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Gestern — 02. Februar 2026

Europas Wind-Wette kollidiert mit der eisigen Realität der Energieversorgung

02. Februar 2026 um 13:00

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Dieser Winter hat wieder einmal verdeutlicht, dass man sich auf Wind und Sonne zur Stromerzeugung nicht verlassen kann. Dennoch wird der Ausbau weiter vorangetrieben. Dies wird die Versorgungsprobleme jedoch nicht lösen.

Kürzlich erst kündigten neun europäische Länder an, gemeinsam 100 Gigawatt Offshore-Windkraft in der Nordsee aufzubauen. Großbritannien, Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Belgien, Irland, Norwegen, Island und Luxemburg feiern das Projekt als Schritt in Richtung Energiesouveränität. Tatsächlich ist es vor allem ein weiterer Beleg dafür, wie tief der politische Betrieb inzwischen in der grün-globalistischen Ideologie feststeckt. Denn Wind ersetzt keine gesicherte Leistung.

Während Europa seine Zukunft auf Windkraftwerke im Meer setzt, demonstrieren die Vereinigten Staaten unfreiwillig, wie ein Stromsystem unter Stress tatsächlich funktioniert. Eine außergewöhnliche Kältewelle zwang mehrere US-Regionen dazu, genau jene Energiequellen hochzufahren, die Europas Klima-Ideologen am liebsten abschaffen würden. In Neuengland stammte zeitweise bis zu 40 Prozent des Stroms aus Öl, während Wind und Solar gemeinsam kaum mehr als sechs Prozent beitrugen.

Auch Texas, oft als Musterfall der Energiewende missverstanden, bereitete sich frühzeitig auf massive Wind-Ausfälle vor. Bis zu 60 Prozent der installierten Windkapazität galten als gefährdet, Solar fiel im Schnee faktisch komplett aus. Die Folge war eine Fokussierung auf Gas, Kernkraft und auch Kohle. Grundlast zählt. Sie zählt immer, aber besonders in Extremsituationen. Gas, Kohle, Kernenergie und notfalls auch Öl liefern Strom unabhängig von Wetter, Tageszeit oder Ladezustand irgendwelcher Batteriespeicher. Wind und Solar tun das nicht.

In Europa weiß man das eigentlich. Deutschland etwa verfügt über große Braunkohlereserven, weigert sich aber aus ideologischen Gründen, sie langfristig zu nutzen. Gleichzeitig laufen Kohlekraftwerke wieder auf Hochtouren, sobald Kälte und Dunkelheit zuschlagen.

Weil Europa weder ausreichend eigene Ressourcen nutzt noch bereit ist, realistische Energiepolitik zu betreiben, wächst die Importabhängigkeit weiter. Besonders von den USA. Bereits im vergangenen Jahr stammten 57 Prozent der LNG-Importe der EU und Großbritanniens aus den Vereinigten Staaten. Rechnet man Pipelinegas hinzu, kam rund ein Viertel aller Gasimporte aus Amerika. Und das ist erst der Anfang.

Ab 2027 ist russisches Gas in der EU vollständig verboten. Eine Entscheidung, die wirtschaftlich selbstzerstörerisch ist und geopolitisch an Naivität kaum zu überbieten. Während Ungarn und die Slowakei vergeblich protestierten, kauften die EU-Staaten im selben Atemzug so viel russisches LNG wie nie zuvor. Die EU war zuletzt sogar der größte Abnehmer russischen Flüssiggases. Mit dem endgültigen Verzicht auf russisches Gas bleibt Europa jedoch kaum eine Alternative zur weiteren Abhängigkeit von US-LNG.

Noch mehr Windkraftwerke zu bauen, ist daher keine Lösung für Europas Energieproblem, sondern Teil des Problems selbst. Versorgungssicherheit entsteht nicht durch installierte Nennleistung, sondern durch gesicherte Verfügbarkeit. 100 GW an installierter Nennleistung mehr bringen nämlich gar nichts, wenn kein Wind weht.

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Massiver Wintersturm gefährdet LNG-Versorgung für Europa

26. Januar 2026 um 11:00

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Die Vereinigten Staaten erleben derzeit einen massiven Wintersturm, der auch die Gasinfrastruktur des Landes trifft. Für Deutschland, welches auf LNG-Lieferungen aus Übersee angewiesen ist, ist dies eine kritische Entwicklung.

Die Gasversorgung Deutschlands gerät unter Druck – und das mitten im Winter und bei ohnehin schon extrem niedrigen Gasspeicherständen. Der aktuell in weiten Teilen der Vereinigten Staaten wütende Wintersturm beeinträchtigt nämlich nicht nur den dortigen Flugverkehr, sondern auch die Erdgasproduktion.

Während nun also bereits die Inlandsversorgung in den Vereinigten Staaten unter dieser Wetterlage leidet und die Preise in die Höhe schießen, dürfte dies auch zu Verzögerungen bei den Flüssiggaslieferungen nach Deutschland und Europa führen.

Angesichts dessen, dass die Europäer aus ideologischen Gründen die Gaskäufe aus Russland weitestgehend eingestellt haben und auch die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines Ersatzlieferungen schwierig macht, gerät die europäische Gasversorgung zusehends unter Druck.

In den Vereinigten Staaten selbst warnen die Behörden bereits davor, dass es angesichts der Wetterlage zu großflächigen Blackouts kommen kann. US-Energieminister Chris Wright hat den Kraftwerksbetreibern bereits einen Freifahrtschein ausgestellt, die bundesstaatlichen Umweltauflagen ignorieren zu dürfen, um die Versorgung der Bevölkerung mit Strom sicherzustellen.

Unter Umständen werden sich die Menschen in Europa noch warm anziehen müssen, sollte es noch länger so kalt bleiben. Denn die Gasspeicher leeren sich immer weiter, und wenn der Nachschub an Flüssiggas stockt, wird sich dies noch beschleunigen.

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Gasreserven in der EU unter 50 Prozent gefallen, in Deutschland sind es sogar nur 40 Prozent

21. Januar 2026 um 16:55

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