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Gestern — 05. Juni 2026Trash

Das gruselige Weltbild der Anja Reschke: Das Geld der Bürger gehört dem Staat

05. Juni 2026 um 13:43

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Intro. Abwechselnd Bilder von bescheidenen Verhältnissen und Reichen. Verschiedene gegenübergestellte Schlagzeilen. „In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen. Kinderarmut in Deutschland ...

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„AfD will Demokratie nicht abschaffen“: Harald Martenstein zerlegt Melanie Amann

05. Juni 2026 um 10:04

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Harald Martenstein war zu Gast im Podcast „Amann [un]framed“ – und brachte Gastgeberin Melanie Amann dabei in Bedrängnis. Die neue ...

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Zitat zu Henry Nowak mehrfach verfälscht: BBC muss sich bei Nigel Farage entschuldigen

04. Juni 2026 um 10:54

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Die britische Rundfunkanstalt BBC hat sich bei Nigel Farage, dem Parteivorsitzenden von Reform UK, entschuldigt, nachdem ein Moderator des Senders ...

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„Von Politikern groß gemacht“: Mordfall Henry Nowak laut ARD-Reportin medial aufgebauscht

04. Juni 2026 um 09:57

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Der Mord an Henry Nowak bestimmt nach wie vor die politische Debatte in Großbritannien. Laut Valerie Krall, einer aus London ...

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Ein „Messernarr“ und seine „Instrumentalisierung“: Die Medien haben im Mordfall Henry Nowak total versagt

04. Juni 2026 um 04:03

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Henry Nowak – nur einer Minderheit im deutschsprachigen Raum dürfte dieser Name überhaupt etwas sagen. In der deutschsprachigen Wikipedia gibt ...

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Studie: 90 Prozent der sozialwissenschaftlichen Arbeiten sind linksgerichtet

31. Mai 2026 um 07:18

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Eine groß angelegte Untersuchung des Oxforder Soziologen James Manzi kommt zu dem Ergebnis, dass die englischsprachigen Sozialwissenschaften über Jahrzehnte hinweg ...

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Fußballverein Rot-Weiß Essen kritisiert WDR-Beitrag wegen falschen NS-Bezugs

30. Mai 2026 um 15:16

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Am 18. Mai veröffentlichte die WDR-Sendung Monitor auf YouTube ein Video, das sich mit Rechtsextremismus im Fußball befasst. Der Fokus ...

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Woke und subventioniert: Auch der Streaming-Sozialismus rettet den deutschen Film nicht

29. Mai 2026 um 13:01

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Es gab und gibt sie – gute deutsche Filme und Serien, alt wie neu. „Im Westen nichts Neues“, „4 Blocks“, ...

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Harald Martenstein: Meine Meinung kostete mich den Job

29. Mai 2026 um 11:50

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(David Berger) Seit drei Jahrzehnte gilt Harald Martenstein als eine der bekanntesten Stimmen des deutschen Journalismus. Seine Kolumnen im Tagesspiegel wurden von vielen Lesern geschätzt, weil sie pointiert, ironisch und oft bewusst gegen den Strom geschrieben waren. Doch nach 33 Jahren endete seine Zeit bei der Zeitung abrupt – ausgelöst durch eine öffentliche Debatte über […]

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Fox News-Interview: Trägt dieser hohe US-Militär eine Maske?

22. Mai 2026 um 13:40

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Ein TV-Interview des pensionierten US-Vizeadmirals Robert Harward sorgt derzeit in sozialen Netzwerken für enormes Aufsehen. Anlass ist ein Auftritt des ehemaligen Militärstrategen bei Fox News am 19. Mai, in dem er die Lage im Nahen Osten und mögliche Entwicklungen im Konflikt mit dem Iran analysierte. Und dabei scheinbar eine CIA-Maske trug… Während Harward erklärte, dass […]

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Sonntagsrunde mit Burkhard Müller-Ullrich: Niedertracht an der Macht

10. Mai 2026 um 06:51

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Die Dresdner Buchhändlerin, Verlegerin und Politikerin Susanne Dagen, der katholische Theologe und Publizist David Berger sowie Roland Tichy, Gründer und Chef von „Tichys Einblick“, diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die fingierte Gefangennahme von Alice Weidel auf deutschen Schulhöfen, über die ministeriell behauptete Nichteinwanderung von Migranten in die deutschen Sozialsysteme, über Verbesserungsmöglichkeiten für die Darstellung der […]

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Das schmutzige Geschäft der Polithandwerker

22. April 2026 um 11:10

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Wie auf einer Baustelle, auf der nicht mehr der Plan, sondern der Handwerker selbst bestimmt, was entsteht, erlebt der Staat derzeit tiefgreifende Umbauten. Politische Akteure verändern Regeln, Strukturen und sogar Verfassungen – oft mit Blick auf den eigenen Machterhalt. Frank Wahlig zeichnet in dem ihm eigenen, knallhart und glasklar treffenden Stil das Bild einer „Demokratie […]

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„Weichreite“: Festsetzung von Netzjournalist Sebastian Weber wird zum Politikum für Polizei

30. März 2026 um 06:35

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Die vorläufige Festnahme des „Weichreite“-Journalisten Sebastian Weber bei einer politischen Veranstaltung wirft schwere Fragen zum Umgang der Polizei mit Pressefreiheit und Versammlungsrecht auf. Während die Behörden ihr Vorgehen rechtfertigen, zeichnet vorliegendes Videomaterial ein deutlich anderes Bild – und nährt Zweifel an der Verhältnismäßigkeit sowie an der gebotenen Neutralität der Einsatzkräfte. Gastbeitrag von Dennis Riehle Wer […]

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Hauptzeugin des „Spiegel“ schauspielert sich in schusssicherer Weste um Kopf und Kragen

28. März 2026 um 06:15

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(David Berger) Der Spiegel ist im Rahmen der „Fernandes-Kampagne“ auf einen schmutzigen Boulevard-Konflikt hereingefallen, hat sich selbst auf Klatschblatt-Niveau begeben und versucht, dies als politisch bedeutsam darzustellen. Die widersprüchlichen Aussagen von Collien Fernandes machen unklar, ob die verbreiteten Fotos überhaupt ein Gesicht zeigten. Es geht nicht mehr um relevante Vorgänge, sondern um eine triviale Boulevardgeschichte, […]

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Belgien: Staatsfunk lässt Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern

25. März 2026 um 08:37

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(David Berger) Der öffentlich zur Schau gestellte Hass auf das Christentum nimmt immer radikalere Formen. So etwa im öffentlich-rechtlichen belgischen Senders VRT. In einer Morgensendung des Jugendradios „Studio Brussel“ wurden im Rahmen eines provokanten „Sketches“ unter anderem Statuen von Jesus und der Jungfrau und Gottesmutter Maria mit einem Baseballschläger zerstört – live im Programm. Die […]

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ARD: „Die SPD ist der Sieger der Wahlen in Rheinland-Pfalz“

23. März 2026 um 10:23

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(David Berger) „Die SPD ist der Sieger dieser Wahl“ – so Jörg Schönenborn zur Wahl in Rheinland Pfalz gestern in den Tagesthemen, als längst feststand, dass die SPD eine grandiose Niederlage erlitten hat, während die AfD sich mehr als verdoppeln konnte: „Warum werden wir unter Androhung von Gefängnis gezwungen für diese freudschen Versprecher zu zahlen?“ […]

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Maxwell: Aussage gegen Begnadigung – Entlastung für Trump, Hillary & Bill Clinton?

10. Februar 2026 um 19:57

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Das House Oversight Committee (Untersuchungs- und Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses) veröffentlichte ein Video von der heutigen Befragung von Ghislaine Maxwell, in dem sie gefragt wurde, ob sie eine enge Freundin von Jeffrey Epstein war, ob sie beim Handel mit minderjährigen Mädchen geholfen hat und ob sie diese dazu angehalten hat, sexuelle Gefälligkeiten zu erbringen.

Maxwells Anwalt erklärte, sie sei nur dann zu einer Aussage bereit, wenn sie von US-Präsident Trump begnadigt würde.

Die tagesschau berichtet wie folgt auf SociaMedia:

Ghislaine Maxwell, frühere Partnerin und Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, hat eine Aussage vor dem US-Repräsentantenhaus verweigert. Nach Angaben des republikanischen Ausschussvorsitzenden James Comer berief sie sich während einer kurzen Videoschalte aus dem Gefängnis auf ihr Recht zu schweigen. Sie lehnte es ab, Fragen zu den von ihr und Epstein begangenen Verbrechen sowie zu möglichen Mitverschwörer:innen zu beantworten.

Maxwells Anwalt erklärte, sie sei nur dann zu einer Aussage bereit, wenn sie von US-Präsident Trump begnadigt würde. Abgeordnete beider Parteien kritisierten dieses Vorgehen scharf und werteten es als Versuch, politischen Druck aufzubauen. Trump hatte im Oktober des vergangenen Jahres erklärt, eine mögliche Begnadigung prüfen zu wollen. Die Video-Anhörung fand hinter verschlossenen Türen statt. Maxwell verbüßt seit 2022 eine 20-jährige Haftstrafe wegen Menschenhandels mit Minderjährigen zum Zweck der sexuellen Ausbeutung.

Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein. Auch wenn derzeit keine neuen Strafverfahren in den USA zu erwarten sind, sind zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in Skandale verwickelt oder mussten zurücktreten, nachdem ihre Verbindungen zu Epstein oder Details dazu bekannt geworden waren. Ende des Monats sollen Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau Hillary Clinton vor dem Kongressausschuss aussagen. Die beiden Politiker:innen von den Demokraten fordern eine öffentliche Anhörung, um eine Instrumentalisierung durch die Republikaner:innen zu verhindern. Trump hatte wie die Clintons Verbindungen zu Epstein, wurde von dem republikanisch geführten Ausschuss jedoch nicht zur Aussage vorgeladen. Ein Fehlverhalten konnte weder den Clintons noch Trump bisher nachgewiesen werden.

Exklusiv-Ankündigung: Das Buch eines seiner Opfer, folgt in den nächsten Tagen, hier am Blog zum Download.

Er weiß, was passiert ist, ich weiß, was passiert ist. Und nur einer von uns beiden erzählt die Wahrheit.

Virginia Roberts Giuffre

Die Bild schreibt damals (03.12.2019) über sie:

Die Frau, die offensichtlich immer mit dabei war und der Prinz Andrew diese E-Mail schrieb, wird als Kupplerin in den britischen und US-Medien beschrieben. Sie soll Jeffrey Epstein, dem sexueller Missbrauch von Hunderten jungen Mädchen vorgeworfen wird, die Mädchen beschafft haben, oder – wie in Andrews Fall – ihre Stadtwohnung für intime Treffen zur Verfügung gestellt haben. Dort ist auch das Foto von Andrew, Virginia Roberts und Ghislaine Maxwell entstanden.

Doch Maxwell war noch viel mehr: Sie soll Epsteins Pädophilen-Ring gemanagt haben.

In einem Artikel in der „The New York Times“ wird ihr Leben beleuchtet. Ghislaine war das neunte, jüngste und das Lieblingskind des Medien-Moguls Robert Maxwell. Ihm gehörten u. a. „The Mirror“ und „The Daily News“. Sie wuchs in einer Villa mit 53 Zimmern in Buckinghamshire (Großbritannien) auf, hatte Kontakt zur High Society und Aristokraten. Doch ihr Vater veruntreute viel Geld, um seine Pleite abzuwenden und starb am 5. November 1991, als er mit der Yacht „Lady Ghislaine“ bei Teneriffa schipperte und über Bord gegangen sein soll. Es heißt, dass er Selbstmord begangen haben könnte – was Ghislaine vehement bestreitet.

Jedenfalls zog seine jüngste Tochter dann für einen Neuanfang nach New York – und lernte den Milliardär Jeffrey Epstein kennen. Die beiden wurden ein Paar und blieben auch nach ihrer Trennung beste Freunde. Mehr noch: Sie wurde seine Managerin und Kupplerin. In mehreren Medienberichten heißt es, dass Ghislaine es war, die die Mädchen für Partys und Sex organisierte. Auf seiner privaten Karibikinsel Little Saint James besaß Epstein ein Anwesen, auf dem auch Bill Clinton zu Gast gewesen sein soll …

Der ehemalige US-Präsident unterhielt eine gute Beziehung zu Ghislaine Maxwell: Die Epstein-Freundin war auch auf der Hochzeit von Clintons Tochter Chelsea, was ein Foto belegt. Und auch Prinz Andrew war sehr vertraut mit Maxwell. Er nahm sie am 2. September als seine Begleitung zur Hochzeit seiner Ex-Freundin Aurelia Cecil mit.

Was macht Ghislaine Maxwell heute? Niemand weiß es so genau. Seit dem Selbstmord von Jeffrey Epstein am 10. August 2019 ist sie untergetaucht. Sie soll in London sein, ein genauer Ort ist aber nicht bekannt.

Wer ist sie?
  • Ghislaine Noelle Maxwell (25. Dezember 1961 in Frankreich) gilt als ehemalige britisch-amerikanische Geschäftsfrau und Socialite.
  • Eine Socialite ist eine Person, die zur wohlhabenden oder einflussreichen Gesellschaftsschicht gehört und vor allem durch ihr gesellschaftliches Leben bekannt ist – nicht unbedingt durch einen Beruf oder eigene Leistungen.
  • Sie wurde im Januar 2020 vom FBI festgenommen.
  • 2021 wurde sie in mehreren Punkten schuldig gesprochen, zuletzt zu 20 Jahren Haft, unter anderem wegen Ausbeutung Minderjähriger im Zusammenhang mit Epsteins Missbrauchsringen.
Herkunft und Familie – reiche Verhältnisse
  • Maxwell stammt aus einem wohlhabenden und einflussreichen Umfeld: Sie ist die Tochter von Robert Maxwell, einem britischen Medien-Magnaten und Eigentümer großer Zeitungen.
  • Ein Medien-Magnat ist eine Person, die sehr viel Macht, Einfluss und Vermögen im Medienbereich besitzt.
  • Sie wuchs in privilegierten Verhältnissen auf, u. a. in einer großen Familienvilla und besuchte teure Schulen.
  • Ihr Vater, Robert Maxwell, hatte jahrzehntelang ein internationales Medienimperium und gehörte zu den wohlhabenderen Figuren in Großbritannien.
  • Nach dem Tod von Robert Maxwell im Jahr 1991 wurde aufgedeckt, dass er über Jahre hinweg mehrere hundert Millionen Pfund aus den Pensionsfonds seiner eigenen Mitarbeiter veruntreut hatte, um seine hoch verschuldeten Medienfirmen künstlich am Leben zu halten. Banken, Investoren und die Öffentlichkeit wurden durch geschönte Bilanzen und intransparente Geldverschiebungen getäuscht.
Reichtum und finanzielle Verbindungen
  • Maxwell hatte selbst nicht unbedingt eigene Geschäftserfolge, aber sie profitierte vom Vermögen und den Netzwerken ihres Vaters sowie später von Verbindungen zu reichen und mächtigen Personen in New York.
  • Laut Berichten wurde sie über Jahre von großen Banken mit Millionen verwaltet, was zeigt, dass sie trotz ihrer Verurteilung finanzielle Ressourcen hatte.
Medien von Robert Maxwell, die heute noch existieren

Diese Titel bestehen nachweislich weiterhin, heute unter anderen Eigentümern:

  • Daily Mirror (Vereinigtes Königreich)
  • Sunday Mirror (Vereinigtes Königreich)
  • The People (Vereinigtes Königreich)
  • Daily Record (Schottland)
  • Sunday Mail (Schottland)
Was war Pergamon Press?
  • Ein international sehr bedeutender Wissenschaftsverlag
  • Gegründet und aufgebaut von Robert Maxwell
  • Richtete sich an Universitäten, Forschung, Medizin
  • Veröffentlichte tausende Fachzeitschriften und wissenschaftliche Bücher
    (Medizin, Naturwissenschaften, Technik)
Was ist damit passiert?
  • 1991 (nach Maxwells Tod) wurde Pergamon Press verkauft
  • Der Verlag ging vollständig in Elsevier auf

Quelle

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Nun sprechen die Opfer: „Schluss mit Schutz für Täter: Öffnet ALLE Epstein-Akten“

09. Februar 2026 um 19:36

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„Stand With Us“

Nun melden sich die Opfer von Jeffrey Epstein, einem kranken Psychopathen, zu Wort. Die Gleichgültigkeit der Deutschen – nein der Medien weltweit – zu diesem Skandal ist wirklich himmelschreiend. Wir werden hierzu nicht schweigen und möchten heute den Opfern eine Stimme geben – denn viel zu stark stellen deutsche Medien Täter als Opfer dar!

Nun wird derzeit ein Video geteilt, bei dem einige Opfer ein Bild von sich, von ihrem jüngeren Ich, in die Kamera halten. Veröffentlicht wurde das Video auf www.worldwithoutexploitation.org. World Without Exploitation ist eine US-amerikanische Non-Profit-Koalition, die sich gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung einsetzt. Es soll die Überlebenden unterstützen und trägt die klare Forderung nach der Freigabe weiterer Akten.

Über fünf Regierungsperioden hinweg wurden die Überlebenden von Jeffrey Epstein im Unklaren gelassen und warteten auf Antworten und Verantwortlichkeit.
Nach drei Jahrzehnten ist es endlich Zeit, die Geheimnisse aus dem Schatten ans Licht zu bringen.
Wir fordern die vollständige Veröffentlichung ALLER Epstein-Akten.

Auf der Website findet sich auch eine Petition, dort heißt es wie folgt:

Mut ist ansteckend: Stehen Sie an der Seite der Epstein-Überlebenden

Dank des Mutes der Überlebenden, von Unterstützerinnen und Unterstützern sowie von engagierten Abgeordneten im Kongress haben wir einen wichtigen Sieg errungen: die Verabschiedung eines Gesetzes zur Veröffentlichung der Epstein-Akten. Doch unser Kampf ist noch lange nicht vorbei. Während die Veröffentlichung dieser Akten näher rückt, möchten wir, dass die Öffentlichkeit versteht, worauf sich die Überlebenden vorbereiten – und warum Ihre Unterstützung jetzt wichtiger ist denn je.

1. Versuche, die Opfer statt der Täter verantwortlich zu machen

Über Jahrzehnte hinweg entging Epstein der Verantwortung, indem er seine Opfer als „schlechte Mädchen“ oder unglaubwürdige Zeuginnen darstellte. Wir wissen, dass diese Taktik erneut eingesetzt werden wird, um seine Helfer zu schützen. Einige von uns waren vernachlässigte oder besonders verletzliche Kinder. Einige wurden manipuliert, andere in unserem eigenen Alter anzuwerben. Das waren gezielte Strategien von Epstein, Maxwell und von Menschenhändlern insgesamt. Diese Methoden sagen etwas über die Täter aus – nicht über uns. Wir weigern uns, für den Missbrauch verantwortlich gemacht zu werden, der uns angetan wurde.

2. Unvollständige oder selektive Offenlegungen

Abgesehen von der notwendigen Schwärzung der Namen von Opfern fordern wir vollständige Transparenz. Überlebende und die Öffentlichkeit haben ein Recht auf Zugang zu allen Epstein-bezogenen Akten – nicht auf selektive Veröffentlichungen, die dazu dienen, Mächtige zu schützen. Wir rufen unsere Verbündeten im Kongress und darüber hinaus auf, weiter für eine vollständige Offenlegung zu kämpfen.

3. Zunehmende Bedrohungen unserer Sicherheit

Viele Überlebende haben bereits Morddrohungen und andere Formen der Einschüchterung erhalten. Wir rechnen damit, dass diese Bedrohungen nach der Veröffentlichung der Akten zunehmen werden. Wir fordern alle zuständigen bundesstaatlichen und staatlichen Strafverfolgungsbehörden auf, diese Drohungen zu untersuchen und die Überlebenden zu schützen, die an die Öffentlichkeit gegangen sind.

4. Versuche, uns zu spalten und zu diskreditieren

Wir hören bereits Versuche, Überlebende gegeneinander auszuspielen – insbesondere durch die falsche Behauptung, jemand über 18 sei „kein echtes Opfer“ gewesen. Das weisen wir entschieden zurück. Einige von uns waren 18, 20 oder 22 Jahre alt, als wir ausgebeutet wurden. Einige waren aufgrund von Kindheitstraumata oder Armut besonders verletzlich. Einige wurden durch Einschüchterung, Manipulation oder Gewalt missbraucht. Alter hebt Verletzlichkeit nicht auf, und der 18. Geburtstag macht niemanden zur „freien Beute“ für zwei wohlhabende, kalkulierende Täter.

Epstein und Maxwell nahmen Mädchen und junge Frauen mit unterschiedlichen Methoden ins Visier, doch das Ergebnis war immer dasselbe: eine Zerstörung, die viele von uns bis heute mit sich tragen. Als erwachsene Frauen stehen wir heute geschlossen zusammen – und wir werden nicht zulassen, dass uns jemand spaltet oder herabwürdigt.

3 Jahre unterdrückte ABC die Recherchen zum Fall Epstein – erstmal wird Ende 2019 darüber berichtet

Am 08.09.2019 berichtet bereits die EpochTimes über ein ungeheuerliches Vorgehen, sie titelt „US-Mainstream-Sender hat Epstein-Story drei Jahre lang totgeschwiegen“. Dabei geht es um die ABC-Moderatorin Amy Robach (ABC ist ähnlich groß wie in Deutschland RTL), die bereits drei Jahre davor alles zu Effrey Epstein recherchierte, indem sie das Opfer Virginia Roberts (heute Giuffre) interviewte. Namen wie Bill Clinton fallen erstmals, Staranwalt Alan Dershowitz und Prince Andrew.

Eva Herman (ehemalige Tagesschau Sprecherin) sagt in ihrem Telegram Kanal dazu:

Die Moderatorin erzählt über ihre „Story“, in der Annahme das Mikrofon wäre abgeschaltet, so berichtet es damals die „Emma“. Das Band wurde der Internet-Enthüllungsplattform „Project Veritas“ zugespielt – und die packen jetzt aus.

Jetzt kommen immer mehr Enthüllungen und ich hatte das alles schon vor drei Jahren. Ich hatte dieses Interview vor drei Jahren, aber es wurde nicht gesendet. Zuerst hieß es (vom Sender) ›Wer ist dieser Jeffrey Epstein? Keiner weiß, wer das ist, das ist eine blöde Story‹. Der [Buckingham] Palace hat es herausgefunden und uns auf millionenfacher Weise unter Druck gesetzt. Der Sender hatte solche Angst, kein Interview mehr mit Kate [Middleton] und Will [Prince William] zu bekommen, dass die Story beerdigt wurde.

Amy Robach

Auf dem Blog N8chtwächter wurde dieses Video veröffentlicht und ein Transkript angefertigt, weil das Gespräch auf Englisch stattfindet.

Ein ungenannter Mitarbeiter des zum Disney-Konzern gehörenden Kabel-Nachrichtensenders ABC News hat Project Veritas eine Aufnahme zur Verfügung gestellt, welche die ABC-Moderatorin Amy Robach im privaten, jedoch aufgezeichneten Gespräch zeigt. Das Gespräch habe Ende August 2019 stattgefunden und sie redet über ihre Recherchen über Jeffrey Epstein im Jahr 2016:

»Ich hatte die Story seit drei Jahren. Ich hatte dieses Interview mit [Epstein-Opfer] Virginia Roberts [Giuffre]. Es wurde nicht von uns gesendet. Zunächst wurde mir gesagt: “Wer ist Jeffrey Epstein? Niemand weiß, wer das ist. Das ist eine dumme Story.“

Dann hat der [Buckingham] Palast herausgefunden, dass wir ihre ganzen Vorwürfe gegen Prinz Andrew hatten und drohte uns in einer Million verschiedenen Formen. Wir waren derart besorgt, dass wir Kate und Will nicht interviewen konnten, das hat die Story ebenfalls zunichte gemacht.

Und dann war auch [Epstein-Anwalt] Alan Dershowitz verwickelt, wegen der Flugzeuge. Sie [Virginia Roberts Giuffre] hat mir alles erzählt. Sie hatte Bilder, sie hatte alles. Sie hatte sich 12 Jahre lang versteckt gehalten. Wir überzeugten sie herauszukommen, wir überzeugten sie mit uns zu sprechen. Es war unglaublich. Wir hatten [Bill] Clinton, wir hatten alles.

Ich habe drei Jahre vergeblich versucht, es [auf Sendung] zu bringen. Und jetzt kommt alles raus und das sind alles “neue Enthüllungen“ und ich hatte es verdammt nochmal alles. Ich bin im Moment so sauer. Jeden Tag ärgere ich mehr darüber […], was wir hatten, war unwirklich. Andere Frauen bestätigten es.

Brad Edwards, der Anwalt [von Frau Giuffre], sagte vor drei Jahren: “Es wird der Tag kommen, an welchem wir alle erkennen, dass Jeffrey Epstein der erfolgreichste Pädophile war, den dieses Land jemals gekannt hat.“

Ich hatte es alles. Vor drei Jahren.«

Am 9. November 2029 wird dann die Mitarbeiterin entlassen, welche das Video vermutlich weitergegeben hat – RT Deutsch berichtete.

In einer weiteren Aufnahme meinte Eva Herman, dass man aufgrund des Aufgreifens des Falls bei der Bild (19.11.2919) und das etwas härtere Vorgehen gegen Prince Andrew nun an diesem riesigen Skandal nicht vorbeikomme – da die Bild Meinungsgeber für andere Medien wäre.

Bereits vor zehn Jahren hat also eine Moderatorin der ABC diesen Fall herausgefunden, aber der Skandal wurde unterdrückt. 2019 denkt Eva Herman, dass nun alles aufgeklärt werden würde und nun kommt doch erst im Januar 2026 nach und nach der Stein ins rollen. Wobei man hier nicht dabei herumkommt, von einem Täterschutz auszugehen, als dass es hier wirklich um die Opfer ginge.

Prinz Andrew Interview mit TV-Journalistin Emily Maitlis

45 Minuten wurde er im Buckingham-Palast am 16.11.2019 interviewt.

Er habe Epstein 1999 kennengelernt, habe geschätzt, dass er „die außergewöhnliche Fähigkeit hatte, außergewöhnliche Menschen zusammenzubringen“. Ihm sei nichts Verdächtiges aufgefallen, von den Vorwürfen habe er aus den Medien erfahren. Nach der Verurteilung Epsteins habe er den Kontakt abgebrochen.

Wieso haben Sie auf dem Anwesen eines verurteilten Sexualstraftäters geschlafen, will Maitlis wissen. „Ich bin zu Epstein gefahren, um ihm zu erklären, dass wir nicht mehr zusammen gesehen werden können. Das über das Telefon zu machen wäre feige gewesen.“

Warum blieben Sie vier Tage, um eine Freundschaft abzubrechen? „Ich gebe zu, dass meine Urteilsfähigkeit getrübt war, weil ich eine Neigung habe, mich ehrenwert verhalten zu wollen.“

Bereuen Sie den Besuch? „Dafür trete ich mich jeden Tag aufs Neue, denn es war nichts, was von einem Mitglied der königlichen Familie kommen sollte.“

Das Interview war am Donnerstag im Blauen Salon des Buckingham-Palasts aufgezeichnet worden. Im Vorfeld hatte Andrew seine Mutter, die Queen, um Erlaubnis gebeten. Schließlich ging es um brisante Vorwürfe!

Dann geht es um die heute 35-jährige Virginia ­Giuffre (früher Roberts). Sie ist eine der Hauptzeuginnen im Fall Epstein – hatte 2016 ausgesagt, der Milliardär habe sie zwischen 2001 und 2002 insgesamt dreimal gegen ihren Willen zum Sex mit dem Prinzen gezwungen.

Giuffre beschreibt eine wilde Partynacht am 10. März 2001, bei der sich Andrew schwitzend an sie gedrückt habe. Doch der Prinz wehrt ab: „Ich hatte keinen Sex mit dieser Frau!“ Außerdem wisse er ganz genau, dass er an diesem Abend vor 18 Jahren mit seiner Tochter bei der Fast-Food-Kette Pizza Express war.

Dann wird es noch absurder! „Zu diesem Zeitpunkt konnte ich gar nicht schwitzen“, behauptet Andrew in die Kamera. Weil im Falklandkrieg auf ihn geschossen wurde, habe sein Körper eine Überdosis Adrenalin ausgeschüttet. Danach habe der Prinz jahrelang nicht schwitzen können. Und weiter: „Ich habe keine Erinnerung an diese Frau.“

Allerdings existiert ein Foto, das die beiden 2001 Arm in Arm zeigt. „Man kann nicht beweisen, ob das Foto echt ist oder nicht“, sagt Andrew.

Bildunterschrift damals bei der Bild: Daran kann sich Andrew angeblich nicht erinnern: Der Prinz (damals 41) im Jahr 2001 mit Epstein-Klägerin Virginia Roberts (damals 17). Der Palast behauptet, das Foto sei eine Fälschung

Eines der Opfer: Virginia Roberts – damals im März 2001 gerade einmal 17 Jahre alt

Eines der Opfer von Jeffrey Epstein und Andrew starb im April 2025 mit nur 41 Jahren. Sie war eine der bekanntesten Überlebenden und schrieb sogar ein Buch „Nobodys Girl”, was erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurde.

2019 berichtete die Bild über die Gräueltaten dieser Wesen.

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender NBC beschuldigt Virginia Roberts ihn jetzt: „Andrew gab mir Wodka… dann hatte er im Badezimmer Sex mit mir.“ Sie war damals 17 (21.09.2019 Bild).

Nur einige Monate zuvor war das blonde Mädchen dem pädophilen US-Milliardär Jeffrey Epstein (†66) in die Hände gefallen. Der sei mit ihr nach London geflogen und habe sie im Haus der britischen Unternehmerin Ghislaine Maxwell (57) untergebracht. Roberts sagt: „Ghislaine weckte mich am Morgen und sagte: Heute triffst du einen Prinzen.“

Zunächst seien Andrew, Epstein und Maxwell mit ihr in den Edel-Club „The Tramp“ gegangen. Dort habe ihr Andrew alkoholische Getränke gegeben. Virginia Roberts: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Wodka war.“

Auf der Rückfahrt habe Maxwell ihr gesagt, sie solle mit Andrew machen, „was du auch für Epstein tust“. Beim Sex im Badezimmer sei Andrew „nicht rüde gewesen. Er sagte ,Danke schön‘. Und verschwand“.

2019 – Erster Blick auf Epsteins Privatinsel „Little Saint James“ in der Karibik

Am 30. Oktober 2019 postet Eva Herman erstmals auf ihrem Telegram Kanal ein sehr brisantes Video. Kurz darauf schreibt sie am 08.11.2019:

Wer sich bislang noch nicht mit dem Epstein-Thema beschäftigt hat, der sollte langsam mal damit anfangen. Ein weltweites Netz von widerlichen Kinderschändern – aus den höchsten gesellschaftlichen Rängen. Guter Bericht über die neuesten Enthüllungen.

In dem Video besucht der Gründer von „We Are Change“ die Pädo-Insel als Erster – davor kamen Berichte nur von den Medien und der Regierung. Da sie diesen Informationen nicht vertrauen, sind sie selbst zu der Insel gefahren und dokumentieren dies – wobei es laut ihren Schilderungen gar nicht erst so einfach war, jemanden zu finden, der sie mit seinem Boot dort hinbringen wollte.

We Are Change“ ist eine unabhängige, medienorientierte Organisation, die 2006 gegründet wurde. Laut eigener Darstellung will die Website Korruption und Machtmissbrauch aufdecken und ein Netzwerk von kritischen, „wahrheitssuchenden“ Menschen schaffen. Gründer – Luke Rudkowski:
• Luke Rudkowski ist ein amerikanischer Medienmacher, Aktivist und Journalist, der We Are Change im Jahr 2006 im Alter von etwa 20 Jahren gegründet hat.

Wo liegt sie?
• In der Karibik
• Teil der United States Virgin Islands
• Östlich von Saint Thomas
• Fläche: ca. 28 Hektar
• Private Insel, kein öffentlicher Zugang

Die Insel gehörte dem US-Finanzier Jeffrey Epstein.
Er kaufte Little Saint James im Jahr 1998 über eine Briefkastenfirma vom Risikokapitalgeber Arch Cummin für angeblich knapp acht Millionen Dollar gekauft. Ab 2007 begannen er mit einem umfangreichen Umbauprogramm, das bei den lokalen Behörden Misstrauen weckte. Sein Hauptanwesen verdoppelte sich fast in seiner Größe und verwandelte sich in eine luxuriöse Villa (Kölner Stadt Anzeiger 05.02.2026).

Der mystische Tempel mit blauen und weißen Streifen und einer goldenen Kuppel gehört zu den auffälligsten Gebäuden und befindet sich am abgelegensten Ort der Insel, auf einer Klippe. Es ist Nachbau eines antiken Badehauses am Eingang zur Zitadelle von Aleppo, bekannt für die Verehrung des Gottes Baal, einem Dämonen. Einige der kontroversen Skulpturen aus Epsteins Sammlung, die oft mit Verschwörungstheorien in Verbindung gebracht wurden, waren auf der ganzen Insel verteilt.

In den sozialen Medien kursieren Gerüchte über ein umfangreiches Tunnelsystem unter dem Tempel und dem Hauptgebäude. Auf Satellitenbildern aus dem Jahr 2006 waren massive Ausgrabungen zu erkennen.

Nach Epsteins Tod 2019 ging die Insel in den Nachlass (Estate of Jeffrey Epstein). Nach Epsteins Tod wurden beide Inseln zum Verkauf angeboten. Im Mai 2023 kaufte der Milliardär Stephen Deckoff die Inseln (Great Saint James) für 60 Millionen US-Dollar – weniger als die Hälfte des ursprünglichen Angebotspreises – in der Hoffnung, sie in ein Luxusresort umzuwandeln.

Wer ist der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†)?

Epstein begann als Lehrer, wurde Banker bei Bear Stearns und machte später sein Geld als privater Vermögensverwalter für Superreiche. Die genauen Quellen seines Reichtums bleiben teilweise unklar.

Frühe Karriere

  • Studium: Epstein begann ein Mathematik-/Physikstudium, schloss es nicht ab.
  • Lehrer: In den 1970er-Jahren arbeitete er kurzzeitig als Mathematik- und Physiklehrer an einer privaten Eliteschule in New York (Dalton School).

Einstieg in die Finanzwelt

  • Ende der 1970er wechselte er zu Bear Stearns (Investmentbank).
  • Dort arbeitete er im Vermögens- und Optionshandel und stieg bis in eine leitende Position auf.
  • Anfang der 1980er verließ er die Bank.
  • Epstein gründete eine private Vermögensverwaltung (keine klassische öffentlich bekannte Investmentfirma).
  • Abhängigkeit von Einzelpersonen: Medienberichte gehen davon aus, dass ein sehr kleiner Kreis extrem reicher Gönner entscheidend war. Sein eigenes Vermögen wuchs mit seiner Bekanntheit (am Ende 578 Millionen US-Dollar)(Bild 19.11.2019).
  • Herkunft des Vermögens nie vollständig geklärt: Bis heute ist nicht lückenlos nachvollziehbar, wie groß sein tatsächliches Vermögen war und wodurch es im Detail entstand.
  • 1996 wurde er erstmals beim FBI angezeigt, weil er zwei minderjährige Mädchen missbraucht hat.

Die Frage die sich viele stellen, ist er wirklich gestorben?

Mord?

Ende 2019 veröffentlichte die FAZ einen Artikel, bei dem der Pathologe Michael Baden erwähnt wird. Dort heißt es: „Baden, der die Obduktion von Epsteins Leichnam im Auftrag der Angehörigen beobachtete, gilt als einer der führenden Rechtsmediziner der Vereinigten Staaten. […] „Die Suizid-These der Gerichtsmedizin in New York scheint falsch. Es gibt Beweise für einen Mord“, sagte er dem Sender Fox am Mittwoch. Der Pathologe verwies auf Knochenbrüche an beiden Seiten von Epsteins Hals, die typisch für Erwürgen seien. „In den vergangenen 50 Jahren habe ich solche Brüche kein einziges Mal bei einem Suizid gesehen“, sagte Baden, der mehr als 20.000 Obduktionen leitete.“

Graydon Carter ehemalige Chefredakteur des amerikanischen Gesellschaftsmagazins „Vanity Fair“ glaubt an Mord.

Graydon Carter zu WELT AM SONNTAG: „Diese Geschichte kaufe ich nicht. Wenn ein Gefängnis die Verantwortung hat, so jemanden – Amerikas verstörendster Kriminalfall zu dem Zeitpunkt – zu bewachen, dann lassen Sie den nicht unbeaufsichtigt. Nicht mal für eine halbe Sekunde. Niemals! Jemand sagte auch, sich mit seinem Bettlaken umzubringen sei unmöglich. Gefängniswäsche sei so konzipiert, dass der Stoff sofort reißt. Das ist keine normale Baumwolle.“

Die oben erwähnt Robach geht auch von Mord aus und sagt dazu folgendes – worüber der EpochTimes Artikel berichtet:

In einem weiteren Video äußerte sich Robach zu den Mordvorwürfen: „Ob ich glaube das er ermordet wurde? Hundertprozentig klar. Er hat seinen Lebensunterhalt damit verdient andere zu erpressen.“ Viele „mächtige Männer“ hätten die „Orgien-Insel“ und Epsteins Wohnungen besucht so Robach.

Als sie gehört habe, dass Epstein tot war, „wusste ich es sofort“ so Robach: „Dann haben sie es so dargestellt, als hätte er sich zwei Wochen vorher schon versucht umzubringen, obwohl seine Anwälte sagen, dass ihn ein Mitinsasse am Hals verletzt hat.“ Robach selber glaubt fest an einen Mord: „Ich bin völlig überzeugt. Völlig.“

„Orangefarbener Blitz“ – Wer betrat Epsteins Zellentrakt in der Nacht seines Todes?

Natürlich berichtet die Welt hinter einer Bezahlschranke, aber wir möchten es gerne allen Menschen zugänglich machen.

In den neu veröffentlichen Epstein-Files findet sich ein Protokoll der Videoaufnahmen aus der Nacht, in der der Sexualstraftäter starb. Zu sehen sei ein orangefarbener „Blitz“. Das FBI hat eine Vermutung, die das Justizministerium im Abschlussbericht zu dem Fall ignorierte.

Jeffrey Epstein starb am 10. August 2019 durch Suizid in seiner Gefängniszelle in New York. Zu diesem Schluss kamen US-Behörden bereits kurz nach dem Tod des
Sexualstraftäters. Doch seitdem halten sich hartnäckig Spekulationen und Theorien über die Umstände seines Todes – bis hin zu einem Mord. Neu aufgetauchte
Unterlagen aus den Epstein-Files dürften diese Spekulationen weiter befeuern.


Vor einer Woche veröffentlichte Dokumente des US-Justizministeriums zeigen, das das FBI auf einem Überwachungsvideo in der Nacht von Epsteins Tod ein
orangefarbenes Objekt oder eine orange gekleidete Person ausmachte – und dass das FBI bei der Sichtung des Videomaterials zu anderen Schlüssen gelangte als das US-Justizministerium.

Die Videoüberwachung aus der Nacht vom 9. auf den 10. August machte das US-Justizministerium bereits im vergangenen Juni zugänglich. Sie zeigt einen zentralen Raum in der Special Housing Unit des Metropolitan Correction Centers, einem Bereich für besonders gefährliche Straftäter in dem New Yorker Gefängnis. Von dem Raum gehen mehrere Treppen zu den Zellentrakten ab. Die Treppe zu Epsteins Zellentrakt wird von der Kamera allerdings nur teilweise erfasst.

Screenshot aus dem einzigen Überwachungskameravideo aus dem Bereich am 9. August 2019 – Quelle: Screenshot/DOJ

Weitere Videoaufnahmen aus dem Bereich gibt es aus der Nacht nicht. Ein 2023 veröffentlichter Report des Generalinspekteurs des US-Justizministeriums, damals
Michael Horowitz, kam zu dem Schluss, dass zehn von elf Kameras in dem Bereich aufgrund von Festplattenproblemen nicht funktionierten. Sowohl das Büro des Generalinspekteurs Horowitz als auch das FBI sichteten das einzige Video nach dem Tod Epsteins.

FBI: „Möglicherweise handelt es sich um einen Insassen“

Das am Freitag vergangener Woche veröffentlichte Memo zeigt erstmals die Schlussfolgerungen des FBI. Die Behörde stellte fest, dass das Video eine geringe Qualität habe und der Kamerawinkel nur eine teilweise Sicht auf die Treppen zu den Zellentrakten erlaube. „Es ist zu beachten, dass aufgrund der Qualität des Videos
die Personen vor der Kamera nicht eindeutig identifiziert werden können, außer möglicherweise, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt“, stellte das FBI fest.

In einem Protokoll stellt das FBI dann etwas fest, was den Ermittlern des US-Justizministeriums verborgen blieb. Exakt um 22:39 Uhr notiert das FBI: „Ein orangefarbener Blitz scheint die Treppe der L-Ebene hinaufzugehen –
möglicherweise handelt es sich um einen Insassen, der zu dieser Ebene begleitet wird.“

Der Generalinspekteur des Justizministeriums bemerkte diesen Blitz ebenfalls, kam aber zu einem anderen Schluss. „Die Insassen sind derzeit in ihren Zellen
eingeschlossen, es ist möglich, dass jemand Insassenwäsche oder Bettzeug die Treppe hinaufbringt.“ Im Abschlussbericht vermerkte der Generalinspekteur dann, ein nicht zu identifizierender Mitarbeiter sei um 22:39 Uhr die Treppe heraufgegangen und um 22:41 zurückgekehrt.

Bereits im Juni berichtete der Sender CBS
über das elfstündige Überwachungsvideo und den orangefarbenen „Blitz“. Der Sender sieht die damaligen Recherchen durch die neu veröffentlichten Dokumente bestätigt. Denn das Videomaterial und die FBI Einschätzung werfen weitere Fragen über die Umstände in der Nacht von Epsteins Tod auf.

Gefängnismitarbeiter wollen keine Bettwäsche oder Kleidung ausgegeben haben

Wie CBS am Mittwoch berichtete, widerspricht die FBI-Einschätzung der Darstellung des damaligen US-Justizministers William Barr. Er hatte drei Monate nach Epsteins Tod erklärt, in den Stunden vor dessen Ableben habe niemand seinen Zellentrakt betreten. Daher sei von einem Suizid auszugehen.

Unter Berufung auf Gefängnismitarbeiter schreibt CBS, dass es sehr ungewöhnlich ist, einen Insassen zu dieser Uhrzeit zu begleiten. Bekannt ist schon länger, dass die beiden in der Nacht diensthabenden Wärter Tova Noel und Ghitto Bonhomme nicht wie vorgeschrieben alle 30 Minuten Epsteins Zelle kontrollierten, sondern während ihrer Schicht im Internet surften oder schliefen.

Wie CBS nun herausfand, wurden die beiden im Rahmen der Untersuchungen nach Epsteins Tod im September 2019 nicht nach der Begleitung eines Insassen befragt.
Bonhomme habe angegeben, sich nicht daran erinnern zu können, dass jemand zwischen 22 Uhr und Mitternacht diese Treppe genommen habe. Noel habe erklärt, dass sie keine Kleidung oder Bettwäsche ausgegeben habe. „Ich habe nie Bettwäsche ausgegeben. Niemals“, zitiert CBS aus einer Befragung. „Denn das wird in der Schicht davor erledigt.“

Noel absolvierte nach ihrer achtstündigen Spätschicht eine weitere Schicht, Bonhomme machte um Mitternacht Feierabend und wurde von Michael Thomas abgelöst – jenem Wärter, der Epstein kurz nach 6:30 Uhr am 10. August erhängt in seiner Zelle fand. Das genaue Todesdatum wurde nicht ermittelt. Ebenso ungeklärt
sind die genauen Umstände seines Todes. Auf CBS Anfrage wollten sich die drei Gefängniswärter nicht äußern.

Ein weiterer, unbekannter Mitarbeiter, der Bettwäsche oder Kleidung trägt oder aber ein unbekannter Insasse – wer oder was auf dem Video zu sehen ist, ist weiter unklar. Die Spekulationen über Epsteins Tod dürfte das nicht entkräften – eher im Gegenteil.

Jeffrey Epstein könnte noch am Leben sein?

Und dann gibt es da Artikel, welche darauf hinweisen, dass Jeffrey Epstein noch am Leben sein könnte.

Lange galt er als bloßes Internet-Phantom: ein anonymer Nutzer auf der Plattform 4Chan, der am Morgen des 10. August 2019 – noch bevor die Nachricht von Epsteins Tod die Weltpresse erreichte – behauptete, der Häftling sei „ausgetauscht“ worden.

Diesem Posting zufolge wurde Epstein in der Nacht in einem medizinischen Rollstuhl aus seiner Zelle gebracht und in einen nicht angemeldeten Transporter („trip van“) verladen.

Was jahrelang als Verschwörungserzählung abgetan wurde, erhielt durch den im November 2025 unterzeichneten „Epstein Files Transparency Act“ eine völlig neue Glaubwürdigkeit. In den freigegebenen Unterlagen des Justizministeriums (DOJ) taucht der Name Roberto Grijalva ungeschwärzt auf – ein Beamter des Metropolitan Correctional Center (MCC), der nun als eben jener anonyme 4Chan-Poster identifiziert wurde. Sein Bericht, wonach Epstein das Gefängnis in jener Nacht lebend in Handschellen verließ, wiegt schwer, da er direkt aus dem inneren Zirkel des Gefängnispersonals stammt.

Die „orange Gestalt“ und der tote Winkel

Zu der Austauschtheorie passen jüngste investigative Threads in sozialen Netzwerken, die auf gravierende Widersprüche in dem vom FBI im Juli 2025
veröffentlichten Videomaterial verweisen.

Während offizielle Stellen wie der ehemalige Justizminister William Barr behaupteten, das Video zeige „klar wie der Tag“, dass niemand den Bereich betreten habe, offenbart eine digitale Rekonstruktion der Special Housing Unit (SHU) durch Experten ein anderes Bild. Die Treppe, die direkt zu Epsteins Zellentrakt führt, befindet sich fast vollständig in einem toten Winkel der Kameras.

Besonders brisant ist eine Sequenz um 22.40 Uhr am Vorabend des Todes: Die Regierung identifiziert eine dort sichtbare orange gekleidete Gestalt als die
Wärterin Tova Noel, die Bettwäsche trägt. Forensische Experten wie der pensionierte NYPD-Sergeant Conor McCourt widersprechen dieser Darstellung jedoch deutlich: Form und Bewegung der Gestalt entsprechen demnach weitaus eher einer Person in einem orangefarbenen Gefängnisoverall. Dies stützt die Theorie eines nächtlichen Austauschs oder einer unbemerkten Bewegung innerhalb des Traktes.

In dieser von CBS News bearbeiteten und vergrößerten Videosequenz ist ein Ausschnitt von etwas Orangefarbenem zu erkennen, das sich auf der Treppe zum Zellentrakt Jeffrey Epsteins befindet.U.S. Bureau of Prisons

Die verschwundene Minute

Die technische Integrität der Beweismittel wird in Zweifel gezogen. Der Zeitstempel des FBI-Videos springt kurz vor Mitternacht um genau eine Minute
vorwärts. Während das DOJ dies als routinemäßigen Reset des DVR-Systems erklärt, entdeckte der Forensiker Jim Stafford, dass sich beim Wiedereinsetzen
des Feeds das Seitenverhältnis des Bildes leicht verändert – ein klassisches Zeichen für das Zusammenfügen zweier unterschiedlicher Clips.

Zudem offenbaren die Metadaten, dass die Datei erst am 23. Mai 2025 erstellt wurde und es sich wahrscheinlich um eine Bildschirmaufnahme („screen
capture“) handelt. Ein im Dezember 2025 veröffentlichter zwölfsekündiger Clip, der Epsteins Suizid zeigen sollte, musste bereits nach Stunden zurückgezogen
werden, nachdem er als 3D-Grafik-Rendering von YouTube entlarvt worden war.

Die Nacht der schlafenden Wächter

Doch die Zweifel an den digitalen Beweismitteln sind nur die eine Seite der Medaille. Das Bild einer koordinierten Verschleierung wird durch das eklatante
Versagen des Sicherheitsprotokolls erweitert, das sich direkt im Zellentrakt abspielte.
Epstein war entgegen den Vorschriften ohne Zellengenossen, die Kameras vor seiner Zelle fielen zeitgleich aus, und die Wärter Tova Noel und Michael Thomas fälschten Dienstprotokolle, während sie nachweislich schliefen.

Inmitten dieses dichten Geflechts aus technischen Pannen und menschlichem Versagen rückte ein einziges Dokument ins Zentrum des öffentlichen Zweifels:
das Foto von William Farrington. Es ist jenes Bild, das den Körper auf einer Krankentrage zeigt und das für viele zum visuellen Hauptbeweisstück einer
möglichen Inszenierung wurde. Die Kritik entzündet sich dabei vor allem an anatomischen Details, die bei oberflächlicher Betrachtung kaum auffallen, in der forensischen Bildanalyse jedoch schwer wiegen.

Die verräterische Form der Ohrmuschel

Biometrische Untersuchungen der Aufnahme weisen auf Unstimmigkeiten hin, die über einfache Bildstörungen oder ungünstige Winkel hinausgehen sollen. In der Forensik gilt die Struktur der Ohrmuschel als nahezu so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Wissenschaftliche Indizes wie der Ohr-Index oder der Lobulus-Index erlauben eine präzise Identifikation durch das Verhältnis von Breite zu Länge sowie der Ausprägung des Ohrläppchens. Auf dieser Basis behaupten Kritiker, dass das Ohr der Person auf der Trage deutliche morphologische Differenzen zu gesicherten Archivaufnahmen Epsteins aufweist, insbesondere im Bereich des Tragus und der Helix-Krümmung.

Auch die rosige Gesichtsfarbe auf dem Foto irritiert viele Beobachter, die darin ein Zeichen von Vitalität und fehlender Leichenblässe sehen. Mediziner verweisen hierbei jedoch darauf, dass die Hautfarbe unmittelbar nach dem Tod variieren kann, insbesondere wenn vor Ort intensive Reanimationsmaßnahmen durchgeführt wurden, die die Zirkulation künstlich aufrechterhielten. Dennoch bleibt das Foto für die Skeptiker das schwächste Glied in der offiziellen Beweiskette, da es die physische Identität des Toten eher infrage stellt als zweifelsfrei bestätigt.

16 Prozent Vertrauen

Für die breite Öffentlichkeit bleibt Jeffrey Epstein ein Symbol für eine Justiz, die vor den Mächtigen kapituliert hat. In Umfragen geben nur 16 Prozent der
Amerikaner an, an die Suizid-Version zu glauben. Ob Jeffrey Epstein tatsächlich am 10. August 2019 starb oder Teil einer beispiellosen Inszenierung wurde,
bleibt ein Rätsel, das tief in den manipulierten Videoframes und den geschwärzten Akten der US-Regierung verborgen liegt.

Trug Epstein ein Shirt?

Der Tagesanzeiger berichtet noch detaillierter:

CBS News weist auf Widersprüche zwischen Zeugenaussage und Beweisprotokoll hin. So sagte der Beamte, der Jeffrey Epstein tot in seiner Zelle vorfand, dieser sei oberkörperfrei gewesen. In den Beweisunterlagen taucht jedoch ein Shirt auf, das vermutlich vom Leichnam weggeschnitten worden war und später aus dem Spital in einer Tasche mit persönlichen Gegenständen zurückkam.

Die vom US-Sender ausgewerteten Dokumente liefern keinen Beweis für Fremdeinwirkung. Und viele Versäumnisse jener Nacht – ausgefallene Kontrollen, Erinnerungslücken der Beamten, fehlender Todeszeitpunkt – sind schon länger bekannt. Umso schwerer wiegt, dass etliche Widersprüche in den offiziellen Darstellungen praktisch nicht vorkamen.

Justizdokument weist Epsteins Tod einen Tag zu früh aus – Neue Akten lösen Kontroverse aus

Und dann gibt es auch noch diesen Hinweis, der heute von der Bild veröffentlicht wurde.

Meldete Staatsanwalt Epstein-Tod einen Tag zu früh?

New York – Ein Fund in den Epstein-Akten gibt neue Rätsel auf: Das Dokument trägt den Briefkopf der Bundesstaatsanwaltschaft des Southern District of New York. In dem Schreiben gibt der zuständige Generalstaatsanwalt den Tod von Sexualverbrecher Jeffrey Epstein (†66) bekannt: „Heute Morgen bestätigte das Manhattan Correctional Center, dass Jeffrey Epstein, gegen den von dieser Behörde Anklage wegen Menschenhandels mit Minderjährigen erhoben wurde, leblos in seiner Zelle aufgefunden und kurz darauf für tot erklärt worden war.“ Problem: Das Statement trägt das Datum 9. August 2019 – Epstein wurde nach offizieller Darstellung aber erst einen Tag später tot in seiner Zelle aufgefunden!

Laut offizieller Version wurde Epstein am Samstagmorgen, dem 10. August 2019, im Gefängnis in Manhattan entdeckt. Ein Wärter soll ihn kurz nach 6.30 Uhr in seiner Zelle gefunden haben. Wiederbelebungsversuche scheiterten, später wurde sein Tod festgestellt. Warum also meldet ein Staatsanwalt den Tod offenbar einen Tag zu früh?

Pannenserie in der Todesnacht

Schon kurz nach Epsteins Tod stellte sich heraus: Im Gefängnis lief in jener Nacht fast alles schief: Wichtige Kontrollgänge wurden nicht durchgeführt, das zuständige Wachpersonal war übermüdet und unterbesetzt, zudem funktionierten Überwachungskameras in der Nähe von Epsteins Zelle nicht. Außerdem war Epstein entgegen der Vorschriften allein in der Zelle untergebracht. Ein späterer Untersuchungsbericht des US-Justizministeriums sprach von „schweren und systematischen Versäumnissen“.

Das nun aufgetauchte Statement bringt die Debatte erneut zum Kochen. Kritiker fragen: War das Dokument nur ein vorab erstellter Entwurf, handelt es sich um einen Datums- oder Systemfehler? Oder wusste man intern mehr, als später öffentlich gesagt wurde? Eine offizielle Erklärung speziell zu diesem Dokument gibt es bislang nicht. Das US-Justizministerium äußerte sich nur allgemein zu den Aktenveröffentlichungen, bislang aber nicht zur rätselhaften Datumsabweichung.

Hier der Ausschnitt aus dem Überwachungsvideo:

Verstörende Lanz Aussage!

Es ist unfassbar was hier ein Markus Lanz – zwangsfinanziert durch unsere Abgaben – vom Stapel lässt – wir sprechen hier nicht davon, dass ein Arzt ein Attest ausstellte, nachdem er ihn untersuchte! Wir sprechen davon, dass auf dieser Insel Kinder missbraucht wurden! Wir stellen uns die Frage, wo bleibt im Zweifel für den Angeklagten bei all den Ärzten die sich während Corona und noch immer schützend vor ihre Patienten (u.a. Kinder, Babys, Jugendliche) stellten?

Hilft der möglicherweise jemandem? Aber es ist es doch so: Im Zweifel für den Angeklagten.

Markus Lanz

Wieso zeigen die Öffentlich-Rechtlichen nicht das weitere Bild, welches es zu diesem Übergriff von Ex-Prinz Andrew gibt? Auf dem zweiten Bild sieht man, wie das Mädchen was am Boden liegt, den Arm hebt, im Hintergrund sitzt eine Person mit den Beinen am Tisch und irgendjemand hält diese Szene fest.

Andrew Albert Christian Edward Mountbatten-Windsor (* 19. Februar 1960 im Buckingham Palace, London), ist ein Bruder des britischen Königs Charles III. Er ist das dritte Kind und der zweite Sohn von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip. Er steht an achter Stelle der britischen Thronfolge.

Die Bild greift heute eine Aussage von Musk auf:

Es ist eine Schande, dass so viele ungeschoren davonkommen. Ich tue, was ich kann, um Gerechtigkeit zu erlangen. Die Zahl der Anklagen gegen Epsteins Kunden darf nicht bei null bleiben.

Elon Musk

Wer eigene Recherchen anstellen will kann dies hier tun:
Zunächst stießen wir auf Cameron Stevenson der die Website „Journalistenstudio“ betreibt. Er ist der gerichtlich eingesetzte Nachlassverwalter (Executor) des Nachlasses von Jeffrey Epstein.
Die offizielle Seite findet ihr hier beim U.S. Department of Justize.

Das Portal https://epstein-docs.github.io/ ist keine offizielle Regierungs- oder Medienseite, sondern ein öffentliches, von Dritten erstelltes Archiv auf GitHub – also ein Open-Source-Projekt. Die Seite wird von Freiwilligen/Entwicklern betrieben, die den Code als öffentliches GitHub-Repository zur Verfügung stellen.

Kommentiert gerne für alle wenn ihr bessere Archive kennt, und euch Dokumente besonders wichtig und brisant erscheinen. Wir werden mit euch „wieder“ den Finger in die Wunde legen und weiter auf dem Blog darüber berichten.

Quelle

(Auszug von RSS-Feed)

Vortrag von Florian Warweg in Nürnberg: Medien, Macht und Manipulation – Ein Blick hinter die Kulissen der Bundespressekonferenz

15. Dezember 2025 um 08:00

Vorschau ansehen

Unter dem Titel „Medien, Macht und Manipulation – Ein Blick hinter die Kulissen der Bundespressekonferenz“ hielt NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg Ende November einen Vortrag in Nürnberg. Eingeladen hatten die Bürgerinitiative „Wir wollen reden” und der dortige NDS-Gesprächskreis. Warweg analysiert, wie es zur aktuellen (Glaubwürdigkeits-)Krise des Mainstream-Journalismus kommen konnte und welche zentralen Faktoren dafür verantwortlich sind. Seine Analyse stützt er auf das von Noam Chomsky und Edward Herman entwickelte Propagandamodell und ergänzt dies um konkrete Beispiele aus seiner eigenen journalistischen Erfahrung. Die NachDenkSeiten dokumentieren den Vortrag und die anschließende Publikumsdiskussion in voller Länge.

Vortrag:

Publikumsdiskussion:

Verschriftlichung des Vortrags: Medien, Macht und Manipulation

Was ist im journalistisch-medialen Feld in den letzten Jahren geschehen, dass die Qualität der Berichterstattung und das Vertrauen in die Medien so massiv gelitten hat? Ich will heute in meinem Vortrag versuchen, kurz nachzuzeichnen, was meiner Meinung nach die Bruchstellen für die derzeitige Situation sind, auch anhand meiner eigenen Vita, und dann aufzeigen, was es für methodische Mittel gibt, um neben dem subjektiven Empfinden sachlich-analytisch nachvollziehen zu können, was derzeit passiert.

Es gibt eine ungeheure Unzufriedenheit mit der aktuellen Verfasstheit der Medien in diesem Land. Und das sind nicht nur individuelle Empfindungen von Euch oder mir. Das bestätigen zahlreiche Umfragen von bürgerlichen Umfrageinstituten in den letzten Jahren.

So haben laut der letzten verfügbaren repräsentativen Civey-Umfrage von Juli 2025, 49,7 Prozent der befragten Bundesbürger, also fast jeder zweite, das Gefühl, dass man seine Meinung nicht mehr frei äußern kann. Nur zum Vergleich: bei der Umfrage mit derselben Fragestellung im Jahr 2011 gaben damals nur 26 Prozent an, dieses Gefühl zu haben. Massiv gesunken ist auch das grundsätzliche Vertrauen in die Medien: Eine ebenfalls repräsentative Umfrage im Auftrag von ntv kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der Bundesbürger (54 Prozent) sogenannten Leit-Medien nicht mehr vertraut. Und eine kürzliche Forsa-Umfrage ergab zudem, dass satte 43 Prozent der befragten Bundesbürger erklärten, ihrem Eindruck nach, sei der Journalismus in den letzten Jahren qualitativ merklich schlechter geworden.

Das sind Zahlen, die haben es durchaus in sich.

In meinem eigenen Umfeld stellte insbesondere die extrem einseitige Ukraine-Berichterstattung in deutschen Medien ab 2014 einen ersten signifikanten Bruch dar. Mein eigenes diesbezügliches „Erweckungserlebnis“, um das kurz zu schildern, reicht etwas weiter zurück. Ich bin 1979 in Magdeburg, also der damaligen DDR, geboren. Und seit ich bewusst Erinnerungen habe, lief bei uns zuerst die „Aktuelle Kamera” um 19:30 Uhr und danach die „Tagesschau”. Als Radiosender hörten wir den NDR. Und selbst als Neun- oder Zehnjähriger war man natürlich in der Lage, die Unterschiede wahrzunehmen zwischen dem, was in der „Aktuellen Kamera” verlautbart wurde und, was in der „Tagesschau” oder bei den NDR-Nachrichten erzählt wurde. Das führte, wage ich zu behaupten, in Folge bei einem Großteil der in der DDR Sozialisierten zu einem kritischeren Medienkonsum. Zudem haben die etablierten „Leitmedien“ wie Spiegel, Süddeutsche, FAZ oder Zeit im Osten nie eine vergleichbare Meinungsmacht wie im Westen der Republik entwickeln können. Sie müssen sich nur mal die Verkaufs- und Abozahlen besagter Medien in Magdeburg, Schwerin oder Dresden anschauen. Die sind quasi nicht existent.

Persönliches Schlüsselerlebnis

Aber zurück zu dem, was bei mir persönlich ein Schlüsselerlebnis war und den Blick erstmals wirklich geschärft hat für die Defizite in der Berichterstattung bundesdeutscher Medien.

Ich habe 2000 angefangen, in Tübingen Politikwissenschaften mit Schwerpunkt Lateinamerika zu studieren. In diesem Zusammenhang hatte ich dann das Glück und die Möglichkeiten, fast ganz Lateinamerika zu bereisen, und ich studierte und arbeitete länger in Chile sowie Peru und forschte zu Kolumbien, Kuba und Venezuela. Erst durch diese intensive Beschäftigung mit Lateinamerika wurde mir mit der Zeit bewusst, wie schlecht recherchiert, oberflächlich und vor allem unglaublich einseitig die Berichterstattung zu dieser Region in deutschen Medien war und auch weiterhin ist.

Insbesondere die Berichterstattung und die Art der genutzten Quellen zu Venezuela unter Chávez ab 2000 war geradezu hanebüchen. Es war in gewisser Weise eine Vorwegnahme der Ukraine-Berichterstattung. Zu Wort kamen fast ausschließlich Oppositionsvertreter und deren Unterstützer, als Quellen wurden ebenso, übrigens bis heute, fast nur Infos aus rechten Oppositionskreisen und – entsprechenden Medien genutzt. Im Gegensatz zum medial hier verankerten Diskurs der angeblich staatlich kontrollierten Presselandschaft in Venezuela, sind bis heute 80 Prozent aller TV- und Printmedien in privater Hand und stehen zudem überwiegend der rechtsliberalen bis rechtskonservativen Opposition nahe. So viel zu diesem angeblichen Beleg für die „Chavez- oder Maduro-Diktatur“.

Ähnliche Erfahrung mit der Qualität der bundesdeutschen Auslandsberichterstattung hatten auch fast alle meine Kommilitonen gemacht, die längere Zeit in Nahost oder Afrika verbracht hatten. Ein Aspekt ist hier natürlich auch das komplette Zurückfahren von Auslandkorrespondenten. Selbst die ARD hat z.B. mittlerweile keinen einzigen Korrespondenten mehr im spanischsprachigen Teil Südamerikas. Ob Berichterstattung zu Chile, Bolivien, Venezuela oder Kolumbien – der einzige ARD-Korrespondent in der Region sitzt und berichtet aus dem brasilianischen Rio de Janeiro. Profunde Berichterstattung aus den restlichen 12 Ländern Südamerikas ist damit eigentlich ausgeschlossen. Verkauft wurde das Einstampfen des Korrespondentennetzes von der ARD übrigens als „crossmediale und zukunftsorientierte Strukturreform“. Nun ja…

Doch sind dies für die meisten Bundesbürger ohnehin periphere Regionen ohne persönlichen Zugang und Relevanz und eine einseitige Berichterstattung fällt ihnen da gar nicht auf. Dies änderte sich erst im Falle der Berichterstattung zur Ukraine-Krise ab 2014 und der sich damit auch signifikant ändernden Russland-Berichterstattung. Da gab es meiner Wahrnehmung nach einen ersten größeren Bruch im Medienvertrauen, zumindest in einem Teil der Gesellschaft. Es gab einfach mehr persönliche Bezugspunkte, mehr Wirtschaftskontakte, eigene Erfahrungswerte und Bekannte – sowie, nicht ganz irrelevant – es gab ab 2014 mit RT DE, auch ein Medium, dass in deutscher Sprache eine andere Perspektive ermöglichte und somit einen direkten Vergleich möglich machte, ähnlich wie meine zuvor geschilderte noch kindliche Erfahrung von Aktueller Kamera versus Tagesschau. So dass die Einseitigkeit offensichtlicher wurde.

Diese Einseitigkeit war keine subjektive Wahrnehmung. Eine groß angelegte wissenschaftliche Analyse der Uni Mainz und München zur Medienberichterstattung über den Ukraine-Krieg von Dezember 2022 bestätigt dies umfassend.

Dazu kam ab 2020 eine sehr homogene, um nicht zu sagen hochtendenziöse, Berichterstattung zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland, die bei vielen Bundesbürgern wohl erstmals einen wirklichen bewusst wahrgenommenen Bruch darstellte zwischen medialer Darstellung und der eigenen, dieser medialen Darstellung oft diametral entgegenstehenden Erfahrung.

Plötzlich bemerkten nicht nur eine Handvoll Nerds mit Regional-Expertise, sondern Millionen, dass alle Perspektiven, die der vorherrschenden Erzählung widersprachen, einfach ignoriert wurden. Und wenn dies nicht ausreichte, wurde versucht, diese Sichtweisen mit voller medialer Breitseite zu delegitimieren. Mit der Folge, dass sich Millionen Bundesbürger von den Medien in diesem Land nicht mehr mit ihrer Kritik, ihren Fragen und Wahrnehmungen repräsentiert fühlten.

Ab Ende 2023 wurden wir dann noch Zeugen einer ebenfalls über weite Strecken hochtendenziösen und einseitig zugunsten Israels ausfallenden Berichterstattung zum Gaza-Krieg und einer breiten medialen Diffamierung von inländischen Protesten gegen die israelische Kriegsführung.

Dies nur als grobe, unvollständige Zusammenfassung und Überblick über die meiner Meinung nach einschneidenden Momente in der medialen Berichterstattung der letzten Jahre und die dadurch provozierte Entfremdung von vielen Medienkonsumenten.

Doch habe ich bisher ja eher individuelle Wahrnehmungen und Erschütterungen anhand meiner eigenen Erfahrung und Beobachtung meines Umfelds geschildert.

Dies erklärt aber natürlich nicht die Verfasstheit und Krise des bundesdeutschen Mediensystems an sich. Es gab in den letzten Jahren durchaus einige hilfreiche Veröffentlichungen, die versuchen, dieses Thema systematisch aufzubereiten.

In seinem Buch „Mainstream” beschreibt der Leipziger Medienwissenschaftler Uwe Krüger das Verhältnis zwischen Alpha-Journalisten und Politik als Symbiose, bestimmt vom Tauschgeschäft „Information gegen Publizität”. Der Journalist bekommt Informationen und verschafft im Gegenzug seiner Quelle (oder deren Anliegen) Öffentlichkeit, eine gefährliche Nähe, so Krüger, welche die demokratische Funktion der Medien untergrabe.

Michael Meyen, noch Prof. für Medienwissenschaft an der Uni München, hat 2021 „DIE PROPAGANDA-MATRIX“ veröffentlicht, in welcher er von vier „Arenen“ ausgeht, welche die mediale Diskursordnung bestimmen.

1. Die herrschende Ideologie,
2. Die Medialisierung (also alles was Menschen tun, damit sie oder was ihnen wichtig erscheint, gut in den Medien dargestellt wird),
3. Die Medienorganisation und
4. Das Journalistische Feld (d.h. Berufsideologie, Prägungen etc.).

Die letzte Veröffentlichung in diesem Zusammenhang die für Aufmerksamkeit sorgte, ist das Buch die „Vierte Gewalt“ von Richard David Precht und Harald Welzer. Sie diagnostizieren in diesem Buch ein „frappierend einheitliches Meinungsbild“, insbesondere in Bezug auf den Ukraine-Krieg und die Forderung nach immer mehr Waffen und Delegitimierung aller Stimmen, die sich anders äußern. Und allein wie dieses Buch im Großteil des bundesdeutschen Feuilletons rezipiert wurde, bestätigt die These eindrucksvoll. Man könnte aber auch auf die skandalisierende Berichterstattung über Vorträge der ehemaligen ARD-Moskau-Korrespondentin Krone-Schmalz oder der von der Uni Bonn mit fadenscheinigen Gründen geschassten Politikwissenschaftlerin Ulrike Guerót verweisen.

Ich persönlich finde aber für eine Analyse des Zustandes der deutschen Medienlandschaft einen Klassiker aus den 1980er Jahren zielführender. 1988 veröffentlichten Noam Chomsky und Edward Herman das Buch „Manufacturing Consent“ auf Deutsch wurde dies mit „Konsensfabrik“ übersetzt. (Dieses Buch, wurde Anfang der 2000er Jahre nochmals aktualisiert und der Westend-Verlag hat 2024 eine Neuauflage auf Deutsch rausgebracht).

Hauptthese ist, dass die Massenmedien eine – ich zitiere- „wirkungsvolle und mächtige ideologische Institutionen sind, die eine systemerhaltende Propagandafunktion erfüllen. Sie stützen sich auf die Kräfte des Marktes, internalisierte Annahmen und eine Selbstzensur, dabei besteht aber kein offener Zwang.“ Zitat Ende.

Das von Chomsky & Co dafür entwickelte Propagandamodell umfasst fünf Filter und besagt, dass Medien in kapitalistischen Demokratien einen gesellschaftlichen Konsens im Sinne der wirtschaftlichen und politischen Eliten herstellen.

Die fünf Filter auf dem Weg zur Produktion von Konsens lauten:

  1. Größe, Besitzverhältnisse und Profitorientierung
  2. Werbung
  3. Quellen der Massenmedien
  4. Flak (negative Reaktion der Mächtigen auf kritische Berichterstattung)
  5. Herrschende Ideologie als Kontrollmechanismus (im Sinne eines Feindbildaufbaus)

Beginnen wir mit dem ersten Filter, den Eigentumsverhältnissen hier in der Bundesrepublik. In Deutschland beherrscht etwas mehr als eine Handvoll von Konzern-Verlagen einen Großteil des privaten Presse- und allgemeinen Nachrichten-Marktes, sowohl was den Print- als auch den Onlinebereich angeht:

  1. Bertelsmann (20 Mrd. Umsatz, RTL, Spiegel)
  2. Axel Springer (4 Mrd.)
  3. Holtzbrinck-Verlagsgruppe (3,6 Mrd., Tagesspiegel, Handelsblatt)
  4. Burda Media (2,9, Focus, Super Ilu)
  5. Bauer Media Group (2,2 Mrd., Bravo, Cosmopolitan und ein Großteil der ostdeutschen Regionalzeitungen)
  6. etwas abgeschlagen folgt die Funke Mediengruppe (1,1 Mrd.)
  7. sowie zum Schluss, mit knapp 1 Mrd. die Madsack Mediengruppe, an der, nicht zu vergessen, die SPD mit ihrem Medienbeteiligungsunternehmen „Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft“ mit über 23 % den größten Anteil hält.

Auch wenn der Verlag Nürnberger Presse hier in der Stadt ein de facto Monopol ausübt und egal was man journalistisch von Nürnberger Nachrichten (NN) und Nürnberger Zeitung (NZ) halten mag, aber immerhin gehören die Zeitungen nicht zu den genannten dominierenden medialen Großkonzernen und damit stellt Nürnberg mittlerweile eine ziemliche Ausnahme in der Medienlandschaft der BRD dar.

Die genannten Medien-Konzerne dominieren aber nicht nur den Pressemarkt, sondern in den letzten 20 Jahren auch zunehmend die journalistische Ausbildung in diesem Land: Die Henri-Nannen-Schule gehört größtenteils Bertelsmann, dann gibt es noch die Springer-Akademie, die Holtzbrinck-Schule, die Burda-Journalisten-Schule sowie die Bauer Media Academy. Bei den letzten vier sagen die Namen ja schon, wer inhaltlich und finanziell hinter diesen Journalisten-Schulen steht. (Alle mit Sitz im Westen).

Dann gibt es noch die Deutsche Journalisten Schule in München, die gehört nicht direkt einem Konzern, aber alle genannten Konzerne kofinanzieren diese und dann gibt es noch Zuschüsse vom hiesigen Freistaat.

Das heißt, hinter den großen und zentralen Ausbildungsstätten für Journalisten in Deutschland stecken die einflussreichsten Medienkonzerne der Republik.

Es versteht sich fast von selbst, was für eine enorme Filterwirkung von dieser Art der Ausbildungsrealität auf angehende Journalisten ausgeht. Menschen, die etwa das herrschende Wirtschaftssystem hinterfragen oder auch nur eine kritischere Haltung zur aktuellen Rolle Deutschlands im Ukraine-Krieg einnehmen oder zu Israels Agieren in Gaza, werden im Zweifel in so einem Kontext bereits bei der Vorauswahl rausgefiltert oder sind halt gezwungen sich langfristig zu verbiegen und zu verstellen.

Apropos Filter und Prägungen, hier ist noch zu erwähnen, dass die familiäre Weitergabe des Berufes von einer Generation zur nächsten bei Journalisten ähnlich hoch ausgeprägt ist wie sonst nur noch bei Medizinern und Anwälten. Was natürlich nochmal einen zusätzlichen sozialen Filter in der Branche mit sich bringt. Wenn Papa Feuilleton-Chef der Süddeutschen ist, dann…

In diesen Kontext passt auch das Ergebnis der Journalismusstudie der Uni Dortmund von 2024. Dort wurde repräsentativ die Wahlpräferenz von Journalisten abgefragt (von privat bis ÖRR). 41 % gaben die Grünen an, dann folgt mit 16 % die SPD, CDU 8 %, Linke 6% und BSW 1 %, AfD wurde gar nicht genannt.

Noch ausgeprägter wird dies auf Ebene der Volontäre. Eine repräsentative Umfrage bei ARD-Volontären ergab bei der Wahlpräferenz 57 Prozent Grüne und 3 Prozent CDU. (Volontäre sind im Zweifel die Führungskräfte von morgen…).

Und egal wie man sich selbst politisch verortetet, aber wenn man diese Zahlen jetzt in Bezug setzt zur Stimmverteilung bei der letzten Bundestagswahl ergibt sich eine enorme Differenz zwischen den politischen Präferenzen der Mehrheit der Journalisten und der gesamtgesellschaftlichen Mehrheit.

Aber zurück zu Chomskys Filter-Modell und seinem zweiten Filter: Der Werbung bzw. dem Anzeigengeschäft.

Ein Großteil aller überregionalen Tageszeitungen und auch Regionalzeitungen befinden sich im Besitz von Konzernen, welche bis heute ihre Printerzeugnisse zum größten Teil über Anzeigen-Werbung finanzieren oder besser gesagt, finanzierten.

Denn beinahe ausnahmslos sinken seit mindestens anderthalb Jahrzehnten nicht nur massiv die Auflagen sondern damit verbunden auch die Einnahmen via Anzeigen, und damit auch die Renditen. Um dies an einer konkreten Zahl deutlich zu machen:

2019 betrug das Anzeigengeschäft der deutschen Printmedien noch 2,1 Mrd. Euro. Ein Jahr später lag dies bei nur noch 1,8 Mrd. Diese Tendenz setzt sich bis heute fort, hier kam ab 2022 zumindest im Printgeschäft auch noch der massiv gestiegene Papier- und allgemeine Produktionspreis hinzu. 2023 sank der Anzeigenerlös bereits auf 1,6 Mrd Euro und 2024 auf 1,4 Mrd. Ein sattes Minus von 700 Millionen Euro innerhalb von nur 5 Jahren – also rund 140 Mio.

Im konkreten Fall führen die sinkenden Werbeeinnahmen zum einen zu einer größeren Abhängigkeit von den verbliebenden Werbepartnern und damit auch zu einem mutmaßlichen Anstieg der inneren Zensur-Schere. Vielleicht doch lieber auf die Enthüllungsstory über VW verzichten, denkt der verantwortliche Cicero-Redakteur (fiktives Beispiel), wissend, dass dieser Konzern als einer der wenigen relevanten Anzeigen-Kunden übriggeblieben ist.

Zum anderen führt dieser Niedergang an Werbeeinnahmen aus privaten Quellen zu einer zunehmenden Querfinanzierung durch staatliche Stellen, mit ähnlicher Konsequenz. Man wird sich in der PR-Abteilung und Redaktion von ZEIT oder Süddeutsche 3-mal überlegen, ob man z.B. die Aussagen des amtierenden Verteidigungsministers kritisiert, wenn aktuell die Hauptwerbeeinnahmen dieser Zeitungen aus dem Topf dieses Ministeriums stammen.

Die Aufgabe der Medien als Vierte Gewalt, als watch dog und Kontrolleur der Politik, insbesondere der Exekutive, wird angesichts dieser zunehmenden Querfinanzierung und damit auch zunehmender Abhängigkeit von Regierungszahlungen geradezu ad absurdum geführt.

Hier sei zudem noch auf die (2023) bekannt gewordenen Zahlungen in Höhe von 2,3 Millionen Euro der Bundesregierung an ausgewählte Journalisten allein in den letzten fünf Jahren erwähnt. Diese „Einzelhonorare“ für Moderation oder Konzepterstellung im Auftrag von Ministerien beliefen sich teilweise im fünfstelligen Bereich und entsprachen damit mehreren durchschnittlichen Monatslöhnen.

Kommen wir aber jetzt zum dritten Filter von Chomskys Modell, der Abhängigkeit der Massenmedien von gewissen Quellen.

Insbesondere die sogenannten „Leitmedien“ sind für ihre Berichterstattung abhängig von „offiziellen Quellen“, die zumeist von Behörden, Regierungsvertretern und Konzernen bereitgestellt werden. Angesichts von zunehmend ausgedünnten Redaktionen, selbst bei größeren Medien, führt dies zu zwei prinzipiellen und zunehmenden Einschränkungen sowie Abhängigkeiten:

Erstens: Man ist froh, überhaupt ein Statement, eine Information bekommen zu haben, am besten noch exklusiv. Da gibt es neben der Tatsache, dass der jeweilige Redakteur kaum noch die Recherchezeit hat, um die Aussagen dieser Quelle gegenzuchecken und zu hinterfragen, den anderen Aspekt, dass es auch grundsätzlich wenig Motivation gibt, dies zu tun, denn man will sich die Quelle (und zudem oft noch potenziellen Anzeigenkunden) ja gewogen halten. Dies erklärt übrigens auch teilweise die oft sehr angepassten und wenig kritischen Fragen auf der Bundespressekonferenz, aber dazu später mehr.

Zum Aspekt der „Exklusivität“ noch kurz ein Verweis auf das Vorgehen der CIA während des Vietnam-Krieges. Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hatte 2023 einen spannenden Ausschnitt aus einem Interview von 1983 mit dem CIA-Agenten Frank Snepp veröffentlicht, der exemplarisch die Fallstricke von „exklusiven“ News beleuchtet. Snepp schildert dort, wie er in Vietnam von 1969 bis 1976 im Auftrag der CIA-Chefetage die renommiertesten Korrespondenten von New York Times, Newsweek etc. mit angeblich exklusiven News versorgte. Das waren aber alles durchweg erfundene Geschichten, die nur dazu dienten, den Vietcong zu diffamieren und die Pro-Kriegsstimmung in den USA am Laufen zu halten. Fast alle Journalisten bissen an und wollten unbedingt die „exklusiven“ CIA-News. Kaum jemand versuchte diese zu verifizieren, zu froh war man über diesen angeblichen exklusiven Zugang. Snepp distanzierte sich später von seinem Agieren und ging an die Öffentlichkeit. Die CIA verklagte ihn daraufhin. Aber nicht etwa, weil er etwas Falsches gesagt hätte, sondern weil er aus Sicht des US-Geheimdienstes „Berufsgeheimnisse“ über den manipulativen Umgang der CIA mit der Presse verraten hatte.

Doch zurück nach Deutschland. Führen wir uns mal beispielhaft die Kräfteverhältnisse von einer potenziellen offiziellen „Quelle“ im Verhältnis zu Journalisten vor Augen: Im Bundespresseamt, das keine andere Aufgabe hat, als die Bundesregierung und insbesondere den Kanzler in ein gutes Licht zu stellen und Journalisten mit entsprechenden Infos zu versorgen, arbeiten insgesamt 480 feste Mitarbeiter. Das Budget beträgt jährlich über 180 Millionen Euro. Daneben gibt es Hunderte weitere Mitarbeiter in den Presseabteilungen der anderen Ministerien. Von diesem Personalschlüssel und Budget kann eine durchschnittliche Redaktion nur träumen.

Zweitens: Die Abhängigkeit von Nachrichtenagenturen nimmt massiv zu. Im konkreten deutschen Fall zeigt sich dies in der zunehmenden Bedeutung und Direktübernahme von Beiträgen der Deutschen Presseagentur (dpa), die in der Bundesrepublik eine de facto Monopolstellung inne hat.

Selbst bei Zeitungen, die sich eine gewisse diskursive Offenheit erlauben, wie etwa der Berliner Zeitung, setzte sich bis vor kurzem der Politik-Teil in der Printausgabe zu fast 100% aus Direktübernahmen von dpa-Artikeln zusammen. Das führt zu einer enormen diskursiven Dominanz und Framing-Möglichkeiten. Dies zeigt sich besonders ausgeprägt an Wochenenden, in denen die Redaktionen noch dünner besetzt sind als sonst. Das Phänomen, dass zahlreiche Zeitungen und auch deren Online-Ausgaben oft genau identische Überschriften und Artikel haben, zeigt sich aus diesem Grund insbesondere am WE und bei den Montagsausgaben.

Zur Framing- und Manipulationsmacht der dpa ein Beispiel aus meiner persönlichen Erfahrung. Die dpa zitierte im Februar 2021 Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff in einer Tickermeldung, die so unter anderem direkt von der Süddeutschen, ZEIT und vielen anderen deutschen Medien übernommen wurde, mit den Worten:

„Es ist wichtig, direkt das russische Regime zu treffen“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.”

Da ostdeutsche Ministerpräsidenten, im Gegensatz zu ihren westlichen Kollegen, den Terminus „Regime“ in Bezug auf Russland eigentlich nie öffentlich benutzen (zumindest bis 2022), fragte ich damals aus journalistischer Neugierde direkt beim Regierungssprecher von Sachsen-Anhalt, Dr. Matthias Schuppen, nach, ob Herr Haseloff dies wirklich so formuliert hat. Dieser schickte mir umgehend die autorisierten Zitate des Ministerpräsidenten und erklärte: „Von ‚Regime‘ ist darin keine Rede, es heißt dort ‚Verantwortliche‘“. Die dpa änderte dies zwar später, aber wirklich erst nach meiner damaligen Nachfrage beim Pressesprecher und dann bei der dpa.

Man stelle sich das Medienecho und insbesondere die Reaktion der selbsternannten „Faktenchecker“ (deren Rolle ist nochmal ein ganz eigenes Thema, dass den heutigen Rahmen sprengen würde) vor, wenn nicht die dpa, sondern eine nicht-westliche Nachrichtenagentur wie die russische TASS oder die chinesische Xinhua einem deutschen Ministerpräsidenten ein so verfälschtes Zitat in den Mund gelegt hätte.

Vor diesem Hintergrund wirft es natürlich auch ein bezeichnendes Licht, dass ausgerechnet die dpa, die täglich Dutzende Artikel raushaut, davon regelmäßig einige auf fragwürdiger Quellenbasis, mittlerweile eine der größten Faktencheck-Abteilungen in der Bundesrepublik führt und in diesem Zusammenhang auch mit Facebook zusammenarbeitet und dafür entsprechend bis heute entlohnt wird. Zuckerberg hat nämlich interessanterweise nur in den USA die Zusammenarbeit mit den Faktencheckern aufgekündigt, nicht in Europa.

Es ist in diesem Zusammenhang, welch Überraschung, kein einziges Beispiel bekannt, dass dpa-Faktenchecker sich mal einen ihrer eigenen Artikel vorgenommen hätten.

Die rund 170 Gesellschafter der dpa sind übrigens ausschließlich Medienunternehmen wie Verlage und Rundfunkanstalten. Damit sind Gesellschafter und Kunden der Nachrichtenagentur größtenteils identisch. Ein verqueres und meines Wissens weltweit einzigartiges Konstrukt.

Falls es aber doch mal dazu kommt, dass die Grenzen des Sagbaren aus Sicht der Politik- und Wirtschaftseliten übertreten werden, greift der vierte Filter. Chomsky und Herman nennen dies FLAK (in direkter Referenz auf die deutsche Flugabwehrkanone).

Bei Nicht-Gefallen von Berichterstattung wird es laut und hässlich und es wird mit schwerem Geschütz geschossen. Es folgen Anrufe, Drohungen – Anzeigen nicht mehr zu schalten bis hin zur Absetzung oder nicht Verlängerung von Arbeitsverträgen. Ein eklatantes Beispiel ist etwa die Nicht-Verlängerung des Arbeitsvertrages des der CDU politisch nicht genehmen ZDF-Chefredakteurs und ehemaligen Weltspiegel-Moderators Nikolaus Brender 2009. Soviel übrigens auch zur proklamierten „Staatsferne“ des ZDF-Verwaltungsrats, in dem sich die Unionsparteien damals tatsächlich mit ihrer Forderung durchsetzen konnten, den ihnen zu „links“ agierenden Brender abzusetzen.

Unter „Flak“ fallen aber auch subtilere Einflussmaßnahmen, wie etwa die vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall initiierte und finanzierte „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“. Sie flankierte die mediale Durchsetzung der Agenda 2010. Und dies sehr erfolgreich. Im Ansatz zunächst kritische Berichterstattung zu Hartz IV, etwa im Spiegel, verschwand nach Interventionen der Initiative recht schnell, unter anderem in dem es gelang, Begriffe wie „Reform“ oder „Eigenverantwortung“ in den medialen Diskurs im Sinne der Unternehmerverbände einzuführen. Damit änderte sich nachweislich das massenmediale Urteil zur damaligen rot-grünen Agendapolitik.

Eine kleine aber vielsagende Anekdote wie diese „Flak“ auch aussehen kann, kann ich aus der Bundespressekonferenz beisteuern. Ein deutscher Mitarbeiter einer ausländischen Nachrichtenagentur saß lange Zeit hinter mir in der BPK und wir kamen dann irgendwann ins Gespräch und ich fragte ihn, wieso er zwar in der BPK sitzt sich aber seit Wochen nie zu Wort meldet.

Seine Antwort: Er hätte zu Beginn seiner Präsenz in der BPK eine Frage zu Julian Assange gestellt. Am nächsten Tag habe ihn der Chefredakteur in sein Büro rufen lassen. Die japanische Botschaft hätte sich bei ihm gemeldet und erklärt, dass Auswärtige Amt hätte sich über die Frage in der BPK beschwert und zu verstehen gegeben, dass es besser wäre, dieses Thema nicht zu thematisieren. Der Chefredakteur nannte das „Info-Loop“ (Agentur war „Jiji Press“) und erklärte ihm, dass dies durchaus üblich sei bei sensiblen Themen im „Gastland“. Seitdem saß der noch recht junge Journalist nur noch eingeschüchtert und schweigsam in der BPK. Er verließ dann nach einigen Monaten die BPK und die Agentur – weil sein Vertrag nicht verlängert wurde.

Abschließend führt Chomsky als fünften Filter „Herrschende Ideologie als Kontrollmechanismus“ im Sinne eines Feindbildaufbaus ein. Im Falle der USA der 1980er Jahre nennt Chomsky den Antikommunismus als wirkmächtigsten ideologischen Kit. Sie können jetzt einwenden, dass Antikommunismus heute nicht mehr so wirkmächtig ist wie noch in den 1980er Jahren. Damit haben Sie wohl recht. Aber lassen Sie mich aus der Einführung Chomskys zum fünften Filter zitieren:

„Wenn der Triumph des Kommunismus das schlimmste vorstellbare Ergebnis ist, wird die Unterstützung des Faschismus im Ausland als kleineres Übel gerechtfertigt. Die Ablehnung von Sozialdemokraten, die zu nachgiebig gegenüber den Kommunisten sind und ihnen “in die Hände spielen”, wird mit ähnlichen Begriffen rationalisiert. Die Liberalen im eigenen Land, die oft beschuldigt werden, prokommunistisch oder unzureichend antikommunistisch zu sein, sind ständig in der Defensive in einem kulturellen Milieu, in dem der Antikommunismus die vorherrschende Religion ist.“

Ersetzen Sie einfach „Kommunismus“ durch „Russland“ oder „Kreml“ und die Analyse von Chomsky ist plötzlich wieder hochaktuell und genau so als Filterelement auch auf Deutschland anwendbar. Man denke nur an den medialen Umgang mit Precht, Krone-Schmalz, dem langjährigen SPD-Fraktionsvorsitzenden Rolf Mützenich oder Ulrike Guérot.

Der Vorteil des Propagandamodells von Chomsky und Herman liegt meiner Ansicht nach vor allem darin begründet, dass es, im Gegensatz zu den in Deutschland prominenten Erklärungsansätzen, den Fokus vor allem auf die ökonomischen Bedingungen der massenmedialen Produktion von „Informationen“ und deren Manipulationen legt. Die Frage nach den Besitzverhältnissen der Medien fehlt zum Beispiel im Buch von Precht und Welzer komplett. Ich glaube, auch aus eigenem Erleben, dass materialistische Aspekte eher als Erklärungsmuster für den Zustand der deutschen Medienlandschaft dienen als moralisch oder psychologisch argumentierende Ansätze.

Vor über hundert Jahren, im Jahr 1913 erklärte Léon Jouhaux, legendärer Generalsekretär der sozialistischen Gewerkschaft CGT nach einer Schmutzkampagne aller Pariser Tageszeitungen gegen die linke französische Gewerkschaft wegen der Organisation einer umfassenden Streikbewegung:

« Que signifie une presse libre, si elle demeure aux mains des dominants? »

„Was bedeutet eine freie Presse, wenn sie in den Händen der Herrschenden bleibt?“

Genau diese Frage können und müssen wir uns heute noch genauso stellen.

(Auszug von RSS-Feed)

Islamismus vs. Islam – Über Macht, Glaube und die Verantwortung des Gewissens

14. Dezember 2025 um 11:00

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Radikale Prediger und Influencer mobilisieren vor allem online eine beachtliche Anhängerschaft, besonders unter Jugendlichen. Obwohl diese islamistischen Extremisten nur einen kleinen Bruchteil der etwa 5,5 Millionen hiesigen Muslime ausmachen, prägen ihre Taten und Parolen das öffentliche Islambild unverhältnismäßig stark. Von Detlef Koch.

Laute Rufe nach einem „Kalifat“ hallen auf deutschen Straßen, während anderswo muslimische Schüler und Schülerinnen sich unvermittelt dafür rechtfertigen müssen, keine Sympathisantinnen von Terroristen zu sein[1]. Diese gleichzeitigen Realitäten markieren das Spannungsfeld zwischen Islamismus und Islam in unserer Gesellschaft.

Erst Anfang dieses Monats hat das Bundesinnenministerium die islamistische Gruppe „Muslim Interaktiv“ verboten – ein drastischer Schritt, der verdeutlicht, wie ernst die Gefahr islamistischer Radikalisierung hierzulande genommen werden muss. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt fand dazu deutliche Worte:

„Wer auf unseren Straßen aggressiv das Kalifat fordert, in unerträglicher Weise gegen den Staat Israel und Juden hetzt und die Rechte von Frauen und Minderheiten verachtet, dem begegnen wir mit aller rechtsstaatlichen Härte. Wir lassen nicht zu, dass Organisationen wie „Muslim Interaktiv“ mit ihrem Hass unsere freie Gesellschaft zersetzen, unsere Demokratie verachten und unser Land von innen heraus angreifen.“[2]

Mit solchen Worten unterstreicht die Regierung, dass sie islamistischen Umtrieben entschlossen entgegentreten will. Tatsächlich mobilisieren radikale Prediger und Influencer längst vor allem online eine beachtliche Anhängerschaft, besonders unter Jugendlichen. Das islamistische Personenpotenzial[3] umfasst in Deutschland über alle islamistischen Strömungen hinweg mittlerweile rund 28.280 Personen. Obwohl diese Extremisten nur einen kleinen Bruchteil der etwa 5,5 Millionen hiesigen Muslime ausmachen, prägen ihre Taten und Parolen das öffentliche Islambild unverhältnismäßig stark.

Gleichzeitig wächst jedoch die Gefahr einer pauschalen Stigmatisierung von Muslimen. Laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2023 empfindet 52 Prozent der Bevölkerung[4] den Islam als bedrohlich. Zugleich haben islamfeindliche Straftaten 2023 dramatisch zugenommen: Die Polizei registrierte 1.464 Delikte, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr[5]. Nach der barbarischen Widerstandsaktion der Hamas auf israelische Zivilisten im Oktober 2023 schnellte die Zahl solcher Übergriffe in die Höhe, und vielerorts fühlten sich muslimische Bürger und Bürgerinnen plötzlich unter Generalverdacht. Selbst der Bundespräsident und andere führende Politiker forderten Muslime damals öffentlich auf, sich vom Hamas-Terror zu distanzieren – ein Appell, den viele gläubige Bürger und Bürgerinnen als Misstrauensvotum empfanden.

Vor diesem Hintergrund ist die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus nicht bloß eine semantische Feinheit, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Ein aufgeklärter, differenzierter Blick muss Machtstreben und Extremismus im Gewand der Religion klar benennen – ohne dabei eine ganze Glaubensgemeinschaft unter Generalverdacht zu stellen. Anders ausgedrückt: Der Islam als Glaube verdient Schutz und Respekt als Teil unserer pluralistischen Gesellschaft, während Islamismus als politische Ideologie der Ungleichheit und Unfreiheit entschlossen bekämpft werden muss. Islamismus darf nicht einmal als Religion wahrgenommen werden, sondern muss als Ideologie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit begriffen werden. Nur eine solche begriffliche wie politische Trennung wird dem Gebot der Stunde gerecht – diese Differenzierung sind wir unserem Gewissen schuldig.

Die verführte Jugend: Psychologie der Rekrutierung

„Jugendliche radikalisieren sich selten aus Fanatismus – meist aus Sehnsucht.“ Dieser Satz bringt auf den Punkt, was Studien zeigen: Junge Menschen geraten nicht aus blindem Eifer, sondern aus Sehnsucht nach Identität, Anerkennung und Zugehörigkeit in extreme Milieus[6]. Oft stehen Orientierungslosigkeit, Frustration und das Gefühl, keinen Platz in der Gesellschaft zu haben, am Anfang. Ausgrenzungserfahrungen oder antimuslimischer Rassismus können eine Leere hinterlassen, die nach Sinn und Gemeinschaft verlangt[7].

Genau an diesem Punkt setzen islamistische Anwerber an. Gruppierungen wie Realität Islam, Generation Islam oder Muslim Interaktiv präsentieren sich als Antwort auf die innere Zerrissenheit muslimischer, aber auch noch nicht-muslimischer Jugendlicher. Sie stilisieren Muslime zu Opfern einer feindlichen Umwelt und liefern einfache Schuldige. So heißt es etwa: „Du bist nicht integriert, du bist assimiliert.“ Integration in die „ungläubige“ Gesellschaft gilt als Sünde und Schwäche, Gehorsam gegenüber der eigenen Gemeinschaft als Stärke. Der Islamismus dient hier als Allzweckantwort: Schwarz-weiße Moralkonzepte ersetzen die universelle Ethik menschlicher Werte wie Wahrheit, Rechtschaffenheit, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit. Männliche Selbstermächtigung kanalisiert ohnmächtige Wut. Es entsteht eine enge „Bruderschaft“ mit eigenen Symbolen und Schlagworten, die Jugendlichen das Gefühl gibt, dazuzugehören. „Kalifat ist die Lösung“ lautet folgerichtig ein Motto – die Schaffung eines Kalifats wird als Heilmittel aller Missstände verkauft, als weltweiter Schutzschild für Muslime[8].

Diese Dynamik wird durch soziale Medien rasant beschleunigt. Auf TikTok, Instagram oder Telegram finden sich Jugendliche schnell in Echokammern, die Empörung und Rachefantasien anstacheln.

Hier ein Auszug aus einem Chatprotokoll eines 18-jährigen jungen Mannes (Rechtschreibung überarbeitet):

Der Islam ist politisch!! 90 Prozent. Und der Islam wird siegen, ob du willst oder nicht.

Und wir werden ein Kalifat bekommen, wo wir Da`wah[9] in die Länder bringen und auch nach Deutschland. Wir werden auf Pferden angeritten kommen!!! Mit der Flagge des Propheten Mohammed (saw). Es ist schon vorbestimmt. Die Schicksalsfrage ist nur, wann wir siegen werden und wieder zur Scharia zurückkehren werden. Die Dreckskufar[10] werden keine Macht haben. Und sie werden alle inschāʾallāh Muslime. Wenn wir Macht haben, ist erstmal Schicht im Schacht für diese ganzen Kindermörder, die unseren Geschwistern Leid antun. [Namhafter deutscher Politiker] der elendige Kafir (Ungläubige). Er wird so brennen. Und die ganzen anderen Verräter auch. Und wenn wir hier die Macht haben, wird jede Frau ein Kopftuch tragen und nach islamischen gesetzten regiert werden. Und es wird sehr bald sein.“

Die Köpfe von Generation Islam & Co. beherrschen das perfekt: Mit professionellen Videos und drastischen Bildern inszenieren sie Empörung als Lifestyle. Selbst ernannte Prediger agieren als „Hatefluencer“, sprechen Jugendsprache und wissen genau, wie man aus Sehnsucht Abhängigkeit formt[11]. Auch die Anhängerschaft zieht performativ mit: Man posiert mit dem Tauhīd-Finger[12] und stilisiert sich als furchtloser „Gotteskrieger“. Wer virtuos Wut gegen „die Lügner“ inszeniert, erntet digitale Anerkennung und steigt im Rang. So entsteht eine Eigendynamik, in der Zweifel unterdrückt werden – ausgesiebt von Gleichgesinnten und verstärkt durch Algorithmen.

Islamistische Akteure knüpfen an reale Ohnmachtsgefühle an. Sie nutzen Diskriminierung, internationale Konflikte oder Gewalttaten als Brennstoff für das Narrativ eines angeblichen „Kriegs gegen den Islam“. Im abgeschotteten Resonanzraum wächst der Groll – und mit ihm die Bereitschaft, extreme „Lösungen“ zu akzeptieren. Solche Parolen zeigen, wie aus gekränkter Sehnsucht ein aggressiver Absolutheitsanspruch wird.

Wichtig bleibt, zwischen friedlichem Islam und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in religiösen Gewändern zu unterscheiden. Umso dringlicher ist Aufklärung, welche die psychologischen Mechanismen offenlegt. Die Sehnsucht nach Sinn und Gemeinschaft darf nicht den falschen Propheten überlassen werden.

Hizb-ut-Tahrir (HuT): Totalitäre Logik und Feindbilder des Islamismus

Hizb-ut-Tahrir verkörpert exemplarisch das totalitäre Weltbild des Islamismus und bildet die ideologische Grundlage für Muslim Interaktiv, Realität Islam und Generation Islam. Die pan-islamistische Organisation propagiert einen Gottesstaat in Form eines globalen Kalifats und lehnt die Demokratie radikal ab. Souverän ist für HuT nicht das Volk, sondern das, was sie für Gott halten, allein – Volkssouveränität gilt als Unglaube (Kufr). Folglich kennt HuTs Ideologie keinen Pluralismus: Politische Opposition oder Meinungsvielfalt sind nicht vorgesehen. Alle Lebensbereiche – von Politik über Gesellschaft bis Moral – sollen der religiösen Doktrin unterworfen werden. Zweifel oder abweichende Meinungen werden als Auflehnung gegen Gott diffamiert, weltliche Freiräume systematisch negiert. Die gesamte Welt wird als bipolares Lagerdenken entworfen – hier die Gläubigen, dort die „Ungläubigen“ –, ohne Raum für Neutralität oder Grautöne. Kompromisse werden so per Dogma systematisch verunmöglicht.

Islamismus als politische Sakralisierung der Feindschaft

Tatsächlich entwirft HuT ein ganzes Panorama von Feindbildern. Der Westen und die gesamte Sphäre des „Unglaubens“ (dār al-kufr) erscheinen als metaphysischer Gegenpol zum Islam. In HuT-Schriften wird der Westen pauschal als moralisch verdorbener Aggressor beschrieben: „Der Westen, dem der Islam und die Muslime aufs Äußerste verhasst sind, attackiere den Islam […] indem er Lügen über den Islam verbreite“. Auch wenn dieser Vorwurf in Teilen der Wahrheit entspricht, gestaltet sich die Beziehung komplexer als dargestellt. Politische Errungenschaften wie Säkularismus, Liberalismus oder Gleichberechtigung gelten HuT als dekadente Verfallserscheinungen. Diese Dämonisierung externalisiert alle Missstände: Kolonialismus und „kufr“-Ideologien hätten die islamische Welt gespalten und geschwächt. Zu diesem externen Feindbild tritt ein verschwörungsgeladener Antisemitismus. So unterstellt HuT Juden (und auch Christen) pauschal, sie seien unverbesserliche „Ungläubige“, die im Bündnis darauf hinarbeiteten, den Islam zu zerstören. Kontakt mit ihnen solle man möglichst meiden – eine klare Dämonisierung ganzer Religionsgemeinschaften.

Auch gegen Andersdenkende in den eigenen Reihen verfährt HuT verbal aggressiv. Muslimische Befürworter von Demokratie oder säkulare Regierungen werden als „Heuchler“ und Verräter diffamiert. Sie gehören in HuTs Schwarz-Weiß-Denken zum Lager des ṭāġūt (der „Götzenherrschaft“) und stehen somit jenseits der Gemeinschaft der „wahren“ Muslime. Diese Logik rechtfertigt, dass loyale HuT-Anhänger allein als vollwertig gelten, während Abweichler nur maximal geduldet, aber nie als gleichberechtigt akzeptiert würden. Schließlich richtet sich HuTs Feindschaft auch gegen Frauenrechte. Im angestrebten Kalifat sind Frauen dem Mann untergeordnet und ihres autonomen öffentlichen Lebens beraubt. HuT propagiert ein streng patriarchales Rollenmodell: Frauen sollen primär Ehefrau und Mutter sein; Führungspositionen oder selbstbestimmte Bewegungsfreiheit werden ihnen abgesprochen. Eine HuT-Schrift schreibt etwa vor, die Ehefrau dürfe das Haus nicht ohne Erlaubnis ihres Mannes verlassen – tue sie es doch, gelte sie als „aufsässig“ nāšiz und verliere ihren Unterhaltsanspruch. Solche Aussagen entmenschlichen Frauen zu Objekten männlicher Kontrolle. Insgesamt werden alle fremd definierten Gruppen – Nichtmuslime, Juden, „Ungläubige“ allgemein, säkulare Muslime, emanzipierte Frauen – von HuT abgewertet, dämonisiert und als Feinde konstruiert. Diese extreme Menschenfeindlichkeit im HuT’schen Weltbild spiegelt exakt das von Wilhelm Heitmeyer beschriebene Syndrom: Ganze Kollektive von „Anderen“ werden als minderwertig oder gefährlich markiert, um die eigene Überlegenheitsidee zu befeuern.

Gleichzeitig erhebt HuT den eigenen Herrschaftsanspruch in den Rang einer heiligen Mission. Der Kampf für das Kalifat wird als göttlicher Auftrag verklärt, als Heilsdrama, in dem HuT als avantgardistische Retterin der muslimischen Welt auftritt. Jede politische Zielsetzung – von der Einführung der Scharia bis zur „Befreiung“ Jerusalems – wird moralisch überhöht und mit quasi-eschatologischer Rhetorik aufgeladen. HuT inszeniert sich als Werkzeug des göttlichen Plans, der die Umma von Ungerechtigkeit und westlicher Demütigung erlösen werde. In dieser Selbstsakralisierung liegt eine gefährliche Dynamik: Wer HuTs Machtanspruch widerspricht, gilt als Feind Gottes. Die eigene Herrschaftsideologie wird gegen Kritik immunisiert, da jede Opposition als blasphemisch oder verräterisch stigmatisiert wird. So wird der Führungsanspruch der Partei moralisch absolut gesetzt – Herrschaft wird sakral, und Gewalt erscheint (zumindest perspektivisch) gerechtfertigt, solange sie „Gottes Sache“ dient. Der ideologische Lohn ist totale Legitimation: HuT präsentiert das angestrebte Regime als einzig wahre gerechte Ordnung, die über allem Zweifel steht.

In Summe offenbart HuTs Ideologie die Mechanismen eines totalitären Weltbilds, das feindselige Abgrenzung mit religiöser Überschätzung der eigenen Macht verbindet. Damit widerspricht HuT fundamental den Werten sowohl einer offenen Gesellschaft als auch der islamischen Ethik. Zentralen islamischen Prinzipien wie Barmherzigkeit (raḥma), Gerechtigkeit (ʿadl), Würde (karāma) und Geschwisterlichkeit (ukhuwwa) setzt HuT ein gnadenloses Freund-Feind-Denken entgegen. Während der Koran die angeborene Würde jedes Menschen betont (vgl. Qur’ān 17:70) und kein Zwang in der Religion fordert, predigt HuT Ungleichwertigkeit und Zwangsherrschaft. Wo der Prophet Milde und Nachsicht übte, kennt HuT nur Härte und Konformität. Diese Diskrepanz zeigt: Islamismus à la HuT ist nicht Ausdruck religiöser Frömmigkeit, sondern die politische Pervertierung religiöser Begriffe – eine sakralisierte Feindschaftsideologie, die Humanität sowohl im säkularen als auch im religiösen Sinne negiert.

Das Leiden der Muslime: Von der unheilvollen Gleichsetzung

Islamistische Ideologien wie die der Hizb-ut-Tahrir zerstören die innerislamische Pluralität und treffen zunächst die Muslime selbst. Unter dem totalitären Deutungsanspruch selbsternannter Kalifatsvorkämpfer bleibt kein Raum für abweichende Stimmen: Sufismus, liberale Theologie, unkonventionelle Geschlechterrollen oder individuelle Spiritualität gelten ihnen als Irrwege. In Deutschland haben HuT-nahe Netzwerke wie „Muslim Interaktiv“ und „Generation Islam“ Andersdenkende als „Feinde des Islam“ gebrandmarkt und so eine Atmosphäre der Einschüchterung geschaffen. Auch die bekannte liberale Muslimin Seyran Ateş geriet dadurch ins Visier – sie steht inzwischen unter dauerhaftem Polizeischutz[13].

Diese Hetze erzeugt auch innerhalb der muslimischen Gemeinschaft enormen Druck: Wer sich dem Kollektivismus der Islamisten verweigert, muss mit sozialer Ächtung, Shaming-Kampagnen oder Boykott rechnen. Kritiker werden verleumdet oder sogar zu „Abtrünnigen“ erklärt (Takfīr).

Doch verkennen die Islamisten damit gerade die spirituelle Tiefe des Islams. Schon der klassische Gelehrte Abū Ḥāmid al-Ġhazālī (gest. 1111) betonte die Läuterung des Herzens und Tugenden wie Geduld, Liebe und Barmherzigkeit als Kern wahren Glaubens[14]. Nichts davon findet sich im erbarmungslosen Dogmatismus der Islamisten. Stattdessen propagieren sie ein Weltbild, in dem blindes Normbefolgen über Empathie und Gewissen gestellt wird. Echte Muslime, die Gottes Barmherzigkeit oder die Vielfalt muslimischer Lebenswege betonen, gelten ihnen als gefährliche Störenfriede.

Exemplarisch für den inneren Vernichtungswillen der Extremisten steht der Hass, den fundamentalistische Kreise selbst auf Ex-Muslime projizieren: Als der säkulare Aktivist Amed Sherwan ein Symbolbild für queere Muslime veröffentlichte, erhielt er tausendfache Morddrohungen von Islamisten[15].

Im Ergebnis wirkt Islamismus zunächst gegen die Muslime selbst – gegen jene nämlich, die sich dem absoluten Deutungsanspruch dieser Ideologie nicht unterwerfen. Indem islamistische Akteure innerislamische Dissidenz unterdrücken, verraten sie die barmherzige Botschaft des Islam und verursachen Leid und Angst in den Gemeinden, die sie vorgeblich „schützen“ wollen.

Spiritualität statt Ideologie

Die drei semitischen Religionen teilen einen gemeinsamen ethischen Kern. Schon die Tora verkündet die unveräußerliche Würde jedes Menschen als Abbild Gottes[16] (Gen 1,27), und der Koran erklärt, Gott habe den Kindern Adams Würde verliehen[17] (Koran 17:70). Zentral ist auch das Liebes- und Gerechtigkeitsgebot: Im Evangelium heißt es „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Matthäus 22,39); der Koran mahnt: „Gewiss, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Christen und die Ṣābier – wer immer an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt –, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll sie überkommen, noch werden sie traurig sein.“ (vgl. Koran 2:62). Diese Botschaften zeigen: Die Würde, Mitmenschlichkeit und Akzeptanz anderer Religionen bilden das Fundament von Judentum, Christentum und Islam. Sie basieren auf dem Glauben an den Einen Gott, der als Ursprung der Einheit aller Menschen verstanden wird – nicht als Quelle ihrer Spaltung.

Wo die spirituelle Tradition des Islam auf innere Läuterung setzt, verengt der Islamismus den Glauben zu einer Ideologie des äußeren Feindes. So bedeutet iḥsān – Exzellenz des Charakters – im Islam, Gutes zu tun, gerade auch, wenn niemand zuschaut, und Frieden zu suchen statt Konfrontation. Dieser innere Weg der Verfeinerung des Herzens steht im krassen Gegensatz zum Feinddenken ideologischer Extremisten. Islamisten definieren den ǧihād nur noch als bewaffneten Kampf und erklären jede spirituelle oder gewaltfreie Deutung des Wortes für irrelevant. Hier die Rechtgläubigen, dort die „Ungläubigen“. Begriffe wie kufr (Unglauben), ṭāġūt (verwerfliche Tyrannei) oder nifāq (Heuchelei) dominieren dort die Rhetorik – ideologische Kampfbegriffe, die wichtiger genommen werden als Barmherzigkeit und Geduld.

Die theologische Gegenposition zu dieser Verengung betont die Verantwortung des Gewissens und die spirituelle Vertiefung. Große islamische Denker wie Abū Ḥāmid al-Ġhazālī (1058–1111) haben gelehrt, dass der wahre Kampf im Inneren stattfindet: Es gehe darum, das Herz von schlechten Neigungen zu reinigen und Charakter und Verstand zu veredeln. Al-Ġhazālī betonte, die höchste Wahrheit sei „nur durch die Erleuchtung des Herzens“ zu erreichen – nicht durch äußere Machteroberung. In diesem Licht wird deutlich: Wo authentischer Glaube den Menschen zur Selbstprüfung, Demut und moralischen Exzellenz anhält, verhärtet der Islamismus die Religion zu einem Machtinstrument. Die spirituelle Dimension des Islam – wie auch des Judentums und Christentums – fordert den Gläubigen auf, zuerst sich selbst zu überwinden und das Gemeinsame im Anderen zu erkennen. Der wahre Muslim sucht die Einheit in der Vielfalt und stellt die Verantwortung des Gewissens über blinden Gehorsam.

Appell an Juden, Christen & Muslime: Extremisten keinen Raum geben

Zu lange wurde aus Sorge geschwiegen – jetzt ist Handeln gefragt. Wenn Extremisten den Glauben als Waffe instrumentalisieren, dürfen die Gläubigen der drei Religionen nicht länger schweigen. Sie müssen klarstellen: Kein Fanatiker darf sich auf den Glauben berufen. Glaube ist keine Kampfparole, sondern ein ethischer Auftrag zur Nächstenliebe – diesen Kern gilt es zu verteidigen.

Die religiösen Gemeinden sind gefordert: In Moscheen, Kirchen und Synagogen muss Hass und Extremismus klar widersprochen werden – beides verrät die eigenen Glaubensgrundsätze und die Werte unserer Demokratie. Wenn die radikalen Ränder laut werden, darf die Mitte der Gläubigen nicht schweigen.

Interreligiöse Initiativen zeigen, wie Begegnung Vorurteile abbaut. Die Abrahamischen Teams etwa bringen mit Formaten wie „3 Religionen – 1 Thema“ Vertreter der drei Religionen in den Dialog[18]. Kreative Aktionen – ob interreligiöse Marathon-Staffeln oder Friedensgebete – führen vor Augen, dass Einheit in Vielfalt möglich ist. So öffnet etwa die Osmanische Herberge[19] in der Eifel, ein Sufi-Zentrum, ihre Türen für Menschen aller Religionen.

Nicht zuletzt muss die öffentliche Hand aktiv werden. Staat und Bildungswesen sollten interreligiöse Projekte stärker fördern – finanziell und im Lehrplan. Angebote wie die Abrahamischen Teams gehören fest in Schulen verankert.

All das eint eine Botschaft: Religiöse Menschen tragen gemeinsam Verantwortung, Extremisten keinen Raum zu geben. Sie müssen vereint für die Würde jedes Menschen einstehen und unmissverständlich klarmachen: Religion darf nie wieder als Deckmantel für Hass missbraucht werden. Es ist Zeit, Flagge zu zeigen – für Toleranz, Freiheit und Frieden.

Darin zeigt sich letztlich: Nicht der Glaube bedroht die Freiheit – sondern der Verlust des Gewissens.

Titelbild: wing-wing/shutterstock.com


[«1] Mediendienst

[«2] Bundesministerium des Innern (BMI)

[«3] Das islamistische Personenpotenzial setzt sich aus den Mitglieder- und Anhängerzahlen der einzelnen Beobachtungsobjekte des BfV im Phänomenbereich „Islamismus / islamistischer Terrorismus“ zusammen. Insgesamt ergibt sich für das Jahr 2024 aus den ausreichend gesicherten Zahlenangaben ein Islamismuspotenzial von 28.280 Personen.

[«4] Bertelsmann Religionsmonitor

[«5] BMI Politisch motivierte Kriminalität 2023

[«6] Clark McCauley und Sophia Moskalenko, „Mechanismen der Radikalisierung von Individuen und Gruppen“, Bürger & Staat 61, Nr. 4 (2011): 219–224. Siehe auch Fathali M. Moghaddam, „The Staircase to Terrorism: A Psychological Exploration“, American Psychologist 60, Nr. 2 (2005): 161–169.

[«7] Wilhelm Heitmeyer, Desintegration und Gewalt: Radikalisierung und Terror (Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2018), 33–41. Heitmeyer beschreibt soziale Ausgrenzung und Anerkennungsverlust als Nährboden für orientierungslose, wütende Jugendliche.

[«8] Bundesamt für Verfassungsschutz, Verfassungsschutzbericht 2024 (Berlin: BMI, 2025), 226. Hier werden Narrative von „Wertediktatur“ und Kalifat als „Lösung“ der HuT-nahen Gruppen Generation Islam, Muslim Interaktiv u.a. beschrieben.

[«9] Aufruf zum Islam

[«10] Kufar = Ungläubige/Leugner (Mehrzahl)

[«11] Ansar Ahmad Arshad, „Radikalisierung: Wenn Jugendliche im Namen des Glaubens verloren gehen“, Revue der Religionen, 27. Oktober 2025. Der Autor – ein Imam – warnt vor „Hassfluencern“, die jugendliche Unsicherheit instrumentalisieren (Zitat: „wissen, wie man aus Sehnsucht Abhängigkeit formt“).

[«12] Der erhobene Zeigefinger ist eine Schwurgeste beim Sprechen der Shahada (islamisches Glaubensbekenntnis).

[«13] Susanne Schröter, „Verbot von ‘Muslim interaktiv’ – Die Vorkämpfer des Kalifats“, Cicero Online, 5. November 2025.

[«14] Mouhanad Khorchide, „Ende der Bevormundung“, in: Die Politische Meinung, 13. April 2015.

[«15] Florian Chefai, „Morddrohungen gegen Ex-Muslim“, Humanistischer Pressedienst (hpd.de), 30. Dezember 2020.

[«16] Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

[«17] Und Wir haben ja die Kinder Ādams geehrt; Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und sie von den guten Dingen versorgt, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir erschaffen haben, eindeutig bevorzugt.

[«18] Abrahamische Teams und Interreligiöser Dialog

[«19] Osmanische Herberge

(Auszug von RSS-Feed)

Statt Impfen jetzt „Moderne Kriege“ – ÖRR: Soldatsein heißt töten

07. Oktober 2025 um 11:56

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Die Deutschen werden nach und nach auf Krieg vorbereitet – nun wird eine Show des ÖRR dafür genutzt um Deutschland kriegstüchtig zu machen. Es soll um Diskussion und Debatten bei „Die 100 mit Ingo Zamperoni“ gehen. Auf der Website heißt es: „Einander zuhören|andere Einstellungen kennenlernen|eigene Sichtweisen überdenken“.

Soldat sein heißt auch in letzter Konsequenz man muss töten können.

Anna, Moderatorin

Gestern war es dann mal wieder soweit, die Sendung wurde für das Einstimmen auf Krieg in Deutschland genutzt. Die große Frage: braucht Deutschland eine Wehrpflicht? Das gut gecastete Publikum stimmt bei der ersten Frage mit 74 Stimmen für ja und 22 mit nein, ein paar der Menschen befinden sich in der Mitte und wollen sich laut Zamperoni erstmal Argumente anhören.

Joshua Kraski ist Student und CDU Mitglied, 23 Jahre alt, verteidigt die Wehrpflicht und sieht auf den ersten Blick nicht so aus, als würde er einem Sturm in seinem durchgestilten Outfit trotzen. Er spricht an, dass die Wehrpflicht nicht damit gleichzusetzen ist, was Netanjahu und Putin machen. Für ihn geht es um das Grundgesetz, die Freiheit und Menschenrechte zu verteidigen – ob er bei den Grundrechtseinschränkungen bei Corona auch so aktiv war und wirklich versteht was Krieg bedeutet, wenn er denkt im CDU-geführten Krieg würde es anders ablaufen als in bisherigen Kriegen? Als „Hanebüchen“ tut er die Argumentation von Jan Wagner, Schüler, 18 Jahre ab. Der ist nämlich gegen eine Wehrpflicht.

Moderner Krieg und das gecastete Publikum der ÖRR

Hören Sie das, hören Sie das Surren das ist der Sound des modernen Kriegs. So hört sich moderner Krieg an, so hört es sich an, wenn man unterwegs ist in der Ukraine auf dem Weg Richtung Front. Und zu den Drohnen, die da fliegen, gibt es auch die entsprechenden modernen Kriegsbilder. Drohnen, die über feindlichen Truppen schweben, die auskundschaften und es kann immer sein, dass eine tödliche Ladung sich absetzt, eine Granate, eine Bombe. Moderner Krieg.

Anna, Moderatorin

Direkt am Anfang nach 10 Minuten, nach der ersten Diskussion, wird die Gruppe auf Krieg eingestimmt. Das Studio wird verdunkelt, eine Drohne fliegt durchs Studio und Anna, eine der ÖRR-Moderatorinnen, gibt ihr Bestes. Die Menschen stehen verängstigt auf ihrem Feld „Ja zur Wehrpflicht“. Eine Dame schüttelt den Kopf und die Dame – schon etwas älter – welche sich für die Wehrpflicht sowohl bei Jungen als auch Frauen aussprach, beobachtet die Drohne im Studio.

Und gucken sie mal, es fühlt sich schon gruselig an von so einer Drohne ins Visier genommen zu werden.

Anna, Moderatorin

Es erinnert an die Bilder und Videos aus Bergamo, die uns die Medien zeigten – im Nachgang stellte sich heraus, diese Bilder entstanden nur, aufgrund einer gesetzlichen Bestimmung. Menschen, die mit einem positiven Test gestorben sind durften nur noch verbrannt werden – was zur Überlastung der Krematorien führte. Prof. Stefan Homburg greift das aktuell auch in einem Video auf.

Im Hintergrund wird ein Slogan eingeblendet „High-Tech ist entscheidender als Wehrpflichtige” und irgendwie erinnert das an das Credo „die Impfung sei wichtiger als ein starkes Immunsystem“. Laut einer Aussenkorrespondentin, die mit dem Nachtzug von der Front mal eben ins Studio gefahren ist, wird mit der günstigen Technik Jagd auf einzelne Menschen gemacht.

Aber so wirklich konkret kann sie zum Drohneneinsatz nicht werden, aber die betroffenen Gesichter der im Durchschnitt sehr alt gecasteten Leute, die hier hochkomplexe Fragen beantworten sollen sprechen Bände: von der Materie haben sie sowieso keine Ahnung und so ist es auch egal was die Dame erzählt und wie glaubwürdig ihre Geschichten sind.

ÖRR predigt die neue Art von Krieg

Wenn sie und ihr Team Drohnen hören, dann haben sie schon ein Problem und konkret kann sie nur von einem Vorfall mit einer Aufklärungsdrohne berichten. Ein ukrainischer Soldat berichtet, dass er nur noch Richtung Himmel schaut, weil der Krieg sich nun so verändert habe.

Andauernd ist die Rede von einer neuen Art von Krieg – sozusagen die Werbetrommel dafür, dass sich niemand mehr die Hände schmutzig machen muss, man fliegt jetzt Drohnen. Das glauben vermutlich auch einige von den gecasteten Gästen. Selenskyi wird eingeblendet und berichtet, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis Drohnen gegen Drohnen kämpfen würden, die Infrastruktur ins Visier nehmen und Menschen angreifen.

Natürlich darf die Veranschaulichung zu den Verhältnissen der Soldaten auf russischer und deutscher Seite nicht fehlen, allerdings fragt man sich, wozu es dann die Nato gibt?

Die Sendung stand bereits in der Kritik, nämlich vor der Wahl in Brandenburg letztes Jahr. Die NZZ greift dies auf, ein Michael Schleiermacher wechselt zum Ende der Sendung seine Meinung bezüglich AfD – ein Applaus für die wertvolle Arbeit des ÖRR. Als Beruf wird Bürokaufmann eingeblendet, dabei arbeitet er auch als Laienschauspieler.

Schon die Ausgangsfrage der ARD-Sendung «Die 100» mag in manchen Ohren tendenziös klingen. Sie lautete: «Ist die AfD eigentlich ein Problem für die Demokratie?» Die eingeladenen hundert Gäste sollten sich zu dieser Frage «verhalten», sagte der Moderator Ingo Zamperoni zum Einstieg. […]

Der Moderator Zamperoni sprach am Ende der Sendung mit drei von ihnen. […]

Den Schlussakkord der Sendung setzte Michael Schleiermacher, 54 Jahre, Bürokaufmann aus Kaiserslautern. Er erklärte seinen Sinneswandel so: «Die AfD ist ein Wolf im Schafspelz. Man weiss nicht, was sie vorhat», sagte er. «Durch die Sendung, wenn man alles nachverfolgt, kommt man dann auf andere Gedanken.»

Schnell kamen Zweifel daran auf. Zuschauer fanden heraus, dass Schleiermacher nebenbei als Laienschauspieler arbeitet. Die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel kommentierte auf dem Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter), der öffentlichrechtliche Rundfunk strahle «kurz vor der Wahl in Brandenburg eine Anti-AfD-Sendung aus – inklusive eines Laienschauspielers als angeblicher Ex-AfD-Wähler». Dieser «Skandal» müsse «umgehend aufgeklärt werden».

Tatsächlich verfügt Schleiermacher über ein Profil bei der Komparsen-Agentur «Stagepool». Dort nennt er einige Formate, in denen er in verschiedenen Rollen zu sehen war, zum Beispiel den «Tatort» in der ARD. Spielte er auch in der ARD-Sendung «Die 100» eine vorgegebene Rolle?

Anscheinend waren noch mehr gecastete Statisten in der Sendung, von Schauspieler zu Klimaaktivisten über Parteivertretungen der SPD, die Linke und die Partei, wie Homburg berichtete.

Am Ende darf der gute alte Kopfschüttler nach den Aussagen dieses mutigen jungen Mannes nicht fehlen. Zamperoni unterbricht den jungen Mann ständig und muss betonen, dass jeder seine Meinung sagen kann. Danach werden dann aber alte Herren einblenden, die die Meinung des jungen Mannes belächeln. So geht Meinung heute.

Wir wollen nicht mehr Zeit in diesen Beitrag investieren, weil für uns klar ist, dass jetzt ein Krieg heraufbeschworen wird. Diplomatische Gespräche finden nicht mehr statt und man hat den Eindruck, dass jetzt nach der Pharmaindustrie die Rüstungsindustrie einmal ordentlich Geld verdienen soll. Dass es nicht ums Wohl des eigenen Volkes geht, sollte Corona gezeigt haben und die aktuelle Debatte um die Abschaffung des Pflegegrades 1 verdeutlicht dies noch mehr.

Am Ende der Sendung bleibt die Frage offen: Wird hier wirklich eine objektive Debatte über den modernen Krieg geführt, oder dient die Sendung eher der Kriegspropaganda? Und wie bewerten die Menschen die Verwendung solcher dramatischen Mittel, um die Zuschauer in eine bestimmte Richtung zu lenken? Wir sind gespannt, wie ihr die aktuelle Situation wahrnehmt?

Wer nicht Teil davon sein möchte, der sollte sich unbedingt unseren Beitrag dazu ansehen „Musterschreiben Kriegsdienstverweigerung jetzt verfügbar – warum die Kinder der Politiker niemals in den Krieg müssen!“. Schreibt uns mal in die Kommentare

Quelle

(Auszug von RSS-Feed)

Exklusive Clips zum Fall Ruhs – Zensur beim NDR? Öffentliche Sitzung plötzlich gelöscht!

30. September 2025 um 06:30

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Interessant, wie viele, die einst beim ÖRR gearbeitet haben oder dies noch tun, inzwischen Kritik an diesem äußern. Aber schaut man genauer hin, sind es oft die ehemaligen, die die schon in Rente sind, die sich aus der Deckung wagen, wenn es um Kritik geht. Und genau das ist der Grund, weshalb wir diese Zustände in Deutschland haben.

Der Kern der ARD war einmal ihre Unabhängigkeit. Die hat sie aufgegeben. Und damit ihre Existenzberechtigung aufs Spiel gesetzt.

Thomas Moser
freier Hörfunk-Mitarbeiter verschiedener ARD-Anstalten

Ihr Vorwurf:
Manipulierte Zahlen bei Corona-Demos
Systematische Ausgrenzung kritischer Stimmen
Mobbing und Einschüchterung in den Redaktionen – wer Fragen stellt, wird verdächtigt, AfD-nah zu sein.

Das Klima in den ÖRR-Sendern kippt – und jetzt sprechen Insider, was viele lange nur vermutet haben. Auf meinungsvielfaft.jetzt finden sich dazu einige Statements.

Frank Wahlig ist ein ziemlich bekanntest Beispiels dafür, war er doch derjenige, der öffentlich zugegeben hat, dass aus 300.000 Demonstranten in der Berichterstattung 30.000 gemacht wurden. Die Filme wurden im dritten Stock geschnitten und getextet. Eine Volontärin wurde mit einer Angel ausgesandt, damit sie die damals geltenden Abstände einhalten konnte. „Durchgeknallte Menschen findet man auf jeder Versammlung“, sagt Frank Wahlig „und man stellt so lange Fragen, bis man die entsprechenden Antworten erhält“.
Und hat man nicht das passende Klientel auf der Straße gefunden, dann haben sich die ÖRR-Angestellten einfach gegenseitig interviewt, das wissen wir inzwischen ja auch schon.

Jeder der vor Ort war – auch wir – weiß wie es aussah und dass die Zahlen der ÖRR gelogen waren – aber erzähl das mal den treuen tagesschau Anhängern.

Bei „Hart aber Fair“ (29.September 2025) sagt Petra Gerster (70), dass wir ein strenges deutsches Medienrecht haben und es wäre undenkbar, dass die ÖRR eine Lüge veröffentlichen ohne sofort zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Nach ersten beruflichen Erfahrungen im Fernsehen beim WDR und beim BR übernahm Petra Gerster 1989 die Moderation des Magazins ML Mona Lisa im ZDF. Diese Aufgabe nahm sie zehn Jahre lang wahr und erhielt dafür unter anderem 1996 den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis.

Ab August 1998 war sie als Hauptmoderatorin im Studio in der Hauptausgabe der heute-Nachrichten um 19 Uhr zu sehen. Am 26. Mai 2021 verließ Gerster das ZDF, um in den Ruhestand zu gehen. Sie verabschiedete sich mit den Worten „Lebbe geht weider“, einem Zitat des ehemaligen Fußball-Trainers Dragoslav Stepanović.

Für sie ist die aktuelle Realität in Deutschland auch sicherlich nicht existent: Stichwort Habeck-Schwachkopf-Affäre oder dass es eine US-Sendung „60 Minutes“ braucht um aufzuzeigen wie deutsche Staatsanwälte, begleitet durch die Polizei, in Deutschland Hate Speech verfolgen.

Aber nicht nur Wahlig, auch der ehemalige tagesschau Redakteur äußert sich im Interview mit der ehemaligen tagesschau-Sprecherin Eva Herman. Das Interview ist gar nicht mal so alt und darauf aufbauend haben sich auch andere Menschen kritisch zum ÖRR geäußert, auch dies wollen wir hier aufgreifen.
Beispielsweise spricht Andreas Halbach (Redakteur von ZDF – Frontal) im Kulturausschuss in NRW am 25.09.2025 offen über die begrenzte Meinungsfreiheit beim ÖRR und gibt konkrete Beispiele dafür. Besonders interessant finden wir die Plenumssitzung zum „KLAR“ Format mit Julia Ruhs.

Leiter von „KLAR“ „Migration: Was falsch läuft Thomas Berbner (60) berichtet über Mobbing beim NDR

Auch von der Plenumssitzung vom NDR am 26.09.2025 mit Thomas Berbner (Leiter von „KLAR“ „Migration: Was falsch läuft) gibt es einen Mitschnitt. Dieser wurde auf X bei Lutz Olaf veröffentlicht. Es gab dazu wohl eine Aufzeichnung der gesamten Plenumssitzung, die vorgestern Abend auch noch abrufbar war – inzwischen ist diese aber nicht mehr verfügbar. Deshalb dachten wir, wäre es viel zu schade diese beiden Mitschnitte nicht hier zu veröffentlichen.

Interessant finden wir auch, dass man bei nius erfährt, dass Ruhs eigentlich ursprünglich eine Trans-Gender Doku drehen wollte, mit all den negativen Seiten. Doch dies ist nicht zustande gekommen – ihre Reaktion im Video ist bezeichnend.

Konkret geht es um die Sendung von KLAR „Migration: Was falsch läuft“ die mit Julia Ruhs gedreht wurde. In dem Ausschnitt sieht man Jörg-Michael Schmitt (Heimatverband MV), der eine Frage an Berbner formuliert. Er fragt nach der Haltung der Redaktion, bezüglich der Einmischung von innen – ob diese es als unter Druck setzen empfunden haben oder als konstruktiven Auftakt eines schönen Diskussions-Wochenendes.

Thomas Berbner ist ein deutscher Fernsehjournalist und Dokumentarfilmer. Er war Korrespondent in Washington und Berlin, und Redaktionsleiter für aktuelle Berichterstattung in tagesschau und tagesthemen sowie für ARD-Sondersendungen aus dem Sendegebiet des NDR.

Berbner erwähnt, dass die Redaktion es als nicht sehr konstruktiv empfunden hat und zeitliche Abläufe seit Ausstrahlung der Sendung haben das Team darin auch bestätigt. Am 09. April 2025 wurde die Sendung mit Ruhs ausgestrahlt und am 10. gab es dazu eine erweitere Kritikrunde in der Morgenkonferenz. Da diese nicht zum Abschluss geführt werden konnte, sollte noch eine zweite stattfinden. Diese wurde auf die Woche nach der Osterwoche gelegt – der Gesprächsbedarf war allerdings so brisant, dass bereits am Gründonnerstag eine Gesprächsrunde stattgefunden hat.

Leider wird mein gesamtes, bisheriges Team samt tollem Chef jetzt Geschichte sein. Das ‚Klar‘-Team beim NDR wird zukünftig ein anderes sein. Es wird beim NDR in einer anderen Abteilung angesiedelt. Das tut weh, denn ‚Klar‘ war unser Baby.

Julia Ruhs

Ein Tiefpunkt in der Debattenkultur in diesem Haus

Die Rede ist auch von einem Brief, der nicht vorab verschickt wurde, sondern unmittelbar vor der Konferenz direkt an die Geschäftsleitung und nicht an die Redaktion. Dadurch konnte sich niemand aus der Redaktion darauf vorbereiten.

Berbner wendet sich an „Björn“ und moniert, dass vorher ein Brief geschrieben wurde, im ganzen NDR 250 Unterschriften eingesammelt wurden und das Team überrascht war.

Dann sagt Berbner, dass Björn Personalratsvorsitzender ist und diesen Brief ebenfalls unterschrieben hat. Es wurde durch die Art und Weise der Kritik sehr viel Gift in die Debatte getragen sagt er – es ging um Demokratie und AfD Eingrenzung. Für sachliche Kritik an dem Format sei er offen.

Er wendet sich nochmal an Jörg-Michael Schmitt und sagt, sein Team sei durch eine ganz schwere Zeit gegangen. Weinende Teammitglieder und Menschen, die nicht mehr in den Dienst kamen, sondern lieber von zu Hause aus gearbeitet haben, weil sie von Kollegen beschimpft wurden, ob sie denn in der AfD wären.

An dieser Stelle stellen wir uns die Frage, wie so etwas so einfach geht, dass jemand sagen kann, er möchte von zu Hause aus arbeiten. Beachtlich, wie flexibel man beim ÖRR – zwangsfinanziert – doch arbeiten kann. Dass Berbner erst jetzt anspricht, dass ein Tiefpunkt der Debattenkultur in diesem Haus stattfindet, ist beachtlich, wenn man doch die Berichterstattung des NDR sieht. Seit 30 Jahren arbeitet er beim NDR und erst jetzt fällt ihm dies auf?

Dann wird Dr. Nico Fickinger (Vorsitzender des NDR Rundfunkrats, Unternehmensverände HH/SH) eingeblendet und er kritisiert, dass der Brief intern war und nun Unterzeichner genannt werden und dies hinter den Kulissen ausgemacht werden muss. Im Hintergrund ist daraufhin deutliches, energisches Klopfen auf Tische zu hören.

Berbner ergänzt, dass der Brief schon nach wenigen Wochen bereits an ein Portal mit den Namen durchgestochen wurde. Wieso man nicht zu seiner Unterschrift stehen und seine Meinung öffentlich vertreten kann, ist wohl heutzutage Standard.


Dr. Ann-Kathrin Tranziska (Politikerin bei Die Grünen, bis 2022 Co-Landesvorsitzende von den Grünen in Schleswig Holstein, 2009 machte sie sich mit dem Unternehmen Experimentini selbstständig, pro:fem Verbund Hamburger Frauen- & Mädcheneinrichtungen e.V.) spricht in einem extra hochgeladenem Video von der Irritation der letzten Wochen durch das Agieren von Frau Ruhs. Die Informationen gingen an die Welt und das nicht durch den Programmausschuss, sondern vorher, bevor sie getagt haben, sagt sie. Sie spricht das Buch von Ruhs an, welches sich in diesem Zusammenhang sehr gut verkauft.

Auf dem Laptop von ihr kleben Aufkleber wie „Kein Marathon den Faschisten“ links oben, dann oben in der Mitte „Eat the Rich“, darunter „Alpakas gegen Rechts“.

Die Leitordnung sieht vor: Der Intendant hat immer das letzte Wort

Des weiteren äußert sich Andreas Halbach (Redakteur von ZDF-Frontal) im Kulturausschuss in NRW vom 25.9.2025 als Sachverständiger zur Meinungsfreiheit und Manipulation in der Berichterstattung. Es gibt dazu auch eine persönliche Mail von Andreas Halbach im Vorfeld.

Und natürlich war zu erwarten, dass Kritik darauf folgen wird, auch dass diese auf diese Art und Weise erfolgen wird. Hans Koberstein ebenfalls Redakteur bei Frontal sah sich gezwungen auf linkedin auf die Aussagen von Halbach zu reagieren.

Aus aktuellem Anlass. Der Journalist, der da laut AfD „auspackt“, ist ein langjähriger Kollege von mir (Andreas Halbach). Von wegen „unterdrückte Berichterstattung“. Ich drücke mich jetzt mal ganz allgemein aus:

Wer mit erheblicher Selbstüberschätzung und womöglich defizitärer Recherche mit Themenvorschlägen scheitert, wie es uns allen immer wieder mal passiert, und daraus mangels Fähigkeit zur Selbstkritik eine Art Verschwörungstheorie strickt, ist aus meiner Sicht kein Journalist, der professionell handelt.

Grotesk.

Interessant finden wir auch, dass Halbach ein anderer ehemaliger tagesschau-Redakteur Alexander Teske zur Seite springt. In seinem Post auf X und seiner Antwort als Kommentar bei linkedin, sagt Teske ganz klar, dass Koberstein mit keiner Zeile Halbachs Anschuldigungen entkräftet. Das kommt Teske bekannt vor.

Ein langjähriger ZDF-Kollege von Andreas Halbach unterstellt ihm nach seinen Aussagen im Landtag von NRW zu unterdrückter Berichterstattung öffentlich „erhebliche Selbstüberschätzung“, „defizitäre Recherche“, „mangelnde Fähigkeit zur Selbstkritik“ und „Verschwörungstheorie“.
Er sei „kein Journalist, der professionell handelt“. Alles sei „grotesk“. Gleich im zweiten Satz bringt er ihn mit der AfD in Verbindung, um ihn zu markieren. Danach diffamiert er ihn, um seine Glaubwürdigkeit zu untergraben.

Da fragt man sich, wieso der Mann so lange für das ZDF arbeiten konnte. In keinem einzigen Satz widerlegen der Kollege Andreas Halbachs Behauptungen inhaltlich. Das kommt mir bekannt vor.

Was ist denn mit der Wohnung, welche die sozial schwache Familie dann doch nicht bekommen durfte?

Was ist mit der Berichterstattung über den RBB und Schlesinger – war das tatsächlich kein Thema?

Und gab es die Sprachregelung zum Dienstwagen des Intendanten im ZDF?

Darf er tatsächlich für 500 Euro im Monat ein 150 000 teures Auto fahren?

Interview mit Alexander Teske

Eva Herman im Interview mit Alexander Teske (ehemalige tagesschau-Redakteur): „Er beschreibt ein Klima, in dem eine konservative Haltung kaum geduldet wird, alternative Medien pauschal als „böse“ gelten und über die AfD praktisch nicht berichtet wird. Am Ende entscheidet sowieso nur der CVD (Chef vom Dienst), was gesendet wird. Für Teske hat das gravierende Folgen: Millionen Zuschauer erhalten ein verzerrtes Bild von Politik und Weltgeschehen. Erst nach seinem Ausstieg hat er erkannt, wie sehr Berichterstattung und Realität auseinanderklaffen. Heute warnt Teske vor dieser Einseitigkeit, berichtet von persönlicher Ausgrenzung im Kollegenkreis und anhaltender öffentlicher Anfeindung.“

Wenn man Karriere machen will, darf man nicht widersprechen. […] Erstmal ist ja das Weltbild „der Chef vom Dienst“ deshalb so wichtig, weil die enormen Einfluss haben bei der tagesschau. […] Mich hat total irritiert, dass man nicht weiß wie man Chef vom Dienst bei der tagesschau wird und wer diese Menschen sind, aber die kennt man öffentlich nicht. Die treten öffentlich auch gar nicht in Erscheinung, man kann es sich auch nicht ergoogeln, werden nicht irgendwo vorgestellt , man kann nicht mit denen in Dialog treten, man kann sich auf diese Stellen auch nie bewerben. […] Man muss sich vorstellen die verdienen seit 20 Jahren über 100.000 Euro und dann hat man eben auch so ein gewisses Weltbild. Dann fährt man mit dem Auto aus der Tiefgarage morgens raus und auf den Parkplatz beim NDR und hat sein schönes Häuschen im Vorort und das ist dann eben auch das Weltbild. Linksgrün ist man vielleicht weil man eben früher in seiner Jugend bei der Antifa war, aber heute ist man da eben schon ein bisschen mehr angekommen im bürgerlichen Milieu auch, aber hat sich den Idealismus von früher bewahrt.

Alexander Teske, ehemaliger Tagesschau-Redakteur

Was haltet ihr von der zunehmenden Kritik an den öffentlich-rechtlichen Sendern?

Quelle

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Von 2.116 auf 12.696 Fälle: Wie die Pille das Thromboserisiko verfünffacht

17. September 2025 um 13:02

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Werfen wir einen Blick auf das Thromboserisiko und die Auswirkungen durch die Einnahme auf das Gehirn

Lange Zeit wurde die Pille nahezu bedenkenlos verschrieben – vielen jungen Mädchen in der Pubertät wurde sie von Gynäkologen ganz selbstverständlich wie ein Standardmedikament verordnet, vergleichbar mit den üblichen Impfungen. Aktuell titelt Die Welt: „Die Anti-Baby-Pille und das Gehirn: Was wir bisher wissen – und was nicht.“ Wie so oft gelangen pharmazeutische Produkte zunächst als vermeintlich sichere Mittel auf den Markt, bis später ein kritisches Umdenken einsetzt. Seit 1960 ist die Pille als Verhütungsmittel erhältlich – doch erst jetzt, 65 Jahre später, häufen sich die ersten kritischen Berichte in den Medien.
Seit 2023 hat das Kondom nun die Spitzenposition und löste die Pille ab. Laut Welt sind kritische Diskussionen über Nebenwirkungen wie Thrombosen und psychische Veränderungen die Ursache. Damit zeigt die Welt selbst, wie viel Verantwortung sie eigentlich tragen und diese kaum wahrnehmen.

Laut Welt greifen immer weniger Frauen zur Pille und sie fragt, ist das schlechte Image gerechtfertigt. Soviel vorweg, laut ihr wird das Thromboserisiko nur leicht erhöht, während im Vorschautext allerdings steht, dass die Risiken nicht zu vernachlässigen sind.

Gleichzeitig sind die Risiken nicht zu vernachlässigen. Die Einnahme kombinierter Östrogenpräparate erhöht das Thromboserisiko leicht – von einem Basisrisiko von zwei Thrombosen pro 10.000 Frauenjahre auf fünf bis zwölf pro 10.000 Frauenjahre. Psychische Veränderungen wie Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen treten ebenfalls bei einigen Frauen auf, besonders bei jungen Anwenderinnen. Fachleute betonen, dass die Entscheidung für oder gegen eine Pille individuell und gut informiert erfolgen sollte, unter Abwägung von Vorteilen und Risiken.

Schauen wir uns das Risiko doch einmal genauer an

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau, die nicht die Pille nimmt, eine Thrombose erleidet liegt bei 0,02% pro Jahr, wenn man die Zahlen der Welt heranzieht. Nimmt sie jedoch die Pille ein dann liegt das Risiko zwischen 0,05 – 0,12%. Überrascht hat uns die Spannweite von 5-12 bei 10.000 Frauenjahren, dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass die Forschung in dem Bereich auf zu wenige Daten zurückgreifen kann.

Diese Prozentzahlen mögen zunächst nach wenig klingen, allerdings gibt es in Deutschland 10.579.400 Frauen zwischen 15 und 45 Jahren – also in dem Alter in dem man in etwa die Pille einnimmt.
Würde keiner dieser Frauen die Pille nehmen, dann würden wir in einem Jahr bei diesen etwas mehr als 10 Millionen Frauen 2.116 Thrombosen erwarten. Nehmen diese jedoch alle die Pille, dann erwarten wir zwischen 5.290 und 12.696 Thrombosen. Je nach Szenario haben wir also mit der Pille mehr als 3.000 (5 Fälle pro 10.000 Frauenjahre) oder mehr als 10.000 (12 Fälle pro 10.000 Frauenjahre) Thrombose-Fälle als ohne Pille.

Das ist eine Kleinstadt, die nun auf einmal ins Krankenhaus zur Behandlung geschickt werden muss, mal davon abgesehen, dass diese Thrombosen auch Spätfolgen nach sich ziehen können.

Auch sollte man wissen, dass Frauen, die mit der Pille verhüten – diese oftmals nicht nur für ein Jahr nehmen – sondern über mehrere Jahre (ca. 25 Jahre). Das Risiko, dass in 25 Jahren ohne Pille eine Frau eine Thrombose erleidet liegt bei 0,5%, das heißt nicht einmal eine von 100 Frauen erleidet in 25 Jahren eine Thrombose – sofern sie nicht die Pille nimmt. Nimmt die Frau hingegen über 25 Jahre die Pille, dann liegt das Risiko zwischen 1,25% und 3%, das heißt mehr als 1 und bis zu 3 von 100 Frauen erleiden eine Thrombose. Dies ist von der Aussage des „leichten Risikos“ der Welt weit entfernt ist. Auch ein Kommentator bei der Welt stellt dies fest:

Auswirkungen auf das Gehirn – unerforscht

Ein weiterer Punkt, der in dem Artikel aufkommt, ist, dass die Forschung zur Wirkung der Pille auf das Gehirn lückenhaft, also unerforscht ist. Eine Neurowissenschaftlerin fand heraus, dass unter der Einnahme der Pille ihr Gehirn schrumpfte. Untersucht hat sie dies mit MRT-Aufnahmen. Nach dem Absetzen normalisierte sich dies allerdings wieder. Im Artikel wird dies mit der Schwangerschaft verglichen, bei der ein ähnlicher Prozess stattfindet. Wie bereits erwähnt heißt es anfangs in dem Artikel, dass es kaum Forschung dazu gibt, am Ende wird dies aber wieder heruntergespielt, mit den Worten dass dieses Schrumpfen des Gehirns in einem reversiblen Rahmen stattfindet.

Die Pille im Blick der Neurowissenschaften

Bisherige Forschung zur Wirkung der Pille auf das Gehirn ist lückenhaft. Zwei Neurowissenschaftlerinnen gehen dem Thema systematisch nach: Eine von ihnen untersuchte im Selbstexperiment über mehrere Monate hinweg ihr eigenes Gehirn mit MRT-Aufnahmen während des natürlichen Zyklus, unter Pilleneinnahme und danach. Dabei zeigte sich, dass das Gehirnvolumen unter Pilleneinnahme im Mittel leicht geringer war, sich nach Absetzen der Pille jedoch wieder normalisierte. Die Veränderungen wirken adaptiv und reversibel – ähnlich wie bei der Schwangerschaft, die ebenfalls das Gehirn reorganisiert.

Die zweite Studie untersucht derzeit im größeren Maßstab, wie verschiedene hormonelle Verhütungsmittel auf das Gehirn wirken. Dabei werden nicht nur Strukturen und Aktivitätsmuster, sondern auch die Vernetzung von Gehirnregionen analysiert, die für Stimmung, Kognition und psychische Stabilität entscheidend sind. Ziel ist es, besser zu verstehen, warum manche Frauen Nebenwirkungen entwickeln und andere nicht – und letztlich, wie die Verhütungsmittel individuell abgestimmt werden können.

Die Forschung steckt noch in den Anfängen, liefert aber erste Hinweise darauf, dass hormonelle Verhütungsmittel das Gehirn verändern können – allerdings in einem anpassungsfähigen und reversiblen Rahmen.

Quelle

(Auszug von RSS-Feed)
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