Der Freiburger Rechtsanwalt Udo Kauß, der wissen will, wie viele Menschen tatsächlich "an" dem Virus gestorben sind, scheitert nach sechs Jahren endgültig an der Mauer, die Behörden und Gerichte errichtet haben.
Die Berliner Zeitung, die Weltwoche und die NachDenkSeiten veröffentlichten im Zeitraum von Ende Mai bis Anfang Juni einen Offenen Brief des für kritische Analysen der internationalen Politik bekannten US-Ökonom Jeffrey D. Sachs an Bundeskanzler Merz. Mit dem zweiten Brief unterstreicht Sachs die absolut dringende Handlungsnotwendigkeit, einen immer wahrscheinlicher werdenden Krieg zwischen EU-Europa/europäischen NATO-Staaten mit Russland abzuwenden. In diesem Kontext benennt Sachs die seiner Meinung nach sechs Fehlentscheidungen in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik, die zu der gegenwärtigen Lage geführt hätten. Die Argumente von Sachs sollen im Folgenden einem ideologiefreien Faktencheck unterzogen werden. Dabei verweise ich primär auf Quellentexte, also auf Texte, die nicht zuvor „eingeordnet“ wurden. Die ersten drei in den Augen von Sachs gemachten Fehlentscheidungen sind bereits im ersten Teil abgehandelt. Im Folgenden werden die drei übrigen Fehlentscheidungen vorgestellt und auf ihre Faktizität hin geprüft. Von Alexander Neu.
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„Viertens – Minsk II“
„Im Februar 2015 verhandelte Bundeskanzlerin Merkel persönlich das Minsker Abkommen II im Normandie-Format und sicherte in der am 12. Februar 2015 in Minsk verabschiedeten Unterstützungserklärung Deutschlands politische Unterstützung zu. Sieben Jahre lang wurde die zentrale politische Bestimmung – die Autonomie der Donbass-Regionen innerhalb einer souveränen Ukraine – von Kiew nicht umgesetzt. Deutschland übte keinen Druck auf Kiew aus, die von ihm selbst geforderte Autonomiebestimmung umzusetzen. Merkel räumte später ein, dass das Abkommen als Druckmittel genutzt worden war, um der Ukraine die Wiederbewaffnung zu ermöglichen. Präsident Hollande äußerte sich ähnlich. Die Garantie war also in Wirklichkeit keine Garantie. Sie war eine Strategie – wiederum auf Geheiß Washingtons. Wieder einmal lautete die Botschaft an Moskau: Westlichen Unterschriften kann man nicht trauen.“
„Und das Minsker Abkommen 2014 war der Versuch, der Ukraine Zeit zu geben. Sie hat diese Zeit hat auch genutzt, um stärker zu werden, wie man heute sieht.“
Merkels Aussage ist eindeutig: Sie hatte einen klaren und singulären Subjekt (Minsker Abkommen)-Objekt (Versuch, Zeit zu geben, die für die Aufrüstung erforderlich war)-Bezug. Dennoch wurde von einigen Medien und Experten versucht, Merkels Aussage anders einzuordnen. Das war erwartbar. So wurde versucht, aus dem von Merkel formulierten Zweck des Minsker Abkommens, nämlich dem „Versuch, der Ukraine Zeit zu geben (…)“, einen bloßen Nebeneffekt zu interpretieren, das heißt, die Aufrüstung sei nur ein Nebeneffekt gewesen. Nur, dann hätte Merkel anders formulieren müssen, beispielsweise: Und das Minsker Abkommen 2014 war der Versuch, der Ukraine Zeit zu geben, um dies und jenes zu tun und daneben auch ihre militärischen Fähigkeiten auszubauen. Aber genau das war nicht Merkels Formulierung.
Dass der tatsächliche Zweck laut Merkel der Zeitgewinn für die Militarisierung der Ukraine gewesen ist, ist nicht nur mit der Nichtumsetzung des Abkommens auch und besonders durch die Ukraine belegbar, sondern auch durch entsprechende Äußerungen des damaligen ukrainischen Präsidenten Poroschenko und des französischen Präsidenten Hollande, die beide als Co-Verhandler des Minsker Abkommens Merkels Aussage bestätigten.
Hinzu kommt: In dem Zeitraum des Minsker Abkommens von 2015 bis 2022 wurde die Ukraine auf NATO-Standards (Anpassung der militärischen Strukturen, der Ausbildung- und Führungsverfahren) gebracht und mit Waffen vollgepumpt. Im Dezember 2015 wurde der „NATO-Ukraine Defence-Technical Co-operation-Fahrplan“ unterzeichnet.
All dies diente dem Ziel der weiteren Heranführung der Ukraine an die NATO bis zur Vollmitgliedschaft.
„Fünftens – Nord Stream“
„Am 7. Februar 2022 verkündete Präsident Biden im East Room des Weißen Hauses – in Anwesenheit des damaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz: „Wenn Russland (in der Ukraine) einmarschiert, wird es Nord Stream 2 nicht mehr geben. Wir werden dem ein Ende setzen.“ Auf die Frage nach dem Wie antwortete er: „Ich verspreche Ihnen, wir werden dazu in der Lage sein.“ Sieben Monate später wurden die Pipelines durch einen Sabotageakt in der Ostsee zerstört. Die vorliegenden Beweise – investigative Recherchen in den USA und Deutschland, die Ermittlungen der deutschen Bundesanwaltschaft und öffentliche Aussagen ehemaliger Beamter – deuten überwältigend auf eine gemeinsame ukrainisch-amerikanische Operation hin. Die deutsche Bundesregierung wusste dies schon lange. Und dennoch hat Deutschland zugelassen, dass die öffentliche Schuld entgegen den eindeutigen Beweisen Russland zugeschoben wird, während ein Akt industrieller Sabotage gegen die deutsche Wirtschaft ungestraft und unbeantwortet blieb.“
Faktencheck:
Wer tatsächlich hinter den Anschlägen auf die deutsch-russische Infrastruktur steckt – sowohl als Auftraggeber als auch als ausführende Kraft –, wird hinter einem Schleier unterschiedlichster Versionen versteckt. Ich habe meine Vermutung, die aber eher auf gesundem Menschenverstand und jahrelanger Beobachtung und Analysen internationaler Politik denn auf konkreten Hinweisen beruht. Aufschlussreich hierbei der Tweet des heutigen polnischen Außenministers und damaligen EP-Abgeordneten Sikorski, in dem er sich für die Sprengung bei den USA bedankt („Thank you USA“). Kurz danach löschte er den Tweet.
Dass ich bei der Literaturangabe auf ein türkisches Medium zurückgreifen muss, ist wohl damit zu erklären, dass deutsche Medien Sikorskis Danksagung lieber nicht publizieren wollten, um das heimische Publikum in der Freund-Feind-Dichotomie nicht zu überfordern.
„Sechstens – das Istanbul-Abkommen vom April 2022, das zum Greifen nah war“
„Nur wenige Wochen nach Russlands Invasion im Februar 2022 trafen sich russische und ukrainische Unterhändler in Istanbul, um die Bedingungen eines Friedensabkommens auszuhandeln: Neutralität der Ukraine außerhalb der NATO, multilaterale Sicherheitsgarantien, vereinbarte Truppenbegrenzungen und die schrittweise politische Lösung der Donbass- und Krim-Frage. Das Abkommen stand kurz vor der Unterzeichnung. Der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett, einer der Vermittler, bestätigte öffentlich, dass die Einigung kurz bevorstand und dass der Westen – insbesondere die Vereinigten Staaten und Großbritannien – versucht hatte, sie zu verhindern. Die Mission von Premierminister Boris Johnson nach Kiew im April 2022, um die Ukraine anzuweisen, das Abkommen nicht zu unterzeichnen, ist aktenkundig. Hunderttausende ukrainische und russische Menschenleben sowie die gesamte europäische Ordnung haben den Preis für diese US-amerikanisch-britische Intervention bezahlt. Deutschland hat dazu geschwiegen – obwohl Deutschland wie kein anderes europäisches Land die wirtschaftlichen Folgen zu tragen hatte.“
Faktencheck:
Der israelische Ministerpräsident Bennet vermittelte mit Unterstützung des türkischen Präsidenten Erdogan und des deutschen Altkanzlers Schröder zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul. Bennet sowie auch der türkische Außenminister Cavusoglu und Altkanzler Schröder bestätigten den Abbruch der Verhandlungen auf westlichen Druck hin. Als Anlass diente das Massaker an Zivilisten in Butscha.
Interessant die Info der „Tagesschau“, auf der ein ARD-„Faktenfinder“ ein mehrstündiges Interview des israelischen Premierministers Bennet mit einem Journalisten „analysiert“ und zu der Aussage gelangt:
„Auf die Nachfrage des Journalisten, ob der Westen den möglichen Waffenstillstand blockiert hätte, antwortet Bennett: ‚Grundsätzlich ja.‘“
Der ARD-„Faktenfinder“ gelangt dann erwartungsgemäß, weil vermutlich sein Auftrag, dem er gerecht werden muss, zum gegenteiligen Urteil. Und sein Urteil wird bereits in der Überschrift des „Tageschau“-Beitrages bekannt gegeben: „Westen hat Waffenstillstand nicht verhindert“. Wie gut, dass die ARD über seriöse „Faktenfinder“ verfügt.
Der türkische Außenminister Cavusoglu, der als Gastgeber der Verhandlungen im Gegensatz zum ARD-„Faktenfinder“ an den Verhandlungen teilnahm, erklärte hingegen:
„Einige Nato-Staaten wollten, dass der Ukraine-Krieg weitergeht, um Russland zu schwächen.“
Und Altkanzler Schröder äußerte:
„Bei den Friedensverhandlungen im März 2022 in Istanbul mit Rustem Umjerow [damals Sicherheitsberater von Selenskyj, heute ukrainischer Verteidigungsminister] haben die Ukrainer keinen Frieden vereinbart, weil sie es nicht durften. Die mussten bei allem, was sie berieten, erst bei den Amerikanern nachfragen. (…) Doch am Ende [der Friedensverhandlungen] passierte nichts. Mein Eindruck: Es konnte nichts passieren, denn alles Weitere wurde in Washington entschieden. Das war fatal.“
Alle sechs von Sachs genannten Punkte sind mit Verweis auf die Originalquellen belastbar.
Die Fehler der deutschen und auch europäischen Außen- und Sicherheitspolitik sind alle auf einen Grundfehler zurückzuführen: die exklusive transatlantische Ausrichtung bis hin zur Nibelungentreue gegenüber den USA. Die exklusive Orientierung an der NATO als institutionellem Bündnis mit den USA nach dem Ende der Bipolarität 1989/91 hat dazu geführt, dass Europa nun am Rande eines großen Krieges mit Russland steht. Eine eigenständige und multivektoral ausgerichtete Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands und Europas, orientiert an den tatsächlichen deutschen und europäischen Interessen, hat nicht stattgefunden und findet immer noch nicht statt.
Ob die Nibelungentreue gegenüber den USA dazu führt, dass sie tatsächlich im Falle eines europäisch-russischen Krieges militärischen Beistand leisten, oder ob der Beistand sich auf warme Solidaritätserklärungen reduziert, was übrigens auch durch Artikel 5 des NATO-Statuts möglich wäre, ist mehr als offen. Noch ist es nicht zu spät für eine grundlegende Korrektur deutscher und europäischer Sicherheitspolitik. Das Schlüsselwort heißt „gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur“. Und wenn diese nur den Mindestanspruch einer friedlichen Koexistenz mit Russland erfüllt, ist das immer noch besser als ein aus dem Ruder laufender Konflikt, an dessen Ende auch die nukleare Zerstörung Europas stünde.
Ob als Rückzugsort, als Ort der Begegnung oder beim liebevollen Säen und Ernten: Der Garten bietet unzählige Möglichkeiten, das Leben im Freien bewusst zu genießen. Am „Tag des Gartens“ feiern viele Gärtner und Hobbygärtner das Leben im Grünen - und wir laden mit fünf Gestaltungsinspirationen dazu ein, den Außenbereich in eine persönliche Wohlfühloase zu verwandeln.
Jahrzehntelang war es der Maßstab für die Klimapolitik vieler Länder, doch nun gilt das extreme Emissionsszenario RCP8.5 als unrealistisch. Für die einen ist diese Neubewertung angesichts früh vorhandener Kritik lange überfällig, andere sehen sie als Erfolg der Klimapolitik. Doch was steckt dahinter? Und wo spielt RCP8.5 überall eine Rolle?
Die sogenannte „Beziehungs-Rezession“ bei jungen Erwachsenen hat dramatische Ausmaße angenommen – weit mehr, als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt auf: Die Generation Z findet immer seltener zu festen Partnerschaften. Die Gründe dafür sind hausgemacht: Von zerstörerischen Corona-Lockdowns über einen ruinösen Wohnungsmarkt bis hin zur digitalen Dauer-Isolation. Die ohnehin schon katastrophalen Geburtenraten dürften angesichts dieser Entwicklung weiter in den Keller stürzen.
Der tiefe demografische Winter Europas wird wohl noch weiter anhalten und die Zukunft des Kontinents nachhaltig negativ beeinflussen. Die Forscherin Katherine Twamley vom University College London (UCL) und ihr Team haben Beziehungsdaten von jungen Menschen aus Großbritannien verglichen. Dabei präsentierten sie auf einer Konferenz im schottischen Edinburgh kürzlich alarmierende Zahlen: Nur noch 49 Prozent der Generation Z (in diesem Fall die 16- bis 29-Jährigen im Zeitraum 2022 bis 2024) leben in einer festen Partnerschaft.
Zum Vergleich: Bei den Millennials in genau derselben Altersgruppe (gemessen zwischen 2010 und 2012) waren es noch 57 Prozent. Mehr noch: Wenn man genauer hinsieht, ist der Rückgang vor allem darauf zurückzuführen, dass immer weniger junge Leute mit ihren Partnern zusammenziehen. Der Beziehungs-Kollaps ist folglich noch umfassender, als es oberflächliche Erhebungen bisher vermuten ließen.
Generation Einsam: Die Ursachen der Misere
Doch wie konnte es so weit kommen, dass eine ganze Generation offenbar verlernt, tiefgreifende menschliche Bindungen einzugehen? Die Forscher nennen verschiedene Ursachen, die ein bezeichnendes Licht auf unsere aktuelle gesellschaftliche Lage werfen:
Der fatale Einfluss der Corona-Lockdowns: Maximiliane Uhlich von der Universität Basel weist darauf hin, dass die Covid-Politik genau in die sensibelste Entwicklungsphase der Gen Z einschlug. Kontaktverbote und staatlich verordnete soziale Isolation haben offenkundig massive Schäden hinterlassen. „Plötzlich waren keine sozialen Kontakte mehr erlaubt, und die Forschung zeigt, dass dies ihre sozialen Fähigkeiten und ihre Fähigkeit, Freundschaften oder Beziehungen zu Gleichaltrigen aufzubauen, beeinträchtigt haben könnte“, so Uhlich.
Wirtschaftlicher Niedergang und Wohnungsnot: Die Zeiten, in denen sich ein junges Paar problemlos eine erste gemeinsame Wohnung leisten konnte, sind vorbei. Explodierende Mieten und Immobilienpreise im Zuge der Inflation zwingen die Gen Z, immer länger im heimischen Kinderzimmer zu verweilen. Wer bei den Eltern wohnt, gründet kaum einen eigenen, stabilen Hausstand.
Die Smartphone-Illusion: Die Gen Z ist die erste Kohorte, die vollständig mit Smartphones und Social Media aufgewachsen ist. Die ständige digitale Erreichbarkeit ersetzt zunehmend die echte physische und emotionale Interaktion.
Manche Forscher werfen zwar auch ein, junge Menschen seien einfach nur „vorsichtiger“ geworden, da sie hohe Scheidungsraten bei ihren eigenen Eltern miterlebten – den damit verbundenen Stress inklusive. Doch die psychologischen Folgen sind deutlich: Die UCL-Analyse weist darauf hin, dass diejenigen ohne stabile Beziehung oft ein deutlich schlechteres psychisches Wohlbefinden aufweisen. Die Jugend leidet unter einer beispiellosen Einsamkeits-Epidemie.
Der Elefant im Raum: Der steile Absturz der Geburtenraten
Was in der Studie gar nicht beleuchtet wird, ist die logische, aber für unsere Gesellschaft gefährliche Konsequenz dieser Entwicklung: Wo keine stabilen Paare vorhanden sind, da entstehen nämlich auch keine Familien. Der aktuelle Beziehungsschwund der Gen Z ist der direkteste Vorbote eines weiteren, massiven Einbruchs der Geburtenraten. Schon heute kämpfen fast alle westlichen Industrienationen mit Geburtenraten weit unter dem Reproduktionsniveau von 2,1 Kindern pro Frau. Wenn nun aber nicht einmal mehr das Fundament für die Familiengründung – das Zusammenziehen und der Aufbau einer dauerhaften, stabilen Partnerschaft – gelegt wird, darf man auch keinen Nachwuchs mehr erwarten.
Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche werden dieses Problem nicht lösen, wohl aber vielleicht die Schaffung von wirklich leistbarem Wohnraum für junge Paare neue Möglichkeiten eröffnen. Ungarn versuchte beispielsweise während der Regierung Orbán, eine aktive Familienpolitik zu betreiben. Gleichzeitig stellt sich angesichts der zunehmenden Überfremdung durch die Massenzuwanderung – insbesondere bei den jüngeren Generationen – die Frage, wem solche Förderprogramme schlussendlich zugutekommen würden. Bei der Generation Z sind es in Deutschland und Österreich mittlerweile bereits um die 30 bis 40 Prozent Anteil mit Migrationshintergrund – mit noch höheren Werten bei den jüngeren Generationen.
Monatelang blieb der Mord an Henry Nowak medial im Hintergrund. Erst millionenfach verbreitete Polizeibilder zwangen BBC, ARD und ZDF zur Reaktion. Doch statt das Behördenversagen aufzuarbeiten, richteten die Sender den Blick vor allem auf rechte Proteste und angebliche Fehlinformationen.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem Angriffskrieg. Die Ukraine wehrt sich mit Gegenangriffen auf die russische Ölindustrie. Einmal mehr beklagen beide Seiten Opfer.
Neuer Rückschlag für Ursula von der Leyens Kommission: Ein EuGH-Generalanwaltschaft empfiehlt, Klagen auf mehr Transparenz bei den Corona-Impfstoffverträgen stattzugeben.
Mit dem Schuldspruch gegen den inzwischen 19-jährigen Karmelo Anthony fand eines der meistbeachteten Strafverfahren der vergangenen Monate in den Vereinigten Staaten vorerst seinen Abschluss. Im Zentrum des Falles stand der Mord am 17-jährigen Austin Metcalf, der am 2. April 2025 bei einer Schulveranstaltung in Frisco im US-Bundesstaat Texas durch einen Messerstich getötet wurde. Während Linksliberale Milde und sogar einen Freispruch forderten, blieb das Gericht hart.
Die Tat ereignete sich während eines Leichtathletik-Wettbewerbs mehrerer Schulen. Aufgrund schlechten Wetters hielten sich zahlreiche Schüler unter den Mannschaftszelten auf. Karmelo Anthony, damals ebenfalls 17 Jahre alt, befand sich nach übereinstimmenden Zeugenaussagen unter dem Zelt einer anderen Schule.
Austin Metcalf forderte ihn auf, den Bereich zu verlassen. Nach den im Prozess vorgelegten Zeugenaussagen kam es zu einem Wortwechsel und anschließend zu körperlichem Kontakt zwischen den Jugendlichen. Anthony zog ein Messer und stach Metcalf einmal in die Brust. Die Klinge traf das Herz. Trotz sofortiger Hilfe verstarb Metcalf noch am Tatort. Zahlreiche Schüler wurden Zeugen des Geschehens. Täter und Opfer besuchten beide Bildungsinstitute in Frisco, kannten sich vor dem Vorfall aber nicht.
Bereits unmittelbar nach der Tat räumte Anthony ein, zugestochen zu haben. Nach Angaben der Ermittler erklärte er gegenüber Polizeibeamten, er habe sich verteidigt. Als ein Beamter von einem „mutmaßlichen Täter“ sprach, soll Anthony geantwortet haben: „I’m not alleged. I did it.“
Die Ermittlungsbehörden stuften den Fall früh als Mord ein. Eine Grand Jury erhob im Juni 2025 Anklage wegen Mordes. Die Verteidigung argumentierte von Beginn an, Anthony habe in Notwehr gehandelt. Austin Metcalf habe körperlichen Kontakt gesucht und Anthony habe sich bedroht gefühlt.
Die Staatsanwaltschaft vertrat dagegen die Auffassung, dass die Reaktion völlig unverhältnismäßig gewesen sei. Selbst wenn es einen Stoß oder ein Gerangel gegeben habe, rechtfertige dies keinen tödlichen Messerangriff. Da Anthony zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt war, wurde er nach texanischem Recht als Erwachsener angeklagt.
Zunächst Freilassung gegen Kaution
Besonders kontrovers verlief die Zeit zwischen Anklage und Prozess. Zunächst wurde die Kaution auf eine Million Dollar festgesetzt. Später reduzierte ein Richter den Betrag auf 250.000 Dollar, wodurch Anthony das Gefängnis verlassen konnte. Diese Entscheidung löste erhebliche Kritik aus. Viele Beobachter verwiesen darauf, dass ein geständiger Mörder auf freiem Fuß wäre.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt der Fall durch eine Spendenkampagne zugunsten von Anthony und seiner Familie. Über Online-Plattformen wurden hohe Geldbeträge gesammelt. Kritiker sahen darin eine Verklärung eines wegen Mordes angeklagten Jugendlichen. Unterstützer argumentierten, jeder Angeklagte habe Anspruch auf eine angemessene Verteidigung und finanzielle Unterstützung.
Riesige Spendensummen für den schwarzen Mord-Teenager
Nach aktuellem Stand wurden für Karmelo Anthony beziehungsweise seine Familie über GiveSendGo je nach Quelle rund 615.000 bis 635.000 Dollar gesammelt. People nennt „über 615.000 Dollar“ bis 4. Juni 2026; andere aktuelle Berichte sprechen von über 630.000 beziehungsweise 635.000 Dollar. Die Kampagne wurde nach dem Mordurteil geschlossen. GiveSendGo erklärte, die Gelder seien für „pre-trial needs“ gedacht gewesen und im vergangenen Jahr ausgeschüttet worden.
Die Kampagne hieß laut Fox News „Karmelo Anthony Help Fund“. Das Ziel lag im April 2025 bei 600.000 Dollar und wurde später offenbar bis auf rund 1,396 Millionen Dollar erhöht. Fox zitierte GiveSendGo-Mitgründer Jacob Wells: Der „vast bulk“ des Geldes solle für Anthonys juristische Verteidigung verwendet werden, daneben für Sicherheit, sichere Unterkunft, Lebenshaltungskosten, Transport, Beratung und weitere Sicherheitsmaßnahmen.
Hinter der Hauptkampagne stand nach den verfügbaren Berichten nicht primär eine NGO, sondern Anthonys Familie, konkret seine Mutter Kala Hayes beziehungsweise die Familie. Als wichtigste aktivistische Organisation trat jedoch das Next Generation Action Network auf. NGAN ist eine in Dallas ansässige, linksgerichtete Bürgerrechts-/Racial-Justice-Organisation; Präsident und CEO ist Dominique Alexander. NGAN arbeitete öffentlich mit der Familie, trat bei Presseauftritten auf und Alexander fungierte als prominenter Sprecher im Umfeld der Familie. Wieviel Geld der Spendensumme letztendlich die NGO eingesteckt hat, ist nicht bekannt.
Die Verhandlung spaltete die Meinungen in den USA
Der Prozess begann im Jahr 2026. Die zentrale Frage war nicht, ob Anthony zugestochen hatte. Dies blieb unstrittig. Entscheidend war vielmehr, ob die Jury sich der Meinung der Verteidigung anschließt, wonach Anthony aus berechtigter Angst um seine körperliche Unversehrtheit gehandelt habe.
Die Staatsanwaltschaft präsentierte Zeugenaussagen, Videoaufnahmen und forensische Beweise. Sie argumentierte, Anthony habe die Situation selbst eskalieren lassen und anschließend tödliche Gewalt eingesetzt. Der leitende Staatsanwalt Bill Wirskye brachte die Position der Anklage auf den Punkt: Ein Stoß mit den Händen rechtfertige keinen Messerstich ins Herz.
Die Verteidigung versuchte dagegen darzustellen, dass Anthony sich in einer bedrohlichen Lage befunden habe und innerhalb von Sekundenbruchteilen habe reagieren müssen. Hinzu kommen die Aussagen der oben genannten Spenden-NGO wie „Not one Black soul on a jury at all“. Für linksliberale Berufsopfer dürfen Schwarze also gar nicht mehr vor Gericht gestellt werden.
Schuldspruch am 9. Juni
Am 9. Juni 2026 sprach die Jury Karmelo Anthony des Mordes schuldig. Die Entscheidung war einstimmig und erfolgte nach dreistündiger Beratung. Damit folgte sie der Argumentation der Staatsanwaltschaft und verwarf die Notwehrdarstellung der Verteidigung.
In einem zweiten Verfahrensabschnitt wurde anschließend das Strafmaß festgelegt. Dieselbe Jury entschied sich für eine Freiheitsstrafe von 35 Jahren und verwarf die mildere Bestrafungsmöglichkeit wegen „sudden passion“ – also einer plötzlich starken emotionalen Regung.
Nach texanischem Recht hätte die Strafe deutlich höher ausfallen können. Für Mord sieht das Gesetz einen Strafrahmen von fünf bis 99 Jahren beziehungsweise lebenslange Haft vor.
Zuletzt wurde in US-Medien dieses Foto des Täters verbreitet. Die irre Frisur, die man inzwischen von zahlreichen schwarzen US-Mördern kennt, vor allem auch aus dem Drogenmilieu, wurde abrasiert. (Bildquelle: Texas Department of Criminal Justice) Linksliberale Medien in den USA bemühen sich auch häufig, die Hautfarbe der Täter heller erscheinen zu lassen. Dieser Verdacht ist hier wohl nicht erfüllt, da das Foto von der Justizbehörde herausgegeben wurde.
Reaktionen
Der Vater des getöteten Austin Metcalf, Jeff Metcalf, erklärte nach der Entscheidung, es sei in dem Verfahren nie um Hautfarbe oder politische Fragen gegangen. Im Mittelpunkt wäre stets der Tod seines Sohnes gestanden.
Linke Aktivisten und verschiedene Unterstützer Anthonys kritisierten das Verfahren teilweise als Beispiel struktureller Ungleichbehandlung im amerikanischen Justizsystem. Diskutiert wurden insbesondere die Zusammensetzung der Jury sowie die mediale Darstellung des Angeklagten. Anthonys Mutter Kala Hayes erklärte nach dem Urteil: „My son is no murderer.“ Sein Vater Andrew Anthony sagte, die Familie habe nicht den Eindruck gehabt, einen fairen Prozess erhalten zu haben. Die genannte Spenden-NGO äußerte sich dahingehend, eine weiße Jury habe den schwarzen Jugendlichen im Schnellverfahren abgeurteilt.
Konservative Kommentatoren vertraten hingegen überwiegend die Auffassung, dass die Faktenlage eindeutig gewesen sei. Aus ihrer Sicht habe die Jury bestätigt, dass tödliche Gewalt nicht mit einer bloßen körperlichen Auseinandersetzung gerechtfertigt werden könne.
In konservativen Medien wurde zudem kritisiert, dass Teile der Öffentlichkeit den Angeklagten bereits während des Verfahrens als Opfer gesellschaftlicher Umstände dargestellt hätten, obwohl die Tötung selbst nie bestritten worden sei.
Tatsächlich stammte der Mörder nicht aus irgendeiner gewaltaffinen Slum-Familie oder gar einem kriminellen Milieu, sondern aus einem bürgerlichen Schul- und Sportumfeld in Frisco, Texas.
Die Verteidigung kündigte an, in Berufung zu gehen. Bis zur Berufungsverhandlung ist die Strafe gültig, der Täter muss in Haft.
Völlig realitätsferne Linke
Der Fall zeigt einmal mehr, wie realitätsfern linke Aktivisten und Politiker argumentieren. Im vorliegenden Fall liegt nicht die Spur von Rassismus oder Diskriminierung vor. Aufgrund eines nichtigen Anlasses entschied sich der schwarze Teenager, zum Messer zu greifen und das Leben eines Menschen zu beenden. Er befand sich nicht annähernd in einer Situation, die eine solche Notwehr gerechtfertigt hätte – niemand bedrohte ihn mit gefährlichen Mitteln. Dass mit dem Mord noch massive Gewinne erzielt wurden, rundet das Bild der Verkommenheit ab.
Ob der Mord an Henry Nowak oder die Messerattacke eines Asylbewerbers in Belfast: Diese Fälle zeigen eindrücklich auf, was die westlichen Staaten auf dem Altar der Vielfalt opfern. Ein Kommentar von Kuba Kruszakin.
Das US-Unternehmen Anthropic hat sein neues KI-Modell Claude Fable 5 vorläufig abgeschaltet. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken der US-Behörden und neue Auflagen für den Zugang zu der Software.
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Ein Meinungsbeitrag brachte Stephan-Andreas Casdorff in Erklärungsnot. Stefan Weber vermutete KI-Nutzung und kurz darauf räumte der frühere „Tagesspiegel“-Chefredakteur sie ein. Gegenüber der JF fragt Weber: „Haben denn alle den Verstand verloren?“
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Treasury Secretary Scott Bessent said Friday that illegal employment schemes generated more than $2.5 billion in suspicious activity tied to payroll tax fraud in 2025.
Reality television star and Republican candidate for Los Angeles mayor Spencer Pratt announced that, now that the "campaign portion" of his mission to save the city was over, it was "war." He added that he had "recordings" that would make one of the remaining candidates "resign in shame."
The U.S. Department of Justice has reportedly approved the Paramount Skydance $111 billion acquisition of Warner Bros. Discovery, according to insiders.
The man believed to have shot and wounded ten and killed one Friday morning in Midland, Texas, was wanted for the attempted murder of a police officer.
We're writing this from a decidedly terrestrial compound while the world finally gets its chance to buy shares of a company whose goal is to lead humanity into its interplanetary future.
In Berlin fand der Tag des Familienunternehmens statt. Dessen Vorstand kritisiert unter anderem hohe Kosten, langwierige Genehmigungsverfahren sowie übermäßige Bürokratie in Deutschland. Der Kanzler verteidigt seinen Kurs und fordert zusätzliches Engagement von den Unternehmern, in die Öffentlichkeit zu gehen.
Russia is operating extensive influence and misinformation networks across 13 Latin American nations to exploit anti-U.S. and anti-Europe resentment in favor of Moscow, a new study by the Brazilian independent news agency Agência Lupa revealed this week.
An elderly Mississippi couple was killed after a teenager allegedly broke into their home, resulting in a shootout with sheriff's deputies when they arrived to check on the couple.
The Pentagon has released its third tranche of documents and accounts related to UFOs, including videos showing orb-like objects and a memo that claims the CIA destroyed a “message from space.”
Die Europäische Union öffnet am Montag das erste Verhandlungskapitel für den Beitritt der Ukraine und Moldaus. Nach dem Ende der Blockade durch Ungarn sehen Brüssels Spitzen den Ausbau der Gemeinschaft als strategische Notwendigkeit gegen globale Bedrohungen.
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