Wer 2026 volljährig wird, bekommt Post von der Bundeswehr. Der Staat verlangt, dass die 18-Jährigen einen Fragebogen ausfüllen. Betroffen sind Männer und Frauen, wobei das Ausfüllen des Fragebogens nur für Männer verpflichtend ist. Der WDR wollte nun wissen: Wie gehen die 18-Jährigen damit um? Das Fazit des Senders: „Es gibt viel Ablehnung.“ Das ist ein Lichtblick. Die Propaganda von der angeblichen Bedrohung Russlands scheint bei den jungen Leuten im Land auf etwas zu treffen, was weiten Teilen der Politik abhanden gekommen ist: Vernunft! Ein 18-Jähriger sagt: „Ich will nicht morden.“ Das sollte der Leitspruch für eine neue Friedensbewegung werden. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
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5.000 junge Leute haben im Januar schon Post von der Bundeswehr bekommen. Ende des Jahres 2026 werden 700.000 Männer und Frauen im Alter von 18 Jahren von der Bundeswehr angeschrieben worden sein. Worum es geht, ist klar: Der neue Wehrdienst steht an – und die Bundeswehr will personell aufstocken. Unter der von Politik und Medien herbeihalluzinierten „Zeitenwende“ sollen Deutschland und Europa in großer Gefahr sein. Die Bedrohung kommt angeblich aus dem Osten, genauer gesagt: aus Russland. „Kriegstüchtig“ werden, lautet das Motto.
In einem aktuellen Beitrag fokussiert der WDR auf das Thema und führt an, dass die Bundeswehr von 184.000 Soldaten auf 260.000 Soldaten aufgestockt werden soll. „Um die Truppenstärke zu erhöhen, werden 18-Jährige mit Geld und einem Zuschuss zum Führerschein gelockt“, heißt es in dem WDR-Beitrag, der der Frage nachgeht, wie die jungen Leute zu dem Vorstoß der Bundeswehr stehen. Auch wenn die kleine „Umfrage“ nicht repräsentativ ist: Bemerkenswerte Antworten kommen zum Vorschein.
„Sicher ist es in solchen Zeiten sinnvoll, sich um eine Armee zu kümmern, aber ich bin da raus. Ich möchte nicht morden”, sagt da der gerade 18 Jahre alt gewordene Justus. Von der Aussage, dass es in „solchen Zeiten sinnvoll“ sei, „sich um eine Armee zu kümmern“, einmal abgesehen: Welch eine bewundernswerte und elementar wichtige Positionierung. „Ich will nicht morden.“ Mehr muss man eigentlich gar nicht verstehen. Politische Einordnungen hin oder her: Wer als Staatsbürger sagt „Ich will nicht morden“, hat verstanden, was das Soldatsein auf seiner Schattenseite nämlich bedeutet. Wenn es zu einem Krieg kommt, dann bedeutet das Tragen der Uniform über kurz oder lang: töten oder getötet werden – oder präziser, bei Lichte betrachtet: morden oder ermordet werden. Es heißt: einen Menschen, den man nicht kennt, der einem selbst im Grunde genommen nichts getan hat, abzuschlachten, weil Politiker ihn als Feind benennen. Es ist gut, dass der junge Justus die Realität so klar an dieser Stelle erkennt und seinen Willen so deutlich formuliert. Kein Verschleiern, kein Beschönigen, keine „zuckercodierte“ Sprache – wie sie vonseiten der Politik immer wieder im Zusammenhang von Kriegen zu hören ist.
„Ich will nicht morden“ – diese Aussage sollte zum neuen Leitspruch der Friedensbewegung werden. Sie sollte zum Leitspruch all derjenigen werden, die verstanden haben, worauf die Politik der Konfrontation, der Aufrüstung und Propaganda hinauslaufen kann oder wird.
Ich will nicht morden – soll eine Politik, die den Krieg nicht verhindern will, doch selbst auf das Schlachtfeld gehen. Ich will nicht morden – sollen Politiker gefälligst den Willen zur Friedenspolitik aufbringen. Ich will nicht morden – sollen Politiker diesen Willen eines jungen Mannes erhören und aufhören, mit ihrem Feindbildaufbau die Bürger für ihren „Krieg im Kopf“ zu instrumentalisieren. Ich will nicht morden – soll diese einfache Botschaft nicht nur gehört, sondern erhört werden. Schwer zu verstehen ist sie nicht.
Titelbild: Michele Ursi / Shutterstock![]()
Vor dem Kurzzeit-Trip der Bundeswehr nach Grönland hatte eine Forsa-Umfrage für den Stern ergeben, dass die Mehrheit der Deutschen eine Verteidigung der Insel vor den USA und Donald Trump durch das deutsche Militär befürworte. Fragt sich nur, wer hier gefragt wurde: Das humane Kriegsmaterial für die Bundeswehr scheint sich zu sperren. Die Zahl der Wehrdienstverweigerer ist im letzten Jahr sprunghaft angestiegen.
Glaubt man dem Mainstream, so sind die Deutschen durchaus kampfbereit: Kürzlich erst wurden Daten einer Forsa-Umfrage für den “Stern” publiziert, wonach 62 Prozent der Befragten befanden, dass Deutschland Dänemark zu Hilfe eilen sollte, um Grönland im Falle eines Angriffs vor den USA zu beschützen.
Demnach waren vor allem Anhänger von Grünen, Union, Linken und SPD dieser Ansicht: Bei den Grünen waren sogar drei Viertel der Befragten für eine militärische Beteiligung durch Deutschland. Bei Union- und Linken-Anhängern waren es 71 Prozent, bei SPDlern 68 Prozent. Dagegen waren derweil mehrheitlich die AfD-Wähler: 59 Prozent sprachen sich gegen die militärische Unterstützung aus, 37 Prozent dafür. 1.002 Personen wurden befragt.
Die Generalisierbarkeit dieser Umfragen ist allgemein fragwürdig, auch wenn gern behauptet wird, sie wären “repräsentativ”. Dass gerade die Linksgrünen ihre Lust am Krieg entdeckt haben, wurde im Zuge des Ukraine-Kriegs aber mehr als offenkundig.
Die Frage ist nur: Wollen die Kriegslüsternen auch selbst ran? Vom Sofa aus den totalen Krieg fordern, scheint sich für viele Menschen leicht auszugehen – doch ob sie selbst bereit wären, für fremde Interessen auf dem Schlachtfeld zu verrecken, bleibt gemeinhin offen.
In Deutschland wurde die allgemeine Wehrpflicht 2011 ausgesetzt. Dennoch stieg schon im Jahr 2022, nach der Eskalation des lange schwelenden Ukraine-Konflikts, die Zahl jener, die vorsorglich den Kriegsdienst verweigerten. Und auch im letzten Jahr gab es einen sprunghaften Anstieg: Von 2.249 Anträgen im Jahr 2024 kletterten die Zahlen auf 3.867 im Jahr 2025 – allein 371 Anträge wurden nach Beschluss des Wehrdienstmodernisierungsgesetzes im Dezember eingereicht. Das waren innerhalb eines Monats fast doppelt so viele Anträge wie im gesamten Jahr 2021.
Ab Mitte Januar erhalten 18-Jährige im besten Deutschland ein Informationsschreiben der Bundeswehr. Männer müssen einen Fragebogen ausfüllen, bei Frauen gilt Freiwilligkeit. Die Musterung für 18-Jährige wird wieder Pflicht. Sollte der Bundestag den Spannungs- oder Verteidigungsfall feststellen, tritt die allgemeine Wehrpflicht wieder in Kraft: Männer zwischen 18 und 60 Jahren können dann zum Wehrdienst eingezogen werden.
Das Recht zur Verweigerung ist im Grundgesetz festgeschrieben. Es darf angenommen werden, dass noch mehr Menschen davon Gebrauch machen werden, wenn auch bei ihnen die ersten Bundeswehr-Briefe eintrudeln und sie sich Gedanken darüber machen, was genau sie im Namen der Buntenrepublik eigentlich verteidigen würden. Krieg ist meistens eben immer nur so lange geil, wie man andere Menschen zum Sterben losschicken kann…
Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. Ich veröffentliche in unregelmäßigen Abständen eine Sammlung teils verharmlosender, teils lügenhafter Wörter oder Formulierungen, deren Sinn und Funktion es ist, unsere Gesellschaft – uns alle – an das Undenkbare zu gewöhnen und möglichst geräuschlos in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ umzukrempeln. Von Leo Ensel.
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großmaßstäblich konventioneller Krieg
„Europäische Geheimdienste warnten im März diesen Jahres davor, Russland schaffe die Voraussetzungen, um einen ‚großmaßstäblichen konventionellen Krieg‘ zu führen“, schrieb (ohne Quellenangabe) der Deutschlandfunk am 20. September 2025. Stark verwandt mit Ursula von der Leyens „full-scale war“. Oder hat da jemand abgekupfert?
kreative Lösungen jenseits von Schubladen
„Gesamtverteidigung bedarf monetärer wie personeller Ressourcen. Hier gilt es auch, kreative Lösungen jenseits von Schubladen zu verfolgen.“ Schlägt, kreatives Denken beweisend, die „Bundesakademie für Sicherheitspolitik“ vor. – Gemeint ist: Verteidigung wird ab jetzt nicht mehr in klassischen Kategorien, sondern in fließenden Übergängen gedacht. Was früher trennscharf in zivil und militärisch, Innen und Außen, Krisenhilfe und Kriegsführung einsortiert war, wird jetzt fluid im Namen der „Kreativität“. Wenn die Brücke sowohl NATO-logistikfähig als auch hochwasserresilient ist, wenn der Sanitätsdienst „dual use“-fähig wird, wenn die Schule gleichzeitig als Ort der Bildung und vormilitärischen Charakterbildung im Dienste eines „Mentalitätswechsels“ fungiert – dann sind wir da, wo diese „kreativen Lösungen“ hinführen sollen: In der Grauzone zivil-militärischen Hybrids, wo der Verdacht der Militarisierung gar nicht mehr auftaucht. Denn was „jenseits von Schubladen“ liegt, ist nicht mehr klassifizier- und damit auch nicht mehr kritisierbar! (vgl. „Mehrfachnutzenprinzip“)
kriegsähnliche Situation
Nannte man offiziellerseits schließlich, als es nicht mehr anders ging, „verdruckst und euphemistisch“ das „Engagement“ der Bundeswehr in Afghanistan.
Kriegspartei
Zur Kriegspartei, versichert Kanzler Merz – der noch vorgestern forsch-entschlossen Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine liefern wollte und gestern einen Amtseid abgelegt hat, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden –, wird Deutschland ganz bestimmt nicht werden. (Subkutane Logik, wenn es nach einer Phase „strategischer Ambiguität“ endlich so weit sein sollte: Der besonnene Putin wird es schon honorieren, dass Deutschland den Taurus ja nicht selbst auf Russland abgefeuert, sondern nur programmiert und der Ukraine geschenkt hat.) – Es könnte allerdings durchaus sein, dass der „russische Machthaber“ dies tatsächlich honoriert: Nach seiner Logik!
Krisenvorsorge
Heißt: Vorrat an Mehl, Wasser, Dosen, Streichhölzer, Kerzen – handgetriebenes Smartphone nicht vergessen! So überleben Sie garantiert jeden Atomkrieg. (vgl. „preppen“)
kritische Größe
Nein, hier hat kein frühpubertierender Elfjähriger das Maßband gezückt! Es geht um noch ernstere Angelegenheiten: „Wir sind für Russland eine kritische Größe“, warnte frank und frei der Chef des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr, Alexander Sollfrank, am 7. November 2025 auf der Bundeswehrtagung in Berlin. Warum gerade Deutschland? Sollfrank malt ein wahres Horrorszenario: Im Konfliktfall wäre unser Land zentraler Aufmarschort der NATO. Mit sehr kurzer Vorlaufzeit müssten bis zu 800.000 Soldaten samt Material aus verschiedenen NATO-Staaten an die Ost-Flanke verlegt werden. „Kommt der Aufmarsch ins Stocken, kommen die Kräfte zu spät oder unkoordiniert an – dann scheitert Abschreckung.“ – Wie Russland dies bewerkstelligen könnte, erläuterte sein Stellvertreter André Bodemann: Saboteure in Zivil, Anschläge auf Brücken, Tunnel, Häfen oder Flughäfen, oder Angriffe mit Marschflugkörpern auf Energie- oder Verkehrsinfrastruktur. „Eine Eskalation, auf die wir uns einstellen sollten, wäre ein Angriff mit unbemannten Systemen etwa auf ein Chemiewerk – in der Folge könnten Giftstoffe freigesetzt werden.“ – Ob man es zur Abwechselung nicht doch besser mal mit Entspannungspolitik versuchen sollte?
Kultur militärischer Zurückhaltung
War einmal. – Laut Financial Times (Juli 2025) betonte Verteidigungsminister Pistorius, deutsche Soldaten seien heute bereit, russische Soldaten zu töten – trotz (oder gerade wegen?) der historischen Erfahrung. Die sogenannte „Kultur der Zurückhaltung“ – lange moralischer Pfeiler deutscher Außenpolitik – wurde in Rekordzeit entsorgt. Angesagt nach 35 Jahren Wiedervereinigung: „Kriegstüchtigkeit“.
lange und gründlich darüber nachgedacht
„Ich habe lange und gründlich darüber nachgedacht, ob ich diese Rede zur Lage der Union mit einer solch schonungslosen Aussage beginnen sollte.“ Aber (wie wir ja längst wissen): „Die Welt von heute ist gnadenlos.“ Nach dieser – scheinbar gewundenen – Einleitung konnte Ursula von der Leyen endlich vom Leder ziehen und den andächtig lauschenden EU-Parlamentariern in allen Variationen verklaren, an welchen Fronten Europa sich bereits „in einem Kampf“ befände. – „Ich habe lange und gründlich darüber nachgedacht.“ Klingt stark nach den berühmten Zeilen „Nein, ich hab es ihm nie leicht gemacht, na-na-na-na-na-na/ Mehr als einmal hab ich mich gefragt, na-na-na-na-na-na/ Ist es wahre Liebe? (uh-uh-uh)“ aus Marianne Rosenbergs Superhit „Er gehört zu mir“. Soll hier natürlich die anschließende „schonungslose Aussage“ möglichst glaubhaft untermauern. Merke: Je „schonungsloser“ die Aussage, desto „authentischer“ die Einleitung! – Eine ähnliche Technik wendete kürzlich Kanzler Merz an: „Ich will‘s mal mit einem Satz sagen, der vielleicht auf den ersten Blick ein bisschen schockierend ist, aber ich mein‘ ihn genau, wie ich ihn sage.“ Sie ahnen es: Der „ein bisschen schockierenden“ Ansage folgte – Deutschland ist zwar (noch?) nicht im von der Leyen‘schen „Kampf“, aber „auch nicht mehr im Frieden“! Und wieder mal hatte es sich jemand „nicht leicht gemacht“… (vgl. „brutal, ich weiß“, „schonungslos“)
mahnen
Die kleine Schwester der Warnung. Wer „mahnt“, macht sich wichtig. Aber noch nicht unbeliebt.
MANV
Bürokratische Abkürzung für „Massenanfall von Verletzten“. Die sich – unversorgt, im Falle eines Atomkriegs – rasant in „Megatote“ verwandeln.
Mega-Deal
„Deutschland plant Mega-Deal: Tausende Panzer sollen gegen Putin rollen“, jubelt im Trump-Jargon der Superlative der Münchner Merkur vom 6. Juli 2025. Und die sozialliberale Frankfurter Rundschau zieht zwei Tage später brav nach. – Militärischer Black Friday, bei dem Panzer, Raketen und Munition als Schnäppchen verkauft und euphorisch abgefeiert werden. (vgl. „absolut mega!“)
Mehrfachnutzenprinzip
„Gesamtverteidigung gibt es nicht zum Nulltarif. Hier gilt es, auch kreative Lösungen jenseits von Schubladen zu verfolgen. So könnte zum Beispiel entlang eines Mehrfachnutzenprinzips die Fähigkeit zur (behelfsmäßigen) Wiederherstellung von Brückeninfrastruktur gleichsam die Resilienz nach Hochwasserschäden stärken, die Leistungsfähigkeit wirtschaftsrelevanter Infrastruktur steigern und die gegen Deutschland gerichteten hybriden Angriffspotenziale in ihrer Wirkung begrenzen.“ Lesen wir in dem bereits mehrfach zitierten Dossier „Noch nicht Krieg, aber auch nicht Frieden“ der „Bundesakademie für Sicherheitspolitik“. – Wenn der Wiederaufbau zerstörter Brückeninfrastruktur in einem Atemzug als zivile Resilienzmaßnahme, wirtschaftliche Standortförderung und hybride Gegenwehr bezeichnet wird, dann wird klar: Alles kann jetzt Verteidigung sein – und Verteidigung kann (und darf) alles. Kurz: Das „Mehrfachnutzenprinzip“ („mutual use“) ist das Schweizer Taschenmesser der sicherheitspolitischen Rhetorik. Es erlaubt es, Milliarden für die Gesamtverteidigung auszugeben und gleichzeitig so zu tun, als ginge es auch um Brücken, Bildung, Bevölkerungsschutz. Die frohe strategische Botschaft: „Wir rüsten auf – aber sinnvoll, solidarisch, smart.“ (vgl. „Heimatfront und Frontlinie“, „kreative Lösungen jenseits von Schubladen“)
menschenverachtend
Sind laut (wieder mal) Tobias Huch (FDP) Organisationen, die sich seit Jahrzehnten für deutsch-russische Verständigung und Freundschaft einsetzen – wie das „Bremer Friedensforum“! („Antisemitisch“ sind sie sowieso. Von „putin-verharmlosend“ ganz zu schweigen.)
Militäreinsatz
Vorläufiger Endpunkt einer jahrelangen Begriffsmetamorphose: Vom „Stabilisierungseinsatz“ – dem irgendwann das Wörtchen „robust“ hinzugefügt wurde – über die „kriegsähnliche Situation“ bis schließlich zum „Militäreinsatz“ war es ein weiter Weg! Gemeint war immer das „Engagement“ der Bundeswehr in Afghanistan. – Lautet anderswo „militärische Spezialoperation“.
militärischer Schengenraum
So nennt die EU-Kommission den am 18. November 2025 beschlossenen „militärischen Mobilitätsraum“. Heißt konkret: Vom freien Personen- zum freien Panzerverkehr. Von der juristischen und polizeilichen Zusammenarbeit zur Zusammenarbeit der Verteidigungsminister und Generäle. Von der Kontrolle der Außengrenzen zum Aufmarschgebiet. (Sehnsüchtig erwarten wir den „Operationsplan Schengen“: Straßen, Schienen, Tunnel und Brücken werden bereits auf Tauglichkeit geprüft.)
Mindset
„Um den erstrebten ‚Mindset‘ zu erreichen – die Bereitschaft, einen Krieg aktiv mitzutragen oder doch zumindest passiv hinzunehmen –, gehen seit geraumer Zeit einige Kommandeure der Landeskommandos der Bundeswehr medial in die Offensive, um eine breitere Öffentlichkeit auf die zu erwartenden Einschränkungen und Belastungen vorzubereiten.“ So der Schweizer Infosperber. – Was früher „Gesinnung“, „Haltung“ oder schlicht „Überzeugung“ genannt wurde, lautet heute „Mindset“. Klingt moderner, technokratischer und vor allem: optimierbar. Ein Begriff wie aus der Coachingbroschüre, jetzt im Dienste der militärischen Mentalmobilmachung. Gemeint beim „Mindset“ ist: Die Bevölkerung soll nicht nur vorbereitet, sondern innerlich umgebaut werden – „resilient“, „kriegstüchtig“, „belastbar“. Und zwar nicht erst im Ernstfall, sondern präventiv. Der Geist wird vormilitärisch umprogrammiert, „Kriegstüchtigkeit“ mutiert zur inneren Haltung. Die im Idealfall nicht nur „umgesetzt“, sondern auch „durchgehalten“ wird … (vgl. „strategische Kommunikation“)
Mission 2044
Ist weder die moderne Variante der „Agenda 2010“, noch geht es um die Zukunft von Dominikanermönchen im afrikanischen Urwald. Die Initiative „Mission 2044“ will „Politik, Privatinvestoren, Wissenschaftler, Unternehmer und Entscheider gerade aus dem mittelständischen Bereich“ miteinander vernetzen. Die Jahreszahl „soll symbolisieren, dass es sich um ein langfristiges Anliegen handelt“, so beschreibt es Markus Federle von der Investmentfirma Tholus Capital, der für die Initiative spricht. (Es geht hier um „Defense Innovation and Resilience“.) (vgl. „Mittelstand Defense Forum“)
my favorite toy
Nein, das ist nicht das aktuelle Top-Angebot aus dem Beate-Uhse-Katalog! Wer am 22. März 2023 auf Twitter unter der Überschrift „At the end of a long and busy day with my new favorite toy“ so traumentrückt mit seinem Lieblings-Toy herumspielend posierte, war niemand Geringeres als Anka Feldhusen, ihres Zeichens Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine. And her favorite new toy was – ein Leopard-Panzer aus Plüsch!
(wird fortgesetzt)
Mit freundlicher Genehmigung von Globalbridge.
Alle bisher erschienenen Folgen der Serie „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“ von Leo Ensel können Sie in dieser Übersicht finden und diese auch einzeln darüber aufrufen.
Titelbild: arvitalyaart/shutterstock.com
Ein Meinungsbeitrag von Pablo Krappmann.
An einem späten Augustabend rollten mein Freund Jonas und ich auf den Roten Platz. Nach drei Wochen und 2.200 Kilometern auf dem Rennrad, die uns vom Brandenburger Tor bis hierher geführt hatten, hatten wir aus eigener Kraft das Herz Russlands erreicht.
Der Auslöser zu der Reise war mein Entsetzen über die geschichtsvergessene Hysterie im Umgang mit Russland. Als das neue Wehrdienstgesetz diskutiert wurde, war mein Fass übergelaufen. Ich beschloss, meinen Widerstand hörbar zu machen, indem ich mit dem Rad von Berlin nach Moskau fahre.
Aus Respekt und in Aufrichtigkeit meinen Vorfahren gegenüber weigere ich mich, mir als Deutscher zum dritten Mal den Krieg einreden zu lassen!
Was waren meine Beweggründe?
Als ich diesen Sommer von einer größeren Reise aus Südamerika nach Deutschland zurückkehrte, musste ich feststellen, dass es in Deutschland keinen nennenswerten Widerstand gegen die aktuelle Politik zu geben scheint. Die Menschen schienen in einer Illusion gefangen. Auf den Straßen beobachtete ich große Demos, unter dem Banner "Kampf gegen rechts" forderte man das Verbot der Oppositionspartei, aber gleichzeitig demonstrierten sie für die uneingeschränkte Toleranz gegenüber Minderheiten.
Dieses Bild war derart surreal vor dem Hintergrund der zunehmenden Kriegsrhetorik der Regierung. Welche von der Gesellschaft forderte, „kriegstüchtig“ zu werden und den Gürtel enger zu schnallen, um militärisch aufrüsten zu können. Zudem forderte man uns junge Männer auf, uns freiwillig bei der Bundeswehr zu melden.
Im Südwesten Deutschlands wuchs ich in friedlichen Zeiten auf. Als Kind brachte man mir bei, in Konflikten das Gespräch zu suchen, um den Streit durch Dialog zu lösen. Im Geschichtsunterricht lernte ich von den Verbrechen der beiden Weltkriege und wie die Bevölkerung systematisch auf die Kriege vorbereitet wurde. Die in den Medien beschriebenen Kriege gleichen nicht der Hölle eines Schlachtfeldes, die ich unmittelbar aus den Erzählungen eines ehemaligen Soldaten erfuhr. Er beschrieb das Schlachtfeld als eine für den Rest seines Lebens traumatisierende Erfahrung. Er sah menschenverachtende Szenen, bei denen Menschen explodierten und Körperteile seiner Kameraden durch die Luft flogen. Seit seiner Rückkehr ist sein Alltag von Panikattacken, nächtlichem Schreien und Wutausbrüchen geprägt. Seine Familie kann ihn seither nicht mehr ertragen.
Meine konsequente Schlussfolgerung daraus ist, dass ich diese Erfahrungen nicht machen möchte! Aus historischer Verantwortung ergibt sich für mich die unabweisbare Pflicht, dass Deutschland in der Welt als Vermittler für Frieden agieren muss. Angesichts der bedrohlichen Lage eines eskalierenden Krieges, erwarte ich von den Politikern dieses Landes, alles daranzusetzen, diesen Konflikt diplomatisch zu entschärfen.
Stattdessen beobachte ich das Gegenteil. Die Bundesregierung verfolgt keine ernsthaften Bemühungen, den Ukrainekonflikt mit Russland über den Weg der Verhandlungen zu lösen. Es wird uns suggeriert, dass Gespräche mit Putin sinnlos seien, dass Frieden zwischen der Ukraine und Russland hauptsächlich durch Bedrohung und „militärische Stärke“ zu erreichen sei. Diese Politik symbolisieren die Worte unseres Außenministers, der Russland grundsätzlich zu unserem ewigen Feind erklärt.
Jeder Konflikt kennt zwei Perspektiven. Die russische Regierung führt diesen Konflikt nicht im Bewusstsein, Unrecht zu haben. Solange wir Putins Handeln vorwiegend moralisierend verurteilen, ohne die Interessen und Sicherheitsdynamiken zu verstehen, besteht die Gefahr, dass dieser Konflikt eskaliert und Deutschland Kampfgebiet wird. Diese Eskalation hätte verheerende Folgen für tausende oder Millionen Menschenleben.
Anstatt von Russland die Einsicht zu erwarten, die dessen eigenes Handeln als moralisch falsch bewertet, müssen wir aus unserer historischen Verantwortung heraus die Rolle des unermüdlichen Vermittlers einnehmen und diesem Konflikt in der Ukraine durch Gespräche und Diplomatie ein Ende setzen.
Welche Erlebnisse hatte ich auf der Reise?
Mit dem Fahrrad zu reisen ist ein Abenteuer, das Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht. Da wir in Zelten in der Natur schliefen und durch kleine Dörfer fuhren, kamen wir mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt und erlebten Russlands Kultur unmittelbar.

Das Rad ist langsam genug, um die geografischen Veränderungen bewusst wahrzunehmen, und doch schnell genug, um effizient Strecke zurückzulegen.
Zwei Wochen zuvor fragte ich meinen Freundeskreis nach jemandem, der Russisch spricht, so fand ich Jonas, der bereit für dieses Abenteuer war. Wir hatten zwei Wochen Zeit, das Visum zu beantragen und nötige Recherchen zu betreiben. Vor Wintereinbruch wollten wir zurück sein.
Am 4. August 2025 standen Jonas und ich vollbepackt am Brandenburger Tor und fuhren in Richtung Polen. Entgegen Medienberichten passierten wir die Grenze ohne Kontrolle. An diesem ersten Tag regnete es in Strömen, wir waren bis auf die Knochen durchnässt und es wurde kalt bis unter zehn Grad. Glücklicherweise blieb es der einzige Regentag.
Diese intensive Art zu reisen begeisterte uns, denn es ergaben sich spontane Begegnungen, vor Supermärkten, in Parks beim Frühstück, oder mit anderen Radfahrern, die uns ansprachen und sogar zum Kaffee einluden.
In Białystok standen wir vor verschlossener Grenze zu Belarus, nach 190 Kilometern Umweg und achtstündigem Warten gelangten wir schlussendlich doch noch nach Belarus. Auf dem Weg nach Minsk, erlebten wir saubere, ordentliche Städte, in denen die Menschen höflich und respektvoll miteinander umgingen. Über Couchsurfing übernachteten wir bei einem jungen Paar, das uns durch Minsk führte und mit ihren Freunden zum Essen einlud. Mit ihnen war es unkompliziert, über Politik zu sprechen. Sie beleuchteten unterschiedliche Perspektiven, ohne eine fanatisch zu verteidigen.

Einige Tage später wurden wir an der russischen Grenze durchgewunken, ohne Kontrolle unserer Pässe. In Smolensk lud uns ein Radfahrer auf einen Kaffee ein und zeigte uns anschließend die Sehenswürdigkeiten seiner Stadt. Vor Moskau auf dem Land besuchten wir Freunde von Jonas, die uns mit einer großherzigen Gastfreundschaft empfingen, wie ich sie selten in der Form erlebt habe, wir durften einfach da sein ohne Bedingungen.
Am 27. August 2025 rollten wir auf den Roten Platz. Die Hinreise hatte 2.200 Kilometer gefordert und 23 Tage gedauert. Zuvor hatten wir eine Familie gefunden, bei der wir für eine Woche unterkommen durften. So konnten wir uns ausruhen und gleichzeitig Moskau erleben.
Mit den Geschwistern und ihrem Freundeskreis gingen wir Abends aus, zogen als fröhliche Gruppe durch die Straßen, tauschten uns begeistert aus und fanden uns schließlich in einer Wohnung wieder, in der plötzlich gemeinsam gekocht wurde.
Was mich an Moskau begeisterte, waren die außergewöhnlich sauberen Straßen und das modernisierte und hochfrequentierte Metronetz. Die Bahnen fuhren pünktlich, und mit einer preiswerten Fahrkarte kann man das gesamte Netz befahren. Die Metro-Stationen schienen wie individuell gestaltete Kunstwerke, welche makellos gepflegt wurden.
Ebenfalls war ich von dem gesellschaftlichen Umgang beeindruckt. Ungewöhnlich rücksichtsvoll gingen die Menschen miteinander um, Türen wurden aufgehalten, man entschuldigte sich, wenn man sich in die Quere kam. Insgesamt wirkten die Menschen zufriedener und gelassener als in den meisten deutschen Städten.
Frauen und Männer kleideten sich elegant, gingen abends aus, lachten miteinander und ein vielfältiges Kulturangebot reichte von Straßenkünstlern bis zu hochrangig klassischen Darbietungen. So komme ich zu der Erkenntnis, dass sich die Menschen in Moskau als Teil Europas fühlen, verbunden mit einer Kulturgemeinschaft, die politische Gräben zu überwinden vermag.

In den Gesprächen beobachtete ich die Kultur des Zuhörens. Gesprächspartner gingen mit einer Ernsthaftigkeit auf das Gesagte ein. Die Tiefe ihrer Fragen offenbarte, dass man sich gedanklich wirklich aufeinander einlässt. Man verzichtete darauf, das Gegenüber von der eigenen Meinung überzeugen zu wollen. Stattdessen schien es erstrebenswert, sich auseinanderzusetzen, um Neues zu verstehen.
Der ernsthaftere Gesichtsausdruck und die zurückhaltende Art nahm ich als respektvolle Umgangsform wahr. Das oberflächlich höfliche Lächeln, das ich aus westlichen Ländern kenne, schien hier eher fehl am Platz. Meine Interpretation ist, dass es dümmlich wirkt.
Uns Deutschen begegnete man durchweg freundschaftlich, obwohl man sich kaum kannte. Die historische Last schien in den zwischenmenschlichen Begegnungen keine Rolle zu spielen. Der Angriffskrieg Nazi-Deutschlands gegen Russland, der sechsundzwanzig Millionen Sowjetbürgern das Leben kostete, wird nicht der deutschen Bevölkerung angelastet, sondern den damaligen Politikern.
Bemerkenswerterweise übertrugen sich auch die aktuellen politischen Spannungen nicht auf die menschliche Ebene. Wir wurden wie Freunde empfangen, hörten sogar gelegentlich positive Worte über die deutsche Kultur. Diese unvoreingenommene Freundschaft, die mir auf Reisen selten begegnet ist, stellt ein stilles aber machtvolles Gegenbild zu der politischen Rhetorik dar.
Welche Erkenntnisse ziehe ich aus der Reise?
Nach weiteren Besuchen in Petersburg kehrte ich am 18. September 2025 über Estland zurück. Im Bus nach Berlin blickte ich auf einen Monat in Russland zurück. Wie hat sich mein Blick auf die politische Spannung verändert?
Es ist offensichtlich, die Russen stehen nicht vor unserer Tür – weder gesellschaftlich noch, meiner Einschätzung nach, politisch. Im Gegenteil, sie sind uns wohlgesinnt.
Umso surrealer wirkt die Realität, in die ich als Dreiundzwanzigjähriger zurückgekehrt bin. Von der Regierung wird mir nun empfohlen, mich beim Militär ausbilden zu lassen, um zu lernen, auf Russen zu schießen. Wenn ich das freiwillig ablehne, werden sie mich dazu zwingen. So das neue Wehrdienstgesetz, es klingt vorerst freiwillig, wenn sich aber nicht genug Freiwillige finden, wird der Dienst verpflichtend, vorausgesetzt das Parlament stimmt zu. So verliert das freiwillige Wehrdienstgesetz seinen zugrunde liegenden freiwilligen Charakter, es ist nur eine Frage der Zeit.
Doch wissen diese Herrschaften nicht, dass ich noch vor Kurzem mit gleichaltrigen Russen bei Kaffee, in freundschaftlichem Gespräch, zusammen saß und wir Kontakte knüpften, die bis heute halten.
Wie soll ich Herrn Außenminister Wadephul ernst nehmen, wenn er mir vom „bösen Russen“ erzählt?
Zwar verstehe ich, dass dahinter die politischen Konflikte stehen. Aber letztlich werden wir Jungen aufeinander gehetzt, weil Politiker nicht mehr miteinander reden können. Ich weigere mich, das diplomatische Versagen einer arroganten politischen Klasse mit meinem Leben zu bezahlen und mich an die Front karren zu lassen, um dort auf Russen zu schießen.
Angesichts der historischen Verbrechen, die Deutschland an Russland begangen hat, verachte ich diesen hysterischen Umgang mit Moskau.
Aus Respekt und in Aufrichtigkeit gegenüber meinen Großeltern und Urgroßeltern lehne ich diese Kriegshetze in Deutschland strengstens ab. Auf den Rücken meiner Vorfahren wurden diese Verbrechen bereits zweimal begangen. Als ihr Nachfahre lasse ich mich nicht vom Dogma der Alternativlosigkeit dieser Kriegstüchtigkeit beeindrucken.
Tief in meinen Wurzeln ist verankert, dass wir Deutschen uns nie wieder in einen Krieg hineinreden lassen dürfen! Mein historisches Erbe verpflichtet mich zum unbequemen Frieden, nicht zum bequemen Krieg.
Ich bin mit dem Rad nach Russland gefahren, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Perspektive zu verstehen.
Von unserer Regierung erwarte ich mindestens dieselbe Anstrengung, den Dialog mit Russland wiederaufzunehmen. Es geht darum zu verstehen, was sie bewegt, nicht ihr Handeln gutzuheißen. Nur wenn wir ihre Motive begreifen, können wir eine Lösung erarbeiten, die für alle Beteiligten tragbar ist.
Davon bin ich überzeugt, dass nachhaltiger Frieden nur über Dialog zu erreichen ist. Denn früher oder später wird man wieder mit Russland sprechen müssen.
Nicht wir haben der Regierung zu dienen, sondern die Politiker dem Volk. Die Bundesregierung muss im Interesse der Bürger handeln, deshalb fordere ich die Bundesregierung dazu auf, den Dialog mit Russland wiederaufzunehmen, nicht um Kapitulation zu fordern, sondern um eine Zukunft zu verhandeln, in der unsere Völker als Freunde und gute Nachbarn leben können. Denn wir sind nicht verfeindet, wie ich auf der Reise gemerkt habe, wir sind gute Freunde.
Es ist, als wartete dort drüben ein guter Freund auf uns, während wir hier hinter seinem Rücken schlecht über ihn reden. Dieses Mal wird uns die Geschichte beim Wort nehmen. Wir können nicht sagen, wir hätten es nicht kommen sehen. Es ist bequemer, sich konform anzupassen, statt sich aus dem einengenden Meinungskorridor zu befreien und die eigene Stimme zu erheben.
Die Lehre aus unserer Geschichte ist unsere Stärke. Was braucht es noch, damit wir Deutschen uns endlich entschlossen gegen jeden Krieg stellen?
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Dieser Beitrag erschien zuerst am 4. Dezember 2025 auf nachdenkseiten.de.
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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
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Bild: Pablo Krappmann und Freund auf dem Roten Platz in Moskau
Bildquelle: Pablo Krappmann
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Wie weibliche Soldaten für die Bundeswehr und den geplanten Krieg gewonnen werden sollen.
Der Beitrag „Frauen sterben gelassener als Männer“ – Also ab mit ihnen an die Front! erschien zuerst auf .
