime Minister Mark Carney said he was "relieved" all attendees were safe but called the episode a "disturbing event," while Mexico’s President Claudia Sheinbaum said simply, "Violence should never be the way."

WORLD LEADERS SPLIT OVER MILITARY ACTION AS US-ISRAEL STRIKE IRAN IN COORDINATED OPERATION

Argentine President Javier Milei issued one of the strongest statements, condemning what he described as a "new assassination attempt," and linking the attack to "violent rhetoric of the left all over the world." His characterization has not been confirmed by U.S. officials.

Leaders from beyond the traditional Western alliance also weighed in. Venezuela’s acting president, Delcy Rodríguez, said her government "strongly condemns" the attack and emphasized that "violence is never an option," while European Commission Vice President Kaja Kallas highlighted the symbolism of the venue, noting that "an event meant to honour a free press should never become a scene of fear."

Australian Prime Minister Anthony Albanese praised U.S. law enforcement and Secret Service agents for their "swift action" in containing the situation.

The attack marks the latest in a string of security threats against Trump since 2024 and is likely to intensify scrutiny over security protocols at major public events involving the president. It is also likely to renew conversations about rising political violence in the U.S.

Authorities say the suspect acted alone and have not yet identified a motive. FBI and local law enforcement officials descended on the suspect’s Torrance home Saturday night.

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Starmer and Macron accused of ‘playing at being relevant’ with Strait of Hormuz plan

17. April 2026 um 10:00

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As British Prime Minister Keir Starmer and French President Emmanuel Macron convene a summit Friday on the future of the Strait of Hormuz, the two leaders are pushing a European-led plan to reopen the vital shipping lane after the war, without U.S. leadership.

The proposal envisions a post-conflict naval mission made up of Britain, France and other "non-belligerent" countries that would deploy only after fighting ends. Unlike President Donald Trump’s current strategy of blockading Iranian ports with U.S. naval power, the Anglo-French initiative is intended to be separate from the warring parties and focused on restoring commercial shipping.

A senior European official insisted the initiative is not meant to go around Washington, telling Fox News Digital that Paris began discussing a future maritime mission "from day one" of the conflict and is now formalizing those plans jointly with London.

NATO CHIEF SIGNALS ALLIES MAY ACT ON HORMUZ, WARNS OF ‘UNHEALTHY CODEPENDENCE’ ON US

Macron and Starmer are expected to host a summit to advance what both governments describe as a "coordinated, independent, multinational plan" to reopen the Strait of Hormuz once the fighting ends.

"France and the United Kingdom will also host a conference in Paris this Friday, bringing together by video conference non-belligerent countries ready to contribute, alongside us, to a multilateral and purely defensive mission aimed at restoring freedom of navigation in the strait when security conditions allow," Macron wrote on X.

Starmer similarly described the effort as a "coordinated, independent, multinational plan to safeguard international shipping when the conflict ends," saying Britain had already convened more than 40 nations around the initiative, Reuters reported. Washington was not part of those earlier talks.

The European senior official said the proposed force would be "strictly defensive" and would only deploy after active fighting and bombardment have ended, with the goal of restoring normal shipping rather than enforcing a wartime corridor.

"What we want in the end is no blockade, no toll, no nothing that blocks the fluidity of what is going through the Strait of Hormuz," the official told Fox News Digital, while stressing that Iran remains "the first problem."

The official also rejected suggestions that Paris and London are trying to sideline the Trump administration, saying the U.S. has been kept informed and that there is extensive coordination with Washington even if the emerging mission is currently limited to "non-belligerent" countries.

WATCH: EX-NATO CHIEF DRAWS RED LINE AS TRUMP FUMES ALLIANCE ABANDONED US DURING IRAN WAR

"We’re coordinating a lot with them," the official said, adding that the goal is to create a framework that can operate once the conflict is over.

Macron has repeatedly emphasized that France’s envisioned mission would be "strictly defensive" and ruled out escorting ships while "bombings" are ongoing. French Foreign Minister Jean-Noël Barrot said "several dozen countries" already had participated in preparatory discussions led by military chiefs of staff, and that any future mission would also require coordination with Gulf coastal states, according to Reuters.

The Anglo-French initiative comes as Trump has taken a far more aggressive approach, ordering the U.S. Navy to blockade Iranian ports and continue operations aimed at securing the strategic waterway after ceasefire talks between the U.S. and Iran collapsed in Pakistan.

Critics argue that without American military power, the European proposal risks being largely symbolic.

PAKISTANI GENERAL SAYS IRAN DIPLOMACY STILL 'ALIVE, DESPITE US BLOCKADE, FAILED TALKS

Britain and France are overstating what they can realistically achieve, The Henry Jackson Society analyst Barak Seener said. 

"Britain and France are playing at being relevant as so-called ‘Middle Powers’ in international affairs," Seener told Fox News Digital.

"Keir Starmer’s assertion ‘We’re not getting dragged into the war’ disguises the embarrassing fact that the Royal Navy is facing a hollowed out crisis, causing the initiative to be ‘strictly defensive’," he said.

"France’s navy is also facing structural and budgetary pressures that strain its ability to conduct high-tempo operations."

"It is laughable that a European coalition of ‘non-belligerent’ countries that are only willing to engage once hostilities have ended can even speak of protecting its shipping lanes," Seener added.

"Ultimately, the U.S.’s deployment of hard power, consisting of carrier strike groups and fighter aircraft to blockade Iranian ports and clear mines from the Strait of Hormuz, can protect shipping lanes."

The U.K. government and the White House did not reply to Fox News Digital’s request for comment before publication.

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Macron under fire over Iran, Hezbollah policy as Trump admin hosts Israel-Lebanon talks

14. April 2026 um 10:30

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France’s President Emmanuel Macron is facing renewed criticism for his lack of support for President Donald Trump’s war against Iran and demands to include Lebanon in the current ceasefire as historic talks between Israel and Lebanon are set to begin Tuesday.

The historic meeting brokered by President Trump between Lebanon, a former French mandate, and Israel will take place at the ambassador level as hopes for an agreement evolve ­— most noticeably without French involvement. Secretary of State Marco Rubio is expected to host both nations' ambassadors.

The Jerusalem Post reported that Israel’s government requested that France be excluded from the talks. An Israeli official told the paper that "France’s conduct over the past year – including initiatives aimed at limiting Israel’s ability to fight in Iran, and a complete lack of willingness to take concrete steps to help Lebanon disarm Hezbollah – has led Israel to view France as an unfair mediator."

IRAN'S TERROR PROXIES FROM IRAQ-TO-LEBANON SAY READY TO RESPOND TO US-ISRAEL ATTACKS

On Monday, Hezbollah chief Naim ​Qassem on Monday ‌called on the Lebanese government to ​cancel the ​Tuesday meeting in Washington, while ⁠describing the talks as pointless. In ​a televised ​speech, Qassem said the ‌armed ⁠group will continue to confront Israeli attacks on ​Lebanon.

Hezbollah violated a ceasefire to enter the war on its patron, Iran’s side, in March when it launched rockets into Israel after the U.S.-Israel joint attack on the Islamic Republic began, still Macron has demanded Israel stop attacking Hezbollah's terror infrastructure in Lebanon.

Israeli Brig. General (Res.) Yosef Kuperwasser told Fox News Digital that Macron was "working against the best interests of the Lebanese state and government. This is a very problematic direction." He accused Macron of "taking the side of Hezbollah and normalizing Hezbollah because he is focused on "narrow interests."

IRAN THREATENS TO END CEASEFIRE OVER HEZBOLLAH'S EXCLUSION FROM TRUCE DEAL

The former head of research for the Israel Defense Forces’ Military Intelligence Directorate, Kuperwasser, added that the "Americans want us to engage with the Lebanese along with the military [in Lebanon]. Our expectations are very similar. We want to see Lebanon do something about Hezbollah, something real, not just issue statements and pledges. We believe we have helped them by weakening Hezbollah militarily since they decided to launch missiles on March 2. If there is a breakthrough, Lebanon has a lot to gain," but said it has to "disarm Hezbollah."

The Israeli Ministry of Foreign Affairs did not immediately respond to a Fox News Digital request for comment.

Macron has faced accusations over the years that he has normalized Hezbollah. His government, in contrast to Germany, the U.S., Canada, the Netherlands, Japan, Austria and many other Western and non-Westen countries, refuses to designate Hezbollah’s entire organization a terrorist entity. France has classified Hezbollah’s "military wing" a terrorist organization but declined to ban its "political wing." Hezbollah considers itself a unified movement without branches.

The French politician François-Xavier Bellamy, who is a member of the European Parliament for the Republicans Party, said last week on French television that "France must stop normalizing Hezbollah." Macron sparked outrage in 2020 when he reportedly held a private conversation with a top elected Hezbollah official, according to the Paris-based daily Le Figaro.

Edy Cohen, an Israeli security expert on Hezbollah, who was born in Lebanon, told Fox News Digital, "France is forced not to come out against Hezbollah in order to legitimize its involvement in Lebanon."

A French diplomat told the Times of Israel that "what we are hoping for is not a ticket to the meeting, but that Israel stops its offensive on Lebanon."

When asked if France would pressure Lebanon to recognize Israel as a state, Pascal Confavreux, a spokesman for France’s Foreign Ministry, told "Fox News Sunday" that, "Iran has to stop terrorizing Israel through Hezbollah because Hezbollah chose to bring Lebanon into a war which is not Lebanon’s war… Lebanon has to be included in the ceasefire, something that we are pushing diplomatically," He continued that we are in favor of direct talks between Lebanon and Israel.

It is not known if France asked for a seat at the talks. Fox News Digital sent multiple press queries to France’s embassies in Washington D.C. and Tel Aviv.

IDF UNCOVERS HEZBOLLAH WEAPONS STASH INSIDE HOSPITAL IN LEBANON

On Saturday, Macron again pushed his desire for a ceasefire and wrote on X that he had discussions with Iran’s President Massoud Pezeshkian on Saturday: "I stressed the importance of full respect for the ceasefire, including in Lebanon. France extends its full support to the actions of the Lebanese authorities, who alone are legitimate to exercise the sovereignty of the State and decide the destiny of Lebanon."

Walid Phares, an expert on Lebanon and the region, told Fox News Digital that while the talks are important, problems exist. "It is at ambassadors’ level, which means it is not destined to reach a top level of decision-making."

He added, "Strangely, the Lebanese president and prime minister declined to invite the Lebanese foreign minister to the Washington talks, provoking a representation by Israel, also at ambassadorial level, showing that Hezbollah still has a strong influence on the Lebanese government. The militia is being rejected by the population on the ground and fears a meeting in D.C. would ostracize Hezbollah further."

Sethrida Geagea, a member of parliament from the Lebanese Forces party, posted on X ahead of the Israel-Lebanon talks an open letter to Nabih Berri, the powerful speaker of the Lebanese Parliament and leader of the Shiite Amal Movement. She issued indirect criticism of Hezbollah and its terrorist army within the state. Geagea appealed to Berri to unify the Lebanese to be "protected by a single army."

Without naming Hezbollah, her letter stated that young Shiites have been plunged into war that has nothing to do with them and the conflict is really about an Iranian decision to retaliate for the joint U.S.-Israel war that assassinated the Islamic Republic’s Supreme Leader, Ali Khamenei, on February 28.

The State Department did not immediately respond to a Fox News Digital press query.

Reuters contributed to this report.

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Macrons neues Prestigeprojekt, der neue französische Flugzeugträger

24. März 2026 um 09:00

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Die TASS hat einen Artikel über den neuen französischen Flugzeugträger veröffentlicht, dessen Bau Präsident Macron vor einigen Tagen verkündet hat. Ich habe den TASS-Artikel übersetzt, will vor der Übersetzung aber auf das wichtigste Problem dabei hinweisen, das die TASS kaum erwähnt hat. Frankreich ist überschuldet, im Grunde fast pleite, und die Schulden steigen rasant. Ich […]
(Auszug von RSS-Feed)
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