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Heute — 24. April 2026

Aral sagt Weitergabe von „Tankrabatt“ zu

24. April 2026 um 16:00

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Aral will den ab 1. Mai geltenden „Tankrabatt“ sofort an die Kunden weitergeben. Die Steuerentlastung soll die Spritpreise um bis zu 17 Cent pro Liter senken.
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EuGH kippt ungarisches Kinderschutzgesetz: Brüssel setzt auf Regenbogen-Ideologie

24. April 2026 um 16:00

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Brüssel/Budapest. Das war zu erwarten: der Europäische Gerichtshof hat das ungarische Kinderschutzgesetz von 2021 für unvereinbar mit EU-Recht erklärt. Die Richter folgten damit der EU-Kommission […]

Der Beitrag EuGH kippt ungarisches Kinderschutzgesetz: Brüssel setzt auf Regenbogen-Ideologie erschien zuerst auf ZUERST!.

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Akute Nahrungsmittelknappheit in vielen Ländern deutlich gestiegen

24. April 2026 um 15:24

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Die akute Unterversorgung mit Lebensmitteln ist in vielen Ländern der Welt laut internationalen Organisationen deutlich gestiegen. Rund 266 Millionen Menschen in 47 Ländern waren 2025 von Nahrungsmittelknappheit betroffen, heißt es in einem Bericht.
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Riesiger Eisblock verzögert Bergsteiger-Saison am Mount Everest

24. April 2026 um 14:53

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Ein riesiger Eisblock verzögert die Präparierung der Route zum Aufstieg auf den Mount Everest und könnte zu einem verspäteten Beginn der Bergsteiger-Saison am höchsten Gipfel der Welt führen.
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Hinweise des Tages II

24. April 2026 um 14:45

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Hier finden Sie einen Überblick über interessante Beiträge aus anderen Medien und Veröffentlichungen. Wenn Sie auf “weiterlesen” klicken, öffnet sich das Angebot und Sie können sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)

Bitte beachten Sie: Wir weisen in den Hinweisen des Tages ausschließlich auf kostenlose Artikel hin. Es kann im weiteren Verlauf trotzdem vorkommen, dass Sie auf Texte stoßen, die sich hinter einer Bezahlschranke befinden. Der Grund dafür: Anbieter von Artikeln haben den kostenlosen Zugang nachträglich eingeschränkt oder/und in kostenpflichtige Angebote umgewandelt.

Hier die Übersicht; Sie können mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:

  1. Ukraine: 90 Mrd. Euro auf Pump – ohne effektive Kontrolle
  2. Drohnenweltmeister braucht Drohnen
  3. EU streicht Biennale von Venedig Millionenzuschuss
  4. Lasst Kuba atmen
  5. Die Neoklassik ist inkonsistent und irrelevant
  6. Alles nicht so gemein(t): Pläne zur gesetzlichen Rente.
  7. IMK Konjunkturindikator: Rezessionsrisiko durch Iran-Krieg spürbar gestiegen
  8. Vollgas im Rückwärtsgang: Bundestag für Biokraftstoffe.
  9. Düngerpreise explodieren – Biobauern bleiben gelassen
  10. Menschenrechtsverbände, Gewerkschaften und Kirchen halten sich zu Fall Dogru bedeckt
  11. Dunja Hayali setzt der Verharmlosung der Ausländerkriminalität im Heute Journal die Krone auf
  12. Wie der Werbekonzern Ströer mit seiner Journalismus-Simulation T-Online gegen das Bargeld hetzt
  13. Deutsche Medien begeistert vom “Baby-Glück” – Hendrick Streeck und Ehemann sind Eltern geworden
  14. Bilderberger 2026 – Guttenberg: der transatlantische Netzwerker
  15. Veranstaltungshinweise der Woche

Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das für nötig halten. Selbstverständlich bedeutet die Aufnahme in unsere Übersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich für die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese Übersicht für hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese Möglichkeit der schnellen Information hin.

  1. Ukraine: 90 Mrd. Euro auf Pump – ohne effektive Kontrolle
    Der EU-Gipfel feiert den Kriegskredit für die Ukraine, Präsident Selenskyj spricht von einer “historischen” Entscheidung. Doch wie steht es um die Kontrolle? Nicht gut – weder in Brüssel, noch in Kiew.
    In Kiew knirscht es zwischen Parlament und Regierung, wie die “Tagesschau” berichtet. Seit den Korruptionsaffären in Selenskyjs Umfeld und dem Rücktritt seines Ex-Stabschefs Jermak mißtrauen die Abgeordneten dem Präsidenten.
    Das Parlament sei gelähmt, viele Abgeordnete aus Selenskyjs Partei wollen nur noch weg und schwänzen wichtige Sitzungen, berichtet “Ukraine verstehen”. Eine effektive Kontrolle ist unter solchen Umständen kaum noch möglich.
    Quelle: Lost in Europe
  2. Drohnenweltmeister braucht Drohnen
    Kiews Rüstungsindustrie im Krieg stetig gewachsen, aber wegen fehlender Finanzmittel nicht ausgelastet. Vor allem günstige Modelle werden produziert.
    Großbritannien will der Ukraine in diesem Jahr mindestens 120.000 Drohnen liefern – das größte derartige Paket, das London jemals geschnürt hat. Die Lieferungen, so das britische Verteidigungsministerium, hätten bereits begonnen. Eine Meldung, die auf den ersten Blick merkwürdig anmutet: Die Ukraine produziert nach Angaben ihres Verteidigungsministers inzwischen mehr Drohnen als jedes andere Land der Welt – im Jahr 2024 waren es 2,2 Millionen Stück. 96 Prozent des eigenen Bedarfs wurden aus heimischer Produktion gedeckt. Wie kann ein Land, das sich zum weltweit größten Drohnenproduzenten entwickelt hat, gleichzeitig auf Lieferungen von außen angewiesen sein? Die Erklärung liegt weniger in den Produktionskapazitäten als in der Finanzierung.
    Quelle: junge Welt
  3. EU streicht Biennale von Venedig Millionenzuschuss
    Russland soll bei der Kunstbiennale von Venedig wieder willkommen sein. Das sei moralisch falsch, sagte Europas Chefdiplomatin Kallas. Die Folge: Ein Zuschuss von zwei Millionen Euro soll eingefroren werden.
    Die EU streicht einen Zuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro für die Kunstbiennale von Venedig, weil Russland an der am 9. Mai eröffnenden 61. Ausstellung für zeitgenössische Kunst teilnehmen darf. Das gab die Kommission am Donnerstag bekannt.
    Die Europäische Kommission hat die Stiftung der Biennale in einem Brief über den Förderentzug informiert. Die Biennale hat nun 30 Tage Zeit, ihre Entscheidung zu verteidigen, Russland erstmals seit dem Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 wieder zuzulassen, wie Sprecher Thomas Regnier am Donnerstag erklärte.
    Quelle: DER SPIEGEL
  4. Lasst Kuba atmen
    Spanien, Brasilien und Mexiko verurteilen die US-Blockade. Hilfskonvoi »Primero de Mayo« erreicht sozialistische Inselrepublik. Berlin schwankt.
    Während das Regime von US-Präsident Donald Trump trotz internationaler Kritik an der gegen Kuba verhängten totalen Ölblockade festhält, mit militärischen Aktionen droht und in Gesprächen auf Erpressung setzt, nimmt die weltweite Solidarität mit der Bevölkerung der sozialistischen Inselrepublik weiter zu. Neben scharfen Protesten Chinas und Russlands verurteilten auch die Regierungen Spaniens, Brasiliens und Mexikos am Wochenende die Zwangsmaßnahmen der USA. Selbst Blackrock-Kanzler Friedrich Merz äußerte sich deutlich und positioniert sich – anders als sein SPD-Stellvertreter Lars Klingbeil – gegen eine mögliche US-Intervention in Kuba. Knapp einen Monat nach der Ankunft des ersten europäischen Solidaritätskonvois traf diese Woche eine weitere Delegation mit rund 60 Aktivisten und Vertretern verschiedener Organisationen auf der Karibikinsel ein.
    Quelle: junge Welt
  5. Die Neoklassik ist inkonsistent und irrelevant
    In der langen Serie auf Makroskop (hier die letzte Folge), die sich mit der Neoklassik auseinandergesetzt hat, ist vieles Richtige gesagt worden. Dennoch bleibt bei mir der Eindruck, dass die Kritik nicht weit genug ging und entscheidende Elemente nicht genannt wurden. Ich will daher versuchen, in drei kurzen Papieren den Kern der Kritik, so wie ich ihn sehe, noch einmal herauszuarbeiten. Ausführlicher und mit Literaturverweisen versehen findet man das alles in meinem letzten Buch aus dem Jahre 2024.
    Teile der Kritik, die in der Serie vorgebracht wurden, beziehen sich darauf, dass die Neoklassik in vieler Hinsicht vollkommen unrealistische Annahmen macht. Vollkommene Information aller Markteilnehmer ist die in vielen kritischen Arbeiten am häufigsten genannte. Einer der klügsten Kritiker der Neoklassik, der Philosoph und Erkenntnistheoretiker Hans Albert, nannte die Methode der Neoklassik schon in den 1960er Jahren „Modellplatonismus“, weil Aussagen gemacht werden, die zwar innerhalb des Modells richtig sind, sich aber einer empirischen Überprüfung und der Möglichkeit der Falsifikation entziehen.
    Quelle 1: Relevante Ökonomik
    Quelle 2: Makroskop
  6. Alles nicht so gemein(t): Pläne zur gesetzlichen Rente.
    Der Bundeskanzler hat recht: Die gesetzliche Rente »reicht nicht mehr«, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Nur braucht er dafür nicht in die Zukunft zu zeigen, ein Blick aufs Hier und Jetzt genügt. Neurentner erhielten 2024 monatlich 1.340 Euro, Frauen brachten es auf 980 Euro. Die Zahlen markieren den Durchschnitt, massenhaft Senioren schlagen sich mit sehr viel weniger durch. Bei den horrenden Lebenshaltungskosten kämpfen schon heute Millionen von ihnen buchstäblich ums Überleben. Der »Sturm der Entrüstung«, den Friedrich Merz (CDU) mit seiner Ansage vom Montag, es werde schon bald »allenfalls eine Basisabsicherung« geben, ausgelöst hat, ist zu weiten Teilen heuchlerisch. Seht her, wir bieten den Kahlschlägern die Stirn! Dass das System erst mit unserem Zutun zur Armutsfalle wurde – vergesst das mal lieber …
    Quelle: junge Welt
  7. IMK Konjunkturindikator: Rezessionsrisiko durch Iran-Krieg spürbar gestiegen
    Der Iran-Krieg hat das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten in eine Rezession gerät, deutlich erhöht. Das signalisiert der monatliche Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, der die neuesten verfügbaren Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngrößen bündelt. Für das zweite Quartal von April bis Ende Juni 2026 weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 33,5 Prozent aus. Anfang März betrug sie für die folgenden drei Monate noch 11,6 Prozent. Gleichzeitig ist die statistische Streuung im Indikator, die eine Verunsicherung von Wirtschaftsakteuren widerspiegelt, gestiegen. Deshalb schaltet der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator erstmals seit Oktober 2025 von „gelb-grün“, was für ein moderates Wachstum spricht, auf „gelb-rot“. Diese Phase markiert eine erhöhte konjunkturelle Unsicherheit.
    Quelle: Hans Böckler Stiftung
  8. Vollgas im Rückwärtsgang: Bundestag für Biokraftstoffe.
    Geht es eigentlich noch bornierter, noch rückständiger? Wären die Folgen für Klima, Geldbeutel, Gesundheit und Landwirtschaft nicht so katastrophal, könnte man nur noch lachen. Aber der Reihe nach: Der Bundestag hat am Donnerstag die Weichen für mehr Essen im Tank gestellt. Die Beimischungsquoten für sogenannte Biokraftstoffe sollen schrittweise bis 2040 auf 65 Prozent angehoben werden. Das heißt, 65 Prozent des Kraftstoffs muss dann aus Abfällen, sogenannten E-Fuels oder nachwachsenden Rohstoffen kommen. Der Platz dieses kleinen Kommentars reicht kaum, den ganzen Wahnsinn aufzuzählen, der darin steckt.
    Quelle: junge Welt
  9. Düngerpreise explodieren – Biobauern bleiben gelassen
    Stickstoffdünger kostet bis zu 430 Euro pro Tonne – und treibt Bauern in die Enge. Biobauern dagegen verdienen fast doppelt so viel.
    Seitdem mit der Straße von Hormus die wichtigsten Transportwege für Öl und Gas gesperrt sind, stiegen die globalen Düngemittelpreise um etwa 25 Prozent. Im April überstiegen die Harnstoffpreise die Marke von 800 Euro je Tonne. Laut Bauernpräsident Joachim Rukwied hat sich Stickstoffdünger seit Jahresbeginn auf den Weltmärkten um 30 bis 40 Prozent verteuert.
    Um Stickstoffdünger herzustellen, braucht es große Mengen an Erdgas. Die Hälfte des weltweit gehandelten Stickstoffdüngers stammt aus Fabriken rund um den Persischen Golf.
    Quelle: Telepolis
  10. Menschenrechtsverbände, Gewerkschaften und Kirchen halten sich zu Fall Dogru bedeckt
    Menschenrechtsorganisationen, Sozialverbände, Gewerkschaften und Kirchen äußern sich auf Multipolar-Anfrage kaum bis gar nicht zum Fall des von der EU sanktionierten deutschen Journalisten Hüseyin Dogru. Eine Sprecherin der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) erklärte, es lägen „keine weiteren Erkenntnisse“ zu dem Fall vor, und verwies darauf, dass der Familie Dogru eventuell ein „Anspruch auf Grundsicherungsniveau“ zustehe. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ließ eine Multipolar-Anfrage unbeantwortet. Beide Journalisten-Gewerkschaften fordern regelmäßig „besseren Schutz für Journalisten“. Wer Journalisten angreife, „greift auch immer unsere Demokratie an“, hatte der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster im April 2025 gesagt.
    Quelle: Multipolar
  11. Dunja Hayali setzt der Verharmlosung der Ausländerkriminalität im Heute Journal die Krone auf
    Im ZDF-Heute-Journal vom 20. April interviewt Dunja Hayali den Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter zur Zunahme von Gewaltkriminalität im allgemeinen und Vergewaltigungen im besonderen. Was dabei herauskommt, könnte sich der abgezockteste Satiriker kaum zynischer ausdenken.
    Quelle: Norbert Häring
  12. Wie der Werbekonzern Ströer mit seiner Journalismus-Simulation T-Online gegen das Bargeld hetzt
    Mit Werbung für digitales Bezahlen verdient der Werbeflächenvermarkter Ströer viel Geld. So lief 2025 die mutmaßlich rechtswidrige Werbekampagne von Paypal gegen das Bargeld auf Ströer-Flächen. Auf seiner von viel zu vielen Menschen gelesenen Journalismus-Simulation T-Online lässt der Werbekonzern nun einen Anbieter von Kartenterminals als „Zahlungsexperten“ dazu interviewen, ob das Angebot einer digitalen Bezahloption gesetzlich vorgeschrieben werden sollte.
    Quelle: Norbert Häring
  13. Deutsche Medien begeistert vom “Baby-Glück” – Hendrick Streeck und Ehemann sind Eltern geworden
    Für Aufregung und Begeisterung in den Redaktionsstuben der sogenannten “Regenbogenpresse” sorgt aktuell der Virologe Hendrick Streeck. Das Boulevardmagazin Bunte berichtet “exklusiv” über Neuigkeiten aus den fernen USA. So heißt es, dass dort Streeck “und sein Mann Paul Zubeil Eltern eines Sohnes geworden sind”. Möglich machte das eine Leihmutter – wobei die Leihmutterschaftsvermittlung “nach dem Adoptionsvermittlungsgesetz” in Deutschland unter Strafe gestellt ist, was jedoch in keinem der Artikel von Bedeutung ist. (…)
    Dazu, wie das Baby zur Welt gekommen ist, machte Streeck laut den Medienberichten bis dato keine Angaben. Zufolge soll es “aber von einer Leihmutter ausgetragen worden sein”, berichtet ntv.
    Quelle: RT DE

    Anmerkung Christian Reimann: Vor etwa einem halben Jahr hatte der CDU-Gesundheitspolitiker und Suchtbeauftragte Hendrik Streeck “hinterfragt, ob sehr alte Menschen sehr teure Medikamente erhalten sollten”. Und nun das. Wie teuer wird wohl dieses “Baby-Glück” gewesen sein? Homosexualität trägt, wenn sie konsequent ausgelebt wird, nicht zum biologischen Erhalt einer Art bei und ein Recht auf ein Baby gibt es nicht. In Italien z.B. wäre das strafbar, denn “das italienische Parlament hat das im Land geltende Leihmutterschaftsverbot aufs Ausland ausgeweitet. Beteiligten drohen nun bis zu zwei Jahre Haft”

  14. Bilderberger 2026 – Guttenberg: der transatlantische Netzwerker
    57 der 128 Teilnehmer waren bereits ein Jahr zuvor in Stockholm dabei. Fast die Hälfte. Darunter der NATO-Generalsekretär, der Chef von Google DeepMind, der CEO von Palantir, der Außenminister Polens, der Präsident Finnlands, der Exekutivdirektor der Internationalen Energiebehörde — und erstmals seit Jahren wieder Karl-Theodor zu Guttenberg.
    Wer diese Namen kennt und weiß, was zwischen Stockholm und Washington beschlossen, gegründet und in Gesetze gegossen wurde, dem drängt sich eine Frage auf: Ist Bilderberg ein Diskussionsforum — oder ist es der Ort, an dem Entscheidungen abgesegnet werden, die anderswo bereits gefallen sind?
    Die Antwort liegt nicht im Geheimnis. Sie liegt im Tempo. (…)
    Guttenberg ist heute kein Politiker mehr, sondern ein transatlantischer Netzwerker mit direktem Zugang zu Washington und Berlin. Seine Einladung erklärt sich daher zunächst durch seine Funktion: Er ist einer der wenigen Deutschen, die gleichzeitig tief im amerikanischen Establishment verankert sind und in der deutschen CDU/CSU-Welt noch Ansehen genießen.
    Quelle: Wolfgang Effenberger auf apolut
  15. Veranstaltungshinweise der Woche
    1. Begegnung an der Elbe in Torgau: Handschlag kann Frieden bringen
      Friedensdemonstration, Brückenkopf Torgau 25. April 2026, 11.30 Uhr
      Quelle: Einladung – PDF
    2. NachDenkSeiten-Gesprächskreis Heidelberg
      Am Freitag, 8. Mai 2026, um 14 Uhr
      Ort: Treff am Turm – Jesuitenkirche, Heidelberg-Altstadt
      Vorträge zum 8. Mai 2026
      Das Heidelberger Friedenskreuz
      Beispiel einer Eigeninitiative zur steten Mahnung um Frieden und Versöhnung
      …Vortrag der Stiftung Heidelberger Friedenskreuz
      8. Mai Tag der Befreiung
      …Vortrag über die Rede des Bundespräsidenten von Weizsäcker zum 8. Mai 1985
      Veranstalter: NDS.GK in Kooperation mit paxchristi-Heidelberg
      Die Teilnahme ist nur nach der Anmeldung möglich.
      Kontakt: [email protected]
    3. Russland nicht zum Feind machen: Eine aktuelle Friedensinitiative aus Moskau
      Vortrag & Diskussion mit Reiner Braun
      Montag, 4. Mai, 19 Uhr
      im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, Bremen
      Aktueller können Informationen von einer Friedenskonferenz nicht sein! Reiner Braun bringt Analysen der gegenwärtigen Weltlage und Initiativen zur politischen Entspannung und Entwicklung einer friedlichen Welt direkt von der Konferenz in Moskau nach Bremen mit.
      Die vom „Europainstitut der Akademie der Wissenschaften Russlands gemeinsam mit dem Internationalen Friedensbüro (IPB)“ für März angekündigte friedenspolitische Konferenz in Moskau wurde auf Ende April verschoben. Zugleich wurde sie weiter aufgewertet. So nehmen jetzt auch zahlreiche Vertreter der BRICS+-Staaten an diesem Treffen teil.
      Hochrangige russische und internationale Spezialisten für Außen- und Sicherheitspolitik suchen mit Vertreterinnen und Vertretern der europäischen Friedensbewegung Wege zur Gestaltung der künftigen Sicherheitsarchitektur in Europa.
      Reiner Braun ist bei diesem richtungsweisenden Meeting dabei. Er thematisiert auch die Vorstellungen über künftige Beziehungen Deutschlands zu Russland in einer neuen Periode der Entspannungspolitik und die Herausforderungen, die sich für Friedensbewegungen und progressive gesellschaftliche Kräfte daraus ergeben.
      Zur Person:
      Reiner Braun ist Journalist und Historiker. Als Friedensaktivist und ehemaliger Präsident und jetziges Vorstandsmitglied des Internationalen Ständigen Friedensbüros (IPB) zählt er zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Friedensbewegung.
      Veranstalter / Programm:
      deutsch-russische-friedenstage.de/wp-content/uploads/2026/04/drf_flyer-achte-ftage_8-scroll.pdf

      Hinweis: Diese bisher für den 29.April angekündigte Veranstaltung musste auf den 4. Mai verschoben werden.

    Anmerkung der Redaktion: Wenn Sie auf eine interessante Veranstaltung hinweisen wollen, dann schicken Sie uns bitte die nötigen Informationen mit dem Betreff „Veranstaltungshinweise“ an [email protected]. Die Veranstaltungshinweise erscheinen wöchentlich am Freitag im Rahmen der Hinweise des Tages II.

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Schüsse bei Polizeieinsatz nahe Hamburg: Versteckt sich der flüchtige Tatverdächtige in einer Klinik?

24. April 2026 um 14:40

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Schüsse bei Polizeieinsatz nahe Hamburg: Versteckt sich der flüchtige Tatverdächtige in einer Klinik?

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AfD-Strategietreffen zur Regierungsübernahme: Die Macht in Sichtweite?

24. April 2026 um 14:36

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Berlin. Die AfD-Bundestagsfraktion berät dieser Tage in Berlin über mögliche Regierungsbeteiligungen auf Länder- und Europa-Ebene. Geladen sind dazu Fraktionsspitzen und Geschäftsführer aus den Landtagen sowie […]

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Israelische Soldaten schänden Jesus-Statue: Empörung bei AfD und FPÖ

24. April 2026 um 14:15

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Berlin/Brüssel. Ein beispielloser Skandal: ein israelischer Soldat hat im Südlibanon eine Jesus-Statue mit einem Hammer beschädigt. Die Bilder der Tat verbreiteten sich rasch in sozialen […]

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Eine Woche vor dem Tankrabatt: Spritpreise mit Rekordsprüngen

24. April 2026 um 14:12

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Bundestag und Bundesrat haben den Tankrabatt auf den Weg gebracht - unterdessen wird Sprit an den Zapfsäulen erst einmal noch teurer.
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Gibt es noch gescheite Lehrer, Herr Krötz?

24. April 2026 um 13:47

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Mathematikprofessor Bernhard Krötz warnt vor einem dramatischen Niedergang des deutschen Bildungssystems: „didaktische Verflachung“, ideologisch geprägte Lehrpläne und Studierende mit Abitur, aber oft ohne grundlegende Lernfähigkeit.

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Am Freitag bei NIUS Live am Abend: Was der neue Angriff von Kubicki auf Kanzler Merz bedeutet

24. April 2026 um 13:46

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Am Freitag bei NIUS Live am Abend: Was der neue Angriff von Kubicki auf Kanzler Merz bedeutet

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Kubicki kündigt bei Niederlage Rückzug an

24. April 2026 um 13:44

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FDP-Politiker Wolfgang Kubicki macht seine politische Zukunft vom Ausgang der Parteivorsitz-Wahl abhängig. Im Erfolgsfall wolle er seinen Mitbewerber Henning Höne weiterhin in einer wichtigen Rolle in der Partei sehen.
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Waffenruhe im Libanon um drei Wochen verlängert

24. April 2026 um 13:27

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Waffenruhe im Libanon um drei Wochen verlängert

US-Präsident Donald Trump hat die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon um drei Wochen verlängert. Dies kündigte er nach Gesprächen mit Vertretern beider Länder im Weißen Haus an. Die ursprünglich auf zehn Tage angelegte Feuerpause wäre ohne die Verlängerung am späten Sonntagabend ausgelaufen.

Washington verfolgt mit der Verlängerung zwei Ziele: Zum einen sollen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon vorangebracht werden, zum anderen soll ein erneutes Aufflammen der Kämpfe die diplomatischen Bemühungen im Konflikt mit dem Iran nicht gefährden. Trump kündigte an, in naher Zukunft sowohl Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun empfangen zu wollen. Er hofft, dass ein solches Treffen noch während der verlängerten Waffenruhe zustande kommt.

Die Vereinigten Staaten wollen zudem mit Beirut zusammenarbeiten, damit sich das Land besser gegen die Hisbollah schützen kann. Bezüglich des Iran erklärte Trump, er sehe sich nicht unter Druck, den Konflikt rasch zu beenden – im Gegensatz zu Teheran habe er alle Zeit der Welt.

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Bildquelle: hapelinium / ahutterstock

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EU-Gipfel in Zypern: Mittagessen mit Vertretern aus Nahost und den Golfstaaten läuft

24. April 2026 um 13:16

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Beim Gipfeltreffen in Zypern tauschen sich europäische und nahöstliche Spitzenpolitiker über die angespannte Lage in der Region aus.
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Staatliche Razzia ohne Verbotsverfügung: Dortmunder Buchverlag komplett beschlagnahmt

24. April 2026 um 12:56

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Am 11. März 2026 rückte ein schwer bewaffnetes Polizeiaufgebot im frühen Morgengrauen beim Forsite Verlag in Dortmund an und nahm schlicht alles mit, wie erst jetzt bekannt wurde. Sämtliche Bücher, PCs, Speichermedien. Darunter über 120 Exemplare eines Kinderbuchs mit historischen Sagen. Kein einziger Titel des Verlags war je strafrechtlich beanstandet worden. Eine Verbotsverfügung? Fehlanzeige. Ein […]

→ Ganzen Artikel auf f-news.net lesen

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Bundestag stimmt für 1.000-Euro-Entlastungsprämie

24. April 2026 um 09:33

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Der Bundestag hat grünes Licht für die sogenannte Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro gegeben. Dagegen stimmten AfD und Linke, die Grünen enthielten sich.
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Grüne Heilsbringer? Warum der Widerstand gegen Wind-Energie so wichtig ist

24. April 2026 um 13:00

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Die Windmonster der neuen Generation sind 300 Meter hoch, die Rotorblätter über 90 Meter lang. Spießrotoren, die sich an den Spitzen mit 300 km/h drehen. In der Nacht blinken sie rot und sind weit ins Land hinein sichtbar. NÖ hat bereits 830 solcher Energiemaschinen auf Feldern und in Wäldern stehen. Sie vertreiben das Wild, schreddern Vögel, Fledermäuse und Insekten, sind mit ihrem Brummen sehr laut und werfen unglaublich hässliche Schatten. Sie erzeugen Wirbelschleppen, die den Boden austrocknen. Sie sind alles andere als nachhaltig und schon gar nicht „grün“.

Gastkommentar von Angelika Starkl

Der gesetzliche Abstand zu den Siedlungen beträgt 1200 Meter. Dieses Maß wurde damals für 60 Meter hohe Windmaschinen berechnet und nie nachgebessert. Der Infraschall, den sie erzeugen, reicht 20 Kilometer weit und geht durch den Beton der Häuser hindurch. Er verursacht Krankheiten beim fühligen Menschen bis zu Herzmuskelstörungen und mindert jede Lebensqualität. Die monströsen Energiemaschinen beherrschen Landschaften auf exponierten Höhen und Punkten, wie früher Kirchen und Burgen. Markante Sichtpunkte, die vermitteln: Wir beherrschen jetzt das Land! Aber ihre Technik spricht gegen jeden Umweltschutz, jede Artenvielfalt und jede Ästhetik.

Die große Täuschung – keine saubere Technologie

Die Rotoren werden in China produziert, unter menschenverachtenden Bedingungen, und machen eine Schiffsreise um die halbe Welt, bevor sie bei uns ankommen. Das Material besteht aus Diploidharzen und ist beschichtet mit chemischen Stoffen, die sich durch den Abrieb (Wind, Sonne, Regen, Hagel) in „fiesen Fasern“ auf Feldern und Wäldern verteilen. Bisphenol A ist krebserregend. Sie gelangen in die Nahrung und ins Grundwasser. Die Gondeln enthalten FS6 (Treibhausgas) und Neodym (seltene Erde, bei dessen Gewinnung Uran und Thorium frei wird). Die Maschinen werden mit Diesel betrieben. Der Strom von Wind ist nicht speicherbar und komplett unzuverlässig. Für den Sockel werden hunderte Tonnen Stahl und Beton verarbeitet, Material pro Windmaschine für 10 massive Wohnhäuser.

Die Errichtung braucht Zufahrtsstraßen mit 5 Metern Breite, die den Boden verdichten und unfruchtbar machen. Stehen sie am Feld, gehen mehrere Hektar fruchtbares Ackerland drauf. Stehen sie im Wald, werden hunderte Bäume umgeschnitten und gewaltige Schneisen in den Forst gebaut, die das Leben des Bodens, der Fauna und Flora zerstören. Arbeitsplätze werden maximal durch den Betreiber während des Baus geschaffen, nicht aber danach.

Der finanzielle Aspekt

Wind-Energie ist nur ein Geschäftsmodell, es geht um Milliarden. Unter dem irreführenden Begriff „erneuerbare Energie“ will man weg vom Öl und Gas. Die EU fördert Wind und Solarenergie mit Millionenbeträgen und diktiert somit den Nationalstaaten ihre Agenda. Sie kappte die günstigen Gaslieferungen aus Russland und propagierte Putin als Feind.

Für Stromerzeuger wie EVN, Wien Energie, Verbund und einige private Firmen wird so das Modell Wind-Energie zum Mega-Geschäft. Die EVN zahlt ihren Vorstandsmitgliedern im Durchschnitt 600.000 Euro Jahresgehalt. Auch Großgrundbesitzer aus Adel und Kirche sehen das Geschäftsmodell Wind-Energie nur als Profit. Österreichs Wind-Adel wie Johannes Trautmansdorff (ImWind) Abensberg-Traun, Hardegg oder Cernin-Kinsky nutzt Wind-Energie als Einnahmequelle als Pächter und/oder Betreiber für seine Flächenbesitzungen. Das Land NÖ profitiert finanziell maximalst davon über die hauseigene EVN und den Verbund.

Der politische Aspekt

Die freche Grüne Leonore Gewessler flog im Alleingang nach Brüssel und unterzeichnete für Österreich den Vertrag zum Renaturierungsgesetz in der EU. Davon ausgenommen sind Erneuerbare Energie und Kriegswirtschaft. Der Schwarze Landesvize Stephan Pernkopf tingelt bis heute mit Gewesslers Mann, Herbert Greisberger durch das Land und verkauft Wind-Energie und Photovoltaik als Zukunftsmodell. Niederösterreich ist bereits mit 830 Windrädern zur Landschaftsfratze geworden, vor allem im Weinviertel. Bis 2030 sollen noch 200 Stück oder mehr dazukommen. Damit würde aus NÖ, dem schönen Land der 1000 Landschaften, ein hässliches Land der 1000 Windräder.

Im Frühjahr 2026 haut der Bund noch eines drauf: Er will das „Erneuerbaren-Beschleunigungsgesetz“ im Parlament durchpeitschen. Das bedeutet: kürzere UVP-Verfahren, weniger Kontrolle, Aufweichung der Standards des Umweltschutzes. Den Landeshauptleuten wird damit in die Suppe gespuckt, sie werden zum Befehlsempfänger einer EU-Politik, die sich, so wie die Rotorblätter aus China, auf einem falschen Dampfer fortbewegt: Die politische Energiewende ins NICHTS, die sich das Geld vom Verbraucher holt.

Der menschliche Aspekt

Österreichische Staatsbürger, die monströse Energiemaschinen in ihrem nahen Umfeld ablehnen, werden als Nazis, Chaoten, Aluhüte, Rechtsextreme und Ewig-Gestrige beschimpft. Man nimmt sie nicht ernst, hört ihnen nicht zu und diffamiert sie in der linken Presse als rechte Weltverschwörer. Man stört ihre Versammlungen, negiert ihre Argumente und nimmt ihnen das Recht, selbst über ihren Lebensraum zu bestimmen. Man zeigt ihnen mit den im Land aufgepflanzten Windrad-Stinkefingern: Ihr habt zu kuschen! Bürgermeister und Landwirte lockt man mit schnellem, vielem Geld, das für sie ohne Leistung scheinbar „wie vom Himmel fällt“. Die meisten fallen nur auf einen Trick herein. Die Presse wird zum Claqueur falscher Politik und verunglimpft sich wehrende Staatsbürger wie Staatsverbrecher.

Meine Motive

Ich bin Gärtnerin und studierte, nachdem meine 5 Kinder ausgezogen waren, in Krems Journalismus für Print und TV. Im Jahr 2023 wollte man das Tullnerfeld, wo ich als Kind aufgewachsen bin und lebe, mit 40 Windmonstern verschandeln, eine Kornkammer Niederösterreichs. Ich habe NEIN gesagt und dagegen gekämpft. So wie jeder Mensch sich wehren würde, wenn man seine Seele, seinen Lebensraum, seine Heimat vergewaltigen will.

Ich bin eine Gärtnerin und liebe die Bäume, die Tiere und die Menschen. Ich glaube, dass die Beziehung zur Natur unsere Seelen, den Körper und den Geist beflügelt und heilt. Durch Windmonster wird die Schöpfung der Natur abgeschnitten, massiv gestört und vernichtet. Es tut weh. Unberührte schöne Wälder, die aus CO2 Sauerstoff machen, Felder, Böden, Gärten, wo wir unsere Nahrung anbauen, sind heilig. Sie sind die Grundlage des Lebens für unsere nächsten Generationen. Wir müssen nicht nur die kulturellen Schätze unserer Heimat mit den herrlichen Landschaften, der besonderen Geschichte und die Wurzeln unserer Herkunft verteidigen. Wir müssen sie vor allem schützen! Beschützen gegen jede Art von Landnahme, Aggression und gewaltvoller Vereinnahmung. Beschützen vor zu kurz denkenden, uninformierten oder berechnenden Politikern, Geschäftsleuten und Menschen, die des Geldes wegen, für schnellen Profit ihre Ehre und ihr Land ohne Gewissen verkaufen.

Wer seine Heimat liebt, verteidigt sie gegen Eindringlinge. Nichts anderes als Invasoren sind Windmaschinen. Ihre Technologie wird in wenigen Jahren schon vorbei sein. Ihr Sondermüll-Abfall aber wird uns bleiben.

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Kaum noch Rückhalt für Merz in der CDU: Kommt jetzt der Kanzlertausch?

24. April 2026 um 12:56

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Kaum noch Rückhalt für Merz in der CDU: Kommt jetzt der Kanzlertausch?

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Im Gespräch: Paul Brandenburg | Kollaps des Rechtsstaates

24. April 2026 um 12:47

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Im Gespräch: Paul Brandenburg | Kollaps des Rechtsstaates
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Im Gespräch: Paul Brandenburg | Kollaps des Rechtsstaates

Dr. med. Paul Brandenburg wird von der deutschen Justiz verfolgt. Brandenburg ist neben zahlreichen Kollegen Corona-Kritiker der ersten Stunde. Er prangert die Verbrechen der politisch Verantwortlichen und ihrer Helfershelfer gnadenlos an: vom Masken- und Injektionszwang mit Experimental-Impfstoffen, Lockdowns, Ausnahmezuständen, Toten und Geschädigten. Zudem betreibt Brandenburg einen eigenen Kanal und engagiert sich leidenschaftlich gegen die Verantwortlichen der herrschenden Zustände. Er adressiert die Verbrechen der politischen „Führer“, ihrer opportunistischen Hilfskräfte sowie der angeschlossenen medialen Entourage, wirft ihnen persönliche Täter- oder Mittäterschaft vor und nimmt bei seiner Kritik kein Blatt vor den Mund. An den Pranger gestellte Täter reagieren darauf sehr empfindlich.

Nach Brandenburg wächst die politische Kaste auf nationaler wie transnationaler Ebene zu einem kriminellen Syndikat zusammen. Für immer mehr Menschen wird offensichtlich, dass Demokratie, Rechtsstaat, Völkerrecht, der innere und äußere Frieden im Sumpf der herrschenden Politik versinken und die politische Klasse ihre Feinde mit wahrem Furor verfolgt. Zu diesem Zweck bringt sie, wie in vergangen geglaubten Zeiten, eine Staatsschutz-Justiz in Stellung, um ihre Feinde zu vernichten.

Das transnationale Syndikat hätte sich von allen rechtlichen Hemmungen befreit, den Staat gekapert und an die Stelle des Souveräns gesetzt. Auf seinem Weg in den totalitären Abgrund bediene sich das Syndikat jeder Lüge, jedes Verbrechens und setzt Raub, Plünderung, Repression, politischen Mord, Völkermord und Krieg zum Selbsterhalt ein.

Brandenburg spricht mit Ullrich Mies über die gegen ihn eingeleiteten Verfahren und seine weiteren Pläne.

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Waffenverkäufe an Taiwan: China verhängt Exportbeschränkungen gegen sieben europäische Firmen

24. April 2026 um 12:26

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China verschärft den Kurs gegenüber europäischen Rüstungsfirmen: Das Handelsministerium in Peking hat Beschränkungen gegen den deutschen Konzern Hensoldt sowie sechs weitere Unternehmen aus dem Verteidigungssektor verhängt - mit Verweis auf angebliche Geschäfte mit Taiwan und Sicherheitsinteressen.
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Pew-Studie gibt Trump unerwarteten Rückenwind für Abschaffung des Geburtsrechts

24. April 2026 um 11:56

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Ausgerechnet das linksliberale Pew Research Center liefert Donald Trump Munition im Streit ums amerikanische Geburtsrecht-Staatsbürgerrecht: Laut einer aktuellen Pew-Studie, über die Just the News berichtet, wurden im Jahr 2023 rund 320.000 Kinder von Müttern ohne legalen Aufenthaltsstatus in den USA geboren – das entspricht neun Prozent aller 3,6 Millionen Geburten in diesem Jahr. Trumps Exekutivorder, mit der […]

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„Angriff auf Rügen?“ Medien im Propagandamodus


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„Angriff auf Rügen? Deutschland ist aus russischer Sicht der Jackpot“, lautet eine aktuelle Schlagzeile des Portals t-online. „Was, wenn Putin nicht Polen angreift, sondern Portugal?“, fragt der Stern in seinem Podcast „Die Lage International“. Die Überschrift eines FAZ-Beitrags lautet: „Deutschland als Drehscheibe und Aufmarschgebiet“. Darin mahnt der Stabschef der Bundeswehr in Hessen, Russland werde 2029 in der Lage sein, die NATO anzugreifen, und fordert: „Abschreckung“. Aufmarschgebiet? Angriff auf Rügen? Angriff auf Portugal? Angriff auf die NATO? Rationalität und kritischer Journalismus bleiben auf der Strecke. Ob das den Redaktionen bewusst ist oder nicht: Die Angstmacherei bedient die Propaganda. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.

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Bedrohung, Angriff, Gefahr: Sollte es da draußen Bürger geben, die aktuelle Schlagzeilen deutscher Medien für bare Münze nehmen, können sie wohl nur zu einem Schluss kommen: Gut, dass Deutschland aufrüstet. Und das freut die Rüstungsindustrie samt der Feindbildbauer unserer Zeit.

Da lassen renommierte Zeitungen und große Portale Stimmen zu Wort kommen, die unaufhörlich vor der Gefahr eines russischen Angriffs warnen. Angriff auf Rügen, auf Portugal, auf die NATO: Wer bietet mehr? Wer kann mit seinen Worten die Warnungen des vorangegangenen Redners noch überbieten? Wie lässt sich die Bedrohungsangst noch steigern? Wie lässt sich die Bevölkerung nur weichkochen? Wie kann man noch dem letzten Bundesbürger „klarmachen“, dass die Gefahr aus Russland „real“ ist? Das Mittel der Propagandisten ist altbekannt: Wiederholung. Immer wieder. Nicht aufhören. Ohne Unterlass „berichten“, was die Propaganda bedient. Heute droht eine Gefahr, morgen eine größere, übermorgen die größte und überübermorgen die allergrößte. Wichtig ist dabei: Keine Perspektivierung. Keine kritischen Nachfragen. Möglichst keine Gegenstimmen.

Medien bieten denjenigen, die Angst machen und Stimmung schüren, eine Bühne – und werten die Aussagen durch einen Journalismus, der in stiller Komplizenschaft Beifall klatscht, als „wahr“ auf. Hin und wieder – das gehört dazu – ist es auch einem Pluralitätskasper gestattet, sich auf die Bühne zu stellen, um wenigstens ein klein wenig zu hinterfragen. Aber nur möglichst kurz, möglichst nicht ohne „Einordnung“ – nicht, ohne dass ihm sofort mehrere Experten widersprechen.

Was geht nur in Redaktionen vor, die solch eine Schlagzeile veröffentlichen: „Angriff auf Rügen? Deutschland ist aus russischer Sicht der Jackpot“?

Einen Jackpot? Den gibt es beim Lotto. Die Chancen stehen 1 zu 140 Millionen.
Was folgt auf den „Vielleicht-Angriff“ auf Rügen? Ein möglicher Angriff auf Sylt? Auf die Norderney? Und: Was ist mit den Städten? Da lassen sich publizistisch doch bestimmt auch Angriffe herbeischreiben, die „drohen“.

Man kann dieser „Berichterstattung“ mit Humor begegnen und darüber lachen. Nur: Die Lage ist tatsächlich ernst. Nicht, weil Russland Deutschland angreifen will (wir reden hier von einem Angriff auf einen NATO-Staat inklusive der Gefahr einer sehr schnellen nuklearen Eskalation. Sinn?). Ernst ist die Situation deshalb, weil die Rhetorik des Feindbildaufbaus, der Konfrontationspolitik, der Hoch- und Aufrüstung und der Propaganda Gefahr läuft, sich zu verselbstständigen. Zu beobachten ist, wie die Türen der Diplomatie immer fester verriegelt werden. Zu sehen ist, wie ein Weg beschritten wird, der irgendwann kaum noch eine Umkehr ermöglicht. Eine Politik und eine „Berichterstattung“ ist zu beobachten, die die Eskalation in sich trägt. Was passiert, wenn das so weitergeht?

Was sich weite Teile der Medien gerade erlauben, gleicht einer journalistischen Schande.

Titelbild: Vladimir Sukhachev/shutterstock.com

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Das ist nicht kontrovers, das ist gemeingefährlich: Der Konzern Palantir demaskiert sich mit seinem „Manifest“ selbst

24. April 2026 um 08:55

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Das kürzlich veröffentlichte Manifest von Peter Thiels Software-Konzern Palantir ist kein Tech-Programm. Es ist die totalitäre Logik des digitalen Sicherheitsstaats: Aus privaten Konzernen werden quasi-staatliche Akteure. Aus Ingenieuren werden strategische Funktionäre. Aus Bürgern werden Datenobjekte, die man ausbeuten kann. Ein Kommentar von Detlef Koch.

Because we get asked a lot.“ So beiläufig stellt das US-Softwareunternehmen Palantir auf X seine Kurzfassung von The Technological Republic vor: 22 Punkte, „in brief“, als wäre es eine Produktnotiz. Doch der Text ist keine PR-Aktion. Er ist ein politisches Manifest. In 22 Thesen erklärt Palantir, Silicon Valley schulde dem Staat Verteidigung; Soft Power reiche nicht mehr; Hard Power werde künftig auf Software gebaut; KI-Waffen seien unausweichlich; Deutschland und Japan müssten aus ihrer Nachkriegskastration heraus; Pluralismus sei hohl; manche Kulturen seien regressiv.

Das ist nicht kontrovers, das ist gemeingefährlich. Palantir formuliert hier nicht die Bitte, dem Staat bei Technikproblemen helfen zu dürfen. Palantir bewirbt sich um den Zugriff auf das Nervensystem des Staates: Polizei, Militär, Geheimdienste, Datenbanken, Lagebilder, Prognosen, Ziele, Verdachtsräume. Die Frage lautet deshalb nicht, ob Palantir nützlich sein kann. Natürlich kann solche Software nützlich sein, aber für wen, und welche Ordnung wird hier eigentlich manifestiert? Die Antwort steht ganz unverblümt im Manifest selbst: Palantir will eine Ordnung,

  • in der Freiheit nachrangig wird, wenn sie bremst;
  • in der Debatte als Theater gilt, wenn sie Rüstungsvorhaben verzögert;
  • in der Kultur wieder hierarchisiert wird;
  • in der die Nachkriegsbindung Deutschlands als Kastration definiert wird;
  • in der private Tech-Eliten nicht kontrollierte Auftragnehmer des Staates sein wollen, sondern moralisch berufene Architekten nationaler totalitärer Macht.

Es gibt dafür ein Wort – Faschismus. Nicht im Sinne eines historischen Gleichsetzungsreflexes; Palantir ist kein Staat, keine Partei, keine Geheimpolizei. Der totalitäre Anspruch tritt nicht als Uniform, Parteiabzeichen oder Ausnahmegesetz auf. Er kommt auf leisen Sohlen als Plattform, Beschaffungsvorlage, Analyse-Dashboard, Schnittstelle und „Pilotprojekt“ daher. Er kommt mit Compliance-Folien und Sicherheitsrhetorik. Er sagt auch nicht: Ich schaffe den Rechtsstaat ab. Er sagt: Ich mache ihn schneller und wirkungsvoller.

Das Buch „The Technological Republic“ von Alexander C. Karp und Nicholas W. Zamiska liefert die Langfassung dieser totalitären Ideologie. Silicon Valley, so die Erzählung, habe sich in Konsum-Apps, Werbung, Shopping und Social Media verloren. Die Softwareindustrie solle zurückkehren zum Staat, zur Nation, zum militärischen Projekt, zu geopolitischem Konkurrenzdenken. Palantir selbst wird dabei nicht nur als Firma verstanden, sondern als Brücke von Theorie zu Umsetzung: Das Buch artikuliert die Theorie, die Algorithmen der Software sind die Aktion.

Das ist der dystopische Kern. Nur zur Klarstellung: Kein demokratischer Staat sollte wehrlos sein. Polizei, Justiz und Verteidigung brauchen gute Technik, aber Schutz und Technik sollten der demokratisch legitimierten und transparenten Kontrolle seiner Bürger unterliegen und nicht den verborgenen Algorithmen einer zynischen Tech-Elite. Für Palantir ist die demokratische Einhegung von Macht nicht der Ausgangspunkt unternehmerischer Verantwortung – Ausgangspunkt ist nationale Durchsetzungsfähigkeit mit Hilfe eines totalitären Apparates. Die freiheitlich demokratische Grundordnung erscheint nicht als Sphäre gleicher Bürger, sondern als ein Instrument der Selbstbehauptung: gespeist von Software, Elitenkultur, militärischer Macht und kultureller Gleichschaltung.

Aus Bürgern werden Datenobjekte, die man ausbeuten kann

Der erste Punkt des Manifests legt die Achse fest: Silicon Valley habe eine moralische Schuld gegenüber dem Land, das seinen Aufstieg ermöglicht habe; die Ingenieurselite habe eine affirmative Pflicht zur Verteidigung der Nation. Das klingt nach Gemeinsinn, meint aber eine Rollenverschiebung vom Volk als Souverän zur Algorithmokratie[1]. Aus privaten Konzernen werden quasi-staatliche Akteure. Aus Ingenieuren werden strategische Funktionäre. Aus Bürgerinnen werden Datenobjekte, die man ausbeuten kann und aus demokratischer Kontrolle wird eine sich selbst erhaltene Herrschaftsstruktur.: Wer den Code sehen darf, wer die Datenflüsse prüft, wer für Fehler haftet und Diskriminierung erkennt, beantwortet das Manifest nicht. Es überspringt sie klammheimlich. Genau das ist der springende Punkt.

Dann folgt die Militarisierung der Software. Hard Power wird in diesem Jahrhundert auf Software gebaut. Wenn ein US-Marine ein besseres Gewehr verlange, solle man es bauen; dasselbe gelte für Software.[2] Das Gewehr als Metapher ist Programm. Was früher Stahl, Panzer, Raketen und Funkaufklärung waren, sind heute Datenfusion, Zielerkennung, Musteranalyse und Entscheidungsgeschwindigkeit. Software wird nicht als zivile Infrastruktur gedacht, sondern als Gewaltinfrastruktur. Der „Panzer“ aus Daten ist kein Bild, sondern das Geschäftsmodell der Tech-„Eliten“.

Die gefährlichste These betrifft KI-Waffen. Die Frage sei nicht, ob sie gebaut würden, sondern wer sie baue und zu welchem Zweck. Gegner würden keine „theatralischen Debatten“[3] führen. Hier werden Demokratie zur Verzögerungstechnik und ihre Volksvertreter zu hysterischen Kleingeistern herabgestuft. Aus der politischen Frage „Dürfen wir das?“ wird die industrielle Frage „Wer baut es zuerst?“ Die Entdemokratisierung kommt im Gewand des Sachzwangs daher.

KI ist keine neutrale Intelligenz. Sie ist eine Machttechnologie: Sie sammelt, klassifiziert, prognostiziert und steuert. In staatlichen Apparaten verschiebt sie Entscheidungen von begründeter Einzelfallprüfung zu Präemption — also zur Vorwegnahme dessen, was jemand tun könnte.

  • Im Polizeistaat heißt das: Verdacht vor Tat.
  • Im Militär heißt es: Zielmarkierung vor Gewissheit.
  • Im Extremfall heißt es: Leben und Tod nach Mustererkennung.

Das ist in Gaza getestete Technologie[4] und die menschenverachtende Logik, für die Palantir wirbt.

Auch die These zum Dienst an der Nation ist kein unschuldiger Republikanismus. Ein allgemeiner Dienst am Staat klingt gerecht: Alle teilen Risiko und Kosten. Aber wer teilt die Profite? Wenn Bürger Disziplin, Überwachung, Kriegsbereitschaft und möglicherweise den Tod tragen und erleiden, während private Sicherheitskonzerne Infrastruktur, Verträge, Datenmacht und politischen Zugang gewinnen, dann ist das keine republikanische Solidarität. Dann ist es asymmetrische Kriegsökonomie mit Ausbeutungslogik.

Verachtung des öffentlichen Diskurses

Dazu passt die Verachtung des öffentlichen Diskurses im Manifest. Öffentliche Bedienstete müssten keine „Priester“ sein. Kritik vertreibe Talente. Vorsicht im öffentlichen Leben sei korrosiv. Der Subtext ist klar: Verwaltung ist langsam, moralistisch, ineffizient, langweilig. Das Gegenmodell ist der CEO-Staat: weniger Verfahren, weniger Widerspruch, weniger Akteneinsicht, weniger „Zumutung“ durch parlamentarische Kontrolle, mehr autoritären Durchgriff.

Aber das Wesen einer funktionierender Demokratie ist gerade die verlangsamte Macht. Sie besteht aus Anhörungen, Widerspruch, Datenschutz, Gesetzesbindung, Opposition, Gerichten, Haushaltskontrolle und Untersuchungsausschüssen. Das sind keine Fehler im System, sondern das Sicherheitsnetz der Demokratie. Was Tech-Eliten als Reibungsverlust verachten, ist der Rechtsstaat bei der Arbeit.

Auch die Passagen über Verständnis denen gegenüber, die sich dem öffentlichen Leben verschrieben haben und die völlige Aufgabe jeglicher Toleranz gegenüber der Komplexität und den Widersprüchen der menschlichen Psyche sind nicht falsch, aber im Kontext vergiftet. Ja, Demokratie braucht Fehlertoleranz. Ja, öffentliche Vernichtungsrituale sind destruktiv. Aber wenn diese Rhetorik von Akteuren kommt, die staatliche Gewaltinfrastrukturen bauen wollen, wird sie zur Nebelkerze. Verständnis für Menschen ist eine Tugend; Verständnis für Macht ohne Kontrolle ist Kapitulation.

Auch der US-amerikanische Machtglaube kommt im Manifest nicht zu kurz. Die USA werden als historisch größter Träger progressiver Werte, amerikanische Macht als Garant des langen Friedens gerahmt. Als Patriotismus getarnt ist es geopolitische Theologie, in der Fortschritt an Hegemonie gekoppelt ist. Gewalt erscheint als Friedensbedingung. Kritik an US-zentrierter Hard Power wird damit schnell als Naivität abgetan.

Demokratie braucht kluge Bündnisse, verlässliche Verträge, fairen Interessenausgleich und als Ultima Ratio militärische Verteidigung. Was sie nicht braucht, ist eine Sakralisierung (Heiligsprechung) imperialer Macht.

Die „Kastration“ Deutschlands

Für Deutschland ist These 15 der rote Alarm. Die wörtlich Kastration Nachkriegsdeutschlands und Japans müsse rückgängig gemacht werden; die Entwaffnung Deutschlands sei eine Überkorrektur. Wer so spricht, redet nicht über moderne Bundeswehr-IT. Er deutet die Nachkriegsordnung um. Aus historischer Verantwortung wird angebliche Verstümmelung. Aus militärischer Zurückhaltung wird Schwäche. Aus „Nie wieder“ wird Standortnachteil.

Das ist brandgefährlich. Die Nachkriegsordnung etwa in Westdeutschland war keine Kastration. Sie war zivilisatorische Selbstbindung: Menschenwürde, Grundrechte, Parlamentsarmee, Gewaltenteilung, Misstrauen gegenüber exekutiver Allmacht, die Lehre aus Hitler-Diktatur, Vernichtungskrieg und industriellem Massenmord. Wer diese Bindung als Schwächung verkauft, greift nicht irgendein außenpolitisch Versagen an. Es ist ein Angriff auf den ethisch-moralischen Schutzwall der Bundesrepublik.

Auch der Milliardär erhält im Manifest seine politische Weihe. Musk[5] und andere Großbauer sollen nicht verspottet werden, wenn sie dort bauen, wo Markt oder Staat versagten. Genau hier wird aus Unternehmertum Ersatzpolitik. Der Milliardär wird zum Baumeister der Zukunft, der Konzern zum Ministerium, die Plattform zur Infrastruktur. Das ist keine demokratische Erneuerung. Das ist eine Art Sicherheitsaristokratie.

Im Innern setzt sich die Logik fort. Silicon Valley müsse bei Gewaltkriminalität helfen[6]. Niemand sollte schwere Gewalt verharmlosen. Mord, Terror, organisierte Kriminalität, sexualisierte Gewalt und Kindesmissbrauch verlangen einen handlungsfähigen Staat. Aber gerade deshalb darf der Rechtsstaat nicht zu einer Blackbox werden. Polizeisoftware, Datenfusion, Risikoprofile und Verdachtsräume sind keine technischen Detailfragen. Wer ohnehin häufiger in polizeilichen Datenbanken auftaucht, wird leichter erneut zum Objekt der Beobachtung. Präemption – also die Vorwegnahme dessen, was jemand tun könnte – sortiert Menschen nach Wahrscheinlichkeit. Und Fehlentscheidungen treffen nicht alle gleich.

Am Ende wird aus Sicherheitsideologie Kulturkampf.[7] Religionsfreiheit verdient Schutz. Religiöse Menschen dürfen in einer liberalen Gesellschaft nicht verächtlich gemacht werden. Aber das Manifest bleibt nicht bei Religionsfreiheit. Es hierarchisiert Kulturen und erklärt Pluralismus für hohl. Damit wird Gleichheit selbst zum Problem. Der pluralistische Rechtsstaat fragt nicht: Welche Kultur ist wertvoller? Er fragt: Welche Rechte gelten für alle?

Hier berührt Palantirs Programmatik den Kern dessen, was ich als neuen Faschismus wahrnehme: antidemokratisches Wirken, Gewaltdisposition und Technologie als Machtinstrument. Das zentrale Kennzeichen neuer faschistischer Kräfte sind das Bestreben Datenanalyse- und KI-Technologie zu nutzen, um Rechtsstaat und die freiheitliche demokratische Grundordnung zu schwächen und durch ein schlankes, automatisiertes, präemptives Staatswesen zu ersetzen.

Genau deshalb ist „totalitär“ hier keine rhetorische Übertreibung. Palantirs Manifest will nicht nur bessere Software. Es will eine totalisierende Sicherheitsordnung: außen militärisch, innen präemptiv, kulturell hierarchisch, technologisch elitär, demokratisch ungeduldig. Es ordnet Gesellschaft vom Ernstfall her. Es betrachtet Bürger nicht zuerst als Rechtssubjekte, sondern als Risiken, Ressourcen, Soldaten, Talente, Datenpunkte oder Störfaktoren.

Trotzdem nutzen deutsche Behörden Palantir

Das alles wäre schon schlimm genug, wenn es nur ein Buch, ein Tweet, ein Manifest wäre. In Deutschland ist es mehr. Es ist Beschaffungspolitik. Hessen nutzt hessenData. Das Innenministerium sagt selbst, bei der Marktanalyse habe nur Palantir alle Anforderungen erfüllt; zugleich betont es Datenhoheit und gesicherte Rechenzentren in Hessen. Nordrhein-Westfalen nutzt DAR; der Palantir-Vertrag läuft nach aktuellen Berichten im Oktober 2026 aus, eine neue europaweite Ausschreibung läuft, und Palantir kann sich erneut bewerben. Bayern nutzt VeRA; der Vertrag mit Palantir läuft laut Staatsregierung bis April 2027 und kann bis zu viermal um je ein Jahr verlängert werden. Baden-Württemberg hat 2025 einen Vertrag geschlossen; Landtagsunterlagen nennen den 20. März 2025 als Vertragsdatum und beschreiben die Nutzung von Gotham mit eingeschränkter Foundry-Komponente. Auf Bundesebene ist nach der Antwort der Bundesregierung von März 2026 keine Beschaffung bestimmter Software für Bundespolizei oder BKA entschieden.

Und das Bundesverfassungsgericht hat 2023 bereits klargemacht, dass frühere Regelungen in Hessen und Hamburg zur automatisierten Datenanalyse verfassungswidrig waren. Der Punkt war nicht Technikfeindlichkeit. Der Punkt war Grundrechtsschutz: Der Staat darf vorhandene Datenbestände nicht beliebig neu verknüpfen, auswerten und präventiv öffnen.

Daraus folgt eine harte Konsequenz: Eine Regierung kann nicht sonntags digitale Souveränität predigen und montags die sensibelsten Sicherheitsdaten in eine Abhängigkeit von einem Konzern führen, dessen politisches Manifest Software als Hard Power, KI als Abschreckung und demokratische Debatte als Theater rahmt.

Der Teufel tanzt mit geschliffenen Manieren, erlesener Garderobe und großer Eleganz auf dem diplomatischer Parkett – nicht mit Schwefelgeruch und Pferdefuß. Er beginnt mit einer Beschaffungsvorlage, einem Pilotprojekt, einem dringenden Sicherheitsargument und einer Alternativlosigkeitsbehauptung. Dann kommt die Gewöhnung, dann die Erweiterung, dann die nächste Schnittstelle und langsam wandelt sich der Ausnahmezustand vom seltenen Ereignis zum Geschäftsmodell.

Ein paar Fragen an Brüssel und Berlin:

  • Welche Software darf in Polizeidatenbanken eindringen?
  • Wer auditiert Code, Modelle, Schnittstellen und Datenflüsse?
  • Wer kontrolliert Zweckänderungen?
  • Welche parlamentarischen Gremien sehen mehr als Hochglanzpräsentationen?
  • Welche Rechte haben Betroffene, Zeugen, Opfer und Kontaktpersonen, deren Daten in Analyseplattformen landen?
  • Welche Kündigungs-, Export-, Update- und Fernwartungsregeln gelten? (oder anders gefragt „Wer hört noch mit?“)
  • Welche europäische, offene, überprüfbare Alternative wird bis wann aufgebaut?
  • Wo liegt die rote Linie für KI, „Datamining”, „Predictive Policing“ und militärische Integration?

Es geht um die Nervenzentren des Rechtsstaats

Das, meine Damen und Herren Politiker, ist keine Datenschutz-Nische. Hier geht um die Nervenzentren des Rechtsstaats. Wer dort Software einbaut, baut politische Architektur ein. Und wer politische Architektur von einem Konzern übernimmt, übernimmt mehr als Code: Er übernimmt Annahmen über Gefahr, Ordnung, Kultur, Geschwindigkeit, Gewalt und Gehorsam.

Der demokratische Staat darf Technik nutzen. Aber er darf sich nicht von einer Sicherheitsaristokratie aus Konzernen, Geheimhaltungslogik und militärischem Sachzwang umbauen lassen. Er muss Regeln setzen, nicht übernehmen. Er muss prüfen, nicht glauben. Er muss Alternativen bauen, nicht „alternativlos“ einkaufen.

Wer Demokratie schützen will, darf ihre Nervenzentren nicht jenen überlassen, die Demokratie vor allem als ein langsames Betriebssystem für die nächste Ära der Hard Power betrachten und verachten.

Titelbild: mark reinstein/shutterstock.com


[«1] Herrschaft durch Algorithmen

[«2] Wenn ein US-Marine ein besseres Gewehr verlangt, sollten wir es bauen; und dasselbe gilt für Software. Wir als Land sollten in der Lage sein, die Debatte über die Angemessenheit militärischer Einsätze im Ausland fortzuführen und gleichzeitig unerschütterlich zu unserem Engagement für diejenigen zu stehen, die wir in Gefahr gebracht haben.

[«3] Die Frage ist nicht, ob KI-Waffen entwickelt werden, sondern wer sie entwickelt und zu welchem ​​Zweck. Unsere Gegner werden nicht in theatralischen Debatten über die Vorzüge der Entwicklung von Technologien mit kritischen militärischen und nationalen Sicherheitsanwendungen verweilen. Sie werden voranschreiten.

[«4] Belegt ist, dass Palantir 2024 eine strategische Partnerschaft mit dem israelischen Verteidigungsministerium zur Unterstützung des laufenden Kriegs einging. Recherchen von +972/Local Call und AP zeigen zudem, dass Israels Militär im Gaza-Krieg in großem Umfang KI-gestützte Zielerfassung und US-Techinfrastruktur nutzt. Menschenrechtlich wird diese Konstellation unter anderem im UN-Bericht A/HRC/59/23 als mögliche Unternehmensverantwortung im Kontext schwerer Völkerrechtsverbrechen problematisiert.

[«5] Wir sollten jene loben, die dort etwas aufbauen, wo der Markt versagt hat. Die Gesellschaft belächelt Musks Interesse an großen Erzählungen beinahe, als sollten Milliardäre sich einfach darauf beschränken, sich selbst zu bereichern. Jegliche Neugier oder echtes Interesse am Wert seiner Schöpfungen wird im Grunde abgetan oder lauert unter einem kaum verhohlenen Spott.

[«6] Silicon Valley muss im Kampf gegen Gewaltverbrechen eine wichtige Rolle spielen. Viele Politiker in den USA haben das Thema Gewaltverbrechen weitgehend ignoriert und jegliche ernsthaften Bemühungen zur Lösung des Problems aufgegeben. Sie scheuen sich, für ihre Wähler oder Geldgeber Risiken einzugehen, indem sie Lösungen und Experimente entwickeln – in einem verzweifelten Versuch, Leben zu retten.

[«7] Der weitverbreiteten Intoleranz gegenüber religiösen Überzeugungen in bestimmten Kreisen muss entgegengetreten werden. Die Intoleranz der „Eliten“ gegenüber religiösen Überzeugungen ist vielleicht eines der deutlichsten Anzeichen dafür, dass ihr politisches Projekt eine weniger offene intellektuelle Bewegung darstellt, als viele innerhalb ihrer Reihen behaupten.

Manche Kulturen haben bedeutende Fortschritte hervorgebracht; andere bleiben dysfunktional und rückschrittlich. Alle Kulturen sind nun gleichgestellt. Kritik und Werturteile sind verboten. Doch dieses neue Dogma verschleiert die Tatsache, dass bestimmte Kulturen und Subkulturen … Großartiges geleistet haben. Andere haben sich als mittelmäßig, ja sogar als rückschrittlich und schädlich erwiesen.

Wir müssen der oberflächlichen Versuchung eines leeren und hohlen Pluralismus widerstehen. Wir in Amerika und im Westen allgemein haben uns im letzten halben Jahrhundert gegen die Definition nationaler Kulturen im Namen der Inklusivität gewehrt. Aber Inklusivität wozu?

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1.000 Euro Entlastungsprämie? Im Grunde eine Schnapsidee


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Heute wird der Bundestag der bereits groß angekündigten Entlastungsprämie zustimmen. Mit dieser vermeintlichen Wohltat will man die Folgen der Energiepreissteigerungen für die Haushalte abfedern. Einmalig bis zu 1.000 Euro Prämie sollen ohne Besteuerung und ohne Sozialabgaben ausgezahlt vom Arbeitgeber werden dürfen. Unter dem Strich dürfte dabei jedoch nahezu nichts für die Haushalte herausspringen, und die Sozialsysteme werden durch die Maßnahme völlig ohne Not und ohne Sinn noch weiter geplündert. Ein Gedankensplitter von Jens Berger.

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Der deutschen Wirtschaft geht es vergleichsweise schlecht. Die Bundesregierung hat ihre aktuelle Wachstumsprognose in dieser Woche bereits von 1,0 auf 0,5 Prozent Wachstum halbiert. Das dürfte nicht die letzte Korrektur nach unten sein, gefährden die steigenden Energiepreise doch nicht nur die Industrie, sondern auch und vor allem die Binnennachfrage. Die Idee, diesem Trend entgegenzuwirken, indem man den Haushalten durch welche Maßnahme auch immer ein wenig mehr Geld zukommen lässt, ist natürlich begrüßenswert. Die Entlastungsprämie ist dazu jedoch kaum geeignet. Warum?

Wie gesagt, der Wirtschaft geht es in Gänze derzeit nicht gerade gut. Viele Unternehmen werden sich also nicht finden, die freiwillig nun eine zusätzliche Prämie an ihre Mitarbeiter ausschütten – Steuerfreiheit hin, Sozialabgabenfreiheit her. Das Geld für die Prämie selbst muss ja irgendwo herkommen, und sehr viele Unternehmen können oder wollen derzeit nicht freiwillig noch mehr Geld ohne erkennbare Gegenleistung ausgeben.

Heißt dies, dass die Entlastungsprämie dann gar nicht ausgezahlt wird? Natürlich nicht. Viele Unternehmen werden von dem Instrument Gebrauch machen – aber nicht als zusätzliche Prämienleistung, sondern als Ersatz für ohnehin bereits vereinbarte Prämienzahlungen an die Mitarbeiter. Für diesen Fall ist die Entlastungsprämie nämlich eine Win-win-Situation.

Nehmen wir doch mal an, der Klempnerbetrieb Röhrich hat seinen beiden Mitarbeitern Werner und Eckhard versprochen, ihnen statt einer Lohnerhöhung in diesem Jahr eine einmalige Prämie in Höhe von 1.000 Euro netto zu zahlen. Was bei den beiden als 1.000 Euro nach Steuern und Abgaben ankommt, stellt auf Seiten ihres Arbeitgebers natürlich einen ganz anderen Betrag dar. Für den Gesellen Eckhardt (40.000 Jahresbrutto, Steuerklasse 1) sind dies inkl. Steuern Arbeitnehmer- plus Arbeitgeberanteil stolze 2.180 Euro. Beim Lehrling Werner ist es etwas weniger, da er ja auch weniger verdient und daher weniger Abgaben anfallen. Bei einem Jahresbrutto von 18.000 Euro würden für Lehrling Werner rund 1.600 Euro Gesamtkosten anfallen, damit er 1.000 Euro netto als Prämie ausgezahlt bekommen kann. Wir fassen zusammen: Ohne Entlastungsprämie bekommen Eckhard und Werner jeweils 1.000 Euro netto als Prämie, ihr Arbeitgeber Meister Röhrich muss dafür aufgrund von Steuern und Abgaben jedoch 3.780 Euro zahlen. Die „fehlenden“ 1.780 Euro landen als Steuern beim Staat und als Sozialbeiträge bei der Arbeitslosen-, der Renten-, der Kranken- und der Pflegeversicherung. So funktioniert der Sozialstaat.

Was ändert sich nun, wenn die Entlastungsprämie in Kraft tritt? Für Geselle Eckhardt und Lehrling Werner gar nichts*. Ihre Prämien sind ja ohnehin netto. Für ihren Arbeitgeber Meister Eckhard ändert die Regelung kostenseitig jedoch einiges. Da keine Steuern und keine Abgaben anfallen, zahlt er nun statt 3.780 Euro tatsächlich nur noch 2.000 Euro. Da werden in der Wirtschaft wohl einige Fläschchen Eierlikör vor Freude fließen.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Gegen eine einseitige Entlastung der Wirtschaft ist im derzeitigen Umfeld ja auch nichts zu sagen. Aber dann soll die Regierung dies jedoch auch beim Namen nennen. Die Entlastungsprämie entlastet in dieser Form nicht den Arbeitnehmer, sondern den Arbeitgeber.

Dumm ist jedoch, dass es bei diesem Modell mit den Arbeitgebern nicht nur einen einseitigen Gewinner, sondern mit den Sozialsystemen auch einen einseitigen Verlierer gibt. Dass die Bundesregierung freiwillig auf Steuern verzichtet, ist ihre Sache und per se nicht schlimm. Aber was können die Arbeitslosen-, die Renten-, die Kranken- und die Pflegeversicherung dafür, dass die Bundesregierung Meister Röhrich und Co. ein Schlückchen aus der Eierlikörflasche spendieren will? Nichts? Richtig. Wir sprechen uns wieder bei der nächsten Erhöhung der Sozialbeiträge, die dann sicher abermals einseitig der Arbeitnehmerschaft aufgebürdet werden. Prösterchen.

Titelbild: KI generiert mit ChatGPT

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Libanon zwischen Botschafterdialog und Besatzung – Israel tötet erneut Journalistin

24. April 2026 um 07:00

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Tiri, Südlibanon. Am frühen Mittwochnachmittag waren zwei Fahrzeuge in Al Tiri unterwegs. Im zweiten Fahrzeug saßen zwei Journalistinnen, die über israelische Angriffe im Gebiet um Al Tiri berichten wollten. Im ersten Fahrzeug waren zwei ortskundige Begleiter. Al Tiri liegt nördlich der Kleinstadt Tibnin. Ein Bericht von Karin Leukefeld (Beirut).

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Offiziell gibt es im Libanon seit dem 17.April eine zehntägige „Waffenruhe“, die von US-Präsident Donald Trump verordnet wurde, um im Krieg gegen den Iran und der Kontrolle der Straße von Hormus voranzukommen. Innerhalb der ersten 48 Stunden hat Israel bereits mehr als 220-mal die neue „Waffenruhe“ gebrochen, so das libanesische Nationale Zentrum für Wissenschaft und Forschung in einem Bericht. Die meisten der Angriffe fanden und finden im Südlibanon und in der Bekaa-Ebene statt. Seit Beginn der „Waffenruhe“ sind viele Journalisten unterwegs, um die Folgen der israelischen Angriffe zu dokumentieren.

An diesem Mittwochnachmittag gegen 14:50 Uhr wurde das Begleitfahrzeug der Journalistinnen von einer Drohne angegriffen. Das vorausfahrende Fahrzeug wurde zerstört, beide Insassen wurden getötet. Amal Khalil, erfahrene langjährige Journalistin der Tageszeitung Al Akhbar, und ihre Kollegin, die Photographin Zeinab Faraj, die in dem zweiten Fahrzeug unterwegs waren, kontaktierten ihre Redaktion (Al Akhbar), die libanesische Armee und das Libanesische Rote Kreuz. Sowohl die libanesische Armee als auch die Rettungshelfer erhielten vom israelischen Militär – das die Feuerhoheit über das Gebiet hat und durchsetzt – keine Durchfahrterlaubnis nach Tiri. Israelischer Beschuss hielt an, daher versuchten die Journalistinnen, sich in einem Haus in Sicherheit zu bringen. Mehr als eine Stunde versuchten die Rettungshelfer der UN-Friedensmission UNIFIL in Absprache mit der libanesischen Armee, zum Ort des Geschehens zu gelangen. Auch der libanesische Präsident Aoun schaltete sich ein sowie der von den USA und Frankreich geleitete „Waffenstillstandsmechanismus“.

Das Fahrzeug der Journalistinnen wurde von einer israelischen Drohne zerstört, die beiden Journalistinnen flüchteten in ein benachbartes Haus. Schließlich bombardierte ein Kampfjet der israelischen Luftwaffe gezielt das Haus, in dem die beiden Zuflucht gesucht hatten. Erst später erhielt das Rote Kreuz die Durchfahrtgenehmigung und evakuierte zunächst die zwei Toten und Zeinab Faraj, die am Kopf verletzt war und ein Bein gebrochen hatte. Während der Fahrt zum Krankenhaus in Tibnin wurde das Rettungsfahrzeug von israelischem Militär beschossen, wie Einschusslöcher in dem Fahrzeug zeigen. Amal Khalil war unter den Trümmern des bombardierten Hauses verschüttet und konnte erst spät am Abend und unter Einsatz von schwerem Gerät geborgen werden. Die Rettungshelfer fanden Amal Khalil in einer Ecke des Hauses unter Trümmern. Sie hatte den israelischen Angriff nicht überlebt.

Seit Anfang 2026 wurden von der israelischen Armee neun libanesische Journalisten und Journalistinnen unterschiedlicher Medien getötet. In allen Fällen handelte es sich um gezielte Morde durch israelische Angriffe.

Israel: Wer mit Hisbollah zu tun hat, ist dem Tod geweiht

Nach der Bergung der beiden Journalistinnen in Tiri hieß es in einer Stellungnahme des Komitees zum Schutz von Journalisten, CPJ: „Die wiederholten Angriffe auf denselben Ort, die gezielte Bekämpfung eines Gebiets, in dem sich Journalisten aufhielten, sowie die Behinderung des Zugangs für medizinische und humanitäre Hilfe stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar.“ Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam, der sich derzeit in Paris aufhält, sprach in einer Erklärung auf X (vormals Twitter) von einem „Kriegsverbrechen“ der israelischen Armee.

Amal Khalil war seit 2024 wiederholt von Israel direkt mit dem Tod bedroht worden. Sie berichtete von Telefonanrufen auf ihrem privaten Telefon, sie wurde aufgefordert, den Südlibanon und Libanon zu verlassen, wenn sie „ihren Kopf auf den Schultern behalten“ wolle. Sie wurde gefragt, ob ihr Haus noch stehe. Ihr wurden Informationen zugeschickt, die persönliche Details auch ihrer Familie beinhalteten.

Drop Site News, ein US-Online-Portal, das unmittelbar nach Bekanntwerden des israelischen Angriffs auf die Journalistinnen berichtete, kontaktierte den drohenden Anrufer von damals, einen gewissen Gideon Gal Ben Avraham, der sich selbst als „pensionierten Offizier des Militärs“ beschreibt. Er ist aktiv als Kommentator für Medien, tritt im israelischen Fernsehen auf und betreibt einen YouTube-Kanal, der Analysen über den Mittleren Osten liefert. Als ehemaliger Militär wolle er dem israelischen Geheimdienst „helfen“, so Avraham.

Drop Site fragte schriftlich nach, und Avraham bestätigte seine Drohungen gegen Amal Khalil 2024. Er bezeichnete „diese“ Journalisten als „Spione der Hisbollah“, die israelische Soldaten ausspionierten, damit Hisbollah sie angreifen könne. „Grüßen sie alle Journalisten, die mit Hisbollah zu tun haben“, schrieb Abraham. „Jeder, der für diese Organisation arbeitet, sollte wissen, dass ihm der Tod bevorsteht.“ Dann konkretisierte er und schrieb, die Tageszeitung Al-Akhbar stehe seiner Meinung nach „der Hisbollah nahe“ und „nur diejenigen, die mit der Hisbollah in Verbindung stehen, (sollten) Angst haben“. „Maroniten und Sunniten“ nahm Avraham ausdrücklich von seinen Drohungen aus, sie seien nicht bedroht.

Amal Khalil, die aus Baysariyyeh, Bezirk Sidon stammte, wurde 43 Jahre alt. Sie hatte mehr als zehn Jahre von Kriegen und israelischen Invasionen in den Südlibanon für Al Akhbar berichtet. Die 2006 gegründete Zeitung gilt von der Redaktionslinie her als nah der Hisbollah und dem schiitischen Widerstand. Al Akhbar beschreibt sich als säkulare, unabhängige und progressive Zeitung.

Zweites Botschaftertreffen in Washington

Trotz zahlreicher Aufrufe, das bilaterale Botschaftertreffen in Washington abzusagen, verschärfte der libanesische Präsident Joseph Aoun sein Vorgehen. Er forderte die libanesischen Sicherheitsdienste von Innen- und Verteidigungsministerium auf, Razzien auf Waffendepots (der Hisbollah) in Beirut und andernorts durchzuführen. Während im Zentrum von Beirut Journalisten und Medienschaffende und viele andere der ermordeten Journalistin Amal Khalil gedachten, die am Tag zuvor von der israelischen Armee getötet worden war, betonte Aoun am Donnerstag erneut, die Regierung werde die Hisbollah entwaffnen.

Libanon: Verlängerung der „Waffenruhe“

Als wichtigstes Ziel des bevorstehenden Botschaftergesprächs bezeichnete Aoun gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass die „Waffenruhe“ verlängert werden müsse, um die Entwaffnung der Hisbollah umzusetzen. Sie läuft nach zehn Tagen am kommenden Sonntag aus. Nach der „Waffenruhe“, die Ende November 2024 begann, hatte die Hisbollah mehr als 300 Waffenlager der libanesischen Armee übergeben, die die Waffen mit Hilfe der UNIFIL sicherte. Die libanesische Armee wurde von der israelischen Armee allerdings daran gehindert, wie vorgesehen im gesamten Süden des Landes – entlang der „Blauen Linie“, der von der UN markierten Waffenstillstandslinie – Einheiten zu stationieren.

Israel besetzte damals fünf Hügel auf libanesischem Territorium, wo israelische Einheiten stationiert wurden und eine Pufferzone um sich zogen. Selbst libanesische Soldaten wurden daran gehindert, diese Gebiete zu betreten. Zivilisten, die in ihre Dörfer zurückkehren wollten, wurden von der israelischen Armee bedroht. Zahlreiche Personen, die unbewaffnet in ihre Dörfer zurückkehren wollten, wurden erschossen.

Mit Beginn der damaligen „Waffenruhe“ forderte Israel die Entwaffnung der Hisbollah nicht nur in dem Gebiet zwischen „Blauer Linie“ und Litani-Fluss, wie es die UN-Sicherheitsratsresolution 1701 vorsieht, sondern im ganzen Libanon. Die Hisbollah weigert sich, die Waffen an die libanesische Armee zu übergeben, solange Israel libanesisches Territorium besetzt hält und die Bevölkerung nicht in ihre Dörfer zurückkehren kann. Vom ersten Tag der ersten „Waffenruhe“ (November 2024 – 2. März 2026) an bombardierte Israel Ziele im ganzen Libanon, einschließlich der Hauptstadt Beirut. UNIFIL registrierte mehr als 10.000 völkerrechtswidrige Grenzverletzungen durch israelische Kampfjets, Drohnen, Artillerie und Bodentruppen. Hisbollah feuerte in den 15 Monaten lediglich einmal auf Israel. In der internationalen, vor allem in der bundesdeutschen Berichterstattung wird diese von UNIFIL bestätigte Tatsache auffällig vergessen.

Libanon: Ende der systematischen Zerstörung im südlichen Libanon

Als weiteres Ziel des Botschaftergesprächs in Washington soll die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh, darauf drängen, dass Israel seine systematische Zerstörung des südlichen Libanon einstellt. Die Regierung in Beirut weiß, dass Israel das Gebiet entvölkern und unbewohnbar machen will, um dort militärisch eine „Pufferzone“ durchzusetzen. Schon mit Beginn der ersten „Waffenruhe“ im November 2024 hatte Israel Hunderte Dörfer, Höfe und Weiler entlang der „Blauen Linie“ dem Erdboden gleichgemacht. Die Zerstörung wurde seitdem und seit Beginn der neuen „Waffenruhe“ (17. April) verschärft fortgesetzt.

Ursprünglich erklärte Israel das gesamte Gebiet zwischen „Blauer Linie“ und Litani-Fluss als durch Israel militärisch kontrollierte Pufferzone. Dann wurde ein Drei-Stufen-Plan vorgelegt. Danach sollen 55 libanesische Dörfer entlang der „Blauen Linie“ in eine „Pufferzone verwandelt und dem Erdboden gleichgemacht werden. Niemand darf in diese Dörfer zurückkehren. In einer zweiten Stufe soll die Pufferzone bis an die libanesisch-syrische Grenze (Berg Hermon) erweitert und seeseitig bis Sidon reichen. Darüber hinaus will Israel seine Landnahme auf die libanesischen Gasfelder im Mittelmeer ausweiten. Die dritte Zone ist der Restlibanon, die von der libanesischen Regierung kontrolliert werden soll, wie es Israel verlangt: Entwaffnung der Hisbollah im ganzen Land. Bis das erreicht ist, hat Israel „grünes Licht“, alles im gesamten Libanon anzugreifen, was es als Hisbollah-Gefahr identifiziert: Personen, Gebäude, Fahrzeuge, Bauernhöfe.

Israel: Schluss mit UN-Sicherheitsratsresolution 1701 und UNIFIL

Ursprünglich, das heißt entsprechend der UN-Sicherheitsratsresolution 1701, sollte das Gebiet zwischen der „Blauen Linie“ und dem Litani-Fluss ausschließlich von der Libanesischen Armee und den UNIFIL-Truppen kontrolliert werden. Alle anderen bewaffneten Akteure einschließlich der israelischen Armee – auch das wird meist in der deutschen Berichterstattung ausgelassen – sollten sich aus dem Gebiet zurückziehen. Damit sollten die Voraussetzungen für libanesisch-israelische Gespräche über bestehende Grenzstreitigkeiten geschaffen werden.

Der Libanon habe eine seiner ruhigsten Phasen nach 2006 erlebt, so der ehemalige UNIFIL-Sprecher Andrea Tenenti im Gespräch mit der Autorin kurz vor seinem Ruhestand (Juni 2025) in Naqoura. Die UN-Sicherheitsratsresolution 1701 habe einen Rahmen geschaffen, der weitgehend von allen respektiert worden sei. Es habe durch UNIFIL einen Mechanismus für das Austragen von Konflikten zwischen Israel und Libanon gegeben, man habe miteinander geredet. Von 1982 bis 2000 war der Südlibanon von Israel besetzt und wurde von einer südlibanesischen christlichen Miliz kontrolliert, die von Israel finanziert wurde. Der breite libanesische Widerstand gegen die israelische Besatzung – die anfangs auch Beirut umfasste – schwächte ab und die libanesische Hisbollah entstand. Widerstandsaktionen unterschiedlicher Art führten schließlich zum Rückzug der israelischen Armee im Jahr 2000. Die südlibanesische Armee zog ebenfalls Richtung Israel ab. Die aus dem Süden von Israel vertriebenen Libanesen kehrten in ihre Dörfer zurück. Sie bauten auf, pflanzten an, der Südlibanon blühte auf, Schulen, Krankenhäuser entstanden.

Nun soll die UNIFIL-Mission bis Ende 2026 abgeschafft werden, und die USA, Frankreich, Deutschland und andere „Freunde des Libanon“ setzen den Zedernstaat unter Druck, die innere Opposition zu neutralisieren und Israel das zu überlassen, was es seit dem ersten Weltkrieg – damals in Gestalt der Zionistischen Weltbewegung auf der Pariser Friedenskonferenz – verlangt hat: den gesamten Süden des Libanon. Wenn der Iran, der angeblich Libanon besetzt hält, und die „Iraner“ – gemeint sind libanesische Schiiten – vertrieben und der Iran zerstört sind, will Israel den „Segen“ in die Region bringen. Dann soll dem Libanon Wohlstand winken, 500 Millionen Euro Aufbauhilfe sind im Gespräch. Investitionen, die sowohl Libanon als auch Israel nutzen sollen, werden vom US-Außenministerium versprochen. Und einen Tag vor Beginn der zweiten Botschafterrunde in Washington appelliert der israelische Außenminister Gideon Sa’ar an die libanesische Regierung: „Lassen sie uns zusammenarbeiten.“

Umarmen und entwaffnen

In Politik, Werbung und Wirtschaft ist die „Umarmungstaktik“ bekannt. Es handelt sich verschiedenen Quellen zufolge um eine Methode, bei der ein Gegner, Kritiker, Partner durch übertriebene Freundlichkeit, Lob oder Einbeziehung „sinnbildlich umarmt“ und entwaffnet werden soll. Ein eindrückliches Beispiel dieser Taktik lernen Kinder schon im Dschungelbuch in Gestalt der Schlange Kaa kennen …

Das Ziel ist, Widerstand zu brechen, Kritiker und Gegner zu neutralisieren und Konkurrenten einzuvernehmen, um sie handlungsunfähig zu machen oder zu kontrollieren. Es ist auch eine rhetorische Methode, um Argumente eines Gegners zu entkräften. Einem Konkurrenten oder Gegner wird beispielsweise die Zusammenarbeit angeboten, um dessen Oppositionskraft zu schwächen. Um Gegner auszuschalten, zeigt man sich übertrieben freundlich und zugewandt, ignoriert aber komplett dessen Position in der Sache. „Umarmungstaktik“ bedeutet, Widerstand zu brechen oder zu neutralisieren. Politische Gegner und deren Forderungen werden eingebunden und durch scheinbares Entgegenkommen neutralisiert.

Was Jugendliche in Rhetorikkursen lernen, scheint der aktuellen libanesischen Staatsführung und ihren Beratern wenig bekannt zu sein. Sollten sie dieses manipulative Handwerk, mit dem sie aktuell eingewickelt werden, verstehen, ist unverständlich, warum sie sich darauf einlassen? Das fragen sich auch die ursprünglichen Bewohner des Landes, die vertriebenen Familien aus dem Südlibanon, die in Notunterkünften in und um Beirut leben, weil sie nicht in ihre Dörfer zurückkehren können.

Die ursprünglichen Bewohner des Landes

Niemand habe das Recht, über einen Kopf hinweg mit Israel zu reden, sagt Hussein S. im Gespräch mit der Autorin in Haret Hreik, einem Viertel in Südbeirut. Er stamme aus Nabatieh Ashat und sei schon als Kind von dort vertrieben worden. Sie seien nach 2000 zurückgekehrt, sagt Herr S., nach dem Abzug der israelischen Besatzer. Zwei Häuser, zwei Geschäfte für Hochzeitskleider habe er nun dort verloren, und in Haret Hreik sei seine Wohnung schon vier Mal von Israel zerbombt worden. „Dieses Land gehört uns“, sagt der Mann, „und wenn jemand über uns und unsere Sicherheit reden will, soll er erst einmal zu uns kommen und da wohnen, woher ich und meine Familie stammen. Sollen sie doch erleben, wie es ist, so einen Feind zum Nachbarn zu haben. Seit Generationen versucht er, uns von unserem Land zu vertreiben. Wir müssen uns wehren und wir haben dazu auch das Recht.“

„Wir sind friedvolle Leute“, sagt ein Familienvater aus Mais al Jabal in einer Vertriebenenunterkunft in Beirut im Gespräch mit der Autorin. Mais al Jabal liege genau an der „Blauen Linie“, der Waffenstillstandslinie, die die UN-Friedensmission für Libanon, UNIFIL, im Juni 2000 zog. 25.000 Einwohner habe Mais vor Oktober 2023 gehabt. Er habe ein Geschäft für Möbel gehabt, der Familie sei es gut gegangen.

Der Regierung steht er skeptisch gegenüber. „Wenn Ministerpräsident Nawaf Salam in einem Moment großer Gefahr die libanesische Armee abzieht und uns, die Leute, dem Feind überlässt, was sollen wir dann denken?!“ Ob der Mann ehrlich sei, wenn er die Menschen dem Feind überlässt? „Wir denken, dass Nawaf Salam von den USA in den Libanon geschickt wurde, um andere, nicht unsere Interessen zu vertreten“, fügt er hinzu. „Das ist, was wir sehen.“

Herr A. sitzt mit Teilen seiner Familie und Nachbarn aus seinem Heimatort in einem schmucklosen Gang der Notunterkunft, an dessen Ende sie mit Sesseln eine Sitzecke eingerichtet haben. Auf die Frage, wie sie sich informierten, sagen die Anwesenden, über soziale Medien sei man über das, was im Land geschehe, aktuell informiert. „Und wir verfolgen die Nachrichten aus Israel, den USA und Libanon“, sagt Herr A. „Über das Handy.“ „Wenn wir Strom haben und Internet“, fügt seine Nachbarin hinzu. Alle lachen. Strom ist knapp, es fehlt an Treibstoff, um den Generator zu betreiben.

Sie alle seien traurig über das, was ihrer Heimat angetan werde, sagt Familienvater A. Schon 2024 sei ihr Ort von Israel weitgehend zerstört worden, jetzt sei alles dem Erdboden gleichgemacht, Israel habe begonnen, Teile des Südlibanon zu besetzen. „Es heißt, dass die Waffen schweigen, seit es eine „Waffenruhe“ gibt“, so Herr A. „Aber die israelische Zerstörung geht weiter, jeden Tag gibt es Tote.“

Auf die Frage, ob er ein Ende in Sicht sehe, zuckt der Mann mit den Schultern. „Wir hoffen es“, sagt er. „Aber das wird nicht durch Reden gehen, sondern nur mit militärischer Stärke“, beantwortet er eine Frage, die als Nächstes folgen sollte. „Was denken Sie denn über die Gespräche der Botschafter in Washington?“ Israel habe „keine Ahnung von Diplomatie“, antwortet Herr A. „Selbst einige europäische Staaten haben Israel schon aufgefordert, seinen Kurs zu ändern.“ Sie alle wollten Frieden, doch „nur der Widerstand wird Frieden durchsetzen können“.

Es ist später Nachmittag, als die Autorin die Unterkunft der Vertriebenen verlässt. Die Medien berichten von einem israelischen Angriff auf zwei Journalistinnen und ihre Begleiter im Süden. „Sie sind eingeschlossen“, sagt mein Begleiter. Es gäbe auch Tote. Israel beschieße die Journalistinnen, Rettungskräfte seien noch nicht durchgekommen.

Titelbild: Andy.LIU/shutterstock.com

(Auszug von RSS-Feed)

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24. April 2026 um 06:40

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  1. Merz liegt dreifach falsch
  2. Rentendebatte: Mehr Mythen als Fakten
  3. sozialstaatsradar 2026: Mehrheit setzt auf Solidarität statt Privatisierung
  4. Trotz Wohnungsnot im eigenen Land: Bundesregierung will “Sozialwohnungen” in der Ukraine fördern
  5. „Bei den Deutschen ist alles in Ordnung“: Russland begründet den Öl-Stopp – Druschba läuft jetzt für die Slowakei
  6. Der Obergefreite im Kriegs-Modus: Pistorius will stärkste Armee Europas
  7. European Peace Project — „Wir wollen mehr Frieden!“
  8. Der Iran fordert Reparationen in Höhe von Hunderten von Milliarden für die gegen ihn verübten Angriffe. Ratet mal, wer dafür aufkommen wird?
  9. Und schon wieder Deutschland
  10. Hannover Messe: Anti-Kriegs-Rufe gegen Rheinmetall-Chef
  11. VdK: Tankrabatt wird so teuer wie ein Jahr Deutschlandticket
  12. Ohnmacht und Macht
  13. Frankreich setzt Polen einer nuklearen Vergeltungsmaßnahme Russlands aus
  14. “No Music For Genocide”: Über 1100 Künstler fordern ESC-Boykott
  15. Zu guter Letzt: Ab ins Greiswehrersatzamt!

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  1. Merz liegt dreifach falsch
    Friedrich Merz hat gesprochen. Er hat seine wirtschaftspolitischen Karten vollständig auf den Tisch gelegt. Und, siehe da, die Karten sind „no cards“, wie Donald Trump sagen würde. Doch das reicht nicht einmal als Beschreibung. Merz hat nicht nur keine Karten, er ist total konfus und kennt die Fakten nicht. Zu seiner Rentenaussage hat es einen großen Aufschrei gegeben. Die anderen Aussagen stehen der Rentenbotschaft aber in keiner Weise nach, im Gegenteil, sie zeigen erst, wie konfus und damit bedrohlich der deutsche Bundeskanzler wirklich ist.
    Quelle: Relevante Ökonomik
  2. Rentendebatte: Mehr Mythen als Fakten
    Die Lebenserwartung steigt immer weiter. Jüngere zahlen die Zeche. Der Zuschuss aus dem Bundeshaushalt explodiert. Und die Lohnnebenkosten erst. Worum geht‘s? Klar: Die gesetzliche Rentenversicherung. Im Juni wird die Rentenkommission der Bundesregierung ihre Vorschläge präsentieren. Diese sollen sich einreihen in das Vorhaben einer Sozialstaatsreform. Doch bereits im Vorfeld werden Angstszenarien aus der Schublade geholt. Kanzler Merz sprach kürzlich nur noch von einer Basisabsicherung, um die gesetzliche Rente zu delegitimieren. Zeit für einen Faktencheck.
    Quelle: DGB Niedersachsen #schlaglicht
  3. sozialstaatsradar 2026: Mehrheit setzt auf Solidarität statt Privatisierung
    Die Menschen in Deutschland erwarten mehr vom Sozialstaat – und sind auch bereit, dafür zu zahlen. Das zeigt das sozialstaatsradar 2026, für das 3.000 Personen im Auftrag der Arbeitnehmerkammer Bremen, der Arbeitskammer des Saarlandes und des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB befragt wurden.
    Die Ergebnisse des sozialstaatsradars 2026 zeigen deutlich, was sich die Bevölkerung von der Politik wünscht: Sie will nicht mehr private Vorsorge, sondern einen leistungsfähigen, gerechten und verlässlichen Sozialstaat. Dazu gehören stabile Leistungen, eine breitere Finanzierungsbasis sowie an der Lebensrealität der Menschen orientierte Sicherungssysteme – selbst dann, wenn dies höhere Beiträge bedeutet.
    Quelle: DGB
  4. Trotz Wohnungsnot im eigenen Land: Bundesregierung will “Sozialwohnungen” in der Ukraine fördern
    Neben Luxushäusern wächst das Straßenelend. Selbst Normalverdiener können sich das Wohnen kaum noch leisten. Über ein Prozent der Bevölkerung hat kein eigenes Dach über dem Kopf – Tendenz steigend. Immobilienhaie machen sich mit Wuchermieten die Taschen voll, Spekulanten grasen den durchprivatisierten Markt ab. Seit Jahren spitzt sich das Desaster in Deutschland zu. Die Mietpreisbremse ist fast wirkungslos, die Bauvorhaben unzureichend. Die Bundesregierung tut fast nichts dagegen – jedenfalls nicht im eigenen Land.
    Quelle: RT DE

    dazu: Bonzen sponsern für die Rente
    Für die deutsche Konkurrenzfähigkeit sollen Reiche reicher und Arme ärmer werden. Eisern treibt die Union ihre Kürzungsorgie voran. Nach heftigen Attacken auf Arbeitsrechte und Soziales nimmt sie nun künftige Rentner ins Visier: Wer im Alter nicht verhungern will, soll zusätzlich privat vorsorgen.
    Quelle: RT DE

    Anmerkung Christian Reimann: Den Wohlstand im eigenen Land vernichten, sich nicht um die konkreten Probleme der Bürgerinnen und Bürger hierzulande kümmern, aber der Ukraine “bei der Schaffung bezahlbaren sozialen Wohnraums und beim Aufbau kommunaler Wohnungsgesellschaften” helfen. Offensichtlich fühlt sich die schwarz-rote Bundesregierung von BlackRock-Kanzler Merz nicht der Bevölkerung in Deutschland verpflichtet und ihr zu dienen, sondern eher der Ukraine und seinem Regime. Bitte lesen Sie dazu auch SPD weist Vorstoß von Merz nach massiven Einschnitten bei der Rente zurück und dazu: Merz-Knaller beim Bankenverband: “Rente wird nicht mehr ausreichen, den Lebensstandard zu sichern” mit einer Anmerkung.

  5. „Bei den Deutschen ist alles in Ordnung“: Russland begründet den Öl-Stopp – Druschba läuft jetzt für die Slowakei
    Moskau erklärt den Öl-Stopp aus Kasachstan mit einem klaren Signal Richtung Deutschland. Gleichzeitig läuft die Druschba-Pipeline für die Slowakei wieder an.
    Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Russland ab dem 1. Mai die kasachischen Öllieferungen nach Deutschland über die Druschba-Pipeline einstellen will. Jetzt zeigt sich: In der Slowakei ist der Transit über dieselbe Leitung wieder angelaufen.
    Die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Saková bestätigte am Donnerstagmorgen die Wiederaufnahme der Lieferungen auf Facebook. „Heute ab 2.00 Uhr wurde die Ölzufuhr in die Slowakei über die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen“, schrieb sie. Die Lieferungen erfolgten derzeit „gemäß dem genehmigten Plan“.
    Quelle: Berliner Zeitung

    Anmerkung unserer Leserin S.B.: Der sarkastische Unterton in der Antwort von Nowak ist für mich zwar zu erkennen, aber andererseits hat er ja recht, wir haben auf russisches Öl verzichtet, also brauchen wir es auch nicht.

  6. Der Obergefreite im Kriegs-Modus: Pistorius will stärkste Armee Europas
    Der kleine Geist hat das größte Maul. Es ist aus dem Tierreich bekannt: das Imponiergehabe! Das kleine Männchen bläst sich auf, um den Feind zu beeindrucken und die Weibchen anzulocken. Der Brüllaffe zum Beispiel erreicht glatt 100 Dezibel und damit die Lautstärke einer Kettensäge. Pistorius versucht, seinen lächerlichen Dienstgrad (Obergefreiter) bei der Bundeswehr mit seinem besonders kriegerischen Gehabe zu kompensieren. Gern besucht er die Rüstungsschmiede Rheinmetall, das Unternehmen, das vom Kriegskurs der Bundeswehr lebt.
    Quelle: Rationalgalerie

    dazu: Pistorius stellt neue Militärstrategie vor – der deutsche Militarismus ist zurück
    Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius stellte am Mittwoch die neue Militärstrategie der Bundeswehr vor. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass sich Deutschland eine eigene Militärstrategie gibt. Pistorius skizzierte dabei auch, wie der deutsche Militarismus wieder in der Bundesrepublik implementiert werden soll. Ausgangspunkt der Argumentation, warum Deutschland wieder an seine militaristische Tradition anschließen will, die bereits zweimal in die Katastrophe geführt hat, sei eine “geänderte Bedrohungslage”.
    “Die Bedrohungslage hat sich vor allem seit Beginn von Putins Krieg gegen die Ukraine verschärft”, behauptet der Verteidigungsminister.
    Zudem werde die internationale Rechtsordnung inzwischen so sehr in Frage gestellt wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg, ergänzt er. Pisotrius nennt unter anderem Grönland, Venezuela und den Iran-Krieg. Ganz ausdrücklich erwähnt Pistorius in diesem Zusammenhang Russland. Auf einen Krieg mit Russland gilt es sich vorzubereiten.
    Quelle: RT DE

    dazu auch: Boris Pistorius legt Militärstrategie vor – Bundeswehr soll auf 460.000 Kräfte anwachsen
    Der Ausbau ist in drei Phasen unterteilt: Bis 2029 soll ein schneller Personalaufwuchs erfolgen, um “maximal durchhalte- und verteidigungsfähig zu sein”. Bis 2035 ist das Erreichen der Zielmarke von 260.000 aktiven Soldaten und 200.000 einsatzbereiten Reservisten vorgesehen. In der dritten Phase “bis 2039 und darüber hinaus” liegt der Fokus auf den “Fähigkeiten von übermorgen”.
    Die Reserve soll laut Pistorius künftig “auf Augenhöhe mit der aktiven Truppe” stehen. Sie soll Aufgaben im Heimatschutz sowie bei Truppenbewegungen übernehmen und zur Absicherung Deutschlands als logistischer Drehscheibe in Europa dienen. “Unsere Reserve ist damit das Scharnier zwischen Militär und Zivilgesellschaft”, so der Minister.
    Im Zwei-plus-Vier-Vertrag wurde die Personalstärke der Bundeswehr in Friedenszeiten auf maximal 370.000 Soldaten der aktiven Truppe begrenzt.
    Quelle: RT DE

    Anmerkung Christian Reimann: Der Wahnsinn nimmt kein Ende. Belege für die angebliche Bedrohung durch Russland werden nicht geliefert. Stattdessen glänzt der ehemalige Oberbürgermeister der Friedensstadt Osnabrück durch das Erzeugen von Angst. Es könnte gefragt werden, ob die Bundeswehr auch im Inneren zum Einsatz kommen soll – ähnlich der merk-würdigen Coronazeit. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch bzw. erneut Pistorius in Spendierlaune und dazu: Pistorius trifft Amtskollegen Austin in Washington: HIMARSHigh Mobility Artillery Rocket System für die Ukraine mit Anmerkungen.

  7. European Peace Project — „Wir wollen mehr Frieden!“
    Auch dieses Jahr findet das European Peace Project statt. Am 9. Mai wollen Teilnehmer durch einen „performativen Sprechakt“ die Zukunft Europas selbst in die Hand nehmen und ein Zeichen gegen die Aushöhlung von europäischen Grundprinzipien von Frieden, Demokratie, Freiheit und Völkerverständigung setzen. Das European Peace Project wurde vor einem Jahr als unabhängiges und dezentralisiertes Kunstprojekt gegen die Aufrüstung und zunehmende Militarisierung Europas gestartet.
    Quelle: Globalbridge
  8. Der Iran fordert Reparationen in Höhe von Hunderten von Milliarden für die gegen ihn verübten Angriffe. Ratet mal, wer dafür aufkommen wird?
    Sollte es dem Iran gelingen, Reparationen für die ihm im US-israelischen Krieg zugefügten Schäden zu erwirken, wäre dies ein weltgeschichtlicher Moment. Der Iran mag zwar angeschlagen sein, doch er bleibt ungebrochen und fordert Entschädigungen von den arabischen Staaten wegen ihrer „direkten Beteiligung“ am US-israelischen Angriffskrieg.
    Quelle: Seniora.org
  9. Und schon wieder Deutschland
    Wäre die deutsche Position anders, es könnte sich einiges ändern in Bezug auf Israel und seine Untaten. Man muss sich nur einmal vorstellen, Deutschland würde seinen Luftraum für US-Waffenlieferungen an Israel sperren. So etwas geht. Da wären mit Sicherheit eine ganze Reihe weiterer europäischer Staaten dabei, und das Allermindeste, was dabei herauskäme, wäre ein gewaltiger Umweg für die US-Lieferungen.
    Eine Aussetzung des Assoziierungsabkommens würde Israel, so hat das die EU-Kommission mal ausgerechnet, 227 Millionen Euro an zusätzlichen Zöllen im Jahr kosten, und außerdem noch auf einige Lieferketten wirken. Nicht wirklich weltbewegend bei einem Volumen von 15,9 Milliarden Euro israelischer Importe in die EU, aber es wäre gerade bei Agrarprodukten schnell zu merken, und zudem beträfe eine Aussetzung auch kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit.
    Das deutsche Votum könnte mit den deutschen Exporten dorthin zu tun haben – zwischen fünf und sechs Milliarden Euro beträgt das Volumen deutscher Exporte nach Israel, die Importe liegen bei drei Milliarden. Das hieße, wenn Israel im Gegenzug zu einer Aufhebung des Assoziierungsabkommens selbst höhere Zölle auf deutsche Waren erheben würde, bliebe auf jeden Fall ein Verlust. Deutschland ist nicht das einzige Land, das Exportüberschüsse in dieser Beziehung erwirtschaftet, das ist auch bei den Niederlanden, Italien, Frankreich und Spanien der Fall. Die lassen sich, von Italien abgesehen, dadurch aber nicht davon abhalten, für eine Aussetzung zu stimmen.
    Quelle: Dagmar Henn auf RT DE

    Anmerkung Christian Reimann: Herr Wadephul und sein Chef, der BlackRock-Kanzler, wirken nicht wie Regierungsmitglieder, die sich für deutsche Interessen einsetzen, sondern zugunsten von Interessen insbesondere in Israel und in den USA. Wie seine Vorgängerin ist er als Leiter des Auswärtigen Amtes nicht zur Diplomatie mit Russland fähig oder willens. Aber er fordert, Iran soll die Verhandlungen mit den USA fortsetzen (mit einer Anmerkung).

  10. Hannover Messe: Anti-Kriegs-Rufe gegen Rheinmetall-Chef
    Der Auftritt von Rheinmetall-Chef Armin Papperger auf der Hannover Messe ist am Dienstag mehrfach durch Zwischenrufe gestört worden. Gleich zu Beginn skandierten mehrere Personen Sprechchöre wie “Nie wieder Krieg” und “Nie wieder Wehrpflicht”. Die Störer seien daraufhin vom Sicherheitsdienst aus dem Veranstaltungsbereich getragen worden, bestätigte ein Messe-Sprecher dem NDR. Der Vorstandsvorsitzende Papperger sagte bei der Podiumsdiskussion, dass die Rüstungsindustrie die Produktion zeitnah ausweiten könne. Auf der Hannover Messe gibt es dieses Jahr erstmals einen eigenen Bereich für Rüstungsgüter. Rund 40 Unternehmen aus der Rüstungsindustrie sind dort nach Angaben der Messe vertreten.
    Quelle: NDR

    dazu auch: Zurück nach Preußen
    Immer mehr Unternehmen des schwer in die Krise geratenen deutschen Maschinenbaus suchen sich per Hinwendung zur Rüstungsproduktion vor Verlusten oder gar einem Bankrott zu retten. Dies hat die diesjährige Hannover Messe bestätigt, die am heutigen Freitag zu Ende geht. Erstmals gab es dort einen eigenen Bereich für Unternehmen, die als Zulieferer in die Herstellung von Waffen aller Art integriert sind. Die Krise des Maschinenbaus verstärkt sich zusehends; die Produktion bricht ein, die Zahl der Beschäftigten schrumpft kontinuierlich. Als Ausweg bietet sich die Umstellung auf Rüstungsgüter an. So erklärt ein Hersteller von Maschinen zur Zündkerzenfertigung, seine Maschinen ließen sich leicht für die Fertigung von Patronenhülsen transformieren. Dabei wird als Vorteil eingestuft, dass die inzwischen sehr starke chinesische Konkurrenz für Rüstungsaufträge nicht in Frage kommt. Der Rüstungsanteil im Maschinenbau könne leicht auf das Doppelte steigen, heißt es in der Branche. Die Militarisierung der Wirtschaft zieht auch den Arbeitsalltag der Beschäftigten in ihren Bann und macht eine zunehmende Anzahl an Menschen materiell abhängig von Rüstung und Militär – auch in anderen Branchen.
    Quelle: German Foreign Policy

    und: Rheinmetall sichert sich Milliardenauftrag für Kamikaze-Drohnen
    Rheinmetall hat von der Bundeswehr einen Großauftrag im Milliardenbereich für sogenannte Kamikaze-Drohnen erhalten. Ein entsprechender Rahmenvertrag sei am Mittwoch in Koblenz unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen mit. Der erste Abruf aus dem Vertrag habe einen Wert von rund 300 Millionen Euro. Die Auslieferung der Systeme des Typs FV-014, sogenannter Loitering Munition, solle in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen.
    Quelle: n-tv

  11. VdK: Tankrabatt wird so teuer wie ein Jahr Deutschlandticket
    Ab Mai sollen Autofahrer für zwei Monate preislich entlastet werden. Die kurze Senkung entspricht laut Sozialverband VDK den Ausgaben des Bundes für ein Jahr Deutschlandticket. Die Forderung: Mehr Entlastung in der Mobilität, auch für die, die kein Auto nutzen.
    Quelle: n-tv
  12. Ohnmacht und Macht
    Gleich zwei meiner Kolleginnen sind kürzlich wegen Überlastung im Klinikalltag auf Station im Dienst zusammengebrochen. Eine kam bereits aschfahl im Gesicht und mit tiefen Augenringen zum Frühdienst. Als ihr bei Dienstbeginn klar wurde, dass nun noch ein Dienst in Unterbesetzung vor ihr lag, brach sie in Tränen aus. Bei der anderen Kollegin machte mitten im Dienst der Kreislauf schlapp. Sie wurde mit Kurzatmigkeit, ausstrahlenden Schmerzen und Kaltschweißigkeit selbst zur Akutpatientin.
    Aus solchen Horror-Arbeitsrealitäten heraus haben in der Vergangenheit tausende Kolleginnen und Kollegen in Krankenhäusern und Kliniken und den outgesourcten Service-Betrieben die Kraft gefunden, Widerstand zu leisten und zu streiken. Ganz besonders trifft das auf die Kolleginnen und Kollegen bei den Vivantes-Kliniken in Berlin und dem dortigen Service-Betrieb CFM zu.
    Quelle: unsere zeit
  13. Frankreich setzt Polen einer nuklearen Vergeltungsmaßnahme Russlands aus
    Paris kündigte die Möglichkeit einer “dezentralen Stationierung” eigener Flugzeuge, die Atomwaffen transportieren können, in Polen an. Bei einem Treffen in Danzig einigten sich der französische Staatschef Emmanuel Macron und Polens Ministerpräsident Donald Tusk auf gemeinsame Übungen. Moskau ist besorgt.
    Quelle: RT DE
  14. “No Music For Genocide”: Über 1100 Künstler fordern ESC-Boykott
    In knapp einem Monat geht in Wien das Finale des 70. Eurovision Song Contests über die Bühne. Mehrere Länder boykottieren die Veranstaltung, weil auch Israel an ihr teilnimmt. Nun erhöhen mehr als 1100 Künstler – von Peter Gabriel bis Macklemore – mit einer Kampagne weiter den Druck.
    Wenige Wochen vor dem 70. Eurovision Song Contest (ESC) in Wien haben mehr als 1100 Kulturschaffende und namhafte Musikerinnen und Musiker in einem offenen Brief den Boykott der Veranstaltung gefordert. Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern gehören Musikgrößen wie Peter Gabriel, Brian Eno, Paul Weller und Paloma Faith.
    Quelle: n-tv
  15. Zu guter Letzt: Ab ins Greiswehrersatzamt!
    Alte weiße Männer: Offenbar geht es nicht ohne sie. Das weiß auch der Reservistenverband. Deswegen will er Männer bis zum 70. Lebensjahr erfassen und heranziehen. Eine Glosse?
    Gestern noch vulnerable Gruppe – heute schon leistungsfähig bis in den letzten Altersfleck hinein: Bastian Ernst, neuer Präsident des Reservistenverbandes, fordert eine Anhebung der Altersgrenze für Reservisten. Bis zum 70. Lebensjahr sollten demnach rüstige Rüstungsrentner schon erfassten werden. Selbstverständlich um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu heben. Schließlich blieben die alten Leute viel länger fit als früher. Das ist eine wundersame – und auch wundervolle – Entwicklung. Es ist nämlich noch nicht so lange her, da waren Menschen dieses Alters noch eine Risikogruppe – man fragte Kinder gezielt angstfördernd, ob sie denn wollten das Opa sterbe. Nun soll Opa für die Fremd- oder Heimatfront herangezogen werden können. Na, wollt ihr, dass Opa stirbt?
    Quelle: Roberto De Lapuente auf Overton Magazin
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Ein Jahr Kanzler Merz: „Pleiten pflastern seinen Weg“

24. April 2026 um 12:00

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In wenigen Tagen ist Bundeskanzler Friedrich Merz – böse Zungen beschimpfen ihn als „Wortbruchkanzler“, andere gar als „Pinocchio“ – seit einem Jahr im Amt. Viel hatte er versprochen. Gehalten wurde wenig. Die Migrationswende blieb ebenso aus wie der wirtschaftliche Aufschwung: Rund 2.000 Unternehmen geben monatlich unter Merz auf. Der Deutschlandkurier resümiert sein erstes Kanzlerjahr: „Pleiten pflastern seinen Weg“.

Der folgende Kommentar erschien zuerst im Deutschlandkurier:

Ein Jahr lang ist Minus-Kanzler Friedrich Merz (CDU) am 6. Mai, also in zwei Wochen, im Amt. Seither zieht sich eine Schneise der Verwüstung durch die deutsche Wirtschaft: Deindustrialisierung, Firmenflucht ins Ausland. Die Zahl der Pleiten ist so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr. 200.000 Arbeitsplätze sind allein in diesem Jahr durch Insolvenzen gefährdet.

Deutschland, einst das Land der Ingenieure und eines innovativen Mittelstandes, ist unter dem Kanzler-Versager Merz zum Land der kaputten Arbeitsplätze geworden. Rund 2.000 Unternehmen hissen jeden Monat die weiße Flagge. Mehr als 24.000 waren es allein im vergangenen Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen hat inzwischen die Drei-Millionen-Marke überschritten.

Der Kreditversicherer Allianz Trade prognostiziert auch für 2026 massive Erschütterungen für den Arbeitsmarkt durch Unternehmensinsolvenzen: Mehr als 200.000 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe!

Im ersten Quartal 2026 erreichte die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland den höchsten Stand seit 20 Jahren. Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) kürzlich mitteilte, wurden in den ersten drei Monaten in Deutschland 4.573 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnet. Mehr gab es zuletzt im dritten Quartal 2005, wie aus Daten von Destatis hervorgeht.

71 Prozent mehr März (Merz)-Pleiten!

Vor allem die März-Zahlen müssen alarmieren: Die Summe der Pleiten lag 71 Prozent über einem durchschnittlichen März der Jahre 2016 bis 2019 – also vor Corona. Aber auch im Januar hatten laut Destatis deutlich mehr Firmen aufgeben müssen als im Januar des Vorjahres. Besonders betroffen sind das Bauwesen, der Handel und das Gastgewerbe. Hohe Zinsen, Energie- und Personalkosten schlagen voll ins Kontor. Aber auch Verbraucherinsolvenzen stiegen um 8,4 Prozent.

Für die deutsche Wirtschaft sieht es inzwischen düsterer aus als in der Finanzkrise 2009. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat die Wachstumserwartung deutlich gesenkt: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP), also die Gesamtheit aller Waren und Dienstleistungen, dürfte dieses Jahr allenfalls um 0,5 Prozent zulegen – statt der zuletzt noch erwarteten ein Prozent.

„Der Krieg im Iran treibt die Preise für Energie und Rohstoffe in die Höhe. Das belastet die privaten Haushalte und erhöht die Kosten für die deutsche Wirtschaft“, sagte die Ministerin in Berlin.

Was die Ministerin nicht sagte: Auch die Politik dieser Bundesregierung treibt die Preise und erhöht die Kosten für die deutsche Wirtschaft – vom Sanktions-Irrsinn der EU und dem Arbeitsplatzvernichtungsprogramm der CDU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen („Green Deal“) gar nicht erst zu reden!

„Schaden vom deutschen Volke wenden…“

Hinter jeder der monatlich 2.000 Insolvenzen stehen Existenzen: Fleißige Unternehmer, die ihre Firma jahrelang aufgebaut haben. Mitarbeiter, die um ihre Arbeitsplätze bangen. Familien, die in eine ungewisse Zukunft blicken.

Wie lautete noch mal gleich Ihr Amtseid, Herr Merz, den Sie am 6. Mai 2025 im Deutschen Bundestag ablegten, nachdem Sie im zweiten Anlauf doch noch zum Kanzler gewählt worden waren: „Schaden vom deutschen Volke wenden, seinen Nutzen mehren!“

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Fördermittel-Affäre in Berlin: Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson tritt zurück

24. April 2026 um 10:43

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Fördermittel-Affäre in Berlin: Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson tritt zurück

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