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Heute — 28. Februar 2026

Eskalation im Nahostkrieg: Iran blockiert Straße von Hormus

28. Februar 2026 um 20:06

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Eskalation im Nahostkrieg: Iran blockiert Straße von Hormus

USA und Israel haben am Samstagmorgen massive Luftangriffe auf den Iran durchgeführt, um Raketenprogramm, Atomaktivitäten und Führungsriege zu treffen. US-Präsident Trump kündigte die Zerstörung dieser Ziele an. Israelischer Generalstabschef bestätigte Hunderte angegriffener Ziele.

Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel und US-Basen in Golfstaaten wie Kuwait, wo Verletzte gemeldet wurden. Der iranische Rote Halbmond zählt mindestens 201 Tote, darunter 85 Schülerinnen. Hisbollah im Libanon hält ein Eingreifen offen.

Teheran hat den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus eingestellt und Schiffe gewarnt – die Meerenge, ein Nadelöhr für ein Fünftel des globalen Ölhandels, ist praktisch blockiert. Revolutionsgarden drohen mit Seeminen; USA raten Schiffen, die Region zu meiden. Ölpreise könnten stark steigen, auch Irans Wirtschaft würde leiden.

UNO-Sicherheitsrat tagt heute Abend zu einer Sondersitzung; Iran fordert eine Atombehörde-Sitzung.

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Bildquelle: GAlexS / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Israelische Medien melden Tod von Irans oberstem Führer Ayatollah Chamenei

28. Februar 2026 um 19:00

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Im Nahen Osten ist die Lage unübersichtlich. Nach Angriffen von Israel und den USA reagiert der Iran mit Gegenangriffen – und schickt Raketen und Drohnen auch in andere arabische Staaten. Getroffen wurde beispielsweise auch der internationale Flughafen Dubai. Der Öltransport in der Straße von Hormus stockt.
(Auszug von RSS-Feed)

Eskalation in Nahost: Internationale Reaktionen - EU-Außenminister beraten am Sonntag über die Lage

28. Februar 2026 um 18:53

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Berlin, Paris und London erklären, nicht an den Militärschlägen beteiligt zu sein. Sie verurteilen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region auf das Schärfste. Für morgen plant die EU eine außerordentliche Sitzung der EU‑Mitgliedstaaten zum Iran. Was sagen andere internationale Akteure?
(Auszug von RSS-Feed)

U-Häftling weiterhin flüchtig - wie konnte er entkommen?

28. Februar 2026 um 18:28

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Ein gefesselter Untersuchungshäftling läuft zwei Polizeibeamten davon. Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot – bisher erfolglos.
(Auszug von RSS-Feed)

Termine und Veranstaltungen der Gesprächskreise

28. Februar 2026 um 16:00

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An jedem Samstag informieren wir Sie über die Termine für Veranstaltungen von Gesprächskreisen der NachDenkSeiten. Heute liegen uns Informationen für Termine in Frankfurt am Main, Speyer, Marburg, Nürnberg, München, Wiesbaden, Lübeck, Düsseldorf, Hamburg, Schweinfurt, Würzburg, Berlin und Karlsruhe vor. Wenn Sie auch in der weiteren Zeit auf dem Laufenden bleiben wollen, dann schauen Sie hier. Da werden mögliche neue Termine ergänzt. Außerdem bitten wir hiermit auch auf diesem Wege die Verantwortlichen in den Gesprächskreisen, uns rechtzeitig Termine zu melden.


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Frankfurt am Main in Kooperation mit BSW Frankfurt am Main

Am Dienstag, 3. März 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Das Thema Corona ist nicht vorbei – es ist verdrängt.
Redner/Diskussionspartner: Andrej Hunko

Ort: SAALBAU Titusforum
Nordwestzentrum
Walter-Möller-Platz 2
60439 Frankfurt am Main

Zur Webseite der Veranstaltung

Das Thema Corona ist nicht vorbei – es ist verdrängt. Umso mehr freut es uns, dass wir Andrej Hunko nach Frankfurt am Main holen konnten.

Als ehemaliger Bundestagsabgeordneter (BSW) und Mitglied des Gesundheitsausschusses des Europarates hat Hunko die Corona-Politik parlamentarisch begleitet – und ihre Widersprüche früh benannt. Gemeinsam mit Prof. Matthias Schrappe arbeitet er heute an einer unabhängigen Aufarbeitung der Corona-Jahre.

Viele sagen: „Corona? Das ist doch erledigt.“ Doch erledigt ist hier gar nichts.

  • Die politische Verantwortung für Grundrechtseingriffe historischen Ausmaßes wurde nie ernsthaft untersucht.
  • Der Antrag auf einen echten Untersuchungsausschuss wurde blockiert.
  • Sanktionen gegen Ärzte und Pflegekräfte wirken bis heute nach.
  • Ungerechtfertigte Bußgelder sind nicht zurückgezahlt.
  • Impfgeschädigte kämpfen weiterhin um Anerkennung und Unterstützung.
  • Neue Verträge und Gesetze deuten auf ähnlich gelagerte Reaktionen in der Zukunft hin.
  • Zentrale Dokumente werfen mehr Fragen auf als sie beantworten.

Andrej Hunko steht für eine sachliche, parlamentarisch fundierte und demokratisch notwendige Aufarbeitung – nicht aus parteitaktischen Gründen, sondern weil ein Rechtsstaat ohne Aufklärung seine Glaubwürdigkeit verliert.

Frankfurt am Main ist ein Ort der Debatte. Und Debatte braucht Mut, Fakten und offene Räume.

Wir laden Sie ein zu einem Abend, der nicht zurückblickt, um zu verharren – sondern um Lehren zu ziehen.

Für Grundrechte. Für Transparenz. Für eine demokratische Zukunft.

Seien Sie dabei, wenn es heißt: verstehen, hinterfragen, diskutieren. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen erkenntnisreichen Abend.

Eintritt: frei – Spenden zur Kostendeckung erbeten

Bitte Anmeldung per E-Mail an: [email protected]


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Speyer

Am Mittwoch, 4. März 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Frieden, Vernunft, Gerechtigkeit – wir reden nicht über das BSW – wir sprechen mit dem BSW
Redner/Diskussionspartner: Alexander Ulrich

Ort: Im Restaurant „Delphi”
Nebenzimmer
Tullastr. 50
67346 Speyer

Wir laden ein zum nächsten Treffen des Gesprächskreises Speyer der NachDenkSeiten

ab 18:00 Uhr: für Getränke oder Essen bestellen
ab 19:00 Uhr: Gespräch mit Herrn Alexander Ulrich, Landesvorsitzender des BSW Rheinland- Pfalz und Mitglied des BSW Bundesvorstandes

Das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) hat bei der Bundestagswahl 2025 den Einzug in den Bundestag mit 4,98 der Stimmen sehr knapp verpasst. Eine Neuauszählung der Stimmen wurde vom Bundestag abgelehnt. Eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht steht Mitte Februar an.

Das BSW nimmt an der Wahl für den rheinland-pfälzischen Landtag teil. Grund für uns, sich aus erster Hand über Ziele und Programm des BSW aus erster Hand zu informieren.

Das BSW vertritt laut Programm

  • eine stabile Außenwirtschaftspolitik ohne Sanktionen
  • Der persönliche Wohlstand darf keine Frage der sozialen Herkunft, sondern muss das Ergebnis von Fleiß und individueller Anstrengung sein
  • Statt eines Machtinstruments für geopolitische Ziele brauchen wir ein defensiv ausgerichtetes Verteidigungsbündnis, das die Grundsätze der UN-Charta achtet, Abrüstung anstrebt, statt zu Aufrüstung zu verpflichten, und in dem sich die Mitglieder auf Augenhöhe begegnen.
  • Migration ist nicht die Lösung für das Problem der Armut auf unserer Welt. Stattdessen brauchen wir faire Weltwirtschaftsbeziehungen und eine Politik, die sich um mehr Perspektiven in den Heimatländern bemüht.

Themen, über die sich das Reden mit dem BSW lohnt.

über den Referenten und Gesprächspartner
Alexander Ulrich war von 2005 bis 2025 Mitglied des Bundestages und Geschäftsführer der IG Metall Kaiserslautern von 1998 bis 2025.
Er ist Landesvorsitzender des BSW Rheinland- Pfalz und Mitglied des Bundesvorstandes.
Herr Ulrich wird die Schwerpunkte der politischen Arbeit des BSW vorstellen.
Im Anschluss wird Gelegenheit sein zum Austausch und zur Diskussion.

Dier Veranstaltung ist kostenfrei; über eine Spende zur Deckung von Unkosten freuen wir uns.

Aufgrund begrenzter Platzsituation bitten wir für den Fall einer Teilnahme unbedingt um eine kurze und rechtzeitige Anmeldung per Mail an: [email protected]

Auf Ihren Besuch freuen wir uns.

Dieter Urban
Roland Kern
[email protected]


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Marburg

Am Mittwoch, 4. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Buchvorstellung: „Der neue Feudalismus – Privatisierung, BlackRock, Plattformkapitalismus”
Redner/Diskussionspartner: Hermann Ploppa – Politologe, Freier Journalist, Buchautor

Ort: Restaurant Akdeniz (ehemals „Irodion”)
Bei St. Jost 5
35039 Marburg

Zur Webseite der Veranstaltung

Der NachDenkSeiten-Gesprächskreis Marburg freut sich, am 4. März 2026 den Politologen, Buchautor und freien Journalisten Hermann Ploppa für eine Vorstellung seines neuen Buches „Der neue Feudalismus – Privatisierung, BlackRock – Plattformkapitalismus“ begrüßen zu dürfen.

Bitte bringt etwas Durst (und vielleicht Hunger?) mit, damit sich auch der Gastronom über unseren Gesprächsabend freut. Wenn ihr essen möchtet und genügend Zeit habt, kommt vielleicht schon vor Beginn der Veranstaltung und genießt die mediterrane Küche. Das Akdeniz öffnet ab 17:30 Uhr.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich per E-Mail an [email protected] an.

Der Eintritt ist frei. Um einen Beitrag in die Spendenbox wird gebeten.


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Nürnberg und WIR WOLLEN REDEN

Am Mittwoch, 4. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Vortrag „Vereinnahmte Wissenschaft – Corona-Aufarbeitung RKI Protokolle und Gerichtsverfahren mit dem Paul-Ehrlich-Institut“
Redner/Diskussionspartner: Bastian Barucker

Ort: Rudolf-Steiner-Haus
Rieterstraße 20
90419 Nürnberg

Informationen zur Veranstaltung

Der Vortrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus den Corona-Protokollen des Robert Koch-Instituts (RKI) zusammen und stellt den Wissensstand der RKI Experten mit den Verlautbarungen der Politik in einen zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang. Es zeigt sich, dass die Wissenschaftsfreiheit der Behörde durch die Politik eingeschränkt wurde. Von wegen „follow the science“. Außerdem soll es an dem Abend darum gehen, wie sorgfältig die zuständige Behörde, das Paul-Ehrlich-Institut, die Sicherheit der Corona-Impfstoffe überwacht hat. Vor Gericht hat das PEI die fehlende Überwachung der Corona-Impfstoffe eingeräumt. Bis heute wurden die gesetzlich vorgeschriebenen Auswertungen nicht veröffentlicht.

Eintritt frei, Spenden zur Deckung der Unkosten erwünscht.


NachDenkSeiten-Gesprächskreis München

Am Donnerstag, 5. März 2026, um 19:30 Uhr
Thema: Bastian Barucker: RKI-Files und die Corona-Aufarbeitung
Redner/Diskussionspartner: Bastian Barucker

Ort: EineWeltHaus München
Schwanthalerstr. 80
80336 München

Der Autor und Wissenschaftsjournalist Bastian Barucker (Hrsg. des Buches „Vereinnahmte Wissenschaft“) wird in einem einstündigen Vortrag zentrale Erkenntnisse aus den lange unter Verschluss gehaltenen Protokollen des COVID-19-Krisenstabs am Robert Koch-Institut vorstellen. Im Anschluss ist eine offene Diskussion geplant.

Die Veranstaltung richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, lokale Entscheidungsträger sowie Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik.
Sie ist Teil einer breiteren Initiative zur demokratischen Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen.


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Wiesbaden und BSW Wiesbaden Vernunft und Gerechtigkeit

Am Donnerstag, 5. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: US-Mittelstreckenraketen stoppen – Frieden statt NATO-Aufrüstung
Redner/Diskussionspartner: Sevim Dagdelen

Ort: Bürgersaal Georg-Buch-Haus
Wellritzstraße 38a
65183 Wiesbaden

2026 eskaliert die NATO ihre Aufrüstungspolitik weiter: Die Stationierung von drei konventionellen US-amerikanischen Abstandswaffensystemen – SM-6-Mittelstreckenraketen, Tomahawk-Marschflugkörpern und Hyperschallraketen LRHW („Dark Eagle“) – mit Reichweiten zwischen 1.600 und über 2.700 Kilometern in Deutschland, die in wenigen Minuten Moskau erreichen können, bedroht den Frieden in Europa und weltweit. Kein Grund zur Beruhigung – das sagt die Bestsellerautorin und außenpolitische Expertin des BSW Sevim Dagdelen.

Zur Stationierung gab es vor der Entscheidung weder eine Debatte im Bundestag noch in der Öffentlichkeit, obwohl existenzielle Sicherheitsfragen für die Bevölkerung berührt werden. Dagdelen sieht eine Erhöhung der Gefahr, dass Deutschland zum atomaren Schlachtfeld wird. Die erwartbare russische Gegenstationierung nuklearfähiger Raketen und die absehbare Eskalation mit Russland verändern die Sicherheitslage und erhöhen das atomare Risiko gravierend. Die neuen US-Waffen mit Befehlszentrum in Wiesbaden in diesem Jahr verstärken die Kriegsgefahr und gehen zu Lasten der Bevölkerung.

Statt Frieden zu sichern, treibt die NATO-Aufrüstung Sozialabbau, wirtschaftlichen Verfall und Eskalation voran. Laut Umfragen lehnt eine relative Mehrheit der Deutschen die Stationierung ab, in Ostdeutschland sogar 74 Prozent – daher fordert Dagdelen eine Volksbefragung.

Es ist Zeit für eine Abrechnung mit der NATO-Kriegspolitik und der US-Waffenstationierung. Das fordert Sevim Dagdelen in ihrem Vortrag.


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Lübeck

Am Samstag, 7. März 2026, um 16:00 Uhr
Thema: Die Situation auf dem Lübecker Wohnungsmarkt
Redner/Diskussionspartner: Thomas Klempau, Jurist, Geschäftsführer des Mietervereins Lübeck

Ort: Restaurant „Bootshaus” auf dem Gelände der Lübecker Rudergesellschaft
Hüxtertorallee 4
23564 Lübeck

– verfügbarer Wohnraum
– geplanter Wohnungsbau
– Mietniveau in den Stadtteilen
– Mietspiegel von 2023 – Aktualisierung
– Konflikte zwischen Mietern und Vermietern
– Unterstützung durch den Mieterverein

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Der Eintritt ist frei.


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Düsseldorf

Am Dienstag, 10. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Hochmut kommt vor dem Fall. Einblicke in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Redner/Diskussionspartner: Dr. Petra Erler

Ort: Gasthaus „Hirschchen”
Alt-Pempelfort 2
40211 Düsseldorf

Um unsere Gegenwart und Zukunft zu gestalten, brauchen wir auch den Blick und das Verständnis für unsere jüngere Geschichte. In den 1990er-Jahren stellte sich für die ehemals kommunistischen Länder Europas die Frage: „Raus aus dem real existierenden Sozialismus, aber wie?!” Über westliche Annahmen, östliche Hoffnungen und die Erkenntnis, dass es keine Blaupause gibt, wie man es richtig macht.

Petra Erler wird über Erfahrungen und Prozesse des großen Umbruchs nach 1989 in Deutschland und in Europa sprechen. Ihre These lautet: Eine Siegerattitüde verdirbt alles. Zuhören, Hinsehen und Verstehen sind Wege zu äußerem und inneren Frieden und starker Demokratie.

Mittlerweile stehen wir vor dem Scherbenhaufen einer hochmütigen und obendrein unklugen geostrategischen Politik des Westens, die nicht nur der Ukraine, sondern auch den EU-Ländern in vielerlei Hinsicht schweren Schaden zugefügt hat. Wir wagen einen Ausblick auf die Zukunft der EU und der NATO und wollen über Alternativen zur gegenwärtig destruktiven Politik der europäischen Führungseliten sprechen.

Wie könnte z.B. eine gesamteuropäische Sicherheitsstruktur aussehen? Auf welchen Wegen ließe sich das zerrüttete Verhältnis zu Russland neu beleben? Darüber möchten wir mit Petra Erler diskutieren.

Der Eintritt ist frei. Um Spenden zum Decken der Unkosten wird gebeten.

die Referentin
Petra Erler: Geboren 1958 in Thüringen. Ab 1976 Studium in Ostberlin Wirtschaftswissenschaften, Schwerpukt Außenhandel, Promotion 1987.
1984 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Internationale Beziehungen der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR in Potsdam.
Weiter Beraterin und Mitglied des Planungsstabs des Außenministerium der DDR, dann Berufung zur Staatssekretärin im Amt des Ministerpräsidenten de Maizière.
Nach der Wiedervereinigung tätig für einen Bundestagabgeordneten, dann Leiterin des Referats für Außenpolitik an der Vertretung Brandenburgs beim Bund.
1999 Wechsel zur Europäischen Kommission in Brüssel, Mitglied im Kabinett von Kommissar Günter Verheugen.
Seit 2010 betreibt Dr. Erler eine Strategieberatungsfirma in Potsdam für Politiker und Führungskräfte.
Mit Verheugen veröffentlichte sie das Buch „Der lange Weg zum Krieg: Russland, die Ukraine und der Westen – Eskalation statt Entspannung”.


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Hamburg | nachdenken-in-hamburg.de

Am Freitag, 13. März 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Yann Song King: Lieder für Frieden, Freiheit und Fröhlichkeit

Ort: Galatasaray Sportclub
Holstenstraße 157
22765 Hamburg

Dem Hamburger Gesprächskreis ist es gelungen, den Dresdner Liederkönig Yann Song King zu einer Sonderveranstaltung nach Hamburg zu holen. Yann bietet feinsinnige Unterhaltungskunst, die garantiert noch KI-frei selbst entwickelt, also rein handgemacht daherkommt. Mit viel Herzblut und Sinn für humane Nuancen komponiert, können seine oft satirisch gestalteten Lieder helfen, die Absurditäten dieser Zeit besser zu ertragen oder gar wegzulachen. Der kritische Blick auf die Politik geht dabei nie verloren.

Der Eintritt ist frei.

Mit deiner Spende unterstützt du unsere weiteren Aktivitäten.

Anmeldung unter lets-meet.org/reg/f9eeab90798a8a16cd


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Schweinfurt/Würzburg & Deutscher Freidenker-Verband Schweinfurt/Würzburg

Am Sonntag, 15. März 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Venezuela: Demokratie oder Neokolonialismus?
Redner/Diskussionspartner: Carsten Hanke, GeFIS e. V.

Ort: Gaststätte „TV Oberndorf“
Hermann-Gräf-Allee 1
97424 Schweinfurt

Informationen zur Veranstaltung

Im Jahr 1998 wurde der Offizier Hugo Chávez in Venezuela zum Präsidenten gewählt und drehte das Land auf links.

Er berief sich auf den Staatsgründer Simon Bolívar, stellte die Souveränität über die eigene Ölförderung her und nutzte das zusätzliche Geld, um von den Reichen zu den Armen umzuverteilen.

Nach dem Tod des populären Chávez im Jahr 2013 kam Nicolás Maduro an die Macht. Brutale Sanktionen der USA ab 2015 verschlechterten die wirtschaftliche und soziale Situation in Venezuela dramatisch. Die Folge: Maduro wurde zunehmend unpopulär beim Volk. Anfang 2026 wurde er von den USA entführt. Die Zukunft Venezuelas steht auf der Kippe: Wird es ein weiteres Land, das die USA in neokolonialer Art ausbeuten, oder entsteht eine blühende Demokratie, wie es sich manche erhoffen?

Herzliche Einladung zu Referat und Diskussion mit Carsten Hanke von der Gesellschaft für Frieden und internationale Solidarität e. V. (GeFIS, gefis2020.de/)!

Eintritt frei, Spenden erwünscht!


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Schweinfurt/Würzburg & Deutscher Freidenker-Verband Schweinfurt/Würzburg

Am Montag, 16. März 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Venezuela: Demokratie oder Neokolonialismus?
Redner/Diskussionspartner: Carsten Hanke, GeFIS e. V.

Ort: Gaststätte „Blauer Adler“
Mergentheimer Str. 17
97082 Würzburg

Informationen zur Veranstaltung

Im Jahr 1998 wurde der Offizier Hugo Chávez in Venezuela zum Präsidenten gewählt und drehte das Land auf links.

Er berief sich auf den Staatsgründer Simon Bolívar, stellte die Souveränität über die eigene Ölförderung her und nutzte das zusätzliche Geld, um von den Reichen zu den Armen umzuverteilen.

Nach dem Tod des populären Chávez im Jahr 2013 kam Nicolás Maduro an die Macht. Brutale Sanktionen der USA ab 2015 verschlechterten die wirtschaftliche und soziale Situation in Venezuela dramatisch. Die Folge: Maduro wurde zunehmend unpopulär beim Volk. Anfang 2026 wurde er von den USA entführt. Die Zukunft Venezuelas steht auf der Kippe: Wird es ein weiteres Land, das die USA in neokolonialer Art ausbeuten, oder entsteht eine blühende Demokratie, wie es sich manche erhoffen?

Herzliche Einladung zu Referat und Diskussion mit Carsten Hanke von der Gesellschaft für Frieden und internationale Solidarität e. V. (GeFIS, gefis2020.de/)!

Eintritt frei, Spenden erwünscht!


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Berlin | nachdenken-in-berlin.de

Am Dienstag, 17. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: „Zwei-plus-Vier-Vertrag und drum herum“
Redner/Diskussionspartner: Achim Wernicke

Ort: Zunftwirtschaft
Arminiusstr. 2-4
10551 Berlin

Zur Webseite der Veranstaltung

Der Zwei-plus-Vier-Vertrag ist die Rechtsgrundlage für die Wiedervereinigung Deutschlands. Er legt fest, dass ausländische Streitkräfte und Atomwaffen oder deren Träger in Ostdeutschland „weder stationiert noch dorthin verlegt“ werden dürfen. Dies und das Versprechen, dass es keine NATO-Osterweiterung geben würde, waren die Voraussetzungen für die Zustimmung der Sowjetunion zur Wiedervereinigung.

Seither wurde die NATO um viele osteuropäische Staaten erweitert, Russlands Sicherheitsinteressen wurden völlig ignoriert. Deutschland verstößt gegen die völkerrechtlichen Verpflichtungen aus dem Zwei-plus-Vier-Vertrag. Der Versuch der USA, die Ukraine in die NATO zu integrieren, provozierte einen Krieg in der Ukraine, in dem die Ukraine als Stellvertreter der NATO fungiert. Es droht die Eskalation zu einem direkten  Krieg zwischen der NATO und Russland in Mitteleuropa.

Freundschaftliche Beziehungen zu allen Nachbarstaaten, auch zu Russland, liegen im Interesse der deutschen Bevölkerung. Der Wunsch nach guten Beziehungen zu Russland ist bei den Menschen in Ostdeutschland viel stärker ausgeprägt als in Westdeutschland. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag eröffnet der Bevölkerung in Ostdeutschland und den ostdeutschen Landesregierungen Chancen, in Deutschland eine an Frieden, Entspannung und Kooperation orientierte Außenpolitik auf den Weg zu bringen.

der Referent
Joachim Wernicke, Jahrgang 1940, aufgewachsen in West-Berlin, ist Professor (i.R.), zuletzt an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Er studierte und promovierte an der TU Berlin. In den 1980er-Jahren wirkte er in der Friedensbewegung mit, im Widerstand gegen die Stationierung atomarer Pershing-II-Raketen der USA in der BRD. Seit der Zuspitzung der Entwicklung um die NATO-Osterweiterung ab 2000 ist er erneut in der Friedensbewegung tätig, mit dem Schwerpunkt der Art und Weise der deutschen Vereinigung und ihrer Folgen.

Zunftwirtschaft
Den Veranstaltungsraum stellt uns die Zunftwirtschaft für eine günstige Miete zur Verfügung. Bitte bringt etwas Durst (und vielleicht Hunger?) mit, damit sich auch die Zunftwirtschaft über unseren Gesprächsabend freut. Wenn ihr essen möchtet und genügend Zeit habt, speist vielleicht in der Gastwirtschaft schon vor dem Beginn des Gesprächsabends. Und bringt bitte fürs Bezahlen ein paar kleine Geldscheine und Münzen mit, damit der Zunftwirtschaft nicht das Wechselgeld ausgeht.

Kennenlernen und Gedankenaustausch
Der Vortrag beginnt im Versammlungsraum um 18:30 Uhr. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr aber gerne schon früher kommen. Wir treffen uns ab 17:30 Uhr in der Gastwirtschaft. Dort könnt ihr politisch interessierte Menschen kennenlernen und mit ihnen ins Gespräch kommen (und schon mal euren Sitzplatz im Versammlungsraum reservieren).

Treffen ab 17:30 Uhr, Beginn des Vortrags 18:30 Uhr

Der Eintritt ist frei, wir bitten um Spenden.

Anmeldung erforderlich, bitte hier: nachdenken-in-berlin.de/veranstaltungen/#20260317-Achim-Wernicke
(Die Anzahl der Plätze ist begrenzt)


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Karlsruhe

Am Donnerstag, 19. März 2026, um 18:30 Uhr
Thema: Ist das Völkerrecht am Ende? Welche Zukunft hat die Charta der Vereinten Nationen?
Redner/Diskussionspartner: Andreas Zumach

Ort: Treffpunkt 1721
Adenauerring 32
76131 Karlsruhe

80 Jahren nach seiner Begründung in der „Charta der Vereinten Nationen“ stehen das Völkerrecht und die Institution der UNO vor dem Zusammenbruch!

Mit ihren Kriegen und militärischen Interventionen gegen die Ukraine und in Venezuela verstoßen mit Russland und USA zwei ständige Mitglieder des laut Charta für die „Bewahrung des Friedens“ hauptverantwortlichen Sicherheitsrates gegen das zwischenstaatliche Gewaltverbot. Ganz offen verhöhnen die Regime in Moskau und Washington die grundlegenden Völkerrechtsprinzipien der „Souveränität und territorialen Integrität“ anderer Staaten. Sie reklamieren unverhohlen das „Recht des Stärkeren“ für sich und betreiben die Aufteilung der Welt in von ihnen beherrschte Einflusszonen. In der Diskussion stehen, nicht zu vergessen, der Panamakanal, die Straße von Malaka und die Meerenge von Hormuz mit oder durch einen Angriff auf den Iran. Der Flottenverband, die USS Abraham Lincoln Carrier Strike Group, liegt im Golf von Oman. Die USA gründeten ihre eigene Friedensinitiative, der sich bereits 60 Staaten angeschlossen haben.

Werden die Völkerrechtsverstöße der USA von Deutschland kritiklos geduldet oder gar offen gutgeheißen?

China beschränkt sich bislang, noch, auf die – ebenfalls völkerrechtswidrige – Androhung von Gewalt gegen Taiwan und die Missachtung der Rechte anderer Anrainerstaaten des Südchinesischen Meeres. Zudem verstoßen immer mehr Staaten – nicht nur Autokratien und Diktaturen, sondern auch Deutschland (siehe „Westsahara” richtig „Arabische Saharauische Demokratische Republik”, einer der letzten kolonialisierten Staaten der Welt ) und andere westliche Demokratien – gegen die Menschenrechtsnormen, die 1948 völkerrechtlich verbindlich und mit universeller Gültigkeit vereinbart wurden.

Ist Europa willens und in der Lage, gegen diese bedrohliche Entwicklung anzusteuern und zur Rettung von Völkerrecht, UNO und universellen Menschenrechtsnormen beizutragen? Und – was müßte oder kann die Friedensbewegung dafür tun?

Solltet Ihr etwas essen wollen, könnt ihr ab 16:30 Uhr kommen, da bitte während der Veranstaltung keine Bestellungen erfolgen sollten. Und bitte beachtet den Wirt, da dadurch der Saal kostenfrei ist.

Der Eintritt ist frei. Bedenkt bitte die vorhandene Hutkasse mit einem Obolus, da solche Veranstaltungen nur von uns allen gemeinsam getragen werden können.

über den Referenten
Andreas Zumach lebt in Berlin, ist freischaffender Journalist und Buchautor, war von 1988 bis 2020 Korrespondent am UNO-Sitz in Genf für die Berliner tageszeitung (taz) und weitere Zeitungen, Rundfunk-und Fernsehanstalten und ist Experte für Themen der Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle, Völkerrecht und Menschenrechte. Er gehört zum Netzwerk Friedenskooperative.

Sollte diese Veranstaltung Euer Interesse wecken, meldet Euch bitte ausschließlich unter [email protected] an. E-Mails diese Veranstaltung betreffend können aus Verarbeitungsgründen nur unter dieser Adresse angenommen werden.


NachDenkSeiten-Gesprächskreis München & Freie Linke München

Am Donnerstag, 19. März 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Smartphone – Gefahren und Alternativen
Redner/Diskussionspartner: Fred Großkopf

Ort: EineWeltHaus, 2. Stock
Schwanthalerstraße 80
München – U-Bahn Theresienwiese

Dein Smartphone – unsere Zukunft!

Smartphones prägen unseren Alltag und stehen im Zentrum der digitalen Welt. Doch die Kontrolle über diese Technologie liegt in den Händen weniger Konzerne – vor allem Apple und Google. Ihre Systeme bestimmen, wie rund drei Viertel der Menschheit kommunizieren, denken und handeln. Diese Machtkonzentration birgt Risiken für Freiheit, Gesundheit und Frieden – besonders im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz.

Der Vortrag beleuchtet diese Entwicklungen, zeigt Alternativen auf und lädt zu einem bewussteren Umgang mit Technologie ein. Ziel ist es, Wege zu mehr Selbstbestimmung und digitaler Souveränität zu eröffnen – für eine Digitalisierung im Dienst des Menschen.

Die Veränderung beginnt bei uns: in unserem Konsum, unseren Entscheidungen und unserem Mut, neue Wege zu gehen. Jede bewusste Entscheidung heute gestaltet die Zukunft von morgen.

der Referent
Fred Großkopf ist Softwareentwickler und Berater. Er verbindet technisches Wissen mit gesellschaftlichem Bewusstsein – für eine humane, achtsame und friedliche Welt.

Eine genauere Beschreibung des Vortrags gibt es hier: kuandu.systems/smartphone


NachDenkSeiten-Gesprächskreis Schweinfurt/Würzburg & Deutscher Freidenker-Verband Schweinfurt/Würzburg

Am Samstag, 28. März 2026, um 19:00 Uhr
Thema: Frieden durch „Kriegstüchtigkeit“? Aufrüstung, Militarisierung und die neue Wehrpflicht
Redner/Diskussionspartner: Florian Pfaff, Bundeswehrmajor a. D.

Ort: Gaststätte „TV Oberndorf“
Hermann-Gräf-Allee 1
97424 Schweinfurt

Informationen zur Veranstaltung

Seit Februar 2022 tobt in der Ukraine ein Stellvertreterkrieg zwischen der Ukraine und dem NATO-Westen einerseits sowie Russland und den BRICS-Staaten andererseits.

In Deutschland wurde eine „Zeitenwende“ verkündet, das Land wird aufgerüstet und militarisiert, die Wehrpflicht wurde wieder eingeführt. Florian Pfaff, Bundeswehrmajor a. D. und Sprecher des „Darmstädter Signals“, sieht diese Entwicklung sehr kritisch. Die NATO ist seit 1999 ein Kriegsbündnis, und junge Menschen dürften nicht für die Machtpläne der NATO-Eliten „verheizt“ werden. Frieden in Europa ist nur mit, nicht gegen Russland möglich. Herzliche Einladung zu Vortrag und Diskussion!

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

(Auszug von RSS-Feed)

Leserbriefe zu „Nord Stream, das Zwiebelprinzip und die größtmögliche Demütigung“

28. Februar 2026 um 14:00

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Hier diskutiert Jens Berger über einen Spiegel-Artikel, nach dessen Recherche die CIA bereits früh in die Anschlagspläne auf die Nord-Stream-Pipelines eingeweiht gewesen sein soll. Das werde nicht die letzte „Enthüllung“ sein und die gesamte Geschichte sei auch noch lange nicht auserzählt. Spannender als die derzeitige Geschichte selbst seien jedoch eher die Sätze zwischen den Zeilen. Während man in Deutschland immer noch glaube, es ginge bei dem Anschlag um Russland, werde immer deutlicher, dass Europa das eigentliche Ziel sei. Es sei nie darum gegangen, Russland zu schwächen. Es sei den Amerikanern nur darum gegangen, die europäische Energieversorgung zu steuern und Europa so in der Hand zu haben. Nord Stream zeige, dass Europa die Energie nicht beherrsche. Abschließend wird gefragt: „Doch wo bleibt die Diskussion? Wo bleibt der Aufschrei?“ Wir haben dazu interessante Zuschriften erhalten. Dafür bedanken wir uns. Es folgt nun eine Leserbrief-Auswahl, die Christian Reimann für Sie zusammengestellt hat.


1. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger

Was für ein aufschlussreicher Artikel!!!

Wir haben die letzten Wochen gesehen, wie abhängig Europa wirtschaftlich und möglichereise irgendwie auch militärisch von den USA ist. Dagegen erscheint die Rolle der transatlantischen Netzwerke geradezu nebensächlich geworden zu sein.

Und wir haben gesehen, was hinter der bisher als moralisch verbrämten Politik der USA wirklich steckt, seitdem Präsident Trump darauf verzichtet, die US-Machtpoltik schön zu reden.

Die USA denken offensichtlich in vieler Hinsicht sehr weitsichtig strategisch, während die Europäer immer nur auf Unbill reagieren und den grössten Feind nicht auf dem Radar haben, weil sie zu abhängig und korrumpierbar sind, zumindest die vermeintlichen Eliten. Aber was soll man auch gegen einen derart übermächtigen Gegner ausrichten? Ist es da nicht besser mit ihm im gleichen Boot zu sitzen, auch wenn man dabei auf die eigene Souveränität verzichtet und von ihm augebeutet und in Kriege hinein gezogen wird?

Wenn Henry Kissingers Aussage „Wer die Energie beherrscht, beherrscht die Welt“ zutrifft, dann hat Europa immerhin noch die zumindest theoretische Möglichkeit, mit Hilfe erneuerbarer Energien ergänzt um Wasserstofftechnologie Autonomie weitgehend wieder zu erlangen, vorausgesetzt dass diese Möglichkeit von den USA nicht auch wieder erfolgreich sabotiert wird, was dann aber wegen der weitgehend dezentralen Struktur dieser Technologie, sofern man sie denn auch so anlegt, mit gänzlich anderen Mitteln als bei Nordstream erfolgen müsste.

Fritz Gerhard


2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger, liebes NDS-Team,

die Erklärung über das Zwiebelprinzip kennzeichnet bestens diese Geheimdienstoperationen! Seit Jahrzehnten wird Otto Normalverbraucher mit Pauschalverurteilungen >Verschwörungstheorie, Antisemitismus, Antiamerikanismus etc.< “geimpft”.

Für Mitmenschen neben dem Mustermann, die plötzlich skeptisch wurden, wird die “Lüge 1” vorab vorbereitet. Für “ernsthafte” Journalisten wird die “2” versteckt und für die Investigativ Journalisten wird die “3” Spur gelegt. Für die “bösen ungläubigen Schnüffler” basteln die “guten Geheimdienste” die “4” und bei Insiderwissen oder “Normalgeheimdiensten”, denen die >Wahrheit< “abhanden” kommt, wird der Verräter beseitigt, sprich ermordet (“007 lässt grüßen” – oder der MI6 oder die CIA). “unsere” jetzige Regierung möchte dies auch für den BND! 

Da diese Tatsachen für eine Minderheit klar ist; unklar ist, wer in den USA das OK für den Terroranschlag gab (Biden oder sogar Scholz. . .), bleibt der Nebel bestehen. Das bleibt letztlich für die Krauts unerheblich. Ob der Terrorist die Pipeline geschenkt bekommt, ob die Lösegeldzahlung die Decodierung der Festplatten erreicht oder ob das Wissen um Tatsachen bleibt; der Michel vergisst. Denn bei Epstein sieht man es glasklar: 

Die Kleinen hängt man und die Großen dürfen ALLES – eine solche Unmenge von Betrug und Bestechlichkeit, von Perversion und Straffreiheit, von Bestechung und Bestechlichkeit, konnte man sich bisher nicht Verschwörungs Theoretisch vorstellen. Ab und an rutsch ein Fetzen deren Widerlichkeit durch das Internet:

“Wir kämpfen gegen menschliche Tiere und handeln entsprechend”. 

Aber kaum jemand würde, wenn er/sie im alltäglichen Leben angelogen wird annehmen, dass das exakte Gegenteil dessen, was er täglich zu hören bekommt, der Wahrheit entspricht. Ein solches Vorgehen wird noch immer alsd zu dreist, zu unglaubwürdig und daher als unrealistisch abgetan!

Letztlich betrachten die “unsere Demokratie” Erzähler uns als Pöbel. Lenkbare Unwissende sind nicht erst seit der “Aufklärung” angesagt:

Spalte und Herrsche

Der Erfolg gibt ihnen Recht – und für den renitenten “Rest” gibt es die Justiz, die Presse oder das Verschweigen und die Denunziation.

Mit freundlichen Grüßen
NN


3. Leserbrief

Lieber Jens,

Du hast leider im Artikel den eigentlichen Urheber der Sprengung vergessen zu erwähnen: Die USA. Unter dem Biden-Regime wurde die Sprengung geplant und ausgeführt. Biden höchstpersönlich hat es angekündigt. Die USA haben schon immer mit Sanktionen diese Pipeline zu verhindern gesucht und hatten als Einzige ein Motiv. 

Vielleicht wusste Scholz, dass die USA am längeren Hebel sitzt und hat deswegen vor Kriegsbeginn noch die Inbetriebnahme der Pipeline verhindert? Das wäre sogar schlau gewesen. Hat aber nix genutzt, den Amis war es dann doch sicherer die Pipelines loszuwerden um ihr LNG zu verkaufen.

Alle, die bzgl. der Aufklärung mauern, also quasi die gesamte Einheitspartei CDSUSPDGRÜNFDPLINKE, gehören wegen Unterstützung eines Verbrechens hinter Gitter. Leider wird das in unserem “Rechtsstaat” niemals passieren. 

Selbst wenn man die Ukraine vorschiebt, die USA waren die Urheber. Die Ukraine alleine ohne Rückendeckung der USA hätte sich das niemals getraut bzw. ohne Hilfe überhaupt zustande gebracht. 

Wer solche “Freunde” hat, braucht keine Feinde.

MfG 
H. Dietrich


4. Leserbrief

Lieber Herr Berger,

haben Sie schon einmal den Namen Seymour Hersh gehört … und von seiner These zur Sprengung der Nordstream Pipeline? Auch, wenn Sie den Recherchen des “Spiegel” oder der Bundesanwaltschaft mehr Glauben schenken, so wäre doch der Hinweis darauf, dass es auch andere Theorien zur Täterschaft bei der Sprengung der Nordstreampipelines gibt, angebracht gewesen. Zumindest das Versprechen  des ehemaligen Präsidenten Biden sollte doch in Erinnerung geblieben sein:

„Wenn Russland einmarschiert, das heißt Panzer oder Truppen über die Grenze der Ukraine fahren, dann wird es kein Nord Stream 2 mehr geben. Wir werden das beenden…. Ich verspreche Ihnen, wir werden es schaffen.”

Das war zwei Wochen vor dem Einmarsch der Russen. Wollte Herr Biden damit sagen, dass im September 2022 ein Segelboot namens “Andromeda” mit ukrainischen Tauchern an Bord kommen wird? Um das Rätsels zu lösen, sind schon noch ein paar Zwiebelschalen zu entfernen.

Der geplante Kauf der Pipeline ist auch nicht ganz neu. Bereits im Februar 2024 (also kurz nach Trumps Amtsantritt) beantragte der US-Amerikanische Investor Stephen Lynch den Kauf der Leitung. Wenn hier ein Deal mit den Russen ausgehandelt werden soll, stellen sich angesichts der weltweiten Konfrontation der Blöcke mit militärischem Eskalationspotential (Ukraine, Venezuela, Kuba, Iran) dann doch einige Fragen. Wer regiert denn eigentlich diese Welt?  Sind das  noch staatliche Akteure oder sind es die marktradikalen Oligarchen, für die keine nationalen Interessen mehr gelten, sondern nur noch die totale Profitmaximierung? Siehe Hermann Ploppa: “Der neue Feudalismus”.

Mit freundlichen Grüßen
Björn Ehrlich


5. Leserbrief

Sehr geehrte Damen  und Herren des NDS,

das erste Mal, daß ich richtig Pressezensur am eigenen Leib erfahren durfte war, als ich mal einen Leserbrief in dem shz Verlag, wegen der NothVolt Vorgänge gegen den Daniel Günther und den grünen S-Kopf Habeck geschrieben hatte. Diverse andere vorige Leserbriefe brachten mir anonyme Schreiben ein, in denen mir angedroht wurde ich solle gefälligst mit dem Leserbriefschreiben aufhören, das würde sowieso niemanden interessieren. 

Danach kam dieser NorthStream Anschlag und das merkwürdige Schweigen des Geschädigten, also Deutschlands, also unserer Politiker für einen Schadensfall von nationaler Tragweite. Dafür gabe es Kuscheleinheiten für den Scholz von dem Tattergreis Biden, der den Anschlag schon im Vorwegen angekündigt hatte und gegen über eine Reporterin verteidigte (Der Biden war, wie man heute weiß, auch ein ganz hinterf… Typ und sein Sohn dann wohl auch?) .

Wer sich sofort des Themas NorthStream (ist “NS” 2 übrigens nicht auch ein Verwenden verbotener Kennzeichen der Nazizeit?)  annahm, war Daniele Ganser. In einer Talkrunde erzählte er kurz nach dem Anschlag, daß er von Seymour Hersh erfahren hatte, bzw. Seymour Hersh berichtet hatte, daß nach dessen Informationen die CIA zusammen mit norwegischen Marinetauchern während eines Nato Manövers Sprengsätze platziert hatten. O-Ton “planted explosives on (oder “near”) the pipelines”. Ganser machte sich lustig darüber, daß die “Faktenchecker” der ARD diesen Terminus “planted explosives” als “Pflanzensprengstoff” bezeichnet hatten und aufgrund der Tatsache, daß es solchen nicht gäbe, diese Berichte als falsch eingestuft hätten.

Na ja, auf jeden Fall  habe ich diese Aussagen dann immer mal wieder in irgendwelchen Foren oder auf youtube Kommentaren gepostet und so schnell konnte man gar nicht schauen, wie man z.B. vom Heise Verlag auf Telepolis wegen “Irreführung” oder “Manipulation” gesperrt wurde.Wahrscheinlich von irrgendwelchen anderen NATO treuen Kommentatoren angeschwärzt oder vom Verlag selber ausgesiebt. War dann ein bißchen mühselig sich immer wieder mit neuen e-Mail Adressen anzumelden, wenn man weiter an Diskussionen, bzw. das was die bei Heise dafür halten, teilnehmen wollte. 

Ich frage mich, ob man jetzt aufgrund der neuen “Erkenntnisse”, die ja so neu gar nicht sind, die Behauptung der Urheberschaft der USA wieder posten darf, ohne sanktioniert zu werden? Das teste ich mal demnächst aus, wenn die Infos mehr publik wurden! Aber wenn selbst das NATO-Schmierenblatt “SPIEGEL” davon schreibt, dann wird das ja bei diesen Medien durch sein!  

Bei der “Fake Pandemie” sind die alle noch ein wenig empfindlich. Selbst die KI’s verteidigen immer noch die Impfungen, die ja Millionen Tote verhindert hätten. Ab und zu muß  man sich einfach mal den Spaß machen und irgendwelche KI’s zu solcnen Themen befragen.

Da sieht man sehr schön wie weit der Aufklärungsprozeß gediehen ist und was man wieder behaupten “darf”.   

Ganz schön übel was hier in Deutschland so los ist. 

Wie gut, daß es die NDS gibt. Vielen Dank an Sie und Herrn Berger

Mit freundlichen Grüßen
Claus Hansen


6. Leserbrief

Bei allen Spekulationen die ich eher als Ablenkungsmanöver/operation ansehe, ist mir die ganze aktuelle Diskussion zu theoretisch. 

Die anfänglichen Behauptungen “der Russe wars” hatten ja immerhin einen wahren Kern. Nämlich die Überlegung, wie man so eine Aktion logistisch und operativ überhaupt realisieren könnte. Und der Schluß war, daß das deswegen ein staatlicher Akteur gewesen sein müßte. 

Und die technische Machbarkeit ist eben auch der “Elefant im Raum” bei der ganzen Andromeda-Story, den keiner sehen will, und die ja auch erst präsentiert wurde, als Seymour Hersh mit seiner Recherche dazu angekommen war, derzufolge es (militärische) US-Akteure mit Unterstützung Norwegens waren. 

Die für mich entscheidenden Fakten sind:

Die Tiefe:

Warum wurden die Pipelines in 70-80 Metern Tiefe sabotiert und nicht an Stellen, die mit etwa 30 Meter weit leichter zu erreichen gewesen wären? Wer hat die Fähigkeit, so tief 4 Operationen in kurzer Zeit an teilweise weit auseinanderliegenden Orten durchzuführen, und wo war das Equipment dafür? Auf die Andromeda-Segeljolle paßte es ja wohl kaum! 

Die Menge an Sprengstoff:

Seit Monaten gibt es immer wieder Vorstöße, zu belegen, daß man die Pipelines auch mit kleinen Ladungen hätte beschädigen können. Dagegen spricht schon das pure Ausmaß der Zerstörungen vor Ort, wo teilweise über 100 Meter nichts mehr übrig geblieben sein soll und verbliebene Reste der Röhren regelrecht in den Meeresboden gehämmert wurden. Eine kleine Schneidladung bekommt das nicht hin. Dazu kommt die Meldung, daß man definitiv Explosionen in der Stärke von 500 Kilo TNT registriert hatte. 2 Tonnen Sprengstoff auf der Andromeda? Der Spiegel hatte mit Verweis auf “Quellen” sogar den Sprengstoff verraten, den man auf der Andromeda gefunden haben will, der zwar leichter als TNT war, aber auch so 430 Kilo pro Bombe bedeutet hätte. Wie hievt man die über die Reling einer Segeljolle und taucht damit 80 Meter ab?

Das Anschlagsgebiet:

Die Ostsee ist eines der am besten überwachten Seegebiete der Welt, in dem das schwedische Sonar sogar Heringsschwärme “furzen” hört (war in den 90ern mal eine Meldung bzgl. eines falschen Uboot-Alarms). Und die Tatorte liegen sogar direkt vor der schwedischen Küste und in einem Gebiet, das von der NATO als Übungsgebiet für U-Boote verwendet wird. Und da sollen über Tage Leute gekreuzt sein und getaucht haben, ohne daß das jemandem auffiel? 

ich halte es da sehr mit dem Leitspruch des Roman-Detektives Sherlock Holmes: Wenn man erst mal das Unmögliche eliminiert hat, muß in dem, was übrig bleibt, so unwahrscheinlich es auch ist, die Wahrheit liegen.

Gruß, Ole.


Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten

Die NachDenkSeiten freuen sich über Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen Länge und mit einem eindeutigen Betreff.

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Schlachtfeld oder Verhandlungstisch: Wo endet der Ukraine-Krieg?

28. Februar 2026 um 13:00

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Wird der Krieg in der Ukraine im fünften Jahr durch Kompromisse beendet oder bis zum bitteren Ende auf dem Schlachtfeld ausgefochten? Der ehemalige CIA-Experte George Beebe sieht erste Zeichen für eine diplomatische Annäherung, während der Politologe John Mearsheimer vor Wunschdenken warnt. Beide haben kürzlich über geopolitische Zwänge, den China-Faktor und die unversöhnliche Logik des Sicherheitsdilemmas debattiert. Eine Zusammenfassung von Éva Péli.

Gibt es reale Signale für eine Kompromisslösung im Ukraine-Krieg, oder steuern die internationale Gemeinschaft und die europäische Sicherheitsordnung auf eine dauerhafte Zerstörung zu? George Beebe, ehemaliger Russland-Direktor der CIA, erkennt Zeichen für eine diplomatische Annäherung, die hinter den Kulissen zu wirken beginnt. Ihm widerspricht der Politikwissenschaftler John Mearsheimer: Er bleibt überzeugt, dass die Entscheidung über diesen Krieg allein auf dem Schlachtfeld fällt und Diplomatie derzeit kaum mehr als ein Schauspiel ist.

In einer ausführlichen Debatte für das Quincy Institute for Responsible Statecraft analysierten beide Experten die strategischen Interessenlagen von Washington, Moskau und Kiew. Sie sprachen am Donnerstag, einen Tag nach den Verhandlungen von Vertretern der drei Staaten in Genf. Während viele Beobachter darin ein Scheitern sahen, bewerten die Experten die Lage differenzierter.

Beebe: China-Faktor bestimmend

Der ehemalige CIA-Direktor George Beebe weist gleich am Anfang der Debatte darauf hin, dass der Konflikt das Symptom einer sterbenden unipolaren Weltordnung unter Führung der USA sei und kein imperialer Expansionsfeldzug Russlands zur Wiederherstellung der Sowjetunion „Dieser Krieg begann als geopolitischer Konflikt […] darüber, wie die europäische Sicherheitsordnung aussehen sollte“, so der Ex-Geheimdienstchef. Wenn nun Washington akzeptiert, dass der „unipolare Moment“ vorbei ist, öffnet sich paradoxerweise der Raum für Kompromisse.

Beebe betont, dass wir die endgültige Antwort auf die Frage, ob es Verhandlungsspielraum gebe, erst kennen werden, wenn sich die Präsidenten Russlands und der Ukraine zu einem Gipfeltreffen zusammensetzen, um ein Abkommen zu unterzeichnen. Für ihn ist dieser Moment näher, als die meisten Beobachter glauben. Er begründet das mit der geopolitischen Notwendigkeit:

Die Herausforderung durch China wird von Dauer sein. Und der Anreiz für die Vereinigten Staaten, ihre Beziehungen zu Russland zu normalisieren, um uns den Umgang mit der Herausforderung durch China zu erleichtern, wird nicht verschwinden, egal wer im Weißen Haus sitzt. Die strukturellen Hindernisse, denen wir gegenüberstehen, um den Krieg in der Ukraine am Laufen zu halten, sind erheblich. Auch sie werden nicht verschwinden.“

Beebe erklärt, dass die strategischen Ziele der USA – nicht nur in der Ukraine, sondern weltweit – eine Neuausrichtung erfahren haben. Washington könne es sich schlicht nicht mehr leisten, seine Ressourcen in einem europäischen Abnutzungskrieg zu binden, während Peking zum gleichwertigen Konkurrenten aufsteigt. Gleichzeitig erkenne die Führung in Kiew immer deutlicher, dass die Zeit nicht auf ihrer Seite steht: Die materielle und personelle Lage der Ukraine verschlechtere sich von Woche zu Woche, was den Anreiz für ein Abkommen massiv erhöhe.

Doch auch für Russland sieht Beebe eine strategische Sackgasse, die sich durch militärische Siege allein nicht auflösen lasse:

Selbst wenn sie alle Gebiete erobern, die sie erobern wollen, haben sie immer noch das Sicherheitsproblem der NATO, das sie ohne Zusammenarbeit mit dem Westen nicht lösen können. Sie befinden sich weiterhin in einer geopolitischen Sackgasse, untergeordnet gegenüber China, unfähig, zwischen Ost und West zu lavieren und die Rolle einer Großmacht zu spielen.“

Besonders der technologische Rückstand zwinge den Kreml dazu, einen Ausweg zu suchen. Ohne Zugang zu westlichen Hochtechnologien werde Russland im 21. Jahrhundert als Weltmacht marginalisiert. Dies schaffe den Raum für „kreative Lösungen“, etwa entmilitarisierte Zonen im Donbass, die es beiden Seiten erlauben könnten, politisch das Gesicht zu wahren. Beebe ist überzeugt: Wir werden in naher Zukunft „wesentliche Durchbrüche“ erleben.

Medienkritik: Wird der Verhandlungsspielraum kleingeredet?

Ein zentraler Punkt in Beebes Rede ist die Kritik an der westlichen Berichterstattung. Er wirft den Mainstream-Medien vor, Verhandlungsspielräume bewusst kleinzureden und einen Propagandakrieg zu führen:

Fast alle Mainstream-Medien in den Vereinigten Staaten und Europa wollen keine Kompromisslösung. Sie wollen keine Zugeständnisse an Russland. Sie wollen das Ganze als einen Feudalstreit darstellen und den Verhandlungsspielraum herunterspielen. Jedes Mal, wenn eine Runde ohne sofortigen Durchbruch endet, verkünden sie den Misserfolg. Tatsächlich nähern sich die Seiten wichtigen Kompromissen an.“

Laut Beebe erfordern die Antworten auf die verbleibenden heiklen Fragen Zeit, Kreativität und einen schrittweisen Ansatz zur Vertrauensbildung. Dass in Genf keine Lösung präsentiert wurde, sei kein Scheitern, sondern Teil eines ernsthaften Prozesses.

Anzeichen für Wende? Putin und Selenskyj unter Druck

Ein wesentliches Indiz für die Bereitschaft zu Verhandlungen sehe Beebe darin, dass sowohl Wladimir Putin als auch Wolodymyr Selenskyj damit begonnen haben, ihre jeweilige Bevölkerung auf schmerzhafte Kompromisse vorzubereiten.

Selenskyj bringe Instrumente ins Spiel, die einen Kompromissvertrag legitimieren könnten. Er spreche über neue Präsidentschaftswahlen und ein mögliches Referendum, um die Last einer solch folgenschweren Entscheidung auf eine breitere demokratische Basis zu stellen. Putin schwächt laut Beebe bereits den innenpolitischen Widerstand gegen mögliche Zugeständnisse. Als Beleg nennt er das Vorgehen gegen nationalistische Kanäle auf der Online-Plattform Telegram. Da gerade diese patriotischen Kreise jedem Kompromiss am stärksten widersprechen würden, ebne der Kreml durch deren gezielte Einhegung den Weg für eine Verhandlungslösung, so der ehemalige CIA-Mann.

Mearsheimer: warum Russland den Krieg als Überlebenskampf sieht

Mearsheimer räumt zwar ein, dass beide Seiten theoretisch zu Kompromissen gezwungen sind, bezweifelt jedoch entschieden, dass es Verhandlungsspielraum gibt. Seine Analyse stützt sich auf die russische Wahrnehmung, die der Westen systematisch ignoriert:

Es ist für die meisten Westler bemerkenswert schwer zu verstehen, dass Russland diese Situation in der Ukraine als existenzielle Bedrohung ansieht. Die Russen sehen darin eine Bedrohung für ihr Überleben. Es spielt keine Rolle, ob Amerikaner oder Europäer dieses Argument akzeptieren – das Einzige, was zählt, ist, was die Russen denken. Die russische Elite versteht fast ausnahmslos, dass die Ukraine und die NATO eine Bedrohung für ihr Überleben darstellen. Und ihre Sichtweise ist das, was zählt.“

Mearsheimer widerspricht Beebe entschieden in der Frage russischer Flexibilität. Er warnt davor, russische Signale falsch zu verstehen oder sich von westlichen Narrativen täuschen zu lassen. Wer an der Härte Moskaus zweifle, solle die jüngsten Erklärungen von Außenminister Sergej Lawrow verfolgen: „Auf russischer Seite hat sich nichts bewegt.“ Russland werde keines der vier annektierten Gebiete in der Ukraine wieder aufgeben, da sie als unverzichtbare Sicherheitszonen betrachtet werden.

Das Sicherheitsdilemma: fundamentales Misstrauen gegenüber Washington

Den Kern des Dissenses bildet das Sicherheitsdilemma. Während Beebe auf ein Abkommen setzt, das die Sicherheitsinteressen beider Staaten beachtet, hält Mearsheimer dies für ein logisches und praktisches Paradoxon. Er argumentiert, dass jede Sicherheitsgarantie für die Ukraine von Russland zwangsläufig als neue Bedrohung wahrgenommen wird. Dieser unauflösbare Widerspruch blockiert nach Mearsheimers Analyse jeden dauerhaften Ausgleich.

Georges Argument lautet, dass man die Sicherheitsbedenken der Ukraine und gleichzeitig auch die Sicherheitsbedenken Russlands ausräumen kann. Und ich sage, dass das einfach nicht stimmt. Die Russen wollen, um es ganz offen zu sagen, die Ukrainer über den Tisch ziehen. Sie wollen sicherstellen, dass die Ukraine keine nennenswerten militärischen Fähigkeiten und keine bedeutenden Bündnisse hat – dass sie in einer sehr wichtigen Hinsicht schutzlos ist.“

Jede Form westlicher Sicherheitsgarantien, die Beebe erwähne – etwa, dass die USA oder Europa der Ukraine bei neuen Angriffen zu Hilfe kommen könnten –, sei für Moskau „kategorisch inakzeptabel“. Genau darum werde dieser Krieg geführt: um jede militärische Präsenz des Westens in der Ukraine dauerhaft zu unterbinden. Hinzu komme ein fundamentales und begründetes Misstrauen gegenüber Washington.

Die Russen machten sich keine Illusionen: Sie wüssten, dass die USA – unabhängig von der aktuellen Regierung – darauf aus seien, Russland massiv zu schaden. Da ein Deal mit Trump durch einen Regierungswechsel 2028 hinfällig werden könnte, traue Moskau den US-Amerikanern nicht über den Weg. Statt auf unsichere diplomatische Versprechen zu setzen, strebe Russland danach, die Ukraine militärisch und geografisch so zu neutralisieren, dass die eigene Sicherheit auch ohne westliche Garantien maximiert werde.

Fazit: Die NATO-Entscheidung von 2008 als strategischer Fehler

Während Ex-CIA-Analytiker Beebe darauf setzt, dass der massive Druck der China-Herausforderung und die materielle Erschöpfung beider Seiten zwangsläufig in einen diplomatischen Durchbruch münden, bleibt Mearsheimer bei seiner unerbittlichen Diagnose: Es gebe keinen Ausweg, solange beide Akteure ihre Positionen als existenziell definieren. Mearsheimers Bilanz fällt entsprechend nüchtern aus:

Die Entscheidung vom April 2008, die Ukraine in die NATO aufzunehmen, wird eines Tages als eine der katastrophalsten außenpolitischen Fehlentscheidungen eingestuft werden, die Washington jemals getroffen hat. Sie hat diese Katastrophe heraufbeschworen […] und ich sehe keinen Ausweg. Für die Ukraine gibt es auf absehbare Zeit nichts als Elend.“

Ob Beebes Kalkül der strategischen Vernunft oder Mearsheimers Analyse existenzieller Ängste die Oberhand gewinnt, werden die kommenden Monate entscheiden. Die Debatte macht jedoch eines unmissverständlich klar: Einfache Lösungen sind nicht zu erwarten. Solange der Verhandlungstisch keine Antworten auf die Sicherheitsarchitektur einer Atommacht liefert, behält das Schlachtfeld das letzte Wort.

Eine alte Weisheit, vielfach zitiert, sagt, einen Krieg zu beginnen ist einfach, ihn zu beenden weit weniger. Das zeigt sich ein weiteres Mal in der Ukraine.

Titelbild: Gil C / Shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit XXIII – „Planwirtschaft“, „Schicksalsmoment“, „pragmatischer Realismus“ und „Resilienz vor Transparenz“

28. Februar 2026 um 12:00

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Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. Ich veröffentliche, nicht zuletzt aus hygienischen Gründen, in unregelmäßigen Abständen eine Sammlung teils verharmlosender, teils lügenhafter Wörter oder Formulierungen, deren Sinn und Funktion es ist, unsere Gesellschaft – uns alle – an das Undenkbare zu gewöhnen und möglichst geräuschlos in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ umzukrempeln. Von Leo Ensel.

nur 0,2 Prozent des Bruttosozialprodukts
Opfert laut Sabine Adler (12. Februar 2026, Deutschlandfunk) der gegenwärtig größte Unterstützer der Ukraine, Deutschland, für das von Russland angegriffene Land. „Wenn man das mal vergleicht: Für Steuersubventionen, für Dieselkraftstoffe, Firmenwagen oder auch die Mütterrente wird jeweils ein Vielfaches ausgegeben. Das ist eine Berechnung vom Kiel-Institut.“ (2025 waren es nur neun Milliarden Euro.) – Tja, ganz schön knauserig, diese Deutschen!

Offensivfähigkeiten in den USA kaufen
„Weltraumsicherheit: Bundeswehr will Offensivfähigkeiten in den USA kaufen“, titelte am 13. Januar 2026 die Plattform Table.Briefings. Genauer: „35 Milliarden Euro will Boris Pistorius bis 2030 in Weltraumsicherheit investieren, um unabhängiger im All zu werden. Explizit sollen damit auch offensive Fähigkeiten für den Weltraum beschafft werden. Die werden allerdings auf absehbare Zeit aus den USA kommen, wie aus einer Planungsfolie der Bundeswehr hervorgeht, die Table.Briefings vorliegt. Demnach fragt die Bundeswehr derzeit bei den Amerikanern mehrere Meadowlands-Systeme von L3Harris Technologies an. Das System wurde dafür entwickelt, um gegnerische Satelliten vorübergehend mit nicht-kinetischen Mitteln zu deaktivieren. Über solche Fähigkeiten verfügt die Bundeswehr bislang nicht. Das soll sich nun ändern. Aber bis europäische Anbieter mit den US-Technologien mithalten können, wird es aus Sicht der Bundeswehr zu lange dauern. Die Systeme sollen ab 2028 für die Brigade Litauen zur Verfügung stehen, und auch in Deutschland sollen Systeme stationiert werden. Die Planungen für die Verteilung der 35 Milliarden laufen noch.“ – Kurz: Auch im Weltraum gilt für die Bundeswehr künftig die klassische Devise: Angriff ist die beste Verteidigung! (Wenn auch erstmal nur mit freundlicher Unterstützung der USA.) (vgl. „Fähigkeiten“, „kein defensives Verteidigungsbündnis“)

operative Anschlussmaßnahmen
Die soll nun auch – in exzellentem Stasi-Deutsch – der BND durchführen. Bedeutet, von DLF-Redakteurin Stephanie Rohde kokett ins saloppe Alltagsdeutsch übertragen: „Ein bisschen mehr James Bond wagen! Nicht nur Spionieren, sondern auch Sabotieren und Cyberangriffe verüben.“ Im Fachjargon: vom Nachrichten- zum Geheimdienst! Und dafür geben jetzt auch die GRÜNEN grünes Licht. (vgl. „Berührungsängste verringern“)

Planwirtschaft
„Im äußersten Fall ist eine Umstellung der Wirtschaft auf Planwirtschaft möglich. Die private Wirtschaft muss im Ernstfall mit dem Abzug von Arbeitskräften bis zur Enteignung rechnen.“ Nein, das ist keine Drohung der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD), auch nicht der Linksjugend oder gar eine Jugendsünde Sahra Wagenknechts aus Zeiten der Kommunistischen Plattform. Hier droht – die Frankfurter Allgemeine! (Und mit dem „Ernstfall“ war natürlich nicht die Weltrevolution gemeint, sondern nur der nächste Krieg gegen Russland.)

pragmatischer Realismus
Hat nichts mit dem magischen Realismus in der Malerei zu tun, wurde vielmehr jüngst auf der Bundesdelegiertenkonferenz der GRÜNEN von Anton Hofreiter – einst ausgemustert und seit Beginn des Ukrainekrieges führender Experte für Kriegsgerät, Waffengattungen und altersverhinderte persönliche Schützengrabeneinsätze – proklamiert. Die Gewährleistung der Sicherheit könne nicht länger auf die USA abgewälzt werden, sondern müsse eigenverantwortlich erfolgen. – Erster grandioser Erfolg des „pragmatischen Realismus“: Die Grünen sind die einzige Bundestagspartei, die weiterhin die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine fordert! (Oder handelt es sich hier vielleicht um magischen Surrealismus?)

prinzipienfester Realismus
Einen solchen und ein „souveränes und sicherheitspolitisch erwachsen werdendes Europa“ forderte Kanzler Merz am 23. Februar 2026 „mit Blick auf die zuletzt angespannte transatlantische Partnerschaft“. – Merke: Hofreiter ist „pragmatisch“, Merz dagegen „prinzipienfest“!

Putins Vasallenstaat
Ist natürlich laut Manfred Götzke, DLF – Belarus! (Preisfrage: Und wer ist denn eigentlich Trumps Vasallenstaat?)

Raketenfamilien
Eine Perle, deren Entdeckung ich mal wieder dem unermüdlichen Marcus Klöckner verdanke. – Der französische Rüstungskonzern Ariane Group werde Deutschland und anderen europäischen Staaten unter der Bezeichnung TBM (Theatre Ballistic Missile) eine neue Raketenfamilie zur Beschaffung vorschlagen, zitierte die WELT am 16. Februar 2026 Ariane-Manager Vincent Pery. (Natürlich, um mal wieder eine der zahlreichen „Fähigkeitslücken“ zu schließen.) Bei den Familienmitgliedern handele es sich um Raketen mit konventionellem Sprengkopf oder einem Hyperschallgleiter einer Reichweite zwischen 1.000, 2.000 oder 3.000 Kilometern – geeignet also für „weit in die Tiefe des russischen Raumes“. (Alles noch vor wenigen Jahren laut dem von Donald Trump gekündigten INF-Vertrag verboten.) – Kurz: der feuchte Traum – hoffentlich kein inzestuöser! – von gewissen großmäuligen Bundestagsabgeordneten und führenden deutschen Generälen mit Vorliebe für das „Echte“.

Raketenmacht
Und nochmal herzlichen Dank, lieber Herr Klöckner! „Warnung an Putin: Deutschland wird Raketenmacht – Waffen reichen bis Russland“, dröhnte großmäulig am 12. Januar die Berliner Morgenpost. Konkret: „Die Bundeswehr soll nicht nur verteidigen, sondern im Ernstfall mit Offensivwaffen Ziele weit im russischen Hinterland sehr präzise erreichen können – sogenannte Deep Precision Strikes sollen insbesondere Kommandoeinrichtungen, Abschussrampen oder Flugplätze zerstören. Neben dem Kauf eigener Tomahawks soll Deutschland ‚in fünf bis sieben Jahren‘ eine eigene Mittelstreckenwaffe für Distanzen über 2.000 Kilometer entwickelt haben. Von dem mitunter als ‚Superwaffe‘ gefeierten Bunkerbrecher soll die Bundeswehr 2029 die angekündigte moderne Version Taurus Neo bekommen. Ein neues Triebwerk könnte die Reichweite auf bis zu 700 Kilometer erhöhen.“ So geht das munter weiter – über 9.000 Zeichen lang. Nur auf die Idee, dass wir damit fröhlich unser Land zur Zielscheibe russischer Präventivschläge verwandeln, kommt bei der Berliner Morgenpost niemand!

Resilienz vor Transparenz
„In einem Beschlusspapier des ersten Koalitionsausschusses in diesem Jahr heißt es, die öffentliche Verfügbarkeit von Daten stelle ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. So würden Anschläge und Ausspähversuche von Akteuren im In- und Ausland erleichtert. Bundeskanzler Merz verwies ausdrücklich auf den Brandanschlag in Berlin, der zu einem großflächigen Stromausfall geführt hatte. Der CDU-Vorsitzende betonte, der Schutz der kritischen Infrastruktur und die Resilienz hätten nach Auffassung der Koalition Vorrang vor dem Wunsch nach Transparenz.“ So der DLF am 29. Januar 2026. – Womit wir dem Bundeskanzler ein Bonmot der Extraklasse verdanken: Resilienz vor Transparenz!

Rivale
Letzte Station, bevor es richtig ernst wird. Der Rivale kann jederzeit in einen – den – Feind umschlagen!

russischer Angriffskrieg gegen die Menschen in der Ukraine
Niemand beweist bei den Öffentlich-Rechtlichen mehr Haltung als der Ex-Stipendiat des German Marshall Fund, Christoph Heinemann, im Deutschlandfunk. (Da wird selbst Caren Miosga gelb vor Neid.) Nach seinen Klassikern der Anmoderation „In ihrem Abwehrkampf“, „das von Russland angegriffene Land“, „das sich gegen Russland verteidigende Land“, „gegen die angreifende russische Diktatur“, „das sich nicht bewegende Russland“, dem „Kreml-Chef“, „Russlands Machthaber“ und „mutmaßlichen Kriegsverbrecher Putin“ brachte Heinemann es am 12. Februar 2026 frühmorgens zwischen 05:59 und 06:25 Uhr in weniger als einer halben Stunde fertig, sich gleich ganze sechsmal selbst zu übertreffen: Diesmal waren es der „russische Angriffskrieg gegen die Menschen in der Ukraine“, „die von Russland überfallene Ukraine“, der „russische Krieg“, „Putins Krieg“, der „bald vierte Jahrestag des russischen Kriegsbeginns“, und zum Schluss krönte er sein Werk mit der Frage an die renommierte Osteuropaexpertin Sabine Adler: „Wie bekommen die Menschen in Russland den Krieg ihres Regimes zu spüren?“ (Eine Dreiviertelstunde später toppte er selbst das noch mit seiner Anmoderation „fast vier Jahre nach Beginn des völkerrechtswidrigen Krieges des Kreml-Regimes gegen die Menschen in der Ukraine“.) – Am 24. Februar 2026 wurde Heinemann in Kiew die „Dr. Marie-Agnes-Strack-Zimmermann-Medaille für vorbildlichen Haltungsjournalismus“ verliehen. Die Laudatio hielt Andrij Melnyk. (vgl. „Vertreter der ukrainischen Regierung und Abgesandte des Kreml-Regimes“)

russische Machtclique
„Die russische Machtclique kann auf absehbare Zeit gar nicht ohne Krieg auskommen. Sie muss die Kriegsmaschinerie am Laufen halten, weil sie keinen Plan hat, was sie sonst mit den Hunderttausenden von zum Teil schwer traumatisierten Soldaten machen soll, die von der Front zurückkehren.“ So Friedrich Merz im Februar 2026 zur Rheinpfalz. – By the way: Im Gegensatz zur russischen hat die ukrainische Machtclique – pardon: demokratisch gewählte Regierung! – sehr wohl einen Plan, „was sie mit den Hunderttausenden von zum Teil schwer traumatisierten Soldaten machen soll, die von der Front zurückkehren.“ (Oder kommt es dazu erst gar nicht, weil keiner mehr zurückkehrt?)

Russlands nächstes Ziel
Sind laut NATO-Generalsekretär Marc Rutte natürlich – wir!

Schicksalsmoment
„Wir sind in einer absolut entscheidenden Situation für Europa. Es ist ein Schicksalsmoment“, gestand Anfang Dezember 2025 der Vizechef der Unionsfraktion, Norbert Röttgen, dem Stern. Sollte es nicht gelingen, das russische Vermögen – anstatt es den USA zu überlassen – selbst zu klauen, ähh: der Ukraine als Darlehen zu überstellen, hieße das, „dass wir zu unserer Selbstbehauptung, zur Verteidigung unserer eigenen Souveränität nicht bereit wären“. Und das wiederum hätte verheerende Konsequenzen für die EU und die Ukraine. – Auf Deutsch: Wenn wir uns die in der EU eingefrorenen 210 russischen Euro-Milliarden – aber subito! – nicht noch schnell vor Trump unter den Nagel reißen, ist das der Untergang des Abendlandes! (By the way: Was ist eigentlich daraus geworden?)

Schicksalswoche
Für Europa. Und die Ukraine. Zu dieser blies Kanzler Merz am 17. Dezember 2025 den Röttgen‘schen „Schicksalsmoment“ auf. (Dies sei eine „Schlüsselfrage“.) Sehnsuchtsvoll erwarten wir den hoffentlich bald beschworenen „Schicksalsmonat“! (Oder gar das „Schicksalsjahr“?)

Schlüsselfrage
(vgl. „Schicksalswoche“)

schon lange nicht mehr im Frieden
„Im Frieden befinden wir uns schon lange nicht mehr.“ Toppte als Avantgardist eigner Art Generalleutnant André Bodemann bereits im April 2024 solch noch anderthalb Jahre danach geäußerte, g‘schamig-gewundene Formulierungen wie die – „Wir leben nicht mehr im kompletten Frieden“ – seines kriegsverklemmten Chefs.

(wird fortgesetzt)

Alle bisher erschienenen Folgen der Serie „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“ von Leo Ensel können Sie in dieser Übersicht finden und diese auch einzeln darüber aufrufen.

Titelbild: arvitalyaart / shutterstock.com

(Auszug von RSS-Feed)

Philippinen: Marcos Senior – Aufstieg und Niedergang eines Regimes (Teil I von II)

28. Februar 2026 um 11:00

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Vor genau vier Jahrzehnten, Ende Februar 1986, stürzte mit Ferdinand Edralin Marcos einer der am längsten amtierenden Staatschefs (1965-86) in Südostasien. In den beiden Dekaden seiner Herrschaft verfolgte das Regime in Manila einen politischen und wirtschaftlichen Kurs, der den Archipel – vergleichbar seinen Anrainern Singapur, Hongkong, Taiwan und Südkorea – aus Unterentwicklung und Rückständigkeit herausführen sollte. Interne Machtverhältnisse und gezielte Interventionen der vormaligen Kolonialmacht USA waren verantwortlich dafür, dass die Marcos-Familie samt engster Vertrauter am 25. Februar 1986 von der US-Luftwaffe ins Exil auf Hawaii ausgeflogen wurde. Doch seit Sommer 2022 amtiert mit Ferdinand Marcos Junior – kurz „Bongbong“ oder „BBM“ genannt – der älteste Sohn des Diktators als Präsident im Malacañang-Palast zu Manila. Eine historische Rückschau unseres Südostasienexperten Rainer Werning. Der abschließende zweite Teil inklusive Literaturhinweise erscheint morgen.

Vielverheißender Beginn

Seit der Unabhängigkeit der Philippinen am 4. Juli 1946 bildeten die Liberal Party und die Nacionalista Party die Hauptkräfte im politischen Spektrum des Landes, deren Spitzenkandidaten alternierend die Staatschefs stellten. Ferdinand E. Marcos, von Haus aus Jurist, war langjähriges Mitglied der Liberalen, bis er, für damalige Verhältnisse wenig aufsehenerregend, ins Lager der oppositionellen Nationalisten überwechselte und als deren Präsidentschaftskandidat 1965 gegen seinen Widersacher Diosdado Macapagal das Rennen machte.

Seine Antrittsrede Ende Dezember 1965 war von einer euphorischen Aufbruchsstimmung geprägt. Die Inseln, so Marcos, schickten sich nunmehr an, „eine große Nation“ zu werden. Die präsidialen Zielsetzungen folgten einem dem Zeitgeist entsprechenden Entwicklungsmodell: Zwecks Eingliederung des Landes in den Weltmarkt wurde dezidiert auf die Strategie der Exportorientierung gesetzt. Auf diese Weise vermöchte sich ein rückständiges Land wie die Philippinen der zum Anschluss an das internationale Entwicklungsniveau benötigten Technologien zu bemächtigen und quasi in Manier eines Zeitraffers jene Entwicklung nachzuholen, der die westlichen Industrienationen ihren Fortschritt verdankten. Die Vorteile dieser Strategie würden sich, so der Tenor der neuen Regierung in Manila, in einer Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen sowie in einem für alle durchsickernden Einkommenswachstum kristallisieren.

So plausibel die Begründung eines solchen Modells klang, so notwendig war es, den ökonomischen Richtlinien ein politisches Fundament zu verschaffen. Kurzum: Um dem seit 1966 Gültigkeit beanspruchenden Modell reale Erfolgsaussichten einzuräumen, bedurfte es zentralistisch ausgerichteter Steuerungsinstanzen des Staatsapparates. Das schloss auch und gerade die sukzessive Stärkung von Armee und Polizei ein, die letztlich darüber zu wachen hatten, dass die nunmehr richtungsweisenden Entwicklungsleitlinien auch praktisch und möglichst stromlinienförmig umgesetzt wurden.

Zentralisierung und Konzentration der Staatsmacht

In diesem Sinne stärkte die Administration die Rolle des Militärs, weitete die Befugnisse der Polizei aus und schuf ihnen unterstellte zentrale Wirtschaftsplanungsbehörden, die zuvörderst mit an amerikanischen Eliteuniversitäten geschulten Finanz- und Wirtschaftsexperten bestückt wurden. Der Vorteil, diese kosmopolitisch orientierten, sich als dynamische Technokraten begreifende Elite an die Exekutive zu binden, bestand darin, dass sie sich selbst als überparteilich und „unpolitisch“ begriff. Sie verfügte über keine eigene Massenbasis und hegte keine eigenen politischen Ambitionen, ja wertete ganz im Sinne ihrer akademischen Leitbilder aus den amerikanischen und europäischen politik- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten (partei)politische Aktivitäten als „unnützen Ballast“, als „Politikasterei“.

Der Regierung konnte an einer solchen Unterstützung nur gelegen sein. Gerade im Frühstadium der exportorientierten Entwicklungsstrategie war die Expertise dieser „neuen“ Elite nicht nur gefragt; die in den Anrainerstaaten verfolgten Modelle schienen ihr recht zu geben und der theoretischen Begründung gegen mögliche Einwände den Glanz des Erfolgs zu verleihen.

Schließlich füllte diese Entwicklungsstrategie ein ideologisches Vakuum aus, das angesichts ernüchternder Alltagserfahrungen und wachsender Schwierigkeiten in zahlreichen unabhängig gewordenen Ländern entstanden war. Schlagworte wie Nationalismus, Eigenständigkeit und Unabhängigkeit, Blockfreiheit etc. mussten, um längerfristig Gültigkeit beanspruchen zu können, mit Inhalt gefüllt werden. Und eine Wirtschaftspolitik, die allen alles versprach, wachstumsorientierte Entwicklung als erstrebenswertes Ziel an sich propagierte, übernahm eine nicht zu unterschätzende ideologische Funktion. Kein Wunder, dass der – seinerzeit keinerlei negative Konnotationen transportierende – Begriff developmentalism mehr als nur das weite Feld wirtschaftlicher Erneuerungen abdeckte, sondern als „Entwicklung-ismus“ Faszination ausstrahlte.

Mit tatkräftiger US-amerikanischer Hilfe wurde in den 1960er-Jahren das aus Vietnam zurückbeorderte Civic Action-Kontingent (Philcag) der philippinischen Armee mit dem Aufbau von 65 Civic Action Centers betraut. Es handelte sich dabei um vom Militär in den ländlichen Gebieten eingepflanzte, auf Bürgernähe bedachte zivile Projekte, die als Zuckerbrot-Variante im übergeordneten Counterinsurgency (Aufruhrbekämpfungs)-Konzept fungierten. Impfaktionen und kostenlose Nahrungsmittelausgaben wurden durchgeführt, um „Herzen und Hirne der Bevölkerung“ vorrangig dort zu gewinnen, wo das aus erdrückenden Feudalverhältnissen gespeiste bäuerliche Protestpotenzial periodisch für „Unruhen“ sorgte. Vor allem in Zentralluzon, der traditionellen Reiskammer des Landes und Hochburg machtvoller Bauernrevolten, waren nicht weniger als 20 ländliche Gesundheitsteams und 22 Baubataillone der Armee unter den Argusaugen von US-Spezialeinheiten (Green Berets) im Einsatz.

Allein im Rahmen des am 30. August 1951 geschlossenen amerikanisch-philippinischen Sicherheits- und Beistandspakts waren eine diesbezüglich eng koordinierte Planung und Durchführung militärischer Aktionen vereinbart worden. Auf amerikanischer Seite zeichnete dafür die in der US-Botschaft in Manila domizilierte Vereinte US-Militärberatungsgruppe beziehungsweise Vereinte US-Militärbeistandsgruppe (JUSMAG) verantwortlich. Bekannt wurde diese Gruppe durch die Zerschlagung der vormals antijapanischen und später linken Guerillaformation Hukbalahap (kurz: Huk) Mitte der 1950er-Jahre, als hochrangige US-Offiziere (wie der CIA-Verbindungsmann Oberst Edward G. Lansdale) die Planspiele für militärische Operationen entwarfen, denen die vom damaligen Verteidigungsminister und späteren Präsidenten Ramon Magsaysay (1953-57) befehligten philippinischen Streitkräfte (AFP) das Rückgrat einzogen.

Konterrevolutionäre Gegenseitigkeit – drastisch aufgestockte Militäretats

Diese Erfahrungen wurden in Vietnam „durchgespielt“, wie denn auch die dort vorgenommenen „Verfeinerungen“ neuerlich auf dem Archipel zur Anwendung gelangten. In diesem Sinne lieferten die Philippinen und Südvietnam ein Lehrstück gegenseitiger Konterrevolution. Jahrelang befassten sich amerikanische Sozialwissenschaftler und Militärstrategen intensiv mit dem Problem, wie die „Huk-Erfahrungen“ für Südvietnam und umgekehrt die dort gesammelten „Vietcong-Erfahrungen“ für die Philippinen der 1970er-Jahre optimal – d.h. im Sinne amerikanischer Außen- bzw. Sicherheitspolitik – umgesetzt werden konnten.

Bereits 1969 hatte das US-Senatskomitee für Auswärtige Angelegenheiten unter Vorsitz von Senator Stuart Symington einen Ausschuss zur Untersuchung amerikanischer Sicherheitsabkommen und Verpflichtung in Übersee gebildet. Der so entstandene Symington Report enthielt u.a. bemerkenswerte Passagen über die Verhältnisse in den Philippinen. Zitiert wurden darin Auszüge des Roces Committee des philippinischen Abgeordnetenhauses, wonach JUSMAG-Chef General George Pickett Order gegeben hatte, „die AFP unter die Befehlshoheit der JUSMAG zu stellen, dabei die Tatsache übersehend, dass die AFP nicht Teil der amerikanischen Armee sind“. „Mit anderen Worten“, so resümierte Senator Symington, „wir zahlen der philippinischen Regierung Gelder, um uns vor dem philippinischen Volk zu schützen, das die Amerikaner nicht mag.“

1947 hatten die philippinischen Militärausgaben knapp 80 Millionen Peso betragen – nach damaligem Umrechnungskurs 40 Millionen US-Dollar. 1952 machten sie 142 Millionen aus und kletterten im Jahre 1959, nachdem der Huk erklärtermaßen das Rückgrat gebrochen worden war, auf annähernd 192 Millionen Peso. Im ersten Haushaltsjahr der Marcos-Administration (1966/67) erreichten die Militärausgaben bereits beachtliche 366 Millionen Peso und schossen im Haushaltsjahr 1969/70 auf 670 Millionen.

Besuchs- und Ausbildungsprogramme für philippinische Offiziere an renommierten US-Militärakademien wie West Point und Fort Bragg wurden arrangiert. Um das Zusammenspiel der Teilstreitkräfte untereinander effizienter zu gestalten, wurden die AFP mit modernem Kommunikations- und nachrichtendienstlichem Gerät ausgestattet. Gleichzeitig bemühte sich die Marcos-Regierung, den ausgeprägten regionalistischen Unterschieden einen Riegel vorzuschieben, indem die Kommandohöhen mit Offizieren aus verschiedenen Landesteilen besetzt und somit eine delikate Balance hergestellt wurde, die sich später zur Herrschaftssicherung als vorteilhaft erweisen sollte.

Durch all diese Schritte wurde nicht nur eines der entscheidendsten Instrumente des Staatsapparates gestrafft. Die praktischen Erfahrungen im Rahmen der Civic-Action-Programme sowie die durch systematische Trainingskurse vermittelten Managementmethoden und Führungseigenschaften auch und gerade im Bereich infrastruktureller Projektbetreuung qualifizierten das Militär für die Wahrnehmung erweiterter staatstragender Funktionen, die sich für zentralistische wirtschaftspolitische Richtlinien instrumentalisieren ließen. Flankiert wurden diese neu erworbenen Qualifikationen durch militärische Einsätze gegen Bauern, Arbeiter und Studenten in Stadt und Land, deren Unmut sich häufig in Widerstands- und Protestaktionen Bahn gebrochen hatte.

Gleichermaßen gestärkt wurden die Polizeieinheiten. 1966 wurde zwischen Malacañang und der US-Botschaft in Manila ein Programm erarbeitet, wonach die polizeilichen Ausbildungsfunktionen von der Amerikanischen Internationalen Entwicklungsbehörde (USAID) wahrzunehmen waren. Unter der Kategorie „technische Hilfe“ finanzierte die USAID beispielsweise das Büro für Öffentliche Sicherheit (OPS), welches maßgeblich an der „Umgestaltung, Finanzierung und Ausbildung des philippinischen Polizeiapparates in den Philippinen wie in den USA (…) beteiligt war“. Im Dezember 1966 wurde Frank E. Walton, gerade aus Südvietnam zurückgekehrt, USAID/OPS-Teamleiter. In Saigon (heute Ho-Chi-Minh-Stadt) hatte Walton für den Aufbau und die Reorganisierung der südvietnamesischen Polizeikräfte verantwortlich gezeichnet – eines umfassenden CIA-Plans, die politische Infrastruktur der NLF (Nationalen Befreiungsfront) aufzulösen. Ihm zur Seite standen Personen mit ähnlichen Erfahrungen aus Brasilien und Äthiopien. Hinzu kamen philippinische Geheimdienstoffiziere, welche die CIA während der Huk-Bekämpfung trainiert hatte und die zwischenzeitlich selbst Experten auf dem Gebiet der Gegenspionage in und um Saigon geworden waren.

Der im Februar 1967 von der Walton-Gruppe fertiggestellte Bericht führte zur Einbindung des AID/OPS-Programms in dasjenige von CORDS (Civil Operations and Rural Development Support), dessen philippinische Variante personell mit „alten Hasen“ aus Südvietnam bestückt wurde. Mit Thomas Rose und Richard Kriegel traten Männer an dessen Spitze, die zuvor Chef der AID-Administration in Saigon beziehungsweise CORDS-Berater in der Provinz Bin Dinh gewesen waren. Dort waren sie eingebettet in „Befriedungs“programme wie Operation Phoenix, das seinerseits „selektiven Gegenterror“ (CT) beinhaltete, um gezielt NLF-Kader „auszumerzen“ – eine letztlich fehlgeschlagene Strategie, weil sie sich nach Ansicht kritischer Insider als „too little, too late“ erwies und die Masse der ländlichen südvietnamesischen Bevölkerung nie zu erreichen vermochte.

Außerdem war seit Ende der 1960er- / Anfang der 1970er-Jahre mit dem Aufbau eines integrierten städtischen „Aufruhrbekämpfungs“-Instruments begonnen worden, das schließlich im Großraum Manila als Hauptstadt-Kommando (Metropolitan Command, Metrocom) konkrete Gestalt annahm. Bis zu Beginn der 1970er-Jahre sind ferner auf amerikanische Initiative neun regionale Polizeiausbildungsakademien errichtet und acht städtische Polizeihauptquartiere, mit technischen Hilfen und kompletten Trainingsprogrammen versehen, geschaffen worden. Bis zum Sommer 1971 waren auf diese Weise 10.540 Polizisten, 60 Techniker und knapp 1.900 Radiofachleute ausgebildet worden.

Unterstützung seitens des Big Business

Für die Durchsetzbarkeit der exportorientierten Entwicklungsstrategie war die Unterstützung bedeutsamer Teile der Geschäftswelt vonnöten. Der traditionelle Exportsektor, jene Unternehmen, die von der Nationalisierung bestimmter Geschäftszweige auf Kosten der Chinesen (z.B. Handel) profitierten, sowie die mit ausländischem Kapital liierten Firmen versprachen sich von der neuen Politik eine institutionell abgesicherte Wahrung ihrer Interessen. Teile der nationalen Bourgeoisie bezogen eine abwartende Position, während andere, der sich nationalistisch gebenden Regierungspropaganda Glauben schenkend, ins Marcos-Lager überschwenkten, vor allem dessen rasche „Schlichtung“ von Arbeitskonflikten schätzten. Politisch drückten diese Entwicklungen eine schleichende Entfremdung von den bestehenden Parteien aus, gegen die der Vorwurf adressiert war, eine engstirnige Politik zu betreiben, sich in endlosen Querelen aufzureiben und einzig persönliche Domänen abzustecken. Demgegenüber galten die mit Marcos verbundenen Technokraten als No-nonsense-Beamte, als kompetent und parteipolitisch nicht ambitioniert. Sie fanden in Marcos und dieser in ihnen die kongeniale Entsprechung.

Gleichzeitig entstanden mehrere Management- und Verwaltungsfachschulen – so das College of Business Administration, das College of Public Administration an der University of the Philippines und das Asian Institute of Management. Die Lehrpläne hatten US-amerikanische Professoren entworfen und wurden zum Teil von ihnen selbst abgewickelt. Hatten diese Einrichtungen die für die Durchsetzung der neuen Politik erforderlichen Fachkräfte auszubilden, so leitete die Regierung Ende der 1960er-Jahre einen darüber hinausgehenden Schritt ein. Der vom Präsidenten eingesetzten Kommission zur Untersuchung des Ausbildungswesens oblag die „umfassende Bestandsaufnahme des (…) Erziehungssystems, um festzustellen, ob und inwieweit es im Sinne der nationalen Entwicklungsziele relevant war“.

Es ging darum, eine Umorientierung im Ausbildungssektor mit Blick auf die avisierten infrastrukturellen Großprojekte (z.B. Auf- und Ausbau von Straßen, Brücken, Häfen und Kommunikationssystemen) vorzubereiten. Dies musste Papier bleiben, solange nicht ein zur Umsetzung dieser Projekte herangebildeter Kader bereitstand. Die o.g. Untersuchungskommission folgte einem ökonomischen wie politisch-ideologischen Kalkül. Geänderte Curriculum-Pläne ebneten einer Umorientierung der Intelligenz den Weg, was seinerzeit hitzige Campus-Debatten entfachte, in denen das Gros der Studenten aus seinen antiimperialistischen Sentiments keinen Hehl machte. In ihren Augen bestand zwischen der ideologischen Manipulation und des auf den Schlachtfeldern Indochinas verübten Genozids ein struktureller Zusammenhang. Neben den Bauern und städtischen (Transport)Arbeitern bildeten gerade Studenten die schärfsten Gegner und Kritiker der Marcos-Regierung.

Um den neuen Kurs und die sie begleitende Ideologie wirksam in Schlüsselpositionen staatlicher Macht zu verankern, erhielten die Technokraten Zug um Zug erweiterte Kompetenzen, die vormals von Politikern wahrgenommen wurden. Marcos’ Wirtschaftscredo – verstärkte Abhängigkeit von Auslandsinvestitionen; Ermunterung des Freihandels; Beseitigung von Restriktionen für die internationale Geschäftswelt; Aufnahme umfangreicher Auslandsdarlehen; ungehinderte Profittransfers; Reallohnsenkungen etc. – wurde sukzessive umgesetzt und durch die einflussreichsten Unternehmensvereinigungen gutgeheißen.

Sämtliche militärischen, wirtschaftlichen, politischen, administrativen und ideologischen Faktoren zusammengenommen markierten eine Rationalisierung und Zentralisierung staatlicher Herrschaft, die für die Rahmenbedingungen der neuen Politik wie für die Sicherung der materiellen Basis der herrschenden Klassen konstitutiv waren.

Natürlich geschah dies nicht über Nacht. Ihr Aufbau vollzog sich schrittweise und systematisch und verlieh der Regierung Glaubwürdigkeit und Anziehungskraft. Wie keinem Präsidenten vor ihm glückte Marcos immerhin im Jahre 1969 die Wiederwahl. In Verbindung mit der von Washington aufgrund der Indochina-Ereignisse avisierten militärstrategischen Kräfteumgruppierung in der Region begründeten die oben genannten Faktoren jene „eisernen“ Voraussetzungen für ein Entwicklungsmodell, das sich schließlich 1972 relativ reibungslos des Kriegsrechts zur „prophylaktischen Immunisierung“ von Protest und Widerstand bedienen konnte.

Sozialökonomische Implikationen

Hatten Marcos’ Vorgänger die vormals bestandenen Devisen- und Importbeschränkungen gelockert, so ging seine Regierung einen Schritt weiter. 1967 wurde im Kongress das Investitionsförderungsgesetz verabschiedet, nach dem der Anteil ausländischen Kapitals an lokalen Unternehmen 40 Prozent nicht überschreiten sollte. Unklar blieb, wie dies bei den vornehmlich US-beherrschten Erdölraffinerien, Bergwerksgesellschaften, Außenhandelsfirmen etc. zu realisieren war. Mittels geschickter nationalistischer Rhetorik vermochten Marcos und seine Technokraten die Aufnahme einer Sonderklausel in dieses Gesetz einzufügen, wonach ausländische Investoren auch dann noch 100-prozentige Kapitaleigner sein konnten, wenn sie bekundeten, innerhalb eines Jahrzehnts nach Registrierung der betreffenden Firmen Aktien an Filipinos zu veräußern.

Das kurz darauf ratifizierte Exportförderungsgesetz befürwortete gar einen 55-prozentigen Kapitalanteil ausländischer Firmen in der Export- und einen 100-prozentigen Anteil in sogenannten Pionierindustrien. Auf der Halbinsel Bataan (unweit von Manila gelegen) entstand die landesweit erste Freihandels- und Exportproduktionszone Mariveles, in der philippinische Steuergesetze nur bedingt griffen. Ihr folgten bald ähnliche Zonen in Baguio City, auf Mactan sowie in Davao City.

Vormals für den Inlandbedarf produzierte Verbrauchsgüter verknappten sich und mussten – abwertungsbedingt – durch verteuerte Importe ausgeglichen werden. Eine expansive Geldpolitik der Zentralbank und die Überbetonung infrastruktureller Großprojekte taten ein Übriges, um über die Inflation die Kosten der Exportorientierung auch auf philippinische Klein- und Mittelbetriebe abzuwälzen. Um aber die auf Export abgestellte Wirtschaft wettbewerbsfähig zu halten, war Manila darauf angewiesen, den Außenhandelswert des Pesos zur Ankurbelung des Handels niedrig zu halten.

Gegenüber 1961-65 erhöhte sich das Haushaltsdefizit in den folgenden fünf Jahren um 72 Prozent. Dies war wesentlich Ausdruck ehrgeiziger Infrastrukturprogramme, für die in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre im Vergleich zur ersten um 92 Prozent gestiegene Finanzmittel alloziert wurden. Geöffnet hatte sich auch die Schere zwischen Investitionen und Spareinlagen: Nach einem jährlichen Überschuss bei Spareinlagen (1961-65) stellte sich ein Investitionsüberhang von durchschnittlich 294,2 Millionen Peso (1966-70) ein. Diese Veränderungen spiegelten sich in jährlich drastisch gestiegenen Haushaltsdefiziten wider – von 22 Millionen (1961-65) auf 213,6 Millionen US-Dollar (1966-70). Das führte innerhalb der letztgenannten Zeitspanne zu einer kurzfristigen öffentlichen Verschuldung um 100 Prozent und einer 84-prozentigen Zunahme der Auslandsverschuldung von 447 Millionen auf 822 Millionen US-Dollar.

Dieses Muster blieb in der Folgezeit bestimmend: Die „öffentliche Hand“ trieb die kurzfristigen Schulden zwischen 1966-70 und 1971-75 nochmalig um das Doppelte in die Höhe, während die Auslandsschuldenlast im Vergleichszeitraum gar von 822 Millionen auf 2,586 Milliarden US-Dollar wuchs. Finanzlöcher wurden zunehmend durch Auslandskredite gestopft. Diese Darlehen wurden den politisch aufs engste mit der Regierung verflochtenen privaten Geschäftsleuten überantwortet (cronyism), die damit sowohl eigene, vornehmlich im Exportbereich angesiedelte Firmen aufbauten oder sich, was weitaus häufiger geschah, mit dem Auslandskapital liierten. Die Unterscheidungslinien zwischen Staat, Regierung, bestimmten lokalen (d.h. Marcos politisch nahestehenden) Großgrundbesitzern wie Geschäftsleuten und ausländischem Kapital wurden zunehmend verwischt.

1970 veröffentlichte die Wirtschaftsplanungsbehörde des Kongresses (CEPO) Daten, welche die Einkommensverteilung im Lande als extrem unausgeglichen auswiesen. Danach bezogen 1948 zehn Prozent der Familien 30 Prozent, 1961 aber schon 46 Prozent des Nationaleinkommens. 1965 besaßen fünf Prozent der Spitzenverdiener so viel wie die am untersten Ende der Skala angesiedelten 60 Prozent. Im Jahre 1956 hatte das untere Fünftel der Familien 4,5 Prozent der Einkommen auf sich vereinigt, während ihr Anteil 1965 auf 3,5 Prozent schrumpfte.

Der Anteil von Landbesitz unter Pacht, der vor 1946 35 Prozent und 1948 37 Prozent betragen hatte, war im Jahre 1970 auf 52 Prozent hochgeschnellt – trotz Verabschiedung erlassener Landreformgesetze. Nach den im Jahre 1960 erhobenen Landwirtschaftsstatistiken waren 63 Prozent der Reispflanzer Kleinpächter, welche im Durchschnitt 2,6 Hektar Land bestellten. 1963 gab es unter der damals 27 Millionen Einwohner zählenden Bevölkerung acht Millionen Kleinpächter. Mitunter mussten sie dem Grundbesitzer bis zu 75 Prozent der Ernteerträge abführen.

Das 1963 verabschiedete Landreformgesetz (ALRC) unter Diosdado Macapagal, Marcos‘ Amtsvorgänger, sollte das Los der Bauern durch eine Reduzierung der Landpacht auf 25 Prozent verbessern. Die Landbehörde gelangte jedoch später zu der Feststellung, dass bis 1969 lediglich 13.377 Pächter aus dem Millionenheer tatsächlich eine nur 25-prozentige Landpacht entrichteten. Das Landreformgesetz hatte sich aufgrund vielfältiger Machinationen der dominierenden Großgrundbesitzerklasse als Flop erwiesen. Die Landfrage blieb ein innenpolitisch pressierendes Thema, deren Lösung zum „Eckpfeiler“ der mit dem Kriegsrecht verkündeten „Neuen Gesellschaft“ erkoren wurde.

Titelbild: Mirt Alexander/shutterstock.com

(Auszug von RSS-Feed)

Videohinweise am Samstag

28. Februar 2026 um 08:00

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Hier finden Sie in der Regel am Mittwoch und am Samstag einen Überblick über interessante Videobeiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie anschauen wollen. Die Videohinweise sind auch auf unserer YouTube-Seite als spezielle Playlist verfügbar. (CG: Christian Goldbrunner)

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Oskar Lafontaine: Man kann eine Atommacht nicht besiegen!
  2. Medienmanipulation im Ukraine-Krieg: Glenn Diesen im UN-Sicherheitsrat
  3. Ist ein Krieg mit Iran unvermeidlich? | Chas Freeman über den US-Militäraufbau
  4. Professor John Mearsheimer versucht, unseren Kriegsbefürwortern, […] Vernunft einzureden
  5. „Eklatantes Kriegsverbrechen“: Untersuchung rekonstruiert Massaker Israels von 2025 und Vertuschung von 15 Hilfsarbeitern im Gazastreifen
  6. Die USA setzen Hunger als Waffe ein, um Kuba zu Fall zu bringen
  7. Bundespressekonferenz: Die Gasspeicher sind so leer wie lange nicht mehr
  8. Medien, Macht und Manipulation – Joe Lauria | Deutsch
  9. NATO in der Krise – USA drohen der EU, transatlantisches Bündnis wankt?
  10. Krumme Pandemiedeals | Prof. Homburg
  11. Kabarett, (Real-)Satire, Comedy und Co.

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht automatisch, dass wir mit den Aussagen der jeweils zitierten Beiträge anderer Medien einverstanden sind. Verantwortlich für die Richtigkeit der zitierten Aussagen sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Sie können uns bei der Zusammenstellung der Videohinweise unterstützen, indem Sie interessante Fundstücke an die Adresse [email protected] schicken. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Oskar Lafontaine: Man kann eine Atommacht nicht besiegen!
    Der Mensch muss zunächst leben, erst dann kann er frei sein. Umgekehrt geht es nicht. Wer nicht mehr lebt, kann auch nicht mehr frei sein, mahnt Oskar Lafontaine für ein Ende des Ukraine-Krieges mit hunderttausenden Toten und Verletzen. „Wer sagt, Russland muss besiegt werden, hat keinen Verstand. Man kann eine Atommacht nicht besiegen!“
    Das BSW ist – leider – die einzige Partei, die nicht für Krieg und Aufrüstung ist, erinnert Oskar Lafontaine in seiner Rede in Alzey. CDU und SPD sind bekanntermaßen für Aufrüstung, die Grünen zwischenzeitlich die Schlimmsten beim Trommeln für Waffenlieferungen und Krieg. Auch die AfD ist keine Friedenspartei, sie ist für massive Aufrüstung und unterstützt den Krieg Israels gegen die Palästinenser. Die Linke unterstützt ebenfalls die Aufrüstung und hat im Bundesrat für das 500-Milliarden-Paket von Kanzler Merz gestimmt.
    Wenn man eine halbe Billion Euro für Rüstung ausgibt, dann fehlt das Geld überall, ob bei Bildung, Kita oder sozialem Wohnungsbau. Alle Parteien im Bundestag sind Aufrüstungsparteien und damit auch Sozialabbauparteien!
    Quelle: BSW Bund, 25.02.2026

    Oskar Lafontaine [Auszüge transkribiert, CG]: „Aber viele glauben noch, die AfD sei nicht für Aufrüstung. Das ist ein großer Irrtum. Die AfD hat richtigerweise den Ansatz zu sagen, wir müssen in der Ukraine zum Frieden kommen und sie unterstützt nicht den Krieg in der Ukraine, aber sie ist für Aufrüstung. Alice Weidel hat auch unterstützt 5 Prozent unserer Wirtschaftsleistung für Rüstung. Das ist völlig unmöglich. und sie unterstützten eben auch den Krieg Israels gegen Palästinenser. Sie sind also keine Friedenspartei. Auch die AfD ist für Rüstung und Krieg. Das muss man wissen, sonst trifft man eine falsche Entscheidung. Und dasselbe gilt für die Linke, für die Partei, der ich auch eine Zeit lang eben meine Energie und so gegeben habe, um sie aufzubauen und um sie eben wieder zu positionieren. Die Linke, die lange Zeit eine absolute Antikriegspartei war, unterstützt jetzt auch die Aufrüstung. Zwar redet sie im Bundestag ganz anders, aber im Bundesrat haben sie die 500 Milliarden für Aufrüstung alle unterstützt. Das ist unmöglich!“ […] „Wenn ich also an einer Stelle sehr, sehr viel Geld ausgebe, dann kann ich das an der anderen Stelle eben nicht auch noch ausgeben. Und deswegen sind alle Aufrüstungsparteien, das sind alle Parteien im deutschen Bundestag, sie sind auch Sozialabbauparteien.“

  2. Medienmanipulation im Ukraine-Krieg: Glenn Diesen im UN-Sicherheitsrat
    Professor Glenn Diesen spricht im UN-Sicherheitsrat: „Die Informationsdimension der ukrainischen Krise: Wie Mediennarrative Konflikte formen“
    Prof. Glenn Diesen auf X [LINK]
    Original Video [LINK]
    Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated.
    Quelle: Glenn Diesen Deutsch, 23.02.2026

  3. Ist ein Krieg mit Iran unvermeidlich? | Chas Freeman über den US-Militäraufbau
    In diesem aufsehenerregenden Interview analysiert der ehemalige US-Diplomat Chas Freeman den massiven militärischen Aufbau der USA in Westasien und ob ein Krieg mit dem Iran unvermeidlich wird. Geht es in dieser Konfrontation um das iranische Atomprogramm – oder ist ein Regimewechsel das eigentliche Ziel?
    Wir diskutieren: Die wachsende US-Militärpräsenz im Persischen Golf und in Westasien // Israels langjährige Strategie, Washington in regionale Kriege zu drängen // Ob Irans Abschreckungsdoktrin standhalten kann, falls der Konflikt direkt zwischen den USA und Iran ausbricht // Spaltungen innerhalb der US-Elite über Atombegrenzung versus Regimewechsel // Die mögliche Rolle Russlands und Chinas im Falle eines Krieges // Wie Entwicklungen in Syrien das regionale Kräfteverhältnis verändern könnten
    Während die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten, Iran und Israel zunehmen, untersucht dieses Gespräch die strategischen Kalkulationen hinter der Rhetorik – und was ein regionaler Krieg für die globale Ordnung bedeuten könnte. Diese Diskussion folgt auf unsere jüngsten Interviews über das US-Imperium, Sanktionen und die Geopolitik Westasiens – und setzt unsere Bemühungen fort, ernsthafte, unabhängige Analysen jenseits der Mainstream-Narrative zu bieten.
    Themen: Iran-Krieg, US-Außenpolitik, Israels Strategie, Regimewechsel, Atomprogramm, Reaktionen Russlands und Chinas, Syrienkonflikt, Geopolitik Westasiens.
    India & Global Left Substack [LINK]
    Original Video [LINK]
    Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated.
    Quelle: India & Global Left Deutsch, 25.02.2026

    The Suicidal Folly of a War with Iran
    Read the article [LINK]
    [Automatisierte Youtube-Übersetzung der Videobeschreibung]
    [Automatisch synchronisiert: Audiotracks für einige Sprachen wurden automatisch erstellt. Audiospur – abhängig vom Standort – auswählbar über den Internet-Browser durch Klick auf das “Zahnrad” oder bei mobilen Endgeräten über die Youtube-App]
    Quelle: The Chris Hedges YouTube Channel (312.000 Abonnenten), 24.02.2026

  4. Professor John Mearsheimer versucht, unseren Kriegsbefürwortern, […] Vernunft einzureden
    Professor John Mearsheimer versucht, unseren Kriegsbefürwortern, die Fakten und Realität zugunsten von Gut-gegen-Böse-Erzählungen ablehnen, Vernunft einzureden. Hätten die Regierungen 2014 auf Mearsheimer gehört, hätte es niemals einen Krieg gegeben. Konflikte lassen sich nicht lösen, wenn der Versuch, die Ursachen anzugehen, verleumdet und zensiert wird.
    [Automatisierte Übersetzung via Google auf X]
    Quelle: Glenn Diesen via X

    Prof. John Mearsheimer attempts to knock some sense into our war enthusiasts who reject evidence and reality in favour of narratives of good guys vs bad guys. If governments had listened to Mearsheimer in 2014, there would never have been a war. Conflicts cannot be resolved if… pic.twitter.com/4N9tH7PkA8

    — Glenn Diesen (@Glenn_Diesen) February 27, 2026

  5. „Eklatantes Kriegsverbrechen“: Untersuchung rekonstruiert Massaker Israels von 2025 und Vertuschung von 15 Hilfsarbeitern im Gazastreifen
    “Flagrant War Crime”: Investigation Recreates 2025 Israeli Massacre, Cover-Up of 15 Gaza Aid Workers
    Es ist fast ein Jahr her, seit israelische Streitkräfte 15 palästinensische Sanitäter und Helfer in einem brutalen zweistündigen Massaker an einem Fahrzeugkonvoi im Süden Gazas getötet haben. Israelische Soldaten hatten versucht, dies zu vertuschen, indem sie die Leichen in einem flachen Massengrab verscharrten und die Rettungsfahrzeuge mit schweren Maschinen zermalmten, aber eine neue Untersuchung von Forensic Architecture und Earshot hat eine minutengenaue Rekonstruktion der Ereignisse erstellt. Lawrence Abu Hamdan, Direktor von Earshot, der Audioaufnahmen aus Videoaufnahmen zusammen mit Zeugenaussagen analysierte, bezeichnet die Reaktion Israels auf den Angriff als „Behinderung der Justiz”. Er sagt: „Es gibt keinen Grund, warum die israelische Armee mit all ihren GPS-Koordinaten und ihren Drohnen am Himmel diese interne Untersuchung nicht mit einer viel höheren Auflösung hätte durchführen können, als wir es getan haben.”
    [Automatisierte Übersetzung der Videobeschreibung]
    Quelle: Democracy Now!, 26.02.2026

    Will Starmer arrest British-Israeli soldiers returning from Gaza?
    More than 2,000 Britons served in the Israel Defence Forces (IDF) during the Gaza genocide, it can be revealed.
    The information was obtained by Declassified via a Freedom of Information request issued to the IDF by lawyer Elad Man from the NGO Hatzlacha.
    The data outlines the number of people with dual and multiple nationalities who were IDF service members as of March 2025.
    It shows how 1,686 British-Israelis and a further 383 people with British, Israeli, and another nationality served in the IDF amid the annihilation of Gaza.
    They were among over 50,000 IDF soldiers with Israeli and at least one other nationality.
    The largest cohorts come from the US, Russia, Ukraine, France, and Germany.
    Prior to this, data was only available on the number of Britons without Israeli citizenship serving in the IDF, so-called lone soldiers, a figure that was as low as 54.
    The revelation that far more UK passport holders served in the IDF will raise serious legal questions for the British authorities, which have thus far failed to prosecute any citizens returning home after fighting in Gaza.
    Read more [LINK]
    Quelle: Declassified UK (223.000 Abonnenten), 25.02.2026

  6. Die USA setzen Hunger als Waffe ein, um Kuba zu Fall zu bringen
    USA is using hunger as a weapon to try to collapse Cuba
    Die Regierung von Donald Trump hat eine extreme Ölblockade verhängt, um Kuba daran zu hindern, Treibstoff aus anderen Ländern zu beziehen. Marco Rubio will die Wirtschaft zum Zusammenbruch bringen und Millionen Zivilisten hungern und leiden lassen, um die revolutionäre kubanische Regierung zu stürzen. Ben Norton erklärt die monströse Geschichte des US-Imperialismus und seiner Belagerung Kubas.
    Themen: 0:00 US-Ölblockade gegen Kuba 1:09 USA hungern kubanische Frauen und Kinder aus 2: 23 Interview mit einer kubanischen Mutter 3:57 Rechtsextreme Kongressabgeordnete aus Miami 4:40 Schließung der freien Universitäten Kubas 5:41 US-Blockade ist illegal 6:06 Trump droht mit Zöllen für Ölverkäufer 6:40 US-Imperium greift internationales Recht an 7:48 US-Krieg gegen die kubanische Revolution 8:08 Ziel: „Hunger, Verzweiflung und Sturz“ 9:29 Trumps Krieg gegen Kuba 10:25 (CLIP) Marco Rubio will einen Regimewechsel 10:58 Marco Rubio, Oberkriegstreiber 12:42 Die Mafia von Miami will Kuba ausbeuten 13:16 Narco Rubios Verbindungen zum Drogenhandel 15:12 Die Trump-Regierung greift Kuba an 16: 13 Trumps Dekret zu Kuba 17:05 Von der Monroe-Doktrin zur Donroe-Doktrin 17:57 Russland verspricht, Kuba Öl zu liefern 18:43 USA beschlagnahmen Öltanker 19:26 (CLIP) Trump verspricht, Öltanker zu stehlen 20:09 China unterstützt Kuba 21:30 Handel zwischen den USA und China 22:01 Wird Brasilien Kuba helfen? 22:34 Mexiko ist in einer schwierigen Lage 23:35 US-Angriff auf Venezuela 24:26 Die Welt lehnt das US-Embargo ab (UN-Abstimmung) 26:12 USA drohen mit sekundären Sanktionen 27:28 Wie das Embargo funktioniert 29:24 Errungenschaften der kubanischen Revolution 30:56 Extremistische Kongressabgeordnete aus Miami 31:36 US-Politiker fordern, Kuba zu ersticken 32:06 Kolonialisierung durch US-Unternehmen 33:33 US-Imperialismus 34:24 Outro
    Geopolitical Economy Report auf X [LINK]
    Ben Norton auf X [LINK]
    [Automatisierte Youtube-Übersetzung der Videobeschreibung]
    [Automatisch synchronisiert: Audiotracks für einige Sprachen wurden automatisch erstellt. Audiospur – abhängig vom Standort – auswählbar über den Internet-Browser durch Klick auf das “Zahnrad” oder bei mobilen Endgeräten über die Youtube-App]
    Quelle: Geopolitical Economy Report (Ben Norton), 14.02.2026

    Kuba tötet vier Exilanten, die versuchten, mit einem Boot auf die Insel „einzudringen“, während die „mittelalterliche Belagerung“ Kubas durch die USA weitergeht
    Cuba Kills 4 Exiles Trying to “Infiltrate” Island by Boat as U.S. “Medieval Siege” of Cuba Continues
    Kubanische Auswanderer auf einem in den USA registrierten Schnellboot versuchten, unbemerkt nach Kuba einzureisen, wurden jedoch am Mittwoch in kubanischen Gewässern von der Grenzpolizei gestellt. Nach Angaben des kubanischen Innenministeriums schossen die kubanischen Staatsangehörigen auf dem Schnellboot auf die Grenzbeamten, die daraufhin das Feuer erwiderten – dabei wurden vier Männer getötet und sechs verletzt. Dies geschieht zu einer Zeit, in der die Blockade der Trump-Regierung bei der Lieferung von Treibstoff eine schwere humanitäre und wirtschaftliche Krise in Kuba ausgelöst hat, die die Auswirkungen des seit 1962 bestehenden US-Wirtschaftsembargos noch verschärft. Als Reaktion auf die sich verschärfende humanitäre Krise organisieren Aktivisten eine Flotte, um Hilfsgüter auf die Insel zu bringen. „Wir dürfen nicht zulassen, dass wir zu den Tagen der Kanonenbootdiplomatie zurückkehren, in denen die USA glauben, dass sie souveräne Nationen verletzen und die Vorherrschaft über die Hemisphäre erlangen dürfen“, sagt Medea Benjamin, Mitbegründerin von CodePink, die an der Flottille teilnimmt. „Dies sind souveräne Länder. Wir müssen sie in Ruhe lassen.“
    [Automatisierte Übersetzung der Videobeschreibung]
    Quelle: Democracy Now! (3,21 Mio. Abonnenten), 26.02.2026

  7. Bundespressekonferenz: Die Gasspeicher sind so leer wie lange nicht mehr
    – die Bundesregierung in Form des Bundeswirtschaftsministeriums gibt sich auf Nachfrage gelassen und verwehrt sich gegen Kritik – doch die Zahlen sprechen gegen sie… “Der Markt” regelt halt doch nicht alles…
    Quelle: Florian Warweg, 26.2.2026 via X

    #Bundespressekonferenz: Die Gasspeicher sind so leer wie lange nicht mehr – die Bundesregierung in Form des @BMWE_ gibt sich auf Nachfrage gelassen und verwehrt sich gegen Kritik – doch die Zahlen sprechen gegen sie… "Der Markt" regelt halt doch nicht alles… pic.twitter.com/bnx5jgKXfJ

    — Florian Warweg (@FWarweg) February 26, 2026

  8. Medien, Macht und Manipulation – Joe Lauria | Deutsch
    Dieses Interview wurde für die deutsche Fassung mit Unterstützung von KI synchronisiert, um es einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
    Die englische Originalversion finden Sie hier [LINK]
    Ist der Westen noch eine Demokratie – oder längst ein Imperium im Abstieg?
    Joe Lauria analysiert die Rolle der USA in Ukraine, Gaza und im globalen Machtkampf – und stellt eine entscheidende Frage:
    Wird die Meinungsfreiheit im Westen systematisch eingeschränkt, um geopolitische Narrative zu schützen?
    Im Gespräch geht es um:
    – Die Gründung von Consortium News und den Iran-Contra-Skandal
    – Russiagate als politisches Konstrukt
    – Die Rolle der USA beim Maidan-Putsch 2014
    – Ukraine als Stellvertreterkrieg gegen Russland
    – Informationskrieg, Zensur und Repression gegen Journalisten
    – Der Niedergang des Dollars und die BRICS-Staaten
    „They needed Russia to invade.“
    Wenn geopolitische Interessen als moralische Mission verkauft werden, verschwimmt die Grenze zwischen Information und Propaganda.
    Und wenn alternative Medien unter Druck geraten, steht mehr auf dem Spiel als nur eine politische Debatte.
    Lauria fordert:
    – Professionalisierung unabhängiger Medien
    – Historischen Kontext statt Narrative
    – Verteidigung der Pressefreiheit gegen staatliche Einflussnahme
    Ein Gespräch über Imperium, Propaganda, Multipolarität und Demokratie.
    Quelle: Patrik Baab, 26.02.2026

    Anmerkung CG: Sicher ist es nur ein Versehen, dass Baab die Website der ‘Consortium News’ [LINK] übersehen hat zu verlinken, wie es sonst übliche und faire Praxis ist unter unabhängigen Medien.

  9. NATO in der Krise – USA drohen der EU, transatlantisches Bündnis wankt?
    Ein neues transatlantisches Kräftemessen bahnt sich an – und diesmal geht es nicht um Zölle, Handelskriege oder Technologieverbote. Es geht um Panzer, F-35-Kampfjets, Raketensysteme und Milliarden in europäischen Verteidigungsverträgen. Laut Politico betreibt das Pentagon derzeit intensive Lobbyarbeit bei der Europäischen Kommission gegen eine mögliche „Buy European“-Initiative bei der EU-Rüstungsbeschaffung. In einer schriftlichen Stellungnahme warnte Washington, dass die USA Vergeltungsmaßnahmen ergreifen könnten, falls Brüssel versuchen sollte, amerikanische Rüstungsunternehmen aus dem Markt zu drängen. Das ist keine diplomatische Sprache – das ist eine Warnung. Europa ist derzeit stark von amerikanischer Militärtechnik abhängig – von der F-35 Lightning II von Lockheed Martin bis hin zu HIMARS-Startsystemen und MIM-104-Patriot-Systemen. Fast zwei Drittel der EU-Waffenimporte stammen aus den Vereinigten Staaten. Angesichts der Unsicherheit über das langfristige Engagement der USA unter Donald Trump sprechen europäische Staats- und Regierungschefs jedoch zunehmend von „strategischer Autonomie“. Die Frage ist einfach: Kann sich Europa wirklich vom amerikanischen militärisch-industriellen Komplex abkoppeln?
    In diesem Video analysieren wir: Warum das Pentagon mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die Verteidigungspolitik der EU droht // Den tatsächlichen Einfluss, den Washington auf Brüssel hat // Ob Europa realistisch gesehen die Waffensysteme der USA ersetzen kann // Wie die NATO-Politik die „Buy European“-Bewegung erschwert // Warum industrielle Souveränität schwieriger ist, als es klingt // Das Paradoxon ist auffällig: Washington fordert Europa auf, mehr für Verteidigung auszugeben – warnt aber davor, dabei US-Unternehmen zu benachteiligen. Wenn Brüssel zu weit geht, könnten die USA den Zugang europäischer Firmen zu Pentagon-Aufträgen nach den „Buy American“-Regeln einschränken.
    Was also gilt nun? Mehr europäische Verantwortung – oder anhaltende amerikanische Dominanz?
    Lenas Substack [LINK]
    Original Video [LINK]
    Disclaimer: Read by A.I. Voices. Auto-translated.
    Quelle: Weltgeschehen im Kontext – Deutsch, 25.02.2026

  10. Krumme Pandemiedeals | Prof. Homburg
    Die Epsteinfiles enthalten wichtige Informationen zu den Pandemie- und Impfstrategien, die Epstein, Gates und JP Morgan Chase entwickelten. Die Sendung dokumentiert sie und zeigt, wie die WHO als Helfer eingespannt wurde.
    [Umfangreiche Quellenangaben in der Youtube-Videobeschreibung]
    Quelle: Prof. Stefan Homburg (108.000 Abonnenten), 15.02.2026

    Epsteins dunkle Geschäfte | Prof. Homburg
    Die Sendung dokumentiert mit amtlichen Internetlinks Epsteins Netzwerk, das Krisen förderte und zu Geld machte. Diese Fakten wurden bisher meist bestritten, sind jetzt aber wasserdicht. Allerdings berichten die Leitmedien kaum darüber.
    [Umfangreiche Quellenangaben in der Youtube-Videobeschreibung]
    Quelle: Prof. Stefan Homburg, 08.02.2026

  11. Kabarett, (Real-)Satire, Comedy und Co.
    • Causa Manuel Hagel: Die ganze Wahrheit – Küppersbusch TV
      Ein 8 Jahre altes Interview.
      Ein Satz.
      Ein Shitstorm
      Und das mitten im Wahlkampf.
      Was hat CDU-Politiker Manuel Hagel wirklich gesagt? Warum veröffentlicht die Grünen-Abgeordnete Zoe Mayer das Video genau jetzt? Und wer profitiert politisch von der Empörung? In diesem Video analysieren wir nüchtern und detailgenau den aktuellen Fall rund um Hagel, den Sexismus-Vorwurf, die Rolle von Sprache in der Politik und die Dynamik moderner Skandalisierung. Zwischen Wissenschaft, politischer Kommunikation und medialer Wirkungslogik stellt sich eine größere Frage: Wie entstehen eigentlich politische Erregungswellen? Gerade vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg wird deutlich, wie stark Moral, Empörung und Timing strategisch eingesetzt werden können. Es geht um Sexismus, politische Verantwortung, Wahlkampf, aber auch um Manipulation, Kontext und Deutungshoheit. Viel Spaß und gute Unterhaltung!
      0:00 Wer profitiert? 0:14 Das Hagel-Video: Was wirklich gesagt wurde 5:33 Küppis musikalisches Quiz
      Die gezeigten Quellen findet ihr hier [LINK]
      Quelle: Küppersbusch TV, 27.02.2026

    • Überall Rechte!
      “Total von der Rolle” Wahnsinn, Krisen & Satire
      #Satire #BengtKiene #Kabarett #AfD #Menschenrechte #Antifa #BVG #Bibel
      Die Schlinge zieht sich immer mehr zu. Sie sind überall! Nein! Nicht die Aliens. Die Rechten! Sie überschwemmen alle Bereiche unseres Alltags und hindern uns am ‘gut sein’. Eine neue Orientierung muss her. Es muss klar sein, wer auf welcher Seite steht. Wir müssen Lösungen finden. Zur Not handgreifliche. “Nie wieder ist jetzt!”
      Quelle: Bengt Kiene, 25.02.2026

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TICKER | Israels Armee meldet Tod von Ayatollah Chamenei - sieben hochrangige Führer des Irans getötet

28. Februar 2026 um 21:38

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Israel und die USA führen Luftangriffe auf den Iran durch, der Iran reagiert mit Raketenangriffen – auch auf andere arabische Staaten wie Dubai, Kuwait, Bahrain, Katar und Saudi-Arabien. Der Airport Dubai wurde von einer iranischen Drohne getroffen, der Flugverkehr ist eingestellt. Die Schifffahrt in der Straße von Hormus stockt. Internationale Akteure warnen vor weiterer Eskalation.
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Merz kritisiert Iran scharf: Teheran soll sofort die militärischen Schläge einstellen

28. Februar 2026 um 17:27

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Bundeskanzler Merz rief zu Verhandlungen auf und fordert vom Iran ein sofortiges Ende der Angriffe in der Region. Er wirft Teheran unter anderem vor, sein Atomprogramm weiter voranzutreiben und bisherige diplomatische Bemühungen zu unterlaufen. Deutschland sei nicht an den Angriffen beteiligt.
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ZUERST!-Hintergrund: Nach dem Krieg ist vor dem Krieg – Raketen-Wettrüsten im Nahen Osten

28. Februar 2026 um 16:33

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Teheran/Tel Aviv. Die Sicherheitsarchitektur des Nahen Ostens ist fragil. Sie wird zunehmend durch ein komplexes Wettrüsten im Raketenbereich geprägt. Aktuelle Konflikte in der Region verbinden […]

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Israel und die USA greifen den Iran an

28. Februar 2026 um 16:16

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Israel und die USA greifen den Iran an

„Operation Epic Fury“

Ad-hoc-Meldung von Michael Hollister.

In den frühen Morgenstunden des 28. Februar 2026 haben die Vereinigten Staaten und Israel gemeinsame Angriffe auf Iran gestartet. US-Präsident Donald Trump verkündete in einem vorab aufgezeichneten, achtminütigen Video auf Truth Social den Beginn von „major combat operations" - umfangreichen Kampfoperationen - gegen die Islamische Republik. Gleichzeitig bestätigte Israels Verteidigungsminister Israel Katz einen israelischen „Präventivschlag" mit dem erklärten Ziel, Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen. Die US-Operation trägt den Namen „Operation Epic Fury“. Die israelische Operation trägt den Namen „Lion's Roar“.

Was wir wissen

Explosionen wurden in mehreren iranischen Städten gemeldet: Teheran, Qom, Isfahan, Kermanshah, Tabriz, Karaj und in der Provinz Lorestan. Im Zentrum Teherans wurden Detonationen nahe den Büros von Revolutionsführer Ali Chamenei und dem Präsidentenpalast gemeldet. Sicherheitskräfte sperrten das Regierungsviertel ab. Irans staatliche Nachrichtenagentur IRNA bestätigte Einschläge in mehreren Städten. Kommunikationsverbindungen in Teheran waren zeitweise gestört.

Laut Reuters wurde Chamenei aus Teheran an einen „sicheren Ort" gebracht. Sein Aufenthaltsort ist nicht bekannt. Ob Chamenei selbst Ziel der Operation ist, bleibt unklar. Trump hat in seinem Video explizit die IRGC aufgefordert, die Waffen niederzulegen - Chamenei wurde nicht namentlich erwähnt. Iranische Militärquellen lehnten auf Anfrage eine Stellungnahme ab, ob Chamenei oder Präsident Masoud Peseschkian direkt angegriffen wurden. Die Nachrichtenagentur AP berichtete, ein Einschlag habe sich in unmittelbarer Nähe von Chameneis Büros ereignet.

Israels Militär erklärte den landesweiten Ausnahmezustand. Der Luftraum wurde für den zivilen Flugverkehr gesperrt. Schulen, Arbeitsplätze und öffentliche Versammlungen wurden geschlossen. Die Bevölkerung wurde angewiesen, Schutzräume aufzusuchen.

Die Ziele

Trump formulierte die Kriegsziele in seinem Video unmissverständlich: „Wir werden ihre Raketen zerstören und ihre Raketenindustrie dem Erdboden gleichmachen. Wir werden ihre Marine vernichten." Er rief die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) auf, die Waffen niederzulegen und „vollständige Immunität" zu erhalten - oder dem „sicheren Tod" entgegenzusehen.

Netanyahu erklärte, das gemeinsame Ziel der Operation sei es, „die existenzielle Bedrohung durch das Terrorregime im Iran zu beseitigen." Die Aktion werde „so lange dauern, wie nötig." Die Operation richte sich gegen Irans Raketenprogramm, Nuklearanlagen und Marine - und solle, nach Netanyahus eigenen Worten, die Bedingungen schaffen, unter denen das iranische Volk „sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen" könne. Regimewechsel ist damit das erklärte politische Ziel.

Irans Gegenschlag

Iran reagierte schnell und umfassend. Die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) feuerte Raketen auf US-Militärstützpunkte in der gesamten Region. Bestätigte oder gemeldete Ziele: Al-Udeid Air Base in Katar, Al-Dhafra Air Base in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Al-Salem Air Base in Kuwait sowie das Hauptquartier der US-5th-Fleet in Bahrain. Explosionen wurden zudem aus Riad, Saudi-Arabien gemeldet - unklar, ob Einschläge oder abgefangene Raketen.

In Israel heulten Luftschutzsirenen über Tel Aviv, Jerusalem und dem Norden des Landes. Die IDF bestätigte abgefeuerte Raketen aus dem Iran, teilweise auch aus dem Libanon - was das israelische Militär zunächst bestritt. Ein Einschlag wurde im Norden Israels bestätigt. Israels Energiesektor schaltete in den Notfallmodus: Die Haifa-Raffinerie wurde teilweise heruntergefahren, Offshore-Gasplattformen vorübergehend gestoppt.

Ein iranischer Regierungsvertreter erklärte gegenüber Al Jazeera: „Es gibt keine roten Linien in unserer Reaktion." Alle israelischen und amerikanischen Interessen in der Region seien nun legitime Ziele.

Der Kontext

Der Angriff kommt weniger als 48 Stunden nach dem Ende der dritten Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran in Genf. Noch am Donnerstag hatten beide Seiten von „gutem Fortschritt" gesprochen und technische Expertengespräche bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien für den 6. März angekündigt. Laut Axios waren Witkoff und Kushner nach der Morgensession jedoch „disappointed" über die iranischen Positionen.
Die USS Gerald R. Ford - der größte Flugzeugträger der Welt - verließ ihren Ankerplatz in Souda Bay, Kreta, exakt zu Beginn der Genfer Gespräche am Donnerstag und nahm Kurs Richtung israelische Küste.

Russland verurteilte die Angriffe scharf. Das russische Außenministerium erklärte, Washington und Tel Aviv hätten sich „erneut auf ein gefährliches Abenteuer eingelassen, das die Region schnell an den Rand einer humanitären, wirtschaftlichen und möglicherweise radiologischen Katastrophe bringt."

Hinweis zur Einordnung: Der Autor hat die strategische Logik dieses Angriffs am 27. Februar 2026 - einen Tag vor Beginn der Operationen - in einer Primärquellenanalyse auf www.michael-hollister.com dokumentiert. "Das Kalkül des Angriffs" ist dort weiterhin abrufbar.

Lage bleibt dynamisch

Der Verbleib von Revolutionsführer Chamenei ist ungeklärt. Das Ausmaß der Schäden in Iran ist nicht bestätigt. Irans Gegenschlag auf US-Stützpunkte in der Golfregion dauert an. Israel hat den Ausnahmezustand auf 48 Stunden ausgerufen. Eine Ausweitung des Konflikts auf weitere Akteure in der Region - Jemen, Irak, Libanon - ist nicht auszuschließen.

Dies ist eine sich entwickelnde Nachrichtenlage. Eine vertiefte Analyse folgt, sobald die Lage sich stabilisiert hat.

+++

Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik - jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

Quellenliste

:

1. Trumps Ankündigung - "Major Combat Operations"
CBS News: Trump announces "major combat operations" in Iran - Full Statement Transcript https://www.cbsnews.com/news/trump-full-statement-on-us-iran-attack-major-combat-operations/
NBC News: U.S. launches "major combat operations" in Iran https://www.nbcnews.com/world/iran/us-israel-attacks-iran-protests-nuclear-talks-rcna253784
Times of Israel: Trump declares US "major combat operations" in Iran https://www.timesofisrael.com/liveblog_entry/trump-announces-us-has-begun-major-combat-operations-in-iran/

2. Operationsname und Ablauf
Axios: U.S. and Israel begin "major combat operations" in Iran (Operationsname Pentagon: "Operation Epic Fury" / Israel: "Lion's Roar") https://www.axios.com/2026/02/28/iran-attack-trump-us-israel-strikes
CNN: Trump says "major combat operations" underway against Iran - What we know https://www.cnn.com/2026/02/28/middleeast/israel-attack-iran-intl-hnk

3. Israelische Erklärungen - Regimewechsel als Kriegsziel
Jerusalem Post: Israel launches attack on Iran https://www.jpost.com/israel-news/article-888248
NPR: U.S. and Israel launch strikes against Iran https://www.npr.org/2026/02/28/nx-s1-5730158/israel-iran-strikes-trump-us

4. Explosionen in Iran - Städte und Ziele
Al Jazeera: US and Israel attack Iran - What we know so far https://www.aljazeera.com/news/2026/2/28/us-and-israel-attack-iran-what-we-know-so-far
Al Jazeera: Explosions in downtown Tehran, smoke seen rising https://www.aljazeera.com/news/2026/2/28/explosions-in-downtown-tehran-smoke-seen-rising

5. Irans Gegenschlag - US-Stützpunkte in der Golfregion
CBS News Live Updates: U.S. and Israel attack Iran (US-Stützpunkte Katar, Bahrain, Kuwait, VAE, Irak, Jordanien unter Beschuss; Stand laufend) https://www.cbsnews.com/live-updates/israel-us-attack-iran-trump-says-major-combat-operations/
Haaretz: Iran launches wave of missile strikes on Israel, across Gulf https://www.haaretz.com/israel-news/2026-02-28/ty-article-live/trump-not-happy-with-iran-nuclear-talks-omani-fm-deal-achievable-tomorrow/0000019c-a273-d5d1-a1fd-f27743d20000

6. Kontext - Genfer Gespräche und Witkoff/Kushner "disappointed"
Axios: Trump envoys' Iran nuclear talks "positive," top US official says (Witkoff/Kushner nach Morgensession "disappointed", 26. Februar 2026) https://www.axios.com/2026/02/26/iran-nuclear-talks-geneva
France 24: Tehran hails "good progress" in Iran-US talks, technical discussions set for next week https://www.france24.com/en/middle-east/20260226-live-us-iran-third-round-talks-trump-warships-mideast

7. USS Gerald R. Ford - Abfahrt aus Kreta während Genfer Gesprächen
Al Arabia English: USS Gerald Ford leaves Crete as Iran talks start https://english.alarabiya.net/News/world/2026/02/26/world-s-largest-aircraft-carrier-uss-gerald-ford-leaves-crete-as-iran-talks-start-report

8. Russlands Reaktion
Haaretz Liveblog (Reuters-Meldung enthalten): https://www.haaretz.com/israel-news/2026-02-28/ty-article-live/trump-not-happy-with-iran-nuclear-talks-omani-fm-deal-achievable-tomorrow/0000019c-a273-d5d1-a1fd-f27743d20000

9. Eigene Artikel - veröffentlicht 01.02. und 27.02.2026
Zur Einordnung: Der Autor hat diesen Angriff in zwei publizierten Analysen vorhergesagt – am 1. Februar 2026 mit dem Zeitfenster "Februar bis März" und am 27. Februar 2026 mit der vollständigen Angriffsarchitektur. Beide Texte sind auf michael-hollister.com abrufbar.

Vollständige Angriffsarchitektur, 27.02.2026: Iran/USA - Das Kalkül des Angriffs 
Geopolitischer Zusammenhang, 01.02.2026: OPERATION PIVOT

+++

Bildquelle: miss.cabul / shutterstock

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Bundesregierung startet Krisengespräche: CDU unterstützt Angriffe - SPD setzt auf Diplomatie

28. Februar 2026 um 15:23

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Nach massiven Luftangriffen von Israel und den USA auf den Iran reagierte Teheran mit Gegenangriffen auf die Region. Die Bundesregierung berief einen Krisenstab ein und tauschte sich intensiv mit internationalen Partnern aus, während die politische Bewertung innerhalb Deutschlands stark divergierte.
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TICKER: Merz fordert vom Iran sofortiges Ende der Angriffe

28. Februar 2026 um 16:54

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Israel und die USA führen Luftangriffe auf den Iran durch. Ziel der Angriffe sind sowohl militärische Einrichtungen als auch hochrangige Führungskräfte. Der Iran reagiert mit Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. In Teheran und weiteren Städten sind Explosionen zu hören. Internationale Akteure warnen vor einer weiteren Eskalation.
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TICKER: Merz, Macron, Starmer verurteilen Irans Angriffe - Golfstaaten fordern Ende der Kämpfe

28. Februar 2026 um 14:27

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Israel und die USA führen seit Samstag Luftangriffe auf den Iran durch. Ziel der Angriffe sind sowohl militärische Einrichtungen als auch hochrangige Führungskräfte. Der Iran reagiert mit Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. In Teheran und weiteren Städten sind Explosionen zu hören. Internationale Akteure warnen vor einer weiteren Eskalation.
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US-israelische Angriffe auf Iran ziehen Gegenangriffe nach sich - International Besorgnis und Kritik

28. Februar 2026 um 14:15

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Die USA und Israel haben massive Luftangriffe auf den Iran gestartet und sprechen von einem Präventivschlag gegen das Atom- und Raketenprogramm Teherans. US-Präsident Donald Trump kündigte „große Kampfeinsätze“ an, während Israels Premier Benjamin Netanjahu von einer existenziellen Bedrohung sprach.
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TICKER: Regimewechsel oder Präventivschlag? EU-Iran-Delegation wirft USA und Israel unklare Kriegsziele vor

28. Februar 2026 um 14:03

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Israel und die USA führen seit Samstag Luftangriffe auf den Iran durch. Ziel der Angriffe sind sowohl militärische Einrichtungen als auch hochrangige Führungskräfte. Der Iran reagiert mit Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. In Teheran und weiteren Städten sind Explosionen zu hören. Internationale Akteure warnen vor einer weiteren Eskalation.
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Exil-Iraner: Menschen sind für einen Sturz des Regimes bereit

28. Februar 2026 um 13:59

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Israel und die USA haben Luftangriffe auf iranische Ziele gestartet. Die Angriffe folgen nur zwei Tage nach gescheiterten Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Genf. Doch wie reagieren die Menschen im Iran? Darüber sprechen wir mit Farhid Habibi, Vorstandsvorsitzender von The Munich Circle e.V..
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Frühling bleibt vorerst - Sonne und bis 16 Grad am Sonntag

28. Februar 2026 um 13:26

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Milde Temperaturen, kaum ein Regentropfen in Sicht. Warum der Deutsche Wetterdienst Sonntagsspaziergängern dennoch den Zwiebellook empfiehlt.
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Von wegen Migrationswende: Zahl der Ausweisungen sinkt

28. Februar 2026 um 13:00

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Berlin. Die Behörden in Deutschland haben 2025 deutlich weniger Ausweisungen verfügt als im Vorjahr. 8.232 Ausländer verloren ihr Aufenthaltsrecht, wie aus einer Antwort der Bundesregierung […]

Der Beitrag Von wegen Migrationswende: Zahl der Ausweisungen sinkt erschien zuerst auf ZUERST!.

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Schwerer Verkehrsunfall bei Pforzheim: Zwei Tote und zwei Schwerverletzte

28. Februar 2026 um 12:43

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Bei einem Unfall zwischen Schömberg und Igelsloch kamen zwei Menschen ums Leben. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit Hubschrauber im Einsatz.
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TICKER: Libanon will sich aus Konflikt heraushalten - Israel greift Versammlungen hochrangiger Iraner an

28. Februar 2026 um 12:42

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Israel und die USA führen seit Samstag Luftangriffe auf den Iran durch. Ziel der Angriffe sind sowohl militärische Einrichtungen als auch hochrangige Führungskräfte. Der Iran reagiert mit Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. In Teheran und weiteren Städten sind Explosionen zu hören. Internationale Akteure warnen vor einer weiteren Eskalation.
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Bill Clinton: „Ich hatte keine Ahnung“ von Epsteins Verbrechen

28. Februar 2026 um 12:16

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Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat jede Verbindung zu Jeffrey Epstein bestritten. Seine Bekanntschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter habe Jahre vor dessen Verbrechen geendet, erklärte er.
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TICKER: Russland und Norwegen verurteilen US-israelische Angriffe gegen den Iran scharf

28. Februar 2026 um 12:08

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Israel und die USA führten am Samstagmorgen Luftangriffe auf den Iran durch, was zu Explosionen in Teheran und landesweitem Alarm in Israel führte. US-Stützpunkte im Irak und in Bahrain wurden nach Angaben des Iran bei Gegenangriffen getroffen. Die Angriffe erfolgten kurz nach gescheiterten Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran.
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Nahost-Konflikt eskaliert: Bundesregierung reagiert mit Krisenstab und Beratung

28. Februar 2026 um 10:20

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Die Bundesregierung verfolgt die Eskalation im Nahen Osten nach Angriffen Israels und der USA auf den Iran aufmerksam und steht in engem Austausch mit europäischen Partnern. Kanzler Friedrich Merz beriet sich bereits mit sicherheitsrelevanten Fachministern und plant weitere Gespräche.
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TICKER: Russland und Norwegen verurteilen US-israelische gegen den Iran scharf

28. Februar 2026 um 12:05

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Israel und die USA führten am Samstagmorgen Luftangriffe auf den Iran durch, was zu Explosionen in Teheran und landesweitem Alarm in Israel führte. US-Stützpunkte im Irak und in Bahrain wurden nach Angaben des Iran bei Gegenangriffen getroffen. Die Angriffe erfolgten kurz nach gescheiterten Atomgesprächen zwischen den USA und dem Iran.
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Warner Bros. Discovery stimmt Übernahme durch Paramount zu

28. Februar 2026 um 11:45

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Es ging hin und her und am Ende wollte Netflix sein Gebot für den Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery nicht erhöhen. Nun freut sich ein anderer Bieter über den Zuschlag.
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