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Per Faustrecht zur unipolaren Weltordnung oder direkt ins Armageddon? | Von Wolfgang Effenberger

05. März 2026 um 17:20

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Per Faustrecht zur unipolaren Weltordnung oder direkt ins Armageddon? | Von Wolfgang Effenberger

Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger.

Die jüngsten Schläge unter "Brüllen des Löwen" (Israel) und "Operation Epic Fury" (USA) sind direkte, koordinierte Großangriffe auf den Iran. In der bemerkenswerten Eröffnungssalve wurden bereits Ayatollah Ali Chamenei – der seit 1989 den Iran als Oberster Führer des Regimes regiert und dem die "Islamische Revolutionsgarde" (IRGC, persisch Pasdaran) untersteht – und wichtige iranische Militärführer, darunter IRGC-Kommandeur General Mohammad Pakpour getötet, während sie sich in einem Teheraner Gelände trafen. Das zeugt von einer erstaunlichen Aufklärungsarbeit seitens der USA und Israels. Der Märtyrertod von Chamenei und den anderen islamischen Führern wird einen heftigen Gegenschlag auslösen – war das beabsichtigt? Davon ist in jedem Fall auszugehen.

Neben den iranischen Persönlichkeiten wurden Atom- und Raketenanlagen sowie Anlagen der IRGC-Einrichtungen – Militärbasen, Raketenstützpunkte (Shahab- und Zolfaghar), Atomzentren, Geheimdienststellen, Basij-Milizenlager sowie wirtschaftliche Holdings (Öl, Bau, Medien) angegriffen. 

Die USA greifen am ersten Angriffstag mehr als 1.000 Ziele im Iran an (1)

US- und israelische Streitkräfte griffen laut U.S. Central Command (CENTCOM) innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beginn der "Operation Epic Fury" am 28. Februar mehr als 1.000 Ziele an.

Die getroffenen Ziele umfassen Führungs- und Kontrollzentren, das Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarde, Luftabwehrsysteme, ballistische Raketenstartplätze, Kriegsschiffe – einschließlich U-Boote – sowie iranische "militärische Kommunikationsfähigkeiten".

CENTCOM veröffentlichte eine Grafik, die die US-Mittel dokumentierte, die für die Angriffe eingesetzt wurden: B-2-Tarnkappenbomber; Patriot Interceptor-Raketensysteme; Terminal High Altitude Area Defense THAAD-Antiballistische Raketensysteme (derzeit das strategisch wichtigste Hochleistungssystem); F-18, F-16, F-22 Kampfjets; A-10 Angriffsjets; F-35 Tarnkappenjäger (2) Weiter gab CENTCOM an, iranische ballistische Raketenstellungen mit B-2 Bombern zu treffen. Am 1. März teilte CENTCOM gegen Mittag mit, dass in der Nacht US-amerikanische B-2-Tarnkappenbomber, bewaffnet mit 2.000-Pfund-Bomben, Irans gehärtete ballistische Raketenanlagen angegriffen haben.

Laut "Nuclear Threat Initiative" (NTI), einem "internationalen Atomwaffenbeobachter", wurden mehr als 30 "bekannte Nuklearstandorte" und 17 Raketenstellungen im Iran innerhalb der ersten 24 Stunden des Konflikts von Raketen oder Drohnen getroffen oder von US-amerikanischen und israelischen Luftstreitkräften angegriffen. Hinter dieser Initiative stehen vor allem ihr Mitgründer Ted Turner (CNN‑Gründer) und der frühere US-Senator Sam Nunn, die die gemeinnützige und überparteiliche Sicherheitsorganisation mit Sitz in Washington 2001 ins Leben gerufen haben. Sie wird von großen Stiftungen und privaten Geldgebern (z. B. Ted Turner, Warren Buffett) finanziert. Von ihr ist also kein neutralen Blicke auf die Geschehnisse zu erwarten.

Laut dieser Initiative umfassen die ins Visier genommenen Ziele Isfahan-Forschungs- und Umwandlungsanlagen, "tief vergrabene Urananreicherungsinfrastruktur" in der Provinz Qom, Gebiete in Kermanshah und Tabriz, die "mit Raketenlager- oder Startanlagen verbunden sind", sowie Standorte in Teheran, die "mit Führungs-, Nachrichten- und Logistikoperationen verbunden sind". 

Teheraner lokale Medien berichteten von Raketen- und Drohnenangriffen auf das iranische Geheimdienstministerium, das Verteidigungsministerium, die iranische Atomenergieorganisation und den Militärkomplex Parchin.

Präsident Donald Trump gab am 1. März bekannt, dass die US-Marine plant, Irans Marine vollständig zu zerstören:

„Mir wurde gerade mitgeteilt, dass wir neun iranische Kriegsschiffe zerstört und versenkt haben, einige davon relativ groß und wichtig“, sagte er in einem Beitrag und Video auf "Sunday Truth Social". „Wir verfolgen den Rest. Bald werden sie auch auf dem Meeresgrund treiben! Bei einem anderen Angriff haben wir größtenteils ihr Marinehauptquartier zerstört. Abgesehen davon läuft ihre Marine sehr gut!“

CENTCOM bestätigte, dass eine iranische Korvette der Jamaran-Klasse zu den iranischen Schiffen gehört, die am Kai von Chabahar am Golf von Oman angegriffen und versenkt wurden.

Die israelischen Streitkräfte teilten am 1. März mit, dass die Angriffe am ersten Tag darauf abzielten, "einen Weg nach Teheran zu ebnen", wobei Premierminister Benjamin Netanjahu versprach, dass Raketen- und Luftangriffe auf die iranische Hauptstadt am Sonntag und in den kommenden Tagen eskaliert würden. 

Iranische Gegenangriffe zielen auf US- und israelische Militärziele

Iran startete Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel (z. B. Militärflugplätze wie Nevatim) sowie US-Stützpunkte in Katar, Bahrain, VAE, Irak, Jordanien und Kuwait. (3) Zusätzlich trafen Drohnen zivile Infrastruktur im Oman; die Revolutionsgarden (IRGC) sprechen von "Antwort auf Aggression".

ZDF-Heute meldete am 2. März 2026 Eskalation mit Explosionen in Golfstaaten, viele abgefangen, aber Schäden an Basen. (4) Einen Tag zuvor hatte das Verteidigungsministerium der Emirate erklärt, man habe seit Beginn der iranischen Angriffe dank des THAAD-Raketensystems der emiratischen Raketenabwehr bislang 165 ballistische Raketen, 541 Drohnen und zwei Cruise-Missiles abgefangen. Diese Zahlen bezeugen eine immerhin beachtliche Feuerkraft des Irans, wobei iranische Treffer in der Bilanz nicht auftauchen, was den eigenen Erfolg erhöht.

Das Auswärtige Amt wandte sich am 1. August an die in den Golfstaaten gestrandeten „lieben Landsleute“ mit der nüchternen Prognose, man habe mit einer längeren Dauer der Kampfhandlungen und weiteren sicherheitsrelevanten Vorfällen in der Region zu rechnen. Der Luftraum über Israel, Iran, Syrien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain und dem Irak bleibe gesperrt. Unterstützungsmöglichkeiten seien deshalb eingeschränkt.

Vergleich 2025 zu 2026

Im Vergleich zum aktuellen Angriff war die israelische Mossad-Operation (Rising Lion) gegen Atomprogramm/Kernphysiker, ergänzt durch US-Luftschläge (Midnight Hammer) 2025 noch verhältnismäßig moderat: sie zielte nicht auf Regimechange und es gab auch keine US-Führung. (5) Nun eine erste vollständige US-Israel-Partnerschaft mit der Ankündigung von Trump, den Obersten Führer Ali Chamenei zu töten und zum Regime-Sturz aufzurufen. Der umfassende Angriff auf ein weitaus breiteres Zielspektrum (Luftabwehr, Milizen) hat das Potential zum offenen Krieg. (6)

Vor diesem Hintergrund hat die UN nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats einberufen. (7) Generalsekretär Guterres verurteilte die Eskalation als Bedrohung des Weltfriedens und rief zu sofortigen Waffenstillstandsverhandlungen auf. (8) Ungeachtet dessen kündigt der Iran Gegenangriffe an, während die UNO Deeskalation und Einhaltung des Völkerrechts fordert. Der UN-Sicherheitsrat hat nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran keine Resolution gegen USA oder Israel verabschiedet, (9) da die USA jeden kritischen Entwurf mit ihrem Veto blockierten, wie bereits in früheren Nahost-Konflikten üblich.

Russland, China und andere Staaten forderten Verurteilung, doch das Gremium blieb handlungsunfähig; es gab nur Deeskalationsaufrufe von Guterres. (10)

Bis zum Angriff direkte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Genf und Maskat

Per Faustrecht zur unipolaren Weltordnung oder direkt ins Armageddon? | Von Wolfgang Effenberger

Seit Anfang Februar 2026 liefen durch Oman vermittelte indirekte Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Genf und Maskat. Diese Gespräche endeten – von einer ultimativen Forderung Trumps gewürzt – ohne signifikanten Fortschritt, trotz einiger "konstruktiver" Momente. (11)

Die Verhandlungen drehten sich um eine Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms, darunter Urananreicherung und Inspektionen durch die IAEA. Iran bot zeitlich begrenzte Einschränkungen an, forderte aber im Gegenzug Sanktionserleichterungen und Öl-Exportfreiheit. US-Präsident Trump stellte ein Ultimatum von 10–15 Tagen, das auslief, ohne dass Iran die Kernforderung akzeptierte: Nie Atomwaffen zu bauen.

Trump begründete nun die Angriffe (Codename "Operation Epic Fury") mit der anhaltenden Bedrohung durch Irans Atom- und Raketenprogramm sowie Unterstützung für Milizen wie Hisbollah und Hamas. Israel sah darin eine "existenzielle Bedrohung" und drängte auf Militärschläge, da angeblich Diplomatie scheiterte. Die Militär-Ziele umfassten Nuklearanlagen, Raketeninfrastruktur, Kommandeure und Regime-Führer, um einen Regimewechsel zu fördern. 

Die US- und israelischen Angriffe auf den Iran unterschieden sich 2025 und 2026 in Umfang, Zielen und politischem Kontext. (12)

2025 ("Midnight Hammer"): Einzelner US-Schlag im Juni auf Nuklearanlagen wie Natanz und Fordow; begrenzter Umfang, Fokus auf Sabotage des Atomprogramms ohne Regimewechsel. (13)

2026 ("Epic Fury"): Gemeinsamer US-Israel-Angriff ab 28. Februar; massiver, multi-phasiger Einsatz mit Hunderten Zielen (Nuklear-, Raketenstandorte, Kommandeure, Führer). (14)

Per Faustrecht zur unipolaren Weltordnung oder direkt ins Armageddon? | Von Wolfgang Effenberger

2025 diente der Angriff als Warnschuss nach gescheiterten Verhandlungen nach der Biden-Ära:

Ablauf der Operation

Sie startete in der Nacht auf den 22. Juni 2025 mit 125 Flugzeugen, darunter 7 B-2 Spirit Tarnkappenbomber von der Whiteman Air Force Base (Missouri). Diese flogen 37 Stunden (inkl. Luftbetankung) über Atlantik, Mittelmeer, Israel, Jordanien und Irak. Ein US-U-Boot feuerte zuvor über 24 Tomahawk-Marschflugkörper auf Isfahan ab. Die Bomber warfen 14 GBU-57 Massive Ordnance Penetrators (30.000-Pfund-Bunkerbrecher) auf die unterirdischen Anlagen in Fordo (primäres Ziel, 60m tief im Berg) und Natanz. Der gesamte Schlag dauerte 25 Minuten. (15)

Taktische Highlights

Täuschungsmanöver: Attrappenflugzeuge im Pazifik, hohe Jets als Vorhut gegen Luftabwehr. (16)

Erstmaliger Kampfeinsatz der GBU-57 – größte konventionelle US-Bombe.

Ziel: Zerstörung der Urananreicherungskapazitäten; keine Angriffe auf Truppen oder Zivilisten.

Hintergrund und Konsequenzen

Präsident Trump befahl den Strike als Teil des israelisch-iranischen Kriegs, um Irans „nukleare Bedrohung“ zu neutralisieren. Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte es einen „überwältigenden Erfolg“.

Er folgte direkt auf Trumps auslaufendes Ultimatum und gescheiterte Genf-Talks, mit dem Ziel eines Regimewechsels. (17)

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Februar 2026 waren indirekte Atomgespräche in Genf und Maskat, vermittelt durch Oman. Sie zielten auf ein neues Abkommen ab, das Irans Urananreicherung und Raketenprogramm einschränkt, im Tausch gegen Sanktionserleichterungen. (18)

Die USA verlangten einen vollständigen Stopp der Anreicherung, Raketenbegrenzung und das Ende der Unterstützung für Hisbollah/Hamas.

Iran bot zeitlich begrenzte Einschränkungen, lehnte aber Raketen-Themen ab und forderte Öl-Exportfreiheit.

Am 17. Februar 2025 gab es nach Runde 2 "Leitprinzipien", doch Differenzen blieben; Trump stellte ein 10–15-tägiges Ultimatum (ab 20. Feb.). (19) Die USA drohten explizit mit Militärschlägen, falls kein Deal käme – unterstützt durch US-Militärpräsenz (z. B. USS Abraham Lincoln). Dies folgte gescheiterten Runden am 6., 17. und 26. Februar verhängten die USA parallel dazu Sanktionen. (20)

Vergleich zu Versailles 1919

Ähnlich wie das Versailler Diktat (harte Bedingungen ohne Verhandlungsspielraum, Ultimaten unter militärischem Druck) wirken Trumps Forderungen einseitig und bedrohend. Allerdings sind es hier bilaterale Gespräche mit teilweiser Annäherung, keine Nachkriegsdiktatur – der Iran behielt Gegenforderungen, scheiterte aber an Kernpunkten wie Raketen. Versailles führte zu Demütigung und Revanchismus; hier eskalierten Drohungen zum Angriff am 28. Februar 2026. (21)

Der israelisch-US-amerikanische Angriff auf den Iran im Februar 2026 ist völkerrechtlich hoch umstritten und wird von Experten unterschiedlich bewertet.

US- und israelische Position

Die USA und Israel berufen sich auf das Selbstverteidigungsrecht nach Artikel 51 der UN-Charta. Sie argumentieren, der Iran habe durch sein Atom- und Raketenprogramm sowie Unterstützung für Milizen (Hisbollah, Hamas) eine unmittelbare Bedrohung dargestellt – inklusive angeblicher Attentatspläne gegen Trump. Präventive Schläge seien notwendig gewesen, da Verhandlungen scheiterten und Diplomatie erschöpft war. (22)

Viele Experten halten die Angriffe für rechtswidrig, da sie das Gewaltverbot (Art. 2 Abs. 4 UN-Charta) verletzen. Es fehle an einem "bewaffneten Angriff" des Iran als Voraussetzung für Selbstverteidigung; präventive Schläge gegen hypothetische Bedrohungen (z. B. Atomprogramm) sind unzulässig. Der Iran warf den USA und Israel Kriegsverbrechen und Aggression vor; UN-Generalsekretär Guterres warnte vor Eskalation.

Per Faustrecht zur unipolaren Weltordnung oder direkt ins Armageddon? | Von Wolfgang Effenberger

Der Iran fühlt sich durch Israels nukleares und raketenbasiertes Arsenal bedroht und macht dies regelmäßig völkerrechtlich geltend. (23)

Messen mit zweierlei Maß 

Iranische Führer wie Chamenei und der UN-Sicherheitsrat bezeichnen Israels Atomwaffen (geschätzt 80–400 Sprengköpfe, undeklariert) sowie Raketen wie Jericho III als "existenzielle Bedrohung". Teheran drohte im Fall eines Angriffs wiederholt mit Vergeltung gegen "geheime israelische Atomanlagen", falls angegriffen – ähnlich wie Israel Irans Programm sieht. Dies wird mit Israels Angriffen (z. B. 2025/2026) und Rhetorik (z. B. Netanjahus Forderung nach "Zerschlagung") verknüpft. (24)

Israels Atomprogramm

Israel verfolgt eine Politik der "nuklearen Ambiguität" – weder Bestätigung noch Verleugnung –, besitzt aber seit den 1960er Jahren Atomwaffen via Dimona-Reaktor. Raketen (Reichweite bis 6500 km) bedrohen Teheran direkt. Im Gegensatz zu Iran (IAEA-Inspektionen) gibt es in Israel keine internationalen Kontrollen. (25)

Beide Seiten nutzen symmetrische Narrative für präventive Maßnahmen; Völkerrechtler kritisieren Doppelmoral, da Israels Arsenal keine Sanktionen auslöst. (26)

Völkerrechtlich lassen sie sich – unabhängig von politischer Bewertung – anhand derselben Maßstäbe prüfen: Vereinte Nationen, UN-Charta, Gewaltverbot und Selbstverteidigungsrecht.

Maßstab des Völkerrechts

Zentral ist Art. 2 Abs. 4 UN-Charta:

  • Verbot der Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit eines Staates.

Zulässige Ausnahmen:

  • Selbstverteidigung (Art. 51 UN-Charta) – bei einem bewaffneten Angriff (inkl. ggf. umstrittener „präventiver“/„präemptiver“ Selbstverteidigung).
  • Mandat des Sicherheitsrats nach Kapitel VII.

Zusätzlich gelten:

  • Souveränitätsprinzip
  • Verhältnismäßigkeit
  • Notwendigkeit
  • Unterscheidung zwischen militärischen und zivilen Zielen
  • Schutzregeln nach dem humanitären Völkerrecht (Genfer Konventionen).

„Faustrecht“ vs. Völkerrecht und UN-Charta

Wenn militärische Gewalt ohne Mandat und ohne klare Selbstverteidigungslage eingesetzt wird, spricht man politisch oft von:

Erosion des Gewaltverbots

  • Schwächung der kollektiven Sicherheitsordnung der Vereinten Nationen
  • Rückkehr zu machtpolitischer Durchsetzung ("Faustrecht")

Allerdings ist wichtig: Ob ein konkreter Einsatz tatsächlich völkerrechtswidrig ist, hängt stark von den konkreten Umständen ab (Geheimdienstlage, Bedrohungsgrad, vorherige Angriffe etc.).

Erosion der Weltordnung?

Wenn Staaten beginnen, Sicherheitsbedrohungen eigenständig militärisch „vorwegzunehmen“, entstehen:

  • Aufweichung des Gewaltverbots
  • Präzedenzfälle
  • Normverschiebung zugunsten militärischer Machtprojektion

Das wäre tatsächlich eine Bewegung weg von der kollektiven Sicherheitsordnung der Vereinten Nationen hin zu machtpolitischer Durchsetzung.

Wenige Stunden vorher schloss US-Außenminister Rubio einen Angriff völlig aus 

Rubio deeskalierte öffentlich, um Verhandlungsraum (z. B. Genf/Oman) zu wahren und Verbündete zu beruhigen. Eine typische "good cop"-Taktik vor Trumps "entscheidendem Schlag"? (27)

Später widerlegte Interne Geheimdienstberichte (z. B. DIA) über angebliche iranische ICBM-/Atomfortschritte und Druck aus dem Weißen Haus (Trump/Witkoff) sollen zur Meinungsäußerung von Rubio beigetragen haben. (24) Kurz: Die Rhetorik diente der Täuschung, reale Bedrohungen und interne Hardliner-Hawkishness siegten – Rubio wurde überrollt

Wirklichkeitsnahe Prognose des ehemaligen NSC-Direktors Nate Swanson

Am 24. Februar 2026 erschien in Foreign Affairs der wegweisende Artikel "Why Iran Will Escalate" (29) des ehemaligen NSC-Direktor für Iran und heute Fellow am Atlantic Council, Nate Swanson. Er schreibt, dass ein neuer US-Angriff auf Iran unter Präsident Donald Trump anders verlaufen wird als frühere Aktionen – diesmal mit erheblicher Eskalationsgefahr.

Swanson argumentiert, dass ein weiterer US‑Angriff auf Iran diesmal sehr wahrscheinlich zu einer Eskalation führen wird – anders als bei früheren Aktionen Trumps, die ohne große Folgen geblieben sind. Er begründet das vor allem mit der Mischung aus innerer Schwäche des iranischen Regimes und dessen Überzeugung, dass die USA und Israel seine Raketenfähigkeit dauerhaft zerstören wollen.

Kernaussagen in gekürzter, sinngemäßer Form:

Trump habe sich daran gewöhnt, Warnungen von Experten zu ignorieren und dennoch ohne größeren Schaden davonzukommen (Jerusalem‑Botschaft, Angriffe auf das iranische Nuklearprogramm, Sturz Maduros).

Daraus folge ein gefährliches Selbstvertrauen: Trump glaube, er könne auch diesmal Iran angreifen und anschließend „sauber aussteigen“, ohne in einen längeren Konflikt gezogen zu werden.

Swanson, langjähriger Iran‑Spezialist der US‑Regierung, betont, dass Irans Schwäche nicht zu mehr Kompromissbereitschaft, sondern zu geringeren Verhandlungsspielräumen führt; das Regime fürchte um sein Überleben und könne symbolische "Siege" Trumps innenpolitisch kaum verkaufen.

Die US‑Verhandlungsführung unter Trump sei oberflächlich und stark symbolorientiert (großer Deal, totale Aufgabe von Nuklearprogramm und Raketen), während Iran traditionell auf detaillierte, schrittweise Gegenleistungen setze; diese Diskrepanz blockiere jede Einigung.

Chamenei und die Führung hätte das Raketenprogramm als Fundament der eigenen Sicherheit und Macht gesehen; seine Aufgabe sei für sie faktisch nicht infrage gekommen, selbst unter massivem Druck.

Weil Israel und die USA das iranische Militär (Luftabwehr, Nuklearprogramm, Milizen) stark geschwächt haben und nun auch die Raketen bedrohen, glaubt Teheran, es müsse härter und sichtbarer zurückschlagen, um weitere regelmäßige Angriffe abzuschrecken.

Trump verfolge gleichzeitig mehrere Ziele (MachtDemonstration, innenpolitische Profilierung, Abgrenzung von Obama, angeblicher Schutz der iranischen Protestbewegung), ohne klare Priorität – das erhöhe das Risiko, im Fall einer Fehleinschätzung keinen Plan für die Eskalation zu haben.

Iran könne, statt einen großen Krieg zu suchen, gezielt eskalieren: etwa US‑Soldaten in der Region töten, Israel mit mehr Raketen beschießen oder die Energieversorgung und Schifffahrt im Nahen Osten stören (Straße von Hormus, Angriffe über Huthi‑Verbündete, Infrastruktur der Golfstaaten).

Solche Schritte würden die USA innenpolitisch unter Druck setzen, da die Mehrheit der Amerikaner einen Iran‑Krieg ablehnt und steigende Ölpreise sowie US‑Opfer Trump geschadet hätten.

Insgesamt sieht der Autor Trump in einer selbstgebauten Falle: Er hat viele „Auswege“ ausgeschlagen, lässt sich von Falken antreiben und könnte, entgegen seinem Versprechen, "endlose Kriege" zu beenden, tiefer in einen teuren Konflikt mit Iran hineingezogen werden, als er beabsichtigt.

Der Angriff auf Irans Nuklearanlagen 2025 und die Entführung Maduros hätten im Weißen Haus das irrige Vertrauen geschaffen, dass der Präsident Krisen riskieren könne, ohne Konsequenzen zu befürchten. Doch nun befände sich der Iran in einer Lage, in der Schwäche nicht zu Nachgiebigkeit, sondern zu Aggression führt. 

Die Kernthesen Swansons: 

Der Iran interpretiert wiederholte israelische und US-Angriffe (auf Nuklearanlagen und Raketenprogramm) nicht als "Warnung", sondern als Plan zum systematischen Entwaffnen des Regimes.

Da glaubt Teheran laut Swanson, nur durch Eskalation abschrecken zu können, etwa durch Angriffe auf US-Basen, israelische Zivilziele oder Energieinfrastruktur im Persischen Golf.

Diese iranische Logik hätte Trump missverstanden, indem er glauben würde, dass nur maximaler Druck oder Punktangriffe zu von den USA erwünschten Verhandlungsergebnissen führen würde. Doch im Gegensatz zu den USA stehe für Teheran die eigene Existenz auf dem Spiel – es wird eher kämpfen als kapitulieren.

Das US-Verhandlungsteam war in den Augen von Swanson technisch schwach besetzt, während Iran mit Experten detailorientiert verhandelte – ein weiteres Zeichen, dass Washington das Gegenüber unterschätzt.

Swanson warnt: Jede US-Aktion könnte diesmal heftige Vergeltung nach sich ziehen, etwa Angriffe auf US-Truppen, Ölanlagen oder Schifffahrtsrouten, die weltweite Märkte destabilisieren würden.

Die Analyse spiegelt ein klassisches Sicherheitsdilemma wider: Beide Seiten glauben, sie agierten defensiv, provozieren dadurch aber die Gegenseite.

Während Trump "Druck und Stärke" als Weg zum Frieden sieht, erkennt Iran dieselben Handlungen als Versuch zur Vernichtung, was zwangsläufig Gegenwehr legitimiert.

Darin sieh Swanson eine Abschreckungsfalle, die Politologen wie Robert Jervis oder Glenn Snyder beschrieben haben: Falsche Wahrnehmung von "Stärke" führt zu Eskalation.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist für Swanson die Psychologisierung der Entscheidungsträger. Sowohl Trump als auch Khamenei legen Wert auf symbolische Siege, nationale Ehre und innenpolitische Glaubwürdigkeit – wodurch Verhandlungen kaum mehr rational verlaufen können.

Swanson impliziert, dass Washington nun keine realistische Exit-Strategie hat. Selbst begrenzte Schläge würden entweder, Irans Überlebensinstinkt verstärken, oder Trump in innenpolitische Erklärungsnot bringen, sollte es amerikanische Opfer geben.

Damit könnte der Konflikt zu einer unkontrollierbaren Spirale führen, ähnlich wie 1983 der Abzug der USA aus dem Libanon nach dem Bombenanschlag auf die Marines oder wie bei den Eskalationsmustern 2019 nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen 

Geopolitischer Kontext

Iranische Perspektive:

Nach Jahren von Sanktionen, inneren Protesten und Territorialverlusten seiner Stellvertreter (Hisbollah, Huthi-Milizen, schiitische Milizen im Irak) betrachtet das Regime das Raketenprogramm als letzte militärische Versicherung gegen Regimewechsel.

Studien des "International Institute for Strategic Studies" (IISS) und "Carnegie Endowment" (2025) bestätigen, dass das iranische Abschreckungskonzept (Mehrfachebenen-Widerstand) heute fragiler, aber zugleich reaktiver ist.

US-Perspektive:

Die Forschung von "Brookings Institution" (2025) zeigt, dass Trumps außenpolitische Muster (maximaler Druck, minimale Diplomatie) kurzfristig Schlagzeilen, aber langfristig Instabilität erzeugen: weg von Kontrolle und Verhandelbarkeit hin zu Zwangsdiplomatie ohne glaubwürdige "Offramps" – ein Begriff aus der Kryptowelt und bedeutet vereinfacht die "Ausfahrt" zurück ins normale Geldsystem.

Trumps Angriffskrieg greift auf die Golfstaaten über, wirkt sich auf die maritimen Handelsrouten aus und betrifft nicht die Energiepreise, sondern auch die geopolitische Stabilität Asiens und Europas direkt.

Trotz Rubios Aussage Stunden vor dem US/Israel-Angriff auf den Iran, der einen Angriff völlig ausschloss, und Nates Swansons Kritik an einer "realitätsfernen Aktion", nahm die Eskalationsdynamik weiter zu. Am 3. März 2026 zeichnete sich folgendes Bild: 

USA und Israel greifen unvermindert konzentriert militärische Ziele im Iran an iranische Militärinfrastruktur, Raketen- und Drohnenstellungen sowie Teile des Atomprogramms. (30)

Gegenwehr des Iran

Der Iran reagiert mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US- und mit den USA verbündete Ziele in der Region, etwa Stützpunkte am Golf (z.B. Bahrain) und versucht, mit asymmetrischen Mitteln wie Angriffen über verbündete Milizen Druck aufzubauen. Außerdem setzt Teheran auf die Drohung, zentrale Seewege wie die Straße von Hormus zu stören oder zu sperren, um politischen und wirtschaftlichen Druck auf die USA und ihre Partner auszuüben. (31)

Sperrung der Straße von Hormus

Durch die Straße von Hormus laufen rund ein Fünftel bis knapp ein Drittel des weltweiten Seehandels mit Erdöl sowie große Mengen Flüssiggas; sie ist eine der wichtigsten Energiearterien der Weltwirtschaft. (32) Eine längerfristige Blockade würde die Ölexporte fast aller Golfstaaten (Iran, Irak, Kuwait, Katar, Teile Saudi-Arabiens und der VAE) massiv einschränken, nur begrenzt gibt es Ausweichpipelines. Folgen wären sprunghaft steigende Öl- und Gaspreise, hohe Belastungen für die Weltkonjunktur und Inflation, insbesondere in importabhängigen Regionen wie Europa und Asien. (33)

Auch der Iran selbst würde wirtschaftlich schwer getroffen, da er seine eigenen Öl- und Gasexporte nicht mehr normal abwickeln könnte und wichtige Abnehmer wie China verärgern würde. (34)

Welche Rolle spielt Russland im Konflikt mit dem Iran?

Russland ist als strategischer Partner des Iran eng verbunden, unterstützt Teheran aber primär diplomatisch und rhetorisch, ohne direkte militärische Hilfe zu leisten. Präsident Putin verurteilt die US- und israelischen Angriffe scharf als "gefährliches Abenteuer" und positioniert sich als Vermittler. (35)

Putin führte Telefonate mit Irans Präsident Peseschkian und Israels Präsident Netanjahu, um einen "konstruktiven Dialog" zu fördern. Das russische Außenministerium kritisiert den Westen und pocht auf das Völkerrecht, ohne jedoch Sanktionen zu verhängen oder Truppen zu mobilisieren. (36)

Militärische Unterstützung

Militärisch bleibt Moskau passiv – keine Truppenentsendung oder direkte Intervention, trotz gegenseitiger Waffenlieferungen (Iran lieferte Drohnen und Raketen für die Ukraine). Experten sehen Russlands Prioritäten in der Ukraine; ein Eingreifen gegen USA/Israel würde Ressourcen binden und Beziehungen zu Israel (z. B. Syrien-Koordination) gefährden. (37)

Wirtschaftliche Bindung

Die Partnerschaft umfasst Energiekooperationen und Sanktionsumgehung; Russland profitiert von iranischen Waffen, stellt aber keine "Rettung" in Aussicht. Eine Eskalation könnte Russland indirekt nutzen, z. B. durch höhere Energiepreise, belastet aber die Achse langfristig. (38)

US-Präsident Donald Trump hat Bodentruppen im Iran am 2. März 2026 explizit angedroht. In Interviews mit CNN und der "New York Post" erklärte er, ein Einsatz sei "falls nötig" möglich, im Kontext der laufenden Luftangriffe gegen iranische Ziele und zur Unterstützung eines möglichen Regimewechsels. (39) Im Januar 2026 hatte er Bodentruppen im Kontext von Protesten im Iran angedroht, falls das Regime Demonstranten niederschießt. Diese Eskalation erfolgt nach gescheiterten Atomverhandlungen und iranischen Gegenangriffen. (40) 

Wie reagieren die Golfstaaten auf die Hormuz-Sperrung

Die Golfstaaten reagieren auf die aktuelle Sperrung der Straße von Hormus mit einer Mischung aus wirtschaftlicher Panik, diplomatischem Druck und militärischer Vorsicht.

Wirtschaftliche Maßnahmen

Saudi-Arabien und die VAE maximieren ihre Pipeline-Kapazitäten (ca. 2,6 Millionen Barrel/Tag), um Ölexporte nach Oman oder zum Roten Meer umzuleiten, während Katar und Kuwait Schiffe in Häfen stauen und Lager füllen – ein Rückstau von über 150 Tankschiffen droht. Alle Staaten melden steigende Versicherungskosten für verbliebene Schiffe und rufen internationale Hilfe für Konvois an. (41)

Militärische/wirtschaftliche Reaktion

Erhöhte Alarmbereitschaft in Häfen und Golfgewässern: Saudi-Arabien und Bahrain mobilisieren Marinekräfte mit US-Unterstützung, um Konvois zu schützen; keine offensive Aktion, aber Drohnenabwehrsysteme laufen auf Hochtouren. Langfristig schadet die Sperrung allen Beteiligten, da nur Saudi-Arabien und VAE Alternativen haben – Kuwait, Irak und Katar sind voll abhängig. (42)

Das Pentagon hat keine offiziell bestätigten Pläne für den nächsten Schritt im Iran-Konflikt. Berichte deuten auf Vorbereitungen für eine "große Angriffswelle" hin, wie Trump sie ankündigte, mit Fokus auf weitere Zerstörung iranischer Raketen-, Drohnen- und Atomkapazitäten.

Das Militär bremst Trump teilweise, da Ressourcen durch Ukraine und andere Konflikte gebunden sind; ein voller Bodenkrieg würde Wochen Vorbereitung erfordern. Aktuell dominieren defensive Maßnahmen gegen Hormus-Bedrohungen und Milizangriffe. (43)

Die Sperrung der Straße von Hormus wird die Ölpreise in Europa massiv in die Höhe treiben, da rund 20-30% des globalen Öls und ein Viertel des LNG-Handels durch diese Engpässe fließen. Brent-Öl ist seit der Blockade Anfang März 2026 von ca. 70-73 USD pro Barrel zeitweise auf über 80-82 USD gestiegen, mit Prognosen bis 100-120 USD bei längerer Dauer. (44)

Höhere Energiekosten belasten Industrie, Landwirtschaft und Mittelstand, treiben Inflation und dämpfen Wachstum. (45) 

Das US-Imperium jenseits des Anstands und der Vernunft

Nach dem Tag, als USA und Israel den Iran mit einem beispiellosen Bombardement überzogen, bezeichnete

Mike Waltz, US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, in einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats die iranischen Vergeltungsschläge als „unprovoziert“. (46)

Die Sitzung folgte auf die US- und israelischen Militärschläge gegen den Iran und fand inmitten esklierender Spannungen statt. Waltz verteidigte die US-Aktionen als völkerrechtskonform unter Artikel 51 der UN-Charta (Selbstverteidigung) und wies iranische Vorwürfe zurück. (47)

Der Trump-Administration scheint es darum zu gehen, die Fähigkeit des Iran, als souveräner Staat zu funktionieren, zu zerstören und eine Botschaft an alle nach strategischer Unabhängigkeit und nach Multipolarität strebenden Nationen zu senden: Die Welt befindet sich im Kampf Unipolarität versus Multipolarität – geführt von zwei Atommächten gegen ein Land, das keine Atomwaffen besitzt und das am Abend vor Beginn der Bombardierungen über den Außenminister Omans im amerikanischen Fernsehen angeboten hatte, „die von Washington geforderten Kernbedingungen für den Atomausstieg zu akzeptieren – keine Wiederaufbereitung, Beseitigung der Lagerbestände –, wobei Langstreckenraketen und regionale Stellvertreter auf dem Tisch blieben“. (48)

"Der Weg in den Dritten Weltkrieg"

Unter diesem Titel veröffentlichte am 3. März 2026 Paul Craig Roberts einen aufrüttelnden Artikel, in dem er der iranischen Regierung gemeinsam mit Russland, China, Israel und Trump Verantwortung für den Angriff auf Iran zuschreibt. Laut Roberts ließ sich die leichtgläubige iranische Regierung erneut täuschen, indem sie glaubte, sich in Friedensverhandlungen mit Trump zu befinden, während Trump und Israel einen Angriff auf den Iran vorbereiteten. Die iranische Regierung verfügte nicht einmal über die nachrichtendienstlichen Fähigkeiten, die Führung des Landes vor der Ermordung durch israelische Raketen zu schützen.

Die iranische Regierung versuchte, den bevorstehenden Angriff zu ignorieren, und überließ ihren Feinden die strategische Initiative. Den gleichen Vorwurf macht Roberts auch Putin, der sich selbst – wie Iran – lange Zeit und damit das russische Volk getäuscht habe, indem er an ukrainischen "Friedensverhandlungen" teilnahm, obwohl er wiederholt gesagt hat, dass man den Amerikanern nicht trauen könne. Dennoch hat Putin sich erneut auf eine Täuschung wie das Minsker Abkommen eingelassen. Chinas einzige Waffen sind Worte, die in Washington keinerlei Bedeutung haben.

Das seien die falschen Signale an Trump und Israel. Vor diesem Hintergrund ist Roberts der Meinung, „dass die Unfähigkeit Irans, Russlands und Chinas, intelligent zu handeln, uns in die Anfangsphase des Dritten Weltkriegs geführt hat.“ (49) Roberts Schlussfolgerung ist, „dass Israel und seine amerikanische Marionette den Weg in den Dritten Weltkrieg weitergehen werden.“ (50) Paul Craig Roberts ist ein US-amerikanischer Ökonom und Publizist. Er war stellvertretender Finanzminister der Regierung Reagan und ist als Mitbegründer des wirtschaftspolitischen Programms der Regierung Reagans bekannt. Er war Mitherausgeber und Kolumnist des Wall Street Journal, Kolumnist von Business Week und des Scripps Howard News Service. Er wurde bei 30 Anlässen über Themen der Wirtschaftspolitik im Kongress um seine Expertise gebeten. (51)

Soweit Paul Craig Roberts weltliches Szenario. Es gibt aber auch noch eine religiöse Dimension:

In der Offenbarung des Johannes ist Armageddon der Ort der finalen Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse.

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Anmerkungen und Quellen 

Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete "atomare Gefechtsfeld" in Europa. Nach zwölfjähriger Dienstzeit studierte er in München Politikwissenschaft sowie Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm: „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020) sowie "Die unterschätzte Macht" (2022)

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1) https://www.theepochtimes.com/world/us-strikes-more-than-1000-targets-in-iran-on-first-day-of-operation-5992526?utm_source=morningbriefnoe&src_src=morningbriefnoe&utm_campaign=mb-2026-03-02&src_cmp=mb-2026-03-02&utm_medium=email&est=qSjrUOVnLxdBpnG%2BWVTHmNLkIK9UbAOGdsyILZ0S31%2BrufvA7SYRZwP8

2) Ebda.

3) https://de.wikipedia.org/wiki/Israelisch-US-amerikanische_Angriffe_auf_den_Iran_2026

4) https://www.zdfheute.de/politik/ausland/iran-israel-usa-angriff-liveblog-100.html

5) https://de.wikipedia.org/wiki/Israelisch-US-amerikanische_Angriffe_auf_den_Iran_2026

6) https://www.tagesschau.de/eilmeldung/israel-angriffe-iran-100.html

7) https://www.deutschlandfunk.de/uno-beruft-dringlichkeitssitzung-des-sicherheitsrats-ein-100.html

8) https://de.wikipedia.org/wiki/Israelisch-US-amerikanische_Angriffe_auf_den_Iran_2026

9) https://www.deutschlandfunk.de/uno-beruft-dringlichkeitssitzung-des-sicherheitsrats-ein-100.html

10) https://www.srf.ch/news/international/iran-krieg-die-uno-als-blosser-nebenschauplatz

11) https://www.zdfheute.de/politik/ausland/usa-iran-atomprogramm-verhandlungen-israel-militaer-100.html

12) https://de.wikipedia.org/wiki/Israelisch-US-amerikanische_Angriffe_auf_den_Iran_2026

13) https://www.zdfheute.de/politik/ausland/iran-usa-atomanlagen-trump-israel-nahost-100.html

14) https://www.axios.com/2026/02/28/iran-us-israel-strikes-operation-epic-fury

15) https://www.sueddeutsche.de/politik/news-aktuell-usa-angriff-iran-oelpreis-trump-li.3272797

16) https://breakingdefense.com/2025/06/operation-midnight-hammer-how-the-us-conducted-surprise-strikes-on-iran/

17) https://www.foxnews.com/politics/trumps-iran-ultimatum-enters-decisive-stretch-after-state-union

18) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/usa-iran-atomprogramm-gespraeche-donald-trump

19) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/usa-iran-atomgespraeche-102.html

20) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/usa-iran-atomprogramm-gespraeche-donald-trump

21) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-usa-gespraeche-genf-100.html

22) https://www.dw.com/de/israels-iran-angriff-und-us-bomben-legitim-praeventiv-verteidigung-oder-voelkerrechtswidrig/a-72997958

23) https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/iranisches-atomprogramm-israels-kalkuel-fuer-den-krieg-a-815188.html

24) https://www.welt.de/politik/ausland/article256230046/massive-vergeltung-iran-droht-israel-mit-angriff-auf-atomanlagen.html

25) https://www.dw.com/de/atomprogramm-des-iran-wie-fortgeschritten-war-es-nuklearprogramm-israel-angriff-atombombe-uran-v3/a-72916820

26) https://verfassungsblog.de/warum-der-erneute-angriff-der-usa-und-israels-auf-den-iran-offenkundig-volkerrechtswidrig-ist/

27) https://www.juedische-allgemeine.de/politik/rubio-warnt-iran-vor-angriff-und-schliesst-praeventivschlag-nicht-aus/

28) https://www.spiegel.de/ausland/iran-will-laut-marco-rubio-interkontinentalraketen-entwickeln-a-36951405-df2d-40fa-b7a6-713619d0394e

29) https://www.foreignaffairs.com/middle-east/why-iran-will-escalate?utm_medium=newsletters&utm_source=twofa&utm_campaign=Why%20Iran%20Will%20Escalate&utm_content=20260227&utm_term=N

30) https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/eskalation-in-nahost-israel-und-usa-angriff-auf-iran-alle-news-im-ticker,VChg7Mc

31) https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-israel-usa-angriffe-iran-100.html

32) https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/angriff-auf-iran-strasse-von-hormus-und-ihre-bedeutung-fuer-die-oelexporte-accg-110845813.html

33) https://www.zdfheute.de/politik/ausland/israel-nahost-iran-hormus-blockade-folgen-100.html

34) https://www.deutschlandfunk.de/strasse-von-hormus-iran-schiffsverkehr-welthandel-oel-100.html

35) https://www.blick.ch/ausland/putin-als-friedensbringer-kreml-chef-bietet-vermittlung-im-iran-israel-konflikt-an-id21603547.html

36) https://www.spiegel.de/ausland/iran-china-und-russland-verurteilen-angriff-von-israel-und-den-usa-a-ee89f6f0-c477-472c-b3ff-66fdc9ecbd81

37) https://www.handelsblatt.com/politik/international/iran-krieg-putin-schaut-der-eskalation-im-nahen-osten-ohnmaechtig-zu/100204529.html

38) https://de.euronews.com/2026/01/15/iran-russland-strategische-allianz

39) https://www.n-tv.de/politik/Trump-kuendigt-Bodentruppen-falls-noetig-und-grosse-Angriffswelle-im-Iran-an-id30423138.html

40) https://de.wikipedia.org/wiki/Israelisch-US-amerikanische_Angriffe_auf_Iran_2026

41) https://www.capital.de/wirtschaft-politik/iran-warnt-schiffe-in-der-strasse-von-hormus---gefahr-fuer-den-oelhandel-37179988.html

42) https://www.n-tv.de/politik/Diese-Folgen-haette-eine-Blockade-der-Strasse-von-Hormus-id30416480.html

43) https://esut.de/2026/01/meldungen/67057/iran-konflikt-2026-warum-der-us-angriff-vorerst-abgebrochen-wurde/

44) https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101148702/strasse-von-hormus-von-iran-gesperrt-benzin-diesel-und-heizoel-teurer.html

45) https://www.br.de/nachrichten/bayern/iran-sperrt-strasse-von-hormus-folgen-fuer-oel-benzin-und-gaspreise,VChrpZA

46) https://www.srf.ch/news/international/iran-krieg-die-uno-als-blosser-nebenschauplatz

47) https://news.un.org/en/story/2026/02/1167062

48) Rundmail vom Schiller-Institut vom 3. März 2026

49) https://paulcraigroberts.org/the-road-to-world-war-iii/

50) Ebda.

51) https://paulcraigroberts.org/netanyahu-and-trump-the-new-hitler-mussolini-pact/

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Illustration: postapokalyptische Wüstenlandschaft
Bildquelle: Milos Stojiljkovic / shutterstock

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Ist der 3. Weltkrieg noch abwendbar? | Von Claudia Töpper

03. März 2026 um 10:53

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Ist der 3. Weltkrieg noch abwendbar? | Von Claudia Töpper
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Ist der 3. Weltkrieg noch abwendbar? | Von Claudia Töpper

Ein Kommentar von Claudia Töpper.

Am Donnerstag, den 26. Februar 2026 liefen in Genf noch die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA, die von beiden Seiten noch als erste Erfolge galten. Dennoch griff Israel, mit der Unterstützung der USA, am Samstagmorgen, den 28. Februar 2026 den Palast und offiziellen Amts- und Regierungssitz in Teheran des Obersten Führers der Islamischen Republik, Ayatollah Ali Chameneis an.(1) Hier soll Chamenei die Revolutionsgarden, den Geheimdienst und das Atomprogramm kontrolliert haben. Während Trump daraufhin bereits vom Tod des iranischen Führers redete, dementierte der Iran dies zunächst. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab der Iran jedoch bekannt, dass nicht nur sein Oberster Führer tot sei, sondern auch Mohammad Pakpour, Kommandeur des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), Abdolrahim Mussawi, Stabschef der Streitkräfte, Ali Shamkhani, Sekretär des iranischen Verteidigungsrates, Aziz Nasirzadeh, Minister für Verteidigung und Mohammad Shirazi, Leiter des Militärbüros.(2)

Nun greift der Iran neben Israel auch sämtliche US-Militärstützpunkte in den Nachbarländern an.(3) Darunter befinden sich die US-Marinebasis Juffair in Bahrain, welche das Hauptquartier der 5. US-Flotte mit rund 9.000 Soldaten ist sowie Al-Udeid in Katar, die mit 10.000 Mann der größte US-Stützpunkt der Region ist.(4) Zusätzlich wurden die US-Militärstützpunkte in Doha/Katar, in Abu Dhabi/ Vereinte Arabische Emirate, sowie in Riad/Saudi-Arabien und Kuwait von den Iranern getroffen.(5) Auch eine britische Militärstation auf Zypern soll getroffen worden sein.(6)

Des Weiteren soll eine iranische Drohne das Luxushotel Burj Al Arab in Dubai getroffen haben.(7) Zudem soll Dubai auch von abgeschossenen Raketenteilen getroffen worden sein.(8)

Während eines Interviews mit ABC News betonte der iranische Außenminister, Abbas Araghtschi am Sonntag, dass

„die militärische Leistungsfähigkeit seines Landes trotz personeller Verluste unvermindert sei.“

Er bezeichnete das Vorgehen der USA als Akt der Aggression.(9) Der Iran hat während der Angriffe verkündet, die Verhandlungen mit den USA nicht mehr weiter zu führen.(10)

Des Weiteren hat der Iran die Straße von Hormus nun vollständig gesperrt.(11) Somit gelangen keine Öltanker mehr hindurch. Die daraus resultierende Öl-Knappheit betrifft nicht nur Europa, sondern auch China und führt unter anderem zu einem erheblichen Anstieg der Benzin- und Dieselpreise.

Während Beobachter davon ausgehen, dass die USA ihre militärischen Waffen zum größten Teil an die Ukraine verkauft haben und somit nicht länger als 10 Tage Krieg überleben wird, verkündet Trump, dass der Krieg gegen den Iran mindestens 4 Wochen andauern wird.(12)

Am Samstag, den 28. Februar 2026 hat der israelische Ministerpräsident, Benjamin Netanyahu die iranische Bevölkerung dazu aufgerufen, das dortige Regime zu stürzen.(13) Diesen Aufruf unterstützt auch Reza Pahlavi, der Sohn des ehemaligen iranischen Schahs.(14)

Nachdem der Tod von Chamenei offiziell von den iranischen Behörden verkündet wurde, trieb es am Sonntag, den 1. März 2026 viele Menschen im Iran in Trauer auf die Straße. Gleichzeitig demonstrierten sie gegen die Angriffe aus Israel und den USA. Viele verkündeten auch, Rache für den Mord an Chamenei zu nehmen.(15)

Hintergrund

Der Iran soll seit Jahren Atomwaffen bauen. Aus diesem Grund erklärte der US-Präsident, Donald J. Trump, dass er mit der Operation „Epische Wut“:

„die unmittelbare nukleare Bedrohung durch das iranische Regime beseitigen, ihr ballistisches Raketenarsenal zerstören, ihre Stellvertreter-Terrornetzwerke degradieren und ihre Seestreitkräfte lahmlegen wird.“(16)

Der iranische Präsident, Masoud Pezeshkian erklärte am Donnerstag noch in Genf:

„Die Feinde bestehen darauf, dass der Iran keine Atomwaffen anstreben sollte, aber wir haben wiederholt erklärt, dass wir keine Atomwaffen anstreben.“(17)

Die Vermutung liegt nahe, dass Israel dies als Anlass nutzt, um das iranische Regime zu stürzen und einen neuen Führer zu installieren, der sich nicht gegen die Ausbeutung durch den Westen wehrt. Es wird schon länger vermutet, dass es sich hierbei um den Sohn des früheren iranischen Schahs handeln könnte.(18)

Der republikanische US-Abgeordnete, Thomas Massie betont, dass der US-Angriff auf den Iran nicht autorisiert ist, da er vom US-Kongress nicht genehmigt wurde.(19)

Internationale Reaktionen auf den Krieg

Obwohl Russland vor zwei Wochen bereits angekündigt hat, den Iran im Fall eines Angriffs militärisch zu unterstützen, hält sich der russische Präsident, Wladimir Putin bisher zurück.(20) Der Iran ist seit 2024 Mitglied der BRICS-Staaten. Dazu zählen unter anderem Russland, China, Indien und Südafrika. Das Bündnis sieht eine wirtschaftliche und politische Kooperation zwischen den Mitgliedsländern vor.(21)

Im Sender Al Jazeera spricht der Polit-Analyst und Kommentator, Suleiman Al-Aqili darüber, was Saudi Arabien von den Angriffen hält. Es herrsche „eine Art Unmut gegenüber dem Verbündeten, oder besser gesagt: dem amerikanischen Partner“.

Der Grund ist offenbar die einseitige amerikanische militärische Unterstützung Israels.(22) Zudem reagierte die arabische Stadt Riad auf den iranischen Angriff mit einer scharfen Erklärung:

„Man habe den eigenen Luftraum ausdrücklich nicht für Angriffe auf den Iran freigegeben. Teheran wusste das und hat uns trotzdem angegriffen. Das Königreich verurteile die Attacken auf das Schärfste.“(23)

Aufgrund chinesischer Vermittlungen kam es nach ersten diplomatischen Annäherungen in den letzten Jahren zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zu einem Abkommen, das als historisch galt. Diese Annäherung dürfte nun hinfällig sein. Momentan schießt der Iran auf alle Länder mit US-Militärbasen im näheren Umkreis.(24)

Auch China kritisiert die USA. Das chinesische Außenministerium erklärt:

„Die Vereinigten Staaten sind die größte Quelle von Chaos im internationalen nuklearen System.“(25)

Der Iran ist für China der größte Öllieferant. Auch Venezuela war für China ein wichtiger Öllieferant.

Deutsche Reaktionen auf den Krieg

Am Samstagabend, den 28. Februar 2026 meldete sich der Nius-Chefredakteur, Julian Reichelt in einer Sondersendung zu den Israel-Angriffen zu Wort. Reichelt bewertete den Angriff hier wie folgt:

„Für Millionen Menschen […] ist es ein Anlass zur Freude und zur Hoffnung. Wir sehen bewegende Bilder aus dem Iran, Menschen die dort auf den Straßen tanzen, während um sie herum amerikanische und israelische Bomben einschlagen. Wir sehen solche Bilder aber auch aus all den Städten, in denen das tapfere großartige Volk Exil und Zuflucht gefunden hat. […] Die Hoffnung ist groß, dass dieses blutrünstige und monströse Regime der schlimmste Terrorsponsor, den es auf der Welt in den letzten Jahrzehnten gegeben hat, fällt. Nur eine ist traurig, Annalena Baerbock. Die hat sich gerade geäußert. Die hat nämlich diesen Angriff von der amerikanischen und israelischen Luftwaffe schwer verurteilt und Amerikaner und Israelis aufgefordert, diese Angriffe einzustellen. Friedrich Merz, der Bundeskanzler ist da etwas differenzierter. Er verurteilt vor allem und vornweg, wie es sich gehört, das iranische und islamistische Regime. Fordert dann aber auch, dass man wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren möge. Das, meiner Meinung nach, hat mit der Realität, die wir in den letzten 12 Stunden erlebt haben, rein gar nichts mehr zu tun. Es wird keine Verhandlung mehr mit diesem Regime geben. Dieses Regime befindet sich im Endkampf.“(26)

Der deutsche Bundeskanzler, Friedrich Merz erklärte in seiner Rede zur Lage im Iran am Sonntag, den 1. März 2026:

[...] Das Mullah-Regime ist ein Terrorregime, das für die Jahrzehnte währende Unterdrückung des iranischen Volkes verantwortlich ist. […] Das Regime bedroht den Staat Israel in seiner Existenz, und das Regime ist verantwortlich für den Terror der Hamas und der Hisbollah.“

Weiter fügt er hinzu:

„Die iranischen Nuklear- und Raketenprogramme bedrohen Frieden und Sicherheit. Irans wahllose Angriffe auf direkte Nachbarn und die Golfstaaten destabilisieren die gesamte Region. […] Die Bundesregierung teilt deshalb die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt. […] Mit den Vereinigten Staaten und Israel teilen wir das Interesse daran, dass der Terror dieses Regimes aufhört und die gefährliche nukleare und ballistische Aufrüstung gestoppt wird. Die Militärschläge sollen das zerstörerische Spiel eines geschwächten Regimes beenden. Über diese gesamten Entwicklungen werde ich am Dienstag in Washington mit Präsident Trump sprechen.“(27)

Michael Lüders, stellvertretender Bundesvorsitzender des BWS erklärte in seinem Artikel in der Berliner Zeitung vom 28. Februar 2026, dass es sich eindeutig um einen israelischen völkerrechtswidrigen Angriff gegen den Iran handelt.(28) Bisher gibt es auf der offiziellen Seite des BSW noch kein Statement zu dem USA/Israel-Angriff. Jedoch gab die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht einen Tag vor dem Angriff ein Statement ab. In diesem heißt es u. a. wörtlich:

„Das Bündnis Sahra Wagenknecht verurteilt jede Nutzung US-amerikanischer Militärbasen in Deutschland (z. B. Ramstein, Spangdahlem oder Grafenwöhr) für logistische, operative oder militärische Unterstützung eines Krieges gegen die Islamische Republik Iran als völkerrechtswidrigen Verstoß gegen die UN-Charta (Art. 2 Abs. 4: Verbot der Androhung oder Anwendung von Gewalt) und die Souveränität Deutschlands. Solche Basen dürfen nicht als Ausgangspunkt für Angriffskriege dienen, die die Zivilbevölkerung im Iran treffen und eine Eskalation im Nahen Osten fördern.“ Des Weiteren „lehnt [die Partei] die Nutzung von US-Militärbasen für Kriege im Nahen Osten ab und weist auf den Parteibeschluss vom 19. Juni 2025 hin, der bereits ein Verbot der Unterstützung israelischer Angriffe gegen den Iran fordert.“

Weiter heißt es:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, sich für eine diplomatische Initiative einzusetzen, die einen dauerhaften Waffenstillstand im Nahen Osten befördert, Waffenlieferungen an Konfliktparteien stoppt und den Iran von der Liste der Sanktionsstaaten streicht, um Dialog zu ermöglichen und eine weitere Verschlechterung der Lage der Bevölkerung im Iran zu verhindern.“(29)

Die AfD-Spitzenkandidaten der größten Oppositionspartei der Bundesrepublik, Alice Weidel und Tino Chrupalla äußerten sich am Samstag auf der offiziellen Webseite der Partei wie folgt:

„Mit großer Sorge haben wir die Angriffe Israels und der USA auf den Iran zur Kenntnis genommen. Wir fordern alle Kriegsparteien zur unbedingten Zurückhaltung auf. Die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur müssen geschützt bleiben. Das Völkerrecht sowie das humanitäre Völkerrecht müssen uneingeschränkt eingehalten werden. Die erneute Destabilisierung des Nahen Ostens liegt nicht im deutschen Interesse und muss beendet werden.“(30)

Bereits im Juni 2025 äußerte sich die AfD-Partei ausführlicher zu dem Konflikt. Sie erklärte auf ihrer offiziellen Webseite unter anderem:

„Die AfD-Fraktion steht entschieden hinter dem Existenzrecht Israels. Israel hat ein legitimes Recht auf Sicherheit. Eine iranische Atombombe wäre eine Gefährdung des Staates Israel, der regionalen Stabilität sowie des europäischen Kontinents. Der Iran hat ein Recht auf die friedliche, ausschließlich zivile Nutzung der Kernkraft. Der Iran muss aber seine Nuklearanlagen und Nuklearforschungseinrichtungen für unabhängige internationale Organisationen sowie für diplomatische Missionen westlicher Staaten öffnen, um seine Behauptung zu untermauern, nicht an der Herstellung von Kernwaffen zu arbeiten. Israel wäre in seinem Vorgehen gegen den Iran dann gerechtfertigt, wenn die Herstellung iranischer Nuklearwaffen absehbar bevorstünde. Die israelische Regierung ist im Sinne der Transparenz gefordert, alle Fakten, die belegen, dass eine Bedrohung Israels durch das iranische Atomprogramm vorliegt, der internationalen Öffentlichkeit schnellstmöglich – unter Wahrung der Sicherheit seiner Quellen – zu präsentieren.“(31)

Folgen des Krieges?

Da es sich mit dem Angriff von Israel und den USA auf den Iran um den ersten Krieg handelt, den Christen und Juden gemeinsam gegen Muslime führen, steigt die Terrorgefahr in den christlichen Ländern, in denen sich viele Muslime aufhalten, so der Journalist und Autor, Tom-Oliver Regenauer. Dazu gehört allen voran ganz Europa.(32)

Die österreichische Nachrichtenplattform, AUF1 berichtete bereits am Montag, den 2. März 2026 von einem möglichen ersten islamischen Terroranschlag in den USA. Laut Berichten von Fox News soll der 53-jährige Schütze, der auf eine Bar in Texas schoss, ein Unterhemd mit der iranischen Flagge getragen haben.(33)

Kommentar

Auch, wenn es Israel und den USA offenkundig nicht um einen Regimewechsel geht, damit im Iran endlich Demokratie und Freiheit herrscht, wie es das Nius-Portal immer wieder zu betonen versucht, muss noch einmal in aller Deutlichkeit darauf hingewiesen werden, dass ein wirklicher nachhaltiger Regimewechsel nur aus dem eigenen Volk heraus passieren kann. Den Völkern etwas von außen bzw. von oben aufzwingen zu wollen, funktioniert weder beim Gendern noch bei einem Regimewechsel.

Man kann sich ziemlich sicher sein, dass dieser Fakt sowohl Israel als auch den USA bekannt ist. Wenn es also nicht um einen Regimewechsel im Iran geht und auch nicht darum, dem Volk Freiheit und Demokratie zu schenken, worum geht es dann?

Nun, zum einen kann man sich durchaus mal die Frage stellen, wie Politiker, die selbst in keinem Land leben, in dem eine echte Freiheit des eigenen Volkes herrscht, diese aber einem Land versprechen, dessen Kultur sie nicht kennen oder verstehen? Es gibt auf dieser Erde nicht ein einziges Land und nicht einen einzigen Kontinent, der ein wahrhaftiges freies Volk beherbergt. Dieses Volk wäre souverän und selbstbestimmt. Es hätte keinen Anführer, Politiker, König und keine Partei, die dem Volk sagt, was es tun darf und was nicht.

Idealerweise hätten die Menschen dieses Volkes ein Gefühl in sich, was man tun sollte oder nicht. Sie wüssten es aus sich heraus, denn sie hätten den Zugang zu sich selbst und der Natur nicht verlernt. Diese Menschen bräuchten keine Regeln und keine Bibel, die ihnen sagt, wie man miteinander umgeht. Sie wüssten, dass es falsch ist, jemanden zu bestehlen, zu schlagen, zu töten. Sie würden einander wahrhaft zuhören, verstehen und einander helfen.

In dieser Welt in der die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen erfüllt wäre, gäbe es keinen Neid, keine Gier und keine Macht über andere. Es gäbe nicht einmal den Drang dazu. In diesem Zusammenhang müsste vielleicht noch hinzugefügt werden, dass mit dem Wort Grundbedürfnisse nicht nur die gemeint sind, die man in der Schule lernt. Denn hier sind nicht mal im Ansatz alle enthalten.

Der Mensch hat nicht nur die Grundbedürfnisse zu trinken, zu essen und zu atmen. Der Mensch hat das Grundbedürfnis, geliebt zu werden und zu lieben, sich geborgen und sicher zu fühlen und sich selbst zu verwirklichen. Etwas zu schaffen mit seiner eigenen Kraft und seinen eigenen Fähigkeiten. Etwas zu tun, was ihn erfüllt. Sind all diese Bedürfnisse erfüllt, hat der Mensch keinen inneren Drang nach Macht, Gier und Neid.

Nun, kommen wir zu den wahren Gründen des Krieges zwischen Israel/USA und dem Iran. Bei genauerer Betrachtung ist zunächst festzustellen, dass der israelische Ministerpräsident, Benjamin Netanyahu bereits seit 1995 dem Iran den Krieg erklärt hat.(34)

Nur hat er offensichtlich bis zum 28. Februar 2026 niemanden gefunden, der diesen auch tatsächlich umsetzt. Es scheinen mehrere Faktoren eine Rolle bei diesem Krieg zu spielen. Zum einen, dass der US-Dollar immer mehr an Wert verliert. Zum anderen gehen den USA die Ölreserven aus. Letzteres erklärt auch den kürzlich erfolgten völkerrechtswidrigen Angriff auf Venezuela.(35)

Und der Iran ist im Besitz von sehr viel Öl. Die USA haben bereits eine sehr lange Vorgeschichte darin, Kriege zu beginnen, um an das Öl aus anderen Ländern zu gelangen. Bereits die Kriege zwischen den USA und Libyen, Afghanistan sowie dem Irak galten einzig und allein dem Ziel, das dortige Öl für die USA nutzen zu können. Auch hier war der vorgeschobene Grund, den Menschen dort Freiheit und Demokratie zu schenken. Was übrig geblieben ist, sind Terrororganisationen, die die Länder nun regieren und Menschen, die noch unfreier leben als zuvor.(36)

Da der Iran sich jedoch bisher geweigert hat, die westlichen Spielchen mitzuspielen, blieb den USA nun nichts anderes mehr übrig, als erneut die Freiheit eines unterdrückten Landes zu versprechen, um an sein geliebtes Öl zu gelangen. Dass die Menschen tatsächlich im Iran unterdrückt werden, ist bekannt. Jedoch kann dies nicht als Grund genommen werden, um diese unfreien Menschen auch noch zu töten, denn genau darauf läuft der Krieg nun hinaus. Laut Michael Lüders wird nun der Iran dem Erdboden gleich gemacht werden und unschuldige Menschen werden sterben, nur, weil die USA unrechtmäßig an das Öl gelangen wollen.(37)

Was momentan nicht thematisiert wird, ist, dass am Freitag, den 27. Februar 2026 ein Krieg zwischen Afghanistan und Pakistan ausgebrochen sein soll.(38) Dies verschärft zusätzlich die Kriegssituation in einer Welt, in der man das Gefühl bekommt, dass wir bereits mitten im 3. Weltkrieg sind. Denn mit Zypern ist im Irankonflikt nun auch ein EU-Mitgliedsstaat direkt involviert.

Quellen und Anmerkungen

(1) https://de.rt.com/kurzclips/video/271758-peskow-russland-analysiert-ergebnisse-us/; https://t.me/auf1tv/18189

(2) https://www.wsj.com/world/middle-east/u-s-and-israel-exact-heavy-toll-on-irans-leaders-8320addf

(3) https://t.me/auf1tv/18174

(4) https://t.me/auf1tv/18161

(5) https://t.me/auf1tv/18168; https://t.me/auf1tv/18169

(6) https://www.aljazeera.com/news/2026/3/2/british-military-base-in-cyprus-targeted-in-suspected-drone-attack

(7) https://t.me/auf1tv/18183

(8) https://t.me/auf1tv/18178

(9) https://de.rt.com/kurzclips/video/271717-irans-aussenminister-niemand-kann-uns/#

(10) https://www.deutschlandfunk.de/israel-greift-weitere-ziele-in-teheran-an-iran-lehnt-verhandlungen-mit-den-usa-ab-100.html; https://t.me/auf1tv/18208

(11) https://t.me/auf1tv/18170

(12) https://www.youtube.com/watch?si=PUL56pyiJqLcaexQ&v=WA_QUaHT6Wk&feature=youtu.be; https://www.youtube.com/watch?v=f2Kqv3tDHOU; https://www.deutschlandfunk.de/israel-greift-weitere-ziele-in-teheran-an-iran-lehnt-verhandlungen-mit-den-usa-ab-100.html

(13) https://t.me/auf1tv/18171

(14) https://t.me/auf1tv/18191

(15) https://t.me/auf1tv/18184?single; https://t.me/auf1tv/18210

(16) https://www.whitehouse.gov/articles/2026/03/peace-through-strength-president-trump-launches-operation-epic-fury-to-crush-iranian-regime-end-nuclear-threat

(17) https://tass.com/world/2091953

(18) https://www.youtube.com/watch?v=f2Kqv3tDHOU

(19) https://t.me/auf1tv/18148

(20) https://t.me/auf1tv/18194

(21) https://brics.br/en/about-the-brics

(22) https://t.me/auf1tv/18222

(23) https://t.me/auf1tv/18168

(24) https://t.me/auf1tv/18168

(25) https://t.me/auf1tv/18158

(26) https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=moyPmXLUyJE

(27) https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kanzler-statement-naher-osten-2409172

(28) https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/michael-lueders-die-entscheidung-den-iran-anzugreifen-fiel-schon-vor-monaten-li.10021685

(29) https://bsw-vg.de/beschluss-des-bsw-parteivorstands-zum-iran

(30) https://afdbundestag.de/lage-im-nahen-osten-erfuellt-uns-mit-sorge/

(31) https://afdbundestag.de/positionierung-zum-israelisch-iranischen-krieg/

(32) https://www.youtube.com/watch?v=f2Kqv3tDHOU

(33) https://t.me/auf1tv/18221

(34) https://www.youtube.com/watch?v=f2Kqv3tDHOU

(35) https://www.n-tv.de/politik/Der-US-Angriff-auf-Venezuela-hat-rechtlich-keine-Basis-id30199797.html

(36) https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/michael-lueders-die-entscheidung-den-iran-anzugreifen-fiel-schon-vor-monaten-li.10021685

(37) https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/michael-lueders-die-entscheidung-den-iran-anzugreifen-fiel-schon-vor-monaten-li.10021685

(38) https://www.dw.com/de/offener-krieg-zwischen-pakistan-und-afghanistan/a-76152167

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Dank an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Iran-Israel-USA Krieg

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