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Heute — 06. Juni 2026

Die ruhige Sonne: Kommt die Kleine Eiszeit mit minus 1 Grad C bis 2050?

06. Juni 2026 um 09:43

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Der Klima-Industrie-Komplex sagt uns bis 2050 eine Erwärmung von etwa +1 C voraus. Die andere Lehrmeinung geht dagegen von einer Abkühlung um – 1 C aus. Entscheidend dafür ist die Sonne. Reduziert sich ihre Aktivität dann WIRD es kälter, egal wie viel CO2 Menschen produzieren. Wir befinden uns seit etwa sechs Jahren in dem, was [...]

Der Beitrag Die ruhige Sonne: Kommt die Kleine Eiszeit mit minus 1 Grad C bis 2050? erschien zuerst unter tkp.at.

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Studie zeigt: „Erneuerbare“ Energien schaden der Biodiversität

06. Juni 2026 um 07:00

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Man verkauft den Menschen die sogenannten „erneuerbaren“ Energien als Rettung der Erde vor einer angeblichen „Klimakatstrophe“. Doch Windkraftwerke, Solarfarmen & Co schaden der Biodiversität und damit ausgerechnet all dem, was man vorgeblich zu „retten“ versucht. Eine Studie australischer Wissenschaftler belegt dies schwarz auf weiß.

Das von den Klimafanatikern vermittelte Bild ist eigentlich ganz simpel: Man müsse nur sämtliche Kohle-, Gas- und Ölkraftwerke auf der Welt abschalten und diese durch Wind- und Solarkraftwerke ersetzen – und schon habe man einen wichtigen Beitrag zur Rettung der Welt vor der angeblich drohenden Klimaapokalypse geleistet. Ein äußerst simples Weltbild, das zwar mit der komplexen klimatischen Realität unseres Planeten nicht viel gemein hat, sich aber offensichtlich gut verkaufen lässt.

Doch wenn man sich die mittlerweile bereits zu Dutzenden veröffentlichten Studien und Berichte über die immensen negativen Auswirkungen auf die Flora und Fauna ansieht, wird auch deutlich: Mit Umweltschutz hat der angebliche Klimaschutz nicht sonderlich viel am Hut. Dies wird auch in der bereits im Jahr 2020 im Fachjournal Global Change Biology unter dem Titel „Renewable Energy Development Threatens Many Globally Important Biodiversity Areas“ veröffentlichten Studie deutlich (vielen Dank an dieser Stelle an die Kollegen von ScienceFiles, für den Hinweis auf diese bislang wenig beachtete Arbeit).

In dieser umfassenden Arbeit, kommen die Autoren nämlich trotz des Versuchs der politischen Korrektheit nicht darum herum, die extrem negativen Auswirkungen von Solarparks, Windfarmen und auch Wasserkraftwerken in Naturschutzgebieten und anderen für die globale Biodiversität wichtigen Habitate (die sogenannten „Key Biodiversity Areas“, KBAs) zu thematisieren.

Doch dabei beschränkten sich die Studienautoren nicht etwa nur auf ein paar exemplarische Naturschutzgebiete bzw. die sogenannten KBAs, sondern auf insgesamt 41.083 Naturschutzgebiete, 18.268 Schlüsselgebiete für Biodiversität, 93 Prozent der zu der Zeit vorhandenen Kapazität an Stromerzeugung durch Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke, sowie 99 Prozent der sich damals in Bau befindlichen solcher Anlagen. Dabei beschränkten sie sich jedoch auf Kraftwerksanlagen mit mindestens 10 Megawatt an Nennleistung, weshalb lediglich 29 Prozent der bereits errichteten aber 78 Prozent der sich im Bau befindlichen Kraftwerke erfasst wurden.

Auch wenn die Studie selbst keine Quantifizierung der Auswirkungen auf die Biodiversität vornimmt, verweisen die Autoren darin auf eine erhebliche Anzahl von anderen Studien, in denen andere Forscher auf die entsprechenden negativen Entwicklungen durch Wasser-, Wind- und Solarkraftwerke, sowie des damit verbundenen Ausbaus der Infrastruktur verbunden sind. Sehr viele solcher Studien und Berichte haben auch wir bei Report24 in den letzten Jahren thematisiert:

Unter dem Deckmantel, angeblich „das Klima“ retten zu wollen, zerstören die Apologeten des Klimakults die natürliche Artenvielfalt. Wie diese „Weltrettung“ funktionieren soll, indem man die Biodiversität unseres Planeten sukzessive zerstört, ist eine Frage, die man sich weder seitens der verantwortlichen Politiker, noch seitens der Mainstreammedien stellt.

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Endlich! Das Klima-Kartenhaus zerfällt

06. Juni 2026 um 07:00

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Peter Murphy

Die vorherrschende Darstellung des Klimawandels hat in den letzten Tagen einen herben Rückschlag erlitten, haben doch Wissenschaftler des IPCC von ihren eher abwegigen Klimaprognosen für das 21. Jahrhundert Abstand genommen.

Extreme Prognosen von einem Temperaturanstieg um 4 bis 5 Grad, so schrieben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Geoscientific Model Development“, „sind mittlerweile unglaubwürdig geworden“. Das bedeutet, dass Vorhersagen über rapide steigende CO₂-Emissionen und höhere Temperaturen endlich verworfen werden, die angeblich zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen, Ernteausfällen und sogar zum Aussterben der Menschheit führen sollen.

Diese seit langem bestehende Erzählung vom Klimawandel, die schon immer ein Kartenhaus war, das darauf abzielte, Gesellschaften durch Angst zur Unterwerfung zu zwingen, bricht zusammen – zunächst allmählich, nun plötzlich, um einen Satz von Ernest Hemingway zu zitieren.

Es stellt sich heraus, dass selbst Klimawissenschaftler, die von der UNO bezahlt werden, ein Mindestmaß an Selbstachtung besitzen, so dass sie wahnwitzige Vorhersagen nicht länger verteidigen können, die von Anfang an nie plausibel waren.

„Für das 21. Jahrhundert wird die Bandbreite zukünftiger Klimaszenarien geringer ausfallen als bisher angenommen“, schrieben die Wissenschaftler. Um ihr Gesicht zu wahren, führen sie die Abmilderung der düsteren Klimawandelprognosen auf „[niedrigere] Kosten für erneuerbare Energien, die Entwicklung der Klimapolitik und die jüngsten Emissionstrends“ zurück. Tatsächlich müssen diese Genies nun ihre Worte in langatmigem Fachjargon zurücknehmen.

Glauben sie oder irgendjemand sonst wirklich, dass ein paar Windräder und Solarmodule, die wie eine Handvoll mikroskopisch kleiner Flecken über die Landmasse des Planeten verstreut sind – die selbst nur 30 % der Erde ausmacht –, irgendetwas bewirkt haben?

Diese seit langem angewandten Panik-Propaganda des IPCC und seiner Erfüllungsgehilfen aus Universitäten, NGOs und Regierungsbehörden haben zweifellos ihre Wirkung gezeigt, insbesondere bei jungen Menschen. Das erinnert mich an eine Begegnung vor 18 Monaten, als ich als Teil der Delegation des „Committee for a Constructive Tomorrow“ am UN-Klimagipfel COP29 in Baku in Aserbaidschan teilnahm.

CFACT-Präsident Craig Rucker und ich nahmen uns etwas Zeit, um die Altstadt zu besuchen. In dieser Touristenenklave von Baku trafen wir drei amerikanische College-Studenten aus North Carolina, die ebenfalls an der Konferenz teilnahmen. Wir kamen ins Gespräch über den Klimawandel.

Es gab weder Streit noch Bitterkeit, sondern lediglich einen angenehmen Gedankenaustausch. Craig erklärte ihnen in seiner gewohnten freundlichen, aber gründlichen Art, dass die Auswirkungen des Klimawandels keineswegs so gravierend seien, wie es die UNO oder die scheidende Biden-Regierung behaupteten. Es handele sich nicht um eine „existenzielle Bedrohung“; die seit fast 40 Jahren geäußerten Weltuntergangsprognosen zum Klima hätten sich nie bewahrheitet; es sei in Ordnung, Kinder zu bekommen; und so weiter.

Von den drei Studierenden glaubte einer das Ganze nicht, eines der Mädchen machte einen unsicheren, fragenden Eindruck, während das andere Mädchen sichtlich erleichtert wirkte, als wäre ihr eine Last von den Schultern genommen worden. Alle drei waren ihr ganzes Leben lang in Klimafragen getäuscht worden, angefangen vielleicht bei den Zeichentrickfilmen am Samstagmorgen über heuchlerische Hollywood-Schauspieler bis hin zu Unternehmensbetrügern, die nach Regierungsaufträgen gierten, und scharlatanischen Hochschulprofessoren, die alle den gleichen Propaganda-Cocktail tranken.

Angesichts dieser neuesten Erkenntnisse der IPCC-Wissenschaftler dürfte die vorherrschende Erzählung all dieser Institutionen ins Wanken geraten, da sie den vor uns liegenden wissenschaftlichen, planetarischen und menschlichen Realitäten nicht länger standhalten kann.

Am Nordpol und in der Antarktis gibt es im jeweiligen Wintern nach wie vor massive Eisansammlungen. Der Atlantik wird weder Miami noch Obamas Villa an der Küste von Martha’s Vineyard verschlingen. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz und militärische Hardware können weder jetzt noch jemals mit Wind- und Solarenergie betrieben werden. Flüssigerdgas ist reichlich vorhanden und verbreitet sich dank wachsender US-Exporte weltweit, und die CO₂-freie (vorausgesetzt, das spielt eine Rolle) Kernenergie erlebt langsam, aber unaufhaltsam ein Comeback.

Auch die höheren Benzinpreise infolge des Krieges der USA gegen den Iran sind ein deutliches Zeichen. Die Amerikaner verabscheuen Benzinpreise von 4,50 Dollar pro Gallone [ca. 4 l], die Kalifornier hassen sie bei über 6 Dollar noch mehr. Dieser Krieg hat ein Ende, hoffentlich eher früher als später, woraufhin sich die globalen Ölmärkte beruhigen und die Benzinpreise sinken werden. Doch Klimapolitik für sogenannte grüne Energie kann nur in einer Welt mit hohen Öl- und Gaspreisen überleben und expandieren – und genau dort will die Klimalobby, dass es auf unbestimmte Zeit so bleibt.

Mit Ausnahme der klimabegeistertsten und leichtgläubigsten Politiker werden die meisten der übrigen gewählten Amtsträger es nicht dulden – und nicht riskieren, dafür verantwortlich gemacht zu werden –, dass die Energiepreise durch die Durchsetzung klimapolitischer Maßnahmen dauerhaft in die Höhe schnellen, wissen sie doch genau, wie unbeliebt diese derzeit in der Öffentlichkeit sind.

Natürlich wird der vom IPCC angeführte „Klimawandel-Industriekomplex“ weder verschwinden noch zugeben, dass er unsinnige Hysterie verbreitet hat. Der Spektakel wird weitergehen, doch ihre Glaubwürdigkeit und ihre jahrzehntelange Panikmache unter dem falschen Deckmantel der Wissenschaft sollten nie wieder ernst genommen werden.

Was jene Studentin aus North Carolina angeht, die eine enorme Erleichterung empfand, dass der Klimawandel keine Bedrohung für ihre Zukunft darstellt, so hoffe ich, dass Millionen weitere Menschen ebenso empfinden werden, während diese kolossale Lüge vom Klima-Armageddon weiter unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbricht.

This article first appeared in the Washington Examiner (here).

Link: https://www.cfact.org/2026/06/01/the-climate-house-of-cards-is-finally-collapsing/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Zumindest hier für unser Land erscheint mir auch diese Darstellung zu optimistisch – die Medien ziehen nach wie vor nicht mit.

Der Beitrag Endlich! Das Klima-Kartenhaus zerfällt erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Gestern — 05. Juni 2026

Vox mit einem BRISANTEN Eingeständnis nach dem Scheitern von RCP8.5.

05. Juni 2026 um 17:00

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RCP 8.5 Science-Fiction

Der ehemalige Klimareporter des Time Magazine, Brian Walsh, räumt nun ein: „Das Szenario hinter den apokalyptischsten und aufsehenerregendsten Ergebnissen war größtenteils der Versuch, sich vorzustellen, wie schlimm es werden könnte, keine echte Prognose.“ – „Das Worst-Case-Szenario des Klimawandels ist offiziell vom Tisch.“

 VOX, Bryan Walsh

Möglicherweise haben Sie haben noch nie von dem Begriff „RCP 8.5“ gehört – dem Szenario mit den höchsten Emissionen, das Klimaforscher Klimaaktivisten zur Prognose der zukünftigen Entwicklung unseres Planeten verwenden. Wenn Sie sich aber mit dem Klimawandel auseinandergesetzt haben, kennen Sie die Zahlen und die damit verbundenen alptraumhaften Folgen: 4 °C Erwärmung bis 2100, mitunter sogar 5 °C, ein Anstieg des Meeresspiegels um mehrere Meter und Teile der Erde, die für Menschen zu heiß werden.

Diese Zahlen prägten anderthalb Jahrzehnte Klimajournalismus, darunter auch  meine eigene  Berichterstattung über den Klimawandel beim Time Magazine. Mir war nicht immer bewusst – und ich habe es auch nicht immer kommuniziert –, dass das Szenario hinter den apokalyptischsten und aufsehenerregendsten Ergebnissen größtenteils der Versuch war, sich vorzustellen, wie schlimm es werden könnte, und keine realistische Prognose. Aber ich war nicht allein. Das RCP-8.5-Szenario war im Klimajournalismus allgegenwärtig.

Im vergangenen Monat haben die Wissenschaftler, die dieses Szenario entwickelt hatten, es jedoch offiziell verworfen. In einer in der  Fachzeitschrift „Geoscientific Model Development“ veröffentlichten Studie strichen Detlef van Vuuren und über 40 Koautoren RCP 8.5 aus den Szenarien, die in den  Siebten Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) einfließen werden , der 2029 erwartet wird. Angesichts sinkender Kosten für saubere Energie, der Klimapolitik und der jüngsten Emissionsentwicklungen sei der Pfad mit den höchsten Emissionen, so die Wissenschaftler, „unplausibel“ geworden.

Original Beitrag auf [Bezahlsperre] https://www.vox.com/future-perfect/489488/climate-change-scenario-rcp-8-5-warming-emissions

Gepostet auf CLIMATE DEPOT

 

Der Beitrag Vox mit einem BRISANTEN Eingeständnis nach dem Scheitern von RCP8.5. erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Verbrenner-Aus: Sieben EU-Länder wollen „ehrgeizigen Kurs“ bei E-Autos halten

05. Juni 2026 um 16:16

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Sieben EU-Staaten gehen auf Konfrontationskurs zu Deutschland: In einem gemeinsamen Schreiben fordern Länder wie Frankreich und Spanien, unnachgiebig am geplanten Verbrenner-Aus festzuhalten. Jede weitere Lockerung der CO₂-Regeln halten sie für einen strategischen Fehler, der den industriellen Wandel gefährdet.
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Keith Briffa gegen Michael E. Mann: Das Klima-Gate 2009/2010

05. Juni 2026 um 15:00

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2009/2010 wurden interne Emails der Universität von East Anglia geleakt, in denen Forscher wie Stefan Rahmstorf zugaben, daß ihre Computermodelle mit den Meßdaten nicht übereinstimmten. Wegen der guten politischen Verbindungen (Vitamin B) traten viele unwissende Forscher für die Klimaalarmisten ein – siehe „Offener Brief von 255 Mitgliedern der US National Academy of Sciences (2010), unter den Unterzeichnern waren elf Nobelpreisträger.“

Die Zeiten sind vorbei. So lange die gewaltigen Umverteilungskosten von unten nach oben nicht sichtbar waren, konnten viele Wohlhabende die Geschichten noch verteidigen.

Derzeit bericht Nuis.de von einem damals kaum bekannt gewordenen Konflikt zwischen „Mister Hockeyschläger“ und Kontrahent Keith Briffa, der Manns Fantasien unterlag. Zitat Nius.de

Letzterer war als Chef-Autor zuständig für die immens bedeutsamen Berichts-Zusammenfassungen an die Entscheidungsträger in der Politik. Keith Briffa steuerte seine Klimastudien bei – problematisierte aber intern immer wieder, daß Forschungsdaten durchaus widersprüchlich und zu unsicher seien, um daraus handfeste Fakten zu generieren. Dennoch wurden auch diese Unsicherheiten zu einer glasklaren „Botschaft“ glatt gebügelt. Und so wurde die „mittelalterliche Wärmeperiode“ aus der Klimageschichte getilgt. 

NIUS zeichnet diesen Zwist anhand geleakter E-Mails nach, die bislang noch nicht im Licht der Öffentlichkeit standen. 

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Aktuell (5.6.) ergänzt Felix Perrefort auf TwitterX: 

Die folgende Climategate-Mail demonstriert beispielhaft, wie IPCC-nahe Wissenschaftler vorgehen, wenn sie das historische Klima aus Proxy-Daten (hier Baumringen) rekonstruieren. Die Rekonstruktion ist selbst eine Form der Modellierung, da Daten nicht einfach ausgewertet und dargestellt, sondern in einem subjektiv-schöpferischen Prozeß in Form gebracht werden.

Der Forscher (hier Tim Osborn) konstruiert sich aus Rohdaten eine Vergangenheit, die seinen Wunschvorstellungen entspricht, wobei er reichlich Spielraum hat. Um das Mittelalter herum (1000 n. Chr.) lag zunächst ein „higher Peak“ vor, der der Hockeyschläger-Dogmatik hätte widersprechen können, wonach die heutige Erwärmung beispiellos sei und in entscheidender Weise anthropogen vorangetrieben werde. Eine ebenso warme Vergangenheit würde diese Erzählung schließlich infrage stellen.

„Sobald“ man den Peak jedoch „mit zwei anderen [Proxy-]Reihen mittelt“, wird die Gesamttendenz begradigt. Sie können immer so vorgehen. Die Climategate-Mails zeigen uns, dass Paläoklimatologen überhaupt nicht die Vergangenheit rekonstruieren, sondern ihre Vorstellungen in sie zurückprojizieren. Sie legen hinein, was sie anschließend zu finden glauben.

Das ist „die Wissenschaft“, die Al Gore und Greta Thunberg auf ihre jeweilige Art dazu veranlaßte, die Welt in die Klimaangst hinein zu hypnotisieren. Die Zeit ist reif, diesen falschen Propheten endlich aufrecht entgegenzutreten und die Klimaideologie insgesamt zu beerdigen.

Übersetzung: (mit deepl)

Hier ist die alte Version zum Vergleich. Der einzige auffällige Unterschied betrifft die Region Ural-YAMAL, die zuvor um das Jahr 1000 n. Chr. einen höheren Wert aufwies.
Obwohl dies eine recht große Veränderung war, zeigt die Gesamtdurchschnittsreihe nur sehr geringe Unterschiede, sobald man sie mit den beiden anderen Reihen mittelt.

Der Beitrag Keith Briffa gegen Michael E. Mann: Das Klima-Gate 2009/2010 erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Lage ist „total verfahren!“

05. Juni 2026 um 12:00

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Wenn Richter Energiepolitik machen: Der Rechtsstaat als Hebel der Deindustrialisierung

 

Von Holger Douglas

Für die Lockerung der Schuldenbremse und 500-Milliarden-Euro-Sonderschulden brauchte Merz die Stimmen der Grünen. Als Preis kam ein Klimaschutzartikel ins Grundgesetz: das Ziel, Deutschland bis 2045 klimaneutral . Staatsrechtler Vosgerau nennt das ugespitzt Deindustrialisierungsgebot.

Der sogenannte „Weltklimarat“ IPCC hat seine frenetischsten Katastrophenszenarien zurückgerufen. Das extreme Szenario RCP8.5 und sein Nachfolger SSP5-8.5 gelten nicht mehr als realistischer Leitpfad. Hinter diesen Kürzeln verbergen sich dramatische Warnungen von vier oder fünf Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts. Dies war jahrelang der große Schrecken der Klimapolitik: immer mehr Kohle, immer mehr Emissionen, immer mehr Erwärmung, immer drastischere Folgen für die geplagte Menschheit.

Nun wird zurückgerudert. Die Annahmen für jene Modellrechnungen waren zu hoch gegriffen. Das müsste eigentlich auch Folgen für jenen skandalösen Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts haben. Denn genau diese Katastrophenszenarien bildeten die Grundlage des Beschlusses.

Die ist nun entfallen. Auf die Frage, ob damit auch dem Klimabeschluss die Geschäftsgrundlage entzogen sein müsste, sagt Staatsrechtler Prof Ulrich Vosgerau im Gespräch dem TE Wecker: „Nein, also unmittelbar nicht. Man hört das jetzt viel in den sozialen Medien. Ein rechtskräftiges Urteil hat keine Geschäftsgrundlage in diesem Sinne. Es ist auch noch nicht mal so, dass das Bundesverfassungsgericht seinen skandalösen Klimaschutzbeschluss seinerzeit einseitig auf dieses Extremszenario gestützt hätte. Das jetzt zurückgezogene Extremszenario ist freilich in anderen Konstellationen wichtig gewesen, zum Beispiel bei der Aufstellung von Klimaschutzplänen der Bundesregierung. Da könnte man nun ein Stück weit sagen, dem ist die Geschäftsgrundlage entzogen. Aber der Klimaschutzbeschluss des Bundesverfassungsgerichts steht ja zunächst einmal, und ihn wieder aus der Welt zu schaffen, was eben für die Interessen Deutschlands wirklich enorm wichtig wäre, ist sogar noch schwerer geworden, als es ursprünglich war.“

Nach Vosgeraus Darstellung gibt es im Kern zwei Wege, den Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts wieder einzufangen. Der erste Weg läge beim Gericht selbst: Da erneut eine Klimaschutzklage anhängig ist, unter anderem aus dem Umfeld von Klimaaktivisten und Umweltverbänden, könnte Karlsruhe diese Gelegenheit nutzen, seine frühere Rechtsprechung zu korrigieren oder abzuschwächen.

Der zweite Weg wäre ein politischer: Bundestag und Bundesrat könnten Artikel 20a des Grundgesetzes ändern und ausdrücklich klarstellen, dass aus dieser Staatszielbestimmung kein umfassender Klimavorbehalt für alle Grundrechte abgeleitet werden darf. Dafür wäre allerdings jeweils eine Zweidrittelmehrheit nötig.

Doch genau dieser Weg ist nach Vosgeraus Einschätzung inzwischen noch schwieriger geworden. Denn im Frühjahr 2025 wurde der alte, längst abgewählte Bundestag hastig noch einmal zusammengerufen, um eine weitreichende Grundgesetzänderung zu beschließen: die Lockerung der Schuldenbremse und jene 500-Milliarden-Euro-Sonderschulden. Vosgerau kritisiert, dass der alte Bundestag dafür nicht mehr über politische Legitimation verfügt habe; die zugrundeliegende Regelung sei für echte Notlagen gedacht, etwa einen Verteidigungsfall.

Für diese Verfassungsänderung wurden die Stimmen der Grünen gebraucht. Als Preis für ihre Zustimmung sei ein zusätzlicher Klimaschutzartikel ins Grundgesetz aufgenommen worden: das Ziel, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Vosgerau nennt diese Regelung zugespitzt ein „Deindustrialisierungsgebot“.

Selbst wenn das Bundesverfassungsgericht heute bereit wäre, den alten Klimabeschluss zu korrigieren, stünde ihm nun dieser neue Verfassungsartikel im Weg. Klimaneutralität bis 2045 ist damit nicht mehr nur politisches Programm, sondern im Grundgesetz verankert. Deshalb sei die Lage aus Vosgeraus Sicht „total verfahren“.

Dabei ist der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichtes selbst schon deshalb skandalös, weil er de facto eine Verfassungsänderung herbeigeführt hat. Das aber fällt nicht in den Aufgabenbereich dieses Gerichtes. Die Grünen hatten ihn überdies genau so bereits 2018 im Bundestag beantragt, seinerzeit aber keine Mehrheit dafür gefunden. Dann war es ihnen gelungen, ihn durch die Hintertür einzuführen. Dafür konnte Friedrich Merz Bundeskanzler werden.

Der Preis für die Zustimmung der Grünen ist ein CO2-freies Deutschland, also ein deindustrialisiertes Land. Die „Klimakatastrophe“ wird zurückgepfiffen, aber die Klimapolitik fährt mit Vollgas weiter. Denn um die Rettung des Klimas ging es nie.

Hören Sie das ausführliche Gespräche mit Ulrich Vosgerau hier

Der Beitrag erschein zuerst bei TE hier

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AfD setzt Kürzungen im thüringischen Ilm-Kreis durch - CDU und Freie Wähler stimmen mit

05. Juni 2026 um 11:43

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Im thüringischen Ilm-Kreis hat der Kreistag nach vier Anläufen den Haushalt 2026 beschlossen. Die AfD setzte als stärkste Fraktion zahlreiche Änderungen durch. Klima-, Integrations- und Demokratieprojekte wurden gekürzt oder gestrichen. CDU und Freie Wähler sorgen mit ihrem Abstimmungsverhalten für Kontroversen.
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Die Erde wird grüner, die Wüsten schrumpfen – dank CO2!

05. Juni 2026 um 11:00

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Während CO2 in der öffentlichen Debatte häufig als zentrales Problem für das Klima gilt, zeigen Satellitenbeobachtungen und andere detaillierte Analysen ein anderes Bild. Die Vegetation auf der Erde nimmt zu, vor allem durch höhere atmosphärische CO2-Konzentrationen. Gleichzeitig zeigen die Auswertungen realer Temperaturdaten, dass CO2 die Erwärmung des Planeten nicht antreibt.

Seit den 1980er Jahren hat sich die Sahara um etwa acht Prozent verkleinert. Satellitendaten belegen eine weitreichende Begrünung, die sich über weite Teile der Erde erstreckt. Rund die Hälfte der bewachsenen Landflächen ist deutlich grüner geworden, eine Fläche, die etwas mehr als zweimal so groß ist wie die Vereinigten Staaten. Der dominante Treiber ist der Anstieg des atmosphärischen CO2. Höhere Konzentrationen ermöglichen Pflanzen eine effizientere Fotosynthese. Sie verlieren weniger Wasser durch ihre Spaltöffnungen, tolerieren Trockenheit und Hitze besser und wachsen insgesamt kräftiger. Der Effekt zeigt sich besonders deutlich an Wüstenrändern, im Sahel, im Nahen Osten, im australischen Binnenland und am südlichen Sahara-Rand.

Eine 2016 in „Nature Climate Change“ veröffentlichte Studie mit Beteiligung von NASA-Forschern wertete Satellitendaten über 35 Jahre aus. Zwischen einem Viertel und der Hälfte der bewachsenen Regionen der Erde wiesen signifikante Zunahmen der Blattfläche auf. Die CO2-Düngung erklärte etwa 70 Prozent dieses Effekts. Weitere Analysen bestätigen, dass der Anstieg des Spurengases die globale Photosynthese seit 1982 um rund zwölf Prozent gesteigert hat, mit spürbaren Auswirkungen auf die globale Biomasse und potenzielle landwirtschaftliche Erträge.

Der CO2-Effekt wirkt am stärksten dort, wo Wasser knapp ist. In trockenen Randzonen profitieren Ökosysteme und lokale Landwirtschaft von der verbesserten Wassereffizienz der Pflanzen. CO2 erweist sich hier wieder als unverzichtbarer Baustein pflanzlichen Lebens, dem Fundament der gesamten Nahrungskette. Darum wird in Gewächshäusern CO2 gezielt zugeführt, um die Ernten zu steigern. Die globale Begrünung folgt demselben Prinzip, nur im großen Maßstab.

Doch zum CO2 gibt es noch mehr zu sagen. Es ist nicht verantwortlich für die Temperatur auf dem Planeten. Eine auf realen Beobachtungen basierende Analyse von Ole Humlum aus dem Jahr 2025/2026 unterstreicht diese Einschätzung. In „The State of the Climate 2025“ stellt der Autor klar, dass CO2 zwar für Pflanzen und Tiere essenziell ist, jedoch für das Verständnis von Meteorologie und Klima keine besondere Bedeutung hat. Die zeitliche Abfolge von Temperaturänderungen zeigt: Die Erwärmung setzt zuerst an der Ozeanoberfläche ein. Erst mit Verzögerung folgen die Atmosphäre, das Land und schließlich die tieferen Ozeanschichten. Dieses Muster passt nicht zu einem Szenario, in dem atmosphärisches CO2 die Temperatur treibt. In diesem Fall müsste die Temperatur zuerst in der oberen Troposphäre ansteigen und sich dann abwärts ausbreiten. Stattdessen steuern die Ozeanoberflächentemperaturen – beeinflusst von Sonne und Wolkenbedeckung – die atmosphärischen Bedingungen. Der CO2-Effekt ist den anderen Faktoren völlig untergeordnet.

Humlums Auswertung globaler und arktischer Daten zeigt keine Anzeichen einer herannahenden Klimakrise. Die Temperaturen lagen 2025 sogar leicht unter dem Durchschnitt der vorangegangenen zehn Jahre. Die Trends bei Meereis, küstennahen Meeresspiegeln oder Niederschlägen bewegen sich innerhalb bekannter natürlicher Schwankungen. Rechenmodelle und Prognosen, die starke, CO2-getriebene Veränderungen vorhersagen, weichen hingegen spürbar von den echten Messungen ab. Die politische Führung der EU bezeichnet in Verkennung oder Verweigerung der Wirklichkeit CO2 pauschal als „Verschmutzung“ und „Klimakiller“. Europa soll deindustrialisiert werden, um kein CO2 mehr auszustoßen. Was erstens angesichts der physikalischen Realitäten unmöglich und zweitens sinnlos ist. Weil CO2 kein Schadstoff ist. Und der Rest des Planeten bei der Deindustrialisierung sowieso nicht mitmacht. Europa entleibt sich selbst für einen linksgrünen Wahnwitz.

Aber natürlich darf nicht vergessen werden, dass im Namen des Klimas Steuern eingehoben und umverteilt werden. Dass im Namen des Klimas in alle Lebensbereiche eingegriffen wird. Macht und Geld haben unsere selbsternannten Eliten immer schon magisch angezogen.

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Beobachtungen widersprechen dem Drehbuch

05. Juni 2026 um 06:00

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Cap Allon

Die Ozeane erwärmen sich. Die Niederschläge werden heftiger. Das Meereis schmilzt. Der Schnee verschwindet. Die Stürme werden heftiger. CO₂ erklärt alles.

So lautet das gängige Narrativ.

Eine Studie des dänischen Physischen Geografen und Klimaforschers Ole Humlum aus dem Jahr 2026 widerspricht dem jedoch.

Ozeane

Argo-Daten aus den Jahren 2004 bis 2021 zeigen, dass sich die oberen 1.900 m der Weltmeere um etwa 0,037 °C erwärmt haben.

Das ist eine winzige Veränderung, und sie verläuft nicht gleichmäßig. Die tropischen Ozeane erwärmten sich hauptsächlich in der Nähe der Oberfläche. Die Ozeane rund um die Antarktis erwärmten sich bis in eine Tiefe von etwa 500 m. Die Ozeane rund um die Arktis kühlten sich sogar ab.

Meeresspiegel

Der Meeresspiegel wird in Metern angegeben. Viele Pegelmesser zeigen, wenn überhaupt, Zentimeter an.

Humlum nennt Korsør in Dänemark, wo Messungen seit 1897 einen linearen Anstieg von etwa 0,83 mm pro Jahr zeigen.

Setzt sich dieser Trend fort, beträgt der Anstieg bis 2150 etwa 10 cm.

Meereis

Zwar ist das arktische Meereis seit Beginn der Satellitenbeobachtung zurückgegangen, doch hat es nicht den drastischen Einbruch genommen, wie er in Krisenprognosen dargestellt wird.

Humlum stellt fest, dass die arktische Meereisfläche im September zwischen 2022 und 2025 deutlich über allen Modellprognosen des IPCC lag:

Die Schneebedeckung der nördlichen Hemisphäre wird seit den frühen 1970er Jahren per Satellit gemessen.

Humlum zeigt, dass die durchschnittliche Schneebedeckung weitgehend stabil geblieben ist.

Die Schneebedeckung im Winter ist sehr stabil. Im Frühling und Sommer ist sie leicht rückläufig. Im Herbst ist sie leicht gestiegen.

Stürme

Stürme retten die Geschichte nicht.

Humlum stellt seit 1980 keinen eindeutigen Aufwärtstrend bei der Zahl der tropischen Wirbelstürme weltweit fest.

Die kumulierte Zyklonenenergie im Atlantik zeigt Schwankungen, aber keine geradlinige Krisenkurve.

Regen

Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Diese Tatsache wird immer wieder herangezogen um zu behaupten, dass die globale Erwärmung zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Niederschlagslage führen müsse.

Humlum legt jedoch globale Niederschlagsdaten von 1979 bis 2026 vor und stellt einen Trend fest, der nahe bei Null liegt:

Wolken

Wolken spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Humlum verweist auf einen Rückgang der globalen Wolkendecke von etwa 64 % auf 61 % zwischen den frühen 1980er Jahren und 2019. Im ungefähr gleichen Zeitraum stieg die globale Temperatur Berichten zufolge um etwa 0,7 °C.

Weniger Wolken bedeuten, dass mehr Sonnenenergie die Erdoberfläche erreicht. Das ist grundlegende Strahlungsphysik.

Klimamodelle tun sich mit Wolken schwer.

Doch Wolken sind einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die kurzfristige Temperatur.

In Europa lässt sich dieser Zusammenhang deutlich erkennen.

Copernicus zufolge hat die Sonnenscheindauer über dem europäischen Festland in den letzten vier Jahrzehnten zugenommen. Und seit 2006 war jedes Jahr (mit Ausnahme von 2010) sonniger als der Durchschnitt der Jahre 1991–2020.

Im Jahr 2025 lag die Sonnenscheindauer in Europa etwa 5 % über dem Durchschnitt:

Die Bewölkung lag im Jahr 2025 unter dem Normalwert, mit einer landesweiten Abweichung von etwa -3 %:

Bei genauerer Betrachtung zeigen die DWD-Daten (unten) Gleiches für Deutschland.

Das obere Diagramm stellt die höchste in Deutschland seit 1951 gemessene Temperatur pro Jahr dar. Das untere Diagramm zeigt die jährliche Sonnenscheindauer im gleichen Zeitraum. Beide weisen einen Aufwärtstrend auf.

Das Rekord-Hitzejahr 2003 verzeichnete auch die höchste Sonnenscheindauer in der Reihe.

Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland 1.187 kWh/m², eine der höchsten Werte seit Beginn der zuverlässigen Aufzeichnungen im Jahr 1983:

Weniger Wolken. Mehr Sonnenschein. Mehr Sonneneinstrahlung erreicht die Erdoberfläche.

Ein klarerer Himmel lässt die Tageshöchsttemperaturen steigen. Durch die wärmestauende Lage der Messstationen steigen diese Werte noch weiter. Städtische Oberflächen und ungünstige Standorte lassen zudem die nächtlichen Tiefsttemperaturen steigen, da sie die Wärme speichern.

Weniger Wolken und die zunehmende Urbanisierung treiben die „globale Erwärmung“ voran.

Die Frage ist nur, in welchem Ausmaß.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sunshine-village-reopens-for-summer?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Beobachtungen widersprechen dem Drehbuch erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Weiße Eier gut, braune Eier böse – der Klima-Wahnsinn erreicht jetzt das Frühstücksei


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Großbritannien macht wieder vor, wie man aus einer Nebensächlichkeit eine Weltanschauung macht. Die Supermarktkette Sainsbury’s will braune Eier aus ihren Eigenmarken verbannen und künftig nur noch weiße Eier verkaufen. Der Grund: Weiße Eier sollen eine geringere CO₂-Belastung verursachen, weil die Hühner kleiner sind, weniger fressen und länger leben. Angeblich spart das über zwölf Prozent Emissionen.   Früher kaufte […]
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Ältere Beiträge

Pflegereform: Berlin will wieder an die Taschen der Beitragszahler

04. Juni 2026 um 16:30

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Die Pflegeversicherung steht unter Druck. Doch statt Ausgaben zu kürzen, diskutiert Berlin höhere Beiträge und neue Belastungen. Die AfD spricht von einem Ausgabenproblem des Staates.
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Die Natur lässt die Sonne stärker scheinen

04. Juni 2026 um 15:00

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Willis Eschenbach

Mehrere Personen haben angemerkt, dass die verringerte Gesamtalbedo im CERES-Datensatz nicht nur die zusätzliche Energie liefert, die erforderlich ist, um ein Vierteljahrhundert der Erwärmung zu erklären. Sie liefert auch Veränderungen in der gesamten absorbierten Sonnenstrahlung (ASR, einfallende Sonnenstrahlung minus reflektierte Sonnenstrahlung), die sehr gut mit der Erwärmung übereinstimmen:

Abbildung 1. Normalisierte ASR und langwellige Strahlung, die von der Erdoberfläche nach oben abgestrahlt wird. „Normalisiert“ bedeutet, dass der Mittelwert auf Null und die Standardabweichung auf Eins festgelegt wurden.

Ein Problem der CERES-Daten besteht jedoch darin, dass sie nur die letzten 25 Jahre abdecken. Anstelle der Albedo wollte ich daher lieber die „Sonnenscheinstunden“ betrachten. Dies ist der prozentuale Anteil der Tageslichtstunden eines Tages, einer Woche, eines Monats oder eines Jahres, in denen die Sonne scheint. Es handelt sich nicht um Albedo, aber es hängt damit zusammen. Einige Untersuchungen ergaben, dass der längste Datensatz, über den wir verfügen, aus Oxford in UK stammt. Hier ist dieser Datensatz:

Abbildung 2. Jährlicher prozentualer Anteil der Tageslichtstunden, in denen die Sonne in Oxford in UK scheint. Die gelbe Linie ist eine CEEMD-Glättung der Daten.

Höchst interessant. Auch wenn dies nicht dasselbe ist wie ASR, nimmt es ganz eindeutig zu.

Als Nächstes habe ich mir Europa angesehen. Copernicus verfügt über einen Datensatz, der die Sonnenstunden dort zeigt. Er ist kürzer und beginnt erst im Jahr 1983. Abbildung 3 zeigt die Copernicus-Daten:

Abbildung 3. Durchschnittlicher jährlicher prozentualer Anteil der Tageslichtstunden, in denen die Sonne in Europa scheint. Die gelbe Linie stellt eine CEEMD-Glättung der Daten dar.

Also habe ich weiter gesucht. Mein nächster Datensatz stammte aus den USA. Vor etwa 1900 ist die Erfassung lückenhaft, aber nach 1900 gibt es über 100 Stationen, die Sonnenstunden erfassen. Daher habe ich nicht versucht, sie flächengewichtet zu berechnen, sondern einfach einen direkten Durchschnitt gebildet:

Abbildung 4. Durchschnittlicher jährlicher Prozentsatz der Tageslichtstunden, in denen in den USA die Sonne scheint. Die gelbe Linie stellt eine CEEMD-Glättung der Daten dar.

Nachdem ich festgestellt hatte, dass der Prozentsatz der Sonnenstunden in allen Datensätzen zunahm, die ich finden konnte, und nachdem ich gesehen hatte, dass die von CERES gemessene absorbierte Sonnenstrahlung zunahm, wandte ich mich wieder dem CERES-Datensatz zu. Zur Erinnerung: „ASR“, die absorbierte Sonnenstrahlung, ist die Sonnenstrahlung an der Obergrenze der Atmosphäre abzüglich der Sonnenreflexionen durch Wolken, Aerosole und die Erdoberfläche. Hier sehen Sie, was mit der ASR geschieht, dargestellt zusammen mit dem theoretischen Anstieg des Antriebs durch CO₂:

Abbildung 5. Weltweite monatliche absorbierte Sonnenstrahlung (ASR, Sonnenstrahlung abzüglich reflektierter Sonnenstrahlung) und der theoretische Anstieg des „Forcings“ (abwärts gerichtete Strahlung aufgrund von CO₂) im gleichen Zeitraum.

Man beachte nun, dass eines der Kernargumente der Befürworter der These, wonach allein CO₂ die jüngste globale Erwärmung verursacht, darin besteht, dass es keine natürliche Erklärung für die Erwärmung gibt. Hier bringt das IPCC dieses Argument vor: Wenn den Modellen nur natürliche Antriebe zugeführt werden, können sie den Temperaturanstieg nicht nachbilden:

Abbildung 6. Modelle mit natürlichen Antrieben (blau) und mit natürlichen plus anthropogenen Antrieben (rot)

Wie die oben dargestellten ASR-Daten jedoch zeigen, liefert die Veränderung der Albedo genügend Sonnenenergie, um den Temperaturanstieg auch ohne Treibhausgase zu erklären.

Beachten Sie jedoch, dass dies NICHT bedeutet, dass Treibhausgase keine Rolle bei der Temperaturbildung spielen. Es bedeutet lediglich, dass sie nur einen Teil des Gesamtbildes ausmachen. Wie ich in meiner kürzlich veröffentlichten, von Fachkollegen begutachteten Studie mit dem Titel „Computational implementation and empirical validation of a Constructal climate model“ [etwa: Computergestützte Umsetzung und empirische Validierung eines konstruierten Klimamodells] gezeigt habe, braucht man sowohl die Albedo als auch die Treibhausgase, um die Veränderungen der Erdtemperatur zu erklären.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/31/nature-turns-up-the-sunshine/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Die Natur lässt die Sonne stärker scheinen erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Die Transformation der UNO

04. Juni 2026 um 13:00

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Vom Ende der Vereinten Nationen. Die Völker unseres Planeten schufen sich eine Institution, die Souveränität für alle gewährleisten und den Frieden bewahren soll – so will es die Legende von den Vereinten Nationen. Tatsächlich hat sich die Weltorganisation in den letzten 30 Jahren gravierend verändert und ist zu einem Instrument der Globalisten geworden. Dieser Artikel [...]

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Sind Klimamodelle „einfach Physik”?

04. Juni 2026 um 12:00

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Häufig wird behauptet, man solle Klimamodellen Glauben schenken, weil sie lediglich auf physikalischen Gesetzen beruhen. In einem Artikel von mir von vor einigen Jahren habe ich dargelegt, dass Wissenschaft so nicht funktioniert. Selbst gültige wissenschaftliche Theorien liefern unter Umständen keine präzisen Vorhersagen, und zwar aus verschiedenen Gründen wie beispielsweise Heterogenität (z. B. bei Erdbeben). In diesem Beitrag fasse ich einige der wichtigsten Ergebnisse zusammen, etwa ein Drittel des gesamten Artikels. Dieser steht hier:

Loehle, C. 2018. Epistemological Status of General Circulation Models. Climate Dynamics 50:1719-1731. DOI 10.1007/s00382-017-3737-7.

Der erkenntnistheoretische Status allgemeiner Zirkulationsmodelle (General Circxulation Models; GCMs)

Craig Loehle, Ph.D., National Council for Air and Stream Improvement, Inc. (NCASI)

Abstract:  Prognosen sowohl zu den wahrscheinlichen anthropogenen Auswirkungen auf das Klima als auch zu den daraus resultierenden Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft basieren auf umfangreichen, komplexen Softwaretools, den sogenannten Globalen Zirkulationsmodellen (GCMs). Von GCMs erstellte Prognosen wurden bei der politischen Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit dem Klimawandel intensiv genutzt. Der Zusammenhang zwischen den zugrunde liegenden physikalischen Theorien und den von GCMs erzeugten Ergebnissen ist jedoch unklar. Im Falle von GCMs werden zahlreiche Diskretisierungen und Näherungen vorgenommen, und die Simulation von Prozessen des Erdsystems ist alles andere als einfach und führt derzeit zu einigen Ergebnissen mit unbekannten Auswirkungen auf die Energiebilanz. Statistische Tests der GCM-Prognosen hinsichtlich des Übereinstimmungsgrades mit den Daten würden die Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit erleichtern. Wenn Modellergebnisse aufgrund von Modellverzerrungen auf Anomaliebasis gestellt werden müssen, hängen sowohl visuelle als auch quantitative Maße für die Modellanpassung stark vom für die Normalisierung verwendeten Referenzzeitraum ab, was die Prüfung problematisch macht. Die Erkenntnistheorie wird hier auf Probleme der statistischen Inferenz während der Prüfung, die Beziehung zwischen der zugrunde liegenden Physik und den Modellen, die epistemische Bedeutung von Ensemble-Statistiken, Probleme der räumlichen und zeitlichen Skala, das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer ungezwungenen Nullhypothese für Klimaschwankungen, die Bedeutung bestehender Unsicherheitsschätzungen und andere Fragen angewendet. Eine strenge Argumentation erfordert eine sorgfältige Quantifizierung des Unsicherheitsgrades.

1 Introduction

Globale Zirkulationsmodelle (GCMs) versuchen, den aktuellen Wissensstand zur Klimadynamik mittels Prozessgleichungen abzubilden und diese Gleichungen numerisch zu lösen, um das Klima unter verschiedenen Szenarien menschlicher Einflüsse zu simulieren (Taylor et al. 2012). Diese Modelle sind komplex und werden seit den 1960er Jahren weiterentwickelt (Manabe und Wetherald 1967). Den Ergebnissen der GCMs kommt bei der Formulierung der öffentlichen Energiepolitik eine zentrale Rolle zu. Die Grundlage für diese zentrale politische Stellungnahme ist, dass die Modelle auf physikalischen Grundlagen beruhen (IPCC 2013), wobei vielen Attributions- und Prognoseergebnissen ein hohes Maß an Zuverlässigkeit (>95 %) beigemessen wird (IPCC 2013 SPM). Der IPCC berichtet zudem, dass GCMs historische Daten gut abbilden und dass die Übereinstimmung ohne Einbeziehung von Treibhausgasen nicht gut ist (IPCC 2013, Abb. SPM.6).

Es gibt eine umfangreiche Literatur, welche die Ergebnisse von GCMs mit verschiedenen Klimamerkmalen vergleicht (siehe folgende Abschnitte). Solche Vergleiche werden durch den stochastischen Charakter sowohl des Klimas als auch der Modelle erschwert. Vergleiche zwischen GCMs und Daten werden je nach Variable und Studie als mangelhaft, angemessen, gut oder ausgezeichnet bewertet (McWilliams 2007). Diese Unklarheit resultiert aus einer Vielzahl von Kriterien für die Modellgüte sowie aus unterschiedlichen Ergebnissen.

Die Bewertung von Wissensaussagen (von denen es mehrere gibt), die auf GCMs basieren, kann durch eine Betrachtung der Erkenntnistheorie (siehe Williams 2001 für einen Überblick) unterstützt werden, die den logischen Rahmen für die Bewertung dessen bildet, wie wir wissen und was man wissen kann. Mit einer epistemologischen Analyse können wir den Status einer Theorie/eines Modells hinsichtlich ihrer/seiner logischen Grundlage, Zuverlässigkeit und Stringenz bewerten. Mit diesem Rahmen können wir sowohl die Tests der Modellgüte als auch die Übereinstimmung der aus GCMs abgeleiteten Ergebnisse mit der bekannten Physik bewerten. Ich werde diese Fragen zunächst anhand verschiedener Bereiche der Wissenschaft veranschaulichen und dann auf die Frage nach dem epistemologischen Status von Klimamodellen zurückkommen.

2 Modelle und Epistemologie

Wissenschaft ist der Prozess der formalen Entdeckung von Gesetzmäßigkeiten in der Natur. Eine Erklärung oder ein formales Modell für eine solche Gesetzmäßigkeit wird als Theorie bezeichnet (oder als Gesetz, wenn sie gut belegt ist). Newtons Gravitationsgesetz ist ein klassisches und einfaches Beispiel. In diesem Fall gehorchen Objekte diesem Gesetz auf menschlicher Maßstabsebene offenbar exakt. Solche hochpräzisen Theorien werden gemeinhin als erklärend betrachtet.

Der Idealfall überprüfbarer Theorien findet sich in der klassischen Physik. Newtons und Maxwells Gesetze liefern sehr spezifische Vorhersagen und schließen zudem bestimmte Ereignisse aus. Diese Gesetze wurden durch Experimente überzeugend bestätigt, doch ist zu beachten, dass selbst hier Störfaktoren wie Reibung kontrolliert werden müssen, um sie zu überprüfen. In diesen Fällen ist der Maßstab für die Gültigkeit einer Theorie sehr hoch. Experimentelle Daten stimmen oft fast perfekt mit der Theorie überein, und Ereignisse wie die Rückkehr eines Kometen lassen sich Jahrzehnte im Voraus vorhersagen. Die scheinbare Perfektion dieser Gesetze hat vielleicht zu der Überzeugung geführt, dass sie im absoluten, logischen Sinne „wahr“ sind, doch wie bereits erwähnt, weist selbst die Schwerkraft einige ungeklärte Merkmale auf.

Gültige und nützliche Theorien entstehen jedoch nicht fertig ausgearbeitet und perfekt, und sie sind auch nicht immer so präzise wie die Maxwell’schen Gleichungen. Als Alfred Wegener 1912 die Theorie der Kontinentalverschiebung vorstellte, konnte man keineswegs behaupten, dass seine Theorie ausgereift war. Es fehlte ein Auslöser für die Kontinentalbewegung (und vielen erschien es unmöglich, dass sich Kontinente bewegen könnten), ebenso wie ausreichende Belege. Als Daten gesammelt wurden, insbesondere zur Meeresbodenspreizung und zum Prozess der Subduktion, entstand ein schlüssiges Bild von Plattenbewegungen, der Entstehung von Gebirgszügen, dem Ursprung von Vulkanen und dem Grund für die Lage von Erdbebenzonen. Doch auch nach einem Jahrhundert der Reifung dieser Theorie bleibt sie eine qualitative Theorie, denn obwohl sie die allgemeinen Lageorte von Erdbeben- und Vulkanzonen erklären kann, lässt sie sich aufgrund der Heterogenität der Erdkruste und der Unmöglichkeit, detaillierte Daten zu erheben, weder die Stärke noch der genaue Ort oder der Zeitpunkt von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen vorhersagen. Somit muss selbst eine mechanistische und gut erprobte Theorie nicht in der Lage sein, präzise Vorhersagen zu treffen – vielleicht niemals. Wenn eine Theorie reift, wird sie hoffentlich präziser, doch dies ist nicht garantiert (Loehle 1983).

In seinem berühmten Abgrenzungsprinzip weist Popper (1959, 1963) auf eine Asymmetrie hin: Es ist möglich, eine Theorie zuverlässig zu widerlegen, doch eine Theorie kann niemals bewiesen werden. Stattdessen stärken aufeinanderfolgende erfolgreiche Tests einer Theorie lediglich unser Vertrauen in sie. Das bedeutet nicht, dass wir nichts wissen, wie Wissensrelativisten behaupten mögen, sondern vielmehr, dass wissenschaftliches Wissen vorläufig, begrenzt (die Schwerkraft ist auf atomarer Ebene nicht eindeutig erklärbar) und eine Frage des Grades ist (Loehle 2011). In manchen Fällen kann dieses Wissen viele signifikante Stellen umfassen, in anderen Fällen ist es möglicherweise eher qualitativer Natur.

Entscheidend ist, dass die Überprüfung einer sich weiterentwickelnden Theorie nicht dem einfachen Modell der Hypothesenprüfung folgt, wie es in empirischen Experimenten verwendet wird, und dies auch nicht tun sollte. Bei der Prüfung eines Medikaments im Vergleich zu einem Placebo liefern statistische Tests oft eine einfache Antwort darauf, ob es besser oder schlechter ist oder in welchem Ausmaß. Bei der Überprüfung einer Theorie gibt es hingegen mehrere Aspekte der Theorie, die zu einem bestimmten Zeitpunkt jeweils teilweise bestätigt werden können, sowie alternative Erklärungen, die möglicherweise ausgeschlossen werden müssen (Reiss 2015). Ein Netzwerk aus Bestätigung, Mathematik und kausaler Erklärung stützt den Glauben an eine Theorie zu jedem Zeitpunkt, nicht ein einfaches Ja oder Nein. Je ausgereifter eine Theorie wird und je strenger sie getestet wird, desto höher steigen wir auf der Skala der epistemischen Gewissheit. Es besteht jedoch eine Asymmetrie zwischen dem Beweisen einer Theorie und ihrer Anwendung für eine Berechnung. Die Tests, die zur Akzeptanz einer Theorie als „wahr“ führen, werden oft unter sorgfältig kontrollierten und idealen Bedingungen durchgeführt, wie beispielsweise im Vakuum. Bei jeder auf einer Theorie basierenden Berechnung wenden wir sie hingegen unter nicht-idealen Bedingungen an. Beispielsweise verhält sich eine fallende Feder im Vakuum anders als in der Luft. Die Brücke von der idealisierten Physik zu Anwendungen in der realen Welt bildet die Gesamtheit aus Näherungen, Vereinfachungen, Diskretisierungen, empirischen Beziehungen, geschätzten Anfangsbedingungen und numerischen Methoden, die zur Erstellung eines Berechnungswerkzeugs (Loehle 1983) verwendet werden, mit dem sich ein Ergebnis berechnen lässt. Diese Brückenbeziehungen verhindern, dass ein Berechnungswerkzeug eine perfekte Darstellung der zugrunde liegenden physikalischen (oder anderen) Theorie ist. Sind diese Störfaktoren nur schwer zu quantifizieren und zu modellieren, können wir möglicherweise keine Vorhersagen treffen (z. B. über die Flugbahn einer fallenden Feder). Die Richtigkeit eines Berechnungswerkzeugs ist somit eine empirische Frage danach, wie genau oder nützlich es ist, und nicht eine Frage von wahr oder falsch, wie wir es bei Theorien/Gesetzen annehmen.

3 Physikalische Grundlagen von Klimamodellen

Welchen erkenntnistheoretischen Status haben GCMs hinsichtlich ihrer physikalischen Grundlage? GCMs sind eine Mischung aus simulierten Prozessen, die als gut verstandene Physik gelten (z. B. Strahlungstransport), und solchen, die nur unzureichend verstanden werden (z. B. Wolkenmikrophysik, IPCC 2013, S. 599). Inwieweit lassen sich die verwendeten Algorithmen direkt auf bekannte physikalische Erkenntnisse zurückführen? Inwieweit belegt die physikalische Grundlage ihren Wahrheitswert, ihre Erklärungskraft oder ihre Zuverlässigkeit? Wie wir oben gesehen haben, sind physikalische Theorien, die unseren gängigen Vorstellungen von „Wahrheit“ nahekommen, zumindest unter idealisierten Bedingungen (z. B. in reibungslosen Vakuums) in der Lage, sehr präzise Vorhersagen für die reale Welt zu treffen. Können GCMs solche sauberen physikalischen Theorien wie Newtons Bewegungsgesetze im Vakuum annähern? Wenn ja, dann ist ein hohes Maß an Vertrauen in ihre Ergebnisse gerechtfertigt. Doch selbst bei einem einfachen Problem wie dem Werfen eines Würfels oder einer Münze bedeutet die Sensitivität gegenüber den Anfangsbedingungen, dass das Ergebnis nicht vorhergesagt werden kann, obwohl es auf bekannter Physik basiert. Im Zusammenhang mit Klimamodellen stellen Rougier und Goldstein (2014) fest, dass die Gesetze des Klimasystems der Erde nicht vollständig bekannt sind und sich bei ausreichender Auflösung nicht explizit lösen lassen. Katzav et al. (2012) weisen darauf hin, dass die Vollständigkeit und strukturelle Stabilität der Modelle unbekannt sind. Dies gilt insbesondere für die Navier-Stokes-Gleichungen (N-S-Gleichungen) der Strömungsmechanik, für die keine analytischen Lösungen bekannt sind. Diese Unfähigkeit, die Gleichungen explizit zu lösen, ist der Grund dafür, dass numerische Simulationen verwendet werden. Die korrekte Simulation der Gleichungen der Strömungsdynamik ist jedoch alles andere als einfach (Thuburn 2008). Ein besonderes Problem besteht darin, dass die korrekte Lösung dieser Gleichungen zwar die kontinuierliche Erhaltung von Masse, Energie, Impuls und anderen Eigenschaften (auf unendlich vielen Skalen) erfordert, da es sich um partielle Differentialgleichungen handelt, die Modelle jedoch diskret sind. Prozesse wie die Dissipation von Energie und die Ausbreitung von Wirbeln finden unterhalb der Gitterstufe statt, und es gibt keine Theorie, die garantiert, dass das Gittermodell diese korrekt behandelt (McWilliams 2007; Marston et al. 2016). Simulierte Prozesse innerhalb eines Gitters breiten sich möglicherweise nicht reibungslos auf benachbarte Zellen aus, was zu Ringing, der Anhäufung numerischer Lösungsfehler im Laufe der Zeit, oder zu Fehlern bei Winden oder der korrekten Modellierung von Phänomenen wie der Quasi-Biennial Oscillation führen kann (Thuburn 2008). Diese Probleme wurden noch nicht angemessen gelöst (z. B. Katzav et al. 2012), und tatsächlich bleibt die Lösung der N-S-Gleichungen ein Millennium-Problem (siehe http://www.claymath.org/millennium-problems/navier-stokes-equation). Daher können die Modelle gegen Erhaltungssätze verstoßen und numerische Lösungsartefakte aufweisen. Stevens und Bony (2013) zeigten beispielsweise, dass selbst in einem idealisierten Modell eines Wasserplaneten mit vorgegebenen Oberflächentemperaturen die räumlichen Reaktionen von Wolken und Niederschlag auf die Erwärmung je nach Modell sehr unterschiedlich ausfallen. Dies verdeutlicht, dass noch keine Einigkeit darüber besteht, wie diese Prozesse auf einem Gitter dargestellt oder berechnet werden sollen. Zhou et al. (2015) dokumentieren Fehler bei der zonalen Mittelung der Sonneneinstrahlung in einigen Modellen. Staniforth und Thuburn (2012) dokumentieren, dass alle bestehenden numerischen Gitterlösungsschemata bekannte Probleme aufweisen, darunter Gitterabdrücke und die Anregung von Berechnungszuständen. Die Unzulänglichkeit aktueller Gitterverfahren zeigt sich daran, dass ein Modell mit höherer Auflösung oft viele Abweichungen im Vergleich zu aktuellen Modellen aufweist (Sakamoto et al. 2012). Es werden weiterhin verbesserte numerische Methoden eingeführt, um die bekannten Probleme bei der Lösung von N-S-PDEs zu beheben (z. B. Marston et al. 2016). Darüber hinaus gibt es in allen Modellen Subgitter-Parametrisierungen (McWilliams 2007; Katzav et al. 2012; Hourdin et al. 2016), welche die Unsicherheit erhöhen. McWilliams (2007) stellt fest, dass kleine strukturelle (gleichungsformale) Unterschiede in Subgitter-Parametrisierungen zu unterschiedlichen dynamischen Attraktoren in solchen Strömungsdynamik-Systemen führen können.

Betrachten wir die grundlegendsten physikalischen Aspekte von Klimamodellen: die Strahlungseigenschaften von CO₂ in der Atmosphäre. Zwar gibt es eine grundlegende Theorie für diesen Prozess, doch gibt es zahlreiche Software-Tools zur Strahlungstransportberechnung (Oreopoulos und Mlawer 2010), da die Berechnung des Strahlungstransports auf einem Globus mit heterogener Atmosphäre ein schwieriges numerisches Problem darstellt – im Gegensatz zur Beschleunigung eines fallenden Körpers im Vakuum. Das Spektrum wird in jedem dieser Programme mit unterschiedlichen Auflösungen unter Verwendung verschiedener geometrischer Annahmen und Verfahren bewertet. Noch gravierender ist, wie Oreopoulos und Mlawer (2010) dokumentieren, dass 1) sich die grundlegende Theorie selbst ständig weiterentwickelt; 2) die in GCMs verwendeten Algorithmen aus rechnerischen Gründen stark vereinfacht sind; und 3) verschiedene GCMs nicht die gleichen Strahlungstransfer-Algorithmen verwenden. Es ist somit klar, dass auch hier eine Lücke zwischen der grundlegenden Theorie und den Berechnungen besteht, mit unklaren Konsequenzen.

Ebenso trifft jedes GCM unterschiedliche Annahmen hinsichtlich des Antriebs, der Wolken, der Landoberflächen, der räumlichen Rasterung usw. und verwendet unterschiedliche numerische Verfahren zur Lösung. Die geschätzten Antriebe haben sich zwischen den IPCC-Berichten AR4 und AR5 erheblich verändert, und der Einfluss von Aerosolen wird derzeit noch überarbeitet (z. B. Stevens 2015), wobei es erhebliche Unterschiede in der Darstellung zwischen den Modellen gibt (Wilcox et al. 2013). Für Prozesse, die unterhalb der Gitterauflösung ablaufen, wie z. B. Wolkenverhalten und Niederschlag, werden Parametrisierungen (d. h. empirische Beziehungen) verwendet (McWilliams 2007). Diese empirischen Beziehungen enthalten freie Parameter, die abgestimmt werden müssen (Lahsen 2005; McWilliams 2007; Mauritsen et al. 2012; Schmidt und Sherwood 2015; Hargreaves 2010; Hourdin et al. 2016), und diese Anpassungen können willkürlich sein (z. B. Soon et al. 2001, deren Abb. 4). Fehler in diesen Näherungen sind schwer zu quantifizieren, entfernen die Modelle jedoch zweifellos weit vom Bereich der reinen Darstellung idealer physikalischer Gesetze, wie etwa der Schwarzkörperstrahlung von einer gleichmäßigen Oberfläche bekannter Temperatur, wie auch von Katzav et al. (2012) argumentiert. Es lässt sich auch argumentieren, dass wesentliche physikalische Prozesse in den Modellen unberücksichtigt bleiben, wie beispielsweise die Auswirkungen des elektrischen Feldes der Erde (Andersson et al. 2014).

Wenn globale Klimamodelle nicht als präzise Abbildungen der Theorie betrachtet werden können, die auf der Ableitung einiger Komponenten aus fundierten physikalischen Erkenntnissen beruhen (wie oben dargelegt), welchen epistemologischen Status haben sie dann? Ein Ansatz zur Beurteilung ihres Wahrheitswerts besteht darin, nicht ausgehend von der zugrunde liegenden Physik zu argumentieren, sondern rückwärts von der Qualität ihrer Ergebnisse. Es lässt sich erfolgreich argumentieren, dass sie Aspekte des aktuellen Verständnisses des Erdklimasystems verkörpern, da sie sonst überhaupt nicht funktionieren würden. Katzav (2014) sowie Schmidt und Sherwood (2015) argumentieren beispielsweise, dass diese Verkörperung von Wissen durch die Überlegenheit aktueller Modelle gegenüber einem naiven Modell oder gegenüber Klimamodellen der vorherigen Generation belegt wird. Smith (2002) und Oreskes et al. (1994) schlagen vor, dass die Modelle eine nützliche Analogie oder Heuristik darstellen. McWilliams (2007) argumentiert, dass aufgrund der irreduziblen Unsicherheit in den Modellausgaben, die auf chaotische Dynamiken zurückzuführen ist, GCMs eher anhand ihrer Plausibilität beurteilt werden sollten als danach, ob sie korrekt oder die besten sind. Er argumentiert, dass die Modelle „Raum-Zeit-Muster liefern, die an die Natur erinnern … und damit eine sinnvolle Art von Turing-Test zwischen dem Künstlichen und dem Tatsächlichen bestehen“. Der IPCC (2013, S. 145) stellt fest, dass diese Modelle als Werkzeuge zum Verständnis des Klimasystems betrachtet werden können. Viele Ergebnisse (insbesondere die Temperatur) zeigen eine gute Übereinstimmung zwischen den Modellen, was auf einen gewissen Wahrheitswert der Modelle hindeutet (Räisänen 2007). Die Übereinstimmung zwischen den Modellen kann jedoch auf gemeinsamen Annahmen, gemeinsamen Algorithmen und ähnlichen Daten beruhen, die zur Kalibrierung verwendet werden. Parker (2011) argumentiert, dass die Übereinstimmung der Vorhersagen zwischen den Modellen zwar gewisse Belege liefert, jedoch nicht ausreicht, um eine epistemische Gewissheit hinsichtlich ihres Wahrheitswerts zu begründen. Aus diesen Gründen verfehlen Bemühungen zur Bestätigung (Verifizierung) von Klimamodellen (z. B. Lloyd 2010, Diskussion in Katzav et al. 2012) ihr Ziel. Auch wenn diese Modelle plausibel sein können, eine Art Turing-Test bestehen und miteinander übereinstimmen, bedeuten die Probleme der irreduziblen Dynamik und der numerischen Unsicherheit (z. B. McWilliams 2007) sowie andere Aspekte, dass die theoretische Grundlage der Modelle nicht als Garant für die Gültigkeit nützlicher Vorhersagen angesehen werden kann. Dies wirft die Frage nach ihrer Nützlichkeit als Vorhersageinstrumente auf, die im Folgenden erörtert wird.

4 Klimamodelle als Berechnungs-Grundlagen

Da sich globale Klimamodelle ständig weiterentwickeln und es einigen Aspekten möglicherweise an einer strengen und engen Verbindung zur zugrunde liegenden Physik mangelt, sind sie nach Poppers Kriterien nicht widerlegbar (siehe Curry und Webster 2011) und müssen als Berechnungsinstrumente betrachtet werden. Daher ist es notwendig, die Modelle vor ihrer Anwendung in irgendeiner Form zu überprüfen.

Das Testen komplexer Simulationsmodelle ist schwierig. Die große Anzahl von (anhand von Daten geschätzten) Parametern in diesen Modellen (Murphy et al. 2004; Hargreaves 2010; Schmidt und Sherwood 2015; Hourdin et al. 2016) lässt vermuten, dass die parametrische Unsicherheit der Modelle hoch sein könnte, doch wurde dies bislang nur unzureichend untersucht (Guttorp 2014). Es gibt potenzielle Probleme hinsichtlich der Struktur (Gleichungsform), der Parameter und der Datenfehler (Loehle 1987, 1988; Hourdin et al. 2016), die bisher kaum untersucht worden sind. Es gibt viele spezifische Arten von Sensitivitäts- und Fehleranalysen, die durchgeführt werden können (z. B. Falloon et al. 2014; Guttorp 2014; Rougier und Goldstein 2014), um die Zuverlässigkeit von Modellausgaben zu bewerten, doch diese Methoden wurden aufgrund ihres hohen Rechenaufwands fast nie auf GCMs angewendet (Falloon et al. 2014). Allen und Ingram (2002) sowie McWilliams (2007) argumentieren, dass „Ensembles of Opportunity“ (eine Sammlung von Modellen) die Modellunsicherheit nicht angemessen erfassen, und empfehlen eine umfassende Unsicherheitsanalyse (Anfangsbedingungen, Parameter, Funktionsform der Gleichungen, numerische Methode usw.), um mögliche Prognosen einzugrenzen – eine Analyse, die für GCMs bislang noch nicht durchgeführt worden ist. Daher stehen Entscheidungsträgern für GCMs keine entscheidenden Informationen zur Modellunsicherheit zur Verfügung.

Modelle der turbulenten Dynamik zeigen eine Empfindlichkeit gegenüber den Anfangsbedingungen (Frigg et al. 2013). Bei einem strukturell perfekten Modell (d. h. alle Gleichungen und Parameter sind korrekt; numerische Methoden funktionieren korrekt) lässt sich der Einfluss der Unsicherheit der Anfangsbedingungen abschätzen, indem mehrere Durchläufe mit gestörten Anfangsbedingungen durchgeführt werden, was eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Ergebnisse liefert. Dies setzt voraus, dass die Fehler in den Anfangsbedingungen charakterisiert werden können und dass eine ausreichende Anzahl von Durchläufen durchgeführt werden kann, was bei Klimamodellen in der Regel nicht der Fall ist (McWilliams 2007). In einer einzigartigen Fallstudie störten Deser et al. (2016) einen Basislauf durch Rauschen auf Maschinenfehler-Niveau (d. h. Rundungsfehler), das auf das anfängliche Temperaturfeld angewendet wurde. Sie fanden bei 30 Durchläufen sehr große Unterschiede von mehreren °C in den 50-Jahres-Trends im Winter für Regionen Nordamerikas. Sie stellten fest, dass ein Ensemble-Ansatz die interne Variabilität vom erzwungenen Signal trennen könnte, um eine bessere Übereinstimmung mit historischen Daten zu erzielen. Dies basiert jedoch auf einer infinitesimalen Störung der Anfangsbedingungen. Die tatsächlichen Unsicherheiten der Anfangsbedingungen sind um viele Größenordnungen größer. Noch wichtiger ist, dass diese stochastische Störung der Anfangsbedingungen bei Vorliegen struktureller Fehler (falsche Gleichungsform zur Darstellung eines Prozesses) nicht nur uninformativ, sondern sogar irreführend sein kann. (Smith 2002; Frigg et al. 2014; Hourdin et al. 2016).

Es könnte aufschlussreicher sein, die Ergebnisse der globalen Klimamodelle (GCM) nicht als Ganzes, sondern genauer zu betrachten, um zu erkennen, was mit ausreichender Genauigkeit vorhergesagt werden kann. Der IPCC (2013) stellt die GCM-Ergebnisse der globalen Mitteltemperatur seit 1850 als Abweichungen vom Mittelwert dar; werden sie jedoch als absolute Temperaturen dargestellt, weichen die Zeitreihen bis zu 4 °C voneinander ab (SI Abb. 2). Ein ähnliches Ergebnis (Abweichungen 4 °C) wurde für die kontinentalen USA festgestellt (Anagnostopoulos et al. 2010). Dies ist kein trivialer Unterschied, da die Langwellenstrahlung eines Objekts gemäß der Stefan-Boltzmann-Relation proportional zur vierten Potenz der absoluten Temperatur ist (Anagnostopoulos et al. 2010). Wenn sich Modelle in der mittleren Temperatur so stark unterscheiden, behandeln sie dann die grundlegende Physik auf die gleiche Weise oder setzen sie die Physik mit korrekten Algorithmen um? Dies wirft epistemische Fragen hinsichtlich der von GCMs erstellten Vorhersagen auf. Hawkins und Sutton (2016) weisen darauf hin, dass bei einer linearen Reaktion auf einen erhöhten Antrieb die absolute Temperatur für die Abschätzung der Reaktion auf einen erhöhten Antrieb keine große Rolle spielt. Liegt jedoch eine starke positive Rückkopplung vor, ist die Reaktion auf einen erhöhten Antrieb bei höheren Temperaturen stärker (Bloch-Johnson et al. 2015, Gregory et al. 2015). Wenn hingegen eine negative Rückkopplung den CO2-Antrieb dämpft (z. B. Spencer und Braswell 2011), würde dies ebenfalls von der tatsächlichen Temperatur abhängen. In beiden Fällen wäre die absolute Temperatur von Bedeutung (d. h., die Reaktion ist nichtlinear) und die Verwendung von Anomalien lässt sich nicht rechtfertigen. Anomalien, manchmal auch als „Bias-Korrektur“ bezeichnet, werden auch zum Vergleich anderer Klimadaten verwendet. Allerdings reagieren Nutzpflanzen, Biodiversität, Meeresspiegel und Eisschilde alle auf tatsächliche Niederschläge und Temperaturen, und somit würden die verschiedenen Modelle sehr unterschiedliche Auswirkungen prognostizieren, selbst wenn ihre Anomalietrends übereinstimmen würden, wie von Hawkins und Sutton (2016) angemerkt. Der Nettoeffekt der Bias-Korrektur oder der Verwendung von Anomalien besteht darin, den epistemologischen Status der Modelle zu verschleiern, indem die Streuung der Modellausgaben zueinander verringert wird und Unstimmigkeiten mit den Daten schwer zu bestimmen sind.

Die Anwendung einer Bias-Korrektur kann zu weiteren Schwierigkeiten bei der Überprüfung führen. Betrachten wir den Fall, dass globale Temperaturverläufe mit Modellausgaben verglichen werden. Wenn die Daten in tatsächlichen °C vorliegen oder über einen bestimmten Zeitraum auf eine gemeinsame Basislinie verschoben werden, wird die Korrelationsstatistik nicht beeinflusst, da der konstante Term aus der Berechnung herausfällt. Bei anderen Messgrößen kann die Basislinie jedoch einen Einfluss haben. Beispielsweise unterscheidet sich die R²-Statistik für die Modellanpassung bei tatsächlichen Reihen von der bei Anomalie-Reihen und kann bei nicht verschobenen Reihen sogar negativ sein (d. h., die Anpassung an die Daten ist schlechter als an einen einfachen Mittelwert der Daten). Hawkins und Sutton (2016) weisen darauf hin, dass die Normalisierung (Basislinienverschiebung) einer Klimareihe auf einem Referenzzeitraum basiert, typischerweise 30 Jahre, aber auch den gesamten Aufzeichnungszeitraum umfassen kann. Sowohl die Daten als auch die Modellausgaben werden nach oben oder unten verschoben, sodass ihre jeweiligen Mittelwerte über den Referenzzeitraum Null betragen. Beim Vergleich mehrerer Durchläufe eines einzelnen Modells oder mehrerer Modelle mit den Daten stimmen diese während des Referenzzeitraums am ehesten überein. Das bedeutet, dass der visuelle Eindruck der Modellanpassung oder der Zeitpunkt, zu dem ein Modell gut oder schlecht abschneidet, vollständig vom gewählten Referenzzeitraum abhängen kann (Beispiele finden sich bei Hawkins und Sutton 2016). Dies wirkt sich beispielsweise auf die Frage aus, ob die Modelle derzeit höhere Werte vorhersagen als die Daten zeigen. Je näher der gewählte Referenzzeitraum an der Gegenwart liegt, desto größer erscheint die Übereinstimmung zwischen den Modellen und den Daten der letzten Jahre. Bei Anpassungsstatistiken wie R² kann die Wahl des Referenzzeitraums ebenfalls das Ergebnis und damit die implizierte Modellanpassung beeinflussen. In Abbildung 2 wird beispielsweise ein künstliches Beispiel gezeigt. In Abbildung 2a werden sowohl die Daten als auch das Modell auf den 100-jährigen Referenzzeitraum (Mittelwert 0) verschoben. Die Anpassung erscheint visuell recht gut, und R² = 0,79. In Abbildung 2b werden jedoch die letzten 30 Jahre als Referenzzeitraum verwendet. Nun scheint das Modell in der Vergangenheit schlechter und in den letzten Jahrzehnten besser (fast perfekt) zu passen, aber R² beträgt nun 0,54, was eine erhebliche Verschlechterung darstellt. Dies wirft ein epistemisches Dilemma auf. Wenn die Korrelation als Maß für gemeinsame Trends und Muster (z. B. Temperaturanstiege und -abfälle) verwendet wird, berücksichtigt dies nicht die Verzerrung (den Offset) in den Modellausgaben. Werden Modelle und Daten auf Anomaliebasis betrachtet, so setzt dies für Temperatur und Niederschlag voraus, dass die tatsächlichen Werte keine Rolle spielen, sondern nur der Trend, doch dies ist nach wie vor umstritten. Darüber hinaus beeinflusst der gewählte Referenzzeitraum sowohl den visuellen Eindruck der Modellanpassungsgüte (sowohl hinsichtlich der Ensemble-Streuung als auch des Anpassungsmusters über die Zeit) als auch alle Anpassungsstatistiken mit Ausnahme der einfachen Korrelation. Fragen wie diese haben Auswirkungen auf die epistemische Gewissheit.

5 Schlussfolgerungen

Wie verhält es sich nun mit der von den GCMs aufgeworfenen Wissensfrage? Als parametrisierte Simulatoren, die Klimaverläufe generieren, müssen diese Instrumente grundsätzlich statistisch und quantitativ bewertet werden. Qualitative Einschätzungen geben keine Antwort auf die entscheidenden politikrelevanten Fragen, wie stark, wann und wo die Erwärmung eintreten wird. Held (2005) argumentiert, dass die Erlangung eines besseren Klimaverständnisses die Entwicklung vereinfachter, idealisierter „Welten“ (siehe z. B. SI Abb. 1) erfordert, um die Prozesse großräumiger Turbulenzen, der Wärmeübertragung zu den Polen, der Ozeanzirkulation und insbesondere die Frage zu untersuchen, wie große Klimaphänomene wie ENSO bestehen bleiben können. Ohne diese Erforschung der Prozesse, so Held, sei es nicht möglich zu erklären, warum verschiedene GCMs unterschiedliche Ergebnisse liefern, warum sie von den Daten abweichen und wie sie verbessert werden können. Dies liege daran, dass die Komplexität der Modelle zu epistemischer Undurchsichtigkeit führe. Angemessene Erklärungen für das Verhalten komplexer hierarchischer Systeme wie des Klimas müssten in der Regel mehrstufig sein und Faktoren wie Meeresströmungen, Kontinente und Wolken berücksichtigen. Ein auf diese Weise gewonnenes besseres Verständnis könnte zu besseren Subgitter-Parametrisierungen führen. Ein Beispiel hierfür ist die aktuelle Arbeit von Moncrieff et al. (2017), die einen multiskaligen Ansatz zum Verständnis organisierter tropischer Konvektion ableitet, der zur Entwicklung von Subgitter-Parametrisierungen genutzt werden kann.

Wenn Klimamodelle dem realen Erdsystem lediglich „ähneln“ und eher als Analogie (Oreskes et al. 1994) oder als explorative Werkzeuge dienen, sind sie am nützlichsten als Grundlage für qualitative Vorhersagen, etwa dass eine gewisse Erwärmung wahrscheinlich ist. Wenn die Modelle bestimmte Vorhersagen (z. B. zur globalen Temperatur) mit akzeptabler Genauigkeit treffen können, ist es wichtig zu ermitteln, welche Variablen auf diese Weise vorhergesagt werden können. Wenn Modelle eine gemeinsame Verzerrung aufweisen, kann diese Verzerrung möglicherweise bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Erklärungen für Unterschiede in der Modellleistung sollten gesucht werden, insbesondere für die große Bandbreite zukünftiger Entwicklungspfade. Angesichts der Komplexität des Erdklimasystems verdient die Grundlage für die auf GCMs basierenden Wissensaussagen größere Aufmerksamkeit. Richtig angewandte Erkenntnistheorie kann helfen zu klären, was wir wissen, wie wir es wissen und wo die Grenzen einer strengen, gerechtfertigten Argumentation liegen.

Der Klimawandel stellt ein komplexes politisches Problem dar. Sowohl Handeln als auch Untätigkeit bergen ein hohes Risiko. Diese Abhandlung führt zu keiner bestimmten politischen Schlussfolgerung. Vielmehr konzentriert sie sich auf die Verfahren, die zu einer stringenten Argumentation führen. Politische Entscheidungen beinhalten zwangsläufig auch Risikowahrnehmung, Risikotoleranz, kulturelle Werte, wirtschaftliche Aspekte und andere Faktoren, die über den Rahmen dieser Analyse hinausgehen. Jede Politik kann jedoch nur davon profitieren, wenn besser verstanden wird, wie Klimamodelle aufgebaut sind, auf welchen physikalischen Grundlagen sie beruhen, wie sie getestet werden können und wie ihre Ergebnisse zu bewerten sind.

Referenzen

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Link: https://wattsupwiththat.com/2026/06/02/are-climate-models-just-physics/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers zu diesem Beitrag:

Antwort auf die Frage in der Überschrift: NEIN!

Ein Wettermodell erfasst die gegenwärtige Lage mittels aller verfügbaren Messungen. Weil die physikalischen Gesetze alle bekannt sind, nach welchen sich meteorologische Parameter entwickeln, können Wettermodelle auf einige Tage recht gut die großräumigen Wetterstrukturen abbilden (Planetarische Wellen der Höhenströmung z. B.). Schon bei der modelleigenen Interpretation der großräumigen Entwicklung versagen sie jedoch recht schnell (z. B. wenn man die Niederschlagsmenge für ein bestimmtes Gebiet simulieren will. Das hat sich in der Kältewelle Mitte Mai eindrucksvoll gezeigt).
Fazit: Wettermodelle basieren AUSSCHLIEßLICH auf Messungen, auf welche dann bekannte physikalische Gesetze angewendet werden. DAS ist Physik!
Aber welche Messwerte gehen in Klimamodelle ein?

 

Der Beitrag Sind Klimamodelle „einfach Physik”? erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Der Kult der Klima-Apokalypse und die entlarvende Korrektur des Weltklimarats

04. Juni 2026 um 11:46

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Der Weltklimarat hat nicht die Klimakrise „abgesagt“, aber er hat etwas viel Peinlicheres getan für all jene, die jahrelang mit der maximalen Drohkulisse Politik machten: …

Der Beitrag Der Kult der Klima-Apokalypse und die entlarvende Korrektur des Weltklimarats erschien zuerst auf Contra24.

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„Energiewende“ als zunehmende Dauerkrise: Alle 2,5 Tage ist irgendwo in Deutschland Dunkelflaute

04. Juni 2026 um 10:00

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Die Probleme der Energiewende und der damit einhergehenden hohen Energiepreise werden immer offensichtlicher. Nun zeigt eine Studie des Energiekonzerns Uniper, dass sogenannte Dunkelflauten zum Alltag gehören und keine bloßen Ausnahmeerscheinungen sind. Damit stellt sich die Frage, wie Deutschland seine Energieversorgung sicherstellen kann. Sonne und Wind liefern kostengünstig saubere Energie, so das grüne Versprechen für die […]
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Sonneneruptionen auf der Rückseite der Sonne bestätigen neue Vorhersagemethode – Klimaschau 261

04. Juni 2026 um 09:00

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Die Erd-Sonne ist wie jeder Stern ein komplexes magnetisches System, dessen Aktivität stark schwanken kann. Bereits in den 1940er Jahren fand der US-amerikanische Forscher Scott Forbush heraus, dass ein abruptes Ansteigen der solaren Aktivität, ein sogenannter solarer Ausbruch (oder Super-Flare), die kosmische Strahlung, die die obere Atmosphäre laufend trifft, abschirmt. Henrik Svensmark und Nir Shaviv wiesen in den 2.000er Jahren nach, daß die kosmische Strahlung essentiell für die Wolkenbildung und damit für das irdische Klima ist. Über diesen mittelbaren Mechanismus kann die solare Aktivität also Einfluß auf Temperatur und Niederschläge auf dem Planeten nehmen.

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Valentina Zharkova und das Grand Solar Minimum

04. Juni 2026 um 09:00

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Cap Allon

Valentina Zharkova ist nicht von ihrer These abgerückt.

Ihre Arbeit aus dem Jahr 2026 mit dem Titel „Modern Grand Solar Minimum (2020–2053)“ ist eine überarbeitete Neuauflage der gleichen These, die sie bereits 2020 veröffentlicht hatte: Die Sonne sei in ein modernes Großes Sonnenminimum eingetreten, das sich ungefähr von 2020 bis 2053 erstreckt, wobei die schwächste Phase noch bevorstehe.

Die Kernaussage ist unverändert.

Zharkova argumentiert, dass das Hintergrundmagnetfeld der Sonne zwei Hauptmagnetwellen enthält, die in verschiedenen Schichten des solaren Dynamos erzeugt werden. Diese Wellen verlaufen leicht phasenverschoben. Wenn sie sich gegenseitig verstärken, verstärken sich die Sonnenzyklen. Wenn sie sich gegenphasig überlagern, nimmt die Sonnenaktivität ab. In ihrem Modell führt dies zu großen Sonnenzyklen mit einer Dauer von etwa 330 bis 380 Jahren, die durch große Sonnenminima getrennt sind, ähnlich den Maunder-, Wolf- und Oort-Minima.

Auch der Zeitrahmen bleibt unverändert.

Im Jahr 2020 identifizierte Zharkova das moderne Große Sonnenminimum als ein Ereignis des Zyklus 25–27, das sich über den Zeitraum 2020–2053 erstreckt. Für das Jahr 2026 wiederholt sie den gleichen Zeitraum.

Die wichtigste Änderung ist meiner Meinung nach der Tonfall.

Im Jahr 2020 schrieb Zharkova, dass die Sonne in das moderne Große Sonnenminimum eingetreten sei und dass sich die Abkühlung um die Sonnenminima zwischen den Zyklen 25 und 26 sowie 26 und 27 deutlicher zeigen dürfte. Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 ist direkter. Darin heißt es, das moderne Große Sonnenminimum sei „eingetreten“, es werde bis zur Mitte des Jahrhunderts andauern und die damit verbundene Kleine Eiszeit sei bereits da.

Zu Beginn war der Sonnenzyklus 25 stärker als in frühen offiziellen Prognosen erwartet. Er brachte starke Flares hervor und erreichte sein Sonnenmaximum um 2024. Für Kritiker sah das wie ein Problem für jedes Argument zugunsten eines großen Minimums aus. Doch Zharkovas Antwort ist einfach: Der Höhepunkt des Zyklus 25 war nie der entscheidende Test. Der Test ist der Rückgang von diesem Höhepunkt, das Minimum zwischen den Zyklen 25 und 26, der schwächere Zyklus 26, den sie als Folge erwartet, und dann das Minimum zwischen den Zyklen 26 und 27 – all das steht noch bevor.

Und wie am Mittwoch erörtert, verläuft der Rückgang vom Höchststand des SC25 bislang drastisch, was gut zu Zharkovas These passt.

In ihrer Veröffentlichung aus dem Jahr 2026 heißt es, dass während der absteigenden Phase des Zyklus‘ 25 und insbesondere während der nächsten beiden Zyklusminima weitere Anzeichen einer Abkühlung auftreten dürften. Zharkova geht davon aus, dass die verringerte Sonnenaktivität während des „Grand Minimum“ die Sonneneinstrahlung gegenüber dem heutigen Niveau um etwa 3 W/m² senken wird. Sie argumentiert, dass dies die durchschnittliche Temperatur auf der Erde um etwa 1 °C senken würde, wobei Vergleiche mit dem Maunder-Minimum auf eine mögliche Abkühlung um 1,5 °C hindeuten. Die Abkühlung, so sagt sie, würde nicht gleichmäßig verteilt sein. Die Auswirkungen im Winter wären auf den Kontinenten der nördlichen Hemisphäre stärker, da eine veränderte Zirkulation dazu führen würde, dass vermehrt arktische Luft in niedrigere Breitengrade gelangt.

Ihr Argument lautet nicht einfach „weniger Sonne, kälterer Planet“ – es geht auch um die Zirkulation: schwächere Sonnenaktivität, Veränderungen in der Stratosphäre, Verschiebungen bei AO/NAO, wellenförmigere Jetstreams, kältere kontinentale Kälteeinbrüche und häufigere Einbrüche polarer Luft in die mittleren Breiten.

Zharkova sieht den entscheidenden Test für den Rückgang im Zyklus 26.

Und sie schließt mit einer Warnung: Wenn die Sonnenaktivität tatsächlich nachlässt, wenn die Zirkulation wechselhafter wird und Kälteeinbrüche häufiger auftreten, dann brauchen die Länder zuverlässige, kontinuierliche und regelbare Energie. Die moderne Energiedebatte basiert auf der Annahme, dass es „immer heißer“ wird. Zharkova warnt vor genau dem Gegenteil: einem kälteren, weniger stabilen Muster bis zur Mitte des Jahrhunderts, bei dem Ernährung, Heizung und die Widerstandsfähigkeit des Stromnetzes im Mittelpunkt des nationalen Überlebens stehen.

Link: https://electroverse.substack.com/p/europes-cold-half-is-ignored-concordia?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email (Zahlschranke)

—————————————

Dazu gibt es auch einen Beitrag von Kenneth Richard (Link siehe unten):

Das große Sonnenminimum ist da… Bis zu den 2030er und 2040er Jahren wird eine globale Abkühlung um mindestens 1 °C erwartet

Kenneth Richard

Die über Jahrhunderte hinweg beobachteten Muster der Sonnenaktivität deuten darauf hin, dass die nächste Abkühlungsphase der Kleinen Eiszeit begonnen hat.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie, die sich auf die Analyse historischer Phasen des solaren Magnetfelds stützt, belegt den Einfluss der Sonnenaktivität auf die Temperatur der Erde.

Kühle Phasen der „Kleinen Eiszeit“ lassen sich zuverlässig mit großen Sonnenminima (GSM) in Verbindung bringen.

So wird beispielsweise angenommen, dass während des Maunder-Minimums (Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts) die Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² abgenommen und sich die Nordhalbkugel infolgedessen um etwa 1 °C abgekühlt hat.

Anhand einer harmonischen Analyse lässt sich vermuten, dass der Beginn des nächsten GSM bereits eingetreten ist und es in den nächsten Jahrzehnten zu einer globalen Abkühlung kommen wird.

„Während eines GSM wird ein Rückgang der Sonneneinstrahlung um etwa 3 W/m² gegenüber dem heutigen Niveau erwartet, was zu einem Rückgang der durchschnittlichen Erdtemperatur um etwa 1,0 °C führt.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das vor 10 Jahren von Zharkova et al. (2015) vorhergesagte moderne große Sonnenminimum (2020–2053) eingetreten ist und sich wie erwartet bis zur Mitte des Jahrhunderts fortsetzen wird. Es bringt das kalte Wetter mit starken Frösten und Schneefällen, das im Januar und Februar 2026 auf der gesamten Nordhalbkugel von West nach Ost und vom Norden bis zum Äquator verzeichnet wurde. Die mit dem heutigen großen Sonnenminimum verbundene kleine Eiszeit ist da …“

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/30/a-grand-solar-minimum-has-arrivedglobal-cooling-of-at-least-1c-is-expected-by-the-2030s-2040s/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Valentina Zharkova und das <em>Grand Solar Minimum</em> erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Einsicht wäre der erste Weg zur Besserung – Der vermeintliche Klimakampf-Erfolg

04. Juni 2026 um 06:00

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Nach der vom IPCC offiziell abgesagten Klimakatastrophe gibt es in der Bundesregierung kein Eingestehen von Irrtümern oder Fehlentscheidungen. Im Gegenteil: Die Abwendung des Extremszenarios wird dreist als Erfolg der deutschen Klimapolitik verkauft.

Von Frank Hennig

Das Klimaszenario RCP 8.5 wurde durch das IPCC zurückgenommen, es sei unplausibel. Das sollte die (im treffenden Sinne des Wortes) aufgeheizte Klimapolitik und -propaganda eigentlich beruhigen – ganz so schlimm kann es also nicht kommen. Keineswegs denkt man in den Regierungsparteien nun über gelassene und sachliche Entscheidungen im Energieversorgungssystem nach. Es gilt das „weiter so“, koste es, was es wolle.

 

Mit dem Entfall des Szenarios RCP 8.5, durch 44 IPCC-Autoren bestätigt, entfällt das Horrorszenario, auf dessen Basis deutsche Politik und Medien sofortiges Handeln anmahnten. Insbesondere der schnelle und noch schnellere Ausbau der sogenannten „Erneuerbaren“, unabhängig vom nachhängenden Netzausbau, steigenden Strompreisen und fortschreitender nachhaltiger Deindustrialisierung, wurde gebetsmühlenartig gefordert. Nun wird es bis zum Jahr 2100 nicht 4,4 bis 5,7 Grad wärmer werden und man könnte vom Alarmismus ablassen. Selbst der Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom März 2021, der die Grundrechte künftig von der Erfüllung der Minderungsziele abhängig macht, wäre zu korrigieren.

EINSICHT WÄRE DER ERSTE WEG ZUR BESSERUNG

Das IPCC geht von einer Erwärmung von etwa 2,5 Grad aus – gemessen ab 1870 oder einem anderen frei wählbaren Termin der sogenannten vorindustriellen Zeit, egal in welcher Genauigkeit gemessen oder errechnet. Etwa 1,5 Grad sind bisher schon „geschafft“, die restliche Erwärmung sollten wir durch nur noch moderat nötige Anpassungsmaßnahmen überleben. Wer erklärt das jetzt den zukunftsängstlichen, teils traumatisierten Kindern und Jugendlichen von Fridays for Future?

Da eine Zieländerung oder gar das Eingestehen eines Irrtums oder von Fehlentscheidungen unserer Regierung nicht zuzumuten ist, gilt es, eine Erfolgsgeschichte aus dem nun gestorbenen Szenario zu machen. Die Abkehr von einem Extremszenario sei ein Erfolg unserer Klimapolitik, heißt es nun. Das ist zweifelhaft angesichts des deutschen Anteils an den globalen anthropogenen CO2-Emissionen von nur noch 1,5 Prozent.

In einer aktuellen Stunde im Bundestag am 20. Mai 2026 wurde nach dem Monitoring der deutschen Klimapolitik bezüglich des Milliardenaufwandes gefragt. Finanzminister Klingbeil (SPD) antwortete: „Ich brauche keine Zahlen, um zu wissen, dass es richtig ist …“ (ab Minute 40). Da wundert man sich als Wahlvolk, weil man annimmt, dass insbesondere der Umgang mit Zahlen eine für einen Finanzminister vordringliche Aufgabe sein könnte. Nun ist Minister Klingbeil Politikwissenschaftler und Parteisoldat ohne jegliches Vorleben in Wirtschaft oder Finanzen, das kann man ihm nicht vorwerfen. Aber ist er im richtigen Job? Dafür müsste er permanent mit Zahlen arbeiten und vor allem jede Ausgabenposition penibel hinterfragen. Das Geld anderer ausgeben macht unter den Sozialisten jeder gern, aber allein der Versuch klugen Wirtschaftens ist bei der SPD nach Eichel und Steinbrück offenbar out.

Vom Sieg zur Weltrettung

Nun gilt es bei den Regierungsparteien sowie Links und Grün, die Rücknahme des Szenarios 8.5 in einen Sieg umzudeuten. Mark Helfrich (CDU) sieht den Regierungskurs bestätigt, man dürfe in den Klimaschutzbemühungen „nicht nachlassen“. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Klimaaunion. Wer diese in der eigenen Partei hat, braucht keine Grünen mehr als Gegner.

Doktor Nina Scheer, ausgebildete Violinistin und promovierte Politikwissenschaftlerin, energiepolitische Sprecherin ihrer Fraktion, aber tieferer Kenntnis eines Energieversorgungssystems unverdächtig, verweist auf eine angebliche Emissionssenkung Chinas trotz Wirtschaftswachstum. Das trifft für das erste Halbjahr 2025 wohl zu. Über längere Sicht steigerte das Land die Emissionen von 2000 bis 2024 von 3,648 auf 13,125 Gigatonnen (Gt). Im gleichen Zeitraum senkte Deutschland heldenhaft von 1,044 auf 0,656 Gt. Man könnte diese Trends hinsichtlich ihrer „Klimawirkung“ berechnen, auf Grundlage der CO2-Budgets, die für den Pariser Klimavertrag zugrunde gelegt wurden. Das macht in Deutschland aus gutem Grund niemand und den Finanzminister interessieren Zahlen ohnehin nicht. Aber genau hier liegen die Einsparoptionen hinsichtlich Aufwand und Nutzen.

Richtig ist, dass in China Wind- und PV-Anlagen stark zugebaut werden. Diese Halbwahrheit ruft nach Ergänzung. Im Jahr 2024 gingen 30 Gigawatt (GW) neue Kohlekraftwerksleistung ans Netz und es begann der Bau von 63 neuen Kohlekraftwerken.Im Jahr 2025 kam es zu einer Rekordsteigerung der Kapazität von 78 GW. Auch wenn in China diese Kraftwerke oft nicht mehr in der Grund-, sondern in der Regellast eingesetzt werden, wird es zu einer Steigerung der Emissionen kommen.

Quelle: https://www.cfact.org/2026/02/22/china-goes-gangbusters-building-52-big-coal-plants-in-2025/

Gegenwärtig steigt Chinas Kohleverbrauch weiter. China verbrennt mehr Kohle auch als Folge des Irankrieges, um LNG zu sparen. Gleichzeitig schwächelt die Windstromproduktion, ein Zeichen des auch in Europa zu beobachtenden „terrestrial stilling“? Zudem baut kein anderes Land der Welt so viele Kernkraftwerke in Serie, termingerecht und preiswert. Derzeit sind 125 Gigawatt (GW) Kernkraftwerksleistung in Betrieb oder genehmigt, noch vor 2030 wird China weltweit Spitzenreiter bei der Stromerzeugung aus Kernkraft sein.

Wie alle wachsenden Länder nutzt auch China alle Energiequellen. Man kann es sich nicht leisten, aus klima- oder atomideologischen Gründen auf einige zu verzichten und den Energiemix staatlich befohlen zu verengen. Das macht nur Deutschland mit seinem unausgesprochenen Ziel des Degrowth.

Michael Kellner von den Grünen, ehemaliger Staatssekretär unter Messias Habeck, auch er vom Stamm der realitätsfernen Politikwissenschaftler, führt den „Erfolg“ des Rückzugs von RCP 8.5 auf den Ausbau der „Erneuerbaren“ zurück. Zumindest für den deutschen Anteil daran gibt es keinerlei Anlass.

Hier der Rückgang der deutschen Emissionen (in blau), der nicht nur einem steigenden Anteil „erneuerbarer“ Energie zuzuschreiben ist, sondern auch der Stilllegung von Teilen der DDR-Industrie, dem Brennstoffwechsel von Kohle auf Gas und der Deindustrialisierung ab 2020. In roter Linie der Anstieg der globalen Temperatur, von den sinkenden deutschen Emissionen offensichtlich unbeeinflusst.

Daraus einen „Erfolg“ deutscher Klimapolitik abzuleiten, bleibt realitätsfernen Politikern der Berliner Blase vorbehalten.

Herr Kellner spricht übrigens nicht mehr über die Chance, die Raffinerie PCK in Schwedt nach Entfall des russischen Öls nun zügig in eine grüne Raffinerie umzubauen. Auch hier ist, wie beim grünen Wasserstoff, eine Erfolgsgeschichte nicht zu erwarten.

Die drei hier genannten Redner von CDU, SPD und Grünen ließen in ihren Ausführungen keine Zwischenfragen zu. Es hätte die Zuschauer verunsichern können.

Haltet den Dieb

Am Ende ihrer Ausführungen rief Frau Doktor Scheer in Richtung der AfD-Fraktion: „Sie leben von der Katastrophe!“ Das ist nun eine Tatsachenumkehr nach dem Motto „haltet den Dieb“, denn die Katastrophe mit alsbaldigem Sterben durch Hitze haben seit langem SPD und Grüne angekündigt. Das wird sich nun nicht erfüllen, die Enttäuschung ist offensichtlich. Übrigens sind „Klimakatastrophe“ wie auch „Klimakrise“ Begriffe, die nur in Deutschland von entsprechend interessierten Kreisen verwendet werden. Das IPCC und andere Länder sprechen von ‚Klimawandel“, was völlig korrekt ist.

Die „Klimaziele“ werden wohl erhalten bleiben, also global Netto-null bis 2100, in der EU bis 2050, Deutschland 2045, Hamburg und Baden-Württemberg bis 2040. Dabei haben sich die Deutschen ein verschärftes Ziel gesetzt: Absolut-null statt Netto-null. Das Vorreiten zweier Bundesländer ist zu begrüßen, können doch die anderen Bundesländer von den Erfahrungen profitieren und dem Weg folgen – oder auch nicht.

Leise Wahrheiten

Die harten Realitäten, ablesbar an Zahlen, Daten, Fakten, wirken störend auf die Tätigkeit unserer Regierung, in der zumindest der Finanzminister offensichtlich ein Problem mit Zahlen hat. Zum Trost kann man anführen, dass hin und wieder ein Licht von Weisheit in der SPD aufblitzt: „Globale Herausforderungen lassen sich nicht mit nationalen Alleingängen lösen“, so der ehemalige Außenminister Heiko Maas auf der Internationalen Energiewendekonferenz 2019 in Berlin. Seine Partei hörte nicht auf ihn, heute dürfte er vergessen sein.

Selbst die Grünen sind nicht vor Erkenntnissen gefeit. Die ehemalige Umweltministerin Steffi Lemke gesteht in einem Webinar (ab Stunde 1:05:30) ein, dass es ein Fehler gewesen sei, dass das überragende öffentliche Interesse des Ausbaus der „Erneuerbaren“ höher gestellt wurde als der Schutz der Gewässer. Auch seien Windkraftanlagen im Wald sowie Freiflächen-PV-Anlagen nicht präferierte Ziele. Das Investoreninteresse sei abzuwägen. Solche Art von Kritik blieb bisher Windkraftgegnern vorbehalten, die man daraufhin in die rechtsextreme Ecke schob.

Die Profitsicherung der „Erneuerbaren“-Branchen wird weiter das höchste Ziel rot-schwarz-grüner Politik bleiben, egal welche weiteren Szenarien fallen oder geändert werden. Die Energiewende als Methode der Umverteilung und Bereicherung liegt im Interesse der wirtschaftlichen, politischen und medialen Eliten, die daran verdienen.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 

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NASA-Daten zeigen beispiellose Begrünung der Erde

04. Juni 2026 um 05:37

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Während Regierungen weltweit Billionen ausgeben, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, verweisen einige Wissenschaftler auf eine Entwicklung, die in der öffentlichen Klimadebatte nur selten im Mittelpunkt steht: Die Erde wird grüner.

Satellitendaten der NASA zeigen, dass die globale Vegetationsfläche zwischen 1982 und 2023 deutlich zugenommen hat. Besonders stark fiel die Begrünung in Ländern wie China und Indien aus. Forscher führen einen wesentlichen Teil dieses Effekts auf die sogenannte CO₂-Düngung zurück – die Tatsache, dass Pflanzen Kohlendioxid als Grundbaustein für ihr Wachstum benötigen.

The Earth is greening at a rate never seen before in all recorded history, according to NASA satellite records from 1982–2023.

Global crop yields have risen 15–20% since 1960, almost entirely attributable to CO₂ fertilisation (Idso, 2013; IPCC AR6 WG1 Ch5). Famine deaths have… pic.twitter.com/cEcGlh0JVR

— Peter Clack (@PeterDClack) May 31, 2026

Nach verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen ist die globale Blattfläche in den vergangenen Jahrzehnten um mehr als 18 Prozent gewachsen. Parallel dazu stiegen die landwirtschaftlichen Erträge weltweit deutlich an, obwohl sich die Weltbevölkerung seit den 1960er-Jahren mehr als verdoppelt hat.

Befürworter dieser Sichtweise argumentieren, dass Kohlendioxid nicht nur als Klimagas betrachtet werden dürfe, sondern auch als unverzichtbarer Nährstoff für die Pflanzenwelt. Tatsächlich wird CO₂ in kommerziellen Gewächshäusern seit Jahrzehnten gezielt eingesetzt. Dort erhöhen Betreiber die Konzentration häufig auf 1.000 bis 1.500 ppm, um Wachstum und Erträge von Gemüse, Obst und Zierpflanzen zu steigern.

Aus dieser Perspektive erscheint die aktuelle Konzentration von rund 420 ppm nicht als Bedrohung, sondern als Faktor, der zur globalen Ausweitung der Vegetation beiträgt.

Anhänger dieser These verweisen zudem auf Metaanalysen hunderter wissenschaftlicher Studien, die unter kontrollierten Bedingungen erhebliche Wachstumssteigerungen bei höheren CO₂-Werten dokumentieren. Demnach könnten viele Pflanzenarten bei Konzentrationen zwischen 550 und 1.000 ppm deutlich mehr Biomasse produzieren als heute.

Auch die Landwirtschaft habe davon profitiert. Höhere CO₂-Werte verbessern bei vielen Pflanzen die Wassernutzungseffizienz und können unter günstigen Bedingungen zu höheren Erträgen führen. Gleichzeitig verlängern wärmere Temperaturen in manchen Regionen die Vegetationsperioden.

Für Kritiker der gegenwärtigen Klimapolitik ist dies ein Hinweis darauf, dass die öffentliche Debatte einseitig geführt werde. Während die Risiken steigender CO₂-Konzentrationen intensiv diskutiert würden, erhielten mögliche positive Effekte auf Pflanzenwachstum, Ernteerträge und globale Begrünung deutlich weniger Aufmerksamkeit.

Sie argumentieren, dass die Menschheit keinen „Krieg gegen CO₂“ führen sollte, sondern eine nüchterne Kosten-Nutzen-Abwägung vornehmen müsse. Kohlendioxid sei schließlich kein Schadstoff im klassischen Sinn, sondern ein natürliches Spurengas, das die Grundlage nahezu allen pflanzlichen Lebens bilde.

Gleichzeitig bleibt die Frage umstritten. Während zahlreiche Studien positive Auswirkungen höherer CO₂-Konzentrationen auf das Pflanzenwachstum bestätigen, weisen andere Forscher darauf hin, dass diese Vorteile durch Hitzestress, Dürren, Extremwetterereignisse oder Veränderungen von Ökosystemen teilweise wieder aufgehoben werden könnten.

Unabhängig von dieser Debatte zeigen die Satellitenbilder jedoch eine Entwicklung, die selbst viele Klimaforscher anerkennen: Die Erde ist heute deutlich grüner als noch vor vier Jahrzehnten. Und ein wesentlicher Treiber dieser globalen Begrünung scheint genau jener Stoff zu sein, der gleichzeitig als Hauptverursacher der Erderwärmung gilt – Kohlendioxid.

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Bundesregierung beschließt Programm für Kreislaufwirtschaft

03. Juni 2026 um 16:44

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Mit einem neuen Aktionsprogramm will die Bundesregierung Recycling und Wiederverwertung stärken. Ziel sei es, Deutschland unabhängiger von internationalen Lieferketten und Rohstoffimporten zu machen.
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Demos als Generalprobe Blaupause für den AfD-Parteitag

03. Juni 2026 um 12:15

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Mit der Parole "Gast ist Gewalt" ziehen Klimaradikale durch Hamm.

Genervte Anwohner und unzufriedene Linke lautet die Bilanz der Klimaproteste in Hamm. Doch was wie das Ende der Klimaradikalen scheint, ist nur ein Warmlaufen für eine ganz andere Störaktion. Die JF war undercover dabei.

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Nach Widerruf des Horrorszenarios durch den IPCC: Wäre die Bundesregierung überhaupt noch an das Karlsruher Klimaurteil von 2021 gebunden?

03. Juni 2026 um 11:00

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Plötzlich war es von der Bildfläche verschwunden – das Szenario mit der kryptischen Bezeichnung „RCP8.5/SSP5-8.5“. Es ist von der alarmistischen Annahme ausgegangen, dass sich die Temperaturen auf diesem Globus bis 2100 um mehr als vier Grad erhöhen. Das „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC), eine Institution der Vereinten Nationen, hat das Horrorbild kurzerhand für die […]
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Armutsrekord in Deutschland: Der Staat ist teuer, die Bürger werden ärmer

03. Juni 2026 um 07:00

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Der Paritätische meldet 13,3 Millionen Menschen in Armut. Während die Politik Milliarden verwaltet, reicht es für immer mehr Bürger nicht mehr zum normalen Leben.
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40 Jahre Umweltministerium „Überlebensfrage“: Merkel warnt vor Klimawandel und verteidigt Atom-Ausstieg

03. Juni 2026 um 05:43

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Einig in Sachen Klimaschutz, Energiewende und Atomausstieg: Die ehemaligen Umweltminister Angela Merkel und Jürgen Trittin beim Festakt am Dienstag.

Vor 15 Jahren beschloss die frühere Kanzlerin den Ausstieg aus der Kernenergie. Explodierende Energiepreise und höhere CO2-Emissionen können Merkel nicht umstimmen. Zugleich fordert sie aber mehr Einsatz gegen den Klimawandel.

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Ozean-„Versauerung” — Eine weitere falsche Panikmache, die einfach nicht verschwinden will

02. Juni 2026 um 17:00

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Francis Menton, THE MANHATTAN CONTRARIAN

Die „Versauerung“ der Ozeane ist ein in gewisser Weise einzigartiger Teilbereich der übergreifenden Klimapanik. Sie unterscheidet sich von anderen Teilbereichen dieser großen Panik dadurch, dass sie nicht von der Erwärmung der Atmosphäre als treibende Kraft für die vermeintlich beängstigenden Folgen abhängt. Stattdessen geht man bei der „Versauerung“ der Ozeane davon aus, dass ein erhöhter CO₂-Gehalt in der Atmosphäre (durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe) zu einem Anstieg des in den Ozeanen gelösten CO₂ führt, was wiederum einen niedrigeren pH-Wert des Meerwassers zur Folge hat, der dann zum Auslöser der angeblichen beängstigenden Folgen wird. Somit kann die „Versauerung“ der Ozeane theoretisch als Schreckensszenario dienen, selbst wenn sich die Atmosphäre bei steigendem CO₂-Gehalt nicht in dem Maße erwärmt, wie es die Klimamodelle der Befürworter simulieren.

Doch die Behauptung der „Versauerung“ der Ozeane hat ihre eigenen Schwachstellen. Für die Verfechter der Weltuntergangsstimmung ist es ein Problem, dass der Ozean (eher) alkalisch als sauer ist und dass die Veränderung des pH-Werts im Ozean selbst bei einem starken Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre gering ist. Manche würden die Veränderung des pH-Werts im Ozean vielleicht sogar als „geringfügig“ bezeichnen. Und die pH-Veränderung reicht selbst im schlimmsten Fall bei weitem nicht aus, um den pH-Wert auf ein neutrales Niveau zu senken, geschweige denn auf einen sauren Wert. Der letzte Punkt ist der Grund, warum ich den Begriff „Versauerung“ in Anführungszeichen gesetzt habe.

Wie also können Befürworter die „Versauerung“ der Ozeane zu etwas machen, das beängstigend genug ist, um viele Menschen dazu zu bewegen, fossile Brennstoffe zu hassen oder zu fürchten? Nun, vielleicht könnten sie die Behauptung aufstellen, dass ein etwas niedrigerer pH-Wert alle tropischen Fische töten würde. OK, aber die Behauptung könnte nicht lauten, dass ein leicht niedrigerer pH-Wert die Fische direkt tötet – das würde niemand glauben. Es müsste einen anderen Zusammenhang geben.

Vor einigen Jahren (im Mai 2021) veröffentlichte ich einen Beitrag über die Arbeit zweier Forscher aus Australien, die eine These aufgestellt hatten, auf die diese Beschreibung genau zutraf. Bei den betreffenden Forschern handelte es sich um Philip Munday und Danielle Dixson von der James Cook University in Queensland. Im Laufe mehrerer Jahre und in rund 22 begutachteten Fachartikeln hatten die beiden (zusammen mit Mitautoren) die Behauptung aufgestellt, dass ein niedrigerer pH-Wert im Ozean tropische Fische in den Wahnsinn treiben oder zumindest dazu führen würde, dass die Fische „erhebliche Verhaltens- und Sinnesbeeinträchtigungen“ erleiden, die ihr Überleben gefährden würden. Wie offensichtlich sein dürfte, lieferte diese Behauptung eine außerordentliche Stütze für die Anti-Fossilbrennstoff-Erzählung, unabhängig von jeglicher Behauptung zur globalen Erwärmung, und verschaffte den Artikeln infolgedessen große Aufmerksamkeit und den Autoren großen Beifall.

Aber es war zu schön, um wahr zu sein. Anlass für meinen Beitrag vom Mai 2021 war ein Artikel, der 2020 in „Nature“ erschienen war und von Timothy Clark et al. verfasst wurde; darin wurde über die Ergebnisse der Versuche berichtet, die Ergebnisse von Munday und Dixson zu reproduzieren. Auszug aus der Zusammenfassung:

Hier zeigen wir umfassend und transparent, dass – im Gegensatz zu früheren Studien – die bis zum Ende des Jahrhunderts zu erwartenden Werte der Ozeanversauerung nur vernachlässigbare Auswirkungen auf wichtige Verhaltensweisen von Korallenrifffischen haben, wie etwa die Vermeidung chemischer Signale von Raubtieren, das Aktivitätsniveau der Fische und die Verhaltenslateralisation (Präferenz für Links- oder Rechtskurven). Anhand von Datensimulationen zeigen wir zudem, dass die großen Effektstärken und geringen Varianzen innerhalb der Gruppen höchst unwahrscheinlich sind, über die in mehreren früheren Studien berichtet worden war. Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass die berichteten Auswirkungen der Ozeanversauerung auf das Verhalten von Korallenrifffischen nicht reproduzierbar sind, was nahelegt, dass Verhaltensstörungen keine wesentliche Folge für Korallenrifffische in Ozeanen mit hohem CO₂-Gehalt sein werden.

Die Zusammenfassung enthält zwar nicht das Wort „Betrug“, doch der Artikel lässt stark auf Datenmanipulation schließen. Es war sehr ungewöhnlich, dass „Nature“ einen solchen Artikel veröffentlichte, fügte er doch einer wichtigen Grundlage der Argumentation gegen fossile Brennstoffe erheblichen Schaden zu.

Nun sind fünf Jahre vergangen. Ist von der Argumentation der „Meeresversauerung“ als Grund, fossile Brennstoffe abzulehnen, noch etwas übrig geblieben?

In den letzten Monaten sind Artikel erschienen, die sowohl Argumente dafür als auch dagegen auflisten, ob die „Meeresversauerung“ ein bedeutendes Umweltproblem darstellt. Auf der Seite derjenigen, die der Meinung sind, dass „Meeresversauerung wirklich schlimm und beängstigend ist“, möchte ich einen Artikel von Dana Nuccitelli hervorheben, der im März in einer Publikation namens „The Invading Sea“ unter dem Titel „Die Auswirkungen der Verschmutzung durch fossile Brennstoffe auf die Ozeane sind mit enormen Kosten verbunden“ erschienen ist. Auf der Seite derjenigen, die der Meinung sind, dass „die Versauerung der Ozeane stark übertrieben ist“, möchte ich einen Artikel von van Wijngaarden, Ridd, Cornell und Happer vom 13. Mai 2026 mit dem Titel „Acidification of Water by CO₂“ hervorheben.

Nuccitelli schreibt regelmäßig Beiträge für Yale Climate Connections (ein weiteres Schandmal für Yale). In seinem Artikel scheint Nuccitelli den Versuch aufgegeben zu haben zu behaupten, dass der sich verändernde pH-Wert die tropischen Fische tötet. Stattdessen betont sie hier die Auswirkungen auf die Korallen. Sie behauptet, dass die „Versauerung“ die Korallen tötet, kann das Absterben der Korallen jedoch nicht allein auf den pH-Wert zurückführen, weshalb sie auch die Erwärmung mit ins Spiel bringt:

Floridas Barriereriff ist in Gefahr – und das kommt uns teuer zu stehen. Seit einem Jahrzehnt ist das Riff von einem schweren Ausbruch der Gewebeverlustkrankheit bei Steinkorallen betroffen. Die wahrscheinliche Ursache: Stress durch die Erwärmung des Klimas und die Versauerung der Gewässer, beides Folgen der Verbrennung fossiler Brennstoffe. . . . Die Verbrennung fossiler Brennstoffe durch den Menschen wirkt sich auf die Ozeane der Erde durch einen doppelten Schlag aus: Erwärmung und Versauerung der Gewässer, die dadurch entstehen, dass Kohlendioxid vom Ozean aufgenommen wird.

Es werden keine quantitativen Angaben zum Ausmaß der möglichen Korallenverluste gemacht. Als „wahrscheinliche Ursache“ der Krankheit wird eine Kombination aus „Erwärmung“ und „Versauerung der Gewässer“ genannt. Woher weiß sie das? Wie hoch ist der jeweilige Anteil? Gibt es dafür konkrete Beweise? Falls ja, verzichtet Nuccitelli darauf, diese anzuführen. Ich nehme an, für ihre Leserschaft ist das einfach offensichtlich.

Nachdem sie die „wahrscheinliche Ursache“ dargelegt hat, wendet sich Nuccitelli der Berechnung der Kosten zu – nicht für den Teil der Korallen, der möglicherweise verloren geht, sondern für die gesamte Tourismusbranche, die mit allen Korallen in Verbindung steht:

Die finanziellen Folgen eines Verlusts der Riffe sind enorm. Floridas Korallenriffe bringen Schätzungen zufolge jährlich über 1 Milliarde US-Dollar an Tourismuseinnahmen, leisten einen Beitrag zum Hochwasserschutz im Wert von 650 Millionen US-Dollar und sichern über 70.000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus schützen Korallenriffe Menschen und Sachwerte, indem sie bis zu 97 % der Wellenenergie abführen und so Sturmfluten abschwächen.

Und dann stützt sich Nuccitelli auf einen aktuellen Artikel aus „Nature Climate Change“ (vom Januar 2026), der vorgibt, einen neuen Maßstab für die „gesellschaftlichen Kosten von Kohlenstoff“ zu berechnen, und zwar unter der Annahme, dass die globale Erwärmung die Produktivität der Ozeane erheblich verringern wird – nicht nur für Korallen, sondern für alle anderen Lebewesen ebenso. Der NCC-Artikel scheint sich überhaupt nicht mit dem Thema Versauerung zu befassen.

Hier ist meine Lieblingsgrafik aus Nuccitellis Artikel zum Thema „Versauerung“:

Es sieht so aus, als würde der pH-Wert des Ozeans steil abfallen! Fällt Ihnen etwas Seltsames auf? Die gesamte vertikale Skala des Diagramms reicht von einem pH-Wert von 8,03 bis 8,11 – weniger als 0,1 pH-Einheiten. Die gesamte pH-Skala reicht von 0 bis 14. Würde man diese Linie mit einer vertikalen Skala von 0 bis 14 darstellen, wäre sie kaum von einer horizontalen Linie zu unterscheiden.

Wenn Sie sich für die Frage interessieren, ob die Zahl der Meereskorallen weltweit zu- oder abnimmt, kann ich Ihnen mehrere Artikel von Peter Ridd empfehlen. Ridd ist jemand, der tatsächlich hinausgeht und die Korallen untersucht (er war früher an der James-Cook-Universität tätig, genau wie Munday und Dixson, bis er wegen Ketzerei entlassen worden ist) Er ist auch der gleiche Ridd, der Mitautor der weiter unten näher besprochenen Arbeit von van Wijngaarden et al. ist. Hier ist ein Artikel, den Ridd 2023 für die Global Warming Policy Foundation unter dem Titel „Coral in a Warming World, Causes for Optimism“ verfasste [in deutscher Übersetzung hier]; und hier ist einer vom August 2025 vom Institute of Public Affairs mit dem Titel „Science group think flounders on state of Great Barrier Reef“. Unter dem Strich gibt es zahlreiche Belege dafür, dass Korallenriffe weltweit gedeihen (nicht jedes einzelne und nicht jedes Jahr, aber insgesamt), und keinerlei Anzeichen für einen allgemeinen Rückgang. Angesichts dieser Belege: Welchen Beweis gibt es dafür, dass die „Versauerung“ den Korallen schadet? Die Antwort lautet: überhaupt keinen.

Im Gegensatz zu Nuccitellis evidenzlosem Plädoyer ist die Arbeit von van Wijngaarden et al. eine seriöse wissenschaftliche Abhandlung. Ich stelle fest, dass sie auf der Website der CO₂-Koalition erscheint und nicht in einer der „renommierten“ wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Daraus schließe ich, dass diese Autoren, die eigentlich die besten Wissenschaftler für dieses Thema sind, dem erzwungenen Gruppendenken dieser „renommierten“ Zeitschriften den Rücken gekehrt haben.

Die Arbeit ist lang (55 Seiten) und größtenteils technisch. Aber unterm Strich ist es absurd zu glauben, dass der leichte Rückgang des pH-Werts der Ozeane durch den Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre ein nennenswertes Problem für das Leben im Meer darstellen könnte. In diesem Blogbeitrag werde ich lediglich ein zusammenfassendes Zitat wiedergeben. Aus der Zusammenfassung:

Die Grundlagen der anorganischen Chemie zeigen, dass steigende CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre keine schädlichen Auswirkungen auf Organismen haben, die in den natürlichen Gewässern der Erde leben [1], und ihnen sogar zugute kommen können. Die Alkalität und das gelöste CO₂ verleihen den meisten natürlichen Gewässern eine hohe Pufferkapazität und minimieren die Veränderung des pH-Werts durch äußere Einflüsse. So würde beispielsweise eine Verdopplung der atmosphärischen CO₂-Konzentration von 430 ppm auf 860 ppm den pH-Wert von repräsentativem Meerwasser bei einer Temperatur von 25 °C von pH = 8,18 auf pH = 7,93 senken. Diese Veränderung ist vergleichbar mit den täglichen pH-Schwankungen in biologisch produktiven Oberflächengewässern, die auf die photosynthetische Fixierung von gelöstem anorganischem Kohlenstoff am Tag und die Atmung in der Nacht zurückzuführen sind. Die Veränderung ist zudem geringer als die Schwankungen des pH-Werts in Abhängigkeit von Breitengrad, Längengrad und Tiefe in den Ozeanen.

Ein wichtiger Punkt ist, dass der pH-Wert des Ozeans zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht weltweit ein fester Wert ist. Vielmehr schwankt der pH-Wert je nach Breitengrad, Längengrad, Tiefe und sogar Tageszeit innerhalb kleiner Bereiche. Das hat zur Folge, dass das Leben im Ozean bereits mit diesen Schwankungen zurecht kommen muss.

Ein großer Teil der Arbeit befasst sich mit der chemischen Frage, inwieweit der pH-Wert des Ozeans durch einen Anstieg des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre von derzeit 430 ppm auf bis zu das Doppelte, also 860 ppm, beeinflusst werden könnte. Es sind zwar einige mathematische Berechnungen erforderlich, aber ich halte dies für grundlegende und allgemein bekannte Chemie. Die Schlussfolgerung, wie in der Zusammenfassung dargelegt lautet, dass der durchschnittliche pH-Wert bis auf 7,93 sinken könnte – was immer noch deutlich im alkalischen Bereich liegt (neutral ist 7, alkalisch über 7 und sauer unter 7).

Falls jemand von Forschungsergebnissen weiß, die belegen, dass pH-Schwankungen in den angegebenen Bereichen eine ernsthafte Bedrohung für das Leben im Ozean darstellen, würde ich gerne davon erfahren. Solange ich das nicht sehe, lautet meine Schlussfolgerung, dass das ganze Thema „Ozeanversauerung“ nichts weiter ist als der Versuch, mit der Vorstellung zu spielen, dass Menschen das Wort „Säure“ beängstigend finden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/05/28/ocean-acidification-another-fake-scare-that-wont-go-away/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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EZB plant Zinserhöhung: Teureres Geld rettet Deutschlands Wirtschaft nicht

02. Juni 2026 um 16:00

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Die EZB dürfte die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte anheben. Offiziell geht es um Inflation. Für die deutsche Wirtschaft ist das jedoch keine Rettung, sondern der nächste Druck auf Investitionen, Bau und Industrie.
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Das Sabotage-Protokoll: Wer die Energie-Autarkie verhinderte

02. Juni 2026 um 15:01

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Interview des libertären Dating-Coach Max Pütz mit Holger Thuß. Original hier: https://www.youtube.com/watch?v=dVFyj6bHKuI

„Also, hier mein knallhartes Fazit aus dem Video mit Holger Thuß, Präsident vom Eike Institut, einem der wenigen Institute, die den Klimawandel wirklich kritisch und fundiert hinterfragen:
Klimaangst ist ein riesiges Geschäft – Politik und Medien schüren Panik, um Macht und Geld zu sichern.
CO2 wird total falsch dargestellt: 99% kommen natürlich, menschlicher Anteil liegt bei max. 3%. Und das Gas selbst ist weder giftig noch sichtbar – aber sie tun so, als wäre es Teufelszeug.“ …..

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