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Heute — 03. Februar 2026

Null Grad und Frost: Temperatursturz in Kuba

03. Februar 2026 um 21:09

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Frost in den Tropen: Erstmals in der Geschichte Kubas sind die Temperaturen auf etwa null Grad gesunken. Das Wetterzentrum von Matanzas meldete sogar mit Frost überzogene Felder.
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Gestern — 02. Februar 2026

Trump setzt auf „Deal“ mit Kuba - Verhandlungen nach seinen Angaben im Gange

02. Februar 2026 um 15:05

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Die USA verhandeln nach Angaben von Präsident Donald Trump mit dem kommunistischen Kuba über ein Abkommen. „Ich glaube, wir werden einen Deal mit Kuba schließen“, sagte Trump.
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Trump ruft wegen angeblicher Bedrohung durch Kuba nationalen Notstand aus

30. Januar 2026 um 10:46

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Wie versucht Washington einen Regimewechsel herbeizuführen: Zunächst soll Kuba von Öllieferungen abgeschnitten werden. Die Sprache, dass Kuba eine "ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung für die nationale Sicherheit und Außenpolitik" darstelle, bereitet wohl eine militärische Intervention vor.

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Verkauf von Erdöl an Kuba: Trump droht Staaten mit zusätzlichen Zöllen

30. Januar 2026 um 06:18

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US-Präsident Donald Trump hat Staaten wegen des Verkaufs von Erdöl an Kuba mit zusätzlichen Zöllen gedroht. Die kubanische Regierung stelle eine „außerordentliche Bedrohung“ für die nationale Sicherheit der USA dar, hieß es in einem Dekret Trumps.
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Ölkrieg des US-Imperialismus gegen Kuba

28. Januar 2026 um 12:00

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Die USA forcieren durch Druck auf Mexiko einen Ölboykott gegen Kuba – ein gezielter Schlag, der die Insel wirtschaftlich in die Knie zwingen und einen Regime Change erzwingen soll. Von Sevim Dagdelen.

Die Entscheidung der mexikanischen Regierung, kein Öl mehr nach Kuba verschiffen zu lassen, droht einen Countdown zum wirtschaftlichen Zusammenbruch der Insel einzuleiten. Nach dem Angriff der USA auf Venezuela hatte Washington in der Folge bereits verhindert, dass Öl aus dem Land nach Kuba exportiert werden konnte. Mexiko war kurzfristig eingesprungen und hatte über 40 Prozent der kubanischen Erdölimporte geliefert.

Der Ölstopp und die Belagerung Kubas

In der Konsequenz des mexikanischen Ölstopps, der auf Druck von US-Präsident Donald Trump erfolgt, wird aus dem US-Sanktionsregime gegen Kuba eine Belagerung, die auf die komplette Sabotage der Stromerzeugung, jeder Produktion und des Tourismus zielt. Im Kern zielt die Belagerung durch die USA aber auf einen Regime Change in Kuba binnen Wochen. Es geht darum, die Souveränität des Landes zu brechen.

US-Präsident Donald Trump jubiliert bereits, dass Kuba „kurz vor dem Scheitern steht“. Alle Investitionen, die auf eine Versorgung Kubas durch regenerative Energien setzen, greifen zeitlich zu kurz. Kuba kann die Jahre bis zu einem ordentlichen Funktionieren und einer Substitution der Ölimporte wirtschaftlich nicht durchstehen.

Die USA zielen auf den politischen Kollaps, der die Insel wie vor der kubanischen Revolution wieder unter die totale Kontrolle der USA bringen würde. Auch gezielte militärische Aktionen wie in Venezuela zur Durchsetzung der imperialistischen US-Strategie werden durch die Administration in Washington in Aussicht gestellt.

Imperialistische Expansion in der westlichen Hemisphäre

Damit setzt der US-Präsident seinen Krieg zur Beherrschung der westlichen Hemisphäre fort, auch um weltweit zu zeigen, dass andere Mächte kein Land auf dem amerikanischen Kontinent vor dem US-Zugriff schützen können. Bei seiner Strategie kennt der US-Präsident weder Freund noch Feind.

Was die europäischen NATO-Staaten als Verhandlungserfolg im Fall von Grönland feiern, ist im Grunde nichts anderes als die völlige Auslieferung des Landes an die USA mit gezieltem Zugriff auf alle Rohstoffe, wie die Möglichkeit, sich territorial über die Erweiterung und Gründung von Militärbasen auf der Insel zu erweitern. Selbst Argentinien unter Javier Milei, enger Verbündeter der USA, geht Gefahr, seiner Souveränität im Süden des Landes verlustig zu gehen. So mehren sich die Berichte, dass sich die USA den Zugriff auf den Hafen Ushuaia sichern wollen, der zentral ist für den Zugang zur etwa 1.000 Kilometer entfernten Antarktis. Auch hier geht es um die Ausbeutung der Rohstoffe, die nur formal noch bis zum Jahr 2048 geschützt sind. Die argentinische Regierung hat jedenfalls eilfertig den Hafen ganz im Süden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht, offenbar um eine Übergabe an die USA zu erleichtern.

Globale Blitzkriegsstrategie der USA

Wie im Fall von Kuba legt Trump eine äußerste Geschwindigkeit vor. Die Vorbereitungen für einen US-Angriff auf den Iran laufen auf Hochtouren, verbunden damit, im Irak einen Premierminister Maliki zu verhindern, weil dieser sein Land nicht für einen Angriff auf Teheran zur Verfügung stellen würde. Offen droht der US-Präsident dem Irak, sollte dort der falsche Premierminister gewählt werden.

Um Russland und China in Sicherheit zu wiegen, geht die US-Administration scheinbar auf sie zu und befördert in einem Fall die Friedensverhandlungen, wie im anderen Fall der Wirtschaftskrieg für ein Jahr eingefroren ist. Wie im Vorfeld des Ukraine-Krieges setzen die USA auf einen neuen Betrug, um ihre Hilfsstaaten und -entitäten ungestört aufrüsten zu können. Es geht darum, unbotmäßige Länder in Windeseile beseitigen zu können, um den US-Imperialismus global zu erneuern, für die entscheidende Auseinandersetzung mit China.

Die NATO ist und bleibt das zentrale globale Instrument zur Durchsetzung der US-Hegemonie und um Europa mit in Haftung zu nehmen. Europa ist für die USA nichts weiter als ein Brückenkopf auf dem eurasischen Doppelkontinent und eine Erweiterung der westlichen Hemisphäre der USA.

Wer heute noch in Europa über den Ölkrieg der USA gegen Kuba jubiliert, könnte morgen schon ins Visier des US-Imperialismus geraten. Die USA setzen auf eine Blitzkriegsstrategie. Diese wird sicherlich anfangs beachtliche Erfolge zeitigen. Die entscheidende Frage aber ist, was sie an Gegenkräften unfreiwillig mobilisiert.

Die Vision einer US-kolonisierten Welt ist nichts weiter als ein Alptraum, der Widerstand herausfordert. Oder um es mit Che Guevara zu formulieren:

„Unsere zwei größten Probleme sind erstens der Imperialismus und zweitens der Imperialismus“

Titelbild: esfera/shutterstock.com

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Ölkrieg des US-Imperialismus gegen Kuba

28. Januar 2026 um 12:30

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Die USA forcieren durch Druck auf Mexiko einen Ölboykott gegen Kuba – ein gezielter Schlag, der die Insel wirtschaftlich in die Knie zwingen und einen Regime Change erzwingen soll.

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Monroe und kein Ende – US-Imperialismus in Südamerika seit 1823 | Von Wolfgang Effenberger

15. Januar 2026 um 17:58

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Monroe und kein Ende – US-Imperialismus in Südamerika seit 1823 | Von Wolfgang Effenberger

Ein Meinungsbeitrag von Wolfgang Effenberger.

Die Folgen des US-Angriffs auf Venezuela vom 3. Januar samt der Entführung von Präsident Nicolas Maduro und seiner Frau aus Caracas halten weiter an. Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez (56) wurde daraufhin am 6. Januar vom Obersten Gericht und der Nationalversammlung mit der Wahrnehmung der Aufgaben des Staatschefs betraut. (1)

Sie legte ihren Amtseid in der Nationalversammlung in Caracas ab, übernahm formal das Amt der amtierenden bzw. geschäftsführenden Präsidentin (2) und signalisierte Gesprächsbereitschaft gegenüber den USA, während sie innenpolitisch den Ausnahmezustand und Sicherheitsmaßnahmen durchsetzte. (3) Das venezolanische Militär stellte sich öffentlich hinter Rodríguez, was ihre innerstaatliche Position vorerst stabilisiert.

Die Zahl der Opfer durch die US-Militäraktion in Venezuela am 3. Januar haben internationale Organisationen und unabhängige Untersuchungskomissionen mit „bis zu 80 Tote, darunter 32 Kubaner“ angegeben. (4) Die New York Times geht von „mindestens 56“ Toten aus und betont, dass die Gesamtzahl der Opfer noch unklar ist. (5)

US-Präsident Donald Trump drängt nicht auf rasche Neuwahlen, sondern versucht, über politischen und wirtschaftlichen Druck – insbesondere die bestehende Ölblockade – weitere Machtverschiebungen in Caracas herbeizuführen. (6) 

Die Ölförderung und der Öltransport in dem Land sind derzeit fast zum Erliegen gekommen, da die Tanklager und vor Anker liegenden Tanker aufgrund der US-Blockade der Schifffahrt ihre Lagerkapazitätsgrenze erreicht haben. Im Lauf dieser Woche will das Weiße Haus US-Ölmanager in Miami, Florida, empfangen, um im Namen des „Wiederaufbaus“ in Venezuela die Macht zu übernehmen. 

Seit der im Dezember verschärften Blockade und der Beschlagnahme venezolanischer Tanker liegen Millionen Barrel Rohöl auf Schiffen und in Lagertanks fest, wodurch Exporte fast zum Stillstand gekommen sind und die weitere Förderung technisch und logistisch gedrosselt werden muss. (7)

Die faktische Seeblockade führt dazu, dass beladene Tanker venezolanische Gewässer nicht verlassen, weil sie bei Auslaufen mit Beschlagnahme durch US-Behörden rechnen müssen. (8)

Mehrere Analysen sprechen davon, dass die schwimmenden und landgestützten Lagerbestände ein Mehrjahreshoch erreicht haben und die Förderunternehmen daher gezwungen sind, die Produktion weiter zu drosseln, teilweise in Richtung 700.000 Barrel pro Tag oder darunter. (9)

Trump hat angekündigt, dass „sehr große amerikanische Ölkonzerne“ Milliarden investieren sollen, um Venezuelas beschädigte Öl-Infrastruktur zu reparieren und große Mengen feststeckenden Rohöls – bis zu rund 50 Millionen Barrel – zu raffinieren und zu verkaufen. (10)

In diesem Kontext werden Treffen von Regierungsvertretern mit US-Ölmanagern – unter anderem in Florida – angekündigt, mit dem expliziten Ziel, US-Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Kontrolle und Verwertung venezolanischer Ölströme im Rahmen eines politischen „Neuanfangs“ bzw. „Wiederaufbaus“ zu geben. (11) 

Trump hat sich am Abend des 6. Januar erneut in sehr aggressiver Weise zu Kolumbien und Kuba geäußert, allerdings eher in Form von Droh- und Machtrhetorik als in einer konkreten Operationsankündigung. (12)

In jüngeren Äußerungen stellt Trump Kolumbien immer wieder als „Kokainfabrik“ dar und bringt offen die Möglichkeit militärischer Maßnahmen gegen das Land ins Spiel, wenn die dortige Regierung den Drogenhandel angeblich nicht „stoppt“. (13)

Präsident Gustavo Petro reagiert darauf regelmäßig mit dem Hinweis, dass solche Drohungen als faktische Kriegserklärung verstanden würden und die Souveränität Kolumbiens verletzten. (14)

Im Zusammenhang mit der Operation gegen Maduro und der Rolle kubanischer Berater spricht Trump Kuba als „Mitverantwortlichen“ an und verbindet dies mit der bekannten Regime-Change-Rhetorik gegenüber Havanna. (15)

Republikanische Hardliner wie Marco Rubio und Lindsey Graham flankieren diese Linie, indem sie vom nahen „Ende des Regimes“ bzw. der „Befreiung Kubas“ sprechen, was den politischen Charakter dieser Drohkulisse in Richtung Systemwechsel deutlich macht. (16)

Trumps „Monroe‑Corollary“: Ideologischer Rahmen für exklusiven US‑Machtanspruch 

Die Monroe-Doktrin von 1823 definiert ein außenpolitisches Grundprinzip der USA, das die westliche Hemisphäre als eigene Einflusszone festschreibt und jegliche europäische Einmischung zurückweist. (17)

Trump nutzt nun die erweiterte Monroe‑Doktrin im Kern als ideologischen Rahmen, um einen exklusiven US‑Machtanspruch in der westlichen Hemisphäre zu begründen und Interventionen politisch zu legitimieren. (18)

Ziel ist es, Lateinamerika wieder als Hinterhof der USA zu definieren: Fremde Großmächte (v. a. China, Russland, in Teilen auch Iran) sollen aus der Region zurückgedrängt, ihre Investitionen und Militärkontakte delegitimiert werden.

Damit verbindet Trump das Recht, Regierungen, die als „feindlich“ oder „illoyal“ gelten (Venezuela, Kuba, Nicaragua, perspektivisch auch andere), mit Sanktionen, verdeckten Operationen und notfalls militärischem Druck zu konfrontieren, um einen Regime-Change oder Kurswechsel zu erzwingen. (19)

Es geht um die Sicherung des privilegierten Zugriffs der USA auf Ressourcen (insbesondere Öl, Gas, kritische Rohstoffe) und Schifffahrtsrouten, also eine ökonomische Absicherung des US‑Vormachtanspruchs (20) sowie die Eindämmung chinesischen und russischen Einflusses durch Druck auf Regierungen, Neuverhandlung oder Blockade von Infrastruktur‑ und Rüstungsdeals sowie durch Ausbau eigener Militär‑ und Geheimdienstpräsenz in der Region. (21)

In der Sicherheitsstrategie und in Äußerungen seines Umfelds (Bolton, Pompeo, Rubio u. a.) wird explizit von einer „Monroe‑Doktrin 2.0“ bzw. „Donroe‑Doktrin“ gesprochen, um die historische Kontinuität einer hegemonialen US‑Sphäre zu reklamieren.

Praktisch bedeutet dies die Kombination von Sanktionen, extraterritorialem Wirtschafts‑ und Sanktionsrecht, Terrorlisten (z. B. für Kartelle) sowie der Androhung oder Durchführung militärischer Operationen als legitime Durchsetzungsmittel dieses Anspruchs. (22)

So ist zu befürchten, dass die lange Kette der Interventionen nicht abreißen wird.

Die US-Interventionen in Südamerika, Mittelamerika, Mexiko und im Karibikraum seit 1823 lassen sich grob in vier Phasen gliedern: Frühe „Schutz“-aktionen, die Bananenkriege, der Kalte Krieg (inklusive CIA-Operationen) und die Interventionen nach dem Kalten Krieg bis heute. Die folgende Übersicht ist selektiv; sie konzentriert sich auf militärische, paramilitärische und zentrale verdeckte Regime‑Change‑Operationen.

Unberücksichtigt sind rein diplomatische Druckmittel und „normale“ Wirtschaftssanktionen ohne militärisch‑geheimdienstliche Aktivitäten. 

Kuba
1822/23 "Anti‑Piraterie"‑Landungen; 1898 Spanisch‑Amerikanischer Krieg;
1898–1902 Besatzung;
1906–1909 erneute Besetzung;
1912 Truppeneinsatz;
 seit 1961 Schweinebucht‑Invasion und dauerhafte Regime‑Change‑Politik 

Puerto Rico
1824 Landungsunternehmen in Fajardo;
(später US‑Territorium) 1898 Eroberung im Spanisch‑Amerikanischen Krieg              

Dominikanische Republik
1903, 1904, 1914 Landungen;
1916–1924 Besatzung;
1965 Militärintervention

Haiti 
1915–1934 US‑Besatzung; wiederholte Landungen zuvor

Nicaragua
1850er Interventionen;
1894, 1896 Marineeinsätze;
1912–1925 und 1926–1933 Besatzung;
1980er Contra‑Krieg 

Honduras
1903, 1907, 1911, 1912, 1919, 1924,
1925 Marine‑ und Landungseinsätze 

Panama (vorher Teil Kolumbiens)
1903 Unterstützung der Abspaltung Panamas;
1903–1914 Kontrolle beim Kanalbau; mehrfacher Truppeneinsatz bis in die 
1960er; 1989 Invasion („Just Cause“)

Mexiko
1846–1848 Mexikanisch‑Amerikanischer Krieg; 1914 Besetzung von Veracruz; Grenzoperationen 1916/17 (Pershing‑Expedition)

Guatemala
wiederholte Marineschutz‑Landungen im 19./frühen 20. Jh.;
1954 CIA‑Putsch gegen Árbenz;
spätere Unterstützung antikommunistischer Repression

El Salvador 
wiederholte Eingriffe im 20. Jh.; schwere US‑Militär‑ und Geheimdienstunterstützung der Regierung im Bürgerkrieg (1980er)

Costa Rica
punktuelle Eingriffe/Präsenz im 19./frühen 20. Jh.;
Nutzung als Rückraum für Operationen (z.B. Nicaragua) 

Kolumbien
1840er und spätere Einsätze zum Schutz von US‑Interessen; Unterstützung bei Aufstandsbekämpfung, v.a. Plan Colombia (ab den späten 1990ern) 

Venezuela
Marinepräsenz bei Krisen im 19./frühen 20. Jh.;
seit den 2000er Jahren Versuche des Regime‑Change durch Sanktionen, verdeckte Unterstützung der Opposition, Putschversuche;
2019 Anerkennung Guaidós;
2020er Jahre verdeckter und offener Druck 

Peru 
punktuelle Einsätze im 19. Jh. zum „Schutz“ von US‑Bürgern;
im Kalten Krieg Unterstützung der Streitkräfte im Anti‑Kommunismus 

Ecuador
1960er–1980er verdeckte CIA‑Aktivitäten gegen linke Kräfte;
zeitweise Nutzung von Basen 

Bolivien
1960er Unterstützung bei der Jagd auf Che Guevara;
1971 Unterstützung des Putsches gegen Torres; Einbindung in Operation Condor 

Brasilien
1964 Unterstützung des Militärputsches gegen Goulart; Mitarbeit in Operation Condor               

Chile
1891 Marineeinsatz; 1970–1973 Destabilisierung der Allende‑Regierung; 1973 Unterstützung des Pinochet‑Putsches 

Argentinien 
punktuelle Einsätze im 19. Jh. (Buenos Aires 1833, 1850er); in den 1970er Jahren enge Kooperation mit der Militärjunta in Operation Condor 

Uruguay
19. Jh. Schutzlandungen;
1970er Einbindung in Operation Condor 

Paraguay
20. Jh. Militärhilfe; 1970er Condor‑Partnerregime 

Grenada 
1983 Invasion „Urgent Fury“ 

Jamaika 
Kalter Krieg: politische Einflussnahme und verdeckte Aktivitäten gegen links orientierte Regierungen 

Guyana 
1960er Unterstützung der Destabilisierung von Cheddi Jagan und Förderung eines freundlicheren Regimes 

Suriname
1980er Einflussversuche und Kontakte zu Anti‑Bouterse‑Kräften 

Ein eindrucksvolles Zeugnis über die kriminellen Machenschaften der USA in dieser Region legte der zweimal mit der Medal of Honor ausgezeichnete Generalmajor beim United States Marine Corps, Smedley Darlington Butler (1881-1940), ab: 

"lch war 33 Jahre und vier Monate im aktiven Militärdienst, und damals habe ich die meiste Zeit als hochgradiger Schläger für Großkonzerne, für die Wall Street und ihre Banker verbracht. Kurz gesagt, ich war ein Gauner, ein Gangster für den Kapitalismus. 1914 habe ich Mexiko und speziell Tampico für die amerikanischen Ölinteressen gesichert. ich habe aus Haiti und Kuba einen schönen Ort für die Jungs von der National City Bank gemacht, damit sie die Einnahmen kassieren konnten. Ich habe dabei geholfen, ein halbes Dutzend zentralamerikanische Republiken zum Vorteil der Wall Street zu vergewaltigen. Von 1902 bis 1912 habe ich Nicaragua für das Internationale Bankhaus Brown Brothers gesäubert. 1916 habe ich Licht in die Dominikanische Republik für die Zuckerinteressen gebracht. 1903 habe ich geholfen, Honduras reif zu machen für die amerikanischen Früchtekonzerne. 1927 habe ich in China dafür gesorgt, dass Standard Oil unbehelligt blieb. Ich hatte AI Capone einige Tipps geben können. Das Beste, was er erreichte, war in drei Distrikten (von Chicago) mit seiner Gaunerei zu operieren. Ich operierte auf drei Kontinenten." (23)

Es ist von jeher ein schmutziges Besteck, mit dem Washington operiert.

Als am 11. April 2002 die venezolanische Opposition zum Präsidentenpalast Miraflores marschierte, waren dort bereits tausende Anhänger von Präsident Hugo Chávez versammelt, um den sozialistischen Präsidenten zu verteidigen. Heckenschützen eröffneten das Feuer auf die Menge vor dem Präsidentenpalast, woraufhin bewaffnete Chávez-Anhänger zurückschossen. Die inszenierte Schießerei lieferte den Putschisten den entscheidenden Vorwand zum Eingreifen. (24)

Die Opposition machte Hugo Chávez für die Toten der Scharfschützen verantwortlich und rechtfertigte damit den nachfolgenden Putsch.

Am frühen Morgen des 12. April 2002 begab sich Chávez in die Hände der Putschisten. Washingtons Günstling Pedro Carmona, Chef des Unternehmerverbandes, wurde umgehend als neuer Präsident vereidigt.

Der Putsch scheiterte jedoch nach nur zwei Tagen, da Millionen im ganzen Land demonstrierten und Zehntausende in die Hauptstadt kamen, um den Palast zu belagern und die Rückkehr des gewählten Präsidenten zu fordern. Die Palastwache setzte die Putschisten fest, und am 13. April 2002 wurde Chávez aus der Militärhaft befreit und wieder ins Präsidentenamt eingesetzt.

Parallelen zum Putsch auf dem Maidan in Kiew im Februar 2014 drängen sich auf.

Am 7. Januar 2026 schrieb US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auf X: „The blockade of sanctioned and illicit Venezuelan oil remains in FULL EFFECT – anywhere in the world“.

Damit erklären die USA nicht nur Lateinamerika zu ihrem Eigentum, sondern gleich die ganze Welt: US-Exzeptionalimus pur!

Es gibt kein "sanktioniertes und illegales venezolanisches Öl". Diese Entscheidung könnte nur der UN-Sicherheitsrat treffen – derartige Beschlüsse liegen jedoch nicht vor. 

Foreignaffairs-Autor Brian Winter hat in seinem am 26. Dezember veröffentlichen Artikel "Latin America’s Revolution of the Right The Forces Remaking the Region in the Age of Trump" (für die Magazin-Ausgabe Januar/Februar) die kommende Entwicklung bereits angedeutet:

Von seinem Einzug in Havanna 1959 bis zu seinem Tod 2016 habe der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro die lateinamerikanische Politik wie kein Zweiter geprägt. Mit seiner markanten Uniform, Cohiba-Zigarren und endlosen Anti-US-Reden habe er Revolutionäre weltweit begeistert und seine Ideen erfolgreich an Führer wie Salvador Allende, Hugo Chávez oder Yasser Arafat exportiert.

Heute würden zwei rechte Populisten die globale Bühne Lateinamerikas dominieren: Argentiniens „Anarcho-Kapitalist“ Javier Milei mit seiner Motorsäge gegen den Staatsapparat und der bärtige Millennial Nayib Bukele aus El Salvador, dessen Banden-Bekämpfung ihm Kultstatus einbringt. Mileis Slogan „¡Viva la libertad, carajo!“ ziert US-College-Shirts, Bukeles TikTok-Fanklub umfasst über 11 Millionen Follower – mehr als bei fast jedem anderen Staatschef. (25)

Milei traf als erster Staatschef den wiedergewählten Trump 2024 in Mar-a-Lago, erhielt ein 20-Milliarden-Hilfspaket und senkte Argentiniens Inflation von über 200 auf rund 30 Prozent bis Ende 2025 – ein Vorbild für Europas Rechte wie Giorgia Meloni oder Kemi Badenoch sowie Tech-Milliardäre wie Elon Musk. Bukeles strikte Härte gegen Banden machte El Salvador sicherer als Kanada, mit 81 Prozent Zustimmung sogar in Chile.

Winter sieht eine konservative Welle durch Lateinamerika rollen: Daniel Noboa siegte 2025 in Ecuador, Mileis Partei feierte Midterm-Erfolge, Bolivien brach mit 20 Jahren Sozialismus. Rechte führen Umfragen in Costa Rica, Peru, Brasilien und Kolumbien an – getrieben von Kriminalitätsfrust (30 Prozent aller globalen Morde trotz 8 Prozent Weltbevölkerung), Evangelikalen-Zuwachs und dem Scheitern linker Modelle wie in Venezuela. (26)

Die Monroe-Doktrin 2.0 unter Trump belohnt Pro-USA-Führer mit Hilfe und bestraft Gegner mit Sanktionen; die Kriminalität durch die explodierende Kokainproduktion (verdreifacht in 10 Jahren) und neue Schmuggelrouten treibt die Rechte voran, die nun ihr Diktaturstigma abgeschüttelt hat. Folgen:

Investitionen (z. B. 25 Milliarden Dollar AI in Argentinien), Abkehr von China, weniger Klimafokus und härtere Migrationspolitik. (27) 

Das "exorbitante Privileg" des Dollars sichert den USA Wohlstand und das Überleben als Weltmacht 

Nach dem Ende der Goldkonvertibilität des US-Dollars 1971 vereinbarten die USA 1972/73 mit Saudi-Arabien, dass saudi-arabisches Öl nur in US-Dollar fakturiert wird. Im Gegenzug für militärische und politische Unterstützung sicherte Saudi-Arabien den USA zu, ihre "Petrodollars" in US-Anleihen zu recyceln. Von diesem Zeitpunkt an mussten alle Länder große Reserven der US-Währung halten, um ihre Energierechnung zu begleichen – der Dollar war nun nicht mehr durch Gold, sondern durch "schwarzes Gold" gedeckt. Erdöl wird immer noch weltweit fast ausschließlich in Dollar gehandelt, wodurch Ölexportländer erhebliche Dollarerlöse erzielen und diese vielfach in Dollar-Anlagen reinvestieren, was die globale Nachfrage nach US-Dollar zusätzlich steigert.

Der französische Finanzminister und spätere Präsident Valéry Giscard d'Estaing prägte den Begriff des "exorbitanten Privilegs"; er beschreibt die Sonderstellung, die die USA durch den Dollar als dominante internationale Reservewährung genießen. Dieses Privileg erlaubt es den USA, ihre notorischen Handelsbilanzdefizite ohne Gefahr für ihre Leistungsbilanz allein durch das Drucken von Dollars auszugleichen, die direkt dem Defizitausgleich dienen, ohne in andere Währungen getauscht werden zu müssen. Faktisch ermöglicht dies den USA, zumindest Teile ihres Wohlstands auf Kosten des Auslands aufrechtzuerhalten. (28) 

Am 4. Oktober 2009 berichtete der Journalist Robert Fisk in der britischen Tageszeitung The Independent unter dem Titel "The Demise of the Dollar" über geheime Pläne arabischer Staaten, Chinas, Russlands, Japans und Frankreichs, den US-Dollar als Währung für den Ölhandel aufzugeben. Laut dem Bericht sollte der Dollar als Zahlungsmittel im Rohölhandel durch einen Währungskorb aus dem chinesischen Yuan, dem Euro, dem japanischen Yen, einer neuen Gemeinschaftswährung der Golfstaaten und Gold abgelöst werden. Laut Fisk waren neun Jahre für den Übergang vorgesehen, und die Finanzminister und Zentralbankgouverneure Russlands, Chinas, Japans und Brasiliens hätten bereits geheime Treffen abgehalten, um das System auszuarbeiten. (29)

Venezuelas strategische Abkehr vom Petrodollar: Auslöser von Trumps Angriff?

Venezuela hat seit 2018 eine explizite Entdollarisierung eingeleitet und wickelt Erdölexporte zunehmend in CNY, EUR oder RUB ab. Das Land intensivierte seine Finanzbeziehungen zu China, etablierte Zahlungssysteme außerhalb von SWIFT und bekundet Interesse an einem BRICS-Beitritt. Besonders brisant: China testet seinen digitalen Yuan (e-CNY) für Energiehandelstransaktionen mit Venezuela, was den Aufstieg eines "Petroyuan" begünstigt und einen direkten Währungswettbewerb zum Petrodollar schafft. 

Chinas Paukenschlag Anfang November 2025

Am 5. November 2025 platzierte das chinesische Finanzministerium in Hongkong US‑Dollar‑Staatsanleihen im Volumen von 4 Milliarden Dollar. Für viele Beobachter ist das ein symbolischer Marker dafür, wie stark China trotz politischer Spannungen und konjunktureller Probleme im globalen Finanzsystem verankert bleibt. (30)

Emittiert wurden zwei Tranchen: jeweils 2 Milliarden Dollar mit Laufzeiten von 3 bzw. 5 Jahren; die Kupons lagen grob im Bereich von 3,65 bis 3,8 Prozent, zum Teil nur mit minimalem Aufschlag auf US‑Treasuries.

Die Orderbücher summierten sich auf etwa 118 Milliarden Dollar, also fast 30‑fache Überzeichnung; beteiligt waren mehr als 1.000 Investoren, darunter Zentralbanken, Staatsfonds, Versicherer sowie vor allem asiatische, daneben europäische und einige US‑Investoren.

Die hohe Nachfrage wirkt wie ein Vertrauensvotum: Trotz US‑China‑Konflikt, Handels‑ und Technologiesanktionen signalisiert der Markt Bereitschaft, chinesischen Staatsrisiken in Dollar große Volumina anzuvertrauen.

Zugleich unterstreicht der Vorgang, dass China noch weit davon entfernt ist, sich vom Dollar‑Raum zu lösen: Souveräne Dollar‑Emissionen verfestigen die Einbindung in das bestehende Finanzregime, auch wenn Peking parallel Renminbi‑Internationalisierung und Alternativstrukturen (CIPS, bilaterale Abkommen) vorantreibt.

Diese Anleiheemission lässt sich als Knotenpunkt lesen, an dem sich Chinas innere Strukturprobleme, die globale Dollarordnung und die US‑Strategie der „Economic Fortress“ („Wirtschaftsfestung“) überkreuzen. Mit diesem Begriff wird eine Strategie beschrieben, bei der ein Land seine Wirtschaft so ausrichtet, dass sie möglichst unabhängig von ausländischen Märkten, Finanzströmen und geopolitischer Einflussnahme ist – ähnlich wie eine Festung, die von außen schwer angreifbar ist. Die chinesische Anleiheemission eignet sich deshalb hervorragend als Moment, in dem alles begann – nicht, weil sie die Ursachen schafft, sondern weil sie sie sichtbar macht.

Die 30‑fache Überzeichnung zeigt, dass globale Investoren das chinesische Ausfallrisiko in der Leitwährung Dollar weiterhin als gering einschätzen – und damit das bestehende System stabilisieren, das politisch längst in Frage steht.

Die Renditen liegen nur leicht über US‑Treasuries, doch genau dieser kleine Mehrertrag genügt, um Zentralbanken, Staatsfonds und Versicherer in großem Stil anzuziehen.

Parallel verfolgt Washington eine Doppelstrategie: technologische und rechtliche Abriegelung gegenüber China (Kontrollen, Zölle, Sanktionsdrohungen), aber keine harte finanzielle Trennung, solange der Dollar‑Kreis davon profitiert.

In diesem Licht wird die Emission zum Testfall: Sie zeigt, wie weit die Entkopplungsrhetorik von der Finanzpraxis entfernt ist – und wie groß der spätere Schock wäre, falls ein echter Bruch erzwungen würde.

Während China sichtbar in eine Phase niedriger, fragil balancierter Expansion eintritt, riegelt sich der Westen politisch ab – und die Märkte tun so, als könne alles ewig weitergehen.

In diesem Sinne beginnt „alles“ nicht, weil am 5. November 2025 etwas explodierte, sondern weil zum letzten Mal in einer einzigen Transaktion so klar sichtbar wird, wie das alte System funktioniert – und warum es später zusammenbrechen muss. (31)

Die jüngsten Ereignisse in Venezuela markieren einen kritischen Wendepunkt im globalen Kampf um die Vorherrschaft des US-Dollars als Reservewährung. Die US-Militäroperation gegen Nicolás Maduro wird zunehmend als Versuch interpretiert, das seit einem halben Jahrhundert bestehende Petrodollar-System gegen aufkommende Alternativen zu verteidigen.

Der Militärschlag der USA auf Venezuela und die Entführung von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores ist nicht nur eine Rückkehr zu Theodore Roosevelts „Kanonenbootdiplomatie“ und Großmachpolitik. Es geht auch nicht nur um den Diebstahl von Venezuelas Öl. Es geht darüber hinaus um die ausdrückliche Drohung, Mexiko, Kolumbien, Kuba, Brasilien, den Iran – und viele andere Länder – ebenso zu attackieren, wenn sie sich nicht der Wall Street und der City of London unterwerfen.

Die Ereignisse in Venezuela müssen im Zusammenhang mit dem 5. November 2025 gesehen werden, als das chinesische Finanzministerium in Hongkong US‑Dollar‑Staatsanleihen in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar platzierte. Auch der massierte Drohnenangriff am 29. Dezember 2025 (Selensky führte in den USA Friedensgespräche mit Trump) auf die sensible Waldai-Region (Atomkontrollzentrum und Putin-Palast) sollte in diesem Zusammenhang gesehen werden.

Diese Ereignisse zusammengenommen markieren einen dramatischen Phasenwechsel in der globalen strategischen Situation: den Plan, die Ära des Völkerrechts, der Achtung der nationalen Souveränität und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten sowie der in der UN-Charta niedergelegten Grundsätze abrupt zu beenden. Die Welt soll vollends in eine Ära der Bestialität absinken, in Thomas Hobbes' „Krieg eines jeden gegen jeden“, in dem ein globaler „Leviathan“ seinen Willen durchsetzt – um das bankrotte transatlantische System zu erhalten, dessen 2 Billiarden Dollar schwere Spekulationsblase zu platzen droht.

Nachdem Venezuela mit den USA eine positive Zusammenarbeit in der Öl- und Gasinfrastruktur und die Freilassung politischer Gefangener angekündigt hat, will Trump vorerst auf einen zweiten Angriff verzichten. 

Folgen Sie der Spur des Geldes 

Die vorgeschützten Rechtfertigungen, man verteidige hier demokratische Werte und Menschenrechte, dienen und dienten immer dazu, völkerrechtswidrige Angriffe zu bemänteln, häufig im Interesse des US-militärisch-industriellen-Komplexes.

Wenn Sie das nächste Mal von der US-Außenpolitik in Venezuela hören, folgen Sie dem Geld, dem Öl, der Währung, die verwendet wird, um das Öl zu bewerten. Und folgen Sie dem aufstrebenden Netzwerk von Nationen, die eine Alternative zu dem System aufbauen, das Amerika seit fünfundsiebzig Jahren dominiert.

Chinas 4-Milliarden-Dollar-Anleihe, die um den Faktor dreißig überzeichnet wurde, kündigte der Welt an, dass die Ausgangstür vom Dollarsystem nicht nur unverschlossen, sondern weit offen ist und die Aussicht nach außen immer attraktiver wird. Venezuela ist durch diese Tür gegangen. 

Eisenhowers Warnung ist aktueller denn je 

US-Präsident Dwight D. Eisenhower warnte in seiner Abschiedsrede am 17. Januar 1961:

"Wir in den Institutionen der Regierung müssen uns vor unbefugtem Einfluss, beabsichtigt oder unbeabsichtigt, durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potenzial für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammenwachsen und gedeihen können." (32)

Anmerkungen und Quellen 

Wolfgang Effenberger, Jahrgang 1946, erhielt als Pionierhauptmann bei der Bundeswehr tiefere Einblicke in das von den USA vorbereitete "atomare Gefechtsfeld" in Europa. Nach zwölfjähriger Dienstzeit studierte er in München Politikwissenschaft sowie Höheres Lehramt (Bauwesen/Mathematik) und unterrichtete bis 2000 an der Fachschule für Bautechnik. Seitdem publiziert er zur jüngeren deutschen Geschichte und zur US-Geopolitik. Zuletzt erschienen vom ihm: „Schwarzbuch EU & NATO“ (2020) sowie "Die unterschätzte Macht" (2022)

1) https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/rodriguez-vereidigt-100.html

2) https://www.stern.de/politik/ausland/us-angriff-auf-venezuela-live--delcy-rodr%C3%ADguez-als-geschaeftsfuehrende-praesidentin-vereidigt-37007346.html

3) https://www.watson.ch/international/liveticker/563936255-venezuela-ticker-rodriguez-als-geschaeftsfuehrende-praesidentin-vereidigt

4) https://www.bbc.com/news/articles/cj9r0eyw0jno

5) https://www.nytimes.com/2026/01/03/world/americas/venezuela-maduro-capture-trump.html

6) https://www.deutschlandfunk.de/rodr-guez-legt-amtseid-ab-trump-geht-nicht-von-schneller-neuwahl-aus-102.html

7) https://xpert.digital/venezuelas-oelressourcen/

8) https://www.zdfheute.de/politik/ausland/venezuela-usa-konfliktpunkte-100.html

9) https://www.boerse-am-sonntag.de/rohstoffe/venezuela-oel-trump-wagnis

10) https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/us-venezuela-oel-deal-veraergert-china-und-drueckt-die-preise-ce7e59dcdb8df127

11) https://www.stern.de/wirtschaft/news/oelpreise--schlafender-riese--venezuelas-rolle-im-oelgeschaeft-37010158.html

12) https://www.spiegel.de/ausland/venezuela-donald-trump-droht-kolumbien-kuba-beklagt-32-tote-in-caracas-a-0b05487e-2eb7-467f-83c7-80efdd850ec1

13) https://www.n-tv.de/politik/Trump-droht-Kolumbien-mit-Angriffen-id30098916.html

14) https://www.dw.com/de/ukraine-russland-witkoff-putin-trump-drohung-kolumbien-honduras-hongkong-ueberflutungen-sumatra/a-74993427

15) https://de.cibercuba.com/noticias/2026-01-04-u1-e208933-s27061-nid317847-liberacion-cuba-esta-cerca-dice-senador-republicano

16) https://www.spiegel.de/ausland/venezuela-donald-trump-droht-kolumbien-kuba-beklagt-32-tote-in-caracas-a-0b05487e-2eb7-467f-83c7-80efdd850ec1

17) https://de1.warbletoncouncil.org/doctrina-monroe-8484

18) https://www.handelsblatt.com/politik/international/geopolitik-monroe-doktrin-20-trumps-kampf-um-lateinamerika/100149431.html

19) https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/lateinamerika-monroe-neuauflage-100.html

20) https://ladw.de/latin-america-brief/trump-bescherte-lateinamerika-eine-kehrtwende-in-der-aussenpolitik-der-usa/

21) https://www.n-tv.de/politik/Die-USA-sind-zu-spaet-dran-id30190934.html

22) https://library.fes.de/pdf-files/iez/14380.pdf

23) Zitiert nach Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18 Die Herren des Geldes greifen zur Weltmacht. Höhr-Grenzhausen 2018, S. 4

24) https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-hugo-chavez-venezuela-100.html

25) https://www.foreignaffairs.com/south-america/revolution-right-brian-winter?check_logged_in=1&utm_medium=promo_email&utm_source=lo_flows&utm_campaign=article_link&utm_term=article_email&utm_content=20260107

26) Ebda.

27) Ebda.

28) https://www.wiwo.de/politik/deutschland/wiwo-history-das-exorbitante-privileg-des-us-dollars/29164138.html

29) https://de.wikipedia.org/wiki/Petrodollar

30) https://www.china-briefing.com/news/chinas-economy-in-november-2025-year-end-review-and-2026-outlook/

31) Bridges Street Finanzanalyse. (Dezember 2025). "Chinas Ausgabe von USD-Anleihen: Ein strategisches Spiel für die Internationalisierung von RMB." https://bridgesstreet.com/articles-dec1-2025

32) https://de.hisour.com/die-Datenerfassung/eisenhowers_farewell_address-2/

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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Hugo Chavez (1999–2013 62. Staatspräsident Venezuelas)
Bildquelle: Harold Escalona / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Kubas Lage und Einschätzungen zum jüngsten US-Terror

14. Januar 2026 um 10:00

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Die jüngsten Aktionen der US-Regierung und ihrer Hightech-Militärmaschinerie treiben einem Tränen in die Augen – Tränen einerseits aus Trauer für die Opfer und Zerstörungen, und Tränen andererseits aus Zorn über die ungebremste Furie eines irrsinnigen Narziss inmitten eines kranken, im relativen Niedergang befindlichen Gesellschaftssystems. Während in Deutschland und der EU manche Spitzenpolitiker der Mitteparteien offenbar Probleme mit der vermeintlichen Komplexität dieser Terrorpolitik der USA haben, ist die rechtliche Bewertung jedem unvoreingenommen Menschen klar. Doch was sind die Folgen für das ebenfalls von den USA ins Visier genommene Kuba? Von Edgar Göll.

In einer Erklärung vom 3. Januar 2026 der kubanischen Regierung heißt es:

Die Revolutionäre Regierung verurteilt aufs Schärfste die militärische Aggression der Vereinigten Staaten gegen Venezuela und bekräftigt gleichzeitig kategorisch die uneingeschränkte Unterstützung und Solidarität Kubas mit dem Bruderland Venezuela und seiner Regierung. (…)

Die feige Aggression der Vereinigten Staaten ist ein krimineller Akt, der gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen verstößt. Sie stellt eine gefährliche Eskalation der seit Jahren von den Vereinigten Staaten gegen diese Schwester-Nation geführten Kriegskampagne dar, die sich seit September 2025 mit der aggressiven Entsendung von Kriegsschiffen in die Karibik unter falschen Vorwänden und unbegründeten Anschuldigungen ohne jegliche Beweise verschärft hat.

Kuba fordert nachdrücklich die sofortige Freilassung von Präsident Nicolás Maduro Moros und seiner Frau Cilia Flores durch die US-Behörden.

Es handelt sich um eine unverhüllte imperialistische und faschistische Aggression mit dem Ziel der Herrschaft, die darauf abzielt, die in der Monroe-Doktrin verankerten hegemonialen Ambitionen der USA gegenüber Unserem Amerika wiederzubeleben und uneingeschränkten Zugang und Kontrolle über die natürlichen Reichtümer Venezuelas und der Region zu erlangen. Außerdem soll damit versucht werden, die Regierungen Lateinamerikas und der Karibik einzuschüchtern und zu unterwerfen.“

Und was die völkerrechtliche Einschätzung betrifft, ist die Lage eigentlich auch klar. Schon die Drohungen gegen Venezuela und andere Länder, der Aufbau einer gigantischen militärischen Drohkulisse, illegalen Tötungen von Bootsbesatzungen ohne jegliche Beweise für die konstruierten Vorwürfe (Drogenschmuggel) und die Bombardierung eines Hafens waren eindeutig kriminelle Handlungen. Nun haben die renommierten Völkerrechtsexperten Norman Paech (BRD) und Marjorie Cohn (USA) ein fundiertes Gutachten vorgelegt, welches wohl niemand anfechten oder widerlegen dürfte. Die zentralen Passagen seien hier zitiert:

Der Angriff ist lange vorbreitet worden. Seit September 2025 kreuzte eine immer größer werdende Armada von US-Kriegsschiffen vor der venezolanischen Küste. Sie griff dort kreuzende kleinere Schiffe unbekannter Herkunft an, versenkte sie und tötete zahlreiche Menschen, eine unverhohlene Drohung gegen Präsident Maduro, sich zu ergeben und das Land verlassen.

Völkerrechtswidrige Aggression

Nichts kann all diese Angriffe rechtfertigen. Die UNO-Charta ist klar. In ihrem Art. 2 Ziff. 4 sagt sie: „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“ Die USA haben die UNO-Charta unterschrieben, gemäß der Supremacy Clause der US-Verfassung sind Verträge das oberste Gesetz des Landes, und Richter wie auch alle Politiker im ganzen Land und die Regierung sind an sie gebunden.“

Was geschah in Venezuela? Erste Erklärungsversuche aus Kuba

In Äußerungen von kubanischen Sicherheitsexperten wurden schon kurz nach dem US-Terroranschlag erste Analysen der ominösen Vorgänge aufgezeigt. Demnach seien die Bombardierung von Caracas und anderen Städten sowie die Entführung von Präsident Nicolás Maduro und Cilia Flores im Rahmen der sogenannten „Operation Resolución Absoluta” nur teilweise eine erfolgreiche Tat der US-Spezialeinheiten von Delta Force und Night Stalkers gewesen, sondern beruhe auf dem vorbereiteten Ausschalten der Verteidigungs-, Geheimdienst- und Spionageabwehrstruktur Venezuelas. Die Präzision, mit der die US-Teams den Wohnkomplex von Präsident Maduro erreichten, sei der Beweis für Verrat auf höchster Ebene. Maduro wechselte aufgrund der Bedrohungslage täglich seinen Übernachtungsort. Wie US-Aggressoren in anderen Ländern bewiesen, erstellen sie umfassende Profile. Die US-Geheimdienste (CIA, NSA, NGA) verfolgten Maduros Bewegungen monatelang, einschließlich seiner Gewohnheiten, Reisen, häufig besuchten Orte und sogar seiner Haustiere.

Dieser Detaillierungsgrad deutet auf ein massives Versagen der venezolanischen Spionageabwehr hin, elektronische Spionage und physische Überwachung aufzudecken und zu neutralisieren. Schließlich seien die kritische Abwehrstruktur, also Verteidigungsministerium, Luftwaffenstützpunkt La Carlota, Kampfflugzeuge und ein Kommunikationsknotenpunkt unmittelbar vor der Attacke zerstört worden. Der innerste Sicherheitsring um Präsident Maduro kämpfte etwa zwei Stunden lang in einem intensiven Kampf gegen die Eindringlinge. In dieser Ehrengarde kämpften auch kubanische Sicherheitskräfte. Da sie keine Unterstützung erhielten und die US-Spezialeinheit offenbar mit voller Brutalität vorging, wurden sie ermordet. Insgesamt hat Kuba 32 Opfer zu beklagen. Nun ist es offensichtlich, dass viele andere Staatsoberhäupter und Regierungschefs der Region, die Trump bedroht, ihre Lektion in Sachen Sicherheitskonzept lernen sollten.

Die Interimspräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, ließ am 6. Januar General Marcano Tábata wegen der „Auslieferung” Maduros verhaften. Er war der Chef der Präsidentengarde und Direktor der Militärischen Spionageabwehr DGCIM. Inwiefern er den Verrat begangen hat oder andere, ist noch ungeklärt. Übrigens wurde der entführte Präsident Maduro ausgerechnet zu dem vom US-Militär seit 1903 besetzten Stützpunkt Guantánamo Bay gebracht, bevor er nach New York geflogen wurde – offenbar, um den Kubanern ein makabres Zeichen zu senden.

Die kubanische Bevölkerung hat direkt vor der US-Botschaft in Havanna in einer großen Kundgebung ihre Solidarität mit Venezuela und gegen den US-Imperialismus zum Ausdruck gebracht. Das erfolgte auch in anderen Provinzstädten und wurde teilweise verknüpft mit den alljährlichen Demonstrationen und Feierlichkeiten zur Erinnerung und Würdigung des Jahrestages, an dem 1959 die siegreichen Kämpfer von Santiago de Cuba nach Havanna kamen. Dieses gepflegte Geschichtsbewusstsein ist in Zeiten wie diesen eine wichtige Selbstvergewisserung. Und in einem Artikel der Tageszeitung Granma findet sich in Bezug auf den 100. Geburtstag Fidel Castros (13. August 2026) und seinem Aufruf zum Durchhalten und Widerstand der Satz:

Der imperiale Zynismus verbirgt nicht seinen Anspruch, der kubanischen Revolution den Gnadenschuss zu geben.“

Es sind klare Äußerungen wie diese, die den Groll der reaktionären Gringos in den USA auf sich ziehen, die andere Lebensweisen und Kulturen nicht tolerieren wollen, sich in ihrer beängstigenden Ignoranz und Arroganz als das Beste ansehen. In einem anderen Granma-Artikel desselben Tages steht:

Dennoch steht Kuba aufrecht und kämpft. Natürlich ist es ärgerlich über den Wohlstand, den die imperiale Regierung ihm jeden Tag stiehlt. Aber trotz all ihrer abscheulichen Feindseligkeit und ihrer Macht hat sie es nicht geschafft, es zum Scheitern zu bringen. Und das geht ihr an die Nieren, gibt ihr politische Krämpfe. Der Grund ist der, dass es kein Machtvakuum gibt, ein Element, das den Zustand eines gescheiterten Staates kennzeichnen würde. Die Vereinigten Staaten wissen sehr wohl, dass die Partei, der Staat und die Regierung neben ihrer erhabensten Bastion, dem Volk, nicht aufhören, Lösungen zu finden; und das erschreckt sie noch mehr.“

Negativfolgen für Kuba

Inzwischen hat US-Präsident Trump gegen Kuba weiter eskaliert. Kurz nach der Terrorattacke gegen Venezuela erklärte er, auch Kuba werde bald fallen und zusammenbrechen. Dazu sei keine offene Gewalt notwendig. Nun aber droht er der kubanischen Regierung, sie solle sich schnell auf einen Deal mit ihm einlassen, sonst werde Kuba überhaupt kein Öl mehr aus Venezuela bekommen! Kubas Regierung wies Trumps Drohung und Deal-Angebot umgehend zurück. So warf Außenminister Bruno Rodríguez der US-Regierung kriminelles Verhalten vor, mit dem sie den Weltfrieden gefährde. Auf der Internet-Plattform X schrieb er, sein Land lasse sich auch von den USA nicht erpressen. Kuba habe das Recht, Öl auf den Märkten zu kaufen, wo dies ohne Einmischung der USA möglich sei.

Insgesamt sind wohl viele Menschen in Kuba über die brutale Terroraktion der Trump-Regierung geschockt. Und viele haben Angst, was nun von den USA noch gegen Kuba unternommen werden könnte – es muss wohl mit allem gerechnet und für alles vorgesorgt werden. Was sich abzeichnet, ist eine weitere Reduzierung von Lieferungen aus dem bedrohten Venezuela. Vor allem Öllieferungen dürften weiter reduziert oder gar völlig blockiert werden. Und das heißt, dass noch mehr Stromabschaltungen erfolgen werden, dass dadurch nicht nur der persönliche Alltag empfindlich beeinträchtigt werden wird, sondern dass auch Produktion, Verkehr, Wasserversorgung weiter sinken bzw. prekär werden. Schon jetzt gibt es mangels Öllieferungen weiter Stromabschaltungen, Straßenlaternen bleiben ausgeschaltet, in Hotels werden die nutzbaren Fahrstühle reduziert, es werden wieder verstärkt Strom und Energie gespart.

Ein Energieforscher vom Energy Institute der University of Texas in Austin, Jorge Piñon, erläuterte nun in einem Interview die Gesamtlage des Kraftstoffbedarfs von Kuba. Demnach beträgt der Tagesbedarf Kubas etwa 100.000 Barrel pro Tag, wovon die heimische Produktion 40.000 Barrel abdeckt. Der Fehlbedarf von 60.000 Barrel pro Tag wird bzw. wurde bislang teilweise von Venezuela (etwa 30.000 bis 35.000 Barrel pro Tag), aus Mexiko (etwa 22.000 Barrel pro Tag in den Jahren 2024 und Anfang 2025) und begrenzten russischen Lieferungen sowie Käufen auf dem Spotmarkt – hauptsächlich Diesel und Flüssiggas (LPG) – gedeckt. Der Verlust des venezolanischen Öls, warnte Piñon, wäre katastrophal. „Wenn die Lieferungen eingestellt werden, werden die Auswirkungen in Kuba katastrophal sein – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch psychologisch.“ Denn, wie Piñon anmerkt: „Die meisten Proteste auf den Straßen Kubas wurden durch Wasserknappheit oder den Mangel an Flüssiggas ausgelöst. Wir beobachten die Flüssiggasversorgung genau, weil wir glauben, dass sie nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Auswirkungen hat. Manche Menschen gehen auf die Straße, schreien und protestieren, weil es kein Flüssiggas gibt.“ Nach seinen Einschätzungen sind Alternativen für Kuba derzeit rar. Dazu gehören Angola, Algerien, Brasilien und Kolumbien als potenzielle Lieferanten. Doch sei der zu befürchtende Druck der USA für jede solche Vereinbarung politisch sehr riskant.

Außer Öl und Gas kamen aus Venezuela aber auch wichtige Devisen nach Kuba, und zwar für die Tätigkeit tausender Ärzte und anderen Gesundheitspersonals oder auch Lehrkräften aus Kuba. Noch ist unklar, ob sie auf Druck von Trump ausgewiesen werden, wie dies beispielsweise unter dem rechtsextremen Regierungschef Bolsonaro in Brasilien erfolgte, wodurch große Regionen des Landes ohne hinreichende Gesundheitsversorgung blieben.

Individuelle Ebene der Trump-Politik

Wie es in der Region um die Karibik nun weitergehen wird, hängt sehr von den Aktionen des US-Präsidenten und seinem Außenminister ab. Während Trump immense psychologische Deformationen und Probleme aufweist, scheint Marco Rubio seit Beginn seiner politischen Karriere in den USA von einer hasserfüllten Obsession gegen Kuba getrieben. Hier sei nur kurz auf Trump eingegangen, der ja nun gegenüber Kuba vorschlug, es solle mit ihm „einen Deal“ machen. Und dies, nachdem ebendieser Trump sämtliche bilateralen Gesprächsrunden selbst auf Arbeitsebene zu verschiedenen wichtigen bilateralen Themenfeldern ohne Begründung beendet hat. Aufschlussreich ist daher ein Blick zurück, denn im Zuge von Trumps erster Amtszeit werden die Warnungen Dutzender Psychologen publik und offen diskutiert.

So hatten in dem Buch „Der gefährliche Fall Donald Trump“ 27 psychologische Experten argumentiert, dass Trump ein gefährlicher und verrückter Mann sei. Sie konstatierten unter anderem einen „ungezügelten und extremen Gegenwartshedonismus“, pathologischen Narzissmus, Paranoia und Soziopathie. Sein Wahnsinn sei zudem ansteckend, denn von den Traumata, die Menschen unter der Trump-Regierung erlitten haben, bis hin zu den kultähnlichen Merkmalen seiner Anhänger habe er beispiellose negative Folgen für die psychische Gesundheit in den USA und darüber hinaus verursacht. Dazu gehören Phänomene wie zunehmender Realitätsverlust, deutliche Anzeichen von Unberechenbarkeit und unvorhersehbarem Verhalten sowie eine Neigung zur Gewalt als Bewältigungsstrategie.

Ähnlich warnte die Psychologin Mary Trump vor ihrem Onkel Donald. In ihrem biografischen Buch „Zu viel und nie genug – Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt geschaffen hat“ vergleicht sie ihn mit einem Dreijährigen, der wisse, dass er nie geliebt worden sei. Donald Trumps Ego sei fragil und müsse stets gestützt werden, „weil er tief im Inneren weiß, dass er nichts von dem ist, was er vorgibt zu sein“. Und was wir seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr erleben, scheint wohl eine Bestätigung dieser weitgehend ignorierten Expertenmeinungen zu sein.

Nun fragt sich, wie das US-System mit einem Demonteur wie Trump und seiner MAGA-Bewegung umgeht, die den ausgeklügelten Mechanismus der „checks and balances“ aushebeln. Es gilt, die verfassungsmäßigen (und völkerrechtlichen) Grundsätze zu bewahren, wenngleich diese schon immer mehr oder weniger elitär, reaktionär, rassistisch und imperialistisch ausgelegt wurden. Es wäre die Frage, ob es gegen einen Tyrannen wie Trump angemessene Gegenmittel gibt. Auf jeden Fall werden im Herbst Zwischenwahlen u.a. für den US-Kongress stattfinden, und aufgrund der innenpolitischen Widerstände – harte Kritik an seiner Politik sowie sinkende Werte bei Meinungsumfragen – könnte er Zuspruch und legislative Unterstützung verlieren, er muss seiner Wählerschaft also liefern. Ob dafür irgendeine Art von Sieg gegen Venezuela oder Kuba oder aber der Skalp Grönlands ausreichen werden, ist mehr als fraglich.

Systemische Ebene der US-Politik

Selbstverständlich handelt auch der GröPaZ (Größter Präsident aller Zeiten) Donald Trump nicht völlig solo, sondern agiert auf der Basis der ideologischen, ökonomischen, medialen, und vor allem militärischen und politischen Grundmuster und Infrastrukturen. Und da zeichnete sich bereits in den 1990er-Jahren ein „imperial overstretch“ (US-Historiker Paul Kennedy) ab, eine Überdehnung der Machtausübung in vor allem geografischer Hinsicht. Dass durch Aufrüstung wirtschaftliche Probleme gelöst werden sollten, versuchte unter anderem der Ex-Schauspieler und Star-Wars-Fan Ronald Reagan in den 1980er-Jahren und vervielfachte das Haushaltsdefizit der USA, obwohl der und seine Republikaner immer wieder Demokraten vorwerfen, fortlaufend Schulden zu produzieren. Dass nun Trump die bereits gigantischen Rüstungsausgaben der USA von 900 Milliarden USD um 50 Prozent (sic!) erhöhen möchte, zeigt, dass er unter den konservativen, reaktionären US-Präsidenten in dieser Hinsicht „der Größte“ sein möchte. Das würde das US-Militär zu einem noch größeren Klimakiller machen, als es heute schon ist (derzeit etwa in der Größenordnung von Frankreich).

Ein weiterer Aspekt der gegen Venezuela, Kuba und andere Staaten der Region gerichteten Politik ist das geschickte und sehr penetrante mediale Attackieren und Kreieren von Negativimages sowie Feindbildern der jeweils ungeliebten Regierungen. Das heißt, dass vor konkreten, realen Attacken und Drohungen ein als Feind oder gar als „Bedrohung“ deklariertes System „sturmreif geschrieben“ wird, sodass hinreichende Teile der US-Bevölkerung und der Weltgemeinschaft eine Aggression tolerieren oder gar unterstützen. Diese Arbeit wird u.a. von den 27.000 PR-Experten des Pentagon und mehreren speziellen Agenturen in den USA verrichtet. Und mit KI ist das vermutlich noch einfacher, wie Texte über „kognitive Kriegführung“ erahnen lassen.

Vor diesem Hintergrund kann Trump und seine Männerriege gut und gern als „Kakistokratie“ („Herrschaft der Schlimmsten“) bezeichnet werden. Verwendet wurde der Begriff im 18. Jahrhundert, wurde aber unter anderem im Zusammenhang mit der Wahl bzw. Wiederwahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten und der Zusammenstellung seines Kabinetts wiederverwendet. Kakistokratie bezeichnet in der Politikwissenschaft eine Herrschaft der Schlechtesten. Ursprünglich wurde der Begriff als Antonym zu Aristokratie verwendet, der Herrschaft der Besten. In der kubanischen Tageszeitung Granma (Januar 2025, S. 10) wurde der Begriff für die aktuelle Trump-Regierung verwendet. Darin heißt es:

Es handelt sich dabei um eine dünn getarnte neofaschistische Version derjenigen, die, um ‚die USA wieder groß zu machen‘, keine Lügen, Verschwörungen, Putsche, Sanktionen, Verleumdungskampagnen, Geheimdienstoperationen, Erpressungen, Drohungen, Bündnisse mit anderen Schlimmeren – wie Milei in Argentinien oder Netanjahu in Israel – scheuen, egal wie groß das Leid, wie zahlreich die Armen oder die Zehntausenden von Toten und Hunderttausenden von Verletzten sind.“

Unterstützung für Kuba ist dringend, denn der Würgegriff der Terroristen wird noch verstärkt

„I can’t breathe“ waren die immer leiser gehauchten letzten Worte, bevor der US-Bürger Eric Garner im Jahr 2014 in NYC durch den unerbittlichen Druck des Knies eines Polizisten zu Tode erstickte. Dieser Akt schlimmsten Sadismus eines für Sicherheit und Ordnung ausgebildeten Staatsbeamten gegen einen wehrlosen Mitmenschen lässt sich vor allem auf die US-Politik gegen Kuba übertragen. Die Erstickungspolitik der USA startete offiziell 1961, und sie hält bis heute an. Unerbittlich. Ohne Gnade und Mitgefühl für die Opfer, für die etwa 10 Millionen Menschen in Kuba, die einen eigenen, selbstbestimmten Entwicklungsweg gewählt haben, deren Menschenrechte vom selbstherrlichen Nachbar, einer militärischen Superpower, einem moralischen Zwerg, jeden Tag aufs Neue verletzt werden.

Nun, die Bombardierung Venezuelas und die Entführung von Präsident Maduro sind ein krasser Bruch des Völkerrechts und sämtlicher zivilisatorischen und religiösen Werte. Und unmittelbar nach seinem „Sieg“ bringt Trump Übergriffe auf weitere Gebiete ins Spiel: Mexiko, Kolumbien, Kuba oder Grönland.

Die bisherigen Versuche vieler Staaten und Organisationen, den Imperialismus der USA zu zügeln, haben bislang wenig Erfolg gehabt. So votiert die Weltgemeinschaft alljährlich seit 1992 in der UN-Generalversammlung mit allergrößter Mehrheit für ein Ende der US-Aggressionen gegen Kuba. Doch Washington missachtet nicht nur diese einhellige Forderung der Weltgemeinschaft, sondern eskaliert die Blockade-, Sanktions- und Subversionspolitik noch weiter. Nachweislich verletzt die US-Administration zahlreiche zivilisatorische und religiöse Prinzipien, Menschen- und Völkerrechte, die UN-Charta, internationale Abkommen und Regeln.

All diese Verbrechen der USA müssen nun endlich gestoppt, bestraft und gesühnt werden, zumal der „Expansionstrieb“ der Trump-MAGA-Bande unersättlich sein könnte und raffinierte Formen annehmen dürfte.

In einer Stellungnahme des bundesweiten „Netzwerk Cuba“ zu den aktuellen Terroraktionen heißt es unter anderem:

Dem aggressiven Regime in Washington geht es darum, Angst und Unsicherheit in einer Region zu verbreiten, die sich langsam von der imperialistischen Supermacht im Norden emanzipiert. Länder dieser Region haben vor Jahren eine „Zone des Friedens“ ausgerufen. Dies ist nun von den USA rücksichtslos bzw. absichtsvoll verletzt worden. (…)

Der Vorstand des Netzwerk Cuba in Deutschland fordert, dass mit dieser imperialistischen Gesetzlosigkeit nach Wild-Welt-Manier [sic] nun endlich Schluss gemacht werden muss. Dazu werden alle politischen und zivilgesellschaftlichen Persönlichkeiten und Organisationen aufgerufen, bei der Gegenwehr gegen das gefährliche, monströse USA-Imperium einen konkret-praktischen Beitrag in ihrem Umfeld und gemeinsam zu leisten.“

Titelbild: Ran Sinee / Shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Maduros Sturz durch Schallwellen | Von Claudia Töpper

13. Januar 2026 um 10:35

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Maduros Sturz durch Schallwellen | Von Claudia Töpper
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Maduros Sturz durch Schallwellen | Von Claudia Töpper

Ein Kommentar von Claudia Töpper.

Den Berichten zufolge, hat die US-Spezialeinheit Delta Force in Verbindung mit anderen Spezialeinheiten, wie den Night Stalkers den venezolanischen Präsidenten, Nicolás Maduro am 03. Januar 2026 entführt und verhaftet ohne einen einzigen US-Soldaten bei diesem Einsatz zu verlieren. (1) Der US-Präsident, Donald J. Trump betonte jedoch, dass es auf der Seite Venezuelas sowohl Verluste von Soldaten als auch Zivilisten gab. (2) Während Trump und einige Militärs den Einsatz der US-Soldaten als heldenhaft feiern, stellt sich die Frage, wie dies eigentlich möglich war? (3) Dass die aktuelle venezolanische Interimspräsidentin, Delcy Rodríguez offenbar Monate vor Maduros Verhaftung Gespräche mit den USA geführt haben soll, kann nicht als Erklärung dienen. (4)

Bewegungsunfähig durch Schallwellen

Am 10. Januar 2026 postete die offizielle Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Claire Leavitt auf ihrem offiziellen X-Account einen Post von dem X-Nutzer, Mike Netter mit dem folgenden Inhalt. Dazu schrieb sie: „Stoppe mit dem was du tust und lies das…“: (5)

„Dieser Bericht eines venezolanischen Sicherheitsbeamten, der loyal zu Nicolás Maduro steht, ist absolut erschreckend - und er erklärt viel darüber, warum sich der Ton in Lateinamerika plötzlich geändert hat.

Sicherheitsbeamter: Am Tag der Operation haben wir nichts gehört. Wir waren auf Wache, aber plötzlich schalteten sich alle unsere Radarsysteme ohne Erklärung ab. Das Nächste, was wir sahen, waren Drohnen, viele Drohnen, die über unsere Positionen flogen. Wir wussten nicht, wie wir reagieren sollten.

Interviewer: Also, was passierte als nächstes? Wie war der Hauptangriff?

Sicherheitsbeamter: Nachdem diese Drohnen erschienen waren, kamen einige Hubschrauber, aber es waren sehr wenige. Ich glaube, kaum acht Hubschrauber. Aus diesen Hubschraubern stiegen Soldaten herab, aber eine sehr kleine Anzahl. Vielleicht zwanzig Männer. Aber diese Männer waren technologisch sehr fortgeschritten. Sie sahen nicht aus wie alles, gegen was wir bisher gekämpft haben.

Interviewer: Und dann begann die Schlacht?

Sicherheitsbeamter: Ja, aber es war ein Massaker. Wir waren Hunderte, aber wir hatten keine Chance. Sie schossen mit solcher Präzision und Geschwindigkeit... es schien, als würde jeder Soldat 300 Schuss pro Minute abfeuern. Wir konnten nichts tun.

Interviewer: Und eure eigenen Waffen? Halfen sie nicht?

Sicherheitsbeamter: Überhaupt nicht. Denn es ging nicht nur um die Waffen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt starteten sie etwas - ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll... es war wie eine sehr intensive Schallwelle. Plötzlich fühlte ich, wie mein Kopf von innen explodierte. Wir fingen alle an, aus der Nase zu bluten. Einige erbrachen Blut. Wir fielen zu Boden, unfähig, uns zu bewegen.

Interviewer: Und eure Kameraden? Konnten sie Widerstand leisten?

Sicherheitsbeamter: Nein, überhaupt nicht. Diese zwanzig Männer, ohne einen einzigen Verlust, töteten Hunderte von uns. Wir hatten keine Chance, mit ihrer Technologie, mit ihren Waffen zu konkurrieren. Ich schwöre, ich habe noch nie so etwas gesehen. Nach dieser Schallwaffe oder was auch immer konnten wir nicht einmal mehr aufstehen.

Interviewer: Also denkst du, der Rest der Region sollte zweimal überlegen, bevor er sich mit den Amerikanern anlegt?

Sicherheitsbeamter: Ohne Zweifel. Ich sende eine Warnung an jeden, der denkt, er könne gegen die Vereinigten Staaten kämpfen. Sie haben keine Ahnung, wozu sie fähig sind. Nach dem, was ich gesehen habe, möchte ich nie wieder auf der anderen Seite stehen. Man darf sich nicht mit ihnen anlegen.

Interviewer: Und jetzt, da Trump gesagt hat, Mexiko sei auf der Liste, denkst du, die Situation wird sich in Lateinamerika ändern?

Sicherheitsbeamter: Definitiv. Jeder redet bereits darüber. Niemand möchte das durchmachen, was wir durchgemacht haben. Jetzt denkt jeder zweimal nach. Was hier passiert ist, wird viele Dinge ändern, nicht nur in Venezuela, sondern in der gesamten Region.“ (6)

Kommentar

Da die offizielle Pressesprecherin des Weißen Hauses und somit des US-Präsidenten, Donald J. Trump selbst diesen Bericht auf ihrem offiziellen X-Account geteilt hat, ist davon auszugehen, dass dieser Bericht glaubwürdig ist oder zumindest glaubwürdig erscheinen soll. Gleichzeitig stellt sich die Frage, warum der Einsatz einer solchen Technologie offiziell mitgeteilt wird.

Ein möglicher Grund könnte sein, dass es zur Abschreckung dienen soll – vor allem für den Iran, für Kuba und Grönland. Aktuell spitzt sich hier die Lage nämlich zu.

Am Montag, den 11.01.2026 gab Trump gegenüber der Presse, während eines Fluges mit der Air Force One, bekannt, dass die amerikanische „Regierung in Kontakt mit führenden Persönlichkeiten der iranischen Opposition steht, während sich die Lage weiter zuspitzt.“ (7)

Er sagte: „Der Iran hat angerufen, um zu verhandeln. Gestern. Die iranischen Führer haben angerufen. Sie wollen verhandeln. Ich glaube, sie sind es leid, von den Vereinigten Staaten fertig gemacht zu werden. […]“ und fügte hinzu: „Wir werden uns vielleicht mit ihnen treffen. Ich meine, ein Treffen wird gerade organisiert, aber wir müssen vielleicht aufgrund der Ereignisse vor dem Treffen handeln, aber ein Treffen wird organisiert.“ (8)

Somit plant die USA parallel, den Iran anzugreifen.(9) Gleichzeitig sagte der Iran, sie würden amerikanische militärische Stützpunkte angreifen, wenn Trump den Iran angreift. (10) Trump antwortete darauf: „Falls sie dies tun, werden wir sie auf Ebenen angreifen, auf denen sie noch nie zuvor angegriffen wurden und die sie nicht glauben werden. Ich habe Optionen, die so stark sind, also, ich meine, wenn sie das tun, wird es mit einer sehr, sehr mächtigen militärischen Gegenkraft beantwortet werden.“ (11)

Diese Antwort könnte auf die Waffen anspielen, die bereits bei der Entführung Maduros verwendet wurden. Es ist zudem sehr wahrscheinlich, dass dies nur ein kleiner Vorgeschmack darauf ist, was die USA an Technologien zur Verfügung hat. Die Nutzung von Schallwellen zur Abwehr ist nicht neu. So sollen LRAD (Long Range Acoustic Device) bereits seit den 2000ern und früher im Einsatz sein. (12) Sie sollen genutzt werden, um Menschenmengen aufzulösen z. B. durch zielgerichteten Schmerz, Orientierungslosigkeit und temporäre Hörschäden.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll bereits in Serbien während einer Demonstration 2025 solch eine Waffe eingesetzt worden sein. (13) In einer chinesischen medizinischen Fachzeitschrift für Traumatologie wird zudem über Behandlungen von Verletzungen durch Schallwaffentechnologie am menschlichen Körper diskutiert. Hierzu wurde 2025 ein Artikel veröffentlicht. (14)

Auch zum Thema Grönland gab Trump in dieser Presserunde Einblicke. Er betonte, dass er es nicht zulassen werde, dass China oder Russland Grönland einnehmen werden. Entweder wird er sich Grönland nehmen oder es durch Verhandlungen für sich beanspruchen. So oder so werde Grönland ihm gehören. (15)

Zudem erklärte er, dass er momentan mit Kuba redet. Auf die Frage, was für einen Deal er mit Kuba anstrebe, antwortete Trump „Das werden sie sehr bald herausfinden. Die Gruppen, um die ich mich kümmern möchte, sind die Menschen, die aus Kuba kommen und dazu gebracht oder gezwungen wurden, Kuba zu verlassen. Sie sind großartige US-Bürger.“ (16) Am Montag, den 12.01.2026 kam es zu ersten Berichten, dass bei der Entführung Maduros mehrere kubanische Geheimagenten von den US-Soldaten getötet wurden. (17)

Sollte es tatsächlich zu einem dritten Weltkrieg oder mehreren kleinen Kriegen kommen, wie die USA momentan planen, werden diese definitiv anders sein, als die Kriege zuvor. Man wird die Waffen vermutlich weniger sehen oder hören und es wird plötzlich zu vielen Toten kommen. Diese Technologien sind präzise und wirkungsvoll und treffen die Zivilbevölkerung praktisch ohne Vorwarnung. 

Die Beeinflussung des Menschen durch Schallwellen ist auch im Alltag alles andere als neu. Es ist schon sehr lange bekannt, dass die Wellen des Fernsehers und des WLANs sowie die Strahlung von 3G, 4G und 5G die Menschen beeinflussen können – auch gesundheitlich. (18)

Darauf hat auch der aktuelle US-Gesundheitsminister, Robert F. Kennedy Jr. bereits vor mehreren Jahren in einem Interview hingewiesen. Er erklärte damals: „[Die] 5G-Strahlung dringt in menschliches Gewebe ein, stört die BlutHirnSchranke und wird mit Glioblastomen und anderen Krebsarten in Verbindung gebracht. […] Eine Epidemie von Glioblastomen ist im Ansteigen, mit Studien, die die Lage der Tumore mit der Gewohnheit der Handynutzung in Verbindung bringen.“ (19)

Zudem leiden viele Menschen an Schlafproblemen und Erschöpfung durch Elektrosmog. (20) So heißt es: „[Das] US National Council on Disability’s 2022 Health Equity Framework stellt fest, dass elektrische Überempfindlichkeit mit der Nutzung drahtloser Kommunikations- und elektrischer Technologien sowie anderen Quellen nicht-ionisierender Strahlung in Verbindung gebracht wird. Diese Überempfindlichkeit kann zu Behinderungen führen und lebensbedrohliche körperliche Reaktionen hervorrufen. Betroffen sind unter anderem das Herz-Kreislauf-, das Atem- und das Nervensystem.“ (21)

Es sind zudem mehrere chinesische Patente angemeldet, die mit Kopfhörern Frequenzen im Gehirn auslösen wollen. Dafür werden die Kopfhörer mit Elektroden ausgestattet. Diese Patente sind über Google einsehbar. (22) In einem der Patente heißt es: „Kopfhörer zur Induktion von Gehirnwellen: Diese Anmeldung beansprucht die Priorität der chinesischen Patentanmeldung mit der Anmeldenummer 202111484224.0 und dem Titel der Erfindung „Brainwave Induction Earphone“, eingereicht am 7. Dezember 2021 beim China Patent Office, deren gesamter Inhalt hier durch Bezugnahme einbezogen ist. Die vorliegende Anmeldung […] betrifft insbesondere einen Ohrhörer zur Induktion von Gehirnwellen.“ (23)

Interessant ist hier die Wortwahl, denn Induktion bzw. etwas induzieren, heißt nicht, einfach nur messen oder beobachten, sondern bedeutet „erzeugen, hervorrufen, auslösen“. (24) Demnach könnte es möglich sein, durch Strahlungen und Wellen mit einer bestimmten Frequenz, gewisse Emotionen bei Menschen zu erzeugen, wie Wut oder Frustration und Hass ohne, dass es einen Anlass für diese Emotionen gibt. Damit wären die Menschen über ihre Emotionen steuerbar ohne, dass sie es vielleicht selber merken und dagegen etwas tun könnten. Somit bietet diese Technologie auch das Potenzial, Bürgerkriege oder Weltkriege zu entfachen und aufrecht zu erhalten.

Quellen und Anmerkungen

(1) https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/115830428767897167; https://www.fr.de/politik/die-us-waffen-die-maduros-macht-entrissen-venezuela-caracas-us-militaer-zr-94116909.html

(2) https://www.merkur.de/politik/vorher-nachher-satellitenbilder-zeigen-die-folgen-der-us-angriffe-auf-venezuela-zr-94108537.html

(3) https://www.nytimes.com/2026/01/07/us/politics/trump-venezuela-helicopter.html

(4) https://www.1lurer.am/en/2026/01/07/US-held-talks-with-Rodriguez-months-before-Maduro-s-arrest-CNN/1443365

(5) https://x.com/PressSec/status/2009997866425897308; https://x.com/nettermike/status/2009843044028428714

(6) https://x.com/PressSec/status/2009997866425897308; https://x.com/nettermike/status/2009843044028428714

(7) https://www.youtube.com/watch?v=RfIaJSdDnN0

(8) https://www.youtube.com/watch?v=RfIaJSdDnN0; https://t.me/DDDDoffiziell/18840

(9) https://t.me/DDDDoffiziell/18840

(10) https://www.youtube.com/watch?v=RfIaJSdDnN0

(11) https://www.youtube.com/watch?v=RfIaJSdDnN0

(12) https://www.defensemedianetwork.com/stories/shout-them-down-21st-century-acoustic-weapons/; https://jifco.defense.gov/Current-Intermediate-Force-Capabilities/Acoustic-Hailing-Devices/

(13) https://www.reuters.com/world/europe/mystery-sound-serbia-protest-sparks-sonic-weapon-allegations-2025-04-02/

(14) https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1008127525000495

(15) https://www.youtube.com/watch?v=RfIaJSdDnN0

(16) https://www.youtube.com/watch?v=RfIaJSdDnN0

(17) https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/venezuela-kuba-trauert-zwei-tage-um-geheimdienstagenten-die-f%C3%BCr-maduro-gefallen-sind/ar-AA1TH398

(18) https://tkp.at/2025/06/29/unsichtbarer-einfluss-wie-5g-signale-ueber-biochemische-kanaele-den-gehirnrhythmus-veraendern/; https://www.kla.tv/Dokumentarfilme/38168; https://tkp.at/2025/11/14/5g-und-wlan-die-ignorierten-fakten/; https://bittel.tv/unterdrueckung-kritischer-mobilfunkforschung-klaus-scheidsteger/

(19) https://x.com/newstart_2024/status/1952049701512999411

(20) https://www.vital-projekt.com/blog/blog-elektrosmog-entstoerung/mobilfunk-gesundheit-wie-5g-wlan-co-unser-nervensystem-beeinflussen-kann

(21) https://www.elektrosensibel-ehs.de/weshalb-reagiert-der-koerper-auf-mobilfunk/; https://thearcpa.org/wp-content/uploads/2022/07/NCD_Health_Equity_Framework.pdf; https://www.ncd.gov/assets/uploads/reports/2022/ncd_health_equity_framework.pdf

(22) https://patents.google.com/patent/US20250071460A1/en

(23) https://patents.google.com/patent/WO2023103265A1/en

(24) https://www.dwds.de/wb/induzieren

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Dank an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: ANCHORAGE, ALASKA / USA – 30. Juni 2018: Eine HH-60 Pave Hawk der US Air Force tritt während der Show of Force-Demo auf der Arctic Thunder Airshow 2018 auf.

Bildquelle: BlueBarronPhoto / shutterstock

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„Beflügelt von Venezuela, richten die USA ihren Blick auf Kuba, Kolumbien und andere Länder“

12. Januar 2026 um 09:00

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Die Aktionen von Trump, mit denen dieses Jahr begonnen hat, waren auch in der ersten Ausgabe des wöchentlichen Nachrichtenrückblicks des russischen Fernsehens das wichtigste Thema und wurden in mehreren Beiträgen behandelt, die ich heute übersetzt habe. In dem von mir in diesem Artikel übersetzten Beitrag ging es um die Reaktionen in den USA selbst, um […]
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Trump droht Kuba und will US-Außenminister as Präsident einsetzen

12. Januar 2026 um 03:55

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Präsident Donald Trump behauptete, Kuba sei verwundbar, nachdem er den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro entführt hatte. Er forderte Havanna auf, einen Deal mit Washington abzuschließen oder sich einer zusätzlichen Aggression der USA zu stellen. "Kuba hat viele Jahre lang von großen Mengen ÖL und GELD aus Venezuela gelebt", schrieb der Präsident am Truth Social Sunday. [...]

Der Beitrag Trump droht Kuba und will US-Außenminister as Präsident einsetzen erschien zuerst unter tkp.at.

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Trump versus Putin: Machtspielfestival im Januar 2026

11. Januar 2026 um 12:20

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Neuerdings tritt Trump so auf, als wäre er ein „rücksichtsloser Risikospieler“, um damit Putin mit seinem „Chicken Game“ beeindrucken zu können und ihn gefügig zu machen. Das Problem ist nur, dass Trump an den Falschen geraten ist. Putin ist kein Spieler, sondern ein Staatsmann, der ums geo- und sicherheitspolitische Überleben Russlands besorgt ist.

Der Beitrag Trump versus Putin: Machtspielfestival im Januar 2026 erschien zuerst auf .

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