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Unser Boykottbrauchtum

01. Februar 2026 um 07:35

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Nach 2018 und 2022 wird schon wieder in Deutschland über einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft gesprochen. Warum hat niemand die Europameisterschaft in Deutschland boykottiert? Muss denn jeder Lebensbereich hochpolitisiert werden?

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„Kevin - Allein zu Haus“-Schauspielerin O’Hara gestorben

30. Januar 2026 um 19:56

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Im Komödienhit „Kevin – Allein zu Haus“ spielte sie die Filmmutter des kleinen Titelheldens, in der Comedy-Serie „Schitt’s Creek“ eine Seifenoper-Darstellerin. Nun ist Catherine O’Hara gestorben.
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Trump: US-Regierung entzieht kanadischen Flugzeugen die US-Zulassung

30. Januar 2026 um 06:35

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Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den USA und Kanada hat Washington nach Angaben von US-Präsident Donald Trump kanadischen Flugzeugen die US-Zulassung entzogen. Trump drohte Ottawa zudem mit Zöllen in Höhe von 50 Prozent auf Flugzeuge.
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Kanadas Einheit bröckelt: Alberta auf Separationskurs

24. Januar 2026 um 08:00

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Es sind Bilder, die Ottawa nervös machen. Tausende Menschen stehen stundenlang Schlange, um ein Stück Papier zu unterschreiben, das den Anfang vom Ende Kanadas bedeuten könnte. Das konservative Alberta will sich vom liberalen Ottawa lösen.

In Alberta sammeln Bürger Unterschriften für ein Referendum über die Abspaltung von Kanada. Und das offenbar mit sehr großem Erfolg. 177.000 Unterschriften braucht es, um die Volksabstimmung auszulösen. Manche Sammelstellen melden bis zu 10.000 Signaturen an einem einzigen Tag. Die Separatisten sprechen offen von einer Million Unterstützern. In Ottawa schrillen bereits die Alarmglocken.

Alberta gilt seit Jahren als das politische Fremdkörper-Reservat Kanadas. Konservativ, rohstoffreich, wirtschaftlich produktiv – und chronisch genervt von einem politischen Zentrum, das von progressiven Eliten aus Ontario dominiert wird. Während in Ottawa Klimadogmen, Identitätspolitik und ideologische Regulierung gefeiert werden, lebt Alberta von Energie, Industrie und einer Kultur der Eigenverantwortung. Zwei Welten, die immer weniger miteinander zu tun haben.

Das geplante Referendum ist bewusst simpel gehalten: Ja oder Nein zur Abspaltung. Eine Mehrheit von 51 Prozent würde reichen, um einen formalen Trennungsprozess einzuleiten, der dann unter Aufsicht der Bundesregierung stattfinden müsste. Zwar behaupten Umfragen noch, rund 60 Prozent der Albertaner seien gegen eine Abspaltung. Doch Umfragen messen Stimmungen – Unterschriften messen Entschlossenheit. Und genau hier beginnt das Narrativ der Einheit zu bröckeln. Der massive Zulauf zur Petition zeigt, dass der Frust längst eine kritische Masse erreicht hat.

Die Ursachen liegen offen zutage. Alberta stellte sich gegen die autoritären Pandemie-Maßnahmen aus Ottawa, gegen Lockdowns, Kirchenschließungen, Geschäftsverbote und Impfzwang. Während andere Provinzen folgsam exekutierten, widersetzte sich Alberta – und wurde dafür medial und politisch abgestraft. Auch bei den neuen kanadischen Waffengesetzen steht Alberta quer. Schritt für Schritt sollen private Feuerwaffen verschwinden. Eine weitere Beschneidung der Bürgerrechte durch die liberale Zentralregierung.

Noch schwerer wiegt der ökonomische Konflikt. Alberta ist ein Rohstoffgigant, ein Energie-Motor, eine Einnahmequelle für den kanadischen Staat. Öl, Gas, Landwirtschaft, Bodenschätze – all das fließt in die föderalen Kassen. Zurück kommt wenig, außer Regulierungen, Blockaden und einer aggressiven Klimapolitik, die gezielt die eigene Wirtschaftsgrundlage sabotiert. Das wollen die Menschen in Alberta nicht mehr einfach so hinnehmen.

Als kanadische Gerichte zunächst versuchten, das Referendum mit formalen Argumenten zu blockieren, indem sie die Fragestellung als verfassungswidrig und zu unklar einstuften, reagierte Alberta bemerkenswert schnell. Statt den Rechtsweg zu beschreiten, änderte das Parlament schlicht das Gesetz. Mit Bill 14 wurde die Verpflichtung gestrichen, dass Referendumsfragen mit der Verfassung im Einklang stehen müssen. Ein politischer Befreiungsschlag, der zeigt, wie ernst es der Provinz ist. Innerhalb weniger Tage war der Weg frei, die Petition lief weiter – und gewann noch an Dynamik.

Zusätzliche Brisanz bringt eine Klage der Sturgeon Lake Cree Nation. Die First Nation fordert per einstweiliger Verfügung einen Stopp des gesamten Prozesses und beruft sich auf historische Verträge mit der Krone. Der implizite Anspruch: Diese Verträge stünden über provincialem Recht und könnten eine Abspaltung blockieren. Juristisch ist das dünnes Eis. Eine Trennung Albertas würde bestehende Verträge nicht aus der Welt schaffen, sondern neue Verhandlungen erzwingen.

Gegner der Unabhängigkeit verweisen gerne auf Albertas angebliche wirtschaftliche Aussichtslosigkeit als Binnenland. Ein altbekanntes Schreckgespenst. Tatsächlich teilt Alberta eine lange Grenze mit den USA, dem größten Energie- und Wirtschaftsmarkt der Welt. Als souveräner Staat könnte Alberta genau jene Pipeline-Projekte realisieren, die Ottawa jahrelang blockiert hat. Energieexporte, vertiefte wirtschaftliche Integration mit den USA und eine eigene Ressourcenpolitik würden Alberta nicht verarmen, sondern zu einer der wohlhabendsten Regionen der westlichen Hemisphäre machen.

Geopolitisch ist Alberta ohnehin weit mehr als eine Provinz. Die Region reicht bis in die Nähe der Arktis, einem Raum, der zunehmend zum strategischen Zentrum globaler Machtverschiebungen wird. Frühwarnsysteme, NORAD-Stützpunkte und militärische Infrastrukturen in Alberta sind zentral für die US-Verteidigung. In einem Szenario eskalierender Spannungen zwischen Kanada und den USA könnten diese Standorte politisch zum Spielball werden. Ein unabhängiges, US-freundliches Alberta würde hier völlig neue strategische Optionen eröffnen.

Konservative Amerikaner scherzen bereits darüber, dass sie Alberta gerne nehmen würden und dazu bereit seien, den Kanadiern dafür Minnesota zu überlassen. Das “Texas des Nordens” wäre ihnen willkommen.

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Trumps Grönlandambitionen – Auf den Spuren von George W. Bush | Von Wolfgang Effenberger

23. Januar 2026 um 19:19

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Trumps Grönlandambitionen – Auf den Spuren von George W. Bush | Von Wolfgang Effenberger

Kampf um die Arktis: Geostrategische Konkurrenz in Russlands und Chinas Norden

Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger.

Geopolitische Machtspiele um die Arktis

Im Oktober 1987 begann der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow eine Reihe von Maßnahmen mit dem Ziel einzuleiten, die militärischen Aktivitäten in der Arktis zu verringern. Diese Maßnahmen gingen als "Murmansk-Initiative" in die Geschichte ein. Es sollten eine atomwaffenfreie Zone geschaffen, die Marineaktivitäten beschränkt und die Förderung grenzüberschreitender Kooperation bei nichtmilitärischen Fragen – darunter Ressourcenentwicklung, Angelegenheiten indigener Völker, Umweltschutz und Seetransport – gestärkt werden.

Im Rahmen der "Murmansk-Initiative" rief Michail Gorbatschow gegen Ende des Kalten Krieges dazu auf, die Arktis in eine "Zone des Friedens"  zu verwandeln. (1)

Militärische Sicherheitsbedenken waren seit den späten 1980er Jahren weitgehend aus der Arktispolitik verschwunden. 1996 entstand mit der Ottawa-Erklärung der "Arktische Rat" als hochrangiges Forum zur Diskussion regionaler Fragen. Unterzeichner der Deklaration waren acht Staaten mit Souveränität über arktisches Territorium: Dänemark, Finnland, Island, Kanada, Norwegen, Russland, Schweden und die USA. Dabei wurden Angelegenheiten militärischer Sicherheit vom Mandat des Rates explizit ausgeschlossen; er sollte sich vielmehr auf Fragen von Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung konzentrieren.

Als russischer Beitrag zum vierten Internationalen Polarjahr platzierte 2007 das Tauchboot MIR 1 am Nordpol demonstrativ die russische Flagge auf dem Meeresboden. Dies wurde vom Westen als aggressive Geste wahrgenommen. 2008 verfasste der Kreml als "eine führende arktische Macht" ein erstes umfassendes Dokument zu den Zielen und strategischen Prioritäten in der Arktis-Region für den Zeitraum 2008–2020. 

Der US-Griff auf die Arktis begann lange vor Trump

Als eine seiner letzten Amtshandlungen erließ George W. Bush am 9. Januar 2009 die "National Security Presidential Directive 66" (PD 66), in der er die USA als "Arktische Nation" bezeichnete. In PD 66, die nach 60 Tagen Gesetzeskraft erhielt, wird unmissverständlich betont, dass die USA große und fundamentale nationale Sicherheitsinteressen in der Arktis haben:

„Die Vereinigten Staaten sind ein arktischer Staat mit vielfältigen und zwingenden Interessen in dieser Region. Diese Richtlinie berücksichtigt mehrere Entwicklungen, darunter unter anderem:

1. Veränderte nationale Politiken in Bezug auf innere Sicherheit und Verteidigung;

2. Die Auswirkungen des Klimawandels und der zunehmenden menschlichen Aktivität in der Arktisregion;

3. Die Gründung und laufende Arbeit des Arktischen Rates; und

4. Ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass die Arktisregion sowohl fragil als auch reich an Ressourcen ist“
 (2) 

Im Abschnitt "Implementierung" wird dabei u.a. anvisiert, „eine souveräne US-Seepräsenz in die Arktis zu projizieren, um zentrale US-Interessen zu fördern“. (3) Folgerichtig wurde nun auch in der EU erkannt, dass auch die europäischen “Sicherheitsinteressen“ durch die erhöhte Zugänglichkeit der enormen Kohlenwasserstoffressourcen in der Arktis berührt würden. Den ersten Schritt für eine europäische arktische Geostrategie war eine Ende 2008 veröffentlichte Mitteilung der EU-Kommission. Dort werden die EU-Interessen an der Region offen beschrieben:

„Die Ressourcen der Arktis könnten dazu beitragen, die Energieversorgungssicherheit und die allgemeine Rohstoffversorgungssicherheit in der EU zu verbessern." (4)

Die strategische Bedeutung der PD 66 ist daran zu erkennen, dass sich nur 4 Wochen später die NATO-Führung in Brüssel traf, um den "New Battleground Arctis" zu beraten.

Bereits am 5. Juni 2009 begann im nördlichen Teil des damals noch bündnisfreien Schweden (5) die Aufstellung einer Übungstruppe aus Deutschland, Finnland, dem Vereinigten Königreich, Italien, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, der Türkei und den Vereinigten Staaten. Zeitgleich erreichte der britische Flugzeugträger HMS Illustrius mit 1.000 Soldaten an Bord die nördlichen Gewässer der Bottnischen Bucht, und am 8. Juni 2009 begann im hohen Norden der finnisch-schwedischen Gewässer die bis dahin größte Luftwaffenübung (6) – nur fünf Flugminuten von St. Petersburg entfernt. Diese große Flugübung im Verbund mit anderen Nationen sei für die NATO Response Force (7) eine einzigartige Gelegenheit, die schnelle Eingreiftruppe der NATO zu trainieren, so der Pressesprecher des NATO-Air-Headquarters Andreas Faas. (8)

Die deutschen Tornados sollten im Rahmen der Übung bodengebundene Luftabwehr, also Radarsysteme, und Luftfahrzeuge mit Raketen bekämpfen, ein Stratotanker der US-Air-Force sowie polnische F-16 landeten auf dem nordschwedischen Luftwaffenstützpunkt in Luleå. Für die insgesamt 50 Militärflugzeuge standen weitere Basen in Norwegen und Finnland zur Verfügung. 

Von deutschen Medien kaum erwähnt, endete am 18. Juni 2009 in der nordschwedischen Provinz Norrbotten die Militärübung LOYAL ARROW 2009 (LAW 09). Befehl und Kontrolle dieser NATO-Übung unterstanden dem alliierten Luftwaffenhauptquartier (9) im deutschen Ramstein. Hintergrund dieses Manövers und einer anschließenden US-Operation waren vor allem die durch den Klimawandel leichter zugänglichen Ölreserven im Hohen Norden.

Diese nordschwedische Manöverregion spiegelt die wachsende strategische Wichtigkeit der Arktis wider, die, „wie man schätzt, ein Viertel der Ölvorräte der Erde“ (10) enthält. Somit muss das Manöver als Training von Einsätzen in einem potentiellen Krisengebiet angesehen werden. Für die Menschen in der nördlichsten schwedischen Provinz ist der Kalte Krieg noch nicht vergessen. Russland ist nahe und ein Kampf um die Erschließung der Bodenschätze nicht auszuschließen. Darum ging es auch im Drehbuch der Luftwaffenübung: 

Nach dem fiktiven Szenario sollte die NATO dem rohstoffreichen “Bothnia“ helfen, der Bedrohung durch den mächtigen Nachbarn “Lapistan“ entgegenzutreten. Das ließ die Ureinwohner von Nordschweden, die Sami, gegen die NATO protestieren. Sie wollten weder als feindliche Nation genannt werden, noch durch den erfundenen Namen “Lapistan“ an die abwertende Bezeichnung "Lappen" erinnert werden. 

US-Operation Northern Edge 2009
 
Während das NATO-Manöver in Nordschweden in die letzte Phase eintrat, begannen die Vereinigten Staaten am anderen Ende der Arktis ihre Operation Northern Edge 2009. Vom 15. bis 26. Juni wurden von Alaska aus mehr als 200 Flugzeuge, einschließlich B-52, F-16 und Blackhawk-Hubschrauber eingesetzt. Außerhalb des Golfs von Alaska operierte der nuklearangetriebene Superflugzeugträger USS John C. Stennis mit seinen 70 Kampfflugzeugen und einer Crew von über 5.000 Seeleuten. (11)

Mit zunehmendem Klimawandel wird die Nordwestpassage schiffbar

Der Seeweg zwischen Grönland und den kanadischen arktischen Inseln ist die kürzeste Schifffahrtsroute zwischen Atlantik und Pazifik. Die Kontrolle der Nordwestpassage wäre ein enormer strategischer Vorteil und ein potenzieller Konfliktherd zwischen Kanada und Russland. Die Unfähigkeit Kanadas und Dänemarks, ihr arktisches Territorium in einem solchen Konflikt zu verteidigen, ist der Grund für die von Trump vorgeschlagenen Annexionen. (12) Trumps Arktis- und Grönlandpolitik verfolgt primär machtpolitische, militärstrategische und rohstoffpolitische Interessen, die sich in den größeren Wettbewerb der USA mit Russland und China um die Arktis einfügen. Sein wiederholt geäußerte Absicht der „Kontrolle“ oder sogar des Erwerbs Grönlands zielt darauf, diese Interessen dauerhaft und exklusiv abzusichern. (13)

Die Sicherheitsansprüche Amerikas wurden im Januar 2025 auf dem Treffen der kanadischen Ministerpräsidenten diskutiert, bei dem der Regierungschef und erste Minister der kanadischen Provinz Alberta eine gemeinsame kanadisch-amerikanische Basis vorschlug.

In der PD 66 ist unter Abschnitt B "Nationale Sicherheit und Sicherheitsinteressen in der Arktis" festgehalten: 

„… die nördliche Seeroute umfasst Meerengen, die für die internationale Schifffahrt genutzt werden. Für die Durchfahrt durch diese Meerengen gilt das Regime der Transitpassage. Die Wahrung der Rechte und Pflichten in Bezug auf Schifffahrt und Überflug in der Arktisregion unterstützt unsere Fähigkeit, diese Rechte weltweit auszuüben, auch durch strategische Meerengen“. (14)

Kontinuität der strategischen Logik

Trumps Arktis‑ und Grönland‑Interesse liegt voll auf dieser von Bush in der "National Security Presidential Directive 66" (PD66) 2009 gezogenen Linie:

Beide sehen die Arktis als Raum wachsender militärischer und ökonomischer Konkurrenz (v.a. mit Russland und später China). Die Kontrolle grönländischer Gewässer stärkt die US‑Position gegenüber Russland und China in der Arktisordnung und beim Schutz neuer Handelsrouten, für den die USA Präsenz, Infrastruktur und Rechtsansprüche ausbauen müssen. (15)

Wo Bush vor allem strategische Ziele und Instrumente (Seemacht, Rechtsposition, Kooperation der Arktisanrainer) formuliert, übersetzt Trump dieselbe Grundlogik in spektakuläre Schritte wie die Aufwertung Grönlands in der US‑Kommandostruktur, zusätzliche Investitionspläne und die offen diskutierte Idee eines Erwerbs. (16)

PD 66 legt fest, dass die USA in der Arktis nationale Sicherheits‑, Wirtschafts‑ und Umweltinteressen verfolgen und eine „aktive und einflussreiche nationale Präsenz“ im hohen Norden aufbauen müssen. (17)

Die Direktive von George W. Bush vom Januar 2009 markiert den strategischen Rahmen, innerhalb dessen Trumps Grönland‑Pläne überhaupt sinnvoll verstanden werden können. Bush definiert darin die USA ausdrücklich als arktische Nation und verankert Arktis‑Sicherheit, Ressourcenzugang und Seeherrschaft als nationale Interessen – Trump knüpft daran an, radikalisiert aber die Mittel (Kauf/„Kontrolle“ Grönlands) und die Rhetorik. (18)

Im März 2020 folgte der 15‑Jahres-Plan Moskaus "Über die Grundlagen der Staatspolitik der Russischen Föderation in der Arktis für die Zeit bis 2035" von März 2020. Darin geht es um die sozio-ökonomische Entwicklung Russlands mittels arktischer Ressourcen. Dazu sollen wissenschaftliche und ingenieurtechnische Lösungen erarbeitet werden, mit denen sich klimawandelbedingte Schäden an der Infrastruktur in der russischen Arktis verhindern lassen. (19)

US-Präsident Barack Obama definierte die Ziele der amerikanischen Arktispolitik im Mai 2013. Sein Strategiepapier zielte auf den Ausbau der arktischen Infrastruktur und die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in der Region. Der hohe Norden sollte eine "konfliktfreie Zone" bleiben, wobei dem "Arktischen Rat"  eine wichtige Rolle zugedacht war.

Durch das Schmelzen des "ewigen Eises" vergrößern sich Russland nördliche Außengrenzen.

Präsident Wladimir Putin betonte mehrfach, dass Russland nicht nur der größte Arktisstaat sei, sondern dass auch fast ein Drittel seines Territoriums im Polargebiet liege. Insofern sei Russland der wichtigste Akteur in der Region und die Ausweitung seiner militärischen Aktivitäten dort eine legitime Maßnahme, um nationale Interessen und kritische Infrastruktur zu schützen. Vor allem sind die russischen Einrichtungen zur Förderung und zum Transport von Öl und Gas potentielle Angriffsziele, die es zu verteidigen gilt. Außerdem soll die Nördliche Seeroute als wichtige nationale Wasserstraße den Zugang der eigenen Flotte zu Atlantik und Pazifik gewährleisten.

2013 erhielt die "polare Großmacht" (Xi) China einen Beobachterstatus im "Arktischen Rat" und betreibt seitdem eine ambitionierte Politik im hohen Norden. Im Rahmen der chinesischen "Belt and Road Initiative" (BRI) gilt das Nordpolarmeer – nach dem Landkorridor durch Zentralasien und der maritimen Seidenstraße durch das europäische Mittelmeer – als dritter wichtiger Korridor. Es geht Peking darum, Transportwege zu diversifizieren und über eine Ausweichroute zum ägyptischen Suezkanal zu verfügen.

Werden Rohstoffe und Waren über den Nahen Osten von und nach China verschifft, müssen sie zwischen dem Indischen Ozean und dem Roten Meer die Straße von Bab al-Mandab passieren. Anschließend durchqueren sie den Suezkanal, um ins Mittelmeer zu gelangen. Diese Route ist von großer strategischer Bedeutung für Chinas Handel und Energieversorgung.

Da im Südchinesischen Meer die von den USA beherrschte "Straße von Malakka" im Konfliktfall blockiert werden kann, kommt einer Nordpassage große Bedeutung zu. US-Außenminister Michael Pompeo (2018 bis 2021), vorher "Direktor der Central Intelligence Agency" (CIA) befürchtet, dass es auch in der Arktis zu Militarisierung und Territorialstreitigkeiten kommen könnte.

Das chinesische "Nationale Sicherheitsgesetz" von 2015 gewährleistet die Sicherheit chinesischer Aktivitäten in den Polarregionen (Artikel 32).

Militärische und sicherheitspolitische Dimension der Arktis-Region

Für das US‑Frühwarn- und Raketenabwehrsystem ist Grönland zentral, da die kürzeste Route russischer Interkontinentalraketen über den Pol und damit über Grönland verläuft (das gilt ebenso für Russland). (20)

Die Pituffik Space Base (ehemals Thule Air Base) fungiert als vorgeschobener Außenposten der US‑Luft- und Raumverteidigung und als Knotenpunkt zur Überwachung russischer Raketenstarts und U‑Boot‑Bewegungen. (21)

Pituffik verfügt über einen einsatzfähigen Flugplatz und den nördlichsten Tiefwasserhafen der USA, was den Einsatz von Luft- und Seestreitkräften in der Arktis und im hohen Nordatlantik erleichtert. (22)

Grönland dient als Plattform für Luftbetankung, Aufklärungsflüge, Satellitenkommunikation und ggf. Stationierung zusätzlicher Kräfte, ohne US‑Verbände weit im russischen oder chinesischen unmittelbaren Vorfeld exponieren zu müssen. (23) 

Mit der Eisschmelze gewinnen arktische Routen wie Nordwestpassage und transpolare Seewege an Bedeutung; Grönland liegt an diesen Achsen und ermöglicht deren Überwachung sowie den Schutz westlicher Handels- und Versorgungswege. (24)

Die Region beherbergt kritische Unterwasserkabel und potenzielle Energie- und Rohstoffprojekte; grönländische Radar-, Sensor- und Seestreitkräfte unterstützen den Schutz dieser Infrastruktur gegen Sabotage und hybride Bedrohungen. (25)

Trump begründet sein Begehren explizit mit "nationaler Sicherheit" und stellt Grönland als unverzichtbar für die Verteidigung des amerikanischen Festlands dar, bis hin zur Andeutung, notfalls Gewalt in Betracht zu ziehen. (26)

Grönland liegt am Übergang vom Arktischen Ozean zum Nordatlantik und im Umfeld des GIUK‑Gap (Greenland–Iceland–UK), eines klassischen Engpasses für U‑Boot‑ und Flottenbewegungen zwischen Nordatlantik und Nordmeer. (27)

Mit dem Abschmelzen des Eises werden nördliche Schifffahrtsrouten wirtschaftlich attraktiver; die Kontrolle grönländischer Gewässer stärkt die US‑Position gegenüber Russland und China in der Arktisordnung und beim Schutz neuer Handelsrouten. (28)

Neben den ins Augen stechenden strategischen Vorteilen verfügt Grönland über bedeutende unerschlossene Vorkommen an Erdöl, Gas, Uran, seltenen Erden und anderen kritischen Mineralien, die für Hochtechnologie, Rüstung und Energiewende zentral sind. (29)

In Analysen wird Trumps Interesse mit der Chance verbunden, amerikanischen Unternehmen bevorzugten Zugang zu diesen Ressourcen zu verschaffen und gleichzeitig Chinas Dominanz bei seltenen Erden zurückzudrängen. (30)

Grönlands Potenzial als alternativer Lieferant kritischer Rohstoffe passt in Trumps wirtschaftsnationalistische Agenda, Wertschöpfungsketten von China weg in den US‑Einflussbereich zu verlagern. (31)

Mit der harten Rhetorik gegenüber Dänemark und der Bereitschaft, auch den Erwerb gegen den Willen Kopenhagens zu thematisieren, offenbart Trump, dass er traditionelle Verbündete wie Geschäfts- oder Machtpartner nicht als gleichberechtigte Partner, sondern als Vasallen betrachtet. (32)

Trumps Grönland‑Politik soll die US‑Dominanz in der Arktis gegenüber Russland und China sichern, indem militärische Schlüsselpositionen, neue Handelsrouten und strategische Rohstoffe unter möglichst exklusive US‑Kontrolle kommen. (33)

Grönlands Einbindung in NATO‑Strukturen und die Blockierung chinesischer Investitionen in strategische Rohstoffprojekte werden dabei als Hebel gesehen, westliche bzw. US‑Dominanz im hohen Norden langfristig zu verfestigen. (34)

Grönland verschafft den USA einen herausragenden Vorposten für Raketenfrühwarnung, Raumlagebild und Kontrolle des Nordatlantiks inklusive GIUK‑Gap, also der zentralen maritimen Nachschubrouten zwischen Nordamerika und Europa. Zugleich eignet sich die Insel als Plattform, um russische U‑Boote, Luft- und Seestreitkräfte sowie zukünftige arktische Schifffahrtsrouten zu überwachen und im Krisenfall zu sperren. (35)

Kontrolle des GIUK‑Gap und U‑Boot‑Abwehr

Grönland bildet die nördliche Flanke des GIUK‑Gap (Greenland–Iceland–UK), eines klassischen maritimen Engpasses, über den russische U‑Boote und Überwasserschiffe aus der Barentssee in den Atlantik auslaufen müssen. (36)

Militärische Infrastruktur und Sensorik auf Grönland unterstützen U‑Boot‑Jagd (ASW), See- und Luftlagebild im Nordatlantik, um im Konfliktfall Nachschub- und Verstärkungslinien zwischen USA und Europa zu schützen. (37) 

Durch die Verlagerung der Zuständigkeit für Grönland zu US Northern Command wird die Insel explizit als Teil der tiefengestaffelten Verteidigung des amerikanischen Homeland betrachtet. (38)

In dieser Logik fungiert Grönland als vorgeschobene „Frühwarn- und Pufferzone“ vor Nordamerika, in der gegnerische Angriffe früh erkannt und maritime sowie luftgestützte Bedrohungen möglichst weit draußen abgefangen werden sollen. (39)

Kontinuität der strategischen Logik

Trumps Arktis‑ und Grönland‑Interesse liegt voll auf dieser von Bush gezogenen Linie: beide sehen die Arktis als Raum wachsender militärischer und ökonomischer Konkurrenz (v.a. mit Russland und später China), in dem die USA Präsenz, Infrastruktur und Rechtsansprüche ausbauen müssen. (40)

Wo Bush vor allem strategische Ziele und Instrumente (Seemacht, Rechtsposition, Kooperation der Arktisanrainer) formuliert, übersetzt Trump dieselbe Grundlogik in spektakuläre Schritte wie die Aufwertung Grönlands in der US‑Kommandostruktur, zusätzliche Investitionspläne und die offen diskutierte Idee eines Erwerbs. (41) 

Schon Bushs Direktive hebt die Bedeutung von Seewegen, Offshore‑Ressourcen und militärischer Präsenz im Arktikraum hervor – Grönland ist hierfür der geographisch zentrale US‑Brückenkopf (Frühwarnsysteme, Projektion von Seemacht, Zugang zum Nordatlantik und Arktischen Ozean). (42)

Trumps Grönland‑Pläne sind daher weniger eine „Laune“, sondern die zugespitzte Form eines bereits 2009 festgeschriebenen Trends: die USA definieren die Arktis – mit Grönland im Zentrum – als Teil ihres erweiterten nationalen Raums, den sie politisch, rechtlich und ggf. territorial stärker unter eigene Kontrolle bringen wollen. (43) 

Ende der 2000er begannen deutsche Thinktanks und parteinahe Stiftungen, Arktisfragen stärker sicherheitspolitisch zu rahmen – im Fahrwasser von Bushs Arktis‑Direktive 2009, wachsendem Interesse an Rohstoffen und sich abzeichnenden Großmachtrivalitäten in der Region.

Seit Beginn des russisch-ukrainischen Konflikts 2014 war Russland nicht an den jährlichen Treffen des "Runden Tischs" der arktischen Sicherheitskräfte (Arctic Security Forces Roundtable, ASFR) beteiligt, und der Stab der arktischen Verteidigungschefs (Arctic Chiefs of Defence Staff, ACDS) hat seit 2013 nicht mehr getagt. (44)

Kampf um die Arktis? Expertentagung der Hanns-Seidel-Stiftung (CSU)

11 Monate nach der Präsidentendirektive von George W. Bush und 5 Monate nach den Großmanövern im Hohen Norden fand am 10. Dezember 2009 in der "Hanns-Seidel Stiftung – Akademie für Politik und Zeitgeschehen" in Wildbad Kreuth die Expertentagung "Kampf um die Arktis" unter der Leitung des versierten Bernd Rill statt.

Im Plenum saß die Regierungsberaterin und Analystin der deutschen wie der transatlantischen Außen- und Sicherheitspolitik Frau Prof. Dr. Haftendorn und der ehemalige Brigadegeneral Dr. Freiherr von Oer. Der promovierte Physiker von Oer war Leiter von Operations Research (OR) der Bundeswehr, eine Dienststelle, die den Einsatz quantitativer Modelle und Methoden zur Entscheidungsunterstützung unter Anwendung von Angewandter Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik entwickelt. Auch der Verfasser dieses Artikels war eingeladen.

Auf dem Podium neben Bernd Rill der umtriebige, damals 41-jährige Carlo Masala, Professor für "Internationale Politik" an der Universität der Bundeswehr München sowie zwei Professoren des Alfred-Wegener-Instituts, das sich auf die Erforschung der Polargebiete und der sie umgebenden Meere spezialisiert hat. Gleich zu Beginn der Veranstaltung hinterfragte der Physiker von Oer die Aussagen der Vertreter des Wegener-Instituts hinsichtlich der Forschungsergebnisse, was jedoch unbeantwortet blieb.

Es wurde allgemein besonders betont, dass sich unter der Arktis keine nennenswerten Ressourcen befänden.

Daraufhin meldete sich Wolfgang Effenberger mit dem Hinweis, dass zumindest eine einflussreiche Persönlichkeit die weltgrößten Ressourcen unter dem arktischen Eis vermutet, was vom Podium und vom Plenum mit großem Gelächter quittiert wurde. Wolfgang Effenberger klärte dann auf, dass es sich bei dieser Persönlichkeit um den US-Präsidenten George W. Bush handele, der diese Aussage sogar als Präsidentendirektive 66 am 9. Januar in Kraft gesetzt habe. Auch wenn es dort wirklich keine Ressourcen gäbe, dann hätte die Direktive doch maßgeblichen Einfluss auf die geplanten US-Stützpunkte und die gesamte Sicherheitsarchitektur der Arktis.

Wolfgang Effenberger bot Herrn Masala den Ausdruck der PD 66 sowie die aktualisierten US-Marine-Strategie-Papiere zum Kopieren und zur anschließenden Verteilung an die Teilnehmer an, was dieser mit einem amüsierten Lächeln ablehnte, da es sich doch nur um Papier handeln würde. Dieses hochmütige Verhalten einem 22 Jahre älteren ehemaligen Offizier mit Einblick in das geplante atomare Gefechtsfeld in Europa gegenüber war befremdlich, wurde jedoch vom Plenum – bis auf Herrn von Oer – hingenommen. 

Süddeutsche Zeitung 2009: Es wird keinen Kampf um die Arktis geben 

Am 13. Dezember 2009 erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Bericht über die Tagung in Wildbad Kreuth, der mit der Zusammenfassung endete, dass es keinen Kampf um die Arktis geben werde.

Inzwischen hat nach Hillary Clinton und Barack Obama Donald Trump den amerikanischen Anspruch auf die Arktis angemeldet, und da sicher nicht deshalb, weil man dort Eisbären jagen möchte.

Durch die Klimaerwärmung werden die dort vermuteten Ressourcen mehr und mehr zugänglich, und der 2009 noch belächelte „Kampf um die Arktis“ beginnt. Vielleicht haben die vielfältigen Geo-Engineering-Operationen auch das Ziel, das arktische Eis zum Schmelzen zu bringen und sich die Ressourcen darunter zu sichern? Auf jeden Fall sollten Amerikas „Sicherheitsinteressen“ in Grönland und darüber hinaus endlich ernst genommen werden. 

Sicherheitsexperte Carlo Masala: von keiner Talkshow wegzudenken 

Mit "Nachgefragt"-Moderatorin Frau Hauptmann Beate Schöne sprach Sicherheitsexperte Carlo Masala über die sicherheitspolitische Lage nach der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025. Das YouTube-Format "Nachgefragt" wurde nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 gestartet. Zunächst drehte sich "Nachgefragt" ausschließlich um die mit dem Krieg in der Ukraine verbundenen Fragen, nach den islamistischen Terrorattacken auf Israel im Oktober 2023 wurde das Format erweitert. Aktuell werden Informationen zu „Krise, Krieg und Konflikte“ vermittelt.

Im Gespräch mit Beate Schöne warnte Masala vor fundamentalen Herausforderungen:

„Wir haben transatlantische Beziehungen, die sich jetzt unter dieser Trump-Administration möglicherweise nachhaltig verändern. Wir haben einen Gegner Russland, der die europäische Sicherheitsordnung militärisch bedroht, und wir haben dann, weit weg in Asien, mit China einen Akteur, der die internationale Ordnung auf den Kopf stellen will.“ (45)

Für Masala ist die Bundeswehr ein wichtiges Instrument, um Deutschland außen- und sicherheitspolitisch zu positionieren. Diese sei aber unterfinanziert und personell nicht gut ausgestattet. Aber eine nachhaltige Finanzierung der Streitkräfte koste viel Geld, und auch die Unterstützung der Ukraine sei teuer. Eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts sei nötig, aber nicht ausreichend. Masala nannte unter anderem die Einführung eines zusätzlichen Solidaritätszuschlags für Verteidigung und ein Aussetzen der Schuldenbremse als Lösungsansätze.

„Ich glaube, wir müssen alle Instrumente nutzen, um diesen enormen Finanzbedarf, der auf uns zukommt, auch decken zu können.“

Dazu müsse sich auch die Einstellung der Bevölkerung zu sicherheits- und außenpolitischen Themen ändern, sagt Masala. Die politische Führung müsse den Deutschen erklären, warum es wichtig sei, sich außen- und sicherheitspolitisch neu auf- und einzustellen sowie die Bundeswehr nachhaltig zu finanzieren und auszustatten. Der Sicherheitsexperte betont:

„Wenn die Bevölkerung nicht mitgeht, dann wird es schwierig.“ (46)

Eine desinformierte Bevölkerung kann zwar mittels Propaganda in einen Krieg hineinmanipuliert werden – Sollten jedoch den Menschen hierzulande die strategischen Hintergründe bewusst werden, können und sollten sie nicht mitgehen! Dann wird es zwar für die Kriegsfraktion schwierig, aber der Frieden hätte eine Chance.

Anmerkungen und Quellen

Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete "atomare Gefechtsfeld" in Europa. Nach zwölfjähriger Dienstzeit studierte er in München Politikwissenschaft sowie Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm: „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020) sowie "Die unterschätzte Macht" (2022)

1) https://www.swp-berlin.org/10.18449/2020A50/

2) https://irp.fas.org/offdocs/nspd/nspd-66.htm, nicht mehr zugänglich, Dokument ist von Wolfgang Effenberger archiviert

3) https://irp.fas.org/offdocs/nspd/nspd-66.htm, nicht mehr zugänglich, Dokument ist von Wolfgang Effenberger archiviert

4) Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat: Die Europäische Union und die Arktis, KOM (2008) 763 endgültig, Brüssel, 20.11.2008, S. 7.

5) Allied Air Component Command HQ Ramstein, April 9, 2009

6) Barents Observer, June 8, 2009

7) Die NATO Response Force (NRF) ist eine Eingreiftruppe der NATO, die in zeitlich hoher Verfügbarkeit durch ihren modularen Aufbau in einem breiten Spektrum möglicher Operationen eingesetzt werden kann

8) Güth, Katja: NATO-Manöver im bündnisfreien Schweden, unter https://www.bing.com/search?pglt=297&q=G%C3%BCth%2C+Katja%3A+NATO-Man%C3%B6ver+im+b%C3%BCndnisfreien+Schweden&cvid=8e6feae099994220ac34023307e1c77b&gs_lcrp=EgRlZGdlKgYIABBFGDkyBggAEEUYOdIBCDEyMjdqMGoxqAIAsAIA&FORM=ANNTA1&adppc=EDGEBRV&PC=EDGEBRV

9) Headquarter (HQ) von Joint Force Air Component (JFAC) in Ramstein

10) Christian Science Monitor, June 11, 2009

11) Fairbanks Daily News-Miner, June 12, 2009

12) https://ddgeopolitics.substack.com/p/fortifying-the-american-hemisphere?utm_source=post-email-title&publication_id=1769298&post_id=158268268&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=true&r=1rgjxh&tried

13) https://defence24.com/index-9

14) https://irp.fas.org/offdocs/nspd/nspd-66.htm, nicht mehr zugänglich, Dokument ist von Wolfgang Effenberger archiviert

15) https://www.swp-berlin.org/10.18449/2020A50/

16) https://internationalepolitik.de/de/europa-zeigt-der-arktis-politik-flagge

17) https://www.arctic-report.net/product/usa-untersteichen-ihr-nationales-interesse-an-der-arktis/

18) https://georgewbush-whitehouse.archives.gov/news/releases/2009/01/20090112-3.html

19) https://www.swp-berlin.org/10.18449/2020A50/

20) https://www.cnbc.com/2026/01/07/why-trump-wants-greenland-and-what-makes-it-so-important-for-security.html

21) https://www.cnbc.com/2026/01/07/why-trump-wants-greenland-and-what-makes-it-so-important-for-security.html

22) https://www.cnbc.com/2026/01/07/why-trump-wants-greenland-and-what-makes-it-so-important-for-security.html

23) https://www.politico.com/news/2025/06/02/pentagon-greenland-northern-command-00381223

24) https://www.belfercenter.org/research-analysis/explainer-geopolitical-significance-greenland

25) https://amandavandyke.substack.com/p/why-the-giuk-gap-matters-a-strategic

26) https://www.cnn.com/2026/01/07/politics/us-greenland-trump-denmark-history-hnk

27) https://defence24.com/index-9

28) https://www.eureporter.co/world/china-2/2025/12/15/greenlands-strategic-shift-as-a-game-changer-in-the-global-rare-earth-race/

29) https://www.thearcticinstitute.org/trump-greenland-logic-chaos/

30) https://rsdi.ae/en/publications/arctic-crosscurrents-greenland-in-the-era-of-strategic-realignment

31) https://www.thearcticinstitute.org/trump-greenland-logic-chaos/

32) https://www.bbc.com/news/articles/c74x4m71pmjo

33) https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2025/769527/EPRS_BRI(2025)769527_EN.pdf

34) https://www.eureporter.co/world/china-2/2025/12/15/greenlands-strategic-shift-as-a-game-changer-in-the-global-rare-earth-race/

35) https://www.belfercenter.org/research-analysis/explainer-geopolitical-significance-greenland

36) https://en.wikipedia.org/wiki/GIUK_gap

37) https://www.militarytimes.com/news/pentagon-congress/2026/01/06/why-trump-is-claiming-the-us-needs-greenland-for-arctic-security/

38) https://breakingdefense.com/2025/06/trump-shifts-greenland-from-eucom-to-northcoms-responsibility/

39) https://www.politico.com/news/2025/06/02/pentagon-greenland-northern-command-00381223

40) https://www.swp-berlin.org/10.18449/2020A50/

41) https://internationalepolitik.de/de/europa-zeigt-der-arktis-politik-flagge

42) https://georgewbush-whitehouse.archives.gov/news/releases/2009/01/20090112-3.html

43) https://www.imi-online.de/2009/04/20/streit-um-bodenschae/

44) Andere bestehende regionale Plattformen, an denen Russland weiterhin teilnimmt, nämlich der "Arktische Rat", der "Euro-Arktische Barents-Rat" (Barents Euro-Arctic Council, BEAC) und das "Arktische Küstenwachenforum" (Arctic Coast Guard Forum, ACGF), befassen sich nicht mit Fragen harter Sicherheit

45) https://www.bundeswehr.de/de/aktuelles/meldungen/nachgefragt-masala-sicherheitspolitik-deutschland-europa-5894548; https://www.bundeswehr.de/de/mediathek/nachgefragt-masala-sicherheitspolitik-deutschland-europa-5894562

46) Ebda.

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: George W. Bush (US-Präsident von 2001–2009)
Bildquelle: Jason and Bonnie Grower / shutterstock

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Kanada kehrt zur Energie-Realität zurück, entlarvt doch der Pipeline-Deal die Net Zero-Illusion

23. Januar 2026 um 08:00

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Vijay Jayaraj

Kanadas Energiepolitik kollidiert mit der wirtschaftlichen Realität, weil ein neues Pipeline-Abkommen die Grenzen der Netto-Null-Ideologie aufzeigt. Öl, Gas und Energie im Überfluss bleiben für die kanadische Wirtschaft und ihren künftigen Wohlstand unverzichtbar.

Eine kürzlich unterzeichnete Absichtserklärung zwischen dem kanadischen Premierminister Mark Carney und der Premierministerin von Alberta Danielle Smith stellt die unvermeidliche Wiederbekräftigung der wirtschaftlichen Notwendigkeit gegenüber der Phantasterei der „Dekarbonisierung“ dar, die Ottawa seit einem Jahrzehnt im Griff hat.

Die Vereinbarung, die den Bau einer Pipeline zum Transport von Öl aus Alberta zu einem Exportterminal am Pazifik vorsieht, führte zum Rücktritt eines liberalen Abgeordneten und zu Jubel seitens der Provinzpremiers. „Dies ist ein großartiger Tag für Alberta”, erklärte Smith.

Die wirtschaftliche Realität des kanadischen Energiesektors

Alberta ist ein wichtiger Motor für Kanadas Wirtschaft. Der Energiesektor der Provinz erwirtschaftet jährlich ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 88 Milliarden Dollar, was 25 % der gesamten Wirtschaftsleistung Albertas entspricht. Diese Einnahmen fließen nach Osten in die Hauptstadt, um die Transferzahlungen des Bundes zu finanzieren, mit denen die öffentlichen Finanzen anderer Provinzen unterstützt werden, von denen einige gegen die Ölförderung sind, die ihnen Geld einbringt.

Die Atlantikprovinzen, Teile von Quebec und sogar Ontario profitieren von Lizenzgebühren und Steuereinnahmen, die durch die Förderung von Kohlenwasserstoffen in Tausenden von Kilometern Entfernung generiert werden. Sogenannte moralische Einwände gegen die Erschließung von Ölsanden werden oft von Einwohnern von Halifax oder Montreal geäußert, aber selten hört man von einer Bereitschaft, auf die Einnahmen aus dem Westen zu verzichten, die Krankenhäuser am Laufen halten und die Gehälter im öffentlichen Dienst finanzieren.

Net Zero-Politik vs. wirtschaftlicher Realität

Es war also die finanzielle Realität, die Carney dazu veranlasste, die Erwartungen zu überdenken, die durch unzählige Regierungsdokumente, Klimaschutzversprechen und regulatorische Rahmenbedingungen der vorherigen Regierung geschaffen worden waren, um „den Planeten zu retten“, indem der Verbrauch fossiler Brennstoffe eingeschränkt wurde.

Kanadas Klimaindustriekomplex hatte prophezeit, dass Pipelines zu gestrandeten Vermögenswerten werden würden und dass Alberta an Bedeutung verlieren würde, wenn Netto-Null zur [kanadischen] Bundespolitik würde. Das von Carney unterzeichnete Abkommen geht jedoch in die entgegengesetzte Richtung, sieht neue Infrastruktur vor und signalisiert, dass selbst Kanadas klimabewussteste Bundesführung ohne fossile Brennstoffe nicht regieren kann.

Technisch gesehen wurde die Obergrenze der Bundesregierung für Öl- und Gasemissionen ausgesetzt. Die Clean Electricity Regulation – eine vorgeschlagene Beschränkung der Fähigkeit Albertas, erschwinglichen Strom zu erzeugen – wurde gelockert. Die Fristen für die Reduzierung der Methan-Emissionen wurden über 2030 hinaus verlängert. Ja, es gibt Vorbehalte, die eine milde Form der Anti-Kohlenstoff-Haltung zu suggerieren scheinen, aber das Gesamtbild hat sich verändert.

Medienberichte und die Dämonisierung fossiler Treibstoffe

Die Canadian Broadcasting Corporation, eine öffentlich finanzierte Institution, hat konsequent die Meinung von Umweltaktivisten wiederholt, die fossile Brennstoffe als Abscheulichkeit und nicht als wirtschaftliche Notwendigkeit betrachten. Diese Botschaft hat viele Kanadier davon überzeugt, dass ihre Regierung eine schreckliche Sünde begeht, indem sie Energie produziert, die weltweit nachgefragt wird. Dabei übersehen sie, dass kanadisches Öl und Erdgas unter weitaus strengeren Standards gefördert werden als im Nahen Osten, in Russland oder anderen Regionen.

Energieüberfluss ist die Grundlage für Wohlstand. Nationen, die ihre Energieversorgung einschränken, verarmen. Nationen, die zuverlässige, erschwingliche Energie erzeugen, kommen ihrer Bevölkerung und der ganzen Welt zugute. Kanada sollte die Energie für sich selbst erzeugen und den Überschuss auf die globalen Märkte exportieren.

Klimawandel und die landwirtschaftliche Produktivität Kanadas

Über die Energiewirtschaft hinaus gibt es noch eine weitere Dimension für die wirtschaftliche Zukunft Kanadas, die von der traditionellen Klimadoktrin außer Acht gelassen wird: die Landwirtschaft. Die Erwärmung des Klimas in Kanada hat die Vegetationsperiode in den Prärien verlängert und neue Möglichkeiten für die Landwirtschaft eröffnet.

Offiziellen Daten zufolge stieg die Gesamtweizenproduktion im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 11,2 % auf einen Rekordwert von 40 Millionen Tonnen und übertraf damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2013. Die Rapsproduktion stieg um 13 % und übertraf damit den Rekord aus dem Jahr 2017. Die Gersten- und Haferproduktion stieg um 19 % bzw. 17 %.

Insgesamt stieg die Produktion aller wichtigen Feldfrüchte im Vergleich zum Vorjahr um 4 %. Für das nächste Erntejahr (2025–2026) wird eine Gesamtproduktion auf Rekordniveau prognostiziert, die um 3 % über dem Vorjahreswert und um 8 % über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegen dürfte.

Historische Analysen zeigen, dass sich die klimatischen Bedingungen in den landwirtschaftlichen Regionen Kanadas in Richtung längerer Vegetationsperioden verschoben haben, mit mehr frostfreien Tagen und größeren Anbaugebieten.

Furcht, Ideologie und die Kosten der Energie-Knappheit

Kritiker werden behaupten, dass die Genehmigung einer neuen Pipeline ein Verrat an künftigen Generationen sei. Aber was gefährdet die Nachwelt wirklich? Eine Erwärmung um ein paar Zehntel Grad, die die Vegetationsperioden verlängert? Oder eine Zukunft mit Energieknappheit, Deindustrialisierung und wirtschaftlicher Stagnation?

Die Panikmache wegen einer „Klimakatastrophe” diente nur dazu, eine bürokratische Klasse zu stärken, die darauf aus ist, den Konsum zu kontrollieren und Lebensweisen zu besteuern. Sie hat nichts daran geändert, wie die Physik der Atmosphäre funktioniert oder was Menschen brauchen, die auf bezahlbare Energie angewiesen sind, um zu überleben.

Dieser Kommentar wurde erstmals am 16. Januar im American Thinker veröffentlicht. Clintel hat zur besseren Lesbarkeit Zwischentitel hinzugefügt.

Vijay Jayaraj is a Science and Research Associate at the CO2 Coalition, Fairfax, Virginia. He holds an M.S. in environmental sciences from the University of East Anglia and a postgraduate degree in energy management from Robert Gordon University, both in the U.K., and a bachelor’s in engineering from Anna University, India. He served as a research associate with the Changing Oceans Research Unit at University of British Columbia, Canada.

Link: https://clintel.org/canada-returns-to-energy-reality-as-pipeline-deal-exposes-net-zero-illusion/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Im Fall einer US-Invasion plant das kanadische Militär eine „unkonventionelle Kriegsführung“

22. Januar 2026 um 17:58

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Vorbild ist die Guerilla-Taktik der Mudschaheddin und Taliban in Afghanistan. Man könnte auch an die Stay-behind-Gruppen der Nato denken. Und dann glauben Militärs, es würden "deutsche Schiffe und britische Flugzeuge" Kanada zur Hilfe kommen.

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“Indigener” Transgender-Killer darf Haft nicht in kanadischem Frauengefängnis verbüßen

18. Januar 2026 um 18:09

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Der vom Gericht als “indigen” bezeichnete Killer Michael Williams vergewaltigte und ermordete gemeinsam mit einigen Komplizen im Jahr 2005 die erst 13-jährige Nina Courtepatte. Heute nennt er sich Michelle Autumn und wollte das kanadische Rechtssystem an der Nase herumführen. Nach seiner Verlegung in ein Frauengefängnis randalierte er – und der Staat sah sich gezwungen, das Machtwort zu sprechen, das für jeden klar denkenden Menschen ohnehin als “normal” gilt.


Im April 2005 ereignete sich in Edmonton eines der grausamsten Jugendverbrechen der kanadischen Nachkriegsgeschichte. Die 13-jährige Nina Courtepatte wurde unter falschen Vorwänden aus dem Umfeld der West Edmonton Mall auf einen Golfplatz gelockt. Dort wurde sie von mehreren Tätern sexuell missbraucht und anschließend stranguliert, erstochen und mit einem Hammer erschlagen. Einer der Haupttäter war der damals 17-jährige Michael Williams.

Zwei Jahre später, im Jahr 2007, verurteilte ein kanadisches Gericht Williams wegen “Mordes ersten Grades” zu lebenslanger Haft. Trotz seines jugendlichen Alters entschied die zuständige Richterin, dass die außergewöhnliche Brutalität der Tat eine Erwachsenenstrafe erforderte. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde Williams als hochgefährlich beschrieben. Gutachter stellten fehlende Reue fest und bescheinigten ihm erhebliche psychische Auffälligkeiten.

In den folgenden Jahren verbrachte Williams seine Haft fast ausschließlich in Männergefängnissen mit hoher Sicherheitsstufe. Der Strafvollzug hatte wiederholt Schwierigkeiten, ihn in bestehende Strukturen zu integrieren. Mehrfach kam es zu Verlegungen, da sein Verhalten als aggressiv, manipulativ und schwer kontrollierbar galt. Schon kurz nach der Verurteilung wurde intern darauf hingewiesen, dass Williams in bestimmten Anstalten kaum zu schützen wäre, sobald andere Insassen von der Art seiner Tat erfuhren.

Ein Wendepunkt trat erst Jahre später ein. Im Jahr 2014 wurde bei Williams eine Geschlechtsdysphorie diagnostiziert. In der Folge trat er unter dem Namen Michelle Autumn auf und verlangte, im Strafvollzug als Frau behandelt zu werden. Die kanadischen Behörden kamen diesen Forderungen schrittweise entgegen, zunächst bei organisatorischen Fragen, später auch bei der Unterbringung.

Im November 2024 genehmigte der Strafvollzug schließlich einen freiwilligen Transfer in das Grand Valley Institution for Women. Die tatsächliche Verlegung erfolgte im März 2025. Bereits im Vorfeld hatten Verantwortliche darauf hingewiesen, dass es sich um eine kleine Einrichtung handelte und ein konfliktfreies Verhalten zwingende Voraussetzung für einen Verbleib sei.

Nach der Ankunft eskalierte die Situation innerhalb weniger Tage. Bei der Aufnahme zeigte Autumn sexuell enthemmtes Verhalten während einer Leibesvisitation. Kurz darauf drohte er Mitinsassinnen offen mit Gewalt, nachdem diese ihre Ablehnung seiner Unterbringung geäußert hatten. Als das Personal eine interne Verlegung innerhalb der Anstalt anordnete, verbarrikadierte sich Autumn stundenlang, beschädigte Einrichtungen, deckte Überwachungskameras ab und drohte mit Selbst- und Fremdgewalt. Der Vorfall konnte erst durch den Einsatz eines Sondereinsatzteams beendet werden.

In der Folge entschied die Gefängnisleitung, Autumn auf Notfallbasis zurück in das Männer-Hochsicherheitsgefängnis Millhaven Institution zu verlegen. Gegen diese Maßnahme klagte er vor dem Ontario Superior Court of Justice.

Anfang Januar 2026 wies das Gericht den Antrag ab. Richterin Kristin Muszynski stellte fest, dass die Rückverlegung rechtmäßig und verhältnismäßig gewesen war. Ausschlaggebend seien nicht Selbstaussagen oder formale Kategorien gewesen, sondern das dokumentierte Verhalten, die ausgesprochenen Drohungen und die hohe Gefahr weiterer Gewalttaten. Die Frauenanstalt habe erhebliche Anstrengungen unternommen, den Häftling zu integrieren, sei damit jedoch objektiv gescheitert.

Der Fall Williams zeigte damit in ungewöhnlicher Klarheit die Grenzen staatlicher Steuerungsversuche im Strafvollzug auf. Frauenhaftanstalten sind für die Gesundheit ihrer Insassinnen verantwortlich. Als sich abzeichnete, dass diese Schutzfunktion nicht mehr gewährleistet war, griff der Staat ein. Ideologische Erwägungen traten hinter Sicherheitsfragen zurück – so die offiziellen Erklärungen.

Gleichzeitig hielt das Gericht fest, dass auch ein schwerer Gewaltverbrecher Anspruch auf menschenwürdige Haftbedingungen hatte. Diese könnten, so die Begründung, in einer streng überwachten Männeranstalt gewährleistet werden, nicht jedoch in einer offenen Frauenanstalt, die für eine völlig andere Gefangenenstruktur konzipiert sei.

Nach mehr als zwanzig Jahren Haft, zahlreichen Verlegungen und einem gescheiterten Versuch der Unterbringung im Frauenvollzug zog die kanadische Justiz damit eine klare Linie. Nicht Selbstdefinitionen nach ideologischen Moden, sondern Verhalten, Risiko und Verantwortung bestimmten am Ende die Entscheidung.

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Trump im “Annexionsfieber” 

18. Januar 2026 um 11:00

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Gestern hat US-Präsident Trump in einem Post auf TruthSocial angekündigt, Strafzölle gegen die europäischen Länder zu verhängen, die sich in der Grönland-Frage gegen ihn gestellt haben. Darüber habe ich berichtet, seinen Post komplett übersetzt und auch darauf hingewiesen, dass er in dem Post auch seine Ambitionen auf Kanada erneuert hat, die Details dazu finden Sie […]
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EU plant russische Milliarden für die Ukraine – droht die Finanzkrise?

16. Oktober 2025 um 00:30

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Mit einem perfiden Finanztrick will die EU eingefrorene russische Vermögen als Kreditsicherheit für die Ukraine nutzen. Experten warnen: Das könnte Euroclear und die globale Finanzstabilität …

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