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Gestern — 13. April 2026

Straße von Hormus: Bundesregierung „bereit, Verantwortung zu übernehmen“

13. April 2026 um 13:25

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US-Präsident Donald Trump zufolge haben die USA damit begonnen, die Straße von Hormus von iranischen Seeminen zu räumen. Die Epoch Times hat die Bundesregierung gefragt, ob und inwiefern sich Deutschland an der Räumung beteiligen kann und will.
(Auszug von RSS-Feed)

Iran says train service resumed on routes damaged by strikes during war

13. April 2026 um 11:33

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Authorities say tracks rebuilt in key areas; IDF said it hit specific rail sections as part of effort to prevent Revolutionary Guards from moving weapon systems

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USA entziehen Iranern Greencard - Rubio: Amerika keine Heimat für antiamerikanische Terroristen

13. April 2026 um 06:31

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Marco Rubio ließ Iraner mit Verbindung zu den Islamischen Revolutionsgarden verhaften. „Ihrer Familie hätte es niemals gestattet werden dürfen, von dem außerordentlichen Privileg zu profitieren, in unserem Land zu leben“, so der US-Außenminister.
(Auszug von RSS-Feed)

Irland eskaliert: Regierung setzt Militär ein, Frankreich hat sich angeschlossen verhängt Blockaden und in UK nutzen LKW-Fahrer soziale Medien, um landesweite Blockaden zu organisieren

13. April 2026 um 05:34

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Irland steht vor einer sich rapide zuspitzenden Treibstoffkrise. Auslöser sind anhaltende Proteste gegen hohe Kraftstoffpreise und die CO₂-Steuer, die sich innerhalb weniger Tage von zunächst kleineren Aktionen zu landesweiten Störungen ausgeweitet haben.

Was mit vereinzelten Protesten von Landwirten und Lkw-Fahrern begann, entwickelte sich rasch zu groß angelegten Blockaden zentraler Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur. Seit Beginn der Woche ziehen Demonstranten in langsam fahrenden Kolonnen über Autobahnen und durch Städte, was insbesondere im Raum Dublin zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führt.

NOW – Irish Riot Police start to arrive in Galway, Ireland after more people have joined the farmers, truckers and business owners protesting fuel prices and tax.pic.twitter.com/xdbAGPp7rM

Disclose.tv (@disclosetv) April 11, 2026

Inzwischen haben sich die Aktionen deutlich verschärft: Zufahrtsstraßen zu wichtigen Treibstoffdepots sowie zur Ölraffinerie in Whitegate im County Cork wurden blockiert. Auch Lagerstätten in Galway und Foynes sind betroffen. Die Folge ist eine massive Störung der landesweiten Kraftstoffversorgung.

Massive Eskalation, da große Zahlen bewaffneter Gardaí (Polizei) die O’Connell Street im Stadtzentrum von Dublin gestürmt haben Sie werden friedliche Treibstoffprotestierende von den Straßen prügeln und ihre Fahrzeuge mit roher Gewalt entfernen. Wir brauchen die Augen der Welt auf diese sich rasch zuspitzende Situation

🚨 BREAKING 🚨 – Please share ‼

Major escalation as huge numbers of armed-gardai (police) have rushed O’Connell St in Dublin’s City Centre

They’re going to beat peaceful fuel protesters off the streets and move their vehicles by brute force.

We need world eyes on this rapidly… pic.twitter.com/yhITQMogXv

TheLiberal.ie (@TheLiberal_ie) April 12, 2026

Die Auswirkungen sind bereits im Alltag spürbar. Zahlreiche Tankstellen im ganzen Land sind inzwischen ohne Treibstoff. Der Branchenverband Fuels for Ireland warnt, dass sich die Lage in den kommenden Tagen weiter verschärfen könnte, falls die Lieferketten nicht schnell wiederhergestellt werden. Reisende zum und vom Flughafen Dublin werden aufgefordert, deutlich mehr Zeit einzuplanen, da es zu erheblichen Verzögerungen im Straßenverkehr kommt.

Die irische Armee ist nun in Cork eingetroffen, um Traktoren und Treibstoffprotestierende am Watergate-Ölraffinerie zu entfernen.

🚨BREAKING – Cork

The Irish Army has now arrived in Cork to remove tractors and fuel protesters at the Watergate Oil Refinery.

Folks, we need your support from around the world – and your prayers 🙏
Someone is going to get very hurt today.
Follow us and share
Crd: @BligheDerek pic.twitter.com/A6q1sh1iiv

TheLiberal.ie (@TheLiberal_ie) April 11, 2026

Auch das Gesundheitswesen bleibt von der Krise nicht verschont. Der irische Gesundheitsdienst HSE berichtet, dass Patienten Termine verpassen und wichtige Versorgungsleistungen unter Druck geraten. Besonders betroffen sind unter anderem die häusliche Pflege, Dialysebehandlungen und die Krebsversorgung, die durch Transportprobleme erheblich beeinträchtigt werden.

Die Regierung in Dublin hat inzwischen drastische Maßnahmen ergriffen und das Militär im Inland eingesetzt. Gleichzeitig kündigte sie Gespräche mit Vertretern der Protestbewegung an, um eine weitere Eskalation der Lage zu verhindern.

Die Iren geben NICHT auf! Traktorfahrer, Lkw-Fahrer und Busfahrer im ganzen Land sind heute Abend wieder unterwegs in ganz Irland

The Irish are NOT giving up!

Tractors, truckers and bus drivers around the country are out and about around Ireland again tonight 🇮🇪🇮🇪🇮🇪

Follow us and share pic.twitter.com/ZZHgbHgRFN

TheLiberal.ie (@TheLiberal_ie) April 12, 2026

Angetrieben werden die Proteste vor allem durch die steigenden Kosten für Gas und Diesel. Die Demonstranten fordern unter anderem die Einführung eines Höchstpreises von 1,75 Euro pro Liter Kraftstoff sowie die Aussetzung oder vollständige Abschaffung der CO₂-Steuer.

Frankreich hat sich Irland angeschlossen und verhängt Blockaden. Bürger in ganz Europa erheben sich gegen ihre kommunistischen Regierungen … sie haben genug. Irland hat den Weg gewiesen. Nun erwacht der Kontinent.

🚨BREAKING: France has joined Ireland in launching blockades.

Citizens across Europe are rising up against their communist governments … they’ve had enough.

Ireland led the way. Now the continent is waking up.

Major FAFO incoming. pic.twitter.com/F3HwjTTv9w

— The British Patriot (@TheBritLad) April 11, 2026

Frankreich: Tankstellen leer, Proteste und Blockaden nehmen zu

In Frankreich verschärft sich die Lage rund um steigende Kraftstoffpreise zunehmend. Laut aktuellen Berichten ist bereits etwa jede fünfte Tankstelle im Land zeitweise ohne Treibstoff, was die Auswirkungen der Energiekrise im Alltag deutlich spürbar macht.

Gleichzeitig kommt es landesweit zu Protesten und Blockaden. Vor allem Lkw-Fahrer, Landwirte und Transportunternehmen gehen auf die Straße, um gegen die hohen Dieselpreise und aus ihrer Sicht unzureichende staatliche Hilfen zu demonstrieren. So wurden zuletzt wichtige Verkehrsachsen, darunter auch der Pariser Autobahnring, zeitweise blockiert.

Die Regierung hat zwar ein Hilfspaket für besonders betroffene Branchen angekündigt, doch viele Demonstranten halten die Maßnahmen für unzureichend. Sie fordern deutlich stärkere Entlastungen, darunter Subventionen oder Preisdeckel für Kraftstoffe.

Parallel wächst im Land die Sorge vor einer erneuten Eskalation wie bei den „Gelbwesten“-Protesten. Angesichts weiter steigender Spritpreise und zunehmender sozialer Spannungen rechnen Beobachter damit, dass sich die Proteste kurzfristig ausweiten könnten.

Jede fünfte Tankstelle in Frankreich ohne Kraftstoffe

Hilfspaket zu klein? Blockaden und Proteste in Frankreich

AKTUELL: Lkw-Fahrer im ganzen Vereinigten Königreich nutzen nun soziale Medien, um landesweite Blockaden zu organisieren. Inspiriert von den irischen Protesten breitet sich eine Welle des Widerstands unter Lkw-Fahrern in ganz Europa aus. Irland hat sich bereits erhoben. Frankreich schließt sich an. Und Großbritannien könnte der Nächste sein.

🚨BREAKING: Truck drivers across the UK are now taking to social media to organise nationwide blockades.

Inspired by the Irish protests, a wave of resistance is spreading among truckers throughout Europe.

Ireland has already risen. France is joining. And Britain could be next… pic.twitter.com/Jg4Kuo83gp

— The British Patriot (@TheBritLad) April 11, 2026

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Ältere Beiträge

Netanyahu: Israel to Begin Direct Talks with Lebanon to Disarm Hezbollah — Eyes ‘Historic’ Peace Deal

09. April 2026 um 22:51

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Prime Minister Benjamin Netanyahu said Thursday that Israel will begin direct negotiations with Lebanon “as soon as possible” aimed at disarming Hezbollah and advancing what he described as a “historic, sustainable peace agreement,” as tensions persist over the scope of the fragile U.S.-Iran ceasefire.

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Shipping Remains Slow at Strait of Hormuz Despite Ceasefire

09. April 2026 um 22:32

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Ship-tracking services reported on Thursday that traffic through the Strait of Hormuz remains at less than 10 percent of its normal level, despite Iran ostensibly promising to halt terror attacks on civilian vessels as part of its ceasefire agreement with the U.S. and Israel.

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Iran’s Quds Force Chief Esmail Qaani Resurfaces After Disappearance Sparks Rumors

09. April 2026 um 21:53

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Brig. Gen. Esmail Qaani, commander of the Iranian Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) Quds Force, resurfaced on Thursday with a message to his forces, after an absence that led to speculation he was killed by a U.S. or Israeli airstrike.

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IDF tells Knesset panel new Iranian regime even more extreme

09. April 2026 um 19:38

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MKs told new leadership dominated by Iran's Revolutionary Guards; Bismuth says fighting may soon restart, as panel extends reservist call-up through May 14

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Trump und Iran einigen sich auf zweiwöchige Waffenruhe

08. April 2026 um 05:36

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Trump und Iran einigen sich auf zweiwöchige Waffenruhe

US-Präsident Donald Trump hat eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran angekündigt, falls die Straße von Hormus freigegeben wird. Der Iran stimmte dem zu, wie die Revolutionsgarden-nahe Agentur Tasnim berichtet.

Trump erklärte auf Truth Social, die USA hätten ihre Ziele erreicht und Verhandlungen zu einem Friedensplan seien fortgeschritten. Ein iranischer Zehn-Punkte-Vorschlag diene als Basis; fast alle Streitpunkte seien beigelegt. Die Öffnung der Straße von Hormus ist zentrale Bedingung.

Trump hatte zuvor ein Ultimatum bis Mittwoch, 02:00 Uhr MESZ, gestellt und mit Zerstörung von Brücken und Kraftwerken gedroht. Pakistan forderte eine Verlängerung um zwei Wochen und bat den Iran um Freigabe als Geste des guten Willens.

Iran plante zuvor Gebühren von zwei Millionen Dollar pro Schiff für die Passage, Einnahmen mit Oman zu teilen. Frankreich warnte vor Angriffen auf zivile Infrastruktur.

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Bildquelle: Below the Sky / shutterstock

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„Ein Angriff auf den Iran ist ein Angriff auf die BRICS und die multipolare Welt“

07. April 2026 um 12:00

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Nach Auffassung von Mohammad Marandi, Professor für englische Literatur an der Universität Teheran und politischer Analyst, versuchen die USA verzweifelt, ihr Imperium zu erhalten. Das brasilianische Onlineportal Brasil de Fato sprach mit ihm über die aktuellen Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA, die jüngsten Proteste im Land, das politische System im Iran sowie die Folgen der jahrzehntelangen Sanktionen und die dennoch erreichten Errungenschaften für die Bevölkerung und die Entwicklung des Landes. Das Gespräch führte Marco Fernandes.

Kurz nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores Anfang des Jahres richtete das Weiße Haus seine „Regime Change“-Maschinerie auf eine weitere Energiemacht: den Iran.

Die Islamische Revolution war schon immer ein Dorn im Auge der USA und insbesondere Israels. Teheran ist der größte Unterstützer der palästinensischen Sache weltweit und in der Praxis das größte Hindernis für das zionistische Projekt „Groß-Israel”, das die Vertreibung oder Auslöschung des palästinensischen Volkes aus seinem Land voraussetzt. Aus diesem Grund gehörte der Sturz der iranischen Revolutionsregierung zu den Prioritäten Washingtons und Tel Avivs.

Wie Kuba war auch der Iran seit der Revolution, die die Diktatur von Schah Reza Pahlevi stürzte, Ziel harter Sanktionen des Westens, die in mehreren Wellen verhängt wurden. Diese Sanktionen haben der Wirtschaft und der Bevölkerung des Landes unermesslichen Schaden zugefügt und wurden seit Oktober 2025 durch eine neue Runde von Sanktionen verschärft, die über die UNO verhängt wurden.

Erschwerend kommt hinzu, dass die USA eingeräumt haben, in den letzten Monaten finanzielle Angriffe durchgeführt zu haben, um die iranische Währung abzuwerten, was einen enormen wirtschaftlichen Druck verursacht hat. Dieser löste zunächst legitime und friedliche Proteste der Bevölkerung aus. Nach einigen Tagen wurden diese Proteste jedoch von Kräften infiltriert, die von den USA und Israel organisiert wurden – wie beide Länder öffentlich zugegeben haben. Dies führte zu Zerstörungen und Todesfällen auf den Straßen des Landes und wurde von den iranischen Sicherheitskräften hart unterdrückt. Am 12. Januar fanden massenhafte Straßendemonstrationen zur Unterstützung der Regierung statt.

Seitdem haben die USA zahlreiche Streitkräfte in die Region entsandt, und Trump hat mehrfach damit gedroht, den Iran zu bombardieren. Doch nach iranischen Warnungen, ein Angriff der USA würde zu einem regionalen Krieg führen, scheint er einen Rückzieher gemacht zu haben. Eine erste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran fand am 6. Februar in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt, offenbar ohne nennenswerte Ergebnisse. Beide Länder haben jedoch erklärt, dass sie die Möglichkeit weiterer Verhandlungsrunden diskutieren.[*]

Um diese Situation einzuschätzen, sprach der geopolitische Analyst Marco Fernandes von Brasil de Fato mit Mohammad Marandi, Professor für englische Literatur an der Universität Teheran und einer der führenden Experten für geopolitische Analysen des Iran in westlichen Medien.

Marco Fernandes: In den letzten Tagen haben die USA ihre Marine in die Persische Golfregion entsandt und Trump hat mit einem Angriff auf den Iran gedroht, um Verhandlungen zu erzwingen. Iran soll sein Atomprogramm einstellen, seine ballistischen Raketen aushändigen und die Unterstützung des palästinensischen Widerstands in der Region einstellen. Wie stehen die Chancen für Verhandlungen unter diesen Bedingungen? Worüber ist die iranische Regierung bereit zu verhandeln?

Mohammad Marandi: Die iranische Position ist ganz klar. Tatsächlich ist völlig klar, dass der Iran nicht über seine militärischen Kapazitäten verhandeln wird. Daher steht sein Raketenprogramm außer Frage. Auch über seine regionalen Allianzen wird er nicht verhandeln. Daher stehen auch diese außer Frage. Das Atomprogramm ist etwas, worüber der Iran bereit ist, zu diskutieren, aber nicht die Anreicherung selbst. Auch das steht außer Frage. Verhandelt werden kann ein Mechanismus, der sicherstellt, dass das iranische Atomprogramm friedlich ist. Dies haben wir bereits zuvor getan, und Trump selbst hat es zunichtegemacht.

Das Atomabkommen von 2015 (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) ist das, worüber der Iran bereit ist, zu verhandeln. Selbstverständlich wird der Iran am Verhandlungstisch ein deutlich besseres Abkommen als das von 2015 erwarten. Denn der Iran hat sich seitdem weiterentwickelt und wurde durch den Verstoß der USA gegen dieses Abkommen getäuscht. Und der Iran hat darunter gelitten. Daher ist das Einzige, worüber wirklich verhandelt werden kann, ein Rahmen, in dem das iranische Urananreicherungsprogramm funktionieren kann und der die Bedenken oder potenziellen Bedenken der westlichen Länder berücksichtigt.

Die iranische Regierung hat in den letzten Tagen gewarnt, dass jeder Angriff auf das Land mit einem regionalen Krieg gegen die USA und ihre Verbündeten beantwortet wird. Wenn das passiert, was sind dann die möglichen militärischen und wirtschaftlichen Folgen eines regionalen Konflikts? Laut einem Artikel des Wall Street Journal hat Trump aufgrund unzureichender Verteidigungsmöglichkeiten für seine Verbündeten in der Region im Falle eines iranischen Gegenschlags von einem Angriff zum jetzigen Zeitpunkt Abstand genommen hat. Wie schätzen Sie diese Aussage ein?

Ja, diese Position vertreten die Iraner, und sie werden definitiv das tun, was sie angekündigt haben. Wenn die USA den Iran angreifen, selbst wenn es sich um einen begrenzten Angriff handelt, werden die Iraner mit voller Kraft reagieren. Der Iran wird keine Aggression akzeptieren und nicht zulassen, dass die USA ermutigt werden, eine Aggression zu begehen. Sollten sich die USA also entscheiden, den Iran anzugreifen, besteht kein Zweifel daran, dass die USA einen sehr starken Angriff erleiden werden.

Die jüngsten Proteste, die aufgrund eines legitimen wirtschaftlichen Problems – der Abwertung des Rial – begannen, wurden eindeutig von externen Kräften wie dem Mossad ausgenutzt, um die Regierung der Islamischen Revolution zu destabilisieren. Dies haben sowohl Mike Pompeo als auch israelische Behörden bestätigt. Die westlichen Medien haben einen „Skandal“ um die angeblich Tausenden von Todesfällen im Zusammenhang mit der Niederschlagung der Proteste inszeniert, aber über die Zahl der von ausländischen Geheimdienstagenten ermordeten Polizisten und Beamten wird mit keinem Wort berichtet. Was ist in diesen Tagen wirklich passiert?

Es ist ganz klar, was passiert ist. Der Westen erfindet eine Geschichte. Sie haben eine Verschwörung gegen das Land angezettelt, zuerst, indem sie Druck auf den Rial ausgeübt haben, was der US-Finanzminister bereits zweimal zugegeben und womit er sogar geprahlt hat. Dann gab es friedliche Proteste, die nicht zu Verhaftungen oder polizeilicher Verfolgung führten.

Aber nach ein paar Tagen der Proteste, die nicht sehr groß waren, sahen wir einen plötzlichen Zulauf von sehr gut trainierten Demonstranten, Provokateuren und Terroristen. Sie töteten in der Nacht vom Donnerstag, dem 8. Januar, eine große Anzahl von Polizisten. Und am 9. Januar kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei, den Sicherheitskräften und ihnen. 3.117 Menschen wurden getötet, unter ihnen Polizisten und viele unbeteiligte Passanten, die von diesen Terroristen ins Visier genommen wurden, weil sie die Zahl der Opfer erhöhen wollten, um eine US-Intervention zu rechtfertigen.

Und wie Sie richtig bemerkt haben, hat der Mossad seine Rolle zugegeben. In einer Erklärung auf Persisch gab er bekannt, dass er vor Ort ist. Mike Pompeo [ehemaliger Außenminister in Trumps erster Amtszeit] erklärte zweimal in einem Tweet und auch im israelischen TV-Sender Kanal 13, dass die USA und Israel mit den Demonstranten auf den Straßen sind. Er sagte, dass die USA involviert sind. Darüber hinaus berichtete Israels Channel 14, dass sie Waffen in den Iran gebracht haben, was zum Tod von Hunderten von Polizisten geführt hat.

Danach sahen wir diese westliche Medienkampagne mit lächerlichen Zahlen, im Grunde genommen sollte damit der Krieg gerechtfertigt werden. Aber die iranische Regierung veröffentlichte die Zahl der Opfer und die Namen jeder einzelnen Person zusammen mit ihren Identitätsangaben. Im Allgemeinen ignorierten die westlichen Medien dies, sie hatten auch keine Antwort darauf. Aber die USA und der Westen sind nicht in der Lage, alternative Zahlen zu liefern, weil sie diese einfach erfinden.

Kürzlich prahlte US-Finanzminister Scott Bessent öffentlich mit einem finanziellen Angriff auf die iranische Währung, der zu einer starken Abwertung des Rial geführt habe. Abgesehen von diesem mutmaßlichen „Finanzangriff”: Haben die neuen Sanktionen, die die USA und die EU über die UNO im Rahmen des Snapback-Mechanismus im Zusammenhang mit dem Ende der JCPOA-Verhandlungen seit Oktober verhängt haben, irgendwelche Auswirkungen gehabt und den Außenhandel für den Iran noch schwieriger gemacht? Wie sehr hat der vom Westen verhängte Wirtschaftskrieg der iranischen Wirtschaft geschadet?

Der Snapback-Mechanismus scheiterte vor allem daran, dass Russland und China sich weigerten, ihn anzuerkennen. Die USA und die Europäer koordinieren sich untereinander und auch mit bestimmten Ländern in der Region, um Druck auf andere Akteure, andere Länder auszuüben. Wir haben also jahrzehntelange Sanktionen und Sanktionen mit maximalem Druck, die gibt es auch schon seit Jahren.

Aber dies war eine koordinierte Maßnahme, um die Währung plötzlich abstürzen zu lassen mit dem Ziel, gewalttätige Unruhen auszulösen und anzufachen. Wie ich bereits sagte, verhielten sich Demonstranten während dieser Unruhen wie ISIS [Islamischer Staat]. Sie verbrannten 15 Menschen bei lebendigem Leib. Sie zerstörten Hunderte von Banken. Innerhalb von 48 Stunden zerstörten sie buchstäblich Hunderte sehr kostspielige Krankenwagen und Feuerwehrautos, öffentliche Busse, Hunderte von Bildungszentren und Bibliotheken sowie Hunderte von Moscheen. Es war außergewöhnlich, wie schnell und wie gut ausgebildet sie waren, um diese Operation durchzuführen.

Warum bestehen die USA darauf, die Islamische Revolutionsregierung nach fast 50 Jahren stürzen zu wollen, obwohl sie bisher dabei gescheitert sind?

Tatsächlich gibt es zwei Gründe. Der eine ist, dass der Iran nach der Revolution sowohl vom westlichen als auch vom östlichen Block unabhängig wurde, und diese Unabhängigkeit gefiel weder dem von den USA angeführten Block noch der Sowjetunion und ihrem Block. Deshalb kooperierten sie gemeinsam gegen das Land. Nach dem Fall der Sowjetunion setzten die USA ihre Feindseligkeiten gegenüber dem Iran fort. Ein weiterer wichtiger Grund für ihre Feindseligkeit ist die Unterstützung des Iran für Befreiungsbewegungen auf der ganzen Welt gewesen, sei es in Südafrika, Lateinamerika oder natürlich Palästina. Die Befreiungsbewegung, die den US-Amerikanern am meisten zu schaffen macht, ist die des palästinensischen Volkes.

Sowohl westliche Regierungen als auch Medien haben den Sohn des ehemaligen Schahs Reza Pahlavi als „Option” für eine eventuelle Operation zum Regime Change propagiert. Herr Pahlavi ist seit der Revolution nicht mehr im Iran. Wie beliebt ist er heute im Land?

Er ist bei den Iranern nicht beliebt. Er hat in den letzten 50 Jahren nie im Land gelebt. Sein Vater und sein Großvater waren extrem korrupt, und sein Vater gründete die gefürchtete Geheimpolizei SAVAK. Als die Revolution stattfand, stahlen sie Milliarden von Dollar und brachten sie ins Ausland.

Heute ist er regelmäßig mit Netanjahu zu sehen und ruft die Israelis und Amerikaner dazu auf, den Iran zu bombardieren. Es liegt auf der Hand, dass eine solche Person keine Unterstützung in der Bevölkerung findet.

Er ist auch eine etwas lächerliche Figur, und seine Familie hat viele Probleme, über die sich normale Iraner ständig lustig machen. Daher hat er keine Legitimität und keine Unterstützung in der Bevölkerung. Er ist nur ein Werkzeug des Imperiums, um seine Ressourcen gegen das Land zu mobilisieren.

Welche Rolle spielen die strategischen Partner des Iran, China und Russland, in den letzten angespannten Wochen der Angriffe durch die USA und Israel? Unterstützen sie den Iran wirtschaftlich oder militärisch? Inwieweit kann ein Angriff auf den Iran zum jetzigen Zeitpunkt als Angriff auf die BRICS-Staaten interpretiert werden?

Die Russen, Chinesen und Iraner arbeiten eng zusammen. Sie unterhalten umfangreiche Handels- und Geschäftsbeziehungen. Sie leisten keine Unterstützung in dem Sinn, dass sie dem Iran etwas kostenlos zur Verfügung stellen. Der Iran kauft das, was er braucht, von Russland und China, zu einem großen Teil vor allem von Russland. Die Zusammenarbeit ist sehr eng. Russland kauft ebenfalls, was es braucht, von den Iranern – sowohl militärische als auch zivile Güter. Handelswege zwischen den drei Ländern werden ebenfalls ausgebaut, wie der Nord-Süd-Korridor zwischen Iran und Russland und die Neue Seidenstraße mit China. All dies schreitet voran.

Die Beziehungen zu Russland haben sich in mancher Hinsicht schneller entwickelt, da beide Länder umfassenden Sanktionen unterliegen, und das erleichtert die Zusammenarbeit. Aber aufgrund des Gewichts Chinas sind die Beziehungen zu China ganz offensichtlich sehr wichtig.

Und ja, es besteht kein Zweifel daran, dass ein Angriff auf den Iran ein Angriff auf die BRICS ist. Es ist ein Angriff auf eine multipolare Welt. Die USA versuchen verzweifelt, ihr Imperium zu erhalten.

Eine häufige Kritik am Iran aus progressiven und antiimperialistischen Kreisen in Lateinamerika besteht darin, das Land als sogenannte „Theokratie“ zu bezeichnen, da das Staatsoberhaupt der Oberste Führer, ein Ayatollah ist. Gleichzeitig gibt es im Iran demokratische Wahlen sowohl für den Präsidenten – mit einem Wechsel verschiedener politischer Orientierungen – als auch für das Parlament. Wie würden Sie das iranische politische System charakterisieren?

Ich denke, dass die Linke in Lateinamerika oft von westlichen Narrativen beeinflusst ist. Und deshalb irren sie sich in Bezug auf den Iran sehr. Der Iran ist eine Islamische Republik und daher keine Theokratie, sondern eine islamische Demokratie. Alle Demokratien haben ihre Begrenzungen, und die islamische Demokratie hat sie auch. Ich halte westliche Länder natürlich nicht für demokratisch. Und ich denke, seit Epstein ist sehr deutlich geworden, dass der Westen von der „Epstein-Klasse“ regiert wird – und Demokratie nur eine Fassade ist.

Aber im Iran wird der Oberste Führer selbst von einem Expertenrat gewählt. Und er kann vom Expertenrat abgesetzt werden. Wir haben den Präsidenten und das Parlament, die vom Volk gewählt werden, und wir haben Lokalwahlen für Städte und Gemeinden.

Es ist kein Utopia, aber der Iran ist viel offener und demokratischer als die Verbündeten der USA in unserer Region. Und wie ich bereits sagte, hat sich der Westen als das entlarvt, was er wirklich ist, insbesondere seit Epstein.

Die Revolution im Iran begeht ihr 47-jähriges Bestehen. Sie ist seit dem ersten Tag der Volksbewegung, die zur Revolution führte, von den USA ins Visier genommen worden und hat eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit gezeigt. Nehmen wir zum Beispiel die Entwicklung der Wissenschaft, wo der Iran trotz der harten Sanktionen des Westens viele wichtige Erfolge erzielt hat (Pharmazeutika, Militär, Atomprogramm usw.). Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Errungenschaften der Revolution für die iranische Bevölkerung nach fast einem halben Jahrhundert des Widerstands und der Bemühungen, einen souveränen Weg für ihr Land zu gehen?

Der Iran hat unter den härtesten Sanktionen und dem Krieg, den die USA und der Westen dem Land durch Saddam Hussein und in jüngerer Zeit durch Israel aufgezwungen haben, und trotz des Terrorismus, den der Westen dem Land auferlegt hat, viel erreicht.

Wir sehen, dass das Land große Fortschritte in Bereichen der Hochtechnologie gemacht hat, und ich denke, seine Verteidigungsfähigkeiten spiegeln dies wider. Die Tatsache, dass der Iran sich gegen die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels verteidigen und sie zum Rückzug zwingen konnte, zeigt meiner Meinung nach die weitreichenden Fähigkeiten des Iran als technologisch fortschrittliches Land.

Die allgemeine Bildung im Iran, die insbesondere für Frauen vor der Revolution sehr niedrig war, gehört heute weltweit zu den höchsten, sowohl auf Schul- als auch auf Universitätsebene. Und wenn es keine Sanktionen gäbe, läge der Iran heute wahrscheinlich vor den meisten der weiter entwickelten Länder im Globalen Süden und sogar vor vielen Ländern im Westen. Unter den Bedingungen von Krieg, Terrorismus und Sanktionen hat der Iran dies erreicht.

Ich denke daher, dass die kommenden Jahre mit dem Aufstieg der BRICS und dem Niedergang des westlichen Imperiums für die Iraner einfacher sein werden, um sich weiterzuentwickeln. Und wir hoffen, dass wir die Möglichkeit haben werden, die Missstände zu beheben, die wir heute aufgrund der Feindseligkeit globaler Mächte haben.

Der Beitrag erschien im Original im brasilianischen Onlineportal Brasil de Fato. Übersetzung aus dem Englischen von Marta Andujo.

Titelbild: Yau Ming Low / Shutterstock


[«*] Ergänzung durch die Redaktion der NachDenkSeiten: Nach Angaben eines Mitarbeiters des Außenministeriums des Oman sowie Aussagen des iranischen Außenministers Abbas Araghchi (siehe auch NachDenkSeiten O-Töne Nr. 76) existierte am 26. Februar 2026 ein unterschriftsreifes Abkommen zwischen dem Iran und den USA. Trotzdem griffen zwei Tage später Israel und die USA den Iran militärisch an.

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Enthüllt: Das 3-Milliarden-Dollar-Netzwerk der Linksradikalen hinter den “No Kings”-Protesten

30. März 2026 um 09:00

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Was vom linken Mainstream als “demokratischer Protest” verkauft wird, ist in Wahrheit der generalstabsmäßig geplante Versuch eines kommunistischen Umsturzes. Eine neue Untersuchung von Fox News deckt auf: Hinter den landesweiten “No Kings”-Demos in den USA steckt ein gigantisches, radikales Netzwerk aus rund 500 Gruppen. Ihr Budget für den politischen Umsturz beträgt unfassbare 3 Milliarden Dollar.

Als am Wochenende Zehntausende unter dem globalistischen Banner der “No Kings” auf die Straße gingen, jubelten die Mainstream-Medien über ein “Zeichen für die Demokratie”. Doch mit der Realität haben diese Berichte nichts zu tun. Es geht nicht um Demokratie, sondern um den nackten Kommunismus. Eine brisante Untersuchung von Fox News Digital zeigt jetzt das wahre Gesicht der Proteste: finanziert von linken Milliardären und gesteuert von radikalen Marxisten, die offen den Systemumsturz fordern.

Finanziell sind diese Linksextremisten gut aufgestellt. Die Spur des Geldes führt ganz nach oben. Laut den offiziellen Genehmigungen für den Hauptmarsch in St. Paul (Minnesota) ist die Gruppe Indivisible der Hauptorganisator. Eine bestens finanzierte linke Lobby-Organisation, die – wenig überraschend – vom umstrittenen Milliardär George Soros unterstützt wird. Doch es wird noch interessanter: Eine Schlüsselrolle spielt ein Netzwerk aus radikalen sozialistischen und kommunistischen Organisationen, die von Neville Roy Singham finanziert werden. Singham ist ein amerikanischer Tech-Milliardär und bekennender Kommunist, der ausgerechnet im kommunistischen China lebt.

Seit fast einem Jahrzehnt pumpt Singham sein Vermögen in ein Geflecht aus Aktivisten-Gruppen, die eine sozialistische Politik in den Vereinigten Staaten vorantreiben. Dazu gehören das People’s Forum in New York, die Party for Socialism and Liberation (PSL), die ANSWER Coalition und CodePink. Nicht zu vergessen: Die Mitbegründerin von CodePink, Jodie Evans, ist mit Singham verheiratet.

Diese Gruppen machen kein Hehl aus ihren wahren Absichten. In Minneapolis beluden Aktivisten der PSL ihre Autos mit knallroten Protestschildern, mit der Aufschrift: “NO KINGS. NO WAR. PARTY FOR SOCIALISM AND LIBERATION”. In Grand Rapids (Michigan) rief die Freedom Road Socialist Organization ihre Anhänger auf, sich als “Anti-Trump-Kontingent” zu formieren. Genau diese Gruppe fiel in der Vergangenheit bereits durch aggressive Demos auf und postete auf Instagram das berüchtigte umgedrehte rote Dreieck – ein Symbol, das die Terrororganisation Hamas nutzt, um ihre Angriffsziele in Israel zu markieren.

In internen Nachrichten der Netzwerke wird Klartext geredet: “Die Menschen werden immer empfänglicher für eine Revolution. Jetzt ist nicht die Zeit, an der Seitenlinie zu sitzen. Es ist an der Zeit, unsere revolutionäre Botschaft unter die Leute zu bringen.” In Denver teilten Aktivisten der gleichen Gruppe sogar Bilder des Chors der Roten Armee, sowjetische Symbolik und huldigten historischen kommunistischen Massenmördern wie Josef Stalin und Mao Zedong.

Warum machen sich diese Hardcore-Kommunisten diese “No Kings”-Proteste für ihre Zwecke zunutze? Experten warnen: Es ist eine gezielte Strategie, die direkt auf der Doktrin von Mao Zedong basiert – dem sogenannten “Volkskrieg”. Die Radikalen nutzen die riesigen Menschenmengen und die unkritische Berichterstattung der Mainstream-Medien, um ihre extremistische Ideologie in die Mitte der Gesellschaft zu tragen, neue Mitglieder zu rekrutieren und gewöhnliche Bürger zu radikalisieren.

Und natürlich darf die abgehobene Hollywood-Elite bei diesem linken Spektakel nicht fehlen. Die Gruppe CodePink, die in den letzten Wochen offen den venezolanischen Diktator Nicolás Maduro, den iranischen Ayatollah und Chinas Machthaber Xi Jinping verteidigte, bekommt prominente Unterstützung: Schauspielerin Jane Fonda marschierte nämlich Seite an Seite mit den Linksextremisten und Terrorverherrlichern.

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Welches Szenario nach den Ungarn-Wahlen am 12. April kommen dürfte

25. März 2026 um 05:00

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Die Wahlen in Ungarn am 12. April sind nicht nur für Ungarn wichtig, sondern schicksalhaft für die EU und sogar darüber hinaus. In diesem Artikel werde ich zunächst erklären, warum das so ist, danach werde ich auf die Umfragen in Ungarn eingehen, was sich bei der Recherche für diesen Artikel als sehr interessant erwiesen hat, […]
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Trump: „Wir haben alles eliminiert, wir haben ihre Führer eliminiert“

24. März 2026 um 09:20

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Donald Trump scheint in der Falle zu stecken und würde gerne aus dem Krieg austreten. Er spricht von guten Gesprächen mit den Iranern, die das aber zurückweisen und mit weiteren Raketen- und Drohnenangriffen harte Forderungen äußern, die einen Trump-Deal ausschließen.

Der Beitrag Trump: „Wir haben alles eliminiert, wir haben ihre Führer eliminiert“ erschien zuerst auf .

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Menschen sind keine Marionetten | Von Andreas Peglau

23. März 2026 um 14:59

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Menschen sind keine Marionetten | Von Andreas Peglau

Eine Utopie, die über Karl Marx hinausgeht – und deren Verwirklichung heute Abend beginnen kann

Ein Meinungsbeitrag von Andreas Peglau.

Wenn wir mit guten Anlagen auf die Welt kommen, müssen wir nur eines tun: dafür sorgen, dass sich diese Anlagen entfalten. Dann werden wir unweigerlich ein diesen Anlagen gemäßes, also ebenfalls gutes, Gemeinwesen errichten. Wer und was sollten uns dann noch daran hindern?

Es gibt, trotz all ihrer Defizite, keine umfassendere und gründlicher ausgearbeitete Gesellschaftsauffassung als die auf Friedrich Engels und Karl Marx zurückgehende. Sie enthält den detaillierten Nachweis, dass Ausbeuterordnungen wie die kapitalistische zutiefst ungerecht, inhuman und notwendigerweise undemokratisch sind. Seit um 1990 das von der Sowjetunion geführte sozialistische Weltsystem zu Grabe getragen wurde, gelten „linke“, nichtkapitalistische Gesellschaftsentwürfe dennoch zumeist als erledigt. Mein Vorschlag ist, sie stattdessen ganzheitlich zu vervollständigen und grundlegend zu revidieren.

Davon, wie eine bessere Gesellschaft zu erlangen und zu gestalten sei, hatten Marx und Engels nur recht allgemeine, unausgegorene Vorstellungen. Im Glauben an ein vermeintliches Primat der Ökonomie bekämpften sie jede davon abweichende Sichtweise. Während ihre Lehre immer „ökonomistischer“ wurde, verschwand in ihr das, was das Wesenhafteste am Menschen ist: die Psyche.

In dem Beitrag Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten, (1) habe ich diesen Sachverhalt 2024 ausführlich dargelegt. Im nun vorliegenden Text nehme ich den Faden noch einmal auf: Wie kommen wir zu einer menschenwürdigen Gesellschaftsordnung?

Ich teile die Hoffnung von Marx und Engels auf ein weltumspannendes, klassenloses Gemeinwesen, in dem „die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ und in der gilt: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“. (2) Doch dahin zu gelangen ist nur möglich, wenn endlich erforscht und einbezogen wird, was genau ein freies Individuum auszeichnet, welche einzelnen Bedingungen es benötigt, um frei zu sein, über welche Fähigkeiten Menschen verfügen und welche – gesunden! – Bedürfnisse sie motivieren. 

Das Fundament

Dass die antipsychologische Haltung von Marx und Engels (3) im „realen Sozialismus“ nie konsequent hinterfragt wurde, trug maßgeblich zu dessen Scheitern bei. Noch heute wollen Marxisten (4) zumeist „den Menschen“ befreien ohne sich zu fragen, wer der Mensch überhaupt ist, beabsichtigen sie, eine Gesellschaft zu erbauen, ohne sich um deren Fundament zu scheren.

Was ist dieses Fundament? Eben keine angeblich unabhängig vom Menschen waltenden „ökonomischen Naturgesetze“, (5) wie sie Marx zu erblicken glaubte. Solche Gesetze existieren nicht. Wirtschaft wird nicht von außermenschlichen Wesenheiten gemacht, sondern von realen, konkreten Individuen. (6) Und genau diese sind das Fundament jeglicher Gesellschaft. (7)

Die Bezeichnung „Individuen“ weist darauf hin, dass jeder und jede von ihnen einmalig und einzigartig ist. Doch ihre Gemeinsamkeiten verbinden sie. Dazu gehören nicht nur biologisch-anatomisch-physiologische Gegebenheiten. Sondern auch psychische Anlagen und Grundbedürfnisse. Erich Fromm vermerkte dazu: Selbst die volle Befriedigung jener „Bedürfnisse, die der Mensch mit dem Tier gemeinsam hat – Hunger, Durst und das Bedürfnis nach Schlaf und sexueller Befriedigung – […] gewährleistet noch nicht die geistige und seelische Gesundheit. Diese hängt von der Befriedigung jener Bedürfnisse und Leidenschaften ab, die spezifisch menschlich sind“. (8)

Es ist heute eine weitgehend akzeptierte These, für sämtliche Vertreter des seit mindestens 300.000 Jahren existierenden Homo sapiens (9) eine „psychische Einheit“, also im Prinzip gleichartige seelisch-geistige Anlagen und Strukturen anzunehmen. „Ein Mensch, der von Elefantenjagd oder Sammeln von Lotusknospen lebt, kann“, schreiben der Anthropologe David Graeber und der Archäologe David Wengrow, „genauso analytisch, kritisch, skeptisch und einfallsreich sein […], wie jemand, der sein Geld als Kraftfahrer oder Wirt verdient oder einen universitären Fachbereich leitet“. (10)

Nur aus möglichst exakter Kenntnis dieser Gemeinsamkeiten ließe sich ableiten, welche sozialen Strukturen die für Menschen angemessenen sind. Ein tauglicher Gesellschaftsentwurf braucht ein reales, wissenschaftlich fundiertes Menschenbild als Grundlage. (11)

Einen solchen Entwurf gibt es nicht. Das liegt nicht mehr daran, dass zu wenig Wissen vorliegt. Sondern, dass dieses von vielen Menschen, Völkern und aus vielen Zeitaltern stammende interdisziplinäre Wissen nicht zusammengeführt wird.

Geniale Querdenker

Wie kommen wir auf die Welt, dumm und asozial? Ganz im Gegenteil. In der Säuglingsforschung häufen sich Belege dafür, „dass das kindliche Gehirn zu Beginn des Lebens für die Verarbeitung einer größtmöglichen Vielfalt von Reizklassen ausgestattet“ und der Mensch „ein von Geburt an lernfähiges, in Interaktion stehendes Individuum“ ist. (12)

Eine 1968 mit 1600 Kindern begonnene Langzeitstudie unterstrich diesen Sachverhalt – und zeigte zugleich, wie es weitergeht mit unserem geistigen Vermögen. Im Fokus der Studie stand „Genialität“ – verstanden als Fähigkeit, auf eine einzige Frage viele verschiedene, auch widersprüchliche Antworten zu finden, nicht linear und eindimensional, sondern schöpferisch, vernetzt zu denken, man könnte auch sagen: quer zu denken. Als auf diese Weise „genial“ konnten im Alter von drei bis fünf Jahren 98 Prozent der getesteten Kinder eingestuft werden. Schon fünf Jahre später, im Alter von acht bis zehn Jahren, war ihr Anteil auf 32 Prozent gefallen. Weitere fünf Jahre danach gab es unter den nun 13–15-Jährigen nur noch zehn Prozent „Genies“. Das lag immerhin klar über den Resultaten einer Kontrollgruppe von 200.000, mindestens 25 Jahre alten Erwachsenen: Gerade einmal zwei Prozent von ihnen hatten sich ihre „Genialität“ bewahrt. (13)

Das übliche „Hineinwachsen“ in die üblichen Sozialstrukturen erweitert also die Möglichkeiten individueller (und gesellschaftlicher!) Entwicklung in erster Linie nicht, sondern schränkt sie vor allem massiv ein. (14) Wir erleiden einen dramatischen Verlust an intellektuellen Potenzen und kreativen Gestaltungsmöglichkeiten, damit auch an gesundem Selbstvertrauen.

Und wie steht es mit der Fähigkeit und Bereitschaft zu sozialem Fühlen, Denken und Handeln: Muss sie uns erst beigebracht werden? Davon kann ebenfalls keine Rede sein. Schon vor der Geburt interagieren wir mit unseren Müttern. (15) Auf die Welt gekommen, stellen wir uns mit allen Sinnen auf sie ein, wollen sie riechen, noch immer ihren Herzschlag und ihre Stimme hören, brauchen Blick- und Hautkontakt zu ihnen, reagieren intensiv auf ihren emotionalen Zustand, sind ebenso beziehungsbedürftig wie beziehungsfähig. (16) Drei Monate alte Säuglinge „zeigen Mitgefühl“, können „zwischen gutem und bösem Verhalten unterscheiden“. (17) Kleine Kinder verfügen über Gerechtigkeitssinn, (18) „trösten andere bei Kummer“, (19) sind in der Lage, „Ziele gemeinsam mit anderen zu entwickeln“ und motiviert, „anderen zu helfen und mit ihnen zu teilen“. (20) Untersuchungen verschiedener Wissenschaftsrichtungen stützen diese Befunde. (21)

Falsch ist deshalb auch die Vorstellung von Marx und Engels, wir seien, was das Geistig-Seelische betrifft, leere Blätter, auf welche die Gesellschaft irgendwie ihren Text schreibt, hohle Gefäße, die von den Maximen der Wirtschaft abgefüllt werden. (22)

Der gute Kern … 

Wir kommen also nicht nur „genial“ auf die Welt, sondern auch gut: Menschen sind von ihren Anlagen her sensible, kontaktfreudige, mitfühlende, liebevolle, liebenswerte, neugierige, wissbegierige, kreative, prosoziale Wesen. Wir besitzen eine Art „guten Kern“. (23) Dabei handelt es sich nicht um etwas Passives, das erst wie Dornröschen aus dem Tiefschlaf geküsst werden müsste.

Unsere Anlagen streben aktiv und energisch danach, sich zu verwirklichen. (25) Wie die Wurzeln von Bäumen nach Wasser und Nährstoffen, ihre Blätter nach Licht suchen, (25) suchen unsere Potentiale nach Entfaltungsmöglichkeiten. Wir wollen unserer inneren Natur gemäß leben, mit uns selbst, anderen Menschen und der äußeren Natur angemessen umgehen, unvermeidbare Konflikte konstruktiv lösen. Gelingt das, macht es uns friedlich, zufrieden, (26) vielleicht glücklich, dient zugleich der Selbst- und Arterhaltung.

… wird verschüttet … 

Doch seit mehreren Jahrtausenden wird der gute Kern zunehmend durch oft als „patriarchalisch“ bezeichnete Sozialstrukturen (27) unterdrückt, werden die psychisch recht heil auf die Welt kommenden Menschen (28) so kaputt gemacht, dass sie zu diesen Strukturen passen. (29) Deren hierarchischer Aufbau, die Spaltung in machtvolle Herrscher und entmächtigte Untertanen, spiegeln sich in den Individuen wider: Ihre seelischen Anlagen werden zu Machtgier und Unterwürfigkeit, zum „autoritären Charakter“ verzerrt, der nach oben buckelt und – wenn er kann – nach unten tritt. (30)

Das geht einher mit Gehirnwäsche und Gefühlsunterdrückung. Die Herrschenden meinen, ihre Herrschaft sei notwendig und berechtigt. Damit die Untertanen diesen Unfug akzeptieren, müssen deren geistige und seelische Kompetenzen sowie deren emotionale Sensibilität frühzeitig beschnitten werden. Kinder, so beschrieb es Wilhelm Reich 1933, durchliefen daher zunächst „den autoritären Miniaturstaat der Familie, […] um später dem allgemeinen gesellschaftlichen Rahmen einordnungsfähig zu sein. Dies mache sie „ängstlich, scheu, autoritätsfürchtig, im bürgerlichen Sinne brav und erziehbar“. (31) Wer diesen Prozess durchlitten hat, erinnert sich kaum noch daran, dass er zu Selbstbestimmtheit fähig ist, glaubt (Ver-)Führer zu benötigen, die ihm sagen wo‘s langgeht, hat, wie es Erich Fromm nannte, „Furcht vor der Freiheit“. (32)

Weil die dabei entstehende gesunde Wut auf drangsalierende Autoritäten sich nicht offen zeigen kann – wer darf schon Vater, Mutter, Lehrern, später Chefs gegen‘s Schienenbein treten –, staut sie sich allmählich an zu zerstörerischem Hass. Die meisten Erwachsenen sind, ohne es zu wissen, psychosoziale Zeitbomben, somit unbewusst empfänglich für Kriegshetze und verwendbar für Kriegsführung. Wilhelm Reich formulierte es so: Dass der psychisch deformierte Mensch entgegen seinen Lebensinteressen „handelt, fühlt und denkt“, bilde „ein wesentliches Stück der massenpsychologischen Grundlage desjenigen Krieges (…), der von einigen wenigen aus imperialistischen Interessen insceniert wird“. (33) 

… und bleibt lebendig

Allerdings gibt es inzwischen eine Vielzahl von Menschen, die diese Schädigungen bei sich erkennen und auf verschiedene Weise, nicht zuletzt psychotherapeutisch, daran arbeiten, sie loszuwerden. Unser verschütteter Kern bleibt lebendig, kann lebenslang freigelegt werden. Es ist nicht möglich, sämtliche uns zugefügte Störungen restlos auszuheilen. Doch wir können uns dem Zustand seelischer Gesundheit wieder deutlich annähern.

Und: Jedes Neugeborene bringt das Potential für einen Neuanfang mit auf die Welt. Auch wenn sich in Gesellschaften wie der unsrigen dieses Potential nicht unbeschadet durchs Aufwachsen hindurch retten lässt: Kinder sind im Vergleich zu Erwachsenen nicht nur die intelligenteren, sondern auch die besseren Menschen. Dürften die gegenwärtig Fünf- bis Zehnjährigen darüber abstimmen und entscheiden, ob das in der BRD erwirtschaftete Geld weiter hochgradig für Aufrüstung, Kriegshetze und Kriegsvorbereitung ausgegeben werden soll oder für ein konstruktives, friedliches, verständnis-, im Idealfall liebevolles Zusammenwirken in Familie, Kindergarten, Schule, Beruf, Gesellschaft und zwischen den Völkern: Wir wären umgehend gerettet vor der hausgemachten Kriegsgefahr.

Die Erwachsenen jedoch wählen heute wieder einmal mehrheitlich kriegsgeile Regierungsparteien. In der Bibel wird Jesus der Satz in den Mund gelegt: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nie ins Himmelreich kommen.“ (34) Aktualisiert muss es wohl heißen: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr umkommen.“

(K)eine einfache Lösung 

Das von mir skizzierte Menschenbild ermöglicht einen vielleicht überraschenden aber logischen Schluss. Wenn wir diese guten Anlagen besitzen, müssen wir im Grunde nur eines tun: dafür sorgen, dass sie sich entfalten können.Schaffen wir das, werden wir unweigerlich ein diesen Anlagen gemäßes – also ebenfalls gutes – Gemeinwesen errichten. Wer und was sollten uns dann noch daran hindern?

Das bedeutet nicht, dass der Weg dorthin leicht sein wird.

Festzuhalten ist: Es geht hier um einen gänzlich anderen Ansatz als um die Erwartung, Fortschritt entstünde durchs Wirken „ökonomischer Naturgesetze“, die nur erkannt und beachtet werden müssten.

Begründete Hoffnung auf die Realisierbarkeit eines derartigen Gemeinwesens lässt sich stattdessen aus der Menschheitsgeschichte schöpfen.

1848 findet sich zu Beginn des Kommunistischen Manifestes der Satz: „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.“ (35) Als Engels diese Schrift 1888 wieder herausgab, lagen neue Funde zur Anthropogenese vor. Nun versah er den Satz mit der lapidaren Fußnote: „Das heißt, genau gesprochen, die schriftlich überlieferte Geschichte“. (36) Auch nach damaligem Kenntnisstand war das eine extreme Einschränkung. Heute wissen wir, dass die Anfänge von Schrift etwa 5.300 Jahren zurückreichen. (37) Für die Menschwerdung werden zumeist sechs Millionen Jahre veranschlagt. Nach Engels‘ Diktum hieße das: Klassen kämpften in weniger als 0,01 Prozent der Menschheitsentwicklung miteinander. Oder, wenn wir die 300.000 Jahre des Homo sapiens zugrunde legen: in weniger als zwei Prozent von dessen Existenz. (38)

Tatsächlich erbrachten archäologische und anthropologische Forschungen für fast die gesamte Menschwerdung keine Hinweise auf das Vorhandensein von institutionalisierter Unterdrückung, Ausbeutung, Staaten, Klassen oder Krieg. Im Gegensatz zur menschlichen Psyche ist all das – zeitlich betrachtet – absolut marginal.

Es liegen zwar auch für die Urzeit Indizien vor für zwischenmenschliche Gewalttaten; die früheste wird auf ein Alter von circa 430.000 Jahren datiert. (39) Doch nachdem der Archäologe Harald Meller, der Historiker Kai Michel und der Evolutionsbiologe Carel van Schaik die gesamten drei Millionen Jahre seit Aufkommen der Gattung Homo durchforstet, „dabei keine bedeutende Spur […] ausgelassen haben“, bilanzieren sie:

„Es gibt nicht einmal eine Handvoll Belege für die absichtliche Tötung von Menschen.“ (40)

Selbst wenn es sich bei diesen Tötungen um Morde gehandelt haben sollte, was in Ermangelung von Augenzeugenberichten nie zu klären ist: Ein Mord ist kein Krieg. Harald Meller und seine Co-Autoren merken zudem an: 

„Sucht man nach prähistorischen Belegen für Krieg, Mord und Totschlag, entdeckt man stattdessen Indizien von Pflege und Fürsorge. Der paläoarchäologische Befund bezeugt: Die Menschen haben sich gegenseitig geholfen und unterstützt, ansonsten wären viele Verletzungen einem Todesurteil gleichgekommen.“

Als Beispiel führen sie einen, ebenfalls vor circa 430.000 Jahren verstorbenen Neandertaler an, der „an einer ganzen Reihe von degenerativen Krankheiten, Traumata, einer Verkürzung des rechten Armes und wohl Blindheit des linken Auges sowie massiver Schwerhörigkeit“ litt, dennoch ein Alter von „vierzig bis fünfzig Jahren“ erreichte – was nur bei „tägliche[r] Unterstützung“ seiner Gruppe inklusive Wundbehandlung denkbar war. (41) Erst vor circa 7.000 Jahren entstanden Massengräber, die von Fachleuten weitgehend übereinstimmend als Beleg kriegerischer Massaker eingestuft werden. (42) Die Bildung von Staaten setzte vor rund 6.000 Jahren ein. (43)

Friedlich und solidarisch miteinander umzugehen, scheint also die anthropogenetische Normalität zu sein.

Grenzen bürgerlicher Ordnung

Die Veränderungen, die nötig sind, damit sich diese Normalität wieder einstellt, durchziehen sämtliche Lebensbereiche: Familie, Schule, Beruf, Partnerschaft, Sexualität, Kunst, Kultur, Politik, Ökonomie, Ökologie … Das stößt früher oder später an die Grenzen bürgerlicher Ordnung. (44) Kapitalismus (45) braucht autoritär strukturierte, in Selbstwert, Beziehungs- und Solidarisierungsfähigkeit gestörte Untertanen, die sich verdummen, ausbeuten, entzweien, unterdrücken und in Eroberungskriege schicken lassen.

Die dafür benötigten seelischen Deformationen werden massenhaft hergestellt, systematisch herbeisozialisiert. (46) In der BRD kommt heute fast jedes dritte Kind fremdbestimmt, per Kaiserschnitt zur Welt: mehr als eine Verdopplung seit 1993. (47) „Andere entscheiden über dich“ wird damit bereits zum Begrüßungsmotto und Vorgeschmack aufs Kommende: normgerechtes Sich-Unterordnen unter Eltern, Erzieher, Lehrer, Chefs, Ärzte, staatliche Institutionen, Regierung und Profitinteressen. Damit sich menschliche Potentiale umfassend verwirklichen können, ist die Umwälzung kapitalistischer Macht- und Eigentumsverhältnisse unverzichtbar.

Ökonomie reicht nie

Doch so wesentlich das ist: Wie die vom Terrorregime Josef Stalins frühzeitig kontaminierte Geschichte des „realen Sozialismus“ und schließlich dessen Zusammenbruch belegen, genügt es nicht als Grundlage einer gesunden Gesellschaft.

Marx glaubte, das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen, der gesellschaftliche „Überbau“ würde schon irgendwie hinterherkommen, wenn erst mal die wirtschaftliche „Basis“ umgewälzt ist. (48)

Genauso wurde es im „realen Sozialismus“ gehandhabt – mit dem bekanntem Misserfolg, dass sich 1990, mehr als 40 Jahre nach DDR-Gründung, die meisten ihrer Einwohner noch immer als kompatibel mit der kapitalistischen BRD empfanden. Bei der Volkskammerwahl am 18. März 1990 gab es eine Beteiligung von 94 Prozent. Über 47 Prozent wählten die CDU-geführte „Allianz für Deutschland“, die für schnellstmögliche DDR-Auflösung stand. Nur 16 Prozent erhielt dagegen die PDS, die einzige Partei, die keine baldige „Wiedervereinigung“ wollte, geschweige denn einen Anschluss, wie er am 3. Oktober 1990 exekutiert wurde. (49)

Menschliche und gesellschaftliche Strukturen

Bereits 56 Jahre zuvor hatte Wilhelm Reich in der Massenpsychologie des Faschismus auf den Zusammenhang hingewiesen, der dann im „realen Sozialismus“ ignoriert wurde:

„Versucht man die Struktur der Menschen allein zu ändern, so widerstrebt die Gesellschaft. Versucht man die Gesellschaft allein zu ändern, so widerstreben die Menschen. Das zeigt, dass keines für sich allein verändert werden kann.“ (50)

Neuerungen im Äußeren genügen ebenso wenig wie Wandlungen im Inneren – beides ist vonnöten und kann nicht losgelöst voneinander verwirklicht werden. Eine klare Absage sowohl an Ökonomismus wie auch an Psychologismus.

Ich konkretisiere es heute so für mich: Wenn Menschen ihre herbeisozialisierten Störungen bearbeiten, lindern, ausheilen, werden sie gesünder als es die Masse der Bevölkerung ist und als es die Normen der Gesellschaft vorsehen. Dadurch lösen sie bei anderen Verunsicherungen aus oder aggressive Abwehr. Kommen sie und ihre unangepassten Haltungen zu Bekanntheit, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Machtapparat gegen sie wendet. Sollten sie ihre Sichtweisen dennoch weiterhin verbreiten, droht ihnen Verfolgung, im schlimmsten Fall Vernichtung.

Ein Prinzip, das Wilhelm Reich nicht nur selbst erlitten, (51) sondern auch metaphorisch an der Legende von Jesus Christus illustriert hat. Jesus wurde – so Reichs Interpretation – gekreuzigt, weil die anderen seine Ehrlichkeit, Offenheit, Emotionalität, Weisheit und seine Kritik nicht ertrugen. (52) Das hat seine Entsprechung in der verbreiteten Erziehungspraxis. Da Normalneurotiker die bei ihnen selbst längst verdrängte Lebendigkeit, Emotionalität, Spontanität, Kreativität, Wissbegier schwer ertragen, behindern oder unterdrücken sie all das auch bei Kindern. In einer kranken Gesellschaft (53) kann niemand auf Dauer gesund bleiben.

Doch wie Reich erkannte, ist es ebenso zum Scheitern verurteilt, eine frühere Gesellschaft überwinden zu wollen ohne zu berücksichtigen, dass sie in den Individuen fortlebt. Diese Individuen waren ja diese Gesellschaft, haben sie getragen und mitgestaltet; von Kindesbeinen an wurden ihnen deren Normen, Haltungen, Werte eingetrichtert. Dadurch haben sich diese tief in der Psyche verankert. Umso mehr, wenn sie entlastende, haltgebende Orientierung bieten: „Ich mach ja nur, was mir gesagt wird. Alle anderen sind doch auch dieser Meinung, wie sollte ich es da infrage stellen.“ Obgleich ein solcher Halt neurotisch, letztlich selbstschädigend ist: Menschen wehren sich zumeist dagegen, ihn zu verlieren, wehren damit auch positive Veränderungen ab und behindern so das Entstehen besserer gesellschaftlicher Verhältnisse. Und sie geben per Erziehung, vielleicht gemildert, ihre unbewusst beibehaltenen Normen weiter an die nächste Generation.

In unser aller Interesse 

Wer kann diesen Teufelskreis durchbrechen? Menschen, die ihre erlittenen seelischen Deformierungen wahrnehmen und an ihnen arbeiten, nicht zuletzt in psychotherapeutischen Zusammenhängen. Und die zugleich – am besten gemeinsam – um politische, ökonomische, kulturelle, sexuelle, ökologische Lebensbedingungen kämpfen, welche ermöglichen, dass die Generationen ihrer Kinder, Enkel und Urenkel dieses Deformiert-Werden immer weniger, schließlich gar nicht mehr erleiden müssen.

Beides hängt ohnehin zusammen. Unsere Störungen als Fakt anzuerkennen und aufzuarbeiten macht uns fähiger zu konstruktiven Umwälzungen, privat wie gesellschaftlich, zum Aufbau guter und gleichberechtigter Partnerschaften, zum Genießen erfüllter Sexualität, zur Konfrontation mit lebensfeindlichen, kriegsverherrlichenden Normen in Schule, Beruf, Medien, Kirche, Politik und Staat, zur Suche nach Gleichgesinnten, mit denen sich dagegen Widerstand leisten lässt. Und es schafft bessere Voraussetzungen, um Kinder liebevoll, nicht-autoritär ins Leben zu begleiten.

Schon weil die individuelle Schuld an der Spitze der Machtpyramide um ein Vielfaches höher ist als an deren Basis, ist es schwer, die Herrschenden für solch tiefgreifende Veränderungen zu gewinnen: Sie müssen mit Verurteilung und Bestrafung, zumindest Entmachtung und Verachtung rechnen, sobald bessere Zeiten anbrechen. Objektiv betrachtet leben aber nicht nur die Unterdrückten unter unwürdigen Umständen, sondern auch die Unterdrücker: Menschen auszubeuten, zu verdummen, für massenhaftes Elend, rapide Umweltzerstörung und Kriege, für hunderttausende Tode verantwortlich zu sein, ist alles andere als anstrebenswert, läuft auf ein völlig verfehltes Leben hinaus, unabhängig davon, ob sich die Täter das bewusstmachen oder nicht. Wer möchte mit ihnen tauschen?

Doch selbst US-Präsidenten und andere Staatenlenker, die skrupellos den Mord an Einzelnen oder Massen befehlen, selbst Söldner, Glaubensfanatiker, Neofaschisten, die diese Morde dann begehen, die Andersdenkende massakrieren, sind vor wenigen Jahrzehnten mit gesundem Potential auf die Welt gekommen, wollten und konnten lieben.

Und: Sie können ihr verabscheuungswürdiges Tun nur bewerkstelligen, weil sie von der Masse der Bevölkerung hinreichend unterstützt werden. Die staatlichen Strukturen und die uns anerzogenen autoritären Anteile machen uns, bewusst oder unbewusst, zu Komplizen der Machthaber, zu Mitschuldigen am lebensfeindlichen Agieren unseres Staates, spätestens durch das Zahlen von Steuern, mit denen Waffen bezahlt werden, die unschuldige Menschen töten.

Es ist daher im Interesse von uns allen, menschenwürdige Verhältnisse herzustellen. 

Psychosoziale Revolution … 

Da in der Tat alles mit allem zusammenhängt, lässt sich mit den notwendigen Veränderungen auch überall beginnen, mit Selbsterkenntnis und daraus resultierender Selbstveränderung schon heute Abend. Doch es müssen Handlungen folgen, welche auch die äußere Welt verändern, von Partnerschaft und Familie bis hin zur Gesellschaft. Wir können und sollten bei uns selbst anfangen – aber dort nicht stehen bleiben. Was wir brauchen, ist eine psychosoziale Revolution. (54) Diese Revolution muss nicht hinzukommen zur politisch-ökonomischen Umwälzung. Sondern sie beinhaltet zwangsläufig politisch-ökonomische Umwälzungen, (55) kann ohne sie gar nicht nachhaltig erfolgreich sein.

Psychosoziale Revolution steht somit für die Gesamtheit der erforderlichen Veränderungen. (56) Sie findet nicht erst beim Abschaffen des Kapitalismus statt, sondern bildet die Grundlage, um ihn dauerhaft abzuschaffen. Und sie muss nach dessen Abschaffung fortgeführt werden.

… für eine menschenwürdige Ordnung

Ein Manko des Begriffes ist: Er enthält keine inhaltliche Aussage über das Ziel dieser Revolution. Ich schlage als Arbeitstitel für dieses Ziel vor: „menschenwürdige Ordnung“. Die dafür ebenfalls in Frage kommenden Worte Sozialismus und Kommunismus sind nicht eindeutig definiert, werden sehr unterschiedlich gebraucht, (57) oft auch missbraucht, nicht zuletzt in „Nationalsozialismus“, und wurden insbesondere durch den Stalinismus diskreditiert.

Auch „menschenwürdige Ordnung“ muss exakter definiert werden, lässt sich aber gut als Ausgangspunkt überprüfbarer sozialwissenschaftlicher und psychologischer Fragestellungen nutzen: Was genau ist eines Menschen würdig, wodurch wird seine Würde verletzt oder bewahrt?

„Menschenwürdige Ordnung“ steht darüber hinaus im Einklang mit den Forderungen des 25-jährigen Marx, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen“ ist. (58) „Alle Verhältnisse“ – das sind eben weitaus mehr als nur ökonomische. Erich Fromm hat das, was daraus entstehen soll, rund 130 Jahre später im Bild einer Gesellschaft gefasst, „in der sich niemand mehr bedroht fühlen muss: nicht das Kind durch die Eltern; nicht die Eltern durch die über ihnen Stehenden; keine soziale Klasse durch eine andere; keine Nation durch eine Supermacht“. (59)

Mit oder ohne Gewalt? 

Die DDR hat noch in ihrem Niedergang 1989 einen ihrer zahlreichen Vorzüge (60) offenbart. Es stand die Wahl zwischen dem militärischen Niederschlagen der oppositionellen Bewegungen und einem gewaltlosen Abdanken. Die sich offenkundig noch immer mit dem Volk verbunden fühlende Führung entschied sich für Letzteres. Die vermeintliche „friedliche Revolution“ von unten war in Wirklichkeit vor allem ein friedlicher, sicher auch von Resignation getragener Machtverzicht von oben. (61)
Bittere Erfahrungen vieler anderer Länder sprechen dafür, dass dergleichen von kapitalistischen Machthabern nicht zu erwarten ist. Wo immer möglich, wurde deren Entmachtung durch Attentate auf Oppositionelle, Terror, Militärputsche und Kriege verzögert, verhindert oder rückgängig gemacht. Dass es dabei zu unzähligen Toten kam, war für die Herrschenden nie von Belang. (62)

Muss also eine Revolution, die den Kapitalismus hinwegfegen soll, zwangsläufig mit enormer Gewaltausübung einhergehen? Das glaubten nicht einmal die Stammväter des Marxismus.

Marx anerkannte 1872, auf dem Haager Kongress der Internationalen Arbeiterassoziation,

„daß man die Institutionen, die Sitten und die Traditionen der verschiedenen Länder berücksichtigen muß, und wir leugnen nicht, daß es Länder gibt, wie Amerika, England, und wenn mir eure Institutionen besser bekannt wären, würde ich vielleicht noch Holland hinzufügen, wo die Arbeiter auf friedlichem Wege zu ihrem Ziel gelangen können.“ (63)

„[O]hne Heer, ohne Polizei, ohne Gerichte,“ setzte er hinzu, „würden die Könige an dem Tage, wo sie gezwungen sein würden, ihre Macht nur mit moralischem Einfluß und moralischer Autorität aufrechtzuerhalten, nur schwache Hindernisse für das Vorwärtsschreiten der Revolution sein.“ (64)

Noch 1891, vier Jahre vor seinem Tod, konnte sich Friedrich Engels „vorstellen, die alte Gesellschaft könne friedlich in die neue hineinwachsen in Ländern, wo die Volksvertretung alle Macht in sich konzentriert, wo man verfassungsmäßig tun kann, was man will, sobald man die Majorität des Volks hinter sich hat.“ Allerdings gelte das, meinte er, nicht für „Deutschland, wo die Regierung fast allmächtig und der Reichstag und alle andern Vertretungskörper ohne wirkliche Macht“ sei. (65)

2026 ist die BRD ebenfalls meilenweit davon entfernt, über eine tatsächliche Volksvertretung zu verfügen, welche die Macht in sich konzentriert. Folgen wir Engels, könnte die Schaffung eines solchen Gremiums erleichtern, friedlich zur neuen Gesellschaft zu gelangen. Initiativen wie die für eine „direktdemokratische Verfassungsgebung“ (66) gehen in diese Richtung und sind unterstützenswert. Doch sie ignorieren die herbeisozialisierten patriarchalen, autoritären, destruktiven Persönlichkeitsanteile, die in uns herumspuken. „Direkte Demokratie“, Volksentscheide und Volksherrschaft sind nur in dem Maße eine Lösung, wie die Angehörigen des Volkes sich ihr Gut- und „Genial“-Sein bewahren oder zurückerobern. Ein gesundes Gemeinwesen braucht psychisch gesunde Menschen als Grundlage. Um psychisch gesund sein zu können, brauchen wir ein gesundes Gemeinwesen. Dieser Zusammenhang ist nicht auflösbar.

Auf Chancen zu gewaltarmen sozialen Übergängen verweist ebenfalls das von mir skizzierte Menschenbild. Gegen unsere gesunden Interessen zu regieren, ist nur solange möglich, wie sich nicht genügend von uns dieser Interessen bewusst sind. Ist unser angeborenes Potential nicht verschüttet – oder wird es wieder freigelegt –, spüren wir, was uns guttut, was wir brauchen, wohin es gehen soll. Zugleich: wovon wir uns befreien sollten, was uns schadet. Unterdrückung schadet immer.

Je mehr Menschen diese Unterdrückung wahrnehmen und bewusst unter ihr leiden, desto mehr wächst der Widerstand. Und desto schwieriger wird es für die Herrschenden, sich zu behaupten. Psychisch gesunde Menschen würden niemals eine kapitalistische Gesellschaft aufbauen. Weshalb sollten sie sich schaden? Wilhelm Reich notierte 1934:

„Je grösser die Massenbasis der revolutionären Bewegung, desto geringere Gewaltanwendung ist notwendig, desto mehr schwindet auch die Angst der Masse vor der Revolution.“ (67)

Dennoch ist Revolution immer, unvermeidlich, ein aggressiver Akt. Doch davor müssen wir keine Angst haben. Aggression, abgeleitet vom lateinischen „aggredere“, auf jemanden oder etwas zugehen, etwas in Angriff nehmen, ist nicht nur nichts Schlechtes, sondern ein lebensnotwendiger, gesunder Bestandteil unseres Handlungsrepertoires. (68) Schon zu Beginn unseres Lebens benötigen wir diese Fähigkeit, um uns – jedenfalls bei einer natürlichen Geburt – durch den engen Geburtskanal hinaus zu drängen, auf die Welt zu kommen. Nur mittels Aggression ist Abgrenzung, Durchsetzung, Selbstverteidigung und Selbstbehauptung möglich.

In den Spiegel schauen

Wer sich für eine psychosoziale Revolution engagieren will, steht vor der Frage: womit beginnen?

Für politisch-ökonomische Umwälzungen wurden seit 1848 diverse Ideen publiziert. Dem kann und brauche ich nichts hinzuzufügen. Aber auch wer sich für Veränderungen engagieren möchte, welche direkter an der Psyche ansetzen, steht nicht mit leeren Händen da. Bevor ich abschließend auf einige Vorleistungen hinweise, an die sich anknüpfen lässt, will ich benennen, was das Sich-Einlassen auf diese Thematik am häufigsten behindert.

Bei Vorträgen und Diskussionen, ob öffentlich oder privat, erlebe ich es immer wieder: Den meisten leuchtet die Darstellung psychosozialer Wechselwirkungen ein – solange sie allgemein bleibt. Doch sobald es um sie persönlich geht, um ihre eigene Lebensgeschichte, Kindheit, Elternbeziehung, ihre daraus entstandene seelische Gestörtheit und die dadurch verursachte Schuld, die sie inzwischen als Vater, Mutter, Erzieher, Partner oder Staatsbürger auf sich geladen haben, wird die Herausforderung von vielen offenbar als zu ängstigend empfunden – und sie steigen aus.

Als ich in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre begann, mich intensiver mit der Psychoanalyse zu befassen, hatte ich ebenfalls mit dieser Erschütterung zu kämpfen. (69) Unterstützt durch mehrjährige Erfahrungen als Patient Reichianischer Körpertherapie und (innerhalb meiner Psychoanalytiker-Ausbildung) analytischer Psychotherapie ist es mir jedoch zur Selbstverständlichkeit geworden, auch über mich in dieser Weise nachzudenken.

Ich bin Teil des Systems, in das ich hineingeboren wurde, das mich umgibt, wurde von ihm geprägt, trage willentlich oder gegen meinen Willen zu dessen Bestand und Entwicklung bei.

Im gesellschaftlichen Ozean gibt es keine unberührten privaten Inseln, das umgebende Wasser sickert überall ein, kein Filter hält es komplett auf. Wer die negativen Aspekte eines sozialen Systems überwinden will, muss zugleich danach suchen, inwieweit er diese Aspekte verinnerlicht hat – und auch dagegen etwas tun. (70)

Vorleistungen

Wilhelm Reich hat sich theoretisch sowie praktisch damit befasst, menschliches Potential zu schützen und zu fördern. Seine Vorschläge, die er zum Teil schon selbst umsetzte und dokumentierte, umfassen die Unterstützung werdender Mütter, natürliche Geburt, (71) liebevolles Begleiten des Säuglings und Kleinkindes beim Aufwachsen in nicht-autoritären, lebensbejahenden Verhältnissen, die Gleichberechtigung der Geschlechter, lustvolle Sexualität sowie ganzheitliche Therapieansätze.

Nachzulesen ist das unter anderem in Reichs 2017 auf Deutsch erschienenem Buch Kinder der Zukunft, das ich hier rezensiert habe.

Ein Teil dieses erst posthum aus Reichs Arbeiten zusammengestellten Bandes entstand im Austausch mit dessen bestem Freund, dem schottischen Pädagogen Alexander S. Neill. In seiner Summerhill-Schule wurde und wird noch heute nicht-autoritäre, demokratische Erziehung und Bildung praktiziert, oft fälschlich als „anti-autoritär“ bezeichnet. Den knappsten Einstieg in die Grundlagen dieses seit über 100 Jahren erfolgreichen Schul-Projektes bieten die Fragen und Antworten.

Auszüge daraus habe ich 2024 zu einem Hörbuch verarbeitet, das hier kostenlos heruntergeladen und angehört werden kann.

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre hat Hans-Joachim Maaz Anregungen von Reich, Neill und anderen in seinem Konzept einer therapeutischen Kultur aufgenommen und dieses später zur Beziehungskultur weiterentwickelt. Mit der Liebesfalle will ich nur eines seiner Bücher hervorheben. Weitere sind hier aufgelistet.

Von März 1989 bis April 1991 habe ich mit Hans-Joachim Maaz Gespräche geführt für den DDR-Sender Jugendradio DT 64, auch über therapeutische Kultur.

Davon inspiriert war dann ebenfalls das Buch, das ich im Jahr 2000 zusammen mit dem Verein ich.ev herausgegeben habe: Weltall, Erde, …ICH. Anregungen für ein (selbst)bewussteres Leben.

Die wichtigsten Beiträge daraus sind hier nachzulesen. Sie gliedern sich unter anderem in die Abschnitte

  • Natürlichere Geburt
  • Mehr Begleiten, weniger Erziehen
  • Sich selbst helfen: zusammen und allein
  • Therapie: sich helfen lassen
  • Freiere Sexualität, Partnerschaft und Liebe
  • Gemeinschaftlicheres Wohnen, Arbeiten und Leben

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Anmerkungen und Quellen

(1) Peglau, A. (2024): Menschen als Marionetten? Wie Marx und Engels die reale Psyche in ihrer Lehre verdrängten (https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/menschen-als-marionetten-wie-marx-und-engels-die-reale-psyche-in-ihrer-lehre-verdraengten-download-des-gesamten-textes/).

(2) Zitiert ebd., S. 63. Schon 1845 hatten Moses Heß und Engels geschrieben, dass „der falsche […] Satz: ‚Jedem nach seinen Fähigkeiten‘, […] umgewandelt werden muß in den Satz: Jedem nach Bedürfnis“ (Der Doktor Kuhlmann aus Holstein; MEGA Bd. 5, Berlin/Boston, S. 590-601, hier S., 599).

(3) Peglau 2024 (wie Anm. 1), S. 60–63.

(4) Die Lehre von Marx und Engels ist nicht identisch mit dem, wofür sich die Bezeichnung „Marxismus“ einbürgerte, noch weniger mit „Marxismus-Leninismus“. Nach Engels‘ Tod setzte nicht nur Simplifizierung ein, sondern alsbald auch die Aufspaltung in gegensätzliche, teils feindliche „Marxismen“ (ebd., S. 6f., Anm. 3, 4, 11).

(5) Insbesondere im Kapital, dem Hauptwerk von Marx, häufen sich derartige „Gesetze“. Bereits im Vorwort ist von „den Naturgesetzen der kapitalistischen Produktion“ die Rede, welche „mit eherner Notwendigkeit“ wirken und sich durchsetzen. Als „letzte[n] Endzweck“ seines Buches benennt Marx dort, „das ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft zu enthüllen“. Die „Entwicklung der ökonomischen Gesellschaftsformation“ werde von ihm als „naturgeschichtliche[r] Prozeß“ aufgefasst. Entrinnen ließe sich diesen „Gesetzen“ in keinem Fall, meinte Marx: „Auch wenn eine Gesellschaft dem Naturgesetz ihrer Bewegung auf die Spur gekommen ist […], kann sie naturgemäße Entwicklungsphasen weder überspringen noch wegdekretieren.“ (zitiert ebd., S. 41–45).

(6) Zu Beginn ihrer Kooperation war das auch Marx und Engels nicht fremd. 1848, im Kommunistischen Manifest, teilten sie ihre Erwartung mit, anstelle der „bürgerlichen Gesellschaft“ werde „eine Assoziation“ treten, „worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“. Doch die Individuen gerieten ihnen immer mehr aus dem Blick (ebd., S. 60–63).

(7) Wobei „Gesellschaft“ eine Abstraktion darstellt, eine weit ausdeutbare Vokabel für eine Vielzahl von Menschen und die Art ihres Aufeinander-Einwirkens. Die Enzyklopädie Philosophie (2021, hrsg. von H. J. Sandkühler, Hamburg, S. 869) verweist auf die Definition des Lexikons für Soziologie: Gesellschaft „als das jeweils umfassendste System menschlichen Zusammenlebens“. Marx meinte um 1857, die „Gesellschaft besteht nicht aus Individuen“, in ihr würde sich nur „die Summe der Beziehungen, Verhältnisse“ ausdrücken, „worin diese Individuen zueinander stehen“ – zwischenmenschliche Beziehungen also ohne Menschen: ein unauflösbarer Widerspruch (zitiert in Peglau 2024, wie Anm. 1, S. 60).

(8) Fromm, E. (1989): Wege aus einer kranken Gesellschaft, in ders.: GA, Bd. 4, München, S. 1–244, hier S. 51.

(9) Peglau, A. (2025): Wir sind keine geborenen Krieger. Zu psychosozialen Voraussetzungen von Friedfertigkeit und „Kriegstüchtigkeit“ (https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/wir-sind-keine-geborenen-krieger-zu-psychosozialen-voraussetzungen-von-friedfertigkeit-und-kriegstuechtigkeit/), S. 1.

(10) Siehe Graeber, D./ Wengrow, D. (2021): Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit, Stuttgart, S. 114f.; Bregman, R. (2020): Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit, Hamburg, S. 79f.

(11) In negativer Weise wird der Zusammenhang zwischen Menschenbild und Gesellschaftssystem durchaus berücksichtigt: Aus der Behauptung, Menschen seien angeboren böse, asozial, destruktiv oder dumm leiten Herrscher vielfach ihr Recht, ja ihre angebliche Pflicht ab, zu kontrollieren, zu gängeln, zu strafen.

(12) https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/saeuglingsforschung.

(13) Ausführlich: Land, G./ Jarman, B. (1993): Breakpoint and beyond. Mastering the future – today, New York. Zusammenfassung u.a. hier: https://jugend-online-event.de/vom-genie-zum-angepassten-denken-und-handeln/. Referiert wird diese Untersuchung ebenfalls in dem 2013 veröffentlichten Film Alphabet – Angst oder Liebe von Erwin Wagenhofer (https://de.wikipedia.org/wiki/Alphabet_(Film)).

(14) In der Schule erhalten wir zwar „Bildung“. Aber wie viel von dem, mit dem wir uns dort in Kindheit und Jugend herumschlagen, benötigen wir im späteren Leben tatsächlich? Ich meine, die gebräuchlichen Schulsysteme dienen in erster Linie der Disziplinierung und Anpassung an soziale Strukturen – und dem Vermitteln von des zum Funktionieren innerhalb dieser Strukturen nötigen Wissens.

(15) https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/paradiesische-neun-monate-fruehe-praegungen-zur-gewaltbereitschaft-aus-sicht-der-vorgeburtlichen-psychologie/

(16) Siehe auch Dornes, M. (2001): Der kompetente Säugling. Die präverbale Entwicklung des Menschen. Frankfurt a. M.; derselbe (2001): Die frühe Kindheit. Entwicklungspsychologie der ersten Lebensjahre. Frankfurt a. M.; Stern, D. N. (2002): Tagebuch eines Babys. Was ein Kind sieht, spürt, fühlt, denkt. München/ Zürich.

(17) https://www.deutschlandfunkkultur.de/entwicklungspsychologie-babys-sind-kleine-moralapostel-100.html. Ausführlich: Bloom, P. (2014): Jedes Kind kennt Gut und Böse – Wie das Gewissen entsteht, München.

(18) https://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(15)00558-8?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0960982215005588%3Fshowall%3Dtrue. Siehe auch: https://sciencev2.orf.at/stories/1759992/index.html.

(19) https://www.familienhandbuch.de/babys-kinder/bildungsbereiche/soziale/EmpathieundsozialesVerstehenindenerstenLebensjahren.php. Siehe auch: Bischoff-Köhler, D. (2011): Soziale Entwicklung in Kindheit und Jugend, Stuttgart.

(20) https://www.mpg.de/4658054/Kooperation_bei_Kleinkindern

(21) Siehe z.B. Hüther, G. (2003): Die Evolution der Liebe. Was Darwin bereits ahnte und die Darwinisten nicht wahrhaben wollen. Göttingen; Solms, M./ Turnbull, O. (2004): Das Gehirn und die innere Welt. Neurowissenschaft und Psychoanalyse. Düsseldorf/ Zürich, S. 138ff., 148; Tomasello, M. (2010): Warum wir kooperieren, Berlin; Klein, S. (2011): Der Sinn des Gebens. Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und wir mit Egoismus nicht weiterkommen. Frankfurt a. M.; Bauer, J. (2011): Schmerzgrenze. Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt. München; Bregman, R. 2020 (wie Anm. 10); Peglau 2025 (wie Anm. 9).

(22) Schon 1845, in den Manuskripten zur Deutschen Ideologie, reduzierten Marx und Engels das, was an den „wirklichen Individuen“ und deren Lebensbedingungen wichtig sei, auf „die körperliche [!] Organisation dieser Individuen & ihr dadurch gegebenes Verhältniß zur übrigen Natur“. „Man könne „die Menschen durch das Bewußtsein, durch die Religion, durch was man sonst will, von den Thieren unterscheiden“. Bewusstsein wird hier zu einem Unterscheidungsmerkmal unter vielen degradiert, gleichzeitig auf dieselbe Stufe gestellt wie die von Marx und Engels als irrational bekämpfte Religion. In Wahrheit begännen Menschen, „sich von den Thieren zu unterscheiden, sobald sie anfangen, ihre Lebensmittel zu produziren, ein Schritt, der durch ihre körperliche Organisation bedingt ist“. Was „die Menschen sagen, sich einbilden, sich vorstellen“ seien dagegen „Nebelbildungen im Gehirn […], nothwendige Sublimate ihres materiellen, empirisch konstatirbaren & an materielle Voraussetzungen geknüpften Lebensprozesses“. Moral, Religion, Ideologie und ihnen entsprechende „Bewußtseinsformen“ besäßen weder „Selbständigkeit“ noch „Geschichte“ oder „Entwicklung“. „Bei mir ist […] das Ideelle nichts anders als das im Menschenkopf umgesetzte und übersetzte Materielle“, ließ Marx dann in der zweiten Kapital-Auflage seine Leser wissen. Um ihre Vorhersagen politischer Umbrüche zu begründen, wechselten Marx und Engels allerdings bei Bedarf zur Annahme, ökonomische Prozesse erzeugten bei den Arbeitern gezwungenermaßen das Bewusstsein ihrer Situation inklusive Bereitschaft und Fähigkeit zur Revolution (zitiert in Peglau 2024, wie Anm. 1, S. 29, siehe dort auch S. 45–47).

(23) Wilhelm Reich (1986, Die Massenpsychologie des Faschismus, Köln, S. 11) sprach hier vom „biologischen“ Kern, der uns ermögliche, „ein unter günstigen sozialen Umständen ehrliches, arbeitsames, kooperatives, liebendes, oder, wenn begründet, rational hassendes Tier“ zu sein.

(24) Sigmund Freud, der sich den Menschen freilich als angeboren asozial vorstellte, ging ganz zu Recht von einer „dynamische(n) Auffassung der seelischen Vorgänge“ aus (https://www.freudedition.net/node/226697).

(25) Siehe Wohlleben, P. (2015): Das geheime Leben der Bäume. Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt, München.

(26) Im Deutschen hängen die Worte „Frieden“, „friedlich“ und „zufrieden“ eng zusammen (https://www.dwds.de/wb/etymwb/Zufriedenheit).

(27) Patriarchalisch, von Männern beherrscht, ist eine zu enge Definition. In diesen Gesellschaften wird der größte Teil der Bevölkerung, Männer wie Frauen, von den jeweils Herrschenden, zu denen auch Frauen gehören können, unterdrückt. In der Familie dominieren zwar meist Männer. Doch sie unterdrücken zusammen mit ihren Frauen die Kinder. Und: Die Unterdrückung gesunder Gefühle und Strebungen betrifft jedes Mitglied solcher Gesellschaften: Von seelischer Gesundheit kann auch an der Spitze der sozialen Hierarchie keine Rede sein.

(28) Was auch immer uns bereits in unserer vorgeburtlichen Entwicklungsphase belasten oder schädigen kann: Es macht uns nicht zu schlechten Menschen. Zudem dürften prä- und perinatale Schädigungen zumeist ausheilen, wenn die Betroffenen danach in einer tatsächlich auf sie zugeschnittenen Umwelt aufwachsen könnten – was eben in aller Regel nicht der Fall ist.

(29) Das korrespondiert mit dem bekannten Satz aus dem Kommunistischen Manifest: „Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse“. Marx und Engel sind jedoch nie der Frage nachgegangen, wie dieser Gedankentransfer vonstatten geht (siehe Peglau 2024, wie Anm. 1, S. 15f.). Erst Wilhelm Reich (1933, Charakteranalyse. Technik und Grundlagen für studierende und praktizierende Analytiker, o.O., S. 12) lieferte dann die entwicklungspsychologische Basis nach: „In der Klassengesellschaft ist es die jeweils herrschende Klasse, die mit Hilfe der Erziehung und der Familieninstitution“ – heute wären die Medien zu ergänzen – „ihre Position sichert, indem sie ihre Ideologien zu den herrschenden Ideologien aller Gesellschaftsmitglieder macht.“

(30) https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/vom-nicht-veralten-des-autoritaeren-charakters/

(31) Reich, W. (2020): Massenpsychologie des Faschismus. Der Originaltext, Gießen, S. 38.

(32) Fromm, E. (1989): Die Furcht vor der Freiheit, in ders.: GA, Bd. 1, München, S. 215–392.

(33) Reich, W. 2020, (wie Anm. 31), S. 40.

(34) https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us18,3

(35) Zitiert in Peglau 2024 (wie Anm. 1), S. 47f.

(36) Siehe ebd. Obwohl er am Ende seines Lebens wusste, dass die allerlängste Zeit der Menschwerdung im unerforschten Dunkel lag, pries Engels die Lehre von Marx und ihm weiterhin als „Auffassung des Weltgeschichtsverlaufs“, welche die Ursache „aller wichtigen geschichtlichen Ereignisse […] in der ökonomischen Entwicklung der Gesellschaft“ sieht (zitiert ebd., S. 59). An den „ökonomischen Naturgesetzen“ hielt er ohnehin fest. Wie wenig auch die von Engels und Marx angenommene Stufenfolge ökonomischer Formationen zutraf, belegen Graeber und Wengrow (2021, wie Anm. 10). Siehe dazu Peglau 2024 (wie Anm. 1), S. 29–33, 47–49, 68–70.

(37) https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Schrift

(38) Ebenso wenig für die schon vor bis zu 450.000 Jahren als eigenständige Art bestehenden Neandertaler, die nach den vorliegenden Forschungsergebnissen ebenfalls in die Annahme „psychischer Einheit“ einzuschließen sind (siehe Peglau 2025, wie Anm. 9, S. 6).

(39) Sala-et-al_PONE oder https://www.researchgate.net/figure/Cranium-17-bone-traumatic-fractures-A-Frontal-view-of-Cranium-17-showing-the-position_fig4_277326376; https://www.20min.ch/story/cranium-17-das-aelteste-mordopfer-der-geschichte-162218687169.

(40) Meller, H., Michel, K., van Schaik, C. (2024): Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen, München, S. 146.

(41) Ebd., S. 139.

(42) Peglau 2025 (wie Anm. 9), S. 5.

(43) https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsentstehung

(44) Und zwar auf jedem dieser Gebiete. Für die Ökologie hat das Naomi Klein (Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima, Frankfurt a. M., 2016) ausführlich belegt.

(45) Darüber, was „Kapitalismus“ ist, besteht keine Einigung (vgl. Sandkühler 2021, wie Anm. 6., S. 1192–1212). Ich verwende „Kapitalismus“ als Synonym eines Systems, in dem sich Produktionsmittel, Betriebe, Industriezweige in so hohem Maße in Privatbesitz befinden, Reichtum und politische Macht in den Händen einzelner Unternehmer so konzentrieren, dass die Gesellschaft weitgehend von ihnen beherrscht wird – woran eine bürgerliche Scheindemokratie nichts ändert. China demonstriert gegenwärtig, dass es möglicherweise genügt, den kapitalistischen Wirtschaftssektor stark zu reduzieren und zu kontrollieren, um eine menschwürdige Gesellschaft zu gestalten. Siehe dazu: https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/andreas-peglau-utopie-oder-dystopie-zitate-und-notizen-zu-china-mai-2020-bis-oktober-2021/

(46) Es wäre allerdings albern, anzunehmen, dafür gebe es einen regierungsamtlichem Masterplan. (Tiefen)psychologische Zusammenhänge dürfte denen, die in diesem Staat politische Karriere machen egal oder unbekannt sein. Es genügt zudem vollauf, Menschen in beschriebener Weise autoritär umzustrukturieren – dann handeln sie in der Regel von sich aus so, dass sie nicht in allzu bedrohlichen Widerspruch geraten mit herrschenden Verhältnissen.

(47) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/05/PD25_N024_23.html. Alternativen beschreibt zum Beispiel Frederick Leboyer in Büchern wie Geburt ohne Gewalt, München, 1995. Indem für Geburten Krankenhäuser zur Regel geworden sind, wurde ohnehin ein natürlicher Vorgang, bei dem 96 % der Kinder gesund und komplikationslos zur Welt kommen, pathologisiert und – im Westen – kommerzialisiert. Unterstützt wird das auch, indem seit 2010 freie Hebammen, die oft natürlichere Geburtspraktiken anbieten, durch drastisch erhöhte Haftpflichtprämien zur Aufgabe gezwungen werden.

(48) „Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen. […] Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen […]. Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein. Mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage wälzt sich der ganze ungeheure Überbau langsamer oder rascher um“. Auf diesen „Überbau“ ging Marx nie tiefgründig ein (zitiert in Peglau 2024, wie Anm. 1, S. 55f.).

(49) https://de.wikipedia.org/wiki/Volkskammerwahl_1990.

(50) Wilhelm Reich (2020), wie Anm. 31, S. 195.

(51) Vgl. https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/wp-content/uploads/2007/11/WR_Ausstellung.pdf, S. 8, 16.

(52) Reich, W. (1997): Christusmord. Die emotionale Pest des Menschen, Frankfurt a. M. Entsprechende Gedanken durchziehen auch Reichs Rede an den kleinen Mann, hier als gekürzt als Hörbuch: https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/wilhelm-reichs-rede-an-den-kleinen-mann-auszuege-hoerbuch-kostenlos-herunterladen-und-anhoeren/

(53) Erich Fromm, der von der „Pathologie der Normalität“ sprach, widmete ein ganzes Buch den „Wege[n] aus einer kranken Gesellschaft“ (siehe Anm. 8).

(54) Eine andere denkbare Formulierung wäre: ganzheitliche Revolution. Aber dieser Begriff wird so inflationär gebraucht und ist so unscharf, dass ich ihn nicht verwenden will.

(55) Das habe ich zuvor noch nicht ausreichend begreifen können oder wollen und die psychosoziale Revolution bisher nur als wichtige Ergänzung eingeordnet.

(56) Auch das ist ein Gedanke, der zumindest implizit schon bei Reich zu finden ist, wenn er – zum Beispiel in der Massenpsychologie (wie Anm. 31) – von den untrennbaren Wechselbeziehungen von Sexualität, Erziehung, Religion und Politik schreibt.

(57) Siehe Mittelstraß, J. (Hg.) (2004): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftsgeschichte. Stuttgart/ Weimar, Bd. 3, S. 857–859. Auch die Abgrenzung zwischen den Begriffen „Sozialismus“ und „Kommunismus“ (ebd., S. 425f.) ist vage. Marx und Engels nutzten beide Begriffe zunächst synonym, unterschieden sie alsbald stärker, maßen dieser Unterscheidung später wieder weniger Gewicht bei.

(58) Zitiert in Peglau 2024, wie Anm. 1, S. 8.

(59) Fromm, E. (1989): Die Anatomie der menschlichen Destruktivität, in ders.: GA, Bd. 7, München, S. 395.

(60) Siehe dazu u.a.: https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/ddr-2-0-und-friedensbewegung/; https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/ddr-2-0-oder-wo-leben-wir-heute/

(61) Siehe Hertle, H.-H./ Stephan, G.-R. (2014): Das Ende der SED. Die letzten Tage des Zentralkomitees, Berlin.

(62) Siehe zum Beispiel https://www.telepolis.de/article/Millionen-Tote-fuer-Demokratie-und-Freiheit-9191381.html?seite=all; https://de.wikipedia.org/wiki/Patrice_Lumumba; https://de.wikipedia.org/wiki/Salvador_Allende; https://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg; https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Ajax.

(63) Marx, K. (1976): [Rede auf dem Haager Kongreß], MEW, Bd. 18, Berlin/ DDR, S. 159–161, hier S. 160.

(64) Ebd., S. 160f.

(65) Engels, F. (1891): Zur Kritik des sozialdemokratischen Programmentwurfs, MEW, Bd. 22, Berlin/ DDR, S. 234.

(66) https://innn.it/Demokratieheilen

(67) https://archive.org/details/Parell_1934_Was_ist_Klassenbewusstsein_k, S. 56. Kommentierte Auszüge aus diesem Buch: https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/die-mehrzahl-lebt-ihr-unterjochtes-dasein-unbewusst-wilhelm-reichs-weiterfuehrung-der-massenpsychologie-des-faschismus-im-jahr-1934/

(68) Siehe Peglau 2025 (wie Anm. 9), S. 9.

(69) Siehe: https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/meine-annaeherungen-an-die-psychoanalyse-in-ddr-und-brd-von-1957-bis-2000/

(70) Die Attraktivität des Marxismus liegt nicht zuletzt daran, dass er diese Konfrontation mit sich selbst erspart, indem er die Verursachung der gesellschaftlichen Misere ökonomischen Gesetzen zuschreibt oder der für Marx zentral gewordenen, personifizierten Phantasiegestalt namens „das Kapital“. Mit dem Etikett „Kapital“ beklebte Marx ein Sammelsurium, das gar nicht auf einen Nenner zu bringen war, verschmolz Dinge, Menschen, Prozesse, Verhältnisse, Beziehungen, Berechnungen, Reales und Irreales zu einer nur suggerierten Einheit. Ausführlicher Nachweis in Peglau 2024 (wie Anm. 1), S. 33–39.

(71) Das hat Reichs ältere Tochter Eva Reich weitergeführt, siehe https://weltall-erde-ich.de/schwangerschaft-geburt-und-selbststeuerung/. Siehe außerdem Literaturangabe in Anmerkung 49.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Marionetten hängen an Fäden im Puppentheater
Bildquelle: Konrad Burdyn / shutterstock

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Iran blockiert Straße von Hormus: Keine Ölexporte für US- und Israel-Verbündete

11. März 2026 um 13:11

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Iran blockiert Straße von Hormus: Keine Ölexporte für US- und Israel-Verbündete

Die iranischen Revolutionsgarden haben angekündigt, bis Kriegsende keine Ölexporte durch die Straße von Hormus an Verbündete der USA und Israels zuzulassen. Der Schiffsverkehr ist stark beeinträchtigt, die Meerenge gilt als praktisch geschlossen.

Iran reagiert mit dieser Blockade auf Angriffe der USA und Israels. Die strategisch wichtige Route transportiert normalerweise 20 % des globalen Öls und ein Fünftel des LNG-Handels, hauptsächlich nach Asien. Seit Kriegsbeginn wurden Öltanker angegriffen, Iran verlegte Minen, die das US-Militär teilweise zerstörte.

Die Revolutionsgarden fordern arabische und europäische Staaten auf, US- und israelische Botschafter auszuweisen: „Jedes arabische oder europäische Land, das die Botschafter der Vereinigten Staaten und Israels ausweist, erhält uneingeschränkte Durchfahrt durch die Straße von Hormus.“

Eine dauerhafte Sperrung würde auch Irans Wirtschaft schaden, da alternative Pipelines nur begrenzte Mengen umleiten können.

US-Präsident Trump drohte mit massiven Bombardements bei einer vollständigen Sperrung und kündigte Risikoversicherungen für Schiffe an.

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Bildquelle: artemegorovv / shutterstock

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“The Terrible Truth” | Destruction of the Tea Coffee Commercial


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First: The answer is yes, I fully admit I talked Aaron into participating in another one of my wacky ideas.

Second: We worked with the same small American business owner who helped @CanaryCryRadio make a special coffee to support their podcast to bring you a protest coffee to go along with the theme of “Liminality” and help support our upcoming film. Proceeds go toward producing the movie by bartering coffee to keep the production team ( which is us) caffeinated, but this coffee also serves a dual purpose as well.

Just over 250 years ago, the crown attempted to tell the colonists what tea they had no choice but to drink by giving the East India Tea Co. a monopoly via The Tea Act — attempting to force the American colonists to exclusively buy and drink East India tea. In protest, the women in the colonies started a boycott of tea, knocking doors and getting other women to sign pledges promising their households would agree to buy and drink coffee instead. The tea boycott obviously culminated in the famous (or infamous, if you happen to be part of the British hereditary monarchy system hellbent on owning the colonists to the point of telling them what they were allowed to buy and drink as “loyal obedient subjects”) Tea Party. Coffee ultimately became the American drink of choice over tea, and the rest, as they say, is American Revolutionary history.

We thought if people were drinking protest/boycott coffee in the 250th anniversary window of this nation’s founding when the colonists would have also been drinking it, it would mean the right thing (especially right now) and who knows, maybe lend us a little 1776 energy around here… God knows we could really use it.

The wise Catherine Austin Fitts (@solari_the) once told us the currency of the future would be relationships built upon real trust. If we want to live in a better society (and a better world for that matter), we have to start trying to actually make this place better. We felt like working with a small American business to try and support the film (since we have to get this film supported and coffee fuels Aaron’s writing and my edits) while doing something that actually means the right thing on all the levels we could think of is a step in the right direction.

And we have tried this coffee. We’re kinda snobby about coffee sometimes, but this is actually really good coffee. I designed all the labels based on actual engravings of the tea party, and we made this commercial ourselves.

DESTRUCTIONOFTHETEACOFFEE.COM

In love and liberty,

Aaron and Melissa
Truthstream Media

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Liminality: Truthstream Media’s Lost History Film


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PLEASE HELP US MAKE THIS FILM: https://igg.me/at/liminality

We’ve spent years researching this information, interviewing people, filming historical events and sites, and putting the pieces of a puzzle back together. Now we need your help to finish this film. We’re just two people wearing all the hats. We have no backers. We have to take our work to the people. This history belongs to all of us and there’s no future I can think of where we aren’t going to want to take this story with us.

This film deserves to exist.

Please help us.

With love in liberty,
Mel

Official Trailer for Lost History Film by Truthstream Media
Liminality First Look Teaser Trailer

(Auszug von RSS-Feed)

This Is Tyranny


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This right here, by the way, is why we’re making this film. It’s time people remember where we are before America disappears forever.

I guess from my last vid you already knew that this video was forthcoming as soon as I could finish editing it. This is admittedly a 30-min rant, but I believe it’s packed with all the reasons why what we’re seeing unfold in DC is not only unprecedented, but a dark portend for America’s future. Mass civil unrest is obviously coming in the not-too-distant future or they wouldn’t be gearing up for it so damn hard.

None of the excuses I’m seeing even remotely begin to make this “okay”. What is happening isn’t okay at all, but it’s definitely being normalized at breakneck speed. This is some praetorian guard under the Roman Empire level stuff going on.

Or a return to a king. People want a king so bad? Maybe they’ll get their wish and then they will finally remember why having a king was so bad in the first place.

History keeps repeating because people refuse to finally learn it already! It’s beyond sad to watch people lick the very boot Orwell warned us about.

(Auszug von RSS-Feed)

A Few Parts of the Constitution Just Got Deleted… Paying Attention Yet?

07. August 2025 um 19:06

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This video isn’t about a website or a piece of paper. Now we’re supposed to believe a “coding error” just erased the exact parts of our Constitution from Congress’ official site for weeks that the president is busy doing end runs around right now and claiming he doesn’t know if he’s supposed to uphold it when directly asked on national TV.

If this isn’t a message, I don’t know what is.

“A Republic…if you can keep it.”

Habeas Corpus doesn’t just go back to the Bill of Rights and the 1679 Habeas Corpus Act in England, it goes back to the Magna Carta of 1215 and even earlier!

It’s time for everyone to remember what they’ve forgotten.

(Auszug von RSS-Feed)

The Solari Report Named Us Hero of the Week!


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Deep gratitude to Catherine Austin Fitts and The Solari Report for this honor.

We are humbled.

Via The Solari Report:

“It’s an amazing story that has not been told—not in this way.”

~ Liminality trailer

Hero of the Week, July 14, 2025

Aaron and Melissa Dykes

At Solari, we are long-time fans of Truthstream Media. From their outstanding 2018 documentary on mind control (The Minds of Men) to their excellent coverage last fall of events related to Hurricane Helene to their recent reflections on cognitive liberty, the dynamic duo at the helm of Truthstream—award-winning documentary filmmakers Aaron and Melissa Dykes—produce deeply thoughtful and important video content unique in the New Media landscape. With the aim of serving a free humanity, Aaron and Melissa state that they “follow where the facts lead and pursue truth above all else.”

In their most in-depth project to date, they have spent the past six years making Liminality—what they describe as their “life’s work”—including reviewing hundreds of sources, conducting interviews, carrying out archival research, and traveling to 10 countries to gather footage of on-the-ground events. The film dissects lost history in an effort to resurrect essential knowledge, first principles, and an “ancient cultural recipe.” In their words:

We’re talking about … [a] piece of our heritage which we were never taught but nevertheless cannot afford to lose, nor to just throw out like the baby with the proverbial bathwater. We believe this film can help preserve some of what We the People have lost, and reignite the symbols of liberty…before it is too late…. This is about our inherent rights, endowed by our Creator. Meant to stand. Derived from ancient compact and tested by time.”

The Dykes freely admit that they have trouble asking for support—but they are doing so to get Liminality to the finish line for its anticipated release date one year from now on the Fourth of July 2026—the 250th anniversary of the signing of the Declaration of Independence. We hope that some readers will be moved to donate to what promises to be Truthstream’s magnum opus. We can’t wait!

Donate to support completion of Liminality HERE.

Links

(Auszug von RSS-Feed)

The Hidden History They Never Wanted You To See


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Dear Friend of Liberty,

They told us liberty was a finished story. That the battles were won, the rights secured, and the system stable. But what if that was never the full picture? Over the last six years, we followed a trail that led us across continents and centuries. What we uncovered wasn’t just a different version of history — it was a missing one. A story of forgotten principles, buried symbols, and the true roots of freedom that stretch far deeper than schoolbooks or modern soundbites ever reveal.

This isn’t nostalgia. It’s a warning. And it’s also a call.

Liminality is the result of that journey. A feature-length film from Truthstream Media that exposes what’s been hidden in plain sight and why it matters right now — at a time when rights are being quietly traded for convenience, and freedom is being reshaped in the image of control.

The world is changing fast. Rights are being chipped away in the name of safety. Governments increasingly serve corporate masters, while digital systems quietly tighten their grip on everyday life. All the while, we’re being told we’re still free.

But history reminds us that people have stood up before. They saw the signs. They pushed back. And they reclaimed what was theirs by natural right.

That’s what Liminality is about. It’s a story that was nearly lost, but urgently needs to be remembered. At this point we’ve carried this project as far as we possibly can on our own. Every mile traveled, every archive visited, every hour of footage — it’s been fueled by our own time, energy, and savings. We’ve done it because we believe what we found here really matters to humanity’s future going forward. Now, to bring it across the finish line, we need your help.

Finishing this film means filming a few more scenes, attempting two more interviews if we can get them, covering the final editing of what will essentially be two films that make a larger whole, licensing rare historical material, scoring the soundtrack, and finally, making it available to people everywhere who need to see it. There’s no studio behind us. No corporate sponsors. Just two independent researchers wearing all the hats who are committed to telling the truth as clearly and fully as we can.

If this message speaks to you — if you believe history still holds answers worth uncovering — we’re asking you to stand with us and be part of bringing this film to life.

If you believe liberty still matters…
If you believe history holds lessons we’re in danger of forgetting…
If you believe this story needs to be heard…

Then please support us finishing this film today. The Indiegogo campaign explaining the full project and offering DVD and USB preorders and donations to the cause is here:

And thank you so much for standing with us.

In truth and liberty,

Aaron & Melissa Dykes
Truthstream Media

(Auszug von RSS-Feed)

CAMPAIGN LAUNCH + Trailer for Truthstream’s Lost History Film


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PLEASE SUPPORT OUR INDIEGOGO CAMPAIGN TO RAISE FUNDS AND PRODUCE THIS FILM! PREORDERS + MORE INFO HERE: https://igg.me/at/liminality

To Our fellow Americans and Friends of Liberty around the world,

History can show us where we are headed by where we have been. It is our deepest concern that Europe is in a ferment, and America is on the point of bursting into flames.

We have never more pressingly required the Patriot-senator, the wise and honest Counsellor, than the desolating conquerors now at the gates. Our absolute disdain of inadequate ministers and contemptible salary hunters has by no means impaired our sense of the dignity of a Free Human, or the importance of defending our Rights against the determined invasion of the most formidable powers on earth.

No one can divine what long now has been the condition of the creatures of those detestable corporate councils which have filled America, Great Britain, and the rest of the world with a high and universal discontent — Has almost unhinged our commercial and political and personal connections — Has annihilated the Constitutional legislature of this Realm and turned our Representative Houses into a paid guard — And endeavored by pitiful art and emissaries to effect what usurped and stretched authority dared not to pursue.

Can any of us now, at this late hour, wish to abandon our lives, properties, and minds to such rapine and plunder? To become traitors to that sacred Constitution which for ages has been the Citadel of our own safety? To walk off willingly to the end without a bang or even a whimper?

America was founded upon the concepts of English Liberty, the ancestral knowledge of which we inherited as descendants of descendants of Great Britain. This Liberty, which is actually universal in nature, is the heart and spirit of a much older, Ancient Constitution.

In seeking out the first principles of our American Bill of Rights, which we have diligently undertaken these past six years, it has been made clear this was not just an afterthought tacked on in the aftermath. It was, ultimately, the whole point — to transfer the germ of Liberty from Ancient Albion and transplant it anew, purified from the tyrannies that sought to utterly destroy it.

The film which we now endeavor to produce covers our grand tour across two continents, ten countries, more than a dozen interviews, and required us to go back two thousand years in deep research and heavy contemplation. But we are just two people, and as much as we hate asking anyone for help especially in these times (and have tried as hard as we can never to do so), we are going to ask for your help in bringing this film to life at this time when it is so desperately needed. This story does not belong to us alone. It belongs to all of Humanity.

We are once again being called upon to acknowledge fellow citizens for absolute sovereigns — that we may remind them by our shared history that our nations were founded upon inalienable Rights given to us by our Creator which may not be removed or revoked by pen or by code. They can only be willingly given up, which we have no intention of doing now, nor in whatever future is currently being built for us like a digital cage.

It has been nearly 250 years now since a bunch of royal subjects who were reduced to absolute despotism rebelled and redefined what government is and from whence it ultimately derives its legitimate authority. Those subjects-turned-revolutionaries transformed into Americans, and the spirit of Liberty rippled out and changed the world.

It is time once again to remind everyone that our Rights are inherent and ought to be recognized once again for what they are — the root of our common law heritage and image as Free Humans. Otherwise, we may be readily reduced to absolute despotism.

History may be cut into pieces, buried, and all but forgotten — but it has a way of being remembered and resurrected.

We must walk the past to reach the future.

Your humble Friends in Liberty,
Aaron & Melissa Dykes
Truthstream Media

(Auszug von RSS-Feed)

Liminality | First Look Teaser Trailer | 4th of July 2026


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Hey everyone!

Here is a first look teaser on our upcoming film “Liminality” (working title) which we consider to be our Magnum Opus. We’ve been working on it for six years now, and it’s taken us to two continents, ten countries, and countless events. We’ve interviewed over a dozen people, from authors to aristocrats. We’ve been digging through archives, deposit libraries, and societies to try and find all of the pieces of a long-forgotten puzzle — burned and buried history — that desperately need to be put back together before it’s too late.

We have to walk the past to get to the future. There is no other way.

More announcements coming soon.

In Love and Liberty,
Melissa and Aaron

(Auszug von RSS-Feed)
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