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Heute — 06. Juni 2026Trash

Nius und die zwei Geschlechter: Wenn die BVG die Meinungsfreiheit vor den Bus wirft

06. Juni 2026 um 03:59

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Das linke Berlin und all seine Organisationen nicht nur intolerant, sondern auch nicht besonders intelligent. Das legt jedenfalls die freidrehende ...

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Gestern — 05. Juni 2026Trash

US-Diplomatin kritisiert deutsches „Lügenfritz“-Urteil und spricht von „Zensur“

05. Juni 2026 um 11:50

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Dass ein Gericht die Bezeichnung von Bundeskanzler Friedrich Merz als „Lügenfritz“ als strafbare Beleidigung wertete und per Strafbefehl ahndete, sorgte ...

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„AfD will Demokratie nicht abschaffen“: Harald Martenstein zerlegt Melanie Amann

05. Juni 2026 um 10:04

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Harald Martenstein war zu Gast im Podcast „Amann [un]framed“ – und brachte Gastgeberin Melanie Amann dabei in Bedrängnis. Die neue ...

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Peinlicher Auftritt im Netz-Talk: Als Melanie Amann ins Straucheln gerät

05. Juni 2026 um 07:52

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(David Berger) Kein Gesicht dürfte so symptomatisch für den langjährigen Zustand des Spiegel-Journalismus stehen wie das von Melanie Amann, die viele Jahre für das Relotius-Magazin tätig war. Wer den Staatsfunk konsumiert konnte ihre attraktiv-sympathische, von einer tiefen Intellektualität und journalistischem Ethos geprägte Art bereits ausgiebig kennenlernen. Nachdem ARD und ZDF aber immer mehr an Relevanz […]

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Verpflichtende Diversity-Kurse für Polizisten: Jeder fünfte Beamte fürchtete, etwas Falsches zu sagen

05. Juni 2026 um 04:03

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Tausende Polizeibeamte in Großbritannien wurden laut dem Telegraph einem sogenannten Diversity-Training unterzogen – unter anderem von der Einheit, die während ...

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Niemand weiß mehr, was gesagt werden darf: Wie Rechtsunsicherheit die Meinungsfreiheit aushöhlt

05. Juni 2026 um 03:55

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„In manchen Teilen der Welt kann bereits das Erzählen eines Witzes in der Öffentlichkeit eine Geldstrafe oder sogar eine Haftstrafe ...

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Darf man den Kanzler „Lügenfritz“ nennen? Anwalt provoziert Grundsatzstreit

04. Juni 2026 um 08:34

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Karikatur von Friedich Merz als MünchhausenDer Kölner Rechtsanwalt Markus Haintz hat gestern öffentlich bekannt gegeben, bei der Staatsanwaltschaft Köln eine Anzeige gegen sich selbst erstattet zu haben. Hintergrund ist die wiederholte Bezeichnung von Bundeskanzler Friedrich Merz als „Lügenfritz“ in sozialen Medien. Nach eigenen Angaben habe Haintz den Begriff mehrfach verwendet und beabsichtige, dies auch künftig zu tun. Der „Lügenfritz“-Skandal zieht […]

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Sachsens Justizministerin will Politikerbeleidigung abschaffen

04. Juni 2026 um 06:12

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Sachsens Justizministerin will sich dafür einsetzen, dass der Straftatbestand der Politikerbeleidigung abgeschafft wird. Jüngst erhielt ein Fall Aufmerksamkeit, weil ein ...

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Zeichen gegen Meinungsfreiheit: Transaktivisten prügeln auf Megafon-Piñata ein

03. Juni 2026 um 19:01

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In der schweizerischen Stadt Zürich haben mehreren Berichten auf X zufolge am Dienstag mehrere Transaktivisten gegen eine Veranstaltung des „Bündnis Redefreiheit“ ...

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Staatsanwaltschaft rechtfertigt Lügenfritz-Strafbefehl: Wahrheitsgehalt unerheblich

03. Juni 2026 um 17:31

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Nach dem Lügenfritz-Strafbefehl (Apollo News berichtete) hat die Staatsanwaltschaft Heilbronn ihr Vorgehen wegen eines Facebook-Kommentar jetzt gerechtfertigt. Ob Bezeichnungen wie ...

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Die Glaskinn-Politiker: Je mächtiger, desto empfindlicher

03. Juni 2026 um 14:50

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In den letzten fünf Jahren hat Friedrich Merz Hunderte Anzeigen oder Strafanträge gegen Bürger gestellt. Nicht wegen Morddrohungen oder Verleumdungen, ...

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Verurteilung wegen „Lügenfritz“: Wie soll man Merz denn bitteschön sonst nennen?

03. Juni 2026 um 03:55

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Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd – und in Deutschland einen guten Anwalt. Weil ein Facebook-Nutzer den Bundeskanzler ...

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Strafbefehl wegen Facebook-Kommentar: „Lügenfritz“ ist strafbar, meint ein Amtsgericht

02. Juni 2026 um 13:41

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Bundeskanzler Friedrich Merz hat ein flexibles Verhältnis zur Ehrlichkeit – „Lügenfritz“ darf man ihn deshalb trotzdem nicht nennen. So entschied ...

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Ausreisesperre gegen Mitglied der Identitären Bewegung – Bundespolizei verweigert Auskunft

29. Mai 2026 um 15:35

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Gegen den Bundessprecher der „Identitären Bewegung Deutschland“, Maximilian Märkl, wurde eine Ausreisesperre verhängt, wie er selbst am Donnerstag auf X ...

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Harald Martenstein: Meine Meinung kostete mich den Job

29. Mai 2026 um 11:50

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(David Berger) Seit drei Jahrzehnte gilt Harald Martenstein als eine der bekanntesten Stimmen des deutschen Journalismus. Seine Kolumnen im Tagesspiegel wurden von vielen Lesern geschätzt, weil sie pointiert, ironisch und oft bewusst gegen den Strom geschrieben waren. Doch nach 33 Jahren endete seine Zeit bei der Zeitung abrupt – ausgelöst durch eine öffentliche Debatte über […]

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Friedrich Merz als „Lackaffe“ bezeichnet: Gericht verhängte Geldstrafe, jetzt wird verhandelt

29. Mai 2026 um 06:49

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Am Freitag wird ab 9 Uhr vor dem Amtsgericht Heilbronn verhandelt, ob die Bezeichnung von Friedrich Merz als „Lackaffe“ eine ...

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Erneute Großdemonstration in Deutschland – muss die Regierung Angst haben?

22. Mai 2026 um 16:38

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Wie viele Menschen werden am 08.06. in Berlin ein Zeichen setzen?

Lange war es hier still, aber wie ihr uns ja inzwischen kennt, melden wir uns immer dann, wenn es wirklich wichtig wird. Habt ihr es schon gehört, es werden Stimmen laut, die von erneuten Großdemonstrationen nach dem Vorbild von zehntausenden Briten, die in London auf der Straße waren, sprechen. Bei der „Unite the Kingdom“ Demo von Tommy Robinson gegen Migration, Asylpolitik und die britische Regierung unter Keir Starmer. Einem AfD Poltiker scheint Starmer sogar die Einreise verweigert haben. Der Organisator spricht davon: „Wir wollen unser Land zurück“.

Die Frage ist, braucht Deutschland ähnliche Proteste wie in London? Ist Deutschland überhaupt bereit dafür – denn gefühlt würden wir sagen, ist der Schmerz nicht groß genug und man plant lieber den Sommerurlaub, die Kirchweih oder das Weinfest.

Ben ungeskriptet hat es auch schön gesagt, letztendlich, eigentlich müssten die Menschen massenweise auf der Straße sein und sie müssten halt damit rechnen, dass sie dann mit einem Foto in der Zeitung sind, wo eventuell darunter steht: „Rechtsradikale demonstrieren in Berlin“. Aber ich glaub davon lässt sich ja heute keiner mehr beeindrucken.

Michael Ballweg

Über das Thema Demonstration sprechen nun ganz aktuell Michael Ballweg (aktuell in El Salvador auf Weltreise) und Peter Hahne. Michael Ballweg spricht davon, dass sein Plan, erneut eine Großdemonstration in Berlin zu organisieren, von vielen alternativen Kanälen boykottiert wird. Diesem Interview hier (ca. ab Minute 9:20) ging ein spontanes virtuelles Treffen vor einem Monat voraus. Peter Hahne ist der Meinung, dass Michael Ballweg wieder zurück nach Deutschland kommen soll und der Betreiber des Kanals Bitcoin Hotel Marc Guilliard stellt noch die Frage ans Publikum: seid ihr bereit für erneute Querdenken Demos oder seid ihr aktuell müde.

Diesen Fragen folgte nun ein erneutes Gespräch und man merkte Michael Ballweg eine leichte Enttäuschung bezüglich der Unterstützung durch große vermeintlich kritische Kanäle an. Seit einem ersten Gespräch mit Peter hahne hat er hat versucht viele mit ins Boot zu holen – aber die Antworten blieben aus.
Unsere starke Vermutung: die Reichweite vieler „Kanäle“ ist inzwischen so groß, dass man davon leben kann und man möchte ungern diese stabile Einnahme verlieren. Aus dem Fenster lehnt sich auch keiner groß und somit schaukelt man bequem Richtung Feierabend. Auch unsere Bemühungen diese Kanäle auf Missstände hinzuweisen und Unterstützung zu geben blieb auch aus. Michael Ballweg nennt explizit mangelnde Unterstütung von:

Das Motto kommender Demos wäre Frieden, Freiheit, Wahrheit – wie es auch schon zu Corona-Zeiten bestand.

Die nächste Kundgebung von Peter Hahne ist am Sonntag, 31. Mai, 15 Uhr auf dem Marktplatz in Golßen/ Spreewald Thema: Sind wir noch zu retten?! Besonderheiten: Der Eintritt ist frei, es gibt einen Büchertisch sowie einen Imbiss vor Ort. Seine persönliche Einladung ist auf Instagram ebenfalls zu finden.

Projekt M1llion hat das Ende der Spaltung zum Ziel

An dieser Stelle wollen wir auf die aktuell geplante Großdemonstration namens projektm1llion in Berlin hinweisen, die ein Mensch wie du und ich namens Marcel Baldauf organisiert. Unter „Einigkeit für Deutschland“ finden sich alle Kanäle, sowohl auf Instagram, Telegram und Facebook. In Facebook sind inzwischen über 24.000 Menschen vereint und organisieren alles für den 08.06.2026. Der 08.06. ist ein Montag – bewusst gewählt, damit die Abgeordneten auch vor Ort in Berlin sind und nicht wegsehen können.

Für Neuwahlen, gegen immer höhere Belastungen, für sichere Grenzen, für eine starke Wirtschaft, für Meinungsfreiheit.

Liebe Interessenten an Projekt M1llion,

viele von euch haben gefragt: Was genau ist eigentlich unser Ziel?

Wo wollen wir eigentlich hin?

Die Antwort ist im Grunde ganz einfach, aber sie ist die mächtigste Antwort, die wir geben können:

Wir müssen dieses Volk endlich wieder vereinen. Wenn wir uns die letzten Jahre ehrlich

ansehen, erkennen wir, warum dieses Land so systematisch an die Wand gefahren werden konnte. Es hat nur funktioniert, weil man uns gespalten hat. Man hat uns erfolgreich gegeneinander ausgespielt.

Dieses Projekt wurde aus einem einzigen, festen Entschluss ins Leben gerufen:

Wir treten aktiv und entschlossen gegen diese Spaltung in unserem Land an. Es ist an der Zeit, dass wir alle wieder an einem Strang ziehen und gemeinsam gegen die massiven Missstände aufstehen, die uns den Boden unter den Füßen wegziehen.

Überlegt doch mal logisch: Was nützen uns 1000 kleine, zersplitterte Gruppen, die überall im Land verteilt ihren eigenen, isolierten Kampf führen?

Die Landwirte protestieren für sich. Die Handwerker streiken für sich. Die Speditionen, die mittelständischen Unternehmer, die hart arbeitende Mitte, die Rentner, die nach einem Leben voller Arbeit jeden Cent umdrehen müssen, die Mütter und Väter, die sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen – sie alle fühlen sich zutiefst ungerecht behandelt und von der Politik im Stich gelassen.

Aber solange jeder Zweig für sich allein kämpft, lacht man in Berlin nur darüber. Einzelne Stimmen kann man aussitzen. Einzelne Gruppen kann man ignorieren.

Unser Ziel ist es, diese 1000 kleinen Inseln zu einer massiven, unübersehbaren Front zu verbinden.

Wir müssen alle diese Gruppen und Zweige unter einem Dach vereinen. Landwirte,

Handwerker, Unternehmer, Logistiker, Arbeiter, Rentner, Mütter – alle Menschen, die merken, dass hier etwas gewaltig schiefläuft.

Wenn all diese Menschen nicht mehr getrennt voneinander, sondern als eine geschlossene, vereinte Kraft auftreten, dann kann und wird diese Energie nicht mehr ignoriert werden.

Das ist „Projekt M1llion“. Wir sind der Ankerpunkt für den gesunden Menschenverstand und den Zusammenhalt in diesem Land.

Lasst uns anfangen, diese Brücken zu bauen. Sprecht mit euren Bekannten aus dem Handwerk, reicht den Landwirten die Hand, holt die Unternehmer und die Arbeiter ins Boot.

Lasst uns dieses Projekt zu der vereinten Stimme machen, die Deutschland jetzt so dringend braucht. Schön, dass wir diesen Weg jetzt gemeinsam gehen.

Für alle Kritiker und Besserwisser sei an dieser stelle gleich noch erwähnt, wer sich regional engagieren will und ein Zeichen setzen will, der kann das tun, wenn denn der Wille groß genug ist. Siehe die regionale Gruppe „Es Reicht! Hannover“ die regelmäßig noch immer demonstriert.

Reicht Reden noch aus – oder braucht es jetzt eine Großdemo? Schreibt es in die Kommentare.

Quelle

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Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit

08. April 2026 um 07:54

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Meinungsfreiheit und -vielfalt wurden zu Grabe getragen(David Berger) In einer Zeit, in der öffentlicher Diskurs zunehmend eingeschränkt wird, hat das Bündnis Redefreiheit die „Berliner Erklärung“ veröffentlicht. Sie setzt ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der Meinungsfreiheit als Grundlage der freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Die Initiatoren warnen davor, dass unscharfe Begriffe, soziale Sanktionen und staatliche Einflussnahme zu einer zunehmenden Selbstzensur führen. „Demokratie lebt […]

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„Weichreite“: Festsetzung von Netzjournalist Sebastian Weber wird zum Politikum für Polizei

30. März 2026 um 06:35

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Die vorläufige Festnahme des „Weichreite“-Journalisten Sebastian Weber bei einer politischen Veranstaltung wirft schwere Fragen zum Umgang der Polizei mit Pressefreiheit und Versammlungsrecht auf. Während die Behörden ihr Vorgehen rechtfertigen, zeichnet vorliegendes Videomaterial ein deutlich anderes Bild – und nährt Zweifel an der Verhältnismäßigkeit sowie an der gebotenen Neutralität der Einsatzkräfte. Gastbeitrag von Dennis Riehle Wer […]

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Polizei und „Antifa“-Mob Hand in Hand? „Weichreite“-Journalist abgeführt

28. März 2026 um 18:03

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(David Berger) Der bekannte Streamer des Kanals „Weichreite“, der Journalist Sebastian Weber, wurde in Fulda von der Polizei in Gewahrsam genommen und von einer „Antifa“-Veranstaltung mit Gewalt entfernt. Zuvor war er von Teilnehmern der Demo, die sich gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation in Hessen richtete, tätlich angegriffen worden. Schlechte Zeiten für die Pressefreiheit im Linksstaat. […]

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Ehemaliger Präsidentenberater John Bolton: „Trump hat keine Strategie“

26. März 2026 um 15:05

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Der ehemalige Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hat dessen Kriegsführung gegen den Iran im Interview mit der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT (JF) scharf kritisiert. Trump habe sich nicht bemüht, „den für die Verhinderung der Fortführung des Atomprogramms dringend nötigen Regimewechsel richtig vorzubereiten. Etwa indem er versucht, die Europäer, und unsere anderen Verbündeten in der […]

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Niederlage für Merz und von der Leyen: EU‑Parlament lehnt Chatkontrolle erneut ab

26. März 2026 um 11:37

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(David Berger) Das Parlament hat die Chatkontrolle abgelehnt…“ freut sich Martin Sonneborn gerade auf X. Tatsächlich ist der umstrittene Vorstoß zur sogenannten „Chatkontrolle“  im Europäischen Parlament erneut gescheitert. Am heutigen Donnerstag (26. März 2026) blieb ein frischer Versuch, die bisherige Ablehnung des Parlaments rückgängig zu machen, ohne Erfolg. Die Abgeordneten folgten damit dem klaren Nein aus einer […]

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Islamismus vs. Islam – Über Macht, Glaube und die Verantwortung des Gewissens

14. Dezember 2025 um 11:00

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Radikale Prediger und Influencer mobilisieren vor allem online eine beachtliche Anhängerschaft, besonders unter Jugendlichen. Obwohl diese islamistischen Extremisten nur einen kleinen Bruchteil der etwa 5,5 Millionen hiesigen Muslime ausmachen, prägen ihre Taten und Parolen das öffentliche Islambild unverhältnismäßig stark. Von Detlef Koch.

Laute Rufe nach einem „Kalifat“ hallen auf deutschen Straßen, während anderswo muslimische Schüler und Schülerinnen sich unvermittelt dafür rechtfertigen müssen, keine Sympathisantinnen von Terroristen zu sein[1]. Diese gleichzeitigen Realitäten markieren das Spannungsfeld zwischen Islamismus und Islam in unserer Gesellschaft.

Erst Anfang dieses Monats hat das Bundesinnenministerium die islamistische Gruppe „Muslim Interaktiv“ verboten – ein drastischer Schritt, der verdeutlicht, wie ernst die Gefahr islamistischer Radikalisierung hierzulande genommen werden muss. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt fand dazu deutliche Worte:

„Wer auf unseren Straßen aggressiv das Kalifat fordert, in unerträglicher Weise gegen den Staat Israel und Juden hetzt und die Rechte von Frauen und Minderheiten verachtet, dem begegnen wir mit aller rechtsstaatlichen Härte. Wir lassen nicht zu, dass Organisationen wie „Muslim Interaktiv“ mit ihrem Hass unsere freie Gesellschaft zersetzen, unsere Demokratie verachten und unser Land von innen heraus angreifen.“[2]

Mit solchen Worten unterstreicht die Regierung, dass sie islamistischen Umtrieben entschlossen entgegentreten will. Tatsächlich mobilisieren radikale Prediger und Influencer längst vor allem online eine beachtliche Anhängerschaft, besonders unter Jugendlichen. Das islamistische Personenpotenzial[3] umfasst in Deutschland über alle islamistischen Strömungen hinweg mittlerweile rund 28.280 Personen. Obwohl diese Extremisten nur einen kleinen Bruchteil der etwa 5,5 Millionen hiesigen Muslime ausmachen, prägen ihre Taten und Parolen das öffentliche Islambild unverhältnismäßig stark.

Gleichzeitig wächst jedoch die Gefahr einer pauschalen Stigmatisierung von Muslimen. Laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2023 empfindet 52 Prozent der Bevölkerung[4] den Islam als bedrohlich. Zugleich haben islamfeindliche Straftaten 2023 dramatisch zugenommen: Die Polizei registrierte 1.464 Delikte, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr[5]. Nach der barbarischen Widerstandsaktion der Hamas auf israelische Zivilisten im Oktober 2023 schnellte die Zahl solcher Übergriffe in die Höhe, und vielerorts fühlten sich muslimische Bürger und Bürgerinnen plötzlich unter Generalverdacht. Selbst der Bundespräsident und andere führende Politiker forderten Muslime damals öffentlich auf, sich vom Hamas-Terror zu distanzieren – ein Appell, den viele gläubige Bürger und Bürgerinnen als Misstrauensvotum empfanden.

Vor diesem Hintergrund ist die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus nicht bloß eine semantische Feinheit, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Ein aufgeklärter, differenzierter Blick muss Machtstreben und Extremismus im Gewand der Religion klar benennen – ohne dabei eine ganze Glaubensgemeinschaft unter Generalverdacht zu stellen. Anders ausgedrückt: Der Islam als Glaube verdient Schutz und Respekt als Teil unserer pluralistischen Gesellschaft, während Islamismus als politische Ideologie der Ungleichheit und Unfreiheit entschlossen bekämpft werden muss. Islamismus darf nicht einmal als Religion wahrgenommen werden, sondern muss als Ideologie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit begriffen werden. Nur eine solche begriffliche wie politische Trennung wird dem Gebot der Stunde gerecht – diese Differenzierung sind wir unserem Gewissen schuldig.

Die verführte Jugend: Psychologie der Rekrutierung

„Jugendliche radikalisieren sich selten aus Fanatismus – meist aus Sehnsucht.“ Dieser Satz bringt auf den Punkt, was Studien zeigen: Junge Menschen geraten nicht aus blindem Eifer, sondern aus Sehnsucht nach Identität, Anerkennung und Zugehörigkeit in extreme Milieus[6]. Oft stehen Orientierungslosigkeit, Frustration und das Gefühl, keinen Platz in der Gesellschaft zu haben, am Anfang. Ausgrenzungserfahrungen oder antimuslimischer Rassismus können eine Leere hinterlassen, die nach Sinn und Gemeinschaft verlangt[7].

Genau an diesem Punkt setzen islamistische Anwerber an. Gruppierungen wie Realität Islam, Generation Islam oder Muslim Interaktiv präsentieren sich als Antwort auf die innere Zerrissenheit muslimischer, aber auch noch nicht-muslimischer Jugendlicher. Sie stilisieren Muslime zu Opfern einer feindlichen Umwelt und liefern einfache Schuldige. So heißt es etwa: „Du bist nicht integriert, du bist assimiliert.“ Integration in die „ungläubige“ Gesellschaft gilt als Sünde und Schwäche, Gehorsam gegenüber der eigenen Gemeinschaft als Stärke. Der Islamismus dient hier als Allzweckantwort: Schwarz-weiße Moralkonzepte ersetzen die universelle Ethik menschlicher Werte wie Wahrheit, Rechtschaffenheit, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit. Männliche Selbstermächtigung kanalisiert ohnmächtige Wut. Es entsteht eine enge „Bruderschaft“ mit eigenen Symbolen und Schlagworten, die Jugendlichen das Gefühl gibt, dazuzugehören. „Kalifat ist die Lösung“ lautet folgerichtig ein Motto – die Schaffung eines Kalifats wird als Heilmittel aller Missstände verkauft, als weltweiter Schutzschild für Muslime[8].

Diese Dynamik wird durch soziale Medien rasant beschleunigt. Auf TikTok, Instagram oder Telegram finden sich Jugendliche schnell in Echokammern, die Empörung und Rachefantasien anstacheln.

Hier ein Auszug aus einem Chatprotokoll eines 18-jährigen jungen Mannes (Rechtschreibung überarbeitet):

Der Islam ist politisch!! 90 Prozent. Und der Islam wird siegen, ob du willst oder nicht.

Und wir werden ein Kalifat bekommen, wo wir Da`wah[9] in die Länder bringen und auch nach Deutschland. Wir werden auf Pferden angeritten kommen!!! Mit der Flagge des Propheten Mohammed (saw). Es ist schon vorbestimmt. Die Schicksalsfrage ist nur, wann wir siegen werden und wieder zur Scharia zurückkehren werden. Die Dreckskufar[10] werden keine Macht haben. Und sie werden alle inschāʾallāh Muslime. Wenn wir Macht haben, ist erstmal Schicht im Schacht für diese ganzen Kindermörder, die unseren Geschwistern Leid antun. [Namhafter deutscher Politiker] der elendige Kafir (Ungläubige). Er wird so brennen. Und die ganzen anderen Verräter auch. Und wenn wir hier die Macht haben, wird jede Frau ein Kopftuch tragen und nach islamischen gesetzten regiert werden. Und es wird sehr bald sein.“

Die Köpfe von Generation Islam & Co. beherrschen das perfekt: Mit professionellen Videos und drastischen Bildern inszenieren sie Empörung als Lifestyle. Selbst ernannte Prediger agieren als „Hatefluencer“, sprechen Jugendsprache und wissen genau, wie man aus Sehnsucht Abhängigkeit formt[11]. Auch die Anhängerschaft zieht performativ mit: Man posiert mit dem Tauhīd-Finger[12] und stilisiert sich als furchtloser „Gotteskrieger“. Wer virtuos Wut gegen „die Lügner“ inszeniert, erntet digitale Anerkennung und steigt im Rang. So entsteht eine Eigendynamik, in der Zweifel unterdrückt werden – ausgesiebt von Gleichgesinnten und verstärkt durch Algorithmen.

Islamistische Akteure knüpfen an reale Ohnmachtsgefühle an. Sie nutzen Diskriminierung, internationale Konflikte oder Gewalttaten als Brennstoff für das Narrativ eines angeblichen „Kriegs gegen den Islam“. Im abgeschotteten Resonanzraum wächst der Groll – und mit ihm die Bereitschaft, extreme „Lösungen“ zu akzeptieren. Solche Parolen zeigen, wie aus gekränkter Sehnsucht ein aggressiver Absolutheitsanspruch wird.

Wichtig bleibt, zwischen friedlichem Islam und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in religiösen Gewändern zu unterscheiden. Umso dringlicher ist Aufklärung, welche die psychologischen Mechanismen offenlegt. Die Sehnsucht nach Sinn und Gemeinschaft darf nicht den falschen Propheten überlassen werden.

Hizb-ut-Tahrir (HuT): Totalitäre Logik und Feindbilder des Islamismus

Hizb-ut-Tahrir verkörpert exemplarisch das totalitäre Weltbild des Islamismus und bildet die ideologische Grundlage für Muslim Interaktiv, Realität Islam und Generation Islam. Die pan-islamistische Organisation propagiert einen Gottesstaat in Form eines globalen Kalifats und lehnt die Demokratie radikal ab. Souverän ist für HuT nicht das Volk, sondern das, was sie für Gott halten, allein – Volkssouveränität gilt als Unglaube (Kufr). Folglich kennt HuTs Ideologie keinen Pluralismus: Politische Opposition oder Meinungsvielfalt sind nicht vorgesehen. Alle Lebensbereiche – von Politik über Gesellschaft bis Moral – sollen der religiösen Doktrin unterworfen werden. Zweifel oder abweichende Meinungen werden als Auflehnung gegen Gott diffamiert, weltliche Freiräume systematisch negiert. Die gesamte Welt wird als bipolares Lagerdenken entworfen – hier die Gläubigen, dort die „Ungläubigen“ –, ohne Raum für Neutralität oder Grautöne. Kompromisse werden so per Dogma systematisch verunmöglicht.

Islamismus als politische Sakralisierung der Feindschaft

Tatsächlich entwirft HuT ein ganzes Panorama von Feindbildern. Der Westen und die gesamte Sphäre des „Unglaubens“ (dār al-kufr) erscheinen als metaphysischer Gegenpol zum Islam. In HuT-Schriften wird der Westen pauschal als moralisch verdorbener Aggressor beschrieben: „Der Westen, dem der Islam und die Muslime aufs Äußerste verhasst sind, attackiere den Islam […] indem er Lügen über den Islam verbreite“. Auch wenn dieser Vorwurf in Teilen der Wahrheit entspricht, gestaltet sich die Beziehung komplexer als dargestellt. Politische Errungenschaften wie Säkularismus, Liberalismus oder Gleichberechtigung gelten HuT als dekadente Verfallserscheinungen. Diese Dämonisierung externalisiert alle Missstände: Kolonialismus und „kufr“-Ideologien hätten die islamische Welt gespalten und geschwächt. Zu diesem externen Feindbild tritt ein verschwörungsgeladener Antisemitismus. So unterstellt HuT Juden (und auch Christen) pauschal, sie seien unverbesserliche „Ungläubige“, die im Bündnis darauf hinarbeiteten, den Islam zu zerstören. Kontakt mit ihnen solle man möglichst meiden – eine klare Dämonisierung ganzer Religionsgemeinschaften.

Auch gegen Andersdenkende in den eigenen Reihen verfährt HuT verbal aggressiv. Muslimische Befürworter von Demokratie oder säkulare Regierungen werden als „Heuchler“ und Verräter diffamiert. Sie gehören in HuTs Schwarz-Weiß-Denken zum Lager des ṭāġūt (der „Götzenherrschaft“) und stehen somit jenseits der Gemeinschaft der „wahren“ Muslime. Diese Logik rechtfertigt, dass loyale HuT-Anhänger allein als vollwertig gelten, während Abweichler nur maximal geduldet, aber nie als gleichberechtigt akzeptiert würden. Schließlich richtet sich HuTs Feindschaft auch gegen Frauenrechte. Im angestrebten Kalifat sind Frauen dem Mann untergeordnet und ihres autonomen öffentlichen Lebens beraubt. HuT propagiert ein streng patriarchales Rollenmodell: Frauen sollen primär Ehefrau und Mutter sein; Führungspositionen oder selbstbestimmte Bewegungsfreiheit werden ihnen abgesprochen. Eine HuT-Schrift schreibt etwa vor, die Ehefrau dürfe das Haus nicht ohne Erlaubnis ihres Mannes verlassen – tue sie es doch, gelte sie als „aufsässig“ nāšiz und verliere ihren Unterhaltsanspruch. Solche Aussagen entmenschlichen Frauen zu Objekten männlicher Kontrolle. Insgesamt werden alle fremd definierten Gruppen – Nichtmuslime, Juden, „Ungläubige“ allgemein, säkulare Muslime, emanzipierte Frauen – von HuT abgewertet, dämonisiert und als Feinde konstruiert. Diese extreme Menschenfeindlichkeit im HuT’schen Weltbild spiegelt exakt das von Wilhelm Heitmeyer beschriebene Syndrom: Ganze Kollektive von „Anderen“ werden als minderwertig oder gefährlich markiert, um die eigene Überlegenheitsidee zu befeuern.

Gleichzeitig erhebt HuT den eigenen Herrschaftsanspruch in den Rang einer heiligen Mission. Der Kampf für das Kalifat wird als göttlicher Auftrag verklärt, als Heilsdrama, in dem HuT als avantgardistische Retterin der muslimischen Welt auftritt. Jede politische Zielsetzung – von der Einführung der Scharia bis zur „Befreiung“ Jerusalems – wird moralisch überhöht und mit quasi-eschatologischer Rhetorik aufgeladen. HuT inszeniert sich als Werkzeug des göttlichen Plans, der die Umma von Ungerechtigkeit und westlicher Demütigung erlösen werde. In dieser Selbstsakralisierung liegt eine gefährliche Dynamik: Wer HuTs Machtanspruch widerspricht, gilt als Feind Gottes. Die eigene Herrschaftsideologie wird gegen Kritik immunisiert, da jede Opposition als blasphemisch oder verräterisch stigmatisiert wird. So wird der Führungsanspruch der Partei moralisch absolut gesetzt – Herrschaft wird sakral, und Gewalt erscheint (zumindest perspektivisch) gerechtfertigt, solange sie „Gottes Sache“ dient. Der ideologische Lohn ist totale Legitimation: HuT präsentiert das angestrebte Regime als einzig wahre gerechte Ordnung, die über allem Zweifel steht.

In Summe offenbart HuTs Ideologie die Mechanismen eines totalitären Weltbilds, das feindselige Abgrenzung mit religiöser Überschätzung der eigenen Macht verbindet. Damit widerspricht HuT fundamental den Werten sowohl einer offenen Gesellschaft als auch der islamischen Ethik. Zentralen islamischen Prinzipien wie Barmherzigkeit (raḥma), Gerechtigkeit (ʿadl), Würde (karāma) und Geschwisterlichkeit (ukhuwwa) setzt HuT ein gnadenloses Freund-Feind-Denken entgegen. Während der Koran die angeborene Würde jedes Menschen betont (vgl. Qur’ān 17:70) und kein Zwang in der Religion fordert, predigt HuT Ungleichwertigkeit und Zwangsherrschaft. Wo der Prophet Milde und Nachsicht übte, kennt HuT nur Härte und Konformität. Diese Diskrepanz zeigt: Islamismus à la HuT ist nicht Ausdruck religiöser Frömmigkeit, sondern die politische Pervertierung religiöser Begriffe – eine sakralisierte Feindschaftsideologie, die Humanität sowohl im säkularen als auch im religiösen Sinne negiert.

Das Leiden der Muslime: Von der unheilvollen Gleichsetzung

Islamistische Ideologien wie die der Hizb-ut-Tahrir zerstören die innerislamische Pluralität und treffen zunächst die Muslime selbst. Unter dem totalitären Deutungsanspruch selbsternannter Kalifatsvorkämpfer bleibt kein Raum für abweichende Stimmen: Sufismus, liberale Theologie, unkonventionelle Geschlechterrollen oder individuelle Spiritualität gelten ihnen als Irrwege. In Deutschland haben HuT-nahe Netzwerke wie „Muslim Interaktiv“ und „Generation Islam“ Andersdenkende als „Feinde des Islam“ gebrandmarkt und so eine Atmosphäre der Einschüchterung geschaffen. Auch die bekannte liberale Muslimin Seyran Ateş geriet dadurch ins Visier – sie steht inzwischen unter dauerhaftem Polizeischutz[13].

Diese Hetze erzeugt auch innerhalb der muslimischen Gemeinschaft enormen Druck: Wer sich dem Kollektivismus der Islamisten verweigert, muss mit sozialer Ächtung, Shaming-Kampagnen oder Boykott rechnen. Kritiker werden verleumdet oder sogar zu „Abtrünnigen“ erklärt (Takfīr).

Doch verkennen die Islamisten damit gerade die spirituelle Tiefe des Islams. Schon der klassische Gelehrte Abū Ḥāmid al-Ġhazālī (gest. 1111) betonte die Läuterung des Herzens und Tugenden wie Geduld, Liebe und Barmherzigkeit als Kern wahren Glaubens[14]. Nichts davon findet sich im erbarmungslosen Dogmatismus der Islamisten. Stattdessen propagieren sie ein Weltbild, in dem blindes Normbefolgen über Empathie und Gewissen gestellt wird. Echte Muslime, die Gottes Barmherzigkeit oder die Vielfalt muslimischer Lebenswege betonen, gelten ihnen als gefährliche Störenfriede.

Exemplarisch für den inneren Vernichtungswillen der Extremisten steht der Hass, den fundamentalistische Kreise selbst auf Ex-Muslime projizieren: Als der säkulare Aktivist Amed Sherwan ein Symbolbild für queere Muslime veröffentlichte, erhielt er tausendfache Morddrohungen von Islamisten[15].

Im Ergebnis wirkt Islamismus zunächst gegen die Muslime selbst – gegen jene nämlich, die sich dem absoluten Deutungsanspruch dieser Ideologie nicht unterwerfen. Indem islamistische Akteure innerislamische Dissidenz unterdrücken, verraten sie die barmherzige Botschaft des Islam und verursachen Leid und Angst in den Gemeinden, die sie vorgeblich „schützen“ wollen.

Spiritualität statt Ideologie

Die drei semitischen Religionen teilen einen gemeinsamen ethischen Kern. Schon die Tora verkündet die unveräußerliche Würde jedes Menschen als Abbild Gottes[16] (Gen 1,27), und der Koran erklärt, Gott habe den Kindern Adams Würde verliehen[17] (Koran 17:70). Zentral ist auch das Liebes- und Gerechtigkeitsgebot: Im Evangelium heißt es „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Matthäus 22,39); der Koran mahnt: „Gewiss, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Christen und die Ṣābier – wer immer an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt –, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll sie überkommen, noch werden sie traurig sein.“ (vgl. Koran 2:62). Diese Botschaften zeigen: Die Würde, Mitmenschlichkeit und Akzeptanz anderer Religionen bilden das Fundament von Judentum, Christentum und Islam. Sie basieren auf dem Glauben an den Einen Gott, der als Ursprung der Einheit aller Menschen verstanden wird – nicht als Quelle ihrer Spaltung.

Wo die spirituelle Tradition des Islam auf innere Läuterung setzt, verengt der Islamismus den Glauben zu einer Ideologie des äußeren Feindes. So bedeutet iḥsān – Exzellenz des Charakters – im Islam, Gutes zu tun, gerade auch, wenn niemand zuschaut, und Frieden zu suchen statt Konfrontation. Dieser innere Weg der Verfeinerung des Herzens steht im krassen Gegensatz zum Feinddenken ideologischer Extremisten. Islamisten definieren den ǧihād nur noch als bewaffneten Kampf und erklären jede spirituelle oder gewaltfreie Deutung des Wortes für irrelevant. Hier die Rechtgläubigen, dort die „Ungläubigen“. Begriffe wie kufr (Unglauben), ṭāġūt (verwerfliche Tyrannei) oder nifāq (Heuchelei) dominieren dort die Rhetorik – ideologische Kampfbegriffe, die wichtiger genommen werden als Barmherzigkeit und Geduld.

Die theologische Gegenposition zu dieser Verengung betont die Verantwortung des Gewissens und die spirituelle Vertiefung. Große islamische Denker wie Abū Ḥāmid al-Ġhazālī (1058–1111) haben gelehrt, dass der wahre Kampf im Inneren stattfindet: Es gehe darum, das Herz von schlechten Neigungen zu reinigen und Charakter und Verstand zu veredeln. Al-Ġhazālī betonte, die höchste Wahrheit sei „nur durch die Erleuchtung des Herzens“ zu erreichen – nicht durch äußere Machteroberung. In diesem Licht wird deutlich: Wo authentischer Glaube den Menschen zur Selbstprüfung, Demut und moralischen Exzellenz anhält, verhärtet der Islamismus die Religion zu einem Machtinstrument. Die spirituelle Dimension des Islam – wie auch des Judentums und Christentums – fordert den Gläubigen auf, zuerst sich selbst zu überwinden und das Gemeinsame im Anderen zu erkennen. Der wahre Muslim sucht die Einheit in der Vielfalt und stellt die Verantwortung des Gewissens über blinden Gehorsam.

Appell an Juden, Christen & Muslime: Extremisten keinen Raum geben

Zu lange wurde aus Sorge geschwiegen – jetzt ist Handeln gefragt. Wenn Extremisten den Glauben als Waffe instrumentalisieren, dürfen die Gläubigen der drei Religionen nicht länger schweigen. Sie müssen klarstellen: Kein Fanatiker darf sich auf den Glauben berufen. Glaube ist keine Kampfparole, sondern ein ethischer Auftrag zur Nächstenliebe – diesen Kern gilt es zu verteidigen.

Die religiösen Gemeinden sind gefordert: In Moscheen, Kirchen und Synagogen muss Hass und Extremismus klar widersprochen werden – beides verrät die eigenen Glaubensgrundsätze und die Werte unserer Demokratie. Wenn die radikalen Ränder laut werden, darf die Mitte der Gläubigen nicht schweigen.

Interreligiöse Initiativen zeigen, wie Begegnung Vorurteile abbaut. Die Abrahamischen Teams etwa bringen mit Formaten wie „3 Religionen – 1 Thema“ Vertreter der drei Religionen in den Dialog[18]. Kreative Aktionen – ob interreligiöse Marathon-Staffeln oder Friedensgebete – führen vor Augen, dass Einheit in Vielfalt möglich ist. So öffnet etwa die Osmanische Herberge[19] in der Eifel, ein Sufi-Zentrum, ihre Türen für Menschen aller Religionen.

Nicht zuletzt muss die öffentliche Hand aktiv werden. Staat und Bildungswesen sollten interreligiöse Projekte stärker fördern – finanziell und im Lehrplan. Angebote wie die Abrahamischen Teams gehören fest in Schulen verankert.

All das eint eine Botschaft: Religiöse Menschen tragen gemeinsam Verantwortung, Extremisten keinen Raum zu geben. Sie müssen vereint für die Würde jedes Menschen einstehen und unmissverständlich klarmachen: Religion darf nie wieder als Deckmantel für Hass missbraucht werden. Es ist Zeit, Flagge zu zeigen – für Toleranz, Freiheit und Frieden.

Darin zeigt sich letztlich: Nicht der Glaube bedroht die Freiheit – sondern der Verlust des Gewissens.

Titelbild: wing-wing/shutterstock.com


[«1] Mediendienst

[«2] Bundesministerium des Innern (BMI)

[«3] Das islamistische Personenpotenzial setzt sich aus den Mitglieder- und Anhängerzahlen der einzelnen Beobachtungsobjekte des BfV im Phänomenbereich „Islamismus / islamistischer Terrorismus“ zusammen. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2024 aus den ausreichend gesicherten Zahlenangaben ein Islamismuspotenzial von 28.280 Personen.

[«4] Bertelsmann Religionsmonitor

[«5] BMI Politisch motivierte Kriminalität 2023

[«6] Clark McCauley und Sophia Moskalenko, „Mechanismen der Radikalisierung von Individuen und Gruppen“, Bürger & Staat 61, Nr. 4 (2011): 219–224. Siehe auch Fathali M. Moghaddam, „The Staircase to Terrorism: A Psychological Exploration“, American Psychologist 60, Nr. 2 (2005): 161–169.

[«7] Wilhelm Heitmeyer, Desintegration und Gewalt: Radikalisierung und Terror (Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2018), 33–41. Heitmeyer beschreibt soziale Ausgrenzung und Anerkennungsverlust als Nährboden für orientierungslose, wütende Jugendliche.

[«8] Bundesamt für Verfassungsschutz, Verfassungsschutzbericht 2024 (Berlin: BMI, 2025), 226. Hier werden Narrative von „Wertediktatur“ und Kalifat als „Lösung“ der HuT-nahen Gruppen Generation Islam, Muslim Interaktiv u.a. beschrieben.

[«9] Aufruf zum Islam

[«10] Kufar = Ungläubige/Leugner (Mehrzahl)

[«11] Ansar Ahmad Arshad, „Radikalisierung: Wenn Jugendliche im Namen des Glaubens verloren gehen“, Revue der Religionen, 27. Oktober 2025. Der Autor – ein Imam – warnt vor „Hassfluencern“, die jugendliche Unsicherheit instrumentalisieren (Zitat: „wissen, wie man aus Sehnsucht Abhängigkeit formt“).

[«12] Der erhobene Zeigefinger ist eine Schwurgeste beim Sprechen der Shahada (islamisches Glaubensbekenntnis).

[«13] Susanne Schröter, „Verbot von ‘Muslim interaktiv’ – Die Vorkämpfer des Kalifats“, Cicero Online, 5. November 2025.

[«14] Mouhanad Khorchide, „Ende der Bevormundung“, in: Die Politische Meinung, 13. April 2015.

[«15] Florian Chefai, „Morddrohungen gegen Ex-Muslim“, Humanistischer Pressedienst (hpd.de), 30. Dezember 2020.

[«16] Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

[«17] Und Wir haben ja die Kinder Ādams geehrt; Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und sie von den guten Dingen versorgt, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir erschaffen haben, eindeutig bevorzugt.

[«18] Abrahamische Teams und Interreligiöser Dialog

[«19] Osmanische Herberge

(Auszug von RSS-Feed)
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