NEWS 23

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Gestern — 05. Juni 2026

Christine COTTON, eine tapfere Streiterin für Recht und Gerechtigkeit am Beispiel der ungenügenden klinischen Studien der Pfizer-“Vakzine” gegen Covid-19

05. Juni 2026 um 19:09

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 05.06.2026; Autor: Dr. Helmut Sterz Ich habe Christine nie persönlich getroffen, kannte sie aber von Video-diskussionen und tauschte Mails seit 2023 mit ihr aus. In diesem Jahr hatte siemit ihrem französischen Buch eine aufsehenerregende Anklage veröffentlicht, in der sie schonungslos mit dem verbrecherischen Vorgehen von Pfizer während der klinischen Entwicklung der “Vakzine Comirnaty” […]

Der Beitrag Christine COTTON, eine tapfere Streiterin für Recht und Gerechtigkeit am Beispiel der ungenügenden klinischen Studien der Pfizer-“Vakzine” gegen Covid-19 erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Der Tag der Organspende 2026

05. Juni 2026 um 14:58

Vorschau ansehen
In Deutschland sterben pro Jahr rund 1.000 Menschen, die der Entnahme ihrer Organe zugesagt hatten. Das sind zu wenig für den Bedarf jener gut 8.000 Erkrankten, die auf fremde Organe angewiesen sind. Der Tag der Organspende soll für eine höhere Spendenbereitschaft sorgen. Die Infostände stehen dieses Jahr in Leipzig.
(Auszug von RSS-Feed)

Universität: Erster Impfstoff von KI entwickelt

05. Juni 2026 um 06:04

Vorschau ansehen
Wissenschaftler der Universität Cambridge haben mithilfe von Künstlicher Intelligenz einen neuartigen Impfstoff entworfen. Er soll gegen zahlreiche Coronaviren schützen und künftig bei der Vorbeugung von Pandemien helfen.
(Auszug von RSS-Feed)

„Das ist Material für ein Nürnberger Tribunal“ – Top-Onkologe erhebt schwere Vorwürfe gegen mRNA-Impfstoffe

05. Juni 2026 um 05:33

Vorschau ansehen

Ein hochrangiger britischer Krebsforscher sorgt derzeit mit explosiven Aussagen für internationales Aufsehen. Professor Angus Dalgleish, Onkologe der Universität London und Mitentdecker des CD4-Rezeptors bei HIV, spricht offen von „krimineller Fahrlässigkeit“, „medizinischem Versagen“ – und sogar von „Nürnberger Tribunal-Material“.

In einem langen Interview schildert Dalgleish detailliert, warum er nach eigenen Angaben bereits zu Beginn der COVID-Krise überzeugt gewesen sei, dass die mRNA-Impfstoffe massive Risiken bergen würden. Besonders brisant: Er behauptet, Warnungen von Wissenschaftlern seien bewusst ignoriert und kritische Stimmen systematisch zum Schweigen gebracht worden.

„Wir wussten von Anfang an, dass es gefährlich war“

Dalgleish erklärt, dass er und Kollegen bereits unmittelbar nach Veröffentlichung der Virus-Sequenz schwere Bedenken bezüglich des Spike-Proteins hatten. Laut ihm hätte dieses niemals als Grundlage eines Impfstoffs verwendet werden dürfen. Trotzdem hätten Regierungen und Pharmaunternehmen genau darauf gesetzt.

Besonders alarmierend seien aus seiner Sicht:

  • Herzprobleme,
  • Schlaganfälle,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • Immunsuppression,
  • und aggressive Krebsverläufe nach Booster-Impfungen.

Er beschreibt Fälle von Patienten, deren Krebs nach Jahren plötzlich „explosionsartig“ zurückgekehrt sei. Ärzte hätten dafür später den Begriff „Turbo-Krebs“ geprägt.

„Die Leute wurden angewiesen zu schweigen“

Noch brisanter sind seine Aussagen zur Reaktion der Institutionen. Laut Dalgleish habe er interne Warnungen an britische Regierungsstellen geschickt – darunter Hinweise auf mögliche Risiken des Spike-Proteins und der Impfstrategie. Die Reaktion:
Ignorieren, Schweigen und Druck.

Wörtlich schildert er:
„Ich wurde aufgefordert, den Mund zu halten.“

Er behauptet weiter, Universitäten hätten Diskussionen über einen möglichen Laborursprung des Virus unterbunden, weil dies als „zu sensibel“ oder gar „rassistisch“ eingestuft worden sei.

WHO, Pharma und der „medizinisch-industrielle Komplex“

Dalgleish spart auch nicht mit Kritik an der WHO, Pharmaunternehmen und Gesundheitsbehörden. Die WHO sei „nicht zweckmäßig“ und „vollkommen inkompetent“.

Besonders hart geht er mit dem aus seiner Sicht entstandenen „pharmazeutisch-industriellen Komplex“ ins Gericht. Er wirft der Branche vor, primär Märkte ausweiten zu wollen, statt echte Heilung anzustreben.

Dabei kritisiert er auch die Umklassifizierung der mRNA-Technologie:
Was ursprünglich als Gentherapie galt, sei während der Pandemie plötzlich als „Impfstoff“ neu definiert worden.

Krebswelle nach den Boostern?

Besonders erschütternd wirken seine Schilderungen aus der Onkologie. Dalgleish berichtet von Patienten, die jahrelang krebsfrei gewesen seien und kurz nach Booster-Impfungen aggressive Rückfälle erlitten hätten. Mehrere Kollegen hätten ihm ähnliche Beobachtungen gemeldet.

Er schildert Fälle von:

  • metastasierenden Krebserkrankungen,
  • explosionsartigem Tumorwachstum,
  • schweren Immunstörungen,
  • und Patienten, die innerhalb kurzer Zeit verstarben.

Dalgleish sieht darin keinen Zufall mehr. Er spricht offen von einer möglichen Unterdrückung der T-Zell-Immunität durch wiederholte Booster.

„Warum wurde niemand verhaftet?“

Im vielleicht heftigsten Moment des Interviews fragt Dalgleish:
„Warum wurde dafür noch niemand verhaftet?“

Für ihn sei das Ausmaß der Vorgänge „unfassbar ernst“. Entweder handle es sich um extreme Inkompetenz – oder um etwas weit Dunkleres.

Die Aussagen des Professors dürften die Debatte um die Langzeitfolgen der COVID-Impfkampagnen weiter anheizen. Während Kritiker darin den Beweis für systematische Vertuschung sehen, weisen viele Fachgesellschaften weiterhin darauf hin, dass die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe durch große Studien gestützt werde.

Doch eines zeigt dieses Interview deutlich:
Der Streit um die Aufarbeitung der Pandemie ist längst nicht vorbei.

(Auszug von RSS-Feed)
Ältere Beiträge

CEPI fördert Ebola-Impfstoffe: 60 Millionen US-Dollar für drei Kandidaten

03. Juni 2026 um 15:32

Vorschau ansehen
Die Impfstoffinitiative CEPI hat dem Pharmaunternehmen Moderna sowie zwei weiteren Forschungsgruppen insgesamt rund 60 Millionen US-Dollar zugesagt. Damit soll die Entwicklung von drei möglichen Impfstoffen gegen den Ebola-Bundibugyo-Stamm beschleunigt werden.
(Auszug von RSS-Feed)

Mammografie – Das Screening-Paradox — und was Frauen darüber wissen sollten

03. Juni 2026 um 09:55

Vorschau ansehen

Wenn die Diagnose zur Krankheit wird

Stellen Sie sich vor, Sie gehen gesund zum Arzt. Sie haben keine Beschwerden, keinen Schmerz, kein tastbares Knötchen. Zwei Wochen später sitzt Ihnen ein Onkologe gegenüber und spricht über Chemotherapie. Was dazwischen liegt, ist ein Röntgenbild — und eine Kette von Entscheidungen, die das Leben einer Frau für immer verändern kann. Manchmal zu Recht. Manchmal nicht.

Die Mammografie gilt als Goldstandard der Brustkrebsfrüherkennung. In der Schweiz werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre zum Screening eingeladen. Das Versprechen: früh erkennen, früh behandeln, Leben retten. Doch hinter diesem Versprechen verbirgt sich eine unbequeme statistische Wahrheit, über die in

(Auszug von RSS-Feed)

Mordprozess Fabian: Tatortfotos und Spurenanalysen im Fokus des Gerichts

02. Juni 2026 um 16:50

Vorschau ansehen
Sechs Wochen nach Prozessauftakt sind im Fall Fabian schon zahlreiche Zeugen gehört und Indizien beleuchtet worden. Nun wurden Spuren am Tatort ausgewertet. Die Angeklagte schweigt bislang.
(Auszug von RSS-Feed)

Hoffnung aus dem Bienenstock: Warum ein Wirkstoff gegen Brustkrebs die Medizin elektrisiert

31. Mai 2026 um 09:23

Vorschau ansehen

Brustkrebs ist weltweit die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei Frauen. Trotz jahrzehntelanger Forschung und enormer medizinischer Fortschritte bleibt die Diagnose ein Einschnitt, der das Leben von Millionen Betroffenen und ihren Familien erschüttert. Doch nun sorgt ein unerwarteter Helfer aus der Natur für Aufsehen in den Laboren: Das Gift der Honigbiene zeigt in Studien eine erstaunliche [...]

Der Beitrag Hoffnung aus dem Bienenstock: Warum ein Wirkstoff gegen Brustkrebs die Medizin elektrisiert erschien zuerst unter tkp.at.

(Auszug von RSS-Feed)

Vertuschung der Impfnebenwirkungen durch Politik und Pharma verhindert die Heilung

28. Mai 2026 um 09:45

Vorschau ansehen

Der Allgemeinmediziner Dr. Ralf Tillenburg hat sich zu einem Spezialisten für die Behandlung der verheerenden Folgen der COVID-19-Spritzstoffe entwickelt. „Long Covid“ ist für ihn die perfekte Vertuschung der Impfschäden durch Pharmaindustrie und Politik. Am 1. März 2025 hielt er auf dem  WHO-Symposium in Winterthur zusammen mit der Impfgeschädigten Katharina König einen aufsehenerregenden Vortrag. Mit klaren wissenschaftlichen Fakten und erschütternden Erfahrungsberichten gingen sie den zerstörerischen Wirkungen der „Giftspritze“ auf den Grund. Nachfolgend übernehmen wir einen Bericht von Nicole Hammer und den Link zum Vortrags-Video. (hl) 

Von Nicole Hammer, Wissensgeist.TV:

Impfgeschädigte sind keine verlorenen Fälle: Wie die Vertuschung durch Politik und Pharmaindustrie die Heilung verhindert

Die Einführung der mRNA-Impfstoffe: Ein Experiment auf Kosten der Gesundheit

Die mRNA-Impfstoffe wurden als technologische Revolution gefeiert. Während die Menschheit noch immer unter den Massnahmen der COVID-19-Plandemie litt, wurden diese Präparate in einer Rekordzeit entwickelt und auf den Markt gebracht. Politiker und Pharmaunternehmen versprachen der Öffentlichkeit, dass diese „sicheren und effektiven“

(Auszug von RSS-Feed)

Wie die EMA bei der Zulassung der COVID-19-modRNA-Impfstoffe gegen ihre eigenen Sicherheitsvorschriften verstieß – in EMAs eigenen Worten

22. Mai 2026 um 05:46

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 22.05.2026; Autor: Dr. Michael Palmer In einem kürzlich hier erschienenen Beitrag wies Harald Walach darauf hin, dass derzeit immer mehr modRNA-Impfstoffe entwickelt werden – nicht etwa nur gegen COVID, sondern auch gegen Grippe und andere herkömmliche Viruserkrankungen. Dies geschieht offenbar auf der Grundlage des großen „Erfolgs“ der COVID-Impfstoffe; diese dienten sozusagen als „Rammbock“, […]

Der Beitrag Wie die EMA bei der Zulassung der COVID-19-modRNA-Impfstoffe gegen ihre eigenen Sicherheitsvorschriften verstieß – in EMAs eigenen Worten erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

„Es war eine minimale Erleichterung, als wir die Leichen gefunden haben.“


Vorschau ansehen

Der Fall von Hind Rajab ging um die Welt, da er repräsentativ zeigt, wie Kinder und Sanitäter in Gaza getötet werden. Sogar nachdem sie aus dem Leben gerissen wurde, erreicht ihre Stimme noch Menschen. Das fünfjährige Mädchen war bei der Familie ihres Onkels, als die Anordnung des IDF kam, Gaza-Stadt sofort zu verlassen. Einen sicheren Ort erreichten sie nie, denn auf der Flucht wurde das Auto ihrer Familie über 300-mal angeschossen und Hind blieb als einzige Überlebende des Massakers zurück. In ihren letzten Stunden versuchten Mitarbeiter des palästinensischen Roten Halbmond, das kleine, verängstigte Mädchen telefonisch zu beruhigen, während sie Hilfe schickten. Die aufgezeichneten Hilferufe Hinds legen heute noch Zeugnis ab, was ihr angetan wurde. Ihr Cousin Mohammed Salam Hamada ist Arzt in Frankfurt am Main und hatte der Familie den Kontakt zum Rettungsdienst hergestellt. Er sprach mit dem Journalisten Hassan Al Khalaf über den Versuch, seine Familie zu retten, darüber, wie die Menschen vor Ort versuchen zu überleben, und über die Rolle von Medizinpersonal in Gaza.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Hassan Al Khalaf: Wie haben Sie den Vorfall erlebt und wie haben Sie versucht, Ihrer Familie zu helfen?

Mohammed Salam Hamada: Es war ein sehr schlimmes Erlebnis. Man fühlte sich absolut hilflos. Das Netz im Gazastreifen war größtenteils abgestürzt. Ich habe von anderen Verwandten die Info bekommen, dass sie den Kontakt zur Familie verloren haben und dass sie Hind, ihren Onkel Bashar, seine Frau und deren Kinder nicht erreichen können. Dann habe ich versucht, mit vielen Hilfsorganisationen zu telefonieren und Kontakt aufzunehmen, bis es mit dem Roten Halbmond in Ramallah geklappt hat. Es war alles nicht so einfach. Ich hatte viele schlaflose Nächte, vor allem die ersten Nächte waren wirklich katastrophal. Es war sehr schmerzhaft.

Wie haben Sie sich ab dem Moment, als Sie den Kontakt zum Palästinensischen Roten Halbmond für Ihre Familie hergestellt haben, gefühlt?

Vielleicht ein bisschen Erleichterung, dass endlich Hilfe geleistet werden kann, aber Sicherheit hatte ich immer noch nicht, weil die Gefahr noch besteht. Ich komme selber aus Gaza und habe dort viele Jahre gelebt. Ich weiß, was der Rote Halbmond und das Rote Kreuz leisten können. Wenn jemand helfen kann, dann sind es diese Organisationen. Deshalb war ich froh, dass ich sie erreichen konnte. Es gab mehr Hoffnung als davor.

Durch Filme und Musik kennt man mittlerweile den Namen Hind Rajab, aber was sollten Menschen noch über Ihre Familie wissen?

Meine Familie waren ganz normale Menschen, die versucht haben, zu überleben. Der größte Teil der Familie lebt noch dort und eigentlich wollen sie dort leben. Es ist nicht so, dass das Ganze in der Vergangenheit ist. Es geht noch weiter. Die Menschen werden immer noch bedroht. Alle Häuser von meiner Familie und vielen anderen Familien wurden zerstört. Sie leben nicht mehr in diesen Häusern. Es wurde alles besetzt. Gaza ist bis zur Hälfte schon weg. Viele Menschen lebten zuvor auf sehr kleiner Fläche und diese Fläche wurde halbiert. Was die Leute über diese Familien wissen müssen, ist, dass die Menschen dort bedroht sind, aber trotzdem versuchen, jeden Tag zu überleben. Schon vor dem Krieg war es schwer, in Gaza zu überleben.

Es gibt eine Sache, die die Menschen dort relativ oft machen: Die Familienmitglieder werden untereinander zu anderen Kernfamilien geschickt. Falls eine Familie bombardiert wird, dann lebt ein Teil der Familie wenigstens weiter. So war das Schicksal von Hind, als sie bei ihrem Onkel war. Sie haben das Haus verlassen und sind zur Tankstelle, die unsere Familie betreibt, gegangen, weil sie dachten, dass sie dort sicher sind. Dann kam der Evakuierungsbefehl, und obwohl sie ihm gefolgt sind, wurden sie trotzdem getötet. Hinds Mutter Wesam wusste gar nicht, dass ihre Tochter plötzlich evakuiert werden muss. Die IDF kündigen so etwas nicht eine Woche vorher an, bevor sie intensiv bombardieren, sondern wenige Stunden, wenn überhaupt. Der Gazastreifen an sich ist eigentlich sehr klein mit nur 165 Quadratkilometern, also wohin kann man noch fliehen, wo man sicher ist?

Wie erging es Ihnen, als es keine Lebenszeichen mehr von Ihrer Familie gab?

Es waren schlaflose Nächte. Jedem Menschen würde es nicht so gut gehen, wenn man weiß, da sind fünf Kinder, die höchstwahrscheinlich erschossen noch für mehrere Tage im Auto liegen. Der Kontakt war verloren. Der ganzen Familie ging es nicht so gut und wir haben uns große Sorgen gemacht, dass sie entführt wurden, dass wir sie nie wiedersehen, dass sie es wahrscheinlich überlebt haben und woanders verschleppt wurden. Ob sie getötet wurden, wussten wir damals nicht. Wir haben versucht, mit vielen Organisationen Kontakt aufzunehmen. Es gab keine einzige Info, bis wir die Leichen gefunden haben.

Diesen Tag werde ich nie vergessen. Es war der absolute Horror für uns. Es wurde ein Rettungswagen zum Tatort geschickt. Dieser Rettungswagen wurde dann bombardiert und man konnte diesen Ort nicht besuchen. Er wurde vom israelischen Militär zum Sperrgebiet erklärt. Erst nach über neun Tagen konnte man endlich dahin, und man hat die Leichen im Auto gefunden. Es war ein sehr schlimmes Erlebnis. Natürlich war ich traurig, aber es war eine minimale Erleichterung, als wir die Leichen gefunden haben. Das kann man nicht verstehen, wenn man nicht selber aus einem Kriegsgebiet kommt. In vielen anderen Situationen haben die Leute aus Gaza ihre Familienangehörigen verloren und die Leichen nicht gefunden. Viele wissen nicht mal, wo sie sind, ob sie entführt oder getötet wurden. Wir waren absolut traurig, dass sie getötet wurden, aber als die Leichen gefunden wurden, wussten wir endlich, was mit ihnen passiert ist.

Hatten Sie persönlich Hoffnung, dass Hind und Ihre Familie sicher sein werden, wenn sie den Anordnungen des IDF zur Evakuierung folgen?

Die Familie hat alles gemacht, was ihnen gesagt wurde, aber gebracht hat es nichts. Als plötzlich die Anordnung zur Evakuierung kam, haben sie die Anordnung sofort befolgt, und am Ende wurden trotzdem alle getötet. Meine Mitmenschen und mehrere Hundert Leute werden getötet, vor allem Kinder. Kinder können nur Zivilisten sein, also wie soll ich da der IDF vertrauen? Natürlich vertraue ich diesen Menschen nicht. Von Sicherheit ist nicht die Rede in Gaza. Sogar die Hilfsorganisationen, die Botschafter, die Diplomaten, gar keiner fühlte sich sicher in Gaza. Weder meine Familie noch alle anderen Familien. Es gibt unendliche Berichterstattungen von Zivilisten und ziviler Infrastruktur, die bombardiert wurden.

Wie haben Sie vom Tod Ihrer Familie erfahren?

Wir haben uns als Familie jeden Tag erkundigt, ob es möglich ist, das Auto zu erreichen. Es ist eine große Straße, wo es passiert ist. Unsere Tankstelle liegt auch in der Nähe, deshalb kennen sie den Ort sehr gut. Als die IDF an diesem Ort waren, war es nicht möglich. Keiner konnte rein oder raus. Als sie abgezogen sind, konnte meine übrige Familie endlich das Auto erreichen. Sie haben das Auto und die Leichen direkt erkannt. Wir haben mit der Familie telefoniert, und so habe ich es direkt von den Familienmitgliedern erfahren. Es gibt keinen einzelnen Tag, an dem ich nicht an sie denke.

Wie geht es Hinds Mutter und den restlichen Überlebenden?

Für alle, die aus Gaza kommen oder in Gaza leben, ist es eine harte Zeit. Auch für die Angehörigen, die im Ausland leben, ist das alles noch nicht vorbei. Wir leben in einer absoluten Ausnahmesituation, und uns allen geht es nicht sehr gut. Die Bedrohung besteht noch. Gerade beim Fall von Hind würde sich jeder Mensch nicht gut fühlen, nachdem man so etwas erlebt und mitbekommen hat. Wenn man die Videos von Hind sieht oder die Aufnahmen vom Telefonat hört, erkennt man, dass sie ein sehr begabtes Kind ist. Es tut ihrer Mutter Wesam weh, das eigene Kind zu verlieren. Gleichzeitig kümmert sie sich um ihren Sohn, Hinds kleinen Bruder. Das ist keine leichte Sache, die man in Jahren verarbeiten kann. Jeder, der seine Kinder liebt, versteht das. Sie ist immer noch in dieser Phase, wo sie posttraumatisiert ist, denn es war ein sehr großes Trauma für sie. Sie ist dabei, das Ganze noch zu verarbeiten.

Auch Amir hat seine ganze Familie verloren. Er musste mit Anfang 20 seinen Vater, seine Mutter und seine vier Geschwister verlieren, die im selben Auto waren. Stell dir vor, wie es diesem Menschen geht. Er studiert seit zwei Jahren in der Türkei und war deshalb nicht dort.

Was ist es für ein Gefühl für Sie als Arzt, zu wissen, dass die IDF auch auf Sanitäter und Medizinpersonal schießt?

Mediziner und Sanitäter sind absolute Helden, gerade in Gaza. Sie werden tagtäglich bedroht, und diese Bedrohungen werden mehrmals realisiert, auch in diesem Fall von den beiden Sanitätern. Über den Roten Halbmond wurde die Kontaktaufnahme mit der IDF organisiert, damit die Sanitäter zum Auto können. Sogar die Route wurde vorher der IDF mitgeteilt. Es sollte eigentlich nur ein paar Minuten dauern, Hind zu retten. Wie ich auch hatten die IDF sogar die Nummern von den beiden Sanitätern. Es wurde alles organisiert, und trotzdem wurden sie angegriffen. Diese Menschen wissen, dass ihnen so was passieren könnte, und trotzdem haben sie ihr Leben riskiert. Es ist absolut heldenhaft, was sie gemacht haben – auch die anderen Kollegen dort. Ich kriege Nachrichten, was die Ärzte in ganz Gaza leisten. Wie viele Tage sie in Krankenhäusern verbracht und ihre Familien mitgenommen haben. Sie haben einfach im Krankenhaus gelebt, weil sie nicht raus konnten. Es ist kaum zu beschreiben, was sie geleistet haben. Es ist absolut großartig, aber gleichzeitig ist es auch katastrophal und kaum zu glauben, was die IDF mit ihnen gemacht haben.

Sind Sanitäter und Rettungswagen sicherer, wenn Sie dem IDF ihre Koordinaten mitteilen?

Dieses Beispiel zeigt das genaue Gegenteil. Sie befolgten die Anordnung. Bevor sie in ein Einsatzgebiet der IDF müssen, müssen sie es ihnen vorher mitteilen, was sie auch taten. Bei einem anderen bekannten Fall wurde in Rafah sogar gefilmt, wie sie beschossen wurden. Von der IDF wurde es natürlich bestritten, aber als die Videos veröffentlicht wurden, gab es keine Konsequenzen. Sie sind gezwungen, der IDF ihre Koordinaten mitzuteilen, aber es bringt nicht mehr Sicherheit, sondern gefährdet sie noch mehr.

Was haben Sie erlebt, als Sie in Gaza gelebt haben?

Ich habe 19 Jahre in Gaza gelebt und ich kannte die Straße, wo all das passiert ist, gut. Dort habe ich mehrere Kriege von 2006, 2007, 2008 und 2012 erlebt. Beim Krieg von 2014 war ich schon in Deutschland, aber meine Familie war noch dort, und so habe ich es weiterhin miterlebt. Man kann sich nicht total trennen, wenn die eigene Familie weiterhin dort ist. So habe ich weitere Kriege mitbekommen, wie auch den von 2021. Ich wollte Medizin studieren und hatte einen Verwandten in Deutschland, der mir empfohlen hat, es hier zu machen. Die Anreise hat zuerst nicht sofort geklappt, weil die Grenze zwei Monate durchgehend geschlossen war. Das war ein Rekord damals. Reibungslos läuft nichts in Gaza, aber Gott sei Dank hat es am Ende geklappt und dann bin ich rausgekommen.

Wen haben Sie noch in diesem Krieg verloren?

Es gibt natürlich den Vorfall mit Hind, aber auch viele andere Vorfälle, über die in den Nachrichten nicht berichtet wurde. Von Freunden, Verwandten und Bekannten kann ich nicht mehr zählen, wenn ich ehrlich bin. Extrem viele Menschen. Wenn ich zählen müsste, hätte ich Angst, jemanden zu vergessen. Da wäre die Familie, die mit Hind war, mein Bruder und sehr viele Freunde und Nachbarn. Im Haus meiner Tante hatten ihre drei Söhne und zwei Töchter mit all ihren Kindern Zuflucht gesucht, als sie bombardiert wurden. Keiner hat überlebt.

Was für eine Bedeutung hat Hind Rajabs Anruf nach ihrem Tod?

Es ist wichtig, um der Welt zu zeigen, was passiert. Es gibt über tausend Kinder, die getötet wurden und Ähnliches wie Hind Rajab erleben mussten. Kinder, die viele Tage verletzt unter bombardierten Häusern lagen. Deshalb ist es wichtig, dass dieses Telefonat die Welt daran erinnert, dass diese Kinder in Palästina getötet werden. Noch schlimmer ist, dass das alles geleugnet und keine Verantwortung getragen wird.

Glauben Sie, dass amerikanische oder israelische Ermittlungen Konsequenzen nach sich ziehen?

Was soll da ermittelt werden? Die tun so, als ob sie nicht wissen, wer so etwas getan hat. Als ob sie etwas unternehmen werden und als ob das ein einzelner Fehler war. Im Gegenteil sogar. Die wissen zweifellos, wer es war. Wenn du 335-mal auf jemanden schießt, dann ist das kein Fehler. Die Verantwortlichen werden eher geschützt.

Wie stehen Sie zur Hind Rajab Foundation?

Jede Organisation, welche die Täter verfolgen und zur Rechenschaft ziehen kann, finde ich sehr gut. Die Foundation leistet prinzipiell eine sehr gute und wichtige Arbeit. In Brasilien, Argentinien und anderen Ländern haben mögliche Täter Urlaub gemacht und sie sollten von der Polizei festgehalten werden, aber sie sind einfach verschwunden. Die waren nicht mehr in dem Land zu finden, deshalb erwarte ich nichts. Es sind Versuche der Hind Rajab Foundation und anderen Organisationen, um Druck aufzubauen, aber die Sache ist politisch sehr aufgeladen. Die Politik kann mehr leisten als Gerichtshöfe, aber sie machen nicht das, was sie machen sollten. Politisch, nicht ethisch gesehen, wie profitieren sie davon? Man sieht, was mit Südafrika gemacht wird, weil sie Palästina unterstützt haben. Von den USA bekamen sie finanzielle Konsequenzen, um andere Länder einzuschüchtern.

Können Sie sich erklären, wieso der Fall in Deutschland kaum Berichterstattung erhielt im Vergleich zum englischsprachigen Raum?

Ich kann es mir nicht erklären. Ob die deutschen Journalisten darüber berichten oder nicht, es ist jetzt ein weltweit bekannter Fall. Die Wahrheit wird ihren Weg finden, auch wenn sie darüber nicht berichten.

Was löst der Kindheitswunsch von Hind, selbst Ärztin zu werden, in Ihnen aus?

Es wäre schön gewesen, wenn Sie die Chance gehabt hätte. Dieser ganze Krieg fühlt sich sehr komisch an. Ich liebe meinen Job und tue ihn sehr gerne, aber es ist sehr seltsam, dass ich hier in Deutschland ärztliche Leistungen problemlos durchführen kann, aber gleichzeitig können die einfachsten Sachen in meiner Heimat nicht durchgeführt werden. Es gibt Aufnahmen von einem ärztlichen Kollegen aus Gaza, der das Bein seiner Tochter ohne jegliche Anästhesie, ohne jegliche Betäubung, amputiert hat. Jeder Mensch auf dieser Welt, wo wir leben, hat das Recht, dass so was schmerzfrei passiert. In erster Linie hätte ihr so was nie passieren dürfen. Sie wurde durch den Krieg verletzt, und deshalb hat sie ihr Bein verloren. Wenn sie schon verletzt wird, muss sie es wenigstens weniger schmerzhaft erleben. Zu dieser Zeit durften leider keine Betäubungsmittel in den Gazastreifen importiert werden, und das ist kein Einzelfall. Es gibt viele solcher Extremfälle. Ich bekomme oft von Familienangehörigen und Bekannten Fragen, weil ich Arzt bin, was man tun kann und wie man gewisse Krankheiten diagnostizieren kann. Im ganzen Gazastreifen gibt es keine MRT-Geräte mehr. Es ist absolut katastrophal, dass nicht mal ein so gängiges und notwendiges diagnostisches Mittel, dass in Deutschland jeden Tag mehrere Tausend Male benutzt wird, vorhanden ist.

Wie versuchen Sie als Arzt, den Menschen aus Gaza, die Sie kontaktieren, zu helfen?

Wenn man ehrlich ist, ist die einzige Lösung vernünftige Diagnostik und dementsprechend vernünftige Therapien. Aktuell gibt es das im Gazastreifen nicht. Ein guter Freund von mir hat Schilddrüsenkrebs bekommen, und alles, was er braucht, ist eine Überweisung an ein gutes Krankenhaus in Ägypten, wo er eine adäquate Therapie erhält, aber es ist aktuell nicht möglich. Insgesamt ist es sehr frustrierend. Der letzte Bekannte, der mich gefragt hat, beklagt eine Überfunktion seiner Schilddrüse. Man könnte es so simpel mit Medikamenten therapieren, aber diese Medikamente gibt es in Gaza nicht. Obwohl er noch um die 30 ist, hat er schon starke Symptome wie hoher Puls und hoher Blutdruck. Im schlimmsten Fall kann das zum Herzstillstand führen, wenn man es nicht therapiert. Das war nur ein Beispiel von extrem vielen Beispielen. Ein junger Mensch mit Problemen in den Gelenken hat mich auch um Rat gebeten. Man müsste nur eine relativ kleine Operation durchführen und dann könnte er ein relativ normales Leben führen, aber es fehlen die Mittel dafür. Wenn er nicht behandelt wird, muss er lebenslang hinken und es besteht das Risiko auf Arthrose im jungen Alter. Es fällt mir schwer, den Menschen zu sagen: „Du könntest daran sterben.“

Wie gehen Sie damit um, wenn Sie schlechte Nachrichten überbringen müssen?

Ich versuche immer, mit den Mitteln, die sie vor Ort haben, zu arbeiten. Die Menschen aus Gaza sind nicht so einfach unterzukriegen. Sie sind in der Regel trotzdem noch hoffnungsvoll und motiviert. Im Gegenteil, sie geben mir die Hoffnung. Es sind einfach starke Menschen, von denen man vieles lernen kann. Gott sei Dank habe ich nie jemandem gesagt, dass ich ihnen nicht helfen kann, auch wenn es ein sehr komplexer Fall ist und es sehr wenig Hoffnung gibt. Wenn es wirklich schlimm ist, bleibe ich mindestens neutral. Dann erkläre ich, was der Fall ist, was es bedeuten kann und was für Eventualitäten es gibt. Wir bleiben immer optimistisch.

Über den Interviewpartner: Mohammed Salem Hamada ist Arzt in einer Frankfurter Klinik und befindet sich in der Weiterbildung zum Orthopäden. Der Palästinenser ist in Gaza geboren und verließ seine Heimat 2014, um Medizin zu studieren. Er stellte 2024 Verwandten, die unter Beschuss des IDF standen, den Kontakt zum Palästinensischen Roten Halbmond her und versucht heute noch aus der Ferne, die Menschen in Gaza gesundheitlich zu beraten.

Titelbild: Diane Krauthamer / Flickr

(Auszug von RSS-Feed)

Die Gefahr einer faktischen mod-RNA-Impfpflicht im Schatten des Masernschutzgesetzes

21. Mai 2026 um 05:18

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 21.05.2026; Autor: Prof. Harald Walach Ich habe in einem meiner letzten Blogs (https://harald-walach.de/2026/04/30/wehret-den-anfaengen-impfzwang-verhindern-masernschutzgesetz-abschaffen/#more-5650) auf unsere Masernpetition an den Petitionsausschuss des Bundestages hingewiesen. Mittlerweile ist das Quorum von 30.000 Unterschriften erreicht und damit kommt die Petition vor den Petitionsausschuss, der darüber entscheidet, ob der Inhalt vom Bundestag diskutiert werden soll. Ich danke allen, die […]

Der Beitrag Die Gefahr einer faktischen mod-RNA-Impfpflicht im Schatten des Masernschutzgesetzes erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Was der Faktenfuchs nicht prüft

20. Mai 2026 um 06:04

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 20.05.2026; Autor: Peter Bickel Eine Analyse von Sophie Rohrmeiers BR24-Beitrag vom 24. April 2026: „AfD-Sachverständiger verbreitet haltlose Zahl zu Impftoten“ Offener Brief an die Redaktion BR24 #Faktenfuchs, an die Autorin und an die Intendanz des Bayerischen Rundfunks Kurzinhalt / Abstract Der BR24 #Faktenfuchs hat am 24. April 2026 eine pharmakovigilanzbasierte Schätzung des ehemaligen […]

Der Beitrag Was der Faktenfuchs nicht prüft erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Georgios Tziaras: Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben.

19. Mai 2026 um 06:33

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 19.05.2026; Autorin: Elisabeth Maria Johannes Clasen im Gespräch mit dem griechischen Gastwirt Georgios Tziaras – eine Geschichte über einen Traum, der kurz vor seiner Erfüllung zerbrach, und über einen Mann, der trotz schwerer Krankheit weiterkämpft. Ein Leben für die Küche – und ein Traum vom Stern Georgios Tziaras stand sein ganzes Leben lang […]

Der Beitrag Georgios Tziaras: Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben. erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Tollwütige Faktenfüchse

12. Mai 2026 um 11:33

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 12.05.2026; Autor: Prof. Harald Walach Die Presse ist immer weniger die „Vierte Kraft im Staat“ und immer mehr Hofberichterstatterin und wird damit zur Demokratiebestatterin Ich habe in vielen meiner Blogs zur Corona-Zeit immer wieder gefragt: Wo bleiben die investigativen Journalisten? Wo ist die kritische Presse? Bis auf wenige Ausnahmen habe ich wenig kritische Berichterstattung über […]

Der Beitrag Tollwütige Faktenfüchse erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Der größte Irrtum der Menschheit | Von Hans-Jörg Müllenmeister

12. Mai 2026 um 08:00

Vorschau ansehen
Der größte Irrtum der Menschheit | Von Hans-Jörg Müllenmeister
LBS 20260512 apolut
0:00
/686.304
Der größte Irrtum der Menschheit | Von Hans-Jörg Müllenmeister

Ein Beitrag von Hans-Jörg Müllenmeister.

Der Mensch irrt. Vielleicht ist das seine liebenswürdigste Schwäche – und seine gefährlichste. 
Wir irren uns in kleinen Dingen, in großen Dingen, in Dingen, die wir für sicher halten, und in Dingen, die wir kaum hinterfragen. Die Geschichte ist ein Museum solcher Irrtümer, und manche Exponate bringen uns heute zum Lächeln.

Wir glaubten einmal, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums, ein privilegierter Ort, um den sich alles dreht. 
Wir hielten schlechte Luft für den Ursprung von Seuchen, nannten es Miasma, und irrten uns gewaltig, bis wir Bakterien und Viren unter dem Mikroskop entdeckten.  

Medizinisch irre Therapien der Vergangenheit schlugen den Menschenverstand 

Geschwächten Patienten wurden literweise Blut abgezapft, um der antiken Säftelehre zu genügen. Nach dieser antiken Theorie entstehen Krankheiten, wenn die vier Körpersäfte – Blut, gelbe Galle, schwarze Galle und Schleim – aus dem Gleichgewicht geraten. Ebenso verabreichte man Quecksilber gegen die früher weit verbreitete „Lustseuche“ Syphilis. 

Es gibt sogar einen Begriff für die menschliche Neigung, an überholten Irrtümern festzuhalten und neue, widersprechende Erkenntnisse – trotz klarer Beweise abzulehnen: den Semmelweis-Reflex. Ignaz Philipp Semmelweis führte gegen erbitterten Widerstand seiner Kollegen die Händehygiene als antiseptische Maßnahme in der modernen Medizin ein.  

Auch heute halten sich hartnäckige Gesundheitsmythen –  dass etwa, das Lesen bei schlechtem Licht die Augen ruiniert, Karotten die Sehkraft stärkt oder Vitamin C Erkältung zuverlässig verhindert. 

Wir waren überzeugt, aus unedlen Metallen Gold gewinnen zu können – und erfanden dabei immerhin die Alchemie, die später die Grundlagen der modernen Chemie legte.

Auch die Technik war nicht frei von Illusionen.

Wir erklärten die Titanic für unsinkbar – bis sie sank. 

Wir glaubten, das „Nürnberger Ei“ sei wegen seiner Form so benannt, dabei war es schlicht eine Verballhornung von Aeurlein, dem „Ührchen“.

Und wir erzählten munter weiter, Einstein sei ein schlechter Schüler gewesen, weil er lauter Sechser im Zeugnis hatte – ohne zu wissen, dass im Schweizer Notensystem die 6 die Bestnote ist.

Gewiss ist, „Sechser-Kandidaten“ machen noch lange keinen Nobelpreisträger.

Doch nicht alle Irrtümer waren peinlich oder gefährlich. Manche brachten uns sogar weiter. Die Theorie der Kontinentaldrift wurde zunächst verlacht – heute ist sie Grundlage der modernen Geologie.

All diese Irrtümer amüsieren uns, manchmal inspirieren sie sogar. Sie zeigen, wie sehr der Mensch nach Ordnung sucht – und wie oft er dabei daneben greift. Und sie zeigen, wie leicht wir uns einlullen lassen: von Gewissheiten, von Geschichten, von dem Gefühl, die Welt verstanden zu haben. Doch genau hier beginnt die Gefahr.

Und aus berufenem Munde stammen viele diese Fehleinschätzungen: „Kein Ballon oder Flugzeug wird jemals einen Nutzen haben“, meinte einst der Physiker Lord Kelvin. 

„Computer sind absolut nutzlos; sie können nur Antworten geben“, so malte Pablo Picasso die Zukunft.

„Das Pferd wird es immer geben, Automobile sind nur eine vorübergehende Modeerscheinung“, verkündete Kaiser Wilhelm II. 

Und Sir Hiram Maxim, der Erfinder des ersten selbstladenden Maschinengewehrs, war überzeugt:

„Meine Erfindung wird Krieg unmöglich machen“. 

Kaum ein Beispiel zeigt die bittere Ironie der Geschichte deutlicher: Der Mensch glaubte, seine Erfindung mache den Krieg unmöglich – und schaffte ein Werkzeug, das Kriege grausamer, schneller und enthemmter machte.

Unsere Zeit straft all diese „Gewissheiten“ der Lügen. Denn während wir über die Missverständnisse der Geschichte schmunzeln, während wir uns in der Harmlosigkeit dieser Irrtümer wiegen, während wir uns sagen: „So ist der Mensch eben“, rollt ein Irrtum heran, der nicht in diese Reihe gehört.

Ein Irrtum, der nicht belächelt werden kann. 
Ein Irrtum, der nicht verziehen werden darf. 
Ein Irrtum, der sich nicht in Fortschritt verwandelt. 

Der Irrtum Krieg 

Krieg ist kein Irrtum wie die anderen. 
Er ist nicht die Art von Fehleinschätzung, über die wir später lachen können. 
Er ist nicht die Art von Irrtum, die uns Fortschritt beschert. 
Er ist der Irrtum, der alles verschlingt.

Während technische und kulturelle Fehlurteile oft harmlos bleiben – manchmal sogar kreativ befruchten –, ist der Krieg der Moment, in dem der menschliche Irrtum seine dunkelste Form annimmt.

Er ist der Punkt, an dem Selbstüberschätzung tödlich wird, an dem Illusionen zu Waffen werden und an dem Irrtümer nicht mehr korrigiert, sondern bezahlt werden – mit Leben. 

Die psychologische Falle

Der Krieg lebt von einer Illusion: der Illusion der Kontrolle.

Der Mensch überschätzt sich gern – im Alltag, im Beruf, in der Politik. Doch im Krieg wird diese Überschätzung tödlich. Man glaubt, man könne ihn begrenzen, könne ihn gewinnen, könne ihn rechtfertigen.

Man glaubt! Glaubenskriege sind Beispiele dafür: die Kreuzzüge, die französischen Hugenottenkriege und der Dreißigjährige Krieg, führten alle zu massiver Zerstörung. Der Krieg folgt keiner menschlichen Logik. Er ist ein Feuer, das sich nicht lenken lässt, sobald es brennt. 

Die historische Blindheit

Nach jedem Krieg ertönt derselbe Satz: 

Nie wieder.  

Er klingt wie ein Schwur, wie eine Erkenntnis, wie ein Versprechen.

Doch die Geschichte zeigt: Der Mensch vergisst schneller, als er lernt. Und er überschätzt sich schneller, als er zweifelt.

Vergesslichkeit ist ein Segen – und Fluch. Sie macht das Leben leichter. Und sie macht die Wiederholung möglich. 

Die kollektive Verantwortung

Krieg ist nie nur die Entscheidung eines Einzelnen. Er ist ein kollektiver Irrtum, ein Zusammenspiel aus Zustimmung, Schweigen, Angst und Gewohnheit. Da hängen politische Entscheidungsträger und Gesellschaft zusammen wie eine Klette.

Der eine bewegt sich nicht ohne den anderen. Und so entsteht ein moralischer Nebel, in dem niemand mehr klar sieht – und niemand mehr klar verantwortlich scheint. 

Der strukturelle Irrtum: Die Wiederholung des Unvermeidlichen

Kriege erscheinen oft wie Naturereignisse, als etwas, das „ausbricht“. Doch das ist ein weiterer Irrtum. Kriege werden gemacht: durch Ideologien, durch Machtinteressen, durch Feindbilder, durch das Versagen von Diplomatie, durch das Schweigen der Mehrheit. Sie sind nicht unvermeidlich. Sie sind das Ergebnis einer langen Kette von Fehlannahmen, die wir immer wieder zulassen. 

Der Irrtum, den wir uns nicht leisten dürfen

Irren ist menschlich. Aber nicht jeder Irrtum ist harmlos. Nicht jeder Irrtum ist lehrreich. Nicht jeder Irrtum ist verzeihlich. Der Krieg ist der Irrtum, der alles verschlingt: Moral, Vernunft, Erinnerung, Zukunft.

Ich denke, Goethe hatte recht, als er schrieb:

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“

Doch es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass wir nicht immer wieder denselben Irrtum begehen. Denn der größte Irrtum der Menschheit ist nicht, dass sie sich täuscht – sondern dass sie aus ihren schlimmsten Täuschungen nicht lernt.

Wir können uns viele Irrtümer leisten.

Diesen nicht. 

Denn der Krieg ist der Irrtum, der uns nicht nur täuscht, sondern auslöscht. Der Frieden aber ist die Schönheit – bellus. Der Krieg ist das Hässliche – bellum, die bombig entstellte auf den Kopf gestellte Menschlichkeit. 

+++

Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Dieser Beitrag erschien zuerst am 05. Mai 2026 auf dem Blog AnderWeltOnline.com.

+++

Bild: Verzweifelte Person

Bildquelle: Cristina Conti / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Sachstand der Corona-Aufarbeitung in Deutschland

09. Mai 2026 um 06:33

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 09.05.2026 von Team Redaktion Am 19. April 2026 veranstaltete die MWGFD in Landshut eine Vortragsveranstaltung mit anschließender Diskussionsrunde zum Thema „Sachstand der Corona-Aufarbeitung in Deutschland“. Ein Einspielervideo mit Originalzitaten und Ausschnitten aus authentischen Beiträgen setzte einen ersten Impuls und eröffnete die Veranstaltung. Unter der Moderation der freien Journalistin Claudia Jaworski, die mit einem […]

Der Beitrag Sachstand der Corona-Aufarbeitung in Deutschland erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

ONE HEALTH in der Europäischen Union

06. Mai 2026 um 16:34

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 06.05.2025; Gastautorin: Doris Schröder Seit 2022 recherchiert Doris Schröder, freie Journalistin aus Mecklenburg-Vorpommern, zu Vogelgrippe bzw. Geflügelpest und anderen sogenannten Tierseuchen. Dabei stieß sie auf ein System, welches auf eine für uns nachteilige Transformation unseres gesamten Lebens hinaus läuft: One Health. Klima, menschliche Gesundheit und Tiergesundheit sind dabei nur untergeordnete Teilaspekte dieser übergeordneten Ideologie. […]

Der Beitrag ONE HEALTH in der Europäischen Union erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Wehret den Anfängen – Impfzwang verhindern,Masernschutzgesetz abschaffen

06. Mai 2026 um 05:26

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 05.05.2026; Autor: Prof. Harald Walach Die Bundestagspetition zur Revision des Masernschutzgesetzes ist online und kann nun gezeichnet werden Wer in den vergangenen Jahren nicht geschlafen hat, hat bemerkt: Die Zeichen stehen auf Zwang und staatliche Bevormundung. Überall. Aber vor allem im Gesundheitswesen. Die SARS-CoV-2-Pandemie war ein großer Trichter, der die Menschen mehrheitlich in […]

Der Beitrag Wehret den Anfängen – Impfzwang verhindern,Masernschutzgesetz abschaffen erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Es tut mir so weh – ein Song von Ralf Tillenburg

04. Mai 2026 um 08:40

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 04.05.2026 von Team Redaktion Mit diesem Video möchte der Düsseldorfer Arzt Ralf Tillenburg aufmerksam machen auf die Leiden der Menschen, die nach der Gen-Injektion schwer erkrankt sind und nun unendliche Qualen erleiden müssen. Er möchte diesen Menschen mit diesem Song eine Stimme geben. An diesem Video haben folgende Betroffene durch Gesang oder Bilder […]

Der Beitrag Es tut mir so weh – ein Song von Ralf Tillenburg erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Impfstrategien bei Mensch und Tier

30. April 2026 um 12:31

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 30.04.2026 von Team Redaktion Impfstrategien bei Mensch und Tier Das war das Thema eines Online-Symposiums, das von MWGFD am 22. April 2026 durchgeführt und aufgezeichnet wurde. Ziel der Veranstaltung war, die gängige Impfroutine bei Haus- und Nutztieren zu hinterfragen, auf die Problematik der neuartigen genetischen Impfstoffe bei Mensch und Tier hinzuweisen und die […]

Der Beitrag Impfstrategien bei Mensch und Tier erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Ärzte mit Gewissen — eine Plattform für die Verfolgten

28. April 2026 um 10:24

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 28.04.2026 von Team Redaktion Seit 27. April 2026 ist online, was bisher gefehlt hat: eine systematische, dreisprachige Dokumentation der ärztlichen Verfolgung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere Länder werden folgen. Auf aerzte-mit-gewissen.org sammeln wir die Geschichten der Ärztinnen und Ärzte, die in den Corona-Jahren nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben und dafür strafrechtlich oder berufsrechtlich verfolgt wurden. Was […]

Der Beitrag Ärzte mit Gewissen — eine Plattform für die Verfolgten erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Transparency4Safety – MWGFD fordert Daten und Meeting von der EMA

28. April 2026 um 08:28

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 28.04.2026 von Team Redaktion Seit Februar 2025 fordert die MWGFD als Teil der europäischen Transparency4Safety Initiative von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA Zugang zu zentralen Zulassungsunterlagen von Comirnaty und Spikevax für eine wissenschaftliche und unabhängige Überprüfung. Hintergrund sind offene Sicherheitsfragen zu den am weitesten verbreiteten modRNA-Produkten in der EU Comirnaty und Spikevax — unter […]

Der Beitrag Transparency4Safety – MWGFD fordert Daten und Meeting von der EMA erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Vom Pferdesport zur Pädiatrie

24. April 2026 um 09:19

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 24.04.2026; Gastautor: Peter Bickel Medienwissenschaftliche Analyse des ARD-Faktenfinder-Beitrags von Wulf Rohwedder zur CO₂-Maskenstudie beiKindern (Walach et al., JAMA Pediatrics, 2021) — mit Blick aufden Stand der Evidenz fünf Jahre später Am 8. Juli 2021 erschien im „Faktenfinder“ der ARD unter der URLtagesschau.de/faktenfinder/kinder-masken-studie-103.html ein Beitrag von Wulf Rohwedder mit dem Titel „Angebliche Studie – […]

Der Beitrag Vom Pferdesport zur Pädiatrie erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Schnitter Tod

24. April 2026 um 06:54

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 24.04.2026 von Presseteam MWGFD Der Kardiologe Dr. Jörg-Heiner Möller, der uns im Rahmen unseres Projekts „geimpft-geschädigt-geleugnet“ bereits zwei eindrucksvolle Interviews gegeben hat, ist erneut künstlerisch aktiv geworden. Gemeinsam mit seiner Band „Pfaffenzoff“ hat er den Song „Schnitter Tod“ produziert. In Kürze wird im Novum-Verlag sein Hörbuch „Teufelsbeweis“ erscheinen – und der Song wird […]

Der Beitrag Schnitter Tod erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Vorhaltepauschale 2026 – Antworten der Krankenkassen

17. April 2026 um 13:25

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 17.04.2026 von Team Redaktion Die neue Vorhaltepauschale ab 2026 sorgt für wachsende Kritik: Versicherte befürchten, dass finanzielle Anreize und Quoten ärztliche Entscheidungen beeinflussen könnten. Eine Auswertung der Antworten von zehn Krankenkassen durch den IVfG zeichnet nun ein ernüchterndes und politisch brisantes Bild. Am 18. Dezember 2025 veröffentlichten wir die Vorlage eines Beschwerdeschreibens des […]

Der Beitrag Vorhaltepauschale 2026 – Antworten der Krankenkassen erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Governing the Genetic Age: Mechanism-based safety for rapidly expanding technologies

10. April 2026 um 11:31

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 10.04.2026; Autor: Prof. Klaus Steger Ein internationales Autoren-Team aus Wissenschaftlern, Medizinern und Juristen, dem auch das MWGFD Vorstandsmitglied Prof. Dr. Klaus Steger und MWGFD Mitglied Prof. Ulrich Kutschera angehören, weist in dem am 5. April veröffentlichten Beitrag mit dem Titel „Governing the Genetic Age: Mechanism-based safety for rapidly expanding technologies“ auf die dringende […]

Der Beitrag Governing the Genetic Age: Mechanism-based safety for rapidly expanding technologies erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Paul Ehrlich Blues

10. April 2026 um 08:23

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 10.04.2026 von Presseteam MWGFD Der Kardiologe Dr. Jörg-Heiner Möller, der uns im Rahmen unseres Projekts „geimpft-geschädigt-geleugnet“ bereits zwei eindrucksvolle Interviews gegeben hat, ist erneut künstlerisch aktiv geworden. Gemeinsam mit seiner Band „Pfaffenzoff“ hat er den Song „Paul Ehrlich Blues“ produziert. In Kürze wird im Novum-Verlag sein Hörbuch „Teufelsbeweis“ erscheinen – und der Song […]

Der Beitrag Paul Ehrlich Blues erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)

Der Panoramabeitrag war eine reine Propagandasendung

31. März 2026 um 17:17

Vorschau ansehen

veröffentlicht am 31.03.2026 von Team Redaktion Johannes Clasen im Gespräch mit Prof. a.D. Dr. Andreas Sönnichsen über einen Beitrag der Sendung „Panorama“ vom 26. Februar 2026. Sönnichsen wurde in dem Beitrag als ein Arzt aus Österreich vorgestellt, der Impfunfähigkeitsbescheinigungen ausstellt — ohne jede weitere differenzierte Einordnung: kein Hinweis darauf, dass er Internist ist, ehemaliger Professor […]

Der Beitrag Der Panoramabeitrag war eine reine Propagandasendung erschien zuerst auf MWGFD.

(Auszug von RSS-Feed)
❌