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Masseneinwanderung: Das neue Manna, das uns alle wohlhabend und satt macht?

25. Januar 2026 um 16:50

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Eine neue Studie des Ifo-Instituts verkündet frohe Botschaft, Schutzflehende (wie sie von woken Mitmenschen gern genannt werden) schaffen Arbeitsplätze. Je mehr Asylforderer kommen, desto mehr blühe der Arbeitsmarkt. Das klingt wie das biblische Manna, unendlich vermehrbar, macht alle satt. Doch bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die frohe Kunde als Luftnummer, die vor allem eines schafft, zusätzliche Belastungen für die einheimische Bevölkerung.

Von Chris Veber

Das Ifo-Institut in München hat Daten aus den Jahren 2007 bis 2021 analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass ein Zuzug von 100 Asylanten pro 10.000 Einwohner im Schnitt sieben neue Gewerbeanmeldungen und 27 zusätzliche Arbeitsplätze hervorbringt. Insgesamt sollen sogar 109 Jobs entstehen, vor allem Vollzeitstellen in Bereichen wie Verkehr, Gesundheit und Finanzdienstleistungen.

Die Autoren erklären das mit gestiegenem Bedarf und einem größeren Arbeitskräfteangebot. Doch dann kommt der entscheidende Satz, der alles relativiert: „Dabei sei allerdings zu beachten, dass der gestiegene Bedarf eine Folge steuerfinanzierter Transfers sein könnte. In welchem Umfang das der Fall ist, untersuchte die Studie nicht.“ Mit anderen Worten, die Jobs entstehen möglicherweise nur, weil der Staat den Asylanten Sozialleistungen zahlt, von denen sie dann Essen, Wohnungen, Taxifahrten oder Geldtransfers in die Heimat finanzieren. Hoffentlich nicht zum netten Onkel vom IS, der in Syrien gerade Kurden schlachtet, bevor er mittels Familiennachzug auch zu uns kommt.

Genau das passiert seit Jahren in Österreich und Deutschland. In Österreich leben Hunderttausende Asylanten überwiegend von staatlichen Transfers. Die Beschäftigungsquote unter Asylforderern liegt deutlich unter dem Durchschnitt, viele bleiben dauerhaft auf Sozialhilfe angewiesen. Das AMS meldet regelmäßig überproportionale Arbeitslosigkeit bei Drittstaatsangehörigen. Wenn diese Menschen konsumieren, entsteht natürlich ein Bedarf, aber der wird finanziert von den Steuern der arbeitenden, autochthonen Bevölkerung. Das ist keine Bereicherung, sondern eine Umverteilung von den produktiven Staatsbürgern zu den nicht-produktiven Nicht-Staatsbürgern.

Warum sonst droht der oberste Sowjet der EuSSR den Mitgliedstaaten mit Strafzahlungen von 20.000 Euro pro abgelehntem Asylinvasor? Offenbar ist die Aufnahme von Asylanten aus mittelalterlich-muslimischen Ländern so attraktiv, dass man die Länder dazu zwingen muss. Und warum sind die Herkunftsländer – wie etwa Syrien, Afghanistan, Somalia – keine blühenden Wirtschaften und Gesellschaften, wenn doch ihre Auswanderer angeblich so viel wirtschaftliches Potenzial mitbringen?

Die Sozialsysteme in Europa haben den Kipppunkt längst überschritten. Millionen illegale Zuwanderer seit 2015 haben die Ausgaben für Soziales, Wohnen und unmögliche Integration explodieren lassen, ohne dass dem eine entsprechende Wertschöpfung gegenübersteht. Stattdessen finanzieren die Einheimischen nicht nur den Lebensunterhalt der Asylinvasoren, sondern auch die neu geschaffenen Jobs für Dolmetscher, Sozialarbeiter, Sicherheitskräfte und Verwaltungsbeamte, die mit den Folgen der Invasion fertigwerden müssen. Und natürlich die „NGOs“, die sich uneigennützig um die Schutzflehenden kümmern.

Die Ifo-Studie ignoriert diese Netto-Rechnung bewusst. Sie zählt nur die zusätzlichen Gewerbeanmeldungen, nicht die Kosten, die durch die steuerfinanzierten Transfers entstehen. Linksgrüne, woke Kreise, deren natürliche Lebensform es ist, von eben diesen Transfers zu leben, bejubeln solche Studien natürlich. Für den normalen Steuerzahler bleibt die Erkenntnis, das neue Manna sättigt vor allem jene, die es nicht selbst verdienen müssen und lässt die arbeitende Bevölkerung dafür ausbluten.

(Auszug von RSS-Feed)

Kapitalismus und Kohlenstoff-Emissionen retten Leben!

17. Januar 2026 um 17:00

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Jo Nova

Herzlichen Glückwunsch, Welt!

Roger Pielke Jr. feiert ein weiteres großartiges Jahr, in dem die Zahl der Todesfälle aufgrund von Klimakatastrophen einen fast historischen Tiefstand erreicht hat.

Er erinnert uns an einen Artikel aus dem Jahr 2014, der zeigt, dass je wohlhabender wir alle sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir an den Folgen von Überschwemmungen, Kälte, Dürre und Wind sterben.

Wenn wir eine Anpassung an das Pro-Kopf-BIP vornehmen, stellen wir fest, dass das BIP selbst der große Beschützer der Menschheit ist.

Das Beste, was wir tun können, um den Afrikanern bei der Bekämpfung von Wettergefahren* zu helfen ist nicht, ihnen Solarzellen zu schicken, sondern ihnen zu helfen, steinreich zu werden.

Und jeder, der sich um schutzbedürftige Menschen sorgt, wird gegen die rücksichtslose Zerstörung eines billigen, effizienten Stromnetzes protestieren. Wir werden sicherlich mehr Menschen töten, indem wir unser BIP mit unzuverlässigen Generatoren reduzieren, als wir jemals mit Solarzellen retten werden.

Berücksichtigt man das Einkommen, verschwindet der offensichtliche Zusammenhang zwischen Wettergefahren und Sterblichkeit weitgehend. Mit anderen Worten: Die wirtschaftliche Entwicklung – und nicht die erneuerbaren Energien – bestimmt maßgeblich das Überleben der Menschen.

Folgt der Wissenschaft, Mädchen und Jungen,

wenn die vom Menschen verursachten Emissionen überhaupt etwas bewirken, dann sinkt die Sterblichkeitsrate umso mehr, je mehr wir emittieren. Wir können sehen, dass mit dem Anstieg der vom Menschen verursachten Emissionen von 1980 bis 2010 die Todesfälle aufgrund extremer Wetterereignisse zurückgegangen sind:

Ich könnte jetzt eine bissige Bemerkung über „grüne Argumentation” einfügen, aber die Wahrheit ist, dass Länder, die mehr CO₂ ausstoßen, tendenziell ihr BIP steigern.

All diese mit fossilen Brennstoffen betriebenen Raketen, Krankenwagen, Satelliten, Mobiltelefone und Privatwagen retten Menschenleben.

• Wohlhabendere Gesellschaften sind weitaus weniger anfällig für Überschwemmungen, Dürren, Hitze, Kälte und Stürme.

• Der Rückgang der Todesfälle ist trotz Bevölkerungswachstum und Urbanisierung zu verzeichnen.

Die Daten deuten darauf hin, dass das BIP-Wachstum mehr zum Schutz der Menschheit vor wetterbedingten Todesfällen beigetragen hat als jede jemals umgesetzte Klimapolitik.

[Hervorhebungen im Original]

REFERENCE:

Giuseppe Formetta and Luc Feyen (2019)Empirical evidence of declining global vulnerability to climate-related hazardsGlobal Environmental Change, 57, 101920.

Link: https://joannenova.com.au/2026/01/tell-the-world-capitalism-and-carbon-emissions-saves-lives/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Kapitalismus und Kohlenstoff-Emissionen retten Leben! erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Welche Zukunft wollen Sie: individuellen Wohlstand oder kollektivistische Armut?

17. Januar 2026 um 13:00

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Zwei Visionen für unsere Zukunft. Der Unternehmer Elon Musk prophezeit grenzenlosen Wohlstand durch KI und Roboter, die linksgrüne Journalistin Ulrike Hermann fordert staatlich verordnete Rationierung und Wirtschaftsschrumpfung.

Von Chris Veber

Zwei völlig entgegengesetzte Bilder der Zukunft liegen auf dem Tisch. Der erfolgreichste Unternehmer der Welt, Elon Musk, sieht durch KI und humanoide Roboter ein Zeitalter des Überflusses kommen, in dem Armut der Vergangenheit angehört. Die deutsche linksgrüne Publizistin und Vordenkerin Ulrike Herrmann hingegen malt ein Bild von bleibender Energieknappheit, wirtschaftlichem Schrumpfen und einer staatlich gelenkten Kriegswirtschaft. Welche Zukunft soll es für uns und unsere Kinder sein, Freiheit und Wohlstand oder kollektive Knappheit?

Elon Musk hat seine Vision der Zukunft kürzlich erneut klar formuliert. In einem Interview auf dem U.S.-Saudi Investment Forum erklärte er, dass KI und humanoide Roboter die Armut eliminieren und jeden wohlhabend machen werden.

Auf X (vormals Twitter) präzisierte er: Das wahrscheinlichste Szenario sei, dass Menschen Zugang zu allem hätten, von übermenschlicher Medizin bis zu Spielen, die weit unterhaltsamer sind als alles Heutige. Jeder würde wohlhabender sein als der wohlhabendste Mensch heute.

Musk beschreibt damit eine Gesellschaft ähnlich der „Culture“-Romane von Iain M. Banks, in denen eine post-Knappheitsgesellschaft dank fortschrittlicher Technologie in Freiheit und Überfluss lebt. Arbeit wird optional, Geld verliert seine Bedeutung. Das ist die Vision eines Unternehmers, der durch Innovation und individuelles Risiko Reichtum geschaffen hat und diesen Reichtum mit der gesamten Menschheit teilen will. Es wäre übrigens nur die konsequente Fortschreibung der bisherigen Menschheitsgeschichte. Wenn ein römischer Kaiser gesehen hätte, welche Mittel und Möglichkeiten jedem Menschen heute offenstehen, er wäre blass geworden.

Ganz anders klingt die Prognose der linksgrünen Ulrike Herrmann. In ihrem Vortrag „Warum Klimaschutz nur funktioniert, wenn wir auf eine Art Kriegswirtschaft umstellen“ argumentiert die taz-Journalistin, dass erneuerbare Energien immer strukturell knapp und teuer bleiben werden. Solar- und Windenergie sind wetterabhängig, die Energiespeicherung ineffizient und teuer. In Deutschland liegt der Windenergieanteil bei nur 5 bis 10 Prozent, Wasserstoff als Langzeitspeicher verliert 70 Prozent der ursprünglichen Energie.

Grünes Wachstum sei unmöglich und unsere Wirtschaft kollabiere bei einer Schrumpfung. Als Lösung schlägt sie eine Kriegswirtschaft nach britischem Vorbild vor. Der starke Staat plant alles und rationiert knappe Güter, es kommt zu kollektivem Schrumpfen des Wohlstandes. Fleisch, Flugreisen, private Autos, alles müsse weg, die Einkommen der Menschen sollen sinken. Der Staat entscheidet, was produziert wird und wer wie viel bekommt. Klingt übrigens nach Kommunismus, hat die Menschheit schon ausprobiert, führte immer zu hunderten Millionen Toten.

Hier stehen sich zwei Weltbilder gegenüber. Auf der einen Seite ein Selfmade-Unternehmer, der mit Tesla, SpaceX und xAI bewiesen hat, dass technologischer Fortschritt Wohlstand für Millionen schafft. Fragen Sie Musks Mitarbeiter und Aktionäre. Musk setzt auf individuelle Freiheit, Innovation und die Intelligenz des freien Marktes. Auf der anderen Seite eine linksgrüne Publizistin, die ihr gesamtes Berufsleben in öffentlich-rechtlichen oder steuerfinanzierten Medien wie der taz verbracht hat und nun eine zentral gelenkte Ökonomie propagiert, in der der starke und allwissende Staat bestimmt, was die Bürger wann konsumieren dürfen.

Die Konsequenzen könnten kaum unterschiedlicher sein. Musks Weg in die Zukunft führt zu einer Gesellschaft, in der alle Menschen frei entscheiden, wofür sie ihre Zeit nutzen, ob Kunst, Forschung, Reisen oder Familie. Herrmanns Zukunft führt zu Rationierungskarten, allgemeiner Knappheit und einem allmächtigen Staat, der über alle Ressourcen entscheidet. Historisch haben planwirtschaftliche Experimente nie zu Wohlstand geführt, sondern immer zu Mangel und Unterdrückung. Übrigens auch immer zu größerer Umweltzerstörung. Aktuell ist Deutschlands Energiemix nach Polen der dreckigste (und CO2-intensivste) Europas. Die planwirtschaftliche Energiewende zerstört nicht nur Arbeitsplätze, Wohlstand und Industrie, sie schadet auch der Umwelt.

Die Frage unserer Zukunft ist keine technische, sondern eine politische. Wollen wir eine Zukunft, in der neue Technologie die Knappheit besiegt und jedem ungeahnte Möglichkeiten eröffnet? Oder eine Zukunft, in der wir uns in kollektiver Armut unter das Joch einer Diktatur begeben, weil einige Ideologen meinen, das sei moralisch geboten?

Welche Zukunft wollen Sie für sich und Ihre Kinder? Meine Wahl habe ich getroffen.

(Auszug von RSS-Feed)

Unsere Politiker sollten lieber die globale Stromarmut bekämpfen, anstatt den Klimawandel

15. Januar 2026 um 07:00

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Cfact, Ronald Stein , Jimmie Dollard, 7. Januar 2026

Es ist enttäuschend, dass die Regierungen der wohlhabenderen Länder sich für die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie entschieden haben, um mit Steuergeldern finanzierten Strom zu erzeugen und damit politische Vorgaben und Subventionen zu erfüllen. Dieses Vorgehen ist unethisch gegenüber der gesamten acht Milliarden Menschen umfassenden Weltbevölkerung und eine Beleidigung für die Steuerzahler dieser reichen Länder.

Anstatt auf die zuverlässigsten und kontinuierlichen Stromquellen wie Kernkraft, Wasserkraft, Kohle oder Erdgas zu setzen, investieren reichere Länder mit Steuergeldern in die unzuverlässigste und unbeständigste Stromerzeugungsmethode: wetterabhängige Windkraftanlagen und Solaranlagen. Offensichtlich wählen reichere Länder die teuersten Wege der Stromerzeugung, während Menschen in Armut nicht einmal das Nötigste haben, um sich selbst zu subventionieren.

Im Bestreben nach Klimaneutralität haben sich westliche Regierungen verpflichtet, zuverlässige fossile Kraftwerke abzuschalten, die als Reserve für Wind- und Solarenergie unerlässlich sind. Sollten diese Abschaltungen wie geplant erfolgen, drohen Stromausfälle, Netzzusammenbrüche und schwere Schäden.

Die westliche Welt hat Billionen von Dollar in unzuverlässige Wind- und Solarenergie investiert, um verlässliche Stromquellen zu ersetzen. Wind- und Solarenergie decken jedoch immer noch weniger als 10 % des weltweiten Strombedarfs. Nun sollen weitere Billionen investiert werden, um fossile Brennstoffe zu eliminieren. Dies ist unmöglich, da Wind- und Solarenergie unzuverlässig sind und zwar Strom erzeugen können, aber außerdem nicht die 6.000 Produkte und Kraftstoffe ersetzen können, die auf fossilen Brennstoffen basieren. Diese verschwendeten Billionen von Dollar könnten besser genutzt werden, um Millionen von Menschenleben zu retten und Milliarden von armen Menschen aus der Energiearmut zu befreien.

Die Welt lässt sich in reiche und arme Länder unterteilen; in solche mit zuverlässiger Stromversorgung und solche ohne. Moderne Gesellschaften sind auf Strom angewiesen. Um das zu verstehen, stellen Sie sich Ihr Leben nach einem plötzlichen Stromausfall vor.

  • Die Häuser hätten weder Licht, Fernseher, Handys, Kochmöglichkeiten, Kühlschränke, Computer noch Heizung oder Klimaanlage.
  • Die Häuser würden im Winter zufrieren und im Sommer unerträglich heiß werden.
  • Das dringlichste Problem für die Bevölkerung wäre der Wasserverlust, da die Wasseraufbereitungsanlagen mit Strom betrieben werden.
  • Menschen können nur drei Tage ohne Trinkwasser überleben, und sie können weder duschen, noch ihre Hände waschen oder die Toilette spülen.

In einer Stadt ohne Strom:

  • Da keine Geschäfte geöffnet sind, gibt es auch kein Essen.
  • Die Zapfsäulen funktionieren nicht, die Kreditkarten funktionieren nicht.
  • Die Ampeln funktionieren nicht; gar nichts funktioniert.
  • Stellen Sie sich Hochhauswohnungen ohne Licht, Wasser, Klimaanlage oder Aufzüge vor, und mit Toiletten, die nicht spülen.

Es wäre katastrophal, wenn eine moderne Gesellschaft den Strom verlöre, aber die Zahl der Menschen OHNE Stromanschluss lag im Jahr 2024 bei etwa 730 Millionen.

  • Die Menschen in Armut brauchen und wollen dringend Elektrizität, um sich aus der Armut zu befreien.
  • Die Armen wollen das, was wir haben: zuverlässigen Strom, um all die wunderbaren Annehmlichkeiten des modernen Lebens genießen zu können, die die Menschen in reichen Ländern genießen.

Armut bedeutet:

  • Mangelernährung, schlechter Gesundheitszustand, geringere Lebenserwartung, minimale Bildung und andere Gefahren.
  • Die Kindersterblichkeit in Afrika ist 14-mal höher als in Europa.
  • Eine weitere Folge der Armut: Über drei Millionen Menschen sterben jährlich an Lungenkrankheiten, die dadurch verursacht werden, dass 2,1 Milliarden Frauen über offenem Feuer mit Holz, Holzkohle, Ernterückständen, Abfällen oder Dung kochen.

Drei Millionen Tote durch Lungenkrankheiten in Armutsgebieten – das ist doch nur eine Zahl, oder? Stalin sagte einst: „Ein einzelnes Leben ist eine Tragödie, eine Million Leben sind nur eine Statistik.“ Doch betrachten wir die drei Millionen einmal im Kontext. Wenn es in reichen Ländern zu einem tragischen Flugzeugabsturz mit mehreren Toten kommt, beherrscht das tagelang die Schlagzeilen und löst gründliche Untersuchungen aus.

Weltweit sterben jährlich mehr Menschen in Armut durch das Kochen über offenem Feuer, als bei einem Flugzeugabsturz mit 320 Passagieren – stündlich und an jedem Tag des Jahres – ums Leben kämen. Natürlich sollte die Welt das nicht hinnehmen, dennoch sterben jährlich drei Millionen Menschen durch das Kochen über offenem Feuer.

Weitere Analogien, um die drei Millionen Todesfälle jährlich in Relation zu setzen:

  • Das sind mehr Todesfälle pro Jahr als durch alle Naturkatastrophen des 21. Jahrhunderts zusammen.
  • Drei Millionen sind auch das Zehnfache der Todesopfer, die der gesamte russisch-ukrainische Krieg verursacht hat (die höchste Schätzung liegt bei 300.000).
  • Tragischerweise sterben fast ebenso viele, drei Millionen Menschen, in Armut an übertragbaren Krankheiten, die durch unsicheres Trinkwasser und fehlende sanitäre Einrichtungen verursacht werden.

Angesichts des Ausmaßes dieser Tragödien muss die Weltgemeinschaft – bestehend aus allen Ländern, Stiftungen, Finanzinstitutionen und Unternehmen – erhebliche Anstrengungen unternehmen, um den Ärmsten der Welt Zugang zu Flüssiggasherden, sauberem Wasser und Strom zu verschaffen. Die Bereitstellung von Flüssiggasherden könnte schneller und mit geringerem Kostenaufwand erfolgen; daher sollte dies parallel zum Ausbau der Stromversorgung geschehen.

Die meisten afrikanischen Länder verfügen über gute fossile Brennstoffreserven, warum haben die Afrikaner dann keinen Strom? Ein Grund dafür ist neben der Armut, dass westliche Regierungen und ein loses Netzwerk von Finanzinstitutionen, darunter die UN und die Weltbank, seit mindestens fünf Jahrzehnten die Finanzierung fossiler Brennstoffsysteme in Entwicklungsländern blockieren.   Auf dem Afrika-Gipfel in Washington Anfang des Jahres sagte Minister Chris Wright:

  • „Westliche Länder wie die Vereinigten Staaten haben Afrika jahrelang schamlos eingeredet, Kohle sei schlecht und man solle sie nicht entwickeln. Das ist schlichtweg Unsinn, absoluter Unsinn… Kohle hat unsere Welt verändert und verbessert, die Lebenserwartung erhöht und neue Chancen geschaffen, und Kohle wird weltweit noch Jahrzehnte lang die wichtigste Energiequelle sein. Das ist keine Politik, das ist kein Wunsch, das ist einfach die Realität.“

Weltweit verbrauchen drei Milliarden Menschen jährlich weniger Strom, als für den Betrieb eines Standardkühlschranks nötig ist; viele stehen nur einem Zehntel davon zur Verfügung.  Die begrenzte Verfügbarkeit von Strom war ein großer Fortschritt, da sie Kommunikation und grundlegende Beleuchtung ermöglicht hat, reicht aber bei Weitem nicht aus, um die Industrie zu unterstützen.   Armutsbekämpfung erfordert Arbeitsplätze, Arbeitsplätze erfordern Industrie, und diese wiederum erfordert billigen und zuverlässigen Strom.

Überraschenderweise besitzen diese armen Menschen Handys und sind sich daher der Vorteile von Elektrizität in der entwickelten Welt bewusst. Sie sind fest entschlossen, ebenfalls Zugang zu erhalten. Diese große Nachfrage hat einen riesigen Strommarkt in den Entwicklungsländern geschaffen. Elektrizität wird dringend benötigt, daher müssen zunächst fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdgas genutzt werden, doch die Kernenergie sollte so schnell wie möglich einbezogen werden.

Laut Weltbank leben derzeit 720 Millionen Menschen in extremer Armut, definiert als weniger als 3 US-Dollar pro Tag. Um die Armut zu bekämpfen, brauchen wir Arbeitsplätze, und gute Industriearbeitsplätze erfordern günstigen und zuverlässigen Strom.

Reiche Länder sollten aufhören, auf die unzuverlässigste und weder kontinuierliche noch verlässliche Stromerzeugung durch wetterabhängige Windkraftanlagen und Solaranlagen zu setzen, und sich stattdessen darauf konzentrieren, das Wohlergehen der Milliarden von Menschen auf diesem Planeten zu verbessern, die in Armut leben. Diese positive Entwicklung für die gesamte Menschheit wird die Nachfrage nach und damit den Energiebedarf für alle konventionellen Produkte und Dienstleistungen – von Heizung und Kühlung bis hin zu Transport, Gesundheitswesen und vielem mehr – erheblich steigern.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei America Out Loud.

https://www.cfact.org/2026/01/07/attacking-global-electricity-poverty/

Der Beitrag Unsere Politiker sollten lieber die globale Stromarmut bekämpfen, anstatt den Klimawandel erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

(Auszug von RSS-Feed)

Wirtschaftliche Entwicklung schützt am besten vor dem Klimawandel

05. Januar 2026 um 16:00

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Die Zahl der Todesopfer wegen klimabedingter Katastrophen hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Denn die Menschen können sich immer besser gegen Stürme, Hochwasser und Dürren wappnen. Der wichtigste Treiber dieser erfreulichen Entwicklung ist Wohlstand.

Von Peter Panther

Zwar liegen die definitiven Zahlen noch nicht vor, aber 2025 könnte das Jahr mit den bisher wenigsten Klimatoten gewesen sein. Zumindest bis zur Jahreshälfte ging der Trend in diese Richtung: Laut einem Bericht von Aon, einem internationalen Unternehmen für Versicherungsberatung, kamen im ersten Halbjahr 2025 weltweit 7700 Menschen wegen Naturkatastrophen ums Leben – so wenige wie noch nie. Zu den erfassten Katastrophen zählen insbesondere Stürme, Überschwemmungen, Erdrutsche, Dürren und Brände – also alles Ereignisse, die oft in Verbindung mit dem Klimawandel gebracht werden.

Die Meldung über die rekordtiefen Zahlen liegt im Trend. Bereits 2024 forderten Naturkatastrophen gemäss dem Bericht «Climate and Catastrophe Insight 2025» von Aon «nur» 18’100 Todesopfer. Diese Zahl lag weit unter dem Schnitt des 21. Jahrhunderts mit 72’400 Toten pro Jahr.

Die Apologeten der Klimakrise wollen zwar weismachen, die Erderwärmung führe zu immer häufigeren und heftigeren Unwetterkatastrophen und darum auch zu mehr Klimatoten. «Klimawandel tötet. Er tötet.» So beschwor etwa der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez im letzten September das angebliche Unheil.  Derweil warnte die ehemalige EU-Kommissarin Stella Kyriakides 2024, der Klimawandel würde zwischen 2030 und 2050 weltweit zu zusätzlichen 250’000 Todesfällen pro Jahr führen.

Unwetter-Sterblichkeit ging um 99 Prozent zurück

Die Tendenz geht allerdings klar in die entgegengesetzte Richtung: Laut einem Bericht der Uno ist die Zahl der Todesopfer wegen Naturkatastrophen in der Zeit von 2014 bis 2023 gegenüber dem vorangegangenen Jahrzehnt um 36 Prozent zurückgegangen. Berücksichtigt man das Bevölkerungswachstum während dieser Zeit, hat sich das Risiko, wegen einer Naturkatastrophe ums Leben zu kommen, sogar mehr als halbiert. Konkret ist die Katastrophen-Sterblichkeit innerhalb dieser zehn Jahre von 1,61 auf 0,79 jährliche Todesfälle pro 100’000 Menschen zurückgegangen.

Langfristig gesehen ist die positive Entwicklung noch viel eindrücklicher: Gemäss den Zahlen der Internationalen Disaster Datenbank EM-Dat in Belgien hat die Zahl der Todesopfer wegen klimabedingter Katastrophen seit den 1920er-Jahren bis zu den 2010er-Jahren um unglaubliche 96 Prozent abgenommen. Weil sich die Zahl der Erdbewohner während diesen 90 Jahren ungefähr vervierfacht hat, ist das Risiko, wegen Unwettern ums Leben zu kommen, sogar um 99 Prozent zurückgegangen. Mit anderen Worten: Heute stirbt verglichen mit früher praktisch niemand mehr wegen eines Sturm, eines Hochwassers oder einer Dürre.

Den Grund für diesen erfreulichen Trend muss man nicht lange suchen: Die Menschen können sich immer besser vor Unwetterereignissen schützen. Sie haben auch gelernt, Feuerkatastrophen zu verhindern. Konkret verfügen sie zum Beispiel über stabilere Bauten und wirkungsvolle Dämme. Präzise Wettervorhersagen sowie neue Tools wie Warn-Apps kündigen ein mögliches Unheil jeweils rechtzeitig im Voraus an. Passiert doch einmal etwas, stehen leistungsfähige Rettungsdienste sowie gut ausgerüstete Spitäler bereit. Auch verbesserte Prävention spielt eine Rolle, etwa bei der Vorbeugung gesundheitlicher Probleme vor allem wegen Kälte aber auch Hitze.

Wirtschaftlich unterentwickelte Nationen leiden mehr

Sicher spielt die technologische Entwicklung eine zentrale Rolle beim verbesserten Schutz vor klimabedingten Extremereignissen. Leisten kann man sich all diese Vorsorge- und Nothilfemassnahmen aber nur, wenn man über genügend finanzielle Ressourcen verfügt. Gesellschaften oder Nationen, die wirtschaftlich unterentwickelt sind, leiden entsprechend mehr.

So forderte der Hurrikan Katrina 2005 in den USA rund 1800 Todesopfer. Drei Jahre später führte der Zyklon Nargis in Myanmar jedoch zu über 138’000 Toten, obwohl dieser Sturm etwas schwächer als Katrina war. Aber in den USA war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) rund 60 mal höher als in Myanmar. Darum konnten sich die Amerikaner dank einer deutlich robusteren Infrastruktur und guten Warnsystemen viel besser vor den Folgen des Sturmes schützen.

Forscher belegen den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Wohlstand und effizientem Katastrophenschutz immer wieder. So war 2015 eine Publikation der EU-Plattform Climate ADAPT insgesamt 6873 Naturkatastrophen in den Jahren von 1994 und 2013 nachgegangen. Das Resultat: «Im Durchschnitt starben pro Katastrophe mehr als dreimal so viele Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen wie in Ländern mit hohem Einkommen.»

91 Prozent der Todesfälle wegen Naturkatastrophen in Entwicklungsländern

2016 war in einem Bericht des UN-Büros für Katastrophenvorsorge (UNDRR) zu lesen, dass in den 20 vorangegangenen Jahren 1,35 Millionen Menschen wegen Naturkatastrophen ums Leben gekommen waren – knapp die Hälfte davon wegen wetter- und klimabedingter Gefahren. Das UNDRR hielt fest: «Die überwältigende Mehrheit dieser Todesfälle ereignete sich in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.»

Ebenso kam 2021 eine Erhebung der Weltmeteorologie-Organisation (WMO) zum Ergebnis, dass über 91 Prozent der Todesfälle wegen Naturkatastrophen in den vorangegangenen 50 Jahren in Entwicklungsländern zu beklagen waren. 2023 errechneten zudem schwedische Forscher in einer Studie im Fachblatt «Nature», dass die Sterberate wegen Überschwemmungen zwischen 1990 und 2018 in Ländern mit hohem Bruttoinlandsprodukt (BIP) 22-mal tiefer als in Ländern mit niedrigem BIP lag.

Es ist von daher offensichtlich: Wer die Zahl der Klimatoten weiter senken will, muss dafür sorgen, dass sich arme Länder wirtschaftlich möglichst gut entwickeln können. Dazu ein eindrückliches Beispiel: 1970 starben in Bangladesch zwischen 300’000 und 500’000 Menschen wegen des Zyklons Bhola. 2020 forderte der Zyklin Amphan mit vergleichbarer Stärke im selben Land aber nur 26 Todesopfer. Bangladesh war inzwischen viel reicher geworden und hatte unter anderem ein leistungsfähiges Frühwarnsystem gegen Stürme eingerichtet.

Der sogenannte Klimaschutz bringt am Ende mehr Klimatote

Wohlstand bietet eindeutig den besten Schutz vor klimabedingten Katastrophen. Ob Unwetter im Zuge der Erderwärmung allenfalls etwas häufiger und stärker werden, ist jedoch von untergeordneter Bedeutung. Wirtschaftliche Entwicklung ist aber nur möglich, wenn ausreichend kostengünstige Energie bereitsteht. Ein rascher Ausstieg aus fossilen Brennstoffen würde aber viele Länder um ihre Entwicklungschancen bringen. Das Ergebnis eines solchen «Klimaschutzes» wären am Ende mehr statt weniger Klimatote.

 

Der Beitrag Wirtschaftliche Entwicklung schützt am besten vor dem Klimawandel erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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„Brief aus Budapest #5“: Was steckt hinter der militanten europäischen Rhetorik? | Von Gábor Stier

31. Dezember 2025 um 12:52

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„Brief aus Budapest #5“: Was steckt hinter der militanten europäischen Rhetorik? | Von Gábor Stier
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„Brief aus Budapest #5“: Was steckt hinter der militanten europäischen Rhetorik? | Von Gábor Stier

Europa ist sichtlich verkrampft; eine aggressive Kriegsrhetorik beherrscht die Debatte. Doch in Wahrheit glaubt nur ein kleiner Teil der europäischen Elite ernsthaft, dass ein Zusammenstoß mit Russland in den nächsten fünf bis sechs Jahren unvermeidlich ist. Auf staatlicher Ebene sind es vor allem die Balten und Polen, die eine russische Attacke wirklich fürchten. Dass der Ton dennoch so aufgeheizt ist und die Russenfeindlichkeit so lautstark zunimmt, hat andere Gründe: Die Eliten prallen hart auf die Realität, versuchen verzweifelt ihr Gesicht zu wahren und reagieren frustriert, weil ihr liberal-progressiver Weltentwurf als allmächtiges Dogma kollabiert.

Ein Standpunkt von Gábor Stier – aus dem Ungarischen übersetzt von Éva Péli.

Europa versinkt immer tiefer in der Krise. Erst bremsten die Covid-Maßnahmen und eine kopflose „grüne Revolution“ die Wettbewerbsfähigkeit aus, dann folgte der nächste Schlag durch den Krieg an der Peripherie des Kontinents. Genauer gesagt: durch die fatale Reaktion darauf. Anstatt auf Realpolitik zu setzen, erzwang man endlose Sanktionen und flüchtete sich in eine moralisierende Attitüde. Als sich die Lage der Ukraine immer weiter zuspitzte, schlug diese Haltung in verzweifelten Aktionismus um.

Geopolitische Ohnmacht und die Flucht in die Feindbild-Konstruktion

Heute ist die Realität unübersehbar: Russland lässt sich nicht in die Knie zwingen. Es geht längst nicht mehr um den Sieg, sondern nur noch darum, wie schwer die ukrainische Niederlage ausfällt. Die herrschende europäische Elite steht vor den Trümmern ihrer globalistischen Ideologie, kämpft mit dem transatlantischen Zerwürfnis und sieht, wie die Bruchlinien innerhalb Europas tiefer werden. In dieser Sackgasse nutzt Brüssel die kriegerische Rhetorik als Nebelkerze. Man will den systemischen Verfall kaschieren, retten, was zu retten ist, und den massiven Gesichtsverlust verschleiern.

Hinter dieser Eskalation steht die bittere Einsicht in die eigene Schwäche. Drei Jahrzehnte lang hat Europa seine Verteidigung kaputtgespart. Zwar bleibt die NATO als Ganzes in einem konventionellen Landkrieg überlegen – was Moskau im Ernstfall nur die nukleare Option ließe –, doch ohne den US-Schutzschirm ist die EU sicherheitspolitisch schutzlos ausgeliefert. Washington hat Europa auf seiner Prioritätenliste längst nach hinten gestuft. Da die USA ihre Außenpolitik mittlerweile wie ein knallhartes Geschäft führen, gibt es Sicherheit nicht mehr zum Nulltarif. Für den Schutz des Kontinents wird Europa künftig real und teuer bezahlen müssen.

Der Überlebenskampf des Mainstreams gegen die neue Realität

Sicherheit wird zum Luxusgut. Die Kosten steigen astronomisch, weil Tributzahlungen an die USA fällig werden und Europa gleichzeitig seine eigenen Kapazitäten mühsam wiederaufbauen muss. Da dieses Geld an anderer Stelle fehlt, erodiert die soziale Sicherheit.

Diese Belastung trifft Europa ausgerechnet mitten in einer ökonomischen Talfahrt. Während die Eliten nervös um ihre Popularität und ihren Machtanspruch bangen, reagiert die Bevölkerung zunehmend gereizt auf die Opfer, die man von ihr fordert. Den Bürgern fällt es sichtlich schwer, tatenlos zuzusehen, wie ihr mühsam erarbeiteter Wohlstand förmlich wegschmilzt.

Mangels echter Lösungen bläst man die „russische Gefahr“ künstlich auf. Mit dieser Hysterie im Informationsraum lassen sich wirtschaftliche Verwerfungen und soziale Einschnitte rechtfertigen. Die äußere Bedrohung dient als politischer Kitt, um die unzufriedene Gesellschaft vorübergehend hinter der Macht zu sammeln. Mehr noch: Die Inszenierung eines Quasi-Kriegszustandes erlaubt es, jede politische Alternative als „russische Propagandisten“ zu diffamieren. Wer den Kurs hinterfragt oder Europa anders ausrichten will, wird mundtot gemacht. Das trifft vor allem jene Kräfte, die sich im ideologischen Clinch des Westens hinter Donald Trump stellen. Die aggressive Russenfeindlichkeit erweist sich so primär als Instrument der innenpolitischen Machterhaltung.

Die Zerreißprobe: Trump, Orbán und die Brüsseler Sackgasse

Die liberale Elite muss nun schmerzhaft verdauen, dass die Ukraine nicht siegen wird. Man hat sich in diesen Konflikt verrannt; sein Ausgang ist längst zur Existenzfrage für den Mainstream geworden. Doch die Elite erstarrt nicht nur in der Ukraine-Frage, sondern auch geopolitisch. In Europa dominiert ein Denken, das Migration fördert und auf einem überholten Überlegenheitsgefühl fußt. Brüssel frustriert zutiefst, dass dieses Weltbild selbst im eigenen Lager bröckelt. Es schockiert die Verantwortlichen geradezu, dass die USA Europa bereits als Sicherheitsrisiko betrachten. In seinem jetzigen Zustand gefährdet Europa nicht nur sich selbst, sondern auch seine Verbündeten und den eurasischen Raum.

Das Schicksalsjahr 2026 rückt eine zentrale Frage ins Rampenlicht: Wie endet der erbitterte Machtkampf zwischen dem liberal-progressiven Lager und den patriotischen Souveränisten innerhalb des Westens? Es wird sich entscheiden, ob Donald Trump den westlichen Block erneut hinter sich scharen kann oder ob sein Vorstoß am erbitterten Widerstand des europäischen Mainstreams zerschellt.

Diese Bruchlinie, die den Westen und die EU durchzieht, wird unsere Zukunft prägen. Sollte sie sich weiter vertiefen, gefährdet dies langfristig die globale Machtstellung des Westens. Daher wird Donald Trump – getreu seiner neuen Sicherheitsstrategie – alles daransetzen, den Widerstand Europas zu brechen. In dieser Lage flüchtet Brüssel nach vorn: Man hofft auf die US-Midterm-Wahlen, die Halbzeit-Wahlen 2026, lässt sich von den Briten den Rücken stärken und verhärtet die Front gegenüber Trump.

Diese Blockadehaltung bestimmt auch, wie sich Brüssel zum Ukraine-Konflikt und gegenüber Russland positioniert. Doch während Brüssel nach außen hin Stärke markiert, zerbröckelt intern der Konsens. Das zeigt der Streit um die eingefrorenen russischen Vermögenswerte überdeutlich: Bereits sieben der 27 Mitgliedstaaten verweigern dem Mainstream die Gefolgschaft. Um diese aggressive Politik dennoch durchzuziehen und die Sanktionen weiter zu verschärfen, wird die Elite künftig noch öfter zu Tricks greifen müssen, um die demokratischen Spielregeln geschickt zu umgehen. Noch hält der Mainstream die Zügel in der Hand – doch er agiert aus einer Position der Schwäche und muss immer öfter faule Kompromisse eingehen.

Quellen und Anmerkungen

Gábor Stier (geb. 1961) ist ein ungarischer Journalist und Analytiker mit dem Spezialgebiet Außenpolitik und postsowjetischer Raum. Er ist Fachjournalist der Wochenzeitschrift Demokrata, war langjähriger Moskau-Korrespondent der Magyar Nemzet und ist Gründungschefredakteur des Fachportals #moszkvater. Er gilt als Experte für geopolitische Entwicklungen in der Region.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Emblem der Europäischen Union auf Militäruniform
Bildquelle: Bumble Dee / shutterstock

„Brief aus Budapest #5“: Was steckt hinter der militanten europäischen Rhetorik? | Von Gábor Stier

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