Frankreich steht vor einer politischen Zeitenwende. Geht es nach den Franzosen selbst, soll Marine Le Pen die nächste Präsidentin der Grande Nation werden. In einer neuen Umfrage führt sie gegenüber allen potentiellen Gegenkandidaten. Das Establishment will ihre Wahl mit allen Mitteln verhindern.
Es gibt zwei verschiedene Frankreichs – das echte Frankreich der autochthonen Franzosen und jenes der Migranten. Ersteres wählt vorwiegend konservativ und patriotisch, Letzteres links. Dies verdeutlicht auch eine Analyse, über die Report24 kürzlich erst berichtet hat. Das Ergebnis ist jetzt schon ein kaum mehr regierbares Land, weil sich drei beinahe gleichstarke politische Blöcke (die Linken, die Zentristen und die Rechten) gebildet haben.
Doch ungeachtet dieser Entwicklungen zeigt eine aktuelle Umfrage von Toluna-Harris Interactive für M6 und RTL, durchgeführt am 27. Mai, dass die Frontfrau des Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, in allen drei getesteten Stichwahl-Szenarien gegen ihre Herausforderer gewinnen würde. Das stärkste Ergebnis erzielt sie gegen den linksradikalen Führer Jean-Luc Mélenchon, gegen den Le Pen 67 Prozent zu 33 Prozent erreicht. Auch den ehemaligen Premierminister Gabriel Attal schlägt sie mit 54 zu 46 Prozent sowie den früheren Premierminister Édouard Philippe mit 52 zu 48 Prozent.
Diese Zahlen sind insofern bedeutsam, als Philippe und Attal zu den prominentesten Figuren im macronistischen Lager gehören, das sich lange als wichtigste Barriere gegen einen Sieg des Rassemblement National präsentiert hat. Le Pen verlor bereits zweimal Stichwahlen gegen Macron, 2017 und 2022. Die Umfrage deutet jedoch darauf hin, dass selbst die stärksten Kandidaten des politischen Establishments derzeit in direkten Duellen mit Le Pen keine Chance hätten.
Le Pen ist derzeit von einer Kandidatur ausgeschlossen, nachdem sie mit einem umfassenden fünfjährigen Verbot belegt wurde, öffentliche Ämter zu bekleiden. Gegen dieses Verbot hat sie Berufung eingelegt. Eine Entscheidung über diese Berufung wird für den 7. Juli erwartet. Sollte sie jedoch weiterhin nicht antreten dürfen, gilt der RN-Parteivorsitzende Jordan Bardella weithin als wahrscheinlicher Präsidentschaftskandidat der Partei.
Auch dann bliebe das Rassemblement National in einer dominierenden Position. Bereits frühere Umfragen dieser Woche zeigten Bardella im ersten Wahlgang mit 32 Prozent klar vorn, deutlich vor Philippe mit 17 Prozent und Mélenchon mit 16 Prozent. Dasselbe politische Barometer von Odoxa aus dem Mai zeigte zudem Bardella in einer Stichwahl mit 52 zu 48 Prozent siegreich gegen Philippe – eine Umkehr des Ergebnisses von zwei Monaten zuvor, als Philippe noch mit demselben Abstand geführt hatte.
Diese Umfragen deuten auf ein zunehmendes Problem für die zentristischen und linken Kräfte Frankreichs hin. Denn die patriotische Partei dürfte – egal ob mit Le Pen oder mit Bardella als Spitzenkandidaten – den nächsten Präsidenten der Republik stellen. Doch damit würde endlich auch eine Zeitenwende in der Grande Nation einkehren. Denn Le Pen kündigte an, dass sie im Falle eines Wahlsiegs des RN der französischen Bevölkerung ein Referendum zur Massenmigration anbieten wolle. „Das französische Volk wurde verraten. 2027 werden wir Frankreich eine demokratische Vitalität zurückgeben, indem wir die Macht an das Volk zurückgeben“, schrieb sie auf X.
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Die neue Odoxa-Umfrage zeigt eine tektonische Verschiebung der französischen Politik. Der 30-jährige Rassemblement-National-Chef Jordan Bardella führt mit 32 Prozent, der einstige Macron-Kronprinz Philippe stürzt auf 17 Prozent ab, und der Linke Mélenchon meldet sich mit 16 Prozent zurück. Laut einer aktuellen Odoxa-Umfrage vom 20./21. Mai 2026 käme Bardella in der ersten Runde auf starke 32 [...]
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Entsetzen über einen Kindesmord in der bretonischen Hauptstadt Rennes: Der elfjährige Théo wurde mit einem nassen Badetuch erdrosselt – zwei Jugendliche (16 und 15) wurden als Tatverdächtige festgenommen. Dass sie Kinder von Migranten sein sollen, wird offiziell nicht bestätigt.
Von Richard Schmitt
Nur wenige Stunden nach dem Auffinden des Leichnams des ermordeten Théo konnten in Rennes zwei Jugendliche aus dem lokalen Umfeld – ein 16-jähriger Bursch und ein 15-jähriges Mädchen – als Tatverdächtige verhaftet werden: Laut Staatsanwalt Frédéric Teillet wurde der 16-jährige Verdächtige am Montagmorgen in seiner Wohnung festgenommen, das Mädchen stellte sich kurz darauf selbst auf einem Polizeirevier.
Beide waren nach Zeugenaussagen am Nachmittag der Tat gemeinsam mit dem Opfer am Flussufer gesehen worden, wo der elfjährige Théo zum Fischen unterwegs war. Ein Angler alarmierte die Einsatzkräfte, nachdem er Schreie eines Kindes gehört hatte, Zeugen entdeckten den Jungen später tot in einem bewaldeten Uferbereich nahe der Rue Dupont-des-Loges im ruhigen Stadtviertel Saint-Hélier.
Französische Medien wie Ouest-France, Le Parisien, BFMTV, Franceinfo und 20 Minutes zitieren dazu übereinstimmend die Ermittler: Das nasse Handtuch, das bei Théo um den Hals gewickelt war, diente als Strangulationswerkzeug. Feuerwehrtaucher durchsuchten den Fluss Vilaine noch weiter nach Spuren. Die genauen Umstände und das Motiv bleiben unklar, die Ermittlungen wurden der Spezialeinheit für organisierte und spezialisierte Kriminalität (DCOS) übertragen.
Zu den beiden Tatverdächtigen gibt es bislang keine offiziellen Angaben zu ihrer Herkunft, Religion oder zum familiären Hintergrund. Französische Medien beschreiben sie lediglich als Jugendliche aus Rennes, die mit dem Opfer bekannt waren und am Tatort gesehen wurden. Auch die Staatsanwaltschaft erwähnt keine Glaubenszugehörigkeit oder einen Migrationshintergrund – Spekulationen dazu in sozialen Netzwerken werden von den Behörden offiziell nicht bestätigt.
Die Autopsie des jungen Opfers begann am Montag, dem 26. Mai. Die Untersuchung soll bestätigen, ob Strangulation tatsächlich die Todesursache war, und die Umstände der Tragödie aufklären. „Derzeit werde auch die Beteiligung Dritter am Tod des Jungen in Betracht gezogen“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Die Abteilung für Organisierte und Spezialisierte Kriminalität (DCOS) von Rennes führt die Ermittlungen.
Der im November 2014 geborene und tot aufgefundene Junge lebte mit seinen Eltern und seinem Zwillingsbruder etwa zwei Kilometer vom Unglücksort entfernt. Die Familie wird von Anwohnern des gehobenen Viertels laut Ouest-France als „freundlich und unkompliziert“ beschrieben. Die Verbindung zwischen dem Opfer und den beiden Verdächtigen ist noch nicht eindeutig geklärt. Laut Aussage seiner Mutter war der Junge am Tag seines Todes mit „Freunden“ angeln. Bezog sie sich dabei auf die beiden Verdächtigen, die ein Fischer vor dem Unglück mit ihrem Kind gesehen hatte? Ersten Berichten zufolge wurde das Opfer mit niemand anderem gesehen.
Trotz oder aufgrund der wenigen Informationen der Behörden löst der Fall in Frankreich erneut Debatten über die Jugendgewalt, die Sicherheit an öffentlichen Orten und über „Gruppendynamiken unter Minderjährigen“ aus.
Rennes trauert um einen Elfjährigen, dessen Leben auf grausame Weise endete. Die Ermittlungen dauern an – und irgendwann werden alle Details zu diesem schrecklichen Kindesmord und auch über die Täter an die Öffentlichkeit kommen. „Lupus mendacio tempus“ – „Die Zeit ist ein Wolf für die Lüge“, wie der spanische Humanist Joan Lluís Vives schon im 16. Jahrhundert feststellte.
In Frankreich verschiebt die Einwanderung der vergangenen Jahrzehnte das politische Gleichgewicht auf Dauer. Eine aktuelle Analyse zeigt auf, dass rund 7,5 Millionen Wahlberechtigte mit Migrationshintergrund zunehmend den Ausschlag an der Urne geben. Vor allem die radikale Linke profitiert von dieser demografischen Entwicklung.
Der Diskurs über die Massenmigration nach Europa beschränkt sich meist auf wirtschaftliche Aspekte, die innere Sicherheit oder die Lage des Bildungssystems. Nicolas Pouvreau-Monti, Direktor des französischen Observatoriums für Einwanderung und Demografie, wählt einen anderen Ansatz und rückt die direkten Auswirkungen auf die Wählerstruktur durch die seit Jahrzehnten anhaltende Zuwanderung aus Afrika und dem Nahen Osten in den Fokus der Debatte. Frankreich verfügt nämlich mittlerweile über eine massive Wählerbasis mit Migrationshintergrund, womit der Wandel des Staates laut Pouvreau-Monti in eine neue elektoral-politische Phase tritt. Die Migrationsströme haben nicht nur die Gesellschaftsstruktur verändert, sondern formen die parlamentarische Landschaft neu. Die Frage der Zuwanderung ist zu einer Art Wahlsoziologie geworden.
Umfangreiche Auswertungen von demografischen, territorialen und elektoralen Daten belegen die Korrelation zwischen der Präsenz außereuropäischer (vor allem moslemischer) Einwanderer und dem Erstarken der radikalen Linken. In städtischen Ballungsräumen mit hohem Migranten- und Moslemanteil verzeichnet Jean-Luc Mélenchon mit seiner linksextremistischen Partei La France Insoumise enorme Zuwächse, wie sich sehr deutlich bei der Präsidentschaftswahl 2022 zeigte. Aber auch bei lokalen und regionalen Wahlen sind die linken Parteien und deren Kandidaten (oftmals ebenfalls mit Migrationshintergrund) stark vertreten. Besonders in vielen Bezirken von Marseille oder im Departement Seine-Saint-Denis lässt sich demnach die Abhängigkeit der Linken von jungen Wählern mit Migrationshintergrund nachweisen.
Die linksradikale Partei nutzt die ethnische und kulturelle Trennung dieser Gruppen als gezieltes politisches Kapital. Während die kommunistischen Parteien früherer Jahrzehnte noch als Integrationsmotor für europäische Einwanderer aus Italien, Polen oder Spanien auftraten, kultiviert die heutige, „moderne“ Linke das Konzept einer neuen fragmentierten Klientel, so Pouvreau-Monti. Eine patriotische Partei wie das Rassemblement National (RN), die in fast allen anderen (autochthon-französischen) Bevölkerungsschichten deutliche Gewinne verzeichnet, kann in diesem speziellen Milieu verständlicherweise kaum Fuß fassen.
Diese Entwicklung entfaltet einen kumulativen und dauerhaften Charakter, da immer mehr Nachkommen der massiven Migrationswellen aus den 1980er, 1990er und 2000er Jahren das Wahlalter erreichen. Die Vergangenheit der Massenzuwanderung wird zur Gegenwart an der Wahlurne und treibt die politische Spaltung des Landes weiter voran. Große Städte mit massiver Zuwanderung driften derart ab, dass sie künftig politisch eine ganz andere politische Linie fahren werden als ländliche Regionen. Die Polarisierung zwischen urbanen Zonen unter der Kontrolle multikulturalistischer Kräfte und Gebieten, deren Bevölkerung auf identitäre und souveränistische Positionen vertraut, verstärkt sich damit immer weiter. Die Einwanderung wird damit auch zum treibenden Faktor im Kampf um zukünftige Regierungen.
Erwartungsgemäß stößt diese faktenbasierte Analyse bei akademischen und linken Eliten auf breite Ablehnung. Man behilft sich mit dem Vorwurf, eine Korrelation sei noch keine Kausalität, und verweist vielmehr auf sozioökonomische Faktoren, die das Wahlverhalten angeblich nach wie vor diktieren würden. Pouvreau-Monti entkräftet dieses Standardargument anhand harter Zahlen, die zeigen, dass Einkommen bei diesen Wählergruppen kaum die entscheidende Rolle spielt. Rund 59 Prozent der Moslems in höheren Berufsgruppen planen, 2027 für Mélenchon zu stimmen, während es in den unteren Schichten 58 Prozent sind. Die Migrationsherkunft und die religiöse Prägung stechen die soziale Klasse damit klar aus.
Ähnliche Reflexe der politischen Korrektheit richten sich gegen Projekte wie die Plattform „Où va ma France“, welche lokale Kriminalitätsraten mit der Häufung afrikanischer oder nordafrikanischer Vornamen bei Neugeborenen verknüpft – ein statistischer Zusammenhang, der im Mainstream strikt tabuisiert bleiben muss. Am Ende zeigt diese Analyse jedoch die Realität von morgen: Wer wählt, bestimmt die Politik, und die importierte Wählerschaft formt die künftige Machtverteilung in den Parlamenten. Nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
