Eine Entscheidung mit Sprengkraft: Am Vortag des Urteils gegen den mutmaßlichen „Hammerbande“-Terroristen Simeon T. warnt das BKA vor Attacken auf ungarische Auslandsvertretungen. Der JUNGEN FREIHEIT liegt ein internes Schreiben vor.
Der Hamburger Staatsanwaltschaft läßt zwei Ausländer festnehmen, die Korvetten der Deutschen Marine manipuliert haben sollen. Die Verdächtigen gingen offenbar mit erheblichem Aufwand ans Werk. War die Sicherheit der Bundesrepublik in Gefahr?
Zwei Männer wurden festgenommen: Ihnen wird versuchte Sabotage an mehreren militärischen Schiffen vorgeworfen. Es gab Durchsuchungen in mehreren Ländern.
Mehrere Tage nach dem Tötungsdelikt in der Hamburger U-Bahn-Station Wandsbek werden neue Details bekannt. Medienberichte werfen Fragen zur Vorgeschichte und zu Entscheidungen im Rahmen des deutschen Umsiedlungsprogramms auf.
Seit dem 28. Dezember 2025 gehen im Iran landesweit Millionen Menschen gegen die Herrschaft des islamischen Terrorregimes auf die Straße. Die Antwort der Mullahs ist brutal, Sicherheitskräfte schießen mit Kriegswaffen in die Menschenmengen, verhaften Tausende, foltern Gefangene, vergewaltigen Frauen und verhängen einen nahezu flächendeckenden Internet-Blackout, um die Gräueltaten vor der Welt zu verschleiern. Im Westen wird für die Mörder demonstriert.
Das islamische Regime des Iran hat bis jetzt laut oppositionellen Berichten aus dem Land über 80.000 Demonstranten getötet. Teils mit schweren Maschinengewehren auf Pickups, teils mit Schrotflinten, teils in “Handarbeit” mit Bauchaufschlitzen und Brüste abschneiden. Keine Bestialität, keine Perversion ist den islamischen Schergen fremd. So wie schon die Hamas beim Überfall auf Israel begehen sie die größten Grausamkeiten im Namen ihres Glaubens, denn die Opfer (damals Juden, heute die Perser) sind Gegner des islamischen Regimes, damit Gegner des Islam, damit ihrer Ansicht nach niedriger als Tiere und alle zu vernichten. Frauen werden vor ihrer Hinrichtung oder Ermordung gezielt vergewaltigt, damit sie den religiösen Überzeugungen nach nicht in den Himmel kommen. Das wird im Iran seit der islamischen Revolution so praktiziert.
Während die persischen Bürger (die Menschen dort sehen sich als nicht-muslimische Perser) für ihre Freiheit sterben, marschieren am 31. Januar 2026 in London woke Linke mit Hamas-Unterstützern durch die Innenstadt und feiern offen das Regime, das gerade Zehntausende seiner eigenen Landsleute abschlachtet. Bei der großen „Pro-Palestine“-Demonstration wehen nicht nur die „palästinensischen“ Fahnen, sondern auch die offiziellen Flaggen der Islamischen Republik Iran mit dem „Allah“-Emblem sowie gelbe Hisbollah-Fahnen. Die Teilnehmer skandieren „Say it clear, say it loud – Khamenei makes us proud“ (Sag es klar, sag es laut, Khamenei macht uns stolz) und bekunden damit ihre Loyalität zum obersten Führer und Schlächter des Iran.
Diese Bilder aus London sind weder Einzelfall noch Zufall. Seit Oktober 2023 haben „propalästinensische“ Kundgebungen in britischen Städten wiederholt die Symbole iranisch gesteuerter Milizen wie der Hisbollah gezeigt. Doch seit 2026 erreicht die offene Regime-Sympathie einen neuen Höhepunkt. Linke „Aktivisten“ und Islamisten stehen Seite an Seite, während sie die Hintermänner von Hamas und Hisbollah feiern, exakt jenes islamischen Regimes, das zu Hause die Protestierenden massakriert.
Das ist die wahre Bedeutung des Slogans „Globalize the Intifada“. Er bedeutet nichts anderes als die weltweite Verbreitung und Unterstützung terroristischer Gewalt im Namen der islamischen Herrschaft. Die Allianz zwischen westlichen Linken und islamischen, vom Iran unterstützten Religionsterroristen ist keine „Solidarität“ mit „Palästina“, sie ist eine ideologische Bankrotterklärung der woken Linken. Im Namen des „Antiimperialismus“ unterstützen sie eine theokratische Diktatur, die ihre eigene Bevölkerung abschlachtet, nur weil sie gegen Israel und gegen die westliche Gesellschaft steht.
Aber nicht nur in London gehen die Freunde von Hamas und Ayatollahs offen auf die Straße, um ihre Unterstützung für die Herrschaft des Islam und das Töten Ungläubiger zu bekunden. In allen Straßen Westeuropas wehen die Fahnen der vom iranischen Regime unterstützten Hamas. Die Islamofaschisten sind unter uns, sie haben keine Angst, sich zu zeigen. Sie warten auf ihren Moment. Was sie machen werden, wenn sie sich stark genug fühlen, haben sie in Israel am 7. Oktober 2023 gezeigt. Und sie zeigen es gerade im Iran. Der Islamofaschismus kennt keinen Kompromiss, er kennt keine Gnade.
Iran will “put an end to the United States’ mischief,” declared Supreme Leader Ali Khamenei, who threatened regional war and accused President Donald Trump of inciting violent protests during an online tirade marking the anniversary of Iran’s Islamic Revolution.
Nach der tödlichen Tat eines Migranten in Hamburg rücken psychische Auffälligkeiten erneut in den Fokus. Studien zeigen, daß solche Fälle kein Einzelfall sind.
In einer Rede vor Referendaren läßt die Hamburger Bildungsstaatsrätin aufhorchen. Sie warnt vor der politischen Entwicklung in Deutschland – und richtet einen flammenden Appell an die angehenden Lehrer.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat einem Agenturbericht zufolge die Aufnahme von Atomgesprächen mit den Vereinigten Staaten angeordnet. „Der Iran und die USA werden Diskussionen über die Atomfrage führen“, meldete Fars.
Iran’s regime released staged images of Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei in an attempt to show strength and boost a military under strain, according to opposition groups operating outside the country.
The photographs, published by Iranian state media Jan. 31, marked Khamenei’s first public appearance in weeks and showed him praying at the tomb of Islamic Republic founder Ayatollah Ruhollah Khomeini as regime officials issued new threats against the U.S. and Europe.
Ali Safavi, a senior official with the National Council of Resistance of Iran, said the images were aimed less at reassuring the public than at boosting morale among the regime’s weakening security forces.
"The images of Ali Khamenei were pure propaganda," Safavi told Fox News Digital. "He wanted to show that he is not afraid of dying, but at the same time he is desperately trying to boost the morale of his demoralized forces."
Safavi said the Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) remains the backbone of the regime’s power but is showing signs of strain after weeks of suppressing nationwide protests.
"These images are intended to project strength and shore up the repressive forces," he said. "But underneath, the regime is reeling from the reality that its criminal clique cannot break the will of the people and Khamenei knows the situation will never return to what it was before Dec. 28."
"The IRGC is the backbone of this regime," Safavi said. "Its disintegration can only occur after a fundamental shift in the balance of forces and with the presence of organized resistance on the ground. Only then do defections at lower levels of the military become meaningful."
Tehran reacted angrily to the European move with Iranian lawmakers appearing in IRGC uniforms in a highly choreographed show of solidarity, according to reports.
A banner reading, "The Revolutionary Guard is the largest anti-terrorism organization in the world," was displayed at the speaker’s podium, and the IRGC flag was prominently featured, according to the Times of Israel.
"We saw the same thing when the U.S. designated the IRGC a foreign terrorist organization in 2019," Safavi said.
"More than half of these lawmakers are former IRGC commanders," he added. "The IRGC dominates Iran’s economy and permeates the executive, legislative and judicial branches, as well as educational institutions."
After the U.S. dispatched a naval strike group led by the USS Abraham Lincoln to the region, Khamenei also warned Sunday in comments reported by Iranian state media that any military action would trigger a wider regional conflict.
"We are not the ones who start a war," Khamenei said . "But if America attacks or harms Iran, the Iranian nation will deliver a strong blow — and any war started by America will spread across the region," he said per reports.
President Donald Trump said Sunday that if Iran does not reach a deal on its nuclear program, "we’ll find out" whether Khamenei’s warning proves correct.
"Doing business with Iran means doing business with the IRGC," Safavi said. "The IRGC is the regime — even the clerics."
During this week's broadcast of "Fox News Sunday," Sen. Lindsey Graham (R-SC) reiterated his call for the Trump administration to bolster efforts to end the Ayatollah's reign in Iran.
Bei der New York Times scheint man sich nicht sonderlich um den Hintergrund von Gastautoren zu kümmern, solange sie gegen Israel agitieren. Ein besonders bezeichnendes Beispiel ist ein Arzt aus Gaza, der nebenbei auch noch ein Hamas-Oberst ist.
Die New York Times ist eine der größten und wichtigsten Zeitungen der Vereinigten Staaten. Doch wie ein aktueller Bericht zeigt, scheint man bei der Auswahl von Gastautoren keine Hintergrundchecks durchzuführen. Denn Hussam Abu Safiya, der als “Kinderarzt aus Gaza” zwei Gastbeiträge dort veröffentlichen durfte, ist in Wirklichkeit ein Oberst der Hamas.
Die in Jerusalem ansässige Watchdog-Organisation NGO Monitor weist darauf hin, dass Safiya beispielsweise bei einer Zusammenkunft von Hamas-Eliten zur Feier der Fertigstellung des Kamal-Adwan-Krankenhauses im Jahr 2016 eine militärische Tarnuniform der Hamas trug. Mit dabei waren auch der Hamas-General Abu Obaida Al-Jarrah, sowie weitere hochrangige Mitglieder der palästinensischen Terrorgruppe.
Nach dem Massaker der Hamas an über 1.200 Israelis am 7. Oktober 2023, das zum Krieg in Gaza führte, verfasste Safiya zwei Pamphlete in der Times, in denen er Israel angriff – am 29. Oktober 2023 und am 2. Dezember 2024. “Wir leiden und zahlen den Preis für den Völkermord, der hier im nördlichen Gazastreifen an unserem Volk verübt wird”, schrieb Safiya unter anderem in einem der Gastbeiträge.
Die Times bezeichnete den Oberst in jedem Gastbeitrag als “Kinderarzt und Direktor des Kamal-Adwan-Krankenhauses im Norden Gazas”. Doch seine Mitgliedschaft in der Terrorgruppe Hamas wird mit keinem Wort erwähnt. Auch wenn es bei den großen US-Zeitungen üblich ist, unterschiedliche Stimmen und Meinungen zu Wort kommen zu lassen, so wäre es mindestens nötig gewesen, entsprechende Transparenz walten zu lassen, damit Leser die “Informationen” des Arztes einordnen können.
Der Südsudanese, der eine 18-jährige Iranerin in Hamburg vor eine U-Bahn und somit in den Tod zerrte, war Berichten zufolge 2024 über ein sogenanntes Resettlement-Programm des Bundes nach Deutschland geholt worden: Federführend war dafür das Bundesinnenministerium gewesen, damals noch unter Nancy Faeser. Der Afrikaner war vor der Tat bereits polizeibekannt gewesen; nur zwei Tage vor dem Angriff auf die junge Frau hatte er Polizisten attackiert, war aber prompt wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Dröhnendes Schweigen der Altparteien nach dem Hamburger U-Bahn-Mord, kein mitfühlendes Wort vom SPD-Bürgermeister, keine Bestürzungsfloskeln aus Berlin. Vielleicht deshalb? Der 25 Jahre alte Schwarzafrikaner aus dem Südsudan, der eine 18-Jährige mit in den Gleistod genommen hat, wurde laut Medienberichten von der Bundesregierung im Rahmen der UN-Umsiedlungsprogramme nach Deutschland eingeflogen – ohne Asylverfahren!
Beim sogenannten Resettlement-Programm handelt es sich um die gesteuerte Aufnahme angeblich besonders vulnerabler Migranten, die von der Weltflüchtlingsorganisation UNHCR und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ausgewählt werden und in Deutschland dauerhaft Flüchtlingsstatus oder subsidiären Schutz erhalten. Zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 30. Juni 2025 reisten so rund 7.000 Migranten ein, darunter mehr als 500 aus dem Südsudan.
Laut Staatsanwaltschaft Hamburg trat der Bahnkiller aus dem Südsudan „bereits strafrechtlich in Erscheinung“. Im Umfeld seiner Unterkunft hieß es, der Schwarzafrikaner sei durch Aggressions- und Gewaltdelikte aufgefallen und soll häufiger alkoholisiert gewesen sein.
Laut „Mediendienst Integration“ leben in Deutschland inzwischen rund 20.000 Personen mit sudanesischem Migrationshintergrund, davon 12.300 Personen mit sudanesischer Staatsangehörigkeit (Stand 31.12.2023). Zuletzt waren vor Weihnachten auf dem Flughafen Leipzig-Halle zwei Familien aus dem Südsudan angekommen, die mit Hilfe der NGO „Pro Asyl“ erfolgreich ihre Aufnahme in Deutschland eingeklagt hatten.
Iranian lawmakers chanted “Death to America! Death to Israel!” while dressed in the uniforms of the Islamic Revolutionary Guard Corps during a Sunday parliamentary session, according to footage broadcast by state-linked media.
Die Philosophin Mirjam Schaub im Gespräch über Radikalität in der Philosophie, Kunst, Politik und Populärkultur. Es geht um den Gebrauch des eigenen Lebens in einem weiten Spektrum von Sokrates über Jeremy Bentham bis zur Letzten Generation und Anonymous.
Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, warnte im Fall eines US-Angriffs vor einem „regionalen Krieg“. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erneut mit militärischer Gewalt gedroht. Gleichzeitig signalisierten beide Seiten Verhandlungsbereitschaft, um eine Eskalation zu vermeiden.
“Die Lyrische Beobachtungsstelle” von Paul Clemente.
Wer Shakespeare war? Keine Ahnung. - So lautet das Resultat einer 400-jährigen Forschung. Die Ausbeute: Mikroskopisch klein. Nahe bei Null. Was freilich niemanden abhält, große Biographien über den Maestro zu schreiben. Fette Wälzer, nur womit gefüllt? Mit detaillierter Beschreibung von Zeitgeist und Umfeld: Welche Weltbilder, Regeln und Glaubensinhalte prägten das elisabethanische England? Wie stand es um Wirtschaft und Güterverteilung? Welche Kriege, Seuchen, Hungersnöte und weitere Katastrophen erschütterten die damalige Bevölkerung? Welche Trendklamotten trug man damals? Welche Ausdrucksformen brachten Kunst, Musik, Literatur und Theater hervor?
Mit solchen Fragen kreist man die Person William Shakespeare ein. Versucht, die wenigen Dokumente seiner Existenz ins Zeitpanorama einzuflechten. Trotzdem bleibt der Phantasie ausreichend Spielraum, so dass die Shakespeare-Forschung weiterhin Arbeitsplätze sichern wird.
Bei all dem Nebel blieb nicht aus, dass man dem englischen Dichter regelmäßig die Existenz oder wenigstens die Autorschaft seiner Werke abspricht. Besonders das blutige Debüt „Titus Andronicus“ steht unter dringendem Fake-Verdacht: Der römische Heerführer Titus verarbeitet die Söhne der feindlichen Gotenkönigin zu Pastete und serviert sie der Ahnungslosen zum Dinner. Nein, das konnte nicht vom Good old Will stammen, jammerte manch Shakespeare-Nerd. Das könnte eher sein wilder Zeitgenosse Christopher Marlowe verbrochen haben. Oder entstand das Blutdrama gar als Teamwork zwischen beiden?
Extremistische Shakespeare-Forscher verneinen dessen Autorenschaft vollständig. Soll heißen: Gar kein Werk stammt von ihm. Nicht eines. Null. Begründung: All die Dramen und Sonette enthalten enzyklopädisches Wissen. Ob in Geschichte, Religion, Politik, Mythologie, Astrologie – überall befindet sich der Autor auf der Wissenshöhe seiner Zeit. Aber Shakespeare kam aus einem kleinen Kaff namens Stratford Upon-Avon. Woher soll er dieses Wissen erlangt haben? Okay, eine Lateinschule hat er besucht. Dennoch: Zugang zu solcher Bildung hatten nur Aristokraten. Ergo stehen drei Blaublütler unter Tatverdacht: Edward de Vere, Sir Francis Bacon und William Stanley. Einer aus diesem Trio habe literarische Schwarzarbeit betrieben und den Schauspieler Shakespeare als Strohmann vorgeschickt. Schließlich galt das Dramenschreiben in der damaligen Upper Class als „unschicklich“. Aber auch die Strohmann-Theorie bleibt den durchschlagenden Beweis schuldig.
Ähnlich scheitern alle Versuche, aus Shakespeares Werken eine „Philosophie“ oder „Weltanschauung“ zu destillieren. Sein Theater ist keine moralische Anstalt. In den Dramen hat jeder Charakter „recht“. Es gibt nur Subjektivität, Kollision differenter Perspektiven. Keine übergeordnete, richtende Wahrheit. Stattdessen durchleuchtet der Autor die Psyche der Akteure, ihre Prägung, ihre Wünsche, ihre Ängste.
Durchschlagende Neudeutungen von Shakespeares Werken wie in den Sechzigern durch Jan Kott finden sich kaum noch. Stattdessen hat sich Hollywood ihrer angenommen: So wurden in den Neunzigern die populären Werke des Briten allesamt neu verfilmt. Nebenbei entstand das komödiantische Biopic „Shakespeare in Love“: Der junge Will verknallt sich in die aristokratische Viola De Lesseps. Eine Liebschaft, die er für seinen Dramen-Hit „Romeo und Julia“ verwursten wird.
Auch Maggie O’Farrells Roman „Judith und Hamnet“ versucht, die Entstehung einer Shakespeare-Tragödie aus der Biographie des Autors abzuleiten. Getreu dem Modell: Kreativität als Kompensation harter Schicksals-Tritte. Jetzt wurde O’Farrells Bestseller verfilmt. Und dabei geschah etwas Seltsames: Während Shakespeares Tragödien dem Theaterpublikum keine Träne mehr entlocken, während moderne Inszenierungen den Ernst seiner Dramen durch Ironisierung oder Verfremdung brechen, während große Melodramen auch im Kino zur Rarität geworden sind, inszenierte Chloé Zhao einen Schmachtfetzen, bei dem Kritiker sich hemmungslos zu ihrem Tränenfluss bekennen: Ja, selten so geheult! Nur eisige Zeilenschinder verdonnerten den Film als „Kitsch“. - Ja, was ist denn da los?
Es beginnt in einem Fachwerkhaus bei Stratford-upon-Avon. William Shakespeare, Sohn eines Handschuhnähers, gibt Unterricht in Latein. Seine Eltern halten Schulwissen für unnütz. Auch die Brautwahl des jungen William geht ihnen mächtig gegen den Strich. Die Auserwählte, Agnes Hathaway, ist nämlich eine Außenseiterin. Sie wohnt allein, kennt sich mit Kräutern aus, und hält einen Falken als Haustier. Assoziationen zur Hexe und Zauberin bleiben nicht aus. Entsprechend ist ihr Ruf im Dorf. Dennoch gibt der strenge Shakespeare Senior dem Heiratswunsch seines Sohnes nach. Denn Agnes ist schwanger. Und William bekennt sich zur Vaterschaft.
Nach der Geburt von Susanna folgen zwei weitere Kinder: Hamnet und Judith. Die Jahre vergehen. Allzu schnell. Und William spürt: Wenn er zum Theater will, muss er bald loslegen. Also zieht er nach London. Allein. Kehrt jedoch in regelmäßigen Abständen zurück. Einmal studiert er mit seinen drei Kindern die Hexengespräche seiner „Macbeth“-Tragödie. Agnes ist gespalten: Einerseits ermutigt sie ihren Mann zur Fortführung seiner Karriere, anderseits will sie das Landleben nicht missen. Von den Kindern möchte Hamnet in die väterlichen Fußstapfen treten, auch zum Theater, auch nach London gehen. Nur – dazu kommt es nicht mehr: Die Beulen-Pest wütet im Dorf. Die kleine Judith wird infiziert, liegt im Bett, vom Fieber geschüttelt, von allen aufgegeben.
Da schleicht der elfjährige Hamnet in ihr Bett und flüstert der Schlafenden ins Ohr: Du wirst nicht sterben. - Nein, er werde ihre Krankheit übernehmen. Und so kommt es: Das Mädchen gesundet und Hamnet stirbt. Agnes ist verzweifelt und voller Wut gegenüber ihrem Mann. Wegen seiner Abwesenheit. Schlimmer noch: Sie erfährt, dass William eine Tragödie schreibt. Titel: Hamlet. Der Name des gemeinsamen Sohnes! Agnes fährt nach London, sie stürmt ins hölzerne Globe-Theater. Sie will es sehen: Was hat William mit dem Namen, dem Schicksal des verstorbenen Sohnes angestellt? Während der Aufführung begreift sie: Den Namen Hamlet erhielt eine Bühnenfigur, die über Wert oder Unwert des Daseins räsoniert. Und am Ende stirbt. Über diesen Weg teilt der Dramatiker Shakespeare seine Trauer mit dem gesamten Publikum.
Wie Shakespeare im „Hamlet“ zeigt auch Regisseurin Chloé Zhao die Ur-Tragik der menschlichen Existenz. Was ist so unfassbar wie der Tod eines Kindes? Einer kleinen Person, nicht alt genug, um vom Leben die Schnauze voll zu haben. Aber der Film geht noch weiter: Der elfjährige Hamnet rettet Judith, indem er sich opfert. Im vollen Bewusstsein der tödlichen Konsequenz. Ohne Spekulation auf jenseitige Belohnung. Solcher Altruismus lässt sich leicht als Kitsch abtun. Dabei ermöglicht er eine Nähe, die moderne Selbstverwirklichungs-Akrobaten kaum erreichen dürften. Eine Nähe, die auch seine Gelassenheit bei der „Übernahme“ des Pest-Erregers erklärt. Als Charakter ähnelt er der jungen Bess McNeill in Lars von Triers „Breaking the Waves“: Deren brutales Selbstopfer rettete ihren schwerverletzten Ehemann. Oder dem Kamikaze-Piloten in „Godzilla Minus One“, der die Tötung des Monsters mit dem eigenen Leben bezahlen will. Auch da staunte mancher Rezensent über die eigene Rührung. Ja, alle drei Filme erinnern an ein verschüttetes Potenzial, das manch marktkonformen Einzelkämpfern bereits fremd erscheint. Sie sogar peinlich berührt.
+++
Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.
Die Fachmarktkette Hammer ist erst seit Herbst 2025 in neuer Hand - nun ist das Unternehmen erneut in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Zu der Firma gehört die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte Fachmarktkette Hammer.
Eine Behörde von CDU-Verkehrsminister Patrick Schnieder macht Jagd auf eine Mitarbeiterin, die nicht gendern will. Obwohl ein Arbeitsgericht bereits ein deutliches Urteil gefällt hat, zerrt ein CDU-naher Behördenchef die Frau weiter vor Gericht.
The Israel Defense Forces (IDF) said Saturday that strikes across Gaza had been carried out in response to what it described as a ceasefire violation in which eight terrorists had been identified exiting underground terror infrastructure in eastern Rafah.
The IDF said it had struck four commanders and additional terrorists from Hamas and Islamic Jihad, as well as a weapons storage facility. A weapons manufacturing site and two launch sites belonging to Hamas in central Gaza were also hit, the IDF said.
Gaza hospitals run by the Hamas-controlled Health Ministry said at least 30 Palestinians were reported killed in the strikes, according to The Associated Press.
Hospital officials reported that casualties included civilians. They said the casualties included two women and six children from two different families. An airstrike also hit a police station in Gaza City, killing at least 14 and wounding others, Shifa Hospital director Mohamed Abu Selmiya said.
The strikes came a day after Israel accused Hamas of violating the ceasefire. An Israeli military official told the AP that the strikes were carried out in response to ceasefire violations but declined to comment on specific targets.
The violence unfolded one day before the Rafah border crossing with Egypt was set to reopen, a move seen as a key step in the second phase of the U.S.-brokered ceasefire. That phase includes limited border reopenings, efforts to demilitarize Gaza and discussions over postwar governance.
Israel has said the Rafah crossing has been a focal point for concerns about weapons smuggling by Hamas, and that security arrangements would accompany any reopening.
Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu’s office said Israel agreed to a "limited reopening" of the crossing under President Donald Trump’s 20-point peace plan.
Israel has said it continues to carry out strikes across the region in response to violations of ceasefire understandings. On Friday, the Israel Defense Forces said it struck Hezbollah infrastructure and engineering vehicles in southern Lebanon, accusing the group of attempting to reestablish terror infrastructure in violation of agreements with Israel.
Meanwhile, a senior Israeli military official acknowledged that the IDF believes the Hamas-run Gaza Health Ministry’s overall death toll from the war is largely accurate, according to The Times of Israel. The military estimates around 70,000 Gazans were killed during the two-plus-year conflict triggered by Hamas’ Oct. 7, 2023, attack.
The Gaza Health Ministry currently reports 71,667 deaths, including more than 450 since the October 2025 ceasefire, though Israeli officials said the estimate does not include bodies believed to be buried under rubble.
Gaza’s Health Ministry has said 509 Palestinians have been killed by Israeli fire since the ceasefire began Oct. 10.
Israel also returned the bodies of 15 Palestinians on Thursday, days after recovering the remains of the last Israeli hostage, a Gaza Health Ministry official said, according to the AP.
The transfer marked the final hostage-detainee exchange under the first phase of the ceasefire.
Der Hamburger U-Bahn-Mord durch einen nach Deutschland eingeflogenen Südsudanesen läßt die politisch Verantwortlichen komplett kalt. Das ist brutal ehrlich, weil sie wissen, daß sie damit durchkommen. Ein Kommentar.
Neue Details zum Hamburger U-Bahnhof-Mörder werden bekannt: Der von der Regierung eingeflogene Südsudanese griff wenige Tage vor der Tat Polizisten an. Doch die setzten ihn gleich wieder auf freien Fuß.
Israel announced Thursday that it will reopen the Rafah border crossing for people to travel between Gaza and Egypt for the first time since May 2024.
Israel’s Coordinator for Government Activities in the Territories (COGAT), which oversees humanitarian and civil efforts in Gaza, said the crossing "will open this coming Sunday (February 1st) in both directions, for limited movement of people only."
"The return of residents from Egypt to the Gaza Strip will be permitted, in coordination with Egypt, for residents who left Gaza during the course of the war only, and only after prior security clearance by Israel," COGAT said.
"In addition to initial identification and screening at the Rafah Crossing by the European Union mission, an additional screening and identification process will be conducted at a designated corridor, operated by the defense establishment in an area under IDF control," it continued.
This will be the first opening of the Rafah crossing for people since Israel seized the area in May 2024, according to Reuters. Israeli forces captured the territory as part of an effort to prevent arms smuggling into Gaza by the terrorist group Hamas.
In early 2025, there was an evacuation of medical patients along the route during a temporary ceasefire, The Associated Press reported.
Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu's office had said Sunday that Israel agreed to a "limited reopening" of the crossing under President Donald Trump’s 20-point peace plan.
"As part of President Trump’s 20-point plan, Israel has agreed to a limited reopening of the Rafah Crossing for pedestrian passage only, subject to a full Israeli inspection mechanism," the Office of the Prime Minister of Israel wrote.
The Prime Minister’s Office said the reopening was contingent on the return of all living hostages and what it described as a "100 percent effort" by Hamas to locate and return the remains of all deceased hostages.
Israel on Monday then confirmed that the remains of Staff Sgt. Ran Gvili, the last Israeli hostage held in Gaza, have been recovered and returned home after 842 days.
Fox News Digital’s Rachel Wolf and Ashley Carnahan contributed to this report.
Während die Gerichtsverhandlung wegen Kindesentführung gegen Christina Block in Hamburg weiterläuft, scheint im Sorgerechtsstreit um ihre beiden jüngsten Kinder in Dänemark das letzte Wort gesprochen.
Der Mann, der in Hamburg eine 18jährige vor eine einfahrende U-Bahn zerrte und mit ihr starb, ist ein 25jähriger Südsudanese. Die Mordkommission ermittelt wegen eines Tötungsdelikts. Der Täter kam über ein humanitäres Aufnahmeprogramm nach Deutschland.
Ein deutsches Duell in den Playoffs der Champions League war möglich – doch es kommt anders. BVB und Leverkusen müssen nach Italien und Griechenland. Für Bayer gibt es dabei ein schnelles Wiedersehen.
Was bedeutet die neue US-Drohkulisse im Persischen Golf?
Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Der ehemalige Top-Analyst der CIA Larry Johnson, der schon seit etlichen Jahren zu einem rigorosen Kritiker der imperialistischen, kriegslüsternden US-Außenpolitik geworden ist, hat gestern, Donnerstag, den 29. Januar 2026, in einem E-Mail-Rundschreiben eindringlich vor der zunehmenden Wahrscheinlichkeit eines neuen US-Angriffs auf Iran in den nächsten Tagen gewarnt. Sein Schreiben leitete er ein mit den Worten:
„Aufgrund der jüngsten Äußerungen von Donald Trump und verschiedener Mitglieder der iranischen Regierung und des Militärs steuern wir auf einen neuen Krieg im Persischen Golf zu. Aber es sind nicht nur die Worte, die mich beunruhigen. Wenn man die Gesamtheit der aktuell in der Region zusammengezogenen US-Militärressourcen mit denen vergleicht, die sich vor Israels Überraschungsangriff auf den Iran im Juni 2025 im Persischen Golf befanden, dann ergibt sich ein sehr bedrohliches Bild“, so Johnson.
Nun wäre es nicht das erste Mal, dass die Kriegstreiber in Washington in den letzten Jahren immer wieder mal eine erschreckende Drohkulisse gegen Iran in der Region aufgebaut haben. Wie zum Beispiel in der 2011-2012 Krise, als unter Präsident Obama das Pentagon drei kampfbereite Flugzeugträger-Schlachtgruppen in Reichweite der iranischen Küste zusammengezogen hatte. Aber auch damals – Irans Verteidigungsfähigkeiten waren noch weitaus schwächer als heute – gab es starken Widerstand innerhalb des Pentagons und der Stabschefs der US-Waffengattungen gegen einen Krieg mit Iran, der den US-Streitkräften und der US-Wirtschaft hohe Verluste versprach.
Da Kriege zwischen Staaten nie einfach so aus dem Nichts passieren, wie die West-„Eliten“ in Politik und Medien uns im Fall der Ukraine weismachen wollen, weil Putin eines langweiligen Tages aus einer bösen Laune heraus nichts Besseres zu tun hatte, als einen Krieg anzufangen, weil also jeder Krieg eine Vorgeschichte hat, wollen wir uns auch diese im Zusammenhang des US-Iran-Konfliktes kurz ansehen.
Der politische Hintergrund
Ausschlaggebend für die Entwicklung in dieser Region war die US-Deklaration Anfang der 50er Jahre, dass der Raum um den Persischen Golf „von vitalem Interesse“ für die Sicherheit der Vereinigten Staaten ist. Dies ist die höchst-mögliche Sicherheitseinstufung und bedeutet, dass Washington seither - egal unter welchem US-Präsident – bereit war, sowohl mit sogenannten „verdeckten Operationen“ als auch mit offener militärischer Gewaltanwendung die US-Kontrolle über diese Region mit allen Mitteln zu „verteidigen“. Mit dem US-initiierten Sturz des ersten, demokratisch gewählten, iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadek und der anschließenden Einsetzung des US-hörigen, tyrannischen Folterregimes des fake „Schahs von Persien“, des ehemaligen Unteroffiziers „Mohammed Reza Pahlevi“, hatten die USA 1953 mit großer Brutalität ihren Anspruch auf die Beherrschung der Region auch in der blutigen Praxis unterstrichen.
Zuvor hatte Mossadek im Mai 1951 den Briten die Kontrolle über das iranische Öl entrissen und es zum Staatsbesitz erklärt. London bat insbesondere die USA um Hilfe. Washington operierte verdeckt und schickte den CIA-Agenten Kermit Roosevelt, ein Experte in psychologischer Kriegsführung, als Leiter der Operation nach Teheran. Der bestach mit Erfolg die kaiserlichen, iranischen Offiziere. Ein verfrühter Putschversuch der kaiserlichen Garde gegen Mossadek scheiterte jedoch.
Doch die CIA hatte noch eine zweite Karte im Ärmel, den Generalmajor Mohammed Fazlollah Zahedi. Der putschte erfolgreich. Ergebnis: Mossadek wurde gestürzt, die Öl-Anteile wurden neu sortiert. 40 Prozent für die Britisch Petroleum, 14 Prozent für Royal Dutch Shell, der Rest ging an fünf US-Gesellschaften und einige Anteile an CFP, um Frankreich ruhig zu stellen. Und der von der CIA speziell ausgesuchte Unteroffizier Mohammed Reza Pahlevi wurde zum US-hörigen Schah von Persien gekrönt
Erstmals hatten die USA mit geheimdienstlichen Mitteln im Mittleren Osten eine gewählte Regierung beseitigt und dafür einen Alleinherrscher installiert. Den Briten hatten sie das Öl-Monopol aus der Hand genommen und ihre „vitalen“ Interessen am Golf manifestiert. Obwohl sie diese seither eifersüchtig „verteidigt“ haben, wurde der US-Einfluss im Jahre 1979 mit dem Erfolg der „Islamischen Revolution“ unter Führung des aus dem französischen Exil zurückgekehrten Ayatollah Ruhollah Chomeini in Iran schlagartig beendet, was zum Zorn der Amerikaner bis heute andauert.
Nachdem die US-Amerikaner von den Mullahs aus Iran verjagt worden waren, hatte Washington in den 80er Jahren Iraks Saddam Hussein im Krieg gegen Iran massiv unterstützt. Damals war es den USA nicht nur egal, dass Irak gegen Iran massenweise chemische Waffen einsetzte, sondern die USA hatten Irak sogar mit den für die Herstellung des Giftgases nötigen Mitteln („precursers“) versorgt, wie in Dokumenten von Hearings im US-Kongress im Jahr 1993 festgehalten wurde.
Die militärische Vorgeschichte.
Bereits zu Beginn des Kalten Krieges haben die USA den Iran zu einem Bollwerk gegen die Sowjetunion aufgerüstet. In den Jahren 1947 bis 1969 erhielt Iran US-Militärhilfe in Höhe von 1.4 Milliarden US-Dollar, (ein Vielfaches nach heutigem Wert). Von 1965 bis 1969 lieferten die USA dann Waffen nur noch zu günstigen Krediten und ab 1969 hatte man den Schah so weit, dass er den Ölreichtum des Landes für modernste Waffenkäufe in den USA verschwendete und sogar das im Iran stationierte US-Militär mit fürstlichen Gehältern entlohnte. Nach der enormen Ölpreiserhöhung von 1974 füllten sich auch die Taschen des Schahs, was dazu führte, dass die Waffenkäufe in den USA bis 1979 sprungartig anstiegen. Insgesamt lieferten die USA nach eigenen Angaben bis 1979 Waffen im Wert von 10.7 Milliarden Dollar. Unter Berücksichtigung des US-Consumer Price Index (CPI) in diesen Jahren entspricht das heute knapp 50 Milliarden US-Dollar.
1978 hatten die USA aus Irandie stärkste Macht der Golfregion gemacht, die zugleich die größte US-Militärmission in der Welt hatte, mit 1.500 US-Soldaten. Zudem waren 45.000 US-Militärberater in „Räuberzivil“, oft mitsamt ihren Familien, im Land. Sie alle mussten nach Ajatollah Chomeinis „Islamischer Revolution“ 1979 fluchtartig das Land verlassen.
Nach der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran durch erboste Studenten brach Washington im April 1980 die diplomatischen Beziehungen mit Teheran ab, womit auch der 1959 gegründete CENTO-Pakt am Ende war. Dem „Zentralen Militärpakt“ (Central Treaty Organisation) gehörten neben den USA und Großbritannien die Türkei, Pakistan und Iran an. Im Anschluss. Nach dem April 1980 war der Einfluss der USA in der Golf-Region kontinuierlich zurück gegangen, bis der erste US-Krieg gegen Irak (1989/90) die Wende brachte.
Mit dem zweiten Irak-Krieg (2003) und der Besetzung des Landes hatten sich die US-Krieger im Irak eine ähnliche Entwicklung erhofft, wie zuvor im Iran in den Jahren vor 1979, als Ausgangsbasis für die Umsetzung ihres erklärten Ziels, nämlich der Umgestaltung der gesamten Großregion. Damit sind sie aber auf die Nase gefallen. Das Ergebnis war vielmehr, dass der US-Krieg gegen Irak den Einfluss des Iran in der ganzen Region gestärkt hat.
Da nach dem Abzug der Amerikaner aus Iran die amerikanischen Waffensysteme in Teherans Arsenal dominierten, war die Abhängigkeit von US-Ersatzteilen und Technikern enorm. Dadurch wurde das iranische Militär vom US-Embargo ab 1980 so schwer getroffen, dass es sich bis zur Jahrtausendwende noch nicht voll davon erholt hat. Versuche das US-Waffenembargo zu unterlaufen gelangen nur teilweise, wobei der „Iran-Contra-Deal“ eine bedeutende Rolle spielte. Im Rahmen dieses Deals unterliefen die CIA und das Pentagon, mit Unterstützung des Weißen Hauses, die rigorose Embargopolitik des US-Außenministeriums und lieferten über Israel 2.008 moderne TOW Panzerabwehrraketen und 235 Bausätze für Hawk-Luftabwehrraketen an Iran.
Auch vom siegreichen Vietnam soll Teheran US-Ersatzteile gekauft haben. Aber all dies hat natürlich nicht ausgereicht, um die hochgezüchtete Armee, die der Schah aufgebaut hatte, instand zu halten und zu modernisieren. Notgedrungen setzte die Kannibalisierung der Waffensysteme ein, d.h. intakte System wurden zum Ersatzteillieferant für andere Systeme. Hinzu kamen die hohen Verlustraten im Irak-Iran-Krieg. Mit jedem Jahr wurde der noch einsatzbereite Teil der US-Waffensysteme immer kleiner und Iran wandte sich zunehmend an Russland, China, Nordkorea und andere Quellen, um seine militärischen Fähigkeiten wieder auszubauen und zu modernisieren.
Trotz strikter westlicher Embargos machte auch Irans einheimische Militärindustrie große Fortschritte. So gehört Iran z.B. bereits seit mehr als 20 Jahren zu den wenigen Ländern der Welt, die schwere Panzer bauen.
Im 12-Tage Krieg, den Israel letztes Jahr mit massiver US-Unterstützung gegen Iran führte, zeigt sich welche unglaublichen technischen Erfolge Iran in der Raketentechnologie gemacht hat. Aber auch im Bau von Drohnen aller Art, von Aufklärung bis Schwarmangriff hat Iran eine technologische Führungsposition. In ihrer typisch westlichen Überheblichkeit haben sowohl die USA als auch die Israelis diese neuen Fähigkeiten Irans verkannt, z.B. Hyperschall-fähige Mittelstreckenraketen, die mit einer Reichweite von 3000 Km jeden Fleck in Israel erreichen und zudem nicht auf einer berechenbaren ballistischen Kurve fliegen.
Es waren vor allem diese iranischen Mittelstreckenraketen, die unter strategischen Zielen in Israel schwere Schäden angerichtet haben. Lange hat die Netanjahu Regierung versucht, diese Schäden zu vertuschen, letztlich jedoch vergeblich. Denn inzwischen ist bekannt, dass es Netanjahu war, der angesichts fehlenden Nachschubs für verschossene Luftabwehrraketen und der von iranischen Raketen angerichteten Schäden Präsident Trump bat, einen Waffenstillstand mit Iran auszuhandeln.
Sollte nun Trump nach einer Pause zum Auffüllen der Reserven tatsächlich an einen neuen Waffengang mit Iran denken, dann wird dieser sicherlich nicht nach einem Tag vorbei sein. Allerdings macht es wenig Sinn, die zahlenmäßige Stärke der Streitkräfte des Iran mit denen der USA zu vergleichen. Weder Anzahl der Flugzeuge, Panzer noch Soldaten der iranischen Armee spielen bei der gegebenen technologischen Überlegenheit der US-Streitkräfte in einem „symmetrischen“ Krieg eine ausschlaggebende Rolle.
Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass größere Einheiten von US-Landstreitkräften auf iranischem Boden zum Einsatz kommen. Denn das hätte hohe Verluste an Soldaten zur Folge, die für die US-Öffentlichkeit kaum zu verkraften wären, zumal Trumps eigene MAGA-Bewegung in Bezug auf einen Krieg mit Iran gespalten ist. Die Stärke der iranischen Abschreckung gegen einen US-Angriff liegt weniger in den militärischen Fähigkeiten der regulären iranischen Streitkräfte, sondern vielmehr in einem „asymmetrischen“ Krieg das Kampfpotential und den militärischen, aber auch ökonomischen Widerstandswillen der USA und seiner West-Vasallen zu schwächen, z.B. durch die Schließung der „Straße von Hormus“, der Meerenge direkt vor der iranischen Küste, durch die 20 Prozent des Welt-Öl-Konsums transportiert werden.
Wie eingangs erwähnt, ist die aktuell von Trump aufgebaute Bedrohungskulisse gegen Iran nicht die Erste, allerdings die bisher schwächste:
2007
Im Februar 2007 waren auf Befehl des damaligen Präsidenten George W. Bush zwei Flugzeugträger-Schlachtgruppen, die Eisenhower und die Stennis, mit ihren Begleitschiffen in den Persischen Golf entsandt worden. Die „Assault (Angriffs)-Gruppe“ unter Führung der Batan war ebenfalls auf dem Weg in den Golf, wo bereits eine weitere „Assault-Gruppe“ lag. Bei einer Assault-Gruppe handelt es sich um 7 Schiffe mit insgesamt 2200 Marine-Infanteristen, Kampfhubschraubern, Harrier senkrecht-startende Kampfbombern und anderem Gerät zur Erstürmung feindlicher Küsten.
Insgesamt hat Washington im Februar 2007 an die 50 Kriegsschiffe im und um den Golf zusammengezogen. Auch britische Minensuchboote, spezialisiert auf flache Gewässer wie in der Straße von Hormus, sind mit von der Partie. Hunderte von US-Kampfflugzeugen standen in der Region bereit: auf den Flugzeugträgern, auf der riesigen US-Base in Katar, in Bahrein, auf den vier großen US-Luftstützpunkten in Irak, auf Diego Garcia im indischen Ozean und in Afghanistan. Sogar auf der US-Basis Ircelik in der Türkei ist Verstärkung eingetroffen, obwohl die türkische Regierung bereits letztes Jahr erklärt hatte, dass türkisches Territorium nicht für einen Angriff auf Iran bereitsteht.
2012
Anfang 2012, auf dem Höhepunkt einer weiteren erpresserischen US-Forderung gegen Iran, baute Washington erneut eine Drohkulisse auf, diesmal noch größer, mit drei Flugzeugträger-Schlachtgruppen und entsprechenden Begleit- und Landungsschiffen für die Marine-Infanterie. Dieser Einsatz erfolgte vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen wegen neuer US-Forderungen bezüglich des friedlichen iranischen Atomprogramms und der iranischen Drohung, im Konfliktfall die Straße von Hormus zu sperren. Zur Untermauerung ihrer erpresserischen Forderungen positionierte die US-Marine drei Flugzeugträgerkampfgruppen im nördlichen Arabischen Meer und den angrenzenden Gewässern.
Die USS Abraham Lincoln (Carrier Strike Group 9)
Die USS Carl Vinson (Carrier Strike Group 1)
Die USS John C. Stennis (Carrier Strike Group 3)
Bei dem aktuellen Einsatz (Januar 2026) ist bisher nur die Flugzeugträgerkampfgruppe „USS Abraham Lincoln“ mit Begleitschutz im Arabischen Meer angekommen. Und die US-Basenin der Region sind von US-Flugzeugen und Mannschaften geräumt, weil sie leichte Ziele für iranische Raketen wären. Die aktuelle US-Streitkräfte-Aufstellung in der Region ist also bedeutend schwächer als im Jahr 2007 und 2012 und das zu einem Zeitpunkt, zu dem Iran im Vergleich zu den früheren Krisenhöhepunkten, dank eigener Entwicklungen und mit Hilfe und Zukäufen von Russen und Chinesen ungleich stärker dasteht als zuvor und gute Chancen hat, der amerikanischen Flotte einige empfindliche Schläge zu versetzen.
Mal sehen, ob Trump und seine Mannschaft ebenso vernünftig sind, wie Bush 2007 und Obama 2012 und sich zurückziehen. Oder sich von Zionisten weiter erpressen lassen. Denn wenn Trump sich für einen echten Krieg mit dem Iran entscheidet, könnte dies eine Krise auslösen, die nicht nur seine Präsidentschaft beenden könnte, anstatt die Islamische Republik Iran zu zerstören.
+++
Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.