Mit seinen Äußerungen hat Trump die fundamentale Legende blamiert, die zum Grundbestand der hiesigen Medien gehört: Amerika ist der Hort westlicher Werte wie Demokratie, Freiheit, Menschen- & Völkerrecht. Aber einfach ihr Weltbild aufgeben und die eigene, jahrzehntelange (Selbst-)Täuschung eingestehen, das will man nicht.
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There are now 650 fewer illegal aliens on the streets of West Virginia after federal officials partnered with state and local law enforcement to arrest them.
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Hausinterne Anzeigen setzen Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul unter Druck. Es geht um Zusagen in dreistelliger Millionenhöhe für ein Polizeigebäude. Auch die Staatsanwaltschaft befaßt sich mit dem Fall.
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A San Antonio woman who helped run a multimillion‑dollar human‑smuggling ring moving illegal aliens from Eagle Pass to the Alamo City was sentenced to 132 months in federal prison. The sentencing follows her conviction for the death of a smuggled illegal alien who died in a packed trailer and was dumped in a ditch near her property, the Justice Department announced.
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The FBI has quietly carried out a three‑month offensive against the Latin Kings, arresting 50 gang members and seizing cash, drugs, and assets in a coordinated takedown across 13 field offices. Officials say the operation marks another major strike against
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Linksradikale tummeln sich (sofern sie denn arbeiten) mitunter in Berufen, in denen sie besonders viel Schaden anrichten können. Parallel zu Krawallmacher Alex Pretti, der tatsächlich mehr als einmal ICE-Einsätze störte, sorgte in den USA zuletzt eine Krankenschwester für Entsetzen, die öffentlich dazu aufrief, ICE-Agenten eine lähmende Substanz zu injizieren und sie mit Gift zu bespritzen.
Nicht zuletzt durch die Impfzwänge in den Corona-Jahren dürfte es in vielen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen bis heute einen Überhang linker Mitarbeiter geben. Die Corona-Jahre waren es auch, die vielen gezeigt haben, was für “gute” Menschen mitunter solche Berufe ergreifen: Ihnen kam die PR für den Gesundheitsbereich durch das vermeintliche Killervirus gerade recht – und nicht wenige wetterten öffentlich gegen Ungeimpfte und forderten, dass diesen die Behandlung verweigert werden sollte.
Dass bis heute echte Schätzchen als Krankenpfleger arbeiten, zeigt nicht nur der Fall von Alex Pretti, der Teil einer Anti-ICE-Gruppe war und offenbar als Serienagitator gegen die Abschiebebehörde auftrat. Auch eine Krankenschwester aus Virginia hatte in ICE-Beamten ihr liebstes Feindbild gefunden: In den sozialen Netzen rief Malinda Cook, Anästhesieschwester an der Virginia Commonwealth University Health, Kollegen dazu auf, ICE-Beamte mit dem Muskelrelaxans Succinylcholin zu injizieren, um sie zu lähmen. Außerdem forderte sie dazu auf, Einsatzkräfte mit Gift in Wasserpistolen zu attackieren (“zielt auf Gesichter, Hände”).
Frauen rief sie dazu auf, ahnungslose ICE-Agenten auf Dating-Apps ausfindig zu machen und sie zu treffen, um dann ihre Drinks zu spiken – etwa mit Abführmittel: „Geht auf Tinder, geht auf Hinge, findet diese Typen. Sie sind da draußen. Sie sind ICE-Agenten, besorgt euch Abführmittel und mischt es in ihre Getränke. Macht sie krank. Niemand wird sterben. Nur genug, um sie außer Gefecht zu setzen und sie für den nächsten Tag von der Straße zu holen. Das lässt sich leicht leugnen.“
Auf X gingen diese irren Aussagen rasch viral. Das Krankenhaus, in dem Cook arbeitete, reagierte: „Die Gesundheit und Sicherheit aller, die sich in unsere Behandlung begeben, hat für uns oberste Priorität. Uns ist eine Reihe von Videos bekannt, die offenbar von einer Person veröffentlicht wurden, die nachweislich Mitarbeiterin unseres Gesundheitssystems ist. Der Inhalt der Videos ist höchst unangebracht und spiegelt weder die Integrität noch die Werte unseres Gesundheitssystems wider”, konstatierte VCU Health in einem Statement. Gegen die Personalie werde ermittelt. Währenddessen sei sie beurlaubt, hieß es zunächst.
Gegenüber der New York Post bestätigte ein Sprecher: Cook wurde am Dienstag gefeuert. Bleibt zu hoffen, dass sie sich keinen Vorrat an Muskelrelaxanzien mehr sichern konnte, um auf Beamte loszugehen. Als Patient muss man sich wohl inzwischen zunehmend die Frage stellen, ob die Fachkräfte, denen man in Kliniken ausgeliefert ist, geistig gesund sind und nicht in Wahrheit Gewalt- und Angriffsfantasien gegen unliebsame Berufs- und Menschengruppen nachhängen…
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„Dürft ihr masturbieren?“ Mit dieser Frage hat eine SWR-Journalistin mächtig für Wirbel gesorgt – weil sie sie einer Nonne gestellt hat. Wie eine Doku durch Clickbait und anzüglich Teaser nicht nur den lieben Gott verärgert. Ein Kommentar.
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„360 Grad“ Beim SWR im Kloster hilft nur noch beten wurde veröffentlich auf JUNGE FREIHEIT.
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Rücktritt nach Solingen: Migrationsministerin Josefine Paul zieht Konsequenzen aus der Kritik an ihrem Krisenmanagement und neuen Vorwürfen um zurückgehaltene SMS.
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An Arizona OnlyFans star with alleged ties to a Mexican cartel was abducted at gunpoint by multiple armed men in Mexico Tuesday, according to footage that captured the incident.
The reported kidnapping of 20-year-old Mexican-American Nicole Pardo Molina, known for driving a distinctive lilac Cybertruck, was captured by her vehicle’s cameras.
According to Spanish outlet El Pais, the incident took place outside a shopping center in Culiacán, Sinaloa, where she was selling merchandise bearing the image of cartel leader Joaquín "El Chapo" Guzmán. The area where she lived and where her father is from is reportedly controlled by a rival faction of the Sinaloa Cartel, suggesting the kidnapping is possibly linked to cartel rivalry.
In the footage, Molina, who has more than 180,000 Instagram followers, was approached by a white Toyota Corolla and multiple attackers, who reportedly used tire spikes to bring her vehicle to a halt before pulling up alongside her, El Pais reported.
DEA, FBI SEIZE $10 MILLION IN CRYPTOCURRENCY 'DIRECTLY LINKED TO THE SINALOA CARTEL'
"According to initial investigations, three armed men in a stolen white vehicle threw tire spikes at the SUV the victim was traveling in, intercepted it, and then forced the victim into the car," authorities said, according to El País.
Chaos erupted as she struggled, desperately trying to slam the Toyota’s rear passenger door shut and scramble back into her own car, according to the footage.
The men appeared to eventually overpower her and force her into the back of the car, while a third man in the driver’s seat sped away.
US OFFICIALS WARN SNOWBIRDS OF 'VIOLENT CRIME' IN WINTER DESTINATION HOT SPOT
El País reported that Molina was well-known in Culiacán for her customized lilac Cybertruck, a vehicle that made her instantly recognizable.
Authorities have confirmed Molina’s disappearance and opened a missing persons case to locate the 20-year-old. They are investigating possible links to the ongoing turf war between rival cartels.
According to the Attorney General's Office of the State of Sinaloa, officials have no information regarding her whereabouts and said, "It is considered that her safety may be at risk, as she could be a victim of a crime."
MEXICO TO EXTRADITE 26 TOP CARTEL LEADERS TO US IN TRUMP ADMINISTRATION DEAL
Molina was born and raised in the U.S., and her parents live in Phoenix, Arizona, El País reported. She frequently travels between Culiacán and Phoenix, where her family still lives.
El País added that Molina reportedly dropped out of school in the U.S. after the COVID-19 pandemic to pursue business ventures in Mexico.
While there were no confirmed criminal links prior to the kidnapping, authorities and media reports suggest the incident may be tied to cartel rivalries.
In 2025, hundreds of women were kidnapped or disappeared in Sinaloa alone, according to official figures. A growing number of influencers have also been threatened or killed for promoting or alluding to specific cartel factions. In May 2025, for instance, influencer Valeria Marquez was murdered during a TikTok livestream.
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Mit drastischen Aussagen warnt der russische Politologe Sergej Karaganow die europäischen Politiker davor, die russlandfeindliche Politik fortzusetzen.
Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Deutschland und Großbritannien sind „vorrangige Ziele“ für einen russischen Atomwaffeneinsatz, meint der russische Historiker und einflussreiche Politikwissenschaftler Sergej Karaganow. „Deutschland sollte an erster Stelle stehen, denn Deutschland ist die Quelle des Schlimmsten in der Geschichte Europas.“ Das erklärte er in einem kürzlich veröffentlichten Interview mit dem US-Journalisten Tucker Carlson. Er fügte hinzu, er hoffe, dass es nicht soweit kommt, denn er habe viele deutsche Freunde.
Karaganow fordert von der russischen Führung eine „radikale Eskalation“, wenn die europäischen Politiker den „sinnlosen Krieg“ in der Ukraine nicht beenden. Dafür macht er drastische Vorschläge:
„Jetzt müssten wir anfangen, Europa mit konventionellen Waffen anzugreifen, und dann als nächsten Schritt mit Wellen von Atomschlägen.“
Er fügte gegenüber Carlson hinzu, er hoffe, dass dieser Punkt nicht erreicht werde, „denn der Einsatz von Atomwaffen, jeder Waffe, ist eine Sünde, aber der Einsatz von Atomwaffen ist eine doppelte Sünde“. Er möchte nicht, „dass Russland ein so großer Sünder ist“, fügte aber hinzu, „wenn es nötig ist, müssen wir die europäische Bedrohung für die Menschheit beseitigen“. Aus Karaganows Sicht bleiben noch ein bis zwei Jahre, bevor es zum Ausbruch eines Atomkrieges kommt, wenn sich die westliche Politik nicht ändert. Er habe Moskau aufgefordert, früher zu eskalieren, aber „Präsident Putin ist sehr religiös und vorsichtig“.
Die Eskalationsstufe sei aber inzwischen mit der Änderung der russischen Nukleardoktrin erhöht und dadurch die nukleare Schwelle gesenkt worden. Auch das russische Nuklear-Potenzial in Europa und anderswo sei ausgebaut worden, „aber in der Hoffnung, dass wir sie aufhalten können, bevor sie die Schwelle überschreiten“, betonte der russische Politologe. Der Atomwaffeneinsatz sei zwar „eine Sünde“, aber könne „notwendig sein, um die Menschheit zu retten“. Er begründet seine drastischen Forderungen mit der westlichen und vor allem der europäischen Politik gegenüber Russland, die zum Stellvertreterkrieg auf ukrainischem Territorium geführt hat.
„Deshalb habe ich einen begrenzten Einsatz von Atomwaffen gegen Europa gefordert. Denn sonst würde die Welt in einen dritten Weltkrieg abdriften, zu dem uns die Europäer drängen. Ich meine, sie haben das in der Geschichte bereits zweimal getan und die Vereinigten Staaten mit hineingezogen.“
Karaganow meint, Russland müsse die Europäer „entweder bestrafen“ wie im Zweiten Weltkrieg „oder ihnen helfen, ihre Meinung zu ändern". Die europäischen Eliten müssen aus seiner Sicht einen politischen Kurswechsel einleiten. Käme es zu einem russischen Angriff auf die europäischen Nato-Staaten, würden die USA diesen nicht helfen, ist er sich sicher.
„Ursache des Bösen“
Europa sei „seit jeher die Quelle allen Übels“ und die „Ursache des Bösen in der Geschichte der Menschheit“, so Karaganow unter anderem mit Blick auf die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert. Die europäischen Eliten hätten „nach all ihren Niederlagen nichts daraus gelernt“ und würden wieder auf einen großen Krieg drängen. Als Grund dafür sieht er „das totale Versagen der europäischen Eliten“.
Der Ursprung des Krieges in der Ukraine sei das „böse Europa“, weshalb keine wirkliche Friedenslösung in Sicht sei. Karaganow betont gegenüber dem US-Journalisten, dass er „nicht von ganz Europa“ spreche, wo es „viele gute Menschen“ und „sogar gute Länder“ gebe. Aber Europa kehrt aus Sicht des Historikers und Politologen dorthin zurück, „wo es in den letzten 500 Jahren war – und das ist die Quelle allen Übels in der historischen Menschheit“. Zum Ukraine-Krieg stellte er fest:
„Dieser Krieg kann und sollte nur beendet werden, wenn Russland Europa vollständig besiegt hat, hoffentlich ohne Europa zu vernichten.“ Und fügte hinzu: „Wir kämpfen nicht gegen die Ukraine, nicht gegen Selenskyj und dergleichen. Wir kämpfen jetzt wieder gegen das Europa, das seit jeher die Quelle allen Übels ist.“ Ein mögliches Friedensabkommen für die Ukraine kann aus Sicht des russischen Politologen nur „Stückwerk“ sein. „Dieser Krieg wird nicht aufhören“, befürchtet er mit Blick auf die europäische Politik. Doch die Gelegenheit, das Töten zu beenden, müsse genutzt werden, betonte er.
Karaganow gilt aufgrund seiner Forderungen nach einer harten Linie gegenüber dem Westen inzwischen als „Hardliner“ unter den russischen Politikwissenschaftlern und Regierungsberatern. Dabei war er selbst „vor 40 Jahren ein Europhiler“, wie er Carlson gegenüber eingestand. Doch er sei mit der Zeit „sehr skeptisch geworden“. Die politischen Kräfte in Europa seien „in jeder Hinsicht völlig gescheitert, moralisch, politisch, wirtschaftlich usw.“. Europa gehe unter und sei nicht mehr in der Lage, die Welt auszubeuten und ihr die Renten abzuziehen, die sie aufgrund ihrer militärischen Überlegenheit in den letzten 500 Jahren erhalten haben.
„Aber jetzt verstehen sie, dass dieses goldene Zeitalter vorbei ist und dass sie verzweifelt sind, und sie verstehen, dass sie nicht vom Geld anderer leben können. Außerdem beginnen sie zu verstehen, dass sie nicht mehr auf dem Polster des Schutzes der USA leben können.“
Die USA bräuchten Europa und seine politischen Eliten nicht mehr, so der russische Politologe, der eine „völlige Verzweiflung in dieser Schicht der Globalisten, der sogenannten liberalen europäischen Eliten“ ausmacht. Er beklagt zugleich ein „so niedriges Niveau an intellektuellen Fähigkeiten in der Führung der meisten europäischen Länder“, wie es aus der Geschichte nicht bekannt sei.
„Fantastische Illusion“
Die Möglichkeit einer Niederlage Russlands, von der zahlreiche europäische Politiker wiederholt sprachen, sei „eine Art fantastische Illusion“ – „aber einige Leute sprechen aufgrund ihrer intellektuellen Unfähigkeit immer noch davon“. Eine russische Niederlage würde bedeuten, dass Russland Atomwaffen einsetzen würde und Europa physisch zerstört wäre, warnte Karaganow. Er bezeichnet es als „einfach unmöglich, darüber nachzudenken“, aber die europäischen Politiker würden weiter davon sprechen. Das geschehe, „weil sie einen Krieg brauchen, um ihren Machterhalt und ihre Existenz zu rechtfertigen“. Es gehe darum, die scheiternde Europäische Union, die scheiternde Wirtschaft und die schwindende Position Europas in der Welt aufrechtzuerhalten.
„Die ganze Welt lacht jetzt über Europa, das übrigens früher eines der Kernzentren der Weltmacht war. Jetzt ist es ein Witz.“
Im westlichen Europa werde ein „strategischer Parasitismus“ gepflegt, erklärt er: „Sie haben den Krieg vergessen, und das ist schrecklich, denn sie waren die Ursache für die meisten Kriege in der Geschichte der Menschheit, aber jetzt haben sie keine Angst mehr.“
„Nun ist es also eine der Aufgaben Russlands, sie zur Vernunft zu bringen, hoffentlich ohne den Einsatz von Atomwaffen, sondern nur mit der Androhung ihres Einsatzes.“
Karaganow sagte, dass er die russische Regierung dafür kritisiere, „zu vorsichtig und zu geduldig“ mit den westlichen Politikern zu sein. Und er fügte hinzu: „Aber früher oder später, wenn sie diesen Krieg weiterhin unterstützen und Millionen Ukrainer und andere opfern, wird die angebliche Beharrlichkeit Russlands nachlassen und wir werden sie hart bestrafen müssen.“ Er warnt im Gespräch mit Carlson die europäischen Politiker, insbesondere auch die Deutschlands, dass, wenn diese so weitermachen wie bisher, es zu einem großen Krieg kommen werde und Millionen Menschen sterben. Doch in Europa werde diese Warnung nicht ernst genommen, bedauert der russische Historiker, der die meisten Politiker Europas als „gefährliche Idioten oder moralische Idioten“ ansieht.
Karaganow bemängelt am russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass er „zu vorsichtig ist“. Vorstellungen im Westen und in der Ukraine, Putin zu töten, seien aus „Hass von Menschen, die ihren Verstand verloren haben“, geboren. Als Historiker finde er, dass „selbst in Hitlers Deutschland das Ausmaß der antirussischen Propaganda, der Russophobie, vielleicht schwächer oder zumindest gleichwertig mit dem war, was derzeit in Europa geschieht“. Ein Angriff auf Russlands Präsident würde bedeuten, „dass Europa von der Landkarte der Menschheit verschwinden würde“, warnte er gegenüber dem US-Journalisten. Er hoffe, es würde nicht auf physische Weise bestraft werden, komme aber langsam zu der Überzeugung, „dass diese Idioten nichts außer physischem Schmerz verstehen“.
Kein Vertrauen in USA
Gefragt nach seiner Sicht auf die Rolle der USA sagt er, dass diese „sehr entscheidend für den Beginn dieses Krieges“ gewesen sei. Die US-Führung habe in den frühen 2000er Jahren begonnen, die europäische Frage hochzuspielen, „weil sie Angst vor der Möglichkeit hatten, dass Russland und Deutschland ein kontinentales Geschäft aufbauen könnten“. Ihm gefalle das Angebot von US-Präsident Donald Trump für eine Friedenslösung in der Ukraine nicht, gestand Karaganow seinem Gesprächspartner. Es löse das eigentliche Problem nicht, die Feindseligkeit und Aggression Europas gegenüber Russland. Dennoch müsse die Möglichkeit genutzt werden, den Krieg zu beenden.
Er äußerte Zweifel, ob Trump sich gegen die inneren und äußeren Widerstände durchsetzen kann. Selbst wenn der Ukraine-Krieg vorerst beendet werden könne, bestehe die Gefahr, dass er wieder aufflamme. Dann „müssen wir die Ursache dieses Krieges beseitigen, nämlich die Feindseligkeit der europäischen Eliten und ihre Bereitschaft, den Krieg auf dem europäischen Subkontinent anzuheizen“. Trump habe aber eine Chance verdient, erklärt Karaganow, der zugleich US-Aktionen wie die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und das Kapern eines Öltankers unter russischer Flagge klar kritisiert. „Wenn das so weitergeht, müssen wir wieder zu harten Verhaltensweisen zurückkehren“, betont er. Russland sei aber an guten Beziehungen zu den USA interessiert, ebenso wie zu China und Indien.
In Russland werde gehofft, dass Trump aufrichtig ist, „aber wir vertrauen der US-amerikanischen Politik nicht“. Bis zu einem gewissen Grad würden Trumps Vorschläge „wie eine Honigfalle“ aussehen. Denn der Krieg gehe weiter und es werde nicht über Frieden gesprochen. Der Kiewer Machthaber Wolodymyr Selenskyj und europäische Politiker würden das blockieren. Es scheine, „dass dieser Krieg weitergeht und dass die Vereinigten Staaten ihn vielleicht letztendlich gar nicht beenden wollen“, so Karaganow, der Russland in der Pflicht sieht, das zu tun. Am Ende des Gesprächs mit Carlson wiederholt er seine drastische Warnung:
„Oder wir kehren zu der Lösung zurück, die ich bereits mehrfach erwähnt habe, nämlich damit zu beginnen, unsere europäischen Feinde zu bestrafen, in der Hoffnung, dass die Vereinigten Staaten dies tun würden, und in dem Wissen, dass sie sich zurückhalten würden und sich nicht an einem Atomkrieg in Europa beteiligen.“
Ähnlich hatte er sich bereits unter anderem in einem Interview mit der Journalistin Éva Péli geäußert, dass diese mit ihm Ende Oktober 2025 führte und das vom Onlinemagazin Multipolar veröffentlicht wurde. Darin hatte der Historiker und Politologe die aktuelle Gefahr eines Atomkrieges als „so hoch wie Ende der 1950er Jahre“, bis auf die Ausnahme der Kuba-Krise 1962, eingeschätzt. Als Gründe benannte er neben dem veränderten Kräfteverhältnis in der Welt den „Verlust des Verständnisses dafür, was in den internationalen Beziehungen ‚gut‘ und was ‚schlecht‘ ist, sowie das Fehlen einer moralischen Grundlage für das Handeln“. Hinzu komme der „verzweifelte Gegenangriff des Westens, der seine 500-jährige Vorherrschaft verliert, die es ihm ermöglichte, auf Kosten der übrigen Welt reich zu werden“, sowie die „ungeheure intellektuelle und moralische Degradierung der Elite, insbesondere im Westen“.
„Dialog ist sinnlos“
Die Angst vor einem Atomkrieg sei in den letzten 70 Jahren ein „stabilisierender Faktor“, erklärte Karaganow im letzten Herbst. „Europa, das historisch gesehen eine Quelle großer Konflikte, von Rassismus und Kolonialismus war, konnte dank der bipolaren Stabilität zwischen den USA und der UdSSR vorübergehend seine Verantwortung und seine Schuld gegenüber der Welt vergessen“, stellte er fest.
„Jetzt, da die größte Bedrohung von Europa ausgeht, muss man sich daran erinnern, dass Europa historisch gesehen an großen Kriegen beteiligt war. Es bedarf nicht unbedingt direkter Gewalt, sondern der Wiederherstellung der Angst vor Krieg, einschließlich der Wiederbelebung der Angst vor einem Atomkrieg. Dies ist ein Schlüsselelement, um Europa wieder zu seiner geopolitischen Verantwortung zu führen.“
Er bezeichnete gegenüber Péli einen Dialog mit den gegenwärtigen politischen Eliten in Europa als sinnlos, da diese „sich der Folgen ihres Handelns überhaupt nicht bewusst sind“. Er verwies auf eine entsprechende Frage darauf, dass seine „Hardliner“-Positionen inzwischen in der russischen Gesellschaft weitgehend geteilt würden: „Nach meiner Einschätzung teilen bis zu 90 Prozent der Bevölkerung und 95 Prozent der militärisch-politischen Elite diese Meinung.“ Er werde aber von Bürgern wegen „mangelnder Beharrlichkeit und Inkonsequenz“ kritisiert, weil die russische Führung den Einsatz des Atomwaffenarsenals noch nicht beschlossen habe. Karaganow betonte aber wie später gegenüber Carlson: „Ich möchte nicht, dass unsere Führung es einsetzt.“ Mit Blick auf die Reaktionen in Deutschland erklärte er im Oktober 2025:
„Dass unsere westlichen Nachbarn, darunter auch Deutschland, sich vor der Wahrheit verschließen, ist ein schreckliches Zeichen: Sie bereiten sich auf einen Krieg vor. Ihr Handeln ist nicht nur ein Zeichen von Schwäche, sondern auch eine direkte Vorbereitung auf einen Krieg. Deshalb fordere ich unsere Führung auf, sich vollständig auf einen Krieg und die Zerstörung Europas vorzubereiten, das erneut diesen Weg eingeschlagen hat.“
Nur die im Westen wieder geweckte Angst vor einem Atomkrieg und damit vor dem eigenen Untergang könne die Grundlage für weitere Gespräche bilden, betonte Karaganow. Ob diese Angst zu den vielbeachteten Äußerungen des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz am 14. Januar in Halle (Saale) beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau und der Handwerkskammer Halle führte, ist nicht bekannt. Zuvor hatte Russland am 9. Januar zum zweiten Mal das neue „Oreschnik“-Waffensystem eingesetzt, diesmal gegen Ziele in der Westukraine. Gegen diese Rakete, die nuklear bestückt werden kann und mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit jedes Abwehrsystem überwindet, gibt es bisher keine Gegenmittel.
Keine europäische Kurskorrektur
Merz hatte für viele Beobachter überraschend Russland wieder als „europäisches Land“ bezeichnet und erklärt, dass „mit unserem größten europäischen Nachbarn, nämlich mit Russland, in der längeren Perspektive einen Ausgleich“ gefunden werden könne. Doch zu beachten ist, dass der Kanzler als Bedingung stellte, „dass Frieden und Freiheit nach Europa zurückkehren“ – nach seinem Verständnis. Dass seine Rede in Halle keine Ankündigung eines Kurswechsels war, zeigte er am Montag, als er auf einer Pressekonferenz erklärte, eine Bedrohung der Sicherheit in Europa gehe derzeit „mehr vom Osten aus als vom Westen“. Der Krieg in der Ukraine sei vor allem für Osteuropa die viel größere Gefahr als Grönland, was derzeit seine „größte Sorge“ sei.
Im September 2025 hatte Merz den russischen Präsidenten Putin als „den vielleicht schwersten Kriegsverbrecher unserer Zeit“ bezeichnet und gefordert, Russlands „ökonomische Erschöpfung“ herbeizuführen. Im Dezember des Jahres folgte dann der Vergleich Putins mit Hitler. Das ist keine gute Grundlage für Gespräche mit Moskau, die zunehmend von europäischen Politikern als notwendig angesehen werden. Ob es so ist, dass Europa zu begreifen beginnt, dass Putin recht hat, wie laut Thomas Röper im russischen Fernsehen vermutet wird, muss bezweifelt werden. Das sieht anscheinend auch der russische Außenminister Sergej Lawrow so, der am Dienstag auf der traditionellen Pressekonferenz sagte:
„Die Lektüre der Erklärungen europäischer Persönlichkeiten – sei es Kaja Kallas, Ursula von der Leyen, Friedrich Merz, Keir Starmer, Emmanuel Macron oder Mark Rutte – macht deutlich, dass sie sich ernsthaft auf einen Krieg gegen die Russische Föderation vorbereiten und kaum versuchen, dies zu verbergen.“
Moskaus Position zur Ukraine sei, „dass jede Lösung die Ursachen dieser Krise angehen muss, die der Westen jahrelang bewusst geschürt hat, um die Ukraine zu einer Sicherheitsbedrohung und einem Sprungbrett gegen Russland an unserer Grenze zu machen“. Eine Bereitschaft dazu ist bisher weder in Berlin noch in Brüssel oder London oder Paris zu erkennen. Die Bundesregierung und die NATO-Lobby in den Medien würden ihre Propaganda für Kriegstüchtigkeit mit einer Friedensrhetorik verbinden. Diese unterstelle, Europa könnte einen großen Krieg zwischen der NATO und Russland überleben, so Bernhard Trautvetter in einem aktuellen Beitrag für die NachDenkSeiten. Er verweist auf die Neujahrsansprache des Kanzlers, in der dieser die Hoch-Rüstung und die neue Wehrpflicht mit „Russlands Angriff“ begründet, der „Teil eines Plans, der sich gegen ganz Europa richtet“, sei. Der Autor stellt zu Recht fest:
„Kriegsvorbereitung im Atomzeitalter fügt den Menschen allerdings den Schaden zu, vor dem die Bundesregierung und das Parlament laut Amtseid die Bevölkerung bewahren soll.“
Dazu gehören auch die Pläne der „Koalition der Willigen“, die den Krieg in der Ukraine gegen Russland fortsetzen möchte. Das zeigt sie, in dem sie Vorschläge macht und Forderungen aufstellt, von denen vorher klar ist, dass Moskau diese ablehnt. Inzwischen gibt es laut dem US-Magazin Politico in der EU Pläne, aus dieser Koalition von 35 Ländern ein neues Militärbündnis ohne die USA zu machen – aber mit der Ukraine als dem mit Abstand „am stärksten militarisierten Land unter den vertretenen Staaten, mit einer riesigen Armee, einer hochentwickelten Drohnenindustrie und mehr Erfahrung in der Realität der Kriegsführung als alle anderen“.
Karaganows Warnungen werden im Westen weiter als „martialische, vom geradezu religiösen Eifer triefende Worte“ eines „Provokateurs“, der sich „mehr auf Wunschannahmen als auf Tatsachen” stütze, abgetan. Es könnte sein, dass er nicht der „Verstärker einer vom Kreml bewusst betriebenen psychologischen Kriegsführung gegen Europa“, sondern ein deutlicher Mahner ist.
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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
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Bild: Raketen vor leuchtendem Abendhimmel und russischer Flagge
Bildquelle: Hamara / shutterstock
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Across the developed world, birth rates are collapsing. Japan, Italy, South Korea, Spain, Germany, and much of the English-speaking West are now well below replacement level with some countries facing outright demographic contraction. […]
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For nearly two millennia, Christianity has been woven into the fabric of the Middle East. Long before Europe adopted the religion, ancient churches flourished from Jerusalem to Damascus, Antioch, Mosul and Alexandria. Today, those communities are […]
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Die größte Militärmacht der Welt fühlt sich bedroht. Sicherheitsdoktrinen der USA offenbaren die Gefahren, denen man sich gegenüber sieht. Sie vermitteln aber auch ein Weltbild. Am 5. Dezember trat eine neue US-Doktrin in Kraft. Sie spiegelt die Veränderungen in der Welt wider.
Ein Meinungsbeitrag von Rüdiger Rauls.
Sicherheit im Wandel
Bedrohung scheint ein amerikanisches Urgefühl zu sein. Es bestimmt nicht nur amerikanische Filme, sondern auch das politische Handeln seiner Führungen. Sie waren geleitet durch Weltbilder wie die Monroe-Doktrin, die Domino-Theorie und den Kampf gegen den Terror. Die neue Doktrin unter Trump räumt auf mit so manchen Hirngespinsten früherer Zeiten. „Nach dem Kalten Krieg habe man in Washington gedacht, Amerikas Vorherrschaft über die ganze Welt liege im besten Interesse des Landes“, bekennt der neue Text (1).
Nach dem Untergang der Sowjetunion mit ihrem Sozialismus, in dem Kapitalisten ihren Reichtum und ihre Klassenherrschaft bedroht sahen, sollten Farben- und Blumenrevolutionen sowie der Krieg gegen den Terror nicht nur die USA, sondern auch die ganze Welt sicherer machen. Nach einer anfänglichen Erfolgswelle hatte sich dieses Denken als Irrglaube herausgestellt. Geblieben sind verwüstete Länder, zerrüttete Staaten, verarmte Völker, zerbrechliche politische Verhältnisse und Millionen von Toten, Verletzten und Vertriebenen. Überlebt hat dieses Denken dann weiterhin in der Ausdehnung der NATO nach Osten.
Doch diese Politik der USA war auch verbunden mit gewaltigen Kosten für Kriege, Aufrüstung, den Betrieb von Armeen und Stützpunkten sowie der Pflege von Militärbündnissen. Neue entstanden zur Eindämmung von Chinas Einfluss in Asien und den vorgelagerten Meeren. Die Ausgaben dafür ließen die Schulden der USA auf mittlerweile 38.000 Milliarden Dollar explodieren. Aber diese brachten kaum Vorteile für die amerikanische Bevölkerung und auch wenig Ertrag für die amerikanische Wirtschaft – abgesehen von der Rüstungsindustrie.
Diese Kosten und die Kriegsmüdigkeit der Amerikaner waren mitverantwortlich für das Aufkommen von Trumps MAGA-Bewegung (2). Die Amerikaner waren die Kriege leid, von denen sie selbst nichts hatten. Denn die Sicherheitsprobleme der US-Bürger kommen nicht von außen, sie liegen im Land selbst: steigende Preise, hohe Kriminalität, soziale Unsicherheit, die Spannungen und gar Feindseligkeiten zwischen den Bevölkerungsgruppen, zwischen den Parteien und ihren Anhängern. Trump versprach den Leuten ein besseres Leben durch neue Jobs und ein Ende der Einmischungen in Ländern, von denen viele Amerikaner nicht einmal wissen, wo sie liegen.
Die USA verstehen
Seit Trump die zweite Präsidentschaft angetreten hat, hat er die Welt mit großen Ankündigungen durcheinander gewirbelt. Viel hat er davon aber bisher nicht umsetzen können. Das ist nicht Ausdruck einer „erratischen Politik“, wie so viele besonders in Europa daraus lesen wollen, besonders alle jene, die glauben, besser zu wissen, wie Politik funktioniert. Dass Trump das meiste nicht durchsetzen konnte, liegt in erster Linie daran, dass die Welt anders ist, als er sie sich ausgemalt hat. Das wird besonders deutlich am Konflikt mit China, dem er glaubte im Handumdrehen seine Bedingungen aufzwingen zu können, sich stattdessen aber eine blutige Nase geholt hat.
Gerade an China und Russland wird deutlich, wie sehr sich die Welt verändert hat gegenüber früheren amerikanischen Sicherheitskonzepten. Dass diese Doktrin gerade nun veröffentlicht wird, mag Zufall sein. Aber allein der Umfang der Veröffentlichung von 29 Seiten deutet auf einen längeren Zeitraum ihrer Ausarbeitung hin. Es stecken also mehr oder weniger ausgereifte Überlegungen dahinter, nicht nur die Launen eines sprunghaften Präsidenten. Die neue Doktrin versucht die Grundlagen und Überlegungen amerikanischer Politik deutlich zu machen.
Die Verfasser solcher Doktrinen – amerikanische genau so wie russische und chinesische – wollen damit Klarheit und Berechenbarkeit schaffen. Man macht deutlich, nach welchen Gesichtspunkten die eigenen Entscheidungen getroffen, welche Interessen verfolgt werden und welche Maßnahmen man dafür zu ergreifen gedenkt. Solche Doktrinen richten sich nicht nur an die Regierungen anderer Staaten, sondern auch an die eigenen Bürger. Sie legen das eigene Selbstverständnis dar und formen es darüber hinaus. All das geschieht vor dem Hintergrund des eigenen Weltbildes. Insofern zeigen die veränderten Sicherheitsstrategien auch, wie sich die Welt im Auge des Verfassers, hier der Amerikaner, verändert hat.
Demokratie-Schisma
Für die Europäer bedeutet diese neue Verfassung eine herbe Enttäuschung, bestätigt aber auch die schlimmsten Befürchtungen, die sich mit Trumps bisheriger Politik bereits abgezeichnet hatten. Sie ernten viel Kritik und das gerade auf solchen Felder, wo sie anderen Nationen immer wieder gerne als Lehrmeister gegenüber traten. Ihnen wird die „Zensur der freien Meinungsäußerung und die Unterdrückung der politischen Opposition“ (3) vorgeworfen. Das erschüttert europäisches Selbstverständnis und Sendungsbewusstsein in Fragen der Werte und Moral in seinen Grundfesten.
Sicherlich wird das wenig Auswirkungen auf das weitere Auftreten der Europäer als Wertemissionare haben. Aber Kritik, die bisher daran schon bestand, wird durch die neue amerikanische Beurteilung weiter verstärkt und findet nun und in Zukunft besonders in Trump und den USA wichtige Kronzeugen. Zwar versuchen sich die Europäer nun als die besseren Demokraten herauszustellen, doch wer wird ihnen das glauben, nachdem sie selbst Jahre lang die USA als Leuchtturm der Demokratie ausgegeben haben? Zudem überschütten sich in der Europäischen Union selbst Staaten, Institutionen wie auch die politischen Parteien gegenseitig mit Vorwürfen von demokratiefeindlichem Denken und Handeln.
Der Wertemission der Europäer wird damit die Grundlage entzogen, mehr noch könnte nun ein Streit im Wertewesten entbrennen, wer denn die wahren Gralshüter der westlichen Werte sind, die Europäer oder die USA. Wer legt fest, wer heute und in Zukunft zu den Autokraten und Demokratiefeinden gezählt werden muss? Sind fortan Putin und sein Russland in den USA demokratisch und in Europa autokratisch? Jene, die bisher der Bannstrahl der westlichen Demokratie-Päpste traf, haben nun die Wahl zwischen amerikanischem und europäischem Demokratieverständnis. Denn wer hat in Glaubens- und Sittenfragen der Demokratie nun noch den Alleinvertretungsanspruch?
Beleidigte Wertemissionare
Die Reaktion der Europäer auf das amerikanische Sicherheitskonzept ist weinerlich. Medien und Politik schaffen in dramatischen Worten Untergangsstimmung. Die spanische Zeitung „El Pais“ sieht sich „vor einem Krieg um das Überleben unserer Zivilisation gegen Gegner, die auf unterschiedliche Weise unser Modell zerstören wollen.“(4). Die Frankfurter Allgemeine Zeitung selbst unterstellt Trump, dass es ihm „sogar recht wäre, wenn die russischen Schwertstreiche dazu beitrügen, dass die von ihm gehasste EU geschwächt würde oder gar zerbräche“ (5). Die „Irish Times“ spricht von einem „Handbuch der Subversion, die sich gegen den liberalen Internationalismus und insbesondere gegen die Europäische Union richtet.“(6)
Die Europäer fühlen sich undankbar behandelt und bedroht. Was hat man nicht Jahrzehnte lang an Einschränkungen und Kränkungen vonseiten der USA mehr oder weniger widerspruchslos geschluckt, nur um als treue Verbündete ihren Schutz zu genießen? Nun muss man miterleben, wie die eigenen Interessen zugunsten von Autokraten wie Putin mit Füßen getreten werden. Denn die Amerikaner wollen auf einmal, „gute diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu vielen Ländern – ohne ihnen demokratischen oder anderweitigen gesellschaftlichen Wandel aufzuerlegen (7).
Das ist starker Tobak für die Wertemissionare und dementsprechend beleidigt reagieren sie. Sie legen den Schwerpunkt ihrer Betrachtungen und Kritik auf jene Textstellen, die ihr Weltbild, ihre bisherige Politik und ihre Grundsätze infrage stellen. Man will darin eine Politik der Spaltung erkennen, „die den liberalen Demokratien schadet und Russland nützt.“(8) Doch aus dem Wortlaut der auf Europa bezogenen Textpassagen ist eine ganz andere Absicht der Amerikaner erkennbar.
Amerikas Überlegungen
Die FAZ hat den Inhalt der Doktrin aus dem Original übertragen. Daraus geht hervor, dass die Amerikaner „die Wiederherstellung von Bedingungen strategischer Stabilität im eurasischen Raum als auch zur Verringerung des Risikos eines Konflikts zwischen Russland und europäischen Staaten“ (9) erreichen wollen. Das ist nicht so selbstlos, wie es sich anhört. Für die USA geht es offensichtlich darum, „eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Krieges zu verhindern“(10), die aufgrund des NATO-Beistandspaktes zu einem unkalkulierbaren Risiko auch für die USA werden könnte.
Stattdessen geht aus dem Dokument hervor, dass man ein starkes Europa will, dass sich selbst verteidigen kann. In diese Richtung gingen auch Trumps Forderungen gegenüber den Europäern nach der Erhöhung der Verteidigungsleistungen auf fünf Prozent des BIP. Die Amerikaner scheinen nicht nur die Verteidigungskosten der NATO immer weniger tragen zu wollen. Vielmehr erweckt das Papier auch den Eindruck, dass sie sich ganz aus der Verteidigung Europas zurückziehen wollen, um diese den Europäern selbst zu überlassen. Vermutlich befürchtet man, in den oben bereits erwähnten Konflikt zwischen dem NATO-Europa und Russland hingezogen zu werden.
Denn die Trump-Regierung scheint es leid zu sein, sich immer wieder mit der unnachgiebigen Haltung der europäischen Führungen gegenüber diplomatischen Fortschritten beschäftigen zu müssen. Die Kriegsgefahr ist hoch, denn es seien die europäischen „Beziehungen zu Russland inzwischen stark belastet, und viele Europäer betrachten Russland als existenzielle Bedrohung.“(11) Da braut sich aus Sicht der USA etwas zusammen, in das sie nicht hineingezogen werden wollen, weil sie auch diese Bedrohung für sich selbst so nicht sehen. Denn Trump will Frieden, um mit Russland und der Ukraine Geschäfte machen zu können, wohingegen die europäischen Verantwortungsträger „unrealistische Erwartungen in Bezug auf den Krieg hegen“.(12)
Fluch der Wirklichkeit
Dass die USA die Europäische Union zerschlagen wollen, wie die FAZ phantasiert, geht aus dem Dokument nicht hervor. Ganz im Gegenteil „bleibt Europa für die Vereinigten Staaten strategisch und kulturell von entscheidender Bedeutung.“(13) Und „der transatlantische Handel [gilt] weiterhin als eine der tragenden Säulen der Weltwirtschaft und des amerikanischen Wohlstands“(14). In dem bissigen Kommentar der FAZ spiegelt sich eher Ärger darüber, dass den Missionaren der Demokratie nun vom großen Lehrmeister die Lautsprecher abgedreht wurden. Ob es bei den papiernen Erklärungen dieses Dokuments bleibt, wird sich zeigen.
Von Trumps Friedensliebe, die er in der Ukraine immer wieder zur Schau stellt, ist gegenüber Venezuela nichts zu erkennen. Die Doktrin selbst offenbart das Weltbild der Trump-Regierung und das von Teilen der MAGA-Bewegung. Es sind in erster Linie Willenserklärungen auf der Basis eigener Wunschvorstellungen und Interessen. Ob diese der Wirklichkeit in der Welt entsprechen, wird die Entwicklung zeigen. Aber auffällig ist, dass die USA ihren Anspruch auf die Weltherrschaft gegenüber der Bush- und Obama-Ära zurückgestutzt haben. Man konzentriert sich auf Südamerika, und die Angriffe auf Venezuela scheinen der Auftakt dazu zu sein. Auf dessen Reichtümer man glaubt, einen gottgegebenen Anspruch zu haben.
Südamerika liegt vor der Haustür, die Entfernungen sind kürzer, und man sieht sich keinen gleichstarken Rivalen gegenüber – anders als Russland und China. Im eigenen Hinterhof will man es mit China aufnehmen. Der Zollstreit mit der Volksrepublik und deren Machtdemonstration bei den Seltenen Erden hat gezeigt, dass man mit den Chinesen auszukommen versuchen muss. Mit Russland will man sich einigen, um mit ihm ins Geschäft kommen zu können. Zu mehr scheint die USA derzeit nicht in der Lage zu sein. Findet sie sich mit dem eigenen Machtverlust ab, oder will man die eigene Vorherrschaft nur auf anderen Wegen wiedererlangen? Das ist derzeit noch nicht klar erkennbar.
(1) Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) 8.12.205 Kalte Dusche für Europa
(2) Make America Great Again
(3) FAZ 9.12.2025 Den Widerstand innerhalb der europäischen Staaten stärken
(4) FAZ 15.12.2025 Auf Deutschland kommt es an
(5) FAZ 16.12.2025 Papiergarantien genügen nicht
(6) FAZ 13.12.2025 Trumps Handbuch der Subversion
(7) FAZ 8.12.2025 Kalte Dusche für Europa
(8) FAZ 9.12.2025 aus Neue Züricher Zeitung: Dieses Amerika ist kein Freund Europas mehr
(9, 10, 11, 12, 13, 14) FAZ 9.12.2025 Den Widerstand innerhalb der europäischen Staaten stärken
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Rüdiger Rauls ist Reprofotograf und Buchautor. Er betreibt den Blog Politische Analyse.
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Wir danken dem Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.
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Bild: Label "Made in USA"
Bildquelle: Anton Gvozdikov / shutterstock
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