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Heute — 14. April 2026

„Insiderbericht“ der NYT: Wie Trump die USA in den Krieg gegen den Iran führte

14. April 2026 um 14:00

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Ein Report der „New York Times“ berichtet detailliert von Lagebesprechungen im Weißen Haus, nach denen Donald Trump seine Intuition mit Geheimdiensteinschätzungen abwog und schließlich die Entscheidung für die Militärintervention traf.

Von Eric Angerer

„Wie Trump die USA in den Krieg gegen den Iran führte“ lautet der Titel der angeblichen „Insidergeschichte“ über die Lagebesprechungen im Weißen Haus. Sie stützt sich, so die Autoren, auf ausführliche, unter Zusicherung der Anonymität geführte Interviews, um interne Diskussionen und heikle Themen zu schildern.

Nun ist die NYT eine zweifelhafte Quelle, denn sie ist wie CNN ein Zentralorgan des US-Globalismus. Sie hat eine politische Agenda, hat die Appeasement-Politik von Obama und Biden gegenüber der Mullah-Diktatur unterstützt und bekämpft alles, was von Donald Trump kommt; die Zurückdrängung der illegalen Einwanderung ebenso wie einen Ausgleich mit Russland.

Der NYT ist wohl an einer Niederlage von Trumps Iran-Politik gelegen und es sind auch Manipulationen im Stile von Relotius/Spiegel zuzutrauen. Dennoch ist der Bericht so detailliert und in etlichen Bereichen auch realistisch, dass sich ein Blick darauf lohnt.

Laut NYT hat der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am 11. Februar im Lagezentrum des Weißen Hauses in einem kleinen Kreis eine streng geheime Präsentation gehalten. Netanyahu soll von David Barnea, dem Direktor des Mossad, und von israelischen Militärvertretern begleitet worden sein.

Von US-Seite sollen neben Trump auch Susie Wiles, die Stabschefin des Weißen Hauses, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und General Dan Caine, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, John Ratcliffe, der CIA-Direktor, sowie Jared Kushner, der Schwiegersohn des Präsidenten, und Steve Witkoff, Trumps Sondergesandter, der mit den Iranern verhandelt hatte, anwesend gewesen sein.

Netanyahus Präsentation

Netanjahu warb, so die NYT, eindringlich für einen Regimewechsel im Iran und äußerte die Überzeugung, dass eine gemeinsame US-amerikanisch-israelische Mission der Islamischen Republik endlich ein Ende setzen könnte. Irans Raketenprogramm könne innerhalb weniger Wochen zerstört werden. Darüber hinaus deuteten die Geheimdienstinformationen des Mossad darauf hin, dass es im Iran erneut zu Straßenprotesten kommen würde und – unterstützt durch den israelischen Geheimdienst, der Unruhen und Aufstände anheizte – eine intensive Bombardierungskampagne die Voraussetzungen für einen Sturz des Regimes durch die iranische Opposition schaffen könnte. 

„Klingt gut“, soll Trump daraufhin zum Premierminister gesagt haben. Auf Risiken der Operation angesprochen, räumte Netanjahu diese zwar ein, betonte aber einen zentralen Punkt: Seiner Ansicht nach seien die Risiken des Nichtstuns größer als die Risiken des Handelns. Er argumentierte, dass die Kosten eines Eingriffs nur steigen würden, wenn man den Angriff verzögern und dem Iran so mehr Zeit geben würde, seine Raketenproduktion zu beschleunigen und einen Schutzwall um sein Atomprogramm zu errichten.

Allen Anwesenden war klar, dass der Iran seine Raketen- und Drohnenbestände wesentlich kostengünstiger und deutlich schneller ausbauen konnte, als die Vereinigten Staaten die wesentlich teureren Abfangraketen zum Schutz amerikanischer Interessen und ihrer Verbündeten in der Region entwickeln und liefern konnten.

Netanjahus Präsentationen – und Trumps positive Reaktion darauf – stellten die US-Geheimdienste vor eine dringende Aufgabe. Ihre Analysten sollen in der Folge die Glaubwürdigkeit der Aussagen des israelischen Teams gegenüber dem Präsidenten geprüft haben.

Interne US-Beratungen

Die Ergebnisse der US-Geheimdienstanalyse wurden in einer weiteren Sitzung ausschließlich für amerikanische Beamte im Lagezentrum vorgestellt. Die Geheimdienstmitarbeiter verfügten über umfassende Expertise in Bezug auf die militärischen Fähigkeiten der USA und kannten das iranische System und seine Akteure in- und auswendig.

Sie hatten Netanjahus Präsentation in vier Punkte unterteilt. Erstens: Enthauptung – die Tötung des Ayatollahs. Zweitens: die Schwächung der iranischen Fähigkeit, Macht zu projizieren und seine Nachbarn zu bedrohen. Drittens: ein Volksaufstand im Iran. Und viertens: ein Regimewechsel mit der Einsetzung eines säkularen Führers.

Die US-Beamten schätzten die ersten beiden Ziele mit amerikanischer Geheimdienst- und Militärmacht als erreichbar ein. Sie hielten den dritten und vierten Punkt von Netanjahus Präsentation für realitätsfern.

In der Debatte soll Hegseth der klarste Befürworter einer Intervention gewesen sein. Rubio und Caine sollen abwägende Mittelpositionen eingenommen haben. J. D. Vance soll am skeptischsten gewesen sein, aber schließlich seine Unterstützung zugesagt haben.

Trump wog die Einschätzungen und Kommentare verschiedener Anwesender schließlich ab. Ein Regimewechsel, sagte er, sei „deren Problem“. Es soll dabei unklar geblieben sein, ob er damit die Israelis oder das iranische Volk meinte. Letztendlich hing seine Entscheidung über einen Krieg gegen den Iran jedoch nicht davon ab, ob die Punkte 3 und 4 von Netanjahus Präsentation umsetzbar waren.

Die Umsetzung der Punkte 1 und 2 war für Trump aber realistisch und ausreichend: die Tötung des Ayatollahs und der iranischen Führungsriege sowie die Zerschlagung der iranischen Militäreinrichtungen und ihres Bedrohungspotentials.

Trumps Entscheidung

Von allen außenpolitischen Herausforderungen, denen sich Trump in seinen zwei Präsidentschaften stellen musste, nahm der Iran eine Sonderstellung ein. Er betrachtete ihn als einen besonders gefährlichen Gegner und war bereit, große Risiken einzugehen, um die Fähigkeit des Regimes zur Kriegsführung oder zum Erwerb von Atomwaffen zu behindern.

Darüber hinaus deckte sich Netanjahus Strategie mit Trumps Wunsch, die iranische Theokratie zu zerschlagen, die 1979, als Trump 32 Jahre alt war, die Macht ergriffen hatte. Nun könnte er als der Präsident in die Geschichte eingehen, dem ein Regimewechsel im Iran gelingt. 

Allerdings bestand vielleicht das größte Risiko in der Frage der Ölpreise: Der Iran hatte die Oberhand in der Straße von Hormus. Würde diese schmale Wasserstraße, die riesige Mengen Öl und Erdgas transportiert, blockiert, wären die globalen Folgen groß. Allerdings sind die USA, anders als China oder die EU, energieautark. Eine Vollblockade trifft deshalb in erster Linie den Iran selbst sowie seine Kunden. Darüber hinaus ist für die Golfstaaten eine gewisse Umgehung durch Pipelines möglich (wie ich hier ausführlicher aufgezeigt habe). 

Trump war also bereit, dieses Risiko einzugehen. Ende Februar beschleunigte sich die Entwicklung, als die israelischen Geheimdienste erfuhren, dass sich der Ayatollah mit anderen hochrangigen Vertretern des Regimes treffen würde – ein Ziel, das sich vielleicht nicht wieder bieten würde. Als dann die Mullahs das US-Angebot bei den Verhandlungen ablehnten, sandte Trump von Bord der Air Force One folgenden Befehl: „Operation Epic Fury ist genehmigt. Keine Abbrüche. Viel Glück.“

(Auszug von RSS-Feed)

Warum sich junge Familien kein Eigenheim mehr leisten können

14. April 2026 um 09:05

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Der Traum vom Eigenheim bleibt für viele junge Menschen in Deutschland unerreichbar. Eine neue Analyse zeigt: Nur noch 5,7 Prozent der Mieterhaushalte können Wohneigentum finanzieren. Vor allem fehlendes Eigenkapital wird zur größten Hürde.
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Das gefährlich Unsichtbare im Langsamen | Von H.-J. Müllenmeister

14. April 2026 um 08:00

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Das gefährlich Unsichtbare im Langsamen | Von H.-J. Müllenmeister
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Das gefährlich Unsichtbare im Langsamen | Von H.-J. Müllenmeister

Ein Beitrag von Hans-Jörg Müllenmeister.

Wir Menschen glauben, Geschwindigkeit zu verstehen. Wir messen sie in Metern pro Sekunde, in Kilometern pro Stunde, in Rekorden und Bestzeiten. Wir feiern sie im Sport, bewundern sie in Maschinen, fürchten sie im Straßenverkehr. Doch unser Gefühl für Geschwindigkeit ist eine Illusion – ein Produkt unserer Sinne, nicht der Wirklichkeit.

Denn während wir uns im Alltag als ruhende Wesen empfinden, rasen wir in Wahrheit durch das Universum: Wir auf unserer Erde umkreisen die Sonne mit etwa 30 Kilometern pro Sekunde. Das Sonnensystem jagt um das galaktische Zentrum mit rund 220  Kilometern pro Sekunde. Die Milchstraße selbst driftet mit Hunderten von Kilometern pro Sekunde durch den Kosmos.

Nichts spüren wir davon. Kein Ruck, kein Wind, kein Zittern. Wir sitzen in einem perfekt gleichmäßig fahrenden „Zug“, dessen Geschwindigkeit uns verborgen bleibt. 

Psychologie: Geschwindigkeit ist Drama, Langsamkeit ist Hintergrundrauschen

Der Mensch ist ein Tier der Gegenwart. Unser Nervensystem wurde darauf optimiert, Gefahren und Chancen in Sekundenbruchteilen zu erkennen: Ein raschelnder Busch - vielleicht ein Raubtier, ein herannahender Speer - ausweichen.

Langsame Prozesse bedrohen uns nicht unmittelbar. Sie sind evolutionär irrelevant. Darum haben wir keinen Sinn für sie.

Einstein lehrte uns, dass Geschwindigkeit immer relativ ist. Doch unser Bewusstsein ist absolut – es kennt nur das, was sich in unserem eigenen Zeitfenster bewegt. Alles andere erscheint uns als Stillstand. Und genau darin liegt die Gefahr. Denn die Welt ist voller Bewegungen, die so langsam sind, dass wir sie nicht bemerken:

Kontinente driften Zentimeter pro Jahr, 
Böden verarmen über Jahrzehnte, 
Demokratien – wie Figura zeigt – erodieren über Generationen, 
Märkte kippen über Jahrzehnte in Monopole, 
Klimasysteme verschieben sich in Zehntelgraden.

Langsame Prozesse bleiben uns unsichtbar – bis sie eines Tages unaufhaltsam werden, ja gefährlich. Wie der Frosch im warmen Wasserkessel, den man langsam zum Kochen bringt. Ein biologisches Märchen – denn der echte Frosch würde springen. Doch das Bild bleibt wahr: Nicht das Ereignis bedroht uns, sondern der Prozess, der uns an die Hitze gewöhnt.

Während wir für hohe Geschwindigkeiten einen Faible haben, sind uns extrem langsame Geschwindigkeiten in der Natur nicht bewusst. Man könnte darüber spekulieren und philosophieren, warum wir Geschwindigkeit lieben – und Langsamkeit übersehen. 

Bewundernswert ist der Pistolenkrebs. Er schließt seine Scheren in nur einer Millisekunde und erzeugt dabei eine Kavitationsblase im Wasser, die mit einem Knall bis zu 250 dB implodiert und so die Beute betäubt. Diese biologische „Armbrust“ arbeitet mit der unvorstellbaren Beschleunigung von 580.000 m/s². 

Geschwindigkeit ist sichtbar, fühlbar, triumphal

Der Mensch misst sich gern in Dingen, die sich in seinem Zeithorizont abspielen: 

Ein 100‑Meter‑Lauf dauert Sekunden. 
Ein Gepard springt – und wir spüren fast körperlich die Kraft. 
Ein Formel‑1‑Auto rast an uns vorbei und lässt die Luft erzittern.
Geschwindigkeit ist ein Ereignis.
Langsamkeit ist ein Zustand.
Aber Ereignisse prägen sich ein. 

Die unsichtbare Welt der extremen Langsamkeit

Hier beginnt der philosophische Reiz, denn die Natur ist voller Bewegungen, die so langsam sind, dass sie für uns stillstehen: Kontinentalplatten driften mit wenigen Zentimetern pro Jahr, Bäume wachsen Millimeter pro Tag, Gletscher kriechen wie gefrorene Flüsse, ein Berg verwittert in Millionen Jahren, Evolution arbeitet in Jahrtausenden. 

Seeanemonen bewegen sich mit 1 cm pro Stunde – wenn überhaupt.

Für uns ist das „nichts“. Für die Natur ist es alles. Wir sind zu schnell, um das Langsame zu sehen. Wir sind zu langsam, um das Schnelle des Kosmos zu fühlen. 

Das Exponentielle beginnt als Flüstern

Jeder exponentielle Prozess beginnt harmlos. Er ist ein leises Rinnsal, das erst später zum reißenden Strom wird. Es ist die Art von Wachstum, die sich tarnt wie ein Chamäleon: harmlos, unscheinbar, fast lächerlich klein wie auch ein Virus, das sich anfangs nur verdoppelt.

Die Inflation der 1920er Jahre begann nicht mit Schubkarren voller Papiergeld, sondern mit kleinen Preissteigerungen, die man „vorübergehend“ nannte.

Die Finanzkrise 2008 begann nicht mit dem Kollaps von Lehman Brothers, sondern mit winzigen Fehlanreizen im Hypothekenmarkt, die sich über Jahre summierten.

Der Zerfall der Weimarer Republik begann nicht mit der Machtergreifung, sondern mit einer schleichenden Erosion demokratischer Normen, die man lange als „politisches Rauschen“ abtat.

Der Klimawandel begann nicht mit Hitzerekorden, sondern mit Zehntelgraden, die niemand ernst nahm.

Doch das Exponentielle ist kein „bisschen“. Viel wenig ergibt ein Viel. Es ist ein Kipppunkt, ein Umschlag, ein Bruch. Und genau deshalb ist es gefährlich. Das Exponentielle ist die Mathematik der Überraschung. Es wirkt lange wie Stillstand – bis es plötzlich alles ist. 

Die Tragik des Menschen: Wir sehen nur das Spektakel, nicht die Summe

Wir sind blind für die kleinen Abweichungen, die sich addieren. Wir unterschätzen das Kriechende, weil es nicht knallt:

Ein Wald verschwindet nicht an einem Tag, sondern Baum für Baum. 
Eine Demokratie stirbt nicht in einem Putsch, sondern in tausend kleinen Normbrüchen. 
Eine Gesellschaft verroht nicht durch einen Skandal, sondern durch die Gewöhnung an das Abnorme. 
Ein Markt kippt nicht durch ein Monopol, sondern durch stille Konzentration über Jahrzehnte. 
Die Katastrophe ist nie plötzlich.
Nur unser Erwachen ist es. 

Historische Beispiele der gefährlichen Langsamkeit

Der Aufstieg totalitärer Systeme

Totalitarismus entsteht selten durch einen einzigen Akt. Er entsteht durch kleine Einschränkungen von Rechten, minimale Verbiegung von Sprache, schrittweise Normalisierung des Undenkbaren.

Die Menschen dachten dann: „Es wird schon nicht so schlimm.“ Doch das Schlimme war längst im Werden – wie auch jetzt. 

Die langsame Erosion der römischen Republik

Rom fiel nicht durch Barbarenhorden, sondern durch jahrzehntelange Machtkonzentration, schleichende Korruption, das Gewöhnen an Ausnahmezustände.

Der Untergang war ein Prozess, kein Ereignis. 

Die Industrialisierung und ihre Nebenwirkungen

Auch hier: kein Knall, sondern ein Kriechen. Erst ein bisschen Rauch, dann ein bisschen Lärm, dann ein bisschen Entfremdung. Bis die Welt sich unwiederbringlich verändert hatte. 

Die Pointe: Das Langsame ist die wahre Geschwindigkeit unserer Zeit

Wir fürchten das Rasende, doch das Rasende ist selten nachhaltig gefährlich. Das Gefährliche ist das, was sich unterhalb unserer Wahrnehmung bewegt. Wir verlieren nicht plötzlich die Natur – wir verlieren sie in kleinen Schritten. Wir verlieren nicht plötzlich die Freiheit – wir verlieren sie in winzigen Zugeständnissen. Wir verlieren nicht plötzlich die Vernunft – wir verlieren sie in der Gewöhnung an das Absurde. Die Welt geht nicht in Explosionen zugrunde, sondern in Erosionen. 

Das Gefährliche an der Langsamkeit ist nicht ihre Harmlosigkeit, sondern ihre Tarnung

Wir Menschen sind evolutionär darauf geeicht, auf das Plötzliche zu reagieren – nicht auf das Schleichende. Und genau dort, im Reich des Exponentiellen, lauern die größten Gefahren unserer Zeit. 

Ein heilsames Innehalten

Vielleicht ist die wichtigste Tugend unserer Zeit nicht Schnelligkeit, sondern Aufmerksamkeit. Nicht Reaktion, sondern Wahrnehmung. Nicht Aktionismus, sondern Bewusstsein für das Langsame. Denn die Zukunft wird nicht von schnellen Ereignissen entschieden, sondern von den schwelenden Prozessen, die wir zu lange ignorieren – wie im Hier und Jetzt.  

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Dieser Beitrag erschien zuerst am 06. April 2026 bei anderweltonline.com

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Bild: Wälder und kristallklares Wasser schwimmen über trockenem Land.

Bildquelle: Aree_S / shutterstock

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Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im Januar erneut angestiegen

14. April 2026 um 06:26

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Im Januar 2026 wurden in Deutschland 1.919 Unternehmensinsolvenzen registriert, 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig sanken die Gläubigerforderungen deutlich auf 3,1 Milliarden Euro. Verbraucherinsolvenzen gingen leicht um 1,3 Prozent zurück.
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Gestern — 13. April 2026

Wenige Fische auf Teller? Dieselpreise legen Flotten lahm

13. April 2026 um 16:44

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Explodierende Treibstoffkosten setzen Europas Fischerei massiv unter Druck. Boote bleiben im Hafen, während sich die Folgen in steigenden Preisen und einem schrumpfenden Angebot für Verbraucher bemerkbar machen könnten.
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Hohe Energiepreise: Von der Leyen fordert Abkehr von Öl und Gas

13. April 2026 um 12:34

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Angesichts der hohen Energiepreise wegen des Irankrieges hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Abkehr von Öl und Gas hin zu erneuerbaren Energien und Atomkraft gefordert. Die Kommission will in der kommenden Woche erneut ein Strategiepapier für Wege aus der Energiekrise vorlegen.
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Blockade der Straße von Hormus: Die geopolitische Strategie der USA

13. April 2026 um 10:00

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Bisher haben die Mullahs allen nicht-iranischen Schiffen die Versenkung angedroht. Nun machen die USA die Meerenge auch für die iranischen Ölexporte dicht. Dabei geht es um eine geopolitische Kernfrage dieses Konfliktes.

Von Eric Angerer

Nach dem Scheitern der Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA hat US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der Straße von Hormus angekündigt. Starten soll diese laut US-Militär am Montag um 16.00 Uhr MESZ. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen durchgesetzt, hieß es. 

Von der weitgehenden zur vollständigen Blockade

Der Seeverkehr werde für alle Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (CENTCOM) an. Das schließe iranische Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman ein. Die Durchfahrt von Schiffen durch die Meerenge, deren Ziel oder Startpunkt nicht ein iranischer Hafen ist, werde durch das US-Militär nicht beeinträchtigt, hieß es weiter.

Nun ist seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf das Mullah-Regime die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt.

Die Meerenge wird von den iranischen Revolutionsgarden, den islamfaschistischen Hardliner-Truppen des Regimes, kontrolliert. Nur iranische Schiffe oder vom Iran genehmigte Schiffe, die teilweise Geld zahlten, durften die Meerenge passieren.

Nun seien die US-Streitkräfte auch angewiesen worden, alle Schiffe abzufangen, die Gebühren an den Iran gezahlt hätten. Niemand, der eine „illegale Maut“ entrichte, werde auf hoher See eine sichere Passage haben, schrieb Trump am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social.

US-Kontrolle über globalen Ölmarkt

Die US-Interventionen der vergangenen Jahre sind Teil einer ganz grundlegenden geopolitischen Strategie, die aufgehen könnte. Der Analyst „10Delta“ schrieb auf X dazu: „Betrachtet man die letzten vier Jahre jedoch als zusammenhängende Abfolge und nicht als isolierte geopolitische Ereignisse, wird die Architektur des größeren US-Plans sichtbar.“

Am Anfang habe Europa gestanden. Durch die Sanktionspolitik sei es zu einem Einbruch der russischen Pipelinegaslieferungen von 150 Milliarden Kubikmetern auf 40 Milliarden Kubikmeter gekommen. Und nach der Zerstörung von Nordstream steigerten die USA ihren Anteil an der europäischen LNG-Lieferung von 28 % im Jahr 2021 auf 58 % bis 2025 und exportierten die Rekordmenge von 111 Millionen Tonnen – als erstes Land in der Geschichte überschritt es die 100-Millionen-Tonnen-Marke. Europa habe sich von einem Kunden mit Wahlmöglichkeiten in einen gefangenen Markt verwandelt.

An zweiter Stelle stand Syrien. Mit dem Sturz Assads wurde der entscheidende Knotenpunkt zwischen Chinas Seidenstraßeninitiative und dem Mittelmeerraum gekappt. Die trilaterale Eisenbahnlinie zwischen Iran, Irak und Syrien, die westliche maritime Engpässe umgehen sollte, wurde vollständig zerstört. Dies isolierte den Iran geografisch.

Dann kam Venezuela. Im Januar übernahmen die USA faktisch die Kontrolle über die weltweit größten Schwerölreserven. An der US-Golfküste befindet sich der modernste Raffineriekomplex der Welt, der speziell für die Verarbeitung von schwerem, schwefelhaltigem Rohöl konzipiert wurde. Phillips 66, Valero und andere sind nun in der Lage, täglich Hunderttausende Barrel venezolanisches Rohöl zu verarbeiten.

Die USA sicherten sich eine massive strategische Reserve und festigten ihre Position als dominierender Exporteur von raffinierten Erdölprodukten, einer Branche, die allein im Jahr 2025 einen Wert von 110 Milliarden Dollar erreichen wird.

Venezuela und Iran waren die beiden wichtigsten Öllieferanten außerhalb des Dollar-Systems. Beide produzierten Schweröl, das hauptsächlich nach China exportiert wurde, und entzogen sich der US-Finanzaufsicht. Beide werden nun neutralisiert.

An vierter Stelle stehen nun eben der Iran und die Golfstaaten. Durch die gegenseitigen Angriffe wurden im Iran und den arabischen Nachbarn südlich davon erhebliche Kapazitäten zerstört. Qatar Energy schätzte schon Anfang März, dass 17 % der Exportkapazität weggefallen sind und die Erholung bis zu fünf Jahre dauern wird.

Die Straße von Hormus wurde zuerst vom Iran weitgehend gesperrt, sodass nur noch die eigenen Lieferungen nach China durchkamen. Das war für die USA eine verrückte Lage. Wenn nun die Meerenge vollständig geschlossen wird, hat das drei große geopolitische Folgen.

Die kommende geopolitische Lage

Erstens wird die von China, das, anders als die USA, weitgehend von Energieimporten abhängig ist, erheblich geschwächt. Zweitens steigt die Macht Russlands, das zuletzt stärker von China abhängig war, wieder an. Und drittens sind der einzig verbliebene globale Lieferant in großem Maßstab die USA (inklusive von den USA abhängiger Staaten).

Sollte das Mullah-Regime stürzen und eine von den USA kontrollierte oder beeinflusste Nachfolgeregierung folgen, stünden etwa 40 bis 45 Millionen Barrel der globalen Tagesproduktion von insgesamt 103 Millionen Barrel faktisch unter US-Kontrolle. 

Aber auch wenn die Islamfaschisten vorerst in Teheran an der Macht bleiben und die Straße von Hormus zu bleibt, wird China dadurch massiv geschwächt und das Regime der Mullahs wird seine Einkünfte verlieren – und irgendwann mit dem Rücken zur Wand stehen und stürzen.

Natürlich würden die Öl- und Gaspreise erst einmal international und auch in den USA ansteigen, aber anders als Europa und China, sind die USA energieautark. Die Energiepreise würden dort immer noch viel niedriger sein als in Westeuropa. Und unter US-Kontrolle wird die Straße von Hormus für Energie aus US-freundlichen Golfstaaten zunehmend umgangen werden.

Umgehung von Hormus

Eine zentrale Rolle spielt dabei die 1200 Kilometer lange Pipeline von den saudischen Ölfeldern am Persischen Golf rund um Abqaiq zum Hafen von Yanbu am Roten Meer. Sie umgeht auch die Meerenge beim Jemen, wo die Huthi-Dschihadisten lauern. Sie kann täglich 7 Millionen Barrel transportieren, die dann von Tankern durch den Suezkanal nach Europa gebracht werden – und zukünftig vielleicht über eine Pipeline durch Israel und Griechenland (siehe zu diesem Aspekt auch die interessante Analyse von Tom Nash).

Nach einer Beschädigung durch einen iranischen Angriff ging diese Pipeline genau heute wieder in Betrieb. Und es ist vielleicht kein Zufall, dass Trump die völlige Schließung von Hormus genau für diesen Tag angekündigt hat.

Eine weitere Umgehungspipeline ist die Habshan-Fujairah-Pipeline der Vereinigten Arabischen Emirate. Sie verbindet die Ölfelder bei Habshan in Abu Dhabi mit dem Hafen Fujairah am Golf von Oman. Die 2012 in Betrieb genommene Leitung kann rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag transportieren. Tanker können dadurch direkt in den Indischen Ozean auslaufen, ohne die Straße von Hormus passieren zu müssen.

US-Hegemonie im Energiesektor

Dieser Krieg festigt das Petrodollar-System, das sich zu einem hybriden Petro-/LNG-Dollar entwickelt. Das alte System basierte auf saudischem Rohöl, dessen Preis in US-Dollar angegeben wurde. Das neue System basiert auf amerikanischem Rohöl und amerikanischem Gas aus dem Golf von Mexiko, ohne dass es einen alternativen Lieferanten vergleichbarer Größenordnung gibt.

Die Abhängigkeit ist noch tiefer, da die LNG-Infrastruktur langfristige Verträge und Regasifizierungsterminals erfordert, die die Abnehmer jahrzehntelang an Lieferbeziehungen binden. Europa und die pazifischen Verbündeten (Japan, Südkorea, Taiwan usw.) können sich nicht abkoppeln, da es keine Alternative mehr gibt. Sie sind nun an das US-Energiesystem gebunden.

Der Markt bestätigt dies. Der DXY-Index stieg von 96 auf 101. Gold fiel um rund 20 % gegenüber seinem Allzeithoch im Januar. Bitcoin verlor im Jahresverlauf ebenfalls 20 %. Brent notiert über 100 US-Dollar.

Europäische und asiatische Institutionen verkaufen Edelmetalle und Kryptowährungen, um Dollar zu kaufen, da sie diese für den Kauf der einzig verbleibenden großflächigen Energieversorgung benötigen. Die Welt verkauft ihr Gold, um amerikanische Energie in US-Dollar zu erwerben. Der Dollar wird durch die Energieabhängigkeit zur Waffe.

Die US-amerikanische Großstrategie reicht noch tiefer…

Künstliche Intelligenz ist eine physikalische Industrie. Sie benötigt Energie und Chips. Rechenzentren benötigen massive, unterbrechungsfreie Grundlaststromversorgung, die hauptsächlich durch Erdgas bereitgestellt wird. Die Halbleiterfertigung benötigt Helium und Seltene Erden. 

Durch die Blockade der Straße von Hormus und die damit einhergehende Schwächung der LNG- und Heliumproduktion im Nahen Osten schwächen die USA systematisch Chinas Fähigkeit, seine Rechenzentren mit Energie zu versorgen und Halbleiter in großem Umfang herzustellen.

Die USA sind energieautark, insbesondere dank der neu erschlossenen venezolanischen Reserven und der wachsenden Produktionskapazitäten an der Golfküste, die mit heimischem Gas betrieben werden. Andererseits ist China importabhängig, und jedes importierte Joule passiert effektiv Engpässe, die von der US-Marine kontrolliert werden. 

Der Iran war die Landroute für die Energieversorgung im Rahmen der Neuen Seidenstraße, der Korridor, der es China ermöglichte, die Malakka-Falle zu entschärfen. Mit der Neutralisierung des Irans ist dieser Korridor abgeschnitten. China sieht sich einer Welt gegenüber, in der seine Recheninfrastruktur auf einem erschöpften globalen LNG-Markt um die verbleibenden Ressourcen konkurriert, während amerikanische Rechenzentren mit voller Kapazität und heimischer Energie betrieben werden.

„10 Delta“ schreibt abschließend: „Wer die Energiekorridore kontrolliert, kontrolliert das Währungssystem. Wer das Währungssystem und die Energieversorgung kontrolliert, kontrolliert gleichzeitig die Recheninfrastruktur, die darüber entscheidet, welche Zivilisation als erste künstliche Intelligenz entwickelt. Die USA beschlagnahmen alle drei.“

In diesem Sinne wird es heute ab 16 Uhr sehr spannend, ob die USA die Blockade von iranischen Schiffen tatsächlich durchsetzen, wie lange das andauern wird und was die Folgen für das iranische Regime, den Krieg und die Weltwirtschaft sein werden.

(Auszug von RSS-Feed)
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Bankrott & nuklear bewaffnet: Pakistan verkauft sich an die Saudis

12. April 2026 um 15:00

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Pakistan ist pleite. Das Land steht wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Doch anstatt die massive heimische Krise zu lösen, verhökert Islamabad das Einzige, was noch funktionstüchtig ist: das eigene Militär. Für ein paar Milliarden Dollar mutiert Pakistan zur kaufbaren, nuklear bewaffneten moslemischen Söldnernation für die saudischen Öl-Scheichs.

An diesem Wochenende landete auf der saudischen König-Abdulaziz-Luftwaffenbasis ein massives Kontingent der pakistanischen Streitkräfte – inklusive Kampfjets und schwerem militärischen Gerät. Rund 13.000 pakistanische Soldaten sollen dabei helfen, die Golfmonarchie zu verteidigen. Offiziell schwadroniert das saudische Verteidigungsministerium von einem „strategischen Verteidigungspakt“, der die „Sicherheit und Stabilität“ in der Region fördern soll. Doch in Wirklichkeit ist dies eigentlich nichts weiter als ein Söldner-Geschäft auf Staatsebene.

Riad erkauft sich dadurch die dringend benötigte militärische Schlagkraft, und Islamabad bekommt das, was es zum nackten Überleben braucht: frisches Geld. Saudische und katarische Geldgeber pumpen jetzt 5 Milliarden Dollar in die chronisch leere pakistanische Staatskasse. Der Deal wurde am Freitagabend nach einem Krisentreffen zwischen dem saudischen Finanzminister Mohammed bin Abdullah al-Jadaan und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif festgezurrt.

Pakistans Wirtschaft ist ein absoluter Sanierungsfall. Die Währungsreserven des riesigen Landes sind auf kümmerliche 16,4 Milliarden Dollar zusammengeschmolzen. Die Rechnungen stapeln sich, das Wasser steht der Regierung bis zum Hals. Die Kosten für Energieimporte explodieren – ein weiterer Kollateralschaden der jüngsten Eskalationen und der US-amerikanischen und der israelischen Angriffe auf den Iran. Gleichzeitig klopfen wütende Gläubiger an die Tür: Allein die Vereinigten Arabischen Emirate fordern bis Ende des Monats die Rückzahlung von satten 3,5 Milliarden Dollar. Pakistan hat dieses Geld nicht. Was macht man also, wenn man vor dem Staatsbankrott steht? Man vermietet quasi seine Armee.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Saudis von Islamabad militärische Hilfe erhielten. Schon im Golfkrieg 1991 schickte Pakistan Truppen, um das saudische Königreich zu verteidigen. Doch der neue Pakt hat eine völlig neue, furchteinflößende Dimension. Das Abkommen verpflichtet beide Staaten, einen Angriff auf den einen als Angriff auf den anderen zu werten. Man könnte auch sagen, Saudi-Arabien hat sich damit faktisch den Schutz einer Atommacht gekauft. Die Golfmonarchie profitiert also vom nuklearen Schutzschirm der kaufbaren, nuklear bewaffneten moslemischen Söldnernation.

Die Verlegung von Kriegsgerät und Truppen nach Saudi-Arabien hat damit auch Signalwirkung. Andere islamische Länder mit ausreichend Kaufkraft, aber schwachen eigenen militärischen Fähigkeiten könnten sich den Schutz durch die moslemischen Brüder in Islamabad ebenfalls erkaufen wollen. Doch damit steht die Welt näher an einem Atomwaffeneinsatz als jemals zuvor.

(Auszug von RSS-Feed)

Zerfall des Sozialstaats

12. April 2026 um 09:55

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Wir schaffen das! (cdu/csu, spd, gruene,fdp)


Sozialbilanz zu Ostern

Von Wilhelm Neurohr (gewerkschaftsforum)

Nachdem an Ostern die jüngste Sonntagsfrage die AfD mit 26% auf Platz 1 vor der CDU sieht und doppelt so stark wie die SPD, hier in der untenstehenden Tabelle ein Klärungsversuch für die langjährigen Ursachen als Aufwach- oder Auferstehungserlebnis.

Hier sind die ergänzten Daten mit konkreten Zahlenwerten und Schätzungen für die jeweiligen Zeitpunkte. Da es sich um verschiedene statistische Erhebungen handelt (Mikrozensus, Armutsberichte, Verband der Tafeln), stellen diese Werte die jeweils offiziellsten verfügbaren Datenpunkte dar.

Zusammenfassung der „Aufwärtskurve“

Wenn man die Zahlen nebeneinanderlegt, sieht man: Die Kurve der Tafelkunden ist die dynamischste. Sie spiegelt den unmittelbaren Mangel wider, während die Altersarmut die Kurve mit der größten langfristigen Beständigkeit nach oben ist. Die Phase Scholz markiert durch die Inflation den bisherigen numerischen Höchststand bei allen vier Indikatoren.

Analyse der Kurvenpunkte

• Kinderarmut (Sprung unter Schröder): Mit der Einführung von Hartz IV (SGB
II) im Jahr 2005 wurde statistisch deutlicher sichtbar, wie viele Kinder in
Haushalten mit Grundsicherung leben. Die Zahl stieg von ca. 1,1 Millionen
(1995) auf über 2,1 Millionen (2005). Heute liegt sie bei fast 3 Millionen.
• Altersarmut (Die „schleichende“ Kurve): Während die Quote 1990 noch bei
etwa 5% lag, hat sie sich bis heute auf fast 19% fast vervierfacht. Besonders
unter den Regierungen Merkel III und IV wurde deutlich, dass die
Rentenreformen der frühen 2000er Jahre (Riester/Niveausenkung) die Kurve
nach oben trieben.
• Tafelkunden (Die steilste Kurve):
1993: 1 Tafel
2005: ca. 500.000 Kunden (Ende Schröder)
2023: ca. 2.000.000 Kunden (Mitte Scholz)
Dies entspricht einer Steigerung von 300% innerhalb von weniger als 20
Jahren.
• Wohnungsnot & Obdachlosigkeit: Hier gab es unter Merkel (ab 2015) eine
statistische Trendwende. Die Zahl der Menschen ohne eigene Wohnung stieg
von ca. 248.000 (2010) auf über 600.000 (heute). Hier fließen sowohl die
klassische Obdachlosigkeit als auch die verdeckte Wohnungslosigkeit
(Unterbringung in Heimen) ein.

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Detaillierte Datenanalyse mit Zahlenwerten (1990–2026)

Phase / Regierung Kinderarmut (Quote/Anzahl) Altersarmut (Quote ab 65 J.) Wohnungslose (Schätzung) Tafelkunden (Anzahl)
Kohl (1990–1998) 1990: ca. 10–12% (nach der Wende steigend) 1990: ca. 4–5% (sehr stabil) 1990: ca. 250.000 (starker Zuzug Ost-West) 1993: < 10.000 (Gründungsphase)
Schröder (1998–2005) 2005: ca. 19,0% (~2,1 Mio. Kinder) 2005: ca. 10,7% 2005: ca. 230.000 2005: ca. 500.000
Merkel I–IV (2005–2021) 2021: ca. 20,8% (~2,8 Mio. Kinder) 2021: ca. 17,9% (massiver Anstieg) 2020: ca. 417.000 (inkl. Geflüchtete) 2019: ca. 1.650.000
Scholz (2021–2025) 2024: ca. 21,8% (fast jedes 4. Kind) 2024: ca. 18,5% 2023: ca. 607.000 (neue Zählweise/Anstieg) 2023/24: ca. 2.000.000
Merz (2025–2026*) 2026: Prognose > 22% 2026: Prognose ~ 19% 2026: Prognose > 650.000 2026: Prognose ~ 2,1 Mio.

Quelle und weitere Infos: Startseite – Wilhelm Neurohr

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Rekord-Pleitewelle: Höchster Stand an Firmeninsolvenzen seit 2005

11. April 2026 um 15:00

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Im ersten Quartal ist die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten geklettert. Besonders der Mittelstand in Bau und Handel steht massiv unter Druck. Wirtschaftsforscher warnen vor einer Fortsetzung des verheerenden Trends.

Die aktuellen Daten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zeichnen ein katastrophales Bild der deutschen Wirtschaftslage. In den ersten drei Monaten dieses Jahres mussten 4.573 Personen- und Kapitalgesellschaften Insolvenz anmelden. Ein historischer Höchstwert: Damit übersteigt das aktuelle Firmensterben nicht nur die jüngsten Erwartungen, sondern sogar das Niveau während der globalen Finanzkrise im Jahr 2009. Um noch desaströsere Werte zu finden, muss fast 20 Jahre zurückgeblickt werden: Zuletzt lag die Zahl der Firmenpleiten im dritten Quartal 2005 höher, als das Statistische Bundesamt 4.771 Insolvenzen registrierte.

Besonders rasant beschleunigte sich der wirtschaftliche Absturz im März. Die Zahl der Insolvenzen schoss im vergangenen Monat um 71 Prozent über den Durchschnittswert der Vergleichsmonate aus den Jahren 2016 bis 2019 hinaus. Dieser extreme Anstieg trifft den Daten zufolge dabei vor allem kleine Unternehmen, die traditionell das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Das sind auch jene Firmen, die Lehrlinge – und damit die zukünftigen Fachkräfte – ausbilden.

Die verheerendsten Auswirkungen verzeichnen dabei das Baugewerbe und der Handel – Branchen, die unter hohen Zinsen, gestiegenen Baukosten und einer massiven Kaufzurückhaltung der Bürger leiden. Regional konzentriert sich der wirtschaftliche Niedergang ausgerechnet auf die großen industriellen Kraftzentren der Republik: Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen weisen die stärksten Zuwächse bei den Insolvenzen auf.

Zwar waren aufgrund der kleinteiligen Struktur der insolventen Firmen im März absolut gesehen weniger Arbeitnehmer von einem Jobverlust bedroht als noch im Februar oder im Vorjahresmonat. Eine Entspannung der kritischen Lage ist in naher Zukunft jedoch nicht in Sicht. Das IWH dämpft nämlich jegliche Hoffnungen auf eine baldige Erholung. Die Frühindikatoren der Wirtschaftsforscher deuten unvermindert auf anhaltend hohe Ausfallraten in der deutschen Wirtschaft hin. Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung, stellte eine düstere Prognose für die kommenden Monate: “Es ist möglich, dass sich die sehr hohen Werte aus dem März wiederholen.” Der massive Abwärtstrend des Wirtschaftsstandortes Deutschland verfestigt sich damit zusehends.

Die finanziellen Schäden aus den Lockdown-Jahren, die Energiekrise seit der Eskalation in der Ukraine, die katastrophale Energiewende (samt explodierenden Energiepreisen und ständig wachsenden bürokratischen Auflagen) sowie die kontinuierlich in die Höhe schießende Steuer- und Abgabenlast hinterlassen ihre vernichtenden Spuren. In der Bundesrepublik wird nicht mehr aktiv gestaltet, sondern nur noch das wirtschaftliche Elend verwaltet.

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Massen-Evakuierungspläne: Zehn europäische Staaten rüsten für den großen Krieg!

11. April 2026 um 11:00

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Statt auch nur den geringsten Versuch zu unternehmen, auf diplomatischem Wege Frieden auf unserem Kontinent zu sichern, bereitet sich die europäische Politkaste lieber auf den totalen Untergang vor. Zehn Staaten rund um Nord- und Ostsee, natürlich inklusive Deutschland, haben jetzt ein Abkommen zur “Massen-Evakuierung” unterschrieben.

Ein Kommentar von Heinz Steiner

Die kriegsbesoffene Politkaste Europas lässt zusehends die letzten Hüllen fallen. Anstatt auch nur den Hauch einer diplomatischen Lösung im Ukraine-Konflikt anzustreben, plant man in Berlin, Stockholm, Warschau und sieben weiteren Hauptstädten bereits ganz offen für den Untergang. Ein neues “Memorandum” der Nord- und Ostsee-Staaten regelt ab sofort die millionenfache Evakuierung europäischer Bürger. Die Botschaft der Herrschenden an uns Bürger ist glasklar: Wir treiben diesen Kontinent sehenden Auges in einen verheerenden Krieg gegen Russland – und ihr dürft dann mit dem 72-Stunden-Rucksack in die von uns verursachte Katastrophe fliehen.

Im Februar haben unter anderem Schweden, Dänemark, Deutschland und Polen dieses Papier still und heimlich abgenickt. Es geht um die grenzüberschreitende Massenumsiedlung im “Ernstfall”. Die NATO-Falken und Brüsseler Eurokraten rechnen längst fest mit dem völligen Zusammenbruch der europäischen Friedensordnung. Diplomatie und konstruktive Gespräche mit Russland kommen für diese Leute überhaupt nicht mehr infrage. Lieber dreht man die Eskalationsspirale durch immer neue Waffenlieferungen und Drohgebärden munter weiter, während man am Reißbrett die Fluchtrouten für die künftigen Opfer dieser Wahnsinnspolitik absteckt.

Der grenzenlose Zynismus dieser Herrschaften zeigt sich in den Details. Man brüstet sich damit, besonderes Augenmerk auf “gefährdete Gruppen” wie Kinder, Alte und Pflegebedürftige zu legen. Die Eliten, die diesen Kriegsdunst erst über Europa zusammenbrauen, wollen sich offenbar als barmherzige Retter inszenieren, wenn sie Krankenhauspatienten in Spezialfahrzeugen quer durch ein brennendes Europa karren lassen. Die verantwortlichen Politiker selbst dürften an diesem Tag X längst tief unten in ihren wohl ausgestatteten Regierungsbunkern sitzen und Champagner schlürfen, während Europa in Flammen aufgeht.

Ein Blick nach Polen zeigt, wie man sich die Kontrolle über die Massen im Ernstfall vorstellt. Regierungstreue Behörden definieren dort bereits, welche Busse requiriert und welche notdürftigen Unterkünfte belegt werden. Vor allem aber packt man schon jetzt das totalitäre Besteck aus: Sirenen, Flugblätter und elektronische Nachrichten sollen die Bevölkerung auf Linie bringen, um “Gerüchte und gezielte Falschinformationen” zu unterdrücken. Wir wissen alle, was das bedeutet. Sobald der Ernstfall eintritt, wird jede abweichende Meinung, jeder Ruf nach Frieden und jede Kritik am Regierungskurs als “Desinformation” und als “Landesverrat” gebrandmarkt. Totale Gleichschaltung für den totalen Gehorsam.

Ginge es den Regierungen in Deutschland, Polen oder Schweden tatsächlich um das Wohl ihrer Bürger, würden sie sofort den Schalter umlegen: Stopp aller Kriegstreiberei, Ende der militärischen Eskalation und sofortige diplomatische Friedensinitiativen. Aber nein, stattdessen rät man der Bevölkerung, beim Fluchtgepäck “nur an das Nötigste für etwa 72 Stunden” zu denken. Ein 72-Stunden-Überlebenskit für den einfachen Bürger, der für die geopolitischen Großmachtfantasien fremder Mächte und das Ego der eigenen Politiker seine Heimat verlieren soll.

Europa, welches in den vergangenen Jahrhunderten bereits so oft von verheerenden Kriegen verwüstet wurde, soll wohl wieder dem Erdboden gleichgemacht werden. Doch was nützen solche Evakuierungspläne am Ende, wenn ein solcher Krieg gegen Russland zum Einsatz von taktischen Atomraketen auf strategische Ziele in Europa führt? 72 Stunden Flucht, nur um dann ohnehin pulverisiert oder verstrahlt zu werden?

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Streit in der EU In der Energiekrise wartet niemand auf Brüssel

11. April 2026 um 10:01

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EU-Energiekommissar Dan Jørgensen: Kann seine Linie in der Energiekrise nicht durchsetzen. (Themenbild)

Europa reagiert auf massive Preissteigerungen – und die EU-Kommission tobt. Denn die Mitglieder setzen in der Energiekrise auf nationale Maßnahmen, statt Mahnungen nach „echter Union“ auszuhalten.

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Wie sich der Waffenstillstand zwischen Iran und den USA auf die Ölmärkte ausgewirkt hat

11. April 2026 um 07:00

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Ein Energieexperte hat für die TASS in einem Artikel erklärt, warum die Ölpreise nach dem Waffenstillstand zwischen dem Iran und den USA so stark schwanken und wie sich die Preise in der Zukunft entwickeln dürften. Ich habe den Artikel übersetzt. Beginn der Übersetzung: Preisschwankungen: Wie sich der Waffenstillstand zwischen Iran und den USA auf die […]
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Trump macht Mullah-Regime nach Hormus-Erpressung knallharte Ansage

11. April 2026 um 07:00

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Die Mullahs in Teheran versuchen es wieder mit Erpressung und verlangen “Gebühren” (zahlbar in Yuan oder Kryptowährungen) für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Allerdings haben sie die Rechnung ohne den starken Mann im Weißen Haus gemacht.

Kaum ist ein fragiler Waffenstillstand in Kraft, versucht der neue iranische “Oberste Führer”, Ayatollah Mojtaba Chamenei, die Weltwirtschaft mit neuen Maßnahmen weiter in Geiselhaft zu nehmen. Seine Drohung: Der Iran wolle das “Management” der strategisch extrem wichtigen Straße von Hormus in eine “neue Phase” überführen. Berichten zufolge will das radikal-islamische Regime nun absurde Transitgebühren von Tankern erpressen – bis zu 2 Millionen Dollar pro Schiff, zahlbar in Kryptowährungen oder in chinesischen Yuan! Zudem sollen täglich nur noch 15 “überprüfte” Schiffe passieren dürfen.

Eine reine Mafia-Methode und moderne Wegelagerei. Doch US-Präsident Donald Trump fackelte nicht lange und feuerte auf Truth Social eine unmissverständliche Warnung in Richtung Teheran: “Es gibt Berichte, dass der Iran Gebühren von Tankern verlangt, die durch die Straße von Hormus fahren – das sollten sie besser nicht tun, und wenn doch, sollten sie sofort damit aufhören!” Wenig später legte der Präsident noch einmal nach und stellte klar, wer hier die Regeln aufstellt: “Der Iran leistet extrem schlechte Arbeit, manche würden sagen eine ehrlose Arbeit, wenn es darum geht, Öl durch die Straße von Hormus zu lassen. Das ist nicht die Vereinbarung, die wir haben!”

Dass Amerika sich von den Terror-Paten in Teheran nicht mehr auf der Nase herumtanzen lässt, zeigt auch die Wahl des Chefunterhändlers. Das Weiße Haus bestätigte, dass US-Vizepräsident J.D. Vance die US-Delegation bei den anstehenden Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad leiten wird. Washington zeigt damit, dass die Zeit der schwachen Kompromisse vorbei ist. Vance betonte bereits, dass Trump “ungeduldig” sei und Fortschritte sehen wolle. Wenn die Iraner nicht in gutem Glauben verhandeln, würden sie sehr schnell herausfinden, dass man “mit Präsident Trump nicht spaßen kann.” Tatsächlich zeigt die harte Linie bereits erste Erfolge: Am Donnerstag konnte der erste nicht-iranische Tanker seit Beginn der Waffenruhe die Meerenge passieren.

Während die USA den Iran in die Schranken weisen, räumt Israel im benachbarten Libanon auf. Trotz des iranischen Gejammers über massive israelische Luftschläge (über 250 Tote und die Ausschaltung von Hisbollah-Führungskadern an nur einem Tag) lässt sich Premierminister Benjamin Netanjahu nicht beirren. Er bot dem Libanon zwar direkte Friedensverhandlungen an, machte aber klar: Bedingung ist die vollständige Entwaffnung der islamistischen Hisbollah-Terroristen.

Für das Mullah-Regime, das seine libanesischen Terror-Marionetten schwinden sieht, ist dies ein schwerer Schlag. Teheran droht damit, dass Israels Vorgehen den Waffenstillstand gefährde. Institutionen wie die geschwächte EU (vertreten durch Kaja Kallas) verurteilen die Gewalt wie üblich nur mit leeren Worthülsen. Doch Donald Trump macht unmissverständlich klar, was passiert, wenn der Iran den Deal platzen lässt: Sämtliche US-Schiffe, Flugzeuge und Truppen bleiben in Stellung. Er warnt das Regime: Wenn das Abkommen nicht strikt eingehalten wird, droht eine militärische Antwort – “größer, besser und stärker, als es jemals zuvor jemand gesehen hat.”

Nun stellt sich nur mehr die Frage, ob die Mullahs in Teheran weitere umfangreiche Angriffe durch die US-amerikanische und die israelische Luftwaffe riskieren wollen, oder ob sie tatsächlich einlenken werden. Eine langfristige Einigung dürfte jedoch schwierig werden, zumal die Positionen beider Seiten sehr weit auseinander liegen.

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Streit um Energiepolitik: Merz kritisiert Reiche

10. April 2026 um 14:56

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Bundeskanzler Friedrich Merz mahnt zur Geschlossenheit: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche soll sich zurückhalten, Parteienstreit sei jetzt fehl am Platz.
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Dieselkrise: Warum Tanker ihren Kurs plötzlich ändern und Europa meiden

10. April 2026 um 12:14

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Dieseltanker drehen im Atlantik ab und steuern statt Europa Richtung Asien. Der wachsende Preisunterschied zwischen den Märkten zeigt, wie stark die Treibstoffversorgung der EU-Staaten vom globalen Wettbewerb abhängt.
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„Kriegsertüchtigung“: Wehrübungen für Reservisten sollen zur Pflicht werden

10. April 2026 um 12:00

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Noch greift für Reservisten, die zu einer Wehrübung geladen werden, ein sogenanntes “doppeltes Freiwilligkeitsprinzip”, sprich: Sowohl Betroffene als auch ihre Arbeitgeber müssen zustimmen. CDU und Reservistenverband wollen die Regeln hier jedoch deutlich verschärfen und im Zuge der ausgerufenen “Kriegsertüchtigung” eine Pflicht zu regelmäßigen Wehrübungen verhängen.

Der folgende Artikel erschien zuerst beim Deutschlandkurier:

Die Reserve der Bundeswehr soll im Rahmen der von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ausgerufenen „Kriegsertüchtigung“ Deutschlands in den nächsten Jahren auf 200.000 Männer und Frauen anwachsen. CDU und Reservistenverband fordern ergänzend eine Pflicht zu regelmäßigen Wehrübungen.

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), hat sich dafür ausgesprochen, Reservisten zu Wehrübungen zu verpflichten und in diese Pflicht ihre Arbeitgeber einzubeziehen. „Wir können uns in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage keine Reserve leisten, die nur auf freiwilliger Basis funktioniert“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Wenn man die Bundeswehr ernsthaft stärken wolle, brauche es mehr „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit.“

Der Präsident des Reservistenverbandes, der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg, begrüßte den Vorstoß seines Parteifreundes, mahnte als Bedingung aber einen verbesserten Kündigungsschutz an. Eine Pflicht zu Wehrübungen dürfe nicht dazu führen, dass Arbeitgeber keine Reservisten mehr einstellen oder ihnen kündigen.

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat unterdessen versichert, dass Männer ungeachtet des neuen Wehrpflichtgesetzes „selbstverständlich ohne bestätigende Genehmigung“ Deutschland verlassen dürfen. Zuvor hatte es in Presseberichten geheißen, dass alle Männer zwischen 17 und 45 Jahren einen Aufenthalt im Ausland von der Bundeswehr genehmigen lassen müssten, sollte dieser länger als drei Monate andauern.

Der Minister erklärte nun gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass es „in der aktuellen Friedenszeit“ keine Genehmigungsverfahren geben werde. Die Regelung gelte jedoch nur zu „Friedenszeiten“. Im „Spannungsfall“ würden entsprechende Genehmigungsverfahren „etabliert“ werden. Die juristische Website Legal Tribune Online (LTO) kommentierte die allgemeine Verunsicherung mit Blick auf das Agieren der Bundesregierung unter der Überschrift: „Denn sie wissen nicht, was sie tun.“

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TICKER | Trump: „Wenn wir keinen Deal erreichen, werden wir sie einsetzen“

10. April 2026 um 17:29

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Die Lage im Iran ist weiter angespannt: Trotz Waffenruhe mit USA und Israel bleibt die Straße von Hormus umkämpft, es kommt zu Vorwürfen und vereinzelten Angriffen. Die Energieversorgung ist gestört, eine stabile Lösung ist nicht in Sicht.
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Kuba weist US-Forderungen nach Regierungswechsel entschieden zurück

10. April 2026 um 07:20

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Der kubanische Präsident Díaz-Canel hat Forderungen aus den USA nach politischen Veränderungen und einem Rücktritt klar zurückgewiesen. Kuba betont seine Souveränität und lehnt Einmischungen in das politische System entschieden ab. Gleichzeitig vertieft sich die Zusammenarbeit mit Russland inmitten einer schweren wirtschaftlichen Krise.
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Waffenstillstand im Nahen Osten – Völkermord geht weiter | Von Hermann Ploppa

09. April 2026 um 13:00

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Waffenstillstand im Nahen Osten – Völkermord geht weiter | Von Hermann Ploppa
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Waffenstillstand im Nahen Osten – Völkermord geht weiter | Von Hermann Ploppa

Nachdem US-Präsident Donald Trump zunächst die iranische Zivilisation in einer einzigen Nacht für alle Zeiten vernichten wollte, hat er dann doch lieber den geordneten Rückzug angetreten. Für wie lange?

Ein Standpunkt von Hermann Ploppa.

Das war ein Drama.

Was wir in den letzten Tagen erlebt haben, ist nichts weniger als eine Neuauflage der Kuba-Krise von 1962. Damals hatten die Antipoden USA und Sowjetunion sehr hoch gepokert wegen sowjetischer Marschflugkörper auf Kuba, nur wenige Kilometer entfernt von Florida. Doch damals regierte auf beiden Seiten des Kalten Kriegs eine Generation, die den Horror des Zweiten Weltkriegs noch hautnah miterlebt hat. Dieser Horror war Chruschtschow und Kennedy in Mark und Bein geschrieben. Beide wollten so etwas nie wieder erleben. Die atomare Konfrontation konnte vermieden werden. Die Welt zitterte und atmete sodann erleichtert auf.

Doch ganz anders die aktuelle Zuspitzung im Krieg der USA gegen den Iran. US-Präsident Donald Trump hatte sich in seiner kriegerischen Rhetorik selber immer noch einmal überboten. Wenn die iranischen Revolutionsgarden, diese „irren Bastarde“ wie er sich ausdrückte, nicht sofort die Meerenge von Hormuz öffneten, dann gäbe es mächtig Schläge. Im nächsten Tweet war dann schon die Rede davon, „eine ganze Zivilisation werde heute Nacht sterben und nie wieder auferstehen.“ Das wolle Trump zwar nicht, das werde aber stattfinden, wenn die Iraner nicht bis 2 Uhr nachts Mitteleuropäischer Sommerzeit die Straße von Hormuz wieder freigeben würden. Dann wurde noch eine kryptische Aussage von Vizepräsident JD Vance kolportiert. Man werde, so hieß es, „eine ganz neue Waffe“ gegen den Iran einsetzen. Die Community spekulierte, ob der junge Vizepräsident vielleicht sogar die Atombombe meinen könnte.

Jetzt waren wir also wieder bei Kuba-Krise 2.0 angelangt. Das Erschreckende daran: die Generation, die jetzt am Drücker sitzt, hat selber noch nie einen Krieg miterlebt und ist zudem ideologisch auf Apokalypse eingestellt (1). Und, was der absolute Schocker ist, was kaum jemand weiß: der Präsident der USA ist laut Verfassung dazu berechtigt, ganz alleine, ohne jede Abstimmung mit irgendwelchen anderen Instanzen wie zum Beispiel dem Parlament oder dem Obersten Gericht, die Atombombe zu zünden (2).

Dafür trägt ein Helferlein einen Koffer immer mit, auf den der Präsident jederzeit zugreifen kann. Der Präsident schnappt sich diesen Koffer, den so genannten „nuclear football“, öffnet ihn und authentifiziert sich mit einem Geheimcode. Der Befehl zum Starten der Atombomben geht an das National Military Command Center im Pentagon. Von dort geht der Startbefehl an die ausführenden Waffengattungen. Zwei Militärangehörige müssen nun exakt zur gleichen Zeit an zwei Schlössern mit zwei identischen Schlüsseln die gleiche Drehung ausführen. Und nun kann der atomare Knall losgehen. Bei der geistig-moralischen Ausstattung des derzeit amtierenden Präsidenten kann man sich leider durchaus vorstellen, dass Trump die atomare Kettenreaktion auslöst (3).

Und bereits viele Stunden vor Ablauf des Ultimatums begannen israelische Streitkräfte, systematisch Brücken und Kraftwerke sowie Basen der iranischen Revolutionsgarden zu bombardieren. Es schien alles auf den großen Knall zuzustreben. Iranische Bürger stellten sich als menschliche Schutzschilder auf die gefährdeten Brücken und vor die Kraftwerke (4). Männer, Frauen, Kinder. Sie alle mussten damit rechnen, von den skrupellosen Angreifern zusammen mit den Brücken und Kraftwerken pulverisiert zu werden. Die Lage war aus iranischer Sicht verzweifelt. Irans Präsident Massud Peseschkian gab bekannt, dass sich vierzehn Millionen Iraner bereit erklärten, ihr Leben für die Sache Irans zu opfern, sprich: Selbstmordaktionen zu starten, um die Angreifer aufzuhalten.

Auch Peseschkian selber hatte sich in die Liste eingetragen (5). Zur gleichen Zeit flüchteten viele Teheraner Bürger mit ihren Autos aus der Stadt, irgendwo hin in Richtung Kaspisches Meer, um der zu erwartenden Vernichtung durch Phosphorbomben oder gar durch die Atombombe zu entkommen. Andere Teheraner Bürger harrten demonstrativ in der Stadt aus und schwenkten iranische Flaggen. Die westliche Mainstream-Presse erzählte ihren Lesern, all diese opferbereiten Iraner seien von den „Mullahs“ zu diesen Manifestationen gezwungen worden. Was natürlich kompletter Bullshit ist. So viele Menschen kann man nicht zwingen. Schon gar nicht im Chaos eines Krieges. Die westlichen Hofpoeten können sich einfach nicht vorstellen, dass es noch Menschen gibt, die gewisse Dinge aus tiefer Überzeugung tun – ohne dafür Geld zu verlangen.

Die Kunden der westlichen Mainstream-Hofpoeten, die breite Masse zum Beispiel in Deutschland, verfolgte in diesen entscheidenden Stunden ein Pokalspiel zwischen dem spanischen Verein Real Madrid und „unseren“ Champions von Bayern München. Die Tatsache, dass „wir“ in Madrid das Hinspiel gewonnen haben, kombiniert mit der sedierenden Wirkung eines oder zweier guter deutscher Biere, sorgte für die nötige Bettschwere, um das Drama im Nahen Osten zu überschlafen.

Unentschieden zwischen der Epstein-Mannschaft und dem Iran

Als die Deutschen wieder erwachten, hatte der Schiedsrichter Pakistan das Spiel zwischen der israelisch-amerikanischen Mannschaft und dem Iran unterbrochen. US-Präsident Trump erklärte in den freundlichsten Worten, dass man sich nun mit dem Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt habe. Das bestätigte dann auch der iranische Außenminister Abbas Aragtschi in ebenfalls recht höflichen Worten. Nun will man sich ab morgen im pakistanischen Islamabad treffen, Iraner und US-Amerikaner, um zu schauen, ob sich auch langfristig ein Frieden aushandeln lässt. Der erste Ertrag für die USA: die Straße von Hormuz ist für die nächsten zwei Wochen auch für die Amerikaner wieder frei befahrbar. Das ist wichtig für Trump. Die amerikanischen Farmer, bislang eifrige Trump-Wähler, bekommen nun ihren sehnsüchtig erwarteten Kunstdünger. Die Autofahrer tanken vielleicht schon bald wieder billiges Benzin. Der erste Ertrag für Iran kann sich auch schon sehen lassen. Denn der Iran ist ab jetzt für alle Zukunft berechtigt, zusammen mit Nachbarland Oman von den durch die Meerenge fahrenden Schiffen saftige Zölle abzukassieren. Das bringt gutes Geld, um die ramponierte Staatskasse des Iran und von Oman zu aufzufüllen.

Trump hat wohlwollende Prüfung der iranischen Forderungen für einen dauerhaften Frieden zugesagt. Das Wohlwollen wird vermutlich nicht lange vorhalten, wenn Trump sich die iranische Position erst einmal von seinem Schwiegersohn Jared Kushner und seinem Immobilien-Spezi Steve Wittkoff erklären lässt. Zwischen den amerikanischen Forderungen für einen Frieden und den entsprechenden Forderungen der Iraner liegen Welten. Es geht eigentlich nur entweder das eine oder das andere. Die Position der Amerikaner: der Iran soll seine Nukleartechnologie zurückfahren und sich von den Amerikanern mit Nukleargeschirr versorgen lassen. Der Iran soll in Zukunft nur noch Raketen geringer Reichweite in seiner Waffenkammer haben. Mit anderen Worten: der Iran soll sich ausgerechnet gegenüber den USA nuklear vollständig entkleiden und auf glaubhafte Abschreckung durch Raketen verzichten. Nach bisherigen leidvollen Erfahrungen der Iraner mit den Amerikanern geht das nun gar nicht.

Und wenn Trump erst einmal zu begreifen beginnt, was die Iraner in ihren zehn Punkten von ihm verlangen, wird ein erneuter Zornesausbruch schwer zu vermeiden sein. Denn die Iraner verlangen:

  • Eine bindende Verpflichtung der USA, auf weitere Aggressionen gegen den Iran zu verzichten.
  • Die USA erkennen dauerhaft an, dass in Zukunft der Iran das Vorrecht genießt, die Meerenge von Hormuz zu kontrollieren.
  • Die USA erkennen das Recht des Iran an, ihre Nuklearbestände anzureichern.
  • Die USA heben alle primären Sanktionen auf. Heißt: die US-Regierung verbietet amerikanischen Unternehmen nicht länger, Geschäfte mit dem Iran zu machen.
  • Die USA heben alle sekundären Sanktionen auf. Soll heißen: die USA hören auf, alle Firmen weltweit zu bestrafen, die mit dem Iran Geschäfte machen.
  • Aufhebung bisheriger Sanktionen der Vereinten Nationen gegen den Iran.
  • Aufhebung von Resolutionen des Vorstandes der internationalen Energiebehörde IAEA gegen Iran.
  • Die Freigabe aller eingefrorenen iranischen Vermögenswerte und Besitztümer im Ausland.
  • Den endgültigen Abzug aller US-Streitkräfte aus der Region um den Persischen Golf.
  • Ende des Krieges der USA an allen Fronten, einschließlich des Krieges gegen die mit Iran verbündeten Achse des Widerstands – also auch gegen Hisbollah und gegen Ansar Allah im Jemen.

Diese Forderungen sind natürlich für die USA ein absolutes No-Go. Diesen Forderungen nachzukommen wäre ja eine schlimmere Demütigung von Uncle Sam als Vietnamkrieg und Rausschmiss durch die afghanischen Taliban zusammen genommen.

Es ist nach allen bislang gemachten Erfahrungen eher unwahrscheinlich, dass die USA an einer dauerhaften Friedensordnung in Nahost wirklich interessiert sind. Im letzten Sommer hatte die US-Verhandlungsdelegation der iranischen Seite vorgegaukelt, eine Einigung sei fast in trockenen Tüchern. Entspannt und zufrieden flogen die iranischen Delegierten nach Hause ins Wochenende. Doch diese Erholungspause überlebte kein einziger iranischer Delegierter. Denn die USA ermordete sie alle mit Präzisionsschlägen. Das war der Auftakt des israelisch-amerikanischen Zwölftage-Krieges gegen Iran. Und im jetzigen Krieg dieselbe Nummer. Wieder attackierten die Amerikaner den Iran, mitten in noch laufenden Verhandlungen. Es ist so gut wie ausgeschlossen, dass die momentane Waffenruhe lange hält. Israel hat sofort angekündigt, sich nicht an irgendwelche Vereinbarungen zu halten. Das Netanyahu-Regime setzt seine völkermörderische Praxis im Gaza-Streifen, in der Westbank und im Süd-Libanon ungehindert fort.

Gegen Netanyahu liegen Strafbefehle vor. Nur die Immunität als Regierungsmitglied schützt ihn vor juristischer Verfolgung. Netanyahu muss den Krieg ad infinitum fortsetzen. Israel untergräbt jede Waffenruhe. Denn wenn die USA sich tatsächlich aus dem Nahostkrieg zurückziehen sollten, wäre die weitere Kriegsführung für ein Groß-Israel nicht mehr ganz so leicht und straflos durchzuführen. Israel selber hat mehr als genug Probleme. Der Mythos vom flächendeckenden Schutz aller Israelis durch den so genannten Eisernen Dom ist angeschlagen. Die Staatsfinanzen sind zerrüttet. Und die Bevölkerung gespalten wie noch nie (6).

Dieser Waffenstillstand ist nichts weiter als eine Spielpause. Die Waffenlager werden wieder aufgefüllt. Treibstoff zugekauft. Neue Munition angelegt. Und die Trainer können ihren Spielern in Ruhe neue taktische Regeln erklären.

Und wir haben ein bisschen Zeit, um unseren Widerstand gegen jede Form von Aufrüstung und Krieg weiter auszuarbeiten. Ich jedenfalls möchte den Dritten Weltkrieg nicht. Ich habe in meiner Kindheit noch die schrecklichen Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges miterlebt. Das brauche ich nicht. 

Quellen und Anmerkungen 

(1) https://apolut.net/kreuzzug-von-armageddon-gegen-den-iran-von-hermann-ploppa/

(2) https://www.congress.gov/crs-product/IF10521?utm_source=chatgpt.com

(3) https://www.lemonde.fr/en/international/article/2026/04/08/the-president-of-the-united-states-is-clearly-insane-donald-trump-s-escalatory-rhetoric-raises-questions-over-his-mental-health_6752200_4.html

(4) https://www.youtube.com/watch?v=QSOr57IA7Ao

(5) https://www.youtube.com/shorts/x3ikSdpxITU

(6) https://apolut.net/netanyahu-der-zerstoerer-von-hermann-ploppa/

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: NATIONAL HARBOUR, MD, USA- 24. Februar 2024: Donald Trump spricht im CPAC über seinen Plan, den aktuellen Präsidenten Joe Biden im November zu besiegen.

Bildquelle: Jonah Elkowitz / shutterstock

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Es ist auffallend still im Land der Widersprüche | Von Janine Beicht

09. April 2026 um 10:39

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Es ist auffallend still im Land der Widersprüche | Von Janine Beicht
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Es ist auffallend still im Land der Widersprüche | Von Janine Beicht

Die Ruhe im Widerspruch: Wie Deutschland lernt, mit offensichtlichen Fehlentwicklungen zu leben

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Ergebnis und Realität wird immer greifbarer. Steigende Belastungen treffen auf eine Politik, die ihren Kurs nicht verändert und bestehende Probleme weiter verschärft. Die ausbleibende Gegenreaktion verleiht dieser Entwicklung eine fast irritierende Stabilität.

Ein Kommentar von Janine Beicht.

Deutschland ist ein Land, das sich selbst gern erklärt, und zwar mit einer Ausdauer, die beinahe bewundernswert wäre, wenn sie nicht so häufig die Realität übertönen würde. Die Bevölkerung bewältigt ihren Alltag unter zunehmend belastenden Bedingungen, während parallel eine Politik betrieben wird, die weniger an der Behebung realer Probleme interessiert ist als an deren rhetorischer Umlackierung, so lange, bis sich selbst Verschlechterungen als Fortschritt verkaufen lassen.

Dieses Land ist zur Bananenrepublik transformiert worden. Das ist kein Ausrutscher. Es ist System. Die irrsinnigsten Debatten in den Talkshows laufen in Endlosschleife, und die Widersprüche stapeln sich so hoch, dass sie offenbar für alle die Sicht versperren. Die Politiker der staatlichen Lenkung reagieren auf jede Krise mit derselben Mischung aus Symbolhandlungen, moralischen Appellen und ideologischer Starrheit. Sie erinnern dabei weniger an pragmatische Gestalter einer modernen Volkswirtschaft als an die Funktionäre einer vergangenen Epoche, in der die Planwirtschaft der DDR die Wirklichkeit mit ideologischen Parolen übermalte. Pressekonferenzen, Gipfel, Strategiepapiere und Aktionspläne. Es ist eine unendliche Liturgie politischer Selbstvergewisserung entstanden. Damals wie heute wird das System nicht angepasst, sondern die Gesellschaft soll sich anpassen. Die Energiekrise, die geopolitischen Verwerfungen, die wirtschaftliche Schrumpfung und die demografische Zeitbombe werden nicht gelöst, sondern individualisiert, moralisiert und mit weiteren Regulierungen verschlimmbessert.

Und doch liegt über diesem Land eine eigentümliche Ruhe. Nicht die gute, sondern diese seltsam abgeklärte, die entsteht, wenn Anspruch und Wirklichkeit sich so selten begegnen, dass ein Zusammentreffen schon als Ereignis gelten würde, und man sich irgendwann fragt, wer eigentlich beschlossen hat, dass das alles völlig normal ist.

Der Markt eskaliert - Berlin meditiert

Die Ruhe bleibt stabil. Einzig die Preise machen konsequent nicht mit. Vor allem an der Zapfsäule herrscht inzwischen eine gewisse Form von Raketenwissenschaft: Die Spritpreise steigen schneller, als jede politische Erklärung hinterherkommt. Offiziell liegt das an geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, Stichwort Iran. Inoffiziell hilft Deutschland aber auch fleißig mit und packt rund 60 Prozent Steuern obendrauf (1), weil Explosionen offenbar erst richtig wirken, wenn der Staat sie zusätzlich begleitet. Zeitgleich warnt die Wirtschaft seit Monaten (2) vor dem großen energetischen Nervenzusammenbruch.

Die politische Reaktion darauf erinnert an einen morgendlichen Stuhlkreis, in dem man sich darauf verständigt, dass Probleme zwar existieren, aber bitte nicht so laut: Tankstellen dürfen Preise nur noch einmal täglich erhöhen (3), als ob der globale Ölmarkt sich künftig höflich an deutsche Bürozeiten hält. Parallel dazu feiert das Thema des Tempolimits (4) ein Comeback, begleitet von Appellen, doch bitte alle ein bisschen weniger zu fahren (5) zu verbrauchen und im Idealfall einfach zu existieren. Das eigentlich Bemerkenswerte ist die intellektuelle Verrenkung dahinter: Eine globale Angebotskrise wird zur moralischen Frage des individuellen Verhaltens umetikettiert. Der Bürger soll’s wieder einmal richten, mit kürzeren Wegen, Verzicht und schlechtem Gewissen an der Kasse.

Die strukturellen und politisch hausgemachten Ursachen hingegen bleiben unberührt wie der Elefant im Raum, der inzwischen offensichtlich als Teil der Einrichtung durchgeht:

Die selbstverschuldete Abhängigkeit von fragilen Importen (6), energiepolitische Selbstbeschränkung und eine bemerkenswerte Abneigung gegen alles, was zuverlässig Strom liefert, ergänzt durch die fast schon absurde Parallelhandlung, dass vor der eigenen Küste durchaus nutzbare Ressourcen liegen (7), die man politisch lieber ignoriert, während man gleichzeitig funktionierende Kernkraftwerke abschaltet und teilweise irreversibel zurückbaut (8). Wind und Sonne liefern nicht nach Bedarf, sondern nach Wetterlage.

Das ist eigentlich kein Geheimnis, das ist Grundwissen der Energietechnik. Und dennoch wurde genau auf dieser Basis ein System konstruiert, das so tut, als ließe sich diese physikalische Realität politisch überlisten. Und als wäre das noch nicht widersprüchlich genug, fließen indirekt auch noch Mittel und industriepolitische Kooperationen in globale Lieferketten, in denen andernorts, etwa in China (9), weiterhin massiv auf Kohlekraft gesetzt und deren Ausbau sogar staatlich gefördert wird. Mit anderen Worten, man verzichtet im Inland auf stabile Energiequellen, erklärt sich moralisch zur Vorreiter-Nation (der erwartungsgemäß niemand folgt) und lagert die weniger eleganten Teile der Energieerzeugung gleich mit aus (9). Effizienz durch Verlagerung oder, weniger freundlich formuliert, man macht sich abhängig, verzichtet freiwillig auf eigene Optionen und wundert sich anschließend über die Rechnung. 

In der DDR war Energie ebenfalls knapp. Nicht, weil sie fehlte, sondern weil das System sie nicht effizient bereitstellen konnte (11). Die Antwort war nicht Reform, sondern Appell. Sparsamkeit wurde zur Tugend erklärt, Mangel zur Normalität (12). Der Unterschied zu heute liegt weniger im Mechanismus als im Narrativ. Heute spricht man von Transformation, damals von Planerfüllung. Das Ergebnis bleibt erstaunlich ähnlich, die Realität wird nicht angepasst, sie wird erklärt. In Berlin scheint man tatsächlich der Überzeugung zu sein, dass sich ein globaler Markt durch die deutschen Verhaltensregeln disziplinieren lässt, eine Art links-pädagogischer Ansatz für Rohstoffe. Gerettet wird hier vor allem die Illusion, während die Industrie verschwindet und die Bevölkerung zuverlässig in den Zustand chronischer Zahlungsbereitschaft überführt wird. (Bis kein Geld mehr vorhanden ist?) 

Wer nichts mehr produziert, kann auch nichts falsch machen

Die deutsche Wirtschaft sendet seit Monaten Signale, die so deutlich sind, dass man sie eigentlich nur noch ignorieren kann, wenn man es bewusst will, denn Produktionsrückgänge, sinkende Auftragseingänge, Investitionszurückhaltung und die Verlagerung ganzer Kapazitäten ins Ausland sprechen eine klare Sprache, die sich real betrachtet eigentlich nicht mehr schönreden lässt, es sei denn, man hält sich die Ohren zu und singt laut das neueste sozialistische Transformationslied aus dem Wirtschaftsministerium.

Wenn ein Konzern wie BASF beginnt, zentrale Teile seiner Produktion außerhalb Deutschlands auszubauen (14), dann ist das keine Laune eines Vorstands, der plötzlich Fernweh hat, sondern das Ergebnis einer nüchternen Kostenrechnung, bei der die Energiepreise einfach zu hoch, die Regulierung zu dicht und die Planungssicherheit zu gering geworden sind, um hierzulande noch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, ohne dass man am Ende selbst für die eigene Stromrechnung betteln muss. Gleichzeitig trifft es längst nicht mehr nur die Schwerindustrie, sondern zunehmend auch das industrielle Herzstück des Landes, die Automobilbranche, wo große Namen wie Porsche (15) und Mercedes (16) Gewinneinbrüche melden, und das nicht, weil plötzlich niemand mehr Autos kaufen will, sondern weil das gesamte Geschäftsmodell politisch so umgebaut wurde wie ein Fahrzeug, bei dem man den Tank entfernt und gleichzeitig höhere Reichweiten verspricht. Die forcierte Elektromobilität (17) ist kein Ergebnis organischer Nachfrageentwicklung aus der Ökonomie heraus, sondern das direkte Resultat politischer Vorgaben, regulatorischer Zwänge und massiver Subventionen, die einen Technologiewechsel erzwingen sollen, unabhängig davon, ob der Markt ihn in diesem Tempo und zu diesen Kosten tatsächlich trägt.

Produktionsentscheidungen folgen damit nicht mehr primär der Nachfrage der Kunden, sondern politischen Zielbildern. Es wird nicht mehr produziert, was sich verkauft, sondern was verkauft werden soll, weil die Klimahysteriker jede Abweichung als rückwärtsgewandte Klimaleugnerbrandmarkung abtun und den Staat zum obersten Dirigenten des technologischen Fortschritts erklären, der mit dem Taktstock wedelt und „Schneller, grüner, teurer!“ ruft. Genau hier beginnt der Moment, in dem aus Marktwirtschaft eine Art betreutes Wirtschaften wird, das sich weiterhin Wettbewerb nennt, aber nur noch innerhalb enger Leitplanken stattfindet, als hätte man den Markt nicht reguliert, sondern domestiziert.

Gefordert wird dennoch eine Wirtschaft, die gleichzeitig robust, flexibel, innovativ und hochproduktiv ist (18), während man die Parameter real so setzt, dass genau diese Eigenschaften immer schwerer entstehen können. Das hat weniger von Strategie als mehr von einer Versuchsanordnung, bei der das Scheitern bereits einkalkuliert ist.

Das ist kein bloßer Zielkonflikt mehr, das ist ein offener, systemischer Widerspruch, denn wirtschaftliche Logik ist simpel: Wer höhere Kosten hat als seine internationale Konkurrenz, der verliert, wer keine Planungssicherheit hat, der investiert nicht, und wer beides gleichzeitig erlebt, der zieht sich zurück oder verlagert, und zwar nicht einfach nur ins schöne Sachsen, sondern gleich nach China oder in die USA, wo man offenbar noch nicht ganz so weit ist mit der grünen Erleuchtung. Ach, und währenddessen soll natürlich zeitgleich alles auf Kriegsindustrie umgebaut (19) werden, weil plötzlich die Rüstung der neue Hoffnungsträger ist. Die große Frage lautet nur, ob plötzlich der klimafreundliche Panzer existiert oder die nachhaltige Bombe? 

Genau das alles passiert gerade, sichtbar, messbar und mit Ansage, und die politische Reaktion darauf besteht nicht in einer ehrlichen Korrektur der Rahmenbedingungen, sondern in einer neuen, besonders hübschen Erzählung. Man spricht von Transformation, von Strukturwandel und von Zukunft, als wären das Naturgesetze und keine politisch gestalteten Prozesse, die man jederzeit auch anders gestalten könnte, wenn man nur wollte. Doch Veränderung funktioniert nicht durch Verkündung und Appelle, sondern durch konsistente, verlässliche Rahmenbedingungen, und genau diese fehlen hierzulande, weil die Ideokraten der Klimapolitik die Idee für unveränderlich halten und die Realität sich gefälligst anzupassen hat, notfalls mit einem kleinen Schubs aus den Medien oder dem Ministerium. Stattdessen erleben wir einen Realitätsbiegefetischismus in Reinform, bei dem die Idee feststeht, die Wirklichkeit hat sich anzupassen, und wenn sie das nicht tut, wird sie nicht hinterfragt, sondern rhetorisch umgebaut, bis sie wieder ins gewünschte Narrativ passt wie ein besonders widerspenstiges Lego-Teil. Gleichzeitig nimmt die direkte Einmischung in wirtschaftliche Prozesse weiter zu, durch immer neue Vorgaben, durch Förderstrukturen, durch Verbote und durch politische Zielkorridore – alles im Namen der großen grünen Wende, die offenbar nur dann funktioniert, wenn die Wirtschaft vorher ein bisschen leidet. Das ist der entscheidende Punkt, an dem sich die Denkweise verschiebt. Sie glauben ernsthaft, ein komplexes, global vernetztes Wirtschaftssystem zentral steuern zu können, obwohl es auf Millionen dezentraler Entscheidungen von Unternehmern und Verbrauchern basiert, die sich nicht per Bundestagsbeschluss umprogrammieren lassen.

Das Ergebnis ist zwangsläufig eine Fehlallokation von Ressourcen, Investitionen fließen nicht mehr dorthin, wo sie wirtschaftlich sinnvoll sind. Und genau an diesem Punkt drängt sich der Vergleich zur DDR auf, nicht als platte Gleichsetzung, sondern als klare strukturelle Parallele, denn auch dort wurde zentral festgelegt, was produziert werden soll (20), auch dort wurde der Markt durch Vorgaben und Fünfjahrespläne ersetzt, auch dort entstand ein System, das formal noch funktionierte und real immer weiter an der tatsächlichen Nachfrage vorbeiproduzierte, bis die Regale leer (21) und die Bürger tatsächlich genervt waren. Die Folge war nicht mehr Effizienz, sondern ein permanentes Hinterherlaufen hinter der eigenen Fehlsteuerung, bis das Ganze schließlich zusammenbrach wie ein Kartenhaus.

Deutschland ist noch nicht dort angekommen, aber die Richtung ist unverkennbar, und das eigentlich Erstaunliche ist nicht einmal diese Entwicklung selbst, sondern die Tatsache, dass sie kaum noch ernsthaft hinterfragt wird, weil die Versessenen jede Kritik als rückwärtsgewandt und unsolidarisch abtun, als wäre der freie Markt plötzlich der Klassenfeind. Warum bleibt es trotz dieser charmanten Form der Wohlstandsvermeidung so auffallend still, oder haben einfach alle beschlossen, dass Empörung auch nur unbezahlte Mehrarbeit ist?

Bunt gedacht, schiefgelaufen

Die offizielle Linie behandelt Migration wie die Antwort auf alles, Fachkräfte (22), Wachstum (23), Demografie, man muss nur genug Menschen ins System kippen und schon läuft der Laden von selbst. Das Problem ist nur, dass die Wirklichkeit sich weigert, mitzuspielen. Ein erheblicher Teil der Zuwanderung taucht im Arbeitsmarkt gar nicht erst auf (24), dafür aber zuverlässig im Sozialsystem. Eingezahlt wurde wenig, ausgezahlt wird viel (25), während die Beitragszahler zunehmend die Rolle des Dauerfinanziers übernehmen und das System unter der Last ächzt.

Die politischen Gegenmaßnahmen folgen einer bemerkenswert konsistenten Logik: Mehr Belastung für die Leistungsträger, bei gleichzeitig sinkender Gegenleistung (26). Die strukturellen Probleme bleiben dabei zuverlässig ausgespart. Das Türkei-Abkommen wirkt in diesem Kontext wie ein sakrosanktes Relikt, das jeder kennt, aber keiner anzufassen wagt (27). Parallel dazu steigen die Kriminalitätszahlen (28), die öffentliche Erzählung konzentriert sich auffällig wenig auf die Betroffenen, während Täter oft erstaunlich glimpflich davonkommen (29). Veranstaltungen werden abgesagt, weil Sicherheit zu teuer ist (30), andere finden statt und werden als kultureller Gewinn verkauft (31), obwohl die Schieflage immer offensichtlicher wird. Dennoch wird diese Form der Migration weiterhin mit eiserner ideologischer Konsequenz verteidigt und die Politik verkauft. das Ganze als besonders großzügiges Gruppenprojekt der Vielfalt. Die Problemlage ist offensichtlich, aber wer sie benennt, wird sofort als Nazi gebrandmarkt. Was man jedoch zuverlässig ausblendet, ist der kleine Schönheitsfehler im Konzept: Die propagierte Vielfalt hat die charmante Angewohnheit, sich mit den eigenen Maßstäben anzulegen. So kollidieren liberale Errungenschaften wie die gesellschaftliche Akzeptanz von LGBTQ (32) oder auch andersreligiöse Lebensweisen (33) mit kulturellen Prägungen, in denen genau diese Lebensrealitäten nicht nur abgelehnt, sondern teils offen feindlich betrachtet werden. Der Widerspruch wird umso offensichtlicher, wenn man bedenkt, dass ein Teil derjenigen, die heute in Europa Schutz suchen, ursprünglich auch vor genau solchen repressiven gesellschaftlichen Strukturen geflohen ist. Nun importiert man diese Konfliktlinien in eine Gesellschaft, die sich gleichzeitig als besonders tolerant und progressiv versteht, ohne ernsthaft zu klären, wie diese gegensätzlichen Wertsysteme langfristig zusammen funktionieren sollen. Stattdessen wird die Existenz dieses Spannungsfeldes rhetorisch eingeebnet, als ließe sich ein kultureller Grundkonflikt durch ein lautes Schweigen einfach ausblenden.

In der DDR importierte man keine Personen von außen, sondern propagierte die Überlegenheit des Systems trotz chronischem Personalmangel und ständiger Republikflucht (34) der eigenen Bürger, und heute importiert man Menschen und propagiert die Überlegenheit der multikulturellen Ökonomie trotz Integrationsrealität und wachsender Belastung, nur dass man diesmal statt „Brüderlichkeit der Werktätigen“ „Vielfalt als Chance“ sagt und dabei genauso überzeugt und ideologisch rein klingt. Sie setzen weiter auf glaubensbasierte Narrative statt auf harte Zahlen, weil das Dogma der offenen Gesellschaft unbedingt aufrechterhalten werden muss. Sie sind besonders eifrige Gärtner, die Unkraut mit grüner Farbe übermalen und dann behaupten, der Garten sei jetzt bunter. Es bleibt auffallend still im Land der Widersprüche, weil man lieber weiter von Fachkräftemangel spricht, statt zuzugeben, dass der eigentliche Mangel an einer realistischen Politik liegt, die endlich mal die Realität statt die Ideologie bedient.

Willkommen rein, raus nur mit Antrag

Während man über Jahre hinweg die Öffnung der Grenzen mit der Ernsthaftigkeit einer moralischen Pflichtübung zelebriert hat und staatliche Zurückhaltung gegenüber Migration fast schon wie ein politisches Gütesiegel vor sich hergetragen wurde, läuft im Inneren längst eine Entwicklung, die erstaunlich leise daherkommt für das, was sie eigentlich bedeutet. Regelungen aus dem Umfeld von Wehrpflicht und staatlicher Verfügbarkeit greifen plötzlich ziemlich beherzt in ein Recht hinein, das man bis vor kurzem noch unter eine Art politischen Glassturz gestellt hatte: Anschauen erlaubt, anfassen bitte nicht, die Bewegungsfreiheit der eigenen Bürger. Es geht dabei längst nicht mehr um theoretische Gedankenspiele für Podiumsdiskussionen, sondern um gesetzlich festgeschriebene Möglichkeiten, die am Ende ziemlich praktisch werden können, längere Auslandsaufenthalte nur noch unter Vorbehalt (35), Rückkehr nicht mehr ganz so freiwillig, und dazwischen ein wachsender Dschungel an Formularen, Genehmigungen und Zuständigkeiten, der so elegant daherkommt, dass man fast übersieht, wie effektiv er genau diese Freiheit einhegt.

Auf der einen Seite ein Staat, der seine Grenzen nach außen über Jahre hinweg mit einer Gelassenheit geöffnet hat (36), die selbst im europäischen Vergleich auffällt, oft ohne ernsthafte Kontrolle, ohne durchgehende Identitätsfeststellung, ohne klare Linie, wer eigentlich kommt und warum er bleibt. Auf der anderen Seite exakt derselbe Staat, der nun beginnt, die Bewegungsfreiheit der eigenen Bürger neu zu vermessen, natürlich nicht als Einschränkung, das wäre ja zu direkt, sondern fein säuberlich verpackt in Verwaltungslogik, Zuständigkeitsfragen und Genehmigungsarchitektur, die am Ende alle denselben Effekt haben: Der Bürger wird zur planbaren Ressource. Das ist kein beiläufiges Detail, das ist ein ziemlich grundlegender Bruch in der inneren Dramaturgie staatlichen Handelns. Denn eine offene Gesellschaft definiert sich nicht nur darüber, wie großzügig sie nach außen wirkt, sondern darüber, wie konsequent sie nach innen mit Rechten umgeht. Wenn Grenzen für Zuwanderung politisch relativiert werden, während sie für die eigene Bevölkerung plötzlich wieder an Gewicht gewinnen, entsteht eine bemerkenswerte Umkehr der Maßstäbe. Freiheit ist dann kein Prinzip mehr, sondern eher eine Art situatives Angebot.

Der Vergleich zur DDR kommt hier nicht als rhetorischer Reflex daher, sondern aus der Struktur selbst. Auch dort war Ausreise kein selbstverständlicher Vorgang (37), sondern ein verwaltetes Ereignis. Der Staat entschied, wer gehen durfte, wie lange und unter welchen Bedingungen. Die Begründungen klangen anders, die Funktionsweise hatte jedoch einen vertrauten Kern. Bewegungsfreiheit war kein Ausdruck individueller Souveränität, sondern Teil staatlicher Planung. Deutschland bewegt sich sichtbar in eine Richtung, die dieses Prinzip wieder aufnimmt, nur deutlich eleganter verpackt, technokratischer, mit besserem Wording und ohne das unangenehme Gefühl, es laut aussprechen zu müssen. Es heißt nicht Verbot, sondern Regelung, nicht Einschränkung, sondern Organisation, was in etwa so beruhigend klingt wie ein freundlicher Hinweis kurz bevor die Tür zufällt. Am Ende bleibt der Effekt derselbe, ein Staat, der beginnt, die Verfügbarkeit seiner Bürger zu definieren. Das ist keine besonders stringente Politik, das wirkt eher wie ein System, das seine eigenen Maßstäbe verlegt hat und sie je nach Bedarf neu zusammensetzt. Und wieder fügt es sich erstaunlich reibungslos in das Gesamtbild eines Landes ein, das sich mit großer Ausdauer selbst erklärt, während es sich gleichzeitig immer weiter von seiner eigenen Logik entfernt und dabei eine fast bewundernswerte Ruhe bewahrt. 

Die große Ruhe vor der Einsicht, die niemand haben will

Was hier sichtbar wird, ist lediglich ein kleines Fragment. Die Widersprüche politischer Entscheidungen der letzten Jahre hätten längst das Volumen einer eigenen Enzyklopädie erreicht. Am Ende bleibt also weniger die Frage, ob all diese Paradoxien existieren, sondern warum sie offenbar kaum Reibung erzeugen. Ein System, das gleichzeitig moralisch überhöht, ökonomisch ausgehöhlt und administrativ verdichtet wird, müsste eigentlich Widerstand produzieren wie ein überlasteter Stromkreis Funken. Stattdessen passiert etwas anderes: Es wird hingenommen, rationalisiert, wegmoderiert oder schlicht in den privaten Alltag ausgelagert, wo es dann möglicherweise als persönliches Pech durchgeht.

Das eigentlich Interessante liegt damit nicht mehr im politischen Handeln selbst, sondern in der gesellschaftlichen Reaktion darauf, oder präziser gesagt, im Ausbleiben dieser Reaktion. Denn die Mechanik dahinter ist keine besonders komplizierte. Wer permanent mit widersprüchlichen Signalen konfrontiert wird, wer erlebt, dass offensichtliche Brüche folgenlos bleiben und Kritik sozial sanktioniert wird, der passt sich nicht aus Überzeugung an, sondern aus Effizienz. Man spart Energie, indem man nichts mehr hinterfragt. Eine Art erlernte Gleichgültigkeit, die nicht laut ist, sondern erstaunlich funktional.

Und genau hier wird es unerquicklich: Warum gehen Menschen für symbolische Konflikte auf die Straße, für ferne Krisen, für identitätspolitische Stellvertreterdebatten oder private Lebensentwürfe, während die eigenen materiellen und rechtlichen Grundlagen mit bemerkenswerter Gelassenheit behandelt werden? Warum entsteht Empörung dort, wo sie kulturell erwartet wird, aber nicht dort, wo sie existenziell naheliegend wäre?

Das hier ist kein Ausrutscher, kein isolierter Fehler im System, sondern lediglich ein Ausschnitt eines größeren Musters, eines Zustands, der sich stabilisiert hat, weil er nicht ernsthaft infrage gestellt wird. Das sogenannte Bananenland ist damit kein plakativer Vorwurf, sondern eher eine nüchterne Beschreibung eines Systems, das sich selbst genügt, solange niemand ernsthaft daran rüttelt. Die vielleicht unbequeme Erkenntnis ist, dass die größte Stabilität dieses Systems nicht aus politischer Stärke entsteht, sondern aus gesellschaftlicher Passivität. Und solange sich daran nichts ändert, bleibt es genau so still, wie es ist.

Quellen und Anmerkungen

(1) https://www.agrarheute.com/management/finanzen/steuern-fuer-diesel-benzin-60-tanken-deutschland-so-extrem-teuer-639697

(2) https://www.focus.de/finanzen/news/experte-mit-duesterer-prognose-fuer-deutsche-wirtschaft_a805de8d-26aa-4344-bebd-a9f691962c3b.html

(3)  https://www.deutschlandfunk.de/tankstellen-duerfen-nur-noch-einmal-am-tag-ihre-preise-erhoehen-100.html

(4) https://taz.de/Wirtschaftsweise-fuer-Tempolimit/!6168752/

(5) https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/iea-oelkrise-krisenplan-verzicht-verkehr-100.html 

(6) https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Volkswirtschaft-Kompakt/One-Pager-2025/VK-Nr.-251-April-2025-fossile-Importe.pdf

(7) https://apollo-news.net/nordsee-gas-deutschlands-energie-liegt-vor-der-eigenen-haustr/

(8) https://apollo-news.net/nordsee-gas-deutschlands-energie-liegt-vor-der-eigenen-haustr/

(9) https://www.welt.de/wirtschaft/article126781018/Kein-Klimaschutz-Deutschland-investiert-Milliarden-in-Kohlekraftwerke.html

(10) https://klimareporter.de/international/abfall-exporte-nach-afrika 

(11) https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/513381/alles-nach-plan/

(12) https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-krisenmanagement/niedergang-der-ddr/mangelwirtschaft

(13) https://de.statista.com/themen/26/bip/ 

(14) https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/basf-china-werk-zhanjiang-100.html 

(15) https://www.handelsblatt.com/dpa/autoindustrie-sportwagenbauer-porsche-meldet-914-prozent-gewinneinbruch/100207417.html

(16) https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/mercedes-gewinn-2025-100.html

(17) https://www.focus.de/die-debatte/leser-zum-geplanten-e-auto-zwang-das-ist-volkswirtschaftlich-ein-amoklauf_7ad94679-c5ef-4066-b10c-5920199aeacf.html

(18) https://bmds.bund.de/themen/digitale-wirtschaft 

(19) https://bmds.bund.de/themen/digitale-wirtschaft

(20) https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/513381/alles-nach-plan/ 

(21) https://www.spiegel.de/politik/ddr-leere-regale-vor-weihnachten-a-b31579e8-0002-0001-0000-000040605950 

(22) https://www.welt.de/politik/deutschland/article693732afc3b4893a9e2b2618/friedrich-merz-wir-brauchen-migration-selbstkritik-und-klare-ansage-in-der-migrationsdebatte.html

(23) https://www.diw.de/de/diw_01.c.934290.de/publikationen/diw_aktuell/2025_0101/mehr_migration_koennte_potenzialwachstum_der_deutschen_wirtschaft_deutlich_erhoehen.html

(24) https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/Aktuell/arbeitsmarktberichte/faktenblatt-asyl8-ukr/faktenblatt-asyl8-ukr-d-0-pdf.pdf?__blob=publicationFile

(25) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1560171/umfrage/auslaenderanteil-bei-arbeitslosengeld-ii-buergergeld-in-deutschland/

(26) https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/krankenkasse-keine-beitragsfreie-mitversicherung-mehr-fuer-ehepartner,VEsjSQq 

(27) https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1005066

(28) https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/Lagebilder/KriminalitaetImKontextVonZuwanderung/KriminalitaetImKontextVonZuwanderung_node.html 

(29) https://www.welt.de/vermischtes/article69d4ddecaeb40a828f748a7e/getoeteter-polizist-grundlegendes-missverstaendnis-richterbund-verurteilt-drohungen-nach-freispruch.html

(30) https://coredinate.de/blog/karneval-sicherheitskosten-2026

(31) https://www.welt.de/videos/video69bbbbfdd225a75f4a2347e1/ramadan-gruene-veranstalten-fastenbrechen-im-bundestag.html

(32) https://www.welt.de/reise/Fern/article206490685/Gay-Travel-Index-In-15-Laendern-droht-Homosexuellen-Todesstrafe.html 

(33) https://www.blz.bayern.de/islamistischer-antisemitismus.html

(34) https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/dossiers/flucht-fluchthilfe-und-freikauf/geschichte

(35) https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/maenner-reise-ausland-wehrpflicht-bundeswehr-100.html 

(36) https://www.cicero.de/innenpolitik/grenzoeffnung-fuer-fluechtlinge-die-kanzlerin-und-das-recht

(37) https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/online-entdecken/staatssicherheit/flucht-und-ausreise/

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Dank an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung dieses Beitrags.

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Bild: Deutschland Flagge in Brand mit Flammen und Funken auf gebrochenen Betonmauer. Wirtschaftskrise.

Bildquelle: Alones / shutterstock

(Auszug von RSS-Feed)

Feuerpause im Iran: Nur eine gefährliche Atempause für die Mullahs?

08. April 2026 um 11:00

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Die USA und der Iran haben eine von Pakistan vermittelte Feuerpause vereinbart. Auf den ersten Blick klingt das nach etwas Positivem. Doch für unzählige Iraner ist diese Waffenruhe kein Grund zur Freude, sondern eine Verlängerung ihres Leidens unter einem Regime, das nie Frieden wollte.

Am 7. April 2026 kündigte der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif die sofortige Feuerpause an. Das Weiße Haus bestätigte die Vereinbarung, und der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte die Zustimmung des Mullahregimes.

Die Waffenruhe gilt vorerst für zwei Wochen und es soll in Islamabad weiterverhandelt werden. Die Straße von Hormus bleibt offen. Der Frieden, so scheint es, hat gesiegt. Und jeder vernünftige Mensch wünscht sich Frieden. Oder?

Doch Frieden mit den Mullahs ist keine dauerhafte Lösung. Das Regime in Teheran ist hochgradig ideologisiert und fanatisch. Seine erklärten Ziele, die islamische Weltrevolution und die Vernichtung Israels, haben sich in 47 Jahren nicht geändert. Die eigene Bevölkerung wird blutigst unterdrückt, Aufstände gegen die islamische Diktatur werden unter zehntausenden toten Demonstranten begraben. Die Mullahs haben seit 47 Jahren weltweit Krieg, Tod und Terror im Namen des Islam organisiert und finanziert. Die Hamas, die Hisbollah und die Huthis sind die Geschöpfe der islamischen Diktatoren. Bleibt das Terrorregime an der Macht, wird der Krieg nicht verschwinden. Er wird sich zwangsläufig wiederholen. Der Frieden wird nicht bleiben. (Tatsächlich melden trotz der Waffenruhe die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate auch weiterhin Beschuss aus dem Iran. Bahrain erklärte ebenfalls, angegriffen worden zu sein.)

Die Iraner selbst erkennen das am klarsten. Während einige Regime-Anhänger in Teheran die Feuerpause als „Sieg“ feiern, dominieren unter persischen Zivilisten, Oppositionellen und der Diaspora auf X eine tiefe Enttäuschung und Wut. Sie wollen die Mullahs um jeden Preis loswerden. Für sie wäre es der größte Verrat, wenn US-Präsident Trump das Regime jetzt überleben ließe. Alle bisherigen Opfer der Aufstände, der Demonstrationen, der Massaker und des Krieges wären dann umsonst gewesen. Die Perser sind da unmissverständlich. Keine Rettung für die Mullahs. Kein Deal, der sie an der Macht lässt.

Diese Stimmung zeigt sich in zahllosen Kommentaren auf X. Hier persische Beispiele in deutscher Übersetzung, die das iranische Volk direkt zu Wort kommen lassen:

@moeinnajafii: „Dieses Ausmaß an Freude einiger Leute über die zweiwöchige Feuerpause dient nicht dem Schutz des Lebens der Menschen und der Infrastruktur. Diese Freude rührt von der Hoffnung auf das Überleben der Mullahs oder auf das Scheitern der Revolution des Löwen und der Sonne. Ich mache keine Umschweife mit euch.“

@Sonofthebeach22: „Panikt nicht wegen der möglichen vorübergehenden Feuerpause. Die Islamische Republik wird sich entweder selbst ergeben oder Amerika wird sie dazu zwingen. In jedem Fall und nach diesen Ereignissen müssen sie gehen und verschwinden. #JavidShah“
Und: „Das sind nur einige Beispiele von Tweets unserer Landsleute im Iran kurz vor Ablauf des Ultimatums von Trump an das Regime. Schuld an diesem Krieg und all seinen Folgen trägt einzig und allein das Regime, das bis zur letzten Minute keine Einigung und keine Feuerpause wollte. Für uns gibt es nichts Schlimmeres als die Fortdauer dieses größten Feindes Irans und der Iraner. #JavidShah“

@hesamorouji: „Ich wünschte, die Terroristen der Islamischen Republik, die ihr unterstützt, würden auch mit dem iranischen Volk einen Waffenstillstand erklären, bevor sie 45.000 Menschen massakrieren. Schande und Fluch über euch Regime-Unterstützer.“

@sh_i_i_i : „Ich habe den vorherigen Tweet gepostet und sofort wurde die Feuerpause angekündigt! Jetzt hat der Mullah zwei Wochen Zeit, um Luft zu holen und mit noch größerer Härte Verhaftungen und Hinrichtungen durchzuführen!“

@sangtarash_azad: „Die Realität ist nicht das, was wir sehen. Überstürzt nichts. Hoffnung auf das Ende der Feuerpause reicht nicht. Unsere Macht kommt vom Volk. Die Macht der Regimegegner ist national. Wir dürfen in dieser Phase nicht passiv bleiben. #JavidShah“

Die Perser leiden seit Jahrzehnten unter der islamischen Theokratie. Sie wissen, jede Feuerpause ist nur eine Atempause für die Fanatiker, die nie aufgeben werden. Bleiben die Mullahs an der Macht, bleibt auch der Nahe Osten ein Pulverfass. Bei der Wahl zwischen Freiheit oder Frieden haben die Perser ihre Wahl längst getroffen. Die Frage ist, ob Donald Trump vor den Midterm-Wahlen ihrem Wunsch nachkommen wird.

Übrigens wäre es auch für die Weltwirtschaft besser, wenn den Mullahs endgültig ein Ende gesetzt werden würde. Ihr Wunsch nach einer Durchfahrtsgebühr von zwei Millionen Dollar pro Schiff ist nichts weiter als Wegelagerei und Erpressung. Die Millionen würden direkt in die Wiederaufrüstung und die Jagd nach der Atombombe fließen. Was wieder zwangsläufig zu einem weiteren Krieg führt. Frieden klingt nach der vernünftigen Option, jeder Mensch ist für Frieden. Aber wenn man es mit mörderischen Fanatikern zu tun hat, ist manchmal ein Ende mit Schrecken besser.

Addendum: Manche Perser sehen in der Feuerpause Trumps auch ein Danaergeschenk an die Mullahs. Wir werden sehen, ob ihre Hoffnung sich erfüllt.

@Tondar_Iran2500: „Verliert den psychologischen Krieg nicht. Selbst ein regime-naher Analyst gibt zu, dass diese Feuerpause für das Regime ungünstig ist. Das ist keine echte Feuerpause, sondern nur eine Phase dieses großen Krieges. #JavidShah“

@Mayekhal: „Trump hat dem Mullah-Qalibaf das Gift der Feuerpause in den Hals geschüttet. Ab jetzt wird es spannend. #JavidShah“

(Auszug von RSS-Feed)

Europas Hormuz-Armageddon

08. April 2026 um 07:00

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Tilak Doshi, Tilak’s Substack

Es ist Vater Jupiter, nicht Mutter Gaia, zu dem die hochmütigen Europäer hätten beten sollen.

Die politischen und intellektuellen Eliten Europas haben die letzten Jahrzehnte damit verbracht, die Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Klima-Armageddons zu propagieren. Einige von uns können sich noch gut an den jungen Joschka Fischer erinnern, einen Linken der Grünen, der 1985 in Turnschuhen und Jeans seinen Amtseid als Umweltminister des Landes Hessen ablegte.

Seitdem – im Namen von Gaia, der griechischen Göttin der Erde – haben sie ihre Bürger unter Druck gesetzt und ihren einst mächtigen Wirtschaftstitanen Fesseln angelegt, der während des größten Teils des 19. und 20. Jahrhunderts die globale Chemie-, Automobil- und Feinmechanikindustrie beherrschte. Deutschlands Energiewende, der „Green New Deal“ der EU und das britische Klimaschutzgesetz haben strenge Umweltvorschriften und CO₂-Steuern nach sich gezogen. Die Regierungen unter Obama und Biden schlossen sich Brüssel an und setzten virtuose Beispiele für Klimaführerschaft – ein bestimmendes Kriterium der Energiepolitik in Westeuropa und den USA, mit der bedeutenden Ausnahme der beiden Regierungen unter Präsident Trump. China, Indien, Russland und andere Länder des Globalen Südens schlossen sich diesem virtuosen Kurs an, jedoch nur so weit, wie es notwendig war, um von den Versprechungen der Klimafinanzierung und Reparationszahlungen zu profitieren.

Leider hat das westliche Bündnis auf den falschen Gott gesetzt. Nicht Gaia, sondern Neptun, der römische Gott der Meere, droht Westeuropa derzeit mit dem Weltuntergang. Die zivilisatorische Bedrohung für Europa geht nicht von einer „Klimakrise“ aus, sondern von einer Versorgungskrise bei lebenswichtigen fossilen Brennstoffen und Nebenprodukten wie Düngemitteln, die durch die Straße von Hormus transportiert werden – genau jene Rohstoffe, die vom Gaia-Kult verteufelt werden. Um fair zu sein: Es ist nicht Neptun, der Stürme für segelgetriebene Boote verursacht, der hier Schuld trägt. Doch sobald Mars, der Gott des Krieges, seine Leidenschaften über Neptuns Reich entfesselt, ist es unsere Pflicht, aufmerksam zu sein und die maritimen Engpässe sowie die physische Geografie zu verstehen.

Die beispiellose Sperrung der Straße von Hormuz

Die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Rest der Welt verbindet, war schon immer der weltweit wichtigste Energie-Knotenpunkt. Über sie werden rund ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssigerdgases transportiert, wobei die Lieferungen der Produzenten aus dem Nahen Osten hauptsächlich nach Asien, in geringerem Umfang aber auch nach Europa, in die USA und in den Rest der Welt gehen. Die Sperrung der Straße von Hormuz durch den Iran beeinträchtigt zudem etwa ein Drittel des weltweiten Düngemittelhandels, treibt die Preise um 30 % bis 40 % in die Höhe und gefährdet die weltweite Ernährungssicherheit.

Er hat zudem einen großen Anteil am weltweiten Angebot an Schwefelsäure und Helium, die für wichtige chemische Prozesse in der Düngemittelherstellung, der Produktion von Phosphatdüngern, der Metallveredelung, der Halbleiterfertigung und der medizinischen Bildgebung von entscheidender Bedeutung sind. Auf den Nahen Osten entfallen 45–50 % des weltweiten Seehandels mit Schwefel. Allein Katar liefert rund 30–36 % der weltweiten Heliumproduktion.

Iranische Regierungsvertreter haben zwar wiederholt Drohungen gegen die Sicherheit der Schifffahrt ausgesprochen, doch hat die Regierung nie tatsächlich versucht, die Meerenge zu sperren. Die Straße von Hormuz wurde somit nie blockiert, obwohl der Schiffsverkehr während der Phase des „Tankerkriegs“ im Iran-Irak-Krieg von 1980 bis 1988 stark beeinträchtigt war. Die Welle von Angriffen auf Tanker und die Beschlagnahmung von Schiffen im Jahr 2019 verstärkte das Gefühl der Verwundbarkeit asiatischer Länder gegenüber Unterbrechungen ihrer Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten. So erklärte beispielsweise Japans Kabinettschef Yoshihide Suga im Mai 2019 nach den Tankerangriffen in der Meerenge, dass dies „in Bezug auf die Energiesicherheit eine Frage von Leben und Tod für unser Land“ sei.

Die am 28. Februar begonnenen US-amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran lösten eine sofortige Kettenreaktion im globalen Energiehandel aus. Lloyd’s of London kündigte Seeversicherungen, Tanker wurden abgewiesen und der Schiffsverkehr durch die Meerenge brach um über 90 % ein. Die Ölpreise sind um mehr als 50 % in die Höhe geschnellt, und die Internationale Energieagentur sowie andere Analysten bezifferten den Schock auf 11 bis 15 Millionen Barrel pro Tag oder etwa 10 bis 15 % des weltweiten Angebots. Analysten prognostizieren nun einen Brent-Preis zwischen 150 und 200 US-Dollar bei anhaltenden Störungen, insbesondere falls die Insel Kharg getroffen wird. Die Energiebilanz ist gnadenlos. Zwischen 10 und 15 % des weltweiten Ölangebots sind praktisch ausgefallen. Die Anlage Ras Laffan in Katar, die mit einer Kapazität von 77 Millionen Tonnen pro Jahr die weltweit größte Gasverflüssigungsanlage ist, verlor nach einem iranischen Gegenschlag 17 % ihrer LNG-Kapazität; die Reparaturen werden voraussichtlich fünf Jahre dauern und 20 Milliarden US-Dollar an Einnahmeausfällen kosten.

Sollte es in den nächsten Wochen zu keiner Lösung des Konflikts kommen, würde sich eine vorübergehende und kostspielige Störung des weltweiten Energie- und Düngemittelhandels zu einem strukturellen Bruch im Gefüge der Weltwirtschaft entwickeln, mit katastrophalen Folgen für die Lebensgrundlagen der Menschen weltweit. Die kurzfristigen Belastungen werden beherrschbar sein – mit Ausnahme der am stärksten gefährdeten Länder, insbesondere einiger Nettoenergieimporteure auf dem indischen Subkontinent und in Südostasien, die bereits Anzeichen von Belastungen zeigen.

Ein längerfristiges Szenario für die Sperrung der Meerenge wäre jedoch katastrophal. Wie immer gilt: Wenn Elefanten kämpfen, wird das Gras zertrampelt. Die schlimmsten Auswirkungen werden die Schwächsten in den ärmeren Entwicklungsländern treffen, die angesichts steigender Energie- und Lebensmittelpreise erneut in Armut und Entbehrung zurückfallen werden. In den Industrieländern sind es Westeuropa und Großbritannien – die bereits mit einer durch grüne Politik verursachten Deindustrialisierung, hohen Energiepreisen und der Defizit-Finanzierung übermäßig großzügiger Sozialstaaten zu kämpfen haben –, die vor einer verheerenden Entwicklung stehen. Zudem müssen sie nun mit reichen asiatischen Ländern wie Japan und Südkorea um Spot-LNG-Lieferungen konkurrieren , sofern sie keine langfristigen LNG-Lieferverträge abgeschlossen haben.

Der Kollaps des bisherigen Energie-Systems?

Vor etwas mehr als 80 Jahren, im Jahr 1945, besiegelte Franklin Roosevelt an Bord eines Zerstörers der US-Marine im Roten Meer das grundlegende Abkommen mit König Abdul Aziz Ibn Saud: militärischer Schutz der USA für das Haus Saud im Austausch für eine gesicherte Versorgung der westlichen Märkte mit arabischem Öl und die Reinvestition der Petrodollars in US-Staatsanleihen.

Jener Pakt, der das Bretton-Woods-System noch lange nach Nixons Aufhebung der Gold-Konvertibilität im Jahr 1971 stützte, gerät zunehmend unter Druck. Der Petrodollar bröckelt an den Rändern, während Teherans Kanonenboote, Drohnen und Raketen die Wasserstraße praktisch in eine von der IRGC betriebene Mautstelle verwandeln. Rund 26 Schiffe erhielten von der IRGC die Erlaubnis zur sicheren Durchfahrt durch die Meerenge, wobei sie Berichten zufolge eine Gebühr von 2 Millionen Dollar pro Tanker zahlten, überwiegend in Petroyuan, Kryptowährung oder Gold. Laut Pepe Escobar, der für den Finanzblog ZeroHedge schreibt, führen mit der IRGC verbundene Makler Hintergrundüberprüfungen hinsichtlich Schiffseigentum, Flagge, Ladung und Besatzung durch, und zugelassene Tanker erhalten eine VHF-Freigabe für einen schmalen, fünf Meilen breiten Korridor zwischen den Inseln Qeshm und Larak. Jede Transaktion umgeht gleichzeitig SWIFT und Handelssanktionen.

Westeuropas Energie-Karma

Europa ist der erste Dominostein unter den entwickelten Energieregionen, der fällt. Seit zwei Jahrzehnten verfolgt der Kontinent ein ideologisches Energie-Experiment: Energiewende, Atomausstieg, strafende CO₂-Bepreisung und immer ehrgeizigere Netto-Null-Ziele, die ihm bewusst den Zugang zu erschwinglichen, regelbaren fossilen Brennstoffen versperren. Die jüngste Verpflichtung des EU-Parlaments zu einer CO₂-Reduzierung um 90 % bis 2040 ist lediglich das neueste Kapitel dieser Selbstzerstörung. Das Ergebnis war – schon vor der Hormuz-Krise – eine Aushöhlung der industriellen Basis Europas, Haushalte, welche die höchsten Strompreise der Welt zahlen, und eine Wirtschaft, die von teuren LNG-Spotmarktlieferungen abhängig ist (im Vergleich zu langfristigen LNG-Verkaufsverträgen). Mit einer Geschichte des Fracking-Verbots, der Stilllegung von Kern- und Kohlekraftwerkensowie der Marginalisierung des vollen Potenzials der Nordseeressourcen (mit der Nicht-EU-Ausnahme Norwegens) sehen sich die EU und Großbritannien nun mit ihrem Energiekarma konfrontiert. Die hochmütigen Europäer zahlen den Preis für ihre eigene Energie-Torheit.

Nun ist die Rechnung in voller Höhe fällig. In Asien wird bereits rationiert, da 80 % des Öls und 90 % des Erdgases, die normalerweise durch die Meerenge flossen, nach Osten nach Asien gingen. Die Länder dort rationieren nun Kraftstoffe, weisen Arbeitnehmer an, zwei bis drei Tage pro Woche zu Hause zu bleiben, und greifen zur Stromerzeugung verzweifelt wieder auf Kohle zurück. Reiche asiatische Nationen wie Japan, Südkorea, Taiwan und Singapur können noch um die verbleibenden Ladungen konkurrieren. Ärmere Länder – allen voran Indien unter den großen Entwicklungsländern – haben bereits begonnen, Petrochemikalien und Flüssiggas zu rationieren. China hat seinen führenden Raffinerien verordnet, die Exporte von Diesel und Benzin auszusetzen, um der Binnennachfrage Vorrang zu geben und auf seine riesigen Rohölreserven zurückzugreifen. Japan, Korea und Indien haben bereits eine Rückkehr zur Kohle angekündigt, um den Verlust von 10 bis 15 Millionen Barrel pro Tag auf den globalen Ölmärkten auszugleichen. Subsahara-Afrika, dem die finanziellen Mittel fehlen, gleitet in Richtung Energieknappheit und der damit einher gehenden zivilen Unruhen.

Der umfassendere strategische Wandel ist nun unübersehbar. Die Vereinigten Staaten, der weltweit größte Ölproduzent und Nettoexporteur von Raffinerieprodukten, verfügen weiterhin über strategische Spielräume; Europa besitzt keinen solchen Puffer. Washington behält seinen Einfluss: Die Schieferölförderung mag zwar ihren Höhepunkt erreicht haben, doch die USA können ihre Exporte weiterhin so steuern, dass die Benzinpreise im Inland im Vorfeld der US-Zwischenwahlen gestützt werden. Russland exportiert weiterhin Öl, haben doch die USA Mitte März die Sanktionen vorübergehend aufgehoben, um die Auswirkungen auf die Preise an den globalen Ölmärkten abzumildern.

Die Billionen Dollar, die in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit für die Förderung erneuerbarer Energien und Elektrofahrzeuge ausgegeben worden waren, sind nun als die teuerste strategische Fehlallokation der modernen Geschichte entlarvt worden. Die Sperrung der Straße von Hormuz hat gezeigt, dass der Zugang zu erschwinglichen und reichlich vorhandenen Öl- und Gasvorräten nach wie vor entscheidend für das Überleben eines Landes ist. Der „grüne Wandel“ war nie ein Wandel. Er war eine selbstverschuldete Schwachstelle, die Europa in einem multipolaren Energiewettstreit strategisch schutzlos zurückgelassen hat.

Die Physik der Kohlenwasserstoffe

Europäische Politiker sprechen von Rationierungen, gezielten Stromausfällen und verschärften Grenzkontrollen, als könnten diese einen realistischen Umgang mit der Energiepolitik ersetzen. Das können sie nicht. Der vernünftige Weg – die Sanktionen gegen Russland aufzuheben, ernsthaft über die Ukraine zu verhandeln, das Dogma der Netto-Null-Emissionen aufzugeben – ist politisch brisant, gerade weil er das Eingeständnis erfordert, dass ihre Energiepolitik nichts anderes ist als eine Wiedergeburt des Lysenkoismus. Die Alternative ist jedoch der Niedergang der Zivilisation: Deindustrialisierung, Zusammenbruch der Lieferketten und der dauerhafte Verlust strategischer Autonomie.

Die Geschichte geht selten gnädig mit Zivilisationen um, die Ideologie mit Physik verwechseln. Die Straße von Hormuz hat eine Lektion erteilt, die in der Energiegeopolitik geschrieben steht. Fossile Brennstoffe lassen sich nicht mit moralischen Gesten verhandeln. Lieferketten laufen nicht mit den grünen Slogans aus Brüssel.

A version of this article was first published in the Daily Sceptic (https://dailysceptic.org/2026/04/02/europes-hormuz-armageddon/)

Dr Tilak K. Doshi is the Daily Sceptic‘s Energy Editor. He is an economist, a member of the CO2 Coalition and a former (cancelled) contributor to Forbes. Follow him on Substack and X.

Link: https://wattsupwiththat.com/2026/04/03/europes-hormuz-armageddon/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

Der Beitrag Europas Hormuz-Armageddon erschien zuerst auf EIKE - Europäisches Institut für Klima & Energie.

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Energiekrise: Corona-Lockdowns 2.0 und Verzicht als neue Normalität?

07. April 2026 um 14:30

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Die mediale Debatte um “Energielockdowns” nimmt Fahrt auf. Vom freiheitlichen EU-Abgeordneten Gerald Hauser kommen scharfe Warnungen: Brüssel bewege sich „gefährlich in Richtung jener Freiheitsbeschneidungen, die viele Menschen bereits aus der Corona-Zeit kennen“. Er sieht das nächste Spiel mit Angst und Dauerkrise, nur unter einem anderen Schlagwort. Hauser fordert ein echtes Gegensteuern: pragmatische Energie-Deals statt moralischer Selbstschädigungsprogramme.

Forderungen nach Homeoffice, Fahr- und Reiseverzicht und stetige Angstpropaganda, um Verhaltensänderungen zu forcieren: Das kommt vielen Menschen bekannt vor. Statt einer Viruserkrankung droht nun der Energiekollaps. „Das System arbeitet erneut mit Angst und Dauerkrise – nur lautet das Schlagwort diesmal ‚Energie‘!“, warnt der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser in einem aktuellen Statement.

Für den Freiheitlichen stechen vor allem die Aussagen von EU-Energiekommissar Dan Jørgensen heraus: Dieser warnte, niemand könne sagen, wie lange diese Krise dauern werde. Sie werde nicht kurz sein. Selbst wenn morgen Frieden wiederhergestellt würde, werde man in absehbarer Zeit nicht zur Normalität zurückkehren. Soll also wieder eine “neue Normalität” Einzug halten? Das “war bei der Corona-Krise genauso“, mahnt Hauser.

Jørgensen hat offen dazu aufgerufen, den Energieverbrauch zu senken: Je mehr Öl eingespart werde – insbesondere Diesel und Kerosin – desto besser sei Europa dran. Medial wird längst ins selbe Horn geblasen, diverse sogenannte Experten haben ihrerseits ähnliche Forderungen formuliert. In Deutschland stellte eine Wirtschaftsweise die hohen Spritpreise bereits als willkommene Disziplinierungsmaßnahme der Bürger dar. Nicht die Politik liefert Lösungen – nein, die Bevölkerung soll sich artig anpassen. Hauser konstatiert: „Das ist die gleiche Logik wie bei Corona: Erst Angst, dann Gehorsam!“ Zuvor hatte schon FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker gewarnt:  „Die Erfahrung zeigt, dass aus solchen Appellen allzu oft schrittweise verbindliche Maßnahmen werden. Was heute freiwillig ist, steht morgen unter politischem Druck – und übermorgen im Gesetz.”

Hauser sieht klare Bezüge zu den Corona-Jahren: „Wer Homeoffice, Tempolimits und Reiseverzicht propagiert, redet de facto von Lockdown 2.0!” Es sei absurd, “dass Systemparteien und EU-Eliten die eigene ideologiegetriebene Energiepolitik nicht korrigieren, sondern den Bürgern den Verzicht als neue Normalität verkaufen wollen“.

Der Freiheitliche sieht dabei sehr wohl konkrete politische Lösungen, um die Versorgungssicherheit herzustellen. Er fordert: „Die Sanktionen gegen Russland sind Teil des Problems – sie müssen endlich aufgehoben werden.“ Statt pragmatische Energie-Deals zu ermöglichen, mache Brüssel alles nur schlimmer: „Europa braucht Versorgungssicherheit und leistbare Preise und keine moralischen Selbstschädigungsprogramme!“

Hauser fordert von der EU-Kommission ein klares Nein zu jeder Form von „Energielockdown“-Szenarien. Der EU-Abgeordnete sieht die notwendigen Schritte zugunsten der europäischen Bevölkerung pragmatisch: „Sanktionen beenden, Energie-Deals ermöglichen, Versorgung sichern und Preise senken!“

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Krieg im Iran IEA-Chef warnt vor „schwarzem April“ der Energieversorgung

07. April 2026 um 12:24

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Liefert düstere Aussichten für den April, IEA-Präsident Fatih Birol. Foto: IMAGO / AAP

IEA-Chef Birol schlägt Alarm: Bleibt die Straße von Hormus blockiert, drohen massive Ausfälle bei Öl und Gas. Die Folgen könnten Wirtschaft und Industrie weltweit erschüttern.

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Läuft prächtig bei der Bundeswehr: Schon 2 Milliarden Euro für nutzlose Funksysteme verbrannt

07. April 2026 um 08:00

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Das muss die neue deutsche Effizienz sein: Mehr als zwei Milliarden Euro hat man für das Digitalfunk-Projekt der Bundeswehr bereits verpulvert. Einsatzfähig ist die Technik aber immer noch nicht.

Deutsche Politiker scheinen sich schon im nächsten Weltkrieg zu sehen, doch die Aufrüstung läuft stockend. Seit Jahren wird bei der Bundeswehr an einem moderneren Digitalfunk gebastelt. Zwei Milliarden Euro wurden für dieses Projekt bereits verpulvert. Funktionsfähig sind die Funksysteme aber immer noch nicht.

Kürzlich erst hat der Wehrbeauftragte Henning Otte (CDU) Strukturen der Bundeswehr und des Verteidigungsministeriums als “in großen Teilen nicht effektiv” demontiert. Nun wirft ein Welt-Bericht erneut ein Schlaglicht auf die mangelnde Einsatzfähigkeit der deutschen Truppe: Die Umstellung auf modernen Digitalfunk ist nach Jahren des Bastelns noch immer nicht geglückt – obwohl bereits Milliarden Euro dafür versickert sind.

Unter Berufung auf ein vertrauliches Schreiben des Verteidigungsministeriums an den Bundestag berichtet die “Welt“, dass selbst die Basisversion bislang nicht einmal für den einfachen Übungsbetrieb eine Freigabe erhalten habe. Die Kosten summieren sich demnach bereits auf etwa 1,749 Milliarden Euro. Hinzu kommen weitere 299 Millionen Euro für flankierende Maßnahmen. 

Zuvor hatte “WELT AM SONNTAG” publiziert, dass der Zustand der Funksysteme laut einem internen Bundeswehrbericht in der Ende 2025 getesteten Version „eine Gefahr für Leib und Leben“ darstelle. Das Ministerium von Boris Pistorius bemüht sich um Schadensbegrenzung, aber man tritt auf der Stelle. Das vor Jahren gestartete Projekt „Digitalisierung Landbasierte Operationen“ (D-LBO) besteht aus insgesamt sechs Teilprojekten, die schrittweise zu Ausgaben von mehr als 20 Milliarden Euro führen sollen. Es soll Soldaten, Fahrzeuge und Gefechtsstände digital vernetzen und ein modernes Gefechtsmanagement ermöglichen. Es hat aber bislang so gut wie alle Meilensteine verfehlt oder nur mit deutlicher Verzögerung erreicht.

Der Sachstand beim Funk liest sich vernichtend: Nicht einmal der einfache Sprechfunk läuft bislang problemlos, die Feindkennung funktioniert nicht stabil, Übertragungszeiten sind zu lang und die Bedienung umständlich. Seit Ende des Jahres scheitert dem Bericht nach insbesondere die verlässliche Einbindung von Kampfpanzern des Typs Leopard 2: Funksprüche wurden teilweise gar nicht übertragen oder zu leise, die Reichweiten waren unzureichend. Daten- und Sprechfunk können nur eingeschränkt parallel genutzt werden.

Von der Technik, insbesondere des Herstellers Rohde & Schwarz, will das Verteidigungsministerium aber nicht abrücken. Diese Firma soll sogar noch mehr Geld erhalten, weil für einen vorübergehenden “Mischbetrieb” Handfunkgeräte des Unternehmens beschafft werden. Die Middleware-Software des Rüstungsriesen Rheinmetall funktioniert laut Bericht aktuell ebenfalls nicht.

Bis Ende 2027 soll eigentlich eine Heeresdivision vollständig digitalisiert werden. Inzwischen gilt dieser Zeitplan als sehr unsicher. In der Truppe rechnet man laut “Welt” damit, dass sich die flächendeckende Einführung bis weit ins nächste Jahrzehnt hinziehen könnte. Manche Waffensysteme und Fahrzeuge seien noch gar nicht in die aktuellen Umrüstpläne einbezogen.

Zu den markigen Sprüchen von Verteidigungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft passt all das nicht. Es scheint fast, als wäre das einzige, was die deutsche Politik beherrscht, momentan das sinnlose Verbrennen von Steuergeld ist. Der böse Russe dürfte angesichts dessen wohl einiges zu lachen haben.

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Geht Donald Trump der Arsch auf Grundeis?

07. April 2026 um 06:30

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Es gibt politische Situationen, die kippen nicht plötzlich – sie kippen langsam, fast unmerklich. Bis zu dem Punkt, an dem selbst die lautesten Drohungen nicht mehr wie Stärke wirken, sondern wie ein Echo der eigenen Unsicherheit. Genau an diesem Punkt steht Donald Trump.

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Angriff in Abu Dhabi: Der globale Plastik-Kollaps droht

06. April 2026 um 12:00

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Ein iranischer Angriff hat eine petrochemische Anlage in Abu Dhabi schwer beschädigt. Damit werden auch die Lieferketten für Kunststoffe wie Polyehtylen (PE) und Polypropylen (PP) massiv gestört. Dies trifft die globale Weltwirtschaft hart.

Am frühen Sonntagmorgen kam es im Industriegiganten Al Ruwais in der Region Al Dhafra in Abu Dhabi zu einem brisanten Zwischenfall, wie der Finanznachrichtendienst Bloomberg berichtet. Nach dem Abfangen eines Luftangriffs regneten Trümmerteile auf die dortige Petrochemie-Anlage von Borouge herab und lösten weitreichende Brände aus. In der Folge musste die Produktion komplett gestoppt werden.

Die Tragweite dieses Vorfalls ist kaum zu überschätzen, denn die Anlage ist ein globaler Knotenpunkt für die Herstellung von Polyethylen und Polypropylen. Diese Stoffe sind das unverzichtbare Rückgrat unserer modernen Zivilisation. Ohne sie gäbe es weder simple Lebensmittelverpackungen noch unverzichtbare medizinische Güter wie Spritzen, Katheter oder OP-Masken. Dieser Produktionsstopp fügt sich nahtlos in eine immer länger werdende Liste von Hiobsbotschaften aus der globalen Petrochemie ein. Das ohnehin hochgradig fragile “Just-in-Time”-System der internationalen Lieferketten steht massiv unter Druck. Die geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormus fordern zunehmend ihren Tribut von der realen Wirtschaft.

Bereits in der vergangenen Woche sahen sich zahlreiche Schwergewichte der Industrie gezwungen, das gefürchtete Mittel der “Force Majeure” – der Höheren Gewalt – auszurufen. Dies bedeutet, dass vertraglich zugesicherte Lieferungen nicht mehr bedient werden. Die taiwanesische Oriental Union Chemical Corp. etwa hat ihre Lieferungen in die USA vorerst auf Eis gelegt und plant, Verträge künftig an die gestiegenen Rohölkosten anzupassen. Auch der chinesische Hersteller Hainan Yisheng Petrochemical teilte seinen US-Kunden mit, dass man aufgrund der Blockaden im Nahen Osten Verträge nicht mehr erfüllen könne.

Besonders anschaulich zeigt sich die ökonomische Realität am Verhalten von Indorama Ventures. Der Konzern informierte seine Kunden zunächst über eine Preiserhöhung von 10 Cent pro Pfund und legte kurz darauf in einem weiteren Schreiben noch einen “Kriegszuschlag” von 5 Cent obendrauf. Das sind zusätzliche Kosten, die schlussendlich von den Konsumenten an der Supermarktkasse getragen werden müssen. Parallel dazu hat das Unternehmen für zwei Anlagen in Europa aufgrund der Lage direkt Verträge ausgesetzt, und auch der saudische Riese SABIC beruft sich mittlerweile auf unvorhersehbare Störungen in der Straße von Hormus, um Lieferausfälle zu rechtfertigen. Eine zeitliche Perspektive für ein Ende dieser Störungen wollte man in Saudi-Arabien gar nicht erst abgeben.

Dass diese Krise tiefgreifender ist als eine bloße vorübergehende Delle in den Bilanzen, machte Jim Fitterling, der CEO von Dow Chemical, kürzlich deutlich. Selbst wenn das gefährliche Nadelöhr im Nahen Osten kurzfristig wieder sicher passierbar wäre, würde es laut Fitterling bis zu neun Monate dauern, bis sich die petrochemischen Ströme weltweit wieder normalisiert haben. Diese Einschätzung lässt erahnen, in welch prekärer Lage sich die globalisierte Industrie befindet.

Verschärft wird diese Dynamik durch die Rolle Chinas als weltgrößter Produzent und Konsument von Kunststoffen. Wenn die Lieferketten für derart essenzielle Grundstoffe reißen, gerät die industrielle Basis dieses weltwirtschaftlichen Motors unausweichlich ins Stottern. Jede weitere Störung in dieser hochkomplexen Vernetzung wird sich als Inflations- und Mangelwelle bis nach Europa durchschlagen. Darauf wird man sich einstellen müssen.

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“Crisis and Leadership”: Krisenexperte Habeck lehrt jetzt an der UC Berkeley

06. April 2026 um 11:00

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Leidet Ihr Land unter zu wenig Krisen? An der UC Berkeley können Sie aktuell in einem Kurs vom Krisenmeister persönlich lernen, wie man eine Nation in den Untergang manövriert. So liest sich zumindest die Ankündigung eines Kurses mit dem Titel “Crisis and Leadership: Managing in an Uncertain Era”, den ausgerechnet der grüne Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck unterrichtet.

Ein Kommentar von Vanessa Renner

Auf der Website über die Graduiertenkurse im aktuellen Frühlingssemester an der Haas School of Business der Berkeley-Universität findet sich unter anderem das “Seminar 296-4”: Dr. (phil.) Robert Habeck und Professor Ulrike Malmendier sollen dort über “Krise und Führung: Management in unsicheren Zeiten” lehren.

“Dr. Robert Habeck” ist übrigens in Wahrheit ein “Dr. phil. Robert Habeck”, aber sei’s drum. (Quelle Screenshot)

Robert Habeck soll also über Krisen und Führung sprechen und Studenten mit seinem Wissen erhellen. Worüber genau? Wie man ein Land in eine Krise hineinführt? Die Beschreibung des Kurses lautet wie folgt:

Krisenmanagement und Führung: Management in unsicheren Zeiten wird von Professorin Ulrike Malmendier und Dr. Robert Habeck, ehemaliger Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz in Deutschland, gemeinsam geleitet. Der Kurs konzentriert sich auf das Management wirtschaftlicher und politischer Krisen und die Herausforderungen, die die heutige globale Landschaft prägen.
Der Kurs stützt sich auf Professorin Malmendiers Forschung, die untersucht, wie Krisen das wirtschaftliche Verhalten und die Entscheidungsfindung der Menschen beeinflussen, sowie auf Dr. Habecks Erfahrungen in der Führung Deutschlands durch eine Wirtschafts- und Energiekrise nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine. Von Pandemien über Energiekrise bis hin zu geopolitischen Konflikten – der Kurs bewegt sich an der Schnittstelle von Forschung, Politik und Praxis.

(Quelle, ins Deutsche übersetzt)

Aus unerfindlichem Grunde wird hier nicht erwähnt, dass weniger der böse Russe als Habecks grüne Politik erheblich zu Deutschlands anhaltender Wirtschafts- und Energiekrise beigetragen hat. Bedenkt man die linke Schlagseite von Universitäten und den Grad der Indoktrination der woken Studentenschaft, dürfte dieser Umstand aber kaum auffallen.

Als Kinderbuchautor könnte der Ex-Wirtschafts- und Klimaminister Deutschlands die perfekte Besetzung sein, um blumige Geschichtchen über linksgrüne Utopien zu erzählen. Immerhin ist (Öko-)Sozialismus ja die Lösung aller Probleme – immer genau so lange, bis der Führung das Geld der Bürger ausgegangen ist und Land und Wirtschaft in Schutt und Asche liegen. Aber keine Sorge: Ein strammer Wokist wird dann immer noch dem Kapitalismus die Schuld geben. Es war eben einfach noch nicht der “richtige” Sozialismus. Man hofft auf mehr Glück beim nächsten Mal …

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